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Monika Rosen, Bank Austria

„Die EZB wird an ihrer expansiven Gelspolitik festhalten.” Peter Brezinschek, Raiffeisen

nen besonders gute Chancen ein. Sie seien damit weniger vom schwä­ chelnden Wachstum in Europa abhängig. Gerade die flaue Konjunktur ist schließlich der Grund, weshalb bisher die meisten europäischen Bör­ sen eine bescheidenere Entwicklung zurückgelegt haben, wie auch die Bewertungen verdeutlichen. Während in den USA das geschätzte KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) auf die kommenden zwölf Monate bei 15,9 liegt, wird es für den Eurostoxx 600 auf 13,5, für den Dax sogar nur auf 11,8 geschätzt. Je höher die Zahl, desto teurer der Markt.

Schlusslicht Wiener Börse Noch günstiger bewertet ist der ATX mit einem KGV von 9,5. Der Index legte schon gleich zu Jahresbeginn 2014 den Rückwärtsgang ein, was Mostböck von der Erste Group auf zwei wesentliche Faktoren zurück­ führt. Vor allem internationale Investoren befürchteten größere Aus­ wirkungen der Ukrainekrise auf Österreichs Unternehmen. Zu Unrecht, meint Mostböck: „Letztendlich waren nur die RBI sowie die Immofi­ nanz direkt betroffen.“ Ebenso Öl ins Feuer gossen negative Gewinn­ revisionen bei zwölf von 20 ATX-Unternehmen. Umso mehr Potenzial räumt der Erste-Experte 2015 dem ATX ein: „Nach einem besonders

Erste Group

Bawag-PSK

Raiffeisen

Bank Austria

„Die Gefahr einer Kurkorrektur steigt.”

„Bei US-Aktien gibt es die besten Chancen.”

„Alternativen zu Aktien sind dünn gesät.”

Erika Karitnig, Bawag-PSK

Friedrich Mostböck, Erste Group

negativen Jahr schwingt der heimische Markt im Folgejahr meist kräf­ tig in die Gegenrichtung. Und aus fundamentaler Sicht sollte sich die Gewinnsituation der Unternehmen verbessern.“ Und wie sieht es bei den einstigen Wachstumsstars, den Schwellen­ ländern, aus? „Hier sollte man selektiv vorgehen“, mahnt Karitnig von der Bawag PSK Invest. Dafür ausschlaggebend sind die sinkenden Roh­ stoffnotierungen. Deshalb werden jene Emerging Markets bevorzugt, die Nettoimporteure sind und nicht von Einnahmen aus Rohstoffexpor­ ten abhängig sind. Ein Grund, weshalb Asien gegenüber Russland und Lateinamerika favorisiert wird. Einzig: Potenzielle Gefahren sollten nicht unterschätzt werden. Raiffeisen-Profi Brezinschek verweist auf die geopolitischen Krisenher­ de, die alles andere als gelöst seien. Das gelte auch für die Schulden­ krise in der Eurozone, „sie ist derzeit ein wenig vom Radarschirm der Anleger gefallen“, so Mostböck. Wer lieber die goldene Mitte zwischen wankelmütigen Aktien und mickrig verzinsten Staatsanleihen wählen möchte, kann sich auch ein Investment in Unternehmensanleihen mit guter Bonität überlegen. Letztendlich müssen Anleger freilich selbst entscheiden, wie viel Risiko sie sich zutrauen.

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die wirtschaft Nr. 12 | Dezember '14

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Die Wirtschaft 12/14  

die Wirtschaft, Wirtschaftsverlag, Stefan Strzyzowski, Daniel Nutz, Unternehmensführung, Harald Koisser, Nachhaltigkeit

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