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Kaffeesiederstammtisch Auf den Spuren des „dritten Mannes“

Ein soziales Getränk

Kaffee aus Guatemala Aromen von Zimt und Kokosnuss

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Die Psychologie des Kaffees Er erf üllt eine spezielle kommunikative F unktion. Dies können Limonaden, Tee oder Wein nicht. Seite

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Studie zur Kaffeekultur Unverzichtbares Genussgut mit sozialer Kompetenz


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Fixlohnsystem

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Kaffeesieder

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Stephanie Golser kombiniert für ÖGZ Café Makronen mit Kaffee.

Die Kaffeesieder stellen das Entlohnungssystem um

Stammtisch und Akademie

Schanigartensaisoneröffnung Atout für die Stadt

Steuertipp Neuerungen bei SV-Abmeldungen

Interview Schmeckt wie in Italien

Kaffeegenuss Sozialer Kaffee kommt aus dem Wald

Café Glockenspiel Tagsüber klassisch, abends Bar

Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, Grünbergstraße 15, Stiege 1, 1120 Wien, Tel.: (01) 546 64-0 / Unternehmensgegenstand: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften. / Beteiligung: Alleinige Gesellschafterin der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Herr Holger Hüthig mit 7,02 %, Frau Ruth Hüthig mit 0,45 %, Frau Beatrice Hüthig mit 0,28 % und Herr Sebastian Hüthig mit 0,28 %. / Geschäftsführung: Thomas Zembacher / Gesamtverkaufsleitung: Franz-Michael Seidl / Chefredaktion: Mag. Irene Stelzmüller, DW 360 / Anzeigenleitung: Kurt Heinz, DW 265 / Grafik: Antonia Stanek, DW 159 / Druck: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn

Aktuelles

Zeitgemäßes Lohnschema Wiener Kaffeehäuser steigen ab 1. Mai 2013 auf das Festlohnsystem um: Durch den neuen Kollektivvertrag entsteht Rechtssicherheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Informationsveranstaltung zum neuen Kollektivvertrag Dr. Günter Steinlechner, Leiter der Sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Wien, 2. Mai 2013, 15 Uhr, Großer Saal der Wirtschaftskammer Wien Stubenring 8–10 1010 Wien

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ach intensiven Gesprächen haben die Sozialpartner eine Einigung über die Einführung eines verpflichtenden Festlohnsystems erzielen können. Dies gilt für alle zur Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser gehörenden Betriebe, also für alle Betriebe mit der Betriebsart Kaffeehaus, Kaffeerestaurant, Espresso, Kaffeekonditorei, Stehkaffeeschenke oder Teehaus. Gründe für die Änderung gab es genügend: Nach dem alten System war die Berechnung der Garantielöhne fehleranfällig, die Lohnverrechnung kompliziert und somit mit hohen Kosten verbunden. Der neue Kollektivvertrag ist ein zeitgemäßes Lohnschema und vereinfacht die Lohnverrechnung. Dass das Festlohnsystem ein zeitgemäßes ist, zeigt sich auch darin, dass bereits sieben Bundesländer und im vergangenen Jahr auch die Wiener Hotellerie auf das Festlohnsystem umgestiegen sind.

Kaffeehäuser als attraktiven Arbeitsplatz positionieren Ab 1. Mai 2013 gilt in den Wiener Kaffeehäusern das neue Festlohnsystem. „In der Praxis wurde das Garantielohnsystem von den Kollegen oftmals nicht mehr praktiziert. Diese Umstellung bringt Rechtssicherheit gegenüber der Sozialversicherung und dem Arbeitsgericht, ein zeitgemäßes Lohnschema und bessere Planbarkeit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Somit stellt es eine wesentliche Erleichterung bei der Lohnverrechnung für die Betriebe dar. Wir wollen uns mit diesem System als attraktive Arbeitgeber positionieren. Dass es sich lohnt, Koch oder Restaurantfachmann zu lernen, soll sich auch in den Kollektivvertragslöhnen widerspiegeln. Gut ausgebildete Schüler aus Gastronomieschulen sollen in die Wiener Kaffeehäuser kommen und bei uns ein spannendes Arbeitsumfeld finden. Außerdem stehen wir natürlich in starker Konkurrenz mit den angrenzenden Bundesländern, und in Niederösterreich gilt be-

Thinkstock

Info

reits das Festlohnsystem“, so Berndt Querfeld, Obmann der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser.

Neues Lohnschema Das neue Lohnschema ist der Lohnliste auf Seite 6 zu entnehmen. Die Löhne für ungelernte Kräfte werden auf € 1.350,– brutto angehoben. Die besonders wichtige Lohngruppe 3 für gelernte Kräfte liegt mit € 1.525,– etwas unter dem Lohnniveau Niederösterreichs und der Wiener Hotellerie. Bereits jetzt wurde vereinbart, dass mit 1. Mai 2014 die Löhne um jeweils € 50,– in jeder Lohngruppe angehoben werden. Die weitere Entwicklung der Lohnkosten für die Betriebe ist daher schon jetzt planbar. Für Mitarbeiter, die aufgrund ihrer bisherigen Garantielöhne höhere

Löhne erhalten haben, wird von den Sozialpartnern empfohlen, als neuen Festlohn den Durchschnitt des letzten Jahres heranzuziehen. Zu beachten ist dabei jedoch, dass die Sonderzahlungen nunmehr vom IstLohn zu bezahlen sind. Für die Fälligkeit der Sonderzahlungen gilt neu der 30. Juni und der 30. November. Alle arbeitsvertraglichen Vereinbarungen, dass ein Mitarbeiter Garantielöhner ist, sowie alle Betriebsvereinbarungen und Betriebskollektivverträge, die in einzelnen Betrieben ein Festlohnsystem eingeführt haben, treten mit 30. April 2013 außer Kraft (Ausnahme: Kollektivvertrag McDonald’s Österreich). Es gilt für alle Betriebe nur mehr der neue Kollektivvertrag, der allen Kaffeesiedern auf dem Postweg übermittelt wird!


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Quergeschrieben

Editorial GEüBt f ür DEn WintEr

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ie Kaffeesieder haben heuer erstmals die Winteraufstellung der Schanigärten geprobt. Bekanntlich müssen die Schani- und Gastgärten vom 30. November bis 1. März weggeräumt werden, da sie laut Stadtregierung den Winterdienst bei der Schneeräumung behindern. Doch heuer schneite es noch am 29., 30. und 31. März, aber auch die ersten Apriltage waren von Schneefall geprägt. Trotz Schneefall zierten die Schanigärten weiterhin das Stadtbild – und die Schneeräumung erfolgte problemlos, auch bei einer Mindestrestgehsteigbreite von 1,5 Metern. Die Gäste saßen in Decken gehüllt mit Kaffee, Tee oder heißer Schokolade im Schanigarten, genossen das Heißgetränk mit oder ohne Zigarette und philosophierten darüber, ob der Osterhase im April vom Weihnachtsmann abgelöst wird. Womit die Kaffeesieder bewiesen, dass Gast- und Schanigärten auch das winterliche Stadtbild bereichern können; und das Thema, dass die Schneeräumung nicht problemlos durchgeführt werden könnte, ist somit obsolet. Einer Winter-Schanigartenaufstellung steht also nichts mehr im Wege. Nun ist die Wiener Stadtregierung am Zug, sich mit dem bereits mehrfach ge-

äußerten Wunsch der Fachgruppe der Kaffeehäuser Wiens auseinanderzusetzen, den Gästen auch bei Kälte, Regen und Schneefall die Lust auf FreiluftGastronomie zu ermöglichen. Die Cafetiers wollen ihren Gästen nicht nach dem Kalender Freiluft-Gastronomie bieten: Sie möchten das ganze Jahr über ihre Gäste auch draußen bedienen. Doch dies wird ihnen noch verwehrt, im Gegensatz zu anderen heimischen und internationalen Städten. Ein Umdenken wäre wünschenswert.

Irene Stelzmüller

KEin DinGS ohnE DinGS

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b Mai gilt für die Fachgruppe Kaffeehäuser Wien das Fixlohnsystem! So wie im Rest Österreichs auch (die Steiermark verhandelt gerade den Fixlohn). Das bringt viele Vorteile. Der wichtigste: Rechtssicherheit über Lohn und Lohnabgaben, da nicht mehr der Umsatz als Basis der Abrechnung gilt. Das bedeutet eine Vereinfachung der Lohnverrechnung und bringt bessere Kalkulierbarkeit. Das Bedienungsgeld ist somit Vergangenheit. Servicemitarbeiter werden wie alle anderen Mitarbeiter, wie zum Beispiel Köche, entlohnt. Für manche ist der Übergang mit Veränderungen verbunden. Das bedeutet Umstellung. Und wer möchte das schon. Es gibt eben kein Dings ohne Dings. Kein Vorteil ohne Nachteil. Das lässt sich leider nicht ganz ausschließen. Letztlich funktioniert das Fixlohnsystem im Rest Österreichs und Europas. Ich denke, es ist ein guter Schritt für unsere Branche. Was ist ihre meinung? E-mail: kaffeehaeuser@wkw.at

Berndt Querfeld FG-Obmann der Kaffeehäuser Wien

Höchste Qualität

vom Anbau bis in die Tasse

www.testarossa.it


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KaffeesiederAkademie

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Kaffeesieder steigen hinab in das Wiener Kanalsystem

ositive Nebenwirkungen? Erwünscht! In Zeiten von Facebook, Twitter und Co kommen persönliche Kontakte manchmal zu kurz. Deshalb freut es mich besonders, dass sich gerade die KaffeesiederAkademie neben viel Wissenswertem auch zu einer beliebten Plattform für den Austausch mit Kollegen entwickelt hat. Eine durchaus erwünschte positive „Nebenwirkung“. Auch im Monat Mai wird es zwei praxisnahe Seminare geben. Aufgrund der großen Nachfrage insbesondere zu den Themen Erste Hilfe und Betriebshygiene werden diese Seminare nun sogar „in Serie“ gehen.

28. Mai 2013 von 9 bis 11 Uhr im Festsaal 1010 Wien, Judenplatz 3–4 Erste Hilfe – Modul 2. Während beim letzten Kurs der Schwerpunkt auf lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen lag, widmet sich Andreas Zenker vom Österreichischen Roten Kreuz diesmal der Versorgung offener Wunden, Allergien, Epilepsien. Was ist zu tun bei einem bedrohlich wirkenden Krampfanfall, oder wie sehen Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Allergieschock aus? Andreas Zenker beantwortet diese Fragen und widmet sich auch dem Anlegen eines Druckverbandes sowie der Versorgung von Brandwunden.

Ing. Johann Gottschall, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Wien Kanal, erklärte die Funktionsweise des Kanalsystems – im Bild mit FG-Obmann Berndt Querfeld

Ab ins Wasser Zu Gast in der Wiener Unterwelt auf den Spuren des „dritten Mannes“ waren die Kaffeesieder im Rahmen des Kaffeesieder-Stammtisches. Text: Agnes Fechner

Info Die Dritte-Mann-Tour

Anmeldung erforderlich! T 01/524 50-41 12 E kaffeehaeuser@wkw.at

KaffeesiederStammtisch Russische Speisekarten Der FG-Obmann der Wiener Kaffeehäuser, Berndt Querfeld, lädt am 7. Mai 2013 um 15 Uhr ins Café Landtmann ein, wo er mit Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner über die Entwicklung des Tourismus in Wien spricht.

Kontakt Berndt Querfeld ist bei Fragen, Beschwerden, Wünschen und Anregungen erreichbar: E berndt.querfeld@landtmann.at kaffeehaeuser@wkw.at

Harald Jahn / picturedesk.com

Veranstaltungen: 15. Mai 2013 von 14 bis 16 Uhr „Palme“ im Café Weimar, 1090 Wien, Währinger Str. 68 Coole Drinks für heiße Tage. Trendige Sommerdrinks abseits des klassischen Eiskaffees einfach zubereiten. Die Kaffeesieder-Akademie ist zu Gast im Café Weimar, wo gemeinsam mit den Bar-Profis der „Beweg-Bar“ alkoholfreie und alkoholische sommerliche Kreationen erlernt und verkostet werden.

startet im Kanal vis-à-vis vom Café Museum von Mai bis Oktober jeweils Donnerstag bis Sonntag.

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erndt Querfeld, Obmann der Fachgruppe Kaffeehäuser, lud die Wiener Kaffeesieder ins Café Museum zu einem Vortrag über das Kanalsystem Wiens. Ing. Johann Gottschall, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Wien Kanal, erklärte die Funktionsweise und Notwendigkeit des Abwassersystems und gab einen Einblick in die Tätigkeiten eines Kanalarbeiters. Hauptaufgabe sei es, das Kanalsystem sauber zu halten. Alle zwei Jahre werde jeder Abschnitt der insgesamt 2400 km langen Rohre begangen und gereinigt. Mit weißem Schutzhelm und Stirnlampe ging es dann in die feuchten Tiefen der Wiener Unterwelt.

Leistungsfähige Kläranlagen Die Wiener Kanalisation geht bis auf das Jahr 100 n. Chr. zurück, als römische Soldaten im Militärlager Vindobona ein erstes Kanalsystem erbauten. Im Mittelalter landete der gesamte Müll auf der Straße oder im Bach, erst bei Hochwasser wurden die übelriechenden Restbestände in die Donau geschwemmt, was Seuchen und Epidemien zur Folge hatte. Im Jahr 1739 war Wien die einzige Stadt, die innerhalb der Stadtmauern vollständig kanalisiert war. Trotzdem gab es immer noch tödliche Seuchen. Die verheerende Cholera-Epidemie im Jahr 1830, die 2000 Tote forderte, war Auslöser für die Einwölbung der Bäche im Stadtgebiet und der Errichtung der beiden Cholera-Kanäle, die parallel zum Wienfluss verlaufen. Der Zweite Weltkrieg hinterließ massive Zerstörungen, es dauerte bis 1950, bis die Folgen der 1.800 Bombentreffer, die das Kanalnetz beschädigt hatten, behoben wurden. Von nun an wuchs das Wiener Kanalsystem wieder, und es wurden leistungsfähige Kläranlagen gebaut. Durch die Errichtung der

Hauptkläranlage in Simmering im Jahr 1980 wurde die städtische Abwasserentsorgung komplettiert. Heute sind 99 % der Wiener Haushalte an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Täglich werden 500.000 m³ Abwasser der Stadt zur Hauptkläranlage transportiert.

Filmkulisse Das moderne Wiener Abwassersystem verbindet technologische Innovationen mit großer Geschichte. Die Verfolgungsjagd des Orson Welles alias Harry Lime im Film „Der dritte Mann“ wurde weltberühmt – und mit ihr die Wiener Kanalisation. Das düstere Nachkriegsepos um den Penicillinschieber Harry Lime zählt noch immer zu den Filmklassikern und gilt als der WienFilm schlechthin. Die Rückkehr des „dritten Mannes“ wurde zum 50-Jahr-Jubiläum mit der Errichtung eines Supertunnels gewürdigt. Die Familie Zimmermann verwirklichte ihre Geschäftsidee und bietet Führungen im Zeichen des „dritten Mannes“ an. Ing. Gottschall betont: „Wir suchen uns gerne Kooperationen.“ Die Wien Kanal kooperiert mit dem Café Museum, das seinen Gästen einen Rabatt auf die Tour verschafft. Das Burgkino konnte auch dazugewonnen werden, und zeigt dreimal pro Woche den Film. Zusätzlich gibt es noch eine Ausstellung zum Film in der Pressgasse. „Plötzlich ist der Kanal wieder interessant“, so Gottschall weiter, „Soko Donau, Red Bull, Wolf Haas mit der Kriminacht, Lange Nacht der Museen“, sie alle waren schon im Kanal. „Wir machen kaum Werbung, die 80 redaktionellen Berichterstattungen hätte ich nicht bezahlen können“, so Gottschall stolz, „sogar das Wall Street Journal berichtete auf einer ganzen Seite über die Kanalführung.“


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entGeltlICHe eInsCHAltunG

schärf-kaffeemaschinen Die Familie Schärf zählt zu den Pionieren in der Entwicklung der Espressomaschinen und zu den Erfindern der Kolben-Zylinder-Technologie.

Bereits in den 50er-Jahren war es das erklärte Ziel von Dr. Alexander Schärf, Gründer der Alexander Schärf & Söhne GmbH, den besten Espressokaffee zu produzieren. Zu dieser Zeit war er einer der führenden Entwickler und Pioniere der heutigen Espressomaschinen-Technologie in Österreich. Dr. Alexander Schärf war es auch, der die bis heute überaus erfolgreiche Kolben-Zylinder-Technologie entwickelte und patentieren ließ. Damals wie heute entspricht die Marke „Schärf“ der starken Nachfrage der Kaffeemaschinen-Kunden und verspricht seit jeher Kaffeegenuss auf höchstem Niveau.

kolbentechnologie: Das erfolgsprinzip der kolbengruppe Durch die technisch weiterentwickelte Kolbengruppe der „Schärf Xpress Piston“ wird der druckvolle, schnelle und gleichmäßige Durchfluss des Wassers durch den frisch gemahlenen Kaffee garantiert und gibt dem Espresso die unverwechselbare Crema sowie sein einmaliges Aroma, welches wahre Kaffeekenner seit jeher schätzen und lieben. Mit der Bedienung einer einzigen Taste dosieren die „Xpress Piston“Espressomaschinen von Schärf bei höherer Geschwindigkeit jeden Espresso-Kaffee exakt nach ihrem Bedarf – geräuschlos, dauerhaft, präzise und automatisch. Denn es ist das Druckgleichgewicht der Kolbenzylindergruppe, welches den Unterschied zu konventionellen Pumpen-Espressomaschinen ausmacht. Sie ermöglichen auch die gleichzeitige Zubereitung bis zu drei Tassen echten Espressos, dessen unvergleichliche Qualität das Ergebnis der hohen Kompression ist.

„schärf Xpress piston“ – die espressomaschine für die anspruchsvolle Gastronomie Das „Schärf Xpress Piston“-System bedeutet die Symbiose höchsten Komforts und fortgeschrittener Technik. Kompakt verpackt in exklusivem Design – mit einem Wort: unverwechselbar Schärf. Die „Schärf Xpress Piston“-Maschinen für den modernen Gastronomiebereich setzen Maßstäbe in Perfektion und Technik. Mit dem Volumendruck der „Xpress Piston“ hat Schärf eine Spitzenmaschine konstruiert, die anspruchsvollen Gastronomen auch die diffizilsten Wünsche erfüllt. Kurz, das Arbeitsgerät für qualitätsbewusste Kaffeeliebhaber und -kenner.

Qualitätskaffee ist eine frage der perfektion – auch bei Vollautomaten Die „Schärf Eco Pro“, „Eco Style“ & „Eco Smart“ verbinden auf eindrucksvolle Weise das Know-how jahrzehntelanger Erfahrung in der Herstellung hochwertiger Kaffeemaschinen mit der Innovationskraft eines modernen, visionären Unternehmens. Im Vordergrund steht immer maximaler Kunden-

nutzen durch kompromisslose Qualität, gepaart mit Funktionalität und Design. Die „Schärf ECO-Serie“ bringt das innovative Design und die erstaunlichen Qualitäten der neuen KaffeemaschinenGeneration am deutlichsten zur Geltung. Alle Varianten der „Schärf ECO-Serie“ können mit einem optionalen InstantModul, einem Kühlschrank, weiteren Mahlwerken oder einem Tassenwärmer individuell und beliebig erweitert werden. Durch die geringe Breite dieser Module können Sie auf wenig Platz einen hochwertigen Vollautomaten für höchste Kaffeequalität unterbringen. Das integrierte Heißwasser-/Dampfsystem verfügt über eine Stundenleistung von bis zu 58 Litern und erfüllt damit auch höchste Kapazitätsansprüche. Ein neues Belüftungssystem der Mühlen sorgt für höchste Qualität der Bohnenverarbeitung und verhindert das Nachrösten. Die solide Bauweise der Brühgruppe ist auf enorme Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit ausgelegt. Diese garantiert besten Kaffee von der ersten bis zur letzten Tasse. Mit einer Kapazität von 23 g eröffnet die Brühkammer beinahe unbegrenzte Variationsmöglichkeiten. Die Vorteile auf den punkt gebracht: • Hochwertige Präzisionstechnik • Doppeltes Hubspindelgetriebe • Patentierte Metallbrühgruppe • Sparsam durch Hochdruck • Anpressdruckregulierung • 23 g frisch gemahlener Kaffee in der Brühkammer

schärf-unternehmensgruppe – Gastronomielösungen aus einer Hand Die traditionsreiche und international ausgerichtete Schärf Unternehmensgruppe wurde bereits in den 50er-Jahren gegründet und wird nun bereits in zweiter Generation von Reinhold Schärf erfolgreich geführt. Das österreichische Familienunternehmen beschäftigt sich intensiv mit den komplexen Zusammenhängen der Espressozubereitung und der Eigenentwicklung hochwertiger Espressomaschinen mit patentierter Kolben-Zylinder-Technologie.

nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette Besonders wichtig ist für Eigentümer Reinhold Schärf, der bereits von seinem Sohn Marco unterstützt wird, die Nachhaltigkeit und die Qualitätskontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette. Als Basis für alle Schärf-Kaffeeprodukte dienen ausschließlich ausgewählte Spezialsorten der Hochland-Arabica-Bohne. Die besonderen Vorteile gegenüber allen anderen Produkten liegen in der schonenden Extraktion

bei der Zubereitung, wodurch eine überaus magenschonende Espressoqualität gewährleistet ist. Die Röstung der hauseigenen Kaffeespezialitäten erfolgt unter den Markennamen „Schärf Kaffee“ und „Coffeeshop Company“. Neben der Erzeugung von hochwertigen Espressomaschinen und der Kaffeeröstung zählen die Entwicklung und Umsetzung von kaffeegastronomischen Projekten zu den Unternehmensschwerpunkten. Bei allen Schärf-Kaffeekonzepten ist die Ausbildung ein zentrales Anliegen für Reinhold Schärf. So beinhalten alle Schärf-Kaffeekonzepte eine umfangreiche und fundierte Ausbildung im Rahmen der Schärf Academy. Durch ein internationales Schulungszentrum in der Firmenzentrale, der Schärf World in Neusiedl am See, wurden optimale Voraussetzungen für die Ausbildung angehender Baristi geschaffen.

zwei franchisekonzepte Äußerst erfolgreich ist das Schärf Barista-Konzept, welches national und international großen Anklang findet. Besonders in Deutschland haben die Bäcker die Vorteile einer Partnerschaft mit Schärf erkannt, wodurch dieser stark wachsende Markt ein großes Potenzial an Neukunden bietet. In Österreich ist der Kooperationsanteil mit Bäckereien stark im Steigen. Es hat sich gezeigt, dass die umfangreichen Schärf BaristaKonzepte mit Kaffeespezialitäten, Tee und Trinkschokoladen sowie den neuen Aqua-Coffea-Limonadenspezialitäten eine ideale Ergänzung für Bäcker, Konditoren und Gastronomen sind. Neben den bewährten Schärf-Barista- und „Coffeeshop Company“-Konzepten bietet die Schärf-Unternehmensgruppe mit dem neuen Franchisekonzept „the Italian“ ein Ganztages-Gastronomiekonzept an. Das erste Lokal wurde 2012 in Wiener Neustadt eröffnet. Weitere sollen national und international folgen. Mit diesem neuen Gastronomiekonzept unterstreicht die Schärf-Unternehmensgruppe ihre umfassende Gastronomiekompetenz. Dabei kann die Schärf-Unternehmensgruppe mit dem Franchisekonzept „Coffeeshop Company“ auf internationale Erfahrung in 23 Ländern und mehr als 278 Coffeeshops zurückgreifen. „Bei all unserem Handeln steht der Mensch und die Qualität unserer Produkte an oberster Stelle. Wir versuchen, mit unseren Gastronomiekonzepten Raum für zwischenmenschliche Begegnungen zu schaffen. Dabei lege ich Wert darauf, dass auf die verschiedensten Gefühlsempfindungen der Menschen eingegangen wird, sowohl in Produktqualität und -sortiment als auch in Architektur und Design. In all unseren Projekten muss die Seele spürbar sein, unabhängig davon, ob es sich um ein klassisches Kaffeehaus, einen Coffeeshop oder um ein Restaurant handelt“, so Reinhold Schärf.


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Die neuen Löhne ab 1. Mai 2013 im Wiener Gastgewerbe für Betriebe, die der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser angehören. Diese Liste gilt daher für Arbeiter von Wiener Gastgewerbebetrieben in den Betriebsarten Kaffeehaus, Kaffeerestaurant, Espresso, Kaffeekonditorei, Stehkaffeeschenke und Teehaus Erhöhung der Mindestlöhne ab 1. Mai 2013 auf die unten stehenden Beträge Laufzeit: 1. 5. 2013 bis 30. 4. 2014 Die tatsächlich bezahlten Löhne müssen nur dann und insoweit erhöht werden, als sie die nachstehenden Mindestsätze nicht erreichen. Tageslohn = 1/22stel des Monatslohnes Stundenlohn = 1/173stel des Monatslohnes Lohngruppen Monatslohn bis zum vollendeten 5. Jahr

Lohngruppe 1

Qualifizierte Facharbeiter/innen mit großem Verantwortungsbereich:

Monatslohn ab dem 6. Jahr

Monatslohn ab dem 11. Jahr

Monatslohn ab dem 16. Jahr

Monatslohn ab dem 21. Jahr

1.900,00 1.947,50 1.995,00 2.042,50 2.090,00

Abteilungsverantwortliche überwiegend im operativen Geschäft, die aufgrund entsprechender Qualifikationen • sehr anspruchsvolle berufseinschlägige Arbeiten selbstständig und unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte verantwortungsbewusst verrichten, • für den Wareneinkauf und die Kalkulation in ihrer Abteilung verantwortlich sind, • umfassende fachliche und personelle Verantwortung für ihnen unterstellte Arbeitskräfte tragen. Beispiele: Restaurantchef/in Küchenchef/in

Lohngruppe 2

Qualifizierte Facharbeiter/innen mit erweitertem Verantwortungsbereich

1.720,00 1.763,00 1.806,00 1.849,00 1.892,00

Arbeiter/innen mit abgeschlossener facheinschlägiger Lehre bzw. mit Abschluss einer mindestens 3-jährigen facheinschlägigen berufsbildenden mittleren Schule bzw. einer facheinschlägigen berufsbildenden höheren Schule, die nicht unter Lohngruppe 1 fallen, sowie Stellvertreter/innen von Arbeitern/Arbeiterinnen in der Lohngruppe 1, die • berufseinschlägige Arbeiten selbstständig und unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte verantwortungsbewusst verrichten, • Kunden und Gäste entsprechend fachlich beraten und • fachliche Verantwortung für ihnen unterstellte Arbeitskräfte tragen. Beispiele: Restaurantchef/in, der/die nicht unter Lohngruppe 1 fällt Restaurantchef-Stellvertreter/in Küchenchef/in, der/die nicht unter Lohngruppe 1 fällt Küchenchef-Stellvertreter/in Chef de rang, der aufgrund seines erweiterten Verantwortungsbereiches nicht unter Lohngruppe 3 fällt Chef de partie, der aufgrund seines erweiterten Verantwortungsbereiches nicht unter Lohngruppe 3 fällt

Lohngruppe 3

Facharbeiter/innen im berufseinschlägigen Aufgabenbereich:

1.525,00 1.563,10 1.601,30 1.639,40 1.677,50

Arbeiter/innen mit abgeschlossener facheinschlägiger Lehre bzw. mit Abschluss einer mindestens 3-jährigen facheinschlägigen berufsbildenden mittleren Schule bzw. einer facheinschlägigen berufsbildenden höheren Schule, die • berufseinschlägige Arbeiten nach Anweisung verantwortungsbewusst verrichten und • Kunden und Gäste entsprechend fachlich beraten. Beispiele: Restaurantfachmann/-frau mit oder ohne Inkasso Koch/Köchin, Konditor/in und Bäcker/in, jeweils mit abgeschlossener Berufsausbildung Elektriker/in, Haustischler/in und Chauffeur/in, jeweils mit abgeschlossener Berufsausbildung, der/die als solche eingesetzt wird

Lohngruppe 4a

Arbeiter/innen nach 3 Monaten im 1. und 2. Gehilfenjahr:

1.415,00

Arbeiter/innen mit abgeschlossener facheinschlägiger Lehre bzw. mit Abschluss einer mindestens 3-jährigen facheinschlägigen berufsbildenden mittleren Schule bzw. einer facheinschlägigen berufsbildenden höheren Schule in den ersten zwei Jahren nach Lehrabschluss bzw. Schulabschluss, nach 3 Monaten im 1. Gehilfenjahr. Beispiele: Restaurantfachmann/-frau und Koch/Köchin, jeweils im 1. und 2. Gehilfenjahr nach der Behaltezeit Bäcker/in und Konditor/in, jeweils im 1. und 2. Gehilfenjahr nach der Behaltezeit

Lohngruppe 4b

Arbeiter/innen in den ersten 3 Monaten im 1. Gehilfenjahr:

1.350,00

Arbeiter/innen mit abgeschlossener facheinschlägiger Lehre bzw. mit Abschluss einer mindestens 3-jährigen facheinschlägigen berufsbildenden mittleren Schule bzw. einer facheinschlägigen berufsbildenden höheren Schule in den ersten 3 Monaten im 1. Gehilfenjahr.

Lohngruppe 5

Arbeiter/innen ohne abgeschlossene facheinschlägige Berufsausbildung:

1.350,00 1.383,80 1.417,50 1.451,30 1.485,00

Arbeiter/innen ohne abgeschlossene facheinschlägige Berufsausbildung und Hilfskräfte in allen Bereichen. Beispiele: Hilfskraft im Service Hilfskoch/Hilfsköchin Abwäscher/in Hausarbeiter/in ohne abgeschlossene facheinschlägige Berufsausbildung Sonstige Hilfskraft in Küche und Service Die Lehrlingsentschädigungen unterliegen weiterhin der Lohntabelle für das Wiener Gastgewerbe.

Zulagen und Zuschläge

Gültig von 1. 5. 2013 bis 30. 4. 2016

Nachtarbeitszuschlag Fremdsprachenzulage

20,70 30,00


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Atout unserer Stadt Die Wiener Schanigartensaison 2013 ist eröffnet, und die Zahl der Schanigärten steigt weiter, denn der Kaffeegenuss im Freien wird als Wiener Lebensart gesehen.

Michael Häupl werde von den Gästen nicht nur geschätzt, sondern bei schönem Wetter auch nachgefragt, weiß Berndt Querfeld, FG-Obmann der Kaffeehäuser Wiens. Für Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank sind Gastgärten eine Kultur des Stadtlebens und des Stadterlebens. Sie seien gut für eine Durchmischung der Stadt ohne Clusterbildung. Jank: „Ich wünsche allen Schanigartenbesitzern für die kommende Saison ein gutes Geschäft. Schließlich müssen nicht zuletzt auch die erhöhten Gartengebühren wieder verdient werden.“ Berndt Querfeld ergänzt: „Trotz Erleichterung bei der gesetzlichen Regelung, wonach ein Kaffeehausbetreiber nicht mehr für die gesamte Saison seine Bewilligung braucht, sondern nur für jene Monate, in denen Tische und Sessel draußen stehen, wird die Schanigartensaison immer noch kalendarisch geregelt. Eine Totalsperre über die Wintermonate, vor allem dann, wenn angenehme Temperaturen zum Draußensitzen einladen, findet so mancher Gast enttäuschend. Zu Recht fragen sich auch Tabakgenießer, warum ein Freiluftgarten nicht ganzjährig benutzbar sein soll.“ is/ck

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raditionell eröffnen mit Frühlingsbeginn Bürgermeister Michael Häupl und WKWPräsidentin Brigitte Jank die Wiener Schanigartensaison. Bis Ende November laden rund 1.800 Schanigärten zum Draußensitzen ein. Bürgermeister Michael Häupl bezeichnete in seiner Eröffnungsrede Gastgärten als „Atout unserer Stadt“, das für südliches Flair in Wien sorgt. Gastgärten seien Orte der Begegnung wie ein Beisl oder der Heurige. Auch Politiker würden häufig von der Existenz der Gastgärten profitieren, denn „wo kann man sonst so gut mauscheln“, so Häupl lachend. Ganz auf die Pflege der Wiener Kaffeehauskultur setzt Markus Muliar, Inhaber des Café Markusplatz mit 40 Schanigartenplätzen. „Als dieser Betrieb vor sieben Jahren in eine Tagesbar umgewandelt hätte werden sollen, war es mir möglich, das Kaffeehaus zu übernehmen. Solange dem Stammgast sein Ort für den Kaffeegenuss erhalten wird, bleibt auch die traditionelle Atmosphäre der Wiener Kaffeekultur gewahrt“, ist Markus Muliar überzeugt. Das Hinausstellen von Tischen und Sesseln vor das Lokal reicht historisch ins 18. Jahrhundert zurück. „Das Draußensitzen vor dem Kaffeehaus

„Wo kann man sonst so gut mauscheln?“

Bgm. Michael Häupl, WKWPräsidentin Brigitte Jank und FG-Obmann Berndt Querfeld (r.) eröffneten in Markus Muliars Café Markusplatz bei winterlichen Temperaturen die Schanigartensaison


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Die Psychologie des Kaffees Die Fachgruppe der Kaffeehäuser Wiens setzte mit ihren Partnern das Thema Kaffee im Rahmen der Messe Hotel+Gast Wien in Szene. Text: Irene Stelzmüller

verwendeten Kaffeemarke seine Kaffeekompetenz unterstreichen, aber es kommt auch auf die Zubereitung des Kaffees und den Service rundherum an. Es geht um den Gesamtauftritt des Genussmittels Kaffee, und dazu gehören auch das Geschirr, Löffel, Tabletts, Wassergläser, Mehlspeisen oder kleine Goodies in Form von Keksen“, so Karmasin.

Irene Stelzmüller

Vier Gruppen von Kaffeetrinkern

Die Besucher der Messe Hotel+Gast Wien entspannten im Wiener Kaffeehaus der FG Kaffeehäuser Wiens und verkosteten diverse Cappuccini

„Der junge, erfolgreiche Mann bestellt einen Espresso, die Frau mit den gleichen Eigenschaften einen Cappuccino oder einen aromatisierten Kaffee mit Milch.“ Sophie Karmasin

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uf der Messe Hotel+Gast Wien errichtete die FG der Kaffeehäuser Wiens ein temporäres Kaffeehaus, in dem sich die Fachbesucher über Kaffee in all seinen Facetten bei Melange mit Apfelstrudel und Live-Piano-Musik unterhalten konnten. Ein Programmpunkt war der Impulsvortrag von Motivforscherin Sophie Karmasin über die Psychologie des Kaffees. „Der Kaffee ist ein soziales Getränk und erfüllt eine spezielle kommunikative Funktion. Dies können andere Getränke wie Wein, Tee oder Limonaden nicht“, weiß Karmasin. Darüber hinaus ist Kaffee ein Getränk, das von früh

bis spät getrunken wird. „Morgens gibt er uns den Energie-Kick, vormittags wird er in der Pause als Genuss für zwischendurch getrunken, beim Mittagessen gehört er zur Kulinarik, nachmittags wird er als Belohnung gesehen, und abends gehört der Espresso zum Abschluss eines stilvollen mehrgängigen Essens“, erklärt Sophie Karmasin.

Gesamtauftritt des Genussmittels Der Cafétier muss das Erlebnis Kaffee inszenieren, denn nur so kann er beim Gast reüssieren. „Der Kaffeesieder kann mit dem sichtbaren Einsatz der

Sie unterteilt die Kaffeetrinker in vier Gruppen: Der junge, erfolgreiche Mann bestellt einen Espresso, die Frau mit den gleichen Eigenschaften eine Cappuccino oder einen aromatisierten Kaffee mit Milch. Die ältere Dame wählt die Melange und der ältere konservative Herr einen Großen Braunen. Sophie Karmasin ist auch überzeugt, dass sich die Kaffeekultur in der Gastronomie weiterentwickeln wird. „Es wird immer Leute geben, die auf den Preis schauen und bei McDonald’s ihren Kaffee kaufen, aber es gibt auch diejenigen, die den Fokus auf den Rohstoff legen und den Kaffee bestellen, der sich über die Region und ein nachhaltiges Zertifizierungsprogramm definiert. Klar ist, dass Coffeeshops mit ihren neuen Konzepten modern wirken und daneben bestehende, traditionelle Kaffeehäuser älter ausschauen, als sie in Wirklichkeit sind. Das Kaffeehaus kennt die Melange, aber die junge Generation bestellt einen Cappuccino oder Caffè Latte. Cafétiers müssen auf die neuen Strömungen reagieren und ihre Laufkundschaft damit bedienen. Anders sieht es bei den Kaffeehäusern aus, die von Touristen gezielt wegen ihres monarchistisch traditionellen Touchs besucht werden – die müssen sich auf die klassischen Kaffeespezialitäten konzentrieren“, meint Karmasin. Das „Coffee Inspiration“-Labor betreute der mehrfache österreichische Baristameister und Kaffee-Experte Goran Huber. Er lud zur Blindverkostung von verschiedenen Kaffeeröstungen aus 100 Prozent Arabicabohnen, die für jeden Espresso frisch gemahlen wurden, und er sprach ausführlich über die neuesten Kaffeetrends.

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lienischen Espressos – eine perfekte Crema und einen intensiven Körper – hervorhebt. Speziell für manuelle oder halbautomatische Siebträgermaschinen hat Brita Professional die Purity Finest entwickelt. Für jeden Geschmack der richtige Filter: Die neuen Purity Finest 600 und 1200 verfügen über mehr Kapazität und somit längere Laufzeiten, die eine gleichbleibende Qualität der Espressi sowie aller auf Espresso basierender Kaffeespezialitäten gewährleistet. Die Finest-Familie

besticht mit den drei Purity-Versprechen: höchste Produktsicherheit, einfache Handhabung und optimale Wasserqualität. Der IntelliBypass sichert einen volumenstromunabhängigen Verschnittwasseranteil speziell bei geringen Wasserdurchsatzraten und eine damit verbundene konstante Wasserqualität. Eine Reduzierung von Trübungen sowie geruchs- und geschmacksstörenden Inhaltsstoffen im Filtrat und auch im Verschnittwasser ist garantiert. www.professional.brita.de

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Sonnengetrocknete Bohnen Zimt und Kokosnuss sind die Aromen des neuen Starbucks Origin Espresso aus Antigua/Guatemala. text: Irene Stelzmüller

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er Ursprung der besonderen Kaffeesorte Starbucks Origin Select Espresso Guatemala Antigua liegt in den Kaffeeplantagen rund um die Stadt Antigua. Dieser Teil im Süden Guatemalas ist von drei Vulkanen umgeben. Die enorme Höhe (1.500 bis 1.800 Meter) sowie der fruchtbare, mineralreiche Lehmboden bieten ideale Bedingungen für den Kaffeeanbau. Alfredo, ein nachhaltiger Händler von Starbucks, betont anlässlich der Präsentation des neuen Kaffees in London: „In Antigua wird seit 150 Jahren Kaffee angebaut. Der Kaffee wird nach der Fermentierung je nach Luftfeuchtigkeit sieben bis acht Tage in der Sonne getrocknet, was sein Aroma so einzigartig macht.“ Starbucks Origin Select Espresso Guatemala Antigua, ist ein Kaffee, der sich durch seine subtil-würzigen Aromen auszeichnet. Chris, Starbucks Ambassador in London, schwärmt: „Es ist ein klassischer Espresso, der leicht nach Kokosnuss schmeckt, im Abgang würzig ist und an Zimt erinnert.“ Guatemala Antigua ist ein mittelgerösteter latein-

amerikanischer Kaffee, der auch mit Milch harmoniert. Guatemala Antigua ist der erste Teil einer Reihe von verschiedenen Starbucks-Origin-Espresso-Sorten, die lediglich für eine begrenzte Zeit erhältlich sind. Starbucks plant, seinen Kunden verschiedene Espresso-Sorten zu verschiedenen Zeiten im Jahr und so neue Variationen ihrer Lieblingsgetränke anzubieten. „Wir werden auch in Österreich weiter wachsen. Wir planen weitere Coffeehouses, aber es war in einer Stadt wie Wien, die über eine historisch gewachsene Kaffeehauskultur verfügt, nicht so einfach, die hochgesteckten Expansionspläne zu realisieren. Wir brachten eine neue Kaffeekultur in die Stadt, an die sich die Wiener erst gewöhnen mussten. Der personalisierte Kaffee oder die diversen Frappuccinos waren ein echtes Novum“, erklärt Michelle Gass, Präsidentin Starbucks EMEA, anlässlich der Präsentation des Starbucks Origin Espresso Guatemala Antigua in London.

„Wir werden auch in Österreich weiter wachsen.“ MICHelle GAss, präsIDentIn stArBuCks eMeA

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Goldene Kaffeebohne 2013

Steuertipp änDErunGEn BEi DEn SachBEzuGSWErtEn SEit 1. JännEr 2013 Hin und wieder hat die Finanzministerin ein Einsehen, und es kommt tatsächlich zu Erleichterungen für die Steuerpflichtigen. Ab 1. 1. 2013 gibt es dazu zwei Neuerungen: Der Sachbezugswert für die Zinsersparnis bei unverzinslichen Gehaltsvorschüssen und Arbeitgeberdarlehen über EUR 7.300,– ist für 2013 mit 2 % anzusetzen (bisher 3,5 %, in Zukunft jedes Jahr Neubewertung). Beim Sachbezugswert für Wohnraum haben sich zwar die Richtwerte gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht, dafür gibt es folgende Erleichterung: Liegt es im besonderen Interesse des Arbeitgebers, den Arbeitnehmer in der Nähe des Dienstortes unterzubringen und stellt er diesem kostenlos oder verbilligt eine arbeitsplatznahe Unterkunft zur Verfügung, so ist kein Sachbezugswert zu rechnen, wenn diese Unterkunft weniger als 30 m² hat. Für Wohnungsgrößen zwischen 30 und 40 m² gibt es auch Begünstigungen, die aber wohl nur auf Saisonarbeitskräfte anzuwenden sind (bitte uns in diesem Fall kontaktieren). achtung, nicht vergessen: Wird einem Arbeitnehmer in einer parkraumbewirtschafteten Zone ein Parkplatz zur Verfügung gestellt, so ist ein Sachbezug von EUR 14,53 p. m. zu rechnen. Diese Bestimmung hat nach der Ausweitung des Parkpickerls in Wien seit 10/2012 größere Bedeutung als zuvor erlangt.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Ihr Rat-&-Tat-Steuerberater Mag. Manfred Wildgatsch, Kanzlei Jupiter unter (01) 278 12 95, office@jupiter. co.at, gern zur Verfügung. www.jupiter.co.at

info Es wird aus jedem Bundesland ein Sieger gekürt.

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sterreich ist weit über seine Grenzen für höchste Kaffeekultur bekannt. Wer bereitet nun aber wirklich den besten Kaffee im ganzen Land zu? Die Antwort dafür liefert Jacobs seit 1999 mit der jährlichen Verleihung der „Goldenen Kaffeebohne“. So wie schon letztes Jahr sind wieder die 17.000 Gourmetclubmitglieder des Falstaff, Österreichs führendem Magazin für kulinarischen Lifestyle, aufgerufen, die Kaffeekompetenz von 757 Betrieben zu bewerten. „Jacobs hat die Auszeichnung ,Goldene Kaffeebohne‘ ins Leben gerufen, um speziell jene Gastronomen zu würdigen, die sich um die österreichische Kaffeekultur besonders bemühen. In Falstaff sehen wir einen unabhängigen und starken Partner. Die kritischen und qualitätsbewussten Mitglieder des Falstaff-Gourmetclubs garantieren eine demokratische Wahl der besten Kaffeebetriebe Österreichs“,

freut sich Andreas Kutil, Geschäftsführer Österreich von Mondelēz International über die gelungene Zusammenarbeit.

feinschmeckerkompetenz Per Fragebogen oder Online-Voting stimmen die Mitglieder des Falstaff-Gourmetclubs über den perfekten Kaffeegenuss ab. Dabei gibt es einiges zu beachten: Betriebe werden in den Kategorien Angebot, Optik (Crema, Farbe), Geschmack und Service nach dem Schulnotensystem beurteilt. Wer die Falstaff-Jury überzeugt hat, wird im September 2013 im feierlichen Rahmen bekanntgegeben. Die neun Bundeslandsieger sowie der Sieger des Sonderpreises werden von Jacobs und Falstaff verkündet und für ihre ausgezeichneten Leistungen mit der „Goldenen Kaffeebohne“ prämiert.

Die Staatsmeister 2013 Wiener Team ist Vizestaatsmeister in der Bundesländerwertung, zwei Wiener Teilnehmer gewinnen Goldmedaillen im Bereich „Hoteladministration“.

WKW/Weinwurm

nEuErunG zur Sv-aBmElDunG Bei unentschuldigtem Fernbleiben von Dienstnehmern ist das arbeitsrechtliche Ende des Dienstverhältnisses oft noch nicht bekannt, weil man den Dienstnehmer nicht erreichen kann. Es ist daher bei der Krankenkasse binnen sieben Tagen eine Abmeldung mit dem letzten Anwesenheitstag und dem „Grund 29 – SV Ende – Beschäftigung aufrecht“ zu erstatten. Ist dann klar, ob das Dienstverhältnis aufrecht bleibt oder beendet wird, ist im Falle einer Beendigung eine korrigierte Abmeldung (Achtung kein Storno der ursprünglichen Meldung, sonst Zuschlag!) mit Ende Entgelt zum letzten Tag der Anwesenheit und Ende Beschäftigung mit dem arbeitsrechtlichen Ende des Dienstverhältnisses zu machen.

Jacobs und Falstaff würdigen gemeinsam jene Gastronomen, die sich besonders um die österreichische Kaffeekultur bemühen.

Das Wiener Team freut sich mit den Spartenvertretern Josef Bitzinger und Gerry Hornek über den Titel Vizestaatsmeister

„Unsere Betriebe bemühen sich sehr, ihren Teil zur Ausbildung der jungen Menschen beizutragen.“ koMMr InG. Josef BItzInGer

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en Titel „Staatsmeister“ erkochte sich in der Kategorie „Küche“ Stephan Boden vom Hangar-7 – Restaurant Ikarus aus Salzburg. Zum Staatsmeister im Bereich „Service“ wurde der niederösterreichische Kandidat Ardit Kryeziu vom Gasthaus Riedl-Schöner aus Mank im Mostviertel gekürt. Und last, but not least wurde der Salzburger Kandidat Moritz Kschwendt vom Hotel Mercure Salzburg Central im Bereich „Hotel- und Gastgewerbeassistent“ österreichischer Staatsmeister 2013. Neben dem Siegerpokal und einer Urkunde durften sich alle drei Gewinner über einen von der Wirtschaftskammer Wien gesponserten Scheck im Wert von jeweils € 2.500,– freuen, welcher von der Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, KommR Brigitte Jank höchstpersönlich an die jungen Talente übergeben wurde. Auch eine Gesamtwertung für die Teams pro Bundesland wurde ermittelt. Und so hat im Bundesländerranking 2013 Salzburg vor Wien und Tirol

das Rennen gemacht. Aus dem Wiener Team konnten zwei Kandidatinnen eine Goldmedaille erringen: Laura Sandmeier (Hotel Herrenhof Steigenberger) und Isabella Strobel (Radisson BLU Style Hotel) konnten in der Kategorie „Hoteladministration“ die Jury mit ihren ausgezeichneten Leistungen überzeugen. „Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer, ich bin sehr stolz auf unseren ambitionierten Nachwuchs. Ganz besonders freue ich mich natürlich über den Vizestaatsmeister in der Bundesländerwertung für Wien und die zwei Wiener Goldmedaillen im Bereich ,Hoteladministration‘. Nachwuchs ist für unsere Branche sehr wichtig. Unsere Betriebe bemühen sich sehr, ihren Teil zur Ausbildung der jungen Menschen beizutragen. Wir freuen uns daher über neuen, kompetenten und motivierten Nachwuchs für unsere abwechslungsreiche Branche“, so KommR Ing. Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien.


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Segafredo

„Es geht um Authentizität. Il vero espresso italiano, klar. Dazu gehört auch die richtige Stimmung und stylisches Ambiente.“

Schmeckt wie in italien und kostet genauso viel Helmut Jäger, ein Wirtssohn, importierte vor 18 Jahren ein Stück Italien nach Wels, wo er seitdem seine Segafredo-Bar betreibt. Helmut Jäger im Interview über Caffè als Lebenseinstellung, Preise wie in Italien und Kurzurlaub an der Bar. Woher stammt ihre leidenschaft für italien? helmut Jäger: Ich habe Anfang der Neunzigerjahre einige Zeit in Italien verbracht, in Peschici, Apulien. Dort konnte ich nicht nur die Sprache erlernen, sondern auch, wie man richtig guten Kaffee zubereitet. Dabei habe ich das italienische Lebensgefühl inhaliert. Und es hat mich nicht mehr losgelassen. Was schließlich dazu geführt hat, dass ich hier in Wels vor genau 18 Jahren die Segafredo-Bar eröffnet habe. Und es macht uns – meinen Geschäftspartnern Carina Ziegler und Michele Godano – noch immer großen Spaß. Warum stehen die österreicher auf den „stile italiano“? Bereits zwei Monate vor der Eröffnung fragten uns die Leute ständig, wann wir denn aufsperren würden. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt eröffnet, als

der Hype rund um den modernen italienischen BarStyle begann. Seitdem glüht unsere Kaffeemaschine sieben Tage die Woche von 7.30 bis 24 Uhr. Ich denke, es ist das Lebensgefühl, die Leichtigkeit und Spontaneität. Wir Österreicher fahren gerne nach Italien, weil das Wetter passt, ebenso das Essen und der Kaffee. Wer in mein Segafredo kommt, erlebt einen Kurzurlaub in Italien und eine Erinnerung an den letzten Urlaub. Und das Beste: Der Espresso schmeckt wie in Italien und kostet genauso viel – 1 Euro! Welche zutaten benötigt man sonst noch, um Dolce vita in der Bar zu erzeugen? Es geht um Authentizität. Il vero espresso italiano, klar. Dazu gehört auch die richtige Stimmung und stylisches Ambiente. Bei uns finden die Gäste auch La Gazzetta dello Sport oder den Corriere della Sera.

Und ich habe damals sogar Kellner aus Süditalien geholt. Bei uns wird italienisches Theater gespielt. Das kommt gut an, lässt den Gast die eine oder andere Sorge vergessen. Was bringt ihnen die partnerschaft mit Segafredo? In unserem Geschäft ist Kontinuität extrem wichtig. Gleichbleibend hohe Kaffeequalität, Unterstützung bei der Kommunikationsarbeit und vor allem neue Ideen als Impulse zeichnen diese Partnerschaft aus. Welche rolle spielt Kaffee in ihrem täglichen persönlichen leben? Eine große Rolle! Der Tag startet für mich mit einem doppelten Cappuccino. Im Laufe des Tages folgen dann fünf bis sechs Espressi.

Perfektion bis ins Detail

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info HelMut JäGer betreibt in Wels (OÖ) gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern Carina Ziegler und Michele Godano ein Segafredo-Espresso. Er war Mitte der Neunzigerjahre einer der Pioniere von Segafredo und ist seither dem Unternehmen partnerschaftlich verbunden.


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Buchtipp

cremiges mit Eigelb Zum Start in die Eis-Saison: Eifix Eigelb – für Geschmack und Sicherheit.

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MArIon sCHMID unD sIMon VollMeYer IsBn 978-3-99011-059-1 preIs: € 24,99 Ungewöhnliche Kombinationen machen kleine und große Schleckermäuler süchtig nach Marion Schmids aromatischem Eis. Sie setzt mit ihrer „eisbox“ in Berlin Maßstäbe, was die handwerkliche Fertigung einzigartiger Eiscremes und Sorbets betrifft. In diesem Buch zeigt sie, wie leicht es ist, aus frischen Zutaten, die in unseren heimischen Gärten wachsen, oder mit exotischen Gewürzen, die man im Lebensmittelladen bekommt, Bio-Eis mit intensivem Aroma herzustellen. Dazu zählen Früchte wie Kirschen, Birnen oder Zwetschken, aber auch Holunder, Eberesche und Berberitze. Neben Rezepten für fruchtige Eiscremes, Sorbets und Schokovarianten gibt es auch Rezepte für ausgefallene Spezialitäten wie Tonkabohneneis.

nde des 18. Jahrhunderts erfand ein französischer Koch am Hofe des englischen Königs das Milchspeiseeis. Seit dieser Zeit werden zu jeder Saison neue Eiskreationen erdacht und herrlichste Zutaten verarbeitet. Das selbstgemachte Eis vom Konditor oder Eissalon steht bei Liebhabern der traditionellen Köstlichkeit in jedem Jahr immer wieder ganz hoch im Kurs. Und dabei ist Eis ja nicht nur im Sommer ein Genuss. Gastronomen und Hoteliers wissen: Kreative Eisideen wecken die Lust auf diese köstliche Nascherei rund ums Jahr. Der Renner auf der Genuss-Skala ist das Cremeeis. Bei der Herstellung muss allerdings auf höchste Hygiene und beste Zutaten geachtet werden, um ein einwandfreies und wohlschmeckendes Ergebnis zu erzielen. Cremeeis enthält neben Milch und geschmackgebenden Zutaten auch Eigelb. Vorgeschrieben sind 270 g Vollei oder 90 g Eigelb auf 1 Liter Milch. Das Eigelb wirkt bei der Herstellung als Emulgator, das heißt, es bindet Wasser und Fett und verleiht dem Eis so seine cremige Konsistenz. Mit Eifix Eigelb der Marke Wiesenhof können die Küchenchefs und Konditoren davon ausgehen, dass sie ein qualitativ hochwertiges und sicheres Ei-Erzeugnis verwenden. Die Eipro-Vermarktung GmbH & Co. KG verwendet für die Herstellung ausschließ-

lich frische Eier. Und aufgrund des Eipro-Qualitätskonzeptes ist eine gleichbleibend hohe Qualität des Produktes garantiert. Eifix Eigelb wird frisch in flüssiger oder tiefgekühlter Form in zwei Größen angeboten: im 500-mlTetra-Brik (hergestellt aus ca. 31 Eigelb) sowie in der 1000-ml- (ca. 60 Eigelb) Tetra-Brik-Aseptik-Verpackung mit Wiederverschluss. In ihm ist das schonend pasteurisierte und garantiert salmonellenfreie Eigelb nicht nur 100 Prozent lichtgeschützt und lange haltbar, sondern auch aseptisch und sicher verpackt. Das Produkt ist frei von Konservierungsstoffen! Die Verarbeitung ist denkbar einfach und geht schnell von der Hand. Eifix Eigelb ist bis zu sechs Wochen haltbar und eignet sich für die Vorratshaltung. Die tiefgekühlte Variante kann sogar bedenkenlos bis zu zwölf Monate aufbewahrt werden. Ein Serviertipp: Zum selbstgemachten Vanille-Eis schmeckt ein warmer süßer Eierpfannkuchen mit Apfel- oder Heidelbeerfüllung der Marke Wiesenhof sommerlich. Und ist die Eissaison vorbei, eignet sich das Eigelb selbstverständlich auch für die Herstellung aller Arten von Gebäck und Desserts. www.eipro.de

fruchtig erfrischend mit vodka Die „Marke mit Herz“ hat heuer wieder neue Köstlichkeiten zu bieten, allen voran Carte D’Or Mascarpone-Lemon-Vodka.

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ie Tage werden länger, man kann den Frühling förmlich erschnuppern, die Gastronomen stellen die ersten Tische auf die Gasse, und damit ist auch der Beginn der neuen Eissaison eingeläutet. Eskimo, die „Marke mit Herz“, hat auch heuer wieder neue Kreationen zu bieten, allen voran Carte D’Or Mascarpone-Lemon-Vodka: zartes Mascarpone-Eis in Kombination mit fruchtigem Zitroneneis, abgerundet mit einer leichten Vodka-Zitronensauce. Das Carte-D’Or-Selection-Sortiment, das Portioniereis für den Gassenverkauf mit seiner kunstvollen Produkt-Architektur, wird ausgeweitet: Carte D’Or Selection Frozen Yoghurt ist eine sommerliche Variation aus cremigem Eis mit Joghurt. Eine Sünde wert ist auch Carte D’Or Selection CaféNougat – eine Kombination von Kaffee-Eis und Eis mit Nougatgeschmack, dekoriert mit Meringue-Gebäck-Kügelchen. Für die jüngsten Genießer wird das Carte-D’Or-Selection-Sortiment mit Haribo Cola, das in der 2,4-Liter-Wanne erhältlich ist, bereichert: ein Eis, das nach Cola schmeckt und mit echten HariboFruchtgummi-Dinosauriern bestückt ist.

Gaumenschmeichler Mit Eisdessertvariationen können Gastronomen ihre Gäste immer wieder aufs Neue überraschen – wie etwa mit der Kombination mit Carte D’Or Mascarpone-Lemon-Vodka mit frischen Früchten. Für einen fruchtig-frischen Gaumenschmeichler braucht

man Passionsfrüchte, eine halbe Zitrone, etwas Zucker, Kiwi, Pfirsich, Himbeeren und rote Johannisbeeren. Und so geht’s: Passionsfrüchte halbieren, das Fruchtmark herausnehmen. Saft der Zitrone und 1 TL Zucker zufügen. Kiwi schälen und in Scheiben schneiden. Pfirsich in Spalten schneiden. Himbeeren und Johannisbeeren verlesen. Auf einem Teller eine Kugel Carte D’Or Mascarpone-Lemon-Vodka mit den Früchten anrichten, das Maracuja-Fruchtmark über dem Obst verteilen. Doch was bringt das beste Angebot an raffinierten Eiskreationen, wenn niemand davon weiß? Vergessen Sie nicht, rechtzeitig Ihre neuen Eis-/Dessertkarten zusammenzustellen – schön, aufmerksamkeitsstark und vor allem: individuell! Unter www.individuelle-eiskarten. at hält Eskimo natürlich auch heuer wieder sommerliche Stimmungsbilder und Coupe-Ideen bereit. Mithilfe des Eskimo-Eiskarten-Bestellsystems ist eine schnelle Erstellung von individuellen Eiskarten und Coupe-Preistafeln möglich. Kunden von Eskimo dürfen sich auch auf die kommende Saison freuen. Sie profitieren von außergewöhnlichen Konzepten, attraktiven Verkaufsunterstützungen, ausgezeichneter Beratung, tollen Serviceleistungen sowie hervorragenden Produkten, die den vielfältigen Anforderungen der Gastronomie gerecht werden. Sämtliche Serviceleistungen sowie weitere hilfreiche Tipps und Tricks vom Eskimo-Eispatissier sind auch zu finden auf www.eskimo-business.at.


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Dunkle crema und mehr Koffein Double-Brew-Technology – für nachweislich stärkeren Kaffeegeschmack und höheren Koffeingehalt.

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er Schweizer Kaffeemaschinenhersteller Thermoplan hat – basierend auf dem Vollautomat „Black & White 3“ – eine Konzeptmaschine mit Double-Brew-Technology entwickelt. Durch dieses spezielle Extraktionsverfahren wird ein deutlich intensiverer Kaffeegeschmack erreicht. Die besonderen Eigenschaften von „Double Brewed Coffee“ wurden jetzt in einer Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW bestätigt. Bei dieser in Japan entwickelten DoubleBrew-Technology wird ein Kaffee zweimal gebrüht, was ihm einen stärkeren Geschmack und einen vergleichsweise hohen Koffeingehalt verleiht. In der Testanordnung der Zürcher Hochschule wurde ein doppelt gebrühter Kaffee mit ei-

nG-Adstringenz nG-Bitterkeit

nem doppelten Espresso verglichen. Dabei haben die Forscher der ZHAW die Aspekte Optik, Geruch, Geschmack, Textur und Nachgeschmack analysiert. Der erste Zwischenbericht liegt nun vor und bestätigt, was die Japaner längst wissen und schätzen: Doppelt gebrühter Kaffee besitzt mehr Aroma und mehr Koffein als einfach gebrühter Kaffee. Besonders auffällig sind die dunklere Färbung der Crema, die erhöhte Aromaintensität, der höhere Koffeingehalt sowie die stärkere Geschmacksausprägung. Mit der Konzeptmaschine mit Double-BrewTechnology unterstreicht Thermoplan nachdrücklich seine Kaffeekompetenz und empfiehlt sich als innovativer Partner für Profis im Kaffeegeschäft.

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o-feinheit o-Qualität A-Intensität

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A-Getreide/Malz

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A-röstnote G-Holz

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G-fruchtigkeit

unverzichtbares Genussgut Dass die Tiroler ihren Kaffee stark mögen, zeigt die vom Handelshaus Wedl in Auftrag gegebene Studie zur Kaffeekultur.

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en Tag des Kaffees 2012 hat das Handelshaus Wedl zum Anlass genommen, eine vierköpfige Studentengruppe des MCI Management Center Innsbruck mit einer quantitativen Studie zur Kaffeekultur in Tirol zu beauftragen. Die Studie zeigt, dass starke Kaffeesorten bei den Tirolern beliebter sind als milde, und während Milch als Kaffeezugabe sehr begehrt ist, trinkt der Großteil das aromatische Bohnengetränk lieber ungesüßt. Für die Tiroler ist Kaffee ein wichtiger Tagesbestandteil. 81 Prozent trinken mindestens einmal täglich, zwei Drittel sogar mehrmals pro Tag eine Tasse des koffeinhaltigen Heißgetränks. Am häufigsten wird Kaffee in gastronomischen Betrieben und zu Hause konsumiert. Für den Kaffeekonsum außer Haus suchen sie am liebsten ein österreichisches Kaffeehaus auf. Der Kaffeehausbesuch dient auch der Pflege sozialer Kontakte. 77,6 Prozent geben an, dort immer oder häufig in Gesellschaft zu sein. Koffeinfreien Kaffee trinken lediglich 1,2 Prozent der Befragten, und zwar ausschließlich Frauen über 60 Jahre. Knapp ein Fünftel greift sehr oft bis oft zur mobilen Variante „Coffee to go“. Aromatisierte Kaffees sind hierzulande nicht populär, nur 15 Prozent trinken diese Art von Kaffee.

Griff zum Klassiker Beim Kaffeekonsum außer Haus greifen die Tiroler am liebsten zum Cappuccino, gefolgt vom Verlängerten und dem Espresso. Qualität spielt eine große Rolle. Zubereitungsart, Crema und der Milchschaum sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale. Während die Zufriedenheit mit dem Kaffeeangebot sehr hoch ist, wünschen sich viele mehr Informationen rund um das Schwarze Gold. Diese Wissenslust wird am besten im Rahmen von Kaffeeseminaren und -verkostungen gestillt.

Die vierköpfige Studentengruppe des MCI Management Center Innsbruck mit Leopold Wedl jun. V. l. n. r.: Veronika Keuschnigg, Maximilian Huber-Wilhelm, Sarah Aziz, Leopold Wedl jun., Bereichsund Geschäftsführer Sparte Kaffee im Hause Wedl, Maximilian Ponti

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Sozialer Kaffee kommt aus dem Wald Stilvoll in einem Kaffeehaus – dem Wiener Westend – startete im März „Coffee Circle“ in Österreich durch. Das deutschstämmige Unternehmen bedient die Gastronomie und verbindet Spitzenkaffee mit sozialem Engagement. text: Daniela Pötzl

Schonende langzeitröstung

Aus der Ernte 2012: die Sorten Yirgacheffe, Espresso und Limu von Coffee Circle (von li.)

Coffee Circle

Die neue Limited Edition aus dem Hause cremesso kommt von der UTZ-zertifizierten Finca El Volcàn aus Guatemala. Moritz Waldstein-Wartenberg, Robert Rudnick und Martin Elwert gründeten Ende 2010 das Unternehmen Coffee Circle (von li.)

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m Rahmen der „World Tour“ stellt cremesso regelmäßig limitierte Auflagen von ganz besonderen Kaffees vor, um allen Kaffeeliebhabern neue Geschmackserlebnisse zugänglich zu machen. Der nun vorgestellte cremesso Guatemala ist ein Single Estate Coffee, das bedeutet, der Kaffee ist keine Mischung aus mehreren Anbaugebieten, sondern wird auf nur einer Farm angebaut. Im Konkreten auf der Finca El Volcán in den Bergen Guatemalas. Er besteht zu 100 Prozent aus Arabica-Bohnen, welche dank der schonenden Langzeitröstung einen harmonischen, milden Geschmack am Gaumen entfalten. Der cremesso Guatemala lässt sich in jedem Fall mit gutem Gewissen genießen, ist die Finca El Volcán doch jener Ort, an dem das international anerkannte Nachhaltigkeits-Label UTZ Certified (www. utzcertified.org) seinen Ursprung hat. Seine Herstellung unterliegt somit strengen Kriterien, bei denen es nicht nur um ökonomische Fairness, sondern auch um ökologische und soziale Nachhaltigkeit geht. UTZ Certified gilt als eines der angesehensten Kaffee-Zertifizierungsprogramme weltweit und steht für eine verantwortungsvolle Kaffeeproduktion.

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ür Moritz Waldstein-Wartenberg ist es eine Art Heimspiel. Der Mitbegründer der Firma „Coffee Circle“ mit Hauptsitz Berlin stammt ursprünglich aus Österreich, genauer: aus Salzburg. Gemeinsam mit seinen Mitgründern Martin Elwert und Robert Rudnick verkauft er ohne Zwischenhändler handverlesenen äthiopischen Kaffee, der nun die heimische Gastronomie erobern soll. „Österreich ist einer unserer ersten Exportmärkte. Wir wollen aber lokale Vertriebs- und Kommunikationsmaßnahmen“, setzt Waldstein-Wartenberg die Ziele.

mit sozialer verantwortung Das Startup-Unternehmen, das Ende 2010 gegründet wurde, zieht die Grenzen des traditionellen Kaffeegeschäfts neu und verknüpft preisgekrönten Genuss, soziale Verantwortung und lückenlose Transparenz vom Kaffeebauern bis in die Tasse des Gastes. „Ich war gerade in Äthiopien“, erzählt WaldsteinWartenberg, „um die besten Kaffees der aktuellen Ernte von ausgewählten Kaffee-Kooperativen auszusuchen.“ Diese befinden sich auf bewaldeten Plateaus in rund 1.900 Metern Höhe, die biozertifizierten Bohnen werden dabei auf traditionelle Weise in eigenen Waldgärten angebaut, ohne Einsatz von Pestiziden, versteht sich. Coffee Circle bezieht ausschließlich Arabica-Kaffees, die bei sogenannten Cuppings (Verkostungen) vor Ort selbst ausgewählt werden. „Sie können die unberührte Natur förmlich schmecken“, schwärmt er für die Besonderheit der Kaffees.

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12-12-2007

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Warum man sich gerade für Äthiopien entschieden hat? „Es ist die Heimat des Kaffees“, sagt Waldstein-Wartenberg bestimmt. Vielleicht war aber auch das Äthiopien-Hilfsprojekt mit dem Bau einer Schule für Waisenmädchen, das er bereits seit dem Jahr 2007 mit seinem Bruder realisiert, ein Animo für dieses Land.

Direkt, transparent und nachhaltig Das Engagement der drei Firmengründer und ihres Teams geht daher über den reinen Handel weit hinaus: Mit der Rückführung von einem Euro pro verkauftem Kilo wurden bereits fünf eigene Hilfsprojekte in enger Zusammenarbeit mit den äthiopischen Herstellerkooperativen umgesetzt. Die Kunden selbst entscheiden beim Kauf, sogar im Online-Shop von Coffee Circle, welches Projekt sie unterstützen möchten. „Uns ist es wichtig, die Lebensbedingungen zu verbessern und zu einer selbstbestimmten Zukunft beizutragen“, erklärt Waldstein-Wartenberg. Gegenwärtig werden der Bau von Brunnen und Gesundheitsstationen sowie die Schulausstattung finanziert. Auf der Website finden sich neben dem OnlineShop authentische Videos, Fotos und Texte von Reisen und Erlebnissen in Äthiopien. Dabei werden Kooperativen und Kaffeebauern vorgestellt und – nun mithilfe einer eigenen Mitarbeiterin vor Ort – der Fortschritt der geförderten Projekte gezeigt. Neu sind Zubereitungstipps online, laut internationalem Trend für Top-Filterkaffee.

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Ein zuckersüßes Doppel

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Der NÖ Landeslehrlings-Wettbewerb der Konditoren 2013 hat zwei Sieger – Sabine Wall (Firma Heiss&Süss) und Manfred Löschl (Konditorei Hagmann).

Dreimal Gold für die Patisserielehrlinge im Fünf-Sterne-Hotel Warmbaderhof, Villach.

text: Susanne Mitterbauer

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n der Berufsschule Baden sind die Nerven angespannt. 17 Lehrlinge, davon ein einziger junger Mann, stehen an den Tischen vor ihren Präsentationen. Petit Fours, Bonbons, Marzipankonfekt, Rosenbuketts, Schrift und als Glanzstück die Festtagstorte leuchten in allen erdenklichen Farben und Formen. Die Stücke werden übrigens nicht kulinarisch bewertet, sondern es zählen einzig und allein der gekonnte Umgang mit den Materialien, die Fantasie, die Kreativität und die gelungene Optik. Schon für den Laien sind da Unterschiede zu erkennen, die erfahrenen Profis der Jury sehen selbstverständlich deutlich mehr und ringen lange um eine faire Entscheidung.

„Es wird von Jahr zu Jahr besser, die jungen Leute wissen genau, worauf sie hinarbeiten und was sie wollen.“ JoHAnnes unterWeGer, InnunGsMeIster Der konDItoren

Im Bild v. l. n. r.: Mag. Karina Mayerhofer, Ass.tin der Geschäftsführung Thermenresort Warmbad-Villach; Stefan Heiser, 2. Lehrjahr; Christian Grübler, 3. Lehrjahr; Andreas Heuchert, 2. Lehrjahr; Mag. Susanna Mayerhofer, Geschäftsführerin Thermenresort Warmbad-Villach

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zwei Sieger

nlässlich der Gast 2013 in Klagenfurt wurden drei Patisserie-Lehrlinge vom Hotel Warmbaderhof im Thermenresort Warmbad-Villach in der Kategorie Patisserie-Schaustücke mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Die Jury des Klubs der Kärntner Köche schwärmte von den artistischen Künsten der jungen Herren. „Pegasus“ wurde von Pferdeliebhaber Andreas Heuchert – im vierten Lehrjahr – gestaltet. Ein süßes Herz mit Gelatinezucker und viel Liebe baute Stefan Heiser, Konditorlehrling im zweiten Lehrjahr. Und Christian Grübler – im driten Lehrjahr – wurde in Irland im Zuge seines Auslandspraktikums inspiriert. Der Hummer hat es ihm angetan, er gestaltete einen aus geblasenem Zucker. „Der Hummer als stolzes Tier im Meer – das hat mich fasziniert“, gesteht der Villacher.

Offizielle, Familienmitglieder und Mitschüler füllen den Saal, und man spricht von einer Überraschung, und da ist sie auch schon. Es gibt zwei Sieger, erstmalig in der Geschichte der Schule und einstimmig von der Jury bestimmt. Sabine Wall (Firma Heiss&Süss) ist zu Recht stolz auf ihre kunstvolle Kreation in verschiedenen Brauntönen. Die junge Dame will so bald wie möglich ihre Meisterprüfung machen, und alles Weitere wird sich finden. Manfred Löschl (Konditorei Hagmann) hat eine süße Fantasie in den Farben Lila und Rosa gestaltet und die Jury damit begeistert. Sein Berufswunsch kommt wie aus der Pistole geschossen: Chefpatissier in Dubai. Johannes Unterweger, Innungsmeister der Konditoren, ist stolz auf das hohe Niveau der Lehrlinge: „Es wird von Jahr zu Jahr besser, die jungen Leute wissen genau, worauf sie hinarbeiten und was sie wollen.“ Angesprochen auf die Tatsache, dass das ein reiner Frauenberuf zu sein scheint, meint er: „Zu meiner Zeit war das noch ganz anders, aber die Maschinen sind leichter geworden, das Handwerkszeug besser, und Frauen haben eben sehr viel Fantasie und Fingerspitzengefühl. Und sie alle wissen, dass die Berufsaussichten in dieser Branche sehr gut sind. Es muss ja nicht gleich Chef in den Emiraten sein.“

himbeermark und Beeren

Mitterbauer(2)

Café Central

Jedes Jahr ist der Muttertag ein Anlass, den Müttern für ihren Einsatz zu danken und sie zu verwöhnen.

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ine süße Art, den Müttern „Danke“ zu sagen: Zum diesjährigen Muttertag am 12. Mai kreiert die neue Chefpatissière Manuela Radlherr die Muttertagstorte „Central’s Merci“. Heuer ist der Muttertagsgruß aus dem Café Central eine Torte mit einem Kern aus gemischten Beeren und Himbeermark, ummantelt mit köstlichem Schokolademousse, das mit hausgemachtem eingelegtem Ingwer und rosa Pfeffer verfeinert wird. Die edle goldbraune Verpackung, die liebevolle Verzierung mit frischen, roten Rosenblättern und Schokoherzen lässt das süße Dankeschön auch zu einer Augenweide werden.


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w w w. c a f e j o u r n a l . a t

FG Kaffeehäuser Wiens

„Mitten unter uns gibt es aber zahlreiche Menschen, die sich von einer Mahlzeit zur nächsten kämpfen und für die Hunger ein täglicher Begleiter ist.“

FG-Obmann der Kaffeesieder Berndt Querfeld und der Obmann der Gastronomie Willy Turecek unterstützen die Aktion, die unter der Schirmherrschaft von Christian Konrad steht

Michael Landau,

Essen für die Gruft

Geschäftsführer Caritas Wien

Das weltweit größte Charity-Dinner ist für 27. April 2013 geplant. Mehrere hundert Wiener Lokale spenden den Tagesumsatz jeweils eines Tisches für die Ärmsten des Landes. ine unbegrenzte Auswahl an Lebensmitteln, reich gedeckte Tische und essen, worauf immer man Lust hat, sind für den Großteil der Österreicher kein Luxus, sondern Selbstverständlichkeit. „Mitten unter uns gibt es aber zahlreiche Menschen, die sich von einer Mahlzeit zur nächsten kämpfen und für die Hunger ein täglicher Begleiter ist“, kennt Caritas-Wien-Geschäftsführer Michael Landau die Nöte der Ärmsten in unserem Land genau. Für sie ruft das Wiener Bezirksblatt gemeinsam mit

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Für jeden etwas

hre Feuertaufe hat die Testa Rossa caffèbar, die noch kurz vor Weihnachten realisiert wurde, bereits bestanden. Franchisenehmer ist niemand Geringerer als die bekannte Tiroler Unternehmerfamilie Gutmann, die gleich nebenan eine Tankstelle betreibt. Die gute Lage direkt an der Bundesstraße in Tumpen lädt Einheimische wie auch Gäste gleichermaßen zum Verweilen und Genießen ein. Parkplätze vor der Haustüre, eine großzügige Sonnenterrasse und eine separierte Raucher-Lounge bieten für jeden etwas. Auch der vis-à-vis vorbeiführende Ötztal-Radweg kann nun mit einer bequemen Einkehr aufwarten. Italienische Snacks, Wochen-Specials und Kaffeespezialitäten aller Art können nicht nur vor Ort ge-

Erste Testa Rossa caffèbar im Ötztal eröffnet.

nossen werden, sondern empfehlen sich auch zum Mitnehmen. Sehr gut angenommen wurden nicht nur der „coffee to go“, sondern bereits auch der „cake to go“. Das im typischen Testa-Rossa-Design eingerichtete Lokal verfügt über etwa 30 Sitzplätze im Barbereich und an den Tischen und eignet sich daher auch sehr gut für geschlossene Gesellschaften und private Feiern. Ende März erfolgte die offizielle Eröffnung im Beisein von Albert Gutmann und KR Leopold Wedl. Der Bürgermeister von Tumpen und Abgeordneter zum Tiroler Landtag, Jakob Wolf, unterstrich in seiner Laudatio die Wertschätzung gegenüber dem Unternehmen Gutmann und lobte das Engagement des Handelshauses Wedl. Zahlreiche Unternehmer aus nah

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Café Glockenspiel

Tagsüber klassisch, abends Bar Vorbild für das neueröffnete Café Glockenspiel in Linz ist die italienische Espresso-Bar.

der Wirtschaftskammer Wien und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Häupl und Christian Konrad am 27. April 2013 mit der Aktion „Essen für die Gruft“ das größte Charity-Dinner der Welt ins Leben. Mehrere hundert teilnehmende Lokale, Wirtshäuser, Restaurants, Kaffeehäuser und Beisln in ganz Wien stellen an diesem Aktionstag einen Tisch in den Dienst der guten Sache und machen Appetit auf Mitmenschlichkeit: Sie spenden den Tagesumsatz

Der Einladung von Irma, Michael jun. und Michael sen. Reussner anlässlich der Eröffnung des Cafés folgten unter anderem Vbgm. Erich Watzl und LH Josef Pühringer

it neuem Schwung startet das Café Glockenspiel am Linzer Hauptplatz in den Frühling. In den vergangenen Wochen wurde das Lokal in den historischen Räumen eines der ältesten Patrizierhäuser der Stadt renoviert und präsentiert sich nun in warmen Farben. Mit dem klassischen Kaffeehausangebot tagsüber und ab 17 Uhr – sozusagen „After Work“ – rückt das Barangebot in den Mittelpunkt. Jeden Donnerstag wird ab 17 Uhr bei der „After.Work.Party“ mit Café-House-Musik das Wochenende eingeläutet. „Für mich sind die italienischen Espresso-Bars Vorbild. Dort trifft man sich tagsüber zum lockeren Espresso-Talk und stimmt sich abends bei einem Glas Martini oder Prosecco auf das Dinner ein“, betont Glockenspiel-Chef Michael Reussner, bekennender Italien-Fan. Michael Reussner, Absolvent der Hotel-

eines Tisches für die Gruft und tragen dazu bei, notleidenden Menschen weiterhin einen sicheren Platz und eine warme Mahlzeit zu garantieren. Gespeist wird an Top-Adressen wie im Café Schwarzenberg, Café Maria Treu, blueorange, café+co Café im Raiffeisenhaus Wien, Orpheus, Rochus, DOTS twentyone im 21er Haus, Summerstage oder Hollerei. Aber auch kleine Cafés und Wirtshäuser ums Eck haben einen Tisch für die Gruft reserviert – für jeden Geschmack ist also etwas dabei!

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KR Wedl, Mag. Jakob Wolf, Bürgermeister von Tumpen/ Umhausen und Landtagsabgeordneter, und Albert Gutmann, Chef der Fa. Gutmann (Tankstellen, Heizöl usw. und nun Franchisenehmer)

und fern sowie Mitarbeiter des TVB Ötztal ließen sich von Barista Georg Brindlinger und dem Testa-RossaTeam ein wenig in die Welt der Italianità verführen.

fachschule Bad Leonfelden, hat sein Handwerk u. a. in Top-Häusern in Kitzbühel gelernt. Seine Philosophie fürs Glockenspiel: Top-Qualität zu fairen Preisen im Herzen von Linz. Das Café Glockenspiel mit Bar soll künftig zum Treffpunkt der Linzer City werden, geöffnet ist die ganze Woche über, auch sonntags und an Feiertagen, von 8.30 bis 24 Uhr. Das Café bietet beste Kaffeespezialitäten, ausschließlich von ausgebildeten Baristi zubereitet, die Milch wird immer handgeschäumt. Zu Kaffee oder Tee gibt’s unter anderem hausgemachten Strudel, mehrmals täglich frisch aus dem Backofen Buchteln nach Großmutters Rezept und kleine pikante Kaffeehaus-Klassiker. Den Namen erhielt das Café mit Bar vom Glockenspiel, das sich am Giebel des Barockhauses befindet und täglich um drei Minuten nach 11, 14 und 17 Uhr erklingt.

Café Journal 03/13  
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