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11/2013

Objekt: Gradonna Mountain Ressort, Kals/Osttirol

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I nhalt

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TOP THEMA

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SCHWERPUNKT OBERFL ÄCHENTECHNIK

Metaller-KV: Jährlich grüßt das Murmeltier  Interview: EuGH-Klage der Oberflächentechniker 

6 8

Verlustfreies Spritzlackieren  Hartverchromung: Funktion statt Dekoration  Strahlungshärtung 

BRANCHE

Entgraten und Oberflächenschleifen von Blechteilen 

Matzner engagiert sich in Europa  Austrian Excellence Award für Wifi Kärnten  Bundeslehrlingswettbewerb 2013: Die Sieger  Fachausbildung: HTL und die Praxis  Recht: Dienstverhältnis oder Werkvertrag? 

10 13 14 16 18

Prometall erweitert Sortiment  ift Rosenheim: Fenster verbessern Lebensqualität  Glastechnik: Dos and Dont‘s beim Geländerbau 

Robotergestützte Qualitätspolitur 

DREHEN, FRÄSEN, SCHLEIFEN, CNC Kompaktes Drehzentrum von Haas  Schleifen: Präzise Zahnbehandlung 

M E TA L L & B A U Stahl für den Bau 

Laserinspektion auf heißen Oberflächen 

Drehen und Fräsen: Selbermachen oder zukaufen? 

19 20 22 26

29 30 31 32 33 34

Hochleistungsmaschine Syncromill  Eckfräsen: Best in Class  Zerspanen: U-Achse auch für kleine Millturns  Schruppen und Schlichten in einem Gang 

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TECHNIK & PRA XIS Kemppi macht Schweißanweisung mobil  Mobile Maschinenbedienung  Gradonna Mountain Ressort, Kals

Schruppen oder Schneiden: Klare Trennung  Bosch Kaltkreissäge für präzise Schnitte 

47 48 50 52

INNUNGEN Bundesinnungstreffen in Wien  Steirische Innungstagung in Spielberg  Innungen Burgenland und Salzburg Innung Wien  Lava

Trigon

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Volato Lambda

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Editorial

Viertes Quartal D

as Jahresende naht und mit ihm die zunehmende Hektik, schnell alles, was noch heuer in die Bilanz soll, unter Dach und Fach zu bringen: Laufende Projekte, Vertragsverhandlungen, Wettbewerbe, Fach­tagungen – und schließlich auch Fachmagazine wie das vorliegende METALL 11, das all diesen „Jahresendaktivitäten“ breiten Raum widmet (siehe auch Innungsteil ab Seite 53). Der diesjährige Bundeslehrlingswettbewerb in Dornbirn und Bregenz geriet wieder zu einem besonderen Ereignis. Wenngleich die Hausherren diesmal klar dominierten, war die Leistungsspitze insgesamt dennoch breit gefächert über die Regionen verteilt: Sieben Bundesländer stehen im Medaillenspiegel (Seite 15) – ein Zeugnis für die österreichweit hohe Qualität der Ausbildung.

Für METALL ist das Thema Ausbildung ebenso wichtig: Wir starten daher mit dieser Ausgabe eine Artikelserie, die alle Institutionen und Bildungswege vorstellt, in denen Jugendliche von heute zu den Fachprofis von morgen gemacht werden. Im ersten Teil (Seite 18) geht es um Fachschulen beziehungsweise HTLs für den Metallbau. Wie viel diese Fachkräfte verdienen, wenn sie dann mit beiden Beinen im Beruf stehen, ist wiederum Gegenstand der traditionellen und symbolträchtigen Kollektivvertragsverhandlungen, mit denen alljährlich aufs Neue die „heiße Herbstphase“ eingeläutet wird (Bericht auf Seite 6). Eine informative Lektüre wünscht Gerhard Rainer

Gerhard Rainer Chefredakteur E g.rainer@wirtschaftsverlag.at


T opthema

M e ta l l e r - Ko l l e k t i vv e r t r a g 2 0 1 3 / 2 0 1 4

Die erste Hürde ist bewältigt Seit zwei Jahren werden die Verhandlungen zum Kollektivvertrag auf Wunsch der Arbeitgebervertretung nicht mehr zentral in einem großen Wurf geführt, sondern auf sechs Branchen aufgesplittet. Für die Verhandler ist der Aufwand dadurch höher geworden, die Ergebnisse bleiben wahrscheinlich die gleichen.  E in Z wischenbericht von G e r h a r d R a i n e r

A

lle Jahre wieder treffen sich im Herbst die Sozialpartner zur symbolträchtigen ersten Verhandlungsrunde über die Metallerlöhne. 2013 startete das mediale Rauschen in den OTS-Aussendungen der Verhandlungsparteien schon ziemlich früh, denn der Fachverband der Maschinen- und Metallwaren-Industrie (FMMI), der in den Lohnverhandlungen die Arbeitgeberseite repräsentiert, hatte bereits vor den Sommerferien mit dem Wunsch nach einem früheren Verhandlungstermin aufhorchen lassen. Die allgemeine Konjunkturlage schien im Frühjahr nicht besonders rosig, die Wirtschaft hatte insgesamt gerade eine Delle abbekommen, und die prognostizierten Zahlen sahen auch für die Metallbranche alles andere als positiv aus. Für den FMMI ein strategisch günstiger Zeitpunkt, um etwaige überzogene Begehrlichkeiten der Arbeitnehmervertretung schon im Vorfeld einzubremsen. Entsprechend leise fiel die Reaktion der Gegenseite auf dieses frühe Vorpreschen der Industrievertreter aus. Bald nach dem frühen Vorstoß der Arbeitgeber kam dann allerdings aus der Kon-

junkturforschung eine leichte Entwarnung. Die Wirtschaft, so hieß es vonseiten der Konjunkturexperten, würde sich gegen Jahresende wieder etwas erholen. Nun wurden die Arbeitgebervertreter wieder leiser – sei es aus kaufmännischer Vorsicht, oder aber aus Rücksicht auf die kommende Lohnrunde im Herbst – richtige Euphorie kam jedenfalls nicht auf.

sis zu einigen. Vielleicht wäre es aber eine gute, nachhaltige und vor allem sozialpartnerschaftliche Idee, sich beim alljährlichen Abstecken der Claims ein für allemal auf eine gemeinsame Quelle für die Ausgangsdaten (Inflationsrate, Produktivitätsgewinn, Konjunkturprognosen, etc.) zu verständigen, welche zumindest die Rechengrundlagen für die Verhandlungen langfristig festschreibt. Das könnte neben dem harschen Eröffnungston auch einige Tage Säbelrasseln einsparen. Denn was selten bedacht wird, ist der zeitliche und personelle Aufwand, der durch die Aufteilung der Verhandlungen in sechs Teilbranchen entsteht.

Suche nach gemeinsamer Basis Als es dann Ende September wirklich zur Sache ging, wurden erst mal ein paar Tage damit verbracht, sich auf die gemeinsamen Eckdaten zu einigen, auf denen die Verhandlungen überhaupt aufsetzen sollten. Spätestens seit damals weiß Österreich, dass auch die Inflationsrate eine Frage der Quellen-Interpretation ist. So klaffte zu Beginn der KV-Verhandlungen eine Lücke von ein paar Prozentpunkten hinter dem Komma, die den Start qualitativer Lohndiskussionen verzögerten. Es gelang dann doch, sich auf eine Inflationsrate von 2,3 Prozent (für die vergangenen zwölf Monate) als Gesprächsba-

Moderater Abschluss Mittlerweile haben sich die Prognosen eines (leichten) Aufschwunges erhärtet, und das spiegelt sich dann doch auch ein bisschen in den ersten Verhandlungsergebnissen über die Lohnsteigerungen im Kollektivver-

2,3 %

M eta l l er - A bsch l u ss 2 0 1 3 ( i m V erg l e i ch z u 2 0 1 2 )

+2,8% 2013

+3,2% 2012

Durchschnittslohn

6   

  11/2013

+3,2% 2013

+3,4% 2012

KV-Mindestlohn

+2,5% 2013

+3,0% 2012

Istlöhne

+2,1% 2013

+3,0% 2012

Zulagen

Inflationsrate in den vergangenen zwölf Monaten

+2,1% 2013

+3,4% 2012

Lehrlings­ entschädigung


trag wieder. Bei einer aktuellen Inflationsrate von 1,7 Prozent erhalten die Beschäftigten der Maschinen- und Metallbauindustrie mit 1. November im Schnitt um 2,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die gesamte Bandbreite der Erhöhung reicht von 2,5 bis 3,2 Prozent, das ist insgesamt zwar etwas weniger als im Vorjahr (3,0 bis 3,3 Prozent), bevorzugt aber wieder die niedrigsten Einkommen: Der Mindestlohn steigt um 3,2 Prozent auf 1.688 Euro. Die Zulagen und die Lehrlingsentschädigung legen um 2,1 Prozent zu (im Vorjahr +3,0 beziehungsweise +3,4 Prozent). Die Anhebung der Mindestlöhne um 3,2 Prozent hat vor allem im untersten Einkommensbereich Signalwirkung, geht es hier doch auch darum, die Einstiegsgehälter von Facharbeitern in eine Höhe zu bringen, die für den Beruf interessant erscheint.

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Kompromiss „auf Zeit“ Wie im Vorjahr sprachen auch diesmal nach der Einigung beide Seiten von einem gerade noch vertretbaren Kompromiss. Die Verhandlungsführer auf Arbeitnehmerseite, Rainer Wimmer (Pro-Ge) und Karl Proyer (GPA), zeigten sich über einen Abschluss deutlich über der Inflationsrate erfreut - und dass es gelungen war, das Arbeitszeitthema einmal mehr aus dem Kollektivvertrag auszuklammern. Änderungen bei der Arbeitszeit gibt es vorerst nicht. ArbeitgeberChefverhandler Veit Schmid-Schmidsfelden stellt allerdings klar, dass das „Zeitkonto“ bis Mitte 2014 in weiteren Gesprächen geklärt werde. Sollte hingegen wie in den vergangenen Jahren keine Einigung auf flexiblere Arbeitszeitmodelle erzielt werden, werde das Auswirkungen auf die nächstjährigen Kollektivvertrags-Verhandlungen haben, so Fachverbandsobmann Christian Knill. Zu Redaktionsschluss lagen für die fünf anderen Metaller-Fachverbände beziehungsweise das Gewerbe noch keine Verhandlungsergebnisse vor. Es ist aber kaum zu erwarten, dass es hier zu großen Abweichungen kommen wird. 

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I nterview

EU - C h e m i k a l i e n v e r o r d n u n g REACH

Oberflächentechniker wehren sich Der deutsche Verein zur Wahrung von Einsatz und Nutzung von Chromtrioxid und anderen Chemikalien in der Oberflächentechnik (Vecco) hat eine Klage beim Europäischen Gerichtshof eingebracht.  I nterview : G e r h a r d R a i n e r

I

n einem Musterprozess werden am Beispiel von Chromtrioxid mehr Transparenz und ein verantwortungsvollerer Umgang mit den Entscheidungsgrundlagen zur europäischen Chemikalienverordnung REACh gefordert. Vecco ist ein Zusammenschluss von mehr als 150 Oberflächentechnikbetrieben im deutschsprachigen Raum. Der Verein setzt sich mehrheitlich aus kleinen und mittelständischen Lohnbeschichtern zusammen. Ziel von Vecco ist u. a. die gemeinsame Erarbeitung und Sicherung von technischem Know-how sowie die Erarbeitung von Zulassungsdossiers für chemische Substanzen im Sinne der EU-Chemikalienverordnung REACh. Da vor allem KMUs die Komplexität der EU-Verordnung nicht einzeln bewältigen können, haben sie sich zum gemeinsamen Vorgehen entschlossen, um den ­REACh-Aufwand für die einzelnen Betriebe in erträglichem Rahmen zu halten und durch gemeinsames Vorgehen „erschwingliche, machbare und zukunftssichere Lösungen für alle“ zu erarbeiten. Obwohl die Europäische ChemikalienAgentur (Echa) selbst eigentlich nur ausführende Behörde ist, kann sie via REACh quasi „Gesetze“ erlassen, für die keine Kontrollinstanz vorgesehen ist. „Die Behörde definiert also ihre eigenen Regeln in der Risikobeurteilung von chemischen Stoffen“, kritisiert Malte-Matthias Zimmer von der deutschen EUPOC GmbH, die seit einem Jahr im Auftrag von Vecco zur technischen Beratung und Kommunikation mit den Behörden im Einsatz ist. Im Gespräch mit METALL erklärt Zimmer die Hintergründe für den Gang vor den Europäischen Gerichtshof. METALL: Was bewegt Sie zu einer EuGHKlage in Sachen REACh? Malte-Matthias Zimmer: Entscheidend war

für uns die Vorgangsweise der Behörden. Das Dokument (Anhang 14) über die Expositionswerte und Risikoschätzungen für Chromtrioxid (CrO3) ist nicht plausibel. Wir versuchten daher an die Grunddaten dieses 8   

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Papiers heranzukommen, um diverse Ungereimtheiten aufzuklären, doch das ist uns über Monate nicht gelungen. Auch haben sich Echa und die entsprechenden Institutionen mit unseren Einwänden nicht einmal ansatzweise auseinandergesetzt! Die haben einfach die von Deutschland übermittelten Daten genommen und darauf einen europäischen Prozess losgetreten. Dabei geht es um die Verwendung von Chrom im Oberflächenbereich? Zimmer: In diesem Papier wird die Galvanik

als ganz starke Risikobranche beschrieben. Und zwar mit einer Datentabelle, die nicht wiedergibt, was wir aus der Praxis kennen.

tem nicht so hoch ist. Diese Divergenz kann ich nur durch Prüfen und Gegenüberstellen verifizieren. Im Detail ist es wie folgt: Bei der Aufnahme des Chromtrioxid in den Anhang 14 – also zur Zulassung – hat die EU-Kommission auf Empfehlung der Echa quasi mitbestimmt, dass es niemanden gibt, der das Risiko ausreichend beherrscht. Und das stimmt aus unserer Sicht nicht! Die haben einfach die Daten nicht geprüft. Welche Konsequenzen wird es haben, wenn Ihre EuGH-Klage positiv ausgeht? Zimmer: Ich nehme jetzt nicht an, dass sie

das Chromtrioxid vom Anhang 14 wieder

„Die haben die Daten einfach nicht geprüft!“ Malte-Matthias Zimmer Weil dies ja statistische Daten sind, kann das nur an der zugrunde liegenden Datenbasis liegen. Die hat aber niemand gesehen! Das heißt, wir wissen nicht, was da eigentlich ausgewertet wurde. Aus welchem Grund werden diese Daten unter Verschluss gehalten? Zimmer: Das ist ein Punkt, wo wir derzeit

in Deutschland eine zweite Klage laufen haben. Dabei geht es um die Transparenz und Öffentlichkeit der Daten auf Basis der deutschen Gesetze zur Umweltinformation. Wir müssen diese Daten erfahren können, weil sie in direktem Zusammenhang mit unserer Tätigkeit stehen. Das wurde uns aber untersagt. Im Prinzip heißt das, dass hier ein europäischer Akt auf Basis von deutschen Daten gemacht wurde, die aber nie jemand gesehen hat. Das ist der Grund für die Klage. Wir sagen: REACh ist okay – aber nicht so! Wir wollen Transparenz. Außerdem können wir beweisen, dass das Risiko bei Wei-

runternehmen. Wir hätten gerne, dass der Prozess zurückgedreht und genauer untersucht wird. Das hat im Prinzip gar nicht mit dem Chromtrioxid zu tun – obwohl es den Chrombetrieben vielleicht helfen würde. Es ist wichtig, dass das Gericht der Kommission und der Echa vorschreibt, sorgfältiger zu arbeiten und bei diesem Riesenakt Verhältnismäßigkeit walten zu lassen. Vor allem weil es ja bereits beherrschbare Szenarien gibt, die wir aufzeigen können. Die Oberflächentechnikbetriebe stehen immer mit einem Bein im Risiko, weil sie ja heute nicht wissen, welcher Stoff in den nächsten zwei Jahren auf der REACh-Liste als gefährlich eingestuft wird? Zimmer: Bei Chromtrioxid in wässriger Lö-

sung ist das Risiko in einem bestimmten Konzentrationsbereich beherrscht. Die Bewertung wird hier dennoch schwierig sein, denn hier herrscht in Europa eine kontroverse Diskussion. Da bin ich mir nicht si-


© Hard

I nterview

Malte-Mathias Zimmer: „Das Problem fing in Deutschland an und wurde in Europa fortgesetzt.“

D ie K ritik cher, ob sich das Gericht hier outen will. Es hängt davon ab, ob es Alternativen gibt. Es gibt mit REACh ja keine Kriterien, an deren Erfüllung eine Zulassung geknüpft ist. Meiner Meinung nach ist es eine willkürliche Entscheidung der Echa, was sie gerade empfiehlt – und dann der EU-Kommission, was sie politisch will. Alles andere ist ein Scheingefecht. Es gibt ja auch parallele Technologien, die bereits angewendet werden.

Zimmer: Richtig. Wenn eine Alternative exi-

stiert und diese Alternative ökonomisch und mit weniger Risiko möglich ist, dann macht ein Betrieb ohnehin in dieser Alternative weiter. Es liegt ja im ureigenen Interesse jedes Unternehmens, Paralleltechnologien dort anzuwenden, wo sie Sinn machen. Wenn das aber nicht geht, dann hat das auch seine Gründe! Da brauche ich keine Echa oder REACh, um diese Gründe zu hinterfragen.  

Was bei der Beurteilung des CrO3-Risikos schiefläuft:

„„Keine anerkannte Datenbasis „„Eine Beurteilung kann willkürlich und ohne verlässliche Vergleichsgrößen erfolgen.

„„Umfangreiche ökonomische Untersuchungen sind für KMUs nicht zu bewältigen.

„„Bisherige Risikobewertung ist nicht objektiv und nicht prüfbar.

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B ranche

M enschen

Neuer Chef für VAI Seit 1. November ist Albrecht Neumann (51) neuer CEO der Siemens Metals Technologies. Neumann war bislang als USA-Chef für das Nordamerikageschäft der Metals Technologies verantwortlich. Sein Vorgänger Werner Auer (58) war seit mehr als 30 Jahren für die 2005 von Siemens übernommene VAI tätig und verlässt das Unternehmen aus persönlichen Gründen.

© Jagsich Michael, Linz

Medaille an Falch

Gerhard Falch (Bild Mitte), Vorsitzender des Vorstandes der AMAG Austria Metall AG, wurde für seine Verdienste um die ober­ österreichische Wirtschaft mit der „Wirtschaftsmedaille der WKO Oberösterreich in Gold“ ausgezeichnet. Falch steht seit 2007 dem AMAG-Vorstand vor und ist seit 2008 auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der Energie AG Oberösterreich.

W o r l d s k i l l s -T e i l n e h m e r

Vom Präsidenten geehrt Im Rahmen eines Empfangs wurden Mitte Oktober die Teilnehmer der Berufsweltmeisterschaften WorldSkills von Bundespräsident Heinz Fischer geehrt.

B

ei den internationalen Berufsweltmeisterschaften WorldSkills, die Anfang Juli in Leipzig mit rund 50 Einzelwettbewerben ausgetragen wurden, erzielte das Team Austria mit 29 TeilnehmerInnen elf Medaillen und gewann fünf Mal Gold, zwei Mal Silber und vier Mal Bronze sowie elf Leistungsdiplome „Medaillon for Excellence“. Die Metalltechnik verbuchte eine Bronzene durch den Tiroler Metallbauer Florian Schnöll (METALL berichtete). „Die Anzahl der Medaillen ist ein deutliches Signal für die Attraktivität und das hohe Niveau der dualen Ausbildung in Österreich. Ich gratuliere jedem Einzelnen, der zum Erfolg beigetragen hat, und be-

E u - S ta h l b a u v e r b a n d

Matzner wird Vize ÖSTV-Geschäftsführer Georg Matzner engagiert sich verstärkt auf europäischer Ebene und wird Vizevorsitzender der Europäischen Konvention für Stahlbau (EKS).

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© S.Jappel

Werfring Jr. übernimmt Nach dem plötzlichen Ableben von Josef Werfring, dem Gründer und Geschäftsführer der Förderanlagen-Schlosserei Werfring GmbH, hat dessen Sohn Martin Werfring (21) im September 2013 die Geschäftsführung des Familienunternehmens übernommen. Martin Werfring ist Absolvent der HTL für Maschinenbau und Schweißwerkmeister, und leitet die Firma nun gemeinsam mit dem früheren Betriebsleiter Johannes Glatz.

danke mich für die wertvolle Arbeit, die sie für unser Land und ihre Berufsgruppe leisten“, erklärte der Bundespräsident. Insgesamt schafft es das Team Austria damit unter die Top-Ten der teilnehmenden Länder weltweit und ist im EU-Vergleich Nummer eins. Zu den Gratulanten in der Hofburg zählten auch WKO-Präsident Christoph Leitl sowie die Bundesminister Rudolf Hundstorfer und Claudia Schmied. Als nächste internationale Berufswettbewerbe stehen im Oktober 2014 die EuroSkills in Lille/Frankreich sowie im August 2015 die WorldSkills in São Paulo/Brasilien auf dem Programm. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. [red] 

D

Georg Matzner, ÖSTV: „Lieber Stahl bauen, als Stahl dokumentieren.“

en europäischen Stahlbauverband EKS gibt es seit 1955 und er zählt 27 Mitglieder, darunter vorwiegend nationale Stahlbauverbände. Anfang Oktober wurde das neue EKS-Führungsteam gewählt: Es besteht nun für eine Funktionsperiode von drei Jahren aus Ernest Hendrickx (Président ILTM Construction métallique, Luxembourg) als Chairman und G ­eorg Matzner (seit 2009 Geschäftsführer des Österreichischen Stahlbauverbandes) als Vice Chairman.

Sein Engagement begründet Matzner folgendermaßen: „Durch die EU-Vorgaben für den Stahlbau in Europa war es für mich klar, dass Öster­ reich auch auf europäischer Ebene die Politik mit beeinflussen muss. Deshalb habe diese Funktion angestrebt – und wurde gewählt. Probleme erkennen und an der Lösung mitwirken, das ist mein Weg.“ Dabei verfolgt Matzner für den Europäischen Verband vier Ziele: „„Positionierung der Nachhaltigkeit des Stahlbaus, „„Verankerung der EKS als ersten Ansprechpartner und Interessenvertreter, „„Positionierung der EKS als führend für die technische Weiterentwicklung und „„Erarbeitung praxisnaher Hilfsmittel für Planer und ausführende Unternehmen. [red/östv] 


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B ranche

Ab 1. Jänner 2014 müssen Rechnungen über Waren und Dienstleistungen an den Bund in strukturierter elektronischer Form eingebracht werden. Papierrechnungen und Rechnungen, die per E-Mail oder im PDF-Format übermittelt werden, werden nicht anerkannt. e-Rechnungen können schneller, effizienter und sicherer erstellt, übermittelt und verarbeitet werden. Fehlerquellen werden minimiert und Mitarbeiterinnen

sowie Mitarbeiter in Unternehmen und der Verwaltung entlastet. Bei umfassendem Einsatz strukturierter elektronischer Rechnungen – auch im B2B-Bereich – gehen Studien der Wirtschaftskammer Österreich von einem Nutzenpotenzial von mehreren Milliarden Euro pro Jahr allein innerhalb Österreichs aus. Um elektronische Rechnungen einbringen zu können, ist eine einmalige Registrierung am Unternehmensserviceportal (USP – www.usp.gv.at) erforderlich. Danach können die Rechnungen jederzeit über die am USP verfügbare Anwendung „e-Rechnung an den Bund“ erstellt oder – bei Erstellung durch ein eigenes Programm – sofort hochgeladen werden. Als dritte Einbringungsmöglichkeit steht ein Webservice zur Verfügung.

Unternehmensserviceportal (USP) Das USP ist das zentrale Internetportal der österreichischen Bundesregierung für Unternehmen. Informationen zu sämtlichen Unternehmensbereichen erleichtern es Betrieben, sich in der oft komplexen Behördenwelt zurechtzufinden. Darüber hinaus können am USP die wichtigsten E-Government-Anwendungen der Bundesverwaltung mit nur einer Anmeldung genutzt werden. www.erb.gv.at

Entgeltliche Einschaltung des Bundesministeriums für Finanzen

Mit e-Rechnung Zeit und Geld sparen

Zultner feiert neues Kundencenter mit Hausmesse Zur offiziellen Eröffnung des neuen Kundencenters in Wiener Neudorf lud Ende September die Firma Zultner Metall GmbH. Anfang des Jahres ist am Standort Wiener Neudorf (Ecoplus – IZ Süd) das neue Kundencenter in Wiener Neudorf in Betrieb gegangen. Damit setzt Zultner seine Strategie zu mehr Kundennähe konsequent fort. Über Nacht wird das Kundencenter, ebenso wie das Kundencenter in Wels, von den beiden Hauptstandorten in Graz und Klagenfurt beschickt. Neben einem Abholservice sind alle gängigen Formate und Dimen­ sionen vor Ort lagernd. Zusätzlich wird über die drei Zustelltouren die Ware auch dem Kunden ins Haus geliefert. Die Eröffnung des neuen Kundencenters wurde mit einer Hausmesse gefeiert, die unter dem Schwerpunkt „Edelstahl“ stand. Präsentiert wurden Produkte und Lösungen von namhaften Ausstellern wie Fronius,

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Kontakt: ZULTNER Metall GmbH Schmiedlstraße 7, 8042 Graz Tel.: +43 (0)316/60 95-337, Fax: +43 (0)316/60 95-380 www.zultner.at

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Böhler Schweißtechnik, ABB, 3M, Tyrolit, Fanuc, Teka, SteelForYou, Motoman u. v. m. Vor allem die neuen Entwicklungen auf dem Sektor der Schweißtechnik im Zusammenhang mit EN 1090 interessierten die Messebesucher. Für das Fachpublikum referierte Ewald Jantscher, Anwendungstechniker bei Zultner, über die richtige Be- und Verarbeitung von Edelstahl im Schweißprozess.


B ranche

Gesundheitsvorsorge

N ewsline

Für Sozialpreis nominiert Für Maßnahmen, die der Montageprofi Würth zur psychischen Gesundheitsvorsorge gesetzt hat, wurde das Unternehmen nun für den Betrieblichen Sozialpreis nominiert.

S

eit Jahren investiert Würth im Rahmen des Gesundheitsprogramms „Well@ Würth“ in das Wohlbefinden seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Als Teil dieser umfassenden Gesundheitskampagne wurden auch Auswirkungen durch Überlastung thematisiert. Das Unternehmen mit Zentrale in Böheimkirchen/NÖ hat im Jahr 2012 eine Informationskampagne für Mitarbeiter zum Thema psychische Gesundheit gestartet. Gemeinsam mit einem Team aus externen Coaches, dem Betriebsmediziner und dem Vertrauensrat wurde ein Programm erstellt, das unter anderem eine Schulung der Führungskräfte zur Früherkennung von psychischen Problemen beinhaltete. Darüber hinaus wurden und werden Workshops rund um das Thema angeboten, die für alle Mitarbeiter kostenfrei während der Arbeitszeit stattfinden. „Ziel des Maßnahmenpakets ist die Sen-

sibilisierung auf die psychische Gesundheit von Mitarbeitern sowie die Enttabuisierung von Überlastung. So schaffen wir Rahmenbedingungen, um eine Früherkennung von Überlastungserscheinungen zu gewährleisten und mit entsprechenden Maßnehmen gegensteuern zu können“, so Mag. Josef Holzweber, Personalleiter Würth Öster­reich.   © Verein fair-finance/APA-Foto/Hinterramskogler

V. l. n. r.: Mag. Rainer Ladentrog (fair-finance Vorsorgekasse AG), Geschäftsleitungsmitglied Mag. Josef Holzweber (Würth Personalleiter) und Sozialminister Rudolf Hundstorfer

Austrian Excellence Award 2013 Die Verleihung des Austr an Excellence Awards an das Wifi Kärnten markierte den Höhepunkt der qualityaustria Winners Conference im Wiener Palais Ferstel am 22. Oktober. Die Kärntner Bildungseinrichtung überzeugte in allen Aspekten des EFQM-Modells mit herausragenden Bewertungen, besonders in der Gestaltung der Prozesse und der Erbringung der Dienstleistungen. Die Veranstaltung war auch der Auftakt zum internationalen EFQM Forum „Achieving Excellence“ der European Foundation for Quality Management (EFQM). Das Wifi Kärnten beschreitet den „Excellence-Weg“ seit 2002 und konnte die Unternehmensqualität seitdem kontinuierlich steigern. Univ.-Prof. Johannes Risak vom Institut für Unternehmensführung an der Wirtschaftsuniversität Wien wies in seiner Laudatio auf die hohe Praxisorientierung hin und lobte die topaktuellen Inhalte und die gut aus­gestatteten Räumlichkeiten, die zu den ­elementaren Prinzipien des Wifi-Angebots zählen. [red]

Innovationen in Bestform Das Fachmessen-Duo Blechexpo und Schweisstec vom 5. bis 8. November 2013 in der Landesmesse Stuttgart konnte die Fachwelt erneut überzeugen.

Füge-/Verbindungsverfahren. Die Themenschwerpunkte wie Blechbearbeitungsmaschinen, Trenn- und Umformtechnik, Rohr- und Profilbearbeitung plus Blech-, Rohr- und Profilmaterialien zur Blechexpo sowie Thermisches Trennen und Bearbeiten, Thermisches und Mechanisches Fügen, Verbindungstechnologien-/verfahren plus der Schweiss- und Schneidtechnik-Automatisierung zur Schweisstec trafen wie gehabt ins Schwarze und stießen auf ein hoch interessiertes Entscheider-Fachpublikum. METALL wird in der Dezemberausgabe detailliert über diese erfolgreiche Fachmessen-Kombination berichten.

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Die ganze Welt der industriellen Blechbearbeitung und Fügetechnik – mit diesem Anspruch war das Prozessketten- und Fachmessen-Duo Blechexpo – Internationale Fachmesse für Blechbearbeitung und Schweisstec – Internationale Fachmesse für Fügetechnologie in Stuttgart angetreten. Auf den knapp 85.000 m2 Bruttofläche trafen sich schließlich 1.153 Aussteller aus 32 Ländern und 32.599 Fachbesucher aus 96 Nationen. Damit können die Veranstalter der Firmengruppe Schall zu Recht von einer hohen internationalen Akzeptanz der Blechexpo und der Schweisstec sprechen. Nicht zuletzt die 330 ausländischen Aussteller repräsentierten einmal mehr Blechbearbeitungs- und Fügetechnologie „State of the Art“ und stellten sich mit Hightech-Produkten und Detail- sowie Systemlösungen den anspruchsvollen Märkten im deutschsprachigen Raum und dessen europäischen Nachbarn vor. In technologischer Hinsicht stand das Fachmessen-Duo 2013 für eine große Anzahl an Welt-Premieren bei Blechbearbeitungsmaschinen und

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© WKV/Hämmerle

B ranche

Sechs Bewerbe, 18 Gewinner, sieben davon aus Vorarlberg

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So sehen junge Sieger aus Am 11. und 12. Oktober fanden in Dornbirn die Meisterschaften der österreichischen Metalltechnik-Lehrlinge statt. Dabei haben 62 Jugendliche in sechs Berufsgruppen ihr Können gezeigt. METALL war dabei und hat einige Impressionen fotografisch festgehalten.

B

estens geplant und organisiert durch das Vorarlberger WKO-Team um Nina Lang ging am Wochenende des 11. und 12. Oktober 2013 der diesjährige Metalltechnik-Bundeslehrlingswettbewerb im ­Wifi Dornbirn und in der Berufsschule Bregenz über die Bühne.

© WKV/Hämmerle

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  11/2013

Dabei hätten die Wetterkapriolen der Veranstaltung beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der erste Schnee brachte vor allem für jene Teilnehmer, die über Tirol anreisten – also fast für alle – kurzfristig starke Verkehrsbehinderungen. Am Ende ist sich aber alles noch ausgegangen und

Bundesinnungsmeister KR Harald Schinnerl (li.), Landesinnungsmeister Ing. Christian Thaler (Mitte) und ­Bundeslehrlingswart Helmut Muralter (re.) zeigten sich von den Leistungen der Teil­ nehmer beeindruckt.

die Teilnehmer konnten Theorietest, Sicherheitsunterweisung und Arbeitsplatzzuteilung des ersten Tages im geplanten Zeitrahmen absolvieren. Samstagfrüh ging es dann praktisch zur Sache: Da wurden an den beiden bestens ausgerüsteten Lehrwerkstätten alle Register bedient, welche die Metalltechnik zu bieten hat. Und nach acht Stunden harter Arbeit der Lehrlinge war dann die Jury am Zug. Den Statuten zufolge bestehen die 3erPrüfungskommissionen in den einzelnen Berufsgruppen aus jeweils einem Vertreter des Bundeslandes, in dem der Wettbewerb stattfindet (Vorarlberg), einem Vertreter des Austragungslandes vom Vorjahr (Kärnten) sowie einem Prüfer des nächstjährigen Veranstalterlandes (Steiermark). Trotz dieses objektiven Beurteilungssystems haben aber die Vorarlberger Lehrlinge heuer ihren Heimvorteil mit sieben von insgesamt 18 Medaillen (drei Mal Gold,


B ranche

D ie W erkst ü cke

1

2

An die Teilnehmer wurden sehr anspruchs-

aufbau zum Einsatz kommt, herzustellen (2).

volle Aufgaben gestellt. Die Landmaschinen-

Die Metallbau- und Blechtechniker mussten

techniker mussten – neben der Lösung kom-

einen Schwenkkran herstellen (3), während

plexer Aufgaben in Hydraulik und Elektrik

die Maschinenbautechniker eine Spindel-

– einen Bolzen für eine Anhängevorrichtung

halterung mit Welle zu produzieren hatten

fertigen, die Schmiede hatten aus einem

(4). Die Vorgabe für die Schweißer bestand

kleinen Eisenstück eine Schwan-Skulptur

in der Anfertigung einer Abgasanlage mit

herzustellen (1). Die Aufgabe der Fahrzeug-

Sammelkasten und Rohrkonstruktion (5).

bautechniker bestand darin, eine klappbare

Alle Aufgaben waren in acht Stunden mög-

Verbreiterung, wie sie an einem Fahrzeug-

lichst fehlerlos zu erledigen.

E rgebnisse

3

4

5

drei Mal Silber und einmal Bronze) offenbar voll ausspielen können. „Das großartige Ergebnis zeigt, dass unsere Betriebe auf höchstem Niveau ausbilden“, freut sich Bundesinnungsmeister Harald Schinnerl, der neben den Juroren und Experten auch der Landesinnung Vor­ arl­berg für die exzellente Ausrichtung des Wettbewerbs dankte. Bundeslehrlingswart Helmut Muralter sieht den erfolgreichen Bewerb auch als Bestätigung für die in den entsprechenden Innungsausschüssen geleistete Arbeit: „Ein sehr schöner Moment für die vielen ehrenamtlich tätigen Funktionäre und auch für die Lehrlinge sicher ein unvergesslicher Eindruck“, so Muralter. „Es zeigt auch, dass es langfristig etwas bringt, in die Ausbildung zu investieren. Die Arbeit, die seitens der Wirtschaftskammer und der Betriebe gemacht wird, trägt Früchte“, ergänzt Vorarlbergs Landesinnungsmeister Ing. Christian Thaler. [gr] 

Fahrzeugbautechnik

Maschinenbautechnik

1. Steven Matt, Götzis/V (LB: Otto Wohlgenannt GmbH)

1. Martin Außerwöger, Ottensheim/OÖ (LB: JOBAtech GmbH)

2. Mathias Felder, Andelsbuch/V (LB: Willi GmbH)

2. Patrik Jantscher, Heilbrunn/ST (LB: Willingshofer GmbH)

3. Thomas Kreidl, Hart/T (LB: Empl Fahrzeugbau)

3. Simon Gaßner, Bludenz/V (LB: Bitschnau GmbH)

Schmiedetechnik

Metallbau- und Blechtechnik

1. Michael Köfler, Stockenboi/K (LB: Steiner Siegfried Peter)

1. Philipp Gunz, Dornbirn/V (LB: Markus Kalb GmbH)

2. Gregor Steiner, Donnersbach/ST (LB: Schweiger Johann)

2. Manuel Spiegel, Dornbirn/V (LB: Markus Kalb GmbH)

3. Michael Fletzberger, Rauris/S (LB: Neureiter Ludwig)

3. Gerhard Leichtfried, Erlauf/NÖ (LB: Franz Wagner)

Land- und Baumaschinentechnik

Schweißtechnik

1. Markus Schreiberhuber, Haag/NÖ (LB: Höfler International GmbH)

1. Johannes Brunner, Höchst/V (LB: Waibel Simon)

2. Christoph Steger, Westendorf/T (LB: Johann Stöckl Landmaschinen)

2. Lukas Lässer, Alberschwende/V (LB: Willi GmbH)

3. Markus Auer, St. Martin/S (LB: Mauch Ges. m.b.H & Co. KG)

3. Anton Kreimer, Passail/ST (LB: Winkelbauer GmbH)

M edaillenspiegel Gold

Silber

Bronze

Summe

Vorarlberg

3

3

1

7

1

1

2

Kärnten

1

1

1

1

Steiermark

2

1

3

Tirol

1

1

2

2

2

Salzburg

62 Teilnehmer aus acht Bundesländern überzeugten durch hohe Kompetenz, Fleiß und Geschick in sechs Berufsgruppen. „Hausherr“ Vorarlberg holte drei erste Plätze.

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© Zeman

B ranche

Im Metallbau sind sowohl theoretische als auch praktische Kenntnisse gefragt.

Fa c h a u s b i l d u n g I

Metallbau-HTL: Der Faktor Praxis Angesprochen auf das Thema Ausbildung überwiegt in der heimischen Metallbranche eher Verärgerung. Es brauche mehr Angebote und praktischer Tiefgang sei dringend notwendig. METALL startet mit dieser Ausgabe eine vierteilige Serie zum Thema Fachausbildung. Im ersten Teil geht es um Fachschulen und HTLs.  T ext : K arin L egat

W

ir bekommen junge, gut ausgebildete Maschinenbauingenieure, die wenig Wissen vom Metall- und Stahlbau und noch weniger von der Praxis haben“, sagt Harald Schinnerl, Bundesinnungsmeister der Metalltechniker und Geschäftsführer des gleichnamigen Stahlbauunternehmens. „Es gibt keinen fertigen Stahlbauer nach einer normalen schulischen Ausbildung. Es liegt am Unternehmen, sich das Personal herzurichten“, erklärt dazu Peter Zeman, Geschäftsführer von Stahlbau Zeman und Vizepräsident des Österreichischen Stahlbauverbandes (ÖSTV). Und Andreas Wilhelmer, Geschäftsführer von Metallbau Wilhelmer sowie Mitglied im Netzwerk Metall, ergänzt: „Die Problematik ist meines Erachtens, dass sich die Unterrichtsinhalte sehr auf den Maschinenbau konzentrieren.“ Stahlbau sei sehr kompliziert und umfassend, laut Zeman für eine HTL zu herausfordernd. Die sogenannten Werkstatteinrichter müssten den genauen Produktionsablauf vor Augen haben, die Reihenfolge der Prozesse, wie et-

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was zusammengestellt, aufgeladen und mit möglichst wenig Hub- und Drehvorgängen transportiert wird. „So einen Prozess kann man in der Schule nicht vermitteln. Das lernt man erst in der Praxis“, bestätigt ÖSTV-Geschäftsführer Georg Matzner. „Die HTL ist dazu da, das Basiswissen in der Statik zu vermitteln. Das ist wichtig und das macht sie gut“, erklärt wiederum Peter Zeman, der selbst HTL-Absolvent ist.

Dringender Reformbedarf Als Bundesinnungsmeister sollte Harald Schinnerl genügend Einfluss auf die Bildungspolitik in seiner Branche haben, aber: „Die Bundesinnung darf nicht überbewertet werden. Wir sind keine gesetzgebende Körperschaft, sondern eine Fachgruppenvertretung. Wir können nur unsere Wünsche an das Ministerium äußern.“ Genau diesen Schritt fordert das Netzwerk Metall dringend ein. Es gebe zwar eine Reihe an HTLs mit Metallausbildung, diese würden aber keine ausreichende Spezifizierung bieten.

„Das Lehrangebot in der österreichischen Bildungslandschaft ist vor allem auf den Maschinenbau gerichtet“, kritisiert Thomas Weber vom Netzwerk Metall. Im Bereich der Metalltechnik gebe es dringenden Reformbedarf. Das bestätigt auch der Tiroler Landesschulratsdirektor Reinhold Raffler: „Es gibt kaum Schulstandorte mit metallurgischem Tiefgang. Metallurgie ist jedoch eine echte Fachnische und die Inhalte mancher Ausbildungsrichtungen werden verkannt“, relativiert Raffler. Vereinzelt gibt es allerdings eine spezielle Stahl- beziehungsweise Metallbauausbildung. Eine breit angelegte und in die Tiefe gehende Fachausbildung bieten etwa die PHTL Leoben, die HTL Dornbirn, die HTBLVA Innsbruck Anichstraße, das IKA R ­ eutte, die HTL Mödling, teilweise das TGM und die HTL Hallein. „Bei uns in Hallein ist der Ausbildungszweig Stahl/Metallbau-Grundausbildung durch die Nachfrage der Wirtschaft entstanden“, erzählt Abteilungs-


B ranche

Grösel sieht auch einen Vorteil im Fehlen spezialisierter Einrichtungen. „Die Spezialisierung auf einen bestimmten Materialbereich schränkt das Berufsfeld der Absolventen ein. Aus meiner Sicht sollte diese nur an Standorten zur Anwendung kommen, an denen eine Branche ausdrücklich hohen Bedarf an spezialisierten Absolventen anmeldet.“ Die HTL Hallein ist auf eine solche Nachfrage aus der Wirtschaft bereits aufgesprungen. Innungsmeister Schinnerl ortet Bedarf an reinen Metall- und Stahlbau-HTLs und -Fachschulen. Er fände es sinnvoll, wenn es parallel zur HTL für Maschinenbau, für Elektrotechnik oder etwa für Wirtschaftsingenieurwesen eine HTL für Metalltechnik geben würde, etwa in Graz, Wien und Innsbruck. Damit wäre das gesamte Land abgedeckt. Freilich müssten diese Ausbildungen durchgehend und nicht als „College“ für bereits im Beruf stehende Personen angeboten werden. Schinnerl: „Vor Jahren gab es einen Versuch in Hollabrunn, der jedoch wieder abgeblasen werden musste. Es gab zu wenig Interessierte.“ Die Metall-Ausbildung wurde in Hollabrunn als „Update“ zur normalen HTL angeboten. „Wer einmal

In der Diskussion um die Stahlausbildung wird sehr oft das Thema Praxis angesprochen. Bundesinnungsmeister Schinnerl: „In der Bauphysik mag ein Theoretiker wichtig sein, aber in der Projektabwicklung, die extrem komplex ist und viele ineinandergreifende Gewerke umfasst, braucht es Praktiker.“ Georg Matzner vom Stahlbauverband befürchtet hier sogar einen „Todesstoß auf Raten“ für das Erfolgsmodell HTL: „In den letzten Jahren ist der technische Fachunterricht um sechs Stunden gekürzt worden – bei 30 bis 35 Wochenstunden ein beträchtliches Minus. Viel ernster ist aber, dass externe Vortragende heute aufgrund des Bologna-Protokolls eine vollwertige pädagogische Ausbildung aufweisen müssen“, kritisiert Matzner. „Welcher Ingenieur mit einem gut gehenden Statikbüro tut sich das für ein bis zwei Stunden Lehrverpflichtung an, eine einjährige pädagogische Ausbildung zu absolvieren?“, fragt Matzner. Mit solchen Kriterien würden Praktiker geradezu abgeschreckt. „Schüler müssen aber mit den Problemen und Situationen aus der Praxis konfrontiert werden“, ist Harald Schinnerl überzeugt. Dass an den HTLs auch heute noch die beste Praxis geboten werde, ist auch Peter Zeman überzeugt: „Die HTL ist absolut unverzichtbar, und in den letzten Jahren hat sich auch die Ausbildungsqualität erhöht. HTLIngenieure sind in der Praxis sehr schnell einsetzbar, vor allem in der Bauleitung, Kalkulation und Abrechnung sowie im Bereich der Planung.“ Einige Vertreter der Stahlbaubranche sehen in kurzen pädagogischen

Hinweis: Dies ist der erste Teil einer METALL-Serie über die Ausbildungs­ möglichkeiten zu Metalltechnik-Berufen in Österreich. Im zweiten Teil behandelt METALL nächsten Monat das Thema Metalltechnik-Lehre. Z itiert © Hard

Praktiker sollen unterrichten

Schulungen eine Lösung. Pädagogik sei gut, aber wenn man es übertreibt, sind keine Vortragenden aus der Praxis mehr zu rekrutieren. In den Fachhochschulen sind frei wählbare Schulungen längst gang und gäbe. Hier gibt es keine verpflichtende pädagogische Ausbildung. Dafür werden, so Kurt Koleznik, Generalsekretär der Österreichischen Fachhochschul-Konferenz, didaktische Schulungen angeboten, die hohes Feedback erfahren.  

„Gut ausgebildete Maschinenbau­ ingenieure haben wenig Wissen vom Metall- und Stahlbau und von der Praxis.“ Harald Schinnerl, Bundesinnung der Metalltechniker © S.Jappel

Auf der Suche

in einem Unternehmen integriert ist, verlässt es nicht nach wenigen Jahren, um separat ein College zu machen“, betont Schinnerl. Auch für Unternehmen sei das nicht tragbar. Eine durchgehende Metall- und Stahlbau-HTL wäre praxistauglich, das Lehrpaket groß genug. Es reicht von Metalltechnik über Materialkunde, Statik, Bauphysik, Pneumatik, Hydraulik, Glastechniken aus der Fassade bis zur Projektabwicklung. Auch der Halleiner Gregor Gehrer sieht dafür genügend Bedarf, allerdings müsse am Image noch weiter gearbeitet werden: „Wie kann ich 15-Jährige dafür begeistern? Und wie kann ich Mädchen zu dieser Ausbildung motivieren? An der HTL Hallein haben wir trotz aller bisherigen Anstrengungen nur vereinzelt Schülerinnen“, berichtet Gehrer.

„Neben der Lehre ist die HTL ein absolutes Erfolgsmodell. Derzeit wird daran gearbeitet, sie zu Grabe zu tragen.“ Georg Matzner, Stahlbauverband © Zeman

vorstand Gregor Gehrer. „Es gab zu wenige Lehrplätze. Als einzige Schule haben wir eine Vertiefung auf den Bereich Stahlbau. Übergeordnete Ausbildungsangebote wären von Vorteil, ebenso Synergien mit anderen Ausbildungsstätten.“ In der HTBLA Eisenstadt werden die für die Berufspraxis notwendigen Kenntnisse in der Ausbildungsrichtung Werkstofftechnik – Schwerpunkt Metallische Werkstoffe – im Wechselspiel zwischen Theorieunterricht im Klassenzimmer und praxisnaher Ausbildung in Labor und Werkstätte vermittelt. „Es werden laufend Schwerpunkte in Werkstofftechnik und Werkstoffprüfung, Schweißtechnologie, Korrosionsschutz und Oberflächentechnik gesetzt“, erzählt Abteilungsvorständin Renate Schober. Die HTL Mödling wiederum bietet keine bautechnisch spezialisierte Stahl- und Metallbauausbildung. „Diesbezügliche Kompetenzen werden bei uns in mehreren Gegenständen beziehungsweise Bereichen in der Bautechnik-Ausbildung allgemein (1. bis 3. Jahrgang) und in den Schwerpunkten Hochund Tiefbau (ab 4. und 5. Jahrgang) in Konstruktion und Berechnung vermittelt“, erklärt Wolfgang Grösel, Abteilungsvorstand Bautechnik in Mödling.

„Es gibt keinen fertigen Stahlbauer nach einer normalen schulischen Ausbildung.“ Peter Zeman, Stahlbau Zeman

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R echt

Arbeitsvertrag

Dienstverhältnis oder Werkvertrag? Bei der Vertragsgestaltung muss grundsätzlich wesentlich Bedacht darauf genommen werden, ob ein Werkvertrag oder ein Dienstvertrag abgeschlossen wird.   T ext : D r . S t e p h a n T r a u t m a n n

V

iele Dienstgeber glauben, wegen der abgetretenen sozialrechtlichen Leistungen durch einen Werkvertrag viel Geld sparen zu können. Oft kommt das böse Erwachen, wenn ein Werkvertrag – etwa durch Anfechtung beim Arbeitsgericht – in einen Dienstvertrag konvertiert wird. Prüfen Sie deshalb sehr genau, ob tatsächlich alle Voraussetzungen für einen Werkvertrag vorliegen oder nicht.

Werkvertrag Kennzeichnend für das Vorliegen eines Werkvertrags sind u. a. folgende Voraussetzungen: „„Es handelt sich um eine einmalige Leistung, keine Daueraufgabe.

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  11/2013

„„Umfang des Werkes und Ablieferungszeitpunkt sind bestimmt. „„Es erfolgt eine Abnahme des vereinbarten Werkes. „„Der Werkunternehmer trägt das Risiko und haftet bei Nichterfüllung. „„Der Werkunternehmer erbringt keine typischen Arbeitsleistungen des Bestellers. „„Die Aufgabe wurde in der Vergangenheit nicht im Rahmen eines Dienstvertrags erfüllt. „„Die Vergütung richtet sich ausschließlich nach dem Ergebnis des erbrachten Werks (Stücklohn, Pauschalhonorar) und nicht nach Stundensätzen.

Dienstvertrag Kennzeichnend für das Vorliegen eines Dienstvertrags ist: „„Der Dienstgeber hat ein Weisungsrecht gegenüber dem Dienstnehmer. „„Der Dienstnehmer ist in die Arbeitsorganisation des Dienstgebers eingegliedert. „„Der zeitliche Tagesablauf ist vorgegeben, die Arbeitsmittel werden vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt, eine Vertretungsregelung wurde nicht vereinbart und im Grunde wird nur die eigene Arbeitskraft geboten. „„Es handelt sich um Tätigkeiten, die keine besondere Qualifikation erfordern und üblicherweise auch von abhängigen Beschäftigten erbracht werden. Ein Arbeitsvertrag (Dienstverhältnis) ist also dann gegeben, wenn der Arbeitnehmer lediglich die Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen hat, nicht jedoch irgendein Erfolg (Endprodukt) an sich geschuldet wird. Tipp: Gehen Sie im Zweifel davon aus, dass eher ein Dienstvertrag (Dienstverhältnis) vorliegt, oder lassen Sie die Voraussetzungen eines Werkvertrags vor Abschluss prüfen.

Abschluss eines Dienstvertrags Der Abschluss eines Dienstvertrags muss nicht zwingend schriftlich erfolgen, er kann

auch mündlich oder durch eine sogenannte konkludente Handlung zustande kommen. Gehen Sie aber davon aus, dass Sie, auch zu Beweiszwecken über den Inhalt des Dienstverhältnisses, einen ordentlichen Dienstvertrag aufsetzen sollten. Der sogenannte Dienstzettel, bei dem die wesentlichsten Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis schriftlich festgehalten werden müssen, ist verpflichtend, ersetzt aber nicht einen ordnungsgemäßen und umfangreichen Dienstvertrag. Beachten Sie, dass das Zustandekommen des Dienstvertrags nicht von der Unterfertigung eines Dienstvertrags abhängig ist. Wenn Sie in einem Dienstverhältnis eine Probezeit vereinbaren, beachten Sie, dass eine längere Probezeit als ein Monat nicht möglich ist. Eine Überschreitung wird von der Judikatur als befristetes Arbeitsverhältnis angesehen. Fazit: Im Zweifel empfiehlt es sich, bei allen sensiblen Vereinbarungen, die entweder mit einem Dienstnehmer persönlich oder für alle Dienstnehmer allgemein getroffen werden, diese schriftlich entweder im Dienstvertrag oder durch eine Betriebsvereinbarung zu fixieren. So wird einerseits die Anwendbarkeit und Gültigkeit (sofern sie nicht gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen) gewahrt, gleichzeitig unterschreibt der Dienstnehmer, die Bestimmungen zu kennen und zu beachten. 

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Laut Ugitech steigt durch die neuesten Duplexstähle die Lebensdauer von Konstruktionen in der Bauindustrie um rund 50 Jahre. Die neusten Duplexstähle von Ugitech, einem Unternehmen der Schmolz + Bickenbach Gruppe, verfügen in den Abmessungen 6 bis 25 mm beim Betonrippenstahl und in Abmessungen bis zu 40 mm beim reinen Stabstahl über eine Dehngrenze von 650 bis 800 MPa. „Unser Sortiment ist damit deutlich beständiger gegenüber Zugbeanspruchung als konventionell eingesetzte Carbonstähle sowie die rostfreien Standardstähle 304 und 316 g“, erklärt Olivier Jourdan, Leiter für Architektur und Bauwesen bei Ugitech. Im Gebrauch für Anker- und Verbindungselemente, Sandwichelemente in Fassaden und Dächern sowie Thermostecker zwi-

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Das moderne Firmengebäude demonstriert die Vielseitigkeit der Produkte, hier z. B. die optischen Effekte der speziellen Streckmetallfassade „Leobersdorf“.

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Innovation Award für heroal rs hybrid Das Rolladen- und Sonnenschutzsystem heroal rs hybrid wurde Anfang November auf der französischen Baufachmesse Batimat 2013 mit dem „Innovation Award International“ ausgezeichnet. Das System heroal rs hybrid verbindet die Vorteile eines Aluminium-Rolladens mit denen eines textilen Sonnenschutzes in einem Produkt. Das Aluminium-Systemhaus entwickelte den heroal rs hybrid mit dem Ziel, das Beste aus zwei Systemen zu vereinen. Der heroal rs hybrid bietet auch bei Teilabschattung die Blendfreiheit eines hochwertigen textilen Sonnenschutzes sowie andererseits die Witterungsbeständigkeit und Sicherheit eines Aluminium-Rolladens. Das System ist durch das wasser- und schmutzabweisende Textil leicht zu reinigen und dadurch besonders langlebig. Weiterer Vorteil im Betrieb: Der heroal rs hybrid öffnet und schließt nahezu geräuschlos – und trägt gleichzeitig zur Schalldämmung gegen Lärm von außen bei.

Erweitertes Sortiment

Neuer Standort, neues Angebot ProMetall, österreichischer Anbieter hochwertiger Lochbleche und Gitterroste, verfeinert das Sortiment mit zwei Neuheiten.

M

ustergewalzte Bleche glänzen mit kreativen Einsatzmöglichkeiten und robuster Ausführung, das vielseitige Architektur-Drahtgewebe verwandelt Fassaden in Kunstwerke mit Medienanschluss. Das neue Firmengebäude demonstriert die Einsatzmöglichkeiten der Produkte ebenso wie den gesunden Expansionskurs des Unternehmens.

Mustergewalzte Bleche Seit 2013 neu im Sortiment der Lochblech-, Streckmetall- und Gitterrostspezialisten sind mustergewalzte Bleche. In Österreich auch als „Strukturblech“, „Designblech“ oder „Architekturblech“ bekannt, bietet dieses Edelstahlblech viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die unterschied-

lichen Walzungen schaffen individuelle Oberflächenstrukturen und ein modernes Erscheinungsbild. Neu sind auch die verfügbaren Farben, die dank der robusten Ausführung sehr widerstandsfähig und langlebig sind. Prominentes Beispiel für den Einsatz ist die Bergisel Schisprungschanze, entworfen von Zaha Hadid.

Architektur-Drahtgewebe Seit 2013 neu ist außerdem das außergewöhnlich vielseitige Architektur-Drahtgewebe. Es eignet sich für den Einsatz als Fassadenverkleidung und verwebt – im wahrsten Sinne des Wortes – Funktionalität mit Ästhetik. Je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel erscheint das Gewebe transparent oder blickdicht, Licht und

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Neuer Standort Das neue ProMetall-Firmengebäude im Leobersdorfer Ared Park (Niederösterreich) dient gleichzeitig als Referenzprojekt. Die Gebäudehülle glänzt mit einer speziellen Streckmetallfassade in Grau und Blau. Damit demonstriert das Unternehmen u. a. die interessanten optischen Effekte und kreativen Gestaltungsmöglichkeiten dieses dreidimensionalen Produkts. Das verwendete Modell „Leobersdorf“ eignet sich besonders für die Beschattung und zeigt damit, wie optische Aspekte gekonnt mit zuverlässiger Funktionalität kombiniert werden. [red/prometall] 

„Das Ziel: gesundes Wachstum.“ ProMetall-Geschäfts­ führer und Firmengründer Thomas Häusler

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© ift Rosenheim

M etall & B au

Die Workshops – wie etwa dieser zum Thema Montage – waren bisweilen überbelegt.

Bayerische Tradition …

R o s e n h e i m e r F e n s t e r ta g e

Fenster verbessern Lebensqualität Moderne Fenster für Energie und Effizienz standen am 10. und 11. Oktober im Mittelpunkt der Rosenheimer Fenstertage.

Z

u diesem größten europäischen Branchentreff der Fensterbranche waren 979 Fachleute aus 23 Ländern nach Rosenheim gekommen, wo es in 26 Vorträgen und vier Workshops u. a. zwei Tage lang um Technik, Praxis, Forschung und Normen ging. Im Konzert der Baustoffe, Bauteile und der Haustechnik müssten die solaren Energiegewinne durch Fenster stärker in den Gesetzen und Normen berücksichtigt werden, betonte der Leiter des ift Rosenheim Ulrich Sieberath. „Das europäische Energy Label wird kommen und die Verwendung energieeffizienter Fenster weiter fördern“, so Sieberath. Darüber hinaus müsse auch die demografische Entwicklung stärker berücksichtigt werden, was im Konkreten barrierefreie, sichere und bedienerfreundliche Konstruktionen bedeute. Zukünftige Produkte müssten außerdem den möglichen neuen Gefahren und Auswirkungen des Klima-

wandels – etwa Orkanen oder Überschwemmungen – widerstehen, prognostiziert der ift-Chef. Auch die neuen Anforderungen der EU-Kommission wie Kindersicherheit, Tauwasserfreiheit, Einbruchhemmung und Nachhaltigkeit werden die Produktentwicklung intensiv beeinflussen. Unter Kindersicherheit versteht die EU beispielsweise Fenster, die ein Herausfallen, Quetschen und Scheren verhindern, einen Splitterschutz haben und manipulationssicher sind.

Warme Kante „Tauwasser und Schimmelbildung sind vermeidbar“, erklärt Martin Heßler vom ift Rosenheim. Gut dämmende Fensterrahmen in Verbindung mit Dreifachglas und einer warmen Kante können Heßler zufolge heute bereits als Standard bezeichnet werden und gemeinsam die Bildung von Tauwasser verhindern.

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Glas im Bauwesen ift-Experte Norbert Sack erklärte, mit welchen Konstruktionsprinzipien sich das Flächengewicht von Isolierglas verringern lässt und welche Probleme dabei auftreten können. Während der Einsatz von dünnerem, vorgespanntem Glas keine grundsätzliche Konstruktionsänderung bedeutet, müsse beim Einsatz von leichteren Folien und Kunststoffplatten auch der Randverbund geändert werden. Grundsätzlich seien aber auch solche Konstruktionen machbar. Interessant seien laut Sack auch mögliche geringere Glasdicken beim Lastfall Windlast, wenn nicht lineare Berechnungsmethoden genutzt werden.

Klimaempfinden Im Themenblock Markt und Trends spann sich der rote Faden um die vielen Argumente zur Modernisierung alter Fenster aus


M etall & B au

… und Westernstimmung als Ausklang

unterschiedlichen Blickwinkeln. Runa Hellwig, Professorin für Energieeffizienz-Design an der Universität Augsburg, betonte den Einfluss der Fenster auf das Raumklima, genannt seien hier die Stichworte Lüftung, Tageslicht und thermische Behaglichkeit. Im Vordergrund standen die Nutzerbedürfnisse, vor allem das individuell wie kulturell unterschiedliche „Klimaempfinden“ von Menschen. Deren Einfluss auf die geplanten Energiespareffekte werden unterschätzt, so Hellwig, die sich für eine genauere Analyse der Nutzererwartungen ausspricht.

Bernhard Helbing begrüßt fast 1000 Besucher zu den 41. Rosenheimer Fenstertagen.

Plusenergiehaus Der Themenblock „Forschung“ führte in die Zukunft, in der neue Häuser und ver­stärkt auch ältere sanierte Gebäude als Plusenergiehaus ausgeführt werden müssen. Dies bedeutet, dass ein Haus mehr Energie erzeugt als für Heizen, Warmwasser und den gesamten Haushaltsstrom verbraucht wird. Wichtig ist, dass der mittels PV-Anlagen erzeugte Strom nur wenig für Heizen und Warmwasser verbraucht wird und damit für den Haushalt die notwendige Anlagentechnik und die Elektromobilität nutzbar ist.

Die Technik dafür ist bereits vorhanden und wird schon heute als kommerzieller Standard von Fertighausherstellern angeboten – meistens zu moderaten Mehrkosten von etwa 15 Prozent. Was noch fehlt, ist intelligentes Energiemanagement, um so viel Energie wie möglich dezentral, also im eigenen Haus, zu nutzen. Konkret heißt d ­ ies: mittags bei Sonnenschein möglichst viel Energie nutzen, beispielsweise für Waschmaschine, Tiefkühlschrank, Geschirrspüler oder für die Akkus des Elektrofahrzeuges. [red/ift] 

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Glas Kompetenz Gasperlmair Werbung ALUKÖNIGSTAHL bietet hier gleich mit mehreren Schüco Aluminiumfenster-Systemen entsprechende Lösungen. Das Schüco Fenster AWS 90.SI+ vereint die Vorteile des Werkstoffes Aluminium mit zukunfts­ weisender Wärmedämmung für eine nachhaltige Architektur. Mit der Blockserie Schüco Fenster AWS 90 BS.SI+ komplettiert Schüco die Serie von Blockfenstern mit Wärmedämmung auf Passivhaus­ niveau. Das Schüco AWS 112.IC (Insulation Cover) ist darüber hinaus das weltweit erste nach Passivhauskriterien zertifizierte Fenstersystem aus Aluminium.

Schüco Fenster AWS 90.SI+ Die Aluminiumkonstruktion in 90 mm Bautiefe erreicht in Verbindung mit 3-fach-Verglasung Ug = 0,6 W/m2K und „warmer Kante“ einen UwWert von 0,8 W/m2K (bezogen auf das Standardformat 1,23 x 1,48 m und einer Ansichtsbreite von 117 mm). Ermöglicht wird ­dieser hervor­ ragende Wärmedämmwert durch eine mit Schaumverbund-Isolier­ stegen optimierte Dämmzone, einer großvolumigen e ­ xtrudierten ­Mitteldichtung mit „Fähnchen“ und einer Dämmung im Glasfalz.

LIEFERPROGRAMM ISOLIERGLAS THERMOGUARD® Wärme-, Schall und Sonnenschutzisolierglas auch mit Einbausprossen, Sprossenfelder SuperSpacer

BRANDSCHUTZ SCHOTT PYRAN® S E 30-120 PYRANOVA® E(W)EI30-EI90 Einfach- und Isolierglasausführung

EINSCHEIBENSICHERHEITSGLAS SPLITEX® ESG SPLITEX DIGITAL® SPLITEX COLOR® SPLITEX INTERIOR® SPLITEX PRINT® SPLITEX® DIMAX Glasdruck

In Kombination mit dem verdeckt liegenden mechanischen Beschlag Schüco AvanTec sind Flügelgewichte bis 160 kg möglich. Je nach Beschlagswahl wird eine Einbruchhemmung bis WK3 erreicht. Das Profilsystem basiert auf dem bewährten AWS Systembaukasten und ist kompatibel mit den Türserien Schüco ADS 90.

VERBUNDSICHERHEITSGLAS SPLITEX® VSG SPLITEX VSG COLOR® SPLITEX FLOOR® SPLITEX PROTECT®

NEU: Schüco AWS 90 BS.SI+

RÖNTGENSCHUTZ SCHOTT RD 30 Bleigleichwert 0,5 Pb SCHOTT RD 50 Bleigleichwert 1,6 Pb SCHOTT RD 50 Bleigleichwert 2,2 Pb

Das Blocksystem Schüco AWS 90 BS.SI+ kombiniert die bewährten Vorteile von Blockfenstern – elegantes Design und größtmögliche Transparenz – mit höchsten Anforderungen an den Wärmeschutz. Mit einem Uf-Wert von bis zu 1,2 W/m2K und schmalen Ansichtsbreiten ab 95 mm lassen sich ohne sichtbare Fensterflügel harmonische Glasansichten realisieren. So zeigt dieses Blocksystem, dass effizienter Wärmeschutz, maximale Flügelgewichte und anspruchsvolles Design gut miteinander zu vereinbaren sind.

Schüco AWS 112.IC Mit dem vom Passivhausinstitut in Darmstadt zertifizierten AluminiumFenstersystem Schüco AWS 112.IC ist für das gesamte Fenster mit einem vorgeschriebenen Glaswert von Ug = 0,7 W/m2K ein Wärmedämmwert von Uw ≤ 0,80 W/m2K möglich. Neben der hoch wärmegedämmten Grundkonstruktion sorgt die wärmebrückenfreie Befestigung einer isolierten Vorsatzschale für ausgezeichnete Energieeffizienz. Damit ist es Schüco als erstem Systemhersteller gelungen, die bekannten Vorteile von Aluminiumfenstern wie Stabilität, hohe statische Anforderungen, vielfältige Beschichtung der Oberfläche und Langlebigkeit mit einer einzigartigen Wärmedämmung zu vereinen, die bislang eher Holz- oder Kunststofffenstern vorbehalten war.

FLACHGLAS Floatglas klar und färbig MADRAS-Design Gussglas und Drahtglas LUXAR® entspiegelt Spiegel Restaurationsglas Satinato maté BESCHLÄGE DORMA PAULI DORMA-MANET KL-MEGLA HAWA SADEV FISCHER MINUSCO GUIDOTTI ProFIN-S klemmfrei GEZE DEUBL-Zargen WSS

Kontakt: Nähere Informationen zu Schüco Aluminiumfenstern für alle Ansprüche erhalten Sie bei: ALUKÖNIGSTAHL GmbH 1150 Wien, Goldschlagstraße 87–89 Tel.: +43 (01) 98 130-0, Fax: +43 (01) 98 130-64 office@alukoenigstahl.com www.alukoenigstahl.com

Glas Gasperlmair GmbH Schwaighof 105 | 5602 Wagrain | T +43 (0) 6413 8802-0 | F DW 33 auftrag@glas-gasperlmair.at | www.glas-gasperlmair.at


M etall & B au

Gl astechnik

Dos & Don’ts im Ganzglasgeländerbau Unabhängig davon, welches Produkt, welche Konstruktion oder welche Ausführung man für Ganzglasgeländer wählt, hat die Qualität der Einspannung den wesentlichsten Einfluss auf die Qualität der gesamten Ausführung.  T ext : B e r n h a r d F e i g l

A

bsturzsicherungen, die ausschließlich aus Glas bestehen, sind in der Architektur sehr beliebt und werden im Bürobau, im Verwaltungsbau, aber auch im modernen Wohnbau stark nachgefragt. Während im Büro- und Verwaltungsbau die Transparenz, die Offenheit, aber auch die Verbundenheit einzelner Abteilungen selbst über Stockwerke hinweg, d. h. der Blickkontakt und die nonverbale Kommunikation, sehr geschätzt – und daher auch durch die architektonische Umsetzung unterstützt und gefördert – werden, sind es bei Kaufhäusern und bei Shoppingcentern oft strategische Gründe: Dort spielen offene und weite Räume, die das Angebot besser erlebbar machen und „Shopping“ einen hohen Stellenwert in der Freizeitgestaltung ermöglichen, eine zentrale Rolle. Im Wohnbau gibt es überall dort, wo auf Aufsicht Wert gelegt wird, zum Ganzglasgeländer keine Alternative. Dieses Gedankenmodell könnte man unter dem Schlagwort „Glas statt Gitter“ zusammenfassen.

de, auskragende Glasplatte die Funktion der Absturzsicherung herstellen. Die Beanspruchungen beziehungsweise die zu berücksichtigenden Kräfte sind je nach Nutzung

(z.B. Privatbereich oder öffentlicher Bereich) in dem Eurocode EN 1991-1-1 geregelt. Die Ganzglasgeländer selbst sind in der Ö-Norm 3716 Teil 3 geregelt.

Ganzglasgeländer sind absturzsichernde Bauteile aus Verbundsicherheitsglas (VSG), die meistens an den unteren langen Kanten linienförmig an der Konstruktion befestigt sind und als selbstständig frei stehen-

© Glasmarte

Durch Normen geregelt

Ganzglasgeländer haben eine sicherheitsrelevante Funktion.

KRIPPGITTER

Wir fertigen Krippgitter in den gängigen Maschenweiten für Sie an oder krippen Ihre beigestellten Rahmen ein. Oberfläche roh, verzinkt oder Edelstahl. Kurze Lieferzeit. Schlosserei Strehle GmbH Brünner Straße 129 • A-2201 Gerasdorf Telefon 02246/3556 • Fax 02246/4450 E-Mail: office@strehle.at http://www.strehle.at

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M etall & B au

Will man sich besser mit dem Themenbereich Ganzglasgeländer vertraut machen, so ist darüber hinaus der europäische Stand der Technik, insbesondere die TRAV (Technische Richtlinie für absturzsichernde Verglasungen/D) – Stand 2007, sowie die neue deutsche Norm DIN 18008 Teil 4 und die Richtlinie für absturzsichernde Verglasung der SIGAB (Schweizerisches Institut für Glas am Bau) – Stand 2007, zu beachten. Das Bauen mit Glas bedarf umfangreicher Kenntnisse, denn Ganzglasgeländer haben eine sicherheitsrelevante FunktiP raxis-T ipps Der Baustoff Glas verlangt nach einer adäquaten Befestigung. Was bei Ganz­ glasgeländerkonstruktionen zu beachten ist und welche Fehler vermieden werden sollten: Gleichmäßige, großflächige Bellung

on (Absturzsicherung) und sind konstruktive Bauelemente. Das heißt, Glas selbst ist der Baustoff. Die Eigenschaft des Materials Glas ist bei dieser Anwendung zu berücksichtigen, denn Glas ist Sprödbruch-gefährdet und dadurch besonders einzigartig. Bereits kleine Ursachen können innerhalb von Sekunden dazu führen, dass Glas nahezu seine gesamte Festigkeit verliert. Diesem Sachverhalt ist entsprechend Rechnung zu tragen. Der technische Stand verlangt, dass selbst bei gebrochenem Glas eine gewisse Reststandfestigkeit/Resttragfähigkeit vorhanden sein muss, damit die sicherheitsrelevante Funktion trotz Versagens des Bauteils über einen gewissen Zeitraum noch erhalten bleibt. So wird das intakte Glas auf Grundlage der oben zitierten Normen einem Pendelschlagversuch laut Norm EN 12600 unterzogen. Bei diesem Versuch wird ein Stahlpendel mit einem Gewicht von 50 kg mit zwei Umreifungen (Autoreifen in der Größe eines Pkw-Anhängerreifens) mit einer Pendelfall-

höhe zw. 300 mm und 900 mm je nach Anwendung mehrfach gegen das Glasbauteil gependelt. Sowohl das nicht gebrochene wie im Sonderfall auch das gebrochene Glas muss dem Versuch standhalten. Dieser Versuch ist ein absoluter Härtetest. Vergleichsversuche haben ergeben, dass ein Eishockeyspieler in voller Montur nicht in der Lage ist, einem Bauteil eine entsprechende Impulskraft zuzufügen. Aus den Versuchen der letzten zehn Jahre ist insbesondere bei der Verwendung von Punkthaltern bekannt, dass meist die Stahlsteher und insbeson-

Der Autor Ing. Bernhard Feigl ist Glasmeister, Innungsmeister für das Glashandwerk, Geschäftsführer Glas Marte und Mitglied im Fachverband für konstruktiven Glasbau e. V., Köln.

mit einfacher reversibler Justierung Zwangsbean­spruchung durch E ­ inbau mit hohen Spannungsspitzen und punktuellen Lastein­ leitungen Unveränderliche Lageeigenschaften, unabhängig von Einbausituation und Gebrauch Lageänderungen durch Klima­einflüsse, Verformungen, Materialausdehnungen etc.

Schneller und einfacher Service, selbst im Aus­tauschfall Langwierige und kostenintensive Sondierungsarbeiten im Bruchfall

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dere deren Befestigung an der Betonplatte versagen. Holzgeländerkonstruktionen halten in der Regel diesen Belastungen bei Weitem nicht stand.

Ganzglasgeländer im Detail Neben der richtigen Glaswahl (Verbundsicherheitsglas aus Floatglas, aus teilvorgespanntem Glas oder aus Einscheibensicherheitsglas) mit den richtigen Zwischenschichten bei vorgespanntem Glas in einer Mindeststärke von 1,52 mm ist die Lagerung – die Einspannung – das wirklich entscheidende Kriterium. Die Glasfläche ist in der gesamten Kantenlänge und in der Höhe von mindestens 10 cm, was etwa 10 Prozent der auskragenden Glashöhe entspricht, gleichmäßig, ohne örtliche punktuelle Krafteinleitungen und dadurch verursachte Spannungsspitzen zu lagern und zu „betten“. Das Glas muss elastisch bei Beanspruchung der freien Biegelinie folgen können, ohne dass sich auf der gegenüberliegenden Seite ein Spalt oder ein Schlitz öffnet, durch den Wasser, Schmutz oder Staubpartikel eintreten können, denn dadurch würden die Lagebedingungen

nachteilig verändert. Werden in diesem Bereich Gummiprofile verwendet, ist sicherzustellen, dass die Lagesicherheit gegeben ist. Verändert sich das Gummiprofil bei einer Belastung im Einspannbereich um nur 0,5 mm, steht der ganze Bauteil schief, was auf Handlaufhöhe eine Lageänderung von 5 mm ausmacht. Dadurch entsteht ein nicht umkehrbarer Zustand der Gebrauchstauglichkeit – eine plastische Verformung. Glaskeile oder andere steinzeitliche Hilfsmittel direkt an der Glasfläche rutschen nach, verändern die Glaslagerung und führen zu enormen Spannungsspitzen, die die Festigkeit des Glases wesentlich beeinträchtigen.

Kein Metallkontakt In jedem Fall ist der direkte Kontakt zwischen Glas und Metall zu vermeiden. Wenn Wasser oder Feuchtigkeit mit der PVB-Folie – der Zwischenschicht der Verbundsicherheitsgläser – in Berührung kommen, wirkt dies negativ auf das gesamte System. Die hygroskopischen Eigenschaften führen zu einer Wasseraufnahme, was in der Folge bei übergebührlicher Belastung zu einer vorzeitigen Alterung, einer Folienablösung

– sprich: Delamination – führt. Durch eine entsprechende Konstruktion kann dieser Umstand wesentlich verbessert werden.

Konstruktionskriterien Folgende Faktoren sind bei Ganzglasgeländern einzuhalten:

„„gleichmäßige, linienförmige, vollflächige Bettung vorzugsweise als Verklebung, damit keine offenen Fugen entstehen „„gleichmäßige Ausführung und Materialdicke, sodass der gesamte Einspannbereich statisch genutzt werden kann „„eingebaut in eine Konstruktion, die sich im Zehntelmillimeterbereich einstellen und verändern lässt, sodass die Glaselemente unabhängig der Genauigkeit der Unterkonstruktion genau ausgerichtet und senkrecht justiert werden können „„Sollten sich Veränderungen im Bau ergeben, muss das Glasgeländer einfach und praktikabel nachjustierbar sein. Im Service- oder im Bruchfall sollten hohe Kosten, sprich lange Ausbau- und Einbauzeiten, vermieden werden. 

Befestigungselemente

Kostengünstige Alternativen Freidrehende Einpressbolzen erlauben Drehbewegung für verliersichere Schrauben sowie schnelle Befestigung.

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reidrehende PEM Einpressbolzen für den Einsatz in dünnen Metallblechen ermöglichen erstmals eine einteilige Lösung mit verliersicheren Schrauben: Eine kontrollierte Klemmung während der Installation fixiert die Schraube dauerhaft, erlaubt ihr aber zugleich freie Drehbeweglichkeit im Blech. Dies bietet die Möglichkeit einer schnellen Befestigung passender Bauteile und verringert den Bedarf an losen Befestigungselementen (wie etwa Schrauben, Halteclips oder Beilagscheiben). Diese Befestigungselemente sind eine kostengünstige Alternative zu mehrteiligen Anordnungen von Befestigungselementen. Die Produktlinie umfasst Befestigungselemente mit gewindelosem Ansatz für axiale Bewegungsfreiheit, Komponenten mit integrierter Spannfunktion sowie Versi-

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PEM32 SCB Einpressbolzen

onen mit automatischer Rückhaltefunktion, die ein Zurückziehen der unverlierbaren Schraube bei Eingriff gewährleistet. Alle Elemente lassen sich dauerhaft in Aluminiumoder Stahlblechen ab einer Dicke von 1,0 mm montieren und können ebenfalls für Anwen-

dungen mit geringen Randabständen (Bolzenachse zu Blechkante) eingesetzt werden. Die Installation erfolgt durch Einpressen des Befestigungselementes in ein passend dimensioniertes Montageloch mit anschließender Einbringung einer Quetschkraft zwischen Schraubenkopf und der Unterseite des Blechmaterials. Der Quetschvorgang presst das Verdrängungselement der Schraube in das Blech, wodurch sich der Durchmesser des Montagelochs verringert und die Schraube durch den damit geschaffenen Hinterschnitt verliersicher gehalten wird. Detaillierte Spezifikationen, CAD-Modelle und Werte bezüglich der Haltekraft für diese RoHS-konformen Befestigungselemente stehen online unter www.pemnet.com (Merkblatt „PF“) bereit. [red/PEM] 


O berflächentechnik D ie T opthemen :

Sp r i t z l a c k i e r e n

Hartverchromung

Verlustfreies Beschichten Innovationspreis für neue Wege zur Vermeidung von Overspray.

S

pritzlackierprozesse erzeugen immer Materialverluste in Form von Lacknebel, der nicht auf dem zu lackierenden Objekt abgeschieden wird – sogenannten Overspray. Bei einem prämierten Lackierverfahren eines Forscherteams am Fraunhofer IPA werden gezielt Tropfen definierter Größe erzeugt, die zielgenau appliziert werden. Damit können Energie eingespart und der Materialverbrauch reduziert werden und es können nicht wertschöpfende manuelle Arbeiten, z. B. bei der Maskierung für Mehrfarbenlackierungen, vermieden werden. Der Lack wird nicht mehr in der Lackierpistole zerstäubt, sondern es werden durch die sehr kurze Öffnungszeit einer neu entwickelten Düse definierte Lacktropfen erzeugt. Der Nutzen dieser Innovation liegt in der Res-

sourceneffizienz. Es muss weniger Lack­ nebel entfernt werden, Material wird eingespart und durch den entfallenden Overspray ist eine Entsorgung von Lackschlamm nicht mehr erforderlich. [red/ipa] 

Innovationspreis für die Entwickler Oliver Tiedje, Wolfgang Niemeier und Michael Hilt (v. l. n. r.)

Strahlungshärtung Nassschleiftechnik Qualitätspolitur

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N ewsline

Metall auf Kunststoff Als Alternative zu Aluminiumguss oder Feinblech bietet der deutsche Hersteller von Implantaten und Instrumenten Alphaform nun ein „Metalcoating“-Verfahren für kleine Losgrößen an. Dabei werden im 3D-Druck hergestellte Kunststoffteile mit einer Legierung aus Kupfer und Nickel versehen. Auch auf Chromglanz polieren und verchromen sind möglich.

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S chwerpunkt O berflächentechnik

Hart verchromung

Funktion statt Dekoration Bei der Beschichtung mit Chrom unterscheidet man zwischen „funktioneller (technischer)“ und „dekorativer“ Verchromung.

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le (z. B.: Eisen, Kobalt, oder Nickel). Sie sind auch viel härter als nitrierte oder einsatzgehärtete Stähle. Die Vickers-Härte beträgt ohne Wärmebehandlung 800 bis 1100 HV 0,1. Während des Hartverchromens (50–60°C) tritt kein Verzug der Werkstücke auf. Außerdem ist die außerordentliche Verschleißfestigkeit der Hartchromschichten hervorzuheben. Der Reibungskoeffizient ist niedriger als bei allen anderen Metallen und deren Legierungen. Eine (hart)verchromte Oberfläche läuft auch bei etwas erhöhten Temperaturen nicht an. Weiters bewirken Geometrie und Form des Kristallgitters sowie die Oberflächenspannung eine für Metalle einzigartige Release (Ablöse)-Eigenschaft. Daher findet die Technologie in vielfältigen Bereichen, wie etwa im Maschinenund Bergbau, in Flugzeug-, Hydraulik- und Automobilindustrie sowie in der Umformtechnik, ihren Einsatz. Verchromt werden alle Arten von Werkzeugen, Kurbelwellen, Motorenzylinder, Stoßdämpfer, aber auch Walzen, Formen oder chirurgische Instrumente etc. Im Prinzip lassen sich mit wenigen Ausnahmen alle Stähle, Aluminium, Buntmetalle und deren Legierungen hartverchromen. Für den Beschichter ist es wichtig zu wissen, welches Grundmaterial (genaue Zusammensetzung) hartverchromt werden soll, denn danach richtet sich die spezielle Vorbehandlung des Werkstücks. Eine Chromschicht ist ein „basisorientierter Reproduktionstyp“. Das heißt, dass eine verchromte Oberfläche immer die Oberflächenbeschaffenheit des Grundmaterials widerspiegelt. Deshalb ist oft eine mechanische Oberflächenbehandlung (z. B. durch Schleifen, Polieren) erforderlich.

roße Härte, hohe Verschleißfestigkeit (auch unter Wechselbelastung und dynamischer Beanspruchung), geringe Klebeneigung und hohe Temperaturbeständigkeit sind die vorteilhaften Eigenschaften von Hartchromschichten. Nicht zuletzt hängen diese Eigenschaften von der Oberflächenbeschaffenheit und Zusammensetzung des Basismaterials ab. Hartchrom besteht im Gegensatz zu Glanzchrom aus einem dickeren Chromüberzug, der sich je nach Anwendung bis zu mehreren Millimetern auf das Grundmaterial aufbringen lässt. Bei der Glanzverchromung sind es dagegen nur wenige Mikrometer ( m).

Korrosionsschutz Chrom verhält sich durch die rasche Bildung einer Oxidschicht auf der Oberfläche sehr „edel“. Das bedeutet, dass die Korrosionsbeständigkeit durch diese Oxidbildung erheblich erhöht wird. Hartchromschichten sind daher gegenüber vielen Chemikalien beständig und bewirken im allgemeinen einen guten Korrosionsschutz des Grundmaterials. Diese Tatsache gilt besonders für dickere Hartchromschichten. Von einem Korrosionsschutz kann man aber erst in der Regel ab 20 m sprechen. Bei Schichten darunter sind unter anderem Mehrschichtverchromungen (Doppelhartchrom) notwendig.

Mechanische Eigenschaften Die besondere Struktur der Hartchromschicht ist verantwortlich für die sehr große Härte. Die härtesten Chromschichten erreichen etwa die Härte des Korunds und sind damit deutlich härter als andere harte MetalF acts

Instandsetzen von Oberflächen

Anforderungen an hartverchromte Oberflächen:

„„große Verschleißfestigkeit „„Korrosionsbeständigkeit „„geringe Haftreibung „„große Härte 30   

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Chromschichten glänzen durch Härte.

Große Bedeutung hat die Hartverchromung nach wie vor in der Aufarbeitung von abgenutzten oder beschädigten Werkstücken. Solche Teile werden beim Hartverchromen üblicherweise durch mechanische Vorbehandlung, Übermaßverchromen und mechanische Nachbehandlung instandgesetzt. [red/Lahner KG] 


S chwerpunkt O berflächentechnik

Strahlungshärtung

Nachhaltige Oberflächenbehandlung RadTech Europe verleiht Auszeichnungen für Innovationen in der Bauindustrie und Forschungen bei Flugzeugbeschichtungen.

D

er europäische Industrieverband RadTech, der Entwicklung, Einsatz und die Vorteile der UV-/ES-Härtung – u. a. für industrielle Beschichtungen, Klebstoffe, Kraftfahrzeuge sowie zahlreiche neue Anwendungen – fördert, vergibt alle zwei Jahre den RadTech Award für Innovation und den Paul Dufour Award für die beste Forschung/den besten Forschungsbericht. Der Verband setzt sich aktiv dafür ein, die zahlreichen Vorteile der Strahlungshärtung herauszuarbeiten, zu vergleichen und zu kommunizieren. In diesem Jahr gingen beide Preise nach Frankreich: Das Unternehmen VisioTechnic hat für seinen Numericoat-Prozess den In-

FDT_metall_311013_RZ.indd 2

novationspreis erhalten. Numericoat ist ein Beschichtungsverfahren, das dem Anwender erlaubt, ein beliebiges Digitalbild auf einen äußerst beständigen, thermohärtenden Primer aufzubringen. Damit sind Architekten und Baufirmen in der Lage, die Fassaden von Gebäuden mit einem einzigartigen Design und atemberaubenden Effekten zu versehen, die sowohl langlebig als auch künstlerisch gestaltet sind. Mit dem Paul Dufour Award wiederum würdigt das Unternehmen seit zehn Jahren den innovativsten Beitrag auf der RadTech-Konferenz. In diesem Jahr hat Nadia Moreau, Produktmanagerin bei Socomore,

ihren preisgekrönten Beitrag zum Thema „Entwicklungen bei Metallen, Kunststoffen und Automobilanwendungen“ vorgestellt. In ihrer Arbeit geht es um behandelte UV-gehärtete hybride Sol-Gel-Beschichtungen für Luftfahrt- und Direct-To-Metal (DTM)-Anwendungen. Hier wurden die UV-Härtung und die hybride Sol-Gel-Technik kombiniert, um einen direkten Weg hin zu chromatfreien Beschichtungen zu entwickeln. Diese neuartigen UV-gehärteten hybriden SolGel-Beschichtungen haben sich beim Korrosionsschutz von Untergründen an Luftfahrzeugen als effizient erwiesen. [red/RadTech] 

31.10.13 16:31

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S chwerpunkt O berflächentechnik

Blechbe arbeitung

Effektive Nassschleiftechnik Das Entgraten und Oberflächenschleifen von Blechteilen ist heute zunehmend Standard.

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as betrifft mehr oder weniger alle Teile, die mit den unterschiedlichsten Verfahren geschnitten werden. Die üblichen Bearbeitungsverfahren mit Schleifbändern und Bürsten werden trocken oder nass eingesetzt. Die Entscheidung, welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Ausschlaggebend sind Materialart, Schneidverfahren, Materialstärke und Verölung. Die Hans Weber Maschinenfabrik GmbH in Kronach/D baut neben Trocken- auch Nassschleifmaschinen, die sich durch ausgereifte Technik und durchdachte Detaillösungen auszeichnen. So steht für die Nassschleifmaschinen das gesamte Spektrum

Die Bestückung der Maschinen ist flexibel und erlaubt so eine optimale Konfiguration.

© Hans Weber Maschinenfabrik GmbH

Der Maschinenkörper der Nassschleifmaschinen ist ­standardmäßig aus verzinkten ­Teilen oder VA-­ Komponenten gebaut und damit korrosions­ geschützt.

der Weber Schleiftechnik zur Auswahl. Das ist neben den Schleifband- und Bürststationen auch der Planetenkopf mit doppelt rotierenden Werkzeugen. Die Bestückung der Maschinen ist entsprechend der Aufgabenstellung frei anzuordnen und erlaubt so die optimale Maschinenkonfiguration. Die Steuerung erfolgt über das Touchterminal in Verbindung mit dem „i-Touch“-Navigationssystem von Weber. Damit ist ein schnelles Navigieren durch die Maschinenbedienung gewährleistet. Der Maschinenkörper ist korrossionsgeschützt aus verzinkten Teilen oder VAStahlkomponenten gebaut. Trotz der kompakten Bauweise ist das Vakuumsystem mit dem notwendigen Separator platzsparend im Inneren untergebracht. Der Wasserumlauf ist großzügig ausgelegt, da damit der gesamt Materialabtrag sicher aus dem Maschineninnenraum gespült und der Filterung zugeführt wird. Die Teiletrocknung am Auslass arbeitet sowohl mit Quetschrollen als auch mit Luftdüsen. Für Kleinteile, deren Transport durch die Quetschrollen mechanisch beschränkt ist, haben die Weber-Maschinen eine spezielle Vorrichtung eingebaut. Das umlaufende Schmutzwasser wird entweder durch einen Flachbettfilter oder durch eine Zentrifuge gereinigt und danach wieder zugeführt. Beide Einheiten werden direkt an der Maschine aufgestellt und sparen dadurch Platz. Großer Wert wird auf einfache Zugänglichkeit zur Reinigung und Kontrolle der Wasserverteilung gelegt. Die verschiedenen Komponenten können ohne Werkzeug zur Kontrolle und Reinigung ausund eingebaut werden. [red/weber] 

Ihr Pulverbeschichtungsprofi bis 14,5 m

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Laserinspektion

Oberflächliche Qualitätsbetrachtung Ein in Österreich entwickeltes Verfahren zur 3D-Inspektion ermöglicht die Fehlererkennung auf heißen Oberflächen. © Next Sense

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ehler passieren. In der Stahlproduktion allerdings sind Fehler der Oberfläche besonders ärgerlich. Geschultes Personal kann diese zwar leicht identifizieren – allerdings erst nach Abkühlung des gerade gewalzten Werkstücks. Ist das Produkt endlich der visuellen Inspektion zugänglich, sind aber zwischenzeitlich schon viele weitere Stücke mit eventuell dem gleichen Fehler hergestellt worden. Ein innovatives Verfahren der NextSense GmbH aus Graz macht damit nun Schluss. Das Verfahren beruht auf der Laserlichtschnitt-Technologie, die das kontaktlose Prüfen noch heißer Oberflächen erlaubt. Fehler der Oberflächenstruktur werden somit frühzeitig im Produktionsprozess erkannt. Die in Echtzeit arbeitende Technologie bietet gleich mehrere Vorteile: Kostenersparnis, Rationalisierung, Qualitätssteigerung sowie höhere Arbeitssicherheit und klare Dokumentation. Das als „Diris 3D Hot“ bezeichnete Verfahren wird von NextSense weltweit vertrieben – und jetzt von einem türkischen Stahlproduzenten erstmals im industriellen Maßstab bei der Produktion von hochgeschwindigkeitstauglichen Eisenbahnschienen eingesetzt. Das neue Verfahren beruht dabei auf der

Gerade bei Eisenbahnschienen sind die Qualitätsan­ forderungen wegen des Ausbaus von Hochgeschwindig­ keitsstrecken enorm gestiegen.

sogenannten Laserlichtschnitt-Technologie – ein Verfahren der optischen 3D-Messtechnik, das die Berechnung eines präzisen Höhenprofils erlaubt. Dazu wird eine Laserlinie auf ein bewegtes Objekt projiziert. Verschiebungen der Laserlinie durch Änderungen der Oberflächenstruktur werden von mehreren Kameras registriert und mittels fotometrischer Berechnungen in 3D-Koordinaten umgerechnet. Ist das Objekt vollständig unter der Laserlinie entlanggeführt worden, erhält man ein komplettes Höhenprofil des Objekts. Damit kann das Verfahren auch für noch heiße Oberflächen eingesetzt werden, wie sie bei der Stahlproduktion unmittelbar nach dem Walzen herrschen. Die Vorteile, die sich daraus ergeben: Fehler werden

frühzeitig im Produktionsprozess entdeckt und die Ursachenbeseitigung kann umfangreichere Fehlproduktionen vermeiden. Weiters erlaubt die automatisierte Fehlererkennung auch die Klassifizierung von Fehlern bzw. anderer Oberflächenstrukturen: Ausbrüche, Aufwalzungen, Riefen oder Schuppen werden genauso erkannt wie Stempelungen und Walzzeichen. Dabei beeindruckt die Performance des Verfahrens: Einbuchtungen mit einer Tiefe von nur wenigen Zehntelmillimetern werden erkannt – und klassifiziert. Ein weiterer Vorteil ist auch die vollständige Dokumentation der Messergebnisse: objektive 3D-Daten in farbigen Grafiken statt subjektive Einschätzungen von Mitarbeitern. [red/nextsense] 

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Schleif- und Polierfinish

Robotergestützte Qualitätspolitur Praxis. Für die stückzahl- und produktflexible Polierfinish-Bearbeitung hochwertiger Metallteile setzt der mittelständische deutsche Oberflächenspezialist Papazoudis & Divanis GmbH auf einen Mix aus qualifizierten Mitarbeitern und Roboter-Poliersystemen von SHL. An den Roboter angeflanschte Roboter-­Poliereinheit mit Aggregat und zwölf paketierten Polierscheiben zur gleich­zeitigen Bearbeitung von zehn Bauteilen.

© SHL

Arbeitsraum der Polierzelle für die vollautomatische Finish-/Polierbearbeitung von jeweils zehn Bauteilen mit Taktzeiten von 20 Minuten – also zwei Minuten pro Teil.

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on der kleinen Metallschleiferei mit wenigen Mitarbeitern zum gefragten Oberflächenspezialist für das Schleif- und Polierfinish an Qualitätsteilen aus verschiedenen Metallen bzw. Materialien – so ungefähr lässt sich in Kurzform der eindrucksvolle Werdegang des Mittelständlers Papazoudis & Divanis Metallschleiferei und Oberflächentechnik GmbH aus SchorndorfMiedelsbach charakterisieren. Konzentrierte man sich Anfang der Neunzigerjahre auf die manuelle bis halbautomatische Schleif- und Polierbearbeitung von Metallteilen aller Art, so änderte sich das mit dem Eintritt von Filippos Divanis buchstäblich dramatisch. Davon ausgehend, dass sich künftig trotz des ständig wachsenden Geschäftsumfangs und der damit verbundenen mehrstufigen Betriebsvergrößerungen die Stückzahlen chargenflexibel und die Variantenvielfalt steil ansteigend darstellen würden, reifte in Dimitros Papazoudis die Erkenntnis, in Zukunft auf vollautomatisches Schleifen/Po-

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lieren mit Roboterunterstützung setzen zu müssen, wozu Divanis eine hohe Praxisexpertise einbringen konnte. Während sich Dimitros Papazoudis als Geschäftsführer vor allem um das Produktionsund Personalmanagement kümmert, konzentriert sich sein Partner Filippos Divanis mit der Erfahrung aus mehr als 25 Jahren Robotertechnik auf die robotergestützte Fertigung sowie die entsprechende Beschaffungsund Projektplanung. Dass diese praxisgerechte Arbeits- und Verantwortungsteilung beste Früchte trägt, ist allein schon daran abzulesen, dass bei Papazoudis & Divanis heute 59 Mitarbeiter und parallel dazu elf RoboterSchleif- und Poliersysteme im Zwei- bis Dreischichtbetrieb zugange sind.

Roboter schleifen und polieren „Wir fokussieren konsequent auf das Schleifen und Polieren aller bearbeitbaren Metall- und Kunststoffmaterialien und sind hier Partner der Möbel-, Sanitär-, Maschinenbau- und natürlich der Automobilindu-

strie und deren Zulieferer“, erklärt Dimitrios Papazoudis. Mit der steigenden Werkstückvielfalt bei gleichzeitig reduzierten Chargenstückzahlen und einem sehr hohen Termindruck ergab sich die Notwendigkeit, sowohl entsprechend flexibel als auch effizient und wirtschaftlich bearbeiten sowie reproduzierbare Qualität liefern zu müssen. „Das schien uns nur mit hoch leistungsfähiger Robotertechnik möglich; wobei uns der Mix aus manuellem bis halbautomatischem und robotergestütztem Schleifen und Polieren die Flexibilität gibt, schnell und gezielt auf Kundenwünsche eingehen zu können.“ In der „Automations-Aufbauphase“ griffen Papazoudis und Divanis zunächst auf gebrauchte Roboter-Schleif- und Polieranlagen, u. a. der SHL Automatisierungstechnik AG, zurück. Fünf der insgesamt elf Roboter-Schleifund Polieranlagen stammen von SHL. „Um aufkommende Engpässe schnell beseitigen zu können, behalfen wir uns aus Zeit- und auch aus Kostengründen mit Gebrauchtan-


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lagen, die wir gemeinsam mit den Herstellern oder auch in Eigenregie sukzessive auf unsere Bedürfnisse anpassten“, erklärt Divanis. Leistungsfähigkeit, hohe technische Dauerverfügbarkeit und nicht zuletzt unkomplizierte Hilfe sowie die Betreuung durch kompetente SHL-Mitarbeiter haben ihn als Anwender überzeugt. Deshalb kam der Lieferant auch bei der Beschaffung einer weiteren Roboter-Polieranlage zum Zug.

Im Minutentakt polieren Jüngstes gemeinsames Projekt von P&D und SHL war die Realisierung einer anwendungs- und nutzungsflexibel ausgelegten Hochleistungs-Roboter-Polieranlage für das Polierfinish von Dachträger-/Dachreelingsystemen verschiedener Automobilhersteller und Zulieferer. So umfasst etwa ein Auftrag eines Herstellers jährlich 200.000 Stück Dachreelings für einen Oberklasse-SUV. Diese werden mit vergleichsweise kurzen Taktzeiten für jeweils zehn Stück mittels der Roboter-Polieranlage von SHL in höchster Qualität gefinisht. Das Ausgangsmaterial dafür ist ein blankgezogenes Aluminiumprofil, das zuvor nicht mechanisch bearbeitet (sprich: geschliffen) werden muss, sondern direkt zu polieren ist, wodurch sich der Bearbeitungsaufwand im Vergleich zur sonst erforderlichen mehrstufigen Bearbeitung in Grenzen hält. Die in der Anlage verbauten Komponenten sind: ein 6-achsiger ABB-Industrieroboter IRB 7600-500/2,55 für 500 kg Traglast, ein

Roboter-Polieraggregat P550 mit 27 kW, ein Automatik-Drehtisch zur wechselseitigen Beschickung der Roboteranlage mit jeweils zehn Werkstücken, die auf Wechsel-Trägerpaletten positioniert und fixiert sind, eine Robotersteuerung IRC5 und ein SHL-Steuerschrank mit Schaltpult, Sicherheitsschaltern für die Zugangstüren der Roboterzelle und schließlich eine Arbeitsprogrammstruktur als Basis für die Selbstprogrammierung durch P&D. Der Werker steht nach dem Einschwenken (abgesichert durch einen Lichtvorhang) des Drehtischs bzw. der Werkstückpalette frontseitig vor der Palette.

Nach Entnahme und Magazinierung der polierten Qualitätswerkstücke belegt der Arbeiter erneut die zehn Werkstückaufnahmen mit zehn Rohteilen. Das Schließen der Zugangstür löst die Drehung des Rundtischs sowie nach erfolgter Positionierung die Freigabe der Roboter-Polierbearbeitung aus. Während im Arbeitsraum poliert wird, entnimmt der Werker die Fertigteile und bestückt neu. Diese parallel zur Hauptzeit vorzunehmende Beschickung bzw. Entnahme sorgt für minimale Stillstandzeiten und somit für eine hohe Produktivität im Mehrschichtbetrieb. [red/shl] 

Beschickungs- und Entnahmestation für Roh- und Fertigteile; durch den Drehtisch ist die parallele sowie betriebssichere Entnahme und Neubeschickung der Werkstücke gewährleistet.

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S chwerpunkt O berflächentechnik

Edelstahl im Schwimmbad Sanierung bei Korrosionserscheinungen Schäden zu qualifizieren, die eindeutig bauteilbedrohenden Charakter aufweisen, und des Weiteren korrosive Erscheinungen, die vorwiegend nur optische Nachteile darstellen. Bauteilbedrohende Schäden sind in diesem Zusammenhang jedenfalls deutlich erkennbare Poren-, Mulden- und Rissbildungen auf der betreffenden Edelstahloberfläche. Schäden dieser Art sind meist in Verbindung mit entsprechenden chloridischen Bestandteilen in den Schwimmbadwässern zu erkennen. Dabei ist zu beachten, dass das Auftreten derartiger Schadensbilder unbedingt möglichst frühzeitig erkannt werden muss, um noch geeignete Sanierungsmaßnahmen einleiten zu können. Fortgeschrittene Defekte mit derartigen Fehlercharakteri-

Uniforme Korrosion als eisenoxidreiche Schicht

Qualifizierung von Schadensbildern Ausgehend von den unterschiedlichen Fehlerursachen und den sich deshalb einstellenden Schadensbildern sind in erster Linie solche

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Beispiel Für Spaltkorrosion

Sanierungsmaßnahmen Die sorgfältige Analyse des erkannten Schadensbildes hinsichtlich der Ursache erlaubt in der Folge auch die Ermittlung der notwendigen Maßnahmen, um den Schaden zu sanieren und Schritte zur künftigen Schadensvermeidung einzuleiten. Solche Vermeidungsmaßnahmen können etwa Materialaustausch, Konstruktionsänderungen, nachträgliche Oberflächenbehandlung oder Wartungsänderungen umfassen. Bei auftretender uniformer Korrosion ist zum Beispiel zu empfehlen, die Bauteile nachträglich chemisch zu beizen und zu passivieren bzw. elektrochemisch zu polieren und parallel hierzu auch die wiederkehrende sorgsame Reinigung als erweiterte und effektive Wartungsmaßnahme zu empfehlen, um derartige Erscheinungen in Zukunft sicher zu vermeiden. Die Ausbildung von Spaltkorrosionen – etwa bei Schraubverbindungen – kann durch Änderung der Spaltbildungskonstruktion oder durch Tausch der Verbindungselemente für die Zukunft vermieden werden.

Kontakt Henkel Beiz- und Elektropoliertechnik Betriebs GmbH Stoißmühle 2, 3830 Waidhofen/Thaya Tel.:+43 (0)28 42/543 31-0, Fax: +43 (0)28 42/543 31-30 info@henkel-epol.at, www.henkel-epol.com

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Sanierungsmaßnahmen bei typischen Korrosionserscheinungen an Edelstahlbauteilen im Schwimmbadbereich erfordern je nach Korrosionsursache und Schadensbild eine ganze Reihe unterschiedlicher Maßnahmen – sowohl zur aktuellen Schadensbehebung wie auch zur nachhaltigen Vermeidung zukünftiger Defekte. Systematische oder zufällige Fehlentscheidungen bei der Herstellung, Montage, Nutzung und Wartung von Bauteilen aus Edelstahl im Schwimmbadbereich führen in vielen Fällen zu unerwünschten und fallweise bauteilbedrohenden Korrosionserscheinungen. Solche Fehler können bereits durch eine falsche Materialwahl, durch falsche oder unkorrekt applizierte mechanische und schweißtechnische Arbeitsverfahren, aber auch durch Konstruktions- oder Designfehler (beispielsweise Spalten) entstehen. Auch eine unterlassene oder unzureichende Oberflächenbehandlung oder eine falsche bzw. unterlassene Bauteilwartung können unerwünschte Korrosion zur Folge haben. Die Korrosion an Bauteilen aus Edelstahl äußert sich im Allgemeinen sehr unterschiedlich, wobei allen Erscheinungsformen gemein ist, dass in der Umgebung der Korrosionsangriffsstelle stets rostbraune und teilweise wischbare Verfärbungen oder Belegungen auf der Bauteiloberfläche erkennbar sind. Die Schadstellen selbst zeigen sich typischerweise entweder als rotbraune Spaltbereiche mit aus dem Spalt austretenden bräunlichen Farbfahnen, als flächige Belegung mit Rostpunkten oder als lokale Loch- bzw. Rissbildungen. Bei all diesen Erscheinungsbildern ist grundsätzlich zu empfehlen, angemessen zu reagieren und entsprechende Schadensbehebungen vorzubereiten und auch gezielt durchzuführen. Ziel ist stets, das Problem in seiner Tragweite (und Ursache) rasch zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Defektstellen nachhaltig zu sanieren – und in diesem Zusammenhang möglichst auch die Korrosionsursachen zu erkennen und zu beseitigen.

stiken können im Allgemeinen nicht mehr kleinflächig saniert werden, sondern bedingen meist einen Bauteiltausch in größerem Umfang. Im Gegensatz zu den massiven Lokalkorrosionsschadensbildern sind jedoch die häufig anzutreffenden Spaltund Flächenkorrosionen im Allgemeinen nicht von bauteilbedrohender Wirkung und können vorderhand gesichert saniert werden.


D rehen , F räsen , S chleifen , C N C D ie T opthemen :

CNC - D r e h m a s c h i n e

Zahnrad schleifen

Kompaktes Paket

Selber fertigen oder kaufen Hochleistungsbearbeitung Eckfräsen

Das Drehzentrum Haas ST-10Y ist eine wirtschaftliche Lösung für die Bearbeitung kleiner Teile.

D

ie CNC-Drehmaschinen der Modellreihe ST-10Y von Haas sind kompakte Pakete, die mit den Leistungsmerkmalen einer großen Maschine vollgepackt sind und angetriebene Werkzeuge mit C-Achse beinhalten. Bei der Entwicklung des Drehzentrums Haas ST-10Y standen hohe Steifigkeit, Präzision und thermische Stabilität im Vordergrund. Die Optimierung sämtlicher Guss­ teile nach der Finite-Elemente-Methode (FEA) hat eine hoch belastbare Konstruktion mit verbessertem Späne- und Kühlmittelfluss und vereinfachtem Zugang für Wartungsarbeiten hervorgebracht. Die kompakte, symmetrische Bauweise des Spindelkopfs erhöht die thermische Sta-

38 40 42 43

N ewsline

Dreh-/Schleif-Kombi

Drehzentrum mit Präzision und thermischer Stabilität.

bilität und Steifigkeit, während die durchdachte 45-Grad-Keilform zusätzlichen Raum für den Werkzeugwechsel schafft und die Spanabfuhr optimiert. [red/haas] 

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Die Schweizer Firma Schaublin Machines kombiniert erstmals Drehen und Schleifen in einer Maschine. Bei der Entwicklung der Schaublin-202-TG-Maschine wurde speziell auf Dichtigkeit geachtet. Auf einem Gusskastenfuß mit zwei Wangen kann die Maschine mit vier Schleifspindeln (intern und extern) oder mit zwei Schleifspindeln und einem Revolver ausgerüstet werden. www.smsa.ch

PFERD präsentiert ein patentiertes Kühlund Schnellspannsystem für den Einsatz von Fiberschleifern, Vlies- und Filzwerkzeugen. Die Geometrie der Kühlschlitze sorgt für einen hohen Luftdurchsatz, wodurch die thermische Belastung des Schleifmittels und des Werkstückes deutlich reduziert wird. Das Schnellspannsystem, die robuste Halterung, die sichere Arretierung des Werkzeuges und das optimierte Kühlsystem bewirken ■■ bis zu 30 % geringere Werkstücktemperatur, ■■ bis zu 25 % höhere Zerspanungsleistung, ■■ bis zu 30 % höhere Standzeit und bessere Ausnutzung des Schleifmittels und ■■ bis zu 30 % geringeren Werkzeugverschleiß. Informationen zu unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen finden Sie auf unserer Webseite.

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S chwerpunkt D rehen , F räsen , S chleifen , C N C

Schleifen

Präzise Zahnbehandlung Schleiflösungen von 3M für das präzise Schleifen von Zahnradvarianten, mit denen sich bei höchster Oberflächengüte und Bauteilgenauigkeit nicht nur die Bearbeitungszeit bis auf die Hälfte reduzieren lässt

©3M

Cubitron II Schleifmittel in Form von EinprofilSchleifscheiben, Wälzschnecken und Kegelrad-Schleifscheiben …

Schleifdruck sauber durch das Metall wie ein Messer. Die entstehende Hitze wird vom Werkstück in den Span geleitet und so direkt abgeführt. Es entsteht keine thermische Belastung der Werkstückoberfläche. Das Schleifbrandrisiko geht gegen null.

Körnung mit „Plus“

D

er 3M-Geschäftsbereich Precision Grinding & Finishing verfügt unter dem Markennamen 3M Cubitron II jetzt über ein komplettes Sortiment von Einprofil-Schleifscheiben, Wälzschnecken und Kegelrad-Schleifscheiben.

Mikroreplikation Die sogenannte Mikroreplikationstechnologie von 3M war die Grundlage der innovativen Schleifmittelentwicklung in Form von Präzisionssinterkorund-Dreiecken. Sie wurden kombiniert mit dem Know-how des Unternehmens Winterthur (das jetzt zu 3M gehört) in der Fertigung von Schleifmitteln.

Kein Brandrisiko Entgegen der Arbeitsweise herkömmlicher Schleifkörner, die im Schneidprozess eher drücken und pflügen, entsteht dank der geo­metrisch definierten Schneide der PSG ein sauber geschnittener Span. Die selbstschärfenden Dreiecke gehen mit geringem

Gebundene Schleifmittel Waren diese Korn-Dreiecke, in der Fachsprache auch „Precision Shaped Grains“ (PSG) genannt, bisher bei 3M nur für Schleifmittel auf Unterlage zum Einsatz gekommen, ist die perfekte Korngeometrie jetzt auch in sogenannte gebundene Schleifscheiben integriert, wie sie in Form von Einprofil-Schleifscheiben, Wälzschnecken oder KegelradSchleifscheiben beim Verzahnungsschleifen zum Einsatz kommen. 38   

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Die Werkzeuge bestehen nicht aus einer Mischung von verschiedenen Korngrößen, sondern aus einer einzigen definierten Korngröße. Das heißt, jedes Schleifkorn gleicht exakt dem anderen. Die Körnung wird hier nicht nach FEPA (z. B. P60), sondern mit einem „Plus“ (z. B. 60+) angegeben. Dieses „Plus“ lässt einen Schliff ähnlich eines üblich gekörnten Schleifmittels erwarten, allerdings mit einem signifikant höheren Materialabtrag. Ein weiterer Vorteil: Die Standzeit derartiger Schleifmittel kann sich abhängig von der Anwendung auf das Drei- bis Vierfache verlängern und der Abrichtaufwand bzw. die Abrichtzustellung signifikant vermindern. Umfangreiche Tests in der Fertigung unterschiedlicher Zahnradtypen haben d ­ ies bestätigt.

Zwei Typen 3M hat bisher zwei Typen der neuen Cubitron-II-Schleifscheiben entwickelt: eine mit 100 Prozent PSG und eine zweite in Korngemisch, bei dem neben 30 Prozent PSG zusätzlich 70 Prozent weißes Edelkorund als Stützkorn eingebunden sind. Gefertigt werden die neuen Produkte im Werk Villach in Österreich.

Außen- und Innenrundschleifen

… sparen bei der Herstellung von Zahnrädern Bearbeitungszeit und Fertigungskosten bis zu 25 Prozent.

Auch für Außen-, Innenrund- und Spitzenlosschleif-Anwendungen in der Automobil- und Lagerindustrie werden Schleifmittel dieser Art in Kürze zur Verfügung stehen. Vorgeführt wurden sie bereits kürzlich auf der Hannoveraner Fachmesse EMO. [red/3M] 


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S chwerpunkt D rehen , F räsen , S chleifen , C N C

Drehen und Fräsen

Selber fertigen oder zukaufen? Praxis. Immer wieder stellt sich für kleine Metallbaubetriebe die Frage: Soll ich meine Dreh- und Frästeile selber fertigen oder bei einem Lohnfertiger produzieren lassen? Nicht immer entscheidet nur der Preis, sondern ebenso auch andere Faktoren.   T ext : G e r n o t

Wagner

Aufträgen.“ Kleinere Teile oder Reparaturarbeiten erledigt man bei Ferrum kurzfristig und schneller auf einer eigenen, bereits vor Jahren angeschafften, konventionellen Drehmaschine. Vor Kurzem hat man sich wegen eines Auftrags eine kleine Werkzeugmaschine angeschafft, „wo wir aber gleich überlegt haben, welche weiteren Aufträge wir damit erledigen können, um teure Stillstandszeiten zu vermeiden und gewinnbringend zu arbeiten“, sagt Firmenchef Holl.

Gute Lösung: Universalmaschinen

© DMG/Mori Seiki

V

iele heimische Lohnfertiger haben sich auf die verschiedensten Materialien, Abmessungen und Losgrößen spezialisiert: So etwa Kowe CNC für Stückzahlen von 500 bis 10.000 oder ABW, die auf über 50 Drehautomaten knapp drei Millionen Präzisionsdrehteile im Monat produziert. Doch lohnt es sich immer, alle Aufträge fremd fertigen zu lassen, oder ist man mit der Produktion im eigenen Betrieb besser beraten? Die einfache Rechnung lautet: Fremdbezug rentiert sich nur dann, wenn die Stückkosten wesentlich günstiger ausfallen als bei der Eigenfertigung. Hier kommt man mit einer Deckungsbeitragsrechnung der Lösung schnell auf die Spur: Einerseits fallen unabhängig von der Produktionsmenge die Fixkosten für Hallenmiete, Gehälter oder Abschreibung an und andererseits die variablen Kosten, etwa Material, für jedes eigenproduzierte Stück. Beauftragt man hingegen einen Lohnfertiger, fallen nur die variablen Stückkosten an. Ab welchem Punkt nun die Eigenfertigung im Vergleich zur Fremdfertigung einen höheren Gewinn „abwirft“, lässt sich damit leicht durch Gegenüberstellung der Stückzahlen und Preise ermitteln.

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Zur Bearbeitung von kurzen Drehteilen …

Mehrere Faktoren entscheiden Dennoch ist nicht immer nur der Preis entscheidend, sondern ebenso Faktoren wie Geheimhaltung, Qualität, Pünktlichkeit oder eine mögliche zukünftige Abhängigkeit von einem Lohnfertiger. Das bestätigt auch Hannes Holl, Geschäftsführer bei der Ferrum Metallbearbeitung GmbH, einem oberös­ terreichischen Stahl- und Metallbaubetrieb mit sieben Mitarbeitern: „Wir arbeiten mit öffentlichen Auftraggebern, Planern, Baufirmen und Architekten zusammen. Wenn wir Teile zukaufen, kalkulieren wir sehr genau und müssen uns absolut auf die Zulieferfirmen verlassen können. Nur dann lukrieren wir Zeit- und Kostenvorteile bei unseren

Für die Fachbesucher aus der Metallbearbeitungsbranche war die „EMO 2013“ ein wahres Eldorado an unterschiedlichen Werkzeugmaschinen für das Drehen und Fräsen. Egal ob für komplexe Teile, harte Werkstoffe oder stark schwankende Losgrößen, die Anbieter können praktisch jeden Wunsch erfüllen. Viele Premieren und Weiterentwicklungen waren zu sehen, allein für Metallbearbeiter ist es nicht immer leicht, den Durchblick bei dem riesigen Angebot zu behalten. Bei neuen Maschinen ist man um die 50.000 Euro mit dabei, doch können es rasch auch wohlfeile 200.000 bis 300.000 Euro werden. Überlegenswert ist es daher auch, eventuell in eine gute Gebrauchtmaschine zu investieren. Wer sich für die Eigenfertigung entscheidet, ist mit den aktuellen Universalmaschinen bestens bedient, die sich generell als kraftvolles „Rückgrat“ sehr gut in den meisten Bearbeitungsfällen im Metallbau bewähren. Sie lassen sich ohne zeitraubende Einschulung leicht bedienen, punkten mit einfacher Handhabung und zahleichen Funktionen. Universaldrehmaschinen sind zwar nicht unbedingt der Rolls Royce, doch die meisten Metallbaubetriebe setzen viel mehr auf Maschinen, die dem zuverlässigen, problemlosen „Dauerläufer Volkswagen“ entsprechen und sich schnell und kostengünstig in den Betrieb integrieren.

Zahlreiche Neuheiten … bis 500 mm Länge hat das DMG Mori Seiki seine NLX-Baureihe erweitert.

DMG Mori Seiki hat bei der EMO unter anderem zwei Universalmaschinen vorge-


stellt, die ab April 2014 verfügbar sein werden: Die neu designte DMU 80 P duoBLOCK für die 5-Achs-Bearbeitung, mit hoher Dauergenauigkeit und einer Präzision mit bis zu 5 m Positioniergenauigkeit. Die Bauteile lassen sich laut Hersteller damit um bis zu 30 Prozent genauer zerspanen. Für die Bearbeitung von kleinen, kurzen Drehteilen bis 500 mm Länge hat das deutsch-japanische Unternehmen die NLX-Baureihe erweitert. Mit der geringen Aufstellfläche von nur 3,5 Quadratmetern findet die Universaldrehmaschine NLX2500/500 auch in kleineren Betrieben ausreichend Platz. Ebenfalls einige Neuheiten rund um das Drehen und Fräsen präsentierte vor Kurzem der Maschinenhändler Schachermayer. Darunter die Universaldrehmaschinen DA 210 und 260 von Weiler für Arbeitslängen bis zu 2000 mm und die Universal-Fräs- und -Bohrmaschine WF 400 M von Kunzmann. Wer sich das Angebot des amerikanischen Herstellers Haas Automation ansieht, findet ebenfalls einfache, stabile und kostengünstige Standardmaschinen, die für den Großteil aller Anwendungen ausreichend sind. Haas verwendet bei seinen Maschinen wenig bewegte Teile, nur absolut praxiserprobte Komponenten und bietet auch eine eigene CNC-Steuerung, die fast alle Anforderungen erfüllt und zudem deutlich günstiger ist. 

„Bei Zulieferfirmen müssen wir uns auf Qualität und Pünktlichkeit verlassen können.“ © Gernot Wagner

Hannes Holl, Ferrum

Würth Mitarbeiter Reinhold Stallmann

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S chwerpunkt D rehen , F räsen , S chleifen , C N C

Bearbeitungszentrum

Spektakulär in Form und Funktion Die beiden Hochleistungsmaschinen syncromill c und syncromill f sowie die Großteilebearbeitungsanlage „shw powerbridge – powered by fill“ sorgten auf der EMO für Furore.

D

ie Bearbeitungszentren des österreichischen Maschinen- und Anlagenbauers Fill glänzen durch ihre Vielseitigkeit. Der Einsatzradius reicht von individuell angepassten Einzelmaschinen bis zu vollautomatischen Produktionsanlagen. Dabei setzen sie auch in puncto Design neue Maßstäbe.

Flexibel und vielseitig Auf der syncromill c werden Kurbelgehäuse, Zylinderköpfe, Nockenwellenträger, Lenksäulen und Fahrwerkskomponenten gefertigt. Das flexible Maschinenkonzept ermöglicht die Umsetzung unterschiedlichster Bearbeitungsaufgaben. syncromill c ist dabei Spezialist für die platzsparende und wirtschaftliche Fertigung von komplexen Bauteilen in höchster Präzision.

syncromill mit flexiblem Maschinenkonzept

Die Vorteile von syncromill f kommen vorrangig bei hohen Zerspanungsleistungen voll zum Tragen. Die Bearbeitung der Bauteile erfolgt mit einem kompakten, mehrspindeligen Aggregat. Das über dem

Bearbeitungsaggregat angeordnete Werkzeugmagazin ermöglicht die hauptzeit­ parallele Werkzeugbeschickung. „powerbridge“ nennt sich das innovative Bearbeitungszentrum für die industrielle Fertigung von Großkomponenten, das auf der EMO in Hannover erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit der von Fill mit dem Partner SHW Werkzeugmaschinen entwickelten „shw powerbridge – powered by fill“ werden extrem große Bauteile mit enormer Präzision gefertigt. Es können sowohl Dreh- als auch Fräsarbeiten durchgeführt werden. Ein mitfahrender Bedienstand, synchroner Werkzeug- und automatischer Fräs­ kopfwechsel sowie flüssiggekühlte Antriebe sind einige Features der mächtigen Portalbearbeitungsanlage. [red/fill] 

Lohnfertiger KOWE erweitert Kapazitäten Nach der räumlichen Erweiterung im Jahr 2014 startet KOWE nun erneut ein Investitionsprogramm in die Maschinenkapazitäten durch. Dank guter Entwicklung im automotiven Bereich sowie in der Flugzeugund Medizintechnik konnte KOWE im zweiten Halbjahr einen sehr guten Auftragseingang verzeichnen, zeigt sich Geschäftsführer und Eigentümer Siegfried Kobencic zufrieden und blickt positiv in die Zukunft.

Neue Technologien senken die Kosten

Mitarbeiter Bernhard Walchets­ eder bei der Inbetrieb­ nahme der neuen Dreh­ maschine

Bei den Neuanschaffungen handelt es sich um eine Maschine mit direktem Fräsantrieb im Werkzeugrevolver, dadurch wird das Werkzeug geschont, und man erreicht damit eine wesentliche Reduktion der Werkzeugkosten. Durch die Ölkühlung des Maschinenbettes und der Spindeln wird die Thermostabilität der Maschine wesentlich erhöht. Ein wichtiger Faktor, um die Reparaturkostenbelastung möglichst niedrig zu halten.

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Kontakt: KOWE CNC-Metallverarbeitungs GmbH Moosham 76, 4943 Geinberg Tel.: +43 (0) 77 23/448 22-0, Fax: -4 DW office@kowe-cnc.com www.kowe-cnc.com

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Teilespektrum erweitern Um das Produktportfolio von KOWE zu erweitern, plant das Unternehmen die Anschaffung einer zusätzlichen 5-Achs-Fräse. Die Anforderung der Kunden für größere Teile in etwa 3000 x 800 x 700 mm ist in letzter Zeit deutlich gestiegen. Um den Kundenwünschen auch in diesem Segment gerecht zu werden, plant KOWE eine derartige Kapazitätserweiterung.


S chwerpunkt D rehen , F räsen , S chleifen , C N C

E c kf r ä s e n

Best-in-Class-Lösung Die neue Mill 4-15 Plattform von Kennametal hat ein innovatives doppelseitiges Design mit vier Schneidkanten für das 90°-Eckfräsen.

B

eim Fräsen kommt es auf drei Faktoren an: Zerspanungsleistung, Lebensdauer des Werkzeugs und Oberflächenqualität. Alle drei Eigenschaften sind wichtig, aber in der Praxis kommt es häufig vor, dass nur einer der Faktoren dominiert. Metallbearbeiter, die Komponenten mit 90°-Schultern herstellen, wissen auch, dass es nicht einfach ist, solche Ecken in perfekter Qualität zu erzeugen. Um Rattermarken und andere Fehler zu vermeiden, benötigt man ein Hochleistungswerkzeug, das nach höchsten Qualitätsmaßstäben gefertigt wurde. Die neue Mill 4-15 Plattform von Kennametal ist mit doppelseitigen Schneidein-

sätzen mit jeweils vier Schneidkanten ausgestattet. Dieses Design sorgt für niedrige Kosten pro Schneide und erlaubt eine Schneidtiefe von bis zu 15 mm. Die besondere Form der Schneidkante schafft die Voraussetzung für konstanten Eingriff während des 90°-Eckfräsens. Eine integrierte Schlichtfase sorgt für hervorragende Oberflächenqualitäten. „Mill 4-15 wird das Eckfräsen verändern“, sagt Juan Seculi, Produktmanager für Wendeplattenfräsen bei Kennametal. Die Präzisionswendeplatten für die Mill 4-15 Fräswerkzeuge gibt es mit geschliffenen oder fertig gepressten Schneideinsätzen und mit

Die neue Mill 4-15™ Plattform von Kennametal für das 90°-Eckfräsen

Eckenradien von 0,4 bis 2,4 mm. Zu den verfügbaren Wendeplattengeometrien gehört u. a die Ausführung GE mit hochpositivem Schneidwinkel. Diese Variante reduziert wirksam die Schnittkräfte und erhöht zugleich die Schneidleistung bei mittleren bis schweren Anwendungen. [red/kennametal] 

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S chwerpunkt D rehen , F räsen , S chleifen , C N C

© WFL

Neun NC-­Bearbeitungs­achsen sorgen für höchste ­Produktivität, sodass auch ­größere Serien effizient gefertigt werden können.

Z e r s pa n u n g

Präzision ohne Unterbrechung Elektronische U-Achslösung, auch für kleine Millturns.

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as Maschinenportfolio des Linzer Unternehmens WFL geht nicht nur in Richtung Schwerzerspanung, auch bei den kleinen Maschinen wartet der Hersteller mit Innovationen auf. Eine neu entwickelte U-Achse auf der M40 Millturn/3000mm ermöglicht etwa erstmalig in diesem Größensegment die Verwendung von CNC-Plandrehköpfen. Dadurch wird laut WFL ein völlig neues technologisches Spektrum erschlossen. Außermittige Konturen können damit auf komfortable Art und Weise in höchster Präzision ohne Schnittunterbrechung gespindelt werden. Das U-Achs-System überträgt sowohl die Stromversorgung als auch die Datenübertragung mittels Induktion. Störanfällige elektrische Steckver-

bindungen entfallen dadurch zur Gänze. Die neue Werkstattprogrammierung Millturn Pro ermöglicht die einfache und spielerische Dialogprogrammierung von Werkstücken und schafft – laut WFL als einzige Shop-Floor-Lösung am Markt – die nachträgliche Integration von Programmbausteinen, z. B. Sonderzyklen oder CAD-CAMgenerierte Sequenzen. Dies ist ein Vorteil, wenn im Zuge der Werkstattprogrammierung „unlösbare“ Anforderungen auftauchen. Bei herkömmlichen Systemen heißt es in so einer Situation: „Zurück an den Start“ oder gar „Rien ne va plus“. Trotzdem bleibt das Gesamtprogramm vollständig und inklusive aller Sonderzyklen simulierbar. Ausgehend vom Rohteil

wird im neuen Release von CrashGuard Studio der Materialabtrag realitätsgetreu mitberücksichtigt. Jeder beliebige Zwischenbearbeitungsstand kann in die Echtzeit-Kollisionsvermeidungssoftware CrashGuard exportiert werden. Damit passt sich auch der auf der Maschine laufende Kollisionsschutz an das „Active Workpiece“ an. Durch „Parallel-Processing“ wurde darüber hinaus die Qualität der Simulation wesentlich verbessert. Der Steuerungsbildschirm kann mittels App auf iPad oder iPhone dargestellt werden. Die Überwachung und auch Steuerung sämtlicher Maschinenzustände ist somit auch fern vom Produktionsplatz möglich. [red/wfl] 

EuroMold 2013

Qualitätsmessung für Prüfstücke Live-Qualitätsvergleich auf der Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau EuroMold vom 3. bis 6. Dezember 2013 in Frankfurt.

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ie jährlich stattfindende EuroMold ist eine der führenden Fachmessen für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung. Auch heuer werden auf der Messe in Frankfurt wieder generative Verfahren und Dienstleistungen im Wettbewerb zu konventionellen Verfahren präsentiert. Das Motto lautet: „Von der Idee bis zur Serie“, und dieses Jahr bietet die EuroMold zum 20. Jubiläum die Sonderschau „VDI/NCG Richtlinien – Prüfwerkstücke für

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Werkzeugmaschinen“ – in Zusammenarbeit mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der NC Gesellschaft, die sich der Förderung der Umsetzung effizienter Fertigungstechnologien verschrieben hat. Bei der Sonderschau können Anbieter ihre Prüfstücke für Werkzeugmaschinen nach normierten Richtlinien beurteilen lassen, die von VDI und NCG erarbeitet wurden, und so dem Publikum live auf der Messe ihre Kompetenz unter Beweis stellen.

Die VDI/NCG-Richtlinien werden nach exakt definierten Prüfszenarien (Geometrie, CNC-Daten, Technologie, Messpunkte, Dokumentation) auf die Wirkprinzipien 3-Achs-Fräsen, 5-Achs-Simultan-Fräsen, Mikro-Fräsen, 2D-Wasserstrahlschneiden, 3DWSS und Mikro-WSS sowie Mikro-DrahtEDM angewandt. Die Anwendung einheitlicher Richtlinien ermöglicht eine Qualitätsaussage, wobei teilweise die Prozessfähigkeit erfasst wird. [red/demat] 


FACHTAGUNG H ochleistungs F räser

Minimale Vibration, maximale Standzeiten High Performance Cutting (HPC) charakterisiert sich durch Bearbeitung mit signifikant höheren Schnittgeschwindigkeiten, Abtragsraten und Vorschüben im Vergleich zu herkömmlichen Prozessen. Der Nachteil dieser Strategie liegt in extrem hohen Kräften und Vibrationen, die sich negativ auf die Standzeit der Schneidkanten auswirken und die Werkzeuge schnell verschleißen. Um dem entgegenzuwirken, hat die Inovatools Eckerle & Ertel GmbH die neuen Vibcut Fräser entwickelt.

Lehrlingsausbildung 2013 26. und 27. November 2013 ORT Gartenhotel Altmannsdorf 2, Wien PAUSCHALE ¤ 790,– (exkl. 20 % USt) TERMIN

Vibmill Inox mit der NanoSolver-Hartstoff­beschichtung

Vibmill Steel mit der NanoBlackHartstoff­beschichtung

Die Technologie ist darauf ausgerichtet, Vibrationen während der Zerspanung schon am Entstehungsursprung zu absorbieren – sowohl unter Vollschnittbedingungen in Extremtiefen als auch bei kleinen Seitenzustellungen. Dank der Geometrie werden nicht nur Vibrationen gedämpft, sondern auch die Schneidkanten vor den einwirkenden Kräften während der Zerspanung geschützt: Die Schneide dringt in das Material ein, der Span wird gebildet. Nach der ersten Freifläche des Werkzeugs folgt dann ein spezifischer Schliff in Höckerform, der für die Vibrationsdämpfung zuständig ist. Der Höcker tangiert das Rohstockmaterial und stabilisiert so das Werkzeug in seinem Rundlauf. Das führt natürlich zu Reibungen und damit zu Wärmeentwicklung. Um diese unerwünschten Nebeneffekte weitestgehend zu minimieren, sind die Höcker unterbrochen, sodass immer nur gerade die nötigste Fläche berührt wird. „Das Ergebnis sind längere Standzeiten und kontrollierte Prozesse“, erklärt Ditmar Ertel, Geschäftsführer von Inovatools. Erhältlich sind die Vibcut-Fräser mit NanoBlack-Hartstoffschicht für Stahl und mit NanoSolver-Hartstoffschicht für rostfreie Stähle. [red/innovatools]

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S chwerpunkt D rehen , F räsen , S chleifen , C N C

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Die Lamellenfächerschleifscheibe OSF verbindet bei der Schweißnahtbearbeitung drei Arbeitsschritte in einem: 1. Schweißnaht verschleifen 2. Angleichen 3. Finish-Schliff Zum Einsatz kommt sie außerdem beim Angleichen und Verfeinern des Schliffbildes, beim Reinigen und Polieren von unlegierten und hochlegierten Stählen, Aluminium und NE-Metallen sowie beim Entfernen von Oxidfilmen und Anlauffarben nach dem Schweißen.

Für beste Ergebnisse bei der Edelstahl­ bearbeitung: die Würth Lamellenfächer­ schleifscheibe OSF

Ihre Vorteile Robuster Trägerteller aus Glasgewebe „„ Nylonschleifvlies „Surface Conditioning“-Material „„ Frei von Eisen, Chlor und Schwefel „„ Konstanter und niedriger Ra-Wert „„ Kühler Schliff „„

Kontakt Würth Handelsges.m.b.H., Produktmanagement Würth-Straße 1, 3071 Böheimkirchen Tel.: +43 (0) 5 082 42-0, Fax: -533 33 DW info@wuerth.at, www.wuerth.at

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Beste Ergebnisse bei der Edelstahlbearbeitung ermöglicht die neue One-Step-Finish Lamellenfächerschleifscheibe von Würth. Im direkten Einsatz auf drehzahlregulierbaren Winkel- und Kehlnahtschleifern bietet sie eine Kombination aus schnellem Materialabtrag und perfekter Oberflächenqualität im Rohrbereich.

Polieren & Schleifen von Edelstahl Die Suhner UMC 6-R L eröffnet eine neue Dimension des Feinschleifens von engen Winkeln und Verbindungsnähten bei Edelstahl und Aluminium.

feinerung, die mit Klettverschluss befestigt werden, erledigt die UMC 6-R L jede Feinbearbeitungsaufgabe im Handumdrehen. Die klettfähigen Schleifblätter von Suhner sind für jeden Einsatzfall schnell aufgelegt. Die UMC 6-R L ist eine handliche, leistungsstarke Elektrofeile mit 500 W Leistungsaufnahme, 8 mm Hub und einer variablen Hubfrequenz von 2500 bis 5250 Hüben pro Minute.

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Damit ist die geforderte Oberflächengüte erreichbar. Dank ihrer kompakten Abmessungen ist sie genau richtig für Anwendungen unter engen räumlichen Bedingungen. Typische Anwendungen für das Schleifen und die Feinbearbeitung von Edelstahl und Aluminium sind: Innen liegende Nähte von Beingelenken „„ Innen gewölbte Nähte bei Geländern „„ Verschleifen von Hohlkehlnähten „„ Entgraten innen liegender Profile „„

Kontakt Suhner SU-matic Handelsgesellschaft mbH Walkürengasse 11/1, 1150 Wien Tel.: +43 (0)1 587 16 14, Fax: +43 (0)1587 48 19 office.at@suhner.com, www.suhner.com

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Die neue leistungsstarke elektrische Feil- und Poliermaschine UMC 6-R L von Suhner Abrasive Expert revolutioniert die Feinbearbeitung schwer zugänglicher Stellen durch Polieren, Schleifen und Bürsten. Ganz gleich, ob Edelstahl oder Aluminium poliert und fein bearbeitet werden soll: Die Elektrofeile UMC 6-R arbeitet schwingungsarm und kraftvoll. Bei Edelstahl und Aluminium war das feinkörnige Schlichten von innen liegenden Ecken schon immer eine schwierige Angelegenheit. Suhner hat ein Werkzeug entwickelt, das wie eine Feile wirkt und einen Bürsteffekt erzielt, der in derselben Richtung verläuft wie das Schliffbild oder die innen liegende Verbindung! Ausgerüstet mit Schleifblättern und Werkzeugen zur Oberflächenver-


T echnik & P raxis D ie T opthemen :

S c h w e i SS g e r ät e s t e u e r u n g

Mobile Maschinenbedienung

Konfiguration per Tablet

Schruppen oder Schneiden Trennen von Metall

Ab 2014 können Schweißmaschinen von Kemppi über das Mobilgerät konfiguriert werden.

N ewsline

A

Elektrischer Impulsschrauber

Die weite Verbreitung von Smartphones beziehungsweise Tablets und die unvorteilhafte Ergonomie der Paneele von Schweißgeräten brachte Kemppi zu dieser Entwicklung: Mittels Tablet oder Smartphone geht die Schweißgerätesteuerung nun wesentlich schneller und angenehmer.

Einfache Konfiguration Jussi Kapanen, UX-Manager bei Kemppi, erläutert: „Über die Mobile Control-Schnittstelle können alle Schweißparameter einfach, präzise und schnell eingestellt werden. Der Anwender kann alles – vom Drahtvorschub über die Spannungsfeinregelung bis zu den komplexesten Einstellungen – anzeigen und steuern.“ Die Einstellungen können zudem von Mobilgerät zu Mobilgerät kopiert werden.

Bedienerfreundlichkeit Mikko Veikkolainen, Leiter der Abteilung für Forschung, Entwicklung und Innovation bei Kemppi, berichtet, dass selbst unerfahrene Schweißer vom Mobile-Control-Sys-

Bei Kemppi wird Schweißen mobil.

tem begeistert seien. Konfigurationsvorlagen können einfach kopiert und bedarfsgemäß eingestellt werden. Mobile Control wurde in enger Zusammenarbeit mit praxiserfahrenen Schweißern entwickelt. Kommentar eines Schweißers: „Es ist so eindeutig und schnell. Erstaunlich, dass das fortschrittlichste System gleichzeitig auch das bedienerfreundlichste ist.“ Zusätzlicher Vorteil für Schweißingenieure: Einstellungen lassen sich standortunabhängig vorkonfigurieren und später über eine Bluetooth-Verbindung auf die Ausrüstung übertragen. Damit kann eine Schweißkonfiguration auf beliebig viele Schweißgeräte kopiert werden. Dadurch lässt sich vor allem bei größeren Geräteparks Zeit einsparen. Und wenn Geräte ausgewechselt oder gewartet werden, können die persönlichen Einstellungen jedes Schweißers in der mobilen App gespeichert und auf die neuen bzw. gewarteten Geräte geladen werden. [red/kemppi] 

Der französische Anbieter von Elektround Druckluftwerkzeugen für industrielle Anwendungen in der Montage und Fertigung Desoutter hat einen vollständig elektrischen Impulsschrauber vorgestellt, der laut Firmenangaben die Vorteile eines Impulsschraubers (mit reaktionsmomentfreier Montage) mit den Steuerungsmöglichkeiten und der Dokumentationsfähigkeit eines Elektrowerkzeugs sowie der Wartungsfreundlichkeit eines elektrischen Antriebs verbindet. Der Schrauber „E-LRT“ kommt ohne die ölgefüllte Impulseinheit eines DruckluftImpulsschraubers aus. Damit sinkt der Wartungsaufwand, weil kein Öl mehr gewechselt werden muss. Der bürstenlose Elektromotor selbst ist praktisch wartungsfrei. Das Drehmoment lässt sich viel genauer einstellen, weil das Werkzeug elektronisch gesteuert wird und ein Elektroantrieb exakter regelbar ist. Im Vergleich zu gesteuerten Elektroschraubern wiederum zeichnet sich der E-LRT durch absolute Reaktionsmomentfreiheit aus, weil das Drehmoment über zahlreiche sehr kurze Impulse aufgebaut wird. So spürt der Werker überhaupt keinen „Schlag“ mehr, wenn das Endmoment erreicht wird. Auf der Motek wurde das erste Modell der Serie gezeigt, das für Drehmomente von 10 bis 25 Nm ausgelegt ist.

© Desoutter

© Kemppi

uf der Fachmesse Schweißen und Schneiden in Essen hat Kemppi ein System zur Programmierung von Schweißgeräten per Mobilgerät vorgestellt. „Kemppi Mobile Control“ ist auf Klarheit, visuelle Präsentation und Bedienerfreundlichkeit ausgelegt. Es ist mit mobilen Android-Geräten kompatibel und soll später auch weitere mobile Betriebssysteme unterstützen.

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Erster elektrischer Impulsschrauber

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tECHNIK & pRA XIS

Mobile Maschinenbedienung

Drahtlos unter Kontrolle

© Mewa

© Trumpf

Eine neue MobileControl App ermöglicht die mobile Bedienung von Trumpf Maschinen.

Mewa Tendline

N ewsline

Mewa Trendline Arbeitskleidung muss nicht nur bequem und praktisch, sondern sie darf auch modisch und individuell sein. Solchermaßen präsentiert sich die neue Handwerkerkollektion „Trendline“ von Mewa. „Dezent war gestern! Wir haben uns für einen zweifarbigen Materialmix und eine ausgesprochen modische Schnittform entschieden. Farblich abgesetzte Details wie Hammerschlaufen, Cargotaschen, Knietaschen aus strapazierfähigem Cordura und reflektierende Paspeln sind nicht nur funktional, sondern sind auch optisch sehr ansprechend“, erklärt Bernd Feketeföldi, kaufmännischer Geschäftsführer bei Mewa.

Elastische Einsätze Für hohen Tragekomfort bei Arbeiten im Strecken, Bücken, Knien und Liegen sorgen die ergonomische Schnittführung, verstellbare Gummizüge im Bund und Elastik­ einsätze. Die Kleidungsstücke sind in allen gängigen Größen und unterschiedlichen Farbvarianten erhältlich. Damit passt die Kollektion zu jeder Tätigkeit, den Unternehmensfarben und den einzelnen Teammitgliedern. 48   

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Mit der MobileControl App hat der Bediender seine Maschine(n) überall im Griff.

D

er Maschinenbediener hat die Bedienung der TruLaser 5030 fiber in der Hand, während er eine andere Laserschneidmaschine rüstet. Mit der neuen MobileControl App, die Trumpf Anfang November auf der Blechexpo 2013 in Stuttgart vorstellte, ist das möglich. Die App überträgt die Oberfläche des Standardbedienpults der 2D-Lasermaschine auf den Touchscreen eines iPads. Dadurch hat der Maschinenbediener neben dem statischen Bedienpult eine weitere Möglichkeit, die Maschine zu überwachen und zu steuern. Der Bediener behält den Produktionsprozess so auch bei Arbeitsschritten im Blick, die sich nicht direkt vor dem Bedienpult abspielen. Im maschinennahen Umfeld kann er auf dem iPad Informationen zur Maschine abrufen und Programme wechseln. Optional überträgt eine in die Maschine integrierte Kamera den Produktionsprozess live auf das iPad. Für den Einsatz der MobileControl App ist keine Änderung am Netzwerk des Kunden notwendig. Zur Übertragung der Daten stellt die Maschine selbst ein gesichertes Drahtlosnetzwerk über den Wireless Operation Point bereit. Sind an der Maschine die MobileControl-Software freigeschaltet und die entsprechende App auf das iPad geladen, kann der Bediener die Anwendung starten. Er loggt sich dazu über das iPad in

das gesicherte Drahtlosnetzwerk der Maschine ein. „Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend. Wir konnten die neue MobileControl App im Grunde sofort nach der Installation verwenden“, erklärt der Testkunde Christian Zöller, Maschinenbediener bei Agfa-Gevaert HealthCare GmbH.

Unabhängiges Netz Die Sicherheit der Anwendung wurde ausführlich geprüft. Aus dem Drahtlosnetzwerk der Maschine gibt es keine Verbindung zum Netzwerk des Kunden, das so vor missbräuchlichen Zugriffen von außen geschützt bleibt. Eine eigene Firewall des Wireless Operation Point schützt zudem die Steuerung der Maschine vor unerlaubtem Zugriff. Der Maschinenbediener gewinnt durch die vielseitige App an Flexibilität in der Ausführung seiner Arbeit. Verfügen mehrere Anlagen über Wireless Operation Point und MobileControl-Software kann er vom gleichen Gerät aus auf weitere Maschinen zugreifen. Ein klarer Vorteil für Zöller: „Damit kann ich mich gleichzeitig um mehrere Maschinen kümmern. Auch wenn ich nicht direkt an der Maschine stehe, habe ich im Blick, was passiert“. Trumpf bietet die App-Funktion optional auf den neuen Maschinen seiner TruLaserSerie 5000 an. [red/trumpf] 


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S c h r u pp e n o d e r S c h n e i d e n

Für eine klare Trennung Zu dick, zu dünn, zu hart, zu weich – bei der Auswahl von Trenn- und Schruppscheiben können auch Metallprofis viel falsch machen. Mit welchen Scheiben sich welches Material effizient bearbeiten lässt, erklärt der folgende Beitrag von Argiris Argiriadis

te machen können – die Scheibe hält bis zu 33 Prozent länger als bisher. Die Flexiarapid super ist mit 115 oder 125 Millimetern Durchmesser erhältlich und im Inoxbereich unschlagbar: In Edelstahl schafft sie im Vergleich zu anderen Trennscheiben die meisten Trennschnitte.

Je härter, desto weicher

© Metabo

Wer die richtige Trennscheibe wählt, kann bis zu 70 Prozent Arbeitszeit einsparen.

B

ei der Bearbeitung von Stein, Beton oder Fliesen hat sich die Diamanttrennscheibe durchgesetzt, im Metallbereich hingegen sind kunstharzgebundene Trenn- und Schruppscheiben aus Korund nach wie vor Standard. Während die klassische Trennscheibe mit einem Durchmesser von 125 Millimetern vor etwa zehn Jahren mit 3,2 Millimetern noch sehr dick war, hat sich inzwischen eine Trennscheibendicke von gerade einmal einem Millimeter am Markt etabliert. Für Spezialanwendungen und zum Trennen besonders dünner Werkstoffe gibt es inzwischen sogar 0,8-Millimeter-Scheiben. Sie erreichen zwar nicht die Standzeit ihrer dickeren Kollegen, garantieren dafür aber ein nahezu gratfreies Trennen bei besonders geringem Materialverlust.

Trennzeit vs. Standzeit Weltweit werden jährlich etwa 1,3 Milliarden Trenn- und Schruppscheiben verkauft, die meisten davon kommen bei Reparaturen, in der Montage und bei Anpassungsarbeiten zum Einsatz. Um den Anforderungen professioneller Anwender gerecht zu werden, suchen die Hersteller ständig nach Verbesserungsmöglichkeiten. Schließlich sollen die Scheiben möglichst lange hal50   

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ten, gleichzeitig wollen Handwerker zügig vorankommen. Entscheidend ist dabei der Härtegrad: Beim Trennen oder Schleifen wird die oberste Schicht der Schleifkörner stumpf und bricht bei ansteigender Schnittkraft aus dem Gefüge. Dadurch gelangen neue, scharfe Körner an die Oberfläche. Bei harten Scheiben bleiben die Körner verhältnismäßig lange in der Bindung haften, die Scheibe nutzt sich weniger schnell ab. Gleichzeitig muss der Anwender aber stärker drücken und braucht länger für einen Trennschnitt. Ist die Scheibe besonders weich, brechen die Körner schneller aus, der Handwerker kommt zügiger voran – dafür muss er aber früher die Scheibe wechseln. Die Entwicklung moderner Trenn- und Schruppscheiben gleicht einem Spagat zwischen Standzeiterhöhung und Trennzeitverkürzung. Um beiden Anforderungen gerecht zu werden, versuchen die Hersteller mit neuen Korundarten und optimierten Herstellverfahren die Scheiben weiter zu verbessern. Mit der Flexiarapid super hat Metabo vor einem Jahr eine ein Millimeter dünne Trennscheibe auf den Markt gebracht, mit der Anwender sowohl in Stahl als auch in Edelstahl besonders viele Trennschnit-

Bei der Auswahl der richtigen Scheibe müssen grundsätzlich drei Faktoren berücksichtigt werden: das zu bearbeitende Material, die individuellen Anforderungen an die Schnittqualität und der eingesetzte Winkelschleifer. Nur mit einem optimal abgestimmten System von Werkzeug und Zubehör können sich Profis bei der Arbeit auf ihre Maschine verlassen. Die erste Faustregel bei der ScheibenAuswahl: Je härter das Material ist, desto weicher muss die Trennscheibe sein – und umgekehrt. Grund: Bei harten Werkstoffen werden die Schleifkörner schnell stumpf und sollten dementsprechend schneller ausbrechen. Bei weichen Werkstoffen nutzen sich die Schleifkörner langsamer ab. Es gibt aber auch Materialien, für die besondere Regeln gelten. So dürfen Edelstähle nur mit eisen-, schwefel- und chlorfreien (Fe + S + Cl ≤ 0,1 %) Scheiben bearbeitet werden. Andernfalls wird der Edelstahl an der bearbeiteten Stelle verunreinigt und kann oxidieren – Rost ist die Folge. Außerdem gilt: Für Edelstahl niemals eine Scheibe verwenden, mit der zuvor Stahl bearbeitet wurde. Denn schon geringste Stahlstaubreste verunreinigen den Edelstahl. Auch zum Trennen von Nichteisenmetallen (NE-Metallen) werden spezielle Scheiben benötigt, etwa mit einer anderen Kornart und einer offeneren Struktur. Herkömmliche Trennscheiben würden sich bei weichen NE-Metallen wie Aluminium oder Kupfer schnell zusetzen. Zur Bearbeitung von Fliesen und Gestein setzen Profis heute meist auf Diamanttrennscheiben. Eine Alternative sind Trennscheiben mit Siliziumkarbid (SiC).


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Material und Maschine Welche Trennscheibe die richtige ist, bestimmt nicht nur das Material, sondern auch der eingesetzte Winkelschleifer. Grundsätzlich gilt: Je geringer die Antriebsleistung (Watt) und je höher die Arbeitsdrehzahl (Umdrehungen pro Minute bei Belastung), desto weicher sollte die Scheibe sein. Ob die gewählte Trennscheibe dick oder dünn sein sollte, hängt von den individuellen Anforderungen des Handwerkers ab. Möchte er eine Erwärmung des Materials und damit Anlauffarben vermeiden, sollte er zu einer möglichst dünnen Scheibe greifen. Gleiches gilt, wenn geringe Gratbildung, ein geringer Materialverlust, geringe Staubentwicklung und hohe Geschwindigkeit zu den wichtigsten Anforderungen zählen.

Zeit und Material sparen Wer die richtige Trennscheibe wählt, kann Arbeitszeit und damit bares Geld sparen. Mit einer ein Millimeter dicken Scheibe braucht der Anwender beim Trennen nur ein Drittel der Zeit, die er mit einer drei Millimeter dicken Trennscheibe benötigt. Das entspricht einer Verdreifachung der Leistung (Leistung = Arbeit/Zeit). Weil mit besonders dünnen Scheiben nahezu gratfrei getrennt werden kann, muss der Handwerker die Schnittkante anschließend nicht mehr entgraten und keine Anlauffarben entfernen – auch das spart Zeit. Zudem kann der Materialverlust zu Buche schlagen, schließlich trennt man mit dicken Scheiben mehr vom unter Umständen sehr teuren Werkstoff weg.

Sicherheitsaspekte So lange der Anwender qualitativ hochwertige Scheiben von Markenherstellern verwendet, ist die Unfallgefahr bei den dünnen Scheiben nicht höher als gewöhnlich. Für die Seitenlast und die Mindestumfangsgeschwindigkeit bis zum Bersten sind die Normen der OSA (Organisation für die Sicherheit von Schleifwerkzeugen e. V.) und die EN-Norm 12413 besonders streng. Durch verbesserte Schutzhauben der Winkelschleifer wird die Gefahr weiter minimiert.

pischerweise an der Außenfläche und sind nur für die geringen seitlichen Belastungen beim Trennvorgang ausgelegt. Schruppscheiben hingegen haben drei dickere, innen liegende Gewebeschichten, die eine stärkere seitliche Belastung der Scheibe ermöglichen. Mit Trennscheiben darf nicht geschruppt werden, umgekehrt macht es keinen Sinn, mit Schruppscheiben zu trennen, weil diese mit bis zu acht Millimetern besonders dick sind. Der Handwerker würde beim Trennen nur sehr langsam vorankommen, während sich Material und Scheibe zu stark erhitzen. Einzige Ausnahme sind Kombi-Scheiben wie etwa die Combinator-Scheibe von Metabo. Diese Scheibe mit einem Durchmesser von maximal 125 Millimetern ist speziell für den Einsatz zum Trennen und Schruppen konzipiert. Sie enthält drei Gewebeschichten und ist mit 1,9 Millimetern dennoch so dünn, dass sie sich auch sehr gut zum Trennen eignet.

Trennregeln Wer bei der Auswahl der Trennscheibe auf Material, Maschine und individuelle Anforderungen achtet, ist auf dem richtigen Weg. Doch auch beim Trennen selbst gibt es einige Regeln zu beachten. So darf beim Trennen mit extradünnen Scheiben nicht gedrückt werden, das Maschinengewicht ist völlig ausreichend. Das bearbeitete Material muss fest eingespannt sein. Hohe Materialvibrationen verursachen nicht nur sehr hohe Scheibenverluste, sondern können auch dazu führen, dass die Scheibe bricht. Beim Trennen von Vollmaterial mit großem Querschnitt sollte der Anwender unbedingt oszillierend schneiden. Ein Tipp für besonders lange, genaue und gerade Schnitte: Zu-

C heckliste Welches Material wollen Sie bearbeiten? Stahl, NE-Metalle, Edelstahl …

Was wollen Sie tun? Trennen oder schleifen

Welchen W ­ inkelschleifer benutzen Sie? Größe, Antriebsleistung, Arbeitsdrehzahl

Welche Individuellen Anfor­ derungen haben Sie? Erwärmung, Gratbildung, Materialverlust, Staubent­wicklung, Geschwindigkeit, Standzeit … erst über den Anriss eine Fuge schneiden und anschließend im Pendelschnitt durchschneiden. Die Scheibe darf dabei nicht im Schnitt verklemmt werden – es sei denn, der Anwender arbeitet mit einem MetaboWinkelschleifer mit S-Automatic Sicherheitskupplung. Mit Trennscheiben darf immer nur geradeaus geschnitten werden, wer Kreisbögen schneidet, riskiert einen Scheibenbruch. 

Der Autor Argiris Argiriadis ist Produkt­manager und Leiter Kompetenzcenter Zubehör beim deutschen Elektrowerkzeughersteller Metabo.

Sifrahandel

Trennen oder schleifen? Die meisten Unfälle mit Winkelschleifern passieren, weil Anwender mit Trennscheiben schruppen und die Scheibe dabei bricht. In herkömmliche Trennscheiben sind zwei stabilisierende Gewebeschichten aus Glasfaser eingearbeitet, die das Schleifkorn und die Bindung zusammenhalten. Sie liegen ty-

Sifrahandel Vers. GmbH

Donaustraße 102 - 3400 Klosterneuburg www.sifrahandel.at - tel: 02243/38790

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T r e n n e n v o n M e ta l l e n

Präzise, schnell und fast funkenfrei

© Bosch

Die Kaltkreissäge GCD 12 JL Professional von Bosch ist ein Profigerät für saubere Schnitte.

Kaltkreissäge mit geringer Funkenbildung.

M

it der Kaltkreissäge können Handwerker präzise und nahezu funkenfrei Metall sägen. Dafür sorgen das speziell entwickelte Kreissägeblatt „Expert for Steel“ und der Sägeschnitt – als Gegensatz zu abrasiven Schnitten mit Trennscheiben. Anlaufverfärbungen und Gratbildung, wie sie beim Einsatz von Trennschleifern am Metall entstehen können, sind beim Sägevorgang mit der GCD 12 JL minimiert. Damit entfallen auch die üblichen, teils aufwendigen Nacharbeiten. Die geringe Funkenbildung erleichtert das Arbeiten und gewährleistet eine gute Sicht auf die Schnittlinie. Für eine genaue

Schnittführung sorgt der integrierte Laser, der den Sägeverlauf vorzeichnet. So können etwa Installateure und Schlosser ganz sauber und exakt Röhren, Vierkant- oder Winkelprofile ablängen.

Späne einfach entsorgen Der 2000-Watt-Motor hat eine Leerlaufdrehzahl von 1500 Umdrehungen pro Minute. Gerade Schnitte, beispielsweise in recht­eckige Stahlhohlprofile von 100 Millimetern Breite und 100 Millimetern Höhe, sind damit problemlos möglich. Die Späne fallen direkt in die dafür vorgesehene Schublade und sind

so einfach zu entsorgen. Auch lange Werkstücke können präzise bearbeitet werden. Dafür sorgt eine Seitenverlängerung aus verstärktem Aluminiumguss im Auflagetisch, die sich bis zu 18 Zentimeter ausziehen lässt. Gehrungsschnitte bis 45 Grad sind einfach zu bewerkstelligen: Der genaue Winkel wird werkzeuglos an der Skala eingestellt. Die Kaltkreissäge GCD 12 JL Professional ist zum empfohlenen Verkaufspreis von 869 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer im Fachhandel erhältlich. Im Lieferumfang enthalten ist ein Sägeblatt „Expert for Steel“ mit 305 Millimetern Durchmesser.  

Impressum Metall Magazin für die metallverarbeitende Wirtschaft. Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag und Landesinnung Wien der Metalltechniker, vormals Schlosser, Landmaschinen­ techniker und Schmiede, 1030 Wien, Rudolf-Sallinger-Platz 1, Tel: 01/514 50-0. Medieninhaber, Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/1, Tel: (01) 546 64-0, Fax: -403, Internet: www.wirtschaftsverlag.at, Unternehmensgegenstand: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften. Beteiligung: Alleinige Gesellschafterin der Medizin Medien Austria GmbH (der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH) ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Herr Holger Hüthig mit 7,02 %, Frau Ruth Hüthig mit 0,45 %, Frau Beatrice ­Hüthig mit 0,28 % und Herr Sebastian Hüthig mit 0,28 %. Ressortleiter: Kersten Viehmann, DW 320, k.viehmann@wirtschaftsverlag.at. Chefredakteur: Gerhard Rainer, DW 348, g.rainer@wirtschaftsverlag.at. Autoren dieser Ausgabe: Argiris Argiriadis, Ing. Bernhard Feigl, Renate Hofer, Mag. Karin Legat, Dr. Stephan Trautmann, Ing. Gernot Wagner. Grafik: Antonia Stanek (Konzept), Gerlinde Gröll. Geschäftsführung: Thomas Zembacher. Verkaufsleiter: Franz-Michael Seidl, DW 240. Anzeigenberatung: Sascha Ortner-Tabor, DW 252, s.tabor@wirtschaftsverlag.at. Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 403, metall@wirtschaftsverlag.at. Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger, Kleinwört 8, 4030 Linz, Tel: 0732/31 50 29, Fax: -46 DW, Mobil: 0676/5185575, linz@wirtschaftsverlag.at. Anzeigentarif: Nr. 24, gültig ab 1. Jänner 2013. Erscheinungsweise: monatlich. Herstellung: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien und VerlagsgmbH & Co KG, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrichvdv.com. Marketing: Paul Kampusch, DW 130. Aboservice: Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag, Tel: +43/1/740 40-7812, Fax: -7813 DW, aboservice@wirtschaftsverlag.at. Jahresbezugspreis: 55 €, Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Bankver­bindungen: Bank Austria Kto 04240571200, BLZ 11000, IBAN AT511100004240571200, BIC BKAUATWW. DVR: 0368491

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b U N D E S I nnung

Bundesinnung

Herbsttreffen in Wien Die Herbsttagung des Bundesinnungsausschusses der Metalltechniker fand heuer am 24. und 25. Oktober in Wien statt.

I

m Haus der Bauwirtschaft und im Gewerbehaus, in das die Landesinnung Wien der Metalltechniker geladen hatte, diskutierten die Ausschussmitglieder die für die Branche wichtigen Themen. Der Obmann der Landessparte Wien Gewerbe und Handwerk Dipl.-Ing. Walter Ruck ließ es sich nicht ­ nehmen, die Teilnehmer zu begrüßen und der Tagung einen guten Verlauf zu wünschen. Bundesinnungsmeister Kommerzialrat Harald Schinnerl ging in seinem Tätigkeitsbericht auf die Wichtigkeit der Arbeit in den fachlichen Ausschüssen ein. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang die Normen, die Aus- und Weiterbildung und die Öffentlichkeitsarbeit. Das Thema Normen ist durch den bundesweiten Abschluss von günstigen Normenbezugspaketen für die Mitglieder und die fundierte fachliche Mitarbeit in den relevanten Normungsgremien gut abgedeckt. Bei der Aus- und Weiterbildung hat der Arbeitsausschuss im Auftrag der Bundesinnung neue Meisterprüfungsordnungen für Metall- und Maschinenbau sowie für Schmiede und Fahrzeugbau ausgearbeitet, die mittlerweile verabschiedet und in Kraft getreten sind. Ziel war dabei, den aktuellen Herausforde-

rungen, z. B. beim Schweißen, Rechnung zu tragen. Der Bereich PR und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt sich derzeit mit der Erstellung einheitlichen Informationsmaterials zum Thema Lehre in der Metalltechnik.

Vernetzung ist wichtig Schinnerl betonte weiters die Notwendigkeit des Engagements in fachlich nahestehenden bzw. relevanten Institutionen und Verbänden wie der AMFT (Arbeitsgemeinschaft der Metall-Fenster-, -Fassaden, -Türen- und Torehersteller), der Schweißtechnischen Zentralanstalt, dem Österreichischen Stahlbauverband oder dem Normungsinstitut ASI. In Letzterem versucht Schinnerl auch als neu in den Präsidialrat gewähltes Mitglied die Interessen der Metalltechnikbranche zu vertreten.

Wettbewerbserfolge Breiten Raum nahm die Diskussion um die erfolgreichen Berufswettbewerbe ein. So wurde Anfang Oktober der diesjährige Bundeslehrlingswettbewerb der Metalltechniker in Vorarlberg abgehalten (siehe Bericht auf Seite 14). Bundesinnungsmeister Schinnerl nahm die perfekte organisatorische Abwicklung zum Anlass, der Landesinnung

Vorarlberg sehr herzlich für die Durchführung zu danken. Aber auch der Erfolg bei den WorldSkills in Leipzig wurde gewürdigt, bei denen Metallbauer Florian Schnöll Bronze holte. Bei den Schmieden war Österreich in Stia, Italien, bei der dort veranstalteten Weltmeisterschaft mit Gold im Team- und Silber im Einzelbewerb höchst erfolgreich, wozu ebenfalls entsprechend gratuliert wurde.

EMU zu Gast in Wien Berichtet und diskutiert wurde weiters über die Europäische Metall Union, die Interessenvertretung der Metalltechniker auf europäischer Ebene. Im September hatte der Länderrat der EMU in Wien – organisiert von der Bundesinnung – getagt. Highlight aus der Praxis war dabei die Besichtigung des Stahlbaus – die „Rautendach“Konstruktion auf der Baustelle des Wiener Hauptbahnhofs. Mit einem Rundumblick auf die Situation in den einzelnen Bundesländern und auf die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen, die in einigen Bereichen sehr schwierig ist, schloss Bundesinnungsmeister Schinnerl die Ausschusssitzung. Die nächste Tagung des Bundesinnungsausschusses findet im Frühjahr 2014 in Tirol statt. 

V. r. n. l.: KR Ing. Harald Schinnerl (Bundesinnungsmeister), Dipl.-Ing. Walter Ruck (Spartenobmann Gewerbe und Handwerk Wien) und Erich Urch (Bundesinnungsmeister-Stv.) bei der Eröffnung der Herbsttagung des Bundesinnungsausschusses.

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I nnung S teiermark

© Hard

Links: BIM Harald Schinnerl begrüßt LIM Johann Hackl und die steirischen Metalltechniker. Oben: Wolfgang Krammer und Martin Haider beim Netzwerken

L a n d e s i n n u n g s Ta g u n g S t e i e r m a r k

Netzwerken in der Burg Die „Burg“ in Spielberg war im Oktober Veranstaltungsort der LandesinnungsFachtagung der steirischen Metalltechniker. Dabei wurden auch der gesellige Teil und das Networking nicht vernachlässigt.

Z

ur Landesinnungstagung ist in diesem Jahr auch der Bundesinnungsmeister Harald Schinnerl in die Steiermark gekommen. In seiner Eröffnungsrede ging er auf jene Themen ein, mit denen sich die Bundesinnung gerade beschäftigt: „Eine der Hauptaufgaben der letzten fünf Jahre ist die EN 1090“. Neben der Verlängerung der Frist bis zum 1.7.2014 wurde hier vor allem das Hinzufügen von Leistungsbeschreibungen für die einzelnen Ausführungsklassen (EXC – Execution Classes) erreicht, so Schinnerl. Damit wurde auch klargelegt, dass der klassische Handwerker in der Regel nur von EXC 1 oder EXC 2 betroffen ist.

Lehre mit Matura In seinem Bericht über die Aktivitäten der Landesinnung Steiermark erwähnte Innungsmeister Johann Hackl das Projekt „Technical Experts“. Damit will man ver­ stärkt Maturanten und Studienabbrecher für den Lehrberuf gewinnen. Für diese Gruppe ist die Lehrzeit um ein Jahr kürzer und sie sollen eine eigene Schulklasse bilden. Grund für diese Maßnahme ist u. a., dass sich die Qualifikationsanforderungen für Metalltechniker erhöht haben, etwa durch die CNC-Programmierung, aber auch durch die Anforderungen bei internationalen Projekten. „Wir gehen mit Workshops in die Schulen, um den jungen Leuten zu zeigen, welche Alternativen es gibt“, erklärt Hackl. 35 Betriebe nehmen an diesem Projekt teil, „aber es werden weitere Un54   

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ternehmen gesucht, die Maturanten ausbilden wollen“, so Hackl. Der Landesinnungsmeister hält es auch für sinnvoll, in Sachen Ausbildung mit der Industrie den Schul­ terschluss zu machen, denn: „Jeder Lehrling, der – egal ob dem Gewerbe oder der Industrie – verloren geht, ist ein verlorener Facharbeiter für unsere Branche.“ Auch in der Steiermark ist die EN 1090 ein dominierendes Thema: „Die Ausführungsklassen könnten dem einen oder anderen zum Verhängnis werden, wenn es um öffentliche Aufträge geht“, warnt der Innungsmeister und appelliert an die Mitglieder, die EN-1090-Zertifizierung termingerecht abzuschließen. Hackl gibt dabei auch zu bedenken, dass Versicherungen im Gewährleistungsfall unter Berufung auf die Nichterfüllung der EN 1090 ihre Leistungen nicht erbringen könnten. Das Normenpaket wird noch eher zögerlich angenommen, daher richtete Hackl nochmals einen Appell an die steirischen Mitglieder: „Nutzt diese Möglichkeit! Bisher haben erst 12 Prozent unserer Mitglieder dieses Angebot in Anspruch genommen, aber jeder von uns braucht bestimmte Normen im Haus.“ Es mache auch Sinn, wenn man nachweisen könne, seine Produkte den Normen entsprechend gefertigt zu haben. In seinem Bericht zur Landmaschinentechnik verwies LIM-Stv. Erich Karl Urch auf die – noch – gut ausgelastete Landmaschinenindustrie in Österreich. „In den letzten zwei Monaten war allerdings ein Kaufrück-

gang zu bemerken“, so Urch. Hauptgründe dafür sind die Wetterkapriolen des heurigen Jahres, die zu Ernteausfällen und miserablen Grünfuttererträgen führten. „Jetzt muss allen Landmaschinenbetrieben klar sein, dass es im nächsten Jahr Umsatzrückgänge bis zu 10 Prozent geben kann“, sagte Urch. Eine Chance sieht der Spartenobmann im Service: „Dem Landmaschinenbetrieb eröffnen sich hier beste Chancen vor allem für perfekt ausgebildete Systemtechniker, die Durchblick und auch den Verstand der Technik haben.“ Außerdem berichtete Urch, dass das Berufsbild der Landmaschinen- und Baumaschinentechniker überarbeitet wurde. „Der Entwurf hängt aber wie 20 weitere zurzeit im Ministerium fest und harrt seit Monaten der Entscheidung.“ Der Vorsitzende der steirischen Schmiede LIM-Stv. Martin Haider verwies in seinem Vortrag auf die nach wie vor andauernde Wirtschaftskrise. Pfusch und Normen seien Probleme des Berufsstandes, ebenso wie die Auflagen, die Zustellungskosten beim Stahlhändler sowie die Zertifizierungskosten. Bei der EN 1090 helfe kein Aussitzen, so Haider. „Wer öffentlich arbeitet, wird irgendwann einmal eine Execution Class brauchen.“ Auch die Schmiede haben das Problem, gute Lehrlinge quasi mit der Lupe suchen zu müssen. Beim Brauchtumsfest „Aufsteirern“ in Graz konnte sich die Berufsgruppe heuer allerdings wieder toll präsentieren. Man hatte dabei u. a. die (steirische) Ministerin Beatrix Karl „in Eisen gelegt“. [gr] 


I nnungen s A L Z B U R G und B urgenland

L andesinnung Salzburg

Neue Meister für die Wirtschaft Im Großen Saal des Mozarteums Salzburg wurden an 230 neue Meister, darunter 16 Meister im Bereich der Metalltechnik, die Meisterbriefe übergeben.

D

Gott sei Dank gehört die Ausbildung in Salzburg quasi zum Leitbild der meisten Unternehmen“, betonte WKS-Vizepräsident NAbg. KommR Konrad Steindl bei der Meisterbriefverleihung. „Der stetige Zulauf zur

Meisterprüfung beweist, dass der Stellenwert des Meisterbriefes nach wie vor vorhanden und als eines der wichtigsten Markenzeichen der Wirtschaft zu sehen ist“, ergänzte Spartenobmann Josef Mikl. 

© WKS/Neumayr

ie qualifizierte Ausbildung der Jugend ist für unsere Klein- und Mittelbetriebe besonders wichtig. Denn gut ausgebildete Mitarbeiter sind das größte Kapital und somit das Rückgrat der Salzburger Wirtschaft.

Die neuen Meister der Metalltechnik für Land- und Baumaschinen (links) und für Maschinenbau (rechts).

L andesinnung Burgenl and

Exkursion an die Donau Unter der Leitung des Landesinnungsmeisters KommR Ernst Peischl und des Innungsgeschäftsführers Mag. (FH) Martin Karall führte die heurige dreitägige Fachexkursion insgesamt 38 Teilnehmer nach Linz, Passau und Schärding.

T

hematischer Schwerpunkt am ersten Tag war die Besichtigung der voest­ alpine Stahlwelten in Linz, wo stahlbasierte Technologien im Vordergrund standen. Nach der Informations- und Besichtigungstour begab man sich mit dem Schiff zum nächsten Schauplatz nach Passau, um dort den Tag bei einem gemütlichen Abendessen gemeinsam ausklingen zu lassen. Am zweiten Tag wartete ein interessanter und lehrreicher Stadtrundgang durch die DreiFlüsse-Stadt Passau. Durch die Stadt führte Sebastian Frankenberger, ein junger Passauer, der durch seine polarisierenden Aktionen immer wieder im Rampenlicht steht. Abgerundet wurde das Programm mit einer Themen-Abend-Schifffahrt auf der Donau. Das herrliche Sonntagswetter bescherte am dritten Tag einen gelungenen Ausklang. Nach der Ankunft in Schärding wurde bei

38 Exkursionsteil­nehmerInnen erlebten entlang der Donau Stahl, Kultur & Geselligkeit.

der örtlichen Brauerei ein geschichtlicher Bierrundgang mit anschließender Verkostung unternommen. Auch die Heimreise

wurde angenehm gestaltet und mit einem Heurigenbesuch fand die gesamte Fachexkursion ein gelungenes Ende.    11/2013   55


I nnung W ien

Wien

Aufsperrdienste im ATV-Test Dienstleister, die fair und korrekt arbeiten, werden in der ATV-Serie mit einer Medaille ausgezeichnet.

M

an geht aus der Wohnung, holt die Post, die Tür fällt zu – schon ist man ausgesperrt. In der ATV-Serie „Der große Österreich-Test“ überprüft Moderator Andreas Moravec undercover die Qualität heimischer Produkt- und Dienstleistungsangebote. Dabei wurden im Oktober Wiener

Aufsperrdienste unter die Lupe genommen. Gemeinsam mit Christian Adamovic als Vertreter der Wiener Innung beobachtete Moravec mit versteckter Kamera das Vorgehen von drei Schlüsseldiensten beim Öffnen einer Standard-Wohnungstüre in einem Wiener Mietshaus. Dabei stellte sich

Christian Adamovic und ATV-Moderator Andreas Moravec beobachten die Arbeit der Aufsperrdienste.

Alle Qualitätspunkte bestens erfüllt: Andreas Eisner, Mitarbeiter der Firma Pöllmann, hat die Medaille verdient.

heraus, dass es nicht nur preislich extreme Unterschiede gab (von 150 bis rund 400 Euro), sondern auch in der Professionalität der Dienstleister. Im Undercover-Test wurde auf mehrere Faktoren geachtet: ob bereits am Telefon eine Preisauskunft gegeben wird, wie viel Zeit der Handwerker für die Öffnung der Türe benötigt, ob sich der Aufsperrdienst von der Identität des Wohnungsmieters überzeugt und ob schließlich die Rechnung der vorherigen Preisauskunft entspricht. Alles zusammen Qualitätskriterien, die für das Gütesiegel des Kuratoriums für Einbruchschutz und Objektsicherung (KEO) notwendig sind. Resümee von Schlossermeister Adamovic nach mehreren getesteten Kandidaten: „Von zufrieden bis gar nicht zufrieden.“ [red] 

V o r b e r e i t u n g a u f EN 1 0 9 0

Der Weg zur Zertifizierung Wegen der großen Nachfrage wird in Wien die „Einführung einer Werkseigenen Produktions­kontrolle“ am 13. Dezember 2013 nochmals abgehalten. Es sind noch Plätze frei! n dieser Veranstaltung erhalten Teilnehmer die notwendigen Informationen, wie die Dokumentation erstellt wird und die Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) im Unternehmen eingeführt wird. Teilnehmer sind Unternehmer, Schweißaufsichtspersonen und verantwortliche Mitarbeiter aus Planung, Konstruktion, Fertigung und Montage in Schweißbetrieben des Stahlbzw. Aluminiumbaus und Schlosserbetriebe; Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in der Metalltechnikinnung Wien. Der Kurs führt detailliert in die relevanten Anforderungen der Qualitätssicherung nach EN 1090 ein und bereitet anhand eines Musterhandbuchs inkl. Musterauftrags und der dazugehörigen Checklisten die Einführung im Betrieb und die Erlangung der Zertifizierung vor.  

56   

  11/2013

© iStock

I

Termin: 13. Dezember 2013 von 9 bis 17 Uhr Ort: Gewerbehaus, große Dachterrasse, 1030 Wien, Rudolf-Sallinger-Platz 1 Teilnehmer: maximal 25 – es sind noch Plätze frei!


I nnung w I E N

W i e n e r Fa c h g r u pp e n ta g u n g 2 0 1 3

EN 1090 bleibt Schwerpunkt Rund 90 Personen aus 50 Mitgliedsbetrieben waren Mitte Oktober in die Orangerie des Europahauses in Wien gekommen. arunter unter anderem auch die Vertreterinnen der Sparte Gewerbe und Handwerk Mag. Maria Elisabeth Smodics-Neumann (stv. Spartenobfrau) und Mag. Barbara Schieder (Spartengeschäftsführerin). Die EN 1090 bildet zurzeit einen Schwerpunkt in der Innungsarbeit. Dipl.-Ing. Ge­ rald Bachler vom TÜV Süd SZA Österreich wies eindringlich auf die Notwendigkeit der Zertifizierung nach EN 1090 hin und warnt, dass es 2014 zu Engpässen kommen werde, wenn man sich nicht jetzt schon damit beschäftige. Bachler ging auf einige Punkte der Norm detaillierter ein und erwähnte die gute Zusammenarbeit mit der Innung sowie vor allem auch die Förderungsmaßnahmen der Wiener Metalltechnikinnung – so werden nicht nur Schweißkurse in der Innungswerkstatt, sondern gemeinsam mit dem Wifi auch acht Stunden EN-1090-Beratung mit 75 Prozent (!) gefördert. Bachler warnt hier aber vor externen Beraterfirmen, die oft viel Geld verlangen, nicht ausreichend informiert seien und damit die Kosten für die Zertifizierung deutlich in die Höhe treiben würden. Auch weist der Experte darauf hin, dass für die werkseigene Produktionskontrolle (WPK) oft eine einfache Beschreibung ausreicht.

Rege Kursaktivitäten Die Wiener Metalltechnikinnung organisiert seit einiger Zeit eine Reihe von Informationsveranstaltungen, die gemeinsam mit den Experten Dipl.-Ing. Gerald Bachler, Schlossermeister Ing. Brandstätter und dem Werkstattleiter Christian Adamovic sowie Mag. Christian Starzer vom Wifi Wien abgehalten wurden. Auf großes Interesse sind in diesem Zusammenhang die Sonderveranstaltungen „Einführung einer Werkseigenen Produktionskontrolle nach DIN EN 1090“ sowie „Sichtprüfung für Schweißer und Schweißaufsichtspersonen – Grundlagenkurs“ gestoßen, berichtet Landesinnungsmeister KR Georg Senft. Ebenso sind die „Schweißprüfungen nach EN 287 inklusive Prüfungsvorbereitung“ in der Innungswerkstatt von den Mitgliedsbetrieben sehr gut angenommen worden. Seit September

©Erwin Graf

D

Das Präsidium der Fachgruppentagung (v. l. n. r.): IGF Mag. Christian Taschler, IM KommR Ing. Georg Senft, IM-Stv. KommR Gerhard Korinek, IM-Stv. KommR Wilhelm Seidl

2012 wurden hier neun Kurse mit insgesamt 75 Personen und etwa 150 erfolgreich abgelegten Schweißzeugnissen abgehalten (METALL berichtete).

Normenpaket Seit Herbst vergangenen Jahres gibt es für die Gruppe der Schlosser und Schmiede der Wiener Innung das Normenpaket. „Leider machen noch immer zu wenige von diesem günstigen und wichtigen Onlinezugang zu den Normen Gebrauch“, so LIM Senft. Die wichtigsten Eckpunkte seien hier noch einmal kurz erklärt: Der Online-Normenzugang wird für die Berufsgruppen automatisch freigeschaltet, wofür pro Jahr ein Betrag von 40 Euro gemeinsam mit der Grundumlage vorgeschrieben wird. Das Paket ist auf zehn Jahre abgeschlossen. Bis Oktober 2013 haben erst 24 Mitgliedsbetriebe dieses Angebot genutzt und insgesamt 118 Normen heruntergeladen.

Konjunktur Der Wettbewerb wird laut KR Georg Senft an Härte zulegen. Das legen zumindest die aktuellen Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Metalltechnikbranche nahe. So ist der durchschnittliche Auftragsbestand – also die Auslastung – im dritten Quartal um 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auch die Auftragseingangserwartungen liegen bei den Schlossern unter dem Durchschnitt des gesamten Gewerbes.

ARGE Bauhandwerk Sämtliche Innungen, die Bauleistungen vertreten, sind in der ARGE Bauhandwerk (Sparte Gewerbe und Handwerk) vertreten. Nach der Feststellung von Unregelmäßigkeiten bei Wiener Wohnen hat die Organisation darauf reagiert und ein Qualitätsmanagement in Form eines eigenen Geschäftsbereichs aufgestellt. Dieser besteht seit

„Bei der Zertifi­zierung nach EN 1090 drohen Engpässe.“ Dipl.-Ing. Gerald Bachler TÜV Süd SZA Österreich   11/2013   57


I nnung w I E N

dien über Aufsperrdienste, Einbruchschutz etc. veröffentlicht werden.

1.7.2013 und sein Tätigkeitsbereich erstreckt sich auf die Abrechnungsprüfung bei der Leerwohnungsinstandsetzung, Gebrechenmanagement und begleitende Kontrolle der Großprojekte. Dabei werden Fachspezialisten für alle Hauptgewerke tätig sein.

Ing. Michael Brandstätter berichtete über die Schweißkurse in der Innung (EN 287-1): Zehn Kurse haben bereits stattgefunden mit 100 Teilnehmern und über 200 Prüfungen. Der Kurs „Einführung einer Werkseigenen Produktionskontrolle“ ist ein wichtiger Baustein für die Zertifizierung nach EN 1090, und wird heuer noch einmal abgehalten. Der nächste Termin ist der 13. Dezember 2013. Die Termine für 2014 stehen noch nicht fest. Brandstätter berichtete weiters über die Mitwirkung der Innung an der ONR 21090 – jener Richtlinie, die eine Klarstellung und Erleichterung für die Mitgliedsbetriebe bringt.

Berichte der Vertreter KommR Roland Ofner, Vorsitzender des Berufszweigs der Schlosser, berichtete, in welchen Bundesinnungsausschüssen die Innung vertreten ist und durch wen. Weiters berichtete Ofner, dass die Innung bei der Meisterprüfungsordnung massiv mitgewirkt hat und es nun neue Prüfungsunterlagen bei der Lehrabschlussprüfung gibt. Diese Unterlagen sollen bald österreichweit einheitlich verwendet werden, in Form von Prüfungskärtchen zum Selberziehen der Firma Innova. Beim Bundeslehrlingswettbewerb traten sechs Kandidaten aus Wien an, konnten diesmal aber leider keine Medaille erringen. Außerdem berichtete Ofner über die Lehrlingsbetreuerbesprechungen, die erfolgreiche Gestaltung der Gewerbehausvitrinen mit Meisterstücken der heurigen Prüfungen sowie Stücken der Oberflächentechniker und Metalldesigner. Christian Adamovic berichtete von der Plattform „Sicher daheim“ der Sparte Gewerbe und Handwerk – Metalltechniker, Alarmanlagenerrichter, Tischler, Glaser und Berufsdetektive. Neu ist hier der Sicherheitskoordinator als gewerbeübergreifender Berater. Waltraud Kolesa berichtete über den Arbeitsausschuss Öffentlichkeitsarbeit. In Sachen Lehre ist ein circa achtminütiger Film für Jugendliche im Entstehen, in dem ein Bursche und ein Mädchen Werbung für

A N T O N

Ernst Graft, Geschäftsführer der R. G ­ ärdtner & Comp. Gesellschaft m.b.H., wurde von Mag. Maria Elisabeth ­Smodics-­Neumann und KR Georg Senft für das 135-jährige Firmenjubiläum geehrt. Weitere Ehrungen und Firmen­ jubiläen finden Sie auf www.metallzeitung.at/Berufsvertretung.

Lehrlinge machen. Der Film wird voraussichtlich im Frühjahr 2014 fertig sein. Als erfolgreiche Aktivitäten berichtete Frau Kolesa über Weihnachtsfeier und Seniorenausflug für ehemalige Mitglieder und über Berufspraktika für Lehrer – dabei sollen Mitgliedsbetriebe Lehrer, die zukünftige Lehrlinge unterrichten, im Betrieb „schnuppern“ lassen. Auf der Messe Bauen & Energie war die Innung auf dem Stand „Sicher daheim“ vertreten. Dazu kommen Informationen, die in verschiedenen Me-

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Innungsmeister-Stellvertreter KommR Gerhard Korinek bearbeitet die Konsumentenbeschwerden. Sein Dank richtet sich an die Damen der Innung für die Vorbereitung. So konnten bis jetzt alle Beschwerden im Sinne der Mitgliedsbetriebe bereinigt werden. KommR Wilhelm Seidl, Vorsitzender des Berufszweigs Metalldesign, berichtete von einem Ausflug zum Erzberg. Bei der Lehrabschlussprüfung Metalldrücker in Neukirchen haben fünf Graveure, vier Gürtler und eine Graveurin mit Auszeichnung sowie ein Kandidat mit gutem Erfolg bestanden. Seidl richtete einen Appell an die Wiener Betriebe, wieder Lehrlinge auszubilden. KommR Rudolf Fasching, Vorsitzender des Berufszweigs Oberflächentechnik, berichtete u. a. über den Stand der Sanierungsarbeiten am Innungshaus. Die Oldtimermesse im Mai in Tulln war wie jedes Jahr ein großer Erfolg. Fasching erwähnte auch, dass durch die Einnahmen aus dem eigenen Haus die Berufskollegen gefördert werden können. Ein Kulturausflug führte heuer in die Käsemacherwelt Heidenreichstein und die Glasfabrik Zalto in Neunagelberg. Innungsgeschäftsführer Mag. Chris­tian Taschler trug den Rechnungsabschluss 2012 und den Voranschlag 2014 vor. Die Berechnung der Grundumlagen bleibt für die Metalltechniker wie auch die Metall­ designer und die Oberflächentechniker gleich, die Basis wird insofern geändert, als die Zahlen der Gebietskrankenkasse aus dem letzten Jahr herangezogen werden (bisher vorvergangenes Jahr). Der Vorschlag wurde mit einer Gegenstimme beschlossen.  


I nnung w I E N

Klubbrief D e s

M o n at s N o v e m b e r 2 0 1 3

Donnerstag, 28.11.2013 !! Donnerstag, 5.12.2013 Donnerstag, 19.12.2013

19.30 Uhr 19.30 Uhr 18.00 Uhr

Achtung! Die nächste Klubsitzung findet am Donnerstag, dem 28. November 2013 (nicht wie normal am 21. November 2013), im Gasthaus „Zur Wickenburg“ (Floriani­ gasse) statt. Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr. Ing. Hubert Pichler, der Betreiber der ältesten Hochschaubahn im Wiener Prater, ist diesmal zu Gast (nächstes Jahr werden wir uns die Bahn „live“ anschauen). Gäste sind wie immer herzlich willkommen. Unsere nächsten Klubkegelabende finden am Donnerstag, den 7. November 2013 (Beginn des neuen Meisterschaftsjahres!) und 5. Dezember 2013 im Gasthof Weinknecht, 2331 Vösendorf, Ortsstraße 161, Beginn 20 Uhr, statt. Es gibt eine große Auswahl an hervorragenden Speisen zu vernünftigen Preisen! Bitte unbedingt Indoorschuhe mit nicht abfärbender Sohle mitnehmen! Wir gratulieren unseren Geburtstagskindern im November: KommR Helmut Fehrenbach und Brigitte Stuchly. Vorschau: Die Dezember-Klubsitzung am 19.12.2013 verbringen wir „punschend“ am Weihnachtsmarkt am Karlsplatz. Treffpunkt pünktlich um 18.00 Uhr vor der Karlskirche mit anschließendem gemütlichen Beisammensein in einem Gasthaus. Rückschau: In der Oktober-Klubsitzung, unserer jährlichen Generalversammlung dankte Obmann Erwin Graf den eifrigsten HelferInnen für ihre Unterstützung. Anschließend gab er einen kurzen Überblick über das vergangene Klubjahr 2012/2013: November: Dany Sigl, Schauspielerin, war bei uns zu Gast und erzählte uns aus ihrem Leben. Sie wollte zunächst Pianistin werden, durch einen Zufall kam sie allerdings zur Schauspielerei. Auch sonst spielten Zufälle eine entscheidende Rolle in ihrem Leben. Dezember: Cornelia Mayer erfreute uns mit weihnachtlichen und klassischen S ­tücken auf der Zither (z. B. Der Dritte Mann). Obmann Erwin Graf erzählte uns wieder lustige Geschichten und Gedichte. Jänner: Prof. Dr. Michael Frass brachte uns auch die Homoöpathie von der Geschichte über die Anwendungsmöglichkeiten bis hin zu den Potenzen näher; begleitet wurde er von William Cohn, Schauspieler. Am 26. Jänner 2013 fand der vorläufig letzte

Klubsitzung – Achtung!! Klubkegeln Klubsitzung – auswärts!

Schlosserball im Casino Baumgarten statt. Februar: Trixi Schuba, Eiskunstläuferin, musste leider wegen Krankheit absagen. Als Überraschungsgast sprang Alexander Shevchenko mit seiner Ziehharmonika ein. März: Im März besuchten wir das Heindl Schokomuseum. Dort wurde uns die Schokoladeerzeugung vom Anbau über die Ernte bis hin zur Verarbeitung erklärt. Naschkatzen durften von den Schokoladebrunnen kosten, kleine Kostproben gab es auch. Das andere heurige Ski-Wochenende fand von 14.3. bis 17.3.2013 statt und führte uns diesmal in das Hotel Berghof im Nassfeld. April: Im April gab uns Trixi Schuba (Eiskunstläuferin) gesund und munter die Ehre und erzählte aus ihrem spannenden Leben. Mai: Der Direktor des Volkstheaters Michael Schottenberg brachte uns neben seinem „Vorleben“ vor allem die Welt als Direktor eines wirklich großen Hauses näher. Zum Volkstheater gehört ja auch das Volkstheater in den Außenbezirken und es gibt einige große Probebühnen zu verwalten. Juni: Die schon traditionelle Vorpremiere in Laxenburg zeigte uns diesmal „Eine Nacht in Venedig oder Die wundersamen Abenteuer des Commissario Pinzetti“. Den Abschluss bildete wieder ein ausgiebiger Besuch im Flieger & Flieger. Juli/August: Auf Einladung der Messerschmiede besuchten wir am 7. Juli das Sommertheater in Parndorf, diesmal mit den Aufführungen „Häuptling Abendwind und Frühere Verhältnisse“. September: Alfred Pfeifer, den wir zuletzt in Parndorf in einer tollen Rolle sahen, erzählte uns vom Theaterleben und seinem besonderen „Verhältnis“ zu den meisten Regisseuren. Erich Kroboth gratulierte Obmann Graf anschließend zu seinem bevorstehenden Geburtstag.

Anschließend berichtete Kassierin Rosina Ofner über den positiven Kassastand, leider aber auch über einige Außenstände und damit verbundene Streichungen. Da das Ballergebnis zufriedenstellend war, muss der Klubbeitrag nicht erhöht werden. Danach wurde die ordnungsgemäße Führung der Kassa durch Kassaprüfer Helmut Stingl bestätigt und auf seinen Antrag die Kassierin einstimmig (mit einer Stimmenthaltung durch Rosina Ofner) entlastet. Nachdem die Klubleitung ihre Funktion niedergelegt hatte, ergriff Wahlobmann Ing. Günter Kromus in bewährter Weise das Wort. Nach einer selbstverständlich wieder sehr launigen Rede, verlas er den Wahlvorschlag. Die neue Klubleitung wurde einstimmig (ohne Stimmenthaltung und ohne Gegenstimme) gewählt und setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Erwin Graf (Obmann), Bruno Zangger (Obmann-Stellvertreter), Renate Hofer (Schriftführer), Erwin Klenkhart (Schriftführer-Stellvertreter). Rosina Ofner (Kassier), Ing. Günter Kromus (Kassier-Stellvertreter), Edith Tischler (Kassaprüfer) und Helmut Stingl (Kassaprüfer). Alter und neuer Obmann Erwin Graf dankte – auch im Namen seines Teams – für das Vertrauen. Die Ausschussmitglieder (Beiräte) sind: Christian Fleck, Erich Kroboth, Hermann Hamerle, KommR Roland Ofner und Rudolf Stuchly. In seiner Vorschau wies Obmann Graf darauf hin, dass zukünftig mehr Außentermine geplant sind; seien dies nun Museums- und Theaterbesuche, Exkursionen oder Veranstaltungen, wie z. B. das Meistertreffen im September am 12.9.2013. Hierzu ersucht er schon heute alle Klubmitglieder, uns wieder tatkräftig zu unterstützen. Danach gab er den Plan für die kommenden Klubsitzungen bekannt:

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I nnung w I E N

Dezember: Weihnachtsmarkt am Karlsplatz (Treffpunkt: 19. Dezember 2013, 18 Uhr, Karlskirche)

„„Jänner: Theater/Kabarett „„Februar: Vortrag Musik „„März: Exkursion/Museum „„April: Vortrag „„Mai: Prater – Hochschaubahn „„Juni: Laxenburg „„September: Meistertreffen „„Oktober: Generalversammlung „„November: noch offen „„Dezember: Weihnachtsmarkt (?) Über Ideen und Vorschläge für Auswärtstermine sind wir natürlich immer dankbar – bis jetzt sind folgende Museen bzw. Theater angedacht: Museen: Fälschermuseum, Straßenbahnmuseum … Theater: Stadtsaal, Metropol, Gloria-Theater, Simpl, Sommer ev. Lustspiele, Sommerfestspiele sowie Tages- und Kurzausflüge und natürlich auch wieder eine Schifffahrt. Kollegin Ofner gab den Terminwunsch für das Ski-Wochenende mit Ende März bekannt, wobei es voraussichtlich wieder von Donnerstag bis Sonntag ins Nassfeld gehen wird. Außerdem wurde über eine Reise nach Kuba nächstes Frühjahr diskutiert. Im Anschluss berichtete „Sektionsleiter“ Bruno Zangger noch von der Kegelrunde, vor allem dankte er seinen Helferinnen (Julia Held, Renate Hofer und natürlich seiner lieben Frau) und den „Sponsoren“ (Anton Beran, Renate und Helmut Stingl, Rosina und KommR Roland Ofner) mit Blumen bzw. Hochprozentigerem. Dann überreichte er gemeinsam mit Obmann Erwin Graf Urkunden an die Kegler und eine Überraschung von Helmut Stingl, der die Präsentation für jeden zusammenstellte und per „Stick“ übergab. Die einzelnen Ergebnisse sind auf unserer Homepage (www.schlosserklub.at >> Kegeln >> Kegelarchiv) nachzulesen. Abschließend bat Kollege Ofner noch um Vermittlung von Kaufinteressenten für die ehemaligen Einrichtungsgegenstände des Innungsbüros, wie z. B. die schönen schmiedeeisernen Luster, Tische, Sessel usw.

Veränderungen im Mitgliederstand Wien Gewerbeerteilung

Ruhendmeldung

Artner Design GmbH, 1100 Wien; Bewal Montage GmbH, 1220 Wien; Elcon Sicherheitstechnik GmbH, 1020 Wien; FABU RenovierungsgmbH, 1160 Wien; hotiron products gmbh, 1210 Wien; Manolov Krasimir Yordanov, 1110 Wien; Master Key e. U., 1010 Wien; MEDIKOL Gesundheit und Wellness Beratung GmbH, 1070 Wien; Pespa Aluminiumsystems GmbH, 1060 Wien; Schmitzberger Alexander, 1210 Wien.

Ad Design e. U., 1140 Wien, per 26.09.2013; Reiterer Christian, 1120 Wien, per 01.10.2013.

Ge werberücklegung Hinterberger Peter, 1140 Wien, per 09.09.2013; Jandl Josef, 1020 Wien, per 08.06.2013; R & W Lasergravuren, 1140 Wien, per 09.09.2013; Trophy Expert Handels GmbH, 1060 Wien, per 01.07.2013.

Neuer Gewerbeinhaber

Änderung des Firmennamens Tüss AMVO Inspection Engineers e.U., 1100 Wien, früher Ing. Sen Muttalip.

Verlegung einer weiteren B e t r i e b s s tät t e Hager Metall und Glas GmbH, 3100 St. Pölten, Verlegung einer weiteren Betriebsstätte von Döblinger Hauptstraße 68 nach 1060 Wien, Webgasse 6 per 01.09.2013.

S ta n d o r t v e r l e g u n g Mansour Yassein Khaled Badry, 1020 Wien, Olympiaplatz 2, früher 1110 Wien, Landwehrstraße 6; STRABAG Energy Technologies GmbH, 1210 Wien, Floridsdorfer Hauptstraße 1, früher 1220 Wien, Polgarstraße 30.

Ausscheiden des Geschäftsführers ARTEX2012 GmbH, 1110 Wien, ­Marcus Windisch per 31.08.2013.

September 2013

GF

Peneder Bau-Elemente GmbH, 4075 Breitenaich, Geschäftsführer: Karl Peneder.

Endigung der Ge werbeberechtigung – Untergang der juristischen Person METEX Handelsgesellschaft m.b.H., 1070 Wien, per 04.09.2013.

Endigung aufgrund der Entziehung der Ge werbeberechtigung RK-Elektrotechnik und Anlagenbau GmbH, 1190 Wien, per 12.09.2013.

Geschäftsführerbestellung +CERTEC+Elemente GmbH, 1030 Wien, Geschäftsführer: Ing. Günter Kromus per 23.08.2013.

Vollständige Angaben zu den erteilten Gewerben auf www.metallzeitung.at/ Berufsvertretung

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Schwerpunktthemen der Ausgabe 12/2013: METALL-Jahresplaner 2014 Schließ- & Zutrittstechnik | Arbeitsschutz & betriebliche Sicherheit  (Anzeigenschluss: 25. 11. 2013)

Sascha Ortner-Tabor T (01) 546 64-252 E s.tabor@wirtschaftsverlag.at Gerhard Weberberger T 0 732/31 50 29 E linz@wirtschaftsverlag.at

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L etzte S eite

Kiss

ARTMETALL

Iron Butterfly

Dynasty

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Nein – die „Heavy Metal“-Kolumne hat sich nicht an diese Stelle verirrt. Hier handelt es sich um eine Skulptur aus der Werkstatt des niederösterreichischen Unternehmens MPH Metall Präzision Halbwachs, das für innovative Lösungen in allen Bereichen der Metallverarbeitung steht. Der Schmetterling, der am heurigen Stahltag des Netzwerk Metall in Schladming den MPH-Stand schmückte, soll diese Kompetenz symbolisieren. Wir sagen: trefflich gelungen!

Kiss kennt jeder. Die mit den Masken, eh klar! Die New Yorker hatten ihre beste Zeit in den 70er-Jahren. Hervorgehoben sei hier das Album „Dynasty“, das mit dem Welthit „I Was Made for Lovin’ You“ startet und für Kiss den Aufbruch in die Disco-Rock-Ära markiert. Herausragendes hat die Band vor allem mit ihren Livealben (Detroit!) geschaffen, die Qualität ihrer Studioarbeit ist hingegen durchwachsen. Da wurden viel zu oft Kompromisse gemacht, Ecken abgeschliffen und Weichspüler zugegeben. Dennoch genießen Kiss heute Kultstatus und haben ihren festen Platz in der Hall of Fame der Rockgeschichte. Mit ihrem Showkonzept aus Verkleidung und Pyrotechnik haben sie viele Rockbands von Slipknot bis Lordi inspiriert. Ihr Pop-Disco-Metal verursacht Déjà-vu-Erlebnisse beim Hören von Lenny Kravitz, Pearl Jam oder Gossip. Pionierarbeit leisteten Kiss auch in Sachen Merchandising, so waren sie die Ersten, die mit Plastikpuppen, Gürtelschnallen und T-Shirts Millionen verdienten. Zur Stra­ fe müssen sie heute als ihr eigenes Denkmal auftreten und die immer gleiche Show abspulen. (sb)

Ing. Honer

D i e N ä c h s t e A u s g a b e e r s c h e i n t a m 1 1 . D ezember 2 0 1 3  

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URBAN CNC-gesteuertes ProfilBearbeitungszentrum » Mit Heidenhain Steuersystem

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Wir haben beim neuen Maschinenkonzept im Vergleich zu den bisherigen Fahrständermaschinen die Grundkonstruktion komplett überarbeitet und erreichen damit in der Y-Achse einen größeren Verfahrweg von bis zu 700 mm. Bei der neuen Rippenkonstruktion ist der Tisch mit dem Maschinengrundbrett verschweißt, was höchste Stabilität und Präzision in der Bearbeitung von langen Werkstücken garantiert. Auch die Zerspanungsleistung ist deutlich gestiegen. Die UF3000 ist für die Bearbeitung von Langteilen bis zu einer Länge von 8.000 mm und den Pendelbetrieb ausgelegt (Z-Achse: bis 500 mm). Zum absoluten High-Tech-Allrounder wird die UF3000 von Urban Metall durch den NC-Schwenk-Rundtisch, der eine Kleinteilbearbeitung in fünf Achsen ermöglicht.

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PaSSIV HaUS INSTITUT Dr. Wolfgang Feist

Schüco Fassade AOC für Vertikalfassaden und Lichtdächer.

Die neuen Schüco Aufsatzkonstruktionen AOC in 50 mm oder 60 mm Systembreite auf Holz (TI) oder auf Stahl (ST) vereinen energieeffizientes Bauen mit rationellster Fertigung und Montage. Die Passivhaus zertifizierten Konstruktionen zeichnen sich durch neue Abdichtungskomponenten ohne Dichtmitteleinsatz sowie optimale Lastabtragung für Glaslasten bis über 1.000 kg aus und eignen sich besonders für Lichtdachkonstruktionen und großflächige Vertikalfassaden. In Kürze wird das System um eine Structural Glazing-Variante auf Passivhausniveau sowie die Schüco AOC 75.SI auf Stahl oder Holz mit 75 mm Bautiefe erweitert. Für nähere Informationen bzw. Unterstützung kontaktieren Sie unseren Verkaufs-Außendienst tel 01/98 130-0 oder www.alukoenigstahl.com

Metallzeitung 11/13  

Metallzeitung, November 2013, Hartverchromung: Funktion statt Dekoration, Entgraten und Oberflächenschleifen von Blechteilen, Drehen und Frä...