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TOPSTORY: NOVA NEU

„NoVa NEU - und jetzt“ Mit 1. März 2014 trat die neue NoVA in Kraft. Und das, obwohl die Kfz-Interessenvertreter dagegen sturmgelaufen waren. Prof. Peter Filzmaier sagt im KFZ Wirtschaft-Interview, was falschgelaufen ist. Ab Seite 6

REIFEN-SPEZIAL

Tipps, Trends & Risiken Die KFZ Wirtschaft präsentiert im Reifen-Spezial die aktuellen Themen rund um den Reifen. Beilage ab Seite 28

AUSBILDUNG ●

KFZ wirtschaft 03

DIAGNOSEKRIMI

BETRIEBSNACHFOLGE

INTERVIEW

Das Ende der Crash-TestDummies

WÜRTH

VIRTUAL VEHICLE: Ab Seite 12

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WOLFGANG BAUER LEITARTIKEL



Das Kreuz mit der Politik Dem hartnäckigen Engagement von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung ist es zu verdanken, dass die NOVA nun doch mit 32 Prozent gedeckelt wird. Dennoch stellt sich die Frage, ob die Interessenvertretung tatsächlich optimal agiert hat.

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s wäre ein Worst-Case-Szenario gewesen und konnte nun dank gebündelter Kräfte der Kfz-Interessenvertretung abgewendet werden. Wäre es bei der NoVA Neu nicht zur Deckelung der ermittelten Prozentsätze gekommen, dann wäre es für jene Kollegen, die sich auf den Import und Handel von Premiumfahrzeugen spezialisiert haben, eng geworden. Die Interessenvertretung hat hier eindrucksvoll gezeigt, dass man politisch sehr wohl etwas bewegen kann, wenn alle an einem Strang ziehen bzw. wenn die gesamte Branche mit einer Stimme spricht, wie das Bundesgremialobmann Burkhard Ernst immer fordert. Universitätsprofessort Peter Filzmaier meint im KFZ Wirtschaft-Interview: „Es wurde vor den formalen Beschlüssen protestiert, aber bei der noch früheren und wirklichen Entscheidungsfindung der Politik konnte man sich offensichtlich nicht einbringen.“ Filzmaier stellt eine Frage in den Raum, die sich die Interessenvertretung stellen sollte: „War man proaktiv genug oder wurde zu oft nur reagiert?“ Außerdem stelle sich die Frage, ob „Gegeninteressen die Initiative überlassen“ worden sei und man mit „Gegenmaßnahmen nur noch das Schlimmste verhindern“ wolle. RECHTZEITIGES AGIEREN Ein wütender Leserbrief von Walter Wittmann, Geschäftsführer von Reifen-Wittmann in Wien XXII, erreichte dieser Tage die Redaktion. „Unsere gesamte Interessenvertretung ist zum Fremdschämen“, schreibt Wittmann. Und stellt die Frage: „Wo bleiben massive Demonstrationen, wenn nötig, Straßenblockaden?“ In puncto „rechtzeitiges Agieren“ muss man der Interessenvertretung zu Gute halten, dass die Kfz-Steuererhöhungen - vor allem die dreiste Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer - in keiner Weise absehbar waren, zu-

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mal die Regierungsparteien vor der Wahl jegliche Massensteuern ausgeschlossen hatten. Wenn Einzelhandelssprecher Josef Schirak meint „Wir konnten nicht glauben, wie wir hintergangen wurden“ und wenn Felix Clary, Sprecher der Automobilimporteure, fortwährend moniert, dass die Interessenvertretung von der Politik „zu wenig“ gehört werde, stellt sich die generelle Frage des Standings und an welchen Schrauben zu drehen wäre, um dieses zu verbessern. Klar scheint jedenfalls zu sein, dass es fortan zuträglich wäre, die Politik permanent mit Forderungen zu konfrontieren und in die Offensive zu gehen und nicht nur zu re-agieren. WARNSCHUSS Die vor Kurzem gegründete Mobilitätsplattform „Mobilität.Freiheit.Umwelt“, im Rahmen derer das Bundesgremium des Fahrzeughandels und der Arbeitskreis der Automobilimporteure unter der Federführung der Agentur Rosam Lobbying fürs Auto betreiben, sollte die - so nicht absehbaren - Kfz-Steuererhöhungen als Warnschuss betrachten, sprich: sich bewusst sein, dass stets Unvermitteltes von Seiten der Politik kommen kann. Jetzt gilt es, kontinuierlich am Lobbying zu arbeiten, um sich ein bloßes Re-agieren in Zukunft möglichst zu ersparen. Die von vielen in der Branche geforderte große Demonstration als Protest gegen die Kfz-Steuererhöhungen fand tatsächlich statt. Am 1. März ging eine Protestfahrt am Wiener Ring über die Bühne, organisiert von einer Facebook-Gruppe.

„Es stellt sich die Frage, ob die Interessenvertretung proaktiv genug ist oder nur re-agiert.“

Schreiben Sie mir Ihre Meinung. E-Mail: w.bauer@wirtschaftsverlag.at

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ÜBERBLICK INHALT 

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6 TOPSTORY NOVA NEU - UND JETZT? Mit 1. März 2014 trat die neue NoVA in Kraft. Dass sie nun doch mit 32 Prozent gedeckelt wird, ist dem Engagement der Interessenvertretung zu verdanken. Welche Auswirkungen werden die Kfz-Steuererhöhungen auf den Markt haben?

12 COVERSTORY Das Ende der Crash Test Dummies: 200 helle Köpfe forschen am Grazer Kompetenzzentrum „Virtual Vehicle“ an den Sicherheits- und Antriebstechnologien der Zukunft. Im Interview mit der KFZ Wirtschaft erklärt Geschäftsführer Jost Bernasch, wie aus den Simulationen Realität wird.

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09 TRENDBAROMETER GAB ES VORZIEHKÄUFE? NoVA-Erhöhung Die kurzfristig angekündigte NoVA-Erhöhung lockte viele potenzielle Neuwagenkunden in die Schauräume. Doch haben die auch gekauft? Wir haben uns umgehört.

14 TECHNIKPRODUKTE Matrix Scheinwerfer von Hella, Öl für Asien-Autos von LiquiMoly, Schattenfreie Arbeitsleuchte von Berner, Ölfilterschlüssel von Facom, Gratis Hubschrauber von Sata, ReinigungsLösungen von Hollu.

AM PULS AB SEITE 16 16

03 LEITARTIKEL 04 INHALT 06 TOPSTORY 40 §57A-SCHULUNGEN 2014 44 BRANCHENRADAR 47 RÜCKBLENDE 47 IMPRESSUM 48 MACHER & BREMSER

SPEZIAL

SPEZIAL-BEILAGE:

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18 PODIUMSDISKUSSION Der 34. Tag der oberösterreichischen Kfz-Wirtschaft war geprägt von spannenden Vorträgen und hochkarätigen Gastrednern. 20 NACHFOLGE Johann Lokay sucht für seine Kfz-Werkstätte in Wien Ottakring einen Nachfolger. EN

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KFZ wirtschaft 

16 INTERVIEW Alexander Nuss, Verkaufsleiter division automotive bei Würth erklärt, weshalb die Zeit der großen Wachstumsschübe vorbei ist und wie WürthPro für Ertragssteigerungen in den Werkstätten sorgen soll.

SPEZIAL KFZ wir tschaftREIF

AB SEITE 28 TIPPS, TRENDS & RISIKEN Die Spezialbeilage rund um das Thema Reifen.

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10 DIAGNOSEKRIMI Ein Mercedes Actros machte plötzlich einen Luftsprung und stellte sich nachher tot. Die Suche nach dem Fehler gestaltete sich schwierig, da auch das Diagnosesystem keinen Rat wusste.

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27.02.2014 16:48:50

DIE ANZEIGEN & MEDIENBERATUNG DER KFZ WIRTSCHAFT Ingrid Horvath Tel.: (+43 1) 546 64-224 Fax: (+43 1) 546 64-50224 E-Mail: i.horvath@wirtschaftsverlag.at

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INHALT ÜBERBLICK



AUTOFOCUS AB SEITE 22 22 PRÄSENTATION GOLF R Tschüss GTI – ein alter Spruch der Opel GSI-Fahrer, aber mittlerwohle wohl das Credo der Golf R-Ingenieure. Wolfsburg hat einen neuen Bösewicht, mit Allrad und Power ohne Ende. 23 INTERVIEW Im Rahmen der Präsentation des Autohauses Höller in Salzburg trafen wir Kia Geschäftsführer Bernhard Denk zum Interview über die mittelfristigen Ziele der Marke Kia in Österreich.

24 IMPORTEURE Christian Pesau spricht über den österreichischen Pkw-Markt und was nun nach den Kfz-Steuererhöhungen zu erwarten ist. 25 NEUVORSTELLUNG HONDA Mit dem neuen Civic Tourer besinnt sich Honda seiner alten Meisterschaft, hohen praktischen Nutzwert in ein sportliches Blechkleid zu packen. 26 OLDTIMER Franz Steinbacher über die Highlights der größten Oldtimer-Messe Frankreichs. 28 AUTOTESTS Skoda Octavia Combi 4x4, Toyota GT 86, Range Rover Evoque, Renault Captur dCi 90, VW Golf Variant, BMW 118D XDRIVE. 30 ZWEIRAD Franz Farkas über die BMW R nine T mit mächtigem Boxer, klassischem Tank, breitem Lenker und spartanischer Ausstattung.

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PROFIT AB SEITE 32 32 AUSBILDUNG Für Michael Hafner war der Sieg des Salzburger Landeslehrlingswettbewerbes der Kfz-Techniker die Bestätigung seiner richtigen Berufsentscheidung. Denn zur Leidenschaft für das Handwerk gesellen sich bei ihm auch das nötige Geschick und Talent.

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34 VERSICHERUNGEN In Kooperation mit dem Bundesgremium des Fahrzeughandels und Dr. Tenschert hat der Branchenversicherer Garanta eine auf die aktuelle rechtliche Situation der Branche ausgerichtete, spezifische Rechtsschutzversicherung entwickelt.



38 EXPERTENTIPP Peter Pellkofer über die Qualität der Kundenbetreuung im Gebrauchtwagengeschäft. 38 ONLINE SALES AWARD geht in die Endrunde. Die KFZ Wirtschaft machte sich bei den fünf besten Autohäusern vor Ort ein Bild.

36 LESERBRIEFE Der Leitartikel und die Story über die Erdgas-Irrtümer aus der letzten Ausgabe haben unsere Leser zu Kommentaren animiert. 37 ONLINE SALES AWARD Zurzeit laufen die Siegerehrungen des Online Sales Award 2013. Die besten drei Betriebe werden von Autoscout24

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und der KFZ Wirtschaft besucht und ausgezeichnet.

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42 EUROTAX-STATISTIK Martin Novak (Direktor Verkauf bei Eurotax) präsentiert die aktuellen Pkw-Zulassungszahlen für Jänner 214 von Gebraucht- und Neuwagen.

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TOPSTORY KFZ-STEUERN 

NoVA neu - und jetzt? NoVA NEU – und jetzt?

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Oliver Schmerold, ÖAMTC Verbandsdirektor.

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eht es nach der Regierung, sollen die 4,6 Millionen österreichischen Pkw-Besitzer in den kommenden Jahren bis zu 300 Millionen Euro mehr pro Jahr ins Bundesbudget einzahlen als bisher. Erreicht werden soll das auf dem Rücken der Autofahrer durch die Erhöhung von NoVA und motorbezogener Versicherungssteuer. Und das, obwohl Autofahrer in Österreich bereits jetzt rund 9,9 Milliarden Euro jährlich an Abgaben zahlen – in Form von Mineralölsteuer, Kfz-Steuer, Umsatzsteuer, Mauten etc. „Grundsätzlich ist daher jede Verteuerung des Autofahrens strikt abzulehnen, auch wenn beim Kauf eines neuen Pkw zumindest in geringem Maße die Möglichkeit besteht, einer höheren

NoVA-Belastung zu entgehen. Bei der motorbezogenen Versicherungssteuer ist das unmöglich. Argumentiert wird deren Anhebung hauptsächlich damit, dass seit 2000 keine Indexanpassung erfolgt sei. Eine dürftige Begründung: Immerhin sind die Einnahmen aus dieser Steuer seit dem Jahr 2000 durch höhere Motorleistungen und einen wachsenden Fahrzeugbestand real um 40 Prozent gestiegen“, moniert ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold. Es könne aber „noch schlimmer“ kommen, so Schmerold: „Dem Vernehmen nach soll eine Anhebung der Mineralölsteuer bereits in Planung sein. Damit würde eine weitere Massensteuer erhöht werden, was aber wohl erst nach der Europawahl im Mai

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Illustration & Grafik: butjabutja - multicrossmedia | Cecile M. Lederer

Mit 1. März 2014 trat die neue NoVA in Kraft. Dass sie nun doch mit 32 Prozent gedeckelt wird, ist dem Engagement der Interessenvertretung zu verdanken. Welche Auswirkungen werden die VON WOLFGANG BAUER UND PHILIPP BEDNAR KFZ-STEUERERHÖHUNGEN auf den Markt haben? 


KFZ-TEUERN TOPSTORY



ab 2015 Geschichte. Hier zog die gesamte Kfz-Interessenvertretung an einem Strang und sprach mit einer Stimme. „Wäre es nicht zu dieser Deckelung der ermittelten Prozentsätze gekommen, dann wäre es für jene Kollegen, die sich auf den Import und Handel von Premiumfahrzeugen spezialisiert haben wie Keusch, Denzel oder Porsche Liesing, nicht mehr 5 vor 12, sondern bereits weit nach Mitternacht gewesen“, sagt Mitverhandler Franz Steinbacher. Man habe dem Ministerium klar gemacht, dass es nicht um eine „Steuer für G’stopfte“ gehe, sondern darum, dass jene betriebe ja enorme Investitionen hätten tätigen müssen, so Steinbacher. Zudem gehe es unterm Strich um lediglich 750 bis 1000 Premiumfahrzeuge, die jährlich nur zwischen 3000 und 3500 km fahren würden.

bekannt gemacht werden soll.“ Die neue Normverbrauchsabgabe (NoVA) trat mit 1. März 2014 in Kraft. Für Fahrzeuge, die bis 15. Februar zugelassen wurden, galt noch die alte NoVA. Fahrzeuge, für die ein verbindlicher Vertrag bis 15. Februar geschlossen wurde, können auch nach dem 1. März mit der alten NoVA abgerechnet werden, sofern die Lieferung, sprich: die Übergabe an den Kunden, bis zum 30. September 2014 erfolgt. Von knapp 7.800 gerechneten Fahrzeugtypen ergibt sich für rund 2.100 eine niedrigere Belastung (geringerer Bruttopreis). Rund 5.700 Typen (über 70%) werden teurer. Der überwiegende Teil dieser Typen wird um bis zu 5% brutto mehr kosten. Rund 300 Typen werden 5 bis 15% teurer. BGO Burkhard Ernst spricht in Bezug auf die NoVA neu von einer „reinen Geldbeschaffungsaktion ohne jeglichen Lenkungseffekt“. Einzelhandelssprecher Josef Schirak sagt: „Wir konnten schlicht nicht glauben, wie wir hintergangen wurden.“ Felix Clary, Sprecher des AK der Automobilimporteure, meint: „Die NoVA-Erhöhung an sich ist nicht zu begrüßen. Der Weg weg von der Besteuerung der kW zum CO2-Ausstoß jedoch schon.“

Oben: Stefan Mladek, GF Autogott Unten: Hansjörg Mayr, GF Hyundai

VORZIEHKÄUFE Zahlreiche Publikumsmedien überboten sich mit Sensationsmeldungen, wonach jetzt die großen Vorziehkäufe stattfinden würden. Tatsache ist: Im Jänner 2014 lagen die Pkw-Neuzulassungen bei 23.990 und waren somit im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Prozent rückläufig (die Daten für Februar lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor). Opel startete positiv (+2,8 % MA), Ford erreichte Platz 2 bei Zuwächsen (+2,0 % MA), Skoda hatte einen schwieriger Start (-1.993 Stück). Die meisten PkwSegmente mussten im Jänner Verluste hinnehmen, vor allem Luxus- (85,0 %) und Sportwagen (+10,7 %)

AN EINEM STRANG GEZOGEN Hartnäckige Interventionen von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung haben schließlich doch noch Allerschlimmstes abgewendet. Die NoVA wird nun doch mit 32 Prozent gedeckelt, und die Differenzierung zwischen Diesel und Benzin ist

„Rechnen Sie auf Grund der Steuererhöhungen mit weniger Pkw-Neuzulassungen am Ende des Jahres?“ EXPERTENKOMMENTAR SEBASTIAN HUCHLER, GfK

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27 % NEIN

72 % JA

Die Branche erwartet überwiegend negative Auswirkungen: 72% der befragten Autohändler rechnen für 2014 mit sinkenden Absätzen am Neuwagenmarkt auf Grund der Neuberechnung der NoVA und der Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer. Unter dem Strich kommen auf die Neuwagenkäufer deutliche Mehrkosten zu. Inwieweit ist dadurch eine Belebung des GW-Marktes zu erwarten? Mehr als 2/3 der Befragten sehen durch die Steuererhöhungen einen Einfluss auf den GWMarkt. Einerseits kann die Erhöhung der NoVA positive Impulse auf dem

GW-Markt setzen. Die erwarteten Einbußen im Neuwagenmarkt werden aber kaum durch den Handel mit Gebrauchten aufgewogen werden können. Andererseits trifft die motorbezogene Versicherungssteuer zudem alle Autofahrer, und somit könnten geplante Autokäufe – ob neu oder gebraucht – vom Konsumenten herausgezögert werden, was neben den Einbußen im NW-Markt einen kumulativen Effekt im gesamten Automarkt verursachen würde.

(Befragungszeitraum: 12. - 23.02.2014, Anzahl der Befragten: 439 Betriebe)

* 4 % Keine Angabe

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KFZ wirtschaft

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TOPSTORY KFZ-STEUERN 

„Wir konnten nicht glauben, wie wir hintergangen wurden“, Einzelhandelssprecher Josef Schirak.

Im Interview

legen zu, kleine Geländewagen waren weiterhin auf Erfolgskurs mit +7,9 %. Stefan Mladek, GF von Autogott.at sagt: „An den reinen Klickzahlen konnten wir potenzielle Vorziehkäufe nicht messen. Sehr wohl gab es aber mehr konkrete Anfragen. Die Kaufentscheidung fiel ebenfalls schneller durch die NoVA-Erhöhung.“ Die Zeitspanne von der Anfrage zum Kauf sei deutlich kürzer als sonst gewesen. „Wir haben die Vorziehkäufe gemerkt, aber es war nicht der beschriebene Hype, wie andere Marken berichtet haben. Ein leichtes Plus war zu verzeichnen. Ich gehe davon aus, dass das zweite Halbjahr nicht schlechter wird und wir insgesamt, so wie letztes Jahr, rund 320.000 Neuzulassungen erreichen werden“, ist Hansjörg Mayr, GF von Hyundai Österreich, überzeugt.

im Vorfeld, sondern hat eher begonnen als die Katze längst aus dem Sack war. Es wurde vor den formalen Beschlüssen protestiert, aber bei der noch früheren und wirklichen Entscheidungsfindung der Politik konnte man sich offensichtlich nicht einbringen. Ich kann und will von außen nicht beurteilen, was die KfZ-Wirtschaft und verwandte Branchen in ihrer Interessenvertretung gut und was weniger gut gemacht haben. Doch es gibt ein paar Fragen, mit denen alle Vertreter von Interessen regelmäßig konfrontiert sind: War ich, zum Beispiel pro-aktiv genug oder wurde zu oft nur reagiert? Wird Gegeninteressen die Initiative überlassen, kann man mit Gegenmaßnahmen nur noch das Schlimmste verhindern. Oder nicht einmal das. Wie müsste die Interessenvertretung agieren, um ihre Anliegen besser durchzusetzen?

Auch hier antworte ich mit einer Reihe von Gegenfragen, welche die Branche sich stellen muss.

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Die Formel für die NoVA-C0²-Abgabe lautet: (NoVA-C02 minus 90) durch 5 = Prozentsatz vom Wert - € 400,-plus 20 % USt. Das ergibt bei einem Fahrzeug mit einem Einstandswert von € 150.000,– und einem C0²-Wert von 350 g/km folgenden Abgabewert: 350 - 90 = 260 : 5 = 52 % von € 150.000,– = € 78.000,– minus € 400,– ergibt = € 77.600,– als NoVA-C0²-Abgabe und ergibt plus 20% USt. eine Gesamtbelastung von: Einstandspreis € 150.000,– NoVA-C0²-Abgabe € 77.600,–  € 227.600,– + 20 % USt. € 45.520,– Gesamt € 273.120,–

UNIV. PROF. PETER FILZMAIER, POLITIKWISSENSCHAFTER KFZ Wirtschaft: Die Kfz-Steuern wurden exorbitant erhöht obwohl die Interessenvertreter der Autobranche im Vorfeld dagegen Sturm gelaufen sind. Weshalb wird die Stimme der Interessenvertreter nicht oder kaum von der Politik gehört? Peter Filmzmaier: Naja, der Sturmlauf war weniger

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SO BERECHNET MAN DIE NOVA NEU

Gibt es zum Beispiel – in dieser Reihenfolge – klare strategische Ziele, darauf basierend eine klare Zielgruppendefinition für die Interessenvertretung und als dafür passend ausgesuchte Kommunikationskanäle? Wird die richtige Entscheidung getroffen, wann „inside lobbying“ –also Direktverhandlungen hinter verschlossenen Türen mit politischen Entscheidungsträgern – oder „outside lobbying“ als Platzierung der eigenen Argumente oder etwa auch diese unterstützenden Daten bzw. Studien in den Medien anbracht ist?

„Es wurde vor den Beschlüssen protestiert, aber bei der Entscheidungsfindung der Politik konnte man sich offensichtlich nicht einbringen. “ Derzeit kursieren Gerüchte über eine MöSt-Erhöhung nach der EU-Wahl Ende Mai. Halten Sie eine neuerliche Erhöhung der Mineralölsteuer – als zusätzliche Belastung für die Autofahrer – für möglich?

Ja, weil spätestens seit den zunehmend ans Tageslicht kommenden staatlichen Finanzlasten der Kärntner Hypo-Affäre kaum irgendeine Steuererhöhung mehr ausgeschlossen werden kann. Die Branche sollte also nicht erst re-agieren, wenn man damit konfrontiert wird.

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KFZ-TEUERN TOPSTORY



Gab es Vorziehkäufe? NOVA-ERHÖHUNG Die kurzfristig angekündigte NoVA-Erhöhung lockte viele potenzielle NeuwagenVON PHILIPP BEDNAR kunden in die Schauräume. Doch haben die auch gekauft? Wir haben uns umgehört. 

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ALEXANDER MARTINOWSKY, WIESENTHAL „Auf Grund der sehr kurzen Vorankündigung der NoVA-Erhöhung waren die Auswirkungen überschaubar. Insbesondere bei S-und M-Klasse ist es zu einem leichten Anstieg der Bestellungen gekommen. Wir schätzen, dass ca. 10 Prozent des gesamten Bestelleinganges der Monate Jänner und Februar vorgezogene Bestellungen sind, in Summe wären das rund 90 Fahrzeuge. Unsere Einschätzung des Gesamtjahres bleibt unverändert.“

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HEINZ ROBINSON, MAZDA- U. KIA-HÄNDLER „In den letzten Wochen war in unseren Schauräumen mehr los, wobei das bei Mazda und Kia unterschiedlich ausgeprägt war. Das hängt wohl mit Neuheiten und Kundenaktionen zusammen. Die Käufer sind da sensibel, kritisch und reagieren überraschend schnell. Wir konnten aufgrund der Kundenaussagen feststellen, dass viele Fahrzeugkäufe vorgezogen wurden, daher rechnen wir auch mit einem ausgleichenden Rückgang in den nächsten drei bis vier Monaten.“

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HARALD EBNER, OPEL-HÄNDLER „Wir hatten einen starken Jahresbeginn – wie üblich – daher ist es schwer einzuschätzen, wie viel davon Vorziehkäufe waren. Was wir jedoch gemerkt haben: Die Kaufentscheidung fiel schneller. Wobei ich sagen muss, dass die Motoren unserer Volumensmodelle kaum von der NoVA-Erhöhung betroffen sind. Übers Jahr gesehen wird es sich ausgleichen, da ja auch einige Modelle nicht nur teurer, sondern auch günstiger werden.“

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FRANZ DEUTSCH, RENAULT-HÄNDLER „Als Kleinbetrieb haben wir es weniger stark gespürt, aber die Anfragen waren doch deutlich mehr. Verkauft wurde aber kaum mehr, da die gestiegene Preisvergleichbarkeit übers das Internet den Konkurrenzdruck deutlich erhöht hat. Ich glaube aber nicht, dass die Vorziehkäufe am Jahresende fehlen werden. Das Kaufverhalten wird sich ganz normal einpendeln auf das übliche Niveau. Aber die Kunden waren durch die NoVA-Erhöhung spürbar verunsichert.“

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Illustration: butjabutja - multicrossmedia | Cecile M. Lederer & thinkstock

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ALFRED STADLER, DENZEL „Durch die NoVA-Erhöhung war der Kundenandrag nicht dramatisch höher, aber doch deutlich zu spüren. Das Interesse galt vor allem leistungsstarken Modellen, beispielsweise von BMW und Land Rover. Viele Interessenten haben dann auch rechtzeitig gekauft bzw. bestellt. Ich gehe von einem ähnlich starken Jahr wie 2013 aus. 320.000 Neuzulassungen sind realistisch, da noch viele Bestellungen vom Februar erst nach und nach ausgeliefert werden.“

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Der im Futtermitteltransport tätige Mercedes Actros kündigte eines Tages mit einem Knall seinen Dienst.

Vom eigenen Blitz getroffen Ein MERCEDES ACTROS, der in Osttirol als Futtermitteltransporter eingesetzt wird, machte eines Tages plötzlich einen Luftsprung und stellte sich nachher tot. Die Suche nach dem Fehler gestaltete VON PETER SEIPEL sich schwierig, da auch das Diagnosesystem keinen Rat wusste. 

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lötzlich is‘ die Luftfederung in die Höh‘ g’angen, der Wagen hat an Hupfer g’macht, und dann is‘ gar nix mehr g’angen“, berichtete der Fahrer eines zwölf Jahre alten Mercedes-Benz Actros, der im Auftrag der Raiffeisengenossenschaft Lienz einen Osttiroler Bauern mit einer Ladung Futtermittel beliefert hatte. Es geschah während des Entladevorganges, als die Futterkörner aus dem Tankbehälter des Actros durch ein Plastikrohr in den Silo gepumpt wurden. Nach dem plötzlichen Totalausfall der elektrischen Pumpe ließ sich auch der Motor des Lkw nicht mehr starten, und dem Fahrer blieb nichts anderes übrig, als den Abschleppdienst kommen zu lassen und den Actros in das RGO Technikzentrum in Lienz zu überstellen. Dort standen die Kfz-Techniker zuerst einmal vor einem Rätsel, dessen Auflösung in mehreren Schritten erfolgte:

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DER LÖSUNG SCHRITTWEISE AUF DER SPUR ▶ Das Diagnosegerät zeigte nicht das geringste Signal, was Werkstattleiter Andreas Lercher zur Bemerkung veranlasste: „Es war, als würde man einen Toten fragen, woran er gestorben ist.“ ▶ Es blieb also nichts anderes übrig, als alle für einen Defekt in Frage kommenden Leitungen durchzumessen, die komplette Sensorik zu überprüfen und sämtliche Parameter zu checken. Zwei Fahrzeugelektriker des RGO Technikzentrums Lienz waren damit mehrere Stunden beschäftigt. ▶ Der Verdacht, dass das Motorsteuergerät defekt sei, erhärtete sich, sodass ein neues Motorsteuergerät bestellt und eingebaut wurde. ▶ Erster Erfolg: Der Motor des Actros sprang wieder

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DIAGNOSEKRIMI TECHNIK



▶ Im Gespräch mit dem Fahrer gab dieser schließlich zu, kurz vor dem Totalausfall des Fahrzeugs am Heck des Actros einen Blitz gesehen zu haben. Der Verdacht bestätigte sich schließlich, dass der Fahrer nicht die vom Hersteller vorgegebenen Aufbauvorschriften beachtet hatte. Das Kunststoffrohr kann sich nämlich während des Entladevorganges stark elektrostatisch aufladen und muss daher entsprechend geerdet werden. Dazu müssen das Fahrzeug und der Futtersilo mittels Massekabel, das zusätzlich noch an einem Erdspieß befestigt wird, verbunden werden. ▶ Der Fall war gelöst, denn nun war klar, dass sich die elektrostatische Überspannung in einem Blitz entladen hatte, der vom Kunststoffrohr auf den Actros übergesprungen war und die Fahrzeugelektronik zerstört hatte. FAZIT Erst nach Austausch von drei weiteren Steuergeräten für Bremsen, Luftfederung und Getriebe war der Actros wieder betriebsbereit. Eine kleine Nachlässigkeit mit großen Folgen: Die Reparaturkosten beliefen sich auf rund 13.000 Euro. Auf der Suche nach dem Fehler maßen die Kfz-Technikern alle in Frage kommenden Leitungen durch und überprüften die komplette Sensorik.

PETER SEIPEL DER SIEGESZUG DES TURBOLADERS Eine elektrostatische Aufladung entsteht durch die Reibung zweier nichtleitender Materialien - im aktuellen Diagnosekrimi waren dies die Körner des Futtermittels, die sich am Plastikrohr des Abfüllschlauches rieben. Aber auch im alltäglichen Werkstattbetrieb lauern Gefahren durch elektrostatische Aufladung. So berichtet die deutsche Berufsgenossenschaft Holz und Metall von einem Fall, bei dem sich aus einem Tank abgelassenes Benzin entzündete. Was der Mechaniker, der den Unfall verursacht hatte, nicht wusste: Sowohl Diesel als auch Benzin besitzen eine geringe elektrische Leitfähigkeit und laden sich daher beim Fließen elektrisch auf. Wird der Treibstoff durch Lösen der Ablassschraube rasch aus einem Tank abgelassen, kann durch die Reibung der Flüssigkeit am Kunststoffbehälter ein Funke entstehen, der das Kraftstoff-Luftgemisch entzündet. Im beschriebenen Fall fing daraufhin auch noch das in einer Rinne gesammelte Altöl Feuer. Die Folge: Die komplette Werkstatt inklusive Büroräume und Kundenfahrzeuge wurde durch das Feuer zerstört, zum Glück kamen aber keine Personen zu Schaden.

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an, doch die anderen Systeme wie Getriebesteuerung, Bremsen und Luftfederung funktionierten immer noch nicht.

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TECHNIK COVERSTORY 

Das Ende der Crash Test Dummies 200 helle Köpfe forschen am Grazer Kompetenzzentrum „VIRTUAL VEHICLE“ an den Sicherheitsund Antriebstechnologien der Zukunft. Im Interview mit der KFZ Wirtschaft erklärt Geschäftsführer VON PETER SEIPEL Jost Bernasch, wie aus den Simulationen Realität wird. KFZ Wirtschaft: Welche konkreten Projekte werden derzeit am Virtual Vehicle verfolgt? Jost Bernasch: Wir entwickeln unter anderem

Mit Simulationen am Computer können heute oft bessere Erkenntnisse gewonnen werden als mit traditionellen teuren Crash-Versuchen.

ein menschliches Reaktionsmodell für die Situation vor dem Crash, die mit konventionellen CrashTest-Dummies nicht hinreichend erforscht werden kann. Gemeinsam mit dem Institut für Fahrzeugsicherheit der TU Graz arbeiten wir zum Beispiel daran, dass komplexe Verhalten des Menschen beim Abbremsen oder Einlenken realitätsnah in einer Simulation abbilden zu können. Fahrzeughersteller wie BMW, Daimler, VW oder Audi bekommen damit ein verbessertes Modell zur Beschreibung des menschlichen Verhaltens in Unfallszenarien und verwenden unsere Daten für die Entwicklung verbesserter Sicherheitssysteme. Wie kann man sich eine solche Simulation genau vorstellen?

Wir haben ein von Toyota entwickeltes virtuelles Mensch-Modell sozusagen mit Muskeln ausgestattet und mit typischen Reaktionen versehen, um im Computer reale Bewegungsmuster darstellen zu können. Das neue Modell ist deutlich aussagekräftiger und revolutioniert dadurch die Entwicklung von wirksamen Sicherheitssystemen. Welche anderen Forschungsschwerpunkte verfolgt das Virtual Vehicle?

Auch die Elektromobilität ist für das Virtual Vehicle ein wichtiges Thema. So untersuchen wir beispielsweise in Zusammenarbeit mit AVL List, TU Graz, V W und Universität Münster verschiedene Batteriemodelle in Bezug auf Kosten und Lebensdauer. In weiteren Projekten wird erforscht, wie Batteriesysteme betriebssicher ausgelegt werden müssen und wie sie im Falle eines Crashs abgesichert werden können.

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Gibt es konkrete Entwicklungen des Virtual Vehicle, die es schon auf die Straße geschafft haben?

Durch eine am Virtual Vehicle entwickelte neuartige Kombination von Computer-Simulation und experimentellem Versuch können nun einzelne Fahrzeugkomponenten wie zum Beispiel die B-Säule gecrasht werden, wobei man aber die gleiche Aussage wie beim Crash eines Gesamtfahrzeuges erhält. Immerhin kostet die Zerstörung eines ganzen Fahrzeug-Prototyps bis zu einer Million Euro. Dieses Verfahren, das wir gemeinsam mit einem führenden OEM und dem Institut für Fahrzeugsicherheit der TU Graz entwickelt haben, hilft den Autoherstellern, enorm viel Zeit und Geld in der Entwicklung zu sparen. Sind Ihre Auftraggeber ausschließlich europäische OEMs?

Der Großteil der Forschungsleistungen wird in Zusammenarbeit mit führenden europäischen OEMs wie Audi, BMW, Daimler, Porsche, und V W erbracht, der Anteil von Herstellern aus Amerika und Asien nimmt aber zu. In welchem Ausmaß profitieren die österreichischen Zulieferunternehmen von den Aktivitäten des Virtual Vehicle?

Österreichische Zulieferunternehmen wie austria micro systems, AVL, Infineon, Liebherr, Magna, SAG, Siemens, Steyr Motors oder voestalpine schiene sind bedeutende Forschungspartner des Virtual Vehicle. Die Zulieferer profitieren, indem sie am Virtual Vehicle sehr komplexe Aufgaben angehen und diese von der Idee über die erforderliche Reife bis hin zur raschen Markteinführung bringen können. Aus welchen Nationen stammen die am Virtual Vehicle beschäftigten Mitarbeiter, und wie viele von ihnen sind Österreicher?

Am Virtual Vehicle arbeiten derzeit über 200 Forscherinnen und Forscher aus 17 Nationen. Rund 85 Prozent davon sind Österreicher. Wie schwer ist es heute, qualifizierte Mitarbeiter für das Virtual Vehicle zu gewinnen, und welche Maßnahmen setzen Sie, um kluge Köpfe zu bekommen?

Der Wettbewerb um die hellsten Köpfe hat sich

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COVERSTORY TECHNIK



seit dem Bestehen des Forschungszentrums weiter intensiviert. Wir bieten daher den „High Potentials“ unter den Nachwuchsforschern die Möglichkeit, am Virtual Vehicle schon während der akademischen Ausbildung an topaktuellen industrienahen Projekten mitzuarbeiten, ihre Diplomarbeit oder Dissertation am Forschungszentrum zu verfassen sowie im Verbund mit international renommierten Forschungs- und Industriepartnern zu forschen. Mit Kooperationen wie der „KinderUNI“, „TEKnow Kids“ oder Schulexkursionen setzen wir auch bei der Frühförderung an. Wie kann aus Ihrer Sicht die Attraktivität Österreichs als bedeutender Forschungsstandort der Automobilindustrie aufrecht erhalten werden?

Österreich kann seine Position im globalen Wettbewerb nur halten, wenn wir das Potenzial und die Innovationskraft unserer klugen Köpfe optimal ausschöpfen. Es muss uns gelingen, junge Menschen auch weiterhin für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern und ihre Kräfte auf die Schlüsselthemen Mobilität, Ökologie und Nachhaltigkeit sowie Energieeffizienz und Sicherheit zu lenken.

Jost Bernasch, GF des Virtual Vehicle, will junge Technik-Talente für die Automobil-Forschung begeistern.

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TECHNIK PRODUKTE 

HELLA Hella und Audi präsentieren den weltweit ersten Matrix-LED-Scheinwerfer mit blendfreiem Fernlicht im Audi A8. Die innovative Scheinwerfertechnologie erlaubt dem Fahrer mit permanent eingeschaltetem Fernlicht zu fahren, ohne den Gegenverkehr oder vorausfahrende Fahrzeuge zu blenden. Die Fernlicht-Scheinwerfer sind in jeweils fünf Reflektoren mit 5-Chip-LEDs gegliedert. Erstmals gelang es Hella, jede LED auf dem 5er-Chip einzeln anzusteuern und damit 25 LEDs je Scheinwerfer nach Bedarf auf- oder abzudimmen. Infos: www.hella.at

Debüt der MatrixScheinwerfer

East meets West LIQUI MOLY Motoröl- und Additivspezialist Liqui Moly stimmt seine Schmierstoffe auf bestimmte Marktsegmente ab und präsentiert nun das neue Special Tec AA 0W-20. AA steht für Asien und Amerika, weil sich das Öl für viele Fahrzeuge asiatischer und amerikanischer Hersteller eignet. Es folgt dem Trend zu immer dünnflüssigeren Ölen. Eine niedrige Viskosität von nur 0W20 reduziert die innere Reibung des Motoröls und trägt so zu einem sinkenden Kraftstoffverbrauch bei. Infos: www.liqui-moly.de

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KFZ wirtschaft 

Licht ohne Schatten BERNER stellt mit dem „Flashpad“ eine Innovation vor, die mit Hilfe modernster LED-Technologie eine nahezu schattenfreie Beleuchtung des Fahrzeugunterbodens ermöglicht. Die Oberfläche der leuchtenden „Fußmatte“ ist befahrbar und rutschhemmend. Das innovative Beleuchtungssystem bewährt sich unter anderem in der Direktannahme, wenn der Annahmemeister gemeinsam mit dem Werkstattkunden das Fahrzeug begutachtet und notwendige Reparaturen bespricht. Infos: www.berner.co.at

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PRODUKTE TECHNIK



Schneller Ölfilterwechsel

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FACOM Handwerkzeug-Spezialist Facom präsentiert einen Satz von Ölfilterschlüsseln, die sich automatisch auf alle gängigen Fabrikate einstellen. Probleme beim Filterausbau - zu fest angezogen, enger Arbeitsbereich oder öliges Filtergehäuse – gehören damit der Vergangenheit an. Das Werkzeug ist mit kräftigen, selbsteinstellenden Backen ausgerüstet, die oben angebrachte Umschaltknarre kann mit einer Hand bedient werden. Der Spannbereich der beiden Ölfilterschlüssel, die im Satz enthalten sind, erstreckt sich auf Filtergrößen zwischen 60 mm und 100 mm. Infos: www.facom.com

Haargenau wuchten

Profis als Hygienepartner HOLLU Reinigungsspezialist hollu bietet sowohl ein breites Sortiment an Reinigungslösungen an als auch kompetente Anwendungsunterstützung vor Ort. Gemeinsam mit den Kunden analysieren hollu-Experten die Reinigungsanforderungen im Betrieb, führen Personalschulungen durch und helfen beim Erstellen von Hygieneplänen, die als Leitfaden für den Arbeitsalltag dienen. Denn nur mit dem richtigen Einsatz der hollu-Produkte werden optimale Reinigungsergebnisse erzielt. Infos: www.liqui-moly.de

März 2014



CHECKLISTE  Stabile Aufstellung der Maschine überprüfen und diese gegebenenfalls verankern.  Welle, Druckhülse, Flansche und Konen in sauberem Zustand halten.  Konen und Flansche auf Beschädigung überprüfen.  Alte Wuchtgewichte, Steine, Schmutz und andere Fremdkörper von der Felge bzw. dem Reifen entfernen.  Vorgaben der Fahrzeughersteller beachten und das Rad mit passenden Spannmitteln aufspannen.  Rad-Daten korrekt eingeben. Mehr über Reifenwuchtmaschinen und Fachberatung: www.siems-klein.at

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Sata hebt ab

SATA Unter dem Motto „Ready for take-off“ gibt es jetzt beim Kauf einer Sata-Hochleistungslackierpistole einen ferngesteuerten Helikopter im Sata-Design gratis dazu. Der trendige „Heli“ zeichnet sich durch eine einfache Steuerung aus und garantiert einen hohen Spaßfaktor. Das nette Gimmick wird zur sparsamen Satajet 4000 B HVLP oder zur Satajet 4000 B RP mit optimierter Hochdrucktechnik beigegeben, die Aktion läuft bis 17. April 2014 bzw. solange der Vorrat reicht. Infos: www.sata.com

Präzise gewuchtete Räder laufen ruhig und haben eine längere Lebensdauer. Eine Wuchtmaschine bringt exakte Resultate, wenn der Betreiber genau und sauber arbeitet. Beachten Sie bitte folgende Tipps, um falsche Wuchtergebnisse zu vermeiden.

KFZ wirtschaft

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AM PULS INTERVIEW 

„Markt hat sich sehr verändert“ Im KFZ Wirtschaft-Interview erklärt ALEXANDER NUSS, Verkaufsleiter division automotive bei Würth, weshalb die Zeit der großen Wachstumsschübe vorbei ist und wie WürthPro für VON WOLFGANG BAUER Ertragssteigerungen in den Werkstätten sorgen soll. KFZ Wirtschaft: Wie ist das letzte Jahr für Würth im

automotiven Sektor gelaufen? Alexander Nuss: Das Jahr 2013 war insgesamt ein zufriedenstellendes, in puncto Umsatzwachstum war es ein moderates. Es hat sich gezeigt, dass ein zweistelliges Wachstum, das wir in den vergangenen Jahren immer hatten, immer schwieriger wird.

haben wir Produktspezialisten, z.B. in der Kfz-Aufbereitung sowie Key Account Manager und Trainer, die unsere Konzepte den Werkstätten nahebringen. Was sind Ihre Ziele für 2014?

Wir haben ein Wachstum zwischen drei und fünf Prozent geplant. Überdies planen wir, unsere Konzepte und Ideen verstärkt in den Markt zu bringen. Da geht

Woran liegt das?

Am Produktspektrum, das wir haben. Dieses lässt vermutlich ein zweistelliges Wachstum nicht mehr zu. Weil der Markt nicht mehr wächst, und weil sich der Wettbewerb andererseits komplett verlagert hat. Beispielsweisehaben bieten die klassischen Teilehändler mittlerweile nicht nur Ersatzteile an, sondern fischen in unseren Teichen. Die Kunden erhalten die Waren bis zu vier Mal pro Tag zugestellt. Ob das vernünftig bzw. wirtschaftlich ist, sei dahingestellt. Das erhöht den Druck auf Würth, auch vier Mal pro Tag zu liefern?

Nein, das machen wir nicht. Das ist nicht rentabel und auch nicht notwendig.

„Unsere Kunden mögen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Den Rest machen wir. Denn Zeit ist Geld. “ ALEXANDER NUSS

Sie sagen, mit dem aktuellen Produktportfolio wird ein zweistelliges Wachstum nicht mehr möglich sein. Was werden Sie nun tun?

es etwa um die Dialogannahme und um das Programm WürthPro.

Wir werden versuchen, mit einem einstelligen Wachstum unser Auslangen zu finden. Abgesehen davon, sind wir stets auf der Suche nach Volumensprodukten.

Würth verfügt zurzeit über 39 Kundencenter. Wie wichtig sind diese für das Kfz-Segment?

Welche könnten das sein?

Ein sehr guter Start war unsere Strategie mit Energizer-Batterien im Vorjahr. Hier hat man gesehen, wie man in kurzer Zeit große Volumina in den Markt bringen kann. Wir haben aktuell zahlreiche Ideen, über die ich konkret aber noch nicht sprechen kann. Die Tendenz ist aber klar: Weg von der klassischen Verbrauchsund hin zur Handelsware. Dies bringt natürlich eine deutliche Veränderung unseres Geschäfts mit sich, weil es beratungsintensiver wird und weil die Spannen und die Deckungsbeiträge völlig andere sind als im Kleinteilebereich. Es bedarf also einer Anpassung der Vertriebsstrukturen. Sodass wir letztlich auch mit einstelligen Zuwachsraten die gewünschten Betriebsergebnisse bringen können. Wie ist Ihr Team aufgestellt?

Wir haben zurzeit 46 reine Verkäufer, die von fünf Regionalverkaufsleitern geführt werden. Darüber hinaus

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KFZ wirtschaft 

Lediglich drei Prozent von unserem Vertriebszweig Automotive kommen von so genannten Theken-Aufträgen. Das liegt daran, dass das Autohaus ein funktionierendes Lager hat. Es zahlt sich schlicht nicht aus fürs Autohaus, einen Mitarbeiter wegen eines Verschleißteils ins Kundencenter zu schicken. Deshalb proklamieren wir auch stets: Unsere Kunden mögen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, den Rest machen wir. Denn Zeit ist Geld. Würth unterstützt traditionell Lehrlingswettbewerbe, auch World Skills. Wird das so bleiben bzw. ist Neues geplant?

Diesen Weg werden wir weitergehen. Und weiterhin selektiv und konkret unterstützen. Wir sponsern mit Überzeugung die Berufsschulen, diese Plattform wollen wir weiterhin nutzen. Wenn eine Berufsschule in ihrem Lehrplan Themen hat, wobei wir mit unseren Produkten helfen können, haben wir Interesse daran, die Klassen zu schulen und unser Know-how weiterzugeben. Es gibt bei den Berufsschulen sehr engagierte

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INTERVIEW AM PULS



und weniger engagierte. Beispielsweise jene in Wien/ Strebersdorf mit Direktor Markus Fuchs ist eine äußerst engagierte. Wie läuft die Würth-Akademie und wie kann man sich diese vorstellen?

Dieses Ausbildungskonzept wird immer im Herbst für das darauffolgende Jahr geplant. Es gibt fixe Seminarblöcke, die die Mitarbeiter bis zu einer Zugehörigkeit von drei Jahren absolvieren müssen. Außerdem gibt es weiterführende Seminare: Verkauf, Persönlichkeitsentwicklung, Beziehungsmanagement sowie die optimale Nutzung von IT-Instrumenten. Gemeinsam mit mir entscheiden die Führungskräfte, für welchen Mitarbeiter welche Seminare gut sind. Jeder Mitarbeiter sollte zumindest zwei Seminare pro Jahr besuchen. Bieten Sie Ihren Kunden Schulungen an?

Abgesehen davon, haben wir auch eine Würth-Akademie, die unseren Kunden Seminare bietet. Etwa Karosserieschulungen oder Kfz-Aufbereitung. Zudem bieten wir unser Verkaufs Know-how auch unseren Kunden an. Speziell in der Kfz-Branche wird das Interesse unserer Kunden an Schulungen immer größer. Stichwort: WürthPro – Ertragsoptimierung für die Werkstätte. Bitte erklären Sie das Konzept, das seit Jänner läuft.

Dabei handelt es sich um ein simples Konzept. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, ihr Kundenpotenzial voll auszuschöpfen. Das heißt, es darf nicht passieren, dass der Endverbraucher in die Werkstätte kommt und diese wieder verlässt, ohne dass sämtliche Reparaturmöglichkeiten bzw. des Serviceverkaufs ausgeschöpft werden. Dabei geht’s schlicht darum – saisonal abgestimmt – das richtige Produkt anzubieten. Dann fühlt sich auch der Endverbraucher optimal betreut. WürthPro beinhaltet 13 Produktschwerpunkte, die ganz einfach umzusetzen sind.

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Sie kommen ja selbst von der Verkaufsfront. Was hat sich in den letzten Jahren Ihrer Meinung nach grundlegend verändert?

Das Kaufverhalten hat sich völlig verändert, weil sich der Markt völlig verändert hat. Früher wurde beispielsweise bevorratet, das ist heute nicht mehr so. Unser Geschäft hat sich von einem Verkäufermarkt zu einem Käufermarkt gewandelt. Der heutige Kunde hat die Auswahl zwischen unzähligen Lieferanten und Bezugsquellen, und das führt auch zu einer ganz anderen Transparenz. Der Kunde kann also gut vergleichen. Der Verkäufer muss dem Kunden heutzutage präzise klarmachen, weshalb er seinen Bedarf in eine Hand legen soll. Das hat einen Sinn. Unser Kunde sollte sich um sein Kerngeschäft kümmern, und die Beschaffung sollte nebenbei laufen. Der heutige Verkäufer muss dem Kunden bei jedem Besuch beweisen: ich biete dir mehr als die anderen.

„Der heutige Verkäufer muss dem Kunden bei jedem Besuch klarmachen: ich biete dir mehr als die anderen.“ ALEXANDER NUSS

Wie ist zurzeit die Investitionsbereitschaft der Werkstätten? Gibt’s eine Verunsicherung wegen der Krise bzw. wegen autofeindlicher politischer Entscheidungen?

Es gibt eine gewisse Verunsicherung. Leichtfertig investiert niemand, alles wird sehr genau überlegt. Aber das ist ja auch richtig so. Wenn jemand investiert, ist er allerdings daran interessiert, dass er erstklassige Qualität erhält, dass die Nachhaltigkeit stimmt und dass der Service passt. Worauf sollten Werkstätten in Zukunft achten bzw. worauf sollten sie sich fokussieren?

Ich denke, dass die Werkstätten immer stärker gefordert sein werden, das Kundenpotenzial aktiv auszuschöpfen, sprich: die Kunden zu binden. Die Werkstätte muss sozusagen Ansprechpartner in allen Mobilitätsfragen sein. Jene, die in Bezug darauf engagiert sind, werden in jedem Fall eine gute Zukunft haben.

KFZ wirtschaft

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AM PULS PODIUMSDISKUSSION 

„Der Autohandel hat Zukunft!“ Der 34. TAG DER OBERÖSTERREICHISCHEN KFZ-WIRTSCHAFT war geprägt von spannenden Vorträgen und hochkarätigen Gastrednern. Kaum ein Thema wurde ausgelassen, doch nur der VON PHILIPP BEDNAR Online-Handel erhitzte die Gemüter. eine Eigen- (+1,53%) oder Fremdmarke (-3,4%) handelt. Interessant auch die Farbtrends: Weiss gewinnt seit 2009 über 100 Prozent dazu, Grau/Silber verliert um 20 Prozent. Die Farbe Braun liegt im Trend erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Hansjörg Mayr (Hyundai), Stefan Mladek (Autogott), Konrad Weßner (Puls Marktforschung), Anton Höchtl (Pro Consult) (v.l.)

„Das Internet kann man nicht besiegen und das Web ist nicht der Sargnagel des Autoandels.“ HANSJÖRG MAYR, GF HYUNDAI IMPORT

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KFZ wirtschaft 

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er große Panorama-Saal im Wifi-Linz war bist auf den letzten Platz gefüllt – rund 350 Besucher waren da. Kein Wunder, las sich die Gästeliste wie das Who-is-who der heimischen Kfz-Elite. Sogar ORF-Legende und Stargast Heinz Prüller ließ sich den informativen Kfz-Tag nicht entgehen und rundete einen wortreichen Event mit amüsanten Anekdoten rund um die Formel 1 ab.

GEBRAUCHTWAGENBEWERTUNG Zu Beginn gab Martin Novak, Sales Director Eutotax, einen Überblick über die marktgerechte Gebrauchtwagenbewertung. Spannend dabei war, dass ein durchschnittlicher Gebrauchtwagen heute um rund 17.000 gehandelt wird. Die regionalen Unterschiede seien zwar vorhanden, aber nicht dramatisch. Die Preisschwankungen liegen im Bundesländervergleich von -1,4 bis +3,8 Prozent zum Mittelwert. Das entspricht ungefähr auch der gleichen Schwankungsbreite, wie beim Händler, ob es sich um

HANDEL BRAUCHT ONLINE Hitzig wurde es beim Hauptvortrag mit mehreren Rednern zum Thema „Schauraum oder Web? Wo liegt die Zukunft im Kfz-Betrieb?“. Konrad Weßner von der Puls Marktforschung erklärte vorab einige Grundlagen: So hätten noch immer 86 Prozent der heutigen Autokäufer Kontakt mit dem Händler. Der Unterschied zu früher: Die Kunden kommen mit enormem Detailwissen ins Geschäft, sind oftmals sogar schlauer, was das spezifische Modell betrifft als der Verkäufer. Das sei jedoch kein Problem, sondern eine Chance. Denn der Verkäufer kann damit vom Kunden lernen und ebenfalls eine Kundenbindung aufbauen. Außerdem rückt das klassische Verkaufsgespräch damit in den Hintergrund und die Verhandlung wird mehr zum Austausch unter Fachmännern auf Augenhöhe. „Wer diese Chance wart, der gewinnt“, so Weßner. Weiters erklärt er, dass der Kunde 3.0 – die Digitalna-

„Der Kunde 3.0 ist vom Internet enttäuscht und sucht den Kontakt zum physischen Händler.“ KONRAD WESSNER, PULS MARKTFORSCHUNG

tives, all jene, die mit dem Web aufgewachsen sind – vom Netz zunehmend enttäuscht sind und erst recht den Kontakt zum physischen Händler suchen. Das Erfolgsrezept, glaubt Weßner, liegt in der Fokussierung auf die Möglichkeiten, die das Web nicht bietet sowie der dazugehörigen Emotionalisierung des Themas Auto. WEB NICHT BESIEGBAR „Das Internet kann man nicht besiegen und das Web ist auch nicht der Sargnagel des Autohandels“, fand Hyundai Import GeschäftsGustav Oberwallner moderierte den Kfz-Tag kurzweilig und lebhaft.

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PODIUMSDISKUSSION AM PULS



führer Hansjörg Mayr eindeutige Worte. Einige Zuhörer fühlten sich dennoch von Autogott.at und Co bedroht. Doch Professor Hannes Brachat von der Hochschule Nürtingen-Geislingen beruhigt: „Derzeit gibt es rund eine Milliarde Autos. Bereits 2030 werden wir zwei Milliarden Autos brauchen.“ Das kann der Onlinehandel alleine nie stemmen, dazu braucht es den Handel. Aber natürlich werden sich die Vertriebswege zwangsläufig ändern müssen. Brachat gibt zu bedenken: „Überlegen Sie einmal: Audi wird demnächst 62 verschiedene Modelle anbieten. Welcher Händler soll sich all diese Modelle in den Schauraum stellen können?“ Eben. Darum wird es zu einer engen Koexistenz zwischen Onlineangeboten und Fachhändlern kommen. Dabei greift Brachat die Hersteller ganz direkt an: „Aber es kann nicht sein, dass Überschussproduktionen über Onlinevertriebswege günstiger als über den Händler in den Markt gelangen. Das ist dem Händler gegenüber nicht korrekt, immerhin investiert dieser sein hart verdientes Geld in einen entsprechenden Schauraum samt Infrastruktur.“ DIE MARKE LEBEN Hansjörg Mayr fand zum Abschluss passende Worte: „Das Autohaus wird sich nicht durch den Preis vom Online-Mitbewerber absetzen können.

„Derzeit gibt es eine Milliarde Autos weltweit. 2030 werden es bereits zwei Milliarden sein.“ HANNES BRACHAT

Sehr wohl aber durch Qualität und Kundenbindung.“ Dafür müsse man aber beginnen seine Marke zu leben, und nicht nur zu verkaufen. Außerdem, so Mayr weiter, sei der Aftersales-Bereich noch immer für viele Händler ein Fremdwort und nicht ansatzweise ausgereizt. Hier gebe es noch genug Potenzial für Zusatzerträge. Man müsse nur anpacken, die Angst vorm Onlinebereich ablegen und die eigene Leistung den Kunden transparent machen.

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Formel-1-Legende Heinz Prüller verabschiedete die Gäste mit launigen Anekdoten aus der Grand Prix-Szene.


AM PULS NACHFOLGE 

Nachfolger gesucht Seit 36 Jahren betreibt Johann Lokay eine Kfz-Werkstätte in Wien Ottakring, jetzt sucht er einen NACHFOLGER, der die verkehrsgünstige Lage im belebten Stadtbezirk zu schätzen weiß. VON PETER SEIPEL

„Alle Werkzeuge und Anlagen sind auf dem neuesten Stand, man kann in seinen Overall schlüpfen und loslegen.“ JOHANN LOKAY

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itten in Ottakring, unweit der gleichnamigen Bierbrauerei und der Manner-Süßwarenfabrik, nahm Johann Lokay im Jahr 1978 seine Kfz-Werkstätte in Betrieb. Jetzt, 36 Jahre später, will sich der 62jährige Karosseriebautechniker zur Ruhe setzen und sucht einen Nachfolger. „Ich habe die Werkstatt immer mit einem Gesellen und einem Lehrling geführt, das ist die ideale Besetzung“, sagt Lokay. Seine Kundenkartei umfasst rund 1000 Namen, viele davon Stammkunden, die dem Karosseriespengler über die Jahre die Treue hielten. „Im Kleingewerbe zählt der erste Eindruck – wenn du gut ankommst, gehören sie dir“, rät Lokay seinen potenziellen Nachfolgern. VOLL AUSGESTATTET Die Werkstätte mit zwei Hebebühnen erstreckt sich auf rund 100 Quadratmetern plus Kellerräumen zur Reifenlagerung, plus Büro und kleiner Garderobe, plus drei Autoabstellplätzen. „Im Sommer kann man den Innenhof mitbenutzen, das ist sehr praktisch“, sagt Lokay. Grundsätzlich nimmt er komplette Reparaturaufträge an, wobei er Pickerlüberprüfungen, Motordiagnose und Lackierarbeiten an Subpartner delegiert. „Ein Benefit meiner Werkstatt ist sicher die innerstädtische Lage mit U-Bahn-Nähe – dafür bekommt man heute nur noch schwer eine Betriebsanlagengenehmigung“, so Lokay. Die Miete beträgt aktuell knapp 1.500 Euro brutto, die Betriebsanlagengenehmigung wurde erst vor vier Jahren erneuert.

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„Alle Werkzeuge und Anlagen sind auf dem neuesten Stand“, verspricht Lokay, „man kann in seinen Overall schlüpfen und loslegen.“ Kontakt: Johann Lokay, Albrechtskreithgasse 11, 1160 Wien, E-Mail: jolokay@aon.at

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FORTBILDUNG AM PULS



Mittelstands-Modelle KMU TAGUNG Information und Interaktion für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

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ÖKONOMIE NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN

SOZIALES

ÖKOLOGIE

A Nachhaltiges Wirtschaften –

m 14. Mai 2014 veranstaltet der Öster- diese aktuelle Studie exklusiv zur14Verfügung . MAI 2014 AUST R reichische Wirtschaftsverlag in Koo- gestellt. HOTE IA TREND L SAV OYEN peration mit der KMU Forschung Austria In seiner Keynote referiert KMFA-Direktor WIEN (KMFA) die erste „KMU Tagung“. Unter Walter Bornett über die Bedeutung der kleidem Thema „Zukunftsmodelle für Ihren Er- nen und mittleren Unternehmen für die ösNachhaltigkeit muss sich immer auf das Unternehmens-Kerngeschäft folg“ treffen dabei in Wien Führungskräf- terreichische Wirtschaft, bringt aktuelle Prokonzentrieren, nur dann können Sie unternehmerischen Erfolg ableiten. teWie von kleinen und mittleren Unternehmen gnosen zur wirtschaftlichen Entwicklung genau das funktioniert, ist Thema der KMU-Tagung. der KMU und liefert Informationen zu Erzum Erfahrungsaustausch zusammen. tragslage und Finanzierung. HerausfordeDie KMU Tagung ist eine Mischung aus InIhr persönlicher Nutzen: formation und Interaktion mit Zukunfts- rungen und Chancen sowie die Strategien ◊ Sie erhalten die Ergebnisse der großen Nachhaltigkeitsstudie der KMU Forschung Austria. und Merkmale erfolgreicher KMU werden modellen für Finanzierung, Daraus können Sie Strategien fürPersonalwesen, Ihr Unternehmen ableiten. Informationstechnik, Vernetzung Res- ebenfalls ◊ Expertendiskussionen verdeutlichen Ihnenund Ihre strategischen Ansätze:erläutert. wie agieren Sie in Ihren Märkten, wie wirkt sich Nachhaltigkeit auf Produktentwicklung, Finanzierung Hilfe einer EventApp (und auch per Frasourcenmanagement. Als zentraler Aspekt Mit Materialkreisläufe, und Ihr Mitarbeiter-Management aus? wird auch sozial verantwortungsvolles Wirt- gebögen) können und sollen die Teilnehmer ◊ Best-Practice-Beispiele zeigen Unternehmen, die sich durch nachhaltiges Wirtschaften schaften behandelt. In den Expertendiskus- während der Veranstaltung direkt an einem erfolgreich etabliert haben. sionen geht es um strategische Ansätze wie Forderungskatalog mitarbeiten, der live eretwa die Auswirkung von Nachhaltigkeit auf stellt und anschließend an die Regierung Detailprogramm und Anmeldung unter www.kmu-Tagung.at übergeben wird. [red] Marktposition, Produktentwicklung, Materialkreisläufe, Finanzierung und Beschäftigte. Anhand von Best-Practice Beispie- DATEN & FAKTEN Kooperationspartner: len zeigen Unternehmen, wie sie sich durch nachhaltiges Wirtschaften erfolgreich etaKMU Tagung blieren konnten. Zeit: 14. Mai 2014 Die Studie „Nachhaltiges Wirtschaften – Ein Ort: Austria Trend Hotel Savoyen, Wien25.02.2014 10:03:52 KMU-Tagung_Inserat_A4_sib.indd 1 Erfolgsrezept für KMU?“ ist eigens für die Preis: Pauschale 399,- (exkl USt) KMU Tagung erstellt worden und zeigt konInformation und Anmeldung: krete Chancen auf, wie heimische Unternehwww.kmu-tagung.at men vom Thema Nachhaltigkeit profitieren können. Die Tagungsteilnehmer bekommen

Erfolgsmodell für Mittelstandsunternehmer

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KFZ wirtschaft

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AUTOFOCUS PRÄSENTATION 

Der Quertreiber

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„Meine Güte schiebt dieser Golf vorwärts. Ist das überhaupt noch ein Golf?“

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KFZ wirtschaft 

and aufs Herz: Ein Golf gilt gemeinhin als biederer Alleskönner, praktisch der perfekte Schwiegersohn der Automobilwelt. So perfekt, dass jegliche Emotion in eben diesem streberhaften Perfektionismus sofort erstickt wird. Selbst das Buchstabenkürzel GTI lässt die heutige Jugend nicht mehr ehrfürchtig erzittern, sondern maximal verdutzt die Augenbrauen heben: „GTI? Ja, kenn ich, fährt mein Dad – holt damit immer die Oma vom Bahnhof ab. Ich glaube, den hat er sich wegen seiner Midlife-Crisis gekauft, um jetzt wieder bei den jüngeren Mädels anzukommen.“ Tja, auch der GTI-Mythos kämpft gegen die Zeichen der Zeit. ZEIT FÜR SCHMALZ Speziell die letzte GTI-Auflage ist so mainstream- und alltagstauglich, dass sich schon wieder dieser anbiedernde Perfektionismus anzuschleichen vermag. Höchste Zeit also, dass Wolfsburg wieder einen bösen Buben ins Rennen der Gasslhatzer schickt. Und das Böse heißt ab jetzt bei VW nicht mehr GTI, sondern R – Golf R. Bei Frühlingssonne und Plusgraden konnten wir dem neuen Sportler bei Schnee und Eis in Faistenau auf den Zahn fühlen. Die Trainer der Volkswagen Driving Experience machten sogleich Lust auf ein delikates Quertreiben für Fortgeschrittene: „Sie werden sehen, dieser Golf ist zum Querfahren gebaut worden. 300 PS, 380 Nm, 4,9 Sekunden von Null auf 100 km/h, tiefergelegtes Sportfahrwerk und der ausgeklügelte 4Motion-Allradantrieb werden Sie zum Grinsen bringen.“ Wahlweise steht das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe oder eine konventionelle 6-Gang-Handschaltung zur Auswahl. Ach ja, der Preis: ab 45.070 Euro - könnte ein Spaßverderber sein, aber nur bis man hinter dem Lenkrad sitzt.

NUR QUER BIST WER Erster Gang, Vollgas, baaarbbb. Zweiter Gang, Vollgas, baaaaarbbb. Meine Güte schiebt dieser Golf vorwärts. Ist das überhaupt noch ein Golf? Egal ob auf trockener oder nasser Straße, die Traktion des 1,5-Tonners ist nicht weniger als sensationell. Kein Schlupf, nur dieser brutale Tritt in den Rücken, wenn man das Gaspedal streichelt. Aber wie soll man mit dieser Traktion Querfahren können ohne das Radlager und Reifen gleich das Zeitliche segnen? Ah, richtig, auf Schnee und Eis – da war ja was, auch wenn es in der Sonne gerade dahin schmilzt. Also rauf auf das Traininggelände und schön in den Sport+-Modus schalten. Das ESP ist zwar noch aktiv, aber regelt erst dann, wenn man die Straße bereits durch die Seitenscheibe sieht. Sehr schön! „Der neue R lässt sich auf Schnee und Eis ideal über das Gaspedal und den Lastwechsel lenken, einfach ausprobieren“, kratzt es über das Funkgerät vom Chefinstruktor in den Innenraum. Na dann. Zackig einlenken, Gas lupfen und wieder drauf, warten, warten, ja, da kommt das Heck – und wie auch noch. Hui, mein lieber Freund, ist das noch ein Golf? So quer geht kein Audi TT RS ums Eck. Wird der Driftwinkel zu viel, reicht ein selbstbewusster Dreh an der sehr direkten Lenkung (max. Einschlag 360 Grad – pro Seite) und ein Gasstoß und schon ist das auskeilende Heck wieder in der Spur. Tritt aufs Gas, tritt in den Rücken, baaarbbb – flieg und sieg – irre. „Liebe Oma, ich bin nun alt genug für mein erstes Auto. Ein Golf soll’s werden, so wie der Papa. Aber nicht diesen GTI, nein, lieber den R, weil der hat den Allrad für‘n Winter. Ist wichtig, weil viel sicherer, wenn ich dich damit vom Bahnhof abhole.“ Sorry GTI, das war es jetzt für dich, du bist offiziell abgelöst. Ab jetzt reicht das R nach dem Golf. Oh ja – baaaarbbbb!

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Fotos: VW/Christian Houdek

Tschüss GTI – ein alter Spruch der Opel GSI-Fahrer, aber mittlerwohle wohl das Credo der GOLF R-Ingenieure. Wolfsburg hat einen neuen Bösewicht, mit Allrad und Power VON PHILIPP BEDNAR ohne Ende.


INTERVIEW AUTOFOCUS



„Wir wollen bei den Marken in die Top Ten.“ Im Rahmen der Präsentation des Autohauses Höller in Salzburg trafen wir Kia Geschäftsführer BERNHARD DENK zum Interview über die mittelfristigen Ziele der Marke Kia in Österreich und VON PHILIPP BEDNAR wie er diese erreichen möchte. KFZ Wirtschaft: Herr Denk, was ist Ihr mittelfristiges Ziel als Kia Austria Geschäftsführer? Bernhard Denk: Das Ziel ist, aufbauend von dem

wie sich Kia in Österreich entwickelt hat - weg vom Billiganbieter, hin zu Design und Qualität - zuerst einmal eine Konsolidierungsphase einzulegen, um dann mittelfristig vier Prozent Marktanteil zu erreichen. Nach dem sehr erfolgreichen und raschen Wachstum von Kia in den vergangenen Jahren gilt es jetzt interne Prozesse zu vereinfachen und zu verschlanken - ohne Stellenabbau. Für 2014 heißt das Ziel, 10.000 Einheiten zu verkaufen. Das wäre ein Wachstum um fünf bis sieben Prozent zum Vorjahr. Wenn die Neuzulassungen österreichweit stabil bleiben, werden wir für die Vierprozenthürde rund 13.000 Einheiten erreichen müssen. Wobei ich betonen möchte, dass das ein strategisches Ziel ist, wo es nicht darauf ankommt, ob wir das 2017 oder 2018 erreichen. Das ist eher sekundär. Aber wir wollen in die Top Ten bei den Marken und das ist mit den angesprochenen vier Prozent Marktanteil möglich. Ist mit vier Prozent Marktanteil der Plafond für Kia erreicht?

Man muss davon ausgehen, dass der österreichische Fahrzeugmarkt gesättigt ist. Daher ist eine Steigerung des Marktanteils auf deutlich über vier Prozent schwierig. Man darf nicht vergessen, Kia hatte in den letzten Jahren eine enorme Eroberungsquote von 80 bis 90 Prozent - also alles Neukunden. Nun müssen wir und darauf konzentrieren, die Kunden, die vor wenigen Jahren einen neuen Kia gekauft haben, an die Marke zu binden. Wie möchten Sie das erreichen?

Durch eine Fokussierung auf die Kunden, um ihnen das Gefühl zu geben, dass sie im Mittelpunkt stehen. Dazu durchleuchten wir gerade die Verkaufs-, Service- und Werkstatt-Prozesse, um diese dann im Lau-

fe des zweiten Halbjahres für den Kunden zu optimieren. So schafft man Markenloyalität. Kennen Sie das noch als Geschäftsführer bei Mercedes-Benz?

Ja, korrekt. Es ist ja kein Geheimnis, dass bei Premiummarken die Kundenbetreuung bei der Fahrzeugannahme sowie nach dem Werkstattbesuch sehr wichtig ist. Bei Mercedes-Benz war es genau umgekehrt wie jetzt bei Kia. Dort waren 70-80 Prozent schon langjährige, treue Kunden. Bei Kia dürfen wir die potenziellen Neukunden nicht aus den Augen verlieren, müssen uns jetzt aber vermehrt um die Bestandskunden kümmern. Zudem gilt es, auch interne Prozesse mit den Händlern zu verbessern. Daran arbeiten wir bereits mit Hochdruck.

„Wir müssen uns ab jetzt auch vermehrt um die Bestandskunden kümmern.“ BERNHARD DENK, GF KIA AUSTRIA

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KFZ wirtschaft

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AUTOFOCUS IMPORTEURE 

Geeintes und starkes Auftreten Der österreichische Pkw-Markt ist im Jänner 2014 eingebrochen. Was nun nach den KFZ-STEUERVON CHRISTIAN PESAU ERHÖHUNGEN zu erwarten ist und wie es in Europa und im Rest der Welt aussieht. INFO ZUR PERSON Christian Pesau ist Geschäftsführer des Arbeitskreises der Automobilimporteure und langjähriger Kolumnist der KFZ Wirtschaft.

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ie internationalen Pkw-Märkte haben sich im Jänner unterschiedlich entwickelt. Der europäische Markt verbuchte ein Plus von rund 5 Prozent. China erreichte mit 1,7 Mio. abgesetzten Neuwagen einen neuen Monatsrekord. Auch in Japan stieg die Pkw-Nachfrage im Jänner deutlich (+31 Prozent). Der Light-Vehicles-Absatz in Brasilien lag leicht über dem Vorjahr. Negativ entwickelte sich hingegen der Light-Vehicles-Markt in den USA. In Russland und Indien war die Nachfrage nach Neuwagen ebenfalls rückläufig. PLUS 5,5 % EU-WEIT Der europäische Pkw-Markt kommt langsam in Fahrt. Im Jänner kletterten die Neuzulassungen laut europäischem Herstellerverband ACEA in der Europäischen Union um 5,5 Prozent auf 935.640 Fahrzeuge und legten damit den fünften Monat in Folge zu. Rückgänge gab es nur in fünf von 28 EU-Ländern, am schlechtesten lief es in Österreich mit einem Minus von 13,6 Prozent. Jeweils ein Plus gab es in den fünf größten Märkten. Deutschland, Großbritannien und Spanien erreichten jeweils mehr als 7 Prozent Zuwachs, Frankreich schaffte immerhin ein knappes Plus von 0,5 Prozent. Selbst in Italien, wo der Markt lange stagnierte, war ein Aufschwung bemerkbar.

„Die gute Nachricht ist: Der Abwärtstrend in Europa ist gestoppt!“, meldete die Unternehmensberatung Ernst & Young. Bis der europäische Absatzmarkt allerdings wieder annähernd das Vorkrisenniveau erreiche, dürften noch viele Jahre vergehen. Für 2014 erwarte man einen Anstieg der Neuzulassungen im mittleren einstelligen Prozentbereich. ÖSTERREICH In Österreich wird nun abzuwarten sein, wie sich die neuen Steuern, insbesondere die NoVA, beim Autokauf auswirken. Hier konnte in letzter Minute ja noch zumindest in einigen Punkten nachgebessert werden. So werden die Freibeträge bei Benzin und Diesel 2014 erhöht und ab 2015 angeglichen. Eine Deckelung wurde wieder eingeführt, auch eine akzeptable Regelung für Leasingfahrzuge ins Gesetz aufgenommen. Der Ökobonus für umweltfreundliche Fahrzeuge wurde um ein Jahr bis 2015 verlängert. Das ändert zwar nichts daran, dass Steuererhöhungen per se abzulehnen sind und dass die Umsetzungsfrist viel zu kurz war, allerdings hat das BMF und die Bundesregierung spät aber doch gezeigt, dass schlussendlich kein Weg daran vorbei führt, mit der Autobranche zu verhandeln und dass Kompromisse möglich sind.

„Es führt kein Weg daran vorbei, mit der Autobranche zu verhandeln.“

PHASE DER BELEBUNG Damit stehen nach Meinung von Analysten jedoch noch keine rosigen Zeiten bevor – der Jänner 2014 war trotz der Steigerungen immer noch der zweitschwächste Jahresauftakt seit Beginn der Aufzeichnungen vor zehn Jahren. Von einem Wiederanspringen des Marktes könne noch nicht die Rede sein, gab IHS Automotive in einer Aussendung an. „Nach einer Zeit, in der Überleben für viele Hersteller zum Schlüsselwort wurde, kommen wir endlich in eine Phase der Belebung“. In guten Zeiten seien in der EU ohne Weiteres im Jänner mehr als eine Million Neuwagen zugelassen worden. Davon sei man weit entfernt.

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AUTOMOTIVEBRANCHE = LEITBRANCHE Der Februar ist im Autohandel natürlich positiv gelaufen, es bleibt abzuwarten, wie sich der weitere Jahresverlauf entwickelt und ob Bewegung in die einzelnen Segmente kommt. Allerdings hat sich die budgetäre Situation des Staates – Stichwort Hypo – nicht verbessert und wir werden wohl auch künftig Versuche erleben, den Autofahrer weiter zu belasten. In den Verhandlungen zur NoVA hat sich gezeigt, dass ein geeintes, starkes Auftreten der Industrie, Importeure und Handel schlussendlich doch etwas bewirkt hat. Diese Awareness, die automotive Branche als Leitbranche anzuerkennen und nicht weiter zu belasten, muss noch stärker in den Köpfen der politischen Entscheidungsträger verankert werden, und dafür werden wir kämpfen.

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NEUERSCHEINUNG AUTOFOCUS



Effizienz und Sport Mit dem neuen CIVIC TOURER besinnt sich Honda seiner alten Meisterschaft, hohen praktischen Nutzwert in ein sportliches Blechkleid zu packen.

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b ein Auto umweltfreundlich ist, ist den Österreichern offenbar nicht so wichtig“, sinniert Honda-Austria Geschäftsführer Roland Berger anlässlich der Präsentation des neuen Civic Tourer. „Die Neuwagenkäufer wollen nur wissen, was ihnen dank moderner Motorentechnik unterm Strich im Börsel bleibt.“ So setzt Honda beim überarbeiteten Civic und dem neuen Civic Tourer zwar weiterhin auf höchste Effizienz, betont aber auch wieder die bewährten Honda-Tugenden sportliches Handling und schnittiges Design. „Mit nur 99 Gramm CO2 auf 100 Kilometer gehört der Civic Tourer zu den Gewinnern der neuen NoVA, zudem hat er den größten Kofferraum und die niedrigste Ladekante seiner Klasse“, betont Roland Berger. 2014 will er rund 900 Civic-Kunden gewinnen, 500 davon sollen zum Tourer greifen, dessen Zielgruppe junge Familien und sogenannte „Downsizer“ sind - Menschen, die von leistungsstarken Sprit-

fressern auf vernünftige und sparsame Autos umsteigen. Der im englischen Honda-Werk gebaute Tourer wird zunächst mit 1,6 Liter Dieselmotor mit Schaltgetriebe oder mit 1,8 Liter i-Vtec-Benziner wahlweise mit Schalt- oder Automatikgetriebe angeboten. Die Preise starten bei 24.290,- Euro. (sei) Honda Civic Tourer und Honda Austria-GF Roland Berger

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li. Der Lancia D24 Spider von Pinin Farina war eine der ganz großen Sensationen am Stand von Lucas Hüni. u. Mercedes 10/40/65hp, 2,6 Liter Tourer aus de Jahr 1925 mit der Chassis-Nummer 27522.

Retromobile Paris 2014 Die größte Oldtimer-Messe Frankreichs bot viele Highlights. So wie die Zeichen stehen, könnte auch 2014 wieder ein tolles Oldtimer-Jahr werden. VON FRANZ STEINBACHER

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er Oldtimermarkt ist mittlerweile auch für viele Insider ein Markt mit vielen offenen Fragen! Seit Einführung des Euro sind die Preise für Klassiker unaufhaltsam gestiegen. Bei der ersten großen Oldtimer-Auktion im heurigen Jahr, bei der Scottsdale Auktion in Arizona am 17. und 18. Jänner, gelingt dem US-Auktionshaus Gooding mit einer Gesamtsumme von 49.461.550 Dollar ein mehr als fulminanter Start ins Oldtimerjahr 2014. Gespannt durfte man auf die Ergebnisse der mittlerweile bereits vier Auktionen im Rahmen der Pariser Retromobile sein. RM-Auctions eröffnete gleich am ersten Abend mit einer unglaublichen Serie von Top-Ergebnissen. Und in dieser Tonart ging es dann auch an den folgenden Ta-

INFO ZUR PERSON Franz Steinbacher ist der Doyen der Old­timer-Szene in Österreich. Seit 1990 schreibt er seine Kolumne für die KFZ Wirtschaft.

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KFZ wirtschaft 

gen bei Bonhams und Artcurial weiter. Aber nicht nur bei den internationalen Auktionshäusern war Hochstimmung angesagt, auch beim überwiegenden Teil der Oldtimer-Händler sah man durchwegs lachende Gesichter. Kein Wunder, ging doch die gute und vor allem auch originale Ware mit der entsprechenden History weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. So erzählte mir Peter Wiesner, Österreichs Top Dealer in Paris, dass er sein Prunkstück für den Salon, einen atemberaubenden Ferrari Dino 206 S aus 1966 mit einer Renngeschichte in Telefonbuchstärke noch nicht einmal richtig ausgepackt und vom Transport gereinigt auch schon wieder verkauft hatte, und da reden wir beim Preis sicher nicht von Peanuts. So wie die Zeichen momentan stehen, könnte 2014 wieder ein ganz tolles Oldtimer-Jahr werden. Kein Wunder, noch nie waren Ausnahme-Klassiker so begehrt und gesucht. Die mobile Wertanlage auf Rädern entwickelt sich, step by step zu einer echten Alternative, im Vergleich zu den zinsenlosen Spar-Einlagen.

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OLDTIMER AUTOFOCUS



li.Das vornehme britische Auktionshaus Bonhams versteigerte auch heuer wieder beeindruckende Fahrzeuge im vornehmen Ambiente des Pariser „Grand Palais“.

u. Das vornehme britische Auktionshaus Bonhams versteigerte auch heuer wieder beeindruckende Fahrzeuge im vornehmen Ambiente des Pariser „Grand Palais“.

li. Den Ferrari Dino aus dem Jahr 1966, mit einer Renngeschichte in Telefonbuchstärke, den hätte der Peter Wiesner in Paris zumindest dreimal verkaufen können. re. Dank dem Oldtimer-Boom der letzten Jahre feiern Traditionsunternehmen wie Zagato oder Touring Superleggera als Top-Restaurierungsbetriebe eine Wiederauferstehung. Anz._WEKA_Autoservice_be_different_210_147_Daten_Aktualisierung 18.02.14 11:58 Seite 1

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SKODA OCTAVIA COMBI 4X4 Tatsächlich lässt die Traktion des großen Kombi dank intelligenter Haldex-Kupplung in keiner Situation zu wünschen übrig – selbst auf rutschigem Untergrund bleibt der Allrad-Octavia souverän in seiner Spur. Für Familien, die gerne mit kompletter Schiausrüstung auf Winterurlaub fahren, also die perfekte Wahl. Der große Laderaum mit praktischem Seilzug-Sitzklappsystem macht ebenso Freude wie die hohe Qualität des Interieurs und die ausgezeichneten Sitze. Der Durchschnittsverbrauch bleibt mit 6,4 l/100 km bescheiden. (sei)

TECHNIK TOYOTA GT86

Der mit dem Heck tanzt TOYOTA GT86 Ein Sportler der alten Schule: 200PS-Saugmotor, Motor vorne, Antrieb hinten, rund 1250 Kilogramm. Viel Spaß für wenig Geld, aber wir empfehlen die 6-Gang-Handschaltung. Die Automatik reicht zum Cruisen, doch wer es sportlich will, mag die Gedenksekunde beim Kickdown gar nicht. Das Fahrwerk ist knackig aber nicht übertrieben hart, die Lenkung schön direkt. Nur die Straßenlage war mit den Winterreifen bei höherem Tempo etwas schwammig. Ungeübte aufgepasst: Das Heck keilt nur zu gerne aus, selbst bei ESP an. Der Durchschnittsverbrauch von rund zehn Litern auf 100km geht bei dem Sound absolut in Ordnung. Einziges Manko ist die Verarbeitung: viel Plastik, wenig Liebe zum Detail. Dafür passt die Ergonomie. Nobody is perfect, aber ein hübscheres Interieur wäre beim Preis von knapp 35.000 Euro schon drinnen gewesen. (bed)

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TECHNIK RANGE ROVER EVOQUE 2,2 SD4 Motor: 2,2 l Turbodiesel Leistung: 140 kW (190PS) Preis: 64.526 Euro

Offroad mondän EVOQUE Mit dem Evoque ist Land Rover die eierlegende SUV-Wollmilchsau gelungen. Schickes Äußeres, das sogar Blicke von Menschen, denen Autos sonst egal sind, auf sich zieht und kompakte und solide Leistung. Absolute Zielgruppe ist die Lifestyle-Kundschaft. In der Stadt, auf der Autobahn und offroad überzeugt der Fesche mit agilem Fahrverhalten auch auf kurvigen Straßen. Die Verarbeitung ist mondän, die Automatik weich. Besonders hervorzuheben ist die direkte Lenkung, die für viel Freude sorgt. Im Grunde passen einfach alle Details. Der Evoque wirkt nie untermotorisiert, obwohl er um 40 PS weniger leistet als sein Vorgänger. Der Durchschnittsverbrauch von 7 Litern ist erfreulich. (bau)

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N E F I E R PEZIAL

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SPEZIAL-BEILAGE: REIFEN

FACHMAGAZIN FÜR FAHRZEUGHANDEL, -REPARATUR & -INDUSTRIE

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WINTERREIFEN-TEST

KOOPERATION

Yokohama präsentiert den W.DRIVE V905 und ICEGUARD STUD IG55 auf dem neuen Testgelände in Schweden. Ab Seite 2

Reifen Ritz hält seit Einführung der Marke Vredestein die Treue. Die Protagonisten im Interiview. Ab Seite 4

Mit Yokohama in Schweden

Partner seit Anbeginn


SPEZIAL EDITORIAL 

Sicherheit Reifen = Low Interest Product muss das wirklich sein? VON WOLFGANG BAUER

SPEZIAL REIFEN 

Von Weltmeistern, Winterreifen

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as aktuelle Reifen-Special der KFZ Wirtschaft ist prall gefüllt mit spannenden und informativen Geschichten rund um das so genannte „Low Interest Product“ Reifen: Beinharter Winterreifentest mit Yokohama in Schweden und mit Continental in Schladming, Dauerthema RDKS und Einschätzungen für das Jahr 2014. An dieser Stelle sei es mir erlaubt zu hinterfragen, ob es sinnvoll ist, dass eine gesamte Branche ihr Produkt selbst als etwas bezeichnet, das beim Endverbraucher „von geringem Interesse“ ist. Egal, mit wem von der Reifen-Branche man spricht, kaum jemand, der nicht von sich aus sagen würde: „Beim Reifen handelt es sich um ein rundes, schwarzes Produkt, das den Konsumenten nicht interessiert.“ Es ist schon klar, dass die Anschaffung von Pneus nicht unbedingt zu den dezidierten Lustkäufen zählt, dennoch wäre es höchst an der Zeit, dass die gesamte Branche mit geeinter Kraft daran arbeitet, aus einem „Low Interest Product“ zumindest ein Produkt macht, das schlicht zu interessieren hat. Stichwort: Sicherheit. Hier ist in jedem Fall noch Luft nach oben. Sprich: Argument Nummer 1 für hochwertige Reifen muss noch verstärkt das Thema Sicherheit sein. So wie der Autofahrer respektvoll zur Fachwerkstätte fährt, wenn er ein Problem mit der Bremse hat, so muss in Fleisch und Blut übergehen, dass der Reifenfachhandel erster Ansprechpartner sein muss, wenn es um sichere Bereifung geht.

Der japanische Reifenhersteller Yokohama präsentierte seinen neuen Winterreifen W.DRIVE V905 UND ICEGUARD STUD IG55 auf dem neuen Testgelände in Schweden. Mit weltmeiVON PHILIPP BEDNAR sterlicher Unterstützung.

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eifenpräsentationen sind eine heikle Sache, besonders wenn es um Wintergummis geht. Warum? Ist es zu warm, bringt die ganze Aktion nicht viel, ist es zu kalt, werden die Pressevertreter gerne mürrisch. Und sind die technischen Vorträge der Entwickler zu lange, dann wird es fad und die Berichte fallen dementsprechend kurz aus. Wie man es richtig macht, zeigte Yokohama auf dem hauseigenen Firmentestgelände (40 Hektar groß) in der nordschwedischen Provinz Norrbotten. Statt die japanischen Ingenieure stundenlang über Lamellendesign, Gummimischungen und Karkassensturkturen plaudern zu lassen, mussten sich die stolzen Techniker kurz und prägnant halten. Und noch dazu in Englisch, das den Herrschaften aus Fernost selten liegt. Der Unterhaltungswert war dementsprechend groß, selbst beim technischen Briefing. DEUTLICHE WEITERENTWICKLUNG Lustig wurde es dann in den Testautos. Denn die Japaner ver-

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KFZ wirtschaft SPEZIAL 

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REIFEN SPEZIAL



Rentierdöner und

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schung, griffige zig-zag Rippen, umlaufende Mikrolamellen sowie weite und schräge Querrillen um sich möglichst tief in den Schnee zu krallen. Das Ergebnis ist sofort spürbar, selbst für zaghafte Autofahrer.

folgten genau den Richtungen Kurs für Reifenpräsentionen: Die Journalisten einfach fahren – und ganz wichtig – auch die Vorgängerreifen als Referenz antreten lassen. Denn Hand aufs Herz: Wenn man den Vorgängerreifen noch nie oder in der letzten Saison gefahren ist, dann fallen die Unterschiede kaum auf, speziell auf rutschigen Schnee- und Eisfahrbahnen. Steht daneben aber exakt das gleiche Auto nur eben mit den „alten“ Reifen, dann erfährt man sofort den Unterschied. Und der fällt größer aus als gedacht. Der neue W.drive V905, primär für den europäischen Winter konzipiert, besitzt im Vergleich zum Vorgänger V902 einiges mehr an Haftung in allen entscheidenden Lebenslagen. Traktion, Einlenkverhalten und Bremsperformance sind spürbar besser. Das Auto lässt sich schneller beschleunigen, der Kurvengrip ist etwas höher und bei Vollbremsungen kommt man früher zum Stillstand. Feintuning in allen Bereichen macht es möglich. Der W.drive V905 besitzt eine neue, hochwertige Silicia-Laufflächenmi-

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SPASS MUSS SEIN Nach etlichen quer gefahrenen Handlingrunden, Slaloms und Rentierdöner zur Stärkung, war es Zeit eine Lektion fürs Leben zu lernen: Wenn du denkst, du kannst etwas im Auto, dann steigt beim Weltmeister ein und erkenne, dass du gar nichts kannst. Der vierfache WTCC-Champion Yvan Muller bot für mutige Journalisten Demorunden an. Der größte Unterschied: Der Franzose fährt mit exakt dem gleichen Auto schon mal schneller in die Kurve rein, als unsereins aus der Ecke herauskommt. Unfassbar wie spielerisch Muller den serienmäßigen 1er-BMW mit den neuen V905-Wintergummis komplett quer von einer Kurve zur nächsten treibt. Ich bin sogar der Meinung, das Lenkrad ist kein einziges Mal geradegestanden. Tja, wer kann, der kann – kleine Erkenntnis, aber großer Spaß.

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SPIKES EIN THEMA Der neue iceGuard Stud iG55, ein Spikereifen, speziell für die nordischen Länder entwickelt, durfte sich auf dem Eishandling-Parcours beweisen und zeigte ebenfalls eine starke Performance. Zudem kam echtes Rallyefeeling hinterm Steuer auf. Peter Ringhofer, General Manager von Yokohama Austria, ließ uns wissen: „Ich möchte den iceGuard Stud iG55 auch für Österreich bekommen, da ich dafür einen Markt sehe und wir die entsprechenden Winter haben. Ich lege den Fokus auf den Reifenfachhandel, da ich davon überzeugt bin, dass ein guter Reifenhändler den Kunden kompetenter beraten kann und weiß, welche Reifen der Kunde wirklich benötigt. Bis 2017 möchten wir von einem auf drei Prozent Marktanteil wachsen.“ In Anbetracht des neuen Winterreifen-Sortiments ein durchaus realistisches Ziel.

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Partner seit Anbeginn Reifen Ritz hält seit Einführung der Marke VREDESTEIN die Treue. GF Christoph Leszkovich und Thomas Körpert (Apollo | Vredestein) erklären der KFZ Wirtschaft, wie sie kooperieren und was der VON WOLFGANG BAUER Reifenbranche zurzeit unter den Nägeln brennt.

Reifen Ritz-GF Christoph Leszkovich und Apollo|Vredestein Österreich-GF Thomas Körpert.

„Mit Reifen Ritz ist die Kooperation optimal. Die wissen, worauf‘s ankommt. “ THOMAS KÖRPERT

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as Traditionsunternehmen Reifen Ritz, dessen Zentrale in Eisenstadt ist, verfügt insgesamt über neun Filialen und wird mittlerweile in der dritten Generation geführt. Die KFZ Wirtschaft bat Geschäftsführer Christoph Leszkovich und Technikchef Christian Fekete sowie Apollo | Vredestein Österreich-GF Thomas Körpert zum Gespräch. Reifen Ritz kooperiert mit Vredestein bereits seit Anbeginn der Marke. Alle Beteiligten sprechen von einer „gewachsenen Zusammenarbeit mit Handschlagquali-

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tät“. „Bei Vredestein passt das Preis-Leistungsverhältnis optimal. Es ist ein Top-Produkt. Auch die Marke Apollo ist mittlerweile etabliert. Unsere Mannschaft identifiziert sich mit den Produkten“, erläutert GF Christoph Leszkovich, der seit 1992 im Unternehmen arbeitet und seit 2008 die Geschäfte führt. Seit Juni 2013 verfügt der Standort von Reifen Ritz in Eisenstadt über eine SB-Waschanlage von WashTec. GF Leszkovich ist über diese Investition sehr glücklich, zumal die Kundenfrequenz durch die Anlage deutlich erhöhrt werde. Das Winterreifengeschäft sei gut verlaufen, sowohl in puncto Umsatz als auch in Bezug auf den Ertrag: „Wir haben in allen neun Filialen positiv bilanziert und sind über dem Vorjahr gelegen“, sagt Christoph Leszkovich. Im vergangenen Sommer sei es auf Grund der Tatsache, „dass wir bis April Winter gehabt haben“, nicht so gut gelaufen. Immer mehr Autofahrer würden sodann im Sommer mit den Winterreifen weiterfahren, nicht beachtend, dass Winterreifen im Sommer einen viel größeren Bremsweg hätten. Im Winter sei die Umrüstquote generell gut, im Sommer nicht. „Das Reifenbewusstsein fehlt in Österreich. Wenn der Autofahrer ein Problem mit der Bremse hat, weiß er, dass er in die Fachwerkstätte zu fahren hat, weil Sicherheit das Wichtigste ist. Beim Reifen fehlt diese Gewissheit“, sagt Thomas Körpert, GF von Apollo|Vredestein in Österreich. In puncto RDKS – ab 24. November 2014 müssen alle Neuwagen mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet sein – ist Reifen Ritz bereits fit:

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REIFEN SPEZIAL



„Bei Vredestein passt das Preis-Leistungsverhältnis. Auch die Marke Apollo ist mittlerweile etabliert.“ CHRISTOPH LESZKOVICH

„Wir haben in Hardware investiert und unsere Verkäufer und Monteure geschult“, sagt Christian Fekete. Wesentlich sei, die Arbeitsschritte bestens zu organisieren und zu optimieren. Ganzjahresreifen betrachtet Fekete als das geringere Risiko. Das Problem sei eher, dass die Autofahrer mit den Winterreifen durchfahren. Thomas Körpert ist davon überzeugt, dass der Fachhandel von RDKS profitieren werde: „Das Autohaus wird’s nicht so günstig machen.“ Der Mehraufwand des Reifenwechsels – rund zweieinhalb Mal so lang wie früher – müsse in jedem Fall an den Endverbraucher weitergegeben werden. „Man muss das dem Kunden gegenüber gut argumentieren“, sagt GF Leszkovich. „Bei uns kann der Kunde beim Montieren zuschauen. Da ist alles transparent.“ Die Marke Vredestein hat ihren Marktanteil in den

letzten zehn Jahren verdoppelt. Bei Reifen Ritz hat es sogar noch ein überproportionales Wachstum gegeben. Thomas Körpert betont im Gespräch mit der KFZ Wirtschaft, dass die Zusammenarbeit mit Reifen Ritz eine hervorragende sei: „Bereits die Planungsphase ist optimal. Der Handel hat das Ohr am Kunden. An der Front wissen die genau, worauf’s ankommt“, so Körpert.

Reifen Ritz-GF Christoph Leszkovich vor der SB-Waschanlage von WashTec, die seit einem knappen Jahr als Frequenzbringer für die Zentrale in Eisenstadt fungiert.


SPEZIAL REIFEN 

Vom Pferdeschuh zum Premiumreifen CONTINENTAL präsentierte in Schladming seinen neuen Winterreifen WinterContact TS 850 P und gewährte dabei tiefe Einblicke in die Komplexität der modernen Winterreifenentwicklung. VON PHILLIP BEDNAR

Continental TS 850 P: Dank neuem Profildesign und kürzerer Seitenwand ein haftstarker Alleskönner.

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m Anfang steht meistens eine gute Geschichte. Bei Continental steckt die Story im Firmenlogo – dem sich aufbäumenden Pferd. Denn bevor Continental in der weit über 100-jährigen Geschichte zum Reifengiganten aufstieg, fertigte man aus Gummi rutschsichere Hufüberzieher für Pferde. So gesehen war Continentals erster „Winterreifen“ für nur ein PS ausgelegt – streng genommen. Heute, nach über 60 Jahren Winterreifenerfahrung, müssen die Pneus deutlich mehr aushalten. Wie komplex und umfangreich die Reifenweiterentwicklung wirklich ist, wurde im Rahmen der Präsentation des neuen WinterContact TS 850 P gezeigt. Mit überaus interessanten Details. PREMIUM IST DOCH BESSER Doch bevor wir uns zu sehr in Theorie verlaufen zuerst einmal Eindrücke aus der Praxis. Hält ein Premiumreifen, was er verspricht? Ja, bei der Conti-Präsentation eindeutig. Um einen ersten Eindruck zu gewinnen, wurde ein einfacher Test gefahren: Mehrmals hintereinander auf einer geschlossenen Schneefahrbahn auf 50 km/h beschleunigen und anschließend eine Notbremsung durchführen. Idente Autos, idente Strecke, lediglich die Reifen waren unterschiedlich. Testkandidat eins, ein Low-Budget-Winterreifen, Testkandidat zwei, der neue Conti WinterContact TS 850 P. Das Ergebnis verblüffte sogar die abgebrühten Journalisten: Nicht nur, dass die Low-Budget-Winterreifen deutliche Traktions- und Beschleunigungsprobleme hatten, der Bremsweg war im Schnitt um über eine Wagenlänge (ca. fünf Meter) pro Notbremsung länger. Statt im Mittel knapp unter 25 Meter mit den Conti Premiumwinterreifen, brauchte der Low-Budget-Gummi meist 30 Meter, um bis zum Stillstand zu bremsen. Ein eindeutiges Ergebnis, dass sich bereits beim ersten Druck aufs Bremspedal bemerkbar macht. Hier kann Premium wirklich mehr als Low-Budget. Erzielt wird die bessere Performance dank geringem Lamellenabstand sowie mehr Profilblöcken und Griffkanten. Continental spricht von einem bis zu fünf Prozent besserem Bremsverhalten im Vergleich zum Vorgänger TS 830. PROFILTIEFE ENTSCHEIDEND Weniger überraschend fiel der zweite Test aus. Hier musste ein neuer WinterContact TS 850 P mit voller Profiltiefe, gegen einen auf vier Millimeter abgefahrenen TS 850 P antreten. Wieder idente Fahrzeuge

auf identer Strecke. Diesmal jedoch wurde nicht der Bremsweg, sondern nur die Traktion gemessen: Wie lang brauchen die jeweiligen Reifen, um vom Stand weg auf 20 km/h zu beschleunigen, gemessen in Sekunden. Abermals auf einer Schneefahrbahn. Logischerweise waren die neuen Reifen besser, da sie sich tiefer in den Schnee krallen konnten und flotter auf Tempo kamen. Die abgefahrenen Reifen hatten spürbar zu kämpfen und brauchten rund drei Sekunden länger (7,5 statt 4,5 Sekunden), um auf lächerliche 20 km/h zu beschleunigen. Der große Traktionsunterschied war auch bei jedem Lenkmanöver deutlich zu spüren. Es fehlte schlicht an genügend Schultergrip der Reifen – das Lenkverhalten war unpräzise und schwammig. Insofern ist die Mindestprofiltiefe für Winterreifen keine Schikane, sondern ein echtes Sicherheitsfeature – vor allem für unerfahrene Autolenker. TEURE ENTWICKLUNG Continental ist als Premiumreifenproduzent auch für Automobilhersteller als Erstausrüster interessant. Dabei profitieren beide Seiten von der Zusammenarbeit. Zum einen die Hersteller, da sie maßgeschneiderte Reifen geliefert bekommen, die die angestrebten Fahreigenschaften des Wagens unterstreichen. Zum anderen Continental selbst, da man sich sowohl das Image des Erstausrüsters auf die Fahnen heften, als auch das After-Sales-Geschäft im Autohaus sichern kann. Doch bis zur Erstausrüstung ist es ein steiniger Weg – besonders als Reifenlieferant. Der Knackpunkt sind nicht die spezifischen Herstelleranforderungen, sondern der Zeitplan. Meistens befinden sich die Automodelle selbst noch in einem Prototypenstatus, der

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REIFEN SPEZIAL



„Die Erstausrüstung ist für das Image und den Verkauf gut.“ sich nach und nach verändert. Reifenspezifikationen, die im Erststadium schon nahe am Ziel waren, können bereits nach wenigen Wochen genau verkehrt sein, da sich der Prototyp in eine andere Richtung weiterentwickelt hat. Da ein neuer Reifen aber zuerst einmal am Computer entworfen wird, anschließend produziert und hausintern getestet wird, vergeht schon viel Zeit, bevor der Reifen erstmals am Prototyp steckt. Gab es in dieser Zeitspanne wieder Modifikationen am Auto, heißt es für die Reifenentwickler wieder zurück zum Start. Laut den Continental-Entwicklern ein stressiger und kostenintensiver Wettlauf gegen die Zeit, der mehrere Monate pro Modell dauern kann. Dazu kommt noch, dass speziell Winterreifen entwicklungsintensiver sind, da die Zielkonflikte zwischen Trocken-, Nass- und Schnee/Eiseigenschaften deutlich größer ausfallen als bei Sommerreifen. Um hier den besten Kompromiss aller Reifenfähigkeiten zu finden, bedarf es intensiver Forschung im Bereich der Gummimischung (die ca. 50 Prozent der Performance ausmacht), der Lamellenstruktur sowie dem grundlegenden Reifenaufbau. Erst wenn alle Faktoren ein harmonisches Ganzes ergeben, ist der Reifen fertig für die Erstausrüstung bzw. für den Reifenhandel. Dort obliegt es dann dem Kunden zu entscheiden, ob er bereit ist, ein paar Euro mehr für einen Hightechreifen auszugeben, oder lieber einen fünf Meter längeren Bremsweg in Kauf nimmt. Wer jedoch einmal zu wenig Bremsweg hatte, wird wohl nicht mehr bei den Reifen sparen.

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Hier schön zu erkennen die Testergebnisse beim Spurt auf 20 km/h. Links oben die gefahrenen Zeiten mit dem 8 Millimeter tiefen TS 850 P, rechts unten die Zeiten mit nur 4 Millimeter Profiltiefe.

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RDKS - die Chancen & die Risiken Ab November 2014 müssen alle Neuwagen mit einem REIFENDRUCKKONTROLLSYSTEM (RDKS) ausgestattet sein. Für den Reifenfachhandel bleibt damit bleibt kein Stein auf dem anderen. VON WOLFGANG BAUER Die KFZ Wirtschaft präsentiert die wesentlichen Fakten.

„Das Tagesgeschäft wird sich durch RDKS verändern. Es kommt zu einem Mehraufwand an Kosten und Zeit.“ JAMES TENNANT, VRÖ-OBMANN

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er durchschnittliche Reifenwechsel werde fortan im Schnitt 38,5 Minuten dauern. Also zweieinhalb Mal so lang wie bisher. Diesen Mehraufwand gilt es an den Endverbraucher weiterzugeben. Der reifenfachhandel hat somit endliche in Argument, seine Dienstleistungen mit guten Argumenten zu einem angemessenen Preis zu verkaufen. DIE FAKTEN IM DETAIL: Alle ab 1. November 2012 erstmals typgenehmigten Fahrzeuge der Klasse M1 und N1 und in Folge ab 1. November 2014 alle Erstzulassungen der Klasse M1 und N1 müssen mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) bzw. Tire Pressure Monitoring System (TPMS) ausgerüstet sein. Die Bestimmungen gelten bei Einzelbereifung an allen Achsen. Nicht

nur Sommerreifen, auch Winter- und Ganzjahresreifen müssen mit Reifendruck-Sensoren ausgestattet sein. Anhängerreifen sind von dieser Regelung ausgenommen. Es sind direkt- und indirekt messende Systeme gleichrangig zugelassen. DIE SYSTEME: 1) Direkt messend: Druck- und Temperatursensoren sind in jedem Reifen angebracht und übermitteln diese Daten, sowie die Reifenposition mit 433,92 MHz an eine Anzeige im Sicht- und Hörbereich des Fahrers. Derzeit werden zwei Bauarten angeboten: Die mit dem Ventil, auch mit variablem Winkel mitgeschraubten Kugelkalotten-Sensorblock (derzeit über 130 verschiedene OE-Sensoren auf dem Markt) oder elektronische Module, fix auf der Reifen-Innen-

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seite verklebt. Diese Module sind unabhängig vom Ventil und können durch Montagetätigkeiten nicht beschädigt werden. RDKS der neuesten Generation arbeiten batteriefrei mit der Transponder-Technologie. Universal-Sensoren können bis zu 90% aller OE-Sensoren ersetzen, sind programmierbar, entweder durch einen Fahrzyklus, über den Bordcomputer, oder mittels Programmier-Tools oder -Pads und mit verschiedenen Ventilversionen ausstattbar. Gelagerte Sensoren mit Batterie können durch Druckbeaufschlagung (1 min mit max. 4 bar) aktiviert werden.

„Wir müssen auch die Chance sehen, uns als kompetenter Partner für den Konsumenten zu positionieren. Und wir müssen unsere Dienstleistungen vernünftig kalkulieren und verrechnen.“ JAMES TENNANT, VRÖ-OBMANN

2) Indirekt messend: Diese Systemart nutzt die Signale der vorhandenen ABS- und ESP-Anlage und die Tatsache aus, dass sich Reifen-Rollradien bei geringerem Reifenfülldruck reduzieren. Es entsteht, bei Druckverlust zwischen zwei Rädern einer Achse, eine Differenz der Raddrehzahl. Bei einem fix definierten Differenzwert erfolgt über das ABS-Steuergerät und unter Berücksichtigung der physikalischen ESP-Bewegungssignale, ein entsprechendes Warnsignal an den Fahrer. Wegen seiner komplexen elektronischen Ausstattung bleibt diese Messart dem serienmäßigen Einbau der Fahrzeughersteller vor-

behalten. Mit dieser Systemart ist eine Reifentemperatur-Messung nicht möglich. Beim Reifentausch oder -service sind einfache, fahrzeugspezielle Aktivierungsabläufe erforderlich, die der Fahrzeug-Betriebsanleitung zu entnehmen sind. 3) Klebesensoren im Reifeninneren: Diese übertragen die Messdaten ebenfalls an das RDKS, sind leicht einsetzbar und können den Reifenwechsel erheblich verkürzen.

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Die Ausgezeichneten Der ARBÖ hat im Rahmen seines SOMMERREIFENTESTS 2014 elf Reifen der Größe 225/45R17 unter die Lupe genommen. Dabei erhielten der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 2 und der Dunlop Sport Maxx RT ein „sehr empfehlenswert“. spürbar verbesserten Grip-Niveau führt. Verantwortlich dafür ist eine aus dem Motorsport abgeleitete Gummimischung, die sich besser an den Fahrbahnbelag anpasst und so die Haftung des Reifens auf trockener Strecke deutlich erhöht und gleichzeitig auch auf nasser Straße gute Reibwerte erzielt. Daneben verfügt der Dunlop Sport Maxx RT über stabile Profilblöcke auf der äußeren Reifenschulter. Sie sorgen für größeren Kontaktbereich in Kurven und damit für ein sehr stabiles Handling auch bei hohen Geschwindigkeiten. Bei der Konstruktion des Dunlop Sport Maxx RT wurde RennsportKnow-how genutzt.

SPEZIELL FÜR KLEINE

Der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 2 erhielt im Rahmen des ARBÖSommerreifentests ein „sehr empfehlenswert“.

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er Goodyear Eagle F1 Asymmetric 2 mit ActiveBraking-Technologie, Karkassen-Struktur mit gekreuzten Kordlagen und spezieller Silica-Laufflächen-Mischung setzt im UHPSegment neue Standards in Sachen Handling und Bremsleistung auf trockener und nasser Fahrbahn. Die ActiveBraking-Technologie vergrößert den Straßenkontakt der Reifenaufstandsfläche beim Bremsvorgang. Dies erhöht den Grip und verkürzt den Bremsweg. MOTORSPORTTECHNOLOGIE FÜR DIE STRASSE Bei der Konstruktion des Dunlop Sport Maxx RT wurde Rennsport-Know-how genutzt, das zu einem

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KFZ wirtschaft 

Mit dem neuen Sommerreifen Street Response 2 hat Dunlop einen Sommerreifen speziell für kleinere Fahrzeuge entwickelt. Er ist sowohl auf nasser als auch auf trockener Fahrbahn leistungsfähiger als sein Vorgänger1 und sorgt für einen kürzeren Bremsweg bei einer um zehn Prozent höheren Gesamt-Laufleistung. Der neue Dunlop Street Response 2 ist in Größen von 13 bis 15 Zoll erhältlich. Der Street Response 2 verkürzt den Bremsweg auf nasser Fahrbahn aus 80 km/h im Vergleich zu seinem Vorgänger um zwei Meter, auf trockener Fahrbahn und aus 100 km/h sind es eineinhalb Meter weniger. Auch in einem anderen wichtigen Leistungs-Parameter wurde eine erhebliche Verbesserung erzielt. Der Dunlop Street Response 2 weist im Vergleich zu seinem Vorgänger eine Verbesserung der Laufleistung von zehn Prozent auf.

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„Supplier of the Year”: Profi Reifen wird von LeasePlan als der Lieferant des Jahres 2013 ausgezeichnet

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LeasePlan vergibt als der größte markenunabhängige Fuhrparkmanager in Österreich jährlich einen Preis an ein Unternehmen aus seinem Lieferanten-Kreis. „Der Supplier of the Year ist eine ganz besondere Auszeichnung, die jährlich auch nur ein einziges Unternehmen

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Look and Feel

AEZ, Dezent und Dotz sind die Marken des Räderherstellers Alcar Heringrad. GF CHRISTIAN THALLER erläutert, , weshalb Räder für den Reifenhandel ein wichtiger Umsatz- und ErtragsVON WOLFGANG BAUER bringer sind. 

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„Es wird immer wichtiger, Kunden höherwertige Produkte zu verkaufen.“ CHRISTIAN THALLER, GF ALCAR HERINGRAD

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KFZ wirtschaft 

as Frühjahrsgeschäft werde in jedem Fall spannend, ist Christian Thaller, GF von Alcar Heringrad, überzeugt. „Seit September 2013 sehen wir wieder einen Lichtstreif am Horiziont.“ 2010 und 2011 seien die besten Jahre der Unternehmensgeschichte gewesen, 2012 und 2013 seien etwas schwächer verlaufen. Nach dem passablen Wintergeschäft müsse der gute Schwung nun in den Frühling mitgenommen werden. Als besondere Herausforderung sieht Thaller die Veränderung von Stahl- zu Alurädern im Winter. Das Aluradgeschäft habe sich großteils in den Winter verlagert. „Unsere Kunden, die Reifenhändler, nehmen unsere Produktneuheiten sehr gut auf. 2014 wird’s bei allen drei Marken – AEZ, Dezent und Dotz – je eine Neuheit geben. Das Feedback ist vortrefflich“, so Thaller. Er möchte dem Fachhandel vornehmlich die aktive Präsentation der Räder ans Herz legen. „In geringem Ausmaß steckt natürlich Arbeit und Kapitalbindung dahinter. Aber Look und Feel der Produkte sind für Konsumenten eine wichtige Kaufentschei-

dung. Prospekte und Kataloge können die Anmutung nicht annähernd so gut transportieren, auch wenn sie aufwändig gestaltet sind“, ist Thaller überzeugt. Es werde immer wichtiger, Kunden höherwertige Produkte aktiv zu verkaufen. So könne der Weg aus der billigen Ecke, in der Umsätze und Erträge niedrig seien, gefunden werden. Alcar Heringrad bietet seinen Kunden regelmäßig Schulungen in mehreren Modulen. Gelehrt werden technische und rechtliche Voraussetzungen. Christian Thaller trägt auch selbst vor, erachtet den direkten Kontakt mit seinen Kunden für äußerst wichtig.

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REIFEN SPEZIAL



„Die Aussichten für 2014 sind positiv.“ Reifengroßhändler WILFRIED FLEISCHMANN spricht im Interview über seine Aussichten für das aktuelle Jahr und sieht vor allem die kleineren Werkstätten als die großen Gewinner. VON PHILIPP BEDNAR KFZ Wirtschaft: Herr Fleischmann, wie kann man das Reifenjahr 2013 zusammenfassen? Wilfried Fleischmann: Das letzte Jahr war schwie-

rig, da der Fachhandel von einem starken Preisverfall hart getroffen wurde. Das lag daran, dass die Lager übervoll waren, die Reifen darin aber bereits im Jahr 2011 und 2012 zu höheren Einkaufspreisen angeschafft wurden. Daher lag der Stückabgabepreis rund zehn Prozent unter dem Preisniveau von 2012. Schaut das heurige Jahr besser aus?

Ja, definitiv. Die Lager sind jetzt leer, die Altbestände abverkauft und das Geschäft praktisch bereinigt. Daher darf man von einer positiven Preisentwicklung auf Vorjahresniveau ausgehen. Für den Wiederverkauf ist das gut, weil die leeren Lager wieder aufgefüllt werden müssen. Für das Hofgeschäft ist ein leichtes Plus möglich, ist aber saisonabhängig.

Stichwort RDKS. Ihre Expertise?

Kein Grund zur Panik. Bis alle Autos damit ausgerüstet sind, dauert es sicherlich noch sieben bis zehn Jahre. Im kommenden Winter wird der Anteil vielleicht bei zehn bis 15 Prozent liegen. Daher sehe ich 2014/15 keine Kapazitätsprobleme beim guten Fachhändler. Zudem ist es wie beim Videorekorder: Es fängt mit zig unterschiedlichen Systemen an und am Ende setzt sich eine Technologie durch. Gleiches gilt für die Mehrkosten: Es wird von doppeltem Aufwand gesprochen, aber es wird sich ein Marktpreis etablieren. Wer länger braucht und teurer ist, wird auf der Strecke bleiben.

Wilfried Fleischmann, GF von Fleischmann Reifen in Klosterneuburg.

Wer sind die Profiteure der aktuellen Marktlage?

Ganz klar die kleinen Werkstätten. Ein Computer reicht für die Reifenbestellungen. Das Lager fällt weg und damit auch der teure Einkauf bei der Industrie.

Bremsen ist das Gegenteil von fahren: je kürzer, desto besser.

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SPEZIAL REIFEN 

Die neue Reifen-Fibel ist da Die VRÖ-RECHTSFIBEL ist ein Informationslexikon für Unternehmen, die sich mit Reifen und Räder beschäftigen. Die VRÖ Rechtsfibel gilt als die Bibel der Reifenbranche. 

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eben den gesetzlichen Grundlagen bietet dieses Nachschlagewerk auch eine Menge von Grafiken, Abbildungen, Tabellen, Musterformularen und praktischen Hinweisen für den professionellen Umgang mit Rad und Reifen. Die permanente Weiterentwicklung der Kraftfahrzeuge und der Reifentechnik sowie Änderungen von gesetzlichen Bestimmungen und internationalen Normen machte eine Neuauflage der VRÖ-Rechtsfibel notwendig. Das knapp 130-seitige Nachschlagewerk ist nun erschienen und informiert über alle relevanten Themen rund um Rad und Reifen. In der aktuellen Ausgabe sind alle rechtlichen Neuerungen bis einschließlich der 31. KFG-Novelle und der 59. KDV-Novelle eingearbeitet. Alle reifen- und felgenspezifischen Normen und Regeln, die in das österreichische Recht übernommen wurden bzw. welche automatisch durch EU-Verordnungen Rechtskraft in Österreich erlangten, sind inhaltlich berücksichtigt. Dank der Hilfe zahlreicher Fachleu-

te aus Industrie, Handel und dem Sachverständigenbereich, Experten des österreichischen Verkehrsministeriums und der Wirtschaftskammer war es dem VRÖ möglich, diese Reifenfibel neu zu erstellen. Die VRÖ Rechtsfibel, das Standardwerk der österreichischen Reifenbranche, wird als Nachschlagewerk auch von Ämtern, Ministerien, usw. genützt. Auch bei der Ausbildung zum „geprüften Reifenfachmann/geprüfter Reifenfachfrau“ im WIFI Linz dient die VRÖ- Reifenfibel als Lehrmittel. Die zunehmende Komplexität des Themas Bereifung erfordert eine immer höhere Qualifikation der Reifenspezialisten und Unternehmen, die sich mit Rad und Reifen beschäftigen. Der VRÖ fördert die Weiterbildung seiner Mitgliedsbetriebe und den Informationsaustausch innerhalb der Reifenbranche. Die VRÖ Rechtsfibel zum Preis von € 14,00 (exkl. Versandkosten) ist zu bestellen auf der Homepage www.vroe.at

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Neuer Webauftritt TYRE24 Nach über 2,5 Jahren Entwicklungszeit ging am 20. Februar die neue Tyre24-Homepage online. Zahlreiche Detailverbesserungen sollen die Usability und Seitenperformance verbessern. Unter anderem ist der neue 3D-Konfigurator neu, der beinahe fotorealistisch die ausgewählte Räderkombinatin anzeigt. Sogar Einpresstiefe und Reifenbreite werden maßstabsgetreu dargestellt. Um die wichtigsten Funktionen auch mit dem Kunden durchschauen zu können, lässt sich der Einkaufpreis mit nur einem Klick ausblenden. Die Verwaltung der persönlichen Daten als registrierter Benutzer wurde ebenso überarbeitet und vereinfacht, wie der Loginbereich und die Navigation auf der neuen Websige. Infos: www. tyre24.at

Ciao, Rückholkosten! KAGUMA Ein bekanntes Problem im Reifenhandel: Kunde bestellt Reifen, storniert die Bestellung und als Händler bleibt man (auf den nicht unerheblichen) Rückholkosten sitzen. Kaguma hat sich dem Problem angenommen und möchte dieses mit den Kaguma-Kundenverkauf lösen. So funktioniert es: Nicht benötige Reifen können über die Kaguma Reifen- und Serviceplattform zum gewünschten Preis eingestellt sogar anonym - und verkauft werden. Verkäufer ist dann Kaguma, was die Abrechnung und Verwaltung erleichtet. Ohne verstecke Abwicklungskosten, Provisionen oder monatlichen Gebühren. Dem Anbieter kostet das Einstellen und Verkaufen keinen Cent. Infos: www.kaguma.at

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Terminreservierung online CAMODO Zugriff auf Termin- und Kundendaten von überall und zu jeder Zeit? Das ist jetzt mit der online Terminreservierung für Camodo-Kunden möglich Die Terminreservierung bietet Reifen-, Felgen- und Teilevermarktern die Möglichkeit, dem eigenen Kunden Terminanfragen über die eigene Homepage anzubieten. Neben dem zusätzlichen Service am Kunden, wird auch noch wertvolle Zeit gespart. Denn mit dem Tool können Termine zu jeder Zeit von jedem Ort aus eingesehen und verwaltet werden. Infos: www.tyre1000.at

Jetzt für Aluräder GETTYGO Pünktlich zur Sommerreifen-Saison bietet Gettygo jetzt auch einen Alukomplettrad-Konfigurator an. Artikel von über 30 verschiedenen Herstellern können ausgewählt und digital mit wenigen Klicks an das Wunschfahrzeug gebastelt werden. Somit lässt sich binnen Sekunden die perfekte Radkombination für das Kundenfahrzeug finden. Neben den Poduktdaten der Hersteller sind auch die entsprechenden TÜV-Gutachten hinterlegt. Infos: www.gettygo.at

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TECHNIK RENAULT CAPTUR DCI 90

Äußerlich ein SUV

Motor: 1,5 l 4-Zylinder Diesel Leistung: 66 kW (90PS) Preis: 23.732 Euro

RENAULT CAPTUR DCI 90 Das kompakte SUV auf Clio Basis überzeugt mit agilem Motor, hervorragendem Federungskomfort, geringem Verbrauch (knapp 5,5 Liter im Schnitt) und gutem Raumangebot. Gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache schon, dass man es hier mit einem Auto zu tun hat, das in der Verpackung als Geländewagen daherkommt, in Wahrheit aber keiner ist. Dennoch wirkt er solid und besticht durch schickes Design in allen Details. Dank des Drehmoments von 220 Nm (bei 1750 Umdrehungen) reichen dem Captur weit weniger als 4000 um zügig voranzukommen. Erfreulich der Kofferraum: zwischen 375 und 455 Liter Ladevolumen, abhängig von der Stellung der Sitze. Im Extremfall passen sogar 1235 Liter rein. (bau)

TECHNIK GOLF VARIANT Motor/Getriebe: 1,6 Liter Turbodiesel, DSG Leistung: 77 kW (105 PS) Preis: ab 31.272,- Euro (Sky BMT)

Überdachtes Design GOLF VARIANT Beim Anblick des Variant denkt man längst nicht mehr an einen verlängerten Golf sondern nimmt erfreut die stimmig designte Dachlinie zur Kenntnis. Hinterm Steuer ist der Golf mit all seinen Vorzügen wieder präsent – komfortabel straffes Fahrwerk, logische Bedienelemente und Anzeigen, hochwertige Materialien. Das DSG steigert den Komfort im Stadtverkehr, in den üppig dimensionierten Laderaum des Variant passen 605 bis 1.620 Liter. Der Testverbrauch von 5,8 l/100 km bleibt im vernünftigen Rahmen. (sei)

TECHNIK BMW 118D XDRIVE

Kluge Rad-Verteilung

Motor/Getriebe: 2,0l-Turbodiesel, 6-Gang-Schaltgetriebe, Leistung: 105 kW (143 PS), 320 Nm Preis: 34.241,- Euro (mit Österreich-Paket Plus)

BMW 118D XDRIVE Es ist die kostengünstigste Art, einen BMW mit intelligentem Allradantrieb zu fahren, und es ist nicht die schlechteste. Sowohl der Antritt mit starkem Drehmoment passt, als auch das eher sportlich abgestimmte Fahrwerk und die BMW-typisch ausgezeichnete Verarbeitungsqualität von Interieur und Exterieur. Im Fließverkehr ist man mit dem „Eco Pro“-Modus überaus sparsam unterwegs, auf der Landstraße bringt der „Sport“-Modus viel Fahrspaß – im Schnitt lag der Testverbrauch bei moderaten 5,5 Litern/100 km. (sei)

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KFZ wirtschaft

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AUTOFOCUS ZWEIRAD 

Bester Boxerklang des Jahrtausends BMW setzt auf moderne Technik im Klassiker-Outfit. Die R NINE T mit mächtigem Boxer, klasVON FRANZ FARKAS sischem Tank, breitem Lenker und spartanischer Ausstattung wirbt um Retro-Fans. Frontallappen. Menschen, für die ein nüchterner Vergleichstest niemals ein entscheidender Faktor bei der Kaufentscheidung sein wird. Nun ist es schon seit einigen Jahren so, dass BMW durch die Markteinführung einiger sehr ernstzunehmender und äußerst konsequent entwickelter Sportmodelle sein Tourenfahrerimage zumindest zum Teil abgelegt hat. Aber die Fahrer, denen technische Datenblätter relativ egal sind, kann man auch damit nicht beeindrucken. Und genau auf diese Zielgruppe hat man es mit der neuen R nine T abgesehen. Auf Kunden, die sich auf den ersten Blick in ein Motorrad verlieben.

Lieber surfen statt hetzen, denn hektisches Schalten in Schräglage mag die R nine T nicht.

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och vor einigen Jahren waren BMW Motorräder hauptsächlich dafür bekannt, langstreckentauglich, technisch topmodern und innovativ zu sein. Nun sind das per se keine Dinge, die man einer Marke vorwerfen kann, es gibt wahrlich negativere Vorurteile, aber bei einer großen Gruppe von Fahrern stieß die Modellpalette dennoch auf deutliche Ablehnung. Sehr viele Motorradfahrer interessieren sich herzlich wenig für technische Innovation und größtmöglichen Komfort, sie wollen ein Bike, das sie in der Magengrube trifft, nicht im

REDUZIERTER ROADSTER Der reduzierte Roadster mit der klassischen Optik ist schon vor Jahren auf den ersten Messen aufgetaucht, aber man hat sich lange vor der Einführung gedrückt, auch wenn es viele positive Reaktionen gab. Andererseits ist das Zögern nicht ganz unverständlich, denn zwischen wollen und kaufen liegt ein Unterschied, zudem ist das Konzept für BMW völliges Neuland. Andererseits kann man nur dann immer weiter wachsen, wenn man auch seinen Kundenkreis vergrößert, insofern macht es Sinn, dass sich die Puristen im Entwicklungsteam der Marke endlich durchgesetzt haben. Und das Warten hat sich gelohnt. Die R nine T sieht fast genauso aus wie die genialen Konzeptbikes, die wir schon von vergangenen Messen kennen. Ein mächtiger Boxer, ein klassischer Tank, ein breiter Lenker und nur die notwendigste Ausstattung rundherum. Bei den Farbvarianten hält man sich ganz an Henry Ford: Alles ist möglich, solange es schwarz ist. Auch wird sich das Originalzubehör ganz BMW untypisch eher in Grenzen halten, man hat klar erkannt dass Kunden dieser Zielgruppe eher darauf aus sind, ihr Fahrzeug nach und nach zu individualisieren. So hat man es den diversen Zubehörfirmen und Fahrzeugveredlern mit der R nine T so einfach gemacht wie noch nie. Der Kabelbaum der Motorelektronik ist völlig von der restlichen Elektrik getrennt, und alles ist so gebaut, dass man möglichst hürdenfrei Teile wie Blinker, Beleuchtung, Rahmenheck und Ähnliches tauschen kann. Jeder soll die Möglichkeit haben, seine R nine T zu einem Einzelstück umzubauen. Bleibt nur noch eine Frage, wie sich das Teil denn überhaupt fährt. Die erste Sitzprobe bring keine Überraschung, man sitzt relativ niedrig, sehr aufrecht (der Lenker hat fast schon Enduro- Ausmaße) und ausgesprochen bequem. Das Fahrwerk,

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ZWEIRAD AUTOFOCUS



eine Kombination aus dem BMW typischen Paralever hinten und der fetten USD-Gabel aus der S1000RR, besticht durch klare Rückmeldung und jeder Menge Reserven. Aber das ganze Konzept der R nine T verleitet nicht unbedingt zum Heizen. Der mächtige, luftgekühlte Boxer lädt mit seinen 110 PS und gewaltigen 120Nm Spitzenwerten viel eher zum Surfen auf der scheinbar endlosen Drehmomentwelle ein. Dabei hat der Motor beste Manieren, und so ist es auch nicht schlimm, wenn man vor der einen oder anderen Kehre auf das Zurückschalten vergisst. Sogar im dritten Gang zieht der Boxer auch aus dem tiefsten Drehzahlkeller. Hektisches Schalten in Schräglage mag die R nine T allerdings gar nicht, bei so viel Schwungmasse gibt es natürlich auch gewisse Lastwechselreaktionen. Besondere Erwähnung sollte der Klang finden, der aus dem linkseitig verlegten Auspuff dringt. Es ist zweifellos der am besten klingende BMW-Boxer des zugegeben noch recht jungen Jahrtausends.

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Leider hat Individualität auch ihren Preis und mit 17.400 Euro ist die R nine T leider alles andere als ein Sonderangebot. Dafür aber darf man bei ihr sehr genau hinsehen, man wird keine unschönen oder billigen Details finden, alles ist wunderschön, und aus edelsten Materialien gearbeitet. Und im Gegensatz zu anderen Marken begrenzt sich der Retro-Aspekt bei BMW ausschließlich auf die Optik und nicht auf die verwendete Technik.

INFO ZUR PERSON Franz Farkas ist ein Urgestein der österreichischen Zweiradszene. Er hat in den wichtigsten deutschsprachigen Medien publiziert und ist bis heute für viele große Tageszeitungen als Motorjournalist tätig. Für die KFZ Wirtschaft schreibt Farkas seit 1984 seine „Zweirad-Kolumne“.

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Für die Kfz-Technik begeistert Für MICHAEL HAFNER war der Sieg des Salzburger Landeslehrlingswettbewerbes der Kfz-Techniker die Bestätigung seiner richtigen Berufsentscheidung. Denn zur Leidenschaft für das Handwerk VON PETER SEIPEL gesellen sich bei ihm auch das nötige Geschick und Talent. 

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ichael Hafner war in der Grundschule ein sogenannter Einser-Kandidat und hätte wohl eine glänzende Schullauf bahn absolviert, wenn er sich nicht aus purer Begeisterung anders entschieden hätte: für den Lehrberuf des Kfz-Technikers. „Ich wollte lieber etwas mit den Händen arbeiten“, sagt der sympathische Salzburger, der sowohl im Gespräch als auch bei der Arbeit eine ruhige und konzentrierte Art an den Tag legt. In der Landesberufsschule 1 in Salzburg sowie in seinem Lehrbetrieb Porsche Inter Auto in Zell am See war ihm schnell klar geworden, dass der Alltag des Kfz-Technikers zu einem immer geringeren Teil aus manuellen Tätigkeiten besteht, und dass ein fundamentales Verständnis der Bordelektrik und –elektronik moderner Fahrzeuge heute die wichtigste Basis des Berufs ist. Hafner entschied sich daher, seine Ausbildungszeit auf vier Jahre zu verlängern und zusätzlich den Beruf des Kfz-Elektrikers zu erlernen.

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KFZ wirtschaft 

AUSWAHL DER TOP-LEHRLINGE „Der Vorteil am Land ist, dass man die familiären Hintergründe der Lehrlingsanwärter recht gut kennt“, sagt Hermann D’Ambros, Serviceleiter bei Porsche Inter Auto in Zell am See. Doch nicht nur die gute Kinderstube zählt. „Wir haben das Glück, am Polytechnikum in Taxenbach einen sehr engagierten Lehrer zu haben, der die Schüler für den Beruf des Kfz-Technikers begeistern kann“, so D’Ambros. Da er selbst in Taxenbach zu Hause ist und den besagten Lehrer Christian Thaller persönlich gut kennt, werden ihm die Top-Lehrlingsanwärter praktisch frei Haus geliefert. Auch Michael Hafner ist in der kleinen Gemeinde Taxenbach aufgewachsen, die auf halbem Weg zwischen St. Johann im Pongau und Zell am See liegt. Der Vater ist ebenfalls Kfz-Techniker, was Michaels Berufsentscheidung zweifellos mitbestimmte. Seine ersten Schraub-Versuche durfte er am Verbrennungsmotörchen einer Puch Maxi vornehmen, die

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AUSBILDUNG PROFIT



einem befreundeten Bauernbuben gehörte. Heute macht ihm das Schrauben immer noch genauso viel Spaß, aber auch die oftmals spannende Fehlersuche mittels Diagnosegerät und vor allem das Erfolgserlebnis einer gut ausgeführten Reparatur machen für ihn den Reiz des Kfz-Techniker-Berufes aus. „Man lernt nie aus“, ist Michael Hafners Motto angesichts der rasant fortschreitenden technischen Entwicklung in der Fahrzeugtechnik. So will sich der junge Salzburger, der im Juni dieses Jahres zu seiner Gesellenprüfung antreten wird, danach auch zum Hochvolttechniker ausbilden lassen, um für einen eventuellen Boom der Elektromobilität gerüstet zu sein. ZAHLREICHE AUFSTIEGSCHANCEN „Mit einem Sieg beim Landeslehrlingswettbewerb hab ich ehrlich gesagt wegen der starken Konkurrenz nicht gerechnet“, sagt Michael Hafner. Insgesamt 16 Teilnehmer hatten acht Prüfstationen zu absolvieren und dort ihre Fähigkeiten und Kenntnisse an Pkw, Lkw und Motorrädern zu beweisen. Gefragt waren fundiertes Wissen und präzise Arbeit auf den Gebieten Motorbau, Elektrik, Elektronik, Dieselmotor und Pumpe sowie im Umgang mit Diagnosegeräten. „Ich war von Michaels Sieg nicht überrascht“, erzählt Hermann D’Ambros.

„Schon am Schnuppertag hab ich gesehen, dass er das Zeug zum guten Techniker hat.“ Was der Serviceleiter bedauert, ist das unter jungen Leuten allgemein abnehmende Interesse an einer Karriere mit Lehre. „Vor zehn Jahren haben sich noch 30 Lehrlinge pro Jahr beworben, heute sind es nur noch 15“, stellt D’Ambros fest. Er selbst hat im Jahr 1979 als Lehrling bei Porsche Inter Auto in Zell am See begonnen und es bis zum Serviceleiter gebracht. „Viele junge Leute glauben, dass die Lehre in eine berufliche Sackgasse führt, aber das ist ein Irrtum“, sagt er. „Mit den internen Schulungen von Porsche Inter Auto kann man sich beispielsweise zum Service- oder Diagnosespezialisten ausbilden lassen und es sogar bis zum Geschäftsführer bringen.“

Serviceleiter Hermann D‘Ambros (l.) freut sich über den Erfolg seines Schützlings Michael Hafner.

„Lebenslanges Lernen - Differenzierung wird immer wichtiger, denn wo Produkte und Portfolios zunehmend gleich sind, ist es erforderlich, sich von der Masse abzuheben, um wahrgenommen zu werden! Verantwortungsvoll selbst den Weg einschlagen, die Chance erkennen und bewusst mit Begeisterung an der eigenen Zukunft arbeiten.“ MICHAELA ROCKENBAUER, MARKETINGLEITERIN CASTROL

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RESSORT VERSICHERUNGEN 

Rechtsschutzvorsorge für Kfz-Betriebe In Kooperation mit dem Bundesgremium des Fahrzeughandels und Dr. Tenschert hat der Branchenversicherer Garanta eine auf die aktuelle rechtliche Situation der Branche ausgerichtete, spezifische RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG entwickelt. viertes Schlichtungsverfahren festgelegt worden ist, wurde ein geeignetes Mediationsverfahren in den Rechtsschutztarif integriert. Die Kosten für dieses Streitbereinigungsinstrument werden in vollem Umfang von der Garanta getragen. „Wir sind davon überzeugt, dass es uns gelungen ist, eine richtungweisende Form der Absicherung für branchentypische Rechtsprobleme geschaffen zu haben und laden alle Versicherungsmakler ein, dieses Produkt ihren Gewerbekunden aus dem Kfz-Bereich anzubieten“, so Kurt Molterer, Hauptbevollmächtigter der Garanta Versicherung in Österreich.

Kurt Molterer, Hauptbevollmächtigter der Garanta versicherung in Österreich.

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n Kooperation mit dem Bundesgremium des Fahrzeughandels und Dr. Tenschert hat der Branchenversicherer Garanta eine auf die aktuelle rechtliche Situation der Branche ausgerichtete, spezifische Rechtsschutzversicherung entwickelt. Nach Schätzungen des Rechtsschutzexperten Helmut Tenschert ist nur einer von fünf Kfz-Betrieben ausreichend gegen die Kostenfolgen von rechtlichen Auseinandersetzungen abgesichert. Durch neue gesetzliche Vorgaben bei Streitigkeiten aus Importeursverträgen gewinnt die Rechtsschutzvorsorge für die Betriebe zusätzlich an Brisanz. AUSSERGERICHTLICHE STREIT Bekanntlich schreibt der Gesetzgeber im Kraftfahrsektor-Schutzgesetz (KraSchG) vor, dass bei Auseinandersetzungen aus Vertriebsvereinbarungen zwischen Händlern und Importeuren vor Beschreiten des ordentlichen Rechtsweges, also vor Einbringung einer entsprechenden Klage, der Versuch einer außergerichtlichen Streitbeilegung zwingend vorzunehmen ist. Scheitert der Schlichtungsversuch, kann nach drei Monaten die Klage bei Gericht eingebracht werden. Da im Gesetz der schriftliche Nachweis für ein vor Beschreiten des ordentlichen Rechtsweges absol-

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KFZ wirtschaft 

ASSISTANCE-LEISTUNGEN Maßgeblich für die Entwicklung der neuen Produktlösung war neben den inhaltlichen Leistungsverbesserungen üblicher Angebote auch die Kombination mit zeitgemäßen Assistance-Leistungen. So wurden an den Rechtsschutzversicherungsvertrag eine eigens geschaffene Schlichtungsstelle sowie ein effizientes Forderungsmanagement für die Eintreibung offener Rechnungen angeschlossen. Trotz des umfangreichen Deckungsumfanges konnte eine Prämie kalkuliert werden, die weit unterhalb bekannter Versicherungsangebote liegt. BGO Burkhard Ernst und Einzelhandelssprecher Josef Schirak unisono: „Wir haben den Tarif mitentwickelt und sind von der Qualität der Absicherung überzeugt. Es ist uns ein Anliegen, dass die Mitgliedsbetriebe für Streitfälle geeignet Vorsorge treffen, um nicht von hohen Anwaltshonoraren überrascht zu werden. Leider zeigen erste Anlassfälle, wie wichtig es ist, im Bedarfsfall versichert zu sein.“

Bundesgremialobmann Burkhard Ernst.

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PLAGIATE PROFIT



Risiko gefälschte Bremsen Bremsenexperte HELLA PAGID warnt vor gefälschten Ersatzteilen und führt kopiergeschützte, holografische Sicherheitssiegel zur leichteren Erkennung von Originalteilen ein.

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er Ersatzteile wie Bremsen bei unseriösen Quellen im Internet kauft, geht mitunter große Sicherheitsrisiken ein. Denn oftmals werden statt des Originalteils preisgünstige und minderwertige Plagiate verkauft. Bei sicherheitsrelevanten Teilen wie Bremsen kann das im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden. Der Bremsenexperte Hella Pagid reagiert auf diese Entwicklungen jetzt mit der sukzessiven Einführung eines kopiergeschützten, holografischen Sicherheitssiegels für all seine Produkte und Verpackungstypen. Das Siegel erleichtert die Unterscheidung zwischen Originalteil

und Plagiat. Selbst für Experten sei das Erkennen von gefälschten Kfz-Teilen zunehmend schwieriger, denn Fälscher kopierten mittlerweile nicht nur das Produkt samt Teilenummer, sondern auch Verpackungen und Markenzeichen. Das neue holografische Siegel gibt Werkstätten, Händlern und ihren Kunden die Sicherheit, dass sie ausschließlich Originalteile des Bremsenanbieters Hella Pagid verwenden. Bei der Herstellung des Sicherheitssiegels wird auf modernste Holografiedrucktechnik zurückgegriffen, die eine Fälschung so gut wie unmöglich macht.

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18.02.14 15:35


PROFIT LESERBRIEFE 

Sehr geehrter Herr Chefredakteur,

„Unsere gesamte Interessenvertretung ist zum Fremdschämen.“ WALTER WITTMANN, GF REIFEN WITTMANN

Vorab Gratulation zu Ihren offenen Worten in Ihrem Leitartikel „Die Realität, schräger als jede Satire“. Meine Meinung dazu: Das Auto befindet sich im größten Imagewandel seit der Erfindung des Automobils. Dies gilt natürlich oder leider nur für Europa, jedoch besonders für Österreich. Seit der Euro-Einführung wird die Steuerschraube beim Autofahrer auf ein noch nie dagewesenes Ausmaß angezogen. Das Automobil wandelt sich immer mehr vom Image- und Kult-Gegenstand zum verhassten „Geldbörselplünderer“. Das ist Fakt, auch wenn es besonders die Premiumhersteller bekannter deutscher Automarken nicht zugeben wo llen, da sie am amerikanischen Markt oder in Asien (noch) gut verkaufen. Aber Tatsache ist: Der komplette Mittelstand bricht als Neukunde für den Kauf eines Mittelklassewagens völlig weg. So genannte n „downsized“ Fahrzeugen bis zu echten Kleinwagen wird aus Kostengründen der Vorzug gegeben. Die Wirtschaftskrise und der Spardruck, der den Kunden belastet, hinterlassen schon derzeit in der Österreichischen Kfz-Landschaft eine blutrote Spur. Fast sämtliche Werkstätten und viele renommierte Teilhändler haben mehr oder weniger Personal gekündigt oder Abgänge nicht mehr kompensiert. Personalabbau, wohin man schaut. Alleine aus unserem engsten Zuliefererkreis kann ich von mindestens 300 Personen sprechen, die seit Oktober 2013 Ihren Job verloren haben. Ein

Wahnsinn! Wo bleibt denn die Interessenvertretung der gesamten Kfz-Wirtschaft ? Wo bleiben die massiven Demonstrationen, wenn nötig mit Straßenblockaden ? Die NoVA- und Kfz-Steuererhöhung ist eine Frechheit sondergleichen. Die Bundesregierung schröpft den Autofahrer und im Besonderen Pendler schon jetzt bis auf das Existenzminimum. Statt europaweite langfristige Konzepte umzusetzen, die den Autoherstellern machbare Schadstofflimits im Motorenbau setzen, wird der österreichische Autofahrer solange gemolken bis er tot umfällt. Immer unter dem Deckmantel des Umweltschutzes. Die Verteufelung des Autos, besonders angeheizt von einer Wiener Stadtregierung unter Grüner Popolismus Flagge, ist ein Jobkiller- Virus für die Kfz-Wirtschaft und auch alle davon abhängigen Unternehmen. Unsere gesamte Interessensvertretung ist zum Fremdschämen.

Walter Wittmann

G e s c h ä ft s f ü h r e r v o n R e i f e n W i tt m a n n , Wien & Mistelbach

SAGEN SIE UNS DIE MEINIUNG Wenn Sie zu einem unserer Themen in den Ausgaben der KFZ Wirtschaft eine Meinung haben, dann schreiben Sie direkt an die Redaktion unter: E-Mail.: w.bauer@wirtschaftsverlag.at Oder schicken Sie ihren Leserbrief an: Österreichischer Wirtschaftsverlag Redaktion der KFZ Wirtschaft/Leserbriefe Grünbergstraße 15, 1120 Wien

„Uns wurde von Liebe Redaktion, bezugnehmend auf Ausgabe der KFZ Wirtschaft Jänner & FeCNG-Kfz abge- die bruar 2014 „Die 10 größten Erdgas-Irrtümer“, ich Ihnen gratulieren. Wir betreiben seit raten, aus Grün- muss März 2012 CNG-Fahrzeuge von Volkswagen/ den, die sich nicht Iveco und sind äußerst zufrieden mit dieser Schon bei der Evaluierung von bewahrheitet Entscheidung. CNG-Fahrzeugen wurde uns von der Anschafaus mindestens fünf der von ihnen behaben.“ fung schriebenen Gründen abgeraten, die sich alle MICHAEL WACHUDA

nicht bewahrheitet haben. Vielen Dank für diesen Artikel, ein eifriger Leser der KFZ Wirtschaft. Mit freundlichen Grüßen,

Michael Wachuda

Material- & Fleetmanagement Operation ISS Ground Services GmbH

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KFZ wirtschaft 

März 2014


ONLINE SALES AWARD PROFIT



Der Online Sales Award in der Zielkurve Zurzeit laufen die Siegerehrungen des ONLINE SALES AWARD 2013. Die besten drei Betriebe werden von Autoscout24 und der KFZ Wirtschaft besucht und ausgezeichnet.

D

ie hochkarätige Jury – bestehend aus Vertretern von Autoscout24, Garanta, Santander, Eurotax und der KFZ Wirtschaft – hatte die besten fünf Autohäuser ausgewählt von allen Betrieben, die sich beworben hatten. Die Top 3 werden in der nächsten Ausgabe der KFZ Wirtschaft gelüftet. Kurt Molterer, Hauptbevollmächtigter der Garanta Versicherung in Österreich, erklärt, warum die Garanta in der Jury des Online Sales Awards 2013 dabei war. „Als Der Branchenversicherer des österreichischen Kfz-Gewerbes sind wir an den Entwicklungen der Branche sehr interessiert. Eine solcher Trend ist zweifellos die Online-Präsenz und der Online-Handel in der Kfz-Branche. Dieser Vertriebskanal wird in Zukunft sicher noch an Bedeutung gewinnen. Der Online Sales Award von Autoscout24 und der KFZ Wirtschaft macht die Leistungen der Betriebe in diesem Bereich transparent, kürt Vor-

zeigeprojekte und spornt andere Händler an, auch im Internet aktiv zu werden. Petra Hollendonner, GF Autoscout24: „Der Kunde ist heute überall und immer online. Ein guter Onlineauftritt ist heute auch im Autohandel ein Muss und ein wichtiger Motor für das Geschäft. Viele Händler haben das schon verstanden und machen wirklich Beispielgebendes im Netz, um Kunden zu akquirieren und zu halten. 2012 haben wir mit der KFZ Wirtschaft und Partnern den Online Sales Award ins Leben gerufen. Wir wollen bei noch mehr Händlern Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig ihr Online-Business für ihren nachhaltigen Erfolg ist.Und wir wollen Beispiele präsentieren, wie es gut funktionieren kann. Dazu gehört nicht nur eine gute Website. Sondern auch, dass man „Online“ immer mitdenkt, dass man die Prozesse im Unternehmen entsprechend aufsetzt.“

Kurt Moterer, Garanta Versicherung. Petra Hollendonner, AutoScout 24

CarGarantie: Ihr Garantie- und KundenbindungsSpezialist. • Bis zu 10 Jahre Garantie

Kundenbindung bis zum nächsten Autokauf. Mit unseren Garantie- und Kundenkontakt-Programmen binden Sie Ihre Kunden dauerhaft an Ihr Haus.

CG Car-Garantie Versicherungs-AG • Tel. +43 1 879 14 26 265 • www.cargarantie.at

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PROFIT EXPERTENTIPP 

Qualität im Gebrauchtwagengeschäft Der Handel steht im Gebrauchtwagengeschäft unter einem zunehmenden KOSTENDRUCK. Das darf aber nicht dazu führen, dass die Qualität der Kundenbetreuung darunter leidet. Auf diese VON PETER PELLKOFER sollte man gerade jetzt besonderes Augenmerk richten. INFO ZUSAMMENGEFASST ▶ Wir wollen nur „ehrliche“ Autos verkaufen. ▶ Jeder Besucher ist unser willkommener Gast. ▶ Aus GW-Kunden sollen Stammkunden werden. ▶ Das GW-Geschäft ist eine finanzielle Stütze. Peter Pellkofer Tel. +49 171 73 50 100 E-Mail: ppellkofer@ mto-beratung.de

W 

enn Sie sich für 2014 vorgenommen haben Ihr Gebrauchtwagengeschäft zu verbessern, dann sollten Sie mal auf die Basis ihres GWGeschäfts schauen. Stimmt da die Qualitätsausrichtung? Gehen Sie einen konsequenten Weg der Qualität? Um das zu überprüfen, genügt ein Blick auf die sogenannte „GEBRAUCHTWAGENPHILOSOPHIE“. Gibt es diese „Philosophie“ und wenn ja, wie schaut diese im Detail aus. Sind alle Mitarbeiter mit Ihren Qualitätsversprechen vertraut und einverstanden? Ich gebe Ihnen heute eine Benchmark. Stellen Sie fest, wo Ihr Gebrauchtwagengeschäft im Vergleich zu meinen vorgeschlagenen Versprechen steht. Hier meine „GW-Philosophie“: DAS QUALITÄTSVERSPRECHEN* ▶ Wir wollen unseren Kunden nur Gebrauchtwagen anbieten, die in einem fairen Preis-Leistungsverhältnis stehen und einem Vergleich mit anderen Angeboten standhalten. ▶ Wir wollen „ehrliche Autos“ verkaufen. Dazu gehören umfassende Informationen über die Vergangenheit der Autos. ▶ Unser Personal begrüßt jeden Besucher innerhalb der ersten 3 Minuten, nachdem diese unsere Ausstellung betreten haben. ▶ Die Besucher sind unsere Gäste. Dazu gehören ein aufmerksamer Service und Freundlichkeit. ▶ Wir bemühen uns, alle Wünsche unserer Besucher rund um das Auto zu erfüllen. Damit möchten wir eine erstklassige Kundenbindung an unser Haus aufbauen. ▶ Die Mitarbeiter in der Gebrauchtwagenabteilung schätzen wir ebenso wie unsere Kollegen aus den anderen Abteilungen. Alle Mitarbeiter haben eine unverzichtbare Funktion und werden respektvoll behandelt.

chung können wir immer ein frisches Sortiment anbieten. ▶ Der finanzielle Erfolg ist immer ein Ergebnis der disziplinierten Anwendung und Umsetzung des Gebrauchtwagenleitfadens (Anm. des Autors: Gibt es einen GW-Leitfaden in ihrem Haus?). ▶ Das Gebrauchtwagengeschäft ist von entscheidender Bedeutung zur Sicherung und Fortbestand unserer Firma und aller damit verbundenen Arbeitsplätze. Entsprechend wichtig wird es auch von der Geschäftsleitung angesehen. Natürlich ist mir bewusst, dass diese Versprechen auf Papier gedruckt sind, und wie wir alle wissen, ist Papier sehr geduldig. Aber mal ehrlich: ist das nicht alles richtig, was da oben steht? Gibt es dagegen stichhaltige Argumente? In den Gesprächen muss ich feststellen, dass oftmals der „innere Schweinhund“ in uns Menschen die Umsetzung der Versprechen behindern oder gar verhindern möchte. Und dieses „Tierchen“ in uns ist ganz schön clever, wenn es um Argumente geht, die eigentlich nur Ausreden sind. Ja, ich gebe zu, dass es anstrengend ist, täglich gute Qualität zu liefern. Aber haben wir wirklich eine Wahl? Die Konsumentenansprüche wachsen, und wir müssen mitwachsen – so schaut es aus. * (nur für den internen Gebrauch geeignet)

„Es ist anstrengend Qualität zu liefern. Aber es lohnt sich.“

▶ Nach dem Kauf werden unsere GebrauchtwagenKunden zu Stammkunden. Entsprechend wichtig sind sie für den gesamten Betrieb. ▶ Nur durch konsequente Handlungen und Einhaltung der Richtlinien zur Standzeitüberwa-

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KFZ wirtschaft 

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PRODUKTE PROFIT



Hengst-Filter bei Binder HENGST Automobilzulieferer Hengst, der den Automotive Aftermarket mit Filtern in Erstausrüsterqualität beliefert, schloss kürzlich eine enge Partnerschaft mit der Binder Autobedarf GmbH. Ab sofort kann der Fach- und Einzelhandel in Österreich über Binder das gesamte Filtersortiment von Hengst für Pkw-Anwendungen beziehen. Damit stärkt Hengst seine Position als etablierte Marke für den Fach- und Einzelhandel in Österreich. Infos: www.binder-autobedarf.at

Geordnetes Werkzeug SIEMS & KLEIN Werkstattausrüster Siems & Klein bietet ein breites Sortiment an hochwertigem Werkzeug sowie dazu passende Werkzeugwagen und Ordnungssysteme an. Mit den individuell gefertigten Hartschaumeinlagen für Werkstattwagen, Kästen und Koffer bekommt jedes Teil seinen Stammplatz. Je nach Kundenwunsch gestaltet Siems & Klein die Werkzeugeinlagen in verschiedenen Stärken und Farben mit frei kombinierbaren Konturen. Infos: www.siems-klein.at

Berufsbekleidung & Co: Garantiert hilfreich.

Über tausend Kunden allein in der Kfz-Branche sind ein Zeichen von Kompetenz in diesem anspruchsvollen Segment. Wie kommt es zu diesem Erfolg? Nur durch konsequentes Erfüllen der speziellen Anfordersalesianer/adv_185x125_garantiert_hilfreich_kfzwirtschaft3_0314.indd 1

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AN

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ungen. Das Motto des Textilspezialisten SALESIANER MIETTEX „Garantieren statt Versprechen“ ist voll aufgegangen. Verlässlichkeit von der Hygiene bis zur pünktlichen Lieferung wird von der Branche geschätzt. Gerade Automarken leben von Image und Vertrauen des Publikums. Wer heute eine Werkstätte betritt, will sofort Markenimage erleben. Sauber und korrekt gekleidete Facharbeiter wirken positiv. Auch für die Mitarbeiter sind personalisierte hygienisch einwandfreie, frische Textilien motivierend. Das Ersetzen der Fixkosten durch variable Kosten macht das Mietsystem dabei wirtschaftlicher als die Anschaffung eigener Kleidung. Die weitreichenden Garantien zeigen das Zusammenwirken von Qualität, Logistik und Flexibilität. Das wird besonders im automotiven Business geschätzt. Zusätzlich ergänzt der Miettextil-Dienstleister sein Angebot durch praktische Baumwoll-Reinigungstücher, Lenkradschoner, ServiceSitzbezüge und Ölfangmatten. Außerdem erfreuen sich das attraktives Waschraumhygiene-Programm sowie die individuellen Sauber – und Werbematten als Willkommensgruß großer Beliebtheit. www.salesianer.com

Advertorial

Warum SALESIANER MIETTEX bei Berufsbekleidung in Pole-Position ist.

N AC H H A

Vier als Gewährleistungsmarken eingetragene Garantien bürgen für Verlässlichkeit. 17.02.14 12:00

KFZ wirtschaft

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PROFIT SCHULUNGEN 

AUSBILDUNGSTERMINE 2014 PERIODISCHE WEITERBILDUNG - MITTWOCH

§ 57A-GRUNDAUSBILDUNGSSEMINAR BIS 3,5 T KURSNUMMER

PREIS

TERMINE

07. - 10.04.2014

WVP14407

€ 799,-

  12. - 15.05.2014

WVP14512

€ 799,-

  02. - 05.06.2014

WVP14602

€ 799,-

  08. - 11.09.2014

WVP14908

€ 799,-

TERMIN

1. Wochenkurse (40 Stunden) KURSNUMMER

PREIS

  12. - 16.05.2014

WVP14512

€ 889,–

  29./30.08. - 05./06.09.2014

WVP14B21

€ 889,-

19.03.2014

WVP14319

€ 219,-

 02.04.2014

WVP14402

€ 219,-

 07.05.2014

WVP14507

€ 219,-

 25.06.2014

WVP14625

€ 219,-

GRUNDAUSBILDUNG UND

PERIODISCHE WEITERBILDUNG - DONNERSTAG

SCHULUNG - KURSNR: 7790

PREIS

27.03.2014

WVP14327

€ 219,-

ERWEITERUNGSSCHULUNG ÜBER 3,5 T HZG. GGW.

 24.03.2014

WVP14424

€ 219,-

2. Zusatz zur Grundausbildung für Fahrzeuge über 3,5 t hzg. Ggw 4 h (für alle, die schon eine Grundausbildung bis 3,5t absolviert haben)

 22.05.2014

WVP14522

€ 219,-

BILDUNG - KURSNR. 7793

 28.08.2014

WVP14828

€ 219,-

29.03. 2014, Sa 8 bis 17:30 Uhr, Linz, € 200,-

KURSNUMMER

PREIS

 16.05.2014

WVP14516

€ 139,-

 12.09.2014

WVP14912

€ 139,-

SEMINARORT: Castrol Austria GmbH NfG OHG , Industriezentrum NÖ Süd, Straße 6, 2355 Wiener Neudorf. SEMINARDAUER: jeweils von 08.30 bis ca. 17.30 Uhr

BREMSENKURSE GRUND-, AUS- & WEITERBILDUNG Bremsenkurse für Fahrzeuge über 3,5 t Ggw Spezialkurs über Bremsanlagen für Fahrzeuge über 3,5 t Periodische Weiterbildung – 8 Stunden TERMIN  16.09.2014

KURSNUMMER

PREIS

WVP14916

€ 249,–

SEMINARORT: Wifi Mödling, Guntramsdorferstraße 101, 2340 Mödling SEMINARDAUER: 08.30 bis 16.40 Uhr

SPEZIALKURS ÜBER BREMSANLAGEN FÜR FAHRZEUGE ÜBER 3,5 t; Grundausbildung – 12 Stunden TERMIN 17. - 18.09. 2014

KURSNUMMER

PREIS

WVP14918

€ 389,–

SEMINARORT: Wifi Mödling, Guntramsdorferstraße 101, 2340 Mödling SEMINARORT: 1. Tag: 08.30 bis 16.40 Uhr, 2. Tag: 08.00 bis 12.00 Uhr

KFZ wirtschaft 

TERMINE

SCHULUNGEN IN OBERÖSTERREICH

KURSNUMMER

TERMIN

40

PREIS

SEMINARORT: Restaurant Pichler, Hauptstr. 8, 2482 Münchendorf; Anfahrtsplan unter www.heurigenrestaurant-pichler.at; SEMINARDAUER: jeweils von 08.30 bis ca. 17.30 Uhr

GRUNDAUSBILDUNG ÜBER 3,5 T HZG. GGW.

TERMIN

KURSNUMMER

SEMINARORT: Restaurant Pichler, Hauptstr. 8, 2482 Münchendorf; Anfahrtsplan unter www.heurigenrestaurant-pichler.at; SEMINARDAUER: jeweils von 08.30 bis ca. 17.30 Uhr

PERIODISCHE WEITERBILDUNG - FREITAG TERMINE

07. - 15.03. 2014, Fr 8-18, Sa 8-17, Linz € 522,PERIODISCHE WEITER-

SEMINARORT: WIFI OÖ Wienerstr. 150, 4021 Linz; Tel: 05-7000-77; E-Mail: kundenservice@wifi-ooe.at SCHULUNGEN IN WIEN

KURSNUMMER

PREIS

 28.03.2014

WVP14328

€ 219,-

BILDUNG

 09.05.2014

WVP14509

€ 219,-

04.04. 2014, € 140,-

 19.09.2014

WVP14919

€ 219,-

SEMINARORT: Landesinnung der Kfz-Techniker, Gewerbehaus (Dachterrasse), Rudolf Sallinger Platz 1, 1030 Wien SEMINARDAUER: jeweils von 12.30 Uhr bis ca. 20.00 Uhr

PERIODISCHE WEITER-

SEMINARORT: WIFI WIEN Währinger Gürtel 97, 1180 Wien

ORGANISATION & INFORMATION

Sandra Vyhnalek; Tel. (01) 54 664-335, eMail: 57aschulung@­wirtschaftsverlag.at. Durchführung Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH,Grünbergstraße 15, 1120 Wien. Programmäderungen aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor. Alle Gebühren exkl. 20 % USt! Anmeldung Fax (01) 54 664-50335, E-Mail: 57aschulung@­wirtschaftsverlag.at; P­ ost­adresse Österreichischer Wirtschaftsverlag, Grünbergstraße 15, 1120 Wien. Storno Bei Stornierungen bis 14 Tage vor Veranstaltungstermin wird eine Bearbeitungsgebühr von € 30,– berechnet. Danach beträgt die Stornogebühr 50 % der Seminargebühr. Bei Nichterscheinen oder Stornierung am Veranstaltungstag wird die volle Gebühr verrechnet. Die Stornierung muss ausnahmslos schriftlich erfolgen, eine Ersatzperson kann selbstverständlich genannt werden. Druckfehler und Irrtümer vorbehalten. Die KFZ Wirtschaft im Österreichischen Wirtschaftsverlag organisieren für die Landesinnung Wien der Kfz-Techniker und den Fachverband der Fahrzeug­industrie Österreichs dieses breit angelegte Kursprogramm für alle begutachtenden Kfz-Betriebe. Alle Veranstaltungen sind, wenn nicht anders angegeben, All-Inclusive-Seminare (inkl. Seminarunterlagen und Catering).

März 2014


SCHULUNGEN PROFIT



ANMELDEFORMULAR BITTE VOLLSTÄNDIG AUSFÜLLEN UND PER FAX AN: [01] 54 664-50335 ODER PER EMAIL AN: 57ASCHULUNG@WIRTSCHAFTSVERLAG.AT SCHICKEN

1 . VORAUSSETZUNG EINER AUSBILDUNG NACH §3 ABS.2 PBSTV Titel, Zuname

Vorname

Firma

Straße/Postfach

PLZ

Ort

Telefon/Fax

E-Mail

Rechnungsadresse (vollständiger Wortlaut)

Kursnummern

Datum

Unterschrift

SCHULISCHE AUSBILDUNG: a) Diplom der Fakultät für Maschinenbau oder Elektrotechnik einer österreichischen Technischen Universität oder der Studienrichtung Montanmaschinenwesen der Montanuniversität, unbeschadet zwischenstaatlicher Vereinbarungen über die gegenseitige Anerkennung akademischer Grade, und mindestens einjährige fachliche Tätigkeit im Bereich der Fahrzeugtechnik; b) erfolgreicher Abschluss des Fachhochschul-Studienganges Fahrzeugtechnik und mindestens zweijährige fachliche Tätigkeit im Bereich der Fahrzeugtechnik; c) erfolgreich bestandene Reifeprüfung an einer österreichischen höheren technischen und gewerblichen Lehranstalt mit schwerpunktmäßiger Ausbildung in dem Bereich Maschinenbau, Maschineningenieurwesen, Elektrotechnik oder Mechatronik oder im Ausland erfolgreich bestandene Prüfung, die diesen Abschlüssen auf Grund einer völkerrechtlichen Vereinbarung oder auf Grund einer Nostrifikation gleichwertig ist und jeweils mindestens zweijährige fachliche Tätigkeit im Bereich der Fahrzeugtechnik. MEISTERPRÜFUNG-WERKMEISTERSCHULE: Erfolgreich abgelegte Meisterprüfung (­Österreich oder Deutschland) als Kfz-Techniker/-Mechaniker. Die erfolgreiche Absolvierung der Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau-Kraftfahrzeugtechnik. LEHRABSCHLUSSPRÜFUNG: Erfolgreich abgelegte Lehrabschlussprüfung als Kfz-Mechaniker oder Kfz-Techniker und der Nachweis über eine zweijährige, nach der Lehrabschlussprüfung in Österreich liegende, fachliche Tätigkeit als Kfz-Techniker oder Kfz-Mechaniker, in einem zur wiederkehrenden Begutachtung ermächtigten Unternehmen. Möglichkeiten der Anerkennung von Schulabschlüssen oder erworbener Qualifikationen im Ausland bestehen. Der Nachweis der individuellen Befähigung nach § 19 der Gewerbeordnung ist für sich allein als Nachweis über die erforderliche persönlichen Qualifikation einer geeigneten Person nicht ausreichend. 2. Nachweis über den erfolgreichen Besuch einer theoretischen und praktischen Grundausbildung im Ausmaß von mindestens 24 Stunden sowie über den erfolgreichen Besuch einer Schulung im Ausmaß von mindestens zwölf Stunden. Bei der Begutachtung von Fahrzeugen mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3.500 kg und einer Bauartgeschwindigkeit von mehr als 50 km/h, zusätzlich über den erfolgreichen Besuch einer Erweiterungsschulung im Ausmaß von vier Stunden, sowie über den erfolgreichen Besuch eines Spezialkurses über Bremsanlagen von Schwerfahrzeugen durch einen Fahrzeug- oder Bremsenhersteller im Ausmaß von mindestens zwölf Stunden. Der alleinige Besuch einer Schulungsmaßnahme nach § 3 Abs. 3. PBStV ist für eine Nominierung als geeignete/qualifizierte Person nicht ausreichend.

ONLINE-ANMELDUNG und LEISTUNGEN Sämtliche Kurse können Sie auch Online unter der Adresse www.mängelkatalog.at oder unter www.maengelkatalog.at in der Rubrik Schulung buchen. Beim Schulungsstandort Landesinnung Wien empfehlen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da die Parkplätze nicht in der Leistung inkludiert sind. INKLUDIERTE LEISTUNGEN: Bei allen Schulungen sind die Schulungsunterlagen und die Verpflegung inkludiert. Bei den Schulungsstandorten Castrol, Restaurant Pichler und Wifi Mödling sind kostenlose Parkplätze vorhanden.

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KFZ wirtschaft

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PROFIT EUROTAX STATISTIK 

Neuwagen Jänner 2013

-13,2%

35.000 Stk.

30.000 Stk.

201

3

Jan/2013: 27.761 Neuzulassungen

25.000 Stk.

201

3

01/2014: 23.990 Neuzulassungen

2

201

20.000 Stk.

Jan/201 4 weniger z : -3.771 ugelassen als Jan/2 013

Jan/2012: 26.826 Neuzulassungen

15.000 Stk.

Jan

Feb

Mar

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

DIE PKW-NEUZULASSUNGEN im

Opel: Postiver Start (+2,8 % MA)

Jänner 2014 liegen bei 23.990 und sind somit im Vergleich zum Vorjahr um -13,6 % rückläufig.

Ford: Platz 2 bei Zuwächsen (+2,0 % MA) Skoda: schwieriger Start (-1.993 Stück)

AbBcCD -42,97%

-23,40%

Kleinwagen

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KFZ wirtschaft 

Micro Van

-23,76% Stadtwagen

-12,51% -13 Family Van

,60% -2

Untere Mittelklasse

0,62%

Obere Mittelklasse

+7,90% DIE PKW-SEGMENTE

müssen Verluste hinnehmen. Nur Luxus- (+85,0 %) und Sportwagen (+10,7 %) legen zu, mittlere Geländewagen sind mit +7,90 % weiterhin auf Erfolgskurs. März 2014


EUROTAX STATISTIK PROFIT



Gebrauchtwagen Jänner 2013 DIE MARKEN Audi, BMW, Seat und

Audi: plus 410 Stück zu 2013

Toyota konnten sowohl bei den Stückzahlen als auch beim Marktanteil Zuwachs verzeichnen. Große Stückzahlverluste musste Subaru hinnehmen, auch Chevrolet im Minus.

Subaru: Minus 106 Stück zum Vorjahr Ford: Minus 0,3 % Marktanteil

A - Kleinwagen 5,9% b - Micro Van 13,2% B - Stadtwagen 0,5% c - Family Van 4,9% C - Untere Mittelklasse 0,6% D - Mittelklasse 2,1% E - Oberklasse 0,6%

+3,6%

Jan/2014: 2.202 Fahrzeuge mehr zugelassen zu Jan/2013

G - Luxusklasse 5,4% H - Sportwagen 4,9% I - Geländewagen 11,0% i - Geländewagen medium 24,6% L - Minivan -1,3% T - Kombi-Busse 7,7% V - Gewerbe 25,4%

20.000 Stk.

Gebrauchtzulassungen in Seqmenten Jan/2014

15.000 Stk.

Jan/2014: 63.935 Zulassungen

10.000 Stk.

Jan/2013: 61.733 Zulassungen

5.000 Stk. 0 Stk.

A

b

B

c

C

D

E

G

H

I

i

L

T

V

DAS SEGMENT kleiner Geländewagen ist auch bei den

Gebrauchtwagen Vorreiter mit 24,6 %. Die Segmente „b – Micro Van“ und „I – Geländewagen“ können ausbauen, bei den Minivans wird ein leichtes Minus von 1,3 % verzeichnet.

INFO DIE KOOPERATION

Martin Novak ist Direktor Verkauf und bereits seit über 25 Jahren bei Eurotax, dem führenden Anbieter für Informationen, Daten, Publikationen und Dienstleistungen rund um Fahrzeuge aller Art. Für weiterführende Daten scannen Sie den QR-Code mit Ihrem Smartphone oder folgen Sie dem Link www.eurotaxpro.at/news.

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KFZ wirtschaft

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BRANCHENRADAR MENSCHEN 

GLOSSE

VON WOLFGANG BAUER

MÄRCHENHAFT

B 

egonnen hat es bei Volkswagen. Keine E-Mails mehr nach Dienstschluss. 30 Minuten nach Ende der Gleitzeit wird der Serverbetrieb eingestellt und erst wieder 30 Minuten vor Arbeitsbeginn am nächsten Tag wieder eingeschaltet. Das hatte der Betriebsrat durchgesetzt, um Mitarbeiter vor dem mittlerweile grassierenden Virus der ständigen Erreichbarkeit zu schützen. Jetzt zieht BMW nach: Mitarbeiter in Deutschland können nun ihre Mobilarbeit in ihre Arbeitszeitkonten eintragen. BMW will damit verhindern, dass Mitarbeiter zu viele Überstünden machen und ein so genanntes Burnout erleiden. Die wörtliche Erklärung liest sich in einer immer härter werdenden Arbeitswelt tatsächlich märchenhaft: „Es wird ein Recht auf Unerreichbarkeit definiert“. Vielleicht ein zartes Pflänzchen nur im Grunde, tatsächlich aber wohl ein bahnbrechender Schritt.

Daniel Hammerl, Tesla Country Director Österreich

Erstes Tesla Servicecenter in Wien TESLA Mit Showroom, Design-Center und Werkstatt eröffnete Tesla Motors sein erstes Servicecenter in Österreich. Gleich hinter dem Tech-Park-Vienna und dem Indoor-Spielplatz Bogi Park in der GutheilSchoder-Gasse in Wien Liesing erstreckt sich eine 1.300 Quadratmeter Halle, die dem US-Elektroautohersteller Tesla Motors als Brückenkopf für seine ÖsterreichAktivitäten dient. „Bis vor kurzem noch mussten wir unsere Kunden noch nach Deutschland schicken, doch ab sofort bieten wir unser Shop- und Servicekonzept auch in Wien an“, erklärt Daniel Hammerl,

Tesla Country Director Österreich. So lässt sich das aktuelle Modell S im DesignCenter bezüglich Farbe und Ausstattung individuell konfigurieren, und auch für Service und Wartung ist das Tesla-Center in Wien-Liesing mit 13 Mitarbeitern die vorerst einzige Anlaufstelle in Österreich. „Noch heuer werden wir in Graz und Linz weitere Servicecenter eröffnen“, verspricht Hammerl. Immerhin sind bereits 60 Stück der luxuriösen und langstreckentauglichen Limousine Modell S in Kundenhand, die Wartezeit beträgt derzeit vier bis fünf Monate.

Rekordumsatz AVL DITEST geht mit einer neuerlichen Umsatzsteigerung in das 15. Bestandsjahr. Das 1999 in Graz gegründete Kfz-Diagnoseund Messtechnik-Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2013 an seinen drei Standorten einen Umsatz von knapp 57 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit konnten die Rekordumsätze der Jahre 2012 und 2011 getoppt werden. „Der im vergangenen Jahr angestrebte Ausbau unserer Position bei namhaften Fahrzeugherstellern, deren Markenwerkstätten wir mit Mess- und Diagnosetechnik ausstatten, ist uns geglückt. Die neuerliche Umsatzsteigerung ist sehr stark von diesen Erfolgen geprägt“, sagt AVL Ditest-GF Gerald Lackner. 2014 will AVL Ditest bei den Mehrmarken-Diagnosegeräten weiterhin Gas geben. Diese sind mit der innovativen Software XDS 1000 von AVL Ditest ausgestattet.

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KFZ wirtschaft 

AVL Ditest-GF Gerald Lackner

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MENSCHEN BRANCHENRADAR



Nacht der 1000 PS GALANACHT Starke Boliden, Glamour und trendige Fashion – am 20. Februar 2014 wurde die Hofburg zur Lifestyle-Rennstrecke. Bereits zum 8. Mal ging die wohl rasanteste BGO Burkhard Ernst, Walter Benda, Senator Burkhard Ernst (v.l.) Galanacht der Saison in der Wiener Hofburg über die Bühne. Nach der Aufwärmrunde in Wiens neuem Szene Hotspot, dem Fashion TV Cafe gegenüber der Wiener Staatsoper, ging es für die Ballgäste direkt in die Hofburg. Neben PS starken Boliden wurde auch trendige und glamouröse Fashion gezeigt.Veranstalter Christian Marek begrüßte wieder zahlreiche Prominenz aus dem In- und Ausland. U. a. Schauspieler Mark Keller, Regisseur Norbert Blecha, Daniel Serafin, Michael Adam, Gitta Saxx, Designer La Hong, Callisti Designerin Martina Müller, Klaudia Kristofic Binder, Marika Lichter, Ekaterina und Christian Mucha, Manfred Ainedter und viele andere.

Batteriekapazität verdoppeln

BOSCH Die Robert Bosch GmbH und die japanischen Unternehmen GS Yuasa International Ltd. mit Sitz in Kyoto und die Mitsubishi Corporation, Tokyo haben ein Joint Venture gegründet, um die nächste Generation der Lithium-Ionen-Batterietechnologie zu entwickeln. „Mit dem Joint-Venture möchten wir nicht weniger als einen bedeutenden Entwicklungssprung in der Batterietechnologie machen. Unser Ziel ist es, Lithium-Ionen-Batterien bis zu zwei Mal leistungsfähiger zu machen“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung und zuständig für Forschung und Entwicklung der Robert Bosch GmbH. Die neue Gesellschaft heißt „Lithium Energy and Power GmbH & Co. KG“ und hat ihren Hauptsitz in Stuttgart. Bosch ist mit 50 Prozent und GS Yuasa International Ltd. und die Mitsubishi Corporation mit jeweils 25 Prozent beteiligt. Die Geschäftsführung ist entsprechend dieser Aufteilung besetzt. Sie besteht aus Dr. Rolf Speicher von der Robert Bosch GmbH, Toshio Ohara von der GS Yuasa International Ltd. und Yutaka Kashiwagi von der Mitsubishi Corporation. Sie führen zu Beginn weltweit rund 70 Mitarbeiter in Deutschland und Japan.

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Präsentation AUTOMOBILE Am 3. Und 4. Mai 2014 findet die Automobile zum 7. Mal in der Villacher Innenstadt statt. Heuer werden rund 2 Dutzend Automarken und über 110 Modelle präsentiert. Als besonderes Highlight gilt wieder die Verlosung eines Autos - gesponsert von den Teilnehmern der Automobile 2013. Der Hauptpreis, ein Ford Fiesta, wird um 15.00 Uhr auf der Bühne beim Rauterbrunnen verlost. Die Lose sind ab dem 18. April in allen teilnehmenden Betrieben wie auch im Stadtmarketingbüro erhältlich.

Auto der Zukunft AUTOSCOUT24 Eine länderübergreifende Studie (Sample: 8800) von AutoScout24 untersucht die Anforderungen an das Auto der Zukunft. Die digitale Vernetzung ist aus der Alltagswelt nicht mehr wegzudenken. 49 Prozent der Europäer wünschen einen schnellen Internetzugang im Fahrzeug, wobei das Internet mittlerweile nicht ausschließlich eine Spielwiese für Jüngere ist. Tatsächlich ist der Anteil der Interessierten bei den 40- bis 49-Jährigen in Europa am höchsten (53 Prozent), während nur 46 Prozent der 18- bis 29-Jährigen diesen Wunsch hegen. Im Ländervergleich sind vor allem die Südeuropäer aus Spanien und Italien – dort votieren rund zwei Drittel dafür - Befürworter der raschen digitalen Vernetzung. Die Österreicher sind mit 35 Prozent um vieles zurückhaltender. Auch hierzulande gilt: Die 40- bis 49-Jährigen zeigen am schnellen Internet im Auto das höchste Interesse (40 Prozent). Sicherheitsfunktionen wie frühzeitige Gefahrenerkennung und aktives Eingreifen des Autos in brenzligen Situationen Petra Hollendonner sind für durchschnittlich (AutoScout24) 83 Prozent der befragten Österreicher besonders wichtig (Europa: 82 Prozent). Ebenso befürworten 83 Prozent (Europa: 82 Prozent) den so genannten e-Call, der nach einem Unfall automatisiert einen Notruf abgibt.

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BRANCHENRADAR MENSCHEN 

INFO PERSONALIA PEUGEOT

Jochen Rindt bei den Stones

Christoph Stummvoller, James Legg

Heinz Prosch, bisher Leiter der Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei Peugeot Austria, schied per 28. Februar 2014 aus dem Unternehmen aus. Ihm folgt Christoph Stummvoll (42) nach. Stummvoll ist bereits seit 2004 im Marketing für PAG tätig, davon sieben Jahre als Leiter Werbung, CRM und Events und stand diesem Bereich ab 2011 als Direktor Marketing vor. Neuer Marketingdirektor von Peugeot Austria wird der gebürtige Engländer James Legg (36). Legg ist bereits seit vielen Jahren im PSA-Konzern tätig und verfügt über vielfältige Vertriebsund Marketingerfahrung.

Gastgeber Franz Steinbacher mit Kurt Bergmann.

Frühbucherbonus für AutoZum

EUROTAX

Eurotax Österreich verstärkt sein Team mit einem Director Insight & Market Analysis. Roland Strilka übernahm diese Rolle mit 1. März 2014. Roland Strilka bringt dafür jahrelange Erfahrung in der Daten- und Marktanalyse sowie im Business Development mit. Er zeichnete nach diversen Stationen in der Marktforschung die letzten sechs Jahre bei GfK Austria als Head of für die Bereiche Automotive, Technology und B2B verantwortlich. Erfahrungen im Bankensektor zu sammeln. Im Jahr 2012 kehrte er in den Vertrieb von Motiondata zurück. HYUNDAI

Mit Wirkung zum 1. März 2014 wurde der bisherige Vertriebs- und Marketingdirektor, Roland Punzengruber, zum GF der Hyundai Import GmbH ernannt. Die Geschäftsleitung umfasst neben Punzengruber weiterhin Alfred Stadler sowie Hansjörg Mayr.

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STEINBACHER Dank des tollen Engagements des OldtimerSammlers und Jochen Rindt-Fans, Heinz Swoboda, verwandelte sich die Garage von Riki und Franz Steinbacher in Wolkersdorf zu einem Gemisch aus Fahrerlager, Partyzelt und Filmatelier. Kein Wunder, erstmals seit 47 Jahren waren die beiden Rindt-Fahrzeuge von 1967, der Porsche 911 S und der Formel 2 Brabham BT 23-5 wieder vereint. Viel Prominenz war gekommen: Martin Pfundner, der Doyen des österreichischen Motorsports, Kurt Bergmann, Helmut Zwickl, Armin Holenia, Rolf Schmidt und viele mehr bis hin zum engagierten Seitenblicke-Team unter Christian Reichhold und CineCraft-Boss, Rindt Film-Produzent Christian Giesser.

Johann Jungreithmair, CEO Reed Exhibitions

AUTOZUM 2015 Die nächste Ausgabe der „AutoZum“ wird vom 21. bis 24. Jänner 2015 im Messezentrum Salzburg über die Bühne gehen. Es wird zwei neue Schwerpunkte geben: die Sonderschau ReifenFORUM und den Themenschwerpunkt LACK. Die Sonderschau ReifenFORUM bietet neben der klassischen Ausstellerteilnahme eine kostengünstige Alternative zur Neuheiten-Präsentation im Bereich Reifen und Felgen. Aber auch für Karosserie- und Lackierbetriebe wird ein besonderer Anreiz geschaffen. So ist eine Ausweitung des Autoreparaturlackier-Sektors mit Produktpräsentationen, Infoveranstaltungen und Get-together geplant. Wichtig für Aussteller: Bei Anmeldung bis zum 14. März 2013 gibt es einen attraktiven Frühbucherbonus.

Weltmeister BEST APPRENTICE AWARD 2013 Der junge Wiener Kfz-Techniker André Astalosch wurde im Rahmen des „Best Apprentice Award 2013“ im Volkswagen Konzern zum Weltmeister gekürt. (v.l.) André Astalosch, Dir. Markus Fuchs „Wir sind stolz auf unseren ehemaligen Schüler, der Vorbild für die jetzigen Lehrlinge ist“, sagt Oberschulrat Markus Fuchs, Direktor der Berufsschule für KfzTechnik in Wien. André Astalosch schloss die Siegfried Marcus-Berufsschule 2012 ab, ist heute Mitarbeiter bei MAN Truck & Bus Center Leopoldsdorf und bildet sich durch ein Hochschulstudium im KfzMaschinenbau weiter. Nun erhielt der Österreicher als einer der Weltbesten den Best Apprentice Award 2013 des Volkswagenkonzerns. Die Auszeichnung ging an neun Frauen und 31 Männer Vorführung bei aus 20 Berufen, die in ihrer Algema Blitzlader R Ihnen vor Ort! Schnell. Sicher. Wirtschaftlich. Bis 3,1 t Nutzlast Ausbildung durch exzellente Leistungen und Fachkompe. . D-83104 Tuntenhausen Tel.: + 49 (0) 80 67 / 90 57-0 www.algema.de tenz überzeugt haben.

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RÜCKBLENDE 1994



E-Mobile mit Anziehungskraft 1994 Ein wahrer Publikumsmagnet war die Sonderschau E-Mobile, welche die KFZ Wirtschaft vor 20 Jahren auf der Salzburger Branchenmesse „Auto, Werkstatt, Tankstelle“ VON PETER SEIPEL veranstaltete.

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1994

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ie Branchenveranstaltung AWT 1994 war als Zwischenmesse für die Autozum-freien Jahre konzipiert, konnte jedoch nur eine relativ geringe Zahl von Branchen-Kapazundern dazu bringen, echte Neuigkeiten zu präsentieren. Umso dankbarer war das zahlreich erschienene Publikum dafür, am Stand der KFZ Wirtschaft eine bunte Palette zukunftsweisender Elektromobile vorgeführt zu bekommen. Neben einem auf Elektroantrieb umgebauten Lamborghini Countach, dem damals schnellsten rein elektrisch angetriebenen Sportwagen der Welt, war das damals zur Serienproduktion anstehende Horlacher E-Mobil ausgestellt. Ebenso zeigten diverse E-Komponentenlieferanten ihre Innovationen. So gab es unter anderem die Stromtankstelle aus dem Hause Elin zu sehen, die mittels Chipkarte zu bedienen war, und auch die Brusa Elektronik AG präsentierte E-Mobilitätszubehör wie beispielsweise eine in Mürzzuschlag entwickelte Zink-Flow-Batterie, die eine dreifache Energiedichte wie herkömmliche Bleiakkus aufwies. Kompetenter Organisator der Sonderschau im Auftrag der KFZ Wirtschaft war der Wiener Kfz-Mechanikermeister Bernhard Propper, der sich bereits als E-MobilGuru einen Namen gemacht hatte.

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DIE KFZ WIRTSCHAFT 04 | 2014 ERSCHEINT AM 08. APRIL 2014, ANZEIGENSCHLUSS IST DER 20. MÄRZ 2014 IMPRESSUM

Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, Grünbergstraße 15/1, A-1120 Wien, Tel.: (01) 546 64-0, Fax: (01) 546 64/DW 520, EMail: kfz@wirtschaftsverlag.at Unternehmensgegenstand: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften. Chefredakteur: Wolfgang Bauer DW 321. E-Mail: w.bauer@wirtschaftsverlag.at Fachautoren: Philipp Bednar, DW 322. E-Mail: p.bednar@wirtschaftsverlag.at, Peter Seipel, DW 323. E-Mail: p.seipel@wirtschaftsverlag.at Freie Mitarbeiter: Franz Farkas (Zweirad), KommR Franz Steinbacher (Oldtimer). Grafiken, Layout, Illustrationen & Fotos: butjabutja -

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multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, Linzerstrasse 442, 1140 Wien Geschäftsführung: Thomas Zembacher Beteiligung: Alleinige Gesellschafterin der Medizin Medien Austria GmbH (der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH) ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag. Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Holger Hüthig mit 7,02 %, Ruth Hüthig mit 0,45 %, Beatrice Hüthig mit 0,28 % und Sebastian Hüthig mit 0,28 %. Gesamtverkaufsleitung: Franz Michael Seidl (Leitung), DW 240; Anzeigen: Ingrid Horvath, DW 224, Barbara Schreiber (Service), DW 462, Fax: DW 520, E-Mail: kfz@ wirtschaftsverlag.at Anzeigentarif: Nr. 28, gültig ab 1. Jänner 2013. Er-

scheinungsweise: monatlich Hersteller: SAMSON Druck GMBH, A-5581 St. Margarethen 171, www.samsondruck.at Marketing: Paul Kampusch, DW 130. Abonnement: Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag, Simmeringer Hauptstraße 24, 1110 Wien, Tel.: +43/1/361 70 70-570, Fax: +43/1/361 70 70-9570, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at Jahresbezugspreis: € 60,–. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Anzeigenpreisliste: 2. HJ | 9.390, Jahresschnitt 2012: 9.386 Bankverbindung: Bank Austria, Kto. 04240571200, BLZ 11000, IBAN AT511100004240571200, BIC BKAUATWW, DVR: 0368491

Bilder: thinkstock, Hersteller, Redaktion.

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R E H C A M DIE

MACHER DES MONATS MÄRZ 2014 

Jeden Monat kürt die KFZ Wirtschaft Macher und Bremser. Menschen, die Großes leisten und solche, die bremsen.

ANDRÉ ASTALOSCH Der Wiener André Asta-

losch ist Kfz Techniker und Weltmeister. Diesen Titel erhielt er vom Volkswagen-Konzern verliehen, der mit dem „Best Apprentice Award 2013“ kürzlich seine besten Auszubildenden ehrte. Die Auszeichnung erhielten neun Frauen und 31 Männer, die in ihrer Ausbildung durch exzellente Leistungen und Fachkompetenz auffielen. Schon als Sieger des Landeslehrlingswettbewerbs der Kfz-Techniker in Wien hatte André Astalosch sein Talent unter Beweis gestellt. Heute ist er Mitarbeiter bei MAN Truck & Bus Center Leopoldsdorf und bildet sich durch ein Hochschulstudium im Kfz-Maschinenbau weiter. (sei)

PROF. HANNES BRACHAT lehrt an der Hochschule in

Nürtingen-Geislingen. Beim Tag der oberösterreichischen KfzWirtschaft verstand er es wie kein Zweiter, die Menge zu unterhalten, obwohl er sowohl Herstellern als auch Händlern einschenkte. Es könne nicht sein, dass Hersteller Überkapazitäten über Umwege in den Markt pumpen, dabei die Händlerpartner umgehen und so die Preise ruinieren. Gleichzeitig richtete er aber auch mahnende Worte an die anwesende Händlerschaft: Das Internet ist kein Sündenbock und diese Tatsache zu ignorieren, ist kurzsichtig. Der Unterschied: Brachat ist dabei nicht boshaft, untergriffig oder plump, sondern eloquent und pointiert. Jeder Satz wirkt wohl überlegt, kommen Zwischenfragen, werden diese sachlich gekontert und nicht nur emotional zurückgeschmettert. Eben ein Macher und kein Schimpfer! (bed)

DIE BREMSERIN DORIS BURES

Verkehrsministerin Doris Bures hat sich in diesem Monat die Stigmatisierung „Bremserin“ redlich verdient. Der Fachverband des Güterbeförderungsgewerbes weist zu Recht darauf hin, dass das Gesetz, wonach Lkw mit einem hzG von mehr als 7,5 Tonnen zwischen 22 und 5 Uhr Früh auf nicht schneller als 60 km/h fahren dürfen, dringend geändert gehörte. Bisher wurde ein Vergehen – vor allem auf Autobahnen – kaum geahndet. Mittlerweile erkennen moderne Radargeräte über die Länge des Fahrzeugs, ob es sich um einen Lkw handelt und blitzen. 60 km/h auf Autobahnen sind zum einen ein Problem für Pkw, auch wenn sie vorausschauend fahren. Außerdem werden Lkw in puncto Verbrauch auf 80 km/h optimiert. Die Ministerin ist für sämtliche Argumente des Fachverbands nicht zugänglich. (bau)

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KFZ-Wirtschaft 03/14  

KFZ-Wirtschaft, Wirtschaftsverlag, Crash Tests, NOVA, Würth, Landeslehrlingswettbewerb, Peter Seipel, Wolfgang Bauer

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