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Geschäftsidee des Monats

Ausgefallen, witzig, innovativ:

ZVG

Die WIRTSCHAFT präsentiert in jeder Ausgabe ein neues Businessmodell, das Schule machen k ­ önnte. Die Redaktion freut sich über Tipps und Infos: s.strzyzowski@ wirtschaftsverlag.at

Schnipp, schnapp, Haare ab! Text: Antonio Sosic

Die Idee: Es gibt Tage, an denen man sich eine Auszeit gönnen und einfach nur entspannen mag. Zum Beispiel beim Lieblingsfriseur, um sich nach Strich und Faden verwöhnen zu lassen. Der nächste Schritt wäre, anzu­ rufen und einen Termin zu vereinbaren. Was ist aber, wenn man fest­ stellen muss, dass kein Platz frei ist? Abhilfe schafft die Restplatzbörse „BookGoodLook“, die sich auf die Onlinebuchung von Restplätzen in Friseursalons spezialisiert hat.

Die Vorteile: Der Nutzen liegt für den Kunden klar auf der Hand: Die Onlinebuchung ist unkompliziert, und man erspart sich mindestens 20 bis hin zu 50 Prozent. Das entlastet die Geldbörse und sorgt nebenbei für ein Wohl­ fühlerlebnis. Dabei kann man sich, je nach Bedarf, für die gewünschte Pflege entscheiden. Besonders für berufstätige Personen, die aufgrund ihrer Arbeitszeiten nur schwer zu einem individuellen Termin bei ihrem Lieblingsfriseur kommen, bietet das Portal Vorteile. Auf dem Blog der Restplatzbörse kann sich der Kunde zudem von bisherigen Erfahrungen überzeugen lassen. Auch Friseure kommen nicht zu kurz. Nicht nur der Zusatzumsatz wird durch neue Kunden angekurbelt, auch die Stehzeiten werden mini­ miert. Dabei stellt „BookGoodLook“ ein kostenloses Marketingtool für

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die wirtschaft Nr. 12 | Dezember '14

Friseure dar. Die Plattform bietet somit eine klassische Win-win-Situa­ tion im Stil einer Restplatzbörse an.

Der Anbieter: Ehemals unter dem Namen Resthaarbörse bekannt, setzt sich dank den Unternehmern Laurenz Gröbner und Anna Zalesak der Erfolg seit der Gründung im Jänner 2014 stetig fort. Das Portal finanziert sich durch Provisionszahlungen vom Friseur, wenn der Termin erfolgreich vermit­ telt wurde.

Was wir toll finden: Dass man Geld sparen und es sich trotzdem gutgehen lassen kann. Der Service ist obendrein für Kunden kostenlos.

Wo man das Angebot in Anspruch nehmen kann: Bei allen Friseuren, die sich auf der Plattform registriert haben. Derzeit stehen einige Friseure Wiens zur Auswahl. Das Angebot wird allerdings ausgeweitet.

Wer es nachmachen sollte: Wir fänden es toll, wenn etwa auch KFZ-Werkstätten, Ärzte sowie ­generell alle „austauschbaren“ Dienstleister genau dann buchbar wären, wenn man selbst Zeit hat. Ganz spontan, bitte!

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Die Wirtschaft 12/14  

die Wirtschaft, Wirtschaftsverlag, Stefan Strzyzowski, Daniel Nutz, Unternehmensführung, Harald Koisser, Nachhaltigkeit

Die Wirtschaft 12/14  

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