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ALLES ĂœBER NUTZFAHRZEUGE

November 2011

fuhrPARK baufahrzeuge special Seite 4 Erneuerbar Erdgas-Transporter im Einsatz Seite 6 Elektrisiert Stromtankstelle als Pilotprojekt

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Seite 10 Ersparnis CO2-Boni im Flottenmanagement

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Inhalt

Kurzmeldungen.......................................2 Voll Gas für die Umwelt.........................4 Startbereiter Versuchsballon .................6 Schwarz auf weiß....................................8 Auf Knopfdruck informiert...................10 Blühende Ergebnisse............................ 12 Die Kosten im Griff................................13 Noch mehr Informationen online ...... 14 Transporter-News..................................15 Das Winter-ABC: Eiszeit....................... 18 Marktübersicht Pick Up .......................20 Fahrzeug-Tests ......................................22

Impressum Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber:

Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH Wiedner Hauptstraße 120–124 1051 Wien, Tel.: (01) 546 64-0 Verantwortlich: Ing. Stefan Hawlicek Anzeigenberatung: Erhard Witty, e.witty@wirtschaftsverlag.at Artdirektion, Grafik: butjabutja - multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, 1050 Wien Fotos & Illustration: Hersteller, istock-Foto Hersteller: Samson Druck GmbH, A-5581 St. Marga-

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Editorial

Fuhrparkmanagement beginnt beim Tanken

Jede Kostenstelle zählt Richtiges Fuhrparkmanagement zu betreiben, ist eine ausgesprochen komplexe Sache. Wie es auch langfristig zielführend funktionieren kann, würde mit Sicherheit den für dieses Editorial vorgesehenen Umfang von 46 Zeilen sprengen. Aber eines steht fest: Seine gesamte Flotte einfach nur zu betanken und am Monatsende einen einzigen Posten mit der Bezeichnung „Diesel“ in der Buchhaltung zu verbuchen, ist eindeutig zu wenig. Wie wir auf ein für Sie vielleicht lächerliches Beispiel Ing. Stefan Hawlicek kommen? Nun, im Leben gibt es bekanntlich nichts, was es nicht gibt. Und so sind wir auch bei unseren Recherchen für die zweite Ausgabe des fuhrPARK SPECIAL hie und da auf wirklich unglaubliche Zustände in so manchem heimischen Fuhrpark gestoßen. Die Flottenbetreiber, die es letztlich bis ins Heft geschafft haben, können dagegen aus eigener Erfahrung berichten, wie sie ihre Fuhrparks aus vernünftigen kaufmännischen Gesichtspunkten betreiben. Überraschend vielfältig sind übrigens die Beweggründe, die Fuhrparkbetreiber zu einem Umdenken beim Umgang mit ihren Flotten anregen. Natürlich lässt kein Fuhrparkbetreiber wirtschaftliche Gesichtspunkte außer Acht. Im Windschatten dieser gewinnen jedoch zunehmend andere Entscheidungskriterien an Bedeutung. CO2-Boni bei der Anschaffung von Firmenwagen sind nach unseren Erfahrungen mittlerweile genauso alltäglich, wie der Entschluss, neben dem allgegenwärtigen Diesel eine zweite Energiequelle im Fuhrpark zu etablieren. Die dazugehörigen Geschichten finden sie ab Seite 4 in dieser Ausgabe. Einen wenn möglich ausführlichen Abstecher auf eine dieser Tage neu gestaltete Homepage dürfen wir Ihnen auf diesem Weg ebenfalls empfehlen. Nach drei Jahren wird das Internet-Portal www. sicher-transportieren.at von Grund auf neu gestaltet und mit ebenso neuen Inhalten bestückt. Die Idee, das Thema Ladungssicherung auf objektiver Ebene einem breiten Zielpublikum näher zu bringen, kommt nicht nur wegen den rechtlichen Konsequenzen bei falscher oder gar gänzlich fehlender Ladungssicherung zur rechten Zeit. Genauere Informationen, wie Sie den optimalen Nutzen aus der neuen Homepage ziehen können, lesen Sie in unserem Artikel auf Seite 14. Zuletzt wieder einige Worte in eigener Sache. Auch wenn die erste Ausgabe des fuhrPARK special bereits vor mehr als vier Monaten erschienen ist, wollen wir uns auf diesem Weg für die unzähligen positiven Rückmeldungen zu diesem neuen Titel des Österreichischen Wirtschaftsverlages bedanken. Mit einer Auflage von stolzen 70.000 Exemplaren und einer Verbreitung über zehn Fachzeitungen der BauPlattform erreichen wir auch mit der zweiten Ausgabe österreichweit alle Entscheidungsträger im Bau- und Baunebengewerbe. Grund genug für uns, den eingeschlagenen Weg konsequenter denn je fortzusetzen. Seien sie gespannt.

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Kurzmeldungen Gewerbliche Nutzung dominiert

Bald wieder auf Rekordniveau?

Erdgas-Fahrzeuge sind in Österreich fast ausschließlich in gewerblichen Einsätzen unterwegs. Von den knapp 300 im ersten Halbjahr zugelassenen Einheiten (2/3 Pkw, 1/3 Transporter) fahren immerhin 84 Prozent unter der Flagge von Unternehmern. Das geht aus den Zulassungszahlen der Statistik Austria hervor. Erdgas (CNG) kostet an Tankstellen unverändert deutlich weniger als 1 Euro (exkl. MwSt.) je Kilogramm. Der Energiegehalt liegt mit einem Verhältnis von 1:1,3 jedoch über dem von 1 Liter Diesel. In Sachen CO2-Ausstoß liegt CNG etwa 20 Prozent unter Diesel, bei Stickstoffoxiden sind es 90 Prozent, bei Feinstaub annähernd 100 Prozent. Weiter auf Touren kommen soll der Erdgas-Markt durch gezielte Förderungen. Die Stadt Wien unterstützt jede Neuanschaffung bis Jahresende mit 1.000 Euro. Der Bestand an ErdgasFahrzeugen liegt in Österreich aktuell bei rund 6.000 Stück.

Mit keinen guten Nachrichten für Fuhrparkbetreiber kann eine Übersicht der Dieselpreisentwicklung der letzten acht Jahre des Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend aufwarten. Abgesehen davon, dass sich der Preis für einen Liter Diesel seit Dezember 2003 nahezu verdoppelt hat, geht die Entwicklung seit bald zweieinhalb Jahren wieder steil Berg auf. Im April 2009 weist die Übersicht einen Preis von 75 Cent (exkl. MwSt.) je Liter aus. Im Herbst 2011 nähert sich dieser Wert mit großen Schritten wieder dem Rekordniveau vom August 2008 (1,18 Euro je Liter). Den einzigen deutlichen Einbruch erlitt die Dieselpreisentwicklung damit nur während der Hochblüte der globalen Wirtschaftskrise. Vom August 2008 bis Dezember 2009 rasselte der Dieselpreis um immerhin 36 Prozent nach unten.

Unternehmer fahren auf Erdgas ab Dieselpreis steigt wieder

Eindeutig – bei Erdgas-Fahrzeugen überwiegen gewerbliche Einsätze

Veranstaltungstipp

Transportsicherheitstage Am 22. und 23. November veranstaltet die Bundessparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich im Austria Trend Event Hotel Pyramide in Brunn/Gebirge die alljährlichen Transportsicherheitstage. Beim Österreichischen Ladungssicherungstag (22. November) erörtern Verkehrssicherheitsexperten, Behördenvertreter und anerkannte Ladungssicherungsfachleute mit hochrangigen Vertretern aus der Wirtschaft sowie der Exekutive Konzepte für eine ordnungsgemäße Ladungssicherung. Besondere Schwerpunkte sind die neue europäische Zurrkräftenorm ÖNORM EN 12195-1 sowie eine wirtschaftlich optimierte Ladungssicherung. Am Mittwoch, den 23. November 2011, findet der Österreichische Gefahrgutsicherheitstag statt. Zu Neuerungen bei Gefahrgut-Beförderungen auf der Straße und Schiene (ADR/RID 2011) sowie der Luftfahrt stellen sich Vertreter des Verkehrsministeriums, der Austro Control und der Polizei dem Dialog mit den Unternehmen. Live-Kontrollen bzw. Demonstrationen am Fahrzeug gehen auf besondere Problembereiche ein.

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Kurzmeldungen xxx Teurere Dienstreisen?

Pannendreieck, Warnweste und Co.

Dienstreisen mit dem eigenen Firmenfahrzeug ins benachbarte Ausland könnten binnen zwei oder drei Jahren deutlich teurer werden, so das Reiseziel in Deutschland liegt. Grund dafür ist die Idee der CSU, als Gegengeschäft zu geplanten Steuersenkungen eine Autobahn-Maut für Pkw einzuführen. Das dadurch verdiente Geld soll in dringend notwendige Investitionen fließen. CDU und FDP sprachen sich bislang gegen eine PkwMaut aus. Die FDP schlägt vor, die 12 Tonnen-Grenze für Lkw bis 2015 auf 3,5 Tonnen zu reduzieren. Die Grünen lehnen eine Pkw-Maut auf Autobahnen strikt ab. Eine Vignette ist nicht nur ökologisch Unsinn, sondern auch sozial ungerecht. Für den Automobilclub ADAC fehlt kein Geld für den Erhalt und den Ausbau des Straßennetzes. Die vorhandenen Mittel müssten gerechter verteilt werden. „Der früheste Einführungstermin für eine Pkw-Maut ist 2013“, kommentiert BundesverkehrsCountdown – geht es nach den Plänen der minister Peter Ramsauer CSU, könnte in Deutschland schon 2013 (CSU) die Überlegungen der Startschuss für eine Pkw-Maut erfolgen seiner Partei.

Teils unglaubliche Bestimmungen sind in anderen europäischen Ländern bei der Mitführpflicht sowie bei der Nutzung von im jeweiligen Land zugelassenen Mietautos zu beachten. Während jeder Pkw-Lenker in Österreich bei Verkehrskontrollen mit der Kombination aus Warnweste, Pannendreieck und Verbandspackung auf der sicheren Seite ist, tun sich in anderen Ländern der europäischen Union kuriose Abgründe auf. Sie wollen in Finnland ein Mietauto chartern? Dann vergessen Sie nie auf den (Ersatz)-Frostschutz. Wer mit dem eigenen (Firmen)-Fahrzeug nach Polen reist, sollte darauf achten, bei Polizei-Kontrollen eine Diebstahlsicherung (!) parat zu haben. In Italien sind die Carabinieri ganz erpicht darauf, einen Blick auf die grüne Versicherungskarte zu werfen. Dass diese in der restlichen Europäischen Union (EU) seit Jahren nicht mehr mitgeführt werden muss, interessiert sie offenbar nicht wirklich.

Pkw-Maut im Anrollen

Keine Einheit in Europa

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Aus der Praxis Vorsteuerabzug für alle Erdgas-Fahrzeuge?

Voll Gas für die Umwelt Der Prototyp ist unterwegs. Wieso Michael Schweiberer, Einkäufer der Salzburger Ebster Baugesellschaft, mehr auf Erdgas setzen möchte, es aus steuerlichen Gründen aber nicht macht. Bei den Schilderungen fällt es schwer zu glauben, dass der vor dem Firmengebäude der Ebster Baugesellschaft in Henndorf bei Salzburg geparkte VW Caddy Kombi EcoFuel noch ein Einzelgänger ist. Auf Knopfdruck liest Einkäufer Michael Schweiberer die ersten Vergleichswerte zwischen dem Erdgas Caddy und einem konventionell mit Diesel betriebenen Caddy von seinem Bildschirm ab. Die erste Bilanz dieses Vergleichs klingt für ihn viel versprechend. „Ein Kilometer mit dem Diesel-Caddy kostet uns 6,76 Euro. Der Erdgas-Caddy legt die gleiche Strecke um nur 5,26 Euro zurück“, zitiert Schweiberer die

Kostenaufstellungen. Erst im heurigen Juni hat die Ebster Baugesellschaft den auffällig beklebten Caddy in ihren Fuhrpark eingereiht. Nicht nur aus kaufmännischen Gründen: „Wir setzen mit dem Erdgas Caddy ein deutliches Zeichen dafür, dass wir uns auch mit Themen wie Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit auseinandersetzen“, unterstreicht der Einkäufer.

Vorsteuerbonus ausweiten Genau diese beiden Aspekte hätte man bei der Ebster Baugesellschaft auch in anderen Bereichen des 45 Pkw und Transporter sowie zwei Lkw umfassenden Fuhrparks gerne deutlicher hervorgehoben. Alleine die Idee scheitert momentan an einer steuerlichen Hürde. Schließlich sind Gas betriebene Pkw-Modelle wie ihre Diesel befeuerten Pedanten nicht vorsteuerabzugsfähig. „Würde diese Hürde fallen, wäre alternativen Energiequellen bei gewerblichen Nutzern Tür und Tor geöffnet“, ist sich Michael Schweiberer sicher. Auch er würde unter diesen Umständen im Ebster-Fuhrpark einen umweltaffinen Kurswechsel befürworten. „Bei beruflichen Vielfahrern sind die 20 Prozent Preisunterschied bei allen anfallenden Betriebskosten sowie beim Kaufpreis ein handfestes Argument.“ Sonderregelungen bei umweltfreundlichen Fahrzeugkonzepten sind in der Europäischen Union (EU) übrigens keine Neuerfindung. In Frankreich ist bei Elektrofahrzeugen das Gewicht aller Elektrokomponenten vom Gesamtgewicht ausgeklammert. Dieser Entschluss soll vor allem den 3,5 Tonnen-Markt vorantreiben.

Im dichten CNG-Tankstellen-Netz unterwegs

Überlegenswert – „Ein genereller Vorsteuerabzug für alle CNG-Fahrzeuge wäre für gewerbliche Nutzer ein willkommener finanzieller Anreiz“, sagt Michael Schweiberer, Einkäufer der Salzburger Ebster Baugesellschaft

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Bei der Ebster Baugesellschaft könnten dem ersten Caddy EcoFuel bald schon weitere umweltfreundliche Artgenossen zur Seite gestellt werden. „Rund um unsere beiden Standorte in Henndorf und Bischofshofen gibt es ein recht dichtes Netz an Erdgas-Tankstellen. Dadurch braucht der Tankstopp nicht extra geplant zu werden“, erklärt Michael Schweiberer. Im Gegensatz dazu genau durchkalkuliert hat der Einkäufer die Fördermöglichkeiten, die bei der Anschaffung eines Erdgas-Fahrzeuges winken. VW lockt in Österreich mit einem Erdgas-Bonus, das Lebensministerium berücksichtigt den Kauf von CNG-Fahrzeugen im klima:aktiv-Fond und in Salzburg hält die Salzburg AG als Energieversorger bis zu 1.000 Euro bereit.

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Aus der Praxis KWB hat erste Elektrofahrzeuge in der Pipeline

Startbereiter Versuchsballon Der steirische Biomasseheizungs-Erzeuger KWB eröffnet im Frühjahr 2012 eine Stromtankstelle. Die ersten Elektroautos und Elektroroller sind bereits bestellt. zudecken“ sagt die Fuhrparkleiterin. Das könnte allerdings nur dann funktionieren, wenn die Elektro-Pkw oder Elektro-Transporter unter denselben Rahmenbedingungen wie ihre konventionell betriebenen Artverwandten einsetzbar sind. „Einschränkungen bei der Reichweite oder der Nutzlast sind für uns nahe liegender Weise nicht praktikabel.“ Die im KWB-Fuhrpark eingesetzten Mercedes-Benz-Transporter kommen auf eine jährliche Laufleistung von 50.000 bis 70.000 Kilometer. Das entspricht bei unterschiedlichen Einsatzprofilen einer Laufleistung im Großraum von täglich 200 Kilometer. Zum Vergleich: die Elektrovariante des Mercedes Vito, der Vito E-Cell, soll es unter optimalen Bedingungen mit einer Batterieladung auf bis zu 300 Kilometer Reichweite bringen. „Das macht den emissionsfreien Transporter für uns auf jeden Fall interessant.“ Interesse – „Elektro-Transporter könnten in unserem Fuhrpark ein fixes Aufgabengebiet bekommen“, sagt KWB-Fuhrparkleiterin Gertrude Wagner-Schuster

Noch ist am Firmenparkplatz am Stammsitz der KWB Kraft aus Wärme Biomasse GmbH im steirischen St. Margareten/Raab nichts zu sehen. Was sich in spätestens einem halben Jahr drastisch geändert haben wird. „Wir eröffnen im Frühjahr 2012 eine Stromtankstelle und werden zur Erprobung gleich auch einige Elektrofahrzeuge in unsere Flotte aufnehmen“, erzählt Fuhrparkleiterin Gertrude Wagner-Schuster beim Besuch der fuhrPARK SPECIALRedaktion. Die erste große Investition ist für sie jedoch alles andere, als ein kurzfristiger Marketing-Gag. Ganz im Gegenteil: „Auch im Fuhrparkbereich umweltbewusst zu handeln, ist eine Aufgabe, die keinesfalls auf die lange Bank geschoben werden darf“, hebt Wagner-Schuster hervor. Eingesetzt werden sollen die ersten Elektrofahrzeuge vorerst bei kurzfristig anfallenden Gelegenheitsfahrten im Großraum St. Margarethen/Raab. Aufbauend auf die dadurch gesammelten Erfahrungen möchte man im Anschluss daran konkrete Entscheidungen treffen, in welche Richtung sich das Thema Elektromobilität innerhalb von KWB entwickeln kann.

Elektrofahrzeuge ohne Einschränkungen „Natürlich wäre es gleich aus mehreren Gründen interessant, mit Elektrofahrzeugen ein breiteres Einsatzgebiet ab-

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Wann kommt der Sprinter Elektro? Nachdem der Vito in der Transporter-Flotte von KWB in Österreich mit sieben von insgesamt 30 EinNotwendig – gerade bei der Nutzlast dürfen heiten eine eher sich jedoch keine Einschränkungen gegenüber untergeordnete konventionell befeuerten Transportern ergeben Rolle spielt und das Gros der Fahrzeuge Mercedes Sprinter sind, hofft die Fuhrparkleiterin auch in diesem Gewichtssegment auf eine praxistaugliche Elektrovariante. „Sobald sich auch in dieser Fahrzeugklasse ernstzunehmende Alternativen anbieten, werden wir uns sicher damit beschäftigen.“ Gedanken rund um den Energieverbrauch spielen bei dem steirischen Unternehmen nicht nur im Fuhrparkbereich eine wichtige Rolle. Bei den neu entwickelten Biomasseheizungen bemühen sich die KWB-Techniker, den Stromverbrauch der neuen Modelle im Betrieb kontinuierlich zu optimieren. Unternehmensintern gibt es genaue Aufzeichnungen darüber, wie hoch der CO2-Ausstoss pro Mitarbeiter im Unternehmen ist. „Diese Werte sind für uns eine objektive Ausgangsbasis dafür, die gesamte CO2-Bilanz zielsicher zu verbessern“, sagt Gertrude Wagner-Schuster.

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Aus der Praxis Internorm fördert umweltfreundlichere Firmenwagen

Schwarz auf weiß

Der korrekte Umgang mit Firmenwagen ist bei Internorm in einem Grundsatzpapier geregelt. Darin enthalten: Budget-Boni für Außendienstmitarbeiter bei der Anschaffung besonders umweltfreundlicher Modelle. Kurt Wögerbauer ist auf den Termin mit der fuhrPARK SPECIAL-Redaktion augenscheinlich optimal vorbereitet. Mit einem blauen Bene-Ordner unter dem Arm betritt der Fuhrparkmanager des Fensterherstellers Internorm das Besprechungszimmer. Der gleich eingangs von ihm gezogene Vergleich zwischen den Produkten seines Arbeitgebers und der in Österreich 140 Fahrzeuge umfassenden Flotte an Firmenwagen wirkt nur auf den ersten Blick überraschend. „Das Thema Umweltverträglichkeit sowie Energieeffizienz spielt bei Fenster und Türen von Internorm eine wesentliche Rolle. Denselben hohen Stellenwert haben diese beiden Punkte bei unserem Fuhrpark“, umreißt Wögerbauer. Er öffnet den Bene-Ordner und nimmt nach kurzem Suchen einige zusammengeheftete A4-Seiten heraus. Auf der ersten Seite ist in großen Lettern „Grundlagen zur Autoregelung“ zu lesen. „Die darin gesammelten Informationen gelten für jeden im Unternehmen, der einen Firmenwagen fährt“, erklärt der Fuhrparkmanager.

Umweltbonus nutzen Die in Firmen mit eigenem Fuhrpark obligatorischen, in unterschiedliche Preisklassen eingeteilten Vorgaben für Fahrzeuganschaffungen sind bei Internorm um ein interessantes Bonussystem ergänzt worden. Entscheidet sich der Mitarbeiter für ein Fahrzeugmodell mit weniger als 7 Prozent NoVa bzw. einem CO2Ausstoss von maximal 120 g/km, erhöht sich sein Einkaufsbudget automatisch um 1.000 Euro. „Durch diese auf freiwilliger Basis nutzbare Möglichkeit nimmt die Zahl der Fahrzeuge, die genau diesen umweltfreundlichen Kriterien entsprechen, kontinuierlich zu“, weiß Kurt Wögerbauer. Nach außen hin will man bei Internorm mit diesem Anschaffungsmodell ein deutliches Zeichen in Richtung Umweltschutz setzen. „Energieeffiziente Fenster vermarkten zu wollen und zu den Auswärtsterminen mit einem spritfressenden SUV anzureisen, passen einfach nicht zusammen.“ Die Nutzungsdauer der Firmenwagen beträgt bei Pkw übrigens sechs Jahre oder 200.000 Kilometer. Bei Transportern sind es sechs Jahre oder 250.000 Kilometer.

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Festgelegt – Transporter bleiben maximal sechs Jahre oder 250.000 Kilometer im Fuhrpark

Vorbildlich – „Der richtige Umgang mit unseren Firmenfahrzeugen ist in der so genannten Autoregelung genau niedergeschrieben“, sagt Internorm-Fuhrparkmanager Kurt Wögerbauer

Spritspar-Tipps umsetzen Den durchschnittlichen Flottenverbrauch will man bei dem oberösterreichischen Fenster- und Türenhersteller mit eigenen SpritsparTipps optimieren. In kurzer und prägnanter Form zusammengefasste Hinweise für den wirtschaftlichen Umgang mit dem eigenen Firmenfahrzeug sollen die Mitarbeiter dazu animieren, so Kraftstoff sparend wie möglich unterwegs zu sein. „Natürlich ist es nicht einfach, erwachsenen Leuten Tipps rund ums Autofahren näher zu bringen“, schmunzelt der Fuhrparkmanager. Aus Gesprächen mit Kollegen weiß er jedoch, dass die von ihm gesammelten Tipps, so sie berücksichtigt werden, ihre Wirkung nicht verfehlen. „Unser Personalleiter ist genau nach den Spritspar-Vorgaben unterwegs und hat den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch seines Firmenautos dadurch nachhaltig gesenkt.“ Der dritte Teil der Autoregelung ist bei jedem Internorm-Firmenfahrzeug übrigens immer mit unterwegs. Darin nachzulesen ist u. a. die richtige Handhabung der Tankkarte oder das korrekte Verhalten nach einem Unfall.

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Aus der Praxis GPS-Daten innerbetrieblich nutzen

Auf Knopfdruck informiert In einem Aufwasch hat das niederösterreichische Bauunternehmen Dasch seine Flotte mit GPS-Boxen bestückt. Die Investition soll dabei helfen, Logistikabläufe zu optimieren. Wenn bei dem in Schwechat-Rannersorf ansässigen Bauunternehmen Dasch kurzfristige Transporte anfallen, ist der Griff zum Telefon seit einigen Wochen erst die zweite Sache, die den zuständigen Mitarbeitern in den Sinn kommt. Zuerst werfen sie einen prüfenden Blick auf den Bildschirm ihres Computers und setzen erst Ausbaufähig – „Die Investition in GPS-Boxen unterstützt uns bei der dann die notwendigen Optimierung bestimmter logisSchritte. „Der Entschluss, tischer Abläufe“, sagt Eduard C. unseren Fuhrpark mit Springinsfeld, Leiter Finanzen der Dasch Bauunternehmen GmbH GPS-Boxen auszurüsten, bietet uns Möglichkeiten, die wir vorher nicht nutzen konnten“, erklärt Prokurist Eduard C. Springinsfeld. Ein Aufgabenbereich, den man mit der getätigten Investition vom Start weg abgedeckt hat, ist die effizientere Disponierung kurzfristig anfallender Transporte. „Statt den Standort jedes Fahrzeuges zeitaufwendig per Telefon zu erfragen, genügt ein Blick auf den Bildschirm und wir wissen, ob und wann wir den Transport erledigen können“, sagt der Prokurist. Umsetzbar ist die für das Unternehmen neue Möglichkeit der Disponierung für ihn in erster Linie bei den eigenen Lkw, aber auch bei der Transporter-Flotte.

Netzwerke nutzen „Natürlich macht es bei unseren Lkw deutlich mehr Sinn abzuwägen, ob der anstehende Transport in Eigenregie oder mit einem Frächter abgewickelt wird.“ Aber auch bei den firmeneigenen Kastenwagen und Pritschen will Springinsfeld mehr denn je Synergieeffekte in der Disposition der Fahrzeuge nutzen. Der umgehend notwendige, direkte Abstecher von der Baustelle zum Baustoffhändler soll damit so optimal wie möglich genutzt werden. Bis jetzt sind solche Fahrten aus Zeitgründen ohne große innerbetriebliche Kommunikation durchgeführt worden. „Wegen einer Fahrt zu einem unserer Lieferanten einen firmenweiten Rundruf zu starten, hätte das Zeitbudget bei weitem gesprengt“, meint Eduard C. Springinsfeld. Mit

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der GPS-Daten-Erfassung sehen die Mitarbeiter im Büro jetzt dagegen deutlich schneller, ob ein anfallender Transport für weitere Zwecke genutzt werden kann. Unterstützt wird dieses Vorhaben auch von dem mit etwa 50 Kilometer rund um Wien eher regionalen Tätigkeitsbereich des Unternehmens. „Wenn unsere 20 Transporter in ganz Österreich verstreut wären, könnten wir uns derartige Bemühungen natürlich sparen.“

Regional – das Haupteinsatzgebiet des Unternehmens erstreckt sich rund 50 Kilometer um die Bundeshauptstadt Wien

Lückenloser Diebstahlschutz Große Erwartungen setzt das niederösterreichische Unternehmen besonders aus einem Grund in die lückenlose Aufzeichnung der zurückgelegten Wegstrecken. „Sollte einer unserer Transporter gestohlen werden, wissen wir binnen weniger Sekunden, wo das Fahrzeug unterwegs ist.“ Der Einbau der GPS-Boxen erfolgte beim Bauunternehmen Dasch nicht ohne vorher die Mitarbeiter über diesen Schritt zu informieren. Auf eine sehr interessante Art der Datenerfassung setzt die Baufirma bei Erstkontakten mit Interessenten bzw. möglichen Auftraggebern. Statt sich ausschließlich um die fachlichen Anliegen zu kümmern, erkundigen sich die Mitarbeiter auch, wie ihr Gesprächspartner auf das Bauunternehmen Dasch gekommen ist. „Neben Empfehlungen innerhalb der Baubranche oder unserem Internet-Auftritt wird dabei auch zunehmend unsere einheitlich beklebte Transporter-Flotte als Grund für die erste Kontaktaufnahme genannt.“

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Advertorial GPS-Daten innerbetrieblich nutzen

Intelligente Mobilität Was haben die Themen Ladungssicherheit und Energieeffizienz miteinander zu tun? Eine ganze Menge, wie die Fahrzeugeinrichtungen von Sortimo zeigen. Die neueste Generation der Fahrzeugeinrichtung von Sortimo „Globelyst M“ ist in intelligenter Leichtbauweise ausgeführt. Bei der Ausstattung eines gängigen Kastenwagens heißt das im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten eine Gewichtsersparnis von bis zu 40 Prozent. Das bedeutet, dass bei geringerem Gewicht der Einrichtung mehr Werkzeug, Transportgut und Verbrauchsmaterialien in das Nutzfahrzeug zugeladen werden können. Bei gleicher Zuladung verringern sich der Kraftstoffverbrauch und der Schadstoffausstoß. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Globelyst M verringert darüber hinaus den Zeitaufwand für das Suchen, Be- und Entladen von Material und Werkzeug. Die einzelnen Elemente der Fahrzeugeinrichtung können komplett entnommen und nachgefüllt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass alle notwendigen Utensilien auch stets im Fahrzeug verfügbar sind. Unnötige Fahrten zum Kunden oder zur Baustelle werden dadurch vermieden: Das macht nicht nur beim Kunden einen professionellen Eindruck, sondern den Einsatz von Energie effektiver und effizienter. Durch die Treibstoffeinsparung und die höhere Arbeitseffizienz amortisiert sich die Anschaffung der Fahrzeugeinrichtung binnen zwei bis drei Jahren. Weiters wurde mit „ProSafe“ das Ladungssicherungssystem mit Verzurrgurten direkt in die Ausstattung integriert. Die Gurte können in Längsschlitze, die in die Pfosten der Einrichtungslösung eingelassen sind, eingehakt werden. Damit ist bereits der größte Teil der Investitionen für die Ladungssicherung getätigt.

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Aus der Praxis Holland Blumen setzt voll auf den Eigenfuhrpark

Blühende Ergebnisse Mit mehr als 100 Geschäften ist die Holland Blumen GmbH in ganz Österreich am Markt präsent. Die Auslieferung der Blumen zu den Standorten erfolgt ausschließlich in Eigenregie. Die Ausweitung unserer Distribution auf die Nachtstunden hat für uns nur Vorteile gehabt.“ Grundlegend neu aufgestellt hat man mit der Neustrukturierung der Logistik auch den optischen Stellenwert des Eigenfuhrparks. Lkw und Transporter bleiben maximal sechs Jahre in Verwendung. Um die anschließende Vermarktung der gebrauchten Nutzfahrzeuge kümmert man sich in Eigenregie. Die Nachfrage nach dem Schnittblumen- und Pflanzen-Angebot von Holland Blumen ist das ganze Jahr über auf einem nahezu konstanten Niveau. Obligatorische Zuwächse gibt es vor Allerheiligen oder vor dem Muttertag. Um das Vertriebsprogramm mit dazu passenden Artikeln zu erweitern, finde sich im Holland Blumen-Portfolio seit kurzem auch Weine und Wohn-Accessoires. Unverzichtbar – „Ohne Eigenfuhrpark geht bei uns nichts“, sagt Andreas Kristiner, Logistikleiter der Holland Blumen GmbH

Einen sehr populären Begriff der modernen Geschäftswelt hat Andreas Kristiner in seinem Job längst beiseite gelegt. Wenn der Logistikleiter der Holland Blumen GmbH über seinen Aufgabenbereich plaudert, streift er das Thema Outsourcing nur mit einigen kurzen Sätzen. „In unserem Geschäft geht eindeutig nichts ohne Eigenfuhrpark. Das wissen wir schon deswegen, weil wir vor Jahren mit Partnern aus der Transport- und Speditionsbranche zusammengearbeitet haben.“ Dabei hat der Fokus auf den eigenen Fuhrpark keinesfalls mit mangelndem Talent der damals beschäftigten Unternehmen zu tun. „Die Belieferung unserer Standorte ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Fulltime-Job, der sich mit anderen Transportaufgaben schwer bis gar nicht kombinieren lässt“, weiß der Fuhrparkleiter. Alleine 56 der 100 Standorte werden von der Firmenzentrale in Hagenbrunn versorgt. Die Dienstags, Donnerstags und Samstags angelieferten Schnittblumen aus Holland sind spätestens am darauf folgenden Werktag im Verkauf.

Beliefert wird rund um die Uhr Den im Jahr 2008 vollzogenen Optimierungen der innerbetrieblichen Logistik stellt Andreas Kristiner auch heute noch ein sehr gutes Zeugnis aus. „Wir sind damals davon abgegangen, ausschließlich am Tag zu beliefern.

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Online-Shop gestartet Neue Wege im Kontakt zu den Kunden hat die Holland Blumen GmbH im heurigen Frühjahr mit der Einführung eines Online-Shops gestartet. Mit einem verkürzten Sortiment, das u. a. neun verschiedene Blumensträuße umfasst, sollen auch Schnellentschlossene angesprochen werden. Profitieren will man bei dieser neuen Geschäftsidee Durchdacht – vom Logistikzentrum Hagenauch vom österbrunn werden 56 Standorte beliefert reichweiten Netzwerk. Wenn der bestellte Blumenstrauß bis 16 Uhr von Holland Blumen an den beauftragten KEP-Anbieter übergeben wird, ist er am darauf folgenden Tag beim Empfänger. Unabhängig davon ob der Auftraggeber in Wien und der Empfänger in Salzburg, Innsbruck oder Klagenfurt sitzt. Den direkten Kundenkontakt in den Geschäften auf Kosten des Online-Handels eindämmen, steht allerdings keineswegs zur Debatte. „Alleine 60 Prozent unseres Geschäftes machen wir mit Schnittblumen. Die dabei gewünschte Vielfalt lässt sich nicht in einem Online-Shop darstellen“, unterstreicht Andreas Kristiner.

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Aus der Praxis xxx Objektives Fuhrparkmanagement

Die Kosten im Griff Objektives Fuhrparkmanagement hat bei vielen Flottenbetreibern nicht den Stellenwert, den es besitzen sollte. Dadurch wird das mögliche Optimierungspotential nicht einmal annähernd ausgeschöpft. Gewisse Geschichten kann einfach nur das Leben schreiben. Wenn ein Großflottenbetreiber seine Fahrzeuge nur über eine einzige Tankkarte abrechnet, verliert er langfristig den wirklichen Durchblick über die variablen Kosten pro Fahrzeug. Oder der Fuhrparkleiter, der sich in seinem Aufgabenbereich auch um die Fahrzeuge mit digitalem Tachographen jenseits der 3,5 TonnenGrenze kümmern sollte. Von Datensichern bei den elektronischen Fahrtenschreibern hat er schon irgendwann

Zur Person

Helmut Haidmeier (54) ist Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt Fuhrparkmanagement. Der studierte Betriebswirt hat sich darauf spezialisiert, vorhandene Flotten zu analysieren und praxisrelevante Einsparungspotentiale herauszuarbeiten.

„Bei viele Fuhrparks werden die wahren Kosten nach wie vor nicht hinterfragt“, sagt Unternehmensberater Helmut Haidmeier

Einfach – mit GPS-Daten-Erfassung lassen sich viele interbetriebliche Abläufe vereinfachen

einmal gehört. Aber das funktioniert ohnehin automatisch und ohne sein Zutun auf jedem Digi-Tacho. Oder doch nicht? „Ein objektiv durchleuchteter Fuhrpark bietet immer wieder Einsparungspotentiale, durch die sich eine angespannte Kostenstruktur zielführend lockern lässt“, weiß Unternehmensberater Helmut Haidmeier. Dabei genügt es oft alt eingespielte Abläufe im Fuhrpark zu hinterfragen oder geringfügig abzuändern.

Vorhandene Daten nutzen „Die Betankung der eigenen Fahrzeuge über Tankkarten liefert wertvolle Daten über den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch. Aber natürlich nur dann, wenn jeder Pkw, Transporter oder Lkw eine eigene Tankkarte besitzt“, meint der Unternehmensberater. Der technisch und wirtschaftlich korrekte Umgang mit dem Firmenfahrzeug sollte jedoch nicht erst beim ersten Tankstopp beginnen. Neue Fahrzeuge zwischen Tür und Angel dem

jeweiligen Mitarbeiter zu übergeben, kann schnell zu einem nachhaltigen Eigentor für den Unternehmer werden. „Statt den Fahrer in aller Ruhe mit dem Fahrzeug vertraut zu machen, bekommt er einfach die Schlüssel in die Hand gedrückt und sollte schon wieder auf der nächsten Baustelle sein“, weiß Helmut Haidmeier aus eigener Berufserfahrung. Von grundlegenden Einschulungen über die technischen Neuerungen des rollenden Untersatzes oder gar eines schriftlichen Übergabeprotokolls wird in solchen Fällen kaum Gebrauch gemacht. Gleiches gilt für eine Fahrzeugmappe, in der die wichtigsten Informationen zum Fahrzeug wie auch das richtige Verhalten bei Unfällen oder Pannen enthalten sind. „Wenn um 1:45 in der Früh das Handy des Fuhrparkleiters läutet und ein Fahrer verzweifelt die Telefonnummer des Pannendienstes wissen will, ist eindeutig etwas falsch gelaufen.“

Elektronische Datenerfassung In Österreich noch viel zu wenig bekannt, sind die Möglichkeiten, die im Fuhrpark verbaute GPS-Systeme bieten können. Stundenaufzeichnungen mühsam über handschriftliche Unterlagen abzurechnen, wird durch sie genauso hinfällig, wie Kilometer-Aufzeichnungen. „Im Idealfall meldet sich jeder Arbeiter sobald er in das Auto steigt mit einem eigenen Chip an. Durch die Wegstreckenerfassung stehen sämtliche zurückgelegte Wege für die weitere Verarbeitung zu Verfügung“, erklärt Helmut Haidmeier. Egal ob sie für Rechnungslegungen an die Kunden benötigt werden oder ob sie im Unternehmen in die Lohnverrechnung einfließen.

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Aus der Praxis Homepage neu gestaltet

Noch mehr Informationen online Das Internet-Portal www.sicher-transportieren.at wird noch im November in grundlegend überarbeiteter Form online gehen. Ein Kernpunkt des neuen Internet-Auftritts ist ein moderiertes Forum, in dem Experten Fragen zum Thema Ladungssicherung beantworten. Ein grundlegend runderneuerter Web-Auftritt steht bei dem im Jahr 2009 gegründeten Internet-Portal www. sicher-transportieren.at bevor. Rund um das breit gefächerte Angebot an Informationen rund um das Thema Ladungssicherung wollen die Betreiber den Servicecharakter der Homepage weiter unterstreichen. „Ladungssicherung ist eine äußerst lebendige Materie. Daher werden wir die Homepage um einige Inhalte ergänzen, die genau in diese Richtung gehen werden“, kündigt Sortimo-Geschäftsführer Helmuth Schleinzer an. Das oberösterreichische Unternehmen zählt neben dem ÖAMTC oder der AUVA zu einem der Gründungsmitglieder der Homepage www. sicher-transportieren.at. Die eigentliche Idee dafür entstammt der Feder von Schleinzer. Deutlich lebendiger als bisher sollen die Inhalte der Homepage durch ein neu gegründetes Forum werden. Bei diesem beantworten anerkannte Ladungssicherungs-Experten die Fragen der User. Ein Newsletter soll die Benutzer darüber hinaus über aktuelle Neuheiten informieren.

Ergänzt – der neue Web-Auftritt wird um weitere Informationen rund um das Thema Ladungssicherung erweitert werden

Wachsende Besucherzahlen Mit dem Bekanntheitsgrad des mittlerweile drei Jahre alten Internet-Auftitts zeigt sich der Geschäftsführer durchaus zufrieden. Pro Quartal nutzen gut 3.000 Benutzer

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die Möglichkeit, sich genauer mit der Thematik der Ladungssicherung auseinander zu setzen. Die mittlere Verweildauer auf der Homepage beträgt dabei fünf Minuten. „Diese Werte zeigen sehr anschaulich, dass wir mit der Plattform auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Helmuth Schleinzer. Gleich um ein Drittel auggestockt wird im Zuge der Neugestaltung der Homepage das Angebot an Filmen, die Beladungsbeispiele aus der Praxis zeigen. Zu den derzeit 16 vorhandenen Clips werden noch weitere acht dazukommen. Wer sich die Filme nicht unbedingt online ansehen möchte, kann von der ebenfalls neuen Möglichkeit Gebrauch machen, eine DVD mit allen 25 Filmen gratis zu bestellen. „Die Idee mit den praxisrelevanten Beladungsbeispielen hat sich sehr gut bewährt, daher wird das Angebot jetzt auch merklich ausgeweitet.“

Namhafte Partner Hinter www.sicher-transportieren.at stehen neben Sortimo, der AUVA und dem ÖAMTC noch zahlreiche andere namhafte Firmen. So wird mit der Präsentation der neuen Homepage erstmals auch VW Nutzfahrzeuge als Kooperationspartner an die Öffentlichkeit gehen. „Der Grundgedanke dieser Homepage war es, eine unabhängige Plattform zu gründen, die fachlich möglichst breit aufgestellt ist. Das ist uns in den letzen drei Jahren zweifellos gelungen“, zieht Helmuth Schleinzer ein erstes Resümee. Der Aufbau der neuen Homepage wird, wie erste ScreenShots bereits zeigen, die Interessenten mit wenigen Mausklicks zu den gewünschten Informationen dirigieren. „Die vier Hauptmenüs Ladungssicherung & Videos, Kräfte – Theorie & Praxis, Gesetze und Normen sowie Schulungen sind selbsterklärend und bringen den User im Handumdrehen zu den Informationen, die für ihn wichtig sind.“ Überarbeitet – „Die grundlegend neu gestaltete Homepage von www-sicher-transportieren.at wird noch im heurigen November online gehen“, kündigt Sortimo-Geschäftsführer Helmuth Schleinzer an

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Transporter-News xxx Zugelegt – in der Ausführung Pritsche XL ist die Ladefläche des VW T5 jetzt 3,15 Meter lang

VW Nutzfahrzeuge verlängert den T5

Um 21 Zentimeter gewachsen VW Nutzfahrzeuge verpasst dem T5 mit langem Radstand und Pritsche eine XL-Variante. Um genau 21,1 Zentimeter verlängert, besitzt die Neuentwicklung die am Markt häufig geforderte Ladelänge von mindestens 3 Meter (exakt sind es 3,15 Meter). Der Aufpreis für die T5 Pritsche XL gegenüber der Standard-Pritsche beträgt netto 750 Euro. Die Neuvorstellung ist mit dem 84 PS starken 2,0 Liter TDI-Motor und 5-Gang-Schaltgetriebe ab 23.695 Euro (exkl. MwSt.) bestellbar.

Opel angelt sich neuen Combo

Südländische Einkaufstour

Erkennbar – Opel setzt beim neuen Combo auf die Qualitäten des Fiat Doblò

Beim in den Startlöchern stehenden Nachfolger des Opel Combo vertrauen die Rüsselsheimer auf südländisches Temperament. Dass die im kommenden Jahr vorgestellten Pkw- und Nutzfahrzeugvarianten einem bereits am Markt befindlichen Mitbewerber sehr ähnlich schauen, liegt in der Natur der Sache: schließlich wird der neue Combo bei Fiat Professional eingekauft, wo er als Fiat Doblò vermarktet wird. Geben wird es den Deutschen mit italienischen Genen mit zwei verschiedenen Radständen und wahlweise als Nutzfahrzeug oder Fünf- bzw. Siebensitzer. Mit kurzem Radstand kommt der Combo auf eine Gesamtlänge von 4,39 Meter, mit langem Radstand misst er 4,74 Meter. Verkaufspreise stehen noch keine fest.

Neues Mercedes Vito-Sondermodell Sondermodell – der Mercedes-Benz Vito Crew soll im Bau- und Baunebengewerbe seine Stärken ausspielen

Für den Bau erdacht

Mercedes-Benz macht den Vito mit einem speziellen Sondermodell fit für Einsätze im Bau- und Baunebengewerbe. Die Ausstattung mit dem Cockpit des Kastenwagens und einem widerstandsfähigen Holzboden im Fahrgastraum ist funktionell und pflegeleicht zugleich. Entsprechend dem Einsatzgebiet des Vito Crew sind die Sonderausstattungen ausgewählt: Anhängerkupplung und BeifahrerDoppelsitz unterstreichen die Funktionalität des Modells. Ein Reserverad anstelle des Pannensets empfiehlt sich bei häufigen Einsätzen abseits befestigter Straßen. Der MercedesBenz Vito Crew ist in den Größen „kompakt“ und „lang“ verfügbar. Die Preise beginnen bei 23.241 Euro (exkl. MwSt., inkl. NoVA). 02-2011

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Transporter-News Nissan NV400 vor Markteinführung

Mit dem Gesicht der Allradler Seine Frontpartie orientiert sich unübersehbar an den 4x4-Baureihen Pathfinder und Navara. Technisch ist der neue Nissan NV400 dagegen der dritte Ableger der Gemeinschaftsentwicklung von Renault und Opel. Zum Marktstart im November wird der große Bruder des NV200 als Kastenwagen sowie als neunsitziger Kombi erhältlich sein. In Zukunft sollen weitere Aufbauarten, wie ein Pritschenwagen und ein Dreiseitenkipper als Einzelund Doppelkabine sowie ein Kofferaufbau das Sortiment erweitern. Die Dieselmotoren leisten von 100 bis 146 PS. Je nach Fahrzeugkonfiguration schluckt der Laderaum des NV400 als Kastenwagen bis zu 17 Kubikmeter.

Modellpflege beim Iveco Daily

Super Kräfte inklusive

Iveco hat dem Daily eine umfangreiche Frischzellenkur verordnet. Kernpunkte der Produktpflegemaßnahmen sind ein komplett neuer Antriebsstrang, ein großzügig neu gestalteter Innenraum sowie optische Retuschen bei der Optik des vielseitigen Italieners. Der Entschluss von Iveco, sich für die Markteinführung des neuen Daily die Rechte des Superman-Logos für ein Jahr zu sichern, haben durchaus ihren Grund. Immerhin leistet die neue Topmotorisierung stolze 205 PS und verleiht der Transporter-Familie damit wahre Bärenkräfte. Im Innenraum warten auf den Daily-Fahrer gleich 15 verschiedene Stauräume, die es locker mit allen zu verstauenden Utensilien aufnehmen können. Der Einstiegspreis der neuen Daily-Generation liegt bei 18.600 Euro (exkl. MwSt.). Die ersten Fahrzeuge sind bereits in Österreich eingetroffen. Anleihen – mit maximal 205 PS unter der Haube braucht der Iveco Daily den Vergleich mit Superman definitiv nicht scheuen

Arbeits-Duo – Kia bietet den cee’d sowie den Sportage ab sofort auch als Fiskal-Lkw an

Fiskal-Lkw von Kia

Zwei Pkw auf Abwegen Neue Impulse am Fiskal-Lkw-Markt will Kia mit den Nutzfahrzeugvarianten der Modelle cee’d und Sportage setzen. Der cee’d besitzt nach abgeschlossener Metamorphose zum optisch nach wie vor ansprechenden Fiskal-Lkw einen 1,36 Kubikmeter großen Laderaum. Im Sportage sind es noch 1,11 Kubikmeter. Die maximale Nutzlast beträgt 445 bzw. 425 Kilogramm. Die Einstiegspreise der beiden vorsteuerabzugsfähigen Modelle liegen bei 14.645 und 18.913 Euro (jeweils exkl. MwSt.)

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Transporter-News xxx Mitsubishi macht den i-MiEV zum Fiskal-Lkw

Ständig unter Strom

Ganz ohne Emissionen kommt das neueste Nutzfahrzeug-Modell von Mitsubishi aus: der zum Fiskal-Lkw umgebaute i-MiEV. Mit Reichweiten von bis zu 150 Kilometer ist er in urbanen Ballungszentren optimal aufgehoben. Dank dem vom Start weg sofort vorhandenen, maximalen Drehmoment von 180 Newtonmeter hat der Elektro-Flitzer außerdem im innerstädtischen Verkehrsgewühl spielend die Nase vorne. Die Batterien des Zero Emission City-Lieferfahrzeuges sind in nur sechs Stunden geladen. Der Listenpreis ist dagegen eine Klasse für sich und liegt bei stolzen 31.390 Euro (exkl. MwSt.).

Startklar – als Fiskal-Lkw schafft der iMiEV bis zu 150 Kilometer ohne Ladestopp

Fiat macht den Doblò zur Pritsche

So groß wie nie

Abwechslung – als Pritschenwagen soll der Fiat Doblò für ihn neue Marktsegmente erobern

Ganz neue Wege beschreitet Fiat Professional mit der jüngsten Variante des Doblò. Dabei wechselt der Transporter kurzfristig sein Metier und präsentiert sich als durchaus gelungener Pritschenwagen, oder mit seinem kompletten bürgerlichen Namen als Fiat Doblò Work Up Pritschenwagen. Der Vorstoß in ein neues Fahrzeugsegment bescherte ihm eine komplett ebene, 4 Quadratmeter große Ladefläche. Mit ihren Abmessungen von 2,30x1,82 Meter bietet sie bis zu drei Europaletten Platz. Die maximale Nutzlast liegt bei 1.000 Kilogramm. Das Leistungsspektrum der Turbodiesel-Motoren reicht von 90 bis 135 PS. Der Einstiegspreis liegt bei 16.690 Euro.

Neue Motoren für den Ford Transit

Euro 5-Hürde gemeistert

Genügsam – mit neuem Antriebsstrang und zusätzlichen Energiespar-Features will Ford den Kraftstoffverbrauch des Transit weiter optimieren

Ford spendiert dem Transit einen neu entwickelten Duratorq TDCi-Motor mit 2,2 Liter Hubraum. Der Selbstzünder leistet von 100 bis 155 PS und erfüllt die Euro 5-Abgasnorm. Um die Kraftübertragung auf die Antriebsräder kümmert sich serienmäßig ein manuelles 6-Gang-Getriebe. Deutliche Öko-Akzente setzen das neue EnergieRückgewinnungssystem der Lichtmaschine sowie ein durchdachtes Batterie-Management. Für die gesamte Transit-Baureihe ist erstmals das so genannte „Eco Paket“ erhältlich. Mit automatischem Start-Stopp-System sowie einem aktivierbaren Geschwindigkeitsbegrenzer soll es den Kraftstoffverbrauch weiter optimieren.

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Tipps

Das Winter-ABC für den Furhpark

Eiszeit

Die kalte Jahreszeit stellt auch Fuhrparkbetreiber vor immer neue Herausforderungen. Damit Ihre Flotte zielsicher durch Eis und Schnee kommt, haben wir für Sie die wichtigsten Tipps für einen reibungslosen Winterbetrieb zusammengefasst.

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F B H D J

Allradgetriebene Transporter sind bei winterlichen Fahrbedingungen natürlich in ihrem Element. Die Gesetze der Fahrphysik können aber auch sie nicht überwinden. Passen Sie Ihre Fahrweise auch mit 4WD im Rücken unbedingt den Straßenverhältnissen an.

Wann haben Sie zuletzt den Frostschutz im Kühler Ihrer Fahrzeuge überprüft? Geht das Mischungsverhältnis von Wasser und Frostschutz zu sehr in Richtung Wasser, können weit reichende Frostschäden im Kühlkreislauf entstehen.

Geringe Beimengungen von Benzin im Dieseltank helfen, das Ausflocken des Kraftstoffs bei tiefen Temperaturen hinaus zu zögern. Das hilft vor allem bei Haustankstellen mit zu üppig bemessenem Sommerdiesel-Vorrat, den fossilen Brennstoff wintertauglicher zu machen.

Garagierte Fahrzeuge brauchen am Morgen nicht vom Eis befreit zu werden. So Sie die räumlichen Möglichkeiten haben, stellen Sie Ihre Fahrzeuge unter Dach ab. Auch wenn es vielleicht etwas zeitaufwendiger ist, als sie einfach nur auf dem Firmenareal zu parken.

Computer oder Diagnosegeräte haben bei tiefen Außentemperaturen während der Nacht oder an Wochenenden nichts in den Firmenfahrzeugen verloren. Weder die Akkus der Geräte noch deren anderen Komponenten sind für derart frostige Aufenthaltsorte gemacht.

Der regelmäßige Einsatz eines Hochdruckreinigers beseitigt die Spuren des harten Winterbetriebes. Je regelmäßiger die Salzkrusten am Fahrzeug entfernt werden, desto tadelloser bleibt das Lackkleid.

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Die Dichtungen der Türen lassen sich auf einfachem Weg mit Silikonspray oder Hirschtalg winterfest machen. Dezent eingefettet frieren sie auch bei tieferen Temperaturen nicht ein.

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Eiskratzer und Schneebesen gehören während der nächsten Monate in den Morgenstunden wieder zu den wichtigsten Werkzeugen ihrer Mitarbeiter. Achten Sie darauf, dass sie in jedem Fahrzeug griffbereit sind.

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Informieren Sie sich rechtzeitig über die Verkehrssituation auf dem Weg zur Arbeit. Unvorhersehbare Zwischenfälle gehören während der Wintermonate leider zum Alltag auf den Straßen und kosten meist sehr viel Zeit.

Einmal jährlich die Fahrzeug-Batterie zu überprüfen, kann die Lebensdauer dieser wichtigen Komponente wesentlich verlängern. Die tiefen Temperaturen fordern von ihr beim Anlassen des Motors regelmäßig Höchstleistungen.

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Tipps xxx

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Kaputte Lampen schränken im Winter das Sichtfeld des Fahrers drastisch ein. Überprüfen Sie, ob in jedem ihrer Fahrzeuge wenigstens ein kompletter Satz an ReserveBirnen vorhanden ist.

L

Ladungssicherung einmal anders: Akkuschrauber oder andere batteriebetriebene Werkzeuge sollten während der Nacht an einem beheizten Ort gelagert werden. Das erhöht ihre Lebensdauer deutlich.

Die Natur aufmerksam zu beobachten, kann im Ernstfall Unfälle verhindern. Vereiste Straßen oder unter der Schneelast abgebrochene Äste von Bäumen kommen sind bei genauer Beobachtung deutlich zu erkennen. Weisen Sie Ihre Mitarbeiter darauf hin, noch vorausschauender als ohnehin notwendig zu fahren.

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Querfeldeinfahrten und gewagte Abkürzungen können im Winter das genaue Gegenteil bewirken. Überlegen Sie genau, ob der im Sommer tadellos befahrbare Abschneider über Güterwege auch im Winter die richtige Routen-Entscheidung ist.

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Den Motor am Morgen am Stand laufen zu lassen um den Innenraum zu beheizen, bringt nicht den gewünschten Erfolg und erhöht nur den Kraftstoffverbrauch. Deutlich ziel führender ist es, das Fahrzeug erst unmittelbar vor dem Wegfahren zu starten.

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zeuge rechtzeitig vor Wintereinbruch mit SteinschlagPflastern aus.

Vorhandene Rostschäden sollten vor dem Wintereinbruch ordnungsgemäß ausgebessert werden. Nur so lässt es sich verhindern, dass die betroffenen Stellen am Fahrzeug unter der Streusalzkruste regelrecht aufblühen und der Lackschaden großflächiger wird.

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Schneeketten sind erfahrungsgemäß in vielen gewerblich genutzten Fahrzeugen vorhanden. Sie anzulegen, ist dagegen für so manchen ein Buch mit sieben Siegeln. Nehmen Sie sich die Zeit und erklären Sie Ihren Mitarbeitern die wenigen Handgriffe, um sie richtig und schnell einsetzen zu können.

T

Der beste Türschlossenteiser nützt nichts, wenn er im Handschuhfach aufbewahrt wird. Weisen Sie Ihre Mitarbeiter darauf hin und verhindern Sie es so, dass sie eines Tages vor verschlossenen Türen stehen.

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Unverdünnter oder nur schwach verdünnter Scheibenreiniger ist bei kalten Temperaturen eindeutig die bessere Wahl zum Reinhalten der Windschutzscheibe, als Wasser. Ergänzen Sie den Vorrat bei jedem Ihrer Fahrzeuge und verhindern Sie so das Einfrieren der Scheibenwaschanlage.

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Vereiste Scheiben lassen sich in der Früh im Handumdrehen mit lauwarmen Wasser freilegen. Aber Vorsicht: Das Wasser darf tatsächlich nur lauwarm sein, da sonst die Gefahr besteht, dass die Scheiben springen.

Irrtum – im Fahrzeug ist der Türschlossenteiser eindeutig fehl am Platz

O

Eine optimale Beladung und Ladungssicherung erhöht die aktive Fahrsicherheit jedes Transporters. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit dafür und vermeiden sie es so durch falsche Beladung bei winterlichen Fahrbedingungen ins Schleudern zu geraten.

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Ein griffbereites Pflaster bei Steinschlägen kann die Windschutzscheibe retten. Statten Sie alle Ihre Fahr-

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Winterreifenpflicht besteht ab 1. November. Vereinbaren Sie rechtzeitig einen Termin zum Reifenwechseln. Sollte die Beschaffung neuer Winterreifen notwendig sein, kümmern Sie sich schon vor dem Stichtag darum. Scheinwerfer mit Xenonlicht haben eine deutlich höhere Lichtausbeute als konventionelle Scheinwerfer. Überlegen Sie bei Fahrzeugneuanschaffungen, ob sich diese Zusatzinvestition für Sie rechnen könnte.

Zugeschneite Fahrzeuge müssen vor Fahrbeginn komplett vom Schnee befreit werden. Geschieht dies nicht, können für Sie wie auch für andere Verkehrsteilnehmer gefährliche Situationen entstehen.

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Marktübersicht Marktübersicht

Alle Pick Up-Modelle auf einen Blick Der Pick Up-Markt wird auch in Österreich zunehmend von gewerblichen Nutzern geprägt. Sie schätzen das ausgewogene Verhältnis von Nutzlast, der Größe der Ladefläche und der für Normalverbraucher mehr als ausreichenden Geländetauglichkeit. Wir liefern Ihnen einen Überblick der populärsten Modelle mit Doppelkabine. Neuer Name, alte Tugenden

Nissan NP300 Pick Up

Nissan ist der einzige Anbieter am Markt, der gleich mit zwei verschiedenen Pick Up-Modellen vorfahren kann. Im Windschatten des bulligen Navara geht seit einigen Jahren auch dessen Vorgänger mit neuem Namen auf Kundenfang. Der NP300 Pick Up ist zwar nicht mehr am neuesten Stand der Technik, dafür aber einfach gebaut und dementsprechend robust. Basismodell: Motor: 2,5 l TDI, 133 PS, max. Nutzlast: 985 kg, Verbrauch: 9,2 l/100 km, CO2-Emission: 242 g/km, Grundpreis: 21.410 Euro (exkl. MwSt.)

Der neue Leitwolf

VW Amarok

Das erste Pick Up-Modell aus Wolfsburg mischt den rotweiß-roten Pick-Up-Markt ganz schön kräftig auf. Mit dem der Mythologie entliehenen Namen eines Riesenwolfs ist VW von Anfang an auf der Überholspur unterwegs. Die letzte Neuerung im Amarok-Programm: eine 8-Gang-Automatik, die auch im Gelände ihre Stärken ausspielen soll. Basismodell: Motor: 2,0 l TDI, 122 PS, max. Nutzlast: 765 kg, Verbrauch: 7,3 l/100 km, CO2-Emission: 192 g/km Grundpreis: 21.445,83 Euro (exkl. MwSt.) Fesches Arbeitstier

Nissan Navara

Der Nissan Navara ist so etwas wie der fesche, große Bruder des Nissan NP300 Pick Up. Das Arbeiten hat er deswegen natürlich nicht verlernt. Bei Bedarf lässt er sich mit V6-Motor, Automatikgetriebe und Lederausstattung zu einem echten Luxusmobil aufmöbeln. Hier profitiert er sicher von der unübersehbaren Verwandtschaft zum Nissan Pathfinder. Basismodell: Motor: 2,5 dCi, 190 PS, max. Nutzlast: 998 kg, Verbrauch: 8,5 l/100 km, CO2-Emission: 224 g/km, Grundpreis: 23.332,50 Euro (exkl. MwSt.)

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Marktübersicht xxx Der letzte große Auftritt

Ford Ranger

Wer auf der Suche nach einem bewährten und zugleich robusten Pick Up ist, wird sich sehr schnell mit dem Ford Ranger anfreunden können. Nachdem die ersten Fotos seines Nachfolgers schon längst durch die Medienwelt gegeistert sind, steht seine Ablöse in absehbarer Zeit bevor. Das ändert jedoch natürlich nichts an seinem standfesten Auftreten. Basismodell: Motor: 2,5 l TDCi, 143 PS, max. Nutzlast: 990 kg, Verbrauch: k. A., CO2-Emission: k. A. Grundpreis: 19.490 Euro (exkl. MwSt.) Die Welle im Heck

Mitsubishi L200

Mit dem extravagant geschwungenen Übergang von der Kabine zur Ladefläche polarisiert der Mitsubishi L200 wie kaum einer seiner Mitbewerber. Trotz dem einprägsamen Outfit hat er seine Wurzeln nicht vergessen und kann bei Bedarf immer noch kräftig zupacken. Immerhin gehörten seine Vorgänger zu den Pick Up-Pionieren am österreichischen Markt. Basismodell: Motor: 2,5 l DI-D, 136 PS, max. Nutzlast: 940 kg, Verbrauch: 7,7 l/100 km, CO2-Emission: 208 g/km, Grundpreis: 22.125 Euro (exkl. MwSt.) Fernöstliche Verwandtschaft

Mazda BT-50

Der Mazda BT-50 ist das Ergebnis der bereits zweiten Zusammenarbeit von Ford und Mazda im Pick Up-Bereich. Das momentan einzig wahre Nutzfahrzeug unterscheidet sich von seinem europäischen Zwilling durch eine anders gestaltete Frontpartie. Auch bei den Ausstattungsmöglichkeiten gehen beide Anbieter durchwegs getrennte Wege. Basismodell: Motor: 2,5 l Common Rail, 143 PS max. Nutzlast: 930 kg, Verbrauch: 9,3 l/100 km CO2-Emission: 244 g/km, Grundpreis: 22.658,33 Euro (exkl. MwSt.) Beim Wort genommen

Toyota Hilux

Die ankündigenden Worte für den Toyota Hilux auf der Toyota-Homepage lassen so manches erwarten. Wird er dort doch als der, „der alles überwindet“, angekündigt. Maßgebend an diesem sturen, aber sehr willkommenen Vorhaben beteiligt ist der auf Wunsch erhältliche 3,0-Liter-Motor, der auch bei regelmäßigem Ausreizen der Nutzlast nicht so schnell in die Knie geht. Basismodell: Motor: 2,5 l D-4D, 145 PS, max. Nutzlast: k. A. , Verbrauch: 8,3 l/100 km, CO2-Emission: 219 g/km, Grundpreis: 24.600 Euro (exkl. MwSt.) 02-2011

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Test VW Amarok Startline TDI

Der Büffel aus dem Halbstock Vom Newcomer zum heißen Kandidaten für den Leitwolf-Posten. Wieso der VW Amarok alte Pick UpTugenden hoch hält und seine Ladefläche garantiert nie im Dunkeln verschwindet. Amarok-Fahrer brauchen viel Zeit. Und wenn es irgendwie machbar ist, einen Stoß Fahrzeugprospekte griffbereit im Ablagefach der Fahrertüre. Der erste Pick Up in der Geschichte von VW fällt auf der Straße nicht nur auf. Er animiert andere Verkehrsteilnehmer sogar dazu, langsamer zu fahren und interessierte Blicke zur Seite zu werfen, so er vor der eigenen Haustüre steht (was am Ende einer kleinen Waldviertler Ortschaft mit schurgerader Durchzugsstraße sogar sehr praktisch ist). Die Reaktionen in der eigenen Familie sind ebenso überraschend. Da wird am Beginn der Urlaubszeit prompt die erst im vergangenen Jahr angeschaffte Familienkutsche in Frage gestellt. Und ernsthaft darüber nachgedacht, ob die Bezeichnung Amarok nicht doch das Ergebnis eines zoologischen Irrtums sein könnte. Denn: „Mit dem Auftreten und der Leistung ist es doch eher ein Büffel, als ein Wolf.“ Na bitte, der erste Büffel, der bei den wuchtigen Abmessungen der Wolfsburger Pick Up-Premiere im Halbstock und nicht ebenerdig residieren darf.

Hohe Ladebordwände Dabei fällt es tatsächlich schwer, dem Argument „Mehr-Büffel-als-Wolf“ etwas Handfestes entgegen zu setzen. Schließlich wirkt der Amarok, wenn auch nur rein subjektiv betrachtet, um gut eine Nummer größer, als die meisten seiner Wegbegleiter. Eindeutig riesig ist das Platzangebot auf der beleuchteten (!) Ladefläche. Mit 51 Zentimeter hohen Seitenwänden erreicht die Nutzlast von 902 Kilogramm nicht nur beim Zusammentreffen mit einer gut bestückten Eu-

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ropalette ihre Grenzen. Ein hilfreiches Detail am Rande ist der angenehm groß ausgeführte Auftritt im Heck des Fahrzeuges, der den Weg auf die Ladefläche auch dann ebnet, wenn die hintere Bordwand geschlossen ist. Einen Amarok zu fahren hat in Österreich übrigens für fast die Hälfte der Käufer berufliche Gründe. Immerhin gehen beachtliche 40 bis 45 Prozent in der von uns gefahrenen Startline-Variante über den Ladentisch. Die ab Werk jedoch ohne Ladeflächenverkleidung auskommen muss, die erst in den höheren Ausstattungsvarianten serienmäßig verbaut wird.

Familiärer Selbstzünder Handfeste Steherqualitäten, die in einem Pick Up mehr als willkommen sind, besitzt der 2,0-Liter-Turbodiesel des Amarok, der im VW Nutzfahrzeuge-Bereich mittlerweile in allen Modellen zum Einsatz gelangt. Mit 163 PS und Bi-Turbo im Genick braucht er auch mit der maximalen Anhängelast von 2,8 Tonnen nicht nur liebäugeln. Das nachgeschaltene 6-Gang-Getriebe schafft den Spagat zwischen langsamen Geländeausfahrten und flotten Überlandreisen ohne Schnitzer. Einen wesentlichen Teil dazu trägt sicherlich der ange-

nehm lange übersetze 6. Gang bei, der dem Pick Up sogar regelrechte Langstreckenqualitäten samt moderatem Durchschnittsverbrauch (8,0 Liter/100 Kilometer) verpasst. Apropos Lagenstrecke: Die im Zulassungsschein angegebenen fünf Sitzplätze haben beim Amarok dank großzügiger Abmessungen weit mehr als theoretischen Charakter. Hat daher vielleicht jemand Bedarf an einer garagengepflegten Familienkutsche? Fazit: Wenn es ihn nicht gäbe, wäre es höchste Zeit, ihn zu erfinden.

FACTBOX Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel, 120 kW (163 PS) Eigengewicht: 2.063 kg Nutzlast: 902 kg Anhängelast ungebremst/ gebremst: 750 kg/2.800 kg Testverbrauch: 8,0 l/100 km Grundpreis: 24.883,33 Euro (exkl. MwSt.) + umfangreiche Basisausstattung + Eyecatcher auf der Straße + für 163 PS moderater Verbrauch - schwere Heckklappe - Rückspiegel umständlich aufklappbar Arbeitstier – der VW Amarok schultert 902 Kilogramm Nutzlast und 2,8 Tonnen Anhängelast

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Test xxx Nissan NV200 Kastenwagen Comfort

Weit mehr als nur ein Bonsaihupferl „Groß ist der aber nicht“, sagen nur all jene, die ihn noch nicht gefahren sind. Wieso der Nissan NV200 seine Herkunft nicht verleugnen kann, aber trotzdem auf Europas Straßen zu Hause ist. Nissan versucht mit dem NV200 einen eleganten Spagat zwischen ausgewachsenem Kastenwagen und wendigem City-Flitzer aufs Tablett zu zaubern. Einfach das Platzangebot eines Transporters mit der Wendigkeit eines Stadtlieferwagen kombiniert und fertig ist die Reinkarnation für das seit Ende des Nissan Serena (kennt den heute noch jemand?) vor mehr als eineinhalb Jahrzehnten brach liegenden Marktsegmentes. Den Vorwurf, als Kombination verschiedener Fahrzeugtypen vieles halbwegs, aber nichts wirklich richtig zu beherrschen, braucht sich der Nissan NV200 dabei keinesfalls gefallen lassen. Mit 86 PS unter der Haube (in Euro 4-Ausführung, bei Euro 5 gibt es immerhin um 4 PS mehr) ist der etwas mehr als 1,3 Tonnen schwere Japaner solide motorisiert. Die Frage, ob die für heutige Begriffe überschaubare Anzahl an Pferden tatsächlich genügt, beantwortet sich bei der ersten Ausfahrt relativ schnell von selbst. Was aber nicht nur am durchwegs herzeigbaren durchschnittlichen Verbrauch von 6,5 Liter je 100 Kilometer im gemischten Einsatz liegt.

Überraschend viel Platz Das Cockpit bietet für die Hauptabmessungen des Nissan NV200 auffallend viel Platz. An dieser Stelle mehr Bewegungsfreiheit für den Fahrer einzufordern, wäre, von einer Ausnahme abgesehen, schlicht weg gelogen. Einzig bei den Abmessungen der seitlichen Türablagen, die bei geschlossenen Türen so gut wie nicht erreichbar sind (!), schlagen die fernöstlichen Gene etwas zu deutlich durch. Wer die sympathisch ver-

steckte Kampfansage an den Produktmanager, der diese Bauteile freigegeben hat, nicht glauben möchte, braucht nur einen Kugelschreiber in den leicht zu unterschätzenden Tiefen der Ablagen versenken. Blaue Wunder bei den Bergeversuchen inklusive. Das Geräuschniveau hält sich im Cockpit des Kastenwagens im Kompaktformat in angenehmen Grenzen. Damit macht der Nissan auch als rollendes Büro eine gute Figur, wenn es darum geht, bevorstehende Liefer- oder Abholtermine des Arbeitstages unterwegs per Handy zu koordinieren. Der dazugehörige, unumgängliche Papierkram findet, in einem Klemmbrett gebündelt, auf, oder seitlich neben der Mittelkonsole Platz.

86 PS sind eindeutig genug Gleichermaßen kompakt zeigt sich der Nissan NV200 beim Kaufpreis. In der von uns gefahrenen Ausstattungslinie Comfort kostet der Einstiegsdiesel mit 86 PS 14.190 Euro (exkl. MwSt.). In der Basisausstattung Pro (die nicht einmal über elektrische Kompaktlaster – der Nissan NV200 bringt es bei überschaubaren Abmessungen auf 540 Kilogramm Nutzlast

Fensterheber verfügt) kann überhaupt schon ab 13.440 Euro (exkl. MwSt.) losgedieselt werden. Eine überlegenswerte Alternative ist sicherlich der nur für das Topmodell Premium erhältliche, 110 PS starke Dieselmotor. Der war, gemeinsam mit dem manuellen 6-Gang-Getriebe, bei unseren Testfahrten deutlich sparsamer, als die 86 PS-Variante mit 5-Gang-Getriebe. Bei überschaubaren jährlichen Laufleistungen bietet sich auch der einzige Benzinmotor an, mit dem der Nissan NV200 Pro bereits ab 11.940 Euro (exkl. MwSt.) zu haben ist. Fazit: Genügsamer Lastenesel im Kompaktformat mit auffallend großem Arbeitswillen.

FACTBOX Motor: 1,5 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel, 63 kW (86 PS) Eigengewicht: 1.312 kg Nutzlast: 540 kg, Anhängelast ungebremst/ gebremst: 640 kg/1.100 kg Testverbrauch: 6,5 l/100 km Grundpreis: 14.190,-- Euro (exkl. MwSt.) + kompaktes Fahrzeugkonzept + kaum vergleichbare Mitbewerber + attraktiver Preis - Knarrgeräusche im Cockpit - geringe Nutzlast - Tankeinfüllstutzen sehr weit unten

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Test Hyundai i40 1,7 CRDi Premium

Rüsselsheimer Ideen Der i40 ist der erste Mittelklasse-Kombi von Hyundai. Das macht ihn von Haus aus auch als Flottenfahrzeug interessant. Wie er sich im Alltag fährt, erfahren Sie in unserem Test. Um es gleich vorweg zu nehmen. Der Titel dieser Geschichte ist nicht etwa noch von der letzten Ausgabe irrtümlich stehen geblieben. Rüsselsheim ist tatsächlich nicht nur die Heimat eines sehr bekannten deutschen Autobauers, sondern auch so etwas wie die Wiege des erst im Sommer des heurigen Jahres erstmals vorgestellten Hyundai i40. Und eines muss man den europäischen Designerergebnissen der Koreaner neidlos zugestehen. Für ein Gesellenstück ist der erste Mittelklasse-Kombi aus dem Hause Hyundai außen wie innen ein optisches Vorzeigeobjekt geworden. Die Linien der Karosserie treffen, von welcher Seite sich der i40 auch präsentiert, punktgenau den Zeitgeist des Automobilbaus im 21. Jahrhundert. Das Cockpit macht mit seinem Auftreten jedem Airbus oder jeder Boing Konkurrenz. Im Dunkeln reichen die rund um den Fahrer angeordneten, beleuchteten Bedienelemente zumindest in der Mittelkonsole bis auf Höhe des Ellenbogens (!). Der Nachteil dieser Christbaumbeleuchtung: Manche wichtigen Bedienelemente, wie die Temperaturregler der Heizung, gehen in diesem Lichtermeer einfach unter.

Vernünftig motorisiert So auffällig das Blechkleid des Hyundai i40 ist, so unauffällig gibt er sich bei den Fahrleistungen. Mit 116 Turbodiesel-PS aus 1,7 Liter Hubraum ist der 1.638 Kilogramm schwere Kombi alles andere als übermotorisiert. Wer im Arbeitsalltag gerne etwas spritziger vorankommt, wird gut beraten sein, 1.000 Euro mehr in

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die Hand zu nehmen und die 136 PSVariante zu ordern. Ob mit den 20 Pferden mehr unter der Haube die gleichen Verbrauchswerte zu erzielen sind, sei allerdings dahingestellt. Mit durchschnittlich 6,5 Liter auf 100 Kilometer ist der 116 PS starke Hyundai i40 nämlich alles andere als ein Vielfraß. Ein willkommener Nebeneffekt bei beruflichen Vielfahrern ist sicherlich auch die mit dem 70 Liter fassenden Kraftstofftank machbare Reichweite von gut 1.000 Kilometer. Mit 136 PS im Rücken ist der Kombi übrigens auch mit Automatik-Getriebe erhältlich. Ebenfalls eine durchaus willkommene Arbeitserleichterung für all jene, die den überwiegenden Teil ihrer Arbeitszeit hinter dem Steuer ihres Firmenautos verbringen.

Sparsame Blechhülle Durchaus großzügiger hätten bei der Entwicklung des Hyundai i40 bestimmte Hauptabmessungen ausfallen können. Zu schaffen machen, wird groß gewachsenen Fahrern garantiert die für europäische Platzverhältnisse eher knapp bemessene Kopffreiheit. Die Angst von Asterix und Obelix, dass einem der Himmel auf den Kopf fällt, ist zwar unbegründet, so geizig hätte man dann aber doch nicht sein müs-

sen. Gleiches gilt für den Einstiegsbereich im Fond. Hier sind die Kotflügel eindeutig zu weit nach vorne gezogen, was das Aus- und Einsteigen nicht unbedingt erleichtert. Großes Lob erntet der Kombi dafür mit dem wirklich riesigen Kofferraum, der seiner Aufgabe als Stauraum in einem fahrenden Büro alle Ehre macht. In der von uns gefahrenen, mittleren Ausstattungsvariante Premium kostet der Hyundai i40 28.990 Euro (inkl. aller Abgaben). Fazit: Fahrendes Büro mit einem sehr attraktiven Blechkleid.

FACTBOX Motor: 1,7 Liter Common-Rail-TD, 86 kW Eigengewicht: 1.638 kg Testverbrauch: 6,5 l/100 km Grundpreis: 28.990 Euro (inkl. NoVA und MwSt.) + ansprechendes Design + genügsamer Motor + riesiger Kofferraum - sehr vernünftig motorisiert - begrenzte Kopffreiheit - überfrachtetes Cockpit

Auffallend – der Hyundai i40 ist optisch gut gelungen und hat auch für berufliche Vielfahrer einiges zu bieten.

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Promotion Allen Aufgaben gewachsen

Die Peugeot Cargo Line Peugeot blickt auf eine 200-jährige Geschichte zurück. Doch nicht nur im Pkw-Segment kommt Peugeot ein hoher Stellenwert zu, sondern auch in der Sparte der Nutzfahrzeuge. Die Cargo Line von Peugeot bietet für jeden Anspruch das passende Modell mit Laderaumvolumina von 2.5 bis 17 Kubikmeter. Der Bipper, der „Kleinste“ aus der Nutzfahrzeug-Familie ist ein speziell für den Stadtverkehr konzipiertes Nutzfahrzeug. Dank seiner asymmetrischen Heckflügeltüren und der seitlichen Schiebetüren lässt er sich auch in engen Parklücken problemlos be- und entladen. Robuste Ausführung, modernes Design und niedrige Betriebskosten sind weitere Pluspunkte, die der Bipper zu verzeichnen hat. Für jede Situation sind Sie mit dem Peugeot Partner bestens gerüstet. Mit ihm beweist Peugeot, dass es möglich ist, das Nützliche mit dem Angenehmen und das Ästhetische mit dem Praktischen zu verbinden. Variabel zeigen sich auch die Ausstattungen, wie etwa seitliche Schiebetüren, Dachladeklappe und jeder Menge Extras aus dem PkwSegment. Die zwei größten der Modellpalette, Peugeot Expert und Peugeot Boxer lassen aufgrund von unzähligen Ausstattungen in mehreren Längen und Höhen keine Wünsche offen und bieten exzellente Fahrdynamik mit ansprechendem Stil. Alle Nutzfahrzeugmodelle sind in einigen Dieselmotorisierungen bereits mit einem serienmäßigen FAP-Partikelfilter ausgestattet. Das FAP-System beseitigt so gut wie alle im Dieselabgas enthaltenen Russpartikel. Peugeot Autohaus betreibt in Wien 10, Wien 22, sowie in Linz und Wels insgesamt 4 Standorte. Dies ist ein Service, der

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Fuhrpark Special 02/11  
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