Page 43

rechtzeitig erkannt und sich konsolidiert hätte, gäbe es vielleicht heu­ te noch einen Castiglioni-Konzern. Aber er war ein Spieler und konnte nicht aufhören“, so sein Biograf Stiefel. Castiglioni blieb seinem Prinzip treu und setzte 1924 auf den schwächelnden Francs. Als eine Großanlei­ he der US-Bank J.P.Morgan die Währung stabilisierte, verlor er wie viele andere österreichische Spekulanten, die in Termingeschäfte investiert hatten, Unsummen. Er ging zwar nie bankrott, musste aber einen Groß­ teil seines Vermögens zur Schuldentilgung einsetzen. Seine wirtschaft­ liche Macht war dahin. „Die Zeit von Spekulanten wie Castiglioni war kurz. Drei oder vier Jahre nach ihrem spektakulären Aufstieg verschwanden sie von der Bild­ fläche“, so Eigner. Auffällig sei, dass es kaum juristische Konsequenzen gab. So kam auch Castiglioni unbescholten davon. Zwar beschuldigten ihn Aktionäre der Depositenbank der Veruntreuung, doch sein Netz­ werk aus einflussreichen Persönlichkeiten schützte ihn vor einer straf­

rechtlichen Verurteilung. Viele Gegner zahlte er einfach aus und entging so weiterer Strafverfolgung. Schlagzeilen schrieb Castiglioni nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch einmal, als er die Tito-Regierung 1951 auf Provision für eine US-Anleihe verklagte. Restitutionszahlungen für sein Palais und das Theater in der Josefstadt sicherten ihm in den letzten Lebensjahren noch Einnahmen. 1957 starb er mit 78 Jahren in Rom. Das Prinzip, sich auf Kosten anderer zu bereichern, findet heute noch seine Fortsetzung. Jüngste Beispiele sind Bernard L. Madoff, Anlagebetrüger Ulrich Engler oder der deutsche Börsenspekulant und Hedgefondsma­ nager Florian Homm. Dem US-Börsenspekulanten Jordan Belford wid­ mete US-Starregisseur Martin Scorsese vergangenes Jahr den Blockbu­ ster „Wolf of Wallstreet“. Den Kassenschlager könnte man als humoristi­ sche Huldigung des teilweise verbrecherischen Wirkens Belforts sehen. Es scheint, als ob breite Bevölkerungsschichten sich damals wie heute vom dreisten und ungestümen Handeln fasziniert zeigen.

renault.at

Was, Wenn Ihr LIeferWagen auch Ihr Büro Wäre?

netto ab

€ 118,–/Monat

brutto ab € 141,–/Monat

€ 124,–/Monat

1

netto ab

1

brutto ab € 148,–/Monat

Die neuen Renault nutzfahRzeuge. bringen ihr geschäft in fahrt. Dokumente- und Laptophalterung sowie ganz viel Stauraum in der Fahrerkabine machen jedes Renault Nutzfahrzeug zum Büro auf vier Rädern. Dank Twin-Turbo-Motoren sind Sie zudem besonders wirtschaftlich unterwegs – und das mit mehr Leistung denn je. Wie bei allen Renault Modellen, natürlich mit 4 Jahren Garantie.3 1) Berechnungsgrundlage: Trafic L1H1 2,7 t dCi 90, Angebotspreis netto € 17.720,– (brutto € 21.264,–), Anzahlung netto € 5.317,– (brutto € 6.379,–), Laufzeit 54 Monate, Kilometerleistung 20.000 km p. a., Gesamtbetrag netto € 19.425,– (brutto € 23.310,–). Renault Business Finance Leasing enthält gesetzliche Vertragsgebühr im Gesamtbetrag und Bearbeitungsgebühr in der monatlichen Rate. Fixer Sollzinssatz 2,99%. Freibleibendes Angebot von Renault Finance (RCI Banque SA Niederlassung Österreich) bei allen teilnehmenden Renault Partnern, gültig bis auf Widerruf. Nur für Firmenkunden. 2) Berechnungsgrundlage: Master Kastenwagen L1H1 2,8t dCi 110, Angebotspreis netto € 17.940,– (brutto € 21.528,–), Anzahlung netto € 5.382,– (brutto € 6.459,–), Laufzeit 54 Monate, Kilometerleistung 20.000 km p. a., Gesamtbetrag netto € 19.651,– (brutto € 23.581,–). 3) 4 Jahre Garantie, in den ersten beiden Jahren ohne Kilometerbeschränkung, im 3. und 4. Jahr bis 150.000 km (bei Trafic und Master). Gesamtverbrauch Renault Trafic und Master 5,7–9,5 l/100 km, CO2 -Emission 149–249 g/km, homologiert gemäß NEFZ. Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolfotos.

2

2

Profile for Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH

Die Wirtschaft 12/14  

die Wirtschaft, Wirtschaftsverlag, Stefan Strzyzowski, Daniel Nutz, Unternehmensführung, Harald Koisser, Nachhaltigkeit

Die Wirtschaft 12/14  

die Wirtschaft, Wirtschaftsverlag, Stefan Strzyzowski, Daniel Nutz, Unternehmensführung, Harald Koisser, Nachhaltigkeit