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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

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WIR Bank Gesch채ftsbericht 2010

Vorwort Organisation Aus der Gesch채ftst채tigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

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Der neue Slogan beinhaltet den zentralen Gedanken, dass die WIR Bank ihren Firmen- und Privatkunden echte Chancen bietet. Es liegt in der Selbstverantwortung der Kunden, diese Chance optimal zu nutzen. Die Kunden entscheiden, sie stehen im Mittelpunkt, wie das bei der Betrachtung der Titelseite dieses Gesch채ftsberichtes spiegelbildlich zum Ausdruck kommt.


WIR Bank Geschäftsbericht 2010

Inhalt

Vorwort des Präsidenten des Verwaltungsrates

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Vorwort des Vorsitzenden der Geschäftsleitung

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Organisation 6

Aus der Geschäftstätigkeit Kundinnen und Kunden

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Produkte und Dienstleistungen

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Mitarbeitende

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Jahresrechnung Bilanz 26 Erfolgsrechnung 27 Mittelflussrechnung 28

Anhang zur Jahresrechnung Bericht der Revisionsstelle

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Adressen/Impressum 59

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Vorausschauende Verantwortung Vorwort des Präsidenten des Verwaltungsrates | Jürg Michel

Die WIR Bank hat sich von ihren Kundinnen und Kunden nie entfernt. Dies manifestiert sich im Vertrauen, das der Bank entgegengebracht wird. Sie wird als zuverlässig, solide und bodenständig-mittelständisch wahrgenommen. Eine Einschätzung, die Freude bereitet und für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich ist. Wir leben in einer Zeit, in der Krisen Konjunktur haben. Sie folgen immer schneller aufeinander, überschneiden sich gar. Und sie sind global, zumindest in ihren Auswirkungen. Das war auch im Berichtsjahr so. Die Schweiz erwies sich einmal mehr als Fels in der Brandung. Sie hat vieles richtig oder zumindest besser gemacht. Sie gilt als solide. Das schafft Vertrauen. Vertrauen ist ein unschätzbares Gut, ganz besonders für eine Bank. Dass wir vertrauenswürdig sind, genau das attestierten uns Privat- wie Firmenkunden im Zuge ei-

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ner repräsentativen Umfrage. Die WIR-Verrechnung als zentraler Anker in unserem Geschäftsmodell basiert seit über 76 Jahren auf dem Vertrauen in diese Währung, die ja kein gesetzliches Zahlungsmittel ist. Das WIR-System, ausgerichtet auf Klein- und Mittelunternehmen in der Schweiz, ermöglicht ein einzigartiges wirtschaftliches Netzwerk unter den Teilnehmenden. Dieses wollen wir auch künftig mit aller Sorgfalt pflegen und fördern. Mit grosser Genugtuung nehme ich den gegenüber den letzten Jahren höheren WIR-Umsatz von 1,627 Mrd. CHW wahr, der von den Unternehmen mit WIR-Konto getätigt wurde. Dazu beigetragen haben sicher nebst den traditionellen WIR-Messen in Bern, Luzern und Zürich die Erlebnismesse in Zofingen, die nach einem einjährigen Unterbruch die Messe in Wettingen ersetzte, sowie der erstmals in der Romandie abgehaltene Comptoir WIR. Unsere Partnerschaft mit den einzelnen WIR-Gruppen rundet diese Palette an Aktivitäten im Dienste und zum Wohle der WIR-Verrechnung ab.


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Nebst dem WIR-Umsatz war die Geschäftsentwicklung ebenfalls im zinsdifferenten Geschäft sehr erfreulich. Auch dies ist auf die Vertrauenswürdigkeit der Bank zurückzuführen. Es kann ein um 2,8% höherer Reingewinn von 11,9 Mio. ausgewiesen werden. Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung die Ausschüttung von 8.75 CHF pro Stammanteil vorschlagen (+2,9%). Die Ausschüttungsquote liegt damit bei rund 65%. Zu einem erfreulichen Geschäftsjahr gehört aber weit mehr als die Ernte vergangener Aufbauarbeit. Führung, Aufsicht und das Tragen von Verantwortung seitens des Verwaltungsrates müssen mit den Entwicklungen Schritt halten und ebenso zukunftsgerichtet sein. Der «Courant normal», so es ihn denn je einmal gegeben hat, gehört definitiv der Vergangenheit an. 2008 wurde es spruchreif, dass die Zukunft Adaptierungen und Veränderungen erfordert. In der Folge wurde das Projekt CHANGE ins Leben gerufen. Es zielt darauf ab, den Kunden klar ins Zentrum zu rücken sowie Effizienz und Rentabilität zu verbessern. Damit stellen wir die weitere Prosperität der WIR Bank sicher.

de Schranken. Mit Genugtuung und Stolz dürfen wir feststellen: Unsere Risikosituation darf nach wie vor als sehr solide bezeichnet werden. Dies soll so bleiben. Der Gedanke der Nachhaltigkeit hat Vorrang, Qualitätsansprüche setzen dem Wachstum klare Grenzen. Auch hinsichtlich der verschärften Eigenmittelvorschriften, die demnächst greifen, sind wir für die Zukunft gut gerüstet. Mit einem Deckungsgrad von 168 % per Ende 2010 würde die WIR Bank schon heute den neuen Anforderungen genügen. Die Zukunft planen, Massnahmen umsetzen: Dazu braucht es Menschen mit Leidenschaft und Leistungsbereitschaft. Bei meinen Kollegen im Verwaltungsrat, bei der Geschäftsleitung und bei den Mitarbeitenden der WIR Bank durfte ich dieses Engagement über das ganze Jahr erfahren. Dafür möchte ich mich bedanken. Ein ganz besonderer Dank gilt allen Kundinnen und Kunden für das Vertrauen, dieses unbezahlbare Gut, das sie der WIR Bank Genossenschaft entgegenbringen.

Wir sind überzeugt, dass wir diese strategische Weichenstellung innerhalb unseres Grundmodells und im Rahmen unserer Unternehmensstrategie zu einem ­idealen Zeitpunkt und aus einer Position der Stärke vorgenommen haben. Die Umsetzung dieses zeitgemässen und zukunftsgerichteten Projektes haben wir im Berichtsjahr aufs Engste begleitet; all unsere Kontrollen fielen positiv aus. Bis zu einem gewissen Grad ist das Bankgeschäft immer risikobehaftet. Die Risiken gehören aber klar kalkuliert und kontrolliert. Sie setzen dem Wachstum gesun-

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erfreuliches Wachstum im kernGeschäft vorWort Des vorsitzenDen Der GeschäftsleitunG | Germann WiGGli

ein erfreuliches unD intensives Jahr mit einem Guten abschluss lieGt hinter uns. ein Jahr, in Dem bei Der Wir bank kein stein auf Dem anDern blieb im zuGe Der vorbereitunGen zur ablösunG Der informatikPlattform im Jahr 2011. Wir haben alles Daran Gesetzt, unserer kunDschaft auch in Dieser zeit Des umbruchs eine verlässliche Partnerin zu sein. Und wiederum waren die Prognosen falsch oder zumindest verfrüht. Die immer wieder vorhergesagte Zinswende stellte sich nicht ein. Vielmehr setzte sich das Niedrigstzinsniveau unvermindert fort. Zu des einen Freud und des andern Leid. Angesichts dessen, dass die Wirtschaftskrise noch nicht ausgestanden war, und mit der augenfällig gewordenen Verschuldung etlicher Mitglieder der Eurozone mit noch nicht abschätzbaren Folgen wagte keine europäische Notenbank, den Leitzins

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zu erhöhen. Auch für die Schweizerische Nationalbank war eine Erhöhung kein Thema. Obwohl praktisch alle Mitarbeitenden der Bank mit den Vorbereitungen zum Wechsel der Informatik-Plattform stark unter Druck standen, ist die Bank äusserst erfreulich gewachsen. Die Bilanzsumme schloss bei 3,799 Mrd. CHF/CHW und damit mit einem Plus von 2,2 %. Die Ausleihungen an Kunden konnten um 161 Mio. auf 3,15 Mrd. CHF/CHW gesteigert werden. Verschiedenste Faktoren, auch schwierige, prägten das Umfeld. Zum einen beflügelten der gute Konjunkturverlauf und die niedrigen Zinsen erneut die Kreditnachfrage. Zum andern entbrannte gleichzeitig der Wettbewerb unter den Banken in einem nochmals verstärkten Ausmass. Wiederum kamen die Margen unter Druck. Trotzdem war es für uns selbstverständlich, an unserer bewährten Kreditvergabepraxis festzuhalten, bezogen auf mögliche Risiken, aber ebenso hinsichtlich der Preisgestaltung. Was


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Letztere angeht, wird eine bestimmte Schmerzgrenze nicht unterschritten. Wir finanzieren nicht zu jedem Preis und verzichten gegebenenfalls auf ein Geschäft. Unsere Finanzierungspolitik bot denn auch keinen Anlass zu behördlicher Kritik. Der Wertberichtigungsbedarf verminderte sich gar um 2,6 Mio. CHF. Die WIR Bank überzeugt ebenso mit einem erfreulichen Wachstum bei den Kundengeldern. Der Bestand erhöhte sich um 7,3 % auf 1,79 Mrd. CHF. Die Gelder auf den Konten im Vorsorgebereich wuchsen dabei überdurchschnittlich. Der Mitte 2009 eingesetzte Aufschwung beflügelte die an der WIR-Verrechnung teilnehmenden Firmen. Der von diesen Unternehmen getätigte WIR-Umsatz erreichte 1,627 Mrd. CHW und übertraf damit die beiden vorherigen Jahre. Wir werden auch künftig alles daran setzen, die Attraktivität des WIR-Systems zu stärken. Der Stammanteil der WIR Bank darf nach wie vor als sehr solide bezeichnet werden, auch wenn der Kurs im Berichtsjahr leicht nachgegeben hat. Insgesamt wurden an der internen Börse der WIR Bank sowie über die OTC-Plattform der Berner Kantonalbank 36 127 Titel gehandelt. Die Umsetzung des Projektes CHANGE – die Basis bildet der Wechsel unserer bisherigen Informatik auf das Kernbankensystem von finnova – schreitet termingerecht voran. Die Business Solution Group sorgt für die Implementierung. Der IT-Betrieb und das Applikationsmanagement liegen in den Händen von COMIT, Partnerin des Esprit-Bankenverbundes. Diesem sind wir ebenfalls beigetreten und profitieren so von Synergien betreffend Know-how. Ein weiterer Vorteil liegt in der Verteilung der Kosten auf mehrere Schultern bei technologischen Weiterentwicklungen.

Im Zuge der Veränderungen nutzte die WIR Bank die Gelegenheit, alle Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie ihren Auftritt nach aussen zu überprüfen und auf den kommenden Frühling hin zu erneuern. Unsere künftige Positionierung im Markt wird die neuen Stärken der Bank im Dienste der Kunden sichtbar machen. Mit einem Schlag, nämlich am 1. April 2011, sollen alle Neuerungen umgesetzt sein. Im Bereich der Organisation galt es, die Schnittstelle zwischen Verarbeitung und Front neu zu definieren und Letztere zu stärken. So kann ein umfassender Kunden­ service gewährleistet werden. Über drei Einheiten verteilt werden sich doppelt so viele Mitarbeitende wie bisher um die Kunden kümmern. Zum bisherigen Filialnetz kommen ein zentrales Beratungszentrum, das sich im Aufbau befindet, sowie eine Abteilung für Spezialfinanzierungen. Das Projekt CHANGE ist das grösste und komplexeste Vorhaben in der Geschichte der Bank. Doch alles erfolgt mit Augenmass. Wir bauen nämlich keinen Palast. Vielmehr legen wir die Basis dazu, den Kunden noch mehr Vorteile als in der Vergangenheit anzubieten. Dies ist unser Versprechen und damit danken wir all unseren bisherigen Kundinnen und Kunden für ihre Treue zur WIR Bank im vergangenen Jahr.

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Organisation  Stand 1.4.2011

VERWALTUNGSRAT Präsident Jürg Michel, Lyss, im Amt seit 1999 Vizepräsident Oliver Willimann, Büron, im Amt seit 2007 Mitglieder Karl Baumgartner, Biel-Benken, im Amt seit 2006 Bruno Berther, Rubigen, im Amt seit 2003 Ueli Brunner, Neunkirch, im Amt seit 2003 Rolf Hächler, Reinach AG, im Amt seit 2010 Willi Schärli, Malters, im Amt seit 2003

Audit & RISK Committee Präsident Karl Baumgartner Vizepräsident Oliver Willimann Mitglied Rolf Hächler

Geschäftsleitung und Direktion Vorsitzender der Geschäftsleitung Mitglieder der Geschäftsleitung Mitglieder der Direktion

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Germann Wiggli, Leiter Gesamtbanksteuerung Jürg Brüsch, Leiter Service Center Markus Renz, Leiter Kundenbetreuung Stephan Rosch, Leiter Finanzen Thomas Büchsenstein, Leiter Kreditabwicklung Daniele Ceccarelli, Leiter Rechtsdient & Recovery Hervé Dubois, Leiter Kommunikation Jasmin Flor, Leiterin Finanzbuchhaltung und -controlling Jürg Jenny, Projekte & Organisation & Prozesse Walter Marti, Leiter Projekte & Organisation & Prozesse Daniel Navarro, Leiter Finanzmanagement Azamir Nukic, Leiter Spezialfinanzierungen Michael Schnebli, Leiter Produktmanagement Elie Shavit, Leiter Compliance und Gesamtbankrisiko Markus Wegenstein, Leiter Marketing Esther Wolf, Leiterin Personal


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Generalversammlung

Statutarische Kontrollstelle

Verwaltungsrat Bankengesetzliche Revision

Interne Revision Vorsitz Geschäftsleitung

Gesamtbanksteuerung

Kundenbetreuung

Service Center

Marketing

Beratungszentrum

Bank Services

Personal

Regionen/Filialen

Kunden Services

Recht, Risiko und Compliance

Spezial­finanzierungen

Kreditabwicklung

Finanzen Finanzbuchhaltung und -controlling Reporting Finanz­management

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Aus der Geschäftstätigkeit Kundinnen und Kunden Systeme sind nur so gut wie die Menschen, die damit arbeiten. Die Technik ist nicht die entscheidende Komponente. Massgebend sind im Kundenkontakt vielmehr Service und Beratungsleistung. Beides wollen wir ausbauen und verbessern. Die Kundinnen und Kunden sollen klar im Zentrum stehen. Ihnen gilt unsere Aufmerksamkeit. Dies ist unsere Grundhaltung, die alle Tätigkeiten zugunsten der Kundinnen und Kunden prägt.

Kundenberatung und Dialog Der persönliche und individuelle Kundenkontakt kann durch nichts ersetzt werden. Er schafft die Vertrautheit, die langjährige Partnerschaften erst ermöglicht. Darum sind wir überzeugt, dass ehrliche Beratungen und offene Gespräche von grösster Bedeutung sind, sei dies in den Filialen, beim Kunden zu Hause oder an den verschiedenen Anlässen, welche die WIR Bank anbietet. Der Ausbau des Kundendialogs ist ein wichtiges Ziel. So war es ein wichtiger Schritt, dass der bisherige, alljährlich stattfindende Kapitalgeberanlass entsprechend ausgerichtet wurde und einen neuen Namen trägt. Aus «Herbsttagung» wurden «Herbstgespräche». Der erstmals unter der Prämisse von «Dialog» – bisher lag das Schwergewicht eher auf Information - im letzten Oktober durchgeführte Anlass im KKL Luzern führte denn auch zu äusserst fruchtbaren Kontakten zwischen mehr als 500 Kapitalgebenden und Exponenten der Bank.

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Gute Noten seitens der Kundschaft Ob wir im Kundenkontakt und im Service richtig liegen, ob wir vertrauenswürdig sind, bestimmen allerdings nicht wir, sondern unsere Kundinnen und Kunden. Eigen- und Fremdwahrnehmung sind bekanntlich selten deckungsgleich. Darum haben wir der Firma Publicom in Kirchberg den Auftrag erteilt, zu der WIR Bank, ihrem­ Image, ihren Produkten und Dienstleistungen eine repräsentative Umfrage bei unserer Kundschaft durchzuführen. Die Resultate haben positiv überrascht. Wir gelten als ein zuverlässiges, solides und vertrauenswürdiges Unternehmen mit attraktiven Produkten. Doch auch Handlungsbedarf kam zum Vorschein, der sich weitgehend mit den laufenden Veränderungen und Neuerungen innerhalb der WIR Bank deckt. Für uns sind die Erkenntnisse eine wichtige Bestätigung bezüglich der eingeleiteten Massnahmen.

Wir gelten als ein zuverlässiges, solides und vertrauenswürdiges Unternehmen mit attraktiven Produkten. Kundenbetreuungskonzept Wir haben aus Sicht der Bank bahnbrechende Veränderungen zur besseren Kundenbetreuung eingeleitet. Mit sieben Filialen und einer Agentur inklusive des dazugehörigen Aussendienstes decken wir die ganze Schweiz ab. Personell haben wir an der Front nicht mit dem erfreulichen Kundenwachstum und den steigenden Kundenbedürfnissen Schritt halten können.


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Diese Situation zieht aber nicht den Ausbau des Filialnetzes nach sich. Wir haben eine andere Lösung gewählt, die sowohl Kunden- als auch Kostenstrukturen berücksichtigt. Der Bereich «Kundenbetreuung» besteht

Zur weiteren Verstärkung der Front bauen wir ein zentrales Beratungszentrum auf.

neu aus drei Einheiten: Praktisch alle Kompetenzen, die es im täglichen Kundenkontakt braucht, kommen neu den Filialen zu. Zur weiteren Verstärkung der Front bauen wir ein zentrales Beratungszentrum auf. Dieses wird für Informationen und Beratungen zuständig sein und einfache Bankgeschäfte für den Kunden abschliessend erledigen. Abgerundet wird das Front­ angebot durch eine Abteilung Spezialfinanzierungen. Es handelt sich dabei um ein mobiles Team, bestehend aus Kreditspezialisten, das die Filialen aufs Engste bei der Finanzierung von gewerblichen und gemischten Objekten begleitet. Es sind vor allem bisherige Mitarbeitende der WIR Bank, die ihren Platz in den beiden neuen Abteilungen finden und zum Teil langjähriges Know-how mitbringen.

Reger Besuch von Kundenanlässen Verschiedenste Anlässe dienen nebst weiterbildenden Informationen der Kundenbetreuung. Die von der WIR Bank in Zusammenarbeit mit den WIR-Gruppen durchgeführten Business- und Economy-Clubveranstaltungen durften im vergangenen Jahr einmal mehr einen regen Besuch und Zuspruch von interessierten

WIR-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern verzeichnen. Insgesamt nutzten 1460 Kundinnen und Kunden die verschiedenen weiterbildenden Angebote. Für die vielfältigen Aufgaben im Zusammenhang mit diesen Anlässen, die bisher dem Vertrieb oblagen, ist im Sinne der Bündelung der Kräfte seit Mitte Jahr die Abteilung Marketing zuständig. Nach wie vor als positiv und einem Bedürfnis entsprechend erwiesen sich die sogenannten WIR-Workshops, an denen viele wichtige Informationen und Tipps zum erfolgreichen Umgang mit der WIR-Verrechnung vermittelt werden. Nicht selten kommt es unter den Teilnehmenden zu neuen Geschäftskontakten und somit zur Erweiterung des persönlichen WIR-Netzwerkes. Die Teilnehmerzahl für das vergangene Jahr liegt bei erfreulichen 584 Personen.

Stärkung der WIR-Verrechnung Spezifische Anstrengungen erachten wir zudem zur Förderung der WIR-Verrechnung als angezeigt. Im Fokus standen dabei im Berichtsjahr die Stärkung des Netzwerkes unter den WIR-Verrechnern und der Aufbau eines erweiterten Marktplatzes. Die neuen Bezeichnungen für WIR-Teilnehmer gaben erstmals WIR-Teilnehmern mit WIR-Annahme nach Vereinbarung die Möglichkeit, sich in den offiziellen Verzeichnissen eintragen zu lassen. Damit reduziert sich für sie die Höhe der zu entrichtenden Umsatzprovision aus WIR-Umsatz. Die ersten diesbezüglichen Resultate sind sehr positiv ausgefallen. Nächsten Frühling werden die elektronischen Teilnehmerverzeichnisse zu einem richtigen Marktplatz ausgebaut, indem neu in den Verzeichnissen auch Inserate ge-

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schaltet werden können. Es entsteht ein schweizweiter Marktplatz mit benutzerfreundlichen und einheitlichen Suchmöglichkeiten.

Produkte und Dienstleistungen

Ein Schaufenster der WIR-Verrechnung

Unsere Produktpalette erwies sich wieder­ um als sehr erfolgreich. Sie entspricht klar unseren Kernkompetenzen. Dies hindert uns allerdings nicht daran, stets an Verbesserungen und Weiterentwick­ lungen zu arbeiten.

Ein Marktplatz und Schaufenster zugleich für die WIRVerrechnung sind die WIR-Messen, deren Ausstrahlung weit über die jeweilige Kantonsgrenze hinausgeht. Nirgends sonst erlebt ein Aussenstehender die WIRVerrechnung so hautnah. An diesen Publikums- und Verkaufsmessen, an denen auch die breite Öffentlichkeit höchst willkommen ist, bieten WIR-Verrechner ihre Produkte und Dienstleistungen aus allen Branchen an. Nachdem 2009 auf eine Messe in Wettingen verzichtet worden war, wagte eine engagierte Messekommission einen Neuanfang mit einer WIR Erlebnis-Messe in Zofingen. Sie komplettierte damit die Palette in der Deutschschweiz mit den bisherigen Messen in Bern, Luzern und Zürich. Den Mut, Neues in Angriff zu nehmen, bewies auch die WIR-Gruppe der Romandie und lancierte erstmals einen Comptoir WIR in Étagnières. Die WIR Bank ist Lizenzgeberin all dieser Messen, die von ihr finanziell und personell unterstützt werden. Sie sitzt im Aktionariat der beiden Messen Luzern und Zürich, den beiden einzigen Aktiengesellschaften unter den WIR-Messen.

WIR Bank als starke Marke Alle Veränderungen und die neuen Stärken fliessen in die Markenpersönlichkeit der WIR Bank ein. Entsprechend passen wir unsere gesamte Öffentlichkeitsarbeit an. Ihren Niederschlag findet die Neuausrichtung der Bank auch in der Werbung, im Sponsoring und in den Me­dien aus dem eigenen Verlag. Letztere wurden umfassend überarbeitet. Zudem wurde das künftige Erscheinungsbild der Bank bestimmt, das von grösster Eigenständigkeit geprägt sein wird und der Einzigartigkeit der Bank in unverwechselbarer Art und Weise Rechnung trägt. Frisch und dynamisch wird unser Auftritt sein, ein Spiegelbild neuer und starker Leistungen für unsere Kundinnen und Kunden.

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Kreditgeschäft Die Kundenausleihungen entwickelten sich überaus erfreulich. Attraktive Zinsen, die vor allem bei kombinierten Krediten in WIR und in CHF über Jahre hinweg nachhaltige Vorteile bringen, prägten wiederum das Kreditgeschäft der WIR Bank. Alle unsere Kunden können gemischte Finanzierungen in WIR-Geld und in Schweizer Franken in Anspruch nehmen, also Privat- wie Firmenkunden. Erneut konnten wir das Netzwerk mit verschiedensten Generalunternehmern, Architekten und Heizungslieferanten ausbauen. Die Zusammenarbeit mit diesen Partnern, die zum Teil schon auf etliche Jahre zurückgeht, trug erneut beidseitig ihre Früchte.

Alle unsere Kunden können gemischte Finanzierungen in WIR-Geld und in Schweizer Franken in Anspruch nehmen, also Privat- wie Firmenkunden.

Der sogenannte ÖKO-Kredit für die Erneuerung von Heizungsanlagen auf der Basis erneuerbarer Energien sowie das Impulsprogramm über ungedeckte WIR-Kredite bei guter Bonität des Kreditnehmers rundeten wiederum eine attraktive Kreditpalette ab.


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Massvolle Kreditvergabe Angesichts fortgesetzter, historisch tiefer Zinsen galt es, Mass zu halten und Besonnenheit an den Tag zu legen. Unsere Finanzierungsstandards tragen notwendiger Vorsicht voll und ganz Rechnung. So schützen die sorgfältig durchgeführten Tragbarkeitsberechnungen, welche die die Unterhaltskosten ebenfalls mitberücksichtigen, uns wie den Kreditnehmer vor negativen Überraschungen auch bei sprunghaftem Zinsanstieg. Als eine der wenigen Banken finanziert die WIR Bank in der ganzen Schweiz gewerbliche und gemischte Objekte sowie Wohneigentum. Das Resultat ist eine gute geografische Verteilung unserer Engagements. Die kontinuierlich stärkere Zunahme von Wohneigentum innerhalb des Kreditportefeuilles trägt ebenfalls zur Ausgewogenheit und damit zur Risikobegrenzung bei; 97% all unserer Kredite sind besichert.

Als eine der wenigen Banken finanziert die WIR Bank in der ganzen Schweiz gewerbliche und gemischte Objekte sowie Wohneigentum.

Mit einem Plus von 5,4% oder 161 Mio. erreichten die Kundenausleihungen 3,15 Mrd. CHF/CHW. Die Verlagerung von variablen Hypotheken zu Libor- und Festhypotheken setzte sich angesichts der Zinssituation fort. Ende 2010 entfielen 21% des Kreditvolumens auf variable Hypotheken, gut die Hälfte auf Festhypotheken und der Rest auf Liborhypotheken. Kredite in WIR Die tiefen Zinsen sind für die Kreditvergabe in WIR-Geld nicht eben förderlich, auch wenn hier schon Zinssätze ab 1% gelten. Umso positiver ist die Neuausgabe an WIR-

Krediten um 114 Mio. Nach Abzug der systembedingten Amortisationen erreichte das WIR-Kreditvolumen 884,5 Mio. CHW (+0,9%). Mit diesem leichten Wachstum setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort. Die Forderungen gegenüber Kunden in WIR nahmen um 9,1 Mio. auf 216 Mio. zu. Eine leichte Abnahme um 0,1% auf 668,5 Mio. ergab sich bei den Hypothekarforderungen. Die Benützung von Baukrediten und festen Vorschüssen lag bei 757,7 Mio. (Vorjahr 754,1 Mio.). Um knapp 1% auf 126,8 Mio. erhöhten sich die WIR-Kontokorrentkredite. Die gedeckten nahmen um 11,8% auf 88,2 Mio. zu, die ungedeckten verringerten sich um 17,5% auf 38,6 Mio. Kredite in CHF In einem schwierigen Umfeld konnten wir das Kreditvolumen in Schweizer Franken um 153 Mio. resp. 7,2% auf 2,27 Mrd. CHF erhöhen. Der Zuwachs bei den Hypothekarforderungen betrug 2,2% und ergab ein Volumen von1,82 Mrd. Mit einem Plus von 44,4% erreichten die Baukredite 362 Mio., auf Investitionskredite entfielen 47,6 Mio. (+4,5%).

Kundengelder Der Bestand an Kundengeldern erhöhte sich um 7,3% auf 1,79 Mrd. CHF. Die Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform nahmen um 9,1% auf 1,56 Mrd. zu. Dieser Steigerung liegen beachtliche Zuwächse bei den Produkten des Vorsorgebereiches, dem Konto der Säule 3a sowie dem Freizügigkeitskonto, zugrunde. Die übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden verringerten sich um 3,8% auf 231 Mio. Mit diesem Resultat sind wir sehr zufrieden, wurden unsere Kräfte doch stark von den Veränderungsprozessen im Rahmen des Informatikwechsels absorbiert. Unsere Marktoffensiven fielen eher bescheiden aus. Es wurden alle Vorbereitungen auf Beginn des neuen Geschäftsjahres getroffen, die Funktionalitäten des bisherigen Anlagekontos zu vereinfachen und das Angebot mit mehr Vorteilen für die Kunden auszustatten.

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Zahlungsverkehr WIR und kombiniert WIR/CHF WIR-Umsatz Nachdem die WIR-Teilnehmer schon in der zweiten Hälfte 2009 begonnen hatten, vermehrt Produkte und Dienstleistungen mit einem WIR-Anteil zu begleichen, setzte sich dieser Aufschwung im Berichtsjahr fort. Gegen Ende Jahr verlor er allerdings an Dynamik. Trotzdem ergab sich eine erfreuliche Zunahme um 1,4%, sodass der WIR-Umsatz bei 1,627 Mrd. CHW schloss. Die Anzahl WIR-Konti verringerte sich leicht um 1303 auf 67 461 Unternehmen. Wiederum waren es vor allem Konkurse, aber auch die strukturellen Veränderungen im Schweizer Gewerbe, die diese Abnahme bewirkten. Bezüglich der Hauptbranchen ergibt sich folgendes Bild: Der WIR-Umsatz im umsatzstärksten Bereich, der Baubranche, erreichte 512,1 Mio., beim Detailhandel waren es 302,9 Mio., bei den Dienstleistungen 218,6 Mio., 59,3 Mio. entfielen auf die Gastronomie, 204,2 Mio. auf die Fabrikation und 228,7 Mio. auf den Grosshandel. Was den Umsatz in den Regionen angeht, so belegt wiederum Zürich den Spitzenplatz. In diesem Verrechnungskreis setzten die WIR-Teilnehmer 419 Mio. WIRFranken um. An zweiter Stelle liegt Bern mit 327 Mio. WIR-Umsatz, Basel erreichte 299 Mio., Luzern 288 Mio. und St. Gallen 244 Mio. Das Welschland kam auf 38 Mio. und das Tessin auf 12 Mio. WIR-Umsatz. Vor allem in der Romandie und im Tessin gilt es, das WIR-System umfassend und vor allem über Teilnehmerakquisitionen zu stärken. Elektronischer und manueller Zahlungsverkehr Die Förderung des elektronischen Zahlungsverkehrs ist nach wie vor ein grosses Ziel. Verschiedenste Lenkungsmassnahmen wurden vorbereitet, die ab Frühling 2011 greifen werden. Die stete Zunahme der InternetBanking-Benutzer setzte sich in der Berichtsperiode fort.

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WIR-Karte Bei der WIR-Karte ergaben sich punkto Zahlen keine nennenswerten Veränderungen. Ende Jahr zählten wir 8325 Unternehmen, die als Annahmestelle der WIRKarte eingetragen sind (eine mehr als im Vorjahr). Davon akzeptierten 6727 Verkaufspunkte die Karte für Zahlungen in WIR und in CHF (+1,8%). Mit einem leichten Minus von 1,4% nahm die Zahl der Kartenbenutzer auf 49 879 ab.

Die stete Zunahme der InternetBanking-Benutzer setzte sich in der Berichtsperiode fort.

In der WIR-Karte steckt für Annahmestellen wie für Benutzer noch ein grosses Potenzial. Es ergeben sich zahlreiche Ausbaumöglichkeiten, die allen zusätzlichen Nutzen bringen werden. In einem ersten Schritt konnten wir ihre Anwendung im kombinierten Bereich WIR und CHF erweitern. Erstmals kann seit Juni 2010 im Sinne eines Pilotprojektes die WIR-Karte auch bei einer Tankstelle in Horgen eingesetzt werden. Weitere Innovationen sind in Vorbereitung und sollen nächstes Jahr umgesetzt werden. WIR-Controlling Das Pendant zur Finanzierungspolitik, die in erster Linie auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, liegt bei der WIR-Verrechnung im dazugehörigen Controlling, der Qualitätsüberwachung. Aufgrund des verbotenen WIRHandels mussten wir 12 Teilnehmer vom WIR-System ausschliessen und weitere 17 infolge anderer Unregelmässigkeiten, die der WIR-Verrechnung schaden.


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Mitarbeitende Das Jahr 2010 stand im Zeichen von «Aufbruch zu neuen Ufern». Die Mitarbeitenden der WIR Bank waren in jeder Beziehung gefordert. Sie leisteten einen hohen und zusätzlichen Einsatz im Zusammenhang mit der Ablösung der heutigen InformatikPlattform und der klaren Ausrichtung auf einen kompetenten und umfassenden Kundenservice. Qualifizierte und motivierte Mitarbeitende gehören für die WIR Bank zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Von grosser Bedeutung ist daher ihre Verbundenheit mit dem Unternehmen. Ebenso wichtig sind ihre Fach- und ihre Sozialkompetenz.

sowie dem Kunden zuzuhören. Am meisten lernen wir nämlich von unseren Kunden. Auch auf diesem Gebiet boten wir Kurse und Coaching an, damit die Mitarbeitenden ihre diesbezüglichen Fähigkeiten soweit nötig verbessern konnten.

Berufsausbildung Die permanente Ausbildung von Lehrlingen erachten wir als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Damit verbunden ist gleichzeitig eine wichtige Nachwuchsförderung für die Bank. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Lehrlinge nach ihrem Abschluss als qualifizierte Fachkräfte im Unternehmen zu behalten. Das hat sich in der Vergangenheit bestens bewährt. Seit Jahren absolvieren regelmässig drei Lernende die Ausbildung zur Bankkauffrau resp. zum Bankkaufmann.

Kompetente Beratung Die permanente Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden erweist sich je länger, je mehr als zentrale Aufgabe. Den künftigen Wechsel auf das Kernbankensystem von finnova vor Augen, war es angezeigt, dass die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon frühzeitig mit den neuen Arbeitsprozessen und Funktionalitäten vertraut wurden. Die entsprechenden ELearning-Angebote wurden rege genutzt. Ebenso galt es, das notwendige Bankfachwissen zu prüfen und, wo nötig, ergänzende Schulungen anzubieten. An den verschiedenen Lehrgängen nahmen je nachdem 120 bis 180 Personen teil. Mitarbeitende mit Kundenkontakt müssen aber über weit mehr Qualitäten verfügen als allein über Bankfachwissen. Die Rede ist von der sogenannten Sozialkompetenz, also der Fähigkeit, sich in den Kunden einzufühlen, verständlich zu kommunizieren, positive Signale zu senden, dienstleistungsorientiert zu denken und zu handeln

Wir legen auch grossen Wert auf die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und unterstützen sie bei ihren individuellen, bankspezifischen Weiterbildungsvorhaben. Dazu gehören insbesondere Studiengänge an Fachhochschulen.

WIR Bank, eine attraktive Arbeitgeberin Eine wichtige Aufgabe erfüllt die WIR Bank als Arbeitgeberin. Nebst attraktiven Arbeitsbedingungen ist es vor allem die Wertschätzung, die das Unternehmen seinen Mitarbeitenden entgegenbringt. «Fördern und fordern» heisst das Motto, das gegenüber allen motivierten und leistungsbereiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt. Im Zuge der aktuellen Veränderungen wird eine Anstellung bei der Bank noch interessanter, erhält der Einzelne doch mehr Kompetenzen, aber auch mehr Verantwortung. Eine sozialverantwortliche Unternehmenspolitik rundet das Arbeitgeberprofil der WIR Bank ab.

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Vorwort Organisation Aus der Gesch채ftst채tigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

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Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

r, Claudio Gisle

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chen s i w z e l d n e p h c mich – i r ü f t ei s i w E z G n e h c s i «CHAN w z e Reis e i d – l e s a B d en n u e n r e d Zürich u d n u n e er alt d n e t l e W n e erne D d o m e n i ­Welten. e k c ü t Kerns n e r e d , k n a B undum r e WIR n i e d n u m r tfo Informatik-Plat betreuung sein wird.» en erneuerte Kund 17


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Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

liale Lugano

a, Beraterin Fi Doriana Bott

dem d n u l e s a B t i m mich r ü f t s i E ier G H . n e d «CHAN n u b r e v ank B IR W r e d z t i s mir s e s Haupt a w , s e l l a e ich n r e l r e d n u e r des h e t s n erfa e i D m i t i e e Arb n i e m , t h c i l g ö chen.» a erm m u z r e s s e b Kunden noch 19


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al m n i e h c u a , h c i tet für m u e d e b E G zesse o r P n e «CHAN z n a g e i ber d ü d n u n e it t l m a h h c u s u a t s innez u a n e dank e G r e D . n e k n e nsch­ e m e i d nach­zud e i w o s gen e l l o K .» e d l l n o u R n e e g n i t n i h g c i e l l w Ko eine i e b a d n e l e i p s lichen Aspekte sverkehr iter Zahlung

Daniel Hess, Le

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Janine Meier,

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WIR Bank Gesch채ftsbericht 2010

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

oJekte & JürG Jenny, Pr

orGanisation

& Prozesse

eiben r t t h c i n h c i s n f ma r a d e G n a zu h e c t i n e m «be e l e e i d end, d i e h c s t n e t s i s mal h c n a m lassen. e s a d n n h we c u a . n e h c s r r en.» e m m beh i w h c s u z m stro n e d n e g e g , t e bedeut 25


WIR Bank Geschäftsbericht 2010

Jahresrechnung Bilanz per 31. Dezember 2010

2010

2009 Veränderung Veränderung absolut %

Aktiven CHF/CHW CHF/CHW Flüssige Mittel Forderungen gegenüber Banken Forderungen gegenüber Kunden CHW Forderungen gegenüber Kunden CHF Hypothekarforderungen CHW Hypothekarforderungen CHF Handelsbestand in Wertschriften und Edelmetallen Finanzanlagen Beteiligungen Sachanlagen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Aktiven Total Aktiven

13 927 288 49 426 209 216 059 068 440 892 981 668 486 080 1 824 134 938 135 449 409 382 240 936 1 280 200 52 442 100 13 629 921 1 519 945

14 981 690 14 330 186 206 952 143 327 937 501 669 311 040 1 784 445 553 140 800 907 498 256 500 1 274 200 43 379 804 15 913 578 1 916 249

–1 054 402 35 096 023 9 106 925 112 955 480 –824 960 39 689 385 –5 351 498 –116 015 564 6 000 9 062 296 –2 283 657 –396 304

–7,0 244,9 4,4 34,4 –0,1 2,2 –3,8 –23,3 0,5 20,9 –14,4 –20,7

3 799 489 075

3 719 499 351

79 989 724

2,2

175 792 253 –60 195 352 1 431 271 956 130 287 544 790 137 891 7 206 552 240 092 013 –9 087 726 635 200 000 8 000 000 12 602 885 –3 168 260 13 965 704 –3 852 121 97 341 063 –2 594 118 69 000 000 9 000 000 17 680 000 220 264 851 6 476 636 4 113 754 –2 476 636 486 714 73 081 11 550 267 320 124

–34,2 9,1 0,9 –3,8 1,3 –25,1 –27,6 –2,7 13,0

Passiven Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden CHW Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden CHF Anleihen und Pfandbriefdarlehen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Passiven Wertberichtigungen und Rückstellungen Reserve für allgemeine Bankrisiken Genossenschafts-Stammkapital Allgemeine gesetzliche Reserve Reserve für eigene Stammanteile Gewinnvortrag Jahresgewinn Total Passiven

115 596 901 1 561 559 500 797 344 443 231 004 287 643 200 000 9 434 625 10 113 583 94 746 945 78 000 000 17 680 000 226 741 487 1 637 118 559 795 11 870 391 3 799 489 075

3 719 499 351

79 989 724

2,9 –60,2 2,8 2,2

ausseRbilanzgeschäfte 2010 2009 Veränderung Veränderung CHF/CHW CHF/CHW absolut %

Unwiderrufliche Zusagen CHF Eventualverpflichtungen CHF Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen auf Aktien

86 421 279 1 532 000 1 092 000

76 478 876 10 400 533

9 942 403 –8 868 533

13,0 –85,3

1 092 000

Derivative Finanzinstrumente – Positiver Wiederbeschaffungswert – Negativer Wiederbeschaffungswert – Kontraktvolumen

26

121 300 5 242 474 105 867 500

591 912 6 138 884 147 618 025

–470 612 –896 410 –41 750 525

–79,5 –14,6 –28,3


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Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

erfolgsrechnung 2010

2010

2009 Veränderung Veränderung absolut %

Erfolg aus dem Zinsengeschäft CHF/CHW CHF/CHW Zins- und Diskontertrag Zins- und Dividendenertrag aus Handelsbeständen Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen Zinsaufwand

71 781 056 4 746 500 12 097 185 42 793 516

72 761 764 5 142 246 13 061 153 47 022 493

–980 708 –395 746 –963 968 –4 228 977

–1,3 –7,7 –7,4 –9,0

45 831 225

43 942 670

1 888 555

4,3

21 848 312 528 072 54 744 5 027 421

19 774 301 597 577 205 296 5 118 534

2 074 011 –69 505 –150 552 –91 113

10,5 –11,6 –73,3 –1,8

27 458 549

25 695 708

1 762 841

6,9

–11 907 948

17 910 889

–29 818 837

–166,5

784 527 43 208 1 079 151 4 340 526 2 878 705

1 724 346 25 740 1 529 336 3 979 141 2 998 302

–939 819 17 468 –450 185 361 385 –119 597

–54,5 67,9 –29,4 9,1 –4,0

3 368 707

4 260 261

–891 554

–20,9

27 752 106 13 720 403

26 992 455 15 013 706

759 651 –1 293 303

2,8 –8,6

Geschäftsaufwand

41 472 509

42 006 161

–533 652

–1,3

Bruttoerfolg

23 278 024

49 803 367

–26 525 343

–53,3

531 365 620 865

849 517 510 875

–318 152 109 990

–37,5 21,5

22 125 794

48 442 975

–26 317 181

–54,3

4 005 321 9 029 234 5 231 490

2 838 031 33 882 754 5 847 985

1 167 290 –24 853 520 –616 495

41,1 –73,4 –10,5

11 870 391

11 550 267

320 124

2,8

Jahresgewinn Gewinnvortrag

11 870 391 559 795

11 550 267 486 714

320 124 73 081

2,8 15,0

Bilanzgewinn

12 430 186

12 036 981

393 205

3,3

12 235 000 7 735 000

4 000 000 7 477 186

8 235 000 257 814

205,9 3,4

195 186

559 795

–364 609

–65,1

Erfolg aus dem Zinsengeschäft Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft Kommissionsertrag aus dem Verrechnungsverkehr Kommissionsertrag aus dem Kreditgeschäft Kommissionsertrag Wertschriften und Anlagegeschäft Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft Erfolg aus dem Handelsgeschäft Erfolg aus dem Handelsgeschäft Übriger ordentlicher Erfolg Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen Beteiligungsertrag Liegenschaftenerfolg Anderer ordentlicher Ertrag Anderer ordentlicher Aufwand Übriger ordentlicher Erfolg Geschäftsaufwand Personalaufwand Sachaufwand

Abschreibungen auf dem Anlagevermögen Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste Zwischenergebnis Ausserordentlicher Ertrag Ausserordentlicher Aufwand Steuern Jahresgewinn Gewinnverwendung

Zuweisung an die allgemeine gesetzliche Reserve Dividende auf einbezahltes Stammkapital CHF 8.75 (VJ CHF 8.50)* Gewinnvortrag

* Für 2010: Entnahme von 7 735 000 CHF aus der Reserve aus Kapitaleinlagen (steuerbefreite Ausschüttung von 8.75 CHF je Stammanteil) 27


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mittelflussrechnung

2010 2010 2010 Mittelherkunft Mittelverwendung Saldo M Mittelfluss aus operativem Ergebnis CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW CHF

Jahresergebnis 11 870 391 Abschreibungen auf Anlagevermögen 531 365 Wertberichtungen und Rückstellungen 2 594 118 Reserve für allgemeine Bankrisiken 9 000 000 Aktive Rechnungsabgrenzungen 2 283 657 Passive Rechnungsabgrenzungen 3 168 260 Dividende Vorjahr 7 477 186 Mittelfluss aus operativem Ergebnis (Innenfinanzierung)

10 445 849

Mittelfluss aus Vorgängen in den Sachanlagen und Beteiligungen

Beteiligungen 6 000 Liegenschaften 600 000 Übrige Sachanlagen 10 193 661 Mittelfluss aus Vorgängen in den Sachanlagen und Beteiligungen

–9 599 661

Mittelfluss aus dem Bankgeschäft

Mittel- und langfristiges Geschäft Termingelder 2 182 000 Verpflichtungen gegenüber Banken 60 195 352 Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform 130 287 544 Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden CHW 7 206 552 Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden CHF Anleihen und Pfandbriefdarlehen 8 000 000 Forderungen gegenüber Kunden CHW 9 106 925 Forderungen gegenüber Kunden CHF 111 807 187 Hypothekarforderungen CHW 824 960 Hypothekarforderungen CHF 39 689 385 Finanzanlagen 116 015 564

Kurzfristiges Geschäft Termingelder 11 465 000 Forderungen gegenüber Banken 35 096 023 Forderungen gegenüber Kunden CHF 1 148 295 Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden CHF 195 274 Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen 5 351 498

Übrige Bilanzpositionen Sonstige Aktiven 396 304 Sonstige Passiven 3 852 119 Mittelfluss aus dem Bankgeschäft

–1 900 590

Veränderung Liquidität Flüssige Mittel

1 054 402

Veränderung Liquidität Total Mittelherkunft

295 799 511

Total Mittelverwendung

28

1 054 402

295 799 511


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Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

2009 2009 2009 Mittelherkunft Mittelverwendung Saldo CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW

11 550 267 849 517 22 735 534 9 000 000 742 730 1 135 639 8 535 590

35 992 637

393 200 22 321 051 1 748 493

–20 965 758

6 646 000 174 216 481 167 188 129 10 185 062 90 500 000 6 284 936 39 978 433 3 837 763 214 136 328 139 167 488

130 442 000 80 271 883 11 563 798 12 820 940 4 888 094

10 403 223 4 119 426

–5 045 550

9 981 329

–9 981 329

597 821 667

597 821 667

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Anhang zur Jahresrechnung I. Erläuterungen zur Geschäftstätigkeit, Angabe des Personal­bestandes Die Geschäftstätigkeit der WIR Bank erstreckt sich in geografischer Hinsicht auf das gesamte Gebiet der Schweiz. Der Hauptsitz der Bank befindet sich in Basel. Daneben bestehen sechs Filialen in Bern, Lausanne, Lugano, Luzern, St. Gallen, Zürich sowie eine Agentur in Chur. Per 31. Dezember 2010 beträgt der Personalbestand 205 Mitarbeitende, die sich 182,44 Stellen teilen. Die Geschäftstätigkeit (WIR und CHF) umfasst im Wesentlichen die Bereiche Zinsdifferenzgeschäft und WIR-Verrechnung. Bereiche wie Devisenhandel, Kapitalmarktgeschäft, Emissionsgeschäft und Derivative Finanzinstrumente stehen derzeit nicht im Angebot der Bank. Die wichtigsten Geschäftssparten lassen sich wie folgt beschreiben:

Zinsdifferenzgeschäft Das Zinsdifferenzgeschäft ist die Hauptgeschäftssparte und bildet somit die wichtigste Einnahmequelle. Im Vordergrund steht dabei das Kundengeschäft. Die Kreditgewährung an Kunden, welche sowohl in WIR als auch in CHF erfolgt, basiert überwiegend auf hypothekarischer Deckung. Kommerzielle Kredite gegen Deckung oder blanko werden an Gewerbetreibende und praktisch ausschliesslich in WIR gewährt. Für die Entgegennahme von Kundengeldern bietet die Bank verschiedene Kontoarten ohne und mit festen Laufzeiten an.

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Im Interbankgeschäft werden hauptsächlich kurzfristige Repo-Transaktionen getätigt. Der langfristige Finanzbedarf wird am Kapitalmarkt gedeckt. Die Bank ist Mitglied der Pfandbriefbank Schweizerischer Hypothekarinstitute und kann bei Bedarf bei der Emission von entsprechenden Anleihen partizipieren. Die WIR Bank hält in den Finanzanlagen ein strategisches Portefeuille von Anleihensobligationen erstklassiger Schuldner mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont.

Kommissions- und Dienstleistungs­geschäft Der überwiegende Teil des Kommissions- und Dienstleistungsgeschäfts entfällt auf den Zahlungsverkehr im WIR- und CHF-Bereich.

Handel Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft wird ausschliesslich aus dem Eigenhandel erwirtschaftet. Im Handel mit Wertschriften werden grundsätzlich erstklassige Emittenten berücksichtigt. Positionen in Fremdwährung sind auf Devisen beschränkt, welche einen liquiden Markt aufweisen. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden nur auf gedeckter Basis getätigt.


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Übrige Geschäftsfelder

Risikopolitik

Die WIR Bank übt ihre Geschäftstätigkeit hauptsächlich in eigenen Liegenschaften aus. Daneben hält sie mehrere Immobilien zu Renditezwecken sowie zum Wiederverkauf bestimmte Liegenschaften.

Die Risikoverantwortung ist auf der höchsten Ebene angesiedelt. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die grundlegende Risikopolitik und nimmt regelmässig Risikobeurteilungen vor. Er verfügt in den Kategorien Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationelles Risiko über die höchste Entscheidungskompetenz. Zur Beurteilung und Überwachung der Risiken stützt er sich auf die Berichte der Bereichsleiter, der internen Revision und der internen Kontrollstelle, die die WIR Bank einer systematischen Risikoanalyse unterziehen.

Als zusätzliche Dienstleistung wird den WIR-Verrechnungskunden in verschiedenen WIR-Medien die Möglichkeit geboten, gegen Gebühr zu inserieren. Zusätzliche Angaben zur Geschäftstätigkeit können der Rubrik «Aus der Geschäftstätigkeit» des Geschäftsberichts entnommen werden.

Auslagerung von Geschäftsbereichen (Outsourcing) Die WIR Bank nimmt im Zusammenhang mit InterbankTransaktionen Dienstleistungen der BBP AG, Baden, in Anspruch. Es werden Transaktionen des Zahlungsverkehrs (SIC) und des Wertschriftenbereichs (SECOM) über obiges Servicebüro abgewickelt. Für die Bank ergeben sich vor allem im Informatikbereich bezüglich Verbindungskosten, Archivierung und Sicherheitsdisposition Synergieeffekte. Die BBP AG ist spezialisiert auf genannte Dienstleistungen und lässt sich im Rahmen der FINMA-Richtlinien zum Outsourcing durch eine von der FINMA anerkannte Revisionsstelle jährlich auf die Einhaltung der geforderten Richtlinien prüfen.

Risikomanagement Das Risikomanagement umfasst die Erkennung, Messung, Überwachung und Bewirtschaftung aller aus der Geschäftstätigkeit entstehenden Risiken. Das Risikomanagement ist auf Stufe Geschäftsleitung angesiedelt. Die Erfassung und Überwachung erfolgt in den entsprechenden Fachstellen.

Gesamtbankrisiko Die einzelnen Risiken und Risikokategorien werden zu einem bereichsspezifischen Gesamtbankrisiko aggregiert, das mit der Risikotragfähigkeit abgeglichen wird. Die objektive Prüfung des Gesamtbankrisikos wird durch einen unabhängigen Kontrollprozess gewährleistet. Unser Augenmerk wird insbesondere der Vermeidung von Risikokonzentrationen zugewendet. Die Kontrolle

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der Risiken auf Stufe Portfolio dient dem Schutz der erwirtschafteten Erträge sowie dem Schutz unserer Reputation.

Die maximal mögliche Finanzierung hängt einerseits von den bankintern festgelegten Belehnungswerten und andererseits von der Tragbarkeit ab. Für 2. Hypotheken besteht im CHF-Bereich eine Amortisationspflicht.

Wesentliche Risikokategorien Aufgrund der Geschäftstätigkeit sind für die WIR Bank das Risiko von Ausfällen bei Ausleihungen, das Zinsänderungsrisiko und Risiken im Zusammenhang mit dem Handel von wesentlicher Bedeutung.

Ausfallrisiken Unter die Ausfallrisiken fallen sämtliche Engagements, aus denen ein Verlust entstehen kann, wenn Gegenparteien nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Die Ausfallrisiken werden mittels Risikoverteilung, Qualitätsanforderungen und Deckungsmargen begrenzt. Die Kreditbewilligung, bei welcher die Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit nach einheitlichen Kriterien beurteilt werden, findet innerhalb der Kompetenzregelung statt. Kreditausstände und Kreditüberzüge werden von einer Fachstelle innerhalb der Kreditabteilung laufend bewirtschaftet. Die Werthaltigkeit der Sicherheiten wird in angemessenen Zeitabschnitten, je nach Art der Deckung, überprüft. Die Liegenschaftswerte werden aufgrund von bankeigenen Richtlinien plausibilisiert. Der als Ausgangspunkt für die Belehnung dienende Verkehrswert wird wie folgt ermittelt: – selbst bewohnte Objekte: Realwert – Renditeobjekte: Ertragswert – selbst genutzte Gewerbe- oder Industrieobjekte: im Markt erzielbarer Ertragswert (Drittnutzwert) oder Nutzwert – Bauland: Marktwert unter Berücksichtigung der zukünftigen Nutzung

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Eine auf Umstrukturierungen und Verwertungen spezialisierte Fachgruppe, welche in der Rechtsabteilung angesiedelt ist, steht den Kreditsachbearbeitern zur Bewältigung und Lösung von ausserordentlichen oder komplexen Aufgaben zur Verfügung. Die Wertberichtigungen und Rückstellungen werden halbjährlich überprüft und angepasst.

Zinsänderungsrisiken Die WIR Bank ist stark im Zinsdifferenzgeschäft engagiert. Aufgrund der besonderen Geschäftsbedingungen besteht im WIR-Bereich kein Zinsänderungsrisiko. Unter Berücksichtigung des anhaltend starken Wachstums im CHF-Bereich wird der Steuerung des Zinsänderungsrisikos jedoch immer grössere Bedeutung beigemessen. Die Zinsänderungsrisiken werden mithilfe einer bewährten Standard-Software überwacht (Einfluss auf die Erfolgsrechnung und Betrachtung des Barwertes des Eigenkapitals). Zur Steuerung der Zinsrisiken werden auch derivative Zinsinstrumente eingesetzt.

Andere Marktrisiken Die anderen Marktrisiken, welche vor allem im Wertschriften-Handelsbestand enthalten sind, werden mit Limiten begrenzt und entsprechend überwacht. Die Überwachung der Handelspositionen erfolgt täglich.

Liquiditätsrisiken Die Zahlungsbereitschaft wird im Rahmen der bankengesetzlichen Bestimmungen überwacht und gewährleistet. Die Eigenpositionen der Bank werden laufend auf ihre Handelbarkeit überprüft.

Operationelle Risiken/Rechtsrisiken Eine Gefahr von Verlusten kann sich aus der Unangemessenheit interner Prozesse, fehlerhaftem Verhalten


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von Mitarbeitenden, ungenügenden Systemen oder infolge externer Ereignisse ergeben. Darin eingeschlossen sind Rechtsrisiken. Diese Risiken werden mittels interner Reglemente und Weisungen zur Organisation und Kontrolle beschränkt. Die interne Revision sowie die Risikokontrolle prüfen ihre Bewirtschaftung und Kontrolle regelmässig und erstatten über ihre Arbeiten direkt an den Verwaltungsrat Bericht. Für die Begrenzung und Bewirtschaftung der Rechtsrisiken ist der Rechtsdienst zuständig.

Audit und Risk Committee Das Audit und Risk Committee (ARC) unterstützt den Verwaltungsrat in der Erfüllung seiner Aufsichtspflicht gemäss FINMA-Rundschreiben 08/24 «Überwachung und interne Kontrolle» sowie Gesetz, Statuten und internen Reglementen. Es überwacht und beurteilt namentlich die Integrität der Finanzabschlüsse, die internen Kontrollen im Bereich der Finanzberichterstattung sowie die Wirksamkeit der Prüfgesellschaft und deren Zusammenwirken mit der internen Revision. Der Verwaltungsrat wird vom Präsidenten des ARC über die Beschlüsse des ARC und dessen Erwägungen regelmässig informiert. Ihm erstattet das ARC jährlich Bericht über seine Tätigkeit, welcher im Verwaltungsrat besprochen wird und diesem als Entscheidgrundlage dient. Das ARC wurde erstmals per 1. Januar 2008 vom Verwaltungsrat gewählt.

Selbstbeurteilung Verwaltungsrat und ARC Sowohl der Verwaltungsrat als auch das ARC nehmen jährlich eine Selbsteinschätzung vor.

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Ergänzende Erläuterungen zur Jahresrechnung Bilanz Im Geschäftsjahr 2010 konnte die WIR Bank wiederum ein erfreuliches Wachstum im Kreditbereich verzeichnen. Das Kreditvolumen wuchs um 160,9 Mio. CHF (+5,4%) auf 3,15 Mia. CHF. Die Bilanzsumme stieg um 80,0 Mio. CHF (+2,2%) an und erreichte 3,80 Mia. CHF. Die Verminderung der Finanzanlagen um 116,0 Mio. CHF (-23,3%) ist im Wesentlichen verursacht durch Devestitionen von festverzinslichen Werten. Demgegenüber stiegen die Forderungen gegenüber Banken um 35,1 Mio. CHF auf 49,4 Mio. CHF aufgrund des Kundengeldwachstums gegen Ende des Jahres. Zur langfristigen Refinanzierung des Kreditwachstums wurden die Pfandbriefdarlehen um 8,0 Mio. CHF aufgestockt. Das erfreuliche Wachstum der Kundengelder führte dazu, dass passive REPO-Geschäfte im Umfang von 90,0 Mio. CHF getilgt werden konnten, womit die Position Verpflichtungen gegenüber Banken um 60,0 Mio. CHF (–34,2%) auf 115,6 Mio. CHF sanken. Das ausgewiesene Eigenkapital erfuhr eine Steigerung um 4,2%. Die Wertberichtigungen und Rückstellungen (beinhaltend die Schwankungsreserve für Wertschriften) erfuhren wegen verminderter Verlustrisiken eine leichte Abnahme um 2,6 Mio. CHF (–2,7%). Die Schwankungsreserve für Wertschriften konnten trotz des negativen Handelsergebnisses auf Vorjahreshöhe belassen werden.

Das Marktumfeld an den Börsen-, Kapital- und Devisenmärkten hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr unterschiedlich entwickelt. Insbesondere der starke Franken hat zu wesentlichen Verlusten in den Devisenpositionen geführt. Auch die Schweizer Börse hat sich diesem negativen Einflussfaktor nicht entziehen können. Insgesamt resultiert ein Handelsergebnis von –11,9 Mio. CHF. Unter Berücksichtigung der im Zinsengeschäft ausgewiesenen Obligationenzinsen und Dividenden ergibt sich jedoch eine positive Gesamtperformance des Wertschriftengeschäftes von 0,89%. Der übrige ordentliche Erfolg verminderte sich um 0,9 Mio. CHF, was seinen Ursprung in nicht wiederkehrenden Erträgen im Vorjahr hat. Trotz des weiterhin erfreulichen Wachstums der WIR Bank hat sich der Personalaufwand mit 2,8% nur moderat erhöht. Der Sachaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8,6% vermindert. Der Grund hierfür liegt beim Projekt «Change» und bei dadurch aufgeschobenen Aufwendungen für andere Projekte. Mit einem Bruttoerfolg von 23,3 Mio. CHF konnte nicht an das Rekordergebnis des Vorjahres angeknüpft werden. Er ist geprägt durch den diesmal negativen Erfolg aus dem Handelsgeschäft, welcher jedoch vollumfänglich über die Erfolgsrechnung aufgefangen werden konnte. Der ausserordentliche Ertrag beinhaltet im Wesentlichen die Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen. Im ausserordentlichen Aufwand enthalten ist die Bildung der Reserve für allgemeine Bankrisiken von 9,0 Mio. CHF.

Erfolgsrechnung Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft fiel trotz starkem Konkurrenz- und Margendruck unter anderem aufgrund des erhöhten Kreditvolumens gegenüber dem Vorjahr um 4,3% höher aus. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft umfasst hauptsächlich den Provisionsertrag aus dem WIR-Umsatz, welcher sich gegenüber dem Vorjahr um 1,5% verbesserte. Die Umsatzprovisionen wurden zudem punktuell leicht angepasst, weshalb eine Steigerung um 6,9% erzielt werden konnte.

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Das ausgewiesene Ergebnis 2010 führt zu einem entsprechend verminderten Steueraufwand von 5,2 Mio. CHF (–10,5%). Mit einem Jahresgewinn von 11,9 Mio. CHF beträgt die Steigerung gegenüber dem Vorjahr 2,8%. Der Verwaltungsrat der WIR Bank schlägt der Generalversammlung eine um CHF 0.25 erhöhte Ausschüttung von CHF 8.75 pro Stammanteil vor, was einer Ausschüttungsrendite von 2,3% entspricht. Die Ausschüttung erfolgt steuerfrei aus der Reserve aus Kapitaleinlagen.


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II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Grundsätzliches

Allgemeine Bewertungsgrundsätze

Buchführung, Bewertung und Bilanzierung erfolgen nach den Vorschriften des schweizerischen Obligationenrechtes (OR), des Bankgesetzes (BankG) und der zugehörigen Verordnung (BankV) sowie gemäss den Weisungen der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA).

Die Liegenschaften in den Finanzanlagen werden gesamthaft bewertet. Innerhalb der Sachanlagen findet pro Kategorie gemäss Anlagespiegel ebenfalls eine Gruppenbewertung statt. Bei allen übrigen Bilanzpositionen erfolgt die Bewertung auf der Einzelposition (Einzelbewertung).

Erfassung der Geschäftsvorfälle

Flüssige Mittel, Forderungen aus Geldmarktpapieren, Forderungen und Verpflichtungen gegenüber Banken, Passivgelder

Sämtliche Geschäftsvorfälle werden tagfertig in den Büchern der Bank erfasst und ab diesem Zeitpunkt für die Erfolgsermittlung gemäss den unten stehenden Grundsätzen bewertet. Die abgeschlossenen Geschäfte werden unabhängig vom Erfüllungstag ab dem Abschlusstag in der Bilanz ausgewiesen (Abschlusstagprinzip).

Umrechnung von Fremdwährungen Fremdwährungstransaktionen werden zum Kurs im Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte werden am Bilanzstichtag zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet und die Kursdifferenzen erfolgswirksam verbucht. Wechselkursdifferenzen zwischen dem Abschluss des Geschäfts und seiner Erfüllung werden über die Erfolgsrechnung verbucht.

Für die Währungsumrechnungen wurden 2010 folgende Kurse verwendet: Bilanzstichtagskurse Durchschnittskurse AUD 0,9522 AUD 0,956746 EUR 1,25046 EUR 1,380531 GBP 1,45934 GBP 1,608534 NOK 16,03614 NOK 17,228945 USD 0,9321 USD 1,041567 CAD 0,9368 CAD 1,011075 JPY 1,14924 JPY 1,188168 KRW 0,08213 KRW 0,090013 DKK 16,77993 DKK 18,534063

Die Bilanzierung erfolgt zum Nominalwert. Auf gefährdeten Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der noch nicht verdiente Diskont auf Geldmarktpapieren sowie Agios und Disagios auf den Pfandbriefdarlehen werden in den entsprechenden Bilanzpositionen über die Laufzeit abgegrenzt.

Ausleihungen (Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen) Die Bilanzierung der Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen erfolgt zu Nominalwerten. Für erkennbare Verlustrisiken, d.h. Forderungen, bei welchen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen Verpflichtungen nachkommen kann, werden die Positionen auf Einzelbasis bewertet und die Wertminderung durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Ausserbilanzgeschäfte, wie feste Zusagen oder Garantien, werden in diese Bewertung ebenfalls einbezogen. Ausleihungen werden namentlich spätestens dann als gefährdet eingestuft, wenn die vertraglich vereinbarten Zahlungen für Kapital und /oder Zinsen mehr als 90 Tage ausstehend sind. Zinsen, die mehr als 90 Tage ausstehend sind, gelten als überfällig. Überfällige Zinsen und Zinsen, deren Eingang gefährdet ist, werden nicht mehr vereinnahmt, sondern direkt den Wertberichtigungen und Rückstellungen zugewiesen. Ausleihungen

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

werden zinslos gestellt, wenn die Einbringlichkeit der Zinsen derart zweifelhaft ist, dass die Abgrenzung nicht mehr als sinnvoll erachtet wird (z. B. im Konkursfall der Gegenpartei). Die gefährdeten Forderungen werden, gleich wie allfällig vorhandene Sicherheiten, zum Liquidationswert bewertet. Beim Liquidationswert handelt es sich um den geschätzten realisierbaren Veräusserungswert nach Abzug der Halte- und Liquidationskosten.

Bei teilweisem oder vollständigem Wegfall des Wertberichtigungsbedarfs wird die Wertberichtigung für neu erkannte Risiken verwendet. Gefährdete Forderungen werden wiederum als vollwertig eingestuft, wenn die ausstehenden Kapitalbeträge und Zinsen wieder fristgerecht gemäss den vertraglichen Vereinbarungen bezahlt und weitere Bonitätskriterien erfüllt werden.

Pensionsgeschäfte mit Wertschriften Die Wertberichtigung bemisst sich nach der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Liquidationswert unter Berücksichtigung des Netto­erlöses aus der Verwertung allfälliger Sicherheiten. Vom ungedeckten Restbetrag erfolgt eine Wertberichtigung nach der entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeit der ­Ratingklasse des Schuldners.

Bei allen von der Bank eingegangenen Geschäften behält die übertragende Partei wirtschaftlich die Verfügungsmacht über die mit den Wertschriften verbundenen Rechte. Die Forderungen/Verpflichtungen sind durch Margenvereinbarungen sichergestellt. Somit werden nur die ausgetauschten Barbeträge bilanzwirksam erfasst.

Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft oder ein Forderungsverzicht gewährt wird, erfolgt die Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wertberichtigung. Wiedereingänge von früher ausgebuchten Beträgen werden direkt den Wertberichtigungen für Ausfallrisiken gutgeschrieben.

Handelsbestand in Wertschriften

Zusätzlich zu den Einzelwertberichtigungen werden Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung der am Bilanzstichtag vorhandenen latenten Risiken gebildet. Die Berechnung erfolgt anhand festgelegter, vorsichtig geschätzter Ausfallwahrscheinlichkeiten je KreditRatingklasse.

Finanzanlagen

Ergänzend zu den Pauschalwertberichtigungen werden Schwankungsreserven für Kreditrisiken gebildet. Die WIR Bank klassiert alle Forderungen in zwölf Rating-Klassen. Es werden auf sämtlichen Forderungen Pauschalwertberichtigungen nach den entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeiten vorgenommen. Die Forderungen der Klasse 1 sind jene mit der tiefsten und die Forderungen der Klasse 12 sind jene mit der höchsten Ausfallwahrscheinlichkeit. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Ratingklassen richten sich nach den historischen Ausfallraten eines Kreditdatenpools von mehreren mittleren und kleineren Banken in der Schweiz.

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Die Wertschriften werden grundsätzlich zum Fair Value bewertet und bilanziert. Zur Abdeckung der Risiken im Wertschriftenbereich werden stille Reserven in Form einer Schwankungsreserve bis zur Höhe von 25% des Handels- und Devisenbestandes gebildet.

Festverzinsliche Schuldtitel, die mit der Absicht zur Haltung bis zur Endfälligkeit erworben werden, sind nach der Accrual-Methode bewertet. Zinsenbezogene realisierte Gewinne oder Verluste aus vorzeitiger Veräusserung oder Rückzahlung werden über die Restlaufzeit, das heisst bis zur ursprünglichen Endfälligkeit, abgegrenzt. Die übrigen Positionen in den Finanzanlagen werden nach dem Niederstwertprinzip bewertet.

Beteiligungen Die Position Beteiligungen enthält Beteiligungstitel, welche mit der Absicht der dauernden Anlage erworben wurden, sowie solche mit Infrastrukturcharakter für die Bank. Die Bewertung erfolgt zum Anschaffungs- oder tieferen inneren Wert.


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Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

Sachanlagen Investitionen in neue Sachanlagen werden aktiviert und gemäss Anschaffungswertprinzip bewertet, wenn sie während mehr als einer Rechnungsperiode genutzt werden und die Aktivierungsuntergrenze übersteigen. Investitionen in bestehende Sachanlagen werden aktiviert, wenn dadurch der Markt- oder Nutzwert nachhaltig erhöht oder die Lebensdauer wesentlich verlängert wird. Bei der Folgebewertung werden die Sachanlagen zum Anschaffungswert, abzüglich der kumulierten Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen planmässig über die geschätzte Nutzungsdauer der Anlage. Die Werthaltigkeit wird jährlich überprüft. Ergibt sich bei der Überprüfung der Werthaltigkeit eine veränderte Nutzungsdauer oder eine Wertverminderung, wird der Restbuchwert planmässig über die restliche Nutzungsdauer abgeschrieben oder eine ausserplanmässige Abschreibung getätigt. Planmässige und allfällige zusätzliche ausserplanmässige Abschreibungen werden über die Erfolgsrechnung in der Position «Abschreibungen auf dem Anlagevermögen» verbucht. Fällt der Grund für die ausserplanmässige Abschreibung weg, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung. Immaterielle Werte, bei welchen es sich hauptsächlich um Software handelt, werden direkt der Erfolgsrechnung belastet.

Realisierte Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagen werden über den «Ausserordentlichen Ertrag» verbucht, realisierte Verluste über die Position «Ausserordentlicher Aufwand».

Rechnungsabgrenzungen, Sonstige Aktiven und Passiven Die Abgrenzungen erfolgen quartalsweise. Die Bilanzierung der sonstigen Aktiven und Passiven erfolgt zum Nominalwert unter Berücksichtigung notwendiger Wertanpassungen, welche über die Erfolgsrechnung vorgenommen werden.

Steuern Die Kapital- und Ertragssteuern auf dem laufenden Gewinn werden als passive Rechnungsabgrenzungen verbucht.

Vorsorgeverpflichtungen Die Bank verfügt über Vorsorgepläne für die Mitarbeitenden, welche nach dem System des Beitragsprimats organisiert sind. Die von der Bank getragenen Beiträge sind fix und entsprechen der im Personalaufwand verbuchten Vorsorgeverpflichtung. Sämtliche Risiken sind bei Versicherungsgesellschaften rückversichert. Die Bank verfügt über eine aus freiwilligen Zuweisungen gebildete Arbeitgeberbeitragsreserve. Es bestehen keine Verpflichtungen aus der Auflösung von Arbeitsverträgen oder aus künftigen Beitragsreduktionen aus freien Mitteln.

Eventualverpflichtungen Die geschätzte Nutzungsdauer für die einzelnen Sachanlagekategorien ist wie folgt: – Liegenschaften, ohne Land – sonstige Sachanlagen – Projekt Change, Wechsel IT-Plattform: *Lizenzen, *Projektmanagement – Übrige Informatik- und Kommunikationsanlagen

max. 50 Jahre max. 10 Jahre max. 5 Jahre max. 3 Jahre

Der Ausweis in der Ausserbilanz erfolgt zum Nominalwert. Für Risikopositionen werden die betriebswirtschaftlich notwendigen Rückstellungen gebildet.

Wertberichtigungen und Rückstellungen Kreditgeschäft Für alle erkennbaren Verlustrisiken werden nach dem Vorsichtsprinzip Einzelwertberichtigungen und –rück-

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stellungen gebildet. Die Pauschalwertberichtigungen für Ausfallrisiken, die Schwankungsreserven für Kreditrisiken sowie Rückstellungen für die übrigen Risiken werden unter dieser Bilanzrubrik ausgewiesen. Übriges Für alle übrigen erkennbaren Risiken sowie grössere Projekte bildet die Bank die notwendigen Rückstellungen. Der Ausweis der Wertberichtigungen und Rückstellungen erfolgt auf separaten Konten in der Bilanzposition Wertberichtigungen und Rückstellungen.

Reserven für allgemeine Bankrisiken Die Reserven für allgemeine Bankrisiken der WIR Bank stellen auch steuerlich Eigenkapital dar und sind somit vollständig versteuert.

Derivative Finanzinstrumente Die im Rahmen des Handelsgeschäfts getätigten Transaktionen werden nach dem Fair Value bewertet. Sie werden als positive oder negative Wiederbeschaffungswerte unter den sonstigen Aktiven resp. sonstigen Passiven bilanziert. Wertveränderungen werden über die Erfolgsrechnungsposition Erfolg aus dem Handelsbestand beziehungsweise über die Position Zins- und Dividendenertrag aus Handelsbeständen verbucht. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Bilanzstruktur-Management können auch derivative Zinsinstrumente eingesetzt werden. Der Erfolg aus solchen Absicherungsgeschäften wird über den Zinserfolg verbucht. Die Ermittlung des Erfolges der zum Bilanzstrukturmanagement eingesetzten Derivate erfolgt nach der Accrual-Methode. Die aufgelaufenen Zinsen auf der Absicherungsposition werden im Ausgleichskonto unter den sonstigen Aktiven oder Passiven ausgewiesen.

Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

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Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

3.1 Übersicht der deckungen von ausleihungen und ausserbilanzgeschäften

hypothekarische Deckung

andere Deckung

ohne Deckung Total

Forderungen gegenüber Kunden CHW Forderungen gegenüber Kunden CHF

33 620 360 297 225 762

127 990 368 100 830 621

54 448 340 42 836 598

216 059 068 440 892 981

Hypothekarforderungen CHW Wohnliegenschaften Gewerbe und Industrie Übrige

422 331 242 229 387 880 16 766 958

422 331 242 229 387 880 16 766 958

1 016 290 102 725 665 056 82 179 780

1 016 290 102 725 665 056 82 179 780

Ausleihungen CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW

Hypothekarforderungen CHF Wohnliegenschaften Gewerbe und Industrie Übrige Total Ausleihungen Berichtsjahr

2 823 467 140

228 820 989

97 284 938

3 149 573 067

Total Ausleihungen Vorjahr

2 700 807 680

197 731 937

90 106 620

2 988 646 237

Eventualverpflichtungen CHF 500 000 72 309 279 Unwiderrufliche Zusagen CHF Einzahlungsverpflichtung auf Aktien

1 032 000 14 112 000 1 092 000

1 532 000 86 421 279 1 092 000

Ausserbilanz

Total Ausserbilanz Berichtsjahr

72 309 279

500 000

16 236 000

89 045 279

Total Ausserbilanz Vorjahr

61 313 876

3 993 533

22 664 000

87 971 409

Geschätzte Verwertungs- Einzel Bruttoschuldbetrag erlöse der Sicherheiten Nettoschuldbetrag wertberichtigungen Gefährdete Forderungen CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW

Berichtsjahr

52 921 470

28 078 169

24 843 301

18 632 4761

Vorjahr

52 087 173

25 540 403

26 546 770

19 910 077

Die Wertberichtigung bemisst sich nach der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und Liquidationswert unter Berücksichtigung des Nettoerlöses aus der Verwertung allfälliger Sicherheiten. Vom ungedeckten Restbetrag erfolgt eine Wertberichtigung nach der entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeit der Ratingklasse des Schuldners.

1

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3.2 Aufgliederung der handelsbestände in wertschriften und edelmetallen, der finanzanlagen und der beteiligungen 3.2.1 Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Berichtsjahr Vorjahr CHF CHF

Schuldtitel börsenkotierte nicht börsenkotierte   – davon eigene Anleihens- und Kassenobligationen Beteiligungstitel   – davon eigene Beteiligungstitel Total Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen   – davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften

54 633 375

65 953 921

80 816 034 5 515 320

74 846 986 431 430

135 449 409

140 800 907

43 061 110

51 579 490

3.2.2 Finanzanlagen Berichtsjahr Buchwert Vorjahr Fair Value Berichtsjahr Fair Value Vorjahr CHF CHF CHF CHF

Schuldtitel 370 019 089 472 262 475 382 524 276   – davon eigene Anleihens- und Kassenobligationen 370 019 089 472 262 475 382 524 276   – davon mit Halteabsicht bis Endfälligkeit   – davon nach Niederstwertprinzip bilanziert

485 751 663 485 751 663

Beteiligungstitel   – davon eigene Beteiligungstitel

4 275 849 1 637 118

6 732 909 4 113 754

4 275 849 1 637 118

6 732 909 4 113 754

Liegenschaften

7 945 998

19 261 116

9 726 665

20 668 351

Total Finanzanlagen

382 240 936

498 256 500

396 526 790

513 152 923

  – davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften

205 704 325

261 222 822

215 505 716

272 927 987

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

3.2.3 Angaben zu den eigenen Beteiligungstiteln in den Finanzanlagen Anzahl Anzahl Buchwert Berichtsjahr Buchwert Vorjahr Berichtsjahr Vorjahr CHF CHF

Anfangsbestand 10 441 36 039 4 113 754 Kauf 10 441 Verkauf 6 110 36 039 1 206 725 Abschreibungen 1 269 911 Endbestand 4 331 10 441 1 637 118

12 363 340 4 144 882 11 505 142 889 326 4 113 754

3.2.4 Beteiligungen Buchwert Berichtsjahr Buchwert Vorjahr CHF CHF

ohne Kurswert

1 280 200

1 274 200

3.3 Angaben zu wesentlichen beteiligungen Beschäftsjahr Beschäftsjahr Vorjahr Kapital Quote Quote Firmenname, Sitz Geschäftstätigkeit CHF % %

Unter den Beteiligungen bilanziert: WIR Wirtschaftsring AG, Basel Keine Geschäftstätigkeit 100 000

100

100

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

3.4 Anlagespiegel

Bisher aufgelaufene Buchwert B Anschaffungswert Abschreibungen Ende Vorjahr U Beteiligungen CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF

Minderheitsbeteiligungen Mehrheitsbeteiligungen

1 174 360 160 1 174 200 100 000 100 000

Total Beteiligungen

1 274 360

160

Liegenschaften   – Bankgebäude   – Andere Liegenschaften

28 001 393 47 571 727

16 599 977 15 674 752

1 274 200

11 401 416 31 896 975

Übrige Sachanlagen

16 215 741

16 134 328

81 413

Total Sachanlagen

91 788 861

48 409 057

43 379 804

Brandversicherungswert der Liegenschaften Brandversicherungswert der übrigen Sachanlagen

70 200 750 18 967 250

3.5 Sonstige Aktiven und sonstige Passiven Berichtsjahr Berichtsjahr Vorjahr Vorjahr Sonstige Aktiven Sonstige Passiven Sonstige Aktiven Sonstige Passiven CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW

Wiederbeschaffungswerte aus derivativen Finanzinstrumenten   – Kontrakte als Eigenhändler     – Handelsbestände      – Bilanzstrukturmanagement 121 300 5 242 474 591 912 Indirekte Steuern 1 354 971 2 231 616 1 215 949 Abrechnungskonten 43 674 2 233 552 108 388 Übrige Aktiven und Passiven 405 941 Total sonstige Aktiven und sonstige Passiven

42

1 519 945

10 113 583

1 916 249

6 138 884 4 514 814 2 571 419 740 587 13 965 704


WIR Bank Gesch채ftsbericht 2010

Vorwort Organisation Aus der Gesch채ftst채tigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

Berichtsjahr Berichtsjahr Berichtsjahr Berichtsjahr Berichtsjahr Umgliederungen Investitionen Desinvestitionen Abschreibungen Buchwert Ende Berichtsjahr CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF

6 000 1 180 200 100 000

6 000

1 280 200

428 800 600 000

10 972 616 31 296 975

10 193 661

102 565

10 172 509

10 193 661

531 365

52 442 100

600 000

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

3.6 A) Zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändete oder abgetretene Aktiven sowie Aktiven unter eigentumsvorbehalt Berichtsjahr Berichtsjahr Vorjahr Vorjahr Forderungsbetrag Forderungsbetrag resp. Buchwert beansprucht resp. Buchwert Davon beansprucht Verpfändete Aktiven CHF CHF CHF CHF

Forderungen gegenüber Banken Handelsbestand in Wertschriften Verpfändete oder abgetretene Anleihensobligationen in den Finanzanlagen für derivative Finanzinstrumente Verpfändete oder abgetretene Anleihensobligationen in den Finanzanlagen für Pfandbriefdarlehen Verpfändete oder abgetretene Hypothekarforderungen für Pfandbriefdarlehen Verpfändete oder abgetretene Hypothekarforderungen für andere Bankkredite Total verpfändete Aktiven

62 467

62 467

20 787 827

62 467

613 200 000

880 678 268*

605 200 000

860 203 377

613 262 467

901 789 961

605 262 467

3.6 B) Darlehensgeschäft und pensions­ geschäfte mit wertschriften Berichtsjahr Vorjahr CHF CHF

44

21 049 226

839 353 083*

* Deckung der Pfandbriefdarlehen

Forderungen aus Barhinterlagen im Zusammenhang mit Securities Borrowing und Reverse-Repurchase-Geschäften Verpflichtungen aus Barhinterlagen im Zusammenhang mit Securities Lending und Repurchase-Geschäften Im Rahmen von Securities Lending ausgeliehenen oder von Securities Borrowing und als Sicherheiten gelieferten sowie von Repurchase-Geschäften transferierten Wertschriften im eigenen Besitz   – davon bei denen das Recht zur Weiterveräusserung oder Verpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde Im Rahmen von Securities Lending als Sicherheiten oder von Securities Borrowing geborgten sowie von Reverse-Repurchase-Geschäften erhaltenen Wertschriften, bei denen das Recht zur Weiterveräusserung oder Weiterverpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde   – davon weiterverpfändete oder weiterverkaufte Wertschriften

62 467

27 000 000 85 000 000

175 000 000

111 996 264

174 991 486


WIR Bank Geschäftsbericht 2010

Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

3.7 verpflichtungen gegenüber eigenen vorsorgeeinrichtungen Für die meisten Mitarbeiter der WIR Bank bestehen Vorsorgeeinrichtungen. Diese Pensionspläne sind beitragsorientiert. Abgesehen von Teilzeitangestellten und Lehrlingen, werden alle Mitarbeiter, die in der Bank tätig sind, in zwei Vorsorgestiftungen versichert. Das Rentenalter wird grundsätzlich mit 64 Jahren (Frauen) resp. mit 65 Jahren (Männer) erreicht. Den Versicherten wird jedoch die Möglichkeit eingeräumt, ab dem 60. Altersjahr vorzeitig in den Ruhestand zu treten, unter Inkaufnahme einer Rentenkürzung. Eine Einrichtung deckt die Leistungen mit einer betraglich fixierten Obergrenze ab, während die zweite Einrichtung den überschiessenden Teil versichert. Sämtliche Risiken sind bei Versicherungsgesellschaften rückversichert. Eine versicherungstechnische Expertise wurde erstellt. Der Deckungsgrad beträgt 101,6 %.

Berichtsjahr Vorjahr CHF CHF

Arbeitgeberbeitragsreserve

1 506 220

1 448 289

3.8 Ausstehende Obligationenanleihen Gewichteter Ausstehender Betrag Ausstehender Betrag Ausgabejahr Durchschnittszins Fälligkeit Berichtsjahr Vorjahr % CHF CHF

Pfandbriefbank schweiz. Hypothekarinstitute WIR Bank Genossenschaft

2001–2010 2008

2,578 4,15

2011–2029 01.07.2011

613 200 000 30 000 000

605 200 000 30 000 000

Total ausstehende Obligationenanleihen

643 200 000

635 200 000

fällig 2011 2012 2013 2014 2015 nach 2015 Total CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF

Pfandbriefbank schweiz. Hypothekarinstitute WIR Bank Genossenschaft

95 000 000 158 000 000 30 000 000

54 600 000

80 000 000 15 300 000

210 300 000

613 200 000 30 000 000

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3.9 Wertberichtigungen und Rückstellungen/Reserven für allgemeine Bankrisiken

Änderung der Wiedereingänge, N Stand Zweckkonforme Zweckbestimmungen überfällige Zinsen, Ende Vorjahr Verwendungen (Umbuchungen) Währungsdifferenzen E CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF

Wertberichtigungen und Rückstellungen für Ausfallrisiken (Delkredere und Länderrisiken) Übrige Rückstellungen Total Wertberichtigungen und Rückstellungen gemäss Bilanz Reserven für allgemeine Bankrisiken

25 344 298 -1 450 024 71 996 765 97 341 063

-2 452 685 1 155 906 2 452 685

-1 450 024

1 155 906

69 000 000

3.10 Gesellschaftskapital

Berichtsjahr V Berichtsjahr Berichtsjahr dividendenberechtigtes V Gesamtnominalwert Stückzahl Kapital Gesellschaftskapital CHF CHF CHF CHF

Genossenschaftskapital

17 680 000

884 000

17 680 000

Total Gesellschaftskapital

17 680 000

884 000

17 680 000

3.11 Nachweis des Eigenkapitals Eigenkapital am Anfang des BerichtsjahresCHF Einbezahltes Gesellschaftskapital Allgemeine gesetzliche Reserve Reserve für eigene Beteiligungspapiere Reserven für allgemeine Bankrisiken Bilanzgewinn

17 680 000 220 264 851 4 113 754 69 000 000 12 036 981

Total Eigenkapital am Anfang des Berichtsjahres (vor Gewinnverwendung)

323 095 586

+  Andere Zuweisungen -  Dividende und andere Ausschüttungen aus dem Jahresgewinn des Vorjahres +  Jahresgewinn des Berichtsjahres

9 000 000 7 477 186 11 870 391

Total Eigenkapital am Ende des Berichtsjahres (vor Gewinnverwendung) davon

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Einbezahltes Gesellschaftskapital Allgemeine gesetzliche Reserve (davon Reserve aus Kapitaleinlagen 90 414 657 CHF) Reserve für eigene Beteiligungspapiere Reserven für allgemeine Bankrisiken Bilanzgewinn

336 488 791 17 680 000 226 741 487 1 637 118 78 000 000 12 430 186


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Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

Neubildungen Auflösungen zulasten zugunsten Stand Erfolgsrechnung Erfolgsrechnung Ende Berichtsjahr CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF

2 300 000

22 597 495 72 149 450

2 300 000

94 746 945

9 000 000

78 000 000

Vorjahr Vorjahr Vorjahr dividendenberechtigtes Gesamtnominalwert Stückzahl Kapital CHF CHF CHF CHF

17 680 000

884 000

17 593 380

17 680 000

884 000

17 593 380

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

3.12 Fälligkeitsstruktur des Umlaufvermögens, der Finanzanlagen und des Fremdkapitals

auf Sicht kündbar Umlaufvermögen CHF/CHW CHF/CHW CHF

Flüssige Mittel 13 927 288 Forderungen gegenüber Banken 36 775 862 12 587 880 Forderungen gegenüber Kunden CHW 216 059 068 Forderungen gegenüber Kunden CHF 3 588 131 409 111 342 Hypothekarforderungen CHW 668 486 080 Hypothekarforderungen CHF 2 699 139 369 769 558 Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen 135 449 409 Finanzanlagen 4 275 849 Total Umlaufvermögen Berichtsjahr

196 715 677

1 676 013 929

Total Umlaufvermögen Vorjahr

174 626 144

1 666 329 595

Fremdkapital

Verpflichtungen gegenüber Banken 85 596 901 Verpflichtungen gegenüber Kunden CHW Verpflichtungen gegenüber Kunden CHF in Spar- und Anlageform 1 561 559 500 Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden CHF 168 797 844 Anleihen und Pfandbriefdarlehen Total Fremdkapital Berichtsjahr

254 394 745

1 561 559 500

Total Fremdkapital Vorjahr

344 084 770

1 431 271 956

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

fällig fällig nach 3 Monaten fällig nach 12 Monaten fällig innert 3 Monaten bis zu 12 Monaten bis zu 5 Jahren nach 5 Jahren immobilisiert Total CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW

62 467 3 350 235 4 460 374 18 352 251 2 030 647 97 591 640 241 278 579 951 372 967 161 423 055 22 603 146 54 988 939 269 226 088 23 200 916 7 945 998

13 927 288 49 426 209 216 059 068 440 892 981 668 486 080 1 824 134 938 135 449 409 382 240 936

123 545 021

300 727 892

1 239 013 773

186 654 618

7 945 998

3 730 616 909

191 125 682

75 277 030

1 355 458 558

174 937 395

19 261 116

3 657 015 520

30 000 000 797 344 443 5 251 443 21 817 000 29 416 000 5 722 000 125 000 000 307 900 000 210 300 000

115 596 901 797 344 443 1 561 559 500 231 004 287 643 200 000

5 251 443

146 817 000

367 316 000

1 013 366 443

3 348 705 131

11 145 443

94 698 053

445 364 000

945 929 891

3 272 494 113

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

3.13 Forderungen und Verpflichtungen gegenüber verbundenen Gesellschaften und Organkredite Berichtsjahr Vorjahr CHF/CHW CHF/CHW

Organkredite

20 393 111

21 354 525

17 675 636 1 017 475 1 700 000

16 847 750 1 064 775 3 442 000

Transaktionen mit nahestehenden Personen Die aufgeführten Organkredite beinhalten Forderungen gegenüber Verwaltungsratsmitgliedern, den obersten Mitgliedern der Geschäftsleitung sowie der internen Revisionstelle und setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Kontokorrentlimiten/-kredite und Darlehen zu Konditionen, wie sie gegenüber Dritten angewendet werden Kontokorrentlimiten/-kredite und Darlehen (CHW) unverzinst Darlehen mit 1 % Zinsreduktion

Die Verpflichtungen (Kontokorrent/Anlagekonten) gegenüber den Organen werden nicht zu Vorzugskonditionen verzinst und belaufen sich per Ende 2010 auf CHF 1 079 727 (Vorjahr: CHF 1 714 543). Die übrigen Transaktionen (v.a. Zahlungsverkehr) mit nahestehenden Personen werden zu Konditionen durchgeführt, wie sie für Dritte zur Anwendung gelangen.

50


WIR Bank Geschäftsbericht 2010

Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

3.14 Bilanz nach In- und Ausland Berichtsjahr Inland Berichtsjahr Ausland Vorjahr Inland Vorjahr Ausland

Aktiven CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW CHF/CHW Flüssige Mittel Forderungen gegenüber Banken Forderungen gegenüber Kunden CHW Forderungen gegenüber Kunden CHF Hypothekarforderungen CHW Hypothekarforderungen CHF Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Finanzanlagen Beteiligungen Sachanlagen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Aktiven Total Aktiven

13 927 288 49 426 209 216 059 068 440 706 217 186 764 668 392 580 93 500 1 823 241 888 893 050 52 863 160 82 586 249 265 298 094 116 942 842 1 280 200 52 442 100 13 629 921 1 519 945 3 598 786 670

200 702 405

14 981 690 14 330 186 206 952 143 327 749 522 669 217 540 1 783 973 553 43 612 834 344 402 836 1 274 200 43 379 804 15 913 578 1 916 249 3 467 704 135

187 979 93 500 472 000 97 188 073 153 853 664

251 795 216

Passiven Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform Verpflichtungen gegenüber Kunden CHW Verpflichtungen gegenüber Kunden CHF Anleihen und Pfandbriefdarlehen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Passiven Wertberichtigungen und Rückstellungen Reserven für allgemeine Bankrisiken Genossenschaftsstammkapital Gesetzliche Reserven Reserve für eigene Stammanteile Gewinnvortrag Jahresgewinn Total Passiven

115 596 901 1 543 868 293 17 691 207 794 090 141 3 254 302 228 978 052 2 026 235 643 200 000 9 434 625 10 113 583 94 746 945 78 000 000 17 680 000 226 741 487 1 637 118 559 795 11 870 391 3 776 517 332

22 971 743

175 792 253 1 417 430 997 786 913 709 237 891 707 635 200 000 12 602 885 13 965 704 97 341 063 69 000 000 17 680 000 220 264 851 4 113 754 486 714 11 550 267 3 700 233 904

13 840 959 3 224 182 2 200 306

19 265 447

3.15 Aktiven nach Ländern/Ländergruppen Berichtjahr Berichtjahr Vorjahr Vorjahr Absolut Anteil Absolut Anteil Aktiven CHF/CHW % CHF/CHW %

Schweiz 3 598 786 670 94,72 EU-Länder 120 347 442 3,17 Vereinigte Staaten und Kanada 18 783 203 0,49 Japan 5 200 299 0,14 Australien 8 321 419 0,22 Norwegen 42 042 910 1,11 Venezuela 3 001 553 0,08 Vereinigte Arabische Emirate 3 005 580 0,08 Russland Total Aktiven

3 799 489 075

100,00

3 467 096 844 163 378 965 19 446 789 4 743 557 8 237 073 47 562 390 3 002 146 3 015 987 3 015 600

93,21 4,39 0,52 0,13 0,22 1,28 0,08 0,08 0,08

3 719 499 351

100,00

51


WIR Bank Geschäftsbericht 2010

3.16 Bilanz nach wesentlichsten Währungen Aktiven CHF/CHW EUR USD NOK Flüssige Mittel Forderungen gegenüber Banken Forderungen gegenüber Kunden CHW Forderungen gegenüber Kunden CHF Hypothekarforderungen CHW Hypothekarforderungen CHF Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Finanzanlagen Beteiligungen Sachanlagen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Aktiven Total bilanzwirksame Aktiven

13 927 288 36 522 777 1 140 224 5 780 338 2 530 043 216 059 068 440 892 981 668 486 080 1 824 134 938 55 895 234 8 527 172 15 280 254 42 042 910 351 996 987 18 457 842 1 280 200 52 442 100 13 629 921 1 378 112 13 659 6 874 3 676 645 686

9 681 055

39 525 308

44 572 953

Lieferansprüche aus Devisenkassa-, Devisenterminund Devisenoptionsgeschäften Total Aktiven

3 676 645 686

9 681 055

39 525 308

44 572 953

9 681 055

39 525 308

44 572 953

Passiven Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform Verpflichtungen gegenüber Kunden CHW Verpflichtungen gegenüber Kunden CHF Anleihen und Pfandbriefdarlehen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Passiven Wertberichtigungen und Rückstellungen Reserve für allgemeine Bankrisiken Genossenschafts-Stammkapital Allgemeine gesetzliche Reserve Reserve für eigene Stammanteile Gewinnvortrag Jahresgewinn Total bilanzwirksame Passiven Lieferverpflichtungen aus Devisenkassa-, Devisenterminund Devisenoptionsgeschäften Total Passiven Netto-Position pro Währung

52

115 596 901 1 561 559 500 797 344 443 231 004 287 643 200 000 9 434 625 4 871 109 94 746 945 78 000 000 17 680 000 226 741 487 1 637 118 559 795 11 870 391 3 794 246 601

5 242 474 3 799 489 075 -122 843 389


WIR Bank Geschäftsbericht 2010

Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

GBP AUD YEN Übrige

2 514 898 547 604 389 275 1 050 8 321 419 5 200 299 182 121 11 786 107 14 301 005

8 869 023

5 589 574

183 171

121 300 14 301 005

8 869 023

5 710 874

183 171

14 301 005

8 869 023

5 710 874

183 171

53


WIR Bank Geschäftsbericht 2010

4.3 Offene derivative Finanzinstrumente

Handelsinstrumente Handelsinstrumente H positiver Wieder- negativer Wieder- Handelsinstrumente beschaffungswert beschaffungswert Kontraktvolumen Devisen CHF CHF CHF CHF CHF CHF

Termingeschäfte

121 300

5 867 500

Zinsinstrumente Swaps

5 242 474

100 000 000

Beteiligungstitel Optionen (exchange traded) Total vor Berücksichtigung der Nettingverträge Berichtsjahr

121 300

5 242 474

105 867 500

Total vor Berücksichtigung der Nettingverträge Vorjahr

591 912

6 138 884

147 618 025

Positive Wiederbeschaffungswerte (kumuliert) N

Total nach Berücksichtigung der Nettingverträge Berichtsjahr

Total nach Berücksichtigung der Nettingverträge Vorjahr

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WIR Bank Gesch채ftsbericht 2010

Vorwort Organisation Aus der Gesch채ftst채tigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

Hedging-Instrumente Hedging-Instrumente positiver Wieder- negativer Wieder- Hedging-Instrumente beschaffungswert beschaffungswert Kontraktvolumen CHF CHF CHF CHF CHF CHF

Negative Wiederbeschaffungswerte (kumuliert)

5 121 174

5 546 972

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

5.2 Aufgliederung des Erfolges aus dem Handelsgeschäft und aus eigenen Positionen Berichtsjahr Vorjahr

Erfolg aus dem Handel mit WIR-Stammanteilen Erfolg aus übrigen Handelsgeschäften Total Erfolg aus dem Handelsgeschäft und aus eigenen Positionen

-156 829 -11 751 119

-362 497 18 273 386

-11 907 948

17 910 889

5.3 Aufgliederung der Position Personalaufwand Berichtsjahr Vorjahr

Saläre: Sitzungsgelder und feste Entschädigungen an Bankbehörden, Gehälter und Zulagen AHV, IV, ALV und andere gesetzliche Zulagen Beiträge an Personal- und Wohlfahrtseinrichtungen, Kadervorsorge Personalnebenkosten Total Personalaufwand

22 271 846 1 827 467 2 713 069 939 724

21 794 221 1 802 215 2 708 048 687 971

27 752 106

26 992 455

5.4 Aufgliederung der Position Sachaufwand Berichtsjahr Vorjahr

Raumaufwand Aufwand für EDV, Maschinen, Mobiliar, Fahrzeuge und übrige Einrichtungen sowie Leasingaufwand übriger Geschäftsaufwand Total Sachaufwand

1 524 905 2 228 730 9 966 768

1 818 156 1 943 018 11 252 532

13 720 403

15 013 706

5.5 Erläuterungen zu ausserordentlichen Erträgen und Aufwänden, zu wesentlichen Auflösungen von stillen Reserven und zu Reserven für allgemeine Bankrisiken Beim ausserordentlichen Ertrag von CHF 2,6 Mio. handelt es sich hauptsächlich um: CHF 1,5 Mio. Auflösung Rückstellung für Delkredere Beim ausserordentlichen Aufwand von CHF 9 Mio. handelt es sich hauptsächlich um: CHF 9,0 Mio. Zuweisung Reserve für allgemeine Bankrisiken

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

Vorwort Organisation Aus der Geschäftstätigkeit Jahresrechnung Anhang zur Jahresrechnung

6 Offenlegung gemäss Eigenmittelvorschriften 6.1 Gewählte Ansätze Die WIR Bank hat die Umstellung auf die neuen Eigenmittelvorschriften (Basel II), welche per 1. Januar 2008 in Kraft getreten sind, erstmals per 31. März 2008 offiziell erstellt und rapportiert. Zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen für Kreditrisiken, Marktrisiken und operationelle Risiken steht der WIR Bank unter Basel II eine Auswahl verschiedener Ansätze zur Verfügung. Die WIR Bank hat sich für folgende Ansätze entschieden: Kreditrisiko – S chweizer Standardansatz (SA-CH) –D  erivate: Marktwertmethode –B  esicherte Transaktionen: Subsitutionsansatz – E xterne Ratings: sofern verfügbar werden externe Ratings von Moody’s für die Positionsklassen «Zentralregierungen und Zentralbanken», «Banken und Effektenhändler», «Unternehmen» und «andere Institutionen» verwendet –N  etting: Netting beschränkt sich auf die gesetzlich vorgesehenen Verrechnungsmöglichkeiten. Allfällig vorhandene vetragliche NettingVereinbarungen sind derzeit nicht vorhanden. Marktrisiko: – Marktrisiko-Standardansatz

Operationelles Risiko: – Basisindikatoransatz

6.2 Anrechenbare und erforderliche Eigenmittel Berichtsjahr Berichtsjahr Vorjahr Vorjahr CHF CHF CHF CHF

Bruttokernkapital (nach Berücksichtigung der eigenen Beteiligungstitel, welche abzuziehen sind)   – davon Minderheitsanteile   – davon «innovative» Instrumente

327 116 487

311 504 646

Andere Elemente, die vom Kernkapital abzuziehen sind Anrechenbares Kernkapital Ergänzendes Kapital und Zusatzkapital Übrige Abzüge vom ergänzenden Kapital, vom Zusatzkapital und vom Gesamtkapital

520 100 326 596 387 8 355 646

517 100 310 987 546 9 495 396

520 100

517 100

Anrechenbare Eigenmittel

334 431 933

319 965 842

Kreditrisiko (nach Schweizer Standardansatz) Nicht gegenparteibezogene Risiken (nach Schweizer Standardansatz)

153 104 148 19 724 511

142 571 913 18 339 258

Marktrisiko (nach Schweizer Standardansatz) 22 371 219   – davon auf Zinsinstrumente 835 634 1 423 473 9 251 200 9 199 028   – davon auf Beteiligungstitel 12 284 386 13 159 381   – davon auf Devisen und Edelmetalle

23 781 882

Operationelles Risiko (nach Basisindikatoransatz) Abzüge von den erforderlichen Eigenmitteln

7 918 281 4 040 817

8 569 117 4 148 464

Erforderliche Eigenmittel

199 077 342

189 113 707

Eigenmittel Deckungsgrad

168 %

169 %

BIZ-Ratio (anrechenbare Eigenmittel)

13,44 %

13,54 %

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WIR Bank Geschäftsbericht 2010

Bericht der Revisionsstelle An die Generalversammlung der WIR Bank Genossenschaft, Basel

Bericht zur Jahresrechnung Als Revisionsstelle haben wir die beiliegende Jahresrechnung der WIR Bank Genossenschaft, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung, Mittelflussrechnung und Anhang (Seiten 26 bis 57), für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

gemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.

Prüfungsurteil Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.

Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der An-

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Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Deloitte AG Rolf Schönauer Zugelassener Revisionsexperte Leitender Revisor Basel, 14. März 2011

Michael Stucki Zugelassener Revisionsexperte


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WIR Bank allgemein - Geschäftsbericht 2010