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s un pec d S ia t a l: S hl t a le hl i ch b a tb u au www.metallzeitung.at

Fachmagazin für die metallverarbeitende Wirtschaft

P.b.b. Verlagspostamt: 2340 Mödling, Zul.-Nr. GZ 02Z030717 M, Postnummer: 5

www.wirtschaftsverlag.at

Lava

6/7 | 2012

Brandschutz pur

Die Aluminium-Brandschutzkonstruktion die Ihnen neue Dimensionen eröffnet

Serie Lava 77 F (EI 30) Brandschutzkonstruktion mit hoher Wärmedämmung

Die neue Dimension für Ihre Objektplanung

Serie Lava 65 F (E 30) Einfache, ungedämmte Brandschutzkonstruktion

Eine neue Dimension der Wirtschaftlichkeit Lava im Baukasten: Lava wurde aus Lambda entwickelt. Zubehör und Beschläge beider Serien sind untereinander kombinierbar. Gleiche Ansichtsbreiten ergeben ein einheitliches Erscheinungsbild.


Fassaden im Trendwerkstoff Stahl Transparenz und Leichtigkeit.


ALUKÖNIGSTAHL unterstützt mit Jansen Stahlsystemen trendige Metallbaulösungen für Portale, Fassaden und Lichtdächer mit hervorragenden Wärmedämmwerten – bis hin zu zertifiziertem Passivhaus-Standard. Der Werkstoff Stahl und seine hervorragenden statischen Eigenschaften ermöglichen es Planern und Architekten, moderne Fassadenanforderungen mit Transparenz und Leichtigkeit umzusetzen. Nähere Informationen zu Systemlösungen und Planungssoftware erhalten Sie bei unserem Verkaufs-Außendienst unter tel 01/98 130-0 oder auf www.alukoenigstahl.com


Inhalt

Qualität Ein Begriff mit vielen Facetten: Bei Konsumprodukten assoziieren wir mit Qualität Werte wie Materialgüte, Verarbeitung, Langlebigkeit, Komfort, Passform, u.v.a.m. Im Endkundenbereich sind es meistens Marken, die eine Qualitätserwartung erzeugen, weil sie sich entweder historisch bewiesen oder um viel Geld ein Qualitätsimage aufgebaut haben. Die Metallbranche ist in dieser Hinsicht anders – besser gesagt: weiter – als die Konsumgüterbranche. Begriffe wie Langlebigkeit oder Präzision sind hier nicht „nice to have“, sondern Existenzgrundlage der gesamten Branche. Nicht nur die Brücke, auch das Geländer werden „für die Ewigkeit“ gebaut. Der Anspruch an die Wertigkeit von Fassaden und Tragwerken erstreckt sich über Jahrzehnte, Ermüdungserscheinungen wie beim Automobil nach 100.000 Kilometern sind hier undenkbar. Für den Metaller geht es also darum, seine „Qualität“ über das grundlegend Selbstverständliche hinaus zu definieren. Und auch hier ist das Feld breit genug, denn Faktoren wie Arbeitssicherheit, Liefer- und Termintreue, Serviceleistungen etc. sind alles MosaikGerhard rainer g.rainer@wirtschaftsverlag.at steine, die in Summe ein Qualitätsbild des Unternehmens ergeben. Fazit: Die Metallbranche ist längst darauf vorbereitet, den Begriff „Qualität“ als Prozess zu verstehen. Als dauernden Prozess der Absicherung von bereits erreichten Qualitätsstufen, und als Prozess der kontinuierlichen Suche nach Verbesserungspotenzialen. In diesem Zusammenhang freut es mich besonders, dass die Quality Austria heuer ihren Fokus gezielt auf die Metallbranche gerichtet hat, und dass METALL in Zusammenarbeit mit Quality Austria dieses Thema profund beleuchten und aus der vordersten Reihe über die „Best Practices“ in der Metallbranche berichten kann.

Branche

14 Fachmesse „Aluminium 2012“  unter guten Vorzeichen

Menschen ................................................... 6 Vienna-Tec 2012: Innovation als Thema ...... 6 Bosch: „Technik fürs Leben“ Preis ............... 8 Bogner-Informationstag in Wels ................ 10 Boom bei Umweltstandards ...................... 13 Siemens: Das intelligente Stahlwerk ......... 16 Personalmanagement ............................... 18 Sichere Zusammenarbeit mit Robotern ..... 19 Universal Design für Bauelemente ............ 20

Special: Stahlbau und Stahlleichbau Unger realisiert Lagerhalle ........................ Fügetechnik: Stahl mit Aluminium ............. Fertigung von Industriekesseln ................. Experten-Interview zur EN 1090 ................ Lange Nähte, sichere Verbindung .............

22 Special: Stahlbau und  Stahlleichtbau

Metall & Technik Smarte Oberflächen .................................. AluKönigStahl: Hightech-Fassade .............. Gasperlmair mit neuer Glas-Härteanlage ... Wicona: evo-Systeme sind komplett .......... Glasmarte: Offenheit als Prinzip ................ Rockwell optimiert Stahlwerk ...................

Zeitsparen beim Filterwechsel .................. Neue Seco-Werkzeuglösungen .................. Metabo mit neuer Akku-Generation .......... Vorteile horizontaler Bearbeitungszentren

46 Maschinen & Werkzeuge:  Mehr Power ohne Kabel

Metall – Magazin für die metallverarbeitende Wirtschaft Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag und Landesinnung Wien der Metalltechniker, vormals Schlosser, Landmaschinentechniker und Schmiede, 1030 Wien, RudolfSallinger-Platz 1, Tel: 01/514 50-0. Medieninhaber, Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/1, Tel: (01) 546 64-0, Fax: (01) 546 64-403, Internet: www.wirtschaftsverlag.at, Ressortleiter: Kersten Viehmann, DW 320, E-Mail: k.viehmann@wirtschaftsverlag.at, Chefredakteur: Gerhard Rainer, DW 348, E-Mail: g.rainer@ wirtschaftsverlag.at, Autoren dieser Ausgabe: DI Christian Atzmüller, Sylke Kanits, Sigrid Neef, Hans-Jörg Schumacher, Britta Widmann, DI Katharina Umlaub, Grafik: Equalmedia, 1180 Wien, Geschäftsführung: Thomas Zembacher, Verkaufsleiter: FranzMichael Seidl, DW 240, Anzeigenberatung: Mitch Andric, DW 252, E-Mail: m.andric@wirtschaftsverlag.at,

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34 36 38 43 44 45

Maschinen & Werkzeuge 46 46 47 49

Innungen Bundesinnungsausschuss-Sitzung ............ 50 Veränderungen im Mitgliederstand Wien ... 52 Klubbrief ................................................... 53

Lava

Brandschutz pur

IMPRESSUM

4 

22 24 27 28 30

Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 403, E-Mail: metall@wirtschaftsverlag.at, Anzeigenrepräsentanz  OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger, Kleinwört 8, 4030 Linz, 0732/31 50 29-42, Mobil: 0676/5185575, E-Mail: linz@ wirtschaftsverlag.at, Fax: 0732/31 50 29-46, Anzeigentarif: Nr. 23, gültig ab 1. Jänner 2012, Erscheinungsweise: monatlich, Herstellung: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien und Verlags-GmbH & CO KG, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrichvdv.com, Marketing: Paul Kampusch, DW 130, Aboservice: Aboservice Österr. Wirtschaftsverlag, Tel: +43/1/740 40-7812, Fax: +43/1/740 40-7813, E-Mail: aboservice@ wirtschaftsverlag.at, Jahresbezugspreis: 55 €, Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindungen: Bank Austria Kto 04240571200, BLZ 11000, IBAN AT511100004240571200, BIC BKAUATWW. DVR: 0368491

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1230 Wien, Rossakgasse 8 Tel: 01 667 15 29-0 Fax-DW: 141 w w w. h u e c k ric h t e r. a t o f f i ce @ h u e c k ri c h t e r. a t

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Branche

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6/7v|er 2012  innov ativ technis che bindu n g s te  i l5e


Branche MENSCHEN

Christian Knill (42, Bild links) ist neuer Obmann des Fachverbandes Maschinen Metallwaren Industrie (FMMI). Knill löst als FMMIObmann Clemens Malina-Altzinger (rechtes Bild) ab, der den Fachverband 15 Jahre lang leitete. Der FMMI vertritt die Interessen von rund 1200 Betrieben, die ca. 120.000 Personen beschäftigen. Einem Bericht der Oberösterreichischen Nachrichten zufolge soll Malina-Altzinger neuer Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich werden. Christian Knill führt zusammen mit seinem Bruder Georg die Knill Gruppe, einen Familienbetrieb im steirischen Weiz, der seit 300 Jahren besteht, und vor allem Komponenten und Systeme für die Energie-Infrastruktur sowie Sondermaschinen erzeugt. www.fmmi.at

neuer Geschäftsführer der SZA Mit Mai hat Michael Hahn (62) die Geschäftsführung der Schweisstechnischen Zentralanstalt (SZA) übernommen. Hahn tritt die Nachfolge von Klaus Wichart an, der sich im Unternehmen künftig voll dem Bereich Forschung & Entwicklung widmen wird. Die Schweisstechnische Zentralanstalt (SZA) ist für die Ausbildung von Schweißpersonal, Schweißaufsichtspersonen und Personal der zerstörungsfreien Prüfung nach internationalen Richtlinien verantwortlich. Michael Hahn kennt die SZA bereits aus seiner bisherigen Tätigkeit als Geschäftsführer der TÜV SÜD LGÖ sowie der TÜV SÜD SZA. Er bringt über 30 Jahre internationale Erfahrung ein und war unter anderem in Frankreich, Japan, Deutschland und Belgien tätig. „Derzeit hat die Fertigstellung unserer neuen Zentrale natürlich Priorität“, erklärt Hahn. „Wichtigster Punkt auf der Agenda für die nächsten Jahre ist die strategische Neuausrichtung der Lehr- und Prüfanstalt. Wir wollen unsere gute Marktposition festigen und forciert weiterwachsen.“ Hahn wird seine bestehenden Tätigkeiten bei TÜV Süd weiterführen. www.sza.info

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Fotos: Reed Exhibitions Messe Wien/Andi Kolarik

Fotos: Schiffl/Weihbold

Obmannwechsel beim fMMI

Vienna-Tec 2012

Innovation als Leitthema Die branchen- und länderübergreifende „Vienna-Tec“ bietet einen umfassenden Überblick und bündelt Technologien zu einem zentralen Industrie- und  Gewerbe-Event. 

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eit 2006 präsentiert die „Vienna-Tec“ im Zwei-Jahres-Rhythmus in der Messe Wien sechs Industrie-Fachmessen unter einem gemeinsam Messedach: „Automation Austria“, „Energy-Tec“, „IE Industrieelektronik“, „Intertool“, „Messtechnik“ und „Schweissen/Join-EX“. Neben der Ansprache des Heimmarktes verfolgt die „Vienna-Tec“ dabei explizit auch ein auf Zentral-, Südost- und Osteuropa ausgerichtetes, interregionales Konzept. „Wir haben die ‚Vienna-Tec‘ auf Innovation getrimmt. Denn Innovation bedeutet Vorsprung“, erklärt Reed-Geschäftsführer Matthias Limbeck. Ziel ist es, den Innovationsgrad innerhalb der Branche zu stärken und dem Thema Innovation einen geeigneten Rahmen innerhalb der Fachmesse zuteilwerden zu lassen. „Mehr denn je sind Fähigkeiten, Stärken, Kreativität und Innovationskraft gefragt, mehr denn je müssen die Ressourcen mobilisiert, dargestellt und kommuniziert werden“, so Limbeck. Auch der Informationstechnik in Industrie und Gewerbe wird verstärkt Aufmerksamkeit gewidmet. „IT@industry“ präsentiert die Verbindung zwischen der Infrastruktur industrieller Anlagen, deren Steuerungen und der dazu erforderlichen IT-Infrastruktur anhand von Best Practice-Beispielen und anhand von neu entwickelten, speziellen, bedarfsorientierten IT-Lösungen für den Produktionsprozess.

Sonderschau Prozesskette

„Prozesskette.at“ nennt sich die Allianz für Präzisionsfertigung, ein Netzwerk aus führenden Firmen der spanenden Fertigungsbranche. Die enge Zusammenarbeit bei Problemlösungen steht bei den Partnerfirmen von prozesskette.at an oberster Stelle. Sie arbeiten inhaltlich koordiniert und zeitlich aufeinander abgestimmt und bieten damit ihren Kunden gebündelte Lösungskompetenz in allen Bereichen des Fertigungsprozesses, vor allem bei Schnittstellenproblemen. Die Produkte und Dienstleistungen umfassen CAD/ CAM Teileprogrammierung; Zerspanungswerkzeuge und deren Aufnahme; Werkstückspannsysteme; Werkzeugvoreinstellung; Bearbeitungsmaschinen für kubische und wellenförmige Teile sowie Mess- und Prüfsysteme für die Qualitätssicherung.

Multimaterial-Ball

Auf der Fachmesse „Schweissen“ – zweijähriger Fixpunkt der Branche und Ergänzung zu den traditionellen Schweißtechnischen Tagungen – wird eine „Musterwerkstatt“ die Manufaktur vor Ort und die Vielfältigkeit des Schweißens in den Vordergrund stellen. Mit einem „Multi-Material-Ball“ wird gezeigt, wie unterschiedlichste Werkstoffe, die bisher als schwer vereinbar galten, kombiniert und verbunden werden können. Ein Ball aus Metall wird während der vier Messetage von einem Expertenteam gefertigt, 30 weitere


Branche

Foto: Emirates

NEWSLINE

Bausätze des Balls werden an Fachschulen und Weiterbildungsinstitute ausgegeben. Die Fachschüler sind aufgefordert, sich unter Anleitung selbst daran auszuprobieren und ihr Können via YouTube-Dokumentation unter Beweis zu stellen. Mit dieser Aktion wird das Potenzial der vielen jungen Messebesucher aufgegriffen, die letztlich den Arbeitnehmer und Geschäftspartner der Zukunft repräsentieren.

Fachkongress „Join-EX“

200 internationale Teilnehmer aus Industrie und Gewerbe werden zum zweitägigen internationalen Fachkongress der Schweiß- und Verbindungstechnik „Join-EX“ am 10. und 11. Oktober erwartet. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf neuen Techniken und Trends wie etwa dem Thema Rapid-Prototyping und –tooling. Im Bereich der Kunststoffbe- und -verarbeitung schon seit langem ein Begriff, hat diese Form des Modell- und Werkzeugbaus jetzt auch Einzug in die Metallbranche gehalten. Ein großes Thema wird auch die ÖNORM EN 1090 sein, die für metallverarbeitende Betriebe seit zwei Jahren ein „heißes Eisen“ ist. Berater und Betroffene bilden ein Diskussionsforum, bei dem sie ihre praktischen Erfahrungen austauschen, wertvolle Tipps für die Umsetzung geben und für alle offenen Fragen zur Verfügung stehen. Auf der Fachmesse „Schweissen/Join-EX“ werden rund 100 Firmen ihre Produkte und Innovationen in der Schweiß-, Schneid-, Löt- und Prüftechnik präsentieren. www.vienna-tec.at

„Emirates“ fliegen auf Günzburger Steigtechnik Die Emirates Airline, die derzeit erfolgreichste und profitabelste Airline weltweit, setzt bei der Wartung der neuen Riesenjets Airbus A380-800 und Boeing B777 auf Steigtechnik aus Günzburg. Ferdinand Munk, Geschäftsführer der Günzburger Steigtechnik GmbH, weilte kürzlich in Dubai, um gemeinsam mit dem Partner vor Ort, dem Unternehmen Excel Industries, einen Millionenauftrag zu unterschreiben. Die Günzburger Steigtechnik liefert eine elektrisch verstellbare, modulare Dockanlage mit über 1480 m2 Arbeitsfläche. Die vorgeschlagene Modullösung ermöglicht es, sowohl die Maschinen vom Typ Airbus A380 als auch vom Typ Boeing B777 zu warten. www.steigtechnik.de

steel Die langjährige Erfahrung im konstruktiven und architektonischen Stahlbau garantiert ein hohes Maß an Lösungsorientiertheit, schnelle Realisierung und perfekte Umsetzung.

general contracting Als Spezialist für schlüsselfertige Lösungen übernimmt Unger die umfassende Projektsteuerung sowie das Projektmanagement von Beginn an und schließt intelligente Gebäudetechnik mit ein.

real estate Die Unger Immobilien befasst sich mit Real Estate Agenden und strategischer Beratung, beginnend von Entwicklung, Planung und Umsetzung von eigenen oder externen Projekten.

Unger Steel Group worldwide. Als erfahrener Komplettanbieter liefert die international tätige Unger Gruppe langjähriges und branchenübergreifendes Know-how in allen Baubereichen und trägt nachhaltig zum Erfolg ihrer Kunden bei. Jahrzehntelange Kompetenz in der stahlverarbeitenden Industrie und der ganzheitlichen Projektabwicklung machen das Unternehmen im Familienbesitz zu einem vertrauensvollen und verantwortungsbewussten Partner. Europaweit ist Unger die Nummer eins im Stahlbau.

Erfolgsfaktoren: Termintreue, Qualität und maßgeschneiderte Lösungen

6/7 | 2012    7 www.ungersteel.com


Branche NEWSLINE

Bosch

AMO für den Exportpreis 2012 nominiert

Der Bosch-„Technik fürs Leben“-Preis wurde zum fünften Mal vergeben.

Jubiläum beim HTL-Wettbewerb

T Die oberösterreichische AMO GmbH aus St. Peter am Hart, Hersteller von hochgenauen und robusten Längenund Winkelmesssystemen, ist unter den drei Nominierten für den Österreichischen Exportpreis 2012 in der Kategorie Gewerbe. Der Preis wird seit 1994 jährlich von der Wirtschaftskammer Österreich und dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend für „überdurchschnittliches Engagement und Erfolge heimischer Unternehmer im Ausland“ vergeben. Der Sieger aus den drei Nominierten wird am 21. Juni im Museumsquartier in Wien im Rahmen einer Gala von Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner und Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Christoph Leitl präsentiert. www.amo.at

echnik fürs Leben“, die innovativ ist und begeistert – das zeichnete im diesjährigen Wettbewerb die prämierten Einreichungen der Schüler aus den HTL Pinkafeld, Wien XX und Salzburg aus. Die einen entwickelten einen per Handschuh steuerbaren Erkundungsroboter, die anderen ein energiesparendes Leichtbaufahrzeug und die dritte Gruppe konstruierte ein Windsackkraftwerk. Die Schüler der HTL Pinkafeld räumen die Auszeichnung damit bereits im dritten Jahr in Folge ab. Kein Wunder also, dass der Preis für die Schule eine hohe Bedeutung hat – die Pinkafelder haben für die Preisverleihung sogar die mündliche Matura vorverlegt. Die HTL Salzburg und das TGM Wien XX sind zum ersten Mal unter den Preisträgern. Darüber hinaus ist der diesjährige Sieg auch eine Premiere für beide Bundesländer. Ihre Preise und damit auch das Ticket für ein sechsmonatiges Berufspraktikum in einem Unternehmen der Bosch-Gruppe in Österreich durften sich die HTL-Schüler heuer hoch über den Dächern Wiens in der „Wolke 19“ abholen. Zum fünfjährigen Bestehen von Österreichs größtem Schülerwettbewerb für HTL präsentierten die Teams aus allen drei Wettbewerbskategorien während der Abendveranstaltung persönlich ihre Arbeiten.

HTL-Ausbildung als Exportschlager

„Das Thema Technik fürs Leben wurde von den Schülern in einer großen Bandbreite mit Kreativität und Praxisnähe umgesetzt. Von einer Härteprüfung für ,Manner‘-Waffeln bis hin zu energetischen Fragestellungen war alles dabei“, fasst Juryvorsitzender Univ.-Prof. Helmut

Drei weitere Würth-Kundenzentren Im April hat Würth Österreich Kundenzentren in Tulln (NÖ) und Mattighofen (OÖ) eröffnet. Nun erhöht der Montageprofi und Händler von Befestigungs- und Montagematerial die Anzahl seiner Shops für Gewerbetreibende noch weiter. Mit den drei im Juni eröffnenden Shops in Enns (OÖ), Vorchdorf (OÖ) und Liezen (Steiermark) stehen gewerbetreibenden Kunden österreichweit nun 36 Kundenzentren zur Verfügung. www.wuerth.at

r+T geht nach russland Die internationale Fachmesse für Rollläden, Tore, Fenster und Sonnenschutzsysteme, R+T Russia, die von 26. bis 28. September in Moskau stattfinden wird, verspricht, ein Erfolg zu werden. Fünf Monate vor Beginn der Veranstaltung haben Unternehmen bereits zwei Drittel der Ausstellungsfläche gebucht. Die R+T Russia wird von fünf europäischen Handelsverbänden unterstützt, die Aussteller kommen aus zehn verschiedenen Ländern. www.messe-stuttgart.de

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Die Gewinnerteams des fünften Bosch-„Technik fürs leben“-Preises, Österreichs größtem Wettbewerb der Höheren Technischen lehranstalten. Bild rechts: Das Schülerteam aus der HTBluVA Wien XX freut sich über den Sieg in der Kategorie „Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik“. Hier mit ihrem Projekt „Windsackkraftwerk – Windverstärker“.

Eichlseder von der TU Graz die Themen der eingereichten Schülerarbeiten zusammen. Vom Konzept der HTL-Ausbildung zeigte sich auch Klaus Huttelmaier begeistert, der heuer in seinem ersten Jahr als Alleinvorstand der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich sowie Regionalverantwortlicher für Mittelosteuropa erstmals in der Jury des „Technik fürs Leben“-Preises saß: „Die HTL stellt eine bereichernde Vielfalt in der Ausbildungswelt dar und sollte weiter gestärkt werden; sie könnte zu einem Exportschlager Österreichs werden“, so Huttelmaier.

Die Sieger 2012 Kategorie Industrietechnik Projekt: „Roboterarm mit innovativer Steuerung“ Team: Eric Mörth, Stefan Teller aus der HTBLuVA Pinkafeld Kategorie Kraftfahrzeugtechnik Projekt: „Entwicklung/Weiterentwicklung und Optimierung eines energiesparenden Fahrzeuges“ Team: Christian Schitter, Thomas Greisberger, Stefan Ferchhumer, Fabian Schörgenhumer, Dominik Genser aus der HTBLuVA Salzburg Kategorie Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik Projekt: „Windsackkraftwerk – Windverstärker“ Team: Daniel Erbert, Daniel Mayer, Wendelin Zitko aus dem TGM HTBLuVA Wien XX


Branche Nissan

Der Große unter den Kleinen In der Klasse der Kleintransporter setzt der Nissan NV200 Standards bei Platzangebot, Komfort und praktischem   Nutzwert und bringt dank seines frischen Designs auch etwas mehr Stil in die triste Kastenwagen-Monokultur.

N

eben der betont funktional ausgelegten KastenwagenVersion steht die bis zu siebensitzige Kombi-Variante zur Wahl. Dazu haben Kunden die Alternative zwischen zwei 1,5-Liter-Dieseln und einem 1,6 Liter großen Benzinmotor. Als globales Produkt ist der wendige Nissan NV200 ein Grenzgänger zwischen den Klassen. Denn er bewältigt den Spagat zwischen kommerziellem Nutzfahrzeug und reinem Pkw. Mit dem von Grund auf neu konstruierten Modell zeigt Nissan, dass sich im Segment der Kleintransporter ein riesiger Laderaum und kompakte Karosserieabmessungen nicht ausschließen müssen. Mit 4,40 Metern Länge, 1,85 Metern Höhe und einer Breite von 1,70 Metern vereint der NV200 agile Fahrleistungen mit einem engen Wendekreis – gute Voraussetzungen für den Einsatz im dichten Stadtverkehr. Nicht zuletzt dank der langjährigen Erfahrung von Nissan beim Bau leichter Nutzfahrzeuge erfüllt der NV200 als Arbeitsgerät ideal die Ansprüche von Gewerbetreibenden.

PROMOTION

Drei Varianten der Ausstattung

Nissan bietet die Kastenwagen-Version des NV200 in drei Ausstattungsstufen an: Pro, Comfort und Premium. Der NV200 Pro ist auf den harten kommerziellen Einsatz eines leichten Nutzfahrzeugs ausgelegt; er bietet ab Werk jedoch schon so essenzielle Details wie ein ABS, einen Fahrer-Airbag, asymmetrisch geteilte Hecktüren plus eine Schiebetür auf der rechten Seite, einen Bordcomputer und sechs

Verzurrösen im Laderaumboden. Die Comfort-Linie wird angereichert um einen Beifahrer-Airbag, elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, einen robusten Laderaumbodenschutz aus PVC und eine Zentralverriegelung. In der Premium-Ausstattung kommen zweistufig beheizbare Vordersitze, eine CD-Radio-Kombination, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, eine manuell regelbare Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, Seiten-Airbags, das elektronische Stabilitätsprogramm ESP und seitliche Verzurrösen hinzu. Die Premium-Variante ist zusätzlich ab Werk mit einer zweiten Schiebetür auf der Fahrerseite ausgestattet.

Das Fahrwerk

An der Hinterachse entschied sich Nissan aus mehreren Gründen für halb-elliptische Blattfedern. Zum einen maximieren die auf beiden Seiten der Achse verwendeten Einblattfedern die zulässige Ladekapazität des Fahrzeugs. Zum anderen wurde die kompakte Baugruppe mit steil stehenden Dämpfern versehen, wodurch das Laderaumvolumen in keiner Weise geschmälert und eine besonders niedrige Laderaumkante realisiert werden konnte. Zu guter Letzt besitzt die robuste und vergleichsweise einfach zu fertigende Konfiguration mit Blattfedern gegenüber aufwendigeren Konstruktionen einen nicht unerheblichen www.nissan.at Kostenvorteil.  

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Branche Bogner Edelstahl

NEWSLINE

Jede Tonne erhöht die Marktmacht

Standorterweiterung von G.O.nilsson in Wels

Foto: Standbild

Erster Informationstag unter der Regie des neuen Führungsgespanns  von Bogner Edelstahl, Peter Ostermann und Robert Broermann.

Der SKF Vertragshändler G.O. Nilsson mit Headquarter in Wals bei Salzburg eröffnete nach 38 Geschäftsjahren eine zusätzliche Servicefläche in Wels/OÖ. „Wir sehen den neuen Standort als zusätzliche Serviceleistung für unsere bestehenden, aber auch viele Neukunden. Besonders im Umfeld Oberösterreich und Steiermark können wir den hohen Bedarf an Antriebstechnik auf diese Weise zeitoptimiert abdecken und den Kunden zukünftig auch im persönlichen Gespräch besser beraten“, erklären die Geschäftsführer von G.O. Nilsson Martin Felber (im Bild 3. v. li.) und Helmut Marschang (re.). www.nilsson.co.at

Tyrolit übernimmt Schleifmittelhersteller Die Tyrolit Group mit Headquarter in Schwaz/Tirol übernimmt den NischenSchleifmittelhersteller Burka-Kosmos in Frankfurt am Main. Burka-Kosmos ist Hersteller von keramisch- und kunstharzgebundenen Schleifscheiben, Schleifstiften und gummigebundenen Schleifkörpern. Das Unternehmen ist spezialisiert auf das Schleifen von Großverzahnungen, welches beispielsweise zur Herstellung von Windturbinen benötigt wird. Zudem ist das Unternehmen Spezialist für Regelscheiben und Walzenschleifen, die in Druckereien Einsatz finden. www.tyrolit.com

1000. Haas-Ausbildungsmaschine Die Tallinna-Fachhochschule TKK hat ein horizontales Bearbeitungszentrum Haas ES-5 in Empfang genommen. Das ist die tausendste Haas-CNC-Werkzeugmaschine an einer europäischen Bildungseinrichtung. Die TKK ist die größte Fachhochschule Estlands. Das Haas ES-5 wird im beliebten und viel genutzten HTECZentrum aufgestellt, das 2008 unter der Schirmherrschaft des örtlichen Haas Factory Outlet (HFO) Abplanalp Consulting eröffnet wurde. www.haascnc.com

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eit 60 Jahren ist Bogner im Handel mit Edelstahl engagiert. Seit 16 Jahren ist das Unternehmen außerdem im CEE Raum (Zentral- und Osteuropa) aktiv und betreibt insgesamt zehn Standorte. In Österreich hat das Unternehmen drei Standorte, den größten davon in Wels. „Wir verstehen uns als Gruppe, die im gesamten CEE-Raum zuhause ist – nicht nur als Österreicher mit Exportanteil“, erklärt Peter Ostermann, der seit Dezember 2011 als CEO der Bogner-Gruppe tätig ist, am Informationstag in Wels. Mit 270 Mitarbeitern erzielt die Bogner-Gruppe 104 Millionen Euro Umsatz, das Lager umfasst rund 15.000 Tonnen Edelstahlprodukte, und gemeinsam mit den (CEE-) Partnerunternehmen stehen in Summe mehr als 150 Maschinenaggregate für die Anarbeitung zur Verfügung. „Wir arbeiten mit mehr als 400 Lieferanten zusammen, und die Produktion läuft bei Bedarf 7x24 Stunden“, versichert Ostermann, „und jede bestellte Tonne mehr erweitert unsere Marktmacht.“ 5.400 Kunden zählt das Unternehmen, und der CEO legt vor allem Wert auf „unsere Beschaffungskompetenz für mittelständische Betriebe“. Soll heißen: Auch für das metallverarbeitende Gewerbe, wo die Mengen oft klein sind, und eine hohe Flexibilität erforderlich ist. Der flexible Zugang ist nicht zuletzt in den neuen Märkten notwendig, in denen sich Bogner in den vergangenen 16 Jahren etabliert hat. Ostermann: „Wir starten mit einem Vertriebsbüro, dann folgt ein Lager mit spezifischen Produkten, Bogner-CEO Peter Ostermann erhielt von Monica rintersbacher danach eine eigene das „leitbetriebe Austria“-Zertifikat. Niederlassung. Begleitend dazu wird die Zusammenarbeit mit lokalen Lohnfertigern ausgebaut – die gleichzeitig auch Kunden sind – und Netzwerke unter den Kunden werden forciert.“ Wichtig ist dem CEO vor allem die Liefertreue, die bei Bogner 99,5 Prozent betrage.

Was noch zu tun ist

Peter Ostermann sieht in Zukunft die Erhöhung der Materialeffizienz als wichtige Aufgabe: „In der Industrie beträgt der Rohmaterialeinsatz 47 Prozent, der Aufwand für Personal hingegen nur 19 Prozent.“ Er sieht hier große Effizienzpotenziale – nicht zuletzt im Einkauf. „In Österreich beschäftigen wir 15 Spezialisten, die mit den 400 Lieferanten in Kontakt stehen. Auch in den regionalen Märkten gibt es jeweils zwei bis drei Leute nur für die Marktbeobachtung“, so Ostermann. Außerdem sollen durch die „Bogner Edelstahl Community“ die Netzwerke verstärkt werden. „Wir arbeiten an Supply Chain Integration, gemeinsamen Bedarfs- und Beschaffungsplänen sowie integrierten Lieferkonzepten für alle CEE-Länder“, erklärte der Bogner CEO vor den internationalen Partnern und Kunden am Welser Informationstag. Als Partner für den strategischen Einkauf unterstützt Bogner die Kunden auch bei der Materialbedarfsplanung und Optimierung der Bestellmengen. Das geht bis hin zur so genannten Supply Chain Integration (über das SAP-System), wobei der Lieferant das Edelstahl-Rohmateriallager des Kunden verwaltet und die Anarbeitung und Vorproduktion für diesen übernimmt. Darüber hinaus sollen standortübergreifende einheitliche Service-Levels etabliert werden. Und, last not least, denkt das Unternehmen auch daran, in Aluminium zu gehen, so Ostermann.

Leitbetrieb

Mit der Verleihung des Zertifikats „Leitbetriebe Austria“ Anfang Juni zählt Bogner Edelstahl nun auch zum erlesenen Kreis der „vorbildlichsten Unternehmen des Landes“. www.bogner.co.at


Branche Henkel

Chromatfreie Oberflächenbehandlung Neue Technologien für hohe Anwendersicherheit.

A

uf der diesjährigen „Surfair“ Ende Mai in Biarritz (Frankreich) lag der Schwerpunkt auf nachhaltigen Innovationen in der Oberflächentechnik für die Luftund Raumfahrtindustrie. Im Rahmen der Konferenz stellte Henkel die neuen Produkte Alodine 5923 Plus, eine chromatfreie Konversionsbeschichtung, sowie den borat- und silikatfreien Reiniger Turco C 8000 GL vor. Außerdem präsentierte der Klebstoffhersteller eine neue dreikomponentige Technologie für die Oberflächenbehandlung. Mit Alodine 5923 Plus hat Henkel eine chromatfreie Konversionsbehandlung für die Luftfahrtindustrie entwickelt, die Aluminiumbauteile vor der Lackierung gegen Korrosion schützt. Diese Vorbehandlung ermöglicht eine Aluminium-Blankmetallkorrosionsbeständigkeit gemäß ASTM B117, einem Salzsprühtest für die Bewertung von Korrosionsschutz. Sie schafft außerdem eine hervorragende Grundlage für Lacke: Das Produkt wird durch Tauchen oder Streichen aufgebracht und verbessert so die Haftung von Lacken an Metalloberflächen. Es ermöglicht eine Oberflächenbehandlung, mit erhöhter Sicherheit in der Anwendung, da auf den Einsatz von sechswertigem Chrom verzichtet wird. Für die Reinigung von Bauteilen entwickelte Henkel den zweikomponentigen Flüssigreiniger Turco C 8000 GL. Der vollständig borat- und silikatfreie Reiniger eignet sich

ideal für Kraftstoff- und Hydraulikkomponenten sowie für alle Teile, die anodisiert und konversionsbeschichtet werden. Das neue Alodine 8800 ist ein Haftvermittler, der sich unter anderem besonders für Titanium- oder Aluminiumbauteile eignet und zur neuen SolGel-Technologie von Henkel gehört. Das wässrige Produkt bildet an der Oberfläche eine Schicht, die keine Schwermetalle enthält, und wird mittels Sprühen oder Pinsel aufgetragen. Die zweikomponentige SolGel-Anwendung verbessert die Haftung der behandelten Teile zu Lack Die neuen chromatfreien oder strukturellen Klebstoffen deut- Produkte der Marke Alodine zur Oberflächenbehandlich. lung gewährleisten eine hohe Zusätzlich hat Henkel ein neues Pro- Anwendersicherheit durch dukt für die Oberflächenbehandlung den Verzicht von sechswertientwickelt, das auf einem dreikompo- gem Chrom. nentigen SolGel-Material basiert. Dieses wird kurz vor der Anwendung zusammengemischt und bietet zusätzlich einen lang anhaltenden Korrosionswww.henkel.at schutz.  

Spezialist für Blechbearbeitungsmaschinen.

Die Vielfalt von Hans Schröder Maschinenbau Die deutschen Hersteller Hans Schröder Maschinenbau und Schröder FASTI bieten in der Schrödergruppe hochwertige Blechbearbeitungsmaschinen zum Schwenkbiegen, Schneiden, Sicken, Bördeln und Rundbiegen. Der Top-Hersteller verbindet die Erfahrung aus zwei Generationen Maschinenbau mit Anregungen aus der Praxis. Das garantiert Anwendern, Maschinenlösungen, die sich an der jeweiligen Aufgabenstellung orientieren. Die Produktion ist dabei vielfältig: von der einfachen, transportablen Handbiegemaschine bis hin zur modernsten CNC-gesteuerten Anlage. Eines haben jedoch alle gemeinsam – sie müssen den höchsten Qualitätsanspr��chen der Schrödergruppe genügen.

Schachermayer-Großhandelsgesellschaft m.b.H. Geschäftseinheit Maschinen und Anlagen | Schachermayerstraße 2 | A-4021 Linz | Tel. +43(0)732-6599 DW 1484 | Fax: +43(0)732-6599 DW 1444 | maschinenmetall@schachermayer.at | www.schachermayer.at

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Branche Industrieprognose

STM öffnet Onlineshop Aufgrund des dynamischen internationalen Wachstums hat der österreichische Wasserstrahl-Spezialist STM jetzt einen Onlineshop eröffnet. Das Bischofshofener Traditionsunternehmen ist vor allem für seinen zuverlässigen Ser vice bekannt. Um diesem Ruf künftig auch bei der wachsenden Zahl an Kunden aus allen Zeitzonen gerecht zu werden, hat STM jetzt seinen umfangreichen Onlineshop realisiert. Anwender finden dort die gängigsten Zubehör- und Verschleißteile sowie Betriebsmittel im Angebot. Darüber hinaus sind ab sofort komplette neue und gebrauchte Schneidsysteme direkt erhältlich. www.waterjet-shop.com, www.stm.at 

Kemppi sponsert Williams

Kemppi hat eine Sponsorenvereinbarung mit Williams, einem der führenden Teams der Formel 1, unterzeichnet. Das Kemppi Logo ist auf der Heckflosse der Williams Renault FW34 und auf dem Gürtel des finnischen Reservefahrers Valtteri Bottas zu sehen. Kemppi und Williams arbeiten auch im Bereich der Schweißtechnik sehr eng und partnerschaftlich zusammen. Direkt nach der Bekanntgabe dieser Vereinbarung hat Williams übrigens den Sieg beim spanischen GP errungen. www.kemppi.com

Geze: Strategie & Marketing bleibt in der familie Seit Anfang 2012 ist AndreaAlexandra Alber als Mitglied der Geschäftsführung bei Geze in Leonberg/Stuttgart mit der globalen Verantwortung für den Bereich Strategie & Marketing betraut. „Es freut mich sehr, dass meine Tochter die Geschäftsleitung unseres Unternehmens verstärkt“, erklärt Brigitte Vöster-Alber, geschäftsführende Gesellschafterin von Geze, „die Geze GmbH ist und bleibt ein familiengeführtes Unternehmen.“ www.geze.at

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Knappheit führt zu Effizienz Eine Langfriststudie über die entscheidenden globalen Wachstumstrends bis  2020 kommt zu dem Ergebnis, dass knappe Ressourcen einen Innovationswettlauf verursachen und damit das Wachstum der Industrie befeuern werden.

U

ngeachtet kurzfristiger Krisen und volatiler Märkte bleibe die Weltwirtschaft laut Langfristprognose der Marktforscher bis 2020 auf Wachstumskurs. Acht strukturelle Trends führten dazu, dass das globale BIP um 40 Prozent oder 27 Billionen US-Dollar auf 90 Billionen US-Dollar steigen werde. Davon profitiere auch der Industriesektor, für den vor allem zwei Trends im Mittelpunkt stehen: erstens der effizientere Einsatz von Rohstoffen, die dafür notwendigen Maschinen und Werkzeuge sowie alternative Verarbeitungsverfahren und zweitens der Ausbau der Infrastruktur.

Metallpreise werden stark steigen

Auf den ersten Blick hat der globale Wohlstandsgewinn für Unternehmen und Konsumenten den Nebeneffekt, dass der Rohstoffverbrauch und in der Folge auch die Preise steigen. Laut Bain-Studie explodieren aber weder die Energie- noch die Lebensmittelpreise, sie werden bis zum Jahr 2020 relativ moderat um insgesamt 18 und 13 Prozent steigen. Der Ausbau der Erdgasförderung durch neue Verfahren wie Fracking und die steigende Kohleförderung vor allem in China würden laut Experten einen guten Teil der zusätzlichen Energienachfrage decken. Wesentlich kritischer ist die Situation bei Metallen und seltenen Erden. Da die Erschließung neuer Bergwerke sieben bis 15 Jahre dauert, erwartet Bain hier einen Preisanstieg um bis zu 200 Prozent bis zum Jahr 2020.

Rohstoff-Effizienz

Die Verarbeitung von Rohöl, Metallen und anderen Rohstoffen, aber auch der Umgang mit Wasser wird in den kommenden Jahren immer effizienter. „Wir erleben zurzeit eine Verschiebung der Profitabilität in der Wertschöpfungskette hin zu Rohstoffen“, erklärt Dr. Armin Schmiedeberg, Partner bei Bain & Company und Leiter der europäischen Praxisgruppe Industriegüter und -dienstleistungen. „In allen Branchen und auf allen Kontinenten setzen Unternehmen auf effizientere Prozesse, die Wiederverwertung von Rohstoffen sowie deren Ersatz durch leichter verfügbare Materialien.“ Vor allem im deutschsprachigen Raum setzen Unternehmen schon heute Standards bei vielen Technologien auf dem Weltmarkt, zum Beispiel bei Recyclingtechnologien, dem Leichtbau von Motoren und Antriebsaggregaten, bei der Verwendung neuer Werkstoffe in der Automobil- und Flugzeugindustrie, der Automatisierung großer Förderanlagen durch Mess- und Regeltechnik sowie der energieeffizienten Gebäudetechnik.

Hohe Investitionen in Infrastruktur

Knappe Ressourcen wie Rohöl und Wasser spielen in der Bain-Studie auch beim zweiten strukturellen Wachstumstrend eine entscheidende Rolle: dem globalen Ausbau der Infrastruktur. Denn drei Viertel der weltweiten Infrastrukturinvestitionen entfallen auf die Energie- und Wasserversorgung. Bain geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 Investitionen in Höhe von einer Billion US-Dollar zusätzlich nötig sein werden, um die zum Teil jahrzehntealte Infrastruktur in den Industriestaaten grundlegend zu modernisieren und in den Schwellen- und Entwicklungsländern mit hohem Tempo aufzubauen. „Der Investitionsstau in den Industrieländern ist enorm: Die Kanalisation stammt häufig noch aus der Zeit der Urbanisierung und Industrialisierung. Die Dauerstaus auf den Straßen und Verspätungen bei Zügen und Flügen decken schonungslos die Engpässe in der Verkehrsinfrastruktur auf“, heißt es vonseiten der Experten.

Chancen

Bain-Industrieexperte Schmiedeberg sieht beim Thema Infrastruktur, ähnlich wie beim Ressourceneinsatz, enorme Chancen für Unternehmen: „Bei der Energieerzeugung und -verteilung, im Anlagenbau und bei Verkehrssystemen, in vielen Märkten haben Investitionsgüterhersteller aus dem deutschsprachigen Raum die Nase vorn.“

Illustration: ThinkStock.com

NEWSLINE


Branche Quality Austria

Boom bei Umweltstandards Immer mehr Unternehmen integrieren Umweltmanagementsysteme.

U

nternehmen und Organisationen sind zunehmend bestrebt, ihr Engagement im Bereich der gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung zu professionalisieren. Kritische Konsumenten, Anforderungen im internationalen Business sowie die Verschärfung gesetzlicher Vorgaben sind heute Rahmenbedingungen, auf die es zu reagieren gilt. „Wir verzeichnen deshalb in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Anstieg an Umweltaudits und der Vergabe von Zertifikaten – und zwar weltweit wie auch in Österreich“, so Konrad Scheiber, CEO der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH.

Einsparungspotenziale

„Die Themen Energieaufbringung und -effizienz werden Unternehmen und Organisationen noch länger begleiten – schon alleine aufgrund der EU-Energiestrategie 2020“, so Scheiber. Seit Juni 2011 ist die weltweit gültige Energiemanagementnorm ISO 50001 Konrad Scheiber, CEO der Quality Austria Trainings-, in Kraft. Sie trägt dazu bei, Ener- Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH gieverbrauch und -kosten sowie Treibhausemissionen zu reduzieren. Darüber hinaus liegt derzeit in Österreich ein Vorentwurf zum neuen Bundes-Energieeffizienzgesetz vor. Darin vorgesehen sind verpflichtende Energieaudits, wiederkehrende externe Energieberatungen und laufende Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz eines Unternehmens mit mehr als zehn Mitarbeitern. Viele Betriebe befürchten, dass das neue Gesetz hohe Investitionen erfordert. Scheiber dazu: „Viele Umwelt- und vor allem Energieprojekte amortisieren sich in ein bis zwei Jahren. Das durchschnittliche Energieeinsparungspotenzial wird von der Austrian Energy Agency auf 10 bis 20 Prozent geschätzt.“ Enorme Einsparungspotenziale für Unternehmen sind laut Quality Austria beim Material möglich. „Während österreichische Unternehmen beim Thema Energiemanagement schon weitgehend sensibilisiert sind, wird der Materialeffizienz vergleichsweise noch wenig Beachtung geschenkt. Dabei ist der Kostenblock ‚Material‘ um ein Vielfaches höher als jener von Energie – im verarbeiteten Gewerbe liegt dieser teilweise bei 46 Prozent“, so Scheiber. Je nach Unternehmen können hier laut Studien die Einsparungen zwischen 7 und 20 Prozent liegen. „Eine Realisierung des Einsparungspotenzials beim Material würde die Umsatzrendite von Unternehmen erheblich erhöhen“, erklärt Scheiber. „Effizienz bei Prozessen im Unternehmen sowie in der Supply Chain und Innovationen im Produktdesign sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren.“ www.qualityaustria.com

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VenDoc ist eine österreichische Unternehmenssoftware für Handels-, Handwerksund Dienstleistungsbetriebe. Von der Angebots- und Auftragserstellung, der Beschaffung und Lagerverwaltung bis zur Fakturierung und Analyse ist alles miteinander kompatibel, branchen- und kundenspezifisch abstimmbar und über die Windows-Bedieneroberfläche übersichtlich strukturiert sowie leicht zu bedienen. Dies ermöglicht eine schnellere und effi­zientere Auftragsabwicklung. Einem Teil dieser Auflage liegt der VenDoc „Software-Check in 30 Sekunden“ bei, mittels dem die Leistungsfähigkeit der eigenen Unternehmenssoftware mit VenDoc verglichen werden kann.   www.vendoc.net

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Branche Aluminium 2012

Messe auf Rekordkurs Neuer Standort, neue Themenpavillons und ein starker Zuwachs in der Ausstellungsfläche – die Fachmesse „Aluminium 2012“ geht von 9. bis 11. Oktober auf dem Düsseldorfer Messegelände mit guten Vorzeichen an den Start.

D

er Ortswechsel von Essen nach Düsseldorf hat sich für die Veranstalter fünf Monate vor Messebeginn bereits ausgezahlt: Die „Aluminium 2012“ ist laut Reed Exhibitions Deutschland bereits jetzt größer als die vergangene Messe vor zwei Jahren. 750 Aussteller aus 40 Nationen haben bisher Stände gebucht, darunter die großen Keyplayer wie Alcoa, Constellium, Hydro, Trimet, SMS, BWG oder Sapa. Aktuell verzeichnet der Veranstalter ein Flächen-Plus von 20 Prozent. In Düsseldorf wird sich die Messe an der Prozesskette orientieren, von der Primärproduktion und dazugehörigen Technologien (Halle 9) über Guss- und Wärmebehandlung sowie Recycling (Halle 10) und Halbzeuge (Hallen 11 & 12) bis zur Oberflächenbehandlung (Halle 13) und den Themen Metallbehandlung, Schweißen und Fügen (Halle 14). Zu den größten Gemeinschaftständen gehört der chinesische Pavillon. Premiere feiert dieses Jahr der Händler-Pavillon, der unter Federführung des deutschen Wirtschaftsverbandes Großhandel Metallhalbzeug e. V. (WGM) entsteht. Der Gemeinschaftsstand soll speziell Aluminiumhändlern und Unternehmen des Metallgroßhandels ein Forum bieten.

Oberflächentechnologie im Fokus

Ebenfalls neu ist auf der „Aluminium 2012“ das Competence Centre Surface Technology, in dem sich der seit Jahren etablierte Oberflächen-Pavillon und der 2010 eingeführte Pavillon für Stückbeschichtung vereinen. Durch den

➤  European

Aluminium Award 2012

Der „European Aluminium Award“ wird 2012 zum achten Mal verliehen. Grundgedanke dieses Wettbewerbs ist die Suche neuer Ideen für einen effizienten und fortschrittlichen Einsatz des Werkstoffs Aluminium. Ausgezeichnet werden Produkte und Projekte, die den Werkstoff Aluminium auf innovative Art und Weise verwenden. Unternehmen müssen ihre Innovationen spätestens bis zum 1. Juli 2012 einreichen. www.aluminium-award.eu/2012

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Zusammenschluss haben Besucher künftig eine zentrale Anlaufstelle zum Thema Oberflächenbearbeitung. Bereits restlos ausgebucht ist laut Veranstalter der Gießerei-Pavillon in Halle 10: Knapp 30 Aussteller zeigen hier Lösungen zur Gusstechnologie. Im Schweißen- und FügenPavillon (Halle 14) präsentieren sich auf einer Fläche von über 200 m² rund zehn Aussteller aus den Bereichen Anlagen, Maschinen, Ausrüstung und Hilfsmittel zum Schweißen, Fügen, Trennen und Beschichten von Aluminium.

Aluminium-Konferenz

Begleitend zur Messe findet außerdem die „Aluminium Conference“ statt, die diesmal unter dem Leitthema „Aluminium – Material for the Future“ steht. Auf dem Programm stehen insgesamt fünf Sessions, die sich den Kernthemen Processes, Transport, Automotive, Surface und Aluminium Markets widmen.

Magnesium Area

Der Werkstoff Magnesium bekommt in diesem Jahr wieder einen eigenen Themenpavillon auf der Messe. Unterstützt wird der Magnesium-Pavillon in Halle 10 von der Europäischen Forschungsgemeinschaft Magnesium (EFM). Die Aussteller zeigen hier aktuelle Anwendungsbeispiele des Leichtbaumetalls. Begleitet wird die Magnesium Area durch das 20. Magnesium Abnehmer- und Automotive Seminar am 8. und 9. Oktober.  www.aluminium-messe.com

Angebot für metall-Leser Mit METALL auf die „Aluminium 2012“ Allen Lesern und Kunden bietet METALL die Möglichkeit des kostenfreien Eintritts zur „Aluminium 2012“ von 9. bis 11. Oktober in Düsseldorf. Schicken Sie einfach bis 31. August eine E-Mail mit Ihren Businessdaten und dem Betreff: ALUMINIUM 2012 an die Adresse: metall@wirtschaftsverlag.at. Die Zusendung der Eintrittskarten erfolgt Anfang September.


Branche Lisec

Zum zweiten Mal Staatspreis Am 22. Mai überreichte Bundesministerin Doris Bures den Staatspreis 2012 für Umwelt und Energietechnologie an die niederösterreichische Lisec-Gruppe. Der international tätige Glasmaschinenhersteller wurde für seine zukunftsweisende Dünnglastechnologie in der Kategorie „Forschung & Innovation“ ausgezeichnet und erhielt damit den bereits zweiten Staatspreis innerhalb von fünf Jahren. Vorstandsvorsitzenden Karl Gruber und Leopold Mader, Leiter des Bereiches Forschung und Entwicklung, nahmen den Award entgegen. „Auf diese Auszeichnung können wir wirklich stolz sein“, lobt Karl Gruber die Leistungen seines Teams. „Das stellt die Innovationskraft der Lisec Gruppe eindrucksvoll unter Beweis und bestätigt unseren Weg.“ Lisec gewann mit seinem Projekt „Gewichts- und Energieeffizienzoptimierung bei Flachglassystemen“ in der Kategorie „Forschung & Innovation“. Dabei sorgt die innovative Vorspanntechnologie für mechanische Stabilität, höhere Flexibilität und kann – als „Schutzschild“ eingesetzt – die Lebensdauer von Photovoltaikmodulen entscheidend verlängern. Auch wird der Energieverbrauch bei der Glasherstellung inklusive Transport von 25 kWh/m²

Foto: Katharina Stögmüller

Kalt gebogenes Dünnglas ermöglicht völlig neue Anwendungsmöglichkeiten in der Architektur.

v.l. LiSEC Innovationschef Leopold Mader, Technologieministerin Bures und Vorstandsvorsitzender Karl Gruber

auf 14,2 kWh/m² nahezu halbiert und sorgt damit für eine bessere Ökobilanz bei Verglasungen.  www.lisec.com

Aluminium-Architektur-Preis 2012 ausgeschrieben

Foto: www.alufenster.at/Paul Ott

Die Architekturstiftung Österreich und die Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten schreiben zum achten Mal in Zusammenarbeit mit dem Aluminium-Fenster-Institut (AFI) den Aluminium-Architektur-Preis der Gemeinschaftsmarke „Alu-Fenster“ aus. Der Preis zeichnet hervorragende Bauten aus, die nach dem 1. Jänner 2009 fertiggestellt und bei denen Aluminium-Profilsysteme der Gemeinschaftsmarke „Alu-Fenster“ in qualitätsvoller Weise eingesetzt wurden. Ein umfassendes Konzept der Nachhaltigkeit in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht ist dabei ein wesentliches Beurteilungskriterium. Die Einreichungen zum Aluminium-Architektur-Preis 2012 in Form einer entsprechenden Präsentation des Projekts müssen bis 14. September 2012 bei der Pressestelle des Aluminium-Fenster-Instituts eingelangt sein. Auf den/die von der Jury prämierten Architekten/Architektin bzw. Planer/Planerin wartet ein Preisgeld von 10.000 Euro. Ausschreibung und Einreichblatt stehen auf der AFI-Website unter www.alufenster.at/AAP12 zum Download bereit.  www.alufenster.at

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Branche

Bild links: neubau und Ausbau der Produktion bei AHMSA. Siemens VAI liefert einen Elektro-lichtbogenofen mit einer Kapazität von 1,2 Millionen Jahrestonnen, einen 150-Tonnen-Pfannenofen einschließlich einer legierungsmittelanlage, eine Entstaubungsanlage sowie eine einsträngige Brammenstranggießanlage. Bild rechts: Auf der neuen Brammenstranggießanlage können Brammen mit Dicken zwischen 152 und 203 Millimetern bei einer Breite von 1.524 bis 2.438 Millimeter vergossen werden.

Siemens Metal Technologies

Das intelligente Stahlwerk Damit ein Stahlwerk auch 40 Jahre nach der Inbetriebnahme wettbewerbsfähig bleiben kann, entwickelt Siemens Metals  Technologies neue Lösungen, um Betrieb und Leistung von Stahlwerken während ihrer gesamten Lebenszeit  zu gewährleisten. 

W

echselnde Produktionsbedingungen beeinflussen die Leistungsfähigkeit eines Stahlwerks während der gesamten Anlagenlebenszeit. „Langfristige Partnerschaften zwischen Anlagenbetreibern und Siemens helfen beiden, die Stahlproduktion auf den neuesten Stand der Technik zu halten und damit auch neue Standards in der Stahlproduktion zu setzen“, sagte Werner Auer, CEO von Siemens Metals Technologies auf einer internationalen Pressekonferenz in Mexiko City. „Nur gemeinsam können wir Lösungen entwickeln und umsetzen, um während der gesamten Lebenszeit einer Anlage diese zu managen und wettbewerbsfähig zu halten.“ Zur gleichen Zeit werden einzelne Prozessschritte bei der Stahlherstellung immer stärker integriert, dabei helfen neue Automatisierungspakete und die Implementierung neuer IT-Applikationen. Ziel ist, dass Hersteller von Stahl mit ihrer Produktion fle-

„Stahlwerke über den gesamten Lebenszyklus wettbewerbsfähig halten.“ Werner Auer, Siemens Metals Technologies

xibler auf neue Marktentwicklungen und Kundenwünsche reagieren, auf ihrer Anlage neue Stahlsorten herstellen und auf Bestellung produzieren können, dabei aber dennoch ihre Kosten senken und immer strengere Umweltauflagen erfüllen. Dort wo heute noch so genannte „Commodity“-Stahlsorten hergestellt werden, sollen morgen auch hochwertige Stähle produziert werden können, so Auer. „Jedes Stahlwerk braucht eine nachhaltige Innovationsstrategie, um Produktion und Investment wettbewerbsfähig zu erhalten und die Anlagen über 40 Jahre und mehr fit zu halten“, sagte der Siemens VAI Chef vor internationalen Pressevertretern in Mexiko City.

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Die Entwicklung neuer Automatisierungslösungen und der Einsatz übergreifender betrieblicher IT-Netzwerke fördert solche Lifecycle-Partnerschaften: „In den Stahlwerken stehen immer bessere und verlässliche Daten aus der Produktion zur Verfügung, vom Zustand eines einzelnen Motors über unterschiedlichste Prozessparameter bis hin zu mathematischen Modellen über den Zustand von Roheisen im Hochofen oder der Qualität des Stahlbandes beim Walzen“, erklärt Michael Irnstorfer, der bei Siemens Metals Technologies für das Themenfeld „Electrics and Automation“ verantwortlich zeichnet. Mit fortschreitender Automatisierung, Sensorik und Mechatronik produziert ein Stahlwerk immer mehr Informationen, die für Transparenz bei komplexen Abläufen sorgen und helfen, die Produktion nach neuen Zielen zu steuern. Laut Irnstorfer seien es vor allem die Entwicklungen in der Informationstechnologie, welche einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, auf bestehenden Anlagen neue Stahlqualitäten zu produzieren, Betriebsabläufe zu optimieren oder Energie zu sparen und Kosten zu senken. Insbesondere die „Manufacturing Execution Systeme“ (MES) zur Steuerung der Produktion brächten Intelligenz in das Stahlwerk und seien heute schon in der Lage, konkret vor einem drohenden Ausfall von Komponenten zu warnen, so Michael Irnstorfer. „Wir können beispielsweise Prognosen über den Zustand von Anlagen und deren Zustand erstellen und vorhersagen, wann eine Komponente besser ersetzt werden soll oder wann sie möglicherweise ausfallen wird“, erklärt Andreas Flick, CTO von Siemens Metals Technologies. Darüber hinaus sieht der Technikchef vor allem auch in der Simulation einen weiteren Hebel für erfolgreiches Lifecycle-Management. „Die Daten zeigen uns, wo und wie der Betrieb oder Komponenten einer Anlage geändert werden können, um weniger Energie zu verbrauchen, um besseren Stahl zu walzen oder um preiswertere Rohstoffe zu verwenden. Mit der Simulation von Anlagen und Prozessen können wir den optimalen Ablauf von Prozessen erkennen und komplexe Stahlwerke besser als bisher steuern“, so Flick.


Branche Modernisierungsprojekte mit Siemens VAI

stonnen, ein 150-Tonnen-Pfannenofen einschließlich einer Legierungsmittelanlage, eine Entstaubungsanlage, eine einsträngige Brammenstranggießanlage, ein Steckel-Walzgerüst sowie die zugehörigen Automatisierungssysteme, die Energie- und Wasserversorgung der Anlagen und die Kundenschulung. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf über 200 Millionen Euro. Mit dem Abschluss des Gesamtprojekts wird AHMSA seine Produktionskapazität ab 2013 von 500.000 Tonnen Grobblech auf eine Million Tonnen ausweiten können. Mit dem Elektrolichtbogenofen können pro Jahr „Simulation ist ein Hebel für 1,2 Millionen Tonnen Schrott eingeschmolzen werden. Das Produktspektrum umfasst niedrigerfolgreiches Lifecycle-Management.“ bis mittelgekohlte, niedrig legierte Stähle und Andreas Flick, Siemens VAI Legierungsstahl. Der Pfannenofen ist das Bindeglied zwischen der Schmelzeinheit und der Brammenstranggießanlage. Die PfannenofenDoppelstation mit 150-Tonnen-Gefäßen dient der 19.000 Mitarbeiter. Es produziert vornehmlich Flachstähle Feineinstellung der Stahlzusammensetzung sowie der Temfür die Bau-, Metall-, Automobil- und Hausgeräte-Industrie, peraturanpassung für den nachfolgenden Gießprozess. darunter warm- und kaltgewalzte Bunde, Grobbleche, ver- Auf der neuen Brammenstranggießanlage können Brammen zinnte Bleche und zinnfreie Feinbleche, sowie verschiedene mit Dicken zwischen 152 und 203 Millimetern bei einer Schwer- und Leichtprofile. Das Grobblech wird im Schiff- Breite von 1.524 bis 2.438 Millimeter vergossen werden. Probau, der Bau- und Ölindustrie und zur Herstellung von duziert werden sollen Kohlenstoffstähle, mikro- und niedrigMaschinen, Werkzeugen, Druckbehältern und Containern legierte sowie HSLA (high strength low alloy)-Stähle, die zu verwendet. Blechen und Bändern weiterverarbeitet werden. Die Anlage Auf einer Fläche von fast 3.000 Hektar betreibt AHMSA zwei ist ausgerüstet mit der DynaGap Soft Reduction, mit der Stahlwerke. In einer 250 Kilometer entfernten, unterneh- Brammen aus qualitativ hochwertigen Röhrenstählen wie menseigenen Mine wird das Eisenerz im offenen Tagebau X65 nach API-(American Petroleum Institute)-Standard und gefördert, vor Ort aufbereitet und über eine Pipeline zum anderen mikrolegierten Stähle vergossen werden können. Hüttenwerk transportiert. Auch die Steinkohle stammt aus Zur Strangführung werden Smart-Segmente eingesetzt. Für eigenen Minen in 100 Kilometer Entfernung. Die Kokserzeugung erfolgt auf dem AHMSA-Gelände in einer eigenen Kokerei. „Immer bessere und verlässlichere Das bereits 2006 in Angriff genommenen „Projekt Fénix“ ist das größte Investitionsprojekt der AHMSA seit der ModerniDaten aus der Produktion verfügbar.“ sierung in den 90er Jahren. Siemens VAI Metals Technologies Michael Irnstorfer, Siemens Metals Technologies erhielt im Jahr 2007 mehrere Aufträge über Ausrüstungen für den Ausbau des Hüttenwerks und die Modernisierung des Grobblechwalzwerks in Monclova. Das Projekt umfasst neue Einrichtungen für Stahlwerk, Entstaubung und Gießanlage sowie die Modernisierung des bestehenden Grob- einen optimalen Gießprozess sowie hohe Oberflächen- und blechwalzwerks. Siemens VAI ist für die Entwicklung, Pro- Innenqualität der Brammen sorgen eine Reihe von Technolojektierung und Lieferung der Ausrüstungen für das neue giepaketen. Dazu gehören die Durchbruchfrüherkennung Hüttenwerk sowie für die Modernisierung und Umrüstung Mold Expert, die Gießspiegelregelung LevCon, der Kokillendes Grobblechwalzwerks zu einem Steckel-Walzwerk verant- oszillierer DynaFlex sowie das Inline-Qualitätssicherungssywortlich. Zum Lieferumfang gehören neben einem Elektro- stem VAI-Q. www.siemens.com/metals Lichtbogenofen mit einer Kapazität von 1,2 Millionen JahreDas Hüttenwerk Altos Hornos de Mexico (AHMSA) in Monclova nahe der US-Grenze zu Texas ist das größte integrierte Stahlwerk und der einzige Grobblechlieferant Mexikos. Das Unternehmen gehört nach eigenen Angaben zu den Stahlunternehmen mit den niedrigsten Kosten weltweit. AHMSA erzeugt rund 3,85 Millionen Tonnen Rohstahl jährlich und beschäftigt inklusive seiner Tochterfirmen

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Branche Personalmanagement

Guter Einstieg für „Neue“ Fehlbesetzungen kosten viel Geld. Deshalb sollten Betriebe nicht nur viel Zeit in das Auswählen, sondern auch in   das Einarbeiten neuer Mitarbeiter investieren. Text: Hans-Jörg Schumacher*

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ine Fachkraft geht, eine neue kommt. Für den Betrieb ist dies oft Alltag – für den neuen Mitarbeiter nicht. Für ihn beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Entsprechend angespannt ist er am ersten Tag. Aber auch für die Kollegen des Neuen ist dies keine Alltagssituation. Denn sie wissen nicht, ob der Neue ins Team passt oder ob er Unruhe reinbringt. Zweifellos ist die Anspannung beim Neuen am größten. Aus folgenden Gründen: Er kommt als Fremder in eine Gruppe mit festen Regeln, die er noch nicht kennt. Außerdem muss er sein Können den neuen Kollegen und dem Chef erst noch beweisen. Zudem ist er mit den Arbeitsabläufen nicht vertraut. Kurz: Der Neue steht vor vielen Fragezeichen.

Chefsache „Begrüßung“

Entsprechend groß ist seine Unsicherheit, selbst wenn er diese meist überspielt. Deshalb ist eine angemessene Begrüßung wichtig. Diese ist Chefsache. Der unmittelbare Vorgesetzte und bei größeren Unternehmen der „Big Boss“ sollten sich am ersten Tag ausreichend Zeit für ein Orientierungsgespräch mit dem Neuen nehmen. Nicht nur, um ihm das Gefühl zu vermitteln „du bist für uns wichtig“ und „wir freuen uns auf dich“, sondern auch, um ihn über •  die Gepflogenheiten des Betriebs, •  die an ihn gestellten Erwartungen und • seine zentralen Ansprechpartner zu informieren. Solche Orientierungsgespräche finden in vielen Betrieben nur bedingt statt. Häufig beschränken sich die Verantwortlichen darauf, den Neuen sozusagen im Vorübergehen per Handschlag zu begrüßen. Dann soll er loslegen. Dahinter steckt kein böser Wille, vielmehr wird ein Gespräch meist aus Zeitgründen verschoben – und am Ende findet es nie statt. Folglich kann der Neue nur raten, was dem Betrieb beim Erledigen bestimmter Aufgaben wichtig ist – sei es beim Warten der Anlagen oder beim Entwickeln von Lösungen oder im Kontakt mit Kunden. Entsprechend viele „Fehler“ begeht er, obwohl er eigentlich ein „Spezialist“ ist, in der Startphase und entsprechend schnell entstehen Irritationen bei allen Beteiligten. Deshalb sollte das Orientierungsgespräch möglichst früh – wenn nötig nach Feierabend – geführt werden. Auf das Orientierungsgespräch sollte sich der Vorgesetzte gezielt vorbereiten. Nicht nur, indem er sich stichwortartig notiert, worüber er mit dem Neuen reden möchte, sondern auch, indem er das Infomaterial zusammenstellt, das der Neue braucht. Eine gezielte Vorbereitung ist auch wichtig, weil sich der Mitarbeiter in den ersten Tagen sein Bild darüber formt, was dem Betrieb besonders wichtig ist. Zum Beispiel eher schnell oder eher sorgfältig zu arbeiten. Oder bei Problemen eher eigenständig eine Lösung zu suchen oder Rücksprache zu halten. Dies beeinflusst sein künftiges Verhalten. Deshalb sollten in der Anfangszeit die richtigen Signale an ihn gesendet werden. Generell gilt: Neue Mitarbeiter brauchen viel Information.

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Je rarer und begehrter eine Fachkraft ist, umso stärker betrachtet sie ihre Probezeit auch als Probezeit fürs Unternehmen.

Sinnvoll: ein Einarbeitungsplan

Auch zu viel Information kann das reibungslose Eingliedern erschweren. Manche Betriebe decken neue Mitarbeiter in den ersten Tagen mit so vielen Detailinfos ein, dass diese sie unmöglich speichern können. Die Folge: Der Neue muss immer wieder nachfragen, obwohl es ihm „schon hundert Mal“ erklärt wurde. Dies erzeugt beim Neuen Frust und führt bei seinen Kollegen zum Gefühl: Der ist offensichtlich etwas schwer von Begriff. Um dies zu vermeiden, sollte für neue Mitarbeiter ein Einarbeitungsplan erstellt werden, in dem definiert ist, •  in welche Arbeitsfelder der Neue wann eingeführt wird, •  welche Infos er dafür benötigt und •  wer ihm diese Infos gibt. Ein solcher Plan erleichtert die strukturierte Weitergabe der Information. Er ermöglicht es der neuen Fachkraft auch, schnell eigenverantwortlich Arbeitsfelder zu übernehmen. Dies erhöht seine Arbeitszufriedenheit. Außerdem sehen seine Kollegen in ihm schneller einen wertvollen Partner.

Fruchtbar: Feedbackgespräche

In den ersten Monaten sollten auch regelmäßige Treffen zwischen dem Neuen und seinem Vorgesetzten stattfinden. Solche Gespräche sind vor allem auch für die Unternehmen sehr fruchtbar, denn die Neuen sind noch nicht betriebsblind und könnten viele Anregungen für Verbesserungen geben. Deshalb sollte bei diesen Gesprächen in größeren Unternehmen ab und zu neben dem unmittelbaren Vorgesetzten auch der „Big Boss“ anwesend sein – auch um dem Neuen die gewünschte Wertschätzung zu signalisieren. Denn je rarer und somit begehrter ein Spezialist ist, umso stärker betrachtet er seine Probezeit auch als Probezeit fürs Unternehmen. Da er noch nicht emotional ans Unternehmen gebunden ist, ist der Neue in dieser Anfangszeit schnell zu einem erneuten Arbeitgeberwechsel bereit.  * Der Autor Hans-Jörg Schumacher arbeitet als Managementberater und -trainer für die deutsche Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner.


Branche Arbeitsplatzsicherheit

Unfallfreie Zusammenarbeit mit Robotern Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Unfallversicherung (IFA) und der   Fachbereich Holz und Metall wollen die Zusammenarbeit von Mensch und   Roboter sicher machen.

K

ollaborierende Industrieroboter sind komplexe Maschinen, die Hand in Hand mit Personen zusammenarbeiten. In einem gemeinsamen Arbeitsprozess unterstützen und entlasten Roboter den Menschen. Ein Beispiel: Ein Roboter hebt und positioniert ein schweres Werkstück, während eine Person leichte Eisenhaken anschweißt. Bei dieser Arbeitstätigkeit besteht zwischen der Person und verschiedenen Roboter­ elementen – zum Beispiel Roboterarm oder Werk- In den für Industrieroboter relevanten Normen fehlen sicherheitszeug – eine große räum- technische Anforderungen. liche Nähe. Dabei kann es zu direktem Kontakt zwischen Roboter und ble Schwere einer Verletzung gelten hiernach Person kommen. Eine vergleichbare Situation Beanspruchungen der Haut und der darunter findet man bei mobilen Servicerobotern, die liegenden Gewebe, bei denen es nicht zu tie­ in steigender Zahl in der Arbeitswelt und in ferem Durchdringen der Haut und des Geweöffentlichen oder privaten Umgebungen nahe bes mit blutenden Wunden kommen kann. neben Personen eingesetzt werden. Frakturen oder anderweitige Schäden des Bisher waren beim Einsatz von Robotern tren- Muskel-Skelett-Systems müssen ausgeschlosnende Schutzeinrichtungen notwendig, um sen sein. Personen, die sich im Arbeitsfeld des Robo- Die Schwere einer Verletzung kann durch ters befanden, sicher gegen mechanische Ein- Grenzwerte zusammenhängender Verletwirkungen durch schnelle Roboterteile zu zungskriterien abgebildet werden. Für alle schützen. Im Zuge der Überarbeitung und Bereiche eines einfachen Körpermodells wurNeuordnung der für Industrieroboter rele- den Grenzwerte für die Verletzungskritevanten Normen wurde ergänzend das neue rien „Stoßkraft“, „Klemm-/Quetschkraft“ und Anwendungsfeld der kollaborierenden Robo- „Druck/Flächenpressung“ festgelegt. Das IFA ter geschaffen. Allerdings sind in den für hat dazu Verletzungsdaten aufgrund äußerer Industrieroboter relevanten Normen keine mechanischer Belastungen aus Literatur und ausreichenden sicherheitstechnischen Anfor- Datenbanken recherchiert. Hieraus wurden derungen für eine Bewertung dieser Verlet- orientierende Grenzwerte für die maximal zungsrisiken vorhanden. Deshalb hat das erlaubten Verletzungsschweren nach Kördeutsche Institut für Arbeitsschutz (IFA) in permodell ermittelt und durch verschiedene einem Entwicklungsprojekt technologische, Kontrollversuche im Labor punktuell übermedizinisch/biomechanische, ergonomische prüft. und arbeitsorganisatorische Anforderungen Die Empfehlungen zur Gestaltung von an derartige Arbeitsplätze erarbeitet. Arbeitsplätzen mit kollaborierenden Robotern enthalten umfangreiche Hilfen für Tolerable Verletzungen die Anwendung der sicherheitstechnischen Da ein bestimmungsgemäß durchgeführter, Anforderungen im Rahmen von Risikobewerkollaborierender Arbeitsprozess Kollisionsri- tungen in der betrieblichen Praxis. Mit den siken zwischen einem Roboter und Personen Empfehlungen können Roboter-Arbeitsplätze einschließt, bestand die Aufgabe darin, die so gestaltet werden, dass der erforderliche Beanspruchungseffekte durch Kollision so zu Arbeitsschutz für die beteiligten Personen begrenzen, dass nur geringe, tolerable Ver- gewährleistet ist.  www.dguv.de/ifa letzungsrisiken auftreten können. Als tolera-

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Branche ift Rosenheim

Universal Design für Bauelemente Der Begriff „Universal Design“ (UD) steht für ein Konzept, Produkte für eine größtmögliche Gruppe von Menschen ­einfach und nachhaltig zu entwickeln. Ob das nur ein Trend oder auch eine echte Zukunftsaufgabe für die Tür- und ­Torbranche ist, untersucht das ift Rosenheim.

Die sieben Prinzipien des Universal Design

gibt es interessante Denkansätze wie das UD, das als internationales Design-Konzept wie folgt definiert wird: „… Universelles Design ist ein Design von Produkten, Umfeldern, Programmen und Dienstleistungen, die von allen Menschen im größtmöglichen Umfang genutzt werden können, ➤  Universal

Design: die Kriterien

Mit einer Kennzeichnung „UD“ wird transparent, ob ein Produkt die Anforderungen für einen bestimmten Nutzerkreis erfüllt. Dabei werden folgende Aspekte beurteilt: 1. Ausrichtung der Unternehmensphilosophie und Produktentwicklung ­hinsichtlich des UD, 2. Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzergruppen bei der Produkt­ entwicklung sowie Maßnahmen zur Um-/Nachrüstung, 3. Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Hygiene, Gesundheit und Gebrauchstauglichkeit über die gesamte Lebensdauer, 4. Betrachtung der Ökologie und Nachhaltigkeit, 5. Bewertung von Bestellmöglichkeiten, Verpackung und Lieferservice hinsichtlich unterschiedlicher Nutzergruppen, 6. Beurteilung der Bedienungs- und Wartungsanleitung, 7. Service und Nachbestellmöglichkeiten bzw. Austausch, 8. Entsorgung und Recycling.

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ohne dass eine Anpassung oder ein spezielles Design erforderlich ist …“ (Definition im Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Vereinte Nationen 2007). Produkte sollen so flexibel sein, dass sie ohne Zusatztechnik oder Anpassung von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten (Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen) in unterschiedlichen Situationen benutzt werden können. Industrie- Wichtige Anforderungen an zweige wie Handy- oder Türen und Tore im Rahmen Kraf tfahrzeughersteller des Universal Design setzen sich bei der Produktentwicklung bereits sehr intensiv mit dieser Thematik auseinander. UD bietet neben den Diskussionen zur Bauproduktenverordnung, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit deshalb Chancen, um die Wertigkeit von Türen und Toren gegenüber Kunden zu betonen. Natürlich müssen die relevanten Kriterien und Anforderungen für die unterschiedlichen Branchen ausgearbeitet, interpretiert und für die Praxis umsetzbar gemacht werden. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass „universelles Design“ nicht bedeutet, dass alle Menschen bzw. Anwendergruppen unter allen Umständen ein Produkt nutzen können. Denn es gibt kein Produkt, das die Bedürfnisse aller Nutzer vollständig erfüllen kann. Aber wenn die Bedürfnisse von so vielen Nutzern wie möglich in den Designprozess einbezogen werden, können Produkte entworfen werden, die von Menschen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten in einer Vielzahl von Situationen verwendet werden können. Bei der Gestaltung von Produkten sollten deshalb die sieben Designprinzipien des UD berücksichtigt werden (siehe Grafik). Der demografische Wandel und damit die Wünsche der kaufkräftigen Zielgruppe der „Silver Ager“ wird die Produkteigenschaften, die sich hinter dem Begriff UD verbergen, noch viel stärker in den Vordergrund rücken. Hier sind grundsätzlich alle Branchen, aber in besonderem Maße auch die Baubranche und somit die Hersteller von Türen, Toren, Fenstern und Baubeschlägen betroffen. Bei der Planung und Produktentwicklung wird dies künftig in einem viel größeren Maß zu berücksichtigen sein. Um die Nachweisführung möglichst einfach zu gestalten, werden die relevanten ift-Zertifizierungsprogramme mit optionalen Anhängen zum UD erweitert. Damit erhalten Hersteller neutrale und glaubwürdige Informationen und Nachweise, die für Marketing und Vertrieb sowie für die Kundenkommunikation genutzt werden können.  www.ift-rosenheim.de

Grafiken: ift Rosenheim

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er demografische Wandel und neue Lebensstile zwingen zur unkomplizierten Bedienung und flexiblen Nutzung von Häusern, Räumen und Bauteilen. Für den Bauelementemarkt sind vor allem Trends wie die Digitalisierung, der Energiewandel, eine zunehmende Urbanisierung oder Mehrgenerationenhäuser relevant. UD ist dabei ein erfolgreicher Ansatz, zur wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit von Umwelt, Produkten und Dienstleistungen beizutragen. Mit den Gestaltungsmerkmalen des UD kommen bei Türen und Toren zu den bekannten Leistungsmerkmalen wie Verformungsstabilität, Brand- oder Schallschutz sozio-kulturelle Kriterien hinzu. Hierzu zählen beispielsweise die einfache Handhabung und Nutzung. Dies hilft nicht nur Menschen mit Handicap, sondern praktisch jedem, weil sich bei einer langen Nutzungsphase häufig auch die psychische Konstitution der Nutzer ändert. In diesem Rahmen


Branche Metallbau Selinger

Von zwei auf 60 in 30 Jahren Der größte Arbeitgeber des Kärntner Gurktales feiert sein 100. Firmenjubiläum. 1912 wurde in Straßburg in Kärnten das erste Mal in der Esse einer kleinen, gepachteten Schmiede das Feuer entfacht. Diesem Pachtbetrieb des Firmengründers Otto Selinger folgte der Kauf eines Anwesens, der „Schmiedkeusche“ im benachbarten Ortsteil Gundersdorf. An diesem Standort agierte erst der Betriebsnachfolger Johann Selinger sen. als Huf- und Wagenschmied, der sich auf den Bau von Fahrzeugen (Anhängern) und die Reparatur landwirtschaftlicher Geräte spezialisierte. Nach der Übernahme der Schmiede in dritter Generation durch den heutigen Inhaber Johann Selinger 1982 erhielt der Betrieb in weiterer Folge eine inhaltlich völlig neue Ausrichtung, weg vom Fahrzeugbau, hin zur Bauschlosserei und in weiterer Folge zu Alu-Glas-Fassadenkonstruktionen und Stahlbaukonstruktionen – eine Entscheidung, die den Erfolgsweg sichern sollte. Die Unternehmensstrategie wurde fortan auf Wachstum ausgerichtet, die Zusammenarbeit mit Bauträgern und Architekten intensiviert und die umzusetzenden Projekte wurden größer. 1997 wurde dann der industriell orientierte Gewerbebetrieb in Mellach bei Straßburg völlig neu aufgebaut und 2010 nochmals auf die nahezu doppelte Produktionsfläche erweitert. Parallel dazu steigerte sich der Mitarbeiterstand stetig – vom Zweimannbetrieb 1982 auf rund 60 Mitarbeiter 2012.

Geschäftsführer Johann Selinger führt mit seiner Frau und Gesellschafterin Emilis Selinger einen modernen Metallbaubetrieb, der in Kärnten zu den führenden der Branche zählt.

Weitere Expansion geplant

Von der Produktionsstätte im Gurktal aus agiert Selinger vor allem im Süden und Osten Österreichs – in Kärnten, der Steiermark und Wien. Ziele für die kommenden Jahre sind die Ausweitung der betrieblichen Aktivitäten in den genannten Regionen und der Aufbau des Geschäfts in den westlichen Bundesländern Österreichs. In den kommenden Jahren sollen Alu-Glas- und Stahlbaukonstruktionen aus Straßburg in ganz Österreich montiert werden.  www.metallbau-selinger.com

Integrierte Managementsysteme sind unsere Kompetenz Trainings n Assessments n Zertifizierung

n ISO 9001 n EN 1090 n ÖNORM EN ISO 3834-2, -3 und -4

Bundesrechenzentrum

Aus Alt mach Neu

n n n n

ISO 14001 ISO 50001 OHSAS 18001 SCC

Rund 42 Millionen Euro sind in die Fassadensanierung des Bundesrechenzentrums geflossen. Das Projekt ist nun abgeschlossen. Das Bundesrechenzentrum im dritten Wiener Gemeindebezirk erstrahlt in neuem Glanz. Die vergangenen zweieinhalb Jahre (Baubeginn: Juli 2009) wurde die rund 18.000 Quadratmeter große Fassade erneuert und thermisch saniert. „Gleichzeitig haben wir das Gebäude den neuesten Erdbebennormen angepasst“, sagt Wolfgang Gleissner, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Die Fassade wurde, gemäß dem städtebaulichen Konzept von Architekt Martin Kohlbauer, dem angrenzenden Finanzministerium angeglichen. Dazu wurde die undichte und veraltete Metallfassade abgebrochen und durch eine neue energieeffiziente ersetzt. Infolgedessen sind neue Flächen an den Fensterfronten sowie in den Eckbereichen entstanden. Zudem wurden Flachdach, Heizkörper und Steigleitungen erneuert, der Brandschutz auf den letzten Stand gebracht sowie die Außenanlagen saniert.  www.big.at

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special: Stahlbau und Stahlleichtbau

Unger Steel Group

Lager aus Stahl für Rohre aus Stahl Unger realisierte für den Stahlrohrspezialisten Mertl in Rannersdorf/NÖ eine schlüsselfertige,  multifunktionale Lagerhalle. Das niederösterreichische Familienunternehmen Karl Mertl HandelsgesmbH vertreibt Stahlrohre, Kolbenstangen und Stahlrohrbogen. Mit dem Bauvorhaben für Mertl übernahm Unger als Generalunternehmung ein maßgeschneidertes Projekt im Bereich der erneuerbaren Energie. Das neu errichtete Gebäude in Rannersdorf muss modernste technische Anforderungen erfüllen und die Umsetzung des Bauvorhabens musste den reibungslosen Ablauf des Tagesgeschäfts gewährleisten und den Auftraggeber bestmöglich entlasten. Einen wesentlichen Aspekt des Stahlrohrhandels stellt die perfekt abgestimmte und durchdachte Warenlogistik dar; so lagert Mertl rund 7500 Tonnen Stahlrohre, die mittels computergesteuerten Lagerabläufen koordiniert werden. Im Produktsortiment sind allein über 5000 Dimensionen und Qualitäten enthalten, die insgesamt auf einer Fläche von 90.000 m² Lagerareal verwaltet werden müssen. 20 Bandsägen und Sägeautomaten sorgen für den idealen Zuschnitt der Rohre. Jedes einzelne Stück ist mit genauer Produktbeschreibung digital wie real auffindbar und jede Standortverlagerung ist exakt nachvollziehbar. So bleiben Verfügbarkeit und rascher Zugriff gewährleistet. Die zweischiffige Stahlrahmenhalle entspricht allen technischen Anforderungen zur modernen und effizienten Bewirtschaftung. Zeitgleich zum Bau wurden alle notwendigen Vorkehrungen für die Installation einer Photovoltaikanlage geschaffen, damit diese komplikationslos installiert werden kann. Der geplante Photovoltaikgenerator misst rund 800 m² und hat eine Leistung von ca. 110 kWp – eine der größten privat betriebenen Photovoltaikanlagen in Niederösterreich. Das Bauvorhaben wurde im Zeitraum Oktober 2011 bis März 2012 realisiert. Die Gesamttonnage dieses Projekts beläuft

sich auf 300 Tonnen. Der Einbau des Hochregallagers, die Montage von vier Hallenkränen sowie die anschließende Montage einer Photovoltaikanlage am Dach galten als die Herausforderungen. Eine Manipulationshalle für die Bearbeitung der Rohre ergänzt das Hochregallager. Vier kleinere Anbauten für einen Aufenthaltsraum, eine Meisterkabine, ein Kleinteilelager und einen Technikraum schaffen zusätzlichen Arbeitsplatz. Die Ausführung der Dachaufbauten mittels Akustiktragschale ermöglicht eine entsprechende Lärmreduktion und ein möglichst geräuscharmes Ambiente und schafft somit optimierte Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter und Besucher. Bei diesem Projekt wurden sämtliche baurelevanten Gewerke wie Baumeister und Stahlbauarbeiten sowie die Gebäudehülle von der Unger Steel Group ausgeführt. Fenster, Tore, Türen und Dachbelichtung sowie Bodenplatten fielen ebenfalls in den umfassenden Aufgabenbereich. www.mertl.com www.ungersteel.com

CreaMetal

Schweißhilfe spart Zeit Universallehre zum Anschweißen von Kopf- und Fußplatten  In Metallbaubetrieben werden täglich Tausende Kopfund Fußplatten an Träger und Stützen verschweißt. Dafür gibt es auf dem Markt – mit einer Ausnahme – keine Universalunterstützung. Die Arbeit erfolgt entweder mittels Unterlegen von Platten und Formrohren, welche mit Schraubzwingen befestigt werden, oder die Position wird angerissen und anschließend von Hand an den Träger gehalten und so geheftet. Die Plattenlehre „Crea-Heavy“ bringt hier eine erhebliche Erleichterung beim Einrichten und Die Plattenschweißlehre punktet im Praxiseinsatz mit Zeitgewinn, flexibilität und robustheit.

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Anschweißen von Kopf- und Fußplatten an Trägern, Stützen und Säulen. Die Lehre ist leicht und trotzdem robust. Mithilfe einer Maßskala wird der Höhenversatz der Platte auf den gewünschten Wert eingestellt. Mit der Schraubzwinge ist die Lehre rasch positioniert und die Platte kann aufgelegt werden. Das Ausgleichen von Toleranzen funktioniert einfach: Die Platte wird in der Höhe gehalten, seitlich positioniert und schon kann geheftet werden. Laut Hersteller CreaMetal fürht die Lehre in rund 90 Prozent der Anwendungsfälle zu Zeitersparnis und Arbeitserleichterung im Positionieren von Fuß- und Kopfplatten aller Art. www.creametal.ch


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special: Stahlbau und Stahlleichtbau

Mischbauweise

Herausforderung der Fügetechnik Eine neue Verbindungstechnologie von Stahl mit Aluminium ist im Entwicklungsstadium. Von Katharina Umlaub*

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erkstoffverbunde optimieren die Eigenschaften mehrerer unterschiedlicher Materialien; daraus ergibt sich ein neues Anwendungsspektrum, das hinsichtlich der dynamischen Eigenschaften, Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit eine bestmögliche Kombination von Werkstoffen ermöglichen soll, ebenso wie durch neue Konzepte unterschiedliche mechanische Eigenschaften erzielt werden können. Insbesondere in der Automobilindustrie ist der Einsatz von Leichtbaumaterialien und Verbindungen mit hochfesten Stählen unerlässlich zur Erlangung einer Gewichtsreduzierung der Fahrzeuge und der damit verbundenen Treibstoffeinsparung, um dadurch eine geforderte Verringerung der CO2-Emission zu erzielen. Dies ist nicht nur durch die Entwicklung neuer Motoren und Antriebe möglich, sondern auch durch den Einsatz leichter Materialien für Chassis, Innenausstattung und Karosserie. Besonders die Verbindung von hochfesten Stählen und Aluminium gewinnt zunehmend für den erweiterten Dünnblechbereich an Bedeutung.

Grundlagenforschung in Wien

Die Schweißtechnische Zentralanstalt (SZA) beschäftigt sich mit der ständigen Erforschung und Weiterentwicklung unterschiedlicher Werkstoffkombinationen und Arbeitsmethoden. Zurzeit wird an der Umsetzung des Einsatzes von biegsamen Bimetallstreifen für die Verbindung von verschiedenen hochfesten Materialien und der praktischen Umsetzung eines Patents der SZA (Verfahren zum Verbinden von Stahl- und Aluminiumbauteilen mittels Schmelzschweißen) in Kooperation mit der Technischen Universität Wien gearbeitet.

Abbildung 1: Prinzip der Verbindung von Stahl mit Aluminium

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Abbildung 2: links: Bimetall-Platine mit Probenentnahmestelle; rechts: metallografische Untersuchung der Metall­ verbindungen

Diverse Materialien (z. B. Stahl, Aluminium, Magnesium, Titan usw.), die im Leichtbau benötigt werden, sollen mit flexiblen Bimetallstreifen verbunden und untersucht werden; primär liegt der Fokus auf der Verbindung Stahl mit Aluminium. Die Herstellung der artfremden Verbindung – das Bimetall aus Stahl und Aluminium – erfolgt durch einen Prozess des Schweißens im festen Zustand, die sekundäre artgleiche Verbindung durch einen Schmelzschweißprozess. Das Fügeverfahren mittels Bimetall ist gekennzeichnet durch eine große Universalität, da das Verschweißen von Stumpfstößen möglich ist und eine dadurch verbundene Ersparnis an Material und Platz sowie eine Gewichtsreduzierung gegenüber Nähten am Überlappstoß gegeben ist. Aluminium und Stahl sind nicht einfach zu verbinden; problematisch ist einerseits die Bildung von intermetallischen Phasen in der Fügezone der Metalle. Dies resultiert in einer Versprödung der Fügeverbindung und vermindert die Tragfestigkeit der Verbindung. Das Ausmaß der intermetallischen Phasen ist von besonders großer Bedeutung und hat den Haupteinfluss auf eine feste, haltbare Bindung zwischen den zu fügenden Werkstoffen. Die Verbindungszone muss eine durchgängige Haftung aufweisen, um eine dauerhafte Verbindung zu erzielen. Andererseits haben die beiden Materialien Stahl und Aluminium ein vollkommen ungleiches Werkstoffverhalten; der Unterschied liegt unter anderem in den Schmelztemperaturen, den Wärmeausdehnungskoeffizienten und der Wärmeleitfähigkeit.


Stahlbau und Metallbau

Leicht erlernbar Spezialfunktionen für Stahlbau und Blech Treppen und Geländer Perfekte Visualisierung Branchenübergreifend Automatische Fertigungsunterlagen Building Information Modeling (BIM) Optimale Materialkombination

Das Forschungsziel ist die Herstellung einer Verbindung mit der Steifigkeit von Stahl und dem Gewicht von Aluminium. Eine funktionierende Anwendung dieses Prinzips eröffnet in der Automobilindustrie und im Leichtbau einen völlig neuen Bereich der Anwendung und ermöglicht nicht nur die Optimierung von Materialkombinationen, sondern auch die Entwicklung neuer Materialverbunde durch diese Hybridfügetechnik. Die ACR-Kompetenzplattform „Multi-Material-Verbindungen“ – eine Zusammenarbeit von ÖGI, OFI, ZFE und SZA – beschäftigt sich mit dieser Thematik; der Schwerpunkt liegt in der Herstellung von Verbundwerkstoffen bzw. Werkstoffverbunden, der damit verbundenen Prozesse sowie der Füge- und Beschichtungstechnologien. Bisherige Untersuchungen einer tiefgezogenen Bimetallverbindung von Stahl mit Aluminium zeigen eine Begrenzung der Endfestigkeit einerseits durch den Einsatz von Reinaluminium und andererseits durch die vorhandenen Poren (Abbildung 2). Durch das gewalzte Bimetallband konnte im praktischen Versuch die artgleiche Schweißung sowohl an der Stahlseite als auch an der Aluminiumseite hergestellt werden (Abbildung 2). Die Empfindlichkeit gegenüber Korrosion ist bedingt durch die Differenz des elektrochemischen Potenzials und erfordert eine Beschichtung der Bauteile. Mit diversen Beschichtungen ist eine Reduzierung des Festigkeitsverlustes von maximal 60 Prozent des Ausgangswertes zu erreichen. Das Versagen der Verbindung tritt in der Kontaktzone auf. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Herstellungsprozess und -technologie verspricht nun eine aussichtsreiche und erfolgreiche Umsetzung dieses Verbindungsverfahrens.  www.sza.info

Mit unseren Softwarelösungen realisieren unsere Kunden die vielfältigsten Aufgaben aus dem gesamten Spektrum des modernen Metallbaus. Auch das komplette Dienstleistungspaket, vom Consulting und Direktvertrieb über Installation, Schulung und Wartung bis hin zur Hotline, erhalten Sie von uns abgestimmt aus einer Hand. Infos unter www.isdgroup.at ISD Software und Systeme GmbH Tel: 0732 / 9015-1800 4020 Linz

HiCAD im Video:

*Die Autorin DI Katharina Umlaub ist bei der SZA in Forschung und Entwicklung tätig.

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special: Stahlbau und Stahlleichtbau

alu-one Metallbaupartner

Qualität aus Aluminium Seit seiner Gründung im Jahr 1987 hat sich das Unternehmen alu-one erfolgreich als Produzent und Händler von ­Aluminium-Fertigelementen für den Fenster-, Türen- und Fassadenbau etabliert.

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Foto: alu-one Metallbaupartner

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alu-one Geschäftsführer Ing. Gerhard Gasselsberger vor der neuen Doppelgehrungssäge EMMEGI Twin Ferro.

die Maschine in der Lage, beide Sägeaggregate auf 45°, 90° und 135° sowie auf alle horizontalen Zwischengehrungen mit einer Präzision von 240 Zwischenpositionen pro Grad zu positionieren. Etikettendruck und Kurzteilschnitt sind optional erhältlich“, erklärt Josef Haas, Fachbereichsleiter Alu-Kunststoff bei Handl Maschinen. Das Sägeaggregat wird automatisch über die elektronische Steuerung auf Linearführungen verfahren. Diese gewährleistet hohe Maßhaltigkeit und Stabilität. Eines der Hauptmerkmale der Twin Ferro ist die Leistung des Sägeblattmotors: 2,7 kW in der Ausführung zum Sägen von Stahl, 3,9 kW in der Ausführung zum Sägen von Edelstahl. Die Maschine ist mit Minimalmengen-Taktsprüheinrichtung oder mit Kühlmittelsystem für Wasser-Öl-Emulsion lieferbar.  www.handl.at

Referenzprojekt LFS Pyhra

PROMOTION

as vor über 20 Jahren mit einem Mitarbeiter und einer kleinen Produktionsfläche begann, ist heute ein stattliches mittelständisches Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern auf zwei Standorten. Das Werk in Vöcklamarkt, Oberösterreich, wurde durch Erweiterung der Produktionsflächen sowie durch Neubauten der Büroräume und des Schulungszentrums sukzessive vergrößert. Eine weitere Produktionsstätte im slowakischen Trnava ermöglicht es, den ständig steigenden Anforderungen der Architektur aus dem In- und Ausland gerecht zu werden. „Unser Erfolgsgeheimnis liegt zum guten Teil auch an unserer Firmenphilosophie der gelebten Partnerschaft, d. h. Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Partnern und Mitarbeitern“, erklärt Gerhard Gasselsberger, seit 2006 Geschäftsführer bei alu-one. Gemeinsam mit dem Kunden werden immer wieder neue Herausforderungen angetreten, um dann mit hoher Ergebnisqualität zu überzeugen. Zu den Kunden des Unternehmens zählen ausschließlich gewerbliche Partner wie Fenster- und Türenhersteller, Fensterhändler, Metallbauer, Schlosser, Hallenbauer und Glaserfirmen. Eine eigene Abteilung beschäftigt sich mit der Herstellung von Brandschutzkonstruktionen. Ergänzend zu den bewährten Aluminium-Bauelementen beginnt der oberösterreichische Leitbetrieb mit der Herstellung und dem Vertrieb von Fertigelementen aus Stahl und Edelstahl. Gerhard Gasselsberger weiß, dass auch ein hohes Maß an Investitionsbereitschaft notwendig ist, um den Kunden permanent ein Maximum an Qualität bieten zu können. Daher hat alu-one auch in den letzten Jahren gezielt in moderne Technik investiert. Anfang dieses Jahres wurde eine neue automatische Doppelgehrungssäge für Eisen- und Nirosta­ profilzuschnitt der Marke Emmegi gekauft. Die Wünsche an die Maschine waren groß: Kürzere Fertigungszeiten und zusätzliche Marktmöglichkeiten wurden erwartet. Die Entscheidung zugunsten Handl Maschinen wurde bewusst getroffen. Die Welser Firma punktete durch gute Referenzen und Kompetenz bei Beratung, Verkauf und Service. Die Doppelgehrungssäge Twin Ferro von Emmegi dient zum Sägen von Stahl- und Edelstahlprofilen. Neben einer robusten Konstruktion und Zuverlässigkeit weist diese neue Maschinengeneration einzigartige Leistungsmerkmale auf. Die Emmegi Twin Ferro leistet dank ihrer hohen Präzision und einer beträchtlichen Bedienerfreundlichkeit einen erheblichen Beitrag zur Optimierungs des Produktionsablaufs. Einige technische Highlights sind: pneumatische Vollschutzhaube über dem Schneidbereich, 350-mm-HSS-Sägeblatt, Schneidbereich bei Sägeblatt auf 45° 100 x 100 mm, Vorschubgeschwindigkeit des Sägeblatts vom Bediener aus einstellbar. „Durch den Einsatz von Brushless-Motoren ist


special: Stahlbau und Stahlleichtbau

Messer

Reihenbrenner heizen ein Bei der Bosch Industriekessel GmbH in Gunzenhausen/D verrichtet eine von Grund auf neu konzipierte Fertigungs­ maschine für gewellte Flammrohre in Hochdruckkesselsystemen ihre Arbeit mit gesteigerter Leistung und gleichzeitiger Brennstoffeinsparung von 20 Prozent.

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ie traditionsreiche Bosch Industriekessel GmbH in Gunzenhausen/D ist einer von wenigen autorisierten Herstellern weltweit, die gewellte Flammrohre für überwachungspflichtige Hochdruckkesselanlagen produzieren. „Unser Anspruch lautet, stets die beste Technologie bereitzustellen. Daher sollte unsere Flammrohrproduktion noch effizienter und umweltfreundlicher werden“, erläutert Jürgen Thörel, Leiter Qualitätsmanagement bei Bosch Industriekessel. Aus diesem Grund wurde die mittlerweile 20 Jahre alte Anlage „in Rente geschickt“ und eine neue, vollautomatische Fertigungsmaschine in Betrieb genommen. Messer Cutting Systems lieferte dafür die vier Hochleistungswärmebrenner, die mit einem Acetylen-Sauerstoff-Gemisch betrieben werden. „Diese modernen Brenner brachten uns, wie erwartet, einen enormen Leistungsschub – mit weiteren positiven Nebeneffekten“, erklärt Thörel.

Enorm beansprucht

Überall dort, wo Heißwasser oder Dampf für industrielle Anwendungen benötigt werden, werden Großwasserraumkessel eingesetzt – beispielsweise in der Lebensmittel- und Papierindustrie zur Bereitstellung der Wärme für den Produktionsprozess. Die Bosch Industriekessel GmbH baut ihre Großwasserraumkessel nach dem bewährten Dreizugprinzip, als EinDie neue Wellflammrohrmaschine bei der Bosch Industriekessel GmbH flammrohr- oder als senkt die Produktionskosten und Zweiflammrohrkesminimiert die Emissionen. sel zur Dampferzeugung bis 55.000 kg/h und zur Heißwassererzeugung bis 38.000 kW. Wahre Leistungsträger und die höchst belasteten Bauteile in diesem Konzept sind Flammrohre: Auf der Feuerungsseite werden sie mit Temperaturen bis nahezu 2000 °C beansprucht, auf der Wasserseite mit maximal 230 °C und Drücken bis 30 bar. Um einen optimalen Wärmeübergang zu gewähr­leisten, dürfen ihre Materialstärken ein bestimmtes Maß nicht übersteigen. Bei Kesseln mit hohen Leistungen und Betriebsüberdrücken werden daher keine glatten, sondern gewellte Flammrohre eingesetzt. „Umso wichtiger ist es, bei der Produktion auf höchste Fertigungsqualität zu achten. Dazu gehört unter anderem, das Bauteil optimal mit definiertem Wärmeübergang aufzuheizen. Mit unseren vier wassergekühlten Reihenbrennersystemen Supertherm RT-A 300 konnte Bosch die Produkti-

onsleistung erhöhen“, erklärt Reiner Kolb, Projektleiter bei Messer Cutting Systems. Jeder der vier Supertherm-Brenner hat eine integrierte Zündflamme sowie eine eigene Gasversorgungstafel. Darüber lässt sich nach Kundenwunsch bzw. den sicherheitstechnischen Notwendigkeiten entsprechend die Gaszufuhr regeln. Alle Gasversorgungselemente sind zum automatisierten Betrieb der Segment-Reihenbrenner in Verbindung mit einer Brennersteuerung im Schaltschrank montiert.

Vollautomatisch zum besten Ergebnis

Mithilfe der Messer-Flächenbrennersysteme wird das zu bearbeitende Material auf circa 900 °C erwärmt, woraufhin der vollautomatische Warmumformprozess startet. Ein ausgeklügeltes Überwachungssystem sorgt für erstklassige Regelungsqualität und höchste Wiederholgenauigkeit. Dabei werden sämtliche relevanten Prozessdaten automatisch in das Firmennetzwerk übertragen und archiviert. Ein lückenloser Qualitätsnachweis ist somit sichergestellt. Nach dem Umformprozess muss das Wellrohr von Rückständen und Zunder befreit werden. Auch das erfolgt ohne jegliche Eingriffe des Bedienpersonals. Der vollautomatische Betrieb, die kürzere Produktionszeit und der geringere Energieverbrauch senken die Stückkosten und ermöglichen höchste Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen. Durch das geschlossene Wasserkühlsystem sind geringe Korrosionsraten und eine lange Maschinenlebensdauer gewährleistet. „Wir nutzen die Abluftwärme für die Heizungsanlage, die Kühlwasserwärme wird für einen neu installierten Luftvorhang verwendet und die modernen Flächenbrennersysteme von Messer reduzieren die Emissionen drastisch – bei einer Brennstoffeinsparung von 20 Prozent“, fasst Jürgen Thörel, Leiter Qualitätsmanagement bei der Bosch Industriekessel GmbH, zusammen.  www.messer-cs.de

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special: Stahlbau und Stahlleichtbau

Interview

EN 1090: WPK muss gelebt werden! Vor Kurzem wurde die Zertifizierungsfrist zur ÖNORM EN 1090 um weitere zwei Jahre verlängert. Was bedeutet das nun für die betroffenen Betriebe und wie sollen diese sich jetzt verhalten?

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arl-Heinz Raunig, Leiter der Zertifizierstelle der TÜV SÜD SZA Österreich, und Gerald Bachler, Fachbereichsverantwortlicher Stahlbau/Schweißtechnik der TÜV SÜD SZA Österreich, geben im Interview mit Sylke Kanits dazu Auskunft.

Metall: Herr Raunig, TÜV SÜD SZA Österreich ist akkreditierte und notifizierte Stelle nach EN 1090. Welche Erfahrungen haben Sie als Zertifizierstelle mit der Umsetzung dieser Norm bisher gemacht? Karl-Heinz Raunig: Naturgemäß wird Neuerungen, besonders solchen, die für einige Betriebe gravierende Änderungen mit sich bringen, mit besonderer Skepsis begegnet. Sinnhaftigkeit und auch Inhalt werden dabei gerne hinterfragt. Wir haben es uns als erfahrene Zertifizierstelle zur Aufgabe gemacht, auch dabei Aufklärungsarbeit zu leisten und die Betriebe von der Notwendigkeit einheitlicher europäischer Regelungen zu überzeugen, wobei für qualitätsbewusste Unternehmen hier kein Nachteil entstehen darf und auch nicht entstehen wird. Anfangs wurden Perioden der Unsicherheit bei den betroffenen Betrieben durch Perioden des Aufbruchs zur Umsetzung der Norm abgelöst. In letzter Zeit tritt eine Stagnation ein. Da die Koexistenzperiode um zwei Jahre bis Juli 2014 verlängert wurde, wird vielfach mit der Zertifizierung gewartet. Und damit leider auch mit der Umsetzung der Anforderungen der Norm in den Betrieben. Was bedeutet nun die Verlängerung der Koexistenzperiode bis Juli 2014 für die Betriebe in der Praxis? Gerald Bachler: Die Anforderungen der EN 1090-2 bzw. EN 1090-3 sind bereits jetzt zu erfüllen, beispielsweise muss ein Betrieb, der Bauteile der Ausführungsklasse EXC 2 herstellen will, über geprüfte SchweißerInnen und eine Schweißaufsicht verfügen. Weiters müssen die Schweißarbeiten nach Schweißanweisungen mit entsprechend qualifizierten Schweißverfahren ausgeführt werden. Verwendete Materialien sind mit entsprechenden Werksbescheinigungen 2.1, Werkzeugnissen 2.2 bzw. Abnahmeprüfzeugnissen 3.1 zu belegen. Die zertifizierte werkseigene Produktionskontrolle (WPK) ist spätestens nach Ende der Koexistenzphase im Juli 2014 nachzuweisen. Die Praxis zeigt jedoch, dass immer mehr Ausschreibungen explizit die Ausführung nach EN 1090 fordern. Betriebe, welche bereits jetzt die Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, haben nun den Vorteil, durch das Vorlegen des EN-1090-1-Zertifikats die Anforderungen nachweisen zu können. Insbesondere können die Anforderungen an den Schweißbetrieb nach EN ISO 3834, der gleichermaßen für Werkstattfertigung und Baustellenfertigung gilt, nachgewiesen werden, da bei einem Audit EN 1090-1 gleichzeitig die Anforderungen an den Schweißbetrieb nach EN ISO 3834 geprüft werden und entsprechend mit einem Zertifikat belegt werden können.

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Sie empfehlen daher den Betrieben, die Zertifizierung trotz verlängerter Koexistenzperiode schon jetzt durchzuführen? Raunig: Ja, weil nicht nur die Anwendung der Norm gefordert ist, sondern die Betriebe sich dadurch auch rechtzeitig auf die neue Wettbewerbssituation einstellen können. Welche Erfahrungen haben Sie bei der praktischen Umsetzung der Norm bisher machen können? Bachler: Die Fülle an Informationen – im Internet, Auditberater, etc. – zu diesem Thema ist mittlerweile sehr umfangreich geworden. Leider müssen wir feststellen, dass durch nicht kompetente Personen mangelhafte oder falsche Auskünfte erteilt werden und eine zum Teil große Verunsicherung und Unzufriedenheit bei den Betrieben entsteht. Diese Situation trägt natürlich zu der ohnehin vorhandenen Skepsis bei. Wir empfehlen daher den Betrieben, sich mit einer akkreditierten und notifizierten Stelle nach EN 1090 in Verbindung zu setzen, abzuklären, welche Anforderungen für den angestrebten Zertifizierungsumfang tatsächlich notwendig sind, und maßgeschneidert die Anforderungen für den jeweiligen Betrieb zu erarbeiten. An die Betriebe werden neue Anforderungen gestellt, z. B. im Bereich der Schweißtechnik. Die Betriebe müssen neues Personal einstellen für die Schweißaufsicht, die Sichtprüfung, Schweißverfahrensprüfungen sind erforderlich. Glauben Sie, dass dieser Aufwand für die Betriebe zu bewältigen ist? Bachler: Die Erfahrung mit den bisher von uns zertifizierten Betrieben zeigt, dass der Aufwand zu bewältigen ist. Dies gilt für Kleinstbetriebe ebenso wie für größere Unternehmen. Wichtig dabei ist, dass die Anforderungen Schritt für Schritt erledigt werden. Je nachdem, wie weit ein Betrieb bisher in die Ausbildung seiner Mitarbeiter investiert hat, ist der zeitliche Aufwand unterschiedlich. In der Regel benötigen die Betriebe vom „ersten Gedanken“ an die Zertifizierung bis zum tatsächlichen Abschluss drei bis vier Monate. In diesem Zeitraum werden beispielsweise Schweißer zertifiziert, Sichtprüfer ausgebildet, die Unterlagen der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) erstellt – und natürlich die tagtägliche Arbeit erledigt. Raunig: Es werden immer wieder die hohen Kosten für die Zulassung von Schweißverfahrensprüfungen kritisiert. Die EN 1090 regelt hier ganz genau, welche Verfahren für die Qualifizierung von Schweißverfahren für die speziellen Anwendungsbereiche angewandt werden können. Dies muss nicht ausschließlich über eine Verfahrensprüfung erfolgen. Der Betrieb muss für sich entscheiden, welche Methode zur Qualifizierung der Schweißverfahren für sein Unternehmen die ideale ist, auch aus wirtschaftlicher Sicht.


special: Stahlbau und Stahlleichtbau Karl-Heinz Raunig

Gerald Bachler

Welche Tipps können Sie jenen Unternehmen mitgeben, die sich noch in der Vorbereitungsphase zur Zertifizierung befinden und der Umsetzung etwas ängstlich begegnen? Bachler: Ein wesentlicher Punkt ist, dass der Chef positiv hinter der Vorbereitung steht und somit für ein positives Klima sorgt. Es hat sich gezeigt, dass dann am effizientesten ein Ergebnis zustande kommt, welches den Abläufen im Betrieb gerecht wird, wenn alle Beteiligten von Anfang an eingebunden sind und ihre Erfahrungen einbringen. Viele Betriebe arbeiten ohnehin bereits jetzt so, dass die Anforderungen der EN 1090 erfüllt werden. Nun gilt es, diese Abläufe zu Papier zu bringen und je nach Ausführungsklasse die Arbeiten zu dokumentieren. Wir warnen davor, sich von außen ein System aufs Auge drücken zu lassen, welches dann mit den tatsächlichen Abläufen im Betrieb wenig zu tun hat. Eine externe Beratung mag durchaus sinnvoll sein, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Erarbeitung und Umsetzung von eigenen Mitarbeitern gemacht wird. Das System der werkseigenen Produk-

tionskontrolle muss gelebt werden, und dies gelingt nur, wenn darin die tatsächlichen Abläufe abgebildet sind. Vielfach wird kolportiert, die Zertifizierstellen verdienen mit dieser Norm ein neues „Körberlgeld“. Was sagen Sie als Leiter einer Zertifizierstelle dazu? Raunig: Man darf das nicht so sehen, dass nur die Zertifizierstellen verdienen. Wir sind als Dienstleister Teil der Wirtschaft und müssen natürlich auch unsere Kosten decken können. Wie in allen Belangen der Qualitätssicherung sollen die Unternehmen in der Umsetzung der Norm auch Vorteile sehen. Abläufe werden optimiert, der Qualitätsstandard wird erhöht und dadurch die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen verbessert. Auch im Wettbewerb werden Betriebe mit hohem Augenmerk auf Qualität Vorteile am Markt für sich verbuchen können. Betreffend der Kosten der Zertifizierung ist es ein Prinzip der TÜV SÜD SZA, ihren Kunden nur die tatsächlichen Aufwände weiterzugeben, weshalb eine effiziente Vorbereitung der Unternehmen auf die Zertifizierungsphase www.tuev-sued-sza.at sehr wichtig ist.  

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special: Stahlbau und Stahlleichtbau

Schweißanwendung

Lange Nähte, sichere Verbindungen Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr setzt eine teilautomatisierte Lösung zum Schweißen langer, gerader Nähte.

In Zistersdorf nutzen die Experten den Fahrwagen mit der Brennerpendelung von Fronius. Er führt Nähte ab einem halben Meter Länge mit dem Schweißsystem TransPuls Synergic 2700 aus.

Wiederholgenaue Gleichmäßigkeit der Schweißnähte und eine deutliche Qualitätssteigerung sind die wesentlichen Nutzwerte des Fahrwagens FDV 22 FM mit der Brennerpendelung.

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ange, gerade Nähte, hoch beanspruchbare Schweißverbindungen, dicke Stahlbleche und dazu das wettbewerbsgemäße Effizienzkriterium – diese Bedingungen sind charakteristisch für viele Fügeprozesse. Wie diese Nähte durch eine halbautomatisch gefügte Verbindung zu schließen sind, demonstriert der Anwendungsfall des Maschinen- und Anlagenbauers Dürr. Im Mittelpunkt der Lösung steht das Fahrwerk FDV 22 MF mit Schweißbrenner-Pendelung von Fronius.

Erfahrungen in Stahl

Bei der Dürr Anlagenbau Ges.m.b.H in Zistersdorf steht der Werkstoff Edelstahl im Mittelpunkt. Die Teile bestehen vorwiegend aus den Werkstoffen S235, S355JR, 1.4307, 1.4571, 1.4462 und 253 MA. Peter Hanzlovic, gelernter Betriebsschlosser und Maschinenbauingenieur, stellt die Fertigungsaufgabe vor: Die 4,45 Meter lange Welle für die Lackieranlage fertigen die Experten aus zehn Millimeter dickem Edelstahlblech. Dafür kanten sie das im Werk zugeschnittene Material in ein Sechskantrohr mit 15 cm Innenkreisdurchmesser. Die entstehende Längsfuge schließen sie mit einer Schweißnaht. Bis November 2011 fügten erfahrene Schweißer sie rein manuell. „Nur hoch qualifizierte Fachleute sind in der Lage, eine normgerecht feste, hochwertige Schweißnaht zu setzen“, erklärt der Betriebsleiter. Zudem habe sich, so Peter Hanzlo➤  Dürr

Anlagenbau Zistersdorf

Seit 1970 besteht die in der Region Niederösterreich gelegene Fertigungsstätte des internationalen Technologiekonzerns Dürr. Das seit März 2012 im MDAX notierte, weltweit agierende Unternehmen zeichnet eine über 100jährige Tradition aus. Es ist einer der international führen-den Anbieter von Produktionssystemen und produktionsbegleitenden Dienstleistungen für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer. Am Zistersdorfer Standort bildet das Know-how in der Edelstahlverarbeitung ein wichtiges „Standbein“: Profilbleche und andere Komponenten zum Beispiel für Lackier- und Fördertechnik, für thermische Abluftreinigungsanlagen, für Hydrozyklone oder Spritztunnelgehäuse kennzeichnen die Produktpalette der wirtschaftlich selbstständige Dürr Anlagenbau Ges. m.b.H. Rund 130 Beschäftigte erwirtschafteten in 2011 einen Umsatz von 15,8 Mio. Euro.

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vic, das manuelle Fügen als Produktivitätsbremse erwiesen, weil nach dem Schweißen der Wurzellage ein Arbeitsgang des händischen Nachschleifens notwendig wurde. Die Höhenunterschiede der handgefügten Naht mussten eingeebnet werden, damit sich eine plane Fläche für die Decklage ergibt.

Lösung, Daten und Kennzeichen

Der Betriebsleiter erklärt die Wahl dieser Lösung, deren Richtigkeit er inzwischen durch mehrjährige Praxiserfahrung bestätigt sieht: „Das automatische Pendeln des Brenners während der Vorschubbewegung des Fahrwagens hat bedeutende Vorteile. Wir erhalten eine gleichmäßige, normgerechte Wurzelnaht, auf die wir ohne Nacharbeit die Decklage schweißen können.“ Gefügt ist sie im Pulslichtbogenprozess gemäß der entsprechenden WPS (Welding Procedure Specification). Die Decklage entsteht im Kurzlichtbogenprozess mit Fülldraht. Für beide Arbeitsgänge setzen die Zistersdorfer Experten das Schweißsystem TransPulsSynergic 2700 von Fronius ein. Seitlich neben dem 4,5 Meter langen Werkstück und parallel zu seiner Längsachse verläuft die Schiene, auf der sich der Fahrwagen mit dem pendelnden Brenner bewegt. Seitlich halten bzw. führen ihn seine Magnetkräfte. Über die Länge von 4,5 Metern ist die an beiden Enden in die Schweißvorrichtung horizontal eingelegte, 120 kg schwere Welle vor dem Schweißen bis zu fünf Millimeter durchgebogen. Die Breite des zu schließenden Spaltes kann im Nahtverlauf deutlich differieren. Dies sind im Zusammenhang mit der Kosten-NutzenRelation Gründe, die gegen eine vollautomatisierte Lösung sprachen. Peter Hanzlovic beschreibt die Arbeitsabläufe mit dem FDV (Fronius Driving Vehicle) 22 MF: „Vor Beginn des Fügens stellt der Schweißer über die entsprechenden Funktionen die Pendelbewegung ein, die maximal 25 Millimeter erreichen kann. Seine zertifizierte Schweißerqualifikation genügt, er muss nicht langjährige spezielle Erfahrungen mitbringen, wie sie zuvor beim manuellen Schweißen unabdingbar waren. Einstellen kann er auch die Geschwindigkeit für die Spaltüberbrückung und die Verweilzeit in der jeweiligen Endlage der Pendelbewegung. Alle Bewegungen sind nicht nur vor, sondern auch während des Schweißprozesses ver-


Betriebsleiter Peter Hanzlovic

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änderbar. Während des gesamten Fügeprozesses überwacht der Schweißer die Lage und Führung des Schweißbrenners. Er kann zeitnah in den Prozess eingreifen und gegebenenfalls sofort Korrekturen vornehmen.“

Optionen

Das akkubetriebene Längsfahrwerk mit Permanentmagnet FDV 22 FM ist mit 22 kg belastbar und eignet sich für das mechanisierte Längsnahtschweißen im MIG (Metall-InertGas)/MAG-Verfahren. Der integrierte Permanentmagnet sorgt für die Traktion der Räder auf dem austenitischen Werkstück oder auf einer Schiene und ermöglicht das Schweißen in verschiedenen Positionen, z. B. PA, PB, PC, PF und PG. Der Fahrwagen erreicht im vertikalen Betrieb eine Geschwindigkeit von 125 cm/min und horizontal bis 140 cm/min, wenn eine Belastung von 85 Newton angenommen wird. Die Energiequelle des Akkumulators mit minimal zwei Stunden Schweißbetrieb bei ca. 45 Minuten Ladezeit gewährt dem Anwender volle Mobilität. „Der Prozess des Akkuwechsels ist kurz, vergleichsweise wie bei einer Bohrmaschine. Und in unserem Dauereinsatz beträgt die Akkulaufzeit circa sechs bis acht Stunden“, so Hanzlovic. In Zistersdorf setzen die Experten den Fahrwagen mit oder ohne Brennerpendelung ab einem halben Meter Schweißnahtlänge ein. Allein im beschriebenen Arbeitsschritt beträgt die Kapazitätssteigerung 15 Prozent. Bei sieben Monaten liege der ROI (Return on Invest) für den Fahrwagen mit Pendelbrenner-Zubehör.

Rückschau und Aussicht

Peter Hanzlovic beschreibt die Erfolge des Projekts: „Erstens die Zeiteinsparung durch den Wegfall des Nachschleifens der Nahtoberfläche, zweitens ist die Abschmelzleistung um 30 Prozent höher als bei dem vorher praktizierten manuellen Schweißen. Der Anteil an der Einsparung beträgt rund 80 Prozent. Rund 30 Minuten weniger als vorher manuell brauchen wir für die beiden insgesamt neun Meter langen Nahtlagen. Die restlichen 20 Prozent resultieren aus der höheren Effizienz, die der Schweißer in bequemer Höhe in einer insgesamt angenehmeren Arbeitssituation realisiert. Und weiters profitieren wir von der höheren Qualität unserer Schweißergebnisse, ausgewiesen mit den stets normgerecht ausgeführten, sauberen Nähten. Der Durchbrand liegt bei 100 Prozent und erzielt wird dies nahezu spritzerfrei. Die Einsparung pro Bauteil beträgt 25 Euro. Wir erreichen eine wiederholgenaue Gleichmäßigkeit der Schweißnähte und die Qualitätssteigerung führt zu einer hohen Kundenzufriedenheit.“  www.durr.com www.fronius.com

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der perfekte Brandschutz! Ein Brandschutzsystem mit verschiedensten Lösungen für Geschäfts-, Wohn-, Schul- und Industrieobjekte. Secur ist mit dem großen Angebot an Zubehör, ein komplettes, zugelassenes Brandschutzsystem für ein- und zweiflügelige Türen E30 und EI30 (inklusive Rauchschutz) mit Festteilen und in ihrer Länge nicht begrenzte Verglasungen E30/EI30. Sapa Building System Vertriebs GmbH Pirching 90, 8200 Gleisdorf Tel. 03112/7366-0 Fax 03112/7366-6 E-mail: austria@sapagroup.com

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NOTIZEN

HANDBUCH Metallgewerbe 2011/2012 Das aktuelle Nachschlagewerk und ein nützlicher Ratgeber für das Metallgewerbe

Herausgegeben vom Österreichischen Wirtschaftsverlag

Wichtiges aus dem Inhalt: Aktuelles Mitgliederverzeichnis der Schlosser, Landmaschinentechniker und Schmiede sowie Gießer, Gürtler und Galvaniseure Antworten auf wichtige Fragen arbeitsrechtlicher Natur Wichtige Ansprechpartner in den Landesinnungen und der Bundesinnung

Fax 01/740 40 78 13 Ich bestelle (mit Rechnung): ……… Exemplare Handbuch für das Metallgewerbe 2011/2012 à Euro 29,10 (Alle Preise zzgl. 10% MwSt. und Versandspesen) Firma Name/Position Straße/Hsnr./Stg. Plz/Ort Telefon/E-Mail Unterschrift/Datum

Der Wirtschaftsverlag Wiedner Hauptstraße 120–124 1051 Wien Vertrieb intime Service GmbH Simmeringer Hauptstr. 24, 1110 Wien F 01/740 40 78 13


special: Stahlbau und Stahlleichtbau

formTL

Amorph und abgehoben Das Projekt nach den Entwürfen des italienischen Architekten Massimiliano Fuksas besteht aus drei Elementen, die der Architekt „Teca“ (Theke), „Lama“ (Klinge) und „Nuvola“ (Wolke) genannt hat. Der Gebäudekomplex nimmt eine städtebaulich wichtige Rolle an der Via Cristoforo Columbo ein, der Hauptachse des Stadtviertels südlich vom Zentrum. Das höchste der Gebäude, La Lama, ragt seinem Namen entsprechend schmal wie eine Klinge in den Himmel. Zusammen mit La Teca, dem 30 Meter hohen, 200 Meter langen und 75 Meter breiten Quader aus Stahl und Glas, bilden die Gebäude markante Orientierungspunkte des Stadtteils. Im Inneren der Teca befindet sich die Nuvola, das Kongressund Ausstellungszentrum. Nahezu schwebend, nur an wenigen Stellen mit Boden und Hallentragwerk verbunden, beherrscht die lang gestreckte, amorphe Form den Innenraum des riesigen Glascontainers. Die 126 Meter lange und 65 Meter breite Nuvola beherbergt ein Café mit Blick in die Halle, Foyers, mehrere Sitzungssäle und ein geräumiges Auditorium mit fast 2000 Plätzen. Ihr organisch gestaltetes Tragwerk aus formgeschnittenen Stahlprofilen wird von einer transluzenten Membranhülle aus akustisch optimiertem Glas-Silkon-Gewebe umspannt. Dem Membranspezialisten formTL kommt damit die gestalterisch besonders wichtige Aufgabe zu, die schwere Stahlkonstruktion in ein leichtes, schwebendes Objekt – in eine „Nuvola“ – zu verwandeln. Denn die „Wolke“ wird erst durch die Ausformung der Membranhülle tatsächlich als solche modelliert und

Abbildung: formTL

Im neuen Kongresspalast in Rom verwandeln Ingenieure von formTL eine tonnenschwere Stahlkonstruktion in eine  scheinbar federleichte Wolke.

la nuvola – die Wolke: Im Innenraum des quaderförmigen Kongress- und Ausstellungszentrums wird eine massive Stahlkonstruktion mit einer Membranhülle aus akustisch aktiviertem Glas-Silikon-Gewebe in eine leichte, schwebende raumskulptur verwandelt.

wahrgenommen. Dazu unterteilt und trimmt formTL die Oberfläche mit ergänzenden Profilen und setzt spezielle bündige Spanndetails ein, die später unsichtbar sind. Diese Bauweise bewirkt die changierende Membranoberfläche, die sich im Durchlicht auflöst und bei Auflicht skulptural verdichtet. www.form-TL.de

Reime

Rationelles Gewindeschneiden in Gusseisen Moderne Gusseisenwerkstoffe stellen sehr hohe Anforderungen an Gewindebohrer, stellt Reime fest, vor allem an Bohrer mit geometrisch bestimmter Schneide. Hinzu kommt die mechanische Belastung der Werkzeuge durch eine hohe Werkstofffestigkeit. Das Unternehmen Ernst Reime hat für die Bearbeitung dieser Materialien die Gewindebohrer Noris GGV entwickelt. Die präzise Abstimmung von Schneidengeometrie und Finishbehandlung führt zum optimalen Schnitt und hebt sich auch beim Einsatz in niedrigeren Gusseisenqualitäten von den bisherigen Werkzeugen ab, wird betont. Eine hohe Verschleißfestigkeit gewährleisten der Grundstoff HSS-PS (pulvermetallurgisches HSS) und die Beschichtung TiCN. Mit geringeren Wandstärken vieler Bauteile sind auch kürzere Gewindeausläufe verbunden. Angeboten werden hierfür Bohrer mit verkürztem Anschnitt (Form E). Auch Hochleistungsgewindebohrer mit innerer Kühlmittelzufuhr sind lieferbar. www.noris-reime.de

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Metall & Technik Forschung & Entwicklung

Smarte Oberflächen Sei es bei Fensterscheiben, Korrosionsbeschichtungen oder mikrofluidischen Systemen im medizinischen Labor – ­Oberflächen, die sich selbst von Wasser und anderen Flüssigkeiten befreien, würden vieles vereinfachen. Wie solche Oberflächen für verschiedene Anwendungen aussehen müssen, errechnet ein neues Simulationsprogramm.

E

s regnet in Strömen. Ein kurzer Weg bis zum Auto und schon vernebeln zahlreiche Tropfen auf der Brille die Sicht. Künftig könnte es allerdings überflüssig sein, das Putztuch zu zücken: Ist die Oberfläche des Glases ähnlich gestaltet wie die eines Lotusblattes, laufen die Tropfen von alleine ab, ohne Spuren zu hinterlassen. Sinnvoll sind solche selbstreinigenden Flächen nicht nur bei Brillengläsern – auch Korrosionsbeschichtungen würden dem nagenden Rost deutlich länger standhalten, wenn das Wasser nicht in kleinen Pfützen darauf stehen bliebe. Doch wie müssen Oberflächen genau beschaffen sein, um sich optimal selbst zu reinigen? Das errechnet nun eine Simulationssoftware, die Forscher am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg entwickelt haben. „Unsere Simulation zeigt, wie sich verschiedene Flüssigkeiten auf unterschiedlichen Oberflächen verhalten – ganz gleich, ob diese eben, gekrümmt oder strukturiert sind“, erklärt Adham Hashibon, Projektleiter am IWM. Das Pro-

Die Forscher sprechen von der Drei-Phasen-Kontaktlinie zwischen Flüssigkeit, Oberfläche und Luft. „Es gibt sehr viele Parameter, die beeinflussen, wie sich die Flüssigkeit auf einer Fläche verhält – beispielsweise die Oberflächenbeschaffenheit des Materials und die Struktur, aber auch Substanzen, die in der Flüssigkeit gelöst sind. All dies haben wir in unterschiedlichen Detaillierungsgraden in der Simulation berücksichtigt und können so unsere experimentellen Ergebnisse sehr gut wiedergeben“, sagt Hashibon.

Mikrofluidische Systeme verbessern

Foto: Fraunhofer IWM

Auch für medizinische Untersuchungen ist die Simulation hilfreich. Müssen Ärzte Gewebezellen oder DNA-Bestandteile analysieren, verwenden sie dafür oft mikrofluidische Systeme wie Durchfluss-Küvetten. Die Flüssigkeit mit den gelösten Substanzen fließt durch winzige Kanäle und kleine Kammern und wird dabei analysiert. Wichtig ist, dass sie sich nach der Untersuchung restlos aus allen Kammern und Kanälen entfernen lässt. Denn würden Tropfenreste hängen bleiben, würden sie sich später mit der neuen Probe vermischen und die Ergebnisse verfälschen. Die Simulation soll künftig dabei helfen, solche mikrofluidischen Systeme zu optimieren und die Oberflächen so zu gestalten, dass möglichst wenig Flüssigkeit dort verbleibt. „Unser Ziel war es, das Benetzungsverhalten von Flüssigkeiten auf strukturierten Oberflächen besser zu verstehen und gezielt zu steuern“, sagt Hashibon. Doch damit nicht Links: Mikrometerfein strukturierte Polystyroloberfläche für mikrofluidische Anwendungen. Rechts: Statische Benetzung einer solchen Oberfläche mit Wasser – Simulation und Experiment genug: Das Tool kann auch helfen, eine Art gramm simuliert zum einen die Form, die Flüssigkeits- Verkehrsleitsystem in den mikrofluidischen Systemen zu tropfen auf der Oberfläche annehmen – also etwa, ob sich realisieren: Sind an einer Weggabelung die weiterführendie Flüssigkeit auf der Oberfläche verteilt oder sich trop- den Kanäle jeweils mit unterschiedlichen Oberflächenstrukfenmäßig zusammenzieht, um möglichst wenig Kontakt turen versehen, lassen sich verschiedene Bestandteile trenmit ihr zu haben. Zum anderen berechnet es das Fließver- nen – beispielsweise fließen DNA-Moleküle in den einen halten und damit, wie sich die Flüssigkeiten auf verschie- Kanal, andere Bestandteile in den anderen. So lässt sich die denen Oberflächen bewegen. Die Forscher integrieren Konzentration bestimmter Moleküle erhöhen. Das ist besondabei Faktoren über viele Größenskalen hinweg: von ato- ders wichtig, um beispielsweise die Nachweisempfindlichmaren Wechselwirkungen bis hin zu den Auswirkungen keit eines Analyseverfahrens zu erhöhen.  www.iwm.fraunhofer.de der mikroskopischen Oberflächenstruktur.

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Metall & Technik RZ_esco_Anz2012_AT_59x255_BrandVerarbeiter_4c_

Berner

Neue Allwetter-Dichtmasse für Outdoor Im Außenbereich sind die Anforderungen an die UV- und Witterungsbeständigkeit besonders hoch. Berner bietet dazu zwei Top-Produkte zum Kleben und Abdichten an. Neu im Programm ist die Berner Dichtmasse Allwetter, in Ergänzung zum seit Jahren erfolgreichen Berner Power-Alleskleber (UKDM).

Berner Dichtmasse Allwetter

Die Berner Dichtmasse Allwetter ist für den Einsatz auf feuchtem Untergrund bestens geeignet. Zudem haftet die Dichtmasse hervorragend auf verschiedenen Baustoffen wie Mauerwerk, Beton, Putz, Holz, Metall, Glas, Kupfer, verzinkten Flächen, Bitumen und vielen Kunststoffen. Ein weiteres Produktmerkmal der Dichtmasse ist die Elastizität. Materialbewegungen werden auf Dauer aufgenommen und führen zu keinem Bruch des Materials. Die Dichtmasse wird zum dauerhaften Abdichten von Dehn- und Anschlussfugen im Dach- und Fassadenbereich verwendet. Eine weitere Einsatzmöglichkeit sind Reparaturen im Innen- und Außenbereich, wie z. B. bei Glas- und Sanitärarbeiten.

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Berner Power Alleskleber

Der Berner Power Alleskleber vereint die positiven Eigenschaften von Acryl, Silikon und PU-Klebern ohne deren Nachteile. So lässt sich der Kleber bei allen Witterungsumständen anwenden und ist gegen alle Witterungseinflüsse beständig. Durch den Verzicht auf Weichmacher wird die Randzonen-Verschmutzung vermieden. Ein weiterer herausragender Vorteil des Powerklebers ist die ausgezeichnete Haftung auf vielen Untergründen sowie die Möglichkeit, unterschiedliche Materialien zu verbinden. Sowohl die Dichtmasse Allwetter als auch der Power Alleskleber sind überstreichbar und entsprechen den hohen Qualitätsanforderungen von Berner.  www.berner.co.at

NovoNox

Edelstahl-Spannverschlüsse

Brandschutz – eine Frage der Zuverlässigkeit. ZUVERLÄSSIGEN BRANDSCHUTZ BIETEN DIE BRANDSCHUTZKONSTRUKTIONEN VON ESCO. MIT SPEZIELL ENTWICKELTEN WÄRMEDÄMM PROFILEN UND UNSICHTBAR INTEGRIERTEM EDELSTAHL EINLEGEPROFIL.

Spannverschlüsse von NovoNox werden unter anderem zum sicheren Befestigen und Verschließen von Maschinenverkleidungen, Abdeckhauben, Transportbehältern und Kisten eingesetzt. Sie sind ideal für Anwendungen, bei denen ein häufiges Öffnen und Schließen erforderlich ist. Das Spannverschluss-Programm von NovoNox umfasst einstellbare und nicht einstellbare Spannverschlüsse, die durch Funktionalität und ansprechendes Design überzeugen. Praktisch sind die Ausführungen mit Sicherung gegen unbeabsichtigtes Öffnen beziehungsweise mit Abschließmöglichkeit. Die Spannverschlüsse sind im bewährten Werkstoff Edelstahl 1.4301 lieferbar. Mit den Spannverschlüssen können Haltekräfte von 500 bis 6.500 N erreicht werden. Außerdem können durch die Verwendung von Spannverschlüssen mit Federbügel größere Toleranzabweichungen innerhalb der Spannvorrichtung kompensiert werden. Die robuste Bauweise und die große Totpunkt-Überschreitung garantiert vibrationsfestes Schließen..  www.novonox.com

Ein Brandschutzsystem für EW30, EI30, EI60 und EI90 Innovativer Verbund durch integrierte Edelstahleinlage Keine Sonderausfräsarbeiten beim Beschlageinbau Wirtschaftliche Verarbeitung und Montage des Systems

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Metall & Technik

AluKönigStahl

Jansen-VISS SG: Im Handumdrehen zur geprüften Hightech-Fassade Transparenz und Leichtigkeit liegen bei Fassaden weiterhin im Trend. Der Werkstoff Stahl und seine hervorragenden ­statischen Eigenschaften ermöglichen es Planern und Architekten, diese Anforderungen optimal umzusetzen.   AluKönigStahl bietet mit den wärmegedämmten Jansen Stahlsystemen für Pfosten-Riegel-Konstruktionen Jansen-VISS für nahezu alle Anforderungen die geeignete Lösung.

Jansen-VISS SG für mehr Transparenz in der Gebäudehülle

M

it dem bewährten System Jansen-VISS (voll isoliertes Sprossensystem) lassen sich mit wenigen, modular aufgebauten Komponenten Fassaden aller Art herstellen. Durch Addition weiterer Systemteile können spezifische Anforderungen an Wärmeschutz, Schallschutz und Feuerschutz in einheitlicher Optik erfüllt werden. In statischer Hinsicht mittels einer Reihe von Profilen in verschiedenen Bautiefen und/oder innen liegender Verstärkungsmöglichkeiten, in funktionaler Hinsicht durch die Wahl entsprechender Zubehörteile respektive Füll­ elemente. Verarbeiter profitieren von einer routinierten Handhabung und vereinfachten Lagerhaltung weniger Einzelteile. Sie können geschweißt oder gesteckt werden und bieten die Möglichkeit systematischer Vorfertigung auch großflächiger Fassaden und Dachverglasungen in der Werkstatt. Gesteckte Konstruktionen lassen sich zudem mit T-Verbindern schnell und sicher fertigen. Eine Kombination beider Fertigungsweisen ist ebenfalls möglich. Die Profile sind walzblank oder in bandverzinkter Ausführung

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erhältlich. Dem Planer eröffnet sich das gesamte Spektrum der Farbbehandlung mittels Nasslackierung oder Pulverbeschichtung. In Weiterentwicklung der Systemfamilie Jansen-VISS wurde nun mit VISS SG ein neues Stahlsystem für Structural-Glazing-Fassaden präsentiert. Mit filigranen Profilen und Glasflächen bis 2,5 x 5 m kann die Transparenz der Gebäudehülle spürbar erhöht werden. Variable Glasanker erlauben den Einbau von Zwei- oder Dreifach-Isolierglas bis 70 mm Elementstärke. Bei VISS SG profitieren Fassadenbauer, Architekten und Bauherren von einem Maximum an Möglichkeiten bei einem Minimum an zusätzlichen Komponenten. Mit speziellen Eindrehhaltern aus Edelstahl können die zugelassenen Vario-Gläser von Saint Gobain „im Handumdrehen“ befestigt werden. Das Verbindungsprinzip mit Glasanker, Schraub- oder Schweißbolzen wurde von den bewährten VISS-Systemen übernommen. Damit lässt sich die neue Lösung mit allen VISS-Profilen der Ansichtsbreiten 50 und 60 mm sowie mit den trägerunabhängigen VISS-Ixtraund VISS-Basic-Lösungen kombinieren. In Ergänzung zu den bereits bestehenden Nachweisen für VISS, VISS HI und VISS Basic wurde VISS SG umfangreichen Prüfungen unterzogen. Basierend darauf wurde die bauaufsichtliche Zulassung nach ETAG 002 bereits beantragt. Als weitere Ergänzung der Anwendungsmöglichkeiten mit dem System Jansen VISS wurde die VISS-Fassadentüre entwickelt. Diese entspricht dem Wunsch vieler Architekten und Planer nach einer einheitlichen Gestaltungslinie an der Fassade: Sie ist als spezifische Objektlösung auf der Basis einer Pfosten-Riegel-Konstruktion konzipiert. Damit können raumhohe und rasterfeldgroße Türen gebaut werden, die sich in die Fassade integrieren lassen, ohne das einheitliche Erscheinungsbild zu unterbrechen. VISS-Fassadentüren sind grundsätzlich nach innen öffnend und von innen zu bedienen. Sie werden meist als Servicetüren eingesetzt oder dort, wo große Tür- oder Toröffnungen gewünscht werden, als Durchgang für Transportzwecke bei Ausstellungen, Autohäusern, Museen, Atrien oder ähnlichen Nutzungen. Durch ihr spezielles Konstruktionsprinzip sind VISS-Fassadentüren selbst bei sehr hohen Türanlagen und stark besonnten Einbausituationen hinsichtlich Bimetalleffekt weitgehend unempfindlich. Je nach Profil und Einsatzgebiet sind variable Türgrößen bis zu 6 m Höhe möglich.


Metall & Technik

TORSTEUERUNG gemäß

ÖNORM EN 12453

Torsteuerung MTS-1 mit Bedienkonsole

VISS-fassadentüre für einheitliche Gestaltung von fassade und Tür

Da die maximalen Türflügelgrößen und -gewichte von verschiedenen Faktoren wie Einbausituation, Art der Nutzung, bauphysikalischen Anforderungen, Profilauswahl für Türflügel, Flügelunterteilung etc. beeinflusst werden, ist stets eine individuelle Konfiguration erforderlich. Mit den neuesten Entwicklungen im Bereich der Stahlfassadensysteme JansenVISS bietet AluKönigStahl Architekten, Planern und Verarbeitern höhere Gestaltungsvielfalt und eine deutliche Erweiterung der Anwendungsbereiche. AluKönigStahl GmbH Goldschlagstraße 87–89, 1150 Wien Tel.: 01/981 30-0, Fax: 01/981 30-64 E-Mail: office@alukoenigstahl.com www.alukoenigstahl.com

Entwickelt um alle Anforderungen der ÖNORM EN 12453 zu erfüllen.

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Hindernis-FreifahrtFunktion auch für die AUF-Bewegung.

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Alle gebräuchlichen Steuerungsarten sind voreingestellt und mit steckbaren Jumpern leicht anzupassen.

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Metall & Technik

Glasbearbeitungszentrum in Gasperlmair-Werk.

Ein Roboter setzt Zweifachgläser zusammen.

Gasperlmair

Qualitätsgewinn beim Flachglas Das Wagrainer Glasveredelungs-Unternehmen Gasperlmair installiert eine neue ESG-Härteanlage mit   eingebauter Qualitätskontrolle.

E

ine komplett neue Generation“ nennt Josef Gasperlmair, Gründer und Geschäftsführer des gleichnamigen Glasunternehmens im Salzburger Pongau, die neue Härteanlage „Tamglass FC500“ des finnischen Herstellers Glaston. Im heurigen Sommer soll die erste österreichische Anlage dieser Art im Gasperlmair-Werk Schwaighof/Wagrain installiert und in Betrieb genommen werden. Neu ist an der Maschine vor allem das angeschlossene „iLooK“-System: Es kontrolliert die Glasqualität sofort und automatisch dort, wo nach dem Härtungsprozess das abgekühlte Glas aus der Maschine kommt. Festgestellte Abweichungen wirken unmittelbar auf den laufenden Härtungsprozess zurück, der sich punktuell automatisch nachjustieren kann. Diese Feinfühligkeit ist ebenfalls eine wichtige Weiterentwicklung der FC500. „Für die Qualität ist das entscheidend“, erklärt Firmenchef Gasperlmair, „die Planität wird verbessert und man kann als Sicherheitsglashersteller die Qualität garantieren.“ Auch beim Energieverbrauch sei die neue Maschine um bis zu 10 Prozent sparsamer. Die Kapazität des Härteofens beträgt im Dauerbetrieb rund 800 Quadratmeter Glas (4 mm) pro Achtstundenschicht. Die Montage der 1,6 Mio. Euro teuren Anlage wird etwa sechs Wochen in Anspruch nehmen. Nach Einschulung der Fachkräfte braucht es dann zur Bedienung des Härteofens nur drei Personen (pro Schicht).

➤  iLooK:

Prozesskontrolle steigert Qualität

Die Qualitätsprüfung von Glas nach dem Härtungsprozess auf optische oder physikalische Unregelmäßigkeiten war bislang auch nach den strengsten Maßstäben, etwa der EN 12150, mehr eine Kunst als ein wissenschaftlich fundierter Prozess. Weil man mit der traditionellen Methode aber an die Grenzen der Anforderungen stößt, die aus den von der Architektur vorgegebenen Strukturen bei Glasfassaden entstehen, hat der finnische Lieferant von Anlagen zur Glasveredelung, Glaston, das Multikamera-System „iLooK“ entwickelt. Das System kontrolliert das Glas direkt beim Austritt aus dem Härteofen online auf seine optische und physikalische Qualität. Dies geschieht durch Laser und mehrere Kameras sowie mathematische Berechnungen. Abweichungen von den vorgegebenen Kriterien wirken online auf die Prozesssteuerung zurück und beeinflussen direkt den laufenden Härtungsprozess. Die Kontrolle ist ein abbildbarer und nachvollziehbarer Prozess – und damit wird für den Glasveredler die Qualität belegbar.

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Investition rechnet sich

„Qualität braucht diesen Ofen“, sagt Josef Gasperlmair, zu dessen Kunden Fassadenbauer, Fensterbauer, Schlosser, Tischler sowie (natürlich) Glasereien zählen. Bei den heute hauptsächlich nachgefragten Glasdicken von acht Millimetern sei die Planität der Scheiben wichtig und vor allem für Beschichtung von Wärmeschutz- und Sonnenschutzgläsern biete die neue Anlage erhebliche Vorteile. Es ist zu erwarten, dass sich die Investition für Gasperlmair wie erwartet rechnen wird. Denn von einer Krise scheint das Unternehmen bislang verschont geblieben zu sein. Auch in der traditionell umsatzschwachen Winterzeit hat Gasperlmair diesmal keinen ungeplanten Einbruch erfahren: „Wir hatten heuer keinen Monat ohne Steigerung“, freut sich der Seniorchef. Außerdem nütze der Trend zur Dreifachverglasung dem Geschäft. „Und wenn die Bauwirtschaft schwächelt, müssen wir eben andere Märkte suchen.“

Logistik zählt

„Einbau von Fenstern heißt, auf die Minute genau zu liefern“, erklärt Josef Gasperlmair. Immerhin bewegen pro Jahr rund 1400 Lkw-Züge zu jeweils 22 Tonnen Flachglas in und Sicherheitsglas aus den Wagrainer Fabrikshallen. Neben Qualität ist also auch die Logistik das Um und Auf für Gasperlmair, der dadurch zum Beispiel einem Fensterbauer die Lieferung von Isolierglas innerhalb von fünf Tagen garantieren kann. Gasperlmair: „Unsere Liefer- bzw. Termintreue ist www.glas-gasperlmair.at höher als 99 Prozent.“  


Metall & Technik Sapa Building Systems

Know-how mit Profil

Fotos: Sapa

Der weltweit größte Produzent von gepressten Aluminiumprofilen und eines der größten Systemhäuser zu sein   ist die eine Sache. Dieses geballte Know-how an seine Kunden weiterzugeben die andere. Sapa Building System   schafft beides.

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edes Baumaterial ist immer nur so gut wie die Menschen, die es verarbeiten. Hohe Qualität des Materials braucht echte Profis in der Anwendung. Sapa Building System gibt sich nicht mit der bloßen Belieferung seiner Kunden zufrieden. Egal ob Fenster- und Türsysteme, Photovoltaikanlagen oder architektonisch anspruchsvolle Aluminiumfassaden – mit dem richtigen Wissen werden aus den hochwertigen Aluprofilen Meisterwerke am Bau. Dafür sorgt das Unternehmen mit seinem eben erst fertiggestellten Niederlassungsgebäude im steirischen Gleisdorf. Neben modernst eingerichteten Büro- und Seminarräumen, die auch von Kunden genutzt werden können, und der Lagerhalle, einer Kombination aus Groß- und Regionallager für extrem kurze Lieferzeiten, bietet dieser Standort etwas ganz Besonderes: eine Musterwerkstätte am letzten Stand der Technik. Sie wurde extra für die Schulung aller Kunden eingerichtet. Hier wird das Wissen um den optimalen Umgang mit den gepressten Aluprofilen direkt vom Hersteller weitergegeben. Verschiedenste Arten von Maschinen wie Bearbeitungszentrum, Doppelgehrungssäge, Stanzwerkzeuge und alles, was man zur Verarbeitung von Aluprofilen braucht, ist hier zu finden. Gerade im Bauwesen gibt es immer mehr Normen und Verordnungen zu berücksichtigen. Diese ändern sich auch ständig. Hier hilft es, Sapa-Kunde zu sein: „Unsere Produktpalette entspricht den aktuellsten Bestimmungen“, bestätigt Geschäftsführer Ferdinand Janzek. „Wir bieten Schulungen an und informieren unsere Kunden über alle Vorschriften zum Thema Sicherheit, Brandschutz, Wärmeschutz und natürlich die neuesten Bauverordnungen – und das umfassend bis unter das Dach.“ Auch bei der CEKennzeichnung ihrer Produkte werden Sapa-Kunden nicht allein gelassen: „Wir bieten mit Sapa:CE ein günstiges Tool, mit dem Ersttypprüfberichte, Leitfäden zur Produktionskontrolle, Leistungsdokumentationen und vieles mehr zur Verfügung gestellt wird.“ So wird aus einer Vertriebsniederlassung ein echtes Kompetenzzentrum in Sachen Aluprofile. Dass man bei aller Wissensvermittlung nicht auf die Kernaufgabe, nämlich die schnelle Zurverfügungstellung von hochwertigstem

Baumaterial, vergessen hat, beweist eine Kundenumfrage der Sapa-Konzernzentrale: „Sie bestätigt uns prompte Lieferfähigkeit“, freut sich Ferdinand Janzek. Etwas anderes hätte auch niemand erwartet …  www.sapagroup.com

VERTRAU BLAU Auch 2012 bietet PFERD wieder Neuheiten, die Sie überzeugen werden. Innovative Produkte zur Kostensenkung, Steigerung der Wirt schaftlichkeit, Verbesserung der Prozessqualität sowie der Ergonomie. Ausführliche Informationen über die PFERD-Neuheiten finden Sie im Prospekt „Neues im PFERD-Programm“. Diesen und Ihr persönliches Werkzeughandbuch können Sie kostenlos anfordern. PFERD-Rüggeberg GmbH · Tel. + 43 - 7 32 - 79 64 11-0 · info@pferd-rueggeberg.at

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Metall & Technik Stöffl

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as Streben nach Sicherheit und Schutz vor schlimmen Konterdruck finalisiert, das heißt, durch den innen liegenVerletzungen sollte täglich eine unserer wichtigsten den Farbauftrag ist die äußere Oberfläche gegen Abrieb Aufgaben sein. Denn schon im Vorfeld können mit geschützt. Die PU-Warn- und Schutzprofile sind in den verden geeigneten Schutzprodukten Ausfallzeiten durch Verlet- schiedensten Farben erhältlich und haben eine Temperaturzungen oder hohe Reparaturkosten an Maschinen und ande- beständigkeit von -40 bis +100 °C. Zu allen gängigen Profirem Inventar vermieden werden. Die Warn- und Schutzpro- len bietet das Stöffl-Team die dazu passenden Schutzecken file von der Stöffl GmbH bieten genau diesen geforderten in den Farben Schwarz und Weiß. Der alterungsbeständige Acrylkleber, der bei allen Profilen mit Schutz. Die aus absolut FCKW-freiem Ausnahme von B- und BB-Modellen Polyurethanschaum mit PU-Oberfläaufgebracht ist, gewährleistet ein optichenfolie gerfertigten Profile dienen males Anbringen der PU-Schutzproals persönliche Knautschzone im täglichen Aufeinandertreffen von Mensch, file. Die Profile sind nachtleuchtend Maschine und Werkzeugen. Die Stöffl(glow in the dark) und fluoreszierend Schutzprofile absorbieren harte Stöße (fluorescent) lieferbar. Spezielle Farund verhindern so wirksam Verletben werden auf Anfrage und bei Mindestbestellmenge auf Wunsch produzungen oder Sachschäden. Die Warnmarkierungen gelb/schwarz- und rot/ ziert. weiß-schraffiert entsprechen den geforDas 1989 gegründete, im oberösterreiderten Sicherheitsnormen in Eu­ropa. chischen Holzhausen beheimatete Dabei gelten für den Einsatz bei festen Unternehmen unterstreicht mit diesem Hindernissen die gelb/schwarzen sinnvollen Produkt wieder einmal die und bei temporären Hindernissen die hohe Kompetenz in Sachen Verbinrot/weißen Warn- und Schutzprofile. dungselemente für Industrie, Handel Ein patentiertes Produktionsverfahund Gewerbe. Produktinfos und ren bei den Stöffl-PU-Schutzprofilen kostenlose Prospekte erhalten Sie bei ermöglicht dabei Produktionslängen Einfache Klebemontage durch den der Stöffl GmbH.  www.stoeffl.at bis zu 50 lfm. Die Profile werden im Acrylatkleber


Metall & Technik MLL

Wetterschutz und Sonnenschutz kombinierbar Ab sofort können die neuen Lamellen und Profile von MLL untereinander nach den jeweiligen Bedürfnissen   zusammengestellt werden.

MLL-Systemtyp 743.4 SLC und sonal® D-200

Wetterschutz, in einer Fensterfassade eingebaut

MLL-Systemtyp 743.4 SLC

Seit 29 Jahren ist MLL-Hamburg ein erfolgreicher und kompetenter Hersteller von Wetterschutzgittern, Lamellensystemen und Lüftungen aus Aluminium und nun auch Hersteller von Sonnenschutzsystemen. Die Marke sonal und ihr System wurde Ende 2011 übernommen und bildet nun eine neue Produktpalette bei MLL-Hamburg.

Neues im Bereich Sonnenschutz

Der außen liegende MLL-Sonnenschutz kann über weite Fensterflächen mit Spannweiten bis zu sieben Metern montiert werden. Er schirmt die direkten Sonnenstrahlen ab, um eine Blendwirkung zu verhindern, jedoch ohne die Sicht nach außen komplett zu verdecken. Zusätzlich wird die Wärmeentwicklung im Raum erheblich reduziert. Die mit Abstand angebrachten Lamellen lassen genügend Raum für den Blick nach außen, erfüllen aber im Innenraum den Zweck des Sonnenschutzes perfekt. Dieses Beschattungssystem ist eine leichte Konstruktion und bedeutet nur eine minimale Belastung des Baukörpers. Die Lamellen lassen sich – je nach Produkt – starr, beweglich, auskragend, horizontal und vertikal montieren. Die neuen MLL-Sonnenschutzprofile (040 SLC und 050 SLC) gibt es jetzt C-förmig, in einwandiger Ausführung. Die neue formschöne, geschwungene Lamelle bietet noch mehr Gestaltungsfreiheit. Die neuen Profile sind eine kostengünstige Alternative zu den Hohlkammerprofilen im Bereich Sonnenschutz. Dank des Klippsystems von MLL sind sie bequem zu montieren und lassen sich mit den Rahmen bzw. den Trägerprofilen von MLL-Wetterschutz kombinieren.

PROMOTION

MLL-Wetterschutz

Durch die ständige Zu- und Abluft garantiert das MLL-Lamellensystem eine gute Lüftung der Räume und schafft dadurch ein gutes Raumklima. Zur dauerhaften Be- und Entlüftung in z. B. Wohn-, Büro, Gewerbe- und Industriegebäuden eignet sich das MLL-Lamellenprofil 040L mit einem extra hohen freien Lüftungsquerschnitt von 76 Prozent. Dieses ist jetzt mit dem neuen Rahmenprofil 703.4 kombinierbar und somit

zum Einspannen in Fensterprofile anstatt einer Glasscheibe bzw. zum Einspannen in eine Pfosten-Riegel-Fassade geeignet. Auch ein nachträgliches Einbauen ist somit leicht möglich. Ebenso eignet sich die Lamelle für den Mauerwerkseinbau (im Rahmen 702.4), genauso wie auf Trägerprofilen aus dem MLLFassadenprogramm für die VerLamelle 040SLC, kleidung von Technikeinhau- C-förmig, einwandig, sung, Parkhäusern sowie von leicht allen Flächen, bei denen ein großer Luftaustausch erforderlich ist.  www.mll-gmbh.de ➤  Vorteile

im Überblick

• Einsatzgebiet: Im Bereich Haustechnik, unterstützende Dauerlüftung bei Fenstern und für den Sonnenschutz (in horizontal auskragender oder vertikaler Ausführung erhältlich) • Zum Einspannen oder für den Mauerwerkseinbau geeignet • Flexibel einsetzbar – nachträglich erweiterbar •  Neue Lamellenform • Schwungvolle, ästhetische und weiche Form • Leicht zu montieren (MLL-Klippsystem) • Geringes Gewicht • Bis zu 76 % freier Lüftungsquerschnitt • Systeme kombinierbar mit Sonnen- und Wetterschutz von MLL • Oberflächen: (roh, eloxiert, pulverbeschichtet nach RAL oder Sonder­ farben möglich) • CE-Konformität, Fertigung nach DIN ISO 2768-2-c,L Wer nicht nur Hilfe und Unterstützung, sondern eine Rundumversorgung braucht, bekommt Komplettlösungen mit Montage über Partnerbetriebe angeboten. Informationen: Hauptsitz: MLL-Hamburg, Liebigstraße 26, D-22113 Hamburg, Tel.: +49/40/736 79 40-0, Fax: +49/40/736 79 40-29, www.mll-gmbh.de Vertretung in Österreich: Reinhold & Peter Pollak, Mobil: +43(0)664/341 14 06 oder +43(0)664/849 80 85

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Metall & Technik Efaflex

Schnelllauftore für ein gesundes Betriebsklima

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ur in einem vernünftig angepassten Raumklima kann sich der Mensch am Arbeitsplatz auf Dauer wohlfühlen. Tritt Zugluft auf, kommt es bei den Arbeitnehmern, die in diesen Bereichen arbeiten, sehr schnell zu Krankheitserscheinungen wie Nackenverspannungen und Erkältungen. Bei der Miba Sinter Austria GmbH steht die Gesundheit der hoch qualifizierten und engagierten Mitarbeiter im Mittelpunkt der betrieblichen Sozialfürsorge: Einer der Gründe, warum sich das Management entschieden hat, alte Tore in den Hallen gegen Schnelllauftore von Efaflex auszutauschen. „Wir haben den Krankenstand in der Produktion analysiert. Für viele Erkrankungen ließ sich Zugluft als Ursache ermitteln, wenn die Arbeitsplätze in der Nähe der Hallentore lagen“, berichtet Ingenieur Erich Birgmayer. Er zeichnet im Management für den Bereich Bau, Umwelt, Investitionsprojekte und auch für Sicherheit verantwortlich. Somit lag ihm dieses Thema besonders am Herzen. „In unseren Hallen gibt es viele Absaugvorrichtungen. Wird ein Tor geöffnet,

Erich Birgmayer hat die Geschwindigkeit der Efaflextore überzeugt. „Für mich sind das die richtigen Erich Birgmayer, Miba Sinter Schnelllauftore“, sagt Austria: „Weniger Anfahrschäden Vermeidung von Zugluft in den er. Zur Vermeidung und Hallen.“ der Zugluft in den Hallen wurden in vielen Produktionsbereichen die alten Tore, meistens noch aus Innen- und Außentor bestehend, gleich durch Torschleusen ersetzt. Durch entsprechende Anpassung der Schließzeiten werden nun unnötige Wartezeiten für die Staplerfahrer vermieden. Die Lagerbereiche hingegen bieten keinen Platz für Schleusen. „Hier ist die Schnelligkeit der Tore besonders wichtig, damit sich der Energieverlust in Grenzen hält“, erklärt Erich Birgmayer. Für ihn bieten die Efaflextore noch einen weiteren Vorteil. Durch das berührungslose Aufwickeln der Tore

entsteht in Richtung der Anlagen sofort Zugluft. Die Mitarbeiter in den Torbereichen waren dieser Zugluft ausgesetzt.“ Außerdem beklagten die Instandhalter im Werk regelmäßig Anfahrschäden an den Toren. Zum Schutz der Arbeiter und auch der Tore musste also dringend eine Lösung gefunden werden. „Wir haben begonnen, die Tore im Bestand nach und nach gegen Schnelllauftore von Efaflex auszutauschen“, erzählt Erich Birgmayer. „Seitens der Gebäudetechniker erhielt ich zunächst massiven Gegenwind, da die Tore nun auch einmal einen gewissen Anschaffungswert besitzen. Die Qualität hat überzeugt. Wir haben ungleich weniger Anfahrschäden.“ Die Tore sind mit einem Infrarot-Torlichtgitter ausgerüstet, das ein Schließen der Tore verhindert, so lange sich Menschen oder Fahrzeuge im Torbereich befinden. Die Tore öffnen berührungslos durch Induktionsschleifen im Boden.

beschädigt Umweltstaub die Oberfläche der Tore nicht. Sie bleiben auf lange Zeit ansehnlich und verkratzen nicht, was wiederum auch einen Sicherheitsaspekt beinhaltet. Sind die Sichtfenster der PVC-Tore im Innenbereich der Hallen sowie die Torlamellen aus Acrylglas klar, können die Staplerfahrer sehen, ob sich bereits ein anderes Fahrzeug hinter dem Tor befindet. Erich Birgmayer kann auf die Zuverlässigkeit der Tore zählen. Fielen sie aus, hätte das fatale Folgen. Die maßgenauen Sinterteile würden bei geöffnetem Tor durch Witterungseinflüsse wie Feuchtigkeit sofort korrodieren und unbrauchbar. Außerdem triebe das die Heizkosten in die Höhe, denn normalerweise wird der gesamte Lagerbereich mit Abwärme beheizt, die dann nicht ausreichen würde, um die Temperaturen stabil zu halten.  www.efaflex.com

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Miba in Vorchdorf reduziert Krankenstand durch Einbau von Efaflextoren.


Metall & Technik Wicona

evo-Systeme sind komplett Die Wicona-Serien WicLine evo und WicStyle evo sind jetzt als vollständige Systeme mit allen Komponenten und ­zusätzlichen aktuellen Innovationen erhältlich.

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ir stellen damit unseren Marktpartnern das umfangreichste und modernste Fenster- und Türenprogramm der Wicona-Geschichte zur Verfügung“, erklärt Wicona-Geschäftsführer Arnd Brinkmann. Die Markteinführung hatte mit der Präsentation der WicLineevo-Serie im vergangenen Jahr begonnen, parallel zur schrittweisen Umstellung bei den Metallbaupartnern. Die Resonanz sei durchwegs positiv, heißt es vonseiten Wiconas, einzelne Details seien auf Kundenwunsch noch angepasst worden. „Mit der Komplettierung des Programms können nun auch jene Fachbetriebe, die zum Teil noch mit der Vorgängerserie arbeiten, die Umstellung durchführen bzw. abschließen und auch die neuen Vorteile der evo-Serien für sich nutzen“, so Brinkmann. Solche Vorteile seien z. B: • die höhere Energie-Effizienz der Profilkonstruktion (Uw bis 0,72 W/(m²K) • die einfachere und schnellere Montage (u. a. durch einseitige Kleberinjektion bei Eckwinkeln und das optimierte direktpositionierbare Beschlagsystem WicStar) • die größere Variabilität (u. a. Dichtungsrahmen von der Rolle als zusätzliche Variante zu den konventionellen

Mitteldichtungsvarianten) bei gleichzeitig hoher Prozess­ sicherheit und • die attraktivere Optik Das Wicona-Unisys-Prinzip gilt auch für die evo-Serien, das heißt, alle gängigen Anwendungen und Sonderfunktionen lassen sich mit einer überschaubaren Menge an gleichen Bauteilen aus einem System realisieren. So sind beispielsweise die Öffnungsarten bei Fenstern in allen denkbaren Varianten realisierbar – nach innen und außen. Die Leis­ tungsfähigkeit der Serie wird durch eine Vielzahl von Prüfzeugnissen bestätigt, zum Beispiel Oberlichtfenster mit Schallschutz in 47 dB oder Schwingfenster in Schlagregendichtheit E750. Für großformatige Fenster mit hohem Lichteinfall und passiven Solargewinnen bietet WicLine evo die Maximalmaße von 1700 x 2500 mm. Und ab Sommer sind WicStarBeschlagvarianten für Flügelgewichte bis 200 kg (Dreh und Dreh-Kipp) serienmäßig lieferbar. Das bedeutet erweiterten Spielraum bei Flügelgewichten.  www.hydro.at, www.wicona.at

Fraunhofer

Dickes Wasser zum Schmieren Beim Bohren, Fräsen, Drehen oder Schleifen werden Kühlschmierstoffe eingesetzt, um Werkstücke und Werkzeuge beim Bearbeiten vor Überhitzung und zu großem Verschleiß zu schützen. Basis für die derzeit üblichen Schmierstoffe ist Mineralöl. Das hat Nachteile: Fossile Mineralöle entstammen endlichen Ressourcen, transportieren relativ wenig Wärme vom Werkstück ab, sind gesundheitsschädlich und können zudem in Brand geraten. Das erfordert einen erhöhten technischen Aufwand, etwa für Arbeitssicherheit, Brandschutz und Entsorgung. Alternative Schmierstoffe sind gefragt. Die Idee von Andreas Malberg, Peter Eisner und Michael Menner vom FraunhoferInstitut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising klingt ebenso einfach wie überraschend: Schmieren mit Wasser, nicht mit Öl. Eine überraschende Erkenntnis der Forscher war, dass Wasser nicht schlechter als Öl schmiert, wesentlich sind die Additive. Im Fall von Wasser kann der Zusatz von

natürlichen Polymeren die Schmiereigenschaften deutlich verbessern. Die Freisinger Forscher machten sich daran, nachwachsende Rohstoffe, etwa Zellulosen, Stärken oder bakterielle Polysaccharide zu testen und für den Einsatz als Schmieradditiv zu verbessern. Ihr Ziel: Das Wasser mit den Biopolymeren dickflüssiger zu machen, dann schmiert es besser.  www.fraunhofer.de

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Metall & Technik

Glasmarte

Offenheit als Prinzip Wenn Architekten und designinteressierte Bauherrn heute an neue Bürobauten denken, müssen sie sich auch den akustischen Anforderungen der Arbeitswelten stellen.

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ine angenehme Arbeitsumgebung führt letztlich zu erhöhter Effizienz der Prozesse. Es ist erwiesen, dass gut gestaltete Arbeitswelten einen nicht unerheblichen Beitrag zum Erfolg von Unternehmen leisten. Gläserne Trennwände mit Schallschutzfunktion sind folglich sehr gut geeignet, für notwendige Transparenz und Ruhe zu sorgen und gleichzeitig eine freundliche und offene Arbeitsatmosphäre zu bieten.

Glastrennwände mit Schallschutz

GM Martition ist eine eigens entwickelte Konstruktion die die Geometrie der Verglasung flexibel planbar macht. Es handelt sich hierbei um zweischalige Glastrennwände im Modulbauprinzip bei denen sich in das beidseitig flächenbündige Erscheinungsbild auch die Türen – bei gleicher Bautiefe wie die Fixteile – harmonisch in das Gesamtbild einfügen. Gleichzeitig bietet es dabei höchste Schallschutzeigenschaften bis 49 dB. „Mit f ließender Formensprache und linealer Klarheit schaffen wir neue Synergien aus Technik und Raumgefühl. Effizienz aber auch Design sind entscheidende Differenzierungsfaktoren geworden, deren Wichtigkeit wir uns immer wieder vor Augen führen müssen“, erklärt Bernhard Feigl, Gesellschafter von Glas Marte.

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Design, Niveau und Ausstrahlung

GM Martition ist überall dort gefragt, wo der optische Eindruck, aber vor allem die höchsten Schallschutzeigenschaften erreicht werden sollen. Der leistungsfähige Aufbau der Glastrennwand inklusive gebrauchstauglicher Türe, erhöhten Fugen- und Rahmenanteile sowie unter schallnebenwegfreien Bedingungen erreicht ein Gesamt SchalldämmMaß von Rres,w = 49 dB. Eine maximale Modulgrösse von 2,4 x 5,1 Meter ist dabei möglich. Die werkseitig vorgefertigten Glasbaumodule werden in ein am Bau vorab montiertes Aufnahmeprofil eingehängt. Diese Art der Modulmontage schützt den Glaszwischenraum vor Verunreinigungen. Die Montage erfolgt direkt auf sämtliche Bodenbeläge, Estriche oder Hohlraumböden. Die Drehtüren sind integrativer Bestandteil der ganzen Wand, d.h. flächenbündig, systemgleich und unauffallend in der planen Glasansichtsfläche integriert. Sie werden aus einer Alu-Rahmen-Konstruktion mit zwei umlaufenden Dichtungsebenen, unten mit einer horizontalen doppelten Planet-Absenkdichtung, ausgeführt. Die Edelstahltürbänder sind dreidimensional verstellbar, das Fallen-Riegelschloss hat eine Dreifachverriegelung und die Edelstahltürdrückergarnitur ist mit Rosette vorgesehen.

Keine Kompromisse

Die zweischaligen Glastrennwände sind in unterschiedlichen Glasstärken sowie emailliert, im Siebdruck- oder Walzendruckverfahren, Design-Email, ICE-H Strukturglas, Priva-Lite, geätztes Glas wie Satinato sowie Verbundsicherheitsglas aus der VSG Laminart Glaskollektion ausführbar. Der Vorarlberger Glasbauprofi Glasmarte mit mittlerweile westeuropäischem Aktionsradius, beschäftigt nicht nur ein global aufgesetztes Team für seine Produktentwicklungen, sondern verfolgt dabei auch das Ziel der selbstverständlichen funktionalen Effizienz. Durch die Erfahrung über Generationen hinweg und der Liebe zum Detail sind sowohl „red dot“ Design Preise wie auch Partner bis nach Indien gewonnen worden.  www.glasmarte.at


Metall & Technik Rockwell Automation

Stahlwerk optimiert Schmelzprozess Georgsmarienhütte setzt auf Automatisierung und macht mit „FactoryTalk VantagePoint EMI“ einen Effizienzsprung.

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ie Georgsmarienhütte GmbH zählt zu den führenden europäischen Anbietern für Stabstahl, Halbzeug, Rohstahl und Blankstahl aus Qualitätsstahl und Edelbaustahl. Sie ist Teil der Georgsmarienhütte Holding GmbH (GMH Gruppe), einem Verbund aus 49 mittelständisch ausgerichteten Unternehmen in Deutschland, Österreich, Belgien, Brasilien, Australien und in den USA. Die Kunden des Stahlwerks fertigen Kurbelwellen, Pleuel, Nockenwellen, Antriebswellen, Getriebeteile, Fahrwerksteile und mehr. Täglich fallen Unmengen an Daten an, die manuell fast unmöglich zu verarbeiten sind, wie Gasanalysen und Prozesswerte des Ofens, Produktionsvorgaben und Schrott­ analysen. Mithilfe des „FactoryTalk VantagePoint EMI“ von Rockwell Automation und einer Microsoft-Business-Intelligence (BI)-Infrastruktur sollten die Arbeiten der Abteilung Verfahrenstechnik erleichtert werden und die Ergebnisse über einen Webbrowser den Mitarbeitern in der Produktion zur Verfügung stehen, um den Schmelzvorgang langfristig und nachhaltig zu optimieren.

Herausforderungen im Projekt

Rund 80 Prozent des Umsatzes erzielt die Georgsmarienhütte heute mit der Automobilindustrie und ihren Zulieferern. Alle Produkte müssen höchsten Qualitätsansprüchen genügen, weshalb das Unternehmen mit technisch hoch anspruchsvollen Anlagen auf dem neuesten Entwicklungsstand arbeitet. Alle Prozesse, die die Endprodukte von der Erschmelzung bis zum Versand durchlaufen, erfüllen die hohen Anforderungen eines umfangreichen Qualitätsmanagementsystems. Die Kundenwünsche und Anforderungen des Stahlwerks werden umgesetzt in Sollwerte für Fertigungs-, Prüf- und Versandanweisungen. Die jeweiligen Fertigungs- und Prüfdaten werden in EDV-Systemen erfasst und gespeichert. So kann der Fertigungsprozess jederzeit zurückverfolgt werden. An allen Arbeitsplätzen wird qualitätsgesichert nach einem einheitlichen integrierten Managementsystem gearbeitet. Dieses ausgeklügelte Zusammenspiel von Daten aus der Werkshalle, aus Produktions- und Qualitätsprozessen und deren Auswertung und Umsetzung war der Zündfunke für ein Projekt mit Rockwell Automation.

Produktionsprozess und Lösungsstrategie

Der Produktionsprozess der Georgsmarienhütte GmbH ist komplex: Vom Elektrolichtbogenofen, in dem zu 100 Prozent Schrott als Ausgangsprodukt verwertet wird, gelangt der geschmolzene Stahl zur Sekundärmetallurgie. Die aufeinanderfolgenden Bestandteile des zweiten Produktionsschritts sind zwei Pfannenöfen, eine Vakuumanlage sowie eine Feinkonditionierungsanlage. Danach wird der flüssige Stahl entweder in einer Stranggießanlage mit sechs Strängen vergossen oder aber der Stahl wird als Blockguss weiterverarbeitet zu Rohblöcken von 3,5 bis zu 44 Tonnen für das Freiformschmieden. „Gascon“ ist ein Prozess-Analyse-System, das die Georgsmarienhütte selbst entwickelt hat. Herzstück ist ein vollautomatisiertes Abgas-Analyse-System, das mit einem Massenspektrometer arbeitet. Gasproben gelangen direkt über den Ofendeckel des Elektrolichtbogenofens zum Messgerät. Ein weiterer Bestandteil des Analyseverfahrens ist die Online-

Visualisierung der tatsächlich verbrauchten sowie der erzeugten Energie. Die Basis hierfür schaffen unterschiedliche Datenbanken und Messsysteme, die auch Microsoft Access, Microsoft SQL-Server, OPC und bereits existierende Visualisierungsanwendungen von Drittanbietern einschließen. Zugang zu den Analysen und dem System benötigen die Werker in der Stahlwerksproduktion und die Verfahrensingenieure. Bisher fehlte eine gemeinsame Oberfläche, auf der all die notwendigen Informationen zur Prozesssteuerung und -optimierung zu finden sind, ein Interface zu allen darunterliegenden, proprietären Systemen. Der Graben zwischen Produktionsnetzwerk und Büronetzwerk ließ diese Integration nicht zu. Mit VantagePoint von Rockwell Automation haben Werker und Ingenieure heute genau dieses Interface zwischen allen Nutzergruppen und den unterschiedlichen Quellsystemen der Daten zur Verfügung. Anwender bei Georgsmarienhütte können Daten unter Verwendung der unterschiedlichsten Werkzeuge zu Berichten zusammenstellen und diese anschließend mit dem FactoryTalk-VantagePoint-EMI-Portal betrachten. „Es ist eine mittlerweile alte und ebenso bekannte Wahrheit: Wer einen Prozess optimieren will, muss erst einmal messen“, erklärt Jianxiong Deng, der für die Einführung von FactoryTalk VantagePoint EMI in der Abteilung Verfahrenstechnik der Georgsmarienhütte GmbH verantwortlich ist. „Dabei kommen erhebliche Datenmengen zusammen. Es genügt allerdings nicht, diese Daten vorrätig zu haben. Man muss sie auch verstehen und auswerten, um Nutzen daraus zu ziehen und sie zu einem wertvollen Wirtschaftsgut für das Unternehmen zu machen. Genau hierbei unterstützt uns FactoryTalk VantagePoint EMI.“ Das Sicherheitssystem von FactoryTalk VantagePoint EMI ermöglicht jeder Nutzergruppe die Erstellung eigener Reports und Trendanalysen, die ausschließlich von definierten Gruppenmitgliedern genutzt werden können, aber auch für andere Nutzergruppen zur Verfügung gestellt werden können. Dr. Deng von der Verfahrenstechnik der Georgsmarienhütte GmbH ist begeistert: „Sämtliche Daten sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar. Jeder berechtigte Mitarbeiter kann Daten mit seinem Office-PC einsehen und benötigt keinen zusätzlichen PC am Arbeitsplatz wie in der Vergangenheit. Wir haben so das Projektziel, den Schmelzvorgang besser zu verstehen und zu optimieren, in die Tat umgewww.rockwellautomation.at setzt.“  

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Maschinen & Werkzeuge Knoll

Zeit sparen beim Filterwechsel Der rückspülbare Hochleistungsfilter MicroPur ist prädestiniert für die optimale Feinstreinigung von Schleifölen aus  dem Hartmetall- und HSS-Werkzeugschleifen.  Neben hohen Anforderungen an Reinheitsgrad und Energieeffizienz erfüllt Knoll Maschinenbau mit dem MicroPur-Filtersystem nun auch den Wunsch der Instandhalter nach noch einfacherem und schnellerem Filterwechsel. Die Zeiten, in denen für einen Austausch mehrere Schrauben von Hand gelöst und nach dem Wechsel wieder eingedreht werden mussten, sind vorbei. Ein Schnellverschluss mit Einrastsicherung – ähnlich einer Bajonettverriegelung – macht das Herausnehmen des alten und das Einschieben und VerrieZu den Stärken des feinstfilters MicroPur zählen die kompakte Bauart und die unkomplizierte Wartung, einschließlich des rasanten filterwechsels.

geln des neuen Filterelements zur Bagatellsache. Geschickte Mitarbeiter dürften die Standard-Zeit von rund 30 Sekunden für zwei Filter sogar noch unterbieten. Die Domäne des MicroPur-Filtersystems ist die Feinstreinigung von Schleifölen aus dem Hartmetall- und HSS-Werkzeugschleifen oder aus dem Honen und Läppen. Es erreicht eine Filterfeinheit von 3 bis 5 µm und ist modular aufgebaut. So lässt sich der MicroPur vom einfachen Einstiegsmodell mit 60 l/min Volumenstrom bis zur komplett verkleideten, gekühlten Spitzenanlage frei konfigurieren. Dank dieser Flexibilität können auch in beengten Räumen leistungsfähige Anlagen aufgestellt werden. Für die Rückgewinnung der zum Teil wertvollen Reststoffe im Rückspülgut stehen manuelle bis vollautomatische Varianten zur Verfügung. Zur Wirtschaftlichkeit des MicroPur trägt unter anderem seine Energie-Effizienz bei, die durch moderne Regeltechnik und der Filtration ohne zusätzliche Filterhilfsmittel erreicht wird. MicroPur kommt ohne Hilfsstoffe wie Zellulose aus und enthält stattdessen rückspülbare Filterelemente, wie sie aus anderen Bereichen der Ölfiltration bekannt sind. Eine spezielle Konstruktion erlaubt es, die Filterelemente einzeln mit Reinmedium rückzuspülen, ohne den Filterprozess unterbrechen zu müssen. Hierfür steht eine eigene Spülpumpe zur Steigerung der RückspülEffektivität zur Verfügung. Das verlängert die Standzeit der Filterpatronen und senkt die Wartungskosten. www.knoll-mb.de

Seco Tools

Neuheitenpaket 2012 Mit zahlreichen neuen Werkzeuglösungen zum Drehen, Fräsen, Gewindefräsen sowie zur Bohrungsbearbeitung erweitert  der schwedische Werkzeughersteller Seco Tools mit österreichischer Niederlassung in Oberwaltersdorf sein umfangreiches Produktportfolio für die Metallzerspanung. Familienzuwachs im Bereich der wirtschaftlichen Planfräser gibt es mit dem neuen, energie- und ressourceneffizienten Double Octomill 05 mit kleinen Durchmessern ab 25 mm bis 125 mm, der sich ideal für den Einsatz auf kleineren Maschinen eignet. Bezeichnend für die Produktfamilie der wirtschaftlichen Planfräser sind die 16 nutzbaren Schneidkanten je Wendeplatte, die den Double Octomill 05 kostengünstig machen. Der Fräser kann mit einer Breitschlichtwendeplatte zum gleichzeitigen Schruppen und Schlichten ausgerüstet werden. Hierdurch lassen sich die Werkzeugbestände und die Anzahl der Verfahrensschritte reduzieren, was wiederum mit geringeren Kosten und einer höheren Produktivität einhergeht. Prozesssicherheit bei gleichzeitig hohem Produktionsausstoß garantiert die neue Sorte DP3000 für alle Perfomax-Wendeplattenbohrer. Dank der patentierten Duratomic-Beschichtung ist DP3000 außerordentlich temperaturbeständig, verschleißfest und stabil und eignet sich dadurch für die meisten Werkstoffe und Anwendungen.

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Die neue zähe Sorte steht für Produktivität, lange Werkzeugstandzeiten und erstklassige Anwendungssicherheit bei der Bohrungsbearbeitung. Für den Anwendungsbereich Drehen führt Seco ein neues Sortiment für die Schwerzerspanung ein: besonders große und stabile Wendeplatten LXMN40 und LNMX50 mit den drei neuen Geometrien RR93, RR96 und RR97 für extrem schwere Schruppbearbeitungen, wie sie z.B. in der Energieerzeugung, im Schiffsbau, in der Stahlverarbeitung oder im Baugewerbe anfallen. www.secotools.at


Maschinen & Werkzeuge Metabo

33 Prozent mehr Ausdauer Die neue Akku-Generation „Ultra-M-Technology“ bringt eine Kapazität von vier Amperestunden. Gleiche Akku-Größe und gleiches Gewicht, aber um 33 Prozent mehr Kapazität: Mit der neuen Ultra-M-Technology mit 4.0 Amperestunden hat Metabo eigenen Angaben zufolge als erster Anbieter die kabellose Hochleistung im Programm. Mit 14.4 oder 18 Volt sind die Akkus hundertprozentig kompatibel zum kompletten Maschinensortiment von Metabo in der jeweiligen Voltklasse. „Das perfekte Zusammenspiel von intelligentem Batteriemanagement, patentierter „Air-Cooled“ Ladetechnik, Einzelzellenüberwachung und prozessorgesteuertem Lade- und Entlademanagement sind das Herzstück unserer Ultra-M-Technology“, sagt Martin Egenrieder, Leiter KompetenzCenter Akku bei Metabo. „Deshalb sind wir auch der einzige Hersteller, der auf all seine Li-Power-Akkupacks drei Jahre Garantie gibt, ohne Einschränkung der Ladezyklen. Das gilt natürlich auch für unsere neue 4.0-Ah-Generation.“  www.metabo.de

Fernab der Steckdose 33 Prozent länger arbeiten als bisher mit den neuen 4.0-Ah-Akkus von Metabo.

Limon

Lack senkt Energiekosten Niedrigemissionslack kann Strahlungsverluste drastisch reduzieren. Durch eine spezielle Lackierung von Maschinen und Anlagen kann die abstrahlende Hitze und folglich ein großer Wärme- und Energieverlust deutlich reduziert werden. „é.Termico“ heißt der innovative Lack, der von der Limón GmbH, einem Energieeffizienz-Dienstleister in der Industrie, in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel entwickelt wurde. „Mit diesem besonderen Lack können Strahlungsverluste – je nach Oberflächentemperatur – um bis zu 30 Prozent reduziert werden und damit natürlich auch die Energiekosten“, sagt Limón-Geschäftsführer Mark Junge. Die Lackierung ist insbesondere für Bereiche interessant, in denen eine konventionelle Dämmung von Maschinen oder Anlagen, etwa aufgrund von Platzmangel oder komplexen Formen, nicht möglich ist. Die Amortisati-

onszeit der Speziallackierung beträgt nach den bisherigen Erfahrungen nur wenige Monate. Wärmeverluste an heißen Oberflächen setzen sich zusammen aus Strahlung und Konvektion. Entscheidend für den Grad des Wärmeverlustes durch Strahlung ist das Emissionsverhalten der jeweiligen Oberfläche. Mit dem Lack „é. Termico“, der den Schutz einer Standardlackierung bis zu 600 °C Oberflächentemperatur bietet, entsteht eine Oberflächenbeschichtung mit geringem Emissionsgrad. So werden die Wärmestrahlung und damit auch der Wärmeverlust gesenkt. Ein positiver Effekt ist, dass auch ein unnötiges Aufheizen der Raumluft verhindert und der in vielen Fällen benötigte Energiebedarf zur Klimatisierung www.limon-gmbh.de ebenfalls verringert wird.  

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l a t e M

ab g s u lA

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Das Lieferantenverzeichnis für die Metallbranche

Mitte August erscheint in Metall Ausgabe 8/2012 ein umfangreiches Lieferantenverzeichnis, das über ein Jahr aufliegt. In diesem „Zuliefer-Special“ wirkt Ihre Anzeige wie von selbst: vom kleinen Fettdruck bis zur großen Raumanzeige. Anzeigenschluss: 25. Juli 2012

Nähere Informationen erhalten Sie von:

Mitch Andric, T: +43 1 546 64-252, E-Mail: m.andric@wirtschaftsverlag.at Für Oberösterreich: Gerhard Weberberger, T: +43 732-31 50 29-0, E-Mail: linz@wirtschaftsverlag.at

Zuliefer-Special 2012/2013


Maschinen & Werkzeuge Samag

Die Richtung muss stimmen Vorteile horizontaler Bearbeitungszentren

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orizontale, mehrspindlige Bearbeitungszentren sind das Metier von Samag im Geschäftsbereich Machine Tools. In den zwei Versionen der Baureihe MFZ bietet das deutsche Unternehmen jeweils eine zwei-, drei- und vierspindlige Ausführung an. Die horizontale Konstruktion weist zahlreiche Vorteile auf; deshalb hat sich dieses Prinzip bei Samag schon lange durchgesetzt und ist heute eines der Markenzeichen des Werkzeugmaschinenherstellers.

Späne fallen nach unten

Der wichtigste Vorteil einer horizontalen Spindelanordnung besteht darin, dass die Späne nach unten wegfallen. Was im ersten Moment banal klingt, ist allerdings mehr als die Wirkung der Schwerkraft; es räumt in der Folge zudem einen Großteil der Probleme anderer Bauformen aus dem Weg. Die Gravitation hilft hier nicht nur beim Auffangen der Späne, sondern diese können die Bearbeitung auch nicht behindern. Dadurch erhöht sich unmittelbar die Prozesssicherheit: Ohne Spänerückstände im Bearbeitungsprozess ist eine höhere Genauigkeit möglich. Eine horizontale Maschine ist prinzipbedingt sauberer als eine mit vertikaler Spindelausrichtung. Dieser Aspekt ist auch wichtig, wenn Automatisierungsprozesse zugeschaltet werden sollen. Die einfache Tatsache, dass die Späne nach unten fallen und die Bearbeitung nicht mehr beeinträchtigen, erlaubt eine komplexere Gestaltung der Maschine. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit zur Minimalmengenschmierung, die in vertikal aufgebauten Maschinen nicht funktioniert, weil hier der Kühlschmierstoff zum Späneabtransport benötigt wird.

In einem horizontalen Bearbeitungszentrum ist der Kraftfluss kürzer und günstiger als in vertikalen Anlagen, wo die Kraft in einem C-förmigen Bogen von unten nach oben und wieder hinunter geleitet werden muss. Dieser Kraftfluss wird mit steigender Werkstückgröße zunehmend instabiler. Zusätzlich entstehen bei schwerer Bearbeitung in vertikalen Maschinen starke Schwingungen. Da eine Maschine mit horizontal angeordneten Spindeln ohnehin ein Gegengewicht zur Stabilisierung benötigt, ist sie besser geeignet, mit den Vibrationen schwerer Bearbeitung fertigzuwerden. Somit sind horizontale Bearbeitungszentren gerade für schwere Zerspanung mit hohen dynamischen Kräften besonders geeignet und realisieren ein optimales Bearbeitungsergebnis. Mit diesem Aufbau sind hohe Werkzeugstandzeiten zu erreichen, die die Wirtschaftlichkeit der Maschine erhöhen. Die Maschinenbetten von Samag sind wie die im Kraftfluss befindlichen Teile auch nach der Finite-ElementeMethode optimiert worden und zeichnen sich durch hohe Steifigkeit aus. Das mit „Hydropol“ gefüllte Maschinenbett weist zudem eine hohe dynamische und vor allem thermische Steifigkeit auf, womit ein idealer Grundstock für die Maschinenstruktur geschaffen ist. www.samag.de

Schleifprozess

Kostensenkung und Qualitätssicherung Seit Ende der 1980er-Jahre hat das Hartdrehen den Schleifprozess in vielen Anwendungsfällen substituiert. Der Bearbeitungsprozess mit geometrisch bestimmter Schneide ist bei hohen Zerspanungsleistungen deutlich flexibler für unterschiedliche Konturen und Funktionsflächen anwendbar. Die stetige Weiterentwicklung der PCBN-Werkzeuge hat diesen Trend noch beschleunigt. Dennoch hat der Drehprozess auch einige wesentlich Nachteile gegenüber dem Schleifprozess: Nach wie vor führt unvorhersehbarer Schneidenverschleiß insbesondere bei unterbrochenen Schnitten zu einer eingeschränkten Prozesssicherheit. Darüber hinaus ist der entstehende Drall beim Drehen an bestimmten Funktionsflächen nicht zulässig und die Anforderungen hinsichtlich der Oberflächenrauheit und Randzonenbeeinflussung können durch das Drehen nicht immer realisiert werden. Durch die höheren Drehzahlen beim Drehen entstehen auch höhere Fliehkräfte an den Spannbacken, die wiederum bei Futterteilen stärkere Spannkräfte erfordern. Bei dünnwandigen Werkstücken führt dies zu größeren Formfehlern am Werkstück. Bernfried Löhmann von der Buderus Schleiftechnik GmbH stellte anhand eines Zahnrads aus Sintermetall die Standzeiten und Werkzeugkosten der unterschiedlichen Verfahren

gegenüber und zeigte detailliert auf, wie bei einem Produktionsvolumen von 500.000 Werkstücken pro Jahr 43.000 Euro Werkzeugkosten eingespart werden. An diversen Beispielen der Werkzeugentwicklung erörterte er, wie die Bearbeitungszeiten um mehr als 60 Prozent reduziert werden können.

Teile für Beleuchtungssysteme aus Messing Wir fertigen derzeit 2 Millionen Drehteile im Monat. Ihre könnten auch dabei sein!

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Innungen

Bundesinnungsausschuss-Sitzung

Frühjahrstreffen der Metalltechniker Die Frühjahrssitzung der Metalltechniker fand im schönen Mellau im Bregenzerwald, Vorarlberg statt. In seiner   Begrüßung ging der einladende Landesinnungsmeister, Ing. Christian Thaler, u.a. darauf ein, darauf ein, dass sich der Holzbau in Vorarlberg sowohl bei kleinen als auch bei großen Projekten zu einem wesentlichen Mitbewerber des Metallund Stahlbaus entwickelt hat.

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Über die Aktivitäten der Europäischen Metall-Union EMU berichtete Ing. Christian Thaler, der die Bundesinnung dort vertritt. Ein großes, seit Jahren bearbeitetes Projekt ist der Europäische Kompetenzpass für Metalltechniker, zu dem der als Gast anwesende Direktor der Schweizerischen Metall-Union die neuesten Entwicklungen präsentierte. Grundgedanke ist dabei, für Metalltechnik-Fachkräfte einen Internet-basierten beruflichen Werdegang mit Ausbildungen, Praxiszeiten, Zeugnissen etc. zu etablieren. Diese Datensammlung kann einerseits vom Arbeitnehmer immer aktualisiert und bei Job-Bewerbungen verwendet werden, andererseits kann auch ein Metalltechnik-Unternehmen maßgeschneidert nach Fachkräften suchen. In seiner Schlussbemerkung dankte Bundesinnungsmeister Schinnerl allen Teilnehmern für die konstruktive Sitzung, wies auf die Wichtigkeit der aktiven Mitarbeit in den Normungsgremien hin und kündigte die nächste Bundesinnungsausschuss-Sitzung für 12. Oktober in Klagenfurt an. 

Bundeslehrlingswettbewerb

Foto: Dorfschmiede Tilp

I

n seinem Bericht über das gute halbe Jahr seit der letzten Sitzung im Herbst wies Bundesinnungsmeister Kommerzialrat Harald Schinnerl auf die Konjunkturentwicklung bei den Metalltechnikern hin, die mit einem Umsatzwachstum von 6,8 Prozent im Jahr 2011 Anlass zu vorsichtigem Optimismus gibt. Allerdings hat sich das Stimmungsbarometer schon wieder etwas abgekühlt, und speziell im Osten Österreichs ist die Konkurrenz aus den östlichen Nachbarländern ein großes Problem, das sich in einem enormen Preiskampf bemerkbar macht. Große Fortschritte gab es auch bei der Umsetzung des Beschlusses der Bundesinnung, für die Mitglieder einen kostengünstigen Normenzugang zu schaffen. Dafür sind schon in fast allen Landesinnungen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen worden und es beginnt nun die technische Umsetzung, sodass der Normenbezug über das Internetportal der jeweiligen Landesinnung freigeschaltet werden kann. Über die ersten positiven Erfahrungen aus Niederösterreich konnte Bundesinnungsmeister Schinnerl in einer Pressekonferenz des Austrian Standards Instituts berichten. Bei der Öffentlichkeitsarbeit wurde erreicht, dass in Zukunft die Metalltechnik unter einem einheitlichen Design auftreten wird, aus dem sich die Landesinnungen die für ihre Zwecke erforderlichen Module herausnehmen und adaptieren können. So soll unter einer „Metalltechnik“-Identität größtmögliche Autonomie auf Landesebene ermöglicht werden. Im Bereich der Meisterprüfungen wurden die überarbeiteten Entwürfe der Meisterprüfungsordnungen für Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau sowie für Schmiede und Fahrzeugbau vom Bundesinnungsausschuss einstimmig beschlossen und können nun in die offizielle Begutachtung eingebracht werden. Großes Augenmerk wurde bei der Überarbeitung auf die gestiegenen Anforderungen  – insbesonders beim Schweißen – und modernen Arbeitsverfahren gelegt. Der Bundeslehrlingswettbewerb der Metalltechniker findet von 12. bis 13. Oktober in Klagenfurt statt. Die entsprechende Ausschreibung ist bereits an alle Landesinnungen ergangen. Das WIFI Klagenfurt wird seine modernst ausgestatteten Werkstätten dafür zur Verfügung stellen. Auch die Ausscheidung für die Worldskills 2013, die „Staatsmeisterschaften“, finden in Klagenfurt statt, und zwar im Vorfeld des Bundeslehrlingswettbewerbs, um Synergien zu nützen und Kosten zu sparen. An den heurigen Euroskills in Spa, Belgien, vom 4. bis 7. Oktober, sind von den Metalltechnikern die Landmaschinentechniker, die Hufschmiede und die Schweißer ver­ treten.

Der Bundeslehrlingswettbewerb der Metalltechniker findet heuer von 12. bis 13. Oktober 2012 im WIFI Technikzentrum in Klagenfurt statt. Die am Wettbewerb (voraussichtlich) teilnehmenden Lehrlinge müssen bis spätestens 29. Juni 2012 bei der Bundesinnung angemeldet werden. Zugelassen sind ausschließlich Lehrlinge aus Gewerbebetrieben. Landesinnungen können auch Personen nennen, die nicht zuvor an einem Landeswettbewerb teilgenommen haben. Für die planmäßige Durchführung eines Bewerbs sind mindestens fünf Anmeldungen eine Woche vor dem geplanten Durchführungstermin erforderlich, die tatsächliche Abhaltung eines Bewerbs erfordert mindestens drei anwesende Teilnehmer pro Berufsgruppe. www.metalltechnik.at


Innungen

WKW/VBW

Theaterberufe hautnah erleben Wie sich der Beruf von Tischlern, Schlossern, Malern und Tapezierern im Theaterbetrieb gestaltet, davon konnten sich rund 50 Lehrlinge an drei Terminen im April und Anfang Mai ganz persönlich ein Bild machen. Die Wirtschaftskammer Wien (WKW) lud in Kooperation mit den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) Auszubildende dieser drei Berufsgruppen ins Ronacher. Vor Ort konnten sich die Lehrlinge – Mädchen und Burschen zwischen 16 und 19 Jahren – über ihr Berufsbild informieren, mit Experten sprechen und exklusive Blicke hinter die Kulissen des Theaters erhalten. Auf der Bühne des historischen Wiener Ronacher, auf der derzeit täglich außer mittwochs das Musical „Sister Act“ gezeigt wird, konnten die Jugendlichen Requisiten, Bühnenbilder und technische Vorrichtungen aus nächster Nähe begutachten. Bühnenbildner, Bühnenmaler und Techniker standen den neugierigen Jugendlichen Rede und Antwort. Bei einer Führung durchs Haus sahen die Lehrlinge nicht nur die Arbeitsplätze der Theatermitarbeiter, sondern auch selten zugängliche Bereiche wie den Schnürboden oder die Hinterbühne. Ursula Murschitz, Human Resources-Leiterin der VBW: „Die Lehrlingsbesuche sind eine hervorragende Idee, Berufsbilder von mehreren Seiten zu beleuchten und abseits der Ausbildung Einblick in den Arbeitsalltag zu geben. Den Beruf des Tischlers oder Schlossers hätte man in einem Theater aufs Erste vielleicht nicht vermutet. Ich

Foto: Rolf Bock

Wirtschaftskammer Wien und VBW luden Lehrlinge ins Ronacher.

hoffe, dass wir den Jugendlichen zeigen konnten, wie vielfältig ihr Berufsbild und das Theater sind.“ Krönender Abschluss der Schnupperstunde war der Besuch der „Sister Act“-Vorstellung, die von den Lehrlingen mit großer Begeisterung verfolgt wurde – standen sie doch gerade noch selbst auf der Bühne und könnten es eines Tages auch in ihrem Beruf. 

Landesinnung Niederösterreich

Holen Sie sich Ihr Geld! Das AMS Niederösterreich fördert bis zu 70 Prozent der Kosten für die Schweißausbildung in Bezug auf die EN 1090. Die niederösterreichische Landesinnung der Metalltechniker konnte in einem ausführlichen Gespräch mit dem AMS Niederösterreich in Erfahrung bringen, dass für die Ausbildung von Mitarbeitern vor allem auch im Bereich der Schweißqualifikation (EN 1090), aber auch in anderen Bereichen umfangreiche Förderungen möglich sind.

AMS-Förderung für Schweißausbildung und weitere Schulungsmaßnahmen

Im Rahmen der sogenannten Qualifizierungsförderungen für Beschäftigte fördert das AMS die Ausbildung von Mitarbeitern. Dies betrifft auch die nach EN 1090 bzw. EN 287 erforderliche Schweißqualifikation. Eckpunkte dieser Fördermaßnahme sind: • Förderung für Mitarbeiter ab 45 Jahren möglich • Förderhöhe 70 % der Kurskosten für Arbeitnehmer ab 50 Jahren • Förderhöhe 60 % der Kurskosten für Arbeitnehmer ab 45 bis 49 Jahre

• Gefördert werden kann die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen mit einer Mindestdauer von 16 Stunden (EN-287-Kurs inklusive Prüfung am WIFI NÖ dauert mindestens 16 Stunden), auch Ausbildung zur Schweißaufsichtsperson (IWS, IWT, IWE) sind förderbar. • Es gibt Höchstgrenzen der Förderung. • Die Beihilfe kann nur nach Vorlage eines Bildungsplans gewährt werden. • Die Förderung muss im Vorhinein bei der regional zuständigen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice beantragt werden. Eine weitere Möglichkeit, umfangreiche Förderungen zu lukrieren, ist zum Beispiel auch, durch einen Zusammenschluss mehrerer Unternehmen einen Qualifizierungsverbund zu gründen und im Rahmen dessen Bildungs- und Schulungsmaßnahmen festzulegen, die dann durch EUund AMS-Gelder mit bis zu 75 Prozent gefördert werden können.  www.noe.metalltechnik.at

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Innung Wien Veränderungen im Mitgliederstand Wien Gewerbeerteilung

Aho Yacoub, 1150 Wien, Europaplatz 2, Bahnhof City Wien West, „Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen“, Geschäftsführer: Rafail Babajew; Marandzhyan Armen, 1110 Wien, Geiselbergstraße 48/000/Top 1, „Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen“; Uchida Mark Rene, 1080 Wien, Josefstädter Straße 72, „Graveur“; Wasserl Ferdinand Viktor Josef, 1030 Wien, Invalidenstraße 17/2/5/41, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau verbunden mit Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau; Metalltechnik für Land- und Baumaschinen (verbundenes Gewerbe), eingeschränkt auf Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau“; Ferdinand Weissmann Isolierglaserzeugung und Portalglaserei GesmbH, 1210 Wien, Rudolf-Virchow-Straße 2–6, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau verbunden mit Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau; Metalltechnik für Land- und Baumaschinen (verbundenes Handwerk)“, Geschäftsführer: Walter Kronister; Winkler Christian, 1230 Wien, Steinergasse 36/11/9, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau eingeschränkt auf die Montage von Fenstern, Türen, Toren, Geländern und Rollgittern aus Stahl, Nichteisenmetallen und Kunststoffen.

Endigung einer weiteren Betriebsstätte

Webb Service Ges.m.b.H., 1060 Wien, Hornbostelgasse 3, „Schlosser, eingeschränkt auf den Schlüssel- und Aufsperrdienst sowie die Montage von Schlössern und Beschlägen“, Geschäftsführer: Herbert Horak, Endigung der weiteren Betriebsstätte 1150 Wien, Gablenzgasse 5 (Einkaufszentrum).

Standortverlegung

Dovgopol KG, 1120 Wien, Erlgasse 19/2, „Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen“, Geschäftsführer: Elena Dovgopol, früher 1110 Wien, Guglgasse 8/2/2/1; Omega Installations GmbH, 1100 Wien, Hertha-FirnbergStraße 3/24, „Schlosser verbunden mit Schmiede; Landmaschinentechniker; früher 1100 Wien, Wienerbergstraße 11/12; Kurt Springer Gesellschaft m.b.H., 1230 Wien, Wiegelestraße 2, „Schlosser verbunden mit Schmiede; Landmaschinentechniker, eingeschränkt auf den Werkzeug- und Formenbau“, Geschäftsführer: Ing. Roman Springer, früher 1230 Wien, Leo-Mathauser-Gasse 75; Stahlschmiede & Bau GmbH, 1040 Wien, Leibenfrostgasse 1/11, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau, eingeschränkt auf die Montage von Bau- und Stahlbauschlosserkonstruktionen, soweit diese Tätigkeiten nicht dem Baumeistergewerbe vorbehalten sind (im Standort eingeschränkt auf den Bürobetrieb)“, Geschäftsführer: Dragi Jankovic, früher 1040 Wien, Waaggasse 1/14; Weilharter Robert, 1140 Wien, Penzinger Straße 147/14, „Schlosser eingeschränkt auf den Bürobetrieb“, früher 1030 Wien, Seidlgasse 22/2.

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April 2012 Geschäftsführerbestellung

A.P. Schlosserei e.U., 1160 Wien, Thaliastraße 75/4/7, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau verbunden mit Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau; Metalltechnik für Land- und Baumaschinen“, Geschäftsführer: Miladin Nikolic per 29.03.2012.

Ausscheiden des Geschäftsführers

GE-VE Ivica Sapina e.U., 1160 Wien, Menzelgasse 11/7, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau“, Geschäftsführer Sveto Sucur ausgeschieden per 11.04.2012; Jakov KATINIC GmbH, 1180 Wien, Staudgasse 53/2, „Schlosser verbunden mit Schmiede; Landmaschinentechniker, eingeschränkt auf den Bürobetrieb“, Geschäftsführer Jovan Mikic ausgeschieden per 02.02.2010; KLIMES GmbH, 1170 Wien, Lacknergasse 57, „Schlosser (Handwerk)“; Geschäftsführer Josef Klimes ausgeschieden per 01.03.2012.

Wiederbetriebsmeldung

Popovic Dusko, 1080 Wien, Laudongasse 71/21, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau verbunden mit Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau; Metalltechnik für Land- und Baumaschinen (verbundenes Handwerk)“, Geschäftsführer: Ing. Alfred Lechnitz, per 04.04.2012.

Ruhendmeldung

HAUSCOMFORT GmbH, 1030 Wien, Thomas-Klestil-Platz 15/000, „Schlosser (Handwerk)“, per 29.03.2012.

Gewerberücklegung

Landegger Erika, 1020 Wien, Vorgartenstraße 134–138/2/6, „Schlosser (Handwerk), eingeschränkt auf die Montage von Aufzügen sowie auf Reparaturen und Montagen im Hausund Wohnbereich unter Ausschluss der Ausführungen von Metallbauarbeiten und der Instandsetzung von Motorrädern“, Geschäftsführer: Thomas Landegger, endet per 29.03.2012; Miron Constantin Florentin, 1230 Wien, Drillgasse 17, „Metall- und Eisengießer“; endet per 05.04.2012; REMI-Schweißtechnik GmbH, 1100 Wien, Laxenburger Straße 31/2, „Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau verbunden mit Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau; Metalltechnik für Land- und Baumaschinen (verbundenes Handwerk)“, Geschäftsführer: Nedzib Mahmutovic; endet per 22.03.2012.

Endigung der Gewerbeberechtigung – Untergang der juristischen Person

OSSA – Industriemontage & Schweißtechnik GmbH, 1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 123/1L, „Schlosser (Handwerk), eingeschränkt auf Industriemontagen, insbesondere die Montage von Behältern samt zugehöriger Rohrleitungen, Stahlkonstruktionen und Geländer“, endet per 18.04.2012; Vanitec Metalltechnik GmbH, 1100 Wien, Humboldtgasse 18/20, „Schlosser“, endet per 21.04.2012; Leopold Zehetner Gesellschaft m.b.H., 1230 Wien, Großmarktstraße 18 (Betrieb), „Schlosser, einschließlich der Gitterstricker, eingeschränkt auf Schlosser“, Geschäftsführer: Philipp Karim Passdar, endet per 19.04.2012. 


Innung Wien Klubbrief TERMINE Donnerstag, 21.6.2012

16.30 Uhr

Laxenburg

Donnerstag, 5.7.2012

19.30 Uhr

Klubkegeln

Sonntag, 22.7.2012

14.00 Uhr

Parndorf – Kultursommer

Donnerstag, 2.8.2012

19.30 Uhr

Klubkegeln

Donnerstag, 6.9.2012

19.30 Uhr

Klubkegeln

Donnerstag, 20.9.2012

19.30 Uhr

Klubsitzung

Unsere nächsten Klubkegelabende finden am Donnerstag, den 5.7.2012, 2.8.2012 und 6.9.2012, im Gasthof Weinknecht, 2331 Vösendorf, Ortsstraße 161, Beginn 20.00 Uhr, statt. Es gibt eine große Auswahl an hervorragenden Speisen zu vernünftigen Preisen! Bitte unbedingt Indoorschuhe mit nicht abfärbender Sohle mitnehmen! Am Donnerstag, dem 21.6.2012, für alle Angemeldeten: Laxenburg, Beginn 16.30 Uhr. Das ist unsere „Ab-in-den-Sommer-Klubsitzung“. Am Sonntag, dem 22.7.2012, fahren wir zum Kultursommer in Parndorf. Für alle Angemeldeten: Abfahrt: 14.00 Uhr, 1030 Wien, Rudolf Sallinger Platz 1 (U4 Stadtpark). Klubsitzung am Donnerstag, dem 20.9.2012, im Stüberl beim „Adam“. Das Thema geben wir noch bekannt. Wir gratulieren unseren Geburtstagskindern im Juni/Juli/ August: Juni: Edith Tischler, Monika Graf, Ing. Alfons Rudorfer, Christoph Kollin, Ing. Anton Beran, Peter Fohleutner, Peter Strauß, Helmut Poisel Juli: Kurt Babel, Karl Kantner, Erwin Graf, Ing. Hans Hauer, Georg Sverak, Johann Prochaska, Renate Hofer, Andreas Walter, Thomas Bauer August: Anton Musil, Robert Aichinger, Ernst Heider, Friedrich Krottendorfer, Helmut Stingl, Gerhard Igel, Hans Drucker In der Mai-Klubsitzung war Gernot Friedel zu Gast. (Bericht von Obmann Erwin Graf) Er ist 1941 in Innsbruck geboren, hat mehr oder weniger durch Glück – „Es ist jemand ausgefallen.“ (Dies wurde ein Standardsatz in seinem Leben.) – die ersten Arbeiten als Regieassistent in Salzburg bekommen und dabei die Bekanntschaft von Herbert von Karajan gemacht. Mit ihm hat er immer wieder zusammengearbeitet. Bei den Salzburger Festspielen, aber auch am Domplatz bei Jedermann traf er mit Größen wie Curd Jürgens, Otto Schenk, Helmut Lohner und Klaus Maria Brandauer zusammen. Unter anderem hat er an einer Inszenierung von Lumpazivagabundus mit Attila Hörbiger in der Titelrolle, ebenfalls in Salzburg, mitgearbeitet. Später folgten unter anderem an der Wiener Josefstadt „Othello darf nicht platzen“, aber auch 1985 eine Folge „Tatort“, die Ernst Hinterberger geschrieben hat: „Fahrerflucht“ mit Kurt Jaggberg. Eine weitere Geschichte mit Karajan war weniger lustig: Herbert von Karajan bekam durch den damaligen Rallye-Europameister Walter Röhrl einen nagelneuen Porsche mit Lkw zugestellt.

Gernot friedel, Gast bei der Mai-Klubsitzung

Gernot Friedel hatte damals noch keinen Führerschein. Karajan sagte zum jungen Friedel: „Na setz dich mal rein und dreh eine Runde (auf Karajans Grundstück in Salzburg), du wirst dir so ein Auto niemals leisten können.“ Friedel setzte sich also in den nagelneuen Porsche – dieser hatte einen Starterknopf – berührte diesen und – da er sich mit dem „Kuppeln“ nicht wirklich auskannte – machte einen Satz genau in den Zaun. Auto kaputt – man kann sich Karajans Freude vorstellen. Trotzdem verband diese beiden eine Jahre dauernde Freundschaft und Zusammenarbeit. Zuletzt hatte Friedel die Ausstellung im Wiener Mozarthaus mit dem Mozartkopf (von meiner Wenigkeit gestaltet). Titel der Ausstellung, die bis Jänner 2013 zu sehen ist: „Zwischen Angst und Hoffnung – Mozarts Aufstieg und Fall in der Wiener Gesellschaft“. Wir  wünschen  allen  unseren  Mitgliedern,  die  wir  vorher  nicht mehr sehen, einen wunderschönen und erholsamen  Sommer! 

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Metallzeitung 06/12