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WIENE

irtschafts report

FÜR N I Z A G A D A S M T T E L S TA N D DEN MI

Österreichische Post AG. Sponsoring Post 022032622S Wiener Wirtschafts-Report

AUSGABE 04/2018 3,- EURO

ALS STARGAST

BEIM 60. BALL DER WIENER WIRTSCHAFT HOFBURG, 16.02.2019

WEITERE THEMEN:

Foto: © Kristian Schuller

 Etappensieg bei Anrainerparkplätzen  Hofburg Ball mit live on Stage  Jahresrückblick 2018


Viel geschafft, noch vieles vor

DI Walter Ruck Präsident der Wirtschaftskammer Wien, Obmann des Wiener Wirtschaftsbundes

Liebe Wirtschaftsbund-Familie! Ich bin mir sicher, die letzten Wochen und Monate waren auch bei Ihnen sehr intensiv. Auch wir haben hart gearbeitet und dürfen dementsprechend stolz vermelden: 2018 ist uns vieles geglückt! Einen großen Erfolg unserer Arbeit spüren Sie vermutlich bereits in Ihrem Betriebsalltag. Nach langen Verhandlungen ist es uns gelungen, gemeinsam mit der Stadt Wien die Anrainerparkplätze seit 1. Dezember für Betriebe zu öffnen. Dies ist nur eine von den vielen Maßnahmen, die wir für Sie heuer erreicht haben. Ich darf Sie daher herzlich einladen, auf den kommenden Seiten mehr Details zu unserer Arbeit im heurigen Jahr zu lesen.

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Die Zeit zwischen Weihnachten, Jahreswechsel und neuem Geschäftsjahr ist für viele Unternehmerinnen und Unternehmer ganz besonders stressig. Neben all den Herausforderungen im Betriebsalltag hoffe ich, dass Sie die Adventzeit genießen können und schöne Stunden mit ihren Freunden und Familien verbringen. Dass wir Selbstständige besonders effizient und ökonomisch mit unserer knappen Freizeit umgehen sowie Berufs- und Privatleben miteinander vereinbaren können, beweisen wir Tag für Tag. Zu den Weihnachtsfeiertagen wird es aber Jahr für Jahr immer etwas schwieriger. Umso wichtiger ist es, sich Zeit zu nehmen für das, was wirklich wichtig ist. Nach den erholsamen Feiertagen und einem gelungenen Jahreswechsel, darf ich Sie auch 2019 recht herzlich zum gemeinsamen Feiern einladen! Der Ball der Wiener Wirtschaft eignet sich dafür ganz besonders. Mehr Informationen dazu finden Sie auf den kommenden Seiten und unter www.hofburg-ball.at Ich wünsche Ihnen für die kommenden Wochen alles Gute, viel Erfolg und vor allem auch im neuen Jahr Glück und Gesundheit für Sie und Ihre Familien! Glück auf! Ihr Walter Ruck

www.facebook.com/WalterRuck

Portraitfoto: © Weinkirn

INHALT Großer Erfolg bei Anrainerparkplätzen

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Hofburg Ball mit live on Stage

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Jahresrückblick 2018

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Impressum:

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Interessenvertretung zahlt sich aus schauen“ auf das vergangene Jahr und die eigenen Aktionen und dem „Ausblick“ auf das kommende Jahr, bleibt kaum Zeit kurz innezuhalten und sich bewusst zu machen, was man alles erreicht hat.

Christoph Biegelmayer Direktor des Wiener Wirtschaftsbundes

Die gemeinhin als „stille Zeit“ des Jahres bekannte Weihnachtszeit ist für Unternehmerinnen und Unternehmer alles andere als ruhig. Wie unser Obmann bereits ausgeführt hat, sind vor dem Jahreswechsel noch allerlei Dinge zu erledigen, die neben dem Privatleben und familiären Verpflichtungen, viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen. Auch uns in der Interessenvertretung geht es da ähnlich. Zwischen dem „Zurück-

Unsere Forderungen werden in Arbeitsprogramme der Politik übernommen und umgesetzt. Bestes Beispiel dafür war die Öffnung der Börse für heimische KMU oder die Öffnung der Anrainerparkplätze in Wien. Manches ist die Politik den Unternehmerinnen und Unternehmer aber trotzdem noch schuldig. Es ist daher unverständlich, dass sich politische Entscheidungsträger stattdessen vermehrt auf sozialpartnerschaftliche Themengebiete stürzen und versuchen, diese mit gesetzlichen Regelungen zu steuern. Wir haben dazu einen klaren Zugang: Wir lösen diese Herausforderungen selbst auch ganz ohne Zurufe von außen. Der Fokus der Politik soll vielmehr auf den von uns bereits erbrachten Lösungsvorschlägen liegen. Die antragslose Einkommenssteuererklärung für Unternehmerinnen und Unternehmer, die Abschaffung von Mehrfachversicherun-

gen und weitere 200 Forderungen unserer Branchenvertreter liegen zur politischen Umsetzung bereit. Ich hoffe diese Ausgabe des Wirtschaftsreports gibt Ihnen nun die Möglichkeit, kurz innezuhalten und sich gemeinsam mit uns an das vergangene Jahr zurückzuerinnern und gleichzeitig einen Ausblick auf das nächste Jahr zu wagen. Im ersten Quartal steht mit dem Ball der Wiener Wirtschaft gleich ein Highlight an, zu dem ich Sie recht herzlich einladen möchte. Mehr Informationen dazu finden Sie auf den kommenden Seiten. Bis dahin wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie, Ihren Mitstreiterinnen und Kunden ein paar festliche und feierliche Tage und für das neue Jahr alles erdenklich Gute!

Christoph Biegelmayer facebook.com/ChristophBiegelmayer

Neue Stellvertreter in der WKW

Renate Remler

Thomas Hirschbeck

Unsere Wirtschaftsbund Funktionärinnen und Funktionäre sind allesamt selbst Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie sind neben ihrer täglichen Arbeit im eigenen Betrieb auch Tag für Tag für ein wirtschaftsfreundliches Wien im Einsatz und bringen sich und Ihre Ideen in der Interessenvertre-

Dominic Schmid

Karin Bauer

tung für die eigene Branche aber auch für die gesamte Wiener Wirtschaft ein. Renate Remler, Prokuristin und TouristikLeiterin der Blaguss Touristik GmbH, wird ihr Wissen in Zukunft als Fachgruppenobmann-Stellvertreterin in der Wiener Fachgruppe der Reisebüros einbringen. Dominic

Portrait oben: © Weinkirn | Portraits unten vlnr: © Christian Lendl, © Hirschbeck, © www.fotoschuster.at, © Gerhard Janoch

Schmid vertritt als Obfrau-Stellvertreter der Hotellerie ebenfalls die Interessen der Wiener Tourismusbranche. Karin Bauer, Regionalleiterin bei Wärme Austria, unterstützt unseren Obmann als Stellvertreterin im Wiener Energiehandel und Thomas Hirschbeck, selbst Betreiber der Hirschbeck-Gärtnerei, bringt sich ebenfalls als Obmann-Stellvertreter für die Wiener Gärtner und Floristen ein. Wir gratulieren herzlich zu den neuen Funktionen und wünschen für diese herausfordernden Tätigkeiten alles Gute für die Zukunft! Gemeinsam arbeiten wir an besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Selbstständigen in Wien!

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Großer Erfolg bei Anrainerparkplätzen Seit 1. Dezember 2018 dürfen in den Anrainerparkzonen auch bestimmte Fahrzeuge des Wirtschaftsverkehrs parken. Welche das sind und was dabei beachtet werden muss, haben wir hier für Sie zusammengefasst und die häufigsten Fragen beantwortet.

FAQs für Betriebe mit Parkkleber Entstehen zusätzliche Kosten für das Parken in Anrainerzonen? Nein, der Parkkleber berechtigt so wie in anderen Kurzparkzonen zum Parken, ohne dass weitere Kosten entstehen. Wie lange darf man auf Anrainerparkplätzen parken, wenn man für den Bezirk einen Parkkleber hat? Als Betrieb des Bezirks darf man seit 1. Dezember Montag bis Freitag (werktags) zwischen 8 und 16 Uhr beliebig lange stehen. Wie bekommt man ein Parkkleber? Alle Parkkleber sind rechtlich gesehen Ausnahmebewilligungen von der Kurzparkzone. Für den Erwerb müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Aus Kostengründen ist ein Parkkleber für zwei Jahre am günstigsten. Details, wie man zu einem Parkkleber kommt, sind zu finden unter wko.at/wien/parken

In insgesamt neun Wiener Bezirken sind jeweils bis zu 20 Prozent der Stellplätze für Anrainer reserviert. Dort durften bislang nur Fahrzeuge der Bewohner mit einem entsprechenden Parkkleber parken. Seit 1. Dezember sind diese Stellplätze von Montag bis Freitag (werktags) von 8 bis 16 Uhr für den Werkverkehr geöffnet.

Was gilt, wenn man seinen Standort im 1 oder 8. Bezirk hat? Dort gelten seit 1. Dezember die Anrainerzonen nicht mehr. Hier darf man wie in der sonstigen Kurzparkzone parken. Wenn auch dort die Schilder getauscht sind, darf man als Betrieb dieses Bezirkes nur mehr wie in den anderen Zonen parken.

Alle Fahrzeuge mit Parkkleber für den jeweiligen Bezirk – also die jeweiligen Bewohner – dürfen wie bisher zeitlich unbegrenzt parken. Eine Gruppe für die die Öffnung gilt, sind Betriebe, die ihren Standort im jeweiligen Bezirk haben. Wenn ein Unternehmen die nötigen Voraussetzungen erfüllt und einen Parkkleber für ein Betriebsfahrzeug erwirbt, darf dieses in Zukunft auch auf Anrainerstellplätzen im Heimatbezirk stehen. Ebenso wie Kleintransporteure, die Anrainerzonen zur Ausübung ihrer Tätigkeit benützen dürfen oder Handwerksbetriebe, die für ihre Fahrzeuge eine Servicekarte besitzen. Servicekartenbesetzer können in Kombination mit Tagesparkscheinen ihr Fahrzeug in der Nähe des Kunden abstellen und beim Auftraggeber arbeiten.

Dürfen Mitarbeiter, die einen Parkkleber haben, dort stehen? Parkkleber für Mitarbeiter sind möglich, wenn Dienstbeginn oder -ende außerhalb der Betriebszeiten des öffentlichen Verkehrs liegen. Sie sind keine berechtigte Gruppe, daher gelten deren Ausnahmen zwar im Bezirk, nicht aber in den neuen Anrainerzonen.

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FAQs für Kleintransporteure (KT) Wie lange darf ein Kleintransporteur in einer Anrainerparkzone stehen? Solange die Lieferung bzw. Abholung dauert, maximal aber zwei Stunden (das entspricht der Höchstparkdauer in der Kurzparkzone).

Foto oben: iStock - © George Clerk


Darf ein Kleintransporteur ab 1. Dezember in allen neun Bezirken auf Anrainerparkplätzen stehen? Ja. In den Bezirken 2-4, 6-7, 9 und 12, Montag bis Freitag (werktags) von 8 bis 16 Uhr, im 1. und 8. Bezirk rund um die Uhr. Dort gelten diese Zonen ab 1. Dezember nicht mehr, bis auch dort die Tafeln getauscht werden. Braucht ein Kleintransporteur dafür einen Kurzparkschein? Ja, da ja die Kurzparkzone trotzdem noch gilt. Nur in den deklarierten Ladezonen muss bei Ladetätigkeit kein Parkschein verwendet werden. Wie wird überprüft, wie lange das Fahrzeug in der Anrainerparkzone steht? Ist ein Parkschein nötig? Als Kleintransporteur darf man maximal zwei Stunden parken bzw. laden und muss Parkscheine/ Handyparken wie bei Kurzparkzonen verwenden. Damit wird die Abstellzeit angezeigt. Was gilt. wenn man im 1. oder 8. Bezirk parken muss? Dort gelten ab 1. Dezember die Anrainerzonen nicht mehr. Man darf wie in sonstigen Kurzparkzonen parken. Wenn in diesen Bezirken die Schilder getauscht sind, gelten die gleichen Bedingungen wie für die anderen Bezirke.

Wer auf Anrainerparkplätzen stehen darf Nach der neuen Regelung, die seit 1. Dezember gilt, dürfen Anrainer wie bisher rund um die Uhr auf Anrainerparkplätzen stehen. Zusätzlich dürfen diese Parkplätze von Fahrzeugen berechtigter Wirtschaftsbetriebe genützt werden.

Anrainer parken Anfang

Wer: » Betriebsfahrzeuge mit Parkkleber im Heimatbezirk » Betriebsfahrzeuge mit Servicekarten: Handwerker, deren Servicekarte im jeweiligen Bezirk gilt » Kleintransporteure mit KT-Kennzeichen » Fahrzeuge der Heimhilfen des Fonds Soziales Wien und anerkannter Unternehmen Wo: Anrainerparkplätze gibt es in den Bezirken 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9 und 12. Die entsprechenden Schilder werden seit Anfang November ausgetauscht. Ausnahme: In den Bezirken 1 und 8 werden die Schilder vorläufig noch nicht ausgetauscht. Dort gelten seit 1. Dezember die Anrainerzonen nicht mehr. Hier darf man wie in der sonstigen Kurzparkzone parken, bis die neuen Schilder hängen. Wann: Montag bis Freitag (werktags) von 8 bis 16 Uhr.

FAQs für Servicekartenbesitzer Welche Anrainerparkplätze darf ein Servicekartenbesitzer nutzen? Alle Anrainerparkplätze in den Bezirken, für die seine Servicekarte gilt. Die Anrainerzonen sind in den Bezirken 2 bis 4, 6 bis 7, 9 und 12 entsprechend beschildert. Entstehen zusätzliche Kosten für das Parken in Anrainerzonen? Nein, die Servicekarte in Kombination mit dem Tagesparkschein reicht. Wie lange darf man dann auf diesen Parkplätzen stehen? Serviceautos dürfen Montag bis Freitag (werktags) zwischen 8 und 16 Uhr beliebig lange stehen und verwenden einen Tagesparkschein.

Wer bekommt eine Servicekarte? Grundsätzlich bekommen nur Handwerker eine Servicekarte. Hilfestellung dazu gibt es unter wko.at/wien/parken. Dort wird kurz überprüft, ob die Voraussetzungen dafür vorliegen, bevor man direkt zum Onlineantrag der Magistratsabteilung 65 der Stadt Wien weitergeleitet wird. Handwerker können auch für mehrere Autos Servicekarten bekommen. Man sieht also: Es ist die Öffnung ein erster, begrüßenswerter Schritt, aber es gibt noch vieles zu tun, bis zur allgemeinen Öffnung der Anrainerparkplätze für alle zwischen 8 und 16 Uhr!

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Š Kristian Schuller

:

www.hofburg-ball.at

ge a t s n o live

Samstag, 16. Februar 2019, Wiener Hofburg 6

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Ball

der Wiener

Wirtschaft

16. Februar 2019 Wiener Hofburg www.hofburg-ball.at Eintrittskarte

Tischreservierung

EUR 95,-

Eintrittskarte

NEU

ermäßigt

für Wirtschaftsbund Wien Mitglieder

EUR 47,50

In allen Kartenpreisen ist die Abgabe von drei Garderobenstücken inkludiert.

Wintergarten, Zeremoniensaal, Rittersaal, Seitengalerie, Vorsaal

EUR 40,Marmorsaal, Geheime Ratstube, Antekammer, Trabantenstube, Entreezimmer

EUR 35,-

für Lehrlinge, Schüler, Studenten, Soldaten

EUR 45,-

Information und Reservierung www.hofburg-ball.at

Erfahren Sie Näheres www.wirtschaftsbund.wien/ mitgliedwerden

Wirtschaftsbund Wien Lothringerstraße 16/5 1030 Wien Email: office@hofburg-ball.at T 512 76 31 – 26

Tanz, Wirtschaft, Unterhaltung und Politik werden bei diesem Ball eins. Christoph Biegelmayer Direktor Wirtschaftsbund Wien

Der Ball der Wiener Wirtschaft verbindet Gesellschafts- und Wirtschaftsleben in der Wiener Hofburg. DI Walter Ruck Obmann Wirtschaftsbund Wien

Von der Fahnenparade bis zur After-Party im Volksgarten ist für jeden etwas dabei, der die Wiener Wirtschaft hören, sehen und spüren möchte. Magdalena Koziol, BA Ballorganisation Wirtschaftsbund Wien

Die Wirtschaft gilt als treibende Kraft in dieser Stadt, daher gebührt ihr dieser Abend in wundervollem Ambiente.

© Kristian Schuller

Wie werde ich WB-Mitglied?

KommR Karl Pisec, MBA Obmann des Ballkomitees

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entgeltliche Einschaltung

Starker Hochschulstandort Wien stärkt Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen Die Wiener Hochschulen sichern einen bedeutenden Anteil unserer Arbeitskräfte von morgen und stellen gleichzeitig einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Es gilt daher, den Hochschulstandort Wien zu stärken und sich dabei noch mehr an der Praxis zu orientieren. Wien ist heute die größte Hochschulstadt im deutschsprachigen Raum – die fast 200.000 Studentinnen und Studenten machen über 10 % der Wiener Bevölkerung aus. Hinzu kommt, dass im Wintersemester 2016/2017 an den 10 Universitäten, 5 Fachhochschulen und 5 Privatuniversitäten in der Bundeshauptstadt 33.800 Menschen beschäftigt waren. Die Universitäten und Fachhochschulen sind daher bedeutende Arbeitgeber, Kooperationspartner und auch Auftraggeber für unzählige Firmen in der Region. Vor allem aber sind sie Keimzellen von Wissen, Forschung und Innovation sowie zentrale Ausbildungsstätten für die Wirtschaft – insbesondere mit Blick auf den Fachkräftemangel.

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In den vergangenen Jahren haben die Herausforderungen für die Hochschulen jedoch zugenommen. Die Studierendenzahlen sind stark gestiegen (mit ihnen auch die Anzahl inaktiver Studentinnen und Studenten). Der Umgang mit Massenfächern und die im internationalen Vergleich schlechten Betreuungsverhältnisse bleiben dabei bisher weitgehend ungelöst. Ein kontrollierter Hochschulzugang durch Aufnahmeverfahren – insbesondere mit Blick auf die Massenfächer – scheint daher unumgänglich. Auch muss dringend ein Umdenken bei der Hochschulfinanzierung stattfinden, da sich diese künftig viel stärker an den realen Bedürfnissen der Wirtschaft orientieren sollte. Denn insbesondere im Bereich der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) werden händeringend Fachkräfte – wie beispielsweise Software-Entwickler, Automatisierungstechniker, EngineeringProjektleiter, IT-Spezialisten und Datenanalytiker – gesucht. Als IV begrüßen wir daher,

Foto oben: © Thomas Blazina

dass die Finanzierung von zusätzlich 1.000 bundesfinanzierten FH-Studienplätzen und die Beibehaltung der Fördersatzhöhen im Herbst gesichert werden konnten. Damit wurden die richtigen Weichen für einen bedarfs- und zukunftsorientierten Ausbau des FH-Sektors gestellt. Die Qualität der Hochschulbildung in Österreich ist im internationalen Vergleich erfreulicherweise hoch. Damit die Unternehmen bzw. die Wirtschaft insgesamt aber auch in Zukunft von einer guten Ausbildung profitieren, ihren Fachkräftenachwuchs sichern und so insgesamt ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können, müssen die Hochschulen dringend mit ausreichend Mitteln ausgestattet werden und diese verstärkt nach der realen Nachfrage in der Wirtschaft einsetzen.


JAHRES RÜCKBLICK 2018

Ein bewegtes und bewegendes Jahr der Interessenvertretung liegt hinter uns. Zeit, das Vergangene etwas Revue passieren zu lassen und die Erfolge aufzuzählen, die uns für die Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer gelungen sind.

ZUKUNFTS_VEREINBARUNG

Starke Partnerschaft mit der Stadt – Viele umgesetzte Projekte für Wiener Betriebe Die Sozialpartnerschaft erfreut sich in Wien großer Beliebtheit und wie wir finden vollkommen zu Recht! Wenn sich alle Partner an einen Tisch setzen, konstruktiv diskutieren und hart verhandeln, um schlussendlich für alle Beteiligten tragfähige Lösungen zu finden, dann ist das ein gutes und bewährtes System für den Wirtschaftsstandort Wien. Eine Umfrage unter Wiener Selbstständigen hat bestätigt, dass diese Art der konstruktiven Zusammenarbeit gut ankommt und von den Betrieben auch so gewünscht wird.

Im Sommer haben Bürgermeister Ludwig und WKW Präsident Walter Ruck eine gemeinsame Zukunftsvereinbarung unterzeichnet. In diesem Arbeitsprogramm haben wir uns auf zentrale Zukunftsprojekte für Wien verständigt. Dazu gehören Verfahrensvereinfachungen für Unternehmen ebenso, wie die Förderung der betrieblichen Lehre, Weichenstellungen für den öffentlichen Raum und Tourismus wie auch Infrastruktur-Ausbau.

Foto: © Florian Wieser

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U-BAHN_SOFORTHILFE DIGITALISIERUNGSPAKET

Im Oktober hat Bürgermeister Ludwig zum ersten Wiener Sozialpartnergipfel geladen und wir haben gemeinsam ein „Digitalisierungspaket“ mit acht Punkten beschlossen, das die digitale Erwachsenenbildung ebenso wie den Aufbau digitaler Kompetenzen in Kindergärten und Schulen, oder der Infrastruktur umfasst.

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Kurze Zeit später haben wir bereits die erste Maßnahme aus der Zukunftsvereinbarung umgesetzt: Gemeinsam mit Stadtrat Peter Hanke haben wir ein Unterstützungspaket für Wiener Unternehmer beschlossen, die vom Bau der U2/U5 betroffen werden. Dieses Hilfspaket wird bis zu 700 Kleinunternehmen in Erdgeschosszonen zugutekommen. Insgesamt stehen hierfür 3,8 Millionen Euro an Hilfsleistungen bis zum Jahr 2021 zur Verfügung, so viel wie noch nie bei einem U-Bahn-Bauprojekt in Wien!

Foto links: © Florian Wieser | Foto rechts: iStock


Bessere soziale Absicherung erreicht, Fairness bei den Leistungen geschaffen Im Sozialversicherungsbereich ist uns im heurigen Jahr vieles geglückt und wir durften durchaus große Erfolge verkünden. Man darf allerdings nicht vergessen, dass diese Erfolge ihren Ausgang bereits vor mehreren Jahren genommen haben und es Produkte langwieriger Verhandlungen und mehrjähriger Reformarbeit sind. So konnten wir durch die Arbeit des Vorsitzenden des Hauptverbandes, Dr. Alexander Biach, in diesem Jahr endlich die Leistungsharmonisierung abschließen.

LEISTUNGSHARMONISIERUNG DURCHGESETZT

BESSERE UNTERSTÜTZUNG VON EPU UND KLEINBETRIEBEN IM KRANKHEITSFALL

Mit 1. Juli 2018 traten mehrere Gesetzesänderungen in Kraft, darunter die rückwirkende Bezahlung des Krankengelds für Selbstständige bei lang andauernder Krankheit. Damit wurde eine langjährige Forderung des Wirtschaftsbundes umgesetzt, die für kleine Unternehmen ganz wichtig ist. Konkret erhalten Selbstständige, die mindestens 43 Tage lang krank sind, Krankengeld rückwirkend ab dem vierten Tag ausbezahlt. Bisher gab es die Unterstützung erst nach dem 43. Krankheitstag, also nur für die Zeit danach. Im Vergleich dazu ist die jetzige Regelung eine deutliche Besserstellung. Erhöht wurde auch der Zuschuss, den Kleinbetriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern bei der Erkrankung eines Mitarbeiters aus den Mitteln der Unfallversicherung erhalten. Dieser wurde mit 1. Juli von vorher 50 auf 75 Prozent des fortgezahlten Entgelts angehoben.

Foto links: www.bilderbox.com | Illustration rechts: iStock

Zuschüsse, Selbstbehalte oder die Gewährleistung einer Leistung, werden nun österreichweit für alle Versicherten vereinheitlicht. Damit ist nicht nur die Harmonisierung nach außen (die Leistungen der Kassen gegenüber den Versicherten) sichergestellt, sondern auch die Harmonisierung nach innen geglückt, denn die gesamten Mehrkosten für diese Reform (insgesamt 84 Millionen Euro) werden nämlich von allen Kassen solidarisch geleistet! Den Versicherten entstehen damit keine zusätzlichen Kosten und die Leistungen sind ab 1.1.2019 nun österreichweit einheitlich!

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Wir sind Vorbild für die Bundespolitik und liefern laufend Vorschläge Mit unseren Expertinnen und Expertin in den einzelnen Fachbereichen können wir jedoch nicht nur in den typisch sozialpartnerschaftlichen bzw. sozialversicherungsrechtlichen Themengebieten als Ideengeber auftreten, sondern liefern den politischen Entscheidungsträgern auch in bundes- und finanzpolitischen Bereichen immer wieder neue Ideen und Lösungsvorschläge. So stammt der in diesem Jahr von Finanzminister Löger aufgegriffene Vorschlag zur Öffnung des dritten Markts der Wiener Börse für heimische Klein- und Mittelbetriebe von unseren Experten aus der Wiener Wirtschaftskammer.

ANTRAGSLOSE EINKOMMENSTEUERERKLÄRUNG

ÖFFNUNG DES DRITTEN MARKTS FÜR HEIMISCHE KMU

Über den Dritten Markt können sowohl Aktien als auch Anleihen gehandelt werden. Will ein Unternehmen eine Anleihe am Dritten Markt ausgeben, so ist beispielsweise kein Prospekt erforderlich, ebenso gibt es keine Veröffentlichungspflichten in der Wiener Zeitung oder dergleichen, außerdem keine Verpflichtung nach IFRS zu bilanzieren. Mittlerweile ist die Öffnung auch im Parlament so beschlossen worden und die ersten Börsegänge nach diesem Modell werden soeben vorbereitet.

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Ebenfalls von Expertinnen und Experten des Wiener Wirtschaftsbundes erarbeitet wurde der Vorschlag einer antragslosen Einkommenssteuererklärung, analog zur antragslosen Arbeitnehmerveranlagung für Arbeitnehmer. Das bringt finanzielle und bürokratische Erleichterung für rund 200.000 Ein-Personen-Unternehmen, 40.000 davon alleine in Wien. Unseren Berechnungen zu Folge spart ein EPU dadurch im Schnitt 1.000 Euro pro Jahr. Unserer Meinung nach sollte eine solche antragslose Veranlagung auf Wunsch der Unternehmerin/des Unternehmers dann auch auf EPU bis zu einem Jahresumsatz von 30.000 Euro ausgeweitet werden. Die Unternehmer müssen beim Finanzamt nur noch ihren Jahresumsatz melden, der Einkommenssteuerbescheid wird dann automatisch vom Finanzamt erstellt. Aufwändige Buchführung und komplizierte, bürokratische – durch verschiedene Formulare gestützte – Steuererklärungen entfallen. Die Einkommenssteuerbescheide würden mittels drei Pauschalierungsgruppen (Dienstleistungen, produzierendes Gewerbe, Handel) seitens der Finanz ermittelt.

Fotos: iStock


Erfolgreiche Interessenvertretung bringt Entlastung für Selbstständige! Der Einsatz, die Arbeit und das Wissen von rund 1.000 Funktionärinnen und Funktionären macht uns, den Wiener Wirtschaftsbund, zur größten und erfolgreichsten Interessenvertretung der Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer. Mit Stolz können wir behaupten, dass uns auch im heurigen Jahr viele kleine und große Erfolge für die Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer gelungen sind.

MWST SENKUNG IM TOURISMUS AUVA BEITRAGS- UND LOHNNEBENKOSTENSENKUNG ERREICHT

Für so manche Selbstständige ist es im Tumult über die von vielen Seiten kritisierten Pläne zur Zusammenlegung der Sozialversicherungen vielleicht untergegangen, doch wir konnten eine große finanzielle Erleichterung für die Betriebe erreichen: Die AUVA und ihre Services für Betriebe bleibt bestehen. Gleichzeitig konnte durch ein groß angelegtes Sparpaket der Unfallversicherungsbeitrag – also ein großer Teil der Lohnnebenkosten – um 500 Millionen Euro reduziert werden.

Foto links: shutterstock.com | Foto rechts: Sergey Popov

Man könnte sagen: Was lange währt wird endlich gut! Unsere Vertretungsarbeit, insbesondere die Arbeit von unserer Wirtschaftsbund Fachgruppenobfrau Andrea Steinleitner und unseres WB- Spartenobmanns im Tourismus, Markus Grießler, hat sich ausgezahlt. 2018 ist es uns endlich gelungen, die Umsatzsteuer für Beherbergungen (inkl. damit verbundener Nebenleistungen) sowie für die Vermietung von Camping-Grundstücken von 13 auf 10% zu senken. Damit haben wir zumindest wieder etwas Gleichstand im internationalen Wettbewerb hergestellt: Mit 10% liegen wir mit Frankreich und Italien gleichauf. In Deutschland ist der Steuersatz mit sieben Prozent allerdings deutlich niedriger und in der Schweiz beträgt er überhaupt nur 3,8 Prozent. 20 von 28 EU Staaten haben übrigens einen niedrigeren Steuersatz auf Nächtigungen als Österreich. Zusätzlich ist es uns dabei gelungen, die allgemeinen Verwaltungskosten zu senken, da zum Beispiel bei Halbpension die Aufteilung des pauschalen Rechnungsbetrags auf die unterschiedlichen Steuersätze für Verköstigung und Beherbergung nicht mehr notwendig ist.

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MONATLICHE BEITRAGSGRUNDLAGENMELDUNG

Die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) wird mit 1.1.2019 in Kraft treten und die bisherige jährliche Meldepflicht ablösen. Damit kommt es zu einer tiefgreifenden Reform für Dienstgeber, Lohnverrechnung und Sozialversicherung. Grund für die tiefgreifende Reform ist das Pensionskonto. Bei der Systemumstellung konnten wir wichtige Erleichterungen für die Betriebe durchsetzen: Die Umstellung der Beitragsgrundlagenmeldung bringt auf der einen Seite ein höheres Meldevolumen. Auf der anderen Seite sind bei der elektronischen Anmeldung aber weniger Daten nötig als bisher. Allerdings entfallen u.a. die bisherige Beitragsnachweisung und der sozialversicherungsrechtliche Teil im Lohnzettel (Lohnzettel SV). Auch die zusätzlich notwendigen Änderungsmeldungen werden weniger, da dies im Rahmen der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung erfolgt. Die gemeldeten Beitragsgrundlagen können innerhalb von 12 Monaten sanktions- und verzugszinsenfrei berichtigt werden. Auf unseren Druck hinauf wurde die bisher vorgesehene gesetzliche Rollungsfrist verdoppelt. Damit wurden die Regelungen deutlich praxistauglicher gemacht. Ebenso konnten wir die Sanktionen bei Meldeverstößen entschärfen: Die Säumniszuschläge werden mit dem Fünffachen der täglichen Höchstbeitragsgrundlage pro Kalendermonat gedeckelt (ausgenommen Anmeldeverstöße). Weiters konnten wir auch einen sanktionsfreien Übergangszeitraum durchsetzen: Bis zum 31.8.2019 werden keine Säumniszuschläge verhängt (ausgenommen sind nur Anmeldeverstöße).

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UNTERNEHMEN IM FOKUS DER WIRTSCHAFTSPARLAMENTE

Zweimal pro Jahr tritt das Wirtschaftsparlament mit allen Mandatarinnen und Mandataren der einzelnen politischen Fraktionen zusammen, um den Kurs der Wirtschaftskammer Wien innerhalb der Stadt- und Landespolitik sowie der Interessenvertretung zu bestimmen. Während der Wirtschaftsbund sich für die Unternehmerinnen und Unternehmer einsetzt und für ein wirtschaftsfreundliches Wien kämpft, bestimmten Sozial- und Gesellschaftspolitik die Inhalte der anderen Fraktionen. Die Ziele, die wir dabei verfolgen sind ganz klar definiert: Wien soll eine wirtschaftsfreundliche Stadt mit den besten Rahmenbedingungen für Unternehmerinnen und Unternehmer werden. Als Wirtschaftsbund setzen wir uns für eine Senkung der Steuern und Abgaben, eine spürbare Entbürokratisierung und Verwaltungsvereinfachung sowie für bessere wirtschaftliche Rahmenbedingung in Wien ein. Wir bekennen uns ganz klar zu einer starken und zukunftsfähigen Sozialpartnerschaft sowie zur Stärkung der betrieblichen Lehrlingsausbildung im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Mit diesem Ansatz konnten wir auch die anderen Fraktionen meistens für uns und unsere Anträge gewinnen. Das Ergebnis: Beinahe alle unsere Anträge wurden mit großer, überparteilicher Mehrheit, die meisten sogar einstimmig von allen Mandatarinnen und Mandataren, angenommen.

Foto links: iStock.com | Foto rechts: Florian Wieser


ENTBÜROKRATISIERUNG UND ERLEICHTERUNGEN BEI DEN BETRIEBSANLAGEN ERHÖHUNG DER FORSCHUNGSPRÄMIE

Die Genehmigungsfreistellungsverordnung befreit eine große Zahl von kleinen Betriebsanlagen von der Genehmigungspflicht. Mit der heurigen Novelle wurde der Anwendungsbereich erweitert. So sind nun Einzelhandelsbetrieben mit maximal 600 m2 Betriebsfläche inklusive des Lebensmittelhandels miterfasst und Beherbergungsbetriebe mit bis zu 30 Gästebetten werden neu genehmigungsfrei gestellt. Weiters brauchen nun Eissalons, Dentalstudios, reine Textilübernahmestellen für Textilreiniger und Wäschebügler, Rechenzentren und Shops in Einkaufszentren, Bahnhöfen oder Flughäfen keine gesonderte Betriebsanlagengenehmigung mehr. Insbesondere Klein- und Kleinstbetriebe sind der große Gewinner dieser Reform: Sie ersparen sich insgesamt jährlich rund 7 Millionen Euro an Verfahrenskosten. Durch deutlich weniger Klein-Verfahren – rund 1.400 Verfahren pro Jahr fallen weg – werden Ressourcen frei, um bei den anderen Betriebsanlagen die Genehmigung rascher erteilen zu können. Insgesamt werden 10.000 Betriebsstandorte aus der Genehmigungspflicht entlassen.

Fotos: istock.com

Für eigenbetriebliche Forschung und für Auftragsforschung konnte schon bisher eine Forschungsprämie in Höhe von zwölf Prozent der Aufwendungen geltend gemacht werden, bei vergleichsweise relativ geringem bürokratischem Aufwand. Die Forschungsprämie kann nur für Aufwendungen bis maximal einer Million Euro pro Wirtschaftsjahr geltend gemacht werden, ist steuerfrei und führt auch zu keiner Aufwandskürzung. Sie muss spätestens bis zum Eintritt der Rechtskraft des Steuerbescheids des jeweiligen Jahres geltend gemacht werden. Mit dem Jahr 2018 konnten diese Prämie endlich auf 14% erhöhen und damit eine langjährige Forderung in die Realität umsetzen.

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Wirtschaftsbund Wien als Tempomacher

ARBEITSZEITFLEXIBILISIERUNG DURCHGESETZT

Tempo bei Reformen ist wichtig. Doch gerade die Beispiele im Sozialversicherungsbereich zeigen: In diesem heiklen Bereich von ineinander greifenden und sich gegenseitig bedingenden Systemen ist „gut gemeint“ oft das Gegenteil von „gut“. Darum machen wir gezielt und erfolgreich Tempo dort, wo der Reformstau offensichtlich und dessen Beseitigung schnell möglich ist. Wo es schwieriger ist Lösungen zu finden, setzen wir uns mit dem Wissen und der Expertise unserer Expertinnen und Experten ein und arbeiten an konstruktiven Lösungen für alle Beteiligten.

NEUE EVENTHALLE FÜR WIEN

Seit 1. September konnte die maximale gesetzlich erlaubte Tages- bzw. Wochenhöchstarbeitszeit auf 12 bzw. 60 Stunden angehoben werden. Damit können Betriebe Auftragsspitzen besser abdecken und auf Kundenwünsche besser eingehen. Für den Tourismus konnte eine Verkürzung der Ruhezeiten von 11 auf 8 Stunden bei geteilten Diensten durchgesetzt werden. Dies erleichtert die Personalplanung für die Branche erheblich. Weniger Bürokratie wird es in Zukunft für Familienbetriebe geben, wenn nahe Angehörige im Betrieb mitarbeiten. Selbiges gilt bei der Anstellung von leitenden Angestellten.

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Eine erfolgreiche Eventstadt braucht auch eine zeitgemäße Infrastruktur. Veranstalter von Kultur- und Sportgroßevents weichen sonst in andere mitteleuropäische Metropolen aus und Wiens Wirtschaft schaut durch die Finger! Wenn die Stadt das Austria Center Vienna modernisieren möchte, ist das fein, aber leider viel zu wenig. Wien braucht schon längst neue Sportund Eventstätten von internationalem Format. Will man in der Champions League der Event-Metropolen mitspielen, muss man hier unbedingt nachrüsten! Die Stadt Wien hat das in diesem Jahr auch eingesehen – schließlich war der Bau einer multifunktionalen Eventhalle einer der Punkte, die mit der Stadt Wien in der bereits angesprochenen Zukunftsvereinbarung für Wien abgeschlossen wurden. Parallel spricht sich Markus Grießler für eine rasche Umsetzung eines eigenen Eventboards aus. Dieses soll die Eventstadt Wien international vermarkten und Großveranstaltungen aktiv nach Wien bringen: „Wien ist eine tolle Veranstaltungslocation. Das muss bei den großen Agenturen noch intensiver kommuniziert werden, damit noch mehr Konzerte, Sportevents und Messen zu uns kommen!“ Foto links: Archiv | Foto rechts: iStock.com


UNTERNEHMERPARKKARTE OHNE ANTRAG, ÖFFNUNG DER ANRAINERPARKPLÄTZE

Dass wir mit dieser Herangehensweise erfolgreich sein können, haben wir 2018 beim Thema Parken in Wien erfolgreich bewiesen. Seit Ewigkeiten fordern wir, dass es bei den Anträgen für Parkkarten Neuerungen braucht, der bisherige Antragsweg war ausgesprochen mühsam, bürokratisch und in den meisten Fällen noch ausschließlich analog möglich. Doch wir haben uns durchgesetzt: Alle Wiener Selbstständigen erhalten seit 2018 auf ihren digitalen Antrag hin eine Parkkarte für Betriebs-KFZ, egal welcher Fahrzeugklasse. Die Unternehmensparkkarte ist nun auch nur mehr an das Kennzeichen gekoppelt, ein Fahrzeugwechsel muss den Behörden daher nicht mehr gemeldet werden. Unser Landesgruppenobmann und Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Ruck hat es in seinem Vorwort schon angesprochen: Seit 1.12.2018 dürfen Wiener Handwerksunternehmen, Kleintransporteure und soziale Dienste in der Zeit von 8 bis 16 Uhr die Anrainerparkzonen nutzen. Bereits im Mai des Vorjahres unterzeichnete Walter Ruck gemeinsam mit Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou nach umfangreichen Verhandlungen eine Vereinbarung über die Öffnung der Anrainerparkzonen während der Tagesstunden, in denen sie nur gering ausgelastet sind. Jetzt ist der erste Schritt endlich umgesetzt, aber es gibt noch vieles zu tun, bis zur allgemeinen Öffnung der Anrainerparkplätze für alle zwischen 8 und 16 Uhr!

Foto links: George Clerk | Foto rechts: Archiv

NEUERUNGEN IN DER LEHRAUSBILDUNG ALS WICHTIGER SCHRITT GEGEN FACHKRÄFTEMANGEL

Die Digitalisierung wird nun endlich auch gesetzlich in der beruflichen Bildung verankert. Insgesamt werden 13 neue Lehrberufe geschaffen, die dem aktuellsten technologischen Stand Rechnung tragen sollen, darunter zum Beispiel die Ausbildung zum E-Commerce/Kaufmann. Bereits bestehende Lehrberufe wie jener der Zahntechnik werden ebenfalls unter Berücksichtigung digitaler Hilfsmittel neugeordnet. Zusätzlich sollen Attraktivität und Qualität der Lehre durch eine bundesweite Lehrlingskampagne und den Ausbau der Berufsberatung gesteigert werden. Die Gleichsetzung der Meisterausbildung mit dem „Bachelor“ und dem „Ingenieur“ ist unserer Ansicht nach eine ausgesprochen positive öffentliche Anerkennung und bringt den Wert des Meisters und von handwerklichem Können zum Ausdruck. Die Zuordnung des Meisters zur Niveaustufe 6 des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) ist ein starkes positives Signal für das duale Ausbildungssystem insgesamt und ein starker Impuls an die jungen Menschen in der dualen Ausbildung, auch die Meisterprüfung in Angriff zu nehmen.

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Wertschätzung gegenüber den Wiener Unternehmerinnen und Unternehmern T IENER WIRTSCHAF WIR ALLE SIND W g: Zusammen schafft man mehr. Bei der

PROFESSIONELLE KAMPAGNE GESTARTET:

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Walter Ruck

„ALTE MEISTER. JUNGE HELDEN.“

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HAFTSBUND WIE

WIRTSC Unternehmerinnen und Unternehmer aber natürlich auch die Facharbeiterinnen und Facharbeiter von morgen – unsere Lehrlinge verdienen Wertschätzung! Aus diesem Grund haben wir WIR ALLE SIND WIENER WIRTSCHAFT Bei der 2018 auch einen Schwerpunkt derErfahrung: Öffentlichkeitsarbeit Zusammen schafft man mehr.auf eigener Sie wissen es ausin gemeinsam ist Arbeit für die Wiener Wirtschaft ist es so wie in einem Unternehmen, über Bereits erfolgreich. sind wir Und viele. sind als alleine! Wir dieses Thema gelegt.man erfolgreicher für bessere ehrenamtliche Funktionärinnen und Funktionäre arbeiten tagtäglich Walter Ruck

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Wirtschaftsbund Wien

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1.000 Schauen Sie sich Rahmenbedingungen für uns Unternehmerinnen und Unternehmer. merwahl an, welche Erfolge und Verbesserungen wir seit der letzten Wirtschaftskam weiteren Weg in der ersten Halbzeit erreicht haben. Ich lade Sie ein, uns auf dem zu unterstützen. Alle Kraft der Wirtschaft! Ihr

HALBZEITBILANZ

ALLE KRAFT DER WIRTSCHAFT

Walter Ruck

WIRTSCHAFTSBUND WIEN

Landesgruppenobmann Wirtschaftsbund Wien

WIRTSCHAFTSBUND WIEN

ALLE KRAFT DER WIRTSCHAFT

HALBZEIT FÜR WIEN.

www.wirtschaftsbund.wien Wirtschaftsbund Wien 1030 Wien . Lothringerstraße 16/5 T +43 1 512 76 31 . F +43 1 512 76 31-34 E office@wirtschaftsbund-wien.at wirtschaftsbundwien . @WBWien

Peter Sittler

Foto: www.sticklerfotografie.at

Gremialobmann Landesgremium des Handels mit Computern und Bürosystemen

TSCHAFT ALLE KRAFT DER WIR N

WIRTSCHAFTSBUND WIE

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HALBZEIT FÜR WIEN. Gertraud Schmidt

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Fachgruppenobfrau Freizeit- und Sportbetriebe

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KOMMUNIKATIONS-KENNZAHLEN IM DETAIL:

243.654

SOCIAL MEDIA REICHWEITE GESAMT

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PERSÖNLICHE E-MAILS

9.795

GETEILTE BEITRÄGE

11.816

SEITENAUFRUFE

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5.500

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30.000

WIRTSCHAFTSREPORT LESER

Insgesamt über 200 Branchenerfolge konnten seit den letzten Wirtschaftskammerwahlen in die Realität umgesetzt werden. Wir haben diese Bilanz zur Halbzeit der Funktionsperiode übersichtlich aufgearbeitet und mit einer Zwischenkampagne erfolgreich kommuniziert. Die ausgewerteten Kennzahlen sprechen für sich!

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irtschaftsreport

In unserer Herbstkampagne haben wir Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Gewerbe und Handwerk vor den Vorhang geholt und Interesse für Ihre Geschichte(n) geweckt. Insgesamt vier Wochen lang wurden Unternehmerinnen und Unternehmer in den Mittelpunkt gerückt, die Kindern – den Helden von morgen – auf sympathische Art und Weise ihr Handwerk zeigen.


PROFESSIONELLE KAMPAGNE GESTARTET:

„OHNE INFRASTRUKTUR KEINE ZUKUNFT“

OHNE INFRASTRUKTUR KEINE ZUKUNFT“ –lautete die große Kampagne der Wiener Wirtschaftskammer im Sommer 2018. Die Kampagne rückte drei zentrale Projekte in den Fokus, die aus Sicht der Wirtschaft für Wien unerlässlich sind: Wien braucht schnelleres Internet, Wien braucht viel mehr Elektromobilität und Wien braucht den Lobautunnel. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist die Basis für wirtschaftlichen Erfolg - und damit für Arbeitsplätze und Wohlstand. Damit der Wirtschaftsstandort Wien wettbewerbsfähig bleibt, setzen wir uns für die Realisierung notwendiger Maßnahmen ein. Denn ohne Infrastruktur keine Zukunft.

Frohe Weihnachten und alles Gute für 2019!

IMPRESSUM: Wiener Wirtschafts-Report | Medieninhaber: Österreichischer Wirtschaftsbund Wien, Lothringerstraße 16/5, 1030 Wien, Tel. 512 76 31, Fax 512 76 31-34 | Verantwortlicher & Redaktion: Lukas Lechner, MA | Layout & Grafik: creativdirektion.at | Profilfotos der Autoren: © Foto Weinwurm. Andere Bilder wenn nicht anders angegeben: WB-Archiv | Produktion: Druckerei Berger, Horn | Druckauflage: 90.000 | DVR: 0484288 | Österreichische Post AG, Info.Mail, Entgelt bezahlt | Erscheinungsort: Wien | Verlagspostamt: 1010 Wien | Sponsoring: Post 02Z032622S Wiener Wirtschafts-Report | Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber: Österreichischer Wirtschaftsbund Wien, Lothringerstraße 14–16/II/Top 5, 1030 Wien, Tel. 512 76 31, Fax 512 76 31-34, zu 100 Prozent. | VORSTAND: DI Walter Ruck | Robert Bodenstein, MBA,CMC | Petra Gregorits | Margarete Gumprecht | Mag. Anja Hasenlechner | KommR Karl Heinz Pisec, MBA | Berndt Querfeld | Mag. Andreas Würfl | Christoph Biegelmayer. Grundlegende Richtung: Satzungen des Österreichischen Wirtschaftsbundes, A) § 2.


Was zählt, sind die Menschen.

Unser Land braucht UnternehmerInnen, die an sich glauben. Und eine Bank, die an sie glaubt. Wir n iere z n a fin reichs Ă–ster chaft. Wirts

erstebank.at

#glaubandich

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Wirtschaftsreport Ausgabe 04/2018  

Wiener Wirtschaftsreport - Das Magazin für den unternehmerischen Mittelstand! Jetzt Wirtschaftsbund Mitglied werden www.wirtschaftsbund.wien...

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