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HANDELSZEITUNG  Nº 6 · 2016

Panoptikum  Agenturecke

SalzburgMilch ­ Mit einer Kampagne unter dem Motto „Genießen Sie den Geschmack Salzburgs“ ist die SalzburgMilch nach einigen Jahren erfolgreicher regionaler Aktivitäten wieder österreichweit im TV, Internet und Print sowie mit Außenwerbung in Hochfrequenz-Zonen in Wien zu sehen. Engagierte Bauern, die unsere schöne Landschaft erhalten, beste Milch, bei der man weiß, wo sie herkommt, und kurze Transportwege – dafür steht SalzburgMilch. Mit der neuen Werbekampagne, die seit dem 7. März 2016 österreichweit zu sehen ist, werden die Konsumenten eingeladen, diesen Geschmack Salzburgs zu genießen. Die Kampagne besteht aus einem authentischen TV-Spot, Internet-Bannern, Print und Außenwerbung, wobei hier ein besonderes Augenmerk auf Hochfrequenz-Zonen in Wien gelegt wird. Die neue Kampagne wird in der Wiener Innenstadt und bei einer Vielzahl an voll digitalisierten U-Bahn-Stationen zu sehen sein. „Dieses umfangreiche Programm trägt sicher dazu bei, die Bekanntheit der Marke SalzburgMilch in ganz Österreich zu steigern“, ist Marketingleiter Florian Schwap überzeugt und ergänzt „Wir legen bewusst den Fokus auf unsere hochwertige Milch, da sie allen von uns erzeugten Produkten einen ganz besonderen Geschmack verleiht. Auf der Homepage der SalzburgMilch – www.milch.com – wurde der TV-Spot bereits jetzt in die Startseite integriert. Florian Schwap, Marketingleiter bei SalzburgMilch, gönnt allen Österreichern Milchprodukte seines Unternehmens.

  Consumer Watch

  Herr Seher analysiert

Wunschtraum loyaler Mitarbeiter? Nur wer richtig führt, wird seine Mitarbeiter an sich binden und ein gutes Betriebsklima schaffen. Umgang mit Kunden ist er immer bestrebt, das Unternehmen gut dastehen zu lassen. Der loyale Mitarbeiter sorgt für Interessens­ ausgleich bei innerbetrieblichen Konflikten und für ein gutes Betriebsklima. Seine „Veränderungsbereitschaft“ (für einen Unternehmenswechsel) tendiert gegen Null.

Fritz Seher Consultant f.seher@seherundpartner.at Es ist ein vielstrapazierter Kalauer, den niemand mehr hören möchte: Es wird zu wenig geführt. Trotzdem wird eine Wahrheit durch Totschweigen nicht unwahr. Jedes Unternehmen möchte doch aus talentierten Mitarbeitern engagierte und loyale Mitarbeiter machen. Wer höhere Gehälter, schönere und besser ausgestattete Autos oder sonstige großzügige Zusatzleistungen für die besten Mittel zum Zweck hält, befindet sich auf einem einbahnigen Holzweg. Der einzige langfristige Erfolgsfaktor ist ein fähiger Vorgesetzter, eine starke Führungskraft, die durch Vorbildwirkung in der Lage ist, den Nährboden für Loyalität zu schaffen. Loyalität kommt aus einer innerlichen Haltung, aus emotionaler Verbundenheit und sie ist, in Abgrenzung zu artverwandten Begriffen wie Gehorsam, freiwillig. Loyalität ist ein Geschenk, nicht erzwingbar und immer wieder neu zu verdienen. Loyale Mitarbeiter sind die wahren Erfolgstreiber: Sie bringen ihre volle Leistungskraft ein, sie wirken als innerbetriebliche Motivatoren und als externe Positivverstärker des gesamten Unternehmens­ images. Loyale Mitarbeiter sind keine Produkte aus Glück oder Zufall. Zunächst müssen auch Führende geführt werden: Sie müssen lernen, nicht – oder schwer – messbare Faktoren (wie Verhalten, Werte­ orientierung, Regelkonformität etc.) sichtbar und damit objektivierbar zu machen. Wie kann Loyalität sichtbar gemacht werden? Wann sind Mitarbeiter loyal? Ein loyaler Mitarbeiter identifiziert sich in einem hohen Ausmaß mit „seinem“ Unternehmen. Wenn er von der Firma spricht, sagt er: „wir“ und nicht „die“. Das Wohl des Unternehmens ist ihm, nicht nur aus Eigeninteresse, ein wirkliches Anliegen. Er ist kein Jammerer, sondern einer, der stets nach Lösungen sucht. Loyale Mitarbeiter bringen häufiger Verbesserungsvorschläge ein als andere. Sie sind in der Regel bereit, viel mehr zu tun, als von ihnen gefordert wird. Bereitschaft zu Überstunden ist kein Thema. Im

Was sind die Motivationsfaktoren für Loyalität? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein? Gemeinsames, übereinstimmendes Interesse, ein harmonisierter Wertekanon, weitgehende Zielkongruenz, grundsätzliche Arbeitszufriedenheit ohne gefühlte Unsicherheiten, eine positive und inspirierende Atmosphäre, fairer und wertschätzender Umgang mit Mitarbeitern, erkennbare Entwicklungsmöglichkeiten. Gute und transparente Kommunikation mit dem Ziel, Erfolge (und Miss­ erfolge!) zu vermitteln und ein stolzes Wir-Gefühl zu entwickeln. Zugegeben, das alles zusammen stellt eine schwere, kaum zu bewältigende Last für Führungskräfte dar. Und in dieser Perfektion und Vollständigkeit sind diese Loyalitätsfaktoren in unseren Unternehmen auch kaum anzutreffen. Aber werden auch nur einige der oben gelisteten Motivationsfaktoren gut gelebt, geben sie einen ausreichend guten Nähr­ boden für die Loyalitätsbildung ab. Spannend ist es zu beobachten, dass in eigentümergeführten Unternehmen größere Loyalität vorzufinden ist. Einem Chef zum Anfassen, der Kontinuität und Stabilität vermittelt, entziehen Mitarbeiter auch nach schweren Führungsfehlern ihre Loyalität nicht – oder nur sehr zeitverzögert. „Angestellten“ Führungskräften, die noch dazu in immer kürzeren Abständen fluktuieren (acht Geschäftsführer in zwölf Jahren zeigt das jüngste Beispiel eines globalen Players in Österreich) verweigern Mitarbeiter wesentlich rascher ihre loyale Gefolgschaft.

* Aus Gründen leichterer Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleich­ behandlung für beide Geschlechter.

Ohne Personal ­ In Schweden hat mit „Näraffär“ erstmals ein Supermarkt ohne Personal eröffnet. Kunden bezahlen ausschließlich per App und ihrer Bank-ID. Der Begründer Robert Ilijason möchte mit seiner Idee einen 24-Stunden-Service bieten und wieder mehr Läden in ländlichen Gegenden etablieren. Wer einkaufen gehen möchte, muss sich zunächst registrieren und die Anwendung auf sein Smartphone laden. Dann stehen sämtliche Funktionen für den Shop zur Verfügung. Die Eingangstür zum Shop öffnen die Kunden mit einem simplen Swipe in der App. Via Smartphone-Kamera müssen die Konsumenten die Produkte nur einscannen. Der Shop ist rund um die Uhr geöffnet. Reales Geld wird beim Einkauf nicht genutzt, sondern per App gezahlt. Die Überwachung übernehmen Kameras.

  Jetzt mal ehrlich, Herr Trefelik

Brauchen wir noch Bargeld? Immer wieder geistert die Forderung nach der Abschaffung des Bargelds durch die Medien. Der Obmann der Sparte Handel, Wien, sagt: Ja, es ist Ausdruck der persönlichen Freiheit jedes Einzelnen. NFC ist nicht mehr aufzuhalten, oder doch? Auch wenn das bargeldlose Bezahlen auf den ersten Blick viel praktischer erscheinen mag, so sollte man sich davon nicht blenden lassen. Bargeld ist Teil unseres Wirtschaftssystems, und es geht hier um die persönliche Freiheit jedes Einzelnen und um Individualität. Der Preis, den wir zahlen würden, sollte Bargeld komplett abgeschafft werden, ist ein hoher. Dadurch werden Menschen noch gläserner und noch manipulierbarer.

Welche Auswirkungen fürchten Sie? Mit einer vollkommenen Digitalisierung des Zahlungsverkehrs sind auch neue Steuern und Zwangsabgaben zu befürchten. Da hätte niemand mehr einen Überblick. Das sichere Bargeld der Zentralbanken fiele weg, die Ersparnisse und Guthaben der Bürger würden ausnahmslos in elektronischer Form auf Sparkassen und Banken liegen. Wie kann man dann noch Sparguthaben in sicheres Bargeld umtauschen, um den drohenden Wertverfall durch Zinsanpassungen zu stoppen? Wenn schon eine stärkere Gewichtung auf unbare Kreditkartenzahlungen gelegt werden soll, ist es auch notwendig, dass sich Kreditkartenunternehmen endlich auf einheitliche Disagio-Sätze einigen.

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Handelszeitung 06/16  

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