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INterior

design

Der Produktkatalog für ­interior-, Sanitär- und Lichtdesign 2012


OKT.12 | Interior Design

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Highlights #1

Forever Young

Naturbewusst, traditionsreich und stets ­aktuell: Holz

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Highlights #2

Beerenhunger Leuchtende Farben für einen langen grauen Winter

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04 Design liegt im Trend Wohntrends sind stets nur die oberflächlichen Erscheinungen der tiefer liegenden gesellschaftlichen Entwicklungen, die unser Leben beherrschen; sie vergegenwärtigen unsere Bedürfnisse und Sehnsüchte. Neben unseren Wünschen nach einem wohnlichen Zuhause, nach einem inspirierenden Arbeitsplatz, entspannenden Hotelzimmer oder einladenden Shops stehen eben auch die letztlich aus den Erfordernissen unserer Umwelt hervorgehenden Bemühungen um mehr Rücksichtnahme auf die enden wollenden Ressourcen. Und diese beeinflussen letztlich auch die Entwicklung neuer Produkte. Ob es um die besondere Sparsamkeit im Umgang mit Wasser bei der Entwicklung einer neuen Armatur geht, um die Neuentwicklung von Textilien, die etwa schmutzabweisend, besonderes strapazierfähig oder recycelbar sind, oder einfach nur um die Rückbesinnung auf natürliche nachwachsende Ressourcen wie Holz, aus dem mehr und mehr Möbel gefertigt sind – Nachhaltigkeit, auch bei der Produktion, ist fast allerorts Thema Nummer Eins. Und irgendwie scheinen all diese Vorgaben Designer weltweit nicht in ihrem Erfindungsgeist zu bremsen, sondern ganz im Gegenteil noch zu beflügeln – und gemeinsam mit den oft risikofreudigen Herstellern sind sie mit wahrer Leidenschaft dabei, uns stets aufs Neue mit innovativen Produkten zu überraschen. Oft werden klassische und altbewährte Formen mit neuen Funktionen ausgestattet und mittels modernster Technologie produziert. Farben und Materialien wie Holz, Leder, Filz und Pflanzenfaser werden zum Teil von der Natur dominiert, zum Teil durch technische Gewebe oder unerwartete Wiederverwertung gewohnter Gebrauchsgegenstände ergänzt und lehren uns, so Manches mit anderen Augen zu sehen. Was letztlich aber neben allen revolutionären Ansätzen stets zum Tragen kommt, ist die hohe Fertigkeit der Ausführung und der Wunsch unsere Sinne anzusprechen – was ja manchmal zum Glück auch gelingt.

Christine Müller


Inhalt | OKT.12

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Sanitär

Axor Hansgrohe Laufen

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Licht

Nimbus Foscarini Artemide

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Wohnen

Wohncontact steininger designers Walter Knoll Kusch + Co Artek Brunner Kettal Verzelloni Exit

einfach „oÏ“-Phorisch

Bestechende Tapetenentwürfe des Schweizer Designer-Trios „Oï“

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06 impressum Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1051 Wien, Wiedner Hauptstraße 120–124 T (01) 546 64-0 I www.wirtschaftsverlag.at Chef­redaktion Dr. Christine Müller T (01) 546 64-347 E c.mueller@wirtschaftsverlag.at Redaktion Dominique Platz, Bakk. phil. E d.platz@wirtschaftsverlag.at Grafik Simon Jappel E s.jappel@wirtschaftsverlag.at ­Anzeigenberatung Thomas Biegel T (01) 546 64-242 E t.biegel@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice Andrea Fischer T (01) 546 64-441 E a.fischer@wirtschaftsverlag.at ­ Dieser online-katalog Erscheint als ergänzung zu Forum in style „interior Design“


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Design: Noé Duchaufour-Lawrance Hersteller: CeccottiCollezioni. Ein wenig auf Retro macht diese Kommode, die an Proportionen und Haptik nordischer Möbelkunst der Sechzigerjahre erinnert und, durchaus elegant, überall gute Figur macht. www.ceccotticollezioni.it

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Design: Denis Guidone Hersteller: Deco. Die Grundstruktur dieses gemütlichen Bettsofas ist aus Bambusschichtholz. Latexmatratze, Daunenpolsterung und ein Überzug aus ­Filz-Leinen-Gemisch sorgen für besonderen Komfort. www.d3co.it

Design: GamFratesi Hersteller: Casamania. Für dieses mobile Tischchen wurden drei einfache Elemente zusammengefügt: überdimensionierte Räder, zwei Tabletts und eine tragende Metallstruktur. Erhältlich in MDF weiß, rot oder schwarz lackiert oder Eiche Natur. www.casamania.it

Forever Young Text Christine Müller Fotos Hersteller Naturbewusst, traditionsreich, aber auch stets aktuell und fantasievoll zeigt sich das Material Holz auch heuer wieder bei seinem Einsatz in puncto Möbeldesign. Auch beim diesjährigen Mailänder Salone del Mobile spielte der Werkstoff Holz eine unbestreitbare Hauptrolle als ewig junger und kreativer Superstar. Lebendig, facettenreich und nachhaltig. Haltbar, unvergänglich und aufrichtig. 2012 scheint es jedoch vorbei mit dem ewig Neuen, dem Unerwarteten um jeden Preis. Was zählt, ist die unkomplizierte Nutzung. Zwar kehren Formen aus den Sechziger- und Siebzigerjahren wieder, und es dominieren Materialien von einst – Holz, Leder, Glas und Metall – sowie reine kraftvolle Farben in warmen, neutralen Tönen. Auf den zweiten Blick zeichnet sie alle jedoch die besondere Aufmerksamkeit aus, mit der sie gefertigt wurden.

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Design: Richard Woods und Sebastian Wrong Hersteller: Established and Sons. Hier scheint der Name Programm: Dabei bezieht sich, was wie „Falscholz“ klingt, nur auf die Namen seiner beiden Schöpfer, die das Sperrholz mit schrill-bunter, grafisch stilisierter Holzmaserung bemalen. www.establishedandsons.com

Design: Ferruccio Laviani Hersteller: Emmemobili Das Grundmodell dieses Intarsientischs ist aus Eiche Natur. Helle und dunkle thermobehandelte Eiche und Keramik wurden millimetergenau zur Einheit zusammengefügt. www.emmemobili.it


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Design: Lievore Altherr Molina Hersteller: Arper. Für Wohnwie Konferenzbereich geeignet, gibt es diesen Holzstuhl in Eiche Natur und Teak, offenporig lasiert in Weiß, Schwarz, Ocker und Rot. www.arper.com

Design: Lina Nordqvist Hersteller: Karl Andersson & Söner. ­Unterschiedlich hohe Fächer und Abstände zwischen den zarten ­vertikalen Stäben ergeben den luftigen und unregelmäßigen Grundraster der farbigen, filigranen Regale. www.karl-andersson.se

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Design: Massimo Morozzi Hersteller: Edra Dieses Containermöbel ist aus „Bois de Rose“Holzfurnier gefertigt und dekoriert, jenem in Vergessenheit geratenen Holz, mit dem man einst die großen Louis-XV–Kommoden furnierte. www.edra.it

Design: Elisa und Michael Catoir Hersteller: Ligne Roset. Die Inspirationsquelle dieses Fauteuils in der Struktur aus massiver Buche lag in skandinavischen Möbeln und seiner kompliziert gefalteten Polsterung im japanischen Kimono. Letztere ist zur Gänze abziehbar und in einem (!) Stück gefertigt. www.ligne-roset.com

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Design: Christoph Seyferth Hersteller: Functionals Dieser Sessel ist nicht nur federleicht, sondern auch ­wasserfest und eignet sich daher perfekt sowohl für den ­ Indoor- wie Outdooreinsatz. www.functionals.eu

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Design: Front Hersteller: Porro. Ein wahrer Equilibrist: ­Fertigkeit und Kreativität bestimmen auch dieses Möbelstück. Der Beistelltisch aus übereinandergestapelten Holzkistchen – die viel Ablagefläche bieten – präsentiert sich aus jeder Perspektive anders. www.porro.com


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Organic Design Mittlerweile ist das nun die fünfte Badkollektion, die Axor in den letzten zwanzig Jahren gemeinsam mit dem französischen Designer Philippe Starck entwickelt hat. „Mit Axor Starck Organic“, so Philippe Grohe, „ist es uns gelungen, gewohnte Denk-, Verhaltens- und Designmuster radikal aufzubrechen. Dies zeigt sich nicht nur in dem einzigartig organisch-minimalistischen Design, sondern auch im völlig neuartigen Bedienkonzept der Armatur und im geradezu revolutionär niedrigen Wasserdurchfluss von nur 3,5 Litern pro Minute. Und das ganz ohne Einschränkungen des Komforts.“ Möglich gemacht wurde diese verbesserte Wassereffizienz durch eine innovative Strahlart, die vor der Hansgrohe Forschungsabteilung eigens für Axor Starck Organic entwickelt wurde.

Organisch minimalistisch „In den Köpfen neue Türen öffnen“, möchte Philippe Starck. Er verblüfft immer wieder mit einer ganzen Welt voller Ideenreichtum, Überraschungen und märchenhafter Fantasie. Der Designer und Architekt schafft es immer wieder unkonventionelle Objekte zu entwickeln, die vor allem einmal „gut“ sein sollen – bei denen also die Funktion im Vordergrund steht, und die dann auch noch schön sein sollen. Die neue Kollektion Axor Starck Organic vereint einzigartiges Design mit verantwortlichem Umgang der Ressource Wasser und versucht eine innovative Lösung auf höchstem ästhetischem und technologischem Niveau anzubieten. Harmonische Linien, die an Silhouetten aus der Natur erinnern verleihen der Kollektion eine

Axor Starck Organic Design: Philippe Starck


Sanitär | OKT.12

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spannungsreiche, kraftvolle skulpturale Präsenz, denn die Griffe verschmelzen visuell mit den Armaturenkörpern.

Hansgrohe Handelsges.m.b.H. IZ NÖ Süd, Straße 2d/M18, 2355 Wiener Neudorf (0 22 36) 628 30 info@hansgrohe.at www.hansgrohe.at

Technisch revolutionär Ein neuer Wasserstrahl, den die unternehmenseigene Strahlforschung entwickelt hat, verfügt wie eine großzügige Brause über 90 einzelne kleine Öffnungen, aus denen unzählige sanft perlende Tropfen fallen. Dieser Brausestrahl sorgt nicht nur für eine neue sinnliche Wahrnehmung, sondern ist zugleich auch funktionaler, da er die Haut besonders großflächig benetzt und das bei einem Durchfluss von lediglich 3,5 Liter pro Minute. Der neue Waschtischmischer ermöglicht es, mit Wasser und Energie intuitiv,

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ergonomisch und ökonomisch umzugehen. Aber auch dessen Produktion ist bereits nachhaltig, denn die spezielle Konstruktion der Armatur kommt beim Gießen mit einem Drittel weniger Messing aus und somit mit deutlich weniger Energieaufwand. Mehr als 40 Produkte umfasst die neue Axor Starck Organic Kollektion, vier Höhen für den Waschtisch, für die Wandmontage, für Dusche und Wanne, wo der Fokus auf der Thermostattechnologie liegt und, nicht zu vergessen, zahlreiche Accessoires.


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Organische ­Erweiterung Die Formensprache der erfolgreichen Palomba Collection von Laufen oszilliert seit ihrer Einführung im Jahr 2005 zwischen geometrischer Strenge und organischer Weichheit. Dominierten die letzten Editionen noch die geometrischen Formen noch, so rückt das italienische Designerpaar Ludovica und Roberto Palomba mit der neuesten Erweiterung nun wieder softe Linien in den Fokus, die wirken, als hätte sie die sanfte Kraft des Wassers erschaffen. Zentrale Stücke der Kollektionserweiterung sind der Waschtisch „Menhir“ und eine ganz außergewöhnliche Badewanne. Und um diese beiden Charakterdarsteller herum gruppieren sich vier neue unterbaufähige Waschtische, zwei Waschtischschalen sowie ein Sortiment neuer Badmöbel.

Fingerprint of Nature „Menhir“, was im Bretonischen „langer Stein“ bedeutet und einen mehr oder weniger großen Monolith bezeichnet, ist dieser bei den Palombas ein bodenstehender Keramik-Waschtisch, der als freistehend oder wandmontiert erhältlich ist. Seine Formgebung ist der Natur nachempfunden und sein Becken geht völlig organisch in die Waschtischoberfläche über. Das ist es, was Ludovica und Roberto Palomba mit dem Ausdruck „fingerprint of nature“, Fingerabdruck der Natur, umschreiben, der die gesamte Palomba Kollektion charakterisiert und dafür sorgt, dass alle Stücke miteinander kombiniert werden können. Auch die neue Badewanne der Kollektion folgt dieser Philosophie: Ihr schwungvoller, asymmetrischer Umriss

Palomba Collection 2012 Design: Ludovica und Roberto Palomba Die neue PALOMBA COLLECTION 2012 rückt softe, organische Formen in den Fokus. Dem Keramikwaschtisch hat der Designer den Namen „Menhir“ verliehen, was im Bretonischen „langer Stein“ bedeutet. Die frei stehende Badewann besticht durch schwungvolle Asymetrie und Körperfreundlichkeit. Das ergänzende Badmöbelprogramm lässt modular komponieren.


Sanitär | OKT.12

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Laufen Austria AG Mariazeller Straße 100 3150 Wilhemsburg (0 27 46) 60 60-0 office.wi@at.laufen.com www.laufen.co.at

und die weit hochgezogene Rückwand erinnern an ein natürliches Wasserreservoir, das über Jahrtausende aus dem Fels gewaschen wurde. Diese natürliche und körperfreundliche Linienführung verspricht auch viel Komfort beim Baden, denn die Rückwand wurde ergonomisch vorteilhaft geneigt. Ein organischer Charakter kennzeichnet auch die beiden neuen, asymmetrischen Waschtischschalen der Palomba Collection 2012. Die 520 x 380 Millimeter große Schale (ohne eigene Armaturenbank) eignet sich für freistehende Armaturen und Wandausläufe. Die 600 x 400 Millimeter große Schale ist dagegen mit einer Armaturenbank ausgestattet. Mit vier unterbaufähigen Waschtischen in den Längen 500, 650, 800 und 1000 Millimetern schließt Laufen außerdem an die in ­vorigen Editionen der Kollektion eingeführten Waschtische 01 und 12 an, bei denen ein organisch geformtes Becken fast wie eine Lagune in ein planes, mit 16 Millimetern äußerst flaches Waschtischpaneel sanft eingelassen ist. Durch die Platzierung des Beckens entstehen rechts und links komfortable Ablageflächen.

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Neue Möbelmodule Mit der Palomba Collection 2012 schuf Laufen ein neues, elegantes Badmobiliar. Neben Waschtischunterschränken, die optional mit einer Ambientebeleuchtung versehen sind, gehören auch ein Hochschrank und ein Halbhochschrank sowie zwei Waschtischplatten zum Sortiment. Diese Möbel gibt es in den Farben Weiß, Steingrau, Wildbirne hell und Kirsche Vermont Dunkel. Auch erweitert Laufen das Möbelprogramm um kombinationsfreudige Möbelmodule, sie sind stapelbar oder können aneinandergereiht werden und erlauben es, unterschiedliche Stauraumlösungen zu inszenieren – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Module, als Würfel oder rechteckiger Quader ausgeführt, wirken leicht und elegant. Dank eines einheitlichen Rasters von 275 Millimetern können sie auch mit den Halbhochund Hochschränken des Möbelprogramms kombiniert werden. Die nach vorne offenen Module sind in den Farben Weiß, Steingrau, Bordeauxviolett und Taubenblau wählbar, ihre Rückwände zusätzlich in den Farben Orange, Rubinrot, Wildbirne hell, Kirsche Vermont dunkel


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Badklassiker ­reloaded Den erfolgreichen Bad-Klassiker Il Bagno Alessi One haben Alessi und Laufen erweitert: Und wie bereits bei seiner ersten Auflage wurde auch diesmal wieder der italienische Architekt und Designer Stefano Giovannoni mit dem Entwurf der charakteristischen Formen und eines komplett neuen, hochwertigen Möbelprogramms beauftragt. Im Zentrum dieser Erweiterung stehen die neuen Waschtische: Der bodenstehende Keramik-Waschtisch „Tam-Tam“, eine echte Design-Ikone, ist jetzt auch als freistehende Version und als halbhohe Waschtischschale erhältlich. Das Zeug zum Klassiker hat auch der 1.600 Millimeter breite Waschtisch, dem Giovannoni das Aussehen einer Welle verliehen hat. Das resultat: Ein eleganter Halbeinbau-Waschtisch sowie eine flache, ovale Waschtisch-Schale mit praktischem, breitem Rand vervollständigen das Ensemble. Außerdem gibt es die die Keramiken von Il Bagno Alessi One in mattem Warm Grey als neue Farbvariante, die nicht nur edel aussieht, sondern auch die Haptik der keramischen Oberfläche verändert – sie fühlt sich wärmer, organischer an, fast ein wenig wie Samt.

Auch bei den Duschen und Badewannen der Kollektion legt Laufen nach: Passend zur keramischen Duschwanne mit den Massen 1.200 x 800 Millimeter gibt es nun eine gläserne Duschkabine, die reduziertes Design und viel Komfort ins Bad bringt. Ein besonderes Highlight ist eine integrierte Kopfbrause von Oras, die quer über der Duschkabine verläuft. Ebenfalls neu ist eine 2.030 x 1.020 Millimeter große Wanne aus hochwertigem Sanitär-Acryl, die sich für den Halbeinbau eignet – und auf Wunsch mit einem Whirlsystem ausgestattet werden kann. Passend dazu ist ein spezielles Möbel in drei verschiedenen Breiten erhältlich, das sich hervorragend als Sitzbank, Ablagefläche oder Ablage eignet. Das komplette neue Möbel-Programm von Giovannoni bringt die poetische Formensprache der Keramiken und Badewannen durch eine zurückhaltende und klare Linienführung besonders zur Geltung. Die hochwertigen Unterbau-Möbel, Spiegel-Schränke, Spiegel und Waschtischplatten sowie der Hochschrank gibt es in lackiertem Echtholzfurnier Noce Canaletto oder mit von Hand lackierter weißer Oberfläche, in Kombination mit einer Ablagefläche aus kratz- und wasserresistentem Mineralwerkstoff.

Il Bagno Alessi One Design: Stefano Giovannoni

Laufen Austria AG Mariazeller Straße 100 3150 Wilhemsburg (0 27 46) 60 60-0 office.wi@at.laufen.com www.laufen.co.at

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Ein keramisches Meisterstück Die perfekte Waschplatz-Lösung für Hotel und hochwertige Bad-Architektur präsentiert laufen mit Living Square. Dank großzügiger planer Flächen und klar definierter Kanten zeigen die filigranen Waschtische eine beeindruckende Präsenz – und sind darüber hinaus auch noch hoch funktionell. Der Stuttgarter Designer Andreas Dimitriadis (Platinumdesign) hat für Laufen einen äußerst flachen Waschtisch entworfen. Seine ungewöhnlich klar definierten Kanten machen aus ihm ein wahres keramisches Meisterstück. Leicht und schlank scheinen die frontseitig nur 35 Millimeter dicken Waschtische in der Horizontalen fast zu schweben und zeigen auf den ersten Blick das hohe handwerkliche Können des Schweizer Badspezialisten. „Living Square ist ein Waschtisch, den viele Architekten lieben werden“, erklärt Andreas Dimitriadis, „denn er ist aus einem authentischen, recycelbaren Werkstoff, hat eine klare, geradlinige Formensprache und lässt sich modular einsetzen.“ Viel Stellfläche ermöglicht es, Utensilien übersichtlich zu platzieren. Auf Wunsch gibt es Platz für einen

integrierten Seifenspender. Praktisch ist auch die breite, verchromte Handtuchreling, die unter dem Waschtisch angebracht werden kann. Da die Waschtische ab Werk schneidbar sind, können sie maßgenau in Ecken oder Nischen eingepasst werden – selbst schräge Schnitte sind möglich. Damit eignet sich Living Square perfekt für Hotel- und Privatbäder, in denen auf den authentischen und funktionellen Charakter der Keramik Wert gelegt wird. Kombiniert werden können die Waschtische mit den designverwandten WCs und Bidets von Living Square sowie mit einer neuen Ablage. Diese ist ebenfalls ein keramisches Meisterwerk von Laufen, denn sie ist völlig plan und 35 Millimeter flach. In mehreren Breiten von 900 bis 1.800 Millimeter sorgt die schneidbare Ablage für jede Menge einfach zu reinigende Stellfläche unterhalb des Waschtischs. Ein begleitendes, speziell auf die Bedürfnisse von Hotels abgestimmtes Unterbaumöbel aus Metall, bildet mit Breiten von 1.300 und 1.800 Millimetern mit dem Waschtisch eine funktionale Einheit.

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Living Square Design: Andreas Dimitriadis Farben: Weiß oder Schwarz glänzend Breite: 1.300 und 1.800 mm Bei 1.800 Millimeter Breite optionale Umrüstung mit zwei Armaturen zum Doppelwaschtisch möglich

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Design: Werner Aisslinger Hersteller: Moroso. Stapelbarer Stuhl mit 3-D-Look, der zu einem Großteil aus recyceltem Material besteht. www.moroso.it

BeerenHunger Text Barbara Jahn Fotos Hersteller Es kam nicht von ungefähr, dass sich Designer 2012 auf ein Thema stürzten, das allen nach einem langen Winter schon auf der Zunge lag: leuchtende Farben, die einen prallgefüllten Obstkorb und ein gutsortiertes Gewürzregal mit Bravour bestücken könnten.

›› Design: Massimo Frasson Hersteller: Felicerossi. Sitzsack in erfrischenden Farben, der weich und formfest zugleich ist. www.felicerossi.it

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Design: Alvar Aalto Hersteller: Artek. Farbenfrohe Neuauflage des Entwurfs von 1932 aus Birkenholz für das Paimio-Sanatorium. www.artek.fi


Highlights | OKT.12

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Design: Alexei Iskos & Boris Berlin Hersteller: Normann Copenhagen. Weicher Hase mit Ohren als Ohrensessel, bezogen mit Stoff von Gabriel in drei Farben. www.normann-copenhagen.com

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Design: Lievore Altherr Molina Hersteller: Verzelloni. Sitzmöbel­ familie mit Large- und Small-­ Sessel, Chaiselongue, Baby-Sessel, Hocker und Outdoorvariante. www.verzelloni.it

Design: Ludovica & Roberto Palomba Hersteller: Driade. Dreisitzer aus Holz, Fiberglas, Aluminium und Leder. www.driade.com

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Design: Piero Lissoni Hersteller: Kartell. Stuhl mit Gestell aus Aluminiumdruckguss ohne sichtbare Schweißnähte mit Polsterung. www.kartell.it

Design: Polka Designers Hersteller: Wittmann. Eine schlanke hohe Lehne und subtile Nahtführung vereinen Sitzkomfort und elegante Erscheinung. www.wittmann.at

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Design: Francesco Rota Hersteller: Living Divani. Hocker in zwei verschiedenen Höhen aus Holz, Polyurethanschaum und Stahl. www.livingdivani.it

Design: Maria Jeglinska Hersteller: Ligne Roset. Hocker aus vier verschiedenen Elementen, die ineinandergesteckt werden. www.ligne-roset.com

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Design: Vincent Van Duysen Hersteller: B&B Italia. Konstruktivistische Anklänge in Form eines Gestells aus Stahl und Bezügen mit ­besonderen Nahtdetails. www.bebitalia.it


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Individuelle ­Wohnraumlösungen Auf der wohndesign Hofburg vienna 2012 präsentiert wohncontact einige bookless-Varianten, viele weitere sind in den 900 Quadratmeter großen Ausstellungsräumen zu sehen. Dort sind auch moderne Klassiker wieder zu treffen oder Modellneuheiten zum ersten Mal zu entdecken. Vom Einzelmöbel bis zur Planung einer kompletten Einrichtung, das Team von wohncontact berät, betreut und gestaltet gemeinsam mit den Kunden deren individuelle Wohnraumlösungen. Ein Platz für die wichtigen Dinge Ob multifunktionaler Setzkasten, moderner Raumteiler, wandhängende TV-Medienlösung oder beleuchtete

Wandkommode, das neue Regalsystem bookless von interlübke bietet Platz für alle wirklich wichtigen Dinge im Leben. Zur Präsentation von Fotos oder Bildbänden, zum Verstauen von Netbook und Smartphone oder für die Aufbewahrung der schönsten Erinnerungsstücke der letzten Reise, findet sich in bookless mit Sicherheit der richtige Platz. Perfekter Schlafkomfort „Jalis“, das neue Bett von interlübke mit sanft gerundeten Vollpolster­flächen und integrierter Boxspringmatratze erinnert durchaus an das Lounge-Sofa „Jalis“ von COR – und diese Ähnlichkeiten sind durchaus beabsichtigt.

Bookless Design: Gino Carollo und René Chyba Jalis Design: Jehs + Laub


Wohnen | OKT.12

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Wohncontact Stefan Fellinger GmbH Mollardgasse 54, 1060 Wien (01) 597 41 34 info@wohncontact.at www.wohncontact.at

Die äußere weiche Hülle von Jalis bildet ein bequemer Vollpolster, in seinem Kern ist das Bett mit einem Rahmen aus Holz bestückt. Und damit das Bett auch wirklich stabil ist, griff man bei COR interlübke zu massivem Holz. Der Vorteil von Boxspring-Betten: Alles ist aus einem Stück. „Jalis“ benötigt daher keine extra Matratze, denn diese wurde zu dessen integrierendem Bestandteil. Sie basiert auf dem Prinzip der Doppelmatratze, verfügt über einen Federkern und hochwertige Füllmaterialien. Kaum etwas ist derart komplex wie die Konzeptionierung und Einrichtung eines Wohnobjektes. Und weil das so ist, bietet wohncontact seine Unterstützung bei

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allen einzelnen Umsetzungsdetails bis zum kompletten innenarchitektonischen Konzept. Mit wohncontact hat Wien eine renommierte Adresse für stilvolles Wohnen mit Sitzmöbeln (COR, Rolf Benz), Schlaf- und Wohnraummöbeln (interlübke + treca), Essgruppen (COR, Draenert) Dielenmöbel (Schönbuch) sowie Einbauschränken und Schrankräumen von Interlübke – neben der individuellen Maßanfertigung natürlich.


OKT.12 | Interior Design

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Innovatives Design aus Oberösterreich „Meine Vision ist es, mit jedem unserer steininger. designers-Möbel österreichische Handwerkstradition mit internationalem Designanspruch zu verbinden“, sagt Eigentümer Martin Steininger.

gleichzeitig durch eine starke Designorientierung und einen hohen Innovationsgrad auszeichnet.

Die individuelle Wunschküche Das Herzstück unter den selbst entworfenen Designstücken sind mit Sicherheit die Küchen. Den Auftakt bildete die Tradition, Handwerk, Innovation Seit Kräuterküche 07 aus 2007, gefolgt von der Aluminiumdas Mühlviertler Unternehmen vor mehr als 78 Jahren küche 08, der Steinküche 09, der Betonküche 10 und gegründet wurde, steht es für Tradition, Handwerk, Präzision und Materialinnovation. 2001 übernahm Martin schließlich der Modulküche heuer, die ihre Premiere auf der Mailänder Eurocucina feierte – vier frei kombinierSteininger den väterlichen Betrieb und entwickelte bare Küchenmodule in drei unterschiedlichen Materialien ihn konsequent weiter zu dem, was er heute ist: Ein bieten ganz neue Möglichkeiten bei der ZusammenstelUnternehmen mit Visionen, das sich auf vorhandene, lung der individuellen Wunschküche. handwerkliche Fertigungstechniken beruft und sich

Aluminiumküche 08 Steinküche 09 Betonküche 10 Modulküche Keramik Design: steininger designers

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steininger designers Ing. Mag. Martin Steininger Showroom in Wien Parkring 12, 1010 Wien Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 14:00 bis 18:00 Uhr und nach persönlicher Vereinbarung. Showloft in St. Martin im Mühlkreis Weinleiten 14, 113 St. Martin (0 72 32) 22 29-12 office@steininger-designers.at www.steininger-designers.at

MaSSgefertigtes Interieur Als repräsentative Ergänzung für seine Entwürfe arbeitet Martin Steininger seit Jahren erfolgreich mit renommierten Partnern wie Boffi, Casalis, Living Divani, Paola Lenti, Porro, Rimadesio und Waterfront zusammen, die die von steininger.designers nach Kundenwünschen maßgefertigten Interior-Objekte im Sanitärbereich oder bei Polstermöbeln komplettieren. Die Zusammenarbeit mit den ausgesuchten Herstellern ergänzt die Entwürfe der Möbelmanufaktur und hat einen gemeinsamen Nenner: Den klaren Fokus auf kompromisslose Handwerksqualität, formale Reduktion, auf hochwertige Materialien, neueste Technologie und pures Design.

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Eine Insel der Inspiration Auf dem heurigen Salone Internazionale del Mobile feierte der der neue Atelier Chair des österreichischen Designteams EOOS – ein minimalistischer Sessel in der Tradition von Bauhaus und Moderne – bei Walter Knoll Premiere. Und neue Stoffe und Leder in Erweiterung der Knoll Stoff- und Lederkollektion sind Ausdruck unserer Sehnsucht nach Natur: Ob Ivory, Linen, Chocolate oder Bamboo – die neuen Lederfarben in warmen Naturtönen unterstreichen die natürliche Wertigkeit des Materials. Akzente setzen die farbigen Leder und Stoffe: von Curry und Saffron über Azure bis hin zu Coral und Tomato. Nachhaltigkeit lebt das Unternehmen auch in der Corporate Architecture. Die neue Multifunktionshalle für Montage, Fertigung und Logistik, wurde Anfang April dieses Jahres eingeweiht und ist ein Beispiel ökolo-

gischen Bauens, das eine Reihe innovativer Maßnahmen, darunter auch Fotovoltaik, berücksichtigt. Luxuriöse Lässigkeit Lässigkeit de luxe ist die Quintessenz der neuen Kollektion Jaan Living des bewährten österreichischen Designteams Eoos. Wie selbstverständlich gruppieren sich Sessel, Sesselrécamiere und Polsterbank zum Sofa. Die Erweiterungen zu Jaan Living bilden weite Wohnlandschaften. Mit großzügigen Sitzflächen auf filigranem Gestell – den Kennzeichen des prämierten Programms. Die Sesselrécamiere funktioniert auch per se. Mit Ablageboard und Beistelltisch entsteht eine Insel der Inspiration und Muße. Die Polsterbank ergänzt das Sofa – oder überzeugt als Solitär in Entree, Lobby und Galerie. Jaan Living ist vieles – nur nicht bodenständig. Dafür ist es wahrlich zu leichtfüßig.

Jaan Living Design: EOOS

Walter Knoll AG & Co. KG Bahnhofstraße 25, D-71083 Herrenberg (00 49 70 32) 208-0 info@walterknoll.de www.walterknoll.de

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Bitte Platz nehmen! Bereits im Gründungsjahr 1939 begann das Familienunternehmen mit der Fertigung von Möbeln aus dem Holz heimischer Buchenwälder. Daran wurde bis heute nicht viel geändert: Kusch verwendet ausschließlich Holz aus Gebieten mit nachhaltiger und legaler Waldbewirtschaftung. Aktuell beträgt der Anteil der Holzmöbel innerhalb des Produktportfolios rund 30 Prozent, Tendenz steigend. Der Sessel 3000 Njord wirkt schon auf den ersten Blick ganz anders als andere: stark, und trotz seines schlanken Gestells, massiv. Sich nach oben öffnende, kelchförmige Beine aus Holz tragen die Sitzschale. Diese verbindet sich mit dem Gestell über vier gestanzte Öffnungen und sichtbare, ovale Holznägel. Die Sitzfläche lädt mit ihrer Form und der besonderen Haptik zum Platz nehmen ein. Weich und warm fühlt sich die Oberfläche an, denn sie besteht aus einem anschmiegsamen Polyesterfilz mit schwarzen und weißen Fasern. Polyesterfilz ist die moderne Variante des klassischen Filzstoffs. Das Ma-

terial besticht durch die gleiche komfortable Griffigkeit. Polyesterfilz eignet sich durch die ausgezeichnete Formbarkeit besonders gut, um in einem eigens entwickelten Verfahren Sitzschalen daraus zu fertigen. Die Sitzschalen des 3000 Njord sind körpergerecht geformt, mit sanft abgerundeten Konturen und haptisch angenehmer Oberfläche, in denen sich der Platznehmende sofort wohl fühlt. Durch die unregelmäßige Faserung bildet sich zwischen Sitz und Körper ein mikroklimatisch günstiger Luftpolster, der für völlig neuen Sitzkomfort sorgt. 3000 Njord ist Stuhl und Sessel zugleich – ein kompakter Lounger, der sowohl am Tisch als auch als Beistellmöbel genutzt werden kann. Das ungewöhnliche Möbel ist in verschiedenen Varianten erhältlich: mit 42 Zentimeter Sitzhöhe und etwas nach hinten geneigter Sitzfläche oder 45 Zentimeter Sitzhöhe und gerader Sitzfläche. 3000 Njord ist stapelbar, vielfältig und flexibel einsetzbar. Optional kann er zusätzlich mit passenden Sitzpolstern ausgerüstet werden.

Programm 3000 Njord Design: Scaffidi & Johansen

Kusch + Co GmbH & Co. KG P.O. Box 1151, D-59965 Hallenberg (00 49 29 84) 300-0 welcome@kusch.com www.kusch.com


OKT.12 | Interior Design

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Lento bedeutet auf Finnisch „Fliegen“ „Lento bedeutet auf Finnisch ‚Fliegen’ und das Design von Lento wirkt leicht und schwerelos.“ Lento steht für die subtile Designsprache der skandinavischen Moderne. Das Design von Harri Koskinen ist funktional, klug und von kompromissloser Eleganz. Der 1970 geborene Designer Harri Koskinen ist für seine unverwechselbare Handschrift bekannt. Er zählt zu den bekanntesten finnischen Designern und wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. im Jahr 2009 mit dem schwedischen Torsten und Wanja Söderberg Preis und 2004 mit dem Compasso d’Oro, einem der angesehensten Designpreise weltweit. Koskinens Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt. Das „Lento-Projekt“ für Artek begann im Jahr 2006 mit der Gestaltung eines Stuhls und sollte zu einer

Kollektion von Holzmöbeln erweitert werden, die leicht in der Anmutung und erschwinglich im Preis sind. 2009 wurde das Programm mit der Gestaltung eines Tischs und Polsterstuhls komplettiert. Nun wurde die Lento Produktfamilie durch zwei weitere Objekten ergänzt: den Lento Sessel und den Lento Beistelltisch. Der Sessel ist auch in einer gepolsterten Version erhältlich. Harri Koskinens Designsprache zeichnet sich durch Funktionalität und kompromisslose Eleganz aus, wobei der Designer stets auf Klarheit und innovative Lösungen, die sowohl die Bedürfnisse des Nutzers als auch die des Herstellers berücksichtigen, bedacht ist. Die Objekte der Lento Produktfamilie haben einen starken Charakter, bleiben jedoch gleichzeitig angenehm anonym, weshalb sie sich sowohl für den Privat- als auch für den Objektbereich sehr gut eignen.

Lento Design: Harri Koskinen

Artek Lönnrotinkatu 7, FIN-00120 Helsinki (00 358 10) 617 34 60 info@artek.fi www.artek.fi


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Mehr als nur ein Sofa Mit „plot“ entstand eine raumbildende und modulare Sitzlandschaft, die zu unterschiedlichen Sitzpositionen inspiriert und sich wie eine natürliche „Loungescape“ in Officebereiche, Foyers oder Lounges integriert. Das offene Nutzungskonzept auf Basis eines quadratischen Grundmoduls kommt allen entgegen, die nicht nur sitzen, sondern sich anlehnen, bewegen, austauschen und ungezwungen kommunizieren wollen. „Wir wollten ein Produkt schaffen, mit dem die Nutzer anders umgehen. Man soll sich freier und beweglicher fühlen, das setzt produktive Energien frei und fördert die Kreativität“, ist Dr. Marc Brunner, Geschäftsführer des Familienunternehmens, überzeugt. Das Konzept von plot bietet variable Sitzflächen auf drei Ebenen und interpretiert die Funktion von Arm- und Rückenlehne gänzlich neu.

Unkonventionell und emotional Die Fragen „Wie sitzen wir, wenn wir unterwegs sind? Warten oder arbeiten wir? Treffen wir uns und reden miteinander? Oder ruhen wir uns aus?“ führten osko+deichmann zu dem überraschend unkonventionellen Entwurf von plot. Auf Grundlage des quadratischen Basismoduls lassen sich sechs Kombinationen von Sitz- und Ablageflächen realisieren. Die mittlere Ebene – die Armlehne – wurde hochflexibel konzipiert, dessen Position kann ohne Werkzeug verändert werden. Die Rückenlehne ist durch markante, pulverbeschichtete Diagonalstäbe fest mit dem Sockelelement verbunden. Vom Einzelmodul und klassischen Sofa über lineare Anordnungen bis hin zu Strukturen über Eck, Insellösungen oder raumgreifende Strukturen, die sich in alle Richtungen erweitern lassen, ist einfach alles möglich.

plot Design: osko+deichmann

Brunner GmbH Im Salmenkopf 10 D-77866 Rheinau (00 49 78 44) 402-0 www.brunner-group.com

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OKT.12 | Interior Design

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Bitta legt an Kettal Bitta zeichnet sich durch ihre besondere Materialkombination aus: Aluminiumstrukturen, mit Polyesterkordeln geflochtene Sitzflächen und bequeme Stoffkissen sowie Tischflächen aus Teakholz und Stein. Alle verwendeten Materialien sind ausgesprochen wetterbeständig. Die Absicht des Designers war, ein dichtes Geflecht zu gestalten, das dennoch atmungsaktiv

ist – es sollte an die geflochtenen Taue erinnern, mit denen die Boote an den Anlegestegen festgezurrt werden (daher auch der Name Bitta, das italienische Wort für „Anlegesteg“) – und das den Möbelstücken einerseits Leichtigkeit verleihen sollte, gleichzeitig aber auch den Eindruck eines behaglichen, in Naturtönen gehaltenen Nestes vermitteln sollte, das zum Entspannen einlädt.“

Kettal Bitta Design: Rodolfo Dordoni

Grupo Kettal Aragón, 316 E-08009 Barcelona (00 34 93) 487 90 90 info@grupokettal.com www.kettal.com

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Wohnen | OKT.12

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Joe Design: Lievore Altherr Molina

Hey, Joe! Joe ist ein Sofasystem, das dank der großen Bandbreite an unterschiedlichen Modulen unendliche Kompositionsmöglichkeiten bietet. Das Thema Komfort im Raum wird neu definiert. Die Kollektion Joe besteht aus Chaiselongues, Eckmodulen, Seitenteilen und Hockern in unterschiedlichen Abmessungen und Tiefen. Außerdem gibt es das System in zwei verschiedenen Höhen – 83 und 68 Zentimeter –, um unterschiedliche Bedürfnisse in Hinsicht auf Bequemlichkeit und Ästhetik erfüllen zu können. Die innovative Charakteristik des Systems besteht in der Möglichkeit, alle ausgewählten Elemente immer wieder neu kombinieren zu können. In Bezug auf Breite und Tiefe sind hier keine Grenzen gesetzt. Weiterhin ist die Möglichkeit gegeben, Armlehnen anzubringen, um so ein klassisches Sofa-Sitzerlebnis zu schaffen. Dank der

vorhandenen serienmäßigen Ankopplungsvorrichtungen können die Armlehnen bei Joe auch nachträglich hinzugefügt werden. Zwei unterschiedliche Tische, Jules und Jim, komplettieren das System. Beide lassen sich auf zwei Arten einsetzen: als Armlehnen (mit einer Kissen-Auflage ausgestattet) oder als komfortable Ablagemöglichkeit. Jules bietet dank seiner großzügigen Dimensionen weitere funktionale Optionen: Man kann ihn lesend, speisend oder am Computer arbeitend nutzen – und das alles ganz bequem im Sitzen. Alle Bezüge von Joe sind einfach abziehbar. Joe ist für Menschen gemacht, die mit ihrem ganz persönlichen Sofa gern auf informelle, freie und unkonventionelle Art leben.

Hohe Module (Typ A): Höhe der Rückenlehne 83 cm/ Sitzhöhe 39 cm x T 101 cm x B 88 cm/ B 102 cm/B 135 cm Höhe der Rückenlehne 83 cm/ Sitzhöhe 39 cm x T 115 cm x B 88 cm/ B 102 cm/B 135 cm Höhe der Rückenlehne 83 cm / Sitzhöhe 39 cm x T 148 cm x B 88 cm/ B 102 cm/B 135 cm Niedrige Module (Typ B): Höhe der Rückenlehne 68 cm/ Sitzhöhe 39 cm x T 98 cm x B 88 cm/ B 102 cm/B 135 cm Pouf: H 39 cm x B 88cm/102cm/135cm x T 88cm/102cm/135cm

Verzelloni Strada Langhirano, 215 I-43124 Parma (00 39 05) 21 64 81 11 verzelloni@verzelloni.it www.verzelloni.it


OKT.12 | Interior Design

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Überraschend ­anders Überraschend anders im Design, jedoch unverkennbar mit dem genetischen Code des Stuttgarter Unternehmens Nimbus ausgestattet – so zeigt sich die neue LED. next-Leuchte Squeeze. Squeeze ist eine skulpturhafte und formal außergewöhnliche Pendelleuchte des international renommierten Designers Karim Rashid. NimbusGründer und Geschäftsführer und Architekt Dietrich F. Brennenstuhl fasziniert die Kooperation etwa mit Karim Rashid: „Squeeze ist wild, unbeherrscht und wie ein Farbklecks auf einer weißen Leinwand“, charakterisiert er den neuen Enwurf. Mit der sinnlich ansprechenden Squeeze bietet Nimbus nun auch ein passendes Lichtobjekt für private Interieurs an. Brillant und skulpturhaft Squeeze eignet sich hervorragend für die Inszenierung im Raum – ganz anders, als es bei fast allen anderen, dezenten und

nahezu immateriell wirkenden Nimbus-LED-Leuchten der Fall ist. Die von Nimbus eingesetzte LED.next-Technologie ermöglichte die Gestaltung einer formal sehr freien, unkonventionellen und expressiven Leuchte. Squeeze gibt es als Pendel- und Wandleuchten in Schwarz oder Weiß hochglanz – in allen Varianten hat sie eine starke Ausstrahlung. Der von Nimbus neu entwickelte „Softlight Diffusor“ verströmt ein weiches Licht und schafft eine angenehme Lichtatmosphäre. Die weiche, fließende Formensprache des Leuchtenkörpers geht sanft in die Oberfläche des Softlight Diffusors über, so dass formal ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Der neue Diffusor ist mit 36 LEDs ausgestattet und verfügt über sanft gerundete Kantenverläufe. Dies bewirkt, dass das Licht ausgesprochen weich und gleichmäßig austritt – prädestiniert für stimmungsvolle Orte wie Bars, Lounges und private Interieurs

Squeeze Design: Karim Rashid

Nimbus Group GmbH Sieglestraße 41 D-70469 Stuttgart (00 49 711) 63 30 14 20 www.nimbus-group.com

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Licht | OKT.12

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Leuchten, die verzaubern Aus der im letzten Jahr präsentierten Leuchte Birdie ist eine vollständige Produktfamilie geworden: Nach der erfolgreichen Einführung der Tisch- und Stehleuchte ist Birdie nun auch als kleine Tischleuchte sowie als Decken- und Wandleuchte erhältlich. Der in Weiß, Grau, Orange und Amarant verfügbare Diffusor und der an einen dünnen Ast erinnernde Stab der Leuchte sind allen Birdie Versionen gemeinsam. Die Deckenleuchte besitzt unterschiedlich lange Arme, die wie zarte Äste in den Raum ragen und den traditionellen Kronleuchter neu interpretieren. Sie kann einen, drei, sechs oder neun unterschiedlich lange Arme haben, die sich individuell ausrichten lassen. Die neue Birdie Tischleuchte ist kleiner als die bisherige Tischleuchte, damit Birdie auch auf Regalen und kleinen Beistelltischen Platz findet. Die kleine Birdie

Tischleuchte wiederholt die Form der großen Tischleuchte in kleinerer Dimension. Wie die anderen Modelle hat sie einen Stab, der an den dünnen Stamm eines jungen Baumes erinnert, einen Dimm-Schalter der wie ein zarter Ast wirkt und einen Diffusor, der den traditionellen Lampenschirm neu interpretiert. Die Wandleuchte, die die Birdie Leuchtenfamilie komplettiert, überzeugt durch sanfte Linien und eine von der Natur inspirierte Form. Sie bietet aufgrund der unterschiedlichen Modelle und Farbvarianten viele Kombinationsmöglichkeiten. Mit ihrem leicht und zart wirkenden, unkonventionellen Erscheinungsbild ist Birdie ein umfangreiches und vielseitiges System mit vielen Einsatzmöglichkeiten – vom privaten Beistelltisch bis hin zum extravaganten Objektbereich.

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Birdie Design: Ludovica+Roberto Palomba Material: Polykarbonat und lackierter Stahl Farben: Weiß, Grau, Orange, Amarant Leuchtmittel: Halogen 1x 70W – ­Fluoreszenz 1x25 W Birdie Deckenleuchte Maße: 1 Arm: 23 x 94,5 cm Birdie Tischleuchte Maße: Ø 17 h. 49 cm Birdie Wandleuchte Maße: 17 x 24 x 42 cm

Foscarini Srl Via delle Industrie, 27 I-30020 Marcon (00 39 041) 595 38 11 www.foscarini.com


OKT.12 | Interior Design

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Skulptur aus Licht und Schatten In-Ei ist eine Leuchte des japanischen Modeschöpfers Issey Miyake und seinem Reality Lab., die ganz in der Tradition der japanischen Papierleuchten steht und von Artemide realisiert wurde. In-Ei bedeutet auf Japanisch so viel wie „Schatten, Schattenreichtum, Schattierung“. Ein auf 3D-Geometrie basierendes Mathematikprogramm steht am Anfang dieser skulpturalen Leuchte. 132 5. Issey Miyake, auf der diese Leuchte basiert, ist eine geniale Methode zur Herstellung von Kleidung und zeigt, wohin Forschung nach innovativen Textiltechnologien führen kann. Das Projekt entsteht aus der Vereinigung von Kreativität und Mathematik und das Ergebnis ist ein Kleidungsstück

aus einem Stück Stoff, das sowohl flach gefaltet als auch dreidimensionale Formen annehmen kann. Da das Potenzial des Projektes im Hause Miyake auch in anderen Bereichen erforscht wurde, war die Entwicklung von leuchten eine natürliche Fortsetzung des Prozesses. IN-EI entstand durch Zusammenarbeit von Artemide und Reality Lab. Und stellt eine Symbiose von lichttechnischer Kompetenz und innovativer Herangehensweise an Material und Design dar. Nachhaltige Lichtechnik Der Kern des Projektes ist ein vollkommen aus recycelten Materialien hergestelltes Gewebe, das Licht auf sehr interessante

In-Ei Design: Issey Miyake Die Schönheit liegt nicht in den ­Gegenständen, sondern in der Interaktion von Licht und Schatten, die von den Gegenständen erzeugt werden. (Junichiro Tanizaki)


Licht | OKT.12

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Artemide Handelsgesellschaft mbH Zentrale und Showroom Gonzagagasse 1, Morzinplatz, 1010 Wien (01) 803 21 82 info@artemide.at www.artemide.at

Weise streut. Die Faser wird durch die Verarbeitung von PET-Flaschen gewonnen. Mit einer innovativen Technik, die Energieverbrauch und CO2-Emissionen im Vergleich zur Produktion neuer Materialien um bis zu 40 Prozent reduziert, werden die Flaschen verarbeitet. Miyake verbindet den neuen mathematischen 3D-Prozess mit der künstlerischen Vision japanischer Lichttradition und seiner einzigartigen Fähigkeit Tradition in Moderne zu verwandeln. Artemide wiederum belebt diese nachhaltigen und einschlägigen Formen mit der LED-Technologie, der zurzeit modernsten und nachhaltigsten Lichttechnik. Die Leuchtenkollektion IN-EI Issey Miyake umfasst

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Steh-, Tisch- und Pendelleuchten. Miyakes einzigartige Faltentechnik kreiert aus einem einzige Stück Stoff skulpturale Formen mit gleichzeitig ausreichender Stabilität. Das Gewebe wird zusätzlich oberflächenbehandelt und so perfekte Formstabilität garantiert. Die ursprüngliche Form kann jederzeit wieder hegestellt werden. Bei Bedarf lässt der Lampenschirm auch flach zusammenlegen und platzsparend aufbewahren.


JUNI.12 | Interior Design | Exit

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Das Schweizer Designertrio – Aebi, Louis und Reymond – begeistert mit seiner multidisziplinären und experimentellen Arbeitsweise – und bestechenden Tapetenentwürfen.

Einfach „Oï“-phorisch! Zumindest bei der Betrachtung dieser fantasievollen Tapetenentwürfe, die mit oft suchbildartiger Mimese operieren, darf man sich schon ein wenig der Begeisterung hingeben. Seit nunmehr bereits 21 Jahren verblüfft das Schweizer Designertrio Aurel Aebi, Armand Louis und Patrick Reymond mit ihrer multidisziplinären und experimentellen Arbeitsweise und ihren bestechenden Entwürfen in den Bereichen Design, Architektur, Innenarchitektur und Szenografie. Oï – den Firmennamen – entlehnten die drei aus der Wortmitte der russischen Bezeichnung „Troïka“ für „Dreigespann“. Ihre Aufmerksamkeit gilt ganz und gar dem Experimentieren und Hinterfragen, denn bei der Entstehung ihrer Entwürfe bedienen sie sich eines intuitiven Zugangs zu Materialien, Farben und Formen. Ihre Inspirationen holen sie sich aus den unterschiedlichsten Bereichen, so kann es schon einmal vorkommen, dass ein Hut, ein Stuhl oder gar eine Lampe dafür herhalten muss. Al-

lerdings sind stets klar abstrahierbare Formen und Linien für die Wahl der Vorlagen ausschlaggebend, das heißt also auch, die als Vorlage herangezogenen Objekte der Begierde zeichnen sich etwa bereits selbst schon durch eine besonders schicke Linienführung oder formal interessante Konturen aus. Die Kollektion hat ihre Wurzeln in der Ausstellung „Möbel & Räume Schweiz“, bei der in den einzelnen thematischen Ausstellungsbereichen passend zu den präsentierten Möbeln entsprechende Tapeten die Wände bekleiden sollten. Die dreidimensionalen Möbelstücke wurden somit auf eine zweidimensionale Tapete überführt und definierten somit jeweils ihren eigenen Raum. Für die nun daraus abgeleitete Tapetenkollektion traf man eine Auswahl an Motiven und passte auch ein wenig die Farbvarianten an. Das Ziel bleibt aber bei all dem Spiel mit Perspektiven zu verführen, Geschichten zu erzählen und zu begeistern. www.atelier-oi.ch


Forum InStyle 03/12