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# 11 2016 Alles, was die Branche bewegt

Elektro Journal

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ELEKTRO JOURNAL

08 KONSUMRAUSCH Der Black Friday lässt die Kassen der Online-Händler klingeln 16 INTERVIEW Wolfgang Krejcik im Gespräch mit Elektrojournal 18 ÖFFENTLICHE AUFTRÄGE Hoffnung auf das neue Vergaberecht

Es werde Licht! Der Petersplatz in Rom erstahlt in neuer LED-Technik. Dabei wurde nicht nur auf energiesparende Leuchten geachtet, sondern auch darauf, dass sich das Lichtkonzept in das historische Ambiente harmonisch einfügt. Was es ansonsten noch so in der Welt des Lichtes und Beleuchtung Neues gibt, lesen Sie in unserem zehnseitigen Schwerpunkt ab Seite 42.

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TOP THEMA

Tipps aus der Praxis – erste Hilfe fürs Unternehmen Trotz Handschlagqualität und Kulanz: Eine ordentliche Kalkulation und und vor allem lückenlose Dokumentation der geleisteten Arbeit sind unerläßlich für ein erfolgreiches Geschäft.

Gewerbeordnung neu Der Berg kreißte und gebar ein Mäuschen: Die Reform der Gewerbeordnung bringt zwar Verbesserungen, ist aber insgesamt ein fader Kompromiss geworden, der wenig Entschlossenheit zeigt. Viele Unternehmen sind im Projektgeschäft tätig, auch der Elek­ trotechniker und der Installateur. Bei solchen Betrieben gilt oft der Handschlag, was ja auch zunächst mal sympathisch macht. Allerdings kommt es oft bei Aufträgen zu Änderungen wie „Kannst Du eben grade noch mal bei der Türsprechanlage schauen? Irgendwas funktioniert da nicht mit der Übertragung.“ In der Regel zählt der Begriff „Nachkalkulation“ aber immer noch nicht zum Standardvokabular vieler Elektrotechniker und -Installateure. Häufig wird man als Fachbetrieb auch erst dann zum Feuerlöschen geholt, wenn es jemand anderes verhaut hat – ob nun der dilettantische Eigentümer selbst am Werk war oder ein Billigunternehmen gepfuscht hat. „Kannst Du da mal eben nachschauen? Das funktioniert überhaupt nicht.“ Oft gibt es in einem solchen Fall keine andere Möglichkeit, als eine komplett neue Installation mit anderen Komponenten und hohem Aufwand an Zeit und – ganz logisch – auch hohen anfallenden Kosten. Es liegt auf der Hand, dass dies dem Kunden natürlich nicht passt, er wollte ja nur eine „kleine“ Reparatur – und das natürlich möglichst umsonst. Auf der sicheren Seite ist man mit einer vernünftigen Dokumentation. Nun könnte man einwenden, dass eine Dokumentation und sorgfältige Kalkulation teuer sind. Aber dies wäre, an der falschen Stelle zu sparen, denn Elektrotechniker und Handwerker arbeiten oft regional. Das heißt, wenn die Betriebe kontinuierlich professionelle Arbeit abliefern und dem Eigentümer aufzeigen können, welche Schritte überhaupt notwendig sind, bekommen sie einen Auftrag auch, wenn sie einen höheren Stundensatz haben – man sollte bestrebt sein, ein Vertrauensverhältnis zum Kunden aufzubauen. Ein weiterer Faktor spricht für eine professionelle Dokumentation aller Arbeitsschritte: Sie spart letztlich Kosten. Bei einem Rechtsstreit kann man vielfach behaupten, dass man viel mehr geleistet hat als im Auftrag festgehalten wurde, wenn man es nicht bezeugen kann, wird es wenig nutzen. Mit einer Dokumentation lässt sich ein geleisteter Mehraufwand eindeutig beweisen. Ein paar fast selbstverständliche Dinge lassen sich umsetzten, um gar nicht erst in Verlegenheit zu kommen. Zunächst einmal zahlt sich das permanente Überprüfen der Abläufe im Büro und Rechnungswesen aus. Sind die Rechnungen geschrieben und verschickt, besteht eine Nachkalkulation, hat der Auftraggeber die Arbeitsstundenzettel abgezeichnet, erhält der Steuerberater die Unterlagen zeitnah? Wenn man die betriebswirtschaftliche Auswertung im Blick hat, ist schon viel gewonnen. Nur der Unternehmer, der früh die Probleme erkennt, kann auch rechtzeitig Schritte einleiten – lange bevor eine Katastrophe wie die Insolvenz droht. ir

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Das Ringen war zäh, aber schließlich gab es doch eine Einigung: ÖVP und SPÖ haben sich auf eine Novelle der Gewerbeordnung geeinigt. Allerdings: So richtig in Jubel ausbrechen mochte keiner, denn der erhoffte große Wurf blieb aus. Zwar werden 19 der 21 bisher teilreglementierten Gewerbe frei, die beiden anderen jedoch wandern zu den reglementierten. Der Erdbau wird den Baumeistern zugeschlagen, der Huf- und Klauenbeschlag wird ein neues reglementiertes Gewerbe. Womit es am Ende des Tages statt 80 nun 81 davon gibt. Kurz vor dem Beschluss hatte SPÖ-Clubobmann Andreas Schieder noch zum wiederholten Mal eine Halbierung der reglementierten Gewerbe gefordert. Daraus wurde nichts. Jedenfalls bis jetzt. Denn noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, und auch Kanzler Christian Kern will bei der Begutachtung über dieses Thema nochmal reden. Auch bei den Oppositionsparteien kommt der Entwurf nicht sonderlich gut an. In seltener Übereinstimmung haben Neos und Grüne den Entwurf kritisiert. Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, und Sepp Schellhorn, Abgeordneter zum Nationalrat der Neos, sprechen in einem offenen Brief von „Mutlosigkeit“, mit der die Reform angegangen worden sei und fordern unter anderem, dass der Zugang nur für solche Tätigkeiten eingeschränkt werden soll, mit denen Leib und Leben, Vermögen und Umwelt gefährdet werden können. Immerhin: Durch eine Gebührenbefreiung für die Gewerbeanmeldung sollen Selbstständige um mehr als zehn Millionen Euro entlastet werden. Auch die Nebenrechte werden ausgeweitet. So sollen bei allen reglementierten Gewerbe 15 Prozent und bei freien Gewerben 30 Prozent der Einkünfte aus anderen Tätigkeiten kommen. So können etwa Elektrotechniker nun 15 Prozent aus Gewerben wie der Kommunikationstechnik dazuverdienen, Grafiker könnten beispielsweise bis zu 30 Prozent des Umsatzes mit Webdesign lukrieren. Vorteile wird die Reform für Gastronomen bringen. Betriebsanlagen, die ein geringes Gefährdungspotenzial bieten, sollen künftig schneller genehmigt werden. Für diese vereinfachten Verfahren sollen sich die Behörden künftig nur noch zwei Monate Zeit lassen dürfen, ansonsten soll die Genehmigung innerhalb von vier Monaten erteilt werden. Das Betriebsanlagenrecht soll ebenfalls entbürokratisiert werden. Künftig gilt ein One-Stop-Shop-Prinzip: Ein Verfahren mit einem einzigen Bescheid, das sämtliche Genehmigungen aus einer Hand erteilt. Bestimmte Vorgänge, die bisher in der Betriebsanlage zwar genehmigungsfrei aber anzeigepflichtig bei Landesbehörden waren, brauchen in gewissen Fällen nicht mehr angezeigt werden – etwa, wenn man eine Maschine gegen eine gleichwertige neue tauscht. wk 3


INHALT #11 2016

HANDEL

LICHT

Black Friday Rabattschlacht im Internet

08

Lehrlingsoffensive Neue Demogeräte für die Berufsschulen10 LBS Hartberg Neuer Glanz für alte Berufsschule

11

Fotohandel auf Kurs Gerhard Brischnik sieht positiv in die Zukunft12 Interview Wolfgang Krejcik Von Online-Riesen und ignoranten Fachhändlern

16

INSTALLATION

Studie Wie Licht bei der Alzheimer-Therapie unterstützt

44

Vaktikan-Lights Neues Lichtkonzept für den Petersplatz

48

MULTIMEDIA Z-Wave Hausautomation mit Hindernissen

Recycling Neues Leben für alte Tonerkartuschen58 Werkzeug Caterpillar bringt robustes Smartphone mit Wärmekamera60

Öffentliche Aufträge Hoffnung auf das neue Vergaberecht

18

Branchentreff Rexel Austria, Schäcke und Regro feierten ihren Partnerabend

24

Farbenspiel Eurounitech gibt Lebenshilfe mit bunten Schaltern28 Informationstag PVP Photolvoltaik lud ins steirische Eibiswald 32

HAUSGERÄTE

BUSINESS Sicherheitsforum Von selbstfahrenden Autos und Robotergesetzen

62

Nutzfahrzeuge Die Highlights der heurigen IAA in Hannover

64

Werbematerialien Warum sie am POS unverzichtbar sind68 Amazon Online-Supertanker geht vor Anker70

Cortana inside Liebherr haucht seinen Kühlgeräten Cloud-Intelligenz ein

38

Ende einer Beziehung DKB macht mit Nespresso Schluss

39

Miele Hausmessen in West und Ost41 Babyliss Föhn in Orkanstärke42

Frage des Monats

RUBRIKEN So geht’s

20

Technik-Blog

35

Redaktion von innen

72

Social Media-Watch

72

13 %

Spart die öffentliche Hand bei der Ausstattung von Neubauten auf ­Kosten der Elektrobranche? Gestellt am 2. Oktober via Branchen-Newsletter von Elektrojournal Online (126 Teilnehmer)

Ja, natürlich

9 % 73 %

Wäre mir zumindest nicht ­aufgefallen Sicher nicht

5 %

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Weiß nicht

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Unruhige Zeiten Nun, da ich diese Zeilen schreibe, ist es bereits wieder Anfang November und auf die Frage nach der Zukunft der Aelvis gibt es immer noch keine befriedigende Antwort. Gerüchteweise ist zu erfahren, dass die Aelvis nun im Frühjahr veranstaltet werden soll, möglicherweise wie in alten Zeiten wieder in Linz. Aber mit Gerüchten ist niemandem gedient. Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit, denn so eine Messe braucht einen ordentlichen Vorlauf, nur dann können die Firmen ihren Auftritt so planen, dass er am Ende des Tages sein Geld wert ist. Tatsache ist aber: Keiner der Beteiligten will auf den Branchentreff verzichten, und so drehen sich die Gedanken zusehends um den berühmten Plan B, bei dem immer wieder auch die IFA oder Hausmessen eine Rolle spielen. Die Zeit läuft, und die spielt gegen die Aelvis. Eine Hängepartie war auch die Beschlussfassung für die neue Gewerbeordnung. ÖVP und SPÖ haben bis zuletzt um deren Inhalte heftigst gestritten, der Kompromiss, der am Ende herausgekommen ist, stellt niemanden wirklich zufrieden. Statt die Hürden für reglementierte Gewerbe abzubauen und sie dort, wo es nicht um Leib und Leben, Vermögen oder Umwelt geht freizugeben, sattelt man noch einen drauf: Das Schmiede-Handwerk wird zum 81. reglementierten Gewerbe. Na, bumm. Es scheint nicht so einfach zu sein, lieb gewonnene Pfründe aufzugeben. Aber ich denke, dass es auch im Sinne einer modernen und vor allem auch international wettbewerbsfähigen Wirtschaft unerlässlich ist, Hemmnisse und Bürokratien abzubauen. Das Argument mit dem Verbraucherschutz mag stimmen, wenn man etwa das Elektrohandwerk betrachtet. Niemand möchte, dass Menschen durch dilettantische Installationen zu Schaden kommen oder Wohnungen durch Kurzschüsse abgefackelt werden. Aber warum ein Fremdenführer einen Befähigungsnachweis haben muss, ist nicht wirklich einzusehen. Man sollte hier ruhig ein bisschen mehr Vertrauen in den Markt zeigen. Es sei an dieser Stelle noch auf unseren Schwerpunkt „Licht“ hingewiesen. Licht ist immer ein gewichtiges Thema im Elektrojournal, aber dieses Mal haben wir aufgrund der Aktualität dazu (ab Seite 44) zwölf Seiten im Heft. Besonders interessant finde ich in diesem Zusammenhang die medizinischen Aspekte von richtiger Beleuchtung – Stichwort Human Centric Lightning. Damit lässt sich laut aktuellen Studien sogar Alzheimer positiv beinflussen. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht

Geschäftsführung: Thomas Zembacher www.elektrojournal.at, elektrojournal@wirtschaftsverlag.at Chefredakteur: DI Wolfgang Korne, DW 358; (wk) Redaktion: Dipl.Techn.-Red (FH) Ina Susanne Rao (Insta und Licht), DW 356 (ir)

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Anzeigen: Philipp Phillipeck, DW 249; Monika Hentsch­(Service), DW 443, Fax: DW 522

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Medieninhaber, Verleger, Herausgeber, Redaktion: Öster­reichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, ­ Grünbergstraße 15/Stiege 1, Tel.: +43 (0) 1 546 64-0, Fax: +43 (0) 1 546 64-711, www.wirtschaftsverlag.at

Verkaufsleitung: Dr. Rainer Wimmer, DW 240

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IMPRESSUM

Grafik: Simon Jappel, DW 163

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häftsführer Karl Heinz Bosse, Gesc vice Bosse GmbH WC Cleener Mietser

Wolfgang Korne Chefredakteur w.korne@wirtschaftsverlage.at

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Mag. Alexander Zechmeister (az); Rudolf Preyer (rp); Barbara Sirucek (bs), Peter Martos (pm) Edwin Tschörch (et), Uwe Fischer (uf), Martin Schmidt (ms)

© 2016 TomTom Telematics B.V. TomTom® und das Š®-Logo gehören zu den Handelsmarken oder registrierten Handelsmarken von TomTom N.V. und seinen verbundenen Unternehmen. Für dieses Produkt gilt eine eingeschränkte Garantie. Siehe www.business.tomtom.com/legal

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Verena Riessberger

Name

übernimmt die Funktion des Public Sector Lead bei Microsoft Österreich. Die gebürtige Salzburgerin verfügt bereits über Expertise und Erfahrung aus dem Public Sector sowie dem Technologie-Bereich. Sie war bereits in unterschiedlichen leitenden Positionen tätig und soll nun für Microsoft die Digitalisierung Österreichs vorantreiben.

Xxx

Tridonic

beflex

Iryna Buchegger

KARRIERELEITER

Guido van Tartwijk

(41) wurde als neuer Head of Marketing & Communications Österreich von Atos bestellt. Der gebürtige Kärntner ist seit zwei Jahren im Unternehmen tätig und war als Marketing-Spezialist für Atos Central & Eastern Europe tätig. Zuvor war er zehn Jahre Projektmanager bei der Active Communications Kommunikationsberatung GmbH.

(49) folgt Alfred Felderer als CEO von Tridonic. Der gebürtige Niederländer war bereits für große Telekommunikations-Unternehmen in den Niederlanden und USA und für Philips Lightning in China tätig. Federer wurde schon im April in den Vorstand berufen.

unterstützt seit Juli die Geschäftsleitung des ENS-Dienstleisters beflex electronic als Assistent. Das Aufgabengebiet des Mechatronik-Technikers mit Elektrotechnik-Kenntnissen umfasst den technischen, kaufmännischen sowie organisatorischen Bereich. Der Schwerpunkt liegt in der Optimierung und Harmonisierung firmeninterner Prozesse.

Microsoft

Marko Wildhaber

Florian Stöcker

wird neuer Geschäftsführer von Solar Data Systems, einem Tochterunternehmen der Solare Datensysteme GmbH aus den USA: ­Conklin ist seit zehn Jahren in der Solar-Branche tätig und gilt als Experte in den Bereichen Vertrieb und Geschäftsentwicklung. Die letzten 20 Jahre war er in Unternehmen wie New York Beer and Wine Association, Columbia University School of Engineering und Solar Invest­ ment & Finance tätig.

Solare Datensysteme GmbH

Epson

Anthony Conklin

Dieter Poller (45) verantwortet als neuer Vice President B2B von UPC das B2B-Geschäft Österreichs. In der neu geschaffenen Funktion berichtet er direkt an UPC Senior Vice President und Managing Director Business Services Marco Quinter. Poller lebt in Wien und ist bereits seit 1998 in der IKT-Branche tätig.

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ist neuer CSR-Direktor bei ­ pson und soll die NachhalE tigkeitsprogramme der Firma stärken. In dieser Funktion ist der Geschäftsführer der Epson Deutschland GmbH nun auch für die CSR-Programme für die EMEAR-Region verantwortlich. Seine Ernennung fiel mit der Vorstellung des Sustainability Reports 2016 zusammen.

Dolphin

UPC

Henning Ohlsson

Kurt Beichl verstärkt nun das Team des Wiener Technologie-Unternehmens Dolphin Technologies. Dabei übernimmt er als Chief Commercial ­Officer die kommerzielle Gesamtverantwortung der Vertriebsaktivitäten. Der 50-jährige Wiener war zuletzt unter anderem bei Hewlett Packard als Client Principal für Schlüsselkunden aus Österreich und Deutschland verantwortlich.

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3 Fragen an

Klickparade

Redaktion

Wolfgang Krejcik, Bundesgremialobmann des Elektro- und Einrichtungsfachhandels in der WKO und GF von Radio Krejcik in Wien. EU plant Elektroauto-Ladestation in jedem neuen Haus Bis zum Jahr 2050 werden laut Prognosen 80 Prozent aller Autos elektrisch betrieben werden. Die EU möchte den gewaltigen Energiebedarf durch Ladestationen vor Ort erfüllen, Probleme entstehen möglicherweise aber auch durch erhöhte CO2-Emissionen.

Online-Handel: Fast jede zweite Rücksendung ­beschädigt Fast jede zweite Rücksendung durch Kunden an Internethändler enthält nach Angaben der Branche beschädigte Ware. Die Unternehmen beklagen dadurch einen Umsatzverlust von 17 Prozent.

LG wirft Miele Patentverletzungen vor

1. Hat die Aelvis eine Zukunft? Nun, wir haben jetzt den zweiten November und ich bedauere, dass ich immer noch keine Informationen darüber habe, was 2017 sein wird. Und nachdem ja bereits einer der wesentlichen Aussteller offensichtlich ausgestiegen ist, sehe ich – vorsichtig formuliert – die Messe als gefährdet an.

2. Wenn es die Messe nicht mehr gäbe, was hätte das für Auswirkungen auf die Branche? Ich halte eine solche Messe für die Fachhändler für unbedingt notwendig. Ich war ziemlich enttäuscht, dass viele Händler heuer den Weg nicht nach Salzburg gefunden haben, denn die haben hier eine Holschuld. Aber man muss ihnen natürlich auch zugutehalten, dass das Personal knapp ist und viele möglicherweise hätten zusperren müssen. Vor diesem Hintergrund kann ich auch nicht verstehen, dass man die Messe schon am Samstagnachmittag zugesperrt hat.

3. Gibt es denn eine Alternative zur Aelvis? Mein Wunschtraum, der aber so sicher nicht zu realisieren ist, wäre eine Publikumsmesse, die dann aber wohl nur im Osten stattfinden könnte. Ich trauere immer noch den Hit-Zeiten nach, einer Messe, die im September stattfand und die der Branche große Impulse gab. Die Leute sahen dort Produkte, die sie haben wollten, gingen nach Hause und kauften bei ihrem lokalen Händler, auch wenn der möglicherweise gar nicht die Ausstellungsfläche hatte, um diese Produkte zu zeigen. ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016

Für gewöhnlich streitet LG mit dem Konkurrenten Samsung. Dieses Mal schielt der südkoreanische Konzern aber bis nach Deutschland. Angeblich soll Miele bei Waschmaschinen-Modellen gegen LG-Dampf-Technik-Patente verstoßen haben.

Beschlossen: Der Ingenieurstitel wird dem ­Bachelor gleichgestellt Der Titel Ingenieurin bzw. Ingenieur wird aufgewertet. Änderungen im In­ genieurgesetz, die im Nationalrat bei den Abgeordneten breiten Konsens ­erzielten, ermöglichen nun eine Aufnahme der Bezeichnung in den entsprechenden europäischen Qualifikationsrahmen.

EU-Vergleich: Österreich bei E-Tankstellen auf Platz 3 Nur in den Niederlanden und in Schweden gibt es pro 100.000 Stadtbewohner mehr Elektro-Tankstellen als in Österreich. Die EU-Kommission bescheinigt Österreich in puncto Elektromobilität einen Spitzenplatz.

Bundesheer: IT-Experten entdeckten ­Microsoft-Schwachstelle Einen Beitrag zur globalen IT-Sicherheit leistete die IT-Einheit des österreichischen Bundesheeres: Microsoft konnte eine Schwachstelle dank Hinweis beheben.

belektro 2016: die Highlights Von 11. bis 13. Oktober fand in Berlin die belektro, die Fachmesse für Elektrotechnik, Elektronik und Licht statt. Top-Themen war die LED-Beleuchtung auf Berlins Straßen, ein HF-Sensor für den Außenbereich sowie eine neue eMobility-Online-Plattform von Mennekes.

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HANDEL BLACK FRIDAY

Ratsching! Der Black Friday lässt weltweit die Kassen klingeln. In Deutschland und Österreich tobt die R ­ abattschlacht vor allem im Internet. KONSUMRAUSCH

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rsprünglich ist der Black Friday rein amerikanische Tradition. Der vierte Freitag im November ist der Tag, an dem es für Konsumenten in den Online-Shops die Mega-Rabatte gibt – und zwar nicht nur für Kleidung, sondern auch auf elektrische Geräte und Unterhaltungselektronik. Der Tag nach Thanks-Giving – heuer der 25. November – ist für viele Amerikaner der Tag, an dem es mit den Weihnachtseinkäufen losgeht. Die Amerikaner nutzen ihn als Fenstertag, Shops öffnen schon in den frühen Morgenstunden und locken mit Sonderangeboten. Vor den Geschäften bilden sich lange Schlangen. Für das Jahr 2014 weist die Statistik 50,9 Milliarden Dollar Umsatz für das Black-Friday-Wochenende aus. Mittlerweile hat sich die Rabattschlacht auf weite Teile der Welt und das Internet ausgeweitet. So gibt es den Event in Bolivien oder Kolumbien genauso wie in Nigeria oder im Libanon, selbst Russland und China sind dabei. Wobei in China der 11. 11. der Rabatt-Tag ist – er heißt dort Single-Day und lädt alle alleinstehenden Chinesen, die vorwiegend männlich sind, zum Einkaufen ein. Mit Erfolg: Chinesische Shop-Anbieter setzen an diesem Tag mehr als zehn Milliarden Euro um. Im deutschsprachigen Raum gibt es den Black Friday seit 2006: Initiator war Computerhersteller Apple, der als erster an diesem Tag vergünstigte Geräte verkauft hat.

Marktmacht im Web Mittlerweile ist die Bewegung deutlich gewachsen und hat sich in Deutschland und Österreich vor allem in das Internet ausgelagert. Für den deutschsprachigen Raum hat sich die Plattform blackfridaysale.de die Rechte an der Wortmarke gesichert. „Als in Deutschland führender Plattformanbieter ist es für uns unabdingbar, umfassenden Markenschutz zu besitzen“, erklärt Konrad Kreid, Initiator von blackfridaysale.de dazu. „Wir haben deshalb die exklusiven Rechte zur Nutzung der deutschen Wortmarke erworben. So dürfen wir und alle unsere Kunden den Begriff ‚Black Friday’ für die Bewerbung der Rabattaktion verwenden.“ Blackfridaysale.de ist dabei vor allem im Elektrohandel zu einer echten Marktmacht geworden: „Die Elektronikbranche ist der Hauptprofiteur schlechthin“, glaubt Konrad Kreid. „In den letzten drei Jahren konnten wir auf unserer Plattform deutliche Zuwachsraten bei Kaufinteressenten, teilweise im zweistelligen-Bereich, verzeichnen. Aufgrund von ausgeweiteten Kooperationen mit den größten Medienhäusern rechnen wir in diesem Jahr mit einer Steigerung der Reichweite um ein Drittel auf bis zu sechs Millionen kaufwilligen Shoppern bei Blackfridaysale in Österreich und Deutschland. Dadurch werden auch die Zugriffe auf aktuelle Multimediaprodukte stark ansteigen.“ Kreid glaubt auch, dass es für die Händler wichtig sei, mit extrem günstigen Ange8 

Am 25. November ist es wieder so weit: Am Black Friday locken ­besonders die Internet-Händler mit Rabatten von bis zu 90 Prozent – doch nicht alle diese Angebote sind seriös.

boten die Aufmerksamkeit der Kunden zu erregen. Das lassen sich viele Händler nicht zweimal sagen: Bisweilen verkünden sie Preissenkungen von bis zu 90 Prozent. Allerdings: Die Konsumenten sollten damit vorsichtig umgehen. Bisweilen sollen solche Versprechen nur zum schnellen Verkauf verführen, denn in Wahrheit gehen viele Händler bei der Berechnung der Ersparnis von skurrilen Mondpreisen aus – auch auf Amazon. Laut Berechnungen von Verbraucherschützern lassen sich für Kunden aber immerhin noch zwischen 10 und 25 Prozent einsparen. Für Fernsehgeräte etwa hat das Online-Portal mydealz einen Schnitt von 11 Prozent, für Smart­phones durchschnittlich 26 Prozent Ersparnis berechnet. Herangezogen wurden 1400 Schnäppchenangebote der Jahre 2012 bis 2014. Kreid will deshalb nur die Produkte für seine Plattform zulassen, die gegenüber einem Beobachtungszeitraum wirklich günstiger angeboten werden. Selber verkaufen will er diese dann aber nicht. Diese Aufgabe obliegt dem Händler selber. Die Rabattschlacht erregt regelmäßig viel Aufmerksamkeit und lockt auch fremde Kunden auf die eigene Seite. Weswegen Kreid – natürlich auch im eigenen Interesse – davon abrät, einen hauseigenen „Black Friday“ zu veranstalten. Es bestehe die Gefahr, dass man sich als Händler dabei selber kannibalisiert, glaubt er. Und auch wer sich in letzter Minute für die Teilnahme an der Plattform entscheidet, ist bei Kreid willkommen: „Wir haben in den letzten Jahren unsere Ressourcen und IT soweit ausgebaut, dass wir bis knapp vor Beginn des Black Friday noch weitere Shops einbinden können“, verspricht er. wk ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


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HANDEL AUSBILDUNG

Offensive für bessere ­Ausbildung

Bundesgremium

G ENERALERNEUERUNG Das Bundesgremium des Elektro- und Einrichtungsfachhandels will seine Lehrlinge mit modernen Demoobjekten besser unterstützen. Die Industrie zieht mit und sponsert die Aktion mit kostenlosen Geräten.

Die Modernisierung der Berufsschulen ist ein hartes Stück Arbeit, bei der, wie hier hin Vorarlberg, alle mit anpacken müssen.

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as Bundesgremium für den Elektro- und Einrichtungsfachhandel startet eine österreichweite Aktion zur Verbesserung der Ausbildung in den Berufsschulen. Das Gremium sieht nämlich die Nachwuchssicherung, speziell die Lehrlingsausbildung, als eine seiner wesentlichen Aufgaben an. Denn, so Bundesgreminalobmann Wolfgang Krejcik: „Nur mit geschulten Mitarbeitern werden wir unsere Kunden auch in Zukunft kompetent beraten können. Mit „Regalbetreuern“ werden wir hingegen den mannigfachen Herausforderungen der Zukunft, etwa durch Versandfirmen, nicht entgegentreten können.“ (Siehe auch Interview Seite 16). Rund 600 Lehrlinge werden derzeit in der B ­ ranche ausgebildet. Um sie will sich das Gremium in Zukunft noch stärker bemühen. So sollen die Internetaktivitäten verstärkt werden, Wettbewerbe durchgeführt und Image steigernde Aktionen gestartet werden. Wichtigstes Instrument für die Verbesserung der Ausbildung sind und bleiben aber die Berufsschulen. Und da, so das Bundesgremium, liegt es vor allem bei der Ausstattung im Argen. Das Equipment, das die Lehrlinge dort vorfinden, ist oft veraltet. Die Folge: Die Nachwuchsverkäufer kommen oft mit der neuesten Technik gar nicht mehr in Kontakt, denn viele der Ausbildungsbetriebe sind sehr spezialisiert und führen nicht die ganze breite Palette an Geräten. „Die Warenkunde hält leider oft mit der Entwicklung der Technik nicht Schritt“, klagt denn auch Krejcik im Gespräch mit Elektrojournal. „Wir wollen, dass der Fachunterricht für unsere Produkte intensiviert wird und auch dass er aktueller wird“, heißt es dazu auch vonseiten des Bundesgremiums. Dazu müssen aber die Demonstrationsgeräte aktualisiert werden. Denn ganz abgesehen davon, dass es wohl auch nicht gerade motivierend ist für die jungen Leute, ergibt es auch wenig Sinn, die Lehrlinge an alter Technik zu schulen. „Wir haben deshalb unsere Industriepartner angesprochen und sie gebeten, uns zu hel-

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fen“, erzählt Krejcik. „Und wir sind wirklich stolz und sehr dankbar, dass diese uns nicht im Stich gelassen und uns die Geräte kostenlos überlassen haben. Einen riesengroßen Dank an unsere Sponsoren!“ Und die wollen die jungen Lehrlinge mit den Geräten auch nicht alleine lassen. So ist vereinbart, dass die Unternehmen in die Berufsschulen kommen und dort über die neuesten Trends berichten und Schulungen an den Geräten abhalten. Eine der ersten Berufsschulen, die von der Aktion profitieren, sind die in Tirol, Vorarlberg und in der Steiermark. Dass die Modernisierung aber auch mit mithilfe des Bundesgremiums nicht immer ganz einfach ist, zeigt nebenstehender Bericht. wk

Die Industrie hat sich nicht lumpen lassen und hat für die Aktion des ­Bundesgremiums folgende Produkte kostenlos zur Verfügung gestellt: Kochstelle inkl. Kochsensor (Bosch), Backofen (Bosch), Geschirrspüler (Bosch), Waschmaschine (Whirlpool), Wärmepumpentrockner (Whirlpool), Waschtrockner (Whirlpool), Kühl-Gefrier-Kombination (Liebherr), Dampfgarer (Braun), Espressovollautomat (De’Longhi), Küchenmaschine (Kenwood), Fernsehgeräte (Samsung), Soundsystem (Sonos) ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


AUSBILDUNG HANDEL

Von 0 auf 100 in einem halben Jahr Im neuen Einrichtungsglanz erstrahlt die Elektrohandelsklasse der Berufsschule im steirischen Hartberg. Mit der neuen Ausstattung soll der angehende Elektroberater qualitativer und praxisnaher ausgebildet werden.

AUSBILDUNG

WK Steiermark

Berufsschulinspektorin Barbara Hainzl, Christine Kühr, Neff-Chef Thomas Pfalzer, Christine Dressler-Korp, Schulleiter Christian Nüßlein, Hardo-Horst Hrastnik (Gremialgeschäftsführer WK Steiermark Bauen, Technik, Wohnen) und Markus Herbst präsentieren die neuen Geräte.

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s war kein einfaches Projekt. Aber es war notwendig. Die Klasse mehr denn je. Eine zeitgemäße Ausstattung in Berufsschulen förfür Elektro- und Elektronikberater der Berufsschule Hartberg dert natürlich eine qualitative Ausbildung. Und da dies nicht nur wurde komplett neu gestaltet und auf den derzeitigen Stand der für Hartberg gilt, werden und wurden im Rahmen einer vom BunTechnik gebracht. „Die bisherige Ausstattung war längst überholt. desgremium koordinierten Aktion österreichweit die AusbildungsFür die Praxisschulungen gab es kaum Geräte. Wir haben mit dem klassen für Elektrohandelslehrlinge modernisiert, erklärt Christine Umbau bei 0 begonnen und sind am Ende bei 100 angelangt“, fasst Dressler-Korp, Obfrau des Landesgremiums Elektro- und EinrichChristine Kühr, Obfrau Stellvertreterin im Landesgremium Steier- tungsfachhandel in der WKO Steiermark. „In der Steiermark konnmark des Elektro- und Einrichtungsfachhandels, zusammen. Doch ten wir bereits die Projekte umsetzen. Wir haben eine sehr gute Koalles der Reihe nach: Bevor richtig Hand angelegt und für die Neu- operation mit dem Bundesgremium.“ (Siehe auch Geschichte links.) gestaltung geschraubt und gehämmert werden konnte, verhanIn Hartberg stellte die Industrie Geräte aus allen Kategorien im delte das Gremium mit dem Land Steiermark, das das ganze Vorha- Wert von 35.000 Euro zur Verfügung. Entsprechende Produktben unterstützte. Dann wurden die Pläne erstellt und die Gespräche schulungen mit den Lehrlingen werden bereits vor Ort umgesetzt. mit potenziellen Sponsoren aus der Industrie gesucht. Mitte Juni „So ist in Hartberg nun eine optimale Vorbereitung für die Lehrkonnte mit dem effektiven Baubeginn gestartet werden. Arbeiter abschlussprüfung gewährleistet“, meint Kühr. Und wenn Geräte führten diverse Installationen durch und verlegten Wasser- und mit wesentlichen Neuerungen und Weiterentwicklungen auf den Elektroleitungen. Die Wände bekamen einen neuen Anstrich, das Markt kommen, sollen die derzeitigen ausgetauscht und für eiInterieur wurde ausgetauscht. Im August wurde dann noch die nen sozialen Zweck verwendet werden, etwa für die Ausstattung komplette Küche mit allen Geräten eingebaut und der Multime- von Altersheimen, meint die Obfrau-Stellvertreterin. Die Indus­ dia-Bereich mit TV, Sat-Anlage und Soundbar installiert. Abge- trie habe bereits zugestimmt. az schlossen waren alle Arbeiten am 30. August, sodass die Lehrlinge direkt ab Schulbeginn im September die neue Ausstattung nutzen konnten. Es war ein hartes Stück Arbeit, all dies in dem engen Neuausstattung LBS Hartberg Zeitrahmen unterzubringen. „Die Umsetzung des Projekts funktionierte nur deshalb so reibungslos, weil Berufsschullehrer Markus Siemens Waschmaschine WM16W5S1AT / Siemens WärmepumpenHerbst zum Wohle der Schüler in den Sommerferien mit allen Pro- trockner WT47W5S1AT / Liebherr Kühl/Gefrierkombination, Stand, edeljektbeteiligten wunderbar kooperiert hat. So konnten wir gemein- stahl / Samsung TV UE55HU7200S / Samsung Blu Ray Player / Sonos Playsam organisieren und koordinieren“, erinnert sich Kühr. bar, PBAR1EU1BLK / De’Longhi Espressomaschine ECAM 21.11 / ­Kenwood ­Küchenmaschine KM 336 CHEF / Neff Backofen BVT 5868 NMC / Neff Österreichweite Aktion Derzeit werden in Hartberg 55 Elek- Kompaktbackofen C17MS22NO / Neff Wärmeschublade N17HH11NO / trohandelslehrlinge ausgebildet. Und auch wenn es abgedroschen Neff Steamless Combination Z11SZ60XO / Neff Kochfeld TTS 5651N / klingt, gelernte Beratungs- und Servicequalität bei den Mitarbei- Neff Dunstabzug DDT3657NMC / Neff Umluftmodul Clean Air Z5270XO / tern sind das A und O des Elektrofachhandels, wahrscheinlich Neff Spüler GKV 665 / Neff Einbaukühlschrank K845A2

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Fotofachhandel in Österreich auf Kurs Der frisch gebackene Vorsitzende des Fachausschusses Fotohandel bei der WKO blickt optimistisch in die Zukunft, würde aber gerne die Ausbildung stärken. FAKTEN- CHECK

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erhard Brischnik ist zufrieden: „Der darstellung. Und manche haben auch Fotohandel ist auf einem guten einen Shop im Netz. Aber: „Nur günsStand.“ Der Geschäftsführer der Fach- tige Preise zu haben, reicht nicht“, warnt handels-Kooperation Ringfoto fürch- Brischnik. „Auch beim Online-Hantet auch den Online-Handel nicht: „Die del muss man kaufmännisch kalkulieLeute wollen gerade bei Kameras wie- ren.“ Im Gegensatz zu vielen Skeptikern der Beratung und gehen deshalb ins sieht Brischnik den europäischen WirtFachgeschäft. Nur eine gute Beratung schaftsraum positiv: „Wir sind bei Ringschützt vor Fehlfoto mittlerweile käufen“, ist seine sehr international aufgestellt, gerade fe s te Ü b er z eu ist Belgien dazugung. Doch dazu bedarf es auch gut gekommen, im ausgebildeter Vernächsten Jahr folgt Dänemark. Wir kokäufer. In seiner neuen Eigenschaft operieren ländera l s Vo r s i t z e n übergreifend und der des Fachaustreffen uns zweischusses Fotohanmal im Jahr in Erdel bei der WKO langen in Deutschl a n d au f d e r will er deshalb Ringfoto-Messe.“ auch die Lehre Dort bekommen stärken. „Der Ruf der Lehre ist wichdie Händler dann tig“, sagt Brischauch stets die neuesten Trends genik. Vor allem die zeigt, mit denen Eltern sollten die Lehre als hervorsie neue Kunragenden Ausbil- Gerhard Brischnik ist neuer Vorsitzender den gew i n nen und ihr Portfodungsweg aner- des Fachausschusses Fotohandel WKO. kennen und ihren lio erweitern könKindern zu- und nicht abraten. Die Aus- nen. In jüngster Zeit sind dabei etwa die bildung selber passt sich den ständig ­Action-Cams und die Drohnen mit ihren On-Board-Kameras dazugekommen. Ob wechselnden Anforderungen an. So das Jahr 2017 für den Fotofachhandel werden die angehenden Fotohändler im Beruf Foto- und Multimedia-Kauf- ein gutes wird? Brischnik schmunzelt: mann/Kauffrau ausgebildet, ein regel- „Ich bin kein Hellseher.“ Um dann aber mäßig aktualisiertes Prüfbuch stellt die ein wenig ernster hinzufügen: „Aber ja, Qualität sicher. ich bin ein sehr optimistischer Mensch. Das Internet ist aber natürlich auch für Wir werden auch im kommenden Jahr Ringfoto-Händler eine wichtige Platt- sicher Innovationen haben, die uns form, vor allem zur Werbung und Selbst- v ­ oranbringen.“ wk

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HANDEL KOOPERATIONEN

EP: Aigelsreiter eröffnet in Linz Linz ist um einen modernen Elektrohändler reicher: Familie Aigelsreiter eröffnet ein neues Geschäft unter den Fittichen von Electronic Partner. Startschuss – Anfang Oktober war es so weit: Mit einem zweitägigen Fest feierte Familie Aigelsreiter die Eröffnung ihres Betriebes in Linz. Zur Eröffnung gab es spezielle Angebote, eine Kaffeeverkostung, Sekt zum Anstoßen und viele Köstlichkeiten, die vor Ort bei EP:Aigelsreiter in der ausgestellten Miele Küche gezaubert wurden. Vor allem die attraktiven Angebote der Eröffnungswerbung sorgten für einen regen Kundenansturm. Mit eigenen Kundenparkplätzen und großer Auslage wirkt das Geschäft von Familie Aigelsreiter offen und herzlich. Auf über 350 m² reiner Verkaufsfläche werden Produkte aus allen Bereichen präsentiert: Weiße Ware, Unterhaltungselektronik, IT und Telekommunikation. Des Weiteren gibt es eine Miele Schauküche, eine Nes­ presso- und eine Cremesso Ecke, wo Kunden Kaffee verkosten können. Als Besonderheit gibt es eine gemütliche Sitzecke für entspannte und persönliche Verkaufsgespräche. Geschäftsführer Stefan Aigelsreiter: „Bei den vielen Aufgaben, die man vor einer Eröffnung zu erledigen hat, waren wir sehr froh, das EP: uns so unterstützt hat und in Sachen Organisation einiges abgenommen hat.“ Apropos EP: In der Zentrale freut man sich natürlich

EP

IN FEIERL AUNE

EP-Aigelsreiter in Linz gehört nun zur ElectronicPartner-Familie.

sehr über die mehr als erfolgreiche Eröffnung und ist sehr stolz und froh, EP:Aigelsreiter als Mitglied bei ElectronicPartner begrüßen zu dürfen. wk

Expert Steinlechner in neuen Räumen Eine alte LKW-Garage ist die neue Firmenzentrale des ständig wachsenden Betriebes. Das Geheimnis ist die individuelle Beratung und der umfassende Service für die Kunden. EXPANSION

Steinlechner

Expert Steinlechner in Volders darf feiern: Ende Oktober konnten endlich die neuen Geschäftsräume bezogen werden. In nur drei Monaten Bauzeit entstand in einer alten Lkw-Garage der neue Firmensitz mit einer Gesamtfläche von 1400 m² – davon 400 m² Verkaufsfläche. Platz genug auch für das weitere Wachstum des Unternehmens von Inhaber Josef Steinlechner. Das hat bereits

Expert Steinlechner bietet nun 400 Quadratmeter Verkaufsfläche.

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eine beindruckende Bilanz vorzuweisen: Waren bei der Gründung im Jahre 2008 fünf Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, wuchs der Mitarbeiterstand kontinuierlich und erreicht heute einen Stand von 53 Personen, die in den Bereichen Elektroinstallation, Verkauf und Administration tätig sind. Neben den neuesten Geräten und Trends aus den Bereichen Unterhaltungselek­ tronik und Haushaltsgeräten umfasst die Servicewelt am neuen Standort alles rund um Elektrotechnik bei Haus und Wohnung mit Komfort und Sicherheit. Viele der im Installationsbereich angebotenen Leistungen und Produkte werden direkt in den neuen Räumlichkeiten gezeigt. Die engagierten Mitarbeiter bieten einen umfassenden Service rund um die Themen Hausinstallation, Planung, Beleuchtung, Sat- und Antennenanlagen. Josef Steinlechner: „Für uns sind der persönliche Kundenkontakt und eine individuelle Beratung und Betreuung enorm wichtig. Dadurch gelingt es uns, unsere Kunden zu begeistern.“ Expert-GF Alfred Kapfer freut sich mit Josef Steinlechner: „Ich bin begeistert, was hier in kürzester Zeit auf die Beine gestellt wurde. Der persönliche Einsatz und die Begeisterungsfähigkeit widerspiegeln genau die Positionierung von erfolgreichen Expert-Mitgliedern. Wir wünschen alles Gute und viel Erfolg am neuen Standort.“ wk ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


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Korne

Von Online-Riesen und ­ignoranten Fachhändlern Wolfgang Krejcik, Geschäftsführer von Radio Krejcik und Obmann des Bundesgremiums des Elektro- und Einrichtungsfachhandels bei der WKO im Gespräch mit Elektrojournal. INTERVIE W

Elektrojournal: Wir mussten feststellen, Sie sind ein großer Fan von Publikumsmessen …? Krejcik: Ja, und nicht nur ich. Wissen Sie, unsere Branche macht ungefähr fünf Milliarden Euro Umsatz. Aber abgesehen von zwei, drei Herstellern, vor allem in der Weißware, gibt es kaum Werbung. Und wenn, dann wird der neue 50-Zoll-Fernseher um 400 Euro beworben. Da läuft was schief. Wir verkaufen so viele super Produkte – speziell auch bei den Haushaltsgeräten, und kein Mensch weiß davon. Da nutzt es auch nichts, so ein Produkt auf der Aelvis zu zeigen, wenn der, der es kaufen soll, nichts von seiner Existenz weiß. Was helfen könnte, wäre eine Publikumsmesse.

einem inländischen Händler hingegen kommen die Beamten ins Haus und prüfen tagelang jeden Beleg. Das empfinde ich schon als eine große Ungerechtigkeit.

Wie gehen Sie mit den großen Online-Versendern um? Ich muss leider sagen, dass wir, sowohl der Handel als auch die Lieferanten, noch nicht wirklich gelernt haben, damit umzugehen. So wird einer der ganz großen internationalen Versender mittlerweile direkt von den Herstellern beliefert – ganz einfach, weil man glaubt, nicht darauf verzichten zu können. Das war vor fünf Jahren noch nicht der Fall. Und wir als Händler haben als Trümpfe eigentlich nur unsere Beratung und unseren Service in der Hand.

Sind die großen internationalen Versender eine Bedrohung für den Elektrohandel? Mittelfristig sicher, denn sie entwickeln eine gewaltige Marktmacht. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Den Kunden gegenüber geben sie sich oft sehr kulant. Diese können Produkte ohne Angabe von Gründen einfach wieder zurückschicken. Gängige Praxis ist dann, dass die Versender das Paket ungeöffnet an den Lieferanten weiterreichen und dafür eine Gutschrift bekommen. Wenn ich das bei meinen Lieferanten machen würde, könnte ich sie anschließend unter dem Sauerstoffzelt besuchen. Das Internet hat eine Marktmacht, die man nicht ignorieren kann. Das muss man wirklich ernst nehmen. Wenn Kollegen meinen, sie hätten doch da nur ältere Herrschaften als Kunden, die eh nicht ins Internet schauen, dann kann ich da nur darüber den Kopf schütteln. Denn natürlich gibt es auch da noch den 30-jährigen Neffen, der dann dem Onkel sagt: Geh, warum bist so blöd und kaufst beim Krejcik? Und noch ein Aspekt: Wie Sie vielleicht wissen, kaufen diese Versender auch bei den Europazentralen der Hersteller ein. Damit sind auch unsere österreichischen Lieferanten bedroht, denn sie verlieren ebenfalls ihren Absatzmarkt.

Online-Giganten gegen stationären Handel: Ist das nicht ein sehr ungleiches Spiel? Vieleicht. Vor einigen Wochen hat Finanzminister Schelling bei der Pressestunde erstmals angedeutet, dass ausländische Versandhändler möglicherweise die österreichische Mehrwertsteuer nicht korrekt abführen. Doch das ist bisher allenfalls ein Verdacht, und wir wollen hier niemandem etwas unterstellen. Aber immerhin hat der Finanzminister in Graz eine eigene Taskforce eingerichtet, die hier recherchieren soll. Tatsache ist aber, dass diese Versender zwar die österreichische Mehrwertsteuer verlangen, es aber nicht geprüft wird, ob sie sie auch vollständig abführen. Bei 16 

Ist das ein regulatorisches Problem? Nein. Die EU sagt eindeutig, dass die Mehrwertsteuer in dem Land abzuführen ist, in dem sie anfällt, in dem also der Kunde sitzt. Was sie allerdings nicht geregelt hat, ist die Praxis. Eigentlich müsste ein österreichischer Steuerprüfer am ausländischen Sitz des Versenders, etwa in Luxemburg, die Bücher prüfen. Aber das passiert natürlich nicht.

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INTERVIEW HANDEL

Bereitet Ihnen das schlaflose Nächte? Schlaflose Nächte bereiten mir Shops, in denen die Hersteller ihre Produkte selber verkaufen. Fabriken setzen die hiesigen Vertretungen mit Absatzvorgaben unter Druck, der lässt sich aber über die üblichen Kanäle nicht weiter steigern – so verkaufen die Lieferanten dann ihre Produkte halt eben irgendwann selber. In diesem Zusammenhang: Ich bedauere es genauso von Herzen, wenn Hersteller selber ihre Produkte direkt über Internetseiten verkaufen, denn damit konkurrenzieren sie uns natürlich. Aber sind die Preise, zu denen die Hersteller ihre Produkte verkaufen, meist nicht sehr unattraktiv? Das mag schon sein. Aber die Kunden stört das nicht. Die glauben, wenn sie beim Hersteller kaufen, sind sie gut aufgehoben. Ist es nicht legitim, Kunden, die sich für ein Produkt interessieren, auch den Kauf anzubieten? Möglicherweise entscheiden sie sich doch sonst doch wieder um und gehen zur Konkurrenz? Ja, dafür habe ich vollstes Verständnis. Aber das kann man auch anders lösen. Es gibt Hersteller, bei denen öffnet sich, wenn man seinen Kaufwunsch äußert, nicht der Webshop, sondern eine Leiste, die die Händler in der Nähe anzeigt. Und der Lieblingshändler kann dann das Geschäft abwickeln. Nur für mich gesprochen: Ich würde dann sogar so weit gehen, dass mir der Lieferant dann auch gleich das Produkt ungefragt zuschicken

darf – ob ich es lagernd habe oder nicht. Ich als Händler habe dadurch nämlich noch einen weiteren Vorteil: Ich kann unsere gesamte Service-Palette anbieten: liefern, anschließen, aufstellen und einstellen. Eben all das, was uns von den Internet-Versendern unterscheidet. In letzter Konsequenz: Ist das Internet der Tod des Fachhandels? Die Anzahl der Elektrohändler schrumpft. Aber das hat noch einen anderen Grund: Wr bekommen ein gewaltiges Nachfolgeproblem. Viele Unternehmen sperren zu, weil die jetzigen Inhaber aufhören und in Pension gehen und niemand das Geschäft übernehmen will. Mir sind selber zwei, drei solcher Unternehmen bekannt, die aus diesem Grund in den nächsten Monaten zusperren werden. Wir müssen deshalb auch dafür sorgen, dass die Lehre wieder attraktiv wird. Deshalb haben wir beim Bundesgreium auch bereits erfolgreich eine große Aktion zur Modernierung der Berufsschulen gestartet (Anm. Wir berichten darüber ab Seite 10). Was macht einen guten Elektrohändler aus? Ein Elektrohändler muss attraktiv sein. Und das nicht nur gegenüber seinen Kunden, sondern auch gegenüber seinem Lieferanten. Das heißt, er muss im Rahmen seiner Möglichkeiten eine Ausstellung bieten und nicht erst Ware ordern, wenn sie der Kunde schon bestellt hat. az/wk

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INSTALLATION VERGABERECHT

„Was die Medien berichten, ist nur die Spitze des Eisbergs“ Die Preisschraube dreht sich in die falsche Richtung, immer mehr halbseidene Subfirmen tummeln sich auf den Baustellen. Das neue Vergaberecht soll dieser Entwicklung entgegenwirken.

Thinkstock/iStock/ srgktk

ÖFFENTLICHE AUFTRÄG E

Mit dem Bestbieterprinzip soll sich die Situation bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verbessern.

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igentlich sollte es schneller gehen, doch die Große Vergabeverordnung für Aufträge aus der öffentlichen Hand lässt noch auf sich warten. Die Branche hätte diese allerdings bitter nötig, wurde es in den letzten Jahren für Elektrotechniker doch immer schwieriger, an die begehrten Jobs zu kommen, ohne seine Arbeit zu Dumpingkonditionen zur Verfügung zu stellen. Und die Vergabe selbst sei außerdem „sowieso nicht zu durchschauen und bestenfalls ausgewürfelt“, beschwerte sich kürzlich der Geschäftsführer eines E-Technik-Unternehmens gegenüber Elektrojournal.

Mehr Hirn vor 30 Jahren „Durch die Billigstvergabe sinkt die Qualität am laufenden Band. Ununterbrochen. Vor 30 Jahren haben wir sicher mit mehr Hirn installiert“, warnt auch Joe Witke, Bundesinnungsmeister der Elektrotechniker, vor den Entwicklungen. Wobei ein erster und wichtiger Schritt bereits gesetzt wurde. Mit März trat das neue Bundesvergabegesetz in Kraft, das bei der Auftragsvergabe das Bestbieterprinzip vorsieht. Vier Monate später wurde die Sozialpartner-Initiative „Faire Vergaben sichern Arbeitsplätze!“ ins Leben gerufen, die 13 unterschiedliche Vergabe-Kriterien präsentierte. Elektrojournal berichtete. Nicht mehr ganz ein halbes Jahr wird Witke die Funktion noch als Innungsmeister ausüben. Ob es bis dahin gelingt, auch die Große Vergabeverordnung unter Dach und Fach zu bringen, lässt sich zur Stunde schwer abschätzen. Es gibt einen Vorschlag von Innung und Gewerkschaft, zu dem aber noch die Wirtschaftskammer und die Regierung ihren Standpunkt und Segen abgeben müssen. Das ausgearbeitete Papier entspricht im Prinzip der 18 

aktuellen Novelle, präzisiert und erweitert allerdings einige Punkte. So besagt die derzeit gültige Vergabeverordnung – auch Kleine Vergabeverordnung genannt – zwar, dass neben dem Preis auch andere Kriterien bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen sind, welche und wie viele Kriterien in Betracht gezogen werden müssen, hält sie jedoch nicht fest. In der Großen Vergabeverordnung ist von mindestens zwei Kriterien aus dem Katalog die Rede. Welche das sind, kann der Auftraggeber bestimmen. Zu beachten ist hierbei, dass die öffentliche Hand im Bau für Auftragsvolumina ab 100.000 Euro und bis zu einer Million Euro aufgrund der bis Ende 2018 verlängerten Schwellenwerteverordnung nur drei qualifizierte Unternehmen aus der Region im sogenannten „nicht offenen Verfahren“ zur Angebotslegung einladen muss. Ab einer Million Euro gilt das Bestbieterprinzip in der Breite. Diesen Punkt kritisierte kürzlich Service&More-Geschäftsführer Christian Wimmer im „Standard“ heftig. So kämen bei öffentlichen Aufträgen kleine Firmen hauptsächlich als Subunternehmer zum Zug, was sich wiederum am billigsten Preis orientiere. Wimmer schlägt deshalb vor, die Summe für offene Verfahren auf 50.000 Euro zu reduzieren.

Gegen Preisdumping Neben dem Preis und den neuen Bestbieter-Vergabekriterien sollen bei der Auftragsvergabe auch noch andere Punkte maßgeblich werden. Die Große Vergabeordnung sieht etwa die Bonität der Firmen vor, wobei noch nicht festgelegt ist, wie gut diese sein muss. Preisschleuderer würde dies jedenfalls schmerzlich treffen. Dumpingaktionen sollen aber sowieso unterbunden werden. Wenn das Angebot einer Firmen ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


VERGABERECHT INSTALLATION

preislich zu stark vom Mittelwert der anderen Angebote abweicht, scheidet das Unternehmen aus dem Verfahren aus oder wird zumindest vertieft kontrolliert. „Dann muss die Firma zeigen, wie sie den Auftrag zu diesem Preis umsetzen würde und scheidet in der Regel wegen des Preisdumpinggesetzes aus“, sagt Witke. Bereits in der gültigen Novelle verankert ist, dass die auf der Baustelle tätigen Subunternehmer schon im Angebot bekannt gegeben werden müssen. Sie werden dann geprüft und genehmigt. So möchten die Sozialpartner Lohndumping von vornherein ausschließen. Zudem soll es eine eigene Karte für jeden geben, der auf Baustellen aus öffentlicher Ausschreibung arbeitet. Mit dieser Card lässt sich elektronisch feststellen, ob der Arbeiter eine Sozialversicherungsnummer und die Firma eine Steuernummer besitzt. Witke verspricht: „Wir unterstützen das Ganze zusätzlich mit einer Überprüfungssoftware für Elektrotechniker.“ Überhaupt gelten alle verschärften Qualitätsnachweise auch für die Subunternehmer. Diese dürfen außerdem nur mit der Zustimmung des Auftraggebers gewechselt werden. Zudem ist der Auftraggeber dafür verantwortlich, dass er den Auftrag nur an Personen und Firmen vergibt, die berechtigt sind, das Gewerk durchzuführen.

Sicht der Kommunen Mit der fairen Vergabe werde sich die Situation mit Sicherheit verbessern, glaubt Witke. „Die Punkte Bonität und Beschäftigten-Kontrolle würden der Qualität guttun.

Der ganze Ablauf wird transparenter und Angebotskontrollen vertieft.“ Die Kommunen selbst seien mit den neuen und geplanten Regelungen nicht sonderlich glücklich, bedeuten doch alle sich in der Verantwortung des Auftraggebers befindlichen Kontrollen deutlich mehr Arbeit. Der zweite Punkt, dass es für die öffentliche Hand durch eine nicht mehr rein preisgetriebene Auswahl teurer wird, sei hingegen ein Fehlschluss, sagt Witke. „Reparaturen im Nachhinein kosten mehr, als wenn man die Arbeit gleich qualitätsvoll macht. Außerdem sehen wir, dass Baustellen ja sowieso kaum zum öffentlich vergebenen Preis fertiggestellt werden, ob jetzt SMZ Nord, Flughafen oder Brennerbasistunnel. Wenn man am Ende irgendwo zwischen dem dritt- und vierthöchsten Angebot liegt, ist es noch gut gegangen. Das wird aber oft heruntergespielt. Was die Medien berichten, ist doch nur die Spitze des Eisbergs.“ Jeder Handwerker sei jedenfalls gut beraten, sich über die Neuerungen schlau zu machen. „Damit hilft er nicht nur sich selbst, sondern auch dem Ausschreibenden. Wenn gegen Vergabeverordnung verstoßen wird, kann er einen Einspruch machen und hat beste Chancen durchzukommen“, so Witke. In dem Zusammenhang wird auch daran gearbeitet, dass die Standesvertretungen inklusive Gewerkschaft zu Rechtskörpern werden und ein Einspruchsrecht erhalten. „Aktuell können wir keine Einsprüche machen. Wenn das durchgeht, können wir aber Ausschreibungen bereits vor der Vergabe so beeinflussen, dass sie korrekt sind.“ az

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INSTALLATION SO GEHT’S

Störlichtbogen und ­Gefährdungsbeurteilung – I In der Europäischen Norm 50110-1:20131 wurde dem Lichtbogenschutz ­(Störlichtbogenschutz) beim Betrieb elektrischer Anlagen (ohne Einschränkung hinsichtlich der Nennspannung!) besondere Aufmerksamkeit zuerkannt2.

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leichzeitig wurde dem Anlagenverantwortlichen die Verpflichtung zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen vor dem Beginn (und falls notwendig auch während) der Arbeiten in elektrischen Anlagen und die damit einhergehende Verantwortung übertragen. In diesem Beitrag soll und kann das Fachgebiet nicht erschöpfend behandelt werden. Es werden einige Fakten dargestellt, die Basis für weitere Überlegungen sein können.

1. Anlagenverantwortliche

Jede elektrische Anlage, an der gearbeitet wird, muss unter der Kontrolle eines Anlagenverantwortlichen stehen. Der Anlagenverantwortliche ist eine Person, die beauftragt ist, während der Durchführung von Arbeiten die unmittelbare Verantwortung für den sicheren Betrieb der elektrischen Anlage zu tragen. Unter Verantwortung versteht man die Aufgabe, während der Durchführung von Arbeiten für den sicheren Betrieb der elektrischen Anlage zu sorgen. Der Anlagenverantwortliche vergibt für diesen Teil der Anlage die Durchführungserlaubnis an den Arbeitsverantwortlichen3. Der Anlagenverantwortliche hat in einer Gefährdungsbeurteilung4 ▶ die möglichen Auswirkungen der Arbeiten auf die elektrische Anlage oder die Teile davon, die in seiner Verantwortung stehen sowie ▶ die Auswirkungen der elektrischen Anlage auf die Arbeitsstelle und die arbeitenden Personen zu beurteilen. Erforderlichenfalls können einige mit dieser Verantwortung einhergehende Verpflichtungen vom Anlagenverantwortlichen auf andere Personen übertragen werden. Im Rahmen dieser Gefährdungsbeurteilung vor dem Beginn der Arbeiten hat der Anlagenverantwortliche auch die Gefährdungen durch (Stör-)Lichtbogen zu beurteilen. Unter Arbeiten5 wird dabei jede Form elektrotechnischer oder nichtelektrotechnischer Tätigkeit, bei der die Möglichkeit einer elektrischen Gefährdung besteht, verstanden. Darunter fällt z. B. auch das Messen6, wenn die Gefahr der direkten Berührung unter Spannung stehender Teile besteht. Ganz generell sind, abgesehen von der zu wählenden (der gewählten) Arbeitsmethode (Arbeiten im spannungsfreien Zustand, Arbeiten unter Spannung, Arbeiten in der Nähe unter Spannung stehender Teile), „wirksame Sicherheitsmaßnahmen gegen elek­ trischen Schlag sowie gegen Auswirkungen von Kurzschluss und Störlichtbögen“ zu treffen. Schon die Wahl der zu verwendenden Arbeitsmethode setzt demnach eine fundierte Gefährdungsbeurteilung unter Einbeziehung der Wahrscheinlichkeit 20 

Aufteilung der Verantwortung bei der Durchführung von Arbeiten in elektrischen Anlagen; a) … Anlagenbetreiber, Gesamtverantwortung 7 Tage/24 Stunden; b) … Anlagenverantwortliche(r); c) … Arbeitsverantwortlicher; d) … Mitarbeiter im Arbeitsteam

des Auftretens und der möglichen Auswirkungen von (Stör-) Lichtbogen7 voraus. Die Notwendigkeit, die Gefahren des Auftretens von (Stör-)Lichtbogen zu beurteilen, besteht natürlich auch vor der Durchführung von Arbeiten zur Instandhaltung8.

2. Störlichtbogen

2.1 Störlichtbogen in Niederspannungs-Schaltgeräte­ kombinationen Für Störlichtbogen, auch in Anlagen, die im Neuzustand die Mindestanforderungen gemäß ÖVE/ÖNORM EN 61439-Serie (auch gemäß der davor gültigen ÖVE EN 60439-Serie) erfüllen, können nachstehende Zündursachen angegeben werden: ▶ Kondenswasserbildung (Feuchtigkeit in der Schaltgerätekombination) ▶ Verschmutzung in Form von Fremdbelägen auf Stromschienen und Teilen von Schaltgeräten ▶ Transiente Überspannungen infolge von Gewitter- bzw. Schaltüberspannungen ▶ Vorzeitige (unbemerkte) Alterung von Isolierwerkstoffen infolge sporadischer oder dauernder thermischer Überlastung ▶ Lockere oder lose Verbindungen, fehlerhafte Kontaktstellen ▶ Arbeiten an Teilen der Schaltanlage Eine der möglichen Konsequenzen des Auftretens von Störlichtbogen ist die vollständige Zerstörung der Schaltgerätekombination. Dabei wird das Stahlblechgehäuse durch den großen Innendruck von bis zu 15 – 25 t/m² auch für die Umgebung und die dort befindlichen Personen zu einer großen Gefahr. Nicht selten werELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


SO GEHT’S INSTALLATION

den unter dem Einfluss von Störlichtbogen Seitenwände, Türen, Einbaugeräte aus dem Gehäuse der Schaltgerätekombination herausgeschleudert. Auf eine weitere mögliche Folge von Störlichtbogen, die Entstehung und Ausbreitung sogenannter elektrisch gezündeter Brände, soll hier nur hingewiesen werden. In ÖVE/ÖNORM EN 50110-1:2014-10-01, Anhang B.6 ­findet man weiters: „Störlichtbögen sind seltene Ereignisse im Arbeitsumfeld dieser Personen. Sie erfordern dennoch für den nicht auszuschließenden Fall ihres Auftretens einen zuverlässigen Schutz, zumal sie durch fehlerhafte Handlungen bei den Arbeiten hervorgerufen sein können. Störlichtbögen entstehen nicht nur mit oder als Folge eines Kurzschlusses, sondern auch dann, wenn Strom führende Teile, z. B. Leitungen, Kabelschuhe, Schaltgeräte, Sicherungen, ohne besondere Vorkehrungen unter Last getrennt werden.“ „Personen, die an oder in der Nähe von unter Spannung stehenden Teilen elektrischer Anlagen arbeiten, sind grundsätzlich den Gefährdungen durch Störlichtbögen ausgesetzt.“ Besondere Bedeutung für die Gefährdungsbeurteilung hat der Hinweis: „Im Zuge solcher Arbeiten kann es erforderlich sein, Schutzmaßnahmen, wie Abdeckungen oder Türen, für eine bestimmte Zeit zu entfernen.“ Das Literaturverzeichnis finden Sie am Ende des Teils II dieses Beitrags in einer der nächsten Ausgaben des Elektrojournals.

1 ÖVE/ÖNORM EN 50110-1:2014-10-01 2 Überarbeitete Fassung eines Diskussionsbeitrages von Alfred Mörx zum Thema „Störlichtbogen in Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen – Gefährdungsbeurteilung gemäß EN 50110-1:2014“ zur D-A-CH Sitzung, Lübeck-Travemünde, 18.–19. August 2016 3 Der Arbeitsverantwortliche ist eine Person, die beauftragt ist, die unmittelbare Verantwortung für die Durchführung der Arbeit an der Arbeitsstelle zu tragen. 4 Bei einer Gefährdungsbeurteilung werden alle Gefahren betrachtet, die in einem ­Arbeitsbereich auftreten können. 5 ÖVE/ÖNORM EN 50110-1:2014-10-01, Abschnitt 3.4.1 6 ÖVE/ÖNORM EN 50110-1:2014-10-01, Abschnitt 5.3.1.3: „Wenn beim Messen die Gefahr der direkten Berührung unter Spannung stehender Teile besteht, müssen persönliche Schutzausrüstungen verwendet werden und Vorkehrungen gegen elektrischen Schlag und die Auswirkungen von Kurzschluss und Störlichtbögen getroffen werden.“ 7 ÖVE/ÖNORM EN 50110-1:2014-10-01, Abschnitt 6.1.1: „Es wird zwischen drei Arbeitsmethoden unterschieden: Arbeiten im spannungsfreien Zustand (siehe 6.2), Arbeiten unter Spannung (siehe 6.3), Arbeiten in der Nähe unter Spannung stehender Teile (siehe 6.4). Alle drei Methoden setzen wirksame Sicherheitsmaßnahmen gegen elektrischen Schlag sowie gegen Auswirkungen von Kurzschluss und Störlichtbögen voraus. Für weitergehende Informationen zum Schutz gegen Lichtbogenauswirkung siehe Anhang B.6.“ 8 ÖVE/ÖNORM EN 50110-1:2014-10-01, Abschnitt 7.1.2: „Bei der Instandhaltung sind zu unterscheiden: – Arbeiten, bei denen die Gefahr des elektrischen Schlages, von Kurzschluss oder Lichtbogenbildung besteht, weshalb eine geeignete Arbeitsmethode (siehe Abschnitt 6) angewendet werden muss; – Arbeiten, bei denen die Beschaffenheit der Betriebsmittel die sichere Ausführung bestimmter Tätigkeiten ermöglicht (z. B. Auswechseln von Sicherungseinsätzen oder Lampen), ohne dass dabei die Arbeitsmethoden nach 7.4 vollständig angewendet werden müssen.“

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INSTALLATION JUBILÄUM

Robert Pfarrwaller, CEO bei Rexel Austria: „Wir verfolgen einen ganz klaren Multispezialisten-Ansatz, der uns neue Felder erschließt.“

Als Mehrwertpartner im Wettbewerb BRANCHENTREFF Rexel Austria, Schäcke und Regro feierten Jubiläen und luden daher zum feierlichen Partnerabend nach Wien ein. Man setzt vermehrt auf starke Partnerschaften, individuelle Kundenlösungen und den Multi-Channel-Ansatz.

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0 Jahre Schäcke, 20 Jahre Regro und 20 Jahre Rexel. Gleich drei Jubiläen feiert der österreichische Markt. „Dieses nehmen wir zum Anlass, um einen Blick in die Vergangenheit, aber auch in unsere Zukunft zu werfen“, erklärte Robert Pfarrwaller, CEO von Rexel Austria anlässlich eines Partnerabends in Wien.

Der Weg in die Zukunft Die drei Unternehmen sind heute eine Unternehmensgruppe mit einem starken logistischen Rückgrat. „Wir sind in den letzten 20 Jahren jährlich um durchschnittlich über fünf Prozent gewachsen und sind heute mit 600 MitarbeiterInnen, rund 20.000 Kunden und 327 Millionen Euro Umsatz der Branchenführer und ein zuverlässiger Partner in Österreichs Elektrobranche“, erläuterte Pfarrwaller. Vom Produktdistributor hat man sich längst weg entwickelt. Rexel sieht sich als Lösungs-Fabrik, die Produkte und Innovationen seiner Lieferanten mit hochwertigen Services ergänzt und vermarktet. Das Ziel: Rexel will den Kunden ein Mehrwertpartner im immer härteren Wettbewerb sein. Heuer fokussiert sich die Gruppe verstärkt auf den Zusatznutzen und die Qualitätssicherung für Kunden. Maßgeschneiderte Werkzeuge wie 22 

Com-Schäcke vereinfachen dem Kunden komplexe Prozesse und liefern durch Digitalisierungsimpulse relevante Daten. Die Schäcke-Academy bildet für unterschiedliche Spezialisierungen aus, Kundenberater unterstützen heute schon Kunden etwa bei der Erstellung von Angeboten und Ausschreibungen oder helfen bei der Preiswartung. Im Bereich des ISC (Industrial Service Center) gibt es bei Regro in Salzburg seit Anfang 2016 einen Konfektionsservice für Kabel, Klemmblöcke und anschlussfertige Baugruppen, und das Energy-Solutions-Konzept zielt darauf ab, nachhaltige Lösungen in Bezug auf Energieeffizienz und Ressourceneinsatz zu fördern.

Den Mulit-Channel-Ansatz verfolgen Mit der „Rexel Strategie 2020“ hat man schon vor Jahren begonnen, sich auf die Marktveränderungen einzustellen. Alleine in den letzten zehn Jahren wurden zirka 50 Millionen Euro in die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe in Österreich investiert. Die eine Hälfte floss in den Aufund Ausbau des Zentrallagers in Weißkirchen, Österreich, und die anderen fünfzig Prozent wurden Jahr für Jahr in die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Standorte etwa in neue Technologien ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


Endlich Bürotag! Wolfgang Krejcik, Bundesgremium des Elektro- und Einrichtungsfachhandels, Robert Pfarrwaller von Rexel Austria, Joe Witke, Landes­ innung Wien, und Lothar Reuthner vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindus­trie (v. l. n. r.) auf dem Partnerabend.

investiert. Regro fokussiert sich konsequent auf Schäcke und Regro: Regro wird so vermehrt für Industrie- und Automatisierungslösungen präsent sein und Schäcke für das Gewerbe- und den Fachhandel. „Wir verfolgen einen ganz klaren Multispezialisten-Ansatz. Wir gehen dabei nicht nur in Richtung Elektrotechnik, sondern wollen uns auch neue Felder erschließen“, so Pfarrwaller. Mit dieser Strategie sichert man die Wettbewerbsfähigkeit und formuliert eine tragfähige Wertschöpfungskette, die die Marktführung gewährleistet. Für diese Spezialisierung werden die Fachabteilungen und Kompetenzzentren weiter ausgebaut. Treiber sind unter anderem der Home-Automation-Bereich, die Digitalisierung des Lichts, erneuerbare Energien oder auch das IoT (Internet of Things). „Zielsetzung ist es, die Bedürfnisse des Marktes und der Endkunden frühzeitig zu erkennen und sie mit innovativen Lösungen zu beraten und zu begleiten“, so Pfarrwaller. Ausgebaut wird vor allem der Bereich Licht. Das Schäcke-Team ergänzt Gerhard Schwaighofer als Business Manager Technische Leuchten. Personelle Veränderungen gab es auch durch die Ernennung von Indzi Kodba als Leiterin der Business Unit Weiß- und Braunware bei Schäcke, aber auch durch die neu geschaffene Position einer Digital Adoption Managerin. Diese Position wird ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016

durch Sonja Singer besetzt und verstärkt die digitalen Marketing-Aktivitäten. Weitere personelle Veränderungen wurden in unterschiedlichen Feldern, wie der Energie-Effizienz oder den HKLS-Kompetenzen, ebenfalls bereits umgesetzt. Maßgeblich für die Entwicklung aller Services sei der Multichannel-Ansatz, so Pfarrwaller. Egal ob Innendienst, Außendienst, Webshop oder App verspricht er: „Wir haben einen 360 Grad Blick auf unsere Kunden. Bereits 40 Prozent unseres Umsatzes generieren wir elektronisch, also über unsere Webshops, EDI-Anbindungen und die Apps.“

Auf Partnerschaften setzen „Wir leben von unseren Kundenbeziehungen und von guten gemeinsamen Partnerschaften,“ so Pfarrwaller. Rexel strebt Kooperationen an, die laut Unternehmen von Innovation getragen und getrieben werden. Neue und erweiterte Allianzen etwa bei der Direkt-Vermarktung, aber auch im Austausch mit Interessensvertretungen. „Unsere Zahlen zeigen, dass unser Unternehmen tragfähig und ein sicherer Arbeitgeber in Österreich ist“, betont der CEO von Rexel. Er verspricht, dass man sich auf den erreichten Zielen nicht ausruhen werde, sondern diese als Basis ansehe, um einen erfolgreichen, gemeinsamen Weg in die Zukunft zu gehen. ir

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INSTALLATION ANLAGEN-SICHERHEIT

Der OVE warnt: Achtung ­Cyberangriff! Cyberattacken in Informations-Technologie-Netzen (IT) kennt jeder; weniger bekannt ist, dass Attacken auch Stromnetze und Kraftwerke lahmlegen können. Der OVE und das AIT wollen hier die Sensibilität erhöhen.

thinkstockphotos

SICHERHEITSLÜCKEN

Cyberbedrohungen und -angriffe auf Energieerzeuger sind leider bereits Realität geworden. Ein echter Schutz davor fehlt noch.

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er OVE (Österreichischer Verband für Elektrotechnik) und das AIT (Austrian Institute of Technology) präsentieren eine Tutorial-Serie, in der Experten ihre forschungsbasierten Lösungen zum Themenbereich Schutz und Ausfallssicherheit von zukünftigen Energienetzen (Smart Grids) aufzeigen. Die in den Tutorials präsentierten Ansätze stellen aktuelle Ergebnisse internationaler Forschungsaktivitäten dar, die durch den Beratungsmarkt nicht angeboten werden können. Die gut besuchte Auftaktveranstaltung fand am 21. September statt und bot einen Gesamtüberblick über das Themenfeld Smart-Grid-Sicherheit und Erhöhung der Resilienz von Energienetzen im Kontext von Cyberbedrohungen. Helmut Leopold vom AIT erläuterte, dass vierzig bis sechzig Personen im Bereich Cyberbedrohung und Security beschäftigt sind und Methoden und Werkzeuge zur Bekämpfung entwickeln, indem sie sich mit Risikomanagement, künstlicher Intelligenz und Kommunikationssystemen beschäftigen. Dabei stellt sich die Frage, woher die Bedrohungen kommen und was man eigentlich dagegen tun kann, um die Energienetze der Zukunft zu schützen. Hier sei insbesondere die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Energie-Erzeugern und der Forschung an Universitäten wichtig. Leopold erklärt: „Security für Industrie ist noch nicht vorhanden. Es gibt noch keine Methoden, um die Netze sicherer zu machen. Das ist das Problem in der gesamten Industriewelt. Security wird oft mit Sicherheit vor den Stromnetzen verwechselt. Sicherheitsthemen haben noch keinen Marktwert und werden viel zu wenig berücksichtigt.“ „Wir wünschen uns, dass die Netze der Zukunft smart werden“, ergänzt

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Oliver Jung vom AIT. Wenn Microgrids (regionale, in sich geschlossene intelligente Stromverteilungsnetze) mit übergeordenten Grids zu Smart Grids zusammengeschalten werden, muss die Phase und Spannung der Netze geschützt werden. „Stromnetze sind fernwartbar und daher von Cyberangriffen bedroht. Niemand weiß, welche Bedrohungen in Zukunft bei Smart Grids zu erwarten sind“, so Jung weiter. Daher beschäftigt sich die Forschung mit Safety- and Security-Co-Analyse und Engineering-Modellen für die Erkennung von Gefahren und deren Auswirkungen. Ein Smart Grid Architecture Model (SGAM) basierend auf den National Institute of Standards and Technology Interagency Report (NISTIR) Guidelines wurde an der FH Salzburg entwickelt. Mit der Simulation Power-Factory von Digsilent gibt es ein Netzberechnungsprogramm, mit dem das Verhalten der Netze bei einem Angriff nachgebildet werden kann. Anhand bereits abgewehrter Angriffe wird zudem versucht die Angriffe zu klassifizieren, etwa am Beispiel eines 2013 durchgeführten Angriffs auf das Stromnetz, bei dem Datenabfragen für das deutsche Gasnetz in die österreichischen Stromnetze gelangten und zu einer Datenflut führten, die für erhebliche Störungen sorgte. Allerdings: Die US-Behörde NIST National Institute of Standards and Technology und das deutsche BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) erstellten zwar Kataloge für Bedrohungen im IT-Bereich, doch ein Katalog für Bedrohungen in Stromnetzen existiert noch nicht. Aus diesem Grund wurde die Arbeit der BSI als Basis gewählt und 31 Gefahren in einem nicht öffentlichen Grundschutzkatalog als für Stromnetze relevant angeführt. et ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


BEZAHLTE ANZEIGE

Rund 300.000 Österreicher setzen auf Antennenfernsehen Die ORS verantwortet die perfekte ­Signalübertragung der Radio- und TV-Sender

Erfolgreiche HD-Umstellung in Wien, ­Niederösterreich und dem Burgenland Die HD-Umstellung via Antenne in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland am 27.10. war ein Erfolg auf allen Ebenen – die technische Umstellung klappte perfekt und rund 300.000 TV-Konsumenten haben sich mittlerweile für simpliTV entschieden. Die Umstellung der ORF TV-Sender auf HD wird in Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark sowie im Burgenland im Frühjahr 2017 und in Tirol, Vorarlberg und Kärnten im Herbst 2017 über die Bühne gehen. Danach sind alle ORF-Programme nur noch in High Definition mit simpliTV zu empfangen. Mit der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2/simpliTV wird dem TV-Publikum eine Programmvielfalt von bisher acht Programmen auf über 40 TV-Sender – viele davon auch in HD – angeboten.

Lineare und non-lineare Angebote über die ­Antennenplattform

Das neue Antennenfernsehen simpliTV ist auch im Elektrofachhandel ein Hit.

„Seit der Einführung von simpliTV im April 2013 ist die Terrestrik eine attraktive TV-Plattform und interessante Alternative zu Kabel, Satellit und IPTV. Unser Ziel, das digitale Antennenfernsehen zu einer wettbewerbsfähigen Plattform zu machen, ist damit erreicht. Ein weiterer Ausbau mit internetbasierten linearen und non-linearen Angeboten soll sicherstellen, dass die Antennenplattform auch nachhaltig ihre Position am Markt halten und ausbauen wird“, erläutert Mag. Michael Wagenhofer, ORS Geschäftsführer.

Die Übertragung der TV- und Radio-Signale über die Antenne und Satellit Die ORS, die Österreichische Rundfunksender, überträgt über rund 430 Sendeanlagen und fünf Satelliten-Transponder öffentlich-rechtliche als auch private Radio- und TV-Programme zu 99,99 % einwandfrei, seit mehr als 10 Jahren. Auch Kabelnetzbetreiber holen sich die Rundfunkprogramme direkt über die ORS.

Über 430 Sendeanlagen wurden HD-fit gemacht, somit können die TV-Haushalte simpliTV empfangen.

Die Video-on-Demand Plattform „Flimmit“ Die ORS setzt mit der Beteiligung an Flimmit auf neue Impulse und verstärkt ihr Geschäftsfeld Video-on-Demand sowie den Bereich der nicht-linearen Videoangebote. Im Angebot des ­Video-on-Demand-Portals „Flimmit“ sind über 6.000 Filme und Serien – der Schwerpunkt liegt auf österreichischen Produktionen und europäischen Filmen. Michael Weber, Leiter Sales, Marketing und Kommunikation: „Wir vereinfachen die digitale Welt. Zusammen mit der gut etablierten Infrastruktur möchten wir eine für dritte Marktteilnehmer offene digitale Plattform entwickeln, die Kundennutzen durch einfache und innovative Medienerlebnisse schafft sowie Orientierung für den persönlichen digitalen Lebensbereich gibt.“ www.ors.at

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Das Broadcastcenter der ORS in Wien überträgt TV-Sender über ganz Europa.

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INSTALLATION STROMSPEICHER

Die Stromspeicher-Richtlinie R20 Ein Regelwerk soll Klarheit schaffen, was den Einbau und das Anschließen von Speichersystemen betrifft. HANDLUNG SEMPFEHLUNG

Per 1. November 2016 veröffentlichte der Österreichischer Verband für Elektrotechnik (OVE) die R20-Richtlinie. Sie trägt den Arbeitstitel „Stationäre elektrische Energiespeichersysteme, vorgesehen zum Festanschluss an das Niederspannungsnetz“. Diese Richtlinie soll nun ein Regulativ schaffen, wie Speichersysteme fachgerecht eingebaut und an das Stromnetz angeschlossen werden sollen. Zwar gibt es inzwischen viele unterschiedlichen Zelltechnologien und Speichervarianten, mit dieser Richtlinie war jedoch dem Wunsch entgegengekommen worden, zumindest das Thema der „Einbindung“ vorzugeben. Die R20-Richtlinie dient insofern nicht nur als „Stand-der-Technik“-Vorlage, die beispielsweise vor Gericht herangezogen werden kann, sondern auch als Erklärung und Handlungsempfehlung für die sichere Aufstellung und Installation eines solchen Heimspeichersystems. In der Richtlinie finden sich die maßgeblichen Definitionen von „Elektrischen Energiespeichersystemen (ESS)“, die Transportregelungen und auch die Aufstellungs- und Dokumentationspflichten.

Für die Installateure von Speichersystemen ist Abschnitt 6, der die Einbindung von ESS behandelt, besonders wichtig. Die Speichersysteme, die keinen Back-up-Strom liefern, benötigen beispielsweise dieselben „simplen“ Schutzfunktionen, wie zum Beispiel Photovoltaik-Wechselrichter. Für den Einbau von Systemen mit Notstrom- oder Inselbetriebsfunktion hingegen wird die „Netztrennung“, in Abhängigkeit von der Netzform (TT- oder TN-Netz), aufwändiger. Bei einer allpoligen Trennung vom TT-Netz muss zusätzlich zur Netztrennungseinrichtung ein Isolationsüberwachungsgerät eingebaut werden, bei einem TN-Netz jedoch nicht. Des Weiteren sieht die R20-Richtlinie den Einbau eines Bypass oder „Quellenumschalters“ vor, der verhindert, dass sich ein Speicher bei einem Blackout vom öffentlichen Netz trennt, obwohl der Netzbetreiber ein Notstromnetz mit 52 Herz betreibt. Diese und andere Besonderheiten für den Einbau eines Stromspeichers sind in der R20-Richtline nachzulesen, die auf der Homepage des OVE unter www.ove.at/webshop bezogen werden kann. ir

kommentiert

Sechs Empfehlungen der Speicherinitiative

Anfang 2016 lud der Klima- und Energiefonds 144 Speicher-ExpertInnen zu mehreren Workshops ein. Das Ziel dieser neuen „Speicherinitiative“ war es, den Status quo für Energiespeicher (vor allem Wärme & Strom) zu ermitteln und Handlungsempfehlungen zu geben, die Mitte Oktober in einem Abschlussbericht vorgestellt wurden. Meine Favoriten finden Sie hier: ▶ Laufende Forschung und Entwicklung zukunftsweisender Zelltechnologien (Solid State, Magnesium, Lithium Luft), um die österreichische Technologiekompetenz in den Bereichen Zellchemie, Packs Assembling und Engineering auszubauen. ▶ Start österreichischer Demonstrationsprojekte für virtuelle Speicherlösungen mit zentralen Großspeichern beziehungsweise „Quartierspeichern“. ▶ Durchführung von Praxistests mit virtuellen Speicherkraftwerken analog zum „Econamic Grid“ von SENEC IES. Hierbei werden 50–100 dezentrale PV-Anlagen, die mit Heimspeichern ausgestattet sind, zu einem großen virtuellen Kraftwerk verknüpft.

Ein Aggregator koordiniert dieses System und generiert Erlöse für Systemdienstleistungen oder durch die Teilnahme am Regel­ energie- und am Spotmarkt. ▶ Schaffung der passenden Rechtsgrundlagen und Normen. ▶ Volkswirtschaftlicher und ökologischer Vergleich zwischen netzabhängiger- und Inselversorgung (Nanogrids). ▶ Kosten-Nutzen-Analyse von Netzverstärkung versus Netzentlastung durch Stromspeicher. Bereits heute dienen einige hundert Speichersysteme in Österreich der Maximierung der Eigenstromversorgung, als Notstrom-Backup und zur Entlastung der Stromnetze. Die Mitglieder der Speicherinitiative rechnen aufgrund der Dynamik im Heimspeichermarkt auch in naher Zukunft mit einer Verbesserung der Gesamtwirkungsgrade und der Effizienz im Teillastbereich. Weitere Informationen und ein Link zum Abschlussbericht finden Sie auf www.diesmartebatterie.de/speicherinitiative-­klienstromspeicher. Konstantin Heiller MIM (CEMS) ist seit 2012 mit seiner Firma Blueberry Power als Unternehmensberater im Energiebereich tätig und berät Speicherhersteller, Elektrounternehmen und Energieversorger zum Vertrieb.

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ENERGIEÜBERTRAGUNG INSTALLATION

Autos laden leicht gemacht Wie einfach und angenehm das Laden eines Elektroautos sein kann, zeigt Lapp S ­ ystems. ELEKTROMOBILITÄT

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Lapp präsentiert seine leichten, schlanken und griffigen Ladesysteme, die mehr Freiheit bei der Einpassung ins Corporate Design der Autohersteller geben.

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ie Ladesysteme von Lapp, die seit diesem Jahr auf dem Markt sind, kommen zum Beispiel bei den BMW-i (BMW-i3 und BMW-i8) und den BMW-i-Performance-Modellen (2er Active Tourer, 3er, X5 oder 7er) zum Einsatz. Sie unterscheiden sich von den bisherigen Varianten durch dickere, dreiphasige Kabel und einer Ladeleistung von 22 Kilowatt – statt wie bisher 7,4 Kilowatt. Gleichzeitig sind die Stecker leichter und schlanker und dank einer ausgeprägten Mulde für den Zeigefinger griffiger. Der Stecker ist nicht mehr umspritzt, sondern wird aus drei Schalen zusammengesteckt und mit sechs Schrauben fixiert. Die drei Schalen erlauben mehr Designvariationen und kontrastreiche Farben – für BMW dunkelgrau und blau. Auch bei Ausführungen für andere Hersteller können die Designer ihrer Fantasie freien Lauf lassen und das Corporate Design ihres Unternehmens auf die Steckervarianten übertragen. Ein wichtiges Detail für das Branding eines Ladesystems ist das Logo, das auf der oberen Schale des Steckers sitzt. Aus technischer Sicht interessanter ist das, was sich beim Carsharing-Anbieter Drive-Now in Kopenhagen unter dem Logo verbirgt: ein RFID-Chip, der die Daten des Kunden speichert und sich per Funk am Ladepunkt anmeldet. Er ist eindeutig dem Fahrzeug zugeordnet. Die Betreiber wissen dadurch immer, welches Fahrzeug gerade wo geladen und wie viel Energie dabei verbraucht wird. Und der Fahrer sieht sofort, welchen der beiden Stecker er ans Fahrzeug und welchen er in den Ladepunkt stecken muss. Peyman Negahban Kardjan, Systemingenieur bei der Lapp Systems erläutert: „Für unsere Kunden ist die Sicherheit und die Alltagstauglichkeit des Ladevorgangs wichtig. Das steigert auch die Akzeptanz der Elektromobilität.“ ir

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INSTALLATION PRODUKTE

Wo Schalter miteinander ­spielen Eurounitech stellt im Rahmen seiner Schulung die neuen Schalterprogramme und Wandsender seines Handelspartners Jung vor.

Eurounitech / Siedle Jung

BEDIENELEMENTE

Die KNX-RF-Serie enthält die Wandsender F40 und F50 im Schalterdesign.

F

ür verschiedene Produkte, die Eurounitechs Partner entwickelt haben, veranstaltete das Unternehmen eine Schulung – exklusiv in und für Österreich. Insgesamt 600 interessierte Besucher kamen an die Veranstaltungsorte Leonding, Kramsach, Klagenfurt, Voitsberg und Wien, um sich ausgiebig zu informieren. Pünktlich um 18.30 Uhr ging es los. Den Anfang machte Jürgen Lechl von Jung mit seiner Präsentation zu den Schaltern und Bedienelementen, die sich im neuen Design ästhetischer Vielfalt in Form und Farbe sowie als Systemergänzungen positionierten.

Die Farbe als Leitkonzept Zum Leben braucht der Mensch Farbe. Dessen war sich schon der Architekt Le Corbusier sicher. Allerdings verändert sich im Alter die Sehfähigkeit und damit die Farbwahrnehmung der Menschen. Die altersbedingte Trübung der Augenlinse führt dazu, dass die Umwelt oft kontrastarm und matt erscheint. Eine erhöhte Blendempfindlichkeit verursacht zudem Irritationen beim Anblick glänzender Flächen. Um diesen Einschränkungen entgegenzuwirken, setzen Senioren- und Pflegeheime bei der Gestaltung ihrer Stationen und Räume vermehrt auf ein Farbkonzept, das auf diese Problematik abgestimmt ist. Wichtig ist dabei der Einsatz kontraststarker Farben mit unterschiedlichem Sättigungsgrad und verschiedenen Helltönen. Denn erwiesenermaßen werden so Orientierung und Raumwahrnehmung verbessert, und die Menschen fühlen sich wohler in ihrer Umgebung. Wichtig für die Wirkung eines solchen Farbkonzeptes ist es, dass es konsequent umgesetzt wird. Neben Wänden, Böden und Möbeln sollte deshalb auch die Elektroinstallation einge28 

bunden werden, was zusätzlich die Funktionszuordnung unterstützen kann: Mit dem Jung Schalterprogramm LS-990 in den Les Couleurs Le Corbusier Farben ist das realisierbar. Das enthält nicht nur 63 Farben, die untereinander kombinierbar sind, sondern vor allem auch eine Palette kräftiger Farbtöne. Diese können kontraststark zur Wandfarbe eingesetzt werden, sodass die einzelnen Bedienelemente gut erkennbar sind.

Intelligentes Konzept zum Nachrüsten Interesse weckten unter dem Aspekt der zunehmenden Gebäudeautomatisierung die KNX-Neuheiten aus dem Hause Jung. Dazu zählt der flexibel einsetzbare KNX-Funk-Wandsender F 50 im Schalterdesign. Dieser wird einfach an die gewünschte Position geklebt und kommuniziert mit der KNX-Anlage via Medienkoppler. Damit ist er sowohl für den Neubau als auch zum Nachrüsten der ideale Tastsensor für Räume, in denen kein Kabel verlegt werden kann. Auch Nebengebäude lassen sich so einfach in eine bestehende KNX-Anlage einbinden. Der Wandsender F 50 verfügt über einen integrierten Temperatursensor, über den sich die Raumtemperatur erfassen und zu einem externen Temperaturregler senden lässt. Durch die schlanke und elegante Gestaltung im Schalterdesign passt sich der Wandsender in das Gesamtkonzept ein. Wie bei jedem Jung Tastsensor lassen sich auch hier die Tastelemente individuell programmieren und mit dem ­Grafic-Tool optisch individualisieren. ir Zu den vorgestellten Lösungen aus der Lichttechnik von Eurounitech und seinem Partner Regiolux & Lichtwerk berichten wir auf Seite 50. ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


PRODUKTE INSTALLATION

Von Lebensrettern und Schutzengeln im Gebäude

Brandschutz-Systeme für die perfekte Sicherheit

Eaton stellte gemeinsam mit der Bundesinnung der Elektrotechnik Österreich seine neuen Brandschutzschalter vor. Diese können die Stromkurve überwachen und so Fehlerströme sehr früh erkennen.

Eaton

SICHERHEIT

Der Eaton Brandschutzschalter (AFDD) schützt vor einem durch Schwellbrand verursachten Lichtbogen, indem er die Stromkurve überwacht und somit früher Fehlerströme ­erkennt.

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ur noch vier Menschen sterben pro Jahr durch Stromschlag. Diese geringe Zahl ist auch dem Einsatz eines FI-Schutzschalters geschuldet. Deutlich mehr, nämlich etwa 400 Menschen, sterben durch einen durch einen elektrischen Lichtbogen hervorgerufenen Brand. 32 Prozent der elektrotechnisch gezündeten Brände werden durch Fehlerströme verursacht, die als Fehlerlichtbögen in gequetschten oder beschädigten Leitungen auftreten. Diese können lange Zeit unentdeckt bleiben. Wirksamen Schutz gab es dafür bisher keinen. Eaton hat gegen solche Unfälle jetzt sein Brandschutzschalter-Konzept vorgestellt. Das neue Produkt soll leichter von den Elektromonteuren angenommen werden, indem es als Sicherungselement und als Brandschutzschalter verwendet wird. Der Brandschutzschalter (AFDD =

Arc Fault Detection Device) gemäß der IEC/EN-62606 verspricht Schutz gegen thermische Auswirkungen. Er erkennt einen durch einen Fehlerlichtbogen erzeugten Strom und schaltet diesen ab. Diese Ströme sind etwas kleiner oder in derselben Größe des Nennstroms, weisen aber ein entscheidendes Merkmal auf, das sie von herkömmlichen Fehlerströmen und Kurzschlüssen unterscheidet. Ein erkennbarer Anteil an höheren Frequenzen, welcher dem normalen Nennstrom überlagert ist, kann durch ein für einen Lichtbogen typisches Sig­ nal mittels digitaler Detektionseinheit erkannt werden, und so können auch die von der Stromstärke unauffälligen, aber brandgefährlichen Fehlerlichtbögen aus seriellen oder parallelen Fehlern abgeschaltet werden. Bisher wurden 90 Prozent der seriellen und zehn Prozent der parallelen Lichtbögen nicht erkannt. Eaton verspricht, Lichtbögen ab ein Ampere in 200 Millisekunden für einphasige Wechselspannungssysteme (Baureihen für dreiphasige Lasten sind angekündigt) mit Betriebströmen bis 16 Ampere sicher zu detektieren. Jedoch können zu viele oder frequenzerzeugende Lasten, wie Leuchtstoffröhren, das Signal verfälschen, und so wird ein Gerät je Steckdosenkreis empfohlen. Selbstverständlich kann eine Fehlerlichtbogen-Erkennung alleine nicht vor allen Gefahren wie Kurzschluss, Überstrom und Erdschluss schützen. Deshalb ist es sinnvoll, Leitungs- (LS) und Fehlerstromschutzschalter (FI) zu kombinieren. Das von Eaton erweiterte dreistufige Schutzkonzept umfasst somit neben dem Basischutz der Isolierung spannungsführender Teile, Fehlerschutz durch Leitungsschutzschalter und dem Zusatzschutz durch einen Fehlerstromschutzschalter auch den Fehlerlichtbogenschutz durch den AFDD. et

OBO bietet für alle relevanten Schutzziele des baulichen Brandschutzes praxisgerechte und bewährte Systeme an. Diese erfüllen alle Anforderungen an brandsichere Elektroinstallationen für die gesamte elektrotechnische Infrastruktur – von Wohngebäuden bis hin zu Industriekomplexen. Entdecken Sie die ganze Welt der OBO Systeme im Internet oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf. OBO BETTERMANN Austria GmbH Tel. (01) 6167570 E-Mail: info.wien@obo.at www.obo.at

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INSTALLATION WERKZEUG

Werkzeug verlegt? Das war früher einmal … Der Werkzeughersteller Klauke positioniert sich mit neuen Produkten, die mit besonderen Features wie Datenauslesen via Bluetooth Pluspunkte beim Handwerker sammeln.

Klauke

WERK ZEUG E

Die Crimpzange Klauke Micro EK50 ML unterstützt mit einer Presskraft bis zu 15 Kilonewton.

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ie elektromechanische Crimpzange Klauke Micro EK50 ML hat eine Ein-Knopf-Bedienung und unterstützt mittels akku­hydraulischer Unterstützung eine Presskraft bis zu 15 Kilonewton. Bei einer maximalen Presszeit von 1,5 Sekunden werden Kabelschuhe, Aderendhülsen und Kabelverbindungen mit Querschnitten von 0,15 bis 50 Quadratmillimeter mit dem Verbindungsmaterial zusammengepresst. Die elektronische Steuerung überwacht das automatische Schließen und Öffnen der auswechselbaren Einsätze der Serie 50, und ein Motorblockierschutz schützt vor Fehlfunktionen. Der mitgelieferte 10,8-Volt-­LithiumIonen-Akku mit einer Kapazität von 1,5 Ampere sorgt nach einer Ladezeit von zirka vierzig Minuten für ausreichend Power des Antriebmotors und versorgt eine LED zum Beleuchten des Arbeitsbereichs. Eine weitere LED dient zur Wartungsanzeige. Es können etwa 300 Pressungen bei zehn Quadratmillimeter Kupfer gemäß der DIN 46234 pro Akkuladung durchgeführt werden. Mit dem Softwarepaket „I-Press“ von Klauke kann der Benutzer ein Protokoll der vollzogenen Arbeitsschritte drahtlos mit einem Handy oder PC abrufen. Der Hersteller betont das geringe Gewicht von 960 Gramm inklusive Akku. Zubehör wie Ladegerät,

Das Universalwerkzeug Klauke Multi EK60 UNV hat eine GPS-ToolTracking-Funktion.

ein zusätzlicher Presseinsatz für isolierende Verbinder und ein Werkzeugkoffer sind im Lieferumfang enthalten. Ebenfalls neu im Sortiment: Das elektromechanische Universalwerkzeug Klauke Multi EK60 UNV. Es unterstützt mit bis zu 60 Kilonewton beim Pressen, Schneiden und Lochen. In der aufrüstbaren Connect-Variante hat es eine zusätzliche praktische Funktion mit an Bord: das GPS-Tool-Tracking. Damit kann der Anwender neben der Lokalisierung und dem Fernauslesen der Daten auch das Fernsperren des Werkzeuges zum vorbeugenden Schutz vor Diebstahl vornehmen. Querschnittsabhängig lassen sich sechs bis 300 Quadratmillimeter starke Materialien pressen, maximal 40 Millimeter im Querschnitt schneiden und bis 64 Millimeter runde Löcher oder 92 x 92 Millimeter große Qua­ drate stanzen. Der 18-Volt-Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von fünf Amperestunden und benötigt eine Ladezeit von zirka 45 Minuten. Ein Display zeigt neben dem Ladezustand des Akkus auch die Werkzeugdaten an, die sich auch mit I-Press direkt am Gerät auslesen lassen. Das 4,8 Kilogramm schwere Werkzeug ist dank einer ausgewogenen Schwerpunktlage des Haltegriffs einfach zu handhaben. et

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Karl Kürbisch, Geschäftsführer von PVP Photovoltaik, und Iris Kaukal, im Marketing bei Kioto Solar, freuen sich über das aktive Fassadenmodul in Stein-Optik.

Sunnseit’n Steirern in malerischen Eibiswald PHOTOVOLTAIK Nach der großen Besucherzahl und der positiven Resonanz lud PVP Photovoltaik erneut ins steirische Eibiswald. Die rund 150 Besucher konnten sich zu neuen Photovoltaik-Trends sowie -Modulen informieren und sich von bereits umgesetzten Projekten inspirieren lassen.

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VP Photovoltatik lud Kunden und Freunde des Hauses ein, sich über die neuen PV-Trends zu informieren. Treffpunkt war heuer pünktlich um 9.30 Uhr bei Hasewend’s Kirchenwirt im beschaulichen Eibiswald. Begrüßt wurden die Gäste von Karl Kürbisch, dem Geschäftsführer von PVP Photovoltaik, der auch den Einstiegs­vortrag hielt.

Aktiv Licht tanken Das Thema des Vortrags lautete: Auf die Hülle kommt es an. Kürbisch erklärte genau, was die neue aktive farbige Glasfassade so besonders mache. Sie liefere nicht nur Energie, sondern sie sei in jeder Farbe bedruckbar – derzeit gibt es fünf Standardfarben. Mit den aktiven Fassadenmodulen sei ein weiterführender Schritt in der Integration von PV-Anlagen in die Gebäudehülle gelungen, freute sich Karl Kürbisch. Dass die Fassade in jeder Form bedruckbar ist, ohne dass die darunterliegende Struktur zu sehen ist, begeisterte besonders Architekten und Planer. Die Basis bildet ein Modul mit monokristallinen Zellen – nur die obere Glasschicht wird farbig bedruckt. PVP Photovoltaik hat unterschiedliche Standardgrößen im Sortiment. Bei dem modularen Aufbau messen die Module von 690 bis 2080 x von 460 bis 995 x 9 Millimeter. Sie wiegen regulär zwischen acht und 48 Kilogramm. Auf Wunsch lassen sich aber auch 32 

Sondergrößen, individuelle Farben und Blindmodule realisieren. Die Farben beeinflussen aber auch den Wirkungsgrad: Rote Farbgebung hat etwa einen Leistungsverlust von 30 Prozent; graue Farbe hingegen zeigt sich mit nur 20 Prozent Verlust vorteilhafter. Massive Begeisterung rief das brandneue Fassadenmodul in Steinoptik hervor. Dabei sind hauchdünne Gesteinsschichten mit einem nichtsichtbaren PV-Modul kombiniert. „So etwas gibt es bisher am Markt noch nicht“, freut sich Kürbisch. „Unsere aktive Glasfassade in jeder Farbe war Schritt eins – nun gehen wir noch einen Schritt weiter. Das Ergebnis ist unsere aktive Glas-Stein-Fassade, die sensationell aussieht und zusätzlich Energie produziert.“

Einfach mal integriert Adrian Kottman, im Vorstand beim Verband Swissolar, erläuterte in seinem Vortrag, wie sich Photovoltaikanlagen in die Gebäudehülle integrieren lassen, was dabei zu beachten ist, und wo die Vorteile liegen. Anschließend zeigte der Stararchitekt Karl Viriden von der Viriden + Partner AG, wie gelungen sich ein Energie-Plus-Haus mit aktiver Fassade in die Architektur von Zürich, Schweiz, einfügt. Er verdeutliche mit Bildmaterial die gesamte Sanierung und beschrieb das Projekt und die einzelnen Bauabschnitte detailliert. Das Gebäude erreicht eine PV-Leistung von 265 Kilowattpeak, ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


PHOTOVOLTAIK INSTALLATION

Als Weltneuheit stellte PVP Photovoltaik das Fassadenmodul mit Stein-Optik vor. Hinterleuchtet sind die PV-Module unter einer hauchdünnen Gesteinsschicht zu sehen. Fast 150 Photovoltaik-Interessierte pilgerten nach Eibiswald in der Steiermark.

dern der Komfort des Menschen.“ Zuletzt stellte Alfred Mölzer, der Vertriebsleiter von PVP Photovoltaik und Kioto Solar, innovative Produkte vor, die den Anspruch erheben, Antworten auf Trends der Zukunft zu sein, wie beispielsweise das 360-Grad-Glas-Modul mit Bifacial-Zelltechnologie.

Wo Schilcher auf Tesla trifft Wie immer gab es heuer wieder ein attraktives Rahmenprogramm. Dazu zählten rasante Probefahrten mit dem Tesla-Modell X und dem BMW-i, die Werksbesichtigung der Produktion von PVP Photovoltaik sowie die Besichtigung eines Schilcher-Weingutes und Filmvorführungen im Kino Eibiswald. Zum Abschluss traf man sich auf dem Steirerabend zum geselligen Beisammensein und Staunen über die Kunststücke des Produktzauberers Christoph Kummer. Doch nicht nur die Tricks, sondern die gesamte Veranstaltung lief getreu dem Motto: Sunnseit’n Steirern – alles, außer gewöhnlich. ir

damit würde sich der Bau innerhalb von fünfzehn Jahren amortisiert haben, so Viriden.

Nachhaltigkeit beginnt vor der Haustür Der Nachmittag stand unter dem Motto neue Technologien. Den Anfang machte Günther Kohlmeier, Geschäftsführer von Kioto Solar. Er fragte zunächst das Auditorium, welche Heizform wohl in zwanzig Jahren vermehrt zu finden sei. Die Mehrheit stimmte für die Wärmepumpe und Photovoltaik/Solarthermie. Kohlmeier rechnete dann vor, dass sich der Solarmarkt voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren verfünffachen werde. Er ist überzeugt: „Die erneuerbaren Energien sind Klimaschützer Nummer 1.“ Auf Energiegewinnung durch die Sonne setzt auch Walter Kreisel von der Kreisel Group. Er gilt als Vordenker, was autonome Gebäude betrifft. Im Fokus seines Referates „Gebäudetechnik & Elektromobilität“ standen die Vorteile, die die Produkte aus dem Hause Kreisel, etwa die Stromspeicher, haben. Kreisel ist eines wichtig: „Es zählt nicht die Technik, sonELEKTRO JOURNAL 11 | 2016

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INSTALLATION ENERGIEEFFIZIENZ

Fürs Energiesparen klare ­Zeichen setzen Energie einzusparen, laufende Kosten zu senken und zum Klimaschutz beizutragen, sind nicht nur Wunschträume, sondern bereits Realität: mit der Automatisierungslösung Ecosys, die von der HMI-Master-Software gesteuert wird. Ecosys ist eine Automatisierungslösung, die unter dem Fokus, verschiedene Energieformen sparsam einzusetzen, von Albert Jocham entwickelt wurde. Die Steuer­konsole ist in hochwertigem Holz­ design gefertigt. Ecosys

Ina Susanne Rao

ENERG IEEFFIZIENZ

Haiko Amreich, Heimo Kos und Manfred Lobenwein von HMI-Master (v. l. n. r.) mit Albert Jocham, Geschäftsführer von Ecosys (2. v. r.).

I

n Zeiten, in denen Themen wie Klimawandel, Effizenz, Energiesparen kontrovers diskutiert werden, geht es darum, Lösungen zu diesen Problemen zu finden und sie konsequent umzusetzen. Als Beitrag dazu hat GF Albert Jocham mit seinem Unternehmen Ecosys das Energiesparsystems Energy Control System (Ecosys) entwickelt. Es soll helfen, den Energieverbrauch von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu senken: Zehn bis 15 Prozent des Energieverbrauchs sollen sich damit einsparen lassen, verspricht der Geschäftsführer von Ecosys. Und das, so merkt Jocham an, schone nicht nur die Umwelt, sondern sei auch gut für die Geldbörse.

Verbrauch reduzieren – aber mit System Das Arbeitsprinzip von Ecosys ist einfach: Das System überwacht die elektrischen Geräte des Unternehmens und erkennt, wenn diese gerade nicht gebraucht werden – etwa dann, wenn bei einer Teil­auslastung einer bestimmten Produktionsstätte die Maschinen trotzdem unter Vollast laufen. Ecosys veranlasst in einem solchen Fall, dass vordefinierte Geräte – etwa Produktionsmaschinen – entweder automatisch außer Betrieb gesetzt, ihre Aktivität reduziert oder sie in den stromsparenden Stand-by-Modus versetzt werden. Die Geräte bleiben dabei aber autark und können bei Bedarf auch herkömmlich von Hand bedient werden. Ein Beispiel aus der Praxis ist der weststeirische Spezialmaschinenhersteller Holz-Her, der in Voitsberg 300 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen hat Ergebnisse, die sich sehen lassen können. Durch den Einsatz von Ecosys konnte man den Verbrauch an elektrischer Energie um ganze zwölf Prozent pro Jahr senken – das entspricht einer Ersparnis von 45.000 Euro. Und auch die Umwelt freut sich, ihr wurde dadurch eine Belastung von 162 Tonnen Kohlenstoffdioxid erspart. 34 

Hinter einem cleveren System, wie Ecosys, muss auch eine intelligente Steuerung stecken. In diesem Fall ist das HMI-Master, das als Gebäudeautomatisierungssoftware fungiert. Es steuert und regelt die Druckluftversorgung, Beleuchtung, Heizung, Absaugung, das Sonderspannungsnetz und auch die Belüftung, die ihrerseits von den jeweiligen Außen- und Innenparametern abhängig ist.

Der Eye-Catcher für den Empfangsbereich Dass ­Albert Jocham Umweltschutz am Herzen liegt, zeigte sich auch bei der Entwicklung der Steuerkonsole Athmosphere. Sie ist als De­ signerstück für den Empfangsbereich gedacht. Die Optik wird der Corporate Identity des Unternehmens angepasst, seit Kurzem gibt es auch eine Version in einem Holzgehäuse – ein echter Hingucker. Auf dem Display der Atmosphere lassen sich Einsparungen an Energie, Kosten und Emissionen verdeutlichen. Die Daten dazu liefert der HMI-Master in Echtzeit. Ecosys gibt es in verschiedenen Ausführungen und Ausbaustufen, individuell auf Kundenwünsche, Standort und Anwendung zugeschnitten – für kleine Schreinereien genauso, wie für große Produktionsbetriebe. Der Status kann nicht nur über den Touchscreen der Steuereinheit abgelesen und verändert werden, sondern auch via Internet oder Smartphone. ir

Die Energiesparsysteme von Ecosys: • Ecosys-500-Entry: für kleinere Betriebe – etwa für Tischlereien, Schlossereien, Lagerhallen und Werkstätten • Ecosys-1850-Advantage: für mittlere und Großbetriebe • Ecosys-Atmosphere-4500-Professional: ein Designerstück für den Empfangsbereich. Einsparungen an Energie und Emissionen werden angezeigt. Das Design orientiert sich an der Cooperate Identity des Unternehmens. ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


MEINUNG INSTALLATION

Ein Fall für Supernasen Sprengstoffe sind Substanzen, die bekanntlich recht heikel zu handhaben sind; doch was noch schwerer ist: sie aufzuspüren. Denn wenn Sprengstoff gut versteckt ist, ist er vom Menschen selbst nur sehr schwer zu entdecken und erst recht nicht zu riechen. Häufig setzt man hier Hunde ein, weil sie eine feine Nase haben und etwa tausend Gerüche unterscheiden können. Der Geruchssinn der treuen Vierbeiner ist vierzig- bis hundertmal stärker als der des Menschen. Doch auch andere Tiere kann man dafür einsetzen: beispielsweise die Gambia-Riesenhamsterratte. Die kaninchengroßen Kerlchen wurden in Tansania ausgebildet, sie sind höchst robust und lernfähig und suchten ursprünglich in Krisenregionen nach Landminen. Außerdem sind sie Allesfresser und daher preiswert im Unterhalt. Der große Vorteil gegenüber Spürhunden ist ihr geringes Gewicht von bis 2,5 Kilogramm. Damit besteht kaum Gefahr, dass sie durch drauf Herumtrampeln eine Mine explodieren lassen. Auch mit Sensor zwecks Ortung ausgestattete Bienen setzte man schon für die Sprengstoffsuche ein. Beim Füttern mit Zuckerwasser reicherte man die Umgebung mit gasförmigem TNT an. Schnell hatten es die Tiere raus: Wo Sprengstoff

ist, gibt es auch was zu Futtern. Bienen haben eine feinere Nase als Hunde und ermüden auch weniger schnell. Doch natürlich gibt es auch technische Lösungen, bei denen schon sehr kleine Sprengstoffmengen erfolgreich detektiert werden können. Das Fraunhofer Institut entwickelte einen elektrochemischen Minendetektor, der sehr geringe TNT-Konzentrationen aufspüren kann. Er besteht aus drei Elektroden, an denen eine elektrische Spannung liegt. Kommt nun TNT in der Luft angeschwebt, findet an den Elektroden eine chemische Reaktion statt. Die Folge: Der Strom steigt an einer der Elektroden an, und das Gerät signalisiert dies. Neue Forschungen setzen auf eine Kombination aus Sensorennetzwerken und Lasererkennung. Aber nicht nur Tiere und Technik können Sprengstoff finden, sondern auch Pflanzen. Wissenschaftler aus den USA demonstrierten kürzlich, wie mit Nanopartikeln angereicherter Spinat Sprengstoff im Grundwasser erkennen kann. Nimmt die sensible grüne Pflanze explosive Nitroaromate über seine Wurzeln auf, reagierte der Kohlenstoff, und die Blätter begannen zu leuchten. Nun bleibt zu überlegen: Setzen wir zukünftig auf schnüffelnde Tiere, leuchtende Pflanzen oder sensible Technik? Ina Susanne Rao Redakteurin Elektrojournal

kommentiert

Die Stunden der Wahrheit

ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016

an der deutschen EEG-Umlage mitnaschen. Dies soll sich in Zukunft allerdings ändern. Deutschland will die einheitliche Preiszone mit Österreich aufkündigen. Dies wird bedeuten, dass in Österreich die Strompreise in nächster Zeit relativ stark ansteigen werden. Ein guter Grund, an die Eigenversorgung zu denken – mit einer PV-Anlage ist man vor Preisanstiegen sicher. Es gibt derzeit drei gute Gründe, sich eine PV-Anlage zuzulegen: Erstens der Fördertopf des Klima- und Energiefonds, der mit 8,5 Millionen Euro gefüllt war, enthält nur noch weniger als zwei Millionen, und da die Nachfrage gegen Ende der Förderfrist normalerweise stark ansteigt, ist zur Eile zu raten. Die Förderung läuft noch bis 14. Dezember, bis dahin muss man mit Zählpunkt eingereicht haben. Anschließend hat man noch drei Monate zum Errichten Zeit. Zweitens, es wird sich erst im Jänner entscheiden, ob es im nächsten Jahr wieder einen Fördertopf gibt. Drittens, bei steigendem Strompreis reduziert sich die Amortisationszeit der Anlage. Dr. Hans Kronberger ist seit dem 16. April 2008 ­Präsident des Bundesverbands Photovoltaic Austria. Foto Wilke

Jahrelang haben wir Photovoltaiker unter den Argumenten gelitten, Sonnenstrom sei teuer und der Ökostromzuschlag, den jeder private Haushalt zu bezahlen habe, belaste den Stromendkunden. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Der Ökostromzuschlag (in Deutschland heißt er EEG-Umlage) hat bewirkt, dass der durchschnittliche Großhandelspreis für elektrischen Strom von über acht Cent auf unter drei Cent pro Kilowattstunde gefallen ist. Jedem vernünftigen Menschen war klar, dass dieser Preisverfall, ausgelöst durch die Förderungen, auch Auswirkungen auf den Endverbraucherpreis haben muss. Es fehlte nur eine wissenschaftliche Studie über die genauen Auswirkungen. Und die ist jetzt da! Die beiden deutschen Wissenschaftler Jürgen Karl und Marius Dillig haben für Deutschland nachgewiesen, dass der Strompreis durch die Verbilligung des Marktpreises für den Endverbraucher im Untersuchungszeitraum von 2011 bis 2013 um insgesamt 28,7 Milliarden Euro geringer war, als er es ohne Ökostromförderung gewesen wäre. Also ein gutes Geschäft für den Endkunden. Die ganze Studie ist unter www.evt.cbi.fau.de/aktuelles/Energiestudie.shtml einsehbar. Für Österreich gibt es noch keine eigene Berechnung, aber hier dürfte der Vorteil für den Endverbraucher noch höher sein, da wir

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Hager

BR-Tech

INSTALLATION BRANCHE

Mario Pascal Necker, Präsident, Rainer Brade, Vize-Präsident, Wolfgang Burst, Schatzmeister und Martin Nebenführ, Scriptor (v. l. n. r.).

Alexander Rupp, Vorsitzender des Fachausschusses ­Elektroinstallationstechnik, lädt zum Planer-Fachtag ein.

Nun auch in Österreich: die KNX-Professionals Austria

Planer-Fachtag 2016: Wissen und Trends

VEREINE

Eine gemeinsame Sache: Spezialisten in Sachen KNX schließen sich zu einer Gruppe zusammen.

Am 29. 11.2016 lädt der Fachausschuss für Elektro-Installationstechnik zur ­Informationsveranstaltung.

Die Mitglieder, die die strengen Qualitätsrichtlinien erfüllen, können nun auch das Logo der KNX-Professional-Austria führen. Einer der Qualitätsnachweise sind der abgeschlosse KNX-Grundkurs und der abgeschlosse Fortgeschrittenen-Kurs für den KNX-Part. Für den Elektrotechnik-Part wird die Konzession für Elektrotechnik erwartet. Aber auch alle KNX-Systemintegratoren können Mitglied werden. Der Präsident der KNX-Professionals, Mario Pascal Necker, freut sich: „Bisher gab es die nationale KNX-Gruppe und den KNX-User-Club. Aber es gab keine Vereinigung der professionellen KNX-Systemintegratoren in Österreich, und diese Lücke möchten wir schließen. Wir werden dreimal im Jahr einen Tag mit mehreren Kurzseminaren veranstalten. Auch die gegenseitige Unterstützung wird großgeschrieben.“ Eines der erklärten Ziele der KNX-Professionals Austria ist die Erhöhung der Akzeptanz für das KNX-System, sowohl innerhalb der Fachwelt, aber auch bei den Bauherren. Da eine stetige Weiterbildung ein Thema der heutigen Zeit sei und der KNX-Markt sich stetig weiterentwickele, müsse man am Puls der Zeit bleiben, erklärte Necker. ir

Der Planer Fachtag 2016 lockt mit spannenden Vorträgen zu den Themen Energieeffizienz, normgerechtes Planen, Smart Building sowie Human & Digital Light und wirft damit ein neues Licht auf Gegenwart und Zukunft des Bauens. Es gibt Antworten auf Fragen wie: Wie wollen wir in Zukunft wohnen, wie schlau werden unsere Gebäude sein, und was sollten Planer dazu wissen? Der Planer-Fachtag findet am 29. November von 8.30 bis 16.30 Uhr in den Räumen der Industriellen Vereinigung in Wien (Haus der Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien) statt. Die Veranstaltung des Fachausschusses Elektroinstallationstechnik in Kooperation mit 17 Vertretern der Elektroindustrie, der Bundessparte Handel, dem Bundesgremium Elektrohandel und der E-Marke soll das Fachwissen sowie wichtige Informationen zu Trends und technischen Entwicklungen aufzeigen. Die Veranstaltung richtet sich speziell an Planer und Ingenieurbüros sowie an Interessierte aus Elektroindustrie und Elektrik. „Der Planerfachtag zeichnet sich durch besonders hochkarätige und vor allem herstellerneutrale Vorträge aus erster Hand aus“, erklärte Alexander Rupp, Vorsitzender des Fachausschusses Elektroinstallationstechnik. „Dabei wurden ganz gezielt Themen gewählt, die bereits jetzt in der Praxis wichtig sind, aber auch in der nahen Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Die Auswahl umfasst die Bereiche Energieeffizienz, normgerechtes Planen, Smart Building und Human & Digital Light.“ Die Keynote übernimmt Joe Witke, Bundesinnungsmeister Elektrotechnik. Er geht darin auf die Zusammenarbeit von Elektrotechniker und Planer ein. Für Unterhaltung sorgt der Kabarettist Oliver Hochkofler mit seiner humoristischen Betrachtung der Branchen Planungsbüros und Elektrotechniker. Die Fachvorträge werden durch eine Networking- und Information-Area ergänzt, in der rund 20 Aussteller für Gespräche zu den aktuellen Trends und Lösungen zu allen Fachtag-Themen zur Verfügung stehen. ir

Über KNX Professionals Austria Der Vorstand der KNX-Professionals Austria besteht aus langjährigen Mitgliedern, die an KNX-Großprojekten mitgearbeitet haben. Dazu gehört beispielsweise der Flughafen Wien, das Viertel 2 in der Krieau in Wien sowie diverse anderen Infrastruktur-Zweckbauten. Das Einhalten von rechtlichen Gegebenheiten und Normen wird durch Experten der Elektrotechnik abgedeckt, welche auch in diesen Bereichen als KNX-Trainer tätig sind. Einige Mitglieder arbeiten in den Prüfungskommissionen bei Lehrabschlussprüfungen mit. Abgerundet wird das Ganze durch die Kooperation mit einer zertifizierten KNX-Schulungsstätte++, mit der man in Zukunft auch zertifizierte Fort- und Weiterbildungen, bis hin zur KNX-Trainer-Ausbildung, anbieten will. 36 

BRANCHENTREFF

ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


BEZAHLTE ANZEIGE

Unser neues Mitglied der Receiver-Familie:

GFI

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Hannes Rechling ist Geschäftsführer bei GFI Österreich.

Der GFI-Webshop zeigt sich modifiziert im neuen Erscheinungsbild.

Mit neuer Systemlösung zu h ­ öherem Kundennutzen GeschäftsKonzept GFI entwickelt sich von dem ursprünglichen Elektrogroßhändler weg und hin zu einem Beschaffungs- und Dienstleistungsunternehmen.

Empfang von DVB-T2-Programmen in HD (frei und verschlüsselt) HbbTV (Zusatzinhalte über Internet) PVRready: Aufnehmen auf USB-Festplatte

Die GFI wandelt sich zum Dienstleistungsunternehmen, und sein WebShop verwandelt sich mit. Er zeigt sich den Besuchern in einem neuen Design und mit erweiterten Funktionalitäten, wie vereinfachten Anfragen und Bestellungen direkt von der Baustelle aus. Das Konzept des GFI-Webshops basiert auf intensiven Benutzertests, mit denen entsprechend der Kundenbedürfnisse die Navigation aber auch die Prozesse für die Kunden optimiert wurden. GFI betont, dass die intuitive Benutzeroberfläche dem Kunden ein leichtes und übersichtliches Navigieren erlaube, um schneller ans Ziel zu kommen. Hervorzuheben ist die Zusammenführung der Artikeldatenbank des Webshops mit dem neuen ERP-System, die bereits im Vorfeld implementiert wurde. Der Vorteil liegt,darin, dass der Kunde damit den Überblick über die gesamte Kaufhistorie hat; er kann alle bisherigen Aufträge, Angebote und Rechnungen direkt auf der Webshop-Oberfläche einsehen. Das bewährte Anlegen einer eigenen Favoritenliste wurde aufgrund der guten Resonanz auch für die neuen Webseiten übernommen und optimiert. „Die Verknüpfung der beiden Systeme ist eine einzigartige Systemlösung und bietet einen großen Vorteil für unsere Kunden. Es ist daher jetzt noch einfacher, mit GFI Geschäfte zu machen“, freut sich

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Hannes Rechling, der als Geschäftsführer bei GFI Österreich tätig ist. GFI ist ein Teil der Solar-Gruppe, eines E-Business-Unternehmens in Skandinavien. Mit dem modifizierten Webshop sei auch in Österreich der Grundstein für ein zeitgemäßes digitales Auftreten gelegt. Neben der Weiterentwicklung des E-Business-Bereichs bleibt der traditionelle persönliche Kundenkontakt das Fundament der GFI. Ziel sei es, Probleme der Kunden frühzeitig zu identifizieren, individuelle Kundenbedürfnisse zu erkennen und Lösungen dafür anbieten zu können. Im Zuge des Webshop-Relaunchs sei auch die interne Ausrichtung von GFI, mit sechs Niederlassungen in Österreich, flexibler und e ­ ffizienter geworden. Die Aufteilung in die zwei Hauptregionen „Ost“ und „West“ ermöglicht dem Unternehmen eine niederlassungsübergreifende Kundenbetreuung und -servicierung. Der Kunde profitiere damit sowohl von einem österreichweiten Produkt- und Artikelportfolio als auch von der Qualität und der Serviceflexibilität. Der GFI-Familie sei es ein großes Anliegen, dass sich ihre Kunden bei ihnen gut aufgehoben fühlen und sie durch ihre Kombination aus Ressourcen, Wissen und Menschen auch zum Wettbewerbsvorteil ihrer Kunden entscheidend beitragen können, bestätigte Rechling. https://weblink.gfi-elektro.at/

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HAUSGERÄTE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Die Zukunft kann beginnen Liebherr haucht seinen Kühlschränken Cloud-Intelligenz ein und macht so lang gehegte Visionen wahr.

Liebherr

C ORTANA INSIDE

Die Smart-Device-Box funktioniert mit allen aktuellen Kühlgeräten von Liebherr (l.). Kameras helfen, den Inhalt zu identifizieren (M.). Gesteuert wird das System per Sprache, die Intelligenz ist von Microsofts digitaler Assitentin Cortana geborgt (r.).

E

s scheint so, als würde der intelligente Kühlschrank endlich tainment-Device und virtuelles Shopping-Center verkauft wird. Wirklichkeit. Und es ist kein koreanischer oder amerikani- Hinter Mia hingegen steht Microsofts Cortana, die schon auf andescher Konzern, der ihn verwirklicht, sondern ein österreichischer. ren Windows-Systemen versucht, den Nutzern jeden Wunsch von Genauer ein Osttiroler, nämlich Liebherr. Und im Gegensatz zur den Lippen abzulesen. Das funktioniert auch beim Liebherr-System. Geht etwa beim Kochen das Olivenöl aus, dann reicht ein Konkurrenz ist das von Liebherr gezeigte System nicht nur eine Design-Studie, sondern funktioniert wirklich. Kernstück ist „Mia, setze eine Flasche Olivenöl auf die Einkaufsliste“. Und beim die sogenannte Smart-Device Box, die es als Add-on zu bereits nächsten Kochen ist dann (hoffentlich) wieder Öl im Haus. im Markt befindlichen Kühlgeräten zu kaufen gibt. Sie ist laut ­Thomas Ausserdorfer, Key Account Manager bei Liebherr, zu alMia geht shoppen Noch steht das System am Anfang seilen heuer verkauften Geräten kompatibel. Das Modul ist eigent- ner Möglichkeiten. Liebherr möchte es Mia auch ermöglichen, lich ein Mini-PC mit Dual Core Prozessor und 8 GB Flash-Spei- selbsttätig einzukaufen. Dazu soll es schon bald einen Link zu cher. Er läuft mit einer speziellen Version von Windows 10 und ist Liefersystemen geben. Die Osttiroler wollen sich dabei aber nicht mit der Microsoft Cloud Computing-Plattform Azure kompatibel. auf einen Partner festlegen. Stattdessen soll es für Kunden eine breite Auswahl geben. Und dann soll Mia sich auch noch kreaGeborgte Intelligenz Damit wird auch schon klar: Ganz auf tiv betätigen. Wie ein erfahrener Koch soll die künstliche Intellifremde Hilfe kann man auch in Osttirol nicht verzichten. Denn die genz die Vorräte analysieren können und dann ein Gericht vorIntelligenz des Systems steckt in der Cloud, genauer in der Micro- schlagen, dass man daraus zubereiten kann. Und wer wissen will, wie sich das mit den Nährstoffen in den Produkten verhält und soft Cloud. Und die erkennt dann beispielsweise die Produkte, die in den Kühlschrank gestellt werden und listet sie auf. Die notwen- wie man sie am besten lagert, der soll von Mia auch ausführliche digen Informationen dazu liefern zwei Kameras, die an Punkten Informationen dazu bekommen können. Das sind nur die ersten mit Überblick in den Kühlschrank eingebaut werden. Das Sys- Ideen, die verwirklicht werden können. Bei Liebherr geht man tem soll sich bei der Erkennung auch von halb verdeckten Pake- davon aus, dass über die Zeit neue Sensoren und viele neue Anten nicht irritieren lassen. Die Liste mit den Lebensmitteln kann wendungen hinzukommen. Und weil das Beschaffungsintervall dann auf Tablets, Handys oder auch am PC eingesehen werden. eines Kühlschrankes deutlich größer ist, wie die technische InUnd wenn man sich unterwegs beim Einkaufen nicht mehr ganz novationsrate, ist das System modular aufgebaut und kann imsicher ist, ob die Partnerin jetzt nicht doch schon frischen Käse mer wieder mit neuen Peripheriegeräten ergänzt und modernieingekauft hat, kann man sich auch aktuelle Bilder aus dem Kühl- siert werden. „Denn niemand wird sich nur wegen einer neuen schrank auf das Handy schicken lassen. Als zweite wichtige Kom- Funktion von Mia einen neuen Kühlschrank kaufen“, kommenponente gibt es ein Spracherkennungssystem, das Liebherr Mia tiert Thomas Ausserdorfer. Das neue System wird es heuer nicht getauft hat. Was ein Akronym ist und ausgeschrieben Media In- mehr in die Läden schaffen, bei Liebherr peilt man Mitte komtelligence Assistant heißt. Der zylinderförmige Bluetooth-Lautspre- menden Jahres an. Das Starter-Kit mit Smart-Device-Box, zwei cher ähnelt ein wenig dem Amazon-Echo-System, das als Enter- Kameras und Lautsprecher soll dann etwa 200 Euro kosten. wk

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Alles was Sie fĂźr eine perfekte Dosierung tun mĂźssen: anschalten. Niemand kann Waschmittel auf den Milliliter genau dosieren. Die Modelle mit intelligenter Dosierautomatik i-DOS aber schon. Dazu messen Sensoren Beladungsmenge, Textilart und Verschmutzung und dosieren entsprechend die erforderliche Waschmittelmenge. So erzielen Sie perfekte Waschergebnisse. Mehr dazu unter www.bosch-home.at

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HAUSGERÄTE PARTNERSCHAFTEN

DKB macht mit Nespresso Schluss Mit Ende des Jahres beenden DKB und Nespresso ihre langjährige Geschäftsbeziehung, die Fertigung für Turmix und Koenig wird eingestellt. SCHEIDUNG

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Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, doch nun ist es offiziell. DKB und Nespresso gehen mit Ende des Jahres getrennte Wege. Dies ließ das Unternehmen in einer Mitteilung verlautbaren. Damit geht eine langjährige Geschäftsbeziehung zu Ende. DKB hat unter dem Namen Turmix die erste Nespresso-Maschine produziert und ist seit 25 Jahren Maschinenpartner der Nestlé-Tochtergesellschaft. Als Gründe gibt das Unternehmen geänderte Vorgaben des Lizenzgebers an. Darum habe man das Sortiment überprüft und sich entschlossen, sich in Zukunft auf die gruppeneigenen Marken zu konzentrieren. Bis Ende des Jahres wird die Produktion von Nespresso-Maschinen der Marken Turmix und Koenig unverändert weiterlaufen, Restbestände sollen dann bis zum Frühling verkauft werden. Ab 2017 übernehmen die Lizenzen die Unternehmen Kenwood/Delonghi und Krups (SEB). Der Wegfall des Geschäftes mit Nespresso-Maschinen wird laut Unternehmensangaben auch einen geringfügigen Abbau von Stellen in Österreich und der Schweiz im Jahr 2017 zur Folge haben. Das Servicecenter ist Bassersdorf in der Schweiz, es soll im Frühjahr kommenden Jahres an externe Partner übergeben werden, um die Garantieleistungen sicherzustellen. Bei den Vertriebsorganisationen in der Schweiz und in Österreich soll es zu Anpassungen kommen. wk ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


MIELE HAUSGERÄTE

Hausmessen in West und Ost Miele präsentierte die neuen Herbstprodukte in Wals und Wien. Mehr als 3000 ­Besucher folgten der Einladung. Die Miele zeigte was sie hat – und gleich doppelt. Denn der Hausgerätespezialist veranstaltete am 14. und 15. September seine Hausmesse im heimischen Wals, und am 21. und 22. Oktober konnten sich dann die Fachbesucher auch in Wien über die neuesten Produkte informieren. Insgesamt 3000 Interessenten folgten der Einladung in die jeweiligen Experience-Center. Geboten wurde einiges. So zeigte der Fernseh-Bäcker Christian Ofer wie einfach es ist, Brot zu backen, wenn man dafür sorgt, dass es im Ofen nicht austrocknet. Ebenfalls aus dem Fernsehen bekannt: der Biogärtner Karl Ploberger. Er gab in seinem Vortrag „Mit Genuss – Garten für intelligente Faule“ Tipps, wie man Garten, Balkon und Terrasse „herbstfit“ macht. Für wissenschaftlich Interessierte demonstrierte ein Pop-up-Chemielabor, die Waschleistung der Miele-Waschmittel. Daneben zeigte Miele das Dampfbügelsystem Fashionmaster, den beutelosen Staubsauger Blizzard CX1 und natürlich auch die neuesten Waschvollautomaten und Trockner. Die neuen Kaffeautomaten luden zu einer Pause und Verkostung von frisch zubereitetem Kaffee ein. Illy-Barista Roland Preimel plauderte dazu über die faszinierende Welt des Kaffees und präsentierte zwei Single Origin

Miele

FAMILIENFEST

Impressionen aus Wien: Miele-Koch Roman Rosmanith, TV-Biogärtner Karl Ploberger, Miele-Köchin Sonja Schneider und Store-Manager Markus Nimmrichter.

Arabica Sorten. Das dazugehörige Gebäck kam aus der Backstube um die Ecke, wer mehr Hunger hatte, konnte auch die Köstlichkeiten aus dem Dampfgarer probieren – und die passenden Tipps und Rezepte gleich mitnehmen. wk

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HAUSGERÄTE PRODUKTE

Sturmwarnung Babyliss rüstet sich mit neuen Hairstyling-Produkten für das Weihnachts­ geschäft. Mit dabei ist ein Föhn, der einen wahren Orkan entfachen kann. HERBST-KOLLEKTION

timal gleiten, die 15 Temperatureinstellungen erlauben eine individuelle Anpassung an das Haar. Alternativ dazu bietet Babyliss auch die Bürste Liss Brus 3D (59,99 Euro UVP) an. Diese glättet das Haar ganz einfach durch das Bürsten. Die Noppen des Gerätes sind dabei in drei Ebenen angeordnet: Die äußeren langen Noppen kämmen das Haar, die Inneren aus biegsamem Silikon führen das Haar an das Heizelement und massieren die Kopfhaut, und die beheitzten Noppen aus Keramik glätten schließlich das Haar. Eine Sturmwarnung gibt es in Sachen Haartrockner: Der Pro-Digital-6100-E (99,99 Euro UVP) hat einen besonderen Motor eingebaut, der den Luftstrom auf über 200 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Das ist mehr als das Doppelte, was herkömmliche Föhne schaffen. Eine konstante Temperatur von 70 Grad Celsius soll ein schonendes Trocknen der Haare ermöglichen. Das bei Babyliss erhältliche umfangreiche Zubehör für den Pro-Digital-6100-E (Bild) eröffnet zusätzliche Freiheiten beim Styling. wk

Babyliss

Babyliss hat sein neues Herbst-Sortiment an Hairstyling-Produkten vorgestellt. Einer der Stars der Collection ist die neue Lockenmaschine Curl Secret 2 (129,90 Euro UVP). Sie besitzt zwei austauschbare Heizkammern, die sich ganz einfach auswechseln lassen. Die 35-Millimeter-Kammer ist dabei vor allem für starkes Haar gedacht. Die 25-Millimeter-Kammer hingegen formt insbesondere dünnes Haar mit engen, kleinen Locken. Für eine natürliche Optik bietet das Gerät die Rotationsauswahl, die die Locken abwechselnd nach links und rechts dreht. Mithilfe einer Zeitautomatik lassen sich nur wellige Haare oder auch große und kleine Locken erzeugen. Wer anstelle von Locken eher auf glattes Haar steht, der sollte sich das Glätteisen ST280 (129,90 Euro UVP) ansehen. Es besitzt extra breite Platten und zaubert so auch noch einen glatten Look in dichtes kräftiges Haar. Die Diamond-Ceramic-Beschichtung der Platten ermöglicht laut Baby­ liss eine gleichmäßige Wärmeverteilung und lässt das Haar op-

Herbstmix auf Hochtouren Kenwood bringt für alle Smoothie-Fans den Powermixer – und für ­Teekenner den Wasserkocher mit der individuellen Temperaturvorwahl. Mit dem BL900BK-Blend-X-Pro hat Kenwood einen neuen Hochleistungsmixer vorgestellt. Die speziell gehärteten Messer des Gerätes drehen sich mit 30.000 Umdrehungen pro Minute und zerkleinern so alles, was ihnen vor die Klingen kommt. Die Messer stammen aus dem Helix-Force-System. Die speziell geformten Klingen sind auf zwei Ebenen angeordnet, und sie verfügen über kleine Zacken zur optimalen Zerkleinerung des Mixgutes. Die unteren Messer sorgen dafür, dass alle Zutaten vom Boden des Mixaufsatzes nach oben bewegt werden, um dort optimal zerkleinert und vermischt zu werden. Der auch optisch ansprechend gestylte Mixer hat ein Fassungsvermögen von zwei Litern und schafft damit Suppen, Smoothies oder 42 

Kenwood

MIT KRAFT UND G EFÜHL

auch Cocktails für alle Freunde und die ganze Familie. Die Blend-X-ProSerie ist ab Mitte November erhältlich und soll 399, 99 Euro (UVP) kosten. Ebenfalls neu ist der Wasserkocher SJM610 aus der Persona-Frühstücksserie. Er hat eine Leistung von 2200 Watt und ist insbesondere für Teekenner eine Empfehlung, denn bei diesem Kocher lässt sich die Wassertemperatur zwischen 70 und 100 Grad in Fünf-Grad-Schritten einstellen. So bietet er für Grünen Tee mit 75 Grad genauso eine optimale Brühtemperatur wie etwa für Olong-Tee mit 85 Grad. Das Ende des Kochvorganges verkündet das Gerät mit einem akustischen Signal. Und wer mag, kann die Temperaturskala auch auf Fahrenheit umstellen. Der Kocher ist um 129,99 Euro (UVP) im Handel erhältlich. wk ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


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Der Einfluss von dynamischem Licht auf den Menschen Circadiane Beleuchtung positioniert sich als vielversprechender ­ herapieansatz in der Alzheimer-Behandlung. Trilux stellt die Leuchten dafür. T BELEUCHT UNG SST UDIE

Die positive Wirkung von Licht gibt mehr Lebensqualität.

Trilux

Die Lichtlösungen von Trilux tragen zur deutlichen Verbesserung der Lebensqualität von an Alzheimer erkrankten Bewohnern einer Einrichtung der ­ORPEA-Gruppe bei.

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ynamische, circadiane Beleuchtung hat positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Orpea-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Nizza, dem Centre d’Innovation et d’Usages en Santé (CIU-Santé) und Trilux. Die Orpea-Gruppe ist mit über 730 Einrichtungen einer der größten europäischen Anbieter von Pflegedienstleistungen. Die Studie kommt zu den Ergebnissen: Die Bewohner schlafen länger und besser, und sie zeigen weniger Verhaltensauffälligkeiten und Angstsymptome. In einer Nachfolgestudie wird derzeit die Möglichkeit einer Reduktion von sedierender Medikation evaluiert – was weitere positive Effekte auf die mentale und körperliche Gesundheit bedeuten würde. Gleichzeitig arbeitet Orpea daran, dynamisches Licht in weiteren betreuten Wohneinrichtungen einzusetzen.

Aufbau der Studie Die Wissenschaftler untersuchten den Einfluss von dynamischem Licht auf die Krankheitssymptome der Alzheimer-Erkrankung. Dazu wurden die Gänge, Gemeinschafts- und Aufenthaltsräume in einem Pflegeheim in Valenton nahe Paris mit dynamischer, circadianer Beleuchtung ausgestattet, die sich in Hinblick auf Intensität und Lichtfarbe am natürlichen Tageslicht orientiert. Schlaf als zentraler Einflussfaktor In bis zu 44 Prozent* der Fälle sind Erkrankungen vom Typ Alzheimer mit einem gestörten Schlafrhythmus und häufigem nächtlichem Erwachen verbunden. Durch die verkürzte Schlafphase können Gehirnfunktionen schlechter regenerieren. Die Folge sind Konzentrationsstörungen, Schläfrigkeit und eine Verschlechterung der bestehenden Symptome. „Durch eine dynamische Lichtlö44 

sung, die sich in der Lichtfarbe und -intensität am natürlichen Tagesverlauf der Sonne orientiert, lässt sich der Schlaf-WachRhythmus stabilisieren“, erklärt Dr. Raphael Kirsch, Lighting Application Specialist bei Trilux. Im Rahmen der Studie installierte Trilux seine Liventy-Flat und Plenar-HD1-Q-Serie. Die eingesetzten Leuchten variieren im Tagesverlauf hinsichtlich Farbtemperatur zwischen 3000 und 6500 Kelvin (kaltes bis warmes Licht). Gesteuert von einem Lichtmanagementsystem bilden die Leuchten den 24-Stunden-Rhythmus des Tageslichts nach. Während des Versuchszeitraums wurden die Aktivitäts-, Ruhe- und Schlafperioden der Bewohner, nach Absprache mit den Verwandten, aktimetrisch mit einem Fitness-Tracker überwacht. Die Verhaltensauffälligkeiten und Angstzustände erfasste das Pflegepersonal anhand des „Neuropsychiatric Inventory“ Fragebogens (NPI-ES) sowie der COVI-Angst-Skala. Die Ergebnisse der Studie belegen eine statistisch signifikante Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner alleine durch die Ausstattung der Gemeinschaftsflächen mit circadianer Beleuchtung. Die Schlafzeit erhöhte sich um 55 Minuten pro 24 Stunden, zudem erwachten die Patienten in der Nacht seltener. Es zeigte sich eine signifikante Reduktion der Verhaltensauffälligkeiten sowie der Angstzustände. Nach Abschluss des 42-tägigen Versuchszeitraums blieb die dynamische Beleuchtungslösung im Einsatz. Seit neun Monaten ist bei den Bewohnern eine stetige Verbesserung der Symptome festzustellen, die nahelegt, dass sich die Behandlung mit sedierenden Medikamenten reduzieren lassen wird, um so die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit zu fördern. ir * Treatment of sleep disturbances in Alzheimer’s disease. McCurry SM et al. Sleep Medicine Reviews 2000;4(6):603–28 ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


An

Aus/An

Aus/An

Dimmen ohne Dimmer Drei Stimmungen in einer Lampe Philips SceneSwitch: Durch mehrmaliges Betätigen des normalen Wandschalters wählen Sie drei unterschiedliche Lichtstimmungen – 100, 40 oder 10 % Helligkeit. In den dunkleren Einstellungen wird das Licht wärmer. Dank der integrierten Memory-Funktion bleibt zudem die zuletzt gewählte Einstellung auch dann programmiert, wenn das Licht längerfristig ausgeschaltet bleibt.

Philips SceneSwitch www.philips.at/master-led-lampen


Philips Lighting

LICHT AUSSENBELEUCHTUNG

Das LED-Lichtsystem Philips-Arena-Experience sorgt mit interaktiven Lichteffekten für eine einzigartige Atmosphäre, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Atletico-Madrid-Stadions.

Rundum alles LED-Technik STADIONBELEUCHT UNG Das LED-Lichtsystem Arena-Experience von Philips sorgt mit interaktiven Lichteffekten für eine besondere Atmosphäre im Atletico-Madrid-Stadion.

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it dem Umzug in das neue Stadion können sich die Fans von sich aus, wenn das Stadion für andere Events wie Konzerte geAtletico Madrid ab 2017 auf besondere Fußballerlebnisse nutzt wird. Im Fokus steht das Spielfeld, wo 336 Philips-Arena-Vifreuen. Das Highlight der Arena liefert das multifunktional ein- sion-LED-Flutlichtstrahler gute Sicht in bestem Licht spenden setzbare Lichtsystem Philips-Arena-Experience. Dieses kommt in sollen. Sie erfüllen die Standards der spanischen Fußballliga, der der neuen Heimspielstätte des spanischen Spitzenclubs weltweit UEFA und der FIFA für Stadionlicht und ermöglichen Fernseh­ erstmals zum Einsatz – und umfasst neben LED-Flutlichtern auch übertragungen in hoher Qualität. Sie lassen sich verzögerungsLichtlösungen für die Zugangsbereiche, die Fassade und das Dach frei aus- und wieder einschalten und auch synchronisiert in Lightshows einbinden, beispielsweise während der Halbzeitpause sowie für die Gästebereiche im Inneren. Philips wird zudem offizieller Lichtpartner des spanischen Spit- oder vor dem Anpfiff der Spiele. zenclubs für die nächsten vier Saisonen. „Wir begrüßen Philips Großen Wert legt Atletico Madrid auf die neuen Lighting als idealen Partner. Mit der LED-Beleuchtung werden un- „­ Neptuno“-VIP-Bereiche: Philips LED-Leuchten unterstreichen sere Fans das neue Stadion mit einzigartigen Lichtstimmungen er- das Ambiente und laden zum Verweilen ein. Sie werten das Geleben“, freut sich Atletico Madrid-Geschäftsführer Miguel Ángel Gil. samterlebnis auf und reduzieren die Energiekosten um mehr als 60Prozent gegenüber einer herkömmlichen Beleuchtung. Das Gute Sicht im Stadion Das Plus der Arena-Experience-Be- maßgeschneiderte Lichtsystem ist als Gesamtlösung auf die leuchtung liegt in der Dynamik und Flexibilität. Am geschwun- Arena mit ihren 67.000 Plätzen abgestimmt. genen Arena-Dach ermöglichen die Vaya-Flood-LED-Strahler Leuchten für Sportstätten Philips Lighting ist Spezialist schnell und stufenlos variierbare Lichtstimmung in 16 Millionen Farben. Das Fan-Geschehen wird von interaktiven Lichtef- in Sachen Beleuchtung von Sportstätten: Weltweit sind bereits fekten begleitet. Die Arena in leuchtenden Vereinsfarben sowie über 65 Prozent der bedeutenden Sportstätten mit LichttechnoLichtshows bei erzielten Toren sind naheliegende Anwendungs- logie von Philips ausgestattet. Die Holländer bieten dabei Lösunmöglichkeiten. Entsprechende Effekte lassen sich auch auf die Fas- gen für Spielfeld, Tribünen, Aufenthaltsbereiche und Fassaden sadenbeleuchtung von Color-Kinetics, ebenfalls von P ­ hilips, er- bis hin zu Leuchten, die das Wachstum des Spielfeldrasens beweitern. Die Vielseitigkeit und Flexibilität der Beleuchtung zahlt schleunigen. ir

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ZUSATZLEISTUNGEN LICHT

Mehr Garantie – mehr Sicherheit Seit Oktober gewährt Feilo Sylvania bis zu fünf Jahre Garantie auf die neuen LED-Leuchten und bis zu sechs Jahre auf die neuen LED-Lampen.

Feilo -Sylvania

G E WÄHRLEIST UNG

Das Prinzip ist einfach: Je angegebenen 10.000 Stunden Lebensdauer gibt Feilo Sylvania ein Jahr Garantie auf seine LED-Leuchten – bis maximal fünf Jahre. Wenn also beispielsweise die Lebensdauer einer Leuchte mit 50.000 Stunden angegeben wird, so beträgt die Garantie demzufolge fünf Jahre. Was die traditionellen Leuchten betrifft, bleibt es bei der Garantiedauer von zwei Jahren. Die Garantie beginnt mit dem Datum der Rechnungsstellung, diese dient auch als Kaufnachweis, um die Garantie beanspruchen zu können. Die Produktbezeichnung muss auf dem Kaufbeleg vorhanden sein. Mängel müssen innerhalb von 30 Tagen nach ihrer Ent­ deckung per E-Mail gemeldet werden. Die Garantie auf LED-Lampen beginnt ebenfalls mit dem Kaufdatum und endet mit dem Erreichen der angegebenen Lebensdauer in Stunden oder Garantielaufzeit in Jahren, je nachdem, was zuerst eintritt. Die Garantie ist abhängig von den gekauften Lampentypen: Ref-LED und To-LED-O-Lampen ha-

ben eine Garantie von 12.000 Stunden oder drei Jahren während bei Ref-LED+ und To-LED-O+ Lampen die Garantie 16.000 Stunden oder vier Jahre gilt. Bei den Ref-LED-Superia und To-LED-O-Superia beträgt die Garantie 24.000 Stunden oder fünf beziehungsweise sechs Jahre. „Wir sind hocherfreut, diese Garantieangebote machen zu können“, bestätigt Zhi Schraft, General Manager bei Feilo Sylvania Germany. „Wie geben damit Sicherheit und Klarheit über die Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit unserer Leuchten und Lampen.“ ir

Zhi Schraft ist als General Manager bei Feilo Sylvania Germany tätig.

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LICHT PROJEKTE

Der Petersplatz im Vatikan erstrahlt im LED-Licht LICHTKONZEPT

Der Vatikan setzt auf energieeffiziente LED-Außenleuchten von Osram.

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sram verleiht dem Petersplatz in Rom neue Strahlkraft. Moderne, energieeffiziente LED-Außenleuchten sorgen für ein besonderes Lichterlebnis und sparen rund 70 Prozent Energie ein. Osram realisierte das Modernisierungsprojekt, das die servicetechnische Leitung des Governatorato im Vatikan (Servizi Tecnici del Governatorato dello Stato della Città del Vaticano) beauftragte. Die Zusammenarbeit hat Tradition: Bereits 2014 konnte Osram mit der neuen Beleuchtung der Sixtinischen Kapelle ein Projekt umsetzen, das künstlerisch, historisch und aus konservatorischer Sicht keine Wünsche offen ließ. Die damalige gute Zusammenarbeit hat Osram nun auch für das neue Projekt empfohlen.

Licht für den Vatikan „Für die moderne LED-Beleuchtung der Sixtinischen Kapelle erhalten wir seit Oktober 2014 weltweit Anerkennung. Es freut uns besonders, dass wir nun mit der Beleuchtung des Petersplatzes unsere Kompetenz als Anbieter komplexer Lichtlösungen erneut in Rom unter Beweis stellen konnten“, freute sich Olaf Berlien, CEO bei Osram. Wie schon beim Projekt Sixtinische Kapelle wurde auch die Lichtlösung für den Petersplatz in enger Zusammenarbeit zwischen Osram und der Leitung des Governatorato realisiert. „Es galt neben einem perfekten Beleuchtungsergebnis auch visu48 

elle Aspekte, wie die dezente Integration der Leuchten in die Architektur und eine einfache und unauffällige elektrische Installation zu berücksichtigen. Zudem spielten Energieeinsparung und ökologische Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle“, ergänzte Eladia Pulido, CEO der Business Unit Lighting Solutions (LS) bei Osram.

Wahrnehmung und Nachhaltigkeit Der Vatikan forderte ein Beleuchtungsniveau von bis zu 120 Lux bei Nacht, um den Besuchern Sicherheit zu gewähren. Im Zuge von Veranstaltungen und Feierlichkeiten soll damit auch das Lesen auf dem Platz möglich sein. Zum Einsatz kommen 132 LED-Fluter, um für ausreichend Helligkeit sowie eine homogene Ausleuchtung des Platzes zu sorgen. Durch die Beleuchtung werden die bestehende Architektur und die Materialien in ihrer Wahrnehmung aufgewertet. Das Licht unterstreicht die beeindruckende Säulenarchitektur und hebt die Farbe des Marmors deutlich hervor. Gleichzeitig liegt ein weiterer Schwerpunkt auf ökologischer Nachhaltigkeit. Das Lichtkonzept erzielt einen deutlich reduzierten Stromverbrauch und vermeidet ungewollte Lichtemissionen. „Durch die moderne LED-Technologie in Kombination mit einem DALI-Lichtmanagement-System erreichen wir eine Energieeinsparung von zirka 70 Prozent“, betonte Carlo Bogani, Projektleiter bei Osram in Italien. ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


Governatorato S.C.V. – Direzione die Musei

Die energieeffiziente LED-Außenbeleuchtung schafft ein einmaliges Licht­ erlebnis auf dem Petersplatz.

Licht und Steuerung Bei den 132 verwendeten LED-Leuchten handelt es sich um eine kundenspezifische Version der Floodlight-20-LED. Sie sind mit Durchgangsverdrahtung und speziellen Steckverbindungen für eine einfache Installation und Verkabelung untereinander ausgestattet. Die neutralweißen Leuchten mit einer Lichtfarbe von 4000 Kelvin regelt die DALI-Professional-Steuerung von Osram. ir

Der Petersplatz im Vatikan Der Petersplatz (italienisch Piazza San Pietro), der sich unmittelbar vor dem Petersdom in Rom befindet, gliedert sich in einen trapezförmigen Teil und in den eigentlichen eliptischen Vorplatz mit zusammen rund 48.000 Quadratmetern Fläche. Zu Feierlichkeiten und besonderen Anlässen, wie der Wahl eines neuen Papstes oder zu Ostern, befinden sich bis zu 400.000 Menschen auf dem ausgedehnten Platz. Bereits 2011 begannen umfassende Renovierungsarbeiten des ­Petersplatzes. Anfang des laufenden Jahres erarbeitete Osram gemeinsam mit der servicetechnischen Leitung des Governatorato im Vatikan das neue Lichtkonzept basierend auf moderner LED-Technologie, das nun installiert und am Abend des 20. Oktober 2016 eingeweiht wurde.

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LICHT INNENBELEUCHTUNG

Wo Licht sich vielfältig zeigt Im Rahmen einer Schulung von Eurounitech stellte Andreas Dunzinger die effizienten LED-Leuchten von Regiolux und Lichtwerk vor. Die Produkte eignen sich besonders für Officebeleuchtung und Lichtlösungen im Care-&-Industry-Bereich. Eurounitech/Regiolux

BELEUCHT UNG

Der SDGO-Geräteträger punktet mit der Energieeffizienzklasse A++.

Die Visula-Büroleuchte zeigt sich mit ­ inem flachen Leuchtenkopf. e

A

uf der EUT-Vortragstour Österreich 2016, die das Unternehmen in sieben Städte führte, gab Andreas Dunzinger, Produktmanager bei Eurounitech, zunächst einen kurzen Rückblick auf die Light+Building, die im Frühjahr 2016 in Frankfurt am Main tagte. Damit schlug er den Bogen zu den Themenwelten 2016, die die Bereiche Care, Office und Industry umfassen.

Sauber und hell Speziell für Forschungseinrichtungen oder Labore eignet sich die viereckige Reinraumleuchte der Serie Protection. Sie liefert 4200 Lumen in neutralweiß mit einer Lichtfarbe von 4000 Kelvin. Die Leuchte hat Abmessungen von 622 x 622 x 89 Millimeter und entspricht den hohen Anforderungen der IP54. Ihre Lebensdauer beträgt 50.000 Stunden. Im Badezimmer ist die Smile-Leuchte zu Hause. Ihr Gehäuse besteht aus Aluminium mit einem Diffusor für homogenes Licht. In verschiedenen Modellen mit je 50.000 Stunden Lebensdauer liefert sie 1000 beziehungsweise 2000 Lumen und entspricht der Schutzart IP44. Die Wotek-Leuchte zeigt sich im geradelinigen, zeitlosen Design und punktet, wenn es um homogene Ausleuchtung geht. Sie entspricht der Schutzart IP54 und ist in vier Baugrößen mit 1400, 3500, 4600 und 5500 Lumen erhältlich. Zur hochwertigen Bürobeleuchtung eignet sich die Visula-Leuchte.Besonderheit: Sie berücksitigt auch den Tagesrhythmus der Menschen. Das Schlagwort dazu heißt Human Centric Lighting (HCL). Die Visula liefert entsprechend der Leistungskurve und den Tageszeiten die jeweils optimierte Beleuchtung. Ebenfalls vorgestellt wurden die Plain- und die Planara-Tuneable-White-Deckenleuchten, die ebenfalls für HCL-Anwendungen geeignet sind. 50 

Im Büro zu Hause Speziell für das Büro eignet sich die Loda-Leuchte. Sie hat Abmessungen von 204 x 74 Millimeter und ein robustes Druckgussgehäuse. Der Treiber ist gleich betriebsfähig verdrahtet. Die Loda-Leuchten entsprechen der Schutzart gemäß IP44, haben eine Lebensdauer von 50.000 Stunden und liefern einen Lichtstrom von 1200 beziehungsweise 2200 Lumen. Ihr Abdeckring besteht aus Kunststoff mit einem opalen Diffusor. Mit Befestigungsfedern ist sie für die werkzeuglose Montage geeignet auch noch bei Deckenstärken von zehn bis 20 Millimeter. Ebenfalls in die Themenwelt Office gehören die Leuchtenserien WBLR und WBLS. Sie gibt es in drei Baugrößen (302, 373, 477 Millimeter) und auch in drei Varianten (ET, B3, S9). Die Leuchten liefern Lichtströme von 1100 bis 4100 Lumen und entsprechen der Schutzart IP40 beziehungsweise der IP65.

Industrie und Licht Im Industrieumfeld ist der SDGO-Geräteträger mit Einzellinsen zu Hause. Er entspricht der Energieeffizienzklasse A++ und liefert fünf verschiedene Lichttechniken mit Lichtströmen von 4000 bis 10.000 Lumen. Der SDGO kommt mit Temperaturen von –20 bis +45 Grad Celsius klar und erfüllt die Schutzklassen IP20/IP54. Die effiziente Worker-Hallenleuchte mit Einzellinsen hat drei Lichttechniken an Bord und ist in drei Baugrößen mit dem L ­ umenpaketen von 15.000, 22.000 oder 29.000 Lumen bei ­Eurounitech erhältlich. Die Leuchten erfüllen die Schutzart gemäß IP40 beziehungsweise IP54 und sind ballwurfsicher ­gestaltet. ir ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


Die neue Schalterserie Q.7 von Berker

Berker Q.7 verleiht Räumen Persönlichkeit. Die Wurzeln der neuen Schalterserie sind klar erkennbar. Im Vergleich zu Berker Q.1 und Q.3 zeigt sie neue Größe bei gleicher Produkttiefe. Berker Q.7 verfügt über Rahmen aus Aluminium und Edelstahl, weißem und schwarzem Glas, Schiefer und Beton. Sie lassen sich mit Zentralstücken in den Farben Polarweiß, Anthrazit und Aluminium innerhalb der Plattform frei miteinander kombinieren.

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LICHT AUSSENBELEUCHTUNG

Wandleuchten für ­ansprechende Außenfassaden Esylux stellt seine Monza- und Garda-Leuchten der Serie AL-P sowie die Lumenator-Wandleuchten der Serie OL/AOL vor. Der Aktionszeitraum läuft noch bis Ende Dezember.

Easylux

LED -LEUCHTEN

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it Monza und Garda stellt Esylux zwei Wandleuchten für draußen vor, die klassisches Design und Energieeffizienz miteinander verbinden sollen. Beide Serien sind jetzt auch mit langlebigen LEDs ausgestattet. Die Leuchten punkten mit einem integrierten Bewegungsmelder, der einen Erfassungsbereich von 130 Grad bietet. Da sich die Melderlinse drehen lässt, kann der Betreiber die Erfassung und Reichweite leicht den örtlichen Gegebenheiten anpassen.

Einfache Montage zählt Für die Installation befestigt der Elektrotechniker zunächst nur den Anschlusssockel an der Wand. Der Sockel gewährt ausreichend Platz, sodass sich die Leitung unproblemtisch und komfortabel verdrahten lässt. Das Leuchten-Unterteil mit dem integrierten Sensor lässt sich anschließend mit nur einem Klick in den Sockel einrasten. So bleibt dem Elektrotechniker stets eine Hand frei – beispielsweise zum Festhalten an der Leiter. Die Einstellelemente – etwa um die Nachlaufzeit oder die Licht-Sollwerte der Leuchten zu verändern – sind unter der Abdeckblende angeordnet. Ein Fall für zwei Ebenfalls jetzt mit LED-Leuchtmitteln ausgerüstet sind die Lumenator-Automatikleuchten AOL-100LED-5K und AOL-200-LED-5K. Auch sie sind mit einem integrierten Bewegungsmelder ausgestattet, der einen Erfassungsbereich von 140 Grad bietet. Einzelne Erfassungsbereiche lassen sich durch die beiliegende Abdeckclips ausblenden. Die Designleuchten der Serien OL/AOL-100 beziehungsweise OL/AOL-200 bestehen aus den Materialien Aluminiumdruckguss und Kunststoff. Sie bieten eine Leistung von 14 Watt beziehungsweise 25 Watt und eine Lichtfarbe von 5000 Kelvin. Die 52 

Die Monza- (l.) und die ­Garda-Automatikleuchten (r.) besitzen einen inte­grierten Bewegungsmelder mit 130-Grad-Erfassungsbereich.

Installation erfolgt wie bei den Monza- und Garda-Modellen einfach über die Sockelmontage. Und auch bei der Lumenator-Serie steht im verdeckten Anschlusssockel ein großer Verdrahtungsraum zur Verfügung. Die Leuchten besitzen zudem eine Membran-Leitungseinführung, die die einfache und schnelle Montage unterstützt. Zum Durchverdrahten des Schutzleiters ist eine Steckklemme im Lieferumfang enthalten. Bis Ende Dezember 2016 gibt es bei Esylux für die Wandleuchten Monza, Garda und Lumenator noch Sonderkonditionen. ir

Die Lumenator-Automatikleuchten haben einen Erfassungsbereich von 140 Grad und eine Reichweite bis zehn Metern bei einer Montagehöhe von 180 Zentimetern. ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


INNENBELEUCHTUNG LICHT

Keep cool – LED-Technik mit Kühlungssystem Die Jake-Dyson-Leuchtenserie CSYS hat die Heat-Pipe-Technologie, die empfindliche Bauteile vor Wärme schützt, mit an Bord. Die Lebensdauer der LED-Leuchten beträgt dadurch satte 144.000 Stunden. LED -LEUCHTEN

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Wer kühlt gewinnt Die verwendete Heat-Pipe-Technologie ist eine Art Kreislaufsystem innerhalb eines vakuumversiegelten Kupferrohrs. Das Kupferohr hat dabei auch die Aufgabe, die Wärme von den Bauteilen abzuführen. Ein Tropfen Wasser, der sich im kalten Zustand direkt über dem Chip befindet, nimmt diese Wärmeenergie auf und verdampft. Da innerhalb des Kupferrohrs ein Vakuum herrscht, liegt der Siedepunkt des Wassers bei etwa 45 Grad Celsius. Durch Druckunterschiede wird der Dampf zum kühlen Ende des Kupferrohrs geleitet und kondensiert dort wieder. Die restliche Wärme wird dabei über das Aluminiumgehäuse der Lampe an die Umgebungsluft abgegeben. Der Wassertropfen fließt anschließend über ein Kapillarsystem wieder in Richtung der LEDs zurück. Der Kreislauf beginnt da­ raufhin von Neuem. Die CSYS-Serie umfasst zwei freistehende Modelle, die Standleuchte Floor (UVP 799 Euro) und die Arbeitsplatzleuchte Desk sowie das Modell Clamp (UVP je 549 Euro), das sich mittels einer Schraubzwinge direkt am (Schreib-)Tisch anbringen lässt. Mittels einer Präzisionsmechanik ohne Federn und Scharniere lässt sich die Leuchte entlang der drei Achsen ausrichten. Der Bewegungsspielraum des Produkts ist auch sein Namensgeber: Coordinate-SYStem. Die CSYS-Serie verfügt zudem über Präzisionsdimmung, das heißt, sie besitzt einen stufenlos regulierbaren Touch-Dimmer, über den die Helligkeit individuell angepasst werden kann. Dank der Memory-Funktion merken sich die Leuchten die zuletzt vorgenommene Einstellung und stellen sie beim nächsten Einschalten wieder her. Die acht integrierten LEDs erzeugen 648 Lux warmweißes Licht. Zum Blendschutz ist jede der LEDs mit einem konischen Reflektorgehäuse ausgestattet. Die CSYS-Leuchten sind in den Farben schwarz, schwarz/silber und weiß/silber erhältlich. ir

Dyson

EDs arbeiten energieeffizient: Ein Großteil der aufgewendeten Energie, bei guten Modellen etwa 95 Prozent, wird genutzt, um Licht zu erzeugen. Aber auch LED-Lampen produzieren Wärme, die auf Dauer den Halbleiter-Chip und die Phosphor-Beschichtung der Linse beschädigt. Die Folge: Lebensdauer und Wirkungsgrad der Lampe sowie ihre Lichtqualität nehmen ab. Die Jake Dyson CSYS ist eine Arbeitsplatzleuchte, die diesem Problem mit der Heat-Pipe-Technologie entgegentritt. Diese schützt die empfindlichen elektronischen Bauteile vor Wärme und sorgt dadurch für eine Lebensdauer von 144.000 Stunden1 – bei gleichbleibender Effizienz und ohne Qualitätseinbußen.

Dank der Heat-Pipe-Technologie leuchtet die CSYS-Serie mit gleichbleibender Energieeffizienz und Lichtqualität bis zu 144.000 Stunden lang.

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LICHT SIGNALLEUCHTEN

Mit farbigen Lichtsignalen ­Sicherheit schenken Die explosionsgeschützten und robusten LED-Signalleuchten von E2S haben dank ihrer austauschbaren F ­ arblinsen eine verstärkende Wirkung.

WARNLEUCHTEN

2S, Hersteller von akustischen und optischen, lebensrettenden Signalgebern, hat seine Signalleuchten mit direkt vor Ort austauschbaren Farblinsen mit verstärkender Wirkung und LED-Leuchtmitteln ausgestattet. Nach den GRP-GNEx- sowie den STEx-Modellen aus Edelstahl wurden diese neuen Merkmale nun auch bei den BEx-Modellen aus LM6-Legierung eingeführt. Die Linsen, für Langlebigkeit und Festigkeit aus UV-beständigem Polykarbonat gefertigt und für eine verstärkte Lichtstrahlung mit einer integrierten Prismastruktur versehen, sind in mehreren Farben für viele Anwendungen erhältlich. Egal ob in einer Fabrik oder einem Laden, der Austausch von Linsen ohne besonderes Werkzeug ist ein großer Vorteil, der laut E2S sicher bald zu einer Selbstverständlichkeit werde. Die LED-Ausführung der Signalleuchte hat ein Cree-Spektrum mit verstärkender Wirkung, das so ausgelegt ist, dass die Sichtbarkeit in alle Richtungen verbessert wird. Der Benutzer kann

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E2S

E

Die LED-Signalleuchten der BEx-Baureihe sind mit austausch­ baren Farblinsen für eine verstärkende Wirkung ausgestattet.

wahlweise den Dauerleuchtmodus zur Statusanzeige oder einen der fünf Blinkmodi für Warnsignale auswählen. Die Wechselspannungsausführungen ermöglichen mit ihren drei fernbedienbaren Stufen, dass das Gerät verschiedene Warnsignale ausgeben kann. Während einige Anwendungen bei hellem Tageslicht nur mit einem Xenon-Leuchtmittel erfüllt werden können, ist die Leistung der E2S-Hochleistungs-LEDs in Kombination mit der neuen Linse eine praktische stromsparende Option mit hoher Leistung (effektive Intensität – Candela), die für viele verschiedene Anwendungen geeignet ist. Alle Leuchten-Modelle sind sowohl IECEx- als auch ATEX-zertifiziert. Sie eigenen sich für alle Anwendungen in den Zonen 1, 2, 21 und 22 und verfügen über die Schutzart IP66/67. Die Signalleuchten sind mit mehrfachen Kabeleingängen und großen Anschlussbereichen sowohl für Eingänge als auch Ausgänge ausgestattet. Standardmäßig werden sie mit Blindstopfen für nicht verwendete M20-Eingänge sowie Edelstahl-Linsenschutz und Edelstahl-Montageklammer geliefert. Es gibt sie auch in Baugruppen mit verschiedenen Einheiten, die entsprechend mit oder ohne Anschlusskästen vorverkabelt sind. E2S ist Hersteller von Alarmsignalgeräten mit Firmensitz in West-London, Großbritannien. Der Hersteller konzipiert und fertigt akustische und optische Alarmsignalgeräte für Ex-Gefahrenzonen, Industrieanlagen und Sirenen zur großflächigen Alarmierung. Alle E2S-Produkte sind über die Vertriebsniederlassungen und ein weltweites Händlernetz erhältlich. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein Vertriebszentrum in Houston, Texas, für die Distribution der Produkte und den technischen Support vor Ort. ir ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


INNENBELEUCHTUNG LICHT

Leuchten aus Muranoglas Für Grandezza, Glanz und Glamour steht die Leuchte Topazia aus dem Hause Kolarz. LICHTKUNST

74 R LED EIN KLASSIKER ERFINDET SICH NEU www.trilux.com/74R-led

Kolarz

Design: sieger design

Lichterfest rund ums Jahr: Die Topazia-Serie ist eine von Hand gefertigte, 24 Karat vergoldete und dekorierte Luster-Familie aus Muranoglas.

L

ust auf Luster? lautet die zentrale Frage bei Kolarz. Das Unternehmen ist überzeugt: Beim Lichterglanz darf es manchmal ruhig ein bisschen mehr sein.

Klassik trifft Moderne Topazia heißt die Luster-Serie von Kolarz. Sie verleiht laut Aussagen des Hersteller klassischem und modernem Interieur nicht nur Grandezza und Glanz, sondern auch Glamour. Die Serie besteht aus drei verschiedenen Lustervariationen und einer zweiflammigen Wandleuchte. Die Luster-Serie verbindet 24-karätige Vergoldung mit Elementen aus mundgeblasenem Muranoglas und sieben handgemalten Dekoren. Auf Wunsch sind auch Maßanfertigungen möglich. Die Topazia-Leuchte dient nicht nur als Lichtquelle, sondern erhebt den Anspruch, ein Lichtkunstwerk zu sein. Historisch inspiriertes venezianisches Design ist mit traditionell von Hand verarbeiteten Materialien kombiniert. Das Resultat: klassische Kronleuchter, die

mit ihrer Strahlkraft jeden Raum in einen Palazzo-Festsaal verwandeln können. Die Topazia-Leuchte erstrahlt sechs-, zehn- oder fünfzehnflammig sowie auf Wunsch in Sondergrößen, in Begleitung zweiflammiger Wandleuchten und optional auch seidig beschirmt. Auf den einzelnen Elementen der Muranoglas-Leuchten sieht man handgemalte Dekore.

Aufs Detail schauen Seit 1918 ist Kolarz von Licht inspiriert. Das heute in vierter Generation geführte Familienunternehmen liefert handgefertigte Lichtkunst aus Wien. Jedes Kolarz-Lichtobjekt ist ein Unikat, mit Leidenschaft für Licht und Liebe zum Detail geschaffen. Ob im Wohnzimmer oder im Wolkenkratzer: Die Produkte eigenen sich für das private Zuhause ebenso wie für Restaurants, Hotels, Konzertsäle, Kaufhäuser oder den Shanghai Tower, das zweithöchste Gebäude der Welt. ir 55

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25.10.16 08:56


MULTIMEDIA Z-WAVE

Home Automation mit Hindernissen Hersteller

BERAT UNG SINTENSIV Z-Wave wird als universeller und herstellerübergreifender Standard für die kabellose Hausautomatisierung angepriesen. In der Praxis hat das System noch so seine ­Tücken, bietet aber umgekehrt engagierten Händlern auch die Möglichkeit, sich zu profilieren.

Auch Fibaro hat mit dem Home Center 2 ein eigenes Z-Wave-System im Angebot.

Devolo hat mit „Home Control“ ein auf Z-Wave basierendes Hausautomatisierungssystem im Angebot, bei dem allerdings sowohl Angebot als auch Kompatibilität derzeit noch ein wenig beschränkt sind.

M

it der „Home Control“ von Devolo ist das Smart Home für praktisch jedermann erschwinglich geworden, allerdings hält sich die Auswahl an Komponenten, die der Hersteller in seinem Produktportfolio hat, derzeit noch in Grenzen. Doch das schmälert die Anwendungsmöglichkeiten kaum – denn auch wenn Devolo hierzulande dank seines intensiven Marketings den größten Bekanntheitsgrad genießt, tummeln sich noch Dutzende andere Anbieter auf dem Markt, deren Home Automation-Systeme auf derselben Technologie, nämlich dem Z-Wave-Standard, basieren. Mit mehr als 1500 unterschiedlichen Produkten wird praktisch jedes denkbare Einsatzszenario sowohl in Privathaushalten wie auch im Geschäftsumfeld abgedeckt. Die Sache hat nur leider einen Haken: Obwohl eigentlich aus rein technischer Sicht alle Devices miteinander kommunizieren könnten, wird nicht jedes Endgerät von jeder Steuerungseinheit unterstützt.

Fixe Programmierung Devolo beispielsweise bietet zwar dem Benutzer die Möglichkeit, auch Sensoren und Aktoren von Drittherstellern in das vernetzte Heim einzubinden, doch werden dann – zumindest in der aktuellen Version – meist nur rudimentäre Grundfunktionen unterstützt. Der Grund dafür: Um einen dem Z-Wave-Standard entsprechenden Sensor genau nach den Wün56 

Der Popp-Flow-Stopp ermöglicht es aus der Ferne, Gas oder Wasser abzudrehen.

schen des Kunden zu konfigurieren, müssen jede Menge Parameter an das Gerät übergeben werden. Für einen Laien ist dies schwer durchschaubar, zumal die Einstellung der verschiedenen Werte Grundkenntnisse im binären Rechnen voraussetzt. Da man bei Devolos Home Control auf eine möglichst einfache Bedienung setzt und allfällige Gefahren einer Fehlbedienung so gering wie möglich halten will, ist eine Parameter-Übergabe bisher schlicht und einfach nicht vorgesehen. Die Sensoren und Aktoren können nur mit den herstellerseitigen Voreinstellungen genutzt werden, was die Anwendungsmöglichkeiten zum Teil doch sehr einschränkt. Auch das auf den ersten Blick etwas flexiblere Konkurrenzprodukt von Fibaro, das Home Center 2, verhält sich mitunter störrisch, wenn es mit Komponenten anderer Hersteller zusammenarbeiten soll. Die Programmiersprache Lua – die übrigens nur in der großen Ausführung und nicht in der kostengünstigeren Lite-Version enthalten ist – erlaubt zwar das Erstellen komplexer Verknüpfungen, was aber nur wenig hilft, wenn die Sensoren nicht korrekt erkannt werden.

Chance für den Händler Der Händler steht damit trotz der angeblichen Standardisierung vor der großen Herausforderung, seinen Kunden genau die Komponenten anzubieten, die auch wirklich zusammenpassen. Je anspruchsvoller der Endanwender ist, desto ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


Z-WAVE MULTIMEDIA

schwieriger wird dieses Unterfangen. Eine automatische, vom Sonnenstand abhängige Rollo-Steuerung, ein Garagentoröffner, der anspringt, sobald sich der Besitzer mit seinem Handy dem Haus nähert, eine variable, der jeweiligen Stimmung des Benutzers angepasste Beleuchtung, Sirenen-Alarm bei Rauchentwicklung, Überschwemmung oder Einbruch … Jede dieser Aufgaben für sich allein ist keine Hexerei und relativ einfach umzusetzen, doch wenn der Kunde das alles haben möchte, wird es schwierig. Für engagierte Anbieter, die nicht vor kontinuierlicher Weiterbildung zurückschrecken, stellt jedoch genau dieses Wirrwarr an Systemen und Möglichkeiten die große Chance dar, ihren Kunden einen echten Mehrwert zu bieten. Wer etwa den Umgang mit Linux beherrscht, kann auf Basis eines RaspBerry Pi Mini-Computers und der Open Source-Software Domoticz eine für die individuellen Bedürfnisse des Endanwenders maßgeschneiderte Heimautomatisierung konzipieren und umsetzen, die, sobald sie fertig ist, keine Wünsche mehr offenlässt. Da Open Source-Projekte in erster Linie von einem intensiven Erfahrungsaustausch von Benutzern und Entwicklern leben, werden allfällige Probleme sehr schnell erkannt und behoben, und es dauert meist auch nicht sehr lange, bis selbst das exotischste neue Device perfekt unterstützt wird.

Große Auswahl Bewegungsmelder, Tür- und Fensterkontakte sowie Funk-Thermostate, die einfach auf einen vorhandenen Heizkörper aufgesteckt werden, gibt es zuhauf von vielen Herstellern, ebenso Steckdosen, die in ein Z-Wave-Netz eingebunden werden können und dann einen beliebigen Verbraucher ein- und ausschalten.Aber es gibt auch ausgefallenere Z-Wave-Devices. So bietet der Hersteller Popp beispielsweise eine energieautarke Wetterstation an, die über ein Solarpanel mit Strom versorgt wird. Die Messintervalle sind von der Intensität des Sonnenlichts abhängig, das heißt, bei bewölktem Himmel werden weniger Daten übertragen, sodass der eingebaute Kondensator auf jeden Fall genug geladen ist, dass die Station auch noch in der Nacht aktuelle Wetterdaten an das Netzwerk liefern kann. Eine Anwendungsmöglichkeit wäre etwa eine intelligente Marquisen-Steuerung, die den Sonnenschutz bei einer gewissen Windstärke automatisch einzieht. Ebenfalls von Popp stammt ein netzwerkfähiger Gas- beziehungsweise Wasser-Absperrhahn – der Benutzer kann damit, wenn er auf Urlaub fährt, bequem von seinem Smartphone aus Gas und Wasser abdrehen, in Verbindung mit entsprechenden Sensoren kann aber auch beispielsweise automatisch der Haupthahn zugedreht werden, wenn der Überflutungssensor in der Waschküche oder im Keller anschlägt. Von Danalock wiederum gibt es ein Z-Wave-basierendes Türschloss, das es den einzelnen Familienmitgliedern erlaubt, die Haustür per Handy auf- und zuzusperren und das auch gleich protokollieren kann, wer zu welcher Zeit das Haus betreten und verlassen hat. Ein sehr ausbaufähiges System bietet der Hersteller Zipato mit seiner Zipabox an: Das ebenfalls auf Linux basierende System besteht aus verschiedenen Modulen, die miteinander kombiniert werden können und das es dem Benutzer somit ermöglicht, verschiedene Arten von Heimautomatisierungssystemen miteinander zu verknüpfen. Das Grundgerät unterstützt Z-Wave, aber auch Devices, die den Konkurrenzstandard ZigBee unterstützen, können mithilfe eines Zusatzmoduls angesprochen werden. Sogar die ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016

Anbindung an ein professionelles KNX-Netzwerk ist möglich, wobei die Installation eines derartig komplexen Systems natürlich wesentlich höhere Fachkenntnisse voraussetzt, als die Inbetriebnahme einer Plug-and-Play-Lösung. uf

Info Z-Wave ist ein speziell für die Heimautomation entwickelter Funkstandard, über den verschiedene Sensoren und Aktoren mit einer Zentraleinheit kommunizieren. Bei dieser Steuerzentrale handelt es sich um einen vollwertigen Computer, in dem die verschiedenen Verknüpfungen und Szenarien abgespeichert werden, die dann automatisch ablaufen sollen. Je nach Hersteller wird dieser Computer online über die Cloud, über eine eigene grafische Benutzeroberfläche oder auch über Kommando-Zeilen programmiert. Einfache Regeln können dabei meist vom Endanwender selbst erstellt werden, für komplexere Steuerungsaufgaben ist eine fachmännische Unterstützung ratsam. Im laufenden Betrieb kann dann auch beispielsweise über ein Smartphone auf das Z-Wave-System zugegriffen werden, um beispielsweise von unterwegs die Heizung einzuschalten, aber auch um Mitteilungen zu empfangen, wenn an irgendeinem Sensor ein Alarm ausgelöst wurde. Z-Wave stellt keine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, sondern ein echtes Netzwerk dar: Geräte, die direkt an einer Steckdose hängen, fungieren als Netzwerk-Knoten und reichen die Informationen von anderen Devices weiter, auch wenn sie selbst nichts mit diesen zu tun haben. Auf diese Weise lassen sich einerseits größere Entfernungen überbrücken, andererseits ist das System auch sicherer, denn wenn eine Komponente ausfällt, werden die Daten automatisch über den nächsten Knoten umgeleitet.

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Korne/Brother

Im slowakischen Krupina steht eine von zwei Toner-Recycling-Fabriken von Brother. Die Fabrik repariert und befüllt alte Cartriges aus ganz Europa.

Japanische Gutmenschen In Krupina haucht Brother gebrauchten Tonerkassetten neues Leben ein. Das tut der Umwelt gut, dem Firmenbudget eher weniger. Ein Besuch vor Ort. RECYCLING

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n Krupina, in der Mittelslowakei, zwei Autostunden von Bratislava entfernt, liegt eine von zwei europäischen Recycling-Zentralen von Brother. 195 Mitarbeiter – vorwiegend weiblich – sind in dem 8000-Seelen-Ort damit beschäftigt, alte Tonerkartuschen aufzuarbeiten und wieder zu befüllen. Und auch wenn die Löhne niedrig sind – im Schnitt müssen sich die Arbeiterinnen mit unter 500 Euro pro Monat begnügen – ist die Fabrik kein wirklich gutes Geschäft für Brother. „Die aufgearbeiteten Kartuschen sind 20 Prozent teurer als neue“, verrät Phil Mack. Mack ist Chef der zweiten europäischen Recycling-Fabrik von Brother im britischen Wexham und war bis 2012 auch für Krupina zuständig. Allerdings ist das Ganze auch kein Verlustgeschäft: „Wir haben die Prozesse so weit optimiert, dass wir kostendeckend arbeiten können“, sagt Mack. Doch die Fabrik ist unter ständigem Druck. Die Automatisierung der Fabriken in Fernost steigt, die Kosten sinken. Und die Optimierung stößt an Grenzen. Denn der Löwenanteil der Kosten entfällt auf den immensen logistischen Aufwand, den Brother betreibt, um die leeren Kartuschen wieder zurückzubekommen. Jeder, der eine neue Kartusche erwirbt, kann die alte in den Karton packen, einen beigelegten Adressaufkleber darauf picken und das Ganze dann kostenfrei zu einem von drei Sammelzentren schicken. Von dort werden die Kartuschen dann per Lkw auf die beiden europäischen Recy-

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cling-Zentren verteilt. So steuern täglich vier Lkws das Werk in Krupina an. Dort werden die Kartuschen händisch ausgepackt und mit einem Bar-Code registriert. Jede Kartusche ist dabei genau zu identifizieren. Kartuschen anderer Hersteller werden aussortiert und zu deren Sammelpunkten geschickt. Drei Leben hat so eine Brother-Kartusche, dann wird es unwirtschaftlich, und sie muss endgültig in den Schredder. Die Plastikteile kommen dann in den Extruder und werden zu neuen Plastikformteilen, Karton, Metallteile, Walzen und auch der Resttoner werden bis zum kleinsten Detail gesammelt und eigenen Wiederwertungsverfahren zugeführt: Der Toner etwa befeuert eine Zementfabrik.

Menschen sind unersetzlich Der gesamte Prozess ist viel Handarbeit, viele der Reparaturen und Justagen, etwa von Abstreifer und Anpressrollen sind Präzionsaufgaben, die man einer Maschine nicht anvertrauen möchte. Wobei man im Werk für die Arbeiten ganz bewusst auf Frauen setzt. „Die sind einfach sorgfältiger und geschickter“, war von den Angestellten zu hören, die durch das Werk führten. Nur ein einziger Roboter verrichtet an den neun Linien im klimakontrollierten Reinraum seinen Dienst. Er befüllt die Kartuschen mit neuem Toner und verschließt sie. Das ist für ihn eine zu bewältigende Aufgabe, denn über diese Linie laufen fast nur unproblematische, fast neuwertige KartuELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


RECYCLING MULTIMEDIA

schen. Für Kunden gibt es keine Möglichkeit herauszufinden, ob sein Produkt aufgearbeitet oder ein ganz neues Produkt ist – ein entsprechender Hinweis fehlt auf der Packung. Ganz bewusst: „Das brauchen wir nicht, denn wir geben auf das hier gefertigte Produkt die gleichen Garantien, wie auf Kartuschen, die erstmalig in Verkehr gebracht werden“, sagt Mack. Weswegen der Begriff „Recycling“ auch bei Brother nicht gerne gehört wird. Stattdessen redet Mack lieber von „Remanufactoring“. In Krupina werden pro Jahr etwa 1,2 Millionen Toner Kartuschen aufgearbeitet, Kapazitäten gäbe es für doppelt so viele. Das Problem sind die Konsumenten. Von den 2,6 Mio. Kartuschen, die Brother 2015 in Deutschland verkaufte, kamen nur 450.000 zurück – was gerade mal 17 Prozent entspricht. In anderen Ländern sind die Quoten bisweilen noch schlechter. Von einem Pfandsystem hält Mack aber wenig. „Das hat schon bei anderen Herstellern nicht wirklich funktioniert.“ Um Engpässe zu vermeiden, kauft Brother deshalb auch schon mal bei speziellen Brokern Leerkartuschen zu. Das ist aber natürlich nicht umsonst: Zwischen drei und vier Euro kostet das pro Stück, seltene Modelle, bei denen der Rücklauf noch gering ist, kommen auch schon mal über zehn Euro.

Nicht nur Idealismus Tonerkartuschen fallen (noch) nicht unter die Elektroschrottverordnung, Brother bräuchte die Kartuschen gar nicht zurückzunehmen, neue Kartuschen kommen trotz Transport um die halbe Welt deutlich billiger. Die Frage, die sich da unwillkürlich stellt: Warum tun die Japaner sich dann

„Wir geben auf die wiederbefüllten Cartriges die gleichen Garantien wie auf neue.“ Phil Mack, Leiter Brother Industries, Wexham

diesen Aufwand an? Der wichtigste Grund: Bei Brother ist man glaubhaft um die Umwelt besorgt. So unterstützt das Unternehmen auch die britische Organisation Cool Earth, die ihrerseits Dorfgemeinschaften in Südamerika dafür bezahlt, dass sie ihren Regenwald schützen und nicht an große Konzerne verkaufen. Und es gibt wirtschaftliche Gründe, die vielleicht nicht gleich ins Auge springen. Durch das Remanufactoring verknappt Brother nämlich auch das Angebot an Leerkartuschen. Die sind aber die Basis des lukrativen Geschäftes von Drittanbietern, die mit der Wiederbefüllung ordentlich Geld verdienen. Das stabilisiert den Markt für Original-Kartuschen. Und noch einen Effekt gibt es: Weil man durch Krupina den Lebensweg einer Kartusche genau nachverfolgen kann, lassen sich auch Fertigungsschwächen entdecken. So gibt es einen direkten Draht aus der Slowakei zu den japanischen Ingenieuren, die die Erfahrungen in die Entwicklung neuer Tonerkassetten einfließen lassen. Und das spart dann am Ende Brösel mit verärgerten Kunden. wk

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MULTIMEDIA WÄRMEBILDKAMERAS

Thermografie für jedermann Caterpillar hat mit dem S60 ein erschwingliches Smartphone auf den Markt gebracht, das nicht nur dem rauen Alltag auf einer Baustelle gewachsen ist, sondern auch mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist. Daraus ergeben sich für das Handwerk Chancen für neue Services.

Uwe Fischer

INNOVATION

Caterpillar S60 ist ein robustes Smartphone auch für die Baustelle.

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ine der Hauptanwendungen von Wärmebildkameras im gewerblichen Bereich ist das Aufspüren von Kältebrücken in Häusern und Wohnungen. Wenn etwa aus einer Doppelglasscheibe aufgrund irgendeiner kleinen Beschädigung das Gas entweicht, ist an dieser Stelle die Wärmeisolierung unterbrochen, und die Heizkosten klettern nach oben. Mit dem freien Auge sind solche Schwachstellen nicht erkennbar, mit einer Wärmebildkamera hingegen lassen sich derartige Probleme in Sekundenschnelle lokalisieren und dann entsprechende Maßnahmen zur Behebung einleiten. Auf dieselbe Weise können auch undichte Wasserleitungen aufgespürt, Fußbodenheizungen auf ihre volle Funktionsfähigkeit überprüft und sogar überhitzte Stromkabel entdeckt werden. Bei der Thermografie werden unterschiedliche Temperaturen durch verschiedene Farben auf einem Bildschirm dargestellt. Im Falle des S60 kommen zwei Kameras zum Einsatz: Eine nimmt das Wärmebild auf, die andere macht ein herkömmliches Foto oder Video, und die zugehörige Software legt beide Bilder übereinander. Dies ist insofern wichtig, als der Wärmebildsensor eine Auflösung von nur 80 mal 60 Messpunkten aufweist – damit allein wäre es so gut wie unmöglich, die angezeigten Wärmefelder der Realität zuzuordnen. Durch die Overlay-Technik hingegen wird klar erkennbar, auf welche Stellen sich die angezeigten Temperaturen tatsächlich beziehen. Die Software erlaubt verschiedene Darstellungsmöglichkeiten – so kann etwa der gesamte Temperaturbereich durch verschiedene Farben durchgängig angezeigt werden, es besteht aber auch die Möglichkeit, dass je nach Anwendungsfall nur besonders kalte oder heiße Stellen optisch hervorgehoben werden. Per Fingertipp lässt sich auch punktuell die Temperatur an einer bestimmten Stelle ablesen. Das S60 von Caterpillar hat einen Listenpreis von etwa 650 Euro. Da man für dieses Geld ja nicht nur die Wärmebildka-

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Die Besonderheit des S60 ist seine eingebaute Wärmebildkamera.

mera, sondern ein komplettes Android-Smartphone erhält, das noch dazu robust und sogar bis zu fünf Metern Tiefe wasserfest ist, kann man das Handy als durchaus preiswert einstufen, vor allem, wenn man es professionellen Einzelgeräten gegenüberstellt, die zwar eine höhere Mess-Auflösung haben, dafür aber auch gleich 1500 Euro und mehr kosten. Wer bereits ein eigenes, höherwertiges Smartphone sein eigen nennt oder anstatt auf Android lieber auf Apples iPhone setzt, muss auf die kostengünstige Thermografie aber auch nicht verzichten: Die Firma FLIR, die die Wärmebildtechnik für das Caterpillar-Handy liefert, bietet ihre Wärmebildkamera auch als Aufsteckmodul für zahlreiche andere Mobiltelefone an. Da die notwendige Rechenleistung vom Handy selbst geliefert wird, ist auch diese Lösung deutlich billiger als ein Stand-Alone-System: Der FLIR One Thermal Imager, wie das Modul genannt wird, ist für knapp 300 Euro im Handel zu finden und hat mit 160 mal 120 Messpunkten sogar eine viermal so hohe Auflösung wie das S60. Mit welchen Smartphones es zusammenarbeitet, kann auf der Webseite von FLIR in Erfahrung gebracht werden. Angeschlossen wird die Kamera am Micro-USB-Port des Handys – setzt man sie nicht direkt auf, sondern verwendet man ein Verbindungskabel, kann man auch an schwerer zugänglichen Stellen entsprechende Messungen vornehmen. Die Software ist dieselbe, die auch bei dem S60 zum Einsatz kommt. Thermografie ist übrigens nicht nur für Hand- und – wegen des relativ günstigen Preises – Heimwerker ein spannendes Thema: Die Technologie kann auch genutzt werden, um beispielsweise Menschen oder Tiere, die sich im Wald oder in der Dunkelheit verirrt beziehungsweise versteckt haben, aufzuspüren. Damit zählen Rettungsdienste ebenso zu potenziellen Anwendern wie Sicherheitskräfte, Jäger oder einfach abenteuerlustige und gleichzeitig technikaffine Outdoor-Enthusiasten. uf ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


VIDEO-ON-DEMAND MULTIMEDIA

ATV startet Video-on-Demand-Plattform Egal ob PC oder Fernsehgerät: Bei ATVsmart sind ab sofort knapp 2000 ­Folgen von über 100 Formaten auf Knopfdruck abrufbar – und das auch noch kostenlos. T V FÜR UNTERWEG S

ATV

Am 27. Oktober hat ATV eine neue Video-on-Demand-Platt- dem Fernsehgerät zu Hause zu Ende schauen. Zudem lässt sich form gestartet. Sie hört auf den Namen ATVsmart und bietet vom dann eine persönliche Merkliste erstellen, die über alle genutzStart weg rund 2000 Episoden von ten Endgeräte hinweg synchronisiert über 100 Formaten zum Abruf. Um werden kann. die Beiträge einfacher zu finden, gibt Bei Nutzung am Fernsehgerät es auf dem Portal mehr als 30 Kateist es egal, welche Empfangstechgorien, die eine Vorauswahl ermögnik man nutzt: ATVsmart ist sowohl lichen, zudem finden sich die Empüber den neuen DVB-T2-Standard, fehlungen der Redaktion und die als auch über Astra empfangbar. Dabeliebtesten Videos der Zuseher als bei lässt sich das Portal über einen Rubriken. Um das neue Angebot abeigenen Programmplatz oder durch rufen zu können, braucht man ein Drücken des roten Knopfes aufrufen. Smartphone, Computer oder Tablet Dazu muss aber ATV HD oder ATV2 mit Internet-Anschluss oder aber eilaufen. nen internetfähigen Fernseher, der Auch in vielen Kabelnetzen ist den HbbTV-Standard unterstützt. ATVsmart verfügbar. Weil die techniATV-GF Martin Gastinger freut sich über ATVsmart. Das Angebot ist kostenlos, wer sich sche Verfügbarkeit jedoch bei den diversen Anbietern unterschiedlich ist, rät ATV Konsumenten, sich anmeldet genießt aber einige Vorteile. So lässt sich etwa ein auf einem mobilen Gerät gestarteter Film unterbrechen und etwa auf direkt mit dem Kabelnetzbetreiber in Verbindung zu setzen. wk

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BUSINESS SICHERHEITSDEBATTE

Das Roboterauto – Realität oder unerreichbare Vision? Die 14. Sicherheitskonferenz der Donau-Uni Krems beschäftigte sich heuer mit den Themen Connected Cars und selbstfahrende Autos. Ein Fazit: Bevor diese Vision Wirklichkeit wird, müssen noch viele rechtliche, technische und ethische Fragen gelöst werden.

Google

Peter Martos

KONTROVERS

Das autonome Auto von Google gehört zu den Pionierprojekten in Sachen selbstfahrende Autos. Google programmiert die Fahrzeuge extrem defensiv.

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as ist der Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit? Der Zustand, in dem sich ein Mensch befindet? Und wie lässt es sich in einem selbstfahrenden Auto träumen? Solche und ähnliche Fragen stellten sich Ende Oktober den Zuhörern der 14. Sicherheitskonferenz der Donau-Universität Krems, die diesmal dem Thema „Connected Cars – Sicheres Fahren im digitalen Zeitalter“ gewidmet war. Sie fand fast zeitgleich mit der Ankündigung des Herstellers Tesla statt, jedes neue Auto mit einem fortgeschrittenen Selbstfahrsystem auszustatten. Laut Firmenchef Elon Musk sollen das acht Weitwinkelkameras bewerkstelligen, die das Umfeld rundum auf 250 Meter erfassen. Dazu kommen zwölf Ultraschallsensoren, deren „Sicht“ durch Nebel, Regen oder Staub nicht getrübt wird. Mag. Lukas Praml, Chef der Österreichischen Staatsdruckerei, war über die Ankündigung vorzeitig informiert, wie der Innovations-Fan überhaupt mit seiner „Querbeet-Analyse“ über die mögliche Entwicklung beeindruckte: Da der Autoverkehr leiser würde, könnte sich der Wohnungsmarkt der vielbefahrenen Straßenzüge wie des Wiener Gürtels wieder bemächtigen, würden Lärmschutzwände und Tankstellen überflüssig, die Unfallzahlen reduziert usw. Der be-

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Der selbstfahrende Traktor soll auf Truppenübungsgeländen operieren können, dort, wo es Bauern zu gefährlich wäre.

kennende Anhänger der Singularity University von Ray Kurzweil schloss seine Betrachtungen mit ihrer Relativierung: Die Entwicklung vollziehe sich exponentiell, nicht linear. Diese Sicht der Dinge blieb zwar unwidersprochen, aber nicht allgemein akzeptiert. Schon Dr. Walter Seböck, Leiter des Zentrums für Infrastrukturelle Sicherheit der Donau-Uni, hatte gemeint, die Autos der Zukunft würden „im Idealfall sogar selbstständig fahren“ können. Und Innenminister Wolfgang Sobotka hatte der Konferenz „viele Spirits“ gewünscht …

Robotergesetze In der Keynote der Konferenz stellte ­Philipp Schaumann, Spezialist für IT- und Informationssicherheit bei einer Großbank, ethische Fragen in den Vordergrund: „Wie interagieren die vierrädrigen Roboter mit Menschen, die aggressiv, rechthaberisch oder schläfrig sind?“ Besonders nachdenklich machten Schaumanns Anmerkungen zum Zusammenhang zwischen Asimovs Robotergesetzen und dem Auto der Zukunft. Es sei heute völlig offen, ob für das Fahrzeug die Anweisungen des Besitzers wichtiger sein müssten als jene anderer Menschen (Roboter sollen ja Menschen „gehorchen“). Da Roboter laut AsiELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


SIHERHEITSDEBATTE BUSINESS

mov keine Menschen verletzen dürften, könnten sich die Autos der Zukunft in Notsituationen nicht entscheiden. Was sollen sie zum Beispiel tun, wenn auf einer kurvigen Bergstraße ein vollbesetzter Schulbus ungebremst entgegenrast? Den Fahrer in den Abgrund steuern, damit die Kinder überleben? Oder darauf vertrauen, dass das Auto den Aufprall überlebt, wie das ein deutscher Premiumhersteller will? Schaumann glaubt, dass die offenen Fragen geklärt werden könnten – wenn nur der Übergang bewältigt werde, in dem menschlich gefahrene Autos und Roboter gleichzeitig auf den Straßen unterwegs sind. „Google löst das, indem seine Fahrzeuge extrem defensiv programmiert sind. Aber in einem futuristischen Alltag wird das nicht der Fall sein.“

Teure Technik Doch so weit ist die Welt mit Ausnahme von Google und Tesla noch lange nicht. Dr. Christian Zinner vom Austrian Institute of Technology (AIT) präsentierte als Ergebnis intensiver Forschungen einen selbstfahrenden Traktor, der Hindernisse erkennt, das Gelände abzuschätzen vermag und eigenständig Aufgaben erledigt. Aus Krems wurde das Gefährt auf den Truppenübungsplatz Allentsteig transportiert, wo es landwirtschaftliche Arbeiten in einem Gebiet verrichten soll, in dem es viele Blindgänger-Geschoße gibt. Zinner relativierte die Erwartungen gleich doppelt: Erstens seien die Voraussetzungen für Offroad- und für Schienenfahrzeuge weit gediehen – für den Straßenverkehr wäre wesentlich mehr Aufwand notwendig. Und zweitens sei schon die Technologie für den Traktor „extrem aufwendig und teuer – völlig unrentabel für Pkws“. Lkw als Pioniere Rolf von Rössing von der Entwicklerfirma Forfa bestätigte indirekt Zinners These: „Unser Ziel ist nicht der autonome Individualverkehr, sondern der Berufsbereich!“ Dort könnten Fahrten optimiert und gleichzeitig Fahrer geschont werden. Diese Selbstbescheidung hat mehrere Gründe. Auf der einen Seite sei eine Verkehrslenkung für Einzelfahrzeuge bei Personenwagen „extrem schwer“. Auf der anderen Seite fehlten viel zu viele unverzichtbare Voraussetzungen wie die „vollständige Vernetzung mit Big-Data-Bandbreite“, die Beherrschung der Komplexität jedes einzelnen Fahrzeugs und natürlich „die Beherrschung der Risiken bei Safety und Security“, also der technischen und der sonstigen Sicherheit. Die Probleme kulminierten in der

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Gefahr, dass „Selbstfahrzeuge“ zum Angriffsziel von Terroristen oder Erpressern würden: „Stellen Sie sich vor, ein Hacker blockiert den Motor bei 130 km/h.“ Bei den Safety-Problemen zählte von Rössing unter anderem auf, dass Roboter bei unbekannten Dingen (etwa Kreuzungen in einer noch nie befahrenen Stadt) dem Menschen eindeutig unterlegen seien. „Und dann kommen die Gefahren menschlichen Fehlverhaltens dazu, die bei einem unaufmerksamen Nicht-mehr-Fahrer wesentlich höher sind.“ Die bisherige Entwicklung sei rasant, „aber noch viel zu wenig“. Und die wichtigste Einschränkung: Was für Lkw-Flotten akzeptabel sei, reiche für den Individualverkehr nicht aus. Auf die Sicherheit aus polizeilicher Sicht kam Horst Reisner, Spezialist im Cybercrime-Competence-Center (C4) des Wiener Bundeskriminalamtes, zu sprechen. Der Leiter eines dreiköpfigen Projektteams für Kraftfahrzeugforensik faszinierte die laienhafte Zuhörerschaft mit vielen Kenntnissen und vor allem dem „Plaudern aus der Praxis“. Das Projekt, das 2020 in Vollbetrieb gehen soll, hat das Beherrschen von sechs Aufgaben zum Ziel: Die Behörde soll bei einem untersuchten Auto Manipulationen, Standorte/Routen und Betriebszustände erkennen, dazu einen Unfall rekonstruieren, Beweismittel aus dem Datenspeicher holen und schließlich eine eventuelle Straftat aufklären können. Allein schon die Datensicherung ist eine riesige Aufgabe, schließlich produziert ein Auto laut dem deutschen Hersteller Audi jede Stunde zehn Gigabytes an Daten. Noch kämpfen die Behörden mit der organisierten Kriminalität. Reisner schilderte plastisch die Fähigkeit zweier Diebe, sich über die Fernbedienung praktisch jedes Autos zu bemächtigen, das dann aus dem spanischen Algeciras nach Afrika verschifft wird oder Richtung Osten verschwindet. „Die Fahrzeuge sind so komplett umidentifiziert, dass sie weder anhand der Motornummer noch elektronisch einem Diebstahl zugeordnet werden können.“ Reisners Trost: „Sie erhalten die Identität eines existierenden, nicht gestohlenen Wagens, und das lässt sich rekonstruieren.“ Wohin geht die Diskussion um „Connected Cars“? Zwischen Lukas Praml von der Staatsdruckerei und Horst Reisner vom Bundeskriminalamt klafft ein riesiges Loch. Wenn Pramls Vision Realität wird, bekommt Reisner noch größere Probleme. Aber wird die Vision überhaupt Realität? Auf diese Frage gab die Konferenz an der Donau-Uni Krems keine eindeutige Antwort. pm

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BUSINESS NUTZFAHRZEUGE

Leistungsschau

Ford

Citroen

IA A NU T ZFAHRZEUG E Die alle zwei Jahre in Hannover stattfindende IAA Nutzfahrzeuge ist ein Muss für die ganze Branche. Sie zeigt, was die nächsten beiden Jahre Trend ist. Auf der heurigen, am 29. September zu Ende gegangenen Ausstellung war vor allem ein Trend sichtbar: der zur Elektromobilität. So zeigt etwa VW den Crafter, Mercedes wagte sich gar an ganze Schwer-Trucks mit Elektroantrieb heran. Daneben sollen sich zukünftig auch Nutzfahrzeuge autonom bewegen können. Elektrojournal hat die Highlights der Messe für Sie zusammengefasst.

Bis zu 13 Prozent sparsamer: der neue Ford EcoBlue-Turbodiesel.

Sparsam & abgasarm

Der Jumpy von Citroën ist als Kastenwagen, Kombi, Doppelkabine und als Plattform-Fahrgestell erhältlich.

Variantenreich CITROËN Der Jumpy von Citroën ist in verschiedenen Varianten auf dem Markt: als Kastenwagen, Kombi, Doppelkabine und als Plattform-Fahrgestell. Diese sind in drei Längen (XS: 4,60 Meter, M: 4,95 Meter und XL: 5,30 Meter) verfügbar, sodass jeder Kunde sein Fahrzeug ganz nach seinen Bedürfnissen auswählen kann. Die Basis hat eine Nutzlast von max. 1400 kg, ein Ladevolumen von max. 6,6 m³ und eine Anhängelast von max. 2,5 t. Wie die beiden Längenvarianten M und XL bietet auch die Variante XS eine Nutzlast von bis zu 1400 kg und in der Kombi-Version Platz für bis zu neun Personen.

Mit dem neuen Alaskan bedient Renault ein stark wachsendes Marktsegment.

Vielseitiger Midsize-Pick-up von Fiat.

Fiat

Renault

F O R D Auf der IAA präsentierte Ford Transit- und Transit-Custom-Fahrzeuge mit neu entwickeltem EcoBlue-Turbodiesel-Motor mit 2,0 Liter Hubraum. Der moderne Vierzylinder ermöglicht verringerte Unterhalts- und Betriebskosten, geringeren Treibstoffverbrauch und niedrigere Abgasemissionen. Gleichzeitig bietet der Zwei-Liter-Diesel eine deutlich bessere Laufkultur und nochmals gesteigerte Fahrleistungen. Gegenüber dem 2,2-Liter-Vorgänger-Aggregat ist der mit 105 PS, 130 PS und 170 PS erhältliche neue Ford EcoBlue-Turbodiesel in beiden Nutzfahrzeug-Baureihen um bis zu 13 Prozent sparsamer.

Neuer Pick-up

RENAULT Bei Renault war als Europapremiere erstmal das neue Pick-up-Modell Alaskan zusehen. Damit bedient Renault Pro+ ein boomendes Marktsegment, das rund ein Drittel des globalen Absatzes im leichten Nutzfahrzeugsektor pro Jahr ausmacht. Weiterhin zeigte Renault die X-Track-Varianten mit mechanischer Differenzialsperre für Kangoo Express, Trafic und Master sowie den zuschaltbaren Allradantrieb für den Master. Damit erweitert Renault das Einsatzspektrum seiner leichten Nutzfahrzeuge. 64 

Vielseitig FIAT Der Fiat Professional Fullback ist ein vielseitiger Pick-up, der für die Anforderungen gewerblicher Nutzer ausgestattet ist. Mit zwei Karosserieversionen, drei Ausstattungsvarianten und effizienten Antriebskonfigurationen ist der neue Fullback für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete geeignet. Mit dem neuen Fullback baut Fiat Professional sein Modellangebot aus und tritt erstmals im Segment der sogenannten Midsize Pick-ups an. Kennzeichen dieser Kategorie ist eine Nutzlast von ca. einer Tonne. ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


Peugeot

Mercedes

NUTZFAHRZEUGE BUSINESS

Mercedes Urban eTruck: Konzept für abgasfreie Städte.

Kompakter Kastenwagen

Emissionsfrei in der Stadt

P EU G EOT Der neue Peugeot Expert verträgt eine maximale Nutzlast von 1400 kg und wird in drei Längen – zwischen 4,60 m bei der komplett neuen Kompaktversion und 5,30 m – angeboten. Der besonders für Stadtfahrten geeignete Kastenwagen ist nur 1,90 m hoch. In puncto Sicherheit erreicht er mit fünf Sternen im Euro-NCAP-Test das bestmögliche Ergebnis. Das auf einer neuen Basis entwickelte Fahrzeug profitiert zudem von den Vorteilen der modularen Plattform EMP2: Es zeichnet sich neben den kompakten Abmessungen auch durch effiziente Motoren ab 133 Gramm CO2/Kilometer aus. Ausstattung wie Handsfree-Seitenschiebetüren, die Modularität der Kabine durch Moduwork, Active Safety Brake, Rückfahrkamera mit ­VisioPark und vernetzte 3D-Navigation halten hier ihren Einzug in dieses Segment.

M E R C E D E S Neben einer Vielzahl von Produkt- und Service-Neuheiten zeigte Mercedes Urban eTruck erstmals einen vollelektrischen Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 26 Tonnen. Die Konzeptstudie, die Anfang des kommenden Jahrzehnts auf die Straßen kommen soll, besitzt ein vollkommen neu entwickeltes Antriebskonzept – den Antrieb besorgen Elektromotoren, die direkt neben den Radnaben sitzen. Lithium-Ionen-Batterien sollen dem Lastfahrzeug eine Reichweite von 200 Kilometern erlauben. Die Gesamtnutzlast liegt trotz des schwereren Elektronantriebes nur 700 kg unter der eines vergleichbaren Lkws mit Verbrennungsmotor. Für kleinere Lasten testet Mercedes derzeit schon den FUSO Canter E-Cell, mit dem Hermes im täglichen Einsatz in Stuttgart Erfahrungen sammeln soll.

Opel Vivaro: funktionales Nutzfahrzeug.

Für emissionsfreie Lieferfahrten: der e-Crafter.

Mobiles Büro

Mit E-Kraft

O P E L Der Opel Vivaro ist funktionales Nutzfahrzeug und mobiles Büro in einem. Der Kombi empfiehlt sich zusätzlich als geräumiges Großfamilien-Fahrzeug für die Reise. Maximal neun Sitzplätze stehen zur Verfügung: der Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze, eine Doppelsitzbank für zwei Beifahrer sowie demontierbare Dreier-Sitzbänke in der zweiten und dritten Reihe. Die Bank in der dritten Reihe lässt sich bei Bedarf umklappen. Zugleich reichen wenige Handgriffe aus, um aus dem geräumigen Kleinbus einen Transporter mit fast 6 m³ Ladevolumen zu zaubern. In der Konfiguration für bis zu sechs Personen – ohne dritte Sitzreihe – lassen sich bis zu 4 m³ an Gepäck verstauen.

VOLKSWAGEN VW-Nfz präsentierte mit der Studie des neuen e-Crafter ein Konzept für den emissionsfreien innerstädtischen Lieferverkehr. Das Fahrzeug vereint eine hohe Nutzlast, ein Ladevolumen von 11,3 Kubikmetern und eine maximale Laderaumhöhe von 1961 Millimetern. Dabei steht eine Durchladebreite zwischen den Radkästen von 1380 Millimetern und eine Laderaumlänge von bis zu 4855 Millimetern zur Verfügung. Der 100 Kilowatt starke E-Antrieb beschleunigt die Studie mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,25 Tonnen auf die erlaubte maximale Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Damit sind sowohl Fahrten auf der Stadtautobahn als auch Überlandfahrten kein Problem.

Opel

Volkswagen

Der für Stadtfahrten geeignete Kastenwagen ist nur 1,90 m hoch.

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BUSINESS SMARTPHONES

Wo sind sie geblieben? Marktauguren sehen den Smartphone-Markt wieder wachsen. Doch die alten ­Recken der Branche spielen keine Rolle mehr, die Marken an der Spitze der Verkaufslisten klingen für westliche Ohren immer unbekannter.

thinkstockphotos.de

AUFSCHW UNG

Die Verkaufszahlen bei den Smartphones zeigen nach oben. Davon profitieren aber hauptsächlich die Chinesen.

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uawei mag man ja noch kennen, aber haben Sie schon von Der zweite koreanische Smartphone-Riese LG kann sich mit OPPO oder Vivo gehört? Wahrscheinlich nicht. Und doch 5,7 Prozent Marktanteil auf Platz 5 der Welt halten, hätte sich dasieht sie das Marktforschungsinstitut Trendforce im dritten Quar- bei aber sicher mehr erhofft. Das Flaggschiff G5 wurde mit viel tal unter sechs Top-Herstellern von Smartphones. OPPO liegt Werbeaufwand im zweiten Quartal in den Markt gebracht, die dabei mit 6,1 Prozent auf Platz vier der Welt, Vivo auf Platz 6 mit Verkaufszahlen haben aber dann auf der ganzen Linie enttäuscht. 5,2 Prozent. Das ist umso interessanter, weil beide Marken zu ei- Immerhin haben andere Modelle der Koreaner dieses Manko nem Konzern, nämlich der chinesischen BBK Electronics, gehö- wieder halbwegs wettgemacht, sodass am Ende wohl sogar ein kleines Plus von 0,3 Prozent unter dem Strich steht. ren. Dafür scheinen einstmals bekannte Marken wie Sony oder Bei den Betriebssystemen gibt es ein einsames Rennen. AndHTC in der Liste erst gar nicht mehr auf. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass die Hauptabsatzmärkte roid führt das Feld mit rund 86 Prozent an, Apples iOS folgt weit für die Geräte weiter nach Osten gezogen sind. Und die wachsen abgeschlagen mit zwölf Prozent Marktanteil bei den neuen Geweiter. Insgesamt konnte das Produktionsvolumen laut Trend- räten. Blackberry mit 0,1 Prozent und Windows mit 0,6 Prozent force in Q3 um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen – für sind de facto aus dem Markt verschwunden. Microsoft will keine heuer ein neuer Höchstwert. Auch die Auslieferungen haben zu- eigenen Smartphones mehr entwickeln – zumindest auf mittlere Sicht. Und Blackberry hat gerade sein vorletztes Gerät vorgestellt gelegt – vor allem eben auch im chinesischen Markt. An der Spitze der Charts regieren zwar unverändert Samsung – mit einem speziell gesicherten Android-Betriebssystem. Die Zuund Apple. Beide Unternehmen mussten aber Federn lassen. kunft sehen die Kanadier in der Entwicklung von Software. wk So ist der Marktanteil von Samsung vom zweiten auf das dritte WELTMARKT SMARTPHONES 3.QUARTAL 2016 Quartal von 24,3 Prozent auf 22,3 Prozent und der von Apple von Q3/16 Q2/16 15 auf 12,9 Prozent gesunken. Bei Apple ist dies vor allem der Unternehmen Platz Marktanteil/% Platz Marktanteil/% Einführung des iPhone 7 geschuldet, dessen Produktion zwar Samsung 1 22,3 1 24,3 in diesem Quartal angelaufen ist, die aber noch nicht auf HochApple 2 12,9 2 15 touren läuft. Das habe das Produktionsvolumen um 5,3 Prozent Huawei 3 9,1 3 9,2 einbrechen lassen, so die Analysten. Samsung hingegen leidet OPPO 4 6,1 4 5,6 unter dem Note 7-Fiasko. Die Geräte, die sich bisweilen selbst LG 5 5,7 5 5,4 entzünden, haben das Image des Konzerns mehr als angekratzt Vivo 6 5,2 7 4,7 und dämpfen die Lust der Käufer auf die Produkte des MarktfühAndere 38,7 35,9 rers. Auch der Stopp der Produktion des Note 7 schlägt sich in den Gesamtproduktion 349 Mio 316 Mio. Auslieferungszahlen nieder.

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MOBILFUNK BUSINESS

David gegen Goliath Im Mobilfunkmarkt rumort es wieder. Der Grund: Michael Krammer jagt mit seinem Unternehmen Ventocom den etablierten Netzbetreibern erfolgreich die Kunden ab. Erfreuliche Folge für alle Kunden: Die Preise sinken wieder. Michael Krammer, Ex-Chef von Tele.ring und Orange bringt mit seiner Firma Ventocom die Mobilfunkriesen in Österreich ins Schwitzen. Seit dem Start von Hot, dem Mobilfunkangebot von Hofer, sinken in Österreich die Preise wieder. 650.000 Kunden konnte Krammer bereits für das Angebot begeistern 110.000 davon haben laut Krammer beim Wechsel ihre Nummer mitgenommen. Das sei ein Drittel aller Portierungen seit Jahresanfang 2015. Krammer sieht aber noch reichlich Potenzial. Immerhin 19 Prozent aller Kunden seien bereit, ihren Anbieter zu wechseln. Mittlerweile ist Krammer nicht nur mit Hot aktiv, sondern hat auch der Allianz ein Angebot auf den Leib geschneidert. Und seit neuerem ist mithilfe der Ventocom auch Kabelnetzbetreiber Liwest unter die Mobilfunker gegangen. Im Gegensatz zu Hot setzt Liwest auf Beratung: Die neuen Mobilfunktarife werden in allen Liwest-Shops mit angeboten, was, so Liwest-Geschäftsführer Günther Singer, „ein echter Mehrwert“ sei. Die Tarife beginnen bei moderaten 4,90 Euro pro Monat, Handys muss man sich selber dazu kaufen. Oberösterreich ist nach Meinung von Krammer für neue Mobilfunker ein guter Markt. Er wächst jährlich

creative commons

HERAUSFORDERER

Michael Krammer ist nicht nur Chef von Ventocom, sondern auch Präsident von SK Rapid.

um 35.000 SIM-Karten, und es werden rund 220.000 Wechsler verzeichnet. Den nächsten Coup hat Krammer, der auch Präsident des SK Rapid ist, schon geplant: Pünktlich zur Hauptversammlung am 28. November will er einen eigenen Rapid-Tarif auf den Markt bringen. Zu diesem Tag gibt es auch die Tarif-Details. wk

Woran erkennt man einen Expert Elektrofachhändler? Am A

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Am richtigen Gespür?

Man erkennt ihn am Erfolg. Christian Hager Expert Hager in Bad Ischl JOURNAL 11 | 2016 ELEKTRO

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BUSINESS VERKAUF

Point-of-Sale-Utensilien: Einsatz ja – nein, wichtig oder nichtig? POS-Material hat im Handel einen zwiespältigen Ruf: Die Aufsteller brauchen viel Platz, Platz der dann für andere Dinge fehlt. Andererseits glaubt kaum jemand, auf den Werbeeffekt verzichten zu können. Also: ein notwendiges Übel? Z WISCHENRUF

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as auch immer Sie über POS-Material und dessen Einsatz geglaubt haben zu wissen … ist wahrscheinlich richtig. Bei näherer Betrachtung dieses Verkaufsunterstützungsthemas stellt sich eine wichtige Frage: „Was wäre, wenn Sie es nicht hätten oder nicht einsetzten? Macht es einen Unterschied“? Sie können sicher sein, ja. Denn der POS hat sich zu einem der wichtigsten Werbeträger entwickelt. 70 Prozent der Entscheidungen fallen nämlich genau hier. Die Tatsache, dass POS-Material in der Praxis oft gewünscht oder gar gefordert wird, dann aber oft nicht oder schlecht eingesetzt wird, ist bedauerlich, aber dennoch der falsche Ansatz. Die Begründungen dafür sind mannigfaltig: „weil, keine Zeit, es ist eh alles klar, meine Verkäufer können das besser, schauen Sie sich das mal an, das kann man doch nicht ernst meinen, meine Mitarbeiter haben Wichtigeres zu tun als das aufzustellen“, „dann schickt halt einen Promotor vorbei, der das macht“ und viele deren Erklärungen mehr. Es ist schon wahr, dass da bisweilen gar seltsame Spielchen in der Gestaltung und Bereitstellung dieses POS-Materials getrieben werden und wir schon mal, oder öfter, gar kein heimeliges oder kaufanimierendes Gefühl vermittelt bekommen. Gerade im Hinblick auf Feiertagsaktionen, -zeiträume (Weihnachten), beschleicht einen manchmal der Eindruck, in einem Geschäft für POS-Material zu sein, so sehr wird es mit aufblasbaren Werbesäulen, Plakaten, Flyern, Deckenhängern, Skydancern, Werbezelten, Ballonen etc. befüllt. Es ist ebenso wahr, dass „wer nicht wirbt, stirbt“, aber von „zu viel“ erschlagene Kunden sind auch suboptimal. Jeder, der hingegen gut gestaltete, den Kunden vorab informierende, ansprechende POS-gar-

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nierte Verkaufsflächen gesehen hat, weiß, dass das richtig Sinn macht. Optimal ist es dabei, wenn die Werbung den Kunden im Großformat anspricht, etwa in Form von Kundenstopper oder Werbebanner. Diese werden von den Kunden besonders gut wahrgenommen, insbesondere, wenn sie auf das Bezahlen warten, was dann oft zu Spontankäufen führt. In den Geschäftsräumen selber kann aber bereits eine attraktive Präsentation der Waren die Aufmerksamkeit bei den Kunden erhöhen und zu vermehrten Umsätzen führen. Dass POS-Material langsam, fast schleichend, auch den Zug zur Digitalisierung nimmt, soll hier nicht außer Acht gelassen werden. Viele Handels­ partner und auch die Kooperationen setzen das zum Teil auch in Eigenregie bereits um. Und das absolut sehenswert. Die daraus resultierende mögliche Interaktivität mit dem Kunden ist ein weiterer Aspekt, der die Sinnhaftigkeit unterstreicht. Einen besonderen Stellenwert genießt hier der Einsatz von Promotoren bei der POS-Gestaltung und Optimierung. Wie immer bei der Ressource Mensch liegt hier eine zwar sehr kostenintensive, aber mit unmittelbarem Erfolg behaftete Variante vor. Die Tatsache, dass hier, trotz der hohen Kosten, oft ein Spitzen-Regalbewacher statt eines gewünscht ambitionierten, verkaufsfreudigen POS-Mitarbeiter und Markenbotschafter anzutreffen ist, schmälert zwar die Freude, ist aber dennoch eine steigerbare und sinnvolle Variante. Vor allem, da Menschen noch immer die besten Markenbotschafter sind, weil sie sich halt im Idealfall auf (fast) jedes Gegenüber einstellen können (sollten). Wie immer stimmt wahrscheinlich der Spruch, dass es stimmig ist, „das richtige Mittelmaß“ zu finden. ms ELEKTRO JOURNAL 11 | 2016


KONJUNKTUBERICHT BUSINESS

Gewerbe und Handwerk positiv gestimmt Der Konjunkturbericht für das 3. Quartal zeigt erfreuliche Zahlen. Für das 4. Quartal trübt sich die Stimmung nur minimal ein. GU TE AUSSICHTEN

istock/AndreyPopov

Bei den Wirtschaftsbetrieben Österreichs hat sich im 3. Quartal die mehr ausgelastet. Auch aus den Konsum-nahen Branchen gibt Stimmung verbessert. Das stellt der neue Konjunkturbericht für es Positives zu melden. Dort berichten 21 % der Betriebe in Q3/16 das Gewerbe und Handwerk fest, der im Auftrag der Wirtschafts- von einer Umsatzsteigerung – im vorigen Jahr waren es noch zwölf kammer Österreich der Sparten Gewerbe und Handwerk erstellt Prozent. Umsatzrückgänge hingen verzeichnen 17 %. Per Saldo wurde. Danach beurteilten 23 % der Beergibt das auch hier +4 Prozentpunkte, triebe die Geschäftslage im 3. Quartal und auch hier ist der Wert erstmalig seit mit gut (Vorjahr 18,5 %), 57 % mit saiQ3/14 wieder positiv. sonüblich (Vorjahr 56 %) und 20,5 % mit Die Erwartungen für das kommende schlecht (Vorjahr 26 %). Per Saldo übervierte Quartal sind allerdings nicht mehr wiegen damit die Betriebe mit guten Beganz so optimistisch. Zwar gehen imurteilungen um drei Prozentpunkte gemer noch 18 % der Betriebe von steigenüber denen, mit schlechten. Damit genden Auftragsausgängen aus, 16 % glauben aber an Rückgänge. Der Saldo hat das Stimmungsbarometer erstmalig seit dem 3. Quartal 2014 ins Plus gevon zwei Prozentpunkten bedeutet eidreht. In den investitionsgüternahen nen Punkt weniger als im letzten QuarBranchen ist der durchschnittliche Auf- Die Auftragsbücher in Österreich sind voll, die tal. In Summe wollen die Betriebe aber Trendbarometer zeigen ein freundliches Wirttragsbestand im Vergleich zum 3. Quartrotzdem die Zahl der Mitarbeiter erhöschaftsklima. tal des Vorjahres um 6,5 Prozent gestiehen. 12 % der Betriebe wollen um durchgen Bei 35 Prozent der Betriebe reichen die Aufträge dabei für ein schnittlich 13,9 % mehr einstellen, vier Prozent der Betriebe hingegen geben an, durchschnittlich 15,9 % Personal abbauen zu wollen. bis vier Wochen, bei 26 Prozent stehen sogar Aufträge für 10–19 Wochen in den Büchern, und acht Prozent sind 20 Wochen und Bleibt unter dem Strich beim Personalbedarf ein Plus von 1,3 %. wk

The Home Sound System

Einfach aufstellen, mit dem WLAN verbinden und Musik in einen oder alle Räume streamen. Mit unfassbarem Sound.

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BUSINESS ONLINEHANDEL

Online-Supertanker geht vor Anker Ausgerechnet Amazon, der Albtraum des stationären Handels, setzt jetzt auf Shops, um in der Customer Journey eine virtuelle Regalverlängerung zu erreichen und ­Amazon-Kunden zu Amazon-Fans zu machen.

Creative Commons, SounderBruce

NEUE STRATEG IE

Die Book-Stores, wie hier in Seattle, waren nur die Vorhut. Nun will Amazon auch Elektronik-Geschäfte aufmachen.

D

er Online-Riese Amazon plant laut US-amerikanischen im Geschäft auf den Online-Shop zugreifen und die Ware dort Medienberichten für 2017 an die hundert Pop-up-Stores in auch bestellen. Amazon möchte in dieser Customer Journey den Amazon-Kunden zum Amazon-Fan machen. Shopping Malls – und wohlgemerkt nicht in Innenstädten – zu eröffnen. Amazon zäumt seine Multi-Channel-Strategie quasi Kommentare anderer Kunden erhöhen im Online-Geschäft von der – auf gut Wienerisch – „Maschek-Seite“ auf: Der E-Com- die Conversion Rate – das Stichwort hierzu ist Kundenvertrauen. merce-Supertanker steuert den stationären Hafen an. Von dieser Amazon hat in seinen Buchläden neben jedem ausgestellten Strategie verspricht sich der Online-Marktplatz zweierlei: Einer- Buch ein Kärtchen mit der Onlinebewertung platziert. Was also, seits sollen die eigenen Produkte möglichst verkaufsfördernd in wenn der Online-Supertanker Amazon bald im stationären Offline-Hafen einlaufen – und gar ankern – wird? Amazon, mit Ebay einem Showroom präsentiert und andererseits soll mehr Traffic gleichsam Duopolist bei Online-Marktplätzen, hat verstanden, für die Webseite generiert werden. Die vier in den USA eröffneten Amazon-Buchhandlungen – dass ein stationärer Erfolg zumindest diese zwei Aspekte besie dienen auch als Abhol- oder Rückgabestation für die im In- rücksichtigen muss: Die persönliche Kundenberatung und -beternet bestellte Ware (Stichwort Click & Collect) – bekräftig- ziehung muss tipptopp sein, und der Event-/Entertainment-Geten die Multi-/Cross-Channel-Strategien in ihrem Ansatz. Der danke muss funktionieren. nächste Schritt ist die Erweiterung um technische Geräte . Die über ganz Amerika im Wochenrhythmus aufploppenden PopPersonalität statt Smart Data Datenanalysen des Onup-Stores werden Amazon-Produkte vertreiben wie den interak- line-Kundenverhaltens können dazu beitragen, Kunden gezielter anzusprechen, vor allem über das Smartphone, genau tiven Echo-Lautsprecher (Echo reagiert auf Befehle und wird als nächster Amazon-Hit gehandelt), TVs, Tablets, Streaming-Ge- dann, wenn der potenzielle Kunde in der Nähe eines Stores ist räte von Fire, den Dash-Bestellknopf oder die Kindle E-Book-Rea- – die Rede ist von Location-based Services. Was also, wenn der der. Kunden werden im Laden von den Mitarbeitern auch über E-Commerce-Riese – erst einmal auf den Geschmack gekomden Video-Streaming-Dienst Amazon-Prime, die E-Book-Flat- men – solche Pop-up-Stores mit elektrischen Devices auch für Rate Kindle-Unlimited, mit laut Eigenaussage mehr als einer Mil- Europa plant? Man geht davon aus, dass sich – getrieben durch lionen E-Books, und die kindergerechten Produkte von Amazon die Kundenerwartungen – die Kanäle online und offline immer FreeTime Unlimited informiert. Aber wozu das alles? mehr annähern oder sogar verschmelzen werden. Noch ein notwendiges Postskriptum: Die Amazon-Shops werden als PopDer Mythos Markenpräsenz Die Idee ist simpel: Kauft ein up-Stores kolportiert. Möglicherweise ist das aber nur die halbe Konsument einen Kindle-E-Book-Reader im Pop-up-Store, wird Wahrheit, denn wenn sich die Versuchsballons bewähren, dann er wahrscheinlich auch E-Books über Amazons Online-Portal könnten sie auch längerfristig bestehen bleiben. Und dann gäbe erwerben – man spricht hier von einer virtuellen Regalverlänge- es einen neuen Handelsriesen, der das Online-Geschäft von der rung. Übrigens: Mit einem Multimedia-Terminal lässt sich schon Pike auf gelernt hat. Für den stationären Handel ein Albtraum. rp

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PREISVERLEIHUNG BUSINESS

Digitale Helden Microsoft ehrt Vordenker der österreichischen Industrie. Und zeigt, dass man auch selber ganz vorne beim Thema Industrie 4.0 mit dabei ist.

Korne

AUF IN DIE Z UKUNFT

Dorothee Ritz, General Managerin von Micorsoft Österreich, ehrte in Wien die „digitalen Helden“.

A

m 19. Oktober hat Microsoft im Kuppelsaal der TU Wien zum ersten Mal den Zukunftspreis „Digitale Helden“ vergeben. Ausgezeichnet wurden innovative, österreichische Unternehmen, die nach Ansicht der Jury die digitale Zukunft aktiv gestalten. Vergeben wurde der Preis in fünf Kategorien: Start-ups, Industrie, Dienstleistungen, Bildung und Cloud for Good. „Um Menschen und Organisationen zum ‚Anpacken‘ zu inspirieren, stellen wir im kommenden Jahr auf digitalehelden.at jene Menschen, Unternehmen und Organisationen vor, die als Vorreiter den Sprung in die digitale Ära bereits geschafft haben und aufzeigen, wie sich die Chancen der Digitalisierung für den Unternehmens- und Organisationserfolg nutzen und Geschäftsmodelle und -prozesse für die digitale Welt transformieren lassen. Mit dieser Veranstaltung schaffen wir einen ersten Auftakt“, so Dorothee Ritz, General Manager Microsoft Austria, zum Hintergrund des Microsoft-Zukunftspreises.

Ausgezeichnet wurden: • Das Start-up my Veeta gewann die Innovation 2 Company Challenge von Microsoft und der Wirtschaftskammer Wien mit ihrer Online-Plattform, die den Bewerbungsprozess automatisiert und Bewerbungsunterlagen erstellt. • In der Kategorie „Industrie“ konnte BWT überzeugen. Das Unternehmen denkt mit dem Internet of Things seine Produkte und Dienstleistungen neu und wird seine Geräte in Zukunft mithilfe von Sensoren und Datengenerierung präventiv warten und so die Wasserqualität auch aus der Ferne permanent im Blick behalten. • Die BAWAG P.S.K. hat als erste österreichische Bank mit Zustimmung der Regulierungsbehörden im Sommer den Schritt in die Cloud gemacht und kann ihren Kunden dadurch in Zukunft ein neuartiges und verbessertes Kundenerlebnis bieten. Sie gewann den Microsoft-Zukunftspreis im Bereich „Dienstleistungen“. • In der Kategorie „Bildung“ konnte die PNMS Zwettl überzeugen: Sie ist die erste Microsoft Showcase Schule und bietet ihELEKTRO JOURNAL 11 | 2016

Dorothee Ritz (r.) zeigte Ulrike Huemer (l.), CIO der Stadt Wien, die neue Holo-Lens, die die Realität mit virtuellen Objekten anreichert.

ren Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern ein umfassendes digitales Lern- und Lehrerlebnis. • Die Freiwillige Feuerwehr Krems hat ihre Einsatzstelle umfassend digitalisiert und besitzt nun einen Einsatzcontainer, der in kurzer Zeit überall einsatzbereit ist und die Einsatzkräfte mit umfassenden Technologielösungen bei ihren Einsätzen unterstützt – in der Kategorie „Cloud for Good“ war die Freiwillige Feuerwehr Krems damit Preisträger. Heimlicher Star des Abends war dann aber doch eine neue technische Errungenschaft: die Microsoft Holo-Lens. Interessierte Gala-Gäste konnten sie ausprobieren und so einen ersten Eindruck von der Funktionsweise der Brille gewinnen. Präsentiert wurde sie vom IT-Dienstleister Tieto, der als Partner Anwendungen für die Brille entwickelt. Die Brille arbeitet dabei vollkommen autark. Die Brille ist sozusagen ein Windows 10-Rechner zum Mitnehmen. Im Gegensatz zu VR-Brillen wie der Occulus Rift erzeugt die Holo-Lens auch eher eine Augmented Reality. Objekte, wie etwa ein Raumfahrer, ein Space Shuttle oder auch eine Turbine werden so in den Raum projiziert. Und weil sich die Brille im Raum orientieren kann, kann sie die künstlichen Objekte auch dort fixieren. Die Turbine schwebt dann immer über dem Tisch, auch wenn man das nächste Mal wieder einen Blick darauf werfen möchte. Weil die Brillen per WiFi miteinander verbunden sind, gilt das auch für Mitarbeiter, die dasselbe System nutzen. So lassen sich Projekte ganz einfach gemeinsam bearbeiten. Und weil man dabei immer auch die reale Welt sieht, bleibt die eigene Orientierung bestehen. Schwindel oder Übelkeit sind damit nahezu ausgeschlossen. Auch wenn die ersten Unternehmen bereits zugegriffen haben – noch ist das System erst in der Erprobungsphase. Die Möglichkeiten, digitale Objekte zu manipulieren, sind noch gering und ein bisschen Klötzchen-Grafik ist auch noch dabei. Mit Preisen um die 5000 Euro pro Stück dürfte sich auch nicht jedes Unternehmen das technische Wunderwerk leisten wollen. Vorerst noch nicht. wk 71


LETZTE SEITE REDAKTION VON INNEN SOCIAL MEDIA WATCH

Just a Bad Dream Manchmal verfolgen einen die beruflichen Geschehnisse bis in die Träume. Aber zum Glück sieht die Realität dann doch immer wieder ganz anders aus, meint Chefredakteur Wolfgang Korne.

Media Markt ist arg In Deutschland hat Media Markt Agentur und Werbespruch gewechselt, und der neue ist auch nicht viel dämlicher als der alte. Aber gefallen tut er trotzdem nicht allen. Ja und immer noch gibt es diese Kunden, die an ihrem Elektriker verzweifeln – und umgekehrt. Man sagt ja, dass man mit Träumen die Erlebnisse des Tages aufarbeitet. Aber letztens hatte ich einen Traum, der war dann schon sehr komisch. Darin war ich der Chefredakteur der Spatzenpost. Und ich war gerade urgut drauf, denn ich hatte endlich einen Spezialisten im Murmelspiel gefunden. Er kannte sich mit dem höchst komplizierten Spiel aus: Er wusste wie man tricksen musste, wann man eine blaue Kugel vor das Loch legen, wann man einen gewagten Schnipser setzten musste und wie man die heiligen Glasmurmeln erhalten konnte. (Was soll ich machen, Träume sind manchmal halt ein wenig wirr). Und noch, was besser war: Er wollte für meine Leser auch darüber schreiben! Wir waren beide glücklich, lachten, aßen Kuchen und tranken Kaffee. Doch dann die Enttäuschung: Der Murmelverein, dessen Spielern mein Autor ebenfalls ein paar Tricks beibringen wollte, mochten die Spatzenpost nicht und stellten den Murmelspiel-Spezialisten vor die Wahl: Spatzenpost oder wir. Schweren Herzens entschied sich der Murmeltrainer für den Verein, denn der sicherte das Brot für seine arme Familie, während ihm die Spatzenpost lediglich ihre Anerkennung hätte ausdrücken können. Ich bin dann mit schwerem Herzen aufgewacht, denn nun müssen die Leser der Spatzenpost weiter da­ rauf warten, dass man ihnen das Murmelspiel richtig erklärt. Wirklich ein seltsamer Traum, vielleicht war er auch von der realen Begebenheit inspiriert, dass uns unsere sehr geschätzte Mitarbeiterin Barbara Sirucek verlässt. Barbara will etwas Neues ausprobieren, was sie dann aber so ausfüllen wird, dass sie für das Elektrojournal nicht mehr arbeiten kann. Das ist sehr, sehr schade, denn mit ­Barbara verlieren wir eine intelligente, fleißige und kompetente Autorin. Andererseits: Leben heißt Veränderung, und wir wollen ihrem Drang nach Neuem natürlich nicht im Wege stehen. Alles Gute ­Barbara, und ich hoffe, wir sehen uns irgendwann wieder! Aber immerhin: Wir haben auch schon eine Nachfolgerin gefunden. Sie heißt Rhea Schlager und wird uns ab der kommenden Ausgabe unterstützen. Rhea hat nicht nur Printerfahrung, sondern auch eine große Affinität zum Videojournalismus. Das trifft sich sehr gut, denn auch das Elektrojournal wird sich in diese Richtung weiterentwickeln. Wir werden Anfang kommenden Jahres in der Redaktion einen kleinen Schnittplatz einrichten, wo man Interviews und Berichte schneiden kann. So kann man dann etwa von Messen oder Branchen­events auch in bewegten Bildern berichten. Elektrojournal goes YouTube, yeah! Nun ja, auch wenn wir von der Idee wirklich begeistert sind – es wird vermutlich ein wenig dauern, bis wir die neue Materie im Griff haben. Möglicherweise werden unsere ersten Versuche deshalb auch nicht perfekt sein. Aber wie gesagt: Wer sich nicht ­weiterbewegt, bleibt stehen. 72 

1. A  uf Elektriker warten, auch so eine Sache wo man tausende von Stunden mit verbringen kann User @Wyveres ist ziemlich nachdenklich. 2. Penny Herzmolekuel Das richtig Gute an unserem Elektrikermeister ist, dass er es nach 3 Mon. des Wohnens noch nicht schaffte unsere Klingel zu installieren. Du hast die Sache erkannt, liebe @Herzmolekuel. So kann auch keiner stören. 3.  Torsten Schuster Leute nehmt des alles net so ernst...hauptsache es funzt...grüngelb ist die erde und es fackelt dir nicht ab... schlimmer sind die deppen die klemmen nicht richtig festziehen oder überprüfen ob der draht fest in der klemme ist...hab da scho sachen gesehen die niemand glaubt Auf Facebook sind die Spezialisten in Sachen Insta wieder unter sich. 4.  #Mediamarkt Werbung. Sie bezeichnen ihre Kunden als physisch, psychisch, sexuelle Versager die beim Einkauf ihr Glück finden. Läuft bestimmt @switch2mac gefällt die neue deutsche Media Markt Werbung auch nicht so gut…. 5. Hab im Lokalen Laden angerufen, ob sie ein Produkt da haben. Nö. Tja, dann halt doch wieder online bestellt. Business as usual bei @spacedani 6.  Lieber @mediamarkt_de, das ist noch dümmer als „Geiz ist geil!“ #mediamarkt #marketing #wtf Da können wir nur zustimmen @thomasklose. Aber an „Hauptsache haben wollen“ wird man sich doch auch noch gewöhnen, drüben in Deutschland… 7. Ja Maler sind alles Hurensöhne als Elektriker weiß ich das Kappa @Tobi_Shinigami kennt sich aus. 8. Türk. Elektriker: „In der Türkei haben wir 500 Sender“ Ich: „Seit Erdogan wohl ein paar weniger“ Er: „Ach, deutsche Medien reden Quatsch“ @Martin_Raetze im interkulturellen Austausch. 9. „Sie sind ja auch nicht gerade...“ „JA???“ „Ach,nichts.“ Der Elektriker verzweifelt gerade an meinem Mädchen-Kabel-Chaos. @marypoppins_77 hat so eine ganz besondere Art… 10. Der Elektriker kommt später. Die Elektrikerfirma hat Stromausfall. Tja, @BunteSteine, das nennt dann man wohl Künstlerpech.

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DIE BACKSTUBE HAT GEÖFFNET!

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Elektro Journal 11/16  
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