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MAGAZIN DES WIRTSCHAFTSBUNDES WIEN

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W W W.W I R T S C H A F T S B U N D - W I E N . AT

€ 3,–

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3/20 1 1

100 IDEEN FÜR UNSEREN WIRTSCHAFTS-VORSPRUNG

VON GEBÜHRENLAWINE BEGRABEN / 9

FORUM EPU – ZWEI-JAHRES-BILANZ / 13

BRIGITTE JANK ZAUBERSONNENGOLFCHARITY / 20

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Hofburg-Ball der Wiener Wirtschaft

FESTLICH

Feiern Freitag, 17. Februar 2012 WIENER HOFBURG

Karten-, Logen- & Tischreservierungen: www.hofburg-ball.at / T. 01 512 76 31


INHALT

EDITORIAL

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Wir tschaftsrepor t

Wirtschaftspolitik 04 . 05

Mut braucht das Land Wirtschaftsagenda Wien+

06

WB startet Wirtschaftsagenda Wien+

07

WB startet Wirtschaftsagenda Wien+

08

Meine Forderung Wirtschaftspolitik

09

Wiener Betriebe von Gebührenlawine begraben! Stadtpolitik

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Ein Praktiker für den ÖVP-Klub Sozialversicherung

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SVA geht neuen Weg für Österreich

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Wirtschaftsbund-Offensive für EPU

13

Forum EPU

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Wirtschaftsbund Service Center

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Neues aus den Fachgruppen / Bezirken

16 . 17

Neues aus den Bezirken Industrie

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Wien braucht Industrie

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Powertalks

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Brigitte Jank „Zaubersonnen-Golfcharity“

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forum mozartplatz WB intern

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Wir gratulieren

IMPRESSUM Wiener Wirtschafts-Report | Medieninhaber: Österreichischer Wirtschaftsbund Wien, Lothringerstraße 16/5, 1030 Wien, Tel. 512 76 31, Fax 512 76 31-34 | Verantwortlicher & Redaktion: Markus Langthaler | Layout & Grafik: Atelier Olschinsky | Lektorat: Michael Thomas | Fotos: Helga Nessler, Robert Schuster, Gerhard Weinkirn, Michael Weinwurm, WB-Archiv | Produktion: Druckerei Berger, Horn | Druckauflage: 90.000 | DVR: 0484288 | Österreichische Post AG, Info.Mail, Entgelt bezahlt | Erscheinungsort: Wien | Verlagspostamt: 1010 Wien | Sponsoring: Post 02Z032622S Wiener Wirtschafts-Report Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber: Österreichischer Wirtschaftsbund Wien, Lothringerstraße 14–16/II/Top 5, 1030 Wien, Tel. 512 76 31, Fax 512 76 31-34, zu 100 Prozent. Vorstand: KommR Brigitte Jank, RA Dr. Martin Prunbauer, BSO KommR Ing. Mag. Georg Toifl, Mag.a Anja Hasenlechner, BSO LAbg. GR KommR Dkfm. Dr. Fritz Aichinger, Mag. Manfred Mautner Markhof, Dr. Alexander Biach. Grundlegende Richtung: Satzungen des Österreichischen Wirtschaftsbundes, A) § 2.

100 IDEEN FÜR UNSEREN WIRTSCHAFTS-VORSPRUNG Wien ist nicht gleich Wien! Wirtschaft ist nicht gleich Wirtschaft! So vielfältig wie die Meinungen der Wienerinnen und Wiener, so unterschiedlich sind die Anforderungen für ein erfolgreiches und florierendes Wirtschaftsleben. Von den exklusiven Einkaufsstraßen über den Vergnügungspark Prater, das Erholungserlebnis Donau, den Wirtschafts- und Kulturimpuls Wein, die imperialen Tourismusmagneten, das Frischegefühl Wiener Märkte, die Logistikdrehscheiben, die Synergie aus Kreativität und Handwerk und schließlich auch die Industrie- und High Tech-Produktionsstandorte. All das ist Wiens Wirtschaft und braucht unterschiedliche Ideen und Initiativen, um auf ihre Art und Weise einzigartig und erfolgreich zu sein. Mit der Wirtschaftsagenda Wien+ liefert der Wirtschaftsbund quer durch Wien konkrete Vorschläge und schafft den Vorsprung für unsere Wirtschaft im Bezirk. Wirtschaftsagenda Wien+: Teilen Sie uns Ihre Forderungen mit. Von der fehlenden Parkgarage über eine Neukonzipierung einer Einkaufsstraße bis hin zur Sicherung der hiesigen Gewerbeflächen. Wir möchten Ihren Unternehmensstandort so attraktiv wie möglich machen! Ihre Meinung ist gefragt und uns wichtig! Wirken Sie mit! Ihre Brigitte Jank Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes


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WIrtschaftsPOLITIK Wir tschaftsrepor t

MUT BRAUCHT DAS LAND Die Lösung der Euro-Krise hat in den vergangenen Wochen zu Recht einen Gutteil der öffentlichen Aufmerksamkeit auf sich gezogen und wird dies angesichts der jüngsten Entwicklung in Griechenland und Italien auch noch weiterhin tun. Was unser Land jetzt braucht, ist Mut. Mut zu Reformen in den verkrusteten, staatlichen Verwaltungsstrukturen. Mut zu unpopulären, aber notwendigen Anpassungen in unserem Pensionssystem, um dessen Zukunftsfähigkeit zu sichern. Mut zu neuen Regeln für die internationale Finanzwirtschaft, damit Spekulationen auf Lebensmittelpreise und andere absurde Geschäfte endlich ein Ende haben. Mut zur Neugestaltung unseres Bildungssystems, das in der Vergangenheit gute Dienste geleistet hat, unsere Kinder und Jugendlichen heute aber nicht mehr fit für die Zukunft macht. Mut zum Unternehmertum, das mit realen Werten, Leistung und Anerkennung verbunden ist. Mit anderen Worten: Wir brauchen Mut zur Veränderung überall dort wo wir die positiven Entwicklungsmöglichkeiten aus den Augen verloren haben. Die heimische Politik kann hierbei von der alltäglichen Arbeit in den Wiener Unternehmen einiges lernen. Denn wo stünde das Wiener Handwerk, wenn die Unternehmen in den letzten 100 Jahren nur an Altbewährtem festgehalten hätten und niemals innovativ und flexibel gewesen wären? Wo wäre der hoch entwickelte Wiener IT-Sektor, wenn nicht auch junge, kreative Köpfe ihre angestammten Wege verlassen und mit guten Ideen den Schritt ins Unternehmertum gewagt hätten? Oder wo wäre der Wiener Tourismus, wenn man in den Hotels den Charme der 1950-er-Jahre festgefroren hätte? Sicher nicht bei den heutigen Rekordergebnissen. Denn keines dieser Unternehmen oder keiner dieser Wirtschaftszweige könnten heute noch bestehen, wenn nicht Tag für Tag verantwortungsvoll und zukunftsorientiert gehandelt worden wäre.

So erfreulich die Ergebnisse unserer Jung-Fachkräfte bspw. bei den diesjährigen „World Skills“ in London sind, die Zukunft sieht weniger rosig aus, denn wir laufen sehenden Auges auf einen Fachkräftemangel zu. Wir brauchen eine Bildungsreform, die dem Wort gerecht wird Beim Finale der diesjährigen World Skills in London haben Wiens Nachwuchs-Fachkräfte ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So erfreulich die Ergebnisse unserer JungFachkräfte sind, die Zukunft sieht weniger rosig aus, denn wir laufen sehenden Auges auf einen Fachkräftemangel zu. Wenn hier nicht rasch gehandelt wird, wird es gravierende Nachteile für unsere Betriebe geben, die auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen sind. Derzeit bilden knapp 4.500 Wiener Betriebe rund 16.100 Jugendliche zu Fachkräften aus. Doch trotz bester beruflicher Aussichten nach einer Lehre streben immer mehr Jugendliche die Reifeprüfung an. Wenn diese Entwicklung andauert, können wir den laufenden Bedarf an Fachkräften nicht mehr decken. Bildungsexperten haben das drohende Szenario bereits in Zahlen gegossen: Während Österreich weit derzeit 40 Prozent der 15-Jährigen eine Lehre beginnen, werden es in fünf Jahren nur mehr 30 Prozent sein – Tendenz sinkend. Mitschuld trägt auch das in großen Teilen der Bevölkerung vorhandene, aber unbegründete schlechte Image der Lehre. So streben immer mehr Jugendliche – wohl auch durch ihre Eltern beeinflusst – Richtung Reifeprüfung und ziehen schlecht bezahlte Akademikerpositionen einem attraktiven Fachkräftegehalt vor. Die Folge ist, dass viele Oberstufenschüler in einem


WIrtschaftsPOLITIK

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Wir tschaftsrepor t

für sie völlig falschen Schulsystem sitzen und schlechte Noten bzw. Sitzenbleiben lieber in Kauf nehmen als eine vielfältige, praxisnahe und vielversprechende Fortbildung in einem Lehrberufe. Sorgen der Betriebe ernst nehmen und Fairness in der Finanzierung des Bildungssystems einleiten Gleichzeitig klagen zunehmend mehr Ausbildungsbetriebe darüber, keine geeigneten Lehrlinge zu finden. Tatsächlich gilt jeder fünfte Wiener Schüler in der 8. Schulstufe als Risikoschüler, mit gravierenden Mängeln, besonders bei der Lesekompetenz, was auch negativ auf Fähigkeiten wie Schreiben und Rechnen durchschlägt. Um jene Jugendlichen, die wegen mangelnder Qualifikation keine betriebliche Ausbildung beginnen können, aufzufangen, forciert die öffentliche Hand die so genannte überbetriebliche Ausbildung – mit Kosten von mehr als 18.000 Euro pro Kopf und Jahr. Immer mehr bleiben im Schulsystem, auch wenn dieses nicht für jeden die richtige Wahl ist. Lieber durchwurschteln, sitzenbleiben und mit vielen Nachhilfestunden die Matura schaffen, statt „nur“ eine Lehre zu machen, so der Gedanke auch bei den Eltern. Viel zu viele nicht schulaffine Jugendliche müssen deshalb mitbetreut werden, währenddessen die Lehrbetriebe immer mehr potenzielle Bewerber verlieren und von den verbleibenden immer weniger ausreichend qualifiziert sind. Das Match „Schule gegen Lehre“ ist ein Duell mit zwei Verlierern. Die Politik hat dringenden Handlungsbedarf, dieses Spiel zu beenden.

Wir brauchen gerechte Bedingungen bei der Finanzierung der Bildungssysteme. Denn zum einen übernimmt der Staat die Kosten für die schulische Bildung der 15- bis 18-jährigen zur Gänze, während Wiens Lehrbetriebe mit einem Aufwand von geschätzten 270 Millionen Euro pro Jahr für die Fachkräfteausbildung finanziell selbst aufkommen. Zum anderen besteht in unserer Republik noch immer keine Einigkeit über die Einführung von Studiengebühren. Hier ist die Fairness gegenüber jenen herzustellen, die die Kosten für Befähigungs- oder Meisterprüfungen selber tragen müssen. Ihre Brigitte Jank Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

Bildungsfakten: _ _ _ _

4.500 Wiener Betriebe bilden rund 16.100 Jugendliche zu Fachkräften aus 2011: 40% der 15-Jährigen beginnen eine Lehre; 2011: 30 % Öffentliche überbetriebliche Ausbildung kostet 18.000 Euro pro Kopf und Jahr Betriebe investieren 270 Mio. pro Jahr für die Ausbildung der 15-18 Jährigen

Schwellenwertregelung im Vergaberecht dauerhaft anheben und auf EU-Ebene absichern Auf massiven Druck des Wirtschaftsbundes konnte 2009 als flankierende Maßnahme zur Bewältigung der Wirtschaftskrise eine deutliche Anhebung der Schwellenwerte bei öffentlichen Auftragsvergaben - für Direktvergaben von € 40.000,- auf € 100.000,- und für den Baubereich (im nicht offenen Verfahren ohne Bekanntmachung) von € 120.000,- auf eine Million Euro – erreicht werden. Öffentliche Aufträge konnten innerhalb wesentlich kürzerer Zeit vergeben werden. Vor allem für KMUs bedeutete die Anhebung der Schwellenwerte eine enorme Erleichterung, denn dadurch ersparten sich die Unternehmen monatelange, komplizierte Vergabeverfahren für vergleichsweise geringe Auftragsvolumina. Die KMU-Forschung Austria hat in der Studie „Potentielle Auswirkungen der Auftragsvergabe an regionale KMU“ die volkswirtschaftlichen Auswirkungen eines zusätzlichen Auftragsvolumens von einer Million Euro in der jeweiligen Region untersucht und generell positive Auswirkungen auf Kaufkraft, Arbeitsplätze und das Abgabenaufkommen festgestellt. Diese Regelung läuft nun Ende des Jahres aus. Politik gefordert Die nun anstehende Rückführung der Schwellenwerte auf das Niveau von 2009 würde einen doppelten Rückschritt bedeuten. Klein- und Mittelbetriebe müssten dann wieder den langen und

komplizierten Weg des Vergabeverfahrens gehen und die öffentliche Verwaltung wird durch umfangreiche Vorbereitungsarbeiten gebremst. Die Verankerung der SchwellenwertVerordnung im Bundesvergabegesetz ist ein Puzzlestein auf dem Weg zu einer effizienteren Verwaltung. Die Wirtschaftstreibenden erwarten sich in dieser Sache ein entschiedenes Handeln der Politik. Die Wiener Stadtregierung muss alle Hebel in Bewegung setzen und auf Bundesebene intervenieren. Eine Rückführung der Schwellenwert-Grenzen wäre ein negatives Signal der Politik für die klein- und mittelständischen Betriebe. Gerade jetzt brauchen wir positive Impulse für die Wirtschaft, damit die Auftragslage zumindest konstant bleibt, denn davon hängen tausende Arbeitsplätze ab.


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Wirtschaftsagenda Wien+ Wir tschaftsrepor t

100 NEUE Ideen für unser Wien Wiens Unternehmer gestalten gemeinsam mit dem Wirtschaftsbund die „100 Ideen“ für ein besseres wirtschaftliches Umfeld. Die Wirtschaftstreibenden wissen unmittelbar in ihrem Grätzl Bescheid, wie man mit kleinen Dingen viel für die Wirtschaft und somit auch für die Menschen vor Ort verbessern könnte. 400 Unternehmer aus dreiundzwanzig Bezirksgruppen suchen ihre Ideen als Impulsgeber damit Wien auch weiterhin so lebenswert bleibt.

Viele Unternehmer haben innovative Ideen und leisten hervorragende Arbeit damit ihr Betrieb in der freien Marktwirtschaft bestehen kann. Dies beschränkt sich nicht nur auf ihr eigenes Geschäftsmodell, sondern auch auf ihr Umfeld bzw. färbt auf ihre Kunden ab. Daher weiß ein Ottakringer Gastronom bestens über die Bedürfnisse seiner Kunden Bescheid und wird dementsprechend seinen Schanigarten gestalten. Ein Alsergrunder Tischler, der seine gefertigten Möbelstücke liefern möchte, kann darüber Auskunft geben wie der Parkraum organisiert werden kann, sodass Kunden wie Anrainer zufrieden sein können. Ein Favoritner Handelsunternehmer hat klare Vorstellungen wie eine einladende Geschäftsstraße auszuschauen hat, von der Kunden wie Anwohner sich angezogen fühlen. Genau diese Kompetenz der Selbstständigen ist es, die der Wirtschaftsbund mit den „100 Ideen für Wien“ zu bündeln versucht, damit die Wirtschaftsagenda Wien+ entstehen kann. Denn das Wien eine der lebenswertesten Städte der Welt ist, verdankt sie der Tüchtigkeit und Innovationskraft dr Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer. Konkrete Ideen aus den Grätzeln „Die Belebung des wirtschaftlichen Umfeldes soll durch Initiativen und Ideen aus den Grätzeln erfolgen“, ist Brigitte Jank, Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes überzeugt. Aus diesem Grund bemühen sich seit Ende August 23 Bezirksgruppen mit mehr als 400 Funktionärinnen und Funktionären in Arbeitsgruppen, Betriebsbesuchen und Straßenbefragungen um die Meinung der Wiener Wirtschaftstreibenden. Quer durch alle

Bezirke werden konkrete und regionale Ideen für den Wiener Wirtschaftsstandort entwickelt. Von der fehlenden Parkgarage, über die Belebung der Einkaufsstraße bis hin zur baulichen Veränderung von Geschäftspassagen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So fordert der Wirtschaftsbund Ottakring die Revitalisierung des Spielplatzes bzw. des Ballspielkäfigs am Stöberplatz, die um eine darunterliegende Parkgarage ergänzt werden soll. Beide Maßnahmen würden die Wohnqualität steigern und die Kundenfrequenz erhöhen. Dazu wurden 750 Unternehmer schriftlich befragt und 75% befürworteten diese Maßnahme. Ein erster Erfolg für den Wirtschaftsagenda Wien+ Prozess. So soll es weiter gehen Bis Dezember werden in den einzelnen Bezirken die Selbstständigen um ihre Meinungen befragt, die Ideen gesammelt, redaktionell aufbereitet und volkswirtschaftlich analysiert. Am Ende steht ein Forderungskatalog für jeden Bezirk, der landesweit im Wirtschaftsagenda Wien+ Prozess zusammengefasst wird. Wirken Sie mit – als Ideen- und Impulsgeber für Wien – und tragen Sie zu einer Belebung Ihres Wirtschaftsstandortes bei! Wirtschaftsagenda Wien+ Vorsprung für die Wiener Wirtschaft.


Wirtschaftsagenda Wien+

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Wir tschaftsrepor t

Lokale Bezirksideen Eine Auswahl an Vorschlägen spannt den Bogen vom Garagenbau in Ottakring, über die Entwicklung eines Gesundheitsclusters in Währing bis hin zu einer Überdachung der Favoritenstraße.

67% der Ottakringer Unternehmer fordern einen verstärkten Garagenbau. „Viele Unternehmerinnen und Unternehmer wohnen in der Nähe ihres Betriebes oder sogar unmittelbar im gleichen Haus. Dadurch haben sie natürlich auch Interesse an einer besseren Lebensqualität in ihrer Umgebung. Eine Verlagerung von Dauerstellplätzen unter die Erde trägt einerseits zur Verbesserung dieser Lebensqualität bei, andererseits bietet sie neue Möglichkeiten für den Kunden- und Lieferantenverkehr“ berichtet Mag. Andreas Würfl, Ottakringer Wirtschaftsbundobmann. Beide Maßnahmen würden die Wohnqualität steigern und die Kundenfrequenz erhöhen. Dazu wurden 750 Unternehmer schriftlich befragt und 67% befürworteten diese Maßnahme. Laut Rechnungsabschluss der Stadt Wien sind für solche Baumaßnahmen 135 Millionen Euro reserviert. „Am Geld kann es also nicht liegen!“ stellt Würfl fest.

Gesundheitscluster in Währing! Die Obfrau des Wirtschaftsbundes Währing, Irmingard Floegl, MSc und ihr Team, fordern im Bereich der Kreuzgasse ein Gesundheitsviertel zu etablieren, um den Standort der hiesigen Gesundheitsbetriebe zu stärken. Die bereits im Frühjahr ins Leben gerufene Arbeitsgruppe „Gesundheitsviertel Kreuzgasse“ widmet sich dem Thema der Belebung dieser ehemaligen gut frequentierten Einkaufsstraße. „Die Nutzung der leer stehenden Geschäftslokale durch Unternehmer aus dem Gesundheitsbereich wäre eine Bereicherung dieses Viertels“ ist Bezirksrätin Floegl überzeugt. Die geographische Nähe zum Allgemeinen Krankenhaus garantiert eine hohe Ärzte- und Patientendichte. Darüber hinaus befindet sich unmittelbar in der Kreuzgasse die Privatklinik Währing, deren Verantwortliche diese Arbeitsgruppe begrüßen und unterstützen.

Überdachung der FavoritenstraSSe. Die Entwicklung der Fußgängerzone Favoritenstraße ist aufgrund der Modernisierung sehr positiv, aber die Struktur hin zu billigen „1-Euro“-Shops brachte einen Wandel in der Geschäftslandschaft. „Große Projekte wie der Hauptbahnhof oder die Verlängerung der U-Bahn Linie U1 bringen wesentliche Veränderungen und setzen die Geschäftsstraße unter Druck!“ fasst Dr. Michael P. Walter, Wirtschaftsbundobmann in Favoriten, zusammen. So kann die Konzentration auf den Hauptbahnhof und die damit verbundene Absiedlung oder Abwertung der Fußgängerzone Favoritenstraße durch eine teilweise oder ganze Überdachung wesentlich verbessert werden. „Kundinnen und Kunden wollen heute alles unter einem Dach haben“, meint Walter. Und weiter: „Das Erfolgsrezept der Einkaufszentren kann so auf lokale und bestehende Einkaufsmöglichkeiten ausgedehnt werden!“

Weitere projekte der Wirtschaftsagenda wien+. WB 7 / Michael Weinwurm: „In Hinsicht auf die geplante Neuregulierung der Mariahilfer Straße, muss jedenfalls ein uneingeschränkter Lieferverkehr sichergestellt werden. Eine durchgehende Haltespur für Ladetätigkeit in der Mariahilfer Straße wäre wünschenswert!“ WB 5 / Maria Böhm: „Mit konkreten Ansatzpunkten zur Revitalisierung der Reinprechtsdorferstraße möchten wir konstruktive Vorschläge machen, um diesen Bezirk zu gestalten“ WB 2 / Mag. Michael Neischl: „Eine umfangreiche Verkehrsplanung im Bereich des Praters beziehungsweise des Stuwerviertels ist vielen UnternehmerInnen ein Anliegen.“


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Wirtschaftsagenda Wien+ Wir tschaftsrepor t

UnternehmerInnen und unternehmer sind regionale experten Der Volkswirt Mag. Dr. Peter Huber – WIFO Experte für Regionale Konjunktur- und Wachstumsfaktoren – beschäftigt sich intensiv mit Strukturwandel und Regionalentwicklung. Der Wirtschaftsreport bat den Ökonomen um mögliche konkrete Bewertungen des Wirtschaftsagenda Wien+ Prozesses. Herr Dr. Huber, Sie beschäftigen sich wissenschaftlich mit Konjunktur- und Wachstumsfaktoren auf regionaler Ebene. Können Sie uns anschaulich erklären, was man darunter verstehen kann? Eine der Fragen, die uns am WIFO und mich beschäftigen, ist ob und wie gut es Regionen gelingt für ihre Bevölkerung nachhaltig hohe Einkommen und Beschäftigungsniveaus zu schaffen oder zu erhalten, kurz gesagt wie wettbewerbsfähig Regionen sind. Dabei ist zwischen kurzfristigen Schwankungen im wirtschaftlichen Aktivitätsniveau und langfristigen Trends zu unterscheiden, da beide die Wettbewerbsfähigkeit mitbestimmen. Wenn man nun die regionale Wettbewerbsfähigkeit und eine Standortanalyse für Wien durchführt, zu welchem Ergebnis kommen Sie? Welche Stärken, welche Schwächen hat der Wiener Wirtschaftsstandort? Generell würde man Wien wohl eine hohe Wettbewerbsfähigkeit bescheinigen. Nach den Ergebnissen einer neueren Studie des WIFO nimmt Wien gemessen am Lissabon-Index unter 65 betrachteten Stadtregionen Rang 8 ein. Mit einem realen BIP/ Kopf von knapp € 39.000,– liegt die Stadt auf Rang 18 von 65 vergleichbaren europäischen Großstadtregionen. Besonders

fällt dabei die starke Produktivitätsentwicklung der Stadt, ihre Konjunkturstabilität in der Krise und auch ihre Innovationsorientierung auf. Die gute Produktivitätsentwicklung hat aber auch dazu geführt, dass trotz gutem Wachstums die Beschäftigung in den letzten Jahren nicht sonderlich stark gestiegen ist, und auch im Bereich der Bildung bestehen bei der universitären Ausbildung noch deutliche Verbesserungsmöglichkeiten. Der Wirtschaftsagenda Wien+ Prozess hat sich zum Ziel gesetzt 100 Ideen für den Wirtschaftsstandort zu entwickeln. Wie bewerten Sie diese Ideen? Ganz generell zeigen die Erfahrungen aus der Regionalentwicklung, dass gerade bei kleinräumigen Entwicklungskonzepten (z.B. für „Grätzel“ oder Bezirke) die Beteiligung und Mitarbeit lokaler Akteure ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine Strategie ist. Außenstehenden ExpertInnen fehlt es oftmals an Wissen über die konkreten Probleme solcher kleinen Regionen und lokale „ExpertInnen“ können häufig sehr effizient konkrete Probleme ansprechen und Lösungsvorschläge erarbeiten. Insofern sind Ideen für lokale Entwicklung immer sehr positiv zu bewerten, und die vorgeschlagenen Ideen sind sicherlich Interessante Möglichkeiten.

MEINE FORDERUNG / FAX 01 / 512 76 31-34 Bitte abtrennen und an den Wirtschaftsbund Wien faxen. Ich habe folgende Idee / Anliegen um meine unternehmerische Zukunft zu sichern:

FORDERUNG VON:

Firma

E-Mail

Telefon

Adresse

PLZ / Ort


WIRTSCHAFTSpolitik

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Wir tschaftsrepor t

Wiener Betriebe von Gebührenlawine begraben! Aufgrund des Valorisierungsgesetzes und beschlossenen Erhöhungen werden Belastungen für die Wiener Betriebe im Ausmaß von 61,51 Millionen Euro schlagend. Doch es könnten weitere dazukommen. Die vom Wirtschaftsbund losgetretene Debatte über die Gebührenbelastungen schlug große Wellen. Trotz dieses ökonomisch stürmischen Umfelds hat die Stadt Wien eine Reihe von für die Wirtschaft schwer verkraftbaren Gebührenerhöhungen mit bis

zu 33% beschlossen. Der Wirtschaftsreport hat nun die tatsächlich eintretenden Gebührenerhöhungen berechnet: In Summe wären das beschlossene Mehrkosten von 171,4 Mio. Euro, wovon 61,51 Mio. auf die Wirtschaft direkt entfallen würden. Kosten für die Wirtschaft in Mio. €

Erklärung

Gesamtkosten in Mio. €

Abfall

Letzte Erhöhung mit 1.1.2009 aufgrund des Valorisierungsgesetzes

3,9 Mio.

11,7 Mio.

Wasser

Tarifsteigerung um 33% auf € 1,73/m3. zum Vergleich: Die Stadt Baden verechnet € 1,17/m3 für selbiges Wasser

24 Mio.

59 Mio.

Abwasser

Letzte Erhöhung mit 1.1.2009 aufgrund des Valorisierungsgesetzes

8 Mio.

24,2 Mio.

Kanal

Letzte Erhöhung mit 1.1.2009 aufgrund des Valorisierungsgesetzes

4 Mio.

12 Mio.

Fernwärme

Der Fernwärmepreis wurde mit 1.9.2011 um 8,2% erhöht

2,8 Mio.

8,5 Mio.

Gas

(+ 17% reiner Energiepreis; + 9,6% bzgl. Endpreis – inkl. Leitungsgebühren und Energieabgaben)

18 Mio.

54 Mio.

Marktgebühren

(+ 7,8%) rückwirkend – obwohl auf Basis des Valorisierungsgesetzes lediglich 5,6% zulässig wären

0,34 Mio.

0,34 Mio.

Abschleppgebühren

Die Abschleppgebühr wird 2012 von € 192,– auf € 242,– erhöht.

0,47 Mio.

1,4 Mio.

GESAMT

61,51 Mio.

171,14 Mio.

Der nicht dementierte Vorschlag der Stadt Wien, eine Alkoholsteuer von 15% einzuführen, würde die Gastronomie- und Hotelleriebetriebe belasten. Derzeit gibt es keine Dementi der Stadtregierung zu solchen SondersteuerÜberlegungen.

93 Mio.

93 Mio.

AlkoholSondersteuer

Wirtschaftsbund-Tipp zum Kostensparen Seit ca. 10 Jahren ist der Gas- und Strommarkt in Österreich liberalisiert. Das bedeutet, dass man seinen Energielieferanten selbst wählen kann. Der Wechsel geht sehr einfach und unkompliziert. Durch einen Preisvergleich können Sie sich zwischen

100 und 200 Euro Betriebskosten im Jahr ersparen. Nähere Informationen finden Sie anonym und kostenlos auf: www.e-control.at / www.durchblicker.at


10

stadtpolitik Wir tschaftsrepor t

Ein Praktiker für den ÖVP-Klub! Mit Dr. Fritz Aichinger übernahm ein konsensorientierter und wirtschaftspolitisch versierter Politiker und Unternehmer das Zepter im ÖVP-Rathausklub. Die Zeiten für die Wiener Volkspartei könnten kaum schwieriger sein. Nach der letzten verlorenen Gemeinderatswahl und dem überraschenden Abgang von Christine Marek im September steht die Partei vor einem völligen Neubeginn.

Herr Klubobmann, Sie übernehmen den ÖVP-Klub im Wiener Rathaus in einer sehr schwierigen Phase. Mit welcher Motivation haben Sie diese Funktion übernommen bzw. welche Arbeitsschwerpunkte möchten Sie setzen? Ich habe diese Funktion im vollen Bewusstsein übernommen, mich für die Bürger und die Wirtschaft Wiens im Rathaus einzusetzen. Der ÖVP Wien geht es darum, bessere Voraussetzungen für die Wirtschaft zu schaffen und die Bürger von der Gebührenzange der rot-grünen Stadtregierung zu befreien. Wirtschaft, Arbeit, Leistung sind die politischen Schlagworte, um die es dabei geht. Sie kommen aus einem klassischen Handelsbetrieb, waren lange Zeit in der Unternehmer-Interessenvertretung tätig. Welchen Hintergrund bringen Sie in die Politik mit? Was ist Ihr Verständnis von Politik? Ich bin ein Praktiker, kein Theoretiker. Ich habe in meiner Laufbahn gelernt, dass es gut ist wenn Dinge angegangen werden, nicht immer nur besprochen. Ich setzte auf das Prinzip des Handelns.

Die Wiener Wirtschaft hinkt in den meisten ökonomischen Indikatoren einem dynamischen Wirtschaftsstandort hinter her. Währenddessen die meisten Bundesländer sinkende Arbeitslosenzahlen aufweisen, sind diese in Wien im Durchschnitt um 5% gestiegen. Jeder dritte Arbeitslose kommt aus Wien. Wo sehen Sie die Wiener Wirtschaft 2012? Welchen Herausforderungen steht die Wiener Wirtschaft gegenüber? Das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo hat seine Konjunkturprognose für 2011/2012 für Österreich halbiert. Umso mehr muss die Politik jetzt Rahmenbedingungen schaffen, damit die Wiener Wirtschaft bestmöglich in dieser global schwierigen Phase bestehen kann. Wien braucht eine offensive Wirtschaftspolitik, eine Beschleunigung und Flexibilisierung der Verwaltung sowie eine Stärkung des Wirtschafts- und Arbeitsstandortes. Wir danken für das Gespräch! Das Interview führte Markus Langthaler

Der neue nicht amtsführende Wiener ÖVP-Stadtrat Manfred Juraczka (42) will die Wiener ÖVP laut APA mit einem „bürgerlichen Gegenentwurf“ zu Rot-Grün aus dem Tief holen. Was halten Sie davon bzw. wie schaut dieser aus? Ich halte sehr viel von diesem Ansatz. Juraczka hat damit gemeint, dass wir uns nicht auf Fundamentalopposition beschränken, sondern Gegenmodelle entwickeln. Die von ihm genannten drei E – Eigentum, Eigenverantwortung und Einsatz – bedeuten etwa, dass man in der Verkehrspolitik das Miteinander in den Vordergrund stellt und nicht eine Einteilung in „gute“ und „böse“ Verkehrsteilnehmer vornimmt, wie das da und dort leider passiert. Die rot-grüne Koalition feiert dieser Tage ihr einjähriges Bestehen. Viele Kommentatoren meinen, dass nichts geschehen ist und dadurch haben sie zumindest nichts falsch gemacht. Wie sieht Ihre Bilanz aus? Das Problem der Stadtregierung ist, dass sie lediglich auf Nebenschauplätzen agiert, jedoch in Bereichen von enormer Wichtigkeit Stillstand vorherrscht: Vernachlässigt wird die Standortpolitik für Wien: Wirtschaft, Bildung, Verwaltungs- und Infrastruktur.

Über ÖVP Wien-Klubobmann DKFM. Dr. Fritz Aichinger: Fritz Aichinger absolvierte 1965 die Matura und studierte im Anschluss Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien. 1972 schloss er sein Studium mit der Promotion zum Doktor der Handelswissenschaften ab. Nach der Beendigung seines Studiums übernahm Aichinger zwei Jahre später den elterlichen Betrieb im Bezirk Landstraße und wurde Sportartikel-Einzelhändler. Fritz Aichinger ist verheiratet und hat zwei Kinder.


sozialversicherung

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Wir tschaftsrepor t

Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft geht neuen Weg für Österreich Trotz eines guten Gesundheitssystems und einer hohen Lebenserwartung von durchschnittlich 80,4 Jahren, verlieren die Österreicherinnen und Österreicher mehr als 20 Jahre an Lebensqualität durch Krankheit. Im Schnitt verleben die Menschen nur 59,4 beschwerdefreie, gesunde Jahre, um 1,3 Jahre weniger als im EU-Vergleich. Der Fokus im österreichischen Gesundheitswesen liegt in der Heilung der Kranken. In Anbetracht der geringen gesunden Lebensjahre muss ein Umdenken in Österreich stattfinden. Die Prävention, sprich der Erhalt der Gesundheit und die Vermeidung von Krankheit muss in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Schwerpunkt in den Erhalt der Gesundheit ihrer Versicherten zu setzen. Ab Jahresbeginn 2012 führt die SVA einen Paradigmenwechsel von der Krankenkasse zur Gesundheitsversicherung herbei. Mit dem SVA Vorsorgeprogramm will die SVA ihre Versicherten zu einem Umdenken animieren auf ihre eigene Gesundheit zu achten. „Das Programm soll die Eigenverantwortung fördern, sich selbst für ein möglichst langes gesundes, beschwerdefreies Leben einzusetzen. Als SVA haben wir den Vorteil, ein bundesweit agierender Träger zu sein mit einer Versichertengemeinschaft, die ungefähr 7% der österreichischen Bevölkerung entspricht. Wir wollen im Kleinen vorzeigen, was mit Engagement und Innovationskraft in bestehenden Strukturen möglich ist und mit unserem Vorsorgeprogramm Neuland in

der österreichischen Sozialversicherung betreten. auch als Vorbild für andere Sozialversicherungen auftreten“, so Mag. Peter McDonald, geschäftsführender Obmann der SVA. In dem Vorsorgeprogramm wird ein individuelles, auf jeden Einzelnen abgestimmtes Programm mit dem Vertauens- oder Hausarzt erstellt, das dabei hilft die Gesundheit zu erhalten oder zu verbessern. Der Arzt als Gesundheitscoach wird dies fachgerecht unterstützen und durch Halbierung des Selbstbehaltes, bei Erreichung der Gesundheitsziele, setzt die SVA zusätzlich einen aktiven Anreiz dazu. Weiterführende Information erhalten Sie im Internet unter www.sva-gesundheitsversicherung.at

Mehr Sicherheit für Österreichs Unternehmen Atradius Österreich bietet daher österreichischen Unternehmen 90% Deckung* auf Insolvenz und Zahlungsverzug an – und das weltweit. Ebenso werden die weltweiten Inkassokosten übernommen.** Nach der erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung, die bereits 2010 eingesetzt hat ist nun, für 2012, mit einer spürbaren Abkühlung des Weltwirtschaftsklimas zu rechnen. „Wir von Atradius Österreich sehen es als unsere Aufgabe, die österreichischen Unternehmen auf diese Situation vorzubereiten, und es ihnen zu ermöglichen, auch weiterhin gute und profitable Geschäfte im In- und Ausland zu tätigen“, so KommR Franz Maier, Generaldirektor Atradius Österreich und Mitglied im Gremium Außenhandel der Wirtschaftskammer Wien. Wie die erst kürzlich veröffentlichte Studie zur Zahlungsmoral zeigt, hat sich die Zahlungsmo-

ral der Unternehmen deutlich verschlechtert. Viele Unternehmen gaben an, dass fehlende Liquidität zu dieser Verschlechterung geführt hat. „Für Unternehmen ist es oftmals günstiger, den Lieferantenkredit in Anspruch zu nehmen und später zu zahlen“, weiß Maier aus Erfahrung. Doch meistens fehlt es den Unternehmen an Bontätsinformationen über deren Kunden, und so schlittern selbst solide und stabil wirkende Unternehmen durch Zahlungsverzögerungen oder sogar Zahlungsausfälle plötzlich in die Krise. „Deshalb bieten wir von Atradius Österreich den Unternehmen nun die Möglichkeit sich mit 90% gegen diese Risken abzusichern, denn ein gutes Geschäft ist nur dann ein gutes Geschäft, wenn das Geld am Konto ist“, so KommR Maier. ** gültig für Vertragsabschlüsse bis 10.1.2012

KommR Franz Maier, MBA, MLA

Kontakt Tel. +43 1 813 03 13-0 kredit.versicherung@atradius.com www.atradius.at


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Wirtschaftsbund-Offensive für EPU Wir tschaftsrepor t

EPU und KMU stellen sich vor In wirtschaftlich angespannten Zeiten geht der Wirtschaftsbund in die Offensive und unterstützt die Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer. Aus diesem Grund sollen Einpersonenunternehmen und Jungunternehmer(innen) die Möglichkeit erhalten, sich und ihre Geschäftsidee zu präsentieren.

„Erfolg bedeutet, gewöhnliche Dinge ungewöhnlich zu tun“ Die Internet- und Medienlandschaft ist immer schnelllebiger geworden – für Unternehmen wie Privatpersonen eine Chance, die man sehr gut nützen kann, oder sogar muss – ein professioneller Auftritt nach außen im Web sowie in der täglichen Kommunikation wird standardmäßig erwartet.

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Geist-Körper-Seele Diese mit Kabbalah in Einklang zu bringen ist meine Philosophie, das Bewusstsein zu heben und so den Menschen zu zeigen, wie ein erfülltes, erfolgreiches Leben sein kann. In Einzelsitzungen gehe ich gezielt auf die Anliegen meiner Klienten ein. In erster Linie geht es um Erkennen, dann beginnt erfolgreiches Arbeiten. In Workshops werden allgemeine Themen aufgegriffen. Um unsere Energiedepots aufzufüllen, arbeite ich zusätzlich mit Vitalstoffergänzungen, Körper- und Gesichtspflegeprodukten auf rein pflanzlicher Basis ohne chemischer Inhaltsstoffe.

Gabriele Marschall Geist-Körper-Seele 1200 Wien, Wehlistraße 71-81/7/20

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FORUM EPU

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Wir tschaftsrepor t

Wirtschaftsbund Wien fordert: „Entlasten-Profitieren-Unterstützen“ für Ein-Personen-Unternehmen. Forum EPU zieht nach zwei Jahren Bilanz: Leistungen im Wert von knapp einer Million Euro erbracht – soziale Absicherung, Steuern und Finanzierungen sind EPU-Brennpunkte.

Forderungen zur Entlastung von EPU Zur Entlastung, Förderung und Unterstützung von EPU hat der Wirtschaftsbund ein politisches Programm unter dem Motto „Entlasten-Profitieren-Unterstützen“ geschnürt: Entlasten: _ Büro im Wohnungsverband soll steuerlich absetzbar sein _ Vorsteuerabzug beim Pkw-Kauf _ Sozialversicherungsabgaben klug senken: die Krankenversicherung muss zu einer Gesundheitsver sicherung werden Ein-Personen-Unternehmen (EPU) stellen die größte Gruppe der Wiener Unternehmen. Alle Erhebungen weisen darauf hin, dass ihr Anteil weiter steigen wird. Die KMU-Forschung Austria erwartet binnen 10 Jahren einen Anstieg um 20 Prozentpunkte bei den Solisten unter den Unternehmern. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass rund 40 Prozent der EPU qualitativ oder quantitativ wachsen wollen. Der Wirtschaftsbund Wien hat sich zum Ziel gesetzt, die Einzelkämpfer auf ihrem Weg zum Wachstum zu unterstützen. Deshalb wurde vor zwei Jahren auf Initiative des Wirtschaftsbundes im Wirtschaftsparlament das Forum EPU gegründet. Die tragenden Säulen des Forum EPU sind die moderne Infrastruktur für Unternehmer ohne geeignete Meeting-Räumlichkeiten, der Qualifizierungssupport und die Netzwerkveranstaltungen.

Profitieren: _ EPU verstärkt an Ausschreibungen für öffentliche Aufträge partizipieren lassen _ Gewinnpauschalierung _ Kreativwirtschaft stärken Unterstützen: _ Absicherungen wie die . Betriebshilfe . Arbeitslosenversicherung für Gewerbetreibende . Zusätzliche Pensionsvorsorge besser bekannt machen. _ Gleichstellung von Unternehmerinnnen mit Arbeitsnehmerinnen beim Wochengeld

Bilanz nach zwei Jahren In den ersten zwei Jahren wurden die Leistungen im Forum EPU über 14.000-mal in Anspruch genommen. 5200 Unternehmer reservierten für durchschnittlich drei Stunden einen Meeting-Raum, 4200 EPU haben 230 Seminare zur Weiterqualifizierung als Unternehmer und 4000 Unternehmer 55 Netzwerkveranstaltungen besucht. 92 Prozent der Besucher zeigen sich in einer Umfrage mit den Services des Forums EPU sehr oder eher zufrieden Die durchschnittliche Marktwert der im Forum EPU erbrachten Beratungs- und Unterstützungsleistungen beträgt bisher knapp eine Million Euro. Neues Angebot im Forum EPU Um das Wachstum der EPU noch besser durch maßgeschneiderte Leistungen zu unterstützen, gibt es mit dem Businesslabor eine neue Ausbildungsschiene. In dem sechsmonatigen Wachstumsprogramm für Ein-Personen-Unternehmer wird der Fokus auf Neukundengewinnung, Angebotsqualität, Unternehmensmanagement, Finanzierung und Mitarbeiterführung gelegt.

E-Mail: forumepu@wkw.at wko.at/wien/epu


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WIRTSCHAFTSBUND SERVICE CENTER Wir tschaftsrepor t

Wirtschaftsbund Service Center feiert 2. Geburtstag! Wiens größte Unternehmervertretung bietet seit nunmehr zwei Jahren Service, Betreuung und Hilfestellung mitten im „8ten“. Über 500 kostenfreie Beratungen konnten in diesem Zeitraum durchgeführt werden. Beratungs- und Förderungsangebot. Der Wirtschaftsbund Wien und seine Mitarbeiter treten dabei als Vermittler auf um punktgenaue Unterstützung zu ermöglichen. Besonders häufige Anliegen waren vor allem Beeinträchtigungen durch Baustellen und die Zuteilung ausländischer Schlüsselkräfte an Unternehmen. Daneben wurden die Wirtschaftsbundberater mit gewerberechtlichen Fragen, SchanigartenGenehmigungen, sämtliche Förderungsanliegen und mit der Nichtanerkennung des Unternehmens-Parkpickerl konfrontiert. Derzeit erstreckt sich das kostenlose wöchentliche Leistungsangebot über vier Tage: Montag Steuerliche Erstberatung Dienstag Förderungsberatung Mittwoch Rechtsberatung Donnerstag Beratung in Reorganisationsprozessen In der geschäftigen Josefstädterstraße – mit all ihren kleinen und großen, bunten und innovativen Geschäften – hat sich das Wirtschaftsbund Service Center als eine fixe Anlaufstelle für Nöte und Sorgen der Unternehmer etablieren können. Zwei Ziele werden mit dem Straßenlokal seit letztem September 2009 erfüllt: Einerseits wird den Unternehmern eine Adresse für deren Probleme und Hilfe zur Selbsthilfe geboten, andererseits bietet der Wirtschaftsbund ein umfassendes, kostenloses

WIR BERATEN – WIR BETREUEN – KOSTENFREI! Wenn Sie Interesse oder Fragen haben, das Wirtschaftsbund Service Center steht Ihnen von Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 17:00 Uhr, Freitag 9:00 bis 14:00 Uhr zur Verfügung. Genaue Termine über die Beratungs- und Förderungszeiten erfahren Sie unter: 01 / 406 11 09 oder auf www.wirtschaftsbund-wien.at

NEU: Wirtschaftsbund International Neues Serviceangebot für international tätige Unternehmen. Kostenfreie Informationspartner für türkische, bosnische, serbische, kroatische und chinesische Unternehmer.

Ansprechpartner für türkische Unternehmer/-innen: Ergün Kuzuguedenli Tel.: 0676 / 903 75 05 e.kuzuguedenli@wirtschaftsbund-wien.at Sprechstunden am ersten und dritten Dienstag im Monat, 10.00 – 12.00 Uhr

Ansprechpartner für bosnische, kroatische und serbische Unternehmer/-innen: Slobodan Lajic Tel.: 0699 / 172 45 327 s.lajic@wirtschaftsbund-wien.at Sprechstunden am ersten und dritten Mittwoch im Monat, 10.00 – 12.00 Uhr

Ansprechpartnerin für chinesische Unternehmer/-innen: Mag. Jing Gatke Tel.: 0699 / 138 75 425 j.gatke@wirtschaftsbund-wien.at Sprechstunde am ersten Donnerstag im Monat, 10.00 – 12.00 Uhr


Neues aus den fachgruppen / Bezirken

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Wir tschaftsrepor t

VERSICHERUNGSLÖSUNGEN FÜR MAKLER JETZT GÜNSTIGER Immobilienmakler „mit Schild und Schwert“ versichert.

günstigen Sondertarifierung ein vergünstigter Rahmentarif zur Verfügung. Dieser wurde von der Kanzlei VERAG Veselka-Mittendorfer-Wanik, die wie deren Homepage zeigt sehr speziell für diese Berufsgruppe tätig ist, ursprünglich „nur für Immobilienmakler“ entwickelt. Seit kurzem können darin auch in geringfügigem Umfang ausgeübte Verwaltertätigkeiten versichert werden. Die Rechtsschutzversicherung, in einem separaten Rahmentarif und wiederum speziell für Immobilienmakler, bietet im Kern eine Verfolgungsmöglichkeit für strittige Provisionen. Dieses wichtige Werkzeug ist von erheblicher Bedeutung, wenn es sich einbürgert, dem Vermittler sein Entgelt zu kürzen oder gleich ganz vorzuenthalten.

Die Versicherungsangebote für Immobilienmakler sind momentan denkbar attraktiv. Sowohl für die aktive Wahrnehmung von Rechten mit einem Rechtsschutz, als auch für die Abwehr von Forderungen aus einer Haftpflicht bestehen aktualisierte Sonderlösungen. Einschlägige Experten bezeichnen diese beiden Versicherungsbereiche als „Schild“ und „Schwert“ eines Unternehmers.   Die Haftpflichtversicherung ist seit 2008 eine Pflichtversicherung. Seit damals steht speziell für Immobilienmakler mit einer

Andere Rechtsschutz-Bausteine können kostengünstigst erweitert werden. Auch hier ist es zwischenzeitlich möglich, eine Erweiterung auch für Klein-Hausverwaltertätigkeiten aufzunehmen. Weitere Informationen: Beschreibungen und Formulare zu beiden Spezialprodukten finden Sie auf der Homepage des Fachverbands und auf www.verag.at -> Immobilienmakler. Für weitere  Auskünfte steht die Kanzlei VERAG Veselka-Mittendorfer-Wanik, Herr Albert Weniweger, gerne unter 01 / 370 26 16 DW 21 zur Verfügung.

„Alles Walzer“ in Ottakring Der Wirtschaftsbund Ottakring lud zur 24. Sommernacht der Ottakringer Wirtschaft am 18. Juni 2011 ins Schloß Wilhelminenberg. Die Galanacht der Ottakringer Wirtschaft am Schloß Wilhelminenberg wurde auch heuer wieder zum vollen Erfolg. Viele Stammgäste, aber auch zahlreiche neue Gesichter füllten die Festsäle. Ballobmann Walter Huber jun. freute sich über die zahlreichen Besucher und bedankte sich bei den Sponsoren, die das Fest erst ermöglichten. Die steigende Zahl der Gäste zeigt auch, dass die Galanacht nicht nur ihren Fixplatz im Ballkalender hat, sondern auch einen großen Werbewert aufweist. Unter den Gästen tummelten sich viele Prominente aus Politik und Wirtschaft, unter ihnen Christine Marek. Um 22 Uhr erfreu-

ten sich dann alle an dem großartigen Feuerwerk und um Mitternacht sorgte wieder eine Quadrille für viel Spaß. Bei der Tombola konnte der Ottakringer WB-Obmann Mag. Andreas Würfl tolle Preise verlosen, besonders begehrt waren die grandiose Torte mit dem Logo der Ottakringer Sommernacht. Nächstes Jahr feiert die Galanacht der Ottakringer Wirtschaft am 16. Juni 2012 ihr 25-Jahr-Jubiläum, Tischreservierungen werden bereits entgegengenommen: walter.huber@pegina.at oder 01/493 13 12


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Neues aus den Bezirken / Bezirksoffensive Wir tschaftsrepor t

WB 3 / Christian Moser als Obmann des WirtschaftsbundES LandstraSSe bestätigt Im Palais Sternberg, den wunderschönen Räumlichkeiten des Italienischen Kulturinstituts, fand am 5. Oktober 2011 die Bezirksgruppenhauptversammlung des Wirtschaftsbundes Landstraße statt zu der sich zahlreiche Mitglieder des Wirtschaftsbundes Landstraße einfanden, um ihre Interessensvertretung für die kommenden vier Jahre zu wählen.

v. l. n. r.: Bez. Org. Ref. Mag. (FH) Katharina Maier, WB-Direktor Dr. Alexander Biach, Leitungsmitglieder Klaus Kohlmayr und Christian Niedermüller, Bez. Gr. Obm. Stv. Isabella Weindl, WB Wien-Obfrau KommR Brigitte Jank, Leitungsmitglieder Gerhard Diglas und Otto Limbeck, Bez. Gr. Obm. Stv. BezR Jutta Haidacher-Cyganek, Leitungsmitglied Mag. Katharina Dania-Lhotsky, Bez. Gr. Obm. Stv. Klaus Brandhofer, Bez. Gr. Obm. BezR Christian Moser und Leitungsmitglied Barbara Jachim.

Neben BezR Christian Moser stellten sich Klaus Brandhofer, BezR Jutta Haidacher-Cyganek, GR Ing. Isabella Leeb und Isabella Weindl zur Wahl, sowie 20 Leitungsmitglieder und zwei Rechnungsprüfer. Nach einem stimmungsvollen Rückblick über die zahlreichen Tätigkeiten der letzten Jahre und der Vorstellung der neuen Mitglieder der Bezirksleitung wurde die gesamte Leitung von den Delegierten einstimmig gewählt. Wir gratulieren dem neuen Leitungsteam herzlich und wünschen alles Gute und viel Freude bei den weiteren Aktivitäten.

Mag. Barbara Jachim (Hans Plechaty Nfg. KG) wurde im Rahmen der Bezirksgruppenhauptversammlung zum Bezirkssieg der Aktion „Für Dich Da – kinderfreundlichster Betrieb“ gratuliert. Sie wurde von den Leserinnen und Lesern der Bezirkszeitung und des Elternmagazins sowie von Kundinnen und Kunden zum „kinderfreundlichsten Betrieb“ in der Landstraße gekürt. Wir gratulieren herzlich!

Bez. Gr. Obm. BezR Christian Moser gratuliert Mag. Barbara Jachim (Hans Plechaty Nfg. KG) zum Bezirkssieg im Rahmen der Aktion „kinderfreundlichster Betrieb“.

WB 4 / Isabella Leeb: die neue WBObfrau im Wirtschaftsbund Wieden Die Gemeinderätin und Baumeisterin Ing. Isabella Leeb wurde im Rahmen der Bezirksgruppenhauptversammlung des Wirtschaftsbundes Wieden zur neuen Obfrau der Bezirksgruppe gewählt. Am 14. September 2011 fand die Bezirksgruppenhauptversammlung statt. Zahlreiche Mitglieder der Bezirksgruppe folgten der Einladung in die schönen Räumlichkeiten der Wirtschaftsbund Bundesleitung am Mozartplatz. Nach einem stimmungsvollen Rückblick über die Tätigkeiten der letzten Jahre und der Vorstellung der neuen Mitglieder der Bezirksleitung wurde Ing. Isabella Leeb von den Delegierten einstimmig zur neuen WB Wieden-Obfrau gewählt.


Neues aus den Bezirken / Bezirksoffensive

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Wir tschaftsrepor t

LAbg. GR Ing. Isabella Leeb lebt seit 17 Jahren im Bezirk und ihr Familienunternehmen ist seit 1919 auf der Wieden beheimatet. Sie ist Baumeisterin und seit 2008 in der Wiener Kommunalpolitik tätig – von 2008 bis 2010 als Stadträtin und seit November 2010 als Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin. Isabella Leeb möchte in den nächsten vier Jahren mit Hochdruck an neuen Ideen und an deren Umsetzung arbeiten und freut sich auf die Zusammenarbeit im Team des Wirtschaftsbundes Wieden. In den nächsten Monaten steht die Wirtschaftsagenda im Mittelpunkt der Bezirkstätigkeiten. Im Rahmen der Wirtschaftsagenda sollen konkrete Konzepte für die Unternehmerinnen und Unternehmer im Bezirk ausgearbeitet werden um sie so konkret in ihrem Tun unterstützen zu können. v. l. n. r.: Bez. Gr. Obfr. Stv. Mag. Anja Hasenlechner, WB WienObfrau KommR Brigitte Jank, Bez. Gr. Obfr. Stv. Dipl.- Ing. Johann Grubmüller, Bez. Gr. Obfrau GR Ing. Isabella Leeb, Bez. Gr. Obfr. Stv. Christian Moser und WB Dir.-Stv. Johannes Wolf

Wir gratulieren herzlich!

WB 2 und 20 / Bezirksgruppenhauptversammlung des WB Leopoldstadt und Brigittenau Am Mittwoch, den 15. Juni 2011 folgten über 75 Gäste der Einladung zur Bezirksgruppenhauptversammlung Brigittenau und Leopoldstadt Im 16. Stock des Restaurant Skyline (Raiffeisenhaus, 1020 Wien) wurde mit atemberaubender Aussicht gewählt und es war, nicht nur wegen der Mondfinsternis, eine besondere Versammlung: 1. Es wurde zeitgleich in zwei Bezirken gewählt 2. Es gab nach 16-jähriger Obmannschaft einen Wechsel an der WB-Spitze in der Brigittenau Neue Crew: Wirtschaftsbund Bezirksgruppe Leopoldstadt.

Somit freuten sich IM KommR Erwin Fellner zusammen mit seinem Nachfolger Michael Musek (WB20) und der wiedergewählte Obmann Mag. Michael Neischl (WB2) über das rege Interesse und, unter vielen anderen, den Besuch von: Volksanwältin Dr. Gertrude Brinek, Abg.z.NR Mag. Katharina Cortolezis-Schlager und LAbg. GR Norbert Walter. Nach einem politischen Referat der Obfrau des Wirtschaftsbundes Wien, Brigitte Jank, wurde das Wahlergebnis bekanntgegeben: in der Leopoldstadt wurde der Obmann Mag. Michael Neischl einstimmig wiedergewählt und auch der neue Obmann des WB20 Michael Musek wurde mit 100% gewählt. KommR Jank und Dr. Biach ehrten die Leitung der Leopoldstadt mir der bronzenen Ehrenmedaille des Wirtschaftsbundes Wien und bedanken sich aufrichtig für die mehr als 16-jährige Obmannschaft, viel Arbeit, Leidenschaft und Treue gegenüber der Landesgruppe bei IM KommR Erwin Fellner!

Neue Crew: Wirtschaftsbund Bezirksgruppe Donaustadt.

Wir gratulieren dem neuen Leitungsteam herzlich und wünschen alles Gute und viel Freude bei den weiteren Aktivitäten.


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industrie Wir tschaftsrepor t

Wien braucht Industrie, Industrie braucht Bildung In Wien finden vor allem die produzierenden Unternehmen all das, was sie zum erfolgreichen Wirtschaften brauchen, so etwa eine ausgebaute Infrastruktur oder exzellente Dienstleistung. Hinzu kommt, dass unsere Stadt auch ausreichend Fläche für moderne Stadtentwicklung und vor allem auch Betriebsansiedelung bietet. Hier muss eine zukunftsfähige Integration von Wohnen, Arbeiten und Freizeit gelingen.   Wien profitiert stark von seiner produzierenden Industrie, denn nur sie bietet für alle Qualifikationen Arbeitsplätze - vom Akademiker bis zum angelernten Mitarbeiter - und trägt daher nicht nur enorm viel zum gemeinsamen Wohlstand bei sondern sichert damit auch den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.   Was die Industrie in Zukunft aber sicher noch stärker benötigt, sind gut gebildete und ausgebildete Mitarbeiter, vor allem wenn man bedenkt, dass ein Arbeitsplatz in der Industrie zwei weitere Arbeitsplätze im Dienstleistungs- und Zulieferbereich

bedeutet. Es bedarf eines nationalen Kraftaktes und Zusammenspiels aller Ebenen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, wenn wir hier die dringend notwendigen Veränderungen erreichen möchten. Je früher Kinder gefördert werden, desto leichter erwerben sie neue Kompetenzen. Das gilt vor allem im Bereich der Sprachen. Kinder sollten von früher Sprachförderung profitieren – beispielsweise in Englisch, den Sprachen Osteuropas oder Russisch. Vorschule und Kindergarten sind der perfekte Ort, um Talente zu fördern, Schwächen zu beheben, sowie soziale Kompetenzen zu fördern. Das erleichtert den schulischen Einstieg und verbessert die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss. Es müssen außerdem alle nur möglichen Anstrengungen unternommen werden, um mehr gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der MINT Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) verfügbar zu machen – vom Lehrling, zur Facharbeiterin/zum Facharbeiter, bis hin zur Universitätsabsolventin/zum Universitätsabsolventen.   Die Bundesländer können dabei auch selbst viel dazu beitragen, dass im Bildungsbereich Verbesserungen herbeigeführt werden, sie sind nicht alleine von Tempo und Maßnahmen des Bundes abhängig! Die Entwicklung von Maßnahmen vor dem Hintergrund der Ergebnisse des ersten Wiener Lesetests bietet beispielsweise eine Chance, zumindest in einem Teilbereich gemeinsam zwischen Wirtschaft und Politik auf Landesebene echte Lösungskonzepte zu entwickeln.   Nur so wird es möglich sein, die Qualifikation der jungen Menschen zu steigern und damit auch dem Standort Zukunft zu geben.


POWERTALKS

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Wir tschaftsrepor t

Powertalks – People worth listening Powertalks sind großartige Vorträge und Seminare von außergewöhnlichen Menschen. Es ist unser Ziel eine Veranstaltungsreihe für Unternehmer und Manager aufzubauen, die mit interessanten Themen sowie inspirierenden Rednern einen Mehrwert bietet und Unternehmer so bei ihrer persönlichen Weiterbildung unterstützt.

Powertalks: Die 7 SUMMITS Strategie Mit Gipfelstürmer Steve Kroeger auf eine spannende Reise, nicht nur zu dem jeweils höchsten Gipfel aller Kontinente, sondern zu mehr persönlicher Klarheit, Einfachheit und Leichtigkeit.

Antworten zu finden. In seinem Buch „Die 7 SUMMITS Strategie“ dokumentiert er seine Bergexpeditionen, seine Erlebnisse und Erfahrungen bei der Besteigung der jeweils höchsten Gipfel!

Um seine Träume und Ziele zu verwirklichen, konzentriert sich Steve Kroeger auf die wesentlichen Dinge und hat sich bewusst entschieden, nichts zu besitzen, was nicht in einen Rucksack passt. Seit 2007 besteigt er die 7 SUMMITS, den jeweils höchsten Gipfel aller sieben Kontinente. Vier dieser Bergbesteigungen liegen hinter ihm, 2013 endet das Projekt mit der Besteigung des Mount Everest.

www.stevekroeger.com

In einem beeindruckenden Vortrag bei Powertalk 6 brachte Steve Kroeger den mehr als 100 UnternehmerInnen einerseits seine persönliche Philosophie näher, andererseits zeigte er auf wie es ist unter Extrembedingungen am Berg, auf die Fragen „Was wollen wir? Wer sind wir?“, Klarheit zu bekommen und

Beantworten Sie folgende Frage und gewinnen Sie 3x1 Buch: „Die 7 SUMMITS Strategie“ von Steve Kroeger. Welches ist der höchste Berg der Welt? Schreiben Sie ein Email mit der richtigen Antwort an Richard Jank: r.jank@wirtschaftsbund-wien.at Powertalk 7: 29. November 2011 „Der Presentations CODE“ mit Lars Sudmann


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BRIGITTE JANK ZAUBERSONNEN-GOLFCHARITY Wir tschaftsrepor t

Hole in One für die Kinderkrebsforschung! 20.000 Euro spielte das Brigitte Jank „Zaubersonnen Golfcharity“ für die St. Anna Kinderkrebsforschung herein. Über 120 Unternehmer/-innen nahmen am diesjährigen Golfturnier teil. Trotz hochsommerlichen Temperaturen wurden für den guten Zweck viele Putts, unzählige Drives und erfolgreiche Chips gespielt. Brigitte Jank und der Wirtschaftsbund freuen sich über die größte Spende in der bisherigen Geschichte des Golftuniers. 20.000 Euro konnten an die St. Anna Kinderkrebsforschung übergeben werden. „In den letzten fünf Jahren konnten wir im Zuge unserer Charity-Golfturniere über 80.000 Euro für die Krebsforschung lukrieren“, zeigte sich Brigitte Jank stolz und glücklich.

Brigitte Jank, Philipp Hold, Erwin Zimmermann

Hoffentlich passt der Drive!

Brigitte Jank, Stefan & Wolfgang Gürtler

Passt die Annäherung?

Ein kurzes Eisen ins Grün?


forum mozartplatz – raum für wirtschaft und kultur

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Wir tschaftsrepor t

Design zum Bewundern, Anfassen und Kaufen Im 20. Jahr ihres Bestehens und gerade zum 8. Mal im Wiener MAK, präsentierte sich die blickfang Wien im Oktober mit neuen Ideen. Etwa 150 Kreative zeigten den rund 13.000 Besuchern ihre Kreationen und vernetzten sich mit alten und neuen Partnern.

Adam Wehsely-Swiczinsky und Anja Hasenlechner, Obfrau forum mozartplatz mit dem Sessel „Ernstl“

Die große Bandbreite der Aussteller hatte eine Reihe von Highlights zu bieten. Adam Wehsely-Swiczinsky von „aws Designteam“ (www.awsdesign.cc) präsentierte auf der blickfangMesse „Ernstl“, einen ganz einfachen Sessel, der aus zwei Seitenrahmen und sichtbaren Schrauben besteht. Der ausgebildete Industriedesigner war ursprünglich Tischler, dann Musiker und Instrumentenbauer, hat nunmehr seine Nische gefunden und arbeitet vorwiegend als Dienstleister für Schi- und Prothesenhersteller. „Wien hat große Fortschritte bei der Designförderung und bei Plattformen für die Kreativwirtschaft gemacht“ meint Adam Wehsely-Swiczinsky. Allerdings leide die Branche darunter, dass Österreich verhältnismäßig wenig klassische Produkte-Industrie habe. „Es gibt viele Designer, die viel entwerfen und schlecht davon leben können.“ Ernstl ist der erste Möbel-Entwurf, der auf Anhieb gelungen ist und in einer ersten Serie von 100 Stück über „das möbel“ vertrieben wird. Die Kreativwirtschaft braucht Plattformen und Präsentationsmöglichkeiten wie die blickfang-Messe zur Vernetzung und zum Kundenkontakt. Wenn man durch die Messe geht merkt man:

Es gibt sowohl einen Trend zur Einfachheit, als auch einen Trend zu sehr hochwertigen und langlebigen Entwürfen und Produkten. Nachhaltigkeit und Schonung der Ressourcen kommen da automatisch mit dazu. Österreich – und gerade Wien! – ist das Design-Herz Europas. Vergessen wir das kreative Potenzial nicht, das in der Kooperation von Kreativen und „klassischen“ Unternehmen liegt. Arbeiten wir daran und nutzen wir es! SAVE THE DATE! Am 30. November 2011 heißt es wieder SHOW ME HOW IT WORKS! im forum mozartplatz – raum für wirtschaft und kultur. Der Gewinner des heurige Staatspreis Design Kategorie „Produktgestaltung Konsumgüter“ Thomas Feichtner wird über seine Zusammenarbeit mit dem Wiener Traditionsunternehmen Neue Wiener Werkstätte sprechen. Ein Talk über Prozesse der kreativen Zusammenarbeit, innovative Marketingideen und die Kreativwirtschaft als Wirtschaftsfaktor. Anmeldungen an info@forum-mozartplatz.at


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WB INTERN Wir tschaftsrepor t

Wir gratulieren!

Hannes Bauer erhielt die Silberne Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer Wien. Dkfm. Dr. Peter Bernert erhielt die Große Silberne Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer Wien. Ing. Franz Buchgraber erhielt die Silberne Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer Wien. DI Dr. Walter Bornett erhielt die Silberne Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer Wien. Ing. Siegfried Frisch wurde mit dem Berufstitel „Kommerzialrat“ ausgezeichnet.

DI Dieter Lugstein erhielt die Silberne Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer Wien. Peter Merten wurde mit dem Berufstitel „Kommerzialrat“ ausgezeichnet. Herbert Uhrmann erhielt die Silberne Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer Wien. Josef Vejvancicky erhielt die Silberne Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer Wien. Alfred Vesely wurde mit dem Berufstitel „Kommerzialrat“ ausgezeichnet.

Wir trauern um

Herrn KommR Senator Ing. Hugo Reinprecht Als Spartenobmann für Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien galt sein Herzblut der Arbeit für seine Branche und dem Wiener Weinbau. Sein Engagement und unermüdlicher Einsatz für den Wirtschaftsbund Wien wurde mit dem Goldenen Ehrenzeichen mit Diamant gekrönt.

Herrn KommR Wilhelm Popp Er bekleidete das Amt des Obmann-Stellvertreters der Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe und galt als der „Parade“-Praterunternehmer. Er engagierte sich sehr erfolgreich für seine Prater-Freizeitbetriebe und wird als solcher in Erinnerung bleiben. Der Wirtschaftsbund wird ihr Wirken und Handeln in dankbarer Erinnerung halten.


Herzlich willkommen in Wiens größter Unternehmer(innen)-Interessenvertretung! Ja, ich will Mitglied werden!

Titel, Vor- und Zuname

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Meine privaten Interessen: Theater

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anderes Ich möchte aktiv werden:

in meiner Branchenvertretung in der WK Wien

im Unternehmernetzwerk B2Bnetwork.at

bei meiner Wirtschaftsbund-Bezirksgruppe

im WB International

Ich erkläre meinen Beitritt als (Zutreffendes bitte ankreuzen) Ordentliches Mitglied (gleichzeitig ÖVP-Mitglied)

Außerordentliches Mitglied (nur ÖWB-Mitglied)

Firmenmitgliedschaft . Jahresbeitrag min. € 500,-

€ Jahresbeitrag (nach Selbsteinschätzung, mindestens € 55,-), für Pensionisten € 12,Der Mitgliedsbeitrag ist gemäß Einkommensteuergesetz § 16, Abs. 1, Zi. 3 als Betriebsausgabe absetzbar!

Datum

Unterschrift

Senden Sie Ihren Antrag auf Mitgliedschaft an den Wirtschaftsbund Wien, A-1030 Wien, Lothringerstraße 16/5 oder schicken Sie ein Fax an 01 512 76 31-34 Die Aufnahme als Mitglied erfolgt gemäß § 6 der Satzungen des ÖWB. Gemäß § 3 Datenschutzgesetz bin ich damit einverstanden, dass die hier angegebenen Daten vom Wirtschaftsbund automationsunterstützt verarbeitet werden.

office@wirtschaftsbund-wien.at | www.wirtschaftsbund-wien.at


Wirtschaftsreport