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Top Berufsunfähigkeitsrente der Württembergischen.

Versicherungsbüro Stefan Schneider

Telefon 07361 88940

Wirtschaftszeitung für die Region Ostwürttemberg

September 2012 | Nummer 9

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Michael Ilg

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Der Aalener führt seit Anfang 2012 den Deutschen Sparkassenverlag in Stuttgart. Über seine Gründe zur Rückkehr ins operative Geschäft, seine Ziele und die Herausforderungen der Zukunft spricht er im Interview. Seite 9

INHALT l

Lindenfarb Unterkochen

Michael Hankel Der Chef der Gmünder ZF Lenkungstechnik GmbH zeigte sich bei der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover zuversichtlich, das Umsatzziel von vier Milliarden Euro 2012 zu erreichen, der Druck auf die Marge aber steigt. Seite 4

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Hubert Lienhard Bei Voith Paper hat es einen Interessenausgleich gegeben. Am Standort Heidenheim sollen in der Papier-Sparte lediglich 317 Stellen wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden. Seite 11

Einzelpreis € 4,–

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Gerhard Subek Der Innovationsmanager fürs EULE-Projekt Innovationszentrum am Hochschulcampus hat die Arbeit aufgenommen. Im gemeinsamen Interview mit Rektor Gerhard Schneider schildert er die Ziele der Einrichtung. Seite 29

Ohne Karten geht heute im Geschäftsleben nichts! Ein spannender Blick hinter die Kulissen des Herstellers der Electronic Payment Cards des Deutschen Sparkassenverlags l

Winfried Hofele

56 gewerblich und 32 als Angestellte. Dazu kommen je nach Auslastung befristet angestellte Beschäftigte. Diese erwirtschaften einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 35 Millionen Euro: Schwankungen zwischen 45 und 30 Millionen Euro sind der Tatsache geschuldet, dass die Girokarten alle vier Jahre ausgetauscht werden. Das durchschnittliche Produktionsvolumen beläuft sich auf rund 14 Millionen Zahlungsverkehrkarten. (Fortsetzung Seite 3)

I Der größte Textilveredler der Region bekommt 110 000 Euro Fördermittel für die Erprobung einer Schnellfärbeanlage. Dieses Verfahren schont die Umwelt und spart Wasser. Seite 25 l

Jobcenter Ostalbkreis Nach der Zuordnung zum Landkreis hat sich der Firmenkundenservice des Jobcenters Ostalbkreis neu aufgestellt. Ein Überblick auf Seite 18

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Gebr. Rieger GmbH

Die beiden Sparten des Traditionsunternehmens, das zur Neumo-Ehrenberg-Gruppe gehört, entwickeln sich unterschiedlich: Der Maschinenbau wächst stark, die Alugießerei kämpft um neue Kunden. Seite 5 l

RUD Gruppe Die Geschäftsleitung des Familienkonzerns überprüft, ob eine Zusammenlegung von RUD und der Erlau AG Kostensynergien freisetzen könnte. Gleichzeitig wird neu gebaut. Seite 10 SPEZIALS

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m beliebten Urlaubsort Gmund am Tegernsee hat ein besonders innovatives Technologieunternehmen seinen Sitz. Fährt man durch das idyllische Louisenthal an der Büttenpapierfabrik Gmund vorbei auf die Pforte der Papierfabrik Louisenthal zu, dann registriert man sofort, was bei der 51-Prozent-Tochter Electronic Payment Cards (EPC) des Deutschen Sparkassenverlags (DSV) auf der Prioritätenliste ganz oben steht: Sicherheit und Qualität. Ohne penible Personenkontrolle gibt’s keinen Einlass. Auch DSV-Chef Prof. Michael Ilg, DSV-Ressortleiter Gerhard Baumgartl und Thilo Weinert, der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der DSV-Gruppe, Carl Trinkl, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ostalb, Franz Schwarz und Michael Uhl von der SDZeCOM und DigitalDruckDeutschland müssen ihre Ausweise an der Pforte vorlegen, ehe EPC-Geschäftsführer Dr. Jürgen Moll die Gäste von der Ostalb aufs Gelände der Papierfabrik Louisenthal führt. 51 Prozent der Anteile und die unternehmerische Leitung an dem im September 1995 gegründeten Joint Venture hält der Deutsche Sparkassenverlag, 49 Prozent die Giesecke & Devrient (G&D) GmbH (siehe Extra-Artikel, Seiten 3 und 6). „Die Zukunft im Zahlungsverkehr gehört der Chipkarte.“ Diese Erkenntnis sei einer der

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Grundgedanken zur Gründung der EPC gewesen, berichtet Jürgen Moll. Die EPC sei zur Absicherung des strategisch bedeutsamen Kartengeschäfts der DSV-Gruppe als eigene Kartenproduktionsfirma des DSV gegründet worden. Dabei sei es um Unabhängigkeit bei der Produktentwicklung und der Marktbearbeitung vom Gesamtkreditgewerbe gegangen, um eine größere Dispositionsautonomie, um direkten Einfluss auf Forschung und Entwicklung – Moll: „Ziel war der Aufbau von Kompetenz und Know-how, ausgerichtet auf die speziellen Bedürfnisse der Sparkassen-Finanzgruppe! G&D bot dafür als Partner die idealen Voraussetzungen:

Auf dem Gelände der Papierfabrik Louisenthal war ein Gebäudeteil verfügbar, kompetente Mitarbeiter und einige Maschinen konnten von G&D übernommen werden, auch die notwendige Sicherheitsinfrastruktur war vorhanden. Das Joint Venture erfüllte von Anfang an alle Kriterien einer typischen Win-win-Situation: Das Kundenpotenzial und die umfassende Erfahrung im Zahlungsverkehr durch die DSVGruppe und das innovative Know-how eines der weltweit führenden Kartenproduzenten G&D. Hauptkunde der EPC GmbH waren zunächst nur die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe, mittlerweile sind weitere Abnehmer dazugekommen.

Ohne Karten geht heute im Geschäftsleben (fast) nichts mehr – man merkt es erst dann so richtig, wenn man die Karte einmal verloren hat. Um den Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, legt EPC bei der Auswahl seiner Mitarbeiter die Messlatte sehr hoch – Jürgen Moll: „Grundvoraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein einwandfreier Leumund und die Bereitschaft zum flexiblen Einsatz an den Maschinen.“ EPC zeichnet sich durch flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege aus. Das Personal wird permanent geschult. Insgesamt sind durchschnittlich bei EPC 100 Mitarbeiter/innen beschäftigt, davon

EPC-Innovationsschritte Nach der Gründung im September 1995 startete EPC im Februar 1996 die Produktion von Eurocheque-Karten und im August 1996 die Produktion von Chipkarten. 1999 installierte EPC die neueste Personalisierungstechnik sowie eine erste hochmoderne Konfektionierungsanlage zur Versendung von Karten und Mailings, deren Kapazität drei Jahre später verdoppelt wurde. 2004 startete EPC die Produktion von Krankenversichertenkarten und Signaturkarten, seit 2005 produziert EPC den deutschen Presseausweis. 2007 begann dann die Produktion und der Versand von Kreditkarten und Payback-Karten, 2008 folgten Signaturkarten für Rechtsanwälte. 2009 wurde die kontaktlose Technologie eingeführt und 2010 ein neues SparkassenCard Design. Die jüngste Innovation dann im Jahr 2011: Chiptechnologie Dual Interface, die das kontaktlose Bezahlverfahren „girogo“ ermöglicht. -whSparkassen-Finanzgruppe

Transport/Logistik Tipps regionaler Firmen finden Sie auf den Seiten 17/18

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Bau/Wohnen/Sanieren Tipps regionaler Firmen finden Sie auf Seite19 RUBRIKEN

Handwerk

Seite 31

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Starke Frau der Region

HGP VRGQYGPP`Tli[TGTmYSTm`RO ^LQ iQ`[l NTb h`[XF`QN_`Qk

Simone Moser

Personalia

Seite 2 Seite 30

Registereintragungen Seite 28

Arbeitgeberseite

Seite 8

Gäste beim Kartenhersteller EPC des Deutschen Sparkassenverlags in Gmund (v.l.): Gerhard Baumgartl, Dr. Jürgen Moll, Prof. Michael Ilg, Carl Trinkl, Winfried Hofele, Franz Schwarz, Michael Uhl und Thilo Weinert. (Foto: EPC)

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Analyse

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Im Blickpunkt

Im Herbst 2012: Nervosität spürbar, Druck auf Margen steigt! Was bringt die Zukunft?

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m Herbst 2012 fällt es schwer, Durchblick in der und Vertrauen in die Politik zu halten. Staatsschuldenkrise, Eurokrise, Konjunkturkrise, Rettungsschirme, Rolle der Europäischen Zentralbank, Kompetenz oder Machtlust von Angela Merkel – wer weiß wirklich Bescheid? Vor allem: Wer sagt, was die Zukunft bringt? In der Autobranche niemand wirklich. Steigende Nervosität ist bei der 64. Internationalen Automobilausstellung für Nutzfahrzeuge in Hannover auch bei denen spürbar, die trotz rückläufiger Nachfrage zweistellige Zuwachsraten verzeichnen. Die Angst vor schrumpfenden Margen geht in Hannover um. Wie in der Stahlindustrie, die wegen Überkapazitäten unter Druck steht. Die großen deutschen Hersteller Thyssen Krupp und Salzgitter sind mit dem Präsidenten des europäischen Stahlverbandes Eurofern über Kreuz. Das ist Wolfgang Eder. Dem Voestalpine-Chef wird vorgeworfen, bei seiner Forderung nach Stilllegungen zuerst an seinen eigenen Konzern mit Sitz in Lienz zu denken. Wer hat Recht? Oder nehmen wir die Gesundheitspolitik. Auf 22 Milliarden Euro werden die Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen taxiert. Jetzt will die Techniker Krankenkasse (TK) ihren sechs Millionen Mitgliedern Geld zurückzahlen. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hofft, dass das Beispiel Schule macht. Doch die Mitbewerber wollen ihre Geldpuffer nicht antasten. Nur wenige der 145 gesetzlichen Kassen zahlen ihren Mitgliedern Prämien.

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Nicht alle Kassen sind so gut gesattelt wie die TK, die in den letzten 18 Monaten dank guter Konjunktur und niedriger Arbeitslosenzahlen fast 1,5 Milliarden Euro ansammelte. Die AOK lehnt Prämien ab. Ostwürttemberg-Chef Josef Bühler setzt auf „Stabilität statt kurzfristigem Prämien-Jojo“. Von der „Fangprämie für Neukunden“ bleibe für den Versicherten nach Abzug der Steuern gerade mal vier bis acht Euro im Monat übrig. Bühler: „Konstant gute Leistungen sind wichtiger!“ Auch Christoph Straub, Chef der mit 8,6 Millionen Euro Versicherten größten deutschen Krankenkasse Barmer GEK, hält nichts von Prämienzahlungen. Mit den Rücklagen von 340 Millionen Euro könne sein Haus „gerade mal drei Tage lang die Leistungsausgaben finanzieren“. Straub will das Geld „lieber als Rücklage hüten, um auch in den kommenden Jahren keinen Zusatzbeitrag erheben zu müssen.“ Einen solchen erhob vor zwei Jahren die DAK – und schaffte ihn im April 2012 wieder ab. Doch da waren ihr Tausende von Mitgliedern schon davongelaufen. Die Barmer GEK bietet ihren Versicherten ab Januar 2013 auf einem Gesundheitskonto Versorgungsoptionen an. Mehr Leistung also. „Auch das ist gut für den Wettbewerb“, sagt der Gesundheitsminister. Doch gibt es den in seiner ursprünglichen Form wirklich noch? Die Politik hat mit ihren wechselnden Einmischungen viel Schaden angerichtet. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Winfried Hofele

Wirtschaft Regional | September 2012

Starke Frau der Region: Simone Moser

Eigeninitiativ und sehr entdeckungslustig

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ie hat die Sprossen der Karriereleiter Schritt für Schritt erklommen, sieht sich aber keineswegs als Überfliegerin. „Ich setze mir keine utopischen Ziele. Das, was ich mache, tue ich gerne und gut“, sagt Simone Moser, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank im Marktgebiet Württemberg. Die 33-jährige gebürtige Ellwangerin, die heute wieder in der Stadt an der Jagst lebt, zeigt gerne Eigeninitiative – diese Eigenschaft ließ sie bereits mehrere Stationen innerhalb der Deutschen Bank durchlaufen. Simone Moser gehörte dem Nachwuchskräfte-Förderkreis der Bank an und spezialisierte sich auf das Firmenkundenund Wertpapiergeschäft. „Das Anlagemanagement macht mir heute noch Spaß“, sagt sie. Rund 20 Kunden betreut die Regionaldirektorin heute noch selbst - das lässt sie sich trotz der Fülle an Aufgaben nicht nehmen. Für 33 Filialen in Württemberg verantwortet sie die Marktsteuerung im Private Banking. Daneben fungiert sie als Schnittstelle zu anderen Geschäftsbereichen. Regelmäßige Sitzungen in Stuttgart, Frankfurt und an den Filialstandorten lassen sie fast täglich einige Stunden im Auto verbringen. „Führung macht mir Spaß. Ich würde mich als entscheidungsfreudig bezeichnen“, sagt sie mit einem Lächeln im Aalener Büro. Gerne erinnert sie sich an ihre Frankfurter Zeit. Zunächst sollte sie für ein Jahr ein Pro-

Blick durch die Bürotür: Regionaldirektorin Simone Moser versteckt sich nicht in den vier Wänden, sondern ist in den 33 Filialen Württembergs präsent.

jekt in den Zwillingstürmen im Bankenviertel der Mainmetropole begleiten. Eines Morgens saß sie dann überraschenderweise im Büro von Vorstandsmitglied Rainer Neske und wurde für zwei Jahre seine Assistentin. „Ich bin entdeckungslustig und habe vor Veränderungen keine Angst“, sagt

Impressum

Herausgeber: Konrad A. Theiss Verlag: SDZ Druck und Medien GmbH + Co. KG 73430 Aalen, Bahnhofstraße 65 73406 Aalen, Postfach 1680 Telefon 0 73 61 5 94-2 25 Telefax 0 73 61 5 94-2 31 wirtschaft-regional@sdz-medien.de Druck: DHO Druckzentrum Hohenlohe Ostalb GmbH + Co. KG Ludwig-Erhard-Straße 109 74564 Crailsheim Telefon 0 79 51 40 90 Telefax 0 79 51 40 91 19

Redaktion: Winfried Hofele (verantwortlich) Telefon 0 73 61 5 94-1 63 w.hofele@sdz-medien.de Sascha Kurz Telefon 0 73 61 5 94-1 64 s.kurz@sdz-medien.de Anzeigenmarketing: Jürgen Stirner (verantwortlich) Telefon 0 73 61 5 94-2 25 j.stirner@sdz-medien.de Jörg Gschwinder Telefon 0 73 61 5 94-2 26 j.gschwinder@sdz-medien.de Abonnenten-Service: Gisela Bühler Telefon 0 73 61 5 94-2 64 g.buehler@sdz-medien.de

Geschäftsführer: Werner Gnieser Telefon 0 73 61 5 94-2 10 w.gnieser@sdz-medien.de

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Bei eiligen Anzeigenaufträgen Fax (0 73 61) 5 94-2 31

Simone Moser, die berufsbegleitend zur Bankbetriebswirtin ausgebildet wurde und ein einjähriges Studium zum Financial Consultant an der Ruhr-Uni in Bochum absolvierte. Bei Neske habe sie gelernt, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen; der Fokus weitete sich, die gesamte Breite

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Firmen von A – Z

Bauunternehmen Kolb, Heubach 32 Bullyland GmbH, Spraitbach 24 Carl Zeiss AG, Oberkochen 12 Daimler AG, Schwäbisch Gmünd 17 Das Parkett Atelier Maile, Aalen 13 DSV Gruppe, Stuttgart 7 Franke GmbH, Aalen 21 Gaugler & Lutz, Ebnat 27 Gebr. Rieger GmbH, Unterkochen 5 Grüner, Gerstetten 31 Handwerkskammer Ulm 31 Hartmann Gruppe, Heidenheim 5 Herrlinger KG, Essingen 19 HKR Werkzeugtechnik, Spraitbach 24 HTW Aalen 27 Hustec, Iggingen 10 J+M Analytik GmbH, Essingen 12 Jobcenter Aalen 18 Kiener Maschinenbau, Lauchheim 20 Kirsch GmbH, Aalen 13 Lindenfarb GmbH, Unterkochen 25 LMT Gruppe, Oberkochen 20 Luce Studio, Nattheim 21 Munksjö AB, Unterkochen 6 Novoplan GmbH, Aalen 14 RE/MAX, Heidenheim 19 Ricardo Deutschland 27 RUD & Erlau AG, Unterkochen 10 Scholz Gruppe, Essingen 12 SDZeCOM, Aalen 26 Siegmann GmbH & Co KG, Bopfingen 18 Spedition Brucker GmbH, Aalen 17 SpraitTech, Spraitbach 24 Steinmetz Illenberger,

des Bankgeschäfts offenbarte sich der jungen Frau. Auf die Frage, was dem Deutsche Bank-Vorstand an ihr imponiert habe, antwortet Simone Moser wie aus der Pistole geschossen: „Ich hatte bereits Erfahrung bei der Kundenberatung und wollte meinen Horizont erweitern.“ Dass es nach den Frankfurter Jahren zurück nach Württemberg gehen sollte, war für Simone Moser klar. Es folgten die Filialleitungen in Heilbronn und Stuttgart, ehe im September 2011 die Berufung in die Geschäftsleitung von Württemberg erfolgte. „Die Region Ostwürttemberg liegt mir besonders am Herzen. In Aalen und Schwäbisch Gmünd haben sich die Filialen sehr erfolgreich entwickelt“, sagt sie. Das operative Geschäft und die Personalverantwortung sowie die Präsenz in den Filialen managt Simone Moser im Zusammenspiel mit ihrem Stellvertreter und den Filialleitern. Simone Moser ist im Privaten ein Genussmensch. Mit ihrem Lebensgefährten ein schickes Restaurant zu besuchen oder einen Aktivurlaub in Südtirol meist auf dem Mountainbike zu erleben, mache sie wieder fit für den stressigen Arbeitsalltag. „Und natürlich das Snowboarden“, fügt sie mit funkelnden Augen hinzu. Auf den langen Autofahrten genieße sie gerne mal ein Hörbuch. „Lesen muss ich ja tagsüber schon jede Menge“, sagt sie fast entschuldigend. Sascha Kurz

Steinweiler Thomas Wahl, Spraitbach Triumph, Heubach VAF GmbH, Bopfingen Voith GmbH, Heidenheim Voith Paper, Heidenheim Wagner Gärten, Neresheim WiRO-Informationen ZF Lenksysteme, Schwäbisch Gmünd

Tipps

Kulturtipp Gesundheitstipp Versicherungstipp

Spezial

IAA Hannover Transport, Logistik & Nutzfahrzeuge Bauen, Wohnen und Sanierung Motek Messe Wirtschaftsstandort Spraitbach

Serie

Arbeitgeberseite Spezialisten in Ostwürttemberg

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Seite 16 Seite 8 Seite 21 Seite 4 Seite 17 Seite 19 Seite 21 Seite 24 Seite 8 Seite 22

Gastkommentar

Dietmar Herderich Vorstand der RB Mutlangen Seite 3

Aktuelles Interview

Prof. Michael Ilg, Deutscher Sparkassenverlag Seite 9 Matthias Beißwenger Wirtschaftsjunioren Vorsitzender Seite 25 Gerhard Subek und Prof. Gerhard Schneider HTW Aalen Seite 29

Report

Wirtschaftsregion Ostwürttemberg VRW Report


Firmen & Märkte

Wirtschaft Regional | September 2012

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Über Giesecke & Devrient

Oberste Priorität bei EPC: Sicherheit und Qualität

Der Banknoten-Drucker

Geschäftsführer Jürgen Moll: „Das Null-Fehler-Produkt ist unser Maßstab!“ / Wie eine EC-Karte produziert wird

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Fortsetzung von Seite 1 „Unsere Verantwortung für höchste Qualität dokumentiert sich in absolut sicheren Prozessketten zur Versorgung unserer Kunden, in maximaler Produktionssicherheit und in höchsten Qualitätsstandards für unsere Erzeugnisse und Dienstleistungen, unser Maßstab ist das Null-Fehler-Produkt“, betont Jürgen Moll, der Chef der EPC GmbH in Gmund. Dabei habe die proaktive Fehlervermeidung den Vorrang vor der Fehlerbeseitigung. EPC bedient sich eines durchgängigen Prüfkonzepts im Rahmen des Qualitätsmanagement-Systems. Dies beinhaltet die Integration der Prüfschritte in den Produktionsablauf und in die Anlagen. Moll: „Natürlich kooperieren wir auch eng mit den Herstellern unserer Produktionstechnik.“ Ergänzend zu den produktionsbegleitenden Prüfungen in den Fertigungsbereichen werden im Q-Labor der EPC folgende Prüfungen durchgeführt: Materialbelastungstest mit Biege- und Torsionsmaschinen, Geometrie der Chipimplantation durch Oberflächenprofilmessung und Magnetstreifenqualität. Kernaufgaben der EPC im Rahmen des Sicherheitsmanagements sind die Verarbeitung sensibler, personenbezo-

er internationale Technologiekonzern Giesecke & Devrient mit Sitz in München hat sich nach der Gründung im Jahre 1852 zunächst auf den Banknotendruck (u.a. für die ehemalige DDR) sowie die Lieferung von Sicherheitspapieren und Maschinen zur Banknotenbearbeitung spezialisiert. Heute ist G&D zudem Technologieführer bei Smart Cards und Systemlösungen für die Bereiche Telekommunikation, elektronischer Zahlungsverkehr, Transport, Gesundheit, Personenidentifizierung, Kundenbindung, Pay-TV, Multimedia- und Internetsicherheit (Public Key-Infrastruktur). An den weltweiten Standorten in Kanada, USA, Mexiko, Brasilien, Argentinien, Australien, Japan, China, Indien, Taipeh, Singapur, Malaysia, Südkorea, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Ägypten, Südafrika, Marokko, Nigeria, Türkei, Russland, Spanien, Belgien, England, Griechenland sowie in Deutschland (Gmund, München, Leipzig, Königstein) erwirtschaftet G&D mit über 10.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 1,65 Milliarden Euro. Der gliedert sich in die Mobile Security (657 Mio. Euro mit 5420 Mitarbeitern), Banknoten (781/4078) und Government Solutions (197/621).

Start zur Kartenkörperproduktion: Vier Bögen werden zusammengetragen

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Die Karten werden penibel auf Materialverfassung, Stanzungsgenauigkeit oder auf Kratzer und Flecken geprüft.

gener Daten, die Herstellung geldwerter Produkte des Zahlungsverkehrs mit hohem Schutzbedarf sowie deren Versand. Dazu erforderlich sind die Einhaltung staatlicher Regularien wie des Bundesdatenschutzgesetzes und der Regularien der Kartenorganisationen MasterCard und VISA, ebenso die Kundenanforderungen. Außerdem muss das eigene Personal vor Verleitungen und Verdächtigungen geschützt werden. Wie werden die Daten bei EPC gesichert? Jürgen Moll: „Wir verwalten die Datenbestände über ein Storage-Area-

Network-System (SAN). Dabei erfolgt in zwei Serverräumen eine tägliche Differenzialsicherung auf Platte und Band und eine wöchentliche Komplettsicherung. Die Sicherungsbänder werden in getrennten Tresoren gelagert. Die Produktion der Kartenkörper ist ein komplexer Vorgang. Zunächst werden vier Bögen vollautomatisch zusammengetragen, dann ausgerichtet, zentriert, vorfixiert, laminiert und gestanzt, ehe die vollautomatische optische Kontrolle der Karten auf mögliche Fehler wie Kratzer oder Mängel wie Stanzungenauig-

Reinraum-Qualität in der Produktion von EPC.

(Alle Fotos: EPC)

keiten oder Flecken erfolgt. Dieser Kartenkörperproduktion schließt sich die Implantierung und die Initialisierung an. Dies beginnt mit dem Fräsen der Kavität mit einer Genauigkeit von ± 0,02 mm. Darauf folgt die Chip-Eingangsprüfung und Initialisierung. Dazu gehört der Test der Module auf elektrische und logische Funktionsfähigkeit und die Initialisierung der Chipanwendung durch kryptografisch abgesichertes Einbringen der Applikationsstruktur und Personalisierungsschlüssel. Zum Schluss werden die Chipmodule höchst genau in die gefrästen

Karten eingebettet. Weil jede Karte mit Prozessorchip eine individuelle Mensch-SystemSchnittstelle ist, wird sie zum Unikat. Auch diese Personalisierung, basierend auf vollständig EDV-gestützter Datenbereitstellung, ist ein vielschichtiger komplexer Arbeitsprozess u.a. mit kryptografisch abgesichertem Codieren der Chipapplikationen und Zusatzanwendungen, der individuellen Laserung der Vorder- und Rückseite der Karte mit Kunden- und Institutsdaten oder der vollautomatischen optischen Kontrolle der Laserung durch Bild- und Schrifterkennung bis zur umfangreichen Protokollierung. Im Lettershop erfolgt letztlich der EDV-gestützte individuelle Druck der Anschreiben. Beim Kuvertieren erfolgt vollautomatisch das Abgleichen von Anschreiben und Karte und das Aufspenden der Karte auf dem Anschreiben; bei Bedarf werden Beileger zugesteuert. Zur 100-prozentigen Auftragskontrolle kann die Sendung durch das verschlossene Kuvert optisch rückgelesen werden. EPC stellt der Post die Kuverts zum Direktversand in verschlossenen und versiegelten Postkisten bereit. Die Übergabe der Sendung an den Versanddienstleister wird protokolliert – danach endet die Verantwortung der EPC. -wh-

Die Chips werden geprüft, initialisiert und in den Kartenkörper eingebracht

Gastkommentar

Über Euro-Schuldenkrise, EZB-Ankaufsprogramm, ESM und die Position der Volks- und Raiffeisenbanken

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egonnen hat alles im Jahr 2008. Mit der Lehmann-Pleite ist der Stein ins Rollen gekommen. Die daraus resultierende Bankenkrise hat den Fokus auf die überbordende Staatsverschuldung geworfen. Daraus haben sich die Staats- und schließlich die Euro-Schuldenkrise entwickelt. Die Volks- und Raiffeisenbanken haben nicht die Krise verursacht. Im Gegenteil. Sie haben sich, wie auch die Sparkassen, als stabiler Anker in der Krise erwiesen und Vertrauen hinzugewonnen. Umso unverständlicher ist es, dass die Regulierungswut, mit der die Politik, die Bankenaufsicht und die Europäische Kommission die Banken überziehen, keinen Unterschied macht zwischen den systemrelevanten Banken und regional tätigen Banken – und damit gerade die Volks- und Raiffeisenbanken hart trifft. So soll beispielsweise zum Nachteil der deutschen Sparer die Sicherungseinrichtung der Volks- und Raiffeisenbanken auf dem Altar der europäischen Harmonisierung geopfert werden.

Die Krise begleitet uns täglich in allen Medien und schwebt wie ein Damoklesschwert über Deutschland, dem es wirtschaftlich noch gut geht und dessen Bevölkerung im täglichen Leben kaum etwas von der Krise spürt. Von den Regierungen wurden Rettungsschirme mit astronomischen Summen, die sich der Bürger nicht mehr vorstellen kann, aufgespannt. Kaum waren sie eingerichtet, wurden sie auch schon wieder erhöht und die Menschen fragen sich, wer das am Ende alles bezahlen soll. Dies hat zu einer enormen Verunsicherung unter den Bankkunden geführt und deren Anlageverhalten verändert. Die Berater in den Banken sind in diesen Zeiten in hohem Maße gefordert. Die Tendenz zu kurzfristig verfügbaren Geldanlagen und Sachwerten wie Immobilien und Edelmetalle ist deutlich ausgeprägt. Viele Kunden investieren ihr Geld einfach in das eigene Heim, die energetische Sanierung steht hoch im Kurs. Die Zinsen sind drastisch gesunken, eine Folge der Flutung der

Märkte mit Geld durch die Europäische Zentralbank. Für die Geldanleger ist dies wenig erfreulich, weil die mageren Zinsen nicht einmal mehr die Inflation ausgleichen. Anders sieht es bei den Kreditnehmern aus. Der Mittelstand kommt an langfristig äußerst günstige Finanzierungsmittel für seine Investitionen und der Häuslebauer kann sich den Wunsch nach seiner Immobilie zu nie dagewesenen Minizinsen erfüllen. Davon profitiert natürlich auch die Bauwirtschaft. Andererseits treibt die Flucht in die Sachwerte natürlich die Immobilienpreise in die Höhe. Es bleibt zu hoffen, dass dies nicht zur Bildung einer Immobilienblase führt. Wo stehen wir heute? Dass die Krise nicht mit einem großen Wurf oder Paukenschlag aus der Welt geschafft werden kann, haben wir alle realisiert. Aus der Geschichte gibt es auch keine Blaupause, die aus der Schublade gezogen werden könnte. Wir sollten gerade deshalb aber die kleinen Erfolge auch positiv wahrnehmen. Hier sind auch die Medien aufgerufen,

sich nicht mit immer neuen Horrorszenarien übertrumpfen zu wollen, sondern bewusst auch das deutlich herauszustellen, was an kleinen Fortschritten erreicht werden konnte, ohne dies gleich wieder negativ zu hinterfragen. Was wir absolut nicht brauchen können, ist eine weitere Verunsicherung der Märkte. Im Gegenteil, es muss alles getan werden, um endlich wieder Vertrauen in die Märkte zu bringen. Genau in diese Richtung zielt die Ankündigung der EZB, kurzfristige Staatsanleihen in unbegrenzter Höhe anzukaufen. Ohne Zweifel verursacht diese Entscheidung in Fachkreisen auch Magengrimmen, denn die EZB muss ihrer Aufgabe, die Geldwertstabilität zu gewährleisten, verpflichtet bleiben und darf nicht zum Staatsfinanzierer mutieren. Aber eine außerordentliche Situation erfordert auch außerordentliche Maßnahmen. Deshalb ist das Ankaufsprogramm über den Sekundärmarkt vertretbar und geeignet, mit beizutragen die Krise in den Griff zu bekommen. Aller-

dings muss unabdingbare VorausDIETMAR HERDERICH setzung für den Ankauf der HilfsanVORSTAND DER trag an den ESM und die daran geRAIFFEISENBANK MUTLANGEN koppelten Auflagen zu HaushaltsVORSITZENDER DER einsparungen und StrukturreforBEZIRKSVEREINIGUNG DER men sein. Und diese müssen auch VOLKS- UND RAIFFEISENBANKEN durchgesetzt werden. IM OSTALBKREIS Die positive Reaktion der Märkte auf die Ankündigung des Ankaufprogramms hat gezeigt, dass die haben sich beruhigt. Jetzt müssen beabsichtigte Wirkung eingetreten in den Staaten der Eurozone die ist. Die Spekulanten gegen den Schuldenbremsen in den nationaEuro wurden auf dem falschen Fuß len Haushalten eingebaut werden. erwischt und mussten kräftig blu- Der Euro ist auf einem guten Weg. ten. Es ist von entscheidender Be- Damit ist ein großer Schritt zur deutung, dass dieser andauernden Rettung der Eurozone getan. Spekulation gegen den Euro der Deutschland hat in erheblichem Boden entzogen wird. Die Markt- Maße vom Euro profitiert und wird partner müssen wieder einander dies auch weiter tun. Unsere exVertrauen entgegenbringen, damit portabhängige Wirtschaft braucht auch der Geldkreislauf unter den den Euro. Die Eurozone darf nicht Banken wieder in Gang kommt. auseinanderbrechen. Sie bedarf Der 12. September 2012 war ein aber neuer Regeln, insbesonders guter Tag für die Eurozone. Das eine abgestimmte und kontrollierBundesverfassungsgericht hat ent- te Fiskalpolitik. Europa muss und schieden und die richtigen Aufla- wird weiter zusammenwachsen. gen an die Politik formuliert. Der Dies ist nicht ohne ReibungsverEuropäische Stabilitätsmechanis- luste machbar und bedarf gerade mus (ESM) kann endlich seine Ar- in Krisenzeiten eines solidarischen beit aufnehmen. Die Finanzmärkte Miteinanders. Dietmar Herderich


Firmen & Märkte

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Wirtschaft Regional | September 2012

ZF Lenksysteme will dem Margendruck standhalten IAA Nutzfahrzeuge in Hannover: Gmünder Lenkungshersteller wächst weiter über dem Markt – Besuch von Dr. Joachim Bläse auf dem Messestand l

Winfried Hofele

Hannover. Die Nutzfahrzeugbranche steht konjunkturell und technisch unter Druck. Das Geschäft kühlt ab. Weil ihre Innovationskraft hoch, ihre Präsenz auf den Märkten der Welt dominant und ihre Produkte technologisch top sind, wachsen die ZF Friedrichshafen AG und die Robert Bosch GmbH weiter über dem Markt. Und auch ihr 50:50-Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme GmbH (ZFLS) in Schwäbisch Gmünd wird das für 2012 angestrebte sehr „sportliche“ Ziel von über vier Milliarden Euro Umsatz wohl erreichen. Allerdings: Die Gewinnmargen werden bei den „Eltern“ und ihrer „Tochter“ geringer. Dies erklärte ZFLS-Chef Michael Hankel auf der 64. Internationalen Automobilausstellung für Nutzfahrzeuge in Hannover im Gespräch mit dieser Zeitung, bei dem auch Gmünds Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und der neue städtische Wirtschaftsförderer Alexander Groll in seinem ersten „Auslandseinsatz“ Gäste waren. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung des mit derzeit 5284 Beschäftigten (einschließlich Azubis) größten Gmünder Arbeitgebers sei schwieriger darzustellen als in den letzten Jahren, sagte Hankel, „weil das Szenario sehr heterogen ist“. ZFLS wachse

Bürgermeister Dr. Joachim Bläse steuert mit ZFLS-Technik in eine gute Zukunft der Stadt Gmünd. Assistiert wurde er auf der IAA in Hannover dabei von Dr. Hans Friedrich Collenberg (ZFLS-Geschäftsführer Nutzfahrzeuge), ZFLS-Chef Michael Hankel, ZFLS-Pressesprecher Andreas Ziegele und dem neuen Wirtschaftsförderer von Gmünd, Alexander Groll (von links). (Fotos: Winfried Hofele)

im Gesamtkonzern zweistellig, besonders in Nordamerika und auch in China, „bei den PkwElektrolenkungen ist unser Zuwachs teilweise sogar dramatisch“. In den Geschäftsfeldern Hydrolenkungen und Pumpen, die im Wesentlichen für den weltweit schrumpfenden Nutzfahrzeugbereich produziert werden, sinke aber die Nachfrage. Das führe zu einer schwierigen Gesamtsituation – Hankel: „Wir müssen, um die explodierende Nachfrage im Elektrolenkungsbereich befriedigen zu können, schnell und kräftig rund um den Globus in den Ausbau unserer

Werke, in technische Anlagen und in die Qualifikation unserer Mitarbeiter investieren. Der Kostenaufwand dafür ist extrem hoch und unsere Ingenieure und Einkäufer sind voll gefordert, damit wir die vorliegenden Aufträge in den nächsten zwei bis drei Jahren auch in Erlöse umsetzen können.“ Gleichzeitig, so Hankel, würden im Nutzfahrzeugbereich, mit dem ZFLS 25 % des Gesamtumsatzes erwirtschaftet, die Hersteller bei rückläufigen Bestellungen Preisnachlässe einfordern, „die wir nicht an unsere Zulieferer weitergeben können, weil wir sonst Gefahr

Aussteller aus der Region stellen auf der IAA in Hannover ihre Produkte aus Winfried Hofele

Hannover. Auf der 64. Internationalen Automobilmesse (IAA) für Nutzfahrzeuge in Hannover präsentieren über 1900 Aussteller aus 46 Ländern noch bis zum 27. September ihre Produkte. Neben der Gmünder ZF Lenksysteme GmbH (siehe Berichte oben und rechts) gehören aus der Region noch die Alfdorfer TRW Automotive GmbH, die RUD Gruppe aus Aalen-Unterkochen und der Spezialist für Lkw-Zubehör und Truckstyling HS Schoch

GmbH aus Lauchheim zu den Ausstellern. TRW unterstreicht in Hannover sein Konzept „Sicherheit steht jedem zu“ und und will jedem Autofahrer weltweit die komplette Bandbreite an Sicherheitssystemen in Elektronik, Fahrzeugsteuerung, Fahrerassistenz, Brems-, Lenk- und Aufhänger- sowie Insassenschutzsysteme zugänglich machen. Aus dem Werk in Alfdorf sind in Hannover folgende Innovationen zu sehen: - Der Gurtstraffer SPR4 besteht aus einem innovativen

Sonderthema Oktober 2012: – Geld & Kapital / Service für Unternehmer – Jahres- und Weihnachtsfeiern – Facility Management

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Anzeigenschluss: Donnerstag, 4. Oktober 2012

Telefon: 0 73 61/ 5 94-2 26 · Fax 0 73 61/ 5 94-2 31

Der Stand von RUD auf dem Freigelände der IAA.

schlangenförmigen Kunststoffkolben, der weniger Bauteile und Masse aufweist und daher das Gewicht reduziert sowie das Packaging flexibler macht. - Der aktive Gurtaufroller ACR2 wertet die Sensorinformationen des Bremssystems und der Stabilitätskontrolle aus, um potenzielle Unfälle zu erkennen. Bei einem Unfall entfernt der ACR2 die Gurtlose, um den Insassen in eine bessere Position zu den Airbags zu bringen. - Das beleuchtete Gurtschloss ISB hilft den Fahrzeuginsassen, das Gurtschloss auch im Dunkeln zu finden. - Das aktive Gurtschloss ABL erleichtert den Anschnallvorgang, indem das Gurtschloss in eine gut erreichbare Position angehoben wird, sobald der Insasse sitzt.

Weststadt, bevor wir neu bauen!“ Personal dagegen „suchen wir in Gmünd nach wie vor, schauen aber bei der Qualifikation genau hin“, sagte der ZFLS-Chef. Erst kürzlich habe ZFLS 124 Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverträgen voll übernommen,, dafür wurde mit dem Betriebsrat ein 17-Schichten-Modell vereinbart. Die Azubis hätten die Zusage, dass sie übernommen werden. Wie es der ZFLS gehe, habe starke Auswirkungen auf Gmünd, sagte Joachim Bläse und nannte die Stichworte Arbeits- und Ausbildungsplätze, EULE, Vereinbarkeit von Familie und Beruf – und natürlich Steuereinnahmen. Er nehme aus Hannover die positive Botschaft mit: „ZFLS sorgt für Stabilität und Konstanz“!

ZF Friedrichshafen präsentierte auf dem Messestand einige Innovationen – auch vom Tochterunternehmen ZFLS.

RUD, TRW und HS Schoch sind präsent l

laufen, dass diese nicht überleben“. Hankel nannte als Beispiel die Aluminium-Druckguss-Branche, die bereits so notleidend sei, „dass wir uns um die Liefersicherheit sorgen müssen“. Fazit für Hankel: „Wir kommen immer mehr, auch weil die Marktpartner spürbar nervöser werden, in Margendruck!“ Deshalb müsse ZFLS rechtzeitig Vorkehrungen treffen, „denn wir wollen und wir werden unsere Ertragschancen nutzen und gleichzeitig unsere Eigenfinanzierung absichern.“ Das bedeute strenges Kostenmanagement. In Gmünd, wo derzeit im Schießtal die Halle 11 erweitert wird, würde man an weitere Investitionen in Gebäude „vorsichtig“ herangehen – Hankel: „Erstmal Büroräume in Container wie jetzt in der

(Fotos: -wh-)

Stand von TRW auf der IAA

Außerdem kann es die Gurtlose in dynamischen und kritischen Fahrsituationen reduzieren, um den Insassen in seinem Sitz zu stabilisieren. Die RUD Gruppe zeigt auf dem Freigelände ihre kompletten Kettensysteme für Nutzfahrzeuge.

Innovationen aus Gmünd Bosch und ZF nehmen Teile von ZFLS auf ihre Stände Hannover. Erfolgreiche Produkte und Neuheiten der Gmünder ZF Lenkssysteme GmbH stehen bei der 64. Internationalen Automobilausstellung in Hannover auf den Ständen der Muttergesellschaften ZF Friedrichshafen AG und Robert Bosch GmbH ebenfalls im Fokus. Unter dem Motto „The Future in Transportation“ präsentiert die ZF Friedrichshafen AG als Weltneuheit das neue automatische Getriebesystem „TraXon“ für schwere Nutzfahrzeuge, das die heutigen Anforderungen nach niedrigem Kraftstoffverbrauch und reduziertem CO2-Ausstoß erfüllt. Einen hohen Stellenwert hat aber auch die Vorstellung der neuen Linearlenkung „Servoline“ (Foto), die in Gmünd entwickelt wurde und produziert wird, und die das Konzept der Zahnstangen-Hydrolenkung auf Nutzfahrzeuge anwendet. Ihre kurze und kompakte Bauform spart Platz und ermöglicht hohe Lenkwinkel. Gezeigt wird auch die verstellbare Flügelzellenpumpe „Varioserv“ von ZFLS, die nur die tatsächlich benötigte Ölmenge fördert und so bis zu 0,2 Liter Kraftstoff auf 100 km spart. Bosch verweist besonders auf die Assistenzleistungen der elektrischen Lenkungen aus Schwäbisch Gmünd für leichte Nutzfahrzeuge: Sie bringen mehr Sicherheit und mehr Komfort bei weniger Verbrauch. -wh-

Die Servoline von ZFLS aus Gmünd


Firmen & Märkte

Wirtschaft Regional | September 2012

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Maschinenfabrik und Alugießerei gehen gemeinsam voran Die Gebrüder Rieger GmbH ist erfolgreich und gehört zur Neumo-Ehrenberg-Gruppe – Unternehmen steckt sich ehrgeizige Wachstumsziele im Maschinenbau l

Sascha Kurz

Aalen-Neukochen. Die Firma Gebrüder Rieger GmbH mit ihren beiden Sparten Aluminium-Gießerei und Maschinenbau gehört zu den Aalener Traditionsunternehmen. 1879 von Heinrich Rieger gegründet, hat das Unternehmen seit 1991 in Neukochen eine neue Heimstatt gefunden. Zuvor war das Unternehmen in der Innenstadt auf dem Areal zwischen Nördlichem Stadtgraben und der Uhland-Realschule beheimatet gewesen, das von der RiegerVilla nahe der Salvatorkirche einsehbar war. Heute beschäftigt die Firma 110 Mitarbeiter. Seit 1957 gehört das Unternehmen zur Neumo-Ehrenberg-Gruppe, die mit weltweit 1600 Mitarbeitern rund 600 Mio. Euro Jahresumsatz generiert. „Die familiengeführte Gruppe leitet die einzelnen Unternehmen als Profit Center. In jährlichen Meetings werden die Ziele und Wünsche der einzelnen Gruppenteile festgelegt. Vor Ort agieren die Firmen ansonsten autonom“, erklärt Werksleiter

André Hoppe. Die Aluminium-Gießerei fertigt hochwertige Alu-Gussteile für die Automobilindustrie wie für den Maschinenbau. „Bei der Herstellung kommen vollautomatische und teilmechanisierte Formanlagen zum Einsatz. Einzelteile sowie Sondergrößen können durch Handformen realisiert werden“, erklärt Hoppe. 40 Mitarbeiter sind in der Lohngießerei beschäftigt, in die in den vergangenen Jahren 2 Mio. Euro investiert wurden. Neue Ofen- und Formanlagen wurden angeschafft, um die technische Ausrüstung auf den neuesten Stand zu bringen – ein klares Bekenntnis in den Gießereistandort. „Wir müssen uns in dieser Sparte von den Konkurrenten unterscheiden. Wir haben uns auf Klein- und Mittelserien sowie den Prototypenbau spezialisiert. Bei den Großserien ist es schwer, in Deutschland wegen der Lohnkosten wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Trend geht beim Leichtmetallguss in Richtung Verlagerung nach Asien.“ Auch im Maschinenbau hat sich Rieger spezialisiert. Dort

Werksleiter André Hoppe (li.) bespricht sich mit einem Mitarbeiter des Maschinenbaus.

werden Ventile, Ventilkomponenten sowie Schweißkonstruktionen angeboten. „Wir haben uns hier einen Nischenmarkt erschlossen. Alle Produkte werden aus Edelstahl produziert und im Aseptikbereich wie der Lebensmittel-, Getränke- oder Pharmaindustrie eingesetzt“, sagt Hoppe.

In der Alu-Gießerei der Gebr. Rieger GmbH werden Kleinserien-Flügelräder gegossen.

Auch hier wurden rund 2 Mio. Euro in den vergangenen sechs Jahren investiert, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen. „SIG und EloPak, zwei der führenden Abfüllmaschinenhersteller neben Tetra Pak, beliefern wir mit unseren Individuallösungen“, erklärt Hoppe. Firmen wie Campina, Ehrmann, Pepsi, Coca-Cola, Brauerei Kronenbourg, Berglandmilch oder Sandoz, Bayer und Schering zählen zu den Kunden von Rieger. Seit der Krise 2009 hat der Maschinenbau wieder 30 % zugelegt und rangiert nun bereits über dem Vorkrisenniveau. Vier neue Fünfachs-Bearbeitungszentren sowie ein Schweißroboter und moderne CNC-Rohrbiegemaschinen sorgen für eine effiziente Fertigung. „Die Aussichten in der Maschinenbausparte sind trotz weltweit rezessiver Tendenzen gut. Viele Vertriebswege werden uns durch die Neumo-Ehrenberg-Gruppe erschlossen. Unsere Produkte erfüllen alle Hygienestandards. Bis 2015

Hartmann setzt seinen Wachstumskurs fort Kostendruck und Sparpolitik im Gesundheitswesen belasten Geschäft Heidenheim. Die Hartmann Gruppe war im ersten Halbjahr 2012 mit einem ungünstigen Marktumfeld konfrontiert: Die Preise für Rohstoffe und Handelswaren lagen weiterhin auf erhöhtem Niveau. Die Eurokrise belastete das Geschäft in den südeuropäischen Ländern. Budgetrestriktionen in den Gesundheitssystemen verschärften den Preisdruck auf Kundenseite. Dennoch ist es dem Unternehmen gelungen, die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs um 3,4 Prozent auf 874,3 Mio. Euro zu steigern. Das Segment Wundmanagement verzeichnete per 30. Juni 2012 eine Steigerung der Umsatzerlöse um 3,2 % auf 234,5 Mio. Euro. Das Wachstum resultierte vor allem aus Umsätzen mit Produkten für die moderne Wundbehandlung sowie mit postoperativen Verbänden. Im Segment Inkontinenzmanagement ist es Hartmann gelungen, die Umsätze gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 4,9 % auf 316,2 Mio. Euro zu erhöhen. Dabei verzeichneten insbeson-

dere die Inkontinenzslips MoliCare Mobile sowie die unter der Marke MoliForm angebotenen Inkontinenzeinlagen gute Wachstumsraten. Im Segment Infektionsmanagement profitierte das Unternehmen von einem Umsatzplus bei kundenindividuellen OP-Sets und Desinfektionsmitteln. Die höchste Wachstumsrate wiesen erneut OPEinweginstrumente auf. Demgegenüber waren die Umsätze bei Untersuchungshandschuhen rückläufig, da Hartmann in dieser Produktkategorie bewusst auf unprofitables Geschäft verzichtet hat. Insgesamt blieben daher die Umsätze im Segment mit 190,1 Mio. EUR leicht unter denen des Vorjahreszeitraums. Per 30. Juni 2012 lag der Anteil der medizinischen Kernsegmente am Gesamtumsatz bei 84,7 %. Bei den weiteren Konzernaktivitäten verzeichnete Hartmann in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs Umsatzerlöse in Höhe von 133,5 Mio. Euro. Zum Plus von 7 % gegenüber dem ersten Halb-

jahr des Vorjahres trugen insbesondere die zu Hartmann gehörende Kneipp- und die CMC-Gruppe bei. Trotz der nüchtern betrachtet guten Zahlen macht sich das Hartmann-Management intensiv Gedanken über den weiteren Geschäftsverlauf. Die schwierige Wirtschaftslage in Staaten wie Griechenland, Italien, Spanien und Portugal tangierten die Ergebnisse der dortigen Tochtergesellschaften negativ. Die Preise für Rohstoffe und Handelswaren lagen weiterhin auf erhöhtem Niveau. Der schwächere Euro gegenüber dem Dollar führe hierbei bereits zu erheblich höheren Einkaufspreisen. Eine im ersten Quartal notwendige Rückrufaktion bei mehreren Sterilprodukten zog unerwartete Ausgaben nach sich. Viel Geld gibt Hartmann auch f��rs Marketing des neuartigen Vivano-Systems zur Unterdruck-Wundbehandlung aus. Zudem wird der Markt in Russland gerade verstärkt ausgebaut. Insgesamt reduzierte sich so der Gewinn vor Steuern in den ersten sechs Monaten um 6,3 %

auf rund 50 Mio. Euro, das Konzernergebnis ging um 6,5 % auf 32,8 Mio. Euro zurück. Deshalb will man bei Hartmann neben dem Kostenreduzierungsprogramm „Focus“ weitere Hebel ansetzen. Ein Ergebnis-Stabilisierungsprogramm ruft alle Konzernfunktionen wie Tochtergesellschaften dazu auf, einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag zu definieren. Vorstandsvorsitzender Dr. Rinaldo Riguzzi hatte angekündigt, dass die Gruppe „ein Konzernergebnis etwas unter dem Vorjahr“ erwirtschaften werde. Bei der Zahl der Mitarbeiter ist die leichte Krise durch äußere Faktoren noch nicht zu spüren. Zum 30. Juni hatte die weltweite Hartmann-Belegschaft die 10 000-MitarbeiterMarke geknackt. Fertigungskapazitäten in Tschechien und Australien wurden ausgebaut. Die Kundenbetreuung in Deutschland wurde aufgestockt, die Schweizer „Funny Hygiene AG“ wurde einschließlich 16 Mitarbeitern übernommen. sk

(Fotos: opo)

streben wir ein Umsatzwachstum von 40 % an – ein ehrgeiziges, aber erreichbares Ziel“, sagt Hoppe. Die Märkte seien derzeit stabil. Der Pharmamarkt, der knapp 20 % des Umsatzes ausmacht, sei schon immer sehr konservativ ausgerichtet gewesen, erläutert der Werksleiter. Der Maschinenbau schreibt derzeit rund 12 Mio. Euro Jahresumsatz und besticht durch eine hohe Fertigungstiefe. „90 % machen wir selbst. Bei Rieger gibt es keine Auslandsfertigung“, sagt Hoppe. Die Aluminium-Gießerei

versucht aktuell, neue Märkte zu erschließen. „Hier ist die Auftragslage auf relativ niedrigem Niveau stabil“, erklärt Hoppe. Im Prototypenbereich der Automotive-Industrie erhofft sich die Firma neue Aufträge: Der Alu-Guss wird vom größten deutschen Branchenzweig nicht totgesagt. Aus diesen Eckdaten ergibt sich für die Gebr. Rieger GmbH ein stabiler Mitarbeiterbestand. Mit Kurzarbeit sei man über die Krise hinweg gekommen, derzeit mache sich der Facharbeitermangel schon bemerkbar. „Wir steuern durch eine eigene Ausbildung dem Trend entgegen“, sagt Hoppe. Insgesamt beschäftigt Rieger aktuell sechs Azubis. Innerhalb der Neumo-Ehrenberg-Gruppe sieht André Hoppe fürs Aalener Traditionsunternehmen am jetzigen Standort gute Perspektiven. „Wir haben uns nach der Krise gut aufgestellt und wollen im Maschinenbau wie in der Alu-Gießerei neue Kunden gewinnen. Unsere Qualität und das Know-how sprechen eine klare Sprache“, sagt Hoppe. Auf der Messe „Brau Beviale“ im November in Nürnberg präsentiert sich die Gebr. Rieger GmbH wieder mit einem Stand. „In der Aseptiksparte sehen wir gute Entwicklungschancen“, ist sich der Werksleiter sicher.

Das Firmengebäude von Gebr. Rieger in Aalen-Neukochen.


Firmen & Märkte

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Wirtschaft Regional | September 2012

Munksjö und finnische Ahlstrom-Gruppe ordnen Papiermarkt Neue Firmierung des Spezialpapierherstellers unter Munksjö Corporation – Börsennotierung in Helsinki – Keine direkten Auswirkungen auf Unterkochen erwartet l

Sascha Kurz

Aalen-Unterkochen/Helsinki. Munksjö AB schickt sich an, der weltweit führende Spezialpapierhersteller zu werden. Am 28. August wurde in Helsinki darüber informiert, dass die schwedische Munksjö und die finnische Ahlstrom-Gruppe ihre Aktivitäten bei Spezialpapieren zusammenlegen werden. Dazu bringt Ahlstrom seine Business Unit Label and Processing in die künftige Firma Munksjö Corporation ein. Der Mehrheitseigentümer der Munksjö AB, der Private Equity Fonds EQT III, drückt nach

Munksjö-CEO Jan Aström soll das neue Unternehmen leiten.

Anteil am entstehenden Spezialpapierhersteller reduzieren. Es wurde von den Eignern der zu verschmelzenden Unternehmen eine Aktienemission von 100 Millionen Euro platziert, die vollständig gezeichnet wurden.

Der Sitz von Munksjö Paper in der Waldhäuser Straße in Unterkochen.

der 40 Millionen Euro schweren Refinanzierung von Munksjö 2009, der Stilllegung von drei Dekorpapierwerken in Besozzo, Vaprio (Italien) und Fitchburg (USA) sowie dem Zukauf der ArjoWiggins-Werke 2011 bei der Weiterentwicklung des Papierherstellers offenbar aufs Tempo. Nach erfolgter Verschmelzung soll die neue Munksjö Corporation mit Sitz in Stockholm und Börsennotierung in Helsinki auf einen

Sicherheitstechnik direkt vom Hersteller Zutrittskontrollsysteme

Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro kommen, 3300 Mitarbeiter soll das Unternehmen dann beschäftigen. Munksjö hat derzeit rund 1800 Beschäftigte, 2011 wurde in den zehn Werken – darunter Unterkochen – ein Umsatz von 645 Millionen Euro generiert. Die Ahlstrom-Sparte Label and Processing brachte es mit sechs Spezialpapierwerken, 1500 Mitarbeitern und einer EBIT-Marge von 5,1 Prozent

Berührungslose Leser Tastaturleser Durchzugsleser ID-Karten Elektromechanische Verriegelung Bedien- und Anzeigeeinheit Erfassungsterminals Ereignisprotokollierung Schließorganisation Fluchttürterminal Fluchttüröffner Anerkannt von Polizei und Versicherungen.

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im Jahr 2011 auf 681 Millionen Euro Umsatz. Ahlstrom betreibt unter anderem im westfälischen Osnabrück ein Werk. Ahlstrom unterhält als Mischkonzern bislang vier Sparten und erwirtschaftete 2011 mit 5200 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 1,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen wird künftig rund 50 Prozent der Anteile am neuen Unternehmen halten. EQT III wird somit seinen

l

Munksjö-Historie 1862 Im schwedischen Jönköping startet die Papierproduktion von Munksjö. 1919 Munksjö wird an der Stockholmer Börse gelistet. 1996 Munksjö übernimmt die Unterkochener PWA mit ihren Werken. 2002 Die Jefferson Smurfit Group übernimmt Munksjö. 2004 Der Private Equity Fonds EQT III übernimmt das Unternehmen und ordnet die Munksjö-Gruppe neu; drei Dekorpapierwerke werden wegen Überkapazitäten geschlossen, eine Finanzspritze von 40 Mio. Euro erfolgt. 2011 ArjoWiggins wird übernommen.

Festakt von Munksjö AB in Jönköping Papierhersteller feiert 150-jähriges Bestehen mit Gästen aus dem Werk in Unterkochen l

Gewähren Sie nur berechtigten Personen den Zutritt.

(Foto: Peter Hageneder)

Synergien helfen bei Kostenreduktion Wenn die beiden Firmen zusammengeführt sind, versprechen sich die Verantwortlichen eine jährliche Einsparung von 25 bis 30 Millionen Euro aufgrund von Synergien. Eine direkte Auswirkung auf die Produktion in Unterkochen ist nicht zu erwarten. Die kleinste der einst drei Papiermaschinen des Werks, die PM 2, wurde bereits 2011 nach der Integration der ArjoWigginsWerke stillgelegt, 2009 ging das neue und hochmoderne Kraftwerk bei Munksjö Paper in Betrieb, das von der Kraftwerksgesellschaft Unterkochen GmbH betrieben wird, an der Munksjö beteiligt ist. Jan Aström, seit 2008 CEO und Präsident von Munksjö AB,

soll auch dem neuen Unternehmen als CEO vorstehen. Peter Seligson von Ahlstrom soll vorläufiger Aufsichtsratsvorsitzender der Munksjö Corporation werden, bis sich durch die neue Zusammensetzung der Gesellschafter ein Aufsichtsrat gebildet hat.

Christine Bausch

Jönköping/Aalen-Unterkochen. Vor 150 Jahren startete die Papierproduktion von Munksjö im schwedischen Jönköping. Dieses Jubiläum wurde mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür am Stammsitz der Firma begangen. Eine Einladung hierzu erging auch an Führungskräfte der Munksjö Germany Holding und Munksjö Paper GmbH in Unterkochen. Das Unterkochener Werk, die frühere PWA, gehört seit 1996 zur Munksjö-Gruppe. Die Geschäftsführung der Sparte Dekorpapier, die zugehörige Produktentwicklung, Beschaffung und der Produktionsstandort Unterkochen waren bei den Feierlichkeiten vertreten durch Christian Mandl (Business Area Manager Ma-

nufacturing Decor), Gerold Bausch (Vice President Production Management), Bernhard Beck (Vice President Procurement) und Michael Schirle (Mill Manager). Passender Ort der Veranstaltung war die historisch bedeutungsvolle frühe-

re Firmen-Villa. Vor 150 Jahren auf dem Werksgelände erbaut, bildete das ausgefallene Gebäude nach Nutzung als Wohnsitz der Firmeneigentümer, Lagerstätte für produziertes Papier und Verwendung als Werkskantine nun den würdi-

Unterkochens Werkleiter Michael Schirle sowie die DekorpapierspartenManager Christian Mandl (Leitung), Bernhard Beck (Beschaffung) und Gerold Bausch (Produktion; v.li.) waren in Jönköping dabei. (Foto: Bausch)

gen Rahmen für die Feierlichkeiten. Im Anschluss an den Empfang brachte Jan Aström, Präsident und CEO der Munksjö AB, in seiner Festansprache vor den 90 Gästen seine Freude darüber zum Ausdruck, die Villa, die sich seit drei Jahren in den Händen eines Investors befindet, zum festlichen Anlass durch Munksjö nutzen zu können. Im historischen Rückblick verwies Aström auf 150 Jahre wechselvolle Firmengeschichte. Gleichzeitig betonte er, dass die Zukunft wichtiger als die Vergangenheit sei und Munksjö durch den aktuellen Zusammenschluss mit der finnischen Ahlstrom-Gruppe zum Weltmarktführer für Spezialpapiere werde. Die Vertreter der Lokalpolitik gratulierte zum Jubiläum und verwies auf das gute Miteinander.

Die Fortführung bei Reichert ist in Sicht BMW-Autohäuser Essingen und Heidenheim auf Kurs – Entscheidung schon Ende September? l

Winfried Hofele

Essingen/Heidenheim. Voraussichtlich Ende September wird das Insolvenzverfahren der Autohaus Reichert GmbH eröffnet. Dies erklärte Michael Winterhoff auf Anfrage. Der vorläufige Insolvenzverwalter will bis dahin die Investorensuche abgeschlossen haben und strebt an, dass beide betroffenen BMW-Autohäuser in Essingen-Dauerwang und in Heidenheim mit allen 45 Mitarbeitern bestehen bleiben. Nach Informationen dieser Zeitung hat in den teilweise harten Verhandlungen in den letzten Wochen zumindest der potenzielle Investor bzw. Übernehmer Ulrich Mulfinger Pläne geäußert, aus den laufen-

den Mietverträgen für die beiden Autohäuser in Essingen und Heidenheim auszusteigen und ein eigenes Autohaus im interkommunalen Gewerbegebiet Oberkochen/Königsbronn zu bauen. Eine solche Lösung favorisiert Rechtsanwalt Michael Winterhoff von der auf Insolvenz- und Sanierungsrecht spezialisierten Kanzlei Jaeger, Breig, Winterhoff in Ulm jedoch nicht: „Ich glaube nicht, dass Heidenheimer oder Aalener BMW-Kunden nach Oberkochen fahren werden; sie wollen ein BMW-Autohaus in Aalen und eins in Heidenheim haben.“ Winterhoff sieht sich in dieser Meinung bestärkt, „weil wir in den letzten Wochen trotz Urlaubszeit sehr gute Ver-

kaufszahlen erzielt haben“. Sogar im Essinger Autohaus, das wegen unzureichender Führung durch Ex-Geschäftsführer Wolfgang Reichert besonders stark in finanzielle Schieflage geraten war, „sehe ich viel Potenzial“, sagte Winterhoff, „zumal wenn jetzt die neuen Modelle auf den Markt kommen, die wir stark bewerben werden.“ Das Produkt BMW sowie die motivierten und qualifizierten Mitarbeiter seien eindeutige Pluspunkte für eine gute Perspektive. Entscheidend sei eine kompetente Betriebsleitung: „Die war und ist in Heidenheim durch Peter Peschel gegeben.“ In Essingen halte nun Winterhoffs Mitarbeiter Hugo Schneider das Zepter fest in

der Hand. Der vorläufige Insolvenzverwalter sieht den entscheidenden Verhandlungen gelassen entgegen: „Es gibt nicht nur einen Interessenten. Ich bin davon überzeugt, auch mit der BMW-Zentrale sowie mit Gabriele Heitmann, der Besitzerin der beiden Immobilien, eine einvernehmliche und alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden.“ Anfang Juli hatte Wolfgang Reichert für die Autohäuser in Essingen und Heidenheim Insolvenzantrag gestellt, nach dem eine angekündigte Übernahme durchs Düsseldorfer Autohaus Cloppenburg geplatzt war. Das Stammhaus Reichert in Neusitz bei Rothenburg o.T. war von der Insolvenz nicht betroffen.


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Wirtschaft Regional | September 2012

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Der Deutsche Sparkassenverlag will Maßstäbe setzen Der bundesweit umsatzstärkste Fachverlag für die Kreditwirtschaft steht unter der Leitung des gebürtigen Aaleners Michael Ilg l

Winfried Hofele

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ittelpunkt der heutigen DSV-Gruppe mit Hauptsitz in Stuttgart-Vaihingen ist der 1935 in Berlin gegründete Deutsche Sparkassenverlag (DSV). Dazu kommen elf Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Gesellschafter sind die Landesbanken sowie regionale Sparkassen- und Giroverbände. Der DSV ist der bundesweit umsatzstärkste Fachverlag der Kreditwirtschaft und gehört zu den zehn umsatzstärksten Medienhäusern in Deutschland. Der unkonsolidierte Gruppenumsatz des spezialisierten Lösungsanbieters für die deutschen Sparkassen sowie für die Verbände und Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe betrug 2011 knapp 880 Millionen Euro, den 1750 Mitarbeiter erwirtschafteten. Das Mutterunternehmen DSV kam mit knapp 1000 Beschäftigten auf einen Umsatz von 364,8 Mio. Euro (nach Geschäftssparten: Medien 138; Systemhaus 86,6; Kartensysteme 125,5). Der Vorsitzende der Geschäftsführung der DSV-Gruppe, Prof. Michael Ilg, sieht die über Jahre positive Entwicklung des Hauses als Chance und Auftrag: „Unser Ziel ist es, Maßstäbe zu setzen. Daher müssen wir unser Kompetenzprofil weiter schärfen und unser Produkt- und Serviceportfolio fortentwickeln“ (siehe Interview Seite 9). Der gebürtige Aalener Ilg will die Technologieführerschaft der DSVGruppe im Kartengeschäft und die konzeptionelle und inhaltliche Stärke im Mediengeschäft weiter ausbauen. Der Jahresüberschuss der DSV GmbH lag 2011 mit 13,7 Mio. Euro um knapp zwölf Millionen unter dem Wert des Vorjahrs, jedoch innerhalb der Planung. Michael Ilg: „Als GmbH arbeiten wir nach be-

triebswirtschaftlichen Maßstäben, aber der DSV zielt nicht auf absolute Gewinnmaximierung, da sich unser Gesellschafterkreis weitgehend mit unserem Kundenkreis deckt. Es gilt, bei hoher Qualität ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten, die Lösungsangebote noch stärker zu individualisieren und dadurch zu einer höheren Wertschöpfung zu gelangen.“ Ilg führte zu seinem Amtsantritt am 1. Januar ein, dass alle Mitglieder der DSV-Geschäftsführung unabhängig von ihrem Ressortzuschnitt Vertriebsverantwortung in regionalen Verbandsgebieten übernahmen. Zu den Innovationen der DSV-Gruppe zählt u.a. das berührungslose Bezahlen mit der SparkassenCard. Unter der Bezeichnung „girogo“ hat der Markteinsatz der Karten, die vom DSV für die Sparkassen entwickelt wurden und von der DSV-Tochtergesellschaft Electronic Payment Cards (EPC) in Gmund am Tegernsee produziert werden (siehe Seiten 1 und 3), im April in Niedersachsen begonnen. In den kommenden Jahren werden alle 45 Millionen SparkassenCards schrittweise mit

Regierungschef bei Ivoclar Besuch aus Liechtenstein beim Dentalspezialisten Ellwangen. Der Regierungs- schäftsführer Norbert Wild. chef des Fürstentums Liech- Tschütscher meinte scherzhaft, tenstein, Dr. Klaus Tschüt- dass eigentlich seinem Land scher und Liechtensteins Bot- mit einer Exportquote von 98 schafter in Berlin, seine Exzel- Prozent der Titel Exportweltlenz Prinz Stefan von und zu meister zustehe. Der DeutschLiechtenstein, waren am 12. landbesuch, der Tschütscher September bei der Ivoclar Vi- auch nach Mainz zu Ministervadent in Ellwangen zu Gast, präsident Kurt Beck führte, wo ihnen Mitarbeiter Chris- stand ganz im Zeichen des toph Strobel einige Produkti- Steuerabkommens zwischen onsabläufe des Dentalspezia- Deutschland und der Schweiz, listen erklärte. Begleitet wur- dem sich Liechtenstein anden die beiden von Christoph schließen will. gek Zeller, Verwaltungsratspräsident der Muttergesellschaft Ivoclar Vivadent AG mit Sitz in Schaan/ Liechtenstein. Dass man bei der Ellwanger Konzerntochter im vierten Jahr in Folge Rekordumsätze ver- Prinz Stefan von und zu Liechtenstein und Dr. Klaus zeichnet, be- Tschütscher ließen sich von Ivoclar-Mitarbeiter Chrisrichtete Ge- toph Strobel (v.li.) die Produktion schildern.

der neuen Bezahltechnologie ausgestattet. Die kontaktlose Zahlung erfolgt über die elektronische Geldbörse des Chips. Durch das Halten der Karte vor das Bezahlterminal können Beträge bis 20 Euro ohne Eingabe einer Geheimzahl beglichen werden. Ilg: „Mit der girogo-Funktion erweitern wir die Kartenzahlung um eine attraktive Anwendung.“ Die für das Projektmanagement zuständige DSV-Tochter S-CARD Service unterstützte u.a. die Entwicklung und Produktion der für den Start erforderlichen Kommunikationsmittel in enger Abstimmung mit den niedersächsischen Pilotinstituten und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Um die Händler in der Pilotregion direkt anzusprechen, entwickelte der SparkassenHändlerservice des DSV-Beteiligungsunternehmens B+S Card Service umfangreiche vertriebsunterstützende Maßnahmen, die sowohl Händlermappen und Informationsblätter als auch Präsentationen und Musterbriefe für die Pilotsparkassen enthalten. Zu den B+S-Leistungen zählte auch die Lieferung der giro-

go-fähigen Point-of-Sale-Terminals für den stationären und mobilen Einsatz ebenso wie die Verarbeitung der girogoBezahl- und Ladevorgänge. Die DSV-Gruppe liefert den Unternehmen und Verbänden der Sparkassen-Finanzgruppe medialen Content in analoger wie digitaler Form. Zum Angebotsumfang zählen dabei Social-Media-Formate, Lösungen für mobile Endgeräte und klassische Verlagsmedien. Spezielle Workshops helfen Sparkassen bei Entwicklung und Umsetzung einer SocialMedia-Strategie, maßgeschneiderter DSV-Content liefert relevante Meldungen für die lokale Kommunikation in sozialen Netzwerken. Gemeinsam mit dem Heraus-

geber der SparkassenZeitung (DSZ), dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband, hat der DSV einen neuen Auftritt für die DSZ entwickelt: Im Mai wurde das Periodikum auf einen neuen, tagesaktuellen Online-Kanal umgestellt. Die Nachrichten kommen auf Wunsch auch auf das Smartphone und auf den Tablet-PC. Die Printausgabe des Verbandsorgans von Europas größter Finanzgruppe erscheint nun im Tabloidformat. Das neue Portal sparkassenzeitung.de bietet darüber hinaus die Möglichkeit, auf alle Inhalte der Schwesterperiodika – SPARKASSE Managermagazin für Sparkassen-Spitzenentscheider und betriebswirtschaftliche Blätter, Fach-

zeitschrift für Unternehmensführung in der Sparkassen-Finanzgruppe –zuzugreifen. Insgesamt verfügt das neue Online-Angebot über vier Kanäle. Der neue Informationskanal „Vorstand direkt“, der exklusiv für Vorstände der SparkassenFinanzgruppe geöffnet wird, macht das Paket komplett. Die inhaltliche Vielfalt kombiniert der DSV mit einem flexiblen Preismodell: So können Sparkassen und -verbände im Rahmen ihrer Institutsfreischaltung die Zugänge zu den einzelnen Onlinekanälen für ihre Mitarbeiter individuell konfigurieren. Unter dem Label DSV Nuko hat der DSV ein neues FullService-Angebot zur optimalen Nutzung von StandardSoftware entwickelt. Dieses schließt für die Institute den kostengünstigen Erwerb von Produkten der weltweit führenden Softwarehersteller, ein effizientes Lizenzmanagement sowie zeitnahe Aktualisierungs- und Supportservices mit ein. Auf das Angebot greifen bereits über die Hälfte der 423 deutschen Sparkassen zu. Für die von der DSV-eigenen Kommunikations- und Contentagentur AM I COMMUNICATIONS konzipierte Kampagne „Giro sucht Hero“ zum Girokonto hat der DSGV beim Europäischen Werbefestival „Eurobest“ in der Kategorie „Media/Finanzdienstleistungen“ Gold gewonnen.

Die Geschäftsführung des Deutschen Sparkassenverlags besteht aus (v.li.) Jürgen Schneider, Oliver Lux, Vorsitzendem Prof. Michael Ilg und Wilhelm Gans.


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Tipps zu Gesundheit – Fitness – Ernährung – mentale Balance

Gezielteres Training durch eine Bewegungsanalyse Ein Großteil der Bevölkerung verbringt ihre Arbeitszeit sitzend im Büro oder im Auto. Da der menschliche Körper aber nicht für eine sitzende Lebensweise geschaffen ist, können zahlreiche Probleme unseres Bewegungsapparates, wie schlechte Haltung, Gelenkschmerzen und ein Abbau der Muskulatur entstehen. Viele sind sich durchaus des Bewegungsdefizits bewusst. Um dem Körper eine optimale Entwicklungsmöglichkeit zu geben und Überlastungsschäden vorzubeugen ist es wichtig, sich der persönlichen Schwachstellen bewusst zu sein und diese mit gezieltem Training zu bekämpfen. Hierbei ist der Functional Movement Screen (FMS) eine wertvolle

Hilfe. Der Functional Movement Screen wurde von Cray Cook, einem Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler, vor ungefähr zehn Jahren entwickelt. Die Testreihe wird eingesetzt, um Bewegungsmuster zu analysieren und Dysbalancen zu erkennen. Der FMS besteht aus sieben Übungen, mit deren Hilfe ein genauer Schaubefund über den Zustand der grundlegenden funktionalen Bewegungsmuster entsteht. Aus den Ergebnissen können Empfehlungen für ein optimales Training abgeleitet werden.

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Der FMS besteht aus folgenden Übungen: 1. Deep Squat: Die Tiefkniebeuge wird angewendet, um die beidseitige, symmetrische Mobilität der Hüfte, Knie und Knöchel zu beurteilen. Der Stab, der über dem Kopf gehalten wird, hilft, die beidseitige, symmetrische Mobilität des Schultergürtels und der Brustwirbelsäule zu beurteilen. 2. Hurdle Step: Der Schritt über eine Hürde wird durchgeführt, um die Mobilität und Stabilität von Hüfte, Knie und Knöchel bewerten zu können. 3. Inline Lunge: Der lineare Ausfallschritt hilft bei der Beurteilung der beidseitigen Mobilität und Stabilität von Hüfte und Oberkörper. Zusätzlich wird die Stabilität im Knie und Knöchel bewertet. 4. Shoulder Mobility: Mit dem Test zur Bestimmung der Schultermobilität wird der beidseitige Bewegungsradius durch eine Kombination von Adduktion und Innenrotation (unterer Arm) mit Abduktion und Außenrotation (oberer Arm) bestimmt. 5. Active Straight Leg Raise: Hier wird die aktive Dehnfähigkeit der rückwärtigen Oberschenkelmuskulatur und des Waden-Bereiches bewertet. Gleichzeitig muss es möglich sein, das Becken stabil zu halten. 6. Trunk Stability Push Up: Hier wird die Stabilität im Rumpfbereich in der Sagitalebene überprüft. 7. Rotational Stability: Hierbei wird die mehrdimensionale Stabilisierungsfähigkeit bei gleichzeiti-

Wirtschaft Regional | September 2012

Allianz für Fachkräftesicherung Am 4. Oktober gibt die Region Ostwürttemberg den Startschuss

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ger Bewegung der oberen und unteren Extremität analysiert (Quelle: Daniel Müller). Die Ergebnisse der Tests werden mit einem Punktesystem erfasst. Für jede Übung werden bis zu drei Punkte vergeben. Drei Punkte für eine optimale Ausführung der Übung, zwei für die Ausführung mit Kompensations- bzw. Ausweichbewegungen und einen Punkt, wenn die Ausführung nicht möglich ist. Null Punkte werden vergeben, wenn Schmerzen bei der Übungsausführung auftreten. Dieses Punktesystem ermöglicht die Dokumentation von Fortschritten. Die Ergebnisse fließen in eine individuelle Trainingsplanung mit dem Ziel, Defizite auszugleichen, um so eine Leistungssteigerung zu erzielen und Verletzungen vorzubeugen. Ein wesentlicher Vorteil dieser Analyse ist die einfache und schnelle Durchführung. Die 10- bis 15-minütige Testreihe kann für jeden Fitnesslevel eingesetzt werden. So ist der Functional Movement Screen ein hervorragendes Tool, um eine Strategie für ein gesundes und ausgleichendes Training zu entwickeln und damit einen guten Ausgleich zum Berufsalltag zu schaffen. Eva Maletic www.fitness-4-life.de

Rolf Schumacher

Helmut Althammer

Heidenheim. Die Sicherung der Fachkräftebasis für die regionalen Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistungen und Handwerk ist eine wichtige Zukunftsaufgabe für die Region Ostwürttemberg. 19 Partner schließen sich daher zur Fachkräfteallianz Ostwürttemberg zusammen. Am 4. Oktober 2012 werden ab 16.30 Uhr in Heidenheim bei der IHK Ziele und erste konkrete Projekte vorgestellt. Fachkräfte sind die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs der Region Ostwürttemberg. Noch gibt es keinen umfassenden Fachkräftemangel, doch die demografische Entwicklung, negative Wanderungssalden und strukturelle Veränderungen werden den Fachkräftemangel verstärken, darin sind sich die Initiatoren der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg, die IHK Ostwürttemberg, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) sowie die Agentur für Arbeit Aalen absolut einig. Aus diesem Grund greift die

Anton Gindele

Region die Initiative des Landes auf und gründet mit allen wichtigen Partnern die regionale Fachkräfteallianz Ostwürttemberg. Dieses wichtige Projekt wird durch das Land Baden-Württemberg unterstützt. Dies wird auch darin deutlich, dass Rolf Schumacher, Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, an der Veranstaltung mitwirkt und die landesweite Fachkräfteallianz dort vorstellen wird. Podiumsdiskussion und Branchendialoge geplant In der anschließenden Podiumsrunde werden die beiden Landräte Klaus Pavel und Thomas Reinhardt die Ziele, Inhalte sowie angedachte Projekte der Allianz vorstellen. IHKPräsident Helmut Althammer, der Präsident der Handwerkskammer Ulm, Anton Gindele,Peter Baur, Leiter der Agentur für Arbeit, Aalen, sowie stellvertretend für die Gewerkschaften der Region, Ralf Wil-

Peter Baur

leck, Erster Bevollmächtigter IG Metall Heidenheim und Prof. Manfred Träger, stellvertretend für die Hochschulen der Region, selbst Rektor der Dualen Hochschule BadenWürttemberg Heidenheim, mit den beiden Landräten diskutieren. Im Anschluss sind drei Branchen-Dialoge geplant. Gemeinsam mit den Unternehmen und den Partnern der Fachkräfteallianz sollen branchenspezifische Handlungsbedürfnisse aufgedeckt und Projektideen entwickelt werden. Der Dialog „Dienstleistung – Handel – Tourismus“ wird von IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Moser moderiert. Den Branchendialog „Industrie“ leitet Dr. Jochen Kress, Mitglied der Geschäftsleitung Mapal Dr. Kress KG. Den Herausforderungen des Handwerks spürt der Geschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, Hermann Schneider, nach. Info und Anmeldung: www.fachkraefteostwuerttemberg.de

Analysen, Trends und Entwicklungen aus erster Hand von den Arbeitgeberverbänden für die Firmen der Region

Die Themen des Monats September 2012 im Überblick Arbeitsrecht • Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung Am 28. Juni 2012 hat der Bundestag den Vorschlag des Vermittlungsausschusses im Streit um das neue Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung angenommen. Das Gesetz kann nun ausgefertigt werden; es tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. Schwerpunkt der Reform ist das neu geschaffene Mediationsgesetz. Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, in welchem die Parteien freiwillig und eigenverantwortlich eine Einigung anstreben und dabei von einem oder mehreren Mediatoren unterstützt werden. Die Neuregelungen können auch im arbeitsgerichtlichen Verfahren zur Anwendung kommen. Der neu gefasste § 54 Abs. 6 ArbGG lautet: „Der Vorsitzende kann die Parteien für die Güteverhandlung sowie deren Fortsetzung vor einen hierfür bestimmten und nicht entscheidungsbefugten Richter (Güterichter) verweisen. Der Güterichter kann alle Methoden der Konfliktbeilegung einschließlich der Mediation einsetzen.“ Die Durchführung der Mediation setzt das Einverständnis beider Parteien voraus. Wird der Vorschlag von den Parteien angenommen, ordnet das Gericht nach Abs. 2 das Ruhen des Verfahrens an. Auf Antrag einer Partei ist Termin zur mündlichen Verhandlung zu bestimmen. Im Übrigen nimmt das Gericht das Verfahren

nach drei Monaten wieder auf, es sei denn, die Parteien legen übereinstimmend dar, dass noch immer eine Mediation oder eine außergerichtliche Konfliktbeilegung betrieben wird. Ob eine Mediation sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab und bedarf sorgfältiger Prüfung. • Kurzarbeit Die nachhaltige wirtschaftliche Schwäche vieler Mitgliedstaaten der EU zeigt auch in der deutschen Wirtschaft erste Auswirkungen. In der Folge bekommt auch die Kurzarbeit wieder erhöhte Bedeutung. Wichtiges zur Kurzarbeit: • Die maximale Bezugsfrist für das Kurzarbeitergeld beträgt derzeit 6 Monate. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Bezugsdauer im Zuge einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage wieder verlängert. • Die Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld, insbesondere die hälftige und ggf. volle Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge in pauschalierter Form, ist zum 1. Januar 2012 ersatzlos entfallen. Der Arbeitgeber hat damit künftig wieder allein die Beiträge aus 80% des wegen Kurzarbeit entgangenen Entgelts zu tragen. Auch liegt ein erheblicher Arbeitsausfall, der mit Kurzarbeitergeld förderbar ist, nur dann vor, wenn mindestens ein Drittel der im Betrieb/Betriebsabteilung beschäftigten Arbeitnehmer von einem Entgeltausfall von jeweils mehr als 10% ihres monatlichen Bruttoarbeitsentgelts betroffen ist. Die aktuellen Geschäftsanweisungen (GA) zum Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit und weite-

re Informationen erhalten Sie unter aalen@suedwestmetall.de. Grafik des Monats: Ingenieurwissenschaften: Frauen holen auf Immer mehr Frauen entscheiden sich für einen Ingenieurberuf. Schlossen im Jahr 2000 erst gut 7500 Frauen ein ingenieurwissenschaftliches Studium ab, waren es 2010 fast doppelt so viele. Sie belegten auch die

früheren Männerdomänen Maschinenbau und Elektrotechnik. Von einer Trendwende kann aber nicht die Rede sein. Absolut gesehen ist die Zahl der weiblichen Erstsemester in den Ingenieurwissenschaften zwar gestiegen, die Relation zu ihren männlichen Kommilitonen hat sich jedoch nicht verändert. Internationales • Sofortige Meldepflichten bei der Erbringung von grenzüberschreitenden Dienstleistungen und Entsendungen Werden Mitarbeiter zu Arbeits-

zwecken in andere EU-Staaten entsandt, ist nicht nur an die Beantragung der Entsendebescheinigung A1, sondern auch an sofortige Meldepflichten zu denken. Trotz bestehender Freizügigkeit ist es EU-Staaten aufgrund der RL 96/71/EG über die Entsendung von Arbeitnehmern im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen unbenommen, u.a. zur Einhaltung von Mindestar-

beitsbedingungen Vorkehrungen zu treffen. EU-Staaten, wie Frankreich, Belgien oder Spanien haben unter anderem administrative Vorkehrungen eingeführt, wie z. B. sofortige Meldepflichten, im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Entsendungen in ein der Unternehmensgruppe angehörendes Unternehmen oder im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen. Ein Verstoß gegen die jeweilige Meldepflicht führt regelmäßig zu einer empfindlichen Geldbuße. Nähere Informationen erhalten Sie über: rehbock@agv-bw.de.

• Wirtschaftsempfang „Algerien“ Die Arbeitgeber Baden-Württemberg laden ein zum Wirtschaftsempfang am Dienstag, 13. November 2012, von 16.30 – 20.30 Uhr in das Verbandshaus der Arbeitgeber Baden-Württemberg, Löffelstraße 22/24, 70597 Stuttgart. Bei Interesse senden wir Ihnen die Tagesordnung und Anmeldeunterlagen gerne zu: aalen@suedwestmetall.de. Pflegebedürftige in Deutschland Nach Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums und des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. waren im Jahr 2010 rund 2,42 Mio. Personen auf Leistungen aus der sozialen oder privaten Pflegeversicherung angewiesen. Der überwiegende Anteil der Pflegebedürftigen wurde der Pflegestufe 1 zugeordnet und wird zumeist ambulant versorgt. Bei Pflegebedürftigen mit Pflegestufe 2 oder 3 wird vorrangig eine stationäre Pflege in Anspruch genommen. Gegenüber dem Jahr 2009 ist die Zahl der Pflegebedürftigen um rund 50 000 Personen angestiegen. Die Zahl der Leistungsbezieher ambulanter Pflege macht hierbei mit einer Zunahme um rund 40 000 Personen den größeren Anteil aus. Während dieser Trend in den nächsten Jahren voraussichtlich ungebrochen sein wird und die Zahl der Pflegebedürftigen weiter massiv zunehmen wird, sind die Finanzierungsprobleme der Pflegeversicherung weiterhin ungelöst.

beachmanager – das Wirtschaftsplanspiel Wirtschaftliche Prozesse und Zusammenhänge einfach, lebendig, praxisnah und mit Spaß vermitteln, ist das Ziel des Wirtschaftsplanspiels beachmanager. Hierzu bieten die Sevicestellen SchuleWirtschaft am 11. Oktober 2012 von 9.30 bis 15.30 Uhr eine Schulung an für Lehrkräfte der 8. bis 10. Klassenstufen. Bei Interesse senden wir Ihnen gerne die Tagesordnung und Anmeldeunterlagen zu: aalen@suedwestmetall.de. Seminarangebot im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft • Basisseminar: Führen und Kommunikation (3 Module) (Diese drei Module sind als eine Einheit konzipiert und können nur gemeinsam gebucht werden.) 10./12. September 2012, Haus Steinheim (Modul 1) • Das neue Jahresprogramm der Akademie im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft für das Jahr 2013 sowie die Sonderbroschüre mit den Seminaren für Betriebsräte und JAV-Mitglieder liegen vor. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Monika Guhs vom Bildungswerk: guhs@biwe.de.

Kontakt: Südwestmetall Bezirksgruppe Ostwürttemberg Telefon: 0 73 61 92 56-0 aalen@suedwestmetall.de www.suedwestmetall.de


Analyse

Wirtschaft Regional | September 2012

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Das aktuelle Interview mit Prof. Michael Ilg Die Zukunft des Sparkassenverlags heißt Komplettanbieter! A

ls Prof. Michael Ilg am 1. Juni 2006 von der Kreissparkasse Ostalb als neuer Verbandsgeschäftsführer zum Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverband nach Münster wechselte, war das in der Region Ostwürttemberg schon eine Überraschung. Seit 1. Januar 2012 ist Michael Ilg nun Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Sparkassenverlags (DSV) in Stuttgart. Im Interview mit Winfried Hofele spricht der gebürtige Aalener über die Gründe seiner Rückkehr ins Schwabenland, seine Tätigkeit in Münster, seine kurz- und langfristigen Ziele bei und mit der DSV-Gruppe, die Staatsschuldenkrise und schließlich über seine besondere Beziehung zur Hochschule Aalen.

Herr Ilg, jetzt sind Sie wieder ins operative Geschäft und in die Nähe Ihrer Heimatstadt Aalen zurückgekehrt. Was gab dafür den Ausschlag? Ilg: Verbandsarbeit hat mich damals gereizt. Es war in Münster auch eine sehr spannende Zeit. In Sachen Lobbyarbeit und Beteiligungsmanagement konnte ich neue Erfahrungen sammeln und mein zunächst auf Baden-Württemberg begrenztes Netzwerk durch meine Tätigkeiten in Nordrhein-Westfalen sowie in den Gremien des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands weiter ausbauen. Das erweiterte auch den eigenen Blick. Ich hätte in der weiteren Verbandsarbeit vielleicht auch noch die eine oder andere Chance auf eine interessante Veränderung gehabt, doch eigentlich wollte ich nach fünf Jahren, wie übrigens viele meiner Kollegen auch, wieder ins operative Geschäft zurück. Kam das Angebot von der DSV-Gruppe überraschend? Ilg: Das kann man so sagen. Ich habe mir dann intensiv ein genaues Bild vom Deutschen Sparkassenverlag verschafft und bin zur Entscheidung gekommen: Ja, das Raster passt. Dass es von meinem neuen Arbeitsplatz Stuttgart nur rund 80 Kilometer zu meiner Heimatstadt Aalen sind, war für meine Entscheidung nicht zwingend ausschlaggebend, aber ein schöner Nebeneffekt. Sie sind nun acht Monate beim DSV: Wie sind Ihre bisherigen Eindrücke? Ilg: Es war ein spannender Start, obwohl ich aus der Sparkassen-Finanzgruppe komme und insofern mit den Produkten und Dienstleistungen des Hauses vertraut bin. Aber die Innenoptik brachte einerseits viele Angebote und neue Geschäftsfelder zum Vorschein, die ich noch gar nicht kannte. Andererseits beeindrucken mich neben der hohen Innovationsfähigkeit und Produktqualität auch die sorgfältig aufgebauten Technologiepartnerund Lieferantennetzwerke. Als Sparkassenmann waren Sie bisher auf der Kundenseite der DSV-Gruppe. Wie

Prof. Michael Ilg, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Sparkassenverlags.

erleben Sie den Perspektivwechsel? Sind Sie jetzt mehr Sparkassenmann oder Verlagsmanager? Ilg: Der Perspektivwechsel tut in zweierlei Hinsicht gut. Zum einen, um Hintergründe und auch Erfolgsgeheimnisse zu verstehen. Man lernt aber auch, dass sich nicht alle Wünsche so einfach in Lösungen abbilden lassen und es im Kern darum geht, dass die Kunden für bestimmte Leistungen auch einen angemessenen Preis zahlen. Sparkässler und Verlagsmanager zu sein, das schließt sich nicht aus. Es geht bei meiner Aufgabenstellung sehr stark um Führungskompetenz. Ich muss Spezialisten, zum Beispiel in den Bereichen Medien oder IT, zusammenbringen, um unser Dienstleistungsangebot zum Nutzen unserer Kunden zu optimieren.

Und ist Ihnen dies bisher gelungen? Ilg: Die Resonanz bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist enorm positiv. Mir war besonders wichtig, dass ihnen unsere Besonderheiten bewusst werden: So sind unsere Eigentümer auch unsere Kunden und wir sind in manchen Bereichen zwar Monopolanbieter, müssen aber immer besser sein als andere Anbieter. Ich persönlich finde es sehr reizvoll, wieder unternehmerische Verantwortung zu tragen und als Dienstleister einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Sparkassen-Finanzgruppe erbringen zu können. Dies umso mehr, als noch nicht alle Unternehmen und Verbände der Gruppe unser komplettes Leistungsportfolio nachfragen. Da ist noch Luft nach oben.

Wie kann die DSV-Gruppe dabei von Ihren Erfahrungen profitieren? Ilg: Es ist wichtig, dass wir uns in der Gedankenwelt unserer Kunden bewegen, um zu antizipieren, welche Antworten und Lösungen wir bieten können. Als ehemaliger Sparkassenvorstand kann ich hierzu sicher einiges beisteuern. Darüber hinaus ist es für die DSVGruppe wichtig, noch näher an unsere Kunden heranzukommen, gerade bezogen auf solche Geschäftsfelder, in denen wir uns im starken Wettbewerb bewegen – hier bringe ich gerne meine Kontakte ein.

In welchen Bereichen? Ilg: Zum Beispiel im gemeinsamen Büroeinkauf oder bei der Pkw-Beschaffung. In Anbetracht der aktuellen Zinssituation werden die Zinsüberschüsse der Institute automatisch zurückgehen; bei gleichzeitig zu erwartenden tariflichen Personalkostenerhöhungen werden sich die Ergebnisse zurückentwickeln. Ich sehe darin die Chance, dass der DSV als zentraler Anbieter hochspezialisierter, standardisierter Produkte und Lösungen noch mehr zur Entlastung der Kostenseite der Sparkassen beitragen kann. Wir werden uns also vom Produkthandelshaus zum Komplettanbieter für unsere Kunden entwickeln.

Wer Sie kennt, der weiß, dass Sie sehr vertriebsorientiert sind und auch nicht lange abwarten, sondern sehr schnell Ihre Vorstellungen in Projekte umsetzen. Ilg: Ich habe in der Tat ein Projekt unter dem Motto „Frühling“ gestartet. Wichtig ist mir dabei, dass dies kein Ilg-Projekt ist, sondern ein Projekt, in das alle unsere Mitarbeiter eingebunden sind. Es geht um interne Prozesse, um Produkte, um Kommunikation, um Zusammenarbeit, kurzum, es geht darum, in einem gut funktionierenden Haus eine neue Aufbruchstimmung unter den Mitarbeitern zu schaffen.

Wie beschreiben Sie Ihre Führungsphilosophie? Ilg: Mein Ziel ist es, unternehmerisch zu agieren und darin erfolgreich zu sein. Dies kann nur gelingen, wenn ein offener Dialog mit den Mitarbeitern stattfindet und wir wechselseitig immer überlegen, wo es etwas zu verbessern gibt. Deshalb ja auch das Projekt „Frühling“. Ich wünsche mir eine Innovationskultur, die auch außergewöhnliche Ideen hervorbringen kann. Damit geht einher, dass Mitarbeiter Verantwortung übertragen be-

kommen, um selbstständig und erfolgsorientiert agieren zu können. Das ist die beste Motivation. Den Geschäftszahlen zufolge ist das Haus gut aufgestellt. Wo liegen Ihrer Meinung nach die Herausforderungen für die Zukunft der DSV-Gruppe? Ilg: Vier wichtige Punkte müssen wir im Auge behalten: erstens hohe Qualität liefern; zweitens ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei Kostensenkungspotenziale genutzt werden müssen. Drittens Ausbau der Technologieführerschaft, vor allem im Zahlungsverkehrs- und Kartengeschäft der Zukunft. Und schließlich viertens, dass es uns gelingt, bei soliden Jahresergebnissen eine planbare Ausschüttung für die Eigentümer zu realisieren, die wiederum den Sparkassen zugute kommt. Welche Ziele setzen Sie sich für die kommenden Jahre? Ilg: Ich will den Kundenkontakt stärken. So übernehmen jetzt alle Mitglieder der DSVGeschäftsführung, unabhängig von ihrem Ressortzuschnitt, Vertriebsverantwortung in Verbandsgebieten, um zu einem profitablen Wachstum im Kernmarkt zu kommen. Wir werden auch noch unternehmerischer agieren und die Sparkassen-Finanzgruppe als Marktführer durch das Setzen von Standards, beispielsweise im Kartengeschäft, unterstützen. Darüber hinaus entwickeln wir unser Produkt- und Serviceportfolio weiter, um von der Standardisierung zu mehr Individualisierung und damit zu einer höheren Wertschöpfung zu kommen. Wichtig ist mir auch, das Kompetenzprofil des DSV weiter zu schärfen und hierbei eventuelle Aufgabenüberschneidungen in Abstimmung mit den Verantwortungsträgern der Sparkassen-Finanzgruppe fachlich oder gesellschaftsrechtlich zu lösen. Gibt es Gefahren für die DSV-Gruppe durch die Finanz- und Euro-Krise? Ilg: Es gibt grundsätzlich ei-

nen steigenden Wettbewerbsdruck. Der hat aber mit der Finanz- und Eurokrise nichts zu tun. Ich bin vielmehr überzeugt, dass die Sparkassen und somit auch wir aus der Finanzund Eurokrise, die aus meiner Sicht keine Bankenkrise ist, gestärkt hervorgehen. Die Kreditnachfrage für Kapazitätsausweitungen oder Wachstum in der deutschen Wirtschaft wird weniger von privaten Großbanken gestillt, die Risikoaktiva eher abbauen, als vielmehr von den Sparkassen. Insbesondere für deren gewerbliches Kreditgeschäft haben wir mit unseren Kreditinformationssystemen passende Instrumente. Ganz generell spielt das Thema Kundenvertrauen in die Kreditwirtschaft eine immer stärkere Rolle. Auch hier sind die Sparkassen eindeutig führend. Und da sich Vertrauen aus Transparenz und Wissen speist, ergeben sich für uns als Contentlieferant weitere Chancen, wie etwa das Angebot von Wissensdatenbanken für Sparkassen. Wie betrachten Sie den Finanzplatz Stuttgart? Ilg: In Zeiten schneller Wege und moderner Kommunikationsmittel ist die Standortfrage für uns als bundesweit tätiges Unternehmen nicht existenziell, zumal wir mit einem verzweigten Standortnetz in der Fläche präsent sind. Allerdings fühlen wir uns in Stuttgart sehr wohl, der Finanzplatz hat in den letzten Jahren sehr an Bedeutung gewonnen. Die Landesbank Baden-Württemberg, die Sparkassen-Versicherung, die LBS, der Sparkassenverband Baden-Württemberg und die führende deutsche Regionalbörse haben hier ihren Sitz. Rund um Stuttgart sind einige der bundesweit größten Sparkassen angesiedelt. Darüber hinaus sprechen für Stuttgart die guten Bildungseinrichtungen mit zwei Universitäten und insbesondere auch der Hochschule der Medien. Das erleichtert es unserem Haus, qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen. Welche Bedeutung hat für Sie Ihre Tätigkeit als Honorarprofessor an der Hochschule in Aalen? Ilg: Die Lehrtätigkeit macht mir viel Spaß und sorgt für Bodenhaftung. Durch die Arbeit mit den jungen Menschen bleibt man up to date, welche Themen die Generation unserer künftigen Bewerber, Mitarbeiter, Kunden oder auch Konkurrenten umtreiben. Meinen Lehrauftrag über Personalentwicklung ergänze ich um Vorlesungen zur Finanzkrise. Glücklicherweise ist das zeitlich machbar, da ich es in Zusammenarbeit mit meinem Freund Joachim Vogel von der Steuerberatungsgesellschaft Kieninger als Blockveranstaltungen organisieren konnte. Es freut mich immer, wenn ich Themen aus der Praxis vermitteln und Erfahrungen aus meiner Führungsphilosophie erfolgreich weitergeben kann. Herr Ilg, herzlichen Dank für das Gespräch.

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Prof. Michael Ilg

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eit 1. Januar 2012 steht ein Aalener an der Spitze eines der zehn umsatzstärksten Medienhäuser in Deutschland: Prof. Michael Ilg will als Vorsitzender der Geschäftsführung den Deutschen Sparkassenverlag (DSV) „mit einer Innovationskultur, die außergewöhnliche Ideen hervorbringt“, weiter nach vorne bringen Der am 7. August 1965 in Aalen geborene Ilg war nach Ausbildung zum Bankkaufmann und Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule der Deutschen Bundesbank in Frankfurt für die Aalener Volksbank (heute VR-Bank Aalen) tätig, für die er ab 2000, in Nachfolge von Horst Uhl, als Vorstandssprecher fungierte. Ein Jahr später wechselte Michael Ilg zur Kreissparkasse Ostalb, deren Verwaltungsrat ihn zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wählte. Ein weiterer Karriereschritt folgte am 1. Juli 2006: Der verheiratete Michael Ilg wurde zum Verbandsgeschäftsführer des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes in Münster berufen. Dort verantwortete er die Abteilungen „Beteiligungen/Grundsatzfragen“ und „Recht/Steuern“, die Betriebssteuerung sowie die Kompetenz-Center „Markt/Vertrieb“ und „Organisation/Prozesse“und die Banksteuerung. Der Verband in Münster beschäftigte bei einer Bilanzsumme von 2,2 Milliarden Euro 330 Mitarbeiter. Ihm gehörten 74 Sparkassen in Westfalen-Lippe mit einer addierten Bilanzsumme von 115 Milliarden Euro und 29.000 Mitarbeitern an. 2010 wurde Michael Ilg zum Vizepräsident und Mitglied des Verbandsvorstands bestellt. Im November 2011 trat er in die Geschäftsführung der DSV-Gruppe ein und übernahm zum 1. Januar 2012 den Vorsitz der Geschäftsführung von Dr. Bernd Kobarg, der in Ruhestand ging. Auch während seiner Tätigkeit in Münster ließ Michael Ilg den Kontakt zu seiner Heimatstadt Aalen nie abreißen. Insbesondere die Hochschule Aalen war und ist ihm eine Herzensangelegenheit. Seit dem Wintersemester 2002/03 ist er Lehrbeauftragter, die Hochschule Aalen ernannte Michael Ilg im Juni 2005 zum Honorarprofessor. Der passionierte Fußballfan Michael Ilg zeichnet sich als glänzender „Netzwerker“ aus. So gehörte er seit Mitte 2006 verschiedenen Gremien und Ausschüssen des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und dessen Verbundunternehmen an. In seiner Zeit in Münster war Ilg u.a. Mitglied des Aufsichtsrats der Finanz Informatik und der ConCardis AG, beide Frankfurt, sowie des Verwaltungsrats der Landesbausparkasse West, Münster. Auch war er Mitglied verschiedener Beiräte des Westfälischen Provinzial-Versicherungskonzerns, des Aufsichtsrats der dwpbank Deutsche WertpapierService Bank AG in Frankfurt, des Aufsichtsrats des SIZ Informatikzentrum der Sparkassenorganisation GmbH in Bonn, Vorsitzender des Regionalbeirats der Deutsche Leasing AG in Bad Homburg und ab 2010 Mitglied des Verwaltungsrats der Ersten Abwicklungsanstalt in Düsseldorf.


Firmen & Märkte

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Wirtschaft Regional | September 2012

RUD und Erlau AG: Fusions- und Ausbaupläne

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Zusammenschluss soll Kosten senken / Bekenntnis zum Standort Aalen: Neun-Millionen-Euro-Investition in neue Produktionshalle l

Winfried Hofele

Aalen. Auf der „Friedensinsel“ in Aalen-Unterkochen war von Sommerpause nichts zu spüren: Die Geschäftsleitung des Familienkonzerns RUD überprüft, ob eine rechtliche Zusammenlegung der RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH und Co. KG und der Erlau AG Kostensynergien freisetzen könnte. Gleichzeitig teilte der für Marketing und PR zuständige RUD-Geschäftsführer Dr. Jörg Steffen Rieger mit, dass der „Hidden Champion“ in Unterkochen eine 4500 qm große neue Produktionshalle baut, die bis Herbst 2013 fertig sein soll. Das Investitionsvolumen beläuft sich inklusive neuer Maschinen und Anlagen auf neun Millionen Euro. Fusionsgedanken seien nach einer Analyse der aktuellen wirtschaftlichen Lage der RUD Gruppe aufgekommen, sagte Dr. Jörg Steffen Rieger im Gespräch mit dieser Zeitung. Die RUD Gruppe schloss am 30. Juni 2012 ihr 137. Geschäftsjahr mit einem Konzernumsatz von rund 200 Millionen Euro ab. „Es war eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre unserer Unternehmensgeschichte“, urteilte Rieger zufrieden. Am größten Produktionsstandort der Gruppe, bei der Muttergesellschaft RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH und Co. KG in Unterkochen, waren im abgelaufenen Geschäftsjahr einschließlich der Azubis 530 Mitarbeiter beschäftigt. Bei der „Tochter“ Erlau AG am

Historie von Erlau 1828 gründeten die Aalener Honoratioren Stadtschultheiß Betzler, Fürgang und Anderwerth in der „Erlen-Au“ die Drahtzugeinrichtungsfirma „Betzler, Fürgang & Co.“. 1870 wurde diese Personengesellschaft in eine AG umgewandelt – die Erlau AG ist heute die älteste bestehende Aktiengesellschaft in Süddeutschland. Carl Rieger war damals Werkmeister und Friedrich Dietz Handelsreisender der Erlau AG. Weil der Aufsichtsrat diesen „Zugpferden“ Gehaltserhöhungen verweigerte, gründeten Rieger und Dietz wenige Kilometer kocheraufwärts die RUDKettenfabrik Rieger und Dietz. Dietz blieb kinderlos, RUD wird deshalb bis heute von den Familien Rieger geführt. 1988 wurde die Erlau AG in die RUD Gruppe integriert.

Das RUD-Areal auf der Friedensinsel in Unterkochen. Der geplante Hallen-Neubaukomplex ist mit dem Pfeil markiert.

zweitgrößten Produktionsstandort in Aalen, waren es 250 Mitarbeiter – weltweit sind im Konzernverbund rund 1500 Mitarbeiter in verschiedenen Produktions- und Vertriebsgesellschaften beschäftigt. „Der Gruppenumsatz 2011/ 2012 lag um 20 Prozent über den Erlösen aus dem Vorkrisenjahr 2008/09“, verdeutlichte Rieger die Erfolgsbilanz. Auch die Ertragsentwicklung habe mit einer EBIT-Marge von mehr als 10 Prozent mit der positiven Umsatzentwicklung Schritt gehalten. Die RUD Gruppe setze stetig auf Wachstum mit innovativen und

qualitativ hochwertigen Produkten sowie Systemlösungen, betonte Rieger: „Ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Einsatz von innovativen Lösungen im Bereich der alternativen Energien, Werkzeug- und Formenbau sowie dem allgemeinen Maschinenbau.“ Als Beispiel verwies der Geschäftsführer auf das „RUD-RFID-System“, mit dem es den Kunden ermöglicht werde, papierlos und einfach ihre eingesetzten Anschlagmittel wie gesetzlich vorgeschrieben zu überwachen und zu dokumentieren. Zur

Die Geschäftsführer der RUD Gruppe (v.l.): Dr. Jörg Steffen Rieger, Dr. Hansjörg Rieger, Dr. Benjamin Rieger und Johannes W. Rieger.

Produktstrategie gehöre auch der Ausbau der weltweiten Präsenz – Rieger: „Kundennähe ist ein wichtiger Pfeiler“. RUD hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als 3,5 Millionen Euro in den Erwerb bzw. in den Aufbau von Vertriebs- und Produktionsgesellschaften rund um den Globus investiert. So wurde zum Beispiel eine Kettenfabrik im Saarland übernommen und in China startete in einem neuen Werk die Produktion von Reifenschutzketten. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2012/13 am 1. Juli könne sich die RUD Gruppe den allgemein rückläufigen Tendenzen nicht entziehen, räumte Rieger ein: „Auf allen unseren Märkten in Europa, Amerika, Asien und Australien müssen wir uns in allen relevanten Produktsegmenten auf Umsatzrückgänge von mindestens fünf Prozent einstellen“. Dem stünden steigende Personalkosten entgegen, sagte Rieger. Für die RUD Gruppe bedeutet dies, „dass wir neben den Maßnahmen zu Produktinnovationen und zur Markterschließung, nun besonders auf die Kosten und damit auf produktivitätssteigernde Maßnahmen achten müssen“. Insbesondere müssten unproduktive Verwal-

(Fotos: RUD PR)

tungstätigkeiten minimiert werden, der Fokus müsse auf Wertschöpfung gelegt werden. „Vor diesem Hintergrund wird geprüft, ob eine rechtliche Zusammenlegung der RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH und Co. KG und der Erlau AG Kostensynergien freisetzen könnte“, ließ Rieger wissen. Diese Frage werde von komplexen rechtlichen Aspekten begleitet und könne erst nach genauer Prüfung beantwortet werden. Rieger betonte auf Nachfrage: „Dabei geht es auf keinen Fall um Personalabbau, weder bei RUD noch bei Erlau. Unser exzellentes Team langjähriger Spezialisten und die generell hohe Mitarbeiterloyalität, verbunden mit einem immensen Erfahrungsschatz, ist vielmehr in der Branche uneinholbar einzigartig!“ In die Fusionsüberlegungen sind auch die Betriebsräte von RUD und Erlau sowie die IG Metall eingebunden. „Wir führen konstruktive Gespräche“, bestätigte Roland Hamm. Für den Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Aalen ist eine erfolgreiche Neuausrichtung der Sparten „Human-Geräte“ und „Möbel“ bei der Erlau AG ein wichtiger Baustein für eine Fusion. „Unabhängig von der Kon-

Die RUD Gruppe ist heute technologischer Marktführer und Spezialanbieter hochqualitativer Rundstahlkettensysteme. „Schaffung von Kunden-Mehrwerten, Produktdifferenzierung durch neue Technologien und das Befriedigen höchster Qualitätsansprüche in Diensten der Sicherheit aller Anwender sind unsere Erfolgsgaranten, auch für die Zukunft“, betont Dr. Jörg Steffen Rieger. Vorstandsvorsitzender der Erlau AG ist heute Dr. Hansjörg Rieger, Vorstandsmitglied Johannes W. Rieger. Die Geschäftsführung der RUD Gruppe besteht heute aus Dr. Hansjörg Rieger, Dr. Jörg Steffen Rieger, Johannes W. Rieger und Dr. Benjamin Rieger.

junkturabkühlung halten wir an unserer langfristigen Wachstumsausrichtung fest und bereiten uns auf den nächsten Konjunkturaufschwung vor“, setzte Dr. Jörg Steffen Rieger ein deutliches positives Signal für den Standort Unterkochen und kündigte an: „Wir erweitern unsere Produktionsflächen auf der Friedensinsel in Unterkochen“. Hier werde bis Herbst 2013 eine neue Produktionshalle mit 4500 qm Fläche entstehen. Zu den sechs Millionen Euro für den Hallenbau kommen in den nächsten 18 Monaten nochmals drei Millionen Euro dazu für Investitionen in neue Maschinen, Anlagen und Fertigungsverfahren , sagte Rieger.

Wasserkraft-Aufträge für Voith alpha nc-Technik wurde Hustec Volumen von 90 Millionen Euro für Pumpspeicherwerke in China und Österreich BeTec-Chef Hans-Ulrich Sachs übernahm Igginger Unternehmen aus Insolvenz Heidenheim. Die Heidenheimer Voith GmbH hat dieser Tage zwei Großaufträge für den Aufbau und die Modernisierung von Pumpspeicherwerken in China und in Österreich erhalten. Das Volumen der beiden Aufträge liegt bei insgesamt rund 90 Millionen Euro. Für das Pumpspeicherwerk Hongping in der Provinz Jiangxi im Südosten Chinas wird Voith vier Pumpspeichereinheiten mit einer Leistung von je 300 MW liefern. Die Heidenheimer erhielten den Auftrag vom größten Energieversorger des Landes, der State Grid Corporation of China. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf über 70 Millionen Euro. In der ersten Ausbaustu-

fe, die 2015 abgeschlossen sein wird, verfügt das Pumpspeicherwerk über eine Leistung von 1200 MW. Voll ausgebaut wird Hongping 2400 MW Leistung haben. „Voith-Technologien leisten in China wesentliche Beiträge, wenn es darum geht, eine sichere und flächendeckende Energieversorgung bereit zu stellen, Energie einzusparen und eine nachhaltige Entwicklung des Landes im Hinblick auf erneuerbare Energien voranzutreiben“, erklärt Dr. Roland Münch, Vorsitzender der Geschäftsführung von Voith Hydro. China verfügt bereits über 24 Pumpspeicherwerke mit einer installierten Gesamtleistung von 18 700 MW.

Auch in Europa spielen Pumpspeicherwerke bei der Energiewende eine zentrale Rolle. Voith ist zurzeit an mehreren Neubau- und Modernisierungsprojekten, unter anderem in Portugal, Spanien, Deutschland und in der Schweiz beteiligt. Vom langjährigen Kunden Vorarlberger Illwerke AG erhielt Voith jetzt den Auftrag für die Modernisierung und Erweiterung des Pumpspeicherwerkes Kops I. Voith hatte dieses Pumpspeicherwerk vor 50 Jahren ausgerüstet. Zum Lieferumfang gehören drei neue Doppel-Pelton-Turbinen und Reglerkomponenten. Das Auftragsvolumen für Voith liegt bei rund 16 Millionen Euro.

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Sascha Kurz

Iggingen. Das Insolvenzverfahren der Igginger alpha ncTechnik wurde eröffnet. Insolvenzverwalter Christoph Wagner vom Ulmer Büro Pluta hat das Unternehmen, das Präzisionsdreh- und -frästeile produziert, im Rahmen einer übertragenen Sanierung zum 1. September an die Hans-Ulrich Sachs GmbH veräußert. Diese führt den Geschäftsbetrieb unter der Firmierung „Hustec“ mit acht Mitarbeitern weiter. Der vor drei Monaten gestellte Insolvenzantrag der 2004 gegründeten alpha nc-Technik hat somit für die betroffenen Mitarbeiter des Unternehmens im Iggingere Gewerbegebiet

„Retter“ Hans-Ulrich Sachs

Brainkofen zu einem guten Ende geführt. „Dieses Engagement passt gut zur BeTec GmbH, die ein großer Kunde bei alpha nc-Technik war“, sagte Hans-Ulrich Sachs. Sachs, einst Vorstandsmitglied der Volkswagen AG und jüngst in den Aufsichtsrat der MDAX-notierten Elring Klinger AG berufen, hat 2010 den Adelmannsfeldener Umformspezialisten BeTec GmbH von

Firmengründer Ernst Bernecker gekauft und fungiert seitdem als Geschäftsführer. Für den wiederbelebten Maschinenbau braucht BeTec Zulieferer von Präzisionsdrehund -frästeilen. Sachs ist nun auch Geschäftsführer der neuen Hustec GmbH. Die Auftragslage beim aus der Insolvenz herausgekauften Unternehmen ist stabil. Die Preise für Aufträge seien aber neu kalkuliert worden, erklärte Hans-Ulrich Sachs. Zu den Kunden von Hustec zählten Maschinenbauer weit über die Region Ostwürttemberg hinaus. Der Maschinenpark bei Hustec ist auf dem neuesten Stand: „Wir können hochwertige Teile liefern“, sagte Sachs.


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Bei Voith Paper gibt es einen Interessenausgleich Kompromiss nach schwierigen Verhandlungen – 50 Stellen weniger als geplant fallen weg – Entlassungen sollen vermieden werden l

Norbert Pfisterer

Heidenheim. Noch im Mai kündigte die Firmenleitung von Voith Paper an, dass wegen struktureller Probleme und aufgrund der Marktsituation 710 Stellen an den verschiedenen Paper-Standorten wegfallen müssten. Nach schwierigen Verhandlungen zwischen den Vertretern der Arbeitgeberseite und den Betriebsratsgremien hat man sich auf einen Interessenausgleich geeinigt. Demnach wurde, wie bei einem Pressegespräch zu erfahren war, vereinbart, dass rund 50 Stellen weniger als ursprünglich vorgesehen wegfallen. Mit einer Streichung von 317 Stellen ist der größte PaperStandort Heidenheim am meisten betroffen. An den Standorten Ravensburg werden 218, in Krefeld 66 und im österreichischen St. Pölten 69 Stellen gestrichen. Nach wie vor sei es erklärtes Ziel, alle Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten und auf betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu verzichten, war von Dr. Antti Kaunonen, Mitglied der Konzernbereichsgeschäftsleitung von Voith Paper, zu hören. Sollten trotzdem solche Kündigungen unvermeidbar sein, so könnten diese frühestens Ende 2013 wirksam werden.

Aalener Architekt Bernd Liebel im ZDF-Sportstudio Aalen/Mainz. Mit einem Augenzwinkern gesteht Bernd Liebel, dass er sich ein Erinnerungsfoto vor der berühmten Torwand nicht verkneifen konnte. Der eigentliche Grund für seinen Besuch in den Aufnahmeräumen der Fernsehsendung hatte jedoch mit Sport wenig zu tun. Liebel war einer Einladung der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz gefolgt. Die Fachtagung „Zukunft Solar-Architektur“ präsentiert zeitgemäße Architektur, wegweisende innovative Konzepte, Projekte und Forschungsergebnisse. Zu den Referenten zählten neben Liebel Prof. Brian Cody, Prof. Manfred Hegger sowie das Büro Werner Sobek. Liebel stellte auf der Tagung als konkretes Beispiel die VR Bank in Markgröningen vor, die vom Büro L/A Liebel Architekten saniert und erst im Februar 2013 eingeweiht wird. sk

Bernd Liebel vor der Torwand des ZDF-Sportstudios

len“. Schaible äußerte die Überzeugung, dass der Prozess der Neustrukturierung bei Voith Paper noch eineinhalb bis zwei Jahre dauern wird. „Die gesamte Papiertechnik wird umgekrempelt“, sagte Schaible.

REGIO-TICKER l

Voith liefert nach Indien Heidenheim. Die Bank Note Paper Mill India hat Voith den Auftrag über die Lieferung von zwei Banknotenpapiermaschinen nach Mysore, Indien, erteilt. Das Projekt umfasst zwei

„Eine Herkulesaufgabe“

Papierproduktion mit Voith-Maschinen: Um gute Laufeigenschaften sicherzustellen, ist ein optimales Zusammenspiel von Papiermaschine mit Bespannungen, Walzenbezügen und Schabern erforderlich. (Foto: Voith)

Davon unberührt sind die bestehenden betrieblichen Regelungen in Heidenheim und Krefeld. Für alle deutschen Standorte und für St. Pölten werden bis Ende 2015 die dort bestehenden Kompetenzzentren bestehen bleiben. Am Standort Ravensburg wird eine Qualifizierungsgesellschaft gegründet, in die Mitarbeiter wechseln können. In geringem Umfang soll an diesem Standort auch weiterhin Fertigung stattfinden. Auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sol-

len in Ravensburg und Krefeld bestehen bleiben. Sowohl die Verhandlungsführer der Geschäftsleitung als auch die Vertreter des Betriebsrats sprachen von äußerst schwierigen Gesprächen, die letztlich zu einem für alle Seiten tragbaren Kompromiss geführt hätten, mit dem alle Seiten zufrieden sein könnten. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir entsprechend unserer Voith-Werte fair und mit Augenmaß vorgehen und trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation im Bereich der grafi-

schen Papiermaschinen möglichst viele Arbeitsplätze erhalten wollen“, sagte Dr. Kaunonen. Mit dem jetzt gefundenen Kompromiss sei der Weg frei für eine strukturelle Neuorganisation von Voith Paper zum 1. Oktober 2012. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Gerd Schaible sprach von einer „entspannten Atmosphäre“, in der die Gespräche in den Monaten seit Mai 2012 stattfanden. Letztlich gebe es aber nur Verlierer, denn es würden nach wie vor „eine Menge Arbeitsplätze wegfal-

Der Betriebsratsvorsitzende von Voith Paper, Norbert Fandrich, erklärte, es handle sich bei dem Vorhaben um eine „Herkulesaufgabe“, bei der es jetzt darum gehe, die gemeinsam ausgehandelte Strategie zu realisieren. Wichtig sei es bei den Verhandlungen gewesen, die Zukunft aller Standorte zu sichern. Neben der Zusage der Standortgarantien durch die Geschäftsleitung bis mindestens Ende 2015, sei dem Betriebsrat auch ein Nachteilsausgleich für die betroffenen Mitarbeiter wichtig gewesen. Auf Forschung und Entwicklung legt man bei Voith Paper auch in Zukunft größten Wert und wird dafür weiter überdurchschnittlich investieren. Das wurde ausdrücklich betont. Die Ausarbeitung des Reorganisationskonzeptes in den letzten Monaten sei für ihn „die bisher schwierigste Zeit bei Voith“ gewesen, erklärte der bei Voith Paper fürs Personal verantwortliche Wolf-Dietrich Seibold.

komplette Produktionslinien inklusive sämtlicher Maschinenbespannungen. Die jährliche Produktionskapazität pro Maschine liegt bei 6000 Tonnen hochwertigem Banknotenpapier. Bereits 2010 hatte Voith vom indischen Banknotenpapierhersteller SPMCIL in Hoshangabad einen Auftrag über die Lieferung einer kompletten Banknotenpapiermaschine erhalten. Zusammen mit den beiden kürzlich georderten Produktionslinien sind die drei Maschinen in der Lage, den aktuellen Bedarf an Banknoten in Indien abzudecken. Voith ist führend auf dem Gebiet der Banknotenpapiermaschinen. Banknotenpapier muss hohe Qualitätsansprüche erfüllen. Die Sicherheitsanforderungen an die Papierherstellung sind hoch. So enthält Banknotenpapier rund 200 unterschiedliche Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen, fluoreszierende Fasern oder einen Sicherheitsfaden aus Aluminium, die bereits auf der Papiermaschine eingearbeitet werden.

Triumph-Mitarbeiter erreichen keine Zusagen Von Kündigung betroffene Triumph-Mitarbeiter aus Heubach fahren mit drei Bussen nach Stuttgart – Triumph: Entscheidung steht l

Jürgen Steck

Heubach/Stuttgart. Mit drei Bussen fuhren von Kündigungen bedrohte Beschäftigte der Firma Triumph International nach Stuttgart, um dort mit der Firmenleitung über die geplante Verlagerung von Arbeitsplätzen aus Heubach zu sprechen. Die Firmenspitze sei „beeindruckt“ gewesen, Zusagen aber habe es keine gegeben, berichtete der IG-MetallBevollmächtigte Roland Hamm. Die Firmenleitung plant eine Verlagerung von 90 Vollzeitarbeitsplätzen aus Heubach nach Ungarn, rund 110 Personen sind davon betroffen. Nach einer großen Demonstration am Triumph-Stammsitz in Heubach vor zwei Monaten fuhren am 20. September Beschäftigte, Betriebsräte und Gewerkschafter nach Stuttgart. Dort, im Parkhotel Messe Stuttgart, gab es Gespräche zwischen Vertretern der IG Metall, Betriebsratsmitgliedern von Triumph sowie dem Präsidenten und dem Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Miederindustrie, Andreas Pichler – er ist zugleich Mitglied des Global Management Board von Triumph und dort zuständig fürs Personal. Vor dieses Hotel kamen die in Bussen angereisten TriumphMitarbeiter, die von Betriebsräten und Gewerkschaftern begleitet wurden. „Es geht um euch und eure Arbeit“, rief Roland Hamm, Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Gmünd und Aalen, den rund

Bei einer Protestfahrt nach Leinfelden und Stuttgart haben 180 Mitarbeiter von Triumph ihrem Ärger Luft gemacht und gegen die Verlagerung ihrer Arbeitsplätze nach Ungarn demonstriert. (Foto: ostalbpresse.de)

180 Demonstrierenden vor dem Hotel zu, wo sich die Konzernleitung von Triumph und Vertreter der IG Metall zu einem Konsultationsgespräch getroffen haben, bei dem auch die Verlegung der 90 Arbeitsplätze von Heubach in das ungarische Dunaújváros Thema waren. „Es geht darum, dass die Verlagerung zurückgenommen wird“, erläuterte er. Durch den Verlust der Arbeit seien Familien und ganze Existenzen bedroht. „Wir wissen nicht, was am Ende rauskommt, aber wir wollen in einen Dialog treten und wir haben gute Argumente“, unterstrich Peter Donath vom Vorstand der IG Metall. Ingo Satoris, Personalchef von Triumph Deutschland, versicherte den Mitarbeitern, „das Beste aus der Situation“ zu machen –

machte aber keine Zusagen. Die Angesprochenen kommentierten dies mit lauten Pfiffen und brachten ihren Unmut zum Ausdruck. Demonstration vor dem Wirtschaftsministerium Danach ging es weiter nach Stuttgart zu einer Kundgebung vor dem Wirtschaftsministerium. Dort fanden die Landtagsabgeordneten Klaus Maier und Peter Hofelich ermutigende Worte und versprachen alles zu tun, um den betroffenen Mitarbeitern zu helfen. Triumph bedeute in erster Linie gute Mitarbeiter, meinte Klaus Maier, der 26 Jahre Bürgermeister in Heubach war. Die Mitarbeiter hätten sich immer „unglaublich für ihre Arbeit engagiert und ein großes

Know-how aufgebaut“, sagte Maier. Der Abbau der Arbeitsplätze sei nicht nur eine Katastrophe für Heubach, sondern für die gesamte Ostalb. Bei Fachkräftemangel gelte es, Fachkräfte zu halten und nicht Arbeitsplätze abzubauen, meinte Klaus Maier. Der Auftritt der 180 Teilnehmer dieser Aktion sei auf die Firmenspitze „nicht ohne Eindruck geblieben“, wertete der Gewerkschafter Roland Hamm die Aktion im Nachgang. Allerdings räumte er auch ein, dass es keine konkreten Zusagen gegeben habe. Vonseiten der Geschäftsleitung sei den Heubachern mitgeteilt worden, dass die Entscheidung stehe. Für die Gewerkschaft bedeute dies, dass man weiterkämpfen werde. Vonseiten der Firma Triumph wurde mitgeteilt,

man habe die allgemeine Unternehmenssituation sowie die geplanten Maßnahmen erneut ausführlich erläutert und deren Gründe und Notwendigkeit dargelegt. Auch seien 35 Stellen bereits durch den Wechsel in andere Funktionen an den Standorten Heubach und Aalen oder Altersteilzeitregelungen aufgefangen worden, sagte die Konzernleitung dazu weiter. In Zukunft werde, so die Firma, der Standort Heubach seine Rolle als Design-, Entwicklungs- und Innovationszentrum für die Marke Triumph „verstärkt wahrnehmen“. Als solches sei er „unentbehrlich und von zentraler Bedeutung für den Konzern“. Das Engagement in Heubach untermauerten die aktuellen Investitionen in den Standort sowie die langfristig angelegte Zusammenarbeit mit der Stadt bei der neuen Kindertagesstätte „Triumphini“. Außerdem würden in Heubach zukünftig die Bereiche Customer Service und Bedarfsplanung für Deutschland, Österreich und die Schweiz neu angesiedelt und dafür zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Das Design- und Entwicklungszentrum Heubach werde über 700 Mitarbeiter beschäftigen. Im Triumph Logistikzentrum Aalen arbeiten über 480 Menschen, in der Zentrale der Vertriebsgesellschaft in München über 440. Daneben gebe es deutschlandweit etwa 270 Shopmitarbeiterinnen. Triumph gehöre damit weiter zu den größten Arbeitgebern der deutschen Textilbranche.


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Wirtschaft Regional | September 2012

Scholz-Gruppe spürt konjunkturelle Abkühlung Vorstände mit dem Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 dennoch zufrieden – Optimismus für 2013 angesagt Essingen. Die Essinger Scholz-Gruppe kann trotz der spürbaren konjunkturellen Abkühlung seit April für die ersten sechs Monate 2012 ein „noch zufriedenstellendes Ergebnis“ präsentieren, wie die Vorstände Oliver und BerndtUlrich Scholz mitteilten. Aufgrund des frühzyklischen Charakters der Stahlbranche habe sich die gesamtwirtschaftliche Eintrübung unmittelbar auch auf die Geschäftstätigkeit der Scholz-Gruppe ausgewirkt, erklärte Oliver Scholz: „In der Folge blieb unsere Ausbringungsmenge mit etwa 5,4 Millionen Tonnen um rund fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau.“ Dieser Effekt sei durch ein fallendes Rohstoffpreisniveau flankiert – Scholz: „Deshalb liegt der Halbjahresumsatz von 2,59 Milliarden Euro um zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau.“ Den konnte die Scholz-Gruppe nur teilweise durch eine reduzierte Kostenbasis auffangen. Deshalb sei das EBITDA gegenüber dem Vorjahreswert um fast 30 Prozent auf 110,4 Millionen Euro zurückgegangen. Allerdings müsse berücksichtigt werden, so Oliver Scholz, „dass der gute Vorjahreswert für das erste Halbjahr 2011 von 157,5 Millionen Euro durch Sonderfaktoren wie überdurchschnittliche Nachfrage in Verbindung mit Preissteigerungen positiv beeinflusst war“. Dies wirke

Vorstand Berndt-Ulrich Scholz

Vorstand Oliver Scholz

sich entsprechend auch auf das Ergebnis vor Steuern aus, das im ersten Halbjahr 2012 rund 23,2 Millionen Euro. (Vorjahr 52,3 Millionen Euro) erreichte. „Saisontypisch ist das zweite Quartal normalerweise überdurchschnittlich gut. Diese Saisonalität wurde im Jahr 2012 allerdings durch die Verschärfung der Staatsschuldenkrise überlagert, so dass wir in allen wesentlichen Kennzahlen Rückgänge hinnehmen mussten“, erklärte Oliver Scholz weiter. Der Vorstand der Scholz AG verwies darauf, „dass wir uns der neuen Situation allerdings schnell angepasst haben, um ein immer noch zufriedenstellendes Ergebnis erzielen zu können“. Für Oliver und Berndt-Ulrich Scholz bleibt der weitere Ausblick für das Gesamtjahr 2012 weiterhin durch die Staats-

schuldenkrise und die damit einhergehende erhöhte Unsicherheit geprägt. Folglich geht die Scholz-Gruppe von eher unterdurchschnittlichen Ausbringungsmengen aus – Oliver Scholz: „Wir müssen davon ausgehen, dass das Ergebnis unter dem guten Vorjahresniveau liegen wird.“

Näher am Kunden Carl Zeiss mit neuem Montagezentrum in Bangalore Bangelore/Oberkochen. Die Carl Zeiss AG hat ein neues Montage- und Demozentrum für Industrielle Messtechnik (IMT) in Bangalore/Indien eröffnet. Mit dem ebenfalls dort angesiedelten Tech Center bietet die IMT ihren Kunden Leistungen wie Demos, Trainings, Auftragsprogrammierungen, Lohnmessungen und eine Service-Hotline an. „Mit der Eröffnung des neuen Zentrums stellen wir unsere Koordinaten-Messgeräte direkt vor Ort für einen Markt mit hohem Potenzial her. Wir können schneller auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren und wollen unsere Marktposition so weiter ausbauen“, sagte Dr. Rainer Ohnheiser, Geschäftsführer der Carl Zeiss IMT. Wilson Thomas, Geschäftsführer von Carl Zeiss IMT in Indien, führte nach der Eröff-

nung des Montage- und Democenters weiter aus: „Wir sind sehr stolz, neben Oberkochen, Minneapolis und Shanghai in Indien nun den vierten Produktionsstandort der Industriellen Messtechnik zu haben. Damit tragen wir der wachsenden Bedeutung Indiens in der globalen Wirtschaft Rechnung.“ Die Industrielle Messtechnik von Carl Zeiss ist bereits seit 1975 in Indien vertreten. Nach dem Einstieg über eine Kooperation mit Empire Maschine Tools entstand 1997 die erste Vertriebsniederlassung in Bangalore, gefolgt von den drei Tech Centern in Bangalore (2008), Pune (2010) und Chennai (2012). Am indischen Technologiestandort Bangalore sind weitere Unternehmensbereiche von Carl Zeiss vertreten, darunter die Augenoptik, die Medizintechnik sowie die Mikroskopie.

Blick in die neuen Räumlichkeiten des Montage- und Democenters der Industriellen Messtechnik von Carl Zeiss in Bangalore. (Foto: CZ)

Optimismus für 2013 „Für das kommende Geschäftsjahr 2013 sowie im Hinblick auf die mittelfristigen Branchenaussichten sind wir allerdings unverändert optimistisch gestimmt“, blickte Oliver Scholz nach vorn. Die Scholz-Gruppe gehe davon aus, dass es zu einer sukzessiven Lösungsfindung bei der Staatsschuldenthematik komme. Oliver Scholz: „Das würde die Finanzmärkte beruhigen und die Realwirtschaft positiv beeinflussen!“ Eine solche

Planetarium in Osnabrück mit Zeiss-Projektor Osnabrück. Carl Zeiss hat den Auftrag zur technischen Erneuerung des Planetariums im Museum am Schölerberg in Osnabrück erhalten. Der optisch-mechanische Projektor Skymaster ZKP 4 wird den 24 Jahre alten ZEISS Sternenprojektor ZKP 2 ablösen. Er soll voraussichtlich im Januar 2013 in Betrieb gehen. Die neueste Version des Skymaster ZKP 4 mit LED-Beleuchtung projiziert einen Sternhimmel, wie er in der Natur in Mitteleuropa kaum noch zu erleben ist. Helligkeit und Brillanz der Projektionen sind im Bereich der Kleinplanetarien unübertroffen. An der 8-Meter-Kuppel werden die Sterne sowie Sonne, Mond und Planeten mit hoher Detailtreue abgebildet und die Bewegungen der Himmelskörper präzise simuliert. Während früher Bewegungen wie die wechselnde Mittagshöhe der Sonne im Jahresverlauf nur schwer zu realisieren waren, sind besondere Bewegungsabläufe mit dem neuen Projektor möglich. Das erleichtert die Bedienung und das Verständnis für astronomische Zusammenhänge. Für das Planetarium in Osnabrück ist der optisch-mechanische Projektor unverzichtbar, weil die Betreiber großen Wert auf die naturgetreue Darstellung des Nachthimmels legen. Die Simulation des irdischen Anblicks regt Kinder und Jugendliche an, sich selbst mit den Erscheinungen des Nachthimmels zu beschäftigen.

Entwicklung haben die Scholz-Vorstände in den letzten Wochen im Rahmen des jährlichen Ratingprozesses auch mit der Ratingagentur Euler Hermes diskutiert – Oliver Scholz: „Demnach bewertet Euler Hermes Rating die Bonität und Zukunftsfähigkeit der Scholz AG unverändert mit BB.“ Für die kommenden zwölf Monate erwartet Euler Hermes eine stabile Entwicklung des Ratingurteils. Die Konzernhalbjahreszahlen 2012 der Scholz-Gruppe sowie der aktuelle Ratingbericht von Euler Hermes können ab sofort im Bereich Investor Relations/ Anleihe auf der Homepage der Scholz-Gruppe abgerufen werden: www.scholz-ag.de. -wh-

Über die Scholz Gruppe Die Scholz-Gruppe zählt zu den Marktführern und Schlüssellieferanten der Stahl- und Metallindustrie in Zentral-, Ost- bzw. Südosteuropa. Sie betreibt den Handel und die Aufbereitung von Eisen- und Nicht-Eisenmetallen, wie Kupfer und Aluminium und bietet dazugehörige Dienstleistungen an. Das Unternehmen mit Stammsitz in Essingen ist mit über 7500 Mitarbeitern in über 20 Ländern aktiv und erwirtschaftete im Jahr 2011 einen Gesamtumsatz von rund 5,3 Milliarden Euro bei einem Output von rund 10,9 Millionen Tonnen an Sekundärrohstoffen.

Die Zentrale der Scholz-Gruppe am Stammsitz in Essingen.

WELEDA UND KNEIPP: l

Bestes aus zwei Welten Eine lange Tradition, zukunftsorientiert und stets im Einklang mit Mensch und Natur. So lassen sich die Gemeinsamkeiten der Weleda AG und des KneippBunds beschreiben. Weleda ist nun förderndes Mitglied dieses

Vereins. Weleda und der Bundesverband für Gesundheitsförderung und Prävention arbeiten seit mehr als einem Jahr zusammen. Mit dem Einstieg der Weleda AG als Fördermitglied beim Kneipp-Bund konnte diese Kooperation nun vertieft werden. „Mit dem Kneippschen Gesundheitskonzept und der anthroposophischen Medizin verknüpfen wir das Beste aus zwei Welten“, ist sich Dr. Barbara Sterner (Foto, links), Leiterin der Gesundheitspolitik & Kooperationen der Weleda AG sicher. Und Annette Kersting (r.), Bundesgeschäftsführerin des Kneipp-Bunds, betonte: „Wir freuen uns, die konstruktive Zusammenarbeit mit der Weleda AG in Zukunft noch intensivieren zu können.“ Der Kneipp-Bund als Verband für die rund 600 Kneipp-Vereine in Deutschland setzt sich für Gesundheitsförderung und Prävention ein. Mit über 160 000 Mitgliedern ist der Kneipp-Bund die größte private deutsche Gesundheitsorganisation.

Einst Start-up – heute an Spitze Die Spektrometersysteme der J&M Analytik AG überzeugen seit 25 Jahren l

Sascha Kurz

nen VR-Innovationspreis Mittelstand gewonnen. Besonderes Augenmerk legt die J&M Analytik AG auf die Kopplung von Spektrometer und Mikroskop, um Mikrostrukturen und -Volumina zu untersuchen. Einsatzgebiete sind hierbei Geräte für die Forensik und die Materialwissenschaft. Auf diesem Gebiet nimmt die Firma J&M eine wichtige Rolle im weltweiten Markt ein. Zunehmend wird diese Technik für pharmazeutische Hersteller wichtiger.

In der Lebensmittel- und chemischen Industrie werden Messsysteme für die direkte Kontrolle während dem Produktionsprozess interessant. Durch den Einsatz solcher InLine- oder At-Line-Messsysteme können Rohstoffe effizient eingesetzt werden. Die J&M Analytik AG fühlt sich nach eigenem Bekunden für neue Fragestellungen und Anwendungen aus diesem Bereich gut aufgestellt und blickt deshalb optimistisch auf die kommenden 25 Jahre.

Essingen. Seit 25 Jahren fertigt und vertreibt die Firma J&M Analytik AG hochwertige und vielfältig einsetzbare lichtleitergekoppelte Spektrometersysteme. Neben Geräten für den Laborbetrieb gehören auch Prozesslösungen für die Industrie zum Portfolio. Die Firma, die als kleine Start-up-Firma mit Firmengründer Joachim Mannhardt begann, ist heute ein weltweit operierendes Unternehmen. Der Kundenkreis von J&M liest sich wie das „Who’s who“ der großen Konzerne aus der chemischen, pharmazeutischen, der Lebensmittel- und Automobilindustrie. Die Spektrometersysteme von J&M überzeugen meist durch einfache Handhabung und einer langen Lebenszeit. Noch heute sind viele Systeme aus der Anfangszeit des Unternehmens bei den Kunden im Einsatz. 2009 hatte das Unternehmen den landesweit ausgeschriebeDie Mitarbeiter von J&M Analytik feiern 2012 Firmenjubiläum.


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DasParkett – Träume in Holz werden zur Realität T

homas Maile, Inhaber des eben erst eröffneten DasParkett-Atelier im Aalener Proviantamt, bringt mit seinen außergewöhnlichen wie auch exklusiven Parkettbodenbelägen ein ganz besonderes Angebot in die Region Ostwürttemberg. Was es normalerweise nur in Metropolen zu sehen und kaufen gibt, präsentiert er und seine Frau Marianne Maile im exquisit und ansprechend gestalteten, rund 200 Quadratmeter großen Showroom. Raumlange Dielen mit Breiten bis zu 45 Zentimetern, Altholzdielen oder hochwertigste Holzarten für Parkettdesigns sowie Parkettbeläge aus dem Portfolio der eigenen, von kleinen Herstellern und Tischlern gefertigten Marke DasParkett stechen beim Betreten sofort ins Auge. Hinzu kommen Eyecatcher wie Original-Lederböden aus spanischem Stierleder, das auch für Wände als Belag

geeignet ist oder Kuhfelle für Wanddekorationen runden das breite Spektrum von Produkten ab, die aber nicht ausschließlich im hochpreisigen Segment positioniert sind, wie Thomas Maile betont. „Es sind auch viele Parkettböden im Segment zwischen 50 und 80 Euro pro Quadratmeter vertreten“, erklärt er. Der Showroom in Aalen soll der Startpunkt für ein Franchisekonzept sein, bei dem im gleichen CI das außergewöhnliche Angebot an Parkettböden in die Welt hinausgetragen werden soll. „Für Berlin und München haben wir bereits Partner gefunden. Der Showroom soll auch Handelspartnern für Präsentationen oder Veranstaltungen angeboten werden. Und Händler, Einzelhändler, Objekteure sollen hier mit verschiedenen Herstellern von Parkettböden in Verbindung treten“, erläutert Thomas Maile die Zielrichtung des Showrooms. Er möchte zudem Architekten animieren, sich vom Angebot zu überzeugen und lädt sie zum Verweilen im stilvollen Ambiente der kleinen Speicherstadt im AaleParkettboden und Holz an der Wand – auch im Toilet- ner Proviantenbereich möglich. (Foto: hag) tamt ein. Doch

Marianne und Thomas Maile haben sich mit dem Atelier im Aalener Proviantamt einen Traum erfüllt. (Foto: hag)

auch Verlegbetriebe aus der Region sowie Direktkunden begrüßt er gerne in den neuen Räumlichkeiten. Thomas Maile ist sich sicher: „So ein Sortiment von Parkettbelägen wie hier im Aalener Atelier findet sich in ganz Deutschland nicht.“ Er stellt sich vor, dass die Besucher des Showrooms künftig von bis zu 80 Kilometern Entfernung den Weg ins Aalener Proviantamt finden. Was macht also das Sortiment so besonders? Thomas Maile hat, nachdem er sich 1997 als Parkettagentur selbstständig gemacht hatte, ab 1999 eine eigene Parkett-Linie aufgebaut. Inzwischen steht hinter der Eigenproduktion bei seinen Herstell-Partnern eine Produktionskapazität von rund

8 Mio. Quadratmeter pro Jahr mit 300 bis 400 Mitarbeitern. Internationale Partner aus Österreich, Schweden, Spanien und Nordamerika zählen zu den Lieferanten von DasParkett. Aus der Long Island-Produktion, wie er seine Bezugsquelle nahe New York liebevoll nennt, bezieht Maile beispielsweise Massivholzdielen aus nordamerikanischen Holzarten wie der Weißeiche oder White Pine. Wenn er über andere Dielen aus Europa spricht, die nach den Mondphasen geschlagen wurden, gerät er ins Schwärmen. Von spanischen Herstellern lässt er Parkettformate, wie sie aus der Fliesenproduktion bekannt sind, fertigen. „Das Ver-

legen solcher Böden vermittelt ein komplett anderes Raumgefühl“, erklärt Marianne Maile und verweist auf den Büroteil des Raums, der in dieser Optik gestaltet wurde. Auch in den Toiletten des Ateliers wurde Parkett in Fliesenoptik verlegt. „Sogar in Bädern kann heute ein Dielenboden verlegt werden“, sagt Thomas Maile. Langdielen lässt Maile, der seit Beginn seiner Lehre 1979 in einem Untergröninger Sägewerk in der Holzbranche tätig ist, von Tischlern in Handarbeit herstellen. Beliebt seien auch Altholzböden aus Fichte oder Eiche, wie sie beispielsweise aus 200 bis 300 Jahre alten Tiroler Bauernhäusern oder Häusern der amerikanischen Ostküste stammen. „Die werden aus den Häusern vor deren Abriss ausgebaut und zu einzigartigen Zeitzeugnissen aufgearbeitet“, erklärt er. Böden im Vintage-Stil mit Altoptik, eine Atelier-Serie, die in den verschiedensten Farben zu haben ist, und Beläge für den Outdoor-Bereich runden das außergewöhnliche Angebotsspektrum von DasParkett-Atelier in Aalen ab. Aber eigentlich muss man die Hölzer auf sich wirken lassen und mit eigenen Augen bestaunen. Geöffnet hat DasParkett-Atelier mittwochs von 14 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr sowie nach Vereinbarung. Sascha Kurz

DasParkett – Atelier Aalen Ulmer Straße 70 Proviantamt 73430 Aalen Telefon 01 71 4 93 47 95 atelier-aalen@dasparkett.eu www.dasparkett.eu

Zahlreich sind die Anwendungsbeispiele der Bodenbeläge.

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Kirsch GmbH feiert Zehnjähriges mit Spatenstich l

Sascha Kurz

Ellwangen/Aalen. Gerhard Baumann, Chef des Bauunternehmens Baumann, hat mit seinen Mitarbeitern am 30. August den Baggerbiss für das neue Büro- und Verwaltungsgebäude der Kirsch GmbH Personalmanagement in Angriff genommen. Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen des Personaldienstleisters Anfang September hat Firmenchef Manfred Kirsch mit dem Neubau im Ellwanger Industriegebiet Neunstadt begonnen, der bereits länger seit einem Jahr geplant war. Günstig an der Autobahn A7 gelegen, fungiert der Standort künftig als Dreh- und Angelpunkt. „Einige unserer Kunden sitzen im Ellwanger Industriegebiet. Ellwangen war für den Neubau als Standort klarer Favorit“, erklärt Manfred Kirsch. Ellwangens Bürgermeister Volker Grab sprach beim Spatenstich von einer guten Entwicklung und einem gesunden Branchenmix im Vorzeige-Gewerbegebiet direkt an der A7. Ein letzter Abschnitt zur Erweiterung sei geplant. „Dienstleister, Handwerksbetriebe und Industrieunternehmen ergänzen sich hier bestens“, sagte Grab. Manfred Kirsch lobte die unkomplizierte und schnelle Bearbeitung seiner Bauunterlagen. „Die Stadt hat unser Vorhaben wohlwollend begleitet und den Start in neuer Umgebung erleichtert“, sagte er.

Das Team der Kirsch GmbH (v.li.): Natalie Gietzen, Stefanie Schäfer, Manfred Kirsch, Sarah Feiler und Sandra Damer.

Der zweigeschossige Bau mit einer Grundfläche von rund 200 Quadratmetern, ausgestattet mit Pultdach und Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 30 Kilowatt, soll im Mai 2013 bezogen werden. Der Rohbau soll bereits Ende Oktober stehen, damit im Winter die Innenausbau-Arbeiten abgewickelt werden können. Der Hauptsitz der Kirsch GmbH wird dann Ellwangen sein. „Der Standort Aalen ist aber weiterhin für uns als Personaldienstleister wichtig“, erläutert Manfred Kirsch, der zurzeit vier Mitarbeiterinnen und eine Auszubildende beschäftigt. „Ein interner Personalaufbau wird am neuen Standort in der Ferdinand-Porsche-Straße möglich sein.“ Das neue Gebäude, das über eine Wärmepumpe versorgt wird, steht auf einem 2500

Quadratmeter großen Grundstück, das Raum für Erweiterungen bietet. „Mir schwebt eventuell ein Hallenneubau vor. Dabei soll es möglich sein, die Mitarbeiter selbst zu schulen und weiter zu qualifizieren“, erklärt Manfred Kirsch. Die Leiharbeitsbranche müsse sich aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen anders positionieren, ist sich Kirsch sicher. Betriebswirtschaftlich habe er sich für einen guten Standort entschieden, eine Zwischenbeschäftigung für die Leiharbeitnehmer zu bieten, ist eine weitere Option, die gezogen werden kann, „um Leiharbeit auf andere Beine zu stellen“, sagt Kirsch. Für ihn ist klar: Ein Anbieter in seiner Branche muss angesichts tarifvertraglicher Entgelterhöhungen sowie dem kleiner gewordenen An-

gebot von Arbeitskräften mehr gewesen, die ohne fremde HilKirsch GmbH Personalmanagement Gartenstraße 1 für die Mitarbeiter tun, um Vo- fe gemeistert worden sei. „Ich 73430 Aalen raussetzungen für eine „preis- verfolge meine Ziele langfrisTelefon: 0 73 61 56 48-0 werte“ Dienstleistung zu tig“, bekennt Kirsch. Die EntTelefax: 0 73 61 56 48-14 info@kirsch-personal.de schaffen. Kirsch: „Die Qualität wicklung beim Personaldienstwww.kirsch-personal.de der geleisteten Arbeit von Zeit- leister sei konstant, solide und arbeitnehmern muss stim- mit kleineren Schwankungen men.“ Leiharbeit sei weiterhin behaftet vonstatten gegangen. Innovative Ideen hat Manfred notwendig, um wirtschaftliche Manfred Kirsch ist sich si- Kirsch bereits im Kopf. Auf Schwankungen auszugleichen. cher, dass durch die neuen ta- dem Gebiet der Erneuerbaren „Fachspezialisierungen der rifpolitischen Regelungen eine Energien schweben ihm diverArbeitnehmer sind dazu nö- neue Ära in der Branche anbre- se Ansatzpunkte vor. Beitig.“ Angesichts der Verände- chen wird. Zeitarbeit werde spielsweise möchte er im eigerungen im Tarifgefüge müsste sich danach auf einem be- nen Unternehmen die E-Mobibei vielen Unternehmen noch stimmten Niveau einpendeln. lität forcieren und seinen FuhrAufklärungsarbeit geleistet „Leiharbeit wird durch die hö- park auf E-Fahrzeuge umrüswerden, um die Vorgaben zum heren Löhne für Menschen at- ten. Er wird die erste Ladesta1. November umzusetzen. traktiver, allerdings müssen tion für E-Autos im IndustrieIm Rückblick auf die zehn sich Personaldienstleister in- gebiet an der A7 errichten, die Jahre seines Wirkens in der novativere Modelle einfallen je nach Entwicklung des Zeitarbeitsbranche charakteri- lassen“, resümiert der Ge- Marktes erweitert und öffentsiert Manfred Kirsch sein Un- schäftsführer. lich genutzt werden könnte. ternehmen: Es sei vernünftig aufgestellt geblieben und habe nicht alle Trends mitgemacht. Beispielsweise hat sich Kirsch auf das vermitteln kaufmännischer wie gewerblicher Fachkräfte in der Metallund Holzverarbeitung spezialisiert. Kirsch: „Wir haben uns in der Region einen guten Namen geschaffen.“ Die Wirtschaftskrise 2009 sei eine He- Stefanie Schäfer, Manfred Kirsch, Volker Grab und Gerhard Baumann (v.li.) beim Spatenstich fürs Büro- und Verwaltungsgebäude der Kirsch GmbH in Neunstadt. (Foto: sk) rausforderung


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25 Jahre NovoPlan am Standort Aalen Der Beschichtungsexperte für Werkzeuge und Formen l

Sascha Kurz

Aalen. Vor 25 Jahren hat Burkhard Hamer als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen NovoPlan GmbH gegründet. Seither hat sich das Unternehmen als Beschichtungsexperte in der Spritzgusstechnik sowie als Kompetenzträger in der Werkstoffkunde und Oberflächentechnik einen Namen gemacht. „Wir sehen uns als Dienstleister für unsere Kunden, die durch unsere Arbeit schneller, besser und einfacher produzieren können“, erklärt Herr Hamer, der Oberflächentechnik und Werkstoffkunde studiert hat. Bis 1999 hatte sich NovoPlan im Aalener Technologiezentrum eingemietet, ehe es im Industrie-

gebiet West in angemieteten Räumen ansässig wurde. Diese sind auf die Bedürfnisse der Firma ausgerichtet und dafür geplant worden. Zurzeit erwirtschaften 45 Mitarbeiter einen Umsatz von 3,4 Millionen Euro. Vier Entwicklungsingenieure und sechs Auszubildende zählen zur NovoPlanMannschaft. Neben Industriekaufleuten werden Oberflächenbeschichter und Konstruktionsmechaniker (darunter auch Frauen) und Informationstechniker ausgebildet. Das Unternehmen pflegt engen Kontakt zur Hochschule Aalen. Zwei ehemalige Werkstudenten seien später übernommen worden. Regelmäßig werden Projekte mit den Bereichen Optik und Messtechnik

Blick in die NovoPlan-Halle mit diversen Galvanikbädern.

(Fotos: opo)

Die Belegschaft von NovoPlan feiert 25-jähriges Firmenbestehen.

der Hochschule gemeinsam erarbeitet. Derzeit sei es schwer, neue Mitarbeiter zu gewinnen. „Einen Elektrotechniker bilden wir intern weiter, weil wir niemand passenden gefunden haben“, sagt der Geschäftsführer. Als Beschichtungsdienstleister optimiert NovoPlan mit seinen PlanoTek Funktionsschichten Oberflächen für Neu- oder Gebrauchtwerkzeuge. Auftraggeber sind Werkzeugbauer, Maschinenbauer und Firmen, die hochwertige Messtechnik herstellen. Auch in der Spanntechnik kommen

Lösungen von NovoPlan zum Einsatz. „Bei einigen Beschichtungsverfahren besitzen wir bis heute Alleinstellungsmerkmale. Unser Bekanntheitsgrad in der Kunststoffindustrie liegt bei 90 %,“ berichtet Hamer. Bei NovoPlan werden Teile und Werkzeuge bis zu drei Tonnen beschichtet. Rund 70 % des Jahresumsatzes fällt in den Bereich der Spritzgießtechnik. Die anderen 30 % teilen sich auf in Sondergeschäfte und die Galvanoformung. Dort werden Werkzeuge mittels Beschichtung herge-

stellt, wie zum Beispiel Reflektoren für die Automobilindustrie. Dort verspricht sich der Geschäftsführer ein größeres Wachstumspotenzial. Mit speziellen Chemisch-NickelSchichten stellt NovoPlan Werkzeugoberflächen für die Optische Industrie her. Diese speziellen Schichten können bis 500 µm aufgebracht werden, und sind mit Ultrapräzisionswerkzeugen bearbeitbar. Das Unternehmen möchte im 25. Jahr seines Bestehens weiter expandieren. Die betriebliche Infrastruktur soll den neuen Gegebenheiten, die sich aus einer Optimierung der Abläufe ergeben, angepasst werden. „Unsere Galvanik soll im laufenden Betrieb komplett neu aufgestellt werden. Dabei soll die Ergonomie der Arbeitsplätze sowie der Umweltschutz verbessert werden“, sagt Hamer. So sollen auch die Kapazitäten durch kürzere Durchlaufzeiten und optimierte Arbeitsabläufe erhöht werden. Eine räumliche Erweiterung ist am Standort ebenfalls möglich, wird vorerst aber nicht nötig werden. Die Liefertreue ist wichtiges Kriterium für den industriellen Dienstleister NovoPlan. In enger Abstimmung mit den Kunden aus Automotive, Spielwa-

renherstellung, Verpackungstechnik oder Medizintechnik wird festgelegt, wann und wie Werkzeuge neu beschichtet oder neue Werkzeuge geliefert werden. „Häufig ruht die gesamte Produktion bei den Kunden, wenn die Werkzeugteile, die beschichtet werden müssen, nicht verfügbar sind“, erklärt Hamer. NovoPlan hält für seine Kunden auch Seminare und Workshops ab, die der Information dienen und neue Verfahren vorstellen. „Drei Außendienstmitarbeiter halten zudem einen sehr engen Kontakt zu den Kunden“, sagt Hamer. Der nächste Workshop findet am 21. März 2013 statt. Vom 16. bis 20. Oktober 2012 ist NovoPlan auf der Fakuma in Friedrichshafen sowie vom 27. bis 30. November 2012 auf der EuroMold in Frankfurt vertreten. l

Kontakt NovoPlan GmbH Oberflächen- und Werkstofftechnik Robert-Bosch-Str. 41 73431 Aalen Telefon 0 73 61 92 84-0 Telefax 0 73 61 92 84-25 vertrieb@novoplan.com www.novoplan.com

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Atotech: Innovationen für die Welt der Galvanotechnik A

totech gehört zu den führenden Anbietern von integrierten Produktionssystemen, Chemie, Zubehör, Know-how und Service für die Oberflächenbeschichtung. Als internationales Unternehmen agiert Atotech immer nah am Kunden. Wir investieren kontinuierlich in Forschung und Entwicklung von umweltfreundlicheren und nachhaltigen Produkten sowie in die Systemtechnologie für Chemie und Anlagen. Mit dem strategischen Vorteil langjähriger Markterfahrung und der Verpflichtung, den besten lokalen Service am Markt zu bieten, leistet Atotech frühzeitig Pionierarbeit bei technologischen

Voraussetzungen und bietet seinen Kunden Lösungen, die den vorgeschriebenen Qualitätskriterien und Designanforderungen der jeweiligen Branche entsprechen. Als Tochterunternehmen der Total-Gruppe beschäftigt Atotech weltweit ca. 3800 Mitarbeiter in über 40 Ländern. Atotech liefert das komplette Produktportfolio an Chemie, Produktionstechnologie und umfassenden Service für die verschiedensten Anwendungsbereiche und Endmärkte wie z. B. der Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Bau-, Kommunikations-, Möbelbau-, Sanitärund Schmuckindustrie. Unsere nach Technologieberei-

chen organisierten Teams liefern perfekt abgestimmte Verfahren für jeden Produktionsprozess und das gesamte Anwendungsspektrum von der Reinigung und Vorbehandlung bis zur finalen Versiegelung. Entwickelt nach strengsten Qualitätsanforderungen, erfüllen unsere Verfahren die Anforderungen einer Vielzahl von aktuell gültigen OEMSpezifikationen. Chemisch Nickelbeschichtungen Aufgrund ihrer hohen Korrosions- und Abriebbeständigkeit sind chemisch Nickelbeschichtungen sehr funktional und für verschiedenste Anwendungen in

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unterschiedlichen Industrien einsetzbar. Unsere Prozesse erfüllen die nationalen Umweltbestimmungen und den internationalen Standard ISO 4527:2003 für autokatalytische Beschichtung. Unsere Kunden bestätigen eine hohe Stabilität der Bäder auf Stahl und Aluminium bei langen Standzeiten und befürworten die einfache und bedienerfreundliche Badführung.

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Steinmetz Illenberger weiht seinen Neubau ein Nattheim-Steinweiler. Mit dem Neubau des Steinmetzbetriebs Illenberger direkt an der B 466 ist ein richtiger Hingucker entstanden. „Als Unternehmer muss man ständig am Markt präsent und zu Änderungen bereit sein“, sagt der Firmenchef und Steinmetzmeister Norbert Illenberger. Mit dem Neubau sei der richtige Schritt getan worden, um die Firma für die Zukunft gut aufzustellen. Zukunftssicherung heißt für ihn, den Kunden im Eingangsbereich und im ersten Stock das gesamte Leistungsspektrum des Betriebs zeigen zu können. Auf rund 400 Quadratmetern Ausstellungs- und Bürofläche kann er die Kunden beraten und einen guten Querschnitt jener Natursteine zeigen, die ihn seit seiner Kind-

heit begleiten. Sein Vater und Seniorchef Georg Illenberger machte sich 1973 als Ein-Mann-Betrieb selbstständig. Als Sohn Norbert im Jahre 1988 den Betrieb übernahm, beschäftigte er gerade mal drei Mitarbeiter. Dass er heute auf 20 Mitarbeiter verweisen kann, führt er auf die Tatsache zurück, „im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben“. So habe er den Neubau nicht während der Wirtschaftskrise realisiert, sondern erst jetzt die über eine Million Euro investiert. Er zeigt sich von der hohen Wertigkeit von Naturund Kunststein überzeugt und sieht die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Der Firmenchef nennt neben der Herstellung von Grabmalen, noch die Be-

Blickfang direkt im Eingangsbereich ist der brasilianische Onyx Fuco.

Die Mitarbeiter mit den Familien Illenberger mit (v.r.) Andreas (Techn. Meister CNC), Norbert (Firmenchef) und Pascal (Steinmetz und Steinbildhauer); ganz oben v.r. Ruben (Natursteinmechaniker) und Cynthia (Betriebswirtin) sowie Seniorchef Georg Illenberger (6. v.l.). (Foto: Fotostudio Alexandra Prüssing)

reiche Küche, Bad und Theke sowie den Innen- und Außenausbau als Betätigungsfelder. Sie machten etwa je ein Drittel des Umsatzes aus, während die selbst gefertigten Figuren und Tiere nur zum geringen Anteil zum Umsatz beitrügen. Der Innenausbau werde zu einem immer wichtigeren Geschäftsfeld. „Wir bieten seit einem guten Jahr Komplettbäder an, die von der barrierefreien Dusche über die Whirlpool-Badewanne bis zur Beleuchtung rei-

chen“, sagt Illenberger. Wie ein Bad unter der Verwendung von Natursteinen und dem Quarzwerkstoff ZODIAQ aussehen kann, wird im Ausstellungsraum demonstriert: Die Wand schmückt ein seltener blauer Naturstein, während die Dusche und die Badewannenumrandung aus dem ebenfalls unverwüstlichen ZODIAQ bestehen. Der Steinmetzmeister betont, der Quarzwerkstoff könne passgenau zugeschnitten werden. Rund 30 Farben

bietet er an, während es bei Natursteinen über 100 Steinarten in unterschiedlichen Farben und Schattierungen sind. Wie gut sich Naturstein verarbeiten und auch im Wohnbereich integrieren lässt, wird an der großen Ausstellungsküche deutlich, die voll funktionsfähig ist und einen Traum aus Ästhetik und Funktionalität darstellt. Dass der Unternehmer ständig nach neuen Herausforderungen sucht, „um einen Vor-

Stilbildendes Gebäude mit modernster Technik Nattheim-Steinweiler. Vor fast zwei Jahren hat sich Architekt Roland Hüll, Geschäftsführer der Heidenheimer GIP Architekten GmbH daran gemacht, eine Gesamtkonzeption für das Firmenareal des Steinmetzbetriebs Illenberger zu erarbeiten. Am Ende dieses Prozesses entstand ein zweigeschossiger Neubau, der mit seinen 400 Quadratmetern Ausstellungsund Bürofläche direkt an der Ortsdurchfahrt der B 466 gelegen nach seiner Fertigstellung als einzigartiger Blickfang fungiert. Durch ein imposantes Juratravertin-Gesteinsportal betritt der Besucher das neue Gebäu-

de. Im Innern ist eine Schauküche sowie ein Schaubad zu sehen, die Toiletten sind in Naturstein ausgeführt, eine freitragende Stahl-Natursteintreppe führt in das Obergeschoss. Die Empfangstheke übernimmt eine Leitfunktion. Auf der einen Seite des Erdgeschosses befindet sich die Grabmal-Schaufläche, die Ruhe ausstrahlt und dezent eingerichtet ist. Ebenfalls stilbildend ist das große, weit überstehende Dach des Gebäudes. „Es dient gleichermaßen als Sonnen-, Blend- und Regenschutz. Zudem hebt es das Gebäude als etwas Besonderes hervor“, sagt Roland Hüll. Bei der Pla-

nung habe er und der Bauherr sich genügend Zeit gelassen, um ein perfekt gestaltetes Gebäude zu konzipieren. „Als Architekt bin ich fasziniert, was für imposante Gebrauchsgegenstände aus Naturstein geschaffen werden können“, schwärmt Hüll. Beim Bau gab es keine Überraschungen, der Kostenrahmen von rund einer Million Euro konnte eingehalten werden. Das Gebäude verfügt über eine Betonkernaktivierung, mit der geheizt und gekühlt werden kann. „Die Energetik des Gebäudes ist einzigartig. Auf dem Dach befindet sich eine Warmwasser-Solaranlage, die mit einer Absorptions-

Planung und Ausführung der Heizung- und Sanitäranlage sowie der Großflächensolaranlage mit Solar-Absorptionskühlung und Betonkernaktivierung

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l

Das neue Gebäude von Illenberger setzt in Steinweiler ein Zeichen.

maschine gekoppelt ist. Im Sommer wird so Wärme in Kälte umgewandelt und im Winter umgekehrt. So benötigt

sprung vor den anderen zu haben“, beweist er durch die ganz aktuelle Oberflächenbehandlung „S13“. Mit dem CNC-gesteuerten Arbeitszentrum, das speziell auf die Illenberger-Bedürfnisse zugeschnitten wurde, kann er Natursteine so bearbeiten, dass sie eine samtige Oberfläche haben. Nach seinen Worten gibt es 20 Abstufungen der Oberflächenbearbeitung und damit auch immer wieder neue Einsatzmöglichkeiten. Illenberger ist längst überregional und in den deutschsprachigen Nachbarländern tätig. Er kann auf so attraktive Aufträge wie Präsentationstische für das Weingut Abril in Freiburg verweisen, Dutzende an Waschtischen für Allianz in München oder wie derzeit 150 schwarze Arbeitsplatten für Tchibo. Als große Herausforderung und Verwirklichung seines Traums bezeichnet er jedoch den Neubau, der in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Architekten Roland Hüll (siehe unten) verwirklicht wurde und der zum Synonym für die Schönheit, Qualität und Langlebigkeit des Naturmaterials geworden ist.

das neue Gebäude nur eine sehr klein dimensionierte Gastherme“, erklärt Hüll. Sascha Kurz

Info GIP Architekten GIP Architekten gibt es unter Leitung von Architekt Roland Hüll seit fünf Jahren. Bei Kommunen hat sich das Büro einen Namen gemacht. Beispiele für das Wirken von GIP Architekten sind die Modernisierungen der Gemeindehalle in HeidenheimOggenhausen, der Wentalhalle und der Sporthalle des MaxPlanck-Gymnasiums in Heidenheim. In Herbrechtingen wurde das Kinderhaus von dem Heidenheimer Büro geplant. GIP konzipiert und plant auch Industriebauten und war an der Schlossbergbebauung in Heidenheim federführend involviert. Das Büro beschäftigt derzeit fünf Mitarbeiter. Roland Hüll stammt aus Steinweiler. Das Illenberger-Gebäude ist ihm deshalb eine Herzensangelegenheit. sk

Herzlichen Glückwunsch zu den neuen Räumlichkeiten und auf eine weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit.

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Wirtschaft Regional | September 2012

Stadt Heidenheim

Stadt Heidenheim

Stadt Königsbronn

Kunstmuseum

Congress Centrum

Hammerschmiede

29. September bis 18. November

17. Oktober, 20 Uhr

23. Oktober, 20 Uhr

Sie ist eine der bekanntesten Künstlerinnen von Videoinstallationen und hat bei zahlreichen Einzel- und Gruppen-Ausstellungen teilgenommen. Ulrike Rosenbach (69) war mehrfach mit ihren Werken auf der „dokumenta“ zu sehen. 2011 wurde ihr der Künstlerpreis des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Im Kunstmuseum zeigt die studierte Bildhauerin die Installation „Last call für Engel“ und damit eine geflügelte weibliche Figur. Seit drei Jahrzehnten beschäftigt sich Rosenbach mit der Ekstase als menschliche Ausdrucksform. Öffnungszeiten: Di, Do, Fr 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Mi bis 19 Uhr, Sa/So 11 bis 17 Uhr.

Stadt Aalen

Er tritt mit dem immer gleichen langweiligen Rauten-Pullunder auf, zeigt sich aber mit seinem Programm „Meine Kämpfe“ keinesfalls eintönig. Olaf Schubert nennt sich selbst „Betroffenheitslyriker“. Seine Auftritte seien „Stacheln und Speerspitzen seines Schaffens“. Damit meint er wohl auch die Präsenz im Fernsehen beim „Quatsch Comedy Club“. Der 1967 in Plauen geborene Kabarettist und Comedian hat diverse Kleinkunstpreise erhalten und er ist auch als Sänger aktiv. Als Mahner und Erinnerer an die Missstände unserer Zeit hat er viele Fans, die seine Art der Kämpfe mit unserer Gesellschaft durchaus schätzen. Karten: www.ticketshop.hz-online.de, Telefon: 0 73 21/34 71 39; Tourist-Information: 0 73 21/3 27 49 13.

Altes Rathaus

Stadt Heidenheim

6. Oktober, 20 Uhr (Premiere)

19. Oktober, 20 Uhr

Gemeinde Hüttlingen-Niederalfingen

Der weltweit musizierende Jazzmusiker Gregor Huebner kommt mit seinem Quartett nach Heidenheim. Er hat zwar Jazzklavier in New York studiert, sich aber dann zum viel gefragten Geiger der Jazzszene entwickelt. Mit Klaus Müller (Klavier), Lincoln Goines (Bass) und Jerome Goldschmidt (Perkussion) wird er unter anderem Stücke aus seinem Album „El Violin Latino“ zu Gehör bringen. Überhaupt hat es dem Künstler der lateinamerikanische Sound angetan, bei dem die Violine eine lange Tradition hat. Karten: www.ticketshop.hz-online.de; Telefon 0 73 21/34 71 39.

Südwestgalerie

Stadt Langenau

Bis 14. Oktober

Stadthalle Man kennt ihn als den „Mann mit der Haar-Tolle“ aus der Sendung „Zimmer frei“. Dass Götz Alsmann auch ein begnadeter Pianist und Sänger ist, wissen nur Jazz-Fans. Mit Songs und Stücken aus seiner neuen CD „Paris“ kommt er nach Aalen. Sie ist eine Hommage an die französische Hauptstadt und ihre Musik. Alsmann wurde von der Deutschen Phono-Akademie als Gewinner des „Echo-Jazz 2012“ ausgezeichnet. Er wird mit seiner vierköpfigen Band, seinem Charme und seinen Songs für einen unterhaltsamen Abend sorgen. Karten: Touristik-Service Aalen, Telefon 0 73 61/52 23 58.

Stadt Heidenheim Waldorfschule 25. November, 18 Uhr

Pfleghof

Mit diversen Landschaften und Bäumen im diffusen Licht, nebligen Flussauen sowie interessanten Naturdetails beschäftigt sich der 1962 in Kleve geborene Künstler Franz Baumgartner. Seine Sujets „In der Früh“ sind jetzt in der Südwestgelarie zu sehen. Der Maler hat in Köln und Düsseldorf an der Kunstakademie studiert und längst seine eigene, die Fantasie anregende Kunstsprache gefunden. Öffnungszeiten: Di - Fr 13 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 16 Uhr und So 14 bis 17 Uhr.

Stadt Aalen 25. Oktober, 20 Uhr

Duale Hochschule

Mit dem Einakter „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind hat sich das Theater der Stadt Aalen ein Stück ausgesucht, das der Schauspieler Max Roland bestens in Szene setzt: Ein biertrinkender Bassist ist mit sich und seinem Leben alles andere als zufrieden und sagt über sein Instrument, dass es „ das scheußlichste, plumpeste und uneleganteste Instrument“ der Welt sei. In seinen Monologen gibt der Musiker trotz seiner Handlungslosigkeit viel Geist und Witz zum Besten. Das Stück erfreut sich bei den Aufführungen stets großer Beliebtheit beim Publikum. Karten an der Abendkasse.

Alle Freunde irischer Musik dürfen sich auf „The Irish Folk Festival“ in der Hammerschmiede freuen. Ian Smith begeistert mit seinen eigenen und traditionellen Songs ebenso wie die Sängerin Shannon Heaton mit ihrer samtweichen Stimme. Matt begleitet sie einfühlsam an der Querflöte. Weiter geht das Festival mit dem Quartett „The Fretless“ und schließlich wird die Band „Ciorass“ dem Publikum einheizen. Sie ist aus einer Castingshow hervorgegangen und aus der Folkmusik nicht mehr wegzudenken. Ein bunter Musikabend. Karten: www.ticketshop.hz-online.de, Telefon 0 73 21/34 71 39.

19. Oktober, 20 Uhr Er zählt zur ersten Riege der deutschen Hörbuchsprecher und bietet mit seinem Programm „Wo war ich stehen geblieben?“ ein literarisches Kabarett. Der Künstler ist ein Multitalent – er singt, parodiert und erzählt Märchen und Geschichten. Er agiert als „Ein-Mann-Theater“, das sich nicht in eine Kunstkategorie einordnen lässt. Karten: www.ticketshop.hz-online.de, Telefon 0 73 21/34 71 39; BürgerBüro Langenau, Telefon: 0 73 45/9 62 20 Buchhandlung Mahr, Telefon: 0 73 45/2 11 84.

Mit ihrem ersten sinfonischen Meisterkonzert wird die neu gegründete „Capella Aquileia“ unter dem Dirigat von Paul Goodwin einen Mozartabend der Sonderklasse bieten. Zu hören sind: Sinfonie Nr. 25, Sinfonie Nr. 40 und Violinkonzert Nr. 3. Dass der vielseitigste Dirigent Großbritanniens nach Heidenheim kommt und den Ausnahmegeiger Ray Chen mitbringt, ist Indiz für den hohen Rang des im Herbst 2011 gegründeten Orchesters. Es besteht aus Musikern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Karten: Tourist-Info, Tel. 0 73 21/3 27 49 10; www.heidenheim.de.

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Transport, Logistik & Nutzfahrzeuge | Spezial

Wirtschaft Regional | September 2012

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Transport, Logistik & Nutzfahrzeuge

SPEZIAL

Erfolgreiche Ausrichtung der Spedition Brucker GmbH A

rno und Stefan Brucker wirken zufrieden. Sie haben die Spedition mit Hauptsitz in Aalen und insgesamt acht Standorten in Deutschland in vielen Dingen neu aufgestellt und das Traditionsunternehmen erfolgreich für die Zukunft ausgerichtet. Zwischenzeitlich arbeiten bei Brucker etwa 375 Mitarbeiter in Vollzeit, wovon alleine 124 Mitarbeiter in der Sparte der Kontraktlogistik beschäftigt sind. Unter Kontraktlogistik versteht man bei Brucker Logistikprojekte, die neben dem Transport von Gütern eine Vielzahl unterschiedlicher und individueller Logistikdienstleistungen umfassen, angefangen von der Lagerlogistik bis hin zum kompletten Behältermanagement. An den acht Standorten stehen heute über 120 000 m² Lagerfläche für Kunden aus allen Branchen zur Verfügung. Auf-

grund der Flexibilität der Flächen können die Leistungen ideal an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. So werden beispielsweise für einen namhaften Wäschehersteller täglich bis zu 5000 Einzelteile kommissioniert, verpackt und im Einzelversand bundesweit an die Verkaufsstellen versendet. Wenn die Verkaufsstelle vorab die Preisauszeichnung der Kleidungs-

stücke wünscht oder als Sonderwunsch in der Verpackung noch ein „give away“ möchte, wird dies ebenfalls durch Brucker prompt umgesetzt. Dank der guten IT-Vernetzung zwischen dem Wäschehersteller und Brucker sind der Individualisierung der Aufträge keine Grenzen gesetzt. Ein weiteres Beispiel hierfür sind die Werke der ZF Lenksysteme in Schwäbisch

Gmünd und Bietigheim, für die Brucker zwei große Logistikzentren unterhält, bei denen an sieben Tagen rund um die Uhr die Ware von Lieferanten angenommen, gelagert, kommissioniert, verpackt und justin-sequence direkt bis an die Produktionsbänder geliefert wird. Darüber hinaus verbindet Brucker mit dem Werksverkehr die unterschiedlichen Produktionsstätten von ZF und sorgt so für deren Verkettung. Namhafte Kunden aus weiteren Branchen sind zum Beispiel Bosch Power Tools, Fein Elektrowerkzeuge, Fila Tennisbekleidung, Munksjö Decor, Lenhart Kosmetik; Aprithan Dämmstoffe, Benteler Distribution, Interpares Baustoffe und andere. Diese vertrauen auf die umfangreichen und bedarfsgerechten Logistikleistungen des Kontraktlogistikers aus Aalen. Um der stärkeren Bedeutung der Kontraktlogistik gerecht zu werden, hat Brucker jüngst sein Erscheinungsbild und das Firmenlogo verändert. Mit dem Slogan „Brucker – LOGISTIK DIE BEWEGT“ wird deutlich, dass hinter der Spedition von der Ostalb weitaus mehr steckt als nur der Gütertransport von A nach B. Das breite Leistungsspektrum führt auch dazu, dass die Anforderungen an die Fähigkeiten und die Qualifikationen der Mitarbeiter steigen. Bru-

gebildet. Auch gibt es für Studenten regelmäßig Plätze für Praktika sowie die Möglichkeit eine Bachelor- oder Masterarbeit im Bereich der Logistik zusammen mit Brucker zu verfassen. All dies macht Brucker zu einem attraktiven und zukunftsorientierten Arbeitgeber in der Region, bei dem sich vielfältigste Entwicklungsperspektiven bieten. Dr. Stefan Brucker

cker hat dafür die firmeneigene Schulungsakademie BRAKA gegründet, in der neben den eigenen Mitarbeitern auch Mitarbeiter anderer Unternehmen aus der Region geschult werden. Brucker engagiert sich ferner stark in der Berufsausbildung, so werden aktuell 30 junge Leute in den Berufen Speditionskauffrau/-mann, Fachkraft für Lagerwirtschaft und Berufskraftfahrer/-in aus-

l

Spedition Brucker

Standorte: Aalen, Berlin, Bietigheim, Vaihingen, Karlsdorf, Murrhardt, Remscheid, Rohr Umsatz 2011: 47 Mio. Euro Mitarbeiter: 375 Stapler: rund 100 Lagerfläche: 120 000 m² Fuhrpark: rund 320 disponierte LKW

Der neue Mercedes-Benz Citan kommt ab dem 27. Oktober L

eistung wie ein Riese, Durst wie ein Spatz – der neue Mercedes-Benz Citan ist der effiziente Stadtlieferwagen. Er verbindet wie kein anderer City-Van minimale CO2-Emissionen mit großem Fahrspaß sowie hohe Leistungsfähigkeit mit niedrigen Unterhaltskosten. Als Citan Blue Efficiency beläuft sich sein Normverbrauch auf 4,3 Liter/100 km – kein Stadtlieferwagen mit Verbrennungsmotor verbraucht weniger, keiner hat niedrigere Emissionen. Nicht weniger beachtlich sind bis zu 3,8 m³ Laderaum und maximal 800 kg Nutzlast. Spürbare Qualität und Fahrdynamik, vorbildliche Sicherheit und Wirtschaftlichkeit, Vielseitigkeit und Robustheit – der Mercedes-Benz Citan ist der neue Vollprofi unter den Stadtlieferwagen. Mercedes-Benz Vans: Mit dem neuen Citan zum Full Line-Anbieter Mit dem neuen Citan tritt Mercedes-Benz Vans in der Van-Klasse als Komplettanbieter an. Der Citan schließt nahtlos an den erfolgreichen Mercedes-Benz Vito an. Mit dem neuen Citan und den bewährten Modellen Vito, Sprinter und Vario deckt MercedesBenz Vans die komplette Bandbreite vom Stadtlieferwagen bis zum Großraumtransporter und von 1,8 t bis 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht ab.

gramm im Sommer des kommenden Jahres.

Der neue Mercedes-Benz Citan

Im Bereich der Großraumfahrzeuge bereichert der komfortable Viano die Produktpalette. Der neue Citan ist so individuell wie die Einsätze seiner Kunden: Mit drei Längen und den drei Varianten Kastenwagen, Mixto und Kombi ist die Modellpalette breit angelegt. Qualität: Bis ins Detail ein echter Mercedes-Benz Fugen, Kanten und Flächenversätze sind präzise gezeichnet und nicht weniger präzise umgesetzt. Der Citan vermittelt bereits auf den ersten Blick ein hochwertiges Erscheinungsbild. Wo ein MercedesStern drauf ist, ist auch Mercedes-Qualität drin: Der neue Stadtlieferwagen wird zusammen mit einem Partnerunternehmen gefertigt, entspricht aber in jedem Punkt den gewohnt hohen Anforderungen an einen Mercedes-Benz. So wurde die Qualität des Rohbaus durch Prozessoptimierungen deutlich optimiert.

Vier Motoren decken alle Anforderungen ab Breit ist die Auswahl der Motorisierungen des neuen Citan. Der durchzugsstarke, laufruhige und hocheffiziente Turbodiesel-Direkteinspritzer Mercedes-Benz OM 607 mit 1,5 Liter Hubraum ist in drei Leistungsstufen verfügbar: • Citan 108 CDI, Leistung 55 kW (75 PS), Drehmoment 180 Nm • Citan 109 CDI, Leistung 66 kW (90 PS), Drehmoment 200 Nm • Citan 111 CDI, Leistung 81 kW (110 PS), Drehmoment 240 Nm • Hinzu kommt der agile, aufgeladene Benzin-Direkteinspritzer mit 1,2 Liter Hubraum des Typs M 200.71: • Citan 112, Leistung 84 kW (114 PS), Drehmoment 190 Nm. • Citan 108 CDI und 109 CDI sind ab sofort lieferbar, die Varianten Citan 111 CDI und Citan 112 komplettieren das Pro-

Komplettservice: TruckWorks im Angebot Die Mercedes-Benz-Niederlassung Ulm/Schwäbisch Gmünd bietet unter der Servicemarke „TruckWorks“ einen Komplettservice für alle Nutzfahrzeugkunden an. Das heißt, dass nun Anhänger, Auflieger und Aufbauten in der Niederlassung gewartet und repariert werden können. Die Niederlassung zählt damit zu

den 90 Mercedes-Benz-Betrieben in der Bundesrepublik, die den Komplettservice anbieten. Über 41 Service-Standards mussten erfüllt werden, um das Prädikat „TruckWorks“ zu erhalten. Zum erweiterten Leistungsumfang zählen kundenfreundliche Öffnungszeiten für Trucks bis 22 Uhr, samstags bis 15 Uhr. Darüber hinaus steht den Kunden ein 24-Stunden-Service zur Verfügung, so dass selbst mitten in der Nacht kein Truck liegenbleibt und stundenlang auf Hilfe warten

muss. „TruckWorks“ ist sozusagen das Tüpfelchen auf dem „i“ und bietet mit dem „Rundum-Sorglospaket“ einen Wettbewerbsvorteil für den Hersteller und den Kunden. Neben dem Neuwagenverkauf von Transportern, Lkws und Sonderfahrzeugen gibt es am Standort Schwäbisch Gmünd ein Transporter-Gebrauchtwagen-Center (TGC). Das TGC bietet eine Auswahl an werkstattgeprüften Nutzfahrzeugen sowie das passende Angebot für Leasing und Finanzierung.

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Spezial | Transport, Logistik & Nutzfahrzeuge

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Wirtschaft Regional | September 2012

Der Firmenkundenservice hat sich neu positioniert Jobcenter Ostalbkreis baut bei Vermittlung von Langzeitarbeitslosen stärker auf Unternehmen in der Region l

Sascha Kurz

Aalen. Der Firmenkundenservice des Jobcenters Ostalbkreis hat sich neu positioniert. Nach der Angliederung an die Landkreisverwaltung legt Jobcenterleiter Thomas Koch einen der Schwerpunkte auf den Firmenkundenservice. In den drei Geschäftsstellen in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd stehen derzeit acht Mitarbeiter bereit, um bewerberorientiert arbeitslose Menschen zu vermitteln. „Dabei sind genaue Kenntnisse der Firmen und ihrer Bedürfnisse notwendig. Die Kollegen des Firmenkundenservices müssen gezielt Stellen bei Firmen akquirieren und befinden sich im engen Austausch mit den Unternehmen im Ostalbkreis“, sagt Jobcenterleiter Thomas Koch. Das Herzstück der Mitarbeiter im Firmenkundenservice ist die Integrationsarbeit von Arbeitslosen in Betriebe. Die Devise von Thomas Koch lautet: „Es soll keine Stelle unbesetzt bleiben.“ Dazu sei es notwendig, auch auf Initiative der Firmen tätig zu werden. „Der Markt ist geprägt durch Abweichungen zwischen Angebot und Nachfrage. Arbeitgeber aus der Region suchen überwiegend Facharbeiter aus fast allen Bereichen. Aktuell gemeldete Bewerber im Jobcenter haben aber zumeist multiple Vermittlungshemmnisse wie fehlende oder veraltete Kenntnisse, gesundheitliche Einschränkungen, Einschränkungen in der Arbeitszeit oder fehlende Mo-

Xaver Bihr und Daniela Dolensky (v.li.) sind in der Ellwanger Geschäftsstelle beschäftigt.

Jörg Plath und Maria Schmidt (v.li.) besetzen die Geschäftsstelle des Firmenkundenservice in Aalen, rechts Teamleiter Rainer Keßler.

bilität“, erklärt Rainer Keßler, Teamleiter des Firmenkundenservice des Jobcenters Ostalbkreis. Er informiert über das praktische Vorgehen der Firmenkundenservice-Mitarbeiter. „Unsere Vermittler prüfen nach einem eingehenden Vermittlungsgespräch mit dem Bewerber, ob sie konkrete Vermittlungsvorschläge unterbreiten können. Alternativ bieten unsere Vermittler initiative Vermittlungsvorschläge an. Idealerweise kann mit dem potentiellen Arbeitgeber sofort ein Vorstellungsgespräch vereinbart werden. Denkbar ist dabei auch die Begleitung des Bewerbers zum Vorstellungsgespräch“, erklärt Keßler. Schon daraus ergibt sich eine intensive persönliche Zusammenarbeit mit den Personalverantwortlichen in den Betrieben der Region. Die Firmenkundenservice-Vermittler benötigen deshalb branchenbezogenes Wissen über die Arbeitgeber, den konkreten Personalbedarf sowie die Anforderungen an das zukünftige Personal. „Ziel ist immer die

subventionsfreie Arbeitsvermittlung in den ersten Arbeitsmarkt“, erklärt Thomas Koch. Ihm ist gleichzeitig wichtig, auch die regionalen Randbereiche in Richtung Heidenheim, Ansbach und Donauwörth mit einzubeziehen. „Nach der Trennung unseres Geschäftsbereichs von der Arbeitsagentur und damit dem Arbeitgeberservice haben wir Kooperationsgespräche geführt, nach denen sich das Vermitteln unserer Arbeitslosen gut eingespielt hat“, sagt Koch. Bei Bedarf hat das Jobcenter Ostalbkreis immer das Bestreben, die Bewerber weiterzu bilden. Qualifizierungen fallen dabei in den verschiedensten

Christian Bechstein und Kathrin Philipp (v.li.) bilden das neue „Persektive 50+“-Team.

Bereichen wie Pflege, Hauswirtschaft, Elektro und Metall an. Direkte Kontakte dazu werden mit dem Kolpingbildungswerk Ellwangen, dem Berufsfortbildungswerk Ruppertshofen, dem IHK Bildungszentrum, der DAA sowie der Technischen Akademie Gmünd unterhalten. Beim Thema Weiterbildung erwähnt Thomas Koch auch das Projekt „Trainingscenter Betrieb“. In ihm soll gemeinsam mit dem Betrieb eruiert werden, was dem Bewerber für eine Anstellung im Betrieb an Kenntnissen und Fertigkeiten noch fehlt. „Es handelt sich dabei um ein genaueres Verifizieren des Kandidaten“, sagt Koch. Es konnten bereits zahlreiche Betriebe gewonnen werden, die an diesem Projekt teilnehmen wollen. „Die Unternehmenskultur ist dabei wichtiges Kriterium. Diesbezüglich hat es schon eine große Veranstaltung mit Unternehmen in der Region in einem namhaften Aalener Betrieb gegeben, um für das Thema zu werben“, erklärt Thomas Koch.

Margita Martynska, Thomas Götz und Margit Herb (v.li.) bilden den Firmenkundenservice in Schwäbisch Gmünd.

Ein weiterer Schwerpunkt des Jobcenters Ostalbkreis ist die Betreuung von rund 1.150 Jugendlichen und Schülern im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. Hierbei identifiziert ein einiges Team des Jobcenters Problemfälle rechtzeitig und stellt betreuende Maßnahmen und Praktika als Hilfestellung zur Seite. „Der Arbeitsvermittler wird quasi zum Fallmanager. Wichtig ist, eine Einstiegsqualifizierung, die anrechenbar auf die Ausbildungsdauer ist, zu vermitteln. Wir haben den Versuch gestartet, mit BBQ zusammenzuarbeiten“, sagt Thomas Koch. Eine weitere große Zielgruppe bildet die Generation 50+. Für das Projekt „Perspektive 50+“ gibt es aus Berlin Finanzmittel in Höhe von 350 000 Euro pro Jahr. Ziel ist, 105 ältere Arbeitnehmer in dem Arbeitsmarkt unterzubringen. Dafür setzt das Jobcenter zwei Projektvermittler ein. Monatlich integriert das Jobcenter Ostalbkreis rund 200 Kunden. „Im Kennzahlenvergleich rangieren wir damit im

Transport, Logistik & Nutzfahrzeuge

oberen Viertel des Benchmarks“, erläutert Thomas Koch. Wichtig hierbei ist das Vermitteln in den Bereich der geringfügig Beschäftigten. Koch sieht dies als Bewährung des Kandidaten, bei dem er ein Testat vom Arbeitgeber bekommt. Für den Leiterist es wichtig, dass für sein Klientel wie für die Firmen nach der Trennung von der Agentur für Arbeit und dem Übergang zur Landkreisverwaltung kein Bruch sichtbar war. Alle Standorte in Aalen, Ellwangen, Bopfingen und Schwäbisch Gmünd sind gleich geblieben. „Das Jobcenter Ostalbkreis beschäftigt derzeit 160 Mitarbeiter“, erklärt Koch. l

Kontakt Jobcenter Ostalbkreis Firmenkundenservice FKS@ostalbkreis.de Jörg Plath Telefon 0 73 61 9 80 52 46 Daniela Dolensky Telefon 0 79 61 56 82 31 58 Margita Martynska Telefon 0 71 71 10 48 44 13

SPEZIAL

Umzugs- und Möbellogistik mit Tradition W

enn es um Umzugs- und Möbellogistik geht, sind die Spezialisten der Spedition Siegmann die richtigen Ansprechpartner, um die Herausforderungen professionell und kompetent zu meistern. Seit über 100 Jahren beschäftigt sich die Firma damit und hat nicht nur das Qualitäts- und Leistungsniveau ständig erweitert, sondern sich eine führende Stellung als Umzugsund Möbelspedition in der Region und darüber hinaus erarbeitet. Siegmann ist heute ein weltweit tätiges Unternehmen im Umzugs- und Möbelbereich und beschäftigt 160 Mitarbeiter. Der Fuhrpark besteht aus über 50 eigenen Lkws, diversen Transportern und 500 Wechselbrücken. In den letz-

Das Siegmann-Firmengebäude in Bopfingen.

ten Jahren hat sich die Lagerfläche auf 8000 m2 am Hauptsitz in Bopfingen erweitert. Für alle Anforderungen finden die Siegmann-Spezialisten die passenden Lösungen. Qualität und Zuverlässigkeit steht bei der Spedition Siegmann an oberster Stelle und hat dazu geführt, dass Unternehmen aus ganz Deutschland und Europa auf die Leistungsfähigkeit von Siegmann zurückgreifen. Vom Privatumzug über Firmen- und

SIEGMANN GMBH & CO. KG !/'.0 07362 / 84 21 "1$0 #,&*% ( )# %+ WWW.UMZUEGE-SIEGMANN.DE UMZUG@SIEGMANN.DE

Projektumzüge bis hin zur Logistik der einzelnen Möbelhersteller erwartet der Kunde für seine Ansprüche die passende Logistiklösung. Die Spedition Siegmann ist TÜV-zertifiziert und Mitgesellschafter im Verbund der Deutschen Möbelspedition (DMS) sowie dem Kooperationsverbundes der European Moving Group (EMG). Dieser Verbund ermöglicht es der Firma, vor allem international auf

UMZUG - VERTRAUEN - Privatumzüge - Büro- u. Firmenumzüge - Auslands- u. Überseeumzüge - Möbellagerung - Küchenmontagen - Handwerkerservice

immer gleiche Partner zurückzugreifen, die dem Kunden einen gleichbleibend hohen Qualitätsstandard anbieten können. Zur Firmenphilosophie gehört die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften, Schulungen und Weiterbildung, um den wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Moderne Ausbildung Um dem hohen Kundenanspruch gerecht zu werden, setzt Siegmann auf eigene Kräfte und bietet die Ausbildung zur „Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice“ an. Die relativ neue Berufsausbildung nach dem (BBiG) dauert drei Jahre und wird von der IHK abgenommen. Dieser Ausbildungsberuf umfasst das Liefern, Montieren und Bearbeiten von Möbelund Küchenteilen sowie das Installieren von elektrischen Einrichtungen und Geräten und wird somit den stetig steigenden Anforderungen einer Umzugs- und Möbelspedition gerecht. Die Ausbildung umfasst die Praxis im Unternehmen und den theoretischen Block-Schulbesuch im Internat in Eberbach, das von Siegmann bezahlt wird. Ha


Bauen, Wohnen & Sanierungen | Spezial

Wirtschaft Regional | September 2012

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Bauen, Wohnen & Sanierungen

SPEZIAL ANZEIGE

Professionelle Garten-Gestaltung seit 25 Jahren Neresheim-Schweindorf. Vor einem Vierteljahrhundert begann Karlheinz Wagner mit seinem Betrieb, der heute zu den führenden Landschaftsgartenbau-Unternehmen in der Region zählt. Wagner Gärten ist seit 1987 in Schweindorf angesiedelt. Der Gärtnermeister hat sein Fachwissen ständig erweitert und bereits 1999 seinen ersten Schwimmteich erstellt. Er ist Gründungsmitglied in der Genossenschaft „Pool for nature“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine natürliche und sich selbst reinigende Pool-Landschaft in den Garten zu integrieren. Das Leistungsspektrum von Wagner Gärten mit 16 Mitarbeitern inklusive vier Azubis

Die Wagner-Mannschaft

geht weit darüber hinaus: Von der Planung eines neuen Gartens bzw. der Umgestaltung eines Bestehenden bis zum Wegebau, Einfriedungen und ge-

mütlichen Sitzplätzen reicht das Angebot. Im gewerblichen Bereich sind es vor allem Freiflächen vor Industriebetrieben oder öffentlichen Einrichtun-

gen, die von den Wagner-Mitarbeitern als Blickfang gestaltet werden. „Früher waren die Gärten eher zweckmäßig, während heute der Lifestyle-Ge-

Herrlinger präsentiert Bäder und Service l

Sascha Kurz

B

adezimmer heute müssen nicht mehr nur funktional sein, sondern sollen ästhetisch den höchsten Ansprüchen genügen. Die Firma Herrlinger KG, die seit Herbst 2010 in Essingen ansässig ist, verleiht Badezimmern eine neue Wertigkeit. Mit der Bad-Ausstellung haben Besucher die Möglichkeit, in eine neue Dimension des Bäderkultes einzutauchen. Daneben hält Herrlinger in Essingen rund 7500 verschiedene Artikel für den Sanitärfachhandel bereit. Installateure, Klempner, Heizungsbauer und Spezialisten für regenerative Energien können den gut sortierten Abholbereich des Sanitär-Großhändlers nutzen. Aus der Nasszelle der 70erJahre entwickelte sich der Trend zur Wellnessoase im eigenen Haus. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos. „Der Sanitärbereich bietet heutzutage einen unerschöpflichen Fundus“, sagt Niederlassungsleiter Mario De Rosa. Schön, wenn man einen Partner an der Seite hat, der nicht nur mit eleganten Designlösungen, sondern mit einem raffinierten Raumkonzept beratend mit viel Kompetenz in die neuen Dimensionen des Bäderkults führt. „Man kann sich zurücklehnen und von einem neuen Bad träumen, oder aber man nutzt die Bad-Ausstellung, um sich ein Traumbad auszusuchen“, sagt er. Über 60 Bäder werden in den lichtdurchfluteten Räumen auf rund 850 Quadratmetern ausgestellt. Zu den Verkaufsräumen führt ein Fahrstuhl, alles ist barrierefrei zu erreichen. „Alles – vom Standard- bis zum Luxusbad über spritzige Badideen, barrierefreie Bäder und Umweltschutz in der Haustechnik – ist in unserem Haus vereint“, sagt der Niederlassungsleiter. Die Beratungskompetenz der insgesamt zehn Mitarbeiter und eine Nachkaufgarantie auch nach zehn Jahren seien nur zwei der vielen Stärken des Fachgroßhänd-

Modernes Badinterieur inspiriert die Besucher bei Herrlinger.

lers für Haustechnik. „Wir bieten beispielsweise Ersatzteile für alle gängigen Armaturen“,

Niederlassungsleiter in Aalen: Mario De Rosa (Foto: sk)

sagt De Rosa. Fachhandwerker aus der Region kommen mit ihren Einkaufszetteln zu Herrlinger, um an der Abhol-Theke die Artikel abzuholen. „Bei uns können Handwerker selbst durch die Regale schlendern und sich aus dem Sortiment bedienen. Sie bekommen einen Handscanner mit“, sagt er. Am Ausgang werde dieser ausgelesen, alles funktioniert beleglos, was den Service erhöht. So geht der Einkauf schneller vonstatten. „In Kombination mit einer Betreuung und Beratung sehen wir darin den moderneren und effektiveren Weg“, sagt der Niederlassungsleiter. Viele Chefs von Handwerkern loben dieses System: Sie

wollen nicht, dass ihre Monteure während der Wartezeit an einer Bedientheke herumstehen. De Rosa: „Keiner wird jedoch gezwungen, alleine mit dem Scanner loszulaufen. Ist ein Kunde unsicher, wird er vom Personal begleitet.“ Herrlinger hat am Standort Essingen einen Warmschulungsraum für Heizungsmonteure aufgebaut. Thermen, Feststoffkessel und Pelletheizungsanlagen sind dort in Betrieb. „Hier können Kundenschulungen anstatt beim Hersteller vor Ort angeboten werden. Dieses Angebot wollen wir zweimal pro Jahr präsentieren“, sagt De Rosa. Herrlinger hat seit über 60 Jahren Tradition im Bereich Sanitär und Bäder. Der Fachmarkt umfasst 1200 Quadratmeter. Hier könne zwar der Privatkunde nicht direkt kaufen, könne aber, und dies sei der große Vorteil, übers konzessionierte Fachhandwerk beliefert werden. Dadurch profitiere der Käufer von den kurzen Lieferzeiten, dem perfekten Einbau durch den Fachhandwerker und Anschauungsmöglichkeit sowie bester Beratung vor Ort – von professionellem Kundendienst, umfassenden Gewährleistungen und exklusivem Rundum-Service.

danke mit dem Wohlfühlcharakter im Vordergrund steht“, sagt der Firmenchef. Kein Garten sehe aus wie der andere, sondern jeder Kunde wolle durch den Garten als das Entree zum Haus die Individualität betonen. „Unser Ziel ist es, das jeweilige Grundstück so zu gestalten, dass sich der Nutzer in der Natur wohl fühlt“, betont er. Er richtet sich weniger nach Trends als nach der optimalen Ausnutzung und Gestaltung der Fläche mit Pflanzen, die mit Natursteinen, Holz oder Wasserspielen ein ästhetisches Ganzes bilden. Kompetenz und Kreativität sind das Markenzeichen von Wagner Gärten. Dass sich nun der 20-jährige Sohn Sebastian

Wagner Gärten Torweg 3 73450 Neresheim-Schweindorf Telefon 0 73 26 72 02 Telefax 0 73 26 59 16 info@wagner-gaerten.de www.wagner-gaerten.de

anschickt, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, freut den Firmenchef, der seine Kunden seit zwei Jahren im attraktiven Palmenhaus am Firmensitz empfängt. Zum Jubiläum wurde der Neubau einer Maschinen- und Lagerhalle beschlossen, die in Kürze eingeweiht wird. Damit zeigt sich Wagner für die Zukunft gerüstet, die er durchaus positiv sieht, weil die Kunden verstärkt in Sachwerte investierten. Ha

Bei RE/MAX vorn E

rneut wurde Günther Bosch für seine Umsätze 2011 mit dem vierten Platz unter über 1000 RE/MAX-Maklern ausgezeichnet sowie zum zweiten Mal von „Bellevue“ als „Best Property Agents 2012“ geehrt. Das Heidenheimer RE/MAX-Team wurde nun auf sieben Makler verstärkt, unter anderem konnte mit Alexander Zipper ein erfahrener Bau-Ingenieur und KfW-zugelassener Energieberater gewonnen werden. Anita Lechner betreut künftig den Raum Aalen. Das RE/MAX Netzwerk verfügt inzwischen über 50 Makler im Umkreis von 40 km. Seit Kurzem werden auf Wunsch Luftbildaufnahmen aus 15 m Höhe sowie Videoaufnahmen angeboten. Ein ausgeklügelter Marketingplan sowie das immer dichter

werdende RE/MAX-Netzwerk erlaubt es, Immobilien ohne lästigen Besichtigungs-Tourismus zum Bestpreis zu verkaufen. 29 Jahre örtliche Markterfahrung sowie eine hohe Qualifikation als DIA-Zertifizierter Makler sowie Gutachterund Sachverständiger für Wertermittlung kann Bosch seinen Kunden bieten. www.remax-heidenheim.de Telefon 0 73 21 30 51 20 12 guenther.bosch@remax.de

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Firmen & Märkte

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Wirtschaft Regional | September 2012

Kiener Maschinenbau zieht mit seiner Lehrwerkstatt um Lauchheimer Maschinenbauer kauft Gebäude und verlagert Tochterunternehmen LACOM und Lehrwerkstatt – Renovierung läuft noch Lauchheim. Die starke Expansion der Firma Kiener Maschinenbau GmbH in den letzten Jahren erforderte die Schaffung zusätzlicher Flächen. Da die Anzahl der Auszubildenden ebenso mit anstieg, entschied Firmenchef Waldemar Kiener, die Lehrwerkstatt sowie zukünftig auch den unter dem Namen LACOM firmierenden Bereich Beschichtungstechnik in ein neu erworbenes Gebäude umzuziehen, das sich in der unmittelbaren Nähe des Hauptwerkes befindet.

Kiener hat in einem neu gekauften Gebäude seine Lehrwerkstatt neu untergebracht.

Die Lehrwerkstatt selbst ist bereits fertiggestellt und bezogen. In dem hellen und großzügig gestalteten Raum sind 18 gewerbliche Auszubildende zusammen mit ihrem Ausbilder untergebracht. Paul Burkhartsmaier, der diese Aufgabe seit 1998 übernommen hat, ist ausschließlich für die Ausbildung der Lehrlinge bei Kiener verantwortlich. Im neuen Gebäude stehen 16 Schraubstockarbeitsplätze für die Grundausbildung sowie insgesamt elf Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen, davon fünf CNC-

Fräsmaschinen sowie zwei CNC-Drehmaschinen zur Verfügung. Eine kleine Härteanlage mit zugehörigem Messgerät wurde für die Lehrwerkstatt angeschafft. Die eigene Ausbildung deckt den kontinuierlichen Bedarf von Kiener an hochqualifizierten jungen Mitarbeitern in den Berufen Industriemechaniker Einsatzgebiet Maschinen- und Anlagenbau, Zerspanungsmechaniker Einsatzgebiet CNCFräsen und CNC-Drehen sowie Elektroniker in der Automatisierungstechnik. sk

LMT-Gruppe auf der AMB in Stuttgart LMT-Gruppe investiert in Internationalisierung und Innovationen Produktionsbasis modernisiert und ausgebaut – Innovationsstrategie als Wachstumsmotor für beide Divisionen – Auftragseingang und Ertrag 2011 gestiegen Stuttgart/Oberkochen. Auf der AMB in Stuttgart präsentierte LMT Tools seine neuesten Werkzeuglösungen. Die Muttergesellschaft LMT Group zieht eine erfreuliche Bilanz des Geschäftsjahrs 2011 und gibt einen Ausblick auf ihre Vorhaben im kommenden Jahr. Schwerpunkte sind die weitere Internationalisierung des Geschäfts sowie die Umsetzung der Innovationsstrategie. „Wir haben bei LMT Tools in drei Kontinenten eigene Produktionsressourcen auf-

gebaut. Das ist die Basis unseres Wachstums“, erklärte Dr. Michael Heinrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der LMT Group. „Mittlerweile erzielt die Werkzeuggruppe nicht nur 68 Prozent des Umsatzes im Ausland, sondern unsere Auslandsgesellschaften leisten bereits heute 36 Prozent der Wertschöpfung. Unter den mittelständischen Werkzeugherstellern sind wir damit vermutlich der mit der höchsten Wertschöpfung außerhalb Deutschlands.“

WAS VE RSTEHEN SI E UNTER SPITZENLEISTUNG? Spitzenleistung heißt, nur das zu machen, was man besser kann als andere. Deshalb konzentrieren wir uns auf Verfahren, für die wir technisch überlegene Werkzeugsysteme entwickeln. So garantieren wir höchste Qualität und Wirtschaftlichkeit für Ihre Bearbeitungsprozesse.

Wie definieren Sie Spitzenleistung? Lassen Sie uns darüber sprechen.

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ACU-Jet Double 6 von LMT Tools

Um die positive Entwicklung voranzutreiben, wird die LMTGruppe im laufenden Geschäftsjahr insgesamt weitere

rund 15 Millionen Euro investieren, überwiegend im Werkzeugbereich. Gebaut wird zurzeit eine neue Fabrik in Pune, Indien, für beide Divisionen der LMT Group. Außerdem plant das Unternehmen 2013 eine neue Fertigung in Nanjing zu errichten. „Wir wollen wachsen, indem wir unsere Technologie konsequent globalisieren“, unterstrich Matthias Rommel, Geschäftsführer von LMT Tools. „Dazu wollen wir unser Entwicklungs- und Produktions-Know-how nutzen, um LMT-Spezialwerkzeuge zukünftig weltweit nah bei den Kunden zu produzieren.“ Innovationen schnell im Markt etablieren „Ein weiterer Baustein des Erfolgs von LMT TOOLS ist die schnelle Etablierung von Innovationen“, sagte Rommel. „Unser Ziel ist, neue Produkte in kürzester Zeit zu Standards zu machen. Daher fokussieren wir uns konsequent auf technisch überlegene Werkzeuglösungen für anspruchsvolle Aufgaben.“ Exemplarisch für diese Strategie sind die neuen SpeedCore-Wälzfräser, die LMT Tools zur EMO 2011 erstmals präsentierte. Werkzeug-Highlights zur AMB 2012 Zur AMB 2012 hat LMT Tools die SpeedCore-Wälzfräser weiterentwickelt und präsentiert eine speziell auf den SpeedCore-Werkstoff zugeschnittene Beschichtung, durch die sich die Standzeit der Werkzeuge nochmals um bis zu 40 % verlängert. Weitere technische Highlights sind der ACU-Jet Double6 von LMT Kieninger (siehe oben), ein Frässystem für das Schruppen hochfester Stahlwerkstoffe im Gesenk- und Formenbau sowie der MultiEdge Double4Feed von LMT Fette, ein Planfräskopf für Stahl- und Gusswerkstoffe. Bei den Systemen profitieren Anwender von den neu entwickelten, beidseitig nutzbaren Wendeschneidplatten. Ein vor allem für die Öl- und Gasindustrie interessantes Angebot ist das API-Gewindeprogramm der LMT Fette (siehe rechts). Mit den Rollköpfen und Gewindeformern können die Gewinde der Pumprohre spanlos umgeformt statt ge-

Die Excellence Workshops wurden von der AMB ins Internet übertragen.

schnitten werden. Mit dem neuen Angebot steht den Herstellern dieser Pumprohre erstmals eine Werkzeuglösung aus einer Hand zur Verfügung, die den gesamten Anwendungsbereich für zylindrische Gewinde abdeckt. Erfreuliches Ergebnis im Geschäftsjahr 2011 Für 2011 verzeichnete die LMT Group einen Auftragseingang von 311 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 19 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz der Gruppe stieg um 17 % auf 289 Millionen Euro. Der Ertrag konnte um 70 % gesteigert werden. „Das ist ein erfreuliches Ergebnis und der verdiente Lohn für die erfolgreiche Restrukturierung der Unternehmensgruppe“, sagte Dr. Michael Heinrich. „Wir können aber noch mehr. Wir haben eine starke Grundlage geschaffen, auf der sich die Geschäftsfelder jetzt frei entwickeln können.“ Auch im ersten Halbjahr

2012 ist die LMT-Gruppe weiter gewachsen, rechnet aber in der zweiten Jahreshälfte im Weltmarkt für Präzisionswerkzeuge mit einer Abkühlung. „Der Kern unserer Strategie in beiden Divisionen ist es, Innovationen als Standards zu etablieren. Fette Compacting hat auf diese Weise seine Position als Weltmarktführer für Tablettenpressen weiter ausbauen können“, betonte Dr. Michael Heinrich. „LMT Tools beweist den Erfolg dieses Ansatzes auf der AMB 2012. In Excellence Workshops präsentierten wir unter dem Motto Spitzenleistung Spitzenwerkzeuge gemeinsam mit unseren Kunden erfolgreiche Praxisprojekte. Im Mittelpunkt stehen dabei Werkzeuge, die wir in den vergangenen zwei Jahren neu vorgestellt haben. Für unsere Kunden sind diese Innovationen inzwischen Standard geworden, mit denen sie ihre Produktivität deutlich verbessert haben.“

Prinzip des Gewindeschneidens an Pumpgestängen


Firmen & Märkte

Wirtschaft Regional | September 2012

Das Netzwerk „SmartGrids“ startet in 2. Phase Aachen/Ellwangen. Das im vergangenen Jahr von der Aachener Niederlassung der EurA Consult AG initiierte und aufgebaute ZIM-NEMONetzwerkprojekt „SmartGrids – Technologien für dezentrale intelligente Stromversorgung“ startet Anfang Oktober in seine zweite Phase. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Netzwerk beschäftigt sich mit der Entwicklung innovativer Technologien und Dienstleistungen zur Beschleunigung der Energiewende und Erhöhung der Ressourceneffizienz. Die Netzwerkaktivitäten sollen dazu beitragen, die Auswirkungen der sich dramatisch verändernden Stromversorgung abzufedern. Die an SmartGrids beteiligten mehr als 20 Partner wollen Entwicklungsvorhaben gemeinsam prototypisch umsetzen und vermarkten. Es werden Technologien zur Energiespeicherung und Energieeffizienzsteigerung erforscht. In den vergangenen Monaten wurden Ideen von den Partnern entwickelt, die jetzt vor der Umsetzung stehen. So zum Beispiel die Entwicklung intelligenter Energiespeicher-Technologien für Wohngebäude auf Basis von Wasserstofftechnik und Brennstoffzelle; ebenso neuartige Verfahren zur Darstellung zeitaktueller Netzzustandsdaten. Durch Vernetzung von weiteren Akteuren soll das Netzwerk in Phase zwei weiter auf- und ausgebaut werden. Das heißt, es steht für neue Partner offen. www.SmartGrids-net.de

Johannes Schmidt Telefon: 0241 96312 10 johannes.schmidt@ euraconsult.de

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Demografie und Gesundheitswesen treffen sich Am 27./28. September findet an der Hochschule Aalen das Gesundheitsmanagement-Forum zum Thema „demografischer Wandel“ statt l

Sascha Kurz

Aalen. Am 27. und 28. September findet an der Hochschule Aalen zum zweiten Mal das Gesundheitsmanagement Forum Ostwürttemberg statt. Die vom Studiengang Gesundheitsmanagement der Hochschule Aalen veranstaltete Tagungsreihe soll den Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen und Forschung sowie Studierenden fördern. 2012 wird das Thema demografischer Wandelaufgegriffen. Das sechsköpfige Professorenteam des Studiengangs, der seit nunmehr fünf Jahren existiert und in Kooperation mit der damaligen Gmünder Ersatzkasse (GEK) ins Leben gerufen wurde, war bestrebt, das Programm der Tagung möglichst breit zu gestalten. Statistische Ansätze für die Region Ostwürttemberg werden ebenso aufgegriffen wie die Bedeutung des demografischen Wandels für die hiesige Wirtschaft. „Der Gerontologe Prof. Dr. Hermann Brandenburg wird darstellen, l

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Studiengang-Infos • Im WS 2007/08 starteten die 35 ersten Bachelor-Studierenden. • Von Anfang an bestand ein großer Andrang auf den Studiengang. Für das WS 2012/13 gab es 983 Bewerbungen auf 85 Studienplätze im BachelorStudiengang. • Insgesamt gibt es derzeit 230 Studierende.

Infektionsmanagement in Heimen ist nur ein Aspekt bei der Gesundheitsversorgung im Alter. (Foto: Paul Hartmann AG)

Prof. Stefan Fetzer ist seit Oktober 2011 an der Hochschule Aalen.

welche wissenschaftlich gestützten Maßnahmen und Interventionen die körperliche, soziale und psychische Situation von hilfe- und pflegebedürftigen alten Menschen und ihrer Angehörigen verbessern können“, erklärt Prof. Stefan Fetzer, der seit Oktober 2011 eine Professur an der Hochschule Aalen inne hat. Für das Gesundheitssystem seien durch den Anstieg der Kranken- und Pflegebedürftigen neue Konzepte notwendig,

Workshop werden die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft in der Arbeitswelt beleuchtet. Das betriebliche Gesundheitsmanagement spielt dabei eine große Rolle. „Es wird spannend sein, Verantwortliche aus der Praxis zu hören, wie sie sich bezüglich der Fürsorge für ihre Mitarbeiter annehmen und beispielsweise mehr als gesetzliche Normen mit eigenen Angeboten erfüllen“, sagt Fetzer. Im zweiten Workshop kommen Vertreter von Krankenkassen zu Wort, die berichten, wie Kassen auf die Probleme reagieren und separate Anlaufstellen für Ältere schaffen, um die Stationen Pflege, Hausarzt, Facharzt und andere Einrichtungen besser zu koordinieren. Und: Manfred Zwick, Direktor des Aalener Albstifts, wird über Entwicklungen in Pflegeeinrichtungen sprechen. „Ich freue mich auf rege Diskussionen im Anschluss an die Workshops im Plenum“, sagt Stefan Fetzer. Info: Telefon 07361 576 2320 Gerlinde.Higler-Kraenzle @htw-aalen.de Gebühr: 75 Euro (Studierende 25 Euro).

Programm des Forums Gesundheitsmanagement Donnerstag, 27. September 2012: 13.30 Uhr: Begrüßung und Einführung 14 Uhr: „Demografischer Wandel in Ostwürttemberg“ Werner Brachat-Schwarz, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg 15 Uhr: Pause / Besuch der Poster-Galerie sowie der Infostände 16 Uhr: „Demografischer Wandel und seine Bedeutung für die Wirtschaft in Ostwürttemberg“; Peter Gring, IHK Ostwürttemberg 17 Uhr: „Herausforderungen an die Versorgung einer alternden Gesellschaft aus gerontologischer Sicht“; Prof. Dr. Hermann Brandenburg Freitag, 28. September 2012: 9 Uhr: „Intergenerative Verteilungswirkungen im Gesundheitssystem“; Prof. Dr. Stefan Fetzer 9.30 Uhr: „Verteilungsfragen in der Gesundheitsversorgung“ Prof. Dr. Susanne Esslinger, Hochschule Aalen 10.15 bis 11.45 Uhr: Parallele Workshops 11.45 Uhr „Demografie und finanzielle Auswirkungen auf die Pflegeversicherung“ Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen Infos und Anmeldung: www.htw-aalen.de/studium/gm

die eine zukunftssichere Finanzierung des Gesundheitssystems und gleichzeitig eine entsprechend hochwertige Versorgung gewährleisten. Am Freitag wird das Forum mit weiteren Vorträgen und zwei parallelen Workshops fortgesetzt. Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, wird über die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Pflegeversicherung, die „eine Teilkaskoversicherung darstellt“, wie es Fetzer ausdrückt, darlegen. Bewertet werden soll auch die aktuelle Debatte um das Modell „Pflege-Riester“ sowie das künftige Niveau der staatlichen Pflegeversicherung. Abgerundet werden die Vorträge durch Beiträge von Prof. Dr. Susanne Esslinger und Prof. Dr. Stefan Fetzer von der Hochschule Aalen. Dabei geht es um Verteilungsfragen der Lasten, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben. „Wie hoch sollen oder dürfen die Lasten zukünftiger Generationen sein? Ist eine intergenerative Lösung möglich? Solche Fragen werden dort angesprochen werden“, sagt Fetzer. Besonders interessant werden die Workshops sein. Im ersten

• Der Studiengang wurde in Kooperation mit der damaligen Gmünder Ersatzkasse (GEK) ins Leben gerufen. Diese Kooperation besteht weiterhin (die Barmer GEK unterstützt die Stiftungsprofessur) und beinhaltet die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Vollzeitstudiums. • Der Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement beinhaltet wirtschafts- und gesundheitswissenschaftliche Themen und richtet sich sowohl an Berufstätige als auch an nicht berufstätige Interessenten. Er wird als Vollzeitstudium angeboten und dauert acht Semester. Besonderheit ist, dass die Vorlesungen eines Semesters jeweils von Montag bis Freitag in acht Blockwochen angeboten werden. • Mit dem Bachelorabschluss sind die Studierenden bestens für eine Stelle bei Krankenkassen, Krankenhäusern, Gesundheitsorganisationen und in der Gesundheitsindustrie gerüstet. • Ab dem WS 2013/14 wird erstmals auch ein Master-Studiengang Gesundheitsmanagement angeboten. Auch er kann berufsbegleitend an zwei Tagen in der Woche studiert werden und dauert vier Semester. • Beginn der GM-Studiengänge ist jeweils zum Wintersemester. sk

Wie Frauen und Männer vom Unisex-Tarif profitieren können Im Experten-Interview mit Stefan Schneider von der Württembergischen Versicherung wird das aktuelle Thema erörtert

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pätestens ab 21. Dezember 2012 zahlen Frauen und Männer den gleichen Betrag für die gleiche Versicherungsleistung – so entschied der Europäische Gerichtshof im Unisex-Urteil. Welche Versicherungen werden nun günstiger, welche teurer? Wie können Frauen und Männer sich jetzt noch alte Vorteile sichern und so viel Geld sparen? Hier kommen die Antworten von Diplom-Betriebswirt Stefan Schneider. Was ist der Hintergrund des Urteils und ab wann gelten die Unisex-Tarife? Junge Männer fahren riskanter, Frauen leben länger. Nach

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Kontakt

Versicherungsbüro Stefan Schneider Friedhofstraße 15 73430 Aalen Telefon: 0 73 61 88 94 0 Telefax: 0 73 61 88 94 20 stefan.schneider@ wuerttembergische.de

Stefan Schneider

dem Unisex-Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom März 2011 dürfen Versicherer geschlechtsspezifische Unterschiede künftig nicht mehr berücksichtigen. Spätestens vom 21. Dezember 2012 an, gilt bei gleicher Versicherungsleistung derselbe Tarif für Frauen und Männer. Je nach Geschlecht und Versicherung fallen oder steigen damit die Beiträge. Die Unisex-Regelung betrifft nur Neuabschlüsse. Vorhandene Verträge laufen unverändert weiter.

Welche Versicherungen sind im Einzelnen betroffen? Das Unisex-Urteil wirkt sich auf die Tarife der privaten Rentenversicherung, Pflegerente Berufsunfähigkeitsversicherung, Hinterbliebenenversicherung, Krankenvoll- und Zusatzversicherung, Unfallversicherung und die Autoversicherung aus. Wo profitieren Frauen bei den neuen Unisex-Tarifen? Geschlechtsunabhängige Versicherungsbeiträge kommen zumeist Frauen zu Gute. Sie zahlen für eine lebenslange Altersrente künftig weniger, auch ihr Beitrag zur Berufsunfähigkeits- und Pflegeversicherung sinkt. Im Gegenzug steigt der Tarif für Männer. Wie sieht es beim männlichen Geschlecht aus? Das starke Geschlecht kann sich altersabhängig auf sinkende Beiträge in der Risikolebensversicherung freuen. Die reine Todesfallabsicherung kann dagegen bei Frauen teurer werden. Wer jetzt handelt und seinen Vorsorge- und Versicherungsbedarf überprüft, kann auf Dauer Geld sparen. Was ist Ihre persönliche Empfehlung im Umgang mit dem Unisex-Urteil? Sollte

Die besten Spartipps für Männer und Frauen

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Besonderes Angebot für Krankenversicherungs“Späteinsteiger“: Alle, die zur privaten Krankenversicherung wechseln möchten, die Voraussetzungen dafür aber erst 2013 erfüllen, haben die Möglichkeit, sich mit der Bisex-Anwartschaftsversicherung den günstigeren Beitrag auf Basis des aktuellen Gesundheitszustandes zu sichern. Dies ist vor allem für Männer interessant.

man sich mit einem neuen Vertrag beeilen? Die massive deutschlandweite Diskussion über Altersarmut, die durch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen angestoßen wurde, hat ein enormes Kundenecho hervorgerufen. Ich empfehle einen Vorsorgecheck bei unserer Württembergischen durchführen zu lassen. Ob es anschließend einen Handlungsbedarf gibt, hängt zuallererst von eventuellen Versorgungslücken ab. Wer ohnehin weiß, dass er für seine private Vorsorge noch etwas tun muss, sollte die Vorteile

des Unisex-Urteil nutzen oder Nachteile durch einen späteren Abschluss vermeiden. Lohnt es sich umgekehrt, mit einem neuen Vertrag abzuwarten, weil die Beiträge durch Unisex sinken könnten? Menschen mit bedrohlichen Versorgungslücken sollten ihren Versicherungsschutz nicht auf die lange Bank schieben. Passieren kann immer etwas. Abwarten ist daher nicht empfehlenswert. Bei der Württembergischen ist das auch gar nicht notwendig. Sofern geschlechtsunabhängige Konditionen günstiger sind,

kann sie ein Kunde der Württembergischen schon jetzt abschließen und nicht erst vom 21. Dezember 2012 an. Wer sofort vorsorgt, sichert sich einen Vertrag auf Basis des aktuellen Gesundheitszustands und gewinnt darüber hinaus weitere Vorteile – beispielsweise durch ein günstigeres Eintrittsalter, Zinseszinseffekte und die volle staatliche Förderung bei den FörderRenten noch im alten Jahr. Weitere Infos sowie den kostenlosen Vorsorgecheck bietet das Team von Stefan Schneider in neuen Räumlichkeiten in der Friedhofstraße 15 in Aalen (ehemals VdK).


Firmen & Märkte

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Wirtschaft Regional | September 2012

Messe Motek in Stuttgart vom 8. bis 11. Oktober Motek wirft Schatten voraus Leitmesse für Montage und Automation im Oktober in Stuttgart

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ie Motek, internationale Leitmesse für Montage-, Handhabungstechnik und Automation wird vom 8. bis 11. Oktober in Stuttgart abgehalten. Einige Firmen aus der Region präsentieren sich dort. Die weltweit führende Veranstaltung in den Bereichen Produktions- und Montageautomatisierung, Zuführtechnik und Materialfluss, Rationalisierung durch Handhabungstechnik und Industrial Handling hat eine große Tradition und feiert ihre 31. Auflage. Auf der Motek bekommen Konstrukteure und Anwender bereichsübergreifende Lösungsansätze vermittelt, von Detaillösungen bis hin zu schlüsselfertigen Systemlösungen. Die Besucher aus Automobil-, Maschinen- und Gerätebau, Elektro- und Elektronik-

rund 37 000 Besucher aus 96 Ländern bei den 945 Ausstellern aus 21 Nationen über Neuheiten der Branche informiert. Das waren 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Veranstalter erwartet für 2012 einen weiteren Zuwachs bei den Besucherzahlen. sk www.motek-messe.de

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industrie, Medizintechnik und Solarproduktion und anderen metall- und kunststoffverarbeitenden Unternehmen und deren Zulieferern bekommen einen umfassenden Überblick über die Neuheiten der Branchen. Deshalb nutzen die Betriebe aus Ostwürttemberg die Messe auch ausgiebig als Plattform. 2011 hatten sich

Bei der Motek dabei Aussteller aus der Region: Alfing Monatgetechnik GmbH Apex Tool Group GmbH & Co OHG DSM Messtechnik GmbH EST GmbH & Co KG Franke GmbH Mta Maschinentechnik GmbH Nord Liock GmbH Max Schlatterer GmbH & Co KG Sconvey GmbH Tegel Technik GmbH C.&E. Fein GmbH Icotek GmbH Kaleja Electronik GmbH KMF Maschinenbau AG Lorenz Messtechnik GmbH MRW C.M.Fuisting GmbH & Co KG

Lösungen in der Automationstechnik sind auf der Motek zu sehen.

SIA Industrietechnik GmbH

Franke GmbH präsentiert sich D

ie Aalener Franke GmbH präsentiert sich auf der diesjährigen internationalen Fachmesse Motek in Stuttgart. Dafür wird ein komplett neuer Messestand gebaut. Zielsetzung der Messeteilnahme ist die Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marke Franke als Hersteller kundenspezifischer Wälzlager und Linearsysteme. Franke Drahtwälzlager erlauben Konstrukteuren fast unbegrenzte Möglichkeiten bei der Gestaltung der umschließenden Konstruktion – in Bezug auf Design und Werkstoffvarianten. Materialien wie beispielsweise Stahl, Aluminium, Niro, Keramik, Teflon, Kunststoff oder Messing können anwendungsspezifisch kombiniert werden. Dadurch lassen sich Anforderungen in Bezug auf Umweltschutz, Reinraumoder Lebensmitteltauglichkeit optimal erfüllen. Auch dem Bestreben nach einer Senkung des Energieverbrauchs tragen Franke-Produkte Rechnung. Wenn es auf Leichtgängigkeit ankommt, ist eine bis zu 30-prozentige Reduzierung der Antriebsleistung im Vergleich zu anderen Wälzlagern möglich. Zwei Neuprodukte werden auf der Motek der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zum einen das neue Drahtwälzlager LEG 8, das sich auf dem großen Markt der Dünnringlager als interessante Alternative etablieren könnte. Es ist flexi-

bel wie alle Franke-Produkte und ergänzt die Reihe der Drahtwälzlager um ein neues, innovatives Profil. Beim LEG 8 werden jeweils zwei Laufdrähte zu einem einzigen zusammengefasst. Statt vier Laufringen wie beim herkömmlichen Drahtwälzlager kommt das LEG 8 mit zweien aus. Durch das besondere Profil der Laufbahnen bleibt das Vierpunktprinzip erhalten. Das Lager soll in Verpackungsmaschinen, Wickelmaschinen der Textilindustrie, beim RoboterHandling und in der Medizintechnik eingesetzt werden. Im Bereich der Linearsysteme wird das Linearmotormodul FTH Drive zu sehen sein. Das Linearmotormodul erreicht eine Verfahrgeschwindigkeit von maximal 6 m/s und

beschleunigt mit bis zu 100 m/s. Durch ihre kompakte und integrative Bauform sind Franke Linearsysteme prädestiniert für einen Einsatz in hygienisch sensiblen Bereichen – etwa in der Lebensmitteltechnik oder im Reinraum. Das FTH Drive ergänzt das Angebot an angetriebenen Linearachsen durch eine hochdynamische, einbaufertige Komponente. Der Stand der Aalener Franke GmbH befindet sich in Halle 5, Stand 5313. l

Kontakt Franke GmbH Obere Bahnstraße 64 73431 Aalen Telefon 0 73 61 920-0 www.franke-gmbh.de info@franke-gmbh.de

Stilvolle und exklusive Leuchten erhellen das Luce Studio Günther und Brigitte Bauder haben ihren Schauraum ausgebaut – Beleuchtung in den eigenen vier Wänden wird wichtiger – Tag der offenen Tür am 3. Oktober l

Sascha Kurz

Nattheim. Italienische Leuchten dominieren den über 500 Quadratmeter großen, neu gestalteten Schauraum des Leuchtenstudios Luce Studio KG in Nattheim. Mundgeblasene Murano-Glasleuchten unterschiedlichster Formen und Arten sowie andere Decken-, Wand- und Stehleuchten jeglicher Couleur und Exklusivität

laden dazu ein, in eine lichtdurchflutete eigene Welt einzutauchen. Ebenso warm wie das Licht der Leuchten den Gast im Luce Studio umgibt, verströmen das Inhaberehepaar Brigitte und Günther Bauder ihre Kompetenz bei der Wahl der geeigneten Beleuchtungskörper. Seit 1967 ist Günther Bauder im Leuchtengeschäft unterwegs und zählt deshalb zu den erfah-

Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 10 – 12 h und 14 – 18 h Sa. 10 – 14 h oder nach Vereinbarung

renen Beleuchtungsexperten der Region Ostwürttemberg. Durch den Direkteinkauf in Italien bietet Luce Studio ausgefallene Modelle und Designs an, die es sonst nur selten in deutschen Fachgeschäften zu kaufen gibt. Die Form- und Artenvielfalt der Leuchten scheint unendlich groß zu sein. Erwähnte Stehleuchten aus Murano-Glas stehen grazil im Eingangsbereich des Schauraums, weiter hinten hängen schlichte Leuchten aus Edelstahl mit LED-Leuchtkörpern über einem Esstisch aus Eichenholz. Der LED-Technik misst Günther Bauder in seinen täglichen Beratungen immer größeren Raum bei. „Die Vielfalt und die Anwendungsmöglichkeiten kennen quasi keine Grenzen. Die LEDTechnik hat das Thema Beleuchtung ein Stück weit revolutioniert“, erklärt er. Luce Studio bietet eine kompetente Vor-Ort-Beratung. „Dabei schauen wir uns zunächst die Räumlichkeiten an und machen unseren Kunden Vorschläge, wenn sie in unserem Leuchtenstudio vorbeischauen“, erläutert Günther Bauder sein Vorgehen bei der Beratung. Meist vertrauen die Kunden auf das geschulte Auge des Lichtspezialisten. Günther Bauder hat das siche-

re Gefühl, wie eine Leuchte im Raum wirkt und wie Stile kombiniert werden können. Er lässt sich auf die Charaktere seiner Kunden ein, analysiert und sucht treffsicher passende Leuchten aus. Als Abrundung des Beratungsservices vermittelt Luce Studio bei Bedarf auch den passenden Montageservice. Der Faktor Beleuchtung sei in den vergangenen Jahren beim Einrichten der eigenen vier Wände immer wichtiger geworden. „Es wird nicht mehr nur eine Leuchte quasi wahllos an der Decke montiert. Mehre-

Luce Studio bringt bei Nacht angenehmes Licht ins Dunkel.

re Lichtstellen setzen die Wohnräume viel besser in Szene, machen sie für den Bewohner interessanter, eine Wohl-

Günther und Brigitte Bauder leiten das Luce Studio.

fühlatmosphäre wird geschaffen“, erklärt der Leuchtenspezialist. Beim Gang durchs Leuchtenstudio gerät der Besucher bei Luce Studio ins Schwärmen. „Mein Wintergarten und der lange Flur meiner Wohnung sind durch die Leuchten von Luce Studio zu neuen Räumen geworden“, sagt eine Kundin. „Leuchten können eine neue, behagliche Wohnqualität schaffen“, drückt es Günther Bauder aus. Am 3. Oktober feiert Nattheim und Luce Studio zudem Oktoberfest. Von 13 bis 18 Uhr wird ein Teil des größten Grills der Welt vom Deutschen Grillmeister in Betrieb vorgeführt. Kontakt: Luce Studio Daimlerstr. 16 89564 Nattheim Telefon 0 73 21 – 97 70 60 info@luce-studio.de


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Wirtschaft Regional | September 2012

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Bopfinger VAF GmbH erweitert Produktionsfläche VAF bewegt Bopfinger Know-how in globale Zukunft l

Sascha Kurz

Bopfingen. Die neue Montagehalle der VAF GmbH wurde im April 2012 bezogen. Das Unternehmen mit aktuell 180 Mitarbeitern entwickelt sich seit vielen Jahren rasant und ist aus der Riege der renommierten Sondermaschinenbauer nicht mehr weg zu denken. „Der Neubau der Halle war mehr als notwendig, da wir aus allen Nähten geplatzt sind und bereits Montageflächen anmieten mussten“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Hermann Stark. Allein die neue Montagehalle bietet eine Nutzfläche von 2400 Quadratmetern auf zwei Ebenen. Somit stehen VAF mittlerweile über 7.000 Quadratmeter Fertigungs-und Montagefläche zur Verfügung. Im nächsten Schritt wird zum Jahreswechsel das Firmenareal nochmals um 5000 Quadratmeter erweitert, um Parkplätze für die wachsende Zahl der Mitarbeiter zu schaffen.

Ein Teil der Montageanlage für das Direktschaltgetriebe DQ 200 für Sˇkoda, wie sie in gleicher Ausführung bereits von VAF für VW in Kassel und Dalian (China) geliefert wurde, steht in der neuen Halle in Bopfingen.

untergebracht. Dadurch entsteht weitere Expansionsfläche für die CNC Fräserei in den ursprünglichen Hallen. Der Einzug in die neue Produktionshalle stellt keineswegs einen Schlusspunkt in der positiven Entwicklung des 1983 gegründeten Unternehmens dar. Bereits im kommenden Jahr soll das 2005 eingeweihte Verwaltungsgebäude um ein

Umfeld der Firma eine optimistische Grundstimmung, wodurch das Unternehmen eine starke Nachfrage nach technischen Fachkräften in unterschiedlichen Bereichen zu verzeichnen hat. Zu der Erfolgsgeschichte von VAF passt der jüngst in die Bücher genommene größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte mit annähernd 20 Mio Euro. Er be-

inhaltet das Liefern einer völlig neu zu konzipierenden Anlage zur Montage des neu entwickelten Automatikgetriebes mit integrierter E-Maschine für Hybrid-Fahrzeuge des VWKonzerns, die 2015 auf den Markt kommen werden. Das Thema Innovation wird bei der VAF GmbH großgeschrieben. „Die Fertigungstiefe soll eher ausgebaut als zu-

Als Generalunternehmer gratulieren wir der Firma VAF zum gelungenen Neubau! Fertigteil- und Spannbetonwerke • Schlüsselfertiges Bauen Bauunternehmung • Ingenieurbüro Hermann Stark (re.) und Matthias Wolf leiten gemeinsam als Geschäftsführer die Bopfinger VAF GmbH. (Foto: Jürgen Stirner)

Im Untergeschoss des Neubaus wurde ein hochmoderner neuer Lackierraum installiert, mit einer Absauganlage inclusive Wärmerückgewinnung, der alle geforderten Umweltnormen deutlich übertrifft. Zudem sind im UG die Sägerei sowie alle anderen Stationen der Materialbereitstellung untergebracht. Diese wurden aus der Montagehalle herausgenommen, um den Materialfluss und alle anderen Arbeitsabläufe zu optimieren. „So entstand in den bestehenden Hallen mehr Platz, um die immer größer werdenden Kundenanlagen vor der Auslieferung aufzubauen und in Betrieb nehmen zu können. Die nun zur Verfügung stehende Fläche ist für die zukünftige strategische Entwicklung von VAF von elementarer Bedeutung da wir immer größere Aufträge von unseren Kunden bekommen“, erläutert Hermann Stark. In der oberen Etage der neuen Halle ist die Dreherei mit derzeit über 10 modernen CNCMaschinen eingezogen sowie Teile der Maschinenmontage l

Stockwerk gewachsen sein – die Vorarbeiten dazu laufen bereits. „Zudem sollen in der alten Produktionshalle einige Büros eingebaut werden. VAF investiert auch weiterhin erheblich in seine Infrastruktur“, betont Stark. Seit dem 1. Juli ist bei VAF mit Matthias Wolf ein zusätzlicher Geschäftsführer neben Hermann Stark für die Bereiche Einkauf und Personal tätig. „Die Bereiche des Unternehmens sind seit 2007 erheblich gewachsen. Nun sind wir an einem Punkt angelangt, an dem die Aufgaben für einen Geschäftsführer allein zu vielschichtig und zeitintensiv werden. Ich kümmere mich künftig wieder verstärkt um die technischen Belange sowie den Vertrieb“, erklärt Hermann Stark. Ein Indiz für diese Entwicklung sind die zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Personal in den vergangenen fünf Jahren. Der Expansionskurs bei VAF soll weiterhin konsequent verfolgt werden. Es herrscht bei VAF und im

Firmenhistorie der VAF GmbH 1983 wurde VAF von Georg Stirner, Heinrich Baumgärtner und Richard Mayer gegründet und entwickelt sich zum potenten Anbieter von Montagelinien. Ab 1996 fungiert Hermann Stark als alleiniger Inhaber und Geschäftsführer. Zum 1. Juli 2012 tritt Matthias Wolf als weiterer Geschäftsführer ein. Die Mitarbeiterzahl steigt von 20 im Jahr 1996 auf 180 Mitarbeiter an. 2000 wird die erste Montagehalle errichtet, 2005 das neue Verwaltungsgebäude in Betrieb genommen. Mit der Konstruktion, Fertigung und Montage ganzer Montagelinien und Montagestationen für Motoren, Getriebe und Fahrwerkskomponenten zählt VAF heute zur Spitze der weltweiten Sondermaschinenbauer. Innerhalb des VW-Konzerns gehört VAF zu den Top-100-Lieferanten. sk

rückgefahren werden. Wir wissen, dass wir damit gegen den Strom schwimmen, dennoch ist es ein strategisches Ziel von VAF, da wir überzeugt sind dadurch einen Wettbewebsvorteil zu haben. Als Nebeneffekt hat sich die Lohnfertigung auf den modernen CNC-Maschinen zu einem eigenständigen Bereich entwickelt, der inzwischen in siebenstelliger Höhe zum Umsatz beiträgt“, erläutert Matthias Wolf. Bei VAF können Einzelteile und Kleinserien schwierig zu fertigender Teile in kurzer Zeit zerspant werden. Weiterhin sollen bei VAF kurze Entscheidungswege sowie schwäbische Tugenden wie Fleiß und Leistungsbereitschaft mit einer hoch motivierten Belegschaft gelebt werden. „Die sehr positive Unternehmenskultur, wie sie von Hermann Stark täglich gelebt wird, soll in die Breite getragen werden. Verantwortung und ein hohes Maß an Entscheidungsfreiheit weiterzugeben ist dabei ein wichtiger Bestandteil,

um qualifizierten und engagierten Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz zu bieten. VAF möchte sich permanent über neue konstruktive Lösungen weiter entwickeln und durch die regionale Verbundenheit mit dem Standort Bopfingen und den hier lebenden Menschen Identität stiften“, beschreibt Matthias Wolf die Unternehmensziele. Derzeit liegt im Sondermaschinenbau der Schwerpunkt auf Anlagen zur Montage von Getrieben, Motoren und Achsen. In diesen Bereichen ist VAF bei den führenden PkwHerstellern wie BMW, Daimler, GM und dem VW-Konzern sowie deren Zulieferern mit Anlagen weltweit an deren Produktionsstandorten vertreten. „Wir ergreifen die Chancen, die sich in diesem Umfeld ergeben konsequent beim Schopf, indem wir mit schnellen Konstruktionslösungen überzeugen und diese dann auch kurzfristig realisieren“, sagt Hermann Stark.

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Wirtschaft Regional | September 2012

Der Wirtschaftsstandort Spraitbach stellt sich vor Periphere Lage mit guter Wirtschafts-Infrastruktur D

ie Kommune Spraitbach liegt idyllisch am Rande des Naturparks SchwäbischFränkischer Wald. Die 3400 Einwohner zählende Gemeinde ist über die gut ausgebaute Bundesstraße B 298 sehr gut an Schwäbisch Gmünd angebunden und lässt manchen Gmünder an seinen Arbeitsplatz ins Gewerbegebiet „Nassen-Lang“ einpendeln. Größter Arbeitgeber ist Bullyland, bekannter Hersteller von Spielfiguren. Ziel der Pendler können auch die anderen Firmen im Gewerbepark sein. Er ist für eine Kommune dieser Größe wahrlich groß dimensioniert. Alleine im Gemeindebesitz befinden sich noch 34 500 Quadratmeter, die auf ihren Verkauf

Eret Tortechnik GmbH

(Fotos: Jürgen Stirner)

warten. Was der Kommune derzeit etwas Sorgen bereitet, ist die nach wie vor nicht bebaute Fläche von 20 000 Quadratmetern, die von der früheren Firma GS-Kunststofftechnik erworben wurde. Heute ge-

Die BULLYLAND GmbH

Trägt sich selbst

Das Gelände des Sprait-Tech in Spraitbach.

ie Sprait-Tech GmbH wurde 1999 gegründet, um eine Industriebrache wieder mit neuem Leben zu erfüllen und um Existenzgründern eine Chance zu geben. Eigner ist mit 97 Prozent die Kommune Spraitbach und die Anteile von drei Prozent trägt der Ostalbkreis. Die unterschiedlichsten Firmen haben sich seit-

her auf dem über 7500 Quadratmeter großen Areal niedergelassen. Sie profitieren durch günstige Mieten, eine gute Ausstattung, Sozial- und Gemeinschaftsräume, ausreichend Parkplätze und manchem mehr. Rund hundert Arbeitsplätze konnten so geschaffen bzw. das Fachpersonal aus der früheren Firma Index AG

SPRAIT-TECH Am Kirchplatz 1 73565 Spraitbach Telefon 0 71 76 65 63 0 Telefax 0 71 76 65 63-29 info@spraitbach.de

teilweise wieder rekrutiert werden. Der Branchenmix reicht von einem Planungsbüro über den Werkzeugbau, Kunsstoffverarbeitung, Friseur, Malergeschäft und einer Motorradwerkstatt bis zu einer Tanzschule. Geschäftsführer Jürgen Bitzer freut sich über die komplette Belegung des Areals, das sich bis heute selber trage. Er zeigt sich überzeugt, dass die Gründung der richtige Schritt war, weil dadurch Arbeitsplätze und Unternehmen am Ort gehalten wurden. Realisierbar wurde das Projekt dank mutiger Entscheidungsträger und eines Zuschusses aus dem „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“. ha

gern sowie einer Apotheke, drei Ärzten, einem Zahnarzt und einer Poststelle aus. Außerdem ist der große Rewe-Supermarkt ein Anziehungspunkt auch für Kunden aus der Umgebung. Freie Bauplätze mit schönem Ausblick auf den Albrand sind ebenso vorhanden wie der nahe Speichersee zum Baden und Erholen. Im Übrigen ist die Kommune zunehmend ökologisch orientiert und hat sowohl auf den Dächern im Gewerbepark „Sprait-Tech“ als auch auf der Kulturhalle und der Sammelkläranlage Fo-

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enn es um die optimale Steuerungstechnik für Pressen der Automobil- und Zuliefererindustrie geht, wird häufig die Wahl-Automatisierungstechnik eingesetzt. Der Spezialist bietet mit seinem Team nicht nur die in aller Regel sehr komplexe Technik an, sondern er baut auch entsprechende Schaltschränke und plant direkt mit dem Kunden die bestmögliche Visualisierung. Seine Stärken sind einerseits die jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet und andererseits die Flexibilität seines fünfköpfigen TechnikerTeams. Die Steuerungstechnik umfasst auch Transfer-Syste-

Thomas Wahl Automatisierungstechnik

me und wird direkt vor Ort eingebaut und in Betrieb genommen. Pressen-Hersteller und Betreiber in ganz Europa setzen auf die Erfahrung in der Automatisierungstechnik des Fachmanns. Insbesondere im

TBG Transportbeton Kocher-Rems GmbH & Co. KG 73529 Schwäbisch Gmünd · Freimühle 5 Tel. (0 71 71) 92 77 70 Fax (0 71 71) 92 77 72 Spraitbach-Vorderlintal, Spraitbacher Straße 9, Tel. (0 71 76) 5 65 Gaildorf, An der B 19, Tel. (0 79 71) 2 37 80

Wirtschaftsstandort Spraitbach Wir bieten preisgünstige Gewerbeflächen ... - verkehrsgünstige Lage an der Bundesstraße B 298 - Grundstückszuschnitt individuell möglich - Grundstücke sofort verfügbar

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Hochwertige Figuren S

eit fast 40 Jahren ist die BULLYLAND GmbH in Spraitbach weltweit für ihre einzigartigen, handbemalten Spielfiguren und Spielwelten bekannt. BULLYLAND weist ein großes Spektrum an Produkten auf, die in vier Themen gegliedert werden: Animal World, Figurine World, Prehistoric World und Comic World. Sicherheit, Qualität und Pädagogik sind Schlüsselkriterien. BULLYLAND investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung zur Wahrung der hohen Qualitätsstandards. Auch edukative Gesichtspunkte spielen eine große Rolle: BULLYLAND achtet stets da-

Micky Maus und Mini Maus erfreuen die Kinder.

rauf, dass neben Freude am Spielen auch die persönliche Entfaltung der Kinder im Mittelpunkt steht. Alle Produkte werden so konzipiert, dass

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Steuerungstechnik

tovoltaik-Module installiert. Ein Viertel des kommunal benötigten Stroms wird aus Sonnenenergie gewonnen. Bei der Sammelkläranlage wird der Strom sogar direkt eingespeist und über eine Batterie gepuffert. Heide Hartner

Ihr Ansprechpartner: Bürgermeister Ulrich Baum Tel.: 07176-6563-13 baum@spraitbach.de

Blick ins Gewerbegebiet Spraitbach

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hört die Firma zur indischen Motherson-Sumi Group. Die Kommune wiederum kann das Areal nicht zurückkaufen. Was das Gewerbesteueraufkommen anbelangt, sind für das laufende Jahr 370 000 Euro einge-

plant und damit 17 000 Euro mehr als im Jahr 2011. Einen großen Sprung hat die Kommune bereits mit der Sanierung der alten Gemeindehalle getan, die im November vergangenen Jahres eingeweiht wurde. Die Gesamtkosten beliefen sich auf über zwei Millionen Euro und die Kommune musste neben der Bezuschussung durch Landesmittel ein Drittel davon selbst aufbringen. Die Kulturhalle wurde jedoch als dringend notwendig erachtet, um die vielfältigsten Veranstaltungen durchführen zu können und um das Zusammengehörigkeitsgefühl der Einwohner zu stärken. Spraitbach zeichnet sich durch eine gute Nahversorgung mit Bäckern und Metz-

BULLYLAND GmbH Bullys-Straße 1 73565 Spraitbach Telefon 0 71 76 30 30 Telefax 0 71 76 3 03 12 info@bullyland.de www.bullyland.de

Kinder in ihrer Fantasie, Selbstständigkeit und Motorik im bestmöglichen Maße gefördert werden. BULLYLAND unterstützt auch den Aufbau der Corporate Identity anderer Unternehmen. Unter dem Motto „Werbebotschaften zum Anfassen“ geben Firmen mit BULLYLAND-Werbefiguren ihren Kunden einen zusätzlichen Kaufanreiz.

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Thomas Wahl Automatisierungstechnik Eugen-Hahn-Str. 46 73565 Spraitbach Telefon 0 71 76 9 98 77 0 Telefax 0 71 76 9 98 77 11 post@thomas-wahl.de

so genannten „Retrofit-Bereich“ ist er gefragt, denn alte Maschinen benötigen zur Optimierung des Arbeitsprozesses oft nur eine neue Steuerung. Wahl bietet auch Steuerungstechnik für Sondermaschinen und Software-Dienstleistungen an. Ein Leistungspaket also, das namhafte Hersteller wie Schuler und Komatsu ebenso schätzen wie kleinere Unternehmen und Einzelhersteller.

Präzise Formen A

ls erste Firma zog die HKR-Werkzeugtechnik GmbH im November 1994 in die Hallen der Sprait-Tech mit damals vier Mitarbeitern ein. Zwischenzeitlich ist daraus eine Erfolgsgeschichte geworden. Geschäftsführer und Gründer Wilhelm Hölldampf verweist auf 45 Mitarbeiter in der Fertigung, Konstruktion und im Management. Der Spritzgusswerkzeuge-Hersteller ist auch ein anerkannter Ausbildungsbetrieb und hat derzeit sechs Azubis unter Vertrag. In dem mittelständischen Unternehmen werden hochpräzise Spritzgusswerkzeuge gefertigt, die zur Herstellung

HKR Werkzeugtechnik Eugen-Hahn-Str. 35 73565 Spraitbach Telefon 0 71 76 9 00 01-21 Telefax 0 71 76 9 00 01-20 info@hkr-werkzeugtechnik.de www.hkr-werkzeugtechnik.de

Präzise Formen von HKR

von Pkw-Innenausstattungsteilen oder auch für Elektrogeräte benötigt werden. Werkzeuge bis 20 Tonnen werden produziert, die sich vor allem für die Massenproduktion von Kunst-

stoffteilen eignen. HKR ist hauptsächlich für deutsche Pkw-Hersteller tätig. Sie schätzen die hochwertigen Formen, die auch im Haus abgemustert werden können. Der Maschinenpark der Firma umfasst hochmoderne fünfachsige Fräsmaschinen, Erodierund Spritzmaschinen. Sie ist nach DIN ISO 9001:2000 zertifiziert.


Firmen & Märkte

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Lindenfarb testet Schnellfärbeverfahren und erhält Förderung Der Textilveredler ist an effizienteren und schnelleren Färbeprozessen interessiert – DBU gibt für Projekt 110 000 Euro an Fördergelder – Investition soll folgen Sascha Kurz

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Aalen-Unterkochen. Mitte September konnte sich der größte Textilveredler in der Region, die Lindenfarb Textilveredlung Julius Probst GmbH, über den Förderbescheid der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) freuen. Wenige Wochen, nachdem das Unternehmen den Startschuss für den Einbau einer neuen Kraftwerksanlage gegeben hatte, steht bereits das nächste technische Großprojekt auf dem Plan. Die Entwicklung eines Schnellfärbeverfahrens auf Basis eines neuartigen Textilhilfsmittels, das von Kooperationspartner Textilcolor auf den Markt gebracht werden soll, wird von der DBU mit 110 000 Euro gefördert. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 300 000 Euro. Binnen zehn Monaten soll das Verfahren soweit vorangetrieben werden, dass daraus Schlüsse für eine Anwendung in der Großproduktion gezogen werden können. Das Projekt, das noch unter der Ägide des früheren Gel

Info DBU Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ist seit ihrer Gründung 1990 eine der größten Stiftungen in Europa. Sie förderte seither 8200 innovative Projekte zum Umweltschutz mit rund 1,4 Mrd. Euro. Die Gründung geht auf den früheren Finanzminister Theo Waigel zurück. Der Erlös aus dem Verkauf der Salzgitter AG von 1,28 Mrd. Euro wurde als Stiftungskapital eingebracht.

Auf der Versuchsanlage Lotus bei Lindenfarb wird das Projekt zur Schnellfärbung von Polyesterstoffen in den kommenden Monaten gefahren.

schäftsführers der Lindenfarb, Dr. Axel Nickel, im Februar 2012 auf den Weg gebracht worden war, wird nun vehement vom Technischen Geschäftsführer Andreas Niess vorangebracht. „Die Versuche zum Schnellfärben laufen in einer Versuchsmaschine namens Lotus ab, die eine geringere Volumenmenge in nur einem Speicher vorhält. Unsere anderen Färbemaschinen können die Textilware nur langsamer, nämlich um zwei Grad Celsius pro Minute erhitzen“,

erklärte Niess gegenüber dieser Zeitung. Färbeprozesse sind in der Textilveredlung mit sehr hohen Energie- und Wasserverbräuchen verbunden. Gleichzeitig führen die eingesetzten Chemikalien zu erheblichen Aufwendungen bei der Abwasserbehandlung. Ziel des nun gestarteten Projektes bei Lindenfarb ist die Entwicklung eines Schnellfärbeverfahrens für textile Flächen auf Polyesterbasis, das neben der Verkürzung der Prozesszeiten im Ver-

gleich zum derzeitigen Stand der Technik zu einer deutlichen Verringerung des Energie- und Wasserverbrauches beim Dispersionsfärben synthetischer textiler Flächengebilde führt. „Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen können auf 70 Prozent des Wasserbedarfs im Färbeprozess verzichtet werden, die Färbezeit pro Färbepartie reduziert sich um 20 Prozent oder rund eine Stunde“, erklärte Andreas Niess. Der gewählte Lösungsansatz beruht auf einem neuartigen Dispergiermittel des Schweizer Kooperationspartners Textilcolor, dessen Erprobung im Labor stattfindet. Anschließend werden nun kleintechnische Versuche zur Technologieentwicklung auf Färbeanlagen bei Lindenfarb gefahren. Niess: „Unsere Versuchsanlage wird mit einer Erwärmungsgeschwindigkeit von vier Grad Celsius pro Minute gefahren.“ Risiken ergeben sich hinsichtlich der Übertragbarkeit der neuen Rezeptur vom Labor auf unterschiedliche technische Färbeanlagen und der Erreichung der textilphysikalischen Qualitätsparameter. „Wir sehen gute Chancen für die gewünschte TemperaturGradienten-Erhöhung im Färbeprozess“, erklärte Niess. Die Testergebnisse aus den Laborfärbemaschinen werden in den kommenden Wochen auf die Lotus-Versuchsfärbemaschine übertragen. „Dann wollen wir alle Farben in mehrfacher Ausfertigung färben und auswerten. Nach der Testphase wird eine Qualitätsanalyse und wirt-

schaftliche Betrachtung der Ergebnisse vorgenommen“, sagte Niess. Bei positiven Andreas Niess Entwicklungsergebnissen wird Lindenfarb in einem Anschlussprojekt großflächig in seine Anlagentechnik investieren, um die wirtschaftlichen und umweltrelevanten Vorteile des Schnellfärbeverfahrens auf möglichst viele Artikel zu übertragen. „Andere Wärmetauscher, Flottenpumpen in den Färbeanlagen sowie neue Düsenoptimierungen sollen folgen. Neue Maschinen könnten ebenfalls auf dem Investitionsplan stehen“, erklärte Niess weiter. Textilcolor wird das neue Dispergiermittels in der Branche bekannt machen und für unterschiedliche Anwender am Markt modifizieren. Die wirtschaftlichen Vorteile aus der möglichen Verkürzung von Prozessabläufen lassen eine zeitnahe Verbreitung erwarten.

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Info Maschinenpark Lindenfarb verfügt über 23 Hochtemperatur-Strangfärbemaschinen. Davon können elf Maschinen ein Warengewicht von mehr als 600 Kilo pro Färbung aufnehmen. Der Maschinenpark in der Ausziehfärberei besteht aus HochtemperaturFärbemaschinen mit einem maximalen Befüllungsvolumen von 160 Kilo Ware pro Speicher. Die größten Maschinen haben dabei sechs dieser Warenspeicher (Typ HT-Roto). Insgesamt verfügt Lindenfarb über zehn dieser Großmaschinen für das Färben im Strang. Diese Maschinen verfügen bisher über ein Leistungsvermögen um die Kammer mit Flotte und Wareninhalt pro Minute um 2˚C zu erhöhen.

„Wir wollen nach Beendigung des Projekts die Ergebnisse auf Fachtagungen im Textilverband sowie in Fachzeitschriften publizieren“, sagte der Technische Geschäftsführer. Er ist zuversichtlich, dass das Projekt in den kommenden Monaten erfolgreich verläuft.

Von diesen HT-Roto-Maschinen besitzt Lindenfarb elf Stück.

Aktuelles Interview: WJ-Vorsitzender Mathias Beißwenger „Wir wollen erster Ansprechpartner für den Nachwuchs sein“ I

m Jahr 2012 hat Mathias Beißwenger, Geschäftsführer bei der Wasseralfinger Nowinta Investmentservice GmbH, den Vorsitz der Wirtschaftsjunioren in Ostwürttemberg übernommen. Er möchte, dass die Organisation erster Ansprechpartner für den Führungsnachwuchs in der Region ist. Dinge nachhaltig gestalten und vorantreiben soll keine Floskel sein. Die Netzwerke sollen noch enger geknüpft werden. Deshalb freut sich Mathias Beißwenger im Gespräch mit Redakteur Sascha Kurz auch auf den von ihm mit initiierten Ball der Wirtschaft am 27. Oktober in Heidenheim (siehe auch auf Seite 26).

Herr Beißwenger, welche Projekte haben Sie 2012 auf den Weg gebracht? Mathias Beißwenger: Das Jahr der Wirtschaftsjunioren steht unter dem Leitbild „Nachhaltig Erfolgreich“. Gemeinsam haben wir dieses Thema beleuchtet. Als Unternehmer und Führungskräfte tragen wir eine besondere Verantwortung in allen Bereichen des Lebens. Dieses Bewusstsein im Handeln unserer Leis-

tungsträger zu verankern, sehe ich als eine zentrale Herausforderung für die Wirtschaftsjunioren und darüber hinaus von Unternehmern an. Ein ehrbares Unternehmertum zu stärken und die Förderung junger Menschen haben wir uns dabei 2012 vor allem auf die Fahnen geschrieben. Was ist die Motivation für Ihr Engagement bei den Wirtschaftsjunioren? Junge Verantwortungsträger haben es manchmal im täglichen Geschäft schwer. Zwar mangelt es meist nicht an Ideen, aber Erfolg entsteht erst durch disziplinierte Umsetzung. Als Unternehmer in zweiter Generation kenne ich die Herausforderungen. Ein gutes Netzwerk ist unerlässlich. Diesen Austausch auf der Kommunikationsplattform der Wirtschaftsjunioren wollen wir auch dieses Jahr weiter mit einer hohen Veranstaltungsdichte stärken. Ich möchte den Blick für die gesamte Region Ostwürttemberg geschärft sehen. Unterschiedliche lokale Impulse , wie die Landesgartenschau in Gmünd sind befruchtend für alle, die hier leben. Als eine Einheit ist die

Region stärker als ein Nebeneinander der Raumschaften. Was waren und sind die regionalen Höhepunkte 2012? Wie auf Dauer ausgerichteter

starten kann, zeigt uns im November in seinem Vortrag Philipp Riederle, der mit 13 Jahren seine eigene Podcast-Firma gründete. Bei der Jahresreise haben wir uns zu einem

Mathias Beißwenger ist 2012 Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren und möchte den Blick für die Region geschärft sehen.

Erfolg funktioniert, haben wir beim Vortrag von Manfred Maus, dem Mitgründer der OBI Baumarktkette, erleben können. Dass man als Jungunternehmer schon früh durch-

Austausch mit den Wirtschaftsjunioren in Prag getroffen. Ich freue mich besonders auf den Ball der Wirtschaft am 27. Oktober im Heidenheimer Congress Centrum, den wir

gemeinsam mit dem Wirtschaftsclub ausrichten. Warum sollten junge Unternehmer sich um eine Mitgliedschaft bei den Wirtschaftsjunioren bemühen? Die Wirtschaftsjunioren sind eine internationale Organisation mit über 200 000 Mitgliedern weltweit. Sie wollen erster Ansprechpartner in der Region sein, wenn es um Kontakte zu jungen Führungskräften geht. Menschen suchen immer stärker Netzwerke, weil der persönliche Kontakt immer unbezahlbarer in einer komplexen Welt ist. Auf Konferenzen hat man zudem die Gelegenheit, über den Tellerrand des eigenen Lebens- und Arbeitsumfeldes hinaus zu blicken. Die regelmäßigen Betriebsbesichtigungen geben spannende Einblicke in Unternehmensabläufe. Vor allem aber macht es wirklich Spaß, sich gemeinsam bei Projekten zu engagieren und in den drei Foren Networking, Politik und Wissen mitzuwirken. So zum Beispiel bei den „Stufen zum Erfolg“ – einem Projekt, bei dem wir unsere Erfahrung aus dem Berufsalltag an Hauptschüler weitergeben und sie

bei ihrem Bewerbungsprozess und ihrer Berufsorientierung unterstützen. Wie wird man zum Wirtschaftsjunior? Zunächst muss man unter 40 Jahre alt sein. Wir möchten aktive Mitglieder in unseren Reihen haben. Deshalb sollen sich junge Führungskräfte und Unternehmer bewähren und erhalten, nachdem sie sich bei uns vorgestellt haben, zunächst einen Gaststatus. Meist kümmern sie sich ums Organisieren eines Projekts oder einer Veranstaltung oder bringen eigene Ideen ein. So entsteht dieser besondere WJ-Spirit, der von starkem Zusammenhalt und gemeinsamen Erlebnissen geprägt ist. Herr Beißwenger, besten Dank fürs Gespräch. l

Info: Ball der Wirtschaft Für den Ball der Wirtschaft am 27. Oktober im CCH gibt es noch Karten. Zwischen 700 und 800 Gäste werden erwartet. In Heidenheim findet der Ball erstmals statt. 2006 wurde er bereits in Gmünd abgehalten. Mehr Infos: www.tanzbeinschwingen.de und auf Seite 26.


Zukunftsinitiative

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PIM-on-Demand oder Tablet Publishing

WiRO-Informationen

SDZeCOM-WebAkademie bietet Unternehmen Plattform zur umfassenden Produkt-Information

W Fachkräfteallianz Ostwürttemberg Am 4. Oktober 2012 ab 16.30 Uhr wird im Haus der IHK Ostwürttemberg in Heidenheim die „Fachkräfteallianz Ostwürttemberg“ gegründet. Rund 20 Partner, darunter die WiRO, schließen sich zu dieser regionalen Allianz zusammen, die Projekte auf den Weg bringen soll, um auch künftig die Zukunft der Fachkräftebasis zu sichern. Dazu werden Ergebnisse vorgestellt und gezielte Projektideen für einzelne Branchen entwickelt. Nach der Vorstellung der übergeordneten Allianz für Fachkräfte Baden-Württemberg erläutern Vertreter der Kammern, der Agentur für Arbeit Aalen und der Hochschulen in der Region die Ziele und Projekte der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg. Außerdem werden die Inhalte der Fachkräftekampagne Ostwürttemberg vorgestellt. Den Abschluss bilden moderierte Dialoge für die Branchen „Dienstleistung – Handel – Tourismus“, „Industrie“ und „Handwerk“. Die Teilnahme ist kostenlos. Programm und Anmeldung: WiRO www.fachkraefte-ostwuerttemberg.de Innovationsallianz Baden-Württemberg Am 25. Oktober 2012 ab 14 Uhr laden die WiRO und das Forschungsinstitut Edelmetalle & Metallchemie (fem) zur Veranstaltung „Potenziale angewandter Forschung – Aktuelle Projekte der Innovationsallianz Baden-Württemberg“ nach Schwäbisch Gmünd ein. Die Innovationsallianz ist ein Bündnis von zwölf unabhängigen Forschungsinstituten, darunter das fem, die in wichtigen Zukunftsfeldern am Bedarf der Wirtschaft orientierte Forschung betreiben. Um Erkenntnisse aus dieser Forschung zugänglich zu machen, geben Experten ausgewählter Allianzpartner praxisorientierte Einblicke in aktuelle Projekte und Fragestellungen – von Leichtbauwerkstoffen, Oberflächen, Kleben in der Automobilindustrie über berührungslose und zerstörungsfreie Randzonendiagnostik bis zur Systemintegration und zur Miniaturisierung von mechatronischen Baugruppen. Die Vorträge liefern Ansatzpunkte für Automotive-Unternehmen, der Besuch steht aber auch allen sonstigen Unternehmen offen, die an einem Austausch mit der Innovationsallianz Baden-Württemberg interessiert sind. Die Teilnahme ist kostenlos. Programm und Anmeldung: WiRO 14. Zulieferertag Automobil Baden-Württemberg Am 13. November 2012 findet im Stuttgarter „Haus der Wirtschaft“ der 14. Zulieferertag „Automobil Baden-Württemberg“ statt. Er ermöglicht Automobilzulieferern eine Standortbestimmung und ist Plattform für Kontakte und Informationen. In Vorträgen bieten Vertreter renommierter Hersteller und Zulieferer sowie von Forschungseinrichtungen und Verbänden, Einblicke in aktuelle Themen der Branche. Bei einer Begleitausstellung organisiert die

WiRO einen Gemeinschaftsstand, um die automotive Kompetenz Ostwürttembergs zu präsentieren. Zulieferer und AutomotiveDienstleister können sich kostengünstig daran oder in Form eines eigenen Standes beteiligen und sich so den rund 300 Entscheidungsträgern präsentieren. Über die WiRO sind reduzierte Teilnehmergebühren möglich. Information: WiRO, www.rkw-bw.de Gründer- und Unternehmertag Am 19. Oktober 2012 findet ab 13 Uhr in der Stadthalle Aalen der „Gründer- und Unternehmertag 2012“ statt. Die WiRO wird wie weitere rund 20 Aussteller mit einem Informationsstand dabei sein und für Gespräche rund um das Thema „Unternehmensgründung und junge Unternehmen“ zur Verfügung stehen. Der Gründer- und Unternehmertag will diejenigen, die ihr eigenes Unternehmen gründen wollen oder bereits erfolgreiche Jungunternehmer sind, unterstützen und Tipps für ein erfolgreiches Wachstum vermitteln. In einer Talk-Runde geben vier Gründer Einblicke in ihre persönlichen Erfolgsstories. Workshops beschäftigen sich mit den Themen „Wachstumsmärkte Familie“, „Förderprogramme“, „Marketing“ und „Unternehmenskonzept“. Teilnahme kostenlos, Anmeldeschluss: 30. September 2012. Programm und Anmeldung: www.ostwuerttemberg.ihk.de 6. Wirtschaftstag „Magisches Dreieck“ Am 19. Oktober 2012 findet ab 9.30 Uhr in der Stadthalle Ellwangen der 6. Wirtschaftstag des „Magischen Dreiecks“ (Crailsheim, Dinkelsbühl, Ellwangen) statt. Nach einem WeißwurstFrühstück bilden Workshops, Referate und ein Impulsvortrag zu aktuellen und zukunftsorientierten Themen aus der Wirtschaft den Kern der Veranstaltung. Begleitend stellen zahlreiche Unternehmen und Institutionen der Raumschaften Hohenlohe, Mittelfranken und Ostalb aus. Erwartet werden rund 350 Unternehmer aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung. Programm und Anmeldung: www.wirtschaftstag-magischesdreieck.de

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Ostwürttemberg Universitätspark 1 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon: 0 71 71 9 27 53-0 Telefax: 0 71 71 9 27 53-33 wiro@ostwuerttemberg.de www.ostwuerttemberg.de Geschäftsführerin: Dr. Ursula Bilger Aufsichtsratsvorsitzender: Ostalb-Landrat Klaus Pavel

Die WiRO wird unterstützt von:

Kreissparkassen Ostalb und Heidenheim sowie: EnBW/ODR, VR-Bank Aalen, VR-Bank Ellwangen, VB Schwäbisch Gmünd, RB Mutlangen, RB Rosenstein

ie Unternehmen Printkosten senken, das Dialog-Marketing neu beschreiten, mit Magento Multichannel-Publishing realisieren oder elektronische Kataloge nach BMEcat herstellen können, erfahren sie jetzt schnell und kompetent in der SDZeCOM WebAkademie. Experten informieren über Themen rund um Produkt- und Markenkommunikation. Im Herbst 2012 eröffnet SDZeCOM die SDZeCOMWebAkademie. Diese bietet Unternehmen eine umfassende Informationsplattform rund um Erfassung, Verwaltung und crossmediale Publikation von produktbezogenen Informationen. SDZeCOM ist Spezialist im Bereich IT-Projekte mit Schwerpunkt auf Produkt- und Markenkommunikation.

Webinarprogramm In einem Trimester Programm veranstalten Experten Webinare über strategische Unternehmensagenda, Product Information Management und Medienverwaltung. Weitere Themen sind Database Publishing, Web-to-Print, elektronische Kataloge und Klassifizierung. Mobile, eCommerce, Übersetzungsmanagement und crossmediale Kampagnen runden das Programm ab. „Praktisch gesehen können wir uns viele Theorien schenken.“ Dieses Zitat des Aphoristikers Wolfgang Eschker (71) definiert die praxisorientierte Ausrichtung der Webinare. So erhalten die Teilnehmer

Für Unternehmen ab sofort geöffnet: Die WebAkademie von SDZeCOM.

in 30 bis 45 Minuten, kurz und prägnant, die für sie relevanten Informationen. Beispielsweise können sich Interessenten beim Webinar „Einführung in das Thema Product Information Management (PIM)“ in Kürze einen fundierten und kompakten Überblick über Einsatz und Nutzen eines PIM machen. PIM for Automotive Medienproduktion im Verlag Brand Management Portale Zudem zeichnen sich die Webinare durch Branchenfokussierung aus, wie etwa die Webinare „PIM for Automotive“ und „Wirtschaftliche Medienproduktion im Verlag“. Das Thema „Brand Management Portale – Serviceplattform für Ihre Marketingkommunikation“ ist vor allem auf Franchising, zentrale Kommunikationseinheiten und Unter-

nehmen mit verteilten Standorten ausgerichtet. „Die Webinare zeichnen sich durch einen hohen Praxisbezug aus, da sie branchenspezifisch aufgesetzt und durch konkrete Projektbeispiele untermauert sind. Der Teilnehmer erhält somit Lösungsansätze für sein eigenes Unternehmen aus erster Hand“, erklärt Vertriebsleiter Oliver Frömmer. Systemauswahl Unternehmen, die sich einen Überblick über verschiedene Software-Lösungen im Bereich der Produkt- und Markenkommunikation verschaffen möchten, finden im Webinarprogramm eine breite Auswahl an Systemen vor: Across, Contenserv, e-pro, InBetween, jCatalog, priint:comet. Information: www.sdzecom.de/webakademie

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SDZeCOM Die SDZeCOM GmbH & Co. KG mit Sitz in Aalen bietet als ITund Medienspezialist im Bereich der Produktkommunikation und Markenkommunikation individuelle Lösungen rund um Produkt Information Management (PIM), Content Management, Medien Asset Management (MAM), Database Publishing (DBP), Klassifizierung und Übersetzungsmanagement. Anhand der Lösungen wird die Erfassung, Verwaltung und crossmediale Publikation von Produktdaten erleichtert und organisiert. Informations- und Prozessqualität werden so nachhaltig und positiv beeinflusst. Alle Lösungen integrieren sich in bestehende Systemlandschaften und nutzen damit vorhandene Potenziale. SDZeCOM hat Projekte in unterschiedlichen Branchen, Unternehmensgrößen sowie auf nationaler als auch internationaler Ebene realisiert.

Jenseits vom Mittelmaß

Ball der Wirtschaft

Philosoph Hermann Scherer am 4. Oktober in Aalen

Am 27. Oktober im Congress Centrum Heidenheim

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ollen Sie privat oder mit ihrem Unternehmen an die Pole-Position gelangen? Die Spielregeln der Märkte von morgen verstehen? Der Autor, Wissenschaftler und Business-Philosoph Hermann Scherer beschreibt am 4. Oktober 2012, ab 19 Uhr, im Aalener Ramada-Hotel seinen Weg ins „Jenseits vom Mittelmaß“. Heute New York, morgen in Warschau und am 4. Oktober in Aalen – so ähnlich sieht der Terminkalender von Hermann Scherer aus. Das Württembergische-Versicherungsbüro Michael Dietrich bringt den Anchorman der Business-Philosophen nach Aalen, „weil ich von den Ideen und der Ausstrahlung Hermann Scherers begeistert bin. Er redet mir aus der Seele“, sagt Michael Dietrich. Scherers Buch „Glückskinder“ sei für ihn so etwas wie eine Bibel geworden. Hermann Scherer hatte bei einer Veranstaltung im Frühjahr 2012 auf Schloss Kapfenburg rund 450 Besucher in seinen Bann gezogen. Deshalb möchte Dietrich, der wieder in seinem eigenen Büro in der Brühlstraße in Aalen arbeitet, „mit Scherer absolute Qualität nach Aalen bringen“. „Was bringt es mir gut zu sein, wenn’s da draußen keiner weiß?“, fragt Dietrich. „Gar nichts“, scheint Scherer spontan zu antworten. „wer nämlich künftig nicht auffällt, fällt

Am 4. Oktober in Aalen: BusinessPhilosoph Hermann Scherer

schlicht und ergreifend weg“, lautet Scherers These. Es gebe zwei Möglichkeiten in der Aufmerksamkeitsgesellschaft: Differenzieren oder Verlieren! Nur Mutmacher seien heute auch Marktmacher. Deshalb macht Hermann Scherer Mut und entfacht Leidenschaft. Seine Fans und Zuhörer reisen ihm häufig hunderte von Kilometern nach, um sich erneut inspirieren zu lassen von den motivatorischen Thesen des Business-Philosophen, der „zu den besten seines Fachs zählt“, wie die „Süddeutsche Zeitung“ schrieb. Im Nachklapp zum Vortrag steht der Autor zu Einzelgesprächen bereit. Tickets: www.michaeldietrich.info.

in gesellschaftliches Highlight Ostwürttembergs findet am Samstag, 27. Oktober 2012, ab 19 Uhr, im Congress Centrum Heidenheim statt: „Ball der Wirtschaft“. Veranstalter sind die Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg und der Wirtschaftsclub Ostwürttemberg. „Schön ist, was die Seele tanzen lässt“ – beim „Ball der Wirtschaft 2012“ erwartet die Gäste ein außergewöhnlicher Abend mit vollem Programm: von klassischem Tanz und sinnlichen Gaumenfreuden bis hin zur ausgelassenen Party. Im festlichen Ambiente bietet sich die Gelegenheit zur zwanglosen Unterhaltung und Austausch mit regionalen und überregionalen Gästen, Unternehmern und Politikern und allen Ballfreunden. Neben einem renommierten Live-Ensemble unter der Regie von Klaus Wagenleiter, dem musikalischen Direktor der SWR-Band, ist mit einer Samba-Show und der Late-Night Band IKARUS ein musikalisches Rahmenprogramm bis in den frühen Morgen geboten. Die zahlreichen Themenbars des Congress Centrums bieten je nach Bedarf Unterhaltung, Erholung oder Stärkung. Mit Flanierkarten haben die Veranstalter zudem ein Angebot für junge Leute geschaffen, die die festliche Ball-Atmosphäre genießen wollen.

Der Reinerlös der Veranstaltung, zu dem zahlreiche Sponsoren beitragen, kommt karitativen Zwecken zugute: - dem Verein „Aufwind Aalen“ - der Stiftung „Haus Lindenhof“ in Schwäbisch Gmünd - dem Verein „Freunde schaffen Freude“ in Heidenheim und in Dillingen. Dem Ballkuratorium gehören an: - Helmut Althammer Präsident der IHK Ostwürttemberg - Michael Hankel Vorsitzender der Geschäftsführung der ZF Lenksysteme GmbH in Schwäbisch Gmünd - Bernhard Ilg Oberbürgermeister der Stadt Heidenheim - Dr. Hubert Lienhard Vorsitzender der Geschäftsführung der Voith GmbH in Heidenheim. Eintrittspreise: Abendkarten: 75 Euro, inklusive Gala-Dinner, exklusive Getränke. Flanierkarten (ab 22 Uhr): 18 Euro, exklusive Speisen und Getränke. Tickets: Geschäftsstelle der Wirtschaftsjunioren Cornelia Ziegler Telefon: 0 73 21 324-122 Informationen: www.tanzbeinschwingen.de


Zukunftsinitiative

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Ricardo unterstützt Entwicklung von „TaxiBot“ Gmünder Unternehmen ist Partner für Funktionstests des neuen Flugzeugschleppers auf dem Frankfurter Flughafen Schwäbisch Gmünd. Die Israel Aerospace Industries (IAI) und Lufthansa haben die Zusammenarbeit fürs Ausführen einer Reihe von Funktionstests des neuen Flugzeugschleppers „TaxiBot“ am Frankfurter Flughafen vereinbart. Die Ricardo Deutschland GmbH mit Sitz in Schwäbisch Gmünd unterstützt die Entwicklung dieser Innovation, mit der sich die von der kommerziellen Luftfahrt verursachten Emissionen reduzieren lassen. Den späteren Bau und Vertrieb des „TaxiBot“ wird ein Joint Venture aus IAI und der EADS-Tochter Airbus übernehmen. Ricardo ist seit 2008, als das Konstruktionsprogramm für das erste Demonstrationsfahrzeug begann, an der Entwicklung des „TaxiBot“-Konzepts von IAI beteiligt. Nach einer Projektstudie erarbeitete der Entwicklungsdienstleister Ricardo ein detailliertes Programm für IAI, das die Umsetzung des Konzepts in ein voll funktionsfähiges Demonstrationsfahrzeug ermöglichte. Ricardo war zunächst mit Anforderungserfassung, Konzeptentwurf und Modellierung an den Arbeiten beteiligt, dann mit der detaillierten Entwurfsspezifikation. Anschließend unterstützten die Ingenieure des Gmünder Unternehmens die IAI bei der Herstellung und

Die Entwicklung des „Taxi-Bot“-Schleppers erreicht mit Hilfe von Ricardo Deutschland eine neue Stufe.

Vorführung des ersten „TaxiBot“-Demo-Fahrzeugs. Die IAI schätzt die weltweiten Kosten vom Flugsteig bis zur Startbahn beim Betrieb der Flugzeugflotten bis 2020 auf über 8,5 Milliarden Dollar pro Jahr. Das „TaxiBot“ könnte demnach diese Kosten auf weniger als drei Milliarden Dollar pro Jahr senken, die CO2-Emissionen verringern und die Lärmbelastung in der Nähe von Bodenoperationen auf Flughäfen reduzieren. Seit dem ersten funktionsfähigen Demonstrationsprojekt

stand Ricardo IAI mit Bereitstellung komplexer Fahrzeugsystemtechnik zur Seite. Bei der Entwicklung der wichtigen Software für Pilotensteuerung und Bremssysteme, der Kraftregelungs- und Ermüdungsbeseitigungssysteme, der dynamischen Systemmodellierung und den Hardware-in-theLoop-Tests war Ricardo ebenso behilflich wie bei der Fahrzeugsystemintegration. Im Rahmen der zwischen IAI und Lufthansa geschlossenen Vereinbarung sollen drei „TaxiBot“-Schlepperprototypen

getestet werden. Begonnen wird 2013 mit der Lufthansa Boeing 737-Flotte in einer normalen operativen Umgebung am Frankfurter Flughafen. Bei diesen Tests werden umfassende Betriebsdaten gesammelt, Bodenprozesse vom Pushback bis zum Takeoff optimiert und das „TaxiBot“-System vor der geplanten Serienfertigung weiter verfeinert. Ricardo wird IAI bei der Entwicklung des „TaxiBot“ unterstützen, von der Integration bis hin zur Produktion des Narrowbody-Fahrzeugs.

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Das Tochterunternehmen der englischen Ricardo plc hat seinen Hauptsitz in Schwäbisch Gmünd. Ricardo Deutschland bietet das komplette Leistungsspektrum der Ricardo-Gruppe in den Bereichen Motoren- und Getriebeentwicklung, Fahrzeugentwicklung, Elektronikentwicklung sowie strategische Beratung über die Ricardo Strategic Consulting GmbH an.

Gaugler & Lutz Technologieführer in Konfektion von Leichtbau-Kernmaterialien

Für Studienberatung und Lehrkonzepte an FH Aalen

„Innovation unterscheidet den Vorreiter vom Verfolger.“ Dieses Zitat des ehemaligen Apple-Bosses Steve Jobs passt auch zum neuen Produktionsverfahren „Multishape“ der Gaugler & Lutz oHG. Das Unternehmen in AalenEbnat hat sich 1983 dem Vertrieb und der Konfektion von Leichtbau-Kernmaterialien angenommen und sich durch ständige Investitionen in neue Ideen zu einem führenden Anbieter in dieser Branche entwickelt. Durch verschiedenste Verarbeitungsverfahren werden Bauteile aus Spezialschaumstoffen für die Windindustrie, den Bootsbau, die Automobilindustrie und andere Branchen gefertigt. „3-D-Schaumformlinge werden auf modernsten Bearbeitungszentren gefräst, dieses Verfahren rechnet sich jedoch nur bei kleinen und mittleren Losgrö-

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Bei Gaukler & Lutz: Autotüren werden im neuen Multishape-Verfahren hergestellt.

ie Hochschule Aalen erhält 540 000 Euro Fördermittel aus dem Innovationsund Qualitätsfonds (IQF) des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Gefördert werden der Aufbau einer zentralen Studienberatung und die Entwicklung neuer Lernkonzepte. Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider freut sich: „Wir sind immer mehr darauf angewiesen, Fördermittel in Wettbewerbsverfahren für die Forschung und auch für die Lehre zu akquirieren. Wir nutzen die IQF-Mittel, um unser Studienberatungsangebot nachhaltig zu verbessern. Zudem können wir jetzt Studierende in einer frühen Phase des Studiums abholen, um sie praxisnah für Forschung und Wissenschaft zu begeistern und um die Quote der Studienabbrecher zu senken.“ Die geförderten Projekte: 1. STUDIO (Studienberatung, Information und Orientierung) mit 250.000 Euro. Die Nachfrage nach Beratungsangeboten zur Studien- und Berufswahl ist stark gestiegen. Mit den Fördermitteln wird für die Studierenden eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, die qualifizierte Beratung fachspezifisch und fächerübergreifend anbietet. Mit STUDIO können die Angebote in der Einzelberatung und hochschulweite Veranstaltungen besser koordiniert und ausgebaut werden. 2. Willkommen in der Wissenschaft. Praxisrelevanz erleben und nachhaltig lernen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt von Prof. Dr. Ulrich Holzbaur und Monika Bühr,

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IHK-Sprechtage Am 9. Oktober 2012 veranstaltet die IHK Ostwürttemberg wieder einen Sprechtag für Gründer, Übernehmer und Unternehmer. Finanzexperten der L-Bank, Staatsbank für BadenWürttemberg und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg stehen für Gespräche zu Finanzierungsfragen und Förderprogrammen rund um die Existenzgründung, Betriebsübernahme und Existenzsicherung zur Verfügung. Ziel der Gespräche ist es, Finanzierungsmodelle und öffentliche Fördermöglichkeiten aufzuzeigen. Experten des RKWs beraten zu Fragen der Unternehmensführung, betriebswirtschaftlicher Prozesse rund um den erfolgreichen Generationswechsel im Betrieb. Der Sprechtag richtet sich an Senior-Unternehmer bzw. Betriebsübergeber. Ziel ist es, Wege für eine erfolgreiche Planung des Generationswechsels aufzuzeigen und möglichen weiteren Beratungsbedarf zu identifizieren. Info und Anmeldung bis 2.10.: Rita Grubauer Telefon: 0 73 21 324-182 grubauer@ostwuerttemberg.ihk.de.

Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider

der Referentin für nachhaltige Entwicklung, erhält 300.000 Euro. Damit wird die Forschung zu Handlungs- und Erlebnisorientierung in der Bildung und zum Einsatz vorlesungsbegleitender Projekte gefördert. Die Projekte sollen praxisorientiert und wissenschaftsnah sein, um Studierende für Forschung und Wissenschaft zu begeistern. Es werden ziel- und teamorientierte Lösungsansätze sowie zusätzliche Schlüsselqualifikationen vermittelt und berufsrelevante Kompetenzen wie Forschung in Wirtschaft und im öffentlichen Bereich vorgestellt. Holzbaur: „Das Projekt ist eine Anerkennung unserer Leistungen in der Erlebnisorientierung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es fördert unsere Forschungskompetenz im Bereich Handlungs- und Erlebnisorientierung und Projekte sowie in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung.“ Der IQF wurde 2007 eingerichtet. Jährlich sollen rund 30 Millionen Euro Fördermittel ausgeschüttet werden.

HfG-Gestalter gefördert Zwei Forschungsvorhaben an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd (HfG) konnten sich beim Wettbewerb „Blickwechsel – Junge Forscher gestalten neues Alter“ durchsetzen und erhalten von der Robert-Bosch-Stiftung Stipendien von bis zu 12.000 Euro. Damit finanzieren Yu Ogasawara und Birte Saße aufwändige Recherchen zu ihrer Masterthesis bzw. ihrer Dissertation. Die HfG-Gestalter gehen von unterschiedlichen Ansatzpunkten aus. Während Birte Saße sich für ihre Dissertation mit der Analyse von Arbeitsprozessen im Handwerk und dem Eingebundensein älterer Fachkräfte, dem Erfahrungsschatz und der kognitiven Leistungsfähigkeit befasst, entwickelt Yu Ogasawara in seiner Abschlussarbeit im Studiengang Communication Planning and Design eine Benutzeroberfläche, die älteren Menschen den Zugang zu modernen Kommunikations- und Informationsmedien erleichtert. Das darin enthaltene Informationsangebot bietet ihnen zentrale Informationen zur selbstständigen Bewältigung des Alltags.

Ricardo Deutschland

540 000 Euro Fördermittel

Die Verarbeitungsparameter wurden so gewählt, dass geschäumte Thermoplaste auch mit hohen Materialstärken schnell auf ihre Umformtemperatur gebracht werden können. Ausgelegt ist die Anlage für Standardplattengrößen von bis zu 3 qm. So ist eine optimale Materialausbeute gewährleistet, die es Gaugler & Lutz ermöglicht, Schaumformlinge mengenabhängig günstiger am Markt anzubieten. Mit dieser Technologie verfolgt Gaugler & Lutz eine revolutionäre Vision. Diese reicht von der Herstellung von thermoplastischen GFKoder CFK-One-Shot-Sandwich-Strukturen bis zu Hohlkörpern aus Organoblechen im Twin-Sheet-Verfahren. „Wir präsentieren in Zukunft mit unseren Entwicklungspartnern ganz neue Produkte am Markt“, sagt Geschäftsführer Roland Lutz.

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„Ricardo gratuliert IAI zur Zusammenarbeit mit Lufthansa“, sagte Ricardo-Projektleiter Richard Gordon, „dies ermöglicht die erste umfassende betriebliche Evaluation durch eine große Fluggesellschaft auf einem internationalen Großflughafen. Die Entwicklung hat das Potential, die Taxi-Vorgänge bei der kommerziellen Luftfahrt zu revolutionieren und den Kerosinverbrauch zu senken.“ Das „TaxiBot“-Programm basiert auf den gemeinsamen Anstrengungen von IAI, Airbus, TLD, Siemens, Lufthansa, Ricardo und vielen anderen. Dank dieser „fantastischen Kooperation“ könne eine großartige Idee Realität werden, die einen Durchbruch beim Transport von Flugzeugen zur Startbahn manifestiere, sagte ein Sprecher von IAI.

Modernes Fertigen mit Multishape ßen. Die zunehmende Nachfrage veranlasste uns, in ein neues Fertigungsverfahren zu investieren, das neue thermoplastische Kernwerkstoffe durch hohe Temperatur und bis zu 100 Tonnen Pressdruck umformt“, erläutert Entwicklungsleiter Moritz Pieper. Das Multishape-Verfahren beinhaltet neben herkömmlichem Tiefziehen auch Thermopressen und Twin-SheetVerarbeitung von thermoplastischen Schaumstoffen, Organoblechen und ganzen Sandwichplatten. Kurze Zykluszeiten werden durch exakt definierte Aufheiz-, Umform- und Abkühlphasen bei hohem Pressdruck realisiert, die somit eine großserientaugliche Herstellung erlauben. „Aber auch die Vielfalt der Materialkombinationen und der Designfreiheit eröffnet neue Möglichkeiten“, sagt Pieper.

REGIOTICKER

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„Sagen, was stört“ Bereits 2004 hatte die IHK Ostwürttemberg eine Umfrage zur Verkehrszufriedenheit durchgeführt. Unter dem Motto „Sagen, was stört“ sollen die Schwachstellen im regionalen Verkehrsnetz aufgezeigt werden, die die Verkehrsteilnehmer der Region tagtäglich Zeit und Nerven kosten, erklärt IHK-Verkehrsexperte Günther Bauer. Info und Teilnahmekarten: IHK Ostwürttemberg Telefon: 0 73 21 324-0 verkehr@ostwuerttemberg.ihk.de www.ostwuerttemberg.ihk.de/ sagenwasstoert


Registereintragungen

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Wirtschaft Regional | September 2012

Registereintragungen AMTSGERICHTE ULM, STUTTGART UND AALEN (INSOLVENZEN) l

Neueintragungen

HRB 728147, 24.07.2012 Hinderberger Bäckereitechnik GmbH, Klarenbergstr. 215, Schwäbisch Gmünd. Softwarelösungen für die Winback GmbH in Rudersberg. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Hinderberger, Ulrich, Schwäbisch Gmünd. HRA 723085, 25.07.2012 Sturm GG GmbH & Co. KG, Eselsburger Str. 17, Herbrechtingen. Verwaltung eigenen Vermögens, Vermietung von Immobilien, Erwerb, Baureifmachung und Verwertung von Grundstücken. Persönlich haftender Gesellschafter: Sturm Immobilien Verwaltung GmbH, Herbrechtingen. HRB 728158, 27.07.2012 GRUNER SimKon Solutions GmbH, Brenzstr. 18, Heidenheim. Sitz von Marienborn (Amtsgericht Stendal HRB 114320) nach Heidenheim verlegt. Bisher: GRUNER Automotive Engineering GmbH. Gegenstand nun: Ingenieurwissenschaftliche Berechnungen, Konstruktionen, Entwicklungen und ganzheitliche Produktentwicklungen von Industriegütern. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Hesse, Sascha, Heidenheim, Rabus, Michael, Syrgenstein. Nicht mehr Geschäftsführer: Gruner, Karsten, Marienborn. HRB 728163, 31.07.2012 S.K.R. Verwaltung GmbH, Adlerstr. 4, Steinheim. Beteiligung an anderen Unternehmen, Verwaltung solcher Beteiligungen und Übernahme der Geschäftsführung, insbesondere an der S.K.R. GmbH & Co. KG. Stammkapital: 25.000,00 EUR.Geschäftsführer: Fetzer, Christian Hermann, Niederrieden, Wager, Mark, Lauingen. HRB 728164, 31.07.2012 PWW Petra Wiche-Wendler Rechtsanwalts-GmbH, Am Mittelrain 16, Steinheim. Sitz von Hof (Amtsgericht Hof HRB 4280) nach Steinheim verlegt. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Wiche-Wendler, Petra, Hof. HRB 728173, 02.08.2012 LPC-GmbH, Chemie, Technologie, Systeme, Pfitzerstr. 26, Schwäbisch Gmünd. Forschung, Entwicklung, Herstellung und Beratung von Komponenten der Oberflächenbehandlung sowie der -veredelung und Reinigung. Vermarktung und Verwertung selbstentwickelter Systeme, Patente und Schutzrechte. Handel mit Chemieprodukten und Edelmetallen. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Lang, Marcus Elmar, Schechingen, Oechsle, Ulrich Martin, Schwäbisch Gmünd. HRB 728178, 03.08.2012 JMW Beteiligungen GmbH, RobertKoch-Str. 50, Heidenheim. Verwaltung eigenen Vermögens, Erwerb, Veräußerung und Verwaltung von Beteiligungen, Übernahme der persönlichen Haftung und Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Widenmann, Jochen Max, Heidenheim. HRA 723094, 06.08.2012 JMW Immobilien GmbH & Co. KG, Robert-Koch-Str. 50, Heidenheim. Erwerb und Veräußerung von Immobilien, Verwaltung, Entwicklung und Sanierung von eigenen Immobilien, Beratung in Immobilienentwicklungen.Persönlich haftender Gesellschafter: JMW Beteiligungen GmbH, Heidenheim. HRB 728188, 07.08.2012 CMH Komplementär-GmbH, Würzburger Str. 67 – 69, Heidenheim. Herstellung und Vertrieb von Maschinenelementen. Stammkapital: 30.000,00 EUR. Geschäftsführer: Maier, Erich, Heidenheim. HRB 728214, 14.08.2012 Fliesentechnik mit Pfiff UG, Hauptstr. 32, Waldstetten. Handel mit Fliesen und Baustoffen, Verlegearbeiten. Stammkapital: 1.000,00 EUR. Geschäftsführer: Bodo, Dieter, Heilbronn. GnR 720067, 17.08.2012 BürgerEnergie-Stauferland eG, Bürgerstr. 5, Schwäbisch Gmünd. Initiierung von Projekten zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Beteiligung an solchen Projekten. Die Genossenschaft kann Beteiligun-

gen übernehmen. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Nichtmitglieder ist zugelassen. Vorstand: Steffens, Rainer, Gmünd; Stich, Alexander, Hüttlingen. HRB 728238, 22.08.2012 Kommunikationstechnik Jooss UG, Bühlstr. 50, Gerstetten. Handel, Dienstleistungen, Montagen und Service in der Kommunikationstechnik. Stammkapital: 500,00 EUR. Geschäftsführer: Jooss, KarlHeinz, Gerstetten. HRB 728243, 23.08.2012 penstocks.de GmbH, RichardWagner-Str. 29, Heidenheim. Konstruktion und Verkauf gehäuseloser Absperrorgane. Stammkapital: 100.000,00 EUR. Geschäftsführer: Trawniczek, Karl-Otto, Herbrechtingen. Gesellschaft entstanden infolge Ausgliederung des von Trawniczek, Karl-Otto, als Inhaber der penstocks.de e.K. betriebenen Unternehmens. HRB 728248, 23.08.2012 brands aid GmbH, Ziegelwaldstr. 28, Lorch. Logistikleistungen in der Warendistribution. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Mathussek, Dennis, und Mathussek, Peter, beide Lorch. HRB 728265, 28.08.2012 Energie Profit UG, Langertstr. 128, Aalen. Sanierung von Gebäuden und Grundstücken, Handel und Einbau von Bauelementen und Baustoffen. Stammkapital: 1.000,00 EUR. Geschäftsführer: Reißer, Eugen, Aalen. HRB 728278, 30.08.2012 HUSTEC GmbH, Osterwiesenstr. 33, Iggingen. Werkzeug- und Maschinenbau. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Prof. Sachs, Hans-Ulrich, Bremen.

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Veränderungen

HRB 501573, 24.07.2012 Carl Zeiss Vision International GmbH, Gartenstr. 97, Aalen. Gesamtprokura: Hailbronner, Jan, Bernstadt. HRB 700655, 24.07.2012 Elektro-Füchsle GmbH, Hospitalgasse 30, Schwäbisch Gmünd. Stammkapital um 435,41 EUR auf 26.000,00 EUR erhöht. Allgemeine Vertretungsregelung berichtigt: Jeder Geschäftsführer vertritt einzeln. Geschäftsführer: Füchsle, Manfred, Schwäbisch Gmünd. HRB 702251, 24.07.2012 MONFIN lease GmbH, Höniger Str. 11-13, Ruppertshofen. Gegenstand nun: Leasinggeschäfte mit Pkws, Lkws, Motorrädern, Mopeds, Booten, Flugzeugen, elektrischer und mechanischer Geschäftsausstattung. Nicht mehr Geschäftsführer: Montanaro-Schneider, Angelika, Ruppertshofen. Bestellt als Geschäftsführer: Montanaro, Domenico, Ruppertshofen. HRB 721257, 24.07.2012 Aalener Immobiliengesellschaft, Hausverwaltung und Vertrieb, mbH, Johann-Gottfried-Pahl-Str. 4, Aalen. Neue Geschäftsanschrift: Schubartstr. 3, Aalen. HRA 660790, 25.07.2012 Dörflinger, Bedachungs- und Fassadenbau GmbH & Co, Herbrechtingen. Sitz nun: Poststr. 30, Heidenheim. HRB 500616, 25.07.2012 Geiger GmbH, Schulze-DelitzschStr. 7, Aalen. Nicht mehr Geschäftsführer: Geiger, Michael, Aalen-Röthardt. HRB 661768, 25.07.2012 Sigma-Aldrich Chemie GmbH, Riedstr. 2, Steinheim. Prokura erloschen: Barthel, Wolfgang, Taufkirchen. HRB 700767, 25.07.2012 Himmer GmbH, Güglingstr. 60, Schwäbisch Gmünd. Liquidator: Himmer, Franz, Schwäbisch Gmünd. Gesellschaft ist aufgelöst. HRB 501574, 26.07.2012 Carl Zeiss Vision GmbH, Turnstr. 27, Aalen. Gesamtprokura: Hailbronner, Jan, Bernstadt, Dr. Klingel, Manfred, Weyher. HRB 660439, 26.07.2012 Franz Schuck GmbH, Daimlerstr. 5-7, Steinheim. Geschäftsführer: Dr. Aust, Matthias, Steinheim. HRB 724101, 27.07.2012 PTS-Prüftechnik GmbH, Bettringer Str. 42, Waldstetten. Einzelprokura: Treutler, Stefan, Schwäbisch Gmünd. HRB 724491, 27.07.2012 mcmot GmbH, In der Hub 7, Schwäbisch Gmünd. Neue Ge-

alle Angaben ohne Gewähr

schäftsanschrift: Benzfeld 51, Schwäbisch Gmünd. HRB 660253, 30.07.2012 Bedachungs- und Fassadenbau GmbH, Tilsiter Str. 19, Herbrechtingen. Sitz nun: Poststr. 30, Heidenheim. HRB 661556, 30.07.2012 Stadtwerke Giengen GmbH, Mühlenweg 10, Giengen. Prokura erloschen: Schnalzger, Reiner, Giengen. HRB 700843, 30.07.2012 Fernwärme Schwäbisch Gmünd GmbH, Bürgerstr. 5, Schwäbisch Gmünd. Der zwischen der Gesellschaft und der Stadt Schwäbisch Gmünd -Stadtwerke-, (nun: Bäderbetriebe Schwäbisch Gmünd) abgeschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ist aufgehoben. HRA 722033, 01.08.2012 Giengener Bärenapotheke Margarete Dauner e. Kfr., Marktstr. 10, Giengen. Neue Geschäftsanschrift: Martkstraße 23, Giengen. HRB 660128, 01.08.2012 Wilhelm Kentner GmbH, Wilhelm-Kentner-Str. 1, Heidenheim. Nicht mehr Geschäftsführer: Dr. Kentner, Wolfgang, Heidenheim. HRB 720080, 01.08.2012 Eisenbarth Beteiligungs-GmbH, Gutenbergstr. 30, Aalen. Geschäftsführer: Bäuerle, Otto Alexander, Aalen. HRB 727428, 01.08.2012 Krauß Bestattungen GmbH, Bischof-Fischer-Str. 79, Aalen. Geschäftsführer: Krauß, Ute, Aalen. Nicht mehr Geschäftsführer: Krauß, Martin, Aalen. HRB 727849, 01.08.2012 EVB GmbH, Schlosserstr. 6/3, Herbrechtingen. Gegenstand nun: Durchführung von gewerblichen Transporten im Nah- und Fernverkehr, Arbeitnehmerüberlassung. PR 720064, 01.08.2012 Kühn und Partner – Rechtsanwälte und Steuerberater, Alte Heidenheimer Str. 94, Aalen. Ausgeschieden als Partner: Stelzer, Brigitte, Elchingen. HRB 500119, 02.08.2012 Teppich Lempart GmbH, Löwenstr. 10, Aalen. Neue Geschäftsanschrift: Hardtstr. 25, Aalen. HRB 702224, 02.08.2012 ENTEX GmbH, Environmental Technologies Exchange, Parlerstr. 1, Schwäbisch Gmünd. Neue Geschäftsanschrift: Obere Zeiselbergstr. 12, Schwäbisch Gmünd, Geschäftsführer: Dr. Brühl-Saager, Michael, Schwäbisch Gmünd. HRB 724005, 06.08.2012 itpsystems GmbH, Technologiezentrum Heidenheim, In den Seewiesen 26, Heidenheim. Bisher Geschäftsführer, jetzt Liquidator: Grünvogel, Michael, Heidenheim. Die Gesellschaft ist aufgelöst. HRB 725595, 06.08.2012 Scharfer Schnitt UG, Silcherstr. 4, Hermaringen. Bisher Geschäftsführer, jetzt Liquidator: Findik, Aysen, Hermaringen. Die Gesellschaft ist aufgelöst. HRB 725587, 07.08.2012 S & S Engineering GmbH, Finkenstr. 8, Giengen. Nicht mehr Geschäftsführer: Seeling, Matthias, Stephansposching. HRB 661937, 08.08.2012 ODDSLINE Entertainment AG, St. Pöltener-Str. 49, Heidenheim. Einzelprokura: Burk, Alexander, Nersingen. HRB 661503, 09.08.2012 C. F. Maier Kunstharzwerk Verwaltungs-GmbH, Wiesenstr. 24-47, Königsbronn. Geschäftsführer: Wahl, Dieter, Staig. Nicht mehr Geschäftsführer: Maier, Markus, Königsbronn. HRB 726693, 09.08.2012 PuR Lifting GmbH, Friedensinsel, Aalen. Nicht mehr Geschäftsführer, nun Liquidator: Dr. Rieger, Jörg Steffen. Gesellschaft ist aufgelöst. HRB 722544, 10.08.2012 Theilacker Recycling und Transport GmbH, Kickethau, Gerstetten. Vertretungsbefugnis geändert bei Geschäftsführer: Theilacker, Manfred, Lauingen, einzelvertretungsberechtigt. HRA 660047, 13.08.2012 Karl Widenmann Armaturenfabrik und Metallgiesserei eK, Giengener Str. 11, Heidenheim. Der Inhaber hat die Karl Widenmann GmbH & Co. KG, Heidenheim, ausgegliedert. Die Firma ist erloschen. HRB 500015, 13.08.2012 ERLAU AG, Erlau 16, Aalen. Gesamtprokura: Rieger, Jörg Steffen,

Aalen. HRA 721571, 14.08.2012 ISS-Aviation GmbH & Co. KG, Joseph-Haydn-Str. 7, Waldstetten. Sitz nun: Bachwiesenweg 9, Schwäbisch Gmünd. HRB 702277, 14.08.2012 HUMA-Farben GmbH, Ziegelfeldstr. 66, Mögglingen. Stammkapital um 800.000,00 auf 100.000,00 EUR herabgesetzt. HRB 723764, 15.08.2012 ISS-Aviation VerwaltungsGmbH, Joseph-Haydn-Str. 7, Waldstetten. Sitz nun: Bachwiesenweg 9, Schwäbisch Gmünd. HRA 500987, 16.08.2012 SDZ Druck und Medien GmbH & Co. KG, Bahnhofstr. 65, Aalen. Mit der Gesellschaft ist die Versand Service Ostalb GmbH, Aalen, verschmolzen. HRB 500445, 16.08.2012 VB-consult Beratungs-GmbH, Ulmer Str. 80, Aalen. Geschäftsführer: Ruf, Uwe, Aalen. HRB 661447, 16.08.2012 Franz Schuck VerwaltungsGmbH, Daimlerstr. 4-7, Steinheim. Gegenstand nun: Verwaltung von eigenen Beteiligungen, Übernahme der persönlichen Haftung und Führung der Geschäfte anderer Unternehmen, insbesondere an der Franz Schuck Verwaltungs-GmbH & Co. KG in Steinheim. HRB 701417, 16.08.2012 Sachsenmaier Immobilien GmbH, Waldstr. 11, Schwäbisch Gmünd. Nicht mehr Geschäftsführer, nun Liquidator: Sachsenmaier, Christine, Iggingen. Gesellschaft ist aufgelöst. HRB 724273, 16.08.2012 Automobile Nur GmbH, Benzstr. 7, Aalen. Neue Geschäftsanschrift: Gemsweg 2, Aalen. Nicht mehr Geschäftsführer, nun Liquidator: Nur, Mehmet, Aalen. Die Gesellschaft ist aufgelöst. HRA 500987, 21.08.2012 SDZ Druck und Medien GmbH & Co. KG, Bahnhofstr. 65, Aalen. Mit der Gesellschaft ist die Print Service Ostalb GmbH, Aalen, verschmolzen. HRB 727233, 22.08.2012 Innovationszentrum Aalen Betreiber-GmbH, Beethovenstr. 1, Aalen. Geschäftsführer: Subek, Gerhard, Aalen. Nicht mehr Geschäftsführer: Rist, Johann, Pfaffenhofen. GnR 280074, 23.08.2012 Raiffeisenbank Vordersteinenberg eG, Salzfeldstr. 5, Alfdorf. Gegenstand nun: Durchführung von Bank-, Waren- und Dienstleistungsgeschäften. HRA 721122, 24.08.2012 Star Naturwollprodukte und mehr e.K., Unterm Buch 1, Schwäbisch Gmünd. Neu Geschäftsanschrift: Bucher Weg 18, Schwäbisch Gmünd. HRB 661358, 27.08.2012 Voith Gastro GmbH, Alfred-BentzStr. 36, Heidenheim. Mit der Voith Dienstleistungen und Grundstücks GmbH & Co. KG, Heidenheim, wurde ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. HRA 722023, 28.08.2012 Voith Industrial Services Holding GmbH & Co. KG, St.-Pöltener-Str. 43, Heidenheim. Prokura erloschen: Nieman III, Harry Joseph, Mainville, Ohio/USA. HRA 722946, 28.08.2012 Walter Solar PV-Anlage 4 UG, St.Martinus-Str. 3, Ellwangen. Sitz nun: Sebaldstr. 7, Schwäbisch Gmünd. HRB 532569, 28.08.2012 Rapp Verwaltungs-GmbH, Ulmer Str. 131, Eislingen. Sitz nun: Adlerstr. 4, Steinheim. HRB 660830, 29.08.2012 Christian Stutzmann Industrievertretungen GmbH, Alleestr. 39, Nattheim. Neue Geschäftsanschrift: Kirchbergstr. 65, Nattheim. HRB 702109, 29.08.2012 GMH Stahlverarbeitung GmbH, Nikolaus-Otto-Str. 1, Schwäbisch Gmünd. Die Gesellschaft hat einen Teil ihres Vermögens auf die Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte, übertragen. HRB 721425, 29.08.2012 Epo-Pur Bodenbeschichtungen GmbH, Rechbergstr. 69, Waldstetten. Geschäftsführer: MühlbrandtIsmaili, Shemsi, Waldstetten; Schmidt, Markus, Uhingen. Nicht mehr Geschäftsführer: Glienke, Dieter, Schwäbisch Gmünd. HRB 726858, 29.08.2012 GE Capital UG, Seestr. 16, Heidenheim. Nicht mehr Geschäfts-

führer, nun Liquidator: Engels, Georg, Steinheim. Die Gesellschaft ist aufgelöst. HRB 728173, 29.08.2012 LPC-GmbH, Chemie, Technologie, Systeme, Pfitzerstr. 26, Schwäbisch Gmünd. Nicht mehr Geschäftsführer: Lang, Marcus Elmar, Schechingen. HRB 500291, 30.08.2012 Wahl-Druck GmbH, Carl-Zeiss-Str. 26, Aalen. Prokura erloschen: Kralik, Gerhard, Aalen-Dewangen. l

Löschungen

Amtsgericht Wiesbaden, HRB 20739, 23.07.2012 PromBt GmbH Projektmanagement, Beratung, Training, Idstein, Universitätspark 16/4, Schwäbisch Gmünd. Sitz verlegt, neue Geschäftsanschrift: Universitätspark 16/4, Schwäbisch Gmünd (jetzt Amtsgericht Ulm, HRB 728121). HRB 501328, 01.08.2012 PRIAG PRIME RESOURCE INVEST KGaA, Heinrich-Rieger-Str. 5, Aalen. Löschungsankündigung. HRB 721011, 02.08.2012 TEAM Security & Events Limited, Flamenweg 6, Heidenheim. HRB 661260, 06.08.2012 D.M. Mayer Beteiligungs-GmbH, Siemensstr. 9, Giengen. HRA 721068, 07.08.2012 Euro-Car-Center Keck GmbH & Co. KG, Daimlerstr. 1, Herbrechtingen. HRB 722222, 08.08.2012 Euro-Car-Center Keck Verwaltungs-GmbH, Daimlerstr. 1, Herbrechtingen. HRB 724773, 09.08.2012 SING Sicherheit GmbH, Alte Heidenheimer Str. 94, Aalen. HRB 501296, 13.08.2012 AVN-Services GmbH, Obere Bahnstr. 41, Aalen. HRB 660757, 21.08.2012 GWB Ingenieurgesellschaft für Bauprojekte mbH, Krokusweg 67, Heidenheim. HRA 722969, 22.08.2012 Severin + Wolf Lichttechnik GmbH & Co. KG, In der Halde 19, Eschach. HRA 661285, 23.08.2012 penstocks.de e.K., Richard-Wagner-Str. 29, Heidenheim. HRB 723537, 24.08.2012 WEWUNJO UG, Weiße Steige 44, Aalen. HRB 701556, 28.08.2012 Renozell Baudienstleistungen GmbH, Unterm Bergschlößle 17, Schwäbisch Gmünd. HRA 500422, 30.08.2012 Ostalbverlag, Schwäbischer Heimatverlag Dietenberger & Theiss GmbH & Co. KG, Bahnhofstr. 65, Aalen.

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Insolvenzen

3 IN 335/07, 15.08.2012 Im Insolvenzverfahren Yvonne Lienig, Muckenseestr. 1, Lorch, Hilfreiche Engel, Stuttgarter Str. 3, Schwäbisch Gmünd, ist Prüfungsstichtag der 12.11.2012. 1 IN 32/07, 15.08.2012 Das Insolvenzverfahren Franz Beck, Nikolaus-Eseler-Str. 4, Tannhausen, Inhaber einer Bäckerei und Konditorei, wird aufgehoben, weil die Schlussverteilung vollzogen ist. 1 IN 386/07, 15.08.2012 Das Insolvenzverfahren der Diebold GmbH, Wiesenstr. 10, Heidenheim, wurde aufgehoben, weil die Schlussverteilung vollzogen ist. 3 IN 301/11, 20.08.2012 Der Antrag eines Gläubigers auf Eröffnung des Insolvenzverfahren Gerold Kuballa, Arminstr. 5, Heidenheim, ehemals Inhaber der Gaststätte Schloßkeller, Schloßstr. 18, Heidenheim, wurde mangels Masse abgewiesen. 3 IN 131/12, 20.08.2012 Der Insolvenzeröffnungsantrag der D.B.-Team UG, Rechbergstr. 22, Waldstetten, vertreten durch Geschäftsführer Dieter Bodo, Im Kohlpfad 1/1, Heilbronn, wurde mangels Masse abgewiesen. 1 IN 14/08, 21.08.2012 Im Insolvenzverfahren Rüdiger Hartmut Steffens, Friedenstr. 14, Ettlingen, ehemaliger Inhaber des Franchisebetriebs Coffee Fellows, Eugen-Jaeckle-Platz 2, Heidenheim, ist Prüfungsstichtag der 20.11.2012. 1 IN 62/06, 21.08.2012 Im Insolvenzverfahren Udo Bittner, Hubertusweg 39, Ellwangen, Rolladenbau und Sonnenschutzsysteme, wurden Vergütung und Ausla-

gen des Treuhänders festgesetzt. 4 IN 158/12, 21.08.2012 Im Insolvenzeröffnungsverfahren der ACC Auto Camping Caravan GmbH, Albstraße 1, Heubach, vertreten durch Geschäftsführer Willi Reiter, Schwäbisch Gmünd, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt: Rechtsanwalt Dr. Helmut Eisner, Josef-Schmitt-Str. 10, Lauda-Königshofen. 1 IN 204/12, 22.08.2012 Das Insolvenzverfahren Alexander Maschewski, Schafgasse 2, Aalen-Wasseralfingen, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Henning Necker, Schubartstr. 13, Aalen. Prüfungsstichtag ist der 22.11.2012. 2 IN 77/10, 24.08.2012 Das Insolvenzverfahren Andreas Schunn, Hauptstr. 87, Steinheim, Inhaber der Firma Schunn-Transporte, Nationale + Internationale Transporte, wurde aufgehoben, weil die Schlussverteilung vollzogen ist. 3 IN 351/10, 24.08.2012 Im Insolvenzverfahren Alexander Diezi, Wiesenstr. 47, Schwäbisch Gmünd, ehemals Inhaber des Brauerei-Gasthofs Goldener Hirsch, Hauptstr. 86, Heubach, wurden Vergütung und Auslagen des Insolvenzverwalters festgesetzt. Festgestellte Forderungen: 113.566,11 Euro. Zur Verteilung stehen zur Verfügung: voraussichtlich 0,00 Euro. 1 IN 184/08, 28.08.2012 Das Insolvenzverfahren Jürgen Wittkowski, Beim Blümle 5, Essingen, Zeltverleih, Konzerte, wurde aufgehoben. Eine Quote für die Insolvenzgläubiger konnte nicht ausgeschüttet werden. 3 IN 315/11, 03.09.2012 Im Insolvenzverfahren Arnd Schöllhorn, Bergstr. 9, Herbrechtingen, ehemals Inhaber des Angelcenters Bolheim, Heidenheimer Str. 80, Herbrechtingen, liegt Masseunzulänglichkeit vor. 4 IN 23/12, 03.09.2012 Im Insolvenzverfahren Ralf Knödler, Kalter Markt 29, Schwäbisch Gmünd, Handelsvertretung für Allianz, ist Prüfungsstichtag der 29.10.2012. 3 IN 165/12, 03.09.2012 Das Insolvenzverfahren der alpha nc-technik UG, Osterwiesenstr. 33/2, Iggingen, vertreten durch Geschäfstführer Hermann Schumann, Lucarres 14c, Calpe (Alicante), ESP, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Christoph Wagner, Karlstr. 33, Ulm. Prüfungsstichtag ist der 29.11.2012. 2 IN 183/06, 04.09.2012 Im Insolvenzverfahren Shiri Hila Sherf-Spielmannleitner, Eigenhof 1, Spraitbach, Schmuckdesign, wurden Vergütung und Auslagen des Treuhänders festgesetzt. 2 IN 140/10, 04.09.2012 Im Insolvenzverfahren Karin Jörg, Hohe-Kreuz-Str. 40, Aalen-Dewangen, Inhaberin Restaurant Adler, ist Prüfungsstichtag 19.10.2012. 1 IN 272/09, 04.09.2012 Das Insolvenzverfahren Frank Donat, Obere Str. 22, Neuler-Gaishardt, Kfz-Handel, wurde aufgehoben. Eine Quote für die Insolvenzgläubiger konnte nicht ausgeschüttet werden. 2 IN 240/1, 05.09.2012 Im Insolvenzverfahren Afrim Fetahi, Inhaberin des Paradies Club, Kochertalstr. 43, Aalen, wurden Vergütung und Auslagen des Insolvenzverwalters festgesetzt. Festgestellte Forderungen: 364.460,35 Euro. Zur Verteilung stehen zur Verfügung: voraussichtlich 5300,00 Euro. 2 IN 147/09, 11.09.2012 Im Insolvenzverfahren MGM Lorch GmbH, Talstr. 13, Lorch, ist Prüfungsstichtag der 24.10.2012. 1 IN 133/05, 11.09.2012 Das Insolvenzverfahren der Giessereianlagen- und Verfahrenstechnik GmbH, Schmiedstr. 18, Aalen, wurde aufgehoben, weil die Schlussverteilung vollzogen ist. 4 IN 238/11,11.09.2012 Das Insolvenzverfahren Markus Weber, Gmünder Str. 3, Leinzell, Messe- und Montageservice, wurde aufgehoben, weil die Schlussverteilung vollzogen ist. 1 IN 156/12, 13.09.2012 Das Insolvenzverfahren der Drucksachen GmbH, Bahnhofstr. 5, Heidenheim, vertreten durch die Geschäftsführer Sabine Langer, Heidenheim, und Christoph Brosius, Heidenheim, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Markus Fröhlich, Radgasse 2, Ulm. Prüfungsstichtag ist der 13.12.2012.


Analyse

Wirtschaft Regional | September 2012

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Aktuelles Interview: Gerhard Subek und Prof. Gerhard Schneider

„Ziel ist es, einen Park von High Tech-Firmen zu etablieren“ Z

um 1. August hat Gerhard Subek sein Amt als Innovationsmanager an der Hochschule Aalen angetreten. Dort entsteht bis zum Frühjahr 2014 das von der EU geförderte Leuchtturmprojekt eines Innovationszentrums, in dem Existenzgründer sich niederlassen können und wo Firmen eine Anlaufstelle für den zu forcierenden Wissenstransfer von der Hochschule in die Wirtschaft finden werden. Redakteur Sascha Kurz sprach anlässlich des Spatenstichs für das 5,8 Mio. Euro teure Projekt mit Gerhard Subek sowie mit Hochschulrektor Prof. Gerhard Schneider.

Herr Subek, wie sind Ihre bisherigen Eindrücke von der Hochschul- und Innovationslandschaft in Aalen? Gerhard Subek: In den zehn Jahren, in denen ich beruflich außerhalb der Region tätig war, hat sich die Hochschule Aalen enorm weiterentwickelt. Damals gab es noch keinen Campus Burren, dennoch war die Hochschule schon immer technologisch hochstehend und das Umfeld forschungsintensiv. Der Bau des Innovationszentrums ist ein besonderes Ereignis. Einzelne Professoren konnte ich bereits kennen lernen, ebenso Firmen, die im Förderverein des Innovationszentrums sowie darüber hinaus engagiert sind. Dabei habe ich eine Aufbruchstimmung festgestellt, die Institutionen und Firmen sind extrem aufgeschlossen für die Idee des Innovationszentrums und unterstützten schon jetzt Lehre und Forschung an der Hochschule enorm. Alles in allem herrscht ein fantastisches Innovationsklima. Das Modell, wie es nun beim Errichten des Innovationszentrums angewandt wird, kann als beispielhaft gelten. Die Struktur mit einem Förderverein, bestehend aus Firmen der Region sowie dem Gesellschaftertum von Hochschule und Stadt Aalen als Betreiber, kann als gelungen beschrieben werden. Herr Schneider, wie schätzen Sie das Einrichten des Innovationszentrums ein? Gerhard Schneider: Durch das Innovationszentrum wird die Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft verbessert. In der Region gibt es bereits erfolgreiche Initiativen zum Thema Innovationsmanagement von der IHK, Pegasus, WiRO oder natürlich l

Daten zum Neubau Das Innovationszentrum soll bis April/Mai 2014 fertig sein. Im Erdgeschoss werden ein Großmaschinenlabor und je zwei Labore für Mechatronik und Meßtechnik sowie Lagerräume eingerichtet. Im ersten Stock entstehen ein Seminarraum, neun Büros und fünf Labore. Der zweite Stock beherbergt einen Multifunktionsraum, 15 Büros, ein Chemielabor und drei Labore. Das neue Gebäude wird 59 Meter lang, 25 Meter breit und 15 Meter hoch. Im Parkhaus werden 24 Stellplätze fürs Innovationszentrum ausgewiesen, sechs weitere sind am Gebäude. sk

Innovationsmanager Gerhard Subek: „Der Aalener Weg des Innovationszentrums kann als am weitesten gedacht bezeichnet werden.“

auch vielfältige Aktivitäten in den Firmen. Wir wollen unseren Beitrag leisten, indem wir uns auf die Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft konzentrieren und diese nun proaktiv und professionell angehen. An Anfragen zu Forschungsthemen aus der Wirtschaft mangelt es nicht. Nun können wir diese aber noch besser bedienen. Wie ist das Anforderungsprofil an den Innovationsmanager? Welche hervorstechenden Eigenschaften charakterisieren Sie? Gerhard Subek: Der Innovationsmanager soll die Themen, die an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Hochschule beschrieben werden, treiben. Hier treffen oft gute Ideen aufeinander, die koordiniert und zielgerichtet umgesetzt werden wollen. Sozusagen müssen die Räder der Projekte auf die Straße gebracht werden, die Akteure an der Stelle abgeholt werden, an der sie gerade stehen. Der Kontakt zu den Hochschulen ist während meiner beruflichen Stationen nie abgebrochen, ich war immer Initiator und Motor innovativer Entwicklungen, ob bei der Gestaltung von AluSinterteilen bei SHW, den Anwendungen von Shape-Memory-Metallen oder elektromagnetischen Bremstechniken. Ich charakterisiere mich als offen, kommunikativ und kann zuhören. Von allen Kompetenzen der Hochschule unterstützt, sollen sich Innovateure sprichwörtlich ins gemachte Nest setzen können. Die vorgedachten Konzepte sollen in regelmäßigen Meilensteingesprächen (Proof of Concept) auf Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Marktbedürfnis überprüft und notfalls korrigiert werden um das Risiko eines Scheiterns möglichst klein zu halten.

Gerhard Schneider: Die konsequente Ergebnisorientierung soll im Innovationszentrum und den zugehörigen Strukturen im Vordergrund stehen. Während an der Hochschule mehr spielerisch vorgegangen werden kann und aus der Grundlagenforschung heraus Ideen entwickelt werden, soll im Innovationszentrum eine stärkere Zielorientierung hinter die Themen kommen, um konkrete Projekte zu entwickeln. Dazu bedarf es einer Controlling- und Projektmanagement-Funktion, die es im Innovationszentrum geben wird: Termine werden verfolgt, Vereinbarungen werden getroffen. Oder anders gesagt: Der Tordrang soll gegenüber dem Dribbling verstärkt werden. Die Firmen, die mit Projekten an die Hochschule kommen, sind an Effizienz und Effektivität interessiert – diese wird es ab 2014 in hohem Maße hier geben. Gibt es dabei Veränderungen in der Hochschule? Gerhard Schneider: Ja. Es wird einen Lehrstuhl für Innovationsmanagement geben, der von Prof. Niethammer ab Oktober eingenommen wird. Er beschäftigt sich stärker mit der Theorie des Innovationsmanagements. Wie werden künftig Anfragen aus der Industrie zu Forschungsthemen angegangen und der Wissenstransfer ins Rollen gebracht? Gerhard Subek: Ein Gremium aus Innovationsmanager, Prof. Holger Held, Marc Ruppert, Prof. Niethammer, Wirtschaftsförderer Wolfgang Weiß und je nach Themenlage ein Professor aus einem Fachbereich soll sich konstituieren. Hier beginnt dann ein Prozess mit dem Ziel der Umsetzung im Sinne von hoher Effizienz und Termintreue. Teile des Gremiums werden ständig Ih-

ren Platz im Innovationszen- und dem Aalener Gemeinderat züglich weiterentwickeln. trum haben, andere sind im ausgesprochen werden, ebenso Kann man das Aalener MoUmfeld und an der Hochschule an die vier Ministerien in Stutt- dell des Innovationszentätig. In der Konzeption ist gart, die in das Projekt invol- trums mit anderen, existievorgesehen, dass sich externe viert waren. Sie alle haben an renden Konstrukten in der Unternehmen dort zunächst einem Strang in dieselbe Rich- Wissenschaftslandschaft für fünf, Existenzgründer für tung gezogen. Allen hier in der vergleichen? Konkurriert drei Jahre einmieten, jeweils Region ist klar: Beim Thema das Innovationszentrum mit muss anderen Einrichtungen wie mit der Option, um fünf bzw. Existenzgründungen noch mehr als bislang getan dem Aalener Wi.Z? drei Jahre zu verlängern. Gerhard Schneider: Noch- werden. Gerhard Subek: Die beiGibt es bereits Projekte, in spielhafte Konzeption des Inmal: Solche überkritischen Teams wie dieses Gremium die Sie involviert sind? novationszentrums geht über Gerhard Subek: Ich freue die oft bekannten Modelle der sind notwendig. Welche Rolle kann der För- mich sehr über die positive Re- alleinigen Bereitstellung von derverein des Innovations- sonanz. Es bestehen bereits mietbaren Räumen für Grünzentrums spielen? Wie kön- wenige Tage nach meiner Be- der hinaus: An der Schnittstelnen weitere Firmen zur Mit- rufung einige konkrete Anfra- le zwischen Hochschule und gliedschaft bewegt werden? gen. Einige davon kommen aus Wirtschaft entsteht ein bidirekGerhard Subek: Der För- den Themengebieten Erneuer- tionaler Inkubator für Unterderverein ist einer der wesent- bare Energien, Energieeffi- nehmensgründungen. Unterlichen Bausteine in der Kon- zienz, oder auch Cloud Com- stützt von Kompetenzen der zeption des Innovationszen- puting. Mehrere Fachbereiche Hochschule im Bereich der trums. Zum einen ist hier die der Hochschule sind dabei be- Unternehmensgründung, verVernetzung aus der Hochschu- reits involviert und profitieren netzt über den Förderverein le heraus zur regionalen Wirt- von den Entwicklungen für die mit der regionalen Wirtschaft schaft besonders intensiv. eigene Forschungs- und Lehr- und ausgerüstet mit einem InGründer finden mit dem För- tätigkeit. Auch Studenten, die novationsmanager als Sparderverein ein Netzwerk vor, gründungsinteressiert sind, ha- ringspartner und Projektmanadas in der schwierigeren Zeit ben mir ihr Ansinnen bereits in ger für Gründer und Wirtnach der Gründungsphase un- drei Fällen vorgetragen. Erste schaft. Mit diesem Ansatz terstützend wirken kann. Zum Meilensteingespräche zur Un- kann der „Aalener Weg“ als eianderen gibt der Förderverein terstützung ihrer Ideen sind be- nes der derzeit am weitesten mit seinen Mitgliedern der re- reits geführt worden. gedachten Konzepte gelten. Was verspricht sich die Somit ergänzt das Innovationsgionalen Wirtschaft wichtige Impulse für die Weiterentwick- Hochschule noch von dem zentrum andere regionale Einlung von Forschungsvorhaben EULE-Leuchtturmprojekt richtungen als weiteren Grünan der Hochschule Aalen. Ei- und vom Innovationsmana- derbaustein im Bereich Techgene Entwicklungsvorhaben ger? nologie. Gerhard Schneider: Unser können so eng vernetzt mit der Wie sehen die Ziele für Hochschule zur Marktreife ge- Profil als Hochschule für an- 2014 und die Folgejahre aus? bracht werden. Insofern wirkt gewandte Wissenschaften soll Wird das Innovationszengeschärft werden. trum voll belegt sein? der Förderverein dual in die weiter weitere Konzeption und Ent- Hochschulergebnisse sollen in Gerhard Subek: Um ständig wicklung des Innovationszen- die Gründerumgebung transfe- Flächen für gute Ideen bereithalten zu köntrums mit ein. nen, ist die KonDiese beispielzeption auf eine hafte VorgeNutzung von hensweise wird 75 % ausgelegt. sich bei vielen Während der Vorhaben als Fertigstellung vorteilhaft für des Gebäudes die regionale gilt es im Jahr Wirtschaft er2013 das Innoweisen. Es wird vationszentrum eine innovative und dessen innoKultur geschafvative Konzeptifen, die für neue on zu vermarkMitglieder im ten und dazu die Förderverein verschiedensten attraktiv sein Kanäle zu nutkann. zen. IndustrieGerhard messen sind Schneider: Der ebenso AnlaufsFörderverein sitelle wie studenchert langfristig tische Messen und damit nachoder sämtliche haltig den BeNetzwerke, die trieb des Innodie Region bievationszentet. trums und geGerhard staltet die Weiterentwicklung Rektor Prof. Gerhard Schneider: „Das Hochschulprofil soll durch das In- Schneider: (Fotos: opo) Wenn wir in eiaktiv mit. Neue novationszentrum weiter geschärft werden.“ ner Dekade oder Firmen können dadurch gewonnen werden, riert werden und Entwicklun- etwas später einen Park von dass sie einen Nutzen des In- gen wesentlich stärker von der High Tech-Firmen – entweder novationszentrums für sich Hochschule hinterfüttert wer- an die Hochschule angrenzend den. Ich erwarte, dass in fünf oder integriert – haben, dann wahrnehmen. Welchen Stellenwert nimmt Jahren das Innovationszentrum wäre ich sehr zufrieden. Vieldas Projekt für die Stadt Aa- richtig gut brummt. Unsere Po- leicht finden sich auch künftig tenziale sollen bestmöglich ge- private Investoren, die den im len ein? Gerhard Schneider: Das nutzt werden. Pro Jahr gibt es Innovationszentrum entstehenProjekt ist für den Standort Aa- rund 700 Abschlussarbeiten. den Firmen die Möglichkeit erlen enorm attraktiv. Es ist so- 12% der Absolventen spielen öffnen, in Hochschulnähe sich wohl eine lohnende Immobi- mit dem Gedanken einer Exis- weiter zu entwickeln. Ich glaulieninvestition wie eine intelli- tenzgründung. Ausgründen hat be an dieses Szenario. Normal gente Wirtschaftsförderung. mit „Mind Set“ zu tun. Eine wird aber auch sein, dass etwas Die Unterstützung durch die Gründerkultur setzt das Ausei- nicht optimal klappt, dass ein Hochschule und die Unterneh- nandersetzen mit dem Thema Vorhaben scheitert. Dieser Fall men in der Region war von An- voraus. Wir werden uns in Zu- muss und kann dann auch gefang an klar. Ein Lob muss an kunft noch stärker als Gründer- managt werden. MdL Winfried Mack, die Bür- hochschule vermarkten. In den Meine Herren, besten Dank germeister sowie an Philipp kommenden fünf Jahren wird Maier vom Stadtmessungsamt und muss sich einiges diesbe- fürs Gespräch.


Personalia

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Wirtschaft Regional | September 2012

Personalia

Andreas Joehle

Andreas Joehle. Zum 1. Januar 2013 tritt Andreas Joehle (51) als weiteres, ordentliches Mitglied in den Vorstand der Paul Hartmann AG ein. Zum 1. Juli 2013 wird er dann den Vorstandsvorsitz von Dr. Rinaldo Riguzzi (65) übernehmen, der dann nach über neunjähriger, erfolgreicher Leitung der Hartmann Gruppe in den Ruhestand treten wird. „Wir freuen uns, mit Andreas Joehle eine kompetente, international erfahrene Führungspersönlichkeit gewonnen zu haben, um die von Dr. Rinaldo Riguzzi erfolgreich gestaltete Entwicklung der Hartmann Gruppe fortsetzen zu können“, erklärte Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Paul Hartmann AG. Beabsichtigt ist zudem, Dr. Riguzzi nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand zur Wahl als ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats vorzuschlagen. Joehle verantwortet derzeit bei der internationalen Mölnlycke Health Care-Gruppe als Präsident die Surgical Division und hat zuvor Führungsaufgaben bei 3M, Coloplast und Medtronic International wahrgenommen.

Horst Gentner

Horst Gentner. Seit zehn Jahren leitet Horst Gentner das Servicezentrum der KKH-Allianz in Heidenheim und berät Versicherte der Krankenkasse. Bereits am 1. September 1972 trat der damals 16-Jährige seine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten bei der KKH-Allianz in Aalen an. Nach einigen Berufsjahren in der Geschäftsstelle Aalen, die er viele Jahre auch leitete, ist Gentner seit 2002 Leiter des KKH-Allianz-Servicezentrums in Heidenheim. „Den Umgang mit den Kunden schätze ich. Es freut mich, wenn wir den Kunden helfen können.“ Im Servicezentrum in Heidenheim greifen Gentner und seine Kolleginnen Versicherten bei allen Fragen rund um die Gesundheit unter die Arme. Ausgleich zum Berufsalltag findet der verheiratete 56-Jährige beim Sport, insbesondere beim Schwimmen. Daneben engagiert sich Horst Gentner bei der Schwimmabteilung des MTV Aalen.

Kirsten Lange. Mit Wirkung zum 1. September 2012 wird Kirsten Lange neues Mitglied der Geschäftsführung von Voith Hydro, der Wasserkraftsparte von Voith. Sie ist verantwortlich für den Bereich Business Development, der das After Market Business, die Automatisierung sowie das Plant Engineering beinhaltet. Kirsten Lange studierte Journalistik und Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximili-

Kirsten Lange

ans-Universität in München. An der renommierten INSEAD Business School in Frankreich absolvierte sie zusätzlich ein Studium zum Master of Business Administration (MBA). Ab 1990 arbeitete sie bei der Boston Consulting Group (BCG) in München, mit längeren Beratungstätigkeiten in Brasilien, Russland und den USA. Ende der 90er Jahre folgte ein zweijähriger Auslandsaufenthalt in Shanghai. Kirsten Lange hat mehr als 100 Unternehmen, vor allem aus den Sektoren Maschinen- und Anlagenbau und Prozessindustrien, in Fragen von Strategieentwicklung, operativen Verbesserungen, Organisationsanpassungen und im Umsetzungsmanagement betreut. Sie verantwortete als Partnerin und Geschäftsführerin das weltweite Geschäft der BCG mit der Papierindustrie und betreute führende Kunden im Kraftwerksanlagenbau. Ralf Baumbusch. Am 27. September vollendet Ralf Baumbusch, Vorstandsmitglied der VR-Bank Aalen, sein 50. Lebensjahr. Baumbusch stammt aus Karlsruhe. Nach seiner Ausbildung, verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen und seinem Abschluss als Dipl.-Bankbetriebswirt ADG wechselte er als Generalbevollmächtigter von der Vereinigten Volksbank AG Böblingen/Sindelfingen in den Vorstand der VR-Bank Bad Salzungen/Schmalkalden in Thüringen. Seit 1. April 2010 steht er als ordentliches Vorstandsmitglied in den Diensten der VR-Bank Aalen. Er verantwortet insbesondere die Bereiche Firmenkundengeschäft so-

Ralf Baumbusch

wie Unternehmensservice und Revision. Ralf Baumbusch ist verheiratet und hat zwei Töchter. In seiner Freizeit hält er sich mit vielerlei sportlichen Aktivitäten fit und engagiert sich für den TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Hier ist er Mitglied des neu gegründeten Wirtschaftsrates. Jörn P. Makko, Christa Apprich. Jörn P. Makko, Geschäftsführer von Südwestmetall, übernimmt den Vorsitz im Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit vom Heidenheimer IG Metall-Bevollmächtigten Andreas Strobel. Christa Apprich ist aus dem Gremium ausgeschieden. Der Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Aalen besteht aus zwölf Mitgliedern, jeweils vier Vertreter der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber und den öffentlichen Körperschaften aus der Region Ostwürttemberg. Die Mitglieder

Bankkaufmann bei der damaligen Raiffeisenbank Adelmannsfelden. Bereits im Jahr 1980 wurde er dort zum hauptamtlichen Vorstand bestellt. Mit der Fusion des Instituts mit dem Ellwanger Pendant zur heutigen VR-Bank Ellwangen im Jahr 2000 wechselte Bareis seinen Arbeitsplatz zur neuen Hauptstelle nach Ellwangen und wurde dort zum Generalbevollmächtigten ernannt. Seit März 2009 ist er als Vorstandsmitglied für die Marktbereiche und das Personal verantwortlich. Paul Bareis bringt es somit auf beachtliche 45 Jahre Betriebszugehörigkeit im gleichen Unternehmen bzw. dem Vorgängerinstitut. Neben der beruflichen Tätigkeit engagiert er sich aktiv beim Turn- und Sportverein Adelmannsfelden, dem Bund der Selbstständigen, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Förderverein OttoUlmer-Halle.

Andreas Strobel (re.) gab den Vorsitz des Verwaltungsausschusses an Jörn P. Makko (2.v.re.) ab, Christa Apprich (2.v.li.) wurde als Verwaltungsratsmitglied von Peter Baur (li.) verabschiedet.

sind für sechs Jahre gewählt, der Vorsitz wechselt jährlich zwischen der Gruppe der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber. Der Verwaltungsausschuss berät die Agentur in Fragen des Arbeits- und Ausbildungsmarktes und überwacht die Geschäftspolitik sowie die Umsetzung der geschäftspolitischen Ziele. Christa Apprich, Geschäftsführerin der Firma Apprich Baustoffe GmbH in Böbingen, war seit 1998 als Mitglied der Gruppe der Arbeitgeber im Verwaltungsausschuss tätig. Makko dankte ihr für die jahrelange gute und intensive Zusammenarbeit und hob ihren Einsatz für Jugendliche hervor. Über ihre Nachfolge wird in der nächsten Sitzung entschieden. Paul Bareis. Am 28. August, feierte das Vorstandsmitglied der VR-Bank Ellwangen, Paul Bareis, seinen 60. Geburtstag. Paul Bareis begann am 1. August 1967 die berufliche Laufbahn mit der Ausbildung zum

Paul Bareis

Bartholomäus Werberger. Am 11. August feierte Bartholomäus Werberger seinen 70. Geburtstag. 1955 begann der gebürtige Rosenheimer seine Laufbahn bei der Edeka Handelsorganisation, 1981 wurde er zum Geschäftsführer der Edeka Staufen in Mögglingen berufen. 1990 übernahm er die Geschäftsführung der EHG Baden-Württemberg, die aus der Fusion der Edeka Großhandelsbetriebe Balingen, Mögglingen und Offenburg hervorge- Bartholomäus gangen ist. Als Werberger Sprecher des Vorstandes wechselte er 1997 in die Edeka-Zentrale nach Hamburg. Für die regionale Wirtschaft setzte sich Werberger in der IHK-Vollversammlung sowie im Handelsausschuss der IHK ein. Walter Sautter. Am 10. August starb der frühere Vorstand der Heidenheimer Volksbank Walter Sautter im Alter von 90 Jahren. 47 Jahre war Sautter für die Volksbank tätig: 1938 absolvierte er eine kaufmännische Lehre. Walter Sautter Krieg und Gefangenschaft unterbrachen die berufliche Laufbahn, bis Sautter 1948 wieder bei der Volks-

bank einstieg und schon 1956 zum stellvertretenden Vorstandsmitglied bestellt wurde. Ab 1958 stand Sautter 27 Jahre zusammen mit Josef Betz an der Spitze der Bank. 1985 trat er in den Ruhestand. Sautter war in zahlreichen Berufsverbänden tätig, von 1962 bis 1982 war er im Heidenheimer Stadtrat und bis 1985 fast zwei Jahrzehnte lang Mitglied der IHK-Vollversammlung. Für seine Verdienste wurde Sautter 1981 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Hermann Sturm. Am 5. August 2012 ist Hermann Sturm im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Seniorchef des Holzverarbeitungsunternehmens Sturm in Herbrechtingen übernahm nach dem überraschenden Tod seines Vaters als 17-jähriger in den Nachkriegsjahren den großelterlichen Sägewerks- und Zimmereibetrieb. Unter seiner Leitung entwickelte er das Sägewerk zu einem mittelständischen Holzverarbeitungsbetrieb, das in der Sägeund Holzindustrie nationale und internationale Hermann Sturm Bedeutung erlangte. In den 90er Jahren übertrug er dann die Führung nach und nach seinen Kindern. Sturm war in verschiedenen Ehrenämtern jahrzehntelang Mitgestalter der verbandspolitischen Entwicklung in der deutschen Säge- und Holzindustrie. Für seine unternehmerische Leistung, sein kommunal- und verbandspolitisches Engagement wurde Hermann Sturm 1992 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Dierk Schröder

Dierk Schröder. Der Sprecher der Geschäftsführung der Carl Edelmann GmbH in Heidenheim, Dierk Schröder, feierte am 28. Juli seinen 50. Geburtstag. Seit Januar 2002 ist er als Geschäftsführungsmitglied in der Unternehmensgruppe tätig und für die Ressorts Controlling/Finanzen und Produktion verantwortlich. 2007 übernahm er zusätzlich die Aufgaben des Sprechers der Geschäftsführung. Schröder nimmt ferner mehrere Beiratsmandate wahr und ist seit 2009 Mitglied der Vollversammlung der IHK Ostwürttemberg. Schröder hat an der TU Karlsruhe studiert und dort 1987 als Diplom-Wirtschaftsingenieur abgeschlossen. Seinen Berufsweg begann er in einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Weitere Stationen

waren die kaufmännische Leitung in zwei namhaften süddeutschen Familienunternehmen sowie die Geschäftsführung einer Produktionsgesellschaft in Brasilien.

Charlotte Helzle

Charlotte Helzle. Die geschäftsführende Gesellschafterin der hema electronic GmbH in Aalen, feierte am 1. September ihren 60. Geburtstag. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1978 leitet die Diplom-Ingenieurin die Geschicke des Hightech-Elektronikspezialisten. Aus den Anfängen in der Meß-, Steuerund Regelungstechnik wuchs ein breites Spektrum an Lösungen für Kameratechnik, LED-Lichttechnik und Spezialentwicklungen für Kunden mit hohen technischen Anforderungen. Charlotte Helzle ist Mutter von vier Söhnen, von denen einer bereits als Juniorchef und künftiger Leiter des Unternehmens aktiv ist. Helzle engagiert sich zudem ehrenamtlich in verschiedenen Verbänden wie im Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU), wo sie für drei Jahre den Landesvorsitz inne hatte. Sie unterstützt die regionale Wirtschaft als Mitglied der IHK-Vollversammlung und im Verwaltungsrat der Kreissparkasse Ostalb. Derzeit ist sie Präsidentin des Marketingclubs Ostwürttemberg, den sie seit der Gründung vor zwölf Jahren aktiv begleitet. Patrick Lange. Er ist nun für den Vertrieb von Sport-, Rehaund Freizeitprodukten und das Marketing bei der Gaugler & Lutz oHG zuständig: Patrick Lange. Er wurde 1985 in Oschatz geboren, ist aber seit mehr als sechs Jahren im süddeutschen Raum beheimatet. Zuletzt war er für eine führende Automobil-Firmengruppe als Marketingleiter tätig.

Patrick Lange

Christian Lange. Der SPDBundestagsabgeordnete des Wahlkreises Gmünd/Backnang wurde mit 98,2 % von den Parteimitgliedern als Kandidat für die Bundestagswahl 2013 in Gschwend auf den Schild gehoben.


Handwerk

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Bei Grüner gibt es nichts von der Stange zu kaufen Gerstetten. Hinter dem auffallenden Einrichtungshaus an der Ulmer Straße verbirgt sich eine Möbelschreinerei, die seit 1925 hochwertige Möbel fertigt. Was mit Georg Grüner als kleiner Betrieb begann, ist heute ein kerngesundes und agiles Unternehmen. In der Werkstatt arbeiten elf Gesellen und drei Auszubildende. l

Kontakt: Grüner Planen Einrichten Erleben Ulmer Straße 26-30 89547 Gerstetten Telefon 0 73 23 96 23-0 Telfax 0 73 23 96 23-20 info@gruener-gerstetten.de www.gruener-gerstetten.de

Werkstattleiter Hermann Heußler erinnert sich noch gut an Hans Grüner, den Sohn des Firmengründers, „der noch mit 80 in der Werkstatt arbeitete“. Seit 20 Jahren leitet Hermann Heußler die Werkstatt und bestimmt so, mit Schreinermeister Wolfgang Blaich und Geschäftsführer Hans Jörg Grüner, die Geschicke der Firma aus handwerklicher Sicht mit. Bei seinem Eintritt als Schreinerlehrling im Jahr 1972 fand er bereits eine hochmoderne Werkstatt mit Kreissäge, Presse und Hobelmaschine vor. Heute kommen ein Bearbeitungszentrum und weitere Maschinen, die das Arbeiten erleichtern, dazu. Dennoch sei

noch viel Handarbeit notwendig, um Möbel zu fertigen, die nun mal mit jenen von der Stange wenig gemein haben. „Wir zeichnen uns durch eine Top-Qualität und Möbel aus, die einmalig sind“, betont Heußler. Deshalb sei er nach wie vor von der Vielfältigkeit des Berufs und natürlich auch vom Werkstoff Holz fasziniert. An den Grundtechniken des Möbelschreiners habe sich nichts geändert. Bei der Stilrichtung aber schon. Heute sei ein klarer Stil mit Möbeln aus Eiche und Nussbaum gefragt und auch Lackmöbel lägen im Trend. Der Werkstattleiter hat in seinen langen Berufsjahren die Firmengeschichte der Grü-

Werkstattleiter Hermann Heußler (links) ist der Fachmann in der Tischlerei.

ner GmbH hautnah miterlebt. Seit zwei Jahren bestimmt der Urenkel des Gründers und Juniorchef David Grüner die Geschicke der Firma mit. „Er

macht natürlich manches anders als sein Vater Hans Jörg Grüner, aber das ist ja auch spannend“, sagt Heußler. Der Seniorchef hat sich im

Die Ausbildung im Handwerk ist Erfolgsgeschichte Chancen für Jugendliche so gut wie nie – Ausbildungsbereitschaft der Betriebe steigt – Viele Aktivitäten der Handwerkskammer Ulm. „Die Berufschancen im Handwerk stehen so gut wie nie“, resümiert Anton Gindele, Präsident der Handwerkskammer Ulm. Wer sich für eine duale Ausbildung im Handwerk entscheide, habe die Möglichkeit, sich eine hervorragende Perspektive für sein Berufsleben zu sichern. Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm belief sich die Zahl freier Ausbildungsplätze im August, kurz vor Ausbildungsbeginn noch auf über 1000. Bis Ende Juli hatten sich im Bezirk der Handwerkskammer Ulm bereits über 1900 junge Menschen für eine Handwerkslehre entschieden. Im Vergleich zum letzten Jahr ist dieser Wert weitgehend identisch. „Was sich geändert hat, ist die Anzahl an Lehrstellen“, sagte Gindele. Diese sei im Vergleich zum vergangenen Jahr noch einmal um mehr als 60 gestiegen und mit über 3000 angebotenen Ausbildungsplätzen so hoch wie nie. „Es freut uns, dass die Ausbildungsbildungsbereitschaft bei sinkenden Schülerzahlen weiter wächst. Dies trägt dazu bei, dass Stärken des Handwerks wahrgenommen werden.“ Attraktive Karrierewege im Handwerk Jeder Dritte bricht laut einer aktuellen Studie sein Studium ab – rund 35 Prozent der Bachelor-Studenten gehen vorzeitig von der Hochschule ab. Vor allem bei den Universitäten ist die Abbrecher-Quote angestiegen. Zum Vergleich: In der beruflichen Bildung beträgt die Quote rund 11 Prozent. „Vielleicht hilft dieses dramatische Zeugnis für die Hochschulausbildung jetzt mit, die chancenreiche berufliche Bildung in den mittelständischen Betrieben endlich als Alternative wahrzunehmen. Unserer Gesellschaft und der

Das eigene handwerkliche Geschick konnte auf dem Obstwiesenfestival beim Bau einer Gitarre erprobt werden. (Foto: Handwerkskammer Ulm)

Zukunft der Jugendlichen täte das gut“, sagte Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Ulmer Kammer. „Wir haben im Handwerk eine reiche Vielfalt an Karrieremöglichkeiten und freie Lehrstellen. Studieren ist mit dem Meisterabschluss und dem Background einer fundierten Ausbildung schließlich immer noch möglich“, sagte Mehlich. Im Koalitionsvertrag der Landesregierung werden die gymnasiale und die Hochschulbildung betont. Es sei Zeit zu akzeptieren, dass Abitur und Studium für viele eben nur ein zeit- und geldfressender Umweg sei, so Mehlich. Gesellschaftlich beschreite man zunehmend einen Holzweg, wenn man Jugendliche glauben mache, Abitur und Studium brächten Berufskarrieren, die für jeden was sind und zwangsläufig glücklich machten. „Dieser Holzweg kostet den Staat einen Haufen Geld“, sagte Mehlich. Denn Baden-Württemberg wendete

2009 pro Student an den Hochschulen rund 7720 Euro auf, während das System der Berufsschulen nur rund 2900 Euro kostete. „Das erfolgreichere System ist das günstigere, von der bildungspolitischen Ungleichbehandlung mal ganz abgesehen.“ Lohnende Investition in die eigene Bildung Oft seien es auch finanzielle Gründe, die den Ausschlag zum Abbruch eines Studiums geben. In der beruflichen Bildung ist die Selbstbeteiligung am eigenen Bildungserfolg seit Jahrzehnten selbstverständlich. „Vom Staat wurde die berufliche Bildung gerade nicht von einer Eigenbeteiligung entlastet wie bei den Studiengebühren. Doch letzten Endes führt eine Selbstbeteiligung an den Kosten auch zu mehr Engagement, Identifikation, einer niedrigeren Abbrecher-Quote und zu mehr Bildungserfolg. Eine Tatsache, die wir in der beruflichen Ausbildung des Handwerks, kombiniert mit einer umfassenden Berufsorientierung in Kooperation mit den Schulen, schon längst leben“, sagte Mehlich. Im aktuellen Ausbildungsjahr werden im Kammergebiet der Handwerkskammer Ulm mehr Lehrstellen angeboten als im Jahr zuvor. Die steigende Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist für Präsident Anton Gindele ein klarer Hinweis auf das Engagement im

Handwerk: „Wir brauchen junge Menschen in unseren Betrieben. Diese kümmern sich um jeden Einzelnen und wissen die Leistung junger Leute zu schätzen.“ Gindele unterstreicht die Bedeutung einer individuellen und umfassenden Berufsberatung. Das Angebot der Berufsbildungsberater der Kammer reicht daher von der Betriebssuche über konkrete Bewerbungshilfen bis hin zur Studienberatung. Die Kammer bietet auf ihrer Homepage (www.hk-ulm.de) zudem eine Übersicht über die noch freien Ausbildungsstellen an. Unter der Rubrik „Ausbildungsbörse“ können Interessierte das Ausbildungsangebot nach Regionen und Berufsbild filtern und eine Übersicht der noch suchenden Betriebe einsehen. Auf der Internetseite findet sich auch der Link zum Lehrstellenradar. Unter www.hkulm.de/app können sich Interessierte eine Lehrstellen-App herunterladen und sich über konkrete Ausbildungsmöglichkeiten in ihrer Umgebung informieren. Berufsorientierung an Schulen Über die Hälfte der Schüler wissen vor dem Abitur nicht, welchen Beruf oder welches Studium sie im Anschluss an ihre Schullaufbahn ergreifen wollen. Um dies zu ändern will die Handwerkskammer Hilfestellungen bei der Berufsfinl

Info: Obstwiesenfestival Eine weitere Gelegenheit, sich über die Berufe des Handwerks und freie Ausbildungsplätze zu informieren, bot der Stand der Handwerkskammer auf dem Obstwiesenfestival bei Dornstadt. Die Ausbildungsberater der Kammer waren vor Ort, um in entspannter Atmosphäre Beratungsgespräche mit Jugendlichen zu führen. „Selten gab es eine bessere Gelegenheit, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Jugendliche erhalten bei Gitarrenklängen und Sonnenschein unkompliziert Informationen über die vielen Karrieremöglichkeiten im Handwerk und können auf einfachem Wege ihre Lehrstelle finden. Jeder kann sich selbst überzeugen, dass das Handwerk in puncto Ausbildung den Ton angibt“, sagte Gindele.

dung anbieten und geht bei ihrem Vorhaben, den Jugendlichen Orientierung zu geben, verschiedene Wege. In Vorträgen werden Schüler beispielsweise direkt an ihrer Schule über die Ausbildungsmöglichkeiten informiert. Im Rahmen von Projekten finden an Schulen Veranstaltungen oder Aktionstage zum Thema Berufsorientierung statt. Gerade für Schulabgänger des doppelten Abiturjahrganges sei ein Start im Handwerk eine wirkliche Alternative zum überfüllten Hochschulstudium, sagte Gindele. Wünschenswert sei auch, dass das Thema Berufsfindung gerade in den Gymnasien noch stärker integriert würde. Einen weiteren Weg der Information bieten Bildungspartnerschaften von Schulen und Handwerksunternehmen. Mit gutem Beispiel voran gehen hier zum Beispiel die Firma Prinzing Maschinenbau aus Urspring und der Amstetter Betonstein-Hersteller Braun (beide Alb-DonauKreis). „Jugendliche brauchen eine richtige Ausbildung“, beschreibt der Geschäftsführer Peter Prinzing seine Beweggründe für die Bildungspartnerschaft. Er wolle interessierten Schülern die Berufswelt und die Praxis einer Ausbildung näher bringen. Dabei sollen die vielen Möglichkeiten des Handwerks im Vordergrund stehen. Ideen für gemeinsame Aktionen hat Peter Prinzing viele. Er kann sich in Zusammenarbeit mit der Grund- und Werkrealschule Amstetten-Lonsee Betriebserkundungen, Praktika, Berufsvorstellungen in den Klassen, Projektarbeiten und vieles mehr vorstellen. Jörg Schmieder, Berufsbildungsberater der Handwerkskammer Ulm, kann eine solche Kooperation nur befürworten. „Bildungspartnerschaften schlagen eine Brücke zwischen Theorie und Praxis, sie fördern den Dialog zwischen Schule und Wirtschaft und laden ein zur aktiven Zukunftsgestaltung.“ Dabei seien sie keine einseitige Angelegenheit, sondern beruhen auf gegenseitigem Geben und Nehmen. „Viele Talente und Fähigkeiten zeigen sich erst in der Auseinandersetzung mit berufsbezogenen Themen“, betonte Schmieder.

Jahr 1991 seinen Traum, ein Einrichtungshaus mit dem Angebot von Designermöbeln erfüllt. Längst ist das Haus in Verbindung mit der Möbelwerkstatt zu einem Synonym für gehobenes und individuelles Wohnen geworden. Kunden in der Region und weit darüber hinaus lassen sich bei Grüner beraten oder gleich die komplette Wohnung planen und einrichten. „Erst kürzlich haben wir einen Container mit Möbeln aus der Werkstatt nach Amerika verschifft“, freut sich der Werkstattmeister über den Auftrag und die Aussicht, auch in Amerika deutsche Handwerkskunst vermitteln zu können. Heide Hartner

REGIO-TICKER l

Mack liefert für Taiwan Westhausen. Nahezu 300 Hotels beliefert die Handwerksbäckerei Mack europaweit. Anfang August traf der erste Seecontainer mit tiefgefrorenen Teigerzeugnissen in Taiwan ein. Ein Chinese hat dort Mitte Juni

ein Bistro mit schwäbischen Spezialitäten eröffnet. Auf den ersten Blick erinnert die Inneneinrichtung an ein Lokal im Schwarzwald. Erst auf den zweiten Blick fallen die taiwanesische Beschriftung von Speisekarte und Etiketten auf. Karma Tangs Geschäftsidee scheint anzukommen. Dem taiwanesischen Unternehmer drückt Hans-Günther Mack die Daumen. Über einen langjährigen Freund, der in Asien Businesskontakte vermittelt, war die Verbindung zu Tang entstanden. Kommt das Konzept an, will er in weiteren Großstädten Lokalitäten dieser Art eröffnen. Per tiefgekühlter Luftfracht hatte Mack zur Eröffnung eine erste Lieferung geschickt, die vor allem 720 Brezeln, aber auch Körnerwecken, Früchtebrot, Orangenkuchen und die beliebte Brot-Sinfonie umfasste. Die Ware im Wert von gut 1500 Euro hatte 3000 Euro Fracht gekostet und gerade mal für die ersten Wochen gereicht. Ein verplompter Seecontainer mit Ware im Wert von 12 000 Euro ging parallel auf den Weg und traf am 2. August dort ein. „Wenn alles nach Plan läuft, geht alle zwei Monate ein solcher Container dorthin“, sagt Mack. Diese Sendung umfasst nun auf drei von zehn Paletten 5000 vorgebackene Brezeln, die vor Ort nach Bedarf aufgebacken werden. „Die Brezeln sind der Hit“, hat Macks Verbindungsmann ihm gemailt. Zusammen mit Tang wird er Ende September Mack in seiner Westhausener Produktion besuchen. Bei minus 18 Grad werden die Backwaren in Westhausen aus dem Kühlhaus direkt in die Kühlcontainer verladen. Bis hin zur Zollbeschau, bei der die Container schon bei Mack verplompt werden, und der optimalen Umverpackung hat der Westhausener Chef von 650 Mitarbeitern langjährige Versand-Erfahrung. www.handwerksbaeckereimack.de


Firmen & Märkte

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Wirtschaft Regional | September 2012

Höchste Qualitätsauszeichnung für Kolb

An Schmerzgrenze

Heubacher Bauunternehmung Kolb erhält fünf Sterne im „Meisterhaft bauen“-Programm

Studie: Hohe Benzinpreise fördern Elektromobilität

Heubach. Es kommt nicht alle Tage vor, dass Dieter Diener, Geschäftsführer des Landesverbandes der Baden-Württembergischen Bauwirtschaft fünf Sterne vergeben darf. Die Auszeichnung für höchste Qualitätsansprüche, die der Fachverband Bau vergeben kann, ging nun an die Bauunternehmung Alfred Kolb GmbH + Co. KG in Heubach. Dort hat das mittelständische Familienunternehmen seit bald 50 Jahren seinen Sitz. Es hat sich einen Namen als verlässlicher und kompetenter Baupartner gemacht. Kerngeschäft von Kolb ist das Erstellen von Rohbauten. Egal, ob es um die Qualität von Beton geht, um bautechnische Abläufe oder um Verlässlichkeit bei Terminen und Kosten, Kolb liefert gute Leistungen ab. Das war von Anfang an und ist bis heute der Anspruch des Unternehmens. Maurermeister Alfred Kolb sen. hat die Firma 1963 als Meisterbetrieb gegründet. 1996 ist Alfred Kolb jun. nach einem Studium zum Bauingenieur ins Familienunternehmen eingestiegen. Gebaut wird in immer größerem Umkreis, der sich mittlerweile bis Stuttgart zieht. In der Region entsteht derzeit der 7000 m² große Hallenneubau der Firma Schüle Druckguss in Schwäbisch Gmünd, der Hallenneubau der Firma Schubert + Edelmann in Bartholomä sowie das viergeschossige Verwaltungsgebäu-

Aalen. Die empirische Studie wäre dieser Gruppe, dass es „Future Mobility“ der Hoch- nur wenige Einschränkungen schule Aalen zeigt: Autofahrer bei Reichweite und Platz gibt. sind bereit, wegen der hohen Wichtige Voraussetzung für Benzinpreise auf Fahrzeuge einen Umstieg ist, dass Elekmit alternativen Antrieben zu trofahrzeuge und Fahrzeuge wechseln. Zwei Euro für den mit anderer alternativer AnLiter sei die Schmerzgrenze, triebstechnologie verfügbar ab der 46,7 % der Befragten sind und die Infrastruktur ausernsthaft über einen Umstieg gebaut ist. Vor diesem Hinterauf Pkw mit alternativem An- grund scheint das Ziel der trieb nachdächten. Weitere Plattform Elektromobilität von 40,4 % sehen die Schmerz- 600 000 Elektrofahrzeugen bis grenze bei Preisen um drei 2020 erreichbar. Die im RahEuro pro Liter. Das heißt: Je men des von Baden-Württemstärker die Mineralölkonzerne berg geförderten Forschungsdie Preise der Kraftstoffe nach projekts „Energy for future oben treiben, desto schneller Mobility“ durchgeführten Stusteigt die Aufgeschlossenheit dien „Futur Mobility“ liefern für und die Umstiegsbereit- umfassende Erkenntnisse über schaft auf alternative Antriebs- die Aufgeschlossenheit der technologien. Verbraucher für alternative Die Verbraucher lassen sich Antriebstechnologien. Mehr als in zwei Gruppen einteilen: Be- 5000 Personen in Deutschland nach mobilitätfragte, die sich einen Umstieg wurden bei zwei Euro pro Liter vorstel- spezifischen Kriterien wie Bunlen können, würden am ehes- desland, Stadt-/Landbevölketen Einschränkungen bei rung, Geschlecht und AltersReichweite und Platz akzeptie- gruppen repräsentativ befragt. www.htw-aalen.de/mobility ren, nicht aber einen höheren Kaufpreis. Dieses Bild verschiebt sich, je später die Autofahrer umsteigen würden. Bei den Befragten, die erst bei einem Kraftstoffpreis von fünf Euro an einen Wechsel denken, wäre ein höherer Kaufpreis von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben ein geringeres Pro- Die hohen Benzinpreise – ein großes Ärgernis blem. Wichtiger für die Verbraucher . (Foto: -wh-)

Heubachs Bürgermeister Frederick Brütting und Dieter Diener (v.li.) konnten den Vertretern der Bauunternehmung Kolb die seltene „5-Sterne-Meisterhaft bauen“-Urkunde überreichen.

de der Firma GeoData in West- Schüler und Jugendliche zu eihausen. Rohbauten von Kolb ner Berufsausbildung im finden sich im privaten und öf- Handwerk. „Meisterhaft bauen“ ist das fentlichen Wohnungsbau, bei Industriebauten und bei Inge- Qualitätssiegel der deutschen Bauwirtschaft. Das Siegel nieurbauwerken. Rund 80 Beschäftigte zählt wurde eingeführt, um Standas Unternehmen inzwischen, dards zu setzen und Bauherren darunter zehn Auszubildende. bei der Suche nach verlässliDie Firmenleitung legt Wert chen und kompetenten Bauauf eigenes, gut ausgebildetes partnern zu unterstützen. Als Fachpersonal und sorgt dafür, zu erfüllende Standards gelten dass sich die Mitarbeiter stets z.B. fachliche Professionalität, auf dem aktuellen technischen exakte Planung, termingerechWissensstand befinden. Dass te und saubere Ausführung vor das Konzept bei den Auszubil- Ort. Die obendrein verliehenen denden von Kolb aufgeht, zeigt auch die Teilnahme zweier Lehrlinge am Programm zum Ausbildungsbotschafter der IHK Ostwürttemberg: Diese besuchen inzwischen Schulen und repräsentieren dort das Bauhandwerk. Durch direkte und authentische Einblicke motivieren sie Der neue Lkw von Kolb in Heubach.

Sterne stehen für kontinuierliche Fort- und Weiterbildung, Arbeitsschutz und Umweltbewusstsein. Wer durch fünf Sterne ausgezeichnet ist, muss Kompetenz, Engagement, Qualität und Schulung ständig unter Beweis stellen. Ausschlaggebend bei Kolb für die Höchstzahl an Sternen war die freiwillige Überwachung der Betonqualität auf den Baustellen, mehrere zum Werkpolier weitergebildete Mitarbeiter, einen Sicherheitsund Qualitätsmanager und die Teilnahme an Seminaren zu Bautechnik, Bauüberwachung und Arbeitsschutz. Von den rund 2500 Betrieben im Land haben nur 21 die Höchstzahl erreicht. So war es Dieter Diener denn auch die Reise von Stuttgart nach Heubach wert, um die Auszeichnung zu überbringen.

Eine Hochschule für die Region In Ostwürttemberg fest verankert, international weit vernetzt Die Hochschule Aalen ist eine Hochschule für die Region. In ihrer Position der forschungsstärksten Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg sieht sie sich als Innovationstreiber und starker Partner der regionalen Unternehmen. Rund 30 verschiedene Studienangebote in Technik und Wirtschaft orientieren sich nicht nur an den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern auch an den Bedürfnissen der starken und sich wandelnden Region. Ostwürttemberg braucht den regen Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die vielfältigen Kooperationen zwischen Hochschule und Unternehmen zeigen den lebendigen Knowhow-Transfer, der stetig wächst und weiter wachsen soll. Die Hochschule ist Ansprechpartner für kleine, mittlere und große Unternehmen.

2013 feiert die Hochschule Aalen Jubiläum: Wir werden 50! Und laden schon heute herzlich ein zu Tag und Nacht an der Hochschule am 26. April 2013


VRW Eisen- und Metall E r w e i t e r u n g

d e r

P r o d u k t i o n s h a l l e

Eine Sonderbeilage von WIRTSCHAFT REGIONAL

September 2012

Die neue Produktionshalle der VRW GmbH auf dem Gmünder Gügling eröffnet dem Dienstleister und Stahlhandelsunternehmen neue Möglichkeiten der Belieferung ihrer Kunden.

INHALT l

Investition in Technik VRW hat kräftig in neue Maschinen investiert: Eine Strahl- und Konservierungsanlage und neue Schnellmagnet-Kräne wurden installiert. Seite 2

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Interview mit Leitung

Im Gespräch mit den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Wolfgang Sachsenmaier und Jürgen Wolf wird auf die Veränderungen im Stahlmarkt eingegangen. Seite 3 l

Sparten stellen sich vor Die verschiedenen Sparten von VRW geben einen Überblick über ihr Leistungsspektrum: Walz- und Profilstahl Seite 4 Strang- und Kokillenguss Seite 4 Qualitäts-, Edel-, Blank- und Werkzeugstähle: Blockbandzuschnitte sind ein VRW-Alleinstellungsmerkmal Seite 5

Dach- und Wand

Seite 5

Außenstelle Heilbronn Seite 5 Nichteisen-Metalle l

Seite 6

Kontakt

Lise-Meitner-Str. 14 73529 Schwäbisch Gmünd Telefon 0 71 71 1 04 56-0 info@vrw-gmbh.de www.VRW-GmbH.de

Zweite Großinvestition innerhalb von zehn Jahren Zusammenlegen der Lager in Schwäbisch Gmünd im Hallenneubau bringt Synergien – Blick in Historie des Stahlhandelsunternehmens

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ie VRW Eisen- und Metall Handelsgesellschaft im Gmünder Gewerbepark „Gügling“ setzt ein dickes Ausrufezeichen für ihre Weiterentwicklung und legt gleichzeitig ein klares Bekenntnis zum Standort Schwäbisch Gmünd ab: Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 5,2 Millionen Euro wurde durch den Bau einer neuen Halle die Lagerfläche von derzeit 7000 um rund 5500 m2 auf über 12 000 m2 erhöht und durch neue, modernste Anlagen das Anarbeitungsspektrum deutlich erweitert. Der Zeitplan, den sich Wolfgang Sachsenmaier und Jürgen Wolf gesteckt hatten, war mehr als „sportlich“: „Bis 15. Juni 2012 wollen wir einziehen, dann können wir unserem Motto: Alles aus einer Hand, noch besser gerecht werden“, erklärten beide geschäftsführenden Gesellschafter im Februar. Mit den jetzt abgeschlossenen Baumaßnahmen wird eine bemerkenswerte Entwicklung des Eisen- und Stahlhandels in Schwäbisch Gmünd weitergeschrieben und die Weichen für die Zukunft gestellt. Aus der Insolvenz des früheren Gmünder Traditionsunternehmens Eisen-Wiedmann gründeten Stephan Veit, Christoph Rischko und Jürgen Wolf sowie Wolfgang Sachensenmaier am 2. Januar 2002 die VRW GmbH, an der die Essinger Scholz Edelstahl GmbH (SES) 50,1 % der Anteile hielt. Schnelle Lieferfähigkeit, ein umfassendes Sortiment, das sich permanent weiterentwickelt hat und zwischenzeitlich seinesgleichen sucht, zeichnete die Firma von Beginn an aus. Dies und vor allem überdurchschnittlich qualifizierte und motivierte Mitarbeiter haben zu einer hohen Kundenzufriedenheit geführt. Hat die Firma ursprünglich mit zwölf Mitarbeitern begonnen, werden nun 83 Angestellte beschäftigt. Bei einer Aus-

bildungsquote von rund 20% wird deutlich, dass VRW größten Wert auf qualifizierte Mitarbeiter legt und dabei kaum Kosten und Mühen scheut. Einhergehend mit der Ausweitung der Produktpalette und dem stetigen Wachstum, waren die angemieteten Hallen nebst technischer Ausstattung in der Benzholzstraße bald zu klein. Deshalb wurde 2004 ein Neubau ins Auge gefasst. Die Bautätigkeit begann Anfang 2005, am 1. November 2005 wurden die neuen Räumlichkeiten in der Lise-MeitnerStraße 14 bezogen. 7000 m2 Hallenfläche und 4000 m2 Freilager standen zur Verfügung. Das fast 1000 m² große Büro- und Verwaltungsgebäude gab genügend Raum für weitere Expansion. Beim Umzug 2005 wurde die Produktpalette überarbeitet und deutlich erweitert. Anfang 2009 wurde die Holding SPV-Stahlhandel gebildet, deren Gesellschafter heute – nach einer Kapitalerhöhung – mit je einem Drittel der Anteile die Scholz Edelstahl GmbH in Essingen, der Reiner-Stahlhandel in Günzburg sowie die beiden heutigen VRW-Geschäftsführer Jürgen Wolf und Wolfgang Sachsenmaier sind. Die SPV wiederum hält 100 % der Anteile an der VRW, an der Possehl GmbH in Neu-Ulm und an der NUPo mit Sitz in Prag. Bei allen drei Gesellschaften sind Wolfgang Sachsenmaier und Jürgen Wolf Geschäftsführer. Die Firma Possehl ist seit 1921 als Stahlhändler in NeuUlm tätig. Das Unternehmen gehörte im Laufe der Jahre immer wieder großen Stahlherstellern und Konzernen an und fusionierte 2002 mit der Firma Reiner Stahlhandel. „Die Tradition und die guten Kundenkontakte waren die positiven Seiten der Neu-Ulmer Firma“, sagt Wolfgang Sachsenmaier im Gespräch mit dieser Zeitung, „die Gebäude und die

technischen Anlagen entsprachen nicht mehr den modernen Anforderungen, es bestand ein extrem hoher Investitionsstau.“ Verbunden mit der Wirtschaftskrise 2009 stürzte der Umsatz bei Possehl zwischen 2008 bis 2011 von 50 auf 23 Millionen Euro ab, die Ertragszahlen waren tiefrot. „Wir bei VRW mussten im Krisenjahr 2009 schwere Rückschläge einstecken“, gesteht Sachsenmaier ein. In Gmünd ging der Umsatz von 30 auf 18 Millionen Euro zurück, die Mitarbeiterzahl musste von 84 auf 55 gesenkt werden, das Ergebnis rutschte in den negativen Bereich. „Wir haben uns, nachdem die Stahlhandelsgeschäfte 2010 wieder Schwung aufnahmen, zu einer konsequenten Neustrukturierung entschlossen“, sagen Wolf und Sachsenmaier. Dazu gehörte, dass bei Possehl das Lagergeschäft aufgegeben wurde und der Service über externe Anbieter erfolgt. Wolf: „Wir konzentrieren uns jetzt auf den Standort Schwäbisch Gmünd, wo wir unsere Produktpalette und die Lagerhaltung enorm vergrößerten.“ Dadurch können auch viele Werkstoffe neu in das Lagerprogramm der VRW aufgenommen werden. Wolf: „Der

Kunde kann jetzt bei uns alles rund ums Blech für sämtliche Baubedarfe beziehen.“ Auch die Sparten Rohre, Formstahl wie Träger und Flachstahl sind wieder direkt in Schwäbisch Gmünd verfügbar. Und: „Wir investierten kräftig in den Anarbeitungsbereich und werden dies auch weiterhin tun“, sagen die Geschäftsführer. Dank einer neuen, modernen Blockbandsäge wurde das Servicespektrum deutlich erweitert. „Der Vorteil von gesägten, weichen Kanten kann nun von mehr Kunden in einem größeren Umfang in Anspruch genommen werden. Darunter befinden sich mehrere Unternehmen, die in ihrem Segment Weltmarktführer sind“, lässt Wolf wissen. Zu den umfassenden Dienstleistungen, die VRW jetzt anbietet, gehören unter anderem Laserschneiden, Tafelscheren, Brennschneiden, Abkanten, Rohrlasern und die mechanischen Fertigungen Bohren, Sägen, Stanzen, Entgraten, Sandstrahlen, Konservieren, Bürsten oder Gewindeschneiden. Jürgen Wolf stellt heraus: „Wir sind damit einer der führenden Vollsortimenter, der eine herausragende Marktstellung in der Region einnimmt.“ Und Wolfgang Sachsenmaier verdeutlicht: „Wir liefern unseren

Geschäftiges Treiben herrscht in der VRW-Halle auf dem Gmünder Gügling.

Kunden vom kleinsten Drähtle bis zum schweren Stahlteil alles just in time.“ Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf den Neubau erwartet die VRW-Geschäftsleitung eine positive Entwicklung der ganzen Gruppe. Die Investitionsfreude in neue Technologien und die Tatkraft im Vertrieb durch Kooperation mit Partnern und Kunden motiviere alle Mitarbeiter neu, betont Sachsenmaier. Bereits angesprochen wurde die Aus- und Weiterbildung. Derzeit sind bei VRW zwölf Auszubildende sowie vier BAStudenten beschäftigt. Sieben Mitarbeiter befinden sich in Weiterbildung zum Betriebswirt oder Meister. Jürgen Wolf fasst optimistisch zusammen: „Wir richten unsere Produktpolitik konsequent auf die Kundenwünsche aus. VRW stellt sich mit der breiten Diversifizierung den künftigen Herausforderungen der Märkte. Der Ansatz des Komplettlieferanten für den gesamten Metallbedarf des Kunden, bis hin in die Instandhaltung, ist nun bei VRW Realität. Wir sind quasi die verlängerte Werkbank unserer Kunden und können mit unserem eigenen Fuhrpark den heute unverzichtbaren schnellen Lieferservice gewährleisten.“ sk


VRW-Report

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Wirtschaft Regional | September 2012

Imposant und mit vielen technischen Details versehen: die neuen Schnellmagnet-Krananlagen bei VRW in der neu errichteten Halle.

Die technische Einrichtungen und Maschinen sprechen für sich Die VRW GmbH investierte auch in neue Maschinen, um noch stärker als Dienstleister der Kunden in Erscheinung zu treten – Effizientes Arbeiten möglich

N

eben der Investition in den Bau einer neuen Produktionshalle hat die VRW GmbH auch in die technische Ausstattung ihrer Produktuion investiert und sich damit fit für die Herausforderungen des hart umkämpften Stahlmarkts gemacht. Neue Strahl- und Konservierungslinie von Rösler Die neue, ca. 800 000 Euro teure Anlage dient zur Entzunderung und zusätzlichem Verarbeitungs- und Transportschutz von Profilen, Rohren, Trägern und Blechen. Mit kleinen Stahlkügelchen wird das Material beschossen und dabei von Zunderresten befreit. Danach kann der Stahl in zwei Farben für den Transport geschützt werden, ohne dass sich Rost an der Oberfläche festsetzt. Die Stahlteile können in rostbraun oder in grau lackiert werden. „Mit der neuen Maschine sind alle lieferbaren

1600 mm, in der Höhe bis 1000 mm sowie in der Länge bis 6000 mm große Teile trennen. Eine dieser Sägen kostet bis zu 450 000 Euro. Die Sägen sind automatisch zu betreiben und CNC-programmierbar. Auf den anderen Großsägen können Gussblöcke und andere Materialien mit einer Tiefe bis zu 700 mm und einer Breite bis 800 mm gesägt werden. Diese gesägten Teile können auch überfräst bzw. diskusgeschliffen angeboten und geliefert werden. Neue Strahl- und Konservierungslinie von VRW

Abmaße behandelbar“, sagt Christoph Rischko, der die Maschine betreut. Teile mit einer maximalen Breite von 1500 mm, einer maximalen Höhe von 500 mm sowie einer Länge von maximal 18 m können verarbeitet werden. Die Durchlaufgeschwindigkeit beträgt 2,5 m/min.

14 Großsägen sind bei VRW im Einsatz Das Stahlhandelsunternehmen VRW hat in schnelle und flexibel einsetzbare Sägen investiert. Zwei Langplattensägen machen VRW zu einem der Marktführer für Zuschnitte: Diese zwei Blockbandsägen können in der Tiefe bis

Drei neue Schnell-Magnetkrananlagen sind bei VRW im Einsatz Bei der in Deutschland absolut führenden Sonderkran-Fabrik Scheffer hat die VRW GmbH drei Magnetkräne für den schnellen Transport der Stahlteile in der neuen Halle gekauft. Rund 850 000 Euro hat diese Investition gekostet. Die Magnetkräne bestechen

durch ihre Schnelligkeit im Handling: Das Material kann so sehr schnell umgelagert werden, die Effizienz steigt. Die Kräne verfügen über eine Entmagnetisierung von vergütetem Stahl und eine automatische Stapeljochbedienung. Zu-

dem sind sie mit einer geeichten Wiegeeinrichtung ausgestattet und verfügen über eine stufenlose Regelbarkeit der Magnetanlage. „Schnelles Beund Entladen wird so gewährleistet“, erklärt Christoph Rischko. Sascha Kurz

Große Bandblocksäge bei VRW in vollem Einsatz.

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VRW-Report

Wirtschaft Regional | September 2012

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Das aktuelle Interview mit der VRW-Geschäftsleitung Geänderte Bedingungen auf dem Stahlmarkt erfordern Anpassung D

ie VRW Eisen- und Metall Handelsgesellschaft mbH stellt sich neu auf. Einer der führenden Komplettanbieter von Eisen- und Nichteisenmetallen in der Region hat sein Lagerprogramm nach dem Neubau einer 5500 Quadratmeter großen Halle deutlich aufgestockt und fungiert nach der Anschaffung neuer Maschinen wie der Strahl- und Konservieranlage noch stärker als Dienstleister für seine rund 3800 Kunden. Im Gespräch mit den beiden Geschäftsführern Wolfgang Sachsenmaier und Jürgen Wolf wird das Marktspektrum des Unternehmens vorgestellt. Das Führungsteam gibt Redakteur Sascha Kurz einen wirtschaftlichen Überblick und berichtet über neue Projekte.

Herr Sachsenmaier, Herr Wolf, wie würden Sie Ihr Handelsunternehmen nach der Erweiterung einordnen? Wolfgang Sachsenmaier: Wir waren bislang bereits in Süddeutschland einer der am breitesten aufgestellten Händler für Metalle und haben nun unser Angebot komplettiert. Unsere Kunden können quasi alle Halbzeuge von uns geliefert bekommen – in großen wie in kleinen

Mengen. Wir können jedem Kunden alles offerieren. Eigentlich fungieren wir als Logistikunternehmen für unsere Kunden. Einzig Baustahlmatten und Betonstähle führen wir nicht im Sortiment. Was hat sich im Stahlhandel nach der Krise 2009 geändert? Jürgen Wolf: Unsere Kunden disponieren sehr viel vorsichtiger. Das bedeutet für unsere Auftragsabwicklung einen höheren Aufwand, da die Bestellmengen kleiner werden. Dadurch erodieren unsere Margen weg. Aufgrund unserer breit aufgestellten Kundenstruktur ergibt sich dennoch eine hohe Grundauslastung. Wolfgang Sachsenmaier: Wir haben gelernt, dass es keinen Sinn macht, Knebelverträge großer Kunden zu unterschreiben, die das wirtschaftliche Risiko komplett auf uns als Dienstleister und Händler abwälzen. Insofern haben wir aus der Krise von 2009 unsere Lehren gezogen und setzen – wie bislang – weiter auf den Mittelstand. Wie reagieren Sie auf die veränderten Rahmenbedingungen?

VRW investierte in hochmoderne Sägeanlagen.

Wolfgang Sachsenmaier (li.) und Jürgen Wolf leiten das Gmünder Stahlhandelsunternehmen VRW GmbH und wollen es weiter zum Dienstleister für ihre Kunden ausbauen. (Foto: J. Stirner)

Wolfgang Sachsenmaier: Für unser Lagerbestandsmanagement haben wir ein eigenes Controlling eingerichtet. Der Fokus liegt auf einem neuen Effizienzmanagementsystem für den Stahlhandel. Mit Sonja Diehl haben wir eine absolute Expertin auf dem Gebiet des Lagerreichweitenmanagements eingestellt. Sie arbeitet gerade an ihrem MBA-Titel. Wir haben es geschafft, unseren Lagerbestand von rund 10 auf 4,5 Mio. Euro zu drücken, ohne dass es zu Lieferengpässen kommt. Wie hat sich der Stahlmarkt entwickelt? Jürgen Wolf: 2010 und 2011 entwickelte sich das Geschäft nach der Krise, in der wir Umsatzeinbußen von 35 Prozent schultern mussten, gut. Auch in der ersten Hälfte von 2012 waren wir zufrieden, die Renditen waren akzeptabel. Im Juli erfolgte ein Einbruch bei den Bestellungen, der bis heute anhält. Es ist, als ob die Urlaubszeit noch nicht vorbei ist. Dennoch: Unsere Kunden sind größtenteils gut ausgelastet. Aber eine gewisse Vorsichtshaltung ist erkennbar. Die Stahlpreise sind werksseitig stabil geblieben, die Volatilität ist gewichen. Wolfgang Sachsenmaier: Ich rechne mit leicht sinkendem Absatz im Herbst. Die Stahlwerksauslastung sinkt. Der Markt dreht sich. Es gibt Angebote von Walzwerken, die manchmal unter dem allge-

meinen Preisniveau liegen. Planen Sie eine Aufstockung des Personals? Wolfgang Sachsenmaier: Bei Neueinstellungen verhalten wir uns derzeit eher zurückhaltend und bleiben beim Tag-/Nachtschichtbetrieb. Der Personalbestand wird bei 110 Mitarbeitern bleiben. Der eigenen Ausbildung messen wir große Bedeutung zu. Aktuell l

Zitat W. Sachsenmaier „Der Stahlmarkt dreht sich gerade. Ich rechne im Herbst mit leicht sinkenden Absatzmengen.“

beschäftigen wir vier Studenten der DHBW sowie zwölf Azubis in den Fachrichtungen Fachlagerist, Fachkraft für Lagerlogistik, Kaufleute für Bürokommunikation sowie Kaufleute im Groß- und Außenhandel. Unserem hohen Engagement an Aus- und Weiterbildung tragen wir mit weiteren 6 nebenberuflichen Weiterbildungen zum Fachwirt/Betriebswirt und zum Meister Rechnung. Darüber hinaus fungieren die Mitarbeiter als Prüfer bei der IHK in verschiedenen Prüfungsausschüssen und bei der DHBW in Heidenheim. Sie haben weitere Projekte vor. Verraten Sie uns ein wenig davon? Jürgen Wolf: Wir haben eine Neuentwicklung im Auge, bei der eine Maschine zur Anar-

beitung konzipiert werden soll. Sie soll neue Geschäftsfelder erschließen. 2013 wollen wir in die konkrete Umsetzung gehen. Wolfgang Sachsenmaier: Zudem wollen wir in den Bereich des Online-Shoppings eintreten. Im B2B-Market sollen unsere Kunden nicht nur aus unseren 27 000 Lagerartikeln wählen können, sondern darüber hinaus auf über 750 000 Artikel aus den Bereichen Verbrauchsmaterialien, Arbeitsschutzartikel, Werkzeuge und dem Produktionsverbindungshandel zurückgreifen können. Alle Kunden haben Bedarf in diesen Artikelfeldern. Start soll Ende 2012 sein. Wir greifen dabei auf die Hilfe und die Lösungen des Einkaufsverbands deutscher Eisenhandel (EDE) zurück, bei dem VRW Mitglied ist. Wie setzen sich Ihre Kun-

den zusammen? Jürgen Wolf: Wir beliefern 3500 gewerbliche Kunden. 80 Prozent der Kunden liegen im Umkreis von 80 Kilometern. Hierbei bedienen wir uns hauptsächlich unseres eigenen Fuhrparks mit einer täglichen Versandkapazität von fast 200 Tonnen. Weiter haben wir bis zu 8 Sattelzüge täglich von Speditionen angemietet und wir arbeiten bei VRW mit sehr vielen Händlerkunden zusammen, die regelmäßig durch uns –ebenfalls meist täglich – beliefert werden. Dabei fungieren wir als Großhändler bzw. diese Händler nutzen das VRW-Lager quasi, wie wenn es ihr eigenes Lager wäre. Soziales Engagement kommt trotz hartem Geschäftsalltags nicht zu kurz. Wolfgang Sachsenmaier: Unsere Vollzeit-Mitarbeiter können über ihre Gehaltsabrechnung Geschäftswagen leasen. Wir freuen uns über Teilzeitkräfte und bieten ihnen individuell gestaltbare Arbeitszeiten. Für unsere Mitarbeiter schließen wir zusätzliche Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen ab und wir verfügen über eine eigene betriebliche Altersvorsorge, die wir ebenfalls unseren Mitarbeitern anbieten. Daneben engagiert sich VRW bei Bildungspartnerschaften an der Realschule Leinzell, und den Werkrealschulen Leinzell und Heubach. Über die Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg unterstützen wir maßgeblich das Projekt „Stufen zum Erfolg“. Als Sponsoren waren wir beim Stauferjubiläum in Schwäbisch Gmünd aktiv, treten beim VfR Aalen sowie beim FC Schechingen und dem Förderverein des Freibades Schechingen auf. Herr Wolf, Herr Sachsenmaier, besten Dank für das Gespräch.

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VRW-Report

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Wirtschaft Regional | September 2012

Walz- und Profilstähle zuhauf

Strang- und Kokillenguss

Die neue CE-Norm: VRW setzt Maßstäbe bei der Nachvollziehbarkeit

VRW möchte diese Sparte voranbringen – Kooperation mit Gontermann-Peipers

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Florian Bieg, Anton Schmid (Spartenleiter und stellvertretender Geschäftsführer bei Possehl in Neu-Ulm) sowie Petar Saric (v.li.) stehen bei VRW für den Handel mit Walz- und Profilstählen.

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ie Walz- und Profilstahl- Strahl- und KonservierungsanSparte, die von Anton lage gehört zu unseren DienstSchmid verantwortet wird, bie- leistungen“, sagt Anton tet Formstahl-Breitflanschträ- Schmid. Eine enge Zusamger, Stahlbau-Hohlprofile, menarbeit mit den VRW-KunProfilrohre, Stabstahl und Ble- den und Werken ermöglicht che an. Nachdem die beiden uns eine tiefere Anarbeitung Läger am Standort Neu-Ulm wie Bohren, Fräsen, Verzinbeim Schwesterunternehmen ken, CE-normgerechtes Possehl im Laufe des Jahres Schweißen sowie dem Aus2012 aufgelöst wurden, exis- klinken anzubieten. Bis hin zur tiert in NeuUlm künftig noch ein Vertriebsbüro mit sieben Mitarbeitern. Possehl wurde 2009 über eine Kapitalverflechtung in die VRWGruppe imple- Großes Sortiment: Hohlprofile im VRW-Lager. mentiert. Anton Schmid fungiert dort als montagefertigen Anlieferung stellvertretender Geschäfts- an der Baustelle. In diesem Beführer. reich hat sich VRW speziell Die Lagererweiterung in mit Unterkonstruktionen für Schwäbisch Gmünd ist auch Solarfelder und Teile für für Possehl eine wichtige In- Windkraftanlagen in den letzvestition für die Zukunft. „Re- ten Jahren stark beschäftigt. Durch die Mitgliedschaft in eigional und überregional kann kurzfristig innerhalb von 48 nem der größten EinkaufsverStunden jeder Bedarf bei unse- bände für Stähle, dem E/D/E, ren Kunden im Stahl- und Me- Einkaufsverband Deutscher tallbau, Schlossereien, zerspa- Eisenhändler, und bester Benenden Firmen, Industriebe- ziehungen zu Stahlherstellern trieben und jedem anderen Be- ist es für VRW möglich, auch trieb, der Stahl in verschiede- Großabnehmer bei Großpronen Formen und Legierungen jekten termingerecht und ververarbeitet, von VRW gedeckt lässlich zu beliefern, betont werden“, erklärt Anton Florian Bieg, der diese Sparte in Schwäbisch Gmünd verantSchmid. Durch beste Kontakte zu wortet. Bandbleche, die vom Coil Stahlwerken können jederzeit Zwischenabmessungen und nach Kundenwünschen auf besondere Stähle beschafft Maß zugeschnitten werden, werden, häufig hält VRW diese sind bei VRW eine Selbstverim Lager in breitem Spektrum ständlichkeit. 2011 hat die bereit. „Der Zuschnitt auf Maß Sparte Walz- und Profilstahl sowie die Entzunderung mit rund 50 Prozent zum Umsatz Beschichtung in der neuen der VRW-Gruppe beigetragen.

Diesbezüglich ist eine stabile Entwicklung zu erwarten. In der Sparte Walz- und Profilstahl werden auch viele Händlerkunden – vornehmlich durch Possehl – betreut. Das Händler-Händler-Geschäft, das sich aus der Historie von Possehl als A-Händler heraus entwickelt hat und 80 Prozent des Geschäfts ausmacht, ist

Flachwalzstahl von VRW

durch große Mengen und eine tiefe Spezifikation mit vielen verschiedenen Abmessungen gekennzeichnet. „Possehl und VRW ergänzen sich bestens, durch das breitere Sortiment können wir unseren Kunden nun alle Produkte aus einer Hand anbieten“, sagt Schmid. Die von ihm verantwortete Sparte charakterisiere sich durch einen umkämpften Markt, in dem seit der Stahlkrise Mitte 2009 ein starker Margenverfall zu beobachten ist. Die Aufgabe der Branche ist es, immer größere Mengen zu bewegen, ohne die Kosten signifikant zu erhöhen. „Auf diese Umstände haben wir durch die 5,2 Millionen Euro schwere Investition reagiert. Die Kostensenkungseffekte wären an den Lagerstätten der Possehl nicht möglich gewesen. Somit erreichen wir künftig wesentlich schlankere Arbeitsabläufe“, sagt Anton Schmid, der auch das VRWAußenbüro in Heilbronn verantwortet. „Die Logistik ist nun wesentlich effizienter organisiert“, sagt Schmid. sk l

Stahlplatten hält VRW in nahezu allen Abmessungen bereit.

Neue CE-Norm Die für den Stahlbau neue CENorm wurde bei VRW bereits aufgegriffen. Sie betrifft fast alle Bereiche des Stahlhandels. Bisher war die Nachvollziehbarkeit der Stähle in der von Anton Schmid verantworteten Sparte in Teilbereichen nicht gegeben – mit dieser Norm bekommt die Nachverfolgbarkeit von Material eine ganz neue Bedeutung. Die Firma VRW nimmt über ihre Netzwerk permanent Neuerungen an. Sie bildete die eigenen Mitarbeiter im Bereich der neuen CE-Norm über externe Seminare weiter und bietet so ihren Kunden Hilfestellung im Gebrauch ihrer Stahlprodukte.

RW führt Strang- und Kokillenguss-Produkte seit rund vier Jahren im Sortiment. Verantwortet wird die Sparte seit August 2011 von Michael Bolten. Seit diesem Zeitpunkt gibt es diesbezüglich eine Kooperation mit dem Stranggusshersteller Gontermann-Peipers. Die Umsätze in dieser Sparte sind wesentlich kleiner als beim Walz- und Profilstahl und durch wesentlich kleinere Losgrößen treffend charakterisiert. Dennoch konnte der Umsatz seit 2010 nahezu verdoppelt werden. Guss-Stahl besitzt einen höheren Kohlenstoff-Gehalt. Er wird unterteilt in Grauguss und Sphäroguss, die in verschiedenen Qualitäten hergestellt werden und sich durch die chemische Zusammensetzung und mechanische Werte unterscheiden. Die VRW-Produktpalette umfasst Rundabmessungen, Flach- und Vierkantabmessungen sowie Kokillengussblöcke. „Daraus können von uns Zuschnitte in Abmessungen geliefert werden, die sonst nicht auf dem Markt sind. Flachabmessungen und Blöcke werden auch überfräst von uns angeboten“, erklärt Michael Bolten, der 2011 vom Außendienst in den Innendienst gewechselt ist. Seit August 2011 besteht eine enge Kooperation mit Gontermann-Peipers. Das Unternehmen produziert qualitativ hochwertigste Gussstähle und ist unter anderem als Lieferant für die Castor-Behälter für radioaktive Endprodukte und im Bereich der Walzenherstellung bekannt. VRW bietet mit dem Hersteller als einziger Anbieter eine Nachverfolgbarkeit der Guss-Produkte an. „Wir lagern unsere Guss-Produkte chargenbezogen ein und können so unseren Guss bis zur Produktion bei Gontermann-

Spartenleiter Michael Bolten

Peipers zurückverfolgen, wo ebenfalls alles dokumentiert wird. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal von VRW“, erklärt Michael Bolten. „Damit beschreitet VRW neue Wege und kann so auf Kundenwunsch komplett nachvollziehbare Produkte liefern. Wir lassen uns auf neue Normen ein – zum Wohle unserer Kunden“, sagt VRW-Geschäftsführer Wolfgang Sachsenmaier. In der Strang- und Kokillenguss-Sparte stehen die Endver-

braucher im Fokus. Daraus ergeben sich meist kleinere Losgrößen. Typische Verbrauchergruppen sind die Hydraulikindustrie, Kompressoren- oder Schwungscheibenhersteller sowie der klassische Maschinenbau. „Wir beliefern ganz Süddeutschland und können sehr flexibel auf den Kundenwunsch eingehen“, sagt Bolten. VRW kann sehr genau am Endmaß orientiert liefern, was die Bearbeitung bei den Kunden minimiert. Sascha Kurz

In verschiedenen Größen und Qualitäten bei der VRW GmbH vorhanden: Stranggussstäbe im Lager des Stahlhandelsunternehmens.

Volkswagen kauft man bei

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VRW-Report

Wirtschaft Regional | September 2012

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Qualitätsstähle jeglicher Couleur erhältlich Dach und Wand VRW handelt mit einem sehr großen Sortiment an Qualitäts-, Edel-, Werkzeug- und Blankstählen l

Sascha Kurz

pflegt. Rohre in geschliffener Form für den Geländerbau sind ebenfalls erhältlich“, sagt Manuel Cirigliano. Für Schlosser, Maschinenbauer sowie Pumpen- und Ventilhersteller sind diese Werkstoffe wichtig.

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en großen Bereich der Qualitäts-, Edel- und Sonderstähle verantwortet der bei der VRW GmbH für den Einund Verkauf zuständige Geschäftsführer Jürgen Wolf. Ihm zur Seite steht für den Bereich der Edelstähle Manuel Cirigliano. Alle Produkte aus diesem Segment sind mit Anarbeitungsstufen versehen lieferbar. VRW kann Teile in tieflochgebohrt, zentriert oder überdreht je nach Bedarf an die Kunden liefern.

Qualitätsstähle Die eingelagerten Rundstähle mit Durchmessern von 20 bis 600 mm sind in den Werkstoffen S355, C45, 16MnCr5, 42CrMo4, 18CrNiMo7-6 sowie 31CrMoV9 bei VRW er-

VRW-Geschäftsführer Jürgen Wolf verantwortet zudem die Sparte der Qualitätsstähle.

hältlich. Das Flachstahlsortiment in diesem Bereich umfasst Abmessungen von 20 x 10 mm bis 300 x 100 mm. Die Qualitäten gewalzt oder von Blöcken gesägt sind dabei erhältlich. Flachstähle werden in den Werkstoffen 16MnCr5, C45 und S355 angeboten. „Die Qualitätsstähle können von unseren Kunden als ganze Stäbe Lkw-weise bis hin zu kleinen Mengen in Streichholzschachtelgröße geordert werden. Wir decken hierbei die gesamte Lieferbreite ab“, erklärt Jürgen Wolf. Blockbandzuschnitte VRW schneidet zudem für seine Kunden alle Zwischengrößen aus Blechen und Blöcken der Qualitätsstähle zu.

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Impressum Verlag: SDZ. Druck und Medien Bahnhofstraße 65 73430 Aalen

Werkzeugstähle VRW bietet Rundstähle mit Durchmessern von 20 bis 600 mm sowie Flachstähle in ähnlichen Abmessungen in allen gängigen WerkzeugstahlWerkstoffen an. „Auf Kundenwunsch werden Werkzeugstähle auch aus Blöcken gesägt und konfektioniert“, erklärt Jürgen Wolf. Manuel Cirigliano ist der VRW-Experte für Edelstähle.

Folgende Werkstoffe sind hierbei verfügbar: 16MnCr5, 42CrMo4, S355, C45 und C60. „Ab Ende 2012 wollen wir hier unser Produktportfolio nochmals erweitern. Wir planen, neue Werkstoffe in das Sortiment der Blockbandzuschnitte aufzunehmen“, erklärt Jürgen Wolf. Dabei handelt es sich um die Qualitäten 18CrNiMo7-6, 25CrMo4, 30CrNiMo8, 31CrMoV9, 34CrAlNi7 sowie 34CrNiMo6. Diese Qualitäten werden für VRW in deutschen Stahlwerken extra hergestellt und sehr selten aus Blöcken geschnitten angeboten. „Wir treiben hierbei eine Innovation voran, die uns in Deutschland einzigartig macht“, erklärt Jürgen Wolf. Diese vergüteten Bleche und Druckbehälterstähle können auch im Windanlagenbau und im Kraftwerksbau verwendet werden. „Aus unserem Engagement in diesem speziellen Sektor erschließen sich weitere Innovationsfelder. Dieser Schritt wird nicht der letzte bleiben. Wir forcieren Entwicklungen auf diesem Gebiet“, sagt Jürgen Wolf weiter. Edelstähle VRW führt die StandardEdelstähle 1.4301 und 1.4305 in Rund- und Flachabmessungen. In Rundstangen sind die Werkstoffe in Durchmessern zwischen 2 und 300 mm erhältlich. Als Flachstahl ist der Werkstoff 1.4301 blank und gewalzt in den Größen 10 x 3 mm bis 200 x 20 mm im Sorti-

ment. „VRW möchte im Nischensegment dieses relativ teuren Materials neue Kunden gewinnen und wird sein Produktangebot bei Rundstählen erweitern“, erklärt Manuel Cirigliano. Künftig werden die Werkstoffe 1.4021 (Durchm.: 30 bis 300 mm), 1.4057 (30 bis 300 mm), 1.4112 (30 bis 200 mm) und 1.4122 (60 bis 200 mm) in überdrehter Ausführung bei VRW verfügbar sein. „Unser Edelstahl-Hochregallager wird chargenmäßig ge-

Blankstähle Alle Werkstoffe aus der Palette S235JRC+C, C45+C, S355+C, 11SMn30+C, 11SMnPb30+C, 16MnCr5+C, 42CrMo+C sowie C35+C H9/ H6 sind in Stablängen zu 3 und 6 m in Rundstäben zu Durchmessern zwischen 2 und 160 mm sowie Flachabmessungen zwischen 5 x 2 und 500 x 50 mm im VRW-Angebot enthalten. „Blanke Winkelstähle werden ebenfalls vorgehalten – und sind auch in Kleinstmengen und großen Abrufaufträgen lieferbar“, sagt Jürgen Wolf.

VRW vertreibt Elemente für Dach- und Fassadenbau

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eit dem Engagement von VRW bei Possehl hält das Gmünder Stahl- und Dienstleistungsunternehmen Produkte für den Dach- und Fassadenbau vor. Kunden für die Produkte zur Dach- und Wandbeplankung von Industriehallen, wie auch von landwirtschaftlichen Anlagen sind Baustoffhändler, Schlosser und Stahlbauer. „Zahlreiche Kunden, vor allem im Allgäu, zählen zu unserem Stamm. Das Vertriebsnetz soll in Süddeutschland weiter ausgebaut werden“, sagt Josua Palm, der die Produkte vertreibt. Zu der Produktpalette zählen Sandwichpaneele, die mit Mineralwolle oder PU-Schaum gedämmt sind und für den Hallenbau herangezogen werden, ebenso wie Trapezbleche sowie Licht- und Stegplatten. „Eine personelle Aufstockung ist geplant. In diesem Segment sieht VRW noch große Wachstumschancen“, erklärt Josua Palm. VRW zielt darauf ab, über ihre bisherigen Vertriebswege auf mehr Absatz bei die-

Josua Palm verantwortet die Produkte für Dach- und Fassadenbau.

sen Produkten zu kommen. „Die Aufnahme dieser Produkte in unser Portfolio bedeutet eine enorme Verbreiterung unseres Angebots“, sagt VRWGeschäftsführer Jürgen Wolf. Die Dach- und Wandpaneele sind bei VRW in verschiedensten Abmaßen und Farben erhältlich. Umsatzmäßig nehmen Sandwichpaneele den größten Posten ein. sk

VRW in Heilbronn Das Vertriebsbüro soll ausgebaut werden

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Qualitätsstahlstangen in großen Abmessungen und verschiedenen Längen zu liefern, ist für VRW wegen der technischen Möglichkeiten kein Problem.

eit März 2011 unterhält VRW in Heilbronn eine Außenstelle, durch die alle Sparten des Unternehmens vertreten werden. Dort ansässig als Ansprechpartner für die Kunden ist Petar Saric. Der Ausbau des Vertriebsbüros auf drei Mitarbeiter ist kurzfristig geplant. „Wir suchen aktuell Vertriebsmitarbeiter, um den aufgrund seiner industriellen Aktivitäten interessanten Wirtschaftsraum besser zu bearbeiten. Neben dem Vertrieb von Walz- und Profilstählen soll auch in Heilbronn der Verkauf von Qualitäts- und StahlbauHohlprofilen intensiviert werden“, erklärt Petar Saric. Der Groß- und Außenhandelskaufmann im Stahlbau hat sieben Jahre beim Stahlhersteller Arcelor Mittal gearbeitet, bis er 2008 in ein mittelständisches Handelsunternehmen wechselte. Petar Saric tauscht sich täglich mit Spartenleiter

Petar Saric leitet das VRW-Büro in Heilbronn

Anton Schmid aus, zweimal pro Monat sind enge Abstimmungsgespräche in der Firmenzentrale auf dem Gügling vorgesehen. „In den kommenden Monaten gehen wir in die intensive Kundenakquise sowie den Ausbau der Geschäftsbeziehungen am Standort Heilbronn an“, erklärt Petar Saric. sk

Wir gratulieren zum Jubiläum und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Geschäftsführer: Bernhard Theiss, Ulrich Theiss, Werner Gnieser Tel. 0 73 61 594-210 w.gnieser@sdz-medien.de Redaktion: Winfried Hofele (verantwortl.), w.hofele@sdz-medien.de; Sascha Kurz, Tel. 0 73 61 594-164; s.kurz@sdz-medien.de VRW Eisen- und Metallhandelsgesellschaft mbH Fotos: Florian Bieg, Jürgen Stirner Anzeigen: Jürgen Stirner, Tel.; 0 73 61 594-225, j.stirner@sdz-medien.de; Layout: Bettina Opferkuch, Irene Diegel

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GRATULATION 10 Jahre VRW Eisen- und Metallhandels GmbH

Als langjähriger Partner gratulieren wir zum Jubiläum und freuen uns auf weitere Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit. Spedition Brucker GmbH, Daimlerstr. 15-20, 73431 Aalen, Tel: +49 7361-9292-0, www.spedition-brucker.de

BRUCKER

LOGISTIK DIE BEWEGT

Kontraktlogistik / Value added services / Werkverkehr / Lagerlogistik


VRW-Report

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NE-Metalle gibt’s natürlich auch VRW GmbH hält seit ihrem Bestehen ein breites NE-Sortiment parat l

Sascha Kurz

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RW hat die Nichteisen (NE)-Metalle Aluminium, Messing, Kupfer und Bronze in Stäben, Profilen und Blechen komplett und breit gestreut eingelagert. Der Vertrieb von Aluminium stellt dabei den größten Part. Bohr- und Fräsqualitäten von Profilen sind ebenso lieferbar wie Block- und Blechzuschnitte verschiedener Größen und besonderer Legierungen. „Falls wir die gewünschte Qualität oder Größe nicht am Lager haben, stellen wir innerhalb von zwei Tagen unseren Kunden diese zur Verfügung. Die Kunden im Bereich der NE-Metalle sind grundsätzlich dieselben wie bei den Stahlprodukten. NE-Metalle sind bei VRW seit

Geriffeltes Aluminiumblech ist bei VRW im Produktportfolio enthalten.

Spartenleiter Christoph Rischko.

Bestehen des Unternehmens im Programm“, sagt Spartenleiter Christoph Rischko. Die NE-Metall-Sparte trägt rund 10 Prozent zum Gesamtumsatz der VRW-Gruppe bei. Die NE-Metalle werden zu marktgerechten Preisen als zusätzlichen Service für die Kunden, wie zum Beispiel an Schlossereien, Metallbauer oder andere direkte Verbraucher geliefert. Aluminium wird häufig auch in größeren Mengen gehandelt. „Beispielsweise verwendet die Firma Zipser auch für die Aufständerung von Solaranlagen unsere Profile“, erklärt VRW-Geschäftsführer Wolfgang Sachsenmaier (siehe rechts). Durch Werksbeziehungen auch im Ausland – vor allem nach Italien – bestünden

beste Bezugsquellen für Aluminium – auch in größeren Mengen und speziellen Legierungen, sagt Rischko. sk

Kupferlegierungen unterschiedlichster Abmessungen von VRW.

Wirtschaft Regional | September 2012

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Der Solarenergie gehört die Zukunft! Bartholomä. Die Firma Solar Zipser Alternative Energiesysteme GmbH beschäftigt sich seit 1995 intensiv mit den Möglichkeiten der Nutzung von Sonnenenergie. Geschäftsführer Erwin Zipser hat seither über 800 Anlagen auf Dächer gebaut. Der Spezialist für Dachanlagen ist ein glühender Verfechter dieser kostenlosen Energie und spricht sich ganz klar für die dezentrale Energie-Versorgung aus. Nach seinen Worten ist es heute bereits möglich, entsprechende Systeme zu installieren, um Stromüberschüsse zu speichern. Der Handwerker plant derzeit zur Versorgung eines Unternehmens eine neuwertige Pilotanlage im Allgäu. Er hofft, sie zum Jahresende einweihen zu können, sofern bis dahin die bürokratischen Hürden überwunden sind. Zipser hat auch bereits guten Kontakt zu Batterieherstellern und will die Entwicklung von Speichersystemen vorantreiben, um in Zukunft Besitzern von Einfamilienhäusern ein autarkes Sonnenstrom-System anbieten zu können. Er hat auch zahlreiche Dachanlagen auf Gewerbe- und Industriebauten realisiert. Mit Montagesystemen, die von den 20 Mitarbeitern und seinen zwei ebenfalls in der Firma tätigen

Sonnenenergie von Zipser.

Söhnen in der eigenen Werkstatt gefertigt werden. Eine Zipser-Solaranlage mit 500 Kilowattpeak (kWp) steht beispielsweise in Ellwangen. Ganz aktuell wurde das Dach der neuen Lagerhalle der VRW-Eisen- und Metallhandels GmbH mit FotovoltaikModulen mit einer Leistung von 500 kWp bestückt. „Die Solartechnik muss weiter ent-

Solar Zipser Alternative Energiesysteme GmbH Äußerer Möhnhof 2 73566 Bartholomä Telefon: 0 71 73 71 6 30 93 Telefax: 0 71 73 71 6 30 91 info@solar-zipser.de www.solar-zipser.de

wickelt werden“, sagt Zipser, denn keine andere Energieform als die der Sonne habe eine Leistung wie Millionen von Kraftwerken. Er sieht noch viel Innovations-Potenzial in der Sonnenenergie und er wird künftig verstärkt als Stromanbieter auftreten. Den mittels Solarenergie erzeugten Strom will er dann dem Kunden zu einem Festpreis anbieten, der auf Jahre fix ist. Mit Vorteilen für den Investor der Solaranlage und für den Kunden, der nicht dauernd mit steigenden Strompreisen konfrontiert wird. Ganz nach dem Firmenmotto: „Wir steigen Ihnen aufs Dach und zapfen die Sonne an.“ Ha

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VRW Eisen- und Metallhandels GmbH Wir gratulieren herzlich! Die UNION STAHL-HANDEL ist ein Zusammenschluss von aktiven und leistungsstarken Stahlhändlern unter dem Dach der Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH. Gegenwärtig nutzen mehr als 120 Mitgliedsunternehmen die Vorteile dieses Zusammenschlusses für den mittelständischen Stahlfachhandel. Die VRW Eisen- und Metallhandels GmbH gehört dazu!

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Eine Sonderbeilage von WIRTSCHAFT REGIONAL

September 2012

Ostwürttemberg gleicht einer riesigen Baustelle!

KONTAKT

Trotz Eurokrise: Unternehmen und Kommunen investieren mutig in Produktions- und Bürogebäude, in Technologien und in Bildung l

Winfried Hofele

Wirtschaftsförderungs-GmbH Region Ostwürttemberg Universitätspark 1 73525 Schwäbisch Gmünd Geschäftsführerin: Dr. Ursula Bilger Telefon: +49 71 71 9 27 53-0 wiro@ostwuerttemberg.de www.ostwuerttemberg.de Die WiRO wird unterstützt von:

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ährt man im Herbst 2012 durch die Region Ostwürttemberg und spricht mit den Unternehmern, so klingt schon Skepsis über die europäische Staatsschuldenkrise an, doch Angst vor einem konjunkturellen Einbruch wie 2008/09, die ist trotz Abkühlung der Geschäfte nicht spürbar. Sichtbar dagegen sind überall im Raum der Talente und Patente gigantische in Stein gemeißelte Standortbekenntnisse. Ostwürttemberg gleicht derzeit einem einzigen Bauplatz. Überall werden Fabriken neu gebaut oder erweitert, wird in neue Technologien und vor allem in die Ausbildung junger Menschen investiert. Denn der Mangel an hochqualifizierten Fachkräften ist nach wie vor in Ostwürttemberg ein Kernproblem, das Unternehmen, Politik und die Kommunen mit ihren Wirtschaftsförderern im Schulterschluss lösen wollen. Ohne das Feuerwerk der vielen Investitionen von kleineren und mittleren Unternehmen, die damit viel Zukunftszuversicht ausstrahlen, übersehen zu wollen, sind zwei Bauprojekte von herausragender Bedeutung. Im interkommunalen Gewerbegebiet Oberkochen/Königsbronn wächst praktisch ein zweites Hauptwerk der Carl Zeiss AG heran (Seite 9). Rund 400 Millionen Euro nimmt der weltweit führende Optik- und Optoelektronik-Konzern in die Hand und erweitert auf einen Schlag die Fabrik für Lithografieoptik, baut ein neues Gebäude für die Medizintechnik samt Betriebsrestaurant und startet mit dem Bau eines Logistikzentrums. Schwäbisch Gmünd putzt sich bis zur Landesgartenschau 2014 heraus. Mitte 2013 wird der B 29-Einhorntunnel fertig, noch in diesem Jahr beginnt die viel diskutierte „Gamundia-Bebauung“. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt in der Stauferstadt bei 400 Millionen Euro.

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Kreissparkassen Ostalb + Heidenheim sowie: EnBW/ODR AG, VRBank Aalen, VR-Bank Ellwangen, VB Schwäbisch Gmünd, RB Mutlangen, RB Rosenstein

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Wirtschaftsförderer Landkreis Heidenheim Wirtschaftsbeauftragter Michael Setzen Telefon +49 73 21 3 21-25 95 m.setzen@landkreis-heidenheim.de

Die Stadt Schwäbisch Gmünd verändert ihr Gesicht – die „Gamundia“-Bebauung beginnt, der B 29-Einhorntunnel wird Mitte 2013 fertig.

Landratsamt Ostalbkreis Wirtschaftsbeauftragter Rainer Fünfgelder Telefon +49 73 61 5 03-2 10 rainer.fuenfgelder@ostalbkreis.de Stadt Aalen Wirtschaftsbeauftragter Wolfgang Weiß Telefon +49 73 61 52-11 29 wolfgang.weiss@aalen.de Stadt Ellwangen Wirtschaftsbeauftragter Gerhard Senger Telefon +49 79 61 84-2 17 gerhard.senger@ellwangen.de Stadt Giengen Wirtschaftsbeauftragter Bernd Kocian Telefon +49 73 22 9 52-22 60 bernd.kocian@giengen.de Stadt Heidenheim Wirtschaftsbeauftragter Swen Profendiener Telefon +49 73 21 3 27-10 80 swen.profendiener@heidenheim.de

Die Carl Zeiss AG investiert 400 Millionen Euro im Gewerbegebiet Oberkochen/Königsbronn in die Erweiterung und den Bau neuer Fabriken.

Stadt Schwäbisch Gmünd Wirtschaftsbeauftragter Alexander Groll Telefon +49 71 71 6 03-10 20 alexander.groll@schwaebischgmuend.de

Die Kompetenzfelder in der Wirtschaftsregion Ostwürttemberg Photonik und Optische Technologien: Über 60 Firmen mit rund 8000 hochqualifizierten Arbeitsplätzen decken die gesamte Wertschöpfungskette ab. Bekannte Vertreter sind neben Carl Zeiss z.B. LOBO oder OSRAM. Ein beispielhaftes Qualifizierungsangebot, Forschungseinrichtungen und Unterstützungsleistungen stehen für das „Photonic Valley“, das auch Sitz des landesweiten Kompetenznetzwerks „Photonics BW“ ist.

Oberflächentechnologie: Zahlreiche Unternehmen decken praktisch die gesamte Palette oberflächentechnischer Verfahren ab und Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie das Forschungsinstitut Edelmetalle & Metallchemie (fem) in Schwäbisch Gmünd leisten wichtige Beiträge in diesem Zukunftsfeld. Das „Netzwerk Oberflächentechnologie Region Ostwürttemberg (NORO)“ unterstützt dabei.

Automotive: Weit über 200 Unternehmen, teilweise mit Weltruf wie ZF Lenksysteme, Alfing, SHW oder Ricardo beliefern mit 30 000 Mitarbeitern die Hersteller von Pkws, Nutz- und Sonderfahrzeugen. Die Nähe zu Stuttgart und die Kooperationsbereitschaft der Unternehmen sind Ansporn für die Innovationsfähigkeit in der Region. Forst/Holz/Papier: Durch den hohen Waldbesatz der Region entwickelten sich rund

700 Unternehmen der Forst-, Holzund Papierbranche. Als Speerspitze genießen Unternehmen wie Voith, Leitz, Carl Edelmann oder JRS Rettenmaier Weltruf. Maschinen-/Werkzeugbau: Verfahren sowie die Herstellung von Werkzeugen und Maschinen haben in Ostwürttemberg eine lange Tradition. Mehrere 100 Unternehmen, angeführt von Voith, Mapal oder Röhm, haben ihren Sitz in der Region. Damit gehört dieser Sektor zu den wichtigs-

ten und beschäftigungsstärksten Branchen im „Raum für Talente und Patente“. Kreativwirtschaft/Design: Rund 250 Designbüros, Werbeund Multimediaagenturen, Architekten und andere kreative Dienstleister machen die Region mit dem Nukleus Schwäbisch Gmünd zu einem Wirtschaftsstandort mit starker Designkompetenz. Dies beweisen Firmen wie .molldesign oder Henssler & Schultheiss.

Wichtige Unterstützung leistet die Hochschule für Gestaltung. Logistik: Logistische Prozesse gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gerade für Produzenten mit

hohen Exportanteilen sind starke Speditionen wie Brucker, Lakner, Häberle oder Kentner und ergänzende Dienstleister wichtig. Unterstützung bieten die Logistiklehrstühle an den Hochschulen.


Wirtschaftsregion Ostwürttemberg

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Klaus Pavel: „Unsere Region hat Qualität!“ Liebe Leser,

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stwürttemberg hat sich als Raum der Talente und Patente zentral in Süddeutschland bestens positioniert. Die Region hat Qualität. Was Unternehmen und Kommunen leisten, zeigt dieser Report: Enorme Investitionen in Fabriken und moderne Technologien und damit in die Stabilität von Wachstum und Beschäftigung. Die Region blickt in diesem Jahr auch auf zwei große Jubiläen: „25 Jahre Durchbau der A 7“ und „20 Jahre EUBinnenmarkt“. Die A 7 verbindet die Ostsee mit den Alpen und rückte die Ostalb in die Mitte Europas. Nicht nur Transit und Internationalität wurden verbessert. Auch die umgebenden Zentren Stuttgart, München und Frankfurt werden seither via Autobahn in ein bis zwei Stunden erreicht. Ostwürttemberg, der dynamische Wirtschaftsraum zwischen den Metropolen, wurde damit noch interessanter und attraktiver. Für die heimischen Dienstleister und die exportstarken Güterproduzenten der Region und

für ansiedlungsbereite Unternehmen war damit ein bedeutender Standortfaktor erfüllt. Expandierende Firmenzentralen, Entwicklungszentren sowie Produktions- und Logistikeinrichtungen weltbekannter Unternehmen belegen dies. Die Menschen mögen die Leistungsvielfalt dieses attraktiven Wohn- und Wirtschaftsraumes. Viele Studien und Rankings bestätigen dies. Die Ostalb ist auch von außen beleuchtet immer positiv gelistet. Ein dickes Plus ist die Vernetzung aller Akteure in Wirt-

Thomas Reinhardt: „Besuchen Sie uns!“

schaft, Verwaltung, Politik und Gesellschaft, wenn es um die Entwicklung und um Perspektiven für die Region geht. Dies zeigt sich gerade wieder bei der Zukunftsinitiative Ostwürttemberg 2015. Getragen von Firmen, Kommunen, Landkreisen, Wirtschaftskammern sowie Arbeitnehmerund Arbeitgeberverbänden steht das Thema Fachkräftesicherung on top. Die Unternehmen wollen den Sektor Arbeitskräftepotenzial zurecht frühzeitig bestellt wissen. Gleiches gilt für die Hochschullandschaft mit neuen Angeboten und steigenden Studierendenzahlen. In einem „Europa der Regionen“ kann Ostwürttemberg 2012 auch auf 20 Jahre EUBinnenmarkt blicken. Der Euro als gemeinsame Währung und Grundpfeiler für Investitionen, Kaufkraft und Export ist jeden Gipfel und hohen Einsatz wert. Dies zeigt sich auch und gerade in einem prosperierenden Wirtschaftsgebiet wie der Ostalb. Ihr Klaus Pavel Landrat des Ostalbkreises Aufsichtsratsvorsitzender WiRO

Liebe Leser,

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nternehmen, Mittelstand, viele Innovationsträger und Global Player sind bei uns im Landkreis Heidenheim zu Hause und erfolgreich. Gewerbeflächen mit moderner Infrastruktur und guter Verkehrsanbindung zu guten Konditionen stehen zur Verfügung. Modernste Logistik-Dienstleister für Straße und Schiene erfüllen auch Ihre Aufträge. Im Nahbereich zahlreicher Hochschulen und der Universitätsstadt Ulm finden Sie Ihre qualifizierten Fachkräfte. Als Unternehmer sind Sie für mich im Landkreis sehr wichtig und erhalten meine volle Unterstützung und Aufmerksamkeit. Nur bei wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit einer Region, zu der Sie einen sehr wesentlichen Beitrag leisten, lassen sich alle gesellschaftlichen Aufgaben stemmen. Lassen Sie sich von uns überzeugen, dass Sie hier in zentraler Lage, in der Mitte der wirtschaftsstärksten Räume der Bundesrepublik Deutschland, wirtschaftlich erfolgreich sein

Landrat Thomas Reinhardt

können. Und wenn Sie dann mal da sind, werden Sie spüren, wie wir uns im Rahmen der Bestandspflege bemühen, Ihren wirtschaftlichen Erfolg zu begleiten. Wir sind an nachhaltiger Partnerschaft interessiert. Profitieren Sie von kurzen Wegen, dem direkten Draht zu Entscheidern und einem Landratsamt mit bekannt schnellen Genehmigungsverfahren, in einem der innovativsten Wirtschaftsräume in Europa. Bei uns gibt es Fördermöglichkeiten für Ihre Investitionen, die es nur im Ländli-

Die Wirtschaftsregion Ostwürttemberg - Daten und Fakten

Fläche: 2 139 km2

Hochschulen: (ca. 9300 Studierende)

Bevölkerung: 441 849 (12/2010) Kommunen: 53, davon fünf große Kreisstädte

- Hochschule für Technik und Wirtschaft Aalen - Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd - Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd - Duale Hochschule BadenWürttemberg Heidenheim - Fernstudienzentrum Schwäbisch Gmünd - SRH FernHochschule Riedlingen, Studienzentrum Ellwangen

Einwohnerzahl: (12/2010) - Aalen: 66 113 - Schwäbisch Gmünd: 59 654 - Heidenheim: 48 164 - Ellwangen: 24 589 - Giengen: 19 434 Sozialversich. Beschäftigte: 150 252 (12/2010) Standortangebote: - 88 Gewerbegebiete mit 251 ha verfügbarer Ansiedlungsfläche (Preise: ab 20 Euro/m2) - 140 freie Gewerbeobjekte in der Gewerbeobjektdatenbank

Innovationstätigkeit: - Patentintensität: 432,4 Patente je 100 000 Beschäftigter (Vergleich: Deutschland 139,1; Baden-Württemberg 291,0)

Gründer- und Technologiezentren: - Ideenzentrum Gmündtech - zapp Wirtschafts- und Gründerzentrum in Schwäbisch Gmünd - Wi.Z Wirtschaftszentrum Aalen

- Überdurchschnittliche Zunahme von Beschäftigten im FuE-Bereich - viele Hidden Champions und Weltmarktführer

$ 4%01%.3 ( 51.. ' ' ' P… P P *EM U9*2M5N=(> / IE< U95(N<7::29E;( >6H%=31--#6E2% das Interkommunale 29* !(/(NB(V(B=(5 *(N G5D*5( @%)%=B%(%B*%H I%= Städte ?HAIH% Gewerbegebiet der

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- Technologiezentrum (TZ) Aalen - Technologiezentrum Heidenheim - DZE DienstleistungsZentrum Ellwangen - Technologiepark Gerstetten - SPRAIT-TECH – Existenzgründer -- und Gewerbezentrum Spraitbach - Gewerbehof Bopfingen - Gewerbepark A7 Westhausen Forschungs- und Transfereinrichtungen (u. a.): - 26 Steinbeis-Transferzentren - fem Forschungsinstitut Edelmetalle & Metallchemie - Institut für Angewandte Forschung (IAF) - Zentrum für Angewandte Forschung ZAFH Photonn - Zentrum für Optische Technologien (ZOT)

chen Raum gibt. Wir nehmen Sie mit allen Anliegen sehr ernst und realisieren mit Ihnen schnell zukunftsfähige Lösungen. Ihre Familien und Sie fühlen sich wohl, weil das Betreuungs- und Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche stimmt, das soziale Umfeld passt, Wohnen und Freizeit auf höchstem Niveau stattfinden können. Wenn Sie möchten, engagieren Sie sich ehrenamtlich in Sport und Kultur oder nutzen einfach eines der zahlreichen Angebote und lernen so viele nette Menschen kennen. Bei uns können Sie mit gestalten. Und wenn Sie doch mal das Angebot größerer Städte wie Ulm oder Stuttgart nutzen oder einen Skitag in den Alpen verbringen möchten, ist alles schnell erreichbar. Mein Team und ich arbeiten an zahlreichen Zukunftskonzepten, um für Sie ein attraktiver Standort zu sein und langfristig zu bleiben. Besuchen Sie mich doch mal. Ihr Thomas Reinhardt Landrat des Landkreises Heidenheim l

Impressum Verlag: SDZ. Druck und Medien Bahnhofstraße 65, 73430 Aalen Geschäftsführer: Werner Gnieser Tel. 0 73 61 5 94-2 10 w.gnieser@sdz-medien.de Redaktion: Winfried Hofele (verantwortl.) Tel. 0 73 61 5 94-1 63, w.hofele@sdz-medien.de, Sascha Kurz, Tel. 0 73 61 5 94-1 64 s.kurz@sdz-medien.de WiRO, Markus Hofmann, Wirtschaftsförderer der Landkreise und Kommunen Fotos: Dieterle Luftbildservice, Lorch; Thomas Mayr, Walter Laible, Winfried Hofele, Norbert Pfisterer Anzeigen: Jörg Gschwinder Tel. 0 73 61 5 94-2 26 j.gschwinder@sdz-medien.de Layout: Bettina Opferkuch, Irene Diegel

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Wirtschaft Regional | September 2012

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Wirtschaftsregion Ostwürttemberg

Wirtschaft Regional | September 2012

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Ostwürttemberg ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort Aktuelles Interview mit Dr. Ursula Bilger, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) Hochschullandschaft genießt einen guten Ruf. Es mangelt aber an Forschungseinrichtungen. Könnte dies künftig die Prosperität der Unternehmen hemmen? Ist die WiRO in dieser Beziehung bereits aktiv? Bilger: Im Rahmen der Zukunftsinitiative Ostwürttemberg (ZIO) wurde bereits auf die Notwendigkeit von Forschungseinrichtungen für die positive Entwicklung der Unternehmen und Kompetenzfelder hingewiesen. Daran hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, der Innovationsdruck in den Unternehmen wird größer, die Zusammenarbeit mit For-

Mehr als Form und Funktion

Das WiRO-Team (v.l.): Markus Hofmann, Dr. Ursula Bilger, Brigitte Agterhof und Ekaterina Pommerenke

I

m Interview mit Redakteur Winfried Hofele sprach Geschäftsführerin Dr. Ursula Bilger über aktuelle und zukünftige Schwerpunkte der Arbeit der WiRO. Frau Dr. Bilger, Kernaufgabe der WiRO ist es, den Wirtschaftsstandort Ostwürttemberg so zu fördern, dass er sich kontinuierlich veränderten wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen anpasst und schnell auf konjunkturelle und strukturelle Umbrüche reagiert. Bilger: Ja, dies ist richtig. Region und Unternehmen haben sich seit jeher gut an strukturelle Veränderungen und neue Marktanforderungen angepasst. Voraussetzung hierfür ist vor allem die Innovationsfähigkeit in den Unternehmen. Dadurch haben sich starke Kompetenzfelder im produzierenden und im unternehmensnahen Dienstleistungsbereich herausgebildet. Dies gilt es auch weiter flankierend zu unterstützen - als Impulsgeber in der Standortentwicklung und durch konkrete Serviceleistungen für Unternehmen. Dabei spielen Netzwerke, die Sie knüpfen und pflegen, eine wichtige Rolle. Was steht aktuell im Fokus? Bilger: Drei Säulen: Technologiefelder wie Photonik, Oberflächentechnologie oder Produktionstechnik, die Leitbranchen Automotive, Maschinenbau und Elektrotechnik sowie Querschnittsbereiche wie Logistik, Kreativwirtschaft und Gesundheitswesen. Da diese Bereiche laut Zukunftsatlas von Prognos langfristige Wachstumspotenziale aufweisen, wer-

l

den für die Region gute Entwicklungschancen erwartet. Die WiRO trägt zur Entwicklung von Netzwerken und Clusterinitiativen bei, indem sie Wertschöpfungsketten identifiziert und Kooperationspotenziale aufzeigt. Hier bieten wir den Unternehmen Hilfestellung an, die zu Mehrwerten wie Kosteneinsparung, Wissensvorsprüngen oder gemeinsamen Innovationsvorhaben führt. Der Fachkräftemangel ist nach wie vor ein großes Problem. In welche Aktionen ist die WiRO hierbei involviert? Bilger: Ein Innovationsstandort wie Ostwürttemberg ist auf die langfristige Verfügbarkeit von Fachkräften angewiesen. Dies gilt über alle Qualifikationsstufen und Altersgruppen hinweg, ist aber vor allem für den Ingenieursbereich relevant. Die weit überdurchschnittliche Patentdichte in der Region kommt nicht von ungefähr, sondern setzt eine Innovationskultur in den Unternehmen voraus, die nur von qualifizierten und engagierten Mitarbeitern umgesetzt werden kann. Würde ein konjunktureller Abschwung die grundsätzliche Problematik ändern? Bilger: Die Fachkräftesicherung ist aufgrund der erwarteten demografischen Auswirkungen unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung eine dauerhafte Aufgabe. In Ostwürttemberg haben wir deshalb eine Fachkräfteallianz geschmiedet, bei der alle Partner von Kommunen über Kammern und Verbände, Arbeitsverwaltung, Gewerkschaften und Hochschulen bis hin zur Wirtschaftsförderung - gemeinsam die Probleme angehen. Der Part

der Wirtschaftsförderung ist das Fachkräftemarketing. Es geht darum, die Region für Fachkräfte - vom Berufseinsteiger bis zum Manager mit Familie - bekannter, noch attraktiver zu machen. Neben der Rekrutierung von Fachkräften von außerhalb sind Bindungsstrategien zu entwickeln. Einen Überblick verschafft unsere Fachkräfteseite www.fachkraefte-ostwuerttemberg.de. Zu einem prosperierenden Wirtschaftsraum gehört auch die Verfügbarkeit attraktiver Gewerbestandorte. Wie ist es hier um den „Raum für Talente und Patente“ bestellt? Bilger: In der Region gibt es genügend attraktive Standorte mit zahlreichen Vorteilen. Dazu zählt natürlich der Preis. Eine Gewerbefläche ist in Ostwürttemberg erschlossen ab 20 Euro zu haben, im Schnitt zahlt man zwischen 40 und 80 Euro, in der Spitze 115 Euro. Damit liegen die Preise weit unter dem Niveau z.B. von Stuttgart. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Die Region kann mit einer guten Vernetzung der Akteure untereinander aufwarten und gleichzeitig Vorteile angrenzender Räume wie der Metropolregion Stuttgart oder Ulm ausschöpfen. Da die WiRO in viele Netzwerke und Kooperationsprojekte eingebunden ist, können die regionalen Firmen schnell und unkompliziert davon profitieren. Das heißt, Sie beurteilen den Markt für Gewerbeflächen und Gewerbeobjekte in der Region insgesamt positiv? Bilger: Ja, denn jeder Interessent kann einen geeigneten Standort mit dem passenden Umfeld finden. Gemeinsam

mit den Kommunen unterstützen wir dabei. Wenn jemand schnell wirtschaftlich aktiv werden will, kann er auch auf ein breites Angebot freier Objekte zur Miete oder zum Kauf zurückgreifen, die wir in der Gewerbeobjektdatenbank Ostwürttemberg zusammengefasst haben. Darüber hinaus sind Brachflächen vorhanden, die interessante Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen. Die Bautätigkeit in Ostwürttemberg ist derzeit sehr hoch. Was sind für Sie besondere Leuchtturmprojekte? Bilger: Im letzten Jahr haben ansässige Unternehmen viele Investitionsentscheidungen in Form von neuen Produktions-, Lager- oder Verwaltungsgebäuden getroffen. Positiv ist auch der Ausbau von Forschungsund Entwicklungsabteilungen oder Ausbildungszentren in Unternehmen. Solche Entscheidungen zeigen die Zufriedenheit mit den regionalen Rahmenbedingungen. Aber nicht nur die Wirtschaft investiert, sondern auch zukunftsweisende Stadtentwicklungsprojekte wurden auf den Weg gebracht, sei es das GamundiaProjekt in Gmünd im Zuge der Landesgartenschau 2014, das „Stadtoval“ in Aalen, das Ploucquetareal in Heidenheim oder die Überlegungen in Ellwangen für das frei werdende Kasernengelände. Optisch wird das Gmünder „Forum Gold & Silber“ sicher ein Highlight und von den erwarteten Innovationsimpulsen her ist das EULEInnovationszentrum in Aalen sehr interessant. Viele Unternehmen der Region zeichnen sich durch hohe Innovationskraft aus; die

Gewerbeobjektdatenbank Ostwürttemberg - schnelles und kostenloses Suchen nach verfügbaren Gewerbeobjekten

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ie Gewerbeobjektdatenbank Ostwürttemberg ist ein leistungsfähiges Instrument zum Suchen und Anbieten von Gewerbeobjekten. Direkt an der Autobahn gelegene Logistikflächen findet man dort ebenso wie attraktive Produktionsgebäude, in denen man von der Nähe zahlreicher Zulieferer und Abnehmer profitiert. Sie enthält Objekte in Gewerbeparks und Technologiezentren, die Existenzgründern und jungen Unternehmen in Verbindung mit weiteren regionalen Unterstüt-

zungsmöglichkeiten hervorragende Chancen bieten. Und Interessenten, die Einzelhandelsobjekte in einer Wirtschaftsregion mit hoher Kaufkraft suchen, finden genauso das Passende wie jene, die nach einem Büro Ausschau halten. Zusätzlich zu den Rechercheoptionen, die den direkten Kontakt mit dem Anbieter ermöglichen, kann man sich durch einen Suchagenten bequem über in Frage kommende Objekte informieren lassen. Von der hohen Funktionalität der Datenbank profitieren auch die

Anbieter von Gewerbeobjekten, die Bilder und Exposés einstellen und ihre Objekte anhand zahlreicher Kriterien genau beschreiben können. Aktuell enthält die Gewerbeobjektdatenbank Ostwürttemberg über 170 Objekte. Die Landkreise und großen Kreisstädte haben die Datenbank in ihre Homepages eingebunden. Vorteil für Anbieter: Objekte können mit einem Eintrag an verschiedenen Stellen gefunden werden. Auch kann die WiRO bei Anfragen auf die Datenbank zu-

schungseinrichtungen wichtiger. Die räumliche Nähe spielt dabei auch eine Rolle. Ein weiterer Effekt bezieht sich auf die Forscher und Entwickler, die durch solche Einrichtungen an die Region gebunden werden könnten. Die WiRO kann über ihre Cluster- und Netzwerkarbeit die Notwendigkeit für Forschungseinrichtungen aufzeigen und entsprechende Argumente auch in Richtung Landesregierung und für den nächsten EU-Förderzeitraum 2014 bis 2020 liefern. Gefragt sind hier aber die unterschiedlichsten Akteure, die gemeinsam weiter an der Umsetzung der ZIO-Leitprojekte arbeiten.

rückgreifen und die dortigen Objekte ins Spiel bringen, wodurch bereits erfolgreiche Nachnutzungen in die Wege geleitet werden konnten. Die Gewerbeobjektdatenbank Ostwürttemberg, die z.B. bei der Expo Real in München beworben wird, ist kostenlos nutzbar. Information: www.gewerbeobjekteostwuerttemberg.de Telefon: 0 71 71 / 9 27 53-0 wiro@ostwuerttemberg.de

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Wirtschaftsregion Ostwürttemberg

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Ostalbkreis: An der A 7 mitten in Europa Eine langjährige erfolgreiche Standort- und Strukturförderung trägt Früchte

traßen verbinden Menschen und Märkte, Güter und Dienstleistungen, Ideen und Kapital, Kunden und Lieferanten. Dank der Hauptverkehrsader A 7 liegt die Region Ostwürttemberg, bestehend aus dem Landkreis Ostalb (mit 1500 qkm der drittgrößte im Land) und dem Landkreis Heidenheim (627 qm), in der Mitte Europas. In Ostwürttemberg wird wirtschaftliches Wachstum, Lebensqualität und intakte Umwelt als Einheit verstanden. Dieser Raum zwischen den Metropolen ist als Wirtschaftsstandort besonders dynamisch und interessant. Technologie-

und Marktführer in wichtigen Leitbranchen sowie Großunternehmen profitieren von kreativen Mitarbeitern, von der Infrastruktur und dem Flächenangebot genauso wie vom innovativen Transfer mit den Hochschulen im Umfeld. Kleine und mittlere Betriebe in dieser Raumschaft können Fördermittel des Landes Baden-Württemberg aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) erhalten. Zuschüsse gibt es für die Reaktivierung von Bestandsimmobilien, Grunderwerb, Baumaßnahmen und auch Maschineninvestitionen. Für besonders innovative und umweltorien-

tierte Maßnahmen ist eine Kofinanzierung durch die Europäische Union möglich. „Mit einer Förderbilanz bei der Programmentscheidung 2012 von über vier Millionen Euro lag der Ostalbkreis in der ELR-Förderung landesweit an der Spitze“, freut sich Rainer Fünfgelder, der Wirtschaftsbeauftragte des Ostalbkreises. „Diese Investitionen machen Mut und bestätigen die Schnelligkeit und wirtschaftliche Dynamik unserer KMUs“. Auch Heidenheims Landrat Thomas Reinhardt und Wirtschaftsbeauftragter Michael Setzen ermuntern alle, diese Förderprogramme zu nutzen.

Info und Ausschreibung: www.bwheute.de Landratsamt Ostalbkreis Wirtschaftsförderung Stuttgarter Straße 41 73430 Aalen Rainer Fünfgelder Telefon: 0 73 61 5 03-12 10 rainer.fuenfgelder@ ostalbkreis.de Förderprogramme Andrea Hahn Telefon: 0 73 61 5 03-12 08 andrea.hahn@ostalbkreis.de Landkreis Heidenheim: Michael Setzen m.setzen@landkreisheidenheim.de Telefon.: 0 73 21 3 21-25 95

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Standort. www.ostalbkreis.de

Anträge bis Ende Oktober Ostalb-EU-Koordinatorin Andrea Hahn informiert

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Die Anschlussstelle Aalen-Oberkochen der Autobahn A7 ist für den Ostalbkreis als Zugang zur Hauptverkehrsader enorm wichtig.

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Wirtschaft Regional | September 2012

ie EU-Koordinatorin des Ostalbkreises, Andrea Hahn, weist darauf hin, dass das ELR-Jahresprogramm 2013 im Juli vom Land ausgeschrieben wurde. Anträge können bis Ende Oktober 2012 über die Bürgermeisterämter der Kommunen eingereicht werden. Ein Großteil der Zuschüsse fließt an Unternehmen, die mit ihren Investitionen für die Sicherung und Schaffung von attraktiven Arbeitsplätzen im ländlichen Raum sorgen. Bei besonders innovativen Maßnahmen und umweltorientierter Ressourceneinsparung beteiligt sich die EU aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) an den Fördermitteln des Landes. Daher hat der Ostalbkreis seine Wirtschaftsförderaktivitäten konsequent auf die Partizipation an der EU-Strukturförderung ausgerichtet. In der aktuellen EUFörderperiode von 2007 bis 2013 werden die Strukturfördermittel über das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ (RWB) landesweit ausgereicht. Seit Bewilligung der ersten RWB-Mittel 2008 flossen 27,5 Millionen Euro in den Ostalbkreis, davon 5,75 Millionen Euro allein auf RWB-Projekte. In dieser Zeit konnten über 850 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Von den 125 neuen Ausbildungsplätzen entstanden 45 durch RWB-Maßnah-

men. Es wurde ein Gesamtinvestitionsvolumen von über 256 Millionen Euro impulsiert. Die Vergabe der EFRE-Mittel erfolgt jedoch nicht allein unternehmensorientiert, sondern verstärkt themenbezogen und in Form von Wettbewerben um die besten Ideen. Deshalb wurde das Modell EULeuchtturmprojekte (EULE) ausgeschrieben. An diesem Wettbewerb hatten sich im Schwerpunkt „Nachhaltige Stadt- und Kommunalentwicklung“ zwei Kommunalverbände aus dem Ostalbkreis erfolgreich beteiligt und stellen nun zwei von sechs Leuchttürmen im Land. Ziel des „Innovationszentrums an der Hochschule Aalen“ (siehe Seite 8) ist die Einrichtung eines „Inkubators“ für Start-Ups, um innovative Unternehmensgründungen und Expansionen häufiger, schneller, sicherer und dauerhafter zu machen. Anfang 2014 wird das Innovationszentrum bezugsfertig sein. Das „Forschungs- und Qualifizierungszentrum für den Nachwuchs“ in Schwäbisch Gmünd (siehe Seite 11) will mit differenzierten und auf den regionalen Bedarf abgestimmten Angeboten dem Fachkräftemangel dauerhaft begegnen. Momentan stellt man sich bereits wieder für die Förderperiode 2014 bis 2020 auf. Der Ostalbkreis nimmt diese Chance an und bringt sich aktiv in die EU 2020-Strategie ein.

EUROPoint Ostalb Klaus Kinkel und Günther Oettinger kommen

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m Zuge seiner Europa-Arbeit hat das Landratsamt in Aalen ein Europainformationszentrum EUROPoint Ostalb aufgebaut. Es gehört zum Europe Direct-Netzwerk der EU-Kommission und bietet Bürgern, Unternehmen, Kommunen, Organisationen, Schulen, Vereinen und Verbänden der Region Ostwürttemberg einen leichten Zugang zu Themen rund um die Europäische Union. Für den Zeitraum von 2013 bis 2017 läuft derzeit ein neues Ausschreibungs- und Bewerbungsverfahren der EU-Kommission. „Wir hoffen, dass der EUROPoint Ostalb im Auswahlverfahren der EU wieder zum Zug kommt und wir unsere Europaarbeit in der Region mit interessanten Angeboten und Veranstaltungen fortsetzen können“, erklärt Andrea Hahn, die Leiterin des EUROPoint Ostalb und verweist auf den Service ihrer Dienststelle mit persönlicher Beratung über kostenlosen Broschüren, Web-

site (www.europoint-ostalb.de) und Facebook-Profil (www.facebook.com/europoint.ostalbkreis). Das EUROPoint OstalbTeam bietet Veranstaltungen zu aktuellen Europa-Themen an und stellt dazu den lokalen Bezug her. Am 16. Oktober 2012, um 19 Uhr, findet im Landratsamt in Aalen, im Rahmen der europäischen Binnenmarktwoche, in Kooperation mit der IHK Ostwürttemberg, ein Themenabend zum 20-jährigen Jubiläum des EU-Binnenmarkts statt. Den Festvortrag hält Bundesaußenministers a. D. Dr. Klaus Kinkel. Es schließt sich eine offene Podiumsdiskussion an. Am 23. November 2012, um 19.30 Uhr, folgt ebenfalls im Landratsamt in Aalen, das vierte Klimaforum Ostalb in Zusammenarbeit mit dem Energieberatungszentrum Energiekompetenz Ostalb e. V. Hauptredner ist EU-Energiekommissar Günther H. Oettinger.

Gut besucht war der Stand des EUROPoint Ostalb auf der Kontakta 2011.


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Flächen im „Industriepark A 7“ werden knapp

Bekenntnis zum Standort – Umbau und Erweiterung

Industriepark A 7 Giengen-Herbrechtingen floriert und kann weitere Neuansiedelungen vorweisen

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ie ideale Lage mit direkter Anbindung an die A 7 veranlasste die Städte Giengen und Herbrechtingen zur Ausweisung gemeinsamer Gewerbeflächen. Das Ziel: Ansiedlung neuer und die Sicherung bestehender Arbeitsplätze. Die Vermarktung der noch freien Flächen im Industriepark läuft derzeit bestens. Im ersten Erschließungsabschnitt sind kleinere Betriebe angesiedelt. Im zweiten Abschnitt setzte der großflächige Logistikpark weithin sichtbare Akzente. Es folgte der Bau des Autohofs mit Tankstelle und Lkw-Stellplätzen. Neben der Tankstelle erstellt jetzt eine Fast-Food-Kette ein Schnellrestaurant. Die Firma Merkur hat ihr Erlebnis-Center mit Bowling-Anlagen in Betrieb genommen. Das Unternehmen Stellba Hydro, spezialisiert auf Revi-

Husqvarna investiert 3,4 Millionen Euro

sion und Modernisierung von Wasserkraftanlagen, ist mit seinen 60 Mitarbeitern seit einem Jahr im Verbandsgebiet ansässig und plant eine Erweiterung seiner Produktionshallen. Die Hallen für Tiefbau der Firma STB Sonderbauwerke stehen kurz vor der Vollendung – ebenso wie der Neubau des Logistikparks der Honold Logistik Gruppe, der mit dem Kentner-Logistikpark das Verbandsgebiet dominieren wird (Foto rechts). Weitere Investoren, mit denen die Geschäftsführung des Industrieparks in Verhandlungen steht, haben für ihre Ansiedlungsvorhaben bereits Optionen auf Grundstücksflächen. Derzeit stehen nur 40 000 m² zur Bebauung bereit. Für weitere 100 000 m² bestehen Optionen, die im Laufe des Jahres entschieden werden. Über eine Erweiterung des Gebietes ma-

Der Neubau des Logistikparks der Honold Logistik Gruppe schreitet schnell voran.

Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) hat in Giengen ein eigenes Containerterminal gebaut, von dem auch andere Firmen ihre Containerfracht an die deutschen Seehäfen weiterleiten können.

chen sich die beteiligten Städte bereits Gedanken. Das Gewerbegebiet ist bewusst nicht parzelliert worden. Die Flächen können individuell nach Größe und Zuschnitt festgelegt werden. Die Verkaufspreise richten sich nach Lage und Art der Ansiedlung sowie des Arbeitsplatzangebotes der anzusiedelnden Firma. Der Industriepark ist über Kreisverkehre optimal an die A 7, die B 492 und die B 19 an-

gebunden. In beiden Städten stehen attraktive Wohnbaugrundstücke mit bester Infrastruktur zur Verfügung. Kinderbetreuung und Erhaltung der kompletten Schullandschaft sind erklärte Ziele der beiden Kommunen. Die Uni Ulm, die Hochschule NeuUlm, die Hochschule Aalen und die Duale Hochschule Heidenheim ergänzen das Bildungsangebot. Interessante Touristikziele

(Foto: Thomas Diem)

wie das Naturschutzgebiet „Eselsburger Tal“ und Erlebnismuseen erhöhen den Freizeitwert. l

Kontakt

Kaufmänn. Geschäftsführer: Thomas Diem Telefon 0 73 24 9 55-22 00 t.diem@herbrechtingen.de www.industrieparka7.de

Niederstotzingen. Husqvarna investiert in den Standort Niederstotzingen. Für 3,4 Mio. Euro werden die Fertigung und der Wareneingang und Warenausgang des früheren GardenaWerks umgebaut und erweitert. Neue Arbeitsplätze werden nicht geschaffen. Von einer deutlichen Erweiterung des Gardena-Betriebsgebäudes und einem wichtigen Standortfaktor hatte Bürgermeister Gerhard Kieninger gesprochen. Die Fertigung werde nicht ausgeweitet, sondern neu organisiert. „Unser Produktionssystem wird restrukturiert, deshalb erhöht sich unser Flächenbedarf. Vereinfacht gesagt: Wir wollen besser und effizienter produzieren und brauchen deshalb mehr Platz“, sagte ein Unternehmenssprecher. Um 1600 Quadratmeter soll die Fertigung und um 600 Quadratmeter der Wareneingang und -ausgang vergrößert werden. Der Baubeginn sei abhängig vom Genehmigungsverfahren, aber man rechne mit dem Spatenstich im Oktober und wenigen Monaten Bauzeit. Wenn es die Auftragslage zulasse, sollten auch befristete Arbeitsverträge verlängert und gegebenenfalls in unbefristete Verträge umgewandelt werden. 240 Menschen sind derzeit in Niederstotzingen beschäftigt. Gardena ist seit März 2007 Teil von Husqvarna.


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In Aalen werden wichtige Bauten geplant und gebaut

Innovation und Dynamik

Aalen. Die Dynamik, von der Aalens Wirtschaftsförderer Wolfgang Weiß spricht, ist in der Stadt hautnah zu erleben. Zahlreiche Baustellen von Gewerbebauten waren, sind und werden in den kommenden Monaten noch zu sehen sein. Augenfällig ist die Bauaktivität derzeit beispielsweise bei den Firmen Mapal und Franke GmbH, beide in der Oberen Bahnstraße ansässig. 8,2 Mio. Euro investiert Mapal in den Neubau einer 6000 Quadratmeter großen, zweigeschossigen Halle, in der Raum für die gewerbliche Ausbildung sowie für eine neue Beschichtungsanlage und Fertigungsfläche geschaffen wird. Die Bauarbeiten sind dazu bereits weit fortgeschritten, bald kann eingezogen werden. Bei Franke wenige Meter weiter entsteht gerade ein Hallenanbau, um die Produktionsfläche beim Wälzlagerspezialisten zu vergrößern. 700 Quadratmeter Produktionsfläche kommen hinzu. „Der Anbau schafft Platz für weitere Maschinen und Montageflächen zum Aufbau und Test selbst entwickelter Maschinen sowie für die Schulung unserer Auszubildenden“, sagte Geschäftsführer Daniel Groz. Ebenfalls weit gediehen ist der Neubau des Sportartikelhändlers Decathlon im interkommunalen GewerbegebietDauerwang. Ab dem 15. November werden die ersten Kunden dort auf 2000 Quadratmetern ein Sortiment für 70

Aalen. Die Raumschaft Aalen ist geprägt von hoher wirtschaftlicher Dynamik, gepaart mit positiven Entwicklungen beim Ansiedeln von Innovationstreibern. Der Start des Neubaus des Innovationszentrums an der Hochschule Aalen fällt zusammen mit dem Amtsantritt des Innovationsmanagers Gerhard Subek, der dort die Geschäfte leiten wird. „Eine Idee setzt sich durch“, umschreibt Aalens OB Martin Gerlach das Ergebnis des Wettbewerbsverfahrens im Rahmen des EU-Förderprogramms, das sich mit dem „Inkubator-Konzept“ beschreiben lässt und in den kommenden Monaten Wirklichkeit wird. Die regionale Wirtschaft hat mit der Gründung des Fördervereins des Innovationszentrums zusammen mit der Betreibergesellschaft gezeigt, dass Chancen ergriffen werden. Die Stadt Aalen als Bauherr des Innovationszentrums hat die Planungen forciert – ein weiterer Meilenstein in der vielfältigen und facettenreichen Stadtentwicklung wird damit gelegt. Die Stadtentwicklung ist strategische Aufgabe der Stadt Aalen. Aalen wächst – nicht nur die wirtschaftliche Potenz betrachtet, sondern auch bezüglich der Bevölkerungsentwicklung schlägt das Saldo stark in den positiven Bereich aus. „Wir können von einer überaus starken Nachfrage nach Gewerbeflächen berichten. Aalen wird als sicherer Wohnort

Stadt Aalen punktet in der Region als Wohn-, Wirtschafts- und Bildungsstandort

Der Hallenneubau von Mapal im Anschluss an das bestehende Firmenareal ist bald bezugsfertig. (Foto: hag)

Sportarten unter einem Dach vorfinden. Die Filiale ist schon für die Zukunft gerüstet: Sie könne problemlos um 1000 Quadratmeter erweitert werden, sagt Decathlon. In den Startlöchern steht seit mehreren Monaten die Firma Gaugler & Lutz in Aalen-Ebnat. Sie hat einen Hallenneubau wenige hundert Meter vom bisherigen Firmengelände geplant. Mindestens 5000 Quadratmeter zusätzliche Produktionsfläche sollen im ersten

Bauabschnitt entstehen. Gebaut werden soll auf einem über 30 000 Quadratmeter großen Grundstück im Ebnater Gewerbegebiet „Nördlich der Jurastraße“. Eine Erweiterung hat Geiger Papier in Hofherrnweiler bereits gestemmt: Im März konnte das Papierhandelsunternehmen den Neubau bereits beziehen. Die neue Halle 4 ist zweigeschossig angelegt, ein attraktiver Büro- und Kantinentrakt wurde angedockt. sk

Die Spedition Eugen Roder baut direkt an der B19 eine fast 100 Meter lange neue Halle für den Schwergutumschlag. (Foto: opo)

Innovationsmanager Gerhard Subek

wahrgenommen, der sehr viele weiche Standortfaktoren wie die hohe Zahl der Sonnenstunden oder kulturelle Einrichtungen, wie das städtische Theater, vorweisen kann. Ebenso positiv ist der Zuzug von Fachund Führungskräften zu bewerten. Innerstädtisch wie in den Gewerbegebieten sind die Entwicklungspotenziale der Stadt vielschichtig und hoch“, erklärt Aalens Wirtschaftsförderer Wolfgang Weiß. Als Stichworte nennt Weiß das Stadtoval (ehemaliges Baustahl-Gelände), das von der Stadt erworben werden soll, um das Heft des Handelns zur Entwicklung in der Hand zu halten. Es soll auch als Keimzelle für die Kreativwirtschaft dienen. Die Firma Pelo hat den angrenzenden Lokschuppen erworben. Die Stadtverwaltung betont auch das Potenzial des HollandgärtnerAreals sowie des interkommunalen Gewerbegebiets Dauerwang; Die Zusammenarbeit mit Essingen im Zweckver-

band sei positiv zu bewerten. Wirtschaftsförderer Wolfgang Weiß spricht aber auch bewusst kleinere Gewerbegebiete in Unterkochen, Waldhausen und Ebnat an. Dort gebe es ebenfalls eine rege Nachfrage und gute Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende Firmen sowie für Neuansiedelungen. 2013 soll das Gebiet Pfromäcker in Unterkochen weiter erschlossen werden. Auf 3,5 Hektar bieten sich für kleinere Firmen bis zu 30 Einheiten an. In waldhausen sei die Stadt mit mehreren Firmen in engem Kontakt, die sich ansiedeln wollten, erklärt Weiß. Und in Ebnat stehe die Firma Gaugler & Lutz in den Startlöchern, um ihren Hallenneubau zu beginnen. Doch auch die Innenstadt birgt nach der Eröffnung des Einkaufszentrums Mercatura noch Entwicklungspotenziale. Das Areal zwischen Bahnhof und Mercatura soll wohnungsbaulich erschlossen werden. Auf dem Marktplatz steht die Neugestaltung des KaufringAreals unmittelbar bevor. Aalen ist also attraktiv: Für Industriefirmen ebenso wie für Handeltreibende, für Stadtentwickler wie für Kleinbetriebe – und nicht zuletzt für Fach- und Führungskräfte als Wohn- und Wohlfühlort. Sascha Kurz l

Stadt Aalen Wirtschaftsbeauftragter Wolfgang Weiß Telefon 0 73 61 52-11 29 wolfgang.weiss@aalen.de


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Wirtschaft Regional | September 2012

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Bildung und Betreuung als Schlüssel zur Standortsicherung B

ereits in den vergangenen Jahren investierte die Stadt Heidenheim jährlich rund 17 Millionen Euro in den Bereich Bildung und Betreuung. Sie belegt hiermit in Baden-Württemberg den Spitzenplatz in Städten vergleichbarer Größe. Um ein Ranking geht es aber gar nicht. Es geht um den Ausbau von Standortqualität und Standortfaktoren. Die stark industriell geprägte Stadt mit einigen Global Playern braucht ein hervorragendes Angebot im Bereich Bildung und Erziehung. Neben dem Kinderhaus bei der FriedrichVoith-Schule entsteht zum Schuljahr 2012/2013 in Kooperation mit lokalen Firmen die „Kinderwelt“ in der Silcherschule. Ein weiteres derartiges Bildungshaus wurde parallel an der Ostschule geschaffen. Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Ende der Grundschule werden hier altersgerecht betreut. Neben dem neuen Ausbildungszentrum der Voith GmbH, das auf dem südlichen

Gegenüber des Haupteingangs zum Voith-Werk soll das Ausbildungszentrum des Unternehmens entstehen – mit großzügigen Terrassen hin zur Brenz.

Ploucquet-Areal entstehen wird, favorisiert die Heidenheimer Stadtverwaltung nun den Bau einer Kindertageseinrichtung mit Freifläche. In der Innenstadt bestehe weiterer Betreuungsbedarf – auch im Hinblick auf die Wohnbebauung der Essinger Wohnbau im Anschluss an das Areal. Diese kommt gut voran. Die innerstädtischen Kindergärten klagen über eine hohe Frequentierung und räumliche Auslas-

Die Bebauung eines Teils des Ploucquet-Areals mit modernen Wohnungen durch die Essinger Wohnbau schreitet schnell voran.

tung. Diese bestehenden Kindergärten könnten mit den neuen zusammengelegt werden. Auch die Zukunftsakademie zeigt, wie eng die Kooperation zwischen Stadt und Unternehmen funktioniert. Weitere individuelle und zentrums- bzw. unternehmensnahe Betreuungsangebote sind im Entstehen. Ein weiteres Projekt, das nun seinen Startschuss erfahren hat, ist der Erweiterungsbau

des Heidenheimer Landratsamts. In den kommenden zwei Jahren werden dort 12 Millionen Euro investiert. 120 Arbeitsplätze soll der Neubau – als Flachdachbau zwischen den ehemaligen Krankenhausbauten – beinhalten, die Außenstelle in der Brenzstraße soll aufgelöst werden. Das Innere soll flexibel gestaltet werden können. Damit entsteht an der Felsenstraße ein modernes Dienstleistungszentrum.

Auf dem Rinderberg zwischen Nattheim und Oggenhausen stehen 13 Hektar große Gewerbeflächen zur Erschließung bereit.

Investieren

in heimische Erde

Mit der Ausweisung von weiteren kleineren Baugrundgebieten, viele der Flächen davon sind bereits verkauft, holt die Stadt auch dort ihr Defizit langsam auf. Nicht die unverhältnismäßige Neuausweisung, sondern lediglich passende Arrondierungen der bestehenden Gebiete stellten hier den richtigen Weg dar. Die Investitionen in gewerbliche Neu- und Erweiterungsbauten sind in allen Teilen der Stadt sichtbar. Vor allem das Gewerbegebiet in den Stäffeleswiesen ist nach dem Getriebewerk der Firma Voith und den Firmen Logistik Zoll Service und Industrieverpackung Heidenheim deutlich gewachsen und repräsentiert nun am südlichen Ortseingang das Bild einer modernen Industriestadt. Mit dem Bau eines Kreisels an der B19 am südlichen Ende der Firma Schwenk wird zum einen die Zufahrt zur Firma erheblich verbessert, gleichzeitig schafft dies aber auch die Möglichkeit der Entwicklung und Erschließung

weiterer gewerblicher Flächen in attraktivster Lage. Durch die Ortsumgehung Herbrechtingens ist man in gut fünf Minuten auf der Autobahn A7. Ein weiteres verkehrstechnisch hervorragend gelegenes Gewerbe- bzw. Industriegebiet befindet sich auf dem Rinderberg zwischen Nattheim und Oggenhausen. Über 130 000 qm Fläche, lediglich drei Minuten von der Autobahnauffahrt der A7 entfernt, bieten sowohl dem produzierenden Gewerbe, als auch dem Logistikbereich hervorragende Chancen. Gerade aus dem letzen Bereich gibt es immer wieder interessante Anfragen. l

Kontakt Wirtschaftsförderung und Tourist-Information Grabenstr. 15 89522 Heidenheim Swen Profendiener Telefon 0 73 21 327 10 80 Telefax 0 73 21 323 10 80 swen.profendiener@ heidenheim.de www.heidenheim.de

Nördlich des Ploucquet-Areals soll hier ein neues Gesundheitshaus innenstadtnah entstehen.

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Wirtschaft Regional | September 2012

Scholz Immobilien plant Wohnbebauung in der Alten Gärtnerei 20 attraktive Bauplätze sind im Anschluss an das „Aal-Carree“ zwischen Gartenstraße und B 29 geplant – Die Nachfrage ist bereits sehr groß

W

enn immer es in der Region um die Realisierung von Gewerbeprojekten geht, ist die Essinger Scholz Immobilien GmbH & Co. KG mit ihrem kompetenten Team als Planer, Entwickler und Investor gefragt. Ohne Scholz hätte es beispielweise in Schwäbisch Gmünd keine Gamundia-Bebauung zur Landesgartenschau gegeben. Jetzt sind die Essinger auch im Wohnbau aktiv. Was der Stadt Aalen und der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) nicht gelang, scheint jetzt unter der Regie von Scholz doch zu einem guten Ende zu führen: Die attraktive Wohnbebauung des ehemaligen LEG-Geländes westlich des Aal-Carrees. „Fünf der 20 Bauplätze sind bereits reserviert“, sagt Berndt-Ulrich Scholz, „wenn wir von der Stadtverwaltung grünes Licht erhalten, können wir zügig mit dem Verkauf und mit dem Bauen beginnen.“ Er hat die Pläne zur Genehmigung eingereicht und wartet nun auf eine positive Reaktion aus dem Rathaus.

Das „Aal-Carree“ – von der Scholz Immobilien GmbH & Co. KG bebaut.

Ein trauriges Kapitel von Zaudern und Zögern könnte dann beendet werden. Gut 15 Jahre lang hatte die Stadtverwaltung und große Teile des Gemeinderats darauf gesetzt, auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Königer am Westeingang Aalens ein innenstadtnahes Wohngebiet für junge Familien zu platzieren. Doch die Nachfrage blieb weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück. Für die Immobiliengesellschaft Scholz, die das Areal kaufte, war von Anfang an nur eine gewerbli-

che Nutzung sinnvoll. Die realisierte Scholz nach harten Auseinandersetzungen: Die Bürogebäude „Q 1“ mit den Hauptmietern Carl Zeiss Vision GmbH und Cellent AG sowie „Q 3“ (die neue ImtechNiederlassung wird im Frühjahr 2013 fertig), der BayWaBaumarkt und der dm-Drogeriemarkt bilden inzwischen das florierende „Aal-Carree“. Dass daneben auf dem ehemaligen LEG-Gelände keine Nachfrage nach Eigenheimen nahe zur Innenstadt bestehen würden, ist für Berndt-Ulrich

Scholz nicht einsehbar: „Es müssen nur die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden.“ Die Scholz-Pläne (siehe Grafik) jedenfalls stoßen bereits bevor sie öffentlich wurden auf großes Interesse. Berndt-Ulrich Scholz: „Es wenden sich permanent bauwillige Bürger an uns und fragen an, ob wir nicht stadtnahe Bauplätze anbieten können.“ Nach dem vorliegenden Vorentwurf der Scholz Immobilien GmbH sollen in der „Alten Gärtnerei“, dem ehemaligen LEG-Gelände, 20 Bauplätze in einer durchschnittlichen Größe von etwa 550 qm angeboten werden. Das Wohngebiet wird über die Gartenstraße erreichbar sein und wird durch viele Grünzonen aufgelockert. Zur B 29 und zur Eisenbahn gibt es einen Lärmschutz, der genau so gut seinen Zweck erfüllt wie der Lärmschutz zum BayWaBaumarkt. Dass dieser wirkt, bestätigen auch die wenigen bisherigen Häuslebauer auf dem alten Gärtnerei-Gelände, die sich jetzt auf neue Nachbarn freuen können.

Die Scholz Immobilien GmbH und Co. KG wird die „Alte Gärtnerei“zwischen der Gartenstraße und der B 29 einer Wohnbebauung zuführen.

Auftakt zum Musterprojekt Innovationszentrum An Aalener Hochschule entsteht bis Frühjahr 2014 Innovationszentrum für den Wissenstransfer Aalen. Zum Aalener Stadtfest Reichsstädter Tage gab es diesmal den Spatenstich für einen 5,8-Millionen-Neubau an der Aalener Hochschule. Das Innovationszentrum soll die Wirtschaft der ganzen Region stärken. Stelldichein der Ostalb-Politprominenz an der Aalener Hochschule. Hochschulrektor Prof. Gerhard Schneider erläuterte dabei, was mit dem „wolkigen“ Begriff Innovationszentrum gemeint ist und „was wir hier machen wollen“. Der Hochschulrektor nannte zwei Säulen. Erstens gehe es darum, die Innovationskraft heimischer Firmen zu stärken.

Viele „Spatenstecher“ gaben den Startschuss fürs Innovationszentrum.

Zweitens darum, die Gründung „wissensintensiver Start-upUnternehmen im Schoß der Hochschule zu ermöglichen. Schneider schloss nicht aus, dass das nicht in allen Fällen klappen wird. Man werde eini-

ge Träume auch mal würdig begraben müssen, sagte er. Die Idee zum Innovationszentrum wurde 2007 geboren, die Stadt Aalen habe sich am 15. September 2008 beworben und musste zahlreiche Aufla-

gen erfüllen, damit sie den Regionalfonds der EU und Landesmittel anzapfen durfte, erinnerte Aalens OB Martin Gerlach. Rund 1,6 Mio. Euro finanziert die Stadt am Innovationszentrum. „Nachhaltig und gut angelegtes Geld für ein mustergültiges Projekt“, sagte Gerlach. „Ein guter Tag für Aalen und ganz Baden-Württemberg“, sagte Alexander Bonde. Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz lobte das Innovationszentrum als typisch fürs Land und als „kluge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft“.

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Carl Zeiss AG: „Steinerne Bekenntnisse“ zur Ostalb! Investitionen von 400 Millionen Euro in neue Fabriken und Anlagen im interkommunalen Gewerbegebiet Oberkochen/Königsbronn und im Stammwerk Oberkochen l

Winfried Hofele

„Rom“ wurde zwar nicht an einem Tag gebaut, konnte aber schneller bezogen werden als eigentlich vorgesehen. Hellmuth Aeugle ist deshalb zuversichtlich, dass auch die Fertigstellungen von „Kairo“, „Dubai“ und „Florenz“ „nach Plan“ gelingen. Der Leiter „Business Services and Infrastructure“ der Carl Zeiss AG ist oberster Manager der größten Baustelle eines Unternehmens weit über die Region hinaus: Auf rund 56 000 qm Fläche im interkommunalen Gewerbegebiet Oberkochen-Königsbronn baut der international führende Optik- und Optoelektronik-Konzern mit einem Investitionseinsatz von rund 400 Millionen Euro daran, dass auch in Zukunft mitten in Ostwürttemberg Weltneuheiten entstehen können. Im internen Baustellen-Jargon ist mit „Kairo“ die Erweiterung der Produktionshallen und Büroflächen für Lithografieoptik auf dem Gelände der Carl Zeiss SMT GmbH gemeint. „Dubai“ heißt der Neubaukomplex der Medizintechnik, „Florenz“ wird das neue Betriebsrestaurant für SMT und Medizintechnik „gerufen“. Und „Rom“, das neue Betriebsrestaurant im Hauptwerk Oberkochen, wird bereits seit 1. August von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Begeisterung genutzt. Es war ein großartiges Bekenntnis zum Standort Ostwürttemberg und gleichzeitig ein Vertrauensvorschuss in die hohe Qualifikation der Fachkräfte und der politischen Rahmenbedingungen im „Raum der Talente und Patente“, als Carl Zeiss Mitte 2011 die Investitionen von rund 400 Millionen Euro bekanntgab. Viel Lob kam von der regionalen Politik und groß war (und ist)

Die Vorstände Thomas Spitzenpfeil, Dr. Michael Kaschke (CEO) und Dr. Hermann Gerlinger (v.l.) eröffneten am 1. August das neue Betriebsrestaurant der Carl Zeiss AG im Hauptwerk Oberkochen. Der 12,45 m hohe, 52,5 m lange und 40 m breite Neubau umfasst eine Bruttogeschossfläche von 5260 qm, davon 2400 qm Glasflächen einschließlich Glaslamellen. Es wurden 4000 cbm Beton und 550 to Stahl verarbeitet und 85 km Kabel verlegt.

die Freude bei den Handwerkern. „Rund 90 Prozent der über vier Jahre verteilten Bauinvestitionen haben wir an Firmen im Umkreis von etwa 100 km vergeben“, betont Hellmuth Aeugle, „und wir legen grundsätzlich Wert darauf, dass bei den einzelnen Gewerken mindestens drei bis vier verschiedene Firmen an den Ausschreibungen teilnehmen können.“ Die Kriterien für die Vergabe hat Aeugle klar definiert: Preis – Qualität – Erfahrung. Und flexibel müssen die Handwerker sein: „Bei einem solchen komplexen Bauvorhaben gibt es natürlich immer mal wieder neue Herausforderungen in der Planung, darauf muss man schnell reagieren können.“ Und wenn bisweilen fast 300 Handwerker aus den verschiedensten Nationen auf

Chefs des Gebäudemanagements: Hellmuth Aeugle und Mark Weimann

einer Baustelle beschäftigt sind, „dann menschelt es halt schon einmal“, räumt Aeugle ein, „doch es kam noch nie zu ernsthaften Konflikten und deshalb ist es einfach sensationell, was sich hier tut.“ Auch bei baulichen oder technischen Problemen weiß das Team um Hellmuth Aeugle immer einen Lösungsweg. Für die Produktionsräume im Halbleiterwerk, insbesondere für die Reinräume zur Entwicklung und Produktion der Zukunftstechnologie EUV, mussten beispielsweise die Bodenplatten bis zu zwei Meter dick sein. Die tiefe Grundierung war notwendig, weil die Erschütterungen von der B 19 und der Eisenbahn aufgefangen werden müssen – Aeugle: „Bei SMT wird im Nanometerbereich gearbeitet.“

Insgesamt, so der BaustellenChef, werden über 55 000 Kubikmeter Beton verarbeitet (das entspricht rund 7000 Ladungen Betonmischer) und mehr als 8000 Tonnen Stahl. Die Handwerker bedienen dafür bis zu 25 Kräne und bewegen rund 110 000 Kubikmeter Erde, das sind 9000 Sattelschlepper. Wichtig ist Aeugle der Hinweis, „dass wir alle Vorschriften der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) erfüllen, im Medizintechnikgebäude werden die Normen sogar um 25 Prozent unterschritten“. Für diese optimierte Energieeffizienz sorgen u.a. drei riesige Blockheizkraftwerke mit jeweils einer Leistung von ca. einem Megawatt. „Nach Plan“ heißt für Hellmuth Aeugle: „Termin- und Kostenvorgaben werden einge-

Die Carl Zeiss-Großbaustelle im Gewerbegebiet Oberkochen/Königsbronn

halten.“ Bei der Baustelle im Hauptwerk in Oberkochen war dies schon mal der Fall: Am 1. August 2012 wurde das neue Betriebsrestaurant eröffnet. Pünktlich nach 13 Monaten Bauzeit ist auf der frei gewordenen Fläche einer früheren Fertigungshalle ein modernes Gebäude mit Räumen für Betriebsrestaurant, Gästekasino, Veranstaltungen, Besprechungen, Küche, Kaffeebar und einem Shop entstanden. Bei schönem Wetter können die Zeissianer nun auch die geräumige Dachterrasse nutzen. Insgesamt bietet der Bau eine Bruttogeschossfläche von 5260 qm. Der Neubau ersetzt das bisherige kleinere Betriebsrestaurant im Carl ZeissSaal. Im neuen Gebäude finden zu den Essenszeiten je nach Bestuhlung bis zu 700 Mitarbeiter Platz. Auch das Betriebsrestaurant ist konsequent auf Energie-Effizienz ausgelegt. Ein Großteil der Küchenausstattung wurde durch neue, energiesparende Technik ersetzt. Ein neues Blockheizkraftwerk sowie verschiedene Einrichtungen zur Energierückgewinnung tragen wesentlich zur Verbesserung der Energie-Effizienz und damit zur Senkung der Betriebskosten bei. Als Erstes der drei Neubauprojekte im Gewerbegebiet Oberkochen/Königsbronn soll Anfang 2013 die Büroerweiterung inklusive Betriebsrestaurant für die Mitarbeiter der Halbleiter- und Medizintechnik fertig werden. Im Frühjahr 2013 soll dann die Erweiterung der Produktions- und Büroräume für die Lithografieoptik (Halbleitertechnik) und der neue Gebäudekomplex für die Medizintechnik abgeschlossen sein. Dieser Bereich hat seinen Hauptsitz in Jena. In Oberkochen befindet sich der Sitz des Mikrochirur-

HELLMUTH AEUGLE Der 54-jährige Leiter Business Services and Infrastructure ist durch und durch ein Zeissianer: 35 Jahre steht er inzwischen in wechselnden, aber immer verantwortlichen Diensten des Optik- und Optoelektronik-Konzerns. Von 1992 bis 1994 arbeitete der Elektronik-Techniker in

Minnesota/USA, von 1994 bis 2001 war Aeugle in Jena zuständig für die Koordination von Montage und Logistik. Dr. Hermann Gerlinger holte den verheirateten zweifachen Familienvater 2001 zurück nach Oberkochen und übertrug ihm die beim Aufbau des Halbleiter-Unternehmensbereichs so wichtige Funktion des Operation Managers. Mittlerweile verantwortet Aeugle alle Bau- und Infrastrukturmaßnahmen von Carl Zeiss weltweit.

giegeschäfts und die Vertriebsgesellschaft der börsennotierten Carl Zeiss Meditec AG. Der Bereich Medizintechnik nutzt bisher Räume an verschiedenen Stellen im Hauptwerk. Künftig werden die rund 500 Beschäftigten unter einem Dach (effektiver) arbeiten können. „Und im September beginnen wir dann mit dem Bau des Logistikzentrums in Oberkochen/Königsbronn“, erklärte Hellmuth Aeugle. Carl Zeiss investiert auch an weiteren Standorten in Deutschland rund 100 Millionen Euro. Unter anderem wurde in Jena das Dach des ZeissHauptgebäudes mit neuen Räumen für die Zentrale Forschung aufgestockt.

Baukräne über Baukräne – Carl Zeiss wächst in Oberkochen!


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Die Entwurfsplanung von Architekt Volker Merz für die Bebauung des Gamundia-Areals am Gmünder Bahnhof durch die Essinger Scholz Immobilien GmbH & Co. KG.

Schwäbisch Gmünd steht vor einer neuen Blüte! Der Gmünder Einhorn-Tunnel und die Landesgartenschau 2014 sind die Instrumente einer bemerkenswerten Stadtentwicklung – Ein Blick auf den Wandel

N

och 20 Monate: Dann, im Mai 2014, startet in Schwäbisch Gmünd die Landesgartenschau. Im Juli 2003 hat die Stadt den Zuschlag dafür erhalten. Seitdem ist die Gartenschau Dreh- und Angelpunkt der Stadtentwicklung. Sie ist das Instrument, Schwäbisch Gmünd zu entwickeln. Das Gesicht der Stadt zu verändern. Vieles ist bereits erkennbar. Ein aktueller Blick auf Gmünd im Wandel. Gmünds Gartenschau ist Stadtumbau. Der westliche Stadteingang um den Bahnhof herum wird neu entwickelt. Gmünds Gartenschau ist Reparatur. Mit einem riesigen Investitionsprogramm wird saniert, was über Jahrzehnte liegen blieb. Und Gmünds Gartenschau war Druck. Auf Berlin bei der Entscheidung für den Bau des Tunnels. Dieser wird knapp ein Jahr vor der Eröffnung der Gartenschau freigegeben, nachdem er mit Kosten von etwa 260 Millionen Euro aktuell Deutschlands teuerste Ortsumgehung ist. Damit fließen bis 2014, die öffentlichen und privaten Gartenschau-Investitionen eingeschlossen, insgesamt 360 Millionen Euro nach Gmünd. Der Verkehr durch die Stadt halbiert sich und eröffnet so neue Entwicklungsmöglichkeiten. Gmünds OB Richard Arnold redet gern von den fünf Fingern der Gmünder Landesgartenschau: der Innenstadt, dem Josefsbach, dem Herz der Gartenschau um den Stadtgarten, dem Güterbahnhof und dem Landschaftspark Wetzgau. Die meisten Veränderungen sieht der Besucher im Areal am Bahnhof. Dort ist die Straßenführung der alten B 29 komplett verändert. Noch steht dort allein auf weiter Flur ein Teil der alten Post. In Kürze jedoch

zunächst den Landschaftspark entdecken. Zu Fuß durchs Taubental wandern. Oder mit einem Pferdewagen. Oder einem E-Bike. Oder, und das werden wohl die meisten machen, mit Shuttle-Bussen. Der Landschaftspark am Ortsrand des Stadtteils Wetzgaus umfasst elf der insgesamt 16 Hektar der Gmünder Gartenschau. Er bietet Landwirtschaft mit Einblicken in einen Bauernhof und eine Schäferei, Forstwirtschaft mit viel Wald, Streuobstwiesen, er bietet Einblicke in die Philosophie des Unternehmens Weleda, das Führungen durch seine Gärten anbietet. Und er bietet Zugang zum Christlichen Gästezentrum Schönblick, das sich gleichfalls – mit „essbaren Gärten“ und Veranstaltungen – in die Gartenschau einbringen wird.

Bis Mitte 2013 wird der Gmünder B 29-Einhorn-Tunnel fertig. Unser Foto zeigt die Tunneleinfahrt von Osten her.

wird die Essinger Scholz Immobilien GmbH & Co. KG mit dem Bau von zwei Bürogebäuden beginnen, für die das Unternehmen etwa 15 Millionen Euro in die Hand nimmt. Mieter sind die Barmer GEK, der Ostalbkreis, die Stadt Gmünd und der Regionalverband. Zwischen alter Post und Congress-Centrum Stadtgarten entsteht ein neues Hotel. Das Fünf-Millionen-Projekt des Investors Cemal Isin wird ebenfalls zur Gartenschau fertig. Vom Herz der Gartenschau, dem Stadtgarten mit diesen Neubauten, führt der Josefsbach um die Innenstadt herum. Der Bach, der zwischen Bahnhof und Altstadt in die Rems

mündet, ist hochgehoben worden und hat, entlang des Bachufers, einen Weg bekommen, auf dem die Besucher am Gründerzeitgürtel mit schicken Stadtvillen um die Altstadt spazieren können. Immer wieder führen dabei Achsen in die Altstadt hinein. Die wichtigsten sind die Bocksgasse und die Ledergasse. Die Bocksgasse, den Fußgängern vorbehalten, führt zum Münster, zum Johannisplatz und zum Marktplatz. Am Johannisplatz findet der Besucher den Prediger, Museum und Veranstaltungszentrum in einem. Zurzeit wird der Prediger saniert. Bis zur Gartenschau soll das ganze Gebäude schmuck sein. Die zweite Hauptachse führt über die Ledergasse in die historische Altstadt. Die Ledergasse, die über Jahrzehnte im Abschwung war, erhält neues Leben. Ein neues Einkaufszentrum, das u.a. C & A sowie einen Rewe Lebensmittelmarkt beherbergt, lenkt die Kundenströme in der Stadt neu.

besucher auf das Forum Gold & Silber stoßen, das der Gmünder Edelmetallverband, in Anlehnung an Gmünds Geschichte als Gold- und Silberstadt, errichtet. Die Architektur Cemal Isins wird hierbei ein Höhepunkt des Gebäudes sein, in dem Goldschmiede ihr Handwerk vorführen, in dem es Gastronomie, Geschäfte und Veranstaltungsräume geben wird. Ohnehin, Gmünds Gastronomie wird mit der Gartenschau an Bedeutung gewinnen. Ein weiterer Baustein ist hier das Haus Hirzel, eine Stadtvilla, mit der der Gmünder Gerald Feig, Chef der Schorndorfer FLEX Fonds Capital AG (siehe Extraberichte auf den Seiten 13 und 14), mit einer Art Kaffeehaus ältere Gäste ansprechen will. Neben dem Stadtgarten als Kern der Gartenschau, dem Josefsbach und der Altstadt gehören noch der Güterbahnhof und der Landschaftspark Wetzgau zur Gartenschau. Den früheren Güterbahnhof erreichen die Gmünder durch eine Unterführung am Bahnhof. Diese gestalten Studenten der Hochschule für Gestaltung. Am Ende der Unterführung am und

So soll das Eule-Projekt am Güterbahnhof einmal aussehen.

Forum Gold & Silber Zurück zum Herz der Gartenschau um den Stadtgarten. Bevor die Ledergasse in den Park mündet, wird der Gartenschau-

Gamundia-Bebauung – noch gleicht alles einer Brache.

Der Tunnel wird den Verkehr durch Gmünd halbieren.

(Fotos: Tom)

unter dem modernisierten und behindertengerecht umgebauten Bahnhof erwarten die Besucher Sportanlagen insbesondere für junge Menschen, einen Skaterpark und verschiedene Spielfelder, beispielsweise für Beachvolleyball. Dort entstehen zudem das so genannte Eule-Projekt, mit dem junge Menschen für Technik interessiert werden sollen, eine Werkstatt für Behinderte der Stiftung Haus Lindenhof und Parkraum für 600 bis 800 Autos sowie 30 bis 40 Busse. Die Gartenschau-Besucher haben also die Wahl: Sie können vom Parkplatz aus den urbanen Teil der Gartenschau besuchen. Sie können aber auch

Die Investitionen Gmünds Einhorn-Tunnel und die Gartenschau 2014 sind die wesentlichen Instrumente der Gmünder Stadtentwicklung. Der 1998 begonnene und 2006 fortgesetzte Tunnel hat ein Investitionsvolumen von etwa 260 Millionen Euro. Er halbiert Gmünds Durchgangsverkehr auf 20 000 Fahrzeuge. Die Gartenschau hat ein Investitionsvolumen von gut 60 Millionen Euro. Private Investoren stecken 40 Millionen Euro in ein Einkaufszentrum, Bürogebäude am Bahnhof und ein Hotel am Stadtgarten. Michael Länge Kontakt/Information: Stadt Schwäbisch Gmünd Wirtschaftsbeauftragter Alexander Groll Marktplatz 1 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon: 0 71 71 6 03-10 20 alexander.groll@ schwaebisch-gmuend.de

Stadtentwicklung: Die Ledergasse erhält ein neues Einkaufszentrum.

Tunnelausfahrt Richtung Aalen, rechts das Gebäude der Weleda AG.


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Isin-Architekten setzen gestalterische Zeichen Ein Solitär: Das „Forum Gold & Silber“in Schwäbisch Gmünd – Hotelneubauten in Aalen und Gmünd – Außergewöhnliche Stadtentwicklung in Sindelfingen

D

ie Isin-Architekten mit 45 Mitarbeitern in den Büros in Aalen, Stuttgart und Schwäbisch Gmünd haben in den letzten Wochen mit bemerkenswerten Projekten und Investitionsvorhaben für Furore gesorgt. Besonders spektakulär: Das „Forum Gold & Silber“ des Gmünder Edelmetallverbandes. Gold und Silber sollen in Gmünd sichtbarer werden und neue Perspektiven für die traditionsreichen Schmuckhersteller eröffnen. Dazu gehört, dass der Edelmetallverband unter Leitung von Dr. Andreas Zielonka, Chef des Forschungsinstitutes für Edelmetall und Metallchemie (fem), sein altes Geschäftshaus verkauft hat und einen Ideenwettbewerb für ein „Forum Gold & Silber“ ausgeschrieb. Isin Architekten erhielten den Zuschlag. Cemal Isin und der Gmünder Büroleiter Volker Gunst entwickelten einen Entwurf, der dem geplanten Gebäude- und Nutzungskonzept in besonderer Weise entspricht. Der Edelmetallverband wird dort seine Geschäftsstelle haben, es wird einen Juweliershop geben, eine Manufaktur mit Vorführungen, ein Café in Richtung Remsterrassen, Räume für Veranstaltungen, Büros oder Praxen und im obersten Geschoss nochmal Gastronomie mit einer Dachterrasse. Und eine Repräsentation des Ostalbkreises. Die Kosten liegen bei fünf Mio. Euro. Das Forum entsteht am Ende der Ledergasse.

Arichtektonisches Glanzlicht: Das „Forum Gold & Silber“ in Gmünd.

In Aalen hat Isin im August die Grünbaum-Brauerei am Galgenberg gekauft. Die historische Bausubstanz soll erhalten werden, die späteren Anbauten sollen Neubauten weichen. Architekt und Investor Cemal Isin plant Design-Loftwohnungen. Er habe schon länger ein Auge auf das Ensemble geworfen. Mit dem Kauf des Brauereigeländes sei ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. „Mit einer schonenden Nutzung wollen wir das wunderschöne Ensemble in seinen historischen, wertvollen Bauten für die Nachwelt erhalten“, sagt Isin.

Das gilt für die eigentliche Brauerei sowie für die Remise an der Ziegelstraße, die früher Stall und Garage war. Die Räume der Brauerei werden zu Wohnungen, Isin plant großzügige Lofts. Mit den hohen Wänden werde eine urbane Atmosphäre herrschen, sagt er, „ein Wohnerlebnis wie in Berlin oder Hamburg“. Für die Remise hat er noch keine konkreten Ideen. Die Anbauten auf der Rückseite der Brauerei will Isin abreißen. Dort plant er freistehende Neubauten für städtisches Wohnen. In Aalen wird Isin noch in diesem Jahr das Business- und

Stadthotel am Ellwanger Tor „Ibis Styles Aalen“ eröffnen. Der Architekt ist zugleich Projektentwickler und Investor. Außerdem hatte er die Idee, die Lücke zwischen Bettenhaus GD Krauss und Kreissparkasse mit einem Hotel zu schließen. Anfang August 2011 war Spatenstich. Das Hotel verfügt über 71 Zimmer, davon 63 Doppelzimmer, drei Familienzimmer, drei Einzelzimmer, zwei Suiten für Rollstuhlfahrer. Das Hotel ist barrierefrei und hat eine Tiefgarage mit 18 Stellplätzen. Neben der Lobby mit der Rezeption wird das Samariterstift ein Café und eine Schokoladenmanufaktur führen. Hotelbetreiber ist die Stuttgarter Success-Gruppe. Auch in Schwäbisch Gmünd baut Isin ein Hotel. Bis zur Landesgartenschau 2014 soll das „Hotel am Remspark“ fertig sein. Darüber ist die Freude in Gmünd groß – bei OB Richard Arnold, beim Hotelbetreiber Alexander Asbrock

(„Goldenes Lamm“ in Unterkochen) und bei Geschäftsführer Wolfram Hub vom Congress Centrum Stadtgarten, das als Tagungslocation dringend ein weiteres Hotel in der Nachbarschaft braucht. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf fünf Millionen Euro. Hotel-Franchisegeber ist wie in Aalen Accor. Das Konzept des Hotels entspricht dem des Ibis-Hotels in Aalen. Für Sindelfingens OB Dr. Bernd Vöhringer war im Mai ein „historischer Moment“. Nachdem viele Investoren daran scheiterten, das ehemalige Industrie-Areal Feger zu bebauen, setzt nun Cemal Isin einen Meilenstein in der Sindelfinger Stadtentwicklung und nimmt 36 Millionen Euro in die Hand: Isin baut 65 Wohnungen, Büros, Geschäfte und ein „Volksbankhaus“. Weitere größere aktuelle Projekte von Isin sind neue Produktionsgebäude für die Mapal KG und für den Wälzlagerher-

So soll das „Hotel am Remspark“ in Gmünd aussehen.

Cemal Isin

Volker Gunst

steller Franke GmbH in Aalen sowie in Gmünd die neue DRK-Zentrale an der Weißensteiner Straße. l

Isin Architekten Büro Aalen Stuttgarter Straße 70/1 73430 Aalen Telefon 0 73 61 95 82-0 office@isin.de Büro Schwäbisch Gmünd Marktplatz 7 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon 0 71 71 8 74 15-15 Büro Stuttgart Marienstraße 41 70178 Stuttgart Telefon 07 11 6 64 83 90-0

Grünbaumbrauerei in Aalen: Isin baut Loft-Wohnungen.

Aktuelle Neubauprojekte in Schwäbisch Gmünd

WERTBESTÄNDIG LEBENSRÄUME GESTALTEN Die neue Zentrale des Deutschen Roten Kreuzes in Schwäbisch Gmünd auf dem früheren Erhard-Areal gegenüber dem „Haus der Gesundheit Margaritenheim“ an der Weißensteiner Straße.

SCHLÜSSELFERTIGBAU LEONHARD WEISS ist der „Komplett-Baumeister“ für praktisch alle Bauleistungen. Jede unserer Baustellen ist ein Unikat und stellt eigene Anforderungen an Logistik und Know-how. Unsere Mitarbeiter entwickeln besonders wirtschaftliche, qualitativ hochwertige Lösungen und bieten Ihnen einen umfassenden Service von der Beratung über die Planung bis zur Fertigstellung Ihres Bauvorhabens. Termintreue, Werterhalt, Partnerschaft und integrierte Gesamtlösungen sind unsere Maxime. Fordern Sie uns!

Die Julius Schüle Druckguss GmbH erhielt Großauftrag für eine Komponente im Acht-Gang-Automatikgetriebe der ZF Friedrichshafen – und baut deshalb eine neue Fabrik in der Oststadt.

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Gleich gegenüber auf dem Areal der früheren Wiesenthalhütte wird in wenigen Wochen ein neuer OBI-Markt eröffnen. Das Projekt wurde von Uli Geist, Immobilienprojektentwickler aus Heubach, angeschoben.


Wirtschaftsregion Ostwürttemberg

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Wirtschaftsregion Ostwürttemberg

Wirtschaft Regional | September 2012

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Freie Gewerbeflächen der Kommunen in der Wirtschaftsregion Ostwürttemberg 1. Stadt Aalen* (0 73 61/52-11 29) Herr Weiß Anzahl Gewerbegebiete: 3 Gesamtfläche: 241.171 m2 Verfügbare Fläche**: 132.219 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 85.630 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 51,00 € wirtschaftsfoerderung@aalen.de · www.aalen.de 2. Gemeinde Abtsgmünd (0 73 66/82-12) Frau Ritter Anzahl Gewerbegebiete: 2 Gesamtfläche: 61.800 m2 Verfügbare Fläche**: 35.600 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 35.600 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 35,00 € tanja.ritter@abtsgmuend.de · www.abtsgmuend.de 3. Gemeinde Adelmannsfelden (0 79 63/90 00-10) Bgm. Hahn Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 30.400 m2 Verfügbare Fläche**: 6.325 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 6.325 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 35,00 € gemeinde@adelmannsfelden.de · www.adelmannsfelden.de

14. Stadt Giengen/Brenz* (0 73 22/9 52-22 60) Herr Kocian Anzahl Gewerbegebiete: 2 Gesamtfläche: 419.000 m2 Verfügbare Fläche**: 65.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 40.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 45,00 € bernd.kocian@giengen.de · www.giengen.de 15. Gemeinde Göggingen* (0 71 75/9 08 63 15) Bgm. Weber Freie Flächen im Interkommunalen Gewerbegebiet vorhanden walter.weber@gemeinde-goeggingen.de · www.gemeinde-goeggingen.de 16. Gemeinde Gschwend (0 79 72/6 81-0) Bgm. Frau Kottmann Derzeit keine Gewerbeflächen verfügbar info@gschwend.de · www.gschwend.de 17. Stadt Heidenheim (0 73 21/3 27-10 80) Herr Profendiener Anzahl Gewerbegebiete: 9 Gesamtfläche: 1.050.410 m2 Verfügbare Fläche**: 304.910 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 275.310 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 30,00 € swen.profendiener@heidenheim.de · www.heidenheim.de

4. Gemeinde Bartholomä (0 71 73/9 78 20-0) Bgm. Kuhn Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 60.000 m2 Verfügbare Fläche**: 10.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 10.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 45,00 € info@bartholomae.de · www.bartholomae.de

18. Stadt Herbrechtingen* (0 73 24/9 55-22 00) Herr Diem Anzahl Gewerbegebiete: 3 Gesamtfläche: 196.000 m2 Verfügbare Fläche**: 45.450 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 35.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 40,00 € t.diem@herbrechtingen.de · www.herbrechtingen.de

5. Gemeinde Böbingen (0 71 73/1 85 60-0) Bgm. Stempfle Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 35.000 m2 Verfügbare Fläche**: 13.600 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 13.600 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 49,00 € rathaus@boebingen.de · www.boebingen.de

19. Gemeinde Hermaringen (0 73 22/95 47-0) Bgm. Mailänder Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 60.000 m2 Verfügbare Fläche**: 60.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 18.500 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 35,00 € buergermeister@hermaringen.de · www.hermaringen.de

6. Stadt Bopfingen (0 73 62/8 01-40) Herr Rief Anzahl Gewerbegebiete: 2 Gesamtfläche: 450.000 m2 Verfügbare Fläche**: 106.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 30.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 30,00 € rief@bopfingen.de · www.bopfingen.de

20. Stadt Heubach (0 71 73/1 81-0) Herr Häffner Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 64.000 m2 Verfügbare Fläche**: 20.400 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 20.400 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 62,50 € info@heubach.de · www.heubach.de

7. Gemeinde Dischingen (0 73 27/81-0) Bgm. Jakl Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 11.380 m2 Verfügbare Fläche**: 5.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 7.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 37,00 € info@dischingen.de · www.dischingen.de

21. Gemeinde Heuchlingen (0 71 74/82 09-0) Bgm. Lang Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 45.000 m2 Verfügbare Fläche**: 32.500 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 0 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): auf Anfrage bm.lang@heuchlingen.de · www.heuchlingen.de

8. Gemeinde Durlangen (0 71 76/45 27 10) Bgm. Gerstlauer Anzahl Gewerbegebiete: 2 Gesamtfläche: 26.300 m2 Verfügbare Fläche**: 9.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 9.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 48,00 € gemeinde_durlangen@t-online.de · www.durlangen.de

22. Gemeinde Hüttlingen (0 73 61/97 78-0) Bgm. Ensle Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 29.000 m2 Verfügbare Fläche**: 15.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 24.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 42,00 € info@huettlingen.de · www.huettlingen.de

9. Gemeinde Ellenberg (0 79 62/9 03 00) Bgm. Knecht Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 10.000 m2 Verfügbare Fläche**: 5.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 5.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 40,00 € gemeinde@ellenberg.de · www.ellenberg.de

23. Gemeinde Iggingen (0 71 75/92 08-11) Bgm. Stöckle Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 130.000 m2 Verfügbare Fläche**: 20.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 6.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 55,00 € klemens.stoeckle@iggingen.de · www.iggingen.de

10. Stadt Ellwangen (0 79 61/84-2 17) Herr Senger Anzahl Gewerbegebiete: 3 Gesamtfläche: 1.470.000 m2 Verfügbare Fläche**: 60.200 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 57.500 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): auf Anfrage gerhard.senger@ellwangen.de · www.ellwangen.de

24. Gemeinde Jagstzell (0 79 67/90 60-0) Bgm. Müller Anzahl Gewerbegebiete: 2 Gesamtfläche: 63.363 m2 Verfügbare Fläche**: 21.495 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 17.995 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 35,00 € raimund.mueller@jagstzell.de · www.jagstzell.de

11. Gemeinde Eschach (0 71 75/92 37 00) Bgm. König Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 12.000 m2 Verfügbare Fläche**: nach Bedarf Nettofläche in Gemeindebesitz: 0 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): auf Anfrage rathaus@eschach.de · www.eschach.de

25. Gemeinde Kirchheim/Ries (0 73 62/95 69 00) Bgm. Feige Derzeit keine Gewerbeflächen verfügbar info@kirchheim-am-ries.de · www.kirchheim-am-ries.de 26. Gemeinde Königsbronn (0 73 28/96 25-20 oder -27) Herr Bielke Derzeit keine Gewerbeflächen verfügbar joerg.bielke@koenigsbronn.de · www.koenigsbronn.de

12. Gemeinde Essingen* (0 73 65/83-0) Herr Graule Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 75.000 m2 Verfügbare Fläche**: 13.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 13.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 79,50 € gemeinde@essingen.de · www.essingen.de

27. Stadt Lauchheim (0 73 63/85-11) Bgm. Kowarsch Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 5.000 m2 Verfügbare Fläche**: 5.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 5.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 60,00 € kloschek@lauchheim.de · www.stadt-lauchheim.de

13. Gemeinde Gerstetten (0 73 23/84-10) Herr Maurer Anzahl Gewerbegebiete: 4 Gesamtfläche: 429.000 m2 Verfügbare Fläche**: 121.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 93.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 30,00 € rathaus@gerstetten.de · www.gerstetten.de

28. Gemeinde Leinzell* (0 71 75/9 98 20-0) Bgm. Leischner Freie Flächen im Interkommunalen Gewerbegebiet vorhanden info@leinzell.de · www.leinzell.de 29. Stadt Lorch (0 71 72/18 01-20) Herr Krieg Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 42.500 m2

Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 33,00 € info@neresheim.de · www.neresheim.de

Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 20,00 € info@stoedtlen.de · www.stoedtlen.de

34. Gemeinde Neuler (0 79 61/90 44-0) Bgm. Fischer Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 4.000 m2 Verfügbare Fläche**: 4.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 0 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): auf Anfrage gemeinde@neuler.de · www.neuler.de

48. Gemeinde Täferrot (0 71 75/2 21) Bgm. Renner Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 12.000 m2 Verfügbare Fläche**: 11.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 0 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): auf Anfrage info@taeferrot.de · www.taeferrot.de

35. Stadt Niederstotzingen (0 73 25/1 02-0 oder -23) Bgm. Kieninger Anzahl Gewerbegebiete: 2 Gesamtfläche: 105.000 m2 Verfügbare Fläche**: 33.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 32.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 30,00 € info@niederstotzingen.de · www.niederstotzingen.de

49. Gemeinde Tannhausen (0 79 64/90 00-0) Bgm. Haase Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 107.000 m2 Verfügbare Fläche**: 14.500 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 1.600 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 27,00 € gemeinde@tannhausen.de · www.tannhausen.de

36. Gemeinde Obergröningen (0 71 75/9 23 70-15) Bgm. Daiss Derzeit keine Gewerbeflächen verfügbar rathaus@eschach.de

50. Gemeinde Unterschneidheim (0 79 66/1 81-0) Herr Lechner oder 01 51/12 13 37 31 Anzahl Gewerbegebiete: 3 Gesamtfläche: 166.500 m2 Verfügbare Fläche**: 80.500 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 80.500 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 30,00 € poststelle@unterschneidheim.de · www.unterschneidheim.de

37. Stadt Oberkochen (0 73 64/27-0) Bgm. Traub Derzeit keine Gewerbeflächen verfügbar peter.traub@oberkochen.de · www.oberkochen.de 38. Gemeinde Rainau (0 79 61/90 02-0) Bgm. Krafft Derzeit keine Gewerbeflächen verfügbar info@rainau.de · www.rainau.de 39. Gemeinde Riesbürg (0 90 81/29 35-0) Bgm. Freihart / Frau Weber Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 55.000 m2 Verfügbare Fläche**: 2.500 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 2.500 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 25,00 € gemeinde@riesbuerg.de · www.riesbuerg.de 40. Gemeinde Rosenberg (0 79 67/90 00-0) Bgm. Debler Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 30.000 m2 Verfügbare Fläche**: 10.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 10.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 39,00 € info@gemeinde-rosenberg.de · www.gemeinde-rosenberg.de 41. Gemeinde Ruppertshofen (0 71 76/13 11) Bgm. Kühnl Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 17.424 m2 Verfügbare Fläche**: 4.345 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 1.700 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 33,00 € info@ruppertshofen.de · www.ruppertshofen.de

Große Kreisstadt

42. Gemeinde Schechingen (0 71 75/15 67) Bgm. Jekel Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 84.930 m2 Verfügbare Fläche**: 21.360 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 21.360 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 38,00 € jekel@schechingen.de · www.schechingen.de

Stadt / Gemeinde

43. Stadt Schwäbisch Gmünd (0 71 71/6 03-10 20) Herr Groll Anzahl Gewerbegebiete: 8 Gesamtfläche: 1.635.000 m2 Verfügbare Fläche**: 317.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 242.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 60,00 € alexander.groll@schwaebisch-gmuend.de www.schwaebisch-gmuend.de

© Regionalverband Ostwürttemberg

Verfügbare Fläche**: 10.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 10.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 100,00 € info@stadt-lorch.de · www.stadt-lorch.de 30. Gemeinde Mögglingen (0 71 74/8 99 00-0) Bgm. Schweizer Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 55.000 m2 Verfügbare Fläche**: 12.400 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 2.400 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 54,00 € info@moegglingen.de · www.moegglingen.de 31. Gemeinde Mutlangen (0 71 71/7 03-0) Bgm. Seyfried Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 98.000 m2 Verfügbare Fläche**: 78.500 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 90.000 m2

44. Gemeinde Sontheim/Brenz (0 73 25/17-21) Bgm. Kraut Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 100.000 m2 Verfügbare Fläche**: 40.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 25.650 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 34,00 € s.bm@sontheim-an-der-brenz.de · www.sontheim-an-der-brenz.de

Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 75,00 € seyfried@mutlangen.de · www.mutlangen.de

45. Gemeinde Spraitbach (0 71 76/65 63-0) Bgm. Baum Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 150.000 m2 Verfügbare Fläche**: 85.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 22.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 49,00 € info@spraitbach.de · www.spraitbach.de

32. Gemeinde Nattheim (0 73 21/97 84-25) Herr Baamann Anzahl Gewerbegebiete: 2 Gesamtfläche: 80.291 m2 Verfügbare Fläche**: 44.549 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 44.549 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 46,00 € ralf.baamann@nattheim.de · www.nattheim.de

46. Gemeinde Steinheim/Albuch (0 73 29/96 06-0) Herr Abele Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 91.000 m2 Verfügbare Fläche**: 21.287 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 0 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 60,00 € posteingang@steinheim-am-albuch.de · www.steinheim.com

33. Stadt Neresheim (0 73 26/81-20) Herr Wenzel Anzahl Gewerbegebiete: 2 Gesamtfläche: 58.499 m2 Verfügbare Fläche**: 58.499 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 58.499 m2

47. Gemeinde Stödtlen (0 79 64/90 09-0) Bgm. Leinberger Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 65.300 m2 Verfügbare Fläche**: 20.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 20.000 m2

51. Gemeinde Waldstetten (0 71 71/4 03-30) Herr Seiler Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 130.000 m2 Verfügbare Fläche**: 15.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 0 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): auf Anfrage Gerhard.Seiler@waldstetten.de · www.waldstetten.de 52. Gemeinde Westhausen (0 73 63/84 20 oder 84 24) Bgm. Witzany oder Herr Starz Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 94.000 m2 Verfügbare Fläche**: 18.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 2.500 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 60,61 € info@westhausen.de · www.westhausen.de 53. Gemeinde Wört (0 79 64/90 08-0) Bgm. Saur Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 20.000 m2 Verfügbare Fläche**: 10.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 10.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 25,00 € info@gemeinde-woert.de · www.gemeinde-woert.de

Interkommunale Gewerbegebiete: a. Aalen/Essingen (0 73 61/52-14 20) Herr Maier Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 414.000 m2 Verfügbare Fläche**: 27.800 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 14.800 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): 84,00 € philipp.maier@aalen.de · www.aalen.de b. Giengen/Herbrechtingen (0 73 24/9 55-22 00) Herr Diem Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 410.000 m2 Verfügbare Fläche**: 130.000 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 130.000 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 55,00 € t.diem@herbrechtingen.de · www.industrieparkA7.de c. Göggingen/Leinzell (0 71 75/9 08 63 15) Bgm. Weber Anzahl Gewerbegebiete: 1 Gesamtfläche: 81.000 m2 Verfügbare Fläche**: 7.096 m2 Nettofläche in Gemeindebesitz: 7.096 m2 Quadratmeter-Preis (voll erschlossen): ab 35,00 € walter.weber@gemeinde-goeggingen.de · www.gemeinde-goeggingen.de d. Oberkochen/Königsbronn (0 73 64/27-0 oder -2 00) Bgm. Traub/ Herr Rühle Derzeit keine Gewerbeflächen verfügbar peter.traub@oberkochen.de, juergen.ruehle@oberkochen.de www.oberkochen.de * Flächen im Interkommunalen Gewerbegebiet verfügbar ** Netto inkl. privaten Flächenangeboten

Weitere Informationen unter: www.gewerbeflaechen-ostwuerttemberg.de

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Wirtschaftsregion Ostwürttemberg

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Wirtschaft Regional | September 2012

FLEX Fonds-Gruppe mit starkem Engagement in Ostwürttemberg Unter dem Firmenmotto – Investieren in heimische Erde

S

chorndorf, Schwäbisch Gmünd, Mutlangen, Eschach, Oberkochen und Heidenheim – sind die derzeitigen Standorte in der Region Ostwürttemberg, in denen sich die in Schorndorf ansässige Vermögensverwaltung FLEX Fonds Capital AG mit Immobilienentwicklungen engagiert. Weitere Standorte folgen.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf Immobilienanlagen in Mittelzentren und bereits seit beinahe 25 Jahren deutschlandweit erfolgreich tätig. Firmengründer und Vorstandsvorsitzender ist der in Schwäbisch Gmünd gebürtige Gerald Feig. Aus der Verbundenheit zu seiner Heimatstadt und der Region Ostwürttemberg hat der Schwabe Feig noch nie einen Hehl gemacht. Das Engagement mit seiner Firmengruppe in der Region ist für ihn auch

eine Herzensangelegenheit. Mit derzeit 86 Mitarbeitern in der Verwaltung und einem breit aufgestellten Netzwerk von Spezialisten hat die FLEX Fonds Gruppe seit 1989 Immobilienobjekte von mehr als 800 Millionen Euro bundesweit erworben und entwickelt. Dieses große Immobilienportfolio wird in Form von Beteiligungskonzepten für mehr als 11 000 Anleger verwaltet. Für die Immobilienprojekte in Ostwürttemberg wurde ein eigenes regionales Beteiligungskonzept aufgelegt. Gerade in der städtebaulichen Entwicklung haben die Kommunen heute, bedingt durch knappe Kassen, häufig nur begrenzte Mittel zur Verfügung. Private Investoren leisten somit bei der Wirtschaftsförderung von Gemeinden und Regionen wertvolle Arbeit.

„Pfauen“ zu neuem Leben erweckt Hotel-Restaurant – „Pfauen“ in Schorndorf

B Der Pfauen– Blick auf die Bar und das Restaurant

esonderen Schwerpunkt setzen die Schorndorfer Spezialisten auf die Aufwertung und Neuausrichtung historischer Bausubstanz. Dies konnte bereits an mehreren gelungenen Beispielen unter Beweis gestellt werden. Die Neugestaltung des

Schorndorfer Traditionsgasthauses „Pfauen“ gehört mit Sicherheit dazu. Der Pfauen, ein Kleinod in der Schorndorfer Altstadt, in direkter Nachbarschaft zum Geburtshaus von Gottlieb Daimler und früher selbst im Besitz der Daimler-Familie, wurde in

liebevoller Detailarbeit zu einem modernen Hotelbetrieb mit erstklassiger Gastronomie gestaltet. Seit Mai 2010 bietet Marcus Krietsch, einst jüngster Sternekoch Deutschlands, seinen Gästen dort schwäbische und überregionale Gaumenfreuden auf

höchstem Niveau. Die individuell gestaltete Hotelarchitektur mit sieben einzelnen Suiten in einem historischen und gleichzeitig hochmodernen Fachwerkbau, wurde zu einem Publikumsmagneten im Herzen der Daimlerstadt.

Das Neue Postturm-Carré in Schorndorf Shopping – Business – Gastronomie

E

in Meilenstein in der jüngsten städtebaulichen Entwicklung Schorndorfs ist das Neue Postturm-Carré. Der Postturm, ein mehrstöckiger Hochhausbau, entstand bereits im 19. Jahrhundert. Das Gebäude wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mehrfach umgestaltet und stand in den letzten Jahren leer.

Das Neue Postturm Carré – August 2012

Das Neue Postturm-Carrè – Blick auf die Schorndorfer Innenstadt

Nachdem die Stadt Schorndorf einen Architektenwettbewerb ausgelobt hatte, erhielt die FLEX Fonds-Gruppe den Zuschlag für die Entwicklung des Areals. Zurzeit entsteht anstelle des ehemaligen Hochhauses eine hochmoderne Handels- und Büroimmobilie mit elf Stockwerken. Das Postturm-Carré besteht jedoch nicht nur aus dem elfgeschossigen Hauptgebäude, sondern auch aus einem viergeschossigen Schulterbau und zwei historischen Gebäuden auf der Seite des Karlsplatzes und des Marktplat-

zes. Diese wurden entkernt, von Grund auf saniert und teilweise mit dem Neubau geschossgleich verbunden. Der Rohbau wurde bereits im Frühjahr 2012 fertiggestellt und am 23. April konnte mit ca. 200 Gästen Richtfest gefeiert werden. Inzwischen geht der Innenausbau mit großen Schritten voran. Die unteren beiden Etagen werden an großflächigen Einzelhandel vermietet. Die Etagen zwei bis neun werden als Büround Praxisflächen vermietet. Auf den beiden oberen Etagen entsteht ein gastronomisches Konzept, welches in der Region bisher einzigartig sein dürfte: eine Sky-Bar mit einer geplanten Cigar-Lounge. Von dort kann man nahezu das gesamte mittlere Remstal überblicken und genießt einen grandiosen Ausblick über die Stadt. Bereits wiedereröffnet hat das Kult-Café Moser. Die Schorn-

Mieter: Café Moser

dorfer Innenstadt dürfte mit der Neueröffnung des PostturmCarrés Anfang 2013 an markanter Stelle einen neuen Frequenzbringer bekommen, der Schorndorf als Einkaufsstadt weiter stärken wird. Die Liebe zum Detail wird durch die Rekonstruktion der ehemaligen Erkertürme und der Dachkonstruktion der Westfassade der Altbauten erneut deut-

lich. Hier hat das Architekturbüro Patzner aus Stuttgart alte Zeichnungen ausfindig gemacht, die als Vorlage dienten. Laut Gerald Feig werden die Türme in ihrer ursprünglichen Höhe mit bauzeitlicher Zimmermannstechnik neu konstruiert. Schorndorf erhalte somit an dieser Nahtstelle zwischen Bahnhof und Marktplatz ein Stück Geschichte zurück.


Wirtschaftsregion Ostwürttemberg

Wirtschaft Regional | September 2012

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Villa Hirzel erlebt ihren „zweiten Frühling“ Neues Gastro- und Eventkonzept in Schwäbisch Gmünd

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ie Landesgartenschau 2014 und der Ausbau der B 29 haben in Schwäbisch Gmünd einen dynamischen Entwicklungsprozess in Gang gesetzt, wie ihn kaum eine andere Stadt in vergleichbarer Größe im Moment erleben dürfte. Die FLEX Fonds-Gruppe engagiert sich hier gleich an mehreren Stellen.

Die Villa Hirzel ist durch die Verlegung der Ortsdurchfahrt inzwischen zu einem der Mittelpunkte des Landesgartenschaugeländes geworden. Sie soll optisch und inhaltlich eine wichtige Rolle am Stadteingang West übernehmen. Das exponiert im Park stehende Gebäudeensemble wird zu einem Hotel mit neuartigem

Gastronomiekonzept ausgebaut. An das Gebäude angeschlossen wird ein moderner multifunktionaler Veranstaltungspavillon. Ein vielseitiges Eventprogramm mit Tanz- und Theaterabenden, Konzerten, Lesungen und auch Tagungen soll dort stattfinden. Der Altbau wird außen wie innen von Grund auf saniert und in Teilen bauzeitlich rekonstruiert. Es entsteht ein Restaurant/Café mit ca. 60 Plätzen im Erdgeschoss. Zu den Besonderheiten des Hirzel-Ensembles zählt auch eine großzügige Holzterrasse über der Rems, welche fast 70 Plätze umfasst und den Gästen einen großartigen Rundumblick über das Gartenschaugelände

bieten wird. In den Obergeschossen befinden sich neun Themenzimmer. Im Untergeschoss sind die Küche, diverse Lagerräume, WC-Anlagen und die Haustechnik angesiedelt. Der Bauantrag ist zwischenzeitlich eingereicht wurden. Demnächst wird man mit den ersten Entkernungs- und Aufräumarbeiten beginnen. Der Fertigstellungstermin ist auf März 2014 festgelegt. Als Betreiber sind derzeit Interessenten aus Schwäbisch Gmünd und Heidenheim im Gespräch. Dabei sei es durchaus sinnvoll, Gastronomie und Eventmanagement zu trennen, um in jedem Bereich auf die besten Fachleute zu bauen.

Illustration der Villa Hirzel. Schwäbisch Gmünd.

Townhouses – Neue Wohnkonzepte

EDEKA-Portfolio

Attraktives Wohnen an der Stadtmauer in der Stadt Schwäbisch Gmünd

Mit „EU Green-Building-Zertifikat“

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ie FLEX Fonds-Gruppe engagiert sich ebenfalls in Nahversorgungszentren in der Region Ostwürttemberg. Zwischenzeitlich gehören die drei EDEKA-Märkte in Eschach, Mutlangen und Oberkochen zum Portfolio

der Unternehmens-Gruppe. Zwei der Märkte, Eschach und Oberkochen, haben die „EU Green-Building-Zertifizierung“ nach den Richtlinien der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) 2009 erhalten.

Visualisierung: Townhouses – Schwäbisch Gmünd

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in weiteres städtebauliches Highlight sind die geplanten „Townhouses“: Stadthäuser, welche im Zuge der Bebauung der historischen Stadtmauer im Osten der Kernstadt Schwäbisch Gmünds entstehen sollen. Die angrenzende Honiggasse mit dem Anwesen der Familie Dr. Eberhard diente hier als Anregung, ein solches „Altstadtjuwel“ in östlicher Richtung bis in die Nähe des Schmiedturms fortzusetzen. Dabei

soll die historische Stadtmauer, die am Eingang der Hinteren Schmiedgasse endet, in einem Halbrund fortgesetzt werden und zugleich die Nordfassade der Stadthäuser bilden. In diesem Bogen werden attraktive, in der individuellen Aufteilung flexibel gestaltbare Reihenhäuser mit modernster Architektur und ökologischen Höchststandards entstehen. Egal ob Jung oder

Alt, Single oder Familie, es entsteht mitten in der Stadt ein Wohnen ganz besonderer Art. Nach Süden hin werden Gärten entstehen. Bequeme und sichere Parkierungsmöglichkeiten werden individuell in den einzelnen Wohneinheiten geschaffen und jede Adresse soll einen Ausblick sowohl in Richtung Innenstadt als auch auf die Rems haben. Die „Townhouses“ an der Stadtmauer spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in

der städtebaulichen Planung von Schwäbisch Gmünd, da die Stadtverwaltung dieses Areal in der Wohnqualität deutlich aufwerten will. Die Hintere Schmiedgasse soll durch ein neues Verkehrskonzept beruhigt werden sowie durch Plätze und Begrünung eine neue Gestaltung erhalten. Die „Townhouses“ könnten hier durchaus die Initialzündung für eine positive Entwicklung im gesamten Stadtviertel darstellen.

EDEKA Eschach

wicklungsprojekte. An dieser Stelle ein Oldtimer-Museum mit Event-Charakter und Hotelbetrieb zu realisieren, ähnlich der bereits in Berlin und Stuttgart bestehenden „Meilenwerke“, hat die FLEX Fonds-Gruppe der Stadt Heidenheim als Konzept-Idee vorgeschlagen. Dabei geht es um den Erhalt der noch vorhandenen industriellen Bausubstanz. Ziel der Konzept-Idee ist es, Gebäude mit ihrer stadtgeschichtlichen Bedeutung zu erhalten. Gemeinsam mit den Architekten, die bereits die Neugestaltung des MargareteSteiff-Museums entwickelt hatten, habe man Ideen für die Umgestaltung entwickelt und

dem Gemeinderat bereits in einem Entwurf vorgelegt. So soll das Fabrikgebäude in der Mitte entkernt und mit einem Glasbau versehen werden, um es mit Licht zu durchfluten. Auf den ersten beiden Etagen entsteht die Ausstellungsfläche, wo die Fahrzeuge in Glasboxen stehen. Ergänzt würde das Konzept mit Werkstätten, Fahrzeugteileshops oder auch mit Merchandising-Verkauf wie zum Beispiel bei Mercedes, Audi oder Porsche, außerdem mit Gastronomie. Im dritten Stock entsteht ein EventBereich für Tagungen oder feierliche Anlässe. Ein Hotel mit 60 Betten gehört ebenfalls zur Planung des Gesamtkonzeptes

WCM-Areal – Heidenheim Städtebauliches Entwicklungsprojekt mit touristischem Anziehungspunkt

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ine besondere Aufgabe dürfte für die FLEX Fonds-Gruppe die Entwick-

lung des WCM-Areals in Heidenheim sein. Dieses ehemalige Industriegelände ist seit

Visualisierung: WCM-Areal – Heidenheim

Jahren ungenutzt und ist für die Stadt Heidenheim eines der großen städtebaulichen Ent-

dazu. Auch für das übrige Gelände gibt es bereits eine Ideenplanung, die dann in einem zweiten Bauabschnitt realisiert werden soll. Hier ist ein Hochschulcampus angedacht, auf dem der Zwillingsbau des auf der anderen Seite des Flusses Brenz gelegenen schwarzen Würfels steht. Dieser soll von Wohnungen und Gastronomie umrahmt werden. Der Entwurf wurde in Heidenheim bereits mit breiter Zustimmung aufgenommen. Ob das Gelände nach der KonzeptIdee der FLEX Fonds-Gruppe entwickelt wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen.


Wirtschaftsregion Ostwürttemberg

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Wirtschaft Regional | September 2012

Imtech gibt Antworten zur Energieversorgung von morgen Der führende Anbieter auf dem Gebiet der Energie- und Gebäudetechnik ist auf der EXPO REAL 2012 in München mit einem großen Stand vertreten

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ie EXPO REAL, die internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen, findet vom 8. bis 10. Oktober 2012 zum 15. Mal in München statt. Die größte B2B-Messe für Gewerbeimmobilien in Europa steht für Networking, Marktorientierung und wertvolle Businesskontakte. Auf 64.000 qm präsentieren 1610 Aussteller ihr Angebot rund um die Gewerbeimmobilie. Die Teilnehmer der EXPO REAL bilden das gesamte Spektrum der Immobilienwirtschaft ab: Projektentwickler und Projektmanager, Investoren und Finanzierer, Berater und Vermittler, Architekten und Planer, Corporate Real Estate-Manager und Expansionsleiter sowie Wirtschaftsregionen und Städte. Die Veranstaltung wird von einem umfangreichen Konferenzprogramm begleitet.

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ie Imtech Deutschland GmbH & Co.KG der führende Anbieter auf dem Gebiet der Energie- und Gebäudetechnik, ist auch in diesem Jahr wieder auf der EXPO REAL prominent vertreten. Am Messestand 230 in Halle B1, direkt gegenüber dem Gemeinschaftsstand der Regionen des Landes Baden-Württemberg mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostwürttemberg, haben Interessierte die Gelegenheit, sich über effiziente Energiesys-

Der Messestand der Imtech Deutschland GmbH & Co.KG auf der EXPO REAL 2012 in München.

teme, Energiedienstleistungen und aktuelle Konzernprojekte kompetent zu informieren. „EnergieEffizienz ist Klimaschutz, der sich rechnet und schnell amortisiert“, betonen Klaus Betz, der Geschäftsführer der Imtech Deutschland GmbH & Co.KG mit Sitz in Hamburg, und Johannes Moser, der aus Aalen stammende Direktor der Imtech-Region Südwest in Stuttgart. Unter dem Dach des 230 qm großen Messestandes präsentiert Imtech u.a. EnergieEffizienz-Maßnahmen aus der Münchner Allianz Arena sowie aus der Hamburger Imtech Arena, die bis zu 35 Prozent Energieeinsparungen erbracht haben. Technische Finesse zeigen auch Tischfußballvizeweltmeister Thomas Przesdzink und der deutsche Nationalspieler Jonny Müller: Besucher können die beiden Kicker-Profis in der Zeit von 10 bis 18 Uhr unter dem Dach der kleinen Imtech-Messeare-

Imtech-Chef Klaus Betz

Regionaldirektor Johannes Moser

Geschäftsführer Peter Kronenberg

Geschäftsführer Peter Eilers

na zu einem Match herausfordern. Überhaupt: Der ImtechStand gilt als „Geheimtipp“ für Kommunikation, Information und Geschäftsanbahnung unter regelmässigen Messebesuchern. Außerdem begleitet Imtech am Dienstag, 9. Oktober 2012 von 12.30 bis 13 Uhr die Diskussionsrunde „KlimaQuartier: Energetische Sanierung von Quartieren“. Im Konferenzraum Expo Real B1, im raum B 12 im ersten Obergeschoss diskutieren u.a. Dr. Marc Weinstock, Vorsitzender des Aufsichtsrats der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungs-GmbH und Peter Eilers, Mitglied der Geschäftsleitung von Imtech Deutschland, über die Sanierung von Gebäuden als Beitrag zum Klimaschutz. Über Imtech Die Imtech Deutschland GmbH & Co.KG hat im Jahr 2008 ihr 150-jähriges Jubiläum begangen. Gut 5800 Mitarbeiter planen, bauen und betreiben Energie-, Klima-, Kommunikations- und Sicherheitstechnik für Arenen, Flughäfen, Industrieanlagen und Bürogebäude. Imtech Deutschland & Osteuropa ist Teil des europaweit tätigen Imtech N.V. Konzerns mit Sitz in Gouda, Niederlande. Imtech N.V. beschäftigt weltweit rund 28.600 Mitarbeiter und ist an der Euronext Stock Exchange in Amsterdam notiert.

Für Imtech hat nicht allein die Erzeugung alternativer Energieträger, sondern vor allem auch die effiziente Nutzung von Energie Priorität. Über die Technologien und das Know-how für EnergieEffizienz verfügen wir bereits heute. Beides setzen wir intelligent, wirtschaftlich und nachhaltig ein. Energie und EnergieEffizienz stehen im Mittelpunkt unseres unternehmerischen Denkens und Handelns. Imtech realisiert innovative Anlagen und Dienstleistungen für einen effizienteren Umgang mit Energie. Ob in der Industrie, für Flughäfen oder Stadien, in Rechenzentren oder Krankenhäusern – es gibt kaum ein Kompetenzfeld, welches nicht von ImtechLeistungen im Bereich EnergieEffizienz berührt wird. Imtech ist Deutschlands führendes Unternehmen in der Energieund Gebäudetechnik mit 5.800 Mitarbeitern an mehr als 60 Standorten im Bundesgebiet, in Österreich und in einigen Ländern Osteuropas. Stand B1.230 | www.imtech.de


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