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Ö S T E R R E I C H I S C H E G A S T R O N OM I E - U N D H O T E L Z E I T U N G 

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Nr. 3–4 | 24. Jänner 2014

IHR GASTRO-PROFI mit Zustellservice

Aufschwung im Montafon Ein Sporthotel erfindet sich neu Talenteschmiede MODUL bildet Hotelmanager der Zukunft aus Erstes Passivhotel Tirols Quereinsteiger reüssieren in Hochfilzen

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Gegründet 1946

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Thinkstock

Verschoben

Der heurige Winter fühlt sich an wie ein langer März. Schön für Wanderer, ganz schlecht für Wintersportler.

Alle Vöglein sind schon da, alle Vöglein, alle Wettervorhersage für Donnerstag, 23. Jänner 2014: Klagenfurt 7°, Liezen 6°, Wien 10°, Salzburg 6°, Lienz 9°, Innsbruck 9°, Bregenz 5°. Keine Niederschläge, eher Sonne. Winter hört sich anders an. Das Hahnenkammrennen in Kitzbühel steht kurz vor der Absage. Wenn man sich die Schneekarte für Ös-

terreich ansieht, erkennt man dort nur ganz wenige weiße Flecken. Immerhin: In Deutschland könnte es zu schneien beginnen. Das weckt dort die Lust aufs Skifahren. Aber ob die sich dann nach Österreich trauen? Wir drücken die Daumen! Und fahren selbst am Wochenende Ski. In Saalbach.

Gipfelwanderung mit leichter Eintrübung Auf dem Hotelierkongress der ÖHV wurden drei Tage lang Zukunftsstrategien für Hotellerie und Tourismus diskutiert. Eine insgesamt spannende Veranstaltung – auch wenn nicht alle Vorschläge wirklich brandneu wirkten Text: Thomas Askan Vierich

P.b.b. Verlagspostamt 2340 Mödling / Zul.-Nr. GZ 02Z030722 W, Postaufgabenummer 2

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ehret den Anfängen! So könnte man die Grundstimmung beim Hotelierkongress umschreiben. Oder: Jammern auf hohem Niveau. Obwohl erfreulich wenig gejammert wurde. Höchstens über die Rahmenbedingungen, die die Politik setzt: Steuern, Sozialabgaben, eingefrorene Gelder für die Österreich Werbung, kein eigenes Kapitel zum Tourismus im Regierungsprogramm, und der zuständige Minister (Wirtschaft) glänzte durch Abwesenheit. Reinhold Mitterlehner war zeitgleich

auf Regierungsklausur und dort wohl wirklich unabkömmlich. Heuer hielten sich die beiden ÖHVPräsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch bei der Politikerschelte zurück – was von vielen Hoteliers wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde. Überhaupt standen die Tage in Wels im Zeichen der Harmonie. Zu viel Harmonie? Ein paar mehr kritische, unabhängige, vielleicht auch provokante Stimmen von innen oder außen, aus Österreich oder dem befreundeten Ausland, hätten schon

gutgetan. Zwei guruartig auftretende Motivationskünstler waren zwar unterhaltsam – aber inhaltlich dann doch nicht nachhaltig. Darüber sind sich alle einig: Sich auf dem hohen Niveau auszuruhen, das die österreichische Hotellerie seit Jahrzehnten unbestritten einnimmt, wird nicht reichen. Dafür sind die Menetekel an der Wand zu deutlich, die von weniger rosigen Zeiten – trotz oder gerade wegen der (angeblich) überwundenen Wirtschaftskrise – sprechen. WEITER AUF SEITE 4

Es sei ihm peinlich gewesen, dass so wenige mitgemacht hätten. Also hat er kurzerhand behauptet, auf das Siegerauto seien statt 3.409 Stimmen 34.299 entfallen. Letztes Jahr hat er die Gesamtzahl der Stimmen von 76.000 auf 290.000 hochgerechnet. Sieht einfach besser aus. Vor allem, wenn man Chefredakteur der „ADAC Motorwelt“ ist, des vermutlich einflussreichsten Automagazins Europas. Michael Ramstetter war auch Kommunikationschef des ADAC. Jetzt ist er zurückgetreten, nachdem er massive Manipulationen bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ zugeben musste. „Auto des Jahres“: Das war eine Garantie zum Bestseller. Damit dürfte es vorbei sein. Der Verein will jetzt die Preisvergabe rückwirkend bis 2005 überprüfen. Schon jetzt ein nicht wieder gutzumachender Imageschaden. Für alle. Stellt sich die Frage, ob bei anderen Preisen alles mit rechten Dingen zugeht. Kaum eine Institution, kaum ein Magazin oder eine (Fach-)Zeitung, die keinen Preis vergibt. Die Idee ist ja gut: Man kürt einen (oder noch besser: mehrere) Sieger – und alle haben gewonnen: Die Leser/Mitglieder, weil sie sich wichtig fühlen können. Die Auslober, weil der Preis Werbung für ihre Kompetenz macht. Und die Sieger, weil sie sich vom Preis Renommee und höhere Umsätze versprechen. Aber was ist, wenn die ganzen Hauben und Löffel und Weingläser aus nicht immer rein objektiven Gründen vergeben werden? So eine Preisvergabe muss absolut transparent und nachvollziehbar sein: Wer hat ausgewählt und bewertet? Nach welchen Kriterien? Wie ist das Geschäftsverhältnis zwischen Preisträger und Preisverleiher? Wenn man das nicht nachweisen kann oder möchte, soll man die Preisvergabe lassen.

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ÖSTERREICH

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Aktuelles

Es geht auch ohne Fleisch

Teilen ist das neue Haben. So betitelte der deutsche Werbefachmann Dietmar Dahmen seinen Vortrag beim ÖHV-Kongress in Wels. Und gab Einblicke in ein Phänomen, das sich gerade als Parallelwelt zum Hotelmarkt etabliert. Von Appartements und Zimmern zu Baumhäusern und Booten: Wer in „einzigartigen“ Unterkünften in 192 Ländern bei Privatleuten übernachten will, bucht bei der Internet-Plattform Airbnb. Wer dem Glücksspiel nicht abgeneigt ist, ist hier auch richtig. Denn was man bekommt, ist nicht immer absehbar. Erst kürzlich bezogen amerikanische Freunde ihre reservierte Drei-Zimmer-Wohnung in Nürnberg gleich gar nicht. Zu schmutzig und unwohnlich, da nahmen sie auch übermüdete und quengelnde Kinder in Kauf und zogen mitten in der Nacht dann doch ins Hotel. Über Airbnb werden mehr als 500.000 private Nächtigungsmöglichkeiten weltweit angeboten. Muss sich die Hotellerie vor der neuen „Sharing Economy“ fürchten? Nicht wirklich. Trotzdem kann es nicht schaden, die Haben-Seite zu überprüfen und mitunter neue Wege anzudenken. Genauso wie ein Gastronom nicht zwei verschiedene Küchenstile anbieten sollte, ist mancherorts eine Profilschärfung notwendig: mit Mut zu mehr Individualität und Eigenständigkeit sowie dem Beschreiten neuer Wege. Die Gäste wollen immer wieder aufs Neue überrascht werden? Das können sie doch haben. Für jene, die Familienanschluss und den Kick auch im Hotel suchen, liegt die Lösung auf der Hand: Teilen Sie Ihr Leben an manchen Tagen und geben Sie Detaileinblicke in Ihr Unternehmerdasein. Zur Küche geht es da lang, Hilfe beim Kartoffelschälen oder Steakbraten ist dort (wenn nötig unter Anleitung) immer willkommen. Und auch das Zimmerservice freut sich, wenn die Handtücher schön gefaltet und gestapelt und die Betten mit vereinten Kräften überzogen werden. So kann auch ein Hotelaufenthalt zum wahren Abenteuer werden. Ach ja, vor Abreise das Teppichsaugen bitte nicht vergessen. Die Gläser bei der Mini-Bar harren ihrer Spülung. Und die Gäste auf Zimmer 25 hätten gerne noch Frühstück ans Bett. Vielen Dank! Beehren Sie uns bald wieder! d.poetzl@wirtschaftsverlag.at

seren Tellern landen. Denn laut Ernährungspyramide des Bundesministeriums für Gesundheit reichen pro Woche drei Portionen fettarmes Fleisch oder Wurstwaren. Wie ansprechend die Variante ohne Rind oder Schwein aussehen kann, haben wir im vegetarischen Restaurant Tian in Wien festgehalten.

d o r fe r

Abenteuerurlaub

„Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg.“ Sprüche dieser Art müssen sich jene, die sich fleischlos ernähren, des Öfteren anhören. Rund 60 Kilogramm Fleisch werden pro Einwohner und Jahr in Österreich verzehrt. Dabei sollte das tierische Eiweiß gar nicht so oft auf un-

Pe s e n

K OM M E N TA R

Mobil ohne Auto Bundesminister Rupprechter zeichnet klima:aktiv-mobil-Partner aus SANFTE MOBILITÄT:

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eltweit erzeugt der Tourismus rund fünf Prozent der gesamten CO2-Emissionen. Der Tourismus ist damit einerseits Verursacher und andererseits Betroffener des Klimawandels. Mit der Klimaschutzinitiative klima:aktiv mobil und mit dem Österreichischen Umweltzeichen unterstützt das Lebensministerium bereits seit Jahren Tourismusbetriebe und -gebiete, Städte und Gemeinden bei der Planung und Realisierung umweltfreundlicher Projekte.

Zehn Jahre Klimaschutz Um die Treibhausgasemissionen im Verkehr – dem Sorgenkind im Klimaschutz – zu reduzieren, bietet klima:aktiv mobil seit zehn Jahren kostenlose Beratung und Förderung auch für die Tourismuswirtschaft an und unterstützt vor allem den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, den Einsatz von Shuttle- und Wanderbussen, die Weiterentwicklung von Rad- und E-Bike-Verleih-Services sowie die Errichtung von Mobilitätszentralen. Rund 540 klima:aktiv-mobil-Projekte im Tourismus ersparen bereits jährlich rund 75.000 Tonnen CO2. Mit klima:aktiv-mobil-Förderungen von 5 Mio. Euro wurden Investitionen in sanfte Mobilität in der Höhe von 18,5 Mio. Euro ausgelöst. „In 62 % der österreichischen Tourismusregionen engagieren sich klima:aktivmobil-Projektpartner mit ihren Maßnahmen für umweltfreundliche Mobilität im Tourismus. Für die öster-

reichische Tourismuswirtschaft ergeben sich dabei enorme Chancen, sich als klimafreundliches und besonders attraktives Tourismusland zu etablieren“, sagte Umweltminister Andrä Rupprechter anlässlich der Auszeichnung im Rahmen der Wiener Ferien-Messe.

Umweltzeichen Das Österreichische Umweltzeichen ist seit mehr als 20 Jahren nicht nur eine verlässliche Orientierungshilfe für umweltfreundliches Konsumverhalten und einen ökologischen Einkauf, sondern auch ein Wegweiser für vorbildliche Tourismusbetriebe. „Damit Angebote auch wirklich nachhaltig sind, setzen Betriebe zahlreiche Maßnahmen. Von regionaler und saisonaler Kulinarik mit kurzen Transportwegen, umweltschonenden Abfallkonzepten, ressourcenschonender Energieversorgung bis hin zu alternativen Mobilitätskonzepten“, unterstreicht Rupprechter. Bis dato haben sich bereits mehr als 250 Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe mit rund 25.500 Gäste­betten den strengen ökologischen Kriterien der UmweltzeichenRichtlinie angeschlossen und leisten damit einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Schonung der Ressourcen. Das Öko-Label wurde auch an weitere zwölf Tourismusbetriebe, einen Reiseveranstalter sowie eine Bildungseinrichtung, die die hohen Umwelt- und Qualitätsstandards erfüllen, vergeben. APA/tav

Günstige Kredite für Tourismus

Demo gegen Gentechnik

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uf Antrag von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat der Ministerrat das ERP-Jahresprogramm 2014 mit einem Volumen von 600,5 Millionen Euro beschlossen. „Aufgrund der zähen Konjunkturentwicklung, der strengeren Eigenkapitalanforderungen der Banken und der Basel-III-Richtlinien wollen wir Wachstum und Innovation konsequent fördern. Damit machen wir unsere Wirtschaft krisenfester und sichern Arbeitsplätze in Österreich“, sagt Mitterlehner. Die aus der Marshallplan-Hilfe stammenden ERP-Finanzierungen zeichnen sich durch tilgungsfreie Zeiten von zwei Jahren und niedrige Fixzinssätze von aktuell einem Prozent aus. Für Tourismusprojekte sind im Rahmen des ERP-Gesamtvolumens wieder 50 Millionen Euro reserviert. „Wir wollen damit unsere Qualitätsoffensive im Tourismus fortsetzen, um Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsbereitschaft zu unterstützen“, betont Mitterlehner. Die ERP-Kredite stehen schwerpunktmäßig für den Ausbau der touristischen Infrastruktur sowie für Anlagen, die auf Aktiv- und Erlebnisurlaube ausgerichtet sind, zur Verfügung. Auch dem Trend der Gäste zu gesundheitsbewussterem Leben wird weiter Rechnung getragen. „Damit fördern wir so wie in der Tourismusstrategie vorgesehen die Saisonverlängerung im Tourismus“, sagt Mitterlehner.  APA/tav

en Auftakt machte am Morgen ein Korso mit 70 Traktoren durch Berlin. Nach der Kundgebung auf dem Potsdamer Platz setzte sich der Demonstrationszug Richtung Kanzleramt in Bewegung, wo die Schlusskundgebung stattfand. Rund 30.000 Menschen haben in Berlin anlässlich der Grünen Woche gegen Gentechnik und für eine echte Agrarwende demonstriert. Damit sind in diesem Jahr so viele Menschen wie noch nie dem Aufruf des Bündnisses „Wir haben es satt!“ gefolgt und haben für eine neue Landwirtschaft demonstriert. Ein Thema, das angesichts der Verhandlungen der EU mit den USA über eine Freihandelszone, die die strengeren Gesetze der EU in Bezug auf u. a. genmanipuliertem Saatgut und Hormonfleisch unterlaufen könnte, nicht nur in Deutschland brandaktuell ist. Naturland-Präsidiumsmitglied Felix Prinz zu Löwenstein forderte bei der Abschlusskundgebung vor dem Kanzleramt die deutsche Bundesregierung auf, in Brüssel mit einem klaren Nein gegen die drohende Zulassung des Gentech-Maises „1507“ zu stimmen. Weiters sagte Löwenstein – und dem können wir aus österreichischer Sicht nur aus vollem Herzen zustimmen: „Die Menschen wollen keine Gentechnik auf Äckern und Tellern.“ Bis 28. Jänner müssen die Agrarminister in Brüssel signalisieren, ob sie den Anbau der Genmaissorte „1507“ in der EU zulassen wollen. tav

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R E P O R TA G E

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Hotelumbau

Aufwind im Montafon Lange lag das südlichste Alpental Vorarlbergs im Dornröschenschlaf. Nun ist ein neuer Schwung zu spüren. Die Hotellerie ist aufgewacht, wie wir am Beispiel des Sporthotels Silvretta Montafon vor Ort erfahren haben

Sporthotel Silvretta Montafon

Text: Bernadette Pesendorfer

Der Bildvergleich spricht mehr als 1.000 Worte: Helles Holz statt dunkler Teppich am Boden und karierter Filz statt mintgrüner Synthetik zum Sitzen. Unten: Hoteldirektor Markus Stemer.

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ls Markus Stemer 2009 den Posten des Direktors im Sporthotel in Gaschurn übernahm, war das Hotel nicht nur baulich, sondern auch finanziell ein Sanierungsfall. Das 1965 mit 61 Zimmern erbaute Aushängeschild war in die Jahre gekommen und hatte deutlich an Glanz verloren. Ein paar Stammgäste blieben dem Sporthotel zwar treu, jedoch wurden es sukzessive weniger. Um das Vier-Sterne-Haus, ein Tochterunternehmen der Silvretta Montafon Bergbahnen, zu retten, startete 2011 die erste Phase des Umbaus.

Vier Umbauphasen Innerhalb von fünf Wochen wurde ein Teil des Restaurants komplett neu gestaltet, im Herbst 2012 folgten der Umbau von Lobby, Rezeption, Bar und dem Eingangsbereich, sowie die Adaptierung der ersten Zimmer. Um die Umsatzeinbußen niedrig zu halten, wurden die Arbeiten in die Zwischensaison gelegt. „Während der dritten Phase haben wir einen Zubau mit 25 Suiten errichtet sowie den Wellnessbereich vergrößert und auf den neuesten Stand gebracht“, berichtet der bauerprobte Hoteldirektor. Im Herbst 2013 erfolgte die bisher letzte und stressigste Phase: In knapp fünf Wochen wurden 45 alte Zimmer im neuen Design gestaltet. Anstatt der Gäste befanden sich am Tag bis zu 100 Handwerker – großteils von einheimischen Firmen – im Betrieb, selbst der Architekt stammt aus dem Ort. Um das nun 86 Zimmer und Suiten fassende Hotel ins 21. Jahrhundert zu befördern, wurden insgesamt 7,5 Millionen Euro investiert. Die Gäste sind vom neuen Look begeistert, und auch Stemer darf sich freuen: „Alte Stammgäste kommen

wieder zu uns, und auch jüngeres Publikum bucht sich ein. Den Durchschnittspreis konnten wir um zehn Prozent steigern.“ Seit 2011 schreibt das Sporthotel wieder schwarze Zahlen. Dass es nicht nur auf das Design allein ankommt, ist dem Vorarlberger klar. Bei seinen rund 40 Mitarbeitern ist ihm Freundlichkeit besonders wichtig, und die daraus entstehende familiäre Hotelatmosphäre ist bereits beim Einchecken spürbar.

Innovatives Team Küchenchef André Omlor und Restaurantleiter Christian Öller sorgen für einen hohen kulinarischen Standard und gehen zudem innovative Wege. Die „Schmankerlparty“ in der Küche lässt den Gast hinter die Kulissen blicken, Weininteressierte können bei einer Verkostung die hauseigene Weinserie „Golden Edition“ probieren, und die gut sortierte Bar lädt zum Verweilen ein. Einmal im Jahr findet ein „Dine & Fine“ mit jungen Gastköchen und Winzern statt, die Menüs sind kürzlich in Buchform erschienen (siehe Buchtipp Seite 10). Gerade zurück vom ÖHV-Kongress ist Stemer voller neuer Ideen. Denn auch nach vier Phasen des Umbaus wird dem 34-Jährigen nicht langweilig: Ein Teil des Restaurants und das Hallenbad stehen noch auf seiner Todo-Liste. „Davon müssen noch die Eigentümer überzeugt werden“, sagt er und lächelt. Ebenfalls frisch renoviert wurde das Löwen Hotel im benachbarten Schruns, und mit Claudio Urru hat man sich einen Sternekoch ins Boot geholt. Die Aufbruchsstimmung in der Region spiegelt sich auch in den Nächtigungszahlen wider: Zum ersten Mal seit 1994 wurde 2013 die Rekordgrenze von zwei Millionen überschritten.

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TOURISMUS

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Hotelkongress

Gipfelwanderung mit leichter Eintrübung mus einspielt: 1 Mio. Euro mehr Tourismusförderung = 1 Mio. Euro Steuereinnahmen + Wertschöpfung. Als sich alle schon angesichts dieser einfachen Rechnung freuten und die Hände zum Empfang des Fördersegens ausstreckten, machte der Herr Professor leider ein paar undurchsichtige Einschränkungen und verlor sich im Nebulösen. Hatte ihn der Mut zur eigenen Courage verlassen? Oder erschien ihm seine Rechnung dann doch als zu rosarot? Immerhin konnte sich Landeshauptmann Josef Pühringer im Namen der Gemeinde Wels verschmitzt bedanken: Wels profitierte vom ÖHV-Hotelierkongress 2014 mit 1.500 zusätzlichen Nächtigungen und 400.000 Euro Mehreinnahmen. Das ist Fakt. Dennoch konnte der Professor mit seinen komplizierten Rückzugsmanövern die Bedeutung des gezielten Marketings auch nicht mehr trüben (und das war sicher auch nicht seine Absicht). Und es ist ein Skandal, dass die ÖW seit Jahren budgetär nicht mal die Inflation ausgeglichen bekommt – während in die Förderung des Exports immer neue Millionen und Milliarden gesteckt werden. Wie soll die ÖW auch im harten internationalen Wettbewerb um neue Gäste zum Beispiel aus den aufstrebenden BRIC-Staaten mithalten können? Der neue Mittelstand in Brasilien/Indien/China denkt bei Europa zuerst an Frankreich und London und dann erst an Österreich. Das zu än-

FORTSETZUNG VON SEITE 1

Dass es immer noch nicht schneit und gefühlt wohl nie mehr schneien wird, daran kann kein Hotelier etwas ändern – und auch kein Tourismusmanager. Dass die Deutschen, sobald es ihnen wieder ein wenig besser geht, unverschämterweise eher weniger nach Österreich fahren werden, sondern in fernere, exotischere, wettersichere und vielleicht auch günstigere Länder, auch nicht. Dass die Leute ihr Geld statt fürs teure Skifahren lieber in andere Urlaubs- und Freizeitformen investieren und im Sommer halt doch lieber am Strand liegen als über noch so idyllische österreichische Almen zu stapfen – auch daran kann man eher weniger ändern.

Neue Ideen sind gefragt

ÖHV

Obwohl: Hier könnte man zumindest neue Urlaubsideen entwickeln. Tenor aller Experten war: Mehr Individualität wagen! Den gesellschaftlichen Wandel noch mehr berücksichtigen! Den Menschen auf der Suche nach ihrer „WorkLeisure-Balance“ (so nannte das Tourismusexperte Zellmann im Gegensatz zur üblichen und irrigen „Work-LifeBalance“) noch mehr maßgeschneiderte Angebote machen – jenseits der Dauerbrenner Skifahren und Wellness. Der Trend gehe hin zum „Kurzurlaub mit Erlebnischarakter“, die Zeit des leider immer unberechenbareren Urlaubers verdichte sich zunehmend, was zu gesteigerten Ansprüchen führe.

Klare Zielgruppen wie „Skifahrer“ oder „Wanderer“ oder „Pensionisten“ lösen sich auf. Qualität ist subjektiv. Es reicht nicht mehr nur den gewohnten Standard auf zugegebenermaßen hohem Niveau zu bieten. Der Gast will mehr – und immer was anderes. Darauf müsse sich die Hotellerie einstellen – mit noch besseren statt weniger Mitarbeitern (doch woher nehmen?), mehr Flexibilität und einer pointierten Positionierung. Der Bauchladen, der für jeden etwas bietet, hat ausgedient. Immer wenn die Vortragenden solches predigten, nickten alle Anwesenden wissend. Ja eh, nichts Neues. Neu wäre aber bei vielen wohl die konsequente Umsetzung. Zwei Saisonen, Ganzjahrestourismus auch im letzten Tiroler Alpental und im Südburgenland? Sicher, gern, nur wie? Neue The-

men für den Nischentourismus? Ballonfahren statt Abfahren? Jeden Gast behandeln wie ein Familienmitglied? Kooperation in der ganzen Urlaubsregion? Ja, davon reden wir auch immer wieder beim Glaserl Wein – und dann finden wir keine kompetente Hotelmanagerin, die ganzjährig im hintersten Tiroler Alpental arbeiten möchte, mit Ballonfahren kann ich meine 150 Betten auch nicht ganzjährig auslasten, und die gewünschte Kooperation mit Mitbewerbern oder anderen Urlaubsregionen scheitert immer wieder an Eitelkeiten und/oder dem falschen Parteibuch ... Dennoch: Vieles, was in Wels gefordert und diskutiert wurde, ließe sich

doch recht schnell in die Praxis umsetzen – und ist oft auch längst geschehen: „Bottom-up“ statt „Top-down“? Passiert in jedem guten familiengeführten Hotel seit Generationen. Und von denen gibt es Gott sei Dank (noch!) jede Menge im Vorzeigeland des Tourismus Österreich. „Hightouch“ statt „Hightech“? Aber gern. Die österreichische Hotellerie ist weltberühmt für ihre verbindliche, herzliche Freundlichkeit. Dennoch verlangen die Gäste auch Hightech, wollen online buchen, umgehende Antworten auf ihre E-Mails und auf dem Zimmer womöglich von einem iPad begrüßt werden, über das sie alle Hotelservices abrufen können. Da kann das

Dirndl der Rezeptionistin noch so hübsch sein. Worauf man sich auch einigen konnte: Dass der Weg, es allen mit immer günstigeren Preisen recht machen zu wollen, ein sehr holziger ist. All-inclusive ist keine gute Idee für den österreichischen Tourismus. Statt immer mehr Gratisangebote dazuzupacken, sollte man sich auf wirklich gute Angebote konzentrieren – für die dann auch der Gast bereit ist, sogar mehr zu bezahlen. Wichtig ist auch die Arbeit der Österreich Werbung. Der Wirtschaftswissenschafter Keuschnigg konnte mit Zahlen belegen, was jede Million ausgegebener Förderung im Touris-

dern, dafür reicht vermutlich kein Geld der Welt. ÖW-Chefin Petra Stolba beschränkte sich dann auch fast resignierend darauf, die bestehenden Märkte mit Marketingmaßnahmen halten zu wollen, was schwer genug sei. Vor allem wenn dieser Markt in erster Linie (70 Prozent) ein deutschsprachiger ist und in Deutschland in den kommenden Jahren für den Österreichurlaub sinkende Zahlen zu erwarten sind – und dagegen kann kurzfristig auch die ÖW nichts ausrichten. Oder nur mit sehr viel Geld, das sie nicht bekommen wird. Was hilft also? Die Stärken des österreichischen Tourismus ausbauen! Der Gast der Zukunft möchte „grünen Urlaub“ machen, „Naturlerlebnisse“, „Gegenwelten“ zu seinem normalen Alltag erfahren. Das sollte doch für den gemeinen österreichischen Hotelier eine


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Hotelkongress

1/3 der Welt reist, 2/3 nicht oder selten

Steuern je 1 Mio. Tourismusförderung

(DOMESTIC PLUS OUTBOUND 2013)

Jede zusätzliche Million Tourismusförderung bringt 1,16 Mio. Euro mehr Steuern, 2,6 Mio. Euro mehr Wertschöpfung und 36 Vollzeitarbeitsplätze.

1.200.000

> 70% 1.000.000

40% - 70% 800.000

< 40% Quelle: IPK International, Word Travel Trends Report 2013/2014

600.000

Hotelnächtigungen in Ö

IHS-PROGNOSE 2013–2015; %-VERÄNDERUNGEN ZUM VORJAHR

HERKUNFTSLAND 2012 2013 2014 2015

103.040 Gemeinden

1.161.300

113.780 Länder

gesamt

550.049

0

Bund

200.000

394.440

400.000

SV

Deutschland 3.9 1.3 -0.1 -1.1 Österreich 2.5 -1.2 1.5 3.3 Italien -5.5 -7.0 6.7 2.3 Frankreich -1.0 -1.0 5.3 3.2 Spanien -4.5 -6.7 10.0 7.7 Schweiz 5.7 -1.8 -3.2 3.7 Vereinigtes Königreich 1.5 4.2 -4.6 0.0 USA 5.1 6.1 3.9 -3.6 Japan 16.1 -0.5 -4.6 -3.9 China 38.4 15.7 12.3 22.0 Gesamt 3.4 0.3 2.5 1.7 Ausland 3.7 0.9 3.4 1.0 Euroraum 2.5 -0.4 1.8 1.3

Quelle: IHS

Quelle: Statistik Austria, IHS-Prognose

V. l. n. r.: die beiden ÖHV-Präsidenten Gregor Hoch und Michaela Reitterer, Eröffnungsabend in der Minoritenkirche, Workshop – Christian Keuschnigg, Dietmar Dahmen, Peter Zellmann, Petra Stolba und LH Josef Pühringer.

gemähte (Alm-)Wiese sein: Österreich ist praktisch das Synonym für solche Werte und Ziele: eine unzerstörte Natur in einem konsequent atom- und gentechnikfreien Land, wo man selbst in großen Flüssen wie der Donau bei Wien baden kann, ohne seine Gesundheit zu riskieren. Kaum ein anderes Land setzt so konsequent und erfolgreich auf „bio“ – und das erlebt man nicht nur auf immer mehr Frühstücksbuffets, sondern auch bei der Hotelwäsche, der Heizung oder den Materialien, aus denen die Hotels gebaut werden. Fragen Sie einmal bei einem durchschnittlichen Frühstücksbuffet in zum Beispiel Prag, ob der angebotene Schinken „bio“ ist oder ob man den Kaffee auch mit laktosefreier Milch haben könnte! Sie werden auf Ratlosigkeit stoßen. Nicht in Österreich. Regionalität? Österreich ist praktisch nichts anderes als gelebte

Regionalität! Sanfter Tourismus? Abseits der plattgewalzten Toppisten in den Alpen wird in Österreich nichts anderes angeboten!

Atmosphäre plus Technik Also alles in Bio-Butter? Nicht ganz. Bei der technischen Ausstattung hat die österreichische Durchschnittshotellerie durchaus noch Nachholbedarf: Das fängt beim kostenlosen Internetzugang an und hört nicht bei der Onlinebuchung über die hoteleigene Homepage auf. Auch wenn ältere Hoteliers und Gäste auf die neuesten IT- und Mobil-Gimmicks verzichten möchten und sich auch (vielleicht zu Recht) weigern, ab jetzt mit jedem Gast zu twittern – die nachwachsenden Gäste werden das trotzdem vermehrt fordern. Wer die schöne neue Welt des Digitalen aus allen möglichen nachvollziehba-

ren Gründen ablehnt, wird diese Gäste verlieren oder gar nicht erst bekommen. Die setzen dann eben auf Couchsurfing, Wohnungs­sharing und andere halbprivate Möglichkeiten der Nächtigung: Weil es für sie unkomplizierter ist, billiger, moderner und einen höheren Erlebniswert bietet als das schnöde, austauschbare Hotelbett in den immergleichen touristischen Hochburgen. Hoteliers müssten über ihr Medienverhalten nachdenken, das fordert auch Petra Stolba: „Wie erreiche ich in Zukunft meine Gäste?“ 96 Prozent der Weltbevölkerung hat ein Handy. Der Werber Dietmar Dahmen rechnete sogar vor, dass Handys weiter verbreitet sind als Zahnbürsten. „Betten werden wie ein Barrel Rohöl gehandelt“, warnt Stolba: „Auf offenen Plattformen, der Preis ist transparent.“ Um nicht in den selbstzerstörerischen Strudel des

Preiskampfes zu geraten, müsse man „mehr als nur ein Bett anbieten“. Um das zu erreichen, müssten alle Beteiligten zusammenarbeiten, mehr noch als in der Gegenwart: Hotelier, Destination, Gesetzgeber, Geldgeber. Auch wenn das nicht nur im Fall der ÖW oft an die Quadratur des Kreises erinnere: Niveau halten auf alten Märkten, zusätzlich neue Märkte erschließen – bei gleichbleibendem Budget. Eine zunkunftsträchtige Investition wäre sicher auch der mobile Urlaub ohne Auto – oder wirkliche Angebote für die Jugend. Diese forderte von ihren zukünftigen Arbeitgebern zum Beispiel die Einführung eines InterrailTickets nur für Österreich, mit dem Jugendliche Urlaub auf eigene Faust machen könnten. Überraschend an diesem Vorschlag war lediglich, dass es dieses Ticket nicht schon längst gibt ...

Aber so geht es einem bei vielen Fragen: Manche Möglichkeiten der Veränderung und Verbesserung klingen so banal, dass man sich fragt, warum das nicht längst Standard ist. Vermutlich, weil alle glauben: Des moch ma eh. Und dann macht’s doch keiner oder zu wenige: Den Gast fragen, ob er wirklich jeden Tag das Zimmer gemacht bekommen möchte. Musikanlage statt Fernseher auf dem Zimmer. Kooperation statt Konkurrenz. Badeteich statt Swimmingpool. MoodManagement statt nur FacilityManagement. Passivenergie statt Ölheizung. Elektroauto statt Chauffeursdienst. LED-Lampe statt Klimaanlage. Weiterbildung statt Befehlskette. Weltoffenheit statt Lokalpatriotismus. Teilen ist das neue Haben? Play ohne Plug? Ja eh, mach ma eh, nächstes Jahr, vielleicht ...


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TOURISMUS

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Ausbildung

Die Kaderschmiede Alle reden davon, dass wir unseren Nachwuchs besser ausbilden müssen. Die Tourismusschule der Wirtschaftskammer Wien MODUL macht es vor. Seit mehr als 100 Jahren

MODUL

Text: Thomas Askan Vierich

Ausbildung zum/zur Hotelkaufmann/-kauffrau, wie sie heute sein kann: international und praxisnah. Die Absolventen von MODUL können Betten machen, Sushi rollen und verstehen etwas vom Management.

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as Wort „Arbeitslosigkeit“ existiert in Wien-Döbling nicht. Zumindest nicht im Gebäude der MODUL, der ältesten Tourismus- und Hotelfachschule im deutschsprachigen Raum. „Unsere Schülerinnen und Schüler kommen überall unter, national wie international“, sagt selbstbewusst Schulleiter Werner Schnabl. „Schon als Praktikantinnen und Praktikanten sind sie sehr beliebt.“ Warum? „Weil sie bei uns ihr Handwerk lernen. Und wir darüber hinaus auch ihre Persönlichkeit bilden.“ Also genau das, was in vielen Schulen (und leider auch Elternhäusern) heutzutage oft nicht mehr passiert. Auch Werner Schnabl beobachtet, dass die 14-, 15-Jährigen, die bei ihm anfangen, tendenziell immer schlechter ausgebildet sind: in den Grundrechenarten, im Lese- und Sprachvermögen und in den Softskills: Auftreten, Selbstbewusstein, Umgangsformen. „Das holen wir dann bei uns nach: durch intensive Betreuung auch jenseits der reinen Schulfächer.“

Erfolgserlebnisse Die Schülerinnen und Schüler bekommen regelmäßig Erfolgserlebnisse. Sie bewegen sich ganztags in einem dem Lernen förderlichen Schulklima. „Wir suchen ihre Potenziale, nicht ihre Fehler“, sagt Schnabl. Sie werden gefördert und gefordert: Während Gleichaltrige ihre Ferien genießen, leisten die MODUL-Schülerinnen und -Schüler ihre Praktika bei Partnerbetrieben der Schule. Partnerhotels aus dem ÖHV begleiten die Ausbildung. Sogar die Lehr-

pläne werden in Absprache mit der Tourismusindustrie und Hotelleriebetrieben ausgearbeitet. Darin drückt sich die Tradition des Hauses aus: 1908 von der Wirtschaftskammer Wien als klassische dreijährige Hotelfachschule gegründet, lernten hier früher die Kinder von Hoteliers. Das blieb so bis in die Nach-

Erwartungshaltung der Schülerinnen und Schüler: „Die kommen mit klaren Karrierevorstellungen zu uns. Die wissen, dass man heute in keiner Branche solche Aufstiegschancen hat. Nach nur zehn Jahren kann man im Tourismus ins Topmanagement aufsteigen und überall auf der Welt arbeiten.“ Und das Angebot an Arbeitsplätzen steigt: Al-

„Unsere Absolventen genießen den gleichen Status wie Absolventen einer Fachhochschule.“ WERNER SCHNABL kriegszeit. Dann kam die fünfjährige Ausbildung mit Reifeprüfung hinzu. Die dreijährige Ausbidung wurde 1994 geschlossen, weil die Nachfrage nach der Ausbildung mit Matura immer weiter angestiegen war. Seit 1990 bietet man auch internationale Studienkollegs an. „Unsere Absolventen genießen den gleichen Status wie Absolventen einer Fachhochschule“, sagt Schnabl. Ohne studiert zu haben. Das können sie aber auch noch tun – zum Beispiel an der MODUL University. Oder an jeder anderen Hochschule oder Universität. „Wir bilden den Management-Nachwuchs aus“, sagt Schnabl. „Aber unsere Absolventen können auch Kochen, Servieren und wissen, wie man Betten macht.“ Acht Monate Praxis in den Ferien zusätzlich zu den Praktika während der Schulzeit hinterlassen ihre Spuren. Das entspricht auch der

lein in Wien ist die Kapazität in den letzen Jahren um 50 Prozent gewachsen. All die neuen Vier- und Fünf-SterneHotels brauchen Personal: im Frontund Backoffice, im Marketing und Verkauf und im Management.

Netzwerk der Ehemaligen Die Job- und Praktikasuche erleichtert auch das dichtgeknüpfte Netz MODUL Carreer der 6000 „Ehemaligen“. Auch Werner Schnabl ist ein Absolvent von MODUL. Genauso wie so erfolgreiche Gastronomen wie Mario Plachutta, Birgit Reitbauer oder Robert Huth. Oder der Regionalmanager einer großen Hotelgruppe in Ostafrika. Womit wir beim Stichwort Internationalität wären: „Uns ist der internationale Aspekt sehr wichtig“, betont Schnabl. Aktuell kommen die MODUL-Schülerinnen und -Schüler aus 35 Nationen. Die Schüler ler-

nen neben Deutsch und Englisch Italienisch, Französisch oder Spanisch – und Russisch als Freifach. Sie absolvieren internationale Praktika. An der MODUL belegen auch junge Hotelmanager aus aller Welt Kurse. Und MODUL bietet im Ausland über eine Serviceplattform internationale Weiterbildung und Projekte. Zum Beispiel werden gerade chinesische Hotel- und Tourismusmanagement-Lehrerinnen und -Lehrer in Wien weitergebildet – in Kooperation mit dem chinesischen Bildungsministerium. Umgekehrt besteht schon seit 2006 ein eigenes MODUL-Programm für Hotel- und Restaurantmanagement an der Beijing Business School in Peking, an dem pro Jahr 60 Schülerinnen und Schüler ihre dreijährige Ausbildung abschließen. Momentan sind an der MODUL in Wien 600 Schülerinnen und Schüler in Ausbildung. „Viel größer wollen wir nicht mehr werden“, sagt Schnabl. „Bei dieser Zahl können wir uns wirklich um jeden Einzelnen kümmern.“ MODUL organisiert jährlich rund 150 eigene Veranstaltungen – zum Beispiel Vorträge von Schülerinnen und Schülern wie jetzt auf der Ferien-Messe (MODUL im Gespräch) – und unterhält neben der Schule ein eigenes Hotel und ein Restaurant. Für die Vermittlung von Praktika und später Jobs steht eine eigene Fachkraft zur Verfügung. Wer eine Leidenschaft zur Dienstleistung in sich verspürt, keine Angst vor fremden Kulturen und Stressmomenten zu Spitzenzeiten hat, ist bei der MODUL gut aufgehoben – spätere Karrieren nicht ausgeschlossen.

Info HÖHERE LEHRANSTALT FÜR TOURISMUS – MODUL Das 1908 gegründete Ausbildungszentrum MODUL in WienDöbling gilt als eine der modernsten und renommiertesten Ausbildungsstätten für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft. MODUL ist das älteste Bildungsinstitut für Tourismus im deutschsprachigen Raum und das zweitälteste der Welt. Besondere Aufmerksamkeit wird der fundierten Allgemeinbildung und der Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler geschenkt. Angeboten wird eine fünfjährige Ausbildung in Ganztagesform, die mit der Hochschulreife (Matura) und einer Berufsbefähigung endet. Nach dem dritten Jahr spezialisieren sich die Schülerinnen und Schüler auf Hotelmanagement oder Destinations-, Event- und Reisemanagement. Zu den prominenten Absolventen zählen Mario Plachutta, Birgit Reitbauer oder Robert Huth. Peter-Jordan-Straße 78 A-1190 Wien Tel. +43 (1) 476 60 www.dasmodul.at


TOURISMUS

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Ausbildung

Wettrennen der Jungen Seit November läuft der Kröswang-Gastrocontest, der österreichweite Wettbewerb für Tourismusschulen. 80 Teams wollen mit einem innovativen Konzept für ein Speiselokal den Hauptpreis von 3.000 Euro gewinnen – insgesamt geht’s um 11.500 Euro

D

ie Schülerinnen und Schüler kommen aus 14 verschiedenen Schulen in ganz Österreich: Bad Gleichenberg, Bad Hofgastein, Bad Ischl, Bad Leonfelden, Bezau, Bludenz, Innsbruck, Klessheim, Krems, Modul Wien, Semmering, Wien 13, Wilder Kaiser, Zillertal. Wie in den vergangenen Jahren werden die Aufgaben von einer kompetenten Expertenjury beurteilt: Herbert Bonka (Obmann des jungen Hotelund Gastgewerbes NÖ), Harald Fargel (Conseiller Culinaire Nationale und Altpräsident des VK), Petra Kumpfmüller (OX Steaks.Pasta Wels und Hendrix music.bar), Friedrich Schrank (Bezirkswirtesprecher Grieskirchen) und Stefan Zanini (Gastronomieberater). Jeder dieser Fachleute bewertet jede Aufgabe jeder einzelnen Gruppe. Dadurch ergibt sich eine objektive Beurteilung während des gesamten Wettbewerbes.

heim, deren Konzept die Entwicklung des ersten Fairtrade-Restaurants in Österreich ist. Und die Gruppe „EMMA – Essen mit mehr Angabe“ aus der Tourismusschule Bad Gleichenberg mit einem Restaurantkonzept speziell für Diabetiker und Zöliakiepatienten.

Kröswang

Der Zwischenstand

Letztes Jahr bewarben sich 60 junge Restaurantteams, heuer sind es schon 80. Wer wird im Mai gewinnen? Die ÖGZ bleibt dran!

Mitbewerber etc. Gleich drei Gruppen setzten sich mit ihren Ideen an die Spitze: „Pick me up“ aus der Tourismusschule Am Wilden Kaiser, die sich auf das Thema Picknick spezialisieren und ein Lokal mit Indoor- und Outdoor Picknickplätzen anbieten. Ex aequo an erster Stelle die Gruppe „Fairness“ aus der Tourismusschule Kless-

Der Start Die erste Aufgabe, das Entwickeln eines Basiskonzeptes, wurde von den Teams im November erledigt. Es ging um die grundsätzliche Ausrichtung des Lokals, d. h. Zielgruppe, Art des Lokals, Standort- und Preisstrategie,

Probieren geht über studieren

Die Führung konnte keiner der drei halten, nach der zweiten Runde wurde das Feld an der Spitze neu besetzt. Ganz oben steht jetzt „Rührwerk“ aus der Tourismusschule Klessheim. Das Team plant ein Restaurant mit Schwerpunkt Risotto im Wifi Salzburg. Das perfekt ausgearbeitete Einrichtungskonzept katapultierte das Team an die Spitze. An zweiter Stelle platziert ist die Gruppe „Up in the air!“ der Tourismusschule Wien 13, die mit einem Flugzeug-Restaurant auf eine einzigartige Kulisse am Privatflughafen WienSchwechat setzt. Am Stockerl steht aktuell auch das Team „On the RoaD“ der Zillertaler Tourismusschule. Die Idee der Gruppe ist ein mobiler Food-Truck, der für verschiedene Events buchbar ist und an keinem fixen Veranstaltungsort steht. Der Schwerpunkt der Speisen liegt auf Tiroler Spezialitäten sowie exklusiven Eigenkreationen.

Z u k u n f t To u r i s m u s

Warum gehen viele Jugendliche für Tourismusbetriebe verloren? Weil sie keine Gelegenheit zum Schnuppern erhalten oder bei Betrieben mit falschem Zugang zum Praktikum den Appetit verlieren Text: Alexander Jakabb

ugendliche werden von der Schule mit Wissen überhäuft. Welche Talente sie haben und wo sie diese am besten zur Geltung bringen können, dazu werden sie nicht beraten. Auch fehlt es oft an der Vorstellung, was einen bestimmten Beruf ausmacht. Berufsorientierung an Schulen ist daher ein ganz wichtiger Schritt. Die besten Ausbildungsbetriebe überlassen nichts dem Zufall und nehmen diese Aufgabe selbst in die Hand und präsentieren in Schulen ihre Branche allgemein, aber natürlich speziell ihr Unternehmen. Dabei wird die Grundlage für ein Praktikum gelegt, das offenbart, ob Wollen und Können im Einklang stehen. Die Besten kann man sich dann schon für den Schulschluss vormerken.

Was „Besseres“ werden Wo das nicht passiert, tritt folgender Mechanismus in Gang: Viele Lehrer haben kein praktisches Wissen von der Wirtschaft, und es ist nicht zu erwarten, dass sie etwa für ein Arbeitszeitmodell plädieren, das komplett konträr zu ihrer Wahl ist. Eltern wollen, dass ihr Kind „was Besseres“ wird – was mit höherer Schule und Universität

Alexander Jakabb

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gleichgesetzt wird. Die Politik unterstützt diese Entwicklung mit verkürzten Aussagen, dass mit zunehmender Bildung das Risiko von Arbeitslosigkeit sinkt. Damit wird aber nur Führungspersonal für das Ausland gezüchtet, wenn die Zahl der Kapitäne die Zahl der heimischen Schiffe überschreitet.

Schnuppern zur Einstimmung Die Türen für junge Talente zu öffnen, kann gar nicht früh genug beginnen, wie das Beispiel von AHS-Schülerin Alexandra Christ (13) zeigt, der wir bei

Alexandra Christ konzentriert beim Paradeiserschneiden (links). F&B Executive und Lehrlingsbeauftragte Jutta Hausl, AHS-Schülerin Alexandra Christ und Küchenchef Werner Pichlmaier in der Sacher-Küche.

zwei Praktikumstagen im Hotel Sacher auf die Finger blicken konnten. Sie hat ihre Liebe zum Kochen schon im Kindergartenalter entdeckt. Ausschlaggebend war für sie, „aus verschiedenen Lebensmitteln ein tolles Ergebnis zu erzeugen“. Sie hatte das Glück, bei der Verfolgung dieses Weges von ihren Eltern unterstützt zu werden, aber auch an sehr gute Praktikumsplätze zu geraten. Wer nämlich Praktikanten nur als billige Arbeitskräfte missbraucht, der bringt nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Branche um die wichtigen

Nachwuchskräfte. Tourismusschulen erleben immer wieder, dass ihre jahrelange Aufbauarbeit für die Branche in ein paar Praktikumswochen zunichtegemacht wird. Zurück vom Praktikum, entscheiden viele zwar, die Schule fertigzumachen, aber dann in einer anderen Branche zu arbeiten.

Der Realität ins Auge sehen „Ein Praktikum ist auch geeignet, das bisweilen zu glamouröse Bild von TVKöchen ins rechte Licht zu rücken. Man muss ihnen die Wahrheit sagen, so, wie es wirklich ist“, empfiehlt Hotel-Sa-

cher-Küchenchef Werner Pichlmaier. Dieser Meinung schließt sich auch F&B-Direktorin und Ausbildungsbeauftragte Jutta Hausl an: „Man muss alle Für und Wider dieses Berufes aufzeigen, genauso aber die Begeisterung rüberbringen, was man mit einer abgeschlossenen Lehre alles erreichen kann.“ Wie sehr es daran mangelt, zeigt, dass in der Klasse von Alexandra Christ sich niemand anderer für Tourismusberufe interessiert. Hier besteht großer Nachholbedarf!

Gutes Personal – guter Betrieb Kein Baum trägt schon im ersten Jahr Früchte, er braucht Pflege und Zeit zu reifen. Dann belohnt er freilich reichlich mit Früchten. Und so uneigennützig, wie das auf den ersten Blick erscheint, ist das gar nicht. Denn der Überlebenshorizont eines Betriebes ist nur so langfristig wie seine Personalplanung.

Kontakt Ideen / Best Practices zur Ausbildung? Info an: gluecksbringer@ wirtschaftsverlag.at


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MEIN UNG

ZUM THEMA

Wie beschäftigen Sie Gäste bei wenig Schnee? Daniela Pfefferkorn, Hotel Goldener Berg, Oberlech am Arlberg „Wir haben das große Glück, dass man auch bei wenig Schnee am Arlberg gut Skifahren kann. Ich war heute auch schon wieder auf der Piste. Am Arlberg wurde auch das Pistenangebot vergrößert. Nichtsdestotrotz haben wir für unsere Gäste ein Alternativprogramm mit Nordic Walking, Schneeschuhwandern und Yoga im Angebot. Bei uns herrscht gute Stimmung, und auch unsere Gäste sind alle happy. Wir haben gerade ideale Wetterbedingungen – und das beweist, dass der Mensch die Sonne noch mehr liebt als den Schnee.“

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AM WORT

LOB & TADEL

Wider die schlechte Stimmung

Wenige Gäste, viele Fehler Bis auf den letzten Platz gefüllte Restaurants sind meist ein Zeichen erfüllter Gästeerwartung und damit einer ansprechenden Leistungsqualität. Im Umkehrschluss könnte man daher ableiten, dass es schon seinen Grund haben wird, wenn ein Lokal praktisch keine Besucher hat. So betrat Ihr Kritikus mit einem Freund an einem Montagabend das Restaurant Wasserschloss in Kottingbrunn, das sich bis auf zwei Gäste vor Biergläsern und den Kellner durch gähnende Leere auszeichnete. Nun war die Aufnahme der Bestellung etwas mühsam, weil der durchaus freundliche Kellner nicht verstehen wollte, dass er statt der auf der Vorspeisenkarte angeführten vier gebackenen Blunzenradl auf Salat nur zwei servieren sollte, es also galt, eine kleinere Portion anzurichten. Es war auch befremdlich, dass der Mohr im Hemd

mit Messer und Gabel, dafür ohne Löffel an den Tisch gebracht wurde. Wirklich erstaunlich aber war, dass sich der Kellner um seine beiden einzigen Gäste, die auch speisten, über die Erstbestellung hinaus schlichtweg nicht kümmerte. Der Betrieb hat von 14 bis 23 Uhr geöffnet, und den Mitarbeiter mochte an diesem Tag schon länger die Langeweile geplagt haben, sodass er sich hinter dem Tresen in ein Kreuzworträtsel vertieft hatte. Betriebswirtschaftlich mag der Tag also ohnehin schon ein Desaster gewesen sein. Aber immerhin hätte der Kellner aus Anstand zwischendurch einmal fragen können, ob die beiden Besucher noch etwas wünschten und somit seinem Arbeitgeber doch noch etwas Umsatz bescheren können. Dieter Koffler

Wir haben mit dem Mariazeller Advent 2013 alle Rekorde gebrochen und hatten so viele Gäste wie noch nie. Dazu beigetragen hat sicher die Neuerung, bereits Donnerstag offen zu halten und vier Wochen lang in der Vorweihnachtszeit bis Sonntag somit vier statt drei Veranstaltungstage pro Woche zu haben. Leider spielt zurzeit das Wetter nicht Winter, sondern Frühling. Selbst im stets als „Schneeloch“ bekannten Mariazell und seinem Umland haben wir zurzeit keine Schneepracht, sondern behelfen uns mit Kunstschnee. Dennoch haben wir gerade 200 Kinder aus Luxemburg zu Gast, die ihren Skikurs bei uns absolvieren. Wenn die angekündigte Kälte kommt, hoffen wir auch auf Schnee für die Semesterferien, um alle Pisten in Betrieb nehmen zu können. Ein Alternativ-Programm haben wir auch bereits im Angebot.

Bei uns kann man die schöne intakte Landschaft nun eben mit Pferdekutschenfahrten und Wanderungen erleben. Und die Familie Pirker, die das ehemalige Veranstaltungszentrum Europeum übernommen hat, wird ab März Führungen durch die neue „erLebzelterei“ anbieten. Mariazell ist nun auch Mitglied der kleinen und feinen österreichischen Kooperation „Kleine Historische Städte“, zu denen unter anderem auch Feldkirch, Baden, Bad Ischl, Steyr und Imst gehören. Mit einem gemeinsamen Katalog und Rundreisen zu den Mitgliedsorten wollen wir vor allem den italienischen Markt erobern, und das unabhängig von Saisonen und der Witterung. Johann Kleinhofer, Geschäftsführer der Mariazeller Land GmbH

I N O D E R O U T ? | S K I FA H R E N Skifahren muss man sich leisten wollen. Trotz der Preise für Skipässe und Unterkunft, des steigenden Unfallrisikos und des aktuellen Schneemangels wird am Nationalsport der Österreicher festgehalten. Die Verbindung von Sport und Natur sowie Après-Ski gefällt! Ergebnis aus interner Umfrage Werter Leser! Wenn auch Ihnen ein Thema am Herzen liegt, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

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b.pesendorfer@wirtschaftsverlag.at

SPEISEKARTE DER WOCHE

Steuertipps für 2014 Neue Berechnungen der Pendlerpauschale und neue Regelungen, wenn Schnee den Weg zur Arbeit erschwert EXPERTISE:

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Und ewig lockt die süße Versuchung am Ende eines Essens. Ein Dessert, ob cremig, knusprig oder zartschmelzend, ist immer eine Sünde wert. An der Fundstelle dieser Karte werden gleich sieben Sünden zur Nachspeise angeboten. Ob sich alle Vergehen kalorienmäßig gleich auf die Hüfte schlagen, sei dahingestellt – die Völlerei belastet zumindest das Portemonnaie etwas mehr als Wollust, Habgier, Hochmut, Missgunst, Rachsucht und Faulheit. Einmal alles, bitte!

b 2014 ändern sich die Bedingungen für die Pendlerpauschale: Die Fahrzeiten, die zu Zumutbarkeit oder Unzumutbarkeit der Nutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels führen und damit die Höhe des Pendlerpauschales bestimmen, wurden verkürzt. Ab 1. 1. 2014 gilt, sobald ein öffentliches Verkehrsmittel zumindest für den halben Arbeitsweg zur Verfügung steht, Folgendes:

Komplizierte Berechnungen Fahrzeit ist weniger/gleich 60 Minuten in eine Richtung (inklusive Gehund Wartezeiten): immer kleine Pendlerpauschale. Fahrzeit ist mehr als 120 Minuten (bestimmt w. o.): immer großes Pendlerpauschale. Bei einer Fahrzeit zwischen 61 und 120 Minuten ist zu bestimmen, wie hoch die „entfernungsabhängige Höchstdauer“ ist; diese berechnet sich mit 60 Minuten + eine Minute pro Entfernungskilometer. Liegt man mit der kürzesten Öffizeit unter dieser „entfernungsabhängigen Höchstdauer“, steht

einem nur die kleine Pendlerpauschale zu, sonst die große. Und ab 120 Minuten gilt sowieso die große. Damit man diesen Irrsinn berechnen kann, soll es bald im Internet auf der Homepage des BMF (www.bmf. gv.at) einen „Pendlerrechner“ geben. Dem Ergebnis des Pendlerrechners kommt Beweiskraft zu, es ist auszudrucken und zum Lohnkonto zu geben. Ein Steuerpflichtiger, der der Meinung ist, dass die Berechnung laut Pendlerrechner nicht richtig ist, muss den Gegenbeweis antreten. Man kann nur empfehlen, mit der Berücksichtigung des Pendlerpauschales ab 2014 zu warten, bis der Rechner funktioniert, da man ansonsten die Lohnverrechnungen aufrollen muss, wenn sich nachträglich auf Basis des Rechners ein anderes Pauschale ergibt als zuvor per Hand/Routenplaner berechnet.

Wenn der Schnee noch kommt Er wird kommen. Eines Tages wird er kommen. Der große Schnee. Womöglich an einem Montagmorgen – und

nichts geht mehr! Wer muss jetzt für die verlorene Zeit aufkommen, die der Dienstnehmer zu spät kommt? Angestellte haben gesetzlichen Anspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn sie aufgrund von Wetterkapriolen daran gehindert sind (rechtzeitig) am Arbeitsplatz zu erscheinen, Arbeiter dann, wenn der Kollektivvertrag keine abweichende Regelung vorsieht. Aber Achtung: Voraussetzung hierfür ist die, dass der Arbeitnehmer alles Zumutbare unternommen hat, um pünktlich zu erscheinen! Jedenfalls muss der Arbeitgeber sofort vom Fernbleiben beziehungsweise dem verspäteten Erscheinen informiert werden. Im Zeitalter der Handys und Smartphones wohl kein größeres Problem mehr.

Was ist zumutbar? Was zumutbar ist, wird im Einzelfall zu entscheiden sein. Sicher zumutbar wird sein, dem Wetterchaos durch früheres Abfahren oder Anlegen von Schneeketten zu trotzen, ebenso das Einrechnen von längeren Wartezei-

ten. Schneefälle kommen selten aus heiterem Himmel, also wird verlangt, dass man sich vorbereitet. Auch wird es für gesunde Arbeitnehmer zumutbar sein, einige Kilometer Fußmarsch in Kauf zu nehmen, wenn die Fahrt mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich ist – meint zumindest die Arbeiterkammer.

Kontakt

DR. MICHAEL KOWARIK Für weitere Auskünfte steht Ihnen Ihr Rat-&-Tat-Steuerberater Dr. Michael Kowarik zur Verfügung. T 01/892 00 55 E info@kowarik.at www.kowarik.at


G A S T R O N OM I E

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Wettbewerbe

Wir werden wieder dabei sein! Ein hochkarätiges Experten-Komitee rund um Präsident Rudi Obauer lud Köche ein, sich als Kandidaten für die Auswahl zum Bocuse d’Or 2015, der „Weltmeisterschaft der Köche“, zu bewerben. Nun wurden die drei Kandidaten für das Österreich-Finale bekanntgegeben Text: Daniela Pötzl

K

Mit Freude auf der Suche Mit umso größerer Vorfreude ging es Ende 2013 an die Vorbereitungen für die „Weltmeisterschaft der Köche“. Das International Organization Committee des Bocuse d’Or hatte Rudi Obauer vom Hotel-Restaurant Obauer in Werfen als offiziellen Präsidenten des National Organization Committee für Österreich bestätigt. Dieser scharte ein hochkarätiges Komitee um sich: Rudis Bruder Karl, Heinz Reitbauer (Steirereck, Wien), Simon Taxacher (Rosengarten, Kirchberg in Tirol), Martin Klein (Ikarus, Salzburg), Sepp Brüggler (Landhotel Erlhof, Zell am See),

Es lebe Paul Bocuse (linkes Bild, Mitte)! Und Thomas Dorfer (r.), der dem ÖsterreichKandidaten den Feinschliff verpassen wird.

Thomas Göls (Hill Restaurant, Wien), der TV-erprobte Alexander Fankhauser (Alexander, Fügenberg/Tirol) und Thomas Dorfer (Landhaus Bacher, Mautern an der Donau). Die kochenden Experten werden am 25. Februar den österreichischen Kandidaten in Wien für das Europafinale im Mai 2014 in Stockholm küren.

Drei starke Kandidaten Mit Maximilian Aichinger (Landhaus zu Appesbach, OÖ), Ralph Kampf (Restaurant Weinzirl, Wien) und Fabio Winkelhofer (Restaurant Pfefferschiff, Szbg.) treten drei sehr würdige und starke Kandidaten bei der nationalen Ausscheidung an. Innerhalb von fünf Stunden müssen sie mit jenen Zutaten, die auch im Europa-Finale in Stockholm vorgesehen sind, je eine kalte Fisch- und warme Fleischspeise für 14 Personen zubereiten. Mit Zuta-

Bocuse d’Or, Luzia Ellert

eine Sorge – dem 87-jährigen Meister geht’s nach seiner Rückenoperation gut. Der unverwüstliche Paul Bocuse gilt als der Koch, der nicht nur die französische Küche vor Jahrzehnten revolutionierte, sondern auch Einfluss auf ganz Europa nahm. Schon ein wenig mehr Sorge bereitete uns die Tatsache, dass die Nominierung der drei Finalisten, die bei der Österreich-Ausscheidung zum Bocuse d’Or antreten dürfen, trotz DeadlineEnde am 7. Jänner seit Tagen verschoben wurde. Kurz vor Redaktionsschluss wurden die drei Finalisten dann bekanntgegeben. Wir erinnern uns: Schon einmal gab es einen Umstand, der die Hoffnung bereits im Vorfeld zunichte machte. Damals war die Wettbewerbs-Teilnahme kurzfristig gescheitert, weil sich Bocuse-d’Or-Österreich-Repräsentant Toni Mörwald und Schirmherr Rudi Obauer uneins waren. Schlussendlich platzte die Teilnahme, und der damalige Kandidat Thomas Göls konnte Österreich nicht vertreten.

ten wie Seelachs Loins, Austern, Miesmuscheln und Schinkenkeule. Thomas Dorfer, Schwiegersohn von Lisl Wagner-Bacher, ist Küchenchef im Landhaus Bacher. Und war 2005 jener Teilnehmer, der bislang für Österreich als respektabler Sechster am besten abschnitt. Daher wird Dorfer vor allem als Coach agieren und dem ÖsterreichTeilnehmer in der anstrengenden Vorbereitungsphase, die mit dem eigentlichen Job in Einklang gebracht werden muss, ganz persönlich zur Seite stehen. Zuversichtlich ist er auch für die Entscheidung, die zudem seitens des internationalen Organisationskomitees ansteht: Denn dann könnte das Europafinale, das vor dem eigentlichen Bewerb in Lyon stattfindet, 2016 dann in Wien oder Budapest stattfinden. Es bleibt spannend – der Austragungsort soll bereits im Mai in Stockholm bekanntgegeben werden.

Der Trend geht zum Dessert zu vegetarischen Gerichten bei den Einreichungen Rechnung getragen? „Die Anzahl dieser Rezepte ist mit 14 Prozent jedoch gleich wie im Vorjahr geblieben“, stellt Harald Meyer, Geschäftsführer der BÖG, fest. „Stattdessen kam es zu einer Verlagerung von den Hauptspeisen mit Fleisch zugunsten der Desserts“, so Meyer.

Testessen beim Kongress Alle teilnehmenden Betriebe bieten ihre eingereichten Speisen im Februar und März auf ihrer Karte an. Von 2. Februar bis 16. März werden die Gäste eingeladen, diese Angebote zu testen und für die gekennzeichneten Gerichte per SMS zu voten. Die Rezepte der zehn Gerichte je

Kategorie mit den meisten Votings werden anonymisiert von einer Jury geprüft. Diese ist zwar nicht regional, dafür „nachbarschaftlich“ hochkarätig besetzt: Sie besteht aus André Jaeger (Rheinhotel Fischerzunft, Schaffhausen/CH), Norbert Niederkofler (Hotel Rosa Alpina, Alta Badia/Südtirol), Heinz Reitbauer (Steirereck am Pogusch), Heinz Winkler (Residenz Heinz Winkler, Aschau im Chiemgau/D) und dem „Koch des Jahrhunderts“, Eckart Witzigmann. Die drei ausgewählten Finalisten pro Kategorie werden sodann an einem Gala-Abend mit dem „ÖsterreichMenü“ im Rahmen des BÖG-Kongresses Ende April im Schloss Fuschl Resort & Spa in Salzburg gekürt.

Info DER FAHRPLAN ZUM BOCUSE D’OR 2015 Nach dem Österreich-Finale wird ein Teilnehmer zum EuropaFinale im Mai nach Stockholm fahren, muss aber unter die besten zwölf der 20 teilnehmenden Länder kommen. Die Jury besteht dabei aus den 20 Präsidenten der Teilnehmerländer. Das Finale findet dann im Jänner 2015 in Lyon statt. Dort residiert auch Namensgeber Paul Bocuse.

Ein leerstehendes Gebäude im Zentrum von Königswiesen wurde von den Projektbetreibern Franz Karlinger und Reinhold Kloihofer adaptiert und als Bar-Lounge fürs junge Publikum wiederbelebt. Dazu holten sie sich Unterstützung von Wögerer GmbH, dem Profi auf dem Gebiet der Planung und Einrichtung für Gastronomie und Hotellerie. Fixpunkt ist die zentrale Bar mit Spirituosenturm. Dunkles Holz und Leder sowie die Barfront in Betonoptik unterstreichen die reduzierte Farbwahl. Ein gemütlicher Loungebereich lädt zum Chillen ein. ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

uerst waren die Köche gefordert, ihre Rezepte in den Kategorien Vorspeise, Hauptspeise mit Fisch oder Fleisch, vegetarische Hauptspeise oder Dessert einzureichen. „Für die BÖG steht die Entwicklung der regionalen österreichischen Küche im Vordergrund. Mit diesem Wettbewerb wollen wir die Küchenchefs herausfordern, sich Gedanken zu machen, und den Restaurantgästen zeigen, was in der österreichischen Küche steckt“, erklärte BÖG-Präsident Toni Mörwald bei der Präsentation des Wettbewerbs, der bereits zum zweiten Mal durchgeführt wird. Nun ging es ans Sortieren und Sondieren der eingereichten Rezepte. Wurde dem spürbaren Trend

Freude der Begeisterung beim Finale vor Ort in Lyon: „Da gibt’s ein großes Publikum und spektakuläre Stimmung mit Fahnen und Trompeten!“

Für Nachtschwärmer

Die Einreichungen der Rezepte bei der BÖG Challenge sollen die regionale und saisonale Küche bereichern. Heuer neu: ein deutlicher Anstieg bei Süßem

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„Der Wettbewerb genießt international eine sehr hohe Reputation“, weiß Thomas Dorfer. „Daher werden wir alle im Komitee unser ganzes Know-how bündeln“, verspricht er. „Auch wenn die Skandinavier immer bekannt dafür waren, dass sie meistens gewonnen haben.“ Wie wird Dorfer nun als Coach agieren, um den Österreich-Finalisten mit dem Umstand vertraut zu machen, dass es bei dieser Entscheidung immer noch ums ein wenig antiquiert anmutende Anrichten auf Platten geht? „Auch hier sind bereits moderne Einflüsse da, wenn man die präsentierten Teller der vergangenen Jahre anschaut“, stellt Dorfer fest. „Nun wird auch von der Platte auf den Teller angerichtet, und sogar die Saucen muten anders an.“ Nicht zu unterschätzen seien neben der fachlichen Komponente auch der Lärmpegel und die

Information BAR-LOUNGE K4 Markt 36, 4280 Königswiesen www.woegerer.at


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G A S T R O N OM I E

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Wein

Gemischte Gefühle Der Marketingtag der Österreich Wein Marketing (ÖWM) bot einen Überblick über den aktuellen Stand der Weinwirtschaft und ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm Text: Wolfgang Schedelberger

Steigende Exporterlöse In den letzten zehn Jahren ist dies hervorragend gelungen. Obwohl sich die exportierte Menge 2013 gegenüber 2003 fast halbiert hat (45,5 Mio. Liter gegenüber 83 Mio. Liter), haben sich die Erlöse von damals von rund 69 Mio. Euro auf 137,5 Mio. Euro fast verdoppelt. Auch gegenüber 2012 bedeutet das Ergebnis ein Plus von vier Prozent,

90 P RObunkte PAR ERT kER

8,10 EURO

pro 0,75 l Flasche Preis für Gastronomie zuzüglich MwSt Abgabe in 12er Kartons ArtNr. 12534 10

trotz geringfügig niedrigerer Menge. Erstmals konnte ein durchschnittlicher Exportpreis von drei Euro pro Liter erzielt werden. Der einst dominante Anteil an Fasswein-Exporten beträgt heute mit 5,5 Millionen Litern weniger als ein Zehntel der Menge von 2003 und ist praktisch bedeutungslos geworden. Trotz der steigenden Exporterlöse schrumpft das ÖWM-Budget 2014 allerdings um eine Million auf ca. 7,5 Millionen Euro. Grund dafür sind vor allem gekürzte Mittel des Bundes. Bis auf den Wachstumsmarkt China (fast 50 % plus) muss überall gespart werden, was die ÖWM dazu veranlasst hat, die vorhandenen Mittel noch gezielter einzusetzen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn das größte Wachstum fand 2013 außerhalb der wichtigsten Exportmärkte statt. „Deutschland, die Schweiz und die USA sind auf hohem Niveau stabil geblieben oder waren leicht rückläufig. Dafür haben sich ehemalige Problemkinder wie Skandinavien, Benelux, Großbritannien und Japan sehr gut entwickelt. In China konnten wir zum zweiten Mal hintereinander um 50 Prozent

Hinten v. l. n. r.: Christian Dworan, Gerhard Elze, Katharina Papst, Maria Heinrich, Susanne Staggl, Barbara Arbeithuber, Peter McAtamney; vorne v. l. n. r.: Willi Sattler, Markus Huber, Willi Klinger, Hans Nehrer, Emmerich Knoll.

Anna Stöcher

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on allein hat sich Wein noch nie verkauft. Er ist und bleibt ein Genussmittel, das in Konkurrenz zu anderen Produkten steht. Und auch das Angebot an Wein aus unterschiedlichen Ländern wird immer breiter. Am Weltmarkt gibt es nach wie vor eine Überproduktion, neue Produzenten wie China und Indien scharren in den Startlöchern. Anderswo lässt sich Wein wesentlich günstiger produzieren als in Österreich. Soll der Erfolgslauf der heimischen Weinwirtschaft also weitergehen, muss es gelingen, unsere Weine noch stärker als bisher als qualitative Spezialitäten zu vermarkten, die ihren (vergleichsweise) hohen Preis auch wert sind.

zulegen“, analysierte ÖWM-Chef Willi Klinger. Da der Inlandskonsum stabil bleibt, stellt der Export für die meisten heimischen Winzer die einzige realistische Wachstumschance dar. „Es reicht nicht aus, in einigen Schlüsselmärkten erfolgreich zu sein. Wir sind in allen Ländern ein Nischenprodukt. Des-

Vallobera Crianza Rioja D.O.Ca. Seit Javier San Pedro seinem Vater mit 14 Jahren zum ersten Mal bei der Arbeit im Weinberg geholfen hatte, träumte er davon, einmal selbst Wein zu machen, mit eigenem Weinkeller, eigenen Vorstellungen und eigenem Etikett. Als er die elterliche Bodega gemeinsam mit seinem Bruder erbte, hatte er nichts von seinem Enthusiasmus verloren. Zielstrebig machte er sich daran, den Betrieb zu einem echten Weingut auszubauen. Er optimierte die Bestockung im Weinberg, investierte in Keltertechnik und Fässer und ließ sich önologisch beraten. Die erstklassig gemachten Weine sind elegant, konzentriert und voller Frucht und Komplexität. Das Weingut Vallobera mit 80 Hektar Rebflächen liegt im sich nördlich des Ebros ausbreitenden Gebiet Rioja Alavesa, das zur baskischen Provinz Alava gehört. Die bis auf 800 m Höhe liegenden Rebberge sind die höchsten des Rioja, zusammen mit exzellenten, kargen Böden bilden sie die Grundlage für beste Riojas. Sorte Tempranillo Ausbau 14 Monate in amerikanischen und französischen Eichenfässern Empfehlung passt gut zu rotem Fleisch, Wild und Gebratenem Trinktemperatur 16°‒18° Celsius Alkohol 13,5 % vol.

erhältlich bei

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halb müssen wir die Anzahl der Länder erhöhen, in denen unsere Weine gefragt sind“, umreißt Klinger die Strategie der ÖWM. In den letzten fünf Jahren befand sich die heimische Weinwirtschaft in einem strukturellen Wandel. Die Anzahl der exportierenden Betriebe und deren Größe steigen kontinuierlich. 2009 standen 1.000 Betrieben, die mehr als 30.000 Liter Wein produzierten, 5.500 Betriebe gegenüber, die weniger produzierten. 2012 sind es bereits 1.600 Betriebe, die über 30.000 Liter produzierten, und nur mehr 3.300 mit geringeren Produktionsmengen. Dieser Strukturwandel ist insofern zu begrüßen, als er eine notwendige Professionalisierung der Weinwirtschaft widerspiegelt. Wirklich große Betriebe gibt es bei uns – verglichen mit der internationalen Weinwirtschaft – ohnehin nicht.

Wein darf nicht Tabak werden Nicht nur für strenggläubige Muslime und humorlose Puritaner stehen Weinhändler auf einer Stufe mit Drogenhändlern. Auch bürokratische Gesundheitsapostel sehen im Alkohol eine Bedrohung der Volksgesundheit und diskutieren bereits Verbote und Einschränkungen, die es zum Beispiel bei der Werbung vielerorts bereits gibt. Claudia Stein-Hammer von der Deutschen Weinakademie Mainz sorgte mit ihrem Vortrag „Wine in Moderation“ jedenfalls für nachdenkliche Gesichter. Eine Entwicklung wie beim Tabakgenuss muss beim Alkohol zwar nicht kommen, doch gewisse gesellschaftliche Entwicklungen lassen sich nicht einfach aufhalten. Die Weinwirtschaft sollte sich im eigenen Interesse mit dem Thema eines gemäßigten und für die Gesundheit bedenkenlosen Konsums aktiv beschäftigen, bevor das Thema von anderen Interessengruppen besetzt ist und man aus der Defensive nicht mehr herauskommt. Das Schicksal der Tabakindustrie sollte als warnendes Beispiel dienen. Sehr spannend auch der Vortrag des Neuseeländers Peter McAtamney, der

über globale Trends des Weinkonsums und was diese für den österreichischen Wein auf internationalen Märkten bedeutet sprach. Zum Abschluss der Veranstaltung lud Willi Klinger die Winzer Markus Huber, Emmerich Knoll, Hans Nehrer und Willi Sattler zur Prodiumsdiskussion ein, um mit ihnen über den unterschiedlichen Stand der Lagenklassifizierung in Österreichs Weinbaugebieten zu sprechen.

BUCHTIPP

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In diesem Kochbuch findet man keine Teller oder Suppenschüsseln, dafür aber jede Menge Kunst und Fantasie. Spitzenköche aus Österreich, Deutschland und Portugal haben eine kulinarische Entdeckungsreise der Sinne entwickelt und ihre Gerichte zweier Gourmetevents in Szene gesetzt. Der Clou: Die Mengenangaben der Zutaten stehen nicht im Buch, sondern können mittels QR-Code abgerufen werden. Mit passenden Weinempfehlungen von österreichischen Weingütern.


G A S T R O N OM I E

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Regionalität

Mit Regionalität und bester Qualität Der neue Bundesminister Andrä Rupprechter und die Genuss Region Österreich zeichneten in Kooperation mit der ÖGZ die Bundessieger des Genuss-Wirt-Wettbewerbs aus

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Minister Rupprechter überreichte den Gewinnern die Sieger-Tafeln. „Die Genuss Wirte sind gastronomische Aushängeschilder in unserem Land. Sie garantieren beste Qualität, Herkunftssicherheit und Regionalität. Die beiden Bundessieger stehen stellvertretend für die mehr als 1.300 Wirte der Genuss Region, die Österreich auch international bekanntmachen“ , stellte Rupprechter fest.

Wettbewerb mit Mehrwert

Genuss Region Österreich / Krug

ie Bundesländer Kärnten und Vorarlberg waren siegreich: Das Wirtshaus Gelter in St. Veit an der Glan und das Haller’s Genuss & Spa Hotel im Vorarlberger Kleinwalstertal sind die Genuss Wirte des Jahres 2014. Ausgezeichnet wurden die beiden Bundessieger im Rahmen der Genuss-Gala im Lebensministerium in Wien. Aus mehr als 1.000 Genuss Wirten hat die Jury in zwei Kategorien („Wirtshaus“ und „HotelRestaurant“) Österreichs beste Gastronomie-Betriebe ermittelt. Der neue Bundesminister für Land-, Forst-, Umwelt und Wasserwirtschaft, Bundesminister Andrä Rupprechter, GenussRegion-Österreich-Obfrau Margareta Reichsthaler und Stefan Böck, Chefredakteur des Österreichischen Wirtschaftsverlags, führten die Ehrungen durch.

Oben: die siegreichen Bundesfinalisten in der Kategorie Genuss Wirt „Hotel-Restaurant“, der Sieger der Kategorie „Wirtshaus“, das Wirtshaus Gelter (r. oben), und der neue Bundesminister Andrä Rupprechter bei der Verleihung (r. unten).

Erstmals zwei Kategorien

Wettbewerb zu stellen, der erstmals in zwei Kategorien durchgeführt wurde: „Wirtshaus“ und „Hotel-Restaurant“. Während sich das erst kürzlich mit ei-

Zum insgesamt sechsten Mal wurden die mehr als 1.300 Genuss Wirte des Landes dazu aufgerufen, sich dem

ner Gault-Millau-Haube ausgezeichnete Wirtshaus Gelter mit herzhafter Kärntner Küche und uriger Atmosphäre durchsetzen konnte, setzt das

Haller’s seinen Fokus auf Kleinwalsertaler Wild und Rind und enge Zusammenarbeit zwischen Küchenteam, Lieferanten und Produzenten.

Genuss-Region-Österreich-Obfrau Margareta Reichsthaler gab einen Ausblick auf die äußerst positiven „Begleiterscheinungen“ des Wettbewerbs: „Die Erfahrung zeigt, dass die Bundessieger des renommierten Kulinarik-Wettbewerbs zahlreiche Anfragen für Menü-Patronanzen erhalten und ihren Umsatz aufgrund des hohen Interesses kräftig steigern können.“ Nähere Infos zu den Siegern finden Sie in einer der nächsten Ausgaben der ÖGZ.  dp

Auf die nächsten 20 Jahre! Die Niederösterreichische Wirtshauskultur feiert ihr Doppel-Jahrzehnt. Im heurigen Jubiläumsjahr ist eine Reihe von Veranstaltungen und Aktionen geplant egonnen hat alles mit der „Gulaschkobra“ im Jahr 1994. Die Kooperation diente zur Erleichterung von Betriebsübergaben im Gastgewerbe und beschleunigten Verfahren für junge Unternehmer, die den elterlichen Betrieb übernehmen wollen. Darauf aufbauend, wurde 1996 die Aktion „Niederösterreichische Wirtshauskultur“ gegründet. Schon damals galt es, die Betriebe auf ein gehobenes Niveau zu führen und das „typisch Niederösterreichische“ zu betonen. „Niederösterreich gilt als Vorreiter bei der Etablierung einer neuen, selbstbewussten WirtshausIdentität aus traditionellen Wurzeln und ist Vorbild für andere Bundesländer“, stellte Niederösterreichs Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav bei der Präsentation der Aktivitäten fest.

munikationsmittel zum Gast dient seit Jahren die Wirtshauszeitung in einer Auflage von 80.000 Stück, die Straßenkarte mit den eingezeichneten Mitgliedsbetrieben wird sogar 200.000mal aufgelegt. Als besonderer Motor für den Tourismus Niederösterreichs erwies sich auch die NiederösterreichCard. Jeder der 130.000 NÖ-Card-Inhaber erhält ab einer Konsumation von mindestens 20 Euro in einem der Wirtshauskultur-Betriebe oder in einer der 21 Vinotheken der NÖ Wein-

ser ein Jahr lang in allen Restaurants und Wirtshäusern der Wirtshauskultur oder in den teilnehmenden Vinotheken eingelöst werden.

Kulinarische Visitenkarte Auch die jährliche Prämierung der Top-Wirte ist eine begehrte Auszeichnung, die weitere Gäste anzieht. „Die Wirtshäuser sind unsere kulinarische Visitenkarte für Niederösterreich und haben damit eine große Bedeutung für unsere Urlaubs- und Ausflugsgäste!

Heute sind rund 260 traditionell und familiär geführte Betriebe Mitglied in der Wirtshauskultur, die alle mit einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis punkten wollen. Die Qualitätssicherung erfolgt durch anonyme Tester. Das Wichtigste sind dabei Küche und Keller: Die Lebensmittel müssen vorwiegend aus der Region kommen, vegetarische Speisen, Kindergerichte oder Säfte aus der Region müssen ebenfalls angeboten werden. Die Weinkarte sollte ausreichend bestückt sein, mit einem Österreich- Anteil von mindestens 60 Prozent. Authentizität, Tradition, Verlässlichkeit und „das persönliche Extra“ für den Gast zahlen sich aus. Als Kom-

J. Burchhart / NLK, Rita Newman

Turbo für den Tourismus Von links.: Christoph Madl, GF Niederösterreich-Werbung, Tourismuslandesrätin Dr. Petra Bohuslav und Obfrau Ulli Amon-Jell verleihen dem Jubiläum mehr Würze.

straße einen Bonuspunkt für jeden Euro auf der Rechnung. Die gesammelten Bonuspunkte werden auf der NÖ-Card gutgeschrieben. Sobald der Karteninhaber 500 Bonuspunkte erreicht hat, wird ihm am Ersten des Folgemonats automatisch ein Gutschein im Wert von zehn Euro zugeschickt. Ab dem Ausstellungsdatum kann die-

Auch das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger – hier sind die Mitgliedsbetriebe ebenfalls lobenswerte Vorbilder, denn kurze Transportwege, saisonale Produkte und frisch Gekochtes sind ein Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit“, freut sich Christoph Madl, Geschäftsführer der NiederösterreichWerbung.

Der Reigen der Jubiläumsveranstaltungen wird mit dem „Fest der Wirte“ am 27. Jänner, im feierlichen Rahmen von Schloss Grafenegg, eröffnet werden. Im Frühling startet eine Kooperation mit der AMA, bei der Bauernhöfe

als Lieferanten der Wirtshauskultur gekennzeichnet werden. Und als besonderes Highlight findet im Sommer ein bundeslandweiter „Gulaschwettkampf“ statt, dessen Hauptsieger dann im Oktober gekürt wird.  dp

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MELDUNGEN

Freewave „Mittlerweile gehören wir zum Kaffehaus wie eine Melange“, freut sich Wolfgang Krivanek, Geschäftsführer von Freewave, Österreichs größtem W-LAN-Hotspot-Betreiber. Zu den Kunden von Freewave gehören auch immer mehr touristische Orte wie Schloss Schönbrunn, Haus der Musik oder die Kunsthalle Wien.

Christie & Co Europas führender Hotelimmobilienmakler aus London beschreibt Österreichs Hotelinvestmentmarkt nach wie vor als „sicheren Hafen“ für Anleger. 2013 wurden in Österreich Hotels mit einem Gesamtvolumen von rund 330 Millionen Euro veräußert – vor allem im Bereich Luxushotels und besonders stark in Wien: MGallery Hotel am Konzerthaus, Austria Trend Hotel beim Theresanium, Hilton Danube. Aber auch viele BudgetHotels wurden in Wien verkauft bzw. gekauft: Motel One Elisabethstraße (40 %), Motel One Wien Hauptbahnhof und Star Inn Storchengrund.

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23. – 25. MÄRZ 2014 MESSE WIEN DIE österreichische Fachmesse für Hoteliers, Gastronomen, Cafetiers und Gemeinschaftsverpfleger IM FRÜHJAHR

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Vor 1,5 Jahren entwickelte Junghotelier Marius Donhauser für sein Hotel das Kommunikationstool hotelkit, das genauso einfach funktioniert wie Facebook oder Wikipedia. Heute nutzen über 120 Individual- und Kettenhotels zwischen Hamburg, Bozen, Wien und Zürich die Software. Damit sind Übergabebücher und Notizzettel überflüssig, das Wissen bleibt auch beim Personalwechsel erhalten.

Ihre Zimmer sind sehr funktionell, besonders schön, kurz, sie sind makellos. Sie oder eine Vertrauensperson (im Idealfall eine Frau) haben selbstverständlich eine Nacht zum Test darin verbracht. Nur erstaunlicherweise präsentieren sich viele Räumlichkeiten nicht so. Zum Wohlbefinden des Gastes, der üblicherweise auch daheim behaglich wohnt, fehlen oft Dinge wie: unsichtbare Aufbewahrung des Gepäcks, Fauteuil zum Entspannen, frische Blumen statt seltsamer Behübschungen, leicht zu bedienende Kleiderhaken, Kopfpolster in verschiedenen Härtegraden, Vorhänge, die schließen und nicht herunterhängen, ein absperrbares Fach, ein seitlich verschiebbarer TV-Apparat, leicht zu öffnende Fenster und vor allem Terrassentüren. Wenn schon Klimaanlage, dann bitte eine, die auch ohne Technikstudium zu bedienen ist. Das Thema Beleuchtung ist mir eine eigene Kolumne wert, denn was hier falsch gemacht wird, geht auf keine Kuhhaut. Herzlichst, Ihre Frau Naseweis Frau Naseweis ist seit 40 Jahren beruflich in Hotels unterwegs, in kleinen und großen, nah und fern, national und international. Alles, was sie beschreibt, hat sie schon erlebt – und das nicht nur einmal.

Sichere Schlüssel

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-D-Drucker machen vieles möglich: zum Beispiel einen Zweitschlüssel beim Automaten ums Eck in Druck geben. Schlüsselscans, die in einer Cloud gespeichert, für jedermann zugänglich sind? Bequeme Lösungen, ja, aber von Sicherheit kann hier keine Rede mehr sein. Da keine Kontrolle mehr möglich ist, könnten Schlüsselduplikate bald an jeder Ecke erhältlich sein. Aber die Kombination von unterschiedlichen Technologien gibt die notwendige Sicherheit. Mit dem Magnet-Code-System MCS von EV VA hat der 3-DDruck keine Chance. Das Magnetfeld kann nicht ausgelesen werden, die Türen bleiben für unerwünschte Besucher verschlossen. „Je höher die Qualität eines Produktes, desto schwerer lässt es sich duplizieren“ so Herbert Maté – internationaler Produktmanager für mechanische Schließsysteme bei EV VA.


HOTELLERIE

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Michael Huber

Michael Huber

Michael Huber

ELK

Nachhaltigkeit

Johanna und Hans Eder führen mit Tochter Verena das Fairhotel in Hochfilzen (rechts). Die Zimmer sind modern gestaltet und bieten jeglichen Komfort (oben). Vom Frühstücksraum hat man einen herrlichen Ausblick auf die Bergkulisse (ganz rechts). Die Sauna offenbart einen Blick in die nahegelegene Bergwelt (rechts oben).

Fairness bei Komfort und Preis Als Quereinsteiger schnuppert Hans Eder erstmals Branchenluft. Beim Bau seines neuen Hotels setzte der Landwirt aus Hochfilzen prompt einen branchenunüblichen Schritt: Das Fairhotel ist ein Fertighotel und das erste Passiv-Energie-Hotel Tirols Text: Barbara Egger

Ü

ber Fertighausfirmen rümpft der gelernte österreichische Hausbesitzer gerne ein wenig die Nase. Wer wohnt schon gerne in einem Haus, das in wenigen Wochen aufgebaut ist? Doch längst nicht mehr ist ein Massivhaus aus traditionellem Ziegelstein das Nonplusultra am Hausbauhimmel. Die Zeiten haben sich geändert, neue Bautechnologien und -materialien verdrängen immer mehr das Altbewährte. Wird heute kein Häuslbauer mehr belächelt, wenn er sich ein modernes Fertighaus bestellt, so scheint ein Hotelbau – errichtet durch einen Fertighaushersteller – aber doch (noch) ein wenig gewöhnungsbedürftig. Es entpuppt sich aber als praktisch und effizient, wie das Beispiel des neuen Fairhotel in Hochfilzen in Tirol zeigt. „Unser Haus ermöglicht in Zeiten dramatisch ansteigender Energiepreise niedrige Energiekosten und setzt schon heute auf den technischen Standard der Zukunft“, sagt Bauherr Hans Eder. Das Drei-Sterne-Fairhotel besticht tatsächlich durch sagenhafte Energiewerte: Der Energiebedarf liegt bei 6 kWh/m2 pro Jahr. Zum Vergleich: Ein durchschnittliches DreiSterne-Hotel dieser Größe benötigt mit etwa 50 kWh/m2 fast das Zehnfache an Energie im Jahr. Bei älteren Hotelgebäuden mit weniger effizienter Energieversorgung oder geringerer Dämmung kann der Energieverbrauch bei bis zu 200 kWh/m2 pro Jahr liegen.

„Als erstes Passiv-Energie-Hotel Tirols vereint unser Hotel höchsten Wohnkomfort mit einem sehr niedrigen Energieverbrauch“, betont Eder. Auf eine herkömmliche Heizung verzichtet das Hotel. „Passive Wärmequellen, wie Sonne, Bewohner und Haushaltsgeräte, decken den größten Teil des Wärmebedarfes ab. Die geringe Zusatzwärme wird über eine PassivhausHeizung mit kontrollierter Be- und Entlüftung abgedeckt“, erklärt Eder weiter. Insgesamt hat es vom Spatenstich bis zur Eröffnung des Fairhotels im Dezember 2013 fünf Monate gedauert. „Das Fairhotel ist in reiner Holzbauweise von der Firma ELK errichtet worden“, sagt Eder und hebt hervor: „Das Holz stammt zu hundert Prozent aus Österreich.“

Regional Bei der Ausstattung setzte Bauherr Eder auf Betriebe aus der Region. Das Unternehmen Köck & Bachler aus dem benachbarten Fieberbrunn zeichnete für die Innenarchitektur verantwortlich. Die Wellnesseinrichtungen stammen vom Spa- und Wellnessanlagenbauer Devine aus dem Tiroler Radfeld. „Wir sind ein Fairsleep-Partnerhotel. Unsere Gäste schlafen auf TempurMatratzen. Damit wollen wir absoluten Schlafkomfort bieten“, sagt Hotelchefin Johanna Eder. Das „Fairhotel“ bietet 32 Doppelzimmer. An der Hotelbar kann der Gast verweilen und für das leibliche Wohl Halbpensions-

Partnerbetriebe rund um das Fairhotel nützen. Vom Wellnessbereich mit Sauna, Saunarium, Infrarotkabine, Stube und Ruheraum blickt der Gast ins Freie. Am Morgen serviert Familie Eder ihren Gästen ein Bio-Frühstück mit Produkten vorwiegend aus der Region und dem familieneigenen Bauernhof. Apropos Landwirtschaft: „Wir sind Neulinge in der Hotellerie“, erzählt Hans Eder. „Wir haben bisher einen landwirtschaftlichen Betrieb geführt und können nun beides vereinen.“ Ausgerichtet auf den Langlauf- und Biathlonsport – eine naheliegende Positionierung in der Biathlon-Hochburg Österreichs – spricht das Fairhotel sportlich aktive Gäste aller Altersgruppen und Herkunftsländer an. „Es kommen viele interessierte Gäste wegen des Passiv-Energie-Hotels. Einhellig loben diese Gäste das besondere Raumklima.“ Insgesamt sei man vom Start weg gut gebucht gewesen und mit dem bisherigen Verlauf der Saison sehr zufrieden. Auch das Konzept und die Abläufe hätten von Beginn an gut funktioniert.

Faire Preise Direkt an der Loipe gelegen, bietet das Fairhotel einen bequemen Einstieg in das 200 km umfassende präparierte und schneesichere Loipennetz. Mit den Langlauf-Schnuppertagen, den Nordic-Fitnesswochen und vielen weiteren Angeboten (bereits ab 170 Euro)

zeigt sich das Haus auch hinsichtlich seiner Preisgestaltung als Fairhotel. „Unsere Gäste schätzen den umfangreichen Langlaufservice“, meint Eder. „Alle Familienmitglieder sind passionierte Langläufer. Diese Begeisterung spüren unsere Gäste.“ Dazu kommt das im Haus angesiedelte nordische Kompetenzzentrum: die „Nordic Academy“ mit Shop, Verleih und Langlaufschule. Sie ist letztlich auch der Impulsgeber für den Hotelbau gewesen. „Es war ein langgehegter Wunsch neben der Landwirtschaft noch einen neuen Bereich anzugehen. Durch die Zusammenarbeit mit Nordic Academy wurde die Vorstellung konkret“, erklärt Hans Eder.

Überregional Die Nähe zu den Skigebieten Fieberbrunn, Leogang-Saalbach-Hinterglemm und den Kitzbüheler Alpen spricht indes auch Alpinskifahrer an. „Wir bieten für die ganze Familie ein maßgeschneidertes Angebot vom nordischen bis zum alpinen Sport und vom Schneeschuh- bis zum Winterwandern. Mit der Buchensteinwand und dem größten Bobo-Park Tirols haben wir ein wunderbares Familienskigebiet direkt vor der Haustür“, verweist Hotelier Eder auf das winterliche Aktivprogramm. Auch für den Sommer ist die Neo-Hoteliersfamilie bereits gerüstet. „Wer die Natur bei uns im Winter erlebt hat, wird bestimmt gerne im Sommer wiederkommen.“

Info ELK FERTIGHAUS Das Fairhotel in Hochfilzen wurde von ELK als dreigeschoßiges Passivhausgebäude in Holzbauweise errichtet. Das gesamte Gebäude, bestehend aus vorgefertigten hochwärmegedämmten Wandund Deckenelementen, wurde vollständig im ELK-Stammwerk in Schrems konzipiert, geplant und produziert. Kontrollierte Beund Entlüftung sorgt im Fairhotel für pollenarme sowie staubarme Bergluft. Die neueste Heiz- und Haustechnik generiert niedrigste Energieverbrauchszahlen. Durch die Passivhausbauweise kann ein um 80 Prozent reduzierter Heizwärmebedarf erreicht werden. Das bedeutet eine Kostenreduktion plus kontinuierliche CO2-Einsparung. Seit 2006 hat ELK in Österreich, Deutschland und der Schweiz 17 Motels und ein Fertighotel gebaut. Für 2014 sind bereits fünf weitere Motels in Planung. Darunter ein 46 Zimmer umfassendes Motel in Spielberg in der Steiermark sowie eines in der Thermenregion Erding in Bayern.


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„Pizza mal anders“ lautet das Motto bei Dr. Oetkers brandneuem Pizzaburger: Dabei werden zwei Brötchenhälften getrennt voneinander im Ofen gebacken und anschließend zu einem Burger zusammengeklappt, der dann ganz unkonventionell ohne Besteck als Snack verzehrt wird. Belegt sind die „Pizzaburger“ neben Käse wahlweise mit herzhafter Pepperoni-Salami („Salami“), mit scharfer Calabrese-Salami und Zwiebeln („Diavolo“) oder mit Schinken, Salami und Champignons („Speciale“). www.oetker.at

Pernod Ricard bringt Olmeca Dark Chocolate nach Österreich. Bei Olmeca Dark Chocolate verbindet sich die Kombination des Aromas von cremiger, dunkler Schokolade, gerösteter Haselnuss und Vanille mit dem Geschmack von Olmeca Tequila, der aus den mexikanischen Hochebenen Jaliscos stammt. Der geringe Alkoholanteil von lediglich 20 % Vol. macht Olmeca Dark Chocolate leicht genießbar und daher zur perfekten Alternative zu Cocktails, regulären Tequilas und Likören. www.pernodricard-austria.com

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Gemeinsam mit seinen Produktionspartnern hat Kröswang ein Eigenmarkenprogramm für Rind- und Schweinefleisch auf die Beine gestellt. Alle Klaushof-Jungstiere und -Schweine wurden in Österreich geboren, gemästet, geschlachtet und verarbeitet. Dies garantiert gesicherte Herkunft und kurze Transportwege. Die Qualitäten für KlaushofFleisch sind streng definiert. Das Schlachtalter der Jungstiere beträgt 24 Monate, das Schlachtgewicht zwischen 340 und 420 Kilo. Fleisch vom Jungstier wird mindestens zehn Tage vorgereift und erst dann an die Kunden geliefert. www.kroeswang.at

Wenn Ihre Gäste nach den Feiertagen noch ein paar Kilos loswerden möchten, ist ein gesunder Fastentee nicht verkehrt. Die richtigen Getränke in der richtigen Menge sorgen für Ausschwemmung unerwünschter Stoffe und unterstützen den Organismus in seiner Arbeit. Der BIO-Kräutertee „Fastenzeit“ von Tee Gschwendner hilft dem Körper auf wohltuende Art und unterstützt die Fastenzeit. Seine Wirkung ist eine ideale Ergänzung zur Fastenkur. Auch im Wellnessbereich wird dieser Tee seine Anhänger finden. Mild-kräutrig mit blumiger Lavendelnote schmeckt er auch als Kaltgetränk. Erhältlich bis Ende Mai. www.teegschwendner.de

Die drei Tiroler Eurogast-Betriebe – Grissemann, Riedhart und Sinnesberger – bieten ihren Kunden aus der Gastronomie und Hotellerie ein einzigartiges Frischeservice. In maximal 48 Stunden ist die fangfrische Qualitätsware aus dem Mittelmeer und dem Nordatlantik im Ganzen, filetiert, entgrätet oder entschuppt bei den Kunden. Hinter der kurzen Lieferzeit steckt ein ausgeklügeltes Logistiksystem. So bringt Eurogast den Fang direkt, mit eigenen LKWs und ohne Zwischenhändler nach Tirol. Für Bestellungen wurde ein Frischfisch-Katalog über das gesamte Sortiment aufgelegt. www.eurogast.at

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SZENE

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Drei Mal klima:aktiv Erfolgreiche Ferien-Messe

Salesianer

Neue Vorstandsvorsitzende am Attersee Ferienregion Attersee-Salzkammergut

Reed Exhibitions Messe Wien ist erfolgreich in die neue Messesaison gestartet. Insgesamt 150.367 Besucher haben die diesjährigen Ausgaben der „Ferien-Messe Wien“ und der parallel laufenden „Vienna Autoshow“ besucht. 700 Aussteller aus 70 Ländern präsentierten auf der FerienMesse ihre Angebote für das Reise- und Urlaubsjahr 2014. Zudem lockte die „Cook & Look“ mit Kulinarischem aus den Genuss Regionen Österreichs. Die Messe zeigte sich im neuen Look und mit Aktions- und Erlebnisflächen.

Gleich drei Salesianer-Miettex-Betriebe wurden 2013 vom Lebensministerium im Rahmen der Initiative „klima:aktiv“ ausgezeichnet. Bei der feierlichen Verleihung der Urkunden v. l.: Niki Berlakovich (Lebensministerium), Andreas Philipp (Geschäftsführer Salesianer Miettex und Thomas Gittler (Salesianer Miettex – Qualitätsmanagement). klima:aktiv verpflichtet seine Partner zur Definition und Einhaltung verbindlicher Klimaziele sowie zu laufenden Effizienzmaßnahmen. Die Zertifikate sind eine klare Bestätigung der Umweltstrategie des Wäschespezialisten.

Nach dem überraschenden Ableben von Georg „Geli“ Eichhorn, dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden des Tourismusverbandes der Ferienregion Attersee-Salzkammergut, gab es zahlreiche Diskussionen um seine Nachfolge. Nun wurde die bisherige Obmannstellvertreterin Eva Knoll (Mitte) einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt, Andreas Aichinger (l.) ist ihr Stellvertreter. Der Vorstand bemüht sich gemeinsam mit Tourismusdirektor Christian Schirlbauer (r.), die Urlaubsregion bestmöglich am Markt zu positionieren und zusätzliche Highlights zu schaffen.

Neumayr

Reed Exhibitions Messe Wien / Christian Husar

Bierwirte gekürt Zum zwölften Mal wurden die „Bierwirte des Jahres“ in der Stiegl-Brauwelt gekürt. Ab sofort dürfen sich die Gastwirtschaft Huth in Wien, das Gasthaus zum Goldenen Schiff in Tulln/Donau (NÖ), „Der Stadtwirt“ in Oberwart (Bgld.), Wipp’ls Hofbergstubn in Riegersburg (Stmk.), das Bierhaus „Zum Augustin“ in Klagenfurt (Ktn.), das Gasthaus Adler in Golling (Sbg.), „Zum Tischlerwirt“ in Reith bei Kitzbühel (T), Hotel Gasthof Post in Lech am Arlberg (Vlbg.) sowie das Wirtshaus zur Schießhalle in Linz (OÖ) „Bierwirt des Jahres 2014“ nennen.

„Stroh Juchhee“, ein Hornschlittenrennen der etwas anderen Art, zog wieder tausende Zuschauer auf die Wiesenalm in der Zillertal-Arena, wo die Kreativität und das schauspielerische Talent der antretenden Teams zu bestaunen waren. Gestartet wurde in zwei Kategorien: In der Pro-Serie konnten sich die „Aschauer Lederhosna“ mit ihrer Interpretation von „Herzblatt“ durchsetzen. Die Fun-Serie mit den kleineren Schlitten gewann die Firma Neuhauser mit den Whiskey-Brennern „The Moonshiners“.

Zillertal-Arena

Schlitten der Herzen

Die „Grüne Woche“ in Berlin ist mit mehr als 1.200 Ausstellern die weltgrößte internationale Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Das Burgenland ist in der „Österreich-Halle“ wieder mit edlen Qualitätsweinen und genussvollen Produkten und Schmankerln vertreten. Neben mehreren Winzern, die ihr gesamtes Sortiment zur Degustation und zum Kauf anbieten, präsentiert die Wein Burgenland eine Auswahl prämierter Qualitäts- und Prädikatsweine. Der Stand wird in Kooperation mit der Genuss Burgenland betreut. Vor Ort in Berlin: Weinkönigin Isabella I., Andreas Liegenfeld (Landesrat), Helmut Brunner (bayerischer Agrarminister), Rudolf Strommer (ÖVP-Klubobmann) und Andrä Rupprechter (Landwirtschaftsminister).

Original Budweiser

Wein Burgenland

Das Burgenland zu Gast in Berlin

Volkskultur NÖ

Musikantenfreundliche Gaststätte Die Auszeichnung „Musikantenfreundliche Gaststätte“ wurde dem beliebten Karl-Wirt in Gresten verliehen. Seit 20 Jahren betreut die Volkskultur Niederösterreich diese Aktion in Partnerschaft mit der NÖ Dorferneuerung und der WKNÖ. Im Rahmen des 20. Harmonikaseminars wurde der Karl-Wirt mit der Urkunde und einer Scheibbser Keramik ausgezeichnet. Bei der Verleihung (v. l.): Bgm. Leopold Latschbacher (GrestenLand), Dorli Draxler (GF Volkskultur NÖ), Elisabeth und Karl Pöchhacker (Karl-Wirt), KR Fritz Kaufmann (Obmann Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft – WKNÖ) und ÖkR Maria Forstner (NÖ Dorf- und Stadterneuerung).


ÖGZ 03-04/14