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Österreichische Post AG, MZ 02Z030750 M, Österr. Wirtschaftsverlag, Grünbergstr. 15, 1120 Wien, Retouren an Postfach 100, 1350 Wien

DIGITALE BAUWELT Schwerpunkt am Dachkongress 2018

DEHNUNGSGERECHTE AUSFÜHRUNG Durchdringungen im Steildachbereich

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AUSGABE EINS 2018 | FEBRUAR MÄRZ

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Editorial

Birgit Tegtbauer, Chefredakteurin b.tegtbauer@wirtschaftsverlag.at

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TRENDS UND NEUHEITEN Auch wenn die heimische Baubranche sich noch ziert und versucht, das Thema Digitalisierung zu umschiffen, ist dieser umfassende Megatrend nicht aufzuhalten. Ein wichtiger Impulsgeber für die Digitalisierung am Bau ist Building Information Modeling, kurz BIM. Die einzelnen Phasen eines Bauvorhabens von der Planung bis zur Umsetzung werden hier in einem digitalen Modell abgebildet, das die Basis für alle am Projekt Beteiligten bildet. Baumeisterin DI Adriane Gasteiger arbeitet erfolgreich mit dem System BIM. Sie versuchte dieses Thema als erste Referentin des Dachkongresses 2018, der am 1. und 2. Februar im Design Center in Linz stattgefunden hat, den mehr als 400 Teilnehmern näherzubringen. Mit anschaulichen Praxisbeispielen unterlegt, erörterte sie in ihrem Vortrag Chancen und Herausforderungen des Digitalisierungstrends für die Bauwirtschaft und das Dachhandwerk. Und weil das Thema wirklich wichtig ist, holte der „Experte für mutige Kommunikation“, Robert Seeger, danach zum motivierenden und inspirierenden Rundumschlag aus. In seinem Vortrag „Digital oder kein Dach überm Kopf“ machte er durchwegs launig Mut, neue digitale Wege einzuschlagen. Mehr über das vielfältigen Programm des neunten Österreichischen Dachkongresses lesen Sie ab Seite 14. Alle Fotos und das Kurzvideo vom Kongress finden Sie auf unserer Homepage www.dachwand.at. Welche Trends und Neuheiten der heimische Dachmarkt 2018 im Produktsektor bereithält, erfahren Sie in unserem Special ab Seite 52. Noch mehr Innovationen bringen wir Ihnen von der Fachmesse DACH+HOLZ aus Köln mit, von der wir in der nächsten Ausgabe berichten werden. In dieser Ausgabe finden Sie neben einigen großen personellen und strukturellen Veränderungen, die Sie gleich auf den folgenden Seiten in der Rubrik „Markt & Menschen“ nachlesen können, zahlreiche Vorzeigeprojekte aus dem Sanierungsbereich für Steil- und Flachdächer. Außerdem viele interessante handwerkliche Details eines echten österreichischen Prestigeobjekts, des Paneum in Asten bei Linz, sowie die wichtigsten Daten und Fakten bezüglich der EU-Datenschutzgrundverordnung, die bereits im Mai umgesetzt wird. Ein interessantes Lesevergnügen wünscht Ihnen Birgit Tegtbauer

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006

INHALT Ausgabe eins 2018

014

022

032

MARKT & MENSCHEN

STEILDACH

FLACHDACH & ABDICHTUNG

008 Marktnews 010 Personalia 012 Interview 014 Das war der D  achkongress 2018 016 Veranstaltungen 018 Ausbildung 019 Außergewöhnlicher Dämmeinsatz 020 Innovationen am Bau

022  Expressive Diskretion: Feudaler Dachausbau in München 024 Dach mit historischer Patina für die Prager Burg 026 Baupraxis: Durchdringen im ­Steildachbereich 028 Von Diffusion und atmenden Häusern 031 Häuslbauer-Studie, Teil 2

032  Erneuerung der Dachabdichtung bei laufender Produktion 035 Maßgefertigte AluminiumKantprofile 036 Reduktion von ­Feuchteschäden, Teil 3 038 Sachverständigen-Praxis 040 IFB-News 041 Produktinformationen

042

046

052

FASSADE

HOLZBAU

PRODUKTE & SYSTEME

042  Perlmausgraue Aluminium-­ Fassade setzt TechnologieCampus in Szene 044 Forschung und Entwicklung: Multifunktionale Fassade für Sanierung ohne Auszug

046 S  kulptur rund ums Brot: Einzigartige Architektur des Paneum 051 Interview: Georg Lummel über Spenglerdetails beim Bau des Paneum

052 Trends & Neuheiten 2018

1 | 2018


Österreichische Post AG, MZ 02Z030750 M, Österr. Wirtschaftsverlag, Grünbergstr. 15, 1120 Wien, Retouren an Postfach 100, 1350 Wien

Titel DIGITALE BAUWELT Schwerpunkt am Dachkongress 2018

DEHNUNGSGERECHTE AUSFÜHRUNG Durchdringungen im Steildachbereich

SKULPTUR RUND UMS BROT Hochkomplexer Dachaufbau des Paneums

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AUSGABE EINS 2018 | FEBRUAR MÄRZ

DACH WAND ÖSTERREICHS FACHMAGAZIN FÜR DACHDECKER, SPENGLER, BAUWERKSABDICHTER UND HOLZBAUER

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008

MARKT & MENSCHEN  Marktnews

Wienerberger: Neuausrichtung mit neuem Management

Foto: Wienerberger Ziegelindustrie

Wienerberger Österreich richtet seine Dach- und Wand-Aktivitäten neu aus. Erklärtes Ziel ist es, in den nächsten Jahren zum Vorreiter für innovative, energieeffiziente und nachhaltige Baustoffe und Komplettlösungen zu werden. Dabei setzt das Unternehmen auch auf ein neues Management.

Die Funktionsperiode des Wienerberger-Vorstands wurde verlängert. Rechts im Bild Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch, links Finanzvorstand Willy Van Riet.

Funktionsperiode des WienerbergerVorstands verlängert Der Wienerberger-Aufsichtsrat verlängert die Funktionsperiode des Vorstandsvorsitzenden Heimo Scheuch um fünf Jahre bis April 2023 und jene des Finanzvorstands Willy Van Riet um vier Jahre bis April 2022. Regina Prehofer, Vorsitzende des Wienerberger-Aufsichts­ rats, begründet die Entscheidung folgendermaßen: „In den letzten Monaten hat der Aufsichtsrat sehr intensiv mit dem Vorstand an der strategischen Ausrichtung und dem zukünftigen Wachstum der Wienerberger-Gruppe gearbeitet. Mit Heimo Scheuch und Willy Van Riet haben wir nicht nur ein erfahrenes Team an der Unternehmensspitze, das in den letzten Jahren ein überdurchschnittliches, profitables Wachstum der Wienerberger sicherstellen konnte, sondern auch eines, das den zukünftigen Herausforderungen wie der zunehmenden Digitalisierung und auch den technologischen Veränderungsprozessen in unserer Industrie gewachsen ist. Ich freue mich im Namen des gesamten Aufsichtsrats darüber, dass Heimo Scheuch und Willy Van Riet die Entwicklung der Wienerberger auch in den nächsten Jahren erfolgreich gestalten werden.“

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1 | 2018

Wichtige Schritte hinsichtlich der Neuausrichtung wurden in den vergangenen Jahren bereits mit neuen Produktionsstandorten oder der Integration von Tondach gesetzt. Zukunftsthemen sieht Wienerberger vor allem in der Vernetzung aller Partner – von Privatkunden über Professionisten bis hin zu Planern und Architekten. Ebenso werde die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Recycling immer bedeutender. Der Fokus soll daher noch stärker als bisher auf innovativen Lösungen für energieeffizientes, nachhaltiges und leistbares Bauen liegen. Branchenkenner als neuer Geschäftsführer Als deutliches Signal der Neuausrichtung setzt Wienerberger auf einen neuen Geschäftsführer für das Dach- und Wandgeschäft in Österreich. Mit Mike Bucher (39) konnte ein ausgewiesener Branchenkenner für diesen Job gewonnen werden. Er bringt neben umfassenden Managementkenntnissen auch ausgeprägte Branchenerfahrung mit zu Wienerberger. „Bei Österreichs Marktführer im Bereich Dach und Wand zu arbeiten ist wohl einer der interessantesten Jobs in der Baubranche. Mein Ziel ist, das Unternehmen mit neuen Ansätzen in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Kundennähe zukunftsorientiert zu machen. Derzeit sehe ich viele spannende Entwicklungsfelder für die Baubranche. Der Einsatz neuer Technologien wie beispielsweise Virtual Reality und Apps oder auch BIM für eine effizientere Abwicklung von Prozessen wird für den Kunden einen wesentlichen Mehrwert bringen. Dies weiter voranzutreiben und Innovationstools zu nutzen, sehe ich als große Chance. Hier liegt viel Potenzial, um Wienerberger konti­ nuierlich und nachhaltig weiterzuentwickeln“, freut sich der nunmehrige Geschäftsführer der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, Mike Bucher, auf seine neue Herausforderung. Neuaufstellung der Geschäftsleitung Darüber hinaus stellt sich auch die Geschäftsleitung des Unternehmens neu auf. Diese umfasst zukünftig die Kernbereiche Vertrieb, Technik und Finanzen. Franz Kolnerberger wird sich ab nun als Geschäftsführer Vertrieb voll und ganz um die Weiterentwicklung des Vertriebs kümmern. Christian Weinhapl, bisher gemeinsam mit Franz Kolnerberger Geschäftsführer der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, wird mit März als Chief Operating Officer in das Management der Semmelrock International wechseln und seine umfassende Qualifikation und Erfahrung dort einbringen. „Ich möchte mich bei Christian Weinhapl im Namen aller Kolleginnen und Kollegen für sein langjähriges Engagement für Wienerberger Österreich und den Baustoff Ziegel bedanken. Er hat maßgeblich zur Entwicklung und zur starken Positionierung unseres Unternehmens beigetragen. Ich freue mich, dass er seine Erfahrung zukünftig innerhalb der Wienerberger-Gruppe weitergeben wird“, erklärt Heimo Scheuch abschließend. Mike Bucher ist der neue Geschäftsführer der Wienerberger Ziegelindustrie.


009 NEUER GESCHÄFTSFÜHRER DER PREFA-GRUPPE

Foto: Prefa

Die Geschäftsführung der Prefa-Gruppe ist erweitert worden. Neben Dr. Cornelius Grupp fungiert ab sofort Leopold Pasquali als Geschäftsführer. Leopold Pasquali ist seit 2004 in der Unternehmensgruppe und seit knapp zehn Jahren bei Prefa tätig. Er hat maßgeblich die Internationalisierungsstrategie des österreichischen Traditionsunternehmens entwickelt und die Tochtergesellschaften im CEE-Raum sowie in Westeuropa aufgebaut und geleitet. Zwischen 2013 und 2016 fungierte er als Geschäftsführer der Prefa Deutschland und seit 2017 als Geschäftsführer der Prefa International. „Prefa setzt seit mehr als 70 Jahren Maßstäbe bei Dach und Fassaden. Ich möchte die Prefa-Erfolgsgeschichte weiterschreiben“, erklärt der neue Geschäftsführer. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Internationalisierung, die Erschließung neuer Zielgruppen sowie die Weiterentwicklung der Produkte für Dach, Fassade und Hochwasserschutz. Wesentlich ist für Pasquali die intensive Kooperation mit all jenen, die Prefa einsetzen und nutzen. „Der unmittelbare Austausch mit Spenglern, Handwerkern, aber auch mit Architekten und Endkunden ist für meine Arbeit wesentlich. Wir suchen keine Kunden für unsere Produkte, sondern wir entwickeln mit dem Kunden und für den Kunden das perfekte Produkt“, so Pasquali.

Foto: Forstner

EIGENTÜMERWECHSEL BEI FORSTNER

Wenn eine Lichtkuppel nur eine Lichtkuppel wäre.

Foto: Wienerberger Ziegelindustrie / Andreas Hafenscher

Cidan Machinery Sweden AB ist neuer Eigentümer der österreichischen Forstner Maschinenbau GmbH. Die Marke Forstner und der Standort Feldkirch bleiben ­erhalten und sollen stärker ausgebaut werden. Cidan Machinery Sweden AB, seit 110 Jahren bekannt als Hersteller von Blechbearbeitungsmaschinen mit Sitz in Götene, Schweden, ist seit Ende Dezember 2017 neuer Eigentümer der Forstner Maschinenbau GmbH. „Forstner wird den aufstrebenden Weg in Österreich weitergehen und das Kompetenzzentrum für Abcoilanlagen der Cidan Machinery Group werden. Es ist mir ein großes Anliegen, noch einige Zeit im Unternehmen zu bleiben, um eine problemlose Übergabe zu sichern“, erklärt Renato Romagna, aktueller CEO von Forstner Maschinenbau. 1 | 2018


MARKT & MENSCHEN  Personalia

Foto: Grömo

Foto: Austrotherm

010

Geschäftsführer und Mitglieder der Grömo-Geschäftsleitung (v. l.): Henning Klempp, Jürgen Grotz, Johannes Eurisch, Rüdiger Ehrenbeck, Markus Schreck.

Ing. Jürgen Krausler übernahm per 1. Jänner 2018 die Leitung der Austrotherm Technik International.

Grömo-Geschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet

Generationswechsel bei Austrotherm

Mehr als 50 Jahre war Johannes Eurisch bei Grömo beschäftigt: ­ unächst als Werkzeugmacher, technischer Leiter und zuletzt ­mit z Henning Klempp gemeinsam in der Geschäftsführung. Mit 1. Februar zog sich der 68-Jährige aus dem aktiven Berufsleben zurück. Johannes Eurisch blickt auf eine lange Tätigkeit bei Grömo zurück, durch die sich das Thema Technik wie ein roter Faden zieht und in der er das dazugehörige „Handwerk“ von der Pike auf gelernt hat. Am 1. August 1964 begann er seine Lehre als Werkzeugmacher bei der Metallwarenfabrik Marktoberdorf, die heute als Holding für die beiden selbstständigen Firmen Grömo und Rösle fungiert. 14 Jahre war er damals alt. Nach einer erfolgreichen Laufbahn wurde Eurisch im Jahr 2004 zum technischen Geschäftsführer von Grömo und der Metallwarenfabrik Marktoberdorf ernannt. Seit Mai 2017 leitete er die Geschäfte der Grömo GmbH & Co. KG sowie der Grömo Metallsysteme GmbH & Co. KG gemeinsam mit Henning Klempp. Nach dem Ausscheiden von Eurisch bleibt Klempp alleiniger Geschäftsführer der Grömo GmbH & Co. KG und Grömo Metallsysteme GmbH & Co. KG.

DANKSAGUNG

Foto: LBS Graz 5

Die Landesberufsschule Graz 5 verabschiedet Schulrat Ing. Reinhard Stradner in den Ruhestand. 
 Nach 35 Jahren Unterrichtstätigkeit in der Berufsgruppe der Spengler wechselte Schulrat Ing. Reinhard Stradner zu Schuljahresbeginn in den wohlverdienten Ruhestand. Mehr als 8.000 Schülerinnen und Schüler profitierten von seinem profunden Fachwissen und pädagogischen Geschick. Sein Herzblut gehört nach wie vor den Spenglern. Gemeinsam mit seinen Kollegen setzte er in diesem Beruf perfekt das duale Ausbildungssystem um. Reinhard Stradner forderte immer wieder gute Umgangsformen von den Schülerinnen und Schülern ein und spornte die Lehrlinge an, durch Ehrgeiz, Fleiß und Fachwissen zu fähigen Leistungsträgern am Fachkräftemarkt zu werden. Das Team der Landesberufsschule Graz 5 dankt SR Ing. Stradner für seinen unermüd­ lichen Einsatz für die Berufsschülerinnen und -schüler, das großartige Netzwerken mit der Wirtschaft und der Innung und wünscht ihm eine erholsame und schöne Zeit in seinem Ruhestand. Dir. Christian Vogelsberger 1 | 2018

Bei der Austrotherm-Gruppe hat sich zur Jahreswende ein Generationswechsel vollzogen: Ing. Josef Steiner, Prokurist, gewerberechtlicher Geschäftsführer der Austrotherm Österreich und „Mann der ersten Stunde“, trat nach 37 engagierten Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Ing. Jürgen Krausler folgt ihm in seiner Funktion nach. Als KommR Friedrich Schmid 1980 die Styroporwerke Nowonty in Purbach und 1982 jenes von Wieser in Pinkafeld übernommen hatte, setzte er mit Josef Steiner als Prokurist und gewerberechtlichen Geschäftsführer gleich auf den Richtigen. Mit der erfolgreichen Zusammenführung und Modernisierung der beiden Werke am Stammsitz der Firmengruppe in Pinkafeld wurde der Grundstein für die Austrotherm-Erfolgsgeschichte gelegt. Josef Steiner war sowohl in Österreich als auch bei allen ausländischen Niederlassungen für den technischen Aufbau von Produktionsstandorten verantwortlich. Unter seinem Mitwirken konnte sich Austrotherm von einem Klein­ unternehmen zu einem mittelständischen, international ausgerichteten Unternehmen mit 950 Mitarbeitern entwickeln. Ihm folgte per 1. Jänner 2018 Ing. Jürgen Krausler (38), der seit 2006 Assistent der technischen Geschäftsführung fungiert, als Leiter der Austrotherm Technik International. Jürgen Krausler startete nach dem Abschluss der HTL Graz-Gösting seine Karriere 2006 im Austrotherm-Projektmanagement in Pinkafeld. In den folgenden Jahren war er bei zahlreichen Austrotherm-Großprojekten sowohl im Inland als auch Ausland tätig. Der gebürtige Steirer zeichnet ab sofort für die Projektierung neuer Auslandsstandorte und bei den 19 bestehenden EPS-Produktionswerken für alle technischen Belange verantwortlich.


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Foto: WKK

KOMMERZIALRATTITEL FÜR FRIEDRICH REINBOLD Spenglermeister Friedrich Reinbold aus Friesach (l.) darf sich über eine besondere Auszeichnung freuen: Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, überreichte ihm am 30. Jänner in feierlichem Rahmen das Dekret zur Führung des Beruftitels Kommerzialrat.

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Bereits in jungen Jahren engagierte sich Reinbold im elterlichen Betrieb in Friesach. 1988 übernahm er das Unternehmen seines Vaters, das es heute in dritter Generation führt. Mit seinem Fachwissen, Fingerspitzengefühl und unermüd­ lichen Einsatz baute er den „Einmannbetrieb“ stetig aus und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Sein Credo lautet: „Spenglerarbeit ist Präzisionsarbeit, und bestens ausgebildete Facharbeiter sind die Zukunft des Wirtschaftsstand­orts Österreich.“ Seiner Überzeugung folgend wurde zur innerbetrieblichen Ausbildung eine eigene Lehrwerkstätte eingerichtet. Neben klassischen Spenglerarbeiten werden in seiner Werkstätte auch Trachtenschmuck und maßstabsgetreue Modellflugzeuge aus Metall hergestellt. „Mir ist es wichtig, junge Menschen für unseren Beruf zu begeistern. Deshalb bilden wir laufend Lehrlinge aus“, so Reinbold. Als Landesinnungsmeisterstellvertreter vermittelt Reinbold nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern repräsentiert die Schaffenskraft der Berufsgruppe. Sein Know-how ist als Gerichtsgutachter und Sachverständiger oder als Normenexperte gefragt. Ein Spezialgebiet des Spenglermeisters ist die Denkmal- und Fassadenpflege, für die er sich österreichweit als Berater und Restaurator engagiert.

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Foto: Bauder

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Für große Freude sorgten Günther Murauer, Geschäftsleiter der Firma Bauder, sowie die Bauder-Fachberater Walter Salzmann und Roland Bruch bei Ursula Mattersberger, Obfrau der Kinder-Krebs-Hilfe für Tirol und Vorarlberg, Ende 2017 mit der Nachricht, dass sich die Firma Bauder im Rahmen ihrer jährlichen Spendenaktion mit 5.000 Euro ­engagiert. Mit den Spendengeldern werden an Krebs ­erkrankte Kinder und Jugendliche sowie ihrer Familien in medizinischer, pflegerischer, sozialer, psychologischer und rechtlicher Hinsicht umfassend unterstützt.

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MARKT & MENSCHEN  Interview

I N T E RV I E W B I RG I T T EGT B AU E R   FOTO   B M I AU ST R I A

ALLES UNTER EINEM DACH I m A pr il 2 0 1 7 fand das offi z i el l e C l osi n g d e s K a u fs d e r B ra a s Mo n ie r B u ild in g Gro u p d u rc h d as a mer ika nisc he Pri vatu nternehm en S t a n d a rd I n d u st rie s st a t t . D u rch d ie se n S ch rit t wu rd e n B ram a c Da chsys tem e Internati onal u nd Vi l la s A u st ria , d ie a ls Te il d e r I c o p a l- Gr u p p e b e re it s A nfa n g 2 01 6 von St a nda rd Indu stri es er worb en wu rd e , z u S ch we st e r u n t e rn e h me n . D ie S ch irmh e rrs c h af t üb e r die vereinten Unternehmen von Braas Mo n ie r u n d I c o p a l b ild e t d ie n e u g e sch affe n e B MI G rou p. D r. Mi cha el U t va r y, M anagi ng D i re c tor BM I A u st ria , e rklä r t im I n t e r v ie w, wa s d e r Z u s a mme n s c h l u ss dieser e t a blie r ten Unternehm en u nd Tra d it io n sma rke n f ü r d e n h e imisch e n Ma rk t b e d e u t e t .

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er Name der neugeschaffenen BMI Group soll die neue Einheit von Braas Monier und Icopal symbolisieren. Beide ursprünglichen Unternehmen haben große Bedeutung am heimischen Dachmarkt. Wie werden die bestehenden, bewährten Produkte, die einerseits den Steildach-, andererseits den Flachdachmarkt bedienen, nun in der Praxis zusammengeführt? Wir haben uns hier am Bekanntheitsgrad der jeweiligen Marken orientiert: Bramac hat inzwischen hohe Werte im B2C-Segment erreicht, während Villas stark im B2B-Segment verankert ist. Darauf haben wir unsere Produktstrategie aufgebaut und bereits im Letztverbraucher-Katalog 2018 umgesetzt: Unter der Marke Bramac findet der Konsument nun nicht nur Dachsteine, Dachziegel, Systemkomponenten und Solar, sondern auch Produkte aus dem Villas- und das Icopal-Portfolio wie Bitumenschindeln, die „Dichtdach“-Bahnen „Alpin“ und „Contur“ oder das Decra-Metalldachsortiment. In Zukunft werden wir das Markenprofil von Villas noch stärker in Richtung B2B schärfen und die Produktportfolios weiter entflechten.

Steil oder flach – ein ewiger Kampf um Dachflächen und Quadratmeter. Wie lässt sich diese Divergenz in einem Unternehmen vereinen? Sehr gut, denn einerseits ergänzen sich die beiden Produktwelten hervorragend, anderseits hatten unsere Unternehmen in der Vergangenheit einen unterschiedlichen Fokus auf Zielgruppen. Nun haben sich ein systemorientierter Steildachanbieter mit Fokus auf Dachdecker und Zimmerer sowie ein projektorientierter Flachdachspezialist mit Fokus auf Architekten, Bauträger und Schwarzdecker vereint. Das ergänzt sich perfekt. Welche Auswirkungen hat der Zusammenschluss auf die Kunden der bisherigen 1 | 2018

Geschäftspartner? Ist der Vertrieb getrennt organisiert, oder steht nun ein Ansprechpartner für Steildach- und Flachdachprodukte zur Verfügung? Durch den schon angesprochenen unterschiedlichen Fokus der Unternehmen war es relativ leicht, den Vertrieb neu auszurichten. Dachdecker, Zimmerer und kleinere Baumeister werden von der Division Dach serviciert, die aus 15 Fachberatern besteht. Die Division Projekte und Abdichtung mit neun Fach- und technischen Beratern hat ihren Fokus auf Flachdachfirmen, Bauträger und Architekten. Unsere Kunden haben also nur einen Ansprechpartner, der jedoch bei komplexeren Projekten einen Kollegen aus dem jeweiligen Segment beiziehen kann.

Dr. Michael Utvary, Managing Director BMI Austria.

Wie sehen die Pläne für die Marktbearbeitung im B2B- und B2C-Projektgeschäft aus? Welche Chancen und Risiken birgt es, ein Vollsortimentanbieter zu sein? Ich denke, dass die Chancen überwiegen – wir müssen nur wie bisher unser Geschäft weiterentwickeln, das heißt, ohne Allüren, als verlässlicher Partner unserer Kunden. Wir werden weiterhin an unserem Service und der Qualität unserer Produkte arbeiten und auch in Zukunft Innovation einen hohen Stellenwert geben. Das größte Risiko ist, dass wir unsere Mitarbeiter mit dem riesigen Portfolio überfordern. Um das zu vermeiden, haben wir permanentes Training und intensive Kooperation in den Vordergrund gestellt. Können Sie uns etwas zum Mutterunternehmen Standard Industries (SI) erzählen, das in Österreich eher unbekannt ist? Wer steht dahinter, was treibt ein amerikanisches Privatunternehmen nach Europa? SI blickt auf ein mehr als 100-jähriges Bestehen zurück. Schon in den 1890er-Jahren wurden erste Abdichtungsbahnen auf Asphaltbasis produziert, 1912 kamen Schindeln dazu. Heute ist unsere Schwester


013 GAF der größte Dachmaterialhersteller Nordamerikas. Die Vision der Eigentümer, ein global führendes Unternehmen mit starken lokalen Wurzeln zu schaffen, war wohl die wesentliche Triebfeder für den Sprung über den Teich. Wie ist das Managementteam der BMI Group in Österreich aufgestellt? Sind bekannte Namen darunter? Die meisten Kolleginnen und Kollegen kennt man schon seit vielen Jahren: Nicole Heher-Huber, bis dato Finanzchefin der Bramac Dachsysteme, hat nun als CFO die Gesamtverantwortung für die Finanzen der BMI Österreich übernommen und Alexander Koch in der Geschäftsführung der Bramac abgelöst. Thomas Schöffer leitet die Division Dach, Otto Lauritsch die Division Projekte und Abdichtung. Unterstützt wird das Kernteam von Renate Hörlezeder (Marketing), Jürgen Sedlmayer (Supply-Chain), Markus Fellinger (Produktion Villas) sowie Thomas Gassner (Produktion Bramac).

Ständige Verbesserung unseres Service, markt­ orientierte Produktinnovation und die Entwicklung von Systemen stehen im Vordergrund unserer mittelfristigen Strategie.

Nun haben sich ein systemorientierter Steildachanbieter mit Fokus auf Dachdecker und Zimmerer sowie ein projektorientierter Flachdachspezialist mit Fokus auf Architekten, Bauträger und Schwarzdecker vereint. Das ergänzt sich perfekt.«

Wie lauten die Visionen und Ziele der BMI Group in Österreich und international für die nächsten fünf bis zehn Jahre?

Welche Rolle spielen Forschung und Entwicklung (F&E) in einem Unternehmen dieser Größe? Wie läuft die Produktentwicklung ab? Gibt es aktuelle Neuheiten, und welche Innovationen erwarten uns in nächster Zeit? F&E hat einen sehr hohen Stellenwert, aber immer in Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Nehmen wir den Leichtdachstein „Classic Aerlox“ als Beispiel: Bei diesem Projekt haben wir unsere Dachdecker früh eingebunden, um ihre Ansprüche – hohe Bruchfestigkeit und Passung mit bestehendem Zubehör – in die Entwicklung einfließen zu lassen. Bei mehreren Pilotprojekten Ende 2017 waren die ausführenden Partner von der Qualität und dem Handling begeistert, sodass wir der in Kürze stattfindenden Markteinführung mit Spannung entgegensehen. Diese Kultur des Entwickelns mit unseren Marktpartnern wollen wir unbedingt beibehalten, denn nur so wird F&E nicht zum Selbstzweck, sondern schafft Werte, von denen alle profitieren.

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MARKT & MENSCHEN  Veranstaltungen

T E X T B I RG I T T EGT B AU E R   FOTO S   V I E N N A M OT I O N / K R I S Z T I A N J U H A S Z

DIGITALE BAUWELT AM DACHKONGRESS 2018 D as Trendthema D i gi t al i si er u ng am Bau wa r e in S ch we rp u n k t d e s n e u n t e n Ö st e rre ich isch e n Da chko ngresses, der am 1. u nd 2. Feb r u a r 2018 im D e sig n C e n t e r L in z st a t t g e f u n d e n h at . D i e Vor trä ge liefer ten k napp 440 Besu c h e rn E x p e r t e n wisse n mit d e n S ch we rp u n k t e n S t e ild a c h und Fa ss a de sowi e Fl ac hdac h u nd Bau w e rks a b d ich t u n g . E in e b e g le it e n d e Fa ch a u sst e llu n g , i n dies em Ja hr erstm al s mi t großem Ma sch in e n p a rk , r u n d e t e d a s v ie lfä lt ig e Pro g ra mm a b.

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ach der Eröffnung des ersten Kongresstages durch DACH WAND-Chefredakteurin Birgit Tegtbauer und den Bundesinnungsmeister der Dachdecker, Glaser und Spengler Othmar Berner standen die ersten beiden Vorträge ganz im Zeichen der Digitalisierung, eines Themas, das auch in der Dachbranche nicht mehr wegzudenken ist. Die erste Referentin, Baumeisterin DI Adriane Gasteiger, erörterte in ihrem Vortrag Chancen und Herausforderungen des Digitalisierungstrends für die Baupraxis mit Schwerpunkt auf Building Information Modeling (BIM). Im Anschluss daran holte der „Experte für mutige Kommunikation“ Robert Seeger zum motivierenden und inspirierenden Rundumschlag aus. In seinem Vortrag „Digital oder künftig ohne Dach überm Kopf“ machte er Mut, neue digitale Wege einzuschlagen, und sorgte dabei für einige Lacher. Weiter ging es im Vormittagsprogramm mit der Vorstellung der neuen ÖNorm B 4119 Unterdächer. Bundesinnungsmeister Holzbau Ing. Hermann Atzmüller informierte über die wichtigsten Neuerungen der „Unterdachnorm“. Der Vermeidung von Wärme1 | 2018

brücken bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden widmete sich der Schweizer Dipl.-Ing. HTL und Baugutachter Christoph Haas. Andreas Fill brachte im Anschluss daran Praxisbeispiele für Maßnahmen zur Mitarbeiterfindung und -bindung. Das Mittagsbuffet im großen Ausstellungsbereich sorgte für Stärkung. Die extra langen Pausenzeiten zwischen den Vorträgen boten den Kongressteilnehmern die Möglichkeit, die Fachausstellung zu besuchen, neue Produkte kennenzulernen und in entspannter Atmosphäre Gespräche mit Geschäftspartnern und Kollegen zu führen. Frisch und munter startete man das Nachmittagsprogramm: Melanie Zobl ist Mastercoach Health & Fitness, sie zeigte den Teilnehmern, wie man sich in kurzen Pausen wieder fit macht. In der folgenden Podiumsdiskussion über die Reform der Gewerbeordnung standen Birgit Tegtbauer der Abgeordnete zum Nationalrat und Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz Josef Muchitsch, Prof. Dr. Reinhard Kainz, Geschäftsführer der Bundessparte Gewerbe und Handwerk der WKO, Dr. Kerstin Tobisch, Refe-


INFO Weitere Fotos vom Dachkongress 2018 findet man auf www.dachwand.at

rentin in der Abteilung für Rechtspolitik der WKO mit Schwerpunkt Gewerberecht, und Alexander Eppler, Spenglermeister und Geschäftsführer der Spenglerei/Dachdeckerei Eppler in Wien, Rede und Antwort. „Wer Visionen hat, kann Grenzen überwinden“ lautete dann der vielversprechende Titel des AbschlussHighlights mit Paralympicssieger Thomas Geierspichler. Er erzählte sehr persönlich und emotional aus seinem Leben – von dem Unfall, der ihn in den Rollstuhl zwang, dem folgenden Absturz und vom harten Weg zurück. Und er zeigte eindrucksvoll, wie man es schafft, nicht nur körperliche, sondern auch mentale Grenzen zu überwinden. Traditionellerweise endete der erste Kongresstag mit einem kulinarischen Abendprogramm und LiveMusik in der Fachausstellungshalle. Dabei ergaben sich weitere Gelegenheiten zum Netzwerken mit den Fachaustellern und zum gemütlichen Plaudern mit Kollegen. Bitte vor den Vorhang: Im Rahmen der Abendveranstaltung wurden die österreichischen Gewinner bei zwei Branchenmeisterschaften 2016 nochmals gebührend geehrt. Bei der 26. IFD-Weltmeisterschaft Junger Dachdecker in Warschau konnten die österreichischen Teams die Bronzemedaille in der Kategorie „Dachdeckungen“ sowie die Silbermedaille in der Kategorie „Abdichtungen“ erkämpfen. Bei den EuroSkills 2016 in Göteborg erreichte das österreichische Spenglerteam die Bronzemedaille. Wer um Mitternacht noch das Tanzbein schwingen wollte, stieg in den Shuttlebus und fuhr zur bereits traditionellen „Büsscher-Dachchecker-Party“ im Musikpark A1. Der zweite Tag der Veranstaltung stand dann im Zeichen von Flachdach und Abdichtung. Vortragender Wolfgang Hubner, der als Sachverständiger in seiner täglichen Arbeit nahe am Geschehen ist, referierte über das Rücktrocknungspotenzial von feuchten Flachdachschichtaufbauten und die Überwachung durch Feuchtemonitoringsysteme. Referent Ing. Werner Linhart füllte nach der Vormittagspause den Kongresssaal mit seinem interessanten Vortrag über das Diskussionsthema Terrassentüranschlüsse und gab einen ersten Ausblick auf die Neuauflage der ÖNorm B 3691. Zu Ende ging der zweite Kongresstag und damit der neunte Österreichische Dachkongress mit zwei rechtlichen Programmpunkten. Mag. Ing. Markus Oman widmete sich der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung inklusive praktikablen Umsetzungstipps, und Dr. Sophie Dillinger gab dem Publikum einen Crashkurs zum Thema Vergaberecht. Nach einem abschließenden Mittagessen und letzten Fachgesprächen im Ausstellerbereich ging es für die Teilnehmer und Aussteller des Dachkongresses 2018 ins wohlverdiente Wochenende. 

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MARKT & MENSCHEN  Veranstaltungen

Foto: ZVSHK

016

ZVSHK-Vizepräsident Michael Hilpert eröffnete den 19. Deutschen Klempnertag in Würzburg.

Beim Branchentreff für deutsche Klempner, Spengler und Flaschner standen am 24. und 25. Jänner 2018 in Würzburg etliche Themen auf dem Programm, die Fachbetriebe über ihre Kernkompetenzen hinaus fordern. Über 300 Teilnehmer bekamen Impulse und Infos für den betrieblichen Alltag. Für den ZVSHK als Veranstalter war der Klempnertag ein voller Erfolg. „Das Konzept für die Neugestaltung des Klempnertages hat großen Zuspruch bekommen. Wir haben viele neue Ideen in das Veranstaltungskonzept und Schwung in diesen Branchentreff gebracht“, zog Hauptgeschäftsführer Andreas Müller eine positive Bilanz für die erste Veranstaltung des ZVSHK im neuen Jahr. Ein wichtiges Thema im Programm war die Nachwuchssicherung. Durch Spenglertechnik fachgerecht erstellte Fassaden und Dächer sind begehrt. Die Auftragslage für die etwa 5.000 Betriebe in Deutschland ist gut. Und das bringt die Unternehmer, die sich auf die Verarbeitung von Metallbekleidungen an Gebäuden spezialisiert haben, in eine schwierige Lage. Denn es fehlt der dringend benötigte Nachwuchs. Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), zeigte in seiner Grundsatzrede in Würzburg dafür eine mögliche Lösung auf: „Jeder fünfte Student geht ohne Abschluss von der Uni. Auch da sehen wir Potenzial für uns im Handwerk.“ ZVSHK-Vizepräsident Michael Hilpert stimmte die Teilnehmer auf das Thema Digitalisierung ein. „Eine der ganz großen Aufgaben liegt darin, unsere Betriebe fit zu machen für die digitale Welt.“ Vom eigenen Webauftritt über die Erreichbarkeit von Produktdaten in möglichst hoher Qualität bis hin zur Absicherung gegen die Folgen von Cyberkriminalität reichte die Bandbreite dieses entsprechenden Themenblocks. Weitere Informationen zum 19. Deutschen Klempnertag findet man unter www.zvshk.de (als Suchwort den Quicklink QL37116971 eingeben). 1 | 2018

Fotos: Hoehenwerkstatt

Erfolgreicher Deutscher Klempnertag

Sicher in luftiger Höhe Auch diesen Winter haben wieder Lehrgänge für Dachdecker, Glaser, Spengler und Zimmerer in den fünf bundesweit existierenden Trainingszentren der Hoehenwerkstatt stattgefunden. Mehr als 350 Teilnehmer wurden heuer erfolgreich trainiert. Insgesamt schult die Hoehenwerkstatt jährlich ca. 6.000 Personen in verschiedenen Lehrgängen im sicheren Umgang mit der Persönlichen Schutz­ ausrüstung gegen Absturz (PSAgA) und in Rettungstechnik. In Oberösterreich, Wien, Niederösterreich, Burgenland, Kärnten und Salzburg finden solche Lehrgänge seit vielen Jahren statt. In Tirol wurde heuer im neuen Trainingszentrum der Hoehenwerkstatt in Völs durchgestartet. Die Landesinnungen unterstützen diese Kurse zum Teil sowohl finanziell als auch logistisch in Kooperation mit den Landesstellen der AUVA und in Salzburg auch mit der Arbeiterkammer. Die Dachlehrgänge sind ein wesentlicher Beitrag zur gesetzlich geforderten Unterweisung und beinhalten die in der PSA-V geforderten Übungen mit der PSAgA. Höhenarbeit ist ein sehr anspruchsvolles Arbeitsfeld, das Fehler kaum verzeiht. Unfälle enden oft mit schlimmen Verletzungen oder sogar tödlich. „Das Sicherheitsbewusstsein ist in den Firmen über die Jahre beständig gestiegen. Das Besuchen eines Lehrgangs, um etwas von Profis zu lernen, ist heute viel selbstverständlicher als noch vor einigen Jahren. Das Verwenden von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz wird allgemein als notwendig und wichtig anerkannt. Das ist auch das Verdienst der beteiligten Kooperationspartner, die durch dieses beständige, regelmäßige Engagement, das Bedürfnis nach mehr Sicherheit ins kollektive Gedächtnis der Arbeitnehmer und Arbeitgeber einimpfen“, zieht HoehenwerkstattGeschäftsführer Vinzenz Reinhartz ein überaus positives Resümee der Dachlehrgänge.


017 Schiefereien vom Feinsten

Fotos: Primero / Sven-Erik Tornow

Der Jänner ist für Dachhandwerker eine eher ruhige Phase – außer für die 22 Teilnehmer der beiden Ornamentkurse der Handwerkskammer Köln. Dort traf man sich in zwei Gruppen in der Dachhalle, um sein Können bis an die Grenzen auszutesten. Christoph Schütz aus Österreich hatte wohl einen der längsten Anfahrtswege.

Einige arbeiten als echte Schieferpuristen nur mit Ornamenthammer und Haubrücke.

Für viele ist jedoch der Carver das Werkzeug der Wahl, wenn es um komplexe Formen geht.

Was treibt gestandene Dachdecker oder Spengler an, kleine Kunstwerke aus Schiefer zu zaubern? „Es ist wohl eine Mischung aus Begeisterung, Herausforderung und Wahnsinn“, erklärt Hans-Peter Koennecke, Initiator und Ausbilder der HWK Köln. Gemeinsam mit seinen Gastreferenten Martin Lorenz und DDM Uwe Bierbaum begleitet er die Neulinge und Wiederholungstäter bei dem ganz persönlichen Stresstest mit Formen, Farben und Formaten. Nach einer theoretischen Einführung in die Grundlagen der Ornamenterstellung geht es in den praktischen Teil über. Hier fertigt jeder Teilnehmer sein eigenes Or-

Künstlerische Anordnung der einzelnen Ornamentteile während des Entstehungsprozesses.

Auch der österreichische Spengler Christoph Schütz nahm am Ornamentkurs in Köln teil (auf dem Gruppenbild in der Mitte mit braunem Sweater).

nament an. Die Motive sind meist schon Monate vorher ausgesucht. Hans-Peter Koennecke skaliert die Vorlagen auf die spätere Ornamentgröße und überträgt sie anschließend auf zwei übereinanderliegende Musterbögen. Wenn die Kursteilnehmer in der Dachhalle ankommen, ist schon alles vorbereitet und sie können sich voll und ganz auf die Umsetzung konzentrieren. Mit viel Liebe zum Detail entstehen in fünf Tagen außergewöhnliche Bilder aus kleinen und großen Schiefersteinen. Diese fünf Tage sind immer auch Spiegelbild des „normalen“ Handwerkeralltags. Denn nach der anfänglichen Euphorie über ein neues

Projekt stellt sich meist Mitte der Woche eine gewisse Ernüchterung ein: zu viel Detailarbeit für die Kürze der Zeit. Hier stehen dann DDM Uwe Bierbaum und Martin Lorenz nicht nur mit Rat, sondern vor allem mit Tat zur Seite. Offiziell enden die Kurse freitags um 17 Uhr. Doch beide gingen dieses Jahr in die Verlängerung. Kurz vor der „Tagesschau“ konnten auch die letzten Ornamente bestaunt und anschließend zum Transport verstaut werden. Schließlich nehmen die Handwerker ihre „Kunststücke“ nach dem Lehrgang mit nach Hause. Eine erste „Nagelprobe“ für die Ornamente. Dann zeigt sich, ob alle Steine auch ausreichend fixiert sind.

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018

Foto: WKK

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Kärntens beste Spengler

Lehrlingswettbewerbe in der Steiermark

Am 2. Februar fand die Siegerehrung des Landeslehrlingswettbewerbs der Spengler in der Berufsschule in Spittal/ Drau statt. Innungsmeister-Stv. Reinbold Friedrich und Harald Dörfler gratulierten den besten Spenglerlehrlingen Kärntens:

Kürzlich wurden die traditionellen Lehrlingswettbewerbe der Abschlussklassen im Handwerk der Spengler an der LBS Graz 5 durchgeführt. Mit viel Engagement wurde der Wettbewerb von Lehrlingswart Bernd Kaup und Fachlehrer Hannes Kriegl organisiert. Im praktischen Teil musste das handwerkliche Feingefühl durch die Anfertigung eines Wassersammelkastens aus Kupfer unter Beweis gestellt werden. Engagierte Spenglermeister aus der ganzen Steiermark, welche die Prüfungskommission stellten, fühlten auch dem Fachwissen der Lehrlinge auf den Zahn. Fazit: Alle Nachwuchskräfte konnten ihr Können unter Beweis stellen. Bei der Preisverleihung durch LIM-Stv. Helmut Kocher und Christian Vogelsberger wurde den siegreichen Lehrlingen mit Urkunden und Trophäen gratuliert.

1. 2. 3. 4. 5.

W  urzer Alexander, Lehrbetrieb Fleischmann & Petschnig Dachdeckungs-Gesellschaft m.b.H., Moser Maximilian, Lb. Reinbold Friedrich KommR. Granig Thomas, Lb. Kroisl Gerhard Penker Marco, Lb. Striedner Norbert Rainer Mario, Lb. A. Leopold Gesellschaft m.b.H.

Die Platzierten des 140. Lehrlingswettbewerbs der Spengler: 1. Maximilian Derler (Lehrbetrieb HSP, Kirchbach) 2. Manuel Kager (Lb. Altenburger, Leibnitz) 3. Sandro Hofer (Lb. DFP Hammer, Graz) Die Platzierten des 141. Lehrlingswettbewerbs der Dachdecker und Spengler: 1. Valentin Matzer (Lb. Sajowitz, Preding) 2. Daniel Lobe (Lb. Paar, Feldbach) 3. Daniel Gaier (Lb. Gaier, Lieboch)

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Grundlagenmodul: 5 Intensivwochen (150 EH) von 19. 3. 2018 bis 20. 4. 2018 Vertiefungsmodul: 1 Intensivwoche (30 EH) im Sommer 2018 (25. 6. 18 – 29. 6. 18) Aufbaumodul: 5 Intensivwochen (150 EH) im Jänner und Februar 2019 Abschlussprüfung: kommissionelle Prüfung im Februar 2019 Gesamtdauer: 1 Jahr inkl. ca. 1.000 Stunden Praxis im Betrieb Abschluss: FacharbeiterInnenbrief ohne LAP laut Kollektivvertrag der Bauhilfsgewerbe Veranstaltungsort: Ausbildungs- und Seminarzentrum, Rebengasse 12, 8063 Eggersdorf Info und Anmeldung: Mag. Klaus Weber move-ment Personal- und Unternehmensberatung GmbH, T: 0316/34 84 02-500, M: 0676/84 34 02 -500, k.weber@move-ment.at

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Die Auftragslage im Bereich der Bauwerksabdichtung ist seit Jahren steigend, und gleichzeitig fehlen gutausgebildete Fachkräfte. Seit 2004 gibt es in der Steiermark ein Ausbildungsprogramm zum geprüften Bauwerksabdichter auf dem neuesten Stand der Technik, Vorschriften und Richtlinien. Durch die Kooperation mit der e:Job Implacementstiftung Energie wird Betrieben bereits zum fünften Mal unter Mitfinanzierung von Land Steiermark und AMS Steiermark eine optimale Möglichkeit geboten, neue Fachkräfte arbeitsplatznahe aufzubauen.

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Schnee von gestern ist die Zukunft

Damit Skigebiete unterhalb von Gletscherregionen Schneesicherheit bieten können, setzen sie immer mehr auf die Methode des Snowfarming, sprich Schnee aus der Vorsaison zu sammeln und zu konservieren. Auch die Bergbahn AG Kitzbühel nutzt Schnee­ depots für einen sicheren Saisonauftakt. Doch wie lässt sich der Schnee im Depot vor Sommertemperaturen schützen? Als ­lösungsorientierter Partner hat Dämmstoffprofi Steinbacher speziell für die Dämmung des Depots eine flexible Polyethylen-Matte mit verschiedenen Kaschierungen entwickelt. Das Ergebnis: minimale Schneeverluste. „Nur 15 bis 18 Prozent des Schnees sind geschwunden, und das bei diesem sehr heißen Sommer“, so Steinbacher-Geschäftsführer Mag. Roland Hebbel. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Rothbacher aus Zell am See und der Berg-

Fotos: Steinbacher

Professionelle Wärmedämmung hält dicht und schützt vor Energieverlusten. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was Dämmprodukte leisten, sind Schneedepots in Kitzbühel. Die Herausforderung: selbst bei größter Sommerhitze dafür zu sorgen, dass der Schnee im Depot nicht schmilzt.

Die Trapezform ermöglicht die optimale Verlegung der Matten und bietet ebene Oberflächen, die den Schnee konservieren.

bahn AG Kitzbühel wurde ein Temperaturmonitoring installiert, um die physikalischen Abläufe in den einzelnen Schichten besser zu verstehen. Zusätzlich wurde mittels Zeitrafferkamera und GPS-Tracking der Schneeschwund dokumentiert. Schöner „Nebeneffekt“: Das Depot schützt nicht nur den

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Altschnee, sondern auch die Umwelt. Denn durch diese effiziente und nachhaltige Lagerungsmethode muss viel weniger Schnee mit Kanonen künstlich erzeugt werden, was Energie und Wasser spart.


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Aufblasbare Brückenschalung Mit einer neuen, an der TU Wien entwickelten Baumethode hat die ÖBB-Infrastruktur AG nun eine Wildbrücke an der zukünftigen Koralmbahn errichtet. Statt stützender Gerüste kam ein Luftkissen zum Einsatz.

Will man Brücken oder Kuppeln in gewöhnlicher Schalenbauweise errichten, dann muss man normalerweise ein teures Gerüst aufstellen. An der TU Wien wurde nun allerdings eine deutlich ressourcenschonendere und billigere Bautechnik entwickelt: Der Beton wird während des Bauprozesses nicht von einer Stützkonstruktion getragen, sondern von einem Luftkissen, das langsam aufgeblasen wird. Erste Großversuche fanden bereits vor drei Jahren auf einem Testgelände der TU Wien statt. Nun wurde die neue Methode erstmals in der Praxis eingesetzt. Die ÖBB-Infrastruktur AG wandte mit TU-Unterstützung das Bauverfahren erfolgreich an, um eine Wildbrücke über einen neugebauten Streckenabschnitt der Koralmbahn zu errichten. Erst Platte, dann Kuppel, dann Brücke Die Grundidee ist einfach: Wenn man eine Orangenschale regelmäßig einschneidet, kann man sie flach auf dem Tisch ausbreiten. Die an der TU Wien entwickelte „Pneumatic Forming of Hardened Concrete“-Baumethode funktioniert genau umgekehrt. Man beginnt mit einer ebenen Betonfläche mit keilförmigen Aussparungen, die zu einer runden Kuppel wird. Unter der Betonplatte befindet sich ein riesengroßes Luftkissen aus Kunststoff, das langsam aufgeblasen wird, wenn der Beton ausgehärtet ist. Hydraulisch gespannte Stahlkabel sorgen dafür, dass der Beton während dieses Vorgangs die richtige Form annimmt. „Der Aufblasvorgang dauerte ungefähr fünf Stunden, danach hatten wir eine längliche Betonkuppel mit einer Innenhöhe von 7.60 Meter“, so Benjamin Kromoser vom Institut für Tragkon­struktionen der TU Wien. Er hat die Bau-

1: Es beginnt mit einer ebenen Betonfläche. 2: Durch Aufblasen eines Luftkissens wird der Beton angehoben und gewölbt. 3: Eine weitere Schicht oben verstärkt die Konstruktion.

methode im Rahmen seiner Dissertation bei Prof. Johann Kollegger entwickelt und beim aktuellen Projekt eng mit den ÖBB zusammengearbeitet. Um aus der Kuppel eine Brücke zu machen, wurde die Betonschale dann an beiden Enden abgeschnitten und mit einem Torbogenabschluss versehen. Die neue Koralmbahnstrecke wird unter der Brücke hindurchgebaut, außen an der Betonkonstruktion wird noch Erde angeschüttet, sodass Tiere in Zukunft problemlos über die Brücke auf die andere Seite der Bahnstrecke gelangen können. Energie, Geld und Ressourcen sparen Die Methode hat verglichen mit herkömmlichen Brückenbautechniken große Vorteile: „Man benötigt ein kleines Bisschen mehr Beton, aber dafür 40 Prozent weniger Stahl“, erklärt Benjamin Kromoser. „Außerdem ist unsere Methode energieeffizienter, 40 Prozent der anfallenden CO2-Äquivalente können eingespart werden, und insgesamt ist die TU-Methode auch noch deutlich billiger“, so Kromoser. Die innovative Wildbrücke ist im Kärntner Abschnitt der Koralmbahn, einem Schlüsselprojekt der neuen Südstrecke der ÖBB-Infrastruktur AG, situiert. Nach der Fertigstellung der Kon­struktion und der Geländemodellierung werden die Erdbauarbeiten fortgesetzt, bevor in weiterer Folge die bahntechnische Ausrüstung für die Hochleistungseisenbahnstrecke installiert wird.

Fotos: Benjamin Kromoser

NOCH BESSER.

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021 Weltneuheit am Bausektor: Beton ohne Schalung

Kurz vor Weihnachten brachte das steirische Unternehmen Clever Contour eine weltweit einzigartige und patentierte Technologie auf den Markt. Erstmals können Unikate in Betonform ohne Schalung gefertigt werden. „Ab Losgröße eins sind alle möglichen Freiformen im Sinne von Industrie-4.0-Lösungen kostengünstig realisierbar“, sagt Rudolf Stonawski, Geschäftsführer des Start-up-Unternehmens Clever Contour GmbH. Thermoplastische Kunststoffe werden von einer speziell entwickelten vollautomatisierten Anlage gebogen und als formgebende Struktur gesetzt. Unter Einsatz von handelsüblichem Trockenspritzbeton lassen sich mit „i-Contour“ ortsunabhängig Bauteile in Feinputzqualität vorfertigen oder auch auf der Baustelle logistisch einfach produzieren. Mit der neuartigen „i-Contour“-Technologie können für geringere Kosten variabel geformte Elemente aus verschiedensten

Fotos: Clever Contour

Eine neue Technologie macht erstmals die Fertigung von Freiformen aus Beton ohne Schalung möglich.

Die gängige Trockenspritztechnik ist sauber auf der Baustelle und lässt sich ohne viel Platzbedarf auch hoch oben anwenden.

– unter anderem auch schallabsorbierenden und textilen – Materialien umgesetzt werden. In Abhängigkeit von der Größe des Objekts ist laut Clever Contour so eine Kostenreduktion um bis zu 90 Prozent möglich. Freiformen, die bisher nicht direkt am Bau umgesetzt wurden und nur in großen Serien finanzierbar waren, sind nun in jedem Entwurf realisierbar. Ins-

„i-Contour“ soll eine Kostenersparnis um bis zu 90 Prozent im Vergleich zur Schalungstechnik ermöglichen. Der kreativen Vielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt.

besondere werden Projekte in Bezug auf die individuelle und kreative Gestaltung unterstützt oder um punktuell Akzente bei einem Bau zu setzen. Fassadenteile, Trennwände, Außenmöblierungen oder beliebige Raumelemente lassen sich nach individuellem Design fertigen und sind als einzigartige, figurative Elemente einfach umsetzbar.

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STEILDACH  Reportage

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EXPRESSIVE DISKRETION Mitten au f M ü nc hens exk l u si vst e r Eve n t- u n d S h o p p in g me ile e rsch lie ßt e in feuda ler Dac hau sbau neu en Woh n ra u m. D e r Wo h n t ra u m a n d e r Ecke L e o p o ld -/ Ho henzol l ernstraße defi ni er t das t ra d it io n sre ich e Wa lmd a ch d e s S ch wa b in g e r Bü rgerhau ses ganz neu , d a s mit A lu min iu m re a lisie r t wu rd e .

U

nter den weitläufigen Dachflächen eines Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Leopold-/Hohenzollernstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schwabinger Parklandschaft entstanden Mansardenwohnungen mit großzügigen offenen Galerieebenen. Das Walmdach als klassische Dachform des Münchner Bürgerhauses wurde neu definiert und mit expressiven Loggia- und Fensterausschnitten versehen. Ein Aluminiumrücken aus Prefa-Dachrauten im Mansardenbereich und „Falzonal“-Doppelstehfalzdeckung an den flachgeneigten Flächen toppt den Dachaufbau optisch und funktionell. SCHWABINGER WALMDACH NEU INTERPRETIERT Innerstädtische Nachverdichtung, so lautet der Ter1 | 2018

 Der Wohntraum an der Ecke Leopold-/Hohenzollernstraße, definiert das traditionsreiche Walmdach des Schwabinger Bürgerhauses ganz neu, das mit Prefa realisiert wurde.

minus technicus für Ausbauten in zentralen und sensiblen Ballungsraumlagen, ist das Spezialgebiet der Architekten Oliver Noak und Andreas Müsseler vom Architekturbüro Meili, Peter GmbH. „Die Stadtbildpflege trotz exzessiver Wohnraumerschließung gerade in exklusiven Lagen wie der Leopoldstraße bringt eine ganz besondere Verantwortung und Herausforderung mit sich“, sind sich die beiden einig. Um der zu entsprechen, ließen sie sich für dieses Projekt vom ohne­hin schon ungewöhnlichen, traditionellen Walmdach der Münchner Jahrhundertwendearchitektur inspirieren. AKZEPTANZ FÜR AKZENTE Die außergewöhnliche Dachform brachte auch außer­ gewöhnliche technische Herausforderungen mit


023 sich. „Unser Anspruch war eine homogene, robuste und weitgehend wartungsfreie Dachhaut, die in der Lage ist, die unterschiedlichen Neigungen, Flächen und Durchbrüche zu vereinen. So sind sehr freie und expressive Wohnungen entstanden, und das Innere des Objekts verbindet sich symbiotisch mit dem Äußeren der Dachhaut“, erklärt Andreas Müsseler die Grundidee des Projekts. So präsentiert die Dachform des Wohn- und Geschäftshauses im „Schwabinger T“ nun abwechslungsreich verschiedenste Höhenniveaus, Freibereiche, Einschnitte, zurückspringende Bauteile und Öffnungen nach außen und setzt mit dem Prefa-Dach aus Aluminium einen modernen Akzent in der Umfeld-Architektur des 19. Jahrhunderts. MEHR ALS DIE SUMME SEINER TEILE „Die Dachform an sich mit den zahlreichen Gauben ist bereits sehr auffällig“, meint Oliver Noak. Da sei es gar nicht notwendig, dass das Material nochmals toppt. „Ein weiterer Grund war die Qualität, Bandbreite, Flexibilität und Verarbeitungsfreundlichkeit der PrefaProdukte aus Aluminium. Aufgrund der Komplexität des Daches war es wichtig, die einzelnen Elemente und Systemkomponenten aus dem gleichen Material in der gleichen Farbe verarbeiten zu können.“ Deshalb wurden im Steildachbereich Rauten, im Flachdach und auf den Gauben „Prefalz/Falzonal“ als Doppelstehfalzdeckung verarbeitet. „Prefalz/Falzonal“ punktet durch die Geschmeidigkeit des Materials mit extrem leichter Formbarkeit und der Möglichkeit, unkompliziert regendichte Verbindungen ohne Schrauben, Kleben oder Schwei Das Walmdach als klassische Dachform des Münchner Bürgerhauses wurde neu definiert und mit expressiven Loggia- und Fen­sterausschnitten versehen. Ein Aluminiumrücken aus Prefa-Dachschindeln und „Falzonal“ toppt den Dachaufbau optisch und funktionell.   Die expressive Dachform des Wohn- und Geschäftshauses präsentiert abwechslungsreich verschiedenste Höhenniveaus, Freibereiche, Einschnitte, zurückspringende Dachteile und Öffnungen nach außen und setzt mit dem Prefa-Dach aus Aluminium einen modernen Akzent in der Umfeld-Architektur des 19. Jahrhunderts.

ßen zu erreichen. Und natürlich mit einem „Fliegengewicht“, das sich für Ausbauten von Altsubstanz sowie für Neubauten hervorragend eignet. „Wir waren sehr froh, uns mit den Prefa-Produkten, für ein Material entschieden zu haben, das einen ruhigen Zusammenhalt für den Ausbau des Daches bietet.“ EIN DACH WIE EIN CHAMÄLEON Weil in der Umgebung die Baukultur des 19. Jahrhunderts das Stadtbild dominierend prägt, wäre zum Beispiel ein Dachaufbau mit sechs Geschossen und einem Flachdach nicht vertretbar gewesen, meinen die Architekten. Deshalb spielt auch die Materialität des Daches eine so entscheidende Rolle, die durch ihre Zurückhaltung besticht. Materialeigenschaften wie etwa Langlebigkeit und wirtschaftliche Rentabilität sind der Garant dafür, dass sich das Objekt über viele Jahre hinweg harmonisch in die Dachlandschaft einfügt. „Das Dach ist wie ein Chamäleon, das versucht, sich in der Stadtstruktur einzufinden, ohne die erste Geige spielen zu wollen. Und dennoch setzt es Akzente und inspiriert den Betrachter auf ganz eigene Weise.“ 1 | 2018


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STEILDACH  Reportage

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GESCHÜTZTES DENKMAL D i e P ra ger Burg i st ei n herau sragendes h ist o risch e s D e n kma l d e r Tsch e ch isch e n Re p u b lik u n d auch da s ma r kanteste Wahr zei c hen der z u m Un e sc o -We lt ku lt u re rb e g e h ö re n d e n h ist o risch e n A l t st a dt von P rag. A n di e Renovi er u ng d e s D a ch e s we rd e n d a h e r h ö ch st e A n sp r ü ch e g e st e l l t .

D

ie Dächer der Prager Burg sind mit klassischen Tondachziegeln im Mörtelbett oder mit historischen rechteckigen Schieferplatten gedeckt. In den vergangenen Jahren wurde bei einer Reihe von Gebäuden eine Rekonstruktion der Dacheindeckung erforderlich. Die Sanierung wurde hauptsächlich in einigen Bereichen des West-, Mittel- und Nordflügels des sogenannten Neuen Palasts, beim Alten Königspalast und bei der Schmiede im Lumbe-Garten durchgeführt. DACH MIT HISTORISCHER PATINA Ein wichtiger Teil des Burgkomplexes, der mittlere Flügel des Neuen Palastes, wurde komplett renoviert. Der östliche Dachbereich mit einer Fläche von 1 | 2018

 Die Prager Burg mit ihren Tondachziegeldächern ist ein Symbol des tschechischen Staates und eine der bedeutendsten Kulturstätten.

rund 1.440 Quadratmetern wurde mit engobierten keramischen Dachziegeln in Antik-Finish gedeckt. Der naturfarbene Patinierungseffekt der Dachziegel gibt dem Dach ein historisches Aussehen. Dieser wurde durch teilweises Engobieren erreicht, bei dem eine gefärbte Glasmischung vor dem Brennen auf die Ziegel aufgebracht wurde. Für die Verarbeitung wurde ein Spezialmörtel ohne Zementgehalt verwendet. Die Art der Verlegung ist in der tschechischen Dachdeckerzunft seit Jahrzehnten gleich geblieben und garantiert, dass die Eindeckung den ursprünglichen Charakter im historischen Stil behält. Drei Gruppen von Dachdeckern, Zimmerleuten und Spenglern wechselten sich 40 Tage lang bei den Arbeiten auf dem Dach ab. Zur Rekonstruktion wur-


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den insgesamt 189 Paletten Tondachziegel und 22 Paletten Mörtel verwendet. Sämtliche bei der Rekonstruktion der Dächer der Prager Burg eingesetzten Materialien und technologischen Verfahren wurden im Vorfeld mit dem Amt für Denkmalschutz des Büros des Präsidenten der Tschechischen Republik besprochen und abgestimmt. Aufgabe dieses Amtes ist es, darauf zu achten, dass die Richtlinien der Staatsverwaltung in Bezug auf Erhaltung des Kulturerbes der Prager

Mit seiner tausendjährigen Geschichte ist die Prager Burg Teil des denkmalgeschützten Stadtgebiets. Sie wurde um 880 n. Chr. von Fürst Bořivoj I. aus dem böhmischen Herrschergeschlecht der Přemysliden gegründet.

Burg als nationales Kulturdenkmal eingehalten werden. „Meiner Ansicht nach war die Rekonstruktion der Dächer erfolgreich – die Qualität aller verwendeten Arten von Dacheindeckungen und ihre tadellose Funktionalität sind eine Selbstverständlichkeit. Es ist äußerst wichtig für das Gesamtbild von historischen Gebäuden, dass die Form und die Art der Dacheindeckung sowie ihre Farbe beibehalten werden“, resümiert Architekt Petr Chotebor vom Amt für Denkmalschutz.

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T E X T D I W I L F R I E D RU B E N Z / R H E I N Z I N K AU ST R I A G M B H .   FOTO S & A B B I L D U N G E N   R H E I N Z I N K AU ST R I A G M B H

DACHDURCHDRINGUNGEN IM STEILDACHBEREICH Neb en den ü bl i c hen bau physi k al i sc he n H e ra u sfo rd e r u n g e n a n d ie lu ft- bz w. win d d ich t e A us f ühr ung un d H i nterl ü ftu ng der Dac h h a u t we rd e n b e so n d e rs in p u n c t o d e h n u n g sg e re ch t e A us f ühr u ng hohe A nforder u ng e n a n d e n a u sf ü h re n d e n S p e n g le r g e st e llt .

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achgeschossausbauten erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Bis dato ungenutzte Dachböden werden für Wohnzwecke zu Wohlfühloasen umgebaut. Um die Wohnqualität unter dem Dach sicherzustellen, ist neben einer langlebigen Dachdeckung mithilfe von Dachflächenfenstern für ausreichend Licht und Luft zu sorgen. Nach wie vor werden viele dieser Dächer mit Stehfalzdeckungen versehen, da diese Deckungsart weitver1 | 2018

breitet ist und in einem Dachneigungsbereich von drei bis 90 Grad eingesetzt werden darf. Dadurch lassen sich auch Gaupenaufklappungen sicher herstellen. Neben den üblichen bauphysikalischen Herausforderungen an die luft- bzw. winddichte Ausführung und Hinterlüftung der Dachhaut mit ausreichenden Zuund Abluftöffnungen werden besonders in puncto dehnungsgerechte Ausführung hohe Anforderungen an den ausführenden Spenglerbetrieb gestellt.


027 Abb. 1: Doppelstehfalz lässt keine unterschiedlichen Bewegungen zu – Fixpunktlage. Abb. 2: Winkelstehfalz lässt unterschiedliche Bewegungen zu.

Der Doppelstehfalz ist eine der beliebtesten Techniken, um die Schare regendicht zu verbinden. Leider wird aber oft vergessen, dass im Falle einer Verbindung der Schare mit dieser Verbindungstechnik eine unterschiedliche Bewegungsaufnahme der Bahnen aufgrund verschiedener Fixpunktlagen ausgeschlossen ist. Das Dach muss vielmehr als homogenes Ganzes gesehen werden. Fixhafte zur Lagesicherung der Bahnen befinden sich bei steilen Dachneigungen zumeist am oberen Scharende und hindern die Bahn am Abrutschen (Abb. 1 + 2). Die Folge davon können Welligkeiten sein, die nicht selten zu Dehnungsrissen und in weiterer Folge zu Wassereintritten führen. Provisorien mit Flüssigkunststoffen sind zwar eine gute Alternative, um vorhandene Risse möglichst rasch abzudichten, aufgrund der zu erwartenden Bewegungen kann man aber nicht von dauerhaften Lösungen sprechen. Noch dazu wird man sich vermutlich auch vom Bauherrn Kritik gefallen lassen müssen, da er ein Metalldach mit all seinen Vorteilen und womöglich mit einer wartungsfreien Oberfläche beauftragt hat und keine Beschichtung, die erfahrungsgemäß eine geringere technische Lebensdauer erreicht (Abb. 3 + 4). NACHGEFRAGT BEI NAMHAFTEN HERSTELLERN VON DACHFENSTERN Nach Rücksprache mit namhaften Herstellern von Dachflächenfenstern ist man zu dem Schluss gekommen, dass aufgrund der geringen Einbauhöhe und der hohen Passgenauigkeit der Formteile mit keiner Bewegungsaufnahme im Einfassungsbereich gerechnet werden kann. Zitat Roto: Grundsätzlich dürfen Dachfenster – wie auch sonst jede feststehende Durchdringung im Dach – nur „indirekt“ mit dem benachbarten Deckmaterial (zum Beispiel Stehfalzbahnen) befestigt beziehungsweise eingedeckt werden. Die einschlägigen ÖNormen und die Spengler-Fachregeln Abschnitt 8 sind dementsprechend zu befolgen, damit der Dehnungsausgleich beim Dachfensteranschluss beziehungsweise beim Eindeckrahmen gegeben ist. Eine Bewegungsaufnahme im Bereich der Einfassung selbst ist nahezu ausgeschlossen (Abb. 5). Zusammengefasst kann gesagt werden, Dachflächenfenster sind als Fixpunkte zu betrachten. Die

Abb. 3 + 4: Dehnungsbehinderungen und Wellenbildungen durch unterschiedliche Fixpunktlagen.

Abb. 5: Anschluss Eindeckrahmen für Dachflächenfenster „i8“ von Roto.

Abb. 6: Velux-Zentrale in Wolkersdorf mit vertieftem Dachflächenfenster mit Zu- und Abluftöffnungen.

Abb. 7: Dachflächenfenster vertieft mit Sonnenschutz und Zuluftöffnungen im Nackenbereich.

Einfassungen, die entweder direkt ab Werk geliefert oder vom Spengler vor Ort gefertigt werden, sind vergleichbar mit Maßanzügen im Slim-fit-Design: Ausdehnungen beziehungsweise Bewegungen sind verboten oder wären nur dann möglich, wenn es sich um „Stretchmaterialien“ handelt. Nur leider ist in den Legierungen der Metalle noch kein Elasthan enthalten. UNTERBRECHUNG DER HINTERLÜFTUNG DURCH DURCHDRINGUNGEN Immer wieder wird die Frage gestellt, ob aufgrund von Durchdringungen eigene Abluftöffnungen im Brustblechbereich und Zuluftöffnungen im Nackenblechbereich erforderlich sind? Dabei ist die Antwort ganz einfach und sogar klar und deutlich in der „Unterdachnorm“ ÖNorm B 4119 geregelt: „Eine örtlich begrenzte Reduktion der Höhe oder Breite des Belüftungsraumes bei Durchdringungen und dergleichen ist bis maximal 50 Prozent des erforderlichen Querschnittes zulässig.“ Das bedeutet, dass streng genommen ab einer Doppelkombination (nebeneinanderliegend) mit eigenen Ab- und Zuluftöffnungen im Duchdringungsbereich gearbeitet werden muss. Beim Velux-Gebäude in Wolkersdorf haben wir uns schon vor Ausführung im Jahr 2006 Gedanken zu diesem Thema gemacht und Details zu vertieften und nicht vertieften Dachflächenfensterkombinationen entwickelt. Die Dachdeckungen selbst wurden als Winkelstehfalz ausgeführt, dadurch sind unterschiedliche Bewegungen der seitlich verlaufenden Bahnen dauerhaft möglich (Abb. 6). FAZIT Zusammengefasst kann gesagt werden: Durchdringungen erfordern entsprechendes Können und Handwerker, die mitdenken. Auch die Einfassung von Dachflächenfensterkombinationen, bestehend aus Zwischenrinnen, Nackenblechen, Seitenteilen und Brustblechen, muss dehnungsgerecht gelöst werden. Entsprechende Trennungen im Bereich der unteren Fensterecken beziehungsweise in Fenstermitte können auch hier zu dauerhaften dehnungsgerechten Lösungen führen. Besonderes Augenmerk muss man auf nachträglich aufgeklemmte Systeme wie zum Beispiel Schnee- und Blitzschutz-, Solar- oder Laufrostanlagen legen. Werden durch Klemmen jene Bauteile mit unterschiedlichem Ausdehnungsverhalten verbunden, muss erst recht wieder an eine technische Trennung oberhalb gedacht werden. Aus diesem Grund ist eine Ausführung mit durchgehenden, traufenparallelen Quernahtausbildungen unmittelbar oberhalb von Durchdringungen in jedem Fall zu bevorzugen (Abb. 7). 1 | 2018


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STEILDACH  Wohnklima

T E X T I N G . P E T E R B A LO G H   FOTO S & G R A F I K E N   B AU D E R

VON DIFFUSION UND ATMENDEN HÄUSERN Immer w ie der l i est man, Däc her kön n t e n a t me n o d e r d ie d iff u sio n so ffe n e B a u we ise brä chte e i n gesü nderes Wohnk l i m a . Wa s ist d ra n , a n d iff u sio n so ffe n e n , a t me n d e n Dä cher n f ü r b esseres Wohnk l i m a? S in d d iff u sio n so ffe n e D ä ch e r fe h le r t o le ra n t e r a ls dif f u si onsdi c hte Däc her? Wa s ist Ge r ü ch t u n d wa s s a g t d ie W isse n sch aft ?

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ie Vorstellung, Wände und Dächer müssten atmen können, um ein behagliches Wohnklima zu erhalten und Schimmelbildung zu vermeiden, geht auf eine alte Fehlinterpretation des Physikers Max von Pettenkofer (1818–1901) zurück. Ihm war ein bedeutungsvoller Irrtum unterlaufen, der bis heute nachwirkt: Er hatte bei frühen Luftwechselmessungen in einem Raum festgestellt, dass sich nach dem Abdichten sämtlicher Fugen die Luftwechselrate weniger als erwartet verminderte. 1 | 2018

Daraus schlussfolgerte er einen erheblichen Luftaustausch durch die Ziegelwände hindurch. Von Pettenkofer hatte allerdings ganz einfach vergessen, den Kamin des sich im Raum befindlichen Ofens abzudichten. Seine Aussage, Luftaustausch durch die Wände hindurch sei ein wesentlicher Beitrag zur Reinigung der Raumluft, ist heute wissenschaftlich nachweislich falsch und klar widerlegt. Hinzu kommen Fakten wie die Tatsache, dass eine vierköpfige Familie an einem Tag bis zu zehn Liter Wasser durch


DIFFUSION UND FEUCHTEGLEICHGEWICHT Je nach Konstruktion und Klima sind Bauteile in der Lage, Feuchtigkeit nicht nur aufzunehmen und in den Raum wieder abzugeben, sondern Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf auf der einen Seite aufzunehmen, im Inneren des Bauteils weiterzutransportieren und auf der anderen Seite wieder abzugeben. Diesen Vorgang nennt man Diffusion = Feuchtetransport. Man unterscheidet zwischen diffusionsoffenen Bauteilen, zum Beispiel Mauersteinen aus Ton, Gipskartonplatten oder Putz, und nichtdiffusionsoffenen Bauteilen wie Glas, Beton, Metallfolien, aber auch eine Eisschicht. Diffusion und damit Feuchtetransport kann nur stattfinden, wenn zwischen innen und außen ein unterschiedliches Klima, das heißt unterschiedlich hohe Temperaturen und damit verbunden Dampfdruckunterschiede, vorliegen. Sind die Bedingungen innen und außen gleich, findet keinerlei Diffusion und damit auch kein Feuchtetransport durch den Bauteil hindurch statt. Es fehlt quasi der Motor, der den Wasserdampf durch den Bauteil treibt. Da die Natur nach gleichen Bedingungen strebt, findet ein Feuchtetransport also nur dann statt, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied vorliegt. Da im Winter die Temperatur im Inneren des Hauses höher ist als außen, somit innen auch ein höherer Dampfdruck vorliegt, hat die Feuchtigkeit das Bestreben, nach außen zu gelangen. Im Sommer ist es genau umgekehrt: Die Temperatur außen und damit auch der Dampfdruck ist außen höher als innen, sodass die Feuchtigkeit das Bestreben hat, nach innen zu wandern. Um nun die notwendigen bauphysikalischen Berechnungen im Vorfeld einer Baumaß-

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Waschen, Kochen, Duschen und Ähnliches an die Raumluft abgibt. Diese gewaltige Feuchtemenge muss aus dem Raum abgeführt werden, um Schäden wie Schimmelpilzbildung zu vermeiden. Wasserdampf aufzunehmen, dazu sind viele Bauteile in der Lage. So können sorptionsfähige, also feuchteaufnehmende und abgebende, Bauteile wie zum Beispiel die unterhalb der Tapete befindliche Putzschicht eine gewisse Feuchtemenge aufnehmen und auch wieder abgeben. Das reicht aber bei weitem nicht aus, um der großen Feuchtemenge Herr zu werden. Über diffusionsoffene Bauteile können maximal fünf Prozent der Raumluftfeuchte abgegeben werden. Das haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt. Was passiert aber mit den verbleibenden 95 Prozent? Um die erforderliche Lufthygiene zu erreichen, kann die mit Schadstoffen und Feuchtigkeit angereicherte Luft also nicht über diffusions­offene Bauteile erfolgen. Der Luftaustausch muss, egal ob diffusionsoffene oder -dichte Bauweise, immer über Fenster oder Lüftungsanlagen erfolgen.

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STEILDACH  Wohnklima

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nahme zu ermöglichen, wird ein genormtes Winterund Sommerklima angenommen. Dieses Normklima soll die Natur so gut als möglich widerspiegeln. Das klappt ganz gut bis auf die Momente, wenn sich die Natur nicht an dieses Normklima hält.

1. Bewährter Dachaufbau mit „BauderPir Plus“ und Ziegeleindeckung.

NATUR LÄSST SICH NICHT SICHER BERECHNEN Ein langer, sehr kalter Winter wie etwa im Jahr 2012/2013 war nicht normkonform, und auch der darauffolgende verregnete Sommer war klimatisch gesehen alles andere als normkonform. Bei den Berechnungen mit Normklimata geht man davon aus, dass die im Winter in den Bauteil eingedrungene Feuchte im Sommer wieder austrocknen kann und es somit zu keinen Schäden am Bauteil kommt. Ist jedoch, bedingt durch einen langen und kalten Winter, deutlich mehr Feuchte in den Bauteil eingedrungen und konnte durch einen feuchten und eher kühlen Sommer diese Feuchtigkeit nicht wieder vollständig austrocknen, kann es zu Bauschäden kommen. Diese zeigen sich in Form von Schimmel, feuchter und damit schlecht dämmender Wärmedämmung, bis hin zur Verrottung insbesondere von Bauteilen aus Holz. Auch kann ein diffusionsoffener Bauteil im Winter ganz schnell diffusionsdicht werden – und zwar immer dann, wenn die von innen kommende Feuchte

3. „Schlanker“ Dachaufbau mit Sichtsparren und hochwertiger Bitumenabdichtung für alpine Regionen.

2. Dachsystem mit Aufsparrendämmung und Metalleindeckung.

Von Pettenkofers Aussage, Luftaustausch durch die Wände hindurch sei ein wesentlicher Beitrag zur Reinigung der Raumluft, ist heute wissenschaftlich nachweislich falsch und klar widerlegt.« 1 | 2018

im äußeren, also im kühleren Bereich des Bauteils kondensiert. Aus dem ursprünglichen Wasserdampf werden Wassertropfen, und diese Wassertropfen gefrieren zu einer Eisschicht. Eine solche Eisschicht ist dampfdicht, die nachfolgende Feuchte kann nicht mehr nach außen gelangen. Aus Diffusionsoffenheit wird Diffusionsdichtheit. Was dabei mit den Bauteilen unterhalb der Eisschicht passiert, kann man sich leicht vorstellen: Die Wärmedämmung durchfeuchtet und kann ihre Dämmleistung einbüßen. Dies ist vor allem im Winter ärgerlich, wo gute Dämmleistung so wichtig ist, um teuer hergestellte Wärme nicht zu verlieren. Aber auch angrenzende Bauteile wie Mauerwerk oder Holzbauteile können Schaden durch Schimmel oder Fäulnis nehmen. Diffusionsoffenes Bauen macht deshalb nur dort Sinn, wo feuchteempfindliche Bauteile wie zum Beispiel Hölzer „eingepackt“ werden, das heißt, wenn sich diese zwischen einer raumseitigen Dampfsperre und einer oberseitig relativ diffusionsdichten Schicht befinden. DIFFUSIONSDICHTE DÄCHER SIND SICHERE DÄCHER Alle Risiken können durch ein diffusionsdichtes Dach sicher vermieden werden. Durch die diffu­ sionsdichte Bauweise mit Dampfsperren unterhalb der Wärmedämmung kann keine Feuchte aus dem Gebäudeinneren in die Dachkonstruktion und damit Wärmedämmung eindringen. Somit muss auch keine eingedrungene Feuchte austrocknen, was dauerhaft trockene und somit sichere Bauteile zur Folge hat. Liegen die Holzbauteile im warmen Bereich wie bei einer Wärmedämmung auf den Sparren, einer Aufsparrendämmung mit einer sichtbaren, offenen Holzkonstruktion oder wird eine vorhandene oder eine einzubauende Dämmung zwischen den Sparren mit einer Aufsparrendämmung überdämmt, dann ist eine diffusionsoffene Konstruktion weder erforderlich noch von Vorteil. Denn durch die Überdämmung mit einer Aufsparrendämmung liegen alle feuchteempfindlichen Bauteile wie beispielsweise die Hölzer der Dachkonstruktion im warmen und trockenen Bereich. Somit beseht weder die Gefahr von Schimmelbildung noch von Verrottung. Auch die Wärmedämmung bleibt trocken und behält damit die volle Dämmleistung. Nicht umsonst werden in Europa jedes Jahr viele Millionen Quadratmeter Dachflächen als diffusionsdichte Konstruktion mit Dampfsperre, Wärmedämmung, Abdichtung/Bedachung ausgeführt. Die darunter lebenden Bewohner haben bei der diffu­ sionsdichten Konstruktion die Gewissheit, ein in sich funktionierendes und dauerhaft sicheres Dach über dem Kopf zu haben.


Häuslbauer-Studie, Teil 2   STEILDACH

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T E X T P L AT T F O R M D A C H V I S I O N E N / R E D A K T I O N   G R A F I K E N   H Ä U S L B A U E R - S T U D I E 2 0 1 7 / P L AT T F O R M D A C H V I S I O N E N

MEHR WOHNRAUM DURCH DACHGESCHOSSAUSBAU J e der v ier te Sani erer i n Ö sterrei c h p la n t e in e n n a ch t rä g lich e n D a ch g e sch o ss a u sb a u – da s ergab di e H äu sl bau er-Stu d ie 2017. D e r B e d a r f a n me h r Wo h n ra u m ist f ü r 3 0 Prozent der Sani erer ei n wes e n t lich e r Gr u n d f ü r e in e Re n ov ie r u n g , 47 Proze n t sc haffen di eses M ehr an Wo h n ra u m d u rch e in e n D a ch g e sch o ss a u sb a u .

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uch wenn es das nasskalte Wetter kaum vermuten lässt – für Österreichs Häuslbauer, Sanierer und Renovierer geht es bereits in die heiße Planungsphase. Wer 2018 einen Um- oder Ausbau durchführen will, sollte schön langsam konkrete Pläne schmieden. Eine ganz besondere Rolle spielt dabei das Dachgeschoss – das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Häuslbauer-Studie, die im Auftrag der Plattform Dachvisionen vom Market-Institut durchgeführt wurde. VIELE SANIERER PLANEN DACHAUSBAU Die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten, die in Österreich Jahr für Jahr durchgeführt werden, verteilen sich auf das ganze Haus. Neben kleineren Projekten wie dem Einsetzen neuer Fenster oder Malereiarbeiten nennen die Österreicher auch ein umfassenderes Bauvorhaben sehr häufig: den Dachgeschossausbau. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Sanierer und Renovierer will einen solchen demnächst realisieren oder hat das kürzlich getan. Warum aber entscheiden sich die Österreicherinnen und Österreicher überhaupt für eine Renovierung? Neben offensichtlichen Gründen wie der Erneuerung kaputter Teile, dem Wunsch nach optischer Veränderung oder Verbesserungsmaßnahmen an der alten Bausubstanz sticht ein Argument besonders ins Auge: Der Bedarf an mehr Wohnraum. Für 30 Prozent spielt dieser eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung für Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten. Der benötigte zusätzliche Wohnraum entsteht meist im Dachgeschoss. Mit 47 Prozent entscheidet sich fast die Hälfte der Sanierer dafür, das Dachgeschoss auszubauen und so mehr Platz in den eigenen vier Wänden zu schaffen. Dahinter folgen der Zubau zum bestehenden Haus (32 Prozent), der Ausbau des Kellers (zehn Prozent), ein Neubau (fünf Prozent) sowie sonstiges (14 Prozent) – Mehrfachnennungen waren möglich (siehe Grafik 1).„In einem modern ausgebauten Dachgeschoss herrscht ein sehr gutes Raumklima, es kann daher ideal als Wohnraum genutzt werden.

Grafik 1: Schaffung von zusätzlichem Wohnraum.

Grafik 2: Die Nutzung des ausgebauten Dachgeschosses im Überblick.

Mit 47 Prozent entscheidet sich fast die Hälfte der Sanierer dafür, das Dachgeschoss auszubauen und so mehr Platz in den eigenen vier Wänden zu schaffen.«

Durch seinen Aufbau lässt es sich zudem besonders individuell gestalten – als offenes, helles Loft ebenso wie als heimeliger Rückzugsort“, erläutert Alfred Steingress, Sprecher der Plattform Dachvisionen, warum sich die meisten Sanierer dazu entscheiden, das Dachgeschoss auszubauen. VIELFÄLTIGE DACHGESCHOSSNUTZUNG Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Dachgeschosses spiegeln sich auch in dessen Nutzung wider. Am häufigsten richten die Österreicher nach dem Ausbau im Dachgeschoss Schlaf- oder Kinderzimmer (47 Prozent) ein, auch Freizeit-, Hobby- und Fitnessräume (42 Prozent) finden dort oft Platz. An dritter Stelle folgt mit 36 Prozent die Nutzung als Arbeitszimmer, knapp ein Viertel richtet im ausgebauten Dachgeschoss Badezimmer und WC ein. Überraschend: Zwölf Prozent nutzen den neugeschaffenen Wohnraum zur Entspannung und richten im Dachgeschoss einen Wellnessbereich mit Sauna ein. 1 | 2018


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FLACHDACH & ABDICHTUNG  Reportage

T E X T SV E N - E R I K TO R N O W   FOTO S   A LW I T R A / SV E N - E R I K TO R N O W

VORAUSSCHAUENDE INSTANDHALTUNG I m Ra hmen der konti nu i erl i c hen Dac hi ns p e k t io n e n a m S t a n d o r t d e r Ku kko -We rk ze u g fa b rik i m de u ts chen Hilde n wu rden an drei Dac hfl ä ch e n S ch ä d e n fe st g e st e llt . S t a t t d ie se z u re p a rie re n , e n t s chie d sich de r Inhab er f ü r di e E rneu er u n g d e r D a ch a b d ich t u n g . S o mu sst e n im Fr ü h ja h r 2 0 1 7 i nsges a mt 7 .200 Qu adratme ter Fl ac hdachflä ch e b e i la u fe n d e r Pro d u k t io n e rn e u e r t we rd e n .

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ür Produktionshallen ist das Flachdach der ideale Gebäudeabschluss. Es bietet große Spannweiten bei gleichzeitiger Stützenfreiheit. Damit kann die Halle für unterschiedlichste Produktionsanlagen und Fertigungslinien genutzt werden. So ideal die großen, stützenfreien Hallenflächen für die Produktion sind, so wichtig ist auch die regelmäßige Kontrolle der Flachdächer. Denn gerade bei produzierenden Unternehmen können Undichtigkeiten im Flachdach zu Schäden an den Anlagen oder Waren oder zum Ausfall der Produktion führen. Deshalb ist die regelmäßige Wartung nicht nur zweckmäßig, sondern sinnvoll. Ähnlich ist man auch bei der Kukko Kleinbongartz & Kaiser oHG Werkzeugfabrik im deutschen Hilden 1 | 2018

vorgegangen. Seit fast 100 Jahren stellt die Kleinbongartz & Kaiser oHG Abziehwerkzeuge für Anwender in Handwerk und Industrie her. Als Entwickler und Produzent von Werkzeugen zum zerstörungsfreien Demontieren von Zahnrädern, Lagern, Kugellagern und ähnlichen Komponenten in allen Bereichen der Technik gehört die Kukko-Gruppe zu den weltweit führenden Produzenten. Im Rahmen der kontinuierlichen Dachinspektionen am Firmenstandort in Hilden wurden an drei Dachflächen Schäden festgestellt. Statt diese zu reparieren, entschied sich der Inhaber für die Erneuerung der Dachabdichtung. So mussten im Frühjahr 2017 insgesamt 7.200 Quadratmeter Flachdachfläche bei laufender Produktion erneuert werden. Verteilt waren die zu


033 sanierenden Flächen auf drei Dächer, eines davon ein Tonnengewölbedach. Für die Planung und Ausführung der Sanierung beauftragte Kukko die erfahrenden Profis der delcor Sanier- und Dämmtechnik GmbH aus Bohmte (D). Dort hat man sich auf die Sanierung von flachen und flachgeneigten Warmdächern spezialisiert. ANALYSE UND SANIERUNGSKONZEPT Zunächst verschaffte sich DDM Meyer ein eigenes Bild vom Zustand der Flachdachflächen. Probeöffnungen gaben zusätzlich Hinweise auf den vorhandenen Schichtenaufbau und flossen in die anschließende Sanierungsplanung mit ein. In Abstimmung mit dem Bauherrn wurde die Vorgehensweise für die drei zu sanierenden Dachflächen festgelegt. Zunächst musste der größte Teil der Flächen komplett bis zur Trapezblech-Tragschale abgetragen werden. Nur in einem kleinen Teilbereich, in dem der vorhandene Aufbau noch in einem vergleichsweise guten Zustand war, verblieben Dämmung und Abdichtung auf dem Dach. Auf den restlichen Flächen verlegten die Dachhandwerker zunächst eine PE-Folie als Dampfsperre. Zur Sicherstellung der Dichtheit verklebten sie die Folien untereinander. Im Bereich aufgehender Bauteile wie

DAS DXW-FLACHDACHFENSTER

Attiken, Dachaufbauten oder Lichtkuppeln wurde die Dampfsperre hochgeführt und ebenfalls verklebt. Anschließend folgt eine Dämmschicht aus 120 Millimeter dicker Mineralwolle. Abschließend verlegten die Fachhandwerker die Dachabdichtung. Auf der Dachfläche mit dem verbleibenden Altaufbau wurde die Abdichtung entlang der Dachränder und Einbauten aufgeschnitten und damit entspannt. Zusätzlich verlegten die Dachprofis zwischen Altabdichtung und neuer Abdichtung eine 20 Millimeter starke Sanierungsplatte aus Mineralwolle.

   Anschluss eines Formteils an der Flächenbahn mit dem Heißlufthandgerät.  Blick über eine Teilfläche des bereits abgedichteten Tonnengewölbedaches.

HOCHWERTIGE KUNSTSTOFFDACHABDICHTUNG Auf den vormals mit Bitumendachbahnen abgedichteten Dachflächen kamen im Rahmen der Sanierung hochwertige Kunststoffdach- und Dichtungsbahnen zum Einsatz. „Wir arbeiten bei den Flachdachsanierungen grundsätzlich nur mit Kunststoffdachbahnen“, erklärt Andreas Hanke, Geschäftsführer der delcor GmbH. „Gerade mit den bewährten Dach- und Dichtungsbahnen von alwitra haben wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Deshalb haben wir für die Sanierung in Hilden dem Bauherrn auch die mittig verstärkte ,Evalon dual‘ empfohlen.“ Mit ihrer Hochpolymerlegierung aus Ethylen-Vinyl-Acetat-Terpoly-

Das DXW-Flachdachfenster bietet viel natürliches Licht im Raum. Dank der verbesserten Tragfähigkeit und rutschfesten Beschichtung kann man das Fenster sorgenfrei begehen. FLACHDACHFENSTER DXW:

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FLACHDACH & ABDICHTUNG  Reportage

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mer (EVA) und Polyvinylchlorid (PVC) als vollwertige Dichtschicht auf der Ober- und Unterseite steht „Evalon dual“ für die seit Jahrzehnten bewährte EvalonQualität. Dank der mittigen Verstärkung erfüllt sie auch alle Anforderungen für die mechanische Befestigung. Der hohe Anteil an hochpolymeren Feststoffen sorgt für gleichbleibende Eigenschaften und eine lange Lebensdauer. Gleichzeitig wirkt die helle und glatte Oberfläche schmutzabweisend und reflektiert die Wärmestrahlung. „Evalon dual“ ist aufgrund ihrer Bitumenverträglichkeit auch bei Dachsanierungen einsetzbar. Die Fügung der Bahnen untereinander erfolgt mittels Heißluft oder Quellschweißmittel. IDEAL FÜR MECHANISCHE BEFESTIGUNG Da bei der Sanierung der Dachflächen auf dem KukkoGelände in Hilden die Dachbahnen mechanisch fixiert werden sollten, war die homogene EVA-Dachbahn mit Verstärkung die ideale Bahn für die geplante Neuabdichtung. Zusätzlich sorgt die Bahnenbreite von 1,5 Meter für eine wirtschaftliche Verarbeitung. Auf den Dächern in Hilden rollten die Dachdecker die Bahnen oberhalb der Dämmschicht aus Mineralwolle aus und fixierten sie im Saumbereich im Untergrund. Alle Befestigungen erfolgten nach einer zuvor von alwitra erstellten Windsogberechnung. Gefügt wurden die Bahnen in der Fläche mit dem alwitra-Quellschweißgerät. Den Abschluss der Fügearbeiten bildete die Kontrolle mit dem Nahtprüfer. Details wie Kopfstöße oder Anschlüsse an Aufsetzkränze sowie Blitzschutzeinfassungen oder Gullys führten die Dachhandwerker mit einem Heißlufthandschweißgerät aus. 1 | 2018

4 1 Übergang zwischen Flachdachfläche und Tonnengewölbedach mit integrierter Kastenrinne. 2 Verlegung der „Evalon dual“ auf Mineralwolle. 3 Mechanische Befestigung der Dachbahn im Saum. 4 Fügung der Bahnen mit dem Quellschweißgerät. Unmittelbar werden die Bahnennähte zusätzlich mit einer Anpressrolle „abgerollt“.

 Blick über das fertig abgedichtete Einzeldach.   Blick über das zweite Produktionsgebäude mit Tonnengewölbe- und Flachdach.  Nach den Sanierungs­ arbeiten wurde auf die neue Abdichtung das Firmenlogo aufgebracht.

TRAUFDETAIL AM TONNENGEWÖLBE Eines der drei zu sanierenden Dachflächen ist ein Tonnengewölbe, an das an beiden Traufseiten je eine Flachdachfläche anschließt. Zur Entwässerung der Tonnengewölbeflächen waren bauseitig an den Traufen Kastenrinnen integriert, die das Wasser direkt ableiten. Im Zuge der Sanierung mussten die Rinnen ebenfalls komplett neu abgedichtet und an die Flächenabdichtung angeschlossen werden. Hierzu befestigten die Dachhandwerker zunächst ein passend gekantetes Verbundblech an der äußeren Kante der Kastenrinne. Es bildet die Grundlage für den Anschluss der Abdichtung in der Rinne sowie der Abdichtung an dem aufgehenden Bauteil zur tieferliegenden Flachdachfläche. Zur Verklebung der neuen Abdichtung wurde eine Grundierung aufgetragen. Anschließend konnte eine passend zugeschnittene selbstklebende „Evalon VGSK“ in die Kastenrinne eingelegt und verklebt werden. Die durchgehende Abdichtung der Rinne endet direkt auf der Flächenbahn des Tonnengewölbes und wurde mittels Quellschweißmittel an diese angeschlossen. In nur zwölf Wochen und ohne Produktionsunterbrechungen konnten die Dachflächen komplett saniert werden. Dank der neuen Abdichtung sind Produktion und Waren in den kommenden Jahren sicher und zuverlässig vor Witterungseinflüssen geschützt.


Anwendung  FLACHDACH & ABDICHTUNG

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FOTO S R I C H A R D B R I N K G M B H & C O. KG

WOHNEN MIT PROFIL Im Her zen der G em ei nde Sc hl ad min g in d e r S t e ie rma rk b e fin d e t sich e in e s d e r SeneC u ra-Soz i al zentren. Um das S e n io re n ze n t r u m vo r e in d rin g e n d e r Fe u ch t ig ke it zu sc hü t zen u nd di e Fl ac hdäch e r h a rmo n isch z u g e st a lt e n , e n t sch ie d sich d ie Dac hde c kerei W i l fri e d Stein e r f ü r ma ßg e fe r t ig t e A lu min iu m-K a n t p ro file .

ein. Pulvereinbrennbeschichtete Kantprofile der Richard Brink GmbH & Co. KG in der RAL-Farbe Graualuminium setzen die verwinkelten Fassaden des Terrassenbereichs in Szene. Eine ähnlich verwinkelte Attikaabdeckung kam auch auf dem Dach des zweiten Obergeschosses zum Einsatz. Dort umsäumen Kantprofile die Nische eines im Gebäude tieferliegenden Fassadenfensters samt Oberlicht. Die Fachverarbeiter der Wilfried Steiner GesmbH deckten die Attiken der Flachdächer mit insgesamt 424 Meter maßgefertigten Kantprofilen aus zwei Millimeter starkem Aluminium ab. Außerdem verlegten sie 19 Außen- sowie neun Innenecken.

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ie SeneCura-Gruppe betreibt mehr als 70 Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen in Österreich und ist damit Marktführer. Umgeben von langjährig gewachsener urbaner Bebauung wurde das SeneCura-Sozialzentrum in Schlad­ming errichtet. Die Nachbargebäude sind größtenteils im alpenländischen Stil gehalten. Der SeneCura-Neubau stellt eine Verbindung von einer modernen, aufgeräumten Architektur zum regional vertrauten Baustil her. Der Wunsch des SozialzentrumBetreibers lautete, das Gebäude harmonisch in seine Umgebung einzubinden. Das setzte der Architekt Karl Heinz Winkler zielsicher um. Dafür kamen einheimische Baumaterialien zum Einsatz. Vor allem Schindeln aus Lärchenholz sorgen für eine optimale Anpassung an die Bestandsbebauung der Nachbarschaft. Je nach Lichteinfall changiert die Farbe der Fassade von Weiß zu Ockerbraun. Dadurch erhält das Erscheinungsbild des dreistöckigen Sozialzentrums eine warme Ausstrahlung. Durch die verwinkelten Flachdächer wirkt das Haus trotz seiner Größe anmutig.

Insgesamt wurden 424 Meter Kantprofil auf einer Dachfläche von etwa 2.300 Quadratmeter verlegt.

Die verschiedenfarbigen Kiesschüttungen auf den Flachdächern unterstreichen die aufgeräumte und saubere Gestaltung. Kantprofile aus Aluminium rahmen die Dächer ein.

GROSSER SCHUTZ UND LEICHTE HANDHABUNG Für die Anbringung der Attikaabdeckungen wurden 451 Gummilippenhalter verbaut. Diese sind als Halter und Verbinder zwischen den einzelnen Kantprofilen geeignet. Die Attikableche werden lediglich auf die zuvor an die Unterkonstruktion angebrachten Halter aufgeklippt und vermittelt. Sämtliche Halter weisen eine Profilierung auf, die das anfallende Regenwasser im Bereich der Stoßkanten zweier Attikableche auf die Dachfläche leitet. Somit bleibt das Mauerwerk sowie die hinterlüftete Holzfassade vor Witterungseinflüssen geschützt. In Graualuminium erzeugen die Kantprofile ein modernes, edles Erscheinungsbild. Die Pulvereinbrennbeschichtung der Attikaabdeckungen sorgt für eine pflegleichte Oberfläche und den Erhalt der einheitlichen Farbgebung. Diese Eigenschaften sind besonders auf dem begrünten Dach des Erdgeschosses von Vorteil. Dort genießen die Bewohner des Sozialzentrums den direkten Blick auf die mit einer Kiesschüttung versehene, bepflanzte Dachfläche. 

RUNDUM EINGEFASST Die Dachflächen des SeneCura-Sozialzentrums teilen sich in ein großes Areal im Erdgeschoss und eine Dachfläche auf dem zweiten Obergeschoss. Das Erdgeschoss, das ein begrüntes Atrium einschließt, weist auf der Westseite eine großzügig angelegte Terrasse auf. Hervortretende Gebäudeabschnitte fassen diese 1 | 2018


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FLACHDACH & ABDICHTUNG  Wissenswert

T E X T & FOTO WO L FG A N G H U B N E R

REDUKTION VON FEUCHTESCHÄDEN, TEIL 3 Na ch den G r ü nden f ü r Feu c h t ig ke it se in t ra g u n d D ia g n o se ma ßn a h me n b es ch äfti gt si c h A u tor Wol fgan g H u b n e r im d rit t e n Te il u n se re r S e rie mit ver sc hi e denen M oni tori ngsyst e me n u n d d e re n A n we n d u n g in d e r Pra x is.

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m zweiten Teil unserer Serie erörterte Wolfgang Hubner die Gründe für Feuchtigkeitseintrag in den Flachdachschichtenaufbau. Hier konnten drei Ereignisse identifiziert werden: Niederschlagswasser aus der Bauphase, Wassereintritte durch Leckagen in der Dachabdichtungsbahn und Auffeuchtung über Kondensationsprozesse. Wie viel Feuchtigkeit verträgt nun ein Flachdachschichtaufbau? Diesbezüglich haben wir berichtet, dass dies immer nur individuell zu beantworten ist. So sind etwa zwischen Dampfsperre und Dachabdichtungsbahn wärmegedämmte tragende Holzkonstruktionen anders zu beurteilen als Dachaufbauten auf massiven Betondecken.

ENTWICKLUNG DER MONITORINGSYSTEME Das IFB-Institut ist bereits seit Jahren in unterschiedlichen Entwicklungen von Monitoringsystemen involviert. Das erste Entwicklungsergebnis war ein sogenannter Wartungsindikator. Über diese technische Einrichtung konnten je nach Ausstattungskomponenten über einen Sensor lokal Feuchtigkeit und Temperatur vor Ort gemessen und daraus Schlussfolgerungen gezogen werden. In einem aktuellen Forschungsprojekt ist das IFB in ein System, das sich autonomes Micromonitoring nennt, eingebunden. Zielsetzung ist, sehr kleine Bauteile in Dachschichtenaufbauten zu verbauen, damit diese auch beispielsweise bei Terrassen und genutzten Flächen einzusetzen sind. Weiters soll in dieser Technologieentwicklung jede Sensoreinheit kabellos und autonom mit Energie versorgt werden sowie Daten direkt ins Internet senden. Im Regelfall werden Sensoren von Monitoringsystemen am Tiefpunkt einer Dachfläche eingebaut, sofern die Dampfsperre im Gefälle verlegt wurde. Ist dies nicht der Fall, muss nach konstruktiven, objektspezifischen und individuellen Annahmen eine Position für den Sensor gefunden werden. MONTAGE UND PRAXIS In zahlreichen Messversuchen konnte festgestellt 1 | 2018

Monitoringsysteme müssen wiederholte und regelmäßige Messungen durchführen und benötigen ein Untersuchungsprogramm, das anhand von ­Ergebnisvergleichen Schlussfolgerungen zulässt.«

werden, dass Feuchtigkeitssensoren, die in einem durchgehenden Rohr, wie diese zur augenscheinlichen Inspektion von Flachdachschichten herangezogen werden, keinen zuverlässigen Rückschluss auf den Feuchtigkeitsgehalt der Flachdachkonstruk­ tionen zulassen. Innerhalb des Rohres entsteht Kondensationsfeuchtigkeit, sodass die Sensoren meist permanent 100 Prozent relative Feuchtigkeit messen. Im Zuge des Micromonitoring-Forschungsprojekts wurde auch eine innovative Einbringöffnung konzipiert, die es zulässt, dass nur eine sehr kleine Öffnung im Dachabdichtungsaufbau entsteht. Es wird kein zusätzliches Rohr in der Wärmedämmschicht eingebaut, sondern wird für den Einbau eines Sensors nur ein Wärmedämmzylinder ausgeschnitten. Somit kann der eingebaute Sensor mit der realen Atmosphäre im Dachschichtenaufbau kommunizieren. Einbringöffnungen in dieser Form können auch multifunktional verwendet werden, indem augenscheinliche Inspektionen möglich sind, aber auch im Falle eines Wassereintritts flüssiges Wasser abgesaugt bzw. für Trocknungszwecke warme Luft eingeblasen oder abgesaugt werden kann. Sensoren sind in den Einbringöffnungen so einzubauen, dass sie keine signifikanten Freiräume in der Wärmedämmung erzeugen. Dies erfordert eine passgenaue Einfassung des Sensors in die Wärmedämmung innerhalb der Einbringöffnung. ANALYSE DER MESSERGEBNISSE Monitoringsysteme müssen wiederholte und regelmäßige Messungen durchführen und benötigen ein Untersuchungsprogramm, das anhand von Ergebnisvergleichen Schlussfolgerungen zulässt. Das bedeutet in Zukunft, dass ein Monitoringsystem nicht nur aus Hardware besteht, sondern in diesem System auch Software mitgeliefert wird, welche die Interpretation der Messwerte ermöglicht. Interpretiert werden diese Messwerte in Zukunft vorzugsweise von Bauphysikern, aber auch von ausgebildeten Monitoringspezialisten (Zusatzausbildungen speziell auf die Planung, den Einbau und die Analyse von Moni-


Thema  FLACHDACH & ABDICHTUNG

toringergebnissen ausgerichtet). Auch Gebäudehüllenspezialisten, eine Ausbildung, die seit drei Jahren auf der TU in Wien angeboten wird, haben eine solide ­Basisqualifikation. Absolventen sind ausreichend informiert, um Interpretation der Messergebnisse durchführen zu können. Sobald es jedoch um Zukunftsprognosen von Dachkonstruktionen geht, bei denen Feuchtigkeitseintritte entstanden sind und nun eine Abschätzung erfolgen soll, inwieweit die Funktionstauglichkeit der Baukonstruktion im Hinblick auf ein grenzwertiges Feuchtigkeitsverhalten besteht, wird nach meiner Einschätzung Bauphysikern in Kombination mit der Wissenschaft vorbehalten sein. Um die Wissenschaft mit baupraktischen Daten zu versorgen, ist es ­erforderlich, von sehr vielen unterschiedlichen Monitoringsystemen, die in unterschiedlichen Dächern mit unterschiedlichen Standorten und Nutzungen etc. eingebaut wurden, Daten zu liefern, damit der Prognosealgorithmus immer weiter geschärft werden kann. RECHTSASPEKTE Die rechtliche Betrachtung ist eine weitere und neue Perspektive, die im Bezug auf Feuchtemonitoring Berücksichtigung finden muss. Beispielsweise definiert die OIB-Richtlinie, die das jeweils landesspezifische „Baugesetz“ darstellt, dass Bauwerke einen ausreichenden Feuchtigkeitsschutz und Kondenswasserschutz aufweisen müssen. Darunter ist natürlich grundsätzlich die fachgerechte Planung und Ausführung gemeint, bieten jedoch Leckageortung- oder Monitoringsysteme, aber auch klassische Zusatzmaßnahmen wie etwa Abschottungen in Dachabdichtungen einen ausgedehnten Feuchtigkeitsschutz. Aus meiner Sicht ist es heute schon gängige Praxis, dass bau- oder objektverantwortliche Stellen angehalten sind, alles, was in einem wirtschaftlich vertretbaren Maß möglich ist, beizutragen, dass Bauwerke gegenüber Feuchtigkeit ausreichenden Schutz vor Folgeschäden aufweisen. Zu diesem Thema gibt es bereits zahlreiche Rechtsansichten.

WOLFGANG HUBNER ist allgemein beeideter gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Bauwesen. KONTAKT Franz-Meissl-Gasse 17 2323 Mannswörth 0664/510 77 67, www.sv-abdichtungs­technik.at

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FLACHDACH & ABDICHTUNG  Aus der Sachverständigen-Praxis

S V- P R A X I S TEURES CHAOS Diesmal behandelt Gerhard Freisinger einen in den Monaten vor dem Jahreswechsel und vor der ­Übergabe von gemischt genutzten Objekten oftmals beobachteten Fall: „Es wird nebeneinander, ­übereinander und ohne Rücksicht auf Schutzerfordernisse gewerkelt. Keine der beteiligten Firmen hält sich an den SIGE-Plan.“ Chaos, das teuer werden kann. Eingangs wünsche ich ein gutes neues Jahr mit einem erfolgreichen Verlauf. Erinnern möchte ich daran, dass zum Erreichen eines wirtschaftlich erfolgreichen Jahres einige unabdingbare Regeln eingehalten werden sollten und mehr denn je Obacht auf die „Umgebungsgeräusche“ geboten ist. Nun aber zu einem in den Monaten vor dem Jahreswechsel und vor der Übergabe von gemischt genutzten Objekten oftmals beobachteten Vorgang. Es wird nebeneinander, übereinander und ohne Rücksicht auf Schutzerfordernisse gewerkelt. Es hilft kein SIGE-Plan, es hält sich sowieso keine der beteiligten Firmen daran. Für meine Begriffe Chaos pur. Beauftragt hat mich der Bauträger (AG), also die Investoren, welche eine Kontrolle der Abdichtungsarbeiten mit dem Satz „Kontrollieren Sie die Abdichtungen auf der Tiefgarage und den Terrassen“ wünschen. Es tritt immer noch Wasser in das Bauwerk ein, die ÖBA meldet laufend nichtfach­gerechte und nichttermingerechte Ausführung, der Übergabetermin der Geschäftsflächen ist der 1. 12. 2017, zu diesem Zeitpunkt muss auch die Tiefgarage benutzbar sein. Die weiteren aufseiten des AG tätigen Akteure waren ein junges Architektenteam, verantwortlich für die Einreichund Polierplanung, ein technisches Büro für die Ausschreibungen, ein ZT-Büro für die ÖBA. Einige der Mitarbeiter gaben freimütig in Gesprächen an, noch am Studienabschluss zu arbeiten. Mein Verlangen nach Unterlagen, wie Ausschreibungen, Vergabeprotokolle, Pläne und Bautagesberichte, wurde teilweise erfüllt. Was ich bekam, waren mehrere Schreiben mit Bilddokumentationen der ÖBA, in denen behauptet wurde, dass die Bauwerksabdichtung nicht fachgerecht ausgeführt sei und die Ursache der Wassereintritte und des Bauverzugs beim Bauwerksabdichter läge. Kein Schreiben gab es vom Bauwerksabdichter. Doch genauer hätte ich nicht hinsehen sollen. Die Vergabe aller Arbeiten lief, nachdem das Gesamtobjekt frei finanziert war, nach dem Billigstbieterprinzip. Für das Bauunternehmen war der dritte Subunter­nehmer am Werk, beim Fassadenbauer war nicht so genau zu erheben, ob Sub­ unternehmer und/oder mehrere Einzelunternehmer. Der Bauwerksabdichter hatte ebenfalls die Arbeiten an Sub­

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unternehmer vergeben. Doch diese Information war nicht richtig: Er hatte sich von einem Personalleasingbüro Arbeiter geleast. So hat die Baustelle auch ausgesehen. Keiner war für irgendetwas verantwortlich. Facharbeit war teilweise nicht feststellbar. Was der Bauwerksabdichter sicher nicht gemacht hat, war die Abnahme des Untergrunds. Wenn man das Bild 1 betrachtet, ist dies deutlich dokumentiert. Da war eine Abdichtungslage verlegt, als von der ÖBA die Mängelrüge wegen des stehenden Wassers vor dem Portal kam. Die Lösung war, die Vertiefung mit Mörtel ausgleichen. Auf die Oberfläche darf ich nur hinweisen, einen Kommentar bedarf es dazu nicht. Das Detail des Anschlusses der Abdichtung an das Portal habe ich vergebens eingefordert, die Architekten meinten, ein derartiger Plan wäre nicht in ihrem Auftragsumfang, die Handwerker sollten die Detaillösung untereinander vereinbaren und eine Zeichnung vorlegen. So funktioniert das doch nicht. Der Fensterbauer hat die Portale inklusive Deckschalen fixfertig hingestellt, ein Anschluss war also nur auf die Deckschale möglich, bei Versagen der Dichtstofffuge zum Glas hin rinnt das Wasser bei Schlagregen in das Innere. Ausgeschrieben war ein Hochzug mit Bitumenbahnen. Bei Betrachtung von Bild 2 ist zu sehen, dass wohl jeder, auch der Schlosser, die abgedichtete Fläche als Deponie- und Werkplatzebene betrachtete, denn Schutz der Abdichtungsoberfläche gab es keinen. Vorgefunden habe ich Gerüste, lagernd und auch aufgestellt, Schalungen und Metallteile für Klimakanäle etc. Gezählt und mit Bild dokumentiert habe ich auf zirka 3.000 Quadratmetern an die 125 Beschädigungen, teilweise beide Abdichtungslagen durchdringend. Eine Dehnfuge, mit Dehnfugenband ausgeführt, das Dehnfugenband multipel beschädigt. Zum Teil vom Einflämmen verbrannt, an mehreren Stellen vom Überfahren zerstört, und das übliche Leiden, die E-Versorgung für die Platzbeleuchtung auch durchgeführt. Bild 3 zeigt uns den WDV-S bis auf die Abdichtung ausgeführt, die Oberfläche der Abdichtung mit Putzresten verschmutzt – der Fassadenbauer hat vom Schutz der Abdichtung, so scheint es, wohl noch nie etwas gehört. Die aufziehende Feuchtigkeit ist am dunklen Rand zu erkennen. Entlang der Fassade steht Wasser. Die Abdichtung endet


039 eben ohne Hochzug wie auch an den Portalen. Ein Sockeldetail gibt es nicht, der Fassadenbauer hat bis zur Aufstandsfläche gearbeitet und dachte, so seine spätere Aussage, die Abdichtung wäre ohnedies fertig. Denken war falsch, fragen wäre besser gewesen. Bild 4 zeigt zur Demonstration, wie generell auf der Baustelle gearbeitet wurde. Den Vorarbeiter der Leiharbeiter fragte ich, wie er das Detail zu lösen gedenkt. Seine Antwort: „Der Chef weiß auch nicht wie, ich flämme halt bis zum Portal, das wird schon reichen.“ Dass die Oberfläche des Gehbelages fünf Zentimeter höher lag, hat den Mann nicht interessiert. Nun zur Lösung der Probleme: Erreichbar war, dass der Bauwerksabdichter eine weitere Lage aufflämmen durfte und diese auch zum Wettbewerbspreis des abgegebenen Angebots bezahlt bekam. Nachdem keine Schreiben hinsichtlich der Behinderung durch andere Firmen, Warnungen vor dem untauglichen Untergrund und Dokumentationen, wer was beschädigt hat, vorlagen, waren die erforderlichen Verbesserungen wie die Anschlussherstellung an den Portalen mit Flüssigkunststoff vom Bauwerksabdichter ohne Bezahlung auszuführen. Für die Erneuerung der Dehnfuge konnte zur Kostendeckung der Elektriker herangezogen werden. In der Schlussbesprechung haben alle betroffenen Firmen ge-

Autor LandesinnungsmeisterStv. Gerhard Freisinger ist Bundes­sprecher der ­Berufsgruppen Schwarzdecker und Abdichter gegen Druckwasser und Feuchtigkeit in der Bundes­innung der Bauhilfs­gewerbe sowie allgemein gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger für bau­gewerbliche Tätigkeiten. Außerdem ist Gerhard Freisinger ständig akkreditiertes, stimmberechtigtes Mitglied des ON-Instituts in zahlreichen Ausschüssen.

meint, die Verbesserungen und die dadurch entstandenen Kosten wären zu 100 Prozent Sache des Auftraggebers bzw. seiner Erfüllungsgehilfen. Meine Argumentation dagegen bestand lediglich aus dem Vorhalt des Kapitels Warn- und Prüfpflicht der ÖNorm B 2110. Das Mindeste wäre gewesen, dass schriftlich die erforderlichen, nicht vorhandenen Detailpläne urgiert und die Baubesprechungen regelmäßig besucht worden wären. Gerade der Fassadenbauer, der Elektriker und auch der Bauwerksabdichter haben nach Angaben der ÖBA und der Bauleitung der Baufirma an den wöchentlichen Jour-fix-Terminen meist nicht teilgenommen. Die Ausreden der Firmen, es sei ohnedies bei Bedarf nachgefragt worden, wurde belächelt und damit abgetan, dass in der ÖNorm B 2110 Schriftlichkeit bedungen sei, und nun, bei dem Umfang der Baustelle, wohl niemand mehr wüsste, wer wann welche Auskunft haben wollte. Der Bauwerksabdichter meinte bei der Verabschiedung: „Lehrgeld habe ich nun ausreichend gezahlt.“ Er hätte keines zahlen müssen, wenn die minimalsten Forderungen nach Schriftlichkeit und Prüfung des Untergrundes und der zur Verfügung gestellten Unterlagen eingehalten worden wären. Ganz im Gegenteil, ich hätte die Möglichkeit gesehen, erhebliche Mehrkosten geltend zu machen.

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FLACHDACH & ABDICHTUNG  Institut für Flachdachbau und Bauwerksabdichtung

IFB-NEWS IFB-Schulungen Die Planung und Ausführung von Dächern mit Abdichtungen, Bauwerksabdichtungen sowie Feuchtigkeitsabdichtungen im erdberührten Bereich erfordern besondere theoretische und praktische Kenntnisse. Um diese Fachkenntnisse zu vermitteln und einheitliche Standards festzuschreiben, hat das IFB bundesweite Lehrgänge mit festgelegten Lehrgangsinhalten konzipiert. Zielgruppe: Verarbeiter, Berufsangehörige des Dachdecker-, Spengler-, Schwarzdeckergewerbes, interessierte Mitarbeiter von Instituten, Architekturbüros, Bauverwaltungen, Fachhandel, Bauingenieure, Bautechniker und Facharbeiter mit einschlägiger Berufserfahrung. 2016 bis 2017 wurden etwa 800 Personen mit ein- und mehrtägigen Vortragsveranstaltungen geschult. Ca. 200 Personen absolvierten Kurse in der handwerklichen Ausführungspraxis. Zudem gibt es eine Ausbildungskooperation mit der TU Wien zum „Fachplaner und Sonderfachfrau/mann Gebäudehülle“. Aufgabenbereich des IFB ist es, Studierende über Lehrinhalte zum Thema Dach- und Bauwerksabdichtung zu unterrichten. Das IFB als Forschungsprojektpartner 2006 bis 2009: „2. Österreichischer Bauschadensbericht Abdichtung erdberührter Bauteile“ und „3. Österreichischer Bauschadensbericht Dachabdichtungen Vermeidung und Behebung der häufigsten Mängel und Schäden im Hochbau“. 2008 bis 2009: FFG-Forschungsprojekt Planungs- und Ausführungs­ regeln von temporären Abdichtungsarbeiten bei Dachgeschossausbauten und Aufstockungen. 2012 bis 2014: FFG-Forschungsprojekte Evaluierung geeigneter Sensorsysteme für die entwickelnden Wartungsindikatoren. Auswahl geeigneter Sensorsysteme, Evaluierung bauphysikalischer Berechnungsprogramme. 2015: FFG-Forschungsprojekt Mobiler Hochwasserschutz am Gebäude mittels nachträglich montierten Dichtungsplatten. 2016: FFG-Innovationsscheck Haftverhalten und Haftfestigkeit von Polymerbitumenbahnen auf Betonoberflächen. 2016: FFG-Innovationsscheck Applikation von Polymerbitumenbahnen auf expandierten Polystyrol-Wärmedämmstoffplatten im Flämmverfahren. 2017: Türanschluss – Konzeptentwicklung und Prototypenstudie für ein auf Kunststoffbahnen basierendes Anschlussverfahren an unterschied­ liche Tür-, Fenster-, Pfosten-, Riegelrahmenkonstruktionen. 2017: Micormonitoring – Im vorliegenden Forschungsprojekt soll ein Micro­monitoring-System für Flachdächer entwickelt werden, um den allgemeinen Zustand des Dachs zu verifizieren bzw. Schadensfälle frühzeitig anzuzeigen. Technische Richtlinien und Merkblätter Im IFB werden in unterschiedlichen Arbeitsgruppen anforderungsabgestimmte Richtlinien und Merkblätter erarbeitet. Diese stehen (in überwiegender Anzahl) allen interessierten Personen kostenlos zur Verfügung. Die virtuelle Fachbibliothek ist unseren Mitgliedern vorbehalten (Login erforderlich).

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IFB und Öffentlichkeitsarbeit Das IFB ist jedes Jahr Projektpartner des Österreichischen Wirtschaftverlags, der den Dachkongress (wie 1. + 2. Februar 2018) ausrichtet. Aufgabenstellung des IFB ist es, die thematischen Schwerpunkte hinsichtlich Forschung und Lehre abzudecken. Das IFB ist im IFD (Internationale Föderation der Dachdecker mit Sitz in Marburg) in der Kommission Aus- und Weiterbildung vertreten. Aufgabenstellung des IFB ist, nationale Erkenntnisse einzubringen und parallel dazu internationale Erkenntnisse national zu verwerten. Vom IFB werden monatlich in unterschiedlichen Fachmagazinen wie z. B. in der Österreichischen Bauzeitung, der DACH WAND und gelegentlich auch in internationaler Bautechnikfachliteratur Fachartikel veröffentlicht. Das IFB betreut und unterstützt Diplomanden bei Masterthesis und Diplomarbeiten. Abgeschlossene Aufgaben 2017 • Neugestaltung der IFB-Website zu einer interdisziplinären Plattform. • Neugestaltung der Bauwerksabdichterausweise. • In einem Ausbildungskalender werden von allen IFB registrierten Schulungsanbieter oder Materialhersteller deren Schulungstermine eintragen, verwaltet und veröffentlicht. • Vier neue IFB-Unternehmenszertifizierungen. Aufgaben für 2018 • Zeitgemäße und moderne Personenverwaltung. Ausweisinhaber können künftig über die IFB-Website jederzeit und lückenlos sämtliche Qualifi­ kationen und Weiterbildungsmaßnahmen abrufen. • Verstärkte Präsenz in Forschungs- und Entwicklungsthemen. • Veröffentlichung von Lehrvideos, Ausbildungsunterlagen und Skripten. • Drei bis fünf neue IFB-Unternehmenszertifizierungen. • Abschluss des NÖCERT-Zertifizierungsverfahren. • Überarbeitung der Wartungs- und Nutzungsanleitung für Terrassen, Balkone und begrünte Dächer aus dem Jahr 2008.


Advertorial  FLACHDACH & ABDICHTUNG

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

NEUARTIGES WARMDACH-SANIERUNGSSYSTEM EXTREME WINTER UND STÄNDIG WECHSELNDE WITTERUNGSVERHÄLTNISSE MACHEN FLACHDÄCHERN SEHR ZU SCHAFFEN. OFT KOMMT ES ZU FEUCHTESCHÄDEN, DER SANIERUNGSBEDARF IST HOCH UND TEUER. MIT SEINEM NEUEN WARMDACHSANIERUNGSSYSTEM BIETET DÄMMSTOFFPROFI STEINBACHER JETZT EINE EFFIZIENTE LÖSUNG. Ob durch gealterte Dachabdichtungen, wiederkehrende mechanische Belastungen, Niederschlag während der Bauphase oder die extreme Beanspruchung aufgrund der FrostTau-Zyklen im Winter und Hitzeperioden im Sommer – das Flachdach ist eines der am stärksten belasteten Bauteile im Hochbau und sehr anfällig für Feuchteschäden. Die Sanierung ist aufwendig und kostenintensiv, da meist das gesamte Dach abgetragen und das Material teilweise als Sondermüll entsorgt werden muss. Steinbacher bringt nun die perfekte Lösung auf den Markt: ein innovatives Warmdach-Sanierungssystem, mit dem die nassen Dämmstoffe einfach ausgetrocknet werden. „Der große Vorteil: Alle bestehenden

Der Aufbau: 1. Folienabdichtung 2. Vlies 3. steinopor® EPS plus Gefälle­dämmung 4. steinodur® WDO Systemplatte 5. perforierte Abdichtung – Bestand 6. d urchfeuchtete Dämmung – Bestand 7. Dampfsperre – Bestand 8. Unterkonstruktion – Bestand

Materialien bleiben an Ort und Stelle, man spart sich bei der Sanierung also sehr viel Zeit, Aufwand und hohe Kosten“, betont Steinbacher-Geschäftsführer Mag. Roland Hebbel.

Wie funktioniert das Sanierungssystem? Als Erstes wird die Dachbahn des Altbestands perforiert, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Im Anschluss daran wird die neu entwickelte, mit Lüftungskanälen versehene Dämmstoffplatte steinodur® WDO auf der Dachbahn aufgebracht und Lüftungsstutzen für die konvektive Trocknung werden eingesetzt. Dann erfolgen die Verlegung der EPS-Gefälledämmung und das Abdichten des neuen Sanierungsaufbaus. Über die Be- und Entlüfter strömt die Feuchtigkeit aus den Kanälen nach außen und der durchfeuchtete Dämmstoff trocknet aus. Erfahren Sie mehr auf: www.steinbacher.at


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FASSADE  Reportage

T E X T M A R I O S C A L E T   FOTO S   K A L Z I P

WO DIE ZUKUNFT ZU HAUSE IST Zw is ch en Te c hbase u nd E nergyb a se wu ch s in d e n ve rg a n g e n e n Mo n a t e n d a s Futurebase i n di e H öhe. Der Bü ro - u n d L a b o rb a u e rg ä n z t d e n Te ch n o lo g ie - u n d Gr ünderc ampu s au f den ehem al i ge n Pa u ke rg r ü n d e n in W ie n -Flo rid sd o r f. Pe r fe k t in Szene g ese t z t wi rd das G ebäu de d u rch d ie p e rlma u sg ra u e A lu min iu mfa ss a d e .

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ampfkessel, Dampfturbinen, Dampfmaschinen, Brauereieinrichtungen und einiges mehr: Als 1908 das sogenannte Paukerwerk in Wien-Floridsdorf in Betrieb gegangen war, stand die Wirtschaft im Zeichen der Industrialisierung. Große Fabriken mit hohen Schloten prägten so manche Landschaft. Später wurden hier Waggons und Lokomotiven produziert. 1969 wurde das Werk geschlossen – die alten Gebäude verfielen zu Ruinen. Mit Anfang des neuen Jahrtausends kehrte die Forschung, Entwicklung und Technologie auf die Paukergründe zurück. Es entstanden moderne Büro- und Laborgebäude – unter anderem das Techbase und das Energybase. Zwischen diesen beiden Bauwerken haben nun die Wiener Städtische Versicherung AG und die Wirtschaftsagentur Wien eine Lücke geschlossen: Ökologische Standards, Ressourcenschonung und Wirtschaftlichkeit sind die drei Schlagworte, die bei der Planung und Umsetzung des Futurebase im Zentrum standen. Der Standort steht für Forschung, Entwicklung und Gründergeist. Die künftigen Mieter finden sich in einem Cluster aus Hightech-Unternehmen 1 | 2018

B A U TA F E L Objekt Futurebase Bauwerber GGVier Projekt-GmbH Baubeginn Juli 2016 Generalplaner Maurer & Partner ZT GmbH, Hollabrunn Örtliche Bauaufsicht bau_zeit_plan, Wals bei Salzburg Generalunternehmer Swietelsky Baugesellschaft m.b.H., Wien Fassade Pasteiner GmbH, St. Pölten-Unterradlberg Fassadensystem Kalzip FC 250, perlmausgrau www.futurebase.wien

und Forschungs- bzw. Bildungseinrichtungen wieder. Mehr als 10.000 Quadratmeter Nutzfläche stehen für Büro, IT- und Laborflächen plus Seminar- und Besprechungsräumen zur Verfügung. ÖKOLOGIE IM VORDERGRUND Bei der Haustechnik haben Bauherr und Planer, das Architekturbüro Maurer & Partner, großen Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit gelegt, unter anderem mit dem Einsatz ökologisch unbedenklicher Baustoffe. Die Heizung und Kühlung des Gebäudes erfolgt durch Betonkernaktivierung. Beheizt wird es mit einer Grundwasserwärmepumpe, die Kühle des Grundwassers wird an die Betonkernaktivierung übertragen. Sämtliche Räume verfügen über eine mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Auf dem begrünten Flachdach wurde eine Photovoltaikanlage errichtet, deren Überschussenergie in einem gebäudeeigenen RedFlow-Batteriespeicher eingebracht wird. Hier wird ein Forschungsprojekt der FH Technikum unterstützt, bei dem neben der Speicherlösung selbst eine zeitpunktgenaue Erhebung der Stromproduktion und -verbräuche möglich ist.


043 setzt. Die Elemente können flexibel montiert werden. Wenn die Modulleisten befestigt worden sind, kann man die Fassadenelemente von oben oder von unten einklicken, so wie es der Bauablauf gerade am besten zulässt. Das ist nicht nur eine ästhetisch ausgezeichnete Lösung, sondern auch die wirtschaftlichste“, erklärt Dieter W. Kotrnec, Geschäftsführer des Fassadenspezialisten Pasteiner GmbH.

SCHÜTZENDE HÜLLE Die Fassade schließt sich den Vorgaben an. Unter der vom Architekten gewählten, einheitlich perlmausgrauen Oberfläche der mit versetzten Stoßfugen montierten „FC 250“-Fassade von Kalzip verbergen sich das Stahlbetontragwerk, eine mineralische, vlieskaschierte Wärmedämmung sowie die Hinterlüftungsebene. Die Fassadenelemente bieten den größtmöglichen Wärmeschutz, das Aluminium schützt das Gebäude zuverlässig und nachhaltig vor Witterungseinflüssen. Die Hinterlüftung reguliert den Feuchtigkeitshaushalt, verhindert einen Wärmestau und schützt vor Feuchteschäden. „Wir haben bei diesem Projekt die vorgehängte und hinterlüftete FC-Fassade von Kalzip einge-

 Bei der Fassadengestaltung entschieden sich die Architekten für eine einheitlich perlmausgraue Oberfläche. Die Aluminiumelemente wurden stoßversetzt montiert.

FLEXIBEL NUTZBAR Im Inneren ist das Gebäude so konzipiert, dass für jeden Nutzer das richtige Büro- oder Laborkonzept umsetzbar ist. In den Obergeschossen sind Büroflächen mit großzügigen Besprechungsräumen und natürlich belichteten Kommunikationszonen vorgesehen. Die Gestaltung der Mietbereiche ist flexibel. Mit dem Futurebase ist die Verbauung der ehemaligen Paukergründe abgeschlossen. Es ist eines von vielen Beispielen, wie frühere städtische Industriegebiete neues Leben erfahren. In Wien liegen noch zahlreiche ähnliche Flächen brach, über deren Nutzung schon nachgedacht wird – oder die noch als Reserven für künftige Projekte auf ihre Wiederauferstehung warten. Vor allem der Forschung und der Technologie will die österreichische Bundeshauptstadt viel Platz geben.

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FASSADE  Forschung & Entwicklung

MULTIFUNKTIONALE FASSADE: SANIERUNG OHNE AUSZUG Gebäudesanierungen ohne Gerüst, ohne Lärm und zu günstigen Kosten – das soll eine neue Vorhangfassade ermöglichen. Die Bewohner können sogar während der Arbeiten in ihren Wohnungen bleiben, denn es müssen keine Wände aufgestemmt werden. Den Prototyp hat das österreichische Bauunternehmen Kulmer Holz-Leimbau in Kooperation mit dem österreichischen Institut AEE Intec entwickelt. Text: Bärbel Epp Das Fassadenelement beinhaltet eine Wasser/Luft-Wärmepumpe, Ver- und Entsorgestränge, ein Fenster mit Zuluftfunktion, vollintegrierte Photovoltaik und kann von außen auf die bestehende Fassade montiert werden. Die Partner erhielten für die Entwicklung des Fassadenelementes den Kooperationspreis 2017 der Austrian Cooperative Research (ACR). Der Bau der Multifunktionsfassade war Teil des dreijährigen Forschungsprojekts „Vorgefertigte Fassadenelemente mit maximal integrierten HVAC-Komponenten und -systemen zur Bestandssanierung“. Christian Fink, Projekt- und Bereichsleiter bei AEE Intec, sagt: „Zu Beginn haben wir über 20 mögliche Haustechnikkonzepte untersucht, um zu sehen, ob sie sich für den Einbau in ein Fassadenelement eignen.“ Die drei für das Konsortium vielversprechendsten Systemkonzepte – alle in Verbindung mit fassadenintegrierter Photovoltaik – simulierten die Projekt-

partner in Verbindung mit einem Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen in der dynamischen Simulationsumgebung TRNSYS. Das erste Konzept basierte auf einer solarbetriebenen zentralen Wärmepumpe. Das zweite Konzept beinhaltete eine solarbetriebene dezentrale Kleinstwärmepumpe. Die dritte Variante war eine Stromheizung über Infrarotheizelemente. Die Wärmepumpensysteme sparten am meisten Primärenergie ein. Zum Schluss überzeugten die geringen Wärmeverteilverluste und die größtmögliche Nutzerflexibilität der Variante mit dezentraler, wohnungsbezogener Wärmepumpe. Fassade mit Mehrwert Das fertige Fassadenelement ist rund 2,8 Meter hoch und zehn Meter breit und kann auf bis zu 3 x 13,6 Meter vergrößert werden. Besonders herausfordernd

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war es, die Mikrowärmepumpe mit sämtlichen Versorgungssträngen vollständig in das Fassadenelement zu integrieren und für Wartungszwecke zugänglich zu machen. Das Gerätevolumen musste erheblich reduziert werden. Die 3-kW-Mikrowärmepumpe hat jetzt die Größe eines Standrechners und kann bei geöffnetem Fenster über ein Rollensystem einfach gewartet und repariert werden. Für die Integration des PV-Moduls in die vorgefertigte Fassade wurde ein System entwickelt, das die gleiche Einbautechnik wie für die Fassadenplatten ermöglicht. Dadurch erreicht Kulmer Holz-Leimbau ein besonders ästhetisches Erscheinungsbild bei gleichzeitig einfacher Konstruktion und Logistik. „Wir wollten ein Fassadenprodukt in Holzbau entwickeln, das einen deutlichen Mehrwert gegenüber der klassischen Sanierung mit EPS- und XPSElementen bietet“, sagt Projektleiter Christian Liebminger bei Kulmer HolzLeimbau. Das Familienunternehmen evaluierte dabei auch intensiv die Kosten. Fertig montierte, marktübliche Holzvorhangfassaden kosten rund 260 Euro pro Quadratmeter und sind damit deutlich teurer als Wärmedämmverbundsysteme. Die Projektpartner hatten die Idee, die Ausgleichsschicht zur Anpassung an bestehende Fassaden als konstruktives Element zu behandeln. Dadurch konnte die Anzahl der Schichten von sieben auf fünf reduziert werden. So sanken nicht nur die Herstellungskosten, das Fertigbauteil ist dadurch auch leichter und günstiger zu transportieren. Diese Maßnahmen könnten die Kosten einer fertig installierten Fassade um rund 30 Prozent senken. „Mit unserer einfachen und kostengünstigen Lösung wollen wir dazu beitragen, die Sanierungsrate zu steigern“, erklärt Liebminger. Diese liegt laut aktuellem, österreichischen Klimaschutzbericht bei nur 0,6 Prozent (2004 bis 2014).

Foto: Kulmer Holz-Leimbau

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Vorgefertigtes Fassadenfunktionsmuster in der Werkshalle der Kulmer HolzLeimbau GesmbH in Pischelsdorf am Kulm.

Um die österreichischen Klimaschutzziele zu erreichen, wäre in den nächsten Jahren aber eine Sanierungsrate von mehr als drei Prozent erforderlich. „Hier muss allerdings noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Wir wollen der Wohnungswirtschaft die Vorteile einer ganzheitlichen Gebäude­ sanierung vermitteln“, schränken die Projektleiter von AEE Intec und Kulmer Holz-Leimbau ein. Mehrere Demonstrationsprojekte sind dafür bereits in Arbeit.

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HOLZBAU  Reportage

Foto: Markus Pillhofer

T E X T D I ( F H ) S U S A N N E J A C O B - F R E I TA G   F O T O S   M A R K U S P I L L H O F E R   Z E I C H N U N G E N   C O O P H I M M E L B ( L ) A U , D E S I G N -T O - P R O D U C T I O N

SKULPTUR RUND UMS BROT I n A s ten steht das erste Bro tm u seu m Ö st e rre ich s. D e r sch wu n g vo lle , a b e r h o ch ko mp lexe Ü b e r ba u des „ Paneu m“ b esteht au s 800 m a ssive n , g e st a p e lt e n H o lz rin g e n . D ie se lb st t ra g e n d e Freifo r m konnte nu r m i thi l fe ei nes para me t risch e n C o mp u t e rmo d e lls re a lisie r t we rd e n .

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m Herbst 2015 marschierte Peter Augendopler, Chef des Backmittelherstellers Backaldrin, mit frischem Gebäck und einer fixen Idee in das Wiener Atelier von Coop Himmelb(l)au. Als gelernter Bäcker und leidenschaftlicher Sammler von Objekten, die direkt und indirekt mit dem Brotbacken zu tun haben, fragte er sich schon lange, warum es in Österreich kein Brotmuseum gibt. Das wollte er nun ändern und setzte dabei auf das international bekannte Architektur­büro. Wolfgang Dieter Prix, der Kopf von Coop Himmel­ b(l)au, ließ sich von der Idee begeistern. Überhaupt verstanden er und sein Auftraggeber sich auf Anhieb, und so erhielt Prix freie Hand für einen Entwurf, der das Thema des Gebäudes auch optisch nach außen tragen sollte. Das Gebäck, das Augendopler zum ersten Gespräch mitgebracht hatte, war demnach repräsen1 | 2018

 Das neue Brotmuseum bzw. Kundeninformationszentrum und Veranstaltungsforum Paneum der Firma Backaldrin in Asten besteht aus zwei Baukörpern: einem quaderförmigen Sockelgebäude sowie einem darüber schwebenden freigeformten Ausstellungsbereich. Ob Wolke, Baiser, Teigling oder doch zwei gestapelte Brotlaibe – Architekt Wolfgang Prix’ Entwurf lässt dem Betrachter viel Interpretationsspielraum.

tativer Gegenstand und Inspirationsobjekt zugleich. Denn seine Firma, die auch The Kornspitz Company heißt, hat einst den Kornspitz erfunden, der mittlerweile in aller Welt viereinhalb Millionen Mal täglich verspeist wird. So konnte am Firmensitz und größten Produktionsstandort des Backwarenherstellers im oberösterreichischen Asten bei Linz Anfang Oktober 2017 ein außergewöhnliches Bauwerk seine Pforten öffnen: das Paneum (vom Lateinischen „panis“ für Brot), Österreichs erstes Brotmuseum. ORGANISCH KOMPLEXE FREIFORM KRÖNT ­RECHTECKIGEN SOCKELBAU Das Paneum besticht schon von der Autobahn aus mit seiner einzigartigen Architektur. Es lässt Assoziationen mit Brotteig oder einem Brotlaib ebenso zu


Zeichnung: Coop Himmelb(l)au

047 wie mit Zuckerwatte oder einer Wolke. Dabei besteht das Gesamtkonzept aus zwei Baukörpern: Ein etwa 17 Meter breites, 31 Meter langes und knapp fünf Meter hohes Sockelgebäude aus Sichtbeton bildet das Fundament des insgesamt 20 Meter hohen Museums und beinhaltet ein Veranstaltungsforum. Darüber schwebt die sogenannte „Wunderkammer des Brotes“ in Holzbauweise. Die Wahl fiel auf den „Modebaustoff“ Holz, wie Prix selbst sagt, der eher dafür bekannt ist, seine Ideen in Beton zu gießen. Doch hier wollte er zeigen, dass man mit Holz auch anderes bauen kann als „Kisten“, sprich Hütten und eckige Häuser. Daher habe ihn das Thema besonders gereizt. Holz schafft zudem eine besondere Atmosphäre im Innenraum, gerade Oberflächen wollte man auch vermeiden – alles gute Gründe für den natürlichen Baustoff. So steht der silbrig schimmernde, mit etwa 3.680 Edelstahlschindeln bedeckte, organisch geschwungene Überbau im bewussten Gegensatz zum quaderförmigen Betonunterbau und ist als selbsttragende Brettsperrholz-(BSP-)Konstruktion konzipiert – kurz: eine Hülle aus gekrümmten, sich aufeinanderstapelnden BSP-Ringen. Diese Konstruktionsmethode ermöglichte die Umsetzung der Freiform.

 Querschnitt: Eine selbst­tragende Brettsperrholz(BSP-)Konstruktion bildet die Freiform der Hülle der „Wunderkammer des Brotes“. Eine Stahltreppe windet sich mittig im vierstöckigen Bau empor.

KONVEX UND KONKAV IN EINEM Der Stahlbetonbau wird über das Erdgeschoss hinaus mit einer rund drei Meter hohen Röhre weitergeführt. Wie ein Flaschenhals ragt sie in die Höhe und mündet in einer Plattform, der ersten Ausstellungsebene. Auf diese rundum auskragende Geschossdecke setzt nun die zwölf Meter hohe Konstruktion des „Holzgefäßes“ mit ihrer 40 Zentimeter dicken Schale und mit Durchmessern von bis zu 35 Meter auf. Beginnend mit dem ersten Ring, der aus Segmenten zusammengesetzt wurde, stapeln sich 71 weitere Ringe übereinander, wiederum aus einer Vielzahl von Ringsegmenten, deren Stoßfugen schichtenweise versetzt angeordnet wurden. Die sich selbsttragende Struktur setzt sich aus 800 gekrümmten, am Computer entwickelten BSPSegmenten zusammen. Auf einer CNC-Anlage (CNC – Computerized Numerical Control) millimetergenau aus- und zugeschnitten, konnten sie auf der Baustelle passgenau übereinandergestapelt werden. FREIFORMEN MINUTIÖS DIGITAL GEPLANT Um die geschwungene Gebäudehülle zu generieren und in definierte CAD- bzw. CNC-Daten zu übersetzen, holten sich die Planer das interdisziplinäre Team

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HOLZBAU  Reportage

des Büros Design-to-Production aus Zürich (Schweiz) mit ins Boot. Die beiden Gründer, Arnold Walz und Fabian Scheurer, selber Architekten bzw. Informatiker, helfen mit ihrem Team anderen Architekten, Designern, Ingenieuren und Herstellern, die Lücke zwischen Idee und Realisation beim Bau von NonStandard-Architektur zu überbrücken, wenn deren Form weder mit den üblichen Mitteln dargestellt noch mit standardisierten Elementen gebaut werden kann. Die Spezialisten übernahmen daher im Auftrag der Holzbauunternehmen Pointinger Bau und Wiehag die 3D-Planung für die digitale Fertigung. RINGEINTEILUNG: RAHMENBEDINGUNGEN AUF EINEN NENNER BRINGEN Zunächst galt es, die 72 horizontalen Ringe der Freiform in einzelne Segmente zu unterteilen, um sie herstellen und transportieren zu können. Dafür wurde ein 3D-Fertigungsmodell erstellt. Um eine Ringeinteilung vornehmen zu können, mussten die Spezialisten vorweg einige Rahmenbedingungen abfragen, zum Beispiel welche Maschinen und Fräswerkzeuge beim Holzbauunternehmen für den Abbund zur Verfügung stehen. Das war maßgebend bei der Festlegung der Bauteilhöhen. Denn durch die geschwungene Form der Hülle ergeben sich gleichermaßen geneigte wie

 Im zweistöckigen Ausstellungsbereich entfaltet die geschwungene Holzkonstruktion ihre volle Wirkung. Über das Oberlicht im Dach erhält das Atrium natürliches Tageslicht.

  Der Ausstellungsraum komprimiert das Prinzip des New Yorker Guggenheim-Museums auf zwei Geschossen: Eine flach ansteigende Treppe führt um ein offene Mitte herum, in der Objekte rund um das Thema Brot zu schweben scheinen.   Geschmeidige Wandungen: Die präzis CNC-gefrästen Holzelemente bleiben im Inneren sichtbar. Hier ist Rohbau gleich Ausbau, sodass der Innenausbau entfallen konnte.

Fotos: Markus Pillhofer

  Enge Radien der Gebäudehülle wie hier im Obergeschoss lassen nur schlanke Ringsegmente zu.

verwundene Außen- und Innenflächen der Ringsegmente, die üblicherweise mit der Seite eines Fräsers hergestellt und bearbeitet werden können. Ist eine solche Fläche jedoch höher als die Fräserlänge, müsste die Fläche mit der Fräserspitze bearbeiten werden, was unverhältnismäßig viel Zeit kosten und damit unrentabel werden würde. Um möglichst wenige Einzelteile zu erhalten und die Einzelteilbearbeitung bzw. die Anzahl der Teile für Transport und Montage zu minimieren, strebte das Holzbauunternehmen im Rahmen dessen eine möglichst große Höhe für die einzelnen Ringe an. Der Architekt hingegen wollte möglichst dünne Ringe für möglichst fließende Übergänge der Schichten. Einen weiteren Einflussfaktor stellten hier auch die Maße der lieferbaren Plattenformate dar, beim Paneum vor allem deren maximale Länge. Solche und viele andere Bedingungen hatte das digitale Planungsteam miteinander zu vereinbaren. GEOMETRISCHE RANDBEDINGUNGEN BEHERRSCHEN Die schrägen Anschnitte an den Innen- und Außenseiten der Ringsegmente verursachen nun außerdem sogenannte Flankenwinkel von bis zu einem Meter Länge, die sich mit einer Maschine nicht bearbeiten lassen. Aus diesem Grund musste das Team aus Zürich für jeden Ring Winkelanalysen durchführen. Genauer gesagt: Beim Erarbeiten des digitalen Modells erfolgte zuerst eine Ringeinteilung für das gesamte parametrische Modell und dann die Winkelanalysen, aus denen schließlich hervorging, an welchen Stellen hohe Ringsegmente verwendet werden können und an welchen aus technischen Gründen niedrigere verwendet werden müssen. DIE LAGE DER STÖSSE IST STATISCH VORGEGEBEN Besondere Aufmerksamkeit kam bei der digitalen Planung auch den Stößen der Ringsegmente zu. Hier stellte sich aus statischer Sicht die Frage, um

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Zeichnung: Design-to-Production, Zürich

welches Maß die Stöße zueinander versetzt liegen müssen, damit sich eine optimale Verzahnung und damit eine optimale Tragfähigkeit ergeben. Die Angaben dazu lieferte der Tragwerksplaner. Gleichzeitig muss der maximale Holzfaseranschnittwinkel berücksichtigt werden. Er spielte dort eine Rolle, wo es eng(er)e Radien gibt. Da das Fugenbild außerdem einen Einfluss auf das Aussehen der sichtbar belassenen Innenwand hat, musste es immer zuerst vom Architekten abgesegnet werden. All diese Rahmen-, Rand- und Statikzwangspunkte flossen im digitalen Modell zusammen und bestimmten als kleinster gemeinsamer Nenner die Segmentierung bzw. die Form der Bauteile und die Lage der Stöße.

 Die komplexe FreiformKonstruktion entstand am Computer. Die Daten gehen digital an die Fertigungsmaschinen, wo die Schicht­ elemente gefräst und dann in Asten zusammengefügt wurden.

WEITERE ZU BERÜCKSICHTIGENDE GEWERKE FÜR DIE BAUTEILDETAILLIERUNG Auch die Angaben des Fassadenbauers und anderer Gewerke flossen ins 3D-Modell bzw. in die Detaillierung der Bauteile ein. So erhielten die Ringsegmente beispielsweise Einkerbungen auf der Außenseite, an denen sich der Fassadenbauer orientieren konnte. Zu berücksichtigen waren außerdem Verbindungsdetails wie Bohrungen für die Positionierungsdübel, um eine reibungslose Montage der Segmente zu ge-

währleisten, sowie Ausfräsungen für Installationskanäle, Lampenfassungen und Ähnliches. Bis alle, zum Teil gegenläufigen Anforderungen und Wünsche eingearbeitet und alle Beteiligten (Architekt, Statiker, Holzbauer) mit der Ringeinteilung zufrieden waren, musste sie zehnmal überarbeitet werden. MONTAGEABLAUF SCHON IM PARAMETRISCHEN MODELL VORPLANEN Von Anfang an galt es außerdem in Rücksprache mit dem ausführenden Holzbauunternehmen zu klären, wie montiert werden soll, um die Bauteile von vornherein entsprechend benennen und später zuordnen zu können. So hat auch der Montageablauf Einfluss auf die Fertigung, die im besten Fall den Nebeneffekt hat, dass auf der Baustelle keine Montagezeichnungen mehr benötigt werden, sondern die Bauteilplatzierungen sich durch Namensgebung und die Positionierungsdübel automatisch ergeben. DANK PERFEKTEN 3D-MODELLS IST DER ABBUND DER BAUTEILE AM ENDE EINFACH Zum Schluss leitete Design-to-Production die Fertigungsdaten aus dem digitalen Modell direkt im BTLFormat (CNC-Datenformat) ab, sodass die 800 indivi-

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HOLZBAU  Reportage

duellen Einzelteile auf der CNC-Anlage der Holzbauer automatisch aus den 148 BSP-Platten ausgeschnitten werden konnten. MIT DEM SCHICHTENMODELL DIE STATIK IM GRIFF Die Statik war unproblematisch mit einem Schichtenmodell zu errechnen. Dennoch holten sich die Techniker des Holzbauunternehmens sicherheitshalber die TU Graz mit ins Boot. Sie prüfte das Tragwerk und nahm damit die inoffizielle Rolle eines Prüfstatikers ein. 378 Kubikmeter BSP waren erforderlich, um die Freiform der „Wunderkammer“ zu errichten. Die einzelnen Elemente wurden miteinander verschraubt und verklebt. Die rund 60.000 Schrauben sorgen für biegesteife Verbindungen, während die Verklebung die Schubsteifigkeit sicherstellt. BEI DER KALKULATION VERSCHNITT UND MENGE DER SCHRAUBEN BEDENKEN Was man bei der Kalkulation auf den ersten Blick leicht übersieht, ist zum einen die riesige Menge an Schrauben, zum anderen der hohe Verschnitt durch die speziellen Bauteilzuschnitte und Unikate: Dem knapp 400 Kubikmeter verbauten BSP stehen 1.000 Kubikmeter bestelltes BSP gegenüber – beides ein enormer Kostenfaktor.

  Das Holzbauunternehmen erhielt Fertigungsdaten für alle 800 Bauteile. Sie wurden am Computer auf rechteckigen Rohplatten (schwarze Linien) so aufgeteilt, dass möglichst wenig Verschnitt entsteht. Diesen Planungsschritt nennt man Nesting. Die Höhe der Ringsegmente hängt von der maximalen Flächenneigung je Schicht ab. Die weitere Segmentierung erfolgte über ein polares Raster je nach Plattengröße und statischen Anforderungen.   Isometrie der Tragstruktur aus gekrümmten und versetzt gestapelten BrettsperrholzRingsegmenten.

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Zeichnungen: Design-to-Production, Zürich

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DACHAUFBAU MIT 40 ZENTIMETER DÄMMUNG FÜR GLEICHMÄSSIGE INNENRAUMTEMPERATUR Die Holzkonstruktion wurde innen nur gering nachbearbeitet und lasiert. Zum Außenraum hin folgt auf das Holz eine selbstklebende Aludampfsperre, 40 cm Dämmung und eine Blechabdeckung. Die Edelstahlschindeln auf einer Hinterlüftungsebene schließen das Bauwerk nach außen ab. Der Grund für die Dämmstärke auf der Holzkonstruktion liegt vor allem darin, dass der Taupunkt auf der Außenseite der Holzschale liegen sollte. Gleichzeitig wollte man über während des ganzen Jahres möglichst gleiche Innenraumbedingungen haben – vor allem wegen der Ausstellungsstücke. GUT FÜRS IMAGE UND DER ÖFFENTLICHKEIT ZUGÄNGLICH Herausragend sind neben der Architektur auch die 1.200 Exponate aus 9.000 Jahren – darunter ägyptische Kornmumien, peruanische Totempfähle, chinesische Getreidespeicher, Bilder, Bücher, Münzen, Möbel, Gefäße, aber auch Porzellanfiguren oder Zunftgeräte. Sie sind auf einer knapp 1.000 Quadratmeter umfassenden Ausstellungsfläche sowie auf vier Etagen zu sehen, die rund um eine raumgreifende, spiralförmige angelegte Stahltreppe angeordnet sind. Das Paneum soll den Besuchern verdeutlichen, welchen Stellenwert Brot in allen Epochen der Menschheitsgeschichte hatte und bis heute hat, sagt Peter Augendopler. Das Brotmuseum, das nun den Stammsitz des Backimperiums mit weltweit 870 Mitarbeitern aufwertet, soll einerseits Asten als Bäckerei­ kompetenzzentrum attraktiver machen, andererseits das Image des Bäckereiberufs verbessern. Es ist daher öffentlich zugänglich. Und zu guter Letzt ist es der neue Hort der großen Sammelleidenschaft des ­Firmenchefs. 


Interview  HOLZBAU

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I N T E RV I E W B I RG I T T EGT B AU E R   FOTO S   M A R K U S P I L L H O F E R

3.680 UNIKATE AUS EDELSTAHL D ie a ußergewöhnl i c he Form des Pa n e u m st e llt e a lle a m B a u B e t e ilig t e n vo r g ro ße Hera u sforder u ngen. A u c h di e B e kle id u n g d e s Ge b ä u d e s mit Ed e lst a h lsch in d e ln war f ü r di e sp ez i al i si er te Lu mme l Gmb H & C o. KG ke in a llt ä g lich e r J o b. Sp engl ermei ster G e org Lu mme l g ib t E in b licke in d ie A u sf ü h r u n g .

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ie Lummel GmbH & Co. KG mit Sitz im deutschen Karlstadt ist ein weltweit agierendes Unternehmen für Bedachungen und Fassaden in Metall, Denkmalpflege, Innenausbau, Sonderbauteile, Flachdächer und klassische Spenglerarbeiten. „Wir entwickeln klassische Techniken der Spenglerzunft weiter und verbinden handwerkliche und industrielle Perfektion. Wir liefern nichts aus einem Produktkatalog“, beschreibt Geschäftsführer Georg Lummel die Firmenphilosophie. Die verarbeiteten Materialien sind Edelstahl, Stahl, Aluminium bis Titan. Die Lummel GmbH & Co KG hat sich von einer traditionellen Spenglerei zu einem modernen Unternehmen für die Bereiche Fassadenverkleidung und Dacheindeckung mit verschiedenen Werkstoffen entwickelt. Heute klopfen immer wieder Stararchitekten wie die Schweizer Herzog & de Meuron, der Amerikaner Daniel Liebeskind, der Kanadier Frank O. Gehry oder das Wiener Architektenteam Coop Himmel(b)lau an. Sie suchen Einzellösungen für die Fassaden ihrer Vorzeigeobjekte. Dazu gehört seit kurzem auch das Haus des Brotes, das Paneum in Asten bei Linz.

KO N S T R U K T I O N S D E TA I L S Die tragende Konstruktion ist ein in 3D-gefräster Holzkörper in einer Dicke von ca. 40 Zentimetern. Der Holzkern ist mit einer Dampfsperrbahn abgedichtet, auf der dann eine weitere formgebende Distanzunterkonstruktion in Form von gestanzten 2,0 Millimeter Stahlblechteilen mit einer Distanz von 200 Millimeter aufgesetzt wurde. Diese Distanzunterkonstruktion ist im gesamten Aufbau gedämmt. Die folgende Trägerschale aus formgestanzten Stahlblechen ist der Geometrie der Unterkostruktion angepasst und auf der Distanzunterkonstruktion befestigt. Zwei Abdichtungsbahnen gewährleisten die Dichtheit der Gesamtkonstruktion. Abschließend wurden die außenliegenden Edelstahlschindeln (ca. 3.680 Stück), jede ein Unikat, formgenau erstellt, gekantet und positionsgenau platziert. Material: Edelstahl 1,0 mm WST 1.4404 (Aperam) mit glasperlgestrahlter Oberfläche (Mirrorinox).

INTERVIEW MIT SPENGLERMEISTER GEORG LUMMEL Wie komplex war es, diese Fassade zu gestalten? Wo lagen die größten Herausforderungen? Die Gestaltung kommt vom Architekten, die Konzeptionierung mit allen funktionsbedingten Schichten ist bei solchen Geometrien die Herausforderung. Entsprechende Spezialisten im 3DBereich erbringen nach Konzeptfestlegung/Systemaufbau die notwendigen Daten, die zur Herstellung der Bauteile notwendig sind. Der Aufwand liegt wie immer in der formgebenden Unterkonstruktion. Die Schindeln sind dann nur noch Show. Was spricht für das Material Edelstahl aus Spenglersicht? Das ist ein optischer Aspekt, das Material Edelstahl ist sicher nicht der beste Freund von uns Spenglern. Wobei wir eigent­ lich, ob Dach oder Fassade, grundsätzlich mit diesem Werkstoff die besten Erfahrungen haben. Gab es Bedenken bezüglich Reflexionen, besonders angesichts der nahen Autobahn, des Flugverkehrs? Nein, es gibt keine Reflexion, da die Oberfläche glasperlgestrahlt ist. Welche Form der Befestigung wurde gewählt? Es wurden mittels Konsolen formgebende Spanten in klar definierten Abständen auf dem formvorgebenden Holzkern befestigt. Diese Distanz-UK aus Spanten ist ausgedämmt. Auf die formgebenden Spanten (L-Winkel, DistanzUK) wurden geometrisch ermittelte und formgeschnittene Stahlbleche/Tägerblech (orangenschalenförmig) stoßüberlappend aufgenietet. Des Weiteren folgte eine wasserführende Abdichtung. Das Ganze wurde als einschalige, nichthinterlüftete Fassaden-/Dachkonstruktion ausgeführt. Die ca. 3.680 unterschiedlichen Schindelbleche wurden dann mittels Dichtnietverbindung auf die Trägerschalen befestigt. Können Sie uns Details zur Be- und Verarbeitung der eingesetzten Edelstahlschindeln verraten? Die Berarbeitung der Edelstahlschindeln war sehr aufwendig in der Geometrie­ erstellung und Fertigung. Abweichungen vor Ort am Gebäude hätten nicht funktioniert. ­Ständige Einmessarbeiten waren notwendig. Wie wurde der Schneeschutz gelöst? Über eine Sonderlösung von Eisstoppern und über rückseitig aufgeklebte Heizmatten aus dem Fußbodenbau. Warum hat Ihr Unternehmen den Zuschlag für diesen Auftrag bekommen? Weil der ­Bauherr von der ersten Minute wusste, dass wir die Vision umsetzen können. Ein Bauherr wie Peter Augendopler weiß, was er macht.

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PRODUKTE & SYSTEME  Trends & Neuheiten 2018

SICHERE UND EINFACHE MONTAGEDOKUMENTATION

Mit der eigens von Innotech entwickelten DokumentationsApp „Inno|doc“ werden Montagedokumentationen sicher und genau – und man spart Zeit. Ab sofort kann man Montagen mit wenigen Klicks dokumentieren und hat alle Informationen in einem einfachen und übersicht­ lichen Kontaktemanagement parat. Einfach auf www.innotech.at einsteigen und den Anleitungen folgen: neues Projekt anlegen, die Komponenten der Absturzsicherungssicherungssysteme

eingeben und mit ein paar Klicks durch die Produktparameter navigieren, die man dokumentieren will. Anschließend alle Parameter bestätigen, Fotos hochladen, fertig. Mit dem automatischen Erinnerungsservice für Handwerker und Kunden hat man die jährlichen Überprüfungstermine außerdem immer im Blick. Das Intervall lässt sich individuell und einfach einstellen. Nähere Informationen: www.innotech.at

SANIERUNGSPAKET: SANIEREN ZAHLT SICH AUS

Eternit startet mit einer Vielzahl an neuen Produkten und einem umfangreichen Sanierungspaket ins neue Jahr. Highlight ist auch heuer wieder die „Dach zurück“Aktion, die von einer großen Medienkampagne begleitet wird und bereits in die dritte Runde geht. Und das aus gutem Grund: Noch immer gibt es am österreichischen Steildachmarkt ein riesiges Sanierungspotenzial. Wer also jetzt sein altes Dach – oder aber auch seine alte Fassade – gegen ein Faserzementprodukt von Eternit tauscht, spart sich die

Entsorgungskosten des alten Materials. Hinzu kommen ein neuer Sanierungsratgeber, aber auch zahlreiche unterstützende Aktivitäten für die Verarbeiter. Nähere Informationen: www.eternit.at

ELEGANZ TRIFFT FUNKTIONALITÄT Das neue „FTT U8 Thermo“ von Fakro ist ein DachflächenSchwingfenster, das sogar für Passivhäuser geeignet ist – bestätigt und zertifiziert vom Passivhaus-Institut Darmstadt. „FTT U8 Thermo“ verfügt über verlängerte und verstärkte Holzprofile und ist mit einem fünffachen Dichtungssystem ausgestattet. Diese Konstruktion minimiert Kältebrücken und sorgt für beste Wärmedämmung. In Verbindung mit wärmegedämmten Eindeckrahmen erreicht dieses Schwingfenster einen Spitzenwert 1 | 2018

und des über der Mitte platzierten Beschlags ist auch großen Personen der unbeschwerte Zugang zur Fensterkante ermöglicht. Auch das Design lässt keine Wünsche offen: „Das FTT U8 Thermo wird aus erstklassigem, vakuumimprägniertem Kiefernholz angefertigt, das eleganten Dachbodenräumen den perfekten letzten Schliff verpasst“, so das Fakro-Team. mit dem Wärmedurchgangs­ koeffizienten von Uw = 0,58 W/ m2K – und das schützt vor der

Kälte des Winters und der Hitze des Sommers gleichermaßen. Dank seiner Schwingkonstruktion

Nähere Informationen: www.fakro.at


053 FLÜSSIGE KUNSTSTOFFABDICHTUNGEN IM SYSTEM BEI KOMPLEXEREN DURCHDRINGUNGEN UND DETAILS AUF DEM FLACHDACH IST DER EINSATZ VON FLÜSSIGKUNSTSTOFFEN UNABDINGBAR GEWORDEN. FÜR DIESE KOMPLIZIERTEN DETAILS HAT DACHSPEZIALIST BAUDER NUN DAS FLÜSSIGKUNSTSTOFFSYSTEM „BAUDERLIQUITEC“ ENTWICKELT. „Wenn Dachflächen immer komplexer werden, dann muss die Verarbeitung einfach sein“, so Marcus Höhenberger, Produktmanager Flüssigkunststoff. „Unser neues Flüssigkunststoff-System BauderLiquitec und seine einfache und schnelle ­Verarbeitung macht komplizierte Dächer sicher.“ Dachspezialist Bauder hat als einer der führenden Hersteller von Bitumen- und Kunststoffbahnen das BauderLiquitec-FlüssigkunststoffSystem entwickelt, das sich mit den Bahnen des umfangreichen Angebots einfach und sicher kombinieren lässt. Die vliesarmierten, anthrazitfarbigen Flüssigabdichtungen haften auf

fast allen Untergründen und dichten dauerhaft sicher ab. Bauder Flüssigkunststoff – zwei Systeme Die beiden BauderLiquitec-Systeme verfolgen ein gemeinsames Verarbeitungsziel: die einfache, schnelle und sichere Verarbeitung. Der Unterschied liegt in den speziellen Eigenschaften. - „BauderLiquitec PU“ für Details und Durchdringungen: Ohne Anmischen ist das lösemittelfreie EinKomponenten-FlüssigkunststoffSystem BauderLiquitec PU aus dem Eimer gebrauchsfertig. Bei der Verarbeitung bindet der Kunststoff an der Luft ab. Dabei bleibt genug Zeit,

Details sorgfältig abzudichten. Die Abdichtung ist nach 30 Minuten regenfest, nach vier bis acht Stunden begehbar und nach ein bis zwei Tagen ausgehärtet. - „BauderLiquitec PMMA“ für Details und für kleine Flächen: Wenn es eilt, dann passt das Bauder­ Liquitec-PMMA-2-KomponentenFlüssigkunststoff-System: Katalysator einrühren, fertig. Der Flüssigkunststoff trocknet schnell und erlaubt schnelle Arbeitsabläufe. BauderLiquitec PMMA ist einfach in der Anwendung, es erfordert aber aufgrund der kürzeren Verarbeitungszeit etwas mehr Übung als das einkomponentige System. Der Kunststoff beginnt nach dem

Abmischen der beiden Komponenten mit der Aushärtung, lässt aber ausreichend Zeit für eine sorgfältige Verarbeitung. Das Material ist nach 30 Minuten regenfest, nach einer Stunde begehbar, nach drei Stunden ausgehärtet. Nähere Informationen: www.bauder.at

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PRODUKTE & SYSTEME  Trends & Neuheiten 2018

CLIP – UND FERTIG

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SICHER AUF DEM DACH

Mit den Dachbegehungssystemen „Roofwalk“ und „Roofstep“ werden Arbeitsplätze auf dem Dach sicher und bequem erreicht. Egal, um welche Art von Dach es sich handelt und ob ein Wartungs- und Inspek­ tionsweg benötigt wird. Neben der normgerechten Sicherheit für das Begehen und Arbeiten, auch bei schlechtem Wetter bietet das System Schutz der Eindeckung vor Beschädigungen und Undichtigkeiten. Mit Stufen und Stegen ist man auch auf steilen Dächern mit einer Neigung von über 20 Grad sicher unterwegs. Die Standardbreiten der Laufstege liegen bei 500 und 600 Millimeter und erfüllen die Anforderungen der DIN 4426. Sie bieten solide Übergänge von einem Dach zum

nächsten sowie bequemes und sicheres Übersteigen von Hindernissen wie Rohre und Leitungskanäle. Zusätzliche Sicherheit wird durch Geländer und Fußleisten gewährt. Wenn eine Absicherung der Dachfläche mit einem Kollektivschutz erforderlich ist, können die „Gardco“Sicherheitsgeländer das Anschlagsystem ersetzen. Es ist kein lästiges Angurten sowie Ein- und Umhängen auf dem Dach mehr notwendig. Freies Bewegen bei allen Arbeiten ist gewährleistet. Mit den Roofwalkund Gardco-Sicherheitssystemen, die in Österreich von der Flattec Vertriebs GmbH vertrieben werden, ist Schutz für alle Personen auf dem Dach zu jeder Zeit garantiert. Nähere Informationen: www.flattec.com

Neben ihren langerprobten Systemlösungen wartet der Metallwarenhersteller Richard Brink zu Beginn des Jahres mit einigen Neuerungen auf. Dazu zählt unter anderem das Stichkanalsystem „Subterra“ aus Aluminium. Dieses System gehört zu den ersten revisionierbaren Stichkanälen mit Adapter auf dem Markt. Über diesen Adapter mit integriertem Schmutzfang erfolgt der Anschluss an einer vorperforierten Ausbruchstelle der jeweiligen Dränagerinne,

beispielsweise des Modells Stabile in Sonderbauform. Dank des ClipSystems lassen sich die einzelnen Segmente ganz einfach zusammenbauen und beliebig variieren und verlängern. 90-Grad-Ecken, aus denen durch Teilung zwei 45-GradEcken werden, und 30-Grad-Ecken, die durch Teilung zu zwei 15-GradEcken werden, ermöglichen den einfachen Richtungswechsel des Systems. Am Stichkanal angeschlossene Kontrollschächte ermöglichen außerdem eine unkomplizierte Prüfung bei schnellem Zugang. Nähere Informationen: www.richard-brink.de

OPTIMIERT FÜR DACHDECKER UND ZIMMERER Die Schwingfenster „Designo R6“ und das Klapp-Schwingfenster „Designo R8“ von Roto, beide mit dem Beinamen „Quadro“, präsentieren sich jetzt noch besser und ausgereifter. Die Premiumlösung soll mit mehr Sicherheit, mehr Montagefreundlichkeit und mehr Energieeffizienz überzeugen. Die standardmäßig vormontierte Trage- und Kranlasche mit dem Namen „Kurt“ erleichtert Transport und Handling auf der Baustelle. „Das steigert ein weiteres Mal die Montagefreundlichkeit der Fenster, die darüber hinaus wie gewohnt durch eine 1 | 2018

„blueLine Comfort“ mit Verbund­ sicherheitsglas im Inneren für sehr gute Uw-Werte und entspricht der Qualität vieler dreifach verglasten Fenster auf dem Markt. Neben der sicheren Vierfachverriegelung bieten alle Quadro-Ausführungen je nach Wunsch des Kunden die Möglichkeit, zusätzlich Alarmglas oder Öffnungsüberwachung zu wählen, die Vormontage von Kindersicherung/Öffnungsbegrenzer sowie eines abschließbaren Griffs. umfassende Vormontage gegeben ist“, erklärt das Roto-Team. Das Fenster lässt sich sicherer tragen

und kann sogar an den Kran gehängt werden. Außerdem sorgt die neue Zweifachisolierverglasung

Nähere Informationen: www.roto-dachfenster.at


EXTRAVAGANTE DESIGNINNOVATION DIE KONSTRUKTIVEN UND FUNKTIONALEN EIGENSCHAFTEN DER BEWÄHRTEN PREFA-„SIDINGS“ FÜR DIE FASSADE SIND UM NEUE FACETTEN REICHER. MIT DEN NEUEN „SIDING.X“ BRINGT PREFA DAS VIELFÄLTIGE UND OPTISCH WANDELBARE OBERFLÄCHENDESIGN DER FASSADENPANEELE „FX.12“ AUCH AUF DIE BISHER GLATTEN SIDINGS.

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Die Auswahl zwischen dem ästhetisch anspruchsvollen, unregelmäßig gekanteten und je nach Lichteinfall immer eine neue Optik präsentierenden Fassadenpaneelen „FX.12“ und den bewährten, bisher glatten „Sidings“ erspart jetzt eine Designinnovation. Prefa bringt mit „Siding.X“ die Vorteile beider Produkte unter einen Hut und auf die Fassade. Das charakterstarke Fassadenbild der FX.12-Fassadenpaneele, das durch Längs- und Querkantung der Oberfläche ein besonders futuristisches und je nach Perspektive optisch anders interessantes, lebendiges Fassadendesign ermöglichte, findet sich mit der Innovation jetzt auch auf

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dem Siding.X. Siding.X verleiht so, egal ob vertikal mit Schattenfuge, horizontal im wilden, individuellen oder im Kreuzverband verlegt, auch der Sidingfassade mehr Leben, eine optisch spannende Oberfläche und das Prädikat „Unikat“. Zudem sind Baubreiten und Farben von Siding.X individuell kombinierbar. Das gibt der Siding.X-Fassade einen zusätzlichen Kick. Neu ist auch eine Siding.X-Sonderbaubreite von 400 Millimeter, die erst durch die Verkantung des 1,0 Millimeter starken Sidingmaterials à la Paneel möglich wurde.

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Sandweg 24 . 74613 Öhringen-Ohrnberg Werkzeuge Maschinen DEUTSCHLAND Spenglereibedarf Telefon +49 79 48 & 36Co. 93 22 Slama Ges.m.b.H. KG TelefaxSalzburg, +49 79 48Fürbergstraße 36 96 38 A-5025 42a info@variobend.de Tel.:+43 (0) 662 / 64 12 96-0, Fax: Dw. 49 www.variobend.de E-mail: office@slama-salzburg.at


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PRODUKTE & SYSTEME  Trends & Neuheiten 2018

DACHRAUM VISUALISIEREN AM SMARTPHONE

Für alle, die an eine Dachsanierung denken, gibt es nun eine echte Alternative zu Well- und Blechdächern. Mit dem neuen Dachsteinmodell, dem „Aerlox Classic“, ist Bramac eine Innovation auf dem Dachsteinsektor gelungen. Eine ausgeklügelte Rezeptur und eine innovative Materialstruktur sorgen dafür, dass dieser Dachstein bis zu 30 Prozent weniger wiegt als herkömmliche Dachsteine, und das, so der Hersteller, bei gleicher Haltbarkeit und Festigkeit. Der Bramac Aerlox Classic ist wie alle Premiummodelle von Bramac mit der „Protector Plus-Oberfläche“ ausgestattet. Mit dieser

Die Planung der Renovierung oder des Ausbaus eines Dachbodens zum Wohnraum ist für Kunden im Vorhinein schwer vorstellbar. Die neue „MyDaylight App“ von Velux zeigt, wie der Raum nach einer Umgestaltung aussieht und wie ein Mehr an Tageslicht von oben den Raum erhellt. Die fortgeschrittene Technologie ermöglicht eine realistische Visualisierung von Tageslicht, die in einer 360-Grad-Ansicht oder Virtual-Reality-Simulation am Smartphone betrachtet werden kann. Der Dachraum wird individuell mit Grundrissmaßen, Dachhöhe und

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DAS LEICHTGEWICHT UNTER DEN DACHSTEINEN

bewitterungsfesten Oberfläche hat der Aerlox laut Bramac auch beim Hageltest hervorragend abgeschlossen. Erhältlich ist der Aerlox in den ­Farben Schiefer und Rubinrot. Nähere Informationen: www.bramac.at

Dachneigung erstellt. Darüber hinaus kann man in der „MyDaylight App“ die hinzugefügten Dachfenster weiter anpassen und außerdem auch Wand- und Bodendesign, den Standort des Hauses sowie raumtypische Einrichtungsgegenstände wählen. Nach wenigen Minuten steht die digitale Simulation zum Erleben bereit. Der Download der MyDaylight App ist ab sofort kostenlos im App Store und Google Play Store möglich. Nähere Informationen: www.velux.at/mydaylight

PERMANENTE FEUCHTEÜBERWACHUNG Eine undichte Stelle im Gebäude, die lange unentdeckt bleibt, ist der Albtraum jedes Hausbesitzers. Viel Zeit, Kosten und Nerven können gespart werden, wenn der Was­ sereintritt sowie der Ort der Leckage sofort festgestellt werden, um lokal begrenzte Ausbesserungen unverzüglich vorzunehmen. Es verlangt in Zeiten von Smart Buildings nach verlässlicher und flexibel einsetzbarer FeuchteMonitoring-Technologie, die Professionisten und Kunden zusätzliche Sicherheit bringt. Die ­Onlinesensorik der Firma EPI bietet genau das. Die Sensorik ist 1 | 2018

langlebig und einfach in die Bauplanung zu integrieren. Als Matrix (gitterförmig) verlegt, sichern die Sensoren flächendeckend die punktgenaue Ortung eines Feuchteeintritts, ohne das Gebäude zu betreten. Tritt Feuchte ein, werden sowohl Handwerker als auch Hausbesitzer direkt per mobilen Endgerät benachrichtigt. Die EPI-Sensorik stellt bereits in zahlreichen Gebäuden ihre Verlässlichkeit und Robustheit unter Beweis. Nähere Informationen: www.epi-tec.com


057 SAUBERE UND SICHERE LÖSUNG MIT „BÜSSCHER PERIDICHT CONNECT“ BIETET BÜSSCHER & HOFFMANN EINE SAUBERE UND SICHERE LÖSUNG FÜR EINEN WASSERHINTERLAUFSICHEREN BAUWERKSABDICHTUNGSANSCHLUSS.

Die ÖNorm B 3692 Planung und Ausführung von Bauwerksabdichtungen sieht vor, dass Abdichtungsanbindungen gegen Wasserhinterwanderung mit Befestigungsprofilen mit Epoxiharzanstrichen (bei geeigneten Untergründen) zu sichern sind. Aufgrund von Betonfeuchte, Betonschlämmen oder Verschmutzungen durch das Erdreich ist die Verbindung zwischen Betonsockel und der Bitumenabdichtungsbahn

oft fehlerbehaftet und nur punk­tuell kontrollierbar. Feuchtigkeit kann eindringen – Bauschäden sind die Folge. Um dieses Problem zu lösen, haben die Spezialisten von Büsscher & Hoffmann gemeinsam mit dem IFD, Institut für Flachdach- und Bauwerksabdichtung, eine saubere und sichere Lösung entwickelt: „Büsscher Peridicht Connect“ ist ein Anschlussband aus Spezialbitumen

mit einer eigens entwickelten Rillenoberfläche für den direkten Anschluss an Bauteile im Perimeter­ bereich. Das Anschlussband wird einfach an der Schalung fixiert und direkt mitbetoniert. Nach dem Betoniervorgang wird die Schalung entfernt, und die Bitumenabdichtungsbahn kann einfach und sicher im Flämmverfahren an Büsscher Peridicht Connect angebunden werden. Die speziell für

diese Anwendung entwickelte Rillentechnik maximiert die Oberfläche und sorgt so für eine perfekte Verbindung mit dem Beton. Eine Wasserhinterwanderung der Abdichtung kann nicht mehr stattfinden. Normgemäße Zusatzmaßnahmen sind nicht mehr erforderlich. Das spart Zeit und Kosten. Nähere Informationen: www.bueho.com

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058

PRODUKTE & SYSTEME  Trends & Neuheiten 2018

ENERGIEEFFIZIENTE LÖSUNG Das neue Ejot-„Crossfix“-Fassadensystem ist eine flexible und energieeffiziente Lösung für die vorgehängte hinterlüftete Fassade. Die Unterkonstruktion aus Edelstahl kann sowohl für die horizontale als auch für die vertikale Montage der Tragprofile verwendet werden. Festpunkte und Gleitpunkte können ebenfalls mit derselben Unterkonstruktion realisiert werden. „Crossfix“ ist EN1090-1-zertifiziert, entspricht dem

SICHER UND IN GANZ EUROPA ZUGELASSEN

Passivhausstandard, und durch den Einsatz von Edelstahl überzeugt das System mit hoher statischer Belastbarkeit, sehr gutem Brandverhalten und hoher Energieeffizienz. „Mit Crossfix wird der Wärmebrückenzuschlag im System deutlich reduziert, und bei gleicher Dämmstärke werden wesentlich verbesserte U-Werte erzielt“, so Hersteller Ejot. Nähere Informationen: www.ejot.at/crossfix

BeA bietet die Klammern der Typen 146, 155, 180, 200 und 246 jetzt mit einer Europäisch Technischen Bewertung (ETA) an. Damit entsprechen die zertifizierten Befestigungsmittel von BeA allen geforderten Eigenschaften für eine dauerhafte Befestigung von Holz, Holzwerkstoffen und von Holzfaserdämmstoffplatten. Mit der Europäisch Technischen Bewertung sind die BeA-Klammern der Typen 146, 155 (beide

1,55 mm Drahtdurchmesser) 180, (1,8 mm Drahtdurchmesser) 200 und 246 (beide 2,00 mm Drahtdurchmesser) aus galvanisch verzinktem Stahl und aus nicht rostendem Stahl für den Lastfall langfristiges und ständiges Herausziehen zugelassen. Die Klammern können in diesen hochbeanspruchten Lastenfällen mit 70 N auf Herausziehen in Schaftrichtung angerechnet werden. Durch die hohen Anforderungen der ETA ist auch bei einer Nutzungsdauer von 50 Jahren ausreichend ­Sicherheit gegeben. Neben allen gängigen Holz- und Holzwerkstoffmaterialien sind in der ETA auch Holzfaserdämmstoffplatten ab einer Rohdichte von 110 kg/m³ geregelt. Somit eröffnen die Klammern von BeA die Möglichkeit, die immer relevanter werdenden niederdichten Holzfaserdämmstoffplatten mit einem zugelassenen Produkt zu befestigen. Nähere Informationen: www.behrens-group.com

NEUE OBERFLÄCHE FÜR DIE FASSADENGESTALTUNG „Premium Steel inside“ von der Voestalpine bezeichnet die konsequente Qualität der neuen Dachund Fassadenplatte „Figo Amade“. Mit der Oberfläche „Struktura“ für den Einsatz im Fassadenbereich wird der regen Nachfrage für neue Farben Rechnung getragen. Rechtzeitig zu den wichtigsten Publikumsmessen in Österreich präsentiert das Kärntner Unternehmen Filli Stahl dem Markt diese Neuheit. Verarbeiter, Häuslbauer und Sanierer zeigen sich dabei überaus interessiert. Die Partnerschaft von Filli Stahl aus Klagenfurt und der Voest­alpine hat diese 1 | 2018

Entwicklungen ermöglicht. „Das Trägermaterial ,corrender‘ und die organische Oberflächenbeschichtung ,colofer extra matt grob‘ ergeben ein Zusammenspiel zweier Hightech-Systemkomponenten für maximale Qualität und Perfomance“, erklärt Manfred Thaller, verantwortlich für Vertrieb und Marketing von Figo. Zudem bringt die Kombination etwa mit Keramikplatten und die Verbindung mit unterschiedlichen Verlegearten neue effektvolle Gestaltungsmöglichkeiten für Fassaden. Nähere Informationen: www.figo.at


Advertorial  PRODUKTE & SYSTEME

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

NORMGERECHTE GRUNDPLATTEN FÜR BITUMEN- UND FOLIENDÄCHER

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VORENS METALL GMBH Gerlosstraße 98 A-5730 Mittersill Telefon +43 / 65 62 / 62 63 Telefax: +43 / 65 62 / 54 48 Mail: vorens@uta1002.at www.vorens.at

Die Grundplatte ist aus einem 1,5 Millimeter starken Niroblech gefertigt und hat eine Größe von 300 mal 500 Millimeter, damit sie ordentlich eingeflämmt werden kann. Zur Befestigung auf dem Dach sind vier Elf-MillimeterLöcher gebohrt. Die Vorteile • Einfache, schnelle und kosten­ günstige Montage – Montage­ zeit beträgt maximal vier Minuten pro Stück. • Kein Herstellen von Unterlagsblechen. • Kein Auflöten von

Überschub­kappen bzw. Lötkappen. • Kein Herstellen von Blechein­ fassungen mit Einkerbflansch. • Dichtes und normgerechtes Einbinden in Bitumendecken und in den normgerecht ­dimensionierten Einklebeflansch, keine Undichtheiten der Dacheindeckung durch Stauwasser bei Eisbildung. • Nach dem Aufschrauben der Falzklemme ist nur noch der ausgebildete Steg zu sehen. • Bei Solarhaltern keine zusätzliche Belastung der Dachkon­ struktion durch Betonteile oder

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DIE VORENS-METALL GMBH ERZEUGT JETZT NIROGRUNDPLATTEN FÜR BITUMEN- ODER FOLIENDÄCHER ZUR BEFESTIGUNG VON FALZKLEMMEN. ZUDEM WERDEN DIESE GRUNDPLATTEN MIT EINEM 50 MILLIMETER HOHEN Z-PROFIL AUCH ZUR BEFESTIGUNG VON SOLAR­ELEMENTEN HERGESTELLT.

andere Beschwerungen der Solaraufständerungen. • Aufbau der Kollektoren in jeder gewünschten Ausrichtung und Neigung möglich. Bitte zu beachten: Bei der Berechnung für den Abstand der erforderlichen Schneefangrechen ab der Traufe ist der Abscherwert beziehungsweise der Auszugswert der verwendeten Schrauben zu

beachten. Die Auszugswerte von Vorens-Schneeschutz und ­einige Beispiele von Auszugswerten der Assy-Scheibenkopfschrauben sowie alle Vorens-Produkte findet man unter der Vorens-Webadresse. Neu: Vorens kann auch Montagepakete für die Grundplatten liefern. Nähere Informationen: www.vorens.at

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BETRIEB  Datenschutz-Grundverordnung

T E X T M AG . M A RT I N P UA S C H I T Z   FOTO S   FOTO ST U D I O W E I N W U R M , T H I N KSTO C K

DIE NEUE DATENSCHUTZVERORDNUNG Ega l, um wel c he Daten es i m Unter n e h me n g e h t : I m Ma i mü sse n sie e n t sp re ch e n d der neuen e u ropäi sc hen Datensc hu t zg r u n d ve ro rd n u n g b e h a n d e lt we rd e n . A n so n st e n drohen drakoni sc he Strafen. Wa r u m e s d a z u ka m u n d wie sich K MUs d a ra u f vor b ere i ten können, erk l är t der I T- u n d D a t e n sch u t zex p e r t e Ma r t in Pu a sch it z .

WAS SICH IM MAI 2018 ÄNDERT Nicht nur was, sondern vor allem für wen sich etwas ändert, ist wichtig: nämlich für fast jedes Unternehmen. Denn die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) betrifft alle, die personenbezogene Daten erfassen oder verarbeiten. Mitarbeiterdaten, Kunden- und Lieferanteninformationen, Mitgliederverzeichnisse – das alles fällt darunter. Auch in analoger Form. Der inhaltliche Kern der Verordnung: Künftig sollen Nutzer leichteren Zugang zu ihren Daten bekommen. Jeder hat ab Mai 2018 das Recht zu erfahren, welche Daten über ihn zu welchem Zweck gesammelt werden. Und zwar klar und leicht verständlich. Gestärkt wird außerdem das Recht des 1 | 2018

Nutzers auf Vergessen. Gelten werden diese neuen Regeln übrigens nicht nur für in Europa ansässige Unternehmen. Etwa auch US-Firmen müssen sich an die europäischen Vorgaben halten, wenn sie ihre Dienste im EU-Raum anbieten möchten. WARUM ES DIESE VERORDNUNG BRAUCHT Die voranschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen erfordert klare gesetzliche Regelungen. Bisher sind diese den Entwicklungen aber kaum nachgekommen. Auch das Bewusstsein der Bürger über den Wert ihrer Daten und das Risiko, das entsteht, wenn diese leichtfertig weitergegeben werden, lässt zu wünschen übrig. Daher ist es not-


061 Für KMUs lohnt es sich, auf externe Experten zurückzugreifen, die sie während dieser Umstellung begleiten. Auch wenn das im ersten Moment zusätzliche Kosten bedeutet, sollte die Anpassung als Investition betrachtet werden.«

wendig, die Erhebung, Nutzung und Bearbeitung der Daten per Gesetz zu regulieren und vor Missbrauch zu schützen. Weitere Gründe sind der starke Anstieg der Cyberkriminalität. Daher nimmt die EUDSGVO Unternehmen stärker in die Pflicht, sich mit dem Thema der IT-Security zu beschäftigen. WIE HEISS WIRKLICH GEGESSEN WIRD Sehr heiß. Denn die Unternehmen müssen mit Inkrafttreten der Verordnung im Mai 2018 eine Liste an Anforderungen erfüllen. Bei Nichteinhaltung der Verordnung drohen Höchststrafen von vier Prozent des weltweiten Umsatzes oder 20 Millionen Euro – je nachdem, was höher ist. Es ist stark davon auszugehen, dass die Einhaltung der DSGVO streng kontrolliert und dabei wenig Nachsicht gezeigt wird. WAS DAS FÜR EIN TYPISCHES KMU BEDEUTET Es sind diverse organisatorische, technische und juristische Maßnahmen nötig. Für typische KMUs, die nicht über hauseigene IT-Spezialisten und Experten für diese Themen verfügen, stellt das eine große Herausforderung dar. Für KMUs lohnt es sich, auf externe Experten zurückzugreifen, die sie während dieser Umstellung begleiten. Auch wenn das im ersten Moment zusätzliche Kosten bedeutet, sollte die Anpassung als Investition betrachtet werden. Eine gutdurchdachte IT spart in weiterer Folge Kosten, und die Erfüllung hoher Sicherheitsstandards wirkt sich positiv auf Image und Vertrauen aus. WIE MAN SICH VORBEREITEN KANN Zuerst sollte sich ein Unternehmen ein genaues Bild davon machen, welche Daten überhaupt gespeichert und verarbeitet werden. Anschließend sind

WEITERE I N F O R M AT I O N E N Infos zur EU-Datenschutzgrundverordnung inklu­sive Zeitplan, Checkliste und wissenswerter Details findet man auf der Homepage der WKO: https://www.wko.at/ service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/Informationen-zur-EU-Datenschutz-Grundverordnung. html

alle Prozesse zu analysieren, um zu sehen, wo Handlungsbedarf besteht. Wichtig ist es, Verantwortliche und Unternehmensabläufe rechtzeitig zu definieren. Ein wesentlicher Punkt wird die Anpassung der technischen Infrastruktur sein. Diese muss zum Beispiel die definierten Löschfristen für personenbezogene Daten erfüllen oder einzelne Datensätze bei Bedarf von der Verarbeitung ausschließen können. Zudem müssen die Daten vor unberechtigter Manipulation oder ungewollter Veränderung geschützt werden. 

MAG. MARTIN PUASCHITZ ist Geschäftsführer der Puaschitz IT GmbH, gerichtlich beeideter Sachverständiger und Obmann der Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) Wien.

Abo-Service-Center NEUE Kontaktdaten Wir stehen Ihnen für alle Ihre Fragen ab 1. Jänner 2018 unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung: T +43 1 54664 135 Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr

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BETRIEB  Steuertipps

Wir en arbeit er s an d t i e r e b be! Ausga n e t s ei näch ND zw A W H DAC int am ersche . 2018 27. 04

IMPRESSUM Herausgeber, Medieninhaber, Verleger, Redaktion Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, T +43 1 54664 0, www.wirtschaftsverlag.at Geschäftsführung Dr. Karl Ulrich Chefredaktion Birgit Tegtbauer, Make Media Mediendienstleistungen OG, 1140 Wien, T +43 699 11338010, b.tegtbauer@wirtschaftsverlag.at Redaktionsleitung Stefan Böck Grafik Margareta Bergner-Damjanovic, T +43 1 54664 162, m.bergner@wirtschaftsverlag.at Gesamtverkaufsleitung Dr. Rainer Wimmer, +43 1 54664 240, r.wimmer@wirtschaftsverlag.at Anzeigenberatung Christian Hödl, +43 1 54664 288, c.hoedl@wirtschaftsverlag.at Anzeigenrepräsentanz OÖ Verlagsbüro Gerhard Weberberger, Kleinwört 8, 4030 Linz, T +43 732 315029 42, F +43 732 315029 46, Mobil +43 676 5185575, linz@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice T +43 1 54664 444, anzeigenservice@wirtschaftsverlag.at Anzeigentarif Nr. 44, gültig ab 1. Jänner 2018 Erscheinungsweise 6 x jährlich Herstellung Friedrich Druck & Medien GmbH, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrichdruck.com Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, T +43 1 54664 135 aboservice@wirtschaftsverlag.at Jahresbezugspreis 51 Euro (Inland), 79 Euro (Ausland); Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Kalenderjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung Bank Austria IBAN: AT17 1100 0095 2329 8900 BIC: BKAUATWW Druckauflage 4.100 Stück DVR 0368491 Gemeinsam für weniger Müll Wir verpacken unsere Zeitschrift nur dann in (umweltverträgliche) Folie, wenn die Post es aufgrund von Beilagen verlangt. Mehr erfahren: www.die-wirtschaft.at/CSR Die Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz ist unter www.wirtschaftsverlag.at/offenlegung ständig abrufbar. 1 | 2018

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LEGAL ENTITY IDENTIFIER (LEI) Ein LEI ist ab 1. 1 .2018 für die Durchführung von Wertpapiergeschäften notwendig, Ihre Bank darf ohne LEI, um den Sie sich selbst kümmern müssen, keine Wertpapierkäufe/-verkäufe (wie z. B. den Kauf von Wertpapieren für den Gewinnfreibetrag) mehr durchführen. Der Legal Entity Identifier (LEI) dient als weltweit eindeutige Referenz-/Identifikationsnummer für ­Unternehmen im Zusammenhang mit Wertpapiertransaktionen. Die Vergabe des LEI erfolgt über die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB), kostet rund 80 Euro, und der LEI muss jährlich verlängert werden. Ein LEI ist für alle Unternehmer notwendig, die entweder im Gewerberegister und/oder im Firmenbuch eingetragen sind, d. h. für alle Unternehmer mit Gewerbeschein, eingetragene Einzelunternehmen, OGs, KGs und Kapitalgesellschaften. Keinen LEI benötigen Freiberufler, Vermieter und Privatpersonen (für diese muss die Bank bei solchen Geschäften eine eigene Kennzahl ermitteln, um die sich aber die Bank selbst kümmern muss). LEI anfordern und verlängern . Die OeKB als Servicepartner der LEI-Vergabestelle WM Datenservice prüft LEI-Anträge österreichischer Unternehmen. Vergeben wird der LEI von WM Datenservice. Voraussetzung einer erfolgreichen Beantragung und der damit einhergehenden Vergabe eines LEI ist ein vorhandener Eintrag im jeweils zuständigen Handelsregister bzw. Gewerberegister. Bitte beachten Sie, dass für die Vergabe eines LEI an Gewerbetreibende eine beglaubigte Kopie des Gewerbescheins zwingend erforderlich ist. LEI anfordern. Melden Sie sich im WM-LEI-Portal unter www.wm-leiportal.org an. Wenn Sie noch nicht registriert sind, legen Sie einen Account an und bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse. Bestellen Sie Ihren LEI im WM-LEI-Portal. Im Anschluss erhalten Sie eine Rechnung per E-Mail. Nach Eingang Ihrer Zahlung prüft die OeKB Ihren österreichischen LEI-Datensatz. Nach positiver Prüfung erhalten Sie den Ihnen zugeteilten LEI per E-Mail. Ihr LEI ist ein Jahr gültig. LEI verlängern. 45 Tage vor Ablauf der Gültigkeit Ihres LEI werden Sie automatisch per E-Mail e­ rinnert, Ihren LEI-Datensatz zu überprüfen. Sie können Ihre Daten im WM-LEI-Portal überprüfen und bestätigen bzw. verändern. Sie erhalten eine Rechnung an Ihre E-Mail-Adresse. Nach Eingang der Zahlung prüft die OeKB erneut Ihren österreichischen LEI-Datensatz. Anschließend ist Ihr LEI ein weiteres Jahr gültig. Wenn Sie Ihre Daten nicht rechtzeitig bestätigen oder die Rechnung nicht bezahlen, verliert der LEI seine Gültigkeit. Neue Werte 2018 Monatliche Geringfügigkeitsgrenze: 438,05 Euro Höchstbeitragsgrundlage für Dienstnehmer: monatlich 5.130 Euro Höchstbeitragsgrundlage für Sonderzahlungen an Dienstnehmer: 10.260 Euro p. a. Höchstbeitragsgrundlage für freie Dienstnehmer und Selbstständige: 5.985 Euro p. m. (12 x) Auflösungsabgabe: 128 Euro

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter ­u nter T 01/278 12 95, office@jupiter.co.at, und Dr. Michael Kowarik unter T 01/892 00 55, info@kowarik.at, gerne zur Verfügung. www.ratundtat.at


Einkaufsadressen MARKTFÜHRER

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STEILDACH/AUSSENWAND

AMONN COATINGS GMBH An der Landesbahn 7, 2100 Korneuburg T 02262/735 80 65, F 02262/735 80 66 verkauf@amonn.at www.bessemer.at

FILLI STAHL GROSSHANDELSGMBH Schrödingerstraße 5, 9020 Klagenfurt T 0463/379 70-35 50, F 0463/379 70-35 90 office@figo.at, www.figo.at

ZAMBELLI RIB-ROOF GMBH & CO. KG Hans-Sachs-Straße 3+5, D-94569  Stephansposching T +49/9931/895 90-0 F +49/9931/895 90-49 rib-roof@zambelli.de, www.zambelli.com

DACHFLÄCHENFENSTER

Abdichtungs- und Dämmsysteme

BAUDER GES.M.B.H. Gewerbepark 16, 4052 Ansfelden T 07229/691 30-0, F 07229/691 30-30 info@bauder.at, www.bauder.at

PEHR U. PARTNER GES.M.B.H. Industriestraße 4 9601 Arnoldstein T 04255/30 30, F 04255/30 30-30 pehr-partner@a1.net www.pehr-partner.at

ERGO GMBH DACHZUBEHÖR Korbelweg 224, 3871 Nagelberg T 02859/66 31, F 02859/66 31-200 verkauf@ergo.at, www.ergo.at

Dächer, Fassaden und Komplettsysteme aus Aluminium

BRAMAC DACHSYSTEME INTERNATIONAL GMBH Bramacstraße 9, 3380 Pöchlarn T 02757/40 10-0, F 02757/40 10-61 mk@bramac.at, www.bramac.at

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PREFA ALUMINIUMPRODUKTE GESMBH 3182 Marktl/Lilienfeld, Werkstraße 1 T 2762/502-0, F 02762/502-874 office.at@prefa.com, www.prefa.at

Roofinox Edelstahl, speziell entwickelt für Dach und Fassade

ROOFINOX AKTIENGESELLSCHAFT Roofinox Edelstahl, speziell entwickelt für Dach und Fassade Landstraße 39, FL-9490 Vaduz Roofinox AktiengesellschAft T +423/233 50 75, F +423/233 50 76 Landstraße 39, FL-9490 Vaduz office@roofinox.com, www.roofinox.com

DACHLAWINENSCHUTZ

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ERGO GMBH DACHZUBEHÖR Korbelweg 224, 3871 Nagelberg T 02859/66 31, F 02859/66 31-200 verkauf@ergo.at, www.ergo.at

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HELLER METALL GMBH Rätikonweg 6, 6781 Bartholomäberg T 05556/721 76-0, F 05556/720 77-8 info@hellermetall.at, www.snowstop.at

ETERNIT ÖSTERREICH GMBH Eternitstraße 34, 4840 Vöcklabruck T +43 7672 707 0, F+43 7672 707 637 info@eternit.at, www.eternit.at

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SLAVONIA BAUBEDARF GMBH Hauffgasse 3–5, 1110 Wien T 01/769 69 29-0, F 01/769 69 27 office@slavonia.com, www.slavonia.com

UNI-BAUSYSTEME GMBH Gewerbepark 1, 4052 Ansfelden T 07229/789 90, F 07229/789 95 info@uni-bausysteme.at www.uni-bausysteme.at

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MARKTFÜHRER  Einkaufsadressen

AN- UND ABSCHLÜSSE DACHENTWÄSSERUNG

FLACHDACH/ABDICHTUNG

Abdichtungs- und Dämmsysteme

BAUDER GES.M.B.H. Gewerbepark 16, 4052 Ansfelden T 07229/691 30-0, F 07229/691 30-30 info@bauder.at, www.bauder.at

BÜSSCHER & HOFFMANN GESELLSCHAFT M.B.H. Fabrikstraße 2, 4470 Enns T 07223/823 23-0, F 07223/823 23-42 office@bueho.at, www.bueho.at

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TREFFPUNKT  9. Österreichischer Dachkongress

DACHKONGRESS 2018: DER GEMÜTLICHE TEIL

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Neben technischen Informationen, Normenwissen und Praxistipps bietet der Dachkongress auch viel Zeit für Unterhaltungen mit Geschäftspartnern und Kollegen. Am Ende des ersten Kongresstages trafen sich Teilnehmer, Aussteller und Referenten zum Galaabend in der Ausstellungshalle des Design Centers in Linz. Bei kulinarischen Köstlichkeiten, Livemusik und dem einen oder anderen Gläschen ließ man diesen informativen Tag gemütlich ausklingen.

Fotos: Viennamotion / Krisztian Juhasz

Weitere Fotos vom Dachkongress 2018 f­indet man auf www.dachwand.at.

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