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Massive Chancen Die Weiterentwicklung von Ziegel und Beton verspricht eine starke Zukunft und viel Potenzial.

Stark gefragt Auslastung, Novitäten und der lange Schatten der Bauma­bestimmen das Geschäft mit Hochbaukranen.

bauzeitung Österreichische Post AG, WZ 02Z030718 W, Österr. Wirtschaftsverlag, Grünbergstr. 15, 1120 Wien, Retouren an Postfach 100, 1350 Wien

ÖSTERREICHISCHE

Nr. 13–14  |  20. 07. 18

Den Fortschritt erleben.


Den Fortschritt erleben.

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bauzeitung editorial

ÖSTERREICHISCHE

Ein Ende des Baubooms – und dann?

Simon Jappel

Ein Ende des europäischen Baubooms ist in Sicht – zwar noch nicht jetzt, aber in den nächsten zwei Jahren soll der Aufschwung wieder an Fahrt verlieren, so die gemeinsame Prognose von Forschungsinstituten aus 19 Ländern. Gründe dafür seien etwa gut ausgelastete Kapazitäten des Baugewerbes, die hohen Preise für Wohnimmobilien, aber auch wirtschaftspolitische Risiken wie der Brexit.

Sonja Meßner, Chefredakteurin

Was bedeutet das nun für die heimische Bauwirtschaft? Eigentlich könnte man fast froh sein, immerhin jammern Bauherren über zu wenig Angebote, Ausführende über zu wenig Ressourcen – sei es bei Bauprodukten oder Maschinen –, und Hersteller über fehlende Lkws, um die Produkte – sofern sie verfügbar sind – an den Mann respektive die Baustelle zu bringen. So könnte man vermutlich noch länger weitermachen. Eine leichte Entspannung würde allen nicht schaden, zumal sich die österreichische Baubranche von 2016 bis 2020 mit einem Wachstum von 24,6 Prozent über dem EU-Durchschnitt (+21,5 Prozent) entwickelt wird. Der drohende Rückgang könnte aber auch dazu führen, dass nun erst recht mit allen Mitteln und um jeden Preis um Aufträge gekämpft wird, denn wer weiß, was noch kommt. Davon profitiert jedoch mittelfristig niemand.

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4 Inhalt

Mit Leidenschaft bei der Sache: der neue Salzburger Landes­ innungsmeister Peter Dertnig im Antrittsinterview.

06

Wagrein Bau

B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Inhalt Aus der Branche Klischees aus den Köpfen | Der neue Salzburger Innungsmeister | 06 Talenteschmiede | Lehrlingswettbewerbe | 08 Freudenfeste | Umdasch feiert 150-jähriges Bestehen | 10 Flexible Verhärtung | Das neue Arbeitszeitgesetz | 12

Welcher Baustoff für welches Gebäude zum Einsatz kommt, hängt von zahl­ reichen Kriterien ab. Die Weiterentwick­ lung von Ziegel und Beton verspricht aber eine starke Zukunft.

Innung Der Kran als Besitzstörer? | Die Innung informiert | 17

26

Leitl

Planung & Ausführung Der doppelte Kindergarten | BIM-Gemeinde Schwoich | 18 Verschärfte Bedingungen | Gründungsarbeiten an der A 10 | 20 Kein Graben notwendig | Moderne Kanalsanierung | 21 Sanierung mit Weitblick | Sanierungsfahrplan entwickelt | 22

Fokus Massivbau Massive Chancen | Weiterentwicklungen der Baustoffe | 26 Innovationen für bessere Preise | Reinhold Lindner im Interview | 29

Hochbaukrane: Wie gut die Kran­ vermieter ausgelas­ tet sind, welche Novitäten heuer geboten werden und was der Marktführer auf der Bauma vorstellen wird.

Bond, Baukunst und Beton | 007 Elements | 30

34

Liebherr

Baumaschinen Stark gefragt | Der heimische Hochbaukranemarkt | 34

Service Neue Konstruktionsregeln | Holz- und Alu-Fenster | 38 Das neue Bundesvergabegesetz | Anwendbarkeit | 39 Wandlung eines Bauwerkvertrags | Was nun? | 40

Standards App der Ausgabe | 38

Kalender | 41

Marktplatz | 43

Impressum | 43

Feierabend | 42


Aus der Branche 5 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

HINSICHTLICH DER EHER GERINGEN ZAHL AN NUTZERN DES SANIERUNGSSCHECKS IN DEN LETZTEN JAHREN IST EINE AUFSTOCKUNG DES BUDGETS NICHT NOTWENDIG: 14 %

DIE THERMISCHE SANIERUNG IST EINE SACHE, ZUSÄTZLICH BRAUCHT ES ABER AUCH MEHR ANREIZE FÜR DIE VERWENDUNG ÖKOLOGISCHER BAUSTOFFE: 23 %

JA, FÜR EINE ANHEBUNG DER SANIERUNGSRATE BRAUCHT ES DEUTLICH MEHR BUDGET: 37 %

Nachgefragt KÜRZUNG DES FÖRDERVOLUMENS

Grafik: Cecile M. Lederer | butjabutja.com

Verhindert die Kürzung des Fördervolumens des Sanierungsschecks für die thermische Sanierung das Erreichen der Klimaziele?

DIE TATSACHE, DASS ES ÜBERHAUPT EINE NEUAUFLAGE DES SANIERUNGSSCHECKS GIBT, IST EIN POSITIVER SCHRITT DER BUNDESREGIERUNG: 26 %

Eine Frage, zwei Antworten WAS HALTEN SIE VON DER NEUAUFLAGE DES SANIERUNGSSCHECKS?

CLEMENS DEMACSEK, GESCHÄFTSFÜHRER GDI 2050

Förderkriterien entscheidend: Als der Sanierungsscheck 2011 mit einer jährlichen Dotierung von 100 Millionen Euro pro Jahr ins Leben gerufen wurde, war die Nachfrage enorm. Über die Jahre wurde das Förder­ volumen der sinkenden Nachfrage angepasst. 2018 sind es knapp 43 Millionen­Euro. Erfreulicherweise ist eine Verlängerung der Förderaktion für thermische Sanierungen auch im aktuellen Regierungsprogramm ­enthalten – dank einer Novelle des Umweltförderungsgesetzes wurde die ­Fördermöglichkeit für thermische Sanierungen auf die Jahre 2019 und 2020 verlängert. Damit der Sanierungsscheck weiter erfolgreich sein kann, muss er einerseits ausreichend dotiert werden. Dabei wäre es ein gutes Signal, wenn das Gesamtvolumen wieder höher angesetzt wird. Andererseits sollten­ auch die Förderbedingungen angepasst werden, damit ein echter Anreiz für möglichst viele klimawirksame Sanierungstätigkeiten gesetzt wird. Dabei sollten sich die Förderkriterien nicht an Spitzenstandards orientieren, die sich in der Praxis nur schwer amortisieren. Stattdessen sollte die Messlatte für den Sanierungsscheck ein Energieeffizienzniveau sein, bei dem sich die Sanierungsmaßnahme auch wirtschaftlich rechnet.

Schrotter

GDI 2050

Maßnahmenbündel gefragt: Die Neuauflage des Sanierungsschecks ist eine richtige und wichtige Maßnahme, um thermische Sanier­ ungen anzustoßen und damit den vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energieträger zu ermöglichen. Aber die für 2018 bereitgestellten 42,6 Millionen Euro sind bei weitem nicht genug. Es bedarf eines ganzen Bündels an Maßnahmen, um die Situation nachhaltig zu verändern und die Sanierungs­rate auf zwei oder mehr Prozent pro Jahr anzuheben. Ins­ besondere für den mehrgeschoßigen Wohnbau müssen konkrete steuerliche Anreize geschaffen und eine Änderung des Miet- und Wohnungseigentumsrechts umgesetzt werden, damit auch seitens der Immobilienbranche massiv in eine energieeffiziente Gebäudehülle investiert wird. Mustersanierungen haben schon bisher gezeigt, dass allein mit der ­thermisch optimal sanierten Gebäudehülle eine drastische Reduktion des Heizwärmebedarfs möglich ist. Daher sollte der Förder-Fokus in erster Linie hier liegen. Denn die umweltschonendste Energie ist immer noch die, die man erst gar nicht braucht.

HANS-WERNER FRÖMMEL, BUNDESINNUNGSMEISTER BAU


6 Aus der Branche B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Klischees aus den Köpfen Mit Leidenschaft bei der Sache ist der neue Salzburger Innungsmeister Peter Dertnig. INTERVIEW: SONJA MESSNER

V

iel zusätzliche Arbeit, unterschiedlichste Interessen der Mitglieder und oftmals wenig Dank – als Innungsmeister­ hat man es nicht immer leicht. Peter Dertnig hat nach dem Rücktritt von Johann Jastrinsky diese Funktion dennoch übernommen­– und zwar aus Leidenschaft und mit dem Wunsch, einiges zu bewegen.

Die Funktion des Landesinnungsmeisters bedeutet wahrscheinlich viel Arbeit und weniger Zeit für das eigene Unternehmen. War es für Sie dennoch eine einfache Entscheidung, sich dieser Aufgabe zu widmen? PETER DERTNIG: Ich habe mich natürlich im Vorfeld mit meiner Familie beratschlagt. Glücklich war sie anfangs nicht, da dadurch noch weniger Zeit für sie bleibt. Aber ich bin überzeugt, dass die Innungsarbeit wichtig ist und man für die Branche etwas bewegen­ kann. Auch wenn es immer wieder Kollegen gibt, die von der Wirtschaftskammer an sich nicht so viel halten, ist es meiner Meinung nach unverzichtbar, dass es Interessenvertretungen gibt. Denn sonst stehen wir Unternehmer alleine da und finden noch weniger­ Gehör bei der Politik. Mit meinen Geschäftspartnern habe ich natürlich ebenfalls vorab gesprochen, und da wir drei gleichberechtigte geschäftsführende Gesellschafter sind, wird auch unser Unternehmen­Wagrain Bau nicht darunter leiden. Was sind für Sie die dringlichsten Themen, die Sie im Rahmen Ihrer neuen Funktion angehen wollen? DERTNIG: Mein Vorgänger Hans Jastrinsky hat im vergangenen Jahrzehnt hervorragende Arbeit geleistet. Die laufenden Projekte werden wir natürlich fortführen, wie zum Beispiel den Forschungs­bereich. Auch das Image des Baumeisters und die Wahrnehmung der Bau-

Wagrein Bau

Seit Mai 2018 im Amt: Peter Dertnig ist Salzburgs Bau-Innungsmeister.

branche in der Öffentlichkeit wollen wir weiter stärken. Früher hieß es immer „der Bau ist der Motor der Wirtschaft“, dort wollen wir ­wieder hin. Wir müssen zeigen, dass der Bau ein stabiles Fundament bildet und extrem vielfältig ist. Woran wir außerdem arbeiten, ist ein Fachhochschulen-Studien­gang für Bauingenieurwesen in Salzburg. Sobald der Nachwuchs nach Graz, Wien oder auch Innsbruck zum Studieren gegangen ist, kommen davon nur noch wenige zurück. Es ist wichtig, Ausbildungsmöglichkeiten im eigenen Bundesland zu schaffen, damit uns der Nachwuchs erhalten bleibt. Das bringt mich gleich zum nächsten Thema, dem Fachkräftemangel. Wie sind Ihre eigenen Erfahrungen hinsichtlich Fachkräfte und Nachwuchs? DERTNIG: Fachkräfte sind Mangelware, auch in Salzburg – darüber braucht man nicht zu diskutieren. Die Ausbildung der ausländischen Fachkräfte sind häufig nicht auf unserem Niveau und auch PersonalLeasing ist nicht das Gelbe vom Ei. Wir versuchen deshalb, unsere Fachkräfte selbst auszubilden. In unserem Unternehmen sind wir seit der Jahrtausendwende von 70 auf circa 160 Mitarbeiter gewachsen – den Großteil davon durch Lehrlinge aus dem eigenen Unternehmen. Pro Jahr nehmen wir drei bis vier Lehrlinge auf – zum Teil müssen wir sogar einige ablehnen. Natürlich ist es auf dem Land etwas einfacher als zum Beispiel in Wien. Seit Jahren besuche ich mit der Salzburger­Lehrlingsexpertin Silvia Giritsch die dritten Klassen der Hauptschule Wagrain und erzähle den Jugendlichen vom Lehrberuf Maurer. Die wenigsten haben anfangs eine Vorstellung oder leider oft noch die falsche. Wie anspruchsvoll und vielseitig der Beruf ist und wie viel Know-how gefragt ist, überrascht viele, und meistens gibt es am Ende des Nachmittags ein paar Jugendliche, die im Anschluss in unser Unternehmen schnuppern kommen.


Aus der Branche 7 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

„Die meisten Jugendlichen haben von der Lehre am Bau noch völlig falsche Vorstellungen. Daran müssen wir arbeiten.“ PETER DERTNIG, LANDESINNUNGSMEISTER BAU SALZBURG

Diesen Ansatz verfolgen aber nicht alle Kollegen beziehungsweise haben nicht alle die Möglichkeit dazu. Was können Sie als Innungsmeister tun, um diese zu unterstützen? DERTNIG: Die Landesinnung Salzburg hat schon sehr viel getan, um den Nachwuchs für den Bau zu begeistern. Dadurch sind unsere Lehrlingszahlen in den vergangenen Jahren zum Teil sogar gestiegen­ beziehungsweise gleichgeblieben, was in Zeiten wie diesen auch schon eine sehr gute Leistung ist. Die Salzburger Landesregierung hat sich außerdem vorgenommen, in dieser Legislaturperiode das lehrlingsfreundlichste Bundesland zu werden – das werden wir voll und ganz unterstützen. Wir wollen aufzeigen, dass der Traum, einen Karriere­weg vom Lehrling zum Baumeister zu beschreiten, möglich ist. Mit einem meiner Partner hier im Unternehmen haben wir auch den besten Beweis. Auf Bundesinnungsebene wird außerdem gerade an der Neustrukturierung der Lehrlingsausbildung gearbeitet.­So soll durch neue Berufsbezeichungungen die Komplexität der Berufe am Bau besser dargestellt werden, damit die Klischees in den Köpfen der Jugend wegfallen. Auch wird die Digitalisierung in der Ausbildung eine größere Rolle spielen, deshalb sollen künftig alle Lehrlinge im zweiten Lehrjahr mit einem Laptop ausgestattet werden – finanziert von der Bundesinnung Bau –, um zum Beispiel das Werk- und Wochenbuch direkt am Laptop führen zu können. Apropos Digitalisierung – wie digital und BIM-affin sind Sie selbst in Ihrem Unternehmen? (BIM ist die Abkürzung für Building Information Modeling, Anm. d. Red.) DERTNIG: BIM wird und muss kommen, das ist keine Frage. Für den Baumeister birgt BIM die Herausforderung und auch die Chance, immer mehr zum Generalisten zu werden und die Schnittstellen zu betreuen. Wir im Unternehmen haben seit circa vier Jahren die Software dafür und beschäftigen uns mit diesem Thema – vor allem im Bereich der Massenermittlung. Da sich mit BIM jedoch andere Massen ergeben als bei der herkömmlichen Vorgehensweise, ist das Ganze noch eine Herausforderung. Dafür müssen auch neue Standards geschaffen werden. Deshalb hat die Bundesinnung Bau nun auch bei der Innovations- und Forschungsstelle Bau ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, um „alte“ und „neue“ Massen zu ver­gleichen. Ein immer wiederkehrendes Thema in der Baubranche sind die OIB-Richtlinien. Momentan werden diese überarbeitet. Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf? DERTNIG: Vor allem in den Bereichen Hygiene, Wärmeschutz und Barrierefreiheit täte man gut daran, die Vorschriften etwas zu lockern

oder zurückzunehmen, denn in der Praxis ist vieles so nicht realisierbar. Gleichzeitig bin ich aber auch der Ansicht, dass die geplante Überarbeitung mit Bedacht durchgeführt werden muss und nicht alles über den Haufen geworfen werden soll, denn gerade in der Baubranche können wir uns vor neuen Normen und Vorschriften kaum retten. Hier immer up to date zu sein ist für Planer und Ausführende fast unmöglich. Wie ist es um die Baukonjunktur im Bundesland Salzburg derzeit bestellt? DERTNIG: Uns geht es zurzeit sehr, sehr gut. In Salzburg haben wir allerdings auch das Glück, dass es uns immer gutgegangen ist. Vor allem Innergebirg (Pinzgau, Pongau, Anm. d. Red.) hat die Bauwirtschaft auch in Zeiten der Krise sehr vom Tourismus, konkret vom Bau und Ausbau der Sportwelt Ski amadé, profitiert. Der Seilbahnbau ist nach wie vor ein großer Treiber. In Salzburg-Stadt und Um­gebung boomt momentan wie überall der Wohnbau, und auch immer mehr Industriebau wird nachgefragt. Der Preis ist natürlich schon ein Thema, denn dieser hat sich noch immer nicht erholt. Wenn beispielsweise acht Unternehmen anbieten, wird es immer zwei geben, die den Preis drücken und sich dabei die Schädel einschlagen. Das wird sich auch so schnell nicht ändern. Salzburg hat eine neue Landesregierung, Österreich eine neue Bundesregierung – was wünschen Sie sich von den Verantwortlichen? DERTNIG: Wünsche sind schwierig. Es wird sich zeigen, ob die Politiker­– egal ob auf Landesebene oder Bundesebene – zu ihrem Wort und ihren Wahlversprechen stehen. In Kürze habe ich meinen Antrittsbesuch beim Salzburger Verkehrslandesrat Stefan Schnöll,­ um mich mit ihm unter anderem über den Ausbau beziehungsweise die Sanierung des niederrangigen Straßennetzes zu unterhalten. Weiters wird die Regierung sicherlich Maßnahmen setzen müssen, um die Klimaziele 2030 zu realisieren. Egal, ob es Wind­räder, Photo­ voltaikanlagen oder letztendlich wieder Wasserkraftanlagen werden – die Bauwirtschaft profitiert auf jeden Fall von deren Errichtung. 

  ZUR PERSON

BM Ing. Peter Dertnig Geboren 1961 in Wagrain, stieg Peter Dertnig 1980 ins Familienunternehmen W. Dertnig GmbH & CO KG ein, von 1987 bis 2005 führte er dieses als Geschäftsführer. Seit 2001 fungiert er mit mittlerweile zwei Partnern als geschäftsführender Gesellschafter der Wagrain Bau GmbH. ­ Dertnig wurde 2001 zum Vorsitzenden für die Lehrabschlussprüfung der Maurer und bautechnischen Zeichner bestellt und fungiert außerdem als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger.


Bauakademie Wien/Bernhard Wolf

Talenteschmiede In einigen Bundesländern stellte der heimische Nachwuchs der Maurer und Schalungsbauer sein Können unter Beweis.

B

ei den Lehrlingswettbewerben der Maurer in der ­Steiermark, Tirol, Wien, Kärnten, Nieder- und Oberösterreich mussten die Teilnehmer aufwendige Prüfungs­stücke in kürzester Zeit herstellen – hier war millimetergenaues und konzentriertes Arbeiten gefordert. Denn im Zuge der Beurteilung durch eine Fachjury zählt jeder Arbeitsschritt: von den ersten­Vor-

arbeiten bis zur Endkontrolle des maßgetreuen Mauerwerks oder Schalungsbaus. Außerdem mussten die Lehrlinge ihre Kenntnisse in Bautechnik, Fachrechnen und Fachzeichnen unter Beweis stellen oder auch Bautagesberichte führen. Die Besten der Besten werden im Oktober 2018 voraussichtlich um den Titel des Bundesjungmaurer rittern. 

SCHALUNGSBAUER

Bauakademie Wien / Bernhard Wolf

Bauakademie Wien / Bernhard Wolf

Bauakademie Wien/Bernhard Wolf

1. Platz: Alexander Kernbauer und Thomas Pritz (Strabag AG). 2. Platz: Nicolas Brauchart und Michael Rat (Porr Bau GmbH). 3. Platz: Lorenz Stöger und Marcel Mader (Leyrer + Graf Bau GmbH).

FACHVERBAND DER BAUINDUSTRIE

1. Platz: Markus Rohrweck (Swietelsky Bauges. m. b. H.). 2. Platz: Raphael Wielander (Leyrer + Graf Bau GmbH). 3. Platz: David Friedl (Habau Hoch-und Tiefbauges. m. b. H.).

WIEN

1. Platz: Adrian Breiter (Dipl.-Ing. Wilhelm Sedlak GmbH). 2. Platz: Bernhard Pölz (Baumeister Rudolf Denk GmbH). 3. Platz: Mihajlo Jovanovic (Dipl.-Ing. Wilhelm Sedlak GmbH).


Aus der Branche 9 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

STEIERMARK

Bauakademie NÖ / Paul Plutsch

Bauakademie Kärnten / Fritz Press

Bauakademie Steiermark / Helmut Lunghammer

1. Platz: Michael Hofer (Pierer Baumaschinen­ – Schalungen GmbH). 2. Platz: Sebastian Friedl (Lutter­ schmied Bau und Planungs GmbH). 3. Platz: Gernot Ernst Huber (Karl Puchleitner Bau GmbH).

KÄRNTEN

NIEDERÖSTERREICH

TIROL

OBERÖSTERREICH

1. Platz: Mathias Unterberger (Stöckler Bau GmbH). 2. Platz: Thomas Salzer (Schiller Ges. m. b. H.). 3. Platz: Markus Fuchslueger (Spreitzer Ges. m. b. H.).

Bauakademie OÖ

Bauakademie Tirol

1. Platz: Kevin Arrich (Seiwald Bau). 2. Platz: Lukas Edlinger (Bau Rainer). 3. Platz: Andreas Koch (Aschenwald Bau).

1. Platz: Daniel Indrist (Ing. Hans Bodner BaugmbH & Co KG). 2. Platz: Johannes Harlander (Hörfarter Bau GmbH). 3. Platz: Sandro Hackl (Dipl.-Ing. Kern GmbH).

1. Platz: Thomas Buchmaier (Hehenberger Bau GmbH). 2. Platz: Daniel Johannes Kapplmüller (Krückl BaugesmbH & Co KG). 3. Platz: Christoph Großbichler (Lagerhaus Bau GmbH).


10 Aus der Branche B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Freudenfeste Umdasch feiert 150-jähriges Bestehen und ­Schalungstochter Doka hat ein Rekordumsatzjahr zu vermelden. TEXT: SONJA MESSNER

Umdasch und das Tochterunter­nehmen Doka feierten­Mitte Juni 150-Jahr-Jubiläum und luden zu den Tagen der offenen Tore.

Produktvorführungen im Rekordtempo zeigten Österreichs ­Betonbau-Weltmeister.

G

erade mal rund ein Prozent aller Unternehmen weltweit knacken die 100-Jahr-Grenze ihres Bestehens. Der niederösterreichische Schalungstechnik- und Ladenbaukonzern Umdasch legt 2018 noch mal 50 Jahre drauf und feierte Mitte Juni mit einem Galaabend und zwei Tagen der offenen Tore für ­Kunden, Mitarbeiter und Neugierige sein 150-jähriges Bestehen. Über 25.000 Besucher begaben sich auf Entdeckungs- und Erkundungsreise. Per Bus konnte auf dem riesigen Areal unter anderem die Produktion der Doka-Produkte besichtigt werden. Ein Riesenrad, Musik, ­Produktshows und ein Kasperltheater für die Kleinen sorgten außerdem für Unterhaltung. Eigentümerin Hilde Umdasch über das Jubiläum: „Ein Unter­nehmen, das seit vier Generationen geführt wird, ist nicht selbstverständlich. Ein besonderer Geist ist im ganzen Unternehmen spürbar. Die gute Zusammenarbeit würde ohne die besondere Wertschätzung gegenüber und unter den Mitarbeitern, trotz verschiedener Kulturen, nicht funktionieren.“

Weltweit erfolgreich

Doka (3)

Die Umdasch Group ist mit ihren Unternehmen Doka, umdasch The Store Makers und Umdasch Group Ventures in rund 70 Ländern an mehr als 170 Standorten tätig. Alfred Umdasch ergänzt: „Das Unternehmen hat in den letzten 40 Jahren einen starken inter­nationalen Touch bekommen, allerdings ist man mit dem Mostviertel immer noch stark verbunden. Die Mostviertler sind gut ausgebildet, bodenständig, treu und offen. Die nachhaltige Unternehmenskultur und die hohe Qualität der Produkte haben zu dem heutigen internationalen Ruf beigetragen.“ Auch die Eigentümer Hilde und Alfred Umdasch nutzen die Gelegen­ heit, um Kunden & Partnern zu treffen.

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Starkes Wachstum Neben dem 150-jährigem Bestehen gab es aber auch noch anderen Grund zu feiern, konnte doch das Geschäftsjahr 2017 positiv abgeschlossen werden. Die Umdasch Group ist 2017 gegenüber dem ­Vorjahr deutlich gewachsen und sieht sich auch heuer auf Erfolgskurs. Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich im Vorjahr um mehr als zwölf Prozent auf 1,44 Milliarden Euro, das Ergebnis vor ­Steuern kletterte um 27 Prozent auf 117 Millionen Euro. Die Schalungs­ tochter Doka verzeichnete 2017 mit einem Wachstum von knapp 17 Prozent in E ­ uropa und sieben Prozent in Overseas­(währungs­ bereinigt neun Prozent) ein Rekordumsatzjahr. Das spiegelt auch die Auslastung der Produktionen in Amstetten und in der Slowakei, die ihre Leistung um fast 18 Prozent steigern konnten, wider. Die Erlöse von Doka liegen bei 1,19 Milliarden Euro. Für 2018 lassen die ersten sechs Monate auf ein ähnlich positives Ergebnis für den Konzern schließen. 


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12 Aus der Branche B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Flexible Verhärtung Der Beschluss des neuen Arbeitszeitgesetzes durch die Bundesregierung stößt auf Freude bei den Unternehmern, aber auf wenig Gegenliebe bei der Gewerkschaft. TEXT: CHRISTOPH HAUZENBERGER

A

Parlamentsdirektion / Christian Hikade

nfang Juli hat die Bundesregierung das neue Arbeitszeitgesetz beschlossen. Ab 1. September 2018 ist nun rechtlich eine Ausweitung der Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden pro Tag oder 60 Stunden pro Woche möglich. Von einer „Win-win-Situation“ sowie einem „guten, ausgewogenen Gesetz für beide Seiten“ spricht die Regierung, die Opposition hingegen sieht es als „massivste Verschlechterung seit drei Jahrzehnten“. Den Baufirmen könnte das neue Gesetz in die Karten spielen, der Ruf nach einer Arbeitszeit­ flexibilisierung wurde über die vergangenen Jahre immer lauter. Trotzdem sind die langfristigen Auswirkungen kaum abzuschätzen.

Details und mehr Stunden Im neuen Arbeitszeitgesetz wurde festgelegt, dass „die wöchent­ liche Normalarbeitszeit (...) bis auf 60 Stunden, die tägliche Normal­ arbeitszeit bis auf zwölf Stunden ausgedehnt werden“ kann. Dies gilt aber auch nur dann, „wenn der Kollektivvertrag oder die Betriebsvereinbarung dies zulässt“. Gleichzeitig darf aber weiter­hin die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48 Stunden nicht überschritten werden. Dies ist gängiges EU-Recht, wobei der Durchrechnungszeitraum kollektivvertragsabhängig ist, aber maximal ein Jahr beträgt. Außerdem sollen bis zu viermal jährlich Ausnahmen von der Wochenend- und Feiertagsruhe möglich sein. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die erweiterte Ausnahme vom Arbeitszeitgesetz. Schon immer konnten leitende Angestellte von diesem ausgenommen werden, nach dem neuen Gesetz wird diese Ausnahme auf „Arbeitnehmer mit maßgeblich selbstständiger Entscheidungsbefugnis“ ausgeweitet, was viel Interpretationsspielraum zulässt und zu rechtlichen Unsicherheiten führen könnte.

Harte Fronten Gerade die ersten Regelungen könnten für viele Baufirmen Spielräume eröffnen, vor allem wenn es darum geht, Projekte zeit­ gerecht fertigstellen oder durch Schlechtwetter „verlorene“ Bauzeit wieder gutzumachen zu können. Viele Bauunternehmer zeigen sich mit dieser Maßnahme zufrieden, schließlich fordert man schon länger eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten. „Damit sind wir auf dem Weg zu zeitgemäßen Rahmenbedingungen und lockern bei der Arbeitszeit das in Österreich häufig zu enge Reglementierungskorsett“, ist auch WKÖ-Präsident Harald Mahrer erfreut. „Es erlaubt die nötige Flexibilität, um auf die immer volatiler werdende Auslastung in den Unternehmen zu reagieren.“ Doch trotzdem gilt es auch hierbei, vorsichtig zu sein, wie An­dreas Huss, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz Salzburg, festhält. „Wenn der beschlossene Zwölf-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche mit 1. September 2018 in Kraft treten, wird

Das von der Bundesregierung beschlossene Arbeitszeitgesetz stößt nicht nur auf Freude in der Baubranche.

es nur einen Gewinner geben“, ist sich Huss sicher, „und der heißt Industrie – im Falle der Baubranche die Bauindustrie. Denn nur sie kann die Vorteile dieses Gesetzes strategisch voll nutzen.“ Durch den wechselnden oder ergänzenden Einsatz von Eigen­personal, Leiharbeitern und Arbeitnehmern aus ausländischen, möglicherweise sogar konzerneigenen Subunternehmen könnte die Industrie­ ohne Mitsprache des Betriebsrats, des Arbeitsinspek­torats oder eines Arbeitsmediziners wahlweise und flexibel wechselnd Personal einsetzen und mit diesem die volle Bandbreite des nun gültigen Arbeitszeitgesetzes ausnutzen, befürchtet die Gewerkschaft. Außerdem könnte das Gesetz so zu einem Arbeitszeitwettbewerb führen, der ausschließlich zulasten des Baugewerbes und seiner­ Beschäftigten­gehen wird.

Gemeinsam? Eher nicht Auch die Art und Weise, wie das Gesetz beschlossen worden ist, könnte noch für längere Zeit Wellen schlagen, als es vielen Unternehmern momentan bewusst ist. Zwar konnte durch die kurzfristige Einbringung der Bundesregierung per Initiativantrag ein großer gemeinsamer Protest seitens der Arbeitnehmer verhindert werden, dennoch fielen vor allem die verbalen Angriffe der Gewerkschaft heftig aus. So wurden zwei Fronten gebildet, die aktuell gemeinsam nicht so schnell auf einen grünen Zweig kommen werden. Und genau das könnte sich mittelfristig negativ­ auswirken, denn die nächsten Kollektivvertragsverhandlungen stehen vor der Türe. Die Aussage, man werde sich die verlorenen Privilegien im Zuge der Verhandlungen wieder zurückholen, klingt im besten Falle wie ein Versprechen. 


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14 Aus der Branche B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

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SKY CITY. HONGKONG, CHINA

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Auf einer Fläche von mehr als 25 Hektar und einer Brutto­ geschoßfläche von 350.000 Quadrat­ metern wird zwischen 2023 und 2027 die Sky City am Hongkonger Flughafen entstehen. Für die Planung zeichnet sich das Büro Lead 8 verantwortlich, das von der New World Developement Company als führender Design­ architekt ausgewählt wurde.

Auf Expansionskurs

A N S I C H T S S AC H E

„Ein letzter Rock'n' Roll"

Der Fachseminaranbieter ARS übernimmt das ­Ausbildungsinstitut NimmerrichterKurse.

M

it der Übernahme von NimmerrichterKurse erweitert die ARS ihr Fortbildungsangebot für die Bauwirtschaft. Baufachleute können sich in Zukunft bei der ARS auf die Befähigungs­ prüfungen zum Bau- und Holzbaumeister vorbereiten und sich für ihre Berufspraxis rüsten. NimmerrichterKurse konnte sich mit den Vorbereitungskursen zur Baugewerbeprüfung, die seit über 70 Jahren­angeboten werden, als wichtiges Ausbildungsinstitut für die Baubranche etablieren. „Mit Nimmerrichter haben wir einen jahrzehntelangen Spezialist in der Weiterbildung für Baufachleute gewonnen. Generationen von Baumeistern haben sich dort weitergebildet“, so Susanne Heidrich, ARS-Geschäftsführerin. Mit der Übernahme von NimmerrichterKurse gründete die ARS gleich­ zeitig die ARS SchulungsgmbH.

JOHANNES KOPF, AMS-VORSTAND

ARS

AMS/Spiola

Der Chef des IHS Martin Kocher sprach letztens davon, dass sich die aktuelle Hochkonjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2018 etwas abkühlen wird, derzeit aber konjunkturell noch „ein letzter Rock´n´Roll“ getanzt wird. Bleibt man in diesem blumigen Bild, lässt sich der aktuelle Rückgang an arbeitssuchenden Menschen durchaus als akrobatische Einlage bezeichnen. So sank Ende Juni die Anzahl der beim AMS als arbeitslos oder in Schulung registrierten arbeitssuchenden Menschen um fast 34.000 Personen bzw. 9,1 Prozent. In fünf Bundesländern reduzierte sich die Zahl der vor­ gemerkten Personen um mehr als 10 Prozent, besonders applauswürdig ist diesmal der Rückgang in Tirol mit einem Minus von mehr als 18 Prozent. Überdurchschnittliche performten vor allem die stark von der Konjunkturentwicklung beeinflussten Branchen: So waren in der Bauwirtschaft Ende Juni 2018 -15,8 Prozent weniger ­Personen arbeitslos vorgemerkt. Ein Plus von rund 30 Prozent bei den offenen ­Stellen und österreichweit mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchene zeigen, dass trotz der ­prognostizierten Wachstumsverlangsamung ­weiterhin steigende Chancen für Arbeitssuchende vorhanden sind.

ARS hat das ­Ausbildungsinstitut Nimmerrichter­ Kurse übernom­ men.


Aus der Branche 15 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Software-Zukauf

Neues Gesetz soll schnellere Verfahren ermöglichen.

ZIMA

Dauerhaft grünes Licht Claudio Kohler übernimmt mit Herwig Bertsch die Geschäftsleitung der Zima Wohn Baugesellschaft. Die beiden langjährigen Mitarbeiter folgen auf Karlheinz Steiner, der nach 30 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand tritt.

er Entwurf des umstrittenen Standortentwicklungsgesetzes ist in Begutachtung. Sogenannte standortrele­vante Bauprojekte sollen mit dem neuen Gesetz schneller genehmigt werden können. Zudem sollen Vorhaben automatisch abgesegnet werden, wenn das Umweltverträglichkeitsprüfverfahren zu lange dauert, auch ohne Abschluss. Laut Gesetzesentwurf ist eine Beschwerde gegen die Genehmigung eines standortrelevanten Vorhabens zwar zulässig, „der mögliche Beschwerdegegenstand ist aber eingeschränkt“, heißt es in den Erläuterungen des Wirtschaftsministeriums. Danach ist eine solche nur möglich, wenn es sich um eine Rechtsfrage mit grundsätzlicher Bedeutung handelt. Die Entscheidung, ob ein standortrelevantes Vorhaben vorliegt, trifft die Regierung letztendlich selbst. Die Wirtschaft jubelt über die beschlossenen Eckpunkte, NGOs und Juristen zweifeln an der rechtlichen Zulässigkeit.

Implenia

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AUSWEITUNG Die Nevaris Bausoftware GmbH hat die 123erfasst.de GmbH aus Lohne übernommen. Die gleich­namige App zur Zeiterfassung und Projektdokumentation auf der Baustelle ist die meistgenutzte Anwendung von mobilem Baustellen­ management in Deutschland.

Wachstumsstärke AUSBAU Die Kärntner Wietersdorfer hat ihre Beteiligung am slowenischen Unternehmen Calcit, einem Hersteller für Pigmente und Füllstoffe aus Kalziumkarbonat, auf 50 Prozent ausgebaut. Somit halten nun die Wietersdorfer Holding und das slowenische Unternehmen CHL d.o.o. je 50 Prozent.

Übernahme André Wyss übernimmt die Nachfolge von Anton Affentranger. Das ehemalige NovartisUrgestein wird damit ab 1. Oktober neuer Konzernchef der Implenia.

WOHNBAU Die Hallmann Holding International Investment GmbH, in 100-prozent­ igem Eigentum von Klemens Hallmann, hat die restlichen 53 Prozent an der Süba AG übernommen. Er ist somit Einzelaktionär­ des Bauträgers.

Den aktuellen Megatrends im Facility-­ Management widmet sich der FM-Day 2018.

E

in Tag im Jahr, an dem Querdenken im Facility-Management erlaubt ist“, so beschreibt Reinhard Poglitsch, IFMA-AustriaPräsident, den FM-Day, der dieses Jahr bereits zum vierten Mal stattfinden wird. Unter dem Motto „Mehrwerte schaffen, Mehrwerte begeistern“ werden sich am 26. September zahlreiche Teilnehmer sowie nationale und internationale Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis in den Räumlichkeiten des Park Hyatt Vienna mit aktuellen Megatrends rund um das Facility-Management und darüber hinaus beschäftigen. „Die aktuellen Megatrends beeinflussen mehr denn je das Facility-Management, bieten jedoch auch die Chance, die FM-Branche auf das nächste Level zu bringen“, ist sich Manuel Radauer, IFMA-Austria-Vizepräsident sicher. Klar erkennbar sei in diesem Zusammenhang ein deutlicher Per-

Martin Zagler, GF der Soluto Vertriebs GmbH, mit den Verantwortlichen der IFMA Austria: Doris Bele, Peter Kovacs, Reinhard Poglitsch und ­Ma­nuel­ Radauer (v. l.).

spektivenwechsel von Facility-Management als ­Leistungsbringer hin zur strategischen Managementdisziplin, in der der Mensch und die Mitarbeiter immer stärker in den Fokus des Geschehens rücken würden. „Das diesjährige Motto soll deshalb vor allem einen Brückenschlag zwischen Mehrwerten von Facility-Management ­ und den positiven Auswirkungen auf den Faktor Mensch deutlich machen“, so Radauer. Details bezüglich der Anmeldung finden Sie unter www.fm-day.at.

IFMA Austria

Trendsetter


16 Aus der Branche

Das Qualitätszerti­fikat DGNB von ÖGNI weiterentwickelt.

Die Kammer der Ziviltechniker für Wien, Niederösterreich und Burgenland hat mit Erich Kern einen neuen Präsidenten. Das Amt des Vizepräsidenten wird Bernhard Sommer bekleiden .

D

In der Bauakademie Oberösterreich bereiteten sich 43 Fachkräfte auf die Euro Skills 2018 vor.

Siegerkurs Team Austria startete in einen intensiven Trainingssommer.

D Sandvik

ie ÖGNI definiert erstmals Standards zur Messung der sozialen Nachhaltigkeit von Gebäuden. Die Bewertungskriterien lassen sich in drei Schwerpunkte einteilen: Einerseits müssen moderne Gebäude ein hohes Maß an Flexibilität aufweisen, um sich zukünftigen Entwicklungen der Technologie anpassen zu können. Andererseits ist nur ein betriebenes Gebäude lebendig und damit sozial nachhaltig. Gerade in kleinen Wohneinheiten ist es wichtig, dass das Angebot an großzügigen, betreuten Gemeinschaftsflächen, die professionell betrieben werden, besteht. Der dritte Schwerpunkt umfasst die ganzheitliche Quartiersbetrachtung. „Gerade im Wohnbau sehen wir noch großen Handlungsbedarf hinsichtlich sozialer Nachhaltigkeit von Gebäuden“, sagt Andreas Köttl, Präsident der ÖGNI. „Darum haben wir das Ziel, Bewertungskriterien der sozialen Nachhaltigkeit in das ÖGNI- und DGNB-Zertifikat einfließen zu lassen.“

WKÖ / Skills Austria

Messbar machen

ZT-Kammer

B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Friedrich Hirtler ist neuer Geschäftsführer der Sandvik Mining and Construction Central Europe GmbH. Er gehört auch dem Managementteam für Nordeuropa an und berichtet an Ulf Johansson, Vice President Sales Area Northern Europe.

ie Bauakademie Oberösterreich war der traditionelle Schauplatz für das zweite Teamseminar für die Euro Skills 2018 in Budapest des Teams Öster­reich. Unter der Regie von Teamleitern und Sportwissenschaftlern durchliefen die Teilnehmer ein intensives Trainingsporgramm und schworen sich bei diversen Team-Building-Aktivitäten auf die Berufs-Europameisterschaften ein. Das Highlight des Seminars war der Besuch einer Delegation aus Russland, für die neben einem Besuch des Wifo OÖ auch eine Flaggenzeremonie im Rahmen des Teamseminars geboten wurde.

Der digitale Zwilling kommt, das steht außer Frage. Nur wann, das steht noch in den Sternen.

U

nter dem Motto „Digitale Lösungen im Lebenszyklus von Bauwerken“ versammelten sich rund 70 Personen im Rahmen der Mitglieder und Interessenveranstaltung der IG Lebenszyklus Bau in den Räumlichkeiten des Innovation Hubs Wexelerate. Vor allem der hochkarätig besetzte Bauherren-Talk in Sachen digitale Brennpunkte aus Bauherrensicht war für die Teilnehmer von besonderem­ Interesse. Die Diskutanten rund um Christoph Achamer, ATP Architekten Ingenieure, Christoph Weingrill, BIG, Claus Stadler, UBM, Herbert Hetzl, Bauconsult Group, und Erich Kotroczo, Side, waren sich einig: Es liege vor allem an den Bauherren, den digitalen ­Zwilling verstärkt einzufordern, denn im Moment ist man von diesem noch meilenweit entfernt. Christoph Achamer sah im Zusammenhang damit vor allem kulturelle und intellektuelle Probleme.

Das hochkarätige Podium des Bau­ herren-Talks sah vor allem Bauherren in der Verantwortung, den digitalen Zwilling vermehrt einzufordern.

„Natürlich gibt es auch technische Probleme, aber die Hauptproblematik liegt in der Art und Weise der kreativen Zusammenarbeit, des gegenseitigen Miteinanders und der Akzeptanz der unbedingten Transparenz in unserer Branche.“ Zudem sehe man schon in drei bis fünf Jahren einen „Bau-Uber“ auf die Branche zukommen. „Wir gehen davon aus, dass es in den nächsten Jahren zu einer ­Disruption kommen wird, dass wesentlich andere Player auftauchen werden, die unsere Branche beeinflussen werden“, ist sich ­Herbert Hetzl sicher.

IG Lebenszyklus

Digitale Brennpunkte


OFFIZIELLE INFORMATIONEN DES BAUGEWERBES

Innung 17

B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Der Kran als Besitzstörer? Wer baut, läuft mitunter Gefahr, wegen Besitzstörung belangt zu werden. Während dies bei Übertretung von nachbarschaftlichem Grund und Boden offenkundig ist, denkt man beim Kranschwenk in luftigen Höhen womöglich nicht gleich daran. TEXT: THOMAS MANDL, GESCHÄFTSSTELLE BAU

Die Problematik Familie Muster möchte ein Haus bauen. Sie engagiert einen Baumeister für dieses Projekt. Mit erteilter rechtskräftiger Baubewilligung erfolgt der Spatenstich, und die Bauausführung beginnt. Doch mit der ersten Drehung des für den Hausbau aufgebauten Krans bekommt die Baufirma eine Besitzstörungsklage vom Nachbarn der Familie Muster zugestellt. Was ist passiert? Der Kranführer hat beim Schwenken des Krans eine zwar nicht sichtbare, aber dennoch reale Grenze überschritten. Gemäß § 297 ABGB gehört nämlich auch der Luftraum, der sich in senkrechter Linie über einem Grundstück befindet, zu der Liegenschaft. Deshalb ist der Nachbar, über dessen Luftraum der Kran schwenkt, grundsätzlich dazu berechtigt, diesen fremden Eingriff in sein Eigentum mittels Besitzstörungs- oder Eigentumsfreiheitsklage abzuwehren.

Die gute Nachricht Diese Problematik führte dazu, dass die Landesgesetzgeber ihre Bauvorschriften

dahingehend ausgestaltet haben, dass die jeweilige Baubehörde die Zulässigkeit der Inanspruchnahme angrenzender Grundstücke mittels Beschluss verfügen kann. Unabhängig von der teilweise unterschiedlichen Betitelung regeln alle neun Bauordnungen grundlegend das Gleiche: die vorübergehende Benützung einer fremden Liegenschaft, die der Liegenschaftseigentümer auch zu dulden hat. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die Benützung notwendig ist, also die Bauausführung ansonsten gar nicht oder nur mit unverhältnismäßigem (Kosten-)Aufwand möglich wäre. Freilich bleibt dem Liegenschaftseigentümer der Anspruch auf Schadenersatz, wenn ihm durch die Duldung der Inanspruchnahme seines Grundstücks ein solcher entsteht. Durch diese Kombination an Regelungen ist gewährleistet, dass ein Interessenausgleich zwischen dem Bauherrn und seinem Grundstücksnachbarn stattfindet.

Bescheid erforderlich Im Idealfall holt der Bauherr beziehungsweise die Baufirma die Erlaubnis, das Nachbargrundstück nutzen zu dürfen, vorab direkt vom Nachbarn ein, indem man ihn einfach danach fragt und sich seine Zustimmung bestätigen lässt. Ist mit einem Nachbarn eine zivilrechtliche Vereinbarung schon im Vorhinein aussichtslos, muss sich der Bauherr bzw. die Baufirma schon im Baubewilligungsverfahren ein Recht auf Inanspruchnahme des nachbarlichen Grundstücks einräumen lassen. Diesen öffentlichrechtlichen Anspruch legt die jeweilig zuständige Baubehörde mit Bescheid fest. Nach Rechtskraft dieses Bescheids kann gefahrlos mit dem Bau begonnen

Thinkstock

W

o gebaut wird, stehen (oftmals) Krane. Turmdrehkrane sind als wertvolle Hebemaschinen auf Baustellen kaum wegzudenken. Sie verladen Lasten sowohl vertikal als auch horizontal, sind schnell zu montieren und transportieren. Doch ihre Nutzung birgt auch juristische Risiken. Denn ragen sie – unabhängig davon, ob mit Auslege-, Schwenkarm oder Ausgleichslast – in nachbarlichen Grund, so stellt dies grundsätzlich eine Besitzstörung dar und kann vom jeweiligen Grundeigentümer mit zivilrechtlichen Abwehrmechanismen wie der Besitzstörungs- oder Eigentumsfreiheitsklage bekämpft werden.

werden, da diese behördliche Entscheidung die Besitzstörung insofern neutralisiert, als die tatbestandsmäßige Eigenmacht der Besitzstörung nun nicht mehr gegeben ist. Schwenkt man Krane ohne vorige Einwilligung des Nachbarn oder ohne entsprechenden Bescheid über dem Nachbargrundstück, besteht die Gefahr, dass der Hausbau durch eine Besitzstörungs- oder Eigentumsfreiheitsklage des Nachbarn gebremst wird und sich schmerzlich verteuert.


18 Planung & Ausführung

AGA Bau (2)

B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Der Kindergarten steht schon vor dem Spatenstich fixfertig da − als digitales Abbild.

Der doppelte Kindergarten In der Tiroler Gemeinde Schwoich entsteht ein neuer Kindergarten nach neuesten digitalen Methoden und unter Begleitung der Universität Innsbruck. TEXT: CHRISTOPH HAUZENBERGER

Kompetenz und Verantwortung „Die Gemeinde Schwoich wächst, darum ist es für uns nur logisch, dass im Bereich der Bildungseinrichtungen etwas passieren muss“, erklärt der Schwoicher Bürgermeister Josef Dillersberger. „Dabei ist es als öffentlicher Auftraggeber wichtig, Kostensicherheit zu haben und dabei das optimale Ergebnis für alle an der Nutzung beteiligten Personen zu erzielen.“ Deswegen habe man sich beim Bau des neuen Kindergartens für eine Umsetzung mit BIM entschieden und sich mit der AGA-Bau-Planungs GmbH einen Generalplaner mit internationaler Erfahrung für die Umsetzung des Projekts mit einem Volumen von 3,5 Millionen Euro ins Boot geholt. „Mit der AGA-Bau haben wir einen kompetenten Partner an der Hand, dessen bereits realisierte internationale Projekte zeigen, worauf wir uns freuen können“, so Dillersberger weiter.

„Der Mehrwert von BIM liegt darin, dass viel mehr Daten als bei einer normalen Planung zur Verfügung stehen und damit alle Gewerke am Bau mit genaueren Informationen ausgestattet werden können“, erklärt Adriane Gasteiger, BIM-Baumeisterin bei AGA-Bau. „Es entsteht ein Datenmodell mit einer zeit-, kosten- und lebens­ zyklusorientierten Methodik. Anpassungen erfolgen direkt im Datenmodell und werden in allen Projektablaufstufen berücksichtigt.“ Man kann also sagen, dass der Kindergarten zweimal gebaut wird – als digitales Modell, auch digitaler Zwilling genannt, und in der realen Form. Dadurch kann die optimale Kosten- und Zeitkontrolle für die Gemeinde als Bauherr gewährleistet werden. Die Baufortschritte und der Status können für alle Gewerke jederzeit abgefragt werden. Gleichzeitig werden die jeweiligen Bau- und Handwerksbetriebe bei dem Planungsprozess von Beginn an integriert. „Der große Mehrwert in der derzeitigen Planungsphase ist, dass alle Innenräume bereits erlebbar sind“, so Anton Rieder, Landes­ innungsmeister Tirol. „Damit können die Kindergarten­pädagogen schon jetzt die Planung perfektionieren.“

„Anpassungen erfolgen direkt im Datenmodell und werden in allen Projektablaufstufen berücksichtigt.“ ADRIANE GASTEIGER, AGA-BAU-PLANUNGS GMBH

AGA-Bau

D

as Bauen der Gegenwart verändert sich in großen Schritten. Ein wesentlicher Punkt dabei ist der Prozessablauf, von der Planung bis zur Fertigstellung, der im System Building Information Modeling (BIM) von der Darstellung bis zur Realisation umgesetzt werden kann. Auch Gemeinden entscheiden sich immer öfter für die Umsetzung öffentlicher Projekte mit BIM, so auch die Tiroler Gemeinde Schwoich beim Neubau des Kindergartens, die bei der Präsentation des Projekts die geladenen Gäste mit einem digitalen Rundgang im zukünftigen Kindergarten überraschte.


Planung & Ausführung 19 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Schon in der jetzigen Planungs­ phase können die Kindergarten­ pädagogen die Planung der ein­ zelnen Bereiche perfektionieren und auch „real“ erleben.

Mehr als nur ein Bauprojekt Doch der neue Kindergarten soll nicht nur seine zukünftigen jungen Besucher täglich zufriedenstellen, er dient gleichzeitig auch als Studienobjekt. Der gesamte Bauprozess wird von der Universität Innsbruck im Rahmen mehrerer Studien begleitet und wird sowohl den Studierenden als auch der BIM-Arbeitsgruppe als Praxis­beispiel dienen. „Gerade das Thema BIM lebt von der Verbindung mit der Praxis, Forschung im Elfenbeinturm ist hier nicht zielführend“, erklärt Georg Fröch, Assistent im Arbeitsbereich für Bau­betrieb,

Bauwirtschaft und Baumanagement der Universität. Folglich freut man sich sehr darüber, das Projekt mit Masterarbeiten zu Themen wie Brandschutzplanung und Qualitätskontrolle in Verbindung mit BIM begleiten zu können. Ebenso ist eine Dissertation bezüglich der Prozessgestaltung geplant sowie ein Schwerpunkt zum Komplex Digitalisierung und KMUs. Weiters ist der Kindergarten ein Realprojekt für die Bauinnung, die bereits seit längerem das digitalisierte BIM-System am Bau österreichweit lanciert und den Fortschritt am Bau unterstützt. 

27.9.Š14.10.2018

Die Su mpfkroten

Auf der Kaiserwiese beim Wiener Prater Ein unvergesslicher Abend mit Ihren KundInnen und MitarbeiterInnen!

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20 Planung & Ausführung B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Verschärfte Bedingungen Für die A 10 Tauernautobahn benötigte man bei Reitdorf neue Lärmschutzwände. Die Gründung dafür realisierte Bauer Spezialtiefbau. TEXT: MARKUS DOLP

I

m Zuge der Umweltentlastungsmaßnahmen für die A 10 Tauernautobahn bei Reitdorf beauftragte die Asfinag Bau Management GmbH das Bauunternehmen Haider & Co mit der Errichtung neuer Lärmschutzwände. Die Pfahlgründungsarbeiten übernahm Bauer Spezialtiefbau als Subunternehmer. Von August bis Oktober 2017 und von März bis April 2018 stellte Bauer Spezialtiefbau im Bereich der gekrümmten Lärmschutzwände LSW 3 und LSW 6 etwa 7.000 Meter verrohrte Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 620 Millimeter her. Im Gebiet der Gewässerschutzanlage Knoten Ennstal und unterhalb bestehender Hochspannungsleitungen im Bereich der Lärmschutzwand LSW 3 brachte Bauer etwa 2.200 Meter Duktilpfähle mit einem Nennaußendurchmesser von 118 x 9 Millimeter ein. Im gesamten Baubereich fanden sich verschiedene geologische Schichten: die oberflächennahe, mehrere Meter starke Dammschüttung, bestehend aus locker gelagerten, teilweise steinigen, schwach schluffigen Kiesen. Der unterhalb dieser Schicht befindliche Talschotter des Ennstals in Form von Schwemmkiesen und Schwemmsandlagen mit lockerer bis vorwiegend mitteldichter Lagerung und das im Bereich der Lärmschutzwand LSW 6 Richtung Salzburg nahe der Geländeoberfläche befindliche Festgestein in Form von Phylliten­ bzw. Grünschiefern der Grauwackenzone. Aufgrund der geringen Lagerungsdichten in der Dammschüttung wurde eine „schwimmende Pfahlgründung“ in den Kiesen des natürlichen Untergrunds ausgeführt, wobei die Lastabtragung über Mantelreibung erfolgte. Im anstehenden Felsabschnitt wurden die Lasten über Spitzendruck abgeleitet. Die Bohrpfähle wurden bis zu acht Meter in den Tal­schotter ­­­abgeteuft bzw. bis zu 1,5 Meter in den Fels eingebunden.

Wenig Platz und wenig Zeit

Bauer Spezialtiefbau GesmbH (2)

In den Sommermonaten wird die A 10 alljährlich mit Urlaubs- und Schwerlastverkehr hoch belastet. Um die Verkehrssicherheit während der Arbeiten zu gewährleisten und die Verkehrsströme nicht

Beengte Platzverhältnisse für das Großdrehbohrgerät Bauer BG 15.

Mit der Bauer BG 20 wurden die Gründungspfähle für die neuen ­Lärmschutzwände an der Tauernautobahn betoniert.

zusätzlich zu behindern, wurde die Fahrbahnbreite der Autobahn nicht wesentlich eingeschränkt und die Bohrpfahlarbeiten unter stark beengten Platzverhältnissen – zum Teil von zusätzlichen, seit­ lichen Schüttungen aus – durchgeführt. Im Bereich der Lärmschutzwand LSW 3 Richtung Villach wurde zudem Fels angetroffen, sodass zusätzliche Arbeitsstunden für das Einbinden der Bohrpfähle in die harten Bodenschichten aufgewendet werden mussten. Um den straffen Terminplan fristgerecht einhalten zu können, arbeiteten zeitweise zwei Großdrehbohrgeräte Bauer BG 15 und Bauer BG 20 sowie eine Duktilpfahl-Rammeinheit gleichzeitig am Baufeld. Die schwierigen geologischen Randbedingungen, die sehr beengten Platzverhältnisse und die B ­ auzeit, die hohe Leistungsfähigkeit verlangte, waren die besonderen Herausforderungen, denen sich Bauer Spezialtiefbau bei diesem Projekt erfolgreich stellte. 


Planung & Ausführung 21 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Problemlos grabenlos Kanalsanierungen ohne aufwendige Grabungsarbeiten? Die neueste Technologie dafür kam in Leopoldsdorf im Marchfeld zum Einsatz.

G

Vollautomatische Schacht­ beschichtung im Ausschleuder­ verfahren.

ÖGL

emeinsam mit der Strabag Kanaltechnik zeigte die Österreichische­Vereinigung (ÖGL) für grabenlosen Leitungsbau die – laut eigenen Angaben – modernste derzeit in Österreich verwendete Anlage für die mineralische Beschichtung von Kanalschächten. In Leopoldsdorf werden damit bis Oktober 2018 Kanalhaltungen in einer Länge von 10,8 Kilometer sowie 140 Schächten saniert. Im ersten Arbeitsschritt wird eine Höchstdruckreinigung der Schachtwände mit bis zu 380 Bar durchgeführt. Nach Abschluss der händischen Vorarbeiten folgt die vollflächige Beschichtung der gesamten Schachtwand. Eingesetzt wird die Technologie KSASS der Hermes Technologie GmbH. Bei dem Verfahren wird ein Schleuder­motor an einem Kran im Schacht auf- und abgefahren, indem bei jedem sogenannten Hub eine Schichtstärke von 0,5 mm

des mineralischen Mörtels aufgetragen wird. Die technisch möglichen Einsatzbereiche sind runde sowie eckige Schächte mit einer Dimension von 400 mm bis 3.000 mm und einer maximalen Schachttiefe von 25 Meter. Pro Fahrt kann eine Schichtdicke von 0,5 mm bis 1,3 mm aufgetragen werden. Die technische Ausstattung der Gerätschaft macht eine vollautomatische Steuerung des Schleuder­ vorgangs möglich und dokumentiert gleichzeitig alle Arbeitsschritte sowie den Materialverbrauch.

TERRASSE

Dämmstoff neu definiert

DACHBODEN

Die positiven Eigenschaften von Airium

 hohe Dämmeigenschaft  mineralisch und frei von Material auf Erdölbasis

 nicht brennbar, keine Rauchgasentwicklung  kein Angriff durch Schimmel und Schädlinge

 füllt alle Unebenheiten aus  in unterschiedlichen Dichten und Festigkeiten lieferbar

MAUERSTEIN

SANDWICH-WÄNDE BODEN

Airium wird im Airium-Lkw direkt vor Ort auf der Baustelle produziert und eignet sich hervorragend für die Dämmung von Dachböden, Terrassen und Böden. Airium wird auch als mineralische Dämmung für Mauersteine aus Leichtbeton oder für FertigteilElemente für Außenwände eingesetzt.

www.airium.at


22 Planung & Ausführung B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Sanierung mit Weitblick Im Rahmen des Interreg-Projekts „F&I-Netzwerk Alpines Bauen“ entwickelte man einen Sanierungsfahrplan, um die Reihenfolge notwendiger Maßnahmen berechnen zu können. TEXT: WOLFGANG KONRAD

Leitfaden zur idealen Sanierung soll unterstützen Im Rahmen eines Interreg-Projekts „F&I-Netzwerk Alpines Bauen“ wurde ein „Sanierungsfahrplan“ entwickelt, der nach Eingabe mehrerer Haus-Charakteristika, zum Beispiel welche Heizsysteme vorhanden sind oder wann es gebaut wurde, die Reihenfolge der nötigen Sanierungsarbeiten berechnet. Die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen steht dabei im Vordergrund. Üblicherweise werden Einzelmaßnahmen nur für sich allein betrachtet und nicht in Zusammenhang mit anderen, vorherigen oder nachfolgenden Sanierungsschritten gesetzt. Durch den Sanierungsfahrplan werden für die bauausführenden Handwerker die Randbedingungen für ihre Leistungen gleich in mehrerlei Hinsicht verbessert: Ü B E R DA S FO R S C H U N G S P R O J E K T

Beim „Forschungs- und Innovationsnetzwerk Alpines Bauen“ handelt es sich um ein Kooperationsprojekt von Forschungs-, Ausbildungs- und Verbreitungseinrichtungen. Unter der Projektleitung der ITG Salzburg widmen sich FH Salzburg, HWK München-Oberbayern, HS Rosenheim, Uni Innsbruck und die Landesinnung Bau Salzburg dem Ziel, ein überregionales Transfernetzwerk zum Thema „Alpines Bauen“ aufzubauen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen integriert werden und dadurch besseren Zugang zu aktueller Forschung erhalten. Inhaltlich steht das Thema „Schrittweise Sanierung“ im Fokus.

Eigene Darstellung; Piktogramme aus DIN 4108-10

S

anierung klingt oftmals nicht unbedingt aufregend. Wenn man aber bedenkt, dass laut führenden Wirtschaftsforschern 98 Prozent aller Gebäude Bestandsgebäude sind und nur zwei Prozent neu gebaut werden, dann wird es interessanter. Und letztendlich können beispielsweise durch kluge Modernisierungsmaßnahmen zwei Drittel der Heizungskosten gespart werden. Eigentümer von Einfamilienhäusern sind eine wichtige Zielgruppe für Handwerker. Der direkte Kontakt mit dem meist wenig fachkundigen Bauherrn birgt dabei Vor- und Nachteile: Der üblicherweise etwas besseren finanziellen Abgeltung steht ein höherer Aufwand bei der Planung und Arbeitsvorbereitung gegenüber, da meist keine Bauplanung erstellt wurde. Insbesondere bei schrittweisen Sanierungen mit größerem zeitlichem Abstand zwischen den Sanierungsschritten sind die Maßnahmen nur selten aufeinander abgestimmt. Trotzdem müssen die ausführenden Handwerker höchste Kundenzufriedenheit sicherstellen. Denn nur so können Folgeaufträge gewährleistet werden – sowohl bei einem weiteren Sanierungsschritt als auch durch Empfehlungen an andere Bauherren.

Der erarbeitete Fahrplan „Schrittweise Sanierung“ als Ergebnis der Bauherrenbefragung.

� Der Sanierungsfahrplan legt das übergeordnete Sanierungskonzept fest. Damit kann der Handwerker seine eigenen Leistungen auf nachfolgende Maßnahmen besser abstimmen. Ein Beispiel: Bei einem Kesseltausch kann der eingebaute Kessel so ausgewählt werden, dass er auch nach den nächsten Sanierungsschritten noch mit hoher Effizienz betrieben werden kann. � Der Leistungsumfang jedes Gewerks ist bereits im vorhergehenden Schritt bekannt und wird dementsprechend vorbereitet. Für den Fall eines Kesseltausches wurden etwa die Dachdurchführungen für die thermische Solaranlage bereits vom Dachdecker vorbereitet. � Bei in mehreren Schritten durchgeführte Sanierungen kann genau definiert werden, welche Einbauzustände als Zwischenschritt einzuplanen sind und wie die Lösung am Ende des gesamten Sanierungsprozesses aussehen wird. Eine thermische Solaranlage mit ihrem Pufferspeicher wird im Zuge der Dacherneuerung installiert, bevor der Kessel ersetzt und der Energieträger gewechselt wird. Durch einen spezifischen, auf das individuelle Gebäude und dessen Nutzung abgestimmten Sanierungsfahrplan können mehrere Vorteile kombiniert werden: Der Gebäudenutzer erhält eine maßgeschneiderte Sanierung in mehreren Schritten, die bauausführenden Handwerker haben ausreichende Informationen über nachgelagerte Sanierungsschritte und können diese bereits in ihren eigenen Maßnahmen berücksichtigen. Eine Win-win-Situation! * Wolfgang Konrad ist Projektmanager beim Kompetenzzentrum Bauforschung.

In der nächsten Ausgabe der Bauzeitung lesen Sie über „Arbeitskleidung einst und jetzt – Vom Schurz zum Schutz“. IN KOOPERATION MIT DER BAUAKADEMIE, DEM AUSBILDUNGSSPEZIALISTEN FÜR DIE BAUWIRTSCHAFT.

www.bauakademie.at


Planung & Ausführung 23 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

100 % Zugangssicherung für Baustellen: mit cloudbasiertem Drehkreuz und Ishap-HoloCard Baustellen sind eindeutig neuralgische Punkte, wenn es den Sicherheitsaspekt betrifft. Baustellen sind über lange Zeiträume frei zugänglich, obwohl dort oft Maschinen im Wert von Millionen stehen, die geschützt werden müssen. ISHAP-Geschäftsführer Thomas Korol: „Heutzutage wird auch die Bekämpfung der Schwarzarbeit immer wichtiger. Daher lassen sich Bauherren sowohl die Absicherung der Baustelle als auch die Einhaltung sämtlicher Regelungen des Ausländerbeschäftigungsgesetzes bis ins Detail in den Bauverträgen festschreiben. Es besteht vonseiten der Baufirmen also Handlungs­ Auftraggeber, zum Teil sogar für jedes ein-

namhaften Baulogistikern wie zum Beispiel

Wer aber Baustellen oder offene Areale

zelne Projekt, ständig einen eigenen Ausweis

­Zeppelin oder Sitelog runden das Angebot

absichern will, steht vor einem nicht kleinen

parat haben. Das entfällt mit der Hologramm-

der Zugangskontrolle ab. Thomas Korol: „Die

Problem. Wie kann man möglichst effizient

karte, die projekt- und auftraggeberübergrei-

Drehkreuze kann man exklusiv über ISHAP

die oft große Menge an Personen, die das

fend gültig ist. Es reicht also ab sofort ein ein-

beziehen, wobei auch eine Mietvariante

Gelände betreten, gewissenhaft identifizie-

ziger Ausweis, der noch dazu fälschungssi-

möglich ist. Als Schlüsselkarte für das mit

ren und gleichzeitig arealfremden Personen

cher ist, da die Karte, wie der Name schon

dem WLAN verbundene Drehkreuz dient die

den Zugang verwehren? Die Lösung besteht

sagt, mit einem Hologramm versehen ist und

ISHAP-Hologrammkarte. Das Drehkreuz gibt

aus einer Kombination aus Arealabzäunung,

nur bei ISHAP gedruckt wird“, so Thomas

nur dann den Weg zur Baustelle frei, wenn alle

cloudbasiertem dormakaba-Drehkreuz und

Korol. Genauso einfach sollte der physische

Daten und Dokumente des Arbeiters­korrekt

der bereits in Österreich eingeführten ISHAP-

Einlass auf ein Gelände funktionieren. Daher

in der Datenbank erfasst wurden. Der Zugriff

HoloCard zur Personenkontrolle. Das Dreh-

hat man sich für das Drehkreuzsystem zur

auf die Datenbank erfolgt dabei in Echtzeit.

kreuz braucht zum Betrieb nur einen Strom-

Zutritts­kontrolle entschieden.

Sollte also ein Dokument ablaufen, wird der

anschluss, denn ein integrierter Mobilfunk-

Zutritt so lange gesperrt, bis dieses aktu-

zeit. Außerdem sorgt ein Zutritts­manager für

Top-Partner für mehr Baustellensicherheit!

unterbrechungsfreien Offlinebetrieb, falls es

Dabei wurde der Partner mit Bedacht aus-

wirklich hochkarätige Kooperationsauswahl

gewählt. dormakaba ist eines der

getroffen. Diese Drehkreuzlösungen werden

Top-drei-­Unternehmen am

auch außerhalb Österreichs zur Verfügung

globalen Markt für Zutritts-

stehen und heben die Absicherung von Bau-

und Sicherheitslösungen

stellen somit in ganz Europa auf ein komplett

und zugleich das einzige

neues Niveau.“

router verifiziert die Personen­daten in Echt-

mal mit der Datenverbindung nicht klappt.

Effiziente, einfache Zugangskontrolle Die zur

ISHAP-HoloCard Zutrittskontrolle

alisiert wurde. ­Das bringt nahezu ­perfekte Sicherheit. Mit d ­ ormakaba haben wir eine

auf

Unternehmen der Branche,

Weitere wesentliche Kooperationen in der

Basis eines elektronischen

das 2018 unter den Thom-

Dokumentationsprüfung von Baupersonal

Ausweises­erspart viel Büro-

son Reuters Top 100 Global

befinden sich bereits im Aufbau.

kratie am Bau und regelt mit

Technology Leaders gelistet

einer ein­ fachen Karte den

ist. Die Kooperationen mit

Zutritt auf dem jeweiligen Bauareal. „Ohne die ISHAPHologrammkar te

müs-

sen Bauarbeiter für jeden

Ishap Personaldokumentations GmbH Mehr Baustellensicherheit: das dormakaba-Dreh­ kreuz in Kombination mit der ISHAP-HoloCard.

Giefinggasse 6/2/3.3, A-1210 Wien T +43(0)1/236 4132-0 www.ishap.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

bedarf in puncto Sicherheit.“


24 Planung & Ausführung B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Verbindend Das Haus Sihga bringt eine Lösung für den Holzbau, die ohne störende Verstrebungen auskommt. m Speziellen beim Bau von Carports, aber auch im Holzbau im Allgemeinen können Verstrebungen oftmals störend sein: egal ob aus platztechnischen oder stilistischen Gründen. Diesem Problem hat sich Sihga angenommen und eine einfache, aber effiziente Lösung entwickelt. Der Problemlöser zur Aussteifung von Sihga heißt Stabilix, spart laut Herstellerangaben vielfach störende Verstrebungen und kann einfach montiert werden. Dieses gibt es in zwei Ausführungen: das Stabilix C für Carports sowie das Stabilix H für den Holzbau. Dabei übernehmen die Elemente sowohl horizonDie Elemente, im Bild das Stabi­ lix C für Carports, können mit weni­ gen Handgriffen verschraubt werden.

Sihga (2)

I

Mit Stabilix C von Sihga können auskragende Dachkonstruktionen für Carports ganz ohne Verstrebungen ausgeführt werden.

tale als auch vertikale Kräfte sowie Momente in Rahmenkonstruktionen aus Wind- und Schneebelastung und können ohne Vorbohren eingesetzt werden. Die Verbinder sind zusätzlich aber auch bereits werkseitig vormontierbar und werden im Anschluss mit wenigen Handgriffen verschraubt. Auch bei den Berechnungen der einzelnen Elemente unterstützt Sihga seine Kunden. Einerseits kann das Unternehmen die Berechnungen übernehmen, andererseits stehen Rechenbeispiele online auf der Unternehmenshomepage zur freien Verfügung.

Saubere Sache HP

Plotten und schneiden, damit randloser Druck eine einfache Sache wird, verspricht der neue HP Designjet Z6.

P

lotten wurde in den vergangenen Jahren immer schneller, nur beim Schneiden hat sich wenig verändert. Diesem Problem hat sich HP nun mit dem neuen HP Designjet Z6 angenommen. Dieser wurde komplett neu entwickelt und erweitert die HP-Designjet-ZSerie. Hauptsächlich wurde der HP Designjet Z6 für den Druck von Grafiken, Postern und Plakaten – Material für den „Point of Sale“ – konstruiert. Er ist aber genauso gut für das Drucken von Renderings, Präsentationen, Landkarten, Displays sowie Plänen sehr gut einsetzbar und liefert qualitätsvolle Ergebnisse. Vor allem beim Thema randloses Drucken ging man neue Wege. Um manuelles Abschneiden von weißen Kanten nach dem Druck zu vermeiden, verfügen die Zwei-Rollen-Geräte jeweils über ein „Vertikales Schneidemesser“, das die Drucke rechts und links beschneiden kann. Dies soll das Erstellen von randlosen Drucken enorm erleichtern. Obwohl der Drucker die Abkürzung „PS“ nicht im „Namen“ führt, ist der Z6 mit PostScript und der Adobe PDF Print Engine (APPE) ausgestattet. Erhältlich ist auch eine Variante mit zwei Rollen.

Der neue HP Designjet Z6 kann plotten und schneiden und verspricht perfekte, randlose Ergebnisse.

Die 44“-Modelle können nachträglich mit einer Aufwickelvorrichtung aufgerüstet werden. Das erleichtert die Handhabung von überlangen Ausdrucken wie zum Beispiel Panoramafotos oder Schaufenster-Bannern. Für weitere Informationen über die Plotter sowie für die optimale Installation derselben in den jeweiligen Betrieb stehen die Spezialisten der Firma CAD Zubehör GesmbH, Ennsbach, jederzeit zur Verfügung und erarbeiten die beste Lösung für Ihre jeweiligen Anforderungen.


Planung & Ausführung 25 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Den Hut auf beim Befestigen

W

eltweit erstmalig hat ein Bolzenanker mit Hutmutter eine ETA-Bewertung erhalten, verkündet Befestigungsspezialist Fischer stolz. Die Rede ist im FAZ II H. Die Bewertung umfasst die Anwendung in gerissenem Beton als auch seismische Anforderungen. Ihre runde Kopfform schützt vor Verletzungen bei der Montage und soll zusätzlich als repräsentatives Gestaltungselement wirken. Erhältlich ist der FAZ II H in acht verschiedenen Ausführungen in den Durchmessern M10 (95 und 105 mm Länge) und M12 (110 und 120 mm Länge) sowie in galvanisch verzinktem Stahl oder Edelstahl A4. Die Montage ist denkbar einfach. Der Anker wird per Durchsteckmontage, wahlweise mit Setzlehre oder Sechskantmutter, montiert. Nach Montage und Abdrehen der optional verwendeten Sechskantmutter wird die Hutmutter auf den Gewindeüberstand aufgedreht. Dann nur noch den Anker verspreizen – und fertig. Es gibt aber nur noch Weiterentwicklungen aus der FAZ-IIFamilie. So zum Beispiel der FAZ II M6 – ein Bolzenanker mit nur 6 mm Durchmesser, der eine ETA-Option 1 für gerissenen Beton

besitzt. Anbauteildicken von 10 und 20 mm lassen sich mit ihm anbringen. Der kleine Durchmesser und die geringe Verankerungstiefe von nur 40 mm ersparen Anwendern Zeit, Kosten und Kraft. Zusätzlich erhöhen sich nach der neuen Bewertung (ETA) die Zugtragfähigkeiten der Größen M8 bis M12 im gerissenen Beton um bis zu zehn Prozent und die Quertragfähigkeiten durchschnittlich um 17 Prozent, in manchen Fällen sogar um 150 Prozent. Das Resultat ist eine schnellere und komfortablere Montage mit weniger Befestigungspunkten und geringeren Kosten. Die neue ETA erlaubt zudem eine variable Verankerungstiefe der Dübel in den Abmessungen M8 bis M16. Diese kann nun millimetergenau auf die jeweilige Lastanforderung abgestimmt werden. So lassen sich viele Befestigungsaufgaben mit kürzeren Dübeln, geringerer Bohrtiefe und dünneren Betonbauteilen umsetzen – eine echte Kraft- und Geldersparnis.

Schnell und vielseitig

Archicad: Runde 22

Im Turbotempo auffrischen, überarbeiten und sanieren mit DisboPUR A 32 von Avenarius Agro.

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Die DisboPUR­A­326­ Bodenbeschichtung von Avenarius Agro eignet sich für schnellstmögliche Renovierungen.

Avenarius Agro

er DisboPUR-A-326-Industrieboden mit dem neuen Polyaspartic-Beschichtungsmaterial benötigt pro Arbeitsgang nur zwei Stunden Trockenzeit und ist vielseitig einsetzbar. „Er eignet sich bestens zum Verarbeiten bei niedrigen Temperaturen ab +3 °C, härtet extrem rasch, ist sowohl chemisch als auch mechanisch belastbar und dabei lebensmittelecht und praktisch geruchsfrei“, sagt Martin Kaindleinsberger, Junior-Produktmanager bei Avenarius Agro. „Selbst der Einsatz bei hoher Luftfeuchtigkeit ist unproblematisch.“ Ein besonderes Einsatzfeld für den DisboPUR A 326 ist die Überarbeitung von bereits vorhandenen Expoxidharzoder Polyurethanharzbeschichtungen. Auch Parkflächendeckbeschichtungen können erneuert sowie rutschhemmende Oberflächen wirtschaftlich und schnell umgesetzt werden. Die passende Systemgrundierung DispoPUR A 320 bildet gemeinsam mit dem DisboPUR A 326 eine schnell nutzbare und starke Alternative zu den konventionellen Industrieböden, verspricht der Hersteller.

NEUES RELEASE Graphisoft stellt seine Version Archicad 22 für Architekten und Ingenieure vor. Release 22 verbessert entscheidend den Entwurfs- und Gestaltungsprozess. Das komplett neu entwickelte Fassadenwerkzeug ermöglicht es, Fassaden frei in 2D und 3D zu entwickeln und eigenständige Designs, Muster oder Profile zu gestalten. Als Basis für die weitere Fassadenplanung wird automatisch parallel eine 2D-Dokumentation mit Profilen und Zuschnitten von der BIM-Software erstellt. Zudem haben die Graphisoft-Entwickler für Archicad 22 eine Liveschnittstelle zu den Designwerkzeugen Grasshopper und Rhino integriert. Bereits bekannte Features wie der Profil-Manager sind im Bereich der Wände, Unterzüge und Stützen umfassend erweitert und mit neuen Funktionen besetzt worden. Neu ist auch die Implementierung der neuen Maxon CineRender Engine (Version 19), die unter anderem stereoskopische Visualisierungen oder sphärische 360-Grad-Renderings ermöglicht.

Fischer

Mit dem FAZ II H etabliert Fischer den weltweit ersten zugelassenen Bolzenanker mit Hutmutter am Markt.


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Leitl

Ein leistbares, energieautarkes Haus aus einem ­monolithischen Mauerwerk mit 50er-Ziegeln hat die Firma Bauhütte Leitl Werke realisiert.

Massive Chancen Welcher Baustoff für welches Gebäude zum Einsatz kommt, hängt von zahlreichen Kriterien ab. Die Weiterentwicklung von Ziegel und Beton verspricht aber zukünftig massive Verbesserungen. TEXT: THERESA KOPPER

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eit Jahrzehnten bilden Ziegel und Beton die Grundlage einer Vielzahl an Gebäuden in Österreich und über die Landesgrenzen hinaus. Eigenschaften wie Langlebigkeit, eine hohe Speichermasse, aber auch geringe Transportweiten tragen dazu bei, dass sich massive Baustoffe bei Planern und Bauherren auch heute noch großer Beliebtheit erfreuen und auch künftig in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ganz vorn mitspielen werden. Norbert Prommer, Geschäftsführer des Verbands österreichischer Ziegelwerke, betont, dass es sich beim Ziegel um ein hochmodernes Baumaterial mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten handelt, das jedoch seine ureigenste Charakteristik nie verloren hat, „nämlich Menschen ein gesundes und lebenswertes Leben, Wohnen und Arbeiten zu ermöglichen“. Und obwohl keramische Baustoffe mit multifunktionalen Eigenschaften aufgrund der rasanten Entwicklung der vergangenen Jahre zum Standard der Bauweisen zählen, gilt es, in Zukunft die Materialeigenschaften sowie den Herstellungsprozess weiter zu optimieren. Johannes Eder, Geschäftsführer des Ziegelwerks Eder, geht davon aus, dass diesbezüglich künftig vor allem statische Anforderungen in Verbindung mit Wärme- und Schallschutzanforderungen gefragt sein werden.

Im Trend Aktuelle Überlegungen sind aber auch von der Frage, wie man den mehrgeschoßigen Wohnbau monolithisch realisieren kann, bestimmt. „Beim Einfamilienhaus ist das einschalige, 50 Zentimeter starke Ziegelmauerwerk seit Jahren Standard. Bei privaten Bauträgern ist die monolithische Bauweise auch beim mehrgeschoßigen Objektbau ein großes Thema, viele verzichten bewusst auf den Einsatz von erdölgebundenen Dämmstoffen“, sagt Eder. Wie das funktionieren kann, beweist etwa das „D 22“ in der Seestadt Aspern, Österreichs ehemals größte Ziegelbaustelle. Das 2017 eröffnete Projekt, bestehend aus drei Gebäuden mit insgesamt 75 geförderten Mietwohnungen, einem Wohnheim mit 24 Heimplätzen sowie Geschäftsflächen, wurde in einschaliger monolithischer Ziegelmassivbauweise hochgezogen. Zum Einsatz kam der mit Mineralwolle verfüllte Wienerberger-Ziegel Porotherm W.i. Mike Bucher, Geschäftsführer der Wienerberger AG, betont: „Er erfüllt nicht nur die besonderen Anforderungen im Objektbau hinsichtlich Druckfestigkeit, Schall- und Wärmeschutz sowie Raumluft, sondern ermöglicht darüber hinaus ein zügiges und preiswertes Bauen, das von Dauer und über Generationen beständig ist. Und für Investoren bringt der Wegfall einer zusätzlichen Wärmedämmung wertvolle Quadratmeter in der Wertschöpfung.“ Auch Stefan


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„Die monolithische Bauweise ist beim ­mehrgeschoßigen Objektbau ein großes Thema, viele verzichten auf e­ rdölgebundene Dämmstoffe.“ Eder

JOHANNES EDER, GF ZIEGELWERK EDER

Leitl, Geschäftsführer der Bauhütte Leitl-Werke, erkennt einen klaren Trend hin zur monolithischen Ziegelbauweise. „In unserem ,Schwertberger Vital Sonnenhaus Pro‘ wurde ein monolithisches Mauerwerk mit unseren 50er-Ziegeln gebaut und zusammen mit der Sonnenenergie und innovativen Technologien, die wir gemeinsam mit Partnern entwickelt haben, ein leistbares, energieautarkes Haus errichtet. Diese Expertise werden wir weiter nutzen.“ Als Vorteile für den mehrgeschoßigen Wohnbau definiert Leitl vor allem die flexible Planbarkeit des Ziegels, die es Architekten erlaubt, kurzfristig auf die Wünsche des Auftraggebers zu reagieren. „Für den Baumeister wiederum liegen die Vorteile in der schnellen und einfachen Verarbeitung und in der raschen Verfügbarkeit.“ Erkannt haben die Ziegelhersteller nicht nur den neuen Trend in Richtung monolithischer Bauweise, sondern auch das gute Wärmespeichervermögen von Beton, das in Kombination mit dem Ziegel ebenso genutzt wird. Ähnlich wie bei einer Fußbodenheizung wird durch ein innenliegendes Rohrsystem die mit Beton ausgegossene Ziegelwand thermisch aktiviert. Damit wird für angenehme Wärme in den Innenräumen gesorgt. „Das Potenzial solcher Bauweisen hat hier in verschiedenen Bereichen viel positive Stimmung für den Ziegelmauerwerksbau ausgelöst, der durch die Branche noch ausgebaut werden sollte“, sagt Prommer.

Viel zu tun Die Herausforderungen der Zukunft sind mit Sicherheit die Überkapazitäten am Markt. „Hier ist es notwendig, Bauherren umfassend über die Vorteile und die Wirtschaftlichkeit hochwertiger Produkte aufzuklären – eine Aufgabe, die nicht nur den Baustoffproduzenten obliegt, sondern vielmehr auch vom Baustoffhandel, von Verarbeitern, Planern, Dachdeckern oder Baumeistern forciert werden muss“, sagt Bucher. Prommer spricht sich zudem für die Schaffung fairer Rahmenbedingungen für alle Baustoffe auf österreichischer und europäischer Ebene aus. „Es sollte keine Bevorzugung von einzelnen Baumaterialien durch bestimmte Förderungen und die Politik geben.“ Und er geht davon aus, dass auch die Verfügbarkeit einer 3D-Mauerwerksstatik im FE-Bereich die Ziegelproduzenten in Zukunft beschäftigen wird.

ihrem Potenzial entsprechend eingesetzt.“ Dass in Wien und Niederösterreich allerdings erste Demonstrationsgebäude, in denen mit Bauteilaktivierung geheizt und gekühlt wird, entstehen, stimmt Spaun zuversichtlich. Auch Helmut Oberndorfer, Geschäftsführer der Firma Beton Oberndorfer, nennt die Thermische Bauteilaktivierung als die neue Revolution in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. „Beton bietet sowohl im Sommer als auch im Winter ein konstantes Raumklima. Entwicklungen wie die Betonkernaktivierung optimieren unsere Produkte zusätzlich.“ Gernot Tritthart, Direktor der Abteilung Marketing & Innovation der Lafarge Zementwerke GmbH, geht davon aus, dass sich neben den thermischen Anforderungen künftig auch der Grad der Vorfertigung erhöhen wird. Damit verbunden seien Genauigkeit und ein effizienter, fehlerfreier Bauablauf. „Dies wird Veränderung mit sich bringen und Herausforderungen an klassische Bauweisen stellen. Letztendlich entscheiden aber Kosten und Leistbarkeit, im Idealfall die Wertigkeit in Verbindung mit einer gesamtheitlichen Lebenszyklusbetrachtung.“

Neuer Baustoff Mehrgeschoßige Gebäude sind eine Herausforderung in Sachen Statik, Bauphysik und Wirtschaftlichkeit. Dass sich die Anforderungen an den Baustoff Beton diesbezüglich zunehmend verändern werden, davon ist Erich Frommwald, Geschäftsführer der Kirchdorfer-Gruppe, überzeugt. „Bis 2040 wird die Zahl der Einwohner in Österreich auf rund 9,6 Millionen Menschen ansteigen. Das Marktvolumen wird vor allem im Bereich Wohnbau in Form von Neubaugebieten, dem Ausbau der Infrastruktur und diverser Gewerbeimmobilien, wachsen. Im Hochbausektor müssen urbane Zentren um umweltfreundliche, schadstoffarme und energieeffiziente, aber auch leistbare Immobilien erweitert werden.“ Beton als Baustoff müsse sich seine Charakteristika Langlebig- und Behaglichkeit sowie Stabilität und Energieeffizienz bei-

In der Berliner Karl-Marx-Allee entsteht derzeit das erste mehr­ geschoßige Wohn­ gebäude, bei dem Infraleichtbeton zum Einsatz kommt.

Stark in puncto Innovation ist auch Beton unterwegs. Die Neuheiten reichen von neuen Ultra-High-Performance-ConcreteLösungen zu leitfähigem Beton über gebäudetechnische Lösungen wie der Nutzung des Betons als Energiespeicher für Wind- und Sonnenenergie oder auch Heizen und Kühlen mit Beton. „Die thermische Aktivierung von Bauteilen ist im Bürobau State of the Art“, sagt Sebastian Spaun, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie. „In Wohngebäuden, insbesondere im großvolumigen Wohnbau, wird diese Technologie dagegen noch nicht

Barkow Leibinger

Nachhaltig und effizient


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ausforderung stellt für ihn aber die Vernetzung im eigentlichen Bauablauf dar. „BIM und der digitale Zwilling sollten diesbezüglich viel stärker genutzt werden.“ Frommwald versucht all den Herausforderungen auch etwas Positives abzuringen: „Der Baustoff Beton profitiert von einem massiven Imagewandel in den vergangenen 20 Jahren.“ Und der Weg sei noch nicht zu Ende, insbesondere hinsichtlich der Nachhaltigkeit. „Wir haben es geschafft, dass nirgendwo anders auf der Welt Zement und Beton so umweltfreundlich hergestellt wird wie in Österreich.“ 

Eder

  M I K E S C H L A I C H I M I N T E RV I E W

Echte Alternative

behalten und er müsse auch um smarte Technologien wie Lichtbeton erweitert werden. Aktuell sorgt ein Bau in der Berliner KarlMarx-Allee für Aufsehen. Dort kommt erstmalig auch im mehrgeschoßigen Objektbau der sogenannte Infraleichtbeton zum Einsatz. Der Baustoff, der erst kürzlich am Institut für Massivbau der TU Berlin entwickelt wurde, zeichnet sich besonders durch zwei spezielle Eigenschaften aus: die geringe Wärmeleitfähigkeit und die gleichzeitig erzielte, für Leichtbeton relativ hohe Druckfestigkeit. „Durch die Zugabe von Blähtonkügelchen sowie anderer Zuschlagstoffe, unter anderen eines Luftporenbildners, konnte ein Beton hergestellt werden, der bei einer Rohdichte von weniger als 800 Kilogramm pro Kubikmeter eine Wärmeleitfähigkeit von Lambda 0,18 Watt pro Meter Kelvin aufweist“, erklärt Mike Schlaich, Professor für Bauingenieurswesen an der TU Berlin. Gerade einmal zwei Gebäude wurden bis jetzt mit dem neuen Baustoff errichtet, das große Interesse und die zahlreichen Vorteile, die das Material bietet, lassen Schlaich aber zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Massive Belastungen Aktuelle Entwicklungen machen es der massiven Baustoffindustrie aber nicht immer einfach, sich weiterzuentwickeln. Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbands Steine und Keramik hält fest. „Die Baustoffindustrie ist unter einem starken Preis- und Innovationsdruck.“ Man sei deshalb mehr denn je gefordert, sich in der Produkt- und Angebotspalette weiterzuentwickeln. „Der erhebliche Preisverfall bei fast allen Bauprodukten schränkt den Spielraum für Investitionen und Innovationen massiv ein. Zudem werde es tendenziell immer schwieriger, den Bedarf der Bauwirtschaft zu decken. „Das liegt zum einen am steigenden Bedarf und sehr straffen Zeitplänen. Zum anderen sehen wir aber auch einen eklatanten Fachkräftemangel auf uns zukommen, der uns vor eine große Herausforderung stellen wird“, sagt Oberndorfer. Und auch die Digitalisierung spielt eine große Rolle. Zwar beschäftigt man sich etwa bei Lafarge schon seit Jahren damit in den unterschiedlichsten Bereichen. Parallel dazu benötige man aber interaktive Möglichkeiten, um mit seinen Partnern einen perfekten Informationsaustausch sicherstellen zu können. „Daran wird bei uns fortlaufend gearbeitet“, so Tritthart. Eine größere Her-

TU Berlin

Aktuell werden in Linz-Pichling zehn barrierefreie Mietwohnungen mit dem 50 Zentimeter starken Vollwertziegel von Eder realisiert.

„Infraleichtbeton ist eine echte Alternative­zu dem, was wir bisher verbauen.“ MIKE SCHLAICH, TU BERLIN

Herr Schlaich, was ist das Neue an dem ­Infraleichtbeton? Mike Schlaich: Wir haben eine tragende Wärmedämmung. Das ist einer der großen Vorteile von Infraleichtbeton: Er trägt, er schützt vor Witterung, und er dämmt. Ich glaube nicht, dass Infraleichtbeton eine Revolution ist, aber es ist immerhin eine echte Alternative zu dem, was wir bisher erbauten. In Berlin wird Infraleichtbeton erstmals auch im mehrgeschoßigen Wohnbau eingesetzt. Was sind die Herausforderungen? Berlin hat im Moment ein großes Wohnraumproblem, deshalb muss schnell und preiswert gebaut werden. Wenn ein Werkstoff neu angewendet wird, kann wirtschaftlich nicht gleich Gewinn abfallen. Und deshalb sind wir froh, dass wir eine Wohnbaugesellschaft gefunden haben, die einen Prototyp mit Fertigteilen aus Infraleichtbeton bauen will. Wie sieht es denn mit den Kosten für Infra­leichtbeton aus? Ein Kubikmeter kostet aktuell rund 400 Euro, der Stoff muss sich aber erst etablieren. Dafür können aber die Kosten für Wärmedämmung sowie Wartungskosten gespart werden, denn der Beton hält viel länger. Meine persönliche Überzeugung ist, dass eine Infraleichtbetonwand ganzheitlich betrachtet etwa dasselbe kosten wird wie eine konventionelle Wärmedämmverbundsystemwand. Wie steht es um die Recyclingfähigkeit von Infraleichtbeton? Was die Recyclingfähigkeit betrifft, hat der Infraleichtbeton Vorteile. Wenn man sich die heutigen Wärmedämmverbundsysteme ansieht, wird viel an Materialmix verklebt, der später nicht mehr auseinanderzubekommen ist. Bei Infraleichtbeton hat man es dagegen mit nur einem Werkstoff und noch mit Bewehrung zu tun. Damit ist das Recycling ein großer Vorteil von Infraleichtbetonbauten. www.infraleichtbeton.de


Fokus Massivbau 29 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Innovationen für bessere Preise Reinhold Lindner von BauMassiv über aktuelle Herausforderungen der Branche, flexiblere Arbeitszeiten und Entwicklungen, die uns künftig noch beschäftigen werden. INTERVIEW: THERESA KOPPER

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rummende Konjunktur, boomende Bauwirtschaft und steigende Baukosten: Die Hersteller massiver Baustoffe profitieren aber nur wenig davon. Trotz hoher Auslastung haben sie aktuell mit einem massiven Preisverfall zu kämpfen. Die Bauzeitung sprach mit BauMassiv-Sprecher Reinhold Lindner über Herausforderungen und Trends, die die Branche derzeit und künftig beschäftigen werden.

Zurzeit sind Hersteller massiver Baustoffe mit einer sehr hohen Auslastung konfrontiert. Würden etwa die von der Regierung angekündigten flexibleren Arbeitszeiten Abhilfe schaffen? LINDNER: Gerade in der Baubranche sind Arbeitszeiten sehr witterungsabhängig und flexible Arbeitszeiten somit unumgänglich. In vielen Unternehmen führen die geplanten Regelungen zu Winwin-Situationen, da neben den Unternehmen insbesondere auch die Mitarbeiter profitieren, von denen sich viele schon bisher aus diversen Gründen eine höhere Flexibilisierung gewünscht haben. Was sind die zentralen Entwicklungen, die die Massivbaubranche künftig beschäftigen werden?

MASSIV gebaut ?

Bau!Massiv / Christine Hofer-Lukic

Die Baubranche boomt derzeit. Trotzdem kämpfen Hersteller massiver Baustoffe aktuell mit einigen Herausforderungen wie dem niedrigen Preisniveau. Wie könnte man dem entgegenwirken? REINHOLD LINDNER: Ein Patentrezept für bessere Preise gibt es nicht. Es gibt aber einige Stellschrauben, an denen man drehen kann. Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung von innovativen Produkten, bei denen ein entsprechender Mehrwert generiert werden kann. „In vielen Unternehmen führt die geplante Arbeitszeitflexibilisierung zu Win-win-Situationen, da neben den Unternehmen auch die Mitar­ beiter profitieren“, so Reinhold Lindner.

LINDNER: Im Zusammenhang mit der Digitalisierung sind insbesondere die Schnittstellen zwischen den ausführenden Unternehmen und den Lieferanten besonders wesentlich. So können die erforderlichen Produkte tatsächlich just in time produziert und geliefert werden. Zudem werden die Gebäude künftig als Energielieferant gesehen werden. Insofern sind Bauweisen wie beispielsweise die Bauteilaktivierung spannende Technologien, die zukünftig mit einer noch größeren Breitenwirkung angewandt werden können. 

KLIMASCHONEND WERTBESTÄNDIG ZUKUNFTSSICHER

So lässt es sich leben . www.baumassiv.at


30 Fokus Massivbau B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Bond, Baukunst und Beton Spektakulär sind nicht nur James-Bond-Filme oder die malerische Gletscherkulisse in Sölden – auch die James-Bond-Installation 007 Elements sorgt dank aufsehenerregender Sichtbetonarchitektur für Staunen.

Bergbahnen Sölden (4)

TEXT: SONJA MESSNER

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lles begann 2008, als die oberste Seilbahnstation auf dem Gipfel des Gaislachkogels auseinanderbrechen zu drohte. Den Fundamenten machte der Permafrost auf rund 3.000 Metern Höhe zu sehr zu schaffen. Architekt Johann Obermoser, der schon für die Talstation verantwortlich zeichnete, entwarf und realisierte eine neue Bergstation mit dem Ötztaler Bauunternehmen Franz Thurner. Bei der Glas-Stahl-Konstruktion wurde nicht auf klassische Fundamente, sondern auf hinterlüftete Hohlkammern gesetzt, damit sich die Permafrostschicht wieder nachbilden kann. Von Beginn an wurde das Bauverfahren mittels Sensoren und EDV überwacht, um bei Bedarf die 23 Anker nachjustieren zu können.

Archaische Architektur In Obermosers Überlegungen war es von Anbeginn wichtig, Blickbeziehungen zu den „Spectre“-Drehorten wie der Ötztaler Gletscherstraße, dem Ice Q oder der Gaislachkoglbahn zu generieren. Der Permafrost auf 3.040 Meter Höhe, die geologischen Bruchlinien sowie der ausgesetzte Ort auf dem Gipfelgrat stellten eine gigantische Herausforderung dar. Neben dem räumlichen Konzept war die Materialisierung, die in enger Affinität mit der Architektur

Ähnlich wurde auch 2014 bei dem ein paar Meter entfernt errichteten Restaurant Ice Q verfahren. Drei Betonanker in Hohlkammern tragen das gesamte Gebäude, welches dank seiner außergewöhnlichen Glas-Holz-Fassade für Aufsehen sorgt. Aufmerksam darauf wurden nicht nur Architekturmedien, sondern auch Locationsscouts des James-Bond-Films „Spectre“. So erreichte das Ice Q cineastische Unsterblichkeit. Die Idee, die Kultfigur Bond für den Tourismus im Ötztal nachhaltig zu nutzen, konnte dann 2016 in Angriff genommen werden. Mit der Zustimmung von EON Productions und MGM, die gemeinsam die Bond-Filmrechte besitzen, wurde Johann Obermoser von den Seilbahnen Sölden beauftragt, ein Raumkonzept für eine dauerhafte James-Bond-Installation zu entwerfen.

Wolfgang Lackner, innfoto

Cineastische Unsterblichkeit

Tragende Rollen: einer von drei Betonankern des Bauwerks Ice Q im Permafrost.


Fokus Massivbau 31 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

diverser Bondkulissen stehen sollte, ein entscheidender Entwurfsgedanke. Das Ergebnis dieser Entwurfsphase waren ein den Grat durchstoßender und beidseitig über den Abgrund hinausragender Betonquader, mit ausgelagerten und über elastische Brücken angehängten Kuben. Es entstanden sieben freigeformte über Rampen verbundene Architekturelemente aus Beton, die im Berg verortet sind. Die Wahl der Materialität – Beton, Stahl und Glas – interpretiert die archaische Beschaffenheit der Umgebung. Ausstellungsräume und Einrichtungsgegenstände (Bänke, Wegbegleitungen etc.) bestehen aus schalreinem Beton. Große Türen aus rostfreiem Stahl (Black Inox) betonen die Übergänge zwischen den Raumkuben, während perforierte, schwarze Stahlpaneele für abgehängte Decken und schalltechnische Verkleidungen gewählt wurden. Das in dieser Höhe vorherrschende extreme Klima sollte auch im Inneren spürbar werden, daher der Verzicht auf technische Einrichtungen wie Heizungen oder Klimaanlagen. Wer also einen Besuch geplant hat, sollte auch im Sommer unbedingt warme Kleidung einpacken.

Alpine Baukunst Die Baustelle selbst war auch für den hochalpin schon erprobten Bauunternehmen Franz Thurner aus dem Ötztal eine Herausforderung. Gebaut werden kann aufgrund der extremen Witterungsbedingungen auf 3.040 Meter Höhe nur in den Sommermonaten – von Juli bis September –, und selbst hier hatte man diesmal Pech. „So einen schlechten Sommer wie 2017 gab es seit Jahren nicht“, erinnert sich der Architekt Johann Obermoser. Thurner bestätigt dies: „Eine Baustelle unter diesen Bedingungen ist nichts für jedermann. Nicht nur ein Arbeiter fuhr nach kürzester Zeit mit der Seilbahn wieder hinunter und kam nicht wieder. Hier mussten Vollprofis ran.“ Um die kurze Bauzeit optimal auszunutzen, waren rund 34 Leute zum Teil auch zwölf Stunden auf der Baustelle.

gen. Dies war übrigens nur bei trockener Straße möglich. Im Herbst wurde der Beton bis zum Tiefenbachgletscher transportiert, um möglichst viel Höhe zum Einbauort zu überbrücken. Für den Betontransport zum Gipfel kamen unter anderem auch zwei Helikopter zum Einsatz. Die Baukräne, mit denen der Beton in den Bau eingebracht wurde, konnten wegen des frühen Schneefalles im Herbst 2017 nicht mehr abgebaut werden und wurden daher im Winter am Gipfel zwischengelagert. „Zum Teil musste bei Temperaturen von minus 28 Grad Celsius betoniert werden“, berichtet Franz Thurner. Dafür wurde die Schalung beheizt und gehofft, dass die ersten 30 Zentimeter der Betonschicht schnell abbinden. „Natürlich gibt es aufgrund dieser Rahmenbedingungen ein paar Feuchtigkeitseinbrüche, die wir in den nächsten Jahren sanieren werden. Aber das ist nichts Ungewöhnliches“, räumt Architekt Johann Obermoser ein. Rund 4,5 Millionen Euro hat die „007“-Installation gekostet. Laut Architekt Obermoser lag man damit „in Plan“. Wer jetzt noch auf weitere Betonhighlights auf dem Gaisachkogel spekuliert, muss allerdings enttäuscht werden. „Mit den drei Gebäuden ist der Gipfel jetzt auch voll“, scherzt der Innsbrucker Architekt. Da müssen sich Obermoser und Thurner wohl einen anderen Gipfel zum Betätigen suchen. Davon gibt es in Tirol schließlich genug. 

Beton per Helikopter Im Sommer wurde der Beton aus dem unternehmenseigenen Transportbetonwerk in Roppen mit Fahrmischern bis zur Mittelstation befördert, um dann mittels einer Umladestation mit allradgetriebenen Fahrmischern mit Kettenausstattung zum Gipfel zu gelan-

James-Bond-Highlights und Making-of-Details in atemberaubender Betonarchitektur.

Im Vordergrund: Das Restaurant Ice Q war Schauplatz des JamesBond-Films „Spectre“. Im Hintergrund das Bauwerk 007 Elements.

Sehenswert ist das 007 Elements auf jeden Fall: innen, außen und auch dank des Panoramablicks ins Venter Tal.


32 Fokus Massivbau B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Weltmeister im Umweltschutz Österreichs Zementindustrie schafft aktuell einen Anteil von 80 Prozent beim Einsatz von fossilen Brennstoffen und ist damit international die Nummer eins.

V. l.: Sebastian Spaun (VÖZ-Geschäftsführer) und Rudolf Zrost (VÖZPräsident) freuen sich über ein erfolgreiches Jahr 2017.

Virtuell erleben

Ein Blick in die Zukunft

Wienerberger ermöglicht Virtual Reality für Häuslbauer.

Digitalisierung steht bei Wienerberger ganz oben auf der Agenda.

Wienerberger / Andreas Hafenscher

EXPERTENRUNDE Was haben Klimawandel, CO2-Einsparung und Energiewende mit den Gebäuden der Zukunft zu tun? Sehr viel, wenn es nach den Experten der BauMassiv-„Breakfeast Lounge“ geht. Gleich zu Beginn hielt in deren Rahmen Stefan Schleicher in seiner Keynote fest, dass zukünftige Gebäudekonzepte nicht ohne Bauteilaktivierung auskommen werden. Zudem ließ man es sich nicht nehmen, die Ergebnisse der Jahre 2015 bis 2018 der Forschungs­initiative „Zukunftssicheres Bauen“ vorzustellen. Vor allem die Studie „Österreichische Massivbaustoffherstellung − Impulsgeber für Regionen“ von Wolfgang Baaske untermauert für BauMassiv-Techniksprecher Martin Leitl die Wichtigkeit der BauMassiv-Forderung nach einer Herkunftsbezeichnung von Baustoffen, „da kurze Transportwege das Klima schonen und für die regionale Wertschöpfung sorgen“.

Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie / APA-Fotoservice / Rastegar

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as Jahr 2017 war ein gutes für die österreichische Zementindustrie. Die Produktion der acht heimischen Zementwerke verzeichnete 2017 mit 4,9 Millionen Tonnen einen Zuwachs von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresumsatz erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 412 Millionen Euro. Das Plus ist vor allem auf den Hochbau zurückzuführen“, sagt Rudolf Zrost, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie. So hat der Wohnbau mit 2,3 Prozent gegenüber 2016 die höchste Wachstumsrate an Investitionen seit 2007 erreicht. Besonders stolz sei man vonseiten der Vereinigung aber auf die Ergebnisse konsequenter Forschungsarbeit und die hohen Investitionen in Produktions- und Umweltschutzanlagen. Dieser Einsatz führte dazu, dass Österreichs Zementindustrie zum Weltmeister beim Einsatz alternativer Brennstoffe und bei der Reduktion von Emissionen wurde. „Neue Infrastrukturprojekte hinken seit Jahren hinterher, denn lange Verfahren gefährden den Standort Österreich“, sagt Zrost. Deshalb werde auch die von der Regierung angekündigte Kürzung der Verfahrensdauer ausdrücklich begrüßt.

I

m Rahmen ihrer Digitalisierungsoffensive hat Wienerberger gemeinsam mit dem oberösterreichischen Start-up moxVR eine App gestaltet, mit der individuelle Bau- und Einrichtungspläne virtuell dargestellt werden können. „Oft kann man sich anhand von Bauplänen nicht so richtig vorstellen, wie das fertige Traumhaus aussehen wird“, sagt Mike Bucher, Geschäftsführer von Wienerberger. „Unsere Massivwerthauspartner können uns den Entwurfsplan ihrer Kunden als PDF schicken, und innerhalb von 48 Stunden wandeln wir diesen in eine Datei um, die mit jedem Smartphone geöffnet werden kann.“ Durch die mitgeschickte VR-Brille kann der Kunde dann intuitiv durch sein zukünftiges Haus laufen.


Fokus Massivbau 33 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Zusätzlicher Ansporn Neues Werkzeug von Würth gab es für die Teilnehmer der Euro Skills 2018. llen Grund zur Freude haben Sebastian Frantes und Markus Haslinger. Das Duo hat sich nicht nur für die Euro Skills 2018 in Budapest qualifiziert, sondern bekam im Rahmen einer Übergabe bei ihrem Arbeitgeber Leyrer + Graf in der Unternehmenszentrale in Gmünd von Würth das passende Werkzeug zur Vorbereitung übergeben. „Die Förderung junger Fachkräfte ist für und nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern auch eine Investition in die Zukunft“, sagt Thomas Gruber, Bezirksleiter Division Holz/Bau der Würth Handelsges. m. b. H. Mit unserem Sponsoring wollen wir die Begeisterung für handwerkliche Berufe fördern, denn Handwerk hat immer noch goldenen Boden.“ Für die beiden Betonbauer ist das neue Werkzeug natürlich ein zusätzlicher Ansporn. Frantes und Haslinger, die zum ersten Mal bei Europameisterschaften am Start sind, wollen im September auf jeden Fall „alles geben und eine gute Platzierung erreichen“.

V. l.: Thomas Prigl, Thomas Gruber (Würth), Markus Haslin­ ger, Sebastian Frantes, Andrea Leutner (Leyrer + Graf), Christian Weißensteiner (Würth) bei der Werkzeugüber­ gabe.

Für jede Aufgabe das richtige Werkzeug INNOVATIV im Produktdesign Wuerth

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Hohe Leistung bei geringem Gewicht Extrem wenig bewegliche Teile Einstellbare Steuerventile

Jubiläums-Gewinn

Minimaler Wartungsaufwand Geringste Betriebskosten

Mit SLL bekommt das Zementwerk Leube ein neues Tochterunternehmen.

Leube / Herman Seidl

Der übergebende Eigentümer Hans Weidinger gemein­ sam mit dem LeubeFührungsduo Heimo Berger und Rudolf Zrost nach erfolgter Vertragsunterzeich­ nung.

A

llen Grund zum Feiern hat das Zementwerk Leube. Das Unternehmen feiert dieses Jahr nicht nur sein 180-Jahr-Firmenjubiläum, sondern hat auch das Bieterverfahren um das nieder­ österreichische Traditionsunternehmen SLL − Schwellenwerk und Steuerungstechnik Linz GmbH gewonnen. Mit der Übernahme will der Baustoffhersteller sein Produktportfolio erweitern und seine Infrastrukturstrategie stärken. Wir glauben an das Zukunftspotenzial der Bahn, an dem wir mit SSL professionell mitarbeiten werden können“, erläutert Leube-Geschäftsführer Heimo Berger.

WEIL ERFAHRUNG ZÄHLT


34 Baumaschinen B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Dreger hat sein Programm mit einem noch größeren Modell erweitert: Der neue Kran mit einer Hakenhöhe von 33 Metern hebt bei einer Ausladung von 35 Metern bis zu sechs Tonnen.

Stark nachgefragt Wie gut die Kranvermieter ausgelastet sind, welche Novitäten im aktuellen Jahr geboten werden und was der Marktführer auf der Bauma vorstellen wird. TEXT: WOLFGANG POZSOGAR

B

ei einigen österreichischen Hochbauten war in den vergangenen Monaten von den Planungen und Genehmigungen über die Finanzierung bis zum Baumaterial alles startklar. Nur eines fehlte: ein Kran. Die gute Konjunktur beim Hochbau führte dazu, dass ein großer Teil der heimischen Kranvermieter vor dem Sommer ausgebucht war. „Bei der Miete war die Nachfrage sowohl nach Unten- als auch nach Obendreherkranen ungebrochen hoch, dass wir nicht alle Anfragen erfüllen konnten“, erzählt etwa Arno Enzi, Geschäftsführer von Stirnimann, der in Österreich Potain vertritt. Condecta-Repräsentantin Daniela Dreger aus Graz beurteilt die Situation ähnlich: „Wird hatten sehr viele Anfragen aus ganz Österreich und mussten bedauerlicherweise oft absagen.“

Dreger

Verhaltene Freude So ging es nahezu allen Kranvermietern, die junge Krane in Verbindung mit gutem Service anbieten. Die Freude über die volle Auslastung der ohnehin in den vergangenen Jahren gewachsenen Mietparks und dementsprechende Umsatzzuwächse hielt sich bei den Krananbietern in Grenzen: „Das brachte uns eigentlich in eine schwierige Situation“, berichtet Arno Enzi, „wir wollen schließlich alle unsere Kunden zufriedenstellen.“ Bei der Vermietung versuchte Stirnimann zumindest die Wünsche der Stammkunden zu erfüllen. „Einigen, die neu zu uns kommen wollten, mussten wir leider absagen“, bedauert Enzi. Eine deutliche Vergrößerung der Mietparks, um die derzeit hohe Nachfrage zu erfüllen, ist von den Kranvermietern vorerst nicht geplant. Niemand wisse schließlich, wie lange die gute Konjunktur beim Hochbau anhalte, heißt es unisono. Beim Kauf von neuen Kranen können die Kundenwünsche bei fast allen Anbietern erfüllt werden. Stirnimann etwa hat bei Potain schon lange im Voraus bestellt, erzählt Enzi. „Je nach Anfrage und Bedarf können wir auch Krane von der Schweiz nach Österreich oder umgekehrt verschieben.“ Natürlich hofft man, dass die Enge am Mietmarkt bei einigen Kunden den Wunsch steigert, in einen eigenen Kran zu investieren, wie es Enzi ausdrückt. Diese Hoffnung teilt auch Daniela Dreger: „Wir denken, dass Kunden in Zukunft vielleicht doch wieder öfter in neue Krane investieren werden.“


Baumaschinen 35 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Die kleinen Details Wobei es als kleinen Kaufanreiz hier heuer nicht viele, aber doch einige Novitäten gibt. Dreger selbst stellte beispielsweise vor kurzem einen neuen, größeren Condecta-Kran vor. „Das Modell wurde auf unsere Anregung von Condecta ins Programm aufgenommen“, berichtet Daniela Dreger. Vor allem im städtischen Bereich werde höher gebaut, und deshalb hätten immer mehr Kunden den Wunsch nach einem größeren Kran geäußert. Das neue Modell – Typenbezeichnung 4513 33 – bietet deshalb eine Hakenhöhe von 33 Metern und hebt bei einer Ausladung von 35 Metern bis zu sechs Tonnen. Stirnimann hat gleich mehrere Potain-Neuheiten im Programm. Auf der Mawev-Show wurde der neue HUP C 40−30 vorgestellt, ein Schnellmontagekran auf Raupen. „Die Geräte finden großes Interesse am Markt, die ersten sind schon vermietet“, berichtet Enzi. Der selbstfahrende Kran ist ideal für Baustellen, wo man mit Zugmaschinen nur schwer hinkommt, aber auch für die Errichtung abseits gelegener Bauwerke, bei denen es keinen Stromanschluss gibt: „Er hat ein eigenes Dieselaggregat mit Generator und kann damit überall eingesetzt werden“, sagt Arno Enzi.

Für die Obendreherkrane der GME-Serie von Potain gibt es jetzt ein neues Hubwerk, das laut Enzi schneller und stärker als jene des Wettbewerbs sein soll. Besonders interessant ist dies für Krane mit hoher Hakenhöhe, da schnelleres Heben und zugleich mehr Tragkraft ein deutliches Effizienzplus bringen. Diesem Zweck dient auch eine weitere Potain-Novität: Für Krane mit dem CCS-Steuerungssystem wird es demnächst ein Software-Update geben, das das derzeitige Servicetool in ein Reporting- und Analysetool verwandelt. „Viele Details über die Leistung des Krans können dann übersichtlich live ausgelesen und ausgewertet werden“, berichtet Arno Enzi.

Punkten auf allen Ebenen Auch andere Anbieter haben kleine, aber feine Neuheiten im Programm. Die ITK-Obendreherkrane von Kammerlander lassen sich seit heuer problemlos an die jeweils verfügbare Netzleistung anpassen: „Der Kran nimmt dann nur die vom Netzbetreiber jeweils erlaubte Leistung“, erzählt Joachim Kammerlander, der die im deutschen Familienbetrieb hergestellten Krane und eine Reihe anderer Marken hierzulande vertreibt und auch vermietet. Kammerlander möchte bei seinen Kunden nicht nur mit Technik, sondern vor allem auch mit Service punkten. „Wir wollen beim Service besondere Leistungen bieten und damit am Markt gewinnen“, sagt er. Das beginne

Krantechnologie vom Weltmarktführer: Liebherr­Mobilbaukran mit Katz­ und Wippmodus.

ARNO ENZI, Stirnimann

Liebherr

„Bei der Miete ist die Nachfrage sowohl nach Unten- als auch nach Obendreherkranen ungebrochen hoch.“ GF STIRNIMANN

Der kluge Mann stets denkt daran: Das ist der Kran, der alles kann. Stirnimann GmbH, Tel: +43 2253 22050, office@stirnimann.at, www.stirnimann.at


36 Baumaschinen

für bei der Baustellenvorbereitung, erzählt Kammerlander: „Auf Wunsch werden sogar die verschiedenen Hindernisse am Bauplatz vermessen, um aus dem Mietpark den in Höhe und Tragkraft richtigen Kran auszuwählen. Absolut termingerechte Ausführung der Aufträge und rasche Reaktion bei Problemen („In Westösterreich sind wir innerhalb von fünf bis sechs Stunden beim Kunden“) nennt er weitere Stärken des Kammerlander-Services. Wobei es den Service übrigens nicht nur für die Krane aus dem eigenen Haus gibt. Viele Dienstleistungen können unabhängig von der Herkunft der Maschine in Anspruch genommen werden. Kammerlanders Überlegung: Wenn sein Team gut arbeitet, wird er beim nächsten Kranbedarf wieder angesprochen, „vielleicht nicht als Erster, aber als Zweiter, und das ist meine Chance“. Im Programm hat Kammerlander auch die Schnellmontagekrane von KSD. Das kleine Unternehmen aus Saarbrücken blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Schon in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts – lange vor Gründung des heutigen Marktführers Liebherr – stellte das Unternehmen unter dem Namen Pekazett Baukrane her. Die Firma ging 1974 in Konkurs, zwei Mitarbeiter, einer davon war Kurt Rücker, gründeten die Nachfolgefirma Pekazett-Baumaschinen, die 1991 an MAN Wolffkran verkauft wurde. Heute führt die ebenfalls durch Kurt Rücker gegründete KSD Kransysteme GmbH die 1996 stillgelegte Baukranproduktion von Pekazett wieder weiter. Technisch seien die Krane mit Ausladungen zwischen 25 und 50 Meter auf dem letzten Stand der Technik, verspricht KSD-Geschäftsführer Günther Rieger. Die Krane

Potain

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Schnellmontagekran auf Raupen von Potain: ideal für Baustellen, wo man mit Zugmaschinen schwer hinkommt.

sind beispielsweise feuerverzinkt, verfügen über frequenzgeregelte Antriebe und ausgefeilte Details wie die elektronische Steuerung mit Arbeits­bereichbegrenzung oder die Anzeige der Betriebszustände auf einem grafischen Bildschirm. Jüngstes Modell ist der auf der letzten Bauma vorgestellte TK 4515 mit einer Tragkraft von 1,2 Tonnen bei einer Ausladung von 48 Metern. Bei KSD-Kransysteme ist man stolz auf diese Techniken, die gemeinsam mit Schneider Elektronic entwickelt wurden. Günther Rieger ist überzeugt, mit seinen Kränen durchaus mit den führenden Anbietern mithalten zu können: „Die kochen auch nur mit Wasser“, meint er.

Liebherr

Mit Hochdruck zur Bauma

Entwicklung von Liebherr und dem Seilhersteller Teufelberger: ein neues, hochfestes, aber deutlich leichteres Faserseil für Krane.

Beim weltweit größten Anbieter von Turmdrehkranen – Liebherr – wird man das naturgemäß anders sehen. Allein im Hauptwerk Biberach – Gesamtfläche 200.000 Quadratmeter – beschäftigt der Konzern knapp 1.500 Mitarbeiter mit der Herstellung von Kranen. Weitere Produktionsstandorte befinden sich in Brasilien, Spanien, Indien und Russland. In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Biberach arbeitet man derzeit mit Hochdruck an jenen Novitäten, die Liebherr traditionell auf der Bauma 2019 vorstellen wird. Nahezu abgeschlossen ist die Entwicklung des hochfesten Faserseils Solite. Derzeit werden noch Versuchskrane mit der neuen Seiltechnologie im Praxiseinsatz getestet, um weitere Felderfahrungen zu sammeln und die geplante Markteinführung auf der Bauma vorzubereiten. In der Vorwoche starteten die Feldtests für einen neuen Untendreherkran. Die Entwicklung des ersten Flat-Top-Krans der neuen EC-B-Baureihe wurde vor kurzem abgeschlossen. An einem zweiten Gerät dieser neuen Serie wird ebenfalls bereits gearbeitet. Der Trend geht bei der EC-B-Baureihe eindeutig in Richtung mehr Effizienz: Die neuen Flat-Top-Krane werden deutlich weniger Gewicht auf die Waage bringen, was Transport und Montage erleichtert, aber trotzdem mehr leisten: Den Liebherr-Technikern gelang es, die Spitzentraglasten gegenüber vergleichbaren Kranen heutiger Bauweisen um fast ein Fünftel – 19 Prozent – zu steigern. Zu sehen und zu kaufen wird es diese Novitäten im kommenden Jahr auf der Bauma geben. 


Wenn Wölfe tanzen

Qualität

Acht gelbe Wolff-Krane sorgen auf dem blauen Boulevard in Flandern für Farbtupfer. in Kranballett ist derzeit in Belgien zu sehen. Beim Bau eines trendigen Wohn- und Einkaufsviertels am Yachthafen von Hasselt kommen acht gelbe Wolff-Krane von der Strabag Belgium NV zum Einsatz. Alle Turmdrehkrane gehören zur Wolffclear-Reihe. Entscheidungsgrundlage war laut Strabag die geringe Anzahl von Komponenten dieser Krane und ihre schnelle Montage. Die maximalen Tragfähigkeiten der Obendreher von 8,5 Tonnen bis zwölf Tonnen entsprechen optimal den Anforderungen dieser Baustelle wie der Beförderung von Betonstahlmatten und Betonkübeln. Mit Hakenhöhen von 46,1 bis 73,5 Metern sowie Ausladungen zwischen 50 und 60 Metern schwenken die Wölffe problemlos unter- und obereinander durch und kommen sich bei der Materialversorgung mit Schalungselementen und Betonfertigteilen nicht ins Gehege. Die freistehenden Krane wurden mit zweiteilig aufgebauten Wolff-Fundamentanker in massiven Betonfundamenten verankert. Die Bauarbeiten dauern noch bis zum Ende des Jahres.

Qualität

Dank exakt aufeinander abgestimmter Hakenhöhen und Ausladungen können die Wolff-Krane problemlos durch­ schwenken, ohne sich beim Materialtransport auf der beengten Baustelle gegenseitig zu behindern.

ist unser Prinzip

Wolffkran

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Condecta-Schnellbaukrane sind zu 100 % feuerverzinkt. Ausladung von 20 bis 45 m. Hakenhöhe bis 33 m.

Wachstumsschübe Bei der Errichtung eines Kühlturms in Polen kommt ein Turmdrehkran von Terex zum Einsatz.

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Während des Bau­ fortschritts wächst der CTT 332-16 von Terex auf 150 Meter Hakenhöhe mit.

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ür den Bau eines Kühlturms in Polen benötigte die hiesige Baufirma Budimex mehr als nur einen gewöhnlichen Kran. Die Wahl fiel auf den neuen Terex-CTT-332-16-Turmdrehkran, denn dieser Kran ermöglichte dank seiner hohen Arbeitsgeschwindigkeit und seiner Traglast von bis zu 16 Tonnen einen schnellen Baufortschritt. Gleichzeitig funktioniert er aufgrund seiner robusten Kon­struktion auch unter rauen Bedingungen. Eine zusätzliche Herausforderung für die Terex-Techniker war jedoch, dass der Kran innerhalb des Kühlturms aufgebaut werden und mit dem Baufortschritt in drei Phasen auf seine endgültige Hakenhöhe von 151,70 Metern anwachsen musste. Gelöst wurde dieses Problem mit einer Seilkonstruktion, mit der der Kranturm an der Bodenplatte des Kühlturms verankert wurde und so einen stabilen Stand des CTT 332-16 ermöglichte. Die erste Verankerung wurde in einer Höhe von 62,40 Metern am Kranturm befestigt, eine weitere in 109,60 Meter. Auf diese Weise konnten die Terex-Cranes-Spezialisten gewährleisten, dass der CTT332-16-Turmdrehkran in jeder „Wachstumsphase“ alle Hübe mit seiner Auslegerlänge von 55 Metern effizient bewältigen konnte. In der dritten und letzten Ausbaustufe lag die Hakenhöhe bei 151,70 Meter.

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38 Service B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

APP DER AUSGABE

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Illustration: butjabutja.com/thinkstock

F

oto- und Dokumentenmanagement, Ortung sowie Zeiterfassung: Das bietet die F.O.Z-App des Linzer IT-Unternehmens BizzNet. Im Rahmen des Foto- und Dokumentenmanagements werden die für die Dokumentation von Baustellen wichtigen Fotos automatisch richtig zugeordnet und können von dem jeweiligen Mitarbeiter stets durch zusätzliche Informationen ergänzt werden. Eine außerordentliche GPS-Trackingfunktion sorgt zudem für eine lückenlose Verfolgung von Fahrzeugen und Mitarbeiter. Last, but not least können über die App auch die Zeitdaten der Mitarbeiter bis ins kleinste Detail erfasst werden, damit Handwerksunternehmen die entstandenen Kosten in korrekter und vollständiger Weise den Kunden übermitteln können. Download unter: play.google.com, itunes.apple.com

Holz- und Alu-Fenster: neue Konstruktionsregeln Die ÖNorm B 5312 wurde nach 25 Jahren überarbeitet, und die Empfehlungen für Inspektion und Instandhaltung wurden aktualisiert.

L

uft, Licht und Aussicht sind die wichtigsten Funktionen von Fenstern, die im Wesentlichen – sehr einfach ausgedrückt – aus einem Rahmen und Glas bestehen. Zusätzlich schützen sie Innenräume vor Regen, Wind und Wärmeverlust. Zahlreiche technische Weiterentwicklungen in den letzten Jahrzehnten haben die Leistungsfähigkeit der Fenster weiter verbessert. Dem tragen nun die aktuellen Kon­ struktionsregeln in der Neuausgabe der ÖNorm B 5312 Rechnung. Sie gelten für Fix-, Dreh- und Drehkippfenster sowie für Einfachfenster mit Isolierglas, Verbundfenster und Kastenfenster. Wobei die Profile dieser Fenster aus Holz sowie gegebenenfalls mit Aluminium-Vorsatzschalen bestehen. Da es eine Vielfalt an unterschiedlichen Fensterkonstruktionen gibt, die sich noch dazu technisch ständig weiterentwickeln, werden in dieser ÖNorm anhand von Prinzipskizzen nur die wesentlichen Konstruktionsmerkmale, aber keine vollständigen Fensterquerschnitte dargestellt. Die bisherige ÖNorm B 5315 mit Konstruktionsbeispielen wurde zusätzlich in die aktuelle Ausgabe eingearbeitet.

Um eine lange Lebensdauer der Fenster sicherstellen zu können, sollten sie regelmäßig kontrolliert und instand gehalten werden. Wie man dabei in der Praxis vorgeht, beschreibt die jetzt ebenfalls neu erschienene ÖNorm B 5305. Sie regelt die Inspektion und gegebenenfalls die Festlegung von Instandhaltungsarbeiten an Fenstern, Fenstertüren, Außentüren und deren Kombinationen sowie deren Bauanschluss – unabhängig von Werkstoff, Konstruktion und Einbau. Außerdem enthält sie Vorgaben für die Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen, sofern seitens der Hersteller keine eigenen Richtlinien dafür vorliegen. Sollte sich bei der In­spektion des Fensterzustands zeigen, dass Instandsetzungsarbeiten notwendig sind, so ist der Auftraggeber darüber nachweislich zu informieren. Neben dieser ausdrücklichen Hinweispflicht wurden in die Neuausgabe auch Ergänzungen um den Bauteil Außentüren neu aufgenommen.“  Bibliografie: ÖNorm B 5312 Holzfenster und Holz-Alufenster – Konstruktionsregeln ÖNorm B 5305 Fenster und Außentüren – Inspektion und Instandhaltung


Service 39 RECHT

B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Anwendbarkeit des neuen Bundesvergabegesetzes Ab wann und vor allem für welche Vergabeverfahren ist das neue Bundesvergabegesetz anwendbar? TEXT: THOMAS KURZ

Geltung für Vergabeverfahren Fast alle Bestimmungen des neuen BVergG treten am Tag nach der Kundmachung im Bundesgesetzblatt – also um 0.00 Uhr des nächstfolgenden Tages – in Kraft. Das bedeutet für Vergabeverfahren: • Für Vergabeverfahren, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens bereits eingeleitet waren, gelten die Bestimmungen des alten BVergG 2006. • Für Vergabeverfahren, die erst nach diesem Zeitpunkt eingeleitet werden, gilt das neue BVergG. Die „Einleitung“ eines Vergabeverfahrens ist die Absendung der Bekanntmachung durch den Auftraggeber. Wann diese Bekanntmachung für die interessierten Unternehmer verfügbar ist, ist nicht relevant. Vergabeverfahren ohne Bekanntmachung werden mit der ersten nach außen in Erscheinung tretenden Entscheidung des Auftraggebers eingeleitet. Das ist regelmäßig die Einladung zur Angebotslegung.

Beispiel Wenn ein öffentlicher Auftraggeber (anders als Sektorenauftraggeber) ein offenes Verfahren zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen BVergG bereits eingeleitet hatte, muss er zwingend die Teilnahme der Bieter zur Angebotsöffnung zulassen. Wenn er das Vergabeverfahren erst nach Inkrafttreten des neuen BVergG eingeleitet hat, muss er dies nicht. Falls der Auftraggeber vorab eine sogenannte „Vorinformation“ über das Vergabeverfahren veröffentlicht, ist das nicht relevant. Eine Vorinformation leitet nicht schon das Vergabeverfahren ein.

Geltung für Rechtsschutzverfahren Falls ein Rechtsschutzverfahren zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen BVergG bereits eingeleitet ist, richtet sich dieses nach den Verfahrensbestimmungen des alten BVergG 2006 (im Zuständigkeitsbereich der Länder nach dem jeweiligen Landesrechtsschutzgesetz). Falls es erst danach eingeleitet wird, gelten die Verfahrensbestimmungen des neuen BVergG (bzw. der neuen Landesrechtsschutzgesetze, falls diese dann auch schon in Geltung stehen). Die Einleitung eines Rechtsschutzverfahrens richtet sich grundsätzlich nach dem Zeitpunkt, in dem der verfahrenseinleitende Antrag beim zuständigen Verwaltungsgericht einlangt. Zu beachten ist, dass nach

der Judikatur außerhalb der Amtsstunden eingebrachte Anträge erst am nächstfolgenden Werktag als eingelangt gelten.

Beispiel Wenn ein Bieter einen Nachprüfungsantrag gegen eine Zuschlagsentscheidung im Unterschwellenbereich vor Inkrafttreten des neuen BVergG einbringt, und zwar neun Tage nach Zuschlagsentscheidung, ist der Antrag verfristet und wird zurückgewiesen (Anfechtungsfrist im Unterschwellenbereich laut BVergG 2006: sieben Tage). Wenn das neue BVergG bereits in Kraft steht, ist er rechtzeitig (Anfechtungsfrist laut neuem BVergG: zehn Tage auch im Unterschwellenbereich). Falls das Vergabeverfahren selbst noch nach den Bestimmungen des alten BVergG 2006 läuft, aber ein Nachprüfungsantrag erst nach Inkrafttreten des neuen BVergG eingebracht wird, so ist die Anwendbarkeit geteilt: Für die Inhalte des Vergabeverfahrens gilt das alte BVergG, für das Rechtsschutzverfahren die Verfahrensbestimmungen des neuen BVergG.

Ausnahmen Wenige Bestimmungen des neuen BVergG 2018 treten erst später in Kraft, insbesondere: • Die Verpflichtung für Auftraggeber, Vergabeverfahren im Oberschwellenbereich vollständig elektronisch durchzuführen, tritt am 18. 10. 2018 in Kraft. • Die Verpflichtung für Auftraggeber, elektronische Rechnungen nach EN 16931-1:2017 zu akzeptieren, tritt erst am 18. 4. 2020 in Kraft (für „zentrale“ Auftraggeber, vor allem die Ministerien, bereits mit 18. 4. 2019).

Unsicherheitsfaktor In der Übergangszeit verbleibt als Unsicherheit, dass aufgrund des österreichischen Verzugs mit der Umsetzung der Vergaberichtlinien diese (und damit auch wesentliche Inhalte des neuen BVergG) in Teilbereichen bereits seit April 2016 unmittelbar anwendbar sein und das alte BVergG verdrängen können. Ob das zutreffen kann, ist im jeweiligen Einzelfall zu prüfen.

ZUM AUTOR

RA Mag. Thomas Kurz ist Rechtsanwalt bei Heid Schiefer Rechtsanwälte OG Landstraßer Hauptstraße 88/2–4, A-1030 Wien www.heid-schiefer.at

Heid Schiefer

D

ie Frage ist, ab wann beziehungsweise für welche Vergabeverfahren das neue BVergG anwendbar ist. Dies ist, wie (fast) alle vergaberechtlichen Fragen, differenziert zu beantworten.


40 Service B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

RECHT

Wandlung eines Bauwerkvertrags Erbringt der Auftragnehmer (AN) seine Leistung mangelhaft, kann der Auftraggeber (AG) unter bestimmten Voraussetzungen die Wandlung erklären. TEXT: KATHARINA MÜLLER

Stufensystem der Gewährleistungsbehelfe Im Falle eines bei Übergabe vorhandenen Mangels hat der AG zunächst ein Wahlrecht zwischen Verbesserung und Austausch. Der AN soll dadurch die Möglichkeit erhalten, den Mangel selbst zu beheben oder Fehlendes nachzutragen und so den vertraglich vereinbarten Zustand herzustellen. Dabei hat die Verbesserung bzw. der Austausch in angemessener Frist mit möglichst geringen Unannehmlichkeiten für den AG zu erfolgen. Sind sowohl die Verbesserung als auch der Austausch unmöglich oder für den AN mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden, hat der AG das Recht auf Preisminderung oder – sofern es sich nicht um einen geringfügigen Mangel handelt – das Recht auf Wandlung. Ein Umstieg auf diese Gewährleistungsbehelfe der zweiten Ebene ist ebenso möglich, wenn der AN die Verbesserung oder den Austausch verweigert oder nicht in angemessener Frist vornimmt, wenn diese Abhilfen für den AG mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden wären oder wenn sie dem AG aus triftigen, in der Person des AN liegenden Gründen unzumutbar sind.

Geringfügiger Mangel Da die Wandlung die Aufhebung und Rückgängigmachung des Vertrags zur Folge hat, normiert das ABGB eine Einschränkung des Wahlrechts des AGs: Liegt ein bloß geringfügiger Mangel vor, kann der AG nur die Preisminderung fordern. Ein Anspruch auf Aufhebung des Vertrags besteht in diesem Fall nicht. Bei der Prüfung, ob ein die Wandlung ausschließender geringfügiger Mangel vorliegt, ist eine auf den konkreten Vertrag und die Umstände des Einzelfalls bezogene objektive Abwägung der Interessen der Vertragspartner vorzunehmen. Dazu der OGH: Ob der Mangel als geringfügig anzusehen ist oder nicht, ist anhand einer Interessenabwägung zu beurteilen, bei der sowohl die Verhältnis-

mäßigkeit und Angemessenheit der Aufhebung des Vertrags in Hinblick auf die damit verbundenen Folgen für die Parteien als auch die Schwere des Mangels zu berücksichtigen ist. Fehlt eine ausdrücklich vereinbarte Eigenschaft, wird ein Mangel nicht mehr geringfügig sein. Ebenso wenig liegt ein geringfügiger Mangel vor, wenn die (gefahrlose) Benutzbarkeit der Leistung durch den Mangel stark beeinträchtigt oder gar verhindert wird.

Schwierigkeiten bei der Rückabwicklung Der Vertrag wird durch die Wandlung rückwirkend aufgehoben, und die gegenseitig erbrachten Leistungen sind rückabzuwickeln. Streng genommen bedeutet das, dass der AG den gesamten Werklohn und der AN das Werk zurückfordern kann. Schwierigkeiten ergeben sich bei Bauleistungen, weil das mangelhafte Werk in der Regel nicht „zurückgegeben“ werden kann. In diesem Fall führt die Wandlung dazu, dass der Wert der erhaltenen Leistung vom Anspruch auf Rückzahlung des Werklohns abzuziehen ist. Das bedeutet, dass die jeweils erbrachten Leistungen einander wertmäßig gegenüberzustellen sind. Darüber hinaus kommen ein Vorteilsausgleich für die Nutzung der Sache durch den AG bis zur Rückabwicklung sowie die Abgeltung einer Wertminderung infolge des tatsächlichen Gebrauchs der Sache in Betracht.

Fazit Bleiben Bauleistungen hinter dem vertraglich Geschuldeten zurück, kann der AG das Recht auf Wandlung nur geltend machen, wenn eine Voraussetzung zum Umstieg auf die zweite Gewährleistungsebene – etwa ein Verbesserungsverzug – vorliegt und der vorliegende Mangel die Grenze der Geringfügigkeit überschritten hat. Kommt man zu dem Ergebnis, dass der AG berechtigt ist, die Aufhebung des Vertrags zu fordern, sind die jeweils erbrachten Bauleistungen in der Regel wertmäßig einander gegenüberzustellen, weil eine Rückabwicklung der Bauleistungen unmöglich beziehungsweise untunlich wäre.

ZUR AUTORIN

DDr. Katharina Müller ist Partnerin bei Müller Partner Rechtsanwälte Rockhgasse 6, A-1010 Wien www.mplaw.at

MPLAW

N

ach den Bestimmungen des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuchs (ABGB) leistet der Übergeber einer Sache dafür Gewähr, dass die Sache die bedungenen oder gewöhnlich vorausgesetzten Eigenschaften hat. Weicht die tatsächlich erbrachte Leistung vom vertraglich Geschuldeten ab, liegt ein Mangel vor. Der AG ist in diesem Fall berechtigt, gewährleistungsrechtliche Ansprüche gegen den AN geltend zu machen. Gelegentlich ist der Erbringer von Bauleistungen sogar damit konfrontiert, dass der AG die Wandlung erklärt und die Aufhebung und Rückabwicklung des Bauwerkvertrags fordert. Dabei stellt sich die Frage, ob dieser geltend gemachte Anspruch zu Recht besteht und welche Konsequenzen daraus resultieren.


Service 41 B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Kalender

Veranstaltungstipp

AUGUST

OKTOBER

06.08.2018 – 13.08.2018 Kurs Salzburg Führen von Hubstaplern www.sbg.bauakademie.at

01.10.2018 – 03.10.2018 Kurs Wien Ausbildungskurs abbrucharbeitenrückbaukundige Person www.brv.at

SEPTEMBER

01.10.2018 – 03.10.2018 Kurs Brunn/Geb. Lehrgang Planungs- und Baustellenkoordination www.tuv-akademie.at

05.09.2018 Seminar Wien Seminar: Praxistag Recycling-Baustoffe www.brv.at 12.09.2018 Seminar Linz Rechtssicherer Umgang mit Aushubmaterialien und Baurestmassen www.brv.at 13.09.2018 Seminar Salzburg Betoninstandsetzung − Injektionstechnik für Fachkräfte www.sbg.bauakademie.at 17.09.2018 Seminar Linz Seminar: Verwertungswege von Aushubmaterial und RecyclingBaustoffen nach BAWP 2017 www.brv.at 19.09.2018 Jour Fixe Wien Vertragsrecht am Bau für Nichtjursiten www.mplaw.at

04.10.2018 Kongress Wien BauphysikerInnen-Treffen 2018 www.ofi.at 04.10.2018 Seminar Brunn am Geb. Rechtssicherheit für Planungs- und Baustellenkoordinator www.tuv-akademie.at 05.10.2018 Kurs Brunn am Geb. Arbeitssicherheit am Bau www.tuv-akademie.at 08.10.2018 Seminar Linz Die richtige Zwischenlagerung für Bodenaushub und Baurestmassen www.brv.at 09.10.2018 – 11.10.2018 Schulung Wien Brückeninspektoren − Basislehrgang www.fsv.at

20.09.2018 – 21.09.2018 Kongress Graz 4. Grazer Betonkolloquium www.betonkolloquium.at

16.10.2018 Seminar Wien Abrechnung von Bauprojekten www.mplaw.at

25.09.2018 – 28.09.2018 Kurs Eisenerz Spritzbeton-Düsenführerkurs www.vöbu.at

16.10.2018 Seminar Leonding Bauvertrag − Werkvertrag www.tuv-akademie.at

27.09.2018 Seminar Hohenems Bauvertrag -− Spannungsfeld ­zwischen Bauherr, Planer und Bauleiter www.bauakademie.wkv.at

18.10.2018 Kongress Steyregg 7. OÖ Geotechniktag www.ooe.bauakademie.at www.vöbu.at www.ibbg.at

18.10.2018 Seminar Wien Abdichtungen Dach − Balkon − Terrasse www.ofi.at 20.10.2018 Info Wien Info-Veranstaltung zu Baumeisterkursen für Akademiker www.nimmerrichter-kurse.at 23.10.2018 Seminar Leoben Straßenoberbau − Bemessung und rechnerische Dimensionierung www.fsv.at 24.10.2018 Kongress Wien 12. Internationale Klebefachtagung www.ofi.at 24.10.2018 Vortrag Wien Abschluss des Vergabeverfahrens www.schramm-oehler.at 29.10.2018 Seminar Wien Rechtssicherer Umgang mit Aushubmaterialien und Baurestmassen www.brv.at 29.10.2018 Seminar Linz Baustellen-Monitoring www.tuv-akademie.at NOVEMBER

06.11.2018 Kongress Wien Fassadenkongress www.ofi.at 08.11.2018 Seminar Wien Mauerwerkstrockenlegung in der Praxis www.ofi.at

Advanced Building Skins Im Rahmen der 13. Internationalen Konferenz zur Gebäudehülle der Zukunft präsentieren mehr als 200 Referenten in 28 Sessions die neuesten ­Entwicklungen im Design von Gebäudehüllen. Zum Themenkreis der diesjährigen Konferenz gehören unter anderen „Forensische Architektur: Untersuchung von Gebäudehüllenschäden“, „Auswirkungen von Klimaveränderungen auf das Gebäudehüllendesign“, „Reaktive und lernfähige Gebäudehüllen“, „3D-Druck der Gebäudehülle“, „Dynamische Verglasung“; „Textil­ membranen für die Gebäudehülle“ und „Gebäude­ integrierte Photovoltaik“. Termin: 1.−2. Oktober 2018 Kornhausstrasse 3, CH-3000 Bern 22 Kosten: Tagungsgebühr: 680 Euro Frühbucher bis zum 31. Juli: 580 Euro Studentenpreis: 480 Euro Programm und weitere Informationen unter www.abs.green


42 Feierabend B AU Z E I T U N G 13 -14 /2 0 1 8

Megafusion in der örtlichen che Bautechnikerbran

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Wie tickt das Brautpa

Wie eroberte arina? Thomas seine Kath

bauzeitung ÖS TE rr EI CH IS

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Große Fusion in der Baubranche: Katharina Wögerer (Anton Traunfellner) und Thomas Gröblinger (Pabst Bau) gaben sich Ende Juni in der Pfarrkirche Blindenmarkt das Jawort. Mit dabei eine selbstgestaltete „Hochzeitsausgabe“ der Österreichischen Bauzeitung, die zur Unterstützung des Flitterwochenbudgets des Brautpaares – bis auf das letzte Exemplar – verkauft wurde. Das Team der Bauzeitung gratuliert herzlich und wünscht viel Glück für die gemeinsame Zukunft!

Paul Plutsch (2)

Abau

Beim „Abau Oberösterreich Radevent“ radelten rund 70 Mitarbeiter der Bauwirtschaft gemeinsam für einen guten Zweck. Auch dank der Sponsoren Ziegelwerk Eder, Baumit und Tritscheler konnten 1.500 Euro für das Piusheim Peuerbach gesammelt werden, die in ein neues, langersehntes Tandem, das den Menschen mit Behinderung in Zukunft ebenfalls ein tolles Erlebnis auf dem Fahrrad ermöglichen wird, investiert werden sollen.

Ein schöne und von vielen liebgewonnene Tradition ist das Sommerfest der Landesinnung Bau Niederösterreich. Auch heuer fanden sich wieder zahlreiche Gäste ein, um in gemütlicher Atmosphäre den kulinarischen Köstlichkeiten zu frönen und einen entspannten Abend zu verbringen. Landesinnungsmeister Robert Jägersberger (l.) genoss, wie die Gäste auch, das Sommerfest sowie die gelungene Abwechslung zum fordernden Arbeitsalltag.


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IMPRESSUM – Die Österreichische Bauzeitung ist das offizielle Organ der Interessenvertretungen der Bauwirtschaft. Medieninhaber, Verleger, Herausgeber, Redaktion: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, Tel.: +43 1 54664 0, www.wirtschaftsverlag.at Geschäftsführung: Thomas Letz Internet: www.diebauzeitung.at Chefredaktion: Mag. Sonja Meßner, DW 359, s.messner@wirtschaftsverlag.at Stv. Chefredaktion: Mag. Christoph Hauzenberger, DW 345, c.hauzenberger@wirtschaftsverlag.at Redaktion: Theresa Kopper, Bakk. phil., DW 355, t.kopper@wirtschaftsverlag.at Redaktionsleitung: Stefan Böck Agenturpartner: APA – Austria Presse Agentur Innung informiert: Die Bundesinnung Bau zeichnet für die Inhalte verantwortlich, die als „Innungs-Nachrichten“ gekennzeichnet sind. Artdirektion: butjabutja – multicrossmedia, Cecile M. Lederer, 1140 Wien Redaktionssekretariat: bauzeitung@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: DW 444, anzeigenservice@wirtschaftsverlag.at Verkaufsleitung: Dr. Rainer Wimmer, DW 240, r.wimmer@wirtschaftsverlag.at Anzeigenberatung: Benedikt Wagesreiter, DW 253, b.wagesreiter@wirtschaftsverlag.at Repräsentant für Oberösterreich: Verlagsbüro Gerhard Weberberger, 4030 Linz, Kleinwört 8, T +43 732 315029 42, F +43 732 315029 46, M +43 676 5185575, g.weberberger@verlagsbüro.at Erscheinungsweise: 14-täglich. Es gilt der Anzeigentarif Nr. 47 vom 1. Jänner 2018. Hersteller: Friedrich Druck & Medien GmbH, A-4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrichdruck.com Abonnement und Vertrieb: Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag, T +43 1 54664 135, aboservice@wirtschaftsverlag.at Jahresbezugspreis: Inland: Euro 130,–; Ausland: Euro 205,–. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung: Bank Austria, IBAN: AT17 1100 0095 2329 8900, BIC: BKAUATWW DVR: 0368491. Druckauflage: 9.480 (2. HJ 2017). Die Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz ist unter http://www.wirtschaftsverlag.at/offenlegung ständig abrufbar. Wir tragen Verantwortung: Wir verpacken unsere Zeitschrift nur dann in (umweltverträgliche) Folie, wenn der Postversand es auf Grund von Beilagen erfordert. Der Verlag und alle unsere Druckbetriebe sind CO2-neutral. Mehr erfahren: www.wirtschaftsverlag.at/ueber-uns/csr und auf Twitter @CSR_Verlag

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Wien

Firmenbuchnummer

89 AT010052 mer

Gültig bis

Standort

Treuhänder-Num

2012/13

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Bauzeitung 1218  
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