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E 06 J U N.12 Glastechnik

Voller Durchblick

Brandschutzglas und Design. Das neue Style-Magazin f端r Interior-Design www.vetrotech.at

www.bauforum.at


Editorial | Inhalt Editorial

Juni 2012 | 2

Inhalt

glasklar Als weltweit rekordverdächtig warm stellte sich der vergangene Monat Mai heraus mit Landtemperaturen, die um rund 1,2 Grad Celsius höher als der Durchschnitt lagen. So jedenfalls meldete die US-Behörde für Wetter und ­Ozeanographie (NOAA). Es sei laut NOAA somit der 36. Mai in Folge, der global gesehen über dem Temperaturduchschnitt des 20. Jahrhunderts lag. Unser westlicher Lebensstil, das wissen wir mittlerweile, ist für unseren Planeten auf lange Sicht problematisch. Den Klima­wandel aufzuhalten, gehört dabei zur größten Herausforderung unserer Geschichte und die Reduktion von Treibhausgasen ist Teil einer sicher inter­generationalen Verantwortung. Vor allem in der Änderung unseres Lebensstils kann eine Lösung des Problems liegen. Nachhaltiges Planen und ein sparsamer sowie sensibler Umgang mit den Ressourcen steht daher auch im Zentrum planerischer und baulicher Maßnahmen, nicht nur im Umgang miteinander, sondern auch beim Einsatz aller Materialien in Hinsicht auf den Klimaschutz. Diese Voraussetzungen bestimmen letzlich auch Forschung wie Entwicklung, etwa wenn es um Lösungen beim Trend nach mehr Transparenz und vermehrten Einsatz von Glas und dessen konstruktive Möglichkeiten geht. Christine Müller

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voller durchblick

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bauen am wasser

Das scheinbar Unmögliche möglich werden zu lassen, nämlich Glas als aussteifendes Element einzusetzen, damit befasst sich ein Forschungsprojekt von Holzforschung Austria und TU Wien.

Impressum Erscheinungsweise: monatlich H ­ erausgeber, ­Medieninhaber und Verleger: ­Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, ­Grünbergstraße 15, Tel: (01) 546 64-0, Fax: (01) 546 64-520, I­ nternet: www.wirtschaftsverlag.at ­Chefredaktion: Dr. Christine Müller, DW 347, ­E-Mail: c.mueller@wirtschaftsverlag.at ­Redaktion: Dominique Platz, Bakk. phil., DW 346, E-Mail: d.platz@wirtschaftsverlag.at Grafik: Simon Jappel, DW 163, E-Mail: s.jappel@wirtschaftsverlag.at Anzeigen- und Medienbera­tung: Thomas Biegel, DW 242, E-Mail: t.biegel@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 535, ­E-Mail: architektur@wirtschaftsverlag. at Anzeigenrepräsentanz OÖ: ­Gerhard Weberberger, Kleinwört 8, 4030 Linz, Tel: (07 32) 31 50 29-0, Fax: (07 32) 31 50 29-46, Handy: (06 76) 518 55 75, E-Mail: linz@wirtschaftsverlag.at Anzeigentarif: Nr. 28, gültig ab 1. Jänner 2012 Abo-Service: Tel: (01) 740 40-78 12, Fax: (01) 740 40-78 13, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at Bankverbindungen: Inserate: Bank Austria Kto. 04240571200, BLZ: 11000, IBAN: AT511100004240571200, BIC: BKAUATWW Abos: Bank Austria Kto. 09523298900, BLZ: 11000, IBAN: AT171200009523298900, BIC: BKAUATWW, Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlages. Für namentlich gezeichnete Beiträge ist der Autor verantwortlich. DVR: 0368491

Das Pendeln ist vorbei: Die Studienrichtungen Publizistik und Informatik ziehen zusammen.

Eine Wanderausstellung zeigt, wie gute Tourismusarchitektur aussehen kann.

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mehrstufigkeit

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Leichtglas

Kontroverses wie Nachhaltigkeit und Architekturwettbewerbe wurde in Wien diskutiert.

Eine mögliche Lösung beim vermehrten Einsatz von DreifachIsolierglas bietet Leichtglas.


Auszeichnungen

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Auszeichnungen Doppelgold vorm Turnier Das von Alpine Bau umgesetzte polnische EM-Stadion, die ­Danziger PGE Arena, wurde im Vorfeld des Turniers mit zwei Preisen ausgezeichnet. Die Uefa-Europameisterschaft der Herren 2012 (EM) ist fast schon wieder Geschichte. Kurz vor dem Start der EM wurde das von Alpine gemeinsam mit einem polnischen Partner errichtete EM-Stadion in Danzig schon mit zwei renommierten Preisen ausgezeichnet. Bei der diesjährigen Verleihung des internationalen „Stadium Business Awards“ in Turin konnte die PGE Arena die Jury mit ihrer Form und Funktion überzeugen. Der Preis würdigt Architektur- und Designprojekte, die die zukünftige Entwicklung von Stadien, Arenen und großen Sportveranstal-

tungsstätten inspirieren und prägen. Außerdem verlieh der polnische Verband der Bauingenieure der Danziger PGE Arena den Titel „Gebäude des Jahres 2011“ in der Kategorie Sportobjekte. Der Wettbewerb gilt in Polen als der angesehenste in der Baubranche. Von der Jury wurden u.a. die Baustellenorganisation, angewandte bautechnische Lösungen, wie auch die Bauzeit und Art der Finanzierung bewertet. Das Stadion wurde von der Architektengruppe RKW Rhode Kellermann Wawrowsky Architektur + Städtebau entworfen und von Alpine umgesetzt.

AIT fördert angehende Architekten

Hot Books

Vier angehende Innenarchitektinnen aus Polen, der Schweiz und Deutschland müssen sich ein Jahr lang keine Sorgen mehr um die Finanzierung ihres Studiums machen – sie sind die Gewinnerinnen des AIT-Stipendiums der Sto-Stiftung und erhalten ein Jahr lang bis zu 1.000 Euro monatlichen Zuschuss. Die Preisrichter (v.l.): Dietmar Danner (Chefredakteur von AIT), Benedikt Wyss (Designo AG Innenarchitekten), Peter Cheret (Universität Stuttgart für die Sto-Stiftung) und Sabine Keggenhoff (Keggenhof | Partner aus Arnsberg). Foto: AIT

Alle Bewerber bewiesen aufgrund der eingereichten Unterlagen ihre außergewöhnliche Begabung sowie ihr hohes Engagement. Trotz der weiteren und sehr ausführlichen Auseinandersetzung der Juroren mit den Unterlagen der vier Bewerber konnte sich die Jury nicht darauf einigen, das Feld der Stipendiaten auf nur noch drei Personen zu reduzieren. Da die zur Verfügung stehende Gesamtsumme des Stipendiums limitiert ist, wurde zwei Bewerbern das volle Stipendium zuerkannt, während zwei weitere Bewerber jeweils 50 Prozent des dritten zur Verfügung stehenden Stipendiums bekommen. Das entschied die Jury rund um Dietmar Danner, Chefredakteur von

Das architektonische Design der 42.000 Zuschauer fassenden PGA Arena in Gdansk symbolisiert einen überdimensionalen, goldgelb leuchtenden Bernstein. Foto: Alpine

AIT. Von 125 zur Jurysitzung zugelassenen Bewerbern erhalten folgende Studenten das „Interior Scholarship“ für die Dauer von 12 Monaten, Beginn der finanziellen Förderung war Anfang Juni. Mit je 1.000 Euro pro Monat werden Selina Clément, FHNW, HGK, Institut für Innenarchitektur & Szenografie, Schweiz, und Johanna Schlauß, Muthesius Kunsthochschule Kiel, bedacht. Julia Beck, FH Trier, und Karolina Ptach, Academy of fine Arts, Polen, teilen sich die dritte Förderung. Finanziert werden die Stipendien durch die Sto-Stiftung, die sich „die Ausbildung der jungen Generation als eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft“ zum Ziel gesetzt hat.

Anna M. Del Medico Möbel & Design Guide 2012 medianet Verlag AG, 292 Seiten

Weniger ist mehr, aber mehr ist gemütlicher Im Stilwerk Wien präsentierte Autorin Anna M. Del Medico die bereits siebente Auflage des Möbel & Design Guides. Wer führt eine ganz bestimmte Marke, wo finde ich den besten Planer, wer löst mein Beleuchtungsproblem, wer berät mich bei der Gestaltung meiner neuen Küche oder meiner persönlichen Wellnessoase? Fragen über Fragen, die beantwortet und Wünsche, die erfüllt werden sollen. Der Möbel & Design Guide 2012 verkürzt den Weg. Hier dreht sich alles um die Welt des Wohnens, um das Planen und Gestalten mit Möbel, Licht, Wohntextilien und Accessoires. Der Designer und Professor für Produktdesign an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, Thomas Feichtner, provoziert bewusst mit seinem Statement, dass die Ansicht, Form folge Funktion so überholt sei, wie jene, dass Sex nur der Fortpflanzung diene. „Dies unterstreichen auch die neuen Wohntrends. Weniger ist mehr, aber mehr ist gemütlicher“, heißt es vonseiten der Herausgeber. Der Möbel & Design Guide wird über den Buchhandel vertrieben, die Inhalte sind aber auch im Web abrufbar, inklusive umfassender Suchfunktionalität. www.moebel-guide.at


Aktuell

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Bildung Planen mit Licht Alle 85 Wohneinheiten verfügen über private Freibereiche wie Gärten, Terrassen, Balkone oder Loggien. Rendering: g.o.y.a.

Gebaute Auszeit Die ÖSW AG errichtet in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro g.o.y.a. – group of young architects – und dem Landschaftsarchitekturbüro Rajek Barosch derzeit in der Adelheid-Popp-Gasse 3 in Wien-Donaustadt „ein besonders freizeitorientiertes Projekt“, wie es vonseiten des ÖSW heißt. Gemeint sind damit neben einem großen Wohnungsmix vor allem die Freizeitmöglichkeiten direkt in der Wohnhausanlage, die unnötigen Freizeitstress verhindern sollen. Die Fertigstellung des Projekts mit Namen „Time Out“ ist für das Frühjahr 2013 geplant. Passend zum Projekttitel gönnten sich auch die Bauarbeiter bei der traditionellen Gleichenfeier mit allen Projektbeteiligten Anfang Juni eine wohlverdiente Pause.

Erwin Wurm selbst nennt diese Art der Interventionen im öffentlichen Raum „pointen“. Fotos: Atelier Heiss Architekten

Konzept „getoppt“ Seit Dezember 2011 ist das Hotel Daniel Vienna aus der Feder von Atelier Heiss Architekten ein Magnet für ein innovative Ideen schätzendes Publikum. Ende Mai wurde nun eine Skulptur von Erwin Wurm am Flachdach des Hotels platziert. Die Arbeit Misconceivable („Unbenennbar/Missverständlich“) – ein gekrümmtes Segelboot – wird vier Jahre als Kunstinstallation die Visionen der Hotelbetreiber von einem lebendigen, zeitgemäß-trendigen Ort unterstreichen. Die prominente Skulptur ist weithin sichtbar und sorgt für einen besonderen Akzent auf dem ehemaligen Hofmann-La Roche-Gebäude aus den 1960ern.

Die Bedeutung von Licht und solarer Strahlung für zukunftsfähige Gebäude­ konzepte steht im Mittelpunkt des im März 2013 startenden neuen Experten­ seminars „Lichtplanung“ an der Donau Universität Krems. Knapp ein Fünftel des weltweiten Stromverbrauchs wird laut einer Studie der internationalen Energie Agentur IEA für Beleuchtung verwendet. „Lichtsensitives Planen ermöglicht hier eine energieoptimierte Architektur und beeinflusst das thermische Gebäudeverhalten. Darüber hinaus trägt es auch zur Förderung der Gesundheit bei“, sagt Architekt Gregor Radinger, Leiter des Zentrums für Lichtplanung und Lichtlabor Krems. Lichtplanung gehe weit über das Sichtbarmachen von Räumen und deren visuelle Qualitäten hinaus, so Radinger weiter. Das neue Expertenseminar „Lichtplanung“ an der Donau-Universität Krems

vermittelt in kompakter Form Basiswissen für lichtsensitives Planen. Es ist in drei jeweils einwöchigen Modulen organisiert und richtet sich an Architekten und Fachplaner insbesondere des Bauingenieurwesens, der Haustechnik und Bauphysik, Städte- und Raumplaner, Immobilienwirtschafter, Denkmalpfleger, Innenarchitekten sowie Facility Manager. Es ist Bestandteil des viersemestrigen Masterlehrgangs „Tageslicht Architektur“, der am 15. Oktober 2012 startet. Das Expertenseminar „Lichtplanung“ kann unabhängig vom Lehrgang besucht werden. Start ist 11. März 2013 www.donau-uni.ac.at/dbu/tla

Anders als geWohnt Gegenüberstellung 1:1

© Peter Nigst

von

Raffaela Lackner für das ArchitekturHaus Kärnten in Kooperation mit der Architekturstiftung Österreich Netzwerk für Baukultur

www.architekturstiftung.at

Am 01. und 02. Juni 2012 fanden zum sechsten Mal die Architekturtage in ganz Öster­ reich statt und luden unter dem Motto „anders als geWohnt“ zu einem außergewöhnlichen Architekturereignis ein! Die Veranstaltungen richten sich in erster Linie an die breite Öffentlichkeit, die aufgefordert wird, sich mit der gebauten Umwelt zu beschäftigen und diese zu hinterfragen. Im Wohnen spiegelt sich das Weltverständnis, der Gemeinschaftssinn und die Lebensauffassung der BewohnerInnen durch den individuellen Gestaltungswillen wieder. Wenn es um Wohn(t)räume geht denken viele an die makellosen Abbildungen in Hochglanzmagazinen. Die FH Kärnten hat sich aber die Frage gestellt, wie arme Menschen in Südafrika wohnen. Dazu wurden zwei Shacks (Selbstbauhütten in Townships) mit je 22 m² von Architekturstudierenden aufgebaut und in Kontrast zu einer 95m² großen Standardwohnung in Österreich gestellt. Eine Gegenüberstellung 1:1 – erzeugt Gleichzeitigkeit zum Nachdenken und stellt pure Notwendigkeit im Gegensatz zu materiellem Besitztum. Zu den Videos:

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Baudokumentation

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Neues Universitätsgebäude für Publizistik und Informatik in Wien 9 von außen. Fotos: Harald A. Jahn

2 in 1 Baudokumentation Die Studienrichtungen der Publizistik und Informatik der Universität Wien ziehen in ein neues Universitätsgebäude. Ab dem nächsten Studienjahr ist das Pendeln zwischen mehreren Standorten damit vorbei. von Redaktion

D

as neue Gebäude für Publizistik und Informatik der Universität in der Währinger Straße im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund ist seit kurzem bezugsfertig. „Nach rund zwei Jahren Bauzeit finden die Studierenden und Lehrenden jetzt ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld vor. Die Investitionen belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro. Das Objekt verfügt über eine Fläche von rund 11.000 Quadratmetern“, so HansPeter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft, im Rahmen der Präsentation Ende Mai. Die Übergabe des Objekts an der Währinger Straße 29 erfolgte allerdings bereits im März. „Der neue Standort wird sehnlich erwartet. Der besondere Vorteil ist die unmittelbare Nähe zum Campus der Universität Wien sowie die Zusammenführung von Informatik und Publizistik, welche auch fachliche Kooperationen erleichtert“, so Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien. In den nächsten Monaten wird die Einrichtung und Möblierung des Gebäudes abgeschlossen, sodass für die Übersiedlung der Fakultät für Informatik und des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft im Sommer alles vorbereitet sein wird.

Viel Platz für viele Studierende Das neue Gebäude bietet auf sieben Obergeschoße verteilt: Büroarbeitsplätze, Arbeitsbereiche und Kommunikationszonen für die Studierenden, drei Hörsäle (1 x 200, 2 x 50 Personen), zwölf Seminarräume (für 20 bis 49 Personen), sechs PC-Schulungsräume (für 20 bis 30 Personen) und sieben EDVForschungslabors. Im Erdgeschoß befindet sich das ­Foyer, von dem aus die Hauptstiegen, Studienservice- und Beratungsräume und der Bibliotheksbereich direkt erreichbar sind. Die Berechnungen gehen davon aus, dass sich täglich rund 1.800 bis 2.000 Personen in dem Institutsgebäude aufhalten werden; derzeit sind rund 5.000 Personen für ein Studium der Publizistik und rund 1.800 Personen für Informatik inskribiert. Die Bibliothek beider Institute, im Erdgeschoß und in den zwei Untergeschoßen, bietet Raum für Leseplätze und rund 300.000 Bücher. Der teilweise begrünte und mit Sitzflächen gestaltete Innenhof dient Studierenden und Lehrenden als Rückzugsort. Mit der Planung wurden NMPB Architekten ZT GmbH betraut.


Nachhaltiges Planen und Bauen

Juni 2012 | 6

Am Podium: (v.l.)Bruno Sandbichler (Sprecher IG Architektur), Günther Sokol (Bundesimmobilien Gesellschaft, Leiter Planen und Bauen ­Österreich), Georg Pendl (Präsident Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten), Peter Huemer (Journalist und Historiker), Fritz Kittel (Wirtschaftsagentur Wien, Leiter Immobilienabteilung), Georg W. Reinberg (Mitglied des Nachhaltigkeitsausschusses) und Karl Friedl (Geschäftsführer M.O.O.CON, Bauherrenberatung). Fotos: Bernhard Wolf

Allheilmittel Mehrstufigkeit? Nachhaltiges Planen und Bauen – ohne Architekturwettbewerb? Bei der zwölften Veranstaltung der Podiumsdiskussionsreihe der Bundeskammer der Architekten und ­Ingenieurkonsulenten diskutierten Experten Ende Mai im Erste Bank Event Center Wien ein doppelt ­kontroverses Thema: Architekturwettbewerbe und Nachhaltigkeit.

U

nklare Briefings, ausgebeutete Architekten, überforderte Juroren: Für die einen sind Architekturwettbewerbe alles andere als probate Mittel für mehr Nachhaltigkeit beim Planen und Bauen. Andere meinen: Nur sie sind Garanten für die beste Idee und Lösung – und eine große Chance für junge Büros. Georg W. Reinberg, Mitglied des Nachhaltigkeitsausschusses der BAIK, sprach vielen Architekten aus der Seele, als er einleitend darstellte: „Architekturwettbewerbe funktionieren nicht, schon gar nicht im Kontext der Nachhaltigkeit.“ Schon jetzt seien sie für Architekten wirtschaftlich schwer zu verkraften; kommen die gesteigerten Anforderungen durch Nachhaltigkeitsauflagen hinzu, würden sie schlicht unfinanzierbar. Das Dilemma: Die Wettbewerbsverfahren selbst seien nicht nachhaltig: „Energie und Arbeit werden weggeworfen. Nachhaltige Architektur bedarf neuer Wettbewerbsverfahren. Mehr

Geld, mehr Zeit, mehr Respekt vor den Architekten gehören dazu.“ Dem konnte sich Bruno Sandbichler, Sprecher der IG Architektur, zum Teil anschließen. Er betonte, dass die Weichenstellungen für Nachhaltigkeit im Vorfeld gelegt würden, bei den Bauherren – durch den Standort, durchs Budget, durch die Art, wie Ziele definiert würden. Er nahm auch die Politik in die Pflicht: „Förderungen werden ohne Bindung an Qualitätskriterien vergeben. Und: Solange die Raumordnung über Gemeinderäte funktioniert, kann es ausreichen, den Bürgermeister zu kennen, um eine Umwidmung zu bekommen.“ Für Günther Sokol von der Bundesimmobiliengesellschaft (Big) sind Wettbewerbe nach wie vor „Garanten für die beste Idee und Lösung“. Und diese Lösung werde umso überzeugender, je genauer der Bauherr wisse, was er haben wolle – gerade beim nachhaltigen Bauen. Ein Wettbewerb, betonte Sokol,


Nachhaltiges Planen und Bauen

Juni 2012 | 7

Bruno Sandbichler (Sprecher IG Architektur)

Günther Sokol (Bundesimmobilien Gesellschaft, Leiter Planen und Bauen Österreich)

Georg Pendl (Präsident Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten)

Fritz Kittel (Wirtschaftsagentur Wien, Leiter Immobilienabteilung)

Karl Friedl (Geschäftsführer M.O.O.CON, ­Bauherrenberatung)

Georg W. Reinberg (Mitglied des Nachhaltigkeitsausschusses)

„ist kein Lieferauftrag. Es geht darum, einen Partner zu finden, mit dem man verhandeln kann.“ Im Übrigen würde die Big die Wünsche ihrer Kunden realisieren, diese seien also zuständig, zu bestimmen was sie wollten und damit auch wie nachhaltig sie sein wollten. Was die Bauherrenverantwortung betrifft wurde er bestätigt von Karl Friedl, Geschäftsführer der M.O.O.CON, einer Firma, die Strategieberatung für Bauherren leistet: „Die erste Qualität ist tatsächlich die Bestellqualität. Ein zweiter wesentlicher Aspekt ist die Veränderung weg vom Architekturwettbewerb hin zum Generalplaner-Wettbewerb. Gerade in Hinblick auf Nachhaltigkeit geht es um integrale Gesamtkonzepte.“ Fritz Kittel, Leiter der Immobilienabteilung der Wirtschaftsagentur Wien, warnte vor überfrachteten Briefings bei Wettbewerben: „Je mehr ökologische Ziele man da reinpackt, desto unrealistischer werden sie. Tatsächlich sollte es beim nachhaltigen Bauen darum gehen, einen Partner zu finden, mit dem man gemeinsam Ziele schärft und innovativ wird. Planungsverfahren sind lebendige Prozesse.“ Ein klares Bekenntnis für Architekturwettbewerbe kam vom BAIK-Präsidenten Georg Pendl. Sie seien ein qualitätsorientiertes ebenso wie ein projektorientiertes Vergabeverfahren. „Wettbewerbskultur gehört gepflegt. Dann sind Wettbewerbe ein Entree gerade für kleine und junge Büros.“ Das Thema Nachhaltigkeit müsse vor allem bei öffentlichen, also aus Steuergeldern finanzierten Ausschreibungen „transparent,

nachvollziehbar, fair“ kommuniziert und bewertet werden. In Anbetracht des „Unzufriedenheitsgefälles“ am Podium fragte Moderator Peter Huemer nach: „Ist es die Jury, an der Wettbewerbe kränkeln? Schließlich sind die Beurteilungskriterien im Bereich Nachhaltigkeit noch nicht ausreichend entwickelt.“ Ja, viele Juroren seien überfordert, denn beim nachhaltigen Bauen gehe es um eine grundlegend andere Art zu bauen, sagte etwa Reinberg. Nein, denn durch Nachhaltigkeit ändere sich nichts, so Pendl: „Bei Wettbewerben sollte es darum gehen, Eckpfeiler zu definieren – und nicht ums Erbsenzählen, zum Beispiel mit sinnlosen Tabellen“. Dem stimmte Sandbichler zu: Ein zu enges Korsett bei Ausschreibungen schmälere den kreativen Gehalt und somit die Essenz architektonischer Leistung. Ein wiederkehrendes Thema, auch in der Diskussion mit dem Publikum, war der volkswirtschaftliche Schaden, der durch das „Arbeiten für den Mistkübel“ entstehe. Schließlich lohne sich der (durch Nachhaltigkeitsaspekte ohnehin steigende) Aufwand einer Wettbewerbsteilnahme nur für jeweils ein Büro. Allgemein favorisiert wurden zweistufige Verfahren, wobei Pendl gegen die Präqualifikation durch Referenzprojekte eintrat – auch das benachteilige die Jungen. Allgemein mehr Zeit für die Auseinandersetzung mit Wettbewerbsbeiträgen durch die Jury sowie mehrstufige Bearbeitungstiefen in der Vorprüfung wurden neben höheren Preisgeldern als wesentliche Faktoren hin zu einer besseren Wettbewerbskultur genannt – von der auch die Nachhaltigkeit profitiere.


Ausstellung

Juni 2012 | 8

Ein Musterbeispiel qualit채tvoller Tourismusarchitektur ist das Seehotel Enzian von G체nther Domenig. Foto: G체nther Domenig


Ausstellung

Juni 2012 | 9

Bauen am Wasser – mit mehr Qualität Ausstellung In Velden am Wörthersee zeigt die Ausstellung „Kalt und warm“, dass Tourismusarchitektur etwa in der Nähe von Seen oder in Thermenregionen auch durchaus architektonisch wertvoll gestaltet sein kann. Im Rahmen der Gordana Brandner-Gruber und Astrid Meyer-Hainisch kuratierten Schau, kann der Besucher ganz entspannt von Liegestühlen aus, mitverfolgen, was gute Gestaltung am Wasser für die Region zu leisten vermag. von Christine Müller „In der Ausstellung haben wir uns auf qualitätsvolle Tourismusarchitektur im Alpen-Adria Raum fokussiert, kalt steht dabei für Seen-, warm für Thermalwasser“, erläutern Brandner-Gruber und Meyer-Hainisch ihr Konzept. Seit Beginn der Sommerfrische vor über 150 Jahren bis heute hat die Bautätigkeit an Kärntens Seen stark zugenommen. Grundstücke hat man umgewidmet, verkauft und zunehmend bebaut, der freie Seezugang wurde knapp. Bis heute fehlt ein überregionales gestalterisches Leitbild, und viele Gemeinden stehen angesichts stagnierender oder gar rückläufiger Nächtigungszahlen finanzkräftigen Investoren und Bauträgern ohnmächtig gegenüber. Dabei wird nur zu oft kurzfristig gedacht und punktuell entschieden. Der größere Zusammenhang – der Ort als städtischer Bereich und der See als Landschaftsraum – bleibt unberücksichtigt. So entstehen unmaßstäbliche Projekte, deren Nutzung als Zweitwohnsitze im Konflikt mit der bereits bestehenden touristischen der Anrainerbauten steht. Das Beste auf Reisen Die Ausstellung „kalt und warm“ zeigt rund 30 ausgewählte „Best Practice“-Projekte für Baukultur im Tourismus in Seenund Thermenregionen im Alpen-Adria Raum (insbesondere in Österreich, Slowenien und Italien). Ihr vorangegangen sind mehrere Jahre intensive Recherche, in denen das Thema sondiert und in diversen Veranstaltungen und Aktivitäten für Fachleute und Laien aufbereitet wurde. „kalt und warm“ ist als Wanderausstellung konzipiert und tourt in den nächsten Jahren durch jene Regionen im AlpenAdria-Raum, die durch Tourismus geprägt sind. Sie wird in Architekturhäusern, Gemeindeämtern, Tourismusbüros, touristischen Betrieben und an Veranstaltungsorten zu sehen sein. Ziel ist es, einerseits in die Gemeinden, wo bereits Veranstaltungen stattfanden, wiederzukehren. Dadurch sollen Tourismus- und Gemeindeverantwortliche weiter ermutigt werden, hervorragende Baukultur umzusetzen sowie Bewohner und Gäste für das Thema zu begeistern. Zudem möchte man mit der Ausstellung diejenigen Tourismusgemeinden, die noch keine vorbildhaften Projekte aufweisen, für jene Prozesse sensibilisieren, die zu mehr Qualität führen und den Mehrwert von Baukultur für die Region kommunizieren. Letztlich will man

Touristikern und politischen Entscheidungsträgern Mut machen, in Baukulturqualität zu investieren. Denn neben dem Service gewinnt die Atmosphäre einer Unterkunft zusehends an Bedeutung – im 5-Sterne-Hotel wie im Privatzimmerbereich. Für mehr Qualität Es ist dabei kein Zufall, dass die Eröffnungsausstellung in Velden am Wörthersee stattfindet, wie die beiden Kuratorinnen erklären: „Im oberösterreichischen Gmunden hat der seit 13 Jahren aktive Gestaltungsbeirat viele negative Verbauungen am See verhindern können und Qualitätsprojekte gefördert. Dort ist das gesamte Ufer als unverbaute Promenade erhalten geblieben. In Kärnten wird Velden seit vier Jahren von so einem Beirat begleitet und der Erfolg beginnt sich schön langsam einzustellen. Es wäre „wünschenswert“, wenn es solche Beiräte in allen See- und Thermenregionen gäbe“, meinen die Kuratorinnen. Schwarz auf WeiSS Eine zweisprachige Publikation „kalt und warm“ (deutsch/ englisch) begleitet die Wanderausstellung. Sie ist gleichzeitig Projektbericht, Tourismus-Architektur-Führer und Leitfaden für Entscheidungsträger auf Gemeinde- und Landesebene und soll auf verständliche Weise die Bedeutung qualitätsvoller, zeitgenössischer Baukultur für Seen- und Thermenregionen über die Grenzen hinweg vermitteln. Alle Ergebnisse der bisherigen Veranstaltungen von „kalt und warm“ werden darin zusammengefasst und um Fachbeiträge von Architekten sowie Interviews mit Touristikern ergänzt. Die Publikation beinhaltet andererseits die für die Ausstellung zusammengestellte „Best Practice“-Sammlung von insgesamt mehr als 50 vorbildhaften Baukulturprojekten in Seen- und Thermenregionen des Alpen-Adria-Raums. Mehr Informationen unter www.kalt-warm.org Bis 13. Juli, im Gemeindeamt Velden am Wörthersee, Erdgeschoß Nächste Station: ArchitekturHaus Kärnten, ab Oktober 2012.


Ausstellung

Juni 2012 | 10

Temporäres Bauwerk im Rahmen der Architekturtage 2012 „anders als geWohnt. Foto: Hanno Mackowitz

Öffentliches Wohnen Ausstellung Ein Dutzend Architekturstudenten haben sich unter dem Namen Tortenwerkstatt zusammengetan, um ­gemeinsame Projekte zu entwickeln und diese auch eigenhändig zu realisieren. Für die Architekturtage suchten die Studierenden im Auftrag des aut einen Platz in Innsbruck, an dem sie das Motto „anders als geWohnt“ auf ihre Weise umsetzen konnten. von Gretl Köfler

G

efunden haben sie einen prominenten, aber verrufenen Ort: den ehemaligen Kiosk mit WC, heute Trafostation, an der Nordseite der Innbrücke. Ähnlich wie bei den Architekturtagen vor zwei Jahren mit Columbusnext machte man auch heuer den temporären Versuch, einen leicht verwahrlosten Park in zentraler Lage aufzuwerten. In dessen Umfeld werden derzeit die Wohnungen von Substandard ins Luxussegment transformiert. Für die Stattstube wurde die Trafostation mit Gerüsten eingehaust. Zu ebener Erde nimmt eine Ideenbox Veränderungswünsche der Anwohner auf; Blumentöpfe, Allzweckmöbel und Hängematten schaffen einen Ruheplatz für erschöpfte Innenstadt-Shopper. Nach oben führten zwei Wege: über eine steile Metallstiegen neben der Brücke oder über eine lange Rampe im Park, begleitet von einem Gerüstschutznetz als Geländer, vorsorglich gedacht für ältere Anrainer. Auf

halbem Weg lädt eine Ausbuchtung zu einer kurzen Rast. Die Aussichtsplattform mit Rundumblick – sechs Meter über der Erde – bietet die Anmutung einer rauhen Stube. Das abgestufte Holzdeck wurde möbliert mit robusten, selbst getischlerten Tischen, Bänken, einer Abstellfläche und einem gelben Stuhl als einzigem Farbfleck. Da der angrenzende Baum nicht genügend Schatten spendet, wurde aus Gerüstschutznetzen eine Überdachung gebastelt. Mit dieser Wohlfühloase wollten die Studenten öffentliches Wohnen demonstrieren, ein bewohnbares, öffentliches Objekt zum Essen, Trinken, Plaudern, Freunde treffen, passenderweise eröffnet mit einem Konzert der Architekturstudenten-Band Times New Roman, das mit dem alljährlichen Stadtteilfest zusammenfiel. www.tortenwerkstatt.net und auf facebook


Ausstellung

Juni 2012 | 11

08.06 >

1000 CHAMBRES AVEC VUE LE FUTUR

14.10.12 WILLY VAN DER MEEREN IEDER ZIJN HUIS (EVERE, BE)

Éditeur responsable / Verantwoordelijke uitgever : Christophe Pourtois, CIVA, Rue de l’Ermitage 55 Kluisstraat, Bruxelles 1050 Brussel

DES GRANDS ENSEMBLES DE LOGEMENTS

1000 KAMERS MET UITZICHT DE TOEKOMST VAN DE GROTE

JACK LYNN, IVOR SMITH

PARK HILL (SHEFFIELD, UK)

WOONENSEMBLES

1000 Zimmer mit Aussicht Ausstellung Fast anachronistisch mutet es an, dass Wohnbauten aus den Sechzigerjahren inzwischen quasi unter Denkmalschutz stehen und dem British Heritage bzw. dem Belgischen Patrimoine angehören. Eine Ausstellung im CIVA in Brüssel stellt sie vor.

Dans le cadre de In het kader van

von Susanne Karr

Das Plakat der Ausstellung Avec le soutien de Willy Decourty, Bourgmestre, Yves de Jonghe d’Ardoye, Député honoraire, Échevin de la Culture, et des membres du Collège des Bourgmestre et Échevins d’Ixelles. Met de steun van Willy Decourty, Burgemeester, Yves de Jonghe d’Ardoye, Volksvertegenwoordiger, Schepen van Cultuur en het Schepencollege van Elsene.

rechts oben: Das Park Hill Ensemble in Sheffield der Architekten Ivor Smith und Jack Lynn in einer historischen Aufnahme. Fotos: Willy Van Der Meeren Archives

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as Ensemble Park Hill in Sheffield,1957 bis 1960 vom Architektenteam Ivor Smith und Jack Lynn entworfen und realisiert, und das Ieder Sijn Huis in Evere, im Nordosten Brüssels, von Willy van der Meeren 1952 bis 1961 errichtet, benötigten inzwischen Renovierungsarbeiten. Unter strenger Berücksichtigung erhaltenswerter Strukturen sollten sie gleichzeitig qualitativ verbessert und heutigen Ansprüchen angepasst werden, und erhielten effektiveren Lärmschutz und bessere Wärmedämmung ebenso wie eine offenere, „luftigere“ Gestaltung der Durchgänge und Wege. Der aktuelle Bezug, der durch die Renovierung hergestellt wird, wirft Fragen neu auf, die den Wohnbau generell betreffen: die Kombination von öffentlichem Raum und Privatsphäre. Die Ausstellung versucht folgenden Fragen nachzugehen: Wie waren die Vorstellungen des Alltagslebens in den Fünfzigerjahren und wie sind sie heute? Was sagen sie über gesellschaftliche Veränderung aus? Park Hill mit seinen 995 Apartments galt seinerzeit als gewagtes und signifikantes Projekt. Am Stadtrand Sheffields erbaut, wo sich seit Ende des 18. Jahrhunderts die Siedlungen der Kohlebergwerksarbeiter befanden, in den Achtzigerjahren heruntergekommen, wurde es nach seiner Klassifizierung Ende der Neunzigerjahre zur Renovierung ausgeschrieben; Das Architekturbüro Urban Splash führt diese derzeit durch. Eine veränderte Wahrnehmung von Materialien initiierte

bei der Renovierungsplanung das Abtragen von Ziegeln, die Intention dabei war es, die Fassade transparenter zu machen und dieser eine schimmernde Qualität zu verleihen. Die Assoziation mit einem Ghetto soll auf diese Weise abgewendet werden, obwohl der dem Bergbau entlehnte etwas „raue“ Eindruck erhalten bleiben soll. Das Flachdach in Sheffield bleibt dementsprechend als „Sheffield Cliff“ als Landmark bestehen. Ebenso wird die Rasterung der Fassade als identitätsstiftend für den Bau gewertet und beibehalten. Ieder Sijn Huis entstand als Auftrag zur Schaffung eines Gegenentwurfs zu den traditionell schlechten Unterkünften für Arbeiterfamilien. Angemessener Wohnraum für eine große Anzahl von Menschen wurde gefordert, Elektrizität, warmes Wasser und separate Badezimmer in alle 105 Wohnungen zu bringen. Von der Seite her wirkt das Wohnhaus wie ein Turm. Die Dachterrasse war und ist für das Gemeinschaftsleben als Treffpunkt gedacht, und die Gänge sollen offen und einladend wirken. Mit der Renovierung wurde das Architekturbüro Origin beauftragt.

www.civa.be Die Ausstellung ist im CIVA in der Rue de l‘Ermitage 55, 1050 Brüssel, bis zum 14.Oktober zu sehen.


Kalender

Juni 2012 | 12

Ausstellungen | Messen | Vorträge | Bildung

di

Wien, 18:00 Vortrag und Führung: Die Sammlungsdatenbank der Wiener Werkstätte im Internet. Mak, Stubenring 5. www.mak.at

26.06.

do 28.06.

29.06.

sa 30.06.

mi 04.07.

do 05.07.

Wien Seminar: ÖNorm B 2110 Modul 3– Leistungsabweichung. Flemings Hotel, ­Neubaugürtel 26-28. www.lindeverlag.at

Wien, 16:00 – 20:00 Seminar: Innendämmung von Bestandsobjekten. Ofi – Arsenal, Objekt 213, Franz Grill Straße 5. www. archingakademie.at

Wien, 17:00 – 20:15 Seminar: Der Bauvertrag auf Basis der LB-HB 19. Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9. www.archingakademie.at

Klagenfurt, 19:00 (bis 03.08.2012) Ausstellungseröffnung: rural urbanism. Architekturhaus Kärnten. www.architektur-kaernten.at

Innsbruck, 19:00 (bis 22.09.12) Ausstellungseröffnung Álvaro Siza – Von der Linie zum Raum. Aut, Lois-Welzen­bacherPlatz 1. www.aut.cc

Wien, 19:00 (bis 16.09.12) Ausstellungseröffnung Skin – Material Future. Designforum Wien, Quartier21 im MQ. www.designforum.at

Wien, 10:00 (bis 30.06.12) Präsentation: Werkzeuge für die DesignRevolution. Mak. www.mak.at

Wien, 16:00 Besichtigung: Bauvisite 168 – Selbstbest. Wohnen a. „Meisenbühel“. TP: Veitlissengasse 35-45. www.oegfa.at

Linz, 19:00 (bis 27.10.12) Ausstellungseröffnung: Innenansicht Südost – Erkundungen islamischer Glaubensräume. Afo. www.afo.at

Wien, 20:00 Gedenkabend: Ein Abend für Dieter Schrage. Wien Museum am karlsplatz. www.wienmuseum.at

Düsseldorf (bis 30.06.12) Fußballturnier: Fieldsoccer Tour 2012 – Architektenmeisterschaft. www.fieldsoccer.com

© Jólan van der Wiel

Ternitz/Pernitz, 08:45 Exkursion: Eine Landpartie zu Roland Rainer und Josef Frank. TP: Operngasse 1, Wien. www.oegfa.at

Graz, 11:00 Führung: Studentenwohnheim Moserhofgasse/ Kaltenegger und Partner Architekten. TP: HDA. www.hda-graz.at

Innsbruck, 11:00 Besichtigung: D. Fügenschuh „Stadterw. Unterer Stadtplatz – Fischergries, Kufstein“. TP: Unterer Stadtplatz b. d. Innbrücke. www.aut.cc »

Wien: 15:00 Rundgang: Geymüllerschlössel. Mak-Expositur Geymüllerschlössel, Khevenhüllerstraße 2. www.mak.at

Salzburg, 17:00 – 20:00 Tag der offenen Tür: Wohn.geschichten. Initiative Architektur im Künstlerhaus, Hellbrunner Straße 3. www. initiativearchitektur.at

Vaduz, 09:00 (bis 05.07.12) Präsentation: Schlusskritik der Abschlussarbeiten. www.uni.li/ architektur

© Peter Blake und VBK, Wien 2012

Mondsee, 10:00 (bis 07.07.12) Seminar: Liegenschaftsbewertung. Hotel Schloss Mondsee, Schlosshof 1a. www. archingakademie.at

Wien, 11:00 Kinderprogramm: Der Zirkus ist in der Stadt! Kunsthalle Wien, Halle 1 im MQ. www.kunsthallewien. at

Wien, 19:00 Stadtralley: Snitzel race goes Circus. Treffpunkt: Kunsthalle Wien im MQ. www. kunsthallewien.at

Wien, 09:00 – 13:00 Info-Veranstaltung: Leistungsbild Prüfingenieur. Rathaus Wien, Nordbuffet, Lichtenfelsgasse 2. www. archingakademie.at

Wien, 15:50 Exkursion: Sommertour 1 – Architektur, Mode & Design „Wien als Lifestyle Metropole“. TP: AZW Shop im MQ. www.azw.at

Dornbirn, 17:00 Besichtigung: Lugerhaus/ Baumschlager Hutter. TP: Lugerhus. www.v-a-i.at

mo

Mondsee (bis 10.07.12) Seminar: Verhandlungstraining. Hotel Schloss Mondsee, Schlosshof 1a. www.ars.at

09.07.

di 10.07.

mo 16.07.

do

Wien, 09:15 – 17:15 Seminar: Reklamation & Beschwerde. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

Hallein (bis 28.07.12) Seminar: Kunst hat immer Konsequenzen. Alte Saline Hallein. www.summeracademy.at

© Ed Ruscha

Wien, 09:00 – 17:00 Seminar: Grundlagen des Vergaberechts. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

sa

Hallein (bis 04.08.12) Seminar: Form fatale. Alte Saline Hallein. www.summeracademy.at

Wien, 15:00 Rundgang: Geymüllerschlössel. Mak-Expositur Geymüllerschlössel, Khevenhüllerstraße 2. www.mak.at

21.07.

Bregenz, 11:00 Architekturführung: Reading Ed Ruscha. Kunsthaus Bregenz, Karl-Tizian-Platz. www.kunsthaus-bregenz.at

»

22.07.

Wien, 11:00 Kinderprogramm: Der Zirkus ist in der Stadt! Kunsthalle Wien im MQ. www.kunsthallewien.at »

Kopenhagen (bis 07.07.12) Exkursion: StoDesign Forum. www.stodesign.de

Wien, 17:00 Führungen: Art Night im MQ. www.mqw.at

Krems (bis 07.07.12) Lehrgang: ÖGNBGütesiegel für Nicht-Wohngebäude. ­Kolping Campus Krems, Alauntalstraße 95&97. www.oegnb.net

Wien (bis 26.08.12) Ausstellung: Lucy Skaer. Kunsthalle Wien. Project Space am Karlsplatz. www.kunsthallewien.at

Wien, 17:00 Begehung: Hausbesetzer-Rundgang – 30 Jahre danach. TP: U4 Kettenbrückeng., Ausgang Eggerthg. www. wienmuseum.at

Bregenz, 18:00 (bis 14.10.12) Ausstellungseröffnung: Reading Ed Ruscha. Kunsthaus Bregenz. www.kunsthaus-bregenz.at

© Christian Schreibmüller/ Sammlung Wien Museum

Magdeburg Konferenz: Wohneigentum stärken – Wohnwünsche erfüllen – Stadtstrukturen gestalten. Gesellschaftshaus am Klosterbergegarten. www.deutscher-verband.org

19.07.

so

© Christian Flatscher

»

06.07.

© Fernando Guerra

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fr

Wien, 17:00 – 20:15 Seminar: Das rechtliche Einmaleins für ZT. Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9. www.archingakademie.at

»

fr

Wien, 17:00 – 20:15 Seminar: Die ÖNorm B 3415 Neu. Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9. www.archingakademie.at

»

27.06.

Wien, 19:00 Vortrag: Cohen Astrotecture. TU Wien. www. spacearchitect.org

Hallein (bis 04.08.12) Seminar: Zeichnen als Wunschmaschine – Die Stadt neu erfinden. www.summeracademy.at

Hallein (bis 04.08.12) Seminar: Streifzug durch die Medienkunst. Alte Saline Hallein. www.summeracademy.at

Wien, 19:00 Stadtralley: Snitzel race goes Circus. TP: Kunsthalle Wien im MQ. www.kunsthalle» wien.at

© Eames Office, Courtesy Eames Office

Wien, 15:50 Exkursion: Sommertour 2 – Aufbruch in die Moderne „Architektur von Otto Wagner und Adolf Loos“. TP: Postsparkasse Wien. www.azw.at

Ausbau und Garten. Gera, 06.07.2012 – 08.07.2012. www.arcos-marketing.de

mi

Dornbirn, 19:00 Vortrag: architecten de vylder/ vinck taillieu. Designforum, Campus Dornbirn, Hintere Achmühlerstraße 1. www.v-a-i.at

Haus & Garten Träume Gera 2012. Ausstellung für Heim,

25.06.

Wien, 09:00 (bis25.06.12) Seminar: Bauphysik bei der Bestandssanierung. Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9. www.archingakademie.at

»

mo


Gesellschaft

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gesellschaft 20 Jahre, über 2.000 Projekte

Ausgelassene Stimmung in der Eternit-­ Veranstaltungshalle. Foto: Eternit

Jubiläum beim Eternit-HTL-Wettbewerb. Bereits zum 20-sten Mal wurden Ende Mai In Vöcklabruck herausragende Projekte der HTL-Schüler aus ganz Österreich ausgezeichnet. Insgesamt 700 geladene Gäste bevölkerten die Eternit-Veranstaltungshalle – darunter als Ehrengast Architekt Klaus Hosp, der vor 20 Jahren als Architekturberater bei Eternit den Bewerb ins Leben gerufen hat: „Ich bin gerührt, dass dieser Bewerb so viele Früchte trägt. Wir haben 1992 ganz klein mit nur einer Schule angefangen, nun sind nahezu alle österreichischen HTLs mit dabei. Die Schüler und Schülerinnen leisten tolle Arbeit und der Rahmen der Preisverleihung ermöglicht es, Projekte anderer Schulen im Vergleich zu sehen“. Die insgesamt 107 Preise übergab Anders Holte, Vorstandsvorsitzender der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG: „Es ist eine Freude, so viele junge Menschen hier in Vöcklabruck begrüßen zu können. Für Eternit ist der Bewerb eine gute Möglichkeit, den angehenden Architekten unsere Produkte näher zu bringen. Auf der anderen Seite erfahren wir, was sich die Schüler wünschen und wie sie gestalten wollen. In 20 Jahren haben wir nun schon mehr als 2.000 Projekte belohnt und ich kann sagen, dass das Niveau und die architektonische Bandbreite von Jahr zu Jahr steigen.“

Durchmischt und durchgesteckt

Spatenstich (v.l.): Architekt Heinz Neumann, Wilhelm Haberzettl (Vorstandsvorsitzender BWSG/WBG), Josef Kaindl (Bezirksvorsteherin-Stellvertreter), Heinz Mölzer (Alpine Bau GmbH), Walther Slameczka (Dir.Stv. Oberbank AG). Foto: Neumann + Partner

Soziale Nachhaltigkeit steht beim Ende Mai gestarteten Wohnbauprojekt Ecke Laxenburgerstraße/Dieselgasse im zehnten Wiener Gemeindebezirk im Vordergrund. Ziel des Projekts des Bauträgers WBG, Wohnen und Bauen GmbH – ein Unternehmen der BWS-Gruppe – ist es, leistbares Wohnen auf hohem Niveau zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund gilt es in Planung und Ausführung die finanziellen Ressourcen geschickt einzusetzen. Die BWSG (besser wohnen seit Generationen) vertraut dabei auf den Erfahrungsschatz von Architekt Heinz Neumann und seinem Planungsteam. Dem Wunsch des Bauherren entsprechend entwickelten Neumann und sein Team ein breit gefächertes Spektrum an unterschiedlichen Wohnungstypen mit Wohnnutzflächen zwischen knapp 40 bis maximal 102 Quadratmeter. Die Größen der Wohnungen wurden dabei derart optimiert, dass Zwei-Zimmerwohnungen bereits ab rund 38 Quadratmeter zur Verfügung stehen, Drei-Zimmerwohnungen können ab 69 Quadratmeter und Vier-Zimmerwohnungen schon ab 88 Quadratmeter angeboten werden. Die unterschiedlichen Wohnungstypen sind geschoßweise durchmischt, so dass die Möglichkeit des Zuzugs von Familien mit betreuten Angehörigen in der Nebenwohnung begünstigt wird. Die Wohnungen sind West-Ost oder Nord-Süd orientiert und zum überwiegenden Teil durchgesteckt, wobei jeder Wohneinheit ein privater Außenbereich in Form einer Loggia oder einer Terrasse zugeordnet ist. Die Fertigstellung ist für Herbst 2013 geplant.

Bauliches Zeichen gesetzt

Spatenstich zur 22. Quester-Filiale (v.l.): Norbert Hartl (GF Baugruppe Schmid), Ulrich Paulmann (GF Quester), Erwin Janesch-Voit (Quester) und Andrea Schabel-Fuchs (Wirtschaftskammer). Foto: Fotodienst/Rauchenberger

Baustoff- und Fliesenhändler Quester hat Ende Mai in Wien-Auhof den Spatenstich zu seiner 22. Filiale gesetzt. Der neue Standort soll Kunden aus dem westlichen Wien und den angrenzenden niederösterreichischen Bezirken anziehen. Die neue Filiale wird die erste, die seit der Übernahme durch die irische CRH im Jahr 2005 gebaut wird. Quester-Geschäftsführer Ulrich Paulmann: „Für uns ist das ein historischer Moment. Wir haben uns als Teil der CRH-Gruppe neu formiert und können nun weiter wachsen. Der Bau der neuen Filiale ist ein sichtbares Zeichen dafür.“ An der Feier zum Baustart in der Johann-Schorsch-Gasse nahmen unter anderen Andrea Schabel-Fuchs als Vertreterin der Wirtschaftskammer, Vermieter Franz-Georg Stern, Ewald Thenmayer vom Baumanagement Forstner, der Geschäftsführer der ausführenden Baufirma Schmid-Baugruppen-Chef Norbert Hartl, zahlreiche Vertreter der ausführenden Gewerbe, Nachbarn und Quester-Mitarbeiter sowie zwei Kollegen der CRH Europe Distribution teil. Die Eröffnung soll im Spätsommer erfolgen.


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Glastechnik

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Voller Durchblick Glastechnik Glas als aussteifendes Element? Niemals. Dass das Unmögliche doch möglich ist, ­beweisen nicht zuletzt Forschungsprojekte der Holzforschung Austria und der TU Wien, die mit Unterstützung mitwirkender Unternehmen aus der Wirtschaft sensationelle, zukunftsweisende Systeme entwickelt haben. von Barbara Jahn

Glas als aussteifendes Element: Projekt „Schattenbox“, Einfamilienhaus von Architekt Christoph Feldbacher in Kooperation mit Büro Superlab, Wien. Foto: Büro Superlab.at


Glastechnik

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Holzglasverbund in Anwendung: Projekt „Zubau M“ im burgenländischen Deutsch Kaltenbrunn vom Architekturbüro Studio WG3, Graz.

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igentlich ist es kein Geheimnis: Das Kleben von Fenstern kommt ursprünglich aus der Fahrzeugindustrie. Dort übernimmt diese Verbindung aussteifende Aufgaben. Diese Technologie wurde nun in den Fensterbau übertragen, sprich das Glas wird in den Fensterrahmen geklebt, um damit höhere Steifigkeiten zu erreichen. Heute wird diese Technik standardmäßig ausgeführt. Soweit das Grundprinzip. Für die Holzforschung Austria war hier aber noch nicht Endstation. „Wenn dieser Verbund so viel kann, müsste er ja noch viel mehr können“, sagt Dipl.-HTL-Ing. Klaus-Peter Schober. Dieses so genannte „Viel Mehr“ war die Vision, dass mit Glas ein Gebäude ausgesteift werden kann, sprich die Ausnutzung der Scheibentragwirkung, die komplett aus Glas besteht. „Zunächst haben uns alle für verrückt erklärt, als wir 2002 zu forschen begonnen haben“, erinnert sich der Holzexperte. Das erste Projekt mit Namen HGV1 (Holzglasverbund) setzte sich mit der grundsätzlichen Machbarkeit sowie mit der konstruktiven Lösung dieser Aufgabe auseinander, die darin bestand, dass eine Glasscheibe auf einen Koppelrahmen geklebt wurde und dieser schließlich mit der Tragkonstruktion verschraubt wurde. Aus dem ursprünglichen Förderprogramm heraus wurde die nächste Stufe HGV 2 eingeleitet, in der für das Forschungsprojekt Partner gesucht wurden. „Erklärtes Ziel war es, der Industrie ein funktionierendes System zu präsentieren, das für sie interessant sein könnte“, erklärt Schober die weiteren Bedingungen für eine Folgeförderung. Partner gesucht Als Partner konnte unter der Leitung von Univ. Prof. DDI Wolf-

gang Winter die Abteilung Tragwerksplanung und Ingenieurholzbau der TU Wien gewonnen werden, mit der zunächst versuchstechnisch und rechnerisch die Leistungsfähigkeit des Systems nachgewiesen werden konnte. Das vorläufige Ergebnis zeigte, dass ein zweigeschoßiges Haus mit den neuen Elementen ausgesteift werden kann. Ein großer Sprung in Hinblick auf großflächig verglaste Fassaden, Wintergärten oder Ähnliches. Parallel dazu wurde von der HFA ein Handbuch entwickelt, in dem die Grenzen und die Leistungsfähigkeit des Systems nachzulesen sind. Dieses dient heute der Industrie als wertvolle Arbeitsunterlage. Doch noch war man nicht angekommen: Denn es konnte bis dahin nur Silikon als Kleber und Scheibenformate 1:1 oder 1:2 berechnet werden. Die TU Wien strebte deshalb in Kooperation mit Dr.-Ing. Klaus Kreher ein allgemein gültiges Bemessungskonzept an, damit ein Statiker auch exakt rechnen kann. HGV 3 kam ins Rollen. Der Endbericht des Forschungsprojekts sowie die Dissertation von DI Dr. Werner Hochhauser von der TU Wien, der am Forschungsprojekt tätig war, bildet den Ausgangspunkt für die Bemessungsgrundlage, bei der unterschiedliche Formate, Klebstoffe und Variationen berechnet werden können, um eine solche Konstruktion allgemeingültig ausführen zu können. Der TU-Experte erklärt: „Glas verfügt über eine extrem hohe Druckfestigkeit, die jedoch bisher kaum genutzt wurde. Um die aufnehmbaren Lasten der Holzforschung Austria noch weiter steigern zu können, haben wir uns genau dieser Materialeigenschaft bedient und zusätzlich zur Schubverklebung der Holzforschung Austria Klötze angeordnet, um ergänzend zu dem Tragmechanismus Schubfeld auch eine gläserne Druckdi-


Glastechnik

agonale, wie man sie von Fachwerkträgern kennt, zu erzeugen. Das Ergebnis sind schließlich zwei überlagerte Tragmechanismen, die die Eigenschaften des Glases besser nutzen und damit das Aussteifungsvermögen deutlich erhöhen.“ Verlass auf Holz und Glas Die zunehmende Nachfrage in der Architektur nach größeren Öffnungen ruft die Notwendigkeit statisch tragender Verglasungen auf den Plan. Da Glas alleine jedoch den Anforderungen aufgrund seiner Beschaffenheit nicht nachkommen kann, bietet sich erst durch die Möglichkeit im Verbund mit anderen Materialen, sämtliche Vorzüge des Baustoffs Glas auszuschöpfen: Einerseits kann ein kontinuierlicher Lasteintrag Spannungsspitzen in Gläsern vermeiden, indem elastische, umlaufende Verklebungen zum Zug kommen, andererseits kann Glas durch Verklotzungen materialgerecht auf Druck beansprucht werden. Im Verbund stellt Holz das weichere Material, das die Gefahr eines Glasbruchs infolge Direktkontakts mit der Unterkonstruktion bedeutend reduziert, denn Holz fungiert als Bewehrung und Kantenschutz, während Glas seinen Beitrag als Aussteifungselement für Holzkonstruktionen leistet. Was aber macht konkret die Verbindung von Holz und Glas so ideal? „Das 21. Jahrhundert sollte das Jahrhundert der Verbundbaustoffe werden. Man fügt zwei Materialien zusammen, die sich gegenseitig gut ergänzen und erhält leistungsfähigere Baustoffe als bisher. Bei Holz und Glas bietet sich dabei, ebenso wie bei Stahl und Beton, dieselbe fundamentale Voraussetzung eines ähnlichen Wärmeausdehnungsverhaltens. Im gemeinsamen Verbund von Holz und Glas werden zudem die

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Schwächen des jeweils anderen ausgeglichen: Holz als Bewehrung und Schutz für die Kanten des spröden Materials Glas, und Glas mit seiner hohen Druckfestigkeit als Aussteifung für Holz. Die ideale Verbindung der beiden ist der Klebstoff, um einen gleichmäßigen Lasteintrag in das Glas zu erzielen. Auch beim Klimaschutz kann Holz-Glas eine Lösung sein, etwa bei Passivhäusern mit großen südseitigen Verglasungen. Außerdem sind beide Stoffe sehr gut rezyklierbar. Das Ziel des Projektes war, Glas, das eigentlich nicht zum Lastabtrag herangezogen werden kann, mithilfe von Verklebung mit Holz hierfür einsetzbar und auch berechenbar machen zu können“, so Hochhauser. Die TU entwickelte und forschte parallel auch an Trägern und Platten aus Holz und Glas, um auch diese Bauteile berechenbar zu machen. Der Vorteil für die Unternehmen ist, dass sie durch dieses Hochleistungsmodul flexibler wurden und in der Lage sind, Gebäude oder auch nur Teile davon mit diesem System auszusteifen – vom Passivhaus über Wintergärten bis zum Ausstellungspavillon. „Mit diesem System steht der Industrie eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft im Fenster- und Fassadenbau zur Verfügung“, ergänzt Schober. Der Charme der Konstruktion ist die Transparenz. Gleichzeitig ergibt sich auch ein wirtschaftlicher Nutzen, in dem das Glas, das ohnehin vorhanden ist, voll ausgenutzt wird. Und man kann sich über den doppelten Effekt freuen. Vorteile und Aussichten Die Palette der Anwendungsmöglichkeiten von HGV ist so vielfältig wie revolutionär: Zum einen können sie bei der Aussteifung von Gebäuden genutzt werden, da Holz- beziehungs-


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weise GFK-Glas-Verbundelemente durch die Auswahl entsprechender Klebstoffe in ihrer Systemsteifigkeit variiert werden können. Damit bieten die Verbundtechnologien die Möglichkeit, in der Gebäudesanierung zusätzliche Aussteifungen vorzunehmen, die in ihrer Weichheit den Erfordernissen des Baubestands angepasst werden können. Zum anderen können HGV im Fensterbau einen wesentlichen Beitrag auch in der Sanierung leisten, da die Einsatzmöglichkeit von Holz- respektive GFK-Glas-Verbundbauweise künftig durch Aufbringung von außen liegenden Glasflächen einen großen Vorteil liefert. Die Fensterindustrie per se bedient sich indessen immer effektiver werdender Klebstoffe, um selbsttragende Holz-Glas-Verbunde im Fenster ausführen zu können. Das hat die Konsequenz, dass Glasscheiben in Fenster nicht mehr geklotzt, sondern geklebt werden. Bei diesem Konstruktionsprinzip trägt die umlaufende Rahmenkonstruktion die Glasscheibe, wobei es heute schon möglich ist, aufgrund aktueller Entwicklungen im Bereich der Adhäsive den Holzrahmen auf die Glasscheibe aufzukleben,

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was zu einer bedeutend schlankere Ausführung der Holzrahmen führt. Derartige Produkte sind heute bereits als geklebte Fenster auf dem Markt verfügbar. Last but not least wird im Fertighausbau infolge des umweltpolitischen Wandels und der immer intensiver werdenden Diskussion über den Klimaschutz der Einsatz der Baustoffe Holz und Glas forciert. HGV können mit einfachen Berechnungs- und Bemessungsmöglichkeiten facettenreich eingesetzt werden. Die Trennung von Aussteifungseinheit – bestehend aus Glasscheibe, Verklebungen und Koppelleiste – und Tragkonstruktion ermöglicht einen hohen Vorfertigungsgrad und kürzere Bauzeiten. Damit kann schließlich klassischer Elementbau betrieben werden.

www.iti.tuwien.ac.at www.holzforschung.at www.superlab.at www.wg3.at


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Das Hauptzollamt Hamburg-Stadt des in Hamburg und Berlin ansässigen Architekturbüros Winking Froh. Fotos: Saint-Gorbain

zurückhaltend und selbstvewusst In der Hamburger HafenCity, mit einer Gesamtfläche von rund 150 Hektar derzeit eines der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte Europas, wurde Anfang 2012 das Hauptzollamt Hamburg-Stadt fertiggestellt. Der Entwurf des in Hamburg und Berlin ansässigen Architekturbüros Winking Froh bildet den Abschluss des Blockrandes an der der östlichen Seite des Magdeburger Hafens. Der kompakte, siebengeschoßige und L-förmige Baukörper passt sich der vorhandenen Blockstruktur an. Die vier Fassaden mit zum Teil gegeneinander verschobenen Fensterbändern in Form von Kastenfenstern, bilden präzise ausformulierte transparente und nicht transparente Flächen. Durch diesen Wechsel entsteht die kraftvolle Architektur aus Ziegel und Glas, die auf die Dominanz des gründerzeitlichen Speichers und die Proportionen der Speicherzeile zurückhaltend aber selbstbewusst reagiert. Prägendes Merkmal des Gebäudes sind die gläsernen Fensterbänder, die auch energetische Aufgaben erfüllen, indem sie Sonnenlicht reflektieren und die Kühllast des Gebäudes reduzieren. Dabei bestehen die 0,625 x 2,00 Meter großen Fensterelemente aus dem Wärmedämm-Zweifach-Isolierglas SGG Climaplus Ultra N und dem vorgelagerten Verbundsicherheitsglas SGG Stadip mit einer zweifachen 0,76 Millimeter starken PVB-Folie zwischen den Einzelscheiben, die als PrallSaint-Gobain Glass Deutschland GmbH Viktoriaallee 3-5, 52066 Aachen T: (00 49 241) 516-0 F: (00 49 241) 516-2224 I: www.climaplus-securit.com

scheibe für Schalldämmung und Absturzsicherung sorgt. SGG Climaplus Ultra N zeichnet sich durch eine extrem niedrige Emissivität von ε = 0,03 aus, also eine für das sichtbare Licht fast völlig transparente Beschichtung aufweist. Sie reflektiert darüber hinaus die langwellige Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) im Gebäudeinneren an ihre Oberfläche, so dass sich eine hohe Wärmedämmung ergibt. So erreicht das Isolierglas mit Argonfüllung einen Ug-Wert von 1,1 W/m²K. Die Lichtreflexion der Verglasung beträgt 12 Prozent. Das „N“ im Produktnamen steht dabei sowohl für eine hohe Farbneutralität also auch höhere Energie- und Lichttransmission. Der g-Wert liegt bei 63 Prozent. Auf der Nordseite wurde mit SGG Cool-Lite SKN 174 ein sehr selektives Sonnenschutzglas eingesetzt, das ein Maximum an Licht bei einem Minimum an Hitze durchlässt (Lichttransmission TL = 68 Prozent bei einem g-Wert = 41 Prozent). Sodass die Belastung durch diffuse Strahlung deutlich reduziert werden kann. Es entsteht ein angenehmeres Raumklima, ohne den Energiehaushalt durch zusätzliche Kühlung zu belasten und es bedarf keiner zusätzlichen. Von außen der hanseatischen Backsteintradition verpflichtet, entfaltet sich im Inneren das wahre Wunder lichter Leichtigkeit: Sensibler lässt sich mit Licht und Glas nicht.


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Der Trend zum Dreifach-Isolierglas sowie zu immer größeren Einheiten führt zu hohen Glasgewichten und einer stärkeren Beanspruchung der Montageteams. Foto: Messe Düsseldorf


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Die Lösung liegt im ­Gewicht Glastechnik Steigende Energiepreise und immer strengere Wärme­ schutzvorgaben unterstützen den Trend, DreifachIsolierglas in der Architektur vermehrt einzusetzen. Durch die Verwendung von Dünnglas kann gleichzeitig der konstruktiven Problematik des steigenden Glas­ gewichts entgegengewirkt werden.

G

las ist ein idealer Werkstoff für den Einsatz in der Gebäudehülle. Durch seine Transparenz ist es vielfältig einsetzbar und erfüllt – je nach Art seiner Veredelung – auch individuelle Funktionen. Moderne Isoliergläser bieten zuverlässigen Wärme- und Sonnenschutz, verhindern hohe Lärmbelastungen und erreichen zudem bei Bedarf höchste Sicherheitsniveaus. Zu den Elementarfunktionen von Glasprodukten in der Gebäudehülle zählt der Wärmeschutz. Angesichts der immer schärferen gesetzlichen Vorgaben für den baulichen Wärmeschutz und steigender Energiepreise hat die Glasindustrie in den vergangenen Jahrzehnten ihre Produkte kontinuierlich weiterentwickelt und erhebliche Effizienzverbesserungen erzielt.

Steigende Anforderungen Die Grenzen der Physik lassen sich jedoch auch mit perfektionierten Glasaufbauten und hoch funktionalen Beschichtungen nicht überwinden. Beim über Jahrzehnte eingesetzten Zweifach-Isolierglas ist das Limit bei einem Wärmedurchgangskoeffizienten (Ug-Wert) von 1,0 W/m²K bereits erreicht. Um die aktuellen gesetzlichen Wärmeschutzanforderungen zu erfüllen, ist dieser Wert absolut ausreichend, nicht aber für die zukünftigen Vorgaben. Schon ab Januar 2021 sollen im Privatbau laut der im Jahr 2010 in Kraft getretenen EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Directive on Energy Performance of Buildings – EPBD) in der Europäischen Union nur noch „nearly zero-energy-buildings“ gebaut werden, Gebäude also, die nahezu keine externe Energiezufuhr mehr benötigen. Für neue Gebäude, die von Behörden als Eigentümer genutzt werden, gilt diese Vorgabe bereits zwei Jahre früher. Da schlecht gedämmte Bestandsgebäude großen Anteil am hohen Gebäudeenergieverbrauch haben, sind auch hier bei größeren Sanierungen und neuen Anbauten die für Neubauten geltenden Mindestvorgaben für den Wärmeschutz zu erfüllen.


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Der Isolierglashersteller Henze Glas zeigte mit seiner 18 x 3,3 Meter großen Dreifach-Isolierglasscheibe (10/18/10/18/10) auf der glasstec 2010, welche Glasdimensionen sich mittlerweile realisieren lassen. Foto: Messe Düsseldorf

Auf dem Weg zum Standard Um die hohen Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden zu erfüllen, müssen auch Isoliergläser künftig noch deutlich bessere Werte erreichen. Die Glasbranche setzt darum verstärkt auf Dreifach-Isoliergläser. Mit U-Werten von bis zu 0,5 W/m²K wurden diese Funktionsgläser in der Vergangenheit meist in Passivhäusern verbaut. In den letzten fünf Jahren ist der Absatz der hoch dämmenden Gläser sprunghaft angestiegen, denn immer mehr Bauherren setzen bei der Verglasung auf hohe Energieeffizienz. Allein zwischen 2008 bis 2011 wuchs der Anteil der Dreifach-Gläser am Isolierglas-Gesamtabsatz in Deutschland laut Angaben des Bundesverbandes Flachglas e.V. von rund 10 auf über 50 Prozent. Schon für das laufende Jahr erwartet der Verband einen Anteil von etwa 60 Prozent. Und der Aufwärtstrend wird sich weiter fortsetzen. Einen sehr hohen Marktanteil und ähnliche Entwicklungsperspektiven wie in Deutschland haben Dreifach-Isoliergläser in den skandinavischen Ländern Schweden und Finnland sowie in Österreich und der Schweiz. Angesichts der aktuellen Entwicklung ist sich die Fachwelt einig: Zumindest in Mittel- und Nordeuropa wird der DreifachAufbau bei Isoliergläsern sukzessive Standard werden. Parallel zur Steigerung der Energieeffizienz setzt sich im Privat- wie im Objektbau der Trend zu immer größeren Glaseinheiten fort. Architekten und Bauherren wünschen für ihre

Gebäude ein offenes Raumambiente mit maximalem Tageslichteinfall und einem Höchstmaß an Außenbezug. Im Winter sollen die Glasflächen zudem solare Zugewinne sichern. Höhere Scheibengewichte Beide aktuellen Trends stellen für die Isolierglashersteller grundsätzlich kein Problem dar. Das Know-how und die Technologie für die Herstellung entsprechender Produkte sind vorhanden. Auch die Problematik der Klimalasten (Sogund Druckwirkung auf Scheiben und Randverbund), die bei Dreifach-Isolierglas aufgrund des größeren Scheibenzwischenraumvolumens verstärkt auftritt, sind beherrschbar. Problematisch ist jedoch das steigende Gewicht der Gläser. Zum Vergleich: Eine Scheibe mit einer Größe von einem Quadratmeter, ausgeführt als Zweifach-Isolierglas mit 2 x 4 mm und 16 mm Scheibenzwischenraum, hat ein Gewicht von 20 Kilogramm. Dasselbe Format als Dreifach-Isolierglas im Aufbau 4/12/4/12/4 wiegt bereits 30 Kilogramm. Die Gewichtszunahme um 50 Prozent hat weitreichende Auswirkungen. Die Isolierglasbetriebe müssen ihre betriebsinternen Abläufe auf die schwereren Scheiben ausrichten, der Transport verteuert sich, weil die maximale Zuladung der LKW schon mit weniger Einheiten erreicht wird, und die Beschlaghersteller müssen extrem belastbare Lösungen bereitstellen. Im Fensterbereich stellt dies eine besondere Herausforderung dar, denn hier gilt


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Die Übersicht zeigt die variierenden Flächengewichte unterschiedlich aufgebauter Dreifach-Isoliergläser. Grafik: ift Rosenheim

es hoch tragfähige Beschläge zu entwickeln, die die schweren Elemente über Jahrzehnte zuverlässig halten und zudem auch noch filigran wirken. Schon jetzt gerät die Beschlagtechnik bei diesem Spagat zwischen den Anforderungen an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass auch die Rahmenprofile für Fassaden und Fenster den hohen Gewichten angepasst werden müssen. Dünngläser als Lösung Angesichts dieser weitreichenden Problematik arbeiten Glasindustrie, Isolierglashersteller und Forschungsinstitute intensiv an Lösungen. Ihr Ziel ist, das Scheibengewicht zu minimieren, ohne dabei die energetische Funktionalität zu reduzieren. Die seit Jahren laufende Entwicklung von leichten, hoch dämmenden Vakuumgläsern ist jedoch noch immer nicht so weit fortgeschritten, dass sie im klassischen Fenster- und Fassadenbau eingesetzt werden kann. Am erfolgversprechendsten scheint der Einsatz von Dünngläsern. Schon im Jahr 2004 erklärte Architekt Prof. Stefan Behling, der seit einigen Jahren in der Sonderschau „glass technology live“ im Rahmen der internationalen bedeutendsten Glasfachmesse glasstec die neuesten Entwicklungen der Glasbranche präsentiert: „Dünngläser werden im Flachbildschirmbereich Teil einer Revolution. Irgendwann werden sich vielleicht ganze Wände, Decken und Böden verändern können.“ In der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik hat sich seine Prognose mit modernen Smartphones oder auch Produkten wie Apples iPad, die beinahe ausschließlich über den Glas-Touch-Screen aus dünnem Glas bedient werden, längst bewahrheitet. Und die aktuellen Entwicklungstendenzen im Isolierglasmarkt geben Stefan Behling in Bezug auf seine Erwartung für den Architekturbereich Recht. Schon heute werden im Markt Fenster mit Dreifach-Isoliergläsern angeboten, die nicht mehr aus dreimal 4 Millimeter, sondern aus dreimal 3 Millimeter starken, wärmebehandelten Scheiben gefertigt werden. Das Gewicht sinkt um ein Viertel – und es geht noch dünner. In der Isolierglasbranche laufen bereits Versuche mit gehärteten Gläsern im Aufbau mit 3/2/3 Millimetern. Der Maschinenbauer Lisec erhielt jüngst für eine spezielle Vorspanntechnik den Österreichischen Staatspreis 2012 in der Kategorie „Forschung und Innovation“. Sie ermöglicht es, flexible und robuste Gläser von nur 2 Millimeter Dicke ohne optische Distorsionen herzustellen. Die leichten Dünngläser eignen sich

laut dem Unternehmen hervorragend für den Einsatz in der modernen Architektur. Zwar verweisen Kritiker auf das erhöhte Bruchrisiko der dünneren Scheiben, sie meinen, die Gläser würden zwar leichter, aber gleichzeitig steige das Kantenbruchrisiko. Befürworter hingegen unterstreichen die höhere Belastbarkeit der thermisch gehärteter Gläser. Gemeinschaftliches Forschungsprojekt Um die Möglichkeiten der Gewichtsreduzierung von Mehrscheiben-Isolierglas auf seriöser Basis auszuloten, hat das Rosenheimer Institut für Fenstertechnik (ift Rosenheim) gemeinsam mit dem Bundesverband Flachglas das Forschungsprojekt „Energieeffizientes Mehrscheiben-Isolierglas – Untersuchungen von technischen Maßnahmen zur Reduzierung des Flächengewichtes“ gestartet. Es soll hierbei untersucht werden, mit welchen Maßnahmen das Flächengewicht von Mehrscheiben-Isolierglas reduziert werden kann und welche Auswirkungen sich daraus ergeben. Projektleiter Dipl.Phys. Norbert Sack, Leiter Forschung und Entwicklung am ift, erklärt dazu: „Eine Reduzierung des Flächengewichts von Dreifach-Isolierglas ist wünschenswert und wäre prinzipiell durch den Einsatz von dünnerem Glas oder von transparenten Kunststoffen möglich. Dünneres Glas könnte in allen drei Ebenen eingesetzt werden, d.h. auf der Außenseite, der Raumseite sowie als mittlere Scheibe von Dreifach-Isolierglas.“ Im Rahmen des Projekts sei jedoch keine generelle Untersuchung aller Grundlagen möglich. Vielmehr sollen Entscheidungsgrundlagen für eine Beurteilung und zukünftige Umsetzung erarbeitet werden. Hinsichtlich der relevanten Werte Wärmeschutz (Ug-Wert), Gesamtenergiedurchlass (g-Wert) und Lichtdurchlässigkeit (τV) entsprechen Isoliergläser aus Dünngläsern weitestgehend jenen herkömmlicher Dreifach-Isoliergläser. Auch lässt sich durch die Integration von Schallschutzfolien oder unterschiedliche Glasdicken ein hohes Schallschutzniveau erreichen. Mit welchen Lösungen die Glasbranche im Segment der hoch isolierenden Mehrscheiben-Isoliergläser die Herausforderungen der Zukunft meistern will, wird auf der glasstec 2012 vom 23. bis 26. Oktober 2012 in Düsseldorf zu sehen sein. www.glasstec.de


Glastechnik

Juni 2012 | 24 Es werde Licht

Das Hauptgebäude der Rothschildbank in London . Fotos: OMA by Philippe Ruault

Der diskrete Charme der Hülle Klar und zurückhaltend präsentiert sich die Architektur des neuen Hauptgebäudes der Rothschild Bank in London. Der Entwurf stammt von Rem Koolhaas und seinem Büro OMA aus Rotterdam, das sich nach den beiden Projekten „Niederländische Botschaft in Berlin“ und „Central Library in Seattle“ bereits zum dritten Mal für eine individuelle Fassadengestaltung mit Okatech entschieden hat. Dem 75 Meter hohen Turm, der an vier niedrigere Annexbauten andockt, verleihen die Isoliergläser von Okalux nicht nur einen silbrig-metallischen Glanz, sondern dienen gleichzeitig als Sonnen- und Sichtschutz. Je nach Tageszeit, Lichteinfall oder Blickwinkel vermitteln sie darüber hinaus zwischen öffentlichen und privaten Bereichen, zwischen Transparenz und Geschlossenheit. Der Entwurf von Rem Koolhaas überzeugte durch seinen sensiblen Umgang mit dem städtebaulichen Kontext der Londoner City, der auf das historische Umfeld reagiert und gleichzeitig mit dem zeitgemäßen, zehngeschoßigen Büroturm durch dessen Einfachheit ein Zeichen setzt. Um Klarheit und noble Eleganz des Baus zu unterstreichen, wählte Koolhaas für die Fassaden der Annexe Okatech. Das Isolierglas mit Aluminium-Streckmetall im Scheibenzwischenraum veredelt durch seinen faszinierenden metallischen Schimmer die Gebäudehüllen. Ein spannender Kontrast zum Kerngebäude entsteht dort, wo Fenster ohne Metalleinlage verwendet wurden. Im Inneren kommt die Filterwirkung von Okatech zum Tragen, denn das Metallgewebe funktioniert als richtungsselektives Tageslichtsystem, das Tageslicht weich in die Räume streut und vor zu viel Sonneneinstrahlung und Blendung schützt. Dabei bleibt die gute Durchsicht für die Mitarbeiter erhalten, neugierige Blicke von außen werden abgeschirmt. Die Verglasung im Sky Pavillon erreicht mit etwa 1.462 x 5.983 mm „Jumbo-Formate“, ebenso wie im Erdgeschoß, wo klares Okatherm Wärmeschutzglas in einer maximalen Größe von 2.602 x 5.470 mm verbaut wurde.

Okalux GmbH D-97828 Marktheidenfeld T: (00 49 93 91) 900-0, F: (00 49 93 91) 900-100 E: info@okalux.de I: www.okalux.com

Viel Tageslicht, helle Räume und der direkte Bezug nach außen bringen im Kindergarten Neufeld den Sommer ins Gebäude. Licht beeinflusst in großem Maß die Entwicklung von Kindern, in Klassenzimmern mit viel Tageslicht fällt Schulkinder das Lernen leichter, und wirkt sich auch positiv auf Wohlbefinden und Entwicklung der Kleinsten aus. Ein gelungenes Beispiel hierfür stellt der Neubau des Kindergartens in Neufeld an der Leitha des Büros SOLID architecture dar, bei dem besonderer Wert auf das Zusammenspiel von Architektur und Tageslicht gelegt wurde; Großzügige Verglasungen charakterisieren den Bau und bringen Blickbeziehungen sowie Licht in die Räume. Unterschiedliche Lichtstimmungen und Witterungen sollten auch im Gebäude wahrgenommen werden, blauen Himmel, Sonnenschein oder Regen auf gleiche Weise erlebbar sein. „Mit klug kombinierten Fenstern schaffen wir tageslichtdurchflutete Räume“, erklärt Christine Horner von SOLID architecture. „Für die Kinder ist der Ausblick sehr wichtig, weil das Geschehen draußen ihre Entwicklung fördert.“, betont Kindergartenleiterin Verena Thiess. Tageslicht fällt hier direkt vom Himmel ein: durch gezielt positionierte Lichtquellen in Form von aufgekeilten Dachflächenfenstern wird es ins Haus geholt. „Zenitlicht, also das Licht von oben, scheint drei Mal so intensiv wie Licht von der Seite. So schaffen wir sehr ausbalancierte Belichtungssituationen in jedem Bereich des Hauses, selbst an Herbst- oder Wintertagen“, betont Christina Brunner, Tageslichtplanerin bei Velux. Tageslicht wirkt nicht nur als Stimmungsmacher, sondern ist auch ein wesentlicher Beitrag zur Energieeffizienzsteigerung und energieeffizientem Bauen. Je mehr Tageslicht ins Haus gebracht wird, umso weniger Kunstlicht muss zugeschaltet werden, durchaus auch ein Kostenfaktor. „Bei der Planung eines Gebäudes ist es wichtig, dass nur so wenig Kunstlicht wie möglich benötigt wird. Zur überwiegenden Tageszeit muss ein Gebäude, ein Raum, so sein, dass er nur mit Tageslicht auskommt“, bringt es Peter Andres, Lichtplaner aus Hamburg, auf den Punkt.

Kindergarten Neufeld von SOLID architecture. Fotos: Kurt Kuball

Velux Österreich GmbH Veluxstraße 1, Postfach 27, A-2120 Wolkersdorf T: (0 22 45) 32 35 F: (0 22 45) 32 35-655 I: www.velux.at


Glastechnik

Juni 2012 | 25 Ein klare Alternative

Die Skyline des neuen „One World Trade Center“. Foto: Interpane

Glitzernder Kristall für Ground Zero Auf dem wohl emotional bedeutendsten Platz Amerikas, dem Ground Zero, entsteht das rund 541 Meter hohe „One World Trade Center“. Dessen so genannter „Signature Tower“ wird der Hauptturm des neuen amerikanischen Wahrzeichens. Durch die hohen Sicherheitsauflagen, die New York für den Bau durchgesetzt hat, fallen einige Details des Wolkenkratzers ungewöhnlich aus: So etwa der 20 Stockwerke hohe fensterlose Gebäudesockel aus Stahlbeton ebenso wie die fünf Stockwerke umfassende Lobby, die die Solidität eines Atombunkers erfüllen wird. Damit trotzdem eine grandiose Optik entsteht, wird dieser Teil des neuen „WTC“ mit insgesamt 4.250 Glasschwertern bestückt, die in den New Yorker Himmel ragen und die Optik eines Kristalls erzeugen. David Childs, Seniorpartner von Skidmore, Owings & Merrill, löste Daniel Liebeskind als Chefarchitekt von Ground Zero ab und erbaut seitdem das höchste Gebäude Nordamerikas: 1.776 Fuß wird es vom Sockel bis zur Spitze messen – ein Verweis auf die im Jahre 1776 unterzeichnete Unabhängigkeitserklärung der Vereinigen Staaten Amerikas – und mit 104 Stockwerken fast 250.000 Quadratmeter Nutzfläche ­bieten. Der 20 Stockwerke hohe fensterlose Stahlbetonsockel, der eine als Atombunker ausgestaltete Lobby umgibt, sollte ausgangs mit einer Art „holografischem Glas“ verkleidet werden, was sich jedoch als unpraktikabel erwies. Stattdessen werden hier in Kürze 4.250 „Glasschwerter“ aus der Produktion des deutschen Glasspezialisten Interpane montiert. Die rund vier Meter langen Schwerter bestehen aus speziellem Verbundsicherheitsglas mit drei 10 Millimeter dicken ipawhite Weißglasscheiben, mit ipasol bright Beschichtung sowie Sentryglas-Zwischenlagen. Eine zusätzliche Ätzung sorgt für exklusive Lichteffekte. Egal aus welcher Richtung das Gebäude später einmal betrachtet wird, die unteren 20 Stockwerke werden wie ein gigantischer Korpus aus glitzerndem Kristall wahrgenommen werden.

Interpane Glas Industrie AG Sohnreystraße 21, D-37697 Lauenförde T: (00 49 5273) 809-0, F: (00 49 5273) 809 238 E: ag@interpane.com I: www.interpane.com

Ob bei Schaufenstern und Vitrinen, Fassaden, Glasbrüstungen oder Monitoren – Glas schützt und gewährt dem Betrachter dennoch Ein- und Durchblicke. Herkömmliches Glas reflektiert allerdings einen Teil des einfallenden Lichts, und verursacht unerwünschte Spiegelungen und Blendungen. Das entspiegelte Glas Gewe®-pure vision ist die Lösung für alle Bereiche, bei denen eine reflexionsfreie, klare Durchsicht gefragt ist; denn die Hightechbeschichtung reduziert Reflexionen auf ein Minimum und lässt das Glas fast unsichtbar wirken, auch bei großen Lichtunterschieden vor und hinter der Scheibe. Das beidseitig entspiegelte Glas reflektiert weniger als ein Prozent des Lichts gegenüber 8 Prozent bei konventionellem Floatglas. Zudem lässt es bis zu 99 Prozent des Lichts durch, so dass mehr Tageslicht ins Gebäudeinnere gelangt. Der Aufwand für künstliche Beleuchtung kann reduziert, die damit verbundenen Energiekosten deutlich gesenkt werden. Auch lassen sich die so beschichteten Gläser mit handelsüblichen Produkten ganz leicht reinigen. Zur optimalen Farbwiedergabe dient überwiegend Weißglas als Basis für Gewe®-pure vision. Farbtöne von etwa Waren oder Ausstellungsstücken sind somit unverfälscht und klar sichtbar, ein wichtiger Faktor bei Shopgestaltungen oder in der Museumsarchitektur. Schollglas bietet für das Spezialglas verschiedene Verarbeitungsmöglichkeiten an, sodass dieses exakt auf den jeweiligen Anwendungsbereich angepasst werden kann. Gewe®-pure vision kann als Monoglas mit einer beidseitigen Beschichtung ebenso hergestellt werden wie in laminierter Ausführung als Verbundsicherheitsglas, als teilvorgespanntes Glas oder Einscheibensicherheitsglas. Mit Glasgrößen bis zu 3.160 mm x 2.200 mm steht den Planern eine enorme Scheibenbreite für maximale Transparenz zur Verfügung. Zusätzlicher UV-Schutz bewahrt hochwertige Produkte im Bedarfsfall vor schädlicher Sonneneinstrahlung. Und mit Veredelungstechniken, wie Sieb- oder Digitaldruck, Sandstrahlung oder Ätzung, lassen sich spannende Effekte auf dem Glas erzielen.

Beliebter Einsatzbereich Schaukästen und Vitrinen. Foto: museumstechnik GmbH

Schollglas Dienstleistungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH Schollstraße 4, D-30890 Barsinghausen T: (00 49 51 05) 777-0, F: (00 49 51 05) 777-262 53 E: info@schollglas.com, I: www.schollglas.com


Ausschreibungen | Preise

Juni 2012 | 26

Ausschreibungen neubau bildungseinrichtungen, d-münchen Angebotsfrist: 05.07.12 Verhandlungsverfahren

San. Naturwissenschaftl. Zentrum, d-stuttgart Angebotsfrist: 20.07.12 Verhandlungsverfahren

D

für Architekten, Ingenieure, EU-weit

für Architekten, Ingenieure, EU-weit

D

Gegenstand sind Architektenleistungen für den Neubau der Grundschule, des Kindergartens und der Kinderkrippe am Pater-Ruppert-MayerSchulzentrum in München.

Gegenstand des Verfahrens sind Architektenleistungen für die Sanierung des Naturwissenschaftlichen Zentrums I der Universität Stuttgart.

Kontakt: Katholisches Siedlungswerk München GmbH, Adolf-Kolping-Straße 4, Herr Guggemos, D-80336 München, T: (00 49 89) 599 21, F: 599 22 23 Sprache: Deutsch

Kontakt: Land Ba-Wü, Landesbetrieb Vermögen u. Bau, Pfaffenwaldring 32, Steffen Etzold, D-70569 Stuttgart, T: (00 49 711) 90 12 82 31, E: poststelle.ubas@vbv.bwl.de, I: www.uba-stuttgart-hohenheim.de Sprache: Deutsch

Freiraumplanung, d-datteln Bewerbungsfrist: 12.07.12 nicht offener Wettbewerb

Erweiterung Pädag. Hochschule, A-innsbruck Abgabe: 21.08.12 offener Wettbewerb

D

für Landschaftsarchitekten, weltweit

für Architekten, Ingenieure, EU-weit

A

Gegenstand des Auftrags ist die Entwicklung eines freiraum- und grünplanerischen Konzepts für das Industrieareal NewPark in Datteln, das zu einem zukunftsorientierten Image beiträgt (Unterlagen bis 29.06.12).

Die PHT ist in einem Gebäude aus dem Jahre 1976 untergebracht, welches nicht mehr den heutigen Anforderungen einer tertiären Lehrerbildungseinrichtung entspricht. Unterlagen sind bis 16.07.12 erhältlich.

Kontakt: NewPark Planungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Dr. Petra Bergmann, Genthiner Str. 8, D-45711 Datteln, T: (00 49 23 63) 10 73 22, F: 10 74 42, E: newpark@stadt-datteln.de, I: www.newpark.de Sprache: Deutsch

Kontakt: Bundesimmobiliengesellschaft mbH, vertr. d. Planen & Bauen – Region S, T, Vlbg, Kapuzinergasse 38, DI Christian Volgger, 6022 Innsbruck, T: (0 50) 244 57 25, F: 244-57 34, E: christian.volgger@big.at Sprache: Deutsch

Generalsanierung Kammbauten, a-zwölfaxing Angebotsfrist: 17.07.12

bau grundschule inkl. schwimmbad, penthaz Abgabe: 10.09.12

Verhandlungsverfahren

offener Wettbewerb

A

für Architekten, Ingenieure, EU-weit

für Architekten, weltweit

CH

Gegenstand sind Generalplanerleist., Projektst., Unterstützung der Projektleit. und Planungs- und Baustellenkoord., Leistungen d. ÖBA für d. Generalsan. d. Kammbauten f. d. Heerestruppenschule Burstyn-Kaserne.

Die ASICoPe beabsichtigt eine Grundschule mit angeschlossener Kindertagesstätte zu errichten. Zusätzlich sollen eine Sporthalle und ein (für die Öffentlichkeit zugängliches) Schwimmbad errichtet werden.

Kontakt: Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, Militärisches Servicezentrum 3, Ing. Blümel, 1090 Wien, T (0 50) 20 11 44 50 30, F: 20 11 41 74 50, E: h.bluemel@hbv.gv.at Sprache: Deutsch

Kontakt: ASICoPe (Association Scolaire Intercommunale de Cossonay-Penthalaz), Nicolas Joye, Rue du Four 14, CH-1303 Penthaz, T: (00 41 79) 332 22 41, E: njoye@bluewin.ch, I: www.simap.ch Sprache: Französisch

Preise detail prize 2012

Siemens Future Living Award 2013 Abgabe: 31.07.12

Architekturpreis

Abgabe: 31.08.12 Designpreis

für (Landschafts- und Innen-)Architekten, Ingenieure, Fotografen, Bauherren, Studierende, international

D

für Architekten, Designer, Agenturen, international

D

Das Ziel des Preises ist es, die Bedeutung der Architektur im gesellschaftlichen Diskurs, die Rolle der Architekten im öffentl. Leben und das Netzwerk zwischen Architekten, Industrie, Kunden und der Politik zu stärken.

Beim Siemens Future Living Award 2013 sind Teilnehmer aufgefordert, Visionen rund um die Zukunft von Kochen und Leben zu entwickeln. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 20.000 Euro Preisgeld dotiert.

Kontakt: Detail, Bau München 2013, I: www.detail-online.com/detail-prize

Kontakt: Siemens, I: www.future-living-award.com Sprache: Deutsch, Englisch

BDA-PREIS BERLIN 2012

Sprache: Deutsch

bauwelt-preis 2013 – das erste haus Abgabe: 07.08.12

Architekturpreis für Architekten mit Bauherren, international

Abgabe: 15.10.12 Architekturpreis

D

für (Landschafts-)Architekten, international

D

Der Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V., lädt dazu ein, in den letzten drei Jahren in der deutschen Hauptstadt fertiggestellte Bauten für den BDA-Preis Berlin einzureichen.

Eingereicht werden darf das erste Werk aus eigener Verantwortung mit Fertigstellung nach dem 15.10.2009. Der Förderpreis wird vergeben für ein (unfertiges) Projekt mit besonderem Forschungsaufwand.

Kontakt: BDA, Landesverband Berlin e.V., Mommsenstraße 64, D-10629 Berlin, E: info@bda-berlin.de, I: www.bda-berlin.de

Kontakt: Redaktion Bauwelt, Schlüterstraße 42, D-10707 Berlin, I: www.bauwelt.de

Sprache: Deutsch

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