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30. MAI 2014  Nº 11

Unabhängige Fachzeitschrift für Lebensmittel und Konsumgüter, seit 1971

S . 3 Omnichanneling

BILLA S . 6 S .  7

HOF ER

Ein Tag mit …

S . 8

INTERVIEW S . 9 BRAUNSHOFER

Top Spirit S . 10 S .  16

SIRU P

Pikante Snacks Rund 10.000 Besucher haben sich am 20. und 21. Mai in Amsterdam über Leistungspotenziale bei Handelsmarken informiert. 

plma

Auf der Handelsmarkenmesse PLMA in Amsterdam war zu hören, dass global gesehen die Eigenmarkenentwicklung des Handels momentan an Schwung verloren hat.

Am 20. und 21. Mai waren 49 österreichische Aussteller auf der Weltfachmesse für Handelsmarken in Amsterdam vertreten. Insgesamt stellten mehr als 2200 Firmen auf 3800 Ständen und über 70 Nationen ihre Waren und Dienstleistungen aus. Sechs österreichische Unternehmen beteiligten sich zum ersten Mal am Österreich-Stand, und fünf Firmen waren darüber hinaus Einzelaussteller. Rund 10.000 Einkäufer von internationalen Handelsketten aus 100 Ländern haben die Messe besucht. Die Gesamtausstellungsfläche der Messe betrug 34.000 m² und füllte das gesamte Messegelände RAI in Amsterdam. „Die österreichischen Aussteller nutzen die PLMA zur Betreuung der bestehenden internationalen Kunden und zur verstärkten Akquisition von neuen internationalen Interessenten. Darüber hinaus wird die Messe zum Erfahrungsaustausch und zur Beobachtung des Mitbewerbs intensiv genutzt“, so Franz Ernst-

brunner von der Außenwirtschaft Austria. Vermehrt wurden Bioprodukte nachgefragt. Der Anteil der Handelsmarken am Gesamtumsatz der Handelsketten beträgt z. B. in Deutschland, in der Schweiz und in Großbritannien bereits über 40 %. In Österreich beläuft sich der Anteil der Handelsmarken auf 29 %. Unter den Gewinnern des „Salute to Excellence Awards“, mit dem herausragende Handelsmarkenprodukte des vergangenen Jahres ausgezeichnet wurden, waren im Bereich Lebensmittel etwa Reiswaffeln mit Biobananen-Geschmack, Müsli mit sieben Nuss-Sorten und probiotisches Granatapfel-Joghurt. Zu den preisgekrönten Produkten bei Nicht-Lebensmitteln gehörten Luftverbesserer mit Kirschblütenduft, feuchtigkeitsspendendes Duschgel Mittelmeerbrise und zweiphasiger reinigender Conditioner für das Haar.

Wo Österreich steht Am Tag vor der Messeeröffnung hat Nielsen-Vertreter Paolo Politi die internatio­ nalen Trends bei Handelsmarken erläutert.

Die wichtigsten Studienergebnisse: Das gewichtete globale Mittel der Marktanteile über 44 Länder stand 2013 bei 16,5 %, demselben Wert wie 2012. Das Ranking der Länder nach Handelsmarkenanteil führt die Schweiz mit 45 % an, gefolgt von Spanien (41 %) und Großbritannien (41 %). Österreich liegt mit einem veröffentlichten Wert von 29 % an siebenter Stelle. Die Top-Kategorie mit dem höchsten Wertanteil in Österreich war 2013 natürlicher Süßstoff (90 %), Mousse hat um 18 Prozentpunkte zugelegt und somit den Spitzenwert beim Wachstum erreicht. Im Vergleich dazu Deutschland: Pflegetücher haben dort mit 90 % Wertanteil den größten Handelsmarkenanteil, Cremewaffeln konnten am meisten zulegen (+ 34 Prozentpunkte). Als Trends am Handelsmarkensektor führte Politi die Bereiche „Grün/Ethno“, „gesund“ („frei von …“, „reich an …“, vegan, vital), „Regional“, „Kinder/Baby“, „Food to go“ sowie „Premium“ an. 

Quer gedacht Fingerspitzengefühl

Turbo im Standby-Modus wolfgang friedrich w.friedrich@wirtschaftsverlag.at

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Österreicher-Parade: Seite 12/13

Der EU-Agrarminister möchte das Mindesthaltbarkeitsdatum für Nudeln und Reis abschaffen, um der ausufernden Lebensmittelverschwendung Einhalt zu gebieten. Die Meinung der österreichischen Handelsketten driften ausein­ ander: Einige begrüßen diesen Schritt, und andere sehen es mit Skepsis. Hier spielen wohl Umsätze eine tragende Rolle. Auch die große Schar der Konsumenten spaltet sich in zwei Gruppen: Den einen fehlt das Fingerspitzengefühl, zu erkennen, wann Nudeln und Reis verdorben sind (bei richtiger Lagerung praktisch nie), und die anderen freuen sich über den Wegfall dieser „Einschränkung“. Dann gibt es wieder Leute, die sehr gerne in den Regalen nach abgelaufener Ware stöbern, um eine 1 + 1-GratisAktion zu erhaschen – diese werden sich ärgern. Und andere finden am Dachboden einen Kristallzucker-Vorrat aus den 50er-Jahren, den sie ohne mit der Wimper zu zucken verwenden. Mit anderen Worten: Das Gefühl für qualitative Lebensmittel könnte gestärkt werden, wer die rechtliche Sicherheit bei Bauchschmerzen übernimmt, ist fraglich. gabriele jiresch g.jiresch@wirtschaftsverlag.at

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Nº 11 · 2014  HANDELSZEITUNG 3

Thema

Im internationalen Wettbewerb

A 50 + 50

Das Shopping-Center-Symposium von RegioPlan suchte nach Antworten auf die Frage, wie der Handel künftige Konsumbedürfnisse befriedigen und Umsätze halten könnte.

Dass der Onlinehandel die Struktur der Handelslandschaft nachhaltig verändert und zwar so wie einst die Einführung der Selbstbedienung, stellte Prof. Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Centers an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach und Autor mehrerer Bücher zum Thema Onlinehandel, fest. Seinen Berechnungen nach liegen die Onlineanteile im deutschsprachigen Raum aktuell bei je rund 10 %, wobei sie im europäischen Non-Food-Bereich schon rund 25 % erreicht haben sollen. Dies gehe immer mehr zu Lasten des stationären Handels. „Ich sehe keinen Grund, warum diese Progression des Onlinehandels nicht weitergehen sollte“, so der Experte. Spannend sei dabei insbesondere der importierte Anteil: 50 % des österreichischen Online-Einzelhandelsumsatzes gehen ins Ausland. „Viele Onlineshops aus Großbritannien haben schon eine deutsche Website“, so Heinemann. Amazon und ebay hätten rund 80 % Marktanteil im deutschen Mobile-Commerce.

Umsatzrückgänge für stationären Handel Heinemann prognostiziert dem stationären Handel jedenfalls „einen beträchtlichen Umsatzrückgang“. 15 bis 25 % der Flächenumsätze von Non-Food werden seiner Meinung nach bis 2020 ins Internet abwandern. Das daraus entstehende Kostenproblem müssten stationäre Händler lösen. Ein Ansatz wäre, Flächen in Showrooms umzuwandeln. Im Lebensmittelbereich sei Onlinehandel (noch) nicht das große Thema. Zunächst müssten die Händler ihr Sortiment im Internet professionell abbilden und „nicht immer nur gedruckte Prospekte

%   0 5

verschicken, die sich niemand mehr anschaut“. Interessant sei in diesem Zusammenhang, dass der Anteil an hybriden Konsumenten, die online nach Produkten suchen und offline

50 Prozent des österreichischen OnlineUmsatzes gehen ins Ausland

einkaufen, bereits 60 % erreicht hat. Hier spielt insbesondere das Smartphone eine wichtige Rolle.

Click & Collect als Rettung für bestehende Flächen Auf die Frage der richtigen On- und Offlinestrategien gingen die Teilnehmer der ersten Diskussionsrunde – Piotr Korek von Tesco, Alexander Schirmeister von ebay sowie Alain Parent von Marionnaud – ein. Dass der Onlinehandel den stationären Handel sowie die Shopping Center braucht und umgekehrt, waren sich die Diskutanten einig. So zum Beispiel sei für viele (Online)Händler die schnelle Zustellung sogar innerhalb eines Tages ein großes Anliegen. Dafür brauchen sie nach wie vor Filialen an unterschiedlichen Standorten, denn alles aus einem Zentrallager zu beliefern, dauert viel zu lange. Ebenso seien stationäre Geschäfte im Hinblick auf das Click-and-Collect-Geschäft wichtig, in Großbritannien und in Frankreich werde dieses Modell gut angenommen.

Gerade in diesen beiden Bereichen sehen die Experten Anknüpfungspunkte auch für Shopping Center, die sich überlegen könnten, wie sie diesen neuen Anforderungen der Händler besser entgegenkommen können. „Allerdings ist auch eine große Welle an Downsizing in den Shopping Centern zu erwarten“, gab Korek zu bedenken. Zu viele Einkaufszentren wurden zu groß gebaut, so der Tesco-Vertreter. Einigkeit herrschte noch in einem Punkt: Das Omnichannelling erhöht die Umsätze deutlich, weil einerseits manche Konsumenten mehr Geld ausgeben, wenn sie ihren Kauf auf mehreren Kanälen vorbereiten können und andererseits weil dadurch neue Zielgruppen erschlossen werden. Dass zu viel Fläche im Einzelhandel herrscht und demnach abgespeckt werden müsse, bestätigten auch die Diskutanten der zweiten Expertenrunde: Andreas Schulte von Huber Shop, Thomas Köck von dm und Oliver Sartena von Wein & Co. Laut Schultes Aussagen müsse Huber Shop einige Flächen abbauen. Für den dm-Vertreter steht auch fest, dass manche Filialen kleiner und manche zusammengelegt werden, wobei an großen wichtigen Standorten auch größere Betriebstypen noch vorstellbar sind, je nachdem wie die Flächenproduktivität aussieht. Für Wein & Co. gibt es in Österreich insbesondere durch die Kooperation mit Merkur noch weiße Flecken, ansonsten keine Standorte, die man noch unbedingt besetzen müsse.

Ort der Begegnung Für Alexander Eck von SES Spar European Shopping Centers kommt es heute mehr denn je auf die Multifunktionalität und Flexibilität eines Centers an. Das Shopping Center der Zukunft müsse zu einem Ort der Begegnung, der Spannung und Entspannung, der Kultur, des Sports und von Events werden.  RED

  Nimm 2

In welcher Weise wird sich der Konsum verändern? Durch Onlineangebote wird sich der Konsum immer mehr internationalisieren, der stationäre Handel muss multifunktional und zu einem Ort der Begegnung werden.

Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Centers an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach: „Die Onlineanteile im deutschsprachigen Raum liegen aktuell bei je rund 10 %. Dies geht zu Lasten des stationären Handels. Ich sehe keinen Grund, warum diese Progression des Onlinehandels nicht weitergehen sollte. Spannend ist dabei insbesondere der importierte Anteil: Rund die Hälfte der in Österreich generierten Onlineumsätze sind Cross-Border-Umsätze, die durch Onlineanbieter aus dem Ausland entstehen.“

Alexander Eck, Head of Real Estate Development bei SES Spar European Shopping Centers: „War früher die Grüne Wiese der beste Standort für ein Shopping Center, so ist es heute die Innenstadt. Heute kommt es sehr stark auf die Multifunktionalität und Flexibilität eines Centers, auf das Raumerlebnis und das Erzeugen des WOW-Effektes an. Das Center der Zukunft muss zu einem Ort der Begegnung, der Spannung und Entspannung, der Kultur, des Sports und von Events werden – ein Ort eben, an dem man sich gerne aufhält.“

Editorial Alles und sofort Einkaufen im Internet oder in Einkaufszentren – mich reizt weder das eine noch das andere. Vielleicht, weil ich beruflich schon genug Zeit vor dem Bildschirm verbringe; und als Städter ausreichend Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung habe. Meine Freizeit möchte ich weder in virtuellen noch in künstlichen Welten verbringen. Aber bitte: jedem das Seine. Möglicherweise wird man den nächsten Generationen überhaupt nur mehr Hologramme anbieten. Es reicht ein Laufband zum Durchschreiten der verschiedenen Einkaufswelten, man ruft Informationen über Google Glass ab, bestellt per Headset. Alles wird prompt zugestellt, zu Hause wartet ein eigens engagierter Shoppingsitter (bei einer mittlerweile 20-prozentigen Arbeitslosenquote sind die günstig zu bekommen). Man selbst wechselt das Programm auf ­Entertainment. Oder auf Sex. Was auch immer – alles ist verfügbar, sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Das mag für viele wunderbar klingen, meine Welt ist das nicht. Um den Claim des genialen Schöffel-TVSpots zu zitieren: „Ich bin raus.“ Max Pohl m.pohl@wirtschaftsverlag.at

IMPRESSUM UNABHÄNGIGE FACHZEITUNG FÜR DEN LEBENSMITTELHANDEL HERAUSGEBER, MEDIENINHABER UND VERLEGER: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15, Tel. (01) 546 64-0, Fax (01) 546 64/DW 538 für Redaktion, DW 528 für Anzeigen. E-Mail: handelszeitung@wirtschaftsverlag.at. ISDN (01) 545 58 74. Internet: www.handelszeitung.at. REDAKTION (RED): Mag. Gabriele Jiresch (ELE) (Chefredakteurin), DW 383; Wolfgang Friedrich (FRI) (stellvertretender Chefredakteur), DW 384; Max Pohl (MP), DW 382. Redaktionelle Mitarbeit: Barbara Egger (BE), Wolfgang Schedelberger (WS). Anzeigen: Franz-Michael Seidl (Verkaufsleitung), DW 240; Nicole Hoffmann-Thönnessen (Anzeigen- und Medienberatung), DW 268 (HOT); Sandra Schabauer (Anzeigen- und Medienberatung), DW 269 (SAS); Nina Hewson (Service), DW 484, Fax: DW 50484. E-Mail: handelszeitung@wirtschaftsverlag.at. GRAFIK DESIGN: Sibylle Exel-Rauth, DW 157 ABONNEMENT: Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag, Tel. ++43/1/361 70 70-570, Fax ++43/1/361 70 70-9570, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at. Jahresbezugspreis: € 84,– inkl. MwSt. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. ANZEIGENTARIF: Nr. 39, gültig ab 1. Jänner 2014. ERSCHEINUNGSWEISE: 14-täglich. HERSTELLER: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien- und Verlags- GmbH & CO KG, www.friedrichvdv.com UNTERNEHMENSGEGENSTAND: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften. GESCHÄFTSLEITUNG: Thomas Zembacher. MARKETING: Paul Kampusch, DW 130. ONLINE-MARKETING: E-Mail: onlinemarketing@wirtschaftsverlag.at. BETEILIGUNG: Alleinige Gesellschafterin der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Holger Hüthig mit 7,02 %, Ruth Hüthig mit 0,45 %, Beatrice Hüthig mit 0,28 % und Sebastian Hüthig mit 0,28 %. BANKVERBINDUNG: Bank Austria, Kto. 042405712 21, BLZ 11 210, IBAN AT5111 21 2142405712 21, BIC BKAUATWW. DVR: 0368491. ISSN: 1816-2231


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HANDELSZEITUNG  Nº 11 · 2014

Thema Nachhaltigkeit

Nach einer intensiven Produktentwicklungsphase hat Mondi Coatings einen Papierbeutel mit einer Beschichtung aus Sustainex, Mondi’s biologisch abbaubare, kom­postier- und rezyklierbare Biopolymerlösung, vorgestellt. Der neuartige Beutel wird als Sammeltasche für das Nespresso Recycling-Programm auf den Markt gebracht. Dank des mit Biopolymer beschichteten FSC-Papiers und einem Verschlussetikett, kann der Beutel sicher und feuch­ tig­ keitsdicht verschlossen werden. 2009 hat die Nestlé Tochter Nespresso ein Sammelund Recyclingsystem für gebrauchte Aluminiumkapseln als Teil des Nespresso-Ecolaboration-Programmes ins Leben gerufen, das derzeit über 1300 Sammelstellen in Österreich verfügt, die wiederum eine Recycling-Kapazität von 84 % ergeben  RED

Auszeichnung für Recheis

Geschäftsführer Martin Terzer und Stefan Recheis (v. l.). Recheis

Recheis erhielt vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft für sein Engagement für Elektromobilität im Unternehmen eine Auszeichnung für Kompetenz im Klimaschutz. Recheis deckt seit zehn Jahren den gesamten Wärmeenergiebedarf des Recheis Frischewerkes in Hall mit der Abwärme des benachbarten Biomasse – Heizkraftwerks ab und ist dadurch CO2neutral. Allein 2013 gelang dem Haller Unternehmen eine CO2-Einsparung von mehr als 130.000kg – und die Ziele für 2014 sind noch weitaus ambitionierter. RED

Vernetzung gewollt

Unilever trägt den Erfolg weiter

Verso ist ein Spezialist, der für die Entwicklung der ­Nachhaltigkeit ein IT-basiertes Tool anbietet. Wer sich mit dem Thema Nachhaltigkeit in seinem Unternehmen beschäftigt, weiß, aus wie vielen PuzzleTeilchen der eigene CSRFortschritt besteht. Verso, ein in Finnland gegründeter Netzwerker mit Sitz in Wien, bietet eine wegweisende Lösung für spielerisches Management und innovative Kommunikation von Informationen rund um diese Themen. Verso ist ein OnlineService mit anwenderfreundlicher und intuitiver Benutzeroberfläche. Klare Strukturen ermöglichen eine effektive Generierung, Verwaltung, Visualisierung und Kommunikation von Maß- Verso ist ein anwenderfreundliches Werkzeug zur Entwicknahmen und Kennzahlen lung der Nachhaltigkeit. – über QR-Codes und Social Medias. Das Reporting erfolgt automativen internen Dialog im Workbook Themen siert über den neuesten GRI-Standard. weiterzuentwickeln und zu dokumentieren. Durch Verso wird aus strategischem Reporting ein lebendiger und offener DiZentrale Plattform alog darüber, was in einem Unternehmen Um die Sache zu vereinfachen, unterstützt im Sinne der Nachhaltigkeit möglich ist. ein Online-Assistent die Anwender innerDurch die Einbindung von Mitarbeitern, halb des Unternehmens mit Erklärungen Lieferanten, Bewerbern, Öffentlichkeit und zu relevanten Nachhaltigkeitsthemen und Investoren werden die Beziehungen geförDenkanstößen. Damit werden ein dynamidert. Stakeholder bekommen Einblicke in sches Online-Reporting und Stakeholderkonkrete Maßnahmen, Ergebnisse, StanEngagement in Echtzeit ermöglicht und dards und Ziele und können die Entwickgrenzenlose Möglichkeiten zur Integration lung transparent mitverfolgen. Überdies in die interne und externe Kommunikation werden sie zu einem konstruktiven Dialog eröffnet. „Da kann ja jeder aus dem Untereingeladen: Wünsche und Anregungen nehmen reinschreiben, was er will“, sind werden demnach identifiziert und laufend die ersten Reaktionen auf das Tool. „Genau weiterentwickelt. Ein kon­tinuierlicher Verdas wollen wir“, so der Österreich-Verantbesserungsprozess entsteht.  RED wortliche Markus Kalbhenn. „So entsteht Vernetzung und Ideenfindung bei CSR.“ Das Verso-Workbook ist die zentrale Plattform für alle in den Prozess involvierten Personen. Interaktive Module sorgen für ein effektives Zusammenspiel zwischen Verso Central Europe den Anwendern aus dem Unternehmen Ansprechpartner Markus Kalbhenn und ihren jeweiligen Verantwortlichkeiten. markus.kalbhenn@verso.info Eines der Ziele ist, durch einen konstruktiwww.verso.info

 Hinweis

Unilever zieht im Jahr drei nach Veröffentlichung des Unilever Nachhaltigkeitsprogramms (Unilever Sustainable Living Plan) eine positive Bilanz. „Nachhaltigkeit ist für uns weiterhin ein entscheidender Wachstumstreiber: Wir sehen, wie ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Geschäftsmodell, Mitarbeiter und Verbraucher noch enger an und bindet. Unser Plan hilft uns, Geld zu sparen, Risiken zu minimieren und Innovationen voranzutreiben. Insbesondere Marken wie Dove, Lifebuoy, Pureit und Domestos, die einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit legen, haben global ein überdurchschnittliches Wachstum erzielt“, sagt Paul Polman, CEO Unilever. Unilever wird sein Nachhaltigkeitsengagement weiter verstär­ken: Kampf gegen Abholzung, nachhaltige Landwirtschaft, Unterstützung von Kleinbauern, Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von einer Milliarde Menschen, indem sie Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen erhalten, sowie zahlreiche andere soziale Maßnahmen.  RED

Unilever

Sammelbeutel für Nespresso

Paul Polman, CEO von Unilever.

Bi Good to nature Die neue grüne Non-Food-Marke und Nachhaltigkeitskampagne „bi good – Mach die Welt mit Bipa besser“ wurde von der Agentur Demner, Merlicek & Bergmann für Bipa entwickelt, ebenso das Logo und Identity. Umsetzung des Packaging-Designs kommt von der Agentur für Kommunikationsdesign section.d. Die Produkte stehen für: Nachhaltige und moderne Produkte zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Bipa Green Codex garantiert, dass alle „bi good“-Produkte sanft zur Natur sind, in Österreich her­ge­stellt werden, eine umweltfreundliche Ver­packung sowie eine Zertifizierung vorweisen und höchst wirkungsvoll sind.  RED

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Nº 11 · 2014  HANDELSZEITUNG 5

Thema Mitarbeiter Familienstiftung als Sicherung

 Karriere

AGRANA Mag. Stephan Büttner, 41,

seit 2012 für die Agrana-Gruppe tätig und hauptverantwortlich für den Zusammenschluss der Agrana Juice GmbH mit der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, wird mit 1. November 2014 Vorstandsmitglied der Agrana Beteiligungs-AG mit den Ressortzuständigkeiten Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions, Recht sowie der Segmentverantwortung Frucht. CFO ­Walter Grausam wird am 31. Dezember 2014 aus dem Vorstand ausscheiden und in den Ruhestand treten.

UMDASCH Gerold Knapitsch

Die Umdasch Shopfitting Group baut ihr Food & Care-Führungsteam aus. Gerold Knapitsch ist seit Mai diesen Jahres neuer Leiter der Division Food & Care von Umdasch Shopfitting. Zuvor war ­Knapitsch bei der Firma Hauser tätig.

BAHLSEN Eva Aichmaier

EGGER Mag. (FH) Sabine Karl, 30,

Agrana, Egger, Wedl, Umdasch, Bahlsen, Spar

hat die Marketingleitung bei der Egger Getränkegruppe – bestehend aus der Privatbrauerei Egger und dem Getränkespezialisten Radlberger – übernommen. Karl ist seit 2009 im Unternehmen und war als Assistentin für Marketing und Verkauf tätig.

WEDL Alexander Grill, 37,

ist für die Organisation und Bereitstellung, sowie für die Optimierung und Sicherung der Logistik-Prozesse im Handelshaus Wedl verantwortlich. Grill war an der Entwicklung der Spar-Logistik beteiligt, wo er zuvor die Lagerlogistik verantwortete.

hat ihre Karenzzeit beendet und übernimmt wieder die Marketingleitung von Bahlsen Österreich. Birgit NeuruhrerDeimling, die Aichmaier vertreten hat, tritt im Juni ein einjähriges Sabbatical an.

SPAR Luis Drexel, 90

Sein Name ist mit der Geschichte und den Erfolgen von Spar Österreich untrennbar verbunden: Komm.-Rat Luis Drexel wurde 90. Der in Hohenems am 8. Mai 1924 geborene Spar-Pionier hat nicht nur mit seinen Brüdern Hans und Herbert Drexel Spar Vorarlberg aufgebaut, sondern in den 1970er Jahren bei der Gründung der Spar Österreichische Warenhandels-AG mitgewirkt. Damit hat er ein Stück Handelsgeschichte geschrieben. Auch mit seinen 90 Jahren ist der Spar-Wegbereiter täglich in seinem Büro in der Spar-Zentrale Vorarlberg. Wir gratulieren!

Die Griesson – de Beukelaer GmbH & Co. KG (GdB) stellt mit einem wegweisenden Schritt die Weichen für die Zukunft und läutet einen neuen Abschnitt in der Unternehmensgeschichte ein: Rückwirkend zum 28. Februar 2014 hat Gesellschafter Heinz Gries seine Beteiligung an dem Familienunternehmen an eine von ihm gegründete Familienstiftung übertragen. Damit stellt er bereits zu seinen Lebzeiten die Nachfolge für die Unternehmensbeteiligung sicher und sorgt, auch in der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, langfristig für Stabilität und Verlässlichkeit. „Mit diesem Schritt wird die enge Verbindung zwischen Unternehmen und Familie über die Generationenfolge hinweg noch einmal gestärkt und die Selbstständigkeit von Griesson – de Beukelaer gesichert“, sagt Gries.

Gottlieb-Anton-Stiftung leitet Griesson – de Beukelaer Die Familienstiftung, die Heinz Gries in Andenken an seinen Großvater und Unternehmensgründer Gottlieb-Anton-Stiftung genannt hat, wird künftig die unternehmerische Führung im Gesellschafterkreis innehaben. Heinz Gries übernimmt den Vorsitz im Stiftungsrat, dem wichtigsten Organ der Stiftung. Dem Unternehmen GdB bleibt er unverändert als Generalbevollmächtigter verbunden. Weitere Mitglieder des Stiftungsrats sind Andreas Land, Vorsitzender der Geschäftsführung von GdB, Susanne Gries, Peter Gries sowie Frank Hannes. Darüber hinaus werden Christoph Reker zum Vorstand und Roland Haffke, Kaufmännischer Geschäftsführer von GdB, zum Geschäftsführer der Stiftung bestimmt. Griesson – de Beukelaer zählt zu den führenden Unternehmen im europäischen Süß- und Salzgebäckmarkt und produziert jährlich 160.000 Tonnen an den Standorten Polch (Rheinland-Pfalz), Kempen (Nordrhein-Westfalen), Kahla (Thüringen), Ravensburg (Baden-Württemberg) und Wurzen (Sachsen). GdB beschäftigt 2360 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2013 einen Umsatz von 545 Mio €. Zum Sortiment gehören bekannten Marken wie DeBeukelaer, Griesson, Prinzen Rolle, Leicht&Cross, Café Musica, C ­ hocOlé, TUC und Wurzener. RED

Tägliche Branchen-News Kompakt und übersichtlich:

www.handelszeitung.at

Betriebe sollen Familien fördern Familienministerin Sophie Karmasin will die österreichischen Unternehmen familienfreundlicher machen. Dies soll durch eine Offensive für das staatliche Gütezeichen des Bundesministeriums für Familien und Jugend gelingen. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor der Zukunft“, sagte Karmasin. Rund 310 Unternehmen in Österreich haben bisher das staatliche Gütezeichen für mehr Familienbewusstsein bekommen. „30 % davon haben das Gütezeichen in den letzten zweieinhalb Jahre erhalten“, sagte Elisabeth Wenzl, Geschäftsführerin von Familien und Beruf Management, der Koordinierungsstelle für das Gütezeichen. Durch die stärkere Offensive möchte Karmasin erreichen, dass in zehn Jahren jedes Unternehmen in Österreich ein Gütezeichen besitzt. Dafür würden rund 75.000 Firmen mit mehr als fünf Arbeitnehmern in Betracht kommen. Die Ministerin unterstrich die Notwendigkeit der Offensive für familienfreundlichere Unternehmen mit einer aktuellen Studie, wonach nur 21 % der Befragten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als „sehr gut“ oder „gut“ beurteilen, aber 23 % mit „nicht befriedigend“. 60 % stufen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als „sehr wichtig“ ein. RED

Welcher Artikel im Süßwarenmarkt lieferte von Jänner bis März 2014 das absolut größte Wachstum? Quelle: Nielsen, LEH exkl. Lidl, Hofer KW 1 – KW 12 /2014


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HANDELSZEITUNG  Nº 11 · 2014

Handel

435 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren So viel investiert Billa von 2013 bis 2015 in die Erneuerung seines in Österreich 1047 Standorte umfassenden Filialnetzes. Ein Bekenntnis für den stationären Lebensmittelhandel, trotzdem soll der Onlinehandel nicht vernachlässigt werden. max pohl m.pohl@wirtschaftsverlag.at

APA/ Katharina Roßboth

„Unser Online-Umsatz macht derzeit drei, vier Millionen Euro aus, das entspricht dem Jahresumsatz von zwei durchschnittlichen Billa-Filialen“, erklärte Volker Hornsteiner bei einer Pressekonferenz. 1047 Filialen betreibt Billa derzeit in Österreich, im Vorjahr kamen netto 15 neue Filialen dazu. In den Jahren 2013, 2014 und 2015 wurden und werden jeweils 145 Mio. € in dieses Netz investiert. Bis Ende des Jahres sollen 80 % aller Billa-Märkte generalsaniert sein, Ende nächsten Jahres der Rest. „Dann werden wir moderater expandieren“, so Hornsteiner, weiteres Wachstum müsse auf bestehender Fläche generiert werden. Nicht einfach, denn Billa werde „in den nächsten Jahren rund 10 % des Umsatzes ans Internet verlieren“ – möglichst nicht an den Mitbewerb, sondern an die eigene Online-Schiene. Lebensmittelhändler, die auch via Internet verkaufen wollen, müssen viel Geld für Logistik ausgeben, die Lieferung

Filialen abholen, das kostet einen Euro. In Wien will Billa das bald in „fast jedem“ Geschäft anbieten, so Hornsteiner. Billa denke auch an Lösungen wie versperrbare Kühlboxen, damit die Kunden nicht zu Hause sein müssen, wenn die Lieferung kommt – das Zeitfenster beträgt immerhin drei Stunden. Ab Herbst soll es die Hauszustellung dann auch in Graz und Linz geben, eventuell auch in Salzburg.

18 Prozent Marktanteil

das Zehnfache an Kommis­sionierung“, erklärt Hornsteiners Vorstandskollege Josef Siess. Das ganze sei aber noch Zukunftsmusik. Realität ist hingegen die Belieferung der Billa-Kunden in Wien und Umgebung, Kostenpunkt ab 5,99 bzw. 8,99 €. Wer sich im Internet einen Warenkorb zusammenstellt, kann diesen auch in ausgewählten

Bei den Lebensmitteln setzte Billa vermehrt auf österreichische Produkte, habe mittlerweile auch 200 regionale Kleinlieferanten. Laut Siess stammte rund ein Drittel des Sortiments aus Österreich, mit dem Billa aber mehr als 50 % seines Umsatzes mache. Dieser wurde zwar nicht genannt, dafür verwies Hornsteiner auf 18 % Marktanteil im LEH inklusive Diskonter. Nimmt man die rund 18,3 Mrd. €, die dort im Vorjahr umgesetzt wurden, entsprechen die 18 % einem Umsatz von rund 3,3 Mrd. €, den Billa in Österreich mit rund 18.000 Mitarbeitern erwirtschaftet.

Piccini-Produkte bei Spar Gourmet

Slow Food bei Merkur in Wien 1

Setzen Trends und sind nach allen Richtungen offen: Billa-Vorstände Hornsteiner und Siess.

von frischen Waren ist teuer und drückt auf die Margen. Billas Online-Handel sei noch nicht profitabel, so Hornsteiner. Die Handelskette denkt daher nicht daran, die Liefergebühr abzuschaffen. Außerdem gibt es online kaum Aktionen. Mittelfristig, skizziert der Vorstand, „werden wir vor allem in Ballungszentren nicht um vollautomatisierte Lager herumkommen. Die schaffen

Spar-Geschäftsführer Alois Huber (li.) und Piccini-Eigentümer Markus Praschl.  Spar

Nach den orientalischen Neni-Produkten von Szeneköchin Haya Molcho holt Spar jetzt mit Piccini eine Genuss-Legende des Wiener Naschmarkts in die Wiener SparGourmet-Märkte. Mit 15 Produkten des traditionsreichen Italieners an der Linken Wienzeile baut Spar das Sortiment an „urbanen“ Produkten aus der Bundeshauptstadt weiter aus. Mehr als 800 Schmankerl von 56 Wiener Produzenten finden Kunden bereits in den Regalen von Spar. Anfang 2014 hat Spar auch eine Zusammenarbeit mit dem Delikatessen-Spezialisten Piccini gestartet. In die Regale der Wiener SparGourmet-Märkte kommen jetzt Pasta und Sughi, Cantuccini mit Mandeln und Haselnuss sowie typisch italienische Desserts wie Tiramisu, Panna Cotta mit Erdbeeren, Schokomousse sowie Amaretto-Eis, Latte Macchiatto-Eis, Erdbeer- und ZitronenSorbet. „Wir freuen uns über den wienerisch-italienischen Zuwachs einer der wohl bekanntesten und traditionsreichsten Wiener Gourmetgröße“, so Alois Huber, Geschäftsführer Spar Wien, Niederösterreich und nördliches Burgenland. MP

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Merkur-Vorstände Klaus Pollhammer, Kerstin Neumayer und Manfred Denner mit Barbara van Melle (Slow Food Wien) und Frank Hensel (Vorstandsvorsitzender Rewe International AG; v. l.).  Rewe

Vor kurzem startete die Kooperation von Merkur und Slow Food Wien. Zum Start werden rund 150 authentische Lebensmittel von 20 Produzenten im Merkur-Markt am Hohen Markt in der Wiener City angeboten. Viele der Produkte stammen dabei aus der vielseitigen Wiener Landwirtschaft, die, man glaubt es kaum, 16 % der Stadtfläche ausmacht. Unter den angebotenen Lebensmitteln finden sich unter anderem die köstlichen Bio-Erdbeeren von Manfred Radl, der geschmackvolle Wiener Bio-Honig von Imker Gernot Gangl, Gemüse-Raritäten aus der Wiener VielfaltGärtnerei von Eveline und Mario Bach und Wiener Essig und Öl vom Essigpapst Erwin Gegenbauer. Darüber hinaus gibt es Raritäten wie die exquisiten Weinbergschnecken von Andreas Gugumuck aus dem Süden Wiens oder Delikatessen aus dem Fleisch des Waldviertler Blondviehs von Roman Schober. Gleichzeitig erhalten die Konsumenten die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen der Lebensmittelproduktion zu schauen. RED


Nº 11 · 2014  HANDELSZEITUNG 7

Handel

Bereits 100 Backbox-Filialen Der flächendeckende Ausbau der Hofer-eigenen Backshops schreitet zügig voran, bis Ende Juli kommen noch weitere 70 Standorte hinzu. 2017 soll der Ausbau abgeschlossen sein. Nach einem umfangreichen Testlauf in Tirol und Oberösterreich rollt Hofer sein neues Brot- und Backwarensystem seit Jänner 2014 flächendeckend in ganz Österreich aus. Seit kurzem sind bereits 100 Filialen in Österreich mit der Backbox ausgerüstet, und bis Ende Juli kommen noch weitere 70 Standorte hinzu. Spätestens bis 2017 sollen alle 450 Hofer-Filialen mit der Backbox ausgerüstet sein.

Mathias Mölk, Geschäftsführer der neuen Bäckerei Therese Mölk.  Egger Auf ein deutliches Umsatzplus freuen sich die HoferGeneraldirektoren Friedhelm Dold und Günther Helm.  Hofer

1000 neue Arbeitsplätze Das Angebot reicht dabei von knusprigen Broten über resches Kleingebäck bis hin zu pikanten Snacks und Feingebäck. Zusätzlich geht Hofer auf unterschiedliche, regionale Geschmäcker ein und bietet beispielsweise in Oberösterreich das traditionelle Mohnflesserl an. Genauso, wie der überwiegende Teil der Rohstoffe, kommen auch ein Großteil der liefernden Bäcker aus Österreich bzw. aus der jeweiligen Region. Mit dieser Vorgehensweise hält Hofer die Transportwege so kurz wie möglich. Pro Filiale mit Backbox stellt Hofer durchschnittlich drei neue Mitarbeiter ein und schafft so insgesamt mehr als 1000 neue Arbeitsplätze.

Wie Phönix aus der Asche

Menschen mit Lebensmittelun­ verträglichkeiten und -allergien macht Hofer das Leben leichter und genussvoller. Unter der Marke „naturall+free“ wird erstmals eine „Grundausstattung“ für ­ besondere Ernährungsbedürfnisse angeboten. Die Lebensmittel – von Pasta bis Cerealien, von Mehl bis Snacks – sind gluten-, weizen- und lactosefrei. Auf der neuen Webseite www.naturallandfree. com finden die Kunden nicht nur alle Informationen zu jedem einzelnen Produkt,

sondern auch Rezeptideen und allgemeine Fakten zum Thema Zöliakie sowie anderen Lebensmittel­unverträglichkeiten und -allergien. Kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft hat Hofer die Bierauswahl erweitert: Ab sofort gibt es – zusätzlich zum Standardsortiment – in regelmäßigen Abständen „Preiskick-Bier“. Nach Corona und Clausthaler kommt jetzt auch Heineken in die Regale. Zudem wird Hofer einen eigenen Bierkalender anbieten.  RED

Zwischen dem Großbrand der MPreisBäckerei im Jahr 2011 und der offiziellen Inbetriebnahme der neuen „Bäckerei Therese Mölk“ im April 2014 liegt eine intensive Aufbauarbeit. „Die MPreis-Bäckerei wurde beim Brand komplett zerstört. Bereits im Herbst 2011 haben wir mit der Planung der neuen Bäckerei begonnen“, berichtet Geschäftsführer Mathias Mölk. Mit einer Grundfläche von 10.000 m2 und einer Kapazität bei Vollbetrieb von 12.000 Tonnen Brot & Gebäck pro Jahr, ist die neue Bäckerei laut Angaben von MPreis die „modernste Bäckerei Österreichs“ und die größte Bäckerei Tirols. Täglich können 160.000 Stück Kleingebäck produziert werden, die Semmel-Anlage leistet 27.000 Stück pro Stunde.

Größte Bäckerei Tirols

Spar steigerte Nettogewinn

Pfeiffer hinterfragt Mindesthaltbarkeit

Unimarkt streicht Mehrpacks

Der Spar-Konzern samt all seinen Handelssparten im In- und Ausland hat den Nettogewinn im vergangenen Jahr von 100,9 auf 188,6 Mio. € kräftig gesteigert, geht aus dem Konzernjahresbericht hervor. Der Bilanz zufolge steigerte die Spar Holding AG den Konzernumsatz 2013 von 8,4 auf 8,7 Mrd. €. Das Lebensmittelhandelsgeschäft in Österreich trug 5,8 Mrd. € (Bruttoverkaufsumsatz) bei. Operativ verdiente der Konzern 310,9 Mio. €, nach 226,2 Mio. € im Jahr 2012. Heuer baut Spar das Zentrallager in Wels von 19.000 auf 29.000 m2 aus und investiert 45 Mio. €. RED

Die Pfeiffer Handelsgruppe fordert die Überarbeitung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) und begrüßt den aktuellen Vorstoß mehrerer EU-Staaten, die Liste jener Lebensmittel, für die nach EU-Recht kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden muss, auszuweiten. „Jetzt kommt endlich ein wenig Bewegung in die Sache,“ freut sich Erich Schönleitner, Holding-Geschäftsführer der Pfeiffer Handelsgruppe. Einige EU-Staaten fordern nämlich die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums für Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Kaffee, Tee, Pasta und Hartkäse. RED

Scharf kritisierte die Arbeiterkammer die Mengenaktionen der Supermärkte, vor allem im Bereich der leicht verderblichen Lebensmittel. Dazu hat Unimarkt gute Nachrichten: Denn seit Anfang Mai verzichtet der Lebensmittelhändler in allen Sortimentsbereichen auf Mehrpackaktionen, wie etwa „1 + 1 gratis“. Die Kunden müssen jedoch nicht auf Aktionen verzichten, sondern bekommen den günstigen Preis schon beim Kauf des ersten Stücks. „Wir bekommen von allen Seiten sehr positives Feedback. Die Kunden schätzen unser mutiges Vorgehen“, erklären die UnimarktChefs. RED

In der neuen Bäckerei und Konditorei sind insgesamt 80 Mitarbeiter beschäftigt, 40 Mio. € investierte die MPreis-Gruppe in den Neubau. Ausgelastet ist die neue Bäckerei derzeit in etwa zur Hälfte. Bis 2015 will MPreis die volle Auslastung erreichen. „Wir mussten nach dem Brand Brot zukaufen. Diese Zukäufe werden wir sukzessive umstellen, um wieder einen Eigenanteil um die 90  Prozent zu erreichen. Ganz ohne Zukäufe wird es nicht gehen“, so Mathias Mölk. Im Rahmen der Planungs- und Bauphase achtete MPreis auf Synergien mit dem ebenfalls neu errichteten Fleischverarbeitungsbetrieb „alpenmetzgerei“. Diese ging bereits im Juli 2013 in den Vollbetrieb. „Die Synergieeffekte betreffen vor allem den umweltfreundlichen Umgang mit Ressourcen und Energie“, erklärt Mölks „Chefbäcker“.  EGGER

Die Schwedenbomben 6er Packung ist im ersten Quartal 2014 um bombige 45 % gewachsen ! ®

Quelle: Nielsen, LEH exkl. Lidl, Hofer KW 1 – KW 12 /2014


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HANDELSZEITUNG  Nº 11 · 2014

Ein Tag mit Helmut Reitbauer

Naturbursch wacht Im vergangenen Jahr wurden 13 Millionen der typisch grünen 0,75-l-Glasflaschen verkauft, die Rapsölmarke „Rapso“ ist österreichweit im Lebensmittelhandel gelistet. Helmut Reitbauer wacht über den Erfolg. 7.15 Uhr

wolfgang friedrich w.friedrich@wirtschaftsverlag.at

  Seit der Geburtsstunde der Marke „Rapso“ 1995 läuft das

Geschäft wie geschmiert. Helmut Reitbauer, der Betriebsleiter in Aschach (OÖ.) steht mit vollem Einsatz hinter diesem „gesunden“ Produkt. „Schon vor 15 Jahren haben wir uns für Gentechnikfreiheit entschieden. Unsere hundertprozentige Herkunftsgarantie aus Österreich ist einzigartig. An unserem Standort Aschach produzieren wir von der Feldfrucht von Kontraktbauern bis zur Flaschenfüllung alles an einem Ort“, schwärmt der 53-jährige Linzer.

Nach dem Eintreffen im Werk wirft Helmut Reitbauer einen Blick in die Produktionszahlen. Dann berichtet der Schichtleiter von der Reparatur des Dampfausfalls, der die Produktion gestoppt hat. „Wir fahren eine 7/24-Schicht mit der Raffination“, erklärt der begeisterte Rad(renn-)fahrer.

8.07 Uhr

Im Labor nimmt er die chemischen Kennzahlen der Produktion unter die Lupe. Dann verkostet er zusammen mit einem Labormitarbeiter die täglichen Muster. Für den Geschmack sind Witterung, Erntezeitpunkt und Lagerhaltung mitentscheidend. Rapso schmeckt gezielt nussig.

9.12 Uhr

Besprechung mit dem Leiter der Abfüllhalle. Reitbauer sichtet statistische und technische Auswertungen. Dann wartet im Büro ein Vertreter der Verpackungsfirma Rondo. Danach plant der Werksleiter weitere Termine und bespricht mit dem technischen Einkauf die Ersatzteilliste. Am Telefon mit dem Verkauf, der bei der Muttergesellschaft VOG in Linz sitzt, stehen Abfüllaktionen und ausländische Aufträge zur Diskussion. 75 % der Rapso-Produktion werden nach Deutschland exportiert.

16.09 Uhr

Zurück im Büro, sichtet der Chef Bestellungen und kontrolliert den aktuellen Laborbericht. Dazwischen beantwortet er Mails. Nebenbei informiert er uns darüber, dass die gesamte Anbaufläche der Kontraktbauern kontrolliert wird, nicht nur Stichproben. Außerdem klärt er uns über den „Blumenwiesenstreifen“, den jeder Vertragslandwirt bei Rapso ums Rapsfeld anlegen muss auf: fünf Meter breit und voller Blumen. „Das ist unser Erkennungsmerkmal. Die Blumen können gratis nach Hause genommen werden.“ Heute macht er um 17.00 Uhr Schluss. „Aber wenn ich – oft mit dem Fahrrad – nach Hause fahre, grüble ich auf der Fahrt weiter“, verrät der verwitwete Vater zum Abschied.

9.51 Uhr

Ein weiteres Telefonthema ist der Verkauf des Presskuchens, der bei der Ölproduktion anfällt. „Da wir keine Chemie einsetzen, sondern die Saat pressen, ist unser Kuchen sehr ölhaltig und damit begehrt als Tierfutter“, lautet die Erklärung auf unserem Weg in die Ölmühle. Hier lässt sich Reitbauer vom Schichtführer ein Update geben.

14.58 Uhr

Im 1800 Palettenplätze großen Lager stapeln sich neben Fertigware auch Kartons und Verpackungsmaterial. „Im Normalfall schlägt sich das Lager alle fünf Wochen einmal um“, sagt Reitbauer. Hier erhält die Spedition online die Anforderungen für die nächste Lieferung. Die Laderampen für zwei Lkw werden mit Hubwagen bedient. „Manche Kunden aus Deutschland bestellen unangemeldete Displays, wenn möglich gestern. Da ist dann unsere Flexibilität gefragt“, lacht Reitbauer. Anlieferzeiten beim Kunden werden immer geschafft.

11.00 Uhr 12.31 Uhr

Jetzt werden Post und Rechnungen gesichtet. Dann lässt sich Reitbauer beim Kontrollgang Auswertungen zeigen und bespricht neuerlich technische Belange. „Im Tagbetrieb schaffen unsere Maschinen bis zu 12.000 Flaschen Rapso pro Stunde“, erfahren wir; und dass Rapsöl reich an ungesättigten Fettsäuren ist und zudem ein besonders günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren aufweist.

Beim darauf folgenden Rundgang achtet er auf die Einhaltung der Produktionsparameter und versucht, Verbesserungen im Ablauf umzusetzen. Wir staunen, welche große Wirkung Kleinigkeiten haben können. Gegen dreiviertel zwölf gehen wir in die Mittagspause, die nicht ohne weitere Besprechungen mit Kollegen abläuft. Handelsmarken sind ein Thema, aber die Rapso-Qualität bleibt unerreicht.

HANDELSZEITUNG (5)

  Helmut Reitbauer Seit 1990 arbeitet Helmut Reitbauer, gelernter Maschinenbau-Betriebstechniker, im Werk in Aschach an der Donau. Ursprünglich war hier eine BiodieselAnlage, bevor die VOG 1995 mit der Rapsölproduktion begonnen hat. „Ich liebe meine Arbeit, weil da etwas wächst, das ich vom Grundmaterial bis zum

fertigen Produkt in der Flasche betreue“, schwärmt der gebürtige Linzer. Sein liebster Anblick ist die grüne RapsoFlasche im Einkaufswagen anderer Menschen. Reitbauers sportliche Erscheinung kommt auch vom Radfahren mit dem Rennrad. Schon zwei Mal hat er den Ötztaler Radmarathon absolviert,

der 230 km lang ist und bei dem 5500 Höhenmeter zu überwinden sind. „Wir sind in Aschach 28 Mitarbeiter und machen das beste Speiseöl für alle Küchenbereiche“, sagt Reitbauer. Eines seiner Hauptanliegen ist die lückenlose und strenge Kontrolle sowohl bei den Bauern als auch während der Herstellung.


Nº 11 · 2014  HANDELSZEITUNG 9

Interview

Bewusst auf mehreren Beinen stehen Mit starken Marken wie Schärdinger, Desserta, Jogurella, Tirol Milch, Lattella, Stainzer und modernsten Verarbeitungsbetrieben sieht Josef Braunshofer, der Geschäftsführer der Berglandmilch, sein Unternehmen für künftige Herausforderungen bestens gerüstet. Welche Wünsche haben Sie an den Handel, um die Kommunikation und die gemeinsamen Ziele besser und schneller realisieren zu können? Wünschenswert ist, den Neuentwicklungen von Herstellermarken etwas mehr Zeit zu geben. Die Entscheidungen, ob ein Produkt im Sortiment bleibt, fallen heute in immer kürzeren Abständen. Das sollte geändert werden. Die Kommunikation zwischen unseren Handelspartnern und uns funktioniert gut, hier gibt es keinen Grund zu Klage.

wolfgang friedrich w.friedrich@wirtschaftsverlag.at HANDELSZEITUNG: Herr Braunshofer, Europas Molkereien sehen sich seit Jahresbeginn mit teils deutlich höheren Anlieferungsmengen als noch 2013 konfrontiert, auch bei der Berglandmilch. Sind das Vorzeichen für die Zeit nach dem Auslaufen der Milchquote? Josef Braunshofer: Ich glaube schon, dass dies Anzeichen für die Zeit nach der Milchquotenregelung sind. Berglandmilch hat

Welche Ziele hat sich Berglandmilch bis zum Jahresende 2014 gesetzt? Wir arbeiten mit Nachdruck an der Festigung der Marktpositionen mit unseren Marken Schärdinger, Lattella, Tirol Milch, Stainzer und Jogurella.

Wenn wir zum nationalen Milchdialog eingeladen werden sollten, dann sind wir dabei.

Welche Investitionen planen Sie in diesem Jahr? Auf jeden Fall auf der Agenda stehen die Fertigstellung der Erweiterung der Käseproduktion in Feldkirchen und Wörgl, und in Aschbach wird die Produktion erweitert. Gesamt werden wir also heuer rund 20 Millionen Euro investieren.

sowohl die Kapazitäten im Bereich Käse als auch im Bereich Trinkmilch spürbar erhöht. Gleichzeitig aktivieren wir auch unsere Verkaufsaktivitäten, um speziell auf Drittlandsmärkten die Mehrmengen absetzen zu können. Ist die erhöhte Nachfrage aus China ein Zukunftsmarkt oder eine „Blase“? China scheint jetzt schon konstant mehr nachzufragen. Volatilitäten werden uns aber in Zukunft stärker als bisher begleiten. Für welche Märkte sehen Sie die besten Wachstumschancen und warum? Berglandmilch setzt auch in Zukunft auf die Mehrsortimentsstrategie. Wir wollen bewusst auf mehreren Beinen stehen. Wie stehen Sie zu der Forderung nach einem „nationalen Milchdialog“, wer sollte dabei an einem Tisch sitzen, mit welchen Zielen?

DI Josef Braunshofer leitet als Geschäftsführer der Berglandmilch Österreichs bedeutendstes Molkereiunternehmen mit zuletzt 900 Millionen Euro Umsatz.  Berglandmilch

Ich habe diese Idee auch in der Presse gelesen. Ich weiß selbst auch noch nichts Näheres darüber. Wenn wir eingeladen werden, nehmen wir natürlich daran teil. Wie hat der Handel die jüngsten Neuheiten aufgenommen? Wie viel Zeit gibt er einem Mopro-Neuprodukt? Wir sind mit den Listungen sehr zufrieden. Ganz allgemein hat sich aber die „Schonfrist“, die uns der Handel für unsere Neuentwicklungen gibt, spürbar verkürzt. Das

ist eine Entwicklung, die ich persönlich schade finde. Bewährt sich die Strategie, Tirol Milch als eigenständige Marke flächendeckend weiterzuführen? Die Eigenständigkeit der Marke Tirol Milch hat sich bewährt. Wir werden dies sowohl in Österreich fortsetzen als auch in unserem wichtigsten Exportmarkt Deutschland noch deutlich intensivieren. Wir werden daher entsprechend unsere Strategie beibehalten.

Ihr Lieblingsprodukt von Berglandmilch ist? Ich muss jetzt unbedingt drei Produkte anführen: Bergbaron geräuchert, Tirol Milch Tiroler Adler und Lattella gespritzt.

 Fakten Die Berglandmilch ist das bedeutendste Unternehmen im landwirtschaftlichen Bereich in Österreich. Der Umsatz 2013 belief sich auf 900 Mio. €, mit allen Tochterunternehmen beschäftigt Berglandmilch ca. 1600 Menschen. Im vergangenen Jahr wurden an allen Standorten in Summe ca. 1247 Mio. kg Milch verarbeitet.

Sollte ein anderer Süßwarenartikel absolut und in % auch nur annähernd so ein Wachstum erreicht haben, so bitten wir um einen Anruf.* * Telefon: +43 1 795 45-0


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HANDELSZEITUNG  Nº 11 · 2014

Industrie

Nachhaltige Wirkung 25%

Marktanteil für TS am heimischen Spirituosenmarkt in Österreich

28 %

Marktanteil für TS am heimischen Sektmarkt in Österreich

Plus 23 %

Gin liegt im Trend (Mehrverkäufe zu 2012)

Walter Wallner ist seit Beginn des Jahres 2014 Geschäftsführer der Top Spirit VertriebsgmbH.  Peter Svec

„Das war ein Start!“

Mit Jänner übernahm Walter Wallner die neue Funktion des Top-Spirit-Geschäftsführers – begrüßt wurde er von einer alten Bekannten: der Sektsteuer. Walter Wallner ist in der Handelsbranche ein gut beschriebenes Blatt: Erfahrungen in der Industrie und sieben Jahre bei C+C Wedl in Tirol machen ihn fit für eine starke Funktion als Geschäftsführer von Top Spirit und Verkaufsdirektor bei Schlumberger.

Nette Begrüßung Im Jänner 2014 übernahm er die Verantwortung des österreichischen Marktführers im Spirituosenbereich (mit rund 25 % Marktanteil) und wurde gleich heftig begrüßt: die Sektsteuer war knapp vor der Wiedereinführung. „Das war eine ungewöhnlicher Start“, so Walter Wallner. „Und natürlich ist die Sektsteuer für den Konsum auch nicht förderlich. Dazu kommt die ungleiche Behandlung der ausländischen Schaumweine, denn die Steuer trifft nur Champagner, Sekt und Spumante-Schaumweine, deren Flaschendruck über drei Bar liegt und/oder einen Korkverschluss mit Agraffe haben“. Als größte Vertriebsorganisation in dieser Branche spürte Top Spirit diese fiskale Neuerung stark, denn der Handel begann die Ware zu bunkern. „Im Februar 2013 verließen im Durchschnitt 2,4 LKW täglich unser Lager, im Februar 2014 waren es mehr als vier Mal so viele. Die wirklichen Auswirkungen der Sektsteuer werden wir jedoch erst in einigen Monaten sehen“, so Wallner. Fest steht in jedem Fall, dass die wiederbelebte Steuer dem Staat nicht aus der Patsche helfen wird (die handelszeitung hat mehrmals berichtet). Für Top Spirit gibt es gleichauf mit Sekt und Schaumwein zahlreiche starke Nummer-1- und Nummer-2-Marken, die von internationalen Prinzipalen dem Team anvertraut wurden. Der jüngste Wurf heißt: American Bud. Mit dem „King of Beers“ eröffnet Top Spirit sein Bier-Segment mit einer absoluten Top-Marke. „Wir

wollen, dass der Handel mit unseren Produkten eine Freude hat. Es geht auch nicht, dass Lebensmittel immer billiger werden, ihr Wert ist hoch“, bricht der Vertriebs-Chef eine weitere Lanze für die Wertschöpfung. „Um dem Handel zu zeigen, wie sehr uns die Produkte am Herzen liegen, treten wir in Zukunft verstärkt als Team auf“, erklärt Wallner die neue Struktur im Unternehmen. Marketing- und Verkaufsverantwortliche für die einzelnen Marken arbeiten konzentriert zusammen und treten auch den Kunden gegenüber gemeinsam auf. „Jeder kann von jedem lernen“, ist Wallners Motto. Und in gemeinsamen Aktivitäten entstehen auch die besten Neuheiten, wie etwa die süße Alternative zu Sekt, der sommerlich angehauchte Hochriegl Ti Amo. Trends am Spirituosenmarkt werden verfolgt und mitgetragen: Gin legte im letzten Jahr um 23 % zu; im Whiskey-Bereich wird noch viel neues kommen, was der Trend zu Honey schon zeigt – immer begleitet von Top Spirit.  ELE

 Fakten Top Spirit ist eine 100 % Vertriebstochter der Schlumberger Wein- und Sektkellerei. Die über 170-jährige Tradition und Kompetenz von Schlumberger spiegelt sich auch in den Aktivitäten und in dem umfassenden Premium-Portfolio von Top Spirit wider. So finden sich zahlreiche Kategorie-Marktführer im Sortiment der bedeutendsten Sekt-, Spirituosen- und Weinvertriebsorganisation Österreichs. Die speziell auf den österreichischen Markt ausgerichtete Vertriebsgesellschaft steht für Top-Marken, Kompetenz und Service im gesamten Getränkebereich.

Wegenstein setzt mit dem Siegel Pro Planet auf seinen Weinsorten ein beachtliches Zeichen für Nachhaltigkeit. Dass Wein eine nachhaltige Wirkung haben kann, ist hinlänglich bekannt. Doch die Nachhaltigkeit der Wegenstein-Weine ist im Sinne des CSR-Gedankens gemeint und befindet sich nun das erste Mal auch besiegelt auf den Flaschen. Die Weinkellerei Wegenstein stellt die ersten nachhaltigeren Weine Österreichs mit Pro-Planet-Label vor. Die Rewe Group kennzeichnet konventionell hergestellte Produkte, die Umwelt und Gesellschaft während ihrer Herstellung, Verarbeitung oder Verwendung deutlich weniger belasten mit dem Label Pro Planet. Das Besondere an dem Siegel ist die Tatsache, dass ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden. Drei Sorten aus der Wegenstein Serie „Edition Österreich“ tragen ab sofort dieses Gütesiegel: der Grüne Veltliner, der Zweigelt Rose und der Blaue Zweigelt (alle NÖ). Herbert Toifl, Geschäftsführer der Weinkellerei Wegenstein: „Der Pro-Planet-Prozess für Wein geht weit über den CO2-Fußabdruck hinaus, weil er – erstmals in Österreich – die gesamte Wertschöpfungskette überprüft. So werden alle Prozessschritte der Weingartenbewirtschaftung, der Weinverarbeitung und der Logistik auf Umweltver-

träglichkeit und soziale Standards im Unternehmen analysiert und bewertet. „Das Label ist ein Beitrag von Wegenstein und seinen Partnerwinzern, konventionell erzeugte Weine noch nachhaltiger zu produzieren. Wir wollen als größter Weinabfüller Österreichs einen aktiven Beitrag leisten.“ Im Zuge der Pro-Planet-Labelung stieg man bei Wegenstein überwiegend auf „Leichtglasflaschen“ um und realisierte mit diesem Gewichtssprung von 450 g auf 350 g pro Flasche eine Entlastung für die Umwelt. Die Weine sind um 3,49 € zum gleichen Preis wie die vorhandenen Weine der Linien Edition Österreich und Klassik bei Billa, Merkur, Adeg und Sutterlüty erhältlich. Mit dem Pionierprojekt tragen nun konventionelle Produkte einer weiteren Warengruppe der Rewe neben Apfelsaft, Eiern, Fisch, Huhn, Küchenrollen, Obst und Gemüse sowie Rosen das Pro-Planet-Label.  ELE

Herbert Toifl ist seit 2007 Geschäftsführer der Weinkellerei Wegenstein.

Trendgemüse Der Bereich Convenience soll bei LGV Frischgemüse nach dem guten Start im Vorjahr stark ausgebaut werden.

LGV-Vorstand Gerald König (li.) und LGV-Aufsichtsratsvorsitzender Robert Fitzthum. 

Seit Juli des Vorjahres gibt es eine neue Convenience-Linie im Sortiment, die hochwertige, konsumfertige Frischsalate umfasst. Die Reaktionen der Konsumenten auf das neue Angebot waren sehr gut: Innerhalb der ersten Monate verkaufte LGV rund 1.314.000 Tassen. Aus diesem Grund wird das Convenience-Angebot 2014 um zarten Babyleaf-Salat, rassigen Rucola und feinen Baby-Spinat erweitert. Als weitere große Innovation führt man 2014 einen neuen Produktbereich ein: eine Linie mit urbanem Trend-Gemüse. „Darunter verstehen wir Frischgemüse, das vorrangig städtischen Lebens- und Konsumgewohnheiten entspricht, bislang aber nicht aus regionalem, heimischem Anbau erhältlich ist“, erklärt Vorstand Gerald König die Strategie hinter der Sortimentserweiterung. Gestartet wird heuer mit einer Hugo-Cocktail-Minze, mit Dolcinis – rund

LGV

1 cm großen, dattelförmigen Snacktomaten – sowie den scharfen Piri-Piri-Chilis, die bislang auch rein als Importware verfügbar waren und nun als frische und getrocknete LGV-Ware in den Handel kommen. 2013 erwirtschaftete die Genossenschaft mit 39.000 t verkauftem Gemüse einen Gesamtumsatz von 65 Mio. €. Für das heurige Jahr strebt die LGV-Frischgemüse ein Umsatzziel von rund 70 Mio. € an. In der Werbekampagne 2014 stehen wieder die LGV-Gärtnerfamilien im Vordergrund. Die Schere zwischen Erzeuger- und Konsumentenpreise gehe allerdings immer weiter auseinander, so LGV-Vorstand Gerald König auf die Frage der handelszeitung, warum verschiedene Tomatensorten im Handel bereits einen Kilopreis von 10 € und mehr erreicht haben. Darauf hätten weder Gärtner noch die Erzeugergemeinschaft einen Einfluss.  MP


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Industrie Verbundenheit Frei nach dem Motto „Leading through Innovation“, hat es sich 3M zur Aufgabe gemacht, das Leben der Menschen durch Innovationen zu vereinfachen. So lancierte man kürzlich z. B. neben einer neuen Range doppelseitiger „Scotch Montageklebebänder“ für dauerhafte Befestigung auch einen Reinigungsstift auf Basis von Orangenextrakt, mit dem sich Klebstoffreste, Etikettenrückstände sowie Verunreinigungen durch Filzstifte, Öl und Schmutz im Handumdrehen entfernen lassen. Es stehen aber auch Nachhaltigkeit und CSR verstärkt im Fokus des global tätigen Multi-Technologieunternehmens, mit rund 89.000 Mitarbeitern und Niederlassungen in über 70 Ländern, das sich bereits über einige Auszeichnungen sowie die Platzierung unter den „Best Global Green Brands“ von Interbrand freuen durfte. In dieselbe Kerbe schlägt nun auch der jüngste Beitritt von 3M zu dem United Global Compact der Vereinten Nationen. SBS

„Wir möchten zur Förderung weltweiter Nachhaltigkeitsprinzipien beitragen“, so Christiane Grün, Managing Director 3M.

USP trifft den Trend Der Uhu stic „ReNature“ ist das einzige Klebstoffprodukt in Österreich mit dem Umweltzeichen. Thomas Willenpart, der Geschäftsführer von Uhu Austria, freut sich, „dass man wieder einmal über Klebstoff sprechen kann.“ Möglich macht das der neue Uhu stic „ReNature“. Der Behälter besteht zu 58 % aus nachwachsenden Rohstoffen, verursacht 46  % geringere CO2-Emissionen und glänzt mit 48 % geringerem fossilen Rohstoff-Verbrauch (jeweils im Vergleich zum Standard-Uhu-stic). Daher trägt Uhu stic ReNature auch das österreichische Umweltzeichen. „Der Handel hat unseren neuen Uhu stic rasch aufgenommen, unsere Listungen sind österreichweit fast durchgehend“, so Willenpart. Auf jeden Fall trifft der USP den Trend „umweltfreundlich“ sehr deutlich. Damit setzt Uhu Austria einen weiteren Glanzpunkt auf ein erfolgreiches Jahr 2013. Das 8. Jahr in Folge wurde der Umsatzrekord erreicht. 7,8 Mio. € waren es im Vorjahr, das ist ein Plus von 3,5 %. „Für den Handel ist auch die Marge unserer Produkte interessant. Sie liegt zwischen 40 und 50 Prozent“, ergänzt Markus König, Product Manager DACH bei Uhu.

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Demnächst könnte eine Kooperation mit dem Bildungsministeriums das Basteln wiederbeleben: Schulen sind unter anderem dazu aufgerufen, Kräutergärten anzlegen. „Das ist umso schöner, als es ja heute ab der dritten Klasse AHS keinen Werkunterricht mehr gibt“, so Willenpart. Der Anteil der Handlesmarken im Klebstoffbereich sei relativ gering und konzentriere sich weitgehend auf Klebehilfen. Uhu Austria macht rund 40 % des Österreich-Umsatzes in der PBS-Branche (Schul- und Schreibwaren, Büro), 30  % werden im Lebensmittel- und Drogeriefachhandel verkauft und 30 % in Baumärkten. Dieser Verkaufskanal wachse stark, betont der Geschäftsführer. FRI

„Der neue Uhu stic ReNature ist österreichweit fast durchgehend gelistet“, freut sich Thomas Willenpart, GF Uhu.

Wanzl-Quartier neu Der Ladenbau- und Einkaufswagen-Profi Wanzl ist von Wien nach Vösendorf in die Fachmarktstraße 10 übersiedelt. Das neue Firmengebäude wurde Ende April offiziell eröffnet. Viele Gäste aus Wirtschaft und Politik waren anwesend. Unter den Ehrengästen befand sich auch die Eigentümer­ familie Wanzl. Wanzl ist Weltmarktführer in vielen Bereichen wie z.B. Einkaufswagen. Von Vösendorf aus werden die österreichischen Kunden betreut. Wanzl ist auch Geschäftsausstatter und richtet z.B. alle MerkurMärkte, einen Großteil der Billa-Märkte, alle Wein & Co oder BP-Tankstellenshops ein. Die neue Österreichzentrale ist um annähernd 7 Mio. € auf ca. 7500 m² Grund erbaut worden. Die Bauzeit betrug 177 Tage, und neben Büros wurden auch rund 4600 Lagerplätze geschaffen. Das neue Gebäude befindet sich am Schnittpunkt zur Süd- Ost-und Westautobahn und in unmittelbarer Nähe zum größten Shoppingcenter Europas, der Shopping City Süd. Die Fa. Wanzl Shop Solutions wurde per 1. Mai 2014 in die bereits bestehende Wanzl GmbH. integriert und wird unter dem gemeinsamen Namen Wanzl GmbH. firmieren. Geschäftsführer der neuen Gesellschaft sind Franz Brosch und Bernd Sallmutter. FRI


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HANDELSZEITUNG  Nº 11 · 2014

Messe PLMA

Österreich-Parade auf der PLMA Privatquelle Gruber

Der Inhaber der Marken „Bauernland“ und „Toni Kaiser“ hat 2014 seine PLMA-Premiere absolviert. Für Geschäftsführer Alfons Thijssen, dem gebürtigen Niederländer, ein Heimspiel: „Wir sehen mit unserem gezogenen Strudelteig ein großes Potenzial für Handelsmarken und präsentieren hier in Amsterdam pikante und süße Teige. Bei gekühltem gezogenem Strudelteig stellen wir zu 100 % Handelsmarken her. Diese Teige haben eine längere Mindesthaltbarkeit als Blätterteig.“ Peter Baumüller zeigt uns den neuen Gemüsestrudel, der derzeit nur für die Gastronomie gedacht ist. Die besondere Fülle lässt ihn sommerlich-frisch schmecken. Thijssen berichtet, dass Frisch & Frost im Vorjahr rund 200 Produkte aus dem Sortiment gestrichen hat. „Jetzt ist wieder Platz für Neues“, so der Geschäftsführer.

Im Messescheinwerferlicht standen vier Sorten Sirup unter dem Markennamen Silberquelle. Sie sind derzeit in Tirol gelistet. Thomas Marek, Marketingleiter, berichtete über einen Listungserfolg seiner beiden Vitamin-Drinks in Spar-Tankstellenshops und bei MPreis. „Wir waren das letzte Mal auf der Handelsmarkenmesse vor sieben oder acht Jahren. Wir sind heuer zurückgekommen mit bestimmten Erwartungen, und ich habe sehr positive Erfahrungen gemacht. Die PLMA könnte ein Fixpunkt in unserem Messekalender werden“, sagte Marek.

SalzburgMilch

Christian Leeb, Geschäftsführer SalzburgMilch.

Von konkreten Einkäufer-Anfragen berichtete SalzburgMilch-Geschäftsführer Christian Leeb. „Und man merkt: Sie wissen, was sie wollen.“ Viel Interesse komme aus den Niederlanden und Deutschland. Im Juli geht das neue Käsekompetenzzentrum planmäßig in Betrieb. „Wir forcieren Käse unter anderem deshalb, um 2015, nach dem Ende der Quotenregelung, das erwartete Mehr an Käse verkaufen zu können.“ Nach China, dem Zünglein an der Waage, exportieren die Salzburger „BergbauernH-Milch“ mit gutem Erfolg. Den Exportanteil von SalzburgMilch bezifferte Leeb mit 45 %, ebenso hoch sei der Handelsmarkenanteil. Die neue BioJoghurtmarke „Sennerstolz“ geht an Großverbraucher und Gemeinschaftsverpflegung, wird aber auch über C+C gehandelt.

Gmundner Milch

Gmunder-Milch-Geschäftsführer Michael Waidacher.

Andreas Kirchner führt die Geschäfte für Weinbergmaier.

Firmenchef Hermann Gruber (re.) und Thomas Marek.

Wiesbauer Großes G’riss gab es auf dem Wiesbauer-Stand in Amsterdam. Gulasch-Stangerl und Gulasch-Haße haben auch internationale Einkäufer neugierig gemacht. „Dabei tut sich das Stangerl etwas leichter als die gekühlte Variante“, berichtet Geschäftsführer Thomas Schmiedbauer. Billa, Merkur und Spar hätten schon Zusagen abgegeben. „Das Schöne ist, dass jeder dieser Neuheit eine Chance gibt“, freute sich Schmiedbauer. Der Importstopp von Schweinefleisch nach Russland halte momentan die Preise noch niedrig. Sobald die Grenzen wieder offen seien, werde es Preiserhöhungen geben, lautet seine Vorhersage. Zur PLMA selbst sagte Schmiedbauer: „Ich glaube, dass heuer die Frequenz höher ist als vergangenes Jahr. Wir haben mehr Gespräche gehabt, hin und wieder sind auch neue Interessenten zu uns gekommen“. Wiesbauers Messeschwerpunkt waren gleichermaßen neue Ausstattungen im PrivateLabel-Bereich als auch die eigenen Markenprodukte.

Thomas Schmiedbauer, Geschäftsführer Wiesbauer Wien.

Berglandmilch

„Für mich ist die PLMA die effektivste aller Messen“, bekannte Geschäftsführer Michael Waidacher. Hier könne man mit wenig Aufwand viel Erfolg nach Hause nehmen. Ein wenig euphorisiert wirkt Waidacher, da er fast unmittelbar von der Sial Shanghai nach Amsterdam gekommen ist. „Das war sehr spannend, aber wir haben gelernt, dass niemand auf uns wartet“, so Waidacher. China sei aber fast ein Paradies für Mopro-Marketing. Neuheit auf der PLMA war der Grillkäse in den Varianten als Würstel und als Taler, sowie Scheibenkäse in 1-kg-Packungen. Viele Einkäufer würden außerdem Kaffeeobers in Portionen nachfragen. Waidachers Fazit: „Die Zusammenarbeit mit Österreichern ist gern gesehen im Ausland.“

„Gut, dass diese Messe an zwei Tagen alles konzentriert“, lobte Geschäftsführer Josef Braunshofer das Konzept. Thema in Amsterdam waren sowohl Marken wie Schärdinger, Tirol Milch, Lattella und Stainzer als auch das Leistungsspektrum am Handelsmarkensektor. Dabei müssen laut Braunshofer Kunde, Konzept und Produkte zusammenpassen: „Handelsmarken ja, aber nicht um jeden Preis.“ Die Asse im Ärmel für Braunshofer: „Unser Rohstoff ist immer hochwertig, wir füttern gentechnikfrei, was in Europa nicht selbstverständlich ist. Damit präsentieren wir uns ein bisschen natürlicher als andere.“ Für den heimischen Markt kündigt der Berglandmilch-Chef an, das Zusatzlabel „Aus bester Tiroler Alpenmilch“ auf allen Tirol-Milch-Produkten anzubringen.

Weinbergmaier

Nöm

Andreas Kirchner, der Geschäftsführer, hat sich auf zwei Schwerpunkte konzentriert: den GlutenfreiBereich unter der Marke „free+“ und neue Verpackungsvarianten. „Ein dreiviertel Jahr lang haben wir an dem Rezept für unsere glutenfreien Palatschinken gearbeitet“, so Kirchner. Für die Vorstellungsrunde beim heimischen Handel hat er drei Palatschinkensorten eingepackt. Außerdem gibt es jetzt auch Handelspackungsgrößen für bestimmte Produkte aus dem Hause Weinbergmaier. Gestartet wird mit Kaiserschmarren in der Backrohrfolie, dem ersten übrigens, der auch im Rohr regeneriert werden kann. Ebenfalls mit Folie kommen Marillenfruchtknödel. „Das Umsatzpotenzial für glutenfreie Produkte wird in Österreich mit 3,2 Mio. € beziffert. Außerdem merken wir, dass dieses Sortiment ein Türöffner im Handel ist“, verriet Kirchner.

Die Flasche stand im Mittelpunkt des Messeauftritts der Nöm. Der Vollsortimenter kann durch seine HDPE-Anlage auch im süßen Bereich (auf Milchbasis) aseptisch abfüllen. „Damit sind Produkte bis zu einem Jahr Mindesthaltbarkeit möglich, womit wir neue Produkte und neue Märkte erschließen können“, betonte Verkaufs- und Marketing-Direktor Armin Pichler. Mit Lieferungen nach China werden die Niederösterreicher im Juli beginnen, Ziel für 2014 sind 1 Mio. Flaschen ins Land der aufgehenden Sonne zu bringen. „Unsere zweite Kompetenz ist die Becherabfüllung. Erfolge haben wir mit neuen Konzepten wie Protein- und Frühstücksdrinks für den Export. Pichler rechnet nach dem Quotenende 2015 mit zwei bis drei Prozent mehr Milchanlieferung pro Jahr. H-Milch sei für Nöm nur mehr ein Randthema.

Josef Braunshofer, Geschäftsführer Berglandmilch.

Nöm-Marketingleiter Erik Hofstädter (re.) und Armin Pichler.

Handelszeitung (8)

Alfons Thijssen (li.) und Peter Baumüller.

Frisch & Frost


Nº 11 · 2014  HANDELSZEITUNG 13

Messe PLMA

Pfanner-Geschäftsführer Peter Pfanner (re.), Hans Lanzinger.

Pfanner

Woerle

Dem Heißhunger des Marktes nach Produktneuheiten kommt Pfanner mit der neuen limited edition bei Eistee entgegen: Mango-Maracuja im Dschungel-Design. Bis September wird diese Sorte zu haben sein. Geschäftsführer Hans Lanzinger schätzt in Amsterdam die Kontaktpflege mit internationalen Partnern, wünscht sich jedoch eine Verlängerung der Messe um einen auf insgesamt drei Messetage. Gut 30 % der bei Pfanner produzierten Liter sind Handelsmarken, oder wie es Lanzinger nennt: Partnermarken, inklusive Lohnabfüllung. Die Tendenz sei steigend. Lanzinger kündigte an, alle Säfte und Teesorten mit exotischen Früchten künftig auf Fairtrade-Basis erzeugen zu wollen. Kritisch bewertete er das neue Fairtrade-Siegel „mit Anteilen aus Fairtrade-Produkten“, das das Label verwässere.

Über zufriedenstellende Kontakte auf der PLMA erzählte Gerald Kotzauer, Verkaufs- und Marketingleiter der Käserei Woerle. Ziel des Messeauftritts waren für Woerle Neukunden. „Wir konzentrieren uns im heurigen Jubiläumsjahr auf die 125-Jahr-Feier. Dazu bringen wir einen Jubiläums-Emmentaler in 500 Gramm mit zehn Prozent gratis. Diese Aktion lief von September bis Dezember“, so Kotzauer. Gleichzeitig werden das Firmenlogo leicht überarbeitet und die Produkte redesignt. Begleitet werden der Relaunch und das Jubiläum mit Gewinnspielen, Verkostungen, Beipacks u. a. m. „Das Redesign beginnt mit Heumilch-Produkten, dann folgen schrittweise alle anderen Woerle-Produkte“, sagte Kotzauer. Bis Jahresende soll das Redesign vollendet sein. Derzeit exportiert Woerle rund 40 % seiner Produkte.

Spak

Kerstin Hölzl, Verkauf, und Christian Herrmann.

„Heuer war die Besucherfrequenz auf der PLMA ein wenig schwächer als in den Jahren davor“, resümierte Verkaufsleiter Christian Herrmann. Doch habe Spak schon im Messevorfeld Termine vereinbart. Beim diesjährigen Messebewerb „New Supermarket“ ist Spak auf der PLMA für Convenience und Packaging ausgezeichnet worden. Neu vorgestellt wurden Fertigsuppen und Saucen in der 340-g-Flasche, und zwar Hühner, Rindfleisch und vegetarisch. Zwei Esslöffel davon ergeben zusammen mit heißem Wasser einen Teller Suppe. Der exakte Produktname ist noch geheim. „Wir konzentrieren uns darauf, bei bestehenden Produkten Farbe hineinzubringen“, so Herrmann. Ebenfalls neu sind vier Sorten Dressing „Spak’s Salat Frisch“ fürs Kühlregal, sowie Dressings in der 140-ml-Flasche. Der Handelsmarkenanteil bei Spak liegt bei 30 %.

Vandersterre

Marketingmanager René Buijtenhuis.

„Prima Donna“ und „Landana“ dominierten den Messeauftritt der Holländer. Beide Marken werden in Österreich über Interfood vertrieben. „Prima Donna ist für uns das Beste aus Holland und Italien“, sagte Marketingmanager René Buijtenhuis. Neu sind Prima Donna maturo in der 150-g-Packung sowie die Landana-Sorten Curry-Kokos, Trüffel und Bockshornklee. Die holländische Gruppe vermarktet ihren Käse in 45 Ländern.

Wewalka/Tante Fanny

Alfred Karl, Geschäftsführer bei Tante Fanny.

Große Nachfrage aus Osteuropa und dem Balkan herrscht nach österreichischen Fertigteigprodukten, wie uns Alfred Karl, Geschäftsführer bei Tante Fanny, erklärte. Die Firma Wewalka stellt überwiegend Handelsmarken her, produziert aber auch die Markenprodukte von Tante Fanny. Mit dieser Marke sei man in Europa gut unterwegs, so Karl. „In gewissen Bereichen funktioniert das befruchtende Nebeneinander von Markenartikel und Handelsmarken ganz gut“, bestätigte er. Derzeit werden rund 70% aller Tante-Fanny-Produkte exportiert.

Handelszeitung (9)

Austria Pet Food

Bernd Berghofer (li.) mit Otto Bruckner und Ulrich Helm.

Bernd Berghofer, der Geschäftsführer, ist mit dem Startup-Unternehmen das erste Mal auf der PLMA. „Wir produzieren hochwertige österreichische Hunde- und Katzennahrung für große Handelsketten im zentraleuropäischen Raum“, so Berghofer. Schon längere Zeit ist Austria Pet Food Lieferant für Pfeiffer und Zielpunkt, demnächst soll eine breite Listung folgen.

Silvia Woerle, Export-Lady, und Gerald Kotzauer, Verkaufsleiter.

Spitz Einen dreigeteilten Auftritt absolvierte Spitz in Amsterdam: Getränke, die Süß-sauer-Linie und Backwaren standen im Fokus. Josef Schödl, KeyAccount-Manager für Getränke, konnte den neuen Dropstop-Verschluss präsentieren, der auf alle Sirupe kommt. Die schlanke neue Flasche ist eine Besonderheit für den Handelsmarkenbereich. „Auf dieser Messe zeigen wir unser Portfolio und unsere Leistungen“, betonte Schödl. Rund 60 % seiner Produkte exportiert Spitz.

Josef Schödl (re.) und Christian Nussdorfer.

Pinzgau Milch Mit „myfair Q“ bietet Pinzgau Milch drei neue Sorten Eiskaffee nach Fairtrade-Richtlinien. Das südamerikanisch anmutende Flaschendesign spiegelt die Herkunft der Inhaltsstoffe wider. Das Produkt ist ungekühlt haltbar. Auch für die Rewe-Marke Ja! Natürlich hat Pinzgau Milch zwei neue Eiskaffee-Sorten entwickelt. Der Handelsmarken-Anteil an der Pinzgauer Gesamtproduktion liegt bei 90 %, hier ist Copacking eingerechnet. „Die Marke Pinz wurde im Zuge eines Markenrelaunchs auf die Marke Pinzgau Milch umgestellt“, sagte Clemens Mair, stellvertretender Geschäftsführer und verantwortlich für Vertrieb und Marketing. Nun finden sich bereits bewährte Produkte wie Bergbauernmilch, Butter, Sauerrahm und Naturjoghurt unter dem neuen Markennamen in den Kühlregalen. Erweitert wurde das Sortiment durch eine ESLBergbauernmilch (Extended Shelf Life) mit längerer Haltbarkeit sowie vier Fruchtjoghurts. „Wir wollen in Zukunft bewusst den Fokus auf die bergbäuerliche Herkunft legen“, sagte Mair. Pinzgau Milch ist seinen Angaben zufolge Österreichs größter Biomilch-Verarbeiter und seit 20 Jahren Partner von Ja! Natürlich.

Clemens Mair, stellvertretender Geschäftsführer.

Condeli Die Condeli GmbH ist eine 100 %-ige Tochterfirma des Familienunternehmens Hochreiter Fleischwaren und beschäftigt sich ausschließlich mit der Produktion und dem Vertrieb von hochwertigen Convenience-Produkten. Durch den Einsatz des modernsten Produktionsverfahrens, der patentrechtlich geschützten SteamCon-Technologie, steht Condeli nicht nur für beste Qualität, sondern auch für vollkommene Sicherheit und Transparenz. „Wir haben uns dem Thema Lasagne für Handelsmarken verschrieben. Jahrelange akribische Arbeit macht sich nun bezahlt. Wenn wir kommunizieren ‚Condeli revolutioniert den Markt für Lasagne’, ist damit nicht gemeint, dass es bei Lasagne einen weiteren Entwicklungsschritt gibt, sondern dass dieses Produkt völlig neue Standards setzt“ sagte Geschäftsführer Heinz Kaltenbäck.

Heinz Kaltenbäck versorgt Österreichmit Lasagne.


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HANDELSZEITUNG  Nº 11 · 2014

Panoptikum  Agenturecke

Hunger stillen­ Activia und Shakira haben eine neues Musikvideo („La La La Brazil 2014“ – eine brasilianische Version des Songs „Dare“) produziert, das auf die gemeinsamen sozialen Projekte aufmerksam macht: Danone und Shakira unterstützen das Schulspeisungsprogramm des World Food Programme (WFP), der weltweit größten humanitären Organisation. Frédéric Leroy, Geschäftsführer von Danone Österreich betont: „Das Ziel von Danone ist es, weltweit eine ausgewogene Ernährung zu fördern. Wir freuen uns, dass wir mit diesem Sozial­ projekt von Activia und Shakira einen wertvollen Beitrag dazu leisten können“. In Summe können drei Millionen zusätzliche Schulessen finanziert und somit 15.000 Kinder bei ihrer Ernährung und Erziehung unterstützt werden. Das Musikvideo ist Teil der weltweiten Partnerschaft. Die Agentur, die diese globale Kampagne für Danone entwickelt hat, ist Young & Rubicam Barcelona. In Österreich wird Danone von Young & Rubicam Wien unterstützt. „Das Ziel des WFP ist eine Welt, in der niemand hungern muss. Die Aufklärungskampagne, die von Shakira unterstützt wird, kann uns diesem Ziel ein Stück näher bringen“, so Elisabeth Rasmusson vom WFP. Und die kolumbianische Singer-Songwriterin und Grammy-Gewinnerin Shakira sagt dazu: „Mit dem Video möchten wir einen kleinen Beitrag leisten und den Menschen von der herausragenden Arbeit des „World Food Programme“ im Kampf gegen den Hunger erzählen“.

  Herr Franchet mag’s gern digital

Digitale Technologie & die Zukunft der Vermarktung Die Kunst des Handelns wurde über Jahrhunderte perfektioniert – jetzt haben Internet und eCommerce die Entwicklungen enorm beschleunigt. nicolas franchet Head of Retail & E-Commerce, Global Vertical Strategy, Facebook „2014 stehen im digitalen Handel drei Trends besonders im Fokus: im Internet wurden anfangs Produkte aus TV oder Print gesucht. Heute werden sie entdeckt – so auch im Facebook News Feed. Unternehmen nutzen diesen als digitales Verkaufsregal – sie präsentieren ihre Angebote und verführen die Kunden zum Kauf. Einzelhändler werden in Zukunft stärker in das digitale Entdecken investieren. Feiertage sind Fixpunkte für die Marketingkampagnen von Einzelhändlern und da digitale Technologien eine flexible Ansprache von Kunden ermöglichen, können Unternehmen schneller auf aktuelle Ereignisse reagieren. So geben sie ihren Kunden einen Grund, um einzukaufen und können jeden Tag zum „Feiertag“ erheben.

Komprimierung der Sichtbarkeit fördert überlegteres Vorgehen Die Anzahl der Produkte hat sich über die Jahre nicht verändert, aber die Schaufenster sind kleiner geworden. Wo früher Platz für 15 Produkte war, sieht man auf der Webseite nur noch sieben. Und mobil? Durch die Entwicklung zu mobilen Endgeräten müssen Kunden wohlüberlegter angesprochen werden. Immer mehr Unternehmen setzen auf erweitertes Targeting (Ziele), wie Facebooks Custom Audiences. Wir gehen davon aus, dass Targeting in Zukunft das kreative Spielfeld für Werbetreibende sein wird. Jeder Einzelhändler hat seine eigenen Ziele und ­Herausforderungen. Eines jedoch haben alle gemeinsam: die Mission, Kunden mit ihren Produkten oder Dienstleistungen zu überzeugen. Und nie war es spannender, dies Realität werden zu lassen.

  Cartoon 

Gerald Mayerhofer

Botschafterin für Danone und das „World Food Programme“: Shakira.

  Consumer Watch

Zu Tode essen ­ Schlechte Ernährung wird nach Ansicht von UN-Experten zu einem immer größeren Gesundheitsrisiko für viele Menschen. „Ein Teil der Welt isst sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode“, warnte die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Margaret Chan. Die WHO will nun stärker gegen Fettsucht bei Kindern vorgehen. Und bei Erwachsenen stelle ungesunde Ernährung mittlerweile eine noch größere Gefahr dar als das Rauchen und verursache enorme Behandlungskosten, erklärte der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter. Er plädierte für ein internationales Abkommen zur Bekämpfung potenziell krankmachender Lebensmittel und Essgewohnheiten. Nötig sei eine „globale Konvention zum Schutz und zur Förderung gesunder Ernährung“.

  Jetzt mal ehrlich, Herr Pichler

Macht der LEH bald auch Milchprodukte selbst? Die großen heimischen Handelsorganisationen produzieren schon länger in eigenen Fleischwerken, wie etwa Tann oder Efef. Droht den Molkereiproduzenten ein ähnliches Schicksal? Armin Pichler, Marketingund Verkaufsdirektor der Nöm, zweifelt daran. Ist es denkbar, dass große heimische Handelsorganisationen die Herstellung von Milchprodukten künftig selbst in die Hand nehmen? Wenn man die Komplexität der Milchverarbeitung inklusive Sammlung der Rohmilch und der logistischen Herausforderungen betrachtet, kann ich mir das momentan nicht vorstellen. Bis heute sind die meisten österreichischen Molkereien in genossenschaftlichen Besitz und damit fest mit der lokalen

Landwirtschaft verbunden. Die Mischung zwischen starken regionalen/nationalen Marken und den Handelsmarken lässt Molkereien ihre Auslastung erreichen, womit sie noch immer viel Innovationskraft haben. Der Unterschied dazu bei Wurst und Fleisch? Dort werden mehr oder weniger fertige Teile eingekauft, die dem Verarbeitungszweck zugeführt werden. Bei Milch und Milchprodukten steht einerseits die lange landwirtschaftliche Tradition und Verbundenheit in der Bevölkerung, auf der anderen Seite wäre es kontraproduktiv, unsere in Österreich bestens funktionierende Arbeitsteilung, die Erfahrung und die damit verbundenen Partnerschaften zwischen Landwirtschaft, Molkereien und Handel aufzugeben.


Nº 11 · 2014  HANDELSZEITUNG 15

Panoptikum Lila liebt grün

Milka

Im Vorfeld des internationalen Tages der Artenvielfalt holte Milka im Rahmen der Initiative „Lila liebt Grün“ die wundersame Welt des Nationalparks Hohe Tauern nach Wien in das Gasthaus Tirolergarten in Schönbrunn. Mit dabei waren zahlreiche Promis wie Rapid-Kapitän Steffen Hofmann, der auch seine Kinder mitgebracht hat.

www.feierdenmoment.at

Unilever

Unter obigem Link ist ein Kurzfilm abrufbar, den Starregisseur Wim Wenders anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Unilever-Eismarke Magnum gedreht hat. Unser Bild zeigt den Hauptdarsteller Elyas M’Barek mit ORF-Moderatorin Nadja Bernhard bei der Präsentation im Wiener Hotel Das Triest.

Grill Opening

Radatz

Die traditionelle Eröffnung der Grillsaison bei Radatz hat auch heuer im Tischfußballturnier gegipfelt. Trotz widriger Wetterverhältnisse ließen es sich die Vertreter aus dem Lebensmittelhandel und Industriepartner nicht nehmen, auch der Käsekrainer lukullische Ehre zu erweisen. Unser Bild zeigt die Gewinner des Turniers, Hans Regner (Einkauf Penny) und Josef Bauer (Rewe Zentraleinkauf), mit Elisabeth Radatz sen., Franz Radatz und Elisabeth Radatz-Fiebinger (v. l.).

KÄSEKRAINER wie noch nie. DAS „FUSSERL“ bildet sich, wenn man die Käsekrainer „stupft“, durch den herausrinnenden Emmentaler. Diese köstliche Kruste nennen wir „Käsefusserl“. EMMENTALER ist der Käse der Wahl. Hier geht’s um die richtige Reife und Qualität. FRANZ RADATZ

Käsekrainer machen wir seit über 40 Jahren. Die Wurst mit dem Emmentaler begann ihren Siegeszug erst am Würstelstand. Damals hat man sie noch gekocht, heute essen wir sie auch gebraten und gegrillt. Und das ist eine Kunst, da sind sich viele Grill-Profis einig.

SENF wir empfehlen einen scharfen, wollen hier aber keine Glaubenskriege anzetteln!

DER KÄSEKRAINER-STUPF-KURS: Wir empfehlen, die Käsekrainer vorher mehrmals mit einem sogenannten „Stupfer“ einzustechen – mit einer sehr spitzen Gabel geht das auch. Das verhindert, dass die Wurst unkontrolliert „explodiert“. Dieses Thema liegt uns sehr am Herzen. Wir haben dazu einen kleinen Film gemacht. Mehr darüber auf: www.radatz.at/kaesekrainer und


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HANDELSZEITUNG  Nº 11 · 2014

Sortiment Sirup Eckes-Granini YO Früchte der Saison

Ob Himbeersaft für die Kleinen oder Skiwasser für die Großen – aus Sirup lassen sich auf einfache Weise erfrischende Getränke zubereiten. Thinkstock

Wie es mir gefällt 21 Millionen Liter Sirup verkauft der LEH pro Jahr. Wie viele Liter Getränke daraus werden, bleibt eine Schätzung. Die Hersteller geben zwar Empfehlungen zum Mischverhältnis, wie dieses tatsächlich auszusehen hat, bleibt jedem selbst überlassen. Ob mehr oder weniger – zu Hause ist Sirup eine der kostengünstigsten Möglichkeiten, sich ein erfrischendes Getränk zuzubereiten; ganz anders sieht die Sache etwa in einer Skihütte aus: Skiwasser (also gespritzter Sirup) dürfte das Getränk mit der höchsten Spanne sein. Der Handel macht dagegen nicht unbedingt ein Bombengeschäft mit Sirup. Immerhin 58,7 Mio. € Umsatz lukrierte der LEH (exkl. Diskonter) 2013 mit dieser Warengruppe, um ein schlappes Prozent mehr als im Jahr davor. Auch die verkaufte Menge (21 Mio. Liter) ist in diesem Vergleichszeitraum nahezu stabil geblieben. Im

Die

ersten Quartal des laufenden Jahres sind allerdings Rückgänge (– 5 % in der Menge, – 2,3 % im Wert) zu verzeichnen gewesen. Die Branche ist aber nicht beunruhigt – zurückzuführen sei dies auf eine rege Aktionstätigkeit des Handels im Vergleichszeitraum des Vorjahres, heuer seien diese Aktionen im ersten Quartal weitgehend ausgeblieben, was den negativen Trend verursacht habe. Übers Jahr sollte sich aber alles wieder ausgleichen. Überhaupt hat der LEH das SirupGeschäft an sich gerissen: 54 % (!) der verkauften Menge und immerhin noch 36,5 % des Umsatzes gehen auf das Konto von Handelsmarken. Größter Markenartikel ist YO mit Marktanteilen von 21,6 % (Menge) bzw. 25,5 % (Wert).  MP

YO blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück und steigerte seinen Marktanteil (siehe Bericht links). Zum Wachstum trugen zum einen die Klassiksorten von YO bei, als auch die 2013 neu eingeführte Range Früchte der Saison. Diese Subrange sorgt für Abwechslung im Regal, das Sortiment – bestehend aus zwei dem Saisongeschmack angepassten Sorten – wird halbjährlich gewechselt. Die neuen Früchte der Saison Sorten für die Frühjahrs-Sommersaison 2014 heißen Marille und Ribisel-Himbeer und sind seit April im Handel erhältlich. YO Früchte der Saison ist in der 0,7-l-PET-Flasche mit dem Anti-Patz-Verschluss erhältlich. Für YO Früchte der Saison werden nur ausgewählte Früchte verwendet, auf chemische Konservierungsmittel und künstliche Farbstoffe wird verzichtet. 2014 unterstützt YO seine Sirup-Range wieder mit einer reichweitenstarken TV-Kampagne und setzt dabei auf den erfolgreichen und impactstarken YO-Spot, der seit September 2013 on air ist. Zielsetzung für den Spot ist ein moderner Markenauftritt, der die Stärken der Marke – Fruchtigkeit, Vielfalt im Geschmack und Vielfalt der Verwender von YO –, sowie die fröhliche Stimmung beim YO Sirup trinken klar transportiert. Im Mittelpunkt steht der neue Slogan „YO macht das Leben fruchtig.“ Weiters gibt es für die YO-fresh-Subrange eine Sommer-Promotion. Verlost wird ein Sommer mit einem VW Beetle Cabrio und 100 Glaskaraffen von WMF, die sich zum Servieren von YO Fresh eignen.

Yo blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück und konnte seine Marktführerschaft weiter ausbauen. Mag. Doris Leitner, Senior Brand Manager YO

Rauch Neu im Sirup-Markt Erst seit April diesen Jahres bietet Rauch Fruchtsirup unter der Marke Happy Day in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen an: die Klassiker Himbeere und Holunder sowie Orange in einer bisher nicht vorhandenen Qualität. Dank des AntiTropf-Verschlusses kommt es zu keinem lästigen Verkleben der Flasche. Des Weiteren sticht das Design mit der auffälligen 0,7-Liter-PET-Flasche und dem außergewöhnlichen Vollsleeve dem Konsumenten sofort ins Auge. Die Einführung wird unterstützt durch eine TV-Kampagne und Printwerbung.

f r uchtig leichte Ergänzung für ihr Sirupregal !

• Himbeere Zitrone ist die drittstärkste

Geschmacksrichtung am konventionellen Sirupmarkt.

• Wachstumstreiber 0 % Sirupe:

Umsatzverdoppelung am Sirupmarkt.

+ 97 %

• Alleinstellung im zuckerreduzierten

Segment. • Mit 27 % Fruchtsaftanteil • Ideal für den Sommer:

nur 5 kcal pro Glas!

2012

2013

Quelle: AC Nielsen, Sirup total, MAT 52/13


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Sortiment Sirup Mautner Markhof Genuss ohne Reue Das Wiener Traditionsunternehmen belegt am Fruchtsirup-Markt mit 15,5 % Marktanteil (2013, Wert) den zweiten Platz. „Wir konnten unsere Umsätze bei den ‚0 % Zuckerzusatz‘-Sirupen nahezu verdoppeln“, erklärt Jürgen Brettschneider, Geschäftsführer der Mautner Markhof Feinkost GmbH, angesichts einer wertmäßigen Steigerung um 97 %. Diese Range umfasst seit heuer die Geschmacksrichtungen Himbeer, Pfirsich-Maracuja, Johannisbeer-Citro, Holunderblüte – und ab Mitte Juni neu: „Himbeere-Zitrone“. Die Summer Splash Sirupe (limitierte Sommersorten) wuchsen 2013 wertmäßig um 36 %. Die Sammelaktion und Partnerschaft mit dem Tiergarten Schönbrunn geht heuer in die 2. Runde, zudem ein läuft ein TV-Spot.

Spitz Neue Sommer-Sirupe Im Bereich C&C-Märkte ist Spitz Marktführer bei Sirup (Quelle: GastroData). Der Hugo-Sirup von Spitz bekommt pünktlich zum Start des Sommers Gesellschaft: Rosalie (Sirup aus blumigen Rosenblüten gepaart mit fruchtiger Litschi) und Ingo (Sirup, der Maracuja und Orangen mit Limette und einer scharfen Note Ingwer vereint) heißen die neuen Sorten. Das fruchtig-frische Dreiergespann bietet sich für vielfältige Einsatzbereiche an: Die Sirupe eignen sich für Cocktails, als Spritzer oder einfach klassisch mit Wasser. Ab Ende Juni sind sie im Handel erhältlich. Die Einführung wird durch eine Hörfunkkampagne sowie PoS/Social-Media-Promotion unterstützt.

Darbo Limitierte Sorten Darbo ist mit einem Marktanteil von 15,3 % (Wert) die Nr. 3 unter den Herstellermarken – und das mit einem mengenmäßigen Marktanteil von nur rund 5 %. Darbo Sommersirupe sind in den Sorten Holunderblüte-Minze, Mandarine und LimetteMelisse erhältlich. Zudem gibt es auch wieder den Darbo Eiskaffee-Sirup. TV-, Print- und Onlinewerbung unterstützen die Darbo-Produkte.

Green Sheep Wienerwald-Sirup Im Frühsommer wird Green Sheep erstmals den sogenannten Wienerwald-Sirup vorstellen, der aus den erlesenen Blüten der Elsbeeren, gewonnen wird. Da es sich aufgrund der Exklusivität der Pflanze um eine limitierte Auflage handelt, wird dieser Sirup in 25-ml-Flaschen angeboten.

Sodastream Zum Durchprobieren Die drei neuen Soda-Mix-Sirups von Sodastream verzichten komplett auf Zucker. Ab sofort sind die Sorten Rote Beeren, Kirsche und Waldmeister im Handel erhältlich. Der 12er-Party-Pack bietet die Möglichkeit, die beliebtesten SodastreamSorten durchzuprobieren.

SilberQuelle Neueinsteiger Brandneu bietet die Privatquelle Gruber unter der Marke SilberQuelle vier Sirup-Variationen in der PET-Flasche an (500 ml und 1 l). Zu haben sind die Sorten Himbeer-Zitrone, Schwarze Johannisbeere, Holunderblüte und Limette-Melisse.

Ein spritziges Trio mischt das SirupRegal auf! Die drei Innovationen vom Sirup-Experten SPITZ: fruchtiger • Ingo: Maracujasirup mit

einem Hauch Ingwer Rosenblüten • Rosalie: mit erfrischender Litschi-Note spritziger • Hugo: Sirup aus HolunderMinze-Limette

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HANDELSZEITUNG  Nº 11 · 2014

Sortiment Pikante Snacks

Thinkstock

Kelly Harte Schale – fairer Kern

Edelnüsse sind im Kommen. Der wichtigste Aspekt dabei ist nachhaltiger Anbau und Ernte.

Die Nuss geknackt Pikante Snacks sind um eine wichtige Variante reicher geworden: fair gehandelte Nüsse. gabriele jiresch g.jiresch@wirtschaftsverlag.at Lange Zeit fristeten die Nüsse in der Warengruppe Snacks ein nicht besonders beachtetes Dasein. Manche strebten den Premium-Bereich an, manche wurden einfach unreflektiert konsumiert. Doch nun kommt Schwung ins Segment: Kelly lancierte vor kurzem seine Produktlinie Fine & Fair, eine zertifizierte Produkt­range, die auf nachhaltiges Wirtschaften und faire Entlohnung abzielt. Bisher war Kelly schon Marktführer bei Erdnüssen, nun bekennt sich das Unternehmen komplett zur Nachhaltigkeit und stellt die Range um. „Wir sitzen schon im Fahrersitz und treiben das Nussprojekt voran“, so Guido Wolf, Inter­ snack-Geschäftsführer für Nüsse. Bei „Fine & Fair“ sind auch Verpackung und Display nachhaltig – wenn schon, dann richtig. Acht Standorte in der EU verarbeiten die Nüsse, die aus den Anbauländern in Afrika, Mittleren Osten, Amerika und Asien kom-

men. Der Einkauf geht in Kooperation mit Fairtrade und Rainforest Alliance direkt über Kelly/Intersnack. 230.000 Tonnen Nüsse aller Art werden über Intersnack vertrieben. Die ersten Qualitätskontrollen passieren im Ursprungsland, „denn die größte Gefahr besteht in einer Pilzerkrankung“, so Wolf. Mit diesem Projekt hat der Markt­füher den großen Trend zu Nüssen als erster aktiv aufgegriffen. Aufgrund ihrer positiven Wirkung auf die Gesundheit werden sie beim Verbraucher immer beliebter. Im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung machen sie auch nicht dick. Insgesamt war der Snackmarkt im LEH im vergangenen Jahr 31.237 (+ 4,4 % zu 2012) Tonnen schwer und erwirtschaftete 180 Mio. Euro. Der Jahres-Pro-KopfVerbrauch liegt bei 3,68 kg. Den größten Absatz verzeichnen Gebackene Produkte (36 %), gefolgt von Chips & Sticks (25 %), Spezialitäten (21 %) und Nüssen (18 %). Es wird sich zeigen, ob das Nusssegment im nächsten Jahr ansteigen wird.

Kellogg Pringoooals Mit dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft wird das Snack-Sortiment von Pringles um vier besondere Geschmacksrichtungen erweitert: Pringoooals Cheese Flavour; Pringoooals Ketchup Mayo Flavour; Pringoooals Foccacia Flavour und Pringoooals Samba Chili Flavour. Die Sorten der Limited Edition sind eine Hommage an die Finalspiele in den Jahren 1954, 1974 und 1990. Die Pringles WM-Edition „Pringoooals“ ist ab sofort in der 190-g-Packung erhältlich.

Der Snack-Marktführer (65%) erreichte 2013 einen Umsatz von 141,3 Mio. € (+ 4,7 % vs VJ) und produzierte 26.400 Tonnen an pikanten Snacks. Erst vor kurzem bescheinigte das Market Institut wieder die höchsten Sympathiewerte für die Marken Kelly und Soletti. 2013 hat beim Category Captain vor Innovationen nur so gestrotzt: Soletti BrezelChips sehen aus und schmecken wie Brezel und sind hauchdünn und knusprig wie Chips, bald darauf folgten die ersten knusprigen Popcorn mit Ecken und Kanten. Kelly’s Popcorn Chips enthalten 100 % Sonnenblumenöl und Meersalz, ohne künstliche Geschmacksverstärker. Kelly‘s Riffles It‘s Big Man Honey Grilled Rib Style 15 x 140 g kamen heuer in den Handel. Sie sprechen vornehmlich Männer an, haben einen Wellenschnitt und extra dicke Scheiben. Crazy Bobos ist der neue, herzhafte Snack-Genuss von Kelly’s. Die luftig-leichten, fein gewürzten Maisbällchen bestehen aus 100 % österreichischen Zutaten, reinem Sonnenblumenöl und ohne künstliche Geschmacksverstärker. In zwei Varianten: Kelly‘s crazy Bobos Brazil Style und Kelly‘s crazy Bobos Hot Pepperoni/Paprika. Der größte Launch seit Jahren im Nussbereich ist Kelly’s Fine & Fair: Die Range besteht aus den Sorten Cashews 100 g, Almonds 100 g und Mixed Nuts 120 g. Sie sind mit dem Fairtrade-Gütesiegel ausgezeichnet. Die Sorten Macadamia 100 g und Redskin Peanuts 145 g besitzen das RainforestAlliance-Siegel. Nachhaltig sind nicht nur die Nüsse, sondern auch die Verpackung und das Display. Nach einer großen Plakatkampgane kommen Online-Aktivitäten und Promotions.

Winkelbauer Sonne in der Packung Der Entwickler von Kettle Chips ließ sich bei der neuen Kreation von der mediterranen Küche leiten: „Sonnengetrocknete Tomaten & Kräuter“. Erhältlich als 40-g-Einzelportion oder 150 g. Ein Sampling mit American Bud ist im Laufen. Seeberger pusht zur Fußball-WM 2014 die gesalzenen Cashewkerne sowie Erdnüsse. Und es wurde auch etwas Neues kreiert: Trail-Mix, bestehend aus fruchtig-exotischen Trockenfrüchten und salzigen Nusskernen, sorgt für aromatische Abwechslung.

Maresi Kommunikations-Paket Seit 2013 sind Lay’s Kartoffelchips auch in Österreich erhältlich: 175-g-Packung in vier Sorten. Unterstützt werden sie durch Promotions am Regal, Zweitplatzierungen, Samplings und City Lights.

Lorenz Bahlsen Getrocknete Tomaten Einen saisonspezifischen Artikel launcht man zur Grillzeit: Crunchips Texas BBQ 175 g. Er ist nicht nur speziell auf die WM ausgerichtet, sondern spricht eine breitere Zielgruppe an. Ebenfalls neu sind Naturals mit getrockneter Tomate 110 g.

Rupp Knuspereigenschaften

XOX Speziell zur WM

Mit Juli bekommt der Rupp-Knusperkäse 90 g eine neue Verpackung: hochwertig mit Sichtfenster ist die Packung nun vertikal und horizontal platzierbar. Ein Displaykarton mit starkem Markenimpact sorgt für einfache Präsentation. Der mundgerechte Snack passt auch sehr gut zum neuen Rupp Dip it!

Xox erhielt aufgrund von langjähriger Produktqualität den DLG-Preis und setzt nun voll auf die Fußball-WM: Fußballsnack 125 g Salz und Ketchup, D-Snack Schinken 175 g Käse und BBQ-Chili, Balls Brazil 150 g Samba Style und Rodizio-Style, Party de Brazil 400 g Samba Style und Rodizio-Style.

Fine & Fair: eine einzigartige Linie mit Herkunftsqualität. Wolfgang Hötschl, Geschäftsführer Kelly


Nº 11 · 2014  HANDELSZEITUNG 19

Neue Produkte Absolut Vodka Berlin

Manner Vanille & Zitrone

Die jüngste Limited Edition von Absolut Vodka steht ganz im Zeichen der deutschen Hauptstadt und richtet sich gezielt an all jene, die im Herzen Berliner und damit offen für Neues sind: So ließ sich der Künstler Zhivago Duncan bei der Gestaltung vom einzigartigen Lebensgefühl Berlins inspirieren und stattete seine Zeichnung des Fernsehturms mit dem Graffiti-Schriftzug „Es ist nicht einfach immer ein Rebell zu sein“ aus. Dem heimischen LEH steht das Sammlerstück ab sofort zur Verfügung.

Rechtzeitig zum Start in den Sommer wurde die Manner Zitronen-Schnitte einem Rezeptur-Relaunch unterzogen und punktet nun dank natürlicher Aromen mit einem noch fruchtigeren Geschmack. Daneben sorgt man bei Manner außerdem mit der neuen Sorte Vanille (mit echter Bourbon-Vanille) für noch mehr Abwechslung im süßen Sortiment. Frei von künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen sind die beiden Varianten ab sofort als Taschenpackung und im 400-g-Beutel erhältlich.

Knorr Basis

Nimm 2 Lachgummi Milchbubis

Das abwechslungsreiche Sortiment von Knorr Basis wird aktuell um zwei Produkte für schnelle Gerichte ergänzt: Neu ist zum einen die Basis für Mediterrane Lasagne mit Faschiertem, Zucchini und Schafskäse sowie frischem Kräuter- und Tomatengeschmack. Und zum anderen gelingt Rustikales Schwammerlgeschnetzeltes nun noch einfacher, denn für das herzhafte Gericht werden nur noch Schweineschnitzel, Champignons und Obers bzw. „Cremefine“ benötigt.

Mit den nimm 2 Lachgummi Milchbubis präsentiert Storck nicht nur eine putzig gestaltete Nascherei, sondern erschließt auch ein neues Segment im Fruchtgummi-Markt. Wie der Name schon verrät, handelt es sich dabei nämlich um milchige Fruchtgummis mit Geschmack nach Orange, Zitrone, Himbeere und Gartenfrucht. Je nach Sorte variieren übrigens die individuell gestalteten Gesichter. Unterstützt wird der Launch durch TV-Spots, eine OnlineKampagne sowie Sampling-Aktionen.

Hakle Natürlich Pflegend

Henkel Fa Frozen fruities

Frei nach dem Motto „Erst trocken – dann feucht“ begründete Kimberly Clark mit Hakle die Systemhygiene und belebt diese seither regelmäßig mit verschiedenen Formaten neu: So steht derzeit einerseits eine Großpackung (16 Rollen) des beliebten Hakle Natürlich Pflegend-Toilettenpapiers mit Kamillenextrakt zur Verfügung. Und andererseits folgt man dem Verbraucherwunsch nach handlichen Formaten mit dem neuen Mini-Pack, der jeweils zwölf feuchte Toilettentücher für unterwegs enthält.

Perfekt für heiße Sommertage ist das neue Duschgel Fa Frozen fruities, das auf erfrischenden Fruchtcocktails basiert. Die milde Formel mit Menthol sorgt beim Duschen für einen kühlenden Effekt und einen angenehmen FrischeKick, während ein leichter Pflegefilm, der auf der Haut verbleibt, diese reichhaltig pflegt und vor dem Austrocknen schützt. „Fa Frozen Fruities“ ist als limitierte Sommeredition in den beiden Duftrichtungen Chilled Appletini und Himbeer Daiquiri erhältlich.


KW 26

Crema d’Oro & Espresso d’Oro: Viva Crema!

Stiegl Goldbräu: Freundeskreis-Sammelpromotion

Tante Fanny: Gute Küche, gute Sprüche!

Philadelphia: Backideen zum Verlieben

Almdudler: jeden Monat 10 Flüge mit Niki

Activia: Globale Markenkampagne mit Shakira

Wieselburger: Retro-Kühlschränke: Champions League Finale

Purina PetCare: Mein Tier und ich

Visa & Master Card: 3 Jahreseinkäufe à € 3.333,–

Cremesso: € 50,– Bonus & Vespa

Schartner-Bombe: Arschbomben-Challenge

Dallmayr

Stiegl

Tante Fanny

Mondelez

Almdudler

Danone

Brau Union

Nestlé Purina

Card Complete

Cremesso

Starzinger

TV-Spot

%

1+

Überfüller-Aktion

Gewinnspiel/Sammel-Promotion

Coca-Cola: WM-Kampagne

Coca-Cola

POS POS-Verkostungen/Sampling

Nestlé Cerealien: Angry Birds-Promotion

Nestlé

Caffè Latte: Cool Message Edition

Egger Märzenbier: Goldwochen mit Geld-Zurück-Garantie

Emmi

KW 27

KW 29

Hörfunk-Spot

KW 28

Snickers: Wirst du Gremlin, wenn du hungrig bist?

KW 25

Privatbrauerei Egger

KW 24

Schwedenbomben: Weltmeister tippen und Reise gewinnen

KW 23

Niemetz

Mars

VATERTAG

FIFA WORLD CUP

EREIGNIS

Mit dem QR-Code auf www.handelszeitung.at zum aktuellen OnlinePromotionkalender

www.handelszeitung.at/promotionkalender

KW 31

Zweitplatzierung

KW 30

KW 33

Onpack-Promotion

KW 32

POS

POS

Internet-Aktion

POS

POS

KW 34

Charity-Aktion

Test-Aktion

Mit zwei TV-Spots rührt die Privatbrauerei Egger ab sofort kräftig die Werbetrommel für das klassische Egger Märzenbier: Von dessen Geschmack begeistert, besingen dabei die Protagonisten sämtliche Inhaltsstoffe. Alle jene Verbraucher, denen das Egger Märzenbier im Gegensatz dazu nicht schmecken sollte, können nun im Rahmen der Egger Gold­wochen ihr Geld zurück verlangen. Dazu müssen sie nur den Code, der sich auf der Innenseite der Kronkorken aller 0,5-l-Mehrwegsowie 0,3-l-Einwegflaschen befindet, auf der Website eingeben.

Egger Märzenbier

Seit letztem Jahr sind die beliebten Schwedenbomben von Niemetz auch in der heißen Jahreszeit erhältlich. Und auch heuer versüßt man den Verbrauchern den Sommer und kurbelt die Abverkäufe pünktlich zum Sportereignis mit einer attraktiven WM-Promotionzusätzlich an: Unter allen, die noch bis 3. Juli ihren Weltmeister-Tipp auf www.schwedenbomben.at abgeben und dabei auf die richtige Mannschaft setzen, verlost Niemetz eine 10-tägige Reise für zwei Personen nach Rio sowie 100 Schwedenbomben-Familienpackungen.

Niemetz Schwedenbomben

Promotionkalender


Die Handelszeitung 11/14