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IMPRESSUM

    T O P T H E M A

METALL – Das Magazin für Metalltechnik. Organ der Metalltechnikerinnung.

CSR: Unternehmen leben Verantwortung 

Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag und Landesinnung Wien der Metalltechniker, vormals Schlosser, Landmaschinentechniker und Schmiede, 1030 Wien, Rudolf-Sallinger-Platz 1, Tel: 01/514 50-0. Medieninhaber, Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien,Grünbergstraße 15/1, Tel: (01) 546 64-0, Fax: -403, Internet: www.wirtschaftsverlag.at. Ressortleiter: Kersten Viehmann, DW 320, k.viehmann@wirtschaftsverlag.at. Chefredakteur: Gerhard Rainer, DW 348, g.rainer@wirtschaftsverlag.at. Autoren dieser Ausgabe: Mag. Gudrun Haigermoser, Simon Jappel, Sandra Knopp, Mag. Karin Legat, Franz Joachim Roßmann, Dr. Stephan Trautmann, Ing. Gernot Wagner, Mag. Manfred Wildgatsch. Grafik: Antonia Stanek (Konzept), Gerlinde Gröll. Geschäftsführung: Thomas Zembacher. Verkaufsleiter: FranzMichael Seidl, DW 240. Anzeigenberatung: Dejan Andric, DW 252, d.andric@ wirtschaftsverlag.at. Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 403, metall@wirtschaftsverlag.at. Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger, Kleinwört 8, 4030 Linz, Tel: 0732/31 50 29, Fax: -46 DW, Mobil: 0676/5185575, linz@wirtschaftsverlag.at. Anzeigentarif: Nr. 25, gültig ab 1. Jänner 2014. Erscheinungsweise: monatlich. Herstellung: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien und VerlagsgmbH & Co KG, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrichvdv.com. Marketing: Paul Kampusch, DW 130. Aboservice: Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag, Simmeringer Hauptstraße 24, 1110 Wien, Tel: 01/361 70 70-570, Fax 01/361 70 70-9570, aboservice@ wirtschaftsverlag.at. Jahresbezugspreis: Abo Inland: 58 Euro, Ausland: 86 Euro, Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung: Bank Austria, IBAN: AT51 1100 0042 4057 1200, BIC: BKAUATWW. DVR: 0368491

Daniela Knieling über CSR in der betrieblichen Praxis  Material- und Energieeffizienz gegen Verschwendung  Vielfalt: Stärke durch Wertschätzung  CSR-Praxis: Metaller mit Engagement  Gesundheitsförderung: Auszeichnung an Maco

Das war die Intertool Steuertipps  Recht 

AMFT Metallbautag  Leichtbaukompetenz aus Österreich  Portrait: MKW wuchs im Verborgenen 

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RUBRIKEN Innungsnachrichten Markt  Letzte Seite 

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EDITORIAL

Erstmals in der Verlagsgeschichte erscheint mit „Corporate Social Responsability“ (CSR) ein Themenschwerpunkt in allen Medien des Österreichischen Wirtschaftsverlages zeitgleich, aber inhaltlich auf die jeweilige Branche zugeschnitten. Im vorliegenden METALL beleuchten wir den Begriff der Unternehmensverantwortung und zeigen konkret auf, wie dies im betrieblichen Alltag des Metalltechnik-Betriebes bereits gelebt wird (ab S ­ eite 12). Wir wollen damit ein Zeichen setzen für eine nachhaltige mittelständische Wirtschaft. Man kann völlig neue Dinge erkennen, wenn man nur ein wenig den Blickwinkel verändert. Dass Energiesparen nicht nur ein „grünes“ sondern vor allem auch ein betriebswirtschaftliches Thema darstellt, ist spätestens nach dem letzten Preisschub bei Gas und Strom klar geworden. Aber wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass Aluminiumfenster den Öko-Vergleich gegenüber anderen Werkstoffen mit Bravour bestehen würden (Seite 27)? Welchen Image-Aufschwung hat der Metallbau erlebt, seit in die Lebenszyklus-Gesamtrechnung nun auch Werte wie Rezyklierbarkeit oder Begriffe wie „Cradle to ­Cradle“ einfließen. Und wer hätte gedacht, dass die Bemühungen des Metalltechnikers, seine MitarbeiterInnen selbst zu qualifizieren und im Betrieb zu halten, heute „CSR-Strategie“ heißen? Aber lesen Sie selbst in dieser METALL-Ausgabe nach – und besuchen Sie www.wirtschaftsverlag.at um mehr über die Aktion und unsere eigene CSR-Strategie zu erfahren. Oder folgen Sie uns auf Twitter @ csr_verlag Im Namen des METALL-Teams wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer mit einem nach­haltige Erholungswert! Ihr Gerhard Rainer

© Simon Jappel

Verantwortung

GERHARD RAINER Chefredakteur E g.rainer@wirtschaftsverlag.at


TOPTHEMA

CSR

Unternehmen leben Verantwortung Innovation, Kundenbindung und motivierte Mitarbeiter – die gelebte „Corporate Social Responsibility“ (CSR) kann Betrieben eine Menge Vorteile bringen.    T E X T : S A N D R A K N O P P

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enkt Ihre Firma CO2-Ausstoß und Energieverbrauch – und spart dadurch Geld? Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter gezielt bei der Aus- und Weiterbildung? Pflegen Sie einen fairen Umgang mit Lieferanten und Geschäftspartnern? Wenn Sie diese Fragen mit „Ja“ beantworten können, dann sind Sie auf dem besten Weg zum verantwortungsvollen Unternehmertum – oder in Managementsprache ausgedrückt: zu einer gelungenen CSR-Strategie. „Corporate Social Responsibility“ ist laut einer Definition der EU-Kommission (2011) „die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft“. Darunter fallen ökologische, ethische, Menschenrechts- und Verbraucherbelange. Konkrete Umsetzungen finden sich zum Beispiel in einer umweltschonenden Produktion, bei der Unterstützung lokaler Beschaffungsmärkte oder durch die Miteinbeziehung von Mitarbeitern in Unternehmensentscheidungen. Doch mit Einzelaktionen ist es nicht getan. Die sind zwar leicht zu initiieren und gut fürs Image, laufen aber stets Gefahr, randständig zu sein. „CSR ins Kerngeschäft zu integrieren bedeutet zu hinterfragen: Was, wo, wie und für wen produziere ich?“, bringt es André Martinuzzi, Leiter des Instituts für Nachhaltigkeitsmanagement an der Wirtschaftsuniversität Wien, auf den Punkt.

Eine Vorgehensweise, die sich auch wirtschaftlich auszahle, so Martinuzzi.

Blick von außen Jeder CSR-Prozess braucht eine kritische Betrachtung von außen – den Dialog mit jenen Anspruchsgruppen („Stakeholdern“), die direkt oder indirekt mit dem Betrieb verbunden sind. Das sind etwa Kunden, Anrainer und Lieferanten. „Es geht darum, ihre Erwartungen zu kennen, deren legitime Interessen und Rechte zu berücksichtigen und sich mit etwaigen Problemen an der Schnittstelle zur Gesellschaft auseinanderzusetzen“, sagt Barbara Coudenhove-Kalergi, Co-Gründerin des Center for Responsible Management. Dennoch reicht es nicht, einfach den Erwartungen von außen zu entsprechen. Denn verantwortungsvolles Wirtschaften sollte auf einer ethischen Haltung des Unternehmens selbst beruhen. Fehlt diese Grundhaltung, steht CSR auf tönernen Beinen, so die Expertin. Stimmen die kolportierten Werte nicht mit Erfahrungen von Kunden und Mitarbeitern überein, wird das Engagement rasch als unecht – als „Greenwashing“ – wahrgenommen und kann die Unternehmensreputation schädigen.

CSR im Kleinbetrieb Ursprünglich vorwiegend mit Großunternehmen assoziiert, hat CSR inzwischen

auch bei den Klein- und Mittelständlern Einzug gehalten. Ob eine gezielte Lehrlingsförderung oder die Verwendung von Rohstoffen aus der Region – nachhaltiges Wirtschaften wird vielerorts bereits gelebt –, wenngleich nicht immer unter dem Modekürzel „CSR“. Thomas Walker, Leiter des Instituts für Nachhaltige Lösungen „walk-on“ sieht sogar einen strukturellen Vorteil für kleine und mittlere Unternehmen (KMU): „Die haben zwar professionelle Managementstrukturen, aber keine so starren Vorgaben wie Großkonzerne. Damit können sie flexibler, menschlicher und schneller auf Änderungen reagieren.“ Damit das klappt, muss CSR allerdings Chefsache sein. „Spielt das Management nicht mit, läuft man gegen Gummiwände“, sagt Christine Maria Jasch, Leiterin des Wiener Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung.

Wissen, wo man steht Am Anfang des CSR-Prozesses steht für Gabriele Faber-Wiener, Co-Gründerin des „Centers for Responsible Management“ eine eingehende Unternehmensanalyse. Es gilt unter anderem, die eigene Marktposition zu bestimmen, Auswirkungen, Chancen und Hemmnisse zu definieren und festzustellen, welche Werte für das Unternehmen essenziell sind. Die Analyse von Fluktuation und Krankenstandtagen, Rohstoffverbrauch und

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Quelle: Bauzeitung 11/2014

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„Verantwortungsvoll wirtschaftende Unternehmen handeln umweltbewusst, sozial korrekt – und vor allem ökonomisch erfolgreich.“ ANDRÉ MARTINUZZI, WU WIEN Kundenzufriedenheit sind nur einige Kennzahlen, die Auskunft über die „CSR-Performance“ geben. Bei ethischem Wirtschaften müssen sich Unternehmen immer wieder auch mit heiklen Themen auseinandersetzen. Definiert etwa ein Betrieb „Gerechtigkeit“ als Kernwert, sollte dies zum Beispiel an einem transparenten Gehaltsschema, das für alle Mitarbeiter einsehbar ist, festgemacht werden.

Wirkung und Nutzen „CSR muss gleichzeitig einen wirtschaftlichen Nutzen für ein Unternehmen und einen gesellschaftlichen Nutzen für alle erbringen“, sagt CSR-Experte Martinuzzi. Umweltschonende Produktionstechniken können Innovationen fördern, im Idealfall kann gar eine Marktnische erobert werden. Wie eine Untersuchung der KMU-Forschung Austria zeigte, erwarten sich rund zwei Drittel der befragten Familienbetriebe, durch CSR Kosten zu senken. Etwa durch den effizienteren Einsatz von Rohstoffen und Energie. Positives Image, Markenbekanntheit und enge Kundenbindung sind weitere Vorteile, die mit nachhaltigem Wirtschaften verbunden werden. Die Strategie gilt oft auch als

Geheimwaffe im „Kampf um die besten Talente“. Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels vor allem in strukturschwachen Regionen ein Argument. Kein Wunder, dass rund drei Viertel der heimischen Unternehmen die Mitarbeiter in den CSR-Fokus stellen, mit Maßnahmen wie Partizipation, Gesundheitsvorsorge oder auch durch Sportund Freizeitaktivitäten.

Eine lange Reise „Verantwortungsvolles Wirtschaften ist als Innovationstreiber ein zentrales Thema, aber nicht immer einfach. Es gilt, Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen zu überzeugen, auf Rückschläge zu reagieren und in Forschung und Entwicklung zu investieren“, sagt Respact-Geschäftsführerin Daniela Knieling (siehe auch Interview nächste Seite). Die Nachhaltigkeitsplattform, auf der sich aktuell 260 Unternehmen mit ihren CSR-Aktivitäten präsentieren – darunter auch METALL-Herausgeber Österreichischer Wirtschaftsverlag –, hat Leitfäden für elf verschiedene Branchen sowie eine Anleitung für den Weg zum eigenen Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Angebote, die von immer mehr Firmen angenommen werden. 

„KMU können flexibler, menschlicher und schneller auf Änderungen reagieren.“ THOMAS WALKER, WALK-ON

Freiraum für neues Denken im Management

Überzeugende Gesprächsrhetorik: Überzeugend auftreten, erfolgreich kommunizieren! René Borbonus

Termin: 10. September 2014 Ort: Hotel Schlosspark Mauerbach b2bEvents.at


INTERVIEW

CSR IN DER PRAXIS

„Es geht nicht nur ums Besserfühlen“ METALL sprach mit Daniela Knieling, Geschäftsführerin der Non-Profit-Organisation Respact (austrian business council for sustainable development), die heimische Unternehmen in Sachen nachhaltiges Wirtschaften unterstützt.  I N T E R V I E W : G U D R U N H A I G E R M O S E R

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orporate Social Responsibility – kurz CSR – ist in aller Munde. Nur, was ist darunter genau zu verstehen? Und welchen Nutzen können kleine und mittlere Unternehmen daraus ziehen? METALL: Wo beginnt die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung und welche Verantwortung hat jeder einzelne Unternehmer? Daniela Knieling: Die Unternehmen sind

Teile der Gesellschaft und tragen damit – wie jeder Einzelne – natürlich Verantwortung. Daher sollte sich jeder – ob es sich nun um einen produzierenden Betrieb oder einen Dienstleister handelt – fragen, wie und womit er sein Geld verdienen und welche Werte er vertreten möchte. Es gibt mittlerweile viele tolle Unternehmer, die ihr Geschäft verantwortlich ausrichten, unabhängig von ihrer Größe. Dabei sind die Möglichkeiten, Verantwortung zu zeigen, extrem vielfältig. METALL: Das Managementinstrument CSR ist also nicht nur „den Großen“ vorbehalten, sondern auf für kleine und mittlere ­Unternehmen anwendbar? Knieling: Es ist ein Irrglaube, dass CSR nur

ein Thema für die Großen ist. Jeder, der will und der Entscheidungsbefugnis hat, kann seine Geschäfte nachhaltig und verantwortlich ausrichten. Die Herausforderung ist, das Geschäftsmodell so anzulegen, dass am Ende des Tages damit auch Geld verdient wird. METALL: Wie beurteilen Sie die Einstellung der heimischen (Klein)Unternehmer zu CSR? Ist nachhaltiges Wirtschaften ein relevantes Thema? Knieling: Die Unternehmer sind durchaus

bereit für CSR, aber der Begriff muss gut übersetzt werden. Denn die praktische Umsetzung passiert oft, ohne unter einem besonderen Titel zu stehen. Wichtig ist es, Chancen und Innovationsfaktor zu sehen. METALL: Wie bringt man dann die Theorie in die Praxis? Wie kann CSR langfristig in einem Unternehmen etabliert werden?

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Knieling: Steigt jemand neu in das Thema ein, sollte er nicht gleich wieder „verschreckt“ werden. Für Neueinsteiger bieten sich Arbeitsgruppen an. Hier tauschen sich Unternehmer mit unterschiedlichen Erfahrungen aus. Das bringt sehr viel an brauchbarem, inhaltlichem Input. Denn es ist immer leichter, sich mit Gleichgesinnten zu treffen als nur vom Schreibtisch aus zu planen.

Knieling: Natürlich sollten die Rahmenbe-

dingungen förderlich sein. Aber am wichtigsten sind der Wille und die Einstellung: Das, was gemacht wird, muss aus Überzeugung geschehen. Vor allem bei KMU gibt es zahlreiche charismatische Führungspersönlichkeiten, die durch ihr Engagement auch viel für die Allgemeinheit weiterbringen, die Einstellungen verändern. Die Kunden merken durchaus, ob ein Unternehmer

„Unternehmer sind bereit für CSR, aber der Begriff muss gut übersetzt werden.“ DANIELA KNIELING, RESPACT

METALL: Wo sehen Sie noch Aufholbedarf in Sachen Nachhaltigkeit? Knieling: Es gibt viele spannende neue Ge-

schäftsmodelle im Bereich Nachhaltigkeit und eine lebendige Szene von jungen Social Entrepreneurs. Aber wir sind weit davon entfernt, uns gemütlich zurücklehnen zu können. Es gibt für jeden Einzelnen viel zu tun, die Herausforderungen sind enorm – Stichwort Klimawandel und Bevölkerungswachstum. Außerdem: Ein Unternehmer muss nah am Markt sein und Trends ablesen: Und Nachhaltigkeit ist definitiv ein Trend. Die Gruppe, die reflektiert einkauft und hinterfragt, wo die Produkte herkommen, wächst. Die Betriebe sollten auf diesen Markt und auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Kunden reagieren, indem sie Nachhaltigkeit und Verantwortung vorleben. Es ist ein klarer Wettbewerbsvorteile, vorne dabei zu sein, und allemal besser, als hinterherzuhoppeln. METALL: Aber man kann wohl nicht die gesamte Verantwortung auf die Unternehmer laden. Welche Unterstützung durch Rahmenbedingungen brauchen diese, um besser nachhaltig und verantwortlich wirtschaften zu können?

auf regionale Werkstoffe, effizienten Einsatz von Energien oder Mitarbeitermotivation setzt, weil er wirklich dahintersteht. Oder ob er das nur tut, weil es eben gerade „in“ ist. METALL: CSR bedeutet, sich nicht nur auf ein Thema zu konzentrieren, nachhaltiges Wirtschaften muss sich im gesamten Unternehmen widerspiegeln und ins Kerngeschäft integriert werden. Womit kann man beginnen, an welchem Punkt ist am besten anzusetzen? Knieling: Es gibt viele unterschiedliche Zu-

gänge und jede Branche hat mit anderen Herausforderungen umzugehen. Es kommt auch auf das Produkt, die Unternehmensgröße und -art an. Wie bereits erwähnt, passiert in heimischen Unternehmen sehr viel Gutes, aber eben nicht immer geplant, sondern oft nach dem „Gießkannenprinzip“. Daher ist es wichtig, eine Strategie zu entwickeln. Am Beginn steht dabei eine Bestandsaufnahme, denn das geht im täglichen Geschäft oft unter. Dieser erste Schritt beinhaltet eine Analyse von Stärken und Schwächen, Nutzen und Risiken sowie des Einflusses der involvierten Gruppen: Denn vor allem durch ein genaues Ansehen der Bedürfnisse von Kunden, Mitbewerbern, Lieferanten, Mitarbeitern und Interes-


© Häusler

INTERVIEW

Daniela Knieling: „Kundenbindung, Mitarbeitermotivation, gesellschaftliche Anerkennung und Kosteneinsparungen sind Vorteile für Unternehmen durch CSR.“

sengruppen – der Stakeholder also – ist viel zu gewinnen. Weitere Fragen, die man sich stellen kann: Was tue ich für den Umweltschutz, sind meine Mitarbeiter zufrieden? Investiere ich in Aus- und Weiterbildung? Woher kommen meine Werkstoffe, bzw. die Waren, die ich verkaufe? Kann und will ich auf gewisse Produkte, Partner, Produktionsmethoden verzichten? Auf welche Art der Energieversorgung setze ich? Die Beantwortung dieser Fragen zeigt klar, wo das Enga-

gement passt, aber auch, welche Bereiche noch vernachlässigt werden. METALL: Was können sich EPU und KMU erwarten, welche Vorteile erwachsen den Unternehmen in welchen Bereichen? Knieling: Allgemein beantwortet, erzeugt

nachhaltiges Wirtschaften einen gemeinsamen Mehrwert, weil es sowohl dem Betrieb als auch der Umwelt und der Gesellschaft Nutzen verschafft. Zu den Vorteilen

von Corporate Social Responsibility zählen unter anderem Kundenbindung, Mitarbeitermotivation, gesellschaftliche Anerkennung und Kosteneinsparungen, zum Beispiel durch einen effizienteren Ressourceneinsatz. Eines der Hauptargumente für CSR ist das Innovationspotenzial: Durch die Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte können neue Produkte und Prozesse entstehen bzw. bestehende verbessert werden.    06-07/2014   9


BRANCHE

WERKSTOFFTECHNIK

Basis neuer Produkte

Die Entwicklung neuer Werkstoffe ist für nachhaltige Produkte entscheidend.

M E TA L L B E A R B E I T U N G

Verschwendung vermeiden Material- und Energieeffizienz in der Metallbearbeitung stehen von 16. bis 20. September im Fokus der geführten Besuchertouren auf der diesjährigen AMB in Stuttgart.

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© DMG Mori

rei Viertel der zwanzig größten deutschen Unternehmen schätzen die Werkstoffforschung als sehr bedeutend für ihre zukünftige Unternehmensentwicklung ein. Vor diesem Hintergrund haben die deutsche VDI-Gesellschaft Materials Engineering (VDI-GME) und das VDI Technologiezentrum (VDI TZ) gemeinsam die Studie „Werkstoffinnovationen für nachhaltige Mobilität und Energieversorgung“ veröffentlicht. Sie gibt eine Orientierung für die gezielte Entwicklung wettbewerbsfähiger Werkstoffe. Die Studie behandelt vornehmlich die Fel­der Energie und Mobilität, weil diese aktuell eine besonders hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung haben und die Werkstofftechnologie hier eine entscheidende technische Rolle spielt.

Leistungsgrenzen verschieben „Werkstoffinnovationen sind eine entscheidende Voraussetzung für Produktentwicklungen technikorientierter Unternehmen“, erläutert Hans-Jürgen Schäfer, Geschäftsführer der VDI-GME. „Denn da, wo sich durch neue Werkstoffe und ihre verbesserte Werkstofftechnik die Leistungsgrenzen bestehender Produkte verschieben lassen oder neue Produktvarianten entstehen, kommt es zu Innovationsschüben und entscheidenden Wettbewerbsvorteilen für Unternehmen.“ Etwa zwei Drittel aller technischen Innovationen hängen von den Eigenschaften der Werkstoffe ab. In nahezu allen Industriebranchen werden daher neue Werkstoffe entwickelt, um neue und leistungsfähige Produkte herstellen zu können. Die Herausforderungen gehen aber noch weiter: Anlagen müssen an die Produktion von Multimaterialsystemen angepasst, neue Methoden für die Qualitätssicherung eingeführt und Fragen des werkstoffgerechten Recyclings schon in der Designphase berücksichtigt werden. [red/vdi] 10   

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Die AMB-Besuchertour informiert über neue Materialien sowie methodische, technische und betriebswirtschaftliche Aspekte der Materialeffizienz.

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aterialkosten stellen im produzierenden Gewerbe mit über 40 Prozent den mit Abstand größten Kostenblock dar. Der Anteil der Personalkosten liegt dagegen mit circa 18 Prozent weit darunter. In vielen Unternehmen werden die Materialkosten nicht im Detail untersucht. Es ist also bei vielen Unternehmen im Bereich der Materialkosten, auch angesichts der Höhe dieses Kostenblocks, ein großes Einsparpotenzial zu erwarten. Dazu gibt es eine Vielzahl von organisatorischen und technischen Maßnahmen, um Verschwendung zu vermeiden und Materialkosten einzusparen. Eingriffsmöglichkeiten gibt es beispielsweise bei der Produktgestaltung und in der Produktion.

Energie sparen Das Thema Energieeffizienz und -einsparung dominiert ebenfalls mehr denn je die Diskussionen rund um die Fertigung. Zwar liegt der Anteil der Energiekosten an den

Gesamtkosten bei Unternehmen der Metallbearbeitung durchschnittlich bei wenigen Prozent. Er kann aber bei kleinen und energieintensiven Unternehmen bis zu 15 Prozent betragen. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass sich in der Regel 20 bis 30 Prozent Energie einsparen lassen. Daher lohnt es sich auch für Unternehmen der Metallbearbeitung, sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen.

Effizienz-Tour Auf der internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung AMB in Stuttgart sind zu diesen Themen für 17. und 18. September je zwei Messerundgänge mit einer Dauer von rund zwei Stunden geplant. Die kostenlosen und von Fachleuten geführten Touren (Anmeldung erforderlich) finden in deutscher Sprache statt und starten jeweils um 9:30 und 13 Uhr bei der Sonderschau „Innovationstour Metallbearbeitung“ in Halle 5, Stand 5D32. [red/amb] 


BRANCHE

C H A R TA D E R V I E L FA LT

Stark durch Wertschätzung Mitarbeiterzufriedenheit, daraus resultierende gesteigerte Produktivität und Wettbewerbsvorteile – die reale Förderung von Vielfalt wird mit der Zeit zur Stärke und führt zu Innovationen.

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nternehmen, die Vielfalt besonders fördern, verzeichnen eine signifikant gesteigerte Zufriedenheit der Angestellten. Dank der Wertschätzung verringert sich die MitarbeiterInnenfluktuation um ein Vielfaches gegenüber traditionellen Unternehmensstrukturen. Barrierefreie und multikulturelle Unternehmen sichern sich so zahlreiche Wettbewerbsvorteile und sind auf dem besten Weg, Innovationsflaggschiffe der Wirtschaft zu werden. Vielfalt ist nicht nur eine Chance, sie ist ein Wesensmerkmal Europas. Mit der Unterzeichnung der Initiative „Charta der Vielfalt“ setzen Unternehmen ein Signal, erkennen das Potenzial von gesellschaftlicher Vielfalt und bekennen sich zur Wertschät-

zung der Individualität eines jeden Menschen – unabhängig von Geschlecht, Lebensalter, Herkunft und Hautfarbe, sexueller Orientierung, Religion und Weltanschauung sowie körperlicher oder geistiger Behinderung. Doch die Unterzeichnung der Charta ist mehr als ein reines Lippenbekenntnis. Nur Unternehmen, die kreatives Potenzial und unterschiedliche Talente nach innen und außen so zu fördern wissen, dass sich jedes Individuum entfalten kann, erhalten den realen Erfolgsfaktor Vielfalt. Seit 2010, als die Wirtschaftskammer die Initiative „Charta der Vielfalt“ ins Leben gerufen hat, wächst die Anzahl der unterzeichnenden Unternehmen stetig. Waren es zu Beginn noch lediglich elf Unternehmen,

sind es mittlerweile über 100 Organisationen und öffentliche Institutionen, die mit ihrer Unterzeichnung eine Signalwirkung geschaffen haben. Schließlich werden mit dem freiwilligen, öffentlichen Bekenntnis zur Inklusion aller Menschen nicht nur gesellschaftliche Barrieren abgebaut, sondern auch wirtschaftliche Vorteile für das jeweilige Unternehmen erzielt. Unternehmen, welche sich an der Charta beteiligen, bekommen exklusiv und kostenlos Zutritt sowie Sonderkonditionen zu Workshops, Fachtagen und Veranstaltungen im Rahmen der Charta. Interessierte Einpersonenunternehmen (EPU) werden von der Wirtschaftskammer mittels Förderung unterstützt. [red/wko.at] 

Starke Impulse für die nachhaltige Immobilienwirtschaft Die Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) ist der Motor der nachhaltigen Bau- und Immobilienwirtschaft und prägt in Österreich den Paradigmenwechsel hin zur Nachhaltigkeit. ist – darüber hinaus ist die Vermeidung des Sick Building Syndroms Motivation für die Aktivitäten. Die ÖGNI setzt auf den 3-P-Ansatz bestehend aus Produkten, Prozessen und Personen und fokussiert auf die Lebenszyklus-Betrachtung im Zusammenhang mit dem Dreiklang aus

Ressourcen, 40% der Energie und 30% der Emissionen verantwortlich

Ökologie, Ökonomie und Sozio-Kulturellem. Die über 300 Mitglieder und 400 Experten der ÖGNI erarbeiten partnerschaftlich, ergebnisorientiert und international vernetzt Empfehlungen, Kodices und Leitfäden, dabei integriert der Verein alle Stakeholder der Bau- und Immobilienbranche: vom Bauherren, Nutzer, Planer, Projektentwickler, Investor, Bewerter, Baustoffhersteller, Asset- bis zum Facility Manager. Als Produkte bietet der Verein u.a. internationale Zertifizierungen für Blue Buildings (nachhaltige Gebäude), EPD’s für Baustoffe und ethische Unternehmenszertifizierungen an. Hierfür wurden Grundlagen entwickelt, die es den Unternehmen ermöglichen, durch Corporate Governance, Compliance Management und Corporate Social Responsibility (CSR) umfassend nachhaltig zu agieren.

WERBUNG

Die ÖGNI wurde 2009 von Unternehmen und Institutionen der Bau- und Immobilienwirtschaft mit dem Ziel gegründet, den Paradigmenwechsel der Branche hin zur Nachhaltigkeit zu ermöglichen. Beweggrund ist der Umstand, dass die Bau- und Immobilienbranche für 50% der

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BRANCHE

CSR IN DER PRAXIS

Metaller mit Engagement

© AMAG

Kundenbeziehung, Mitarbeiter, Energieeinsatz und Nachhaltigkeit zählen auch in der Metallbranche. METALL-Autorin Karin Legat hat mit einigen Betrieben über deren CSR-Aktivitäten gesprochen.

Im Rahmen des Projekts „Aluminium für soziale Zwecke“ fertigten Amag-Lehrlinge weihnachtliche Geschenkartikel. Der Reinerlös kam einer Sozialeinrichtung zugute.

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uf die Fragen nach gelebter Corporate Social Responsibility, CSR, gibt es in der Metallbranche unterschiedliche Reaktionen. Großbetriebe verweisen auf eigene CSR-Konzernbereiche und -beauftragte. Auch Mittelbetriebe berichten gerne von ihren Maßnahmenpaketen rund um Umweltschutz, Mitarbeiter und Kundenbeziehungen. Viele kleinere Unternehmen der Stahlbranche und Handwerksbetriebe jedoch wollen oder können die betriebseigene CSR nicht definieren, verweisen auf andere Betriebe oder begründen ihre fehlende Gesprächsbereitschaft mit mangelnder Zeit. Hier sorgt „Trigos“, Österreichs Auszeich-

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nung für Corporate Social Responsibility, für etwas mehr Transparenz. Der Preis prämiert das ganzheitliche Engagement österreichischer Unternehmen im sozialen sowie ökologischen Bereich. Seit 2004 wurden rund 220 Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene ausgezeichnet, 90 auf Bundesebene und insgesamt 300 Unternehmen wurden nominiert.

Ja zu CSR bei Strabag „Prinzipiell unterscheiden wir nicht explizit zwischen CSR-Aktivitäten und Nicht-CSRAktivitäten. Unser Ziel ist es, dass unser Personal Nachhaltigkeitsaspekte nicht mehr gesondert, sondern als selbstverständlich

betrachtet“, erklärt Strabag-Vorstandsvorsitzender Thomas Birtel. „Alle unsere Tätigkeiten orientieren sich an der konzernweiten Strategie, die ökonomische, soziale, gesellschaftliche sowie ökologische Aspekte beinhaltet.“ Die Strabag setzt etwa Energiemanagementprogramme zur Einsparung beim Energieverbrauch um und generiert damit Kostenvorteile. Durch die gezielte Förderung von Frauenkarrieren wird ein höherer Anteil qualifizierter Technikerinnen angestrebt. „Frauen zu fördern ist nicht nur eine Sache der Fairness, es ist aus ökonomischer Sicht geboten“, betont Birtel. „Die Bauwirtschaft sieht sich mit einem Mangel an qualifiziertem Perso-


BRANCHE

nal konfrontiert. Frauen stellen einen gro­ ßen Teil der erwerbstätigen Bev��lkerung dar und müssen daher stärker als bisher für einen technischen Beruf begeistert werden. Die Rahmenbedingungen und Strukturen müssen sich ändern. Hier gibt es viel Nachholbedarf.“ Dazu unterstützt die Strabag die UN Women’s Empowerment Principles. „Die Summe aller Maßnahmen soll dazu beitragen, bei Vergabeprozessen weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Dafür hat die Strabag einen Ethikkodex erstellt und investiert langfristig in soziale und kulturelle Projekte“, betont Birtel und erwähnt u. a. das Projekt Concordia, das sich um Straßen- und Waisenkinder in Rumänien, Moldawien und Bulgarien kümmert. Gefördert werden im Rahmen der CSR-Strategie auch die Komödienspiele Porcia in Spittal an der Drau sowie das Strabag Kunstforum, mit dem MitarbeiterInnen und BesucherInnen Zugang zu zeitgenössischer Kunst geboten wird.

Strategie 2015 im Guss „CSR ist tief in unserer Unternehmens-DNA verwurzelt“, betont Manfred Leyrer, Konzernbeauftragter für Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility bei Georg Fischer Automobilguss. „Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung werden bei uns schon länger gelebt, als es die Begriffe gibt“, lacht er. Erste Krankenversicherungen gab es bei Georg Fischer schon im 19. Jahrhundert. Früher stand Qualitätsmanagement im Mittelpunkt, Umweltmanagement folgte, schließlich kamen soziale Aspekte in den Fokus. Daraus wurde CSR. Arbeitsschutz ist Kern vieler Initiativen. Aus dem Bereich Umweltmanagement nennt Leyrer die Stiftung „Clean Water“ als wichtiges Projekt, mit dem seit 2002 die Wasserversorgung in Entwicklungsländern und Katastrophengebieten gesichert wird. In Österreich liegt ein Schwerpunkt auf Energieeffizienz und Ressourcenschonung. „Die Kollegen arbeiten hier sehr engagiert“, berichtet ein Teamleiter. Dank inno-

„Positive Effekte nach innen und nach außen sind dem Firmenimage sehr förderlich.“ MANFRED LEYRER, GEORG FISCHER AUTOMOBILGUSS

vativem Design produziert das Unternehmen Teile mit um 20 bis 50 Prozent geringerem Gewicht. Dies ermöglicht den Kunden, Autos und Nutzfahrzeuge herzustellen, die leichter sind und somit weniger CO2 ausstoßen. Die Nachhaltigkeitsziele gelten für 2010 bis 2015 und werden an allen Standorten umgesetzt. „Als internationales, in 30 Ländern tätiges Unternehmen ist es unser Bestreben, den Energie- und Wasserverbrauch generell zu reduzieren und unsere Sozialverantwortung gegenüber Mitarbeitenden und der Gesellschaft wahrzunehmen. Dazu gibt es laufend Schulungen.“ Die Mitarbeiter reagieren auf die CSR-Bilanz des Unternehmens positiv. „Zu beobachten sind positive Effekte nach innen und nach außen, was dem Firmenimage sehr förderlich ist“, resümiert Manfred Leyrer.

Stahlproduktion auf CSR-Basis Bei voestalpine wird CSR als gelebter Bestandteil der Unternehmenskultur betrachtet, mit Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft, MitarbeiterInnen, Forschung und Entwicklung sowie Ökonomie. Gegenüber den MitarbeiterInnen setzt voest­alpine u. a. auf Sicherheitsmaßnahmen, ein konzernweites Gesundheitsmanagement, auf vielfältige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie auf ein seit vielen Jahren betriebenes Generationenmanagement. Folgende Entwicklungen werden von voestalpine an oberster Stelle genannt: Der Verhaltenskodex („Code of Conduct“) definiert die Grundsätze und Anforderungen von ­voestalpine an Lieferanten von Gütern und Dienstleistungen sowie an Geschäftsvermittler, Berater und sonstige Geschäftspart-

ner. Er beinhaltet neben der Verpflichtung zur Beachtung der Gesetze das Einhalten eines fairen Wettbewerbs, das Verbot aktiver und passiver Korruption, das Verbot der Gewährung von Vorteilen an MitarbeiterInnen, die Wahrung von Respekt und Integrität, verpflichtende Schulungen für MitarbeiterInnen zum Verhaltenskodex und zu Menschenrechten sowie zum Aufbau einer Compliance-Organisation innerhalb des Unternehmens. Werkstoffentwicklungen und Produktinnovationen in Richtung Sicherheit, Langlebigkeit und Leichtigkeit sind ebenso weitere Leitpunkte der voestalpine wie die Etablierung von Umweltmanagementsystemen, z. B. Emas und ISO 14001, Gleichstellung aller MitarbeiterInnen und Ausschließen jeglicher Diskriminierung, Arbeitssicherheit und Vermeidung von Arbeitsunfällen sowie gesellschaftliches Engagement im Bereich Bildung, Kultur, Sport und Soziales. Demnächst wird der erste konzernweite Corporate Responsibility Report veröffentlicht, in dem die Aktivitäten der voestalpine im Bereich Nachhaltigkeit und die Ziele zur Weiterentwicklung der nachhaltigen Unternehmensführung detailliert beschrieben sind.

Traktoren mit Verantwortung „Für uns als in Tirol verwurzeltes Familienunternehmen, das seit mehr als 65 Jahren Landmaschinen für die Berg- und Grünlandwirtschaft herstellt, ist verantwortungsvolles Handeln und Wirtschaften gegenüber unserer Gesellschaft und Umwelt ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik“, betont David Lindner vom Traktorenwerk Lindner. Als Fahrzeughersteller stellt Lindner den verantwor  06-07/2014   13


© Traktorenwerk Lindner

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Gewinner Trigos Österreich 2014 für ganz­heitliches CSR-Engagement: Traktorenwerk Lindner.

In der Luft und auf dem Boden Die Grundsätze von wirtschaftlichem, ökologischem und sozial nachhaltigem Handeln sind auch in der Unternehmenspolitik der Amag festgesetzt. Die Amag ist einer der 14   

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führenden österreichischen Premiumanbieter qualitativ hochwertiger Aluminiumguss- und -walzprodukte, die in verschiedensten Branchen wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel- und Maschinenbauindustrie eingesetzt werden. „Zu den Grundsätzen und Zielen unserer Sozialpolitik zählen u. a. das moralisch, ethisch und rechtlich einwandfreie Verhalten im Umgang mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Mitbewerbern. Daneben setzen wir auf die effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen, auf eine Erhöhung der Energieeffizienz sowie auf die Minimierung von Emissionen und

Abfall“, erklärt Amag-Pressesprecher Leopold Pöcksteiner. Als einen der gelebten CSR- und Nachhaltigkeitsschritte auf lokaler Ebene nennt Pöcksteiner den jährlich ausgeschriebenen Sozialpreis, der MitarbeiterInnen motivieren soll, sich im Umfeld des Unternehmens sozial zu engagieren und Verantwortung für Sozialprojekte zu übernehmen. Wesentliches Kriterium dabei ist, dass die Unterstützungsleistung direkt an benachteiligte oder in Not geratene Menschen in der Region geht. Für dieses Engagement wurde die Amag 2013 mit dem Nachhaltigkeitspreis der Industriellenvereinigung Oberösterreich, der „CSR-Corona“

© STRABAG

tungsvollen Umgang mit Ressourcen in den Mittelpunkt, sowohl in der Produktion als auch bei den Produkten. „Im Rahmen des Efficient Power Programs werden zahlreiche Maßnahmen realisiert, welche die Antriebsleistung der Traktoren und Transporter optimieren, vom Getriebe über die Hydraulik bis zur Lüftung der Motoren. So kann der Treibstoffverbrauch bei den neuen Modellen um 15 Prozent gesenkt werden.“ Auch in der Produktion gilt es, intelligente Strategien zur Reduzierung des Energieverbrauchs umzusetzen. Als Best Practise nennt Lindner die Entscheidung für den grünen Produktionsstandort Kundl. „Rund die Hälfte der Nutzfläche wurde in den letzten Jahren thermisch saniert, durch Dreifachverglasung und Energiesparkomponenten erreicht das Gebäude nahezu Niedrigenergiestatus. Spritsparen ist ein weiterer Kompetenzbereich von Lindner. Mit einer Meisterschaft kürt Lindner den Spritsparmeister 2013/2014. Eine Maßnahme aus dem sozialen Bereich: Ein Drittel der 220 MitarbeiterInnen arbeitet nebenberuflich in der Landwirtschaft. Lindner legt daher besonderen Wert auf arbeitnehmerfreundliche Arbeitszeitmodelle mit Elternteilzeit und Teilzeitarbeitsmöglichkeiten für Nebenerwerbslandwirte.

Beim ­Wiener Töchtertag schnuppern zwölf Mädchen Baustellenluft in der Seestadt Aspern.


in Bronze, ausgezeichnet. Durch Bildungspartnerschaften mit regionalen Schulen in Form von Vorträgen, Werksführungen oder Projektarbeiten werden nachfolgende Generationen für Wissenschaft und Technik begeistert. Praktikumsplätze und die fachliche Unterstützung bei Abschluss- und Projektarbeiten, Diplomarbeiten und Dissertationen schaffen die Basis für den Einstieg ins Unternehmen. Darüber hinaus setzt die Amag Initiativen zur betrieblichen Gesundheitsförderung durch die Schaffung sicherer und angenehmer Arbeitsbedingungen sowie durch die Unterstützung von Eigeninitiativen im Bereich Gesundheit, z. B. Amag Vital Scheck & Check. Das Thema Arbeitssicherheit ist im Managementsystem der Amag verankert und integraler Bestandteil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Der hohe Standard in diesem Bereich wird durch die Zertifizierung nach OHSAS 18001 bestätigt.

Premiere für Innovationen  Auf der AMB 2014 präsentieren über 1.300 Aussteller spanende und abtragende Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeuge  TopThema: Verbundstoffe  Erleben Sie die Welt des Maschinenbaus – direkt am Flughafen Das ist die AMB 2014! www.amb-messe.de

„Trigos“ gibt Einblick Einige kleinere Unternehmen halten Stillschweigen über ihre CSR, so auch das Himmelberger Zeughammerwerk Leonhard Müller & Söhne. Durch bestehende Nominierungen gibt der „Trigos“-Award etwas Einblick in deren CSR. Total Müller Production System passt z. B. den Arbeitsplatz an die Mitarbeiter an, es gibt gezielte Maßnahmen zur Reduktion der Krankenstandsquote wie Schulungen und Vorsorgeuntersuchungen, Lean-Management-Seminare, Sprachkurse und Innovationsmanagement-Lehrgänge sowie laufende Besprechungsrunden zum Einbringen neuer Ideen. Durch Beschaffung der Holzstiele aus der Region wird an der CO2Reduktion gearbeitet, Überschussstrom wird in das Energienetz rückgeführt. Meetings haben auch Welser Profile von der CSR-Stellungnahme gegenüber METALL abgehalten. Laut „Trigos“ bietet das Unternehmen den MitarbeiterInnen u. a. eine eigens gegründete Sport- und Kulturgemeinschaft mit 20 Sektionen. Daneben werden Familientage und die internationale Skiund Snowboardmeisterschaft der Unternehmensgruppe veranstaltet, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie Vereine und gemeinnützige Organisationen unterstützt. Eine „Welser-Card“ bietet zudem preisliche Vorteile bei Nahversorgern. 

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Impressionen AMB 2012

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BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG

NEWSLINE

AUVA-Award an Maco

Teamgeist und Leistungsbereitschaft sind fixe Bestandteile der Unternehmenskultur bei Würth Österreich und diese Eigenschaften wurden am 25. Mai beim „Ironman 2014“ in St. Pölten unter Beweis gestellt. Mit nicht weniger als 60 Mitarbeitern in 20 Teams stellte sich das Unternehmen bereits zum siebten Mal erfolgreich der sportlichen Konkurrenz. Würth belegte die ersten drei Plätze in der Männerstaffel und holte sich den Sieg in der Mixedstaffel.

© Würth

60 WürthMitarbeiter­ Innen nahmen am „Ironman“ in St. Pölten teil.

Sustainability Award Mit einem ersten und zwei dritten Plätzen kann die TU Wien in diesem Jahr große Erfolge bei der Vergabe der Sustainability Awards feiern. Einer der Hauptpreise, vergeben vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gemeinsam mit dem Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, ging an das interdisziplinäre Doktoratskolleg „Urbem“ (Urbanes Energie- und Mobilitätssystem).

Materialeffizienz Gemeinsam mit der Sparte Industrie der NÖ Wirtschaftskammer und dem Mechatronikund Kunststoffcluster der NÖ Regionalisierungsagentur ecoplus hat die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) eine Ressourceninitiative ins Leben gerufen. Mit diesem Instrument wollen die Partner ausloten, wie produzierende Unternehmen ihren Energie- und Materialeinsatz optimieren, die Umwelt schonen und damit Kosten sparen können. Welche positiven Ergebnisse man dabei erzielen kann, zeigt die Automobilindustrie vor. So hat die Einführung der Leichtbauweise im Fahrzeugbau Gewichts­ einsparungen bis zu 15 Prozent bewirkt. 16   

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Der Salzburger Beschlagexperte wurde für Maßnahmen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ausgezeichnet.

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ür sein soziales Engagement im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheit wurde der international tätige Salzburger Baubeschlaghersteller Maco kürzlich mit dem AUVA-Award „Alle!Achtung!“ geehrt. „Gerade in einem produzierenden Unternehmen wie Maco spielen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz eine zentrale Rolle“, erklärte Maco-Geschäftsführer Jürgen Pratschke bei der Übergabe des Awards Ende April. „Viele unserer Arbeitsplätze bergen bei unsachgemäßem Verhalten der Mitarbeiter Gefahren und Risiken. Diese möglichst zu minimieren und die Arbeitnehmer mit Sicherheitsschulungen auf potenzielle Gefahren aufmerksam zu machen ist die Basis unserer Sicherheits- und Gesundheitspolitik“, so Pratschke. Viele weitere Maßnahmen zur Gesundheitsprävention würden weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen, erklärte der Maco-Geschäftsführer. Mit dem „Alle!Achtung!“-Award prämiert die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) seit 2011 jene österreichischen Betriebe, die hervorragende Leistungen im Bereich der Unfallverhütung und der Gesundheitsförderung erbringen. „Wir versuchen mit verschiedensten Maßnahmen die Arbeitszufriedenheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter stetig zu erhöhen. Im Sinne einer Win-win-Situation profitiert dabei neben den Mitarbeitern auch das Unternehmen selbst“, sagt Jürgen

© beigestellt

Iron Würth

Maco-GF Jürgen Pratschke (li.) und Werner Gohm (AUVA)

Pratschke. „Nur gesunde und zufriedene Arbeitnehmer bringen ihre Erfahrung und ihr Know-how langfristig motiviert in das Unternehmen ein und tragen so nachhaltig zum Unternehmenserfolg bei.“

Sicherheitsstandards Maco setzt sich schon seit Jahren aktiv mit der Gesunderhaltung seiner Mitarbeiter auseinander. Das Bekenntnis zur Sicherheits- und Gesundheitspolitik mündete 2011 in der Unterzeichnung der Charta „Betriebliche Gesundheitsförderung“. Seit 2011 hat M ­ aco etwa 500 bestehende Anlagen und Arbeitsplätze analysiert und sicherheitstechnisch optimiert.

Sensibilisierung und Prävention Als Metallverarbeiter betreibt Maco auch große Galvanikanlagen. Neben den Risiken eines Metalltechnikbetriebs besteht daher auch ein entsprechendes Risikopotenzial im chemischen Bereich. Hier wurden sämtliche rund 2000 Gefahrstoffe hinsichtlich Humanrisiken systematisch bewertet und die Mitarbeiter in Schulungen und durch Kennzeichnungen sensibilisiert. „Mitarbeiter aufzuklären und ihnen Hilfestellungen zu geben, wie sie ein gesundes Leben führen können, zählt zu den wesentlichen Aufgaben im Bereich Gesundheitsprävention“, erklärt A ­ ndreas Oehm, Leiter Sicherheits- und Gesundheitsmanagement der Maco-Gruppe. Aber auch mit der Gesundheitsschonung im Arbeitsalltag habe man sich intensiv auseinandergesetzt und eine Reihe von Aktivitäten initiiert. So haben Arbeiter beispielsweise die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Modellen von Sicherheitsschuhen, Schutzbrillen und persönlich angepasstem Gehörschutz zu wählen, was die Akzeptanz der Ausrüstung wesentlich erhöht. Auch wurden an vielen Arbeitsplätzen Lärm- und Lichtmessungen durchgeführt und als Grundlage zur Schaffung entsprechender Maßnahmen herangezogen. 


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E N E R G I E - U N D M AT E R I A L E F F I Z I E N Z

Mehr Output und weniger Input Energieeffizienz muss nicht verordnet werden, sie gehört ohnehin zum betriebswirtschaftlichen Einmaleins. Ein­sparungsmaßnahmen steigern die Wettbewerbsfähigkeit.

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eim ersten qualityaustria Forum Energie- und Materialeffizienz Ende Mai in Schwechat gaben Unternehmen mit Erfahrung im Energiemanagement vor knapp hundert Teilnehmern Einblicke in ihre Einsparungsstrategien und bestätigten den realen Nutzen dieser. Grundtenor der Veranstaltung: Energieeffizienz und Materialeffizienz sind zwei Hebel für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Wer Ressourcenschonung im Blick hat, setzt wesentliches Innovationspotenzial frei.

Effizienz aus Sparwillen Es braucht keine Ordnungskeule, um ressourceneffizient zu haushalten. Wer unternehmerisch denkt, kommt um das Thema Sparsamkeit nicht herum – auch beim Energieaufwand. Pionier-Unternehmen wie die OMV, illwerke vkw, Salesianer Miettex, Siemens Gebäudemanagement & -Services, Stenum und Cleaner Production Center Austria blicken inzwischen auf mehrere Jahre Energiemanagement zurück. Ihr Resümee: Die Maßnahmen machen sich langfristig bezahlt, die Einsparungen verhelfen zusätzlich zu mehr Wettbewerbsfähigkeit. „Diese Erkenntnis allein sollte ausreichen, um hierzulande in den nächsten Jahren eine Energieeffizienz-Revolution auszulösen“, erklärte Axel Dick von Quality Austria. „Organisationen zeigen durch ihren Sparwil-

len ein deutlicheres Engagement in Richtung Klimaschutz als je zuvor“, erklärte qualityaustria-Netzwerkpartner Wolfgang Hackenauer nach einem kurzen Überblick über die gesetzlich relevanten Entwicklungen im Bereich Klimapolitik. Energiebilanzen sind transparente Maßnahmen für einen professionellen Energieplanungsprozess und damit die Grundlage für die Berechnung der CO2-Emissionen eines Unternehmens. Schon heute sei die Energieintensität im Verhältnis zum BIP um 33 Prozent niedriger als im Jahr 1970, erklärt Hackenauer.

Von Großen lernen Für eines der größten heimischen Unternehmen, OMV, bringen Energiesparmaßnahmen einen deutlichen Praxisnutzen: „Energiemanagement ist ebenso wichtig wie Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement“, erklärt Karl Mustafa, Manager der OMV Refining & Marketing GmbH. „Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen, die Erfüllung rechtlicher Vorgaben und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sind Motivationsfaktoren.“ Anna Maierhofer und Simone Keppler von illwerke vkw berichteten direkt aus der Praxis und nannten die zentralen Einstiegsfragen für Unternehmen: Wie viel Energie verbraucht die Organisation? Wie teilt

Die praxisnahe Zertifizierungsstelle für EN 1090-1

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sich der Verbrauch nach Gebäuden, Standorten, Einheiten etc. auf? Woraus setzt sich der Verbrauch im Detail zusammen? Wie identifiziert man unnötige Verbräuche? Wo gibt es Einsparungspotenzial? Bei illwerke vkw kommt für das Monitoring eine Software zur Einsatz. „Im ‚VKW Energiecockpit‘ werden mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung sämtliche Maßnahmen dokumentiert. Alle ökologischen und ökonomischen Auswirkungen bleiben auf diese Weise transparent“, so Maierhofer.

Einspargarantie In der qualityaustria Lehrgangsreihe zum zertifizierten Energiebeauftragten wurden 23 Projektarbeiten erstellt, die sich zum überwiegenden Teil (70 Prozent) auf Produktionsbetriebe beziehen. Die Auswertung aller Projektarbeiten lieferte folgendes Ergebnis: 22,2 Gigawattstunden bzw. insgesamt knapp 2 Mio. Euro werden mit den definierten Maßnahmen pro Jahr eingespart. Das entspricht einer Summe von ca. 58.000 Euro pro Projekt. Gleichzeitig kommt es zu einer CO2-Reduktion von 4600 Tonnen pro Jahr. Die Amortisationszeiten liegen bei 0,2 bis 8,4 Jahre. „Das sind aussagekräftige Zahlen, die das enorme Sparpotenzial verdeutlichen. Unternehmen können sich im Grunde genommen gar nicht leisten, diese Einsparungsmöglichkeiten zu ignorieren“, fasst qualityaustriaNetzwerkpartner Martin Nußbaumer die Erkenntnisse zusammen. „Wer den Energieverbrauch drosselt, spart nicht nur Kosten und wertvolle Ressourcen“, bestätigt Franz Korbatits von der Siemens Gebäudemanagement & -Services GmbH. „Es geht auch darum, Schwachstellen offenzulegen und das Risiko zu minimieren. Der nächste Nutzen liegt in der verursachergerechten Verbrauchs- und Kostenzuordnung sowie in der Grundlage für produkt- und anlagenorientierte Kalkulationen. Insgesamt verbessert professionelles Energiedatenmanagement die Außendarstellung, es führt zu einer Sensibilisierung der Mitarbeiterschaft und ist die Grundlage für Zertifizierungen“, so Korbatits. [red/qualityaustria] 


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NEUE ANL AGE

NEWSLINE

Messer zerlegt Luft

Reibschweiß-Preis

Prominenz bei der Einweihung der Luft­ zerlegungsanlage in Gumpoldskirchen.

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onzernchef Stefan Messer nahm die Anlage im Beisein von Prominenz aus Politik und Wirtschaft in Betrieb. Die Luftzerlegungsanlage wurde mit einem Investitionsvolumen von 30 Mio. Euro errichtet und nach zweijähriger Bauzeit Ende 2013 fertiggestellt. Die moderne Anlage verdreifacht die Kapazität zur Herstellung von Sauerstoff, Stickstoff und Argon. Dabei handelt es

sich um wesentliche Betriebsmittel für Industrie, Gewerbe, Medizin, Forschung und Entwicklung. Messer Austria verfügt über sieben Standorte und über rund 70 Gasecenter. In Gumpoldskirchen sind modernste Produktions- und Abfüllanlagen im Einsatz; Gasecenter und Abfüllanlagen in allen Bundesländern sorgen für eine schnelle und individuelle Gasversorgung. 

Mit der Ausschreibung zum dritten „Raiser Innovationspreis für Reibschweißen“ macht sich die Klaus Raiser GmbH wieder auf die Suche nach klugen Köpfen mit effizienten Ideen und Strategien. Ziel des Wettbewerbs ist die Weiterentwicklung des Reibschweißverfahrens. 2013 ging der Preis an ein österreichisches Forscherteam der TU Graz. Die jetzige Ausschreibung läuft noch bis zum 31. Oktober 2014. © Klaus Raiser GmbH & Co. KG

© Manfred Hameder

Messer Austria hat in Gumpoldskirchen eine neue Luftzerlegungsanlage eingeweiht.

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2013 ging die Raiser Trophäe nach Graz.


Alle Bilder © hard

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I N T E R T O O L /S C H W E I S S E N 2 0 1 4

Da ist noch Luft nach Oben Mit insgesamt 20.617 Fachbesuchern – das Publikum der „Smart Automation“ mit eingerechnet – hat die Wiener Metallbearbeitungsmesse Intertool ihr Potenzial noch nicht aus­ geschöpft. Und die Submesse „Schweissen/JoiEX“ ist auf Identitätssuche.   T E X T : G E R H A R D R A I N E R

S

chon im Vorfeld der Veranstaltung war Messechef Matthias Limbeck stets bemüht, die um einen Tag kürzere Dauer der parallel stattfindenden Automatisierungs-

messe „Smart Automation“ mit dem ausdrücklichen Wunsch der Aussteller zu rechtfertigen. „Aufgrund der engen Verwandtschaft der Bereiche Automatisierung und

metallverarbeitende Industrie ist diese Parallelität sinnvoll“, erklärt zwar Gerhard Perschy, Leiter des Geschäftsbereiches Messen bei Reed Exhibitions Messe Wien. Den Besuchern am Messefreitag sind diese „Synergien“ zwischen Automatisierung und Bearbeitungsmaschinen oder gar Schweißsystemen allerdings verborgen geblieben. Ob es nun am fehlenden Freitag lag oder nicht – aus der Automatisierungsbranche kamen trotz bevorzugter Location (Halle A) – einige kritische Stimmen. Verglichen damit waren die Intertool-Aussteller relativ zufrieden. So zitieren die Veranstalter eine Reihe positiver Ausstellerstatements, wie etwa Gerhard Melcher, Leitung Marketing und Produktmanagement Zerspanung beim heimischen Zerspanungsspezialisten Boehlerit, der seit zwanzig Jahren das erste Mal wieder auf der ‚Intertool‘ in Wien vertreten war: „Der Veranstalter hat den Schwerpunkt wieder auf die Fertigungstechnik gelegt und den Termin von Oktober in den viel günstigeren Mai verlegt, was sehr gut in den internationalen Kalender passt.“ Boehlerit sah seine Erwartungen übertroffen: „Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir in den vier Messetagen bis zu 800 Kundenkontakte bekommen würden“, so Melcher.

Zu klein?

Zubehör in großer Auswahl.

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Etwas kritischer sieht es ein Vertreter des Herstellers von CAD-Software für den Metallbau, ISD. „Für uns ist die Messe zu klein“, erklärt er gegenüber METALL. „Montag waren nur Schulklassen da, Donnerstag war der beste Tag, und der Freitag eher schleppend.“ Trotzdem sei schwer zu sagen, wie unmit-


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Metzler

Andreas Lahner (li.) mit seinem Team.

telbar sich die Besucherfrequenz am Messestand in reale Kundenkontakte („Leads“) auswirkt, denn: „Ich hab auch schon erlebt, dass ein heutiger Neukunde uns von der Messe von vor zwei Jahren kennt.“ Für den ISD-Vertreter ist es allerdings schwer nachzuvollziehen, dass die vorderste Halle A am letzten Messetag einfach zugesperrt wird: „Dann soll man die Smart wenigstens ans andere Ende platzieren.“ Ins selbe Horn stößt Andreas Lahner vom niederösterreichischen Oberflächentechnik-Spezialisten Lahner KG: „Die Hal-

le A am Freitag zusperren ist ein Wahnsinn.“ Als Aussteller ist Lahner allerdings von vornherein nicht mit allzu hohen Erwartungen auf die Intertool gegangen: „Wir wollen Präsenz zeigen und dennoch den Aufwand gering halten.“ Der flexible eigene Messestand trägt dazu bei. Trotz einem schwachen ersten Tag sieht Lahner am Ende der Veranstaltung die Mission einigermaßen erfüllt: „Es gab dann doch gute Kontakte mit Kunden. Und wir hatten mehr Zeit fürs Gespräch“, sagt er mit einem verschmitzten Lächeln.

Palette an Industriegasen bei AirLiquide.

Gelungene Sache Positiv von der Intertool überrascht zeigte sich wiederum Wolfgang Huemer, der Geschäftsführer von Zoller Austria: „Die ‚Intertool 2014‘ war für uns eine sehr erfolgreiche Messe und eine Veranstaltung, die unsere Erwartungen sogar übertroffen hat.“ Huemer ist überzeugt, dass die Intertool in ihrer jetzigen Form Zukunft hat. Ähnlich kommentierte Reinhard Metzler, Geschäftsführer der Metzler GmbH & Co. KG, den Messeverlauf: „Eine sehr gute und interessante ‚Intertool‘ mit sehr vielen Besuchern, qualitativ sehr

ELMAG auf der Intertool 2014 Bereits zum vierten Mal war die Firma ELMAG als Aussteller auf der „Intertool/ViennaTec“ in Wien vertreten. Auf über 300 m² wurden die Highlights des Unternehmens übersichtlich und perfekt in Szene gesetzt.

PROKURIST THOMAS KUBINGER gerüstet, reagiert schnell und zuverlässig“, so Prok. Thomas Kubinger. Für ELMAG endet Qualität/Dienstleistung nicht beim Verkauf. Auf alle Produkte gewährt ELMAG zwei Jahre Vollgarantie (natürlich auch für Industrie- und Gewerbekunden) sowie 15 Jahre ErsatzteilversorgungsGarantie. „Ein großer Dank gebührt auch unserem Co-Aussteller, der Firma Hommel & Seitz, deren Partnerschaft uns sehr wichtig ist. Natürlich gilt dies auch unseren Kunden und unseren motivierten Mitarbeitern“, berichtete Lorenz Einfinger. So kann man sich bereits jetzt auf eine interessante Intertool 2016 freuen! www.elmag.at

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Der Messestand war durchwegs bestens frequentiert. Zum Gesamtverlauf der Messe zeigte sich Lorenz Einfinger (GF der Firma ELMAG) sehr zufrieden, zudem auch viele andere Firmen behaupteten, die Intertool wäre relativ schwach ausgefallen. Ein Messehighlight stellte die Präsentation der neuen Produktkataloge „Metalltrenntechnik“ und „Metallformtechnik“ dar. Prokurist Thomas Kubinger, Produktmanager für Metallbearbeitung, zeigte sich stolz: „In diesen Werken bieten wir auf 68 bzw. 48 Seiten eine Vielzahl an Metallkreissäge- und Bandsägemaschinen sowie Schleifmaschinen bzw. Tafelblechscheren, Abkantpressen, Profilstahlscheren, Rundbiegemaschinen und Werkstattpressen, gepaart mit vielen Insiderinformationen. Wir sind überzeugt, dass diese Kataloge weitere beliebte Nachschlagewerke für unsere Kunden werden!“ Mechanische Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen sind bei der Lehrlingsausbildung sowie beim BFI, WIFI, in den HTLs und sonstigen Ausbildungsstätten sehr beliebt, da ELMAG auch in diesem Bereich hohe Präzision, einfache Bedienung und günstige Anschaffungskosten garantiert. Schon am Messestand konnten einige beachtliche Aufträge abgeschlossen werden. „ELMAG ist zuversichtlich, dank dem hohen Interesse entsprechend viele Anschlussaufträge zu bekommen. Das Team ist jedenfalls bestens


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Euro.“ Das Messenachgeschäft könnte zudem noch ein weiteres tolles Auftragsvolumen bringen, so der DMG Mori Chef, der sich als Ausstellervertreter auch über den Zuwachs an Ausstellern aus der Werkzeugmaschinenbranche freut. „Das haben die Intertool-Besucher gemerkt, und ich bin sicher, dass wir vor allem in der Peripherie des Werkzeugbereichs noch entscheidend zugewinnen können.“

guten Gesprächen und mit dem einen oder anderen Auftrag.“ Für Metzler eine „rundum gelungene Sache“. Der Vorarlberger Maschinenspezialist will auch bei der nächsten Intertool 2016 wieder ausstellen, „weil wir hier vieles umsetzen und unseren Kunden im Osten Österreichs die entsprechenden Leistungen und Innovationen unserer Hersteller nahebringen können.“

8,5 Millionen Umsatz

Vergessene Halle

© hard

Gebhard Aberer, Geschäftsführer von DMG Mori Austria und eine der treibenden Kräfte hinter der Neuausrichtung der Intertool, sah sich in seiner Befürwortung der Messe mehr als bestätigt: „Die Messe war für uns ein Riesenerfolg. Wir konnten extreme Besucherzuwächse an unserem Messestand verzeichnen und haben eine Top-Qualität an Besuchern bei uns gehabt.“ Aberer sah diesmal viel mehr Entscheider am Stand und hat dementsprechend gute Geschäfte gemacht: „Insgesamt konnten wir 30 Maschinen verkaufen, das bedeutet einen Umsatz von 8,5 Millionen

Blick ins Innere eines Bearbeitungszentrums von DMG Mori.

V ERGLEI CH Die Metallbau Heidenbauer & Blaha GesmbH und deren Geschäftsführer Kurt Blaha haben sich gegen­ über der ContribSystems ­Vertriebs GmbH verpflich­ tet, es zu unterlassen, im geschäftlichen Werbetext zu behaupten „Fasttrib ist ein einzigartiges mobiles ­Tribünensystem“ oder ähnliche Alleinstellungsbe­ hauptungen hinsichtlich eines mobilen Container­ tribünensystems mit teleskopartig ausziehbaren ­Stufenelementen abzugeben. Klagende Partei: Cont r i b S y s t e m s Ve r t r ie b GmbH Dr. Rudolf Klafsky Straße 15 2500 Baden bei Wien

vertreten durch: Ga ssa u e r -F le i ssner, Rechtsanwälte GmbH 1010 Wien, Wallnerstraße 4

1. beklagte Partei: Met a l l b a u H e i d e n b a u e r & Bla h a  Brown-Boveri-Straße 2 2351 Wiener Neudorf

vertreten durch: Dr. Erwin Ba jc, Dr. Peter Zach, Mag. Dr. Reinhard Te u b l 8600 Bruck/Mur, Mittergasse 28

2. beklagte Partei: GF Kurt Blaha Brown-Boveri-Straße 2 2351 Wiener Neudorf

vertreten durch: Dr. Erwin Ba jc, Dr. Peter Zach, Mag. Dr. Reinhard Te u b l 8600 Bruck/Mur, Mittergasse 28

Laut Vergleich wurde vereinbart, dass die Metallbau ­Heidenbauer & Blaha GmbH. die Tribünenherstellung ­einstellt und auch sonst niemand diese Tribünen laut den Planungsunterlagen der Metallbau Heidenbauer & Blaha GmbH. fertigen darf.

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Weniger Euphorie schlug dem Beobachter des Messegeschehens in der nur zur Hälfte bespielten Halle C entgegen. „Wenn ich gewusst hätte, dass wir in Halle C untergebracht werden, hätte ich nicht gebucht“, äußerte sich Matthias Hofmann vom Schleifmittelhersteller Suhner kritisch gegenüber METALL. In der Tat kämpfte diese Halle mit ihrer „Randlage“ und manchen Besuchern war nicht bewusst, dass es auch dort noch interessante Firmen und Exponate zu sehen gab.

Schweissen am Rande Das Messeleitsystem übte sich außerdem in nobler Zurückhaltung, denn die ebenfalls in Halle C untergebrachte „Schweissen/JoinEx“ fiel nicht unter die organisatorische Obhut der Reed Messe Wien, sondern wurde von der Schweißtechnischen Zentralanstalt (SZA) ausgerichtet. Und die SZA hatte mit mehreren Widrigkeiten zu kämpfen: Die Vorverlegung des Messetermins auf Mai 2014 verkürzte einerseits die Vorlaufzeit zur Organisation des wichtigen „JoinEx“-Kongresses, und andererseits sind die zwei Platzhirsche der heimischen Schweißtechnikbranche – Fronius und Böhler Welding – dieses Jahr ausgeblieben. Das dies an der zeitlichen Nähe zur Schweiß-Weltmesse „Welding“ im Oktober 2013 in Essen liegt, wäre dafür eine plausible Erklärung. Die Tatsache allerdings, dass Fronius – wie übrigens auch das Linzer Unternehmen Schachermayer – noch im selben Monat Mai ihre eigenen, zweitägigen Hausmessen veranstalteten, zeigt jedenfalls, dass man den Kundenkontakt auch im Frühjahr 2014 aktiv suchte. „Im Falle der ‚Schweissen‘ steht noch die auch von der Branche geforderte und erwartete Neuausrichtung an“, erklärt Reed Messe Wien Chef Matthias Limbeck. „Hier werden wir in allernächster Zeit gemeinsam nach neuen Wegen suchen.“ . 


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STEUERTIPPS

Worauf zu achten ist Hilfreiche Hinweise zu den Änderungen bei der Arbeitszeitmeldung, zur elektronischen Übermittlung von SV-Meldungen, zum Probetag und zum Kinderbetreuungszuschuss. Bauunternehmen aufgepasst! Um einen weiteren Beitrag zur Eindämmung von Sozialmissbrauch zu leisten, sind ab 1.1.2014 Arbeitgeber, die Arbeitnehmer in Teilzeit beschäftigen, verpflichtet, die genauen Arbeitszeiten (z. B. Montag: 8:00 bis 12:00 Uhr, Dienstag: 7:00 bis 11:00 Uhr etc.) einschließlich aller Änderungen im Vorhinein zu melden. Vielleicht ist die Einführung dieser Bestimmung gut gemeint, allerdings auch sehr praxisfern. Wenn es am Montag um 11:00 Uhr zu schütten beginnt, wird man vielleicht die Arbeitszeiten ändern müssen. Wie weiß man das im Vor­ hinein – liebe BUAK?

für die Tätigkeit zu bezahlen. Die Krankenkasse steht auf dem Standpunkt, dass für die echte Erprobung der Probemonat zur Verfügung steht.

Ein Herz für Kinder Der Finanzminister hat ein Herz für Kinder bzw. eigentlich für deren Eltern: Rückwirkend mit 1.1.2013 wurde der Zuschuss, den der Arbeitgeber steuerfrei für Kinderbetreuungskosten leisten kann, auf 1000 Euro p. a. erhöht. Die Voraussetzungen wie (u. a.) Direktzahlung an die Betreuungsstelle und Alter der Kinder bis zehn Jahre bleiben unverändert. 

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Elda ist nun zwingend! Seit 1.1.2014 ist für eingetragene Personengesellschaften und juristische Personen die Einbringung von Sozialversicherungsmeldungen nur noch in elektronischer Form mittels Elda gültig. Dies gilt auch dann, wenn das Unternehmen über keine EDVAusstattung und/oder keinen Internetanschluss verfügt. In anderer Form eingebrachte Meldungen werden nicht verarbeitet, die Dienstnehmer sind dann nicht an-/ abgemeldet etc. und es ist mit hohen Beitragszuschlägen zu rechnen. Bitte also unbedingt unter www.elda.at das Programm (gratis) herunterladen oder uns fragen!

Jobinterview oder Probetag? Die Grenze zwischen Vorstellungsgespräch und versicherungspflichtigem Probetag verläuft manchmal fließend; man möchte als Chef wissen, ob potenzielle Dienstnehmer für den ausgeschriebenen Job geeignet sind, und lässt sie Probestücke machen etc. Die Gebietskrankenkasse sieht das ganz streng: Bei längerer zeitlicher Beanspruchung, Einschulungen (und sei es auch nur Kennenlernen) und jeder auch noch so geringen Arbeitsleistung liegt ein Dienstverhältnis vor und der Dienstnehmer ist VOR Aufnahme der Tätigkeit anzumelden. Außerdem ist ihm ein angemessenes Entgelt

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RECHT

N AC H FO LG E

Unternehmen (ver)erben Die Unternehmensnachfolge kann zur sehr heiklen Situation werden, wenn sie im Falle des Todes des Firmeninhabers nicht vorher ordentlich geregelt worden ist. erade bei der Unternehmensnachfolge unter Lebenden werden – oft unter Beihilfe qualifizierter Juristen – sehr genaue Verträge vorgenommen. Wenn aber im Erbfall nichts geregelt ist, kann dies zu katastrophalen Auswirkungen führen.

Den Betrieb erhalten Wichtig ist, dass der Betrieb möglichst ungeteilt bleiben sollte und dass seitens des Erblassers auch geregelt wird, wer als Nachfolger bestimmt werden soll. Dabei sind Pflichtteilsansprüche, die jedenfalls bei Übertragung des Unternehmens auf einen Erben anfallen, zu berücksichtigen. Da gerade der Pflichtteil ein in Geld auszuzahlender Anspruch ist (sofern keine andere Lösung gefunden wird), kann dies die Liquidität von Unternehmen nachhaltig stören und im schlimmsten Fall zu einem raschen und ungeplanten Verkauf führen. Auch die Teilung von einheitlichen Unternehmen im Erbwege (d. h. wenn nichts anderes vereinbart ist) sollte vermieden werden. Der Eintritt von unqualifizierten Personen kann nachhaltige negative Konsequenzen für das Unternehmen haben. Bei Einzelunternehmen ist es sinnvoll, dass bereits zu Lebzeiten eine entsprechende Vereinbarung getroffen wird. Sollte dies nicht der Fall sein, kann der Erbe letztwillig eingesetzt werden, wobei – wie bereits oben erwähnt – auf Pflichtteilsberechtigte geachtet werden muss.

Haftung der Erben Zu bedenken sind auch die steuerlichen Auswirkungen von letztwilligen Regelungen in Bezug auf die Auszahlung von Erben: Wenn ein Unternehmen vom Erben weitergeführt wird, so bedeutet dies, dass der fortführende Erbe für Altschulden haftet, auch wenn er eine bedingte Erbantrittserklärung abgegeben hat. Der Gesetzgeber gibt jedoch die Möglichkeit zur Prüfung, ob eine entsprechende Fortführung sinnvoll ist, limitiert auf drei Monate ab Einantwortung des Nachlasses. 24   

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Wenn mehrere Hinterbliebene gemeinsam ein Einzelunternehmen erben, (ohne dass eine entsprechende Regelung im Testament oder in der letztwilligen Verfügung getroffen worden ist), dann müssen diese zumindest in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammenarbeiten, was natürlich alle rechtlichen Konsequenzen einer derartigen Gesellschaftsform auslöst.

Unternehmensanteile

Liquidität in Gefahr Erben oder Vererben eines Betriebs ohne Vorhandensein sonstiger Mittel kann bei der Verpflichtung zur Bezahlung anderer Pflichtteilsansprüche zu Liquiditätsschwierigkeiten führen. Wenn allfällige Geld­ ansprüche aus dem Vermögen des Unternehmens oder aus Gewinnen befriedigt werden, kann dies steuerlich unangenehme Folgen haben. Hier sollte man sich zeitgerecht qualifiziert beraten lassen. 

Im Fall der Vererbung einer Kapitalgesellschaft oder von Anteilen daran empfiehlt es sich, bereits im Gesellschaftsvertrag eindeutige Regelungen über die Nachfolge zu treffen. Üblicherweise wird hier ein Aufgriffsrecht der übrigen Gesellschafter vereinbart, wobei diese dann der Verlassenschaft einen Übernahmepreis zu zahlen haben. (Dies kann entweder als Recht oder als Pflicht zwischen Gesellschaftern und Erben ausformuliert werden.) Auch hier gilt: Wenn keine entsprechenden Regelungen getroffen werden, kann es passieren, dass unqualifizierte Erben Gesellschaftsanteile im Unternehmen halten. Gerade bei pflichtteilsberechtigten Minderjährigen kann dies – infolge der besonderen Obsorgeverpflichtungen zur Wahrung des Vermögensstammes des Minderjährigen – zu unliebsamen Überraschungen führen.

Fortführung des Betriebs Das sogenannte Fortbetriebsrecht bedeutet, dass ein Gewerbebetrieb von überlebenden Ehegatten, Kindern oder eingetragenen Partnern fortgeführt werden kann – bei entsprechenden persönlichen Voraussetzungen auch ohne eigene Gewerbeberechtigung. Ob eine Fortführung des Betriebs aus pensions- und steuerrechtlicher Sicht Sinn macht, muss im Einzelfall geprüft werden. Wird nicht innerhalb eines Monats nach Beendigung des Verlassenschaftsverfahrens der Verzicht erklärt, wird eine Fortführung des Betriebs angenommen.

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M E TA L L & B A U DIE TOPTHEMEN: AMFT Metallbautag 2014  Leichtbau in Österreich  MKW im Portrait  © Zeman

Schüco TipTronic 

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Die größte Arena von Bagdad.

NEWSLINE

S TA H L B A U

Zeman baut Fußballarena Neues Stadion in Bagdad kurz vor Fertigstellung.

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m August 2014 wird das neue Al Sadr-City Stadion in Bagdad fertiggestellt. Die türkische Stahlbaugesellschaft Zeman Celik errichtet seit Ende 2013 im Auftrag des irakischen Unternehmens Nurol Construction and Trade Inc. eines der modernsten Fußballstadien in dieser Region. Mit einer Kapazität von 30.000 Sitzplätzen ist es das größte Stadion der Millionenmetropole Bagdad. Insgesamt werden bis zur Eröffnung 2045

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Tonnen Stahl verbaut: Hauptdachkonstruktion aus 1700 Tonnen, Fassade aus 75 Tonnen, Stiegenhäuser aus 205 Tonnen und eine Catwalk-Konstruktion aus 65 Tonnen Stahl. Die Konstruktion des Hauptdaches besteht aus 45 m langen und 8,5 m hohen Fachwerkträgern, die im Abstand von 16 m verlegt wurden. Sie haben eine Auskragung von ca. 28 m und werden an den Enden von Spannsäulen unterstützt. [red/zeman] 

Brücke im One Stop Shop Die Duscheck & Duscheck GmbH aus Eichgraben/NÖ hat sich auf den Bau von Brücken spezialisiert. Laut dem geschäftsführenden Gesellschafter Johannes Duscheck ist seine Firma die einzige in Österreich, die Brücken als „One Stop Shop“ anbietet. In 14 Jahren hat das Unternehmen 150 Brücken, fast alle in Österreich, errichtet. Die durchschnittliche Errichtungszeit für eine kleine bis mittlere Brücke beträgt mit drei Arbeitern nur ein bis zwei Wochen.

04.06.14 11:21

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M E TA L L & B A U

PA R A L L E L S C H I E B E F E N S T E R

Schieben statt kippen Roto bringt mit „Patio PS“ einen neuen Beschlag für Parallelschiebeelemente, der Flügel bis 200 kg trägt. edienkomfort, Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik auf besonderem Niveau – so charakterisiert der deutsche Beschlägespezialist Roto eine seiner zur „fensterbau/ frontale“ gezeigten Neuheiten. „Patio PS“ heißt dieser Beschlag für Parallelschiebefenster und -türen. Er eignet sich laut Hersteller für bis 2000 mm breite, 2700 mm hohe und 200 kg schwere Flügel. Die vielfältigen Anwendungsbereiche erstrecken sich danach von Terrassen- und Balkondurchgängen über Wintergärten und Glasanbauten bis zu Büros, Küchen und Arbeitszimmern. Stets ermögliche das Prinzip „Schieben statt kippen“ u. a. platzsparende Lösungen und decke damit ein kontinuierlich wachsendes Nachfragesegment ab. Dank seiner einfachen, intuitiven Bedie-

© Roto

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Intuitive Bedienung, Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik.

nung empfehle sich das Beschlagsystem gerade für Objekte mit wechselnden Nutzern. So gewährleiste die spezielle, von der ebenfalls neuen gesteuerten Gleitschere unterstützte Feder-Dämpfer-Einheit im hinteren Laufwagen das bequeme, fast kraftfreie Öffnen und zugleich das selbsttätige Schließen der Elemente. Ein Zudrücken sei nicht erforderlich. Als weiteren Vorteil nennt Roto die effiziente, von außen kaum erkennbare Spaltlüftung. Sie bewirke einerseits ein gesundes Wohnklima durch natürlichen Luftaustausch, der Schimmelbildung in der kalten Jahreszeit ebenso verhindere wie überhitzte Räume im Sommer. Andererseits erfülle sie durch besondere Lüftungsplatten die unverzichtbaren Sicherheitskriterien bis RC2. [red/roto] 

„Befestigen Sie schon normgerecht?“

Das gilt es, zu beachten: Gemäß DIN EN 1993-1-8 (Eurocode 3) ­werden Schraubenverbindungen entsprechend der Belastung mit und ohne Vorspannung nach Kategorien eingeteilt. Entsprechend der zum Eurocode 3 mitgeltenden Ausführungsnorm DIN EN 1090-2 (Kapitel 5.6) sind für nicht planmäßig vorgespannte Schraubenverbindungen Produkte nach EN 15048-1 und für planmäßig vorspannbare Schraubenverbindungen lediglich Garnituren nach EN 14399-1 vorgeschrieben. Anzumerken ist hierbei, dass Garnituren nach 14399-1 ebenfalls für nicht planmäßig vorgespannte Schraubenverbindungen eingesetzt werden dürfen. Damit Sie bei diesem Thema den Überblick behalten, finden Sie die neue Würth-Broschüre als Beilage in dieser Ausgabe. Ergänzend trat in Österreich mit 1. Juli 2013 die Bauproduktenverordnung in Kraft: Diese hat Auswirkungen für die im Stahl- und Metallbau anzuwendenden Bemessungs- und Ausführungsbestimmungen sowie die einzusetzenden Produkte. An ihrer Stelle gelten europäisch verein-

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heitlichte Normen, auch unter dem Begriff Eurocode 3 oder Normenreihe DIN EN 1993 bekannt. Die neue BPV legt die Bedingungen für das In-Verkehr-Bringen von Bauprodukten durch die Aufstellung von harmonisierten Regeln und deren CE-Kennzeichnung fest. Dabei steht die CE-Kennzeichnung nicht mehr für die Übereinstimmung eines Produkts mit den Bestimmungen einer harmonisierten technischen Spezifikation (z. B. DIN EN 14399-1 HV-Garnituren), sondern für die Konformität des Produkts mit der erklärten Leistung. Die CE-Kennzeichnung ist verpflichtend an solchen Bauprodukten (Dübel, Holzbauschrauben, Selbstbohrschrauben etc.) anzubringen, für die der Hersteller eine Leistungserklärung erstellt hat. Würth hat alle Leistungserklärungen der Bauprodukte zum Download parat: www.wuerth.at/service/tool-und-downloadcenter WÜRTH, Ihr Partner für den Stahlbau!

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Die Europäische Union (EU) hat für die Konstruktion und korrekte Ausführung von Stahlkonstruktionen den Eurocode 3 festgelegt, die EN 1993-1-8.


M E T A L L & B A U I U U  

A M F T M E TA L L B A U TA G

So punktet der Metallbau

M

etallbautechnik ist Qualitätstechnik“ – so lautete das Motto, unter dem am Metallbautag die aktuellen Themen der Metallbaubranche aus den Bereichen „Produkte & Gebäude“, „Unternehmen & Qualität“ und „Normung & Recht“ beleuchtet wurden. AMFT-Vorsitzender Alois-Martin Heidenbauer sprach bei der Eröffnung der Veranstaltung das in den vergangenen Wochen heiß diskutierte Thema „Bestbieter vor Billigstbieter“ an. Außerdem appellierte Heidenbauer an die Metallbaubetriebe, sich verstärkt zu bemühen, den Werklohn hereinzubringen. „Wir müssen uns alle mehr auf die Beine stellen, um jenen Unternehmen Einhalt zu gebieten, die systematisch nicht zahlen“, so der Aufruf des AMFT-Vorsitzenden.

Öko-Rechnungen Linus Waltenberger, Berater der M.O.O.CON. GmbH, und die Konsulentin Maria Popp von BauXund stellten in ihrem gemeinsamen Vortrag einen Vergleich der Fensterwerkstoffe bezogen auf den Gebäudelebenszyklus vor. Dabei analysierten die Experten neben den Primärkosten auch alle Folgekosten, die sich im Verlauf eines 50 Jahre dauernden „Gebäudelebens“ ergeben. Popp und Waltenberger haben hier mit dem „LZK-Tool“ ein eigenes Berechnungswerkzeug entwickelt, das ein virtuelles Volumenmodell

AMFT-Vorsitzender Alois-Martin Heidenbauer.

Differenz zwischen dem „besten“ und dem „schlechtesten“ Material weniger als einen halben Prozentpunkt. Das erstaunt insofern, als Aluminium aufgrund seiner energieintensiven Produktion mit dem vierfachen CO2-Footprint gegenüber Holz ins Rennen geht, diesen Rückstand aber durch seine Langlebigkeit und vor allem durch den hohen Rückbau- und Recyclinganteil am Ende des Lebenszyklus (50 Jahre) egalisiert hat. Und bei den errechneten Lebenszykluskosten betrage laut Popp der Unterschied zwischen den verschiedenen Fenstermaterialien etwa drei Prozentpunkte, wobei sich die Vorteile von Alu-

miniumfenstern auch hier vor allem bei längeren Betrachtungszeiträumen zeigen.

Alleinstellungsmerkmal Auf den ökologischen Fußabdruck von Bauprodukten und Immobilien ging auch die zweite Referentin des Metallbautages, Sarah Richter, ein. Die Expertin ist neben ihrer Tätigkeit als ÖGNI-Auditorin und ÖGNB-Beraterin seit Kurzem auch Geschäftsführerin der Bau EPD GmbH. Das Kürzel EPD steht für die Umweltdeklarationen von Produkten (Environmental Product Declarations) und ist auch für Gebäudezertifizierungen relevant. Dabei versteht sich Bau EPD als Organisation für die Bewertung von Bauprodukten und das Zurverfügungstellen von transparenten, glaubwürdigen und durch unabhängige Dritte verifizierten Daten für Gebäudebilanzen. Bei den Gebäudezertifizierungen und Umweltdeklarationen könne der Metallbau vorne mitspielen, meint Sarah Richter, die ein Alleinstellungsmerkmal für den Werkstoff Metall vor allem außerhalb der Lebenszyklusgrenzen – also in den Recyclingmöglichkeiten – verortet. Außerdem könne der Metallbau mit spezifischen Eigenheiten, wie etwa modernsten Produktionsanlagen und -Prozessen, punkten, sagt Richter. Und projektbezogen sei die Branche mit Entwicklungen wie exakten Fensterberechnungstools schon sehr weit vorne. [gr] 

© Nicole Heiling

LZK-Experten Linus Waltenberger und Maria Popp.

eines Gesamtgebäudes errechnet, (Energie)Verbräuche simuliert und auf Basis von acht verschiedenen Parametern auch die Gesamtkosten, Ökobilanz sowie baurelevante Umweltwirkungen in die Analyse mit einbezieht. Auf die Gebäudeöffnungen – Fenster und Türen – heruntergebrochen ergibt sich dabei folgende Rechnung: Bezogen auf den Lebenszyklus eines Gebäudes machen Fenster nur einen geringen Teil (4 Prozent) der Gesamtkosten aus. „Das Fenster ist nicht der Faktor, womit die Welt verändert wird“, resümiert Maria Popp. Auch der Einfluss des Rahmenmaterials auf die Gesamtbilanz sei vergleichsweise gering. Beim CO2-Fußabdruck (Treibhauswirksamkeit) betrage die

© hard

© Nicole Heiling

Mehr als 100 Fachleute nutzten den Metallbautag der Arbeitsgemeinschaft der Hersteller von Metall-Fenstern, -Türen,- Tore und -Fassaden (AMFT) als Plattform für Information und Networking.

Sarah Richter von der Bau EPD GmbH.

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M E TA L L & B A U

P L AT T F O R M A 2 LT

Leichtbaukompetenz aus Österreich In der Leichtbau-Plattform „Austrian Advanced Lightweight Technology“ (A2LT) kooperieren Industrie und Forschung erstmals branchen- und werkstoffübergreifend.

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© Clusterland OÖ GmbH

nnovative Leichtbaulösungen sind ein Schlüssel zur Standortstärkung im globalen Wettbewerb“, erklärt Peter Bernscher, Vorstandsmitglied der voestalpine Metal Forming GmbH und Sprecher von A2LT. Die Plattform soll zu einer Vernetzung unterschiedlichster Firmen aus dem Leichtbaubereich führen. Die Mitglieder stammen zurzeit hauptsächlich aus Oberösterreich, aber auch aus der Steiermark, Niederösterreich, Wien und Vorarlberg. A2LT hat sich die Weiterentwicklung von Materialien, Prozessen und Produkten in regionalen, nationalen und europäischen Verbundprojekten zum Ziel gesetzt. Es sollen innovative Produkte für bestehende, aber auch für neue Märkte entwickelt werden. V. l. n. r.: Peter Bernscher, Werner Pamminger, Günter Rübig, Florian Grün, Martin Schagerl, Wolfgang Komatz

Materialmix im Auto

© j-sigma-b

In der Automobilindustrie spielt der Leichtbau eine zentrale Rolle. „Hier kommt es vor allem auf den richtigen Werkstoff am richtigen Platz an“, erklärt Bernscher. Damit gewinnen hoch- und höchstfeste Stähle, Aluminium, Kunststoffe und Hybride im Fahrzeugbau an Bedeutung. Magnesium, Titan oder Carbon stellen zwar ebenfalls interessante Alternativen dar, sind jedoch derzeit aus Kostengründen nur in Nischenprodukten zu finden. „Für viel Geld kann man alles machen“, so Bernscher, aber wenn es darum gehe, eine Entwicklung marktreif zu machen, sei gerade auch der (Produktions)Kostenaspekt sehr wichtig. „Die Zukunft des Leichtbaus in der Automobilindustrie liegt in den unterschiedlichen Konzepten des Materialmix,

Prototypfahrzeug „rally-e Mk1“.

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abhängig vom Volumen und vom Preisgefüge eines Fahrzeugs und getrieben von steigenden Anforderungen an Sicherheit und Effizienz“, erklärt der A2LT-Sprecher.

Hochfester Stahl Bei der voestalpine kommt der wichtigste Beitrag zum Leichtbau naturgemäß aus dem Stahlbereich (phs-ultraform Stähle), aber auch Aluminium-, Kunststoff- und Hybridbauteile sind laut Bernscher ein Thema. Nicht nur in der Automobilindustrie bilden höchstfeste Stähle die Grundlage für verschiedene Leichtbaukonstruktionen. Auch bei Nutzfahrzeugen, im Kranbau, Containerbau, im Waggon- und Triebwagenbau sowie bei Land- und Baumaschinen findet der Werkstoff Anwendung. Dafür arbeitet die voestalpine an den sogenannten „Stählen der dritten Generation“, welche durch ihre hohe Festigkeit Stahlkonstruktionen ermöglichen, die zu erheblichen Gewichtseinsparungen führen. „Wenn man bei einem Schienenfahrzeug 10 Prozent an Gewicht einsparen kann, sind das schon mal drei Tonnen“, erklärt Bernscher. Mit rund 11,5 Milliarden Euro erwirtschaftet die voestalpine übrigens bereits etwa ein Viertel seines Umsatzes aus dem Titel Leichtbau.

An Europas Spitze Für Günter Rübig, den Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Ober­ österreich, ist Leichtbau neben dem Schlagwort „Industrie 4.0“ derzeit der dominierende Innovations- und Technologietrend. „Ressourceneffizienz und Energieeinsparung sind die Motive, welche die Dynamik im Leichtbaubereich forcieren“, so Rübig. In Oberösterreich, einem der wichtigsten I N F O R M AT I O N Kooperation mit Struktur Die sechs Themenfelder der Leichtbau-Plattform:

„„Werkstoffentwicklung, Prüfung, Simulation und Konstruktion

„„Verbindungstechniken, Funktionsintegration und Hybride

„„Herstellung, Produktion und Recycling „„Markt, Anwendungen und Lifecycle Management

„„Systemleichtbau und Design „„Begleitmaßnahmen wie Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit oder Roadmap Leichtbau


© voestalpine

M E TA L L & B A U

Beim Güterwaggon zehn Prozent Gewichtsreduktion durch hochfesten Stahl

Technologie-Hotspots in Österreich, herrsche eine große werkstoffübergreifende Kompetenz bei Stahl, Leichtmetallen, Kunststoff und den sogenannten Composites. Eine Analyse der Patentanmeldungen zeige, dass Oberösterreich mit 23 und die Steiermark mit 16 Prozent der einschlägigen Patentanmeldungen Österreichs führende Regionen bei Leichtbaupatenten seien. Damit liege man auch europaweit gut im Rennen, so Rübig. Vor zwei Jahren wurde daher die Leichtbauplattform A2LT als gemeinsame Initiative des Automobil-, Mechatronik- und Kunststoffclusters der Clusterland Ober­ österreich GmbH, der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer OÖ sowie des steirischen Autoclusters AC Styria gegründet. Die Plattform ist in sechs Themenfelder strukturiert (siehe Info Seite 28). Finanziert wird A2LT durch Mitgliedsbeiträge der beteiligten Unternehmen, durch Leistungen der Trägerorganisationen sowie durch Erlöse aus Förderprojekten. Zurzeit sind 21 Unternehmen beteiligt, einige weitere Partner sollen noch hinzukommen. Ein Leichtbauprojekt namens „Live“ soll bis Jahresende 2014 bei der Forschungsförderungsgesellschaft eingereicht ­werden und hat die Entwicklung eines konkurrenzfähigen Fahrzeugs bis 2016 zum Ziel. In einem bereits laufenden Projekt werden dafür Konzepte und Technologien an einem Rallye-Konzeptfahrzeug realisiert und im harten Umfeld erprobt. Das Budget der A2LT-Plattform beträgt derzeit rund 30.000 Euro, die hauptsächlich durch die beteiligten Unternehmen aufge-

bracht werden. Für den universitären Background sorgen unter anderem der Lehrstuhl für allgemeinen Maschinenbau an der Montanuniversität Leoben und das Institut für konstruktiven Leichtbau an der Johannes Kepler Universität Linz. „Die Forschungsaktivitäten in Leoben lassen sich unter dem Begriff ‚werkstofforientierter Leichtbau‘ zusammenfassen“, erklärt der Leobner Univ.Prof. Florian Grün. Komplementär dazu herrscht an der Universität Linz laut Prof. Martin Schagerl das Motto: „Das richtige Material am richtigen Platz“. „Leichtbau ist ein Doppelstärkefeld“, erklärt Günter Rübig. „Die Forschungs- und Anwendungsgebiete üben eine gewisse Faszination aus. Wir wollen junge Leute aus den technischen Schulen interessieren, dafür ist Leichtbau ein super Thema.“ [red/gr] 

„Das richtige Material am richtigen Platz.“ MARTIN SCHLAGERL, UNIVERSITÄT LINZ

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M E TA L L & B A U

P O R T R ÄT

MKW wuchs im Verborgenen Der oberösterreichische Aluminiumbeschichter MKW startete vor 30 Jahren auf der grünen Wiese und ist heute eines der größten Beschichtungsunternehmen Österreichs. METALL hat den Betrieb besucht.

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in halbe Autostunde von Linz entfernt liegt Haag am Hausruck. Wer auf der A8 Richtung Passau unterwegs ist, passiert kurz vor der Abfahrt Haag ein unübersehbares Werksgebäude mit den großen Lettern „MKW“. Hinter den drei Buchstaben verbirgt sich eines der größten Pulverbe-

schichtungsunternehmen Österreichs, das 1985 gegründet wurde und seither still und heimlich zum Big Player der heimischen Oberflächentechnikbranche gewachsen ist. Das mittlerweile sehr große Werk ist nicht nur den Benützern der frequentierten Verkehrsader zwischen Linz und Passau ein

Begriff. Vor allem Metallbaufirmen und Verarbeiter von Profilen zu Fenstern, Türen, Fassaden oder Wintergärten schätzen den oberösterreichischen Spezialisten für Alubeschichtungstechnik. Dabei bietet MKW mehr als reine Pulverbeschichtung in hoher Güte: Im Auftrag

© privat

Fotos © hard

Bis zu 7,2 Meter lange Profile passen in die vertikale Beschichtungsanlage.

MKW-Geschäftsführer Wolfgang Niederndorfer (li.) und Prokurist Christian Weinzierl führten METALL durch ihren Beschichtungsbetrieb in Haag.

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Vor 30 Jahren errichtete MKW den Betrieb auf der grünen Wiese.


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der Kunden wird bis zu sechs Meter Bearbeitungslänge abgekantet, geschnitten, geschweißt, gebogen, gefräst und CNC-bearbeitet. Sogar komplette Komponenten können für den Metallbauer hergestellt werden. Firmenchef Niederndorfer: „MKW zählt zu den Komplettanbietern der Aluminiumbearbeitung mit anschließender Pulverbeschichtung bis hin zu Logistikleistungen.“ Basis dafür ist das Lager, in dem eine Unzahl an verschiedensten Profilen für die Kunden vorgehalten wird, um bei Bedarf rasch und flexibel bearbeiten und liefern zu können. Im Juni, wenn diese Zeilen erscheinen, hat MKW gerade die Erweiterung seiner Lagerkapazität auf das Vierfache durch ein neues, vollautomatisiertes Aluprofil-Lager mit 2800 Stellplätzen abgeschlossen.

Lager mit Kapazität Geschäftsführer Wolfgang Niederndorfer erklärt gegenüber METALL, warum er ausgerechnet ins Lager so viel investiert: „Die Lagerung ist ein Teil der Serviceleistungen für die MKW-Kunden, die hier ihre verschiedensten benötigten Profile vorrätig halten können. Bei Bedarf bestellt der Kunde sein Profil, Farbe, Menge und bekommt es in kurzer Zeit seinen Wünschen entsprechend geliefert.“ Mit dem neuen großen Lager verfügt MKW nun aber auch über genügend Kapazität, um über die treue Industrieklientel hinaus auch überregional Kunden aus dem klassischen Metallbausektor zu bedienen.

Blick ins Werk Nicht ohne Stolz führt Christian Weinzierl, Prokurist bei MKW, METALL durch die nach seinen Angaben größte Pulverbeschichtung Österreichs. Mit fünf verschiedenen Anlagen – und auch verschiedenen Beschichtungstechnologien – ist MKW an den oberösterreichischen Standorten Haag und Weibern für jede Losgröße gerüstet. Am größten (und am neuesten) ist die vertikale Beschichtungsanlage in Haag, in der Aluprofile bis zu einer Länge von 7,2 Metern verarbeitet werden können. Die weiteren Anlagen ermöglichen die effizienteste Bearbeitung für jede Technologie und Losgröße. Die moderne Beschichtungsanlage entspricht den vorgegebenen Umwelttechnikstandards und die vollautomatische Abwasseranlage zählt laut Weinzierl zu den modernsten EDV-gesteuerten Abwasseranlagen Österreichs: „Sämtliche anfallende Prozesswässer werden in der hauseigenen Abwasseranlage nach modernsten Osmoseverfahren gereinigt, die Schadstoffe entzogen und dem Produktionsprozess erneut zugefügt“, so der Betriebsleiter.

Entspanntes Material Die Vorteile der großen, vertikalen Pulverbeschichtungsanlage liegen in der einfachen Kontaktierung und in den sogenannten „spannungsfreien“ Beschichtungs- und Einbrennprozessen. Denn die vertikal hän-

genden, bis zu 7,2 Meter langen Profile sind keinen mechanischen Belastungen oder Verformungen ausgesetzt. Besonders stolz ist das MKW-Management auf die Vorbehandlungstechnologie: Die sogenannte Vor­ anodisierung ist eine Technologie, durch welche in Kombination mit der Pulverbeschichtung das Aluminium nachhaltig am besten geschützt ist. Dabei werden in der vertikalen Beschichtung die Objektteile ohne Umhängen „online“ und ohne negativen Zwischenstopp nach der Voranodisation und einer zusätzlichen chromfreien Vorbehandlung direkt der Beschichtung zugeführt. Damit werden höchste Qualität und Verfahrenssicherheit erzielt.

„Holz“ auf Alu Eine besondere Spezialität des Hauses ist die Holzdekor-Pulverbeschichtung, die vor allem in der Fenster- und Fassadenbranche eine wesentliche Rolle spielt. Hier werden Farbpigmente im Thermosublimationsund Vakuumverfahren unmittelbar in die Pulverbeschichtung übertragen, dabei entstehen verschiedenste Designs in Holzoptik, aber auch Marmor- oder Karbonoptiken sind möglich. Auch mit Dekorschicht bleiben die Oberflächen extrem kratzfest und UV-beständig. Teflonzusätze im Pulverlack ermöglichen außerdem eine leichte Reinigung der Oberflächen. [gr] 

TECHNIK Pulverbeschichtung Bei der Pulverbeschichtung wird das gesamte Spektrum an RAL-Farben in allen

Geländer bauen in der halben Zeit!

möglichen Spielarten (glänzend, seidenglänzend, matt, Feinstruktur etc.) verarbeitet. Auch Sonderfarben sind im Repertoire. Dabei ist die richtige Vorbehandlung Grundlage für die Qualität. Das Beschichtungsmaterial wird mit Pulversprühpistolen elektrostatisch aufgetragen. Nach dem Pulverauftrag wird die Schicht bei 180 bis 200 °C etwa 20 Minuten lang eingebrannt, wobei das Pulver zu einer stabilen Lackschicht verläuft.

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M E TA L L & B A U

SCHÜCO WIRELESS CONTROL SYSTEM (WCS): AUTOMATISIERUNG DER GEBÄUDEHÜLLE OHNE LEITUNGSVERLEGUNG DURCH FUNK

AluKönigStahl: Schüco TipTronic – für automatisch gesteuerte Gebäudehüllen Alle aktiven Elemente einer Gebäudehülle elektronisch zu vernetzen und automatisch zu steuern ist ein erklärtes Ziel von Schüco. Das Fenster ist dabei integraler Bestandteil des intelligenten Gebäudes. Zur Automatisierung von Aluminiumfenstern bietet AluKönigStahl mit Schüco TipTronic eine mechatronische Beschlagsgeneration mit verdeckt liegenden Bauteilen. So ausgerüstet lässt sich das Fenster einfach und komfortabel bedienen: über die BUS-Technologie, per Raumtaster, per Steuerung über Kommunikationsmodule wie iPad, iPhone, etc. – oder auch manuell über einen Griff. Schüco-TipTronic-Fenster bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten – im Wohnungsbau und für gewerbliche Objekte. Sie lassen sich z. B. komplett in die Gebäudeautomation einbinden. Der Vorteil: Natürliche ­Lüftung und z. B. Beschattung lassen sich optimal mit dem Außenklima und der Innenbeleuchtung sowie der Heizungs- und Klimaregelung abstimmen. Das birgt großes Energiesparpotenzial. Eine sehr wirtschaftliche Sonderfunktion des natürlichen Lüftens ist z. B. die Lüftungsfunktion „Nachtaus­ kühlung“. Hierbei wird ohne zusätzliche Energiekosten Kühlleistung erzeugt. Nachts strömt durch die automatisch geöffneten Fenster ­frische Luft hinein und kühlt die Räume auf angenehme Temperaturen ab. Das spart wertvolle Energie bei der Gebäudeklimatisierung und fördert ein angenehmes Raumklima.

Schüco TipTronic RWA Eine zusätzliche Dimension für NRWGs eröffnen Schüco-TipTronic-­ Fenster als RWA-Lösung. AluKönigStahl bietet für das Gewerk NRWG

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ein Komplettpaket aus einer Hand – mit sicheren Schnittstellenlösungen. Dazu gehören komplett geprüfte Fenstersysteme für den Vertikal- und Lichtdachbereich nach der gültigen Norm EN 12101-2. Die komplett ­verdeckt liegenden Antriebe von Schüco TipTronic RWA finden auch hier ihren Einsatzbereich. Öffnungsweiten für die tägliche Lüftung bis 600 mm sind kombinierbar mit 1000 mm Öffnungsweite für den Brandfall. Möglich sind nach innen öffnende Kippfenster ebenso wie Drehfenster oder nach außen öffnende Senkklappfenster. Ein Highlight ist die Öffnungsart als Zugbrücke. Sie ermöglicht bei einer maximalen Öffnungszeit von 60 Sekunden ein Optimum an Öffnungsfläche. Dabei lassen sich auch schmale hochformatige Fenster ab 365 mm Flügelbreite realisieren.

Gebäudemodernisierung funkbasiert Ein weiterer Einsatzbereich von Schüco TipTronic ist die Gebäude­ modernisierung. Integriert in das funkbasierte Schüco Wireless Control ­System (WCS) ist eine intelligente Automatisierung des Gebäudes ohne Leitungsverlegung möglich. Mit TipTronic ausgerüstete Öffnungselemente und beispielsweise auch Beleuchtungs- und Sonnenschutzeinrichtungen werden über Funk direkt durch Taster oder Schalter bedient. Im einfachsten Fall werden die vorhandenen Schalter gegen Aktoren und Sensoren ausgetauscht. Vor allem bei denkmalgeschützten Gebäuden ist diese Technik von Vorteil.


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M E TA L L & B A U

G ARAGENTOR-AKTION 2014

Unterstützung für Händler und Metallbauer Marketingpaket erleichtert Betrieben den Dialog mit privaten Bauherren. eit 2010 unterstützt Teckentrup seine Partnerbetriebe durch die „CarTeck-Aktionen“ im Geschäft mit privaten Bauherren. Das Marketingpaket wurde seitdem kontinuierlich verbessert. Zentraler Ansatz: Ein klar definiertes „CarTeck“-Garagentor wird zu einer unverbindlichen Preisempfehlung angeboten – 2014 ist es das Sektionaltor GSW 40-M in Mittelsicke in den Standardgrößen 2375 x 2125 mm/2500 x 2125 mm in den Farben Weiß und Grau (TT 703 – Grauton mit Eisenglimmerpartikeln) für 899 Euro bzw. Sepiabraun und Anthrazitgrau (999 Euro) – inklusive Antrieb und zwei Handsendern, exklusive Montage. „Der Preis ist häufig der Einstieg in das Beratungsgespräch – hier wählen Kunden dann oft auch höherwertige Tore“, erläutert

©Teckentrup

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Die beliebtesten Garagentore sind puristisch und unbunt.

Andreas Ober, Leiter der österreichischen Teckentrup-Niederlassung. Sonderfarben, Glaseinlässe oder größere Formate führen

zum Beispiel zu höherwertigen Toren. Zu diesem Angebot entwickelte Teckentrup eine umfangreiche Marketingkampagne, die Handwerksbetrieben zur Verfügung steht: Flyer, Anzeigenvorlagen, Aufkleber, Zaunplanen, auch individualisiert mit den Kontaktdaten des regionalen Anbieters. Der Betrieb vor Ort entscheidet, wie er dieses Angebot in seine Aktionen integriert. Online hilft der „CarTeck-Konfigurator“ auf www.teckentrup.at. Hiermit lässt sich ein Tor auch vom Bauherrn virtuell planen, mit hochgeladenem Foto sogar in der eigenen virtuellen Garage. „Das Planungswerkzeug stellen wir Partnerbetrieben auch für die eigene Website zur Verfügung“, sagt Ober. [red/teckentrup] 

HAUSAUSSTELLUNG

Maschinen in Reichweite Schachermayer eröffnet neue Beratungswelt in Linz.

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as Unternehmen Schachermayer eröffnete im Mai seine neue Beratungswelt in der Linzer Firmenzentrale. Auf 5800 Quadratmetern Fläche wurde dort eine anwenderbezogene Ausstellung eingerichtet, die an den beiden Eröffnungstagen rund 2000 Besucher frequentiert haben. „Es sind neue anwenderbezogene Zonen entstanden, in denen für unsere Kunden aus den Metall und Glas verarbeitenden Branchen der direkte Markenvergleich im Mittelpunkt steht“, erklärt Firmeninhaber Gerd Schachermayer. Neben den Präsentationen ergänzten Fach-

„Das Pendant zum Webshop. Eine greifbare Ausstellung.“ GERD SCHACHERMAYER 34   

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vorträge das Eventprogramm bei den Eröffnungstagen. Prof. Harald Pill zeigte sein Trainingskonzept „Anleitung zum verkäuferischen Misserfolg“. Referent Rudolf Exel thematisierte den Nutzen des Umweltzeichens für Unternehmen in seinem Vortrag.

Maschinenzentrum neu Im Rahmen der Neueröffnung der Beratungswelten ist auch das neu adaptierte Maschinenzentrum an der Linzer Schachermayerstraße in Betrieb gegangen. Die Ausstellung beinhaltet einen Querschnitt über das maschinelle Liefer- und Leistungsportfolio von Schachermayer auf dem Sektor der Metall- und Glasbearbeitung. Vorteilhaft ist die internationale Markenvielfalt, die individuelle Fertigungsausstattungen erlaubt. Auch werden die Topmarken vorführbereit präsentiert. Zudem sei das Finanzierungskonzept laut Schachermayer attraktiv für Investitionen bei maschinellem Bedarf.

Information vor Investition Das Ausstellungskonzept wurde so gestaltet, dass SCH-Kunden das Produktsortiment „begehen“ können: von Metallbearbeitungsmaschinen, Werkzeugen, chemisch-technischen Produkten bis hin zu Arbeitsbekleidung und Arbeitsschutz in modernem Umfeld. Mit begleitender Fachberatung zu allen technischen Innovationen, die der Metall- und Glasverarbeiter für seine Fertigung benötigt.

Optimierte Warenausgabe Schachermayer optimierte auch innerbetriebliche Prozesse in der Unternehmenszentrale. Die Warenausgaben wurden zu einer zentralen Warenausgabe zusammengefasst. Die bestellte Ware gelangt nun noch schneller zum Kunden. Die kurze Wartezeit verbringt dieser entspannt in der neugestalteten Designwartezone. [red] 


TRENNEN & SCHNEIDEN DIE TOPTHEMEN: Heiß, kalt oder mit Zähnen 

© Metabo

Metabo Vorstand Horst W. Garbrecht legt selbst Hand an den neuen Winkelschleifer.

TRENNEN UND SCHLEIFEN

Starkes Drehmoment Die neuen kompakten Winkelschleifer von Metabo sind Kraftpakete mit bis zu 1700 Watt.

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is zu 50 Prozent mehr Drehmoment, eine um bis zu 20 Prozent höhere maximale Abgabeleistung sowie ein deutlich geringerer Griffumfang gegenüber vergleichbaren Konkurrenzprodukten, dies führt der Nürtinger Hersteller von Elektrowerkzeug Metabo als Hauptmerkmale seiner neuen KompaktWinkelschleifer an. Bei bis zu 1700 Watt brin-

gen die Geräte maximale Leistung bei kleiner Baugröße. Mit dem neuen „Marathon-Motor“ und einem völlig neuartigen Belüftungskonzept könne der Anwender jetzt in nahezu allen Situationen unterbrechungsfrei arbeiten. Zeitgleich stellte Metabo mit M-Calibur erstmals keramische Hochleistungs-Scheiben vor. [red/metabo] 

Diamantscheiben  Adaptive Laser Cutting 

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NEWSLINE

Ausgezeichnetes Maschinendesign Dass Schneideanlagen auch schön aussehen können, beweist Stiefelmayer mit dem Design der Lasermaschine „effective S“, die unter mehr als 3200 Einreichungen den iF product design award in der Kategorie industry/skilled trades gewann.

Technische Innovation und Gestaltung passen zusammen.

DIAMANTTRENNSCHEIBEN — FÜR HÖCHSTE ANSPRÜCHE Feinverzahntes Turbo-Segment für schnelle Schnitte mit sauberen Schnittkanten Hot-Sinter-Pressverfahren für eine lange Standzeit

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SCHWERPUNKT TRENNEN & SCHNEIDEN

TRENNEN UND SCHNEIDEN

Heiß, kalt oder mit scharfen Zähnen Ein Überblick über die zahlreichen Methoden, Verfahren und Neuheiten für das Trennen und Schneiden von Blechen, Rohren und Profilen.  T E X T : G E R N O T W A G N E R

A

den. Immerhin gibt es viele Hersteller, das Marketing verspricht: Alles ist möglich.

Kostengünstig für massiven Stahl Mit dem autogenen Brennschneiden können Metallbauer alle niedrig legierten Stähle – in der Praxis also nur Baustahl – schnell und in guter Qualität schneiden. Gute Schneidgeschwindigkeiten erreicht man auch bei verrosteten oder verzunderten Blechen. Trotz der zunehmenden Bedeutung des Plasma- und Laserschneidens bleibt das autogene Brennschneiden weiterhin sehr wirtschaftlich – bei massiven Werkstücken bis 1200 mm gibt es keine Alternative zum Brennschneiden. Meist liegen die Stahl- und Bleckdicken bei bis zu 300 mm.

Bei dünnen Blechen sind schlechte Schnitte „vorprogrammiert“, der hohe Wärmeeintrag verursacht starken Materialverzug.

Spezialist für hoch legierte Stähle Das Plasmaschneiden wurde ursprünglich zum thermischen Schneiden nicht brennschneidgeeigneter Werkstoffe wie hochlegierte Stähle oder Aluminium entwickelt. Heute schneiden Plasmastrahlen auch dünne niedrig legierte Stähle. Besonders wirtschaftlich zeigt sich das Verfahren allerdings bei hoch legierten Blechen von 30 bis 150 mm, wobei sich Anwender selbst bei diesen Stärken über saubere Schnittkanten und geringe Rautiefe freuen können. Nicht die wirklich dicken Hämmer, aber bis

© Messer Cutting

utogen-, Plasma-, Laser- oder Wasserstrahlschneiden. Nicht zu vergessen das Sägen. Jedes Verfahren bietet, abhängig von Werkstoff und Dicke, zahlreiche Vorund Nachteile. Bevor man sich als Metallbauer für ein Verfahren entscheidet, sollten daher einige wesentliche Fragen geklärt sein: Stückzahlen, Flexibilität, Werkstoffe, Genauigkeit, Schnittkanten, Anlagenkosten und Energieverbrauch. Vor einer – meist sehr hohen – Investition ist es praktisch Pflicht, auch auf hochwertige Komponenten, etwa Steuerung oder führende Bauteile, von namhaften Herstellern zu achten. Und wer die Möglichkeit hat: Referenzanlagen „besuchen“ oder beim Anbieter direkt eigene Referenzteile schnei-

Der Perfekte Schnitt: Genauigkeit, Schnelligkeit und saubere Schnittkanten.

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SCHWERPUNKT TRENNEN & SCHNEIDEN

25 mm Bau- und Edelstahl schneidet etwa die neue E-Vent DX Precision von Esab hochpräzise und mit flotten 30.000 mm/min. Sie braucht nicht viel Platz, ist laut Hersteller sofort einsatzbereit und sorgt mit dem hauseigenen Plasmasystem, der CNC-Steuerung und der Software bei allen Konturen für beste Schnittqualität. Der Schneidprozess wird vollautomatisch kontrolliert, eine Prozessdatenbank vereinfacht das Einrichten aller Schneidwerkzeuge durch automatische Konfiguration der Parameter.

Mit seiner TruLaser 5030 fiber schneidet Lohnfertiger Martin Krämer täglich bis zu zwölf Stunden Bau-, Edelstahl und Aluminium bis 25 mm, Messing- und Kupferteile bis 10 mm.

gegenüber der ersten Laseranlage – und ein noch deutlicheres Plus im Dünnblech. Besonders schätzt er den fliegenden Wechsel zwischen höchster Produktivität im Dünnblech und Qualitätsschnitten im Dickblech. Verantwortlich dafür ist die Funktion BrightLine fiber, was die TruLaser 5030 fiber zu einer Universalmaschine macht. Krämer: „Das verhilft uns als Lohnfertiger zu der

im Markt erforderlichen uneingeschränkten Flexibilität.“ Die Laseranlage ist täglich rund zwölf Stunden prozesssicher im Einsatz und schneidet Bleche aus Baustahl, Edelstahl und Aluminium bis 25 mm. Die TruLaser 5030 fiber eignet sich zusätzlich für die Bearbeitung von Buntmetallen wie Kupfer oder Messing bis 10 mm Blechdicke, was zukünftig noch weitere Märkte eröffnet. Martin Krämer: „Auch bei höheren Materialstärken reduziert BrightLine fiber die Gratbildung sowie die Rauigkeitswerte der Schnittkante erheblich. Gleichzeitig steigt die Prozessstabilität beim Schneiden von Baustahl.“

Flexible Konfiguration © Kasto

Das Laserstrahlschneiden ist in den letzten Jahren auch für kleine Serien zu einem wirtschaftlichen Verfahren geworden, weil das gebündelte Licht sehr flexibel einsetzbar ist: Selbst komplexe, filigrane zwei- oder dreidimensionale Bauteilkonturen schneiden die aktuellen Laser hochgenau und schnell. Das Verfahren ist verzugsarm und macht in vielen Fällen Nacharbeiten überflüssig. Der „heiße“ Schnitt spielt seine Vorzüge vor allem bei dünnen und mittleren Blechen bis zu 25 mm aus. In Einzelfällen geht mit kräftigen Laserquellen noch mehr: Stahl bis etwa 40 mm, Edelstahl bis 50 mm. Dennoch dominieren bei größeren Blechstärken die Autogen- oder Plasmaschneidanlagen. Zusätzlicher Vorteil des Lasers: Ohne Werkzeugwechsel kann man nach dem Schneiden die Werkstücke auch markieren. Martin Krämer, ein Lohnfertiger aus dem Schwarzwald, wagte vor drei Jahren den Einstieg in das Laserschneiden. Nach zwei TruLaser 1030 investierte er im Vorjahr in eine dritte Laseranlage, eine TruLaser 5030 fiber: „Das Laserschneiden sorgte bei unseren Kunden von Anfang an für enorme Resonanz.“ Für den ersten Schritt war die TruLaser 1030 mit ihren geringen Investitionskosten ideal. Doch immer stieß Krämer an Grenzen – entweder bei der Produktivität oder aber im Blechdickenspektrum. Besonders bei Edelstahl. Der Aufstieg zur Hochleistungsmaschine TruLaser 5030 fiber war für ihn konsequent und brachte einen echten Produktivitätszuwachs – Faktor vier bis fünf

© Trumpf

Heißer Schnitt durch dick & dünn

Die kompakte Kastoverto mit vertikal arbeitendem Sägeband braucht nur drei Quadratmeter Platz.

Nach den Vorgaben des Anwenders konfiguriert man bei Messer Cutting Systems die Laseranlagen. „Wir haben ein sehr umfangreiches Programm, aus dem wir jede Anlage variabel anpassen“, sagt Produktmanager Ingo Staudinger. So benötigte etwa ein Lohnschneider eine 13 m lange und 3,5 m breite Arbeitsfläche zum Laserschneiden von Blechen bis 20 mm Stärke und 13 mm bei 45 Grad Fasenwinkel. Dabei war die Fasenschneid-Option sowohl für Bau- als auch für Edelstahl Bedingung. Tatsächlich er  06-07/2014   37


SCHWERPUNKT TRENNEN & SCHNEIDEN

© Messer Cutting

© Meba

Laserbearbeitung in 3D: Hier ein Behälterboden mit 4 m Durchmesser

© Messer Cutting

Die Laserschneid­ maschinen von ­Messer Cutting Systems ­trennen selbst tonnenschwere Bleche.

Die Portalbandsäge MebaPro 260 GP sägt stufenlos mit einem Vorschub bis 600 mm/min.

reicht die Anlage heute mehr als die doppelte Gesamtlänge, denn sie verfügt über einen flexiblen Wechseltisch: Auf einem Tisch wird geschnitten, am anderen be- und entladen. Große Bauteile können in einem Durchgang und ohne Absetzen innerhalb der Kontur geschnitten werden. Der Schnitt erfolgt mit einer Genauigkeit von 0,1 Millimeter, am Bedienterminal lässt sich der Prozessverlauf in Farbe beobachten.

Kalter Schnitt mit scharfem Wasser Viele Metallbauer setzen in den letzten Jahren Wasserstrahlschneidanlagen ein, um bei praktisch allen Werkstoffen den Vorteil des „kalten Schnitts“ zu nutzen. Der nasse Schnitt erlaubt gerade bei dünnen und mittleren Blechdicken sehr präzise, feine Konturen mit hohen Toleranzen. Wirtschaftlich lohnt sich das kühle Nass bereits bei Einzelteilen und Kleinserien. Da das Wasser mit hohem Druck von bis zu 6000 bar und 1000 m/s schnell aus den Düsen schießt, lassen sich auch Stahl, Edelstahl oder Aluminium schneiden. Bis zu 4 mm Dicke genügt bei Aluminium reines Wasser, darüber muss dem Wasserstrahl 38   

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ein Abrasiv (Granatsand oder Korund) zugesetzt werden. Dann schneidet das „harte“ Wasser auch zügig und präzise dicken Bauund Edelstahl bis zu 200 mm, in manchen Fällen sogar noch mehr. Durch den „kalten Schnitt“ eignet sich das Verfahren, im Gegensatz zum Laserschneiden, auch zum Schneiden von gehärtetem Stahl. Im Gegensatz zu Laser und Plasma schneidet der Wasserstrahl bis zu einer Stärke von 10 mm zwar langsamer, doch deutlich schneller, wenn die Qualität nicht so hoch sein muss. Mit schwenkbaren Schneidköpfen sind auch beliebig komplexe 3D-Formen machbar. Zusätzlicher Vorteil des kalten Schnitts: Dünne Bleche lassen sich mehrfach übereinanderlegen und ohne Verschmelzen der Schnittkanten auf einmal schneiden. Nachteil: Das Verfahren ist relativ laut (bis zu 120 dB), deutlich leiser ist das Schneiden unter Wasser. Eine lästige „Nebensache“ bei Wasserstrahlschneideanlagen ist die Entsorgung des reichlich anfallenden Schlammes. Um diesen nicht manuell entsorgen zu müssen, bietet etwa der österreichische Wasserstrahlspezialist STM ein vollautomatisches

Reinigungssystem, das auch gleichzeitig recycelt.

Scharfe Zähne Kreis- und Bandsägen für den klassischen Metallbau präsentieren sich heute als robuste und schnelle „Schnitthelfer“ zum Trennen von Vollmaterialien sowie Rohren und Profilen. Von den aktuellen Sägemaschinen fordern die Anwender einen universellen Einsatz zum Sägen von Werkzeugstahl, Edelstahl, Aluminium bis hin zu Buntmetallen. Dabei verlangt man hohe Präzision und kurze Schnittzeiten. Evelyn Goll, verantwortlich für das Marketing bei Meba, weiß, dass im Metallbau am häufigsten Universal-Bandsägemaschinen eingesetzt werden, da diese auch mit unterschiedlichen Querschnitten, Materialien und häufig wechselnden Gehrungsschnitten zurechtkommen. Bei seinen Bandsägen setzt das Unternehmen zunehmend auf geregelte Elektroantriebe, um höhere Schnittleistung, bessere Abschnittgenauigkeit, exakteren Schnittverlauf und höhere Standzeit des Sägebandes zu erreichen.  


SCHWERPUNKT TRENNEN & SCHNEIDEN

MASSIVUMFORMUNG

Neue Stähle senken Kosten Die Kosten einer massiv umgeformten Komponente werden zu einem großen Anteil vom eingesetzten Werkstoff bestimmt.

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ntsprechend machen sich Kosteneinsparungen beim Werkstoff in einem erheblichen Maß bei den Gesamtkosten für das Umformbauteil bemerkbar. Zudem sind Werkstoff und Wärmebehandlungsvorgänge in der Prozesskette technisch eng miteinander verzahnt. Idealerweise führen Werkstoffoptimierungen zu weiteren Einsparpotenzialen bei Kosten und in einigen Fällen auch beim Energiebedarf. Diese Potenziale konnten nun für drei verschiedene Anwendungsfälle (Strukturbauteile, einsatzgehärtete Bauteile, induktiv gehärtete Bauteile) gehoben werden. Für Strukturbauteile (z. B. Common Rail, Radnaben, Flansche) werden heute kostengünstige ausscheidungshärtende ferritischperlitische (AFP-)Stähle eingesetzt, die bei Luftabkühlung ihre Festigkeit erreichen. Reichen die mechanischen Eigenschaften dieser Stahlgruppe für die gegebene Anwendung aber nicht mehr aus, so werden Vergütungsstähle eingesetzt, die einen Härte- und Anlassvorgang und darauffolgend zwingend eine Prüfung auf Härterisse erfordern. Der bainitische Stahl 16MnCr5mod (H2), der gemeinsam mit dem Stahlhersteller GMH entwickelt wurde, erlaubt es nun, mechanische Eigenschaften von Vergütungsstählen mit der kostengünstigen Abkühlung aus der Umformhitze heraus zu erreichen. Damit ergeben sich deutliche Kostenvorteile gegenüber einem Bauteil aus Vergütungsstahl.

Legierungszuschlag liegt bei weniger als 20 Prozent der hoch legierten Güten. Dabei lässt sich also nicht nur eine Kosteneinsparung realisieren, sondern es wird zudem das Volatilitätsrisiko der schwankenden Legierungszuschläge deutlich verringert.

Induktive Härtung Für Bauteile, die induktiv gehärtet werden, wurde ebenfalls ein neuer Werkstoff entwickelt. Dieser Stahl, H50 genannt, erreicht bei der kontrollierten Abkühlung aus der Umformwärme ein Gefüge mit einer Festig-

keit zwischen 900 und 1100 MPa und nach einem induktiven Härten eine Oberflächenhärte bis über 60 HRC. Je nach Anwendungsfall lassen sich damit kostengünstigere oder leistungsfähigere Bauteile entwickeln. Aus diesen Beispielen wird deutlich: Auch im Bereich der geschmiedeten Werkstoffe gibt es neue Entwicklungen, die zu Kostensenkungen oder neuen technischen Möglichkeiten führen. In der Diskussion zwischen Stahlhersteller, Massivumformer und Kunde sind hier wesentliche Fortschritte erzielbar. [red/hirschvogel] 

STM WASSERSTRAHL SCHNEIDSYSTEME STM 5-Achs Schneidkopf Neu im „Baukasten“!

Einsatzhärtung Für Bauteile, die einsatzgehärtet werden, stehen heute verschiedene Einsatzstähle zur Verfügung. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen durch die erreichbare Kernfestigkeit, die über die Belastbarkeit im Einsatz entscheidet. Eine hohe Härtbarkeit wird bisher zumeist mit teuren Legierungselementen erkauft. Auch hier kann der 16MnCr5mod (H2) zu Kosteneinsparungen führen. Das Legierungskonzept des H2 verleiht dem Stahl eine Härtbarkeit (z. B. gemessen in JominyWerten) wie hoch legierte Einsatzstähle 18CrNiMo7-6 oder 20NiCrMo6-5, aber der

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SCHWERPUNKT TRENNEN & SCHNEIDEN

D I A M A N TT R E N N SC H E I B E N

Der perfekte Schnitt

Be

esonders geeignet ist die Trennscheibe für Schnitte in harten Materialien wie etwa Granit. Die Berner Diamanttrennscheiben bestechen durch eine hohe Standzeit. Die Turbosegmente mit einer Höhe von zwölf Millimetern und die Verbindung von den Segmenten mit dem Stammblatt im Hot-Sinter-Pressverfahren garantieren lange Lebensdauer und höchste Arbeitssicherheit. Die Diamanttrennscheiben werden mit Industriediamanten der höchsten Güteklasse bestückt und mit Laserpräzision gefertigt, wodurch sehr schnelle Schnitte möglich sind. Das gewellte Stammblatt kühlt die Diamanttrennscheibe auch bei härtestem Einsatz.

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Berner bietet mit der Diamanttrennscheibe Constructionline Premium Turbo ein universelles Produkt für die Verwendung in den verschiedensten Materialien an.

Bild links: Diamanttrennscheiben mit langer Lebensdauer. Bild rechts: Für alle Winkelschleifer geeignet.

Ergänzt wird das Sortiment mit den Qualitätslinien Basic, Top und Premium für Trocken- und Nassschnitt in den Durchmessern 115 bis 600 mm. Die Diamanttrennscheiben

sind für die gängigsten Anwendungen in allen Winkelschleifern sowie stationären Maschinen bis hin zum Fugenschneider vorgesehen. [red/berner] 

LASERSCHNEIDEN

Mehr Qualität, weniger Ausschuss Adaptive Laser Cutting (ALC) ist eine Überwachungstechnologie in Echtzeit, mit Feedbacksteuerung des Laserschneidprozesses.

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schwindigkeit sowie dem Schneidgasdruck in Echtzeit während des Schnittvorgangs. Die Schneidparameter werden automatisch optimiert, damit sei ein konstant präziser Schnitt sichergestellt, versichert LVD. Im Gegensatz zu anderen Prozesssteuerungssystemen ist ALC nicht auf die voreingestell-

© LVD

as vom belgischen Maschinenhersteller LVD Company patentierte System sorgt für eine höhere Produktivität, Qualitätssicherheit sowie für die Reduzierung von Ausschuss. ALC arbeitet mit einem dynamischen Feedbacksystem zur Überwachung und Regelung der Laserleistung und der Ge-

Höhere Produktivität und Qualitätssicherheit durch das ALC-Verfahren.

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ten Parameter angewiesen, sondern misst und gleicht diese während des Arbeitsvorgangs an, um die besten Schnittergebnisse zu erzielen.

Flexible Anpassung Insbesondere bei der Bearbeitung von stärkerem Baustahl in einem unbemannten Produktionsumfeld sei dieses System sinnvoll, so die Hersteller. Bei solchen Anwendungen wird die Geschwindigkeit der Maschine oft begrenzt, um die Betriebssicherheit sicherzustellen und eventuelle Schwankungen in den Materialeigenschaften zu berücksichtigen, was die Produktivität einschränkt und die Stückteilkosten erhöht. ALC passt sich wechselnden Bedingungen automatisch an, bearbeitet bei Höchstgeschwindigkeit mit größter Effizienz und verringert dadurch die Notwendigkeit, das Laserschneidsystem zu begrenzen, was eine bis zu 10 Prozent höhere Produktivität ermögliche. [red/lvd] 


TECHNIK & PRA XIS DIE TOPTHEMEN:

SCHWEISSTECHNIK

Trumpf-Service via App 

Universalgenie TPS/i

100 Jahre Suhner  Schraubroboter  Fügen mit Klebstoff 

Die neue Generation von MIG/MAG-Schweißgeräten stand im Fokus der Fronius-Tage in Wels.

Schweißen von Aluminium  Zwei Brenner in Einem 

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NEWSLINE

Neue Bosch-Zentrale © hard

ei der Entwicklung des Systems und seiner Komponenten blieb kein Stein auf dem anderen. Bei der zweitägigen Veranstaltung am Fronius-Standort Wels, zu der mehr als 700 Besucher aus ganz Österreich gekommen waren, waren zwei der zwölf Stationen den neuen Schweißprozessen der TPS/i gewidmet. Der optimierte Pulsprozess Pulse Multi Control (PMC) steht für beste Tropfenablöse und einen höchst stabilen Lichtbogen. Er verfügt mit dem Lichtbogenlängen- und dem Einbrandstabilisator über zwei neue Funktionen, die das Schweißen ungemein erleichtern. Mit Low Spatter Control (LSC) hat Fronius einen außergewöhnlich spritzerarmen Kurzlichtbogenprozess geschaf-

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Schweißdemonstration in der Fronius-Zentrale

fen. Die Funktion des Einbrandstabilisators ist auch hier verfügbar. Darüber hinaus stehen zwei spezielle Kennlinien zur Auswahl. Mit den Prozessen wird eine bisher nie dagewesene Perfektion erreicht. [red] 

Die Bosch-Gruppe hat eine neue Österreich-Zentrale bezogen. Dabei wurden vier Standorte in einem State-of-theArt-Gebäude in Wien zusammengefasst: Modernste Einrichtungen und optimale Rahmenbedingungen mit genügend Raum für Freiflächen und Begegnungszonen für die Mitarbeiter ermöglichen kreatives und effizientes Arbeiten. Zudem verfügt das Gebäude über Energieeffizienzstandard A.

Trust in Perndorfer Maschinenbau KG Parzleithen 8 A-4720 Kallham Tel. +43 (0) 7733 / 7245-0 Fax. +43 (0) 7733 / 7080

Die Produktion von Wasserstrahlschneidanlagen auf höchstem Niveau: Das ist die Welt von Perndorfer, einem der innovativsten Unternehmen seiner Branche. Ob Standardmaschinen für gängige Anwendungen oder Sondermaschinen: Perndorfer hat die nötige Erfahrung und das nötige Knowhow für die unterschiedlichsten Bereiche des Wasserstrahlschneidens. Nah am Kunden – top in Qualität & Technik

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Kundenwünsche werden verlässlich, flexibel und kompetent erfüllt. Und auch der Umwelt trägt Perndorfer Rechnung: Mit seiner patentierten Wasserrecycling-Anlage, die beim Wassersparen hilft und verhindert, dass Schmutzwasser ins Kanalsystem gelangt. Die Anlage benötigt wenig Energie und Frischwasser, ist leicht zu bedienen und kann einfach in bestehende Systeme (auch in Fremdanlagen) integriert werden.

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„Die Allround-Lösung“ Kragarmbauweise für dreiseitigen Zugang

WRA 600 „Die saubere Lösung“


TECHNIK & PRA XIS

Einfach bedienen Wicona präsentiert die neue Wictop Version 7.4

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Beide Bilder © Wicona

it zahlreichen Innovationen und Optimierungen kann die neue Version 7.4 der Wicona Konstruktionssoftware Wictop aufwarten. Materialbestellungen können jetzt aus Wictop online direkt an Wicona geschickt werden.

Elemente in Echtzeit verschieben.

Ansichten, Schnitte und DXFs.

Der Zeichnungsaufbau wurde mit neuen Funktionalitäten erweitert und in der Bedienung vereinfacht. So lassen sich jetzt alle Zeichnungselemente in Echtzeit mit der Maus verschieben, skalieren und drehen. Zusätzlich zu Ansichten, Schnitten und ­DXFs können jetzt auch in die Zeichnungen frei positionierbare Textboxen und Bilder im bmp-Format eingefügt werden. Konstruktionszeichnungen lassen sich nun am Bildschirm und in den Ausdrucken fotorealistisch darstellen. In der Beschlagsauswahl, den Stücklisten, den Ansichten, Schnitten und im Zeichnungsaufbau werden die Beschläge auch grafisch mit Bildern dargestellt. [red/ wicona] 42   

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KUNDENDIENST

Onlineservice per App Visual Online Support unterstützt die Kommunikation zwischen Kunden und dem Technischen Kundendienst von Trumpf.

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chnell die richtige Lösung zu finden ist entscheidend, wenn bei einer Maschine in der laufenden Fertigung eine Störung eintritt. Mit Visual Online Support hat Trumpf vor Kurzem ein neues Hilfsmittel eingeführt, das die Lösungsfindung erheblich vereinfacht. Im Rahmen einer TruServices Servicevereinbarung bietet Visual Online Support die Möglichkeit, mit dem Technischen Kundendienst von Trumpf auf einfache Weise Bild-, Ton- und Video­ dateien per App auszutauschen. Bilder können von beiden Seiten und in Echtzeit bearbeitet werden. Auf diese Weise ist es für Kunden möglich, die Spezialisten von Trumpf sehr gezielt und detailliert über ihre Situation zu informieren. „Unsere Innendienst-Servicetechniker erfassen durch die Verbindung über Visual Online Support selbst komplexe Sachverhalte und können so deutlich mehr Fälle direkt am Telefon klären. Das erhöht die Maschinenverfügbarkeit erheblich und reduziert beim Kunden Kosten für Vor-Ort-Einsätze um bis zu 25 Prozent“, berichtet Sebastian Fuhrich, Produktmanager Technischer Kundendienst bei der Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG.

Sichere Verbindung Um die einfache Handhabung und eine den Herstellerstandards entsprechende Datensicherheit zu gewährleisten, setzt Trumpf für Visual Online Support auf eine von der Kunden-IT eigenständige Lösung.

© Trumpf

SOFT WARE

Schnelle Hilfe erhalten Trumpf Kunden mit Visual Online Support per App.

Dafür nutzt die App einen maschineneigenen WLAN-Hotspot, den sogenannten „Wireless Operation Point“, und das etablierte Telepresence Portal zur Datenübertragung. Möchte ein Kunde den Onlinesupport nutzen, benötigt er neben einer Servicevereinbarung Visual Online Support und dem Wireless Operation Point ein Tablet-PC mit der installierten App. Im Bedarfsfall erfolgt die Anwendung von Visual Online Support in wenigen Schritten. Zunächst kontaktiert der Kunde den Technischen Kundendienst von Trumpf und stellt mit diesem eine Teleservice-Verbindung zu der betroffenen Maschine her. Anschließend startet der Kunde die Visual Online Support App auf seinem Tablet-PC. Sobald die App über den Wireless Operation Point eine Verbindung zur Maschine hergestellt hat, können Bild-, Ton- und Videodateien zwischen Kunde und Technischem Kundendienst über die sichere Teleservice-Verbindung ausgetauscht werden. [red/trumpf] 

Über Visual Online Support erhält der Technische Kundendienst wichtige Informationen zum schnelleren Finden einer Lösung. Das erhöht die Maschinenverfügbarkeit beim Kunden.


TECHNIK & PRA XIS

JUBILÄUM

100 Jahre Präzision Von Suhner gefertigte Komponenten optimieren Produkte und Fertigungsvorgänge präzise und zuverlässig. Seit 1914.

ie Firma Suhner blickt in diesem Jahr auf ein Jahrhundert Geschichte zurück. Innovationen und Qualität sind seit jeher der Antrieb des Unternehmens. Seit der Gründung Ende 1914 in Brugg/CH (Kanton Aargau) dreht sich alles um kundenspezifische Lösungen, Qualität und Präzision. Mit seiner Idee, eine Fabrik für biegsame Wellen zu gründen, stellte Gottlieb Suhner bereits vor 100 Jahren die Weichen in Richtung Erfolg. Aus der Vision von damals sind heute Aktivitäten auf innovativen Hightechmärkten geworden. Als international anerkannter Spezialist und Lösungsanbieter für wirtschaftliche und effiziente Oberflächenbearbeitung, Automations- und technische Komponenten setzt die Firma Suhner Qualitätsstandards. Der heutige Geschäftsführer & CEO/Präsident der Suhner Gruppe in dritter Generation, Otto H. Suhner, ist vor allem stolz auf die Leistungen und den Erfahrungsschatz seiner rund 760 weltweit tätigen Mitarbeiter, die sich stets um kundenorientierte Lösungen bemühen. „Das Unternehmen ist groß genug, um stark zu sein, aber klein genug, um flexibel und menschlich zu bleiben“, betont der Geschäftsführer. So gelinge dem Unternehmen der Spagat zwischen internationalem Preisdruck und innovativer Marktführerschaft. Heute werden die Geschäftsfelder Power Tools & Schleifmittel im Abrasivebereich, Antriebselemente für Automotive, Aviation und Produktions- oder Automationsbereich, aber auch die Bereiche für Stanz- und Biegetechnik sowie die Bearbeitungseinheiten in der Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Maschinenbau- und vielen anderen Branchen eingesetzt. Dabei sei Qualität keine Selbstverständlichkeit, sondern Resultat von jahrelanger Erfahrung und einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Auch wüssten die Mitarbeiter als Spezialisten in ihrem jeweiligen Fachgebiet, dass zufriedene Kunden nur durch tatkräftige Lösungsdienstleistung vor Ort, gepaart mit Erfindergeist und ingenieurwissenschaftlicher Praxiserfahrung,

© Suhner

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Die biegsame Welle als Basis einer Erfolgsgeschichte.

erreichen und halten können, erklärt Suhner. Die Niederlassungsleiter der zwölf welt-

weiten Suhner-Standorte kennen die lokalen Märkte und Mentalitäten. Innovationen und zugleich Spezialisierungen bzw. Diversifikationen nach individuellen Kundenbedürfnissen finden in den Bereichen für Aluminium, rostfreien Stahl, Formenbau, Flugzeugunterhalt und Steinbearbeitung mittels ergonomischer, leistungsfähiger sowie robuster Elektro-/Druckluftwerkzeuge und Biegsamen-Wellen-Maschinen statt. Der Einsatz effizienter Schleifmittel und praxisbezogene Schulungen und Seminare runden das Spektrum ab. Ein neuer Webshop für Schleifmaschinen und Schleifmittel soll demnächst das Dienstleistungsangebot des Familienunternehmens ergänzen. [red/suhner] 

TREFFEN DER WELTMARKTFÜHRER IN WIEN

Von den Besten lernen! Wir laden Sie ein, am Kongress der Weltmarktführer am 27. und 28. November in Wien teilzunehmen. In Österreich gibt es 165 Weltmarktführer, ihr Erfolg ist kein Zufall. Am Kongress sprechen sie über ihre Erfolgsgeheimnisse. Von unabhängigen Experten werden die Faktoren, die hinter diesen außerordentlichen Leistungen stehen, analysiert und an die Teilnehmer weitergegeben. Sie haben somit die Gelegenheit, von den Besten zu lernen!

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TECHNIK & PRA XIS

M O N TA G E

Ein beweglicher Schraubroboter Die bisher manuelle Montage zur Verbindung von Flugzeugtragflächen könnte bald automatisiert ablaufen.

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© FDirk Mahler/Fraunhofer

er Flugzeughersteller Airbus geht davon aus, dass sich das Flugaufkommen bis 2030 verdreifachen wird. Um den entsprechend hohen Bedarf an Transportmitteln zu decken, ist eine Modernisierung der Fertigungsabläufe im Flugzeugbau unumgänglich. Bislang erfolgt die Flugzeugmontage überwiegend per Hand. Um die Produktion anzukurbeln, müssen manuelle Abläufe automatisiert werden. Bei einigen Prozessen im Flugzeugbau ist das problemlos möglich, bei der Montage der Tragflächen hingegen sind die Flugzeugbauer herausgefordert. Der Grund: Die Schraubverbindung erfolgt vor allem im Inneren der Tragflächen – in nebeneinander angeordneten Kammern. Zugang zu diesen Arbeitsräumen gewähren sogenannte „Mannlöcher“. Für das Montagepersonal ist es allerdings sehr mühsam, durch die nur 45 Zentimeter langen und 25 Zentimeter breiten Öffnungen in die Tragflächen zu klettern, um dort die Tragflächenkomponenten mit Passschrauben zu befestigen und Nahtstellen abzudichten. Pro Tragfläche fallen rund 3000 Passbohrungen an. Dementsprechend zeitaufwendig, körperlich anstrengend und ermüdend

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ist die Prozedur. Hinzu kommen gesundheitliche Belastungen durch Dämpfe, die beim Abdichten entstehen.

Schlangenroboter Auch konventionelle Industrieroboter gelangen nicht durch die engen Öffnungen. Mit ihren starren Gliedern erreichen sie auch nicht den hintersten Winkel der bis zu fünf Meter langen Arbeitsräume. Erforderlich ist ein schlanker Roboter, der zudem verschränkungsfähig ist. Ein solches Modell mit beweglichen Gliedern entwickeln Forscher am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz. „Der Roboter besteht aus acht Achsgelenken. Durch die seriell verketteten kurzen Dreh- und Kippgelenke kann er sehr enge Bahnradien abfahren und sich in die entlegensten Ecken der Kammern schlängeln. Wir nennen ihn auch Schlangenroboter“, sagt Marco Breitfeld, zuständiger Projektleiter am IWU. Am vordersten der acht Glieder wird das Werkzeug befestigt – alternativ ließe sich auch eine Kamera für Inspektionsaufgaben anbringen. Der insgesamt zweieinhalb Meter lange Roboter ist in der Lage, zusätzlich

zu seiner Eigenlast bis zu 15 Kilogramm schwere Werkzeuge zu tragen.

Verteilte Kraft Angetrieben wird die Roboterkinematik durch einen ausgetüftelten Mechanismus – das Getriebe wird derzeit zum Patent angemeldet: Aufgrund der kompakten Bauweise der einzelnen Roboterglieder scheidet ein konventioneller Motor aus. Breitfeld und sein Team haben in jedem der acht Glieder einen sehr kleinen Motor verbaut – dennoch bringt es der Antrieb auf ein sehr hohes Drehmoment von bis zu 500 Newtonmeter. In Kombination mit Seilzug und Spindeltrieb ermöglicht er die hohe Beweglichkeit der einzelnen Glieder, die sich jeweils in einem Bereich von 90 Grad verdrehen lassen. „Das Antriebskonzept erlaubt einen Einsatz überall dort, wo hohe Kräfte und Momente auf engstem Raum benötigt werden: Im Flugzeugbau, aber auch im automobilen Karosserie- oder im Kraftwerksbau. Geplant ist, den 60 Kilogramm schweren Roboter auf eine mobile Plattform oder eine Schiene zu montieren, sodass er unter den Tragflächen entlangfahren und sich in jede der Kammern schlängeln kann.  

Ein neuartiger, schlangenförmiger Roboter gelangt in die hintersten Winkel der Tragflächen, um dort Komponenten zu verschrauben.

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TECHNIK & PRA XIS

FÜGEN & VERBINDEN

Das Warten hat ein Ende Fügen mit vorappliziertem Klebstoff könnte in der Verbindungstechnik eine kleine Revolution einläuten. leben ist eine effektive und preisgünstige Fügemethode: Damit können auch unterschiedliche Werkstoffe lückenlos miteinander verbunden werden. Vor allem im Leichtbau ist es die Fügetechnik der Wahl, denn viele der eingesetzten Materialien lassen sich nur schwerlich anders verbinden. Doch nicht in jedem Produktionsschritt kann man flüssigen Klebstoff auftragen und warten, bis er aushärtet. Der deutsche Automobilzulieferer Stanley Engineered Fastening – Tucker GmbH aus Gießen suchte deshalb nach einer Möglichkeit, Bolzen zu kleben, ohne dass man in der Fertigung mit flüssigem Klebstoff hantieren muss. Die Lösung fanden Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen. Ihre Idee: Zunächst wird der Klebstoff auf eines der Bauteile aufgetragen und bildet eine klebfreie trockene Schicht. Die eigentliche Klebstoffhärtung und das Fügen der Bauteile erfolgen in einem späteren Produktionsschritt.

Briefmarkenprinzip Das Prinzip ist nicht neu. Schon die erste Briefmarke war mit einem Klebstoff versehen, der nur im angefeuchteten Zustand auf dem Umschlag haftete. Den IFAM-Wissenschaftlern ist es gelungen, diesen Ansatz für industriell zu fertigende hochfeste Klebverbindungen weiterzuentwickeln. Keine einfache Aufgabe, denn die Klebstoffe müssen unterschiedliche und zum Teil sich widersprechende Anforderungen erfüllen. „Nachdem der Klebstoff aufgetragen ist, darf er nicht mehr kleben und muss sich lange lagern lassen. Andererseits soll er beim Fügen sehr reaktiv sein und schnell aushärten“, beschreibt Chemietechnik-Ingenieur Andreas Lühring vom IFAM die Herausforderung, vor der die Wissenschaftler standen. Ihr Konzept: Sie kombinieren Harze und Härter mit unterschiedlichen Schmelzpunkten.

Thermische Aktivierung „Der Härter, der bei deutlich höheren Temperaturen schmilzt, wird ganz fein im Harz verteilt – mikrodispers“, erklärt Professor

© Roßmann

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Den Forschern Matthias Popp, Andreas Hartwig und Andreas Lühring (v. l. n. r.) ist es gelungen, das Auftragen des Klebstoffs und das Fügen zu entkoppeln.

Andreas Hartwig. Dieser reaktive Schmelzklebstoff wird zum Beispiel in der Fertigung von Befestigungsbolzen genutzt. Zunächst wird das Material aufgeschmolzen und aufgetragen. Nach dem Abkühlen ist es wieder fest. Die so beschichteten Bolzen lassen sich problemlos transportieren und lagern. Um den Klebstoff auszuhärten, erhitzt man ihn kontrolliert auf mehr als 150 Grad Celsius. „Dabei schmilzt auch der Härter und die eigentliche Klebstoffhärtung wird aktiviert“, erläutert Andreas Lühring. So lassen sich zwei Bauteile innerhalb weniger Sekunden fest miteinander verbinden.

schen gibt es einen variablen Baukasten mit Klebstoffen, die auf verschiedenen Rohstoffen und Härtungsprinzipien basieren. Die IFAM-Experten haben die Zusammensetzung der Klebstoffe jeweils so verändert, dass sie für verschiedene Anwendungen zu einer bestmöglichen Produktivität und zu einem adäquaten Eigenschaftsprofil führen. [red/ifam] 

Farblaufdatum „Die reaktiven Klebstoffe haben jedoch einen Nachteil. Sie sind zwar lange, aber dennoch nur begrenzt haltbar“, gibt Matthias Popp vom IFAM zu bedenken. Deshalb haben die Wissenschaftler zusätzlich eine visuelle Zustandskontrolle integriert. Ist der Werkstoff nicht mehr funktionsfähig, verändert er seine Farbe. Sogenannte „Pre-Applicable Structural Adhesives“ (PASA) lassen sich aber auch für andere Anwendungen nutzen. Inzwi-

„Nach dem Auftragen darf der Klebstoff nicht mehr kleben.“ ANDREAS LÜHRING, IFAM   06-07/2014   45


TECHNIK & PRA XIS

SCHWEISSTECHNIK

Wenn Gondeln Alu tragen Praxis. Systeme für manuelles und mechanisiertes Schweißen bringen hohe Produktionseffizienz.   T E X T : F R A N Z J O A C H I M R O S S M A N N

n Hochzeiten stellt die Metalldesign Magdeburg GmbH (MDM) wöchentlich bis zu 15 Aluminiumverkleidungen für die Maschinenhäuser von Windenergieanlagen her. Eine entsprechend zentrale Rolle spielen dabei die Systeme für das manuelle und mechanisierte Schweißen zur Erreichung und Aufrechterhaltung einer hohen Produktionseffizienz. Herzstück der Fertigung ist ein robotergestützter Doppelzellen-Schweißautomat, der Aluminiumbleche dank der CMT-Technologie mit bis zu 1,2 Metern pro Minute verschweißt. „Aluminium bietet einige Vorteile gegenüber den von anderen Windenergieanlagenanbietern verwendeten glasfaserverstärkten Kunststoffen“, erklärt MDM-Betriebsleiter Rudolf Seefeldt. „Es ist langlebig, auch ohne besondere brandhemmende Ausstattung feuerfest, kann die im Maschinenhaus bzw. der Gondel entstehende Wärme optimal ableiten und lässt sich auch problemlos recyceln, insbesondere wenn man wie wir auf eine Lackierung der Oberfläche verzichtet und die gewünschte hochwertige Optik durch Sandstrahlen erreicht.“

Zwei Zellen – ein Roboter Bis die mehr als ein Dutzend unterschiedlich geformten Baugruppen, die eine Gondel bilden, vom Sandstrahlroboter ihren „letzten Schliff“ erhalten können, sind allerdings einige Montage- sowie umfangreiche Schweißarbeiten erforderlich. Die als Umformteile angelieferten dreidimensionalen Mantelsegmente aus 2,5 mm dünnem Aluminiumblech (AlMg3) werden dazu in der MDM-Werkshalle auf entsprechenden Montagegestellen fixiert, bei Bedarf durch Spanten verstärkt und mit Clinchverbindungen an ihren Flanschen zu Baugruppen verbunden. Anschließend werden per Hand untergeordnete bzw. nicht von außen sichtbare Nähte auf der Innenseite der Baugruppen im MIG-Impulsschweißverfahren mit AlMg4,5Mn0,7-Schweißdraht geschweißt. „Die Gestelle garantieren zusammen mit dem Werkstoff Aluminium eine hohe Präzision und Wiederholgenauigkeit, sodass die 46   

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Alle Bilder © Roßmann

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Hochwertige Optik durch Sandstrahlen und ohne Lackierung

bei uns gefertigten Baugruppen problemlos untereinander kombiniert werden können“, erläutert der MDM-Betriebsleiter. Nachdem die Baugruppen derart vorbereitetet wurden, werden von einem Doppelzellen-Schweißautomat alle Längsnähte und die Sichtnähte auf der Außenhaut der Gondelsegmente geschweißt. Während in der einen Roboterzelle das auf einem Hilfsrahmen aufgespannte Bauteil geschweißt wird, erfolgt in der Nachbarzelle das Aufspannen einer anderen, vormontierten und gehefteten Baugruppe zum späteren Schweißen. Nach Beendigung der Schweißarbeiten in der ersten Zelle fährt der Ständer der Roboteranlage mit der gesam­ ten Schweißausrüstung in den Bereich der zweiten Zelle und führt dort den programmierten Schweißzyklus aus. Auf diese Weise wird immer abwechselnd in einer Zelle geschweißt, während das nächste Werkstück in der zweiten Zelle für den Schweißvorgang vorbereitet wird. Damit ist eine hohe Auslastung des Schweißroboters sichergestellt, wobei die Schweißzeit je nach Baugruppe zwischen 23 und 59 Minuten beträgt.

CMT- und Impulsprozess Der Schweißroboter ist mit einer CMTSchweißstromquelle von Fronius ausge-

rüstet, die es erlaubt, den fortschrittlichen Cold-Metal-Transfer-Prozess (CMT) mit einem konventionellen Impulsprozess zu kombinieren. „Das ist für uns ganz wichtig, da wir die 6 mm dicken Spanten mit dem 2,5 mm dicken Mantelblech mit einer Kehlnaht verschweißen müssen“, begründet Jörg Weise, verantwortlicher Schweißfachingenieur bei MDM, die Wahl des Schweißprozesses. „Dank der Kombination dieser Prozesse profitieren wir vom kontrollierten Wärmeeintrag sowie der hohen Prozessstabilität, die der CMT-Prozess bietet, und dem höheren Einbrand, der den Impulsbogen auszeichnet.“ Etwa 85 Prozent der Schweißzeit schweißt der Roboter im kombinierten Prozess, den Rest im reinen Impulsbetrieb. Vor der Anschaffung des Schweißroboters zogen die Verantwortlichen bei MDM anfänglich auch das Laserschweißen als mögliches Schweißverfahren in Betracht. Der Gedanke wurde aber schnell wieder verworfen, wie der Schweißfachingenieur des Unternehmens verrät: „Es hat sich einfach herausgestellt, dass Laserschweißen nur etwas für den Großserienbau ist und das maximale Spaltmaß laut Expertenaussagen bei 0,15 mm liegt – eine Dimension, die selbst im Flugzeugbau nur mit Aufwand zu erreichen ist. Als wir dann auf den CMT-Pro-


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Die Mantelsegmente aus Aluminiumblech werden vor dem Verschweißen fixiert.

zess gestoßen sind, haben wir schnell festgestellt, dass die Spaltüberbrückbarkeit wesentlich höher ist und der Prozess auch sonst besser auf unsere Aufgabenstellung zugeschnitten ist.“

Je schneller, umso besser Da sich Form und Verlauf der Schweißnähte aufgrund der Größe der Bauteile von Baugruppe zu Baugruppe geringfügig unterscheiden können, wurde der Roboter mit einem Laser-Sensor-System ausgestattet, das die Lage und Form der Schweißnaht eigenständig erkennt und ein adaptives Schweißen der Nähte ermöglicht. ���Unterm Strich erreichen wir so, dass wir mit dem Roboter Bördelnähte, wie sie z. B. am Stoß zweier Segmente mit ihren Flanschen am Rand auftreten, mit bis zu einem Meter in der Minute und Kehlnähte mit bis zu 1,2 m/ min bei einer Drahtfördergeschwindigkeit von bis zu 8 m/min schweißen können“, unterstreicht der MDM-Schweißfachingenieur. „Selbst Spaltmaße von 3 mm stellen für die Anlage kein Problem dar und erfordern keine Nachbearbeitung, seitdem wir CMT in Kombination mit Adaptivschweißen nutzen.“ Eine hohe Schweißgeschwindigkeit ist dabei sowohl beim mechanisierten als auch beim manuellen Schweißen von Alumini-

um von großer Bedeutung. MDM verwendet Aluminium, das nach dem Abwickeln vom Coil und vor dem Zuschneiden des Blechs noch einmal durch ein Reckverfahren kaltverfestigt wird und so eine Dehngrenze Rp 0,2 von 120 MPa erreicht. Die beim Schweißen eingebrachte Wärme führt normalerweise zu einer nicht erwünschten Entfestigung in der Wärmeeinflusszone. „Dass wir in der Wärmeeinflusszone keine nennenswerte Entfestigung haben, hat ganz wesentlich mit der erreichten hohen Schweißgeschwindigkeit zu tun. Das gilt insbesondere für das Handschweißen, aber auch für das automatisierte Schweißen, bei dem zusätzlich noch der CMT-Prozess einen wichtigen Beitrag leistet“, unterstreicht Jörg Weise. „Nach meiner Erfahrung lässt sich für das Schweißen von Aluminium allgemein festhalten: je schneller, umso besser. So hilft eine hohe Schweißgeschwindigkeit auch dabei, das Problem der vorlaufenden Schweißwärme und damit Verformungen und Verzüge zu minimieren.“

Längsnähte ohne Pilgerschritt Die hohe Geschwindigkeit, die der CMTProzess ermöglicht, erlaubt es sogar, auf hergebrachte Schweißreihenfolgen zu verzichten, wie der MDM-Schweißexperte

weiß: „Anfangs haben wir noch ganz nach Lehrbuch gearbeitet: Längsnähte von innen nach außen und im Pilgerschritt schweißen. Mittlerweile haben wir das komplett über den Haufen geworfen: Selbst bei einer sechs Meter langen Bördelnaht fangen wir vorne an und schweißen einfach, ohne abzusetzen, bis zum Ende durch.“ Seit der Inbetriebnahme des Roboters Anfang 2008 ist es den Verantwortlichen durch kontinuierliche Fortentwicklungen gelungen, die Bearbeitungsprozesse so zu optimieren, dass heute während 70 bis 85 Prozent der Programmlaufzeit der Lichtbogen brennt. „Damit ist eigentlich das Optimum erreicht. Eine weitere Beschleunigung verhindern die Zustellbewegungen des Roboters, der alleine schon wegen der bewegten großen Massen seine physikalischen Grenzen erreicht hat“, begründet Jörg Weise.

Beim Alu-Schweißen zählt Geschwindigkeit.

Wartungsfreundlich Damit die erreichte hohe Produktivität möglichst nicht durch ungeplante Stillstände beeinträchtigt wird, führen die MDM-Techniker jede Woche vorbeugende Wartungsarbeiten durch. „Die von uns eingesetzten MIG-Schweißsysteme haben sich dabei als besonders wartungsfreundlich erwiesen. Wir setzen seit 2005 für MIG-Schweißen ausschließlich Lösungen von Fronius ein. Sie haben sich – wie die CMT-Stromquelle – im Einsatz als sehr robust und zuverlässig erwiesen“, urteilt der MDM-Betriebsleiter. Und wenn doch einmal ein Problem mit Geräten auftritt, garantiert die MSS Magdeburger Schweißtechnik GmbH – der offizielle Fronius-Händler vor Ort – kurze Reaktionszeiten.     06-07/2014   47


TECHNIK & PRA XIS

SCHWEISSEN

Zwei Brenner in einer Hand Schweißen mit zwei unterschiedlichen Schweißzusatzwerkstoffen an einem Bauteil in einem Durchgang und einer Aufspannung.

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as Wire Select Brennersystem von SKS übernimmt eine Doppelfunktion, auch beim Fügen mit zwei unterschiedlichen Lichtbogenprozessen wie Schweißen oder Löten. Der Hersteller des smarten Schweißbrenners, SKS Welding Systems aus Kaiserslautern, erstellt diese Alternative zu Brennerwechselsystemen weitgehend aus Standardkomponenten. Lediglich der Y-förmige Brennerkörper besteht aus einem eigenen Bauteil. Brennerhals und Verschleißteile stammen hingegen aus dem serienmäßigen Zubehör.

Automatischer Drahtwechsel Stark unterschiedliche Temperaturverhältnisse an einem Bauteil, z. B. am Hot- und

Coldend eines Abgassystems, erfordern verschiedene Werkstoffe und so entsprechende Schweißzusatzwerkstoffe. Zu hochtemperaturfestem Chromnickelstahl passt zum Beispiel die ferritische Drahtelektrode 1.4511; zum niedriglegierten der austenitische Draht 1.4370. Statt sie mit einem Brennerwechselsystem zuzuführen oder einen zweiten Roboter zu installieren, genügt ein Wire Select Brenner. Der automatische Drahtwechsel erfolgt in vier kurzen Schritten: Abschneiden, Zurückziehen, Fördern, Abschneiden. Verfahrenskombinationen löst Wire Select auf gleiche Weise. Zum Beispiel können Anwender dünne Stahlrohrleitungen hydraulischer Bremsanlagen schweißen und gleich anschließend die Halterungen löten. Passend zum Verfahren bzw. Werkstoff sind auch verschiedene Gase je Drahtelektrode wählbar.

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TECHNIK Die vier Schritte beim

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Die Vorteile von Wire Select ergeben sich laut SKS sowohl im Vergleich zu einem Brennerwechselsystem als auch zu einem zweiten Roboter, weil der Investitionsaufwand beider Alternativen deutlich höher sei. Hinzu kommen indirekte finanzielle Aufwendungen und Nebenzeiten. Beim Brennerwechselsystem dauert die Umrüstzeit länger als bei Wire Select. Lösungen mit zwei Robotern benötigen mehr Produktionsfläche, teilweise zusätzliche Spannvorrichtungen oder Positionier- und Handlingaufwand. [red/sks] 

automatisierten Drahtwechsel:

1 Abschneiden 2 Zurückziehen 3 Fördern 4 Abschneiden

1/4 Flexibilität, Zeit- und Kosteneinsparungen beim Fügen mit zwei Drähten.


INNUNG

NIEDERÖSTERREICH

Kür der besten Lehrlinge Landeslehrlingswettbewerb ermittelt die Landessieger im Metalltechnik-Handwerk.

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Die jeweiligen Siegertrios lauten:

Landmaschinentechnik

Innungsmeister Johann Schmutz (ganz rechts) freut sich über den Sieg „seines“ Schmiedelehrlings Christian Distlberger (Mitte) vor Sebastian Knaus (3. v. li.) und Lukas Leo (3. v. re.).

Alle Fotos ©hard

itte Mai traten in der Berufsschule Mistelbach in Niederösterreich wieder die Lehrlinge im Wettstreit gegen­einander an. Dabei kamen drei der sechs verschiedenen Berufsgruppen aus den Reihen der Metalltechniker, nämlich Landmaschinentechniker, Fahrzeugbautechniker und Schmiedetechniker. Die anderen drei ­Berufsgruppen waren Spengler, Kfz- und Nfz-Techniker sowie Baumschinentechniker.

1. Mathias Fischer, Flandorf (Ausbildungsbetrieb: Lagerhaus Korneuburg) 2. Martin Prinz, Groß Gerungs (Ausbildungsbetrieb: Lagerhaus Zwettl) 3. Josef Resch, Ober-Grafendorf (Ausbildungsbetrieb: Bugl Christian, Hürm)

Fahrzeugbautechnik 1. Simon Anton Siegl, Rieggers (Ausbildungsbetrieb: Anhänger Steininger & Partner, Schweiggers) 2. Rene Hatsy, Klein Schweinbarth (Ausbildungsbetrieb: Fuhrmann GmbH, Steinbrunn) 3. Thomas Götz, Wien (Ausbildungsbetrieb: Stadlmüller GmbH, Leopoldsdorf)

Schmiedetechnik 1. Christian Distlberger, Blindenmarkt (Ausbildungsbetrieb: Johann Schmutz, Neustadl) 2. Sebastian Knaus, Altenmarkt (Ausbildungsbetrieb: Panzenböck e. U., Berndorf) 3. Lukas Leo, Reichenau (Ausbildungsbetrieb: Walter Hölzl, Payerbach) METALL gratuliert allen Teilnehmern!

Die erfolgreichen Lehrlinge der Fahrzeugbau­ technik mit ihren Trophäen (v. l. n. r.): Rene Hatsy (2.), Simon Anton Siegl (1.) und Thomas Götz (3.)

Mathias Fischer gewinnt bei den Landmaschinentechnikern.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Beim BundesBerufsschulwettbewerb der Baumaschinentechniker gewann mit Andreas Steiner (re.) der Sohn des Kärntner Landesinnungsmeisters der Metalltechniker, Siegfried Steiner (2. v. li.).

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INNUNG

TOP-LEHRBETRIEBE

WIENER WIRTSCHAFT

Wien verleiht Qualitätssiegel

Barrierefreiheit als Chance

Eine Initiative von Wirtschaftskammer Wien, Industriellen­ vereinigung Wien, Gewerkschaftsbund und Arbeiterkammer Wien gemeinsam mit der Stadt Wien.

Der demografische Wandel in Richtung höherer Lebensalter macht das Thema Barrierefreiheit zu einem zentralen Anliegen. Geeignete und konkret erforderliche Maßnahmen zu ergreifen, um Menschen mit Behinderung den Zugang zu Leistungen und Angeboten zu ermöglichen, war die Zielsetzung des 2006 erlassenen Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes, dessen Übergangsfrist am 31.12.2015 endet. Danach müssen alle öffentlich zugängigen Geschäftslokale barrierefrei sein. Aus diesem Anlass luden die Sparten Handel und Gewerbe & Handwerk der Wirtschaftskammer Wien in Zusammenarbeit mit dem Kreditverein der Erste Bank zu einem Infoabend in das Wiener EPU-Forum ein.

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ie duale Ausbildung in Lehrbetrieben und Berufsschulen blickt auf eine erfolgreiche Geschichte zurück. Unternehmen und Institutionen, die Jugendliche in den unterschiedlichsten Lehrberufen ausbilden, übernehmen eine wichtige bildungs- und gesellschaftspolitische Verantwortung. Durch die Ausbildung von Lehrlingen wird nicht nur dem stetig steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften Rechnung getragen, sondern gleichzeitig auch Jugendlichen die Möglichkeit geboten, eine sehr praxisorientierte Ausbildung mit vielfältigen Möglichkeiten zu absolvieren und damit den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere zu legen.

Ein Grundtenor der Veranstaltung war, dass Barrierefreiheit von Unternehmen als Chance wahrgenommen wird, sich gegenüber Kunden als qualitätsvoller Partner zu positionieren und neue Kundengruppen zu erschließen. Es geht dabei um mehr Komfort und leichteren Zugang für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, für Mütter mit Kinderwägen oder ältere Kunden, die ebenfalls jede Erleichterung schätzen. Die Gesetzesgrundlage lässt dabei genug „Interpretationsspielraum“ bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Förderungen für bauliche Umgestaltungen zur Verbesserung der Zugänglichkeit gemäß ÖNorm B 1600 gewährt das Bundessozialamt. Deshalb wird die frühzeitige Kontaktaufnahme mit der zuständigen Landesstelle empfohlen. Ebenso bietet die Wirtschaftskammer in Kooperation mit dem ­Wifi Wien ihren Mitgliedern die Möglichkeit einer geförderten Beratung an.

© Wien GV.at

Qualitätsvoller Partner

Ab 2014 gibt es in Wien das Qualitäts­siegel „TOP-Lehrbetrieb“.

Für die Attraktivität der Lehre spielt die Qualität der Ausbildung eine entscheidende Rolle: nicht nur für das positive Bestehen der Abschlussprüfung, sondern auch für die zukünftigen beruflichen Entwicklungschancen der Ausgebildeten. Die Sozialpartner Wirtschaftskammer Wien, Industriellenvereinigung Wien, Gewerkschaftsbund und Arbeiterkammer

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Wien haben daher jetzt gemeinsam mit der Stadt Wien ein Qualitätssiegel für vorbildliche Lehrbetriebe mit Ausbildungsstandort Wien ins Leben gerufen. Beantragen können dieses Qualitätssiegel Lehrbetriebe, die zumindest einen Lehrling in Ausbildung und zwei erfolgreiche Lehrabsolventen (positive Lehrabschlussprüfung) vorweisen können. Bei mehreren Ausbildungsstandorten in Wien muss für jeden Standort ein eigener Antrag gestellt werden.

Strenge Maßstäbe Für die Verleihung gelten strenge Maßstäbe: Zulassungskriterien sind die entsprechende Ausstattung des Lehrbetriebs, eine schriftliche Ausbildungsplanung und die Einhaltung aller einschlägigen Bestimmungen. Neben den Zulassungsvoraussetzungen sind zwölf von 23 Punkten aus den Bewertungskriterien für eine Auszeichnung erforderlich. Die Bewertung erfolgt durch eine Jury mit vier Mitgliedern – je einem Vertreter von Arbeiterkammer, Gewerkschaftsbund, Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer. Unterstützt wird die Jury von der Lehrlingsstelle und dem WAFF (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds).

Vier Jahre gültig Das Qualitätssiegel wird jeweils für die Dauer von vier Kalenderjahren verliehen. Im letzten Jahr der Laufzeit kann eine Verlängerung für weitere vier Jahre beantragt werden. Ausgezeichnete Lehrbetriebe haben das Recht, das Qualitätssiegel im Geschäftsverkehr zu führen und die Auszeichnungsurkunde sowie die weiteren PR-Materialien im Betriebsbereich öffentlich zu platzieren. Das Antragsformular und weitere Informationen sind bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Wien erhältlich. Dort ist der Antrag auch einzureichen und wird nach Prüfung auf Vollständigkeit an die Jury weitergeleitet. [Quelle: WKW] 


INNUNG

JUGEND SCHWEISS-MASTERS 2014

NÖ Landessieger sind gekürt

© WK NÖ

Bei den Vorausscheidungen zum „9. Jugend Schweiß-Masters“ haben im Wifi Niederösterreich insgesamt 19 Teilnehmer ihr Können unter Beweis gestellt.

V. l. n. r.: Ing. Otto Sonnleitner (Innung Metalltechnik), Ing. Roman Jagsch (Werk­stättenleiter Wifi NÖ), Christian Wagenhofer (Sieger Spezialbewerb), Roland Peham (Sieger Kombibewerb), Herbert Ruhrhofer (Werkstättenleiter Wifi NÖ), Christian Burger (voestalpine Böhler Welding Austria), Gerhard Fallmann (Fronius International), DI (FH) Harald Scharner (Air Liquide Austria)

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chweißfachkräfte aus Österreich sind mittlerweile international gefragt. Im Rahmen des Jugend Schweiß-Masters fördert u. a. das Wifi Niederösterreich aktiv den heimischen Schweißernachwuchs. Denn die Wirtschaft braucht diese qualifizierten Fachkräfte mehr denn je“, betont Werkstättenleiter Ing. Roman Jagsch. Das „Jugend SchweißMasters“ ist eine Initiative der Wirtschaftsförderungsinstitute der Wirtschaftskammern und wurde heuer zum neunten Mal mit Unterstützung namhafter Firmen und Institutionen, darunter auch die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), zur Förderung junger Talente durchgeführt. Das Alter der TeilnehmerInnen ist mit 23 Jahren begrenzt. Beim Landeswettbewerb in St. Pölten traten diesmal 19 junge Schweißtalente in zwei Kategorien an. Spezialisten schweißten in einem Verfahren, während Kombinierer in zwei Verfahren ihr Können unter Beweis stellen konnten. Jeder Kandidat musste zwei Prüfstücke innerhalb einer vorgegebenen Zeit fertigen, die von einer Fachjury nach international gültigen Bewertungsregeln begutachtet wurden.

Die Sieger „„Ginzler Stahl- u. Anlagenbau GmbH, 3100 Amstetten, Christian Wagenhofer (1. Platz und Landessieger Spezialist)

„„Ginzler Stahl- u. Anlagenbau GmbH, 3100 Amstetten, Roland Peham (1. Platz und Landessieger Kombinierer) „„Ginzler Stahl- u. Anlagenbau GmbH, 3100 Amstetten, Markus Plank (2. Platz Spezialist) „„Ginzler Stahl- u. Anlagenbau GmbH, 3100 Amstetten, Petar Cavar (2. Platz Kombinierer) „„Metallbau Vogl GmbH, 3071 Böheim­ kirchen, Andreas Vogl (3. Platz Spezialist) „„Wopfinger Stein u. Kalkwerke Schmid & Co KG, 2754 Waldegg, Markus Krumböck (3. Platz Kombinierer)

Bundesbewerb im November Die Sieger der Landesbewerbe aller Bundesländer werden sich beim Bundesfinale am 12. und 13. November 2014 im Wifi Dornbirn messen. Sie wurden dafür bereits mit Schweiß­ overalls, -kappen, -schutzhandschuhen und -brillen, gestiftet von der AUVA, den Firmen ­Böhler, Air Liquide, 3M, Metabo, Haberkorn, und einer Trans-Pocket-InverterSchweißmaschine, gesponsert von der Firma Fronius, ausgestattet.  

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INNUNG

Klubbrief D E S

M O N AT S J U N I 2 0 1 4

Samstag, 21. Juni 2014 Donnerstag, 3. Juli 2014

16.30 Uhr 19.30 Uhr

Premiere Laxenburg Klubkegeln ­ nton Beran, Peter Fohleutner, Peter Strauß A und Helmut Poisel.

© iStock/Tomas Sereda

Rückschau Die Franzensburg in Laxenburg bietet den romantischen Rahmen für das Stück „Die schöne Helena“.

Unsere nächster Klubkegelabend findet am Donnerstag, dem 3. Juli 2014, im Gasthof Weinknecht, 2331 Vösendorf, Orts­straße 161, Beginn 20.00 Uhr, statt. Es gibt eine große Auswahl an hervorragenden Speisen zu vernünftigen Preisen! Bitte unbedingt Indoorschuhe mit nicht abfärbender Sohle mitnehmen!

Am Samstag, dem 21. Juni 2014, um 16.30 Uhr steht wieder die Vorpremiere in Laxenburg, diesmal mit dem Stück „Die schöne Helena“ auf dem Programm. Auch hier bitte rasch anmelden. Danke. Wir gratulieren unseren Geburtstagskindern im Juni: Edith Tischler, Monika Graf, Ing. Alfons Rudorfer, Christoph Kollin, Ing.

Veränderungen im Mitgliederstand Wien GEWERBEERTEILUNG FREQUENTIS AG, 1100 Wien; K.A.T. GmbH, 1110 Wien; K.S.K. Kunstschlosserei Kelaridis e.U., 1230 Wien; Porr Equipment Services GmbH, 1100 Wien.

VERLEGUNG EINER WEITEREN BETRIEBSS TÄT T E Aufzugswerke M. Schmitt & Sohn Gesellschaft m.b.H., 6020 Innsbruck, Verlegung einer weiteren Betriebsstätte nach 1100 Wien.

S TA N D O R T V E R L E G U N G „BOHEMI“ OG, 1230 Wien, früher 1170 Wien; Pertl Catharina, 1020 Wien, früher 1220 Wien; Ulrich Andreas, 1030 Wien, Erdbergstraße 19, früher 1030 Wien, Wassergasse 2.

S TA N D O R T V E R L E G U N G IN EIN ANDERES BUNDESLAND AUROL Service GmbH, 3385 Markersdorf, früher 1140 Wien. 52   

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Unsere Mai-Klubsitzung fiel dem Wetter zum Opfer; die Hochschaubahn haben wir daher erst am 6. Juni 2014 besichtigt. Das Kegeln im Mai gewann bei den Damen Renate Stingl vor Viorica Zangger, bei den Herren siegte Bruno Zangger vor Christian Mitterlehner und Roland Ofner. Wir gratulieren allen!

APRIL 2014

GESCHÄFTSFÜHRERBESTELLUNG Pusat GmbH, 1100 Wien, Geschäftsführer: Ibrahim Yetisti per 4.4.2014; VAMED Management und Service GmbH & Co KG, 1230 Wien, Geschäftsführer: Michael Ettmann per 28.2.2014.

E N D I G U N G D E R G E W E R B EBERECHTIGUNG – UNTER GANG DER JURISTISCHEN PERSON Ferdinand Blaha Gesellschaft m.b.H. in Liquidation, 1030 Wien, GF: Peter ­Matousek, endet per 25.2.2014.

GE WERBERÜCKLEGUNG Karner Christian, 1220 Wien, endet per 1.4.2014; Peneder Bau-Elemente GmbH, 4904 Atzbach, Geschäftsführer: Karl Peneder, endet per 30.1.2014; TECH SOLUTION GmbH, 1050 Wien, Geschäftsführer: Pawel Maciej Wszelaki, endet per 4.4.2014.

WIEDERBETRIEBSMELDUNG Kitzinger Manfred, 1200 1.5.2014.

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Das 1992 erschienene Erstlingswerk „Rage Against The Machine“ (RATM) leitete eine neue Ära am Metal-Sektor ein und gilt als Klassiker des damals neuen Genres „Cross­ over“ – eine Mischung aus Funk, Metal und Hip-Hop. Noisige Sounds, eingängige Melodien und Rhythmen gepaart mit politischen und gesellschaftskritischen Texten zeichnen das Album aus. Inhaltlich protestierten RATM gegen die damals – vor allem in den USA – wieder aufkommende konservative Gesinnung. Bezeichnend dazu der Song „Killing in the Name“ – eine häufig wiederholte Textpassage: „And now you do what they told ya. And now you’re under control“, mündet in Zack de la Rochas (Gesang) Schreien „Fuck you, I won’t do what you tell me! Motherfucker!“ Dieses Album passt haargenau in die heutige Zeit des „Wut-Bürgertums“ – spiegelt es doch die abhandenkommende Selbstbestimmung und die immer tiefer ausgehöhlte Demokratie wider. Weitere Anspielstationen: „Bombtrack“, „Take the Power Back“ und „Know Your Enemy“. Ein Muss in jeder Plattensammlung! [sj]

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Metallzeitung 06/14