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THEMA

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Editorial | Inhalt Editorial

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Inhalt

Gemeinsamkeiten Im Fokus der diesjährigen 13. Architekturbiennale in Venedig stehen die Gemeinsamkeiten im Entwickeln einer Idee, im Umgang mit den Randbedingungen des Bauens und dem Dialog über gemeinsame Ziele. Denn, so der künstlerische Direktor David Chipperfield: „Architektur wird nicht nur von Architekten gemacht, sie hängt von gemeinsamen Bedingungen und von der Gesellschaft ab“, dem „Common Ground“ eben, wie er die Schau auch betitelt. Selbst in der aktuellen internationalen Krise sieht er kein Hindernis sondern den richtigen Zeitpunkt für ein Konzept, das sich an Gemeinsamkeiten orientiert und die Architektur als Beitrag für die Gesellschaft versteht. Auch in den Inhalten dieser E-Paper Ausgabe, in der es neben einem Schwerpunkt zur Architekturbiennale um Kunst, städtischen Grünraum, um experimentelle Lichttechnik, Baukultur, die Errichtung eines Kinderdorfs in Südafrika und mit den fachgerechten Brandschutzmaßnahmen um die Sicherheit der Menschen geht, lassen sich trotz aller Unterschiedlichkeiten der Thematiken dennoch Gemeinsamkeiten ausmachen. Denn letztlich geht es hierbei doch stets um alle Facetten des Bauens, um die gemeinsame Gestaltung unserer Umwelt, also um Architektur. Christine Müller

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13. Architekturbiennale in venedig

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dem see die kunst

Ein Überblick über die diesjährige Architekturbiennale in Venedig, die sich ganz im Zeichen kollektiver Werte als Beitrag für die Gesellschaft versteht – und damit auch auf Kritik stößt.

Künstlerateliers als Ort der Inspiration in Verschränkung von Natur und Architektur.

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brandschutz Kompromisslos: Brandschutz im mehrgeschoßigen Wohnbau hat einen hohen Stellenwert.

Impressum Erstellt gemäß § 25 Abs 2 MedienG in der Fassung ab 1. 7. 2012 Medieninhaber, Herausgeber und ­Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH Grünbergstraße 15, 1120 Wien, T: (01) 546 64-0, F: (01) 546 64-528, Unternehmensgegenstand: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und ­Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften. Geschäftsführer: Thomas Zembacher Erscheinungsweise: monatlich ­Internet: www.wirtschaftsverlag.at C ­ hefredaktion: Dr. Christine Müller, DW 347, ­E-Mail: c.mueller@wirtschaftsverlag.at ­Redaktion: Dominique Platz, Bakk. phil., DW 346, E-Mail: d.platz@wirtschaftsverlag.at Grafik: Simon Jappel, DW 163, E-Mail: s.jappel@wirtschaftsverlag.at ­Gesamtverkaufsleitung: Franz-Michael Seidl, E-Mail: m.seidl@wirtschaftsverlag.at Anzeigen- und Medienbera­tung: Thomas Biegel, DW 242, E-Mail: t.biegel@ wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 535, ­E-Mail: architektur@wirtschaftsverlag.at Anzeigenrepräsentanz OÖ: ­Gerhard Weberberger, Kleinwört 8, 4030 Linz, Tel: (07 32) 31 50 29-0, Fax: (07 32) 31 50 29-46, Handy: (06 76) 518 55 75, E-Mail: linz@wirtschaftsverlag.at Anzeigentarif: Nr. 28, gültig ab 1. Jänner 2012 Abo-Service: Tel: (01) 740 40-78 12, Fax: (01) 740 40-78 13, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at Bankverbindungen: Inserate: Bank Austria Kto. 04240571200, BLZ: 11000, IBAN: AT511100004240571200, BIC: BKAUATWW Abos: Bank Austria Kto. 09523298900, BLZ: 11000, IBAN: AT171200009523298900, BIC: BKAUATWW, Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlages. Für namentlich gezeichnete Beiträge ist der Autor verantwortlich. DVR: 0368491 Beteiligung Alleinige Gesellschafterin der Medizin Medien Austria GmbH (der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH) ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Herr Holger Hüthig mit 7,02 %, Frau Ruth Hüthig mit 0,45 %, Frau Beatrice Hüthig mit 0,28 % und Herr Sebastian Hüthig mit 0,28 %.


Auszeichnungen

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Gemüse ist gesund Die Preisträger des von Aedes Berlin kuratierten „Zumtobel Group Award for Sustainabiliy and Humanity in the Built Environment 2012“ wurden kürzlich bekannt gegeben. „Mit ihrer diesjährigen Entscheidung unterstreicht die Jury, dass es insbesondere eines ganzheitlichen Ansatzes bedarf, um nachhaltige Verbesserungen in der gebauten Umwelt zu erreichen. Es freut uns besonders, dass in diesem Jahr junge, engagierte Architekturbüros den Preis erhalten, die Lösungsansätze für soziale und ökologische Fragen sowohl in der industrialisierten Welt als auch in Entwicklungsländern aufzeigen“, meint Harald Sommerer, CEO der Zumtobel Group und selbst Mitglied der achtköpfigen Jury. In der Kategorie „Gebaute Umwelt“ wurde das US-amerikanische, gemeinnützige Architekturbüro Mass Design Group für das Projekt Butaro Hospital in Ruanda mit dem Preis ausgezeichnet. Im Auftrag des ruandischen Gesundheitsministeriums setzten die Gewinner auf einen multidisziplinären Ansatz, um im Rahmen des Designprozesses zentrale Gesundheitsfragen zu adressieren, insbesondere den Schutz vor Krankenhausinfektionen. Im Rahmen ihrer ganzheitlichen Architekturstrategie berücksichtigten die Architekten die Positionierung der Gebäude, die Bewegungsmuster der Patienten und Angestellten und vor allem die maximale Nutzung natürlicher Belüftung. Im Rahmen des Bauprozesses wurde die lokale Bevöl-

R-Urban, Paris: Preisträger 2012 in der Kategorie: Forschung & Initiative. Design: atelier d’architecture autogérée (AAA): Constantin Petcou, Doina Petrescu

kerung einbezogen und dafür entsprechend ausgebildet. Die Auszeichnung ist mit 80.000 Euro dotiert, außerdem sprachen die Preisrichter vier Auszeichnungen in dieser Kategorie aus. In der Kategorie „Forschung & Initiative“ ging der Award an das französische Architekturbüro atelier d’architecture autogérée (AAA) für das ganzheitliche Forschungsprojekt R-Urban im Vorort „Colombes“, einem sozialen Brennpunkt im Großraum Paris. Das Projekt befasst sich sowohl mit ökologischen Themen wie Wiederverwertung von Müll und CO2-Reduktion als auch mit sozialen

Fragen wie Ausbildung und der Schaffung von Arbeitsplätzen. Unter Einbeziehung der Anwohner wurden drei Pilotprojekte entwickelt, die sich mit den Themen Baustoffgewinnung durch Recycling, kooperativer Wohnraum und Gemüseanbau in der Stadt („Urban Farming“) beschäftigten. Für die Kategorie „Forschung & Initiative“ entschied die Jury, das Preisgeld in Höhe von 60.000 Euro aufzuteilen. 30.000 Euro gehen an die Preisträger, und je 7.500 Euro leisten einen Beitrag zur Fortsetzung etlicher nominierter Forschungsprojekte und Initiativen auf internationaler Ebene.

Soziale Skulpturen Der 8. Österreichische Friedrich Kiesler-Preis für Architektur und Kunst geht heuer an die amerikanische Künstlerin Andrea Zittel. Die mit 55.000 Euro dotierte Auszeichnung wird abwechselnd alle zwei Jahre von der Republik Österreich und der Stadt Wien „für herausragende Leistungen im Bereich der Architektur und der Künste, die den experimentellen und innovativen Auffassungen Friedrich Kieslers und seiner Theorie der ‚correlated arts’ entsprechen“ vergeben. So steht es in den Statuten des Kiesler-Preises. Die internationale Jury rund um Architekt Hermann Czech würdigt Andrea Zittel als eine „bedeutende aufstrebende Künstlerin, die trotz ihres erst wachsenden Bekanntheitsgrades maßgeblichen Einfluss auf die Gegenwartskunst nimmt. Zittel lebt und arbeitet heute in Los Angeles und Joshua Tree,

Kalifornien, und folgt in ihrem Werk einem umfassenden künstlerischen und raumbezogenen Ansatz. Ihre „Sozialen Skulpturen“ überschreiten Grenzen zwischen Kunst, Architektur, Design und Technologie. Ganz im Sinne Friedrich Kieslers könne Zittels Werk als ein intellektuelles bezeichnet werden, dem dennoch die Begebenheiten und Situationen des täglichen Lebens zu Grunde liegen“, heißt es vonseiten der Preisrichter. In ihren Skulpturen und Rauminstallationen transformiert Zittel lebensnotwenige Alltagspraktiken – wie Essen, Schlafen, Baden und das Pflegen gesellschaftlicher Kontakte – in künstlerische Experimente und Szenarien neuer Lebensweisen.

Andrea Zittel am A-Z West, 2010. Foto: Giovanni Jance, Courtesy Andrea ­Rosen Gallery, New York/ Andrea Zittel


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Streifzüge | Forum warnt | Architektur in Progress Streifzüge

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Forum Warnt Geschichten vom Land

Für der Generalplanung zeichneten Behnisch & Partner verantwortlich. Foto: BLFD

40 Jahre Weltarchitektur „Seit 40 Jahren prägt der Olympiapark das Bild Münchens weltweit. Münchens einziges Denkmal, das Weltarchitektur ist. Ein sehr gutes Beispiel, welche Strahlkraft ein Denkmal haben kann. Der Olympiapark hat für München einen ähnlichen Symbolwert wie der Eiffelturm für Paris oder die Oper für Sydney!“, so Egon Johannes Greipl, Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, anlässlich des 40. Geburtstags des Olympiaparks, dessen Gesamtgliederung in zwei Großkomplexe unterteilt ist. Im Süden befinden sich die Hauptsportstätten (Stadion, Sporthalle, Schwimmhalle), die das Herzstück der Anlage bilden, und im Norden das Olympische Dorf.

von

Klaus-Jürgen Bauer für den Architektur RaumBurgenland

in Kooperation mit der Architekturstiftung Österreich Netzwerk für Baukultur

www.architekturstiftung.at

Früher war das – zumindest auf dem Land – so: eine Jungfamilie wird gegründet, von der Oma erbt man ein Grundstück am Ortsrand, der lokale Baumeister wird engagiert, die Nachbarn kommen am Wochenende auf der Baustelle zusammen und helfen mit, die Landesregierung fördert, übers Jahr ist man fertig, zieht ein, kriegt Kinder, wohnt. Heute ist das – zumindest auf dem Land – so: eine Jungfamilie kauft einen teuren Bauplatz in der Nähe der Ballungszentren, eine Fertighausfirma wird beauftragt, gebaut wird, wenn die Nachbarn auf Fernreisen sind, die Landesregierung fordert unglaublich teure Maßnahmen von den Bauwerbern ein, um Energie zu sparen, die Förderung kommt stark verzögert oder gar nicht, nach kurzer Zeit zieht man wieder aus, weil die Rückzahlungen zu teuer sind, man zieht zur Miete in die Stadt, es kommt zur Scheidung, der Immobilienmakler bringt das unverkäufliche Haus auf den Markt. Wohnen ist teuer, aber Bauen ist unbezahlbar geworden. Ein sinnvoller Trend?

Im Rahmen der Vortragsreihe architektur in progress „Junge Architektur“ sprechen

Chalabi architects & partners Dienstag, 9. Oktober 2012, 19:00 Bene Wien, Neutorgasse 4-6, 1010 Wien

Modell. Foto: Treusch architecture ZT GmbH

Kompakt und groSSzügig Das Wiener Architekturbüro Treusch architecture ZT GmbH hat beim nicht offenen EU-weiten Wettbewerb für den Neubau des Kranken- und Rehabilitationsgebäudes für die LWL- Klinik Dortmund einstimmig den 1. Preis gewonnen. Der Entwurf Andreas Treuschs orientiert sich an der im Kernbestand vorhandenen Achse und zeichnet sich durch eine zurückhaltende Formensprache, integrative Ruhe und großzügige Belichtung aus. „Der kompakte 3-geschoßige Neubau ermöglicht sowohl die Erhaltung der Parkanlage als zukünftigen Erholungs- und Freizeitraum als auch die Erweiterung der Kranken- und Rehabilitationsgebäude“, heißt es vonseiten der Architekten.

Globalisierung als Aufgabe. Chalabi Architekten und Partner ZT GmbH (CAP) ist ein in Wien ansässiges Architekturbüro, das im Jahr 1992 von den Brüdern Talik Chalabi (geb. 1957) und Jaafar Chalabi (geb. 1962) gegründet wurde. CAP arbeitet international – seit 2010 unterhält die Firma eine Büroniederlassung in Abu Dhabi, VAE – und verwirklichte Aufträge in den VAE, Deutschland, Spanien, Frankreich und in Österreich. Arbeitsschwerpunkte sind Darmstadtium von Chalabi Masterplanning, Mixed Use Developments, Kranken- ­architects. Foto: Roland Halbe hausbau und Wohn- und Bürobau. Der Bogen realisierter Projekte spannt sich vom Sheikh Zayed Desert Learning Centre in Al Ain Zoo (VAE) bis zum in Passivhausstandard errichteten Gebietsbauamt Korneuburg. Für ihr Engagement und ihren Qualitätsanspruch wurden CAP mit Preisen wie dem Österreichischen Staatspreis für Experimentelle Architektur 2002 oder dem König Fahd Preis für Architektur im arabischen Raum ausgezeichnet. www.cap.co.at Nächster Termin: „ppag architects“ 18. Oktober 2012, 19:00, Zumtobel Lichtforum Dornbirn, Schweizerstraße 30, 6850 Dornbirn www.architektur-inprogress.at


Blickfang | Bildung | Buchtipp

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Blickfang Keine Zeit für Langeweile Die internationale Designmesse Blickfang hält auch heuer wieder im MAK Einzug. Von 19. bis 21. Oktober werden dort rund 150 internationale Designer Möbel, Schmuck und Mode präsentieren. Auf insgesamt 3.500 Quadratmetern erwartet man auch dieses Jahr um die 13.000 Besucher. Als „blickfang-Kurator des Jahres“ konnte diesmal der spanische Designer Jaime Hayón gewonnen werden. Mit ihrem Mix aus Möbeln, Wohnaccessoires und Leuchten, Mode, Taschen und Schmuck bietet diese Verkaufsmesse spektakuläre Einzelstücke ebenso wie alltagstaugliche Gadgets, Prototypen, Streetstyle oder Urban Couture: Als Messe für Individualisten bedient die blickfang eine Vielzahl persönlicher Einrichtungsstile und modischer Vorlieben. Aber „die Geschichten rund um die Objekte aus erster Hand zu erfahren, ist für viele Besucher ein ganz besonders inspirierendes und einprägsames Erlebnis“, meint die blickfang-Projektleiterin Tina Haslinger. Zum blickfang-Konzept meint Hayón, der für Weltmarken wie Bisazza oder

Fritz Hansen entwirft: „In der globalisierten Designwelt ist ein Format wie die blickfang, bei dem Designer und Hersteller direkt verkaufen können, ein sehr zeitgenössischer Ansatz. Die Designer persönlich zu treffen, bringt das Prinzip einer Messe auf ein völlig neues Niveau.“ Design wird nicht nur präsentiert und verkauft, sondern auch gefördert. Daher erhalten fünf Nachwuchstalente die Chance, sich unter „blickfang selected“ kostenlos zu präsentieren. Was für Designer eine große Chance bedeutet, ist für die Besucher eine tolle Gelegenheit, die Shooting Stars der Szene persönlich kennen zu lernen. Auch der „blickfang designpreis“ würdigt Design, das eine eigenständige gestalterische Sprache mit Leidenschaft und Perfektion verbindet. von 19. bis 21. Oktober 2012 www.blickfang.com

Bildung Symposium zu Thema Dach Für Architekten und Planer veranstaltet der oberösterreichische Dachsystemehersteller Bauder am 5. November in Wien das „Bauder Dach-Symposium“, in dem es um geballtes Fachwissen rund um das „Dach“ geht. • Photovoltaik – EnergieNicht mehr länger nur gewinnung mit System gestalterisches Element auf Flachdächern. trägt das Dach wesentlich zur Einsparung bzw. Die Bauder Ges.m.b.H Gewinnung von Enerin Ansfelden bei Linz ist gie und damit zur Verein Tochterunternehmen meidung von CO2 bei. der Paul Bauder GmbH Aber nur sichere und & Co. KG in Stuttgart. dauerhaft funktionieDie Paul Bauder Gmbh rende DachkonstrukBauder & Co. KG ist führender tionen schützen unser Dach-Symposium Hersteller von DachsyKlima langfristig. Die stemen in Europa und Bauder Ges.m.b.H. hat Einladung nach Wien seit über 150 Jahren ines sich nun zur Aufgabe habergeführt. Aus einer gemacht, in einem DachHand bietet Bauder umSymposium über folfassende Beratung sowie alle Materigende Themen zu informieren: alien zum Dichten, Dämmen, Begrünen • Die neue ÖNORM B3691-Planung und und Energiegewinnung und gibt somit Planern, Bauherren und Verarbeitern die Ausführung von Abdichtungen • Extensive und intensive Dachbegrünung Sicherheit, die beste Entscheidung bei • Einlagige Flachdachabdichtungen mit der Wahl des richtigen Dachs zu treffen. hochpolymeren Kunststoffbahnen www.bauder.at • Brandschutz im Industrieleichtdach

Performa, Möbel und Design GmbH

Buchtipp Arno Ritter (Hrsg.): Hands have no tears to flow … reports from | without architecture Mit Beiträgen von Christina Jauernik, ­Gisela Steinlechner, Wolfgang Tschapeller Springer Verlag Wien New York 2012, ­Softcover, 156 Seiten, 92 Farbabbildungen Preis ca. 39 Euro. ISBN 978-3-7091-1319-6

Das Buch zur Ausstellung im österreichischen Pavillon auf der 13. Architekturbiennale in Venedig gibt Einblick in eine subjektive Recherche von Texten und Bildern, die auf unterschiedliche Weise den menschlichen Körper betrachtet. Die heterogene Sammlung von Dokumenten aus Medizin, Wissenschaft, Kunst und Architektur beginnt bei frühen Aufzeichnungen von gehirnströmen und reicht weiter über die ersten künstlichen Herzen bis zu gegenwärtigen Forschungsergebnissen zu Nano-Implantaten im Gehirn. Parallel dazu werden Arbeiten von Charles und Ray Eames, Andy Warhol oder Tony Conrad zitiert. Es entsteht so eine assoziative Montage aus Textund Bilddokumenten aus dem Bereich der Architektur, von medizinisch-historischen Erfindungen, künstlerischen wie filmischen Positionen und aktuellen, wissenschaftlichen Applikationen zum Körper. „Hands have no tears to flow“ erscheint als eigenständiges Denk- und Schaubuch zur Ausstellung im österreichischen Pavillon.


13. Internationale Architekturbiennale in Venedig

Farshid Moussavi Architecture, Architecture and Affects, Corderie im Arsenal

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13. Internationale Architekturbiennale in Venedig

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13. Internationale architekturbiennale in venedig

Common Ground Architektur entsteht nicht aus Zufall, sie ist ein Zusammenspiel von Kräften, von Anforderungen, Erwartungen, Regeln und, hoffentlich, von Visionen. Sie erfordert Zusammenarbeit und ihr Erfolg hängt von der Qualität dieser Zusammenarbeit ab. Dieser Beitrag bezieht nicht nur Fachleute ein, sondern entsteht gemeinsam in der Gesellschaft mit jenen, die beauftragen, regeln und vor allem jenen, die unsere Gebäude und Städte bewohnen. David Chipperfield künstlerischer Direktor der 13. Internationalen Architekturbiennale in Venedig Bis 25. November www.labiennale.org

FORUM | VIDEO

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Rundgang Architekturbiennale

Beitrag Sir Norman Foster

Fotos: Veremondi, Müller

Videos:


13. Internationale Architekturbiennale in Venedig

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Norman Foster, Gateway (Corderie im Arsenale). Fotos: Franco Veremondi

Nichts hält zusammen 13. Internationale architekturbiennale in venedig Zwischen Stararchitekten und Elendsviertelkitsch: Die Architekturbiennale in Venedig sucht erfolglos nach einem „Common Ground“. von Christian Kühn

I

n den Sprachwissenschaften wird unter dem Begriff „Common Ground“ die gemeinsame Vorstellungswelt bezeichnet, die es Sprechern erst erlaubt, sich zu verständigen. David Chipperfield hat diesen Begriff aus zwei Gründen als Leitthema für die heurige Architekturbiennale in Venedig gewählt. Einerseits sei es ihm um den „Common Ground“ zwischen Architektur und Gesellschaft gegangen: Kann die Architektur als Profession ihre Anliegen und Angebote verständlich machen, und ist sie umgekehrt hellhörig genug für das, was die Gesellschaft von ihr erwartet? Andererseits müsse sich die Architektur selbst der Frage stellen, ob es innerhalb der Disziplin noch einen „Common Ground“ gibt, einen Wissens- und Erinnerungsraum, der die Praxis der Architektur von anderen Tätigkeiten unterscheidet, die sich mit der Gestaltung der gebauten Umwelt befassen. Das sind wichtige Fragen, und man durfte gespannt sein, ob Kazuo Sejimas fabelhafte Biennale von 2010 zum Thema „People Meet in Architecture“, die ja auf Architektur als erlebbaren „Common Ground“ zur Begegnung

anspielte, heuer eine systematischere, empirisch ausgerichtete Fortsetzung finden würde. Tatsächlich dürfte David Chipperfield eine Ausstellung in dieser Art vorgeschwebt sein. Den Auftakt der Schau im Arsenale bildet eine Zeichnung von Rafael Moneo, die Chipperfield – wie er bei der Presskonferenz erklärte – dem spanischen Architekten, der lieber neue Projekte zeigen wollte, nur mühsam abringen konnte: eine Entwurfsskizze für sein Museum in Merida, die Überbauung einer römischen Ausgrabung. Sie ist ein Idealbild für jenen „Common Ground“, den Chipperfield eigentlich im Sinn hatte und aus dem seine eigene Architektur ihre Qualität bezieht: Ein tiefes Verständnis der Architekturund Kulturgeschichte, das nicht zur Kopie verleitet, sondern zum souveränen Umgang mit Referenzen. Dieses Konzept stringent umzusetzen, hätte freilich eine selektive Einladungspolitik und klare Vorgaben verlangt, zu denen sich Chipperfield aber nicht durchringen konnte. Am Ende ist es weitgehend bei den üblichen Verdächtigen geblieben, die


13. Internationale Architekturbiennale in Venedig

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Zaha Hadid Architects, Arum (Corderie dell‘Arsenale).

Valerio Olgiati, Pictographs (Corderie dell‘Arsenale) Foto: AnnA BlaU

offenbar beliebig über ihre Idee eines „Common Ground“ spekulieren durften. Gleich im ersten Raum nach dem Eingang findet sich eine Installation nach einem Konzept von Norman Foster, die das Thema trotz visuell einigermaßen attraktiver Inszenierung so oberflächlich angeht, dass es beinahe weh tut: Projektionen von Architektennamen in kleiner, fast unleserlicher Schrift füllen den Raum und scheinen wie Ameisen über das Publikum zu laufen, während großformatige Projektionen an den Wänden abwechselnd aufgeregte Menschenmassen im öffentlichen Raum und ruhige Architekturszenen zeigen. Ähnlich oberflächlich geht es im Arsenale weiter, das diesmal im Unterschied zu früheren Jahren der schwächste Teil der Ausstellung ist. Zaha Hadid zeigt ein paar Modelle, gemischt mit solchen von Schalenkonstruktionen des Schweizer Ingenieurs Heinz Isler. Hier beschränkt sich alles aufs Formale: Dass Patrik Schumacher mit seinem „Parametrismus“ den Anspruch erhebt, eine neue Art von „Common Ground“ zu etablieren, wird nicht einmal zur Diskussion gestellt. Dafür darf Hans Kollhoff im nächsten Raum das Gipsmuseum aufbauen, das er mit Studierenden der ETH-Zürich über Jahre geschaffen hat, und Vittorio Magnago Lampugnani zeigt seinen Baseler Novartis-Campus in einer epischen Breite, die das Projekt wohl kaum verdient hat. Präzise aufs Thema bezogen ist dagegen der Beitrag von Valerio Olgiati, der Kollegen einlud, ihm jeweils bis zu neun Abbildungen aus ihrem Bilderkosmos zur Verfügung zu stellen, Bilder, die ihnen wichtig sind, nicht unbedingt von eigenen Arbeiten. Auf einem großen Tisch unter niedriger Decke aufgelegt, wird daraus ein Spiel von Identitäten, denen nachzurätseln ein Vergnügen zumindest für Insider ist. Der Goldene Löwe für die beste Präsentation ging an einen Beitrag von Urban Think-Tank: Eine Dokumentation über einen Büroturm in Caracas, der zwar nie fertiggestellt, aber als Bauruine von 750 Familien besiedelt wurde. Ein Stück dieser Struktur findet sich hier nachgebaut und als Bar mit südamerikanischer Musik belebt. Dass dieser Elendsviertelkitsch der Jury preiswürdiger erschien als alle Anstrengungen der versammelten Stararchitekten, ist bemerkenswert. Zumindest der Silberne Löwe ging an ein klassisches Architekturprojekt: Grafton Architects zeigen im Hauptpavillon in den Giardini ihr aktuelles Universitätsgebäude für Lima und dessen Bezug zu Projekten des brasilianischen Architekten Paulo Mendes da Rocha.

Die dazwischen eingestreuten Arbeiten von Künstlern hinterlassen die Besucher meist ratlos, so zum Beispiel eine Arbeit von Olafur Eliasson, ein Ventilator mit eingebautem Lämpchen, der in einer Art Abstellraum präsentiert wird. Deutlich interessanter sind Thomas Demands großformatige Fotos von Modellen des Architekten John Lautner, winzige Details in praller Materialität, daneben gespensterhafte Originalfotos von Modellen aus den russischen WChUTEMAS der 1920er Jahre. Im Dachgeschoß des Hauptpavillons zeigen Rem Koolhaas/OMA eine Dokumentation über scheinbar anonyme „Beamtenarchitektur“ aus mehreren europäischen Ländern, erstaunlich experimentelle Projekte mit wechselvoller Geschichte. Unter den Länderpavillons finden sich einige wenige, die sich mit dem Thema des „Common Ground“ auseinandersetzen. Im französischen werden drei Stadtentwicklungsgebiete an der Pariser Peripherie präzise und unaufgeregt präsentiert, im englischen geht es um Inspiration durch Projekte aus anderen Ländern, und dem deutschen Pavillon gelingt zum Thema reuse/reduce/recycle mit einfachen Mitteln eine der besten Inszenierungen der letzten Jahre. Ein an die Seite verlegter Eingang, großformatige Fotos von unspektakulären, aber intelligenten Zu- und Umbauten, verbunden durch die Stege, die in Venedig bei Hochwasser den Gehsteig ersetzen: Viel mehr hat es nicht gebraucht, um dem Pavillon sein Pathos zu nehmen und ihn zu einem Alltagsort zu machen. Im österreichischen Pavillon hat man genau das Gegenteil versucht: Wahrscheinlich weiß nicht einmal Wolfgang Tschapeller mehr genau, was diese bedeutungsschwangere Inszenierung uns sagen will. Eine Spiegelwand teilt den Raum, Projektionen an der Breitseite zeigen schwebende menschliche Figuren, teilweise dicht gepackt zu einem Haufen, teilweise solitär oder in Zweiergruppen. Ihre Choreographie ist durchaus einprägsam, von der versprochenen Interaktivität ist aber nichts zu bemerken: Die Szenen wiederholen sich so gleichförmig, dass man glaubt, ein Video zu betrachten und keine in Echtzeit computeranimierten Wesen. Die interaktive digitale Konstruktion wäre es aber, die den Bezug zur Architektur herstellt. So hermetisch, wie sich die Inszenierung jetzt präsentiert, ist sie schön, aber so glatt, dass man ihr die behauptete Tiefgründigkeit nicht wirklich abnehmen will. Das gilt leider auch für den Katalog, der teilweise faszinierendes Bildmaterial zusammenträgt, aber es nicht so aufbereitet, dass sich daraus ein Diskurs entwickeln ließe.


13. Internationale Architekturbiennale in Venedig

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Fotos: Veremondi, Müller

13. Internationale Architekturbiennale in Venedig

Um in den österreichischen Pavillon eintreten und den Biennalebeitrag „hands have no tears to flow“ betrachten zu können, muss man erst einmal durch eine niedrige und ganz schön kleine Öffnung schlüpfen.

interaktiv interagieren Österreichischer Pavillon Architektur? Mitnichten, hier geht es eher um den Menschen der Zukunft. Der hohe Eingang in den Pavillon ist zum kleinen kindergartentauglichen Türchen geschrumpft. Und so muss man sich ziemlich tief bücken – aber Vorsicht, Kopf einziehen! von Franco Veremondi Vorerst scheint an sich die Reduktion des Zugangs zum Österreichischen Pavillon auf ein Minimum in keinem Bezug zum „Inhalt“ zu stehen, und nur vor ungewünschtem natürlichen Licht abzuschirmen. Im Inneren widerspiegeln sich in jedem der beiden Haupträume durch ein einfaches Spiel von Spiegeln Videobilder, die die gesamten Flächen einnehmen. Sie werden belebt von seltsamen digitalisierten menschlichen Figuren: Körper, die in einem undefinierten Raum schweben, a-perspektivisch, an-architektonisch, um mit den im Inneren gefangenen Besuchern dem Sinn dieses unerwarteten „Gemeinsamen Territoriums“ zu erforschen. Eine weitere Deklination des Generalthemas „Common Ground“ dieser 13. Architekturbiennale, die sich Schritt für Schritt als interessant erweist. Der Beitrag des Österreichischen Pavillons trägt den Titel „hands have no tears to flow“ und bezieht sich auf ein Gedicht von Dylan Thomas, das von Marshall McLuhan zitiert wird. Gestaltet vom Architekten Wolfgang Tschapeller in Zusammenarbeit mit Rens Veltman und Martin Perktold, auf Einladung des Kommissärs Arno Ritter, ist diese Arbeit das Ergebnis eines konzeptuell äußerst komplexen Projekts, bei dem die

tägliche Soziologie (Körper und Verhaltensweisen realer Personen) in eine digitale und virtuelle Dimension projiziert wird, um studiert, analysiert und modelliert zu werden. Daraus leitet sich ein noch komplexeres und offenes Verhaltenssystem ab, denn Dank der interaktiven Verbindungen, die durch Interaktion mit den autonomen Bewegungen der Besucher entstehen, können mögliche Varianten auftreten und in die Bewegungen der „Akteure“ eingreifen. Also: „Identitäten gleiten wie Wärme in einem Wärmetauscher von einem Subjekt auf ein anderes“, unterstreicht Tschapeller, der noch weitere Fragen stellt: „Kann Ähnliches für Architektur gelten? Kann das Regelwerk der Architektur von Gebäuden auf Bewohner ‚getauscht‘ werden? Könnten diese die Funktionen von Gebäuden aufsaugen? Und ist die Baustelle dann nicht mehr das Gebäude, sondern der Bewohner selbst? Und wie wird sich dann unser Bauteillager entwickeln?“

FORUM | VIDEO Österreich Pavillon


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Fotos: Müller

13. Internationale Architekturbiennale in Venedig

Irland präsentiert sich mit einer Schaukelanlage, die sich spielerisch mit durchaus ernster Umweltproblematik auseinandersetzt.

einfach unwiderstehlich Irischer Pavillon Niemand widersteht der Versuchung, sich auf den „Nilometer“ zu setzen, diese auf- und niederwippende Bank des Irischen Pavillons. Nicht einmal Odile … von Franco Veremondi Als wär‘s ein Spiel für die Kleinsten, nur wer dabei mitmacht, ist fast durchwegs erwachsen. Es besteht aus einer Reihe von schwankenden Schwebebalken, ähnlich der Schaukelbewegung einer Kinderwippe. Und da die Ansammlung dieser ganz besonderen Schaukeln auf untereinander gekoppelten Mechanismus beruht, unterbricht jeder, der sich an einen bestimmten Punkt der Schaukel niedersetzt, mit dem eigenen Körpergewicht ein Gleichgewicht und schafft so eine Instabilität, aus der sich ein neues Gleichgewicht ableitet. Und so fort. Ganz einfach mit dem eigenen Körper wird man zum Part eines interaktiven und unabhängigen Systems. Man bedenke, die Kontinuität der Teilnehmer an diesem „Spiel“ ist so intensiv, dass diese ein fast kontinuierliches Auf und Ab generiert. Die Kommissärin, Elisabeth Francis und der Kurator, John Mclaughlin des Irländischen Pavillons haben diese wippende Sitzbank

„Nilometer“ getauft, da sie an die Instabilität des Wasserspiegels des Nils erinnern soll, die periodisch Überschwemmungen hervorgerufen hat. Und, was das Element „Wasser“ anbelangt, ist Venedig ja wohl der perfekte Ort, um diese Instabilität, diese Dynamik zu thematisieren. Der generelle Sinn dieser Installation besteht darin, die möglichen Strategien in der globalisierten Welt zu symbolisieren, in der alles, somit auch das architektonische Objekt, damit endet, sich in einem breiten Feld kontinuierlicher Schwankungen zwischen Ursache und Wirkung wiederzufinden. Und „Shifting Ground“ also bewegter Boden ist daher der Titel des Irischen Beitrags in den Corderie des Arsenals.

FORUM | VIDEO Irischer Pavillon


Kunstmesse

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Viennafair 2012 The new Contemporary Kunstmesse Vom 20. bis 23. September ist es wieder soweit, die Viennafair öffnet in der Messe Wien die Tore und lädt zu einem groß angelegten Überblick über die zeitgenössische Kunstszene ein. von Susanne Karr Aneta Grzeszykowska, Jan Smaga: from the Private Archive Series, 2012 © Raster Gallery, Warschau

Wien soll durch die Viennafair als Marktplatz für zeitgenössische Kunst und als Vermittlerin zwischen Ost und West einen noch größeren Stellenwert erlangen. Die künstlerischen Leiterinnen Christina Steinbrecher und Vita Zaman setzen verstärkt auf Kooperation internationaler und nationaler Galerien. Eine neu gestaltete Messearchitektur verleiht diesem Ansinnen Ausdruck: Um die Teilnehmer gleichwertig präsentieren zu können, entwickelte das Architekturbüro BWM eine dezentrale, offene Ausstellungsstruktur, die die Aufmerksamkeit auf verschiedene Stellen verteilt. „the new contemporary“ lautet der Untertitel der Viennafair. Damit wird der Anspruch ausgedrückt, dem zeitgenössischen Kunstgeschehen in Wien ein international noch größeres und sichtbareres Podium zur Verfügung zu stellen. Bessere Sichtbarkeit für Kunstsammler soll durch das erweiterte Format erreicht werden. Zudem lädt die Begegnung bekannter und gerade erst aufstrebender Künstler unterschiedlicher Herkunft zu Austausch und Kooperation ein. Wieder liegt ein Fokus auf dem Kunstgeschehen in Zentralund Osteuropa, einem kreativen Raum, der bisher durch eigenständige und oft erfrischend unorthodoxe Ansätze die häufig noch immer extrem konzeptualisierte westliche Kunstszenerie aufmöbelt. Der im letzten Jahr bereits verfolgte Schwerpunkt Türkei wird dabei fortgesetzt: sechs Galerien aus Istanbul präsentieren zeitgenössische Tendenzen. Ein geografisch noch

weitsichtigerer Teil der Viennafair nennt sich „Vienna Quintett“ und zeigt Werke von Kunstschaffenden aus Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, der Ukraine und Weißrussland. Den beiden Kuratorinnen ist es gleichermaßen wichtig, dem Publikum weiterführende Informationen zu den Schwerpunktregionen zu bieten, als auch Korrespondenzen zwischen den einzelnen Kunstsparten zu initiieren oder zu fördern. Daher werden sich in den „Vienna Talks Repräsentanten der zeitgenössischen Kunstszene, aus Kulturmanagement, Architektur und Literatur“ zu Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Künstlergesprächen zusammenfinden. An jedem Messetag wird es einen ausgewählten Themenschwerpunkt geben: „Vienna Quintett“, „Turkey“, „Russia“ und „On Collecting“. „Vienna Sonic“ befasst sich mit den Berührungspunkten zwischen bildender Kunst und Musik. Interdisziplinäre Soundprojekte werden präsentiert und im „Vienna Studio“ sprechen Künstler über ihre Erfahrungen auf dem Kunstmarkt. Zudem wird eingeladen, aktiv an unterschiedlichen Programmen teilzunehmen: „Vienna live“.

Viennafair The New Contemporay 2012, 20. bis 23. September 2012 Messe Wien, Halle A, Eingang A Messeplatz 1, 1020 Wien www.viennafair.at


Künstlerateliers

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In direkter Seeuferlage lässt es sich aushalten: SoArt steht ausgewählten Künstlern als Ort der Inspiration zur Verfügung.

Dem See die Kunst der kunst eine Hülle Natur und Architektur bilden die Kulisse der Artist in Residence Anlage SoArt Millstätter See. Eine Initiative, die aufstrebenden Künstlern einen Ort für Inspiration bietet und durch ihre zeitgenössische Ausführung den ­Architekturdialog fördert. von Hanna Geisswinkler 46°48’N, 13°35’O – wer diese Koordinaten verfolgt, trifft auf ein selten kommuniziertes Duo – nämlich den Kärntner Millstätter See und zeitgenössische Architektur mit Starbesetzung. Die Naturlandschaft des nördlichen Drautals hat sich ja nicht unbedingt durch zeitgemäße Architekturgeschehnisse hervorgetan. Vielmehr versprüht der Millstätter See den Charme vergangener Zeiten, als Millstatt Ende des 19. Jahrhunderts ein beliebter Kurort war. Doch weit gefehlt, es tut sich was rund um den See. Vor allem am südlichen Seeufer, das noch weitgehend unbebaut und unerschlossen ist. Architektur für eine Jahreszeit Das aktuellste Referenzobjekt stammt von Hans Hollein, den Erwin und Marion Soravia 2011 mit dem Entwurf der Artists

in Residence Anlage SoArt Millstätter See beauftragten. Das Unternehmerpaar ist Teilhaber der Soravia Group, die auf Immobilienprojekte und Unternehmensbeteiligungen, darunter das Auktionshaus Dorotheum, spezialisiert ist. Schon öfter zeigten sich die Bauherren als Förderer von Kunstinitiativen und als Botschafter zeitgenössischer Architektur. Unter anderem durch den konstruktivistischen Erweiterungsbau ihrer Seeresidenz „Villa Soravia“ von Coop Himmelb(l)au. Sowohl zuletzt genanntes Projekt, als auch die Künstlerquartiere regen im Sinne der Soravias eine kritische Auseinandersetzung mit Architektur an und tragen zur Sensibilisierung für Gegenwartsarchitektur in Kärnten bei. „Die Kunst dem See – Dem See die Kunst – Die Architektur dem See und der Kunst“ – das war dabei die Vision der Initiatoren.


Künstlerateliers

SoArt Millstätter See ist als saisonale Anlage für ausgewählte Kunstschaffende aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur/Installation und Musik gedacht. Den Sommer über wohnen und arbeiten die Künstler an diesem Ort, der ihnen als Inspirationsquelle für die Entwicklung neuer Projekte dienen soll. Dabei richtet sich SoArt vorrangig an aufstrebende Künstler, die sich am Kunstmarkt noch nicht vollständig etabliert haben. Bewerben kann sich aber grundsätzlich jeder im Kunstbereich tätige Interessent. Das Areal umfasst ein Ensemble frei stehender, von einander unabhängiger Baukörper, für die Hollein die primären geometrischen Formen Würfel, Zylinder, Konus und Pentagon wählte. Diese rationalen Gebäudehüllen stellt der Architekt dem sehr emotionalen Prozess des künstlerischen Schaffens gegenüber, um eine produktive Reibung der diametralen Welten zu erzielen. Dynamische Solitäre Jedes Wohnatelier sei den Ansprüchen der jeweiligen Kunstrichtung angepasst: für den Musiker das Fünfeck mit Pyramidendach und einer Seitenlänge von 4,75 Metern und für die beiden bildenden Künstler, ein Bildhauer und ein Maler, jeweils ein Würfel mit einer Abmessung von 8,20 Meter. Einer der beiden Würfel ist leicht gekippt, um eine gewisse Dynamik entlang des Seeufers zu erreichen. Warum es für den Musiker ausgerechnet das Fünfeck und für die bildende Künstler der Würfel sein muss, erklärt sich einzig über die großen Volumina, die Bildhauer und Maler durch die Ausmaße ihrer Skulpturen und Leinwände, benötigen. Allein der Bau des 11,30 Meter hohen Dichterturms in Form eines Zylinders mit Aussichtsterrasse steht noch aus. Auf einer Grundfläche zwischen 50 und 100 Quadratmetern sind die jeweiligen Räume der Wohnateliers geschoßweise angeordnet. Im Erdgeschoß befindet sich der Arbeitsbereich, dessen Raumhöhe teilweise über beide Geschoße reicht, da der Wohnraum ähnlich einer Galerie nur einen Teil des Ateliers überdeckt. Das Inventar umfasst eine Grundausstattung aus Küchenzeile, Doppelbett und Esstisch, Waschmaschine und Internetzugang. Der Bodenbelag besteht aus einer pflegeleichten Epoxybeschichtung. Die Tragkonstruktion der drei Künstlerquartiere ist in Stahl ausgeführt und mit transluzenten, mehrlagigen Acrylpanelen umhüllt. Diese sind witterungsbeständig, heizen die Räume jedoch relativ schnell auf. Um Überhitzung zu vermeiden wird

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daher bei Bedarf mechanisch belüftet. Klappenöffnungen, die sich jeweils am höchsten Punkt der Ateliers befinden, sorgen zusätzlich für natürliche Querlüftung. Aussparungen in der Acrylfassade eröffnen spannende Blickbeziehungen zwischen Innen- und Außenraum und begünstigen zudem gute Lichtverhältnisse. Entlang der horizontalen Träger der Stahlkonstruktion wurde eine Fassadenbeleuchtung angebracht. Sie verwandelt die Anlage nachts in eine Kulisse von Leuchtkörpern, die auch vom gegenüberliegenden Ufer aus zu sehen sind. Ort der Inspiration Für die Winternutzung sind die Art Cubes nicht vorgesehen und daher technisch auch hierfür nicht ausgerüstet. Die Installationen werden aber frostfrei gehalten. Zum Ausspannen steht den Künstlern neben den am Badesteg vor Anker liegenden Elektrobooten eine Außenanlage mit Liegen, Schirmen, Hängematten und einer Feuerstelle zur Verfügung. Auch mit der Öffentlichkeit stehen sie durch das angrenzende öffentliche Strandbad mit dazugehörigem Seerestaurant im Austausch, wobei die Ateliers nur beschränkt zugänglich sind. Der Entwurf des Restaurants stammt ebenfalls von Hollein. Es wurde 2010 fertiggestellt und ist als Teil der Anlage auch in geometrischer Form, diesmal ein liegender Konus mit Spanten aus Holzleimbindern und einer Holzbeplankung mit Kunststoffbeschichtung als Außenhaut, ausgeführt. Der Konus hat eine Länge von 16,40 Metern und einen Durchmesser zwischen 6,5 und 10 Metern. Getragen wird er von einem Massivbau, auf dessen Flachdach die Terrasse aufgebaut ist. Zwischen vier und sechs Wochen halten sich die Künstler hier auf. Und am Ende der Saison, die von Anfang Juni bis Ende September dauert, wird in einer Ausstellung gezeigt, was sie während ihres Aufenthalts geschaffen haben. Dieses Jahr waren die britischen Künstler Tasha Amini und Jeremy Deller, der österreichische Malter Nick Oberthaler, sowie die aus Deutschland stammenden Künstler Michael Kalki und Silke Otto-Knapp Residents der Anlage. Kuratiert hat SoArt heuer der österreichische Musiker, DJ und Konzertveranstalter Edek Bartz, der als Lektor an der Universität für angewandte Kunst in Wien tätig ist.

http://soart.at


Grünraumplanung

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Foto: Hinterland

Pflanzen statt parken Grünraumplanung Der Garten kehrt in die Stadt zurück: Das ewig Vertriebene, das laut städtischem Selbstverständnis nicht zum urbanen Leben dazugehört, sucht sich seinen Platz. Mit dem Projekt „Krongarten“ wird ein Stück Freiheit zurück in die Stadt zurückgebracht. von Susanne Karr In der Krongasse im 5. Wiener Bezirk sind diesen Sommer zwei Parkplätze einem ganz besonderen Kunstprojekt gewichen: Die beiden Projektverantwortlichen, das Kunst- und Modelabel „Hinterland“ und das Porzellanatelier „Feine Dinge“, bringen Gartenleben mitten in die Stadt. Die Eröffnung des „Krongartens“ forderte zum Mit-Gärtnern auf: „Kommt und pflanzt!“ Beispielhaft zieht im Projekt „Krongarten“ entspannendes Grün in eine innerstädtische Gasse ein. Natur zum berühren Augenblicklich wird die Aufmerksamkeit auf eine Oase gelenkt; auf einen grünen Teppich aus echtem Gras zieht sich vor den beiden Geschäftslokalen über den Gehsteig, liegt einfach da neben der Straße, locker begrenzt von Beeten, die in Holzkisten arrangiert sind. Bohnenranken und orange blühende Kapuzinerkresse, rote und gelbe Dahlien, duftender Oregano und Rosmarin schaffen eine einladende Atmosphäre. In diesem Rahmen werden Kunstausstellungen, Kochveranstaltungen und Schreibwerkstätten geboten. Diesen Sommer war Evalie Wagner als „Artist in Residence“ eingeladen. Ironisch und liebevoll gleichzeitig spielt die Malerin mit den Sehnsüchten und Traditionen, die sich mit dem Begriff „Heimat“ und „Trachten“ verbinden. Die Sehnsucht nach einem Rückzug in die Geschichte, das Klischee der „freien, wilden Natur“ stellt einen Gegensatz zum räumlich und zeitlich strukturierten Alltagsleben des 21. Jahrhunderts dar. Sie bietet aber auch Po-

tenzial, nämlich den Wunsch, wieder mehr Berührung mit der „Natur“ zu gewinnen. Harmonisches Miteinander Paradoxerweise geraten gerade durch das versuchte Abschotten die vermeintlich so unterschiedlichen Lebensformen wieder in näheren Kontakt. Da, wo der Lebensraum für Füchse und Marder durch die ständige Ausfransung ins „Umland“ immer geringer wird, kehren die Tiere in die Nähe des Menschen zurück. Zwangsläufig, muss man hinzufügen, denn eben auch nicht-menschliche Lebewesen brauchen Raum. Dass Füchse und Hasen sich also mitunter durchaus im städtischen Raum Gute Nacht sagen, wird von vielen als Bereicherung, als unerwartete Begegnung mit „Natur“ erlebt. Als sichtbarstes Merkmal eines harmonischen Miteinanders kann zuallererst das pflanzliche Leben gelten: alles was blüht, grünt und wächst wird als wohltuender Gegensatz zu Asphalt und Beton empfunden. Angewandte Wertschätzung des Lebendigen achtet Materialien als wiederverwertbare und wieder verwendbare Bausteine, so auch die „Unikate mit Charakter und Vergangenheit“, die unter dem Label „Treibgut“ präsentiert werden: Leuchten und Möbel aus Weinkisten, Fahrradfelgen und Bananenschachteln beweisen unerwartetes ästhetisches Potenzial. Krongasse 20, 1050 Wien, bis 12. September, Programm unter www.hinterland.ag/verein/?page_id=2


Lichttechnologie

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Fotos: Stagno/Van der Straeten

Grenzen ausgelotet Experimentelles Lichtprojekt Im „Haus der Forschung“, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wiener Universitätscampus gelegen, haben Angelo Stagno und Andrea van der Straeten ihrem 2006 gestarteten Projekt „0-24 Licht“ kürzlich auf den Zahn gefühlt. von Dominique Platz Das Wiener „Haus der Forschung“ aus der Feder von Neumann + Partner und Mascha & Seethaler stellt in vielerlei Hinsicht ein Projekt der besonderen Art dar: Zum einen markiert das 2006 fertig gestellte Gebäude einen markanten Punkt im urbanen Gefüge des 9. Wiener Gemeindebezirks dar. Zum anderen ist es Heimat des „Work in Progress“-Projekts „0-24 Licht“ von Angelo Stagno und Andrea van der Straeten. Die Installation wurde seinerzeit mit der Gebäudefertigstellung im Auftrag des Bauherren, der Bundesimmobiliengesellschaft, als Prototyp einer direkten Sonnenlichtleitung eröffnet. „Um den innovativen Charakter des Hauses noch zu unterstreichen und auch Besuchern live vor Augen zu führen, wurde mit 0-24 Licht von Stagno/Van der Straeten in Zusammenarbeit mit Bartenbach LichtLabor ein experimentelles Kunstobjekt installiert, das die Grenzen des derzeit technologisch Machbaren auslotet und zugleich als Case-Study-Projekt laufend neue Erkenntnisse der Lichttechnologie liefern wird“, hieß es

2006 vonseiten der Big. „Im Sommer dieses Jahres war es an der Zeit für eine erste Überarbeitung und Ergänzung“, so Stagno gegenüber dem FORUM. Mit der Schweizer Firma Lumena Daylight Systems (Heliostatensystem) und der deutschen Firma Bavarian Optics (Einspeisungssysteme des Sonnenlichts und Lichtfaserkabel) wurden daher einige Komponenten der Installation durch inzwischen weiter entwickelte und dem aktuellen technischen Stand entsprechende Materialien und Technologien ersetzt: das neue Prismensystem „Sollektor“ sowie neue Lichtfaserkabel produzieren nun erheblich stärkere Lichteffekte und stellen eine wesentliche Optimierung der Leistung des Systems dar. Eine Solarbatterie zur Steuerung des Heliostaten ersetzt die bisherige Verbindung zum Elektrizitätsnetz und macht die Anlage jetzt energietechnisch autark. 0-24 Licht kann wochentags zwischen 9 und 17 Uhr im Haus der Forschung, Sensengasse 1, begutachtet werden.


Baukulturgespräche Forum Alpbach 2012

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(v.l.n.r.:) Rob van Gool (Architekt und Akademischer Oberrat, Fakultät für Architektur, KIT - Karlsruhe Institute of Technology, Karlsruhe), Hans Jörg Ulreich (GF Ulreich Bauträger GmbH; Sprecher der ­österreichischen Bauträger, WKÖ, Wien), Leopold Dungl (Architekt und Stadtplaner, ArchiMedia ZT GmbH, Wien), Wolfgang Sonne (Professor, Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur, sowie Stv. Dir. Deutsches Institut für Stadtbaukunst, TU Dortmund), Wojciech Czaja (Architekturjournalist, Der Standard, Wien)

Ruf nach Reform! Baukulturgespräche Forum Alpbach 2012 Die Frage nach den Lebensräumen, nach deren Bedeutung und Qualität für die Bewohner, sowie nach der Art deren Gestaltung und Nachhaltigkeit für die nächsten Generationen stand im Mittelpunkt der Alpbacher ­Baukulturgespräche, die mit einem neuen Teilnehmerrekord aufwarten konnten. Zwei Tage lang diskutierten rund 200 Interessierte, darunter auch viel junges Publikum aus der Bau- und Immobilienbranche, Architekten, Stadt- und Raumplaner aus dem In- und Ausland insbesondere auch darüber, wie Wohnen in Zukunft wieder leistbar gemacht werden kann – vor allem für Bezieher weniger hoher Einkommen. Alle waren sich einig: Die Politik muss wieder Wohnbaupolitik machen. Bau-Bundesinnnungsmeister Hans-Werner Frömmel sprach von „leistbarem Wohnen als Grundbedürfnis und Teil des Generationenvertrags“, und erhielt dafür Zustimmung von SPÖ- Nationalrat Josef Muchitsch, der die Aufhebung der Zweckbindung bei der Wohnbauförderung der Länder als „Riesenfehler der Politik“ bezeichnete. Beide plädierten für eine Weiterentwicklung des Systems der Wohnbauförderung und für eine Basissicherung über den Finanzausgleich.

Leistbarer Wohnraum Der Initiator der Baukulturgespräche, Jörg Wippel, Inhaber der privaten WVG-Bauträgergesellschaft, erläuterte die Preiskurve am Wohnungsmarkt: „Die Grundstückpreise sind auch durch die internationale Finanzkrise insbesondere in den urbanen Räumen enorm gestiegen, ebenso die Mieten“. Wippel brachte die Situation für die Mieter auf den Punkt: „Ein Wohnungswechsel für Menschen mit einem Einkommen unter 1.500 Euro monatlich ist heute kaum mehr finanzierbar, wenn wir bei der gesellschaftlichen Auffassung bleiben, dass der Wohnaufwand deutlich unter 50 Prozent des Nettohaushaltseinkommens liegen sollte. Unser Problem heißt also nicht, wir haben zu wenige Wohnungen, sondern viele einkommensschwache Bewohner finden keine Wohnung, die für sie leistbar ist.“


Baukulturgespräche Forum Alpbach 2012

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(v.l.n.r.:) Hans Jörg Wippel (Geschäftsführender Gesellschafter wvg Bauträger GmbH, Wien), Hans-Werner Frömmel (Bundesinnungsmeister, Geschäftsstelle Bau, WKÖ, Wien), Andrea Kunnert (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, WIFO - Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, Wien), Caspar Einem (Vizepräsident, Europäisches Forum Alpbach; Präsident, Österreichisches Institut für Internationale Politik, Wien), Hannes Gschwentner (Landeshauptmann-Stv., Amt der Tiroler Landesregierung, Innsbruck), Klaus Lugger (GF Neue Heimat Tirol, Innsbruck) und Josef Muchitsch (Bundesvorsitzender, Gewerkschaft Bau-Holz, Graz)

Diskutiert wurde also, welche Ansätze es gibt, damit das Auseinanderklaffen der unterschiedlichen Einkommensschichten beim Wohnen nicht zu sozialen und gesellschaftlichen Konflikten führt. An die Politik gerichtet wurde die Forderung, sich um eine bessere soziale Verteilungsgerechtigkeit im heimischen Wohnungswesen zu kümmern. Wohnungspolitik müsse auch gelebte Integrationspolitik sein und umgekehrt. Wippel: „Wir wollen keine weiteren Ghettos schaffen, weder für die Reichen noch für sozial Schwache“. Auch die Bau-Sozialpartner legten einen Katalog an Vorschlägen vor, der von fiskalischen Anreizsystemen über ein bundesweit einheitliches Finanzierungskonzept bis hin zur Förderung altersgerechter Sanierung von Bestandswohnungen reicht. Frömmel sprach von einem Anstieg der über 80-Jährigen von derzeit 405.000 bis zum Jahr 2030 auf 635.000 und unterstrich den rapide steigenden Handungsbedarf. Normiert und geregelt Ein weiterer Diskussionspunkt befasste sich mit der Frage, wie viel Normen und Regeln Markt und Geld im Wohn- und Städtebau überhaupt benötigen. Wippel und andere geißelten die überzogenen Auflagen für den geförderten Wohnbau: „Es macht keinen Sinn, Qualitäten und Niveaus anzubieten, die der potenzielle Mieter von sich aus gar nicht nachfragen würde, wenn er statt dessen eine günstigere Miete zur Wahl hätte, die seiner persönlichen oder familiären Einkommenslage entspricht“. „Lasst uns endlich ein Wohnhaus ohne Tiefgaragenplätze bauen“ appellierte auch Klaus Lugger, Chef des Bauträgers Neue Heimat Tirol, der darauf verwies, dass bis zu 40 Prozent der Baukosten dem Auto gewidmet seien und Gemeinden bis zu drei Stellplätze pro Wohnung vorschreiben. Mögliche Synergien Breiten Platz fanden auch Vorschläge und Konzepte, wie die Synergie von Grün und Stadt zu finden ist, die offen gegenüber neuen Technologien ist, aber auch realisierbar im Sinne der Kosten und Auflagen. Wie kommt man zu einer Stadt der kurzen Wege, in der sich die Verkehrspolitik nicht nur nach der Autofahrerlobby richtet? Wie müssen und können Verkehrs-, Raum- und Wohnungsbauplanung aufeinander abgestimmt werden, wenn neue Stadtteile entstehen, etwa in Wien-Aspern oder in Graz-Reininghaus? Beispiele, wie das erfolgreich in anderen europäischen Städten wie etwa in Hamburg, Amster-

dam oder München umgesetzt wurde, lieferten Wissenschafter und Experten aus Deutschland, Holland und Schweden. Die Zukunft Eine Wohnbaupolitik der Zukunft müsse auf die realen Notwendigkeiten gerichtet sein, also darauf, das zu ermöglichen, was Menschen, Städte und Regionen wirklich brauchen, war man sich unter den Teilnehmern einig. Franz Fischler, neuer Präsident des Europäischen Forums Alpbach, sprach in seinen Schlussbemerkungen die Einladung aus, die Baukulturgespräche auch 2013 fortzuführen unter Beteiligung der zuständigen Bundespolitiker.

Ökologie

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Baudoku

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Das „Village of Hope“ der Organisation Thembalitsha in Grabouw bei Kapstadt. Foto: Florian Kaiser

Licht für Südafrika Baudoku 25 Architekturstudenten der Universität Stuttgart haben im April ein umfangreiches Projekt in Südafrika durchgeführt. Sie bauten ein neues Haus für das Kinderdorf „Village of Hope“ der Organisation Thembalitsha in Grabouw bei Kapstadt. Nun wurde es den Medien präsentiert. Im Kinderdorf mit dem klangvollen „Villag of Hope“ finden Aidswaisen und HIV-infizierte Kinder einen Platz zum Leben, Lernen und sich entwickeln. Das Bauprojekt kam genau zur richtigen Zeit: Im völlig überfüllten „Village of Hope“ musste dringend Wohnraum geschaffen werden. Die Architekturstudenten bauten das Haus zusammen mit einheimischen Jugendlichen und Erwachsenen in traditioneller Bauweise. Das Wohnhaus fügt sich organisch in die Umgebung ein, weil nachhaltige, traditionelle und möglichst kostengünstige Materialien wie Stampflehm verwendet wurden. Das Bauprojekt gehörte zum Trainingsprogramm „Ukuqala“ – zu Deutsch: „Anfang“ – und ermöglichte den deutschen und den mitarbeitenden afrikanischen Teilnehmern Erfahrungen mit dem Hausbau. Die einheimischen Mitarbeiter können diese Erfahrungen als Grundstock für eine Ausbildung oder für den eigenen Hausbau nutzen. Unvorhergesehenes fördert die Zusammenarbeit „Schon zum zweiten Mal war ich in Südafrika im Einsatz“, erläutert Leslie Koch, akademische Mitarbeiterin an der Uni Stuttgart und eine der Initiatorinnen des Arbeitseinsatzes für die Organisation Tembalitsha. „Natürlich ist es in Südafri-

ka wesentlich wärmer im Sommer als in Deutschland. Doch durch unsere Strohstampflehmwände ist das Haus optimal gedämmt. Während der Bauphase konnten wir davon natürlich noch nicht profitieren. Die 27 Teilnehmer mussten auch an Tagen mit 40 Grad hart arbeiten, um im Zeitplan zu bleiben!“ Trotz der Hitze eine einmalige Erfahrung für die Studierenden: „Wir haben trotz oder gerade wegen der vielen Schwierigkeiten einiges gelernt“, schildert Leslie Koch. „Beispielsweise, wie auf der Baustelle die Gewerke zusammenhängen, oder auch am Beispiel der Leuchten, wie man eine Zollabwicklung organisiert. Vor allem haben wir fernab der Tourismusströme in der Zusammenarbeit mit den Township-Bewohnern berührende interkulturelle Begegnungen erfahren.“ A propos Leuchten: Die wurden vom Stuttgarter Hersteller Nimbus Group beigesteuert. „Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zum Gelingen dazugegeben zu haben“, so Dietrich F. Brennenstuhl, Gründer und Inhaber der Nimbus Group, „und gratulieren den angehenden Architekten zu ihrer erfolgreichen Arbeit. „Die Studenten haben schon zum zweiten Mal ehrenamtlich und mit sehr viel Engagement ein Wohnhaus für das Kinderdorf gebaut. Da war es für uns Ehrensache, dieses Hilfsprojekt durch unsere Leuchten zu unterstützen.“


September 2012 | 23 Promotion

Masterstudium Innenarchitektur Masterstudium InnenArchitektur Es geht in die zweite Runde: Neues Programm. Neuer Standort. Neue Leitung. Die New Design University Sankt Pölten startet im Oktober den zweiten Masterstudiengang InnenArchitektur und 3D Gestaltung. Dieser richtet sich an Absolventen eines Bachelorstudiums im Bereich (Innen)Architektur oder eines artverwandten Studiums und schließt nach vier Semestern mit dem Titel Master of Arts ab. Dank einer Kooperation mit dem Unternehmer Cornelius Grupp kommen die Studierenden in den Genuss, ein 2.500 Quadratmeter großes Industrieloft aus der Zeit um 1920 am Areal der ehemaligen Glanzstoffwerke als inspirierenden Arbeits- und Lernort zu nutzen. Die offene Raumsituation wird den direkten Austausch unter den Studierenden fördern und ihnen die Möglichkeit bieten, sich in international und transdisziplinär zusammengesetzten Teams unter neuer Leitung an einem – ebenfalls im Herbst startenden – Stadt- und Wohnbauentwicklungsprojekt zu engagieren, das die Nachnutzung des Glanzstoff-Areals thematisieren wird. Damit ergeben sich für die Studierenden wertvolle Perspektiven, vitale Kontakte zu ausländischen Studierenden, Universitäten und Forschungseinrichtungen zu knüpfen. Da das Stadt- und Wohnbauentwicklungsprojekt in zwei Jahren – am Ende des im Herbst startenden Masterprogrammes – in die Realisierungsphase treten wird, sind zudem spannende Arbeitsplätze für die künftigen Absolventen zu erwarten.

New Design University St. Pölten Mariazellerstraße 97, 3100 St. Pölten T: (0 27 42) 890 24 11, E: office@ndu.ac.at, I: www.ndu.ac.at

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Individuelle Aufnahmegespräche für das WS 2012/13 noch möglich.

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Kalender

Wien, Bratislava Exkursion: StoDesign Forum. www.stodesign.de

Wien, 09:00 (14.09.12) Lehrgang: Projekmanagement von A-Z. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

Wien, 09:00 – 18:00 Seminarduo: Betonund Holzfußböden. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at © Roland Steiner

© Katie Paterson

Mäder, 17:00 Führung: ­Architektur vorOrt 92 – VS Erweiterung C4/ Fink Thurnher. Brühl 4. www.v-a-i.at

Linz, 19:00 (bis 05.10.12) Ausstellungseröffnung und LesungFranz Riepl: Architekt einer anderen Moderne. Afo, Herbert-BayerPlatz 1. www.afo.at

Wien (bis 15.09.12) Shopping: Vintage Salon Vienna. Grand Etablissement ­Gschwandner. www. vintagesalonvienna. com

Wien Seminar: Elektronisches Datenmanagement für RecyclingBetriebe. Karlsgasse 5. www.brv.at

Dornbirn, 10:00 – 18:00 Spielefest: Inatura. Jahngasse 9. www.v-a-i.at

Wien, 10:00 – 18:00 Workshop: d>lab.02 – Design Thinking. Mak, Stubenring 5. www.mak.at

Graz, 11:00 Kinderprogramm: Häuser schaun junior – Wo sind meine Spuren in der Stadt? HDA im Palais Thinnfeld. www.hda-graz.at

Graz, 11:00 Führung: Häuser schaun – Wohngebäude am Lendplatz/ Pentaplan ZT GmbH. TP: HDA. www.hda-graz.at

Bregenz, 11:00 Architekturführung: Kunsthaus Bregenz. Karl-Tizian-Platz. www.kunsthaus-bregenz.at

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do 20.09.

fr 21.09.

sa 22.09.

so 23.09.

© Kaufmann Bausysteme GmbH

Wien, 15:50 Sommertour 2: Aufbruch in die Moderne – Architektur von Otto Wagner und Adolf Loos. TP: Postsparkasse Wien. www.azw.at

Wien, 16:00 Überblicksführung: Cut-ups, Cut-ins, Cut-outs. Kunsthalle Wien, Halle 2 im MQ. www.kunsthallewien.at

Wien, 08:00 (bis 22.09.12) Seminar: ZT-Kurs Allgemeiner Teil – 1. Woche. Universität für Musik und Darstellende Kunst, Anton von Webern Platz 1. www.archingakademie.at

Wien, 09:00 – 13:00 Seminar: Nachtragsmanagement. ARS Seminarzentrum. www.ars.at

Wien, 19:00 Podiumsdiskussion: Die kulturelle Dimension der Nachhaltigkeit. Erste Bank Event Center, Petersplatz 7. www.arching.at

Wien, 09:00 – 17:00 Seminar: Energieeffiziente Gebäude. ARS Seminarzentrum. www.ars.at

Innsbruck, 20:00 Vortrag: [typo]graphic – Paulus M. Dreibholz „Formen Lesen“. Aut. www.aut.cc

Wien, 20:00 Vortrag: departure/Mak d>link.03 – How to Use New Strategies of Design for Future Welfare? Mak, Stubenring 5. www.mak.at

Wien, 17:00 – 20:15 Seminar: Dachbodenausbau in W. Arch+Ing Akademie. www. archingakademie.at

Wien, 17:00 – 20:15 Seminar: BIM und die veränderte Rolle der PlanerInnen. Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9. www.archingakademie.at

Graz, 19:00 Ausstellungseröffnung: Europan – Bauen als Diskurs. HDA im Palais Thinnfeld, Mariahilferstraße 2. www.hda-graz.at

New York (bis 21.09.12) Eröffnung: Yotel – 100 % Design. www.100percentdesign.co.uk

Wien, 09:00 – 17:00 Seminar: Umgang mit Ausschreibungsunterlagen. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

Wien, 09:15 (bis 21.09.12) Seminar: Umweltverträglichkeitsprüfung. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

Wien, 16:00 – 20:00 Seminar: Wärmedämmstoffe und WDVS. Arch+Ing Akademie. www.archingakademie.at

Innsbruck, 19:00 Präsentation und Vortrag: Alukönigstahl von Heinz Pfefferkorn. Aut, Lois Welzenbacher Platz 1. www.aut.cc

Wien (bis 22.09.12) Tagung: Urban Europe – Challenges to Meet the Urban Future. TU-Wien. www.eura2012.org

Wien, 09:00 – 17:00 Seminar: Barrierefreies Planen und Bauen. Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9. www. archingakademie.at

Wien, 09:00 – 17:00 Seminar: Umgang mit Ausschreibungsunterlagen. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

Wien, 15:15 – 18:30 Exkursion: WUCampus. TP: Secession Nebenfahrbahn. www. archingakademie.at

Salzburg (bis 19.10.12) Ausstellung: Architekturpreis Land Salzburg 2012. Initiative Architektur. www. initiativearchitektur.at

Steiermark (bis 14.10.12) Eröffnung: Steirischer Herbst – Die Wahrheit ist konkret. Diverse Veranstaltungsorte. www. steirischerherbst.at

Schwaz, 11:00 Führung: Vor Ort 133 – Haus der Generationen/ Arge heubacher-sentobe, dregelyvari. TP: Falkensteinstraße 28. www.aut.cc

Wien, 14:00 – 18:00 Rahmenprogramm: Die österreichischen Beiträge – zur Ausstellung „Europas beste Bauten. Mies van der Rohe Award 2011“. AZW im MQ. www.azw.at

© Estate of William S. Burroughs

Wien (bis 23.09.12) Messe: Zine*Fair – 3rd Two Days Independent Publishers and Artzine Fair Vienna. Kunsthalle Wien, Halle 1 im MQ. www.kunsthallewien.at

© Ed Ruscha

Bregenz, 16:00 Führung: Ed Ruscha.Kunsthaus Bregenz, ­Karl-Tizian-Platz. www.kunsthaus-bregenz.at

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Wien, 16:00 Überblicksführung: Cut-ups, Cut-ins, ­Cut-outs. Kunsthalle Wien, Halle 2 im MQ. www.kunsthallewien.at

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Salzburg, 18:30 Vorträge: Christian Kaufmann, Paul Schweizer und Georg Kleeberger – Holzbau I. Initiative Architektur. www.initiative­ architektur.at

Nürnberg, 12.09.12. – 15.09.12. www.galabau.info-web.de

Wien, 19:00 (bis 11.11.12) Ausstellungseröffnung: Katie Paterson – Inside this desert. Bawag Contemporary. www.bawag-foundation.at

Int. Architekturforum. Köln, 21.09.12 – 28.09.12. www.plan-project.com

15.09.

Dornbirn, 17:00 Symposium: Energie Lounge 2012 – Raumplanung und Mobilität/ Nachhaltige Quartiersentwicklung. VAI, Marktstraße 33. www.v-a-i.at

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Wien, 17:00 (bis 19.09.12) Seminar: Die NÖ Bauordnung und Bautechnikverordnung. Arch+Ing Akademie www.archingakademie.at

Viennafair. Kunstmesse. Wien, 20.09.12 – 23.09.12. www.viennafair.at

fr 14.09.

Wien, 09:30 (bis 13.09.12) Workshop: Freiräume und Gärten gestalten. Gartenhotel Altmannsdorf, Hoffingergasse 26. www.archingakademie.at

GaLaBau. Int. Messe für Planung, Bau und Pflege von Urban-, Frei- und Grünräumen.

13.09.

Berlin (bis 12.09.12) Fachforum: Energiespeicher Hybridnetze. Pentahotel Berlin-Teltow. www.dbi-gti.de

u.v.m. Bozen, 20.09.12 – 22.09.12. www.messebozen.it

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Wien, 19:00 Ausstellungseröffnung: Benjamin Hirte. Mak, Stubenring 5. www.mak.at

www.aee-intec-events.org

12.09.

Berlin, 19:00 (bis 14.10.12) Ausstellungseröffnung: Umsicht – Regards – Sguardi. DAZ, Köpenicker Str. 48/49. www.daz.de

Klimaenergy. Int. Messe mit Fachkongress, Exkursionen

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Wien, 17:00 – 20:15 Seminar: Liegenschaftsbewertung in der Praxis. Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9. www.archingakademie.at

Solar 2012. Int. Konferenz. Gleisdorf, 12.09.12 – 14.09.12.

11.09.

Wien, 08:30 (bis 23.10.12) Seminar: Grundlagen des Vergaberechts. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

For Arch. Int. Baumesse. Prag, 19.09.12 – 23.09.12. www.forarch.de

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10.09.

Wien, 09:15 – 17:15 Seminar: Haftungsrisken der Brandschutzbeauftragten. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

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Gesellschaft

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Wie ein Ziegel entsteht Um einen Blick hinter die Kulissen von Ziegelhersteller Wienerberger zu werfen, waren im Sommer heimische Pressevertreter zum so genannten Fachmedien-Round-Table geladen. Mit Segways ging es dabei bei einer Tour durch die Außenanlagen des im niederösterreichischen Hennersdorf beheimateten Betriebs auch in die Tongrube. Sie ist der Ausgangspunkt der Ziegelherstellung, denn dort wird – wie der Name schon sagt – der Rohstoff Ton gewonnen. Im Hennersdorfer Ziegelwerk wird der von der Tonhalde abgebaute Rohstoff dann über den Kastenbeschicker der Produktion zugeführt. Hier stellt sich auch die Frage nach dem „Wieviel und Was“ an Zuschlagstoffen für die Produktion der Hintermauerziegeln. Denn: Ein Wienerberger Porotherm-Ziegel beispielsweise besteht nicht aus Ton allein. Je nach Endprodukt werden Papierfasern, Sägespäne oder auch Sonnenblumenkernschalen in unterschiedlichen Anteilen zur Porosierung beigefügt. Das aufbereitete Tongemisch wird anschließend von einem Extruder durch ein Mundstück gepresst. Das Ergebnis sind einzelne Ziegelrohlinge, die – einmal auf Wagen geladen – durch die Trockneranlage geschickt werden, wo sie etwa 30 bis 40 Stunden trocknen. Parallel zur Ziegelfertigung wird im Zentrallabor für den Hintermauerbereich in Hennersdorf laufend an der Weiterentwicklung von Tonmischungen und Ziegelprodukten gearbeitet.

Mit den Segways durchs Wienerberger-­ Gelände. Foto: Wienerberger

Trotz tropischer Temperaturen Das gediegene Ambiente des Schlosses Laxenburg in Niederösterreich bot einen ansprechenden Rahmen für den unlängst zu Ende gegangenen 20. Geburtstag des ATGA Facility Kongresses, der gemeinsam mit der FMA und IFMA Austria veranstaltet wurde. Trotz der tropischen Temperaturen an beiden Tagen fanden sich insgesamt über 250 Besucher ein. Tag 1 wartete mit Vorträgen zu den Themenblöcken „Nachhaltigkeit und Energie“, „Ausbildung trifft Praxis“ sowie „Arbeitsplatz“ auf, während sich am zweiten Tag die Diskussion dem Themenkomplex „Vergabe“ zuwandte. „Auch der Schwerpunkt „Optimierung“ durfte am Facility Kongress nicht fehlen und bot Potential für neue Erkenntnisse und Gedankenaustausch“, wie es vonseiten der Veranstalter heißt. Außerdem fand am Abend des ersten Tags die Verleihung der Austrian FM Awards und des FMA und IFMA Ausbildungspreises gemeinsam mit dem Sommerfest der FMA und IFMA Austria statt. Die nächste Ausgabe des ATGA-Kongresses wird am 5. und 6. Juni 2013 über die Bühne gehen. Impressionen des 20. ATGA-Kongresses. Fotos: ATGA

Neue Wege beschreiten In Rekordbauzeit wurde mit einer Investitionssumme von 34 Millionen Euro im Auftrag von Stadt, Land und Wirtschaftskammer eine neue Multifunktionshalle beim Messezentrum Salzburg errichtet. „Dabei konnten sowohl Zeitplan als auch Kostenvorgaben exakt eingehalten werden“, wie es vonseiten des Messezentrums heißt. Wurde die erste Bauetappe mit der Fertigstellung der Ausstellungsfläche von 15.163 Quadratmetern bereits im Herbst vergangenen Jahres nach nur 6,5 Monaten abgeschlossen, so erfolgte nun der Bauabschluss des über 4.600 Quadratmetern großen Tagungsbereichs. Damit können in Salzburg auch Großkongress-Messen mit bis zu 6.000 Teilnehmern stattfinden. „Der Trend geht eindeutig weg von reinen Ausstellungsmessen, hin zu Kongressmessen, also Ausstellungen kombiniert mit Informationsveranstaltungen. Da liegen wir mit unserer neuen Halle genau richtig“, meint Henrik Häcker, Geschäftsführer der Messezentrum Salzburg GmbH. Durch den Neubau wird die Position Salzburgs als Messe- und Wirtschaftsstandort erheblich gestärkt. Beschreiten durch die Fertigstellung des Tagungsbereichs bei der neuen Halle 10 den Weg für Großkongressmessen in Salzburg (v.l.): ­Messezentrum-Chef Henrik Häcker, Landeshauptmann-Stv. David Brenner, Wirtschaftskammer-Vizepräsident Peter Genser und Josef ­Rettenwander, Niederlassungsleiter der Alpine Bau Salzburg. Foto: Franz Neumayr


Schall-, Wärme-, Brandschutz

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Brandschutz im mehr­geschoSSigen Wohnbau Brandschutz Geht es um die Sicherheit und das Leben von Menschen dürfen bei baulichen Maßnahmen keine Kompromisse gemacht werden. Brandschutz im mehrgeschoßigen Wohnbau hat daher einen hohen Stellenwert. Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) unterliegen strengen gesetzlichen Zulassungsbedingungen um alle Brandschutzvorschriften zu erfüllen. Die Kombination aus detaillierter Planung und der fachgerechten Verarbeitung eines geprüften und abgestimmten Verbundsystems bieten optimale Sicherheit. von Michael Baumgartner


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Foto: thinkstockphotos.de

Schall-, W채rme-, Brandschutz


Schall-, Wärme-, Brandschutz

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Bei Balkonen oder Loggienplatten mit thermischer Trennung in der Ebene der Wärmedämmung sind – um eine Brandweiterleitung zu vermeiden – ebenfalls Brandschutzriegel vorzusehen. Fotos: Bernhard Wolf

Zulassungswesen und Systemaufbau Alle WDVS in Österreich müssen eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung besitzen. Bevor ein Wärmedämmverbundsystem für den österreichischen Markt mit einem CEKennzeichen zugelassen wird, durchläuft es ein zeit- und kostenintensives Prüfungsprozedere: das Zulassungsverfahren. Dabei werden umfangreiche Prüfungen auf Dauergebrauchstauglichkeit und energetische Eignung durchgeführt. In Laborversuchen und realen Großbrandversuchen werden WDVS auf ihre Brandsicherheit geprüft. Befestigungsschicht, Dämmstoff und Putzsystem sind die drei Kernelemente eines Wärmedämm-Verbundsystems. Man spricht von einem Mehrschichtaufbau. Alle Komponenten eines geprüften und zugelassenen WDVS sind aufeinander abgestimmt. Bei der Verarbeitung ist das „Verbleiben im System“ ein entscheidendes Kriterium, um Funktionen wie Wärmeschutz, Schutz der Bausubstanz und im Besonderen die Sicherheit im Brandfall zu gewährleisten. Brandschutz Vorschriften für Brandschutzmaßnahmen an der Gebäudeaußenwand zielen darauf ab, eine schnelle Brandausbreitung über mehr als zwei Geschoße oberhalb der Brandausbruchstelle vor dem Löschangriff der Feuerwehr (Reaktionszeitraum von 15 bis 20 Minuten) zu verhindern. Die anzuwendenden Maßnahmen richten sich dabei nach Art und Höhe des Gebäudes. Die Anforderungen an die Baustoffe sind dabei in der

ÖNORM B 3806 geregelt. In der Norm findet sich auch die Einteilung der Gebäudeklassen. Diese wurde in 5+1 (GK 1–5 und Hochhäuser) gegliedert. Die jeweils auf den Baukörper (Fassade, Dach, Fußboden usw.) abgestimmten Anforderungen werden ebenfalls in dieser Norm definiert. Auch Zusatzmaßnahmen werden hier angeführt, zum Beispiel der Einbau von Brandschutzriegeln. Ergänzend zu diesen Anforderungen werden in der ON B 6400 spezielle Anwendungen für den Brandschutz definiert: Feuermauern, Durchfahrten, Loggien, Abgasfänge, Brandabschnitte und Untersichten. BrandschutzmaSSnahmen Die Brandschutzmaßnahmen sind so ausgelegt, dass durch das WDVS keine schnellere Brandausbreitung verursacht werden kann, als dies durch den Flammensprung von Stockwerk zu Stockwerk an nichtbrennbaren Fassaden zu erwarten ist. Es werden zwei wesentliche Brandschutzmaßnahmen unterschieden: 1. Brandschutzriegel (siehe Plandetail aus VAR 2011*) Er dient der zusätzlichen Stabilisierung des Fenstersturzes im Brandfall bei größeren Dämmstoffdicken und verhindert das Eindringen eines Brandes in den Dämmstoff des WDVS. Er besteht aus Mineralwollestreifen oder alternativ Polyurethan. 2. Brandschutzbanderole (Umlaufender Brandschutzriegel) (siehe Plandetail aus VAR 2011*)


Brandschutzriegel Anordnung in Höhe des Fenstersturzes

≥ 30cm

Brandschutzriegel: Anordnung in Höhe des Fenstersturzes

≥ 20cm

Brandschutzbanderole: Anordnung über der nächsten Dämmplattenschar

Er dient der Verhinderung der Brandausbreitung im Dämmstoff des WDVS über mehr als zwei Geschoße oberhalb der Brandausbruchsstelle. Er besteht aus einem horizontal um das Gebäude in jedem zweiten Geschoß durchgängig laufenden Streifen aus Mineralwolle (alternativ: Polyurethan), maximal 0,5 m über dem Sturz angebracht. In den Zulassungen der WDVS sind Details für die AusBrandschutzbanderole führung der Brandschutzmaßnahmen festgelegt. Die Ausführung von Brandschutzriegeln ist vonDämmplattenschar der Art und Anzahl der Anordnung über der nächsten Geschoße, der Lage der Fenster und von etwaigen Vorschreibungen der Baubehörde abhängig. Grundsätzlich ist bei Gebäuden der Gebäudeklassen 4 und 5 mit mehr als drei Geschoßen und einer Dämmstoffdicke von mehr als 10 Zentimetern bei der Verwendung von Dämmstoffen der Klasse C, D oder E ein Brandschutzriegel auszuführen. Im mehrgeschoßigen Wohnbau herrscht die Gebäudeklasse 4 vor. Anwendung und Probleme in der Praxis Der Brandschutz und zusätzliche Maßnahmen in diesem Bereich werden von der jeweiligen Baubehörde definiert und

vom Bauherrn oder von seinem Vertreter (dem Planer) geplant. Brandschutzkonzepte müssen durch zugelassene Stellen (Behörde, Ziviltechniker) erarbeitet werden. Diese Aufgabe kann und darf nicht durch den Verarbeiter oder den Systemhalter erfolgen bzw. an ihn übertragen werden. Für den Bereich der Fassaden und im Speziellen der Wärmedämmverbundsysteme bedeutet das: Sowohl die Anforderungen an das Brandverhalten des WDVS (Euroklasse nach ÖNORM EN 13501-1) als auch Zusatzmaßnahmen – wie der Einbau und die Lage von Brandschutzriegeln, das Dämmen von Untersichten u.a. – müssen dem verarbeitenden Fachbetrieb bereits vor Beginn der Arbeiten bekanntgegeben werden. Ein Fehlen dieser Angaben muss er der jeweils nächsten Instanz (Auftraggeber, Bauleitung, Planer/Bauherr) mitteilen. Und genau diese unzureichende Definition der Lage der Brandschutzriegel ist ein häufiges Problem in der Praxis. Der Verweis in der Leistungsbeschreibung auf die entsprechend zu erfüllende Norm reicht daher nicht aus. Jede Wohnhausanlage hat ihre baulichen Besonderheiten und bedarf daher vom Bauherrn einer individuellen detail-

≥ 20cm

≥ 30cm

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Brandschutzbanderole Anordnung über der nächsten Dämmplattenschar

≤ 50cm

≥ 20cm

Schall-, Wärme-, Brandschutz

RIGIPS Duo’Tech. damit endlich ruhe ist. Für RIGIPS Duo’Tech Performance Platten werden zwei Lagen 12,5 mm RIGIPS Spezialplatten durch einen High-Performance Kleber miteinander verbunden. Das bewertete Schallämm-Maß RW der Platte verbessert sich damit um bis zu 13 dB. So schafft das RIGIPS Duo’Tech System in einem Arbeitsgang mehr als eine Halbierung des Lärms. Und zusätzlich gibt‘s einen erheblichen Kostenvorteil durch die um 25 % schnellere Verarbeitung.

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Schall-, Wärme-, Brandschutz

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Ergänzende technische Erläuterung zu den Fotos: Dämmen von Untersichten bei Balkonen und Loggien: Untersichten sind mit Dämmschichten der Klassifizierung „Euroklasse des Brandverhaltens“ mindestens A2 auszuführen. Untersichten mit einer Tiefe von höchstens 50 Zentimetern dürfen wie die Fassade ausgeführt werden; gleiches gilt für Untersichten von Loggien, Balkonen und Erkern in den Gebäudeklassen 1 bis 3 gemäß ÖNORM B 3806.

lierten Planung. Die Vorgaben der Bauordnung, der OIB-Richtlinien und gegebenenfalls der Sanierungsverordnung bilden dazu die Grundlagen. Gemeinsam mit dem Verarbeiter müssen vor Baubeginn die in der Ausschreibung vorgeschriebenen Leistungen, Details und Systemkomponenten besprochen werden. Jene Baustoffe, die tatsächlich zur Ausführung kommen, werden im sogenannten objektspezifischen Baudatenblatt erfasst. Zum eigenen Schutz und als Beleg der Eigenüberwachung ist der Auftragnehmer angehalten, die Verarbeitung genau zu dokumentieren. Oft müssen in Baubesprechungen mit allen Verantwortlichen gemeinsam Detaillösungen gefunden werden, die sich erst im Laufe der Bauführung ergeben haben. Eine weitere wichtige Rolle spielt in Wien die MA 39, die Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle der Stadt Wien. Sie fungiert als zusätzliche externe Kontrollinstanz und führt im Sinne der Fremdüberwachung Überprüfungen durch. Kontrollen beinhalten zum Beispiel die Vorbereitung des Untergrundes, die eingesetzten Systemkomponenten, die Verlegung und Verdübelung der Platten und den Oberputz. Die Funktionstüchtigkeit des WDVS ist nur dann gegeben, wenn das System in sich geschlossen ist. Dadurch ist im Speziellen auf alle Arten von An- und Abschlüssen sowie auf die Ausführung bei Durchdringungen und die Vorbereitung für Sonderbauteile zu achten.

Verarbeitungsqualität WDVS sind nur so gut wie ihre Verarbeitung. Nur die richtige Verlegung garantiert eine einwandfreie Funktion und maximale Sicherheit. Daher ist es wesentlich, entsprechende Qualitätsregeln aufzustellen. Die Qualitätsgruppe Wärmedämmverbundsysteme (QG WDVS) verfolgt seit Jahren eine umfassende Offensive für fachgerechte Verarbeitung. Die Verarbeitungsrichtlinie VAR 2011* und die Ausbildung zum zertifizierten Fachverarbeiter stehen dabei im Mittelpunkt. Denn neben der Verwendung eines geprüften WDVS sind bei jedem einzelnen Bauvorhaben die richtige Planung, ein geeignetes Brandschutzkonzept und eine fachgerechte Verarbeitung unabdingbare Maßnahmen für ein sicheres Gesamtsystem.

* VAR 2011: Verarbeitungsrichtlinie für Wärmedämmverbundsysteme. Technische Richtlinien und Detailzeichnungen. Herausgegeben von der Qualitätsgruppe Wärmedämm­ systeme. Ausgabe 10/2011. Erhältlich auf www.waermedaemmsysteme.at


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Dämmplatten Ein Vorzeigeprojekt einer ökologisch gelungenen Renovierung auf Gemeindeebene ist die 114 Jahre alte Landesmusikschule der Stadtgemeinde Rohrbach (OÖ). Da das historische Gebäude unter Denkmalschutz steht, war es nötig die Fassade zu erhalten. Unter Verwendung einer besonderen Dämmplatte (Ytong Multipor) war es möglich eine Innendämmung so durchzuführen, dass einem Neubau vergleichbare Dämmwerte erzielt werden konnten. „Die Sanierung bestehender Bauten leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der von der EU vorgegebenen Energieeinsparungsziele. Mit Ytong Multipor können denkmalgeschützte Bauten thermisch saniert und auf Neubau-Niveau gehoben werden“, zeigt sich Claus Steiner, Geschäftsführer der Xella Porenbeton Österreich stolz. 1898 als Armenhaus errichtet, wurde der Bau in der Folge als Bürgerspital und zuletzt als Musikschule genutzt. Den Anforderungen einer Landesmusikschule konnte es aufgrund von Platzmangel, akustischen Schwächen und vor allem wegen der fehlenden Wärmedämmung letztlich nicht mehr gerecht werden. So erfolgte schließlich im Zeitraum von 2009 bis 2011, im Auftrag der oberösterreichischen Gemeinde Rohrbach, eine Generalsanierung des Gebäudes und ein neuer Zubau wurde errichtet. Planung und Bauleitung übernahm das Architekturbüro Arkade ZT GmbH aus Haslach an der Mühl. Thermische Sanierung als Herausforderung „Denkmalgeschützte Bauten mit ihren besonderen Fassaden stellen immer eine Herausforderung dar, da man diese nicht von außen dämmen darf, um sie nicht zu beschädigen. Bei der Musikschule Rohrbach kam noch dazu, dass das Gebäude erst nach Beginn der Bauarbeiten als schützenswert eingestuft wurde und so eine völlig neue Situation entstand“, erklärt Josef Schütz, Architekturbüro Arkade. „Die ursprünglich geplante Außendämmung konnte nicht mehr eingesetzt, und eine neue Lösung musste gefunden werden.“ Das österreichische, international agierende Unternehmen Röfix war mit seinen innovativen Systemprodukten von Beginn an in das Baugeschehen eingebunden. Röfix bietet auch aufgrund einer Partnerschaft mit Xella deren Ytong Multipor-Produkte an. „Unter Einsatz des Multipor-Systems konnten wir das Gebäude unauffällig von innen dämmen und so die historische Fassade des Gebäudes erhalten und mit entsprechenden Kalkprodukten restaurieren“, resümiert Martin Epp, Produktmanager der Röfix AG. Energieeffizient wie ein Neubau Die mineralische Dämmplatte kann ohne Einsatz aufwändiger Dampfsperren oder Dampfbremsen angebracht werden. Millionen feiner Luftporen sind in die Platten eingeschlossen und dienen in jede Richtung als Puffer. Da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, dämmt die Platte hervorragend und erschwert im Winter einen Wärmeverlust von innen nach außen sowie im Sommer einen Wärmedurchgang von außen nach innen. Die im

Vergleich relativ geringe Materialdicke der Platte verkleinert den Innenraum nur unwesentlich. Die erreichten Dämmwerte sind mit denen eines Neubaus vergleichbar. Bestes Raumklima für Instrumente Eine konstante Luftfeuchtigkeit ist wesentlich für Musikinstrumente, sie beeinflusst deren Klang ebenso wie deren Stimmung und Wertbeständigkeit. Holzinstrumente können sich etwa bei Schwankungen verformen und Saiten können bei zu hoher Luftfeuchtigkeit rosten. Um dem vorzubeugen wurde für den Innenputz das natureplus zertifizierte CalceClima-System eingesetzt. Dieses wirkt durch die hohe Alkalität auf natürliche Weise bakterizid und fungizid, es nimmt Schadstoffe und überschüssiges Kohlendioxid aus der Luft auf und baut diese


Schall-, Wärme-, Brandschutz

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Ökologisch erfolgreich anschließend ab. Ebenso wie Multipor reguliert das System auch den Feuchtegehalt der Raumluft. Der enthaltene natürliche Kalk nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab und sorgt somit für ein gesundes, frisches Raumklima. Einheit aus Alt und Neu Im Zuge der Sanierung der alten Musikschule erfolgte auch die Errichtung eines neuen, architektonisch durchaus beeindruckenden Neubaus. Dieser dient als Konzert- und Veranstaltungsraum oder als Ballettsaal und beherbergt außerdem zusätzliche Proberäume. „Die Landesmusikschule zeichnet sich nun auch besonders durch ihre architektonische Formensprache Alt-Neu aus und integriert sich wunderbar in das Rohr-

bacher Stadtbild“, freut sich Architekt Schütz. Auch harmoniert die helle historische Fassade letztlich perfekt mit dem dunkelbraunen Anbau zeitgenössischer Prägung. Auch Johann Ranninger, Stadtamtsleiter der Gemeinde Rohrbach, zeigt sich äußerst zufrieden über das Resultat: „Die Sanierung der Musikschule wurde mit besonderer Sorgfalt geplant und ausgeführt. Entstanden ist letztlich ein sehr markanter Bau, der als Blickfang die Ortseinfahrt von Rohrbach charakterisiert.“ Xella Porenbeton Österreich GmbH Wachaustraße 69, A-3382 Loosdorf T: (0 800) 10 11 13, F: (0 27 54) 63 72 E: Ytong-at@xella.com I: www.xella.at


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September 2012 | 34 Königsklasse im Brandschutztest

Mit Dämmmatten, -platten, und -flocken aus Holz und Zellulose bietet Homatherm im Trockenverfahren hergestellter Dämmstoffe alles aus einer Hand. Foto: Homatherm

Gesamturteil: „sehr gut“ „Sehr gut“, das ist das Qualitätsurteil des aktuellen Öko-Test Ratgebers „Bauen, Wohnen & Renovieren 2012“ zur flexiblen Holzfaserdämmmatte holzFlex protect von Homatherm. Das Testurteil bestätigt: Die Homatherm-Dämmstoffmatte überzeugt mit besten Wärmeschutzeigenschaften und gutem sommerlichen Hitzeschutz. Zudem sorgt sie wie andere Dämmstoffe – mit unbedenklichen Inhaltsstoffen für ein wohngesundes Raumklima. „Das Öko-Test Ergebnis zeigt einmal mehr, dass Dämmstoffe aus natürlichen Rohstoffen zu den qualitativ Besten am Markt gehören“, sagt HomathermGeschäftsführer Horst Mosler. „Die getestete Holzfaserdämmmatte holzFlex bietet eine ausgezeichnete Kombination von bauphysikalischen Eigenschaften, ökologischem Anspruch und Wirtschaftlichkeit. Im Vergleich zu herkömmlichen Dämmstoffen beugt die hohe Feuchtespeicherfähigkeit der Holzfasern Bauschäden vor und sorgt für ein angenehmes Wohnraumklima. In Neubau oder Sanierung, als Innen- oder Außendämmung – holzFlex protect ist für alle Anforderungen in Dicken zwischen 30 und 200 Millimeter, bei maximalen Klemmweiten von 1.200 Millimeter der ideale Baustein“, heißt es vonseiten des Unternehmens. Neben Wärmeschutz, Hitzeschutz und Inhaltsstoffen wurden im aktuellen Öko-Test auch der Preis und das Gewicht der Dämmstoffe, bei einem vorgegebenen U-Wert von 0,20 W/(m2K), verglichen. Hier belegte holzFlexprotect Platz drei. Dank des geringen Gewichts und der hohen Flexibilität lässt sich holzFlex® protect leicht und sauber verarbeiten – passgenau wird die flexible Dämmmatte zwischen Sparren oder Ständer geklemmt und dämmt wärmebrückenfrei. Neben der wiederholten Öko-Test Auszeichnung besitzt holzFlex auch das natureplus-Qualitätszeichen für umweltgerechte, gesundheitsverträgliche und funktionelle Bauprodukte sowie die Kennzeichnung mit dem R-Symbol für Produkte aus erneuerbaren Rohstoffen.

Bevor sich eine Tür als Feuerschutztür deklarieren darf, muss sie sich beim Brandschutztest beweisen und dem Feuer mindestens 30 Minuten standhalten. Die Türen des Spannberger Unternehmens Mitsch absolvierten nun diesen Test – und zwar 18 Minuten über dem Soll-Wert. Absolviert wurde der Brandschutztest in der Königsdisziplin „Doppeltüren“. „Österreichweit gibt es nur eine Hand voll Anbieter, die Sicherheitstüren nach Widerstandsklasse 3 oder 4 auch im Brandschutz anbieten – und das noch dazu bei zweiflügeligen Türen. Durch strenger werdende gesetzliche Auflagen seitens der Bauordnung werden Brandschutztüren von Architekten und Planern immer häufiger nachgefragt. Alleine in Wien werden jährlich rund 25.000 Wohnungen saniert. Eine Brandschutztür bringt hierbei zusätzliche Sicherheit. Wir haben auf diese Bedürfnisse vom Markt reagiert und uns der Brandschutzprüfung gestellt. Und das mit großem Erfolg. Ab sofort können wir demnach unser Portfolio der Sicherheits- und Paniktüren um qualifizierten Brandschutz erweitern“, so Mitsch-Verkaufsleiter Klaus Zelenka. Getestet wurde die Doppeltür Vienna (Widerstandsklasse 3) bei der MA 39 in Wien. Vor allem im Doppeltürbereich hält die Bauordnung immer strengere Auflagen parat. Die Herausforderung liegt darin, dass Dopeltüren meist über eine sehr große Höhe (ca. 2,40 cm) verfügen und durch zwei aufeinandertreffende Türenflügel eine große Feuerangriffsfläche bieten. Hier ist absolute Stabilität gefragt, die Mitsch im Brandschutztest nun bewiesen hat. Das Unternehmen führt ab sofort Türen der Feuerwiderstandsklasse EI230 im Programm. Das „E“ steht für Raumabschluss und bedeutet, dass bei einseitig angreifendem Feuer ein Übergreifen von Flammen oder heißem Gas verhindert wird. Das „I2“ steht für Wärmedämmung und dafür, dass bei einem einseitig angreifenden Feuer die Übertragung von Wärme verhindert wird. Die 30 bedeutet, dass die Feuerschutztür 30 Minuten dem Brand wiederstehen muss; Mitsch konnte diese Zeitspanne aufgrund der hohen Produktqualität sogar auf 48 Minuten verlängern – und liegt so 18 Minuten über der erforderlichen Zeit. Und im Ernstfall zählt ja bekanntlich jede Sekunde.

Getestet: die Doppeltür Vienna (Widerstandsklasse 3) beim MA 39 in Wien. Foto: Mitsch

Homatherm GmbH Ahornweg 1, D-06536 Berga T: (00 49 346) 514 16 61 E: info@homatherm.com I: www.homatherm.com

Mitsch GmbH Am Bach 22 A-2244 Spannberg T: (0 25 38) 855 77 I: www.mitsch.at


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September 2012 | 35 Robust und überzeugend

Mit dem Teil 5 der ÖNorm B 8115 gibt es nun erstmals die Möglichkeit, den Schallschutz eines Gebäudes einheitlich zu klassifizieren. Foto: ASI prm

Grundlagen für Schallschutzausweis gelegt Lärm gilt als eine der großen Zivilisationsplagen. Auf Lärmschutz wird deshalb zunehmend mehr geachtet. Teil 5 der ÖNorm B8115 erlaubt es erstmals, den Schallschutz eines Gebäudes einheitlich zu klassifizieren. Mit dem Klassifizierungsteil der ÖNorm B8115 ist nun auch der Weg für die Einführung eines Schallschutz-Ausweises für Gebäude geebnet. Dieser dient zur Information über die erreichte Schallschutzklasse eines Gebäudes, einer Nutzungseinheit oder Raums. Zusätzlich enthält er Informationen über die vorhandenen schalltechnischen Randbedingungen und kann Empfehlungen für Optimierungsmöglichkeiten geben. Die beiden Schlüsselbegriffe beim Thema Schallschutz sind Luftschall und Trittschall. Unter Luftschall versteht man jene Schallwellen, die sich durch die Luft ausbreiten. Der Trittschall ist jener Schall, der durch die Bewegung von Menschen auf einem Fußboden oder durch den Betrieb von Haushaltsgeräten entsteht. Trittschall wird durch sogenannte Körperschallübertragung in einem Raum, der daneben, darunter oder darüber liegt, wahrgenommen. In die Klassifizierung wird auch der Schallschutz für haustechnische Anlagen miteinbezogen, der Geräusche von Aufzügen, Pumpen, Heizanlagen, Spülungen, Garagentoren und ähnlichen Infrastrukturelementen berücksichtigt. Die Klassifizierung der Qualität des Schallschutzes erfolgt in den sechs Klassen A, B, CR, C, D und E. Bei A, der höchsten Klasse sind keine akustischen Störungen aus benachbarten Nutzungseinheiten zu erwarten. Klasse E hingegen bedeutet, dass entweder nur ein geringer Schallschutz vorhanden ist oder keine Schallschutz-Klasse festgestellt wurde. Zur Zuordnung zu einer Schallschutz-Klasse sind die für diese Klasse gestellten Anforderungen für Luft-, Trittschall- und Schallschutz für haustechnische Anlagen zu erfüllen und erfolgt durch Messungen oder auf Basis von Berechnungen. Da bei den Schallschutz-Klassen A und B ein detaillierter Planungsnachweis in der Regel nicht möglich ist, erfolgt die Klassifizierung für den Schallschutz-Ausweis messtechnisch.

Austrian Standards Institute Heinestraße 38, A-1020 Wien T: (01) 213 00 E: office@austrian-standards.at I: www.austrian-standards.at

Der Konstruktionswerkstoff Phonotherm übertrifft etliche andere Materialien und bietet dem Metall- und Fensterbau zahlreiche Vorteile. Phonotherm-Platten eignen sich für Anschlussprofile von Fenstern, Türen und Glasfassaden. Durch die optimale Isolierungsfunktion von Phonotherm können gute U-Werte zu erzielt werden. Gedämmte Aluminium-Elemente wie beispielsweise Schiebetüren lassen sich durch angepasste Phonotherm-Streifen so in einer Profilfassade einbauen, dass die Dämmung erhalten bleibt. „Anders als bei Hohlprofilen aus Kunststoff, ist es mit Phonotherm ganz einfach möglich, das Material noch auf der Baustelle an auftretende Toleranzen anzupassen“, heißt es vonseiten des Unternehmens. Der Werkstoff eignet sich überall dort bestens, wo Feuchtigkeit Probleme bereiten kann und eine erhöhte Beständigkeit verlangt wird, insbesondere unter Tür- und Fensterelementen. Auch im Innenraum, beispielsweise in Bädern und Küchen und im Außenbereich bei Balkonverkleidungen, Böden sowie Trennwänden bietet sich Phonotherm an. Basis für die Herstellung des Materials sind recycelte Polyuhrethane, denen Thermoplaste und Hilfsstoffe beigemengt werden. Unter hohem Druck verpresst entstehen Konstruktions¬platten, die hohe Anforderungen erfüllen. Sie sind formalde¬hydfrei und diffusionsoffen für Wasserdampf. Aufgrund der 100-prozentigen Wasserresistenz bleibt die Materialstärke konstant und die Stabilität erhalten – Aufquellen und Fäulnis werden verhindert. Phonotherm kann als Ganzplatte oder Streifenware verwendet werden. Die Foppe Direkt Versand GmbH liefert Platten in zwei Standardformaten: 2.400 x 1.350 Millimeter und 1.200 x 1.350 Millimeter, in Stärken von 10 bis 60 Millimetern. Neu im Programm sind Basisprofile passend zu Systemen von Kawneer Alcoa, Heroal, Schüco und Foppe. Darüber hinaus ist das Unternehmen auf kundenspezifische Zuschnitte und Sonderformteile mit Fräsungen und Bohrungen spezialisiert.

Phonotherm sieht aus wie MDF- oder Spanwerkstoffe, übertrifft diese mit seinen guten Eigenschaften jedoch. Foto: Phonotherm

Bosig GmbH Brunnenstraße 75-77, D-73333 Gingen/Fils T: (00 49 71 62) 409 90 F: (00 49 71 62) 409 92 02 I: www.phonotherm.de


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September 2012 | 36 Diagnose: „gesunde“ Wärme-Dämmung Nach 18-monatiger Bauzeit wurde kurz vor Weihnachten 2011 der 8.400 Quadratmeter große Erweiterungsbau des St. Johanner Bezirkskrankenhauses in Betrieb genommen – mit nun 274 Betten insgesamt, zusätzlichen Behandlungsbereichen und medizinischer Versorgung auf höchstem Niveau. Österreichs einziger Dämmstoff-Komplettanbieter Steinbacher war bei diesem Großprojekt in seiner Kompetenz in Sachen Dachdämmung gefragt. Deshalb arbeitete Steinbacher bereits in der Planungsphase intensiv mit der verantwortlichen Architektengruppe P3 zusammen, um ein ganzheitliches Dämmkonzept mit Fokus auf Gefälle-, Umkehr- und Warmdach auf die Beine zu stellen. Verwendet wurden steinodur UKD-Dämmplatten.

Aus der Natur: Hanfdmämmstoffplatten von Naporo. Foto: Naporo

Ausgezeichnet! Mit dem Oberösterreichischen Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit werden Menschen und Einrichtungen ausgezeichnet, die sich um eine zukunftsfähige Entwicklung von nachhaltigen Produkten verdient gemacht haben. Die Naporo Klima Dämmstoff GmbH aus Braunau am Inn, Experte für innovative Produkte aus biologischen Rohstoffen, konnte die Jury in der Kategorie „Betriebe“ mit ihrer ökologischen Hanf-Dämmplatte überzeugen. 3M Österreich fördert mit ihrer Minderheitsbeteiligung an diesem Unternehmen die Entwicklung und Vermarktung nachhaltiger Materialien. Die auf dem Oberösterreichischen Umweltkongress 2012 preisgekrönte Dämmplatte für den Vollwärmeschutz von Außenwänden (WDVS) wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Synthesa Capatect, dem Marktführer für WDVS in Österreich, entwickelt. Naporowall besteht nicht aus Styropor, wie es dem derzeitigen Stand der Technik entspricht, sondern aus dem biologischen Rohstoff Hanf. Neben den hervorragenden Schall- und Brandschutzeigenschaften bietet Naporowall Schutz vor Algenbildung und Schimmel. Wie eine zweite Haut kann die Hanf-Dämmplatte atmen und verbessert dadurch das Raumklima des Hauses. Darüber hinaus ist Naporowall zur einfachen Montage bereits werkseitig mit einem patentierten Verfahren vorgebohrt. Naporo widmet sich seit seiner Gründung der Erforschung und Vermarktung biologischer Rohstoffe. Vor allem mit Rohrkolben-Schilf (lat. Typha) als neuen biologischen Rohstoff gelang Naporo ein Durchbruch in der Entwicklung von zukunftsfähigen Produkten. Die weltweit verbreitete und bereits seit den 1920er Jahren im Blickpunkt der Wissenschaftler stehende Wild- und Wasserpflanze aus der Familie der Röhrichtgewächse ist eine reiche, aber bisher ungenutzte Rohstoffquelle. Ihre bis zu 4 Meter langen Blätter aus reißfesten Fasern und einem komprimierbaren Schwammgewebe, das einem natürlichen Isolierschaum gleichkommt, eignen sich ideal für die Produktion von klimaaktiven Dämmstoffen, Leichtbauelementen und Biowerkstoffen.

Naporo Klima Dämmstoff GmbH Industriezeile 54, A-5280 Braunau am Inn T: (00 43 77 22)673 50 816-0 F: (00 43 77 22) 673 50 816-1 E: office@naporo.com, I: www.naporo.com

Der Klassiker am Umkehrdach „Mit einer Rekordstärke von bis zu 400 Millimetern bei einem Wärmeleitfähigkeitsnennwert von 0,035 W/mk erfüllt steinodur UKD alle normativen Anforderungen der einschichtigen Verlegung am Umkehrdach. Das bedeutet: noch bessere Wärmedämmung, dadurch mehr Energie- und Kostenersparnis und somit eine längere Lebensdauer fürs Gebäude“, erläutert Roland Hebbel, Geschäftsführer bei Steinbacher Dämmstoffe. Selbst bei extremsten Temperaturschwankungen lässt steinodur UKD® (formstabil bis 85° Celsius) keine Wärmebrücken entstehen. Außerdem konnte der Wärmeleitfähigkeit-Nennwert um weitere 15 Prozent – auf 0,030 W/mK – verbessert werden. Somit sorgt die graue Dämmplatte für ein veritables Plus in Sachen Leistung, Effizienz, Qualität und Performance. „Zudem kommen die Dämmplatten durch diesen hervorragenden Lambda-Wert mit einer geringeren Stärke aus, was sich letztlich auch in einer kostengünstigeren Ausführung des gesamten Bauteils auswirkt. Die einfache und normgerechte Verlegbarkeit trägt nochmals zu Zeit- und Kostenersparnis bei“, so Hebbel. Wie alle Steinbacher-Produkte wird auch steinodur UKD komplett HFCKW- und HFKW-frei hergestellt.

Insgesamt 28 Millionen Euro wurden in den Erweiterungsbau des St. Johanner Bezirkskrankenhauses investiert. An alle Beteiligten und natürlich auch an die Dämmstoffe aus dem Hause Steinbacher wurden die höchsten Anforderungen gestellt.

Steinbacher Dämmstoff GmbH Salzburgerstraße 35, A-6383 Erpfendorf T: (0 53 52) 70 00, F: (0 53 52) 70 05 30 E: office@steinbacher.at I: www.steinbacher.at


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September 2012 | 37 Ein Blick hinter die Geräuschkulisse Innovatives Kombiprodukt vereint behagliches Kühl- und Heizsystem mit ausgeklügeltem Lärmschutz. Puristische Möblierung, glatte Böden, kahle Wände: Das Motto „Weniger ist mehr“ trifft in der modernen Architektur oft wörtlich zu. Denn je weniger Einrichtungsgegenstände und Textilien sich in einem Raum befinden, desto mehr Hall und Lärm entsteht. „Wer das vermeiden will, muss nicht seinen Stil umkrempeln, sondern greift einfach auf das zurückhaltende Design der neuen Variotherm Akustikdecke zurück“, heißt es vonseiten des Unternehmens. Variotherm vereint dezenten Lärmschutz mit innovativer Flächenkühlung und -heizung.

Das S-House der GrAT

Dämmen und Sanieren mit natürlichen Materialien Beim thermischen Sanieren lassen sich nachwachsende Rohstoffe mit großem Erfolg einsetzen, wie ein Forschungsprojekt der TU Wien beweist. Es müssen nicht immer High-Tech-Materialien sein. Beim Häuserbauen stellen sich einfache, natürliche Baustoffe wie Stroh oder Holz als besonders nützlich und umweltgerecht heraus. Wissenschaftlich erforscht wird das an der TU Wien vom Forschungszentrum GrAT (Gruppe Angepasste Technologie). Neue Methoden wurden im Projekt „Renew Building“ entwickelt, um alte Gebäude auf effiziente, umweltfreundliche Weise thermisch zu sanieren. Das Know-How der GrAT wird nun in speziellen Lehrgängen an konkreten Sanierungsobjekten weitergegeben. Nachwachsend und recyclierbar Im Zentrum der Untersuchungen standen regionale nachwachsende Materialien wie Stroh, Schilf oder Hanf. Dadurch führen die Sanierungskonzepte zu einem minimalen Bedarf an Energie und Ressourcen. Der gesamte Lebenszyklus der verwendeten Baustoffe wird dabei beachtet: Auch der Rückbau und das Recycling müssen in die Überlegungen einbezogen werden – denn kein Haus und keine Dämmwand ist wirklich für die Ewigkeit gebaut. Bei nachwachsenden Rohstoffen ist Recycling meist problemlos möglich, sie können auch ohne schädliche Zusatzstoffe verarbeitet werden und haben günstige baubiologische Eigenschaften, die für die Wohnqualität förderlich sind. Außerdem speichern diese Materialien Kohlenstoff und leisten so einen Beitrag zum Klimaschutz: Bis zu 125 Kilogramm CO2 kann ein Quadratmeter Wandoder Dach-Dämmfläche speichern.

Die Variotherm Modul-Akustikplatte vereint folgende Elemente: • 18 Millimeter Fermacell Gipsfaserplatte: die massive Bauart bringt sehr gute Eigenschaften mit • (Heizungs-)Rohr: fix in die Platte integriert und im Gegensatz zu ähnlichen Produkten nicht zu den Akustiklöchern hin offen. Das reduziert direkten Kontakt mit der Raumluft und vermindert Taubildung (Kondensation). • Lochung in verschiedenen Größen: 4, 8 und 10 Millimeter Lochungen schleusen den auftreffenden Schall durch die Platte. • Akustikvlies: Die Rückseite der Platte zur Perfektion der akustischen Verbesserungen und für perfekte Hygiene. Global Cooling „Kühlen ist weltweit ein viel größeres Thema als Heizen“, meint Variotherm-Geschäftsführer Alexander Watzek. „Unser Blick geht nach oben! Denn die Decke wird immer interessanter für Raumklima und Raumakustik, beides sind mittlerweile umfassende wissenschaftliche Disziplinen. Mit modernen Systemen, die sich flexibel anpassen lassen, hält das Thema auch immer mehr in der Architektur Einzug.“ Denn auch um harte Fakten wie Energieeffizienz und Heizlast kommt die ästhetische Disziplin nicht herum. Mit geringen Vorlauftemperaturen, reduziertem Energieverbrauch und damit geringeren Energiekosten biete Variotherm mit seiner Modul-Akustikdecke und seiner abgestimmten Produktpalette für alle Ansprüche die passende Lösung.

Luft nach oben: Geschäftsführer Alexander Watzek testet die neueste Innovation aus dem Hause Variotherm. Fotos: Variotherm

Gruppe Angepasste Technologie Technische Universität Wien Wiedner Hauptstraße 8-10, A-1040 Wien T: (01) 58 80 14 95-23, F: (01) 58 80 14 95-33 I: www.grat.at

Variotherm Heizsysteme GmbH Günselsdorfer Straße 3a, A-2544 Leobersdorf T: (0 22 56) 64 87 00 E: office@variotherm.at I: www.variotherm.at


Schall-, Wärme-, Brandschutz

September 2012 | 38 Modellieren leicht gemacht!

Der Sprung in die Zukunft des Brandschutzes gelingt mit dem ­Step-by Step Konzept von Siemens. Foto: Siemens

Sprung in die Zukunft Dem Step-by Step Konzept von Siemens gelingt der Sprung in die Zukunft des Brandschutzes. Warum warten, bis Brandmeldeanlagen veraltet sind und das Risiko steigt? Besser ist es, vor der Zeit über eine Modernisierung nachzudenken, auch wenn es nicht nötig ist, alle Anlagenteile auf einmal auszutauschen. Ein durchdachtes Konzept von Siemens ermöglicht eine schrittweise Modernisierung der Brandmeldetechnik mit vielen Vorteilen, das genau an Budget und Anforderungen des Kunden angepasst wird. Betriebsunterbrechungen sind auf ein Minimum beschränkt, das System ist kompatibel und die lange Verfügbarkeit der Komponenten bietet höchstmöglichen Investitionsschutz. Ionisationsmelder werden durch Melder der neuesten Generation ersetzt, ohne die Zentrale der Brandmeldeanlage tauschen zu müssen. Ein ionisationsmelderfreie Brandmeldersystem birgt außerdem eine Reihe von Vorteilen: • Keine Radionukleide-Haftpflichtversicherung mehr • Entfall strahlenschutztechnischer Maßnahmen • Universell einsetzbare Meldertypen • Hohe Täuschungsalarmsicherheit durch mehrere Sensoren • Melderparametrierung auf Umgebungseinflüsse (Software) Ionisationsmelder können durch Melder der neuesten Generation ersetzt werden, ohne die Brandmelderzentrale tauschen zu müssen; Und die Melderperipherie entspricht somit einheitlich dem neuesten Stand der Technik. Im Rahmen des fälligen, zyklischen Meldertausches können die Ionisationsmelder kostengünstig auf optische Melder modernisiert werden. Das Lorenz Böhler Krankenhaus etwa zählt nun 1.800 neue Brandmelder, in einem zweiten Schritt wurden auch die alten Brandmeldezentralen durch Zentralengeneration FS 20 ersetzt. Auch das Hotel Eurostars Vienna ebenso wie das Caritas Lager verfügen mittlerweile ebenfalls über die neueste Brandmeldergeneration, die höchste Detektionsquote, Sicherheit vor Täuschungsalarmen, Beste EMV-Verträglichkeit, Ionisationsmelderersatz, wählbare Parametersätze und die neueste ASAtechnology™ auszeichnet.

Siemens Aktiengesellschaft Österreich Siemensstraße 90, A-1210 Wien T: (05) 1707-0 E: kontakt.at@siemens.com I: www.siemens.at/icbt

Beim dem 2010 fertig gestellten Tivoli Hotel & Congress Center (TCC) im Herzen Kopenhagens waren die weitläufigen Flachdachflächen zunächst eine Herausforderung. Gelöst hat man dies mit einer druckfesten Leichtbauschicht aus Glasschaumschotter, die auch eine freie Modellierung des Dachareals ermöglichte. Die Dachlandschaft wird nun für Kinderspielplätze, Gehwege und Einpflanzungen genutzt und einer sinnvollen Verwendung zugeführt. Glasschaum ist ein modernes und vielseitig einsetzbares Baumaterial aus nachhaltiger Produktion. Umweltfreundlich und Ressourcen schonend hergestellt, erfüllt er die gestiegenen Anforderungen an Umweltschutz und Energetik von Gebäuden. Die auf moderne Baustoffe spezialisierte Barsmark A/S mit Sitz im dänischen Norresundby, offizieller Glaporpartner in und für Dänemark – nutzt die Tatsache für ihre Großprojekte. Eines dieser Projekte war das neue TCC. Als Architekt für das markante Gebäude im dänischen Design zeichnete Kim Utzen verantwortlich. Eine echte Herausforderung war die sinnvolle Nutzung der weiten, ebenen und damit auch eintönigen Flachdach-Flächen in der Größe von etwa fünf Fußballfeldern. Nach Abwägung aller relevanten Punkte entschied man sich für das Hightech-Produkt Glasschaum und zum Einsatz gelangten 1.400 Kubikmeter Glapor Glasschaumschotter. Schotter aus Glasschaum ist geschlossenzellig, dadurch wasserundurchlässig und kapillarbrechend, zudem unverrottbar, frostsicher und nicht brennbar. Durch die spezielle Zellstruktur und den damit verbundenen hervorragenden Dämmeigenschaften ist ein exzellenter Wärmeleitwert λD von 0,085 W/ (mK) EN gegeben. Glapor-Glasschaumprodukte sind resistent gegen Schimmel und andere Pilze. Er eignet sich außerdem als ausgleichendes Material beim Einsatz auf unebenem Untergrund. Oder als dämmende Modelliermasse auf ebenen Flächen. Glapor-Glasschaumprodukte stehen für eine konsequent ökologische und ökonomische Ausrichtung, denn Schonung der Ressourcen und Klimaschutz stehen überhaupt bei Glapor stets an erster Stelle.

Eine gigantische Baustelle: Der Glasschaumschotter vor dem Einbau auf einer Fläche von insgesamt etwa fünf Fußballfeldern

GLAPOR Werk Mitterteich GmbH Hüblteichstraße 17, D-95666 Mitterteich T: (00 49 96 33) 40 07 69-0 F: (00 49 96 33) 40 07 69-19 E: info@glapor.de, I: www.glapor.de


Ausschreibungen | Preise

September 2012 | 39

Ausschreibungen Neubau Verwaltungsgebäude, d-potsdam Angebotsfrist: 24.09.12 Verhandlungsverfahren

neubau landeskinderheim, a-perchtoldsdorf Abgabe: 16.10.12 offener Wettbewerb

D

für Architekten, EU-weit

A

für Architekten, Ingenieure, EU-weit

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, beabsichtigt, für ihre derzeit auf mehrere Liegenschaften verteilte Verwaltung ein neues Büro- und Verwaltungsgebäude an der Pappelallee zu errichten.

Das Land NÖ beabsichtigt in Perchtoldsdorf einen Neubau einer Pflegeund Betreuungseinrichtung für schwerst-mehrfachbehinderte Kinder, Jugendliche sowie für Säuglinge und Kleinkinder, zu errichten

Kontakt: KVBB Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, Friedrich-Engels-Str. 103, Christian Woinar, D-14473 Potsdam, T: (00 49 331) 230 92 11, E: cwoinar@kvbb.de, I: www.kvbb.de Sprache: Deutsch

Kontakt: Land Niederösterreich, vertreten durch das Amt der NÖ Landesregierung, DI Günther Hintermeier rB, Landhausplatz 1, 3109 Sankt Pölten, T: (0 27 42) 900 51 41 40, E: post.bd6@noel.gv.at Sprache: Deutsch

sanierung und Erweiterung schule, a-wien Abgabe: 27.09.12 offener Wettbewerb

concrete student trophy, a-wien Abgabe: 12.10.12 offener Studierendenwettbewerb

A

für Architekten, Ingenieure, EU-weit

A

für Studierende an Architektur- und Baufakultäten, österreichweit

Gegenstand des Realisierungswettbewerbes ist die Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für die Generalsanierung und Erweiterung des BRG/BORG Vereinsgasse (Lessinggasse) in 1020 Wien.

Um einen modernen Basketball-Spielbetrieb gewährleisten zu können, ist eine barrierefreie, multifunktionale und wettkampfadäquate Sportstätte zu planen. Eine Beauftragung ist nicht beabsichtigt.

Kontakt: Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H., vertreten durch ZT DI Andrea Hinterleitner, Ditscheinergasse 4/12, 1030 Wien, T: (01) 877 48 11, F: 877 48 54, E: office@zt-hilei.at Sprache: Deutsch

Kontakt: Zement+Beton Handels- und Werbeges.m.b.H, Reisnerstraße 53, 1030 Wien, T: (01) 714 66 85-33, F: 714 66 85-26

sanierung und Erweiterung gymnasium, a-wien Abgabe: 27.09.12 offener Wettbewerb

Sprache: Deutsch

Wohnbaugutachterverfahren, a-Graz Abgabe: 25.10.12 offener Wettbewerb

A

für Architekten, EU-weit

A

für Architekten, Stmk-weit

Gegenstand des Realisierungswettbewerbes ist die Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für die Generalsanierung und Erweiterung des BRG/BORG Vereinsgasse (Lessinggasse) in Wien.

Die Siedlungsgenossenschaft Rottenmann beabsichtigt auf dem Grundstück 1453/2 der KG 63104 Lend die Errichtung eines Geschoßwohnbaus. Auf den Grundstücken soll eine Wohnbebauung geplant werden.

Kontakt: Big Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. vertreten durch ZT DI Andrea Hinterleitner, Ditscheinergasse 4/12, 1030 Wien, T: (01) 877 48-11, F: 877 48-54, E: office@zt-hilei.at, I: www.zt-hilei.at Sprache: Deutsch

Kontakt: Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft, Steirisches Hilfswerk für Eigenheimbau reg.Gen.m.b.H., Uwe Nerwein, Westrandsiedlung 312, 8786 Rottenmann, T: (0 36 14) 244 50 Sprache: Deutsch

Preise bauwelt-preis 2013 – das erste haus

List-Preis 2013 Abgabe: 15.10.12

Architekturpreis

Abgabe: 12.12.12 Stipendium

D

für (Landschafts-)Architekten, international

A

für Studierende, Absolventen, international

Eingereicht werden darf das erste Werk aus eigener Verantwortung mit Fertigstellung nach dem 15.10.2009. Der Förderpreis wird vergeben für ein (unfertiges) Projekt mit besonderem Forschungsaufwand.

Der Förderpreis der List Unternehmensgruppe wird für Projekte und Arbeiten vergeben, die einen Beitrag zur Lösung innerstädtischer Verkehrs-, insbesondere Parkprobleme leisten.

Kontakt: Redaktion Bauwelt, Schlüterstraße 42, D-10707 Berlin, I: www.bauwelt.de

Kontakt: List Group of Companies, Hans Christoph List, Concordiaplatz 4, 1010 Wien, T: (01) 533 32 63, F: 533 32 63-180, E: josef@list.co.at, I: www.list-group.at/de/foerderpreis Sprache: Deutsch

Sprache: Deutsch

Ethouse Award

Lighthouse Competition 2012/13 Abgabe: 17.10.12

Architekturpreis für private und öffentliche Bauträger, Architekten, Planer, Gemeinden, Wohnbaugesellschaften, österreichweit

Abgabe: 14.03.13 Studentenwettbewerb

A

für Studierende der Fachbereiche (Innen-)Architektur, Szenographie und Landschaftsplanung, international

D

Der mit 12.000 Euro dotierte Ethouse Award würdigt Gebäudesanierungen, die eine kreative, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Herangehensweise an das Thema Energieeffizienz unter Beweis stellen.

Es geht darum, durch eine temporäre, subversive Intervention, (Um)nutzen des Vorhandenen oder durch bauliche Ergänzung die Piazzale Roma oder Santa Lucia (oder beide Räume) mit dem Bahnhof zu verbinden.

Kontakt: juicy pool. communication, Michael Baumgartner, Seidengasse 29/2/11, 1070 Wien, T: (01) 481 54 54-50, F: 481 54 54-11, E: info@waermedaemmsysteme.at, I: www.waermedaemmsysteme.at Sprache: Deutsch

Kontakt: Artemide GmbH, vertreten durch HS Ostwestfalen Lippe, Detmolder Schule f. Architektur + Innenarchitektur, Swantje Kühn, Bielefelderstr. 45, D-32756 Detmold, I: www.lighthouse-competition.com Sprache: Deutsch


KONGRESS

TERMIN 23. und 24. Jänner 2013 ORT Helmut-List-Halle Graz PAUSCHALE € 199,– (exkl. 20% USt)

Der „Treffpunkt“ der Bäderbranche im deutschsprachigen Raum!

INNOVATIONEN – VISIONEN – EXPERTENWISSEN Auszug aus den Kongressthemen 2013: • Bäderhygieneverordnung Neu • Tourismus in der alternden Gesellschaft von morgen • Erfolgskonzept Therme Erding • Reise zu den Bädern der Vorkriegszeit • Nachhaltigkeit – ein Schlagwort mit besonderer Bedeutung für die Bäderbranche • Essen im Bad – wie es zum Umsatzbringer wird • Schadstoffe in Schwimmbädern und Saunaanlagen Bäder-Studienfahrt am 26. März 2013 in die Slowakei

Weitere Informationen unter www.baederkongress.at Eine erfolgreiche Kooperation von

Forum E-Paper 07/12  

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