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Ausgabe Nummer

POST

120 Jahre Winkler

Die Lieferanten

JOHANN'S by Winkler

Köstlichkeiten

Was bisher geschah und

Lernen Sie ab Seite 20 un-

Neue Filiale, neues Konzept.

Ab Seite 32 stellen wir Ihnen

was sich seit 120 Jahren

sere Lieferanten für Mehl,

Seit April 2018 sind wir in

Produkte aus unserer Back-

gekonnten Backens in der

Eier und Milch persönlich

der Linzer Landstraße als

stube vor, die Sie kennen

Bäckerei verändert hat.

kennen.

JOHANN'S vertreten.

sollten.

001


Handwerk seit 120 Jahren N AT Ü R L I C H I N 4. G E N E R AT I O N

D

ie Kraft der Natur bietet uns von sich aus alles, um gutes Brot herzustellen – darauf vertraute schon Opa Johann im Jahre 1898 und wir führen es bis heute genauso fort. Die NATUR und unsere ausgezeichneten Bäckerinnen und Bäcker machen unser Brot täglich saftig, knusprig, köstlich und natürlich frisch.

Besonders wichtig ist uns, dass wir Produkte ohne Konservierungsstoffe und sonstige künstliche Zusätze herstellen.

WIR LIEBEN UNSER HANDWERK …

… und das schon immer. Mit den hochwertigen, heimischen und natürlichen Zutaten rühren und kneten unsere Bäckermeisterinnen und Bäckermeister jeden Tag frisch die verschiedenen Teige für unser Brot und Gebäck. Es werden Teige mit Oliven, Kräutern, Kernen oder anderen besonderen Zutaten verfeinert. Jede einzelne Portion Teig wird dann in der Backstube mit Liebe geformt, bestreut, getunkt, geflochten, gestanzt oder gedreht und für Sie frisch knusprig gebacken. Der Tradition des Hauses seit 120 Jahren folgend, legen wir heute mehr denn je unser Augenmerk auf ursprüngliche Teigzubereitung, lange Reifezeiten und schonende händische Verarbeitung der Teige.

2 / 3 – Handwerk

HOLZOFEN & STEINPLATTE

DIE KONDITOREI

In der Backstube steht ein Holzbackofen, auf dem wir unser Holzofenbrot nach alter Tradition backen. Ein weiterer Ofen, ein sogenannter Dampfbackofen, ist mit Steinplatten ausgekleidet. Hier werden unsere Brote einmal oder sogar zweimal gebacken, unter anderem das Florianer Stiftsbrot, das OPA JOHANN BROT oder der Bauernlaib. Beim ersten Backvorgang bekommt der Teig seine flaumige Krume. Das Brot kommt dann auf ein Gitter zum Auskühlen und Nachziehen, bevor es ein zweites Mal in den Ofen kommt, wodurch dann die herrliche Kruste entsteht. Die Teige werden meist nur mit Sauerteig, Mehl, Wasser und Salz, hergestellt. Zum unvergleichlichen Aroma unserer Brote tragen vor allem unsere insgesamt vier verschiedenen Natursauerteige, die langen Reifezeiten, die zum Teil über 48 Stunden gehen, und das Backen auf unseren traditionellen Backöfen bei. In unserer hauseigenen Gewürzmühle können wir Koriander, Brotklee, Fenchel u. v. m. frisch mahlen und direkt weiterverarbeiten, sodass alle Aromastoffe im Produkt landen. Geröstetes Roggenmehl sorgt für einen besonders rustikalen Geschmack.

Alle süßen Köstlichkeiten, die Sie in unserer Vitrine finden, sind hausgemacht. So gibt es zum Beispiel die besonders feinen „Oma Milli Törtchen” oder das „Opa Johann Törtchen” mit den besonderen Mousses aus verschiedenen Schokoladen, Joghurt und Früchten. Denn es ist unser höchstes Ziel, dass jedes Stück etwas ganz besonderes für den Genießer ist. Unsere Konditorinnen und Konditoren sorgen dafür – jeden Tag.

Mehr Informationen über unsere verschiedenen Produkte gibt es in der Winkler Brotbroschüre. Sie liegt an der Theke in allen unseren Filialen für Sie zur freien Entnahme.

„Das Kreieren von Torten ist für mich nicht nur meine Arbeit – ich kann meiner Kreativität freien Lauf lassen und bin bemüht, jedes Werk liebevoll zu gestalten. Die Kunden sagen, das schmeckt man auch.”

Konditorin Brigitta


Der Tradition des Hauses folgend legen wir heute mehr denn je unser Augenmerk auf ursprüngliche Teigbereitung, lange Reifezeiten und schonende, händische Verarbeitung. Gerhard Winkler

Ausgabe 001 – Bäckerei Winkler


E

ines ist klar – hier werden Sie verwöhnt! Neben frischem Brot und Gebäck, exzellentem Kaffee und Köstlichkeiten aus der Küche, können Sie sich in unserem familiären & gemütlichen JOHANN'S hervorragende Mehlspeisen oder ein sagenhaftes Frühstück gönnen. Auch für die kleinen Gäste wird in unserem umfangreichen Spielbereich bestens gesorgt. MITTEN IN DER LINZER LANDSTRASSE,

perfekt gelegen zwischen dem PassageKaufhaus und der Ursulinenkirche, erstreckt sich das JOHANN'S über zwei Etagen in dem schönen blauen Altbau. Das JOHANN'S ist die erste Linzer Filiale der Bäckerei Winkler, dessen Inhaber Gerhard Winkler damals schon in dem alten „Hofmann Haus” das Bäckerhandwerk er-lernt hat. Das JOHANN'S hat seinen Namen von Johann Winkler, der damals im Jahr 1898 die Bäckerei Winkler gegründet hat. Heute umfasst der Betrieb von Gerhard Winkler 13 Filialen von Mauthausen über Perg, St. Valentin und vielen weiteren Orten. Eröffnet wurde das JOHANN'S im April 2018.

OPA JOHANN & OMA MILLI

Während Johann Winkler schon immer mit Leidenschaft neue Brotsorten erfand, war Oma Milli die Expertin für süße Köstlichkeiten. Sie kreierte Kuchen, Plunder und andere hinreißende Mehlspeisen, welche den Kunden schon damals ausgezeichnet schmeckten. Unser einzigartiges „OPA JOHANN BROT“ wird noch immer nach dem alten Rezept von Johann I. hergestellt und erfreut sich großer Beliebtheit bei unseren Kunden. Die Süßspeisen in der Vitrine werden nach den hauseigenen, originalen Rezepten von Oma Milli gebacken. Deshalb kommen bei uns – damals so wie heute – keine Vormischungen, keine künstlichen Zusätze oder Konservierungsmittel in die Rührschüssel!

Es war einmal ein Bäckersmann, allseits bekannt unter dem Namen JOHANN. Der hatte eine Backstube draußen, am Lande bei Mauthausen. Heinrich hieß der Bäckerssohn, der seines Vaters Vater Tradition, des Brotbackens vorangetrieben – wenn’s so gut schmeckt, MUSS man es lieben! Gebäck, Kuchen und süße Naschereien, Oma Milli fällt immer etwas Neues ein. Die Rezepte gehören zur Tradition, seit über 120 Jahren schon. Und noch in vierter Generation, wie seines Vaters Vaters Vater schon, bäckt Gerhard Winkler für groß und klein, Erwachsene und Kinderlein.

GRA

BEN

WIR HABEN GEÖFFNET PASSAGE LINZ KT

TAUBENMAR

ADRESSE

Mo – Fr

06:00 – 19:00 Uhr

JOHANN'S by Winkler

Sa

06:00 – 18:00 Uhr

Landstraße 27

So & Feiertag

07:30 – 18:00 Uhr

4020 Linz

LANDSTRASSE 27

Tel.: +43 (0) 732 77 51 59

4 / 5 – JOHANN'S


Warme KĂźche

Hauseigene Kuchen


Exzellente Mittagsgerichte W A R M E S P E I S E N U N D F R Ü H S T Ü C K D E N G A N Z E N TA G LA N G !

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arf es eines der köstlichen Muntermachfrühstücke von unserer Frühstückskarte sein? Eines unserer köstlichen Gerichte aus der ganztägig warmen Küche? Oder ein Café Latte mit Süßem wie Kuchen, Strudel, Krapfen oder Plunder am Nachmittag? Oder einfach nur ein Espresso und die Tageszeitung? Warum und wann auch immer Sie uns besuchen – Frühstück und warmes Essen gibt es bei uns den ganzen

Tag und viele unserer Speisen & Getränke gibt es auch zum Mitnehmen. Also – bis bald, wir freuen uns auf Sie!

Backen und Kochen, einem Malbereich und vielem mehr. So sind Ihre kleinen Lieblinge beschäftigt und Sie können sich in aller Gemütlichkeit von uns verwöhnen lassen.

WOHLFÜHLEN & ENTSPANNEN

Damit auch unsere jüngsten Besucher lange zufrieden sind, gibt es bei uns im ersten Stock einen tollen Kinderspielbereich mit allem, was das Herz begehrt: Einem Puppenhaus, einer Küche zum

Perfekt für unsere kleinen Gäste!

6 / 7 – JOHANN'S


120 Jahre Winkler D I E G R Ü N D U N G D U RC H J O H A N N W I N K L E R I. UND SEINER FRAU ANNA

1898

1898 erwarb Johann Winkler I. (Opa Johann) das Haus Nr. 21 am Heindlkai (damals noch Nr. 63) in Mauthausen. Bereits seit 1830 wurde dort eine Bäckerei und Selcherei (eine damals übliche Kombination) betrieben. Johann und Anna Winkler führten den Betrieb als reine Bäckerei weiter.

8 / 9 – 120 Jahre Winkler


GrĂźndervater Johann Winkler I. (1898)


Johann II. und Milli WIEDERAUFBAU IN DER NACHKRIEGSZEIT

1937 übernahm Johann Winkler II. von seinen Eltern die Bäck-

1937

erei. Während der Kriegswirren war die Bäckerei bis 1947 geschlossen. Danach machten sich Johann und seine Ludmilla (Oma Milli) daran, die Produktion wieder aufzunehmen und führten den Opa Johann II. und Oma Milli

Betrieb bis 1968.

1968

Ab 1968 leiteten Heinrich und Elfriede Winkler die Geschicke der Bäckerei und bauten sie zu einem modernen Betrieb aus, in dem der traditionellen händischen Herstellung der Backwaren der

Opa Heinrich 1942

Vorrang gegeben wurde.

Elfriede & Heinrich 2018

10 / 11 – 120 Jahre Winkler


Johann Winkler II. (1937)


Neubeginn Ü B E R N A H M E D U RC H G E R H A R D W I N K L E R

1994 übernahm Gerhard Winkler zusammen mit seiner Frau

1994

Antje die Bäckerei von seinen Eltern Elfriede und Heinrich. Er führt nun die Traditionsbäckerei in 4. Generation und erweitert und modernisiert ebenfalls den Betrieb. „Der Tradition des Hauses folgend legen wir heute mehr denn je unser Augenmerk auf ursprüngliche Teigbereitung, lange Reifezeiten und schonende, händische Verarbeitung der Teige” sagt Gerhard Winkler.

2001 - 2015

2001 eröffnete das Bäckerei-Café im Fachmarktzentrum Perg. Die erste Winkler Filiale neben dem Stammhaus am Heindlkai. 2007 folgte die dritte Filiale, das Bäckerei-Café in Tragwein. 2008 und 2009 die Filialen in Steyregg und Gallneukirchen. 2011 kam die Filiale in Schwertberg dazu, 2012 wurden gleich drei neue Filialen eröffnet: Eine in Haag, das Brotgwölb Enns und eine im Donaupark Mauthausen. 2013 öffnete das Bäckerei-Café in der Herrenstraße in Perg seine Pforten, 2015 kam eine neue Geschäftsstelle in St. Valentin dazu.

12 / 13 – 120 Jahre Winkler


Heinrich Winkler (1942)


Modernisierung & Spezialisierung DIE NEUE BACKSTUBE

2016 war es endlich so weit – die neue Backstube wurde in der Freistädterstraße in Mauthausen gebaut. Wegen dem Wachstum der letzten Jahre ist die alte Produktionsstätte im Heindlkai einfach zu klein geworden. Hier gibt es endlich den Platz um neuen Ideen und Inspirationen freien Lauf zu lassen. 2016 wurde außerdem das BäckereiCafé in St. Florian eröffnet – die 12. Filiale der Bäckerei Winkler.

14 / 15 – 120 Jahre Winkler

2016


Antje & Gerhard Winkler


Tradition in 4. Generation 120 J A H R E B Ä C K E R E I W I N K L E R

2018

Zugleich mit dem 120-jährigen Jubiläum der Bäckerei Winkler eröffnete im April 2018 eine neue Filiale mit einem etwas anderen Konzept – das JOHANN'S in der Linzer Landstraße. Neben frischem Brot und Gebäck gibt es hier neu kreierte süße Verführungen sowie täglich warme Küche.

16 / 17 – 120 Jahre Winkler


Heinrich & Gerhard mit Elias Winkler

Die ganze Familie: Gerhard, Antje, Elias, Barbara, Heinrich und Elfriede Winkler


Impressionen aus 120 Jahren

Unsere Konditorinnen sind für unsere einzigartigen Süßspeisen verantwortlich

18 / 19 – 120 Jahre Winkler


Handwerkskunst: Unsere Butter Brioche Striezel werden seit jeher aus sechs Teigsträngen geflochten

Die Bäckermeister Max und Mathias mit drei Lehrlingen beim Formen der Brote

1937 Johann II. mit seinem Sohn Heinrich am Arm

Unsere Bäcker auf Seminar in Frankreich

Oma Milli mit ihren zwei Jungs auf der Bank vorm Haus

Die Mühle in der Backstube. Hier wird der tägliche Bedarf an Vollkornmehl selbst gemahlen, damit es ganz frisch verarbeitet werden kann und möglichst viele Vitalstoffe im Brot landen


Maria & Johann Hinterplattner M I LC H L I E F E R A N T A U S M A U T H A U S E N

20 / 21 – Milchlieferant


16 tüchtige Mädels

D I E M I LC H K Ü H E V O N F A M I L I E H I N T E R P LAT T N E R

Landwirt zu sein bedeutet für uns Lebensqualität pur. Wir möchten beruf lich nichts Anderes machen.

„ E

twa vier Minuten Fahrtzeit von der Winkler-Backstube entfernt kommen wir in das kleine Dörfchen Hinterholz. Dort ist es so ruhig und friedlich, dass wir am liebsten unser Auto am Ortsschild abgestellt hätten und zu Fuß weitergegangen wären, um die ländliche Idylle nicht zu stören. Wir biegen in die Einfahrt eines wunderschönen Bauernhofs der Familie Hinterplattner ein. Es duftet nach Heu und frischem Gras. Aus dem Stall kommt Johann Hinterplattner und begrüßt uns herzlich – er füttert gerade seine Kühe im Stall. Wir begleiten ihn auf seinem Fütterungsrundgang zu den Schweinen, während er uns etwas über die Geschichte seines Hofes erzählt.

„Seit 1850 ist der Nußböckhof in Familienbesitz. Wir sind mit zwölf Hektar ein relativ kleiner Betrieb. Auf dem Hof haben wir 16 Milchkühe, jede bekommt normalerweise jährlich ein Kalb. Die Stierkälber werden verkauft und die Kuhkälbchen ziehen wir selber auf. Neben Kühen halten wir noch Schweine.“

Johann zeigt uns seine Schweine. Im Schweinestall steht eine große Sau mit ihren Ferkeln. Johann mäht mit der Sense eine Portion Gras für seine Schweine ab und füttert sie damit. „Schweine fressen gerne frisches Gras. Wir achten darauf, dass wir nur Futter vom eigenen Hof verfüttern – gentechnikfreies Futter ist uns besonders wichtig. Das frische Gras enthält viel Eiweiß und ich muss weniger Eiweißfutter zufüttern”, erklärt er uns.

Ausgabe 001 – Bäckerei Winkler


4

Minuten

Nur vier Minuten von unserer Backstube entfernt liegt das Dorf Hinterholz. Hier befindet sich der Hof von Maria und Johann Hinterplattner – unseren Frischmilchlieferanten.

22 / 23 – Milchlieferant


Mehr Fairness FÜR REGIONALE KLEINBAUERN

A FAIRE MILCH

„A faire Milch ist eine Vereinigung von Milchbauern, die sich dafür einsetzt, dass 10 Cent pro Liter Milch direkt an die Kleinbauern zurückverrechnet wird. Das hilft die Zukunft von heimischer Qualitätsmilch zu sichern und bietet den Kleinbauern eine faire Zukunftschance“, erklärt uns Johann. Die Familie Hinterplattner ist „A faire Milch“-Partner, wie die rot-weiß-rote Kuh auf der Wiese neben dem Hof symbolisiert. Wir gehen zurück in den offenen Kuhstall. Die drei kleinsten Kälbchen sind hungrig und warten schon sehnsüchtig auf ihre Milch. Sie sind sieben Tage, neun Tage

und zwei Wochen alt. Johann treibt eine Mutterkuh, die noch nicht gemolken wurde, in eine Box und die drei Kälbchen laufen sofort zu ihr – sie fangen alle an zu saugen und trinken sich genüsslich satt. „Wenn die Kälbchen noch so klein sind, reicht die Milch einer Kuh für alle drei leicht aus. Später muss ich zufüttern, weil sie sonst nicht satt werden“, sagt Johann, während wir entzückt zusehen wie die Kälbchen trinken. “Jede Kuh gibt durchschnittlich ca. 16 Liter Milch am Tag. Zwei Monate bevor das nächste Kälbchen kommt, wird sie nicht mehr gemolken. Die Temperatur im Stall

ist immer gleich wie draußen, Sommer wie Winter. Das macht den Kühen nichts aus, im Gegenteil. Seit wir den offenen Stall haben sind unsere Kühe so gut wie nie mehr krank.” Johann zeigt uns den hofeigenen Selbstbedienungsbereich. Dort können sich die Kunden ihre Milch selber in ein mitgebrachtes Gefäß füllen. „Wir verkaufen Rohmilch sowie pasteurisierte Milch. Topfen und Joghurt kann man vorbestellen. Es kommen mittlerweile auch viele junge Familien und kaufen ihre Milch bei uns ein.”

Unsere Kühe und Schweine versorgen wir nur mit Futter vom eigenen Hof.

Auch die Schweine fühlen sich auf dem Bauernhof der Familie Hinterplattner sauwohl.

Ausgabe 001 – Bäckerei Winkler


Familie Huemer N A T U R K O R N M Ü H L E I N A LT H E I M

24 / 25 – Naturkornmühle


Korn für Korn

O H N E U M W E G E I N U N S E R B ROT

Regionalität ist unsere Philosophie. Die Getreidelieferanten sind Bauern aus der Region.

„ D

ie Huemer Mühle ist der Lieferant für den wichtigsten Rohstoff der Bäckerei Winkler: Das Getreide. Hier werden vor allem Urdinkelmehl sowie Korn für die hauseigene Mühle der Backstube in verschiedenen Sorten eingekauft. Zwischen Wiesen und rauschenden Bächen liest man in dem kleinen Ort Stern bei Altheim ein Schild: „Huemer Mühle – Naturkornprodukte“. Die Straße zur Mühle führt durch eine schmale Allee, dahinter sieht man das idyllische alte Mühlenhaus mit seinen blauen Fenstern und dem Bach. Wir werden von Markus, Gabriele und Thomas Huemer herzlich empfangen. Bei einer Tasse Kaffee und unglaublich guten, selbstgemachten Dinkelknusperwaffeln erzählt uns die Familie Huemer die Geschichte ihrer Mühle.

„Seit dem 14. Jahrhundert ist die Mühle in Familienbesitz. Wir achten sehr darauf, dass wir nur Getreide aus der Region vermahlen. Einige Dinkelsorten kommen aus dem Waldviertel, aber nach Möglichkeit vermeiden wir weite Transportwege unserer Lieferanten sowie zu den Betrieben, die wir beliefern. Regionatität ist unser Ausrufezeichen!“, erklärt uns Markus Huemer.

Die Mühle läuft an sechseinhalb Tagen jede Woche. Was die Huemer Mühle besonders von größeren Mühlen unterscheidet, ist, dass der Dinkel selber abgespelzt werden kann. Da die Dinkelkörner mit den Spelzen verwachsen sind, muss man vor der Vemahlung einen separaten Arbeitsschritt einlegen. Bei einer Dinkellieferung von beispielsweise 50 Kubikmeter bleiben nach der Entspelzung 50 Kubikmeter Spelzen als Abfall und nur ca. 20 Kubikmeter Dinkelkörner übrig.

Ausgabe 001 – Bäckerei Winkler


90

Minuten

120 km von der Winkler-Backstube entfernt, hat sich die Huemer Mühle auf das Vermahlen von Urdinkel spezialisiert. Warum diese Dinkelsorten nicht jede Mühle vermahlen kann, haben wir herausgefunden.

26 / 27 – Naturkornmühle


Es klappert die Mühle M I T G R Ü N E M S T RO M

„Im Moment arbeiten wir an einer Dinkelspelzen-Heizung für unseren Betrieb, um diese unglaublich großen Mengen an Abfall thermisch verwerten zu können. Wir vermahlen unter anderem drei verschiedene Sorten Urdinkel“, erklärt Thomas. “Die Urdinkelsorten wurden nie mit Weizen gekreuzt und sind somit noch genetisch rein.” Einer der Gründe, warum die Bäckerei Winkler bei der Huemer Mühle ihr Mehl und Getreide bezieht, ist der Urdinkel. „Wir vermahlen auch Bohnen, Linsen,

Lupinen, Buchweizen und alle gängigen Getreidesorten sowieso. Wegen diesen besonderen Sorten kommen Kunden aus ganz Österreich und Deutschland zu uns. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf Großkunden in der Umgebung, wie die Bäckerei Winkler. Auch das Bio-Demeter-Korn vom Stift St. Florian wird bei uns vermahlen.“ Das St. Florianer Stiftsbrot wird ausschließlich aus diesem Mehl auf einer Steinplatte doppelt gebacken. Wir gehen weiter durch das Mühlengebäude zum Mahlwerk.

„Je nach Getreidesorte und gewünschtem Endprodukt braucht es sehr viele Arbeitsschritte. Zuerst werden Fremdkörper, wie z. B. Steine aussortiert. Des weiteren wird entspelzt, geschrotet, gemahlen, gesiebt und so weiter, bis das fertige Produkt ausgeliefert oder abgeholt werden kann. Tradition ist uns wichtig, aber wir versuchen unsere Arbeitsabläufe immer zu optimieren, uns stetig zu verbessern. Das macht uns zu einem modernen Betrieb“, erklären uns Markus und Thomas. „Wir sind wirklich stolz darauf, dass wir den Hauptrohstoff für die Produkte der Bäckerei Winkler aus unserer Mühle direkt liefern dürfen.“

Seit 1992 ist der Betrieb BIOzertif iziert und war somit einer der ersten Mühlen mit BIO-Zertif ikat.

Die fünf Solarpaneele der Photovoltaikanlage produzieren 60 % des Strombedarfs.

Ausgabe 001 – Bäckerei Winkler


Elisabeth & Johann Zehethofer EIERLIEFERANT AUS ENGERWITZDORF

28 / 29 – Eierlieferanten


Zwei Hektar Fr-Eiland

P LAT Z F Ü R H Ü H N E R

Das Futter bauen wir selber an. Wir haben uns freiwillig dazu verpf lichtet, gentechnikfrei zu füttern.

„ I

nmitten des herrlichen Hügellandes von Engerwitzdorf liegt in der kleinen Ortschaft Zinngießing der große Bauernhof der Familie Zehethofer. Drumherum gelb blühende Rapsfelder, Mohnfelder und Wald sowie das Gehege für das Dammwild und das Freilaufgehege der Hennen unter Obstbäumen. Sogar eine große Sandkiste zum Scharren haben die Hühner in ihrem Gehege. Der Hennenzaun erstreckt sich um eine große Fläche von Wiesen, Büschen bis hin zu einem Bach. Der satte Duft nach Blüten und Gräsern ist atemberaubend, ebenso die schöne Landschaft ringsum. Wir werden freundlich empfangen und lernen Elisabeth und Johann kennen. Die beiden bewirtschaften den Hof nun schon in vierter Generation.

„Wir haben 1.500 Freilandhühner. Die Hennen haben einen Stall und einen Wintergarten sowie zwei Hektar Auslauffläche. Den Schwerpunkt Freilandeier und Dammwild haben wir 2012 auf unserem Hof eingeführt. Davor hatten wir Milchkühe, Schweine, Stiere und nur ca. 100 Hühner.“

Die beiden gehen mit uns zum Hühnerstall und dem angrenzenden Verpackungsbereich für die ca. 1.500 Eier, die jeden Tag gelegt werden. Aussortiert, verpackt und für den Verkauf vorbereitet werden sie von Elisabeth händisch. „2012 haben wir den großen Rinderstall zu diesem Hennenstall umgebaut.“ Johann klopft an die Tür zum Stall, wartet einen Moment und öffnet sie dann erst. „Die Ladies mögen es gar nicht, wenn man einfach so die Tür aufmacht. Dann gibt es wildes Geflatter und Gegacker, weil sie sich

Ausgabe 001 – Bäckerei Winkler


29 Minuten Minuten

Jedes Mal wenn jemand in einer Winkler Filiale ein Frühstücksei bestellt, wissen wir genau wo es herkommt – vom Bauernhof der Familie Zehethofer in Zinngießing, nur 29 Minuten von unserer Backstube entfernt.


Bitte anklopfen! 1500 F E I N E D A M E N

sehr erschrecken“, erläutert er und öffnet die Türe vorsichtig. Die Hennen schauen uns neugierig an. „Nachts und vormittags bleiben die Hühner im Stall und im Wintergarten. In der Früh fangen sie an zu legen und erst um 11 Uhr machen wir das Freigehege auf. Wenn wir sie schon in der Früh hinauslassen, legen sie ihre Eier ins Gras und wir finden sie nicht mehr“, erklärt uns Elisabeth. „Die Hühner können das ganze Jahr über ins Freigehege. Aber sie fühlen sich auch im Stall sehr wohl und sind sehr wählerisch was das Wetter angeht. Bei

extremer Sonneneinstrahlung blendet es zu sehr – dann gehen sie erst am späten Nachmittag, wenn die Sonne tiefer steht, nach draußen“, sagt Johann lachend. „Bei Regenwetter lassen wir sie vorsorglich nicht raus, da die Hühner dann leicht krank werden können. Am liebsten haben sie es bewölkt.“ Neben den Hennen pflanzt der Betrieb Zehethofer Ölfrüchte an: Kürbis, Sonnenblumen, Hanf, Mohn, Kümmel, Raps und Distelpflanzen. „Wir pressen Öl seit 2003 in unserer eigenen Ölpresse und verkaufen dieses neben den Eiern in unserem eigenen

Hofladen und über regionale Nahversorger sowie am Markt. Mir gefällt besonders der direkte Kontakt mit meinen Kunden“, sagt Johann. Das Futter für die Hühner der Familie Zehethofer kommt hauptsächlich vom Anbau des eigenen Hofes . Der Abfall vom Ölpressen von Lein- und Kürbiskernen eignet sich besonders, da er viel Omega3-Fettsäuren enthält. „Wir füttern nur gentechnikfrei – was wir allerdings nicht müssten. Dazu haben wir uns freiwillig verpflichtet.“

Der persönliche Kontakt zu unseren Kunden ist uns besonders wichtig.

In der hauseigenen Ölpresse werden Raps-, Hanf-, Mohn-, Leinsamen und viele weitere Sorten kalt zu Speiseöl gepresst.

Ausgabe 001 – Bäckerei Winkler


Feine Sachen E I N K L E I N E R A U S Z U G U N S E R E S S O RT I M E N T S

OPA JOHANN BROT (1) Roggen- und Weizenmehl, Wasser, Natursauerteig und Salz – das sind die Zutaten, aus welchen unsere Bäckermeister einen besonders weichen Teig bereiten, der anschließend 24 Stunden reifen muss. Außen extra knusprig und innen besonders saftig – das über vier Generationen weitergegebene Familienrezept sorgt für ein unvergleichliches Broterlebnis. ST. FLORIANER STIFTSBROT (2) Das Florianer Stiftsbrot wird ausschließlich aus dem Mehl des eigens angebautem Bio-Demeter-Korn der Felder des Stiftes St. Florian zubereitet und auf der Steinplatte doppelt gebacken. Bis jetzt war es nur den Chorherren des Stiftes vorbehalten — also unbedingt probieren! Außen knusprig, innen flaumig und rundum ein Genuss.

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BIO DINKELBREZE & ROBERTINIS (3) Knusprig-leicht und fein gewürzt – die Brezen und Robertinis aus unserem Backwarensortiment schmecken einfach immer. Ob als Snack beim Familienausflug, als Knabberei zu einem Gläschen Wein oder zu einem spannenden Fußballspiel am Abend, hier greift jede(r) zu.

DINKEL VOLLKORNWECKERL (4) Das volle Urdinkelkorn wird für den Teig in unserer hauseigenen Mühle frisch vermahlen. Salz, Malz, Hefe und Wasser kommen noch dazu und fertig ist der Teig für unser Dinkel Vollkornweckerl. Nach der Teigreifung händisch geformt, getunkt und frisch knusprig gebacken, ist es ein Muss für jeden Frühstückstisch. Der volle, nussige Geschmack des Urdinkels ist besonders charakteristisch.

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32 / 33 – Feine Sachen


WINKLER KIPFERL (5) Fein-nussig und nicht zu süß. Das original Winkler Kipferl mit frisch geriebenen Nüssen, Staubzucker obendrauf und gerösteter Nuss-Butterfüllung ist der perfekte Begleiter zum Kaffee am Nachmittag. Ein einziger GeNUSS!

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OLIVEN - & CRANBERRY-WALNUSSSTANGERL (6) Diese beiden Köstlichkeiten wechseln sich saisonal ab. Im Sommer gibt es die Oliven-Kreation. Mit reichlich Kalamata-Oliven im Teig, darf das Olivenstangerl bei keinem Grillfest fehlen. In den kalten Monaten backen wir das Cranberry-Walnussstangerl mit saftig-säuerlichen Cranberries und knackigen Walnüssen im Teig. 6

URDINKEL VOLLKORN (7) So wie das helle Urdinkelbrot wird auch das Urdinkel Vollkorn aus 100 % Urdinkelmehl und -schrot hergestellt, nur eben aus dem vollen Korn. Die Oberfäche dieser Vollkornspezialität wird noch zusätzlich mit Urdinkel Vollkornschrot bestreut. Die Frischhaltung ist auch bei der Vollkornvariante des Urdinkelbrotes durch die lange Reifezeit des Vorteiges sehr gut.

HOLZOFENBROT (8) Durch das schonende Backen in unserem hauseigenen Holzofen bekommt dieses Brot sein ganz besonders rustikales Aroma. Die unglaublich knusprige Kruste und die weiche und saftige Krume machen diese Kreation unwiderstehlich! Dieses Produkt ist sowohl vegan als auch laktosefrei.

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Apfel Strudel FRUCHTIG & SÜSS

Traumhaft? Wahrhaftig! Diese Apfelstrudel-Kreation aus selbstgemachtem gezogenen Strudelteig und knackigen Äpfeln schmeckt so wie sie soll: Fruchtig, saftig und säuerlich-frisch. Eine Verführung, nicht nur für Strudel-Fans.

34 / 35 – Winkler Spezialitäten


Butter Brioche F LA U M I G & W E I C H

Aus besten Zutaten gemischt, von Hand geknetet, mit Liebe geflochten und bestreut. Und das schmeckt man auch. Saftiger Germteig mit frischer Kuhmilch vom Bauernhof Hinterplattner sorgt für unvergleichlich viel Weichheit und Geschmack. Aufhören kann so schwer sein …

Ausgabe 001 – Bäckerei Winkler


WINKLER

www.winkler-brot.at office@winkler-brot.at +43 7238 / 30 4 33

Bäckerei Winkler GmbH Freistädterstraße 9 4310 Mauthausen

B ÄC K E R E I & CA F E

IMPRESSUM: Herausgeber und inhaltliche Verantwortlichkeit: Bäckerei Winkler GmbH, Freistädter Straße 9, 4310 Mauthausen, Österreich, www.winkler-brot.at • Gestaltung, Inhalt und Text: Kapelari KG, Niedere-Munde-Straße 15b, 6410 Telfs, Österreich, www.kapelari.com • Fotografie: Bernhard Kapelari (Kapelari KG), www.bernhardkapelari.com • Bildnachweis: S. 6: Klaus Hager S.14: Erich Bieringer | S. 19: Max Kolmbauer • Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H. • Mit Rücksicht auf bessere Lesbarkeit wird davon abgesehen, Personenbezeichnungen grundsätzlich in männlicher und weiblicher Form zu verwenden. Änderungen und Druckfehler vorbehalten. Mauthausen, Mai 2018

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