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Ö S T E R R E I C H I S C H E G A S T R O N OM I E - U N D H O T E L Z E I T U N G 

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Nr. 15–16 | 18. April 2014

IHR GASTRO-PROFI mit Zustellservice

Glücksbringer Ein Herz für den Nachwuchs Fairtrade für alle Chance für Hotellerie und Gastronomie Brot und Wein Haubi’s backt spezielle Brote zu bestimmten Weinen

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Immer mehr Flexitarier

Das ÖGZ-Team wünscht seinen Lesern „Frohe Ostern“ und genussfreudige Gäste.

Die Fastenzeit ist vorbei, lang lebe der Genuss! Kein Alkohol, keine Süßigkeiten, kein Fleisch: In der Fastenzeit wird gerne Verzicht geübt. Ob aus religiösen Gründen oder als Abspeck-Maßnahme vor der nahenden Sommer-Saison – der Genuss steht einige Wochen hinten an. Dieser Umstand wirkt sich auch auf das auswärtige Essver-

halten aus. Doch mit dem Auftritt des Osterhasen ist die Zeit der Einschränkungen vorbei, und es darf wieder fleißig geschlemmt werden. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in die Freiluftsaison und viele Gäste, die sich nun wieder auf Schnitzel, Bier und Sachertorte stürzen.

„Die großen Gefahren liegen im Detail“ EU und USA verhandeln ein Freihandelsabkommen, Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) genannt, das Handelsbarrieren abbauen und gegenseitige Investitionen erleichtern soll. Die ÖGZ hat mit Florian Schweitzer, Pressesprecher von Greenpeace Österreich, über TTIP gesprochen

Die Zunahme von Vegetariern und Veganern gehört zu den wichtigsten Ernährungstrends der nächsten zehn Jahre. Der Anteil der Vegetarier unter Österreichs Essern liegt derzeit bei 3,5 Prozent. Man nimmt an, dass er sich bis 2024 verdoppeln wird. Bei einer Studie der niederländischen Forschungsgruppe Wageningen UR gaben bereits drei Viertel an, dass sie einmal in der Woche auf Fleisch verzichten – und 40 Prozent der Befragten aus Holland sogar an drei Tagen. Da wittern die Erzeuger von Fleischersatzprodukten natürlich Morgenluft. Seitanschnitzel sind von gestern, Tofu wird nie das neue Fleisch. Aber die niederländischen Vegetarian Butcher haben eine Produktlinie auf pflanzlicher Basis entwickelt, die von Burgern über Hackfleisch bis hin zu fischfreiem Thunfisch reicht. LikeMeat ist ein EUProjekt auf der Suche nach fleischlosen Alternativen. Angeblich schaffen die eine hühnerfleischähnliche Struktur, verblüffend nah am echten Fleisch. Für die wachsende Zielgruppe der Flexitarier könnte das eine spannende Alternative werden. Es könnte für einige mutige Gastronomen interessant werden, diese neue Nische zu erobern. Schon jetzt ist aber auch der gegenläufige Trend abzusehen: Lokale für Fleischtiger, wo dem Fleischgenuss ohne schlechtes Gewissen und mit höchsten Qualitäten und Ansprüchen gefrönt werden kann. Es gibt auch schon einige Lokale in Deutschland, die Insekten servieren. Nicht als Gag (damit haben sie begonnen), sondern als Dauerposten auf der Karte. Der Kunde ist König!

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Text: Sonja Dries

Was kritisiert Greenpeace am TTIP? Florian Schweitzer: Es gibt drei Bereiche, die wir kritisieren: die fehlende Transparenz bei den Verhandlungen, die geplanten Schiedsgerichte und die schleichende Absenkung von Lebensmittelstandards. Um welche Lebensmittelstandards geht es konkret? Ein Beispiel sind die Pestizidrückstände auf Obst und Gemüse. Seit März 2014 gilt eine strenge EU-Verordnung, laut der die Rückstände von Diphenyl-

amin (DPA), einem Mittel, das die Entwicklung der Schalenbräune reduziert, nicht über einen festgelegten Wert hinausgehen dürfen. Bei chronischer Belastung kann DPA unter anderem Organe und Augen schädigen. Besonders Kinder sind hier anfällig. In den USA ist die erlaubte Menge um den Faktor 100 höher als in der EU. Da diese unterschiedlichen Standards Handelsbarrieren darstellen, setzen sich Produzenten und Händler dafür ein, dass neue Ansätze der Risikobewertung entwickelt werden. Generell gilt in der

EU das sogenannte Vorsorgeprinzip. Bei uns muss bewiesen werden, dass ein Lebensmittel sicher ist, bevor es am Markt verkauft werden darf. In den USA herrscht dagegen das Risikoprinzip. Man muss beweisen, dass etwas schädlich ist, damit es verboten wird. Was genau ist ein „Chlorhuhn“? Das Chlorhuhn ist zum Symbol des transatlantischen Abkommens geworden, auch wenn für uns davon jetzt nicht die größte Gefahr ausgeht. FORTSETZUNG AUF SEITE 7

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Eure Sorgen möchten wir nicht!

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ange wurden Schweizer Hoteliers beneidet: hohe Preise, tolles Niveau. Das dürfte vorbei sein. Erst stimmten die Schweizer für eine Kontigentierung ausländischer Arbeitskräfte, jetzt wollen sie einen Mindestlohn von 18 Euro. Noch kommen Engländer und Franzosen, die Deutschen bleiben schon aus. Noch höhere Preise gehen nicht. Was also tun?

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Schmuckes Design am Teller

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Natürlich, wir alle lieben Preise. Wir sind stolz, wenn wir einen bekommen, wir sind stolz, wenn wir einen verleihen, wir machen uns gerne wichtig in Jurys und wir schmücken uns gerne als Sponsor bedeutender Preise. Oder auch weniger bedeutender Preise. Hauptsache Preise. Kaum eine Institution, ein großes Unternehmen, ein Fachmagazin, ein Verlag (auch der Wirtschaftsverlag, auch die ÖGZ!), eine Buchungsplattform oder ein Ministerium, das KEINEN Preis vergibt. Preise gibt es bald für alles: Nachhaltigkeit, Innovation, Nachwuchsförderung, Zukunft, goldene Zitronen oder Bocuses. Das gilt nicht nur für unsere Branche, sondern auch für die Kunst, die Literatur, die Industrie, Design, eigentlich bald jeden Bereich. Aber in der Gastronomie und Hotellerie scheint es in letzter Zeit besonders inflationär zuzugehen. Das führt letztendlich zu einer Entwertung aller oder der meisten Preise. Und auch dazu, dass die Einreichungen immer spärlicher werden. Bald ist es so weit, dass jeder und jede, der oder die einreicht, auch einen Preis bekommt. Das kann nicht der Sinn dieser Veranstaltungen sein. Aber was ist deren Sinn? Außer der Befriedigung von Eitelkeiten auf allen Seiten und Ebenen? Gut: Man kann die meisten Preise (noch!) zu Marketingzwecken einsetzen – und sei es im eigenen Lebenslauf. Man bekommt als Unternehmen über sie oft gratis Zugang zu Werbeflächen. Man kann Sponsoren aktivieren. Aber man kann auch die Frage stellen, ob man wirklich immer objektiv entscheiden kann und soll, wer „der Beste” ist. Muss es denn immer einen Besten geben? Die „zehn besten Lokale des Burgenlands”? Einen „Grillweltmeister”? Wer will das beurteilen? Ist Kochen ein Sport? Was ist mit dem elftbesten Lokal im Burgenland? Was machen die „schlechter” als das zehntbeste?

Hamminger ein essbares Collier aus Bärlauch, Polenta, ZanderBackerln, Buchenpilzen, Wildkräutern und Blüten. Detailgetreu wurden sogar Tautropfen auf den Pilzen drapiert. Wir schließen mit einem Zitat von Daniel Spoerri, Erfinder der Eat-Art: „Wenn alle Künste untergeh’n, die edle Kochkunst bleibt besteh’n.“

Lepus

Die Flut der Preise

Für die Reihe „Prato & Art“ lädt das Grazer Restaurant „Prato im Palais“ Künstler und Kreative zum Designen eines Gerichtes ein. Unter dem Motto Frühlingserwachen legte nun der Schmuckdesigner Hans Schullin Hand an. Statt mit Gold oder Perlen kreierte er mit Küchenchef Kevin

a Ve re n

K OM M E N TA R

Jagd auf die Wegefreiheit

ÖHV kritisiert Studie

TIROL: Jäger, Seilbahner und Grundeigentümer fordern Sperrgebiete im Tiroler Naturraum

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nter dem Aspekt des Wildschutzes fordern Jäger, Seilbahner und seit kurzem auch Agrargemeinschaften die Errichtung von Sperrgebieten im Tiroler Naturraum. Den Alpenverein erreichte kürzlich das Schreiben eines Rechtsanwaltes, der in Vertretung einer Tiroler Agrargemeinschaft mit einer Klage drohte. Skitouren würden den Wildbestand stören und müssten deshalb umgehend aus den Alpenvereinskarten entfernt werden. „Den Freizeitsportlern wird Stück für Stück von ihrem Erholungsraum genommen – so lange, bis sie schließlich straffällig werden, wenn sie einen Fuß auf die falschen Berge setzen: sei es das Ausleben der Jagdleidenschaft oder die Schaffung von ‚Ersatzruhezonen‘, um andernorts die Pistenflächen weiter auszudehnen“, verleiht Alpenvereinspräsident Andreas Ermacora seinem Unmut Ausdruck.

Bekenntnis zur Wegefreiheit Befürworter der Sperrgebiete argumentieren, dass Wildtiere im Winter von durch den Wald fahrenden Sportlern aufgeschreckt würden. Dadurch würde das Wild unnötigem Stress ausgesetzt, was im schlimmsten Falle bis zum Tod führen könne. Der Oesterreichische Alpenverein (OeAV) hingegen fordert „ein klares Bekenntnis zur Wegefreiheit“. Den Verfechtern der Sperrge-

biete gehe es „nicht annähernd um den Naturschutz, sondern um die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen“, so Ermacora. Seine Kollegin Liliana Dagostin knüpft an: „Es ist zynisch, wenn ausgerechnet die Jägerschaft vom Lebensrecht der Wildtiere spricht.“ Einen möglichen Lösungsansatz sieht Dagostin im Projekt „Miteinander im Bergwald“ des Landes Tirol, das eine Plattform zum Interessenaustausch aller Waldbenutzer – Gäste und Bevölkerung ebenso wie Jäger, Förster und Landwirte – schaffen möchte. „Die Erholungssuchenden aber kollektiv zu verurteilen und im vielgelobten Tourismusland Tirol zunehmend Betretungsverbote auszusprechen ist grundverkehrt“, so Dagostin weiter.

Gesetzlicher Hintergrund Seit den 1920ern bestehen in Österreich Landesgesetze zur „Wegefreiheit im Bergland“ oberhalb der Waldgrenze. Gemeinsam mit dem Österreichischen Forstgesetz aus dem Jahr 1975 bilden sie wesentliche Grundlagen für die Arbeitsinhalte des Alpenvereins. In Tirol ist die Wegefreiheit im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht in einem Landesgesetz festgeschrieben. Der Alpenverein fordert die Verankerung der Wegefreiheit auf Landesebene auch in Tirol. cw

er Präsident des Österreichischen Hotellerieverbands (ÖHV), Gregor Hoch, fordert in einem offenen Brief die Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl und Bodenseer dazu auf, sich von einer laut Hoch unternehmens- und branchenschädigenden Studie klar zu distanzieren. Die Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung und die Wirtschaftskammer Tirol hatten auf Basis von Daten der Statistik Austria einen Bundesländervergleich der Bruttowertschöpfung pro Kopf durchgeführt. Der ÖHV-Präsident kritisiert vor allem die Schlussfolgerung der Wirtschaftskammer, dass Tirol nicht wegen, sondern trotz seiner Tourismusintensität in der Wertschöpfung pro Kopf vor den Bundesländern Oberösterreich oder Steiermark liege. Die Forderung nach einer Industrie-Offensive verstärke die negative Wirkung noch.

Industrie statt Tourismus Statt auf den Tourismus als Arbeitsplatzmotor und Auftraggeber bis in entlegenste Regionen zu setzen, sehen die Studienautoren für Tirol „in einer konsequenten Industriepolitik“ den „einzigen Weg“. Umweltschutz und Vorschriften für Betriebsanlagen sollen für Industrieansiedlungen aufgeweicht werden. Diese stünden der „Entwicklung derzeit entgegen“, so die eindeutige Formulierung. Laut Hoch gehe die einseitige Sichtweise zulasten des Tourismus. Er fordert stattdessen konkrete Maßnahmen, um Tourismustreibende zu stützen. sd

Hotel der Zukunft gesucht Das siebente Zukunftssymposium der Hotellerie fand Ende März in Salzburg statt. Unter dem Motto „Hotel der Zukunft“ diskutierten Hoteliers, Architekten und Wirtschaft über neue Konzepte und Probleme der Branche. In einer ehemaligen Glockengießerei im Gusswerk in Salzburg wurde zu diesem Zweck auf rund 1.400 Quadratmetern ein „lebendes“ Schauhotel gestaltet, das Ausstattungskonzepte zeigte und Fallbeispiele darstellte, die ein Hotel in seiner Gesamtheit miteinbeziehen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Einzigartigkeit des Hotelaufenthalts für den Gast gelegt. Für Innenarchitekt Harald Klein ist dabei maßgeblich, ein profiliertes Produkt zu verkaufen und eine klare Positionierung zu haben: Der Urlaubsgast erwarte sich ein authentisches Produkt, keine Kulisse und keine Schlafstatt. Ein weiterer vieldiskutierter Punkt war das Internet. Denn online zu sein bedeutet für die Hotels nicht nur Vorteile. Das Angebot würde laut Hotelier Rudolf Tucek von Cube Hotels heute nicht mehr von Emotion und Urlaubserwartungen dominiert, sondern die Algorithmen der Suchmaschinen bestimmen, wer die Nase vorn hat. Buchungsplattformen würden zudem ihren Anteil am Umsatz fordern. Virtuelle und reale Welt passen für viele Teilnehmer des Symposiums nicht mehr zusammen. Speziell Online-Bewertungen seien kritisch zu hinterfragen. Die Sternekategorisierung schaffe allerdings Ausgleich. sd

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ÖSTERREICH

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Haubenküche

Gekocht wird, was zusammenpasst Alexander Fankhauser setzt in seinem Haubenrestaurant im Hotel Lamark in Hochfügen auf regionale, kreativ verfeinerte Küche Text: Barbara Egger

Entspannt für vierte Haube Eingedeckt mit Arbeit, macht sich Fankhauser wenig Gedanken um die jährliche Haubenvergabe. „Aufgeregt war ich vor einer Vergabe nie, weil ich mit dem recht locker umzugehen weiß. Das Kochen auf diesem Niveau hat mir keiner angeschafft. Das ist mein Spaß, und den lasse ich mir durch Druck nicht nehmen“, meint der mit drei Gault-Millau-Hauben und 18 Punkten sowie fünf Á-la-carte-Sternen und 97 Punkten dekorierte Küchenchef. Natürlich wünsche er sich eine vierte Haube. „Irgendwann werde ich sie vielleicht haben.“ Darauf wolle er aber langsam hinarbeiten und sich vor allem finanziell nicht übernehmen. „Ich mache es genau so, wie ich es für richtig halte und wie es in der heutigen Zeit auch noch finanziell möglich ist. Ich könnte zehn Köche mehr haben, neue Küchen bauen und dies und das investieren, aber am Ende des Tages muss die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen. Wir haben alle nichts davon, wenn wir die besten Bewertungen haben, und dahinter steht ein schwarzes Loch.“ Daher hat sich Alexander mit Gattin Petra und Eltern Gretl und Lutz Fankhauser mit dem Hotel Lamark und dem Restaurant Alexander eine gesunde finanzielle Basis geschaffen. „Wir sind ein Mischbetrieb, und wir haben das Glück, im Skigebiet zu liegen. Die Wintersaison tut uns gut.“ Im Sommer lief es hingegen schlecht. Personal- und Betriebskosten waren zu hoch. „Wir wollten uns im Sommer auch nicht zu Schleuderpreisen verkaufen.“ Deshalb hat sich die Familie vor einigen Jahren dazu entschlossen,

Hotel Lamark

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er Weg war kein leichter von der Hotelfachschule zum Drei-Hauben-Koch. „Richtig gelernt habe ich mein Handwerk erst später, mit viel körperlichem Einsatz“, sagt Alexander Fankhauser. „Die Schule war eine Superzeit. Wir waren die erste Klasse mit Italienisch als Pflichtfach“, erinnert sich der Villa-Blanka-Absolvent (Fünfjährige mit Matura) und heutige Betreiber des Restaurants „Alexander“ im familieneigenen Vier-Sterne-Hotel Lamark in Hochfügen. Doch das, was danach kommt, müsse man sich hart erarbeiten. Biss und Wille seien gefragt. „Man sollte nicht davon ausgehen, dass sich die ganze Welt um einen reißt. Das ist Vergangenheit“, schreibt Fankhauser dem Nachwuchs ins Stammbuch. Der Spitzenkoch arbeitet hart, verfügt in der Wintersaison über keinen einzigen freien Tag. „Ich stehe täglich am Herd und koche für unsere Haubengäste genauso wie für meine Terrassengäste.“ Nach dem Ende der Aufzeichnungen für die ORF-Kochshow „Andi & Alex“ stehen neue, spannende Verpflichtungen, wie etwa eine Kochshow-Tournee in Kooperation mit Casinos Austria oder eine Kreuzfahrt mit Fans, auf dem Programm.

Alpenländisch muss nicht rustikal und messingbehangen sein. Kreativ verfeinert, funktioniert im Lamark eben nicht nur in der Küche.

im Sommer nicht mehr aufzusperren. „Wir müssen in der Region Zillertal schauen, dass die vorhandene Qualität wieder mehr in den Vordergrund rückt und zu einem reellen Preis verkauft wird“, appelliert Fankhauser. „Verdienen tut man im Hotel mit den Zimmern. Das liegt auf der Hand. Jeder, der etwas anderes sagt, sagt nicht die Wahrheit. Die Zimmer sorgen für die nötige Umwegrentabilität.“ Sich auf die Wintersaison zu konzentrieren habe sich für den Betrieb insgesamt als gute Strategie erwiesen. „Wir steigen mit dem Haubenlokal pari aus und machen kein Minus.“ Durch die konsequente Positionierung sei es auch gelungen, einen neuen Gästetypus anzusprechen, der bei den Ausgaben für Essen und Trinken weniger spare.

Nicht zu trendy Angesprochen auf Küchentrends, meint Fankhauser: „Ich mag es nicht, in der Welt herumzufliegen und Trends nachzulaufen. Das ist möglicherweise eine Inspiration, aber auch nicht mehr. Wenn das jeder macht, werden die Lokale europaweit, ja weltweit untereinander austauschbar.“ Vielmehr tendiert der Tiroler Haubenkoch dazu, sich das Typische zu bewahren. „So wie in Norwegen die Northern Cuisine hat auch in Österreich die bodenständige Küche eine Chance. Sie zählt zu unserer Kultur. Was wir dabei tun können, ist, diese Gerichte zu verfeinern und jeweils seinen eigenen Stil einfließen zu lassen.“ Abzulehnen sei ein wilder Kombi-Mix. „Es wird ja oft kombiniert, was nicht zu kombinieren ist.“ Im Haubenrestaurant „Alexander“ gibt es daher, wenn überhaupt, eine Faustregel: „Es wird das gekocht, was zusammenpasst.“

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TOURISMUS

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Ausbildung

Beste Lehrlingsausbildung Beim Sterne-Award 2014 wurden Sterne-Hotels mit dem besten Zukunftskonzept für Mitarbeiter ausgezeichnet. Für die beste Lehrlingsausbildung gab es einen „Glücksbringer“-Sonderpreis Text: Alexander Jakabb

Noch mehr in die Zukunft blickt, wer nicht nur gute Mitarbeiter bindet, sondern auch neue Fachkräfte aufbaut – die „Glücksbringer“ für den Gast, das Unternehmen und die ganze Branche. Motivierte und kompetente Jugendliche, die die Gastgeber-Rolle beherrschen, sind die Überlebensgarantie des österreichischen Tourismus. Während man austauschbare Infrastruktur einfach zukaufen kann, braucht es für Ausbildung wesentlich mehr als nur Geld. Zunächst gilt es, die Persönlichkeit des Jugendlichen zu erfassen und festzustellen, wo seine Talente liegen und wo er Unterstützung in der Entwicklung braucht. Ein Jugendli-

Oben: Personalchefin Ines Lochmann und Direktor Markus Lueck vom Palais Hansen Kempinski Vienna überreichten Katharina Pirktl den Preis für das beste Mitarbeiterkonzept – ein Wochenende im Hotel Adlon Kempinski in Berlin. Rechts: TV-Koch Oliver Hoffinger würdigte die beste Lehrlingsausbildung und machte Katharina Pirktl zur Jurorin bei seinem nächsten Lehrlings-Duell in der Küche. fotoevent.at

Ausbildung für das Hotel der Zukunft

Jakabb

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er Fachverband Hotel­ lerie der WKO, für die H ­ otelSterne-Vergabe in Österreich zuständig, veranstaltet jährlich gemeinsam mit der ÖGZ eine Gala, bei der die besten Zukunftskonzepte zu wechselnden Themen ausgezeichnet werden. Diesmal stand der Mitarbeiter im Mittelpunkt, und gleich zwei Betriebe konnten die begehrte Auszeichnung erringen: das Alpenresort Schwarz in Mieming und die St. Martins Therme und Lodge in Frauenkirchen.

cher kann nur so viel Wertschätzung an den Gast weitergeben, wie er selbst erfahren hat.

Tiroler Vorzeigebetrieb Nur ein selbstsicherer Lehrling wird zum Meister seines Faches. Das hat Familie Pirktl, Inhaber des Alpenresort Schwarz in Mieming, erkannt und hat für Lehrlinge das umfassendste An-

gebot in ganz Österreich entwickelt. Dabei wird über fachliche Weiterbildungsoptionen und Mentaltraining hinaus auch auf die Aspekte Schule, Gesundheit und Soziales Wert gelegt. Wer so das Glück von Lehrlingen fördert, bringt sich letztendlich selbst Glück – ein Drittel der Abteilungsleiter des Alpenresorts Schwarz hat als Lehrling begonnen.

Das Gründungsmitglied der „Best Wellness Hotels Austria“ beschäftigt rund 250 Mitarbeiter, davon 36 ­Lehrlinge. Darüber hinaus bietet die „Schwarz Akademie“ fachliche und persönliche Weiterbildung durch 120 hausinterne Schulungsmöglichkeiten vom Sprachkurs bis hin zum Beschwerdemanagement jedes Jahr an. Auszeichnungen für das Mitar-

beiterengagement wie der EuropeanExcellence-Award-2013-Gesamtsieg und Einzel-Awards in „Mitarbeiterführung“ und „Kundenbegeisterung“ oder das Prädikat „Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb“ 2012 festigen die Zukunftsvisionen der Familie Pirktl. www.schwarz.at www.bestwellnesshotels.at

Auf der Höhe der Zeit

Z u k u n f t To u r i s m u s

Jugendliche und Schule, Betriebe und Berufsschule werden oft als Spannungsfeld dargestellt. Ein kritischer Blick hinter Vorurteile lässt ein Umdenken als längst überfällig erscheinen Text: Alexander Jakabb

Vorurteil 1: Jugendliche gehen nicht gerne in die Schule, und viele Fächer sind uninteressant. Eine Befragung von Jugendlichen aller Lehrjahre aus unterschiedlichen Regionen bzw. Betrieben hat weder Langeweile noch Überforderung durch die Berufsschule ergeben. Dort wird Hilfestellung für die Praxis geboten, um in Ruhe den Ernstfall mit Beschwerdemanagement, Filettieren, Tranchieren, Flambieren oder Kommunikation in Fremdsprache durchzuspielen.

schüler lernen und so Zeit und Material sparen, aber – fast noch wichtiger – Frustrationserlebnisse vermeiden. Auch ein ökonomischer Ansatz.

Vorurteil 3: Berufsschulen sind nicht auf der Höhe der Zeit. Die Ausstattung etwa der Landesberufsschule Bad Gleichenberg ist State-of-the-Art. Tourismusschulen, die aufwändiges Küchenequipment bereithalten, stehen natürlich unter

höherem Kostendruck als kaufmännische Schulen mit „bloßen“ Klassenzimmern. Gerade jene Schulen, die eine hochwertige, praktische Ausbildung durch ihre Infrastruktur ermöglichen, sollten daher von der Branche noch mehr gewürdigt werden.

Staatsmeisterschaften im Burgenland: ein engagierter Lehrer der BS Altmünster hat seinen Schülern eine genussvolle Fortbildung im Vier-Hauben-Restaurant Taubenkobel zukommen lassen. So schmeckt Schule.

Vorurteil 4:

Berufsschulen stellen sich keinem Wettbewerb. Abgesehen davon, dass Berufsschulen auch mit auf dem Prüfstand bei den Staatsmeisterschaften für

Berufsschulen sind nicht am Geschehen in Betrieben interessiert. Auch hier gibt es zahlreiche Gegenbeispiele, jüngstes, am Rande der

Tourismusberufe stehen, sind sie wie Tourismusschulen unmittelbar mit ihren Lehrern, die die Sommelier-Ausbildung haben, und ihren Schülern am Jungsommelier-Bewerb beteiligt (die ÖGZ hat in der ersten Ausgabe 2014 darüber berichtet).

Vorurteil 5:

Vorurteil 6:

Vorurteil 2:

Josef Schellnegger, Direktor Landesberufsschule für Tourismus Bad Gleichenberg, mit Austauschlehrlingen aus St. Petersburg. Der Besuch in Eselböck’s Taubenkobel und der zufälligerweise anwesende „Staats­ künstler“ Thomas Maurer waren ein Geschenk der drei Trainer und Berufsschullehrer an das Team Oberösterreich zum Bewerb Staats-/Glücksbringermeisterschaften.

Jakabb

Der Betrieb hat nichts von der Berufsschule. Warum soll ein Betrieb auf Verdacht hin wertvolle und hochwertige Lebensmittel als Übungsobjekte verarbeiten, die bei nicht entsprechender Performance dem Gast nicht serviert werden können? Ein zweiter Versuch kostet wertvolle Zeit und Nerven aller Beteiligten – Unternehmer, Gast und Lehrling. In der Berufsschule können andere Lehrlinge von Fehlern der Mit-

Berufsschulen haben keinen internationalen Horizont. Die Austauschprogramme der BS Bad Gleichenberg mit China und Russland bringen regelmäßig Überraschungen bei den Partnerunternehmen im Ausland. Mitarbeiter des Monats zu sein ist für den steirischen Lehrling keine Seltenheit! Fazit: Nicht alle Berufsschulen und alles an Berufsschulen soll außer Diskussion gestellt werden. Bei näherer Betrachtung stellt sich aber die Frage, ob Berufsschulen nicht doch Verbündete sind und die Kontraproduktivität tatsächlich von woanders ausgeht ... Es wäre sehr gefährlich, am bisweilen dünnen Ast, auf dem die Branche sitzt, aus Übermut zu sägen.


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Ausbildung

Anleitung zur Selbstständigkeit Die Villa Blanka in Innsbruck zählt zu den Top-Drei-Tourismusschulen in Österreich. Hier lernen 400 Schüler, viele wohnen im Internat, Mädchen und Buben getrennt. Die ÖGZ sprach mit Direktor Dr. Peter Kreinig Interview: Thomas Askan Vierich

Info Villa Blanka Wunderschön am Hang gelegen, ist die Innsbrucker Villa Blanka seit den 1950er-Jahren Anziehungspunkt für angehende Touristiker. Aber was unterscheidet sie von den anderen? Warum sollte man als junger Mensch an der Villa Blanka lernen? Kreinig: Weil wir neben dem normalen Schulbetrieb auch ein Internat anbieten. Außerdem führen wir ein eigenes Restaurant, das auch viele Veranstaltungen anbietet, die von unseren Schülerinnen und Schülern mitgestaltet, teilweise sogar in Eigenregie organisiert und durchgeführt werden. Hier können unsere Auszubildenden das, was sie in der Schule gelernt haben, im Echtbetrieb umsetzen. Das unterscheidet uns von vielen anderen Schulen. Dass wir unsere Schüler zur Selbstständigkeit anleiten. Und die Gäste sind dann etwas toleranter, wenn mal was schiefgeht? Im Normalfall schätzen sie, dass sie von Auszubildenden versorgt werden. Wir lassen unsere Schülerinnen und Schüler auch nie allein, sie stehen immer unter der Aufsicht von Profis. Außerdem kommen unsere Schüler oft mit sehr originellen Ideen, vor allem in der Küche. Die sind äußerst kreativ. Was lernen die Schülerinnen und Schüler bei Ihnen? Wir bieten in der Höheren Lehranstalt den Abschluss mit Matura. Daneben gibt es die dreijährige Hotelfachschule. Als dritten Weg den Aufbaulehrgang, der mit der Matura endet. Aber wir bieten keine klassische Lehre an. Bei uns erlernt man mehrere Lehrberufe gleichzeitig. Auch die Unternehmerprüfung ist mit der Absolvierung der Schule bereits erledigt. Die könnten sich also sofort selbstständig machen! Tun die das auch? Viele steigen nach der Schule im elterlichen Betrieb ein, den sie dann ir-

gendwann übernehmen. Aber es gibt auch Absolventen, die sich gleich selbstständig machen, wir hatten eben einen Absolventen aus Hannover, der in Innsbruck seinen eigenen Betrieb gegründet hat, also im zarten Alter von zwanzig Jahren! Das ist aber kein Einzelfall. Viele gehen auch erstmal ins Ausland. Da ist es dann sehr hilfreich, dass sie bei uns mindestens drei Fremdsprachen gelernt haben: Englisch, Französisch und Italienisch. Welche Softskills vermitteln Sie noch? Wir bilden immer stärker fächerübergreifend und projektorientiert aus. Da geht es dann auch um Teamfähigkeit, Kommunikation, Präsentationen. Unsere Schüler übernehmen auch mal die Moderation auf unseren Veranstaltungen, auch auf externen Veranstaltungen wie dem Welttourismustag. Das lernen sie bei uns, darauf legen wir Wert. Hat sich der Anteil von Buben und Mädchen in den letzten Jahren verändert? Erstaunlicherweise nicht, obwohl ich von anderen Schulen höre, dass sich der Mädchenanteil ständig erhöht. Bei uns halten sich beide Geschlechter die Waage. Wie hoch liegt der Anteil ausländischer Schüler? Bei ungefähr zehn Prozent. Auch unser Einzugsgebiet ist sehr groß. Schüler kommen aus Bayern, Liechtenstein, der Schweiz, Italien, Russland. Aber unsere Unterrichtssprache ist Deutsch. Manche lernen das erst hier auf der Schule. Das funktioniert erstaunlich gut, oft innerhalb eines Jahres. Wie ist denn die Erwartungshaltung Ihrer Schülerinnen und Schüler? Haben die eine klare Vorstellung von ihrem Beruf? Je nachdem, von wo sie kommen. Viele wissen nicht wirklich, wie viel-

„Sie müssen nicht selbstbewusster sein als der Durchschnitt. Sie werden allerdings selbstbewusster bei uns.“ PETER KREINIG schichtig das Ausbildungsangebot ist. Andere haben schon durch den elterlichen Betrieb sehr viel Vorwissen. Aber vorinformiert sind sie alle. Wenn wir mit unseren Schülern im Ausland auftreten wie in Sotschi, dann erregt das natürlich Aufmerksamkeit. Kann man neben der Schule Geld verdienen? Sehr gut sogar. Die Möglichkeiten, sich in dieser Branche etwas dazuzuverdienen, sind praktisch unbegrenzt … Was sollte ein Schüler mitbringen, damit er bei Ihnen erfolgreich seine Ausbildung abschließen kann? Kommt darauf an, in welchem Bereich. Wenn jemand in der Küche arbeiten möchte, muss er nicht unbedingt der kommunikativste Typ sein, eher schon im Marketing oder an der Rezeption. Aber eine gewisse Offenheit, Freude mit Menschen umzugehen, im Team zu arbeiten und so weiter sind schon gute Basisvoraussetzungen.

Es gibt drei verschiedene Ausbildungszweige: Die dreijährige Hotelfachschule, die fünfjährige Höhere Lehranstalt und den dreijährigen Aufbaulehrgang. Praxisausbildung in Küche und Service auf höchstem Niveau inkl. Koch-Meisterklasse. AUFNAHMEBEDINGUNGEN: Vollendung des 14. Lebensjahres, erfolgreicher Abschluss der 8. Schulstufe, je nach Notenbild Aufnahmeprüfung Anfang Juli KOSTEN: 150 Euro Schulgeld, 145 Euro Essen, 320 Euro Internat www.villablanka.com

Tourissimus Seit über zwanzig Jahren verleiht die ÖGAF (Österreichische Gesellschaft für angewandte Forschung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft) den „Tourissimus“ – einen Preis für junge Nachwuchsforscher. Heuer saß in der Jury auch die ÖGZ, um sich aus erster Hand über die Qualität des forschenden Nachwuchses im Bereich Tourismus zu informieren. Auffällig waren die durchgehend perfekten Präsentationen der Bewerberinnen – und dass es durchwegs Frauen waren, sogar in beiden Kategorien. Den mit 6.000 Euro dotierten Preis, gesponsert von TUI Austria, ÖHT und Wien Tourismus, teilten sich zehn Finalistinnen. Siegerin Barbara Plattner behandelte in ihrer Masterarbeit am MCI Innsbruck eine erfolgreiche Produktentwicklung am Beispiel von Ischgl. Den Nachhaltigkeitspreis gewann Sandra Hillerzeder von der FH Salzburg zum Thema Nachhaltigkeitszertifikate, die Sonderkategorie „Städtepreis“ konnte Irene Bogner von der FH Wien mit einer Arbeit über Rabattsysteme in der Wiener Gastronomie für sich entscheiden.

Weitwanderwege Österreichs Wanderdörfer haben für das Produkt Weitwanderwege eine Sub-Plattform geschaffen, die qualitativ hochwertig aufbereitet und entsprechend vermarktet wird. Das Portal wurde für Wegbetreiber und Regionen geöffnet, die nicht Mitglied des Vereins sind. Mindestens drei Etappen, ein interessantes Thema, eine ausgezeichnete Route – und Sie sind dabei. www.weitwanderwege.com

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Interview im Restaurant der Villa Blanka in Innsbruck – und so sah die Namensgeberin aus, sie wurde in den 60ern wegen Baufälligkeit abgerissen.

MELDUNGEN

Aber machen müssen alle alles? Ja. Aber sie müssen nicht selbstbewusster sein als der Durchschnitt. Sie werden allerdings selbstbewusster bei uns. Wir hören oft von Eltern, dass sie ihre Kinder schon nach einem Jahr an unserer Schule kaum noch wiedererkennen. Wie hoch ist die Abbrecherquote? Am Anfang sehr gering, ab der dritten Klasse etwas höher, weil dann auch die Ansprüche steigen. Aber insgesamtliegt sie nur bei etwa fünf Prozent.

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MEIN UNG

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Wie steht es um den internationalen Ruf der heimischen Küche? Christian Silmbroth, Schlosshotel Velden, Kärnten „Die österreichische Küche wird unterschätzt, gerade im Bereich der traditionellen Speisen und der Wiener Backkultur. Und es geht, wie Roland Trettel unlängst in einem Interview gesagt hat, viel zu sehr um Hauben und zu wenig darum, was der Gast will. Was das Marketing betrifft, könnte sich Österreich von den skandinavischen Ländern eine Scheibe abschneiden. Die Werbetrommel könnte ruhig mehr gerührt werden.“

Elisabeth Grabmer, Waldschänke, Grießkirchen/OÖ „Grundsätzlich haben wir einen sehr guten Ruf. Ich vermisse jedoch ein bisschen das geschlossene Auftreten der österreichischen Küche. Wir haben gute Produzenten, wir können gut kochen, wir sollten international auch mit stolzgeschwellter Brust auftreten. Hier schätze ich besonders das Engagement von Heinz Reitbauer und Andreas Döllerer, die sich sehr für die gemeinsame Sache einsetzen.“

Konstantin Filippou, Restaurant Konstantin Filippou, Wien „Der Ruf unserer Küche ist sehr gut. Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, dass dieser in den internationalen Medien auch noch mehr ins Licht gerückt wird. Wichtig ist, Einzigartigkeit zu zelebrieren und hinter seinem Produkt voll und ganz zu stehen und es mit Stolz hinauszutragen. Nicht so viel auf die anderen schauen, sondern mehr an sich selbst zu glauben und authentisch zu bleiben.“

Gerd Hammerer, Hallers Genuss & Spa Hotel, Kleinwalsertal/ Vbg. „Die österreichische Küche gewinnt aufgrund der regionalen Produktverarbeitung immer mehr an Bedeutung auf dem internationalen Markt. Wer hier speziell darauf achtet, die typisch österreichischen Schmankerln mit interessanten Zubereitungsformen leicht und bekömmlich verschmelzen zu lassen, kann mit einem unvergleichlichen Genusserlebnis auch den internationalen Gast von sich überzeugen.“

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LOB UND TADEL

AM WORT

Super Bier, altmodisches Interieur

Das Schreiben von Kochbüchern

Craft-Bier ist, nein, ich schreibe jetzt nicht die überstrapazierte Floskel „in aller Munde“, ich will so was selbst nicht mehr lesen. Außerdem stimmt es im Falle des handgebrauten Biers für anspruchsvolle Trinker auch gar nicht. Im Gegenteil: Die Craft-BierBewegung, die jetzt auch Österreich erreicht hat (siehe unser Bier-Spezial in dieser Ausgabe) und in diesem Fall den großen Bier-Bruder im Nordwesten links liegen gelassen hat, weil die Deutschen sich wegen ihres geliebten Reinheitsgebots selbst Fesseln beim fantasievollen Brauen auferlegen, also diese Bewegung braucht noch jede Unterstützung, die sie bekommen kann. Und die bietet der Wirt des Hawidere im 15. Wiener Gemeindebezirk. Er hat seit kurzem unzählige CraftBiere aus Österreich und dem Ausland auf der Karte. Viele aus der Fla-

Für viele Köche gilt es als eines der Karriereziele, ein eigenes Kochbuch zu schreiben und somit sich selbst und seine Handschrift der Welt zu präsentieren. Auf dieser Handschrift wird dann auch das Konzept des Buches aufgebaut. Die persönlichen Vorlieben und Ideen bestimmen, welche Richtung eingeschlagen wird. Im Fall meines zweiten Kochbuches hatte ich die Vision, die Gerichte künstlerisch darzustellen und nicht auf Tellern, sondern Elementen der Natur zu präsentieren. Da bereits viele Köche und Nichtköche Kochbücher schreiben, ist es wichtig, sich mit seinem Buch abzusetzen und etwas ganz anderes zu machen. Spannend dabei war, einen Fotograf ins Boot zu holen, der noch nie Food-Fotografie gemacht hat, und keine Mengenangaben ins Buch zu schreiben. Damit soll der persönliche Geschmack des Le-

sche, einige auch aus dem Fass und beständig wechselnd. Wer hier nicht zum Craft-Bier-Aficionado wird, dem ist biermäßig nicht mehr zu helfen – oder er ist knapp bei Kasse, denn an einem Craft-Bier-Abend kommt schon einiges zusammen. Billig sind diese Biere (zu Recht) nicht. Dazu bietet das Hawidere passenderweise jede Menge Burger an. Die klingen auf der Karte toll, haben uns beim Testessen allerdings lauwarm bis kalt erreicht. Außerdem finden wir Preise weit jenseits der Zehnermarke für einen Burger doch etwas verwegen. Erschwerend kommt das Ambiente dazu. Man sitzt in einem fensterlosen, verrauchten Raum wie in einem dumpfen Bikerbeisl. Nur ohne Biker. Dafür ist der Schanigarten okay. t.vierich@wirtschaftsverlag.at

sers in den Vordergrund gerückt werden. Natürlich gibt es einen QR-Code, der zu unserer Homepage mit den Mengenangaben führt. Wer ein eigenes Buch machen will, braucht viel Geduld: Von der Idee bis zur Markteinführung vergehen mindestens sechs Monate. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit Profis, die ihr Handwerk verstehen. Man sollte sich auch Gedanken über den Absatzmarkt machen. Unser Kochbuch „Dine&Fine“ ist über Amazon oder an unserer Rezeption im Hotel erwerbbar. An der Rezeption verkauft es sich sehr gut, da Gäste gerne ein Mitbringsel vom Urlaub mitnehmen und sich auch mit der Küche identifizieren. Solange die Visionen und Inspirationen noch da sind, wird es mit einem oder zwei Büchern noch nicht getan sein … André Omlor, Sporthotel Silvretta Montafon, Gaschurn (Vbg.)

I N O D E R O U T ? | W a s h a l t e n S i e v o n a l k oh ol r e d u z i e r t e m B i e r ? Nicht ganz einig waren sich unsere Kollegen in puncto alkoholreduziertes Bier, die Überhand hatten dann aber doch die Gegner: „Ich bin immer für das Original“, „richtig oder gar nicht“ und „Wenn ich weniger Alkohol trinken möchte, trinke ich Mineralwasser oder Fruchtsaft“ war zu vernehmen. Dennoch gab es auch Pro-Stimmen: „Ich bin dafür, denn das Zipfer Drei schmeckt richtig gut.“

60 %

40 %

Wer bestimmt die Qualität? Die „We want it all, we want it now“-Mentalität der Gäste treibt jedem Hotelier schnell Sorgenfalten auf die Stirn EXPERTISE:

A

m Ende der Wintersaison liest man wieder vermehrt HotelKommentare. Die Urlaubs-Rückkehrer berichten mehr oder weniger begeistert von der letzten Reise. „Das Vier-Sterne-Hotel war schön, Essen gut, aber das Hallenbad war morgens um 6:00 Uhr leider geschlossen.“ „Schade, dass es kein SeitenschläferKissen im Hotel gab.“ „Der hoteleigene Hundeschlitten war prima, aber die Huskys lahme Krücken.“ Solche Kommentare sind auch zuhauf in den Bewertungsplattformen zu finden.

Eigen- oder Fremdverschulden? Sind das ganz legitime Anforderungen an ein österreichisches Vier-SterneHotel, oder steigen die Gästeerwartungen ins Unermessliche? Eine Entschuldigung für die Gäste gibt es: Im Alltag sind sie ständig mit Unzulänglichkeiten konfrontiert: die nervenden Kunden, die fordernden Kinder, der tropfende Wasserhahn im Bad. Dann kommt die „schönste Zeit des Jahres“, der Urlaub, und da muss alles nachgeholt werden: Batterien aufladen, Abenteuerdurst stillen und Zeit mit der Fa-

milie aufholen. Das stresst, denn der Urlaub muss perfekt sein. Perfektion in den Augen des Gastes – dazu gehört auch das Seitenschläfer-Kissen. Psychologen nennen das Phänomen salopp „Mitten-im-Urlaub-Falle“. Dennoch hat die hohe Erwartungshaltung der Gäste auch noch andere Gründe. Gästeerwartungen entstehen durch Informationen über die HotelWebsite, vergangene Hotelaufenthalte, Schlussfolgerungen auf das Produkt mittels Bekannter durch Mundpropaganda, Bewertungsplattformen etc. Daher steuert der Unternehmer die Gästeerwartungen maßgeblich durch die eigene Kommunikation und natürlich das Hotelprodukt vor Ort. Aber was wird kommuniziert, wenn der Hotelier nicht definiert hat, welche Qualität er bieten will?

Definieren heißt entscheiden Wie definiert man seine eigene Qualität? Der Hotelier entscheidet, auf welche Qualitätsanforderungen seiner Gäste er eingehen will – natürlich nur im Rahmen seiner räumlichen und finanziellen Möglichkeiten. Geboten werden kann nur, was der Nächtigungspreis auch erlaubt. Denn trotz

„Geiz ist geil“-Einstellung ist der Mehrheit der Gäste trotzdem noch klar, dass höhere Qualität auch einen höheren Preis rechtfertigt. Was wird in Ihrem Hotel außerordentlich gelobt? Welche Extra-Leistungen werden besonders gut angenommen? Aber auch: Was bieten Sie, das nur Kosten verursacht, aber von den Gästen weder geschätzt noch bezahlt wird? Durch die Beantwortung dieser Fragen erhält man eine gute Grundlage für die Entscheidung, welche Qualität der Hotelier bieten will und kann. Die Checkliste für Ihre eigene Qualitätsdefinition können Sie unter www. generatio.at/download downloaden. Ein Tipp: Fragen Sie auch Ihre Kooperationspartner im Ort – den Wanderführer, Skiverleiher oder Barbesitzer. Sie werden staunen, was diese Personen über Ihr Hotel durch Gespräche mit Ihren Gästen wissen.

Fazit Wenn die Qualitäts-Definition verschriftlicht und klar kommuniziert wird, wissen auch die Gäste genauer, was sie in Ihrem Hotel erwarten können. Erst damit ist die Basis für das Sicherstellen des Qualitätsversprechens

geschaffen, und das Managen der Qualität beginnt. Mehr zur Einführung von Qualitätsmanagement können Sie in der Leseprobe des „Praxishandbuchs für Qualitätsmanagement in Hotels“ auf generatio.at nachlesen.

Kontakt

PROF. ELFRIEDE KREMPL & MAG. (FH) TINA BRANDSTETTER Genèratio Hotel Management Consulting PROF. ELFRIEDE KREMPL T +43 664 53 45 953 E e.krempl@generatio.at MAG. (FH) TINA BRANDSTETTER T +43 664 55 22 448 E t.brandstetter@generatio.at www.generatio.at


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Freihandelsabkommen

„Die großen Gefahren liegen im Detail“

Welche Probleme sind bezüglich der Lebensmittelsicherheit noch zu befürchten? Dadurch, dass die Verhandlungen geheim geführt werden, können wir den wirklichen Umfang noch nicht

abschätzen. Das Einfallstor für Gentechnik durch dieses Abkommen ist auf alle Fälle groß. Auch der Verkauf des Fleisches von Klontieren steht zur Debatte. Dies ist in der EU verboten, doch der Verkauf von Fleisch der Nachzucht soll ausgenommen werden. Das führt die ganze Regelung ad absurdum und kann als klares Zugeständnis an den Verhandlungspartner USA gewertet werden. Was hat es mit den Schiedsgerichten auf sich, über deren Einführung momentan diskutiert wird? Konzerne könnten sich an diese Gerichte wenden, wenn sie sich von einem Land benachteiligt fühlen. Das sogenannte Investor State Dispute Settlement (ISDS) ist eigentlich entstanden, weil Unternehmen in Ländern, in denen es noch keine unabhängige Justiz gibt, nicht investieren wollen. Deshalb wurde diese Paralleljustiz exklusiv für ausländische Investoren entwickelt. Ich glaube jedoch nicht, dass irgendein europäischer Spitzenpolitiker infrage stellen würde, dass ein US-Konzern vor dem EUGH ein faires Verfahren bekommt. Die eingeklagten Summen können so hoch werden, dass vor allem kleine Länder sich den Scha-

denersatz gar nicht leisten können und sie deshalb schon frühzeitig ein Gesetz zurücknehmen oder gar nicht in Kraft treten lassen. Hat der Druck von NGOs wie Greenpeace schon etwas gebracht? Beim Hormonfleisch haben wir mittlerweile wirklich schon eine Zusage, dass das Thema vom Tisch ist, sowohl von der EU als auch von USVerhandlern. Auch bei den Schiedsgerichten hat sich etwas getan. Wir haben aufgedeckt, dass ein vertrauliches Gutachten des juristischen Dienstes des EU-Rats zeigt, dass ein Abkommen, wenn es Investitionsschutzklauseln beinhaltet, von allen nationalen Parlamenten ratifiziert werden muss. Alle 28 Mitgliedstaaten haben also eine Veto-Möglichkeit. Bis 21. Juni läuft eine Konsultation auf EU-Ebene, bei der die einzelnen Regierungen eine Stellungnahme abgeben müssen. Bundeskanzler Faymann hat genau an dem Tag, als Präsident Obama und die EU-Spitzen sich getroffen haben, gesagt, dass es in der EU schon so einen guten Rechtsschutz gibt, dass die Schiedsgerichte nicht notwendig sind und hat sich somit als erster Regierungschef gegen dieses Vorhaben gestellt.

Könnte es passieren, dass über ein abgespecktes Abkommen abgestimmt wird, dem dann im Nachhinein durch die Hintertür noch Bestimmungen hinzugefügt werden? Genau davor haben wir Angst. Es könnte ein Abkommen mit Eigenleben entstehen, bei dem die Integration nach Abschluss der Verhandlungen erst so richtig beginnt. Das betrifft zum Beispiel die geplante regulatorische Kooperation, die eine gegenseitige Anerkennung bei Risikobewertungen erlauben würde. Die Lebensmittelsicherheitsbehörde in Europa und ihr Pendant in den USA könnten sich austauschen und es gegenseitig anerkennen, wenn der jeweils andere eine Risikobewertung gemacht hat. Die großen Gefahren liegen im Detail.

Florian Schweitzer von Greenpeace.

Plädiert Greenpeace grundsätzlich gegen das TTIP, oder kann man dem Abkommen auch etwas Positives abgewinnen? Wir glauben, dass gemeinsamer Handel unter gewissen Bedingungen auch sehr große Vorzüge haben und etwas Friedensstiftendes sein kann. Die Frage ist, auf welchen Füßen man einen gemeinsamen Freihandel aufbaut. Wenn man schon mit Geheimverhandlungen

anfängt, die Industrie vorab an den Tisch holt und mit anderen wesentlichen Teilen der Gesellschaft gar nicht redet, bis großer Widerstand kommt, dann ist das schon vom Prozess her etwas, dem wir nicht wirklich vertrauen. Wenn zum Schluss überraschend ein Abkommen vorgelegt werden sollte, das alle von uns genannten Gefahren ausschließt, dann werden wir uns nicht generell dagegenstellen.

Mitja Kobal / Greenpeace

FORTSETZUNG VON SEITE 1

Für die Gesundheit der Menschen ist das Chlor in dem Ausmaß unbedenklich. Es zeigt aber, welche unterschiedlichen Produktionsstandards herrschen. In der EU gilt, dass wir unsere Hühner im gesamten Prozess von Keimen freihalten. In Amerika ist die Produktion von Lebensmitteln um einiges industrialisierter. Die Keime auf den Hühnern werden einfach im Chlorbad abgetötet, damit wird die Produktion billiger. Es könnte passieren, dass beim Chlorhuhn ein Kompromiss gemacht wird, um im Gegenzug Vorteile für die EU in einem anderen Bereich auszuhandeln. Das würde unsere Landwirtschaft wirklich unter Druck setzen. Ich glaube nicht, dass deswegen der letzte Bio-Bauernhof stirbt, aber die industrielle Landwirtschaft würde vermehrt in Europa Fuß fassen „müssen“, um dem Konkurrenzdruck der billigen Produktion in den USA entgegenzuhalten.

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Fairtrade & Hygiene

Fairtrade will sich selbst abschaffen Fairer Handel soll Standard werden, wünscht sich Österreich-Geschäftsführer Hartwig Kirner. Konsumenten und Handel schlugen im letzten Jahr bereits die richtige Richtung ein Text: Sonja Dries

schutz und Partizipation der Produzenten wird besonderer Wert gelegt. Die unabhängige Zertifizierungsorganisation FLO-CERT GmbH prüft die Einhaltung der Standards regelmäßig. In Österreich vertrauen neun von zehn Kunden, die Fairtrade kennen, dem Gütesiegel (GlobeScan-Studie, 2011). Kirner sieht deshalb auch eine große Chance für Gastronomie und Hotellerie, sich mit dem Angebot solcher Produkte zu differenzieren: „Es ist eine relativ günstige Gelegenheit, einen positiven Effekt zu erzielen.“

Faire Baumwolle im Hotel Ein Fairtrade-Produkt, das gerade seine ersten Schritte auf dem österreichischen Markt macht, ist Baumwolle. Die Therme Blumau bietet seit neuestem in Zusammenarbeit mit Salesianer-Miettex Bettwäsche an, die zumindest teilweise aus Fairtrade-zertifizierter Baumwolle besteht. Da eine Zertifizierung der gesamten Wertschöpfungskette von der Baumwolle bis zum fertigen Produkt vielen Unternehmen zu teuer sei, habe man

sich entschieden, sich vorerst auf die Baumwollbauern zu konzentrieren, so Hartwig Kirner. Bei der nachgelagerten Lieferkette darf die Baumwolle gemischt verarbeitet werden, aber unter einer Mengenbilanz. „Wenn die Therme Blumau fünf Tonnen Bettwäsche kauft, dann müssen dafür auch fünf Tonnen Baumwolle eingekauft worden sein. Ob die Faser dann genau dort hingewandert ist, interessiert uns nicht mehr. Das kann man kritisieren, andererseits werden wir damit sicher die Mengen für die Bauern deutlich erhöhen“, erklärt Kirner diesen Schritt. Auch Elisabeth Schinzel, Leiterin des Themenkomplexes „Sozial faire Beschaffung“ der entwicklungspolitischen NGO Südwind, schätzt das neue Programm als gute Möglichkeit ein, zertifizierten Baumwollproduzenten größere Absatzmärkte unter fairen Rahmenbedingungen zu verschaffen. Doch „Südwind fordert Unternehmen auf, den von ihnen verarbeiteten Fairtrade-Baumwollanteil zu steigern und das Programm nicht zu einer Reduktion ihres Enga-

Oben: Hartwig Kirner von Fairtrade Österreich.

Vipul Kulkarni, JoeHaider

S

ieht man sich die Jahresbilanz von Fairtrade Österreich an, scheint das Geschäft mit Produkten aus zertifiziert fairem Handel zu boomen. Der Verein schätzt den Gesamtumsatz von Fairtrade-Produkten im letzten Jahr auf 130 Millionen Euro – ein Wachstum von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr Auch im Bereich Gastronomie und Hotellerie ist die Akzeptanz gegenüber diesen Produkten gestiegen, sagt Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich. Top-Gastronomen wie das Steirereck, das Hotel Imperial oder der Goldene Hirsch in Salzburg setzen längst auf Fairtrade-Lebensmittel und Kaffee, auch die Firma Ströck oder die VivaTankstellenshops wollen nicht mehr darauf verzichten. Über den FairtradeGastrofinder findet man allein in Wien 262 Gastronomiebetriebe, die das Konzept unterstützen. Das Fairtrade-Siegel garantiert die Einhaltung festgelegter Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Produkts. Auf faire Preise und Arbeitsbedingungen, Umwelt-

Rechts: eine faire Baumwollplantage in Indien.

gements oder als CSR-Feigenblatt zu verwenden“, so Schinzel. Unternehmen werden das Fairtrade-Cotton-Programm in Zukunft mit einem eigenen Siegel kennzeichnen können. Geht es nach Hartwig Kirner, sollte Österreich zum Fairtrade-Land in der Gastronomie werden, denn diese soziale Komponente passe sehr gut zum

Umweltbewusstsein und der sauberen Natur im Land. Auch der Zweck von Fairtrade insgesamt ist für Kirner klar: „Das Ziel muss sein, dass man Fairtrade irgendwann nicht mehr braucht. Fairer Handel muss die Regel werden und unfairer Handel die Ausnahme.“ Der Weg bis dorthin sei jedoch noch sehr weit.

Reinigung & Desinfektion von Oberflächen

Hygiene

Sauberer Tipp vom Spezialisten: Richtig reinigen und desinfizieren!

I

m hektischen Küchenalltag bleibt oftmals keine Zeit, in vollem Maße auf eine korrekte Reinigung und Desinfektion zu achten. So können gefährliche Keime auf Lebensmittel übertragen werden. Mit ein paar einfachen Hilfestellungen in der täglichen Anwendung lassen sich viele Infektionsquellen vermeiden, weiß DI (FH) Andreas Marksteiner, Abteilungsleiter Anwendungstechnik bei hollu. Die hollu-Anwendungstechnik unterstützt Kunden vor Ort bei spezifischen Anwendungsfragen rund um die Themen Sauberkeit und Hygiene und gibt

wertvolle Tipps zur nachhaltigen Reinigung.

Effektiv desinfizieren Fragen direkt aus der Praxis: Was macht Reinigung und Desinfektion maximal effektiv, und wie lassen sich mögliche Beeinträchtigungen vermeiden? Ganz einfach: Indem Grobschmutz im ersten Schritt der Reinigung ausreichend und möglichst rasch entfernt wird und gleichzeitig auch viele Mikroorganismen bereits beseitigt werden können. Dadurch kann die Desinfektion im zweiten

Schritt ihre ganze Wirkung entfalten. Sinn der Desinfektion ist es ja, den Zustand der hygienischen Sauberkeit herzustellen. Auch die korrekten Einwirkzeiten spielen dabei eine wichtige Rolle: Kombinierte Produkte oder niedrigere Temperaturen (Kühlraum) erfordern längere Einwirkzeiten, andernfalls ist die Desinfektionswirkung nicht gewährleistet. Große Vorteile bietet die Verwendung von Konzentraten, die hochwirksam in der Reinigungsleistung und dabei sehr sparsam im Verbrauch sind. Doch, sobald Reinigungs- oder Desin-

fektionslösungen verdünnt eingesetzt werden, ist je nach speziellem Anwendungsbereich unbedingt auf das korrekte Mischverhältnis zu achten. Hier empfiehlt sich der Einsatz von Dosierhilfen, die nicht nur Sicherheit in der Anwendung geben, sondern nachhaltig Zeit und Geld sparen: Die Desinfektionslösung ist stets exakt dosiert – so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Eine weitere Faustregel im Reinigungsalltag lautet: Desinfektionslösungen nicht zu lange stehen lassen und möglichst frisch verwenden – nur so kann die volle Desinfektionswirkung gewährleistet werden. Tipp: Morgens die Lösung anrichten und über den Tag in den Reinigungsprozess der Küche integrieren. Um die Entstehung besonders hartnäckiger Keime zu verhindern, ist es sinnvoll, Desinfektionsmittel regelmäßig auszutauschen.

falls in der Nähe von Feuer und Zündquellen verwendet werden. Wir empfehlen die Erstellung von detaillierten Reinigungs- und Hygieneplänen, in denen die konkreten Abläufe sowie der korrekte Einsatz der Reinigungs- und Desinfektionsprodukte exakt definiert sind: was, wie, wo, wann, von wem und mit welchen Produkten gereinigt beziehungsweise desinfiziert wird – individuell abgestimmt auf den jeweiligen Betrieb. Anhand der ausgearbeiteten Pläne sollen auch regelmäßige Anwender- und Produktschulungen durchgeführt werden, damit das Personal auch genau weiß, was zu tun ist. Denn Produkte können immer nur in Kombination mit der korrekten Anwendung maximal effektiv sein.

Der Spezialist

hollu

Mit ein paar Anwendungstipps im hektischen Küchenalltag sind Reinigung und Desinfektion maximal effektiv.

Wussten Sie, dass manche Desinfektionswirkstoffe wie beispielsweise Chlor auf Eiweiß in Lebensmittelresten reagieren und dadurch in ihrer Wirkung geschwächt sind? Andere wiederum reagieren auf Tenside: Wenn sich Reinigungsprodukt und Desinfektions­mittel nicht vertragen, inaktivieren sie sich gegenseitig. Bei alkoholischen Desinfektionsmitteln dagegen ist zu beachten, dass sie leicht entzündlich sind und deshalb keines-

hollu

Reinigen nach Plan DI (FH) Andreas Marksteiner, Abteilungsleiter der holluAnwendungstechnik

HOLLU – JULIUS HOLLUSCHEK GMBH Salzstraße 6 6170 Zirl Telefon: 0800 100 76 10 www.hollu.com


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Getränke

Von Äpfeln und Birnen Zum Auftakt der Mostsaison präsentierte Robert Letz im Restaurant Schlosspark Mauerbach sieben Genuss-Region-Rezepte mit Most

M

ost ist eines der traditionsreichsten Getränke unseres Landes. Praktisch auf jedem Bauernhof, der über Apfel- und Birnbäume verfügt, wurde jahrhundertelang Most für den Eigenbedarf produziert. Als Alltagsgetränk der Bauern wurde heimischer Most in der Gastronomie jedoch jahrelang gering geschätzt und fristete auf den Getränkekarten ein Schattendasein.

des Mosts, der vielen Gerichten das gewisse Extra gibt. Most ist ideal für den gewünschten Piff“, so Letz.

Die Herkunft schmecken Auch Margareta Reichsthaler, Obfrau der Genuss Region Österreich, freute sich über das Engagement von Robert Letz: „Most gehört zum kulinarischen Kulturgut unseres Landes. Ken-

ner schmecken nicht nur die einzelnen Sorten, sondern auch die unterschiedliche Herkunft aus den Genuss Regionen heraus.“ Weil Most im Vergleich zu Wein deutlich weniger Alkohol und Kalorien enthält, eignet er sich gerade im Frühling als frischfruchtige Alternative und sollte eigentlich auf keiner Getränkekarte fehlen.

Christian Jobst

Text: Wolfgang Schedelberger

Brigitte Emberger, Direktorin des Schlossparks Mauerbach, Margareta Reichsthaler, Obfrau Genuss Region Österreich, und Haubenkoch Robert Letz

Vielfalt mit Herkunftsgarantie Seit ein paar Jahren erlebt Most in unserem Land jedoch eine wahre Renaissance. Egal ob in Kärnten, der Steiermark oder in Ober- und Niederösterreich, immer mehr Bauern besinnen sich darauf, hochwertige Moste herzustellen und diese in Flaschen mit Herkunftsgarantie abzufüllen. Mostproduzierende Genuss Regionen sind Hausruck Birn-Apfelmost, Buchkirchner-Schartner Edelobst, Pöllauer Hirschbirne, Oststeirischer Apfel, Lavanttaler Apfelwein VMCC, Mostviertler Mostbirn, Bucklige Welt Apfelmost und Südburgenländischer Apfel. Ob Apfel- oder Birnenmost besser schmeckt oder eine Vermählung der beiden Obstsorten die geschmackliche Krönung ist, wird vielerorts heiß diskutiert. Eine letztgültige Antwort muss allerdings ausbleiben. Natürlich haben reinsortige Moste, die die Besonderheiten einer bestimmten Sorte klar herausarbeiten, ihren unbestrittenen Reiz. Doch ob man jetzt einen relativ süßen Apfelmost aus der Steiermark oder Kärnten bevorzugt oder doch lieber zu einem zartbitteren Birnenmost aus dem Mostviertel greift, ist letztlich Geschmackssache und hängt nicht zuletzt von der Speise ab, zu der man den Most genießen will. In der Genuss Region Hausruck schwört man auf eine Vermählung von Äpfeln und Birnen, die das Beste beider Welten verspricht.

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Kochen mit Most In der traditionellen Wirtshausküche Österreichs spielt Most seit Jahrhunderten eine große Rolle, egal ob bei pikanten oder süßen Gerichten. Dass man mit Most aber auch auf Haubenniveau kochen kann, unterstrich Robert Letz vom Restaurant Schlosspark Mauerbach. Zum Auftakt der diesjährigen Mostsaison lud Genuss Region Österreich zu einem kulinarischen Streifzug, bei dem Letz zeigte, wie vielfältig Most auch in der gehobenen Küche einsetzbar ist. Dabei pochierte er einen Seesaibling in Apfelmost und reichte dazu Sellerie und Kerbelkartoffeln. Ebenfalls überzeugend sein Kalbsschulterscherzel mit Apfelmostkraut und Schnittlauchknödeln. Dass man mit Most auch hervorragende Desserts kreieren kann, unterstrich Letz mit seinen Zimtschneenockerln in Apfelmostsauce mit Minze und Granatapfel. „Zum einen geben die fruchtigen Noten des Mosts vielen Gerichten eine zusätzliche geschmackliche Dimension. Besonders reizvoll ist jedoch das Spiel mit dem natürlichen Säuregehalt

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Brot & Gebäck

Brot und Wein in Harmonie Wenn es nach Haubi’s geht, hat das Baguette als klassischer Weinbegleiter ausgedient. Eigens entwickelte Brotkreationen sollen den besonderen Geschmack einzelner Weinsorten hervorheben Text: Sonja Dries

Die ideale Kombination Der Grüne Veltliner, eine der wichtigsten einheimischen Rebsorten Österreichs, zeichnet sich durch seinen pfeffrig-würzigen Geschmack und seine Spritzigkeit aus. Das von Haubi’s entwickelte Grüner-Veltliner-Brot unterstreicht diese Merkmale durch seine fein abgestimmten Zutaten. Li-

mettenschalen liefern die fein-fruchtige Säure, rosa Pfeffer sorgt für die würzige Note. Die Hefenoten werden bewusst zurückhaltend eingesetzt, um einen milden Geschmack zu erreichen. Dafür wird die Gärung des Teigs durch die Langzeitführung über Nacht verzögert und ein Bündel an Aromasstoffen gebildet. Eine fruchtige Grundcharakteristik des Brots entsteht. Laut Martin Holzmann, Leiter der Haubi’s Produktentwicklung, entsteht ein optimales Verhältnis der verschiedenen Säuren von Brot und Wein vor allem durch die Basis aus Weizen und einem kleinen Anteil aus Roggen. Die Krume, das Innere des Brots, liefert feine und dezente Röstaromen. Ein ganz anderes Geschmackserlebnis bietet das Blaufränkisch-Brot mit dem dazugehörigen Rotwein. Waldheidelbeeren, Brombeeren und Sauerkirschen im Brot kommen dem fruchtig-beerigen Geschmack des Rotweinklassikers mit zart-pikanter Säure entgegen. Eine würzig-warme Note liefern Zimt und Vanille, die Beigabe von Semmelbröseln macht die Kruste knusprig und aromatisch. Der Teig des Blaufränkisch-Brots hat vier Stunden Zeit, um seine Aromenvielfalt auszubilden. „Der zusätzlich verwendete Roggen sorgt nach Versäuerung für eine leichte Säure sowie für angenehm herbe, würzige Noten. Malzige Aromen in der Krume unterstreichen die geschmackliche Fülle dieses vielschichtigen Weinbegleiters“, erklärt Martin Holzmann. Neben den

Die fein abgestimmte Rezeptur des Blaufränkisch-Brots verstärkt die Beeren- und Sauerkirschnoten im Wein, unterstützt ihn und gibt ihm mehr Komplexität.

beiden extra für die Weinbegleitung konzipierten Brotrezepten hat Haubi’s auch seinen schon bestehenden Brotsorten einzelnen Weinen zugeordnet. So passt beispielsweise das RoggenAroma des Bio-Vollkornbrots gut zum kirschigen Zweigelt. Die rustikale Note des Wurzelbrots verstärkt den fruchtigen Geschmack des Rieslings, der auch zu den nussigen, leicht fettigen Aromen des Bio-Dreizinnenbrots passt. Die Bäckerei Haubi’s sieht es als ihre Aufgabe, Brot zu mehr als einem schlicht sattmachenden Grundnahrungsmittel zu machen. Ein wichtiger

Haubi’s

B

rot und Wein sind zwei Produkte, die in Kombination besonders gut miteinander harmonieren. Der Gourmet-Bäcker Haubi’s hat sich dies zunutze gemacht und ist mit seinen eigens entwickelten WeinBroten dem internationalen Trend des „Food Pairings“ gefolgt. Unterschiedliche Lebens- und Genussmittel werden dabei bewusst so kombiniert, dass ihre Hauptaromen sich decken und der jeweils individuelle Charakter unterstrichen wird. Um den Geschmack des Gasts zwischen zwei unterschiedlichen Weinen zu neutralisieren, haben Gastronomen bisher meistens zum klassischen Baguette gegriffen. Doch gerade die Aromastoffe von Weißbrot mit ihrer röstigmalzigen und karamellartigen Note machen Baguette nicht zum idealen Weinbegleiter. Deshalb hat sich Haubi’s mit der Diplom-Sommelière und Geschäftsführerin von Weinreisen Austria, Isa Svec, zusammengetan, um spezielle Brotsorten für spezielle Weine zu entwickeln. Erste Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind das Blaufränkisch-Brot und das Grüner-Veltliner-Brot.

Schritt auf diesem Weg war die Gründung des Zentrums für Paneologie. Was bei Haubi’s anfangs als Entwicklung eines fundierten BrotsommelierLehrgangs geplant war, hat sich in den Jahren der Planungszeit zu einer regelrechten Wissenschaft entwickelt: der Paneologie. Um sich zum zertifizierten Paneologen ausbilden zu lassen, muss man Basis-, Aufbau- und Expertenkurs absolvieren. Seit 2013 können sich Interessierte auch zum Brotsommelier für die Gastronomie ausbilden lassen oder in knapp drei Stunden eine Schwerpunktschulung für Gluten- und Laktoseintoleranz absolvieren.

Info WELCHES BROT PASST ZU WELCHEM WEIN? RIESLING (KLASSISCH) – Baguette & Wurzelbrot WEISSBURGUNDER – Grüner-Veltliner-Brot ZWEIGELT (KLASSISCH) – Bio-Vollkornbrot CUVÉE (BARRIQUE) – Blaufränkisch-Brot

7 Cg 170/12p REPUBLIK ÖSTERREICH Landesgericht Feldkirch

Versäumungsurteil

Im Namen der Republik Das Landesgericht Feldkirch erkennt durch die Richterin Dr. Sieglinde Stolz in der Rechtssache der klagenden Partei S k y Ö s t e r r e i c h G m b H , Schönbrunner Straße 297/2, 1120 Wien, vertreten durch Mag. Heinz Heher, Rechtsanwalt, Oppolzergasse 6, 1010 Wien, wider die beklagte Partei S a m i r a E l H a r c h i , Kapellenstraße 31, 6973 Höchst, wegen Streitwert € 19.768,00 zu Recht: 1. Die beklagte Partei ist gegenüber der Klägerin schuldig, es ab sofort bei sonstiger Exekution im geschäftlichen Verkehr, insbesondere als Betreiber des Lokals „Ahmets Wettbüro“ am Standort Achsiedlungsstraße 53, 6900 Bregenz, zu unterlassen, ohne zur öffentlichen Vorführung berechtigende Vereinbarung mit der Klägerin a) Sky Rundfunkprogramme öffentlich vorzuführen und/oder; b) die Bezeichnung „Sky“ im Zusammenhang mit Sky Rundfunkprogrammen in jedweder Form zu verwenden; 2. Die beklagte Partei ist schuldig, der Klägerin den Betrag von € 2.268,00 zu bezahlen, binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution. 3. Die klagende Partei wird ermächtigt, den stattgebenden Teil des gesamten Urteilsspruches und den Urteilskopf, samt vorangehender Überschrift „Im Namen der Republik“ auf Kosten der beklagten Partei in der „ÖGZ – Österreichische Gastronomie- & Hotel-Zeitung“ im Textteil, mit Normallettern, wie für redaktionelle Artikel verwendet, mit Fettdruckumrandung, Fettdrucküberschrift und fett und gesperrt gedruckten Prozessparteien veröffentlichen zu lassen; 4. Die beklagte Partei ist weiters schuldig, der Klägerin die Prozesskosten in Höhe von € 2.309,02 (darin enthalten € 272,67 an 20%-iger Umsatzsteuer und € 673,00 an Barauslagen) gemäß § 19a RAO zu Handen des Klagevertreters binnen14 Tagen bei sonstiger Exekution zu bezahlen. Landesgericht Feldkirch G.Abt. 7, am 3.7.2013


HOTELLERIE

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Miele feiert seinen 90er

Gegenwind auf Pole

Jubiläumsaktion: Das Unternehmen offeriert beim Kauf eines Geräts der Professional-Sparte einen Bonus. Ein Austausch der alten Maschinen kann sich auch wegen Ersparnissen bei den Energiekosten lohnen

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E

s war im Jahr 1924, als der Haushaltsgeräte-Hersteller Miele die erste kohle- und gasbefeuerte Trommel-Waschmaschine auf den Markt gebracht hat. In den 50ern kamen die Trockenautomaten und dann, peu à peu, lancierte das Unternehmen immer platzsparendere, effizientere, leistungsstärkere und schönere Geräte. Jetzt, sage und schreibe 90 Jahre nach dem Markteintritt, feiert Miele seinen Geburtstag mit einer Aktion für professionelle Abnehmer. Kunden, die sich noch bis zum 30. Juni für den Kauf einer neuen Profi-Waschmaschine oder eines Wäschetrockners entscheiden, können bis zu 500 Euro sparen.

Miele

Energiesparmeister Der Jubiläumsbonus, der für Waschmaschinen von 6,5 bis zehn Kilogramm und bei Wäschetrocknern von 6,5 bis acht Kilo Füllgewicht gilt, ist nicht nur wegen des Preisnachlasses attraktiv. Die neueste Technik senkt zudem den Verbrauch von Strom und Wasser und reduziert damit nicht nur weitere Kosten, sondern tut auch der Umwelt gut. Die moderne Wäschereitechnik ist nämlich imstande, bei nur halber Beladung der Trommel automatisch den Wasser- und Stromverbrauch

90 Jahre Miele: Von der kohlebefeuerten Trommel-Waschmaschine zum Hightech-Alleskönner von heute hat sich einiges getan.

zu reduzieren. Dafür sorgt die Steuerung Profitronic M. Das System erlaubt die Veränderung einzelner Waschparameter direkt am Display. Wahre Multitasker sind auch die Geräte der Generation „octoplus“. Die

Maschinen bieten über 70 Programme und sind in verschiedenen Varianten, wie einer Wasch-Trocken-Säule, erhältlich. Außerdem gut für die Hotelwäscherei geeignet sind die sogenannten „Kleinen Riesen“ (6,5 kg Füllgewicht).

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Das Neue an der Serie: Sie kann erstmals an hoteleigene Energie-Managementsysteme angeschlossen werden. Diese wiederum schalten in Zeiten hohen Strombedarfs die Geräte aus, die nicht dringend benötigt werden.

ie jedes Jahr lud die Wirtschaftskammer Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft zum Fachpressetreff. Charmanter und sogar singender Gastgeber war zum letzten Mal Hans Schenner in seinem Sporthotel in St. Anton. Ab Mai übernimmt Petra Nocker-Schwarzenbacher. Das nächste Treffen wird wohl in St. Johann im Pongau stattfinden ... Aber nicht nur der Stabswechsel wurde auf dem Arlberg verkündet, es waren auch hochkarärige Fachleute zu Kamingesprächen geladen: u. a. Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung, der die Rolle und Bedeutung des Tourismus für den Wirtschaftsstandort Österreich vorstellte. Helmenstein lobte den Tourismus als „Hort der Stabilität, Sicherheit und Dienstbarkeit“. Das hörten die anwesenden Hoteliers gerade von der Industrie gerade in Tirol gerne ... Aber es „wehe Gegenwind auf der Poleposition“. Diesen Gegenwind orteten die Hoteliers besonders in der Auflagenflut seitens der Politik, es wurde vom neuerdings sehr aggressiven Auftreten der Finanzpolizei berichtet. Preislich drohe Österreich zur Luxusdestination zu werden. Eine politische Lösung hatte auch Helmenstein nicht parat.

Frühling ist Spargelzeit!

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Spargelvielfalt von Nord nach Süd Ungefähr sieben Wochen im Jahr, von April bis Juni, wird auf den heimischen Feldern Spargel geerntet. Von Nord nach Süd, vom Eferdinger Becken bis ins sonnige Kärnten, bin ich unterwegs, um bei den regionalen ­Eurogast-Lieferanten nur die beste Ernte ­abzuholen. Und eins kann ich euch sagen:

Norbert Janesch

Als Frischeexperte von Eurogast bin ich natürlich auch ein waschechter Spargeltarzan. Ob weiß oder grün, ich weiß, worauf es bei dem leckeren Sprossgemüse ankommt. Der weiße – wir Profis nennen ihn auch Bleichspargel – schmeckt mild und edel, der Grüne ist herrlich aromatisch und gehaltvoll. Allerdings ist Spargel nicht gleich Spargel. Jede Sorte hat ihre Eigenheiten: Der weiße „Ravel“ zum Beispiel begeistert Spargelfans gleich am Anfang der Saison mit seinem geraden Wuchs und sehr leckeren, festen Köpfen. Die Grünspargelsorte „Schneewittchen“ – ja, der heißt wirklich so! – ist zart, wenig faserig und schmeckt fantastisch. Aromatisch und besonders gehaltvoll ist der Spargel abends genau das richtige Gemüse zum Genießen. Und am nächsten Morgen bin ich dank seiner besonders fit und munter. Denn das Stangengemüse spart nicht an Vitaminen und Ballaststoffen, dafür aber an Kalorien.

eurogast/ikp/istockphoto

 aftiges Grün, Grün, Grün, so weit mein geschultes Hasenauge reicht. Ja, ja, im Frühling S werden die heimischen Felder zu einem wahren Frischeparadies. Einer hat es mir in der bunten Vielfalt des Frühlingsgemüses ganz besonders angetan: der Spargel. Da knabber’ ich bei meinen Frischekontrollen immer eine Extra-Kostprobe …

Unsere Spargelbauern lieben das himmlische Frühlingsgemüse mindestens genauso sehr wie eure Gäste und ich! Im kärntnerischen Lavanttal gleicht die Aufzucht schon fast einer Wissenschaft, weil der schwerere ­ ­Boden eigentlich nicht die optimalen Vor­ aussetzungen für den Spargelanbau bietet. Aber mit viel Geduld, Mut zum Experimen­ tieren und Liebe zum Beruf haben es unsere Top-Lieferanten geschafft: Im sonnigen ­Süden Österreichs wird jetzt ein Spargel geerntet, der besonders aromatisch ist ­ und kaum Bitterstoffe hat – leckerschmecker!

Regionalität bringt Frische Worauf es mir beim Spargel ankommt, ist glasklar: Frische, Frische und nochmals

L.: In den Eurogast-Frischeabteilungen gehen Spargelträume in Erfüllung. Ob weiß oder grün – Hauptsache regional! Das ­gesunde, leckere Stangengemüse wird von heimischen Top-Lieferanten bezogen und von uns knackfrisch ausgeliefert. R.: Frischer Eurogast-Spargel von heimischen Feldern: Wie z. B. von den Kärntner Spargelbauern Christian (r.) und Hannes Jäger.

Frische! Meine Spargelbauern kennen in dieser Zeit keine Sonn- und Feiertage. Wenn die g’schmackigen Stangen mit den zarten Köpfchen reif sind, werden sie gestochen – per Hand, versteht sich. Und danach geht’s ratzfatz ab in die Eurogast-Frischeabteilungen in ganz Österreich. Das geht ganz flott, denn ich such’ mir für jeden Eurogast-Betrieb den passenden regionalen Lieferanten aus, damit meine zarten Lieblinge kurze Transportwege genießen und dadurch frisch und g’sund bleiben. Was ihr dann in den Spargelwochen damit anstellt, überlass’ ich ganz euch. Falls ihr noch Inspiration braucht, leckere Rezeptideen gibt’s unter www. eurogast.at.

Wussten Sie, dass … … Spargel bereits um 460 v. Chr. von dem griechischen Arzt Hippokrates als Heilpflanze verwendet wurde? … im Spargel nahezu alle Vitamine enthalten sind? Zudem enthält er auch viele Mineralstoffe und das für die Entwässerung verantwortliche Kalium. … die Spargelsaison traditionellerweise am 24. Juni, dem Johannistag, endet? Ab diesem Stichtag – der auch „Spargelsilvester“ genannt wird – hat das Stangengemüse Zeit, vor dem nächsten Frost genügend Energie zu tanken.


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HOTELLERIE

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Leserbriefe Sehr geehrte Frau Direktor, sehr geehrter Hotelier! Ihre Gäste lieben das Frühstücksbuffet und das zu Recht. Ernsthafte Gruppierungen wie „Best Health“ verlangen zwar die Auszeichnung aller Produkte, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber Ihr Gast freut sich sicher sehr, wenn er weiß, dass der Schafkäse von der benachbarten Alm kommt, der Speck vom Bauern im Ort, wenn sich die Seniorchefin allmorgendlich persönlich ums Müsli kümmert, die Marillenmarmelade in der Küche gerührt wurde und der Kuchen in der hauseigenen Patisserie gemacht wird. Wenn statt des obligaten Filterkaffees dann noch – aufpreisfrei – ein Espresso bestellt werden kann und die Tische flott und professionell abgeräumt werden, wenn das Buffet auch gegen Ende noch ansehnlich aussieht, dann steht dem morgendlichen Glück eigentlich nichts mehr im Weg ... wären da nicht die latenten und wohlbekannten Probleme mit Eiern, Wurst und Hartkäse, aber das ist mir eine eigene Kolumne wert. Herzlichst, Ihre Frau Naseweis Frau Naseweis ist seit 40 Jahren beruflich in Hotels unterwegs, in kleinen und großen, nah und fern, national und international. Alles, was sie beschreibt, hat sie schon erlebt – und das nicht nur einmal.

Mit GratisExtras punkten

Das Editorial zu den wenig „duften“ Fiakern und das geplante Freihandelsabkommen haben unsere Leser wieder zur Feder greifen lassen.

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Fotos: Thinkstock, Illustration: Antonia Stanek

Fiaker sind eine Touristenattraktion Sehr geehrter Herr Vierich, wieder eine neue Ausgabe der ÖGZ, wieder ein Leserbrief. Fast schon wie das Amen im Gebet muss ich Ihnen meine Meinung zu Ihrem Editorial in der Ausgabe Nr. 13-14 vom 4. April 2014 mit dem Titel „Arme Rösser“ mitteilen. Dass Sie ein Tierfreund sind, ist aus dem Artikel deutlich erkennbar. Auf Ihre Kennzeichnung als Tourismusfreund warte ich allerdings noch. Haben Sie sich vielleicht schon einmal überlegt, dass eine traditionelle Fiakerfahrt eine der Tourismusattraktionen Wiens ist und ein Fixpunkt auf der Aktivitätenliste vieler unserer Gäste? Und wenn unsere Touristen ein schönes Erlebnis in unserer Stadt haben, dass sie dann wiederkommen bzw. ihre Freunde und Bekannte motivieren, nach Wien zu kommen? Und dass sich dies positiv auf die Umsätze unserer Tourismusbetriebe auswirkt?

Also dass – überspitzt gesagt – Gastronomie- und Hotelbetriebe von einem glücklichen Touristen, der eine Fiakerfahrt genossen hat, leben? Aber Sie haben recht, schaffen wir doch die Fiaker ab. Und den Stephansdom sperren wir auch für Touristen, der ist eh schon zu überfüllt. Denn wer braucht denn schon diese vielen lauten, nervigen Touristen?! Ich weiß die Antwort, lieber Herr Vierich: WIR brauchen sie. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft.

Sehr geehrter Herr Vierich,

Brüssel dazu zu bringen, uns nicht die Vielfalt unserer Tomaten durch die angedachten Kosten von 10.000 Euro je Sorte zu nehmen, wüsste ich wirklich nicht, wie ich denen noch trauen sollte. Es ist überhaupt der totale Wahnsinn, worüber sich diese teuren Beamten in Brüssel Gedanken machen, bzw. in welche Richtung sie sich durch die vielen Lobbyisten lenken lassen. Wenn man sich vor Augen führt, was z. B. Monsanto mit den Bauern in Kanada aufgeführt hat, dass es in ganz Kanada kein Soja oder keinen Mais mehr gibt, die nicht genmanipuliert sind, dann kann man sich doch vorstellen, was künftig bei uns passieren wird, wenn diese Konzerne losgelassen werden. Für mich ist für dieses Freihandelsabkommen zuerst einmal eine genaueste Information der Bevölkerung darüber notwendig, was in diesem Abkommen überhaupt alles verhandelt wird.

nachdem es schon drei Anläufe gebraucht hat, die EU-Mannschaft in

Mit freundlichen Grüßen, Rudolf Ritt, Linz

Freundliche Grüße, KommR Ing. Josef Bitzinger Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

Teure Beamte in Brüssel

ine aktuelle Studie des Hotelportals HRS gemeinsam mit Marktforschern von eResult beschäftigt sich mit den beliebtesten Gratis-Zusatzleistungen in Hotels. 600 Personen, repräsentativ für die deutsche Internetbevölkerung gemäß dem Online-Vermarkter AGOF, wurden gefragt, welche Gratis-Extras ihnen bei einem Hotelaufenthalt am wichtigsten sind. Maximal drei Nennungen waren möglich. Klarer Sieger, sowohl bei Privatreisenden (62 %) als auch bei Geschäftsreisenden (74 %), ist das Wireless LAN. Vor allem unter 30-jährige Hotelbesucher wollen darauf keinesfalls verzichten. Auf Platz zwei folgt der kostenlose Parkplatz in Hotelnähe, den jeder Dritte als besonders wichtig bezeichnete. Ein Gutschein für den Wellnessbereich landete auf dem dritten Platz und ist gerade bei Frauen sehr beliebt. Auch der Late Check-out schaffte es in die Bestenliste. 27,4 Prozent der Privatreisenden und 22,6 Prozent der Geschäftsreisenden sprachen sich für die längere Benutzung des Zimmers ohne Zusatzkosten aus. Während der Gratis-ShuttleService zu Flughafen oder Bahnhof mit fast jedem dritten Befragten speziell bei den Urlaubern gut ankam, freuen sich 19,4 Prozent der Geschäftsleute über ein Upgrade auf die nächsthöhere Zimmerkategorie. Ebenfalls auf der Bestenliste fanden sich Zusatzleistungen wie die kostenlose Flasche Mineralwasser oder die Obstschale am Zimmer, das Auffüllen der Minibar oder ein Gutschein für Hotelrestaurant und Bar. Die Studie zeigt, dass Hotels neben gutem Service und hoher Qualität auch mit diesen Goodies beim Gast punkten können.

Individualität im Design In Braunau wartet das Mayrbräu neuerdings mit moderner Gestaltung auf as Hotel-Gasthof Mayrbräu in Braunau am Inn ist seit 2005 im Besitz von Margit und Florian Pöllitzer. Die Hoteliers hatten sich damals das Ziel gesetzt, ein gutbürgerliches Haus „mit dem gewissen Etwas“ zu führen. Neun Jahre später war es an der Zeit, dem traditionsreichen Gasthaus, das bereits 1909 erstmals urkundlich unter diesem Namen genannt worden war, ein neues Design zu verpassen. Unter Konzeption, Planung und Durchführung des Gastronomie-Einrichters Wögerer wurden sowohl die Rezeption als auch die Zimmer neu gestaltet. Der vergrößerte Eingangs-

bereich des Hotels wirkt nun auch durch den Einsatz von großen Glasflächen offener und einladender. Eine Kombination aus dunkler Eiche, Stein und braun-beige-goldener Wandtapezierung verleiht der Rezeption eine moderne, aber dennoch gemütliche Atmosphäre. Auch ein kleiner Loungebereich mit Dekokamin und Ledermobiliar haben hier Platz gefunden.

Jeder Raum einzigartig Bei der Gestaltung der Zimmer legten die Hotel-Inhaber Wert auf Einzigartigkeit. Kein Raum gleicht jetzt dem anderen, dank unterschiedlicher Farbund Designkonzepte. Um die niedri-

gen Gewölberäume offener wirken zu lassen, wurde auf helle Einrichtung geachtet. Einige der Zimmer wurden extra mit Designertapeten ausgestattet. Laut Margit und Florian Pöllitzer schätzen ihre Gäste die neue Individualität des Hauses – auch als Kontrast zur in der Hotellerie oft gebotenen Konformität.

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Wögerer GmbH

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Eichenholz, Stein, Glas und ein Kamin dominieren die neue Rezeption im Mayrbräu.


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MESSE

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Internorga

Dieser Ausgabe liegt eine Beilage der Firma EDNA bei.

BIO bei EDNA Seite 4/5

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Erdbeerze Fruchtige Seite 2/3

VARESINA. Franz Grünwald, Generalvertreter des italienischen Kaffees in Österreich, konnte viele Kunden begrüßen.

FRITZ COLA. In der Gastronomie in Deutschland bereits Kult – kommt das Getränk jetzt auch verstärkt nach Österreich.

EIPRO. Innovative neue Produkte (siehe unten) wurden vorgestellt und konnten natürlich gleich verkostet werden.

NESPRESSO. Auch für HoReKa-Betriebe interessant. Das Kapsel/Pads-System wird hier gut angenommen.

Meisterlicher Seite 6/7

zeit Biergarten Seite 8/9

Genuss

Frühling Fit in den 1 Seite 10/1

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EDNA. Einen kleinen Teil der großen Auswahl an ausgezeichneten Produkten konnte man am Stand verkosten.

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GRAPOS. Auch in der deutschen Gastronomie bereits eine bekannte Marke und natürlich erfrischend für die Besucher.

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Richtig führen hogast-Powertag am schönen Fuschlsee

Auch bei schnellen Gerichten kann man noch Zeit sparen. Auf der diesjährigen Internorga stellte der deutsche Erzeuger Eipro seine Eifix-Frische-Teige vor. Ob Palatschinken, Kaiserschmarrn oder Crêpes, Waffeln oder Pancakes – die fertigen Teige können direkt aus dem Tetra-Brik im Waffeleisen, der Pfanne oder auf der Crêpes-Platte zubereitet werden. Dadurch entfallen Messen, Abwiegen, Verrühren und die Ruhezeiten für die Teige. Neben der Verwendung in der Küche empfiehlt Eipro die Fertigteige besonders fürs Frontcooking oder die Zubereitung am Buffet durch den Gast selbst. Die in den Teigen verwendeten Eier stammen aus deutscher Bodenhaltung, Farb- oder Konservierungsstoffe sowie Geschmacksverstärker werden nicht zugesetzt.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Roh und dennoch sicher Lange Zeit war bedenkenloser Genuss von nicht vollständig erhitzten Eiern in der Gastronomie nicht möglich. Eipro bietet nun unter dem Namen „Peggys“ pasteurisierte, rohe Eier an. Dabei werden frische Schaleneier schonend wärmebehandelt und behalten so ihre natürlichen Eigenschaften. Die Pasteurisierung hat keinen Einfluss auf Geschmack oder Konsistenz und beseitigt hygienische Belastungen am und im Ei. Um sie gut von nicht pasteurisierten

Eipro

Neuheiten aus dem Bereich Ei-Convenience stellte der deutsche Erzeuger Eipro bei der diesjährigen Internorga vor

Frische Waffeln im Handumdrehen – mit den neuen Frische-Teigen von Eipro.

Eiern unterscheiden zu können, werden sie mit einem Stempel speziell gekennzeichnet. Küchenchefs können ihren Gästen dadurch risikofreien Verzehr von weichen (Spiegel-)Eiern, Ei Benedikt oder Zabaglione ermöglichen. Die Eier stammen aus deutscher Bodenhaltung und müssen nicht getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert werden. Eipro weist darauf hin, dass „Peggys“ in der Küche auch Zeit sparen, da das Desinfizieren der Hände oder Tragen von Handschuhen entfällt. www.eipro.de

DDr. Manfred Spitzer

Am 6. Mai 2014 lädt hogast zum 15. Mal zum Powertag. Diesmal wird das zwischen Sommer- und Wintersaison angesetzte Managementseminar vom deutschen Wissenschafter DDr. Manfred Spitzer bestritten. Er referiert zum Thema „Führen mit Hirn“. Der 55-jährige Psychiater und Psychologe hat sich mit der Fernsehserie „Geist & Gehirn“ einen Namen gemacht, in der er die Funktionsweise der grauen Zellen mitreißend präsentiert. Die Gehirnforschung zeigt laut Spitzer, dass der Mensch zum lebenslangen Lernen bestimmt ist. Alles hinterlasse Spuren im Kopf, stete Lernbereitschaft verhindere das Einrosten der grauen Zellen. Für Gastronomen, Hoteliers und Lieferanten gilt also am 6. Mai fast „Teilnahmepflicht“ im Hotel Jagdhof Fuschlsee: Selbst wenn sie gewohnt sind, alle Räume den Gästen zur Verfügung zu stellen, das Oberstübchen sollten die Gastgeber tunlichst selbst nutzen. Mitarbeit fordert Professor Spitzer auch bei seinen einzigartigen Seminaren, in denen er das Publikum einzubinden versteht. Es bleibt dabei nie beim theoretischen Ansatz, der Bezug zur Praxis ist allgegenwärtig. Etwa wenn es darum geht, wie Medien klug genutzt werden, Stress vermieden und Kreativität zugelassen wird. Kurzum, wie Führen mit Hirn – und nicht gegen den Verstand – erfolgen muss. All das können auch die Teilnehmer des Powertages erwarten.

Information HOGAST-POWERTAG 2014 Details und Anmeldung unter www.hogast.at/powertag

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Im Saucenhimmel

Durchgespült

Curry zur Wurst

WINTERHALTER: Präsentation

neuer energieeffizienter Maschinen

WINKELBAUER: Das

Heinz Curry Gewürzketchup ist zurück

neue Saucen peppen jedes Grillfest auf

Die neuen Durchschubspülmaschinen der PT-Serie von Winterhalter wurden auf der Internorga in Hamburg präsentiert. Ein neuartiges Energie-Management verkürzt die Aufheizund die Programmlaufzeiten deutlich und macht die PT-Serie von Winterhalter besonders schnell und energieeffizient. Erstmalig in der Branche sind bei Winterhalter die Durchschubspülmaschinen der PT-Serie bereits in der Standardversion mit einer Abwasserwärmerückgewinnung ausgestattet. Durch zusätzliche Optionen lassen sich die Betriebskosten um bis zu 20 Prozent reduzieren. www.winterhalter.de

Rechtzeitig zum Start der Grillsaison bringt Winkelbauer das Heinz Curry Gewürzketchup zurück nach Österreich: in den Sorten Classic, Chili und Light. Nicht fehlen dürfen auch die beliebten Heinz Feinkost-Saucen in den Kreationen Mexican (leicht rauchig mit Jalapeno), Moroccan (süß-scharf mit Minze und Honig) und Spanish (cremigwürzig mit Tomaten und Cayennepfeffer) für noch mehr Abwechslung. www.heinzketchup.at

Saucen in drei neuen Geschmacksrichtungen präsentiert Mautner Markhof ab April: Während die feinaromatische Honig Senf Sauce besonders gut zu Fisch und Geflügel oder als besonderes Extra im Salatdressing passt, verfeinert die cremig-milde Sour Cream Sauce vor allem vegetarische Gerichte wie Folienkartoffeln oder gebackene Champignons. Die herzhafte BBQ Pfeffer Sauce verleiht Steaks, Spareribs und Koteletts zusätzlichen Pfiff. www.mautner.at

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SZENE

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Sonnenbaden im Schnee Raus in den Gastgarten

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Blindtest auf Skiern

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Zur Eröffnung der Gastgartensaison lud der Gastronomie Club Wien in Jens Nilssons Columbusbräu ein. Rund 70 Wirte folgten der Einladung, um sich mit ihren Kollegen bei Bier, Sekt, Gulasch und Sacherwürstel auszutauschen und zu hören, dass ihre Interessenvertretung weiterhin für eine einheitliche Schanigarten-Sperrstunde um 24 Uhr kämpft. WKW-Präsidentin Brigitte Jank trug gemeinsam mit dem Obmann der Gastronomie im Wirtschaftsbund Peter Dobcak (r.) und Gastronomie-ClubWien-Obmann Erwin Scheiflinger den Schanigarten hinaus.

Der „Sonnenskilauf 2014“ mit dem Snow Beach Day am Kärntner Nassfeld stand ganz im Zeichen des Frühlings. Bei einem Beach- und Bikini-Flashmob auf der Madritsche in nahezu 2.000 Metern Seehöhe zeigten sich die Wintersportler kälteresistent. Am Snow-Walk bei der Bergstation des MillenniumExpress fand eine Bade- und Sommermodenschau statt. Wer Lust auf Abkühlung hatte, konnte sich beim Waterslide-Contest versuchen: Aufgabe war, ein 15 Meter langes Wasserbecken auf Skiern oder Snowboards zu überqueren.

Zahlreiche ehemalige und aktive Spitzensportler wie Stephan Eberharter, Dominique Gisin oder Fritz Strobl kamen zum World Skitest in die Silvretta Montafon. Auch Hobby-Skifahrer, Experten aus der Skiindustrie und rund 30 Journalisten gaben ihr Urteil über die neuen Skimodelle der Wintersaison 2014/15 ab. Der Test erfolgte „blind“ – alle Skier waren mit schwarzem Klebeband abgedeckt. Peter Marko (Mitte, Vorstand Silvretta Montafon Bergbahnen) freute sich mit Franz Klammer (l., Testleiter) und Gerhard Brüggler (Organisator) über die gelungene Premiere.

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Gastronomie Club Wien

Wettstreit auf der Piste und am Herd 50 Küchenchefs aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol trafen sich zum 17. Sterne-Cup der Köche von Champagne Laurent-Perrier in Ischgl. Namhafte Küchenchefs kämpften abermals beim Riesenslalom um den Sieg auf der Piste und bei der kulinarischen Prüfung an den Herdplatten. Den Gesamtsieg holte sich Rudi Obauer vom Restaurant Hotel Obauer. Gute Stimmung auf der Idalp (v. l.): Thomas Schreiner (Champagne Laurent-Perrier), Hans Haas (Tantris, München), Rudi Obauer und sein Bruder Karl Obauer.

Bei der siebenten Auflage des Wachau Gourmetfestivals kamen Kulinarik- und Weinbegeisterte 15 Tage lang voll auf ihre Kosten. Im Kremser Kloster UND erfolgte mit der „Blue Gin-Party“ der Startschuss (v. l.): Dr. Alexandros Rambacher (Spartengeschäftsführer für Tourismus und Freizeitwirtschaft – WK NÖ), Landesrat Karl Wilfing, Lisl Wagner-Bacher, Mario Pulker (Obmann der Fachgruppe Gastronomie) und KommR Fritz Kaufmann (Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft – WK NÖ).

LW / Andreas Tischler

Wachau im Festival-Fieber

Zwölf Wiener Top-Hotels in drei Tagen

Amuse Bouche

Beim „Wettkampf der Top-Lehrlinge 2013“ von Amuse Bouche erreichten Birgit Schrempf (l., Service) und Iris Huemer-Hartl (Küche) vom Sporthotel Royer in Schladming den 3. Platz. Der außergewöhnliche Gewinn: Unter der Obhut von Werner Matt, dem Doyen der neuen Küche in Österreich, hatten die Top-Lehrlinge die einmalige Gelegenheit, einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen der Wiener Spitzenhotellerie zu werfen und mit Top-Hoteliers zu netzwerken. Als krönenden Abschluss luden die Organisatorinnen Piroska und Barbara Payer die beiden Mädels zu einer Stadtbesichtigung im Fiaker ein.

Original Budweiser

NLK / Johann Pfeiffer

Kultur und Genuss Im Palais Niederösterreich in Wien wurde der Kulturfrühling Niederösterreich 2014 vorgestellt. Neu sind der Veranstaltungskalender und das Kulturticket Niederösterreich. Mit dabei (v. l.): Moderator Christoph Wagner-Trenkwitz, Tourismuslandesrätin Dr. Petra Bohuslav, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Sopranistin Daniela Fally, Dieter Hütte (Geschäftsführer TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH) und Prof. Christoph Madl (Geschäftsführer Niederösterreich-Werbung).


ÖGZ 15-16/14