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Wiener Melange

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Ihr persönlicher Wir tschaftsbund-Branchenimpuls

Mitmachen und gewinnen! Fachgruppenobmann Berndt Querfeld sucht „helle Köpfe“ unter Wiens Kaffeesiedern. Menschen, die nicht nur nörgeln, sondern daran glauben, dass gemeinsam in der Branche etwas weitergeht. Berndt Querfeld, Kaffeesieder mit Leib und Seele, setzt jetzt konsequent um, was er vor der Wirtschaftskammerwahl im Frühjahr angekündigt hat. Er baut nicht nur die Fachgruppe zu einer Serviceorga-

nisation um, sondern möchte aus Wiens Kaffeesiedern eine echte „Community“, eine Gemeinschaft, die an einem Strang zieht, machen. Quer durch alle Betriebstypen, über alle ideologischen Ausrichtun-

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gen hinweg. Vom Newcomer bis zum „alten Hasen“. Lesen Sie bitte weiter auf Seite 2.


Fortsetzung von Seite 1 Warum? „Weil wir nur dann stark sind, wenn wir geschlossen auftreten, wenn wir unsere Zukunft gemeinsam in die Hand nehmen. Alle Möglichkeiten und Ressourcen nützen. Jeder kann vom anderen lernen, jeder kann jeweils dem anderen irgendwie helfen.“ Einbringen, durchsetzen, verändern – das ist Querfelds Programm. „Ich bin angetreten, über alle Parteigrenzen hinweg mit Ihnen die Zukunft zu gestalten. Und die letzten Wochen und Monate meiner Arbeit zeigen mir, dass wir alle gerne jammern und doch ‚jemand’ etwas tun sollte. Und genau die-

ser ‚Jemand’ könnten Sie sein. Die Fachgruppe, das sind wir alle. Verändern wir etwas. In unserer vielfarbigen Branche steckt so viel Potenzial!“ Querfeld nennt nur einige Beispiele, die zeigen, wie leicht es ist, eine Branche auseinanderzudividieren. „Tabakgesetz, Schanigarten, Marktamt, Bürokratie, immer neue Vorschriften. Wir regen uns darüber auf, aber wir brauchen konkrete Vorschläge und Teamgeist, um Veränderungen und unsere Interessen durchzusetzen. Das ist nicht nur die Aufgabe einer Hand voll Funktionäre! Kaffeesieder, das sind wir

alle! Die Mitarbeit kann ganz einfach sein: Vorschläge oder Themen, die die Gemeinschaft betreffen und wo es Lösungen geben muss. „Senden Sie einfach ein Mail an mich: berndt.querfeld@kaffeesieder.at, Betreff „Zukunft“. Oder rufen Sie mich an. Meine Telefonnummer lautet 0664/3457232.“ Und noch etwas: Berndt Querfeld will niemandem sinnlos die Zeit stehlen. Ganz im Gegenteil. „Ich möchte Leute finden, die das Arbeiten in dieser Branche erleichtern.“

Verleihung des Goldenen Schani Über 100 Gastronomen haben in sechs Kategorien eingereicht – Flair und Charme entscheidend. Café Korb gewinnt bei „Jung & trendig“. Im Rahmen des Sommerfestes der Wiener Gastronomie und Hotellerie verlieh die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien den „Goldenen Schani“ an Wiens schönste Gast- und Schanigärten.

Spartenobmann Bitzinger, mit Korb-Chefin Widl und WK-Präsidentin Jank. Foto: F. Wieser

Mehr als 100 Wiener Gastronomen beteiligten sich am Wettbewerb und reichten ihre Gastgartenkonzepte ein. Eine hochkarätige Jury aus Wirtschaft, Architektur und Stadtplanung ermittelte die Sieger, die von Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank und Spartenobmann Josef Bitzinger ausgezeichnet wurden.

„Die über 2.500 Wiener Gastgärten sind ein ganz besonderer Publikumsmagnet. Mit der Verleihung des Goldenen Schani wollen wir die kreativsten Gastronomen vor den Vorhang holen“ wollen wir die kreativsten Gastronomen vor den Vorhang holen“, so Brigitte Jank. Die Sieger des „Goldenen Schani 2010“ freuten sich auf jeden Fall über die Auszeichnung. In der Kategorie „Jung & trendig“ wurde das Café Korb im 1. Bezirk ausgezeichnet. Wiens Kaffeesieder gratulieren Korb-Chefin Susanne Widl.

Reform der Gastgarten-Regelung bringt nur Vorteile „Wir haben sie gefordert, wir haben sie erreicht – die am 18. August 2010 im Bundesgesetzblatt veröffentlichte Novelle der Gewerbeordnung zur Reform der Gastgarten-Regelung freut die Wiener Gastronomie“, zeigt sich Spartenobmann Josef Bitzinger zufrieden. Für Betriebe mit Gastgärten bis zu 75 Sitzplätzen kommt es zu einer wesentlichen Verfahrenserleichterung. Es ist – unter der Voraussetzung, dass alle gesetzlichen Auflagen (z.B. nur Verabreichung von Speisen und Geträn-

ken, kein Gesang und Musizieren, Öffnungszeiten der Schanigärten auf öffentlichem Grund von 08.00 bis 23.00 Uhr bzw. auf Privatgrund von 09.00 bis 22.00 Uhr) erfüllt werden, kein betriebsanlagenrechtliches Verfahren mehr nötig. Notwendig bleibt auf öffentlichem Grund nur die Erteilung der Gebrauchserlaubnis nach dem Gebrauchsabgabegesetz durch das Magistratische Bezirksamt. Für bestehende Schanigärten ändert sich nichts.

In jeder Beziehung zählen die Menschen. Wiener Melange | 2

„Von dieser Novelle profitieren alle – Wirte, Gäste und Anrainer. Für die betroffenen Wirte bedeutet die Novelle eine Entbürokratisierung durch das Wegfallen des aufwendigen, betriebsanlagenrechtlichen Genehmigungsverfahrens. Für unsere inund ausländischen Gäste mehr Genuss, weil sie erholsame Stunden im Schanigarten verbringen können. Und für Anrainer gibt es natürlich weiterhin den bestmöglichen Schutz ihrer Interessen“, so Josef Bitzinger.


Kommentar Berndt Querfeld Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass uns die Kosten davonrennen? Während wir Kaffeesieder und Gastronomen uns darüber Gedanken machen, wie wir mit unseren Speisen, Getränken und sonstigen Produkten oft im einstelligen Prozentbereich hinaufgehen könnten, flattern uns tagtäglich Rechnungen von Professionisten ins Haus, deren Höhe mit dem Umsatz oft in keinem Verhältnis mehr stehen. Wenn ein E-Befund die Tageslosung auffrisst, dann stellt sich die Frage, was wir denn „falsch“ machen. Nur damit das klar ist: Ich weiß, dass sich Professionisten aus anderen Gewerben keine goldene Nase verdienen. Dennoch sehe ich in den letzten Jahren ein krasses Missverhältnis zwischen unseren Preisen und der Möglichkeit einer Anpassung auf

tatsächliche Erfordernisse und ständig steigende Kosten. Und ein Gutteil davon wird durch immer neue Auflagen, Behördenregelungen und Gesetze generiert. Und eigenartigerweise glauben viele, dass man die Kosten einer Melange auf 7 Gramm Kaffee herunterreduzieren kann und ein Krügel Bier mit dem SupermarktPreis zu bewerten ist.

Berndt Querfeld, WB- Obmann und Fachgruppenobmann

Im Vorfeld der Budgetplanungen auf Bundes- und Landesebene kann ich daher nur appellieren: Keine neuen Belastungen für die Wirtschaft! Das wäre jetzt genau verkehrt.

immer mehr Bürokratie, um immer mehr Anforderungen der Behörden zu erfüllen, führt.

Das Gegenteil muss der Fall sein. Ein ernsthaftes Nachdenken darüber, wohin

Ihr Berndt Querfeld

Wiener wählten Lieblings-Café Mehr als 130 Cafés nominiert – Accademia del Caffe, Café Wortner und Café Mario bilden Sieger-Trio – klares Votum für bunte Mischung. des Kaffeehaus-Wettbewerbs nach ihren Lieblingslokalen. Das Ergebnis: Am liebsten gehen die Wiener in die Kaffeehäuser Accademia del Caffe in der Universitätsstraße, ins Café Wortner auf der Wiedner Hauptstraße und ins Café Mario auf der Linzer Straße. Insgesamt wurden über 130 Kaffeehäuser von den Wienern nominiert.

v.l.n.r. Berndt Querfeld (Obmann der Wiener Kaffeehäuser), Christian und Bettina Stranzinger (Accademia del Caffé), Snjezana Batista (Café Mario), Daniel Karl (Café Wortner). Foto: F. Wieser

Das Kaffeehaus ist das verlängerte Wohnzimmer der Wiener. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung geht zwei- bis dreimal pro Woche ins Café und genießt die

freundliche Atmosphäre – knapp ein Fünftel sogar täglich. Die Wirtschaftskammer Wien wollte es genau wissen und fragte Wiens Kaffeehausbesucher im Rahmen

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„Das Ergebnis zeigt, dass die Teilnehmer des Kaffeehaus-Wettbewerbs die gute Mischung schätzen“, sagt Berndt Querfeld, Obmann der Fachgruppe Kaffeehäuser in der Wirtschaftskammer Wien, „Denn zu den beliebtesten Cafés gehören neben einem Traditionskaffeehaus auch ein Studentencafé und ein Café am Stadtrand. Die große Zahl an Nominierungen beweist, wie sehr die Wiener IHR Kaffeehaus schätzen. Aber auch für die Touristen zählt ein Besuch in einem der mehr als 2500 Wiener Cafés zum Fixpunkt bei ihrem Wienurlaub.“ Rund 87 Prozent der Touristen in Wien verabsäumen es nicht, ein Kaffeehaus zu besuchen.


Ein Doppeljubiläum Christl Sedlar, Chefin des Wiener Traditionscafé Prückel ist nicht nur 70 Jahre jung sondern feiert auch ihr 50-Jahr-Berufjubiläum. Wir gratulieren. Christl Sedlar weiß, was sie an dieser Architektur hat, und sie weiß auch, dass ihre Gäste „diese gewisse Atmosphäre, das fast Glatte, Zeitlose“ zu schätzen wissen. „Die Wellen der Architektur kommen und gehen“, sagt sie, „aber das Prückel hat sich noch immer gehalten.“ Tatsächlich ist das Lokal besser besucht denn je. Der Faktor Zeit wird von jenen genossen, die hier ein bisschen ausspannen, tratschen, den Prückel-KleinenBraunen im Glas trinken, und der Faktor Zeit wird auch von den Kellnern beachtet, die keinen Gast länger als ein paar Minuten auf die Bestellung warten lassen.

Das Café Prückel am Stubenring. Eine echte Großstadtoase der Kaffeespezialitäten, der Mehlspeisen, der guten Küche, des zeitlos lässigen Ambientes, der Zeitungsberge. Seine Kaffeehauswürde hat das Traditionshaus mit mehr als 100 Jahren über lange Zeitspannen hinweg bewahrt, gepflegt und immer wieder sorgfältig erneuert. Seit 50 Jahren dafür verantwortlich zeichnet Christl Sedlar. Denn selbstverständlich spielt auch die Architektur des Lokals eine wichtige Rol-

le in seiner Erfolgsgeschichte – und auch die behutsame Art, wie mit dieser Architektur in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt umgegangen wurde. Das Prückel lebt von hohen, lichtdurchfluteten Räumen, von einer großzügigen, unbeengten Anordnung der Tische und Stühle, von unkonventionellen und zugleich unaufdringlichen Farb- und Materialkombinationen – und von einer gewissen Lässigkeit, die all das nicht zu einem im Zeitloch der 50er-Jahre festgefrorenen Designtempel hochstilisieren. Gelebte Wiener Kaffeehauskultur eben.

Die Wirtschaftsbund-Kaffeesieder wünschen Frau Kommerzialrätin Sedlar noch viele schöne Jahre in ihrem Prückel und gratulieren zu beiden Jubiläen sehr herzlich!

Café Prückel Stubenring 24, 1010 Wien Täglich geöffnet von 8.30 bis 22 Uhr (24., 25., 26. Dezember geschlossen) www.prueckel.at

Tag des Kaffees Den Gästen am 1. Oktober etwas Besonderes bieten. setzer „Tag des Kaffees“ und Tischaufsteller „Tag des Kaffees: Meine Spezialität…“ beinhaltet.

Am 1. Oktober ist „Tag des Kaffees“. Zu diesem Anlass kreierte die Fachgruppe eigens ein Mitmach-Paket, das 2.000 Portionszuckersäckchen „Im Café ist jeder Tag ein Tag des Kaffees“, Papierunter-

Mit den Zuckersackerln und den Papieruntersetzern erinnern Sie Ihre Gäste an den Tag des Kaffees. Mit den Tischaufstellern können Sie – wenn sie möchten – auf Ihre Aktion, einen besonderen Kaffee, ein besonderes Angebot oder auf Ihre Veranstaltung zum Tag des Kaffees hinweisen.

Der Tag des Kaffees wird durch umfangreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser unterstützt. Überdies wird Ihre Aktion im Veranstaltungskalender der Website www.wiener-kaffeehaus.at veröffentlicht. Fachgruppenobmann Berndt Querfeld: „Zeigen wir alle, die wir Kaffee ausschenken, an diesem Tag Flagge!“

IMPRESSUM Branchenimpuls | Medieninhaber: Österreichischer Wirtschaftsbund LG Wien, Lothringerstraße 16/5, 1030 Wien, Tel. 512 76 31, Fax 512 76 31-34 | Redaktion: Markus Langthaler, Michael Thomas | Layout & Grafik: Atelier Olschinsky | Lektorat: Michael Thomas | Fotos: Michael Grinner, MTS GmbH, Garzarolli, g.com-grafix, privat, Foto Weinwurm, metroverlag | Druck: Druckerei Berger, Horn | Druckauflage: 2200 | DVR: 0484288 | Österreichische Post AG, Info.Mail Entgelt bezahlt | Erscheinungsort: Wien | Verlagspostamt: 1010 Wien | Sponsoring: Post GZ 07Z037545S Branchenimpuls | ­Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber: Österreichischer Wirtschaftsbund LG Wien, Lothringerstraße 16/5, 1030 Wien, Tel. 512 76 31, Fax 512 76 31-34, zu 100 Prozent.

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Wiener Melange_02_2010  

Branchenzeitung der Wiener Kaffeesieder.

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