Issuu on Google+

www.wirtschaftsverlag.at

THEMA

S 02 MAR.12 Dach- und Fassadenbegr端nung

Brandschutzglas f端r alle Anwendungen. www.vetrotech.at

Das neue Style-Magazin f端r Interior-Design

www.bauforum.at


Aktuell

März 2012 | 2

Architektur-biennale

Editorial Multimedia

(v.l.) Roman Breier, Günter Eder, Martin Perktold, Arno Ritter, Claudia Schmied, Wolfgang Tschapeller, Rens Veltman, Marcel Neundörfer. Foto: Stefanik und Strobl/HBF

Architektonischer Forschungsexport Vom 29. August bis zum 25. November wird die 13. internationale Architekturausstellung in Venedig über die Bühne gehen. Den heimischen Beitrag verantwortet heuer der Publizist Arno Ritter. Das Generalthema der 13. ArchitekturBiennale „Common Ground“ prädestiniere Ritter als Kommissär, weil er die gesellschaftlichen Bedingungen der Raumproduktion und zukünftige Planungsprozesse für Architektur und Stadt zu seinem Thema macht, sagte Bundesministerin Claudia Schmied im Rahmen der Konzeptpräsentation Anfang März.

Mit dem Generalthema „Common Ground” rückt Biennale-Direktor David Chipperfield die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum und den interdisziplinären Grundlagen der Architektur ins Blickfeld der politischen, sozialen und öffentlichen Wahrnehmung. Der österreichische Beitrag greift diese Idee auf und setzt mit seinem interdisziplinären Zugang neue Perspektiven im Grenzbereich zwischen Architektur, Wissenschaft, Kunst und Film. Der Kristallisationspunkt wird eine raumgreifende und interaktive mediale Installation sein, die den Besucher als Bestandteil der Ausstellung integriert. Unter dem Arbeitstitel „reports from a city without architecture“ wurde ein Ausstellungsprojekt entworfen, das zwischen Wissenschaft und assoziativer Erfindung aufgespannt ist. Das Konzept wurde vom Architekten Wolfgang Tschapeller entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit den Künstlern Rens Veltman und Martin Perktold umgesetzt. Zentrales Thema der Ausstellung ist die Beziehung zwischen dem humanen Körper und den „dafür“ konstruierten Räumen der Architektur wie der Stadt. Der heimische Beitrag zur

kommenden Biennale positioniert sich als räumliches Instrument der Reflexion und der architektonischen Forschung, das scheinbar utopisch klingende Fragen zur Zukunft unserer Städte und der Architektur stellt, als auch gegenwärtige Entwicklungen im naturwissenschaftlichen, technologischen wie medialen Kontext thematisieren wird. „Ich bin überzeugt davon, dass das Konzept, das Arno Ritter gemeinsam mit Wolfgang Tschapeller, Rens Veltman und Martin Perktold und dem Team vom ‚grafischen Büro‘ in Venedig verwirklicht, den österreichischen Beitrag ins Blickfeld der Besucherinnen und Besucher rücken wird“, so Kulturministerin Schmied. Die Architektur-Biennale in Venedig hat sich zur weltweit wichtigsten Ausstellung entwickelt. Rund 41 verschiedene Nationen präsentieren alle zwei Jahre für drei Monate ihre Beiträge im Gelände der Giardini und des Arsenals wie in der ganzen Stadt. Das österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur stellt für den heimischen Beitrag rund 400.000 Euro für die Konzeption und Durchführung der österreichischen Ausstellung im Pavillon zur Verfügung.

Liebe Leserinnen, liebe Leser! Vorweg vielen Dank für die zahlreichen Anmeldungen zu unserer elektronischen Ausgabe des Architektur & BauFORUM. Die Idee alternierend mit der Printausgabe ein redaktionell eigenständiges E-Paper ins Leben zu rufen hat uns die vergangenen Tage und Wochen viel positive Resonanz eingebracht. Die Vorteile des E-Papers liegen auf der Hand bzw. auf Ihrem Desktop: Zeitnahe Berichterstattung zum aktuellen ­A rchitektur- und Baugeschehen, weiterführende Informationen einfach per Mausklick, direkte Verlinkung zu Institutionen, Herstellern oder den Auslobern von Wettbewerben. Und last but not least die Nutzung der umfangreichen Präsentationsmöglichkeiten, welche der multimediale Auftritt mit sich bringt, wie die Implementierung von Diashows, Videostreams, Tondokumenten oder Live-Interviews. So finden Sie in der aktuellen Ausgabe beispielsweise einen Videoclip, in dem Hans Ulrich Obrist anlässlich der Biennale 2010 in Venedig den diesjährigen Pritzker-Preisträger Wang Shu vor die Kamera gebeten hat. Mehr dazu auf Seite 5 dieser Ausgabe. Viel Vergnügen beim Lesen, Hören und Sehen dieser Ausgabe wünscht Ihnen  Tom Cervinka

Impressum Erscheinungsweise: monatlich ­Herausgeber, ­Medieninhaber und Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1051 Wien, ­Wiedner Hauptstraße 120–124, Tel: (01) 546 64-0, Fax: (01) 546 64-520, ­Internet: www.wirtschaftsverlag.at ­Chefredakteur: Dipl.-Ing. Tom ­Cervinka, DW 342, E-Mail: t.cervinka@wirtschaftsverlag.at ­Redaktion: Dominique Platz, Bakk. phil., DW 346, E-Mail: d.platz@wirtschaftsverlag.at Grafik: Simon Jappel, DW 163, E-Mail: s.jappel@wirtschaftsverlag.at Anzeigen- und Medienbera­tung: Renate Geist, DW 242, E-Mail: r.geist@wirtschaftsverlag. at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 535, ­E-Mail: architektur@wirtschaftsverlag. at Anzeigenrepräsentanz OÖ: ­Gerhard Weberberger, Kleinwört 8, 4030 Linz, Tel: (07 32) 31 50 29-0, Fax: (07 32) 31 50 29-46, Handy: (06 76) 518 55 75, E-Mail: linz@wirtschaftsverlag.at Anzeigentarif: Nr. 28, gültig ab 1. Jänner 2012 Abo-Service: Tel: (01) 740 40-78 12, Fax: (01) 740 40-78 13, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at Bankverbindungen: Inserate: Bank Austria Kto. 04240571200, BLZ: 11000, IBAN: AT511100004240571200, BIC: BKAUATWW Abos: Bank Austria Kto. 09523298900, BLZ: 11000, IBAN: AT171200009523298900, BIC: BKAUATWW, Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlages. Für namentlich gezeichnete Beiträge ist der Autor verantwortlich. DVR: 0368491


Da oben lösen wir für Sie jedes Problem. Die Qualität eines Flachdachsystems zeigt sich oft erst im Detail: zum Beispiel an Lichtkuppeln, Durchdringungen oder bei An- oder Abschlüssen. Bauder unterstützt Sie bei der Detailplanung, bei der Ausschreibung und liefert Ihnen die notwendigen objektbezogenen bauphysikalischen Berechnungen. Mehr Informationen zum Bauder Service unter www.bauder.at

MIT BAUDER DACHSYSTEMEN ■ DICHTEN ■ DÄMMEN ■ BEGRÜNEN


Aktuell

März 2012 | 4

Architekturvermittlung Projekt 01: Museum und Gästetrakt, ­Benedektinerabtei Marienberg, Burgeis/Mals. Arch. Werner Tscholl, 2008. Foto: René Riller Projekt 02: Brücke in Hafling. Bilfinger Berger Instandehaltung GmbH, 2008. Foto: Ludwig Thalheimer Projekt 03: Wincenter, Kaltern. Arch. feld72, 2006. Foto: Herta Hurnaus Projekt 04: Bürogebäude ASA/Prodata, Kaltern. Arch. Sapinski Salon Flora-Sommer, 2009. Foto: Richard Becker Projekt 05: Feuerwehr Margreid. Bergmeisterwolf Architekten, 2009. Foto: Günter Richard Wett Projekt 06: Kulturzentrum im Nivesstadel, Wolkenstein. Arch. RudolfPerathoner, 2010. Foto: Günter Richard Wett Projekt 07: Franzensfeste. Arch. Markus Scherer & Walter Dietl, 2009. Foto: Alessandra Chemollo.

Neue Architektur in Südtirol In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Südtiroler Architekturszene einen enormen Aufschwung erfahren. Aufgrund der besonderen geopolitischen Lage und der kulturellen Dimension stellt Südtirol eine wahre „case history“ zeitgenössischer Architektur dar. In Kooperation mit der Architekturstiftung Südtirol würdigt der Südtiroler Künstlerbund die architektonischen Leistungen des Landes im Rahmen einer Ausstellung. Zur Ausstellung erschien der Katalog „2006 – 2012 Neue Architektur in Südtirol“.

D

ie Architektur Südtirols bzw. die Südtiroler Architektenszene genießt seit geraumer Zeit international hohe Aufmerksamkeit. Aufgrund des Erfolges der ersten Ausgabe der Ausstellung „Neue Architektur in Südtirol 200-2006“ im Jahr 2006 entschieden sich die Organisatoren den Weg weiterzuverfolgen und ein kritisches Augenmerk auf die lebendige und innovative Architekturbewegung des Landes zu richten. Eine aus Flavio Albanese, Wolfgang Bachmann, Bettina Schlorhaufer, Anette Spiro und Vasa Perovic international besetzte Jury hat die neueste Südtiroler Architektur für die zweite Auflage der Ausstellung und des zugehörigen Ausstellungskatalogs einer strengen Analyse unterzogen und aus den 280 eingereichten Projekten 36 Werke für die Ausstellung und Publikation ausgewählt. Auf inhaltlicher Ebene wurde im Zuge globaler, sozioökonomischer Veränderungen, ein grundlegender Paradigmenwechsel gegenüber der ersten Ausgabe vollzogen. Die Auswahllogik folgt dieses Mal vermehrt aktuellen Zeitthemen: Unbeständigkeit, Vorläufigkeit, Narrativität, Unschuld sowie die Frage einer zeitgenössischen Neudefinition der Idee

der Landschaft sind die zentralen Wegweiser, an denen sich die Ausstellung „Neue Südtiroler Architektur 2006-2012“ orientiert. In perfekter Übereinstimmung mit dieser Sichtweise wurde die Ausstellung in Form einer fließenden und poetischen Bilderzählung konzipiert. Eine vielstimmige Erzählung, kuratiert von Flavio Albanese und asa studioalbanese in Zusammenarbeit mit ONLAB, einem auf territoriale Kommunikation spezialisierten Berliner Grafikstudio, visuell kommentiert vom Videomacher Giuseppe Tedeschi, dessen Aufgabe in der Beschreibung der lyrischen Dimension der neuen Südtiroler Landschaft bestand. Bereits von Beginn an wurde die Ausstellung unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten des 2.0 Universums in Funktion einer uneingeschränkten Verbreitungsmöglichkeit und Reproduzierbarkeit konzipiert und entwickelt. Der Programmierer Paolo Mennea hat zusammen mit ONLAB ein umfassendes Digitalisierungssystem für dieses Projekt geschaffen, mit dessen Hilfe die Ausstellung weltweit gesendet, heruntergeladen und wiedergegeben werden kann, wobei sie einen leichten, virushaften,

2006 – 2012 Neue Architektur in Südtirol Verlag SpringerWienNweYork, 2012 336 Seiten, 450 Abb. In Farbe, Softcover ISBN 978-7091-1076-8 49,95 Euro

globalen kulturellen sprawl auslöst. Eine innovative und revolutionäre Form neuer Zielentwicklung für die Architekturausstellung, indem diese als eine über Raum und Zeit vermittelte Botschaft imaginiert wird. Ausstellung „Neue Architektur in Südtirol“ noch bis 6. Mai 2012 Kunst Meran im Haus der Sparkasse Lauben 163, Meran Öffnungszeiten: 10:00 bis 18:00 Uhr (Juli & August: 11.00 bis 19:00 Uhr), täglich außer Montag www.kunstmeranoarte.org


Aktuell

März 2012 | 5

Pritzker Preis 2012

Architekturfestival

Wang Shu erhält ­begehrteste ­Architekturauszeichnung

Geballte Ladung Architektur 01: Daniel Fügenschuh Hauptschule in Rattenberg, Tirol, 2011. Foto: Christian Flatscher 02: architekturbüro HALLE 1 Mobiles Dach Felsenreit­ schule, Salzburg, 2011 Foto: Gebhard Sengmüller 03: Rainer Köberl. BTV am Mitterweg, Innsbruck, 2011 Foto: Lukas Schaller 04: Lechner Lechner Wohn- u. Bürohaus Priester­ hausgasse, Salzburg, 2010 Foto: Horst Michael Lechner 05: soma Themenpavillon der EXPO, Yeosu, Südkorea, 2012 Rendering: isochrom

Ningbo Museum für Zeitgenössische Kunst im Bezirk Yinzhou, entworfen vom aktuellen Pritzker Preis Träger Wang Shu Foto: Siyuwi

FORUM | VIDEO Wang Shu

Wang Shu, als erster chinesischer Architekt Träger des renommierten Pritzker Preises, 2012. Foto: Zhu Chenzhou Video: Hans Ulrich Obrist im Interview mit Wang Shu anlässlich der Architektur Biennale in Venedig im Jahr 2010.

Der chinesische Architekt Wang Shu ist der diesjährige Gewinner des Pritzker Preises. Damit erhält erstmals ein chinesischer Architekt die renommierteste Architekturauszeichnung der Welt. Die Verleihung findet am 25. Mai 2012 in Peking statt. Seit 1997 ist Wang Shu, Inhaber des gemeinsam mit seiner Frau Lu Wenyu gegründeten Architekturbüros mit dem ebenso einprägsamen wie provokativ programmatischen Titel „Amateur Architecture Studio“, womit die beiden auf den Wert des architektonischen Handwerks anspielen. In ihren mitunter sehr spektakulären Projekten interpretieren sie die traditionsbewusste chinesische Architektur neu. Die diesjährige Vergabe de Pritzker Preises steht im Zeichen einer Nachhaltigkeit, in der das Thema der Tradition und ihrer Neuinterpretation augenscheinlich an Bedeutung gewonnen hat. Die architektonische Arbeit Wang Shus versucht klassische Bautechniken und Baumaterialien mit modernen Elementen wie Glas und Stahl in Einklang zu bringen. Mit der aktuellen Auszeichnung würdigt das Pritzker-Komitee ein weiteres Mal einen Architekten, dessen Programmatik auf die Wiederbelebung traditioneller Architekturwerte fokussiert ist. Gleichzeitig konstatiert das Pritzker-Komitee die Bedeutung des modernen Chinas für die Entwicklung der Architektur im 21. Jahrhundert.

Am 9. Und 10. März ist es soweit: Zum zehnten Mal findet das Architekturfestival „Turn On“ statt und rückt auch in diesem Jahr wieder unterschiedlichste Themen zeitgenössischer Architektur in den Mittelpunkt. Dabei stellt der erste Festivaltag die kreativen Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Architektur in den Mittelpunkt, wohingegen der zweite Tag die ambitioniertesten Bauten in und aus Österreich vor den Äther holt. Zum zehnjährigen Jubiläum wird die Veranstaltung am Freitag von Bundesministerin Claudia Schmied eröffnet, die neben Wohnbau-Stadtrat Michael Ludwig, Kultur-Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, den Ehrenschutz übernommen hat. Den Eröffnungsvortrag „Nachhaltigkeit und Vielfalt“ wird Architekt Adolf Krischanitz halten – zwei Themen, die auch die inhaltliche Klammer für die beiden Festivaltage bilden wird. Der Freitag steht unter dem Titel „Turn On Partner“ ganz im Sinne des kreativen Dialogs zwischen Wirtschaft und Architektur und rückt die vielfältigen Voraussetzungen und unterschiedlichen Hintergründe des Bauens in den Mittelpunkt. Damit stellt „Turn On Partner“ einen neuartigen Think Tank an die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Architektur und bietet renommierten nationalen und internationalen Unternehmen und Institutionen die Möglichkeit, anspruchsvolle Themen der Architektur aus der jeweils subjektiven Perspektive zu präsentieren. Fortgeführt werden in diesem Jahr, die 2011 erstmals ins Leben gerufenen „Dialoge“ zwischen Unternehmen und Architekten. Neu ist dahingegen die Serie „Architekten über Architekten“. Am Samstag stehen dann ganz die Bauten und deren Protagonisten im Fokus der Aufmerksamkeit. Präsentiert werden architektonische Highlights, die im In- aber auch im Ausland entstanden sind. Renommierte Architekten aus Paris und Berlin sorgen dabei für den internationalen Blick. Detailliertes Programm auf der Homepage von Nextroom: Architekturfestival „Turn On“ Freitag, 9. März 2012, von 10:00 bis 19:00 Uhr Samstag, 10. März 2012, von 13:00 bis 22:00 Uhr Festivalleiterin: Margit Ulama, Büro für Architektur_Theorie_Organisation


Aktuell

März2012 | 6

Gesellschaft Unternehmerischer Umweltschutz Unlängst wurde in der Stuttgarter Liederhalle der mit insgesamt 100.000 Euro dotierte Kyocera-Umweltpreis verliehen. Der Drucker- und Kopiererhersteller vergab die Auszeichnung gemeinsam mit etlichen Partnern zum bereits dritten Mal an Unternehmen, die sich mit Konzepten oder Technologien im Bereich Umweltschutz auseinandersetzen. Auf den ersten Platz wählte die Expertenjury um den ehemaligen deutschen Bundesumweltminister Klaus Töpfer die Wülfrather Grenol GmbH mit dem „katalysegesteuerten Hochdruckreaktor“. Die isocal Heiz-Kühlsysteme GmbH sowie die österreichische Helioz Research & Development GmbH erreichten mit ihren Projekten „Solareis“ und „WADI“ den zweiten bzw. dritten Platz. Der österreichische Gewinner Martin Wesian von der Helioz Research & Development bei der Preisverleihung. Foto: Kyocera Mita

Aspanggründe passiv erweitert

Wohnungsübergabe Ende Februar (v.l.): Rudolf Zabrana (Bezirksvorsteher-Stellvertreter Landstraße), Michael Ludwig (Wohnbaustadtrat), Michael Pech (ÖSW-Vorstand), die neue „Eurogate“ Bewohnerin Beate Luger, Adolf Krischanitz (Architekt) und Wolfgang Wahlmüller (ÖSWVorstand). Foto: ÖSW

„Eurogate“ wurde das Projekt in der Aspangstraße im dritten Wiener Gemeindebezirk Landstraße getauft, mit dem die Stadt Wien ihre Position im Passivhausbau weiter ausbauen möchte – hier entsteht die größte Passivhaussiedlung Europas. Ende Februar wurden 110 geförderte Mietwohnungen mit Eigentumsoption namens „Passivhaus Plus“ vom Architekturbüro Krischanitz und dem Österreichischen Siedlungswerk (ÖSW) ihren Bewohnern übergeben. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig zur Übergabe: „Diese Passivhauswohnanlage ist ein Vorzeigeprojekt, das besten Wohnkomfort mit hohen ökologischen Standards verbindet. Im geförderten Wohnbau Wiens widmen wir ökologischen Aspekten seit vielen Jahren höchstes Augenmerk. Denn nicht nur Klima- und Umwelt werden dadurch entlastet, sondern die niedrigen Heizkosten schlagen sich auch sehr positiv in den Haushaltsbudgets der Bewohnerinnen und Bewohner nieder. ÖSW-Vorstand Michael Pech ist überzeugt: „Mit der Umsetzung des Passivkomforthauses soll ein wesentlicher Beitrag zur Akzeptanz des Passivhausstandards im mehrgeschoßigen Wohnbau geleistet werden.“ Zentrales Element in der Entwicklung des Projekts war die ökonomische Effizienz der Gebäudehülle und der haustechnischen Anlagen.

Langfristig unterstützen

35 Würth-Österreich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen bei der Eröffnungsfeier am Marktplatz in Tamsweg. Foto: Würth

In Tamsweg im Lungau fanden von 30. Jänner bis 3. Februar 2012 die 4. Nationalen Winterspiele mit internationaler Beteiligung der Special Olympics Österreich statt. Bei der Planung und Organisation einer Sportveranstaltung dieser Größenordnung ist die Organisation nicht nur auf Spendengelder, sondern auch auf zahlreiche Freiwillige angewiesen. Dies nahm Würth-Österreich zum Anlass, über die Bereitstellung finanzieller Mittel hinausgehend aktiv zu werden: 35 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich gemeldet und wurden vom Unternehmen für zwei Arbeitstage freigestellt – Unterkunft, Verpflegung, An- und Rückreise sowie warme Arbeitskleidung inklusive. Von zwei Mitgliedern der Geschäftsleitung bis hin zu Angestellten und Arbeitern quer durch alle Abteilungen des Unternehmens stieß man mit diesem Angebot auf reges Interesse.


Aktuell

März 2012 | 7

Anders als geWohnt

Streifzüge ­Bilderbuchwohnen oder neue Kollektivitäten 2

© Eva Guttmann

Ein Thema, über das zu denken/sprechen/schreiben schon längst hinfällig sein sollte, das aber in größter Breite präsent ist und mit verlockenden Bildern beworben wird: das Einfamilienhaus als Architekturkleinod. Schön anzusehen, energetisch vorbildhaft und eine beliebte Gestaltungsaufgabe. Trotzdem besteht Warnpflicht, auch jenseits der bekannten Argumente wie Infrastrukturkosten, Zersiedelung oder Verkehrsaufkommen: Das Einfamilienhaus schädigt Ihre seelische Gesundheit. Denn auch wenn höchste architektonische Ansprüche erfüllt werden, festigt jedes Einfamilienhaus ein Bild (Wohnen im Grünen, heile Familie, Sicherheit etc.), das unzeitgemäß ist und nicht erfüllbar. Übrig bleiben Rumpffamilien und leere Zimmer und die ursprünglich so erholsam imaginierte Abschottung nach außen erweist sich oft als Einsamkeitsfalle ohne Entrinnen. Alternativen existieren: Immer mehr BürgerInnen entziehen sich dem schönen Schein, die gute alte Wohngemeinschaft feiert ein Comeback und aus den neuen Kollektivitäten erwachsen belebende Neuinterpretationen des Wohnens an sich.

Für die gesamte Tragkonstruktion der Stadion­überdachung zeichnet das heimische Unternehmen Unger Stahl verantwortlich. Foto: GVE, Ralph-Rieger

Markantes Fachwerk

Im Rahmen der Vortragsreihe architektur in progress „Junge Architektur“ sprechen

Einst galt die Spielstätte von Rot-Weiss Essen e.V. als modernster Fußballplatz Deutschlands. Bereits 1956 sorgte das Fußballstadion für Aufsehen, denn dort wurde die erste Flutlichtanlage der Republik eingeweiht, die im selben Jahr installierte, komplett überdachte Haupttribüne galt zudem als erste moderne Tribüne Europas. Der Neubau nach den Plänen der W+P Gesellschaft für Projektabwicklung GmbH und den Architekten Plan Forward GmbH sorgt nun neuerlich für Medienwirksamkeit: Insbesondere die markante Dachkonstruktion der Fußballstätte wird bereits von der Ferne als optischer Eyecatcher gut sichtbar sein und einen deutlichen, visuellen Anreiz schaffen. Das Fachwerkdach läuft an beiden horizontalen Enden spitz aus und gewährleistet so einen nach den statischen Anforderungen optimierten Einsatz des Baustoffes Stahl.

Poppe*Prehal Architekten – Ökologie ohne Strickpullover

Internet für alle

von

Eva Guttmann für das HDA Haus der Architektur

in Kooperation mit der Architekturstiftung Österreich Netzwerk für Baukultur

www.architekturstiftung.at

13.März 2012, Zumtobel Lichtforum Wien, Jasomirgottstraße 3-5, 1010 Wien Die Idee, nachhaltiges Bauen und anspruchsvolle Architektur auf einen Nenner zu bringen, verfolgen Poppe*Prehal schon seit einer Zeit, in der diese Haltung noch allseits belächelt wurde. Heute gelten sie als Spezialisten für zukunftsfähige Architektur und können auf eine Vielzahl an realisierten Projekten zurückblicken. Die BürogemeinProjekt Firma Lahofer. schaft wurde 2000 von Helmut Poppe (geb. 1965) Foto: Walter Ebenhofer und Andreas Prehal (geb. 1967) in Steyr gegründet und beschäftigt sich von Beginn an mit energieeffizientem Bauen und der Ökologisierung von Baukonzepten. 2010 wurden sie für den Österreichischen Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit nominiert und 2011 mit dem Architekturpreis des Landes NÖ ausgezeichnet sowie mit dem Austrian Brick and Roof Award. www.poppeprehal.at Nächster Termin: „Hertl Architekten“, 29.März 2012, Bene/Zumtobel Graz, ­Grabenstraße 23, 8010 Graz www.architektur-inprogress.at

Seit Anfang Oktober des vergangenen Jahres besuchen Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren den vom Wiener Architekturbüro BEHF kostenlos gestalteten „Internet für Alle Campus“. Mit dem Campus wurden von Anbieter A1 Räumlichkeiten geschaffen, in denen Kinder spielerisch Zugang zu neuen Medien erhalten und Erwachsene sowie Senioren die ersten Schritte im Internet lernen. Wohlfühlen und verspielte Ungezwungenheit sind Leitthemen des Raumkonzepts. Auch die Möbel sind mit neuen Lernfunktionen ausgestattet. Das Mobiliar im Kinderbereich ist so konzipiert, dass es leicht und unkompliziert in vielen Varianten kombiniert werden kann, um so die unterschiedlichsten Formen des Zusammenarbeitens und des individuellen Lernens zu ermöglichen.


EXPERIMENTDAYS 01.WIEN

März 2012 | 8

Kooperativ Stadt bauen EXPERIMENTDAYS 01.WIEN Um sich seinen eigenen Raum in der Stadt zu erkämpfen, braucht es Enthusiasmus, Zeit und die richtigen ­Kooperationspartner. Und vor allem braucht es eines: den Mut zur Eigeninitiative. Best-Practice-Projekte für ­dieses aktive Engagement fanden in gebündelter Form Ende des vergangenen Jahres in Wien erstmals ein ­Podium. Auf Initiative der Architektin Karin Lischke und der von ihr ins Leben gerufenen Stadtambulanz ­fanden dort die ersten Wiener ExperimentDays statt. von Ernst Gruber

Impulsreferate während der ExperimentDays in der ig Architektur Foto: Ernst Gruber


EXPERIMENTDAYS 01.WIEN

I

n Kooperation mit der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen organisiert, sollen die ExperimentDays auch zukünftig für das Thema der Selbstorganisation von Wohngruppen- und anderen Projekten den Marktplatz bieten, den dieses Thema braucht. Behandelt wurden im ersten Jahr gemeinschaftliche Wohnformen, das Potential des Leerstands, Stadtentwicklung durch Initiativprojekte und ganz nebenbei auch eine alternative Berufspraxis für Planer und Architekten. Ein Streiflicht durch die ExperimentDays Wien. Platz für Experimente Experimente als städtebauliche Praxis. Das klingt in der gebräuchlichen Funktionsweise von Stadt nach einem Paradoxon. Doch abseits der Parameter politischer Administration und marktwirtschaftlicher Rendite existiert der Anspruch der Bewohner, ihre spezifischen und gemeinschaftlichen Interessen zum Ausdruck zu bringen – kurz: an der Stadt mit zu bauen. Und dieser Anspruch bekommt immer größeren Zulauf.

März 2012 | 9 Dies zeigte auch das rege Publikumsinteresse während der ersten Wiener ExperimentDays in der IG Architektur vergangenen November. Karin Lischke nutzte ihre Kontakte zur Szene in Berlin, um dortige und hiesige Projekte zusammen zu bringen und die Grundlage für einen Austausch über die Grenzen hinweg zu legen. In Berlin, wo viel aus eigener Kraft entsteht, suchen sich die Kreativen zum Teil sehr öffentlichkeitswirksam ihren Platz in der Stadt: Bereits seit 2003 finden in der „Hauptstadt der Wohnexperimente“ einmal jährlich ExperimentDays statt. Dort hat sie der Wahlberliner Michael LaFond, Architekt und Stadtplaner, ins Leben gerufen, der sich seit Jahrzehnten mit gemeinschaftlichen und partizipativen Initiativen beschäftigt. Für Wien wurde der Themenkreis um Projekte und Initiativen mit besonderem Fokus auf die Stadt betrachtet. Thematisch zusammengestellte Projektpräsentationen mit anschließenden Diskussionen, sowie eine Projektbörse mit Impulsreferaten ihrer Teilnehmer bildeten dabei den Rahmen der zweitägigen Veranstaltung.


EXPERIMENTDAYS 01.WIEN

März 2012 | 10

ARCH+ feature, vlnr: Christian Schöningh – Berlin (Die Zusammenarbeiter), Andreas Rumpfhuber – Wien (Architekt), Karin Lischke – Wien (Initiatorin, stadtambulanz), Anh-Linh Ngo (Redakteur ARCH+ Berlin). Auftaktveranstaltung im 21er Haus, 18. November 2011 Foto: Bahanur Nasya

Die in Wien vorgestellten Ansätze für die Teilhabe an der Stadt sind so vielfältig wie die Situationen, aus denen heraus sie entstehen. Experimente und innovative Projekte entwickeln sich sowohl auf technischer, architektonischer als auch auf sozialer Ebene. In der Entstehung spielen nicht selten einzelne Personen, die als Motor und Impulsgeber fungieren, die tragende Rolle. „Moment, wir sind doch die Investoren!“ Solch eine impulsgebende Person ist beispielsweise Daniela Brahm. Sie ist Teil des Berliner Initiativprojekts ExRotaprint, das letztlich aus Begeisterung für die Architektur eines denkmalgeschützten Areals entstanden ist. Der Gruppe gelang es, das komplette bauliche Ensemble einer ehemaligen Druckerei mit 10.000 Quadratmetern Nutzfläche zu übernehmen. Die „Nullphase“ einer bezirksweiten Investitionsabstinenz brachte die erforderliche Zeit, sich über die Gründung des Vereins intern zu organisieren und sich als gemeinnützige Gesellschaft zusammen mit der Stiftung trias als kompetente und ernsthafte Käufer zu präsentieren. Für Brahm war das die Lernphase der Initiatoren, deren Erkenntnis darin bestand, sich schlussendlich selbst als Investor zu begreifen: „Komisch – die Stadt wartet auf Investoren, aber wir sind doch schon da“. Ihrer Satzung folgend vermietet die später aus Künstlern und Architekten bestehende Gruppe die Räume zu gleichen Teilen an kreative, soziale und gewerbliche Projekte. Somit steht das Projekt nicht nur für die urbane Auffassung von Ar-

beit und Arbeitsraum in der Stadt, sondern setzt diese Idee in selbstverwalteter Form auch um. Nicht geplant, sondern entstanden Ein gerade in Wien entstehendes Projekt zeigt ebenfalls, wie stark sich Enthusiasmus und Überzeugungskraft über eine gemeinsame soziale Projektidee multiplizieren können. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt, das Unterkünfte für Obdachlose gemeinsam mit Wohn- und Arbeitsplätzen für Studierende unter ein Dach bringen will. Und das alles mitten in der Stadt. „VinziRast-MITTENDRIN“ heißt das Projekt und angefangen hat es mit der Besetzung des AudiMax im Jahr 2009. Dort lernten einander Studierende und Obdachlose kennen, das Thema Obdachlosigkeit fand Eingang in den Themenkreis der Protestbewegung. Aus gegenseitiger Unterstützung entwickelte sich ein Verantwortungsgefühl, das eine Gruppe Studierender auch nach der Besetzung nicht mehr los ließ. Auf der Suche nach Kooperationspartnern wurden sie mit der Vinzenzgemeinschaft St. Stephan fündig, einem Verein, der unterschiedlichste soziale Bauprojekte umsetzt. Gemeinsam mit dem Architekturbüro gaupenraub entwickelten sie ihre Ideen anhand eines seit geraumer Zeit leer stehenden Biedermeierhauses im 9. Bezirk. Der Funke sprang über und schließlich fanden die Studierenden einen Gönner, der das Objekt erwarb, damit sie ihre Vision von Zukunft für sich und obdachlose Menschen mitten in der Stadt umsetzen konnten. Als eine der Voraussetzungen für die positive Entwicklung sieht Hagner


EXPERIMENTDAYS 01.WIEN

März 2012 | 11

Informelle Gespräche während der ExperimentDays in der ig Architektur vlnr: Michael Schultes (TU Wien), Paul Adrian Schulz (Sprungbrett Aspern), Michael Matuschka (BAR Architekten, Berlin) Foto: Bahanur Nasya

die von Anfang an offensiv geführten Gespräche mit Nachbarn und Bezirk: „Wenn man das nicht macht, entsteht ein Vakuum, das von den ärgsten Befürchtungen ausgefüllt wird.“ Selbst der zuständige Bezirksausschuss zeigt sich begeistert und bot sich für die Rolle des Vermittlers an. Neue Architekturpraxis Für Hagner und seine Büropartnerin Ulrike Schartner stellt ihr Engagement für soziale Bauprojekte auch einen alternativen Zugang zu Aufträgen dar. Wenn schon unentgeltlich arbeiten, dann lieber für soziale Projekte anstatt für Wettbewerbe, an denen schnell mal 100 Büros teilnehmen, so Alexander Hagner. Über zwei unentgeltlich geleistete Planungen im Vorfeld - einer Notschlafstelle und einem Wohngemeinschaftsprojekt - sind sie zum VinziRast-Projekt gelangt, „das sich nun auch rechnet“. Aus dieser Praxis ergeben sich für das Büro Kontakte zu Menschen mit ähnlichen Ideen. So ist derzeit ein Projekt für ein Hotel von Menschen mit Behinderungen für Menschen mit Behinderungen im Gespräch. Eigeninitiative zwischen Selbsthilfe und dem unternehmerischen Selbst Als Auftaktveranstaltung der Experimentdays veranstaltete die deutsche Zeitschrift für Architektur und Städtebau ARCH+ einen „Features“-Abend im 21er Haus. Die Rolle der Planer bei gemeinschaftlichen Bau- und Wohnprojekten stand im Zentrum der Überlegungen von Christian Schöningh, Architekt

aus Berlin vom Büro „Die Zusammenarbeiter“. Er bestärkt den Mut zur Eigeninitiative in gemeinschaftlichen Bauprojekten und macht den Spielraum deutlich, den solche Projekte in Berlin erkämpft haben. Andreas Rumpfhuber, forschender Architekt aus Wien und zweiter Redner an diesem Abend, kritisiert diesen Ansatz der unternehmerischen Selbsthilfe. Rumpfhuber bezieht sich vornehmlich auf die Beispiele eigentumsbasierter Neubauprojekte, die aus seiner Sicht ein neoliberales Modell der Geldanlage darstellen und für eine Architekturpraxis steht, in der das „unternehmerische Selbst Verantwortung übernimmt und performativ wird.“ Selbstorganisation: Businessmodell oder Mehrwert für die Stadt? In Wien ist diese Praxis nicht oder besser gesagt nicht mehr die Regel. Im Gegensatz zu Berlin, wo sich die Stadt weitestgehend von ihrer Rolle am Wohnungsmarkt verabschiedet hat, wird in Wien traditionell mit Wohnbau Politik gemacht. Bei allen Vorzügen wie der sozialen Durchmischung oder der Sicherung von Arbeitsplätzen, die man politischen Entscheidungsträgern zu Gute halten kann, gibt es noch viel Potential für die Förderung von Eigeninitiative und Mitbestimmung, vor allem im Wohnbau. Diese Werte sind als Elemente einer demokratischen und kulturpolitischen Stadt- und Städtebaupraxis ernst zu nehmen und verlangen neben Pilotprojekten vor allem mehr Offenheit und Flexibilität in den administrativen Strukturen.


EXPERIMENTDAYS 01.WIEN

März 2012 | 12

Besucherinnen während der ExperimentDays in der ig Architektur Foto: Bahanur Nasya

Reform- und Innovationsmoment durch Baugruppen Auf einen entscheidenden Impuls, den Baugruppen zu geben im Stande sind, verweist Nikolaus Kuhnert, Herausgeber der ARCH+. Er streicht explizit das räumliche Reform- und Innovationsmoment dieser neuen Modelle heraus. Für ihn kommt der soziale Wohnungsbau aus der sozialdemokratischen Reformbewegung, der jedoch zum homogenisierten Standard abgesunken ist. Baugruppenprojekte würden architektonisch das übersetzen, was sich in der Gesellschaft oder zwischen den Geschlechtern an sozialer Differenzierung herausgebildet habe. Auch für die neuen Bedürfnisse hinsichtlich der Verbindung von Wohnen und Arbeiten lassen sich so Ansätze entwickeln und räumlich-architektonisch umsetzen. Ein Beispiel dafür zeigten BAR Architekten auf den ExperimentDays, die Projekte vom Bauplatz weg entwickeln und umsetzen. Dadurch sind sie im Stande, Raumangebote alternativ zur vorherrschenden Immobilienwirtschaft zu entwickeln. Fast zweigeschossige Räume mit eingezogenen Galerien aus einer 50-50 Mischung zwischen Eigentum und Miete lassen sich so realisieren. Erst kommt der Bauträger, dann die Baugruppe Baugruppenprojekte und Projekte in Eigeninitiative und Selbstorganisation sind im Stande, Mängel aufzuspüren und Nischen zu bedienen und dafür gäbe es gerade innerhalb der Wiener Stadtentwicklung genügend Anlass. Davon ist auch

Rudolf Scheuvens, Professor für örtliche Raumplanung an der TU Wien überzeugt. Nach seiner Auffassung hätten große innerstädtische Entwicklungsgebiete wie das Sonnwendviertel am neu entstehenden Zentralbahnhof zwar den Anspruch, Stadt sein zu wollen, in Wirklichkeit seien sie nichts anderes als eine große Wohnsiedlung im städtischen Maßstab. Die starke Wiener Tradition des staatlich geförderten Wohnbaus in enger Zusammenarbeit mit Bauträgern lässt viele Fragen zu Nutzungsvielfalt, Kleinteiligkeit und Mitgestaltungsmöglichkeiten offen. Auch unter Einbeziehung der „sozialen Nachhaltigkeit“, der vierten Säule der Wohnbauträgerwettbewerbe neben Ökologie, Architektur und Ökonomie, wurde das einzige Baugruppenprojekt im Sonnwendviertel erst fertig entwickelt, um im Anschluss daran die Baugruppe zu suchen. Welches Potential gemeinschaftliche Baugruppenprojekte als Impulsgeber für städtische Entwicklung haben können, das sollen fünf, einen gesamten Baublock in Aspern einnehmende Projekte, zeigen: Pegasus, Seestern, JAspern, der Sargfabrik-Ableger orange3 und das dritte B.R.O.T.-Projekt sind dort in der Entstehungsphase. In intensiven Gesprächen koordinieren sie sich hinsichtlich ihrer Gemeinschaftseinrichtungen und des gemeinsamen Freiraums im Blockinneren. Potential Bestand Die thematische Ausrichtung der ExperimentDays 01.Wien wollte auf etwas im Besonderen hinweisen - Initiativansätze


EXPERIMENTDAYS 01.WIEN

März 2012 | 13

der gezeigten Art müssen auch für das innerstädtische Kerngebiet und den Altbestand wirksam werden können. Viele auf Gemeinschaft ausgerichtete Projekte weichen in Ermangelung von Grundstücken in der Stadt auf die Stadtrandgebiete oder das Umland aus. Dabei sind aus dem Blickwinkel demografischer und struktureller Entwicklungen schwierige Aufgaben in der Stadt zu bewältigen: Eine Forschungsarbeit im Auftrag der IG Kultur zum Thema „Perspektive Leerstand“ skizziert die Schaffung eines Leerstandsmanagements zur Vermittlung zwischen Eigentümern leer stehender Räume und potentiellen Nutzungsinteressenten als Option für die Stadt Wien. Zur wachsenden Bedeutung gemeinschaftlicher Wohnformen im Alter wurde im Rahmen der Projektbörse auch ein Forschungsprojekt vorgestellt, das auf das gemeinschaftliche Wohnen 60+ abzielte und den Mehrwert für jeden Einzelnen sowie für die ganze Stadt durch ökologische und finanzierbare Modelle einging. Entscheidend für die Szene ist die Mobilisierung durch Vernetzung und Information. Gerade hier setzt auch die Initiative gemeinschaftlich Bauen und Wohnen an, indem sie versucht, Interessen zu bündeln und diese zu vertreten. So wurde der Titel „Kooperativ Stadt Bauen“ im Laufe der drei Tage der Experimentdays 01.Wien mit Inhalten befüllt. Die Initiative Stadtambulanz hat als Kuratorin dieser Veranstaltung eine Momentaufnahme und Plattform für Diskussionen herstellen

können, die die unterschiedlichen, auf Kooperationen und Gemeinschaft ausgelegten und aus Eigeninitiative entstehenden Initiativen, zusammen führt. Die vorgestellten Best-PracticeProjekte haben gangbare Wege aufgezeigt und motiviert. Sich bemerkbar zu machen und voneinander zu erfahren ist die Voraussetzung und die Basis einer solchen auf Transparenz und Kooperation ausgelegten Praxis.

Daniela Brahm während ihrer Präsentation zum Projekt ExRotaprint, Berlin in der ig Architektur.

Rudolf Scheuvens, Professor für örtliche Raumplanung an der TU Wien bei seinem Vortrag zum Potential der Eigeninitiative.

Besucherin der Auftaktveranstaltung im 21er Haus, 18. November 2011

Info Die gesamte Dokumentation der ExperimentDays01.Wien 2011 ist online unter www.experimentdays-wien.at abrufbar. Ein Projekt der Stadtambulanz – Stadtentwicklung durch Eigeninitiative im Wohnbau www.stadtambulanz.at in Kooperation mit der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen www.gemeinsam-bauen-wohnen.at

ExperimentDays in der ig Architektur Fotos: Bahanur Nasya

TIPP: Wer die Szene kennenlernen will, hat dazu am 16.03.2012 ab 20 Uhr im Cafe Urania die beste Gelegenheit. Ein Fest der beiden Initiativen gibt den Startschuss zu einem „neuen Webportal als digitalem Markplatz für selbstinitiierte Wohnprojekte“.


Denkmalschutz

März 2012 | 14

Sitzungssaal des Nationalrats: Seitlicher Blick von rechts in Richtung Präsidium, errichtet von den Architekten Fellerer und Wörle, 1956 fertig gestellt. Fotos: Parlamentsdirektion/Stefan Olah


Denkmalschutz

März2012 | 15

Die Pure Demokratie denkmalschutz Das Parlament sorgt für Aufregung. Diesmal allerdings nicht ausschließlich politischer Natur. Der geplante ­Umbau erhitzt die Gemüter in vielerlei Hinsicht – so auch aus architektonischer Sicht. von Diana Danbauer

E

xperten verfolgen den geplanten und bereits vieldiskutierten Umbau des Österreichischen Parlaments mit kritischem Blick. Nach Meinung mancher Denkmalschützer ist der 300-Millionen-Euro-Umbau nicht nur nicht notwendig, sondern kommt schlichtweg einer Zerstörung eines wichtigen architektonischen Weltkulturerbes gleich. Die notwendigen Sanierungsarbeiten könnten weitaus kostengünstiger und unter Wahrung der wertvollen geschichtlichen Hinterlassenschaften durchgeführt werden. Unter besonderer Beobachtung steht hierbei der im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstörte „Herrenhaussaal“ im Parlamentsgebäude von Theophil Hansen (1874-1884), welcher von den Architekten Max Fellerer und Eugen Wöhrle 1955/56 neu gestaltet wurde. docomomo_austria, die österreichische Arbeitsgruppe der weltweit aktiven Vereinigung von Fachleuten zum Zweck der „Documentation and Conservation of buildings, sites and neighbourhoods of the Modern Movement“, repräsentiert durch Präsident Norbert Mayr, fordert mehr Respekt gegenüber dem Werk von Max Fellerer und Eugen Wörle und verweist darauf, dass bei der geplanten Radikalsanierung des Hauses der Plenarsaal zerstört wird. Wilfried Lipp, Präsident Icomos Austria, Georg Spiegelfeld, denkmalaffiner Benutzer des Parlaments und Jan Tabor, Architekturtheoretiker brachten gemeinsam bei einer Pressekonferenz ihre Bedenken zum Ausdruck.

Aussagekräftiges Gutachten Norbert Mayr verwies in erster Linie auf die Studie „Der Plenarsaal des Österreichischen Nationalrats im Parlament (Max Fellerer & Eugen Wörle, 1955/1956). Konservatorische Bestandsaufnahme. Zustandsbewertung und Maßnahmenempfehlung. Materialkatalog.“ vom September 2010 die von der Universität für Angewandte Kunst in Wien durchgeführt wurde. Ursprünglich nicht publik gemacht, ist das Gutachten nun seit Ende 2011 öffentlich und kann sogar über die Parla-

mentshomepage heruntergeladen werden. „Dei bei einem ausgewiesenen Baudenkmal wie dem Plenarsaal übliche konservatorische Bestandsaufnahme wurde nicht – wie notwendig – an den Planungsbeginn gestellt, sondern zuerst der Architektenwettbewerb 2007/08 durchgeführt“, kritisiert Mayr. „Die Inhalte dieser 2010 erstellten Bestandsaufnahme sind nun öffentlich und machen deutlich: Es wäre unverantwortlich, anstelle des gut erhaltenen Saals ein substanzzerstörendes und teureres Radikalumbauprojekt zu verfolgen“, so die klaren Worte des Architekturhistorikers.

Vorsichtige Sanierung Dass das Parlament und auch der Plenarsaal nicht ganz um eine Sanierung herumkommen, dahingehend sind sich alle einig. Doch ist laut genannten Experten eine völlige Neugestaltung um 300 Millionen Euro nicht notwendig, ja sogar kontraproduktiv, weil damit ein wichtiges geschichtliches Kulturgut unwiederbringlich zerstört würde. Mayr verweist auf die Studie, die belegt, dass Handlungs- oder gar Erneuerungsbedarf weder bei der Ausstattung noch beim Mobiliar notwendig ist. Durch den Einsatz von hochwertigen Materialien in den 1950er Jahren und die seither gute und professionelle Pflege und Wartung konnten den hervorragenden Zustand sicherstellen. Zudem spricht er den wichtigen Aspekt der RessourcenSchonung an. „Die aktuelle Planung überschreitet die Grenzen für akzeptables Veränderungspotenzial bei weitem: Der geplante Radikalumbau ist dem bedeutenden Saal als Baudenkmal, einzigartiger Architektur und zentralem Symbol der Zweiten Republik als gewaltenteilende, repräsentative, parlamentarische Demokratie nicht zumutbar. Er würde fast die gesamte Bausubstanz und die Atmosphäre vernichten“, so Mayr. Diesem Urteil schließt sich auch Georg Spiegelfeld an, der von 2003 bis 2010 Mitglied des Bundesrates war und das Parlament somit auch als Arbeitsplatz kennengelernt hat. Spiegelfeld betont: „Das


Denkmalschutz

März 2012 | 16

Aufnahmedatum: 01.03.2010: Blick von der Rückwand oben in den Saal.

Parlament ist ein hochwertiges Gebäude – in allen seinen Facetten. Ein Abriss und Neubau des Hauses ist inakzeptabel.“ Eine sinnvolle Sanierung im einstelligen Millionen-Betrag hält der Jurist für zielführender, als einen Radikalumbau im dreistelligen Millionenbereich. „Die geplante Umformung endet in der der Zerstörung des Parlaments“, ist Spiegelfeld überzeugt.

Mehrschichtige Qualität Der Kunsthistoriker Wilfried Lipp spricht im Zusammenhang mit dem Parlament von „mehrschichtigen Qualitäten“, die in jedem Fall zu berücksichtigen sind und bezieht sich explizit auf die seiner Meinung nach „ausgezeichnete Studie der Universität für Angewandte Kunst Wien, in der alles gesagt wird“. Lipp, der sich zwar nicht zum geplanten Entwurf äußern wollte, betont dennoch, dass für den Plenarsaal eine gesonderte Beurteilung notwendig ist. Dennoch übt er allgemeine Kritik an Architekturwettbewerben und bezeichnet sie als „Mittel der Durchsetzungsstrategie“. Noch direkter und ohne Umschweife äußert sich der Architekt und Architekturtheoretiker Jan Tabor zum geplanten Umbau: „Das Parlament und der Plenarsaal im Speziellen sind einzigartige Weltarchitektur. Hier wird die Befreiung von der ‚Nazi-Ästhetik‘ und die pure Demokratie aufgezeigt“, so Tabor. „Der neue Entwurf sieht aus wie ein Hörsaal für eine medizinische Fakultät“, lautet seine unverblümte Kritik. Daher ist

es für ihn von größter Bedeutung, dass dieses wertvolle Erbe nicht einer unüberlegten Neugestaltung zum Opfer fällt.

Modernisierung um jeden Preis Ivo Hammer, Konservator/Restaurator und Kunsthistoriker zitiert in seiner Stellungnahme aus dem Text von der Parlamentsdirektion herausgegebenen Publikation der Siegerentwürfe des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Narionalratssitzungssaals vom September 2008: „Der Nationalratssaal des österreichischen Parlaments soll nach einem mehr als fünfzigjährigen Nutzungszeitraum, unter Wahrung seiner Identität und unter Wahrung der denkmalpflegerischen Vorgaben, einem Umbau, einer Sanierung sowie einer Modernisierung unterzogen werden. Anlass für diese Adaptierungen sind die nicht mehr zeitgemäße Ausbildung der Abgeordnetenarbeitsplätze, der BesucherInnenplätze am Balkon und auf der Galerie, ungünstige Anordnung von Sitzpositionen, die fehlende barrierefreie Zugänglichkeit vieler Bereiche, Defizite in den Bereichen der Akustik, Beleuchtung und Belichtung, der Sicherheit und der gebäudetechnischen Ausstattung.“ Hammer kommentiert unverblümt: „Vom ursprünglichen Raum von Fellerer-Wöhrle (1956) bleibt nach diesen Plänen nicht viel mehr übrig als eine blasse Erinnerung. Man will den Raum durch Abbruch der seitlichen Stiegenhäuser und Ersatz der Rückwand durch 12 Säulenpaare vergrößern, das Boden-


Denkmalschutz niveau verändern, die glasdecke und die originale Möblierung entfernen und alle verbliebenen Furniere weiß lasieren. Diese Eingriffe sind weder ‚behutsam‘ noch wird die ‚Authentizität des Nationalratssitzungssaals gewahrt‘, vielmehr geht es den Planern um ‚großzügige Modernität des Arbeitsmilieus‘ durch einen ‚entspannten Umgang mit dem ‚Bestand‘“, so Hammer.

März 2012 | 17 Gutachten Die Studie „Der Plenarsaal des Österreichischen Nationalrats im Parlament (Max Fellerer und Eugen Wöhrle, 1955/56). Konservatorische Bestandsaufnahme, Zustandsbewertung und Maßnahmenempfehlung, Materialkatalog“ der Universität für Angewandte Kunst in Wien vom September 2010 finden Sie unter: www.parlament.gv.at/GEBF/PROJ/Dokumente

Ungewisse Zukunft Letztgültige Entscheidungen sind bis jetzt – zur Freude der Kritiker – noch nicht gefallen. Im November letzten Jahres kündigte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer an, dass der Generalplaner Anfang 2012 ausgeschrieben werde, Ende 2013, Anfang 2014 sollte voraussichtlich die Entscheidung über den Umfang der Sanierungsarbeiten feststehen. Vor gut einem Monat, am 16. Jänner, sagte Prammer in ihrem Jahresbericht: „Definitive Entscheidungen werden um die Jahreswende 2013/2014 notwendig, weil das historische Parlaments-

gebäude im Jahr 2015 in großen Teilen nicht mehr benutzbar sein wird.“ Dass noch nicht alle bürokratischen Einzelheiten geklärt sind, darauf lässt auch die Auskunft des Bundesdenkmalamtes schließen, die Wilfried Lipp eingeholt hat. Vom BDA wurde mitgeteilt, dass noch kein Antrag eingebracht wurde, und daher auch weder ein Statement, noch eine Entscheidung seitens des Bundesdenkmalamtes existiert.

Wettbewerbsergebnisse 1. Rang Heidl Architekten ZT GmbH, Linz „Der Lösungsvorschlag zeigt eine sehr überzeugende Auseinandersetzung mit der bestehenden Saalstruktur, setzt die vorhandene architektonische Haltung logisch fort und besticht durch seine spannungsvolle Einheitlichkeit, aber auch durch eine wohltuende Abstraktion. Der Verzicht auf viele unterschiedliche Materialien und die Verwendung von analogen Mitteln zur Gestaltung des Plenarsaals wird positiv empfunden und zeugt von Sensibilität im Umgang mit dem Bestandsgebäude“… „Die elegante, diskrete und ruhige Atmosphäre des Projekts erachtet das Preisgericht als stimmiges Umfeld für den parlamentarischen Betrieb.“ (Auszug aus dem Wettbewerbsprotokoll)

2. Rang Architekt Katzberger ZT GmbH, Wien „Der Saalinnenraum erscheint in einer relativ geschlossenen ‚Raumschale‘ mit interessanten Übergängen zwischen Balkon, Galerie und Bundeswappenwand, wobei in der Überarbeitung der Stufe 2 gewisse Gestaltungseinbußen diesbezüglich wahrgenommen werden. Die Lichtführung und die Struktur der Abgehängten Decke werden zu sehr in den Vordergrund gestellt. Diese stellen vor der Funktionalität des Raumes den eigentlichen Protagonisten dar. Die Saalgröße scheint für die Ideen und Intentionen des Projektverfassers zu klein, was zwangsläufig zu funktionellen Konflikten führt.“ (Auszug aus dem Wettbewerbsprotokoll)

3. Rang Geiswinkler & Gesiwinkler Architekten ZT GmbH „Das Projekt stellt ein sehr schlüssiges, selbstbewusstes und mutiges Gesamtkonzept mit viel Bewegungsraum, aber massiven Eingriffen in den Bestand dar. Es wird hinterfragt inwieweit ein derart großer Eingriff in die historische Bausubstanz tatsächlich angemessen ist, insbesondere in Bezug auf den räumlichen und atmosphärischen ­Gewinn.“ … „ Mit dem Lösungsvorschlag werden Eingriffe in das Gebäude getätig, die im problematischen Verhältnis zum Duktus des historischen Hansen-Bau stehen.“ (Auszug aus dem Wettbewerbsprotokoll)


Stadtentwicklung

März 2012 | 18

Smart Cities Stadtentwicklung Bei der elften Veranstaltung der Podiumsdiskussionsreihe der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten diskutierten Anfang März Experten zum Thema „Smart Cities – ein Bebauungsplan für morgen“. Traditionsgemäß ging die Veranstaltung im Erste Bank Event Center Wien über die Bühne.

Podium (v.l.): Bernhard Sommer, Ina Homeier-Mendes, Peter Huemer, Jessen Page und Rudolf Kohoutek. Fotos: Bernhard Wolf

J

essen Page vom Austrian Institute of Technology ging vom Wunschziel der EU aus, den CO2-Ausstoß bis 2050 um achtzig Prozent zu reduzieren. Erfolg oder Scheitern dieses ehrgeizigen Plans hänge von der Entwicklung der Städte ab. Für eine „Smart City“ bedürfe es eines integrierten Ansatzes, in dem Prozesse (in Planung, Finanzierung, Legislatur), Konzepte (Planung auf Gebäudeebene bis zur Stadtebene) und Technologien ineinandergreifen: „Nicht getrennte Stakeholder-Prozesse oder die Optimierung von Einzelsystemen macht eine Stadt smart, sondern eine bereichsübergreifende Planung. Nur integrierte Planungsaufgaben und gemeinsame Ziele tragen zu einer Optimierung des Gesamtsystems Stadt bei.“ Ina Homeier-Mendes von der Magistratsabteilung 18, Stadtentwicklung und Stadtplanung, begann ihre Keynote mit einem Zitat der Internationalen Energieagentur: „Ohne einen baldigen Kurswechsel werden wir dort enden, wo wir jetzt hinsteuern.“ Wien habe diesen Kurswechsel eingeläutet, im weltweiten „Smart-Cities-Ranking“ liege man auf Platz eins. Für Homeier-Mendes steht der Begriff für hohe Lebensqualität bei gleichzeitiger Schonung der Ressourcen: Die smarte Stadt sei nicht allein ein technisches, sondern ebenso ein soziales Konstrukt. Als wachsende Stadt zeige Wien hohes Potenzial für innovative Lösungen. Das Grundgerüst hierfür sei der 2011 aufgesetzte Masterplan „smart city Wien 2012-2015“. Bernhard Sommer, Architekt und Mitglied des Ausschusses Stadtnachhaltigkeit der Länderkammer Wien, Niederösterrei-

ch und Burgenland, ging von der Gebäudehülle aus. In Anbetracht der Tatsache, dass Wien nach wie vor stark von kalorischen Kraftwerken abhänge, sei es wesentlich, dass Gebäude selbst Energie erzeugten. Das gehe nicht ohne eine Bauordnung, die Ziviltechnikern erlaubt, neue Gebäudeformen zu entwerfen. „Wir haben heute Instrumente und Wissen zur Hand, die eine wesentlich intelligentere Planung erlauben würden, als wir sie praktizieren – müssen“. Sommer fordert Planungsfreiheit bei klar definierten Zielvorgaben.


Stadtentwicklung

Städtebau, so der Architekt und Stadtplaner Rudolf Kohoutek, sei keine Stärke Wiens. Auch habe Österreich als eines von wenigen Ländern in der EU kein eigenes Städtebauministerium. Die Befreiung von der Bauordnung, „ein alter Architektentraum“, sollte zumindest in anspruchsvollen Sonderbauvorhaben wahr werden. Zugleich räumte er ein, dass Smart-City-Konzepte die Arbeit der Architekten keineswegs erleichtern. Wesentlich für Kohoutek ist es, die abstrakte „Mega-Maschinerie“ Smart City im Bewusstsein der Bevölkerung lebendig werden zu lassen. Vermittlungsprogramme, Partizipation und Ausstellungen könnten helfen, Öffentlichkeit, Politiker und Beamte für das Thema zu begeistern. In der anschließenden Diskussion kam Moderator Peter Huemer zunächst auf den Aktionsplan „smart city Wien 2012-2015“ zurück und hakte zu konkreten Maßnahmen nach. Ina Homeier-Mendes erklärte, der Plan sei derzeit noch unverbindlich: ein Kompendium von Ideen, ein Impulsgeber für weitere Visionen. Nun gehe es daran, die Vorschläge zu eva-

März 2012 | 19

luieren. Doch wie fühlt sie sich an, die Smart City von morgen? Jessen Page zu seiner persönlichen Vision: Die Stadt werde nicht dramatisch anders aussehen, aber weniger von Autos als von öffentlichen Verkehrsmitteln und dezentraler Energieerzeugung geprägt. Es sei vor allem das Verhalten und die Einstellung der Menschen, die sich geändert hätten. Dieser Aspekt wurde auch vom Publikum als wesentlich genannt. Auch das Thema einer neuen Form des Bebauungsplans wurde nochmals aufgegriffen. Die Notwendigkeit neuer, vielleicht sogar radikaler Regulative wurde von Podiumsgästen wie Zuhörern gleichermaßen bestätigt. Es sollten mehr konkrete Ziele vorgegeben werden, zum Beispiel eine Vorgabe für die Energieproduktion auf der Gebäudehülle – im Fall Wiens auch in Hinblick auf den historischen Stadtkern, die Gründerzeitviertel und die „Nachkriegsmoderne“, wo man sich derzeit noch auf Maßnahmen der Wärmedämmung beschränke. Zielvorgaben sollten mit größeren gestalterischen Freiräumen gekoppelt werden.

14. märz 2012

> DI Arch Martin Reimer: Wie die Sanierung eines Bades aus den 1970er Jahren funktioniert

Architektur im BäderBAu: drei speziell auf ihre Anforderungen abgestimmte Spezialvorträge

> Netzwerken Sie mit 300 Vertretern der deutsch­ sprachigen Bäderbranche am Bäderabend

BÄDERKONGRESS2012

bäderkongress2012

seite

1


Dach- und Fassadenbegrünung

März 2012 | 20

GroSSstadtDschungel Dach- und Fassadenbegrünung Mailand ist bekannt dafür, sich in Szene zu setzen und Mut zu beweisen. Schon oft hat die Industriellen-Stadt bewiesen, dass sie sich für Experimente nicht zu schade ist. Derzeit setzt sich die Mode- und Designhochburg ein Architekturdenkmal der völlig anderen Art. P.S.: Ein durch und durch grünes! von Barbara Jahn

Fotos: Studio Boeri, Volcania


Dach- und Fassadenbegrünung

D

a schimpfe noch einmal einer über die Italiener: Ausgerechnet in Mailand, pulsierende, atemlose und weltberühmte Metropole der Modewelt und des High-Class-Designs, die sich ab und an einen autofreien Tag zwischendurch gönnt, um wieder ein bisschen Sauerstoff unter die permanente Smog-Glocke zu bringen, macht jüngst mit einem großartigen, fast einzigartigen Architekturprojekt von sich reden. Gleich vorweg: Es befindet sich bereits im Bau und ist keineswegs mehr kühne Vision eines von Idealismus getragenen Architekten. Und es wird 65 Millionen Euro kosten als eine der ersten Investitionen in „BioMilano“, einem geplanten Grüngürtel rund um die Stadt.

Höchstes Ziel Aber worum geht es eigentlich? Das Projekt heißt „Bosco Verticale“ – zu deutsch „Vertikaler Wald“ –, und entsteht im Bereich zwischen der Zona Garibaldi und der Zona Repubblica, mitten im urbanen Gefüge der lombardischen Hauptstadt. Es handelt sich dabei um zwei Türme mit 80 und 112 Metern Höhe mit ausgesprochenen High-Density-Qualitäten. So weit, so gut. So weit, aber nichts Besonderes. Doch ist das erst die eine Hälfte der Geschichte, die es dazu zu erzählen gibt. Die andere Hälfte beinhaltet den bereits erwähnten Wald, der sich über die beiden Bauwerke in die Höhe erstrecken soll. Und zwar flächendeckend vom Erdgeschoss bis ins letzte Geschoß mit Dachterrasse. Klingt mutig und nach Science Fiction, aber das Bauvorhaben wächst kontinuierlich in die Höhe, ebenso wie auch schon jene Bäume, die in den eigens konzipierten, den Wohnungen und Terrassen vorgelagerten Pflanztrögen ein-

März 2012 | 21

mal wurzeln sollen. Das Bepflanzungskonzept ist sehr ambitioniert, denn es entspricht bei kompletter Ausführung einem ganzen Hektar Wald. 480 große und mittelgroße Bäume, 250 kleinere Exemplare, 11.000 Bodendecker und 5.000 Sträucher wird es entlang der Fassade in vertikaler Richtung geben. Um die Pflanzen in diesem Ausmaß ziehen zu können, würde eine Fläche von insgesamt 2,5 Quadratkilometer benötigt werden. Schließlich ist hier nicht von irgendwelchen Zierbäumchen die Rede, sondern von bis zu acht Meter hohen Bäumen, die rund um die Fassade gesetzt werden sollen. Fachlichen Beistand leistet hier die Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Mailand, die in einer Studie die geeignete Bepflanzung erarbeitete, insbesondere in Hinblick auf klimatische Bedingungen wie Kälte, Wind und Trockenheit, die in Mailand sehr hartnäckig vorherrschen können. Die Aufzuchtphase dauert insgesamt zwei ganze Jahre, bevor die Pflanzen ihren endgültigen Platz in einem der 27 Stockwerke zugeteilt bekommen. In diesem Zeitraum können sich die Pflanzen bereits an die Bedingungen gewöhnen.

Mehr als grüner Anstrich Die Idee dieses innerstädtischen Ökosystems, an dem nicht nur die direkten Bewohner, sondern auch die ganze Umgebung partizipieren soll, ist so frisch wie das Grün der Pflanzen und so nachhaltig wie ein groß angelegtes Aufforstungskonzept. Mitten in der Stadt entsteht ein ganzer Wald mit seiner ganzen Fülle an botanischer Vielfalt und mit seinen ganzen positiven Eigenschaften als grüne Lunge. Architekt Stefano Boeri – übrigens der ehemalige Herausgeber der Architekturzeitschrift


Dach- und Fassadenbegrünung

Domus – setzt dabei ganz klare Prioritäten: Im Zentrum der Planung steht nicht nur der Mensch, der sich in der Architektur bewegen wird, sondern auch die Natur, die – vom Grundriss aus betrachtet – auf kleinstem innerstädtischen Raum ein Maximum an Entfaltungsfläche zugeteilt bekommt. Auf diese Art und Weise soll in erster Linie das Mikroklima erheblich verbessert werden ebenso wie die Biodiversität und die ökologische Regeneration. Durch das grüne Konzept werden nicht nur Staub gebunden und Tonnen an Kohlendioxid absorbiert, sondern auch Sauerstoff produziert – wie wir wissen, Mangelware in der Großstadt. „Der vertikale Wald hat eine Vielzahl von Vorteilen“, ist Architekt Stefano Boeri von seinem Vorzeigeprojekt überzeugt. Damit meint er unter anderem die Funktion der Bepflanzung als Schattenspender während des Sommers, die immerhin eine Temperaturabsenkung von zwei Grad Celsius brächte. Oder aber die Reduzierung der Lärmbelästigung – ein Faktor, der gerade in Mailand nicht unbeträchtlich ist. Damit erspart man sich Energie und Strom fressendes technisches Equipment, ein weiterer Aspekt der Nachhaltigkeit. „Aber in einer verkehrsreichen Großstadt wie Mailand fast noch wichtiger ist, dass die von den Fahrzeugen ausgehenden Feinstaubemissionen und der Kohlendioxidausstoß absorbiert werden.“ Von den Vögeln und Insekten, die sich – als positiver Effekt wohlgemerkt – hier innerhalb kürzester Zeit ansiedeln würden, ganz zu schweigen. Zum gestalterischen Konzept gehört selbstverständlich auch der Farben- und Blütenreigen im Wandel der Jahreszeiten, der die Fassaden der beiden Hochhäuser zu einer prächtigen und ständig wechselnden Kulisse machen wird.

März 2012 | 22

Die Zukunft im Visier Neben der imposanten Rundum-Begrünung, die Augen und Nase – abgesehen vielleicht jenen von Allergikern - erfreuen werden, kommt das Projekt aber auch in den Genuss der neuesten Wind-, Solar- und Wasseraufbereitungstechnologien. Konkret bedeutet das die komplette Autarkie der beiden Türme im energetischen Kontext. Zum Einsatz kommen neben einer 500 Quadratmeter großen Solarstromanlage auch Windräder auf den Dächern und geothermische Sonden bis tief in die Erde. Auch die Bewässerung der Bepflanzung ist penibel genau durchdacht und fortschrittlich. Im Kellergeschoss wird dafür in einem eigenen Becken Grauwasser, sprich gebrauchtes Wasser, gesammelt und aufbereitet. Von dort gelangt es über ein System von Pumpen und Schläuchen, die hinauf in die einzelnen Etagen führen, zu seinem Bestimmungsort. Ein ferngesteuertes System elektronischer Sonden überwacht die gesamte Anlage auf ihre Funktionstüchtigkeit. Ein weiterer Aspekt, den das Projekt ehrgeizig und direkt anpeilt, ist es, auf diese Weise einen „Anti-Sprawl“-Effekt zu erzielen, das heißt einer weiteren Ausdehnung der Städte und Zersiedelung als urbane Ballungszentren, die heißhungrig an der Natur knabbern und sie sukzessive zu Grunde richten, entgegen zu wirken. Der vertikale Wald als Wohnkonzept gleich einer Alternative zum Häuschen im Grünen würde wesentlich kontrollierter sein, denn jeder der beiden Türme entspricht in Summe einer zersiedelten Fläche in Form von Einfamilienhäusern und Gebäuden von bis zu 50.000 Quadratmetern. Außerdem wird der Bosco Verticale schon im Rohbau zum Symbol für die spontane Wiederbesiedlung der Stadt durch


Dach- und Fassadenbegrünung

die Vegetation und Tierwelt. Geplant ist die Schaffung einer ganzen Reihe von vertikalen Wäldern in der Stadt als ein Netz von ökologischen Korridoren zu den wichtigsten Parks der Stadt als lebendige Grünflächen in Form von Alleen und Gärten.

Biologische Architektur Sie scheint also endlich angebrochen, die Ära der Querdenker, die mit ihren visionären Ansätzen über viele Jahre hinweg nur belächelt wurden. Urban Gardening setzt sich in den europäischen Städten immer mehr durch, der eigene Schrebergarten findet auf der privaten Terrasse im 23. Stock oder einem anderen statt, öffentliche Flächen werden von nachbarschaftlichen Gruppierungen genutzt, um Radieschen, Karotten, Tomaten und Salat zu ziehen, und gleichzeitig der Natur ein Stück Land wieder zurück zu geben. Dass die Menschen das wollen, steht wohl außer Zweifel, sonst gäbe es diese kleinmaßstäblichen Initiativen nicht. Wenn allerdings einmal die Stadtväter selbst anfangen darüber nachzudenken, wird es wirklich interessant. Auch in Wien wäre Platz für ähnliche Projekte, die – vielleicht anders dimensioniert – sicherlich gut angenommen werden würden. Dann könnte man beispielsweise auch endlich darauf verzichten, den Wiener Exelberg oder andere grüne und vor allem so wichtige Flecken rund um Wien kahl und glatt zu rasieren – warum auch immer das geschieht. Statt die grüne Lunge Wiens zu vernichten und sie den kommenden Generationen wegzunehmen, könnte man innerstädtisch beginnen aufzuforsten und dafür die Bagger anrollen lassen. Mailand macht vor, wie es geht.

März 2012 | 23

Info Architektur: Boeri Studio (Stefano Boeri, Gianandrea Barreca, Giovanni La Varra) Entwurf: 2006 – 2008 Realisierung: 2008 – 2013 Projektart: Wohn- und Geschäftshochhäuser in Milano Bosco Verticale Landschaftsdesign: Emanuela Borio and Laura Gatti Supervision: Francesco de Felice, Davor Popovic Design Development: Gianni Bertoldi (Koordinator), Alessandro Agosti, Andrea Casetto, Matteo Colognese, Angela Parrozzani, Stefano Onnis Schematic design and PII: Frederic de Smet (Koordinator), Daniele Barillari, Marco Brega, Julien Boitard, Matilde Cassani, Andrea Casetto, Francesca Cesa Bianchi, Inge Lengwenus, Corrado Longa, Eleanna Kotsikou, Matteo Marzi, Emanuela Messina, Andrea Sellanes Detailliertes Green Design: Emanuela Borio e Laura Gatti Statik: Arup Italia s.r.l. Facilities Design: Hilson Moran Italia s.p.a. Detailed design: Tekne s.p.a. Open Space Design: Land s.r.l. Infrastruktur Design: Alpina s.p.a. Boeri Studio Via G. Donizetti, 4 I-20122 Milano T: +39/02/55 01 41 01, F: +39/02/55 01 36 93 boeristudio@boeristudio.it, www.stefanoboeriarchitetti.net


Dach

März 2012 | 24 Lösungen zu komplexen ­Berechnungen

Dachbiotop aus dem Hause Bauder. Fotos: Bauder

Naturschutz auf dem Flachdach Dachbegrünungen sind für Dachsysteme-Hersteller Bauder eine wichtige ökologische Ausgleichsmaßnahme zur Flächenversiegelung. Um diese Verbindung von Naturschutz und Dach weiter zu optimieren, hat der Hersteller von Begrünungssystemen das neue Bauder-Dachbiotop entwickelt. Das Bauder Dachbiotop kann durch seine spezielle Ausführung neue Lebensräume für seltene Tiere wie Spinnen- und Käferarten schaffen. Vögel finden auf ihm Nahrung und Nistmaterial. Im Rahmen eines groß angelegten Forschungsprojekts wird sogar untersucht, wie Dachbiotope gefährdeten bodenbrütenden Vogelarten eine neue Heimat bieten können. Erste Erfolge konnten bereits erzielt werden. Das Bauder-Dachbiotop macht Dächer als weitgehend ungestörte Trockenhabitate zu äußerst attraktiven Standorten und zu einem bedeutenden Bestandteil nachhaltiger Bauweise einer modernen Stadtarchitektur und leistet somit einen wichtigen Beitrag zu aktivem Natur- und Artenschutz.

In der neuen ÖNorm B 3419 ist die zusätzliche Befestigung von Dachmaterialien festgelegt. Die Anforderungen schreiben eine genau definierte Befestigung je nach Lage, Höhe und Neigung des Daches vor. Die Berechnung muss dabei für jedes Objekt einzeln durchgeführt werden. „Die Anforderungen an die Windsogsicherung wurden deutlich verschärft. Die Parameter zur Ermittlung der Befestigung sind wesentlich komplexer geworden und werfen in der Praxis viele Fragen auf. Der Windsogrechner von Eternit ist für Verarbeiter eine große Erleichterung, um rasch und zuverlässig das komplexe Thema der Befestigungsvorschriften zu klären“, erläutert Eternit-Produktmanager Harald Hüttner. Der kostenlose Windsogrechner auf www.eternit.at informiert darüber, für welche Dachplatten oder Dachsteine eine zusätzliche Sicherung vorgeschrieben ist. Dafür müssen lediglich Angaben zu Art und Größe des Dachs sowie zur geografischen Lage eingegeben werden. Die Auswahl zur Geländeform ist übersichtlich beschrieben. Weiters liefert das Berechnungstool automatisch Vorschläge zu Produkten bzw. Dachmaterialien, die zum angefragten Objekt passen. Nach Auswahl der Eindeckung genügt ein Klick, um zum Ergebnis für das Befestigungschema zu gelangen. Eternit hat für alle Dachprodukte speziell patentierte Befestigungssysteme entwickelt. So sind Eternit Dachplatten 2-fach genagelt oder entsprechen mit den patentierten Befestigungshaken den Anforderungen an hohe Windlasten. Ein wirtschaftliches Produkt ist die Toscana-Dachplatte, die nicht nur durch ihre fließende, mediterrane Optik überzeugt. Auch bei dieser Dacheindeckung ist jede Platte zweifach verschraubt und fest mit dem Unterdach verbunden.

Die Bauder Ges.m.b.H. Seit über 25 Jahren sorgt Bauder in Österreich für dichte, gedämmte und begrünte Dächer. Mittlerweile kommt in Österreich die Abdichtung für jedes fünfte Flachdach und jede dritte Aufsparren-Wärmedämmung von Bauder. Die Bauder Ges.m.b.H. in Ansfelden bei Linz ist ein Tochterunternehmen der Paul Bauder GmbH & Co. KG in Stuttgart. Die Paul Bauder GmbH & Co. KG ist führender Hersteller von Dachsystemen in Europa und seit über 150 Jahren inhabergeführt. Aus einer Hand bietet Bauder umfassende Beratung sowie alle Materialien zum Dichten, Dämmen und Begrünen.

Eternit-Dacheindeckungen bieten Sicherheit bei Sturm, Regen und Schnee. Foto: Eternit

Bauder Ges.m.b.H. A-4052 Ansfelden, Gewerbepark 16 T (0 72 29) 69 13 00 F: (0 72 29) 655 18 I: www.bauder.at

Eternit Werke L. Hatschek AG Eternitstraße 34, A-4840 Vöcklabruck T: (0 76 72) 70 70, F: (0 76 72) 751 92 E: office@eternit.at I: www.eternit.at




März 2012 | 25

PROFIS IN ABSTURZSICHERUNGEN. www.innotech.at

Scheinsicherheit – Gefahr am Dach Arbeiten auf Dächern gehören zu den gefährlichsten Tätigkeiten. Daher sind entsprechende Schutzmaßnahmen und Vorkehrungen für Personen, die absturzgefährdete Arbeiten durchführen müssen, unerlässlich. Ordnungsgemäß angebrachte und auch richtig angewandte Absturzsicherungen sind daher Voraussetzung, um einen höchstmöglichen Schutz vor Unfällen, schweren Verletzungen oder gar Todesfällen zu gewährleisten. Die Firma Innotech Arbeitsschutz GmbH beschäftigt sich seit zehn Jahren mit Absturzsicherungen und weist besonders auf die große Gefahr der Scheinsicherheit hin. Für die Sicherheit bei absturzgefährdeten Arbeiten ist ganz wesentlich, dass jeweils das richtige Produkt am richtigen Platz angebracht ist. Immer wieder kommt es vor, dass Absturzsicherungen ganz einfach falsch montiert oder auch falsch angewandt werden. Oder keine Untergrundprüfungen gemacht werden und so ungeeignete Absturzsicherungen zur Anwendung kommen. Oftmals werden qualitativ mindere, aber sehr kostengünstige Produkte verkauft und montiert, ohne dass sich die Montagefirmen der Tragweite noch der Verantwortung bewusst sind. Dies führt unmittelbar zur enormen Gefahr der Scheinsicherheit. Sicherheit durch Planung und Qualität Jedes Jahr werden Menschen dieser Scheinsicherheit ausgesetzt und bei Stürzen vom oder auch durch das Dach oftmals schwer oder gar tödlich verletzt. Um dieses Risiko zu vermeiden müssen folgende Punkte schon bei der Planung von Arbeiten auf Dächern berücksichtigt und auch umgesetzt werden: • Richtige Planung entsprechend gesetzlicher Vorgaben und Normen • Untergrundprüfung • Korrekte Montage • Dokumentation der Montage • Persönliche Schutzausrüstung • Rettungsmaßnahmen Wenn diese Tätigkeiten und Maßnahmen nicht oder nicht ausreichend erfolgen und umgesetzt werden, entsteht Scheinsicherheit, das vermeintliche Sicherheitsprodukt wird zur latenten Gefahrenquelle.

Innotech Arbeitsschutz GmbH Ehrendorf 4, A-4694 Ohlsdorf T: (0 76 12) 47 60 01 27 F: (0 76 12) 476 00 50 E: office@innotech.at, I: www.innotech.at

SEILSYSTEME

ANSCHLAGPUNKTE

PSA

GELÄNDER-/LICHTKUPPELSICHERUNGEN


Ausstellungen | Vorträge | Bildung | Messen

März 2012 | 26

Ausstellungen | Vorträge | Bildung | Messen

08.03.

fr 09.03.

sa 10.03.

so 11.03.

mo 12.03.

13.03.

14.03.

do

Spittal/Drau, 19:00 Vortrag: Holz und Architektur –Walter Unterrainer. Hörsaal 115, FH Kärnten, Villacher Straße 1. www. architektur-kaernten.at

Wien, 19:00 Vortrag: Arno Ritter. Bene Vortragssaal, Neutorgasse 4-8. www. zv-architekten.at

Wien, 09:00 – 17:00 Seminar: ÖNorm B 3716 Glas im Bauwesen. Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9. www.archingakademie.at

Wien, 15:00 Führung: Bauvisite 163 – Hotel Daniel ­Vienna/Ateleier Heiss. Landstraßer Gürtel 5. www.oegfa.at

Innsbruck, 15:00 – 17:30 Kinderprogramm mit Workshop: kleiderhauskleid. Aut, Lois Welzenbacher Platz 1. www.aut.cc

Linz, 18:00 (bis 17.03.12) Ausstellungseröffnung und Preisverleihung: Elena Kuzinets Award 2012 – Sustainable Architecture. Afo. www.afo.at

Wien (und 10.03.12) Symposium: Turn On – Architekturfestival. ORF RadioKulturhaus, Argentinierstraße 30a. www.nextroom.at/ turn-on

Graz, 11:00 Führung: Häuser schaun junior – Wo entdecke ich Natur in der Stadt? Treffpunkt: HDA im Palais Thinnfeld, Mariahilferstraße 2. www.hda-graz.at

Wien, 15:00 Kinderworkshop: ­Archikids – Bücherwürmer aufgepasst! AZW im MQ. www.azw.at

Graz, 11:00 Führung: Häuser schaun – Residenz zum weißen Elefanten/ Domenig & Wallner ZT GmbH. Treffpunkt: HDA im Palais Thinnfeld, Mariahilferstraße 2. www.hda-graz.at

© Aut

Wien, 11:00 Führung: Sonntag mit Freunden – 25 Wiener Persönlichkeiten führen durch das Wien Museum. Wien Museum Karlsplatz. www.wienmuseum.at

Wien, 13:30 – 15:30 Kinderworkshop- u. Führung: The Sixties. Hofmobiliendepot. www. hofmobilien­depot.at

Wien, 09:00 – 17:00 Seminar: Abgrenzung zwischen Haftpflichtund Bauwesenversicherung. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

Salzburg, 19:30 Vortrag: architecturealityspace & designstrategies – Elsa Prochazka. Großer Saal im Künstlerhaus, Hellbrunner Straße 3. www.initiativearchitektur.at

© Aut

Innsbruck, 13:30 – 16:45 Seminar: Feuchtraumsysteme im Trockenund Holzbau. Kammer d. Archi. u. Ingenieur­ konsulenten f. T u. Vbg, Rennweg 1. www. archingakademie.at

Krems-Stein, 13:30 – 18:30 Exkursion Tour Breitenau – Eine Exkursion zu drei Einfamilienhäusern. Treffpunkt: Orte, Steiner Landstraße 3. www.orte-noe.at

Innsbruck, 14:30 – 16:30 Kinderworkshop: Aut:Kids – Archi und Turi auf Entdeckungsreise. Aut, Lois Welzenbacher Platz 1. www.aut.cc

Wien (bis 16.03.12) Lehrgang: Das ganze Marketing in drei tagen. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

Salzburg, 10:00 – 17:30 Seminar: Die ÖNorm B 2110. Kammer d. Archi. u. Ingenieurkonsulenten f. Oö und Sbg, Gebirgsjägerplatz 10. www. archingakademie.at

Dornbirn, 14:00 – 17:30 Impulsveranstaltungen: Impuls 5 – Holz: Nachhaltig, überholz. VAI, Marktstraße 33. www.v-a-i.at

Wien, 19:00 Vortrag: Michael Wallraff. Bene Vortragssaal, Neutorgasse 4-8. www.zv-architekten.at

Wien, 09:15 – 17:15 Seminar: Reklamation und Beschwerde. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

© Elsa Prochazka

Wien, 18:00 (bis 24.03.12) Ausstellungseröffnung: Bildungscampus Hauptbahnhof – Stand der Dinge. Gebietsbetreuung Stadterneuerung, Quellenstraße 149. www.ppag.at

Wien, 19:00 Vortrag: Architektur in Progress – PoppePrehal Architekten. Zumtobel Lichtforum, Jasomirgottstraße 3-5. www.architekturinprogress.at

Wien, 17:00 – 20:15 Seminar: Innovationen im Vollwärmeschutz. Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9. www.archingakademie.at

Linz, 19:00 Vortrag: Gewohnt ungewohnt 03 – Hubert Rieß. Afo, HerbertBayer-Platz 1. www.afo.at

Wien, 19:00 (bis 25.06.12) Ausstellungseröffnung: Hands-On Urbanism 1850–2012 – Vom Recht auf Grün. AZW im MQ. www.azw.at

Saalfelden, 19:00 Vortrag: Bauen im Kontext – Tom Lechner. Aula der HTL Saalfelden, Almerstraße 33. www.initiativearchitektur.at

Innsbruck, 20:00 Vortrag: here are – Benoit Jallon, Umberto Napolitano (Lan). Aut, Lois Welzenbacher Platz 1. www.aut.cc

Innsbruck (und 16.03.12) Tagung: Holzbautage Innsbruck 2012. Villa Blanka, Weiherburggasse 31. www. holzbautage-innsbruck.com

Berlin (bis 28.04.12) Ausstellung: Weg schauen – AllesWirdGut goes Berlin! Architektur Galerie Berlin, Karl-MarxAllee 96. www.architekturgalerieberlin.de

Wien (bis 27.05.12) Ausstellung: Jonathan Meese. Totalste Graphik. X Hibit der AKBild Wien, Schillerplatz 3. www.akbild.ac.at

© LAN

»

15.03.

Saalfelden, 19:00 (bis 30.03.12) Ausstellungseröffnung: Wohn Raum Alpen. HTL Saalfelden, Aula, Almerstraße 33. www.initiativearchitektur.at

»

mi

Wien, 18:00 Diskussion: Was braucht die Stadt der Vielen? Wiener Planungswerkstatt, FriedrichSchmidt-Platz 9. www.wien.gv.at

»

di

Spittal/Drau, 14:00 – 17:00 Präsentation: Naturraum 12 – ein Raum aus Holz in der Natur. Aula, FH Kärnten, Villacher Straße 1. www. architektur-kaernten.at

fr 16.03.

so 18.03.

Linz, 11:00 Führung: Nextcomic – Rudi Klein. Lentos Kunstmuseum Linz, Ernst-Koref-Promenade 1. www.lentos.at

Wien, 11:00 Führung: Sonntag mit Freunden – 25 Wiener Persönlichkeiten führen durch das Wien Museum. Wien Museum Karlsplatz. www.wienmuseum.at

Wien, 13:30 – 15:30 Kinderworkshop- und Führung: The Sixties. Hofmobiliendepot, Andreasgasse 7. www. hofmobiliebdepot.at

www.mipim.com

do

Wien, 19:00 Podiumsdiskussion: Housing Density? AZW im MQ. www.azw.at

MIPIM. Int. Immobilienmesse. Cannes, 06.03.12 – 09.03.12.

07.03.

Graz, 09:00 – 16:00 Seminar: Wood Academy – Grundlagen von Aufstockungen in Holzbauweise im urbanen Raum. HDA im Palais Thinnfeld, Mariahilferstraße 2. www.hda-graz.at

Wohnen & Interieur Wien. Messe für Wohn(t)räume, Design, Accessoires, Home Entertainment und Garten. Wien, 10.03.12 – 18.03.2012. www.wohnen-interieur.at

mi

Mode und Schmuck. Stuttgart, 09.03.12 – 11.03.2012. www.blickfang.com/stuttgart

06.03.

Wien, 17:00 – 20:15 Seminar: Gerichts- und Privatgutachter. Arch+Ing Akademie, Karlsgasse 9. www.archingakademie.at

Blickfang Stuttgart. Int. Designmesse für Möbel,

Freiburg (bis 30.03.12) Ausstellung: Prix Acier. Ecole d‘ingénieurs et architectes. www.szs.ch/prixacier

Essen, 07.03.12 – 10.03.2012. www.shkessen.de

di

Brüssel u.a. 1. Europäischer Tag der Vermessung. www.clge.eu

SHK Essen. Fachmesse für Sanitär, Heizung, Klima und erneuerbare Energien.

05.03.

Wien, 09:15 – 17:15 Seminar: Bäderhygiene und Bädertechnik. ARS Seminarzentrum, Schallautzerstraße 2-4. www.ars.at

»

mo


Ausschreibungen | Preise

März 2012 | 27

Ausschreibungen Neubau 3-fach-Turnhalle, a-wels Bewerbungsfrist: 08.03.12 nicht offener Wettbewerb

San. & Erweiterung Justizgebäude, a-salzburg Abgabe: 20.03.12 offener Wettbewerb

A

für Architekten, EU-weit

A

für Architekten, EU-weit

Gegenstand des nicht offenen Realiserungswettbewerbs ist der Neubau einer 3-fach-Turnhalle und diverser Um- und Zubauten bei den Volksschulen Lichtenegg Wels.

Gegenstand des Verhandlungsverfahrens ist die Vergabe von Generalplanerleistungen für die Sanierung und Erweiterung des Justizgebäudes Salzburg.

Kontakt: Holding Wels Immobilien GmbH & Co KG, DI Ingo Fellinger, Stadtplatz 1, 4600 Wels, T: (0 72 42) 235-86 00, F: 235-86 90, E: bauh@wels.gv.at, I: www.wels.at Sprache: Deutsch

Kontakt: Bundesimmobiliengesellschaft mbH vertreten durch Orliczek Architekten ZT-GmbH, Naumanngasse 32, 5020 Salzburg, T: (06 62) 622 36-20, F: 622 36-24, E: office@oa-zt.at, I: www.big.at/wettbewerbe Sprache: Deutsch

Bildungscampus aspern Seestadt, a-wien

Errichtung Hallenbad, d-essen

Abgabe: 15.03.12 offener Wettbewerb

Bewerbungsfrist: 20.03.12 nicht offener Wettbewerb

A

für Architekten, Ingenieure, EU-weit

für Architekten, EU-weit

D

Für das Teilgebiet 1 des Bildungscampus Aspern Seestadt sind Bildungseinrichtungen der Stadt Wien zu planen.

Die Stadt Essen hat beschlossen, am Standort „Thurmfeld“ ein Hallenbad mit wettkampftauglichem Sportbecken, Lehrschwimmbecken sowie Zuschauerbereich als Ersatz für das Hauptbad zu errichten.

Kontakt: Bundesimmobiliengesellschaft G.m.b.H. vertreten durch auftrag.at Ausschreibungsservice GmbH & Co.KG, Helpdesk, Wiedner Gürtel 10, 1040 Wien, T: (01) 20 69 94 00, E: Big-bestellungen@auftrag.at Sprache: Deutsch

Kontakt: Stadt Essen, Sport- und Bäderbetriebe (SBE) vertreten durch Rechtsanwälte von Albert + Richter, Dr. Volker Behr, D-45002 Essen, T: (00 49 201) 24 54 60, E: kanzlei@vonalbert-richter.de Sprache: Deutsch

Neubau Stadtwerke, d-Weilheim i.OB Bewerbungsfrist: 19.03.12 nicht offener Wettbewerb für (Landschafts-)Architekten, weltweit

AbriSS und Neubau Sporthalle, d-münchen Angebotsfrist: 27.03.12 Verhandlungsverfahren

D

für Architekten, Ingenieure, EU-weit

D

Die Stadtwerke Weilheim i.OB beabsichtigen bis zum Jahr 2014 wegen einer erforderlichen Altlastensanierung ein neues Verwaltungsgebäude mit angeschlossenem Betriebshof zu errichten.

Objektplanung gem. § 33 HOAI, Lph. 2-5, für den Abriss einer Sporthalle von 1955/56 und den Neubau von zwei normgerechten oder einer Doppelsporthalle als Versammlungsstätte im laufenden Betrieb der Schule.

Kontakt: Stadtwerke Weilheim i.OB vertr. durch Böhm Glaab Sandler Mittertrainer Architektur und Stadtplanung, Herr Fischer, Weißenburger Platz 4, D-81667 München, E: stadtwerke-weilheim@bgsm.de Sprache: Deutsch

Kontakt: Landeshauptstadt München, Baureferat, Friedenstraße 40, Verwaltung und Recht, Hannelore Gegenfurtner, D-81671 München, T: (00 49 89) 23 36 02 06, E: submissionsbuero.bau@muenchen.de Sprache: Deutsch

Neubau Kunsthalle Mannheim, d-mannheim Bewerbungsfrist: 19.03.12

Erweiterung & sanierung gymnasium, a-salzburg Abgabe: 02.05.12

nicht offener Wettbewerb für Architekten, EU-weit

offener Wettbewerb

D

für Architekten, österreichweit

A

Zwischen dem Denkmal-Ensemble des Friedrichsplatzes und dem Jugendstil-Kernbau der Kunsthalle erhält das Museum sein neues Hauptgebäude mit der Eingangsfassade zum Friedrichsplatz.

Die Bundesimmobiliengesellschaft beabsichtigt das BG / BRG Christian Doppler am Franz-Josef Kai 41 in Salzburg zu sanieren und zu erweitern.

Kontakt: Stiftung Kunsthalle Mannheim vertreten durch Assmann Beraten+Planen GmbH, Herr Nitsch, Baroper Straße 237, D-44227 Dortmund, T: (00 49 231) 75 44 51 22, E: nitsch@assmann-do.de Sprache: Deutsch

Kontakt: Bundesimmobiliengesellschaft (Big) vertreten durch Kleboth.Lindinger ZT-GmbH, Hauptstraße 83/2, 4040 Linz, T: (07 32) 775 58 40, F: 77 55 84 88, E: chdoppler@kleboth-lindinger.com Sprache: Deutsch

Preise azw photo award 2012

Smart Energy Award 2012 Abgabe: 26.03.12

Fotopreis für Fotografen, wienweit

Abgabe: 30.03.12 Energiepreis

A

für Unternehmen, international

D

Die dritte Runde des AZW Photo Award ruft die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dazu auf, das Grün in der Stadt aufzuspüren.

Unternehmen können ihre zukunftsweisenden Projekte, Technologien und Produkte in den Kategorien Energie-Netze, Energie-Speicher und Energie-Informations-Kommunikation-Technik (IKT) einreichen.

Kontakt: AZW im Museumsqaurtier, 1070 Wien, I: www.azw.at

Kontakt: MunichExpo Veranstaltungs GmbH, Zamdorfer Straße 100, D-81677 München, I: www.semexpo.de Sprache: Deutsch

Sprache: Deutsch


Forum 02/12