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WB-TAXI

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Ö ster re ic h i sc h e Post AG / S po n so r in g . Post | GZ 07 Z 037545S | Be n a c h ric h t ig u ng s posta mt 1 030 Wie n | Wi r tsc h a f ts i m p u l s

Ihr persönlicher Wir tschaftsbund-Branchenimpuls

Mehr Qualität – mehr Chancen! Die rasche Qualitätsanhebung als Chance für die Zukunft des Taxi-/Mietwagengewerbes und für Fiaker. Von Alfred Grimann und Peter Cernik. Gespräche mit Behördenvertretern aber auch mit verantwortlichen Politikern bringen immer wieder eines zutage: die mangelnde Qualität im Taxi-Gewerbe. Diese Kritik ist einerseits nicht nur in vielen Fällen völlig berechtigt, sie trifft uns leider alle. Denn mit diesem Argument werden regelmäßig für uns wichtige Anliegen und Forderungen abgelehnt. Zuletzt wurde sogar die notwendige Tarifanpassung mit

diesem „Killerwort“ in Frage gestellt. Die Anhebung der allgemeinen Qualitätsstandards ist daher ein Akt der Selbstverteidigung des Gewerbes – um diese als Ausreden für alles mögliche andere nicht mehr akzeptieren zu müssen. Gemeinsam mit unserem Obmann Christian Gerzabek bekennen wir uns daher zu einer Qualitätsoffensive auf allen Ebenen. Eine rasche

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und konsequente Qualitätsanhebung im Wiener Taxi-, Mietwagen-, Fiaker- und Autoverleihgewerbe ist der wichtigste Schritt in eine ökonomisch gut abgesicherte Zukunft. Nur damit können wir unseren Kunden – von denen wir ausschließlich leben – optimale Beförderungsdienstleistungen anbieten. Lesen Sie bitte weiter auf Seite 2.


Fortsetzung von Seite 1 Mehr Qualität – mehr Chancen In den ersten Monaten der neuen Funktionsperiode konnten bereits wichtige Weichen in Richtung umfassender Verbesserungen gestellt werden. Die Ausbildung bzw. die Prüfung der Taxilenker wurde angepasst, damit die Kandidatinnen und Kandidaten die Taxilenkerprüfung nicht mehr in der „Salamitaktik“ Stück für Stück ablegen und so für die Prüfung sehr lange Zeit benötigen. Die Lenkerprüfung wurde gestrafft und muss innerhalb eines Jahres bestanden werden. Dazu kommt – nicht zuletzt auf Grund von Kundenbeschwerden –, dass in Hinkunft auch verstärkt auf die Kenntnisse der deutschen Sprache wertgelegt wird.

Übrigens: die Notwendigkeit der guten Kenntnisse der deutschen Sprache ist besonders Taxi-UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund ein besonderes Anliegen! Schluss für Einsatz von „Rostlauben“ Auch im Bereich der Betriebsordnung soll das Qualitätskriterium greifen. Das gilt vor allem für das Fahrzeugalter und den –zustand. Beschädigte Kfz und „Rostlauben“ haben nämlich im Taxigewerbe nichts verloren! Mit den Verantwortlichen der Stadt Wien werden gegenwärtig Verhandlungen geführt, die den Einsatz von Uraltfahrzeugen speziell bei Neuansuchen um Konzession unmöglich machen sollen.

Interne Kontrollmechanismen durch den aktiven Einsatz von Fachgruppenfunktionären sollen und werden unseren Bemühungen in Richtung eines deutlichen Plus an Qualität Vorschub leisten. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe mit dem Wien Tourismus wird die Kooperation zwischen beiden Organisationen ebenfalls verstärkt. Das Taxigewerbe muss sich in einer Weltstadt wie Wien den Bewohnern und Gästen mit optimalen und kompetenten Dienstleistungen präsentieren! Alfred Grimann und Peter Cernik vertreten den Wirtschaftsbund im Fachgruppenauschuss und arbeiten aktiv an der Qualitätsoffensive und der Lenkerausbildung mit.

Kurz gemeldet 1 Busspuren – Verbesserungen der STVO sind nötig Wiens Taxiinnung will Verbesserungen im Bereich der STVO erreichen, um Kunden besser auf legalem Weg ein- und aussteigen zu lassen.

Auch Taxistandplätze sollen optisch besser sichtbar gemacht werden, neben blauen Hinweistafeln durch entsprechende Bodenmarkierungen.

Busspuren, welche von Taxis automatisch mitbenützt werden können, sollen – wie bereits in der Neustiftgasse und der Burggasse – mit einer zusätzlichen Bodenbeschriftung „TAXI“ kenntlich gemacht werden.

Das nützt nicht nur den Kunden, sondern auch den Lenkern.

Kurz gemeldet 2 U-Bahn am Wochenende bringt neue Herausforderungen Die 24-Stunden-U-Bahn am Freitag und Samstag ist eine politische Entscheidung. Für das Taxigewerbe alles andere als erfreulich, bezweifelt die Standesvertretung auch die Wirtschaftlichkeit für die Wiener Steuerzahler. Nichts desto trotz bringt diese Entscheidung auch neue logistische Herausforderungen. Taxis werden verstärkt Verteilerfunktionen an den U-Bahn-Endstellen übernehmen müssen.

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Es wird sich herausstellen, in welchem Ausmaß das Taxigewerbe Geschäftseinbußen erleidet. Aber auch hier gilt: Durch verbessertes Qualitätsangebot und Serviceleistungen ist es möglich, die Gäste von den Vorteilen des Taxis gegenüber der U-Bahn zu überzeugen.


Obmann-Fragen Christian Gerzabek Obmann der Fachgruppe für die Beförderungsgewerbe mit Pkw

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Durch Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung kam ich bei der heurigen Wirtschaftskammerwahl als Listenführer des Wirtschaftsbundes als Erster ins Ziel und freue mich nunmehr als Obmann von Österreichs größter Fachgruppe im Bereich der Sparte Transport & Verkehr für Sie tätig sein zu können. Hinter mir liegen die ersten Monate im Amt, vor mir die Fachgruppentagung Ende September. Zeit für eine kleine „Zwischenbilanz“. Ich möchte zunächst auf das Arbeitsklima in der Fachgruppe eingehen. Als jemand, der schon lange politisch und standespolitisch tätig ist, steht für mich die konstruktive Arbeit – das Stellen des Gemeinsamen vor das Trennende – seit jeher im Vordergrund. Und ich möchte gar nicht verhehlen, dass es beim Neustart noch einiges, was zum konstruktiven Arbeiten nicht gerade förderlich ist, wegzuräumen galt. Von gewissen Animositäten zwischen den Fraktionen angefangen bis zu einer nicht besonders geordneten Übergabe durch meinen Vorgänger. Es freut mich, dass sich das Klima und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit unter den Funktionären der Fraktionen mittlerweile deutlich verbessert hat, um vieles sachlicher geworden ist. Denn zu tun gibt’s in unserem Gewerbe wahrlich genug! Konsequent für die Interessen der KollegInnen In der Gewerbepolitik gibt es für mich keine Tabus. Nur weil etwas immer so war, ist das noch lange kein Grund, nicht nach Möglichkeiten der Verbesserung zu suchen. Aus diesem Grund nehmen wir alle Bereiche unseres Gewerbes unter die Lupe, evaluieren gemeinsam, hinterfragen und arbeiten an Lösungen. In vielen Bereichen konnte ich mittlerweile auch die Kollegen der anderen Fraktio-

Bezirksrat Christian Gerzabek.

nen von der Notwendigkeit der Reformen überzeugen und sie in ein gemeinsames Boot holen. Mir ist dabei völlig klar, dass nicht immer jedes Vorhaben die Zustimmung aller finden kann, aber das Ziel ist für mich unumstößlich: Es muss mit der wirtschaftlichen Lage UND dem Ansehen unseres Gewerbes bergauf gehen! Es geht nicht an, dass nach wie vor jede Menge „Abenteurer“ unter Vorspiegelung falscher Angaben ins Gewerbe drängen, bestehende Betriebe verdrängen, wenig später in Konkurs gehen um dann mit neuen Firmenkonstruktionen erneut ihr Unwesen zu treiben. Dazu kommt ein

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Wagenstand, der in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Bedarf steht. Das ist mit ein Grund, warum wir auf hohe Qualitätsstandards setzen müssen. Bei den Fahrzeugen wie bei den Lenkern. Die Eintrittslatte in unser Gewerbe muss einfach höher gelegt werden. Zum Schutz und zu mehr Möglichkeiten für unsere engagierten und ehrlichen Kolleginnen und Kollegen. Ihr Christian Gerzabek Listenführer des WB


Mit Sitzfleisch und grünem Daumen Am 31. August wurde mit einem großen Fest des heiligen Fiacrius gedacht. Dieser Heilige ist Schutzpatron der Gärnter, Blumenhändler und der Lohnkutscher – also auch der Fiaker und Taxifahrer. Vor 1.400 Jahren wurde er geboren.

Seit bereits 26 Jahren feiern im Wiener Stephansdom die Fiaker-, Taxi- und Mietwagenunternehmer in der Fachgruppe für die Beförderungsgewerbe mit PKW sowie die Wiener Gärtner in ihrer Innung diesen Gedenktag. Den Ehrenschutz für diesen traditionellen Gottesdienst haben WirtschaftskammerPräsidentin Brigitte Jank und Wiens Bürgermeister Michael Häupl. Der Stephansdom wurde auch dieses Jahr wieder von den Wiener Gärtnern floristisch gestaltet. Im Anschluss an die Messe wurden traditionell Blumengestecke an die Passanten verteilt. Freudentag für Kinder Ein besonderes Anliegen der Wiener Unternehmer ist es, das Fest zu Ehren des Heiligen Fiacrius zu einem Freudentag für Kinder zu machen. 40 bis 45 Kinder im Alter zwischen 4 und 14 Jahren aus der Wohngemeinschaft der MA 11 der Stadt Wien werden mit Taxis zum Stephansplatz gebracht und nehmen an der feierlichen Zeremonie teil. Im Anschluss lädt

sie der Wiener Praterverband zu einem vergnüglichen Nachmittag im Wiener Prater ein. Vor der Heimfahrt mit dem Taxi gibt es noch eine stärkende Jause. Wie die Fiaker zu ihrem Namen kamen „Fiaker“ leitet sich von einem irischen Mönch (610-670), dem „heiligen Fiacrius“ ab. Er gründete in Frankreich das Kloster Breuil Meaux. Die Legende besagt, dass er von Bischof Faro ein Stück Wald erhielt. Als er dann dort mit seinem Wanderstab zum ersten Mal ein Stück Erde berührte, soll sich die Gegend in blühende Gärten verwandelt haben. Später wurde er heilig gesprochen. Die Geschichte der Wiener Fiaker beginnt in Paris, wo sowohl eine Kirche als auch die Straße „Rue de Fiacre“ nach ihm benannt wurde. In dieser Straße vermietete Nicolas Souvage erstmals Lohnwagen mit Kutschern. Hier wurde der „Heilige Fiacrius“ Patron. Die Idee der Pariser Lohnkutscher wurde vor über 300 Jahren übernommen. So kam es, dass sich gegen 1720 der Name „Fiaker“ sowohl für den Fahrer, als auch

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seinen Wagen und dem Pferdegespann, einbürgerte. Aktuell gibt es in Wien 40 Fiakerunternehmen mit 58 Platzkarten. Fiakersprecher in Fachgruppenausschuss kooptiert Für das Traditionsgewerbe Fiaker existiert im Bereich des 1. Bezirks eine Platzkartenregelung betreffen der 58 Fiakeraufstellmöglichkeiten. Diese Regelung ist durch das Erkenntnis des VfGh rechtlich abgesichert, stellt aber für einige Fiakerunternehmen mit mehreren Kutschen gewisse Härten dar. Taxi-Obmann Christian Gerzabek regte an, dass die Fiakerunternehmer aus ihren Reihen einen Fiakersprecher wählen. Der Fachgruppenausschuss hat nunmehr Walter Stolba in das Gremium kooptiert. Erste Vorschläge zu einer Änderung der Auffahrregelung wurden bereits erarbeitet, die nunmehr mit Unternehmern und Behördenvertretern diskutiert werden.


Kurz gemeldet 3 Neuerungen im Mietwagengewerbe Im Bereich des Mietwagengewerbes wurden die Tarife für die Krankenbeförderung angehoben. Weiters wurden die Unternehmen der Krankenbeförderung durch die Innung über die von der Stadt Wien erfolgten Ausschreibungen bei den Behindertentransporten informiert. Im Limousinenservice wird – gemeinsam mit den bestehenden Mietwagenunternehmern – verstärkt auf illegale „Mitbewerber“ geachtet und Verstöße an die Gewerbebehörde und den Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb weitergeleitet.

Kurz gemeldet 4 Ordnerdienst der Innung bestens eingeführt Große Veranstaltungen und Kongresse erfordern neue Konzepte durch die Taxiinnung. Funktionäre organisieren dabei einen Ordnerdienst, der sich – zum Beispiel beim großen Aids-Kongress – bereits bestens bewährt hat. Hilfestellungen durch Kollegen wurden nicht nur dankbar angenommen, es gab auch jede Menge Lob seitens der Behörden und der Polizei, ja sogar Zulieferer

und die Lenker von Diplomatenfahrzeugen akzeptierten dankbar dieses Service der Innung. Diese Inititiative zeigt wieder einmal deutlich, dass mit gutem Willen der Beteiligten ein konfliktfreies Miteinander und für alle Seiten eine „win-win“-Situation möglich ist.

Kurz gemeldet 5 Kooperation mit Wiener Polizei: Ja zu Qualität, Nein zu Schikanen Mit der Wahl des Fachgruppenausschusses hat sich auch das Team der Disziplinarkommission neu aufgestellt. Neben den oben erwähnten Ordnerdiensten hat sie auch eine Reihe weiterer Aufgaben übernommen, etwa bei der Begutachtung von Fahrzeugen, die bei Konzessionsansuchen vorgeführt werden. Jetzt soll die Kooperation mit der Wiener Polizei verbessert werden. Andreas Umgeher, WB-Mitglied in der Disziplinarkommission: „Schwerpunktkontrollen, so wie

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sie in den letzten Monaten stattgefunden haben, waren nicht in unserem Sinne. Bei Kontrollen der KIAB und des Finanzamtes werden wir uns, so wie diese ablaufen, nicht beteiligen. Wir wollen im Interesse des Gewerbes einen guten Job machen, den KollegInnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber keinesfalls die Kollegenschaft schikanieren. Taxi-Obmann Gerzabek hat bereits positive Gespräche mit den Spitzen der Wiener Polizei geführt, um für die Kollegen Verbesserungen herbeizuführen.“


Das Schlimmste, was einem Taxifahrer passieren kann: Feierabend. So angenehm wie ein Mercedes-Taxi ist nur ein Mercedes-Taxi. www.wiesenthal.at E-Klasse: Kraftstoffverbrauch 6,1–12,3 l/100 km, CO2-Emission 160–293 g/km

Autorisierter Mercedes-Benz Vertriebs- und Servicepartner, 1102 Wien, Troststraße 109–111, Tel. 01/60 1 76-0, Internet: www.wiesenthal.at


Blick nach innen EIner von uns ... Liebe Kollegin, lieber Kollege! Die Wirtschaftskammerwahlen sind nun mehr als ein halbes Jahr her und wie Sie wissen, ist der Wirtschaftsbund als stimmenstärkste Fraktion – dank Ihrer Stimmen! – Sieger dieser Wahl. Umso mehr freut es mich, dieser Fraktion auch anzugehören. Eine Reihe von Kollegen engagieren sich in verschiedenen Arbeitsgruppen – zu diesen gehöre auch ich. Manche von uns sind auch so genannte „nicht gebürtige Österreicher“ – so wie auch ich –, was ich allerdings nicht als Nachteil sehe. Denn besonders in der Taxibranche sind sehr viele KollegInnen eben nicht hier geboren. Ich bin seit mehr als 25 Jahren in der Taxibranche tätig, seit elf Jahren bin ich selbstständig. Ich wurde in der Vergangenheit schon öfters gefragt „warum bist du oder einer von uns nicht in der Innung

tätig?“ Jetzt ist die Möglichkeit da. In einer Gruppe von Gleichgesinnten mitzuhelfen, etwas für unser Gewerbe weiterzubringen. Und gleichzeitig ein starker Partner für Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund zu sein. Ich bin in der glücklichen Lage, zweisprachig, sowohl deutsch als auch serbo-kroatisch aufgewachsen zu sein, meine Ausund Weiterbildung absolvierte ich ebenfalls in Österreich. Durch meine Tätigkeiten als Fahrer, Fahrlehrer und nunmehr Unternehmer sind mir Das KFG, die StVO und viele andere Bereiche ziemlich vertraut. Und Kollegen fragten mich immer wieder um Rat. Für mich war und ist es immer ein schönes Gefühl, geholfen zu haben. Mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. Mit dem Wirtschaftsbund als großer Unternehmer-Interessenvertretung im Rücken. Für und vor allem für Kolleginnen und

Dusan Roggisch-Dragutinovic.

Kollegen mit Migrationshintergrund. Denn schließlich heißt es ja jetzt: einer von uns! Guat’s Gschäft und viel Erfolg wünscht euch Kollege 1700 Dusan Roggisch-Dragutinovic

Tagung des Fachverbandes Große Vorhaben für die Zukunft!

Am 20. und 21. September tagte diesmal in Tirol der Fachverband der Personenbeförderungsgewerbe mit Pkw. Dieses Gremium besteht aus den Spitzen der Taxiinnungen Österreichs und ist für alle Belange unseres Gewerbes auf Bundesebene zuständig. Der Ausschuss des Fachverbandes berät und beschließt z.B. Novellen und Änderungen der Bundesbetriebsordnung. Ebenso werden Anträge zur StVO und zum KVG dort erarbeitet und zur Behandlung an die entsprechenden Ministerien vorbereitet. Es gab bereits Anfang September eine Arbeitsklausur in der Steiermark, wo die ersten Grundlagen der Vorhaben für die neue Funktionsperiode erarbeitet wurden. Es wurden nunmehr die Ergebnisse der Arbeitsklausur behandelt und ent-

sprechende Arbeitsgruppen gebildet, die in den nächsten Monaten die Themenbereiche intensiv bearbeiten sollen. Gutes Arbeitsklima macht optimistisch Das Treffen und die Arbeit war wirklich äußerst konstruktiv und lässt zu hoffen, dass nun gerade zu Beginn der neuen Funktionsperiode mit vollem Elan an der Bewältigung der notwendigen Aufgaben gearbeitet wird. Aus meiner Sicht war klar erkennbar, dass es in den Bundesländern auch zu einem Umdenken gekommen ist. Viele der Probleme, die wir in Wien haben, haben nun zeitversetzt auch die Bundesländer, speziell die größeren Städte erreicht. Um nur einige Schlagworte zu nennen: es

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ist fast überall die Zahl der Taxifahrzeuge unerträglich gestiegen, die Qualität der neu hinzugekommenen Unternehmer ist ebenso unbefriedigend, wie die der neuen Taxilenker. Es gibt große Übereinstimmung darin, dass unbedingt neue und strengere Zugangsbestimmungen und Qualitätskriterien geschaffen werden müssen. So werden u.a. auch die neuen EU-Abgasnormen Eingang in die Bundesbetriebsordnung finden. Viele langjährige Betriebe stehen aufgrund unfairen Wettbewerbs mit dem Rücken zur Wand und kämpfen ums blanke Überleben. Wir werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass rasch und effizient gute Lösungsansätze auch Chance auf Verwirklichung bekommen, bevor es endgültig zu spät ist.


Nachruf Gerhard Pfister verstorben

Dass Gerhard Pfister nicht mehr unter uns ist, ist wirklich nur schwer fassbar. Schien es doch über die Jahre und Jahrzehnte, dass diesen Mann wirklich nichts und niemand ins Wanken bringen könnte … Eine unbesiegbare Krebserkrankung hat einem großen Mann jetzt sein Ende bereitet. Einem Mann, dessen Leben von Offenheit, Kommunikation, Tatendrang und Freundschaft – gelebter Kameradschaft – gekennzeichnet war. Einer, dem Gemeinschaft nicht nur wichtig war, sondern jemand, der sich immer für die Gemeinschaft engagiert hat. Nicht nur beruflich, er war immer bestrebt, die Kollegen auch auf gesellschaftlicher, sportlicher und kultureller Ebene zusammen zu bringen. Gerhard Pfister war zudem ein vorbildlicher Netzwerker, der mit seinem Enthusiasmus und Optimismus – wenn er von einer Sache überzeugt war – alle mitgerissen hat. Auf diese Weise hat er in den verschiedensten Bereichen in der Taxibranche Geschichte geschrieben. Wenn andere noch nachgedacht und philosophiert haben, er hat es schon auf die Beine gestellt.

1979 schnupperte er als Wochenendchauffeur ins Gewerbe, 1980 dann ein täglicher 16-Stunden-Job als alleinfahrender Unternehmer, es folgten Jahre in der Werbung bei WIHUP, Geschäftsführer der Taxiwerbegesellschaft, als Funkleiter und Prokurist bei 31300, dann im Jahr 2000 der Sprung zu 40100. Seit 2005 lenkte er als Geschäftsführer die Geschicke des Unternehmens, 2007 wurde er Geschäftsführer bei WIHUP und CC Taxicenter. Dazu kamen 15 Jahre Tätigkeit als Laienrichter am Arbeits- und Sozialgericht, Tätigkeiten im Fachgruppenausschuss und der Fachvertretung Allgemeiner Verkehr. Er war ein Macher, ohne es herauszukehren. Auch dafür stand er in der Achtung und im Respekt vieler ganz oben. Gerhard Pfister war nicht nur ein verdienter Funktionär, er war vielen von uns auch ein guter Freund. Einer, der nicht gefragt hat warum, sondern wie er helfen kann. In seinen Engagements für die Kindernothilfe, die Gruft und die Wiener Tafel drückte er diese Hilfsbereitschaft außerhalb des Kerngeschäftes tagtäglich aus. Gerhard Pfister starb mit nur 57 Jahren. Das Wirtschaftsbund-Team verneigt sich

Gerhard Pfister.

für einem großen Unternehmer, wertvollen Mitstreiter für die Anliegen der Branche und einem großen Freund. Christian Gerzabek

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