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Österreichische Post AG, MZ 02Z030749 M, Österr. Wirtschaftsverlag, Grünbergstr. 15, 1120 Wien, Retouren an Postfach 100, 1350 Wien

GLAS

ÖSTERREICHISCHE FACHZEITSCHRIFT FÜR GLASBE- UND -VERARBEITUNG

AUSGABE VIER 2018 | JULI AUGUST

„ES GIBT VORUND NACHTEILE”

FRAUENPOWER IN KRAMSACH

WENN MAN GLÜCK HAT, GIBT’S NUR SCHERBEN

GLAS WIRD SMART

Interview mit Horst Schraml zwei Jahre nach dem Deal

Starke Glaserinnen beim Bundeslehrlingswettbewerb

Anwendungsempfehlungen für Sicherheitsglas

Aktuelle Entwicklungen bei intelligenten Gläsern


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EDITORIAL

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SICHER UND SMART Der Begriff „Sicherheitsglas” wird von verschiedenen Menschen teilweise recht unterschiedlich verstanden und ausgelegt. „Während der eine etwas eigentlich Bruchsicheres erwartet, hat der andere erkannt, dass etwas zu Sicherheitsglas vergütet wurde, um im Versagensfall kontrolliert bis annähernd ,sicher’ zu kollabieren”, leitet unser Autor, Sachverständiger Manfred Beham, seine Betrachtung zu den Anforderungen und Anwendungen von Sicherheitsverglasungen ein. Die Rahmenbedingungen für die gefahrlose Nutzung im üblichen Gebrauch sind durch den Gesetzgeber in der harmonisierten bautechnischen Verordnung definiert. Die anerkannten Regeln der Technik und einschlägige Normen vertiefen die geeignete Ausführung. Manfred Beham erläutert diese rechtlichen Grundlagen ab Seite 16 und gibt praxisnahe Tipps zu den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Sicherheitsglas. Ein weiterer Schwerpunkt in dieser Ausgabe ist Glas, das immer mehr kann. Die Realität nähert sich langsam der Science-Fiction: Auf „intelligentes Glas” trifft man heute schon in zahlreichen Anwendungen in der Autoindustrie, der Telekommunikation, aber auch zunehmend im Gebäude. Diverse Aussteller der glasstec 2018 beschäftigen sich intensiv mit diesem Thema, das einen der Messeschwerpunkte in Düsseldorf darstellt. Lesen Sie mehr zu den Entwicklungen von smartem Glas ab Seite 22. Außerdem in dieser Ausgabe: Ein exklusives Interview mit Horst Schraml, zwei Jahre nach der Übernahme seines Unternehmens durch Lisec, ein Bericht vom spannenden Bundeslehrlingswettbewerb, bei dem diesmal Frauen die Nase vorn hatten, Marktnews, Reportagen, Glaskunst, Produktinnovationen u.v.m. Ein interessantes Lesevergnügen wünscht Ihnen Birgit Tegtbauer

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INHALT Ausgabe vier 2018

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REPORTAGE

WERKSTOFF & TECHNIK

06 Marktnews 07 Vernstaltungen 09 Glas-Marketing 10 Zwei Jahre nach dem Deal: Interview mit Horst Schraml 12 Frühjahrs-BIAS in Wien 14  Bundeslehrlingswettbewerb 2018

14 Shoppen im großen Bogen Lichtdurchflutetes Einkaufserlebnis in der PlusCity Pasching

16 Wenn man Glück hat, gibt’s nur Scherben Baupraxis Sicherheitsglas 22  Smartes Glas: Aktuelle Entwicklungen intelligenter Gläser

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PRODUKTE & SYSTEME

GLASKUNST

25 Neu am Markt

34  Glaskünstler Jack Ink bei Lobmeyr Beeindruckende Glasobjekte in Wien zu sehen

BETRIEB 30  Steuertipp: (Nicht-)Raucherschutz im Betrieb

RUBRIKEN 05 Im Fokus 30 Impressum 31 Marktführer: Einkaufsadressen

GLAS 4 | 2018

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MARKT & MENSCHEN

Titel

GLAS

ÖSTERREICHISCHE FACHZEITSCHRIFT FÜR GLASBE- UND -VERARBEITUNG

AUSGABE VIER 2018 | JULI AUGUST

„ES GIBT VORUND NACHTEILE”

FRAUENPOWER IN KRAMSACH

WENN MAN GLÜCK HAT, GIBT’S NUR SCHERBEN

GLAS WIRD SMART

Interview mit Horst Schraml zwei Jahre nach dem Deal

Starke Glaserinnen beim Bundeslehrlingswettbewerb

Anwendungsempfehlungen für Sicherheitsglas

Aktuelle Entwicklungen bei intelligenten Gläsern

Neuer Nurglastüren-Katalog Der neue Nurglastüren-Katalog von Glassolutions Austria erscheint im September 2018. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 27 oder www.glassolutions.at


Nachhaltigkeit in großen Zahlen IM FOKUS

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FOTO S I E M E N S AG

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ffener, innovativer und ressourcenschonender, so lauteten die drei wesentlichen Ansprüche an das nachhaltige Leuchtturmprojekt in München. Die besondere Herausforderung für die Architekten lag darin, die neue Siemens Hauptverwaltung an alter Stelle rund um zwei Bestandsgebäude am Wittelsbacher Platz zu errichten. Das von Henning Larsen Architects entworfene, lichtdurchflutete Gebäudeensemble mit seinen fünf begrünten Innenhöfen schafft den schwierigen Spagat zwischen Tradition und Moderne. Auch die Verglasung trägt erheblich zur nachhaltigen Energiebilanz der neuen Siemens Hauptverwaltung bei. So be-

SHOWROOM FÜR MODERNE GLASTECHNOLOGIE

stehen alle Fassaden zu den Innenhöfen aus wärmedämmendem Dreifach-Isolierglas und sind um fünf Prozent geneigt, um Büros und Höfe mit viel Tageslicht zu fluten. Insgesamt 16.000 Quadratmeter Elementfassade montierte der verantwortliche Fassadenspezialist Strabag Metallica während der drei Jahre Bauzeit. Der Wiener Glasverarbeiter Petschenig glastec lieferte dafür die komplette Verglasung von 8.000 Quadratmeter. 7.000 Quadratmeter davon waren plane und gebogene „Uniglas Sun” Sonnenschutz-Isolierglaselemente. Trotz aller Transparenz durfte natürlich auch die Sicherheit nicht zu kurz kommen, daher bestanden weitere 1.000 Quadratmeter unter anderem aus beschusshemmenden und abhörsicheren Gläsern.

Im Endergebnis wirkt die gesamte Glasfassade über alle Gebäudeteile ungemein homogen, bei genauer Betrachtung ist sie ein Showroom moderner Glastechnologie. 103 verschiedene Glasaufbauten hat Petschenig glastec ausgearbeitet, um die hohen Anforderungen an Wärmedämmung, Sonnenschutz, Brandschutz und Sicherheit zu erfüllen. Für jeden einzelnen Scheibenaufbau wurden die bauphysikalischen Kennwerte berechnet, die anschließend bei Strabag Metallica in die Simulation für die gesamte Vorhangfassade einflossen. Einen exzellenten Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,9 W/m2K weist die Glasfassade in München schlussendlich auf. Für die Dreifach-Isolierglaseinheiten wählte Petschenig das „Super Spacer“ Warme Kante System.

GLAS 4 | 2018


MARKT & MENSCHEN Marktnews

Kömmerling: Ausscheiden von Herbert Haas

ENSINGER: NEUE LEITUNG FÜR „INSULBAR“-VERTRIEB

In Betroffenheit informiert die Geschäftsführung der Kömmerling Chemische Fabrik GmbH über das krankheitsbedingte Ausscheiden von Herbert Haas, dem langjährigen Geschäftsbereichsleiter Glas.

Foto: Kömmerling

„Wir haben die schwere Aufgabe, Ihnen allen mitzuteilen, dass unser geschätzter Mitarbeiter, Kollege und Freund, Herr Herbert Haas, infolge eines Unfalls so schwer verletzt wurde, dass er nicht mehr zu Kömmerling zurückkehren wird, um den Geschäftsbereich Glas zu führen. Ebenso wie Sie sind wir unfassbar traurig darüber, dass Herrn Haas dieses Unglück zugestoßen ist“, lautet eine Unternehmensmitteilung an alle Mitarbeiter und Geschäftspartner. „Herbert Haas widmete der Glasindustrie mehr als 40 Jahre seines Lebens. Er hat ein Erbe hinterlassen, das uns Verpflichtung für unser zukünftiges Handeln ist. Nicht nur für sein unermüdliches Engagement schulden wir ihm unseren größtmöglichen Respekt und Dank, sondern auch für seine Führung und seinen Beitrag zum stetigen Ausbau unseres Isolierglasdichtstoffgeschäftes. Wir werden uns an ihn und sein Wirken erinnern und auch in Zukunft in seinem Sinne handeln“, so die Geschäftsführung von Kömmerling.

Matthias Rink ist neuer Vertriebsleiter für „insulbar“ Isolierprofile von Ensinger. Ansässig am Hauptsitz des Kunststoff-Spezialisten in Nufringen (D), verantwortet der 48-Jährige den Verkauf in den Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika. Foto: Ensinger

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Matthias Rink möchte den Vertrieb der Wärmedämmstege für Metallfenster, -türen und -fassaden weiter nah am Kunden und dem Markt ausrichten. Daneben hat der Wirtschaftsingenieur vor allem die Digitalisierung von Prozessen im Blick. „Industrie 4.0 macht nicht vor dem Vertrieb halt. Es entstehen neue Möglichkeiten in der Gestaltung von Kundenbeziehungen“, ist Rink überzeugt. „Ich sehe eine meiner Hauptaufgaben darin, diese Entwicklung zu fördern, zu begleiten und im Sinne unserer Kunden zu gestalten.“ Mit Rink gewinnt Ensinger einen im Verkauf von technischen Produkten sehr erfahrenen Manager. Während seiner über zwanzigjährigen Berufstätigkeit bekleidete er unterschiedliche Führungspositionen, zuletzt als Global Business Director.

SCHRAML-MASCHINEN IM EIGENVERTRIEB

Digitaldruck auf Glas Lisec USA übernahm mit 1. Juli den Vertrieb und Service von Schraml-Maschinen in Nordamerika.

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Lisec America ist ab sofort für den Vertrieb, die Installation und den Aftermarket-Service für zukünftige und bestehende besonders gefragt für: Schraml Glasverarbeitungsmaschinen in Nordamerika zu-list ● Sanierung von Bädern und Duschen ezia ständig. Bisher wurden Schraml Glasbearbeitungsmaschiohne Schmutz und Staub! Der Sp ünsche eW ● Duschwändenen neu in den USA ausschließlich von Machines für Ihrand Wheels s! ● Küchenrückwände und Glasfronten vertrieben und gewartet. Im Mai wurde eineaVereinbarung us Gla ● Glastüren und mitGlaswände Machines and Wheels getroffen, um diesen Vertrag zu kündigen. Lisec kaufte die Schraml Glastechnik GmbH vor INFO: Wir suchen noch motivierte Lehrlinge für unser Team! zwei Jahren (siehe auch Interview ab Seite 10). Seit diesem Wiesbauer GmbH & CoKG Zeitpunkt evaluiert Lisec die Glas bestehenden Partnerschaften Freistädter Straße 5 | A-4310 Mauthausen wie auch die künftigen Optionen für Vertrieb und Service der LEBEN MIT GLAS. SEIT 1929. Tel.: 07238/2298 | ofce@glas-wiesbauer.at Schraml Anlagen in den verschiedenen Märkten. Basierend auf den Ergebnissen dieser Überprüfung wurde die Entscheidung getroffen, die Verlagerung von Vertrieb und Service zu Lisec’ bestehendem Unternehmen in Nordamerika, Lisec America, Inc., voranzutreiben.

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GLAS 4 | 2018

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Foto: Lisec

INFO: Wir suchen noch motivierte Lehrlinge für unser Team!


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Veranstaltungen

23.– 26. OKTOBER 2018

Fotos: Lisec

Die Schüler der HTL Ybbs bei der Lisec-Werksbesichtigung.

Die Lisec Mitarbeiter standen für Fragen zur Verfügung.

MASCHINENPRODUKTION ZUM ANFASSEN Am 15. Juni öffnete Lisec in Seitenstetten ganztägig seine Türen: Am Vormittag für die allgemeine Öffentlichkeit und am Nachmittag für alle Mitarbeiter mit ihren Familien. Die tägliche Arbeit ist eines der Hauptgesprächsthemen in der Familie. Um Familienmitgliedern die Gelegenheit zu geben, den Arbeitsplatz ihrer Liebsten live zu erleben, veranstaltete Lisec am Freitag, den 15. Juni am Nachmittag den Family Day im Werk Seitenstetten/NÖ. Vorgelagert dazu fand am Vormittag ein Tag der offenen Tür statt. Hierbei kooperierte Lisec mit der Industriellenvereinigung Niederösterreich und der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Deren Ziel war es, dass möglichst viele Industriebetriebe Niederösterreichs an diesem Wochenende ihre Türen öffnen, was mit 50 teilnehmenden Betrieben mehr als erreicht wurde. Hauptintention der Initiative war, die Karrierechancen in den Betrieben aufzuzeigen. Unter anderem nahmen fünf Schulen mit insgesamt rund 150 Schülern die Einladung von Lisec an und warfen einen Blick hinter die Kulissen. Nach einer kurzen Firmenpräsentation, wo sie theoretische Informationen erhielten, machten sie eine Werksführung, um den Produktionsbetrieb hautnah zu erleben. Am Nachmittag konnten die MitarbeiterIn ihren Familien im gemütlichen Rahmen ihre Arbeitsplätze zeigen, Kollegen vorstellen und das Unternehmen allgemein präsentieren. Rund 2.000 Gäste nutzten das Angebot und ließen den Nachmittag mit Spezialitäten vom Grill ausklingen. „Für uns war es eine gemütliche und zwanglose Veranstaltung. Mein Partner war begeistert vom freien Einblick ins Unternehmen und beeindruckt von den Lisec Anlagen“, so Manuela Eichhorn, Communications Managerin bei Lisec, nach der erfolgreichen Veranstaltung. GLAS 4 | 2018

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MARKT & MENSCHEN Veranstaltungen

Foto: Glas Trösch GmbH, Sanco Beratung

Foto: Franz Zapletal

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STAMMTISCHREISE NACH UNGARN

Bekenntnis zur Sanco Gruppe – der neue CEO von Glas Trösch, Fabian Zwick.

Sanco Hauptversammlung in Berlin

Auch heuer organisierte der Stammtisch der „GlasSpezialisten“ einen Zwei-Tages-Ausflug nach Ungarn. Am Programm standen dabei eine Weindegustation beim Weinhof Hernyák, ein Mittagessen beim „Schinkenmeister“ von Etyek, Herrn Árpás, und ein Stadtrundgang in Székesfehérvár, der historischen Krönungsstadt Ungarns. „Es war wieder einmal ein gelungener Ausflug“, waren sich die 12 mitreisenden Glas-Spezialisten einig.

Austragungsort war das zentral gelegene Hotel InterContinental, das ausreichend Platz für die Gäste aus der Sanco Gruppe, von Glas Trösch und Euroglas bot. Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Leiter der Sanco Beratung, Florian Lindlbauer, richtete der neue CEO von Glas Trösch, Fabian Zwick (Bild), seine Grußworte an die Mitglieder. Er betonte die Kontinuität in der Zusammenarbeit und gab ein klares Bekenntnis von Glas Trösch zur Sanco Gruppe ab. In seinem Vortrag über die Regularien der Sanco Gruppe berichtete Florian Lindlbauer dann Details der Arbeit des neuen Beratungs-Teams. Der Fokus liege nach wie vor auf Beratungs- und Produktqualität, was durch die intensivierte Qualifikation von Mitarbeitern in der Seminarreihe „Sanco Akademie“ bewerkstelligt wird. Die gesamte Entwicklung der Gruppe sei aufstrebend, ein qualifiziertes Wachstum werde angestrebt. Der aktive Weg der Gruppe bei Produktinnovation, Vertriebsunterstützung für Partner und dynamischem Marktauftritt soll fortgesetzt werden.

Foto: Schachermayer

Die Sanco Mitglieder trafen sich im Mai zu ihrer jährlichen Hauptversammlung. Mit Spannung konnten sie dabei auf personelle Wechsel blicken.

EXKURSION NACH LINZ Am 19. Juni folgten die Mitglieder des Stammtisches der „Glas-Spezialisten“ der Einladung von Schachermayer zur Besichtigung der Zentrale in Linz. Ing. Karl-Heinz Granzner, MBA, Österreich-Verkaufsleiter für Metall- und Glasverarbeitende Betriebe, führte die Gäste durch das Unternehmen und präsentierte das beeindruckende Logistikzentrum. Die Einladung zum Mittagessen und der Besuch eines Heurigen rundeten den informativen Tag in Oberösterreich ab.

VIER NEUE GLASBAUTECHNIKER UND KONSTRUKTEURE Am 30. Juni fand eine Lehrabschlussprüfung der Glasbautechniker/Glaskonstrukteure in der Berufsschule Kramsach statt. Fünf Kandidaten aus Niederösterreich waren am Start.

Die neuen Glasbautechniker: Necip Baysal, Marcel Boria, Vladan Mihajlovic Glasbautechnik mit Glaskonstruktion bestand mit ausgezeichnetem Erfolg: David Schwarz GLAS 4 | 2018

Foto: LI NÖ

„Bei dieser Prüfung war die Herausforderung wieder sehr groß, aber in gewohnter Umgebung und mit den Maschinen bestens vertraut, haben die Kandidaten das Prüfstück sehr gut gefertigt“, erzählt Prüfungsvorsitzender Andreas Heiss (Beisitzer waren diesmal Thomas Eigenschink und Edwin Loibl). Das Prüfstück beinhaltete neben den wichtigsten Bearbeitungstechniken des Glaserhandwerkes Zuschnitt, Schleifen, Bohren, UV-Verkleben und Beschlagmontage auch Holzteile, die miteingebaut werden mussten. Nach dieser Aufgabe stand noch das Fachgespräch an, bei dem das Wissen der angehenden Glasbautechniker und Glaskonstrukteure abgefragt wurde. Das schöne Ergbenis: Die Prüfungskomission konnte bei der anschließenden Ehrung drei Teilnehmern zur bestandenen und einem Teilnehmer zum ausgezeichneten Erfolg gratulieren.


Glas-Marketing

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Foto: Landesinnung Glaser NÖ

GLASER SORGEN AUCH IM RADIO FÜR DURCHBLICK Im zweiten Jahr ihrer Image-Kampagne setzt die niederösterreichische Landesinnung der Glaser auf Radio- und Online-Werbung. Von April bis Juni sind 180 RadioSpots im Radio gelaufen. Ein neuer Internetauftritt informiert über das breite Leistungsspektrum der Glaser. „Was siehst du?“ Mit dieser scheinbar einfachen Frage startete die Werbekampagne der Landesinnung der Glaser Niederösterreich im Jahr 2017. Was auf den ersten Blick wie eine eindeutige Antwort aussah – zum Beispiel eine Frau in der Dusche – wurde erst mit der zweiten Plakatwelle wirklich aufgelöst. Zu sehen war nämlich das, was nicht gleich offensichtlich und trotzdem ungemein wichtig ist – die hervorragende Arbeit der niederösterreichischen Glaser. Mit der Kampagne wurde viel Aufmerksamkeit für die Glaser erzeugt, die nun in neuen Medien weitergetragen wird. Im zweiten Jahr der Kampagne setzt die Landesinnung auf Radio und Online. Von April bis Juni sind insgesamt 180 Radio-Spots auf Kronehit und Radio Niederösterreich gelaufen. So erreichte die Kampagne 70 Prozent aller Niederösterreicher. Die Kampagne wird nun weiter durch einen Onlineauftritt ergänzt. Seit April ist die neue Website www.mitdurchblick.at online. Sie präsentiert übersichtlich die vielfältigen Leistungen. Um noch mehr Menschen über das breite Leistungs-spektrum der Glaser zu informieren, wird die Seite gezielt mit Google Anzeigen beworben. Das neue Sujet der niederösterreichischen Glaser, jetzt auf Baustellentafeln, Postern und Tragetaschen.

Einbindung der Betriebe Gemeinschaftswerbung soll positive Effekte für jedes einzelne Mitglied haben. Deshalb sind alle Mitgliederbetriebe in Niederösterreich dazu aufgerufen, sich an der Kampagne zu beteiligen und einzelne Elemente für ihren Auftritt zu nutzen. Auch für den eigenen Werbeauftritt stellt die Landesinnung eine Vielzahl an Werbemitteln zur Verfügung, die jeweils für den Betrieb zugeschnitten werden können. So erzeugen die Baustellentafeln einen hohen Wiedererkennungswert. Sie zeigen, hier arbeitet ein niederösterreichischer Glaser. Auch die Auto-kleber, Poster und Tagetaschen können von den Mitgliederbetrieben für ihr Unternehmen verwendet werden. Ein eigener Lehrlingsfolder rundet das Angebot ab.

FRISCHER WIND BEI CSP

Foto: CSP

Sichtlich verjüngt startet ClimaplusSecurit in den Sommer: Das Netzwerk von Flachglas-Experten präsentiert sich mit einem neuen Logo und möchte mit der Kernbotschaft „Führend. Leistungsstark. Nah“ seine Schlagkraft widerspiegeln. Über 50 spezialisierte Glasverarbeiter aus ganz Europa bringen ihre individuellen Kompetenzen in das Netzwerk ein. Die mittelständischen Unternehmen setzen bei ihrer Zusammenarbeit auf geprüfte gemeinsame Qualitätsstandards und den starken Industriepartner Saint-Gobain. Den Qualitätsanspruch des Netzwerks spiegelt auch die neue Wort- und Bildmarke der ClimaplusSecuritPartner wider. „Zur DNA von ClimaplusSecurit gehört, vorauszugehen, statt mitzulaufen“, erklärt Patrick Georg: „Mit dem modernisierten Corporate Design setzen wir ein klares Zeichen über das gesamte Spektrum aller Kommunikationswerkzeuge“. Kompakter und lesbarer zeigt sich das Logo, das sichtbar entstaubt wurde. Aus dem bisherigen „plus“ wurde ein „+“ und symbolisiert den Mehrwert des Partnernetzwerks. Der Claim „Die Flachglas-Experten – Führend. Leistungsstark. Nah“ steht für die drei Marktstärken. Hierzu setzt CSP auf drei Key Visuals, die für hohe Wiedererkennbarkeit am Markt sorgen sollen und jeweils für eine dieser Stärken stehen. Beispielsweise steht der Astronaut für die führende Position des Netzwerks in Leistung und Erfahrung.

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MARKT & MENSCHEN Interview

I N T E RV I E W B I RG I T T EGT BAU E R FOTO L I S EC

„ES GIBT VOR- UND NACHTEILE” Im September 2016 hat Lisec die Schraml Glastechnik GmbH übernommen. Knapp zwei Jahre nach dem Deal haben wir Horst Schraml zu seinen Beweggründen, den damit verbundenen Veränderungen und Zukunftsaussichten befragt .

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in Raunen ging durch die Branche als im September 2016 ein bekanntes österreichisches Familienunternehmen von einem Konzern gekauft wurde. Grundsätzlich natürlich nichts Ungewöhnliches in Zeiten der Globalisierung. Dass der ehemalige Geschäftsinhaber Horst Schraml seit dem Verkauf aber weiter als Geschäftsführer des Unternehmens tätig ist und zudem die Lisec Business Unit „Bearbeiten“ leitet, gehört wohl nicht zum üblichen Ablauf derartiger Geschäfte. „Horst Schraml ist der richtige Partner für uns: Er kennt die Bedürfnisse der Kunden, hat erfolgreich hochspezialisierte Anlagen entwickelt und verkauft und ist gut vernetzt“, erklärte damals Othmar Sailer, CEO der Lisec Gruppe. Die in Großraming entwickelten Produkte für die Glasbearbeitung waren durchwegs für den Weltmarkt geeignet und ergänzten perfekt das Portfolio der internationalen Lisec-Gruppe. Herr Schraml, Sie haben vor knapp zwei Jahren gesagt, die Entscheidung für den Verkauf Ihres Unternehmens sei Ihnen nicht leicht gefallen. Mit ein bisschen Abstand lässt sich jetzt wahrscheinlich besser darüber reden. Was waren die Beweggründe für diese Entscheidung – und warum fiel die Wahl schlussendlich auf Lisec? Horst Schraml: Es war sicher keine leichte Entscheidung. Der Hauptgrund für die Entscheidung war die Tatsache, dass ich den globalen Vertrieb forcieren wollte. Die Wahl fiel auf Lisec, weil das Unternehmen eine große eigene Vertriebsmannschaft hat, die die Produkte von Schraml mitverkauft, ebenfalls weltweit über ein großes Servicenetzwerk verfügt und, nicht unwichtig, bereits ein sehr breites Produktspektrum hat. Zusätzlich wichtig für mich war die Tatsache, dass Lisec ein österreichisches Unternehmen ist, heißt, keine Kulturbarriere, was die Zusammenarbeit einfacher macht. Wie haben Ihre Kunden auf diese Umstrukturierung reagiert? Für den Großteil der Kunden war die Marke Lisec keine unbekannte. Nachdem die Schraml Glastechnik als eigenständiges Unternehmen weitergeführt wurde, gab es keine negativen Reaktionen bei den Kunden – GLAS 4 | 2018

es wurde und wird „beobachtet“. Für viele Kunden war es durchaus schlüssig und naheliegend, dass dieser Schritt in der globalisierten und vernetzten Welt über kurz oder lang notwendig war.

Horst Schraml ist weiterhin als Geschäftsführer seines ehemaligen Unternehmens tätig und zudem Leiter der Lisec Business Unit „Bearbeiten”.

Sie sind, wie oben beschrieben, weiterhin Geschäftsführer der von Lisec übernommenen Schraml Glastechnik GmbH geblieben. Außerdem sind Sie der Leiter der Lisec Business Unit „Bearbeitung“ geworden. Inwieweit hat sich Ihre Arbeit in den letzten beiden Jahren verändert? Was sind Ihre Aufgaben in der Business Unit? Stimmt, es ist durchaus zu einer Herausforderung geworden, diese beiden Aufgaben in der gewünschten Tiefe wahrzunehmen. Die Tätigkeiten in der Schaml Glastechnik GmbH sind nicht weggefallen oder weniger geworden – es gilt, die Historie an einer großen Anzahl installierten Anlagen zu bedienen, gleichzeitig Neukunden zu gewinnen und die Integration in einen Konzern zu lenken. Zusätzlich ist das neue Tätigkeitsfeld als Business Unit Leiter eine verlockende Herausforderung und Chance, weil es viele Möglichkeiten in technischer und vertrieblicher Hinsicht bietet. Diese Aufgabe besteht darin, für den Bereich Bearbeiten das führende Produktportfolio am Markt zu entwickeln und für die Vertriebsmannschaft aufzubereiten. Derzeit arbeiten wir z. B. an einem neuartigen vertikalen Bearbeitungskonzept, „SplitFin“, welches sicher für Aufsehen am Markt sorgen wird. Es geht dabei um eine integrierte Bearbeitungslinie mit einer Anlage zum Schleifen und Polieren von Kanten, einer weiteren Anlage zum Bohren, Fräsen und Senken – optional mit Wasserstrahltechnologie und einer Waschmaschine. So kombinieren wir die Vorteile einer Linie (hoher Durchsatz) mit der Option, die Maschinen einzeln bedienen zu können, wenn notwendig. Spezielles Highlight ist, dass sogar innerhalb der Anlage eine Überholspur zur Verfügung steht und die ganze Linie mit dem kompletten Lisec Sortier- und Logistiklösungen kombiniert werden kann. Auf der glasstec stellen wir das Konzept erstmalig vor. Was bietet die Einbindung in ein weltweit agierendes Großunternehmen wie Lisec? Welche Vor- und Nachteile sehen Sie darin?


11 gabe. Die Organisation in Business Units trägt diesem Gedanken Rechnung.

Es gibt tatsächlich Vor-, aber auch Nachteile. Die eindeutigen Vorteile sehe ich natürlich darin, die vorhandenen Strukturen und Abteilungen einer großen Einheit nutzen zu können, z. B. Marketing, Technik, Entwicklung, Service – nicht zu vergessen Annehmlichkeiten wie die Rechtsabteilung oder auch die Personalentwicklung. Klar haben wir als kleine Einheit Schraml mit gewissen Spielregeln/Prozessen einer großen Organisation zu kämpfen – beispielsweise die Freigaben, Entscheidungswege und auch die erhöhten Dokumentationspflichten, die ich früher so nicht kannte. Ein kurzes Resümee: Wie hat die Integration Ihrer Produkte in das Portfolio von Lisec geklappt? Inwieweit hat sich die ursprüngliche Schraml-Produktpalette verändert? Grundsätzlich hat die Integration auf Produktebene gut funktioniert: Alle aktuell bekannten Produkte von Schraml sind zur Gänze in der Produktdatenbank von Lisec abgebildet. Dasselbe gilt für Ersatzteile und Unterlagen: Sie sind ebenfalls in der Lisec Produktwelt vorhanden und können weltweit angeboten werden. Die Integration wurde als Chance genutzt, das Produktprogramm von Schraml etwas zu straffen. Die Integration der Maschinen, After-SalesManagement mit Ersatzteillieferungen, Wartung und persönliches Service waren mit der USP Ihres Unternehmens – hat sich daran etwas geändert? Ja, viele früher persönliche Aspekte werden jetzt in anderen Vorgängen abgebildet bzw. in Zuständigkeiten aufgeteilt. Das heißt in vielen Fällen, dass die persönliche Komponente sich geändert hat. Im Gegenzug entstanden für die Kunden Vorteile wie 24-StundenSupport. Aktuell ist es die Herausforderung, die Ersatzteile schnell und unkompliziert organisieren und versenden zu können. Forschung und Entwicklung ist gerade im Maschinenbau ein großes Thema. Haben Sie nun Zugriff auf die internationale F&E-Abteilung von Lisec? Was können Sie daraus zu Ihrem Vorteil nutzen, und inwieweit lassen Sie Ihr Know-how dort einfließen? Ja, den Zugriff haben wir. Die neuen Produkte (siehe oben) wurden bereits mit Lisec Teams und Prozessen entwickelt und gebaut. Selbstverständlich ist es ein Vorteil, mit kompetenten und eingespielten Abteilungen und mithilfe eines vorhandenen Baukastens, neue Produkte zu entwickeln und zu konfigurieren. Nicht zu vergessen ist der einmalige Vorteil von Lisec, auch die Software-Entwicklung direkt im Haus und in Österreich zu haben. Ich kann mich persönlich einbringen, das ist ausdrücklich gewünscht, und auch meine Auf-

Bisher wurden die bekannten Schraml-Markennamen wie „topDrill“ oder „topClear“ weitergeführt. Wird das mittelfristig und auch bei Neuentwicklungen so bleiben? Marktauftritt und Produktnamen sind Themen die man sorgfältig und langfristig angehen soll. Wahrscheinlich wird Schraml als Brand den Markt langsam verlassen – die neuentwickelten Anlagen tragen das Lisec Logo. „topDrill und „topClear“ sind eingeführte und bekannte Marken, die vorerst bestehen bleiben.

Die Tätigkeiten in der Schaml Glastechnik GmbH sind nicht weggefallen oder weniger geworden – es gilt, die Historie an einer großen Anzahl installierten Anlagen zu bedienen, gleichzeitig Neukunden zu gewinnen und die Integration in einen Konzern zu lenken.« Horst Schraml

Welche Bedeutung haben der österreichische und der D-A-CH-Markt im Vertrieb Ihrer Produkte? Ist die internationale Nachfrage durch die Einbindung bei Lisec weiter gestiegen? Die D-A-CH-Region ist die Wiege von Schraml und nach wie vor als Markt sehr wichtig. Die Anfragen aus anderen Ländern sind aber tatsächlich gestiegen und somit auch die Anzahl an Angeboten, die wir legen können. Was sind die derzeitigen Trends am Glasbearbeitungs-Markt und wie reagieren Sie darauf? Der Bearbeitungsmarkt hat, zumindest in Vergleich zu anderen Bereichen in der Flachglasbranche, den Vorteil, ein zum Teil stark wachsender Bereich zu sein. Es ist zu erwarten, dass die Dichte der Marktteilnehmer in dieser Nische genau aus diesem Grund steigen wird, was wiederum zu einem erhöhten Margendruck führen wird. Die Glasbranche reagiert, etwas verzögert im Vergleich zu anderen Branchen, mit einer Vertiefung der Integration und einer Erhöhung der Automation. Das Haus Lisec hat hier den Vorteil, sehr breit aufgestellt zu sein, um viele Teilaspekte zu diesem Thema abdecken zu können. Erfreulich für Lisec und Schraml ist auch, dass die vertikale Glasbearbeitung breite Akzeptanz findet und Lisec/Schraml hier in ihrer Vorreiterrolle bestätigt werden. Wie bereits erwähnt, werden wir unseren Ansatz dazu auf der glasstec 2018 zeigen. Eine persönliche Gewissensfrage zum Abschluss: Wenn Sie Ihr Unternehmen nochmals verkaufen könnten, was würden Sie anders machen? Die Entscheidung war die richtige – das nächste Mal würde ich im Vorfeld auf beiden Seiten dafür sorgen, dass noch mehr Details angeschaut und geklärt werden, aber auch Vor- und Nachteile von Abläufen durchleuchtet werden. Ich würde das nächste Mal auch mehr Geduld mitbringen – der Kauf/Verkauf geht relativ schnell – für die vollständige Integration braucht man einen sehr langen Atem. GLAS 4 | 2018


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MARKT & MENSCHEN Frühjahrs-BIAS in Wien

T E X T & FOTO S B I RG I T T EGT BAU E R

AUSBILDUNG, WEITERBILDUNG, WETTBEWERB Am Vormittag des 24. Mai trafen sich die Mitglieder der Bundesinnung vor der gemeinsamen BIASSitzung mit den Dachdeckern und Spenglern zur Berufsgruppenausschuss-Sitzung der Glaser um aktuelle Branchenthemen zu besprechen. Wir haben die wichtigsten Neuheiten zusammengefasst .

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ach der Begrüßung der aus ganz Österreich angereisten Ausschussmitglieder durch den Vorsitzenden der Berufsgruppe der Glaser, BIM-Stv. KommR Helmut Mager (Bild 1, links), ging man in medias res. Günther Reisch (Bild 2) informierte als Projektkoordinator über die erstmalige Teilnahme der Glasbautechniker an den Österreichischen Staatsmeisterschaften 2018. In Vorbereitung auf diese Veranstaltung, die vom 22. bis 25. November in Salzburg stattfindet, wurden bereits zwei Trainingswochen – im März und Mai – in Kramsach abgehalten. „An der ersten Trainingswoche haben neun Kandidaten teilgenommen. Bei der zweiten Trainingswoche waren sieben Teilnehmer anwesend“, berichtete Reisch. Eine dritte Trainingswoche soll rund zwei Wochen vor den Staatsmeisterschaften durchgeführt werden. Der Geschäftsführer von Bohle Austria, Franz Schreibmaier (Bild 3), der als Trainer und Sponsorvertreter intensiv am Projekt AustrianSkills beteiligt ist, schilderte als Gast-Teilnehmer der Sitzung die Abläufe der bisherigen Trainingswochen: „Die erste Trainingswoche wurde als klassische Schulung durchgeführt. In der zweiten Trainingswoche wurde dann in Abstimmung mit den Teilnehmern versucht, im Wettbewerbsmodus zu arbeiten“. Die Trainingseinheiten werden Jo Fiechtl koordiniert und organisiert, der sich als Nationaltrainer zur Verfügung stellt. Franz Schreibmaier merkte abschließend an, dass die Teilnahme der Glasbautechniker an den Österreichischen Staatsmeisterschaften noch wenig bekannt ist. Bitte also um das Rühren der Werbetrommel in den Bundesländern, die Teilnahme an den AustrianSkills kann eine gute Imagewerbung für den Beruf und das vielfältige Angebot des Glaserhandwerks sein. Das mittelfristige Ziel sind die EuroSkills. MEISTERPRÜFUNG IN DER ZUKUNFT In einem weiteren Tagesordnungspunkt informierte Helmut Mager über die Einrichtung eines Arbeitskreises zum Projekt „Meisterprüfung in der Zukunft“. Ziel ist es, die Durchführung der Meisterprüfung neu zu gestalten. Auch Änderungen der Prüfungsordnung werden angedacht. Mager wies auf die Problematik GLAS 4 | 2018

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hin, dass zur Meisterprüfung 2018 acht Kandidaten – so viele wie noch nie – angetreten sind, die keine Lehrabschlussprüfung abgelegt haben. Das Projekt „Meisterprüfung in der Zukunft“ wird nun in den Ländern diskutiert. 2

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INFORMATION Eine Info für alle Nutzer des Glasstatik-Programms AGSB: Derzeit wird mit der Firma Sommer über eine Erweiterung der Berechnungsmöglichkeiten verhandelt. Wir halten Sie am Laufenden.

ERWEITERUNG MODULLEHRBERUF UM HOHLGLASVEREDLER? Weiters informierte Helmut Mager, dass bei der im letzten Jahr stattgefundenen „Kuchler Konferenz“ eine Empfehlung an den Bundesberufsausbildungsbeirat gerichtet wurde, alle Lehrberufe von der Liste zu streichen, in denen seit zehn Jahren keine Lehrlinge mehr ausgebildet werden. Von dieser Streichung waren auch die Lehrberufe „Hohlglasveredler – Glasmalerei“ und „Hohlglasveredler – Kugeln“ betroffen. Die Branche der Glaser und auch die betroffene Berufsschule in Kramsach haben sich klar für eine Beibehaltung der beiden Lehrberufe ausgesprochen, da gerade in diesen beiden Berufen traditionelle Techniken des Handwerks ausgebildet werden, die in den anderen Lehrberufen im Bereich Glas – sowohl im Gewerbe als auch in der Industrie – nicht am Ausbildungsplan stehen. Um in Zukunft sicherzustellen, dass diese Lehrberufe nicht wieder von einer Streichung betroffen sind, schlug Mager vor, den Modullehrberuf „Glasbautechnik“ um ein Spezialmodul „Hohlglasveredeln – Kugeln, Glasermalerei und weitere moderne Techniken“ zu erweitern.


Bundeslehrlingswettbewerb 2018 MARKT & MENSCHEN

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T E X T B I RG I T T EGT BAU E R FOTO S R E I N H A R D BAU E R , B E R N D F U X B E RG E R , DA N I E L R AU C H , N O R E E N B E R E U T E R

FRAUENPOWER IN KRAMSACH Beim diesjährigen Bundeslehrlingswettbewerb nahmen ungewöhnlich viele Glaserinnen teil. Und konnten sich durchsetzen. Zwei Frauen arbeiteten sich unter die besten Drei vor.

DIE BESTEN DER BESTEN Bundeslehrlingswettbewerb 2018 – die Platzierungen: 1. Platz: Noreen Bereuter, Lehrbetrieb Glas Marte, V 2. Platz: Johanna Maria Wiesenberger, Lb. Wiesenberger Helmut, OÖ 3. Platz: Matthias Hartmann, Lb. Reiter Glas GmbH, OÖ 4. Platz: Fabienne Trdin, Lb. OK Glas GmbH, V 5. Platz: Daniel Kohlhauser, Lb. E. Egger Ges.m.b.H., St 6. Platz: Anke Hollaus, Lb. Moser GmbH, T Die weiteren Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge: Fatih Akman, Lb. Glas Alba, S Michael Drabits, Lb. Heigl Glas Druck GmbH, S Manuela Oberreiter, Lb. Glas Gasperlmair GesmbH, S Florian Oswald, Lb. Fasswald Ges.m.b.H., St

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ach der Anreise der Kandidaten am 27. Juni startete pünktlich um 13 Uhr der diesjährige Bundeslehrlingswettbewerb in der TFBS Kramsach. Zuerst mussten sich die zehn Teilnehmer den theoretischen Prüfungen stellen: Wissen in angewandter Mathematik, Technologie und CAD-Zeichnen waren gefragt. Danach gab es gemeinsames Entspannen: Die Kandidaten fuhren mit dem Bus nach Wattens zur Besichtigung der Swarovski Kristallwelten und zum Abendessen mit Mitgliedern der Bundes- und Landesinnungen, den Lehrern und Aufsichtspersonen. Am nächsten Morgen starteten der Wettbewerb in zwei Gruppen: In der Bleiverglasung musste ein figurales Stück im Format A3 angefertigt werden – was für die meisten eine echte Herausforderung darstellte. In der Bauverglasung wurde aus sechs Millimeter Floatglas und sechs Millimeter „Master“-Glas eine Vitrine mit „Swing“-Beschlägen, Türknopf und Magnethalter UV-verklebt.

SPONSOREN Danke an die Sponsoren des Bundeslehrlingswettbewerbs 2018: Berufsschule Kramsach Bohle Ertl Glas Julius Fritsche Füldner Machines & Service Glas Gasperlmair Glas-Moser Glas Wiesbauer Glas Ziegler Glashütte Lamberts Lisec Austria Schachermayer Würth

Nach dem Mittagessen ging dann parallel die Jury ans Werk. Andreas Heiss (Ihr Mobiler Glaser), Jan Fraedrich (Füldner Machines) und Leopold Planer Jr. (Glas Planer) begannen mit der Bewertung der Werke. Um 17 Uhr mussten die Kandidaten ihre Werkstücke fertig gestellt haben. Das Ergebnis stand kurz danach fest. Es wurde aber noch nicht verraten ... Denn die Siegerehrung des Bundeslehrlingswettbewerbs fand wie gewohnt am Freitagmorgen statt. Bundeslehrlingswart Reinhard Bauer und die Jurymitglieder nahmen vor einem großen Publikum die Preisverleihung vor. Und die Preise, zur Verfügung gestellt von treuen Sponsoren, fielen wieder reichlich aus. Neben vielen praktischen Sachpreisen, Gutscheinen und Preisgeldern für alle darf die Siegerin im Herbst die Messe glasstec in Düsseldorf besuchen – ein Gutschein, den Noreen Bereuter vom Lehr­betrieb Glas Marte aus Vorarlberg stolz entgegen nahm. Herzliche Gratulation an die Besten des Jahres 2018! GLAS 4 | 2018


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REPORTAGE  PlusCity Pasching

FOTO S P LU S C I T Y B E T R I E B S G M B H C O. KG

SHOPPEN IM GROSSEN BOGEN Die PlusCity in Pasching bei Linz ist nach der umfangreichen Er weiterung eines der drei größten Einkaufszentren Österreichs. Das helle, lichtdurchflutete Gebäude ist großzügig angelegt und von einem klaren Farb- und Formenkonzept bestimmt . Sich immer wiederholende geometrische Formen werden dabei von den geschwungenen Linien der Zwischenebenen und verglasten Brüstungen kontrastier t .

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tolze 70.000 Quadratmeter Fläche, 220 Geschäfte und die nach Angaben der CenterBetreiber weltweit größte Glaskuppel in einem Einkaufszentrum locken heute die Besucher. Bei dem Umbau nach Plänen von Atelier Plötzl Plötzl Arch+Ing, Linz (Gesamtkonzept Hochbau) und der mad gmbh, St. Valentin (Design und künstlerische Leitung Gesamtprojekt) wurde das ShoppingCenter um eine Mall mit 70 zusätzlichen neuen Geschäften und Gastronomiebetrieben sowie einer kompletten Kinoetage vergrößert. Für die Erweiterung der PlusCity waren erhebliche Eingriffe in die bestehende Struktur nötig. Um Platz für die zusätzliche, von zwei Plätzen flankierte Mall zu schaffen, wurde das alte straßenseitige Parkhaus abgerissen und ein neues Parkdeck mit 2.100 Stellplätzen errichtet. Dafür musste wiederum das bestehende Kinocenter hinter der PlusCity weichen. Der Filmpalast wurde stattdessen in die Mall integriert und belegt jetzt die gesamte zweite Etage des Shopping-Centers. DURCHGÄNGIGES CORPORATE DESIGN Für die Gestaltung des Centers entwickelten Uta und Dieter Matschiner von der mad gmbh ein Farbkonzept, GLAS 4 | 2018

Die teilweise mit einer speziellen Folie für visuelle Effekte ausgestatteten Gläser für das Shopping-Center PlusCity in Linz fertigte der BogenglasSpezialist Wenna. Insgesamt produzierte Wenna 2.000 laufende Meter Brüstungsund Shopverglasungen, einen Großteil davon gebogen. Die geschwungenen Formen der Zwischenebenen und Emporen, die von gläsernen Brüstungen gefasst sind, wirken als Kontrapunkt zu den sich über das Gebäude verteilenden geometrischen Formen.

das sich im gesamten Shoppingcenter wiederfindet, basierend auf den Farben Weiß, Creme und Schwarz in Verbindung mit Gold. In Kombination mit Materialien wie gelbem Granit, Aluminium in C2-Eloxierung, Glas mit einer Spezialbeschichtung und geometrischen Strukturen wurde ein Corporate Design für das Center entwickelt, das sich wie ein roter Faden durch das riesige Bauwerk zieht. Die Farben und Materialien sollen dem hektischen Einkaufstrubel entgegenwirken und die Besucher beruhigen. Ergänzt wird das Farbkonzept durch LEDs, die teilweise als Lichttrapeze oder Lichtbänder angebracht sind, und das Gebäude in unterschiedliche Farbstimmungen versetzen können. Die geschwungenen Formen der Zwischenebenen und Emporen, die von gläsernen Brüstungen ge-


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fasst sind, wirken als Kontrapunkt zu den sich über das Gebäude verteilenden geometrischen Formen. Wenna fertigte die gebogenen Brüstungsverglasungen als 24 Millimeter starkes Verbundsicherheitsglas „Stadip Contour“ aus zwei mal 12 Millimeter „Planidur Contour“ sowie „Securit“-Verglasungen in unterschiedlichen Dicken, beides aus extraweißem „SGG Diamant“. Die Brüstungsgläser auf der Kinoebene sind zusätzlich mit einer speziellen irisierenden Folie versehen, die die Gläser sanft farbig schimmern lässt und optisch „materialisiert“. So werden die Brüstungen stärker als absturzsichernde Elemente wahrgenommen. HERAUSFORDERNDES PROJEKT Die Produktion der Gläser war für Wenna durchaus herausfordernd, nicht nur wegen der komplexen Formen der gebogenen Gläser. Auch eine durchgehend gleichbleibende Qualität der Kantenbearbeitung und des Glasverbundes bei den gebogenen Gläsern musste sichergestellt werden, hier war insbesondere ein versatzfreier Verbund bei den „Stadip Contour“-Verglasungen gefordert. Zudem erfolgte der Um- und Ausbau im laufenden Betrieb, so dass der Einbau nur in Etappen durchgeführt werden konnte und die fertigen

In Kombination mit Materialien wie gelbem Granit, Aluminium in C2Eloxierung, Glas mit einer Spezialbeschichtung und geometrischen Strukturen wurde ein Corporate Design für das Center entwickelt, das sich wie ein roter Faden durch das riesige Bauwerk zieht.

Gläser innerhalb kürzester Zeit zur Montage auf der Baustelle bereitstehen mussten. Dieser Auftrag war aber noch aus einem andern Grund etwas Besonderes, wie Christoph Wenna hervorhebt. „Hier haben wir auf einer der größten, vielleicht sogar der größten Baustelle mit gebogenem Glas in Österreich im Jahr 2016 gearbeitet.“ Und so punktet das PlusCity Shopping-Center nicht nur mit seiner großen Anzahl an Geschäften, sondern auch mit der Vielzahl an gebogenen Verglasungen, die das Einkaufen zu einem exklusiven Erlebnis in einem eleganten und stilvollen Ambiente machen.

BAU TAFEL Objekt: PlusCity Shopping-Center, Linz Bauherr: PlusCity Betriebsg.m.b.H. & CO.KG, Pasching Umbaupläne nach: Atelier Plötzl Plötzl Arch+Ing, (Gesamtkonzept Hochbau) Linz und mad gmbh, (Design und künstlerische Leitung Gesamtprojekt), St. Valentin Glas: Saint-Gobain Building Glass Europe, Aachen (D) Verarbeiter: Wenna Glas GmbH, Linz

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WERKSTOFF & TECHNIK  Baupraxis Sicherheitsglas

T E X T M A N F R E D B E H A M F O T O S D I S I G U R D F L O R A , E R T L G L A S A G , P F E I F F E R M E TA L L B A U

WENN MAN GLÜCK HAT, GIBT’S NUR SCHERBEN Seit gut einem Jahrzehnt pflegen Baurecht und anerkannte Regeln der Technik (Norm) in Österreich eine gedeihliche Koexistenz. Die OIB-Richtlinie gibt Schutzziele als Rahmenbedingung vor. Die Beweisführung, ob eine gebaute Konstruktion geeignet ist , wird an die ÖNORM delegier t . Anwendungsempfehlungen für Sicherheitsglas. GLAS 4 | 2018


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Quelle: Österreichisches Institut für Bautechnik

INKRAF TTRETEN DER OIB-RICHTLINIEN 2015 IN DEN EINZELNEN BUNDESL ÄNDERN BUNDESLAND Burgenland

OIB-RICHTLINIEN 1 BIS 5 25. Oktober 2016

OIB-RICHTLINIE 6 25. Oktober 2016

Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

14. September 2016 (OIB-Richtlinien 2011 noch in Kraft) 1. Juli 2017 1. Juli 2016 1. Jänner 2016 1. Mai 2016 1. Jänner 2017 2. Oktober 2015

14. Sept. 2016 15. April 2016 1. Juli 2017 1. Juli 2016 1. Jänner 2016 1. Mai 2016 1. Jänner 2017 2. Oktober 2015

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n den Beginn dieser Betrachtung sei das ganz unterschiedliche semantische Empfinden des Menschen beim Begriff Sicherheitsglas gestellt. Während der eine etwas eigentlich Bruchsicheres erwartet, hat der andere erkannt, dass etwas zu Sicherheitsglas vergütet wurde, um im Versagensfall kontrolliert bis annähernd „sicher“ zu kollabieren. Für die gefahrlose Nutzung im üblichen Gebrauch der Sache hat der Gesetzgeber mit eindeutiger Sprache in der harmonisierten bautechnischen Verordnung (siehe OIB Richtlinie 4, Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit) das Schutzziel und die Rahmenbedingungen definiert. Gleichwertiges Abweichen ist nicht zuletzt im Hinblick auf den Ensembleschutz zulässig. Die anerkannten Regeln der Technik, die einschlägigen Normen oder auch Sorgfaltsanforderungen, spiegeln den rechtlichen Grundsatz und vertiefen die geeignete Ausführung. HARMONISIERTES BAURECHT IN ÖSTERREICH Bautechnische Verordnungen der Länder gelten in Gestalt der OIB-Richtlinien (aktuell gilt nach der zweiten Novelle die Ausgabe 2015, Ausnahme ist Niederösterreich), vor allem Richtlinie 4 „Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit“ (siehe Tabelle oben). Die Begriffe „Schutz vor Aufprallunfällen und herabstürzenden Gegenständen“ einerseits und der „Schutz vor Absturzunfällen“ machen die eindeutigen Unterscheidungsmerkmale aus. Detaillierter drücken dann noch die Begriffe der ÖNORM die Glasanwendung aus. Zwischen Vertikalverglasung und Horizontalverglasung liegen einfach gesagt 15 Grad Neigungswinkel, aber tatsächlich ein noch viel größeres Potential an praktischen Anwendungsmöglichkeiten. Der unmissverständliche Begriff „Verglasung mit absturzsichernder Funktion“ etabliert sich langsam aber sicher im täglichen Sprachgebrauch.

( ersetzt die Version von 27. Mai 2015)

Bild: Tiefe Abplatzung in normal gekühltem Floatglas.

SCHUTZ VOR AUFPRALL Endlich sind Auffassungsunterschiede hinsichtlich der verpflichtenden Verwendung von Sicherheitsglas entlang begehbarer Flächen bereinigt. Vorbei die Zeit, da in der Planung das scheinbar unerschütterliche Sicherheitsglas-Höhenmaß von 1,25 Meter (seinerzeit in NÖ) inflationär sowohl die Höhe eines Konstruktionsriegels von der Standfläche gemessen bestimmte, und im Handumdrehen auch gleich als Mindesthöhe einer Absturzsicherung (aus Glas) gefordert wurde. Ausgenommen bei Gebäudeflächen mit zu erwartendem Menschengedränge (z. B. öffentlichen Veranstaltungen wie Konzertsäle, Sporthallen mit Tribünen, Vorplätze und Zugangsbereiche sowie Bahnsteige) sieht das Baurecht aktuell lediglich bis 0,85 Meter über der Standfläche die Notwendigkeit für Sicherheitsglas in Glaswänden und Fixverglasungen. Türen aus Glas und Verglasungen in Türen sind hingegen bis zu einer Höhe von 1,50 Meter von der Standfläche aus Sicherheitsglas herzustellen. Hinweis: Das Bundesland Oberösterreich macht eine Ausnahme bei wohnaffiner Nutzung für Verglasungen in Türen, die ins Freie führen (Warnung: verschuldensunabhängige Haftung!). Meiner Meinung nach ist es denkunmöglich – durchgehend linienförmige Lagerung und richtige Dickendimensionierung vorausgesetzt – bei bloß unbeabsichtigter Kollision mit vertikalen Verglasungen (Glaswände, Fixverglasungen) aus z. B. Einscheiben-Sicherheitsglas in üblichem Gebrauch Glasbruch mit verursachtem Totalschaden auszulösen. Beispielhaft verhält sich zehn Millimeter ESG als Monolith bei 2.000 Millimeter Länge derart elastisch, dass der dynamische Pendelanprall einer 4,3 Kilogramm schweren geschmiedeten Eisenkugel GLAS 4 | 2018


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WERKSTOFF & TECHNIK  Baupraxis Sicherheitsglas

Tabelle 1 – Vertikale Verglasungen – Glasarten und anzunehmende Belastungen für Glasanwendungen gemäß Bild 4

Tabelle 2 – Horizontale Verglasungen – Glasarten und anzunehmende Belastungen für Glasanwendungen gemäß Bild 4 Die besprochene Norm finden Sie im Volltext in Ihrem meinNormenPaket – ein Angebot Ihrer Bundes­innung Dachdecker, Glaser, Spengler. www.meinnormenpaket.at GLAS 4 | 2018

ÖNORM B 3716-7 Ausgabe: 2014-09-01 Glas im Bauwesen - Konstruktiver Glasbau, Teil 7: Glasanwendungen; Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Austrian Standards International

Beispiele für Glasanwendungen: Unter Berücksichtigung der ÖNORM B 3716 (alle Teile) sind in Bild 4 Beispiele für Glasanwendungen angegeben. In der Tabelle 1 und 2 sind für die in Bild 4 angegebenen Glasanwendungen die gemäß ÖNORM B 3716 (alle Teile) zulässigen Glasarten bei Einfachglas und Mehrscheiben-Isolierglas angegeben.


19 in der Fläche schadlos abgetragen wird. Erst Kantenschläge haben Bruchauslösung und fortlaufende Bruchteilung zur Folge.

Die nur punktförmige Befestigung von Schwerlastscheiben ist kaum erfolgreich.

SCHUTZ VOR HERABSTÜRZENDEN GEGENSTÄNDEN Ohne Unterschied der Nutzung eines Gebäudes anerkennt der Gesetzgeber für sonstige Horizontalverglasungen ausnahmslos geeignetes VerbundSicherheitsglas. Das Wort „geeignet“ birgt den Hinweis in sich, dass die statische Eignung in der Verantwortung des Anwenders liegt. RESTTRAGFÄHIGKEIT Resttragfähigkeit oder auch Sicherheit im Bruchfall fordert der Gesetzgeber in der OIB-Richtlinie 4. Die Verwendung von VSG aus ESG (alle Scheiben) wird in den Erläuterungen konkret untersagt. SCHUTZ VOR ABSTURZUNFÄLLEN Während bei Wohnungstreppen die Höhe der Absturzsicherung mit 90 Zentimeter ausreicht, ist die in Betracht kommende Absturzhöhe bei allen Nichtwohngebäuden das Kriterium für die Mindesthöhe von einem Meter. Fensterparapete und sonstige Brüstungen mit einer oberen Breite von mindestens 20 Zentimeter genießen ausnahmsweise die geringere Mindesthöhe von 85 Zentimeter. Verglasungen, die als Absturzsicherungen dienen, müssen aus geeignetem Verbund-Sicherheitsglas bestehen. Die OIB-Richtlinie 4 konkretisiert, dass zur Beurteilung die ÖNORM B 3716 Teil 3 heranzuziehen ist. Wobei unter anderem auf die geplante Lagerung des Glases (z. B. punkt- oder linienförmig, ein- oder mehrseitig), Dicke der Glasscheibe(n), auf die Fläche der Glasscheibe sowie die Verankerung der Tragkonstruktion Bedacht zu nehmen sei.

Diesem Szenario stellt der Gesetzgeber die baurechtlichen Bedingungen und Zusatzanforderungen im Zusammenhang mit der (möglichen) Splitterfallhöhe von gewöhnlichem ESG entgegen.

Der geschuldete Schutz vor herabstürzenden Gegenständen ist nicht erfüllt.

Tipp: Ganzheitliche Betrachtung der auszuführenden Glaskonstruktion. Das Entscheidungskriterium schlechthin ist der geplante Zweck und/oder die Nutzungskategorie des jeweiligen Gebäudes. In dieser Hinsicht wird die Norm von der Bauordnung nicht nur gestärkt, sondern als maßgebende Instanz delegiert. Nach ÖNORM B 3716-3 ist für alle Verglasungen mit absturzsichernder Funktion der experimentelle Nachweis zu erbringen. Rechnerische Nachweise werden anerkannt, jedoch nur wenn der Pendelstoß (weicher Stoß) numerisch abgebildet wird. Erfahrungsgemäß stellt diese nachzuweisende dynamische Einwirkung die maßgeblich stärkste Last (im Vergleich mit Wind und/oder Streckenlast) dar und ist deshalb Dicken- und Glasart bestimmend.

„Murphy’s Gesetz“ – wenn Bauteile total versagen, dann an exponierten Stellen.

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WERKSTOFF & TECHNIK  Baupraxis Sicherheitsglas

Einhausung des Laubengangs einer Wohnhausanlage mit vertikaler und horizontaler Verglasung.

Die außergewöhnliche Last einer Dachlawine konnte die Horizontalverglasung nicht abtragen.

NACHWEIS DER TRAGSICHERHEIT In der Praxis ist VSG widerstandsfähiger als in der theoretischen Modellation. Gäbe es da nicht die normgemäß zulässige Teilbeschädigung beim praktischen Versuch (jede einzelne beschädigte Scheibe muss dann auf Kosten des Übergebers ersetzt werden) im Einzelfall, hätte der Weg – das vorerst Gebaute im Nachhinein zu beweisen – leichteres und kostengünstigeres Glas zum Ergebnis. Die dritte und ökonomischste Möglichkeit – falls zwischen den Parteien beschlussfähig – der vereinfachte Nachweis über Tabellen mit Scheibenaufbauten anhand Ergebnissen aus Reihenprüfungen, genießt Zuspruch, ist jedoch (an den Zügeln der täglichen Gestaltungsvielfalt) begrenzt anwendbar. Letztlich bleibt der übliche rechnerische statische Nachweis für die praktisch errichtete Glaskonstruktion durch einen Zivilingenieur für Bauwesen die probateste Methode. Tipp: Für punktförmig gelagerte Geländerausfachungen erkennt die Norm bei Verwendung von VSG kalt alleine Einzelscheibendicken von sechs Millimeter als ausreichend an.

Gefahr im Verzug, weil die Resttragfähigkeit nicht gegeben ist.

VSG/TVG erfüllt die Anforderungen an die Resttragfähigkeit.

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ZUSAMMENFASSUNG UND THESE Empirische Versuche im Zusammenhang mit dynamischem Aufprall an Sicherheitsglas zeigten, dass ein Mensch bei absoluter Kraftanstrengung in drei Versuchen vergleichsweise nur die halbe Materialdehnung einer Versuchsapparatur schaffen kann. Bei diesem Vergleich wurde das Kriterium des simulierten Körperstoßes (weicher Stoß) aus einer Fallhöhe von 450 Millimeter systematisch untersucht. Fazit: Jede nachweislich normgemäß errichtete Verglasung mit absturzsichernder Funktion weist Nutzungssicherheit mit erheblicher praktischer Reserve auf. In dieser Hinsicht sei bei aller Wertschätzung für einheitliche Regeln auf Basis eines schlüssigen Sicherheitsniveaus die Anmerkung gestattet, dass Glaskonstruktionen aus Einscheiben-Sicherheitsglas mit gerahmten eingefassten Kanten von einem Menschen unbeabsichtigt weder zum Totalschaden gebracht, noch mit dem Körper durchdrungen werden könnten. An diesem Punkt läge Potenzial zur viel besprochenen Deregulierung, wie auch für künftige Bemühungen die Baukosten weiter zu optimieren. Und zwar konkret, ohne Kompromisse das Sicherheitsvermögen des Widerstands (des Glases) betreffend, aber dafür mit Neuordnung oder praktikabler Festlegung der Masse und Größe der Einwirkung. Das umfassende Wissen um die Werkstoffeigenschaften ermöglicht atemberaubende Lösungen. Zukunftsfähig und sicher gebaut sind Bauwerke mit Glas nach Meinung des Verfassers jedenfalls dann, wenn Vernunft und Augenmaß mitentscheidend waren.


| BA12-14G |

LITERATURHINWEISE, NORMGRUNDLAGEN ÖNORM B 3710 Glas im Bauwesen – Benennungen und Definitionen für Glasarten und Glaserzeugnisse ÖNORM B 1991-1-1 Eurocode 1 — Einwirkungen auf Tragwerke Teil 1-1: Allgemeine Einwirkungen - Wichten, Eigengewicht, Nutzlasten im Hochbau Nationale Festlegungen zu ÖNORM EN 19911-1 und nationale Ergänzungen ÖNORM EN 12600 Glas im Bauwesen – Pendelschlagversuch Verfahren für die Stoßprüfung und die Klassifizierung von Flachglas ÖNORM B 3716, nachfolgend angeführte Teile in jeweils gültiger Fassung: Glas im Bauwesen – Konstruktiver Glasbau Grundlagen: Linienförmig gelagerte Verglasungen, Vertikale Verglasung mit absturzsichernder Funktion, Punktförmig gelagerte Verglasungen und Sonderkonstruktionen Glasanwendungen ÖNORM B 3725 Glas im Bauwesen – Glaskanten – Begriffsbestimmungen für Formen und Ausführungsarten ÖNORM EN 12150 Glas im Bauwesen – Thermisch vorgespanntes Kalknatron-Einscheiben-Sicherheitsglas ÖNORM EN 14179 Glas im Bauwesen – Heißgelagertes thermisch vorgespanntes Kalknatron-Einscheiben-Sicherheitsglas ÖNORM EN ISO 12543 Glas im Bauwesen – Verbundglas und Verbund-Sicherheitsglas ÖNORM EN 1863 Glas im Bauwesen – Teilvorgespanntes Kalknatronglas ÖNORM EN 14072 Glas in Möbeln – Prüfverfahren ÖNORM EN 14749 Möbel – Wohn- und Küchenbehältnismöbel und Küchenarbeitsplatten – Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren ÖNORM B 1300 Objektsicherheitsprüfungen für Wohngebäude – Regelmäßige Prüfroutinen im Rahmen von Sichtkontrollen und zerstörungsfreien Begutachtungen, Grundlagen und Checklisten

Eine Steuerung21 für alle Gewerke. Integrale, PC-basierte Gebäudeautomation von Beckhoff.

Microsoft Technology Center, Köln: Die integrale Gebäudeautomatisierung wurde mit PC- und Ethernet-basierter Steuerungstechnik von Beckhoff realisiert.

www.beckhoff.at/building Die offene, PC-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff bildet die Grundlage einer integralen Gebäudeautomation, die alle Anforderungen an eine nachhaltige und effiziente Lösung erfüllt. Eine einheitliche Hard- und Softwareplattform steuert alle Gewerke, von der nutzungsgerechten Beleuchtung über die komfortable Raumautomation bis zur hocheffizienten HLK-Regelung. Das Ergebnis: Durch die optimale Abstimmung aller Gewerke werden die Energieeinsparpotenziale über die Energieeffizienzklassen hinaus voll ausgeschöpft. Darüber hinaus reduziert die integrale Gebäudeautomation Hardware-, Software- und Betriebskosten. Für alle Gewerke stehen vordefinierte Softwarebausteine zur Verfügung, die das Engineering enorm vereinfachen. Funktionserweiterungen oder -änderungen sind jederzeit möglich.

Die ganzheitliche Automatisierungslösung von Beckhoff:

DER AU TOR Manfred Beham ist technischer Angestellter bei Ertl Glas AG und für die Anwendungstechnik und Nachweisführung sowie für den fachlich plausiblen Inhalt aller technischen Broschüren in Eigenkreation verantwortlich. Manfred Beham ist gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Glas im Bauwesen und vom FV Glasindustrie nominierter Experte im Komitee 071 bei Austrian Standards International.

Flexible Visualisierung/ Bedienung

Skalierbare Steuerungstechnik, modulare I/OBusklemmen

Modulare SoftwareBibliotheken

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WERKSTOFF & TECHNIK  Intelligente Gläser

T E X T M AT T H I A S F I S C H E R A B B I L D U N G & F O T O S L I N U S L I N T N E R F O T O G R A F I E / E C O N T R O L- G L A S G M B H & C O . K G , P H I L I P S , D O R M A H Ü P P E

GLAS WIRD IMMER SMARTER

F

akt ist, dass das Thema Smart Glass gerade in der Gebäudearchitektur aktuell noch sehr stiefmütterlich behandelt wird, obwohl bereits heute technisch vieles möglich wäre. Verschiedene Varianten von Smart Glass kennt man beispielsweise vom Smartphone. In einem Beitrag der Huffington Post aus dem Jahr 2014 prognostiziert der Autor, dass dank der Glastechnologie bei Smartphones und Tablets schon bald die Möglichkeit bestehen könnte, diese komplett transparent herzustellen. Dies hätte beispielsweise den Vorteil, dass man statt Google Maps zu nutzen, um ein Restaurant auszuwählen, einfach nur durch das Smartphone hindurchschaut und alle Straßen um sich herum scannt. GLAS 4 | 2018

Foto: Linus Lintner Fotografie/ EControl-Glas GmbH & Co. KG

In manchen Science-Fiction-Filmen ist Smar t Glass bereits Realität . Morgens nach dem Aufstehen werden auf den Badezimmerspiegel die wichtigsten Nachrichten projizier t . Glasfassaden von Gebäuden werden zu Trägern von Nachrichten und Werbebotschaften. Im Büro er folgt der Zutritt per in die Scheibe integrier tem Scanner. Vieles davon ist noch Fiktion. Doch diverse Aussteller auf der glasstec 2018 beschäftigen sich mit dem Thema intelligente Gläser und zeigen interessante Entwicklungen.

Die Software verrät einem dann, wo sich passende Restaurants in der Nähe befinden. Auf intelligentes Glas trifft man heute bereits in vielen Autos der gehobenen Mittel- und Oberklasse. Hier werden beispielsweise interaktiv Informationen von Messsensoren und den ins Fahrzeug integrierten Kameras auf die Front- oder Seitenscheiben gebracht. Die Vernetzung mit den Smartphones und Tablets der Insassen ist selbstverständlich möglich. Auch die Lichtdurchlässigkeit des Fahrzeugglases lässt sich unter Einfluss von Sonnenlicht (photochromes Glas), Hitze (thermochromes Glas) oder elektrischer Spannung (elektrochromes Glas) verändern. Natürlich ist das alles auch im Gebäudesektor denkbar. Doch in


INTERVIEW Hat die Branche vielleicht eine Entwicklung verschlafen? Das wollten wir von Professor Dr. Ulrich Knaack von der TU Darmstadt (D) wissen.

ArbeitnehmerInnenschutz Wichtige Gesetze 2018

Herr Professor Knaack, was kann Ihrer Meinung nach in zehn Jahren eine intelligente Glasfassade leisten? Ulrich Knaack: Es werden viele interessante Dinge entwickelt, und Themen wie Display und OLED gehören dazu. Und ja, wenn wir diese Dinge in die Hülle des Gebäudes einbringen, werden Fassaden aktiver und können mehr zur Funktion des Gebäudes beitragen. Denkbar ist beispielsweise, dass nicht nur Trennwände, sondern die Fassade selbst gesteuert wird, ein Display ist und damit Teil eines Büros. Also der Arbeitsfläche, auf der die Menschen tätig sind. Und dies nicht nur als Bildschirm für Kommunikation und Information, sondern als Arbeitsfläche. Woran liegt es, dass die Entwicklung dieser Technologien nur so verhalten voranschreitet? Verhalten – na ja. Wir haben es mit Bauwerken zu tun, nicht mit Konsumgütern. Bauwerke haben einen hohen Kostenaufwand, müssen über einen langen Zeitraum funktionieren und haben aufgrund der Größe und der möglichen Schadensfolgen einen hohen Sicherheitsanspruch. Entsprechend komplex sind die Entwicklung und die Herstellung. Betrachtet man den Werkstoff Glas als solches, lässt sich feststellen, dass in den letzten 30 Jahren enorme Schübe in der Materialentwicklung, Integration in die Energiegewinnung und Steuerung sowie in gestalterischer Hinsicht erfolgt sind. Das transparente Haus ist heute möglich! Und dies innerhalb einer Generation von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Gestaltern. Kaum ein anderer Werkstoff kann das von sich behaupten. Aber dennoch ist das Ende der Entwicklung nicht erreicht und neue Themen sind erkennbar. Neben den technischen Aspekten gilt es auch die Funktion an sich zu entwickeln. Was wollen wir, was werden wir wirklich nutzen und welche Kosten sind wir bereit, für diese Funktion zu tragen? Das sind die spannendsten Fragen der Entwicklung.

Bezug auf intelligentes Glas im Gebäude ist heute oft nur die Möglichkeit gemeint, bei Trennwänden zwischen Transparenz und Transluzenz umswitchen zu können. Vor allem in der Büroarchitektur, wo hauptsächlich in teuren Metropolen auf relativ kleinen Flächen durch mobile Trennwände immer wieder neue Räume entstehen können, werden Gläser mit diesen Eigenschaften zunehmend zu wichtigen Gestaltungsmitteln. Per Wandschalter oder Fernbedienung können die Nutzer zwischen durchsichtig oder nicht durchsichtig wählen. Dieser Effekt lässt sich bei durch Flüssigkristalle in einer leitenden Schicht beliebig oft wiederholen. Je nach Wunsch sind so auf Knopfdruck ungestörte oder offene Konferenzsituationen, Kunden-

4 Gründe, warum Sie jetzt die brandneue Ausgabe „ArbeitnehmerInnenschutz Wichtige Gesetze“ 2018 bestellen sollten: 1. SICHERHEIT Damit sind Sie als Arbeitgeber vor arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen geschützt sind. 2. ZEIT SPAREN Druckfrisch und versandfertig erhalten sie die aktuelle Ausgabe in wenigen Tagen zugesandt. 3. NERVEN SPAREN Unsere kompakte Version ist umfassend und lückenlos. Das erspart mühsames Zusammensuchen einzelner Gesetzesblätter. 4. GELD SPAREN Bei unserer von Fachautoren aufbereiteten Ausgabe stimmt das Preis-LeistungsVerhältnis.

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WERKSTOFF & TECHNIK  Intelligente Gläser

Abbildung: Philips

OLEDs sind Flächenlichtquellen. Ihr Licht ist in etwa mit dem des Himmels vergleichbar.

FLÄCHIGES GLAS WIRD ZUM LEUCHTMITTEL Ein anderes Thema ist die Beleuchtung. Eine gute und effiziente Beleuchtung erleichtert unseren Alltag. Dies gilt nicht nur für Flure und Treppenhäuser, sondern für den Objektbau als Ganzes. Mit OLED (organische Licht emittierende Dioden) findet zunehmend eine neue Lichttechnik Einzug ins Gebäude. OLEDs geben im Gegensatz zu herkömmlichen LEDs und allen anderen Lichtquellen ihr Licht über die gesamte Fläche ab. Sie sind somit die ersten echten Flächenlichtquellen – was völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten erlaubt. Ihr Licht ist in etwa mit dem des Himmels vergleichbar, während jenes herkömmlicher Lichtquellen eher dem Sonnenlicht gleicht. Und das Licht ist blendfrei. OLEDs sind sehr dünn und haben meist eine „Dicke“ zwischen nur 0,7 und 1,8 Millimeter. Da sie nur gut 30 Grad warm werden, ist eine Kühlung nicht nötig. Damit ermöglichen OLEDs auch Anwendungen mit Materialien, die bislang in Verbindung mit Licht nicht genutzt werden konnten. Und sie ermöglichen Licht an Stellen, die bislang nicht unbedingt mit Beleuchtung in Verbindung gebracht wurden. So lässt sich beispielsweise in Zukunft die Fensterscheibe im Bürogebäude „einschalten“, wenn angenehmes Umgebungslicht gewünscht wird. Auch eine Rundumbeleuchtung in der heimischen Glasdusche ist denkbar, wenn dort OLEDs integriert sind. OLEDs können auch in 3-D-Form hergestellt werden, beispielsweise in Form eines Trinkglases. Stellt der Nutzer dieses dann auf eine Theke, beginnt es mittels einer dort installierten Induktionsfläche zu leuchten. Das O in OLED steht für „Organisch“. Tatsächlich verwenden alle Hersteller aber weder tierische noch pflanzliche Komponenten. OLEDs bestehen aus zwei Glasscheiben. Auf die Glasscheiben werden während der Produktion sehr dünne Schichten aus Kohlenwasserstoff basierten Chemikalien aufgedampft. Kohlenwasserstoff zählt zu den organischen Chemikalien, daher erklärt sich der Name. Die Produktion ist Hightech. Die zahlreichen Schichten, die das Licht erzeugen, sind dünner als ein menschliches Haar, das 1.000 GLAS 4 | 2018

GL A SSTEC, 23. BIS 26. OKTOBER 2018 IN DÜSSELD ORF International Trade Fair for glass – Production, Processing, Products Vom 23. bis 26. Oktober findet in der Messe Düsseldorf mit der glasstec 2018 die Weltleitmesse rund um den Werkstoff Glas statt. Der Schwerpunkt der diesjährigen glasstec liegt auf interaktivem Glas. Die letzte glasstec 2016 zählte 40.105 Besucher aus 121 Ländern, denen 1.237 Aussteller aus 52 Ländern ihre neuesten Produkte, Maschinen, Entwicklungen und Visionen präsentierten. Die Sonderschau glass technology live in Halle 11, in der innovative Lösungen und zukunftsgerichtete Technologien vorgestellt werden, widmet sich diesmal den Schwerpunktthemen Interaktive Fassaden/Display Glas, Energie und Performance, Konstruktives Glas (massives Glas/ Dünnglas). In Halle 10 verbinden die unter der Dachmarke glasstec conference zusammengefassten Konferenzen die Theorie mit der Praxis. Nähere Informationen: www.glasstec.de

Fotos: Dorma Hüppe Raumtrennsysteme

gespräche oder Arbeitsgruppensitzungen möglich. Nach dem Ausschalten der Stromversorgung ordnen sich die Kristalle neu und das Glas erhält wieder seine opake Glasfläche.

Bei Glastrennwänden auf Büroetagen ist es oft schon möglich, zwischen Transparenz und Blickdichtigkeit zu wechseln.

Mal der Länge nach geteilt wurde. Tatsächlich werden in der Produktion einzelne Atome aufeinandergestapelt, um später das natürliche Licht zu erzeugen. Normalerweise wird eine Schicht Aluminium als Kathode verwendet, weshalb die OLED im ausgeschalteten Zustand wie ein Schminkspiegel aussieht. Ersetzt man das Aluminium durch Silber, das nach dem Verdampfen nicht so stark reflektiert, erscheint die OLED transparent. Diese Möglichkeit, Licht aus einem scheinbaren durchsichtigen Glas zu erzeugen, ohne dass die Lichtquelle im ausgeschalteten Zustand sichtbar ist, lässt sich nur mit dieser Technik erreichen. In die Fassade integriert, ist intelligentes Glas in der Lage, Energiekosten zu senken, denn Sonnenlicht kann je nach Bedarf entweder geblockt oder durchgelassen werden. Zudem kann solch ein Glas gerade in Gebäuden mit großen Glasfassaden – Bürokomplexe oder Wolkenkratzer – eine echte Alternative zu mechanischen Jalousien sein. Und wenn die hierzu nötige Technologie aus dem Gehäuse direkt in das Glas wandert, spart man sogar Platz, der sich so für andere Dinge nutzen lässt. Gearbeitet wird auch an speziellen Beschichtungen, das Glas entspiegelt und selbstreinigend macht. Diese Beschichtungen könnten beispielsweise die Leistungsfähigkeit von Solarzellen erhöhen und so die Gewinnung von Sonnenenergie deutlich steigern. Leider sind viele dieser Entwicklungen noch nicht über das Prototypenstadium hinausgekommen und haben Marktreife erlangt. Und häufig sind die Material- und Installationskosten zu hoch und die Lebensdauer noch zu kurz. Einige Aussteller auf der glasstec in Düsseldorf greifen das Thema Smart Glass auf und präsentieren den Besuchern intelligente Lösungsansätze.


Neu am Markt  PRODUKTE & SYSTEME

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DIGITALE VIELFALT FÜR DIMMBARES GLAS MIT DER 2018ER-GENERATION DER INNOVATIVEN STEUERUNG WIRD DIE ELEKTROCHROM DIMMBARE VERGLASUNG VON ECONTROL FIT FÜR ALLE DIGITALEN ANFORDERUNGEN: DIE ELEMENTE SIND DIE JÜNGSTE GENERATION DER STEUEREINHEIT „ECMODUL“ SOWIE DAS MODERNE TOUCH-BEDIENELEMENT „ECMASTER“, DAS RECHNERBASIERTE STEUERUNGSKONZEPT „ECCONCEPT“ UND DIE APPLIKATION FÜR MOBILE ENDGERÄTE. Mit diesem Hard- und SoftwarePortfolio fügt sich die Steuerung in ein Netzwerk des „Internets der Dinge“ (IoT) wie in ein Smart-Office oder Smart-Home-System problemlos ein. So lässt sich eine bedarfsgerechte dimmbare Verschattung schaffen. Das Fundament für die intelligente Ansteuerung der dimmbaren EControl-Scheiben bildet „ECconcept“. Eine rechnerbasierte Steuerungslösung, die eine individuell ansteuerbare Eindunklung ermöglicht – von der Einzelscheibe bis zur ganzen Fassade, wobei die Fassadenansicht auf dem Rechner abgebildet werden kann. Die manuelle Steuerung erfolgt

über das neu gestaltete TouchBedienelement „ECmaster“, das in Verbindung mit einem Lichtsensor die Scheiben auch automatisch eindunkelt. Sowohl „ECmaster“ als auch „ECconcept“ lassen sich mittels integrierter ModbusSchnittstelle in alle marktgängigen Gebäudeautomatisierungssysteme einbinden oder mit einem mobilen Endgerät Tablett steuern. Optisch fast stufenlos können die Gläser bis auf zehn Prozent Lichttransmission (TV) und Gesamtenergiedurchlass (g-Wert) gedimmt werden. Nähere Informationen: www.econtrol-glas.de

Das digitale EControl-Steuerungskonzept bietet dem Nutzer alle Freiheiten, den Sonnenschutz nach Bedarf einzustellen.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

PILKINGTON MIRROVIEW™ 50/50 – DER „INTELLIGENTE“ SPIEGEL

Foto: Virginia Tech

DIGITAL MIRROR DISPLAY, DIGITAL SIGNAGE, DOOH (DIGITAL OUT-OF-HOME) – DIE MÖGLICHKEITEN DER DIGITALEN INFORMA­ TION UND UNTERHALTUNG SIND SCHIER GRENZENLOS UND AUS UNSERER WELT NICHT MEHR WEGZUDENKEN. OFT EMPFINDET MAN JEDOCH DEN RAHMEN ODER DAS DISPLAY ALS STÖREND. DAFÜR HAT PILKINGTON EINE LÖSUNG.

Pilkington MirroView™ 50/50 ist die ideale Lösung, um Flachbildschirme und Displays geschickt zu verbergen und Grenzen aufzulösen. Der neu entwickelte Pilkington MirroView™ 50/50 ist eine hochreflektierende, elektrisch nicht leitfähige Spiegelschicht mit

neutraler Farbgebung, der Bildschirmen und digitalen Displays einen modernen Look verleiht. Ihr Glaspartner in Österreich: PILKINGTON BISCHOFSHOFEN: Pilkington Austria GmbH Werksgelände 24,

5500 Bischofshofen, T: 06462/46 99-0 F: 06462/46 99-1103 E: kundenservice@at.nsg.com www.pilkington.at PILKINGTON INNSBRUCK: Pilkington Austria GmbH, Archenweg 54, 6020 Innsbruck

PILKINGTON BRUNN: Pilkington Austria GmbH, Wienerstraße 55, 2345 Brunn am Gebirge PILKINGTON WUNDSCHUH: Pilkington Austria GmbH, Gewerbepark 5, 8142 Wundschuh

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PRODUKTE & SYSTEME  Neu am Markt

EXTRA-WEISS SAINT-GOBAIN PRÄSENTIERT EIN NEUES DECORGLASS MIT EXTREM HOHER FARBNEUTRALITÄT UND TRANSPARENZ. EIN INTERESSANTES DESIGNELEMENT BESONDERS FÜR DEN INNENAUSBAU UND DIE FASSADE. in Büro und Bad“, erklärt das Entwicklungsteam. Außerdem ist es als Füllungselement für Türen und Vitrinen einsetzbar. Im Außenbereich soll es belebende oder/und dezente Akzente in Vordächern, an Brüstungen oder in der Fassade setzen. SGG Visiosun Diamant ist in den Abmessungen 4, 6 und 8 Millimeter in Größen ab 2 x 3,21 bis 2,04 x 4,35 Metern erhältlich. Weitere Abmessungen sind auf Anfrage möglich. SGG Visiosun Diamant hat bedingt durch den Herstellungsprozess eine Ziehrichtung. Dies ermöglicht zwei Varianten bei der Gestaltung, das Decor kann sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Ausrichtung verwendet werden. Damit entstehen je nach Gestaltungsabsicht

Foto: Saint-Gobain Building Glass Europe

Auf extra-weißem Glas produziert Saint-Gobain Building Glass Europe das neue Decorglass „SGG Visiosun Diamant“. Die Neuentwicklung aus dem Gussglaswerk im deutschen Mannheim ist laut Saint-Gobain eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach möglichst hoher Transparenz und Neutralität bei Glas für Design und Architektur. Auffällig an dem Decorglass ist die klare Oberflächengestaltung, durch Lichtbrechungen an der zart anmutenden Struktur ergibt sich eine überraschende Dynamik. „So wird SGG Visiosun Diamant als besonderes Gestaltungs- und Designelement interessant, beispielsweise im Möbelausbau, zur akzentuierten Innenraumgestaltung oder als ansprechender Sichtschutz

klare Linien oder betonte Stilbrüche. SGG Visiosun Diamant ist laut Hersteller mit allen bekannten Systemen und Methoden vorspannbar.

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Nähere Informationen: www.glassolutions.at

NACHGEFRAGT Bei Manfred Brunner, Verkaufsleiter Gussglas/Planung/Logistik, SaintGobain Glass Deutschland GmbH im Saint-Gobain Glass-Werk Mannheim.

Einbruchhemmung nach EN 356 + VdS P6B-P7B-P8B/EH1-EH2-EH3 Einbruchhemmung nach EN 1627ff:2011 RC2-RC3-RC4-RC5-RC6 RC2-RC6 auch für Flucht-/Paniktüren Beschusshemmung nach EN 1063 BR1-NS bis BR7-NS Explosionshemmung nach EN 13541 ER1-NS bis ER4-NS Option mit Isolierglas, Alarm, Brandschutz Schutzfenster für Werkzeugmaschinen nach EN 23125 + EN 12417 (Drehen, Fräsen)

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„SGG Visiosun Diamant“ – das neue Ornamentglas von Saint-Gobain Building Glass Europe besticht durch besonders hohe Transparenz und Farbneutralität.

Wie entstand die Idee, ein extra-weißes Gussglas für die Fassade zu entwickeln? Manfred Brunner: „Die Forschungsabteilung von Saint-Gobain hat ursprünglich das Glas mit seinen speziellen lichttechnischen Eigenschaften für den Solar-Bereich entwickelt. So entstand SGG Visiosun eigentlich für den Einsatz in Sonnenkollektoren. Bei der Produktvorstellung ist uns sofort die extrem klare Anmutung des Glases aufgefallen. Im Mannheimer Werk wird es mit der gleichen Gemengelage produziert wie das klare Diamant Glas von Saint-Gobain. Dieses Glas ist eisenarm und daher besonders farbneutral, also extra-weiß, ganz ohne Grünstich. Außerdem entsteht durch die lineare Struktur mit ihrer tiefen Prägung ein ganz besonderer Effekt. Wenn Licht auf das Glas trifft, erscheint es fast schon lebendig mit einer sehr attraktiven Ausstrahlung. Allein durch die Struktur des Gussglases erzielt man einen einzigartigen Effekt. In einer Sonderabmessung wurde SGG Visiosun Diamant beispielsweise beim Louvre in Abu Dhabi eingesetzt. Extra-weiße Strahlkraft und Transparenz in einem.“


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Fotos: Saint-Gobain

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

KOMPETENZ KOMPLETT IM SET EIN PASSENDER TÜRGRIFF IST WIE EIN VERLÄSSLICHER HANDSCHLAG. EINE TÜR AUS GLAS BRINGT LICHT UND LEBEN IN WOHNRÄUME. SCHLICHT UND EINFACH SCHÖN IST DAS NEUE SERVICEPAKET FÜR GLASSOLUTIONS AUSTRIA KUNDEN.

Glastüren bringen Licht in jede Eckes des Hauses und schaffen eine positive Atmosphäre. Mit transparenten Glastüren bleiben Räume optisch miteinander verbunden können gleichzeitig funktional abgetrennt werden. Glassolutions Austria bieten ihren Geschäftspartnern ab Herbst ein Komplett-Servicepaket rund um das Thema Nurglastüren in der Innenanwendung. Dieses soll den Partnern die Beratung, Planung und den Verkauf von Glastüren an Endverbraucher Zeit sparen und Abläufe vereinfachen.

Harmonische und funktionelle Komplettlösungen Der neue Katalog zeigt eine kompakte Selektion an KomplettGlastürsets, die sich hervorragend für die unterschiedlichsten Anwendungen im Privatbereich – wie Eingangsbereich, Küche, Schlafund Wohnzimmer bis hin zu Bad und Büro – eignen. Unter dem Spannungsbogen Ästhetik und Funktionalität finden Sie insgesamt 19 Komplettlösungen für: • Drehtüren mit oder ohne Aluzarge • Pendeltüren einfach oder doppelt

Der neue Nurglastüren-Katalog von Glassolutions Austria erscheint im September 2018. Sie wollen den neuen Katalog in Ihrem Schauraum auslegen oder für Beratungsgespräche beim Kunden nutzen? Kontaktieren Sie gerne Ihren zuständigen Außendienstmitarbeiter oder schreiben Sie uns an glassolutions.gga@ saint-gobain.com.

• Schiebtüren und • Ganzglasanlagen Glassolutions Austria blickt auf fast 100 Jahre Erfahrung in der

Herstellung von Glastüren aus Einscheiben­sicherheitsglas zurück. Weitere Infos zu den Türensets und zum Katalog finden Sie auf www.glassolutions.at.

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PRODUKTE & SYSTEME  Neu am Markt

NACHHALTIGER SCHUTZ FÜR HOLZFENSTER

Grundlage dieser Innovation ist die mehrfach preisgekrönte und patentierte „SH-Technology“ von Adler: Der Lack enthält Mikrokapseln, die mit einer transparenten, härtenden Reagenzflüssigkeit gefüllt sind. Wird die Lackoberfläche z. B. durch Kratzer oder Hagelschlag beschädigt, platzen die Kapseln auf, die Flüssigkeit tritt aus und versiegelt die Verletzung der Oberfläche. So wird verhindert, dass Nässe oder Feuchtigkeit in das Holz eindringen und zu Folgeschäden wie Gerbsäureaustritt, Blasenbildung oder Abblättern führen. In jahrelanger Forschungsarbeit haben die Entwickler von Adler diese Basistechnologie zur Produktreife geführt. Die deckende Zwischenbeschichtung Aquawood InterCare SH sorgt nicht nur für verlässliche Isolierung und Fülle, sondern soll laut Hersteller auch die Lebensdauer

des Holzfensters verlängern und den Pflege- und Renovierungsaufwand senken. „Damit können wir Fensterherstellern ein einzigartiges Produkt zur Verfügung stellen, das echten Mehrwert für sie und ihre Kunden bietet“, freut sich Richard Mölk, Adler-Verkaufsleiter für den Fensterbereich. Für die ersten Anwendungen der selbstheilenden Zwischenbeschichtung empfiehlt er, sich durch die erfahrenen Adler-Anwendungstechniker fachkundig begleiten zu lassen: „Um effiziente Abläufe und optimale Ergebnisse zu erzielen, gilt es einige Besonderheiten zu beachten. So haben wir u. a. präzise Vorgaben für Spritzwinkel, Düsenbohrung und Pistolenfilter erarbeitet. Zu beachten ist außerdem, dass der sonst obligatorische Schliff der Zwischenbeschichtung entfällt. Damit ist im Drei-Schicht-Aufbau mit der Grundierung ,Aquawood TIG

Foto: Adler

DAS NEUESTE PRODUKT AUS DEN ADLER-LABORS: „AQUAWOOD INTERCARE SH“ SOLL DIE ERSTE SELBSTHEILENDE FENSTERBESCHICHTUNG SEIN, DIE NACHHALTIG SCHÜTZT.

Der Vergleich im Adler-Labor zeigt den Unterschied: Bei einer konventionellen Beschichtung (re.) führen Kratzer zu massiven Folgeschäden, während „Aquawood InterCare SH“ (li.) die Oberfläche nachhaltig schützen soll.

HighRes’ und dem ,Aquawood Spritzlack XT’ eine hochwertige und widerstandsfähige Oberfläche garantiert“.

Nähere Informationen: www.adler-lacke.com

„GLASHANDBUCH“ 2018 ERSCHIENEN DAS AKTUALISIERTE PLANUNGSHANDBUCH DES FLACHGLAS MARKENKREIS FÜR DAS JAHR 2018 IST KÜRZLICH ERSCHIENEN UND KANN KOSTENLOS BESTELLT WERDEN. ARCHITEKTEN, VERARBEITER UND ALLE IN DER GLASBRANCHE TÄTIGEN SOLLEN MIT DIESEM STANDARDWERK ÜBERSICHTLICHE ANTWORTEN ZU PRODUKT- UND GLASSPEZIFISCHEN FRAGEN ERHALTEN. In kompakt aufbereiteter Form enthält das Handbuch vielfältige Informationen zu den Produktprogrammen des Flachglas MarkenKreis „FassadenGlas“ und „RaumGlas“. Der Anwender findet auch Informationen ergänzender Produkte der Partner aus den Bereichen Basisglas, Komponenten und Systeme. Alle Änderungen und Neuheiten wurden in die aktualisierte Auflage eingepflegt, wobei es in der jüngsten Ausgabe insbesondere Neuigkeiten im Bereich FassadenGlas gibt. Neben der gedruckten Version GLAS 4 | 2018

bietet der Flachglas MarkenKreis auch zwei elektronische Varianten an: als pdf-Datei und in der Online-Version (www.glashandbuch.de). Die Printausgabe kann mit dem Formular auf der Webseite (www. flachglas-markenkreis.de/glasservice/glashandbuch) bestellt werden. Das erste Exemplar des gedruckten GlasHandbuchs ist kostenlos, für jedes weitere Exemplar erhebt der Flachglas MarkenKreis eine Schutzgebühr von 5 Euro plus MwSt.


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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

BWF 2018 – MESSE DER INNOVATIONEN

Foto: Schachermayer

DIE HERBSTMESSE BWF VON 10. BIS 11. OKTOBER IN LINZ WIRD IN DIESEM JAHR NOCH FULMINANTER. SCHACHERMAYER BIETET SEINEN KUNDEN AUF INSGESAMT 12.500 QUADRATMETERN EIN UMFASSENDES PROGRAMM IN DEN THEMENWELTEN BAUEN – WOHNEN – FERTIGEN.

Für Glasverarbeiter ist die BWF eine optimale Gelegenheit, um sich über Neuheiten zu informieren. Unter anderem zu sehen: Das Aluminium-Profilsystem von Thyssenkrupp, mit dem ausgefeilte Lösungen für Kunststoffverglasungsplatten und Glasanwendungen realisiert werden können.

190 Aussteller präsentieren an den Messetagen ihre Produktneuheiten, Trends und zeigen die professionelle

BWF 2018 AUF EINEN BLICK Direkt zur Anmeldung für Schachermayer-Kunden:

BWF 2018 Messe der Innovationen Schachermayer Linz 10. – 11. Oktober 2018 Messe Öffnungszeiten 9:00 – 18:00 Uhr www.schachermayer.at

Anwendung. Moderne Entwicklungen aller Produktsparten, Informationen zu aktuellen Dienstleistungsthemen und ein spannendes Rahmenprogramm machen die Messe der Innovationen aus. Das Ziel: Ein Gesamtpaket, das die Fachbesucher begeistert. „Jeder, egal aus welcher Branche, wird sich etwas für seine Arbeit mitnehmen können“, ist man in den Verkaufsleitungen von Schachermayer überzeugt. Aufgrund der gestiegenen Ausstelleranzahl wird es zusätzlich zur Firmenzentrale ein weiteres Messegelände geben. Alles für den professionellen Glasverarbeiter Im Glasbau sind durchdachte Lösungen, neue Designansätze

und ausgereifte Technik gefragt. Die BWF ist – mit Top-Herstellern unter einem Dach – die optimale Gelegenheit, um sich über aktuelle Neuheiten aus verschiedenen Produktbereichen zu informieren. Speziell für den Glasverarbeiter interessant sind die Sparten Baubeschläge, Befestigungstechnik, Chemische-Technische-Produkte, Lichtdesign und Lichttechnik, Arbeitsschutz, Werkzeuge, Lagertechnik sowie Großmaschinen und Anlagen für die professionelle Fertigung. Event mit Netzwerkcharakter Neben den zahlreichen Produktpräsentationen, erwartet die Besucher auch ein spannender Einblick in die Schachermayerwelt: In 180 Jahre

erfolgreiche Unternehmensentwicklung und das breite Angebot an Dienstleistungen. Das interessante Rahmenprogramm – mit Vorführungen verschiedener Hersteller – sorgt für einen rundum perfekten Messetag. Bei gewohnt köstlicher Bewirtung und in gemütlicher Atmosphäre bleibt auf der BWF 2018 stets genug Zeit zum Austausch mit Branchenkollegen. Weitere Informationen Auf der Schachermayer-Homepage sind alle aktuellen Informationen zur BWF 2018 gebündelt. Schachermayer-Kunden können sich praktisch über das Onlineformular anmelden. In den Bundesländern werden Bustouren zur Veranstaltung angeboten.

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BETRIEB  Steuertipps

Foto: Thinkstock

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(NICHT-)RAUCHERSCHUTZ IM BETRIEB Aus für Rauchen im Büro seit 1.5.2018? Mitnichten! Trotz Kippen des kompletten Rauchverbots in der Gastronomie ist im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG §30) am 1. Mai eine „Verschärfung“ in Kraft getreten. Aber vorweg: Um mit den Worten von Fred Sinowatz zu sprechen – „es ist alles sehr kompliziert!“ Es wird nun grundsätzlich davon ausgegangen, dass der Nichtraucherschutz die Norm ist. Arbeitgeber haben dafür zu sorgen, dass nicht rauchende Arbeitnehmer am Arbeitsplatz vor dem Passivrauchen bzw. vor Beeinträchtigung durch Tabakrauch geschützt sind. Aber noch im gleichen Satz folgt die Einschränkung: „Soweit dies nach Art des Betriebes möglich ist“. Das generelle Rauchverbot gilt auch nur dann, wenn auch Nichtraucher im Betrieb beschäftigt sind – Gelegenheitsraucher gehören zu welcher Gruppe? Das generelle Rauchverbot ist nicht auszuhebeln, wenn es sich um Räume mit Kundenverkehr handelt (bezieht sich allerdings auf das Tabakgesetz) und in Räumen, in denen brand- oder explosionsgefährliche Stoffe lagern oder verarbeitet werden (no na!) bzw. auch wo die Kontamination mit biologischen Arbeitsstoffen besteht. Ebenso in Bereitschafts-, Sanitäts- und Um- kleide- und Aufenthaltsräumen – wenn diese nach der AStV (Arbeitsstättenverordnung) gesetzlich vorgeschrieben sind. Und jetzt zu den Ausnahmen. Raucherräume (auch Aufenthaltsräume, die nicht nach der AStV vorgeschrieben sind) dürfen errichtet werden, wenn dafür ein eigener, nicht als Arbeitsraum genutzter, Raum zur Verfügung steht und es durch die Lage und Eigenart nicht zu einer Belästigung von Nichtrauchern kommt. Ausnahme wieder dazu: Ein einzelner (gilt auch für mehrere Mitarbeiter), der Raucher ist, keinen Kundenverkehr hat und in einem eigenen Büro/Raum bei geschlossener Türe arbeitet, darf rauchen. Auch die Aufstellung von Raucherkabinen ist zulässig sofern die Abluft nicht in Arbeitsräume dringt und die Aufstellungs- und Wartungsvorschriften des Herstellers eingehalten werden. Auf Grund der Komplexität der dargestellten gesetzlichen Rahmenbedingungen sollte man glauben, es wäre doch das Einfachste ein generelles Rauchverbot zu erlassen. Tatsächlich ist das auch durch eine Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat möglich – die Erlassung eines generellen Rauchverbots durch Weisung des Arbeitsgebers ist rechtlich nicht gedeckt. Die Überwachung der Vorschriften wird durch das Arbeitsinspektorat wahrgenommen – außer es handelt sich um Vorschriften nach dem Tabakgesetz (öffentlicher Raum – also Räume mit Kundenverkehr oder um E-Zigaretten und Shishas, die den Zigaretten gleichgestellt wurden – allerdings im Tabakgesetz). Alles klar? Wir meinen, dass im Rahmen der Gesetze noch immer die besten Lösungen im Konsens mit den Mitarbeitern ausgearbeitet werden.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter u­ nter T 01/278 12 95, office@jupiter.co.at, und Dr. Michael Kowarik unter T 01/892 00 55, info@kowarik.at, gerne zur Verfügung. www.ratundtat.at GLAS 4 | 2018

IMPRESSUM Herausgeber Bundesinnung der Dachdecker, Glaser und Spengler, Schaumburgergasse 20/6, 1040 Wien, T +43 1 5056960 221 Medieninhaber, Verleger, Redaktion Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/ Stiege 1, T +43 1 54664 0, www.wirtschaftsverlag.at Geschäftsführung Thomas Letz Chefredakteurin Birgit Tegtbauer, 1140 Wien, T +43 699 11338010, b.tegtbauer@wirtschaftsverlag.at Redaktionsleitung Stefan Böck Grafik Margareta Bergner-Damjanovic, T +43 1 54664 162, m.bergner@wirtschaftsverlag.at Gesamtverkaufsleiter Rainer Wimmer, T +43 1 54664 240, r.wimmer@wirtschaftsverlag.at Anzeigenberatung Dejan Andric, T +43 1 54664 252, d.andric@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice T +43 1 54664 444, anzeigenservice@wirtschaftsverlag.at Anzeigenrepräsentanz OÖ Verlagsbüro Gerhard Weberberger, Kleinwört 8, 4030 Linz, T +43 732 315029 42, F +43 732 315029 46, M +43 676 5185575, g.weberberger@verlagsbüro.at Anzeigentarif Nr. 46, gültig ab 1. Jänner 2018 Erscheinungsweise 6 x jährlich Hersteller Ueberreuter Print & Packaging GmbH, 2100 Korneuburg, Industriestraße 1, www.ueberreuter.com Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag, T +43 1 54664 135, aboservice@wirtschaftsverlag.at Jahresbezugspreis 32 Euro (Inland), 60 Euro (Ausland); Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Kalenderjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung Bank Austria IBAN: AT17 1100 0095 2329 8900 BIC: BKAUATWW Druckauflage 1.250 Stück DVR 0368491 Die Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz ist unter www.wirtschaftsverlag.at/offenlegung ständig abrufbar. Wir tragen Verantwortung: Wir verpacken unsere Zeitschrift nur dann in (umweltverträgliche) Folie, wenn der Postversand es auf Grund von Beilagen erfordert. Der Verlag und alle unsere Druckbetriebe sind CO2-neutral. Mehr erfahren: www.wirtschaftsverlag.at/ueber-uns/csr und auf Twitter @CSR_Verlag DATENSCHUTZERKLÄRUNG Wenn Sie diese Publikation als adressierte Zustellung erhalten, ohne diese bestellt zu haben, bedeutet dies, dass wir Sie aufgrund Ihrer beruflichen Tätigkeit als zur fachlichen Zielgruppe zugehörig identifiziert haben. Wir verarbeiten ausschließlich berufsbezogene Daten zu Ihrer Person und erheben Ihr Privatleben betreffend keinerlei Daten. Erhobene Daten verarbeiten wir zur Vertragserfüllung, zur Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen sowie zur Bereitstellung berufsbezogener Informationen einschließlich (Fach-)Werbung. In unserer, unter (www.wirtschaftsverlag.at/datenschutz/) abrufbaren, vollständigen Datenschutzerklärung informieren wir Sie ausführlich darüber, welche Kategorien personenbezogener Daten wir verarbeiten, aus welchen Quellen wir diese Daten beziehen, zu welchen Zwecken sowie auf welcher Rechtsgrundlage wir dies tun. Ebenso erfahren Sie dort, wie lange wir personenbezogene Daten speichern, an wen wir personenbezogene Daten übermitteln, und welche Rechte Ihnen in Bezug auf die von uns verarbeiteten Daten betreffend Ihre Person zukommen. Gerne übermitteln wir Ihnen die vollständige Datenschutzerklärung auch per Post oder E-Mail – geben Sie uns einfach per Telefon, E-Mail oder Post Bescheid, wie und wohin wir Ihnen diese übermitteln dürfen. Sie erreichen uns hierzu wie folgt: Per Post: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, Grünbergstraße 15/Siege 1, 1120 Wien, Österreich. Per Telefon: +43 1 54 664-135. Per E-Mail: datenschutz@wirtschaftsverlag.at


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GLAS 4 | 2018


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GLAS 4 | 2018

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33 MASCHINEN | GERÄTE | WERKZEUGE

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GLAS 4 | 2018


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GLASKUNST Aktuelle Ausstellung

T E X T H E LG A H Ö G L FOTO S JAC K I N K

DER GLASKÜNSTLER JACK INK BEI LOBMEYR In den Ausstellungräumen der Firma Jos. Zahn & Co/Lobmeyr in Wien sind noch bis Anfang September die beeindruckenden Glasobjekte von Prof. Jack Ink zu sehen.

J

Weitere Details erfährt man bei Johannes Rath, johannes.rath@lobmeyr. at oder Jack Ink, jackdaniel.ink@chello.at. GLAS 4 | 2018

ack Ink begann seine künstlerische Laufbahn als Assistent des Gründers der internationalen Studioglasbewegung Harvey K. Littleton. Der Träger des Bayerischen Staatspreises und des Int. Coburger Glaspreises lebt seit 1975 in Österreich, und zwar in Tribuswinkel/NÖ. Jack Ink gründete die „Studioglas-Gruppe-Österreich“ und leitete das Glasstudio Franzensbad. Seine Werke sind in allen bedeutenden Glasmuseen der Welt vertreten. Jack Ink erzählt: „Ich wuchs in der Nähe des Lake Erie auf, einem dieser immensen Wasserflächen, die Canada von den USA trennen. An einem einsamen Strand, die mächtigen Wellen beobachtend, die sich am Ufer brechen, konnte ich Abenteuer und tiefen Frieden finden. Ich wurde zufällig zum Künstler, weil ich gerne Schiffe und später den Ozean malte. Die Farben des Ozeans wechseln ständig – so wurde ich zu einem Meister der Farben beim Glasmachen und beim Malen …“. Die farbenprächtigen Objekte aus der reichen exotischen Fauna des Meeres stehen neben anspruchsvollen Dosen mit Deckel in lebhaften Farben und strukturierten Glasblöcken, jedes Einzelne ein Unikat von exquisiter Qualität. „Als Künstler hole ich meine Inspiration aus der Natur. Am Meer fand ich um 1980 meine erste Venus-Kamm Muschel und war sofort gefesselt. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon bekannt für meine von Muscheln inspirierten Kunstwerke, aber die Schönheit und Eleganz dieser Muschel überstiegen meine Vorstellung und Fertigkeiten. Erst im Jahr 2006 reifte in mir der Gedanke, eine monumentale Skulptur zu schaffen, um den Geist des Ozeans in einem Werk meines Schaffens zu zeigen. Meine Vision!“, erläutert der Künstler die Entstehungsgeschichte der überdimensionalen Venus-Kamm Muschel, die Teil der aktuellen Ausstellung ist. In der Entwicklungszeit von sieben Jahren entstanden die ca. 50 Platten und ca. 100 Hörner aus Glas und die Metallkonstruktion mit Innen-Beleuchtung. Um das Licht zu steuern, benützt der Künstler einen Dimmer mit neun Kanälen, um unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugen zu können. Mit einer Höhe von 370 Zentimeter, einer Spannweite bis zu 200 Zentimeter und einem Gewicht von rund 230 Kilogramm entstand ein Meisterwerk an Inspiration.


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