Page 1

Potenzial ja – aber wo? Die Quadratur des Betons ist immer häufiger gefragt. Doch wo lässt sich noch optimieren?

Kleine Geräte mit Hightech Wie innovative Geräte mehr ­Effizienz für das Schleifen,­Trennen und Bohren von Beton erreichen.­

bauzeitung Österreichische Post AG, WZ 02Z030718 W, Österr. Wirtschaftsverlag, Grünbergstr. 15, 1120 Wien, Retouren an Postfach 100, 1350 Wien

Österreichische

E-POWER TB216E

Nr. 21  |  06. 11. 17


E-POWER TB216E

(Vbg) 6923 Lauterach T +43 5574 785 30 M +43 664 200 37 99

(NÖ) 3254 Bergland T +43 7412 555 82 M +43 664 114 48 99

(OÖ) 4063 Hörsching T +43 7221 724 02 M +43 664 350 23 26

(OÖ West) 4846 Redlham M +43 664 837 88 18 M +43 664 886 893 50

(T) 6020 Innsbruck T +43 512 390 400 M +43 664 204 39 44 Mietstation St. Johann M +43 664 828 83 86

(Sbg) 5303 Thalgau T +43 6235 59 10 M +43 664 142 30 14 Mietstation St. Veit / Pongau M +43 664 887 830 10

(K) 9020 Klagenfurt T +43 463 715 88 M +43 664 846 98 78

(Stmk) 8143 Dobl T +43 3136 540 40-0 M +43 664 514 16 61

(W | B) 2351 Wr. Neudorf T +43 2236 63978 M +43 664 182 98 88 M +43 664 182 98 87 Mietstation Hagenbrunn M +43 664 182 98 90


bauzeitung

Simon Jappel

editorial

Österreichische

christoph hauzenberger, stv. chefredakteur

zwei Paar schuhe In Österreich wird gerne über fehlende Ausbildung diskutiert, über den Mangel an Möglichkeiten, direkt von der Schule in die Arbeitswelt zu starten, da man ja in den meisten Fällen keine Ausbildung gemacht hat. Schulen sollen deswegen praxisorientierter werden, Universitätslehrgänge maßgeschneiderte Fachkräfte der Zukunft am Fließband produzieren, und kosten sollte dies am besten wenig bis nichts. Dabei wird vollkommen vergessen, dass sowohl Schulen als auch Universitäten keinen Ausbildungsauftrag haben. Sie haben einen Bildungsauftrag. Und Bildung ist nun einmal ein teures, aber wertvolles Gut. Verstehen Sie mich nicht falsch, viele Berufsgruppen müssen nicht „Hamlet“ zitieren können – wobei es in manchen Momenten sicherlich zu großartigen Situationen führen würde –, aber Bildung ermöglicht den Ausgebildeten, ihr Handeln und ihre Arbeit in einen Kontext zu stellen. Sie ermöglicht einer Person, Zusammenhänge einordnen zu können, zu wissen, dass jegliche Aktion eine Reaktion hervorruft und was diese bedeuten könnte. Nehmen wir unseren nächsten Generationen die Bildung und ersetzen diese durch reine Ausbildung, führt dies über kurz oder lang dazu, dass Unternehmen Menschen beschäftigen werden, die – überzeichnet gesagt – gelernt haben, Legosteine perfekt zusammenzusetzen. Strikt nach Anleitung. Nicht weniger, aber definitiv auch nicht mehr.

Ihr Christoph Hauzenberger

Mehr News auf

Abrechnen leicht gemacht.

www.diebauzeitung.at

www. am-laser. at

Bauabrechnung - eine ABK-Software | www.abk.at


4 Inhalt BAUzei t u n g 21 2017

butjabutja.com/thinkstock

Inhalt

Die Baubranche forscht – auch wenn die Forschungsquote noch immer sehr niedrig ist. Welche Themen als wesentlich erachtet werden, zeigt eine neue Studie auf.

Aus der Branche Forschung gewünscht | Studie zeigt Wünsche der Branche auf | 06 Austria’s Next Top-Maurer | Der Bundesjungmaurerwettbewerb | 10 Gold, Gold, Gold und nochmals Gold! | Erfolgreiche World Skills | 12

Innung Integrale Planung mit dem Baumeister | Die Innung informiert | 16

06

Wegunfall unter Alkoholeinfluss | Die Innung informiert | 17

Planung & Ausführung Wider den Klimawandel | Spannungsfeld Gebäudetechnik | 18 Trockenbau auf höchstem Niveau | Rigips Trophy 2017 | 20 Bildung in neuem Ambiente | Das Europagymnasium Linz | 21

So schnell wie ­möglich die höchstmögliche Qualität zu einem möglichst günstigen Preis – die Quadratur des Kreises ist beim Baustoff Beton immer häufiger gefragt. Doch wo lässt sich noch optimieren?

Instandhaltung im Wohnbau | Strategien aus der Praxis | 22

Fokus Beton

24

Kirchdorfer

Potenzial ja – aber wo? | Die Quadratur des Betons | 24 Neuer Härtegrad | Forschung ermöglicht festeren Beton | 29 Familiy-Business | Brückenbau im Burgenland | 30 Alles an einem Standort | OFI-Chef Michael Balak im Interview | 32 Gestatten, Cemff! | Datenbank zur Simulation des Zements | 33 Betonierte Kunst | Sichtbeton in der Steiermark | 34

Baumaschinen Kleine Geräte mit Hightech | Betonbearbeitungsmaschinen | 36 Maschinen-Rodeo | Geschickt auf der Maschine | 39

Auf welche Weise inno­vative Geräte mehr ­Effizienz für das Schleifen, Trennen und Bohren von Beton erreichen.

36

Hilti

Service Sicher im Glashaus | Überarbeiteter europäischer Standard | 42 Netto oder brutto | Wann ist die USt. zu ersetzen? | 44 Auftragssperre wegen Baumängeln | Unzuverlässigkeitsgründe | 45

Standards App der Ausgabe | 42

Kalender | 46

Ausschreibungen | 48

Feierabend | 50

Marktplatz | 51

Impressum | 51


Aus der Branche 5 BAUzei t u n g 21 2017

Es hört sich gut an, ist aber in der Realität keine echte Gleichstellung: 6 %

Dies war ein reines Werbegeschenk vor der Wahl: 50 %

Es war schon längst an der Zeit, dass hier gehandelt wird: 16 %

Nachgefragt Arbeiter und Angestellte

Grafik: Cecile M. Lederer | butjabutja.com

War die Angleichung der Arbeiter und Angestellten ein Schnellschuss oder die richtige Entscheidung?

Zum Glück gibt es die Sonderregelung für den Bau, ansonsten wäre es eine Katastrophe: 28 %

Eine Frage, zwei Antworten Wie kann der Baustoffhandel von Building Information Modeling profitieren?

René Rieder, Geschäftsführer BauProfi Quester

Besondere Services: Bei Planern und Bauherren, aber auch bei Baustoffhändlern gibt es natürlich einige Vorreiter. Viele andere schauen sich die Entwicklungen beim Building Information Modeling noch an und entwickeln erst langsam eine Strategie. Dass BIM ein relevantes Thema ist und man nicht daran vorbei kommen wird, ist aber mehr oder weniger bei den Verantwortlichen der Branche angekommen. Durch die Ausstattung der Marktteilnehmer mit BIM-Lösungen werden natürlich auch die Kommunikationswege kürzer. Es ist vorstellbar, dass Anwender mehr und schneller als bisher direkt mit den Herstellern von Baustoffen zusammenfinden. Für die Baustoffhändler wiederum besteht die Chance darin, durch besondere Services zu punkten und z. B. die fachliche Beratung stärker in den Mittelpunkt des eigenen Angebots zu stellen – was durchaus software-unterstützt geschehen kann.

Side GmbH

Quester

Große Chance: Building Information Modeling (BIM) kann für den Baustoffhändler als aktives Managementtool verstanden werden. Mithilfe einer koordinierten Gewerke- und somit Komponentenplanung – sowohl in den Produkt­familien als auch in der Bauzeitabfolge – kann sich der lagerführende Baustoffhandel noch besser auf die Projektbedürfnisse anpassen. Damit kann den Kunden, die BIM anwenden, sowohl in der Verfügbarkeit als auch in der logistischen Dienstleistung ein höherer Service­grad geboten werden. Neben diesen für den BIM-Anwender optimierten­Prozessen wird auch der Baustoffhandel mittels BIM einen deutlichen Schritt in Richtung Digitalisierung machen. Es wird sich der Bogen deutlich über die bisher diskutierte Zurverfügung­stellung von Produktinformation spannen; von Kostenstellenanalyse über die Möglichkeit, aktiv Produktalternativen anbieten zu können, bis hin zur optimierten Vorkommissionierung von einzelnen Bauab­schnitten. Wir sehen in BIM eine große Chance für den qualifizierten Baustoffhandel.

Christoph DEGENDORFER, GESCHÄFTSFÜHRER SIDE GMBH


6 Aus der Branche

Illustration: butjabutja.com/thinkstock

BAUzei t u n g 21 2017

Forschung gewünscht Die Baubranche forscht – auch wenn die Forschungsquote noch immer sehr niedrig ist. Welche Themen als wesentlich erachtet werden, zeigt eine neue Studie auf. Text: christoph hauzenberger

O

ftmals wird der Baubranche in Österreich vorgeworfen, sie sei ein wenig träge, Neuerungen werden zuerst skeptisch beäugt, bevor sie dann Jahre später doch für nützlich befunden werden. Doch der Schein trügt. Denn egal, ob es sich um große Industriebetriebe, Werkstoffhersteller, Klein- und Mittelunternehmen (KMUs), Fachverbände oder Interessenvertretungen handelt: Es wird geforscht, auch wenn die Forschungsquote noch immer sehr gering ist. Die Beweggründe dafür sind genauso wie die Forschungspartner sehr unterschiedlich – von Grundlagenforschung bis hin zur Produktentwicklung, in Eigenregie oder in Kooperation mit einer Universität oder einem außer­universitären Forschungsinstitut. Grund genug, auch in der heurigen Studie der Reihe „Zukunft Bauen“ die Forschung in den Fokus zu stellen und zu hinterfragen, wer in den Augen der Branchen denn wonach forschen sollte.

Kooperationen gesucht Geht es um die zentrale Frage, wer forschen soll, sind die Antworten der Baubranche laut der Studie eindeutig. Kooperationen von Unternehmen und Universitäten, FHs und ähnlichen Einrichtungen werden von den Befragten als präferierte Forschungsform

angesehen (Note 1,55) und sogar um die Spur besser „benotet“ als Forschung von den Institutionen (Note 1,66) selbst (Anm. d. Red.: Die Befragten gaben den einzelnen Annahmen Schulnoten von eins bis fünf, die Ergebnisse sind der Mittelwert). Hierbei zeigt sich, dass die Baubranche sehr wohl daran glaubt, über Wissen zu verfügen, das Innovationen ermöglicht, und auch willig ist, dieses in wissenschaftliche Projekte einzubringen. Ebenso lässt sich festhalten, dass man Kooperationen für effizienter hält. So werden sie von Unternehmen auch ohne wissenschaftlichen Partner eher der Forschung zugeordnet (Note 1,98) als die Ambitionen einzelner Unternehmen (Note 2,39). Ist man sich sehr einig darüber, wer forschen soll, so bieten die Themengebiete ein sehr variables Bild, obwohl auch dieses klare Tendenzen aufweist.

Breites Spektrum Die Antwortmöglichkeiten auf die Frage „Welche Themen wären für die zukünftige Entwicklung (Ihres Unternehmens) besonders nützlich und daher wichtig?“ wurden in fünf Gruppen (A. Material und Konstruktionen, B. Innenraum und Wohnen, C. Organisation und Prozesse, D. Ressourcen und Energie, E. Immobilien, Wohnraum und Citys) mit 19 Unterpunkten zusammengefasst.


Aus der Branche 7

Grafik: butjabutja.com; Quelle: Zukunft Bauen 2017

BAUzei t U n g 21 2017

Diese konnten ebenfalls nach einem Schulnotensystem bewertet werden, wobei insgesamt Durchschnittsnoten zwischen 1,78 und 2,67 vergeben wurden. Anhand dieser geringen Streuung sowie der Tatsache, dass bei 90 Prozent der Items mehr als 50 Prozent zustimmende Antworten vergeben wurden, zeigt, dass ein breites Forschungsspektrum gegeben wäre und auch gewünscht wird. Als wichtigste Forschungsbereiche gingen Material und Konstruktionen (Note 1,88) sowie Ressourcen und Energie (Note 1,95) hervor. Organisation und Prozesse, worunter auch die Digitalisierung fällt, schnitt mit einer Durchschnittsnote von 2,56 am schlechtesten ab. Geht es um die einzelnen Themen, die besonders nützlich und wichtig wären, erforscht zu werden, steht ein wenig überraschend die Nutzerbehaglichkeit (Note 1,78) an deren Spitze. Gefolgt wird diese von den zu erwartenden Punkten der Bauphysikalischen Optimierung, Energie und Umwelttechnik, Bauteile- und Baustoffinnovation und Lebenszyklusbetrachtung. Hierbei zeigt sich, dass der Wunsch, das Potenzial von Baustoffen sowie Techniken auszuschöpfen, sehr wohl vorhanden ist. Ob

diese Entwicklungen sowie Forschungsergebnisse von der Branche dann auch angenommen werden würden, ist eine andere Sache. Bedenkt man die Einschätzung bezüglich der Wesentlichkeit von Lebenszykluskosten und den langjährigen Versuch von Interessenvertretungen, diese auf die Agenda der Baubranche zu setzen, wirkt es ein wenig konterkarierend.

Stiefkinder Ein Stiefkind der Branche scheint auch noch immer die Digitalisierung zu sein. Mit einer Note von 2,67 schneidet diese am schlechtesten von allen abgefragten Themen ab und wird somit als eines der unwesentlichsten Forschungsgebiete erachtet. Natürlich lässt die Studie den Interpretationsspielraum offen, ob die Befragten annehmen, dass hier schon jegliches Potenzial ausgeschöpft worden sei, oder ob andere Themen einfach als wesentlicher erachtet werden. Gleiches gilt für die Bereiche Humanressourcen sowie Organisation und Prozesse allgemein, die ebenfalls am Ende der Liste landeten. Dabei würde aber vor allem vor dem Hintergrund

Wer soLL Forschen?

vollständig eher unentschieden eher nicht gar nicht

Kooperation von Unternehmen und Unis Uni, FH und Fo-Institute Kooperationen von Unternehmen Einzelne Unternehmen 0%

25%

50%

75%

100%

Bauwesen Baumeister/-in Vorbereitung auf die Befähigungsprüfung Modul 3 Recht und Wirtschaft Kursdauer: 12.1. – 30.6.2018

Ausbildung zum/zur BIM-Koordinator/-in gemäß ÖNORM A 6241 Kursdauer: 16.2. – 16.6.2018 Kostenlose Info-Veranstaltung: 18.1.2018 WIFI. Wissen Ist Für Immer.

www.wifiwien.at/bauwesen

Janemtezldetn


8 Aus der Branche BAUzei t u n g 21 2017

des oftmals propagierten Facharbeitermangels vielleicht auch hier akuter Forschungsbedarf bestehen. Dennoch gibt es immer wieder Unternehmen, die einerseits eine Vorreiterrolle einnehmen wollen beziehungsweise sich andererseits zusammenschließen, um sich einem ungeliebten Thema anzunähern.

nachhaltig prozessorientiert im Unternehmen konzipiert und gemeinsam mit den Mitarbeitern erfolgreich umgesetzt werden können. Greifbarer sind sicherlich Projekte, die zu einem umsetzbaren Ergebnis führen sollen. So ist das Projekt „Solares Heizen und Klimatisieren über Bauteilaktivierung“ der Arge Nachhaltige Bauteilaktivierung gewiss eines der gelungenen Beispiele einer Forschungskooperation. Zehn Firmenpartner konnten in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien nachweisen, dass Gebäude mit bauteilaktiviertem Beton als zukunftsorientierte Lösung funktionieren – egal ob dabei der heizende oder kühlende Aspekt betrachtet wurde. Als ein weiteres erfolgreiches Beispiel einer Kooperation einer Firma mit einer außeruniversitären Forschungseinrichtung ist die Rapperstorfer Korbwand. Das oberösterreichische Start-up Rapperstorfer Automation erkannte dabei das mögliche Potenzial einer Produktionsanlage, die den Bewehrungsstahl für Betonfertigteilwände vollautomatisch berechnet, zusammenschweißt und platziert. Oder: Aus der Kooperation von Baumit und der Uni Innsbruck entstand der Bauminator, ein 3D-Betondrucker für jedermann.

Wer hat es erfunden?

Potenzial unterstützen

Gemeinsam einen Teil des neuen Weges zu gehen war auch einer der Grundgedanken des Pilotprojekts Digitale Technologien und Unternehmensprozesse in der Baubranche, kurz „DiTecBau“, das von der FH Joanneum, dem Institut Industrial Management, der Technologieagentur Tecxcon sowie dem „Ecoplus Bau.Energie. Umwelt Cluster Niederösterreich“ erarbeitet wurde. Darin haben sich acht Unternehmen aus der Baubranche zusammengeschlossen, um sich ein grundlegendes Verständnis über den Veränderungsprozess der Digitalisierung in der Branche zu erarbeiten. Darüber hinaus sollen die Projektpartner lernen, wie Projekte

Man merkt also schnell, dass das Potenzial für Innovationen und Forschung in der Baubranche gegeben ist und dass die Ergebnisse oftmals schon allein für sich sprechen. Trotzdem ist die Forschungsquote verschwindend gering gegenüber anderen Wirtschaftssektoren. Deswegen wurde im Jänner die Brancheninitiative „Bra. In­Bauforschung 2020“ gestartet, die Bauunternehmen motivieren soll, selbst Forschung zu betreiben. Schließlich würden diese „jeden Tag mit Problemen konfrontiert sein, die man innovativ lösen könnte“. Der Wunsch nach Forschung ist zumindest auch schon einmal da. 

  B r a . I n B a u fo r s c h u ng 2 0 2 0

Die Brancheninitiative „Bra.In Bauforschung 2020“ bündelt­seit Jänner all jene Förderprogramme und Unterstützungsmaßnahmen der FFG, die für Unternehmen der Bauwirtschaft und ihrer Nebengewerbe zur Verfügung stehen.­Dabei sollen Projekte aus dem gesamten Hochund Tiefbau sowie die Herstellung und das Recycling von Baustoffen und Bauprodukten unterstützt werden. Auch relevante Dienstleistungen (Planung, Statik etc.) und Baumaschinen stehen zusätzlich im Fokus der Maßnahmen. Grundsätzlich umfassen die Förderungen vier Bereiche. Die Förderung für den Einstieg in Forschungsaktivitäten, die Förderung von Forschungsprojekten, den Bereich Ausbildung und Qualifizierung sowie Internationalisierung.

Forschungsthemen

0 %

25% 50% 75% 100%

Nutzer-Behaglichkeit Bauphysikalische Optimierung Energie- und Umwelttechnik Bauteil- und Baustoffinnovationen Lebenszyklusbetrachtung Material und Konstruktionen Leistbarer Wohnraum Grafik: butjabutja.com; Quelle: Zukunft Bauen 2017

Ressourcen und Energie Ressourcenmanagement Emissionen und Schadstoffe Finanzierungsmodelle Prozessoptimierung Humanressourcen Organisation und Prozesse Digitalisierung, Elektronik, IKT sehr wichtig

wichtig

unentschieden

weniger wichtig

unwichtig


Aus der Branche 9 BAUzei t u n g 21 2017

Den Strukturwandel als Chance nützen Der AUVA-Präventionsschwerpunkt

Personalentwicklung bis hin zur Unterneh-

„Alternsgerechtes Arbeiten“ soll Unter-

mensstrategie. Das Ziel ist eine Arbeitsorga-

nehmen dabei unterstützen, den demo­

nisation, die den gesamten Alterungs­prozess

grafischen Wandel unserer Gesellschaft

aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

als Chance zu begreifen und auch zu

berücksichtigt und Arbeitsabläufe sowie

nützen.

betriebliche Karrieremöglichkeiten dementsprechend anpasst. So sollen die Potenziale der jeweiligen Lebensphasen bestmöglich

schaft haben Auswirkungen auf die Arbeits-

genutzt werden.

welt und stellen Unternehmen vor große

Wie die Arbeitswissenschaft belegt,

Heraus­forderungen: So wird die Altersgruppe

bietet­das den Unternehmen auch Chancen.

der über 45-Jährigen, die bereits jetzt die

Denn Älterwerden kommt nur in bestimm-

größte Gruppe aller Beschäftigten stellt, in

ten Dimensionen einem Abbau gleich:

Zukunft noch weiter anwachsen.

Psychische­Fähigkeiten wie die Konzentra­

„Alternsgerechtes Arbeiten“ beschränkt

tionsfähigkeit bleiben im Laufe des Alterungs­

sich freilich nicht auf ältere Arbeitnehmer.

prozesses gleich, geistig-soziale Fähigkeiten

Es geht darum, (dauerhaft) schädigende

wie Urteilsvermögen und soziale Kompetenz

Einflüsse auf die körperliche, geistige und

nehmen sogar zu.

soziale­Gesundheit in allen Erwerbsphasen

Multiplikatoren und Entscheidungsträger

Potenziale erkennen

Auch Menschen innerhalb ein und derselben­

So müssen auch bei jüngeren und mitt-

Altersgruppe sind keineswegs homo-

leren Altersgruppen in den unterschied-

gen. Mit zunehmendem Alter nehmen die

lichsten Bereichen Maßnahmen gesetzt

gesundheitlichen Unterschiede zwischen

werden: von der Weiterbildung über die

ihnen aber noch zu, wobei auch sozialdemo­

Ein Mix aus Angeboten

grafische Faktoren wie etwa die Bildung,

Damit gehören etwa Führungskräfte, Beleg-

das Geschlecht, die Herkunft und damit ver-

schaftsvertreter, Sicherheitsfachkräfte,

knüpfte Erwerbsverläufe, Lebensgeschichten

Arbeitsmediziner, Personalverantwortliche

und Wertorientierungen eine wichtige Rolle

oder Lehrlingsbeauftragte zur Zielgruppe.

spielen. Alternsgerechte Arbeit ist damit

Ihnen bietet die AUVA einen Mix aus Bera-

ein Element einer differenzierter werdenden

tungsangeboten und Informationsmateria-

Belegschaft in einer sich rasch verändern-

lien. Auch Kurse zum Thema „Alternsgerech-

den Arbeitswelt. Der AUVA-Schwerpunkt

tes Führen“ werden angeboten und sollen

knüpft an die Kampagne „Gesunde Arbeits-

Entscheidungsträger dabei unterstützen, die

plätze – für jedes Alter“ der Europäischen

Situation im eigenen Unternehmen zu über-

Agentur­für Sicherheits- und Gesundheits-

blicken, Handlungsmöglichkeiten zur Umset-

schutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) an und

zung alternsgerechter Arbeitsge­staltung zu

richtet­sich an betriebliche Multiplikatoren

erkennen und den Gedanken in die Arbeits-

und Entscheidungsträger.

platzevaluierung zu integrieren.

AUVA/Gryc

zu vermeiden.

Weitere Informationen unter www.auva.at/alternsgerechtes-arbeiten

Fotolia

Kurstermine unter: https://online-services.auva.at/kursbuchung

Entgeltliche Einschaltung

Wandelnde Altersstrukturen unserer Gesell-


10 Aus der Branche BAUzei t U n g 21 2017

Austria’s Next top-Maurer der Wettstreit um den titel „Österreichs bester jungmaurer“ geht in vorarlberg in die nächste Runde. Wir stellen ihnen die nachwuchstalente vor. tExt: chRistoPh hAuZenbeRGeR

a

b 14. November 2017 wird die Messe Dornbirn zum Zentrum der Leistungsschau heimischer Jungmaurer. Auf der Suche nach dem besten Jungmaurer Österreichs stellen sich 23 Lehrlinge aus allen Bundesländern den Herausforderungen. Gefragt sind auch in diesem Jahr nicht nur technisches Geschick sowie Genauigkeit bei der Errichtung eines Werkstücks, sondern auch theoretisches Know-how bei einer schriftlichen Prüfung im Kampf um die begehrten Titel im

Bundesjungmaurerwettbewerb. Während der Wettkampftage wird den Teilnehmern von einer Fachjury, die die jungen Talente auf Herz und Nieren prüft, genauestens auf die Finger geschaut. Es gilt also, fokussiert zu bleiben, das Erlernte abzurufen und exakt zu arbeiten. Der Sieger wird am 17. November von Gastgeber und Landesinnungsmeister Peter Keckeis und Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel im Beisein zahlreicher Ehrengäste gekürt. Wir stellen Ihnen die diesjährigen Teilnehmer vorab vor.

WIEN (GEWERBE)

WIEN (GEWERBE)

BURGENLAND (GEWERBE)

BURGENLAND (GEWERBE)

MARIO BJELOBRADIC, PHILIPP GRAWATSCH, 18 18 ING. HANS HOFER STADTBAUMEISTER

ABDULKADIR BULDUK, 19

PATRICK ERNST, 18

MARKUS FLECK, 18

STEIERMARK WIEN (GEWERBE) (GEWERBE)

STEIERMARK WIEN (GEWERBE) (GEWERBE)

TIROL WIEN (GEWERBE) (GEWERBE)

TIROL WIEN (GEWERBE) (GEWERBE)

MARIOSPREITZHOFER, BJELOBRADIC, 18 MARIO 18

MARIO BJELOBRADIC, MANUEL RESCH, 18 18 ING. HANS HOFER STADTBAUMEISTER

MARIO BJELOBRADIC, STEFAN BLIEM, 18 18 ING. HANS HOFER STADTBAUMEISTER

DIPL.-ING. WILHELM SEDLAK GMBH

MARIO BJELOBRADIC, ANDREAS ULLER, 2018

ING. HANS HOFER STADTBAUMEISTER KARL PUCHLEITNER BAUGESELLSCHAFT M.B.H.

BAUMEISTER RUDOLF DENK GMBH

ING. HANS HOFER STADTBAUMEISTER BRETTERKLIEBER HOCH- UND TIEFBAU GMBH

PFNIER & CO GMBH

ING. HANS LANG GMBH

SOB MASSIVBAU GMBH

Z-BAU LUXNER GMBH


Aus der Branche 11 BAUzei t U n g 21 2017

OBERÖSTERREICH (GEWERBE)

CHRISTIAN MAURER, 19

NIEDERÖSTERREICH (GEWERBE)

NIEDERÖSTERREICH (GEWERBE)

ING. KARL STERN BAUGESELLSCHAFT M.B.H. & CO. KG

WAIZENAUER BAUUNTERNEHMEN GMBH & CO. KG

BERNHARD BICHLER, 19

SEBASTIAN HAUSER, 18

STEFAN STURMLECHNER, 19

SALZBURG (GEWERBE)

SALZBURG (GEWERBE)

KÄRNTEN (GEWERBE)

KÄRNTEN (GEWERBE)

BASTIAN BRACHMAIR, 18

MARKUS WINKLER, 18 HEINRICH BAU GMBH

NPG-BAU NEUSCHITZER GESMBH & CO. KG

FABIAN HANKE, 18

MATHIAS SCHWINGER, 18

VORARLBERG (GEWERBE)

VORARLBERG (GEWERBE)

WIEN (INDUSTRIE)

NIEDERÖSTERREICH (INDUSTRIE)

EHRENREICH BAUGMBH

Thinkstock; Die Fotografen (2), Fritz Press (2), Fotoatelier Mozart (2), Foto Lunghammer (2), Marte.Marte, Bauakademien Österreich

OBERÖSTERREICH (GEWERBE)

DIETRICH MANUEL, 21

FA. SCHILLER GESMBH

JOSEF LUX & SOHN BAUMEISTER GMBH

A. NIEDERMÜHLBICHLER BAUGESMBH

BITSCHNAU BAU GMBH

BAUMEISTER ING. PETER KECKEIS GES.M.B.H. + CO.KG

ALLGÄUER PHILIPP, 18

ALEXANDER KERNBAUER, 20 STRABAG AG – DIREKTION AR

LEYRER + GRAF BAUGESELLSCHAFT M.B.H.

NIEDERÖSTERREICH (INDUSTRIE)

SALZBURG (INDUSTRIE)

NIEDERÖSTERREICH (INDUSTRIE)

DER AUSTRAGUNGSORT

MARKUS WAGENHOFER, 18

MICHAEL KAUFMANN, 18

CHRISTOPH NENDWICH, 19

STRABAG AG

STRABAG AG

SWIETELSKY BAU

ANMERKUNG: ALLE TEILNEHMER WURDEN UNS BIS REDAKTIONSSCHLUSS VON DEN BAUAKADEMIEN BEKANNTGEGEBEN. ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN.

PHILIPP BÖHM, 19

MESSE DORNBIRN

MESSEPLATZ 1, 6854 DORNBIRN


12 Aus der Branche

Skills Austria

Skills Austria

BI Bau Analog Productions (3)

BAUzei t u n g 21 2017

Elf Medaillen konnte das Team Austria bei den heurigen World Skills erringen, darunter einmal Gold durch den Maurer Robert Gradl und seinen Betreuer Roland Mittendorfer (o. r.) und einmal durch die Betonbauer Alexander Tury und David Wagner und ihren Betreuer Thomas Prigl (u. r.).

Gold, Gold, Gold und nochmals Gold! Österreichs Fachkräfte können sich über einen Medaillenregen bei den World Skills freuen: darunter die goldene Titelverteidigung der Betonbauer und ein vergoldeter Maurer. Text: christoph hauzenberger

A

uch wenn im Vorfeld von offizieller Seite noch tiefgestapelt wurde, was Medaillenhoffnungen betrifft: Mit elf Trophäen haben die wenigsten gerechnet. Die jungen heimischen Fachkräfte konnten bei den World Skills in Abu Dhabi groß abräumen. Viermal Gold ging an die beiden Betonbauer Alexander Tury und David Wagner (Strabag AG), den Maurer Robert Gradl (Otto Duswald KG), den Maler Sebastian Gruber (Gruber GmbH) sowie und Armin Taxer (Auer Haustechnik & Wellness GmbH) im Beruf Sanitär- und Heizungstechnik.

„Gold in Abu Dhabi? – Das passt!“ „Ich habe schon mit einer Medaille spekuliert, aber dass ich am Ende alle 28 Teilnehmer hinter mir lasse – gewaltig!“, stellt der 22-jährige Maurer Robert Gradl beim offiziellen Empfang des Teams Austria etwas erschöpft, aber glücklich fest. Seine Freude teilt er mit seinem Betreuer Roland Mittendorfer von der Bau­ akademie Oberösterreich, dessen erste WM-Teilnahme als

Ausbilder somit auch vergoldet wurde. Nach vier anstrengenden Tagen und insgesamt 22 Stunden konzentrierter Wettbewerbszeit durften auch Alexander Tury und David Wagner über Platz eins in der Kategorie Betonbau jubeln. „Gold hier in Abu Dhabi, wo so viele gewaltige Bauwerke stehen – das passt!“, freuten sich die beiden Schalungsbauer nach der Siegerehrung. Einen großen Anteil an der gelungenen Titelverteidigung trägt Ausbilder Thomas Prigl, der auch schon vor zwei Jahren das heimische Siegerteam betreute. Schwerfahrzeugtechniker Daniel Chirita (Zeppelin Österreich GmbH) verpasste knapp die Medaillenränge, durfte sich aber immerhin über ein Medallion for Excellence freuen. Hans-Werner Frömmel war einer der ersten Gratulanten auf heimischem Boden. „Ich gratuliere unseren Teilnehmern, ihren Ausbildern und allen, die sie dabei unterstützt haben, sehr herzlich!“, freute sich der Bundesinnungsmeister mit den jungen Talenten. „Diese Erfolge zeigen, dass Österreichs Bauwirtschaft die besten Nachwuchskräfte hervorbringt.“ 


Aus der Branche 13 BAUzei t U n g 21 2017

universalprüfmaschine für baustoffe Warum diese Prüfmaschine? • Geeignet für Zug-, Druck-, Biege- und dynamische Versuche • Kraft-, weg- und dehnungsgeregelt • Kompakte Bauweise • Vielzahl an normversuchen • Flexibel erweiterbar bei normänderungen • Kraftbereich bis 3.000 Kilonewton • Allerhöchste Regelgenauigkeit • Absolut letzter Stand der Technik • Einbau der besten Komponenten • Qualitativ hochwertige Fertigung • Produziert im Herzen Europas • Über 30-jährige Erfahrung im Prüfmaschinenbau • Umfangreiches Datenverarbeitungsprogramm • Unschlagbares Preis-Leistungsmit der ath max 16 will der niederösterreichische unternehmer Eduard hrdina den weltmarkt erobern.

Verhältnis Für weitere Informationen bezüglich der

Seit 21 Jahren im Geschäft der Prüftechnik,

bricht, bis zum massiven Material, das einer

Universalprüfmaschine für Baustoffe, des

hat die Austro Test Hrdina GmbH (ATH)

Druckkraft von bis zu 3.000 Kilonewton

ATH Max 16, seiner Eigenschaften sowie

neben Standardgeräten von renommierten

widersteht, alles zu testen, wie Hrdina sagt.

seiner Vorzüge stehen wir Ihnen jederzeit

Herstellern – inklusive Gebrauchte – auch

Weiters sind Biege- und Zugprüfungen mit

gerne persönlich zur Verfügung. Gerne las-

Sondermaschinen aus eigener Produktion

einer Belastung von bis zu 200 Kilonewton

sen wir Ihnen auch unser neues Prospekt,

im Angebot. Unternehmensgründer Eduard

möglich.

in dem alle Details der Maschine erklärt werden, zukommen.

tätig und freut sich aktuell über sein neuestes

zielgruppe Forschungsanstalten

Werk: Mit der „ATH Max 16“ hat er Anfang

Die Zielgruppe des neuen ATH Max 16 sind

Mai nach einjähriger Entwicklungs- und

vor allem Forschungsanstalten. Diese inves-

Bauphase „eine absolute Weltneuheit“ auf

tieren, wenn sie sich mehrere Maschinen

den Markt gebracht. Es handelt sich dabei

für einzelne Druck-, Biege- und Zugversu-

um eine Universalprüfmaschine für norm-

che anschafften, in Summe schnell einmal

austro test hrdina gmbh

gerechte Druck-, Biege- und Zugversuche.

400.000 bis 500.000 Euro. Die ATH-Weltneu-

2381 Laab im Walde, Georg-Högn-Gasse 17

Mit ihr sei „von der kleinsten Probe“, die bei

heit made in niederösterreich ist dagegen um

t +43(0)2239/34315-0

einer Krafteinwirkung von „wenigen newton“

einen Bruchteil dessen zu haben.

www.ath.at

EnTGELTLICHE EInSCHALTUnG

Hrdina selbst ist bereits seit 1984 einschlägig


14 Aus der Branche BAUzei t u n g 21 2017

Blickfang

Betondruck. Bauakademie OÖ, steyregg

Laresser

Ein imposanter Schriftzug ist seit kurzem der neue Blickfang der Bauakademie­ Oberösterreich­. ­Dieser wurde von der STS Fertigteile GmbH gedruckt, mit Geo­ textilien wurde er bewehrt.

Erfolgsstrategie

A nsi c h t ssac he

Investitionen notwendig

Sika feiert satte Umsatz- und Gewinnzuwächse im dritten Quartal des laufenden Wirtschaftsjahrs.

U

m 13 Prozent oder gut 572 Millionen Euro über dem Vergleichszeitraum 2016 liegt der Betriebsgewinn des Schweizer Bauchemiekonzerns Sika in den ersten neun Monaten dieses Jahres. Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich dabei um 15 Prozent und liegt damit im Bereich von 410 Millionen Euro. Sika-CEO Paul Schuler sieht die Unternehmensstrategie aufgehen, wonach man das Unternehmen früh in sich entwickelnden Märkten positioniere, um bei deren Erstarken erstklassig aufgestellt und dem Bedarf der Kunden gewachsen zu sein. Dies habe unter anderem in Osteuropa und Afrika zu zweistelligen Wachstumsraten geführt. Auch die diesjährigen Übernahmen des österreichischen Unternehmens Bitbau Dörr (Abdichtungen) und der türkischen ABC Sealants (Dicht- und Klebstoffe) hätten sich als lohnend erwiesen.

Uta Pock, Head of Research Volksbank Wien AG

Sika

Volksbank Wien

Laut unserer Analyse konnte in den vergangenen Jahren das Angebot mit der starken Immobiliennachfrage nicht Schritt halten, was zu kräftigen Preiserhöhungen führte. Dadurch ist seit 2008 das Verhältnis von Immobilienpreisen zum verfügbaren Einkommen spürbar gestiegen. Eine Immobilienblase ist aber noch nicht erkennbar. International liegen die Preise im Verhältnis zu den Einkommen im Mittelfeld und noch weit von den Werten der damaligen Immobilienblasen in Irland oder Spanien entfernt. Damit es in Zukunft zu keiner Überhitzung kommt, müssen günstige Finanzierungsbedingungen die Bauaktivität weiter ankurbeln. Nur so kann die bestehende Investitionslücke mittel­ fristig geschlossen und der Markt im Gleichgewicht gehalten werden. Aus volkswirtschaftlicher und sozialer Sicht ist es wichtig, dass sich die Preissteigerung am österreichischen Wohnimmobilienmarkt abflacht. Die Banken im Allgemeinen und die Volksbanken im Besonderen sorgen mit ihrer Finanzierung für Zuwächse im Angebot und helfen,­den Druck aus dem Markt zu nehmen.

15 Prozent mehr Gewinn nach Steuern – die ersten neun Monate ­liefen für den ­Bauchemiekonzern Sika erfolgreich.


Aus der Branche 15 BAUzei t u n g 21 2017

Zweiter Großauftrag für die Porr AG innerhalb kurzer Zeit.

Weihnachtshoffnung Buwog / Stephan Huger

Bahnsanierung in Polen

Caroline Mocker wurde im Oktober in den Aufsichtsrat der Buwog gewählt. Die Immobilienfachfrau und gebürtige Linzerin ist Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group Asset Management A.S.

it einem Volumen von gut 43 Millionen Euro hat die Porr AG einen Großauftrag in Polen an Land gezogen. Er umfasst die Modernisierung einer Eisenbahnstrecke in Oberschlesien, konkret den Abschnitt Toszek Północ – Rudziniec Gliwicki – Stare KoŹle. Die Revitalisierung der 44 Kilometer langen Strecke soll die Fahrzeiten verkürzen und die Linienkapazität erhöhen. Die Bauarbeiten sind auf etwa zwei Jahre angesetzt, Projektabschluss ist bereits 2019. Im Zuge des Auftrags wird die Porr 51 Ingenieurbauwerke sanieren: 17 Überführungen, fünf Brücken, einen Übergang unter den Gleisen, 28 Durchlässe. Darüber hinaus sind die Renovierung von neun Bahn- und Straßenübergängen und zehn Stellwerken sowie die Modernisierung der Einrichtungen der Leit- und Sicherheitstechnik vorgesehen. Es handelt sich für die Porr um den zweiten Auftrag dieser Art für die polnische Bahn innerhalb weniger Wochen.

Saint-Gobain

M

Peter Giffinger übernahm die Leitung von Saint-Gobain Weber Terranova. Er ist seit 1987 in der Unternehmensgruppe und steuert nun die Geschicke der Saint-Gobain-Töchter Rigips, Isover sowie Terranova.

Wohnbau Bis kurz nach Weihnachten sei die Starterlaubnis aus Brüssel zu erwarten, gibt sich das Management der neugeschaffenen Wohnbauinvestitionsbank hoffnungsvoll. EU-seitig wird derzeit u. a. noch die Gewährleistung der Zielgenauigkeit in Richtung bedürftiger Wohnungssuchender geprüft.

Starkes Geschäft Florierend Wacker Chemie freut sich über ein unerwartet starkes drittes Quartal und schraubt sein Gewinnziel für 2017 entsprechend weiter nach oben – auf eine Milliarde Euro. Nicht zuletzt trieben die Silikone und Polymerprodukte, die von der Bauwirtschaft eingesetzt werden, das Geschäft an.

Aus drei mach eines Verschmelzung In der neuen Muffenrohr Tiefbauhandel GmbH führt die SaintGobain Building Distribution Deutschland GmbH drei Vertriebsmarken zusammen: Schulte Tiefbauhandel, IBA-Halberg und die ursprüngliche Firma Muffenrohr. Der Verschmelzung erfolgte per 1. November 2017.

Digitales in Vorbereitung Das Forum Infrastruktur legte Branchendefizite bei der Digitalisierung offen.

W

as die Umsetzung lebenszyklusorientierter, nachhaltiger Erfolgsfaktoren betrifft, sei der heimische Schienen- und Straßenbau gut unterwegs. Davon zeigten sich die 130 Besucher und ein Expertenpodium beim Forum Infrastruktur der IG Lebenszyklus Bau überzeugt. Hinsichtlich der Digitalisierung gibt es allerdings Aufholbedarf und große Chancen: Mehr als die Hälfte der fachlich versierten Veranstaltungsteilnehmer zeigte sich vor Ort davon überzeugt. So wurden auch bei den im Forum präsentierten Beispielprojekten zwar Instrumente wie das Building Information Modeling vereinzelt als Erfolgsfaktoren genannt. Insgesamt jedoch zeigte sich, dass der Fokus der Unternehmen eher erst auf dem Niveau der grundsätzlichen Frage nach den Voraussetzungen für den Projekterfolg in der digitalisierten Wirtschaft liegt.

Gewässerschutzfilter ViaGard Zur Entfernung von feinen AFS, Schwermetallen, Pestiziden, PAK und MKW n Einfacher Filtertausch n Einfacher Filteraufbau n Geringer Wartungsaufwand

Sorptionsmaterial ViaSorp

ÖNORM B25 06-3 geprüft und registriert

ViaSorp sorgt für eine dauerhafte Aufnahme und Rückhaltung von n Abfiltrierbaren Stoffen (Partikelretention) n Schwermetallen in gebundener und gelöster Form n mineralischen Kohlenwasserstoffen

www.mall-umweltsysteme.at • info@ mall-umweltsysteme.at


16 Innung

oFFiZiEllE inFormationEn dEs BaugEwErBEs

BAUzei t U n g 21 2017

Integrale Planung mit dem Baumeister eine gewissenhafte Planung ist das fundament jedes Gebäudes. je gründlicher ein Gewerbe- oder Wohnbauprojekt geplant wird, umso besser passt es sich an die bedürfnisse seiner nutzer an. Außerdem wird zeitlichen verzögerungen oder finanziellem Zusatzaufwand dank integraler Planung gegengesteuert. tExt: lAndesinnunG bAu tiRol

digitalisierung als große stütze Die Digitalisierung am Bau ergänzt die Leistungen eines Baumeisters und unterstützt ihn, die Planung als integralen Prozess zu gestalten. Dafür werden alle Gebäudedaten bereits beim Erstentwurf digital mit der Methode Building Information Modeling (BIM) erfasst und vernetzt. Jeder am Bau Beschäftigte, vom Baumeister über den Polier bis zum Haustechniker, wird bereits zu Beginn der Planung in das Bauprojekt miteinbezogen und bei Entscheidungen eingebunden. Selbst die Bauphase wird durch die Digitalisierung wesentlich beeinflusst. Alle beteiligten Gewerke greifen auf die aktuellsten Daten des Gebäudemodells zu und können mit diesen Daten exakt planen. Verantwortungen werden klar definiert, und während des Entwurfsund Planungsprozesses werden diese Entscheidungen der Bauexperten berücksichtigt. Auftraggeber profitieren von einer erhöhten Kostentransparenz, genauen Terminvorgaben und einer realitätstreuen Darstellung als 3D-Modell oder VirtualReality-Gebäude. Die Materialmengen werden noch exakter berechnet, punktgenau

OFP Kommunikation

B

aumeister können Bauherren aufgrund ihrer praktischen und theoretischen Ausbildung als universelle Bauexperten von der Planung bis zur Übergabe des Gebäudes beraten und begleiten. Abgesehen von Fragen bezüglich der Bauweise, Heiztechnik und des Einsatzes passender Baumaterialien kann er auch bei der gestalterischen Konzeption sein Wissen und seine praktische Erfahrung einbringen. Der Baumeister sorgt für eine kreative und architekturbewusste Planung, die sich der Umgebung anpasst, und legt größten Wert auf Machbarkeit und Kosten-Nutzen-Effizienz in der Umsetzung. Bauherren bekommen alle Leistungen aus einer Hand: den Erstentwurf, die detaillierte und vertraglich fixierte Kostenaufstellung, die Einreichplanung, die Polier- und Detailplanung und in der Folge natürlich auch die konkrete Ausführung, Leitung, Koordination und Überwachung der Bauarbeiten – bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Nur planende und ausführende Baumeister können Bauherren ein derart umfassendes Leistungsspektrum bieten und sie beim gesamten Bauprozess begleiten.

Ein Baumeister kann aufgrund seiner praktischen und theoretischen ausbildung alle für das Projekt erforderlichen Planungsarbeiten durchführen, einen architektonisch hochwertigen Entwurf erstellen und die gesamte Koordination während des integralen Planungsprozesses leiten.

geliefert und die Bauzeiten durch die verbesserte Koordination verkürzt. Die laufende Aktualisierung der Daten reduziert Fehlerquellen aufgrund veralteter Informationen und minimiert Baukosten. So entsteht – dank integraler Planung – auf unkomplizierte Weise ein Gebäude für die Zukunft.

Letzte chance: Jetzt BIM-Beratungsscheck sichern

u

m den Baumeisterbetrieben eine Unterstützung zur Einführung der BIM-Technologie im eigenen Unternehmen anzubieten, stellt die Bundesinnung Bau Beratungsschecks in beschränkter Anzahl zur Verfügung. Ein Großteil der maximalen Anzahl von 50 Stück wurde bereits beansprucht, ein Restkontingent ist noch verfügbar. Ziele dieser Beratung sind unter anderem ein Überblick über unternehmensspezifische Einsatzmöglichkeiten und eine Analyse organisatorischer und

technischer Voraussetzungen für die Einführung von BIM im eigenen Betrieb. Der Beratungsscheck kann ausschließlich von Mitgliedsbetrieben der Bundesinnung Bau in Anspruch genommen werden. Die Dauer der Beratung beträgt einen Tag, 50 Prozent der Kosten in der Höhe von 1.200 Euro exkl. USt. werden durch die Bundesinnung Bau übernommen, d. h. 600 Euro + USt. Für die Durchführung der Beratung sind Experten aus regionalen Beraterpools vorgesehen. Nähere Informationen sowie eine

direkte Onlineanmeldung zur Beratung unter: http://www.bim-baumeister.at/ Menüpunkt „BIM-Beratungsscheck“.

600 €*

Investieren Sie jetzt in Ihr Wissen und steigern Sie ihr technisches Know-how zum Thema „BIM im Baubetrieb“.

600 €*

Sechshundert Euro

BIM-BERATUNGSSCHECK

Building Information Modeling

BIM Building Information Modeling

Weitere Infos zum Thema BIM im BIM-Folder unter www.bau.or.at


Offizielle Informationen des Baugewerbes 

Innung 17

BAUzei t u n g 21 2017

Wegunfall unter Alkoholeinfluss Der OGH entschied kürzlich, dass ein Arbeitnehmer bei einem Wegunfall unter Alkoholeinfluss keinen Unfallversicherungsschutz genießt. Ansprüche gegen den Arbeitgeber waren zwar nicht verfahrensgegenständlich, doch ist die Wertung des OGH sinngemäß auch auf die arbeitsrechtliche Frage anzuwenden. Text: Christoph Wiesinger, Geschäftsstelle Bau

I

m Anlassfall hatte der Arbeitnehmer am Vorabend erhebliche Mengen Alkohol konsumiert und lenkte mit 1,03 Promille ein Fahrzeug, um zur Arbeit zu gelangen. Aufgrund dieser Restalkoholisierung kam er in einer Kurve von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem anderen Fahrzeug. Das ASVG kennt beim Arbeitsunfall an sich kein Mitverschulden des Arbeitnehmers, das zur Reduktion der Ansprüche führen würde. Der OGH löst allerdings den Kausalzusammenhang zwischen dem Arbeitsweg – der dem Arbeitsunfall gleichgestellt ist – und dem Unfall auf. Der Wegunfall steht normalerweise unter Unfallversicherungsschutz, weil der Arbeitnehmer die konkrete Reisebewegung nicht machen würde, wenn er nicht zur Arbeit müsste. Beim Unfall, der auf die Restalkoholisierung zurückzuführen ist, sieht der OGH aber die Alkoholisierung und nicht die

Tatsache, dass der Arbeitnehmer zur Arbeit fährt, als kausal für den Unfall an. Damit wertet er einen solchen Unfall nicht als Arbeitsunfall im Sinne des ASVG und verneint einen Anspruch des Arbeitnehmers.

Keine Entgeltfortzahlung Ein Unfall, der sozialversicherungsrechtlich kein Arbeitsunfall ist, ist auch arbeitsrechtlich kein solcher. Damit scheidet ein Entgeltfortzahlungsanspruch aus diesem Titel aus. Der Arbeitnehmer (egal ob Arbeiter, Angestellter oder Lehrling) kann aber auch keinen Anspruch aus dem Titel der Krankheit ableiten, weil dieser nur besteht, wenn die Erkrankung weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wurde. Die Inbetriebnahme eines Fahrzeugs in alkoholisiertem Zustand ist aber grob fahrlässig, sodass der Arbeitnehmer für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit

Lehrlingskampagne Herbst 2017

A

m 30. November findet an Österreichs BAUAkademien das bereits vierte bundesweite Bau-Lehrlings-Casting statt. Für Baufirmen ist das Casting die ideale Möglichkeit, um sich gleich vor Ort die besten Nachwuchskräfte zu sichern. Im vergangenen Jahr fanden sich knapp mehr als 130 Betriebe an den BAUAkademien ein. Um die Veranstaltung im Vorfeld zu

210 x 280 Cool Magazine

DIE BAULEHRE: DEIN ERFOLGS-

BAU DEINE ZUKUNFT.

ERLEBNIS! HOHER VERDIENST

AUFSTIEGSCHANCEN TOP AUSBILDUNG

ZUKUNFT BAUEN,, DASS ALLE SCHAUEN! Kennst du das Gefühl, wenn du etwas schaffst, auf das du so richtig stolz sein kannst? Etwas, bei dem alle sagen „Echt? Das hast du gemacht?“ und um das dich alle beneiden? Etwas, in das du deine ganze Energie hineinsteckst, weil es dir einfach wahnsinnig viel Spaß macht? Das ist dein Erfolgserlebnis! Und Erfolgserlebnisse bietet dir die Baulehre: die Lehre für alle, die ihre persönliche Erfolgsgeschichte schreiben möchten. www.baudeinezukunft.at

BauDeineZukunft

Baufirmen können beim Casting am 30. November an den BAUAkademien geeignete Nachwuchskräfte sichten.

bewerben, hat die Bundesinnung Bau folgende Maßnahme gesetzt: Vom 30. Oktober bis 24. November laufen an Werktagen nach dem Informationsblock um 19, 20 und 21 Uhr kurze, kompakte Radiospots bezüglich der Baulehre auf Ö3. Insgesamt werden in diesem Zeitraum 60 Spots auf Österreichs größtem Radiosender ausgestrahlt. Für den Herbstschwerpunkt der Lehrlingskampagne hat die Bundesinnung Bau sieben Lehrlingsvideos mit dem TV-Moderator Chris Stephan produziert. Dafür wurden echte Lehrlinge und echte Baumeister gefilmt sowie eine Großbaustelle und eine BAUAkademie in Szene gesetzt. Die Videos werden auf sozialen Medien wie Facebook und Instagram ausgespielt bzw. sind auf der neuen Website der Lehrlingskampagne abrufbar. Mehr Infos unter www.baudeinezukunft.at bzw. www.baulehrlingscasting.at

keinen Entgeltanspruch gegen den Arbeitgeber hat. Anderes gilt nur dann, wenn der Arbeitnehmer beim Unfall zwar alkoholisiert war, dies aber nicht unfallkausal war (z. B. wenn ein Dritter den Unfall verursacht). In diesem Fall hätte der alkoholisierte Arbeitnehmer sehr wohl Unfallversicherungsschutz. Der Arbeitgeber wiederum hätte gegen den schädigenden Dritten einen Schadenersatzanspruch („Lohnfortzahlungsschaden“); Letzterer steht auch zu, wenn der Arbeitnehmer nüchtern war. All diese Wertungen sind natürlich auch auf solche Arbeitsunfälle anzuwenden, die sich während der Arbeitszeit ereignen. Gelangt der alkoholisierte Arbeitnehmer also zum Arbeitsplatz und verursacht dort einen Arbeitsunfall, hat er keine Ansprüche – weder gegen die AUVA noch gegen den Arbeitgeber. 

Neues Bonus-MalusSystem kommt nicht Quote erfüllt Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Beschäftigung Älterer zu steigern und hatte daher im Herbst 2015 ein neues Bonus-MalusModell beschlossen. Dieses sollte aber nur dann in Kraft treten, wenn zum Stichtag 30. Juni 2017 bestimmte Beschäftigungsquoten älterer Arbeitnehmer nicht erreicht würden. Tatsächlich sind aber alle Quoten erfüllt worden, sodass das geplante Bonus-MalusSystem nicht kommen wird. Für die Bauwirtschaft hätte es Sonderbestimmungen gegeben, die damit aber ebenfalls obsolet sind. Nur zur Klarstellung: Die Beschäftigungsquote wurde einmalig erhoben. Sollte sie wieder unter die Zielwerte fallen, hat das keine rechtlichen Auswirkungen für das geplant gewesene Bonus-Malus-System.


18 Planung & Ausführung BAUzei t u n g 21 2017

Martin Effenberger

Das ExpertenQuartett Robert Lechner, Armin Binz, Jürgen Schneider und Christian Steininger (v. l.) diskutierte mit Moderatorin Gisela Gary und einem sehr interessierten Publikum darüber, ob Klimaschutz und Gebäudetechnik zueinander im Widerspruch stehen (müssen).

Wider den Klimawandel Gebäudetechnik ist ein wichtiges Feld im Kampf gegen den Klimawandel. Die bauausführenden Experten sind sich dessen bewusst – es gilt nun, Politik, Finanziers und Kunden zu überzeugen. Text: Bernhard Madlener

R

und eine Milliarde Euro pro Jahr koste der Klimawandel die Österreicher heute bereits. Zwischen 2036 und 2065 könnten allein die Hochwasserschäden auf durchschnittlich 400 Millionen bis 1,8 Milliarden Euro pro Jahr steigen; dazu kommen 200 bis 300 Millionen Euro jährliche Mehrkosten für den Tourismus. Über dieselbe Zeit summierten sich die Schäden der Forstwirtschaft auf 460 Millionen Euro. Mit diesen Zahlen aus der Studie „Cost of Inaction“ des Wegener Center for Climate and Global Change (Uni Graz) startete Moderatorin Gisela Gary die Diskussion im Festsaal des Österreichischen Ingenieur- und Architektenvereins (ÖIAV). Unter dem Titel „Alle reden – keiner tut was!“ behandelte sie mit vier Experten die Frage, ob es sich bei Klimaschutz und Gebäudetechnik um einen Widerspruch handelt oder doch um einander ergänzende Partner gegen den Klimawandel. Zehn Prozent der emittierten Treibhausgase stammten nämlich aus unseren Gebäuden, an denen die technische Gebäudeausrüstung (TGA) wachsenden Anteil habe. Nachdem die TGA außerdem bis zu 45 Prozent der Gebäudekosten ausmache, gehen eine Steigerung der Kosten- wie auch der Energieeffizienz bestenfalls Hand in Hand. Es gelte also, einen Spagat zu schaffen, der einerseits die notwendige weitere Technifizierung von Gebäuden ermöglicht, andererseits aber auch Strategien des Umweltschutzes implementiert. Den Rahmen steckte Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt ab: Die Klimakrise sei zum einen Resultat eines „Marktversagens“, denn die Folgen hohen Energiekonsums – die steigende CO2-Bilanz – würden weniger von den Verbrauchern als von der Allgemeinheit gestemmt. Externe Kosten könnten über eine CO2-Abgabe auf

den Energiepreis internalisiert werden. Zudem müsste die Politik gegen den Klimawandel eine langfristige Strategie fahren, Ziele und Lösungsansätze der scheidenden Regierung zum Beispiel dürften keinesfalls verlorengehen oder in Schubladen verschwinden.

„Mein Produkt!“ – ein Klimasünder Diese Langfristigkeit wäre auch im Sinne der Unternehmer. Die empfänden vor allem das Gefühl der Unsicherheit ob künftig geltender Regeln als Hürde für Investitionen und damit für wichtige Innovationssprünge. Dementsprechend sollten politisch gewünschte Entwicklungen als verbindliche Vorgaben definiert werden – etwa dass der Gebäudebestand bis 2050 weitgehend ohne fossile Energieträger auskommen müsse; dies zum einen durch Effizienzsteigerungen und Umstieg auf erneuerbare Energieträger, aber auch etwa durch einen Innovationsschub bei thermischer Sanierung. „Ich bin in meiner Heimat nicht unbedingt für einen großen Kulturoptimismus bekannt, aber eigentlich ist in den vergangenen Jahren schon einiges vorangegangen“, stellte der aus der Schweiz angereiste Armin Binz fest. Die Ölkrise 1973 sei für ihn ein Erweckungserlebnis gewesen. In der Folge erkannte der diplomierte Architekt, dass der Bau – „mein Produkt!“ – einer der größten Energie- und Klimasünder weltweit ist. Die von Schneider angerissene Idee der CO2-Steuer halte er für sinnvoll; umso mehr, als es die in der Schweiz bereits gebe und sie dort durchaus lenkend, etwa zur Subventionierung von Sozialversicherungsbeiträgen, eingesetzt wird. Zudem treibe sie durch auf ihr basierende Forschungsprogramme Innovationen voran. Dem hielt Gisela Gary entgegen,


Planung & Ausführung 19 BAUzei t u n g 21 2017

Potenzial für Photovoltaik und Co Und welche konkreten Handlungen empfehlen sich nun für die Bauwirtschaft? – Wenn es um leitungsgebundende Gebäudetechnik geht, sollten etablierte Alternativen zum vor Ort verbrauchten (fossilen) Energieträger stärker eingeplant werden, etwa

„Ich bin in meiner Heimat nicht für großen Kulturoptimismus bekannt, aber eigentlich ist in den vergangenen Jahren schon einiges vorangegangen.“ ARMIN BINZ,

Binz

dass in Österreich bis vor nicht allzu langer Zeit noch Ölheizungen gefördert wurden und die Bevölkerung dementsprechend einer Sensibilisierung für die Energieproblematik bedürfe. Christian Steininger, Vorsitzender der Fachgruppe TGA im ÖIAV, verwies auf die Bedeutung einschlägiger Ausbildungen: An den Unis sei Gebäudetechnik kaum vorhanden, Fachhochschulen und HTL stünden etwas besser da. Die Chance, dass das Wissen um die Notwendigkeit, vor allem aber um die Umsetzung klimaschonender Gebäudetechnik in die breite Masse geht, werde so nicht unbedingt größer. Robert Lechner, Geschäftsführer des Österreichischen Ökologie-Instituts, sprang ihm bei: Wenn der Markt eine Ausbildung nicht „bestellt“, dann würden sie die Institutionen auch nicht entwickeln – warum auch? In dem Zusammenhang wäre v. a. die öffentliche Hand am Zug, um etwa bei Sanierungen von Schulen innovative Maßnahmen einzufordern. Aus Sicht des Dienstgebers gab Lechner ein Beispiel, wie am Markt vorbei ausgebildet werde: „Ein Bauphysiker ist nicht unbedingt leicht zu finden, wohingegen wir wohl sofort hundert Architekten haben könnten.“

BinZ ENERGIE AM BAU GMBH

Fernwärmesysteme. Als „ernüchternd“ bezeichnet Lechner zudem, wie verhältnismäßig wenig die Photovoltaiknutzung bisher realisiert worden sei. Im Bereich Warmwasser und Heizung gab es für Binz schon beachtliche Einsparungserfolge. Bei der laufenden Elektrifizierung bzw. Digitalisierung von Gebäuden wäre das aber wegen der raschen technologischen Entwicklungen schwierig. Dementsprechend antwortet er auf die Publikumsfrage, ob der Gegentrend „Lowtech im Bau“ gefördert werden sollte: „Das sind natürlich Ansätze, die man verfolgen muss.“ Aber nachdem die Mehrheit der Menschen wohl auch künftig umfasssenden Gebäudekomfort verlangen werde, gebe es keine Alternative zum Einsatz hochstehender Technik. Nur müsste diese eben im Einbau und Betrieb weitaus effizienter werden. Das grundlegende Bewusstsein und die Innovationskraft dafür sind bei den Experten der Bauwirtschaft vorhanden, wie die Diskussion zeigt. Es gilt nun, Politik, Finanziers und die Kunden langfristig zu überzeugen und mit ins Boot zu holen – für das Ziel einer gemeinsamen und gesunden Zukunft. 

Führend in Entwässerung

Ein Original kann man nicht besser machen. Man nicht. Wir schon. au Swissb018 2 Basel . Januar 0

16. – 2

nd K14

.2, Sta

Halle 2

Made in Germany

Der neue StaufixControl Rückstauverschluss. Einbauset für die Bodenplatte Abnehmbare Wechselstutzen Optische und akustische Warnmeldung

www.kessel.de


20 Planung & Ausführung

RIGIPS (4)

BAUzei t u n g 21 2017

Kategorie Trockenausbau – 1. Platz: Relaunch Hauptgebäude der Rigips-Zentrale, 2. Platz: Eingangs- und Foyerbereich Millennium Tower, 3. Platz: Erste Group Campus; Kategorie Innovation – Gewinner ex aequo: Tanzschule Schwebach und Nivatus-Beleuchtungssystem.

Trockenbau auf höchstem Niveau 23 Projekte wurden bei der diesjährigen Rigips Trophy eingereicht. Das Siegerprojekt der Fachjury stammt nicht nur aus dem Haus, sondern ist das Haus von Rigips Österreich. Text: christoph hauzenberger

E

s war eine wirkliche Überraschung, und diese konnte man Managing Director Peter Giffinger ansehen, als verkündet wurde, dass der erste Platz der diesjährigen Rigips Trophy an die Abel & Knechtl Trockenbau OG aus Irdning-Donnersbachtal für den Relaunch der Unternehmenszentrale von Saint-Gobain Rigips Austria in Bad Aussee ging. „Ich wollte ja schon gar nicht, dass dieses Projekt eingereicht wird, aber das kann nun mal die ausführende Firma ganz allein machen“, erzählt Giffinger im Anschluss an die Verleihung. „Verstehen Sie mich nicht falsch, das Projekt ist fantastisch geworden, und die Ausführung ist ein Traum, aber hätte die Jury nicht aus allen Ausführenden der eingereichten Projekte bestanden, die sich gegenseitig bewerten, würde ich glatt von Schiebung sprechen.“ – Ein Detail, über das die meisten Besucher schmunzeln konnten, denn schließlich überzeugte vor allem die unterschiedlich konvex und konkav gebogene, abgehängte Decke im Stiegenhaus der Zentrale auch handwerklich. Den zweiten Platz holten sich Baierl & Demmelhuber für die sogenannte „Shell“ im Eingangsbereich des Wiener Millennium Tower. In die rund 13 Meter hohe und 32 Meter im Durchmesser große Muschel aus zwei ineinandergreifenden Schalen wurden 300 Einzelleuchten integriert, sodass sich eine

Mischung aus Kunst- und Tageslicht ergibt – eine Herausforderung für eine streiflichtfreie Spachteloberfläche. Lieb Bau Weiz konnte sich für die Umsetzung des zweigeschoßigen Atriums im neuen Erste Campus beim Wiener Hauptbahnhof den dritten Platz sichern. Dabei stellte nicht nur die rund 500 Quadratmeter große mehrschalige Wandkonstruktion mit einer Höhe von bis zu 7,30 Metern eine Herausforderung dar, sondern auch die damit verbundenen Anforderungen an Akustik und Brandschutz. Doch nicht nur eine gelungene Umsetzung wurde bei der Rigips Trophy ausgezeichnet, sondern auch Innovation. Den Innovationspreis des Jahres 2017 durfte sich heuer Franz König für sein Beleuchtungssystem Nivatus – ein System aus Stuckrahmen, LED-Leuchten und spezialbeschichteten Ripis-Platten, vereint zu individuellen Deckenleuchten – mit Trockenausbau Weger und der Weissenseer Holz-System-Bau GmbH für die Wiener Tanzschule Schwebach teilen. „Der Trockenbau ist mit Sicherheit eines der innovativsten Gewerke des Bauwesens“, stellte Giffinger in seiner Festrede fest. „Dafür treten wir und vor allem die Trockenbauer bei dieser Trophy den Beweis an.“ Man wolle vor allem aufzeigen, was Trockenbau alles leisten kann, wenn man alte gedankliche Mauern im Kopf einreißt. 


Planung & Ausführung 21 BAUzei t u n g 21 2017

Nik Fleischmann (2)

Rund 4,5 Millionen Euro ­flossen in die Erweiterung des Europagymnasiums Linz. Die neuen Räumlichkeiten erfreuen sowohl die Lehrer als auch die Schüler.

Bildung in neuem Ambiente Vor kurzem konnte die BIG die Erweiterung des Europagymnasiums Linz abschließen.

V

or kurzem hat die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) die Erweiterung des Europagymnasiums am Bundesschulzentrum Linz Aubrunnerweg plangemäß abgeschlossen. „Wir haben rund 4,5 Millionen Euro in das Projekt investiert“, erklärt BIGGeschäftsführer Wolfgang Gleissner. Die Schüler sowie das Lehrpersonal haben den neuen Gebäudeabschnitt bereits bezogen und konnten sich so schon an ihrem neuen „Arbeitsplatz“ erfreuen. „Der Zubau ist eine wichtige Investition für die Zukunft“, stellt Schuldirektor Gottfried Jachs zufrieden fest. „Die neuen Räumlichkeiten sind hell und freundlich, speziell der Mehrzwecksaal ist mit seiner medientechnischen Ausstattung eine echte Bereicherung.“

aus Traun gebaut. Im Erdgeschoß wurden zusätzliche Flächen für den Lehrerbereich geschaffen sowie ein neuer Mehrzwecksaal, ausgestattet mit neuester Technik, für 300 Personen errichtet. In den drei Obergeschoßen befinden sich insgesamt neun neue Stammklassen, Raum für die Nachmittagsbetreuung, ein Schularztzimmer, ein Zeichensaal sowie ein Funktionsraum für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Die geschaffenen Freiflächen vor den Klassenzimmern können dank mobiler Trennwände flexibel gestaltet werden und bieten so zusätzlichen Raum zum Lernen sowie zum Arbeiten in Gruppen. 

Der montagefreundliche Nylon-Kippdübel für hohe Lasten in Gipskartonplatten. Der neue DUOTEC.

Raum für alle Der Zubau umfasst rund 2.000 Quadratmeter, ist direkt an das rund 31.500 Quadratmeter große Bestandsgebäude angeschlossen und wurde nach den Plänen der Dornstädter Architekten ZT GmbH

Montagekomfort und hohe Lasten in Plattenbaustoffen? Mit dem fischer DUOTEC kein Problem. Denn dieser kompakte Kippdübel lässt sich ohne besondere Werkzeuge einfach verarbeiten. Die Herausforderung, relativ hohe Lasten in Gipskartonplatten zu befestigen, löst er dank seiner glasfaserverstärkten Materialien äußerst

Hell und freundlich präsentieren sich sowohl die öffentlichen Flächen als auch die Räumlichkeiten.

souverän. Und trifft er doch einmal auf Vollbaustoffe wie Beton oder Holz, funktioniert er einfach als Spreizdübel. Eine von vielen intelligenten Befestigungslösungen aus dem Hause fischer. www.fischer.at

Bauzeitung 90 x125.indd 1

27.01.2017 18:26:29


22 Planung & Ausführung BAUzei t U n g 21 2017

Instandhaltung im Wohnbau in der Praxis bieten sich dafür verschiedene strategien an. tExt: eRWin jAmA*

Bestandsanalyse, risikomanagement, Machbarkeit Zu beurteilen ist der Gebäudezustand im Allgemeinen. Laufend erfasst werden Daten bezüglich des Alters, der Konstruktion, der Nutzungsintensität und des Nutzerverhaltens, aber auch zum Beispiel hinsichtlich der Qualifikation des Personals. Das Risikomanagement beschäftigt sich mit Chancen und Gefahren (vgl. auch ÖNorm 49000). Es werden Risikoszenarien definiert (Worst-, Average-, Best-Case-Szenarien) und Maßnahmen zur Risikobewältigung entwickelt. Schließlich wird die Machbarkeit geprüft, wobei die Eliminierung von Gefahren, die Nutzung von Chancen, ein definierter Zeitund Kostenrahmen sowie die Restnutzungsdauer des Gebäudes berücksichtigt werden müssen. Die Schlussfolgerungen aus diesen drei Bereichen führen zur Instandhaltungsstrategie samt Maßnahmenkatalog.

Erwin Jama

d

er oft verwendete Begriff „Facility-Management“ (FM) wird manchmal missverstanden. FM ist das ganzheitliche Management der Infrastruktur einer Organisation mit dem Ziel der Verbesserung der Produktivität. Dies umfasst die nachhaltige Betreuung von Vermögenswerten (Facilitys) wie Anlagen, Fahrzeugpark, Instandhaltung von Immobilien etc. Alle Facilitys müssen dem Stand der Technik laufend angepasst und in einem betriebssicheren (vgl. ÖNorm B1300 und 1301) und wirtschaftlich optimierten Zustand erhalten werden. Dazu werden die erforderlichen Prozesse erfasst und laufend optimiert. Nachhaltigkeit ist die Berücksichtigung der ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Parameter im Einklang mit den Bedürfnissen der Nutzer und Betroffenen. Die Instandhaltungsstrategie ist gemäß ÖNorm EN 13306 das Vorgehen des Managements zur Erreichung der Instandhaltungsziele. Generell stellt sich die Frage der Durchführung technisch und wirtschaftlich sinnvoller Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt, also die Ausarbeitung einer nachhaltigen Strategie. Um diese Aufgabe zu erfüllen, sind Ziele (Verfügbarkeit, Umweltschutz, Sicherheit, Werterhaltung, Nutzungsänderungen etc.) zu definieren. Während beim strategischen Facility-Management der Lebenszyklus eines Objekts betrachtet wird, das heißt die grundsätzlichen Unternehmensziele mit der Nutzung des Objekts abgestimmt werden (wird eine Immobilie noch den aktuellen Anforderungen gerecht, ist sie zu erweitern, zu adaptieren, zu entfernen?), ist das operative FM für die Umsetzung des Instandhaltungsplans zuständig.

Zur instandhaltung von wohnbauten gilt es, einen kontinuierlichen verbesserungsprozess zu definieren.

Im Weiteren sind die Präventiv-, die Korrektiv- und die Inspektionsstrategie zu unterscheiden: Die Präventivstrategie bringt einen hohen Planungsaufwand mit sich – bei geringer Ausnutzung der Nutzungsdauer und geringem Risiko. Die Korrektivstrategie verspricht geringen Planungsaufwand und eine optimale Ausnutzung der Nutzungsdauer. Sie erweist sich aber oft als unwirtschaftlich, da ein hohes Risiko samt entsprechender Schadensfolgekosten bleibt. Die Inspektionsstrategie bietet einen überschaubaren Planungsaufwand. Bei guter Ausnutzung der Nutzungsdauer sind optimierte Kosten und ein begrenztes Risiko zu erwarten. Je nach Zieldefinition gibt es weitere Strategien – vor der Anwendung ohne Bestands- und Risikoanalyse muss aber gewarnt werden. Die Umsetzung erfordert einen Maßnahmenkatalog (Inspektion, Wartung, Instandsetzung, Verbesserung) als Basis für das operative FM. Unverzichtbar ist dabei stets ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess (der KVP ist ein Grundprinzip des Qualitätsmanagements, auch PDCA-Zyklus oder Deming-Kreis genannt). Er stellt die wiederkehrende Nachjustierung des Prozesses auf Basis der durchgeführten Maßnahmen sicher. *Baumeister Erwin Jama ist allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Hochbau sowie Lehrbeauftragter an der Donau-Universität Krems.

in der nächsten ausgabe der Bauzeitung lesen sie über Personal entwicklung am Bau.

In Kooperation mit der BAUAkademie, dem Ausbildungsspezialisten für die Bauwirtschaft.

www.bauakademie.at


Huesker

Fortrac Heavy Load als Schwer­ lastauflager eines Monopiles für ­Offshore-Wind­ kraftanlagen.

Lager für schwere Lasten Sicher Mit dem neuen Fortrac Heavy Load bringt Huesker ein Geokunststoffsystem auf den Markt. Das System zur Lagerung ex­trem schwerer Bauteile überzeugt durch die Aufnahme von Lasten von mehr als 800 Tonnen. Fortrac Heavy Load ist in verschiedenen Höhen und Breiten lieferbar und somit für unterschiedlichste Lasten skalierbar. Das System besteht aus zwei hochzugfesten Geokunststoffen plus Füllmaterial aus lokalen Böden oder Schlacken. Zudem bietet das Produkt auch bei hoher Traglastreserve minimale Verformung (<1,5 Prozent bis 800 Tonnen).

Jetzt Ticket sichern!

Hersteller Velux will mit seinen „Modular Skylights“ beim ­Kunden v. a. durch Einfachheit und rasche Implemen­ tierung punkten.

Fensterbauer Velux setzt bei der Gunst um Kunden auf rasche Implementierung seiner Produkte.

D

as Oberlichtsystem „Modular Skylights“ wurde als großzügige Tageslichtlösung für Gewerbebauten und öffentliche Gebäude konzipiert, etwa für Einkaufszentren, Schulen oder Spitäler. Es kann einfach und schnell implementiert werden. Das modulare Konzept setzt sich aus vorgefertigten Elementen zusammen, die den Einsatz eines bestimmten Grundmoduls erfordern. Alle Bauteile benötigen vor Ort jedoch keinerlei weitere Anpassung und werden als Komplettsystem angeliefert. Das für diesen Zweck entwickelte Rahmenmaterial ermöglicht laut Velux einen sehr niedrigen U-Wert sowie eine integrierte Tageslicht- und Belüftungssteuerung, optional auch einen Sonnenschutz.

Apothekertrakt Schönbrunn, Wien

Velux

Schnell und einfach

29. bis 30. November 2017

FÜR DIE BESTEN. UND JENE, DIE ES NOCH WERDEN WOLLEN. www.unternehmen-verbinden.at


24 Fokus Beton BAUzei t u n g 21 2017

Kirchdorfer

Schnell, billig, gut – die Ansprüche an den Baustoff Beton sind hoch.

Potenzial ja – aber wo? So schnell wie möglich die höchstmögliche Qualität zum möglichst günstigen Preis: Die Quadratur des Kreises ist beim Baustoff Beton immer häufiger gefragt. Doch wo lässt sich noch optimieren? Text: Sonja Messner, Christoph Hauzenberger

die Schmierstoffe. In Wirklichkeit würden gern alle Kunden eine höhere Zementklasse, als sie bestellt und bezahlt haben, bekommen.“ Diese Entwicklung beobachtet man auch bei CRH mit einem Kopfschütteln. „Geht auf der Baustelle mit dem Beton etwas schief, wird in erster Instanz immer dem Zement die Schuld gegeben. Nie

Kirchdorfer

Q

ualität hat ihren Preis – das sollte auch in der Baubranche kein unbekannter Spruch sein. Zu selten wird jedoch danach gelebt. Das spüren momentan verstärkt die Hersteller der Zement- und Betonindustrie, denn die Kunden wollen immer höhere Qualität zu einem möglichst günstigen Preis. Vor dieser Herausforderung steht auch die oberösterreichische Kirchdorfer-Gruppe, die angefangen bei Kieswerken und Steinbrüchen über das Zementwerk bis hin zu Transportbeton und Betonfertigteilwerken die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. „Besonders beim Transportbeton hat die Frage nach der Reinheit und Qualität in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Nicht nur einmal haben wir von Kunden Sprüche wie ,Früher hat der Beton beim Ausschalen noch geraucht‘ gehört. Das ist natürlich ziemlich überspitzt, aber die Hersteller geraten durch den massiven Preiskampf in der Branche stark unter Druck“, sagt Konzernsprecher Matthias Pfützner. Die Reaktion darauf sei, die eigenen Kosten zu senken und weniger Zement und Zusatzmittel zu verwenden. Auch Marko Haberhauer, Leiter des C3-Ateliers und seit kurzem Geschäftsführer der Ceton-GRC GmbH bestätigt: „Alle fahren bei den Betonmischungen den Zementgehalt auf das Mindestmaß hinunter. Dadurch wird der Beton zwar günstiger, aber es fehlen

Neue Kundengruppen dank Hybridlösungen: Kirchdorfer punktet mit der XC Holz-Beton-Verbunddecke auch bei holzaffinen Kunden.


Fokus Beton 25 BAUzei t u n g 21 2017

Sladjana Ruzic, Technical Marketing Grey

Zusatz statt Ersatz

Cement & Sales White Cement Balkan CRH

Die Lösung ist für viele die Zugabe von Betonzusatzmitteln. Dieser Ansatz sei aber mit Vorsicht zu betrachten, warnt Matthias Pfützner.­„Betonzusatzmittel sind heute unerlässlich, um einen qualitativ hochwertigen Beton zu einem vernünftigen Preis anbieten zu können. Das gilt sowohl für den Transportbeton als auch für die Betonfertigteilbranche. Ein Irrglaube ist aber, je mehr Zusatzmittel man verwendet, umso weniger Zement bedarf es. Es bleibt wie der Name schon sagt, ein Zusatzmittel und kein Zementersatz.“ Auch beim Zusatzmittelhersteller BASF ist man nicht immer glücklich darüber, wie die eigenen Produkte auf der Baustelle zur Anwendung kommen. Billigere Ausgangsstoffe zu verwenden, um dann mit Betonzusatzmitteln die Leistung wieder zu steigern, sei eigentlich nicht Sinn der Sache, betont Markus Kroneder, MarketManager Betonzusatzmittel bei BASF. „Diese Entwicklung ist sehr schade, denn dadurch wird weder das Potenzial des Betons noch das des Zusatzmittels ausgeschöpft. Es wird nur genutzt, um auf dasselbe Ergebnis zu kommen, man profitiert jedoch nicht davon.“

Den Einwurf von Haberhauer, dass viele Zusatzmittel sehr respektive zu sensibel seien, lässt Kroneder nicht gelten. „Es gibt auch unsensiblere Mittel, davon benötigt man jedoch eine deutlich größere Menge, und das wird teurer. Selbst wenn die Betonzusatzmittel maximal drei Prozent der Betonkosten ausmachen, wird häufig die sensiblere Variante verwendet, da sie günstiger ist.“

„Wünsch dir was“ auf der Baustelle Doch was erwarten sich die Kunden vom Beton und von den entsprechenden Zusatzmitteln? Andreas Wolf, Österreich-Geschäftsführer des Bauchemieherstellers Mapei, zählt die häufigsten Anfragen auf: „Gute Wirkung bei niedriger Dosierung, lange Verarbeitbarkeit des Betons (besonders in den Sommermonaten), stabile Luftporen bei der Herstellung von frosttausalzbeständigem Beton, niedrige Frischbetonviskosität für eine gute Verarbeitbarkeit sowie die Optimierung

BETON VERBINDET

Mit der Kompetenz und Erfahrung aus mehr als 125 Jahren bieten wir Architekten, Designern und Bauherren hochwertige Lösungen rund um Zement und Beton. Dabei zeichnen uns Qualität, Innovationskraft und der menschliche Umgang mit Partnern, Kunden und Mitarbeitern aus. KIRCHDORFER INDUSTRIES GMBH Hofmannstraße 4, 4560 Kirchdorf/Krems, Tel.: +43 57715 100, Email: welcome@kirchdorfer.eu WWW.KIRCHDORFER.EU

CRH

„Geht auf der Baustelle mit dem Beton etwas schief, wird in erster Instanz immer dem Zement die Schuld gegeben.“

liegt es an der Mischung oder am Verarbeiter“, kritisiert Sladjana Ruzic, bei CRH für das technische Marketing der Grauzement- und Weißzementsparte zuständig.


26 Fokus Beton BAUzei t u n g 21 2017

Markus Kroneder, Market-Manager Betonzusatzmittel BASF

BASF

„Technisch sind nur wenige Sachen nicht machbar. Die Frage ist immer, wie wirtschaftlich die Lösungen sind.“

kürzere Aushärtungszeit sowie ein dichteres Gefüge bei der Herstellung von Sichtbetonflächen.

SAW-Gruppe

Was Beton alles kann

Die Schweizer SAW-Gruppe setzt bei Betonfassadenelementen auf das Zusatzmittel Master X Seed, um schöne Oberflächen zu gewährleisten.

der Sichtbetoneigenschaften in der Fertigteilindustrie.“ Immer häufiger werden zudem maßgeschneiderte Produkte für den einzelnen Kunden oder Anwendungsfall entwickelt. „Hier können wir mit unserem eigenen Labor in Langenwang punkten“, so Wolf.

Aktuelle Problemlöser Ein noch relativ neues Produkt im Bereich der Zusatzmittel aus dem Hause Mapei ist das Mapecrete-System. Durch die Zugabe entsteht ein schwindkompensiert Beton für Industriefußböden. In der Praxis bedeutet das möglichst wenig Fugen sowie eine qualitativ hochwertige Optik. Das Endergebnis lässt sich unter anderem im Erweiterungsbau des Mapei-Standorts in Nussdorf ob der Traisen begutachten. Erst seit April dieses Jahres auf dem Markt ist auch das Zusatzmittel Mapeair LP X9, ein Luftporenbilder für frost- bzw. tausalzbeständigen Beton, der rasch eingemischt wird und bei weiterem Energieeintrag (drehende Trommel des Fahrmischers, Betonpumpe …) den Luftporengehalt annähernd gleich behält. „Die altbekannte und unangenehme Nachaktivierung ist damit Geschichte“, verspricht Andreas Wolf. Als Referenzprojekt kann sich künftig das gerade im Bau befindliche Murkraftwerk Graz sehen lassen – betoniert wird vom Unternehmen Schwarzl. Auf die Optimierung der Rheologie von Transportbeton setzt hingegen BASF mit MasterEase aus der Master Builders Solutions Produktreihe. Das Fließmittel soll zusätzlich die Verarbeitung vereinfachen und einen bis zu 30 Prozent niedrigeren Betonpumpen­ druck ermöglichen. Passend zur bevorstehenden Jahreszeit betont Markus Kroneder auch die Vorteile des Zusatzmittels Master X-Seed. Der Erhärtungsbeschleuniger ermöglicht einen Winter­ beton, der die gleichen Eigenschaften aufweist wie ein bei normalen Temperaturen verbauter Beton. Ein weiterer Vorteil sei die

Aber nicht nur die Zusatzmittelhersteller arbeiten fleißig an der Optimierung des Baustoffs. Auch bei den Zement- und BetonProduzenten laufen die F&E-Abteilungen auf Hochtouren. Dabei geht es aber weniger um die Verbesserung des Betons an sich, denn dieser sei als Massenprodukt technologisch ausgereizt, so Pfützner von der Kirchdorfer Gruppe. Viel mehr stehe im Fokus, die positiven Eigenschaften von Beton in möglichst vielen Bereichen zu nutzen. Das beste Beispiel dafür ist das Thema „Heizen und Kühlen mit Beton“. Nach jahrelanger Forschungs- und Pionierarbeit von wenigen Einzelnen findet die Methode zur Bauteilaktivierung langsam Einzug in den Köpfen der Planer. In der Branche wird jedoch schon weitergedacht. Nicht nur Wärme, sondern auch der Windenergieüberschuss könne möglicherweise in Betonfundamenten von Windrädern gespeichert werden. „Das Thema bleibt auf jeden Fall auch in den nächsten Jahren spannend“, so Sebastian Spaun, Geschäftsführer der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie. Mit Beton als Dämmstoff sorgte der Branchenriese LafargeHolcim­vor ziemlich genau einem Jahr für Aufsehen. Airium nennt sich der mit Luftporen durchsetzte Dämmstoff auf Zementbasis, der hohe Dämmeigenschaften aufweist. Das Material nimmt aufgrund seiner Beschaffenheit Feuchtigkeit auf und gibt diese nach und nach wieder ab. Das Raumklima soll reguliert und Bauschäden dadurch verhindert werden. Die mineralische Dämmung ist nicht brennbar und aufgrund der Porigkeit auch schallabsorbierend. Die Eigenschaften bleiben aufgrund der Wertbeständigkeit des Baustoffs über die gesamte Lebensdauer gleichbleibend erhalten.

Mapei

Andreas Wolf, Geschäftsführer Mapei Austria

Mapei Austria

„Es sind immer öfter spezifische Produkte pro Anwendung und Kunden gefordert. Hier können wir mit unserem eigenen Labor punkten.“ Zusatzmittel als Problemlöser: Dank des Mapecrete-Systems von Mapei lassen sich die Betonfugen in Industrieböden deutlich reduzieren.


5%

6%

4 mal

Höhere Wirtschaftlichkeit *

Weniger CO2 *

Längere Verarbeitungszeit *

ICH BRAUCHE EINEN BETON MIT LEICHTER PUMPBARKEIT MasterEase: Die Lösung für niedrigviskosen Hochleistungsbeton

QUANTIFIED SUSTAINABLE BENEFITS – REDUCE YOUR FOOTPRINT AND BOOST YOUR BOTTOM LINE Das Unternehmen Marti Tunnelbau steht beim Bau des „Tunnel de Champel“ in Genf, Schweiz, vor einer Herausforderung: Durch den Wechsel des Zements ist der Spritzbeton klebrig und lässt sich nur schwer pumpen und auftragen. MasterEase von BASF löst dieses Problem: Das Fließmittel verleiht Beton die optimale Rheologie und verlängert die Verarbeitungszeit um das Vierfache. So kann Marti Tunnelbau seine Effizienz steigern und Kosten senken. Erfahren Sie mehr über diese Erfolgsgeschichte:

sustainability.master-builders-solutions.basf.com

* Die Angaben basieren auf einem konkreten Fallbeispiel mit Marti Tunnelbau, Schweiz.


28 Fokus Beton

„Dank Neuheiten wie der XC Holz-Beton-Verbunddecke konnten wir völlig neue Kundengruppen erschließen.“ Matthias Pfützner,

LafargeHolcim

Konzernsprecher Kirchdorfer Industries

Schaumbeton als Dämmstoff: Mit der Produktneuheit Airium sorgte LafargeHolcim vor einem Jahr für Aufsehen.

Bei Kirchdorfer setzt man unter anderem auf Hybridbaustoffe. Hier sieht Pfützner noch viel Entwicklungspotenzial – auch in der Kombination mit Zusatzmitteln, denn „in diesem Bereich findet­ noch ein Lernprozess statt.“ Die XC Holz-Beton-Verbunddecke, die im Rahmen eines Joint Ventures mit der Mayr-Melnhof Holz Holding­AG entwickelt wurde und im Maba Fertigteilwerk produziert wird, eröffnet der Kirchdorfer Gruppe völlig neue Kundenschichten. Das Zusammenspiel der beiden Baustoffe Holz und Beton bringt viele Vorteile z.B. wie erhöhte Tragkräfte für größere Spannweite bei sichtbarer Holz-Optik. „Die XC-Verbunddecke macht uns auch für Kunden interessant, die ansonsten nicht so Beton-affin sind“, erklärt der Kirchdorfer-Konzernsprecher. Nach der erfolgreichen Markteinführung der Decke sind weitere Elemente in Planung. Nicht in die Karten schauen lässt man sich hingegen bei CRH. „Wir haben einiges an Forschungsprojekten in der Pipeline, können aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts Genaues sagen“, so Sladjana Ruzic von CRH Austria. Allerdings sei es nicht so einfach, Neuerungen an den Kunden zu bringen, fügt sie hinzu. „Überzeugungsarbeit für eine neue Methode oder ein neues Produkt zu leisten ist ein Knochenjob. Sachen werden auf der Baustelle meistens auf die Weise erledigt, wie es schon immer gemacht wurde.“

3D als Branchentrend?

bauenwohnenimmobilien

Und was ist mit dem momentan in den Medien allgegenwärtigen 3D-Beton-Druck? Erst vor kurzem präsentierte Baumit das 3D-Drucksystem BauMinator der Öffentlichkeit. In aufwendigen Testläufen haben die Baumit-Forscher eine Kombination aus 3D-Drucktechnologie und Spezialmaterial entwickelt, die es ermöglicht, komplizierteste Formen und Bauteile aus Beton zu drucken. Baumit-Geschäftsführer Robert Schmid: „Hilfreich dafür war unser interdisziplinäres

„Ich bin überzeugt, dass 3D-Druck wie auch BIM eine logische Entwicklung der weiteren Automatisierung und Digitalisierung unserer Branche ist.“ Sebastian Spaun, GF der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie

Know-how und unsere langjährige Erfahrung mit zementgebundenen und beschleunigten Mörteln und Betonen.“ Einen Branchentrend will VÖZ-Geschäftsführer Sebastian Spaun jedoch noch nicht erkennen: „Der 3D-Druck ist als Initiative einzelner Unternehmen und Forschungseinrichtungen sicherlich spannend, aber noch kein wirklicher Branchentrend. Ich bin aber überzeugt, dass das – wie auch BIM – eine logische Entwicklung der weiteren Automatisierung und Digitalisierung unserer Branche ist.“ Auch Kirchdorfer forscht gemeinsam mit der TU Graz in Sachen Betondruck. Dort will man eine Lösung für die beim Betondruck fehlende Stahl-Bewehrung gefunden haben. Mehr will Pfützner jedoch noch nicht verraten. Lange soll es aber nicht mehr dauern, bis erste Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Zement aus dem Kochtopf? Es wird demnach an vielen kleinen Rädchen gedreht, um Beton auf der Baustelle noch vielseitiger zu machen. Möglicherweise muss sich die Zementbranche in den nächsten Jahrzehnten aber auf disruptive Veränderungen einstellen. Internationale Forschungsprojekte beschäftigen sich mit alternativen, CO2-ärmeren Produktionsverfahren und sind auf der Suche nach neuen Bindemitteln. Das Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) wurde bereits fündig. Das neuartige Bindemittel, das – wenn es nach den Experten von KIT geht – den klassischen Portlandzement ersetzen soll, besteht ebenfalls aus gebranntem Kalk. Allerdings wird nur ein Drittel der herkömmlichen Menge benötigt. Dazu noch Sand und die Geheimzutat Calcium-Hydrosilikate machen daraus das Bindemittel Celitement. Seit 2011 wird in Karlsruhe in einer Pilotanlage der neuartige Zement produziert – und zwar nicht mehr in einem althergebrachten Drehrohrofen, der auf über 1.400 Grad geheizt wird, sondern in einer Art Dampfkochtopf, der nicht einmal 300 Grad Celsius benötigt. Sollte in ferner Zukunft in allen Zementwerken weltweit nur noch gekocht statt gebrannt werden, könnte dies einschneidende Auswirkungen auf die Umwelt haben. Das KIT hat abgeschätzt, was es brächte: jährlich eine halbe Milliarde Tonnen Kohlendioxid weniger in der Atmosphäre.

Regionale Stolpersteine Bevor das aber soweit ist, müssen sich die Unternehmen der steinund keramischen Industrie immer wieder mit Stolpersteinen herumschlagen, die ihnen die regionale Politik vor die Füße wirft. Aktuell erhitzt die Ankündigung der oberösterreichischen Regierung, eine Kies- und Schotterabgabe einführen zu wollen, die Gemüter. „Wenn das wirklich kommt, müssen wir den Preis erhöhen und dadurch leidet die gesamte Baubranche – nur um die Budgetlöcher der Landesregierung zu stopfen. Die Abgabe soll schließlich nicht einmal zweckgebunden sein“, kritisiert Pfützner. 

Kirchdorfer

BAUzei t u n g 21 2017


Fokus Beton 29 BAUzei t u n g 21 2017

Neuer Härtegrad Ein Forschungsprojekt am MIT brachte einen um 15 Prozent festeren Beton hervor.

tudierenden am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist es gelungen, Beton mit einer deutlich erhöhten Festigkeit zu erzeugen – indem sie im Herstellungsprozess Plastikabfälle untermischen. Konkret wurden in einem laufenden Forschungsprojekt Plastikflaschen verwendet, die laut MIT zuerst „mit einer kleinen, harmlosen Dosis Gammastrahlung“ behandelt und im Anschluss pulverisiert wurden. Zusammen mit Flugasche wurde das Kunststoffpulver mit der Zementpaste gemischt.

Gammastrahl als Schlüssel zum Erfolg Das Ergebnis soll einen bis zu 15 Prozent härteren und widerstandsfähigeren Beton ergeben bei einer anhaltend sehr hohen Flexibilität im praktischen Einsatz. Zusätzlich verbessert sich die CO2-Bilanz des Baustoffs nicht nur durch die Einsparung bei den Rohstoffen, sondern auch durch das Recycling der Plastikflaschen. Für das Studententeam um die wissenschaftlichen Leiter Carolyn

MIT

S

Plastikabfälle könnten in Zukunft eine Aufwertung erfahren und als wichtige Zutat für einen härteren Beton dienen.

Schaefer und Michael Ortega sei das Projekt eine besondere Herausforderung gewesen, da frühere Versuche anderer Forscher in diesem Bereich im Gegenteil einen deutlich geschwächten Beton erzeugt hätten. Der Schlüssel zum Erfolg lag somit tatsächlich in der nuklearen Bestrahlung des Ausgangsmaterials, dessen Struktur dadurch auf kristalliner Ebene verändert wurde – und für sich allein schon eine Stärkung erfuhr. 

Dämmen auf höchstem Niveau. Mit dem Schöck Isokorb®.

Ob frei auskragender oder gestützer Balkon, ob Attika oder Brüstung. Der Schöck Isokorb® bietet Ihnen hocheffiziente Wärmedämmung auf Passivhausniveau. Verlassen Sie sich bei jeder Produktvariante auf die bewährte Spitzenqualität von Schöck. Der Schöck Isokorb® bietet optimale Wärmedämmleistung ohne Einschränkung der Statik und der Gestaltungsfreiheit. Schöck Bauteile Ges.m.b.H | Thaliastraße 85/2/4 | 1160 Wien | Tel.: 01 7865760 150281_Anz_IK_Bauzeitung_185x125_AT_rz2.indd 1

07.03.16 09:03


30 Fokus Beton BAUzei t U n g 21 2017

Familiy-Business brücken stellen durchwegs komplexe bauwerke dar. Auf der b 61a wurde eine komplexe, ästhetische brückenfamilie in transportbeton errichtet.

Eine Brücke der Brückenfamilie an der B 61a zeigt, dass die ansprüche der Bauherren ästhetisch umgesetzt wurden.

B

rücken gehören zu jenen Bauwerken, die zwar den Ingenieurswissenschaften zugeteilt sind, jedoch auch interdisziplinär mit Architekten geplant werden. Das unterschiedliche Verständnis der einzelnen Akteure bietet dabei die Möglichkeit, eine Symbiose von Form und Nutzen zu schaffen. „Brücken sind Bauwerke, die wir unserer Nachwelt hinterlassen, und in diesem Sinne tragen wir auch die Verantwortung, etwas Dauerhaftes zu errichten“, erklärt Helmut Hartl, Brückenleiter der burgenländischen Landesregierung. „Sie sind Teil der Baukultur, die jeder Verkehrsteilnehmer wahrnimmt.“ Deshalb wollte man auf der B 61a eine komplexe, ästhetische Brückenfamilie in Transportbeton errichten.

Moderne Planungsmethoden Die Bauherren entschieden sich für eine Brückenfamilie mit Freiformschalung, wo keine der drei Brücken durch klassische Schnitte und Achsen beschreibbar ist und sich keiner klassischen Kategorie zuordnen lässt. „Zur Gestaltung bieten sich Überfahrtsbrücken an, da diese von der Haupttrasse aus wahrgenommen werden“, erklärt Hartl. „Sind zumindest drei solche Brücken ähnlich ausgestaltet, spricht man von einer Brückenfamilie.“ Die freien Formen forderten ein innovatives Vorgehen in der Planung mittels dreidimensionaler Modelle und der Finite-Elemente-Methode. „Wir haben zum ersten Mal eine Brücke in dieser Form geplant, das war eine Herausforderung in allen Bereichen“, bekräftigt Roman Ringhofer, Planungsleiter von Woschitz Engineering. Die Planung erfolgte mittels 3D-Zeichnungen, zusätzlich wurde ein 3D-Drucker eingesetzt. „Wir haben die gesamten Brücken als 3D-Modell zur Veranschaulichung ausgedruckt und statische Details ebenso im Modell dargestellt, um Bewehrungsführungen zu planen.“ Zur mehrfachen Verwendung der Schalungen wurden die gekrümmten Elemente der Brücken sehr ähnlich ausgeführt.

Komplexe Statik Die Statik wurde mit zwei Rechenmodellen erfasst: einmal mittels Stäben und Schalen sowie einmal als vollständige Parallelrechnung mit Kontinuumelementen. „Bei der Bewehrung der Schrägpfeiler waren die Toleranzen so eng, dass es fast eine Stahlbauarbeit war“, erzählt Ringhofer. Oben und unten diente als Schablone für die exakte Positionierung der Längsbewehrung je eine Stahlplatte. Die untere Platte wurde als Fußplatte vergossen, die obere vor der Fertigstellung der Tragwerksbewehrung entfernt. Für die erforderliche Verdichtung des Betons wurden auch die Rüttelgassen im Detail geplant. Da die trogförmige Brücke sehr große Druckstauchungen in Feldmitte erfährt und Zugdehnungen über den Stützen auftreten, waren besondere Überlegungen erforderlich. Damit die Dehnungen nicht ebensolche Spannungen verursachen, wurde eine entsprechende sequenzielle Herstellungsreihenfolge geplant. So konnten mittels gezielten systematischen Ausnutzens von Kriechen und Schwinden ungewollte Spannungen im Trog vermieden werden. Der fix mit dem Tragwerk verbundene

ästhetik und eine komplexe statik sowie ausführung waren fester Bestandteil des Brückenprojekts.


GERÜSTE - SCHALUNGEN

Bei der Bewehrung der Schrägpfeiler waren die Toleranzen so eng, dass es laut eigenen Angaben fast eine Stahlbauarbeit war.

Teil des Troges wurde mit einer Abdichtung vollflächig überzogen, die Randbalken decken den Trog längsseitig ab.

Experiment Beton

Herausforderung in jeder Hinsicht Ganz wesentlich für die Umsetzung des Projekts war die Zusammenarbeit von Planer, Bauherr, ausführenden Unternehmen und Betonlieferant. Das Projekt von der ersten Planungsidee bis zur Fertigstellung umzusetzen war eine Herausforderung in jeder Stufe, darüber sind sich sowohl die Planer als auch Bauherr einig. „Jeder hatte einen anderen Zugang, und jeder war gefordert, seine Erfahrungen einzubringen“, erklärt Hartl, der mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist: „So ein Projekt gelingt nur, wenn jeder mit seinem speziellen Know-how seinen Beitrag leistet.“ Im Zuge des Projekts sei vor allem auch aufgezeigt worden, dass sich der öffentliche Auftraggeber in seiner Funktion als Bauherr intensiv mit dem notwendigen Wissen einbringt. Für so ein spezielles, anspruchsvolles Projekt reiche es nicht, sich nur auf das Projektmanagement zu beschränken, „denn ein Bauwerk ist nur so gut wie das schwächste Glied einer Kette“. 

VON PROFIS FÜR PROFIS

Um die gewünschte Qualität des Sichtbetons zu erreichen, hatten die Bauherren bereits Jahre zuvor mit dem Baustoff experimentiert. „Nachdem die Brücken sehr massiv sind, aber teilweise auch schlanke Teile vorhanden sind, wollten wir sehr langsam erhärtenden Beton mit geringer Wärmeentwicklung verwenden, um die bei der Hydratation entstehenden Temperaturzwänge gering zu halten und Rissbildungen zu minimieren“, erklärt Brückenleiter Hartl. Da damit jedoch der ästhetische Anspruch, die Farbe des Betons einheitlich zu herzustellen, nicht erfüllt werden konnte, wurde schlussendlich Normalbeton der Güte C30/37/B5 verwendet. „Das hat zum gewünschten Ergebnis geführt, auch dank der Belegung der Schalhaut mit Nut-Feder-Brettern, die wir an den Sichtflächen benutzt haben.“ Durch diese massive Schalungshaut mit einer Stärke von fünf Zentimetern war der Beton zusätzlich nach außen gut wärmegedämmt. „Wir wollten die Schalung ursprünglich nach sieben Tagen entfernen. Da die Kerntemperatur jedoch noch zu hoch war, hatten wir beschlossen, noch einige Tage abzuwarten, um einen möglichst geringen Temperaturgradienten zwischen Bauteilkern und Bauteiloberfläche sicherzustellen“, so Hartl.

RINGER Doppelgeländer RINGER Schnellbaugerüste RINGER Modulgerüste RINGER MASTER RINGER SYSTEM 2000 ALU / STAHL RINGER Deckenschalung Baugeräte RINGER KG Gerüste – Schalungen A-4844 Regau, Römerweg 9 Telefon +43 (0) 7672 727110 Telefax +43 (0) 7672 78805 email office@ringer.at Internet www.ringer.at


32 Fokus Beton BAUzei t u n g 21 2017

Alles an einem Standort Vor kurzem übersiedelte die BPV nach Wien und ist nun Teil der OFI-Kompetenz im Arsenal. Interview: Christoph Hauzenberger

Was war damals die Intention zum Kauf der Bautechnischen Prüf- und Versuchsanstalt (BPV)? Michael Balak: Wir haben die BPV aus der Konkursmasse der Alpine übernommen, um unser Portfolio um die Bereiche Betontechnologie, Geotechnik, Erdbau und Gestein zu erweitern. Auch alle Mitarbeiter und somit ihr Wissen wurden damals übernommen. Hinzu kommt, dass die BPV einen großen Kundenstock in der Bauindustrie hatte – für uns bis heute ein lohnendes Investment. Ist mit der rechtlichen Integration auch eine räumliche Zusammenlegung geplant? Balak: Ja, dafür laufen bereits die Vorbereitungen. Unsere komplette Personalkompetenz im Baubereich an einem Standort in Wien zu zentrieren ist nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll. Damit werden Wege kürzer, der Austausch unserer einzelnen Units funktioniert besser, und es entstehen neue Synergien. Zusätzlich von Vorteil: In unserer unmittelbaren Nachbarschaft im Arsenal wächst gerade der neue Forschungspark der TU Wien, das Science Center der TU, heran. Wenn wir gerade beim Thema Forschung sind: Befinden sich aktuell spannende Projekte in der Pipeline? Balak: Als ACR-Mitglied bringen wir unser Know-how ja besonders gerne in Forschungsprojekten ein, bei denen in letzter Konsequenz der Einzelne profitiert. Gerade arbeiten wir mit der Bundesinnung Bau sowie der TU Graz daran, ein Projekt zum Thema Garagen zu starten. Ich will noch nicht zu viel verraten, aber es soll sowohl um Grundlagenforschung als auch um die Entwicklung konkreter Lösungsansätze gehen für ein Problem, das nicht nur Österreich, sondern mehr oder minder ganz Europa betrifft.

„Solange aber noch immer die billigste Firma den Auftrag bekommt, sind Bauschäden sowie notwendige Sanierungs­maßnahmen vorprogrammiert.“ Michael Balak, OFi

Kopper

D

as OFI, Experte für Werkstoffanwendungen und Bauwerkserneuerung, hat vor kurzem die Bautechnische Prüf- und Versuchsanstalt (BPV) komplett rechtlich in den Betrieb eingegliedert. Michael Balak, Geschäftsführer des OFI, erklärt die Beweggründe der Übernahme, gibt Einblicke in aktuelle Forschungsvorhaben und zeigt auf, wie sich BIM und Facharbeitermangel auch auf die Geschäftstätigkeiten des OFI auswirken.

Michael Balak ist überzeugt, dass die Integration der BPV in das OFI viele positive Synergien erzeugen wird.

Also kann man davon ausgehen, dass die Auftragslage für das OFI derzeit gut ist? Balak: In Österreich sind Gesamtlösungen für Sanierungen sehr gefragt. Von der Planung, Untersuchung und Diagnose über die örtliche Bauaufsicht bis zur Abnahme soll alles aus einer Hand kommen. Hier fragen viele Projektentwickler sowie Hausverwalter bei uns an, da wir die notwendigen Kompetenzen sowie Zertifizierungen besitzen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Die Auftragslage ist also sehr gut, dennoch arbeiten wir im Forschungsbereich nach dem Grundsatz, dass diese ausfinanziert sein muss. Forschungsförderung ist in Österreich im Vergleich zu Deutschland schwierig. Dort ist die Finanzierung der Institute gesichert, und die Firmen stehen Schlange, um Forschungsprojekte zu bearbeiten. BIM, Facharbeitermangel und Lebenszyklusbetrachtungen von Bauwerken sind gerade bestimmende Themen in der Baubranche. Betreffen diese auch das OFI? Balak: Der Facharbeitermangel betrifft uns auch. Gute Leute sind leider Mangelware, nicht umsonst reißt sich ganz Österreich um Absolventen von HTL, FH oder TU. Mir ist unverständlich, warum es nicht mehr von ihnen gibt, dabei sind die Berufsbilder spannend und vielfältig, und eine abgeschlossene Bauingenieur­ ausbildung ist beinahe eine Jobgarantie. Hier müsste man seitens der Politik sowie der Verbände aktiv werden, um die mannigfaltigen beruflichen Möglichkeiten aufzuzeigen. Potenzial bietet die flächendeckende Anwendung des Bestbieterprinzips, sie könnte viele Bauschäden vermeiden. Solange aber noch immer die billigste Firma den Auftrag bekommt, sind Bauschäden sowie notwendige Sanierungsmaßnahmen vorprogrammiert. Da hilft auch gute Planung nichts. BIM wäre hier sicherlich hilfreich, denn oft sind Pläne nicht mehr auffindbar, wodurch vor einer Sanierung neu „recherchiert“ werden muss. Dies verursacht zusätzliche Kosten und braucht viel Zeit. 


Fokus Beton 33 BAUzei t u n g 21 2017

Ein Molekulardynamik­modell, das die ­Eigenschaften von Zement in jeder ­Zusammensetzung simulieren soll.

E

in internationales Forscherteam von elf Universitäten hat eine neue Datenbank für Molekulardynamikmodelle erstellt, welche die Eigenschaften von Zement in allen Spielarten simulieren soll. Ziel der Datenbank ist es, Wissenschaftler und Hersteller bei der Feinabstimmung dieser Betonkomponenten zu unterstützen und dadurch nicht zuletzt die Emissionen im Herstellungsprozess zu verringern.

Kraftfeldberechnungen Die neue Datenbank trägt den Namen „Cemff“, was für „Cement Force Fields“ (Zementkraftfelder) steht. Das Kraftfeld ist dabei eine Sammlung von Parametern, die Forscher verwenden, um Computermodelle atomarer Wechselwirkungen zu erstellen. Einer dieser Parameter ist die innere Energie der Atome in einem Simulationssystem. Im Rahmen ihrer Forschung berechnen Wissenschaftler, wie Atome individuell und kollektiv mit ihren Nachbarn interagieren, damit die jeweiligen Eigenschaften eines Materials entstehen. Die Anwendung präziser atomistischer Kraftfeldmodelle ermöglicht es, Computersimulationen mit unterschiedlichen Arten von anorganischen Mineralien durchzuführen, die in Zement vorkommen. So können sich Forscher aus Wissenschaft und Industrie auf ganz unterschiedliche Kraftfeldtypen stützen und zuverlässige Simulationen für speziell entwickelte Zementformeln durchführen. Cemff könnte so der Industrie helfen, stärkere, dauerhaftere Baustoffe zu entwickeln, die zudem bei der Herstellung weniger Kohlendioxidemissionen erzeugen.

Testen, bevor der Zement angerüht wird Hauptbestandteil von Zement ist Kalziumsilikat, das mit Wasser reagiert und so das gehärtete Material bildet, das Beton seine

Wer liefert Spezialprodukte für den Tiefbau?

mechanischen Eigenschaften verleiht. Rund 60 Prozent der Kohlendioxidemissionen aus der Zementproduktion stammen aus dem Abbau von Kalk, der Kalziumquelle von Zement. Um die CO2-Bilanz zu verbessern, ergänzen Hersteller den Mix oft mit Lehm, Abfall­ material wie Flugasche sowie Recyclingmaterial. Diese beeinflussen die mechanischen Eigenschaften und die Widerstandsfähigkeit des Produkts – was auch der Grund für den Bedarf nach Simulationen im Nanobereich ist, die es Herstellern erlauben, Mischungen hinsichtlich ihrer Stärke und Dauerhaftigkeit zu testen, noch bevor überhaupt richtiger Zement hergestellt wird. „Die Veröffentlichung dieser gemeinsamen Datenbank stellt für dieses Forschungsgebiet einen Meilenstein dar, der den Einfluss des molekularen Modellierens in der Entwicklung neuer und umweltfreundlicher Zementarten deutlich vergrößern wird“, sagt Robert Flatt, Professor für Bau-, Umwelt- und Geomatik-Ingenieurwissenschaften an der ETH Zürich und einer der wissenschaftlichen Berater des Projekts. Insgesamt waren 15 Wissenschaftler an elf Instituten unter der Leitung von Ratan Mishra von der ETH Zürich, Rouzbeh Shahsavari von der Rice University und Paul Bowen von der EPFL Lausanne für das Projekt tätig. 

ETH Zürich

Gestatten, Cemff!

Eine Simulation von Zement, basierend auf einem Modell aus der Cemff-Datenbank. Das Modell enthält Wasserstoff (weiß), Sauerstoff (rot), Silikat (gelb) und Kalzium (grün).

Baumit TIWO

n n n n n n n n

TIWODUR - Dichtwandmassen TIWO TORKRET - Spritzbetone TIWOFIT - Ankerzemente und -mörtel TIWONIT - Bentonite TIWOFILL - Verfüllbaustoffe TIWO Steinmehl Injektionsbindemittel Hochdruckfördersilos

Ansprechpartner: Ing. Josef Kremsz +43 664/410 12 88, j.kremsz@tiwo.at www.tiwo.at


34 Fokus Beton

Bernhard Madlener (3)

BAUzei t u n g 21 2017

Sichtbetonschmankerl: Der Zubau der Ölmühle Fandler (groß) beeindruckt durch das in die Fassade eingearbeitete Firmenlogo – einen Öltropfen. Das „Mumuth“ der Kunst-Uni Graz (rechts oben) gleicht innen einer betonierten Möbiusschleife. Blickfang ist das sich nach oben schraubende Stiegenhaus. Fotograf Paul Ott ließ ein traditionelles Wohnhaus (rechts unten) über eine Brücke mit einem neuerrichteten Betonquader verbinden.

Betonierte Kunst Mathematische Figuren, die Verbindung von Tradition und Moderne, zweckmäßige Einbettung ins Vorhandene: Sichtbeton ermöglicht es Architekten und Bauherren, sich kreativ auszutoben. Text: Bernhard Madlener

B

eton steht als Baustoff nicht nur für Beständigkeit, sondern auch für vielseitig-kreative Baugestaltung. Die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie lud in diesem Sinn ein, Sichtbetonperlen in und um Graz zu besuchen. Als Tour-Guide mit dabei war die Architekturkritikerin Karin Tschavgova-Wondra, die als diplomierte Architektin auch an der TU Graz lehrt. Und so klärte sie die angereisten Journalisten über die Entstehungsgeschichte z. B. des „Mumuth“ (Haus für Musik und Musiktheater der Kunstuniversität Graz) auf. Der Spatenstich zu diesem Palast aus Glas und Beton, entworfen vom Architekten van Berkel, erfolgte 2006. An der Fassade einer leicht nach außen gewölbten Schachtel ähnelnd, war innen die mathematische Figur der Möbiusschleife Vorbild für den Bau. Diese bezieht das Stiegenhaus mit ein, das sich an einer Betonsäule vom Erdgeschoß bis zum Dach schraubt und den Sichtbeton zum zentralen Blickfang krönt. Ein weiterer Tour-Stopp führte zum Haus des Grazer Architekturfotografen Paul Ott. Hier wurde ein traditionelles Einfamilienhaus zweifach erweitert: Im Garten entstand nach dem Plan der Architekten Feyferlik & Fritzer ein moderner Betonquader, der ein großzügiges und aufgrund seiner Glasfassade sonnendurchströmtes Wohnzimmer beherbergt. Zusätzlich birgt eine v. a. aus Glas und Holz konstruierte Brücke, die beide Bauten zur Einheit verschmilzt, eine intelligent geplante, kompakte Küche.

Die Tunnelwarte Hausmannstätten, als deren Planer die Dietger Wissounig Architekten 2010 aus einem Wettbewerb hervorgegangen waren, glänzt durch die sensible Einbettung in die Landschaft. Die Ausführung ist zweckgebunden: großzügige Tore, Straßen und Räumlichkeiten für Maschinen, Werkzeuglagerung und Büros, untergebracht in schlichtem, aber optisch wirkungsvollem Beton.

Unternehmerische Essenz in die Fassade geprägt 2011/12 erfolgte der Erweiterungsneubau für die Produktion, den Verkauf sowie die Büro- und Seminarräumlichkeiten der Ölmühle Fandler (Architektur: Epps). In Pöllau bei Hartberg wurde neben das klassische Landhaus der Unternehmerfamilie ein zweistöckiger, gleichermaßen auf Funktionalität wie Ästhetik ausgerichteter Bau gestellt. Da der tägliche Zu- und Abtransport großer Mengen an Rohstoffen und Endprodukten eine enorme Belastung für den Boden darstellt, war im Fabrikteil des Gebäudes auch dafür eine langlebige Betonlösung gefordert. Ist die Rückseite – für Lieferanten ausreichend – schlicht und zweckgemäß konzipiert, so glänzt die Front des Fandler-Hauses, dessen Obergeschoß U-förmig über den Parterregrundriss hinausragt, durch zwei künstlerische Verzierungen: das vom Boden bis zum Dach in den Beton geprägte Firmenlogo, einen Öltropfen; zudem einen golden und ölig glänzend anmutenden Sonnenschutz vor den Fenstern im ersten Stock. 


Fokus Beton 35 BAUzei t u n g 21 2017

Grünes Licht Lichbetonhersteller LCT freut sich über Zuspruch von Investoren.

LCT GesmbH

D

as steirische Unternehmen LCT zeichnet sich durch moderne Lichtbetonlösungen aus. Nach Produkten für Terrassen, Wege und Balkone, die man zum Leuchten bringt, will der Hersteller künftig auch auf den Straßen der Smart Citys in Erscheinung treffen – und dort vor allem für eine höhere Fußgängersicherheit sorgen. Nachdem via Crowdinvesting bereits mehr als 600 private Geldgeber von den LCT-Konzepten überzeugt werden konnten, gelang dies nun auch beim Unternehmer und Investor Hermann Hauser und bei dessen Institute for Entrepreneurship Cambridge-Tirol (IECT). LCT konnte sich ihm gegenüber gegen 59 andere Unternehmen durchsetzen und wird in der Folge in Hausers Netzwerk von potenziellen weiteren (Groß-)Investoren eingeführt. „Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Team unter 60 Teilnehmern und sechs Finalisten als Sieger hervorgegangen ist“, freut sich LCT-Geschäftsführer Alexander Haider nach der IECT-Challenge 2017. Und auch die Jury fand deutliche Worte: „An LCT hat

„Grün heißt gehen, rot bleib stehen!“ – Was man idealerweise als Kind verinnerlicht hat, soll mit LCT-Lichtbeton laufend weiter betont werden.

uns neben dem Produkt und dem Marktpotenzial vor allem das Team rund um die CEOs Alexander Haider und Dieter Christandl überzeugt“, meint Frank Hummler, Mitglied des IECT-InvestmentTeams. „Wir trauen LCT absolut zu, in den nächsten Jahren ein Global Player zu werden, und sind zuversichtlich, dass sie ihre durchaus ambitionierten Ziele auch erreichen werden.“

Rohrdorfer

Beton-Großprojekt Mit einem 52 Meter langen Pumparm bis in den siebten Stock: Rohrdorfer liefert 25.000 m3 Beton auf den Rosenhügel.

rosenhügel In Wien-Liesing entstehen an der Südseite des Rosenhügels 204 Eigentumswohnungen. Bis 2015 war dies der Standort der Rosenhügel-Filmstudios, wo seit 1922 viele Filmklassiker produziert wurden. Die Betonlieferung für das Großprojekt mit sieben freistehenden Gebäuden erfolgt durch die Rohrdorfer Transportbeton GmbH. Deren größte Pumpe beförderte den Baustoff mittels ihres 52 Meter langen Pumparms bis in den siebten Stock. Insgesamt werden dem Projekt rund 25.000 m3 Beton zugeliefert.

BETON SCHAFFT LEBENS(T)RÄUME.

Beton punktet mit idealen thermischen Eigenschaften, Brandbeständigkeit, enorm hoher Wiederverwertbarkeit und gestalterischen Möglichkeiten. Beton – der innovative Baustoff für Raumplanungs- und Architekturlösungen.

www.lafarge.at


36 Baumaschinen

Tyrolit

BAUzei t u n g 21 2017

Beeindruckende Bilder: Tyrolit, ein Tochterunternehmen der Swarovsky-Gruppe und weltweit erfolgreich auf den Gebieten Schleifen, Trennen und Bohren, ermittelt jedes Jahr bei der Cutting Pro Competition die besten Fachkräfte Europas.

Kleine Geräte mit Hightech Auf welche Weise innovative Geräte mehr Effizienz für das Schleifen, Trennen und Bohren von Beton erreichen – und wo ihre Vorzüge liegen. Text: Wolfgang Pozsogar

G

ut gelaunt kam Alfred Landl, Executive Vice President bei Tyrolit und in dieser Position für das Produktprogramm für die Bauwirtschaft verantwortlich, vor einigen Monaten aus Dubai zurück. Die in wenigen Jahrzehnten aus dem Wüstenboden gewachsene Stadt mit ihren beeindruckenden modernen Bauten machte ihm bewusst, dass die Geschäftssparte, in der er tätig ist, ausgezeichnete Zukunftschancen habe, erzählt er: „Fast alles was dort steht, ist aus Beton. Vieles davon wird früher oder später zurückgebaut oder umgebaut werden. Und genau für diesen kontrollierten Betonrückbau bieten wir Geräte und Werkzeuge.“

Kommunizierende Maschine Tyrolit, ein 1919 gegründetes Tochterunternehmen der SwarovskyGruppe, beschäftigt heute mehr als 4.200 Mitarbeiter und ist ein auf

„Während das Gerät autonom bohrt, kann der ­Mitarbeiter schon die zweite Bohrung vorbereiten.“ Andrea Reiterer, Produktmanagerin Hilti

des Bereichs Diamanttechnik Sägen/ Trennen/Schleifen Hilti Austria

den Gebieten Schleifen, Trennen und Bohren von Beton weltweit erfolgreiches Unternehmen. Der Platz an der Sonne ist zu einem wesentlichen Teil der Innovationskraft des Unternehmens mit Hauptsitz in Schwaz zu danken. Mehr als 160 Mitarbeiter arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung, rund 30 davon sind auf dem Gebiet Bauprodukte tätig. Alfred Landl und sein Team versuchen dabei, nicht nur an heute und morgen, sondern auch an übermorgen zu denken. Zum Beispiel an neue Materialien in der Armierung: „Wir sind überzeugt, dass Kohle- und Kunststofffasern künftig eine wichtige Rolle spielen werden, und das bringt auch neue Herausforderungen an das Werkzeug“, erzählt Landl, der in seiner Freizeit als Berg- und Skiführer tätig ist. Schon im nächsten Jahr will Tyrolit eine Innovation vorstellen, die – so die Erwartung von Landl – für einiges Aufsehen in der Branche sorgen wird: eine neue Hochfrequenzsäge, die mit dem Smartphone kommunizieren wird. „Über Bluetooth kann man nicht nur die Betriebszustände der Säge auslesen oder den Termin für das nächste Service erkennen, sondern auch Software-Updates einspielen, Schnitttiefen einstellen und vieles andere“, berichtet der Executive Vice President von Tyrolit. Das neue Modell mit der Typenbezeichnung WSE 1621 zeigt, dass auch bei Geräten für die


Baumaschinen 37 BAUzei t u n g 21 2017

Betonbearbeitung der Trend zu digitalen Lösungen geht, die die Bedienung vereinfachen und mehr Effizienz bringen. Wichtigste Zielgruppe von Tyrolit auf diesem Gebiet sind professionelle Schneid- und Bohrbetriebe. Für spezielle Aufgabenstellungen entwickelt Tyrolit zusammen mit seinen Kunden individuelle Lösungen bis hin zu Sondermaschinen: „Oft entsteht daraus in der Folge eine neue Standardmaschine, die unser Produktprogramm erweitert.“ Als Beispiel nennt Landl eine Technologie, die ursprünglich für den Rückbau von Atomkraftwerken entwickelt wurde, um die oberste Betonschicht, die am stärksten kontaminiert und damit am teuersten zu entsorgen ist, getrennt abzuschälen. Heute werden diese Geräte unter anderem bei der Erweiterung von Tunnelprofilen, aber auch bei der Renovierung von Kaminen genützt, erzählt Landl. Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung spielen für Tyrolit die Themen Sicherheit und Umweltfreundlichkeit. Da gehe es beispielsweise darum, mit weniger Wasser und weniger Schlamm zu bohren und zu schneiden, berichtet der Tyrolit-Chef. Schlammkollektoren etwa helfen heute, unter möglichst geringer Belastung durch die Arbeitsumgebung zu arbeiten. Neben Einrichtungen bei den Maschinen spielen dabei auch die Werkzeuge selbst eine Rolle: „Tyrolit Grain Distribution, eine spezielle Anordnung jedes einzelnen Diamanten im Werkzeug, bringt eine konstant hohe Schnittleistung sowie lange Lebensdauer des Werkzeugs und verringert gleichzeitig den Kühl- und damit den Wasserbedarf“, erläutert Landl.

entwickelt: das Wassermanagementsystem DD-WMS 100. Es macht – zumindest fürs Bohren – aus 14 Litern Wasser rund 100 Liter. In der Betriebsart Recycling kann dasselbe Wasser nämlich bis zu sieben Mal zur Kühlung des Bohrers zu verwendet werden. Das ermöglicht ein Filter, der den Schlamm sammelt, der am Ende des Tages als klassischer Bauschutt entsorgt wird. „Die Lösung erspart oft das Verlegen langer Schlauchleitungen. 14 Liter Wasser genügen für einen Tag Diamantnassbohren. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Baustelle komplett sauber bleibt“, berichtet Andrea Reiterer. Digitale Lösungen prägen auch bei Hilti viele Entwicklungen: „Die Geräte werden in Zukunft deutlich intelligenter sein“, erklärt Reiterer. Als ein Beispiel dafür nennt sie Hilti Connect, eine App, die Smartphone und Hilti-Gerät verbindet und so Zugriff auf eine Reihe gerätespezifischer Daten wie Servicestatus oder Reparaturhistorie ermöglicht. Ein noch wesentlich markanteres Beispiel für die Zukunft des Diamantbohrens ist allerdings der automatische Vorschub DD AF-CA. Diese Lösung gibt es seit dem Vorjahr für leistungsstarke Kernbohrgeräte ab 2,5 kW, in Zukunft sollen auch kleinere Geräte damit ausgestattet sein. Der automatische Vorschub ermögliche quasi einen vollautomatisierten Bohrprozess, berichtet Reiterer: „Dieses intelligente Gerät denkt mit, es erkennt die Oberfläche, regelt Anbohren, hat IronBoost und dreht ab, wenn die Bohrung beendet ist.“ Das bringe nicht nur sichereres und präziseres Arbeiten sowie längere Lebensdauer

Wasser vor Ort Wasserverbrauch ist für einen anderen großen Player in diesem Marktsegment ebenfalls ein wichtiges Thema bei Innovationen. „Wir haben ein komplett neues Produkt als Ergänzung fürs Diamantkernbohren im Programm, das es in dieser Form nur bei uns gibt“, erzählt stolz Andrea Reiterer, Produktmanagerin der Diamanttechnik Sägen/Trennen/Schleifen bei Hilti Austria. Ausgangspunkt für die Entwicklung dieses Gerätes seien immer wiederkehrende Kundenaussagen gewesen, wie aufwendig es bei Renovierungen oft sei, Wasser an den Ort des Bohrens zu bringen und die Baustelle danach von Schlamm und Wasser zu reinigen. Die Hilti-Techniker haben in der Folge eine clevere Innovation

Kompetenz im Mischen M A D E I N G E R M A N Y

Der neue Kompaktmischer TMX 1000 Hilti

ist ein echter Allrounder auf der Baustelle. Robust, praktisch und mobil. Mehr Leistung mit Hilti: Automatischer Vorschub für Kernbohrgeräte erkennt Oberflächen, regelt Anbohren, hat Iron-Boost und schaltet ab.

W W W. C O L L O M I X . D E

Anz_TMX_90x125mm_RZ.indd 1

25.04.17 11:01


38 Baumaschinen

Husqvarna

Hammelmann

BAUzei t u n g 21 2017

Kettensägenanbaugerät WSC 40 von Husqvarna: Wandsäge wird entlang einer Führung eingespannt, um exakt und bündig zu schneiden.

Hammelmann Aquajet: Ein Hochdruckpumpenaggregat erzeugt hohen Wasserdruck für Sanierungsarbeiten an Betonbauten.

der Werkzeuge, sondern auch mehr Leistung und damit schnelleren Baufortschritt: „Während das Gerät autonom bohrt, kann der Mitarbeiter schon die zweite Bohrung vorbereiten“, meint die Hilti-Produktmanagerin. Mehr Effizienz auf die Baustelle will Hilti auch mit einem neuen Kernbohrgerät für Dübellöcher auf die Baustelle bringen. Es sei vor allem für Serienbohrungen in stark armierten Beton ideal, berichtet Reiterer: „Müssen Kunden eine große Zahl von Löchern in solchen Beton bohren, stoßen konventionelle Bohrhammer bald an ihre Grenzen, da der Bohrer heiß wird, wenn er auf Eisen trifft. Der Kernbohrer wird dagegen mit Wasser gekühlt und bringt damit höhere Produktivität und Zeitersparnis.“ Er ist für präzises Bohren von Dübellöchern und Durchführungen mit Durchmessern von acht bis 35 Millimeter ideal. Das Bohrgerät arbeite schlagfrei und damit sehr leise, was etwa für den Einsatz in Krankenhäusern ideal sei, zugleich verringere sich das Risiko von Schäden an leicht zu brechenden Untergrundmaterialien, erklärt Reiterer.

Führen besonders schwierig wird, arbeite dieses Gerät absolut präzise: „Es bringt sehr hohe Schneideeffizienz und kommt beim Kunden ausgesprochen gut an“, meint Rettenbacher. Große Veränderungen bei Husqvarna gab es heuer durch den Zukauf von zwei Unternehmen, die das Produktportfolio um interessante Geräte erweitern. Eine übernommene Firma ist Pullman Ermator, ein renommierter Hersteller von Saugern, Reinigern und Vorabscheidern. „Mit diesem zusätzlichen Programm bieten wir ein Gesamtkonzept zur Vermeidung von Staub und Schlamm am Arbeitsplatz“, berichtet Rettenbacher. Das zweite übernommene Unternehmen ist HTC Floor Grinding Solutions, ein schwedischer Produzent von Bodenschleifmaschinen. Durch diese Übernahme kann Husqvarna ein komplettes Maschinenprogramm für diesen Einsatzzweck bieten, das von großen Maschinen mit kabelloser Fernbedienung und Saugern bis zu kleinen Bodenschleifmaschinen reicht. Alle sind serienmäßig mit dem schnell zu wechselnden RediLock-Diamantwerkzeugsystem ausgerüstet. Sowohl die Produkte von Pullmann Ermator als auch von HTC Floor Grinding Solutions werden unter der Marke Husqvarna angeboten.

Leichter, effizienter Während Hilti mit der Zentrale im benachbarten Liechtenstein und Produktionsstätten in Vorarlberg neben Tyrolit noch fast als zweites heimisches Unternehmen dieses Sektors gelten kann, das Weltgeltung hat, kommt ein weiterer wichtiger Player am Weltmarkt des Bohrens, Schneidens und Sägens von Beton aus dem hohen Norden: Husqvarna. Auf Innovationen, die die Betonbearbeitung leichter und effizienter machen, setzt man dort ebenfalls. Jüngstes und markantes Beispiel dafür, erzählt Österreich-Geschäftsführer Johann Rettenbacher, ist das Kettensägenanbaugerät WSC 40: „Damit ist es möglich, eine Wandsäge entlang einer Führung einzuspannen und so sehr exakt und bündig zu schneiden.“ Selbst nahe am Boden, wo händisches

Johann Rettenbacher, Österreich-GF Husqvarna Baugeräten

Husqvarna

„Mit diesen neuem Programm bieten wir ein Gesamtkonzept zur Vermeidung von Staub und Schlamm am Arbeitsplatz.“

Schneiden mit Wasser Nicht mit Diamanten, sondern mit Wasser rückt Hammelmann Beton zu Leibe. Das deutsche Unternehmen fertigt Hochdruckpumpen und das komplette Zubehör für die Wasserstrahltechnik. Mit einem Druck von 1.000 bis 2.000 bar tragen diese Geräte Beton ab, ohne die Armierung zu beschädigen. Besonders geeignet ist die Technik für die Brückensanierung, erzählt Jörg Stummer, der die österreichischen Kunden betreut: „Man kann eine ganz klar definierte Tiefe abtragen.“ Ein großer Vorteil sei außerdem, dass schadhafte Stellen im Beton durch den Hochdruckwasserstrahl völlig abgetragen werden: „So wird wirklich gründlich saniert und verhindert, dass bald wieder Schäden entstehen“, erläutert Stummer. Nicht nur bei Brücken, auch bei der Sanierung von Tunneln oder von Start- und Landebahnen auf Flughäfen hat sich die Technologie bewährt. Da weltweit immer mehr gebaut wird, hat auch sie, folgt man den Schlussfolgerungen von Tyrolit-Geschäftsführer Alfred Landl, eine gute Zukunft. 


Baumaschinen 39 BAUzei t u n g 21 2017

Maschinen-Rodeo Case lud zum Wettbewerb der Nationen – vor allem Schweden und Dänemark glänzten. Text: Bernhard Madlener

Case (2)

D

er dänische Baumaschinenhersteller Case lud Mitte Oktober zum Wettbewerb in sein Kundenzentrum in Paris. „Die besten Baumaschinenführer der Welt“ aus 13 Nationen stellten sich den Herausforderungen beim Case-Rodeo. Hier hatten sich die Sieger der nationalen Case-Rodeo-Wettbewerbe in Europa, Nahost und Afrika Prüfungen mit den neuesten Case-Modellen zu stellen: einem Kompaktraupenlader, einem Raupenbagger, einem Minibagger und einem Radlader. Die Teilnehmer „gingen an ihre Grenzen“, wie der Veranstalter berichtet, „und demonstrierten die außerordentliche Vielseitigkeit und Feinsteuerbarkeit der Case-Maschinen“.

Mit dem Minibagger CX 60C waren Golfbälle aus einer Sandgrube zu heben und danach in einer bestimmten Reihenfolge auf ein Rohr abzusetzen.

Geschickte Steuermänner Alle vier Wettbewerbe waren als Wettlauf gegen die Zeit konzipiert: Wurden die Aufgaben nicht innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens erfüllt, gab es Strafpunkte. Im Bewerb „Lawless Loader“ etwa hieß es, mit dem Kompaktraupenlader TV 380 eine Strecke abzufahren, drei Kisten einzeln von einer Palette zu heben und damit eine Pyramide zu bauen. Anschließend mussten die Kisten wieder zurückgeräumt werden – für den nächsten Teilnehmer. Als Sieger dieser Kategorie ging Tomas Sooky aus Tschechien hervor. „Cherokee Crawler“ bestand darin, mit einem am Löffel des Raupenbaggers CX 145D hängenden Gewicht das Wort „Case“ auf einen Tisch zu schreiben – ohne diesen dabei zu bewegen. Danny Walsh aus dem Vereinigten Königreich meisterte diese Aufgabe am besten. Der Minibagger CX 60C wurde in der Kategorie „Little Bighorn“ verwendet, die der Däne Tommy Brus Pedersen gewann: Mit dem Löffel waren Golfbälle aus einer Sandgrube zu heben und

Kofferanhänger AZ 3530/151 S30 L x B x H: 3.010 x 1.510 x 1.850 mm zul. Gesamtgewicht: 3.500 kg

ab 3.336,- € (zzgl. MwSt.)

Auch optisch waren die Teilnehmer und Besucher der Veranstaltung auf Rodeo eingestellt.

danach in einer bestimmten Reihenfolge auf ein Rohr abzusetzen. Bei „Wild Wheels“ lenkten die Teilnehmer einen Radlader 621G XT über eine Strecke, wobei sie ein auf der Schaufel liegendes Brett mit vier Würfeln transportieren mussten. Auch hier gewann Pedersen. Gesamtsieger wurde sein Landsmann Bendt Risom, der eine Reise nach China gewann. Den Teamsieg holte sich Schweden. 

Lagerbox BO 300/150/200

Bürocontainer 500/240/250

L x B x H: 3.000 x 1.500 x 2.000 mm Aufbau aus Sandwichpolyester

L x B x H: 5.000 x 2.400 x 2.500 mm Elektroinstallation 400V

ab 1.724,- € (zzgl. MwSt.)

ab 8.645,- € (zzgl. MwSt.)

Baumaschinenanhänger MB 3535/185 Alu L x B x H: 3.510 x 1.850 x 350 mm zul. Gesamtgewicht: 3.500 kg

ab 3.319,- € (zzgl. MwSt.) Dreiseitenkipper HKC 3531/186 E-Pumpe L x B x H: 3.190 x 1.860 x 330 mm zul. Gesamtgewicht: 3.500 kg

ab 4.200,- € (zzgl. MwSt.)

Bauwagen BW 1537/206 BW 1545/206 BW 1550/206

Jetzt 15x in Deutschland Gewerbegebiet Au 26 · 83362 Surberg · Telefon: +49 861/90982859

Anz L x B x H in mm zul. Gesamtg. Fenster 3.700 x 2.060 x 2.300 4.500 x 2.060 x 2.300 5.000 x 2.060 x 2.300

1.500 kg 1.500 kg 1.500 kg

1 1 2

Sonstiges

Preis (zzgl. MwSt)

100 km/h 100 km/h 100 km/h

ab 4.369,- € ab 5.292,- € ab 6.553,- €

Jetzt 15x in Deutschland surberg@wm-meyer-anhaenger.de · wm-meyer-anhaenger.de


40 Baumaschinen BAUzei t u n g 21 2017

Preisgekrönter Elektroriese Die schweizerische E-Mining-AG ging in München mit dem weltgrößten und ­leistungsfähigsten Elektrofahrzeug an den Start und gewann den E-Move-360°-Award.

D

ie E-Mining AG, eine Gründung der Kuhn Schweiz AG mit der ebenfalls schweizerischen Lithium Storage GmbH, hat mit dem von ihr entwickelten Elektrodumper den europäischen E-Move-360°-Award gewonnen. Mit einem Leergewicht von 45 Tonnen und einem Gesamtgewicht bei Vollladung von 110 Tonnen handelt es sich bei der E-Mining-Maschine laut dem Hersteller um das größte und stärkste batteriebetriebene ElektroPneufahrzeug der Welt. Es wurde durch den Umbau eines konventionell betriebenen Dumpers realisiert.

Größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Beschaffung der relevanten Daten und die Bereitstellung der identischen oder überlegenen Antriebsleistung wie bei einem Dieselfahrzeug gewesen. Die Wahl des geeigneten Speichertyps und der Zusammenbau der Zellen zu mehreren betriebssicheren Batterien sowie die Konstruktion eines geeigneten Motors holten alles aus den damit befassten Experten heraus: Sowohl die maximale Geschwindigkeit von bis zu 40 Stundenkilometern als auch die für Bergfahrten bis zu einer zwölfprozentigen Steigung nötige Kraft sollten erreicht werden – was schließlich gelang.

Andreas Sattler

Rund um die Uhr serviciert

Preisgekrönt: Der E-Dumper der E-Mining AG wurde in München mit dem E-Move-360°-Award ausgezeichnet.

Der Innovationspreis wurde am 16. Oktober feierlich in München übergeben. In der Kategorie Elektrofahrzeuge setzte sich die E-Mining AG gegen die Mitfinalisten Attrack, Tumcreate und Volkswagen durch. 

Volle Power Die Hans Dömkes GmbH prüft den neuen Liebherr-Radlader auf Herz und Nieren.

Liebherr

M

Der Radlader„L 576X“ kommt auf einen Verbrauch von 15,5 Litern Diesel­pro Betriebsstunde.

it dem neuen Radlader L 576X-Power aus dem Hause Liebherr will die Hans Dömkes GmbH ihren Geschäftserfolg weiter vorantreiben. Das Baustoff-Recycling-Unternehmen mit Sitz in Duisburg nennt den geringen Treibstoffverbrauch und die hohe Verarbeitungsqualität als Auswahlkriterium für den mit einer täglichen Bewegung von 1.500 Tonnen Material belastbaren Radlader. „Trotz dieser harten Einsatzbedingungen braucht er nur 15,5 Liter Diesel pro Betriebsstunde“, freut sich Geschäftsführer Udo Dömkes. Der Betrieb dauere dabei durchaus zehn bis zwölf Stunden pro Tag – eine Belastung auch für die Maschinenlenker, bei der sich die erhöhte Standfestigkeit des L 576X sehr bezahlt mache. Im Vergleich zum Vorgängermodell, dem L 576, das bei Dömkes bereits 6.000 Betriebsstunden geleistet habe, seien auch die Achsen und das Hubgerüst weiter verstärkt worden. Mit dem neuen Radlader könne man „mit voller Kraft in das Haufwerk hineinfahren“, zitiert Dömke einen seiner Mitarbeiter: „Beim Beschleunigen zieht er richtig durch, und das bei hohem Fahrkomfort.“ 


Baumaschinen 41 BAUzei t u n g 21 2017

Konzentrierte Kompetenz Dimas und BBs eröffneten in Wien feierlich ihren neuen Firmenstandort.

Wagesreiter

B

Drei zufriedene Generationen der Eigentümerfamilie Lahofer bei der Eröffnungsfeier am neuen Standort.

ei Kaiserwetter wurde Mitte Oktober 2017 der neue Firmenstandort der Firmen Dimas und BBS feierlich eröffnet. Die beiden Unternehmen beschäftigen sich vorrangig mit Betonbohr- und Sägearbeiten. Das im Süden von Wien in der Oberlaaer Straße erworbene Gelände umfasst 6.000 Quadratmeter und bietet „durch seine Größe und die gute Verkehrsanbindung einen optimalen Stützpunkt“. Von hier aus können die östlichen Bundesländer bedient werden. Neben den 300 Quadratmetern Bürofläche und einer neu­gestalteten Werkstatt teilen sich die beiden Firmen auch eine Hallenfläche von 1.000 Quadratmetern, die beide Werkzeug- und Ersatzteillager beinhaltet. „Ich bin froh, dass wir nun beide Firmen an diesem Standort vereint haben und die dadurch entstandenen Synergien nutzen können“, stellte Geschäftsführer Georg Lahofer zufrieden während der Eröffnung fest, zu der treue Kunden, die Mitarbeiter und langjährige Geschäftspartner geladen waren. 

Innenstadteinsatz

Lizenzpartner

Palfinger bietet eine Arbeitsbühnenlösung, wenn es eng wird und Emissionen besonders stören.

Palfinger

Arbeiten ist mit der P 160A von Palfinger elektrobetrieben in bis zu 16 Metern Höhe möglich.

A

ls „sicher, wendig und umweltbewusst“ präsentiert Palfinger die Hubarbeitsbühne P 160A, die als ideale Lösung für den Einsatz in der Innenstadt konzipiert wurde. So sieht das auch Arbeitsbühnenvermieter KFR Mietlifte mit Sitz in Münster. Für dessen Kunden sei die Möglichkeit, die P 160A auch auf elektrischen Betrieb umzuschalten, besonders attraktiv, wie KFRGeschäftsführer Andreas Reinkenhoff sagt. Umso mehr, als es in der Vergangenheit „massive Beschwerden seitens der Einzelhändler gab, wenn ein Diesel-Lkw vor dem Eingang über einen längeren Zeitraum Emissionen und Lärm verbreitete“. Das Gerät von Palfinger eignet sich für Arbeitshöhen bis 16 Meter und bietet eine Reichweite von bis zu 6,30 Meter.

Digitalisierung Ident-Pro, der Entwickler der Ident-Plus-Technologie zur 2D-Laser-Lokalisierung von Fahrzeugen, lizenziert diese an die Zeno Track GmbH. Diese Tochter der Bosch-Gruppe will durch die Lizenznahme gemeinsam diverse Lösungen unter dem Stichwort der „Industrie 4.0“ vorantreiben und sich dem digitalen Zeitalter stellen. „Präzise Positionsangaben im Innen- und Außenbereich sind eine wichtige Basis unserer innovativen Softwaresysteme für den effizienten und zuverlässigen Einsatz innerbetrieblicher Fahrzeugflotten“, freut sich Zeno-TrackChef Christian Schachinger.


42 Service BAUzei t u n g 21 2017

App der Ausgabe

Moderne Entsorgung

Illustration: butjabutja.com/thinkstock

K

unde oder (Entsorgungs-)Partner, so lautet die wichtigste Frage bei der Registrierung für die App „Wastebox.biz“: Das Produkt der Firma Saubermacher bietet Firmen die Möglichkeit, deren Abfall­ entsorgung rasch und transparent zu organisieren oder sich selbst als Dienstleister einzubringen. Durch das Partnerkonzept verfüge Wastebox.biz „über die größte Flotte an Entsorgungsfahrzeugen in Österreich“. Die Kommunikation zwischen Kunden und Anbietern verlaufe in Echtzeit, die Kennzahlen des Auftrags sind auf Knopfdruck einsehbar. Bei der Bestellung sind der gewünschte Liefertermin sowie der Aufstellort der benötigten Schuttmulde(n), deren Größe und natürlich die Art des anfallenden Abfalls anzugeben. Saubermacher garantiert mit Wastebox.biz ein 24/7-Kundenservice. Download unter: play.google.com, itunes.apple.com

Sicher im Glashaus Überarbeiteter europäischer Standard liefert spezielle Konstruktions- und Planungsgrundlagen für Kulturgewächshäuser.

G

lashäuser, genauer gesagt Gewächshäuser, ermöglichen es, Obst und Gemüse weitgehend unabhängig von Wind und Wetter in einem für die Pflanzen optimalen Klima zu kultivieren und damit Erträge zumeist übers ganze Jahr zu erzielen. Die Errichtung von Gewächshausgroßanlagen hat in jüngster Zeit zu teilweise heftigen Debatten geführt. Wie immer solche Diskussionen ausgehen: Wenn Gewächshäuser errichtet werden, ist es wichtig, dass sie trotz ihrer hochtransparenten, filigran und höchst zerbrechlich wirkenden Konstruktion ein Höchstmaß an Stabilität und damit Sicherheit aufweisen. Ihre wesentliche Funktion ist die Optimierung der Durchlässigkeit von Sonnenstrahlung, um eine optimale Umgebung für das Pflanzenwachstum zu schaffen und aufrechtzuhalten. Dies wiederum hat wesentlichen Einfluss auf die Form und damit auf die Tragwerksplanung. Die zentralen Anforderungen im Hinblick auf Konstruktion und Sicherheit sind in der ÖNorm EN 13031 europaweit vereinheitlicht. Ihr Teil 1 – er bezieht sich im Speziellen auf Kulturgewächshäuser – wird derzeit überarbeitet und liegt bis 30. November 2017 für alle

interessierten Planer und Ausführenden zur öffentlichen Stellungnahme auf. Der Normentwurf enthält spezifische Regeln und Informationen für die Tragwerksplanung und den Bau von Gewächshäusern, um eine angemessene Standsicherheit zu gewährleisten. Im Hinblick auf die allgemeinen Grundlagen und die Grundanforderungen basiert dabei die Tragwerksplanung auf den entsprechenden Eurocodes (ÖNorm EN 1990ff). Für Einwirkungen, mechanischen Widerstand und Stabilität, Gebrauchstauglichkeit und Beständigkeit können in den einzelnen europäischen Staaten Dokumente zur nationalen Umsetzung, sogenannte „Nationale Anhänge“, erarbeitet und miteinbezogen werden. Damit ist es möglich, speziellen klimatischen Anforderungen besser Rechnung zu tragen. Solche nationalen Wahlmöglichkeiten, die im Vorwort aufgelistet sind, betreffen etwa die Nutzungsdauer der Kon­struktion oder die Klassifizierung von Schutzklassen. Bibliografie: Entwurf ÖNorm EN 13031-1 Gewächshäuser – Bemessung und Konstruktion; Teil 1: Kulturgewächshäuser. Stellungnahmen bis 30. November 2017 unter: www.austrian-standards.at/normen-entwurf-portal


D RD AR NCA ILIENC OB Mfsaus IMBeru er nder händ ntreuhä weis für Imm obilie ntreu

(FH) Max Musterma Mag.ame Vorname/N

makler Österreich Immobilien Muster GmbH bilientreuhänders ens/Immo

Name des Unternehm

rer Geschäftsfüh en Stellung im Unternehm

FN299287d

Wien

Firmenbuchnummer

89 AT010052 mer

Gültig bis

Standort

Treuhänder-Num

2012/13

DOMINICI AT

DOMINICI AT

Jetzt wird Ihr Jetzt wird Ihr Immobilienprofi Immobilienprofi sichtbar. sichtbar.

Hier finden Sie Ihren Immobilienprofi.

Eine Initiative der gewerblichen Immobilienwirtschaft

Hier finden Sie Ihren Immobilienprofi.

Eine Initiative der gewerblichen Immobilienwirtschaft


44 Service BAUzei t u n g 21 2017

Netto oder brutto? Der Schaden infolge eines Baumangels besteht für den Geschädigten in aller Regel in den Kosten der Sanierung. Wann ist bei einem Bauschaden die Umsatzsteuer (USt.) zu ersetzen? Text: Heinrich Lackner

Netto bei „echtem Schadenersatz“ Je höher die Schadenssumme ist, desto mehr fällt klarerweise die 20-prozentige USt. ins Gewicht. Beim Schaden der AG macht die USt. in absoluten Zahlen 100.000,00 Euro aus. Beim Schaden an der Erdgasleitung sind es immerhin 10.000,00 Euro. Es lohnt sich also, genau hinzusehen, ob die USt. tatsächlich geltend gemacht werden kann. Steuerrechtlich, aber auch schadenersatzrechtlich ist danach zu fragen, ob es sich um einen „echten Schadenersatz“ handelt oder ob „unechter Schadenersatz“ vorliegt. Von echtem Schadenersatz ist immer dann die Rede, wenn eine Zahlung geleistet wird, weil der Schädiger einen Schaden verursacht bzw. für einen Schaden einzustehen hat und der Zahlung kein Leistungsaustausch zugrunde liegt. Solche Zahlungen unterliegen nicht der Umsatzsteuerpflicht. Im Beispielsfall kann die AG für den Betriebsausfall daher nur den Nettobetrag verlangen, nicht jedoch die USt. in der Höhe von 100.000,00 Euro. Denn der Zahlung durch die AN steht keine Leistung der AG gegenüber (vgl. OGH 3 Ob 235/97y). Aus demselben Grund (kein Leistungsaustausch) unterliegen sämtliche Leistungen, die der AN in Erfüllung seiner Gewährleistungsverpflichtung erbringt, nicht der USt. Somit kann etwa der Generalunternehmer vom Subunternehmer im Regress nur die Nettokosten verlangen, wenn er dem AG aus dem Titel der Gewährleistung Ersatz geleistet hat.

Brutto bei „unechtem Schadenersatz“ Anders verhält es sich beim unechten Schadenersatz. Es liegt ein Leistungsaustausch vor, denn die Ersatzleistung des Schädigers stellt in diesem Fall eine Gegenleistung für eine besondere Leistung

des Geschädigten dar. Als Beispiel nennt der Oberste Gerichtshof (OGH) etwa eine Schadensbehebung im Auftrag und Interesse des Schädigers (RIS-Justiz RS0030181). Zurück zum Beispiel: AG und AN einigen sich auf die Reparatur der Gasleitung durch die AG, womit unechter Schadenersatz vorliegt. Schließlich hat die AG, wie vom OGH verlangt, den Reparaturaufwand im Auftrag und Interesse der AN getätigt. Die AG hat somit Anspruch auf die USt. in Höhe von 10.000,00 Euro. Und was gilt, wenn der Geschädigte im Rahmen der Ersatzvornahme Fachfirmen (Unternehmer) mit der Sanierung beauftragt und diese für ihre Leistungen 20 Prozent USt. verrechnen? Hier gilt Folgendes: Auch wenn der Geschädigte (zum Beispiel AG) zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, kann er in einem Ersatzprozess den Bruttobetrag verlangen. Allerdings haben die Schädiger (zum Beispiel AN) gemäß Art XII Z 3 des Einführungsgesetzes zum Umsatzsteuergesetz (EGUStG) einen Rückersatzanspruch in Höhe des Vorsteuerbetrags. Dieser Anspruch steht dem Ersatzpflichtigen bereits dann zu, sobald der Geschädigte die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug hat, in aller Regel also mit Rechnungslegung.

Fazit Ob die USt. als Teil eines Schadens (zum Beispiel der Sanierungskosten) verlangt werden kann, hängt davon ab, ob der Ersatzzahlung ein Leistungsaustausch zugrunde liegt. Ist das nicht der Fall, spricht man von „echtem Schadenersatz“, für den keine USt. verlangt werden kann bzw. abzuführen ist. Auch wenn der Geschädigte selbst zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, kann er bei einer Ersatzvornahme durch Fachfirmen (Unternehmer) in einem Ersatzprozess den Bruttobetrag verlangen. Allerdings steht dem Schädiger gemäß Art XII Z 3 EGUStG ein Rückersatzanspruch in der Höhe der Vorsteuer zu. 

  Zum Autor

Heinrich Lackner ist Juniorpartner bei Müller Partner Rechtsanwälte Rockhgasse 6, A-1010 Wien www.mplaw.at

MPLAW

S

ind sowohl der Schädiger als auch der Geschädigte Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes, stellt sich bei der Abwicklung eines Schadenfalles die Frage, wie mit der USt. umzugehen ist. Dazu folgendes Beispiel: Die Auftraggeberin (AG) betreibt eine Leichtmetall- und Eisengießerei. Sie lässt von der Auftragnehmerin (AN) auf ihrem Betriebsgelände eine Zwischendeponie für Gießereialtsande errichten. Im Zuge der Arbeiten ist u. a. ein Damm herzustellen, wofür die AN von einer nahegelegenen Deponie Schotter entnehmen muss. Beim Abgraben des Schotters wird eine Erdgasleitung beschädigt, die von einem Energieversorger betrieben wird. Es kommt zu einer Unterbrechung der Gasversorgung. Der Betrieb der AG steht für mehrere Stunden still. Durch den Betriebsausfall erleidet die AG einen Schaden von insgesamt netto 500.000,00 Euro (brutto 600.000,00 Euro). Für die Reparatur der Erdgasleitung entstehen Kosten in der Höhe von netto 50.000,00 Euro (brutto 60.000,00 Euro). AG und AN einigen sich darauf, dass die Reparatur von der AG durchgeführt wird.


Service 45 BAUzei t u n g 21 2017

Auftragssperre wegen Baumängeln? Die neuen Unzuverlässigkeitsgründe im Entwurf zum neuen Bundesvergabegesetz (BVergG) verbreiten einige Unsicherheit. Text: Thomas Kurz

Inhalt des Ausschlussgrundes Gemäß § 78 Abs 1 Z 9 des Entwurfs zum neuen BVergG ist ein Unternehmer auszuschließen, wenn • bei einer wesentlichen Anforderung im Rahmen eines früheren Auftrags (egal, für welchen Auftraggeber; auch private Aufträge) • erhebliche oder dauerhafte Mängel vorlagen, • die eine vorzeitige Auftragsbeendigung, Schadenersatz oder „vergleichbare Sanktionen“ nach sich gezogen haben.

Auslegung und Zweck des Ausschlussgrundes Bei der Auslegung ist man als gelernter Österreicher dazu geneigt, die Begriffe im Sinne des österreichischen Zivilrechts zu verstehen; so etwa, dass Gewährleistungsansprüche keine mit Schadenersatz „vergleichbare Sanktionen“ sind, weil sie im Gegensatz zu Schadenersatz unabhängig vom Verschulden des Werkunternehmers zustehen. Dieser Versuchung sollte man aber nur vorsichtig nachgeben, denn der Entwurf zum BVergG übernimmt hier fast wortgleich die EU-Vergaberichtlinie 2014/24/EU. Zur Auslegung der EU-Rechtsvorschriften ist aber ausschließlich der Europäische Gerichtshof zuständig, und dieser wird die Besonderheiten des österreichischen Rechts ignorieren und diesen Ausschlussgrund „autonom“ auf Basis des EU-Rechts auslegen. Dadurch ist es schon in der Vergangenheit zu sehr interessanten Überraschungen gekommen. Die EU-Richtlinie selbst (Erwägungsgrund 101) gibt ein bisschen Aufschluss für die Auslegung, indem folgende Beispiele aufgezählt werden: • Lieferungs- oder Leistungsausfall; • erhebliche Defizite, die die Leistung für den beabsichtigten Zweck unbrauchbar machen; • Fehlverhalten, das ernste Zweifel an der Zuverlässigkeit aufkommen lässt. All das klingt eher nach gravierenden Fehlleistungen und hat mit „üblichen“ Baumängeln nichts zu tun. Allerdings wird auch erwähnt, dass nicht nur solche Fehler den Ausschluss rechtfertigen können, sondern auch „wiederholte Fälle kleinerer Unregelmäßigkeiten“ (wo auch immer da die Grenze liegt). Politisch gesehen wurde hier offensichtlich eine Forderung der Auftraggeber umgesetzt, sich durch diesen Ausschlussgrund an die Möglichkeit privater Auftraggeber anzunähern, ein Unternehmen

bei gravierender Schlechtleistung künftig nicht mehr für Aufträge heranziehen zu müssen. Übrigens sind nach dem Entwurf zum BVergG nur die „klassischen“ öffentlichen Auftraggeber zur Anwendung dieses Ausschlussgrundes verpflichtet. Die Sektorenauftraggeber (ÖBB, Wiener Linien etc.) können sich frei aussuchen, ob sie ihn in die Ausschreibung aufnehmen. Wahrscheinlich ist aber damit zu rechnen, dass auch sie nicht darauf verzichten.

Nachweis und Dauer des Ausschlusses Eine Hürde für den Auftraggeber, wenn er diesen Ausschlussgrund anwenden will, besteht darin, dass er das nachweisen muss. Das wird dann nicht einfach, wenn die Mängel strittig sind. Da überdies Zivilprozesse meistens jahrelang dauern, könnte ein Ausschluss manchmal überhaupt nicht zum Tragen kommen, denn er darf maximal für drei Jahre „ab dem betreffenden Ereignis“ (also ab dem Zeitpunkt, an dem die Mängel verursacht wurden oder aufgetreten sind) erfolgen. Ob in diesem Zeitraum ein Zivilprozess abgeschlossen wäre, ist sehr fraglich.

Anwendbarkeit der neuen Bestimmungen und Ausblick Es ist nicht auszuschließen, dass der neue Ausschlussgrund bereits für laufende Vergabeverfahren gilt (außer für Sektorenauftraggeber), da EU-Richtlinien grob gesagt direkt anzuwenden sind, soweit • sie präzis genug sind (das ist hier der Fall), • Österreich in Verzug mit der Umsetzung der Richtlinie ist (auch das trifft zu), und • die Bestimmung subjektive Rechte einräumt (hier etwa: subjektives Recht eines Unternehmers, dass andere unzuverlässige Unternehmer ausgeschlossen werden). Da wir irgendwann – vielleicht noch 2017 – eine neue Regierung bekommen werden, ist hoffentlich zu erwarten, dass wir bald ein neues BVergG haben und diese schwebende Phase beendet wird. 

  Zum Autor

RA Mag. Thomas Kurz ist Rechtsanwalt bei Heid Schiefer Rechtsanwälte, Landstraßer Hauptstraße 88/2–4, A-1030 Wien www.heid-schiefer.at

Heid-Schiefer

V

or allem der neue Ausschlussgrund der „Baumängel“ in vergangenen Projekten ist ein Diskussionsthema, weshalb hier etwas näher darauf eingegangen werden soll.


46 Service BAUzei t u n g 21 2017

Kalender

Kulturtipp

November

Adolph Stiller

09.11.17 Seminar Wien Innendämmung www.ofi.at

Skopje – Architektur im ­mazedonischen Kontext

09.11.17 Tagung Steyregg BAU-Innovationstag 17 www.ooe. bauakademie.at

Im Ausstellungszentrum des Wiener Ringturms widmet sich der Wiener Städtische Versicherungsverein erstmals der Architektur von Mazedoniens Hauptstadt Skopje. Die Schau zeichnet die Entwicklungen der Stadt durch ihre 2.000-jährige Siedlungsgeschichte nach mit den damit verbundenen zahlreichen sowie prägenden Einflüssen und Brüchen.

09.11.17 - 25.11.17 Seminar Klagenfurt Vorbereitung auf die Baumeisterprüfung Intensivseminar Modul 3 www.ktn. bauakademie.at

Termin: 12.10. bis 17.11.2017 Zeit: Montag bis Freitag, 9.00 bis 18.00 Uhr Ort: Ausstellungszentrum im Ringturm, Schottenring 30, 1010 Wien, Tickets: Eintritt frei www.airt.at

09.11.17 Seminar Guntramsdorf GeschäftsführerIn, ProkuristIn – Haftung, Rechte und Pflichten www.wien. bauakademie.at 09.11.17 - 25.11.17 Lehrgang Guntramsdorf Individuelle Befähigung – Baugewerbe eingeschränkt Vorbereitungslehrgang zum Fachgespräch www.wien. bauakademie.at

  M E sse t ipp

Pflichttermin in Basel Am 16. Jänner startet mit der „Swissbau“ einer der Pflichttermine für die mitteleuropä­ische Baubranche 2018. Unter dem Motto „Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?“ steht die Digitalisierung mit all ihren Facetten und Herausforderungen im Zentrum. Dazu gibt es die Sonderschau „Swissbau Innovation Lab“. Termin: 16. bis 20. Jänner 2018 Ort: Messe Basel, Messeplatz 1, CH-4058 Basel Weitere Infos und Tickets gibt es unter www.swissbau.ch

09.11.17 Seminar Salzburg (Keine) Angst vor der Vergabe - Umgang mit Risikofaktoren www.sbg. bauakademie.at 09.11.17 Seminar Salzburg Bautechnikgesetz neu und OIB-Richtlinien www.sbg. bauakademie.at 09.11.17 - 25.11.17 Seminar Klagenfurt Vorbereitung auf die Baumeisterprüfung Intensivseminar Modul 3 www.ktn. bauakademie.at

09.11.17 Refreshing Innsbruck Betontechnologie Refreshing www.tirol. bauakademie.at

13.11.17 - 14.11.17 Seminar Langenlois Holzbau Statik - Euro Code 5 www.noe. bauakademie.at

09.11.17 Seminar Wien Ausschreibungen in der Praxis www.businesscircle.at

13.11.17 Seminar Langenlois Vorgehängte, hinterlüftete Fassade - Workshop in Theorie und Praxis www.noe. bauakademie.at

10.11.17 - 25.11.17 Seminar Klagenfurt Baustellenkoordination Planungskoordinator - Baustellenkoordinator www.ktn. bauakademie.at 10.11.17 - 02.12.17 Seminar Klagenfurt Betriebswirtschaftlicher Intensivlehrgang - Individuelle Befähigung www.ktn. bauakademie.at 10.11.17 Info Wien Kostenloser Info-Tag Baumeisterkurs, Holzbau-Meisterkurs, Bauträgerkurs und Immobilienmakler/ Verwalterkursen www.nimmerrichterkurse.at 13.11.17 - 22.11.17 Kurs Klagenfurt Fahrzeug- und Ladekrankurs über 300 kNm Hubmoment (Auto- und Autoladekrane) www.ktn. bauakademie.at 13.11.17 Seminar Guntramsdorf Mein erfolgreicher Auftritt durch Nutzung der Ressourcen und Entfaltung der persönlichen Stärken. www.wien. bauakademie.at

13.11.17 - 16.11.17 Weiterbildung Innsbruck Fortbildung zum zertifizierten WDVSFachverarbeiter www.tirol. bauakademie.at 13.11.17 - 14.11.17 Seminar Salzburg Barrierefreies Bauen und Adaptieren = ‚Design for All’! www.sbg. bauakademie.at 13.11.17 - 20.11.17 Seminar Salzburg Führen von Lauf-, Bock- und Portalkranen über 300 kN www.sbg. bauakademie.at 14.11.17 - 15.11.17 Seminar Langenlois Das neue NÖ Baurecht www.noe. bauakademie.at 14.11.17 Seminar Salzburg Erfolgsfaktor Wertschätzung am Bau www.sbg. bauakademie.at 14.11.17 - 15.11.17 Seminar Innsbruck Betontechnologie II www.tirol. bauakademie.at


Kalender 47 BAUzei t u n g 21 2017

Veranstaltungstipp 14.11.17 Kurs Wien Elektronisches Datenmanagement (EDM) für Recyclingbetriebe brv.at 15.11.17 - 16.11.17 Seminar Wien Grundlagen der Kältetechnik www.atga.com 15.11.17 Seminar Steyregg OÖ Bautechnikgesetz 2013 und OÖ Bautechnikverordnung 2013 Umsetzung der OIB-Richtlinien www.ooe. bauakademie.at 15.11.17 Seminar Langenlois Facility Management für Bautechniker & Immobilienprofis www.noe. bauakademie.at 15.11.17 Seminar Steyregg OÖ Bautechnikverordnungs-Novelle 17 Umsetzung der OIB Richtlinien 2015 www.ooe. bauakademie.at 15.11.17 Refreshing Innsbruck Refreshing WDVS-Fachverarbeiter www.tirol.bauakademie.at

16.11.17 Seminar Salzburg 16. Österreichischer Altbautag www.ofi.at 16.11.17 Seminar Langenlois Was ist Ihr USP? Gesundes Bauen als Markchance www.noe. bauakademie.at

17.11.17 - 25.11.17 Seminar Salzburg Grundzüge der Rechtsund Betriebswirtschaft www.sbg. bauakademie.at

BAUAkademie Österreich – Der Bauleiter-Lehrgang

17.11.17 - 25.11.17 Seminar Salzburg Führen von Hubstaplern www.sbg. bauakademie.at

Der Bauleiter gehört zu den wichtigsten Führungs­ positionen in der Bauwirtschaft. Ständig wechselnde Bauaufgaben unter immer neuen Aspekten effizient, kostengünstig und mit hoher Führungskompetenz zu meistern ist die Herausforderung für diese Führungs­ position in der Bauwirtschaft.

16.11.17 - 17.11.17 Kurs Salzburg Auffrischung für Sprengbefugte www.sbg. bauakademie.at

20.11.17 Seminar Langenlois Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in der Bauwirtschaft www.noe. bauakademie.at

Das Bündeln eigener und externer Kräfte, das richtige Zeit- und Kostenmanagement, verbunden mit raschem Entwickeln und Umsetzen von Problemlösungen, sind herausragende Eigenschaften von guten Bauleitern. Praxisorientiert greift die Ausbildung zum Bauleiter den großen Verantwortungsbereich eines Bauleiters aktiv auf und vermittelt Ihnen projektbezogenes Know-how unter Mitwirkung führender Experten und Spezialisten.

16.11.17 - 23.11.17 Seminar Steyregg Zert. Gebäudesicherheits- und Sichtprüfer gem. ÖNORM B1300 für Wohnbauten www.ooe. bauakademie.at

20.11.17 Seminar Guntramsdorf Ausbilder/-innen am Bau – Lehrlinge auf der Baustelle, was nun? www.wien. bauakademie.at

16.11.17 Seminar Wien Gebäudetechnik in Bauprojekten - Besonderheiten in der Projektabwicklung www.mplaw.at 16.11.17 - 02.12.17 Lehrgang Wien Vergaberechtlicher Lehrgang www.businesscircle.at

15.11.17 Seminar Innsbruck Vergaberecht am Bau Das neue BVergG 2017 www.tirol. bauakademie.at

17.11.17 - 25.8.18 Kurs Wien Baumeisterkurs Modul 2.2 und 3 www.nimmer richter-kurse.at

15.11.17 - 15.11.17 Kurs Wien Rechnungslegung und Umsatzsteuer im Baubetrieb. www.wien. bauakademie.at

17.11.17 Seminar Salzburg Flachdachbau und - Abdichtungen www.sbg. bauakademie.at

20.11.17 - 07.12.17 Kurs Guntramsdorf Teilgewerbe Erdbau www.wien. bauakademie.at 20.11.17 - 04.12.17 Seminar Salzburg Führen von Dreh- und Auslegerkranen www.sbg. bauakademie.at 20.11.17 - 01.12.17 Seminar Salzburg Qualifizierte Beurteilung für Gebäudesicherheit www.sbg. bauakademie.at 21.11.17 Seminar Salzburg Kommunikationsmanagement von Bauprojekten www.sbg. bauakademie.at

Nähere Infos zu unseren Lehrgängen und Infoabenden finden Sie auf unserer Homepage: www.bauakademie.at. Die nächsten Kursstarts 2018: Kärnten: 11. Jänner 2018 Tirol: 11. Jänner 2018 Salzburg: 12. Jänner 2018 Wien: 12. Jänner 2018 Oberösterreich: 15. Jänner 2018 Niederösterreich: 25. Jänner 2018 Steiermark: 16. Februar 2018 Vorarlberg: September 2018

  B u c h t ipp

Standardwerk in Neuauflage Ob Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungs­ gesetz, Lohn- und Sozialdumping- oder Bau­ arbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz: Den gesamten für die Branche geltenden recht­ lichen Rahmen gibt es kompakt in der Neuauflage von „Arbeitsrecht in der Bauwirtschaft“. Neu in der am 30. November erscheinenden dritten Auflage des Werks von Christoph Wiesinger ist ein Kapitel bezüglich der Haftungsbestimmungen für das Entgelt von Bauarbeitern. Autor: Christoph Wiesinger Verlag: Linde Verlag ISBN: 9783707333350 Preis: 35,97 Euro


48 Service BAUzei t u n g 21 2017

Ausschreibungen Oberösterreich

Niederösterreich

Steiermark

Abgabedatum: 23.11.2017 12:00 Uhr Auftraggeber: Landeshauptstadt Linz Ausschreibungsgegenstand: Statisch konstruktive Nachprüfung des Detailprojektes der „Neuen Donaubrücke Linz“. Dokumentennummer: 7336759

Abgabedatum: 01.12.2017 11:00 Uhr Auftraggeber: Gemeindeverband für Abfallwirtschaft im Raum Schwechat Ausschreibungsgegenstand: Erfassung von Problemstoffen im Pflichtbereich des AWS. Dokumentennummer: 7338993

Abgabedatum: 05.12.2017 11:00 Uhr Auftraggeber: Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft Ausschreibungsgegenstand: 36 Murtal Schnellstraße, TA1 Judenburg–St. Georgen o. J, Begleitende Kontrolle in der Planungsphase. Dokumentennummer: 7336754

Niederösterreich Abgabedatum: 24.11.2017 09:30 Uhr Auftraggeber: Abwasserverband Oberes Schwarzatal Ausschreibungsgegenstand: Abwasserverband Oberes Schwarzatal - Baumeisterarbeiten und Bauprofessioniistenarbeiten für den Ausbau der Verbandskläranlage Stuppach BA 08 Umfang: Baugrubenaushub und -sicherung, Errichtung von Becken, Gerinnen und Schächten zur Abwasserbehandlung, Errichtung von Hallen als Stahlkonstruktion, Adaptierungs- und Sanierungsarbeiten an Bestandsbauwerken, Künettenherstellung und Bettung für Leitungsverlegung, Abbrucharbeiten CPV: 45252100 Erfüllungsort: Gloggnitz Dokumentennummer: 7337922 Niederösterreich Abgabedatum: 24.11.2017 10:30 Uhr Auftraggeber: Abwasserverband Oberes Schwarzatal Ausschreibungsgegenstand: Abwasserverband Oberes Schwarzatal - Anpassung Verbandskläranlage Stuppach - EMSR-Ausrüstung BA 08 Umfang: allgemeine Elektrotechnische Ausrüstung, Erneuerung der Rechenanlage, Errichtung einer neuen Gebläsestation, Errichtung einer Schlammentwässerung, Adaptierung bestehender Verteiler, Adaptierung bzw. Erneuerung der Messtechnik, Errichtung von SPS-Anlagen, Installation eines Prozessleitsystems (PLS), Erweiterung bestehender Sicherheitseinrichtungen, Errichtung einer Sicherheits- und Fluchtwegsbeleuchtung CPV: 45311200 Erfüllungsort: Gloggnitz Dokumentennummer: 7337921 Niederösterreich Abgabedatum: 24.11.2017 09:30 Uhr Auftraggeber: Abwasserverband Oberes Schwarzatal Ausschreibungsgegenstand: Abwasserverband Oberes Schwarzatal - Baumeisterarbeiten und Bauprofessioniistenarbeiten für den Ausbau der Verbandskläranlage Stuppach BA 08 Baugrubenaushub und -sicherung, Errichtung von Becken, Gerinnen und Schächten zur Abwasserbehandlung, Errichtung von Hallen als Stahlkonstruktion, Adaptierungs- und Sanierungsarbeiten an Bestandsbauwerken, Künettenherstellung und Bettung für Leitungsverlegung, Abbrucharbeiten CPV: 45252100/45231300/45200000 Erfüllungsort: Gloggnitz Dokumentennummer: 7337908

Wien Abgabedatum: 04.12.2017 11:00 Uhr Auftraggeber: Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. Ausschreibungsgegenstand: 1020 Wien, Lessinggasse 14 / Vereinsgasse 21-23, BG/BRG/BORG Lessinggasse - Fassadenarbeiten CPV: 45262670 Dokumentennummer: 7337915 Wien Abgabedatum: 04.12.2017 10:00 Uhr Auftraggeber: Österreichischer Rundfunk Ausschreibungsgegenstand: Die RV umfasst das Scannen mehrerer Archive mit Verträgen, Lizenzen usw. zu Produktionen und Kooperat. Zur Sicherung der Unterlagen und um den Suchaufwand zu verringern sind diese zu digitalisieren. Umfang: Scannen von Papierdokumenten, wie Verträge, Lizenzen und Ähnliches CPV: 79999100 Vergabe mit Option. Dokumentennummer: 7337928 Steiermark Abgabedatum: 05.12.2017 10:00 Uhr Auftraggeber: Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH Ausschreibungsgegenstand: BA 71 Hortgasse, BA 72 und BA 73 bis Radetzkybrücke - Schlosserarbeiten (Schachtabdeckungen. Abdeckhauben mit Deckel, Lüftungsgitter und Gitterroste, Stahlkonstruktionen, Geländer und Sicherungen, Rohrleitungen, Kranbahnen und Stege, Dammbalken und Verschlüsse, Drücktüren und Sektionaltore und sonstige Kleinteile) Erfüllungsort: Graz Dokumentennummer: 7337926 Tirol Abgabedatum: 05.12.2017 12:00 Uhr Auftraggeber: Galleria di Base del Brennero – Brenner Basistunnel BBT SE Ausschreibungsgegenstand: Mit dem gegenständlichen Verfahren werden die Versicherungsleistungen betreffend die Haftpflicht, die Betriebshaftpflicht, die Bauherrenhaftpflicht inkl. Haftpflicht für Umweltschäden für die Galleria di Base del Brennero – Brenner Basistunnel BBT SE, ausgeschrieben. Dokumentennummer: 7337511

Steiermark Abgabedatum: 05.12.2017 10:00 Uhr Auftraggeber: Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH Ausschreibungsgegenstand: BA 71 Hortgasse, BA 72 und BA 73 bis Radetzkybrücke – Schlosserarbeiten (Schachtabdeckungen. Abdeckhauben mit Deckel, Lüftungsgitter und Gitterroste, Stahlkonstruktionen, Geländer und Sicherungen, Rohrleitungen, Kranbahnen und Stege, Dammbalken und Verschlüsse, Drücktüren und Sektionaltore und sonstige Kleinteile) laut Leistungsverzeichnis. Dokumentennummer: 7335809 Steiermark Abgabedatum: 12.12.2017 09:00 Uhr Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark Ausschreibungsgegenstand: Netzwerkerneuerung Lieferung von aktiven und passiven Netzwerkkomponenten, Installation, Montage CPV: 30200000 Los 1-2: Lieferung der aktiven Netzwerkkomponenten Dokumentennummer: 7337931 Wien Abgabedatum: 14.12.2017 14:30 Uhr Auftraggeber: Bundesimmobilienges m.b.H. Ausschreibungsgegenstand: Errichtung eines Laborneubaus für die TU Wien, Fakultät für Bauingenieurwesen, inkl. Werkstätten, Versuchslabors, Büroräumlichkeiten und Tiefgarage. Dokumentennummer: 7336745 Wien Abgabedatum: 19.12.2017 12:00 Uhr Auftraggeber: Vereinigte Bühnen Wien Ausschreibungsgegenstand: Planung der Sanierung und Modernisierung der Haustechnischen Anlagen im Raimundtheater in Wien CPV: 71000000 Dokumentennummer: 7337938 Steiermark Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: ARE Austrian Real Estate GmbH Ausschreibungsgegenstand: Generalplanersuche – Pharmakognosie KFU Graz, 8010 Graz, Beethovenstraße 8. Dokumentennummer: 7339360


Service 49 BAUzei t u n g 21 2017

Wien

Wien

Tirol

Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH Ausschreibungsgegenstand: Die Stadt Wien beabsichtigt die Vergabe von GU-Leistungen für den Zubau GTVS (ganztags Volksschule) Mittelgasse 24/Spalowskigasse 5 und Zubau OVS (offene Volksschule) Korbgasse 1/Pülslgasse 28. GTVS Mittelgasse 24/Spalowskigasse 5: Der Schulstandort soll um 9 zusätzliche Klassen erweitert werden. Für den im 2. UG zu errichtenden Turnsaal sind Spezialtiefbaumaßnahmen erforderlich. Zusätzlich sind die Außenanlagen inkl. Fun-Court am Dach des Tursaales herzustellen. Leistungszeitraum: voraussichtlich Feber/März 2018 bis Feber 2019. OVS Korbgasse 1/Pülslgasse 28: Ausgangssituation: Das Bestandsobjekt setzt sich aus 9 Klassen zusammen und unterliegt dem Denkmalschutz. Der Zubau soll in Holzmassivbauweise errichtet werden. Der Bestand soll bei beiden Standorten barrierefrei erschlossen werden. Leistungszeitraum: voraussichtlich Feber/März 2018 bis August 2018. Dokumentennummer: 7337972

Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: Wien Energie GmbH Ausschreibungsgegenstand: Externe Behandlung von entwässertem Klärschlamm inkl. zugehöriger Logistikleistung für die Abholung ex Werk Simmeringer Haide. Dokumentennummer: 7337523

Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: Bundesimmobilienges mbH Ausschreibungsgegenstand: 6020 Innsbruck, FritzPregl-Straße 3, Sanierung Institutsgebäude MedUni, Sanierung und Erweiterung, Lüftungsinstallationen. Dokumentennummer: 7335866

Wien

Wien

Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: Donauchem GmbH Ausschreibungsgegenstand: Die Maßnahmen zur Sanierung der Untergrundkontamination betreffen: (1) Rückbau Gebäude, (2) Räumung Schlackenablagerung im östlichen Grundstücksrand (Böschungsbereich), (3) Bodenluftabsaugung im Zentral- und Ostbereich des Grundstücks 2028/220. Dokumentennummer: 7337091

Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden. Auftraggeber: Herz Jesu Krankenhaus Gesellschaft mbH Ausschreibungsgegenstand: Herz Jesu Krankenhaus – Masterplan – HKLS-Installationen. Dokumentennummer: 7335736

Wien Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: Magistrat der Stadt Wien - Magistratsabteilung 34 Ausschreibungsgegenstand: Elektroinstallationsarbeiten - Demontage und Wiedermontagearbeiten, herstellen von Baustellenprovisorien, Rathaus 1082 Wien, Lichtenfelsgasse 2, siehe Ausschreibungsunterlagen CPV: 45311200 Dokumentennummer: 7340362 Wien Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: Magistrat der Stadt Wien - Magistratsabteilung 14 Ausschreibungsgegenstand: AUS17D050 - Ausbau Leitstellenredundanz Anpassung und Erweiterung der bestehenden Rettungsleitstelle in 2 Phasen zur Erhöhung der Redundanz . Dies umfasst u. a. zusätzliche Lizenzen für das vorhandene Einsatzleitsystem und das Kommunikationssystem, Anpassung und Integration der Module Krankentransport und Rufhilfe, Ergänzung des vorhandenen Kommunikationssystems u. Anpassung des Routings für Rufe, Anpassung der Bedienoberfläche für die Fahrzeugterminals und das EEP, Durchführung systemspezifischer Nutzerschulungen. CPV: 48100000 Dokumentennummer: 7337948 Vorarlberg Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: Stadt Dornbirn Ausschreibungsgegenstand: Krankenhaus Dornbirn Erweiterung und Sanierung Operationssäle - DVE und Leuchten - Medienversorgungseinheiten, OP-Leuchten DVE und Leuchten - Medienversorgungseinheiten, OPLeuchten für 7 OP`s incl. Aufwachraum und zentraler Einleitung CPV: 33190000 Dokumentennummer: 7337947

Niederösterreich Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: Netz Niederösterreich GmbH Ausschreibungsgegenstand: Lieferung von Lichtwellenleiter-Kabel (mit 48 Fasern und mit 120 Fasern) zur Verlegung in Schutzrohren (erdverlegt, in Gebäuden verlegt) sowie Mikrokabel mit 96 Fasern, Mikrokabel mit 72 Fasern, Mikrokabel mit 24 Fasern und Mikrokabel mit 4 Fasern zur Verlegung in Mikro-Rohren in Niederösterreich, Burgenland und Wien. Dokumentennummer: 7337456 Tirol Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden. Auftraggeber: Bundesimmobiliengesellschaft mbH Ausschreibungsgegenstand: 6020 Innsbruck, FritzPregl-Straße 3, Sanierung Institutsgebäude MedUni, Sanierung und Erweiterung, Sprinkler- und Innenhydrantenanlage. Dokumentennummer: 7335875 Wien Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH Ausschreibungsgegenstand: Die Stadt Wien, vertreten durch die WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH beabsichtigt die Vergabe von GU-Leistungen für den Zubau GTVS (ganztags Volksschule) Mittelgasse 24/ Spalowskigasse 5. Der Schulstandort soll um zusätzliche 9 ganztags Volksschulklassen (GTVS), erweitert werden. Der Bestand ist barrierefrei zu erschließen. Zusätzlich zu den Klassenräumen samt erforderlichen Nebenräumen werden Werkräume, eine Bibliothek, eine Aufwärmküche mit Speiseraum, eine eigene Verwaltungseinheit, ein Schulwartbereich sowie Bewegungsräume mit den dazugehörigen Nebenräumen im Zubau untergebracht. Für den im 2. UG zu errichtenden Turnsaal sind Spezialtiefbaumaßnahmen erforderlich. Zusätzlich sind die Außenanlagen inkl. Fun-Court am Dach des Turnsaales herzustellen. Der Leistungszeitraum gemäß Rahmenterminplan ist voraussichtlich für Feber/März 2018 bis Feber 2019 vorgesehen. Dokumentennummer: 7335733

Oberösterreich Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: Amt der Oö. Landesregierung Abteilung Gebäude- und Beschaffungs-Management Ausschreibungsgegenstand: BS Altmünster Ebenzweierstraße 26, Schloss Ebenzweier, Wiederaufbau nach Brand, Sämtliche Bauleistungen im Zeitraum März 2018 bis September 2020. Dokumentennummer: 7335725 Wien Abgabedatum: Kein Abgabedatum vorhanden Auftraggeber: WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH Ausschreibungsgegenstand: Die Stadt Wien beabsichtigt die Vergabe von Generalunternehmerleistungen für den Zubau OVS (Offene Volksschule) Korbgasse 1/Pülslgasse 28. Ausgangssituation: Die offene Volksschule (OVS) am Standort 23., Korbgasse 1 setzt sich aus 9 Klassen zusammen. Das Bestandsobjekt unterliegt dem Denkmalschutz. Der Schulstandort soll um zusätzliche 9 Klassen erweitert werden. Der Bestand ist barrierefrei zu erschließen. In Summe wird der zukünftige Schulstandort Platz für 17 Klassen bieten. Zusätzlich zu den Klassenräumen samt erforderlichen Nebenräumen werden Zusatzräume für Integration, Garderoben, eine Bibliothek, eine Ausgabeküche mit Speiseraum, eine eigene Verwaltungseinheit, sowie ein Gymnastiksaal mit den dazugehörigen Nebenräumen im Zubau untergebracht. Der Zubau soll in Holzmassivbauweise errichtet werden. Der Leistungszeitraum gemäß Rahmenterminplan ist voraussichtlich für Feber/März 2018 bis August 2018. Dokumentennummer: 7335732

Alle Ausschreibungen finden Sie unter der angegebenen Dokumentnummer auch unter: www.diebauzeitung.at/ausschreibungen Noch mehr Ausschreibungen finden Sie auf www.vergabeportal.at


50 Feierabend Rrr BAUzei t u n g 21 2017

I+R

In Hohenems feierte nach knapp einjähriger Bauzeit die Wohnanlage „Am Emsbach“ ihre Dachgleiche. Die zwei Mehrfamilien­ häuser mit 14 Eigentumswohnungen, die I+R errichtet hat, sind Teil der ersten Bauetappe. Die zweite Etappe wird 2018 gestartet, sie soll weitere vier Häuser mit insgesamt 38 Wohnungen sowie Gewerbeflächen umfassen. Die Firstfeier ging I+R-Geschäftsführer Alexander Stuchly zusammen mit Bürgermeister Dieter Egger, Projektentwickler Kurt Maier (I+R) sowie zahlreichen Besuchern wie etwa Anton Amann an (v. l.).

Philipp Lipiarski

Ebenfalls Dachgleiche feierte das Großprojekt „Quartier­ Belvedere Central“ (QBC) beim Wiener Hauptbahnhof am Baufeld 6.1. 140 freifinanzierte Eigentumswohnungen, Büros und Gewerbeflächen auf 15 Geschoßen werden bis Sommer 2018 bezugsfertig sein. Über den jüngsten Baufortschritt zeigten sich Karl-Heinz Strauss (Porr AG), Josef Kaindl (Bezirksvertreterstellvetreter Wien-Favoriten) und Ernst Gassner (Strauss & Partner Development) überaus erfreut (v. l.).

Roland Zygmunt

Wolfgang Kunasz

In Linz beginnt’s – so auch der Spatenstich für das Wohnbauprojekt Lastenstraße im neuen Wohngebiet „Grüne Mitte“. Der Baukörper soll mit einer Gesamthöhe von 61 Metern das Stadtbild deutlich prägen. Bei sonnigem Herbstwetter trafen die Projektbeteiligten mit Vertretern der Stadt auf dem Bauplatz zusammen (v. l.): Markus Fehringer (Baufirma Gerstl), Christian Haidinger-Wiesinger (GSA), Stadtrat Markus Hein, Peter Karl (Erste Immobilien KAG) sowie Wolfgang Wahlmüller (Österreichisches Siedlungswerk).

V. l.: Hans-Peter Weiss (Austrian Real Estate GmbH, ARE), Erich Hohenberger (Bezirksvorsteher Landstraße), Walter Wittmann (Premium Immobilien AG) und Hubert Wetschnig (Habau Group) vollzogen den Spatenstich für das Projekt „Ensemble“ an der Erdberger Lände in Wien 3. Bis zum Frühjahr 2020 soll hier ein modernes Wohnviertel entstehen, das rund 800 Wohneinheiten bereitstellen wird.


Marktplatz xx 51 BAUzeitu U n g 21 2017

Marktführer Abdichtungen

bAustoffe

Schiedel GmbH Kunststoff Dach- u. Dichtungsbahnen

durabit-bauplast Gmbh & co. KG Industriestraße 39-45, 4050 Traun T 0732/38 14 94, F 0732/38 28 87 office@durabit.com, www.durabit.com

Avenarius-Agro GmbH Industriestraße 51, 4600 Wels T 0 72 42/489-0 , F 0 72 42/489-5700 E office@avenariusagro.at, www.avenariusagro.at

Friedrich-Schiedel-Straße 2–6 4542 Nußbach T 050 6161, F 050 6161-444 E bestellung@schiedel.com, www.schiedel.com

hochbAu

Schiedel-Marktführer-58x30_BZ_0116.indd 1

Ihr Partner für dauerhafte Abdichtungen

MAPEI Austria GmbH

Birostraße 29 1230 Wien T +43 (0)1/615 62 55 E verkauf@westwood-at.com www.westwood-at.com

Fräuleinmühle 2 3134 Nußdorf ob der Traisen T 0 27 83-88 91, F 0 27 83-88 91-125 E office@mapei.at, www.mapei.at

®

16.12.2015 10:46:04

Hochbau-Tiefbau-Holzbau-Trockenausbau-Fliesenverlegung

Lieb Bau Weiz Birkfelder Straße 40 8160 Weiz T 0 31 72/24 17-0, F 0 31 72/24 17-199 E lieb@lieb.at, www.lieb.at

Bazar IHR PARTNER IM BAUGEWERBE BILANZBUCHHALTUNG PERSONALVERRECHNUNG KOSTENSTELLENRECHNUNG

ZWIRN & ZWIRN GesbR Tel.: 01/877 22 38, Fax DW 27 E-Mail: zwirn@zwirn.at

12 m LAGER­ CONTAINER

geschlossen und Open Top Je EUR 1.900,– 0664/308 65 00

25 m Geda 500 Z/ZP Bauaufzug Bj. 2012, 2 Baustellen, mit Prüfbuch, € 21.500,– zzgl. USt. 0676/845 78 51 01

Sie möchten etwas verkaufen? Ihr direkter Kontakt: F (01) 546 64-520 T (01) 546 64-253 (B. Wagesreiter) T (0732) 315 029-0 (G. Weberberger)

IMPRESSUM – Die Österreichische Bauzeitung ist das offizielle Organ der Interessenvertretungen der Bauwirtschaft.

Die Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz ist unter http://www.wirtschaftsverlag.at/offenlegung ständig abrufbar.

Österreichische

Medieninhaber, Verleger, Herausgeber, Redaktion: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, Tel.: +43 (0) 1/546 64-0, Fax: +43 (0) 1/546 64-711, www.wirtschaftsverlag.at Geschäftsführung: Thomas Zembacher Internet: www.diebauzeitung.at Chefredaktion: Mag. Sonja Meßner, DW 359, s.messner@wirtschaftsverlag.at Stv. Chefredaktion: Mag. Christoph Hauzenberger, DW 345, c.hauzenberger@wirtschaftsverlag.at Redaktion: Mag. Bernhard Madlener, DW 355, b.madlener@wirtschaftsverlag.at Agenturpartner: APA – Austria Presse Agentur Innung informiert: Die Bundesinnung Bau zeichnet für die Inhalte verantwortlich, die als „Innungs-Nachrichten“ gekennzeichnet sind. Artdirektion: butjabutja – multicrossmedia, Cecile M. Lederer, 1140 Wien Redaktionssekretariat: bauzeitung@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax DW 50441, bauzeitung@wirtschaftsverlag.at Verkaufsleitung: Dr. Rainer Wimmer, DW 240, r.wimmer@wirtschaftsverlag.at Verkauf: Benedikt Wagesreiter, DW 253, b.wagesreiter@wirtschaftsverlag.at Repräsentant für Oberösterreich: Verlagsbüro Gerhard Weberberger, 4030 Linz, Kleinwört 8, T +43 (0) 732/31 50 29-42, F +43 (0) 732/31 50 29-46, M +43 (0) 676/518 55 75, linz@wirtschaftsverlag.at Erscheinungsweise: 14-täglich. Es gilt der Anzeigentarif Nr. 46 vom 1. Jänner 2017. Hersteller: Friedrich Druck & Medien GmbH, A-4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrichdruck.com Abonnement und Vertrieb: Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag, Simmeringer Hauptstraße 24, 1110 Wien Aboservice: T +43 (0) 1/361 70 70-570, F +43 (0) 1/361 70 70-9570, aboservice@wirtschaftsverlag.at Jahresbezugspreis: Inland: Euro 130,–; Ausland: Euro 205,–. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung: Bank Austria, IBAN: AT17 1100 0095 2329 8900, BIC: BKAUATWW DVR: 0368491. Druckauflage: 9.800 (1. HJ 2017). Gemeinsam für weniger Müll: Wir verpacken unsere Zeitschrift nur dann in (umweltverträgliche) Folie, wenn die Post es aufgrund von Beilagen verlangt. Mehr erfahren: www.die-wirtschaft.at/CSR

ÖAK

Auflagenkontrolle


Hochleistungszusatzmittel für Beton Als führendes Unternehmen im Bereich von Zusatzmittel für Beton, Mörtel, Zement und Gips ist die Firma Tillman für Auf-

Belgien - Deutschland - Großbritannien - Karibik Luxemburg - Niederlande - Österreich - Schweiz

traggeber in der ganzen Welt aktiv. In der Hauptgeschäftsstelle im niederländischen Megchelen befinden sich Forschung, Entwicklung und Produktion. Intensive Kontakte zu Abnehmern bilden ein unverzichtbares Bindeglied zwischen dem Markt und

Hauptverwaltung: Julianaweg 12, 7078 AR Megchelen, Niederlande

Tillman. Auf diese Weise ist Tillman als unabhängiger Zusatz-

Tel.: +31 (0)315 - 377 541, Fax: +31 (0)315 - 377 577

mittelhersteller immer in der Lage, schnell und schlagfertig auf

E-mail: info@tillman.nl, Internet: www.tillman.nl

neue Bedürfnisse des Marktes zu reagieren.

Verkauf Österreich: +43 6763082960

BZ 21-17  
BZ 21-17