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JULI/AUGUST 2019

TOPSTORY: Seite 06

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MARKTÜBERSICHT 

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MÄNGELKATALOG

ARBEITSKLEIDUNG

Josef Puntinger, BIM der Kfz-Techniker und Vorsitzender der §57a-Expertenkonferenz, erklärt im Interview die Bedeutung des Mängelkatalogs für §57a-Betriebe.

Dieser Marktüberblick stellt die neuesten ArbeitskleidungsTrends mit optimalem Schutz für Sommertage als auch für kühlere Tage im Herbst vor.

Illustration: Ceclie M. Lederer | butjabutja.com

AUTOMOTIVE SERVICES 

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INTERVIEW: BURKHARD ERNST

REPORTAGE NEVERLA

INTERVIEW AUTOSCOUT

AUSBILDUNGSDIEBE


ÜBERBLICK INHALT

TOPSTORY AB SEITE 06

IMPRESSUM Illustration: Cecile M. Lederer | butjabutja.com

08 AUSBILDUNGSDIEBSTAHL Sollen Betriebe Ablösesummen zahlen, wenn sie Lehrlinge gleich nach der Lehrabschlussprüfung von der Konkurrenz abwerben? Die KFZ Wirtschaft hat die verschiedenen Blickwinkel von BranchenInsidern gesammelt.

TECHNIK AB SEITE 09 09 DIAGNOSEKRIMI Ein acht Jahre alter VW Tiguan ärgert seinen Besitzer eines Tages mit Zündaussetzern und einem unrunden Motorlauf. In der Werkstatt geben die Fehlermeldungen am Diagnosegerät erst einmal Rätsel auf, der Fall wächst sich zum Diagnosekrimi aus.

AUTOMOTIVE SERVICES AB SEITE 12 12 INTERVIEW Josef Puntinger, BIM der Kfz-Techniker und Vorsitzender der §57a-Expertenkonferenz, erklärt im Interview mit der KFZ Wirtschaft die Bedeutung des Mängelkatalogs für §57a-Betriebe. Weiters: Ist Ihr Betrieb OBD-fit? Und ein Gespräch mit Roman Keglovits über die EBVRechtssicherheit und Qualitätsmanagement.

AUTOFOCUS AB SEITE 20 22 OLDTIMER Aus gegebenem Anlass setzt sich der Oldtimerexperte Franz Steinbacher mit den aktuellen Kriterien und dem gültigen Gesetzestext zur Vergabe des „roten Pickerls“ auseinander. 25 APEX Peter Huber, Inhaber und Geschäftsführer der Moto GmbH, österreichischer Kawasaki-Importeur, wechselt mit Jahresende in den Ruhestand. Ein Interview zum Abschied.

PROFIT AB SEITE 26 26 AUSBILDUNG 19 steirische Lehrlinge der Kfz-Technik nutzten die Chance, zwei Wochen lang Erfahrungen in spanischen Autowerkstätten zu sammeln.

IHRE ANZEIGEN- UND MEDIENBERATUNG DER KFZ WIRTSCHAFT Ingrid Horvath Tel.: +43 1 54664 224 E-Mail: i.horvath@ wirtschaftsverlag.at DIE KFZ WIRTSCHAFT 9/2019 ERSCHEINT AM 5. SEPTEMBER 2019. ANZEIGENSCHLUSS IST DER 22. AUGUST 2019.

Medieninhaber, Verleger, Herausgeber, Redaktion: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, Tel.: +43 1 54664 0, www.wirtschaftsverlag.at. Geschäftsführung: Thomas Letz. Chefredakteur: Wolfgang Bauer, DW 321, E-Mail: w.bauer@ wirtschaftsverlag.at. Fachautoren: Philipp Bednar, DW 322, E-Mail: p.bednar@ wirtschaftsverlag.at, Peter Seipel, DW 323, E-Mail: p.seipel@wirtschaftsverlag.at. Freie Mitarbeiter: Franz Farkas, Franz Steinbacher, Peter Pellkofer Redaktionsleitung: Stefan Böck Grafiken, Layout, Illustrationen: butjabutja - multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, 1140 Wien Bilder: Hersteller, Redaktion Gesamtverkaufsleiter: Rainer Wimmer, DW 240; Anzeigenberatung: Ingrid Horvath, DW 224, E-Mail: i.horvath@ wirtschaftsverlag.at. Anzeigenservice: DW 444, E-Mail: anzeigenservice@ wirtschaftsverlag.at. Anzeigentarif: Nr. 34, gültig ab 1. Jänner 2019. Erscheinungsweise: 10 x pro Jahr Hersteller: Friedrich Druck & Medien GmbH, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrichdruck.com Abonnement: Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag, Tel.: +43 1 54664 135, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at Jahresbezugspreis: Inland € 66,–; Ausland € 101,–. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Druckauflage: 9.060 (2. HJ 2018). Bankverbindung: Bank Austria, IBAN AT17 1100 0095 2329 8900, BIC BKAUATWW, DVR: 0368491 Die Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz ist unter www.wirtschaftsverlag.at/ offenlegung ständig abrufbar. Wir tragen Verantwortung: Wir verpacken unsere Zeitschrift nur dann in (umweltverträgliche) Folie, wenn der Postversand es auf Grund von Beilagen erfordert. Der Verlag und alle unsere Druckbetriebe sind CO2neutral. Mehr erfahren: www.wirtschafts verlag.at/ueber-uns/csr und auf Twitter @ CSR_Verlag Datenschutzerklärung: Wenn Sie diese Publikation als adressierte Zustellung erhalten, ohne diese bestellt zu haben, bedeutet dies, dass wir Sie aufgrund Ihrer beruflichen Tätigkeit als zur fachlichen Zielgruppe zugehörig identifiziert haben. Wir verarbeiten ausschließlich berufsbezogene Daten zu Ihrer Person und erheben Ihr Privatleben betreffend keinerlei Daten. Erhobene Daten verarbeiten wir zur Vertragserfüllung, zur Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen sowie zur Bereitstellung berufsbezogener Informationen einschließlich (Fach-)Werbung. In unserer, unter (www.wirtschaftsverlag.at/ datenschutz/) abrufbaren, vollständigen Datenschutzerklärung informieren wir Sie darüber, welche Kategorien personenbezogener Daten wir verarbeiten, aus welchen Quellen wir diese Daten beziehen, zu welchen Zwecken sowie auf welcher Rechtsgrundlage wir dies tun. Ebenso erfahren Sie dort, wie lange wir personenbezogene Daten speichern, übermitteln, und welche Rechte Ihnen in Bezug auf die von uns verarbeiteten Daten betreffend Ihre Person zukommen. Gerne übermitteln wir Ihnen die vollständige Datenschutzerklärung auch per Post oder E-Mail – geben Sie uns einfach per Telefon, E-Mail oder Post Bescheid, wie und wohin wir Ihnen diese übermitteln dürfen. Sie erreichen uns hierzu wie folgt: Per Post: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, Grünbergstraße 15/Siege 1, 1120 Wien, Österreich. Per Telefon: +43 1 54 664-135. Per E-Mail: datenschutz@wirtschaftsverlag.at Österreichische

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WOLFGANG BAUER LEITARTIKEL

Automobilimporteure begrüßen NoVA-Lösung ÖVP und FPÖ bringen die notwendige Adaptierung der Formel auf den Weg. Das Engagement der INTERESSENVERTRETER hat sich ausgezahlt. Auch die Sachbezugsregelung wird angepasst.

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er Durchbruch ereilte uns ganz kurz vor Redaktionsschluss. Das fortwährende Bohren harter Bretter hat sich ausgezahlt. Dem Arbeitskreis der Automobilimporteure ist es aufgrund von unablässigem Druckmachen in Richtuung Politik gelungen, dass eine dringend notwendige Entscheidung getroffen wurde. „Wir begrüßen die Ankündigung zur Umgestaltung der NoVA, die eine Anpassung der Formel ab 2020 vorsieht. ÖVP und FPÖ beweisen Weitsicht, indem sie die Maßnahme auf den parlamentarischen Weg bringen“, zeigt sich Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, erfreut über die entsprechende Ankündigung. „Ohne diese Maßnahme hätte sich die NoVA ab 2020 durchschnittlich verdoppelt, was eine drastische Steuererhöhung für die breite Masse bedeutet hätte. Die von ÖVP und FPÖ initiierte Anpassung ist wichtig und richtig. Denn nun gibt es endlich Rechtssicherheit darüber, dass das Preisniveau beim Neuwagenkauf stabil bleibt“, so Kerle. Die lange Unsicherheit, wie es mit der NoVA ab 2020 weitergeht, hat den Markt zuletzt massiv beeinträchtigt. Im ersten Halbjahr musste der österreichische Automobilmarkt einen Rückgang von knapp neun Prozent verzeichnen. SACHBEZUG An das neue Messverfahren angepasst wird auch die Sachbezugsregelung. Denn in diesem Fall werden ebenfalls die offiziellen Verbrauchswerte, die durch das neue Mess-

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verfahren am Papier höher ausfallen, als Basis zur Berechnung des zu leistenden Sachbezuges herangezogen. Änderungen gibt es auch bei der motorbezogenen Versicherungssteuer, die künftig zusätzlich zur Motorleistung auch den Faktor CO2 berücksichtigt. GOLDESEL OLDTIMER „Der Oldtimer als Goldesel“. So der Titel der Geschichte meines Kollegen Peter Seipel, die sich mit der Initiative der Innung für Fahrzeugtechnik für die Ausbildung zum Oldtimer-Experten auseinandersetzt. Helmut Neverla ist ehemaliger Besitzer einer Oldtimer-Werkstätte und amtierender Vorsitzender des Berufszweigausschusses und Bildungsbeauftragter der Kfz-Techniker in der WKO. Neverla ist davon überzeugt, dass die wahren Oldtimer-Spezialisten mit all ihrem Know-how bald in Pension gehen würden und keine Nachfolger hätten. Damit drohe eine Nische brach zu liegen, die gerade für freie Werkstätten ein veritabler Goldschatz sein könnte. Aber Neverla hat eine hervorragende Idee. Lesen Sie die Story auf Seite 20.

„Ohne diese Regelung hätte sich die NoVA verdoppelt und das wäre eine drastische Steuererhöhung für die breite Masse gewesen.“ WOLFGANG BAUER, CHEFREDAKTEUR

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Illustration: Cecile M. Lederer | butjabutja.com

TOPSTORY AUSBILDUNG

Und wer zahlt die Zeche? Sollen Betriebe ABLÖSESUMMEN zahlen, wenn sie Lehrlinge gleich nach der Lehrabschlussprüfung von der Konkurrenz abwerben? Diese Forderung kommt vom Zentralverband des VON WOLFGANG BAUER deutschen Handwerks. Ein gangbarer Weg für Österreich?

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etriebe, die ihre Ausgebildeten gleich nach Absolvierung der Lehre verlieren, sollen eine Entschädigung erhalten, eine Art Ablöse. Der Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, wörtlich: „Auszubildende sollen in den ersten Jahren nach der Lehre nur dann den Betrieb wechseln dürfen, wenn der neue Arbeitgeber einen Teil der Ausbildungskosten übernimmt.“ Tatsache ist: Die Abwerbung von jungen Fachkräften ist ein omnipräsentes Thema. Laut einer aktuellen Studie des ibw (Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft) seien nur 35 Prozent aller Lehrlinge fünf Jahre nach Lehrabschluss noch bei ihrem Ausbildungsbetrieb beschäftigt. Die Ausbildung eines Lehrlings koste den Betrieb im Schnitt 14.000 Euro.

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NICHT PRAKTIKABEL, NICHT GESETZESKONFORM „Ich habe in meinem Leben über 100 Lehrlinge ausgebildet. 60 davon arbeiten jetzt bei Magna“, bringt es der Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik Josef Harb die Problematik auf den Punkt. Davon, Ablösesummen zu zahlen, hält Harb nichts: „So geht das nicht, das wäre weder gut noch praktikabel.“ Derartige Transferzahlungen wären auch nicht gut für das Image der automotiven Branche. Es gehe vielmehr darum, dass sich deutlich mehr Betriebe dazu bereit erklären, Lehrlinge auszubilden und dass in Schulen frühzeitig die Werbetrommel für den Beruf des Kfz-Technikers gerührt werde. In dieselbe Kerbe stößt der Bundesinnungsmeister der Kfz-Techniker Josef Puntinger: „Ich halte

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„Im Grunde müsste ein Betrieb Geld bekommen, wenn er Lehrlinge ausbildet.“

„Ablösesummen - so geht das nicht, das wäre gar nicht praktikabel“.

„Ich bin voll und ganz dafür, dass eine Pönale, die weh tut, fällig wird“.

„Werden Fachkräfte gesucht, klopft man erst einmal bei KfzBetrieben an“.

LGO WIEN PROFESSOR BURKHARD ERNST

BUNDESINNUNGSMEISTER JOSEF HARB

BUNDESBILDUNGSREFERENT HUBERT STOFF

BUNDESINNUNGSMEISTER JOSEF PUNTINGER

Ausbildung des Lehrlings aufkommen. „Es ist richtig, dass man mit einem Lehrling im dritten Lehrjahr was verdient, aber im ersten und zweiten Lehrjahr zahlt man als Betrieb ein“, so Ernst.

nichts von einer Ablösezahlung. Sie wäre aus meiner Sicht auch nicht gesetzeskonform. Aber wir sollten wachsam sein.“ Zumal das Kfz-Gewerbe seine Lehrlinge in der Regel gut ausbilde und diese jungen Menschen sodann dementsprechend gefragt seien. „Werden Fachkräfte gesucht, klopft man erst einmal bei Kfz-Betrieben an“, so Puntinger.

„BIN ICH VOLL DAFÜR“ Für Bundesbildungsreferent Hubert Stoff ist die Frage „Ablösesummen zahlen oder nicht?“ klar: „Ich bin voll dafür, dass dann eine Pönale fällig wird.“ Wie hoch sollte diese sein? „Die Idee ist grundsätzlich gut. Eine konkrete Zahl zu nennen, fällt mir schwer, weil es sich letztlich um eine ideologische Summe handelt, weil der reale Wert nicht messbar ist“, so Stoff. Faktum sei jedenfalls, dass die Pönale dem „Absauger“, also dem, der abwirbt, weh tun müsse. Dem Betrieb, der viel Zeit und Kraft in die Ausbildung des jungen Menschen investiert habe, müsse der Aufwand zweifellos abgegolten werden.

„ABSURDE IDEE“ Von einer „absurden Idee“ spricht Professor Burkhard Ernst, Vorstand der Rainer-Gruppe und Wiener LGO des Fahrzeughandels. Aber: Ein Betrieb müsse Geld bekommen, wenn er einen Lehrling ausbilde, „immerhin erspart sich das Gemeinwesen die Kosten im Gegensatz zur Ausbildung von Schülern und Studenten.“ Irgendjemand müsse dafür zahlen „und ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Branchenkollege ist.“ Man müsse wieder zurück dorthin, wo die Eltern oder der Staat für die

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TOPSTORY AUSBILDUNG | LESERBRIEFE

Leserstimmen In der letzten KFZ Wirtschaft (06/2019) hat Chefredakteur Wolfgang Bauer die Frage aufgeworfen, ob Betriebe, die Lehrlinge gleich nach der Lehrabschlussprüfung von der Konkurrenz abwerben, Ablösesummen bezahlen sollen. Von den zahlreichen Leserbriefen, die wir erhalten haben, wollen wir einige hier veröffentlichen.

Meiner Meinung nach wäre es schon sinnvoll eine Ablösezahlung zu bekommen. Bei uns gibt es Betriebe, die Facharbeiter abwerben und ihnen mehr bezahlen, aber selbst keine Lehrlinge ausbilden. Für uns Kleinbetriebe wäre es schon finanziell eine große Stütze, um weitere Fachkräfte ausbilden zu können. Ich habe vier Mitarbeiter, davon einen Kfz-Techniker-Lehrling und einer hat ein Praktikum über IBIS/ AMS gemacht den ich übernommen habe, da keine anderen Arbeiter zu finden sind. In unserer Region befinden sich zahlreiche große Unternehmen, die Arbeitnehmern mehr Lohn zahlen können, und wir Kleinen bleiben auf der Strecke.

und chinentechniker aus Wir bilden Landmas alem ob Pr r der gleichen ich denke, dass wir vo t ch Si rer macht aus unse tik stehen. Strafgeld vollch sehr schwer nach au keinen Sinn, weil es rde wu en rb hrling abgewo ziehbar ist, ob der Le nn Si r eh M chseln wollte. oder von sich aus we mit der triebe zu fördern, da macht es, die Lehrbe s bleibt. Anreiz des Ausbilden s der Südsteiermark Mit lieben Grüßen au

Josef Hauthaler, KFZ – Landtechnik – Tankstelle, Edenaichet 32, 4773 Eggerding

Berta Ledinegg dinegg GmbH Geschäftsführung Le 62 Gamlitz Steinbach 93, A-84

lösezahlung für „Ich bin in jedem Fall dafür, dass eine Ab eingeführt wird.“ abgeworbene Absolventen der Lehre Michael Abteilungsleiter Technik Ing. Manfred Pretzler, Lagerhaus St. Bundesstraße 59, 8770 St. Michael

Ich halte den Ansatz, dass Betriebe, die nicht ausbilden, Ausbildungsvergütungen bei Übernahme von Mitarbeitern mit Lehrabschluss bezahlen, seit Jahren für einen sehr vernünftigen. Nicht nur im Kfz-Bereich würde man damit die Grundlage für betriebswirtschaftliche Entscheidungen bilden. Betriebe, die nicht ausbilden wollen, müssten dann eben Zahlungen einkalkulieren bzw. entscheiden, was ihnen lieber ist. Vor allem aber könnten Betriebe, die Lehrwerkstätten mit freien Kapazitäten haben, über den Eigenbedarf hinaus ausbilden. So würden mehr Jugendliche Lehrplätze bekommen und größere Betriebe könnten für jene „mit ausbilden“, die nicht über Know how und/oder Kapazitäten verfügen, um komplexe Lehrberufe auszubilden. Und nicht zuletzt würde damit auch transparenter, was die Ausbildung von Lehrlingen kostet. Was in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist und zur Imagepflege der Lehre positiv beitragen würde.

Grundsätzlich ist das sicher ein Thema, das unter den Fingernägel brennt. Wir haben die Erfa hrung gemacht, dass wenn wir die Ausbildung und den Umgang mit dem Lehrling gut machen, dann bleibt er auch. Ist der Lehrling schon in der Ausbildun g eher ungeeignet oder nicht lernwillig, geht er nach Ende der Lehrzeit freiwillig in ein anderes Gewerbe . Spannend wird es bei den guten Lehrlingen, die sich auch richtig in die Ausbildung reinknien, diese werd en meist von Industrie oder Großbetrieben abgeworb en, können was und möchten daher auch Geld verd ienen. Ich glaube, dass eine Ablösezahlung in Österreic h nicht notwendig ist. Eduard Knabb, Knabb KG, Wiener Straße 76 3130 Herzogenburg

Robert Frasch, SENAT der Wirtschaft Österreich

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AUSBILDUNG | TRENDBAROMETER TOPSTORY

Ablöse für Lehrlinge? Im internationalen Fußball sind gigantische Ablösesummen an der Tagesordnung. Eine Idee aus Deutschland sieht eine Lehrlingsablöse an den Betrieb vor, wenn dieser nach der Ausbildung wechselt. VON PHILIPP BEDNAR Wie sehen heimische Betriebe diesen Gedankengang? -5

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RUPERT OFER, BETRIEBSINHABER, KÄRNTEN „Eine schwierige Frage in unseren rechtlichen Rahmenbedingungen. Ich möchte einen Lehrling nicht als Ware betrachten. Ausbildung braucht Zeit. Wenn man diese in die richtigen Lehrlinge investiert, lohnt es sich auch. Wenn dann ein guter, junger Geselle herauskommt, wüsste ich nicht, warum ich den hergeben sollte – da ist Geld alleine für mich zu wenig Anreiz. Wir sollten schauen, dass wir die motivierten, qualifizierten Gesellen im Gewerbe halten, sonst wird der Fachkräftemangel noch akuter. Ziel muss es sein, den Jungen Perspektiven aufzuzeigen. Geld alleine reicht nicht, um gute Mitarbeiter zu halten. Wir entscheiden uns als Team für einen Lehrling und bauen diesen dann gemeinsam, langfristig auf. Damit haben wir die besten Erfahrungen gemacht.“

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OSTOJA MATIC, GF LUCKY CAR „Lucky Car bildet seit vielen Jahren Lehrlinge aus und wir haben auch heuer wieder 120 neue Lehrstellen geschaffen. Wir bieten den Lehrlingen eine fundierte und umfassende Ausbildung und sind dank des ausgezeichneten Betriebsklimas in der glücklichen Situation, noch keinen einzigen Lehrling an einen anderen Betrieb verloren zu haben. Ob die finanzielle Ablöse von Lehrlingen den Sinn erfüllt, wage ich zu bezweifeln. Es liegt doch in den Händen der Unternehmern, ihre Mitarbeiter zu motivieren, zu fördern und damit im Betrieb zu halten.“

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WOLFGANG SONNLEITNER, BETRIEBSINHABER, OÖ „Die Lehrlingsablöse hätte Charme, scheint mir in der Umsetzung jedoch problematisch bis unmöglich. Wer soll ablösen? Der Nachfolgebetrieb? Der Lehrling? Dann wechselt dieser eben nicht direkt sondern mit einer Pause zu einem neuen Unternehmen und die Ablöse wird nicht fällig. Fakt ist: Wir Betriebe bilden aus und die Industrie saugt die Mitarbeiter in Hochkonjunkturphasen ab. Ausbildungsbetriebe sollten bevorzugt werden, die Lehrlingsausbildung muss für die Betriebe günstiger werden, beispielsweise wenn der Staat bei Lehrlingen auf die Sozialabgaben verzichten würde. Damit wird der Betrieb finanziell entlastet, denn die ersten beiden Lehrjahre investiert der Betrieb und – wenn es ein guter Lehrling ist – steigt man im dritten Jahr mit null aus. Das Investment in einen Lehrling ist ein Risiko. Und wenn dann die Industrie mit hohen Gehältern lockt, verstehe ich die jungen Menschen, dass sie wechseln. Einen Gesellen, der mehrere Jahre wo anders war, kann ich aber auch nicht zurücknehmen, da ich ihm 50 Prozent wieder anlernen müsste. Ein sensibles Thema.“

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ROMAN KEGLOVITS-ACKERER, BETRIEBSINHABER UND BIM-STV., NÖ „Ich halte eine Ablöse für einen interessanten Ansatz. Damit hätten kleinere Betriebe die Chance, sich mit der Fokussierung auf die Lehrlingsausbildung eventuell ein neues Geschäftsfeld zu öffnen. Gleichzeitig könnte ich mir vorstellen, dass sich damit die Ausbildungsqualität erhöht und es auch zu einem höheren Wettbewerb in der Ausbildung kommt. Nicht umsonst betreiben Sportvereine ihre Akademien als Ertragsbringer. Ich finde, man sollte darüber offen und unvoreingenommen diskutieren können, wie über die gesamte Lehrlings-Thematik.“

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FAZIT PHILIPP BEDNAR Die Lehrlingsablöse scheint ein kontroverses Thema zu sein. Die Argumente dafür und dagegen scheinen ausgeglichen. Vielleicht eine gute Basis, um die Idee weiter zu diskutieren.

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Grafik: Cecile M. Lederer | butjabutja.com

TECHNIK DIAGNOSEKRIMI

Eine Kette von Fehlern Ein acht Jahre alter VW TIGUAN ärgert seinen Besitzer eines Tages mit Zündaussetzern und einem unrunden Motorlauf. In der Werkstatt geben die Fehlermeldungen am Diagnosegerät erst einmal Rätsel auf, der Fall wächst sich zum Diagnosekrimi aus. TEXT & FOTOS: PETER SEIPEL

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er Wiener Diplomat ist zurecht verärgert, da sein kompakter Volkswagen SUV Tiguan mit 1,4 Liter 90 kW Benzinmotor erst 90.000 Kilometer auf dem Buckel hat und regelmäßig gewartet worden ist. Das Problem mit dem unrunden Motorlauf war zuvor schon einmal aufgetreten. Damals wurde der Tiguan in eine Werkstatt am Balkan gebracht, wo der Diplomat gerade eine Dienstreise absolvierte. Danach ist der Fehler scheinbar behoben, doch zurück in Wien beginnt das Motor-Stottern erneut. Schließlich landet der Tiguan in der auf Fahrzeugelektrik spezialisierten Werkstatt von Georg Ringseis am Schwarzenbergplatz. EIN DIAGNOSEKRIMI BEGINNT. ▶ Das Diagnosegerät meldet Verbrennungsaussetzer und einen mechanischen Fehler in der Hochdruckpumpe des Direkteinspritzers. Ringseis vermutet die Ursache zunächst beim Niederdrucksensor, der möglichweise falsche Druckwerte an das Steuergerät liefert.

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▶ Der Niederdrucksensor wird getauscht, doch das Problem bleibt bestehen. Danach wird auch der Hochdrucksensor getauscht – leider ohne Erfolg. ▶ Nach Rücksprache mit VW-Experten – „sehr kooperative Leute“, so Ringseis – erhält er den Hinweis, dass an derartigen Störungen oft ein schadhaftes Regelventil der Hochdruckpumpe schuld ist. ▶ Das Ventil kann nur gemeinsam mit der Pumpe ersetzt werden, der Tausch wird durchgeführt. Nun läuft der Motor zwar etwas besser, doch von einem runden Motorlauf kann noch immer keine Rede sein. ▶ Nun geraten Kurbelwellen- und Nockenwellensensor ins Fadenkreuz des Mechanikers. Er entdeckt beim Vergleich der Ersatzteilnummern, dass in der Werkstatt am Balkan offenbar ein falscher Kurbelwellensensor verbaut wurde. „Die haben den offenbar gerade auf Lager gehabt und sogar

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DIAGNOSEKRIMI TECHNIK

Die Probleme mit den Steuerketten der 1,4 Liter TSI Motoren von Volkswagen werden auch in Online-Foren und Publikumsmedien diskutiert.

Bei der Erneuerung einer Steuerkette werden in der Regel auch die Spannrollen und Führungen getauscht.

„Immer wenn ich Fachkollegen aus Markenwerkstätten um Rat frage, erweisen sich diese als sehr kooperativ.“ GEORG RINGSEIS, LANDESINNUNGSMEISTER WIEN

den Stecker umgebaut, damit er hineinpasst“, stellt Ringseis fest. ▶ In der Annahme, die Wurzel des Problems gefunden zu haben, tauscht er den Kurbelwellensensor inklusive Stecker gegen ein Original-Ersatzteil aus. Doch es ist wie verhext: Der Fehler bleibt hartnäckig bestehen. ▶ Nun werden sämtliche elektrische Leitungen zum Motorsteuergerät überprüft – ohne Erfolg. Erst die Analyse der Steuerzeiten zeigt klare Abweichungen von den Normwerten und damit eine weitere mögliche Fehlerursache. ▶ Tatsächlich stellt sich schließlich heraus, dass die Steuerkette verschlissen und gedehnt ist – ein Fehler, der vom Diagnosegerät nicht angezeigt wird. Mit dem Austausch der Kette inklusive Spannrollen und Führungen ist das Problem schließlich behoben, der Fall gelöst.

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KOMMENTAR PETER SEIPEL DOWNSIZING MIT FOLGEN Die Motorschäden bei Volkswagen-Modellen aufgrund vorzeitig verschlissener Steuerketten haben es aufgrund ihrer Häufigkeit bereits in Publikumsmedien wie die deutsche Zeitschrift Auto Bild und das Nachrichtenportal ntv geschafft. Zahlreiche Besitzer von Golf, Touran und Tiguan-Modellen, die von 1,4 Liter TSI Motoren angetrieben werden, machen ihrem Ärger mit einer Flut von Leserbriefen Luft. Dabei sollten Steuerketten eigentlich ein Motorleben lang halten und damit gegenüber Zahnriemen, die nach rund 70.000 Kilometern ausgetauscht werden müssen, einen Vorteil bieten. Tatsächlich versuchen die Hersteller aus Wettbewerbsgründen, mit dem geringstmöglichen Materialaufwand eine Haltbarkeit ihrer Motoren von zumindest 250.000 Kilometer zu erreichen. Besonders die „downgesizten“ Benziner mit Turboaufladung werden immer kleiner und leichter konzipiert. Dass dabei gelegentlich die Belastungsgrenze des verwendeten Materials überschritten wird, stellt sich wie im Fall der ausgeleierten Steuerkette manchmal leider erst nach der Markteinführung heraus.

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Josef Puntiger, BIM und Vorsitzender der §57a-Expertenkonferenz

Mängelkatalog – verpflichtend für §57a-Begutachtungsstellen Josef Puntinger, Bundesinnungsmeister der Kfz-Techniker und Vorsitzender der §57a-Expertenkonferenz, erklärt im Interview mit der KFZ Wirtschaft die Bedeutung VON WOLFGANG BAUER des Mängelkatalogs für §57a-Betriebe.

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ür Produktion und Vertrieb des Mängelkatalogs zeichnet der Österreichische Wirtschaftsverlag verantwortlich. Mängelkatalog-Abonnenten erhalten kostenlos alle laufenden gesetzlich notwendigen Updates. Der Mängelkatalog verfügt über eine Schnittstelle zu den §57a-Begutachtungsprogrammen und ermöglicht, Texte bei der Gutachtenerstellung direkt aus dem Mängelkatalog in das Fahrzeuggutachten zu übernehmen. KFZ Wirtschaft: Herr Bundesinnungsmeister, die Bundesinnung ist Herausgeber des Mängelkataloges für die periodische Fahrzeugüberprüfung, der kürzlich vom Verkehrsministerium approbiert wurde. Laut Erlass muss dieser bis spätestens 31. August 2019 in allen §57a-Begutachtungsstellen vorhanden sein. Warum ist das so? Josef Puntinger: Die Rechtsgrundlage hierfür ist

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die Prüf- und Begutachtungsstellenverordnung (PBStV), die besagt, dass die Begutachtung nach einem vom Bundesminister genehmigten Mängelkatalog zu erfolgen hat. Die Beurteilung der festgestellten Mängel hat jedoch nach der Anlage 6 zu erfolgen. Ebenso ist der Mängelkatalog dem Stand der Technik zu ergänzen. Genügt da nicht die Anlage 6 alleine?

Wenn wir uns den Anhang 1 der Richtlinie 2014/45/ EU genau ansehen, werden wir feststellen, dass dieser unserer Anlage 6 entspricht. Doch wird dort auch von Prüfmethoden gesprochen, die sich im approbierten Mängelkatalog wiederfinden. Daher ist der Mängelkatalog zwingend im aktuellen Stand der Technik vorgeschrieben. Die PBStV wurde im Sommer 2018 novelliert, warum kommt dann der Mängelkatalog erst jetzt?

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Alleine zwischen der Novelle und Weihnachten hat sich wieder viel getan. Ich darf da nur an das Thema OBD-Auslese erinnern. Der voran genannte Terminus „ist dem Stand der Technik zu ergänzen“ trägt heute mehr Bedeutung als je zuvor. Bei einer 57a-Überpfüfung reicht es nicht mehr einfach nur mit dem Schraubenzieher „reinzufahren“. Wenn der Mängelkatalog entsprechend „dem Stand der Technik zu ergänzen“, ist, was bedeutet das dann?

Genau aus diesem Grund haben wir im Einvernehmen mit dem Verkehrsministerium und den Landesregierungen entschieden, den Mängelkatalog digital zu gestalten. Bei einem Printprodukt ist die Vorlaufzeit für Redaktion, Grafik, Produktion und Vertrieb so lange, dass das Produkt schon alt wäre, bevor es in die Werkstatt kommt. Mit dem digitalen Mängelkatalog haben wir endlich ein Instrument, das sofort aktualisiert werden kann. Das ist übrigens auch konsequent in der ganzen Abfolge – von der Genehmigungsdatenbank, Zulassungsevidenz, ZBD, Bildungspassdatenbank, Begutachtungsprogramme und nun eben auch der digitale Mängelkatalog.

Durchführungsverordnung (EU) 2019/621 am 17. April publiziert worden. Diese beschreibt die Bereitstellung erforderlicher technischer Angaben durch den Fahrzeughersteller und wiederum Prüfmethoden bei einer Fehlerauslese. Das ist genau der Durchführungsrechtsakt auf den in der Anlage 6, zweiter Satz verwiesen wird. Das müssen wir jetzt in den Mängelkatalog einarbeiten. Aber darüber hinaus kommen immer wieder Erlässe, neue UN-ECE-Richtlinien oder andere Informationen. Aktuell haben wir mindestens eine Erweiterung pro Monat. Welche Features hat der digitale Mängelkatalog?

Hätten wir den Print-Katalog 1:1 online gestellt, hätte er neben der Aktualität keinen Mehrwert. Darum haben wir dort auch Suchfunktionen eingebaut, es gibt eine Dokumenten-Datenbank mit allen relevanten Gesetzes-Novellen, die UN-ECERichtlinien und vieles mehr. So wie sich die Fahrzeuge von einem reinen mechanischen Vehicle zu einem hochtechnologischen „Transportsystem“ entwickelt haben, müssen wir auch darauf achten, dass sich die Fahrzeugüberprüfung weiterentwickelt.

Wird es viele Änderungen geben?

Mit elf-monatiger Verspätung ist von der EU die

Wann erscheint dann die nächste Auflage?

„Mit dem digitalen Mängelkatalog haben wir endlich ein Instrument, das sofort aktualisiert werden kann.“

Laufend – und das ist das Angenehme für uns alle. Wir können uns einzelne Kapitel vornehmen, das Bundesministerium kann diese approbieren und der Verlag kann sie gleich online stellen. Die Begutachtungsstellen verfügen sofort darüber und können es unverzüglich anwenden. Als nächstes haben wir uns eine intensivere Auseinandersetzung mit den Themen Zweirad, historische Fahrzeuge, Bremsen, Abgas und Fahrtenschreiber vorgenommen.

BUNDESINNUNGSMEISTER JOSEF PUNTINGER

Wie verhält sich das dann mit der Schulungsunterlage?

Die Schulungsunterlage ist wie ein Lehrbuch in der Schule. Ich habe zum Beispiel immer noch meinen alten roten Schulatlas zu Hause. Da gibt es noch Ost- und Westdeutschland. Mit der Schulungsunterlage verhält es sich genau gleich. Sie ist ein ganz persönliches Buch, das ich bekomme, um die Methode der Fahrzeugüberprüfung oder besser gesagt den Spirit des Themas richtig zu begreifen.

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NUR DER MÄNGELKATALOG BIETET RECHTSSICHERHEIT Gerüchte, die Schulungsunterlage könnte den Mängelkatalog ersetzen und aufgrund des Erlasses BMVIT-185.503/0021-IV/ ST5/2019 vom 3. Juni 2019 sei bis zum 31.August 2019 Zeit für einen Umstieg auf den neuen Mängelkatalog, sind falsch. Tatsache ist: Der Erlass BMVIT-185.503/0021-IV/ ST5/2019 bezieht sich auf die Revisionen der Landesregierungen, die angehalten sind, bis zu diesem Zeitpunkt den aktuellen Mängelkatalog nicht zu kontrollieren. Aber: Der Betrieb ist trotzdem verpflichtet die Überprüfungen §57a nach dem aktuellen Mängelkatalog zu bewerten - und damit nach dem Mängelkatalog Abo 2019. Der Erlass BMVIT185.503/0021-IV/ST5/2019 weist darauf hin, dass es sich bei dem Mängelkatalog, der Teil der Schulungsunterlage ist, um den vom Ministerium approbierten Mängelkatalog handelt. Aber: Das bedeutet nicht automatisch, dass dieser Mängelkatalog aktuell und damit für die §57a Überprüfung ausreichend ist. Sowohl die Printversion als auch der Mängelkatalog als Teil der Schulungsunterlage können nur eine Momentaufnahme des digitalen Mängelkatalogs sein, der laufend upgedatet wird. Faktum ist: Nur das Mängelkatalog-Abo bietet Rechtssicherheit bei der §57a Überprüfung!

KFZ wirtschaft

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AM PULS AUTOMOTIVE SERVICES 

GUTACHTEN WIRD ERÖFFNET

ASA BUTTON WIRD BETÄTIGT

OBD AUSLESE ERFOLGT

ASA

ERGEBNIS OBD AUSLESE IST POSITIV UND WIRD ZURÜCK INS GUTACHTEN ÜBERTRAGEN

OBD

REPORT WIRD DEM GUTACHTEN BEIGEFÜGT

§57a

Illustration: Cecile M. Lederer | butjabutja.com

§57a

OBD

Eintrittskarte in die digitale Werkstatt Seit 1. Juli 2019 müssen §57a-Betriebe fit sein in puncto Report aus der OBD (On-Board-Diagnose)-Auslese. 

M

it dem ASA-Networkmanager, der kostenfrei mit dem EBV-Premiumpaket erhältlich ist, können nicht nur Messwerte von Abgastestern oder Bremsenprüfständen, sondern auch der OBDReport direkt in die EBV übernommen und direkt beim Gutachten abgespeichert werden. Im Erlass des Bundesministeriums vom 25.05.2018 waren die Spezifikationen für OBD-Lesegeräte gem. Anlage 2a PBStV sowie die Durchführung der OBDAuslese festgelegt. Da zu diesem Zeitpunkt nur Geräte zur Verfügung standen, die zwar die Hardwarespezifikationen des Erlasses erfüllten, nicht aber über die Softwareprozedur, wurde mit einem weiteren Erlass (17. 5. 2018) ein übergangsweiser Ablauf der OBD-Auslese festgelegt, der auch ohne geführte Softwareprozedur durchgeführt werden konnte. Dieser übergangsweise Ablauf kann seit 1. Juli 2019 nicht mehr vollzogen werden. Bei der OBD-Auslese ist das Ausdrucken des Reports ab 1. Juli 2019

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KFZ wirtschaft 

VON WOLFGANG BAUER

Pflicht. Er muss unterschrieben und dem Gutachten zuordenbar abgelegt werden. Mit dem Asa-Networkmanager fällt dieses Procedere weg. Die ASA Schnittstelle, die Teil des EBV-Premiumpakets ist, ermöglicht eine automatische Übertragung von Messwerten (z.B. Bremsenprüfstand, Abgastester) in das Gutachten und elektronische Speicherung des Messschriebs. Dies erspart Übertragungsfehler bei manueller Eintragung und bietet zudem Rechtssicherheit. Ab 1. Jänner 2020 dürfen Plattenbremsprüfstände ohne Aufzeichnungsmöglichkeit der Bremskräfte, Pedalkraft und des Überdruckes bei Druckluftbremsanlagen und die Anzeige der Pedalkraft oder des bei Druckluftbremsen eingesteuerten Überdruckes nicht mehr verwendet werden. Erlaubt sind ab diesem Zeitpunkt nur noch Rollenprüfstände. Mit dem Asa-Networkmanager können die Messwerte direkt in die EBV übernommen werden.

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AUTOMOTIVE SERVICES AM PULS



„Die Pickerl-Überprüfung wird anspruchsvoller“ ROMAN KEGLOVITS, Betriebsinhaber und BIM-Stellvertreter, vertraut seit knapp drei Jahrzehnten bei §57a-Begutachtungen auf die EBV. Rechtssicherheit und Qualitätsmanagement überzeugen VON PHILIPP BEDNAR im Alltag. 

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ie periodische §57a-Begutachtung ist für viele heimische Kfz-Betriebe einer der wichtigsten Geschäftssäulen. Im Rahmen der „Pickerl-Überprüfung“ können Mängel festgestellt und Arbeitszeiten sowie Ersatzteile verkauft werden. Die Bundesinnung der Kraftfahrzeugtechniker tritt daher vehement gegen Pfuscher und Pickerl-Verschleuderer ein. Denn: Eine seriöse, professionelle §57a-Begutachtung braucht Zeit (im Schnitt gut 45 Minuten) und Know-how. Darum sagt Roman Keglovits, Betriebsinhaber und BIM-Stellvertreter, zur KFZ Wirtschaft: „Die Pickerl-Überprüfung wird immer anspruchsvoller. Die Fahrzeuge werden komplexer, die Prüfgerätschaften müssen regelmäßig an die neue Fahrzeugtechnik angepasst werden.“ Im März 2019 hat Keglovits für beide Betriebsniederlassungen auf das EBV Premium-Paket umgestellt.

„Wir haben schon früh die ASASchnittstelle ausprobiert, da mir die automatische Messwertweitergabe von Anfang an gefallen hat.“

Juli/August 2019



Roman Keglovits verwendet in seinen Betrieben seit knapp drei Jahrzehnten die EBV.

VIDEO

ASA ALS TRUMPF „Wir nutzen die EBV seit knapp Revision bestens vorbereitet und drei Jahrzehnten. Wir haben können punktgenau Einblicke in schon früh die asa-Schnittsteldie Begutachtungsabläufe nehle ausprobiert, da mir die automen.“ Kelgovits hat lange übermatische Messwertweitergabe legt, ob er auf das EBV Premivon Anfang an gefallen hat“, sagt um-Paket umstellt. Er zieht einen Keglovits. Die asa-Schnittstelle ist Fußballvergleich heran: „Ich habe im EBV Premium-Paket kostenfrei immer gesagt: Ich möchte mit enthalten. Durch den asa-Netmeinen Betrieben in der Bundesworkmanager können Messwerte und nicht in der zweiten Kreisbeispielsweise von Abgastestern liga spielen. Das bedeutet neben oder Bremsenprüfständen direkt modernen Geräten und gut gein die EBV übernommen werden. schultem Personal auch die AbDas erspart Übertragungsfehler arbeitung zu vereinfachen bei manueller Eintragung und ROMAN KEGLOVITS, und effektiver zu gestaltet. gleichzeitig Rechtssicherheit, da BETRIEBSINHABER Wir nutzen das EBV PrePrüfprotokolle hinterlegt werden. mium-Paket mit all seinen Roman Keglovits offenbart noch einen weiteren Vorteil: „Von einer §57a-Überprü- Möglichkeiten, daher können wir Abläufe fung sieht ein Kunde bis auf die Rechnung und den vereinfachen bzw. beschleunigen. Das relaPrüfbericht nicht viel. Wir können jetzt auch die tiviert den Preis recht bald.“ Den neuen elekeinzelnen Prüfprotokolle mitgeben und machen tronischen Mängelkatalog – ebenfalls im EBV Premium-Paket enthalten – nutzen Keglovits damit unsere Leistungen sichtbar.“ und seine Mannschaft ebenfalls sehr häufig. „Die neue Textbausteinübernahme, QUALITÄTSSICHERUNG IM FOKUS Lob gibt es vom BIM-Stellvertreter für das Ana- wo wir sogar noch Punkte einfügen lysetool der EBV. „Als Neuwagenhändler sind wir können, ist eine spürbare Arbeitsergewohnt mit Qualitätssicherungstools der Her- leichterung. Ich habe mich erst neusteller zu arbeiten. In der EBV nutzen wir das Ana- lich bei meinen Kollegen umgehört lysetool, um eine Art interne Qualitätssicherung und alle sind mit der neuen EBV sehr zu haben. Außerdem sind wir dann im Fall einer zufrieden.“

Video Interview mit Keglovits: www.youtube.com/ watch?v=g0LA8ab_ mzY&t=22s

KFZ wirtschaft

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AM PULS KAUFVERHALTEN

Wie und wo die Österreicher ihre Autos kaufen Welche Rolle spielt der Onlinehandel beim AUTOKAUF? Welche Unterschiede gibt es bei der Anschaffung von Neu- und Gebrauchtwagen? Und: Wie stehen die Österreicher zum Kauf VON WOLFGANG BAUER eines Elektroautos?

Burkhard Ernst, Obmann des Vereins „Mein Auto“ und LGO Wien und Wolfgang Bachmayer, GF OGM

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rofessor Burkhard Ernst, Obmann des Vereins „Mein Auto“ und Wiener LGO und Wolfgang Bachmayer, GF OGM, präsentierten die von OGM durchgeführte aktuelle Studie (997 Interviews unter wahlberechtigten Österreichern).

DIE WESENTLICHEN RESULTATE AUF EINEN BLICK: ▶ 80 bis nahezu 100% der Haushalte würden sich bei Anschaffung eines neuen oder gebrauchten Pkw online informieren. ▶ 70% würden sich vor der Kaufentscheidung auch beim Kfz-Fachhandel informieren. ▶ Das Infoverhalten als Phase 1 des Entscheidungsprozesses verlagert sich zunehmend in den OnlineBereich. Die Infobeschaffung in der entscheidungsnahen Phase 2 findet aber weiterhin traditionell beim Fachhandel statt. ▶ Beim Kauf von Gebrauchtwagen werden Info und Kauf beim Fachhandel noch bedeutender (GWKauf= Vertrauensangelegenheit) Nur zwei Prozent der Befragten gaben an, dass sie „sicher“ ein Elektroauto kaufen würden. Fünf Prozent erachten den Kauf als „wahrscheinlich“. „Die Elektromobilität ist eine temporäre Geschichte. Sie setzt sich schlicht nicht durch. Ich kenne in meinem privaten Umfeld niemanden, der ein E-Auto fährt“ sagte Ernst. Für Fahrzeughändler gelte es, laut Ernst, in Zukunft vor allem eine „sinnvolle Verzahnung der Online- und Offlinewelt“ zu finden. Digitalisierung und Internet böten eine große Chance, da sich neue Wege zum Kunden eröffnen und Verkaufs- und Serviceprozesse optimiert werden könnten.

„E-Mobilität wird festen Platz haben“ inzelhandelssprecher Josef Schirak widerspricht den Thesen von Ernst: „Was die Durchsetzbarkeit der E-Mobilität betrifft, kann ich der Meinung meines Kollegen nicht zustimmen.“ E-Mobilität werde sich in Zukunft „verstärkt“ im Gesamtverkehrsaufkommen bemerkbar machen. In welcher Intensität, werde letztlich die Industrie über ein „entsprechendes Angebot praxistauglicher E-Fahrzeuge“ bestimmen. Die Branche solle sich jedenfalls darauf einstellen, dass auch der E-Motor als Antriebsquelle seinen festen Platz im Gesamtangebot einnehmen werde. „Bedarf, Angebot und vor allem Finanzierbarkeit werden die Grundlagen der Kaufentscheidung sein“, ist Schirak überzeugt. In den nächsten zehn Jahren werde die E-Mobilität keinesfalls über einen Anteil von 15 bis 20% kommen. Und: Schirak ist gegen jedwede Förderung, weil dies eine „Diskriminierung“ wäre.

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Foto: Getty

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Josef Schirak, Einzelhandelssprecher

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INTERESSENVERTRETUNG AM PULS

Automobilimporteure am Wort GÜNTHER KERLE, Sprecher der Automobilimporteure, sieht einen weltweit rückläufigen Autoabsatzmarkt und hofft auf baldige Besserung im zweiten Halbjahr.

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ine Bilanz über das erste Halbjahr des Automobilmarktes zu ziehen ist unerfreulich. Denn dieser steht weltweit auf der Bremse. Die Gründe sind unterschiedlich. Der Rückgang in China ist auf den Handelskonflikt mit den USA zurückzuführen. Der Streit belastet den Markt, Käufer halten sich mit teuren Anschaffungen zurück. Die Zolldebatte und hohen Zinsen beeinflussen den USMarkt negativ. Europa kämpft mit der Umstellung auf WLTP. Das CAR-Institut rechnet für

2019 mit einem Rückgang des globalen Absatzes um fünf Prozent. Der Markt in China könnte um zehn Prozent sinken, in Europa um drei Prozent. Tritt dies ein, wäre das ein stärkerer Einbruch als nach der Finanzkrise 2008. Die Absatzzahlen alleine sind aber nicht die einzige Herausforderung. Kürzlich wurde in Berlin zu einem Auto-Gipfel geladen. Insbesondere die E-Mobilität stand im Fokus, die noch stärker staatlich gefördert werden sollte. Denn für die Hersteller ist die Elektromobilität ein Spiel mit hohem Einsatz und ungewissem Ausgang. Das Resultat all dieser Entwicklungen heißt in den meisten Fällen: Sparkurs. Dabei würde man das Geld aus den Verkäufen für die Entwicklung der Autos der Zukunft dringend benötigen. Denn diese verschlingt Milliardenbeträge, was dazu

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führt, dass immer mehr Hersteller Allianzen eingehen, um der Konkurrenz aus den USA und China entgegentreten zu können. Mehrere dieser Kooperationen forderte jüngst der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Und auch das Beratungsunternehmen EY verwies auf die Notwendigkeit solcher. Langfristig wären die Unternehmen im Vorteil, die bei den beiden großen Zukunftsthemen und auch finanziell bereits jetzt gut aufgestellt seien. In Österreich alleine musste in den ersten sechs Monaten ein Minus von 8,7 Prozent hingenommen werden. Die lange Untätigkeit der österreichischen Politik hat zu Unsicherheit geführt, die hoffentlich im zweiten Halbjahr gelöst werden kann. Wir hoffen auf baldige Klarheit, damit der Markt wieder in Schwung kommen kann.


AM PULS INTERVIEW 

„Hersteller wollen Internetvertrieb“ BURKHARD ERNST spricht im Interview über die angespannte Lage im Automobilhandel, die Unattraktivität von E-Autos und wohin die Reise seines Unternehmens geht  VON W. BAUER UND PH. BEDNAR

großes Medienthema sind, die Kaufabsicht jedoch sehr gering ist. Warum kommt die E-Mobilität nicht in Gang?

Da gibt es mehrere Gründe. Zum einen der hohe Preis – ein vergleichbares Benzin- oder Dieselmodell kostet deutlich weniger. Dann schweigt die Politik eisern über die Probleme der Batterieentsorgung. Und neben den hohen Anschaffungskosten kommt dann noch ein teures Batterieleasing dazu, weil die Akkus nur rund drei Jahre halten. Und dann stellt sich noch die Frage: Wer tauscht ein E-Auto nach ein paar Jahren ein? Wir nicht. Denn wenn die Batterie ausgetauscht werden muss, entspricht das einem wirtschaftlichen Totalschaden. Uninteressant. Warum setzen die großen Hersteller dann so medienwirksam auf E-Autos?

KFZ Wirtschaft: Herr Professor Ernst, Sie haben kürzlich gemeinsam mit OGM-Chef Wolfgang Bachmayer eine Studie präsentiert, die zeigt, wie und wo die Österreicher ihre Autos kaufen. Welche Rolle spielt die Digitalisierung? Burkhard Ernst: Die Händler sind bereits in der Di-

gitalisierung angekommen. Auf diversen OnlinePlattformen sind die meisten Angebote der Händler hinterlegt. Damit gibt es keine klassischen, lokalen Grenzen mehr. Das ist Fluch und Segen gleichermaßen, da die Kunden leichter und transparenter Preise vergleichen können. Andererseits können neue Kundenkreise erschlossen werden. Aber trotz Digitalisierung zeigt sich etwas sehr deutlich: Je konkreter der Autokauf wird, umso mehr setzen Kunden auf persönlichen Kontakt, persönliche Beratung und persönlichen Service. Sie sind ein großer Skeptiker der E-Mobilität. Sie meinten zuletzt, diese sei nur eine „temporäre Erscheinung“. Was kommt stattdessen?

Würde ich wissen, was stattdessen kommt, säße ich nicht hier. (lacht) Ganz ehrlich: Ich glaube derzeit weiß niemand, wie genau die automobile Zukunft aussieht. Was die E-Mobilität anbelangt, hat unsere Studie gezeigt, dass nur für 2% der Befragten der Kauf eines E-Autos in den nächsten zwei Jahren fix ist. Weitere 5% gaben an, dass ein Kauf „wahrscheinlich“ ist. Hier zeigt sich also, dass E-Autos zwar ein

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KFZ wirtschaft 

Aber die Hersteller müssen die Autos auch verkaufen, um den Schnitt zu reduzieren.

Es gibt ja genug Kommunen, Fuhrparks und öffentliche Institutionen, die sich mit E-Autos ein grünes, sauberes Image zulegen wollen. Da werden Unsummen an Steuergeldern verplempert, das die Bürger mühsam eingezahlt haben. Und in Summe wissen wir, dass die Öko-Bilanz eines E-Autos alles andere als grün ist. Sprechen wir über das Spannungsfeld Importeure versus Händler. Wird es zu einer weiteren Ausdünnung der Händlernetze kommen? Uns gegenüber wird dies von Importeursseite immer verneint.

Ich möchte Ferdinand Fischer, Vorsitzender des Fachausschusses Zweiradhandel, von der letzten Gremiumssitzung zitieren: „Es kommen ständig Hersteller auf mich zu, die Händler brauchen. Ich sage darauf immer: Wir haben aber keine Händler, die all eure Anforderungen erfüllen können.“ Das betrifft den Zweiradhandel, ist aber um eine Zehnerpotenz höher auf den heimischen Autohandel übertragbar. Daher zurück zu Ihrer Frage: Ja, wenn hier nicht ein Umdenken stattfindet, wird es zu einer weiteren Ausdünnung kommen. Denn langfristig wollen die Hersteller natürlich den Vertrieb selbst über das Internet abwickeln. Da spart man sich dann auch Rabattschlachten, denn wenn man

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Fotos: Erich Reismann

Burkhard Ernst, Vorstand der Rainer Gruppe, im Gespräch mit der KFZ Wirschaft.

Das ist ganz logisch: Es geht um den Flottenverbrauch. E-Autos helfen den Herstellern, ihre Flottenziele zu erreichen.


INTERVIEW AM PULS



beispielsweise bei Amazon etwas bestellt, kann man nicht feilschen. Wie schnell wird das gehen?

Wenn ich mir die aktuellen Händlerverträge anschauen, dann wird das sehr zügig passieren. Und im Autohaus bleibt die Dienstleistung?

Natürlich. Dort wird dann um 50 oder 100 Euro ausgeliefert. Für den Beratungsdiebstahl und eventuelle Probefahrten sind wir Händler aber noch gut genug. Und natürlich das Aftersales-Geschäft. Wo in den Händlerverträgen aber mit entsprechenden Passagen abgesichert ist, dass nur Originalersatzteile verkauft werden dürfen. Das geht sich dann rein zufällig mit den Margen- und Boni-Berechnung immer genau aus, dass sich Händler keinerlei Abweichungen leisten können. Gleichzeitig stammt von Ihnen der Satz: „Keiner ist gezwungen ein Autohaus zu führen. Wenn es sich nicht rechnet, dann muss man zusperren.“ Dafür wurden Sie branchenintern kritisiert. Stehen Sie zu der Aussage noch?

Ja, natürlich. Keiner ist gezwungen. Aber ich verstehe viele junge Leute, die bei dem Theater nicht mitspielen wollen. Millionenkredite aufnehmen, um dann kaum selbstständige Entscheidungen treffen zu können und nur Druck zu verspüren. Warum? Werden Sie nochmals als Wiener Gremialobmann zur Wahl antreten?

Ja, ich werde antreten. Hinter vorgehaltener Hand hört man von einigen aus der Branche, dass es die Wiener Landesorganisation recht leicht hat mit der Agentur Rosam, die noch dazu viel Geld kosten soll. Wie viel kostet die Agentur im Jahr?

Als Landesgremialobmann möchte ich die Interessen unserer Mitglieder bestmöglich unterstützen und vertreten. Dazu gehört auch eine professionelle Kommunikations- und PR-Arbeit. Wir arbeiten daher bereits seit vielen Jahren mit der Agentur Rosam. Grünberger Change Communications, die uns mit ihrer Expertise und Professionalität bestens unterstützt. Und zum Honorar nur so viel: Es ist viel weniger als gemunkelt wird. Und die, die in den Gremien sitzen, wissen es natürlich. Lassen Sie uns konkret über die Rainer Gruppe sprechen. Sie geben den Megastore Nord, einer von zwei Standorten in Wien, auf. Warum und warum jetzt?

Allgemein deswegen, weil wir mit dem 12-StundenTag eine Gesetzesänderung erfahren haben, die neue Entwicklungen ermöglicht. Wir werden im Standort Süd (Wiedner Gürtel) ab kommendem Jahr mit

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4-Tage-Woche à 12-Stunden-Tage arbeiten, um länger für unsere Kunden offen zu haben. Ich halte das für eine innovative Idee, da ich durch die erhöhte Kundenmobilität keinen Grund für zwei Autohäuser in Wien sehe. Des Weiteren konnte ich eine Umwidmung der Liegenschaft in Donaustadt erreichen, wodurch wir an dem Standort rund 150 Wohnungen bauen werden. Weil das Immobiliengeschäft deutlich attraktiver ist?

Ja, natürlich. Und vor allem deutlich nachhaltiger. Die Wohnungen baut man einmal und vermietet sie für die nächsten 100 Jahre. Zumal die Rahmenbedingungen im Automobilhandel nicht so sind, dass wir bereit wären, mehrere Millionen Euro in neue Schau- und Geschäftsräume zu investieren. Wie wird sich die Reduktion von zwei auf ein Autohaus in Absatz, Umsatz und Ertrag auswirken?

Zuerst einmal müssen wir eine Reihe von Umbauarbeiten am Standort Süd und in der Organisationsstruktur vornehmen. Wir werden alle Mitarbeiter übernehmen und im verbleibenden Standort zusammenziehen. Durch die 12-Stunden-Tage haben wir längere Öffnungszeiten und können damit mehr Arbeiten am Tag verrichten. Wir verkaufen schon seit Jahren rund 1000 Neuwagen pro Jahr. Ich gehe davon aus, dass es durch die Standort-Zusammenlegung keine Geschäftseinbrüche gibt. Der Standort Süd bietet dank der Nähe zum Hauptbahnhof eine schnellere, bessere Verkehrsanbindung, sowohl mit dem Auto, als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ihre zwei Stammmarken sind Mazda und Yamaha. Wie zufrieden sind Sie mit der Zusammenarbeit?

Schauen Sie, ich mache das seit 1975 mit Mazda, das bedarf wohl keiner weiteren Ausführungen, oder? (lacht) Zu Yamaha: Deren Geschäftspraktikanten sind mir nicht ganz klar, zumal sich mit Herrn Zimmermann der Geschäftsführer verabschiedet hat. Was ich aber sagen kann: Das Zweiradgeschäft läuft gut, sowohl beim Verkauf als auch im Aftersales-Bereich. Das hat aber alles mein Neffe (Anmerkung: Maximilian Lemberger) zu verantworten. Wird die Rainer Gruppe in zehn oder 20 Jahren noch ein Automobilgeschäft haben?

„Ich sehe keinen Grund für ein zweites Autohaus in Wien.“ BURKHARD ERNST, VORSTAND RAINER GRUPPE

Wer weiß schon, was in ein oder zwei Jahrzehnten ist? Fakt ist: Mit dem Automobilhandel hat es angefangen, das sind unsere Wurzeln, da steckt viel Herzblut drinnen, sonst könnte ich auch meine Kammerfunktion so nicht wahrnehmen. Aber es hängt viel davon ab, wie sich der stationäre Autohandel entwickeln wird. Ich kann so viel verraten: Derzeit denken wir nicht daran, dass Autogeschäft sein zu lassen.

KFZ wirtschaft

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AM PULS OLDTIMER RESTAURATION 

Helmut Neverla

Der Oldtimer als Goldesel Obwohl die Restaurierung HISTORISCHER FAHRZEUGE eine lukrative Nische für freie Werkstätten wäre, droht das dazu nötige Know-how auszusterben. Die Innung für Fahrzeugtechnik VON VON PETER SEIPEL startet daher eine Initiative für die Ausbildung zum Oldtimer-Experten. 

H

elmut Neverla ist Oldtimerfahrer aus beruflicher und privater Passion. Der ehemalige Besitzer einer Oldtimerwerkstätte und amtierende Vorsitzende des Berufszweigausschusses und Bildungsbeauftragte der Kfz Techniker in der WKO restaurierte zuletzt mithilfe mehrerer Spezialisten ein Lancia Flavia Coupé aus dem Jahr 1964 und nahm damit im Vorjahr an der „Ennstal Classic“ teil. Aus langjähriger Erfahrung weiß er, welche Bandbreite an Fertigkeiten für die Restaurierung eines historischen Fahrzeuges benötigt wird. „Blattfedern schmieden, Ledersitze und Cabriodächer maßschneidern, Vergaser reparieren, Kühler schweißen, Holzarmaturen anfertigen, etcetera – die paar Spezialisten, die das heute noch können, gehen bald in Pension und haben keine Nachfolger“, warnt Neverla. Damit liege eine Nische brach, in der es gerade für freie Werkstätten einen wahren Goldschatz zu heben gäbe. So werden nach einer Statistik aus dem Jahr 2015 am österreichischen

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KFZ wirtschaft 

Oldtimermarkt rund 247 Millionen Euro umgesetzt (siehe Kasten), die jüngste in der Tageszeitung Kurier im Juni 2019 veröffentlichte Studie spricht gar von 690 Millionen Euro jährlich. Der mit Abstand größte Anteil entfällt dabei auf die Restaurierung, wobei Spezialisten-Knowhow sowie handwerkliche Fähigkeiten stark nachgefragt sind und daher entsprechend üppig entlohnt werden. WISSEN BEWAHREN „Es muss doch möglich sein, dieses Wissen vor dem Vergessen zu bewahren und an junge KfzTechniker weiterzugeben“, sagt Neverla. Gemeinsam mit Markus Fuchs, Direktor der Siegfried Marcus Berufsschule in Wien-Floridsdorf und Manfred Kubik, Ausbildungsbeauftragter der Karosseriebautechniker in der WKO, entwarf er verschiedene Konzepte für einen neuen Berufszweig „Classic-Reparatur“. „Unser Traumziel wäre, eine Klasse mit 10 – 15 Schülern zusammen zu bringen, die in drei-

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OLDTIMER RESTAURATION AM PULS



DATEN & FAKTEN Im Durchschnitt ist ein Oldtimersammler in Österreich 54 Jahre alt, besitzt 2,9 Fahrzeuge und fährt an 36 Tagen im Jahr rund 4.657 Kilometer. Der durchschnittliche Wert eines historischen Pkw beträgt 26.903,– Euro, eines ZweiradKlassikers 5.847,- Euro. Der stattliche Umsatz der Branche beträgt pro Jahr rund 247 Millionen Euro (Tendenz stark steigend) und teilt sich auf folgende Sparten auf: MARKTPOTENZIAL

JE FAHRZEUG

GESAMTMARKT

Restaurierung

4029,–

121.870.000,–

Service

1041,–

31.230.000,–

Zubehör

884,–

26.520.000,–

Garagierung

1092,–

32.760.000,–

Versicherung

653,–

19.590.000,–

Steuern/Maut Summe

495,–

14.850.000,–

8.194,–

246.820.000,–

(Quelle: Austro Classic, 1/2015)

einhalb bis vier Jahren zumindest ein Grundwissen erlangt, auf dem sie aufbauen können“, so Neverla. Die Ausbildungsvarianten reichen vom vierjährigen Lehrberuf über einen Ausbildungsversuch bis zur Doppellehre. Die speziell auf historische Fahrzeuge abgestimmten Lehrinhalte reichen von

der Blechbearbeitung über Mechanik und Elektrik, die Reparatur von Vergaser und Zündung bis zur Rostbeseitigung. Helmut Neverla zeigt sich zuversichtlich: „Wenn sich genügend Interessenten finden, werden wir bereits im Schuljahr 2020/21 starten.“

Die Restaurierung eines Klassikers wie Helmut Neverlas Lancia Flavia erforderte viel Zeit, Geduld, Know How und Kapital.

3 Fragen an ... HANNES DEIMEL, Geschäftsführer der Deimel Kfz-Technik im steirischen Bad-Blumau, verrät im Gespräch mit der KFZ Wirtschaft, ob die Reparatur von Diesel-Injektoren noch Zukunft hat. Als Bosch Service Partner betreiben Sie auch ein Dieselcenter, mit dem Sie Common-Rail-Injektoren prüfen und reparieren können. Sind Ihre Prüfstände für die kommende neue Injektoren-Generation überhaupt geeignet?

Hannes Deimel

Die neuen Injektoren sind mit Druckund Temperatursensoren ausgestattet und können nur auf eigens dafür eingerichteten Prüfständen getestet werden. Ich habe einen solchen bereits bestellt, er wird im Sommer geliefert. Angeblich können die neuen Injektoren im Unterschied zu ihren Vorgängern nicht mehr repariert, sondern im Falle eines Defektes nur noch ausgetauscht werden. Zahlt sich daher die Investition in einen neuen Prüfstand überhaupt aus?

Juli/August 2019



Die mit Sensoren bestückten Injektoren gibt es vorläufig nur in der Premiumklasse, doch sie werden sich bald flächendeckend durchsetzen. Mit dieser Technologie kann der Verbrennungsprozess im Kolben so exakt wie nie zuvor gesteuert werden, und das wirkt sich auch auf die Emissionen vorteilhaft aus. Ob sie sich

reparieren lassen, werden wir erst sehen, wenn wir den neuen Prüfstand haben. Außerdem hängt das stark vom Injektoren-Hersteller ab – produziert er Überkapazitäten, wird er eher den Austausch bevorzugen, bei knapp kalkulierter Produktion eher die Reparatur. Sie haben für das Diesel-Center in Ihrem Betrieb hohe Investition getätigt. Können sich diese angesichts des rasanten Fortschritts der Dieseltechnologie jemals amortisieren?

Auf jeden Fall. Schließlich sind auch in den nächsten Jahren noch genug Dieselfahrzeuge mit herkömmlichen Common Rail Systemen unterwegs, bei denen sich eine Reparatur in den meisten Fällen auch auszahlt.

KFZ wirtschaft

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AUTOFOCUS OLDTIMER

Mit dem von Graf Goertz designten 507 Touring Sport, gebaut zwischen 1956 und 1959 insgesamt 254 Mal, schuf BMW einen der beeindruckendsten Sportwagen des 20. Jahrhunderts. Heute erzielt der damals eher schwer zu vekaufende, zweisitzige Roadster Preise jenseits von 2,5 Mio. Euro.

Rote Begutachtungsplakette für historische Fahrzeuge Zugegeben, ganz so neu ist ja die rote BEGUTACHTUNGSPLAKETTE für historische Fahrzeuge nicht mehr. Aus gegebenem Anlass erlaube ich mir aber, den aktuellen gültigen Gesetzestext an VON FRANZ STEINBACHER dieser Stelle noch einmal zu präsentieren.

INFO ZUR PERSON

Franz Steinbacher ist der Oldtimer-Experte der KFZ Wirtschaft, Sachverständiger für das Kraftfahrwesen und Referent der WKÖ für historische Fahrzeuge.

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KFZ wirtschaft

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istorische Fahrzeuge sind in § 2 Abs. 1 Z 43 KFG als erhaltungswürdige, nicht zur ständigen Verwendung bestimmte Fahrzeuge definiert. Diese Fahrzeuge entsprechen damit der Richtlinie 2014/45/EU und sind gem. Artikel 2 von besonderen Bestimmungen für die wiederkehrende Begutachtung erfasst. Historische Fahrzeuge werden vom örtlich zuständigen Landeshauptmann gem. § 34 KFG genehmigt. Im Zuge dieses Genehmigungsverfahrens wird ein Gutachten eines vom Landeshauptmann gem. § 125 KFG bestellten Sachverständigen eingeholt, durch das die Erhaltungswürdigkeit und der Erhaltungszustand nachgewiesen werden. Ergebnis dieses Verfahrens ist ein persönlich adressierter Bescheid, der die positive Einstufung als historisches Fahrzeug („Oldtimer“) nachweist. Diese Einstufung wird auch in der Zulassungsbescheinigung eingetragen. Und nur

diese Fahrzeuge bekommen seit 20. 5. 2018 bei der wiederkehrenden Begutachtung, bei der auch der historische Zustand überprüft wird, die zweijährige, rote Begutachtungsplakette mit der Aufschrift „Historisches Fahrzeug/Historic Vehicle“, sodass diese Plakette auch als Nachweis für die Einhaltung der Anforderungen an historische Fahrzeuge dient. AUSSETZUNG DER ZULASSUNG BEI GEFAHR IM VERZUG GEMÄß § 44a KFG 1967 Grundsätzlich regelt eine EU-Richtlinie im Artikel 9 der Richtlinie 2014/45/EU den Umgang mit Fahrzeugen, bei denen im Rahmen der wiederkehrenden Begutachtung Mängel mit Gefahr im Verzug festgestellt wurden: „Im Fall von gefährlichen Mängeln gilt die Prüfung als nicht bestanden“. Der Mitgliedstaat oder die zuständige Behörde kann daher beschließen, dass das betreffende Fahrzeug nicht

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OLDTIMER AUTOFOCUS

auf öffentlichen Straßen genutzt werden darf und dass die Genehmigung zur Nutzung im Straßenverkehr vorübergehend ausgesetzt wird, ohne ein erneutes Zulassungsverfahren zu erfordern, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Mängel behoben sind und eine neue Prüfbescheinigung ausgestellt wird, aus der hervorgeht, dass das Fahrzeug in verkehrssicherem Zustand ist.“ KENNZEICHENVERLUST KANN DROHEN Diese Bestimmung wurde mit der 34. KFG Novelle (Nr. 9/2017) umgesetzt. In den Erläuterungen dazu ist ausgeführt: „Wenn die Behörde eine Verständigung gemäß § 57c Abs. 4c erhält, dass bei einem Fahrzeug im Zuge der wiederkehrenden Begutachtung Mängel mit Gefahr im Verzug festgestellt worden sind, so kann sie die Zulassung vorübergehend aussetzen und den Zulassungsschein und die Kennzeichentafeln unverzüglich abnehmen lassen. Jedenfalls liegt es im Ermessen der Behörde, ob und wann die Zulassung ausgesetzt und der Zulassungsschein und die Kennzeichentafeln abgenommen werden. Kommt die Behörde zu dem Schluss, dass es zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit unumgänglich ist, Zulassungsschein und Kennzeichentafeln abzunehmen, wirkt sich das im Falle eines Wechselkennzeichens auch auf die anderen Fahrzeuge mit demselben Kennzeichen aus, die dann ebenfalls nicht mehr verwendet werden können. Offen ist bedingt durch den vorzeitigen Abgang der „Türkis-Blauen“ Regierung noch die Ausnahme von der Ziel- und Quellenverordnung für historische Lkw. Der Hintergrund dazu ist eigentlich ganz simpel, Vorkriegs-Lkw haben oft eine Höchstgeschwindigkeit unter 60 km/h, und damit darf man mit einem derartigen Fahrzeug weder auf einer Auto-

bahn und Dank „Ziel und Quelle“, auch nicht auf Bundes- bzw. Landesstraßen fahren. Ebenfalls noch offen ist auch die Gleichstellung von historischen Lkw mit Fahrzeugen nach Schaustellerart und damit verbunden auch die Ausnahme vom Wochenendfahrverbot für derartige Fahrzeuge. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, vorausgesetzt wir haben bald wieder eine arbeitsfähige Regierung.

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Wasser marsch? Spätestens nach der Aussage unseres Alt-Kanzlers Sebastian Kurz, WASSERSTOFF als alternative Antriebsquelle fördern zu wollen, ist diese Variante in aller Munde. Doch taugt VON FRANZ FARKAS sie auch für ein Zweirad?

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Im Technischen Museum Wien steht eine wasserstoffbetriebene Puch MS 50.

wei Dinge vorweg: Wasserstoff hat immerhin die sechsfache Energiedichte wie Benzin, wäre also auf den ersten Blick wirklich eine ausgezeichnete Antriebsvariante. Natürlich ist er damit auch sechsmal so explosiv wie Benzin, was den Umgang nicht gerade einfach macht. Zudem ist ein Wasserstofffahrzeug eigentlich ein Elektrofahrzeug. Der Wasserstoff „befeuert“ eine Brennstoffzelle, diese wiederum lädt einen Akku, der einen Elektromotor antreibt. Dass es funktioniert beweisen bereits diverse Serienfahrzeuge. Allerdings benötigt die ganze Vorrichtung relativ viel Platz, daher ist es kaum vorstellbar, dass das auch bei einem Zweirad möglich ist. Ist es aber, wie der Österreicher Karl Kordesch bereits in den Siebzigern bewiesen hatte. Zunächst baute der in den USA lebende Wiener ein Wasserstoffauto, dann auf der Basis einer Puch MS 50 „Stangl-Puch“ ein Wasserstoff Motorrad, mit dem er in New York herumfuhr. Dieses Modell ist übrigens heute im Technischen Museum in Wien zu besichtigen. Die Idee wird durchaus weiterverfolgt. 2017 etwa wurde publik, dass Honda sich mit den Konkurrenten Nissan und Toyota zusammengetan hat, um an der Brennstoffzellen-Technik zu arbeiten. Und zwar nicht nur bei Autos, sondern auch bei Motorrädern. Ende

2017 tauchte dann ein Honda-Patent für ein Brennstoffzellenmotorrad auf. Nun gibt es wieder etwas Neues. Laut „Free Patents Online“ gibt es eine neue Patentanmeldung von Honda vom April 2019. Diese beschreibt ein Luftansaugsystem für ein Motorrad mit Brennstoffzelle. Dabei geht es um in die Verkleidung eingebettete Lufteinlässe. Durch sie strömt die Luft in die Brennstoffzelle, die als Sauerstoffquelle benötigt wird. Die Einlasskanäle sind so gestaltet, dass sich an einem „Wendepunkt“ Staub und Wasser ansammeln statt in die Brennstoffzelle zu gelangen. Nachdem die Luft durch die Brennstoffzelle geströmt ist, wird sie mit Hilfe eines Lüfters nach hinten ausgestoßen. Die Patentzeichnungen zeigen auch, dass das Bike eine normale Silhouette mit zwei Scheinwerfern übereinander und ohne Windschutzscheibe erhält. Der Wasserstofftank befindet sich unter dem Sattel und die Kraft wird offenbar nicht über eine Kette, sondern über eine Art Welle auf das Hinterrad geleitet. Inwieweit die Sache praktikabel ist, wird sich noch zeigen, doch offensichtlich beschäftigt man sich mehr oder weniger intensiv mit dem Wasserstoffantrieb auch für Motorräder. Allerdings gilt es noch, ein Tankstellennetz aufzubauen und dieses auch entsprechend sicher zu machen. Auch die Produktion von Wasserstoff, die nicht unbedingt mit einem hohen Wirkungsgrad gesegnet ist, will noch überdacht werden. Doch immerhin macht man sich mittlerweile auch hierzulande Gedanken. Das Honda-Patent eines Wasserstoffmotorrads sorgt für Aufsehen.

INFO ZUR PERSON Franz Farkas ist ein Urgestein der österreichischen Zweirad-Szene. Er hat in den wichtigsten deutschsprachigen Medien publiziert und ist bis heute für viele große Tageszeitungen als Motorjournalist tätig. Für die KFZ Wirtschaft schreibt Farkas seit 1984 seine „Zweirad-Kolumne“.

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ZWEIRAD AUTOFOCUS

Nach 48 Jahren ist Schluss PETER HUBER, Inhaber und Geschäftsführer der Moto GmbH, österreichischer KawasakiImporteur, wechselt mit Jahresende in den Ruhestand. Ein Inter view zum Abschied. VON PHILIPP BEDNAR, FOTOS: MOTO GMBH

Peter Huber, KawasakiImporteur

KFZ Wirtschaft: Herr Huber, nach knapp fünf Jahrzehnten als Kawasaki-Importeur ziehen Sie einen Schlussstrich. Warum jetzt? Peter Huber: Mit 75 Jahren darf man ruhig mal kür-

zer treten und dieses Kapitel beenden. (schmunzelt) Ehrlicherweise hatte ich den Gedanken schon länger, jetzt hat sich eine Lösung ergeben. Kawasaki Europe wird in den österreichischen Markt als Importeur eintreten und die Moto GmbH wird ihre Geschäftstätigkeit niederliegen. Es wird aber weiterhin ein Büro in Wien geben, für die Kawasaki-Händler sollte sich nichts ändern.

ler. Ich glaube nicht, dass da ein Hersteller mitspielen wird. Der Händler wird auch in Zukunft auf eigene Gefahr und Rechnung wirtschaften und seine Funktionen finden und erfüllen müssen. Hat der heimische Motorradmarkt ein Nachwuchsproblem?

Wie schätzen Sie die aktuelle Zufriedenheit der Kawasaki-Händler ein?

Nein, das sehe ich nicht so. Gut, vor 40 Jahren war unserer Durchschnittskäufer 25 Jahre alt, heute ist er über 40 Jahre. Aber der österreichische Markt ist stabil, verträgt höhere Preise als der deutsche Markt und ist sogar überproportional groß. Zuletzt haben die 125er wieder einen Zuwachs erfahren. Ich glaube, dass sich der Motorradkauf einfach etwas nach hinten verschoben hat, weil wir älter werden und vielleicht erst später die finanziellen Mittel dafür haben.

Ich glaube, dass sie sehr zufrieden sein können. Kawasaki hat eine frische, moderne Modellpalette mit guten, innovativen Produkten. Zudem ist die Marke preisstabil und hat ein gutes Image.

In 48 Jahren ist sicher viel passiert. Was waren schlimme und besonders schöne Momente als Kawasaki-Importeur?

Werden alle Mitarbeiter von der Moto GmbH übernommen?

Dazu kann ich derzeit nichts sagen.

Wie stehen Sie zu dem Vorschlag von Ferdinand Fischer, dass die Händler die Fahrzeuge nicht mehr vom Importeur kaufen, sondern nur den Schauraum zur Verfügung stellen und für den Verkauf eine Aufwands-/Vermittlungsprovision bekommen?

Ich glaube nicht, dass das funktionieren wird. Am Ende müssen das beide wollen, Hersteller und Händ-

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Zugegeben, in den 1990er-Jahren gab es eine schwierige Phase. Damals waren unsere Modelle an den amerikanischen Markt angelehnt, sie fanden bei uns weniger Absatz, wir hatten eine Produktschwäche. Toll waren die Zeiten Mitte und Ende der 1970er – ich habe 1971 als Importeur begonnen. Da hatten wir einen Marktanteil von 25 Prozent und richtig heiße Eisen. Eine euphorische Zeit. (lächelt)

APEX APEX ist die Zweiradsparte der KFZ Wirtschaft. Alle Testberichte und Fotos werden ausschließlich selbst produziert und in der KFZ Wirtschaft sowie auf Instagram (apex_moto_at) veröffentlicht.

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PROFIT AUSBILDUNG 

Links: Sightseeing und Gruppenfoto vor der Kathedrale von Sevilla. Rechts: Florian Kameritsch (Autohaus Paier & Paier GmbH), Andre Höller und Andreas Kometter (Porsche Inter Auto GmbH & Co KG) zeigen Flagge (v.l.).

Andere Länder, andere Sitten 19 steirische LEHRLINGE der Kfz-Technik nutzten die Chance, zwei Wochen lang Erfahrungen in spanischen Autowerkstätten zu sammeln. Ihre Erlebnisberichte sind ebenso unterhaltsam TEXT & FOTOS: PETER SEIPEL wie lehrreich. 

„Mir ist aufgefallen, dass die Spanier einfach glücklicher wirken. Obwohl sie weniger Wohlstand haben als wir, wird dort viel weniger gejammert.“ EIN LEHRLING

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rehmomentschlüssel gibt’s keinen, alle Räder werden mit dem Schlagschrauber mit voller Kraft angeknallt, egal ob Stahl- oder Alufelgen“ – die jungen Lehrlinge Christoph Harmtodt und Andreas Kometter sind immer noch fassungslos über die Unbekümmertheit, mit der in spanischen Werkstätten an Pkw und Nutzfahrzeugen geschraubt wird. Sie haben ebenso wie 17 Klassenkollegen im Rahmen ihrer dualen Ausbildung an der Landesberufsschule Arnfels sowie in renommierten steirischen Autohäusern den gewissenhaften Umgang mit Werkzeugen und Kundenfahrzeugen gelernt. Im spanischen Sevilla, wohin sie im Rahmen des Programms EU.MO.ST (Europäische Mobilität für steirische Lehrlinge) flogen und zwei lehrreiche Wochen verbrachten, erwartete sie ein Kulturschock. „Manche Fahrzeuge werden noch am selben Tag abgefertigt, andere Kunden werden wochenlang vertröstet – welchen Gesetzen das folgt, konnten wir nicht herausfinden“, wunderten sich die Burschen. Ebenso über die Montage von Winterreifen im ganzjährig schneelosen Sevilla, der heißesten Stadt Europas, oder über die Montage neuer Backen an einer völlig abgefahrenen Bremsscheibe, die vom Werkstattleiter noch für gut befunden wurde. Der Gipfel der Sorglosigkeit: Eine versehentlich abgedrehte Ölablassschraube wurde einfach mit Silikon und Unterbodenschutz abgedichtet.

HIGHLIGHT DER SCHULLAUFBAHN „Jedes Jahr schicken wir ein bis zwei Klassen ins Ausland, damit sie ihren Horizont erweitern“, erklärt Kurt Gressenberger, Direktor der LBS Arenfels, den Sinn der Studienreisen. Das Programm bewährt sich seit nunmehr zehn Jahren, 2020 werden die Berufsschüler nach Irland und Sizilien verschickt. „Eine besondere Hürde in Sevilla war die Sprachbarriere, da die wenigsten Spanier Englisch sprechen“, erklärt Berufsschullehrer Michael Pfeifer, der gemeinsam mit seinem Kollegen Georg Seidel als Begleitlehrer dabei war. „Wir haben uns mit Händen und Füßen und dem Google Übersetzer verständigt – das hat eigentlich gut funktioniert“, berichtet der junge Lukas Kogler, der beim steirischen ÖAMTC in die Lehre geht und in Sevilla in einem Seat-Betrieb mithalf. Die Erfahrungen der Lehrlinge in den insgesamt 9 Betrieben waren unterschiedlich. Manche wurden gleich für anspruchsvolle Arbeiten wie Getriebe zerlegen oder Batterietausch in Hybridfahrzeugen eingeteilt, andere durften am ersten Tag nur zuschauen. Als die spanischen Mechaniker merkten, dass ihre österreichischen Schützlinge bereits drei Jahre Erfahrung mitbrachten und gute Arbeit leisteten, war das Eis gebrochen. „Wir wurden extrem nett behandelt, und der Abschied nach zwei Wochen ist uns echt schwer gefallen“, lautete unisono das Resümee der Burschen, als sie ihre Erlebnisse an der LBSArnfels präsentierten. Auch das Rahmenprogramm

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AUSBILDUNG PROFIT



mit Sightseeing, Strandausflug und Erlebnispark hatte die jungen Lehrlinge begeistert. LERNEN VON DEN SPANIERN Keine Frage, dass die südliche Sorglosigkeit beim Reparieren sicherheitskritischer Fahrzeugkomponenten nicht gerade Vorbildwirkung hat, im Gegenteil: „In punkto Gewissenhaftigkeit können sich eher die Spanier von unseren Bur-

schen etwas abschauen“, meint Begleitlehrer Pfeifer. Der entspannte Zugang zur Arbeit, die Vermeidung jeder Art von Stress sowie das freundliche Plaudern und Kaffeetrinken mit den Kunden beeindruckten die steirischen Burschen allerdings nachhaltig. Ein Lehrling bringt’s auf den Punkt: „Mit ist aufgefallen, dass die Spanier einfach glücklicher wirken. Obwohl sie weniger Wohlstand haben als wir, wird dort viel weniger gejammert!“

Kommentar ROLAND HAUSSTÄTTER, PROKURIST STAHLGRUBER GES.M.B.H.

Florian Fischer (Magna Steyr, l.) und Armin Sommer (Lagerhaus Thermenland eGen, 2.v.r.) mit ihren spanischen Kollegen in der Firma Toyota Nimo Gordillo.

Starke Partner für nachhaltigen Erfolg.

Internationale Erfahrungen gewinnen im Arbeitsleben immer mehr an Bedeutung. Man kann bereits während der Lehrzeit ein gefördertes Praktikum im Ausland machen und sich so einen entscheidenden Vorteil bei der späteren Jobsuche verschaffen. Außerdem gibt es beim Auslandspraktikum die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, den Horizont zu erweitern und die fachlichen sowie sprachlichen Kenntnisse zu vertiefen.

www.stahlgruber.at


PROFIT REPORTAGE 

Reifen aus dem „Wilden Westen“ Mit den neuen SOMMERREIFEN Altimax One und Altimax One S startet die in den USA gegründete und heute zu Continental gehörende Marke General Tire eine Produktoffensive für TEXT & FOTOS: PETER SEIPEL eine breite Fahrzeugpalette - vom Kleinwagen bis zur Mittelklasse. 

Stephanie Obermeier, Marketingleiterin bei Reifen John, legt die bei OffroadFans beliebte Marke General Tire nun auch Pkw-Kunden ans Herz.

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ie Reifenmarke General Tire wurde bereits vor 104 Jahren im US-Bundesstaat Ohio gegründet und gehört seit 1987 zum Continental Konzern. Offroad-Spezialisten schätzen die robusten, griffigen Pneus wie beispielsweise den All-TerrainReifen Grabber AT3, der mit seinem martialischen Design an SUVs, Pickup-Trucks und Geländewagen für Aufsehen sorgt. Auf den ersten Blick unauffällig kommen dagegen die neuen Sommerreifen aus dem Hause General Tire daher, der Altimax One und der Altimax One S. Ersterer ist Nachfolger des Altimax Comfort und zunächst in 12 Größen für Felgen ab 15 Zoll erhältlich, sein sportlicher Bruder mit dem „S“ im Namen folgt dem Altimax Sport nach und wird derzeit in 37 Größen für Felgen von 15 bis 20 Zoll angeboten. Bis Ende 2019 wird das Altimax-Sortiment auf insgesamt 138 Größen erweitert.

TESTFAHRT IN PORTUGAL Auf der Fahrt mit einer Mercedes A-Klasse über Landstraßen und Autobahnen im Süden Portugals machen die auf schicke Borbet-Felgen aufgezogenen Altimax S 16-Zöller eine gute Figur. Das Abrollverhalten zeigt einen guten Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort, und auch die Geräuschentwicklung bleibt im unauffälligen Bereich. Der Altimax One S ist mit vier Laufrillen für eine verbesserte Wasserableitung bei höheren Geschwindigkeiten ausgestattet, der Altimax One kommt mit drei Rillen aus. Beide Modelle sind für eine gute Performance auf trockenen Fahrbahnen mit extra verstärkten und miteinander verbundenen Schulterblöcken und mit einer durchgehenden Rippenstruktur in der Mitte versehen. Auf nassen Straßen sorgen eine relativ hohe Zahl an Griffkanten für mehr Gripp. Während der Alti-

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REPORTAGE PROFIT



„Die Altimax-Reifen sind preislich etwas unterhalb der Semperit-Modelle positioniert.“ STEPHANIE OBERMEIER, REIFEN JOHN

max One gegenüber seinem Vorgänger in punkto Rollwiederstand um 9 Prozent verbessert wurde, legte der sportliche Altimax One S um beachtliche 12 Prozent bei der Laufleistung zu. Beide Modelle sind zudem mit einem „Visual Alignment Indicator“ ausgestattet, der die richtige Spureinstellung des Reifens anzeigt. Zusätzlich zeigt ein „Replacement Tire Monitor“ mit einem Schriftzug in der Lauffläche an, wann die minimale Profiltiefe erreicht ist. In diesem Fall verwandelt sich der Schriftzug in „Replace Tire“ – ein originelles und praktisches Feature. MARKTPOSITION IN ÖSTERREICH Generalimporteur der Marke General Tire ist die Reifen John GmbH in Salzburg. Marketingleiterin Stephanie Obermeier zeigt sich zuversichtlich, dass die beiden neuen Sommerreifenmodelle dank ihres guten Preis-Leistungsverhältnisses zahlreiche neue Kunden ansprechen werden. „Im Portfolio des Continental-Konzerns sind die Altimax-Reifen preislich etwas unterhalb der Semperit-Modelle posi-

tioniert“, erklärt Obermeier. Die ursprünglich aus dem „Wilden Westen“ stammenden Pneus werden heute von Continental in Europa produziert und unterliegen den gewohnt hohen Qualitätsstandards des Konzerns. Das uramerikanische Erbgut soll dabei aber nicht verleugnet werden, sondern vielmehr die aktuelle Marketingoffensive befeuern. „General Tire ist der alleinige Ausstatter der traditionsreichen US Nascar Serie, die in Europa unter dem Titel Nascar Whelen Euro Series über die Bühne geht“, sagt Stephanie Obermeier. Wer ein solches spektakuläres Rennen einmal live erleben möchte, kann beispielsweise den „Nascar GP Germany“ am 21. und 22. September am Hockenheimring besuchen. Das Besondere dabei und der Unterschied zu einem Formel 1 Rennen: Alle Fahrer gehen mit gleich starken Boliden und mit der gleichen General Tire Rennbereifung an den Start – da ist pures Fahrerkönnen gefragt! DATEN & FAKTEN Unternehmensgeschichte: Die General Tire and Rubber Company wurde 1915 in Akron im US-Bundesstaat Ohio von William F. O´Neil und Winfred E. Fouse gegründet. 1981 hatte General Tire einen Weltmarktanteil von 2,9 Prozent. Im Oktober 1982 schloss das Unternehmen einen Kooperationsvertrag mit dem deutschen Reifenkonzern Continental AG, der General Tire 1987 schließlich für 660 Millionen US-Dollar übernahm.

Der „Replacement Tire Monitor“ zeigt unmissverständlich an, wann die minimale Profiltiefe erreicht ist.

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PROFIT STUDIE

Österreich bleibt weiter Dieselland Während in Deutschland und anderen europäischen Ländern der DIESEL immer weniger Zustimmung findet, sehen mehr als die Hälfte der Österreicher ein Dieselfahrzeug weiter als Option beim Autokauf.

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über noch aufgeschlossener als Frauen (59 versus 53 Prozent), bei jungen Autofahrern (bis 29 Jahre) findet der Diesel die größte Zustimmung (69 Prozent, bei den Über-50-Jährigen nur 47 Prozent). Die Hälfte (52 Prozent) der Österreicher sieht den Kauf eines Benziners aktuell als Option, das entspricht etwa dem Anteil der Benziner an den Neuzulassungen 2018 (54 Prozent). Etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) überlegt mittlerweile den Ankauf eines E-Autos, für fast ebenso viele (36 Prozent) kommt ein Hybrid-Fahrzeug in Frage. Immerhin jeder Fünfte (21 Prozent) könnte sich für einen Wasserstoffantrieb erwärmen. Frauen zeigen sich dabei den neuen Antriebsarten gegenüber weniger aufgeschlossen als Männer, die Mehrheit der Frauen bevorzugt nach wie vor den klassischen „Benziner“. 15 Prozent meinen im Übrigen, die ganze Diskussion rund um Schadstoffausstoß und manipulierte Diesel-Testwerte sei überzogen. Hier sind die Frauen eindeutig kritischer als die Männer – nur neun Prozent der Frauen stimmen dieser Aussage zu. (red)

er Diesel bleibt damit nach wie vor die beliebteste Antriebsart. Rund je ein Drittel der österreichischen Autofahrer würde mittlerweile auch ein Hybrid- oder E-Auto in Betracht ziehen. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von AutoScout24. Die Mehrheit der Österreicher (56 Prozent) würde beim nächsten Autokauf ein Dieselfahrzeug in Betracht ziehen. Ein knappes Drittel (32 Prozent) legt dabei Wert auf die neueste Abgasnorm. Das zeigt sich auch in der Preisentwicklung bei AutoScout24. Bei Euro 4 Dieselfahrzeugen zeigt sich im Jahresvergleich zu 2018 ein Minus von 13 Prozent, bei Euro 5 Dieselfahrzeugen ein Minus von 8 Prozent. Die Österreicher sind im Europavergleich nach wie vor die größten „Dieselfans“. In Deutschland würden nur noch 38 Prozent einen Dieselantrieb in Betracht ziehen, in Italien und Belgien nur rund 35 Prozent, in den Niederlanden gar nur 19 Prozent. Lediglich in Frankreich und Spanien (je rund 40 Prozent) steht der Diesel noch etwas besser da. Österreichs Männer sind dem Selbstzünder gegen-

Diesel verliert europaweit an Zustimmung Frage: Weltweit wird über die Belastung der Städte mit Abgasen und den Skandal um manipulierte Diesel-Autos diskutiert. Wie ist Ihre Meinung dazu und welche Schlussfolgerungen ziehen Sie daraus? (Mehrfachantworten möglich)

Total*

Für mich kommt der Kauf eines Hybridautos in Frage

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Für mich kommt der Kauf eines Benzinautos in Frage

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Für mich kommt der Kauf eines Elektroautos in Frage

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Für mich kommt der Kauf eines Dieselautos in Frage, allerdings nur mit der neuesten Abgasnorm

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Für mich kommt der Kauf eines Erdgasautos in Frage

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Für mich kommt der Kauf eines Dieselautos noch immer in Frage

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Ein Dieselauto zu kaufen, kommt nicht in Frage** Ein Dieselauto zu kaufen, kommt in Frage***

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Für mich kommt der Kauf eines Wasserstoffautos in Frage

Das Abgasthema wird überbewertet – so schlimm ist das alles nicht

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Alle Angaben in Prozent *Gesamtbasis (total) gewichtet nach Bevölkerungsgröße der Länder **Befragte, die weder mit „Für mich kommt der Kauf eines Dieselautos noch immer in Frage“ noch mit „Für mich kommt der Kauf eines Dieselautos noch immer in Frage, allerdings nur mit der neuesten Abgasnorm“ geantwortet haben. ***Befragte, die entweder mit „Für mich kommt der Kauf eines Dieselautos noch immer in Frage“ oder mit „Für mich kommt der Kauf eines Dieselautos noch immer in Frage, allerdings nur mit der neuesten Abgasnorm“ geantwortet haben.

Die internationale Studie wurde im Auftrag von AutoScout24 vom Marktforschungsinstitut Innofact durchgeführt. Umfragezeitraum war der 23. April bis 6. Mai 2019. Insgesamt wurden 7.328 Autohalter, bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter (18-65 Jahre) und Geschlecht eingeladen, in sieben Ländern (Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Belgien, Niederlande, Österreich) befragt. Die Gesamtanalyse auf europäischer Ebene ist entsprechend der Bevölkerungsgröße der Länder gewichtet.

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DIAGNOSE PROFIT



Freier Zugang für Profis Hella Gutmann arbeitet an der AUTORISIERTEN DIAGNOSE für heimische Werkstätten an zugriffgesicherten Fahrzeugen. 

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ie zunehmende Vernetzung moderner Fahrzeuge mit dem Internet und untereinander sowie die Einführung teilautonomer Fahrfunktionen erfordern neue Maßnahmen bezüglich der Datensicherheit. Die Fahrzeughersteller arbeiten deshalb an neuen Sicherheitskonzepten, um Hackerangriffe auf Fahrzeugdaten und -elektronik möglichst zu verhindern. Ähnlich der Firewall für Computer wird die ‚Carwall‘ moderne Fahrzeuge in Zukunft vor unberechtigten Zugriffen schützen. Im Zuge dessen wird auch der offene Datenfluss über die OBD-Schnittstelle stark eingeschränkt werden. Bis dato gewohnte Umfänge sollen dann ausschließlich authentifizierten Technikern vorbehalten sein. ZUGRIFF KOMMT Hella Gutmann-Kunden müssen sich keine Sorgen machen. Wie schon bei früheren Änderungen technischer Rahmenbedingungen, bedingt durch

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neue Fahrzeugtechnologien oder Gesetze, wird Hella Gutmann auch für die neue Aufgabenstellung eine praxisgerechte Lösung anbieten können. Die Implementierung einer entsprechenden neuen Funktion in der mega macs-Software zielt darauf ab, den Anwendern der Hella Gutmann-Diagnosegeräte auch an künftigen Fahrzeugmodellen Diagnose in gewohntem Umfang und auf legale Weise zu ermöglichen. FCA, Fiat Chrysler Automobiles, hat in seinen jüngsten Modellen bereits damit begonnen, ein sogenanntes Security Gateway zu integrieren. Weitere Hersteller überlegen ähnliche Sicherheitskonzepte für künftige Modellreihen. Hella Gutmann erarbeitet deshalb eine werkstattgerechte Lösung, um entsprechende AuthentifizierungsFunktionen in die mega macs-Software zu implementieren. Diese werden im Rahmen von SoftwareUpdates zur Verfügung gestellt. Über den genauen Implementierungszeitpunkt ist noch nichts bekannt. (red)

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PROFIT REPORTAGE 

Für Werkstätten, die sich im Bereich Bremsenwartung spezialisieren wollen, bietet Continental das Werkstattsystem ATE BremsenCenter an.

Innovationen und Service Continentals Premiummarke ATE steht traditionell für ein breites Produktportfolio in puncto VON WOLFGANG BAUER ORIGINALTEILQUALITÄT rund um die Bremse. 

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as passt optimal zur Philosophie von Stahlgruber. Stahlgruber hat ATE bereits Anfang der Neunziger-Jahre als Nr. 1 in der Produktgruppe Bremse gelistet. So können die ATE-Bremsencenter und Werkstattkunden von Stahlgruber auf das komplette ATE Bremsenprogramm für alle europäischen Fahrzeuge zugreifen und einfacher reparieren“, erklärt Stahlgruber Österreich-Geschäftsführer Hermann Kowarz. Wiederverkäufer haben die Möglichkeit, über Stahlgruber ein systemgepflegtes ATE Lager mit Organisations- und Marketingunterstützung zu bekommen. Mit seiner Bremsscheibe für die Vorderachse der CKlasse war Continental 2016 der erste Anbieter im freien Ersatzteilemarkt. Nach dem erfolgreichen Start hat das Technologieunternehmen das Portfolio für die C-Klasse kontinuierlich ausgebaut, unter anderem mit einer Lösung für die Hinterachse. Nun sind weitere Anwendungen hinzugekommen.

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So steht freien Werkstätten für noch mehr Fahrzeuge ein wirtschaftliches Vergleichsprodukt der Premiummarke für das patentierte zweiteilige OEBremsscheibenkonzept zur Verfügung. Das umfangreiche Sortiment in vergleichbarer OEQualität unter der Marke ATE umfasst jetzt auch Bremsscheiben für die Baureihen A238, C238, S213 sowie W213 der E-Klasse. Weitere Neuerung für alle von Continental für Mercedes-Benz-Modelle angebotenen Bremsscheiben: Die im Lieferumfang enthaltenen Befestigungsschrauben bestehen nun aus Kunststoff statt Metall, um die Scheiben bei der Montage zu schützen. Darüber hinaus setzt Continental mit der Entwicklung einer zweiteiligen Bremsscheibe für MercedesFahrzeuge im Hochleistungsbereich erneut Maßstäbe im Aftermarket. Somit steht dem Handel und den Werkstätten erstmals ein Aftermarket-Produkt für den Bremsscheibenwechsel bei zahlreichen Mo-

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REPORTAGE PROFIT



dellen der Mercedes-AMG-Reihe zur Verfügung. Continental hat ein zweiteiliges Bremsscheibenkonzept aus Topf und Reibring entwickelt, das speziell auf leistungsstarke Fahrzeuge ausgelegt ist, bei denen die Bremsscheibe eine große kinetische Energie aufnehmen muss. Hydraulisches Steuergerät für die ABS-Reparatur Ein weiterer Gewinn für freie Werkstätten: Continental hat das Hydraulische Steuergerät (HCU – Hydraulic Control Unit), eine Hauptkomponente des ABS-Steuergerätes ATE MK60, in sein Programm für den Aftermarket aufgenommen. Erstmals steht markenunabhängigen Werkstätten über Stahlgruber ein Originalteil für die Reparatur von Antiblockiersystemen zur Verfügung. Damit

Das Original als Neuteil: Continental hat das Hydraulische Steuergerät (HCU), eine Hauptkomponente des ABS-Steuergerätes ATE MK60, in sein Programm für den Aftermarket aufgenommen.

„Das passt optimal zur Philosophie von Stahlgruber. Wir haben ATE bereits Anfang der 90-Jahre als Nr. 1 in der Produktgruppe Bremse gelistet.“ HERMANN KOWARZ, GF STAHLGRUBER ÖSTERREICH

können Kfz-Betriebe nun einfach und schnell die HCU im System erneuern, anstatt entweder kostenintensiv das komplette ABS-Steuergerät auszutauschen oder den fest mit dem ABS-Steuergerät verbundenen Drucksensor zu öffnen und aufwendig überholen zu lassen. Der Austausch der defekten Komponente gegen ein entsprechendes Neuteil bedeutet größtmögliche Sicherheit für den Fahrer. Darüber hinaus gibt der Reparatursatz von ATE auch der Werkstatt beim Austausch größtmögliche Sicherheit: Neben der mit Bremsflüssigkeit vorbefüllten HCU sind die für die Montage benötigten Kappen und Schrauben sowie eine ausführliche Montageanleitung bereits im Lieferumfang enthalten. Ein zusätzliches Montagevideo können Werkstätten unter www.ate.de/ mk60 aufrufen. Das Angebot von Continental umfasst Produkte für Modelle von BMW, Ford, Mazda, der Volkswagen-Gruppe sowie von Volvo.

UNTERSTÜTZUNG VOR ORT Für Werkstätten, die sich im Bereich Bremsenwartung spezialisieren wollen, bieten Continental und Stahlgruber das Werkstattsystem ATE BremsenCenter an. Vertragspartner erhalten hochwertige Markenersatzteile in OEQualität, Know-how aus erster Hand, Werkzeuge und Geräte für das fachgerechte Arbeiten und alle erforderlichen Werbe- und Gestaltungsmittel. Für praxisorientierte Schulungen vor Ort betreibt Continental ein TrainingsCenter am Standort Wien. Mehr Informationen finden Interessierte unter morecontinental.com.

Auch für die E-Klasse der Baureihen A238, C238, S213 sowie W213 sind Bremsscheiben verfügbar. Dafür hat Continental die patentierte einteilige Lösung für die C-Klasse weiterentwickelt.

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PROFIT INTERVIEW 

„Diese Tools gibt‘s nur bei uns“ AutoScout24-Vertriebsleiter Jochen Jakopitsch spricht im KFZ Wirtschaft-Interview über den Markt, aktuelle Herausforderungen und erklärt, was AutoScout24 einzigartig macht. VON W. BAUER Ja, wir planen Veranstaltungen in Salzburg und eventuell in Oberösterreich und Tirol. Interessierte Händler mögen bitte ab sofort ihrem AutoScout24-Betreuer Bescheid geben, ob sie Interesse haben, an einer Schulung teilzunehmen. Wie hat sich die Fusion von AutoScout24 mit gebrauchtwagen.at entwickelt?

Wir sind noch in der Migration, die mit 1. Oktober abgeschlossen sein wird. Ab dann sind alle Händler auf einem sogenannten Kombivertrag migriert. Die Resonanz war durchwegs positiv. Anfangs hat es ein paar Schwierigkeiten gegeben, weil alles technisch zusammengeführt werden musste, aber innerhalb kürzester Zeit hat sich alles vortrefflich eingespielt. Was hat sich in den letzten Jahren bei den Händlern, die Sie und Ihr Team betreuen, verändert?

Jochen Jakopitsch, Vertriebsleiter von AutoScout24

KFZ Wirtschaft: : Herr Jakopitsch, wie groß ist ihr Team und wie viele Automobilhändler betreuen Sie österreichweit? Jochen Jakopitsch: Wir haben sechs Außendienstmi-

tarbeiter und fünf für den Support Zuständige. Aktuell betreuen wir rund 3000 Händler. Was bietet AutoScout24 den Kunden abgesehen von der Plattform?

Wir haben beispielsweise vor zirka einem Jahr unsere Händlerakademie gestartet. Diese ist vorerst drei Mal in Wien über die Bühne gegangen. Vor rund einem Monat waren wir erstmals in Graz. Wir haben stets zwischen 25 und 40 Teilnehmer. Die Gruppe soll nicht zu groß sein, damit optimale Interaktion möglich ist. Eine Schulung dauert einen halben Tag.

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Bis Anfang der Nullerjahre hatte Print noch einen wesentlichen Stellenwert. Vom „Bazar“ zur „Fundgrube“ bis zu Tageszeitungen. Print spielt heute tatsächlich keine Rolle mehr. Das hat sich alles ins Netz verlagert. Auch in Bezug auf die Präsentation der Fahrzeuge hat sich vieles verändert. Zehn Fotos und mehr pro Auto sind heute keine Seltenheit mehr. Außerdem: Immer mehr Händler sind bereit in Zusatzprodukte zu investieren, weil sie erkannt haben, wie wichtig die optimale Präsentation im Netz ist. Wenn diese hervorragend ist, dann ist der Standort relativ egal. Die potenziellen Kunden kommen in jedem Fall. Was sich noch verändert hat: Früher hat es sich auf dem Gebrauchtwagenplatz samstags und sonntags abgespielt. Da hatten die Leute Zeit, sind die Autohäuser abgefahren. Und haben zudem gewusst, dass sie an einem Sonntag nicht von einem Verkäufer belästigt werden und in Ruhe schauen können. Das gibt’s jetzt nicht mehr.

Welche Inhalte hat die Händlerakademie?

Wie hat sich das Anforderungsprofil an Verkäufer im Autohaus im Laufe der Jahre verändert?

Zuletzt haben wir uns mit dem Thema „Wie man richtig fotografiert“ auseinandergesetzt. Das ist etwas, das vielen unter den Nägel brennt. Wir haben einen renommierten Fotografen engagiert, der unseren Händlern wertvolle Tipps und Tricks beim Fotografieren näherbringt. Abgesehen davon haben wir uns mit dem Thema „Verkaufsgespräch“ beschäftigt. Mit Fokus auf den Abschluss.

Kunden sind heutzutage aufgrund der Recherche im Internet, die sie vor dem Autohausbesuch durchgeführt haben, oftmals top informiert. Mir hat ein Händler kürzlich eine Geschichte erzählt, da ist es um einen gebrauchten Mazda 6 gegangen. Der potenzielle Kunde ist mit einem dicken Ordner gekommen. Darin waren sämtliche Mängel aufgelistet, die ein Mazda 6 haben könnte.

Planen Sie eine Erweiterung der Händlerakademie auf andere Bundesländer?

Welche Tools, die Sie anbieten, haben für den Händler einen konkreten Nutzen?

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INTERVIEW PROFIT



Eines unserer Assets ist der kostenlose Anruf-Manager, der von praktisch all unseren Händlern sehr geschätzt wird, weil ihnen nun kein Anruf mehr entgeht. Wir zeigen unseren Händlern im Rahmen der Statistik nicht nur die E-Mails, sondern auch die Ausdrucke. Sprich: Sobald sich jemand etwas ausdruckt, ist er wirklich interessiert. Das werten wir bereits als wichtigen Lead. Was bietet der AutoScout24-Händlerblog?

Wir haben seit gut einem Jahr einen Händlerblog, in dem wir Neuigkeiten präsentieren, Händlerinterviews bringen und den Gebrauchtwagenpreisindex regelmäßig veröffentlichen (https://www.autoscout24. at/haendlerblog). Wir haben heuer zum zweiten Mal unsere Händler ausgezeichnet, basierend auf den Kundenbewertungen. Wir interviewen bis Ende August aus jedem Bundesland die Top 3-Platzierten und besprechen mit ihnen, wie sie mit Bewertungen umgehen, wie sie Bewertungen einholen et cetera. Diese Resultate sind sodann auch für andere Händler interessant. Spannend ist beispielsweise auch: Wie gehe ich mit einer Negativbewertung um. Was raten Sie da Ihren Händlern?

Der Händler sollte jede Bewertung kommentieren.

Wenn es etwa zu Beschimpfungen kommt, sollte man diese schlicht löschen. Welche Händler haben Sie ausgezeichnet?

Jene zirka 100 Händler, die einen Bewertungsschnitt von 4,5 hatten, haben von uns eine Urkunde erhalten, die wir persönlich überreicht haben. Zudem haben wir kostenlose Merchandise-Artikel zur Verfügung gestellt. Über eine Auszeichnung, die vom Endkunden kommt, freut sich jeder Händler. Wie heben Sie sich von Mitbewerbern ab?

Es gibt einen gewissen Prozentsatz an Usern, der mehrere Plattformen nutzt. Es gibt aber auch einen großen Teil, der exklusiv Plattformen nutzt. Wir sind in puncto Reichweite hervorragend aufgestellt. Mit AutoScout24 und gebrauchtwagen.at haben wir insgesamt fast acht Millionen Besuche. Die Tatsache, dass wir unseren Fokus ausschließlich auf Fahrzeuge legen, hebt uns dezidiert von unseren Mitbewerbern ab. Unsere User schätzen bei uns Tools, die effizient sind und die sie nirgendwo anders finden, sprich: etwa unser Bewertungssystem. Wir haben eine Preisbewertung. Wir bewerten: Top-Angebot, gutes Angebot und faires Angebot. Ein Tool, das von unseren Händlern überaus geschätzt wird.

„Der Händler sollte jede Bewertung kommentieren. Beschimpfungen sollte man schlicht löschen.“ JOCHEN JAKOPITSCH, AUTOSCOUT24

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Sales-Power für Kfz-Betriebe Mit dem neuen MOTIONDATA VECTOR Sales Manager bieten wir das effiziente Powertool für Ihren Verkauf.

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ie MOTIONDATA VECTOR Gruppe unterstreicht mit dem Sales Manager ihre Rolle als Komplettlösungsanbieter für den KFZ-Markt und ergänzt damit die beiden Dealer Management Systeme MOTIONDATA DMS und CDP Car Dealer Package um ein wertvolles Tool für ein professionelles Kundenbeziehungsmanagement. Damit kann jeder KFZ-Betrieb seine Verkaufsperformance erhöhen und seine Ergebnisse nachhaltig steigern. Der MOTIONDATA VECTOR Sales Manager besteht aus mehreren Modulen und kann so indi¬viduell für Ihre Ansprüche eingesetzt werden. Vom klassischen CRM inklusive Probefahrtenmanager bis hin zur Verteilung Ihres Fahrzeugbestands auf zusätzliche Ver¬kaufskanäle wie Ihre Website oder Online-Fahrzeugbörsen werden alle notwendigen Abläufe im Vertrieb unterstützt. Die letzten Entwicklungen bieten beispielsweise die Integration des brandneuen Suzuki Fahrzeug-

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konfigurators, der übrigens ebenfalls von der MOTIONDATA VECTOR Gruppe entwickelt wurde, für eine einfache Angebotserstellung sowie zahlreiche Erweiterungen, die in enger Abstimmung mit unseren Anwendern erfolgen, sodass sämtliche Prozesse praxisbezogen unterstützt werden.

KFZ wirtschaft

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PROFIT INTERVIEW 

„Sollen die sich um die Spitze streiten“ PATRICK SCHENNER ist als Head of Mobidrome, der Online-Gebrauchtwagenplattform von der Porsche Holding Salzburg, im Interview mit der KFZ Wirtschaft erfrischend ehrlich und VON PHILIPP BEDNAR direkt. Keine Attacke auf Willhaben und AutoScout geplant. 

Patrick Schenner, Heaf of Mobidrome

KFZ Wirtschaft: Herr Schenner, Mobidrome nimmt Anlauf auf den Online-Gebrauchtwagen-Markt. Worin genau möchte sich Mobidrome zum Willhaben-Motornetzwerk und AutoScout24 unterscheiden?

Patrick Schenner: Lassen Sie mich gleich zu Beginn festhalten: Wir blasen nicht zum Angriff. Beide Plattformen sind seit vielen Jahren gute Partner der Porsche Holding Salzburg und unserer Händler. Ich sage es ganz offen: Sollen die sich um die Spitze am heimischen Markt streiten, wir wollen die dritte Alternative mit Charme für Händler aller Marken sein. Das ist ein interessanter Punkt: Warum bietet Mobidrome seine Plattform für alle Marken und Händler an und nicht nur für konzerneigene Produkte?

Der Gebrauchtwagenmarkt ist viel kooperativer als der Neuwagenmarkt. Im GW-Geschäft geht es bei Weitem nicht so streng Marke gegen Marke. Auch unsere Händler tauschen viele Fremdmarkenmodelle ein und wollen diese wieder verkaufen. Es

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KFZ wirtschaft 

„Mobidrome ist nicht nur ein digitaler GW-Marktplatz, sondern hat auch eine Beratungsfunktion inkludiert.“ PATRICK SCHENNER, HEAD OF MOBIDROME

wäre sogar hinderlich, würden wir uns auf Konzernprodukte reduzieren, auch wenn wir damit fast 40 Prozent Marktanteil in Österreich genießen. Wie sieht jetzt das konkrete Angebot von Mobidrome für Händler aus?

Zuerst einmal inserieren unsere Partner kostenlos. Weiters haben wir eine Software entwickelt, die wir im Juli präsentieren werden, mit der heimische GW-Händler in wenigen Sekunden und mit ein paar Klicks herausfinden können, warum schwerverkäufliche Modelle so lange stehen. Un-

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INTERVIEW PROFIT



ser Ziel ist es mit Mobidrome den GW-Markt weiter zu professionalisieren. Kostenlos? Womit verdient Mobidrome dann Geld?

Derzeit befinden wir uns in einer Aufbauphase, wo wir eine kritische Anzahl an Fahrzeugen und Händlern auf der Plattform erreichen wollen, um relevant zu sein. Derzeit haben wir über 900 Händler, davon rund 300 Händler der Porsche-Konzern Marken und rund 600 Händler anderer Marken, bei über 50.000 Fahrzeugen online. Bis Jahresende scheinen mir 60.-70.000 Fahrzeuge ein realistisches Ziel zu sein. Damit hätten wir dann auch eine Marktabdeckung von rund 60-70 Prozent, wenn man davon ausgeht, dass ständig 100.000120.000 Händler-GW-Fahrzeuge online sind. Nächstes Jahr möchten wir – wenn unsere Partnerhändler zufrieden mit unserer Leistung sind – mit einem kostenpflichtigen Modell einsteigen. Wobei heute nicht absehbar ist, ob man dann für das Inserieren oder beispielsweise für die Software einen fairen Betrag bezahlt.

DER BESTE PARTNER FÜR IHRE FAHRZEUG-FLOTTE. WINDSCHUTZSCHEIBE? HAGELSCHADEN? STEINSCHLAG?

DELLEN?

Von welcher Größenordnung sprechen wir da?

Unsere Mitbewerber sind bei der Preisgestaltung börsengetrieben oder kommen aus einem HochmargenGeschäft. Der Autohandel ist aber ein NiedrigmargenGeschäft. Daher wollen wir mit moderaten Preisen unseren Partnerhändlern ein faires Angebot machen können. Am liebsten wäre mir, wenn ab kommendem Jahr die Händler sagen: „Ihr macht das gut. Für Betrag X inseriere ich gerne weiter bei euch.“ Aber, um das in aller Deutlichkeit zu unterstreichen: Wir wollen Willhaben und AutoScout24 nicht angreifen, wir sind mit Platz drei absolut zufrieden. Womit wollen Sie sich dann zum Mitbewerber abgrenzen?

Bei Mobidrome stand von Beginn an der Endkunde im Fokus. Mobidrome ist nicht nur ein digitaler GWMarktplatz, sondern hat auch eine Beratungsfunktion inkludiert. Bei uns kann der Endkunde entweder ein spezielles Modell suchen oder seine Bedürfnisse eingeben und wir schlagen ihm dann eine Auswahl an Modellen vor, die seine individuellen Mobilitätsbedürfnisse am besten abdecken. Ein Beispiel: Das Kofferraumvolumen geben wir nicht in Litern an, sondern beispielsweise mit zwei Fahrrädern. Außerdem können auf Mobidrome nur Händler inserieren. Man findet auf der Plattform keine Angebote von Privatpersonen. DATEN & FAKTEN Hinter Mobidrome steht die Allmobil GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Porsche Holding Salzburg. Auf www.mobidrome.at inserieren aktuell über 900 Fahrzeughändler mit einem Angebot von über 50.000 Fahrzeugen.

FELGEN?

LACKSCHADEN?

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DER Spezialist für Lack & Karosserie.

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(an ausgewählten Standorten)

IHR PERSÖNLICHER KONTAKT IM FUHRPARK-MANAGEMENT: Ossi Matic | matic@lucky-car.at

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www.lucky-car.at/Fuhrparks


PROFIT MARKTÜBERSICHT

FINANZIERUNG & VERSICHERUNG Garantierte Kundenbindung Ein Familienbetrieb in Kärnten nutzt Anschlussgarantien geschickt, um Kunden zu gewinnen oder sie enger an das Autohaus zu binden. Mit Erfolg.

Bernd Roth führt den Betrieb in dritter Generation.

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as Autohaus Roth, ansässig in Hermagor, ist ein Familienbetrieb mit über 80-jähriger Firmengeschichte. Der heutige Standort wurde im Jahr 1975 unter der Führung von Alois Gerd und Christa Roth neu erbaut, seit 2006 wird der Betrieb in der dritten Generation von ihrem Sohn, Bernd Roth, geführt. Das Autohaus war lange Jahre Renaultund Dacia-Partner. 2007 entschied man sich zusätzlich für Suzuki. Für Bernd Roth eine Höhepunkte: „Durch den Mehrmarkenhandel decken wir eine höhere Bandbreite ab und erreichen mehr Kundenfrequenz. Da jede unserer Marken ihren eigenen Kundenkreis hat, besteht keine Konkurrenz zwischen ihnen, stattdessen ergänzen sie sich und vergrößern die Nachfrage.“ STARKES TEAM Als Familienbetrieb steht die Geschäftsführung im direkten Kundenkontakt und übernimmt persönlich Verantwortung. „Entscheidungen werden nach zwei Kriterien getroffen: Kundenzufriedenheit und Ren-

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tabilität. Zusammen ergeben sie eine nachhaltige Geschäftsführung, denn zufriedene Kunden zahlen ihre Rechnungen und kommen wieder. Nur wenn man ein positives Ergebnis erwirtschaftet, kann man für die Zukunft investieren. Wir möchten das Autohaus für die nächste Generation bewahren“, sagt der Geschäftsführer. Besonderes Augenmerk legt Bernd Roth auf das Team des Autohauses: „Unsere Mitarbeiter sind das Unternehmen. Ob im direkten Kundenkontakt oder produktiv im Hintergrund. Sie sind es, die mit ihrer Kompetenz, ihrer Freundlichkeit und der qualitativen Arbeit dazu beitragen, dass Umsätze generiert werden. Meine Aufgabe ist es, sie zu führen und für gute Rahmenbedingungen zu sorgen, dass sie optimal ausgebildet sind und den Sinn in ihrem Tun erkennen.“ Das Unternehmen bildet selbst Nachwuchs aus und beschäftigt zwei Kfz-Techniker-Lehrlinge. PARTNER DES KUNDEN Um die Loyalität der Kunden zu stärken, wird auf partnerschaftliche Kundenbeziehung gesetzt: „Und das leben wir in unserem Unternehmen“, so der Geschäftsführer. Ein Beispiel hierfür sind die Garantien im Neuund Gebrauchtwagenbereich. Diese werden in erster Linie genutzt, um mit dem Kunden länger in Beziehung zu stehen. „Der Kunde soll erkennen, dass eine Zusammenarbeit mit uns auch für ihn Vorteile bringt. Die Garantie ist Teil unseres Rundumservices – der Kunde entscheidet sich dann gerne dafür, auch die Wartungsarbeiten oder Versicherungsschäden bei uns abzuwickeln“, sagt Roth. Beim Renault 7 Sterne Gebrauchtwa-

gen-Programm ist eine 12-monatige Garantie von CarGarantie inklusive. Aber auch bei jedem anderen verkauften Gebrauchtwagen ist eine CarGarantie dabei. „Die Garantie ist verkaufsentscheidend und ich kann mir ein Verkaufsgespräch ohne dieses Argument nicht mehr vorstellen.“ Auch im Neuwagenbereich kann Roth seinen Kunden viel Sicherheit bieten. Neue Suzuki werden inklusive Fünf-Jahre-Garantie verkauft (drei Jahre Werksgarantie und zwei Jahre CarGarantie), Renault bietet ebenfalls vier Jahre Herstellergarantie. Aus diesem Grund setzt Roth im Neuwagenbereich meist erst zu dem Zeitpunkt an, wenn die Herstellergarantie ausläuft. Dann schreibt das Team den Kunden an, lädt ihn zum Fahrzeugcheck ein und bietet ihm eine Garantieverlängerung an. LANGJÄHRIGE ZUSAMMENARBEIT Das Autohaus arbeitet bereits seit 1998 mit CarGarantie zusammen. Bernd Roth schätzt die faire Zusammenarbeit, in der gute Lösungen gefunden und Entscheidungen fair und nachvollziehbar gefällt werden. Auch die Betreuung von CarGarantie sieht er durchweg positiv. Spricht man den Geschäftsführer auf die Ziele des Unternehmens an, stehen zwei Punkte im Fokus: „Wir wollen unsere wertvollen Kundenbeziehungen pflegen und nebenbei neue gewinnen. Zudem setzen wir aktuell auf qualitatives Wachstum. Wir investieren sowohl in den Bau eines zusätzlichen Reifenlagers als auch in großzügigere Werkstattarbeitsplätze und informelle Aufenthaltsbereiche für die Mitarbeiter, um die Kommunikation und den Wissensaustausch zu fördern.“

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MARKTÜBERSICHT PROFIT



Als Tippgeber erfolgreich KfzVersicherungen vermitteln Der Verkauf von Kfz-Versicherungen sorgt nicht nur für zusätzliche Erträge im Autohaus, er verbessert auch das Serviceangebot für den Kunden. Die Versicherungsvermittlung sollte dabei keine Frage der betrieblichen Größe oder der Gewerbeberechtigung sein.

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Foto: Hannelore Kirchner

us eigenen Umfragen wissen wir, dass sich viele Kunden eine Versicherungsberatung im Autohaus wünschen. Angeboten wird dieser Service aber noch immer viel zu selten. Denn vor allem kleinere Betriebe gehen davon aus, dass ihnen das Know-how und die personellen Ressourcen dazu fehlen würden. Wir haben versucht, es solchen Partner möglichst einfach zu machen“, erläutert Garanta-Geschäftsführer Hans-Günther Löckinger. Mit Unterstützung des Garanta Sales Teams können auch kleine Betriebe ihren Kunden einen ganzheitlichen Rundum-Service bieten. Das Garanta Sales Team übernimmt dabei die komplette Beratung und den Verkauf der Kfz-Versicherung für den Autohausmitarbeiter. VERSICHERUNGSLÖSUNG Die Abwicklung ist denkbar einfach: Der Verkäufer spricht den Kunden im Zuge des Autokaufs auch auf eine Kfz-Versicherungslösung der Garanta an und kontaktiert das

Sales Team per Telefon. Dann übergibt er den Telefonhörer an seinen Kunden. Seine Arbeit ist somit erledigt, denn alles weitere erledigt das Garanta Sales Team für ihn.

„Die Kundenbindung wird erhöht, der Ertrag wird gesteigert.“ HANS-GÜNTHER LÖCKINGER, GF GÖVD GARANTA ÖSTERREICH VERSICHERUNGSDIENST

KUNDENBINDUNG Mit jeder abgeschlossenen Garanta Kfz-Versicherung erhält das Autohaus eine Tippgeberprovision, es erhöht die Kundenbindung und steigert zusätzlich durch die Garanta Produktvorteile die Ertragschancen für das Werkstattgeschäft. So erhält der Kunde zum Beispiel eine Reduktion des vereinbarten Selbstbehalts, wenn er sein Fahrzeug im selben Autohaus repariert. Darüber hinaus kommt er in den Genuss von mehreren Superbonusstufen unter Null, profitiert vom Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit und vielen weiteren Vorteilen. Weitere Informationen sowie einen Film zum GARANTA Sales Team finden Interessierte im Internet unter: www.garanta.at/versicherung-imautohaus.html

Freundschaften soll man pflegen. Kundenbeziehungen auch! Denn nichts lohnt sich langfristig mehr als eine gute Beziehung zu deinen Kunden. Und damit sich auch unsere Partnerschaft festigt, gibt es ein neues Tool zur einfachen Servicierung deiner Kunden zu Vertragsende: „Ich & meine Kunden“ steht dir ab Sommer exklusiv zur Verfügung. Nähere Informationen auf www.autonline.at oder bei deinem Gebietsleiter.


PROFIT MARKTÜBERSICHT

Traditionell. Hybrid. Alternativ. Es gibt viele Möglichkeiten, ein Fahrzeug anzutreiben und einen Versicherer, der denkt und handelt, wie das Kfz-Gewerbe. DER Branchenversicherer bietet Kfz-Betrieben und ihren Kunden unschlagbare Vorteile.

Fahr vorsichtig, spare Geld Die Porsche Bank will mit einem speziellen Telematik-Tarif für junge Fahrer die Verkehrssicherheit erhöhen. Wer vorsichtig fährt spart, bares Geld.

besser die Punktezahl, also je sicherer und umsichtiger die Kunden fahren, desto mehr Rabatt gibt es auf monatlich vorgeschriebene die Versicherungsprämie – bis zu 20 Prozent.

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estehende und zukünftige Porsche Bank Kunden unter 24 Jahre können ihr Fahrverhalten messen, aktiv verbessern und zugleich bis zu 20 Prozent der monatlichen Versicherungsprämie spar en. Die Smart Driver App misst über GPS das Fahrverhalten und ermittelt daraus eine individuelle Punktezahl. Dazu werden Beschleunigung, Brems- und Kurvenverhalten sowie Geschwindigkeit ausgewertet. Je

Bedingungen für die Prämiengutschrift: Es müssen mindestens zehn Fahrten mit insgesamt mehr als 300 Kilometer innerhalb von drei aktiven Wochen pro Monat aufgezeichnet werden. Um am Produkt teilnehmen zu können, müssen Kunden eine Vollkaskoversicherung sowie einen aktiven Abbuchungsauftrag abschließen. Der Link zu den Details: www.porschebank.at/ versicherung/smart-driver

DIE GESAMTPUNKTEZAHL AM ENDE EINES MONATS ERGIBT FOLGENDE PRÄMIENGUTSCHRIFT: Von 0 bis 80 Punkten

0% Rabatt

Von 81 bis 85 Punkte

5% Rabatt

Von 86 bis 90 Punkte

10% Rabatt

Von 91 bis 95 Punkte

15% Rabatt

Von 96 bis 100 Punkte

20% Rabatt

www.garanta.at

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MARKTÜBERSICHT PROFIT



Ihr Autohaus wird zur Vorteilswelt.

Christian Prothej (Sintschnig), Lukas Prügger (Autohaus Jakob Prügger), Christoph Hauthaler (Zweirad Hauthaler), Rasim Celikalan (Auto ROC), Adnan Hasikic (Auto Falbesoner) v.l.

Star Seller Award für Top-Verkäufer Santander verlieh im Juni 2019 an die besten Verkäufer ihrer Partner im Auto- und Motorradhandel den Star Seller Award.

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ereits traditionell zeichnet die Santander Consumer Bank einmal pro Jahr die besten Verkäufer ihrer Kfz-Händlerpartner aus. Die Sieger freuten sich über 500 Euro in bar und einen Platz bei der Santander Meisterklasse. Die Preisverleihung fand am 4. Juni im Hotel Seehof in Goldegg/Salzburg statt. „Santander arbeitet in Österreich mit über 1.500 Partnern im Auto- und Motorradbereich zusammen. Ihre Verkäufer tragen täglich zum Erfolg unserer Bank bei“, so Michael Schwaiger, Commercial Director Auto Business. TOP-FÜNF-VERKÄUFER ÖSTERREICHS Rasim Celikalan gewann in der Kategorie Gebrauchtwagen. Mit einer Finanzierungsquote von 50 Prozent und einer Steigerung um 35 Prozent zum Vorjahr hatte er einen wesentlichen Anteil daran, dass die Auto ROC in Spittal an der Drau ihre Rolle als Leitbetrieb im GW-Segment in der Region festigen konnte. In der Katego-

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rie Neuwagen überzeugte Adnan Hasikic vom langjährigen Partner Auto Falbesoner in Birgitz mit einer Steigerung von über zehn Prozent bei der Anzahl der Neuwagen-Finanzierungen, bei denen Santander nicht als Partnerbank agiert. Die Kategorie Motorrad konnte Christoph Hauthaler vom gleichnamigen KTM-Partnerbetrieb in Salzburg (Zweirad Hauthaler) für sich entscheiden. Seine 44-Prozent-Steigerung bei Finanzierungen blieb im Zweirad-Segment österreichweit unerreicht. In der Kategorie Kooperationen sprachen die Verkaufszahlen von Christian Prothej eine klare Sprache: 85 Prozent der KIA-Finanzierungen der Sintschnig GmbH (Standorte: Villach und Klagenfurt) liefen 2018 über seinen Schreibtisch. Lukas Prügger vom gleichnamigen Autohaus nahe Graz (Autohaus Jakob Prügger) entschied die Kategorie Kundenloyalität klar für sich. 35 Prozent seiner Kunden waren letztes Jahr loyale Finanzierungskäufer.

www.carplus.at

Autoversicherung direkt im Autohaus. Mehrleistung ohne Mehrprämie. reduzierter Kasko-Selbstbehalt Neuwertersatz GAP-Deckung (Leasing, Kredit) Rücktransportkosten bis EUR 1.500,– Reparaturmöglichkeit bei Totalschaden Gebrauchtwagen-Vollkasko Gebrauchtwagen-Garantie Klima- und Umweltbonus Bonusretter Kfz-Anmeldeservice Vollkasko-Option mit 5 Jahren Kaufpreisersatz bei Totalschaden oder Diebstahl!

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PROFIT MARKTÜBERSICHT

ARBEITSBEKLEIDUNG, Kfz-Mechaniker arbeiten nicht nur im Stehen, sondern müssen auch knien, in die Hocke gehen oder gar liegende Herausforderungen meistern, um mit Hilfe des Rollbretts Reparaturen unterhalb der Karosserie zu erledigen. Die Arbeitskleidung muss entsprechend konzipiert sein, um

Textilsharing für mehr Flexibilität MEWA will Kfz-Betrieben den Arbeitsalltag erleichtern und bietet mit Textilsharing sowie Schrankservice eine praktische Dienstleistung an. In den letzten Jahren hält sich das Wetter nicht immer an Jahreszeiten. Im April kann es noch schneien, im Oktober sind heiße Tage möglich. Was bedeutet das für die Ausstattung der Mitarbeiter mit Berufskleidung? Wie kann eine wettergerechte Ausrüstung garantiert werden? Beispielsweise mittels Textilsharing. Die einfach Lösung: Kleidung für sein Team bei Dienstleistern wie Mewa mieten. Dazu gehört auch Jahreszeit abhängige Bekleidung wie Shorts, T-Shirts oder Winterjacken. So sind die benötigten Outfits immer in den aktuellen Modellen und in den passenden Größen zur Hand. Den gesamten Servicekreislauf – Abholen der getragenen Kleidung, Waschen, Ausbessern, Ersetzen und sauber wieder Anliefern – übernimmt der Dienstleister komplett. Auf Größenänderungen und neue Mitarbeiter wird flexibel reagiert. Wichtig: Jeder Mitarbeiter erhält immer sei-

Die Mewa-Miettextilien können individuell für jeden Mitarbeiter und dessen Einsatzgebiet ausgewählt werden.

ne eigene Kleidung zurück. Durch das Barcode-System ist eine Verwechslung ausgeschlossen.

IDEAL FÜR DIE ÜBERGANGSZEIT Gerade in der Übergangszeit ist die Kleiderfrage kompliziert: Am Morgen ist es noch frisch, mittags wird es warm. Für diesen typischen Tagesverlauf bietet Mewa verschiedene Artikel, die sich im „Zwiebellook“ kombinieren lassen. Wer draußen im Einsatz ist, kann eine Wetterjacke tragen. Die schützt außen vor Wind und Regen, von innen wärmt sie mit Fleece oder Softshell. „Im Sommer sollte die Arbeitskleidung leicht und luftig sein, am besten aus einem atmungsaktiven Gewebe“, erklärt Bernd Feketeföldi, kaufmännischer Geschäftsführer bei Mewa Österreich. „Wenn es der Arbeitsplatz erlaubt, können Shorts getragen werden. Praktisch sind T-Shirts

und Polos sowie eine Weste für kühlere Stunden.“ Außerdem zählen Sonnenbrille, Kappe und Sonnencreme zur Ausstattung. Für die heißen Tage hat Mewa auch Sommeroutfits im Angebot.

SCHRANKSERVICE Passend zum Textil-Service bietet Mewa einen praktischen Schrankservice an. Während die saubere Arbeitskleidung frisch und einsatzbereit im persönlichen Schrankfach bereitliegt, wird die schmutzige Wäsche in einem separaten Bereich gesammelt. So werden größtmögliche Hygiene sowie Ordnung und Übersichtlichkeit garantiert. „Unsere Schränke sind modular aufgebaut und lassen sich beliebig erweitern und kombinieren. Jeder Mitarbeiter hat sein persönliches Fach, das verschlossen und beschriftet werden kann“, erklärt Bernd Feketeföldi.

Bernd Feketeföldi, kaufm. GF Mewa Österreich

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MARKTÜBERSICHT PROFIT

ARBEITSSCHUTZ, HYGIENE den enormen Strapazen standzuhalten. Arbeitsschuhe müssen die Füße vor herabfallenden Werkzeugen schützen und am öligen Werkstattboden den nötigen Gripp bieten. Diese Marktüberblick stellt die neueste Arbeitskleidung vor. Sowohl für heiße, sommerliche als auch für kühlere Tage im Herbst.

Für kältere Tage MASCOT präsentiert eine neue Kollekti-

on von Fleecepullovern für Damen und Herren die Bewegungsfreiheit zu schätzen wissen. Die glatte, dezent schimmernde Oberfläche sieht nicht trendig aus, sie sorgt auch dafür, dass sich Schmutz und Staub nicht so leicht darauf festsetzen. Und das ist insbesondere ein Vorteil, wenn man in schmutzbelasteten Umgebungen mit zum Beispiel viel Staub arbeitet. Der Fleecepullover hat einen Reißverschluss mit unterlegter Windschutzleiste, die vor kalter Zugluft schützt. Die Innenseite ist angenehm weich und der Kragen, der mit dem Reißverschluss eng am Hals geschlossen werden kann, hält den Nacken zuverlässig warm. Die Vorder-

taschen sind mit Reißverschluss und Reflexeffekten ausgestattet. Durch die eng anliegende Passform und die elastischen Ärmelbündchen folgt der Pullover den Körperbewegungen – nichts flattert, nichts kann sich verhaken. Die Fleecepullover können als leichte Jacken getragen werden, eignen sich im Winter aber auch hervorragend als isolierende und atmungsaktive Kleidungsschicht unter einer Jacke.

DESIGN FÜR DAMEN UND HERREN Die neuen Fleecepullover mit speziell für Damen und Herren entwickelten Designs sind Teil der neuen Mascot-Kollektion „Mascot Accelerate“. Die Kollektion besteht aus 70 neuen Produkten

in sechs verschiedenen Farben. Mascot Accelerate kann mit der übrigen Oberbekleidung kombiniert werden – von T-Shirts, Sweatshirts und Thermojacken bis hin zu Shelljacken und Winterjacken. Das stimmige Design zieht sich durch sämtliche Produkte der Kollektion und strahlt Dynamik und Bewegung aus. Die Fleecepullover sind nicht nur in klassisch dunklem Marineblau und in Dunkelanthrazit/Schwarz erhältlich. Es gibt sie auch in drei neuen Farben: Signalrot, Azurblau und Grasgrün. Für Damen und Herren gibt es jeweils spezielle Designs – einmal mit durchgehendem Reißverschluss und einmal als Pullover mit kurzem Reißverschluss, der über den Kopf gezogen wird.

Eng anliegende Flecepullover von Mascot für kühlere Arbeitstage.

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AM PULS INTERVIEW 

Sauber Durchatmen BERNER Atemschutz ist in heimischen Werkstätten ein oft unterschätztes Thema. Die unterschiedlichen Schutzklassen bei Feinstaubmasken kurz erklärt. Wo geschliffen wird, steigt Staub auf. Sehr viel Staub, der sich oft unmerklich durch Mund und Nase beim Einatmen in der Lunge absetzt. Daher sind Feinstaubmasken dringend zu empfehlen. Man unterscheidet zwischen drei Schutzklassen: FFP 1, 2 und 3. Um

sich und seine Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, sollten heimische Betriebe im Alltag zu FFP2 oder 3 greifen und können darauf setzen, dass keine gefährlichen Partikel eingeatmet werden. Berner bietet zwei Versionen der FFP2 –Masken an. Die Standardmaske mit und ohne Ventil, die nach EN 149Norm freigegeben ist. Noch etwas hochwertiger ist das Modell der Premiumlinie, das ebenfalls mit oder ohne Ventil

bestellbar ist. Beide Masken können bei Konzentrationen bis zum 10-fachen des gültigen MAK-Wertes eingesetzt werden. Der MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) gilt für gefährliche Arbeitsstoffe wie Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz. An ihnen orientieren sich zu treffende Schutzmaßnahmen und messtechnische Überwachung.

ATEMSCHUTZÜBERSICHT SCHUTZKLASSE FFP1 ▶ UNGIFTIGE STÄUBE ▶ RAUCHPARTIKEL ▶ KREBSERREGENDE STOFFE

SCHUTZKLASSE FFP1 ▶ UNGIFTIGE STÄUBE ▶ RAUCHPARTIKEL ▶ KREBSERREGENDE STOFFE ▶ VIREN, BAKTERIEN, PILZSPOREN ▶ RADIOAKTIVE STOFFE

ABSCHEIDEGRAD

ABSCHEIDEGRAD

ABSCHEIDEGRAD

>78%

>92%

>98%

Illustration: Cecile M. Lederer | butjabutja.com

SCHUTZKLASSE FFP1 ▶ UNGIFTIGE STÄUBE ▶ RAUCHPARTIKEL

Die Berner Feinstaubatemschutzmasken: Links die Standardversion mit und ohne Filter, rechts die Premiummodelle. Beide der Schutzklasse FFP2.

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INTERIVEW AM PULS



Leicht, sicher und modisch ENGELBERT STRAUSS bietet eine Vielzahl von verschiedenen Arbeits-

und Sicherheitsschuhen an. Speziell für Werkstattmitarbeiter gibt es nun besonders leichtes, luftiges und trotzdem sicheres Schuhwerk. Die Zeiten, wo Sicherheitsschuhe ausgesehen haben wie Bundeswehroder Wanderstiefel sind vorbei. Engelbert Strass zeigt mit den Modellen Erebos, Aton und Arges, dass Arbeitsschuhe mit essentiellen Sicherheitsmerkmalen (S1) durchaus bunt, modisch und locker-lässig daherkommen können. Der Vorteil für die Mitarbeiter: leichteres, bequemeres Schuhwerk für weniger schweißnasse Füße bei sommerlichen Temperaturen. Alle drei Modelle entsprechen dabei der EN ISO 20345:2011 Norm. Neben den optischen Akzenten möchten die Schuhe vor allem in Sachen Ergonomie für die Träger punkten, konkret mittels orthopädischer Einlagen-Möglichkeit.

ORTHOPÄDISCH VORBILDLICH Die Ö-Norm Z 1259 behandelt die orthopädische Anpassung von Berufsund Sicherheitsschuhen. Diese Schuhe zählen zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA), müssen einer Baumusterprüfung unterzogen und mit einem CE-Kennzeichen versehen werden. Jegliche nachträgliche Veränderung z. B. durch orthopädische Einlagen oder Zurichtungen, verlangt eine entsprechende Zertifizierung, um auch weiterhin der Normenkonformität zu entsprechen. Nach Ö-Norm Z 1259 gefertigte Berufs- und Sicherheitsschuhe sind für orthopädische Einlagen geeignet, entsprechend gekennzeichnete Modelle auch für Veränderung durch orthopädische Zurichtungen. Damit sind die neusten Treter von Engelbert Strass auch für Einlagenträger bestens vorbereitetet und einem frischen, stabilisierten Fuß im neuen Schuhe steht nicht mehr im Wege.

Hollu Geschäftsführer Simon Meinschad und der Umweltbeauftragte Eduard Holzknecht mit dem Umweltmanagement-Preis 2019. (v.l.)

Weil sich Verantwortung auszahlt HOLLU Hygienespezialist Hollu in Wien nimmt

Die neuen Arbeitsschuhe von Engelbert Strauss im lässigen Sneaker-Design sind besonders für warme Tage in Werkstätten konzipiert. Viele verschiedene Designs stehen zur Auswahl.

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den Umweltmanagement-Preis 2019 in der Kategorie „Beste Umwelterklärung“ entgegen. Zeigen, wie einfach es ist, einen nachhaltigen Unternehmensalltag zu leben. Das war und ist einer der Gründe, warum Hollu seinen detaillierten Unternehmensbericht für alle öffentlich machte. Auf www.hollu.com/verantwortung kann jeder nachlesen, wie Hollu zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen – den Sustainable Development Goals, kurz SDGs – beiträgt. „Als ich erstmals von den SDGs hörte, wusste ich: Das ist der Weg von Hollu. Heute gehören die SDGs ganz selbstverständlich zu unserem täglichen Arbeiten. Wir hoffen, viele andere Menschen zu inspirieren, denn gemeinsam können wir mehr bewirken“, sagte Hollu Geschäftsführer Simon Meinschad bei der feierlichen Preisverleihung in der Orangerie von Schloss Schönbrunn. Der Umweltmanagement-Preis 2019 wurde vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus im Rahmen der Konferenz „Green Cooperation – gemeinsames Handeln für Umwelt & Klima“ verliehen.

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AUSBILDUNGSTERMINE 2019 INE JETZT ONL ! BUCHEN otive www.automie.at akadem

§ 57A-GRUNDAUSBILDUNGSSEMINAR BIS 3,5 T – WOCHENENDKURSE

§57A-GRUNDAUSBILDUNGSSEMINAR BIS 3,5 T KURSNUMMER

PREIS

KURSNUMMER

PREIS

09. – 12. 09. 2019

WVP19909

€ 925,–

23./24. 08. & 30./31. 08. 2019

WVP19823

€ 925,–

07. – 10. 10. 2019

WVP19A07

€ 925,–

29./30. 11. & 06./07. 12. 2019

WVP19B29

€ 925,–

04. – 07. 11. 2019

WVP19B04

€ 925,–

TERMIN

SEMINARORT: Automotive-Akademie (Gelände Motorsport Werginz), Eduard-Kittenberger-Gasse 56, Objekt 9, 1230 Wien SEMINARDAUER: jeweils von 08.30 bis ca. 17.30 Uhr

TERMINE

SEMINARORT: Automotive-Akademie (Gelände Motorsport Werginz), Eduard-Kittenberger-Gasse 56, Objekt 9, 1230 Wien SEMINARDAUER: jeweils von 08.30 bis ca. 17.30 Uhr

BREMSENKURSE – GRUND-, AUS- UND WEITERBILDUNG § 57A – PERIODISCHE WEITERBILDUNG BIS 3,5 T (MITTWOCH) MITTWOCHSTERMINE 04. 09. 2019

KURSNUMMER

PREIS

WVP19904

€ 325,–

02. 10. 2019

WVP19A02

€ 325,–

13. 11. 2019

WVP19B13

€ 325,–

27. 11. 2019

WVP19B27

€ 325,–

04. 12. 2019

WVP19C04

€ 325,–

SEMINARORT: Automotive-Akademie (Gelände Motorsport Werginz), Eduard-Kittenberger-Gasse 56, Objekt 9, 1230 Wien SEMINARDAUER: jeweils von 08.30 bis ca. 17.30 Uhr

KURSINHALT: Bremsenkurse für Fahrzeuge über 3,5 t Ggw Spezialkurse über Bremsanlagen für Fahrzeuge über 3,5 t, Grundausbildung – 12h TERMIN 18. – 19. 09. 2019

KURSNUMMER

PREIS

WVP19918

€ 415,–

KURSINHALT: Spezialkurs über Bremsanlagen für Fahrzeuge über 3,5 t, Periodische Weiterbildung – 8 Stunden TERMIN 17. 09. 2019

KURSNUMMER

PREIS

WVP19917

€ 275,–

SEMINARORT: WIFI St. Pölten, Mariazeller Straße 97, 3100 St. Pölten SEMINARDAUER: 1. Tag : 08.30 bis 16.40 Uhr / 2. Tag: 08.00 bis 12.00 Uhr

§ 57A – PERIODISCHE WEITERBILDUNG BIS 3,5 T (DONNERSTAG) DONNERSTAGSTERMINE 29. 08. 2019

KURSNUMMER

PREIS

WVP19829

€ 325,–

GRUNDAUSBILDUNG ÜBER 3,5 T HZG. GGW.

26. 09. 2019

WVP19926

€ 325,–

KURSNUMMER

PREIS

17. 10. 2019

WVP19A17

€ 325,–

09. – 13. 09. 2019

WVP1990U

€ 1.025,–

24. 10. 2019

WVP19A24

€ 325,–

04. – 08. 11. 2019

WVP19B0U

€ 1.025,–

21. 11. 2019

WVP19B21

€ 325,–

12. 12. 2019

WVP19C12

€ 325,–

SEMINARORT: Automotive-Akademie (Gelände Motorsport Werginz), Eduard-Kittenberger-Gasse 56, Objekt 9, 1230 Wien SEMINARDAUER: jeweils von 08.30 bis ca. 17.30 Uhr

TERMINE (1 WOCHE / 40 STUNDEN)

SEMINARORT: Montag – Donnerstag: Automotive-Akademie (Gelände Motorsport Werginz), Eduard-Kittenberger-Gasse 56, Objekt 9, 1230 Wien Freitag: Pappas Wiener Neudorf, IZ NÖ Süd, Straße 4, 2355 Wr. Neudorf

ERWEITERUNGSSCHULUNG ÜBER 3,5 T HZG. GGW. 2. Zusatz zur Grundausbildung für Fahrzeuge über 3,5 t hzg. Ggw. 4 h (für alle, die schon eine Grundausbildung bis 3,5 t absolviert haben) TERMIN

HOCHVOLT-AUSBILDUNG – FÜR EIN SICHERES ARBEITEN AN FAHRZEUGEN MIT HOCHVOLTSYSTEMEN! TERMIN HV 2 05. – 06. 09. 2019 TERMIN HV 3 23. – 24. 09. 2019

KURSNUMMER

PREIS

WVP19905

€ 499,–

KURSNUMMER

PREIS

WVP19923

€ 499,–

SEMINARORT: Automotive-Akademie (Gelände Motorsport Werginz), Eduard–Kittenberger–Gasse 56, Objekt 9, 1230 Wien SEMINARDAUER: 2-Tages-Seminar von 08.30 bis ca. 17.00 Uhr

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KFZ wirtschaft

KURSNUMMER

PREIS

13. 09. 2019

WVP19913

€ 215,–

08. 11. 2019

WVP19B08

€ 215,–

SEMINARORT: Pappas Wiener Neudorf, IZ NÖ Süd, Straße 4, 2355 Wr. Neudorf SEMINARDAUER: jeweils von 08.30 bis ca. 12.30 Uhr SEMINARDAUER: 1. – 4. Tag : 08.30 bis 17.30 Uhr / 5. Tag: 08.30 bis 12.30 Uhr

§ 57A – PERIODISCHE WEITERBILDUNG BIS 3,5 T (FREITAG) FREITAGSTERMINE 20. 09. 2019

KURSNUMMER

PREIS

WVP19920

€ 325,–

SEMINARORT: Automotive-Akademie (Gelände Motorsport Werginz), Eduard-Kittenberger-Gasse 56, Objekt 9, 1230 Wien SEMINARDAUER: jeweils von 12.30 bis ca. 20.00 Uhr

INFOS & ORGANISATION Corina Szanwald; Tel. +43 1 54664 146, Anmeldung bitte unter www.automotive-akademie.at Veranstalter: Die Automotive Akademie im Österreichischen Wirtschaftsverlag organisiert für die Landesinnung Wien der Kfz-Techniker und dem Fachverband der Fahrzeugindustrie Österreichs dieses breit angelegte Kursprogramm für alle begutachtenden Kfz–Betriebe. Kontakt: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, Grünbergstraße 15, 1120 Wien. Der Veranstalter behält sich Programmänderungen aus dringendem Anlass vor. Alle Gebühren exkl. 20 % USt! Postadresse: Österreichischer Wirtschaftsverlag, Grünbergstraße 15, 1120 Wien Stornobedingungen: Bei Stor– nierungen bis 14 Tage vor Veranstaltungstermin wird eine Bearbeitungsgebühr von € 30,– berechnet. Danach beträgt die Stornogebühr 50 % der Seminargebühr. Bei Nichterscheinen oder Stornierung am Veranstaltungstag wird die volle Gebühr verrechnet. Die Stornierung muss ausnahmslos schriftlich erfolgen, eine Ersatzperson kann selbstverständlich genannt werden. Druckfehler und Irrtümer vorbehalten. Alle Veranstaltungen sind, wenn nicht anders angegeben, All-inclusiveSeminare (inkl. Seminarunterlagen und Catering).

WICHTIGE TERMINE 2019 01. 01. 2019 Neujahrstag 06. 01. 2019 Heilige Drei Könige 22. 04. 2019 Ostermontag 01. 05. 2019 Staatsfeiertag 30. 05. 2019 Christi Himmelfahrt 10. 06. 2019 Pfingstmontag 20. 06. 2019 Fronleichnam 15. 08. 2019 Mariä Himmelfahrt 26. 10. 2019 Nationalfeiertag 01. 11. 2019 Allerheiligen 15. 11. 2019 Leopold 08. 12. 2019 Mariä Empfängnis 24. 12. 2019 Heiliger Abend 25. 12. 2019 Christtag 26. 12. 2019 Stefanitag 31. 12. 2019 Silvester

Juli/August 2019


ÖSTERREICHS MODERNSTES

§57a-Schulungszentrum

ALLE §57A-SEMINARTERMINE FÜR 2019 UNTER WWW.AUTOMOTIVE-AKADEMIE.AT

ANMELDEFORMULAR BITTE VOLLSTÄNDIG AUSFÜLLEN UND PER POST ODER PER E–MAIL AN: ANMELDUNG@WIRTSCHAFTSVERLAG.AT SCHICKEN

1. VORAUSSETZUNG EINER AUSBILDUNG NACH § 3 ABS. 2 PBSTV Titel

SCHULISCHE AUSBILDUNG: a) Diplom der Fakultät für Maschinenbau oder Elektrotechnik einer österreichischen Technischen Universität oder der Studienrichtung Montanmaschinenwesen der Montanuniversität, unbeschadet zwischenstaatlicher Vereinbarungen über die gegenseitige Anerkennung akademischer Grade und mindestens einjährige fachliche Tätigkeit im Bereich der Fahrzeugtechnik; b) erfolgreicher Abschluss des Fachhochschul-Studienganges Fahrzeugtechnik und mindestens zweijährige fachliche Tätigkeit im Bereich der Fahrzeugtechnik; c) erfolgreich bestandene Reifeprüfung an einer österreichischen höheren technischen und gewerblichen Lehranstalt mit schwerpunktmäßiger Ausbildung in dem Bereich Maschinenbau, Maschineningenieurwesen, Elektrotechnik oder Mechatronik oder im Ausland erfolgreich bestandene Prüfung, die diesen Abschlüssen aufgrund einer völkerrechtlichen Vereinbarung oder aufgrund einer Nostrifikation gleichwertig ist, und jeweils mindestens zweijährige fachliche Tätigkeit im Bereich der Fahrzeugtechnik.

Vorname, Zuname

Firmenname

Straße/Postfach

PLZ

Ort

Telefon/Fax

E–Mail

Rechnungsadresse (vollständiger Wortlaut)

Kursnummern

Datum

Unterschrift

Juli/August 2019

MEISTERPRÜFUNG-WERKMEISTERSCHULE: Erfolgreich abgelegte Meisterprüfung (Österreich oder Deutschland) als Kfz-Techniker/-Mechaniker. Die erfolgreiche Absolvierung der Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau-Kraftfahrzeugtechnik. LEHRABSCHLUSSPRÜFUNG: Erfolgreich abgelegte Lehrabschlussprüfung als Kfz-Mechaniker oder Kfz-Techniker und der Nachweis über eine zweijährige, nach der Lehrabschlussprüfung in Österreich liegende, fachliche Tätigkeit als Kfz-Techniker oder Kfz-Mechaniker, in einem zur wiederkehrenden Begutachtung ermächtigten Unternehmen. Möglichkeiten der Anerkennung von Schulabschlüssen oder erworbener Qualifikationen im Ausland bestehen. Der Nachweis der individuellen Befähigung nach § 19 der Gewerbeordnung ist für sich allein als Nachweis über die erforderliche persönlichen Qualifikation einer geeigneten Person nicht ausreichend. 2. Nachweis über den erfolgreichen Besuch einer theoretischen und praktischen Grundausbildung im Ausmaß von mindestens 24 Stunden sowie über den erfolgreichen Besuch einer Schulung im Ausmaß von mindestens zwölf Stunden. Bei der Begutachtung von Fahrzeugen mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3.500 kg und einer Bauartgeschwindigkeit von mehr als 50 km/h, zusätzlich über den erfolgreichen Besuch einer Erweiterungsschulung im Ausmaß von vier Stunden sowie über den erfolgreichen Besuch eines Spezialkurses über Bremsanlagen von Schwerfahrzeugen durch einen Fahrzeug- oder Bremsenhersteller im Ausmaß von mindestens zwölf Stunden. Der alleinige Besuch einer Schulungsmaßnahme nach § 3 Abs. 3. PBStV ist für eine Nominierung als geeignete/qualifizierte Person nicht ausreichend. ONLINE-ANMELDUNG UND LEISTUNGEN: Sämtliche Kurse finden Sie online unter der Adresse www.automotive-akademie.at. Neben den Kursterminen finden Sie auch weitere Informationen zu den einzelnen Seminaren und Vortragenden. INKLUDIERTE LEISTUNGEN: Bei allen Schulungen sind die Schulungsunterlagen und die Verpflegung inkludiert. Beim neuen Schulungsstandort „Automotive Akademie“ und Wifi St. Pölten sind kostenlose Parkplätze vorhanden. KFZ wirtschaft

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BRANCHENRADAR MENSCHEN 

Kfz-Jungstars aus Kärnten

Christoph Ulbing, Autohaus Wiegele GmbH & Co KG (1.Platz) Martin Aichwalder, Kfz Lobnig GmbH (2.Platz), Florian Mörtl, MAN Truck & Bus Vertrieb Österreich GmbH (3.Platz) (v.l.)

LANDESLEHRLINGSWETTBEWERB Anfang Juni trafen sich die besten Kfz-Techniker-Lehrlinge Kärntens in Villach zum Wettbewerb um den Landesmeistertitel. Neun technische und eine theoretische Station hatten die 18 zum Landeslehrlingswettbewerb angetretenen Kfz-Technik Lehrlinge zu absolvieren. Nach 7 Stunden Konzentration und Anstrengung standen die Sieger fest. Den 1. Platz erreichte Christoph Ulbing vom Autohaus Wiegele in Villach, auf dem 2. Platz landete Martin Aichwalder von der Kfz Lobnig in Völkermarkt, den 3. Platz erreichte Florian Mörtl von der MAN Truck & Bus Vertrieb Österreich in Villach. LIM Walter Aichwalder lobte die Leistungen aller Teilnehmer und bedankte sich bei der Berufsschule und den Kfz-Meistern der Bewertungsjury, den Sponsoren sowie bei allen Ausbildungsbetrieben Kärntens. Die beiden Erstplatzierten werden Kärnten bei der Staatsmeisterschaft 2019 in Bregenz vertreten.

Technikprofis von morgen BOSCH Die besten HTL-Nachwuchsprojekte Österreichs wurden mit dem „Technik fürs Leben“-Preis von Bosch ausgezeichnet. 48 eingereichte Abschlussarbeiten von 141 Schülerinnen und Schülern aus 18 HTL in sieben Bundesländern, 15 nominierte Projekte und im großen Finale vier strahlende Siegerteams: Die „HTL-Oscars 2019“ wurden nach dem Finale des Technik fürs Leben-Preis von Bosch vergeben. In 15 spannenden Live-Pitches mit anschließenden Frage-Sessions durch eine hochkarätig besetzte Jury und vor vollen Zuschauerrängen kämpften sich Teams HTBLuVA Anichstraße (Tirol) und zwei Teams der HTL Mössingerstraße (Kärnten) an die Spitze. Sieger in der Kategorie Mobilitätstechnik wurde heuer das Projekt „EVO-Model: Electric Vehicle Operation-Model”. Der Fahrsimulator von Johannes Kraiger und Andreas Feik, die ihre Diplomarbeit an der HTL Mössingerstraße in Kärnten verfassen, kann die exakte Reichweite eines Elektroautos auf Basis des Fahrverhaltens sowie der Topografie ermitteln.

Klaus Luger (Bgm. Linz), Johannes Kraiger und Andreas Feik (HTL Mössingerstraße, Kärnten), Klaus Peter Fouquet (Alleinvorstand Robert Bosch AG) (v.l.) © Robert Bosch AG/Christian Husar

Neuer Firmenwagendirektor PSA GRUPPE Per 1. Juni 2019 kehrte Dietmar Rath in die Groupe PSA zurück und übernimmt in der österreichischen Importorganisation die Position des Direktors B2B und Gebrauchtwagen. Der 43-Jährige verantwortet damit ab sofort sämtliche Firmenkundenaktivitäten der Automobilmarken Peugeot, Citroën, DS Automobiles und Opel in Österreich. Das Firmen- und Flottenkundengeschäft ist heute eine wichtige Stütze im Automobilvertrieb. Entsprechend hat die Groupe PSA die interne Organisation bereits 2018 neu auf diesen Schwerpunkt ausgerichtet. Rath blickt auf langjährige Erfahrungen im Bereich Verkauf und Produktmarketing zurück. Er startete bei Opel Austria im Jahr 2004 und hatte mehrere wichtige Positionen in Verkauf oder Marketing inne, bevor er 2018 zu Volvo Austria wechselte. Nun kehrt Dietmar Rath in die Groupe PSA zurück. Dietmar Rath

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KFZ wirtschaft 

Juli/August 2019


MENSCHEN BRANCHENRADAR



Die Kunst des Schweißens

Marketingdirektor

CHALLENGE 2019 Zu den Höhepunkten der „Challenge 2019“ zählten nicht nur die Ehrungen der besten Wiener Lehrlinge der Kfz-Technik und Karosseriebautechnik sondern auch die feierliche Übergabe einer großzügigen Spende. „Wir wollen die hervorragende Aus- und Weiterbildung unserer Lehrlinge und auch der zukünftigen Meister sichern und stellen der Siegfried Marcus Berufsschule daher ein neues MIG-Schweißgerät im Wert von 3.000 Euro kostenlos zur Verfügung“, erklärte Günter Blümel, stellvertretender Wiener Landesinnungsmeister der Karosseriebautechniker. Der stellvertretende Landesinnungsmeister der Karosseriebautechniker Günther Blümel (r.) übergibt das High-Tech Schweißgerät an den Wiener Berufsschuldirektor der Karosseriebautechniker Berthold Kunitzky (l.).

S LINK DE MONATS

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CITROËN Per 1. Juni 2019 übernahm Lukas Steiner die Marketingdirektion bei Citroën Österreich. Der 37-Jährige startete seine automobile Karriere bei BMW in München. Seit 2007 war er bei der Ford Motor Company Austria tätig, wo er verschiedene Sales- und Marketingpositionen verantwortete. Zuletzt hatte Steiner die Position des Leiters Händlernetzentwicklung und Business Management inne, und kennt den österreichischen Markt und seine Feinheiten sehr gut.

Rochaden bei VW & Porsche VW & PORSCHE Mit Juni 2019 kam es bei Volkswagen Pkw in Österreich zu einem Wechsel an der Markenspitze. Thomas Herndl übernahm die Aufgabe der Markenleitung und folgt damit auf Harald Feilhauer, der Ende des Jahres in die Geschäftsführung der Porsche Inter Auto Österreich wechselt. Feilhauer wird bis Antritt der neuen Aufgabe strategische Projekte der PIA im internationalen Umfeld betreuen und ab Ende November die operative Geschäftsführung übernehmen. Der bisherige Geschäftsführer Rainer Hodina beendet dann seine berufliche Laufbahn und wechselt in den Ruhestand. Der gebürtige Salzburger Thomas Herndl begann 2005 in der Marktforschung / Kundenzufriedenheit, war anschließend Gebietsleiter Volkswagen, Leiter Absatzplanung / Produktmanagement und leitete zuletzt die Hauptabteilung Group Retail Support. Die Bereiche Netzplanung und Future Retail zählen auch in seiner neuen Funktion zu seinen Agenden.

Thomas Herdl (l.) und Harald Feilhauer

Juli/August 2019 

KFZ wirtschaft

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MACHER DES MONATS JULI/AUGUST 2019

Jeden Monat kürt die KFZ Wirtschaft MACHER UND BREMSER. Menschen, die Großes leisten, und solche, die bremsen.

DER MACHER ROMAN KEGLOVITS-ACKERER

ist als Bundesinnungsmeister als Nachfolger für Josef Harb im Gespräch. Eine gute Entscheidung, da Keglovits eine moderne Offenheit an den Tag legt, auch unkonventionelle Ideen thematisieren möchte und dabei als Betriebsinhaber mit technischer und kaufmännischer Ausbildung genug Praxiserfahrung hat, um die Interesse der Mitglieder zielorientiert vertreten zu können. Oder anders: Keglovits wirkt sehr motiviert und dürfte innerhalb der Branche die notwendige Vernetzung und Beliebtheit mitbringen. Ich glaube: Keglovits kann BIM. (bed)

HELMUT NEVERLA

betrieb einst eine gut gehende Oldtimerwerkstätte in Wien und amtiert heute als Vorsitzender des Berufszweigausschusses und Bildungsbeauftragte der Kfz Techniker in der WKO. Aus langjähriger Erfahrung weiß er, welche Bandbreite an Fertigkeiten für die Restaurierung eines historischen Fahrzeuges benötigt wird und erkennt darin interessante Zukunftsperspektiven für junge Kfz-Techniker. So entwarf er das Konzept für den neuen Ausbildungszweig „Classic-Reparatur“ mit Lehrinhalten, die von der Blechbearbeitung über die Reparatur von Vergaser und Zündung bis zur Rostbeseitigung reichen. Ein kluger Plan, denn in der Oldtimer-Nische ist für geschickte Mechaniker ein wahrer Goldschatz zu heben. (sei)

DER BREMSER SEBASTIAN KURZ Alt-Bundeskanzler Sebastian Kurz will Österrei-

ch zur „Wasserstoff-Nation Nummer 1“ machen. Anders als Elektroautos, die ihre Energie aus Batterien speisen, soll Wasserstoff als Energiespeicher forciert werden. Hier setzt die ÖVP-Strategie „H2-Ö“ an, mit der Österreich bis 2030 zur „Wasserstoffnation Nummer 1 weltweit“ umgebaut werden soll. Mindestens 500 Millionen Euro sollen in den kommenden zehn Jahren in Forschung und Entwicklung investiert werden. Der Vorstoß von Kurz mutet ambitioniert an, hinterlässt aber einen schalen Beigeschmack. Warum wird das umfassende Konzept gerade jetzt präsentiert, da sämtliche Meinungsforschungsinstitute erhoben haben, dass den Wählern der Klimaschutz aktuell das Wichtigste ist? (bau)

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KFZ wirtschaft

Juli/August 2019


§ 57a

GRUNDSCHULUNG DIE NÄCHSTEN KURSE:

23.–24. August 2019 30.–31. August 2019

11 12 10 2 1 2 16 2 9 21 17 3 8 20 ANMELDUNGEN UNTER 18 https://automotive-akademie.at/anmeldung 7 19 4 6 5


Teilereinigung für Profis: Auflagen erfüllen, Haut und Umwelt schonen. WIR MANAGEN DAS mewa.at/ist-professionell

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KFZ-Wirtschaft 07-08/19  

KFZ-Wirtschaft 07-08/19