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Tassen täglich und bestätigt Österreich als Land der Kaffeeliebhaber. Sorte, Herkunft und Röstung haben entscheidenden Einfluss auf Qualität wie auch auf Geschmack und Aroma des Kaffees. Am 1. Oktober wird der Tag des Kaffees gefeiert.

Wer belastet, verliert – gegen neue Steuern

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ÖH V-Wahlumfrage zur Nationalratswahl 2013 unter den Hoteliers zeigt, dass die Steuerpolitik höchste Entscheidungspriorität hat.

In Österreich waren 2012 laut Statistik Austria nur noch fünf Prozent der Erwerbstätigen in der einst so bedeutenden Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. Gerade eine Berufsgruppe dieses schrumpfenden Sektors genießt bei den Österreichern ein besonders hohes Ansehen. Wie eine im Auftrag der Tageszeitung „Der Standard“ im Jahr 2012 vom Market-Institut durchgeführte Umfrage zeigt, ist unser Land nämlich besonders stolz auf seine Weinbauern. Nach dem Weinskandal haben es die heimischen Winzer geschafft, sich von ganz unten an die Weltspitze zu kämpfen. Nachdem die Natur ein Wörtchen mitzureden hat, ist es im Herbst immer wieder spannend, wie der aktuelle Jahrgang ausfällt. In der Steiermark profitiert man derzeit vom Altweibersommer, und im Burgenland steigt die Vorfreude auf die spätreifenden Rebsorten. Das Weinjahr 2013 war durchaus abwechslungsreich – auf den langen Winter folgte ein regenreiches Frühjahr, im Sommer dann Hitze- und Dürreperioden, und nun Aprilwetter zur Lese. Solch ein Witterungsverlauf ruft sogleich sensationslüsterne Weinpropheten auf den Plan, die schon vor der Lese zu wissen glauben, wie der Jahrgang zu bewerten ist. Diese unprofessionellen Prognosen sind gerade dann verzichtbar, wenn es sich um voreilige Negativschlagzeilen handelt. Lassen wir die Winzer ihre Arbeit machen und werten wir dann, wenn die Ernte eingebracht ist.

Stimmungsbarometer

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Gegenwärtige wirtschaft­ liche Lage der Unternehmen

und Tourismus machen darf. Die Zeiten für die Hotellerie sind nicht wirklich rosig. Die Daten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) zeigen, dass es massive Rückgänge bei den Investitionen gibt. „Die Großkredite sanken um 30 Prozent, was in der Folge zu regionalen wirtschaftlichen Problemen führen wird, vergibt doch die Hotellerie ihre Bauaufträge in der Region. Wir fürchten, dass etwa 1,5 Milliarden Euro weniger investiert werden“, so Gregor Hoch. „Die Wohnbauförderungsbei-

träge von jährlich 850 Millionen Euro, die die Bauwirtschaft gesetzlich verordnet quersubventionieren, sollten einmal dem Tourismus zugute kommen“, fordert Michaela Reitterer und ergänzt: „Die Beiträge sind zu viel, wenn sie in Niederösterreich und Salzburg einfach verzockt werden können und niemandem abgehen. Das Budget der Österreich Werbung, das seit Jahren nicht erhöht wurde, braucht mehr Mittel für deren völlig neues Dienstleistungsangebot aufgrund geänderter Marktverhältnisse.“

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Text: Irene Stelzmüller

eit Jahren wird großzügig in die Kassen der Tourismusbetriebe gegriffen, nicht aber etwa in die der Industrie. So gibt es zum Beispiel die Flugabgabe für den Personentransfer, nicht aber für Cargo-Flüge. Die Energieabgabe wurde der Industrie erlassen, nicht jedoch den heimischen Hoteliers. Sie können schwer mit Abwanderung drohen. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen“, betont ÖHV-Präsident Gregor Hoch und fordert gemeinsam mit seiner Kollegin Michaela Reitterer, dass die Politik keinen Unterschied mehr zwischen Industrie

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Österreich

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Tabakgesetz – Vertrauen verspielt

Meldungen

Sommer-Halbzeit Die Steiermark kann sich nach der ersten Hochrechnung der Landesstatistik für die Sommerhalbzeit (Mai–Juli) über eine Steigerung bei den Ankünften von + 4,2 Prozent auf 933.300 Gäste und bei den Übernachtungen von + 3,6 Prozent auf 2.893.600 freuen. Der heißeste Juli seit Wetteraufzeichnungen brachte auch die Steiermark zum Glühen: Es gab noch nie mehr Gäste in diesem Monat.

„MICE & more“ Um die Stärkung der Schultersaisonen in der Region Wörthersee weiter zu forcieren, wird ab sofort in den Bereich MICE (Meetings, Incentives, Conventions, Events) investiert. Die neu gegründete ARGE am Wörthersee bietet aber auch „more“ – nämlich spezielle Offerte für Busgruppen und Special-Interest-Groups (z. B. zum Thema Golf, Rad oder Wandern).

Bad Kleinkirchheim rüstet sich für den Winter – es wird fleißig gebaut und gebraut.

Der Fachverband Hotellerie und die ÖHV sprechen sich gegen die diskutierten Substanzsteuern aus.

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D

eit Mitte Juni wird in St. Oswald an einer neuen Vierer-Sesselbahn gebaut, die pünktlich zum Winterstart im November in Betrieb gehen soll. Rund 3,5 Millionen Euro investieren die Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen in diese neue Bahn, die 2.100 Personen pro Stunde befördert. Die rund 850 Meter lange Langalmabfahrt ist für Familien und Carving-Könner bestens geeignet – hinzu kommt die imposante Aussicht. „Hier kannst du Ski fahren mit Seeblick“, schwärmt schon jetzt Bad Kleinkirchheims Skilegende Franz Klammer. Da man von der Piste auch den Millstätter See sieht, haben die Bergbahnen ihre neue Anlage „Millstätter See Bahn“ genannt. Rundumerneuert wird gerade der Brennseehof in Feld am See bei Bad Kleinkirchheim. Das Vier-SterneSuperior-Hotel investiert rund 3,5 Millionen Euro: Es wird großzügig erweitert, und es entstehen neue

Luxus-Appartements und Zimmer. Eine Zirbenstube mit Kamin und ein Kinderbetreuungszentrum mit einer rund 100 Quadratmeter großen Ballspielhalle gehören ebenso zu den Umbauplänen. Die Eröffnung soll am 21. Dezember stattfinden. Neben den Er- und Umbauern sind auch die Brauer aktiv. Denn unter dem Motto „Gutes Bier braucht Herzblut“ entsteht gerade die erste Privatbrauerei der Nockberge. Der Bierbrauer und -sommelier Uli Bacher installiert um 300.000 Euro in seinem Gasthof Gartenrast eine Hausbrauerei mit Verkostungs- und Verkaufsraum. Gebraut wird hier ein neues Landbier, das unter dem Namen „Shilling-Bier“ schottische und heimische Braukunst vereint. Der Begriff Shilling bezieht sich nicht auf die einstige Währung der Alpenrepublik, sondern erinnert an eine alte Maßeinheit schottischer Bierbrauer.  bp

ie KMU Forschung Austria untersuchte im Auftrag des Fachverbands Hotellerie in der WKÖ und der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), wie sich die Konzepte von Grundsteuern, Grunderwerbssteuern, Vermögenssteuer sowie Erbschafts- und Schenkungssteuer auswirken würden. Die Ergebnisse der Analyse unterstützen die Bedenken der Auftraggeber gegen weitere Steuerbelastungen für die Branche. „Die diskutierten Substanzsteuern schaden Österreichs Hotellerie. Finger weg von weiteren Mehrbelastungen einer Branche, die selbst heute noch sichere Arbeitsplätze bietet“, sind sich Dr. Klaus Ennemoser, Bundesobmann des FV Hotellerie, und Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der ÖHV, einig. Die Effekte auf die KMU-dominierte Branche alarmieren selbst die Experten. Denn jede neue Erhöhung würde laut Bericht das Rekordsteuer-

niveau weiter erhöhen – in Summe um 130 Millionen Euro allein für die betroffenen Hotels. Wie eine Analyse der Bilanzen von 2.800 Hotels zeigt, würden die zusätzlichen Belastungen die Betriebsergebnisse um bis zu 50 Prozent schmälern. „Österreichs Hotellerie trifft besonders die stark überdurchschnittliche Besteuerung von Arbeit. Diese liegt hier bei 48,9 Prozent, im OECDDurchschnitt nur bei 35,6 Prozent“, so Reisenzahn. Die Steuerpläne wären eine zusätzliche große Hürde für die Unternehmensnachfolge. Ein mittelgroßer Familienbetrieb der gehobenen Kategorie müsste künftig im Durchschnitt das Dreifache des jährlichen Betriebsergebnisses an die Finanz abführen. „In der Hotellerie dominieren Familienbetriebe und familieninterne Übergaben. Das ist ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil“, hält Ennemoser fest.  bp

„Wasser marsch ...!“

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Feueralarm: die Löschvorrichtungen in südlichen Ländern! In einem mit vier Sternen ausgezeichneten Hotel, das sich auch in den Katalogen der führenden heimischen Reiseanbieter findet, steht der Feuerschutz wirklich nicht im Mittelpunkt. Im Fall eines Brandes sollte an diesem Hydranten im zweiten Stock der Feuerwehrschlauch angeschlossen werden und dann „Wasser marsch ...!“. Schon beim Hinschauen hat man das Handrad der Löschleitung in der Hand. In den anderen Stockwerken sieht es nicht viel besser aus. Der große Löschteich – das Meer – ist gleich nebenan.

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Gegen Substanzsteuern

Kärnten:

K om m e n ta r

Durchgehend warmes bis heißes Wetter hat die Hoffnungen auf eine gute „Rauchersaison“ im Freien nicht nur bestätigt, sondern sogar übertroffen. Dies berichten die Großhändler, die alle Hände voll zu tun hatten, die hohe Nachfrage an Zigaretten, aber insbesondere an Zigarren und Zigarillos zu befriedigen. Das heißt, das Tabakgesetz trägt keineswegs dazu bei, dass weniger geraucht wird. Zum Schutz der Nichtraucher wurde jetzt vom Verwaltungsgerichtshof das Tabakgesetz gekippt – und die Investitionen in Trennwände zum Schutz der Nichtraucher lösen sich in Rauch auf. Das Vertrauen auf Rechtssicherheit ist somit hinfällig, und die von den Interessenvertretungen geforderte sofortige Reparatur des Gesetzes wird von Vizekanzler Michael Spindelegger nicht als primäres Problem gesehen. Die Branche fordert seit Jahren eine Senkung der Lohnnebenkosten, mit der Auflösungsabgabe wurden diese weiter erhöht, obwohl es vor jeder Nationalratswahl von allen Parteien das Versprechen gibt, diese zu senken. Die jüngste ÖHV-Wahlumfrage sollte die Großparteien ihre Politik überdenken lassen. In eigener Sache: Stillstand ist Rückschritt. Nur durch Veränderungen kann man sich weiterentwickeln. Interne personelle und strukturelle Veränderungen haben mich dazu veranlasst, die Position der Chefredakteurin gegen die der Redakteurin zu tauschen.

Vom Bauen und Brauen

Manager lernen nie aus ÖHV und BÖTM launchen Lehrgang für Tourismusmanager.

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er Bundesverband Österreichischer Tourismusmanager (BÖTM) und die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) bieten einen neuen Lehrgang für Manager von Tourismusverbänden, Destinationen und Landestourismusorganisationen an. „Das Herz der Ausbildung zum ÖHV-Tourismusmanager bilden strategisches Marketing und Dienstleistungsmanagement. Das reicht vom Erkennen von Trends über die Darstellung von USPs und den Verkauf bis hin zu den Managementtechniken internationaler Top-Konzerne, komprimiert auf dreimal vier Tage“, erklärt Thomas Brenner, CoGeschäftsführer der ÖHV Touristik Service GmbH. Die Inhalte basieren auf einer Bedarfsanalyse bei Tourismusmanagern und wurden in Kooperation mit dem BÖTM entwickelt. „Der Markt hat sich geändert und funktioniert anders als noch vor zehn Jahren. Hier

möchten wir die Möglichkeit zur Weiterbildung in Sachen Destinationsbewerbung und -marketing sowie einen Überblick über das OnlineGeschäft bieten“, ergänzt Brenner. Im Lehrgang werden die Schwerpunkte Customer Relationship Management, die Dos and Dont’s im Pricing, rechtliche Rahmenbedingungen, Human-Resources-Management und Public Relations vermittelt. Das Angebot richtet sich an Führungskräfte mit zumindest zwei Jahren Berufserfahrung. Das erste von drei viertägigen Modulen beginnt am 28. Oktober 2013.  bp

QR-Code mit dem Smartphone einscannen oder auf www.oehv.at informieren

Erfolg durch eine einheitliche Marke Die Partner der vor fünf Jahren gegründeten ARGE Donau präsentieren eine erfolgreiche Bilanz.

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ie ARGE besteht aus den fünf Partnern WGD-Tourismus GmbH, Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, Oberösterreich Tourismus, Niederösterreich Werbung GmbH und WienTourismus. Gemeinsames Ziel ist es, die Donau als „elementares österreichisches Tourismusangebot“ und -marke im Inund Ausland zu positionieren und die drei Donauregionen in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien über gemeinsame Produkte und Themen (Radfahren, Wandern, Schifffahrt, Natur, Kultur und Kulinarium in Stadt und Land) zu verbinden und dabei mit europäischen Projekten (z. B. EU-Donauraumstrategie vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer) zu kooperieren. Zu den bisherigen Maßnahmen neben einem eigenen Gästemagazin „DONAU. das magazin“ und Auftritten auf der ITB in Berlin zählen etwa,

wie ARGE-Geschäftsführerin Petra Riffert ausführte, eine professionelle Radzählung und eine Gästebefragung: Demnach nutzten 630.000 Personen 2012 den Donauradweg. Im Rahmen des Tourismusmonitors T-MONA sind die Hauptherkunftsmärkte in der Region Österreich (45 %) und Deutschland (34 %). Aktueller Schwerpunkt ist laut ARGE-Geschäftsführer Bernhard Schröder eine inhaltliche Markenallianz „Donau Österreich“ aller Partner. Neben der Bearbeitung der Nahmärkte Österreich und Süddeutschland soll in Zukunft eine stärkere Internationalisierung durch die Partnerstädte Linz, Wien, Passau und Bratislava erfolgen. Aktuell in Arbeit ist eine Digitalisierung des Donauradweges und der einzelnen Etappen zur interaktiven Darstellung sowie ein gemeinsamer WebAuftritt bis Sommer 2014. cr


Tourismus t

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Inter view

Ein Stück weit Erntezeit Christian Schützinger, Geschäftsführer Vorarlberg Tourismus GmbH, im Gespräch mit der ÖGZ über Tourismus-Werbung, Marke, Entwicklung und Zukunftsstrategie. Text: Karin Sauro

Info Ludwig Berchtold, Vorarlberg Tourismus, Vorarlberg Tourismus GmbH

Die Vorarlberg-App Mit der neuen App „Vorarlberg Sommertouren“ ist es möglich, ca. 400 Wander- und 40 Mountainbike-Tipps interaktiv abzurufen. Zu allen erfassten Routen lassen sich nützliche Informationen ausdrucken und herunterladen: von der Karte über die Christian Schützinger, Geschäftsführer Vorarlberg Tourismus GmbH

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Wegbeschreibung bis hin zum Höhenprofil und GPS-Daten. Die App ist gratis erhältlich im AppStore für iPhone und iPad und im Google Play Store für An-

Wolfernstraße 46 • A-4400 Steyr T: +43.72 52.889-0 www.woegerer.at

droid (Suche nach „Vorarlberg“).

V

orarlberg Tourismus war ursprünglich ein Verein. Gegründet wurde dieser bereits 1893 in Dornbirn. Initiatoren waren Wirtschaftsunternehmen, Industrielle, die damals schon erkannt haben, wie wichtig ein gastfreundliches Land für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen ist. Im Jahr 2008 etablierte sich der Verein als Gesellschaft mbH, in der das Land 100 Prozent Eigentümer war. Seit 2013 hat die Wirtschaftskammer Vorarlberg einen 25 Prozent Gesellschaftsanteil und damit einen garantierten Sitz im Aufsichtsrat.

Tourismusstrategie 2020 Die neue Konstellation ist für Tourismus-Experte Christian Schützinger ein Signal, dass die Verbindung zwischen öffentlicher Hand und der Interessenvertretung der Unternehmer verbindlich gestaltet wird und es so den Unternehmen und Betrieben in der Tourismuswirtschaft gelingt, weiterhin erfolgreich zu sein. „Ohne Zusammenarbeit auf betrieblicher Ebene mit Tourismusmarketing und gesetzgebender Kraft geht es nicht. Nur wenn diese drei Teile zusammenwirken, ist Erfolg möglich.“ Beherbergungsbetriebe sind in Vorarlberg Familienbetriebe. Im Gegensatz zu großen Hotelketten ist es für diese Kleinstunternehmen nicht einfach, sich am Markt erfolgreich zu behaupten. Aber genau die familiär geführten Unternehmen seien wichtig für das regionale Flair und damit für die Tourismusentwicklung im Land. In den vergangenen zehn Jahren habe man annähernd 7000 Gästebetten verloren, vor allem im Privatzimmersegment. „Diese Entwicklung muss eingebremst werden. Darum ist es notwendig, dass diese drei zusammenarbeiten. Mit der Entwicklung der Tourismusstrategie 2020 ist dieses Bewusstsein verstärkt worden. Damit haben wir für Vorarlberger Verhältnisse optimale Rahmenbedingungen geschaffen. Es geht hier gar nicht so sehr um die Geldmittel, sondern um die Zusammenarbeit bei Entwicklungsprojekten.“ In dieser Konstellation könne Netzwerkarbeit forciert werden. Dies bedeute nicht, dass stets alles gleich auf einen Nenner gebracht

werde. Die Beteiligten haben naturgemäß differenzierte Aufgaben und Interessen. „Aber es gibt eine Schnittstelle, wo wir gemeinsam anpacken können. Die Zusammenarbeit wird stabilisiert und ist nicht vom Wohlwollen oder Gutdünken einzelner Personen abhängig.“ Eines der großen Projekte aus dieser Strategie sei ein Miteinander in der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs. Was im urbanen Raum selbstverständlich ist, werde im ländlichen Raum zur Herausforderung. Vorarlberg ist ein Land ohne Flughafen und beherbergt viele Gäste in den Bergen und entlegenen Tälern. Mit dem Mobilitätsprojekt könne man vorhandene Lücken sichtbar machen. Noch sei es im alpinen Raum nicht selbstverständlich, dass Fahrplanauskunft und Freizeitangebot verlinkt sind, wie das im urbanen Raum vorgezeigt werde. „Das ist primär kein Marketingthema, sondern Aufbauarbeit im Tourismussystem.“

Verbundmarke Vorarlberg Vorarlberg beteiligt sich wie auch andere Bundesländer an der Österreich Werbung. „Sie haben ein ganzes Netz an Außenstellen, kennen die jeweilige Szene und die Multiplikatoren. Und wir naschen dabei auch am guten Ruf, den Österreich genießt, mit.“ Vorarlberg Werbung punktet mit landschaftlicher Attraktivität und einem kleinen Unterschied: „Die Menschen in Vorarlberg und die Art und Weise, wie sie ihr Leben gestalten, bringen im Ambiente einen kleinen Unterschied. Die Vorarlberger haben ein sehr hohes Qualitätsbewusstsein, sind enorm engagiert, wollen alles perfekt machen.“ Diese Eifrigkeit führe zu sehr vitalen Dörfern. Erkennen kann man diese Vitalität u. a. in der Bautätigkeit. Die Vorarlberger Baukultur zeigt mit Liebe gestaltete und renovierte Häuser. „Das Volk ist vielleicht nicht so leichtfüßig wie beispielsweise das italienische. Es ist ernsthafter, aber auch verlässlicher, hat hohe Qualitätsansprüche. Mit dieser Erkenntnis sprechen wir ganz gezielt einen Gast an, der das liebt.“ Dass dies gelingt, zeigt die ausgezeichnete Bewertung in der Gästezufriedenheit mit der Note 1,3 aus der

alle zwei Jahre stattfindenden österreichweiten Gästebefragung. Der Fokus der Werbung liegt neben Wanderund Mountainbike-Urlaub sehr stark auf Kultururlaub oder einer Kombination aus Kultur und Berg. Beispielsweise bietet Bludenz unter dem Titel „Berge hören“ geführte Wanderungen mit „Na-

tur hören“ und Musikbegleitung. Das neu eröffnete Vorarlberg Museum in Bregenz engagiert sich mit seinen Ausstellungen ebenfalls im Netzwerk. Die letzte Wintersaison war die beste aller Zeiten, auch die Sommersaison davor. Der Trend zu kürzeren Aufenthalten habe sich bestätigt und finde sowohl

im Winter als auch im Sommer statt. „Es sind jetzt 4,3 Tage im Winter und 3,4 Tage im Sommer. Da wir uns schon lange mit dieser Entwicklung befassen, gelingt es immer besser, damit umzugehen und diese Nachfrage abzuschöpfen. Ein weiteres Zeichen für die Kreativität und Professionalität unserer Betriebe.“

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Thema

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Infografik

Soll in Gastronomie & Hotellerie generelles Rauchver-

Höhe der Investition in Trennung

bot eingeführt oder derzeitige gesetzl. Regelung

Raucher- und Nichtraucherbereich

beibehalten werden? (in Prozent)

(in Prozent, Basis: Personen, die in Trennung investiert haben)

bis zu 1.000 € 44 44

52 generelles Rauchverbot einführen

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derzeitige gesetzliche Regelung beibehalten

a43+13242

6

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weiß nicht / keine Angabe

bis zu 3.000 €

19

bis zu 5.000 €

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bis zu 10.000 €

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Investitionen in Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereich getätigt?

JA

weiß nicht / k.A.

(in Prozent)

NEIN

mehr als 10.000 € 14

Gesetz hat mein Unternehmen nicht betroffen

Foto: Thinkstock / Grafik: Chaibi

Auftraggeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH Methode: Online-Befragung zIelgruppe: Österreichische Gastronomie-, Tourismus- und Hotellerie-/Beherbergungsbetriebe StichprobengröSSe: 253 Befragte Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 6,2% Feldarbeit: 13. bis 19. September 2013 Peter Hajek Public Opinion Strategies GmbH • Image-Befragungen • Zufriedenheitsmessungen • Zielgruppensegmentierung • Erhebung Kundenpotenziale • Reputationsanalysen Dorotheergasse 7, 1010 Wien T: +43 (1) 513 2200-0 F: +43 (1) 513 2200-60 E: office@peterhajek.com www.peterhajek.com

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Positiver Herbstauftakt für die Branche Das zuletzt kontroversiell diskutierte Thema Raucherschutz spaltet auch die heimischen Gastronomen und Hoteliers. 52 Prozent der Branche sind dafür, gleich ein generelles Rauchverbot in Gastronomie und Hotellerie einzuführen, immerhin 44 Prozent wollen die derzeitige gesetzliche Regelung zum Nichtraucherschutz beibehalten. Schließlich haben 42 Prozent der Gastronomen, Touristiker und Hoteliers auf Basis des neuen Tabakgesetzes vor drei Jahren Investitionen in die Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereichen

Rauchfreie Zugänge sind nötig

Generelles Rauchverbot Hörl versus Schützenhöfer: Lieber steirische Reformen vorantreiben, anstatt kleine Wirte gefährden.

Das Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes führt leider zu einer völlig unerwarteten und sehr unerfreulichen Verschärfung des Tabakgesetzes.

Text: Irene Stelzmüller

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schaftlich, sondern auch gesellschaftlich sehr kritisch. „Es muss auch in Zukunft Raum für beide geben“, so Hörl. „Für viele arbeitende Menschen zählt das Feierabendbier zum gewohnten Tagesablauf. Und das findet eben meist im kleinen Beisl und nicht im SchickimickiLokal statt!“ Schützenhöfer solle sich vielmehr auf weitere dringend notwendige Reformschritte im eigenen Bundesland konzentrieren. „Vielleicht kommt die Steiermark dann ja irgendwann auf jenen Stand der effizienten öffentlichen Verwaltung, der in Tirol schon längst selbstverständlich ist“, so Hörl.

Text: Irene Stelzmüller

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Archiv

ritik an der Aussage zu einem generellen Rauchverbot vom steirischen LHStv. Hermann Schützenhöfer übt der Tiroler VP-Nationalratsabgeordnete und Tourismussprecher Franz Hörl. „Ein solches Verbot würde tausende kleine Wirte im ganzen Land massiv in ihrer Existenz bedrohen und für viele das sichere Ende bedeuten“, so Hörl. Österreich gehe in Sachen Rauchverbot den einzig sinnvollen Weg des Miteinander. „Die Schutzmaßnahmen in der Gastronomie wurden Schritt für Schritt intensiviert, und dies ist auch zu begrüßen“, so Hörl. Ein totales Verbot sieht er jedoch nicht nur wirt-

Tourismussprecher Franz Hörl

getätigt. Ein Viertel derer, die investiert haben, hat bis zu 3.000 Euro für Umbauarbeiten bezahlt, ein weiteres Viertel bis zu 5.000 Euro, und immerhin 24 Prozent geben an, über 10.000 Euro für Umbaumaßnahmen investiert zu haben. Vor diesem Hintergrund liegt es auf der Hand, dass sich die Betroffenen nun auf die bestehende gesetzliche Regelung verlassen können möchten. Auf der anderen Seite besteht auch ein Wunsch nach einer eindeutigen gesetzlichen Lösung anstatt einer erneuten „österreichischen Lösung“ mit Ablaufdatum.

em Erkenntnis zufolge ist es Gästen ab sofort nicht mehr zumutbar, beim Betreten des Gastronomiebetriebes bzw. auf dem Weg zur Toilette durch einen Raucherbereich gehen zu müssen. Somit werden die Behörden nur mehr komplett abgegrenzte Raucherräume (weder am Beginn des Lokals noch als Durchgangsraum zu den Toiletten) für zulässig erachten. Dies widerspricht zwar der bisherigen Rechtsansicht des Gesundheitsministeriums, ist aber doch geltendes und anzuwendendes Recht, da es sich um ein höchstgerichtliches Urteil handelt. „Der Rechtsweg ist ausgeschöpft, eine Berufung nicht möglich“, betont Fachverbandsgeschäftsführer Dr. Thomas Wolf. Das Gesundheitsministerium hat seine bisherige Rechtsansicht bereits als „überholt“ bezeichnet und die Verwaltungsbehörden angewiesen, bei Anzeigen Strafverfügungen nach der neuen Rechtslage zu erteilen. Die selbsternannten „Rauchersheriffs“ sind unermüdlich unterwegs, um Betriebe anzuzeigen. Die Wirtschaftskammer Salzburg empfiehlt, falls der Betrieb den neuen Vorgaben des Höchstgerichts nicht entspricht, diese Bereiche momentan komplett rauchfrei zu machen, um Anzeigen und Strafen zu vermeiden.

Politische Gespräche sind bereits im Gange. Vor allem im Hinblick auf die im guten Glauben an das Gesetz getätigten Investitionen prüft der Fachverband Gastronomie Möglichkeiten, um die Republik in die notwendige Verantwortung zu nehmen. „Wir schätzen, dass etwa 12.000 Betriebe in ganz Österreich rund 96 Millionen Euro in Umbauten wie Trennwände investiert haben. Wir haben nun zwei Optionen: Die Politik repariert den § 13 des Tabakgesetzes, oder wir führen eine Schadenersatzklage gegen die Republik. Hierfür benötigen wir einen entsprechenden Anlassfall“, erklärt FV-Obmann Helmut Hinterleitner. „In Wien hat jeder Gastronom durchschnittlich 7.000 Euro in Trennwände und andere Maßnahmen investiert. Die Kosten gehen sogar bis zu 50.000 Euro“, weiß FG-Obmann-Stv. der FG Gastronomie Peter Dobcak und ergänzt: „Wir haben mit 800 Gastronomen gesprochen, und jeder Sechste denkt ans Zusperren. Hochgerechnet betrifft dies 1.000 Betriebe, dadurch würden auch

rund 5.000 Arbeitsplätze verlorengehen.“ Spartenobmann Albert Ebner jun. empfiehlt: „Trotz aller Bemühungen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abzusehen, welche Entwicklung der Nichtraucherschutz in der Gastronomie nimmt. Aus diesem Grund sind weitere Investitionen vorerst in Hinblick darauf zu überdenken.“

Thinkstock

Österreichs Gastronomie-, Tourismus- und Hotelleriebetriebe gehen mit Zuversicht in den Herbst. 41 Prozent bewerten die gegenwärtige wirtschaftliche Lage als positiv, lediglich 16 Prozent sehen ihren Betrieb in schlechter wirtschaftlicher Lage. Die Nachfragesituation in den letzten sechs Monaten bewertet die Branche mit 26 Prozent „Eher verbessert“-Nennungen positiver als zuletzt, für die kommenden sechs Monate sehen die Befragten überwiegend eine gleichbleibende Entwicklung.


Cityfotos

Veranstalterpreis Oberösterreich 2013 Gewinner in drei Kategorien ermittelt: „Gastronomie“: Gasthausbrauerei „Zum Alfons“, Redlham „Event“: Anni Lichtenegger mit den Gamsjagatagen in Bad Goisern „Tourismus“: Innviertler Bierregion mit „Biergala“ im Loryhof Das besondere Engagement für lebende Musik in Österreich honoriert der Veranstalterverband alljährlich mit dem Veranstalterpreis. Im Leondinger Hotel „Kremstalerhof“ bat der Veranstalterverband Oberösterreich mit Landesobmann KR August Oberndorfer-Wagner an der Spitze jene oberösterreichischen Unternehmen auf die Bühne, die mit ihren Aktivitäten im letzten Jahr besondere Akzente gesetzt haben. Der OÖ. Veranstalterpreis 2013 wurde in den drei Kategorien „Gastronomie“, „Event“ und „Tourismus“ vergeben.

Immer etwas los in der Gasthausbrauerei „Zum Alfons“ Den OÖ. Veranstalterpreis 2013 in der Kategorie „Gastronomie“ konnte KR August Oberndorfer-Wagner, der auch Vizepräsident des Veranstalterverbandes Österreich ist, gemeinsam mit Veranstalterverband-Österreich-Präsident KR Fritz Kaufmann, Tourismusspartenobmann Robert Seeber, Gastronomie-Fachgruppenobfrau Eva Maier und dem Landesgeschäftsführer des oö. Veranstalterverbandes, Dr. Peter-Paul Frömmel, an Alfons Baldinger von der Rutzenhamer Gasthausbrauerei „Zum Alfons“ überreichen. Das Gasthaus der Familie Baldinger in Bergern, Gemeinde Rutzenham bei Schwanenstadt, ist bereits seit drei Generationen im Familienbesitz. Mit der Übernahme im Jahr 1991 haben sich Alfons und Dorothe Baldinger für die Erlebnisgastronomie entschlossen. Dafür sorgen die Baldingers neben kulinarischen Spezialitäten für jeden Geschmack vor allem mit dem selbstgebrauten „Alfonsbier“, das zweimal wöchentlich gebraut wird und für die Gäste ausschließlich beim „Alfons“ auf den Tisch kommt. Die Wahl hat man zwischen einem normalen untergärigen Bier und einem Weizenbier, beide nach speziellen eigenen Rezepten gebraut. Mehrmals jährlich „locken“ die Baldingers aber auch mit musikalischen Leckerbissen in ihren Betrieb nach Bergern. Der Bogen wird dabei weit über den regionalen Rahmen hinaus

gespannt. So verweisen Dorothe und Alfons Baldinger auf Auftritte verschiedenster Musikgruppen wie zum Beispiel der Grubertaler, der Zillertaler Haderlumpen, von Sigrid und Maria oder Marc Pircher. Wie sehr sich die Wirtefamilie Baldinger in ihrem Betrieb der Musik verbunden fühlt, spiegelt sich u. a. auch darin wider, dass es sogar eine eigene „Hymne“ gibt, kreiert und gewidmet von der Haus- und Hofband „Die Teufelskerle“. Detailinformationen unter www.zum-alfons.at

Gamsjagatage locken Jung und Alt in Scharen nach Bad Goisern In der Kategorie „Event“ durfte sich Anni Lichtenegger von der Goiserer Incoming-/Outgoing-Agentur Avista für die Gamsjagatage über den OÖ. Veranstalterpreis 2013 freuen, wozu ihr vor allem auch der Obmann der oö. Freizeitbetriebe und Tourismusspartenobmann-Stellvertreter, KR Manfred Grubauer, ganz herzlich gratulierte. Zumeist mit Dirndl, Lederhose, Goiserer Schuhen und dem schmucken Gamsbart am Hut gerüstet, kamen zur 53. Auflage dieser originellen und einzigartigen Veranstaltung wieder unzählige Gäste aus dem In- und auch Ausland nach Bad Goisern. Was keineswegs verwundert, gelang doch Anni Lichtenegger und ihrem Team in sehr ansprechender Weise der Spagat zwischen traditionsreichem Brauchtum und jeder Menge Exotik. „Nirgendwo sonst werden die alten Traditionen mit so viel humorvollem Augenzwinkern gepflegt als bei den Gamsjagatagen“, verrät Lichtenegger. Neben bewährten Klassikern wie Gamstrophy, Gamskitztreffen, Handwerksausstellung und Schmankerlmarkt lockten heuer viele neue, auch orientalische Programmpunkte sowie ein breites Musikprogramm, von Oberkrainer-Musik mit der Hauskapelle Avsenik über die Global Kryner (in Kombination mit den Gaflenzer Plattlern) bis hin zur Original Wiener Strauss Capelle, Darbietungen der Heuschober Kojotenmusi und diverser Musikkapellen. Details darüber findet man auf www.gamsjagatage.at

Bier als zentraler Imageträger für die Region Innviertel In der Kategorie „Tourismus“ gelang es dem Verein „Innviertler Bierregion“, die Juroren mit seiner „Biergala“ im Wippenhamer Loryhof am meisten zu beeindrucken, freut sich mit den Innviertler Bierfreunden auch OÖ-Tourismus-Geschäftsführer Mag. Karl Pramendorfer über den OÖ. Veranstalterpreis 2013. „Das Innviertel ist der Landstrich mit der österreichweit größten Dichte an Brauereien, was uns letztlich dazu bewogen hat, das Thema Bier zum zentralen Imageträger für die Region zu machen und die regionale Biervielfalt weiter zu stärken“, freut sich Mag. Andrea Eckerstorfer vom Verein „Initiative Lebensraum Innviertel“, für dieses ambitionierte Ziel Tourismusverbände, Wirtschaft sowie vor allem auch sieben regionale Privatbrauereien und mehr als 30 Gastronomiebetriebe engagiert im Boot zu haben. Neben der letztjährigen Auftaktveranstaltung im Loryhof mit über 250 Gästen und „Bierpapst“ Conrad Seidl bemüht man sich mit diversen Veranstaltungen wie dem „Biermärz“, dem „Brausilvester“ und anderen bierspezifischen Schwerpunkten, die Bierregion Innviertel breitesten Kreisen bekanntzumachen, verrät der Obmann dieser Bierregion, Johann Frauscher. Genauere Details zu diesem „Tourismusprojekt“ finden Interessenten auf www.innviertelbier.at

Veranstalterverband Österreich für 55.000 Mitglieder im Einsatz

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Entgeltliche Einschaltung

Der Veranstalterverband Österreich (VVAT) agiert für die heimischen Tourismusbetriebe als kompetenter Partner für Musik. „Er vertritt und berät alle gewerblichen Betriebe und privaten Veranstalter, die musikalische und literarische Urheberrechte nutzen“, erklärt VVAT-Präsident KR Fritz Kaufmann. Der Verband zählt aktuell rund 55.000 Mitglieder in allen Bundesländern Österreichs. Musikbetriebe wie Diskotheken, Heurige, Hotels mit Tanzmusik, Jazz-Clubs und Bars gehören ebenso dazu wie Gastronomie- und Handelsbetriebe mit Hintergrundmusik.

Mit Veranstalterverband-Landesobmann August Oberndorfer-Wagner freuen sich Alfons Baldinger, Chef der Gasthausbrauerei „Zum Alfons“, Andrea Eckerstorfer von der Innviertler Bierregion, VVAT-Präsident Fritz Kaufmann, VVAT-Bundesgeschäftsführer Andreas Hüttner, Gamsjagatage-Veranstalterin Anni Lichtenegger, Landesgeschäftsführer ­Peter-Paul Frömmel, Tourismusspartenobmann Robert Seeber und OÖ-TourismusGeschäftsführer Karl Pramendorfer über den OÖ. Veranstalterpreis 2013

Veranstalterverband-Landesobmann August Oberndorfer-Wagner, ­Gastronomie-Fachgruppenobfrau Eva Maier, VVAT-­Präsident Fritz Kaufmann, Alfons Baldinger, Chef der ­Gasthausbrauerei „Zum ­Alfons“, Landesgeschäftsführer Peter-Paul Frömmel und ­VVAT-Bundesgeschäftsführer Andreas Hüttner


Wo Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen Die Österreich Werbung veranstaltet Ende Jänner 2014 die größte österreichische Tourismusfachmesse atb_sales, bei der sich alles um die neuesten Trends im heimischen Tourismus drehen wird. Die atb_sales 2014 wird ein exklusiver Marktplatz sein, bei dem österreichische Anbieter auf etwa 400 internationale Einkäufer aus rund 30 Ländern treffen. Die Zahlen sprechen für sich: Wenn die atb_sales vom 26. bis 28. Jänner 2014 in der Reed Messe Wien ihre Türen öffnet, werden rund 600 österreichische Aussteller ihr touristisches Angebot vor bis zu 400 internationalen Einkäufern präsentieren. Dies macht die atb_sales 2014 nicht nur zur größten Tourismus-Fachmesse des Landes, sondern auch zu einem Fixtermin für heimische Touristiker. Von Sonntagmittag bis Dienstagabend wird sich in der Reed Messe Wien alles um die neuesten Trends, Angebote und Kooperationen im österreichischen Tourismus drehen. Die atb_sales ist ideal für Touristiker, die ihrem Angebot die größtmögliche Aufmerksamkeit eines interessierten Fachpublikums sichern wollen. Denn auf diesem exklusiven touristischen Marktplatz treffen Aussteller mit ihren buchbaren Angeboten direkt auf verhandlungsberechtigte Einkäufer. Dass die Messe dabei ausschließlich auf das österreichische Tourismusangebot fokussiert, erhöht den Reiz einer Teilnahme noch zusätzlich. In gewohnt professioneller Weise wird die atb_sales 2014 eine ideale Plattform für die Gäste aus dem Inund Ausland sein, um neue Kontakte zu knüpfen, Geschäfte anzubahnen oder bestehende Kundenbeziehungen noch weiter zu vertiefen.

Angebot und Business-Talk Den Ausstellern stehen in der Halle D der Messe Wien rund 7.000 m² zur Präsentation ihres vielfältigen Angebots – von Hotelbetrieben und Urlaubsregionen bis hin zu kulturellen Highlights – zur Verfügung. Auch Businessgespräche sind mit Sicherheit fruchtbarer, wenn sie in lockerer Atmosphäre stattfinden. Aus diesem Grund werden in der Messehalle bis zu drei Kaffeehäuser aufgebaut. Neben Kaffeespezialitäten und anderen Getränken werden hier auch kleine kulinarische Köstlichkeiten serviert. Die Kaffeehäuser werden von verschiedenen Partnern der Österreich Werbung ausgerichtet und bieten jedes für sich ein besonderes Highlight. Aussteller haben damit neben der klassischen Messepräsenz auf der atb_ sales die Möglichkeit, mit einem eigenen Kaffeebereich die österreichische Gastlichkeit unter Beweis zu stellen und damit gleichzeitig den Einkäufern eine angenehme und entspannte Atmosphäre für Fachgespräche außerhalb der Kojen zu bieten. Aussteller, die die Gelegenheit nutzen möchten, einen Kaffeebereich auf Österreichs größter Tourismusfachmesse zu betreiben, wenden sich bitte bis 11. Oktober direkt an die Österreich Werbung.

Den etwa 600 österreichischen Ausstellern stehen rund 7.000 m² zur Präsentation ihres vielfältigen Angebots zur Verfügung

Glanzvoller Auftakt

Bei der „Welcome Reception“ der Österreich Werbung Sonntagabend werden nationale und internationale Top-Entscheider im prachtvollen Ambiente des Wiener Rathauses in entspanntem Ambiente erstmals aufeinandertreffen. Die Eröffnungsveranstaltung ist eine erste gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Auch das Urlaubsland Österreich präsentiert sich dabei von seiner besten Seite – mit einem anspruchsvollen, qualitätsbewussten Programm, das die Gäste auf charmante, augenzwinkernde und überraschende Art und Weise durch den Abend begleitet. Im Anschluss an den ersten Ausstellungstag am Montag können die Teilnehmer am Abend im Rahmen der „Networking Parties“ die neu gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke Revue passieren lassen. Gleichzeitig sind die „Networking Parties“ ideale Plattformen für informelle Gespräche abseits des Messegeschehens und eine gute Gelegenheit, die neuen Kontakte zu vertiefen, weitere zu knüpfen oder vielleicht

sogar gemeinsame berufliche Pläne zu schmieden. Auch hier trumpft das Urlaubsland Österreich mit seinen vielen Stärken auf: Erwartet werden kann ein Programm, das weder kulinarisch noch in puncto Unterhaltung etwas zu wünschen übrig lässt. Interessenten, die ihr Angebot im Rahmen einer „Networking Party“ exklusiv internationalen Topeinkäufern und Geschäftspartnern präsentieren und damit ihr Unternehmen in den Mittelpunkt des Messegeschehens rücken wollen, haben derzeit noch die Gelegenheit, sich bis 11. Oktober mit einem schriftlichen Konzept zu bewerben. Touristiker können jetzt die Chance nutzen, ihre Angebote für den Winter 2014/2015, den Sommer 2015 und – last minute – sogar auch noch für den Sommer 2014 vor einem großen, internationalen Fachpublikum zu präsentieren! Noch bis 11. Oktober haben Aussteller die Gelegenheit, sich einen Messeplatz zu sichern.

Information Das Programm im Überblick Sonntag, 26. Jänner 2014 12.00–18.00 Uhr: Akkreditierung und Kojeneinrichtung 19.00–23.00 Uhr: Die Österreich Werbung lädt zur „Welcome Reception“ ins Wiener Rathaus Montag, 27. Jänner 2014 ab 7.30 Uhr: Einlass Messe Wien 9.00–18.00 Uhr: atb_sales, Messe Wien 20.00–02.00 Uhr: „Networking Parties“ in Wien Dienstag, 28. Jänner 2014 ab 8.00 Uhr: Einlass Messe Wien 9.00–14.00 Uhr: atb_sales, Messe Wien

Entgeltliche Einschaltung

Ort: Messe Wien, Halle D Messeplatz 1 1021 Wien Alle wichtigen Informationen zur Teilnahme an der atb_sales 2014 sowie das Programm unter: http://atbsales.austriatourism.com

ÖW setzt auf zukunftsorientierte Verkaufsförderungsplattformen Der Verkauf und Vertrieb touristischer Produkte hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Neue Vertriebskanäle, etwa über Internet oder branchenfremde Anbieter, entstehen, und einschneidende Veränderungen auf der Reisemittlerseite, etwa durch Konsolidierungen oder die Auflösung von Grenzen zwischen Reiseveranstalter und Mittler prägen die Herausforderungen. Außerdem führt das permanent sich ändernde Kundenverhalten zu immer rascheren Produktlebenszyklen und damit zur Notwendigkeit, zeitnah auf geänderte Trends und Nachfragen zu reagieren. Vor diesem Hintergrund hat die Österreich Werbung ein neues Gesamtkonzept der Verkaufsförderung entwickelt. Dieses beruht auf drei Säulen: 1. Bei der atb_experience treffen alle zwei Jahre internationale CEOs, Produktentwickler und Multiplikatoren aus den wichtigsten touristischen Herkunftsmärkten auf die „besten

Köpfe“ des österreichischen Tourismus. Die erste atb_experience ging im Mai dieses Jahres erfolgreich über die Bühne. Auf dem Programm standen Produkterlebnis, Networking und Wissensaustausch für ausgewählte Entscheidungsträger aus den wichtigsten touristischen Herkunftsmärkten. 2. In geraden Jahren, beginnend ab 2014, liegt bei der atb_ sales der erklärte Fokus auf dem Verkauf. Die bisherige actb wird dabei zum exklusiven Handelsplatz weiterentwickelt, der ausschließlich auf das österreichische Angebot fokussiert. 3. Als dritte Säule werden parallel zu den beiden Plattformen im Inland die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Herkunftsmärkte zugeschnittenen Verkaufsförderungsplattformen optimiert und verstärkt. www.austriatourism.com


Mit besten Empfehlungen

Wer belastet, verliert

92 Prozent der Tourismusmitarbeiter würden ihren Arbeitgeber weiterempfehlen.

Fortsetzung von Seite 1

Vor diesem Hintergrund ist auch das Ergebnis der ÖHV-Wahlumfrage zu sehen: Erstmals hat die ÖHV ihre Mitglieder gefragt, wem sie bei der

ÖHV-Umfrage

Quelle: ÖHV 2013 / Grafik: Stanek

In diesem Moment werden in der Wiener Staatsoper die letzten Premierenkarten verkauft. Sie sollten sich beeilen. WIEN-HOTELS & INFO info@wien.info TEL. +43 (0) 1 24 555 WWW.WIEN.INFO

Wiener Staatsballett, Erste Solotänzerinnen, Maria Yakovleva, Nina Poláková and Olga Esina

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NEOs

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2013

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2008

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FPÖ

Allen gegenteiligen Versprechen zum Trotz werden auf Betriebsvermögen schon jetzt Substanzsteuern eingehoben: Grundsteuern und Grunderwerbsteuern. Laut KMU Forschung Austria würden die neu geplanten Substanzsteuern Leitbetriebe stark treffen, ihre

2008

Substanzsteuern

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36

keine

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2013

2008

Als Gründe für eine Ausbildung im Tourismus wurden „attraktiver Job“, „internationale Einsatzmöglichkeiten“, „interessante Aufgaben“ und „gute Verdienstmöglichkeiten“ genannt. Die Top-5-Kriterien für einen Arbeitgeber sind gutes Betriebsklima, Verdienstmöglichkeiten, Unterstützung in der Einarbeitungszeit, dass der Job der Qualifikation entspricht sowie die gute Mitarbeiterverpflegung. Die Umfrage hat auch ergeben, dass jeder Zweite das Internet zur Stellensuche verwendet. Rund 40 Prozent informieren sich beim Arbeitsmarktservice und über die Karriere-Webseiten der jeweiligen Betriebe.  bp

Viele Unentschlossene

ÖVP

Betriebsklima wichtig

kommenden Nationalratswahl ihre Stimme geben. Überraschend hoch ist mit 38 Prozent der Anteil der Unentschlossenen. 36 Prozent gaben an, die ÖVP wählen zu wollen – nach 48 Prozent beim letzten Mal. Die anderen Parteien müssten mit Ergebnissen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich sogar um den Einzug in den Nationalrat bangen. Mit 9 Prozent liegen die NEOS mit ÖHV-Ehrenpräsident Sepp Schellhorn in der Branchenumfrage deutlich höher als in anderen Umfragen.

2013

Zwischen den einzelnen Berufsfeldern gebe es deutliche Unterschiede, erläutert Depner-Berger. Albert Ebner leitet daraus einen Handlungsbedarf in den Berufsfeldern Küche und Service ab: „Ich denke, dass sich jeder Betrieb Gedanken machen sollte, warum die Zufriedenheit hier vielleicht nicht ganz so hoch liegt und wo es bei den einzelnen Punkten Ansätze für eine Verbesserung geben kann.“

EGTs halbieren. Übergaben würden zehn Jahresergebnisse kosten, bevor noch ein Cent investiert wurde. „Das geht sich im besten Betrieb nicht aus“, so Hoch. In Deutschland dagegen hat man mit der Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 7 Prozent die Belastung der Hotellerie effektiv gesenkt.

2008

m Land Salzburg würden neun von zehn Tourismusmitarbeitern ihren derzeitigen Arbeitgeber weiterempfehlen. Fast ebenso viele würden sich selbst wieder für eine Ausbildung im Tourismusbereich entscheiden, 13 Prozent eher nicht. „Dieses Ergebnis ist für uns durchaus erfreulich“, kommentiert der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Albert Ebner, die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage des Instituts für Grundlagenforschung (IGF) für die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKS. Verglichen mit anderen Branchen schneide die Tourismusbranche gut ab, zieht IGF-Geschäftsführerin Ernestine Depner-Berger Vergleiche zu anderen Wirtschaftszweigen. Allerdings zeigen Detailergebnisse, dass etwa Rezeptionisten mehrheitlich „auf alle Fälle“ wieder ihren Beruf ergreifen würden, während bei Köchen dieser Wert nur bei 25 Prozent liegt. Das Servicepersonal befindet sich prozentuell dazwischen. In Küche und Service sind dafür die Werte für „Würde eher schon wieder eine Ausbildung im Tourismusbereich machen“ deutlich höher.

Vor jeder Nationalratswahl versprechen alle Parteien, dass sie die Lohnnebenkosten senken werden. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. „Tatsächlich haben sich diese durch die Auflösungsabgabe massiv erhöht, die besonders die Saisonbetriebe trifft“, ärgert sich Michaela Reitterer. Internationale Hotelpreisindizes weisen übereinstimmend einen Preisrückgang um fünf Prozent für Österreich aus. Allein die Mitarbeiterkosten je Nächtigung stiegen in der Hotellerie von 2004 bis 2012 um 37 Prozent. Sie fordert auch eine Senkung der AUVA-Beiträge, da trotz steigender Beschäftigungszahlen im Tourismus die Zahl der Arbeitsunfälle um 40 Prozent gesunken ist. „Eine Senkung von 0,2 Prozent würde die Hotellerie um 200 Millionen Euro entlasten“, rechnet Michaela Reitterer vor.

SPÖ

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Tourismus

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Mein ung

Umf rage der Woche

Was erwarten Sie sich von einer neuen Regierung? Peter Dobcak, La Boule, Wien „Hier gibt es ein paar wesentliche Punkte, die umgehend repariert gehören, wie etwa das Tabakgesetz, mit dem Ziel, dessen ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Wichtig ist auch die Bereinigung der Gewerbeordnung, sprich die Durchforstung der überbordenden Verordnungen, um einerseits den Unternehmern und andererseits der kontrollierenden Behörde (Magistrat) die Arbeit zu erleichtern. Und von den Sozialpartnern eine Überarbeitung des Kollektivvertrags, der den heutigen Anforderungen entspricht. Die Fremdsprachenzulage ist überholt und hat im Tourismus keinen Platz mehr, ebenso die Zuschüsse für Bekleidung oder die Nachtarbeitszulage.“ Günter W. Hager, Josef Linz, Linz „In Anbetracht der aktuellen Situation das Tabakgesetz betreffend, erwarte ich von der neuen Regierung, dass sie zu den verabschiedeten Gesetzen steht. In Linz gab es in letzter Zeit 60 Anzeigen und die Überprüfung dieser Anzeigen geht auf die Kosten der Steuerzahler. Auch eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ist dringend nötig – wir haben einfach Spitzenzeiten, die zu bewältigen sind. Der Stellenwert der Gastronomie muss gehoben werden, ein Tourismusminister wäre ein Schritt in die richtige Richtung.“ Hans-Peter Berti, Unterbergerwirt, Dorfgastein „Die Personalkosten explodieren. Die Arbeit muss endlich steuerlich entlastet werden, sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite. Wer fleißig ist, wird bestraft. Dadurch wird es schwieriger, Leute zu motivieren, mehr zu arbeiten. Es bleibt immer weniger im Geldbörsel. Das sind die Probleme. Themen wie Tabakgesetz oder Nachhaltigkeit sind dagegen Peanuts. Die Politik beschäftigt sich lieber mit Nebensächlichkeiten, um von den wirklichen Problemen abzulenken. Weiters sind die SV-Beiträge viel zu hoch. Die Leistungen müssen billiger werden, die Pharmaindustrie casht ab.“ Gunda Schwaninger, Steinerwirt, Zell a. See/ Sbg. „Wir würden uns von der neuen Regierung eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten wünschen. Auch die Lohnnebenkosten sind ein großes Thema. Die Mitarbeiter sollten auf jeden Fall mehr netto für brutto bekommen.“

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am WOrt

Cicero

Andrea Feldbacher, Hotel Jäger, Wien

will bedient werden An sich schätzt Ihr Cicero auf seinen Reisen Individualität und zieht demnach Beherbergungsbetriebe mit persönlicher Note vor. Aber selbstverständlich verfügen auch internationale Hotelketten über einen entsprechenden Reiz. Theoretisch zumindest. Die jüngst erlebte Praxis ergab leider ein anderes Bild. Beim Betreten des Frühstücksrestaurants tönte Ihrem Cicero ein militärisches „Zimmernummer!“ anstelle eines morgendlichen Grußes entgegen. Eine Mitarbeiterin schien bemüht, den ersten Eindruck zu verwischen, allerdings mit Kaffee aus der Thermoskanne. Cicero lehnte dankend ab und fragte, ob er Tee haben könne. Tee, ja, am Buffet, Bedienung nein, so die Direktive der jungen Dame, die offenbar Kaffee servieren sollte, aber nicht bedienen wollte. Der Gast versorgte sich also selbst mit seinem Frühstücks-

getränk. Als er entdeckte, dass es frisch zubereitete Eierspeisen gab, wagte er noch einen Anlauf und wandte sich an einen männlichen Mitarbeiter, der in seine Nähe stand und augenscheinlich nichts zu tun hatte, und bat um ein Rührei mit Schinken. Aber auch hier die schnöde Antwort: „Das können Sie sich selbst beim Buffet holen!“ Nun ist schon klar, dass die internationale Hotelkette hier offenbar dem Gedanken der Selbstbedienung folgt. Andererseits wäre durchaus zu erwarten, dass serviceorientierte Mitarbeiter den Wünschen von Gästen etwas mehr Empathie entgegenbringen. Aber dieses Verständnis von Dienstleistung ist vielleicht im großen strategischen Konzept von Lean Management verloren gegangen. Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: i.stelzmueller@wirtschaftsverlag.at

Danke, dass sich die ÖGZ dem Kreditkartenthema annimmt. Wir haben viele Rückmeldungen von Kolleginnen und Kollegen erhalten, die mit dem gleichen Problem zu kämpfen haben. Fakt ist, dass die Banken das Geld vom Konto der Kunden nehmen und damit kostenlos arbeiten und wir Hoteliers als die Betrüger dastehen. Eine äußerst unangenehme Sache für uns Hoteliers. Das entspricht nicht unseren Geschäftspraktiken und verzerrt das Bild der gelebten Gastfreundschaft. Wir werden nun als „Zwischenlösung“ nur mehr einen Euro autorisieren, die Karte damit nur auf generelle Gültigkeit prüfen und danach die Buchung sofort wieder stornieren. Da wir aber damit nicht wissen, ob die Karte für die erste Übernachtung gedeckt ist, werden wir die Karte bei Ablauf der kostenlosen Stornofrist mit der ersten Übernachtung belasten. Wir

hoffen, damit Visaanträge und Scheinbuchungen zu verhindern. Das ist natürlich ein deutlich erhöhter Verwaltungsaufwand! Aus Erfahrung buchen russische Gäste vor allem gerne Suiten und Mehrbettzimmer, die nicht sonder Zahl zur Verfügung stehen. Wir können daher auch nicht auf die Kreditkartenprüfung und Autorisierung des Nächtigungsbetrages verzichten, denn diese Zimmertypen sind eben selten und werden vor allem in Ferienzeiten gerne gebucht. Wir haben schon jetzt russische Buchungen für die Weihnachtsferien – mehrere Nächte in einer Familiensuite – und wie sollen wir nun bei der Abbuchung bzw. Reservierung verfahren, ohne unsere Gäste vor den Kopf zu stoßen? Die Gäste sind mit netten Worten natürlich nicht zu beruhigen und zu überzeugen, da ja das Geld wirklich von ihrem Konto abgezogen wurde!

in oder ou t ? | Espresso Die Basis aller Kaffeespezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato ist der Espresso. Zum Frühstück wird der Milchkaffee bevorzugt. Nach Lunch und Dinner wird Espresso bestellt.

84%

16%

Stimmen Sie mit: Die aktuelle wöchentliche Frage finden Sie auf Facebook/OEGZAT. Ergebnis aus interner Umfrage und Facebook-Community. Like us on facebook!

Erfolgsfaktor Spezialisierung EGO-Tourismus – die Individualität im Konsum von Dienstleistungen und Produkten wird immer intensiver, die Wünsche und Sehnsüchte der Gäste werden damit zur Herausforderung der gesamten Branche. Expertise:

E

ines der wichtigsten Wertefelder des zukünftigen Gastes ist „EGO-Tourismus“. Die Grundlage dafür ist der Paradigmenwechsel und die Sichtweise zu sich selbst. EGO-Tourismus wird sehr stark geprägt durch den Lebensstil „Individualität“. Typische Eigenschaften, die „Individualität“ beschreiben, sind: Selbstbestimmung, ICH-Konsum, Abwechslung, Sprunghaftigkeit und die Neigung zum Speziellen. Der massive Drang zur Individualität der Menschen – auch von Kindern und Jugendlichen – ist u. a. auf die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 50 Jahre zurückzuführen, in der es immer mehr Konsumangebote gab und die Vielfältigkeit der Konsummöglichkeiten zur Gewohnheit wurde. Es geht darum, seine Persönlichkeit über den Konsum zum Ausdruck zu bringen, z. B. wofür man steht, was man gerne hat und wer man gerne sein möchte. Der Gast der Zukunft wird unberechenbar und sprunghaft. Mal steigt er in einem Vier-Sterne-Hotel ab, mal in einem Low-Budget-Hotel. Mal steht Wellness im Fokus, mal Sightseeing. Auch vor dem Urlaub macht EGO-Tourismus keinen Halt. Die Interessen

werden immer spezieller, die Anforderung, dass „meine“ Bedürfnisse bedient werden, immer anspruchsvoller. Der Gast von morgen sucht nach dem Speziellen, das seine Wünsche und Sehnsüchte am besten zufriedenstellt.

Wie begegnet man EGOTourismus in der Hotellerie? Der kritische Faktor bei steigender Individualität des Gastes ist die steigende Spezialisierung des Betriebes. Das bedeutet: weg vom Gießkannenprinzip, hin zur Fokussierung. Man tut gut daran, spezielle Themen für seinen Betrieb zu finden und diese zu besetzen. Gestern spezifizierte man seine Gästestruktur in jüngere und ältere Gäste und nach ihrem Herkunftsland. Heute funktioniert diese rein soziodemografische Gästeselektion nicht mehr. Junge und ältere Menschen haben oftmals die gleichen Vorlieben und Hobbys. Nehmen wir z. B. das Radfahren. Nachdem der Markt des Mountainbikens erschlossen wurde, treten Menschen aus allen Alters- und Gesellschaftsschichten im Urlaub in die Pedale. Die Grundbedürfnisse und Motivationen sind hier Fitness und Gesundheit, Erlebnis und Natur. Wenn

man nun bedürfnis- und motivorientiert zu denken beginnt und die Sache mit einer anderen Brille betrachtet, eröffnen sich plötzlich synergetische Effekte und Chancen, die vorher nicht vorhanden waren. Das Rad ist in diesem Fall nur das Mittel zum Zweck. Entscheidend sind die Motive dahinter, und rund um diese müssen Leistungen geboten werden, die den Gast überraschen und begeistern. Diese Leistungen ziehen sich durch alle Bereiche des Betriebes. Je öfter die Erwartungen getroffen und übertroffen werden, desto größer wird die Begeisterung sein. Das Hotel ist und wird immer mehr zum Ort der Begegnung, wo man neue Bekanntschaften und Freunde gewinnen möchte. Beherbergungsbetriebe könnten sich in diesem Fall überlegen, Gäste bewusst zusammenführen. Konzepte für EGOTourismus müssen aber auch authentisch sein, wenn möglich ganzjährig und zur Region und zum Hausherrn passen. Wer den Schritt in die Spezialisierung macht, macht auch gleichzeitig den Schritt zur Reduzierung und Fokussierung. Eine klare Positionierung im Leistungskern und in der Kommunikation hilft dem Gast in der

Entscheidung, zu Ihnen zu kommen. Gäste, deren Urlaubsbedürfnisse perfekt zufriedengestellt wurden, sind auch bereit, für das Spezielle, das sie erlebt haben, einen höheren Preis zu akzeptieren. Versuchen Sie neben Ihrer Spezialisierung bzw. Positionierung auch in der gesamten Vermarktung des Betriebes und im Leistungsangebot, sich vom Mitbewerb zu differenzieren. Seien Sie anders, genau wie die individuellen Bedürfnisse Ihrer Gäste von morgen.

Kontakt

Christoph D. Albrecht Autor und Herausgeber von „Tourismus 2025 – Fit für die Zukunft?“. Details zum Buch und Buchbestellung über www.tourismus2025.at; E-Mail: info@tourismus2025.at


SPITZENKANDIDAT 6: FRISCHES EI

Im Norden, Süden, Osten, Westen, unsere Eier sind die besten.

SPITZENKANDIDAT 8: FRISCHER CHINAKOHL

Zur Wahl für Sie ein guter Rat: Wählen Sie frischen Salat.

SPITZENKANDIDAT 7: FRISCHE PASTETE

Unsere Pasteten sind erlesen, sind sie immer schon gewesen.

SPITZENKANDIDAT 9: FRISCHES HUHN

SPITZENKANDIDAT 10: FRISCHER SCHINKEN

Auch unter Folter, unter Prügel: Ich wähl‘ nur frisches Geflügel.

Dieser Schinken hat Aroma, den wählt Opa, den wählt Oma.

Zum Gewinnspiel: So gewinnen Sie Ihr Frische-Testpaket: Besuchen Sie uns auf www.facebook.com/kroeswang und wählen Sie Ihren Spitzenkandidaten. Oder senden Sie eine E-Mail an marketing@kroeswang.at mit der Nummer des Spitzenkandidaten Ihrer Wahl. Unter allen Teilnehmern verlosen wir am 31. Oktober 3 KRÖSWANG Frische-Testpakete.


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Hotellerie

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Wein und Spa vereint Die Marke Loisium verbindet moderne Architektur mit uralter Weintradition. Weitere Hotelprojekte sind in Planung. Text: Bernadette Pesendorfer

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ast genau zehn Jahre ist es her, dass in Österreichs größter Weinbaustadt Langenlois in Niederösterreich die Loisium Weinerlebniswelt eröffnet wurde. Zwei Jahre später folgte das erste Loisium Wine & Spa Resort mit 82 Zimmern. Die Initiatoren Gerhard und Tuula Nidetzky und Hotelexpertin Susanne Kraus-Winkler hatten schon kurz nach der Eröffnung die Idee, den Gedanken des modern interpretierten Weinthemas auch in andere Weinregionen zu tragen. So entstand 2012 im südsteirischen Ehrenhausen das zweite Loisium-Hotel. Die Vision geht aber noch viel weiter: Fünf bis sieben Resorts der Marke „Loisium“ sollen an europäischen Weinstandorten entstehen. So wurde bereits in der französischen Stadt Colmar, die an der Elsässer Weinstraße liegt, ein Grundstück gekauft und an den Plänen gearbeitet. Das Hotel, dessen Eröffnung für 2017 geplant ist, wird wie das Loisium in Langenlois von US-Architekt Steven Holl umgesetzt. Zum Jubiläum wartet das Loisium in Niederösterreich mit einigen Neuerungen auf, wie Heidi Kühmayer, Geschäftsführerin der Weinerlebniswelt, berichtet. So ist 2013 das Smartphone mit der Einführung der neuen

Loisium-App zum Audioguide geworden. Fridolin, die Kellermaus, zog mit der neuen Kidstour in die Weinkeller ein, und im revitalisierten Winzerhaus ist der Museumsteil „Fassbinderei“ eröffnet worden. Ab Oktober geht der neue Online-Shop an den Start und auch eine neue Gruppenführung, die „Weinmachertour“, wird angeboten. Bei dieser sehr interaktiven Tour kreiert man seinen eigenen Wein, den man anschließend verkosten kann.

Genialer Genuss = Geniuss Mit dem „Geniuss“ ist seit August ein auf 500 Flaschen limitierter Wein erhältlich, der exklusiv in den Loisium-Betrieben erhältlich ist. Die Weißwein-Cuvée stammt aus den Weinbauregionen Kamptal und Südsteiermark, in denen die beiden Loisium Wine & Spa Resorts beheimatet sind. 60 Prozent Grüner Veltliner kommen von Winzer Karl Steininger aus Langenlois, 40 Prozent Morillon, also Chardonnay, von Hannes Sabathi aus Gamlitz. Das Innere des Designhotels in Ehrenhausen folgt dem Thema „Steiermark, neu interpretiert“, so Architekt Stephan Ferenczy von BEHF Architekten Wien. Von den eigens gebrann-

Oben: Die Weinerlebniswelt in Langenlois feiert ihr zehnjähriges Bestehen Rechts: Im Loisium in der Südsteiermark hat man das Gefühl, in den Weingärten zu schwimmen

ten grünen Fliesen in Lobby und Spa, über die mit gehämmertem Messing verkleideten Rezeptionspulte bis hin zu den Fichtenholzlamperien in den Zimmern ziehen sich vor allem die bekannten Elemente alter steirischer Gasthöfe durch den gesamten Interieur-Bereich. Das Hotel konnte bereits im ersten Rumpfgeschäftsjahr eine Auslastung von 53 Prozent erreichen. „Der erste Winter aber war für das Loisium in Ehrenhausen eine Herausforderung, denn aus einer Weinbau-

region eine ganzjährige Tourismusregion zu machen ist nicht einfach“, so die geschäftsführende Gesellschafterin Kraus-Winkler. Daher wurden verschiedene Programme ausgearbeitet, um die 105 Zimmer und Suiten das Jahr über zu füllen. Ganz neu ab Novem-

ber ist das Gesundheitsthema „Yoga & Detox“, das für drei oder vier Tage gebucht werden kann. Unter „Steiermark für Insider“ stehen verschiedene Touren zur Auswahl, die entweder zu Fuß oder per E-Bike die Landschaft und Kultur erlebbar machen.

e-Rechnung an den Bund – so funktioniert’s Ab 1. Jänner 2014 müssen Rechnungen über Waren und Dienstleistungen an den Bund in strukturierter elektronischer Form eingebracht werden.

Papierrechnungen und Rechnungen, die per E-Mail oder im PDF-Format übermittelt werden, werden nicht anerkannt. E-Rechnungen können schneller, effizienter und sicherer erstellt, übermittelt und verarbeitet werden. Fehlerquellen werden minimiert und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter in Unternehmen und der Verwaltung entlastet. Bei umfassendem Einsatz strukturierter elektronischer Rechnungen – auch im B2B-Bereich – gehen Studien der Wirtschaftskammer Österreich von einem Nutzenpotenzial von mehreren Milliarden Euro pro Jahr allein innerhalb Österreichs aus.

Für nähere Informationen besuchen Sie www.usp.gv.at oder wenden Sie sich an die USP-Hotline unter der Telefonnummer 0810 202 202 (Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr).

Information Am USP sind zahlreiche E-Government-­

Um elektronische Rechnungen einbringen zu können, ist eine einmalige Registrierung am Unternehmensserviceportal (www.usp.gv.at) erforderlich. Danach können die Rechnungen jederzeit über die am USP verfügbare Anwendung „E-Rechnung an den Bund“ (www.erb.gv.at) erstellt oder – bei Erstellung durch ein eigenes Programm – sofort hochgeladen werden. Als dritte Einbringungsmöglichkeit steht ein Webservice zur Verfügung.

Das Unternehmensserviceportal (USP) Das USP ist das zentrale Internetportal der österreichischen Bundesregierung für Unternehmen. Informationen zu sämtlichen Unternehmensbereichen erleichtern es Betrieben, sich in der oft komplexen Behördenwelt zurechtzufinden. Darüber hinaus können am USP die wichtigsten E-GovernmentAnwendungen der Bundesverwaltung mit nur einer Anmeldung genutzt werden.

Anwendungen verfügbar – darunter: • FinanzOnline •W  EB-BE-Kunden-Portal (WEBEKU) für Dienstgeberinnen/Dienstgeber •S  VA-Beitragskonto für Versicherte und für Bevollmächtigte Thinkstock

Entgeltliche Einschaltung des Bundesministeriums für Finanzen

E-Rechnung an den Bund – so funktioniert’s

•V  erbrauchsteuer-/Altlastenbeitrag-Internetplattform (VIPplus) • E-Rechnung an den Bund • Datenverarbeitungsregister-Online (DVR-Online) • Transparenzdatenbank • aws Fördermanager • Lobbying- und Interessenvertretungs-Register • etc.


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Hotellerie

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Gäste aus dem Netz

Das Vier-Sterne-Stadthotel Der Wilhelmshof bietet seinen Gästen eine neue Grün-Oase.

Mit dem ÖH V-Lehrgang „Online-Vertrieb & Social Media“ in zwei mal vier Tagen die eigene Online-Performance steigern.

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Grüne Wohlfühloase „Wir wollen unseren Gästen immer etwas Besonderes bieten. So haben wir auch bei der Gestaltung unseres „gARTens“ größten Wert auf die Verbindung von Kunst und Nachhaltigkeit gelegt und eine grüne Wohlfühloase

Wohlfühlen zwischen Kunst und Nachhaltigkeit – der „gARTen“ des Hotels Der Wilhelmshof

inmitten der Stadt geschaffen“, so Roman Mayrhofer, Geschäftsführer des Hotels Der Wilhelmshof. Die hochwertigen Möbel kommen von Viteo, einem heimischen Unternehmen, sowie von Garpa, einem Anbieter von Möbel aus zertifiziert nachhaltiger Teakbewirt-

schaftung. Kunst findet man hier in Form eines acht Meter langen „prozessualen Werks unter Natureinflüssen“ von Ty Waltinger. Zu diesem Prozess zählt auch der Efeu, welcher sich in den kommenden Jahren rund um das Kunstwerk ranken wird.  is

Kids on Bikes

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Bergamont / Hotel Sonnleiten

ein hauseigenes Bergamont Test- und Verleih-Center, individuelle Tourenplanung mit persönlichen Guides sowie Bike-Wäscheservice. Jetzt wird das beliebte „Kids on Bikes“-Angebot, in denen Jungs und Mädels zwischen sieben und 15 Jahren die Grundlagen für den richtigen Umgang mit den Bikes gelehrt werden, in den Monaten Juli und August um spezielle „Sunbikers-Kids on

Als erstes Full-Service-Bike-Hotel in der Region Saalbach trägt das Hotel Sonnleiten dem Trend zum ultimativen Bike-Urlaub Rechnung

schmucke Website allein im Jahr 2013 nicht mehr reicht, hat sich mittlerweile auch in der Tourismusbranche herumgesprochen. Im Lehrgang beschäftigen wir uns u. a. mit vielen hippen Abkürzungen wie HTML, SEO oder CTR und rechnen die Ertragskraft von Onlinekampagnen aus“, so Thomas Thaler, Fachreferent. Der erste von zwei Lehrgangsblöcken findet von Montag, 30. September, bis Donnerstag, 3. Oktober 2013, in der Aqua Dome Therme in Längenfeld statt. Der zweite Teil von Montag, 21., bis Donnerstag, 24. Oktober 2013, im Alpine Palace in SaalbachHinterglemm. Mehr dazu unter www.oehv.at/ lehrgang, Tel.: (01) 533 09 52-12 oder per E-Mail an lehrgang@oehv.at.

Neue Ideen für eine ältere Gesellschaft Auf dem Fachkongress „Bauen & Komfort“ präsentiert der Wirtschaftsverlag Experten zum Thema Barrierefreiheit im Tourismus.

Full-Service-Bike-Hotel Sonnleiten in Saalbach erweitert Angebot für bikebegeisterte Kids. n der Sommersaison 2012 setzte das Hotel Sonnleiten Saalbach den innovativen Schritt zum ersten Full-Service-Bike Hotel in der Region Saalbach-Hinterglemm. In der führenden Bike-Destination Österreichs bietet das Vier-Sterne-Hotel unter dem Motto „Let’s bike. Sunbikers“ seinen Gästen mit wachsendem Erfolg die Möglichkeit eines Full-Service-Bike-Urlaubs. Dazu zählen u. a.

nline buchbare Angebote und eine professionelle Kommunikation über soziale Kanäle sind essenzielle Voraussetzungen, um den Direktvertrieb auf der eigenen Webseite zu steigern und so die Anzahl der Buchungen zu maximieren“, so Thomas Brenner, Co-Geschäftsführer der ÖHV Touristik Service GmbH. Nur wer sein Wissen über Online-Marketing stets erweitert und auf den neuesten Stand bringt, verschafft sich den wichtigen Vorsprung auf die Konkurrenz. Ebenfalls in den zwei mal vier Tagen auf dem Programm: Optimierung des eigenen Websiteauftritts, Professionalisierung des Suchmaschinenmarketings wie auch der richtige Umgang mit Buchungsplattformen. „Dass eine

Bike“-Freeride-Camps erweitert. In Vier-Tage-Kursen werden die Kids unter der Aufsicht speziell ausgebildeter ÖRV Freeride- und Bikepark-Guides geschult. Damit trägt das Full-Service-Bike-Hotel Sonnleiten der immer größer werdenden Nachfrage unter den Gästen nach Spezialangeboten für Kids Rechnung.

Angebotserweiterung „Die Aufnahme der ,Sunbikers-Kids on Bike‘-Freeride-Camps in unser Full-Service-Angebot war eine logische Konsequenz. Immer mehr Eltern, die mit ihren Youngsters bei uns zu Gast waren, haben nach weiterführenden Spezialkursen zur Verbesserung der Bike-Technik gefragt“, sagen Birgit und Dino Gerns vom Hotel Sonnleiten: „Während die Eltern auf dem Bike mit unserem Guide Eno Mendoza die Landschaft erkunden und sich auspowern können, werden die Kids – und das ist ebenfalls eine Novität – durch vom Österreichischen Radsportverband zertifizierte Guides geschult, wobei immer der Spaß am Biken im Vordergrund steht.“ „Dass wir mit dem Full-ServiceBike-Angebot den richtigen Weg eingeschlagen haben, unterstreichen die vielen Anfragen für die kommenden Sommermonate. Zahlreiche Biker, die bereits letztes Jahr ihren Urlaub in unserem Haus genossen haben, setzen heuer ebenfalls wieder auf die Salzburger Gastlichkeit, kombiniert mit einem innovativen und einzigartigen Angebot“, ergänzt Dino Gerns. Und meint, dass der Bike-Tourismus quer durch alle Altersschichten boomt.

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m Jahr 2030 werden 32 Prozent der österreichischen Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. Viele werden im Alter noch mobil sein – aber nicht alle. Auch diese Menschen wollen, können und werden reisen. Sie werden spezielle barrierefreie Angebote nachfragen. „Barrierefreiheit beginnt im Kopf!“ „Barrierefreiheit braucht Qualität!“ Darum drehen sich die Referate der Experten auf der „Bauen & Komfort“. Wichtige Fragen – gerichtet an alle Touristiker und Hoteliers. Dr. Christoph Etzelsdorfer war Sieger bei den Paralympics und ist heute Universitätsassistent und Sporttrainer. Er ist also nah dran an der Zielgruppe und weiß, was sie wünscht, welche Angebote sie in Hotels und Gastronomie braucht. Sein Vortrag „Barrierefreiheit beginnt im Kopf!“ beginnt am 22. November um 9.30 Uhr.

Alt sind nur die anderen? Nach ihm spricht Tourismusexperte Mag. Arnold Oberacher von der con.os tourismus.consulting GmbH. Er fragt provokativ: „Alt sind nur die anderen?“ Den Abschluss bei den Impulsreferaten macht Hans-Jürgen Groß vom Österreichischen Zivilinvalidenverband Burgenland und dem Kompetenzzentrum für Barrierefreiheit. Er fordert klipp und klar: „Barrierefreiheit braucht Qualität“ und erklärt, wie diese im Tourismus aussehen könnte. Im Anschluss (11.15 Uhr) können die Teilnehmer in Workshops das Thema vertiefen und an der Preisverleihung des Wettbewerbs „Tourismus für alle – Initiativen für barrierefreies Reisen“ teilnehmen. Er wird vom Bundesminis-

ALUMAT– multi visual ART

er Winter hat länger gedauert als erwartet – damit hat sich auch die Eröffnung des neuen Gastgartens verzögert. Geplant war die erste Bauphase – die Umgestaltung des Parkplatzes – bereits für Anfang März, tatsächlich wurde erst Anfang Mai begonnen. Mit Ende der Sommersaison wurde nun der „gARTen“ eröffnet. Der Wilhelmshof baut sein Erfolgskonzept auf zwei Säulen: Kunst und Nachhaltigkeit. Passend dazu präsentiert sich der neue „gARTen“ des Hotels: Auf 160 m2 finden Gäste eine grüne, inspirierende Oase zum Genießen und Verweilen.

Der Wilhelmshof

Parkplatz wird zum Garten

Barrierefreiheit muss qualitätsvoll umgesetzt werden

terium für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Österreich Werbung verliehen und dient gleichzeitig als Parade von Best-Practice-Beispielen. Zur Entspannung und zum Kennenlernen lädt der Wirtschaftsverlag schon am Abend des Vortags (21. November) zu einer exklusiven Weinverkostung der Vinothek Horitschon (ab 18 Uhr).  tav

Info Bauen & Komfort Fachkongress für zukunftsorientiertes Planen, Bauen, Sanieren. 21. und 22. November 2013, EMS Lounge Wien. Pauschale: 199 Euro (exkl. Ust.) Anmeldung und alle Infos unter: www.bauenundkomfort.at


Hotellerie

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Wegweiser zur besten Sportwelt

SPORTaktiv

Sportliches Angebot im Netz

Mit der neuen Internet-Plattform www.sportaktiv.com gibt es eine neue Tourismus-Drehscheibe im Netz.

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portbegeisterte Urlauber, Amateure und Hobbysportler bekommen mit der neuen Online-Plattform www.sportaktiv.com eine Übersicht über qualifiziert vorausgewählte Sporthotels, die besondere Angebote oder Extras für Aktivsportler im Programm haben. Die Sporthotels, die sich unter der Dachmarke SPORTaktiv-Hotels vereinigen, haben sich auf mindestens eine Sportart (der Kategorien Bike, Run, Wandern & Klettern, Triathlon, Ski alpin, Skitour und Langlauf) spezialisiert und erfüllen sorgsam von Sportlern vorausgewählte Kriterien in puncto Service, Infrastruktur und Know-how. Mit maßgeschneiderten Angeboten wird auf die jeweilige Zielgruppe – ob Läufer, Radfahrer, Triathleten oder

Berg- und Wintersportler – eingegangen, wobei der User selbst die individuellen Kriterien für seinen Aktivurlaub bestimmt. Über eine normale „Suchmaschine“ im Internet hinausgehend, ist SPORTaktiv vielmehr ein persönlicher Wegweiser zu den besten Sporthotels im Alpenraum und Kroatien. Der Vorteil für Gast und Sport-Hoteliers liegt auf der Hand: Man versteht sich! Wenn man als Hobbysportler auf einen Hotelier trifft, der selbst die Sportlersprache spricht, dann gibt es neben den benötigten Einrichtungen für Sportgeräte, Rundum-Service für Wäsche und ausgewogene Menüpläne auch die richtigen Tipps für Touren, die Insider-Informationen zu den richtigen Guides und die beste Beratung für die Aktivplanung.

Innovatives Budgetkonzept

Meldungen

HHoW

In Tirols Hotellerie hat ein kreatives Budgetkonzept Fuß gefasst, wo der Gast nur das zahlt, was er auch wirklich konsumiert.

W

ir sind weiter im Steigflug und haben bald unsere Reiseflughöhe erreicht“, so kommentiert Geschäftsführer Christian Grünbart das erste „Lebensjahr“ des neuen McTirol in Biberwier. Das in der Ferienhotellerie absolut neuartige Hotelkonzept hat einen steilen Start hingelegt und seit der Eröffnung im Dezember 2012 knapp 25.000 Nächtigungen in 210 Betriebstagen verzeichnet.

Angebot zu günstigem Preis Sehen und hören lassen kann sich auch die Resonanz der Gäste. Noch nicht einmal ein Jahr alt, heimste das McTirol bereits die erste Auszeichnung ein: Das neue Hotel wurde mit dem HolidayCheck Quality Award 2013 prämiert. Dieser besagt, dass das McTirol auf dem größten deutschsprachigen Internet-Meinungsportal für Reise und Urlaub zu den mit „Sehr gut“ bewerteten Häusern zählt – 96

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Prozent Weiterempfehlung sprechen eindeutig für das Hotel. Das McTirol basiert auf einem findigen Konzept von con.os tourismus consulting. Bei McTirol bezahlt der Gast nur, was er auch wirklich konsumiert. Wellness, Freizeit- und Sportprogramme sowie kulinarische Rundumversorgung müssen nicht automatisch mitfinanziert werden. Das Expertenteam mit Sitz in Wien und Linz führte mit dem McTirol ein innovatives Budgetkonzept ein und stellte mit Herrn Grünbart eine interimistische Geschäftsführung. Zusammen mit dem neuen Hotelteam brachte Christian Grünbart das Konzept in die Umsetzung. Da auch die Vorausbuchungen für den Winter sehr vielversprechend sind, scheint sich die Vision, den Gästen einen qualitativ hochwertigen Urlaub in Tirol mit einem umfangreichen Angebot zu einem günstigen Preis zu bieten, zu erfüllen.

Das Ende 2012 eröffnete Sans Souci Wien in der Burggasse 2 im 7. Bezirk stellt eine Mischung aus Kunst, Design, lässigem Savoir-vivre und Luxus dar. Das 450 m² große Spa verfügt über einen Sportpool, der für die Wiener Hotellandschaft ein Novum darstellt. Die beiden Gründerinnen der globalen Dachmarke Healing Hotels of the World (HHoW), die für außergewöhnliche, sorgfältig ausgesuchte Hotels und Resorts im Luxussegment und Kompetenzcenter für ganzheitliche Gesundheit steht, entdeckten das Sans Souci für ihre Hotelkooperation und für die im Aufbau befindliche Linie „Urban Healing Hotels“.

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Hotellerie

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International

Wien–London–Palma Oscar del Campo leitet seit Mai 2013 die drei StarwoodHotels auf Mallorca. Von 2007 bis 2011 war er Direktor der Wiener Traditionshotels Bristol und Marriott. Die ÖGZ traf ihn in Palma zum Interview.

Nach vier Jahren in Wien sind Sie nach London ins Le Meridien Picadilly gewechselt. Dort sind Sie aber nur ein Jahr geblieben. Hat Ihnen London nicht gefallen? Del Campo: Die Zeit in Wien war wunderschön, aber nach vier Jahren ist es für einen GM einfach Zeit zu wechseln. Ich war ganz am Anfang meiner Karriere bei Starwood schon einmal acht Jahre lang in London und habe im Sheraton Skylink am Flughafen gearbeitet. Ich habe damals immer davon geträumt, einmal ein Hotel in der Stadt zu leiten, und als sich vor zwei Jahren die Möglichkeit ergab, das Le Meridien Picadilly zu übernehmen, habe ich sofort zugesagt. Dass es nur etwas mehr als ein Jahr geworden ist, hat nichts mit London zu tun. Ich wäre gerne länger geblieben, aber dann wurde die Stelle hier auf Mallorca frei, und da meine Frau und ich schon seit vielen Jahren ein Haus auf Mallorca haben und wir immer geplant hatten, uns hier irgendwann einmal niederzulassen, habe ich zugesagt. Mallorca ist gewissermaßen mein Zuhause. Sie sind für drei Hotels gleichzeitig verantwortlich. Inwiefern sind da andere Qualitäten gefragt, als wenn man als Direktor nur für ein Haus verantwortlich ist? Del Campo: Ich muss mit meiner Zeit noch genauer haushalten, weil ich täglich in jedem Haus vor Ort sein will. Meine zentralen Aufgaben sind Sales und Marketing, Mitarbeiterführung

sowie das Reporting gegenüber den Eigentümern (Anm.: die Schörghuber-Gruppe) und unserem StarwoodHeadquarter in Brüssel. Für einen Job wie diesen sollte man auch ein bisschen Erfahrung mitbringen, denn jedes der drei Hotels tickt anders und ist mit einer eigenen Marke auch anders positioniert. Beim Sheraton Arabella Golf Hotel hatten wir das ganze Jahr über eine Baustelle, weil wir das Haus von Grund auf renoviert haben. Das St. Regis Mardavall ist als Resort-Hotel am Meer im absoluten Luxussegment positioniert, und das Castillo Hotel Son Vida ist ein klassisches Grand Hotel mit individuellem Charakter. Sie arbeiten für einen großen Hotelkonzern mit sehr unterschiedlichen Marken. Die Dachmarke Starwood bleibt jedoch im Hintergrund. Was sind die Vorteile einer Mehr-Marken-Politik gegenüber einer starken Einzelmarke? Del Campo: Dass man verschiedene Gästeschichten ansprechen kann, weil es das optimale Hotel für alle nicht gibt. Wir wollen bei Starwood Destinationen, an denen wir uns engagieren, möglichst breit abdecken. Natürlich darf man sich dabei nicht verzetteln, aber unser dynamisches Wachstum ist nur durch eine Mehr-Marken-Strategie möglich. Nehmen Sie zum Beispiel „W“, damit haben wir ein gänzlich neues Segment in der Luxushotellerie aufgetan und junge, lifestyleorientierte Menschen zu Fans gemacht, die zuvor kaum

Fotos: Starwood

Text: Wolfgang Schedelberger

Links: Oscar del Campo im Gespräch. Rechts: Seit Mitte September wieder geöffnet – das Sheraton Arabella Golf Hotel bei Palma

in einer anderen Starwood-Marke abgestiegen wären. Eine andere Erfolgsgeschichte ist St. Regis, das wir von einem noblen New Yorker Einzelhotel zu einer angesehen Luxusmarke mit sehr starkem Wachstum in Asien entwickelt haben. Oder Aloft, unser jüngster Streich, der in einem preisgünstigen Segment mit einen No-Thrills-Konzept und hohem Designanspruch sehr erfolgreich ist. Jede Marke hat ihren Platz. Gleichzeitig sind die Vorteile eines gemeinsamen Betreibers für die Entwicklung dieser Marken nicht zu unterschätzen. Wir arbeiten im Hintergrund sehr eng zusammen. Über unsere Bonusprogramme kommunizieren wir auch gegenüber unseren Stammkunden die Dachmarke Starwood Hotels, aber im Vordergrund steht immer die jeweilige Philosophie der Marke. Mallorca hat in Österreich und Deutschland den Ruf einer BilligUrlaubsdestination, Stichwort Ballermann. Sie sind hier jedoch mit drei Luxushotels präsent. Ist es für eine Destination nicht schwierig, Luxus und Massentourismus unter einen Hut zu bringen? Del Campo: Überhaupt nicht, denn der Massentourismus existiert

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auf Mallorca in genau definierten Zonen. Die großen Touristenströme haben für uns den Vorteil, dass Mallorca verkehrsmäßig super angebunden ist. Dadurch und wegen ganzjährig angenehmen Klimas ist Mallorca eine der attraktivsten Ganzjahres-Destinationen in Europa. Das St. Regis Mardavall hat zehn Monate offen, die beiden anderen Häuser sogar zwölf Monate. Sie waren vier Jahre in Wien. Verfolgen Sie noch, was sich aktuell in der Top-Hotellerie tut? Del Campo: Natürlich, wir haben ja auch viele Wiener Gäste hier in unseren Häusern. In den letzten Jahren ist das Bettenangebot im Fünf-Sterne-Bereich stark gewachsen, was eine herausfordernde Wettbewerbssituation darstellt. Doch Wien ist eine sehr gute Destination mit weiterem Wachstumspotenzial. Neue Marken wie Sofitel, Kempinski und Ritz Carlton bringen auch neue Gäste, sie sind für Wien also insgesamt eine Bereicherung. Die Wiener sollten sich über diese Häuser freuen, denn schlussendlich trägt ein hochwertiges Hotelangebot viel zur Gesamtattraktivität einer Stadt bei.

Der aus den USA kommende Starwood-Konzern ist einer der größten Hotelbetreiber der Welt. Die wichtigsten Starwood-Marken sind Sheraton, Le Meridien und Westin. Weitere Marken mit starkem Wachstum sind „W“ im lifestyligen Premiumsegment, St. Regis als absolute Luxusmarke sowie Aloft als günstiges No-Thrills-Hotel mit Designanspruch. Ebenfalls zu Starwood gehört die Luxury Collection mit einer Sammlung von knapp 90 individuellen Traditionshäusern, zu denen in Österreich die Hotels Bristol und Imperial (beide Wien), der Goldene Hirsch (Salzburg) und Schloss Fuschl gehören. Weitere Starwood-Hotels in Österreich sind das Four Points by Sheraton in Dornbirn, die beiden Sheratons in Salzburg und Fuschl sowie das Le Meridien in Wien. www.starwoodhotels.com

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Die besten Jobs

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der Gastronomie!

Chalets im Hotel Das Hotel Forsthofgut in Leogang renoviert im Zuge der Errichtung der Chalets 25 Zimmer und gestaltet im Eingangsbereich neue Rückzugsorte.

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Forsthofgut

Neuer Job gefällig? SOUS CHEF

Modernes Alpin-Design prägt die Natur-Suite „Heimatgefühl“

M

ehr Raum, mehr Weitblick, mehr Lebensqualität! Warmes Holz unter den Füßen, ein knisterndes Feuer im Kamin, private Entspannung in der eigenen Panorama-Sauna und die Aussicht auf die Leoganger Steinberge genießen Gäste in den neuen Luxus-Chaletsuiten im lichtdurchfluteten Dachatelier des Forsthofguts in Leogang. Auf über 145 Quadratmetern sind sie ein Wohlfühlort für bis zu acht Personen. Inmitten der Berge und Wälder entspannen Gäste in der eigenen finnischen Sauna auf einer großzügigen Sonnenterrasse mit privatem Panoramablick.

Wein & Co,Wien, Österreich

Selbst aus den freistehenden Badewannen in den Badezimmern eröffnen weite Fensterflächen die Sicht auf die Steinberge. Die neuen Räume sind unter anderem ausgestattet mit einem iMac-Computer, 5.1-Heimkino-System mit DVD-Auswahl, Sky-TV auf vier Fernsehern, eigenem WLAN und sogar einem Teleskop auf der Terrasse für sternenklare Nächte. „Neben den beiden neuen LuxusChaletsuiten „landLEBEN“ entstehen im Zuge des Umbaus insgesamt 25 komplett renovierte Zimmer im modernen Alpin-Design wie die Natur-

Suite „Heimatgefühl“ oder das Doppelzimmer „Berglust“ im Haupthaus, berichtet Familie Schmuck. Hochwertigste regionale Kochkunst erleben Feinschmecker im neuen FineDining-Restaurant „echt“. An insgesamt drei Abenden pro Woche empfängt es exklusiv nur bis zu 15 Personen. Der umgebaute Hoteleingang, eine modern-komfortable Lounge im ersten Stock der Lobby mit Sofamöbeln und Chaiselongues sowie die neue, großzügig verglaste Restaurant-Stube bieten den Gästen noch mehr Rückzugsorte für einen entspannten Wohlfühlurlaub.  is

GARDEMANGER

Hotel Auriga****s, Lech am Arlberg, Österreich

STORE MANAGER Starbucks Coffee Company, Salzburg, Österreich

CHEF DE RANG Falkensteiner*****,Velden, Österreich

SAUCIER Hotel Post, Stuben am Arlberg, Österreich

SOMMELIER Hotel Jagdhof*****, Stubaital, Österreich

KÜCHENCHEF Adler Damüls****, Damüls, Österreich

Lautlose Kühlgeräte

Entgeltliche Einschaltung

Dometic miniBars – für jeden Anspruch das richtige Kühlsystem. Marktführer Dometic präsentiert neue Peltier miniBar.

RESTAURANTLEITER Silvretta Montafon, St. Gallenkirch, Österreich

CHEF DE PARTIE

Interalpen-Hotel Tyrol*****s, Lech, Österreich

DEMI CHEF DE PARTIE

MS EUROPA 2*****s, Kreuzfahrtschiff

Insgesamt gibt es drei Kühltechnologien, die sich hinsichtlich der Energieeffizienz und Anwendungsbereiche unterscheiden: die Absorber-Technik, die Kompressortechnik und die Peltiertechnik (thermoelektrische Kühlung). Fast alle Küchenkühlgeräte (private und gewerbliche) werden mit der leistungsstarken Kompressor-Technik betrieben, sind jedoch aufgrund ihres störenden Geräuschpegels für den Einsatz in Wohn-/Schlafräumen und damit für die Hotellerie ungeeignet.

KÜCHENCHEF

Thermoelektrische Minibar

Sparkling Hill,Vernon, Kanada

CHEF DE RANG

Landhaus Stricker*****s, Sylt, Deutschland

SOUS CHEF Ermitage*****, Schönried, Schweiz

CHEF DE RANG Dometic

Die Absorber-Technik steht für ihre Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und vor allem für ihre Lautlosigkeit. Schläft ein Mensch in einem Raum in der Nähe eines Kühlschranks, wie z. B. in einem Hotelzimmer, werden fast ausschließlich lautlose Absorber-Kühlgeräte eingesetzt. Dometic ist Marktführer in diesem Bereich. Um den Anforderungen ihrer Kunden stets gerecht zu werden, bietet Dometic ab sofort neben Absorber und Kompressor nun auch die thermoelektrische Minibar 30 L und 40 L an. Die thermoelektrische Kühlung wird in der Regel immer dann eingesetzt, wenn eine günstige Möglichkeit der mobilen Kühlung gewünscht wird. Anders als Absorber-Modelle ist diese Minibar zwar nicht vollkommen lautlos, arbeitet aber flüsterleise mit einem besonders geräuscharmen Lüf-

Der Seehof, Goldegg, Österreich

COMMIS DE CUISINE Flüsterleise Kühlung im Hotelzimmer, damit der Gast einen erholsamen Schlaf genießen kann

ter und ist mit Energieeffizienzklasse A+ auf jeden Fall eine Investition wert. Ulysses P. Tischler, Geschäftsführer von Dometic Austria, sagt: „Wir sind stolz, dass wir es geschafft haben, thermoelektrische Minibars zu entwickeln, die bei 12° C Innenraumtemperatur einen rekordverdächtigen Energieverbrauch von max. 109,5 kWh pro Jahr haben und dazu überaus leistungsstark sind. Mit den neuen Minibars orientieren wir uns vollkommen an den Bedürfnissen unserer Kunden.“ www.dometic.at

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Hotellerie

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Orient trifft Okzident

Karriere

Mercure Ferdinand Römer (36), gelernter Koch, ist neuer F&B-Manager des Mercure Grand Hotel Biedermeier Wien. Der gebürtige Deutsche hat bereits in zahlreichen internationalen Küchen gewirkt: Direkt vom Abschluss der Lehre zum Koch 1996 wurde er als Commis Gardemanager im Dorint Sporthotel Waldbrunnen in Windhagen/Rederscheid (D) angestellt. Nach weiteren Stationen als Koch im Restaurante Nuevo Mundo de Michelangelo (Ibiza) startete er im Jahr 2003 seine Karriere bei Accor im Congresshotel Mercure Nürnberg (D). Von dort zog es ihn ins Mercure Wien Europaplatz, wo er als Chef de Cuisine seine Talente weiter entfalten konnte. 2007 wirkte er als Chef de Cuisine im neu eröffneten Novotel Wien City maßgeblich bei der Konzepterstellung der Restaurants „5senses“ mit.

Das Amber-Spa der Alpen-Karawanserai – Vier-Sterne Time Design Hotel – präsentiert sich als Märchen aus 1001 Nacht mit spirituellem Background. Text: Irene Stelzmüller

M

aab bedeutet „Platz, an den man wieder zurückkehrt“, Zaman heißt „Zeit“ und Bahiyya „schön, strahlend“. Es bedarf keines Wörterbuchs, um sich in dem orientalischen Amber-Spa der Alpen-Karawanserai zurechtzufinden. Die Bezeichnungen der über 50 Anwendungen in der 1.500 Quadratmeter großen Wellnesslandschaft auf drei Etagen geben dem Gast einen Einblick in das, was er erwarten darf. Er findet in der alpenländischen Antwort auf die alten Herbergsstätten des Orients Ruhe, tankt Kraft und Energie, fühlt die Zeit neu und erlebt exotische Mystik. Orientalisches Flair und alpine Gebirgswelt – was sich auf den ersten Blick auszuschließen scheint, fügen die Geschwister Sommerbichler raffiniert zu einem ganzheitlichen Erholungskonzept zusammen.

Energetisierende Momente Ferdinand Römer

„Karawansische“ Heilung verspricht das Angebot aus Yoga und Meditation, Qigong, Tai-Chi, Sufi-Trance, Massage, Kundalini, Ku Nye, Body Balm, ila Cha-

Alpen-Karawanserai

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Die alpenländische Antwort auf die alten Herbergsstätten des Orients

kra Wellbeing oder Pregnancy-Treatment. Spagäste sind umgeben von einem klaren, modernen Design mit dem Flair aus Tausendundeiner Nacht. Orientalische Laternen verzaubern mit ihren Lichtspielen, Turkish-DelightNaschereien entführen kulinarisch in den Orient. Die Alpen-Karawanserai bietet ilaBehandlungen an. Die außergewöhn-

lichen Produkte und ihr holistischer Ansatz sollen tiefheilende Erlebnisse ermöglichen. Der regenerierenden und aktivierenden Kraft des Wassers wird in der Alpen-Karawanserai viel Platz eingeräumt: im Hallenschwimmbad samt Wasserfall, Massageliegen und Regendusche sowie im beheizten Outdoorpool und den Kneipp-Anlagen im Spa. Die Philosophie des Hauses „Orient

Sterne-Upgrade in Kärnten

KONGRESS

TERMIN ORT PAUSCHALE

Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia erhält Vier-Sterne Superior der österreichischen Hotelklassifizierung.

22. November 2013 EMS Lounge Wien € 79,– (exkl. 20 % USt)

D

as Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia, 2006 als erstes Spa-Eigenbauprojekt der FMTG – Falkensteiner Michaeler Tourism Group in Österreich eröffnet, erhielt vor kurzem die Vier-Sterne-Superior-Auszeichnung. Es ist bereits das zweite Falkensteiner-Hotel, nach dem FalkensteinerHotel Schladming (Stmk.), das den Superior-Standard in der Vier-SterneKategorie 2013 erreicht hat. Superior steht laut der Fachjury für ein deutliches „Mehr“ an Service- und Dienstleistungsangeboten. „Im Fall unseres Hauses wurden konkret die Qualität der Dienstleistung und die Freundlichkeit der Mitarbeiter, welche sich quer durch alle Abteilungen zieht, besonders positiv bewertet und haben somit

ttag punk r e w Sch smus Touri elden! t anm Jetz

Planen, Bauen und Sanieren für höchsten Komfort im Tourismus Impulsreferate – Workshops – Preisverleihung „Tourismus für Alle – Initiativen für barrierefreies Reisen“

FMTG

Kongressprogramm und Anmeldung unter: www.bauenundkomfort.at

Eine erfolgreiche Kooperation mit:

trifft Okzident“ findet auch in der Saunawelt mit ihren acht Saunen eine inspirierende Umsetzung: Zirbensauna und Himalaya-Salzraum, Finnensauna und Hamam mit Honig-, Salz-, Kaffeeund Joghurtpeeling, Blocksauna oder Aroma-Dampfsauna. Das Skydeck mit seiner Ruhelounge ist für viele der schönste Platz der Alpen-Karawanserai.

In den Superior-Himmel aufgestiegen ist das Hotel Carinzia, ein Falkensteiner-Hotel

ausschlaggebend zur Höherreihung beigetragen“, so Hoteldirektorin Heidemarie Lang.

Gelebte Freundlichkeit Den Mystery-Check, bei dem 270 verschiedene Punkte erfüllt werden müssen, bestand das Falkensteiner-Hotel mit einer ausgezeichneten Leistung. „Diese gelebte Freundlichkeit steckt Gäste an und vermittelt das mehrfach erwähnte ‚Welcome Home‘-Feeling“, so eine Begründung des Mystery-Testers. Nicht nur das Hotelteam freut sich über das Superior-Upgrade. Dr. Otmar Michaeler, Vorstandsvorsitzender der FMTG – Falkensteiner Michaeler Tourism Group: „Meine Partner Andreas und Erich Falkensteiner und ich freuen uns über die Superior-Klassifizierung des Hotel & Spa Carinzia ganz besonders. Mit diesem Hotel verbindet uns sozusagen der Startschuss der Wellness-Produktlinie, die wir in den vergangen Jahren mit weiteren Spa-Hotels erweitert haben. Es war unser erstes eigenes SpaHotelprojekt in Österreich und zählt seit Jahren zu den Top-Betrieben in Kärnten. Auch für die Tourismusregion Nassfeld-Hermagor bedeutet dieses Upgrade eine Aufwertung des Angebots.


G a s t r o n om i e

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Gesprächsstoff

Turbo für Gastro-Karrieren

Von 24. bis 26. November lädt Herbert Starl zu den GastroDialogen ins Hotel Edelweiß in Großarl.

Lernen von den Besten! So lautet das Motto der Food & Beverage Academy, die im Herbst in Linz, Wien, Zürich und München mit neuen Lehrgängen startet.

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as Veranstaltungsformat „GastroDialoge“ hat sich als erfolgreiches Branchenevent etabliert und lockt die Teilnehmer mit einem gelungenen Programm-Mix aus Vorträgen, Networking und Genuss. Unter diesem Motto können Gastronomen und Hoteliers im Edelweiß nicht nur fachspezifische Seminare und Vorträge erleben, sondern auch exklusive Verkostungen sowie ein attraktives Freizeitangebot rund um Ski und Wellness genießen.

Networking mit Genuss Gleich am Sonntag, den 24. November, geht es mit einem Vortrag los, dessen Thema jeden Gastronomie-Unternehmer interessiert: Mag. Helmut List von Kohl Tourismusberatung spricht über „Richtiger Preis – satte Gewinne“. Anschließend spricht Gerald Heerdegen (Fahnen Gärtner) darüber, wie man Visibilität schafft, sowohl mit traditionellen als auch neuen Elementen. Bevor es zum Galadiner mit anschlie-

ßendem Gin-&-Vodka-Tasting geht, spricht Trainer Gerald Aigmüller über den Umsatzturbo Mikro-Marketing. Am Montagvormittag geht es in den Nationalpark Hohe Tauern mit anschließendem Mittagessen. Ab 16 Uhr sprechen Silvia Wunder und Cornelia Lohninger über „Werteorientierung in der Führung“ als Schlüssel zu einer nachhaltig erfolgreichen Unternehmenskultur. Danach geht es um Essig und Öl auf höchstem Niveau: Zuerst präsentiert Domenik Pirstinger Essige der Manufaktur Gölles, danach spricht Heinrich Zehetner über Qualitätsmerkmale beim Olivenöl, bevor es im Anschluss ein Olivenöl-Dinner mit ausgesuchten Veronelli-Ölen gibt. Abschließend findet ein Wein- und Käse-Seminar statt.

Info & Anmeldung T 0650/256 16 06 www.gastrobizz.at

Die Absolventen der F&B Academy haben gut lachen, schließlich haben sie hervorragende Karrierechancen

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Kennzeichnung Wiener Salon: Allergene & Co Reisen mit Stil

Info Termin 1: 7. Oktober, von 15 bis 18 Uhr: Würthstraße 5, 3071 Böheimkirchen Termin 2: 8. Oktober, von 15 bis 18 Uhr: Kickendorf 8, 4710 Grieskirchen Termin 3: 9. Oktober, von 15 bis 18 Uhr: Josefinenhof Thermen Park Hotel, Kadischenallee 8, 9504 Warmbad-Villach www.kroeswang.at

Reisesalon/Popp-Hackner

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ie Kröswang Akademie lädt Anfang Oktober zur Veranstaltung „Kennzeichnung in der Gastronomie: Allergene & Co“ ein. Im Rahmen der Kröswang Akademie erfahren Gastronomen, was es bei der Lebensmittelinformation zu beachten gibt. Im aktuellen Seminar geht es um: • Die Lebensmittel-Informationsverordnung: Schoßhund oder Monster mit Giftstachel? • Produktbezeichnung – was ändert sich („Aufgetaut“, „Zusammengefügt“, „Wasserzusatz“)? • Allergene • Rechtliche Bestimmungen zur Kennzeichnung und Information • Die relevanten Allergene im Porträt • Modelle zur Umsetzung der Allergenkennzeichnung • Allergenmanagement in der Küche • Regionalität, Herkunft und besondere Eigenschaften • Praxisbeispiele und Diskussion Im Anschluss gibt es ein kleines Abschlussbuffet, bei dem es die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Referenten geben wird.

Von der Wiener Hofburg zum Traumziel

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on 22. bis 24. November 2013 findet in der Wiener Hofburg bereits zum zweiten Mal der ReiseSalon statt, der heuer durch einen hochkarätigen GourmetSalon ergänzt wird. So außergewöhnlich und erlesen wie der imperiale Rahmen ist auch das diesjährige Angebot der Reisen und Speisen, die dazu einladen, mit allen Sinnen neue Horizonte zu entdecken. Auf einem Parkett, das geradezu prädestiniert ist für extravagante Begegnungen rund um den Globus, wird der Weg vom Traum zur Reise zur Traumreise. Vom umfassenden Angebot kann man sich auf der neugestalteten Website des ReiseSalons, wo sich auch das komplette Ausstellerverzeichnis befindet, überzeugen. Mit an Bord sind diesmal Reiseveranstalter wie Jedek & COCO, Tai Pan oder Windrose, Hotels wie Best Western Premier, Best Wellness Hotels, die Fluglinie Condor und viele andere erstklassige Anbieter, die diesen Salon zu einem ganz besonderen machen. Davon haben sich im Vorjahr 7.500 Besucher überzeugt, heuer rechnet man mit 12.000 Gästen. So bunt wie das Farbenspiel von Sonne und Himmel, Meer und Erde präsentieren sich ThemenSalons, Fokustage, Talkshows, Vorträge, kulturelle Akzente und Tanzeinlagen. ReiseSalon-Stewards bringen die Gäste sicher zur gewünschten Destination, also dem jeweiligen Aussteller. www.reisesalon.at

er F&B-Managementlehrgang ist eine sechs Monate dauernde, berufsbegleitende Ausbildung für engagierte Gastronomieund Hotellerie-Mitarbeiter, die den Karriere-Turbo anwerfen wollen. Die Teilnehmer erwerben Grundlagen des Gastronomie- und Hotelmanagements, fachspezifisches Wissen und verbessern ihre Sozial- und Selbstkompetenz als Führungskraft. Der F&B-Managementlehrgang schließt mit einer schriftlichen und mündlichen Diplomprüfung ab und berechtigt zum Führen des Titels F&B Manager. Der Lehrgang ist in fünf Module unterteilt: Führung & Qualitätsmanagement, Controlling & Finanzen, Marketing, Trends & Neue Medien sowie E-Marketing. Am Abend werden trendige Gastronomie- und Hotel-Locations besichtigt, und es gibt Gespräche mit den Chefinnen und Chefs, die vor den künftigen Betriebsleitern und F&B Managern aus dem Nähkästchen plaudern. So lautet das Motto der Food & Beverage Academy, die in diesem Herbst mit vier Lehrgängen in Österreich, Deutschland und der Schweiz startet.

„Unser F&B-Managementlehrgang ist eine berufsbegleitende Ausbildung, die sich vor allem durch ihren starken Praxisbezug auszeichnet“, so Mag. Eduard Altendorfer, der die F&B Academy 2009 in Linz gründete. Die Food & Beverage Academy wurde vom Institut für Berufs- und Erwachsenenforschung der Johannes-Kepler-Universität und vom deutschen DeuZert als Bildungsinstitut zertifiziert. Dadurch können die Seminar-Absolventen in Österreich und Deutschland auch Förderungen beantragen. Die Seminare sind für Führungskräfte und Betriebsleiter in der Gastronomie und Hotellerie maßgeschneidert und geben ihnen das notwendige Rüstzeug für eine erfolgreiche Karriere mit auf den Weg. „Von unseren 900 Absolventen sind rund die Hälfte inzwischen selbstständige Gastro-Unternehmer. Weitere 30 Prozent sind international auf der Karriereleiter kräftig nach oben geklettert“, so Eduard Altendorfer. „Wir kümmern uns mit unserem Netzwerk auch nach der Diplomprüfung um unsere Absolventen und vermitteln auch Jobs“, so Altendorfer.

Info die nächsten lehrgänge Die Lehrgänge der F&B Academy am Standort Wien starten am 18. November, in Linz am 25. November, in München und Zürich jeweils am 26. November 2013. Die weiteren Module finden dann bis Ende Februar 2014 an fünf dreitägigen Seminar-Blöcken statt (jeweils Montag bis Mittwoch), die durch Betriebsbesichtigungen samt „Chefgesprächen“ mit erfolgreichen Gastronomieunternehmern ergänzt werden und den notwendigen Praxisbezug enthalten. Die Abschlussprüfung findet Anfang März 2014 statt. Wer noch bis Ende September bucht, erhält einen Frühbucherbonus von 600,– €. Weitere Informationen unter der Linzer Telefonnummer 0732/24 69 60 und www.fbacademy.at

KÖSTLICHE PREISE

GUT & GÜNSTIG IM GASTRO-BEREICH

Gastro Profi GmbH Gastro Profi Straße 1, Alkoven, OÖ 4072, AT T. +43 (0) 7274-71 444-0, F. +43 (0) 7274-71 444-20 E. office@gastro-prof i.at, www.gastro-profi.at


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12 Sterne aus Athen Edel auch mit Holz

Speisekarte der Woche

Metaxa-Master-Blender Costas Raptos kam mit drei feinen Köstlichkeiten zum Tasting nach Wien.

Nonino hat sich mit klaren Grappe einen Namen gemacht. Jetzt gibt es einen fassgereiften Grappa.

Text: Wolfgang Schedelberger

Text: Wolfgang Schedelberger

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Foto: W. Schedelberger

ie kaum eine andere griechische Spezialität verkörpert Metaxa die unbeschwerte Lebensfreude der sonnenverwöhnten Hellenen. Doch während in den einfachen Tavernen Griechenlands zumeist Metaxa der 5- und 7-Sterne-Qualität ausgeschenkt wird, hat es sich Master-Blender Costas Raptos zur Aufgabe gemacht, das obere Qualitätslevel weiter auszubauen, um Metaxa auch als international geschätzte Premiummarke unter Connaisseurs zu etablieren.

In Frierss Feinem Haus, einem edlen Feinkostgeschäft in Villach, kocht mit Stefan Lastin der ehemalige Küchenchef vom Schlosshotel Velden, der dort mit drei GM-Hauben ausgezeichnet wurde. Im feinen Gourmet-Eck tischt er Menüs auf, die sich auf einem ähnlich hohen Niveau befinden, nur der Preis und das Ambiente sind etwas bescheidener. Dafür ist die kleine Speisekarte besonders hochwertig: Sie wird vom Service auf einem schwarzen Schieferstein präsentiert.

12 Sterne, Private Reserve, Aen Die jüngste Ergänzung im PremiumSegment ist der Metaxa mit 12 Sternen, der sein geschmeidiges Aroma von bis zu zwölf Jahren in Eichenfässern gereiften Weindestillaten, verfeinert mit ausgesuchten Muskatellerweinen aus Samos, bekommt. Noch exklusiver ist die Metaxa Private Reserve, die während ihrer etwa 40-jährigen Lagerung in Limousin-Eichenholzfässern einen unvergleichlichen, ausgewogenen und milden Geschmack entwickelt. An der Spitze dieser genussvollen Qualitätspyramide

steht der Aen, die kostbarste griechische Spirituose überhaupt. Metaxa Aen wurde 2008 anlässlich des 120-jährigen Jubiläums von Metaxa in streng limitierter Menge von 1.888 handsignierten Dekantern abgefüllt und zählt zu den begehrtesten Spirituosen der Welt. Zum ersten Mal in der langen Geschichte von Metaxa wurden – in Anlehnung an das Gründungsjahr – 1.888 Kristallkaraffen mit dem edlen Tropfen aus Fass Nr. 1 abgefüllt. Jeder Dekanter wird manuell hergestellt und unterstreicht somit die Besonderheit des Metaxa Aen. Das Besondere an Metaxa ist die Rezeptur. Er wird daher als griechische Spirituosenspezialität und nicht als Weinbrand angeboten. Metaxa wird heute nach wie vor in Griechenland und mit der gleichen traditionellen Methode und Sorgfalt hergestellt, die Spyros Metaxa bereits vor über einem Jahrhundert seinen Produkten zukommen ließ. Die Trauben, die für die Herstellung von Metaxa verwendet werden, reifen durchschnittlich über 2.000 Stunden in der mediterranen Sonne auf der Insel Samos.

Buchtipp

Sacher-Kochbuch

Das Sacher-Kochbuch ist keine bloße Rezeptesammlung – es ist längst zum Klassiker, ja zum Mythos geworden. Und es ist weit mehr als die original Sachertorte und Tafelspitz, Rostbraten und Kaiserschmarren. Die weltberühmten Leitgerichte der SacherKüche zählen zum unverrückbaren Teil des kulinarischen Erbes Österreichs. Das nunmehr neugestaltete Sacher-Kochbuch knüpft an diese große Tradition an, entwickelt sie aber weiter. Das Motto: keine Revolution, sondern Evolution, nicht zerstören, sondern Bewährtes behutsam den Trends unserer Zeit anpassen. Sinnlich und edel zugleich, innovativ und kreativ führt es die traditionellen Rezepte weiter. Sacher-Küchenchef Werner Pichlmaier spannt den Bogen zu einer gesunden und leichten Küche. Klare Rezepte zum Nachkochen, zahlreiche Anregungen für eine gepflegte Tafelkultur sowie Anekdoten und Reminiszenzen rund um das Sacher machen dieses im Pichler Verlag erschienene Buch zu einem Standardwerk.

Foto: G. Schöller

Birgit schwaner, 39,90 €

Links: Metaxa-Master-Blender Costas Raptis mit einer Flasche Private Reserve Oben: Metaxa 12 Sterne und limitierte Sonderfüllung Aen im edlen Dekanter

Foto: W. Schedelberger

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Rechts: Jason Turner führte durch die spannende Welt der Premium-Grappe Oben: Das neue Nonino Flagship Riserva „eight years“ (l.) und der Cru Picolit (r.)

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enner edler Grappe suchen in erster Linie ein klares Fruchtaroma, das im besten Fall nicht nur Rebsorte, sondern auch Herkunft erahnen lässt. Die meisten Grappe aus dem Haus Nonino entsprechen diesem hohem Ziel. Allen voran natürlich die sieben großen sortenreinen Crus, die bislang die Nonino-Range anführten.

Acht Jahre im Eichenfass Weil aber auch im Friaul – der Heimat der Familie Nonino – die Zeit nicht stillsteht, ist man permanent bestrebt, neue Qualitäten zu entwickeln. Insbesondere das Thema „brauner Grappa“ ist nicht unumstritten. Optimalerweise führt eine lange Reifung im Fass nicht nur zu einer eleganten Bernstein-Farbe, sondern auch zu einem vielschichtigen Geschmacksprofil. Leider ist es in Italien nur allzu oft üblich, dass Grappe mit Zuckercouleur und Karamell versetzt werden, damit sie weicher und süßer schmecken. Diese Unsitte hat „fassgereifte“ Grappe bei Kennern in Verruf gebracht. Nonino vermerkt deshalb ausdrücklich auf jedem Etikett eines fassgereiften Grappas, dass keinerlei Zusätze verwendet werden. Grappa Nonino Riserva 8 years ist das gelungene Ergebnis einer ele-

ganten Vermählung aus Grappa, die aus Monovitigno-Moscato-, Frulano-, Merlot-, Schioppettino-Trestern und Trestern der Weinberge von Friaul nach handwerklicher Methode in diskontinuierlichen Dampfbrennkolben destilliert und acht Jahre in kleinen Eichenfässern und ehemaligen Sherry-Fässern gereift wurden. Die künstlerisch gestalteten Flaschen aus schwarzem Glas wurden mit „Diamantschleife“ geschliffen. Neu ist auch der Ùe Anniversary Riserva 5 years, der kein Tresterbrand ist, sondern ein Traubenbrand, der fünf Jahre in Barrique- und SherryFässern reift. Eine elegante Mischung von ausgewählten Montivitigno-Moscato-, Merlot- und Malvasia-Trauben, die nach der Einzigartigkeit der Anbauzonen bei richtiger Reife gelesen werden, bilden die Basis für diesen fruchtig und blumig duftenden Traubenbrand. Ebenfalls erst seit kurzem in Österreich am Markt ist der Nonino Amaro, ein edler Kräuterbitter, der sich nicht nur pur als Digestif eignet, sondern auch Cocktails veredelt. Nonino zeigt auf, dass sich ein guter Grappa nicht nur als Digestif zum Kaffee eignet, sondern ein wesentlich breiteres Genussspektrum bietet.

Eine Tour macht Lust auf Wein Die Salzburger Weinhandelsfirma Wein Wolf stellte auf der diesjährigen „Lust auf Wein“Tour in Innsbruck und Zell am See mehr als 400 Weine von über 50 Weingütern vor.

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ei den beiden bestens besuchten Veranstaltungen konnten nicht nur edle Tropfen der aktuellen Jahrgänge verkostet werden, für Weinfreunde und Gastro-Profis war es vor allem interessant, direkt mit den Produzenten sprechen zu können. Neben dem Who’s who der heimischen Winzerszene gab es auch großartige Weine aus den Nachbarländern Deutschland und Italien sowie aus Frankreich, Spanien, Argentinien und Australien zu kosten. Sehr begehrt waren auch die Plätze beim Champagner-Workshop mit einer „Comtes de Champagne“-Vertikale – der PrestigeCuvée aus dem Hause Taittinger. www.weinwolf.com

Steirische Winzergarde, flankiert von Weinakademikern und Degustantinnen: Stefan Tement, Erwin Sabathi, Andrea Hölzer, Markus Pongratz, Gerhard Mayer, Kathrin Blaschke, Bernhard Kammerlander und Alois Gross


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Wein

Wo stehen wir international?

Obwohl erst 25 Jahre alt, ist Ornellaia schon jetzt zum weltweit gesuchten Kultwein geworden.

Laurenz Moser exportiert einen Gutteil seiner Laurenz V. Weine und will den Grünen Veltliner gegenüber internationalen Weinen weiter profilieren.

Text: Wolfgang Schedelberger

Text: Wolfgang Schedelberger

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on 1985 bis 2010 sind im Keller von Ornellaia 25 Jahre Weingeschichte geschrieben worden. Genauso lange ist CEO Giovanni Geddes da Filicaja an Bord, und genauso lange fungiert das Tiroler Weinhandelshaus Morandell als Vertriebspartner für Österreich. Für einen Menschen mag ein Vierteljahrhundert eine lange Zeit sein, für die Etablierung einer Weinlegende ist es ein sehr kurzer Zeitraum, wenn man bedenkt, dass viele renommierte Weingüter – auch in Italien – auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken.

Kontinuität und Qualität

Laurenz Moser (M.) lud zum „Tasting on Thin Ice“ mit Top-Weißweinen aus der ganzen Welt, mit dabei auch die Laurenz V. Grünen Veltliner Silver Bullet und Charming

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aurenz Moser hat sich dem Grünen Veltliner verschrieben wie kaum ein anderer Produzent in unserem Land. Zum einen will er das Andenken an seinen Großvater, den legendären Lenz Moser, hochhalten. Zum anderen hat er in seinen Jahren als Verkäufer von Robert Mondavi gelernt, wie die internationale Weinwelt tickt. Gerade für unsere Parade-Rebsorte Grüner Veltliner sieht er enormes Potenzial, wenngleich „niemand auf uns gewartet hat“. Seine Laurenz V. Veltliner tragen Namen wie Charming, Friendly, Sunny, Singing und Silver Bullet, was den Verkauf außerhalb des deutschen Sprachraums erleichtern soll. „Es ist zwar schön, dass es ein paar Luxusrestaurants in New York gibt, die Grünen Veltliner führen.

Foto: W. Schedelberger

Natürlich gibt es auch in Bolgheri, wo der Ornellaia zu Hause ist, sehr gute

und weniger gute Jahrgänge. Ornellaia ist es jedoch gelungen, auch in kleineren Jahrgängen große Weine zu keltern, wenngleich die Mengen dann natürlich deutlich geringer ausfielen. Mit dem Jubiläumsjahrgang 2010, der in einer speziellen Ausstattung auf den Markt kommt, ist Orneallaia jedenfalls ein sehr, sehr guter Jahrgang geglückt. Önologe Axel Heinz erklärt ihn wie folgt: „Ornellaia 2010 zeugt von einem kühlen und spätreifenden Jahrgang, in dem der mediterrane Charakter zu einem anderen Ausdruck findet. Die Opulenz und Reichhaltigkeit lassen der Lebhaftigkeit und der komplexen Aromatik den Vortritt. Die Frucht bleibt stets präsent; sie ist geprägt von Frische und Rasse.“

Die Firma Morandell ist seit 25 Jahren Vertriebspartner von Ornellaia: Mario (l.), Peter (2. v. l.) und Christoph (r.) Morandell mit Ornellaia-CEO Giovanni Geddes da Filicaja

Deutschkreutz, 28. 9. Von der Deutschkreutzer Gebietsvinothek geht es am Samstag, den 28. September, ab 13 Uhr bei einer Riedenwanderung Richtung Schloss Deutschkreutz, bei der man viel über den Weinbau erfahren und die besten Deutschkreutzer Weine verkosten kann. In der Riede Fabian gibt es einen Sautanz mit Livemusik. Auf Wunsch organisiert das Tourismusbüro Deutschkreutz Übernachtungen. T.: 02613/202 00 www.deutschkreutz.at

Wien, Schlossquadrat, 8. 10. Am 8. Oktober startet die fünfte Staffel der Schlossquadrat-Trophy. Auch in diesem Jahr kämpfen sechs zielstrebige und hochmotivierte Jungwinzer um den Titel „Schlossquadrat-Trophy-Sieger 2014“. Die erste Winzerpräsentation findet am Dienstag, den 8. Oktober, ab 18 Uhr mit Gerald Pass vom gleichnamigen Weingut aus dem Weinviertel statt. Die weiteren Kandidaten sind Ludwig Buchecker (November), Andreas Nittnaus (Jänner), Thomas Schuster (Februar), Lukas Lehner (März) und Bernd Stelzl (April). www.schlossquadrat.at

De facto werden aber mehr als 95 Prozent aller Grünen Veltliner im deutschen Sprachraum verkauft“, so Moser.

Tasting on Thin Ice Will man sich am internationalen Markt für Premium-Weißweine dauerhaft behaupten, sollte man den Mitbewerb gut kennen. Deshalb begab sich Laurenz Moser auf „dünnes Eis“ und lud vergangene Woche österreichische Weinjournalisten zu einem verdeckten Tasting ins Wiener Fabios ein. Verkostet und bewertet wurden 22 von Mosers persönlichen Lieblingsweinen aus aller Welt. Darunter befanden sich unter anderem Megaseller wie der Sauvignon Blanc Cloudy Bay (Platz 21), ein 100-ParkerPunkte-Wein (Château Pape Clément

Blanc, Platz 11), ein weißer Châteauneuf du Pape (Les Gallimardes, Platz 18) sowie sechs Weine aus Österreich und fünf aus Deutschland. Überraschungssieger wurde der „normale“ Chardonnay Leithagebirge DAC von Kollwentz vor Laurenz V. Silver Bullet und dem Weißen Burgunder GG Bienenberg vom Weingut Bernhard Huber aus der Pfalz. Auch wenn eine Verkostung von „Kraut und Rüben“ – wie hochwertig auch immer zusammengestellt – nur bedingte Aussagekraft hat, zeigte sich, dass sich österreichische und deutsche Weißweine der aktuellen Jahrgänge mit den besten Weinen der Welt durchaus messen können. www.laurenzfive.com

Es sprudelt am Wiener Ring Welcher Champagner passt zu uns? Diese Frage stellen sich nicht nur ambitionierte heimische Gastronomen, gerade für international bekannte Luxushotels ist es wichtig, mit der Wahl des richtigen Champagners Geschmack und Stil zu zeigen. Dabei zählt natürlich auch das Image der jeweiligen Marke, mehr aber noch der Geschmack. Umso mehr freut es das Weinhandelshaus Döllerer, dass im Rahmen der Ein-Jahr-Feier des Wiener Hotels Ritz-Carlton mit Lallier als neuem Pouring-Champagner des Hauses angestoßen wurde. Francis Tribault, der Besitzer von Lallier, kam dafür eigens nach Wien.

11,90

1985 erwarb die Familie Antinori das Gut von Pèppoli. Es umfasst 100 ha Land, davon 50 ha Rebflächen, aus denen der Pèppoli Chianti Classico DOCG erzeugt wird.

pro 0,75 l Flasche Preis für Gastronomie zuzüglich MwSt Abgabe in 6er Kartons ArtNr. 11031 10

Pèppoli wurde 1988 mit dem ersten Jahrgang 1985 eingeführt und verbindet Komplexität und gute Struktur mit einem fruchtigen und aromareichen Charakter. Die Erzeugung eines Weines von diesem Stil ist möglich dank des einzigartigen Mikroklimas. Die Rebflächen wurden in einem besonders günstig gelegenen Tal und auf mineralienreichen Böden angelegt, die für die Kultivierung eines Sangiovese voller Vitalität und von fruchtigem Charakter ideal sind.

EURO

Sorte 90 % Sangiovese, 10 % Merlot und Syrah Ausbau 9 Monate in Fässern aus slowenischem Eichenholz und zu 10 % in amerikanischem Eichenholz Empfehlung passt gut zu Pastagerichten, Ente, Gans und Wildgeflügel Trinktemperatur 16°‒17° Celsius Alkohol 13,5 % vol.

erhältlich bei Foto: Döllerer

Termine

Fotos: K. Haase, W. Schedelberger

Eine junge Legende

Tristan Missner, Restaurant-Manager im Wiener Ritz Carlton, mit einer Methusalem-Flasche Lallier bei der Präsentation

www. morandell.com IMP O RTEUR WÖRGL - IMST - EUGENDORF - GRAZ TEUFENBACH - LENDORF - SCHWECHAT


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Wein

Weil die Lage zählt

Neue Weinbar in der City

Günter und Regina Triebaumer setzen den Erfolgslauf mit ihren Lagen-Blaufränkern fort.

Alexander Adlgasser hat sich auf beiden Seiten des Atlantiks einen tollen Ruf erarbeitet. Jetzt bekommt der Sommelier des Tian eine eigene Weinbar.

Text: Wolfgang Schedelberger

Text: Wolfgang Schedelberger

Foto: Sonja Priller

ange Jahre war es im Burgenland üblich, dass Winzer viele kleine Weingärten in unterschiedlichen Lagen hatten. So wurde das Risiko von Ernteausfällen (etwa durch Hagel) auf alle Winzer gleichmäßig aufgeteilt. Das Ziel der Winzer war es, aus den unterschiedlichen Lagen Jahr für Jahr eine möglichst gelungene Cuvée aus verschiedenen Lagen zu keltern. Günter und Regina Triebaumer fanden es jedoch schade, dass ihre beiden Top-Lagen Plachen und Obe-

Blaufränkisch Plachen und Oberer Wald

rer Wald, die jedes Jahr exquisite und vor allem terroirtypische Qualitäten lieferten, in der Cuvée „untergingen“. Also haben sie sich vor ein paar Jahren daran gemacht, die kleinen Mengen aus den Lagen Plachen und Oberer Wald separat auszubauen. Die Lage Plachen besteht aus Lehm und Ton und liefert eine kühle Würze und feinnervice Tanninstruktur. 0,7 Hektar dieser Lage gehören den Triebaumers. Stolze 1,7 Hektar der Lage „Oberer Wald“ werden von den Triebaumers bewirtschaftet. Hier reifen auf kargem, kalkhaltigem Boden tiefgründige Blaufränker, die trotzdem von einer gewissen Frische gekennzeichnet sind. Seit der ersten Füllung des Jahrgangs 2009 haben sich beide Weine bereits eine treue Fangemeinschaft geschaffen. Um dem hohen Qualitätsniveau der Weine auch optisch zu entsprechen, wurde mit Anfang 2013 ein neues Etikett eingeführt. www.triebaumer.at

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m vegetarischen Restaurant Tian hat Alexander Adlgasser als Sommelier eine besonders reizvolle Aufgabe. Gilt es doch, die perfekte Weinbegleitung zu fleischlosen Gerichten zu finden. Seit knapp zwei Jahren meistert er diese Herausforderung mit Bravour. „Sicherlich ist unsere Küche leichter als in einem Steakrestaurant, und das spiegelt sich auch in der Weinbegleitung wider. Aber das kommt mir ohnehin entgegen, denn große Weine zeichnen sich durch Finesse und Struktur und nicht durch einen übermächtigen Alkoholgehalt aus“, so Adlgasser.

Ein Ort für viele Anlässe Als Sommelier bleibt Adlgasser dem Tian selbstverständlich auch weiterhin erhalten, und auch an den beliebten Experience Taste Dinners im Salon wird sich nichts ändern. Neu ist jedoch, dass Adlgasser von Dienstag bis Samstag ab 17 Uhr im Souterrain eine eigene Weinbar leiten wird. „Big Bottle Tastings, Somme-

Foto: Jürgen Hammerschmid

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Als Alexander the „Grape“ promotete Adlgasser in New York österreichischen Wein

liertreffs und exklusive Verkostungen mit Winzern soll es hier in Zukunft genauso geben wie den zwanglosen Genuss bei einem Glas Wein. Wobei es mir immer ein besonderes Anliegen ist, Gäste mit Weinen zu begeistern, die sie vielleicht noch nicht gekannt haben“, erklärt Adlgasser sein Konzept. Kleine vegetarische Barsnacks wie Tartes flambées und ausgesuchte Käsespe-

24 gute Gründe

Österreichs Salon-Winzer stellen sich vor:

Florian Wisata von der Rieder Hemingway Bar fährt zur Beefeater 24 Global Bartender Competition.

Carnuntum

Andreas Muhr

2463 Stixneusiedl, Tiefer Weg 1 Tel.: 0 699/114 635 02 www.amuhr.at office@amuhr.at

2010 hat Andreas Muhr seine erste Lese selbst verantwortet. Dennoch blickt er auf eine bemerkenswerte Tradition zurück. Der Weinkeller der Muhrs wurde bereits 1890 erbaut und durch den Großvater von Andreas in den 1960er-Jahren erweitert und restauriert. Muhr keltert seine Weine mit Herz und Können. Sie sollen einerseits seine Handschrift tragen, andererseits Boden und Klima von Stixneusiedl authentisch transportieren. Auf rund eineinhalb Hektar Weingärten widmet sich Muhr gleichermaßen den weißen wie den roten Weinen, wobei er bei beiden auf die klassischen österreichischen Rebsorten vertraut. Seine Weißweine keltert er aus Grünem Veltliner, bei den roten Weinen setzt er, so wie die meisten Carnuntum-Winzer, auf den Blauen Zweigelt. Sein Weinangebot hält Muhr bewusst klein. Neben einem fruchtigen Rosé-Wein bietet er zwei Weißweine und zwei Rotweine an. Der „normale“ Grüne Veltliner wird klassisch ausgebaut und überzeugt als fruchtig-frischer Speisebegleiter. Den Lagen-Veltliner Rosslissen baut Muhr hingegen im kleinen Holz aus, um ihm Struktur und Tiefgang mitzugeben. Eine ähnliche Strategie verfolgt Muhr beim Zweigelt. Der Zweigelt Tradition wird in Stahl ausgebaut und überzeugt mit Kirsch- und Weichselfrucht, so wie man ihn seit jeher schätzt. Den „Stixenberg“ lässt Muhr hingegen in Barriques reifen, wodurch sie noch mehr Komplexität erhalten und an Lagerfähigkeit gewinnen.

Foto: Lukas Leitner

Text: Wolfgang Schedelberger

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in ist derzeit in aller Munde! In guten heimischen Bars findet man mittlerweile nicht nur mehrere Premium-Marken wie etwa die britische Traditionsmarke Beefeater, sondern zunehmend auch Ultra-Premium-Produkte wie den Beefeater 24. Um Barkeepern aus aller Welt die Besonderheiten dieses exklusiven Gins näherzubringen, veranstaltet Beefeater jährlich eine in 26 Ländern ausgetragenen Global Bartender Competition. Das Finale mit den Siegern der 26 Länderausscheidungen findet heuer Anfang November in London.

24 Reasons für Florian Wisata Beim Österreich-Finale am 3. September in der Linzer bar „Neuf” konnte sich Florian Wisata vor Ralph Baudraxler-Huber („Easy“, Linz) und Manuela Lerchbaumer („Herberstein“, Linz)

Der strahlende Sieger Florian Wisata (o.) und sein Siegerdrink 24 Reasons (u.)

durchsetzen. Der strahlende Gewinner überzeugte die Jury mit einem klassischen Gin Fizz, den er mit Beefeater 24 zu einem eleganten „24 Reasons“ weiterentwickelte. Neben dem London-Ticket erhielt Wisata auch eine rare Flasche der Beefeater 24 Limited Edition Botanical Park. „Das ist ja der eigentliche Hauptpreis“, freute sich Wisata über dieses seltene Sammlerstück.

zialitäten von Maître Bernard Antony werden ebenfalls gereicht. Eröffnet wird die Tian-Weinbar am Freitag, den 27. September. Zusätzlich zu seinem Engagement im Wiener Stammhaus ist Adlgasser auch für die Weinkarte im Weissenseeerhof sowie für weitere Projekte der Halper-Holding, zu der das Tian gehört, verantwortlich. www.tian-vienna.com

Wechsel in Neckenmarkt

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u einer besonderen Feier lud vor kurzem der Winzerkeller Neckenmarkt. Drei langjährige Mitarbeiter wurden in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. In einer ergreifenden Rede bedankte sich Obmann Franz Heincz bei den Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit: Betriebsleiter und Kellermeister Josef „Pepi“ Tesch war seit Gründung 1968 im Winzerkeller Neckenmarkt tätig. Als Qualitätsfanatiker lag ihm vor allem das Qualitätsdenken der Traubenlieferanten am Herzen. Geschäftsführerin Herta Iby, auch bereits seit 30 Jahren im Winzerkeller Neckenmarkt tätig, war zuständig für das Finanzmanagement, Buchhaltung und innerbetriebliche Organisation sowie für die Mitgliederverwaltung. Kellerarbeiter Gerhard Kiedler, zuständig für die Weinauslieferungen an die Gastronomie, für die Kellereinrichtungen und kleinere Reparaturen, Pflege der Außenanlagen und Kellerräume war seit dem Jahr 2000 im Winzerkeller tätig.

Gerhard Kiedler, Gerta Iby und Josef „Pepi“ Tesch


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Mit Vielfalt zur „Marke“ Im Rochus1090 f ließt die Idee des Brunchs in die Inszenierung des À-la-carte-Frühstücks, das frisch zubereitet wird, mit ein.

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eit Februar 2013 ist das Frühstücksangebot für das Wiener Publikum um einen „Hotspot“ reicher: Mit dem Rochus1090 in der Liechtensteinstraße im 9. Bezirk hat das seit 2005 bestehende Rochus in der Landstraßer Hauptstraße eine „Schwester“ bekommen. Das Angebot und Konzept ist nicht nur bekannt, sondern offenbar auch bewährt: „Der Kunde weiß, was er bei uns bekommt. Unser Name ist eine Marke, und die steht auch für ‚Frühstück‘“, erklärt Geschäftsführer und Miteigentümer Martin Malzacher im Gespräch mit der ÖGZ.

Basisbox plus Zutaten Die Frühstückskarte, die „von früh bis spät“ gilt, ist besonders reichhaltig und individuell auf den Geschmack der Gäste abstimmbar. So kann z. B. eine „Basisbox“ (Semmel, Croissant, Butter, Aufstrich, Marmelade, Kuchen, Obst) um 4,90 Euro bestellt und um allerlei Gerichte und Zutaten erweitert werden. Besonders beliebt sind laut Küchenchef Simon Komorowski Eiergerichte (Omelette, Eierspeise) sowie „Frühstück für 2“ bzw. „Frühstück für 4“. „Das ist ein tolles Angebot und schon wie ein kleines Buffet.“ Und auch das Preis-Leistungs-Angebot sei sehr attraktiv für den Gast, sind sich die Betreiber des Lokals einig. Das Prinzip Brunch fließe immer mehr ein, wobei die vor einigen Jahren begehrten Brunch-Buffets „out“ seien. „Bei uns gibt es bewusst kein Buffet, keine Kaffeekannen, sondern alles à la carte, frisch zubereitet und an den

Tisch serviert“, so Komorowski. Das opulente Angebot erfordere viel Organisation und Vorbereitungen – „wenn das passt, dann ist es ein Kinderspiel“, meint der Küchenchef, der vor RochusZeiten unter anderem im Hotel Sacher und in deutschen Sternerestaurants tätig war. Das Lokal öffnet um acht Uhr, das bedeutet für die Küchen-Crew einen Start um 6.30 Uhr und eineinhalb Stunden Zeit, um eine Art Grundstock vorzubereiten: Brot und Gebäck aufbacken, Kuchen backen, Wurst, Käse, Gemüse etc. schneiden, Orangensaft pressen usw. „Wir kochen keine 100 Eier am Stück, sondern bereiten dann alles frisch und à la minute im Laufe des Tages – und neben dem startenden Mittagsgeschäft – zu“. Das Serviceteam ist zudem um 7.00 Uhr zur Stelle.

Frühstück liegt im Trend Insgesamt sind pro Schicht während der Woche drei Personen in der Küche, zwei im Service und zwei an der Bar. Am Wochenende wird aufgestockt. Probleme, Personal für die Frühdienste zu bekommen, gebe es nicht, meint Betriebsleiter Antonio Lehota: „Es gibt viele Menschen, die gerne früh anfangen. Die Anzahl des Personals ist auf jeden Fall ausreichend, das klappt recht gut.“ Größter Gästeandrang herrsche während der Woche zwischen 8.00 und 10.00 Uhr und am Wochenende von 10.00 bis 14.00 Uhr. Der Aufwand rechne sich, der Deckungsbeitrag sei da, ist Geschäftsführer Malzacher überzeugt. „Umsatzzuwächse sind nicht mehr mit dem Mittag- oder Abendgeschäft zu

erreichen, sondern immer mehr mit dem Frühstück.“ Der Speisen-Anteil mache am Gesamtgeschäft immerhin ein Drittel aus. Frühstück und Brunch im Café/Restaurant liegen in Österreich im Trend. „Es ist heute mehr Geld, Zeit und das Bedürfnis nach Genuss vorhanden. Rochus hat das früh erkannt. Es hat zwar keinen Trend ausgelöst, aber ist einfach dem Wunsch des Publikums gefolgt“, so Malzacher. Das Publikum sei dabei gemischt, ob Familien und größere Gruppen am Wochenende oder Geschäftsleute, Selbstständige mit Laptop, Touristen, Pensionisten oder Studenten, „man trifft sich einfach gern, um zu frühstücken, und manche sparen sich dafür das Kochen“. Gerade im 9. Bezirk habe eine gute Frühstück-Location gefehlt, was für Malzacher auch Sinn machte, das Konzept aus der Landstraße in den

Casanova Sorolla / Christiane Reitshammer

Text: Christiane Reitshammer

Ganz bewusst kein Frühstücksbuffet: Küchenchef Simon Komorowski, ServiceChef Andreas Koppensteiner, Geschäftsführer und Miteigentümer Martin Malzacher, Miteigentümer Mario Minar und Betriebsleiter Antonio Lehota

9. Bezirk zu übertragen. Und die Lage des Café-, Bar- und Restaurant-Lokals ist den Eigentümern zufolge ideal: Seit 100 Jahren wird an dem Standort Gastronomie betrieben, zudem befindet man sich neben Bus- und Straßenbahnstation sowie einer Tiefgarage (hier hat das Lokal eine Kooperation für billigeres Parken für die Gäste). Attraktiv für Anrainer wie Touristen sind zudem die Museen, mehrere Theater und nicht zuletzt die Privatschule

Lycée. Einen Unterschied im Angebot zum Rochus im 3. Bezirk gebe es kaum, heißt es. „Wir haben viele Vorteile durch ein einheitliches Angebot, sowohl beim Einkauf als auch bei der Vergleichbarkeit. Der Kunde weiß, was er bekommt“, erklärt Malzacher. Das Konzept habe man lange beobachtet und die verschiedenen Komponenten begutachtet, aber „im Grunde muss man alles können und das gut – dann hat man auch Gäste“.


g a s t r o n om i e

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Jazz live & unplugged

Erfahrene Führungskraft

Die Tiroler Gastronomie bietet Jazzmusikern eine Bühne in Cafés, Bars und Restaurants.

Andreas Kabela übernimmt die Gemeinschaftsgastronomie der SV Group Österreich.

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ie Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Tirol und der Verein Tonart Tirol (zur Förderung von Jazz und improvisierter Musik) haben für Jazzliebhaber in den nächsten Monaten die Veranstaltungsreihe „Jazz & More“ initiiert. Von 7. September bis 7. Dezember 2013 werden 65 Jazz- und Big Bands in 20 Tiroler Gastronomiebetrieben in Innsbruck und Innsbruck-Land beinahe täglich insgesamt 112 Live-Auftritte absolvieren.

D

Um dieses umfangreiche Jazzangebot – live und unplugged – in den Tiroler Lokalen möglich zu machen, hat die Fachgruppe Gastronomie tief in die Tasche gegriffen. „Es gibt keine Förderung für Gastronomiebetriebe von der öffentlichen Hand“, erklärte Fachgruppenobmann Pepi Hackl bei der Programmpräsentation im Hotel Adlers in Innsbruck. „Wir teilen uns die Kosten je zur Hälfte“, so Hackl. Während die Fachgruppe für die Bewerbung der Veranstaltungsreihe sorgt, die Ausgaben für Vergnügungssteuer und AKM-Abga-

WK Tirol

Kostenteilung

Jazzige Töne schlagen Peter Trost, Stephan Costa (Verein Tonart Tirol) und Pepi Hackl an

ben übernommen hat und den Gastwirten Folder und Plakate zur Verfügung stellt, müssen die Gastronomen für Gagen der Musiker und Bands aufkommen. „Da haben wir uns auf eine verträgliche Höhe geeinigt“, so Initiator Stephan Costa vom Verein Tonart Tirol. Das Veranstaltungsprogramm Jazz & More startete am 7. September 2013 im Café Maria von Burgund in Inns-

bruck. Mit dabei sind u. a. die Lokale Eremitage in Schwaz und Café Wintergarten in Inzing und Vino 1337 Genusszentrum in Hall sowie die Piano Bar, Galerie, Cantina Vecchia, Innside Pils Pub, Toni’s, Die Wilderin, Café Gritsch, Adlers Hotel, The Early Bird, ecoLounge, Hotel Hilton, Restaurant Essbar, Restaurant Sitzwohl, La Habana und das Arkadenhof-Café in Innsbruck. be

ie SV Group AG mit Holdingsitz in Dübendorf ist in der Schweiz, Deutschland und Österreich im Business-, Care- und EventCatering, im Hotelmanagement und in der Gastronomie tätig. Die SV Group Österreich bekommt mit 1. November 2013 einen neuen Geschäftsführer. Andreas Kabela (39) tritt die Nachfolge von Stefan Zanini an. Der erfahrene Branchenspezialist ist Absolvent der Höheren Tou-rismus-Lehranstalt, hat Betriebswirtschaft studiert und ist Master of Business Administration. Er begann seine Laufbahn als Consultant bei einer Unternehmensberatung für die Bereiche Warenwirtschaft, Buchhaltung und Kostenrechnung. Seit 2003 war er in verschiedenen Funktionen bei der Gourmet Group in Österreich, zuletzt als Geschäftsleiter der Gemeinschaftsgastronomie, tätig. „Wir sind sehr froh, dass wir Andreas Kabela für diese herausfordernde Aufgabe gewinnen konnten. Er ver-

fügt über eine fundierte und langjährige Erfahrung im österreichischen Catering-Markt und bringt auch als Führungspersönlichkeit beste Voraussetzungen für diese Position mit“, sagt Patrick Camele, CEO der SV Group. Die SV Group wird den Wachstumskurs in Österreich weiter verfolgen. Kabela wird in seiner Funktion die Verantwortung für 65 Betriebe, rund 30 Mio. Euro Jahresumsatz und 500 Mitarbeiter übernehmen.  is

SV Group

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Andreas Kabela, SV Group Österreich

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Besser Lehrlinge ausbilden Der Österreichische Wirtschaftsverlag lädt zur „Lehrlingsausbildung 2013“, der Wissensplattform für Lehrlingsausbildner und -verantwortliche am 26. und 27. November in Wien. für Unternehmen vor. Noch am ersten Tag wird es eine spannende Podiumsdiskussion darüber geben, wie Berufsschulen und Unternehmen ihre Zusammenarbeit verbessern können – statt sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben.

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ÖWV

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ie Situation könnte besser sein. In vielen Branchen bemängeln Unternehmen den schlechten Bildungsstand und die geringe Motivation der heutigen Lehrlingsgeneration. Und die Lehrlinge klagen über schlechte Bezahlung, unattraktive Arbeitszeiten, wenig motivierte Ausbildner und geringe Berufsaussichten. Das trifft bekanntermaßen bis auf den letzten Punkt auch für das Gastgewerbe zu.

Im Zeichen von mehr Qualität in der Lehre steht die Wissensplattform „Lehrlingsausbildung 2013“

Wissensaustausch www.brauunion.at

Wie also mit der Situation umgehen? Wie kann man Lehrlingen ein besseres Umfeld bieten und sie so auch ans Unternehmen binden? Der Österreichische Wirtschaftsverlag hat hochkarätige Experten zum Wissensaustausch rund um die Lehrlingsausbildung ins Gartenhotel Altmannsdorf nach Wien geladen. An den beiden Tagen wird es nicht nur um die Ausbildungssituation in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus gehen – aber auch. Anne Schönherr vom IBW Institut für Bildungsforschung wird die neuesten Forschungsergebnisse für eine Erhöhung der Qualität in der Lehre vorstellen, und Kirsten Fichtner-Koele von der Lehrlingsstelle der WK Steiermark wird häufig auftretende Rechtsfragen rund um die Lehre auch für Nichtjuristen verständlich erklären. Zentrale Vorträge drehen sich um ein Problem, das besonders Gastronomen und Hoteliers beschäftigt: Wie komme ich an potenzielle Lehrlinge? Am besten vor Ort in der Schule! Doch wie geht das? Petra Pinker verrät in ihrem Vortrag „Schultüröffner“ Tipps und Tricks. Außerdem wird es eine Reihe von Kurzvorträgen zum Thema Recruiting geben: Können Flüchtlinge als Lehrlinge gewonnen werden, wie sieht es mit älteren Lehrlingen aus, oder was leisten regionale und branchenorientierte Talentepools?

„fit for future“-Awards Am zweiten Tag werden die Preisträger des „fit for future“-Awards vorgestellt. Die Wirtschaftstrainerin Christiane Mitterwallner-Posch wird zeigen, wie man als Ausbildner Lehrlinge zu mehr Begeisterung und Selbstverantwortung führen kann. Und „Recrutainment“ hilft spielerisch jungen Menschen, den richtigen Beruf und das passende Unternehmen zu finden und schlägt effektivere Auswahlverfahren

UNSERE SPEZIALISTEN IN SACHEN GENUSS Die Festwoche der Biervielfalt ist fast vorbei. Aber zum Glück gibt es noch viele gute Gelegenheiten, Ihren Gästen unsere Spezialbiere einzuschenken. Und noch mehr Gründe: Vom bernsteinfarbenen Oktoberbräu und dem Maroni Style Kaltenhausen über unser frisch-hopfiges Zipfer Pils und vollmundiges dunkles Gösser Zwickl bis hin zum Reininghaus Jahrgangspils – jedes Bier ist was Besonderes. Und Besonderes verkauft sich besonders gut. Um diese Spezialitäten entsprechend zu präsentieren, stehen Ihnen unsere diplomierten Biersommeliers gerne mit großem Bierwissen zur Seite. Auch das ist eine gute Gelegenheit.

Viel Interesse an Lehrlingen


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SONDERTHEMA

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Hygiene

Sauberes Bad sollte Standard sein Nicht nur das Hotelzimmer an sich und der Service sind den Hotelgästen wichtig, auch die Qualität des Badezimmers spielt bei der Hotelwahl eine wichtige Rolle.

Hygiene-Check im Internet Bei der Auswahl des Urlaubsdomizils achten sogar 82 Prozent der Österreicher auf das Badezimmer. Ausschlaggebend für eine tatsächliche Buchung des Hotels ist die Qualität des Badezimmers dann aber für jeden zehnten Österreicher. Daher wundert es nicht, dass vier von zehn Österreichern gezielt auf Internetseiten und Prospekten nach Fotos der Badezimmer suchen. Die noch viel größere Zahl, nämlich mehr als die Hälfte der Befragten, checken auf Hotelbewertungsportalen die Bewertungen von Badezimmern und Toiletteanlagen. Da werden Urlaubsplaner auch oft fündig, denn Erfahrungen mit den Sanitärräumen eines Hotels werden auch gerne weitergegeben. Immerhin entscheidet oftmals das Bade-

zimmer über eine gute bzw. schlechte Hotelbewertung auf den Hotelbewertungsseiten.

Schimmel am schlimmsten Vor allem die Sauberkeit ist ein großes Thema. Nahezu 90 Prozent der Befragten meinen, dass ein sauberes Bad Standard sein sollte. Von der Sauberkeit des Badezimmers lassen sich für drei Viertel der Befragten Rückschlüsse auf die Hygiene im Zimmer bzw. im Hotel generell ziehen. Das Schlimmste in Hotelbadezimmern sind Schimmel und Schmutz, Haare im Waschbecken oder in der Dusche bzw. Badewanne und schlechte Gerüche. Keine Belüftung, zu wenig Platz und Kalkflecken auf den Armaturen folgen als größte Ekelfaktoren. Außerdem schrecken zu wenig Licht, keine bis zu wenig Ablagemöglichkeiten, hässliche und unpraktische Möbel, ein zu kleines Waschbecken und eine kalte Atmosphäre österreichische Hotelgäste ab. Spannend dabei ist: Je älter die Österreicher sind, desto mehr Wert legen sie auf das Bad in Hotelzimmern. Und für Frauen ist das Thema wichtiger als für Männer: Während ein sauberes Badezimmer für 91 Prozent der

thinkstock.com

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ine aktuelle, von Laufen Austria in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass das Badezimmer nicht nur zu Hause für Herrn und Frau Österreicher von Bedeutung ist: Auch im Urlaub wird großer Wert auf das Badezimmer gelegt. Zwei Drittel der Befragten sehen das Badezimmer als ein wesentliches Qualitätskriterium für Hotels an.

Ein Großteil der Gäste schließt von der Sauberkeit des Badezimmers auf die Hygiene im Hotel generell

Österreicherinnen als Standard angesehen wird, sehen dies nur 84 Prozent der Männer so. Für 97 Prozent der 60bis 69-Jährigen ist Sauberkeit im Hotelbadezimmer eine Grundvorausset-

zung. Diese Meinung teilen aber nur acht von zehn der 14- bis 29-Jährigen. Ebenso zieht mehr als jede achte Frau von der Sauberkeit des Bades Rückschlüsse auf die allgemeine Hygiene

im Hotel. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass über 40 Prozent der Österreicher bereit sind, für ein Hotel mit schönem Badezimmer tiefer in die Tasche zu greifen.

Abläufe optimieren und geprüfte Produkte verwenden

Hygiene

Sowohl bei den Bestellabläufen als auch bei der Auswahl der Produkte steckt enormes Potenzial für bewussten Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

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as bedeutet das Thema Nachhaltigkeit für Sie als Gastronom oder Hotelier? Wie können Sie Ihr Unternehmen nachhaltig reinigen und Ihren Gästen einen entsprechenden Mehrwert liefern? Und welche Vorteile haben Sie als Unternehmer? DI (FH) Andreas Marksteiner, Abteilungsleiter der Anwendungstechnik bei hollu weiß, wie sich schon mit kleinem Einsatz Großes bewirken lässt.

von Klima und Umwelt. Darüber hinaus spart effiziente Planung und Bestellung viel Zeit. Sie müssen zwar in regelmäßigen Abständen Zeit für eine Sammelbestellung aufwenden, haben dadurch aber die Garantie und Sicherheit, für längere Zeit mit Ihrem Reinigungsproduktvorrat auszukommen.

Wer Zeit spart, spart auch gleichzeitig Kosten

Gesammelte Bestellungen statt Einzellieferungen Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung ist, wenn man Bestellabläufe optimiert und mit geprüften Produkten arbeitet. Wenn Sie Ihre Bestellungen genau planen und auf einmal durchführen, können Sie die LKW-Lieferungen erheblich reduzieren: Anstelle von vielen Lieferungen mit einzelnen Reinigungsprodukten, ergeben sich dadurch gesammelte Großbestellungen. Somit reduzieren Sie nachhaltig die CO2-Belastung und leisten dadurch aktiv einen wichtigen Beitrag zum Schutz

Nachhaltigkeit braucht einen abgestimmten Kreislauf aller Verantwortungsbereiche

Vereinzelte Nachbestellungen gehören damit der Vergangenheit an. Wer Zeit spart, spart immer auch Kosten. Hinzu kommt, dass größere Bestellmengen oft mit besseren Preisen verbunden sind. Die Bestellabläufe sind das eine, die Auswahl der Produkte das andere. Auch hier steckt enormes Potenzial in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Wer umweltzertifizierte Reinigungsprodukte einkauft, kann sicher sein: Diese Produkte wurden komplett umweltverträglich hergestellt und erfüllen von der Rohstoffauswahl über die Produktion bis hin zur Entsorgung strengste ökologische Richtlinien. Zudem belegt beispielsweise das österrei-

chische Umweltzeichen auch eine angemessene Gebrauchstauglichkeit und Produktqualität.

Der Spezialist

DI (FH) Andreas Marksteiner, Abteilungsleiter der hollu-Anwendungstechnik

hollu ist Anbieter von professionellen Reinigungsprodukten und -lösungen für den gewerblichen Anwender. Die hollu-Anwendungstechnik unterstützt den Kunden vor Ort bei spezifischen Anwendungsfragen rund um die Themen Sauberkeit und Hygiene, schult die Mitarbeiter und gibt wertvolle Tipps zur richtigen und nachhaltigen Reinigung und Pflege. www.hollu.com


Pflegt Böden

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Kampf dem Schmutz

komplett perfekt!

Die Bandbreite der Verschmutzungen ist groß. Bei der Entfernung braucht es daher Know-how und gute Produkte.

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m Sanitärbereich lauert eine Vielzahl spezieller Verschmutzungen – mineralische Verschmutzungen wie Kalkrückstände, Urinstein, Rostablagerungen, aber auch organische Verschmutzungen wie Hautfett, Cremereste, Kalkseifenablagerungen, Mikroorganismen usw. Zudem sind Nassbereiche stark frequentiert. Viele Oberflächen unterliegen direktem Hautkontakt. Somit besteht erhöhte Gefahr der Keimverschleppung bzw. ein erhöhtes Infektionsrisiko im Vergleich zu anderen Räumen. Diese Herausforderungen bekommt man am besten mit dem richtigen Know-how, effizienten Reinigungsabläufen und

den passenden Produkten in den Griff. Die optimale Lösung für die Unterhaltsreinigung im Nassraumbereich bietet das Integral-System von Hagleitner.

ter-Flasche erfolgen. Mit dem „integral Mix Spender“ wird immer die richtige Menge dosiert, egal wie viel Anwendungslösung hergestellt werden soll. Eine Über- oder Unterdosierung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ist daher ausgeschlossen. Mineralische Verschmutzungen werden am besten mit einem säurehaltigen Sanitärreiniger wie „integral Sanitary“ entfernt. Um organische Verschmutzungen zu entfernen, wird ein alkalisches Produkt wie „integral Power“ benötigt. Dieses eignet sich zudem hervorragend, um die schwer zu reinigenden rutschhemmenden Sicherheitsfliesen sauber zu bekommen.

Immer die richtige Menge Die Integral-Produktpalette beinhaltet alle notwendigen konzentrierten Produkte, um die oben angeführten Verschmutzungen zu entfernen. Der „integral Mix Spender“ ermöglicht eine sichere und exakte Dosierung von Reinigungskonzentrat und Wasser zur Herstellung einer anwendungsfertigen Reinigungslösung. Die Abgabe kann in den Eimer oder in der 1-Li-

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Halle

Mit dem „integral Mix Spender“ können Reinigungskonzentrate sicher und exakt dosiert werden. Eine Über- oder Unterdosierung ist damit ausgeschlossen

Vorsicht ist bei der Auswahl des säurehaltigen Sanitärreinigers geboten, denn viele Säuren können die Oberflächen angreifen und Korrosionen hervorrufen. Vor der Verwendung eines Reinigers ist es darüber hinaus von Vorteil, die Fliesen vorzuwässern, damit die Säure die Fliesenfugen nicht angreifen kann. Nach jeder Reinigung muss eine Desinfektion der Oberflächen, die in direktem Hautkontakt stehen (wie Lichtschalter, Armaturen, Toilettendrücker usw.), durchgeführt werden. Dies geschieht am besten mit dem „integral Disinfect“. Aber Achtung: Auch Schwämme können Keime und Bakterien übertragen.

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Hagleitner

Schwämme sind Keimfänger

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Multitalent für Grobgeschirr

Mit der neuen Hochleistungs-Beschichtung!

Das „AirConcept“ von Meiko reduziert die Dampfabgabe in den Raum und gibt es nun auch für die größte Haubenmaschine.

green care LONGLIFE complete – ist das Komplettpaket für höchste Ansprüche bei der Beschichtung von harten und elastischen Bodenbelägen.

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ie von den anderen Haubenmaschinen von Meiko bereits bekannte Ausstattungsoption „AirConcept“ ist nun auch für die größte aller Haubenmaschinen, Modell DV 270.2, lieferbar. Dieser Spülautomat ist ein Multitalent für schweres Waschgut bei großem Geschirraufkommen. Hochleistungspumpen, reversierende Wascharme mit Powerwirkung, drehende Klarspülsysteme und zusätzliche seitliche Klarspülarme ergänzen den robusten Gesamtaufbau der DV 270.2. Somit können alle Haubenmaschinen der Premium-Klasse von Meiko mit der Innovation „AirConcept“ geordert werden.

Absaugung des Wrasen Beim Öffnen einer Haubenmaschine ohne „AirConcept“ strömt bei allen Maschinen energiegeladener, heißer Wasserdampf („Wrasen“) dem Bedienpersonal entgegen. Der Wrasen entweicht in den Raum und ist unwiederbringlich verloren und verschlechtert auch noch dazu das Raumklima. Beim „AirConcept“ beginnt schon kurz vor dem Nachspülvorgang bei geschlossener Haube die Absaugung des Wra-

nieder und tropft sogar herunter. Oder der Wrasen schlägt dem Bedienpersonal beim Öffnen ungebremst entgegen. Das Problem: Weniger Wrasen unter der Haube begünstigt die Eigentrocknung von Geschirr.

Clevere Selbstreinigung

Das „AirConcept” gibt es jetzt auch für die größte Haubenmaschine von Meiko

sens. Der Wrasen wird über zwei hochaktive Wärmetauscher an der Rückseite geführt, kondensiert, gibt dabei seine Energie an das zufließende Kaltwasser ab und erwärmt dieses auf bis zu 50 Grad. Das reduziert auch den elektrischen Anschlusswert um 3,0 kW und die Betriebskosten. Um satte 80 Prozent wird die Dampfabgabe in den Raum reduziert, der restliche Dampf hat nur mehr 25 Grad. Das ist besonders hilfreich, wenn es an einer entsprechenden Entlüftung am Aufstellort fehlt. Denn die Feuchtigkeit bleibt im Raum, schlägt sich an der Decke

Hygienischer wird das „Punkt2 AirConcept“ durch die integrierte Selbstreinigung des Wärmetauschers. Am Ende des Spülbetriebes wird der Wärmetauscher automatisch durch einen fix montierten Sprühbalken durchgewaschen. Nur eine saubere Oberfläche des Wärmetauschers garantiert auf Dauer höchsten Wirkungsgrad. Auch dieses System wird analog bei Maschinen der M-iQ-Serie verwendet. Wahlweise kann AirConcept auch für die Verwendung von Osmosewasser mit Edelstahl- Wärmetauscher ausgeführt werden. Osmosewasser gibt dem „Schwarzgeschirr“ wieder richtig Glanz, spart Reiniger und Klarspüler und verhindert Verkalkungen der gesamten Maschine. Meiko empfiehlt hier die hauseigene GiO-Osmose in Modulbauweise, eines der führenden und begehrtesten Systeme am Markt.

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son dert hema

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Hygiene

Garantierte Nachhaltigkeit

Optimale Desinfektion

Nicht nur Sauberkeit ist den Hotelgästen wichtig, auch ein umweltbewusster Umgang bei der Hygiene liegt ihnen am Herzen.

thinkstock.com

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Gerade im Sanitärbereich braucht es neben der Reinigung auch eine Desinfektion

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enn Sie auf der Suche nach innovativen und wirtschaftlichen Produkten für den Küchenund Sanitärbereich sind, dann könnten die Produkte KDR food und SDR san von Tana eine Lösung sein. Denn KDR food und SDR san stehen für starke Reinigungsleistung bei gleichzeitig optimaler Desinfektion – und das in nur einem Arbeitsschritt.

Ein Arbeitsgang Die Überlegenheit in der Anwendung resultiert aus der Kombination aller Vorteile saurer Reiniger mit perfekten Desinfektionsmitteln. Somit entfallen ein doppelter Arbeitsaufwand und damit auch ein zweifacher Materialeinsatz. Beide Produkte können sowohl verdünnt als auch konzentriert verwendet werden. Bei konzentrierter Anwendung erfolgt die Desinfektion in Minutenschnelle. So

entfallen Wartezeiten bis zum Nachspülen der Flächen. KDR food und SDR san eignen sich hervorragend für alle säurefesten Oberflächen in Küchen- sowie Bad- und Sanitärbereichen.

Individuelle Pläne Für den Kantinenbereich gibt es eigene, mehrfach umweltzertifizierte Green-Care-Produkte. Professionelle Reinigung ist damit nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch. Damit die Produkte auch fachgerecht eingesetzt werden, bietet Tana darüber hinaus regelmäßige Anwenderschulungen nach HCCP für die Mitarbeiter an, die direkt im Haus durchgeführt werden. Wer will, der kann sich von Tana auch einen individuellen Reinigungs- und Desinfektionsplan zur Optimierung der Kosten und der Reinigungsergebnisse erstellen lassen.

as verstärkte Hygienebewusstsein von Touristen und Geschäftsreisenden macht Hygiene zu einem immer bedeutenderen Thema für die Hotellerie und Gastronomie. Optische Sauberkeit ist dabei aber nicht gleich Hygiene, wie Andreas Philipp, Geschäftsführer von Salesianer Miettex, erläutert. „Wenn wir bei Salesianer Miettex von Sauberkeit sprechen, sprechen wir von Hygiene. Wir bearbeiten jedes Stück nach den gleichen, extrem strengen Kriterien, die wir auch in unserem Geschäftsbereich Gesundheit, insbesondere Krankenhauswäsche, anwenden. In einem Haus, das das Hygienezertifikat mit der SalesianerMiettex-Hygienegarantie verwenden darf, kann jeder Gast sicher sein: Die Mundserviette, die er im Restaurant verwendet, das Handtuch, mit dem er sich abtrocknet, oder auch der Kopfpolsterbezug, auf den er sein Gesicht legt, sind de facto keimfrei.“

Zimmer und freundliches Personal hat, sondern auch möglichst umweltfreundlich arbeitet. Das schließt natürlich auch die Lieferanten mit ein. Diesem gestiegenen Interesse tragen wir mit unserer Nachhaltigkeitsgarantie Rechnung“, erklärt Andreas Philipp. Die Nachhaltigkeitsgarantie ist eine eingetragene Gewährleistungsmarke und besagt, dass die von Salesianer Miettex gelieferten Textilien ausschließlich durch den Einsatz nachhaltiger, umweltschonender Verfahren gewaschen und gepflegt werden.

Jedem Kunden wird auf Wunsch ein Nachhaltigkeitszertifikat zur Verfügung gestellt, mit dem das Hotel die Nachhaltigkeitsbestrebungen gegenüber den Gästen dokumentieren kann. Salesianer Miettex konnte durch umfangreiche Investitionen in die technische Modernisierung der Anlagen und die Optimierung der Waschverfahren in den letzten zehn Jahren bereits deutliche ökologische Verbesserungen erreichen: So sank beispielsweise der Energieverbrauch um 30 Prozent und der Wasserverbrauch um 40 Prozent. is

Umweltbewusst agieren Nachhaltigkeit ist für Hotels und Restaurants mittlerweile zu einem echten Wettbewerbsvorteil geworden. „Immer mehr umweltbewussten Hotelgästen liegt es heutzutage am Herzen, dass das ausgewählte Hotel nicht nur hygienisch saubere Wäsche, schöne

Nachhaltigkeit auch bei der Reinigung ist ein echter Wettbewerbsvorteil geworden

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In vielen Bereich muss sowohl gereinigt als auch desinfiziert werden. Mit Kombi-Produkten geht das in einem Arbeitsgang.

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Die kalte Jahreszeit kann ruhig kommen Wenn die Außentemperaturen unter 20 Grad sinken, muss man entweder den Außenbereich schließen, Raucher frieren lassen oder Heizstrahler aufstellen.

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enn die Tage kürzer und die Abende kühler werden, schießen sie wie die Pilze aus dem Boden. Sie sehen oft auch so aus: Heizstrahler, auch Heizpilze genannt. Früher waren das oft hässliche und wackelige Ungetüme. Das hat sich geändert. Heute gibt es sie in allen möglichen Designs für verschiedene Einsatzbereiche. Manche Heizstrahler hängen über dem Gast oder stehen neben ihm, manche sind unauffällig in Stehtische eingebaut (Vireoo von Mensa Heating aus Dänemark). Manche leuchten zusätzlich stimmungsvoll in wechselnden LED-Farben (Totum HLS von Grandhall), manche machen auch Musik mittels eingebauten MP3-Players (Satellit Combi Sun LHS von Burda WTG ). Andere können sogar im Sommer kühlen (Kombigeräte von Burda WTG). Gewöhnlich werden sie mit Gas betrieben, neuere Geräte nutzen immer häufiger die Kraft der Sonne: InfrarotLichtwellen.

Vorteile Gasbrenner In letzter Zeit sind diese Heizpilze allerdings auch ins Gerede gekommen, weil das Aufheizen von Außenräumen energetisch sehr verschwenderisch (und teuer) sei. Das stimmt nur bedingt: Moderne Geräte setzen die kostbare Energie immer sparsamer und effizienter ein. Doch zu welchem Gerätetyp soll man greifen: Gas oder Elektro/Infrarot? Gasgeräte dürfen ausschließlich im Außenbereich zum Einsatz kommen.

Sie werden mit handelsüblichen Propangasflaschen betrieben und heizen den Reflektor im oberen Teil auf, der die Wärme angenehm in die unmittelbare Umgebung abstrahlt. Der Nachteil von Gasbrennern, die es mittlerweile in vielen formschönen Varianten gibt: Die Geräte heizen sich auf und könnten umfallen – die meisten haben deshalb eine automatische Gasabschaltung. Trotzdem brennt immer eine echte Flamme. Manche Geräte verwandeln das in einen unschlagbaren Vorteil und zeigen die Flamme dekorativ wie in einem Kamin. Auch das kann zu einer angenehmen Atmosphäre im Wintergarten oder Schanigarten beitragen. Bei den Gasbrennern hat sich auch der Energieaufwand reduzieren lassen: Der Hersteller Enders bietet zum Beispiel nicht nur besonders schöne, sondern auch sparsame Brenner an: Die Deutschen haben eine Technologie entwickelt, die den Gaseinsatz um mehr als ein Drittel reduziert und den CO2-Ausstoß laut eigenen Angaben sogar um 83 Prozent. Trotzdem sind sie mittlerweile in einigen Städten Deutschlands gesetzlich verboten. In Österreich (noch) nicht.

Vorteile Infrarot Die Halogen-Infrarot-Heizstrahler können gerade beim Energieeinsatz punkten. Heutige Elektroheizstrahler haben nichts mehr mit den Energieverschwendern von früher zu tun. Der Vorteil von Infrarot: Es wird nie

die Umgebungsluft erwärmt, sondern via Lichtwellen Flächen und Körper mit Tiefenwärme – Wellnessfans kennen das aus den Infrarotkabinen. Das heißt, diese Wärme kann nicht wie bei gewöhnlichen (Quarz- oder Gas-)Heizstrahlern vom Winde verweht werden. Man kann so einen Strahler sehr gezielt einsetzen: Realistisch kann man mit einem 2-kW-Infrarotstrahler 9–12 m2 erwärmen – also einen Vier-Personen-Tisch. Das kostet ungefähr 44 Cent/Stunde – hat der Produzent Heizkraft & Partner ausgerechnet. Ein anderer Hersteller von Infrarotstrahlern – CasaFan – gibt an, dass ein Gasbrenner (14 kW) in der Stunde 1,25 Euro im Verbrauch kostet, ein vergleichbarer 3,6-kW-Infrarotstrahler 0,68 Cent. Besonders ressourcenfreundlich arbeiten die solarbetriebenen InfrarotHeizstrahler – wenn tagsüber genug Sonne scheint. Es gibt Halogen-Infrarot-Heizstrahler als Standgeräte ähnlich wie die gasbetriebenen Heizpilze, als Einzelgeräte für die Wand oder die Montage unter Sonnenschirmen und Markisen. Oder auch als sogenannte Dunkelstrahler (von Heatstrip), bei denen man die leuchtenden Heizstäbe nicht sieht. So eine Infrarotröhre hat übrigens eine Lebensdauer von ungefähr 5000 Stunden. Ob Infrarot oder (sparsamer) Gasbrenner: Die kalte Jahreszeit kann kommen. Kein Raucher oder Draußensitzer muss frieren.

Thinkstock

Text: Thomas Askan Vierich

An kalten Tagen wärmt die Gäste nicht nur eine Tasse Tee und warme Kleidung

Info Vergleich Kosten Gasbrenner und Halogen-Infrarot-Strahler bei Vollbetrieb

Gas Infrarot

Leistung(#)

14 kW

3,6 kW

Verbrauch/h

1100 g

3600 kW

Kosten/h

1,25 Euro

0,68 Euro

(#) Es wurden leistungsähnliche Geräte verglichen – wobei zu bedenken ist, dass bei Gasbrennern ein Großteil der Wärmeleistung durch unmittelbar aufsteigende Luft verlorengeht. Angenommene Preise: Füllung einer 11-kg-Gasflasche mit 12,49 Euro und Strompreis von 0,19 Euro pro kWh. Quelle: www.ventilator.de (CasaFan)

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paar Spritzer Chili für Suppe, Eintopf oder Pizza. Die angenehm scharf-saure Tabasco-Sauce wird seit 1868 nach einem streng geheimen Rezept auf Avery Island im US-Bundesstaat Louisiana hergestellt. Hier wachsen die kleinen roten namensgebenden Chilischoten, die mit Essig und Salz gewürzt werden. Dieser Sud lagert bis zu drei Jahre in Eichenfässern und entwickelt dabei sein unvergleichliches Aroma. Mautner Markhof vertreibt die Sauce auch in neuen Geschmacksrichtungen: Green Pepper, Garlic, Chipotle mit feinem Raucharoma und die extrascharfe mit Habanero-Chili-Schoten: für jede Suppe, jeden Eintopf und jede Pizza die richtige. www.mautner.at

Einwegfass

Retro-Stil

Nachtschwärmer

Keykeg: Neues

ottakringer: Das

stiegl: Dunkle

Dr. Schär

Schon mal versucht, einen Teufelsgriller im Gehen zu essen? Gar nicht so einfach! Im Grunde ist das Standardwurstbesteck inklusive Pappdeckel ausschließlich für den Verzehr am Würstelstand vorgesehen. Das genügte dem Bösmüller-Verpackungsexperten und „bekennenden Würstelliebhaber und Würstelstandbesucher“ Zoran Surlina nicht. Er entwickelte frei nach dem Motto „Iss Wurscht – wann und wo du willst“ eine völlig neuartige Verpackung für das „Würstel to go“. Mit einer multifunktionalen Pappverpackung, die ein wenig aussieht wie eine Rakete oder ein Tauchgerät aus einem James-BondFilm, hat er das Problem gelöst, sich im Gehen beim Wurstessen nicht schmutzig zu machen. www.boesmueller.at

Mautner Markhof

Dank der knusprigen Kruste und dem weichen Inneren steht das neue glutenfreie Mini-Baguette zum Aufbacken aus dem Dr. Schär Foodservice einem original französischem Baguette in nichts nach. Es kann tiefgefroren einfach bei maximal 200° C im Ofen aufgebacken werden und ist schon in wenigen Minuten servierfertig. Damit können nicht nur Restaurants mit großer Küche, sondern auch Cafés, kleine Bars oder Take-aways ihren Gästen eine schnelle, glutenfreie Alternative anbieten. Das Besondere: Es kann einzeln in der Verpackung, die als Aufbackfolie dient, in den Ofen geschoben werden. Die Folie garantiert hundert Prozent Sicherheit vor jeglicher Kontamination durch Lebensmittel mit Gluten. www.drschaer-foodservice.com

Bio-Weiße mit dem Röstaroma von Kaffee.

Gold Fassl Spezial mit Nostalgie-Bügelverschluss.

Einwegfass macht Bier und Wein länger haltbar.

Ottakringer

Lightweight Containers hat ein neues 30-Liter-Einwegfass entwickelt, das auf den KeyKeg-Double-Wall- und Bag-inBall-Technologien beruht. Damit können Barbesitzer nicht nur eine größere Auswahl an Weinen und Bieren frisch vom Fass anbieten, sondern auch Kosten senken. Denn das Bier oder der Wein bleibt auch Wochen nach dem Anstich des KeyKeg-Fasses frisch. Barbesitzer brauchen also keine schal gewordene Biere oder Weine mehr wegschütten. Auch Aufschäumprobleme gehören laut Hersteller der Vergangenheit an: Das Treibgas kommt dank Bag-inBall-Technologie nicht mehr mit dem Getränk in Kontakt. www.keykeg.com

2012 hat Ottakringer die Rezeptur für das Gold Fassl Spezial adaptiert. Es schmeckt jetzt noch karamelliger mit traditioneller Wiener Malztype, verfeinert mit einer ausgewogenen Hopfenbitterkeit. Nun gibt es für den Gastrobereich eine neugestaltete Flasche: mit dem beliebten Bügelverschluss. Erfunden wurde dieser Verschluss mit dem gewissen „Plopp“ bereits 1875 – und wird seitdem praktisch unverändert von vielen Brauereien weltweit verwendet. Ottakringer wird diesen nostalgischen Verschluss nur bei 0,5-l-Gold-Fassl-Flaschen für Gastronomen anbieten. Damit kann der Wirt seinen Gästen also etwas Besonderes bieten. Herkömmliche Verschlüsse bleiben aber auch im Angebot von Ottakringer. www.ottakringer.at

Die Stieglbrauerei zu Salzburg kooperiert mit der Kaffeerösterei Alt Wien und braut mit Biokaffee, Hopfen und Malz ein dunkles Weißbier namens „Nachtschwärmer“. Das Bier duftet nicht nur weißbiertypisch nach reifen Bananen, sondern auch nach geröstetem Kaffee, Schokolade und Karamell. Im Antrunk gesellen sich Röstund Kaffeearomen auf Zunge und Gaumen dazu. Durch seinen ausgeprägten Malzcharakter, der angenehmen Röstaromatik und Fruchtigkeit passt der „Nachtschwärmer“ zu kaltem Braten, geräuchertem Fisch, Wildgeflügel und Schmorbraten. Kräftige Käsesorten sind ebenso denkbar oder wegen des Kafffee-Schoko-Aromas auch Schokound Nussdesserts. www.stiegl.at

Prominente Neue

Pilsener Tankbier

edelweiss: Der

neue Hoamat-WeißbierRadler aus Linz mit Birne und Melisse.

Kattus: Jetzt

auch mit Finlandia Vodka, Southern Comfort und Chambord.

PIlsener Urquell: Noch

frischer aus der Tschechischen Republik.

Man kann Bier mit vielem mischen: Zitronenlimonade, Almdudler, Cola oder Mineralwasser. Das geht auch mit Weißbier. Braumeister Günther Seeleitner von Edelweiß hat noch eine weitere Variante gefunden: Weizenbier mit Birnensaft und Zitronenmelisse. Und das schmeckt tatsächlich ausgesprochen gut: Die Birne bringt eine frische, langanhaltende Fruchtigkeit, die dann auf der Zunge von der Melisse erfrischend abgerundet wird. Und im Hintergrund spürt man das Bananige des Weißbiers. Vielleicht muss man sich an die deutliche Fruchtigkeit und Süße dieses Radlers noch gewöhnen. Dafür ist der Alkoholgehalt auch nur bei 2,3 % vol. Und man bekommt einen deutlich erhöhten Vitamingehalt. Alle Zutaten stammen aus der Region. Deshalb nennt sich dieses Bier zu Recht: Hoamat Radler. www.brauunion.at

Kattus übernimmt den ÖsterreichVertrieb für die Premiummarken Finlandia Vodka, Southern Comfort und Chambord Liqueur Royale von der Bacardi-Martini GmbH. Das Triple aus Wodka, Whiskey und Likör erweitert das bestehende Spirituosenangebot des Kattus-Vertriebs bereits ab Anfang Oktober. Laut Kattus-Geschäftsführer Philipp Gattermeyer gingen dem Deal harte Verhandlungen voraus. Er empfiehlt Laurent Perrier Champagner (auch von Kattus vertrieben) mit dem fruchtigen Chambord aus Himbeeren, Brombeeren, Honig und Vanille: „Das ist ein ganz ausgezeichneter Kir Royal.“ www.johann-kattus.at

Bis heute sichert ein aufwändiger Brauprozess und der berühmte Saazer Hopfen die hohe Qualität und den Erfolg der Pilsner Traditionsmarke. Die Mutter aller Lagerbiere kommt direkt aus den Lagertanks der Brauerei zum Kunden und ist damit nach Aussage der tschechischen Brauer das frischeste Bier am Markt. Die Österreicher waren schon immer große Fans des Pilsner Urquells: Kronprinz Rudolf verewigte sich 1871 als erster Habsburger im Goldenen Buch des damals von Deutschen betriebenen „Bürgerlichen Brauhauses“ in Pilsen. Drei Jahre später folgte ihm sein Vater. 1900 fuhr jeden Morgen um 4.55 Uhr ein voll beladener Bierzug von Pilsen nach Wien. www.pilsner-urquell.de

Pilsner Urquell

Weißbier mit Birne

Brau Union

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in backfester Alufolie.

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Verpackung für Käsekrainer und Co.

Mini-Baguette

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Oben: Das Gradonna Mountain Resort verfügt über eine eigene Wasserquelle, und für wohlige Wärme sorgt eine umweltschonende Hackgutheizung

• Nr. 44 Vorbericht „Alles für den Gast” • Nr. 45–47 Hauptausgabe „Alles für den Gast”

Unten: Kraftpakete mit 1.500 kW Leistung

Wir informieren Sie gerne:

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Barbara Völkl T 01/54664-263 E b.voelkl@wirtschasverlag.at

Fern von jeder Alpenromantik setzt das Gradonna Mountain Resort auf moderne Natürlichkeit.

M

itten im Wald, gesäumt von kleinen gemütlichen Châlets, liegt das Vier-Sterne-Superior-Hotel Gradonna Mountain Resort in Kals am Großglockner. Die Natur unmittelbar vor der Haustüre, ist Holz in diesem exklusiven Tourismusbetrieb allgegenwärtig. Von der Vertäfelung mit Lärchenschindeln an der Außenmauer bis zur stilvollen modernen Einrichtung wird im neu gebauten Resort auf den natürlichen Rohstoff gesetzt. „Von Natur aus Österreich ist unsere Philosophie“, sagt Hoteldirektor Florian Partel. „Die Verwendung von heimischen Hölzern und lokalen Produkten ist in unserem Betrieb selbstverständlich.“ Selbst das Wasser entspringt einer eigenen Quelle aus dem Fels des Blauspitz in der Region.

Powerpaket Das Fröling-Powerpaket mit Lambdamat und Turbomat versorgt auch den 3.000 Quadratmeter großen Wellnessbereich mit drei Indoorbecken und beheiztem Außenpool. Der Brennstoff für die Hackgutanlage lagert in einem 4 x 14 Meter großen Raum mit Schubboden. „Das Hotel-Resort wurde kompromisslos am sogenannten letzten Stand der Technik gebaut, die glei-

che Anforderung gilt auch für die Wärmeerzeugung, was wir mit unserem Sortiment voll erfüllen können“, sagt Ing. Markus Auer, Vertriebsingenieur Anlagentechnik. Um die Heizenergie noch umweltfreundlicher und effizienter zu gestalten, wurden von Fröling eine Abgaskondensationsanlage sowie innovative Filtertechnik aufgebaut. Dies bewirkt einen Anlagenwirkungsgrad von beinahe 100 Prozent. Seit der Eröffnung im Dezember 2012 ist das Interesse an dem modernen Resort mit seinem eindrucksvollen Suitenturm und den insgesamt 500 Betten groß. „Die Buchungslage ist sehr gut“, sagt Heinz Schultz, der als Bauherr auch schon für die Skischaukel Kals-Matrei verantwortlich zeichnete. Zusätzlich zur eigenen Wasserquelle und dem Einsatz der umweltschonenden Fröling-Hackgutheizung sieht das nachhaltige Konzept des Mountain Resorts auch die autolose Erschließung des Areals vor. Neben den Stimmen der Natur und dem Lachen zufriedener Gäste soll in Zukunft nur mehr das leise Surren von ElektroCars auf dem Hotelgelände zu hören sein.  is

Info objektdaten Kesseltyp: Lambdamat 1000 kW + Turbomat 500 kW Brennstoff: Hackgut Austragung: Schubboden 4 x 14 Meter Gradonna Vier Sterne Superior Mountain Resort Châlets & Hotel Gradonna 1, 9981 Kals Heiztechnik mit innovativer Filtertechnik

am Großglockner

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Wer was in der Birne hat, kauft jetzt frische Äpfel. Mein Name ist Hase und ich weiß Bescheid: Vor allem wenn es um das frischeste Herbstobst geht. Saftig, süß und knackig, so müssen sich Äpfel, Zwetschken, Birnen oder Kakis jetzt präsentieren. Sollte ich da irgendwo eine Druckstelle finden, gibt’s was auf die Nuss! Nur frisch vom Baum gepflückte Früchte kommen mir ins Eurogast-Regal. Das Obst sieht übrigens nicht nur zum Anbeißen aus: Kurz vor der kalten Jahreszeit bringen Sie diese Vitaminbomben auch so richtig auf Trab.


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Fußball ist nicht alles Wird es in Zukunft neben Youtube überhaupt noch klassische T V-Sender geben? Wie wird sich das Nutzungsverhalten ändern? Und was bedeutet das für die Hotellerie und Gastronomie? Uwe Müller, bei Sky für BusinessSolutions zuständig, hat interessante Antworten auf diese Fragen parat. Text: Wolfgang Schedelberger

Nicht nur Printmedien beklagen, dass junge Menschen mehr und mehr Zeit online verbringen. Auch die klassischen TV-Sender verlieren kontinuierlich Marktanteile. Wie reagiert ein Pay-TV Sender wie Sky darauf? Uwe Müller: Wir verfolgen den Markt sehr genau und erweitern unser Angebot laufend. So bieten wir mobilen Nutzern, die über Smartphones oder Tablets fernsehen wollen, mit Sky-Go Premium-Inhalte, die man sonst nirgendwo bekommt. Das Nutzungsverhalten wird einfach flexibler. Wer unterwegs ist, will mobil fernsehen, aber auch an halböffentlichen Orten, zu denen Hotels und Gaststätten zählen, sind attraktive Inhalte gefragt. Das Angebot an bewegten Bildern im Internet ist riesig und weitgehend kostenlos. Wie bringt man Kunden dazu, für Inhalte dennoch zu bezahlen? Müller: Premium-Inhalte sind nie kostenlos und können es auch gar nicht sein. Nehmen Sie nur Fußball. Die deutsche Bundesliga boomt, die

österreichische tipp-3-Bundesliga, die Erste Liga und andere europäische Top-Ligen ebenso wie Europa League und Champions League sind nach wie vor Zuschauermagneten. Abgesehen von den Übertragungsrechten kostet es viel Geld, diese Spiele in Top-HD-Qualität zu produzieren. Wer so etwas sehen will, muss das auch bezahlen. LiveSport eignet sich hervorragend zum gemeinsamen Zuschauen. Das wissen unsere Gastronomie-Abonnenten und profitieren davon mit Mehrumsätzen in ihren Betrieben. Sie haben die Gebühren für Sky Sports Bars geändert und setzen jetzt auf ein regional differenziertes Gebührensystem. Wieso? Müller: Wir wollen unser Sports-BarAbo für noch mehr Gastronomen attraktiv machen. In dünn besiedelten, einkommensschschwächeren Regionen kann ein Gastronom nicht so viel verdienen wie etwa in der Wiener Innenstadt. Eine Sports-Bar muss sich jedoch für jeden unserer Partner rechnen. Einige Betriebe zahlen jetzt mehr, andere jedoch weniger.

Große Spiele locken zweifellos Gäste an, aber die finden nicht dauernd statt. Wie schaut das Angebot unter der Woche aus? Müller: Fußball gibt es fast täglich. Am Dienstag und Mittwoch Champions League, am Donnerstag Europa League und von Freitag bis Sonntag die nationalen Ligen. Wir bieten auch Formel 1, Tennis und über unsere Partnersender die US-Profi-Ligen, Leichtathletik sowie Wintersport und zwar auch in Multifeeds. Das bedeutet, dass man sich das jeweils interessanteste Event aussuchen kann. Sie sehen, Fußball ist nicht alles. Wir übertragen zum Beispiel auch Beachvolleyball. Da interessiert die Leute weniger das Endergebnis, aber es ist spannend zum Zuschauen und funktioniert auch ohne Ton. Ein Fernseher mit schwarzem Schirm ist nämlich niemals attraktiv. Wie schätzen Sie die Lage in der Hotellerie ein? Die Zeiten, als mit Erotik-Filmen viel verdient wurde, sind vorbei. Und teure WLAN-Gebühren stoßen zunehmend auf Unverständnis.

Uwe Müller sieht beim TV-Konsum im öffentlichen Bereich steigende Tendenzen

Müller: Das ist eine Frage der Positionierung und des Services. Will ich meinen Gästen 30 verschiedene Marmeladen bieten oder doch lieber attraktive mediale Inhalte? WLAN wird heute einfach erwartet, doch wenn ein großes Haus unbeschränktes Highspeed-WLAN anbietet, stößt es rasch an Kapazitätsgrenzen. Wenn hunderte Gäste gleichzeitig Video streamen, bricht das stärkste Netz zusammen. Es haben sich deshalb Konzepte durchgesetzt, bei denen die Gäste einen kostenlosen Basis-Service erhalten, mit dem man zum Beispiel E-Mails abrufen kann. Zusätzlich gibt es dann ein Premium-Paket mit schnellem Internet und optimalerweise auch attraktiven Sky-Programmen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Menschen durchaus bereit sind, für Leistungen zu bezahlen, nur muss der Preis in einem fairen Verhältnis zur Leistung stehen.

Info Sky sports bar Mit einer Sky Sports Bar erhalten Gastronomen das Recht, exklusive Sky-Inhalte öffentlich auszustrahlen. Geboten werden sämtliche Spiele der deutschen Bundesliga, der zweiten deutschen Liga, der österreichischen tipp-3-Bundesliga und der Ersten Liga, UEFA Champions und Europa League, die Top-Spiele der englischen Premier League, Formel 1, Golf, Wimbledon, NFL, NBA sowie ein eigener 24-Stunden-Sportnachrichtensender. Sämtliche Inhalte werden in HD ausgestrahlt. bar@sky.at, T.: 01/491 661 34

Rock the kitchen 2013! Acht topmotivierte Teams, streng geheime Warenkörbe und eine internationale Fachjury: Das waren die Zutaten für das große Eurogast Big Cooking Contest Finale. Im Frühjahr ist der Eurogast-Tross durchs Land gereist, um wieder die besten Kochtalente Österreichs zu finden. Lehrlinge und SchülerInnen waren aufgerufen, sich in Zweierteams dem Wettbewerb zu stellen. „Das Konzept des BCC kommt sehr gut an“, weiß Susanna Berner, Leiterin der Eurogast-Österreich-Zentrale. „Jeweils zwei Teams treten gleichzeitig an und bekommen einen Warenkorb mit regionalen Produkten. Sobald er geöffnet ist, haben sie zehn Minuten Zeit, sich ein Gericht zu überlegen, und weitere 30, um es zu kochen und damit die Jury von ihrem Können zu überzeugen.“

Entgeltliche Einschaltung

Wichtige Nachwuchsförderung Auch die Lehrer und Küchenchefs der Nachwuchsköche sind vom BCC begeistert. Alex Untermaurer ist der gastrono­ mische Leiter des Christkindlwirts in Steyr und mehr als stolz auf seine beiden teilnehmenden Lehrlinge Nicolas und ­Pascal: „Es ist so schön mitanzusehen, wie die Burschen hier ihr Bestes geben. Wir versuchen, ihre Kreativität im ­Küchenalltag ständig zu fördern, denn nur dann macht der Job auf Dauer Spaß!“, weiß der erfahrene Gastronom. „Beim Big Cooking Contest können die jungen Leute dann sehen, wo sie im Vergleich zu anderen stehen. Das ist enorm wichtig für die Weiterentwicklung des Kochnachwuchses in Österreich.“

Coole Köche kommen ins Schwitzen

Information Mehr Infos über den Big Cooking Contest gibt es auf www.bigcookingcontest.at und auf Facebook. Die Teams im Eurogast-BCC-Finale: Dominik Mann & Dominik Schleichert (Landesberufsschule Lochau)

In der Entscheidungsphase vor dem Halbfinale traten auch dem coolsten Küchenrockstar die Schweißperlen auf die Stirn. Dann war es endlich so weit: Paul Göschl und Lukas Horak kochten gegen Melanie Redl und Robert Hutegger im Endfinale. Der Gewinner-Teller wartete schließlich mit Tatar von der Makrele, Bohnenvariationen und gebratenem Carpaccio auf und kam von … Melanie und Robert! Die beiden dürfen sich jetzt über den grandiosen Hauptpreis freuen: eine zweiwöchige Lehrzeit beim Küchenvirtuosen und mehrfach ausgezeichneten Sternekoch Christoph Rainer im exquisiten Restaurant der Villa Rothschild Kempinski in Königstein/Frankfurt. „Das ist einfach fantastisch!“, schwärmen die frischgebackenen Sieger.

Paul Göschl (Restaurant Johanns) & Lukas Horak (Restaurant Steirereck) Manuel Kollmann und Raphael Friesacher (Gastgewerbefachschule Judenplatz) Melanie Redl & Robert Hutegger (Tourismusschulen Bad Hofgastein) Celino Waldner (Grand Hotel Europa Innsbruck) & Bernhard Reimair (Wohn- und Pflegeheim Vorderes Stubaital) Florian Zillner und Robert Andexer (Tourismusschulen Bad Hofgastein)

Melanie Redl und Robert Hutegger holten sich den Gesamtsieg beim großen Eurogast Big Cooking Contest


Markt

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Alpine Messe auf Erfolgskurs 14.200 Besucher auf der Tiroler Fachmesse für Touristiker, der Fafga 2013 Alpine Superior in Innsbruck.

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ie Touristiker berichten überwiegend von einem leichten Aufschwung ihrer Branche, und auch für die nähere Zukunft sind die Erwartungen leicht optimistisch. Dieser positive Grundtenor war auch auf der Fafga zu spüren, bei der rund

300 Aussteller aus dem In- und Ausland, darunter 30 Neuzugänge, ihre qualitativ hochwertigen Produkte präsentierten. Die Aussteller bewerten nicht nur die Frequenz, vor allem auch die Qualität der Besucher als sehr positiv. Sie geben an, gute

Fachgespräche geführt und attraktive Geschäftskontakte geknüpft zu haben. Zum Erfolg trug auch das praxisorientierte Informations- und Rahmenprogramm bei, wie etwa die Tiroler Baristameisterschaften. Auf Initiative

von Österreichs Spitzenbarista Goran Huber wurde erstmals der neugeschaffene Kaffee-Wettbewerb „Cafetier des Jahres“ ausgetragen. Acht Kandidaten stellten sich der Herausforderung, die international besetzte Jury mit ihrer Kompetenz

in Gastfreundschaft und Fachwissen zu überzeugen. Den Wettbewerb konnte schließlich der Tiroler Marcel Kleewein (Restaurant Lassida, Innsbruck) für sich entscheiden, er trägt damit den Titel „Cafetier des Jahres 2013“.

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1: Heinz Schüller zeigte den interessierten Besuchern sein breites Sortiment an Produkten für die Hotellerie und Gastronomie. 2: Brauerei-Chef Martin Lechner freute sich über die vielen Gastronomen, die seinen bierigen Messestand besuchten und sich ein frisches Zillertaler gönnten. 3: WMF-Österreich-Geschäftsführer Dkfm. Engelbert Seitz und Verkaufsleiter Manuel Harnischmacher konnten sich über ein reges Interesse der Besucher zum Thema Tischkultur freuen. 4: Manfred Fauler, Helene Carbonare, Christian Carbonare und Christian Bortolotti von Meiko vor der Universalspülmaschine DV 125.2 mit AirConcept. Diese Spülmaschine ist ideal geeignet für Geschirr, Besteck, Töpfe und Behälter (bis 650 x 530 mm – GN2/1 Gastronorm). Die integrierte Wrasenbehandlung mit Wärmerückgewinnung macht einen hauseigenen Abluftanschluss überflüssig. 5: Barista Goran Huber organisierte die Tiroler Baristameisterschaften und holte die Crème de la Crème der Kaffeekunst auf die Bühne. 6: Wolfgang Wötzer und sein Team stellten die neueste Generation von Abrechnungssystemen vor. Ein Highlight ist die hauseigene Entwicklung Sale Grip®, ein Programm, welches alle Bedürfnisse der Gastronomie erfüllt. Somit sparen Sie Zeit beim Einschulen und beim Bedienen. 7: Verkaufsleiter Ing. Günther Schmidt präsentierte die aktuellen Produkte der Wäschereitechnik von Electrolux. 8: Rudolf Schreder, Geschäftsführer von Exito, freut sich, pünktlich zur Fünf-Jahr-Feier die neuen Liegen der Serie „Palermo“ an die Therme Linsberg Asia liefern zu dürfen: „Über eine Million Gäste haben die Liegen zum Entspannen genutzt. Das neue Modell ,Palermo‘ wird dies auch in den kommenden fünf Jahren möglich machen.“ Die Liegen, die aus Alu und Exilen bestehen, sind sehr robust und bieten konstante Qualität für Jahre. 9: Rist-Vertriebsleiter Helmut Senn und Theodor R. Rist sind stolz, auf der Fafga 2013 die neue Porzellanserie von Steelite präsentieren zu dürfen. Dieses Porzellan hat eine sehr hohe Qualität – fünf Jahre Kantenschutzgarantie. 10: Unter dem Motto „Kommen. Entdecken. Genießen“ hatte Hygienespezialist hollu auf die Fafga 2013 geladen – und freute sich über großen Andrang am Messestand. Neben den hochwertigen Produkten standen vor allem die hollu-Serviceleistungen im Mittelpunkt: „Wir freuen uns über den erfolgreichen Messeauftritt auf der Fafga 2013 und das Interesse an hollu und seinen Serviceleistungen: kompetente Beratung durch Fachberater, Personalschulungen, laufende Überwachung der Reinigungskosten, detaillierte Hygieneanalysen und -pläne, Lieferung bis ins Regal und nicht zuletzt die automatische Rücknahme der Leergebinde. In Kombination mit den hollu-Plus-Leistungen bilden unsere Systemlösungen die optimale Basis für nachhaltig hohe Hygienestandards“, betont Geschäftsführer Simon Meinschad.

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Fotos: Furt Heinz

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Museum über Flora und Fauna In Mariazell öffnete das neue „Natur- und Jagdmuseum“ seine Pforten. Das Mariazellerland ist seit Jahrhunderten ein Dreh- und Angelpunkt der alpenländischen Jagdkultur. Die verschiedenen Facetten der bäuerlichen, bürgerlichen und adeligen Jagd werden nun im Jagdmuseum durch ausgewählte Exponate dargestellt. Beim offiziellen Festakt (v. l.): Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, NÖ Landtagspräsident Hans Penz, Jagdmuseumsinitiator Günther Granser, Landesrat Johann Seitinger und der Mariazeller Bürgermeister Josef Kuss.

Sommerpraktikum beendet

mariazellerland-blog.at

St. Martins

Die Ausbildung an den Höheren Lehranstalten für Wirtschaft und Tourismus am Pannoneum wird durch ein Pflichtpraktikum ergänzt. Mehr als 300 Schüler aus dem Pannoneum sammelten in den Sommermonaten in Österreich und weiteren sechs EU-Ländern wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt. Geschäftsführer Klaus Hofmann und sein Team von der St. Martins Therme & Lodge freuen sich mit FV StR Sepp Sailer und den Praktikanten über die gelungene Zusammenarbeit und die guten Leistungen der Schüler. Bürgermeister Ziniel war auf seine „Frauenkirchner“ Praktikanten besonders stolz.

Vierte Bergdoktor-Woche

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Der Grazer Mehlplatz ist um eine Attraktion reicher: Das Konzeptrestaurant L’Osteria eröffnete im ehemaligen Palais Inzaghi sein drittes Lokal in Österreich. Am neuen Standort wurde über eine Million Euro investiert, und mit dem Aufbau des Teams sind 40 neue Arbeitsplätze entstanden. Im Bild (v. l.): Tonino Sofran (Küchenchef L’Osteria Österreich), L’Osteria-ÖsterreichGeschäftsführerin Maria Klara Heinritzi und Alexander Schwendemann(Eigentümer L’Osteria Österreich).

TVB Wilder Kaiser

Italienisches Flair in Graz

Die Bergdoktor-Woche war wieder ein Quotenhit. Zur „Urlaubswoche wie im Film“ reisten über 500 Freunde des Alpenarztes in die Region Wilder Kaiser und erlebten ihr Idol gleich zweimal hautnah: beim Fantag auf dem Ellmauer Hartkaiser und bei Sigl live in Going. Hans Sigl (2. v. l.) schrieb gemeinsam mit seinen Serienkollegen Autogramme und beantwortete die viele Fragen der Fans. Auf der berühmten Frühstücksterrasse konnten die Laien dann sogar selbst in die Rolle ihrer TV-Helden schlüpfen.

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Szene

w w w. g a s t . a t · N r. 3 8 – 3 9 | 2 7. S e p t e m b e r 2 0 1 3

Trachtenpärchenball 2013 Fünf Jahre Kunsthotel

Almdudler

Auch Carpe Diem verleiht Flügel

Carpe Diem / Rastegar

In der traditionellen Umgebung der Wachau fällt das arte Hotel Krems aus der österreichischen Ipp-Hotelgruppe mit seinem modernen, unkomplizierten Konzept auf. Kürzlich feierte das Hotel mit einer Vernissage sein fünfjähriges Bestehen. Kunst ist Teil des Namens und damit auch Teil der Unternehmenskultur im arte Hotel Krems: Alle sechs Monate wird Künstlern die Möglichkeit zur Bilder-/Kunst-Ausstellung geboten. Im Bild: Hotelier Alexander Ipp (l.), Bodypaintmodels und Hoteldirektor Michael Frödrich bei der Jubiläumsparty.

Das Wiener Rathaus bebte beim mittlerweile siebenten Almdudler-Trachtenpärchenball. Die 3.500 Gäste durften sich über eine ganz besondere Neuerung freuen: Der Ball ist der erste in Österreich, der nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens als Green Event ausgezeichnet wurde. Der trachtige Ball sorgte mit vielen Live-Acts auf sieben Floors für eine rauschende Ballnacht. Almudler-Geschäftsführer Gerhard Schilling (l.) und Robert Hellwagner (Brau Union Österreich) beim Bieranstich.

Erstmals wurde das Carpe Diem Flying Restaurant in Wien präsentiert. Dompfarrer Toni Faber segnete das mobile Restaurant, und die Spitzenköche Franz Fuiko und Joachim Gradwohl verwöhnten mit einem dreigängigen Menü, zu denen begleitend Carpe Diem Kombucha gereicht wurde. Nach seiner Premiere in Wien macht sich das Flying Restaurant 2014 auf den Weg durch die Länder, in denen Carpe Diem Kombucha vertreten ist.

R. Schmied

WKW Tourismus / Weinwurm

Tourismuspreis vergeben Der diesjährige Tourismuspreis der Wiener Wirtschaft ging an die Albertina. „Die Albertina beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Das äußere Erscheinungsbild, die zentrale Lage und die prestigeträchtigen Ausstellungen machen die Albertina zu einem besonderen Tourismusmagneten“, so die Jury. WK-Wien-Präsidentin Brigitte Jank und Tourismusobmann Josef Bitzinger überreichten die Auszeichnung an Museumsdirektor Klaus Albrecht Schröder (Bildmitte).

Bierpapst Conrad Seidl präsentierte im Grand Casino Baden seinen aktuellen Bier-Guide und ehrte die besten Bierwirte aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Mit Unterstützung des Verbandes der Brauereien Österreichs wurde ein Ausschnitt der österreichischen Biervielfalt verkostet. Conrad Seidl (l.) mit Nixe Jacqueline Sappert und Conrad Simon (beide Nixe Brau GmbH) im Bier-Fieber.

Willy Lehmann Markenagentur / Preiss

Zum Glück gibt’s Bier

Sommerausklang am Leopoldskroner Weiher

Neumayr

Die Gäste des Sommerfests beim neuen WeiherWirt zeigten sich von den Häppchen von Haubenkoch Michael Pratter, den spritzigen Sommerdrinks und der beschwingten Musik begeistert. Gefeiert wurde für einen guten Zweck: Die an diesem Abend gesammelten Spenden kommen der Kinderkrebshilfe zugute. Unter den Gästen der neuen kulinarischen Adresse waren unter anderem auch Claudia (l.) und Manuela Riegler (r.), in der Bildmitte die Wirtsleute Tina und Murat Caliskan.

Original Budweiser

J. Christandl

Lebkuchenherzen für die Gäste Mit Lebkuchenherzen und in Dirndln und Lederhosen begrüßt das Hotelteam um Direktorin Irmgard Kuhner-Beichtbuchner (Mitte) die Stars der Wiener Wies’n, allen voran die Kastelruther Spatzen. Allen Hotelgästen werden zum Einstimmen auf die Wies’n Lebkuchenherzen mit Botschaften wie „I mog Austria Trend“ oder „Austria Trend ois isi“ beim Frühstück serviert. Die Wiener Wies’n lädt noch bis 6. Oktober 2013 zum Mitschunkeln im Prater ein.


Das Multimedia-Magazin der ÖGZ 

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Beschwipste Taube und andere Köstlichkeiten Stefan Schartner würzt sein Menü mit Poli-Grappa

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Feuer – Wasser – Luft – Erde Michael Pollans faszinierendes neues Buch „Cooked“

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Unterwegs in Österreich Buntes aus der heimischen Gastro-Welt

Die flotte Oma ingrid pernkopf gibt gerne vollgas – in der küche w ie auch im Motorboot auf dem traunsee.

i de o V t i M


Biergenuss mit Bügelverschluss. 1/1 Ottakringer

Ausgewogen, kraftvoll, intensiv: Gold Fassl Spezial. Eine unserer vielen köstlichen Bierspezialitäten.


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Editorial

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st Kochen eine Kunst? Ein Handwerk? Oder gar eine Wissenschaft? Fragen wie diese kann sich nur eine entwickelte, weitgehend arbeitsteilig organisierte Gesellschaft stellen. Denn für den größten Teil der Menschheitsgeschichte war die Zubereitung von Mahlzeiten etwas, das jeder irgendwie konnte. Je nach Geschick und Hingabe mehr oder weniger gut, aber das Kochen war nichts Abstraktes, das man an Spezialisten ausgelagert hatte, sondern etwas ganz Konkretes, Alltägliches. Heute haben Köche das Image von geschätzten Spezialisten, irgendwo zwischen Automechaniker und Gehirnchirurg angesiedelt. Wir wissen zwar mehr oder weniger, was sie tun, haben aber keine Ahnung mehr, wie sie es tun. Diese Delegierung einer der grundlegendsten Kulturtechniken, die es gibt, hat – wie auch andere Spezialisierungen in unserer Gesellschaft – ihre Vorteile. Der offensichtlichste ist der, dass wir mit weniger Aufwand mehr in besserer Qualität bekommen, sofern wir bereit sind, dafür

entsprechend zu bezahlen. Wir bezahlen aber auch in anderer Hinsicht für dieses Spezialistentum. Wir haben uns von unserer Ernährung weitgehend entfremdet. Das hat meiner Meinung nach überhaupt erst solche Grauslichkeiten wie Massentierhaltung und industrielle Nahrungsmittelerzeugung ermöglicht. Das Rad der Zeit kann man nicht zurückdrehen, und so gut war die gute alte Zeit ja auch nicht. Aber wir können uns vergessenes Wissen wieder aneignen. Etwa dadurch, wieder mehr selbst zu kochen. Ingrid Pernkopf, der „Star“ dieser Ausgabe, sieht in der Weitergabe ihrer Rezepte in Form von Kochbüchern und -kursen eine zentrale Aufgabe ihrer Rolle als Profi-Koch. Etwas abstrakter geht der amerikanische Autor Michael Pollan in seinem neuen Buch „Cooked“ an dieses Thema heran. Mein persönlicher Tipp. Nehmen Sie sich mehr Zeit zum Essen und zum Lesen. Es lohnt sich. Wolfgang Schedelberger w.schedelberger@wirtschaftsverlag.at

Making-of Cook4cook: Nächste Station Traunsee. Ingrid Pernkopf kommt gerade aus der

i de o Mit V

vom Herd auf den platz

Foto: thinkstock

geht das am besten? Am See? Nein, auf dem See. Nach einer rasanten Motorbootfahrt halten

Oben: Ingrid Pernkopf beim Video-Interview auf dem Traunsee

wir vor Schloss Orth und sprechen

Unten: Kommende Woche entführen wir Sie zu Josef und Maria Steffner in ihr Mesnerhaus im salzburgischen Tamsweg

Pernkopf ist das jedenfalls eine

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chon seit Jahren engagieren sich die besten Küchenchefs Österreichs in einer eigenen Fußball-Nationalmannschaft. In der Vergangenheit war dieses kulinarische Dreamteam oft sehr westlastig, doch mit der Power der RosenbauchTwins, die zusätzlich zu ihrem ZweiHauben-Restaurant in Ebreichsdorf auch unser „richtiges“ Fußball-Nationalteam bekochen, ist jetzt auch der Osten Österreichs würdig vertreten. Am Montag, den 7. Oktober, tritt die österreichische Fußballnationalmannschaft der Gastronomie gleich zweimal an. Um 15 Uhr steigt im Wiener Stadtpark gleich neben dem Steirereck ein Spiel gegen Heinz Reitbauer und sein Küchenteam. Dann geht es per Mannschaftsbus nach Ebreichsdorf, wo man sich um 17.30 Uhr mit einem Team von der Sektkellerei Kattus messen wird. Der Eintritt zu beiden Spielen ist kostenlos, um eine Spende zugunsten des Vereins „Rainbow“ wird jedoch ersucht. Infos: www.rosenbauchs.at

Küche und will frische Luft. Wo

über Fischfang. Und über Knödel. Und über Fischknödel. Für Ingrid runde Sache. Was ihr wichtig ist, steht ab Seite 4 in diesem Heft. Doch wie es bei unserer Ausfahrt tatsächlich zugegangen ist, hat Kameramann Boris Mucha festgehalten. Zum Video geht es ganz einfach über den nebenstehenden QRCode oder unsere Website www.gast.at

Impressum Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, Grünbergstraße 15, Stiege 1, 1120 Wien, Tel.: (01) 546 64-0 / Unternehmensgegenstand: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften. / Beteiligung: Alleinige Gesellschafterin der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Herr Holger Hüthig mit 7,02 %, Frau Ruth Hüthig mit 0,45 %, Frau Beatrice Hüthig mit 0,28 % und Herr Sebastian Hüthig mit 0,28 %. / Geschäftsführung: Thomas Zembacher / Gesamtverkaufsleitung: Franz-Michael Seidl / Chefredaktion: Mag. Irene Stelzmüller, DW 360 / Anzeigenleitung: Kurt Heinz, DW 265/ redakttionelle Mitarbeit: Mag. Wolfgang Schedelberger / Grafik: Antonia Stanek, DW 159; butjabutja - multicrossmedia| Cecile M. Lederer, 1140 Wien / Druck: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn / Agenturpartner: APA – Austria Presse Agentur / Coverfoto: Sven Gilmore

WALS TELFS PIESENDORF

WIEN

Wappen von Salzburg David Liuzzo 2006

www.kolarik-leeb.at

GRAZ

Wappen der Steiermark David Liuzzo 2006


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Vom See auf den Teller: Das Landhotel Gr端nberg liegt direkt am Ostufer des Traunsees, und das schmeckt man auch. Am liebsten bereitet Ingrid Pernkopf die Traunseefische traditionell und unkompliziert zu, wie den Saibling auf unserem Bild: Leicht meliert in Butter gebraten, dazu Petersilkartoffel und ein gemischter Salat. Ehemann Franz und Sohn Michael, beide Diplomsommeliers, sorgen f端r eine perfekte Weinbegleitung

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Die Rezept-Sammlerin Ingrid Pernkopf ist dank zahlreicher Kochbücher und TV-Auftritte in ganz Österreich bekannt. Für die regionale Küche engagiert sie sich leidenschaftlich, die Bewahrung traditioneller Rezepte ist ihr ein Herzensanliegen. Text: Wolfgang Schedelberger, Fotos: Sven Gilmore

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enn die lebenslustige Ingrid Pernkopf am Steuer ihres Motorbootes Gas gibt, ist sie ganz in ihrem Element. Den Motorboot-Führerschein hat sie bereits mit 18 Jahren gemacht, und diese Leidenschaft hat sie seither nicht mehr losgelassen. Das Wasser ist einfach ihr Element. „Ich wollte in jungen Jahren auch einmal auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten und die Welt kennenlernen, aber das ist sich leider nie ausgegangen, weil ich schon früh im eigenen Betrieb arbeiten musste. Rückblickend ist mein berufliches Leben jedoch auch ohne lange Auslandsaufenthalte sehr schön verlaufen“, erklärt Ingrid Pernkopf bei einer flotten Ausfahrt auf dem Traunsee. So richtig Fahrt aufgenommen hat ihre Karriere jedoch erst in den letzten zehn Jahren.

Weiterbildung in Eigenregie Ingrid Pernkopf hat Koch und Kellner als Lehrberuf gelernt, anfangs jedoch im Service gearbeitet. Erst als sie ihren Mann Franz Pernkopf kennenlernte, ist sie in die Küche gewechselt, wo sie rasch einen unbändigen Ehrgeiz entwickelte. „Aber nachdem man ausgelernt hatte, gab es damals kaum Möglichkeiten zur Weiterbildung. Ich habe also alle Kochbücher verschlungen, die es gab, und überall, wo es möglich war, Rezepte gesammelt“, erinnert sich Pernkopf an die späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. So ist sie an ihren freien Tagen auch schon einmal ins Tourotel nach Linz gefahren (das heutige Arcotel), um unentgeltlich mitzuarbeiten, nur damit sie den erfahrenen Kollegen über die Schulter schauen konnte. „Mich haben Rezepte immer schon fasziniert, und je mehr Rezepte man vom gleichen Gericht kennt, desto besser versteht man es. Bei einem Rezept geht es ja nicht darum, dass man es eins zu eins nachkocht – was natürlich auch immer funktionieren sollte –, sondern darum zu verstehen, worum es in dem jeweiligen Gericht geht“, erklärt Pernkopf, wieso sie das Sammeln von Rezepten auch dann noch interessierte, als sie schon längst ein eigenes umfangreiches Repertoire beisammen hatte.

1989 übernahm sie gemeinsam mit ihrem Mann Franz den elterlichen Betrieb am Traunsee und hatte von da an nur noch wenig Zeit, sich in fremden Küchen umzuschauen. Zum einen galt es, den eigenen Betrieb weiterzuentwickeln, zum anderen waren zwei kleine Kinder da, die beschäftigt werden wollten. Dennoch konnte sich die bodenständige Köchin der behutsamen Weiterentwicklung der traditionellen Gerichte widmen, für die das Landhotel Grünberg bekannt war. Dass der verborgene Rezepteschatz von Ingrid Pernkopf trotzdem ans Tageslicht kam, hat mit einem glücklichen Zufall im Sommer 2006 zu tun.

Eine schicksalhafte Begegnung Christoph Wagner, selbst ein gebürtiger Oberösterreicher, war zufällig zu Besuch und fragte nach einem vorzüglichen Mahl, ob er kurz mit der Köchin sprechen könne. Ihn interessierte das Geheimnis hinter der gar köstlichen Salatmarinade. „Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, aber mir nichts weiter dabei gedacht. Christoph Wagner war ein bekannter Mann, der den Gault Millau geleitet hatte und mit dem Plachutta- und Sacher-Kochbuch auch als Autor sehr erfolgreich war“, erinnert sich Pernkopf. Als Wagner ein paar Tage später anrief und fragte, ob sie sich vorstellen könne, mit ihm ein Kochbuch über die oberösterreichische Küche zu machen, konnte sie es zunächst gar nicht glauben. Dennoch sagte sie „sicherheitshalber“ einmal zu, denn so eine Chance kommt so schnell nicht wieder. Auf dieses erste Buch („Die oberösterreichische Küche“) folgten zehn weitere, wobei sie seit dem frühen Tod von Christoph Wagner im Sommer 2010 mit dessen Witwe Renate Wagner-Wittula weiter zusammenarbeitet. Dieser Tage erscheint das neue Buch „Weihnachtsbäckerei“. Am nächsten Buch, dem zwölften, wird schon geschrieben. Von Ingrid Pernkopf kommen dabei die Rezepte, Wagner-Wittula bringt sie in die gewünschte Form und ergänzt sie mit thematisch passenden Geschichten. Regelmäßige TV-Auftritte und die häufige Präsenz in lokalen Medien sorgen nicht nur für einen blen-

denden Absatz der Bücher und steigende Gästezahlen im Landgasthof Grünberg, auch die Kochkurse, die Ingrid Pernkopf veranstaltet, erfreuen sich enormer Beliebtheit. „Mir machen die Kochkurse wirklich Spaß, weil es mir ein Herzensanliegen ist, die Geheimnisse unserer traditionellen Küche weiterzugeben. Ich koche auch gerne mit Kindern. Da geht es weniger um genaue Rezepturen als vielmehr darum zu vermitteln, dass Nahrungsmittel etwas Wertvolles sind und dass es einfach besser schmeckt, wenn man etwas selbst herstellen kann“, so Pernkopf.

„Seit meiner Jugend habe ich Rezepte gesammelt. Spannend sind die kleinen Unterschiede bei ein und demselben Gericht.“ ingrid Pernkopf

Kochstudio statt Hallenbad Seit zwei Jahren finden die Kochkurse in einem topmodernen und doch sehr gemütlichen Kochstudio statt, das die Pernkopfs statt eines Schwimmbades errichten haben. „Wir wollten ursprünglich ein Hallenbad bauen, doch Gott sei Dank haben wir diese Pläne wieder verworfen und stattdessen unser Kochstudio eingerichtet. Das ist jetzt mein Ort, an den ich mich gerne zurückziehe, und zwar nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Entspannen“, erklärt Pernkopf. Denn neben einem modernen Herdblock, der alle Stückerln spielt, befinden sich hier auch eine beeindruckende kulinarische Bibliothek sowie ein Diwan. „Bei meiner Oma war die Küche immer der gemütlichste Ort im Haus, und wenn ich als Kind einmal krank war, durfte ich den ganzen Tag auf der Ofenbank bleiben. So einen gemütlichen Ort wollte ich auch für mich und meine Enkelkinder schaffen, die mit großer Begeisterung kochen“, erinnert sich Pernkopf an ihre Kindheit. Auch in der Hauptküche ist Ingrid Pernkopf noch regelmäßig zu finden, doch fürs Tagesgeschäft wird sie hier an normalen Tagen eigentlich nicht mehr gebraucht. Drei fixe Köche, die schon seit Jahren dabei sind, „schupfen“ den Laden mit Bravour. Deshalb bleibt Pernkopf mehr Zeit, sich um Dinge zu kümmern, für die sie früher keine Zeit hatte. So hat sie eine Ausbildung zur Kräuterpädagogin abgeschlossen und hinter dem Haus mehrere Hochbeete angelegt, in denen sie jetzt Kräuter züchtet. Wer weiß, wofür die alle gut sind ...

Buchtipps Backen zur Weihnachtszeit: Ingrid Pernkopf ist nicht nur als Doyenne der traditionellen oberösterreichischen Küche geschätzt, auch als „Gmundner Kekskönigin“ ist sie weithin bekannt. Nachdem ihr vor zwei Jahren erschienenes Buch „Süßes zur Weihnachtszeit“ restlos vergriffen ist, hat sie sich entschlossen, mit „Backen zur Weihnachtszeit“ ein noch umfangreicheres Nachfolgewerk mit 400 Rezepten herauszubringen. Das Buch ist vor wenigen Tagen im Pichler Verlag erschienen und kostet 29,99 €.

wordrap Beim Kochen liebe ich es, … Rezepte zu entwickeln und zu variieren Knödel sind für mich ... einfach eine runde Sache

Kochkurse mache ich, weil … Die Partnerschaft der Traunseewirte ist … eine langjährige Freundschaft mit guten Kol- ich gerne Rezepte und Tipps weitergebe legen, die allen etwas bringt Zu einem guten Essen trinke ich … Mein bestes kulinarisches Erlebnis war … eine Genussreise mit Christoph Wagner quer Wasser, Tee und Natursäfte und ganz selten durch ganz Österreich auch ein Glas Süßwein

Das Schöne am Älterwerden ist, ... viele Dinge gelassener zu nehmen und als Großmutter Zeit für die Enkerln zu haben Was mir gar nicht schmeckt, ist, … Bei meinem ersten TV-Auftritt ... wenn Speisen so scharf gewürzt sind, dass man das Grundprodukt nicht mehr war ich eigentlich gar nicht nervös. Mir Der Traunsee ist am schönsten, wenn … schmeckt macht die Arbeit vor der Kamera Spaß Ich mag ihn zu jeder Tages- und Jahreszeit

Hinter dem Hotel Grünberg entstand im letzten Jahr eine Idylle für Mensch und Tier


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Diese Taube ist beschwipst

Buchtipp Dots Cooking, Martin Ho Hongkong Style Sandwich,

Stefan Schartner bietet im Restaurant Herrlich des Wiener Steigenberger-Hotels Herrenhof derzeit ein außergewöhnlich hochgeistiges Sechs-Gänge-Menü. Jeder Gang ist mit einem anderen Grappa des italienischen Starbrenners Jacobo Poli verfeinert.Text: Wolfgang Schedelberger Fotos: Christian Houdek

Maki & Marilyn Monroe! Ob Wiener

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Beschwipste Taube à la Schartner: Dazu gab es Topinambur-Püree, Rote Rüben und Eierschwammerln

Apfelstrudel

n der Patisserie hat das Würzen mit Spirituosen eine lange Tradition, bei pikanten Gerichten ist es jedoch sehr selten. Wieso eigentlich? Stefan Schartner, seit zwei Jahren Küchenchef im Restaurant Herrlich im Wiener Steigenberger-Hotel Herrenhof, hat sich jedenfalls daran gemacht, gleich ein komplettes sechsgängiges Menü mit edlen Grappe aus dem Hause Poli zu veredeln. „Gute Edelbrände bergen unglaublich viele komplexe Aromen in sich. Das macht das Kombinieren zur Herausforderung, weil sie, wie andere Gewürze auch, den Grundgeschmack des Produkts nicht überdecken, sondern im Gegenteil, betonen sollen“, so Schartner. Am Anfang des Experiments stand eine intensive Verkostung sämtlicher Poli-Grappe, bevor es in die Küche ans Experimentieren ging. Beim ersten Gang marinierte er Zander im fruchtig-lieblichen Uva-Viva-Brand aus Moscato und Malvasia. Die gebratene Taubenbrust verträgt schon einen kräftigeren, fassgereiften Grappa, der in kleinen Dosen ins Fleisch injiziert wurde. Und auch beim Rehmedaillon mit Steinpilzen und Traube griff Schartner zu einem fassgereiften Grappa (Sarpa Barrique), der eine gewünschte Exotik zum Gericht beisteuerte. Eine relativ leichte – wenngleich sehr aufwändige Übung – war dann das

Schmankerln, asiatische Tradition oder experimentelle Sushi – Martin Ho, Gastronom und Kunstsammler, schuf mit seiner unkonventionellen Herangehensweise an die Gastronomie eine neue Art der Asia-Cuisine. Mit seinem ersten Buch will Ho Feinschmeckern Appetit auf Kunst machen weiße Coretto-Mousse mit Espressogelee und karamellisierter knuspriger Milch. Und was trinkt man zu so einem Menü? Feinschmecker, die es interessiert, subtile Aromakombinationen zu erfahren, nehmen natürlich den jeweils korrespondieren Grappa und stilles Wasser als Begleitung. Auf Wunsch wird aber auch ein passender Wein gereicht. Schartners Grappa-Gerichte kann man noch zum 3. November genießen, entweder als großes Menü oder einzeln à la carte. Zum Auftakt dieser einmaligen Grappa-Verführung am 19. September kam Jacobo Poli, der die über 100 Jahre alte Traditionsbrennerei mit seinen Geschwistern führt, persönlich nach Wien und zeigte sich von der Kreativität Schartners mehr als begeistert.

und Kunstliebhaber auf den Geschmack bringen. Die Fotos kommen von Thomas Schauer. Erschienen im Brandstätter Verlag, 208 Seiten, 34,90 €

Buchtipp Herzstücke, Susanne Rick Innereien sind unter Feinschmeckern gefragt wie selten zuvor. Die Rezeptsammlung umfasst regionale Schmankerln wie Lavanttaler Leberlan genauso wie traditionelle heimische Gerichte (Ganslsuppe mit Innereien und

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Bröselknödel) sowie Kreationen der Haute Cuisine wie Gänseleber im Strudelteig mit Trüffelsauce von Harald Wohlfahrt. Zubereitet wurden die Gerichte von Adi Bittermann, fotografisch in Szene gesetzt von Kurt-Michael Westermann. Erschienen in der Edition Styria, 192 Seiten, 29,99 €

Buchtipp Teubner Vegetarisch Dieses Buch ist ein gewichtiges Werk. Das merkt man schon, bevor man es aufgeschlagen hat. 540 großformatige Seiten mit fantastischen Fotos machen es auch optisch zum Leckerbissen. Hier werden die wichtigsten Produkte der vegetarischen Küche in Text und Bild vorgestellt. Dieses Buch im edlen Schmuckschuber ist ein Muss für alle Profi-Köche, die auf der Suche nach attraktiven vegetarischen Alternativen sind. Teubner Verlag, 540 Seiten, 99,– €


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Feuer – Wasser – Luft – Erde „Cooked“! So schlicht und einfach lautet der Titel des neuen Buchs von Michael Pollan. Als Kochbuch taugt es nur bedingt, denn es enthält gerade einmal vier Rezepte. Dafür geht Pollan der Bedeutung des Kochens für die Entstehung unserer Zivilisation auf den Grund. Dafür stellt er sich selbst an den Herd. Und kocht. Text: Wolfgang Schedelberger

W

er scheinbar einfache Fragen stellt, begibt sich oft auf eine lange Reise. Dem in Kalifornien lebenden Autor Michael Pollan wollte es nicht einleuchten, wieso sich so viele seiner Landsleute so ungesund und lustlos ernähren. In seinem vorherigen Bestseller namens „The Omnivours Dilemma“, der 2006 erschienen ist, hat er hinter die Kulissen der US-Lebensmittelindustrie geblickt und Überraschendes zutage gefördert. In seinem neuen Buch „Cooked“ geht Pollan einen Schritt weiter und erzählt, welche Bedeutung das Kochen für die Entwicklung der Menschheitsgeschichte hat. Um ein bisschen Geschichte und Theorie kommt man dabei nicht herum, doch Pollan verpackt dies derart genial und humorvoll in kurzweilige Anekdoten, dass dem Leser niemals langweilig

Um das Grillen praktisch zu verstehen, begibt sich Pollan nach North Carolina ins Mekka der BBQ-Kultur und lernt von den besten Pitchmasters der USA, worauf es bei einem perfekten BBQ ankommt. Eines ist klar, es ist nicht die Sauce. Und auch nicht die Hautfarbe. Aber vielleicht das Geschlecht?

„Wenn wir wirklich etwas für unser Wohlbefinden, das unserer Familie, aber auch jenes der Gesellschaft und der Umwelt tun wollen, müssen wir wieder kochen lernen.“ Michael Pollan

Wasser War das Braten über offenem Feuer seit jeher eine männliche Domäne, so entstand mit dem Kochen in Töpfen kulturgeschichtlich erstmals so etwas wie ein „Haushalt“, in dem die Frauen das Sagen hatten. Konsequenterweise begibt sich Pollan in diesem Kapitel nicht aus dem Haus, sondern lädt die junge Köchin Samin Nosrat, die bei Alice Waters im weltberühmten Restaurant Chez Panisse in Berkeley kocht, ein, alle zwei Wochen gemeinsam einen Eintopf zu kochen. Dieses Kapitel ist sehr praxisnah, bei dem auch der Autor, ein sehr erfahrener Hobbykoch, selbst viel dazulernt. Er erzählt über die weltweite bedeutsame Rolle der Zwiebel. Er zeigt die grundsätzliche Ähnlichkeit aller Eintopfgerichte dieser Welt auf und erläutert die kleinen Unterschiede, die für die Identität einer jeglichen Kultur so entscheidend sind. Außerdem geht er dem Geheimnis von Umami auf die Spur, indem er selbst Dashi herstellt.

und endet – wie könnte es anders sein – beim Alkohol. Seine skurrile, aber durchaus originelle These, dass nicht der Hund, sondern die S.-Cerevisae-Bakterien unsere ältesten und besten Freunde aus dem Tierreich sind, ist nicht von der Hand zu weisen. In einem furiosen Finale muss Pollan anerkennen, dass die Alternativkultur der „Fermentos“, also Leute, die ganz bewusst auf immer strengere Hygieneregeln pfeifen, um selbst „echtes“ und „ehrliches“ Essen herzustellen, etwas für sich hat. Pollan geht sogar so weit und behauptet, dass der allgegenwärtige Hygiene-Wahn, der in der „unsichtbaren“ Welt der Bakterien nur Böses sieht, auf Dauer das Wohlergehen der Menschheit bedroht. Neugierig geworden? Es ist unmöglich, in einer Rezension ein derart vielschichtiges Buch wie „Cooked“ auch nur annähernd befriedigend nachzuerzählen. Für jeden ernsthaften Koch und alle anderen Menschen, die sich mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen, ist „Cooked“ jedoch eine unverzichtbare Pflichtlektüre. Schade, dass es derzeit nur auf Englisch erhältlich ist. Dennoch: Kaufen Sie dieses Buch! Lesen Sie es! Und borgen Sie es oft weiter!

Derzeit leider nur in englischer Originalfassung erhältlich: „Cooked“ von Michael Pollan, 20,60 € bei Amazon www.michaelpollan.com

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Luft

Michael Pollans Bücher haben Tiefgang, Humor und sind mit Herzblut recherchiert. Nach seinem grandiosen Buch „The Omnivours Dilemma“ (2006) hat er jetzt ein weiteres Meisterwerk mit dem Titel „Cooked“ geschrieben

wird. Was aber vielleicht noch wichtiger ist und Pollan als Autor über die Maßen auszeichnet, ist sein erzählerischer Ansatz. Er gibt nicht seine wohl begründete Meinung wieder, sondern nimmt den Leser mit auf seine persönliche Entdeckungsreise. Und die beginnt in seiner Küche. Er will die vier grundlegenden Kochtechniken Grillen, Schmoren, Backen und Fermentieren begreifen. Was dabei herauskommt, ist mehr als erstaunlich.

Feuer Das Grillen ist die älteste Kochtechnik und erfordert nicht viel mehr als das Beherrschen des Feuers. Was uns heute banal erscheint, war für unsere Vorfahren ein gewaltiger Schritt. Für Anthropologen wie Richard Wrangham war die Beherrschung des Feuers überhaupt erst jener Schritt, der dazu geführt hat, dass wir uns intelligenzmäßig von den Affen abheben konnten. Durch die bewusste Garung von Nahrung hat sich zum einen das Angebot an verfügbaren Nahrungsmitteln enorm erweitert, zum anderen konnten wir wesentlich „energiedichtere“ Nahrung aufnehmen. Dadurch mussten unsere Vorfahren weniger Zeit und Energie für die Verdauung aufnehmen und unser Gehirn konnte wachsen, weil dafür einfach mehr Energie zu Verfügung stand.

Brot ist ein besonderes Lebensmittel, nicht nur für gläubige Katholiken. Brotbacken hat etwas Magisches, auch ohne jegliche mythische Überfrachtung. Wie aus gemahlenem Gras und warmer Luft etwas derartig Wohlschmeckendes wie Brot entstehen kann, ist einfach erstaunlich. Pollan macht sich für die Recherchen zu diesem Kapitel auf die Suche nach dem besten Bäcker von San Francisco und findet ihn. Den Schlüssel zum Rätsel, gutes Brot zu backen, findet er schlussendlich in den Hefen. Pollan beschreibt, wie leicht es der Nahrungsmittelindustrie in den USA (und mit etwas Verzögerung auch in Europa) gefallen ist, weite Teile der Bevölkerung mit ernährungsphysiologisch wertlosem und weitgehend geschmackloser Ware zu verführen. Der Grund dafür ist wohl der, dass das Backen von Brot die erste Form von kommerziellem Food-Processing war, die schon vor langer Zeit aus den Haushalten verschwunden war und an „Profis“ (also die Bäcker) delegiert wurde. Pollans Weg bis zum ersten perfekten selbstgebackenen Brot enthält viele Sackgassen. Erst als er beginnt, selbst wie ein Samenkorn zu denken, hat er Erfolg.

Erde Das Fermentieren wird von vielen Menschen in unserer westlichen Zivilisation wohl kaum als wichtige Kochtechnik betrachtet. Und es gibt in unseren Breiten nur wenige Haushalte, in denen fermentiert wird. Es findet in aller Regel auch nicht in der Küche statt. Und doch ist das Fermentieren die komplexeste und in gewisser Weise spannendste Form des „Kochens“. Pollan beginnt ganz klassisch mit Sauerkraut, erkennt beim Besuch einer Nonne, die Rohmilchkäse in Kleinstmengen produziert, worum es wirklich geht,

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SüSSer Ausflug über die Grenze

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rstmals waren zwei österreichische Patissier-Teams beim Internationalen Patisseriewettbewerb der Jeunes Restaurateurs d’Europe (JRE) dabei. Elf JRE-Teams krönten in Traunreut in Bayern den besten Patissier. Thomas Schäffer und Clemens Grabmer von Döllerer’s Genusswelten in Golling sowie Alexander Kunstel und Lukas Daniel vom Verwöhnhotel Sonnhof in St. Veit zeigten ihr Können und präsentierten ihre süßen Kunstwerke der hochkarätigen Jury, die vom legendären deutschen Sternekoch Heinz Winkler von der Residenz Aschau angeführt wurde.

Mit dabei auch Andreas Döllerer, der mit Deutschlands JRE-Präsident Alexander Dressel und Wolfgang Lautz (Vranken Pommery) den jungen Köchen fachkundig auf die Finger schaute: „Das Wichtigste ist das Training davor, denn beim Wettkampf muss alles passen. Wer nervös ist, kann nicht gewinnen“, erklärt Döllerer. Mit seiner „Reisetbauer Zwetschke auf Nuss-Karamell-Schmarren“ schafften es Thomas Schäffer und Clemens Grabner auf den vierten Platz, gleichauf mit dem Team Alexander Kunstel und Lukas Daniel, die mit ihrer Kreation „Der Portwein auf dem Weg nach Jerusalem“ überzeugten.

25 Jahre reiche Ernte

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u einem Erntedankfest der besonderen Art lud Toni Mörwald in sein Stammhaus Zur Traube in Feuersbrunn. Galt es doch ein rundes Jubiläum zu feiern. Genau vor 25 Jahren hatte Toni Mörwald hier als Koch und Unternehmer begonnen. Der Rest ist österreichische Gastro-Geschichte. Zum Fest kamen über 300 Ehrengäste aus Politik, Kunst und Wirtschaft, aber natürlich auch zahlreiche Kollegen.

Rückkehr nach zell am See

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ichael Helfrich kehrt in den Salzburgerhof nach Zell am See zurück, den er schon vor Jahren erfolgreich in der heimischen Gourmetszene etabliert hatte. Die hohe gastronomische Qualität war schon immer ein Markenzeichen des Genießer-, Golf- und Wellnesshotels Salzburgerhof in Zell am See. Mit dem Saalfeldener Michael Helfrich kehrt nun ein erfolgreicher Spitzenkoch an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Der Saalfeldener war hier bereits fünf Jahre, bevor er auf Weltreise ging, die ihn unter anderem in Thomas Kellers French Laundry in Napa Valley oder Rene Redzepis Noma führte.

Die „Kulinarischen Neun“: Alois Eibel, Alois Gölles, Josef Zotter, Liane Berghofer, Hans-Peter Fink, Franz Habel, Georg Winkler-Hermaden, Ulrike Feiertag, Christoph Neumeister

Die weite Welt ist aufregend, aber am schönsten ist es doch zu Hause

V ulkanischer Gen uss-Herbst

Restplatzbörse f ür die Gastronomie

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nkompliziert, rasch und on-thego! So stellt sich der Buchungsprozess der „kulinarischen Restplatzbörse“ Delinski dar. User können ihr „Last-Minute-Angebot“ aus mehr als 100 namhaften Mitgliedsrestaurants wählen und erhalten 30 Prozent Preisnachlass auf die Konsumation. Nach dem ersten Jahr in Wien und Niederösterreich ist Graz jetzt der zweite De-

linski-Hotspot. Auch Simon Xie Hong ist mit seinen drei Restaurants On, On Market und China Bar auf delinski.at vertreten, weil er vom smarten Konzept überzeugt ist: „Ich gewinne interessierte Gäste, die über Delinski oft erstmals in meine Restaurants kommen, und diese profitieren von hoher Qualität zu günstigeren Preisen außerhalb der Hochbetriebszeiten.“

lljährlich am letzten Septemberwochenende laden neun Betriebe aus der Region rund um Riegersburg zum „Kulinarischen Herbst“ mit Führungen und Verkostungen im Sinne einer entspannten Genusskultur. Ob Fink’s Delikatessen, handgeschöpfte Zotter-Schokolade, erlesene Weine von Eibel, Neumeister und Winkler-Hermaden, gutes Steirisches Kürbiskernöl von der Berghofer Mühle, Gölles-Edelbrände und feine Essige, Starzenberger-Käse, vorzüglicher Vulcano-Schinken, vielerlei Köstlichkeiten reifen im Steirischen Vulkanland.

Das Delinski-Team Paco Matzinger, Moritz Fiebinger und Lukas Zielinski mit Simon Xie Hong (2. v. r.)

Urkraf t beim Bieranstich

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er Gasthof Mader in Lest feierte das 60-Jahr-Jubiläum, wie es sich gehört, mit einem großen Fest. Jahrzehntelange Wirtshaustradition, gelebte Mühlviertler Gastlichkeit, ein gemütliches Ambiente und feine Spezialitäten aus der Region – dafür ist der Gasthof Mader in Neumarkt im Mühlkreis weithin bekannt. Wirt Bernhard Altreiter bedankte sich bei Partnern, Mitarbeitern und den zahlreichen Stammgästen. Mit einem Freistädter Bier-Anstich wurde das 60-Jahr-Jubiläum kräftig gefeiert. Mit Mühlviertler Urkraft schritt Wirt Bernhard Altreiter zum Freistädter Bieranstich. Davon waren Josef Horner, Braumeister Johannes Leitner und Ewald Pöschko (Freistädter Braucommune), Sohn Florian Altreiter, Moderatorin Silvia Riegler und Lebenspartnerin Dagmar Bart begeistert

In der Meilinger Taverne lebt Bierkultur das ganze Jahr hindurch, besonders jedoch im BierCultur-September

Bierkultur im Pinzgau

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ie Meilinger Taverne gehört zu Mittersill wie der Mönchsberg zu Salzburg. Patron Robert Klackl legt in seinem Haus viel Wert auf eine gepflegte Bierkultur. Noch bis Monatsende wird in der Meilinger Taverne in Zusammenarbeit mit den CulturBrauern ein bierculturiger September gefeiert, wobei Klackl seinen Gästen ausgesuchte Bierspezialitäten aus ganz Österreich zu verschiedenen Gerichten vom Pinzgauer Rind einschenkt.

Fotos: ART Redaktionsteam (3), Cityphoto, Wine & Partners, Viennaphotgraphy, Vulkanoland, Mörwald

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