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2/14 WILLOW MAGAZIN

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Heather Larson  DAS SOZIAL-DIAKONISCHE HERZ VON WILLOW Bill Hybels  STAFFELWECHSEL IN DER WILLOW-GEMEINDE Henry Cloud  GESUNDE GRENZEN STäRKEN BEZIEHUNGEN Leo Bigger  VORBILDERN FOLGEN


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2窶コubrik


Editorial Er klingt vielleicht ein wenig süßlich-fromm, der oft bemühte Satz: „Jesus kann aus jedem Minus ein Plus werden lassen.“ Fest steht aber: Wir alle tragen es mit uns herum, dieses Minus. Es drückt sich aus in Begrenzungen, Verletzungen, Fehlprägungen, unvorteilhaften Voraussetzungen, Charakterschwächen, sündhaftem Verhalten … Und mit unserem eigenen Minus sorgen wir immer wieder für negative Vorzeichen in unserem Umfeld: bei Menschen, die uns am nächsten stehen, im gemeindlichen Engagement, am Arbeitplatz, in unser Umwelt, und das in unzähligen Ausprägungen. Ebenso leiden wir womöglich unter dem Minus der anderen. Wie kann nun Jesus dieses Minus in ein Plus verwandeln – konkret und spürbar? Dazu präsentieren wir in diesem Magazin ein Bündel von überzeugenden Beispielen: angefangen von Kampagnen im größeren Stil, wenn sich die Willow-Gemeinde beispielsweise in ihren „Compassion- und Justice“-Programmen gegen das Minus von gesellschaftlichen, sozialen und humanitären Missständen engagiert. Oder wenn hierzulande die kleine methodistische Gemeinde in Bremerhaven zu einer heilenden Gemeinschaft für eine gebeutelte Stadt wird. Es reicht von ganz persönlichen Erkenntnissen, wenn wohlmeinende Menschen persönliche Grenzen überwinden helfen, bis zu den Erfahrungen von ICF-Pastor Leo Bigger: Er spricht offen darüber, wie seiner geschundenen Seele genau dieser „süßlich fromme“ Satz oben, gesprochen von seinem

Mentoren-­Ehepaar, die Kraft gab, am Aufbau seiner Gemeinde festzuhalten. Diese Beispiele sollen auf zweifache Weise Mut machen: Das eigene Minus – in welcher Form auch immer – nicht als unabänder­lich hinzunehmen, sondern sich in eine heilende Gemeinschaft zu begeben. Zweitens: Eine neue Sicht dafür zu gewinnen, wie die eigene Gemeinde, die eigene Gruppe, das eigene Engagement so genutzt werden kann, dass daraus ein Plus mit Potenzial entstehen kann. Ein konkreter Schritt dahin könnten die Tagesseminare mit Dr. Henry Cloud im Oktober sein. Der seelsorgerliche Begleiter und Berater von Bill Hybels vermittelt dort sehr anschaulich, wie wir gesunde Grenzen errichten können. Wie wir „Pforten“ für das Gute öffnen und für das Schädliche schließen. Und schaut unter die Oberfläche: benennt, warum wir uns oft dem verschließen, was uns gut tut, und dem öffnen, was uns schadet. Ihr Gotthard Westhoff Redaktionsleitung

INHALT KONGRESSE netzwerk RESSOURCEN TRAINING

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SIE HABEN UNS DIE LIEBE JESU GEZEIGT

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SIE IST MEINE SCHWESTER

Heather Larson: Wie die Willow Creek-Gemeinde ihr sozial-diakonisches Herz entdeckte Dr. Henry Cloud über Zustand und Pflege unserer Seele

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GESUNDE GRENZEN STÄRKEN BEZIEHUNGEN

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Ich will Wachsen

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Wertvoll

Wertvolle Impulse für Sie und Ihre Gemeinde Stefan Pahl über Mentoring als Entwicklungs-Strategie für Leitende Erfahrungen aus einer Intensiv-Studienwoche in der Willow Creek-Gemeinde

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STAFFELWECHSEL BEI WILLOW

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Professor GrAPH

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WIE EIN FLASH VOM HIMMEL UND DIE FOLGEN

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INFOS ZUM JUGENDPLUS-KONGRESS 2015

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VORBILDERN FOLGEN

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WILLOW SHOP

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Termine

Im Interview spricht Bill Hybels (63) über die spannende Nachfolgeregelung Glaubt Europa?

Wie aus einer sterbenden Gemeinde eine heilende Gemeinschaft wurde Klausurtagung in Frankfurt-Kelsterbach

Wie Leo Bigger in der Gründungsphase von ICF-Zürich von anderen lernte Wertvolle Impulse für Sie und Ihre Gemeinde Gesunde Grenzen setzen / Morgenforum mit Bill Hybels / Leitungskongress 2016 EDITORIAL 3


* Sie haben uns die Liebe Jesu gezeigt *

Heather Larson darテシber, Wie die Willow Creek-Gemeinde ihr sozial-diakonisches Herz entdeckte

4窶クetzwerk


Als ich klein war, wurde ich oft gefragt, was ich werden will, wenn ich groß bin. Meine Antworten haben im Laufe der Zeit gewechselt, aber ein Job in der Gemeinde war nie dabei. Eine Frau, die für mich ein Vorbild war, nahm nach ihrem College-Abschluss eine Stelle in einer Gemeinde an. Ich war schockiert und dachte: »Die Arme. In der echten Welt hat sie es wohl nicht geschafft!« Meine Meinung war, dass man nur etwas bewegen kann, wenn man dort arbeitet, wo tatsächlich Einfluss ausgeübt wird – in einer dynamischen internationalen Organisation, vielleicht sogar in einer Regierung. Nie hätte ich mir auch nur in meinen Träumen vorgestellt, dass die Gemeinde bei den globalen Veränderungen eine derart tragende Rolle spielen könnte! Aber Gott hat mich wachgerüttelt und mir gezeigt, dass ich mit dieser Meinung total daneben lag ... Nach dem College arbeitete ich für das Amerikanische Rote Kreuz und musste deswegen an den Ort ihrer Zentrale nach Chicago ziehen. Die Aussicht auf die Mitarbeit in so einer anerkannten Organisation begeisterte mich. Voller Elan stürzte ich mich in die Arbeit. Ich wollte lernen und diesen neuen Lebensabschnitt bewusst gestalten. Als ich in Chicago ankam, traf ich eine gefährliche Entscheidung: Ich besuchte die Gottesdienste von Willow Creek! Zum ersten Mal wurde mir Apostelgeschichte 2 so ausgelegt, dass es mein Herz bewegte. Ich wurde ergriffen von der Vision, dass die Ortsgemeinde die Hoffnung der Welt ist. »Sie blieben in der Lehre der Apostel … Jeder staunte über die Wunder, die geschahen … Jeder verkaufte, was er hatte und teilte es mit denen, die Not hatten … « Diese Worte bekamen eine ganz neue Bedeutung für mich und mir wurde klar: Es könnte tatsächlich möglich sein, dass Gott durch die Ortsgemeinde die Welt verändern und heilen will!

Niemand kann besser helfen als die Gemeinde Beim Roten Kreuz arbeitete ich in der Katastrophenhilfe. Nur Stunden nach einem Tornado in Florida traf ich eine Frau vor einem Trümmerhaufen, der einmal ihr Haus gewesen war. Sie hielt ihren Hund auf dem Schoß und schaukelte apathisch immer vor und zurück. Sie tat mir unglaublich leid. Im Laufe des Tages habe ich immer wieder nach ihr geschaut. Irgendwann kam ihre Schwester und sagte: »Heute haben Sie uns die Liebe Jesu gezeigt.« Dabei wusste sie nicht, dass ich Christin bin. Mir kamen die Tränen und ich wusste plötzlich: Ich wollte nicht im Namen des Roten Kreuzes dort sein, sondern im Namen Jesu! Ich schaute mich um und sah alle möglichen Hilfsorganisationen, die sich um die Menschen kümmerten. Aber eine Gruppe fehlte: die Gemeinde. All diese Helfer würden ihre Sachen wieder packen und nach Hause gehen. Ich dachte an Apostelgeschichte 2 und wusste: Es gibt keine bessere Organisation und keine bessere Begleitung. Nur die Gemeinde kann bleibende, tiefgreifende Veränderung schaffen.

Heathe

r L ar s o

Jetzt hatte Gott meine volle Aufmerksamkeit. Einige Wochen später sprach ich zufällig mit einer Frau aus Ruanda. Als sie anfing zu reden, merkte ich schnell, dass sie Pastorin war und sehr engagiert. Beim Völkermord in Ruanda sah sie, wie ihr Land auseinanderfiel. Sie sah, wie Menschen abgeschlachtet wurden und fühlte sich wie in der Hölle. Und sie traf eine Entscheidung: Ihre Gemeinde würde ein Ort der Zuflucht und Sicherheit werden. Ihre Gemeinde blieb, als alles andere zerbrach und konnte so Hunderten von Menschen das Leben retten. Und ich wusste: Das will ich auch! Gott zündete in mir ein Feuer an, das niemand löschen konnte. Von jetzt an wollte ich beim Bau der Ortsgemeinde helfen, wollte dazu beitragen, dass sie leidenden Menschen in der Welt die Liebe Christi bringt. Dabei merkte ich, dass das schon immer Gottes Plan gewesen war! Wer Christus nachfolgt, bekommt so viel Liebe und Barmherzigkeit geschenkt, dass er sich aufmachen und Licht ins Dunkel unserer Welt bringen will. Jesaja 60,1 sagt: »Mache dich auf und werde Licht. Denn dein Licht scheint, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.« Wenn du einmal Gottes Licht erlebt hast, musst du dich einfach aufmachen und es leuchten lassen. Was ist deine Vision für die Gemeinde? Erkennst du ihr Potenzial? Wenn du die Welt in Trümmern liegen siehst, siehst du dann auch die Gemeinde, die sich aufmacht und zum Licht wird? › Net z werk 5

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Junge Erwachsene als Vorreiter Als mich diese Vision einmal gepackt hatte, gab es kein Zurück mehr. Als man mir bei Willow einen Job anbot, nahm ich ihn begeistert an. Das ist jetzt 16 Jahre her. Ich begann bei AXIS, Willows Gruppe für junge Erwachsene. Wir waren ein bunter Haufen, der den brennenden Wunsch hatte, etwas in der Welt zu bewegen. Jede Woche waren Teams unterwegs: Wir besuchten Gefängnisinsassen, brachten Bauprojekte auf den Weg, kümmerten uns um vernachlässigte Kinder und Obdachlose. Einige Teams waren auch im Ausland unterwegs. Es gab Leute, die gut bezahlte Jobs aufgaben, um mehr Zeit zu haben, Notleidenden zu helfen. In dieser Zeit sah ich, wie es ist, wenn Mitgefühl und Gerechtigkeit (Compassion und Justice) ein Wert für weite Teile der Gemeinde werden und nicht nur in einem Arbeitsbereich, wie der Diakonie, verortet sind. Was wir bei AXIS taten, hat sich ausgewirkt auf unser Beten, unser Planen, unsere Lehre. Es wurde Teil unserer Identität. Aber was war mit der Gesamtgemeinde? Würden sie sich ebenso engagiert auf diese Werte einlassen? Wir waren die jungen Wilden. Eine ältere Frau hatte mich einmal gefragt, wofür mein Herz schlägt und mir aufmerksam zugehört. Zum Schluss sagte sie: »Das ist wirklich schön. Als ich so alt war wie du, wollte ich auch die Welt retten.« Ich hätte ihr am liebsten eine runtergehauen! Bill Hybels brachte uns jungen Wilden viel Vertrauen entgegen. Wir wussten, dass er jeden neuen Schritt der Gemeinde nur unter Gottes Führung gehen würde. Und Gott wirkte damals auf eine Weise, die ich mir nicht hatte vorstellen können. Er sprach Bill an – und vor allem seine Frau Lynne. Sie gehörte zu einer Gruppe, die ich die treuen Radikalen nannte: Diese treuen Radikalen träumten von dem Tag, an dem die ganze Gemeinde ihr Herz für die Welt entdeckte und nicht mehr von diesem Weg abwich. Die Veränderung einer Gemeindekultur an einem bestimmten Punkt festzumachen, ist immer schwer; aber es gab ein Thema, das unsere Gemeinde völlig umkrempelte. Bill und Lynne hatten auf einer Afrikareise hautnah die Auswirkungen der AIDS-Pandemie erlebt. Das Problem war riesig. In einem Gottesdienst berichtete Bill von dieser Reise und sagte, dass Jesus diejenigen besonders am Herzen liegen, die Not leiden; und dass die Gemeinde sich um diese Menschen kümmern muss. Es war so still – man hätte die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören können. Jeder spürte: Es hat sich etwas verändert.

Wir erlebten anschließend, wie sich diakonische und soziale Projekte von einem bloßen Dienstbereich der Gemeindearbeit zu einem echten Wert entwickelten. Gott hatte nicht nur meine Vision geweitet, sondern die der gesamten Gemeinde! Wir entdeckten, was Gott von uns wollte. Wir haben die internationale Arbeit ausgeweitet und das jährliche »Celebration of Hope« eingeführt, das vor kurzem zum 9. Mal stattfand. Wir haben erlebt, wie Menschen anders mit ihrem Geld und ihrer Zeit umgehen. Die Spenden für unsere diakonischen Aufgaben stiegen enorm – inzwischen arbeiten wir im diakonischen Bereich in zehn Ländern.

Zum neunten Mal veranstaltete die Willow Creek Gemeinde im April ihre dreiwöchige Aktion Celebration of Hope (Feier der Hoffnung). In der jährlich stattfindenden Aktionszeit richtet die Gemeinde ihren Blick besonders auf die Notlage der Armen – vor Ort und weltweit. Heather Larson: »Unser Ziel ist, Christen einen weltweiten Blick für die Problematik der weltweiten Armut in unserer zerbrochenen Welt zu vermitteln. Zugleich sollen die Gemeindeglieder herausgefordert werden, sich zu engagieren, sodass Leben verändert werden und Christus so bekannt wird.« Neben den Gottesdiensten, die das Thema aufgriffen, engagierten sich Tausende von Ehrenamtlichen in einer groß angelegten Saattüten-Pack-Aktion. Mit dem besonders ausgewählten Saat­gut können Menschen in Afrika sich einen eigenen Gemüsegarten anlegen. So können sie nicht nur ihre Familie ernähren, sondern Überschüssiges verkaufen und ein Einkommen erzielen. Über eine Million Päckchen wurden gepackt. Eine Ausstellung im Gemeindefoyer erläuterte, welchen Gewinn das Saatgut für ihre Empfänger darstellt. Darüber hinaus wurden Spenden für die Errichtung von Brunnen und Trinkwasseraufbereitungsanlagen zusammengelegt. Seit vielen Jahren unterhält Willow Creek enge Partnerschaften mit Ortsgemeinden in Afrika, Asien und Lateinamerika und unterstützt sie gezielt in den Bereichen Trinkwasserbereitstellung, Gesundheit und Ernährung, Wohnraumschaffung, Bildung, Kleinstunternehmertum und Gemeindeentwicklung. Laut Heather Larson ist jeder dieser Schwerpunkte ein wichtiges Sprungbrett, damit Menschen von lebensbedrohlicher Armut zu einer gesunden, tragfähigeren Zukunft gelangen.


* Wer Christus nachfolgt, bekommt so viel Liebe und Barmherzigkeit geschenkt, dass er sich aufmachen und Licht ins Dunkel unserer Welt bringen will. * Die Not vor der eigenen Haustür Allerdings war unser Engagement einseitig, nur auf internationale Projekte ausgerichtet. Ich wünschte mir, dass wir uns genauso engagiert um die Notleidenden vor unserer Haustür kümmerten, wie wir es am anderen Ende der Welt taten. Lokales und globales Engagement gehören zusammen, sorgen für Glaubwürdigkeit! Zwar hatten wir schon eine Lebensmittelausgabestelle, aber die war fünf Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt. »Cars Mini­ stry«, der Dienstbereich, in dem Autos repariert und alleinerziehenden Müttern kostenlos zur Verfügung gestellt werden, lag zehn Kilometer entfernt. Für Menschen in Not gab es fünf unterschiedliche Dienstbereiche. Einmal um Hilfe zu bitten, ist schon schwer - aber bei fünf Stellen vorstellig werden zu müssen, fast eine Zumutung! Unsere Hilfsangebote lagen zu weit auseinander und hatten nur wenig miteinander zu tun. Das musste sich ändern!

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Bill schlug vor, alles unter einem Dach zu vereinen und ein »Care Center« zu errichten – ein sozialdiakonisches Zentrum. Ich war begeistert. Zunächst haben wir mit den Ältesten gesprochen. Dann haben wir die Gäste unserer Lebensmittelausgabe gefragt, wo ihre größten Nöte sind. Mit lokalen Organisationen haben wir überlegt, welche Aufgaben wir übernehmen könnten. Auch mit dem Bürgermeister nahmen wir Kontakt auf. Wir trafen auf großes Erstaunen, dass eine Gemeinde sich um die praktischen Probleme ihres Umfelds kümmern will. Wir besuchten ein ähnliches Projekt, von dem wir zunächst sehr begeistert waren, weil sich hier gleich mehrere Gemeinden zusammengetan hatten. Am auffälligsten war der Andachtsraum – mit Kirchenbänken und einem Kreuz an der Stirnwand. Hier fanden jeden Sonntag Gottesdienste statt, wurde uns erzählt. Ich war verwirrt und fragte: »Aber hier sind doch mehrere Gemeinden vertreten. Warum gehen die Bedürftigen, die hier versorgt werden, denn nicht in Ihre Gottesdienste?« Die Antwort: »Die Gemeinden sind sehr großzügig. Sie spenden Geld und die Arbeitszeit ihrer Ehrenamtlichen. Aber in ihren Gottesdiensten möchten sie unsere Gäste nicht sehen. Erst sollen sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen.« Es machte mich wütend, aber gleichzeitig wusste ich auch: Das ist nicht das Herz von Willow! Bei uns soll jeder willkommen sein, egal womit er zu kämpfen hat, wo er herkommt, zu welcher Volksgruppe er gehört oder wie sein gesellschaftlicher Status ist. ›

Ken Wilson

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K

www.rigatio.com Rubrik 7

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Hilfe, Jobs, Bekehrungen

en Besuch e ser Sie un are in Bausem

Wir haben der Gemeinde schließlich unsere Vision vorgestellt. Und noch vor dem ersten Spatenstich war das nötige Geld für den Bau des neuen »Care Centers« eingegangen! Die gesamte Gemeinde war extrem großzügig und mit Leidenschaft bei der Sache. Seit der Eröffnung im vergangenen Frühjahr konnten wir über 15.000 Familien helfen. Wir erleben, wie Menschen wieder Hoffnung schöpfen und sich neue Wege für sie auftun. Menschen hören zum ersten Mal von Gottes Liebe. Und durch das, was wir tun, erfahren sie diese Liebe konkret. In unserem gut sortierten Lebensmittelladen, in dem die Menschen kostenfrei „einkaufen“ können, kommen sie mit einem Lächeln auf ihren Lippen. Wir haben nun so viel Platz, dass wir als Zentrallager für zehn weitere Tafeln in der Umgebung fungieren. Im letzten Monat haben wir im Care Center eine Jobbörse veranstaltet. 35 Unternehmen luden zu Vorstellungsgesprächen ein. Ich beobachtete, wie unsere Gäste von Stand zu Stand gingen und stellte mir vor, wie groß ihre Hoffnung auf eine Anstellung sein musste. Ein Mann erzählte mir später: »Ich war zum ersten Mal bei Willow, weil ich herausfinden wollte, ob das vielleicht eine Gemeinde für mich sein könnte. Von der Jobbörse wusste ich gar nichts. Und tatsächlich habe ich eine Arbeitsstelle gefunden! Ich kann es kaum glauben, dass ich an einem Tag sowohl eine Gemeinde als auch einen Job gefunden habe!« Viele der neuen Gäste fragen immer wieder, warum eine Gemeinde eine Zahnarztpraxis, einen Shop für Kinderkleidung und Lebensmittel oder auch eine Rechtsberatung anbietet. Als Experiment starteten wir daraufhin vor kurzem das Angebot »Finding Hope« (Hoffnung finden). Freitagmorgens erklären wir dort, was das Evangelium ausmacht sowie unsere Motivation für das Care Center. Erst kürzlich haben sich dort 13 unserer Gäste bekehrt.

GEMEINDEBAU MIT VISION Wir planen, projektieren und realisieren moderne Gemeindezentren in Holzbauweise. nachhaltig wirtschaftlich Festpreis-Garantie kurze Bauzeit

Nächste Seminartermine Hessen: Sa. 28.06.14 Bayern: Sa. 26.07.14

Die Zukunft In unserer Welt ist so viel kaputt. Es gibt so viel Schmerz, Armut und Leid. Viele nehmen das einfach so hin. Aber Gottes Plan ist es nicht, dass Menschen leiden. Wir dienen einem Gott, der global denkt, und der von uns dasselbe erwartet: als Bürger und auch als Christen. Er will, dass die Gemeinde seine Liebe und sein Mitgefühl erlebbar und greifbar weitergibt, so dass sie ein Werkzeug der Veränderung, ein Kanal der Hoffnung ist. Wir stehen noch ganz am Anfang. Noch viele weitere Kapitel mit Geschichten neu gefundener Hoffnung werden geschrieben werden. Viele werden ihre Spuren hinterlassen. Welche Rolle hat Gott dir zugedacht auf dem Weg? Welche Spuren möchtest du hinterlassen? Wie willst du auf Jesaja 60 reagieren: »Mache dich auf! Werde Licht! Denn dein Licht kommt«?

Heather Larson gehört zum Leitungsteam der Willow Creek Community

Church in Chicago. Sie verantwortet den Arbeitsbereich »Compassion

& Justice«. Darüber hinaus gehört sie zum Predigt-Team der Gemeinde. www.willowcreek.org/compassion

www.willowcreekcarecenter.org/ 8 Rubrik

WWW.4-WAENDE.DE

Übersetzung: Anje Gerner


Sie ist meine Schwester Shauna Niequist über »ihre« Willow Creek community Church

Warum sie für mich keine »Megakirche« ist Als ich drei Jahre alt war, konnten wir die Gemeinde, die meine Eltern gegründet hatten, bequem zu Fuß erreichen. Als das erste Gemeindehaus gebaut wurde, gingen wir jeden Abend auf die Baustelle, um die Fortschritte zu begutachten. Mein Bruder und ich trugen kleine Sturzhelme, und wir erkundeten jedes Mal, was die Zimmerleute, Maurer, Elektriker und Klempner geschafft hatten. Der Name meiner Gemeinde steht für viele Dinge – Bewegung für Suchende, Megakirche, moderne Evangelisation etc. Aber diese Begriffe sagen nichts darüber aus, wer sie wirklich ist. Ja: »SIE!« Meine Gemeinde ist meine Schwester und nur ein Jahr älter als ich. In Chicago nennen wir das die »irischen Zwillinge«. Sie war mein Spielplatz, mein Zufluchtsort, mehr mein Zuhause als das Haus, in dem wir wohnten. Hier habe ich gearbeitet, geweint, Hochzeiten und Beerdigungen erlebt. Und ich habe mich in den Mann verliebt, mit dem ich heute verheiratet bin. Ich werde oft gefragt, wie das so ist als Pastorenkind. Ich weiß es nicht, ich kenne es ja nicht anders. Wie ist es, das Kind eines »normalen« Vaters zu sein? ›

Netzwerk 9


Ein Gang durch die Flure voller Geschichten Ich weiß aber, dass die Gemeinde genau so meine Familie ist, wie meine Tanten und Onkel. Ich weiß, dass all die guten Eigenschaften, die mich heute ausma­ chen, von dieser unglaublichen Gemein­ schaft entdeckt und gefördert wurden – von Promiseland-Mitarbeitern, Kleingruppen­ leitern für Teenies, Mentoren und Freun­ den, die mich auch heute noch begleiten. Ich weiß, sie ist ein Ding. Ich weiß, dass Menschen über sie schreiben, gegen sie hetzen, eine feste Meinung über sie ha­ ben. Aber über all das spreche ich nicht. Ich spreche darüber, wer sie ist. Am liebsten würde ich Sie bei der Hand nehmen. Ich würde mit Ihnen durch die Flure gehen und Ihnen Geschichten von Sündenbekenntnis und Erlösung erzählen. Ich würde Ihnen zeigen, wo ich gelernt habe, in Gottes Wort zu lesen, auf den Heiligen Geist zu hören. Wo ich Jesus mein Leben gegeben und mich entschieden habe, mit ihm zusammen an seinem Plan für diese Welt zu arbeiten. Ich würde Ihnen zeigen, wo ich meine Gehirnerschütterung bekam, wo ich stand, als zum allerersten Mal ein Junge nach meiner Hand griff. Ich würde Ihnen zei­ gen, wo ich getauft wurde, wo ich am 11. September 2001 stand; und wo ich mit zitternden Knien und total nervös meine erste Predigt hielt. Ich würde Ihnen Casey vorstellen, die ich in der 6. Klasse kennenlernte, und die heute noch eine meiner besten Freundin­ nen ist. Ich würde Sie mit dem Mentor

10 Netzwerk

Ich weiß, dass all die guten Eigenschaften, die mich heute ausmachen, von dieser unglaublichen Gemeinschaft entdeckt und gefördert wurden meines Vaters, Dr. Bilezikian, zusammenbringen, der für mich wie ein Großvater ist. Ich würde Ihnen Menschen vorstellen, die seit über dreißig Jahren ehrenamtlich mitarbeiten, die Babys in den Armen wiegen, im Care Center Lebensmittelpakete packen oder nach langen Gottesdiensten das Auditorium aufräumen.

Atemberaubende Sicht aus der ersten Reihe Meine Gemeinde ist nicht perfekt. Schwestern kennen natürlich genau die Schwächen der jeweils anderen. Aber als Schwester bekommt man auch unmittelbar all das Gute, Schöne, Liebevolle und von Gottes Gnade Geprägte mit. Und zwar aus der ersten Reihe. Die Sicht von hier ist absolut atemberaubend. Lange habe ich nichts über meine Gemeinde geschrieben. Ich musste erst einmal über andere Dinge sprechen und schreiben, um einen Weg und eine Stimme zu finden, die von etwas anderem geprägt sind als von dem Umstand, dass ich die Tochter eines Pastors bin. Aber diese Gemeinde, diese Schwester ist nicht nur die Gemeinde meiner Kindheit. Sie ist der Ort, an dem ich heute bete, singe, bekenne und das Abendmahl nehme. Sie

ist die Gemeinschaft, die mich formt und prägt, die mit mir unterwegs ist, mich unter­weist und mich hält. Ich bin erwachsen geworden, ebenso wie sie. Aber sie ist immer noch meine Schwester. Wenn man so aufwächst wie ich, lernt man viele Dinge. Eins davon ist: Bloßes Beschreiben reicht nicht. Artikel, Blogs, Bücher und Meinungen von Außenstehen­ den werden der wahren Sache niemals gerecht, denn sie reduzieren alles auf Politik, Zahlen und Daten. Sie drücken nicht aus, was eine Gemeinde wirklich ist: echte, lebendige Menschen, die sich regelmäßig, Jahr um Jahr enga­ gieren; die im Laufe der Zeit etwas Wunder­ bares und Dauerhaftes aufbauen – mit Gebet, Vergebung und Liebe. Sie vergessen, dass Gemeinde eine Insti­ tution ist. Sie ist Familie. Sie ist meine Schwester.

 Shauna Niequist ist die Tochter von Bill und Lynne Hybels. Sie hat Englisch und Franzö­ sische Literatur studiert, arbeitet als Autorin und gehört zum Predigt-Team der WillowGemeinde. Verheiratet ist sie mit Aaron Niequist, einem Pianisten und Songwriter. Mit ihren zwei Söhnen leben sie in der Nähe von Chicago. www.shaunaniequist.com

Übersetzung: Anje Gerner


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Rubrik 11


WIE GESUNDE GRENZEN BEZIEHUNGEN STÄRKEN Dr. Henry Cloud über Zustand und Pflege unserer Seele

In der realen, äußeren Welt sind Grenzen leicht zu erkennen. Zäune, Schilder, Mauern, Gräben, perfekt gemähte Rasen­ flächen oder Hecken – all das sind schnell erkennbare Grenzen zum Anfassen. Sie sehen unterschiedlich aus, vermitteln aber dieselbe Botschaft: »Hier beginnt mein Eigentum.« Der Besitzer ist verantwortlich für das, was auf seinem Eigentum geschieht. Wer nicht Eigentümer ist, trägt auch keine Verantwortung. Grenzen kennzeichnen als sichtbare Linien das Eigentum eines anderen, das ihm auch rein rechtlich gehört. Ein Gericht kann Ihnen genau sagen, wo die Grenzen der Verantwortung liegen und wen man anrufen muss, wenn man geschäftlich dort zu tun hat. In der inneren, geistlichen Welt sind Grenzen zwar genauso real, aber sehr viel schwieriger zu erkennen. Ich möchte Ihnen helfen, Ihre ganz eigenen Grenzen zu definieren und sie als eine allgegenwärtige Realität anzuerkennen, die die Liebe verstärkt und Ihr Leben retten kann. Denn diese Grenzen bestimmen den Zustand Ihrer Seele und können helfen, sie zu pflegen und zu bewahren. Grenzen zeigen, wo unser Eigentum beginnt und endet. So wissen wir, um was genau wir uns kümmern müssen. Wir brauchen Dinge, die uns innerhalb unserer »Zäune« gut tun und Bedrohungen von außen abwehren. Kurz gesagt: Grenzen helfen uns, das Gute zu behalten und das Böse auszuschließen. 12 TR AINING

Zäune brauchen Pforten Manchmal haben wir innen etwas Schlechtes, dafür aber außen etwas Gutes. In solchen Fällen müssen wir in der Lage sein, die Grenzen zu öffnen, um das Gute hinein- und das Böse herauszulassen. Anders ausgedrückt: Unsere Zäune brauchen Pforten. Ein Beispiel: Wenn ich einen inneren Schmerz fühle oder Sünde mich belastet, muss ich offen darüber mit Gott und Menschen sprechen. So kann Heilung geschehen. Bekennen hilft, Dinge hinauszulassen, so dass sie mich nicht länger innerlich vergiften können. Und wenn das Gute außen ist, müssen wir die Pforten öffnen und es hereinlassen. Andere Menschen können uns etwas Gutes geben, und auch ihnen gegenüber müssen wir uns öffnen. Oft schließen wir gerade hier unsere Grenzen und bleiben so in einem »Mangelzustand«. Kurz gesagt: Grenzen sind keine Mauern. Die Bibel sagt nicht, dass wir uns von anderen »abschotten« sollen; vielmehr sollen wir mit ihnen »eins« sein (Joh. 17, 11). Wir sollen Gemeinschaft mit ihnen leben. Allerdings haben in einer Gemeinschaft auch alle Mitglieder Raum und Eigentum. Diese Eigentumsgrenzen sollten aber durchlässig genug sein, um Gutes hindurch-, und stark genug, um Gefahr draußen zu lassen.


»Wir brauchen Dinge, die uns innerhalb unserer Zäune gut tun und Bedrohungen von auSSen abwehren. Kurz gesagt: Grenzen helfen uns, das Gute zu behalten und das Böse auszuschlieSSen.«

Gott selbst ist praktisch der »Inbegriff von Grenze«. Er beschreibt sich selbst als eigenständiges Wesen, das für sich selbst verantwortlich ist. Für seine Persönlichkeit übernimmt er Verantwortung, indem er uns sagt, was er denkt, fühlt, plant, zulässt, verhindert, mag und verabscheut. Er ist nicht eins mit der Schöpfung und mit uns, er unterscheidet sich von allen anderen. Er sagt uns, wer er ist und wer nicht. So ist er zum Beispiel Liebe – und Dunkelheit gehört nicht zu seinem Wesen (1.Joh. 4, 16) . Auch innerhalb der Dreieinigkeit existieren Grenzen. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind eins, aber innerhalb ihrer ganz eigenen Grenzen sind sie eigenständig. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit, eigene Verantwortungsbereiche und eine ganz bestimmte Verbindung und Liebe zu den jeweils anderen (Joh. 17, 24) . Für das, was er in seinem »Eigentum« zulässt, setzt Gott sehr genaue Grenzen. Er spricht Sünde offen an und lässt entsprechende Konsequenzen zu. Er bewacht sein Haus und wird darin nichts Böses dulden. Wer ihn liebt, ist eingeladen, gleichzeitig fließt aber auch ein Strom der Liebe nach außen. Die »Pforten« seiner Grenzen öffnen und schließen sich – je nach Situation. Er hat uns nach seinem Bilde geschaffen (1.Mose 1, 26) , aber innerhalb bestimmter Grenzen tragen wir persönliche Verantwortung. Wir sollen gut umgehen mit dem Leben, das er uns gegeben hat. Und dafür müssen wir Grenzen entwickeln, die denen Gottes ähnlich sind.

Bodenschwellen überwinden Das betrifft auch Grenzen in Liebe und Beziehungen. Sie unterliegen normalerweise einem Lernprozess. Je intensiver eine Beziehung wird, desto intensiver wird auch dieser Prozess. Wenn zum Beispiel jemand Probleme hat, Sie zu verstehen oder Ihre Bedürfnisse zu erkennen, dann müssen Sie das nicht allzu tragisch nehmen. Das ist eine Bodenschwelle – ein Hindernis, aber keine komplette Entgleisung. Schaffen Sie einen Raum, in dem gegenseitiges Verstehen geübt und gelernt werden kann. Jeder hat eigene Erfahrungen gemacht, die er oder sie in eine Beziehung mitbringt. Die Unterschiede, die sich daraus ergeben, müssen im Laufe der Zeit angeglichen werden. Jemand, der ein Problem mit Vertrauen hat, wird unbewusst davon ausgehen, dass sein Gegenüber Gedanken lesen kann, erspürt, was er oder sie gerade braucht. Dahinter steckt meist ein lange eingeübtes Muster, das dieser Person vermittelt: Andere verstehen mich sowieso nicht. Er oder sie zieht sich zurück und fällt in einen alten Kindheitswunsch zurück: Verstanden werden, ohne selbst etwas sagen zu müssen. Wenn sie also X sagt, und er nicht wie gewünscht reagiert, wird sie sich ungeliebt und allein gelassen fühlen. Die Beziehung wird gesehen wie eine Zielscheibe, bei der der andere immer ins Schwarze treffen soll. Solch ein Verhalten zeugt von einer Scheu vor Risiko und von der Überzeugung: Wenn er mich wirklich liebt, wird er wissen, was ich fühle und brauche. Das muss ich nicht noch extra sagen. Solch eine Erwartung ist unrealistisch. Vergessen Sie die Zielscheibe! Suchen Sie nach Anzeichen von Fürsorge, Interesse und echtem Bemühen. Es wird sich lohnen. Und sehen Sie Dinge auch einmal aus der Perspektive des anderen! Wenn Sie wissen wollen, was der andere braucht, werden Sie nicht stundenlang darüber nachdenken, welche magischen Worte der Empathie Sie sagen könnten, damit er sich geschätzt und angenommen fühlt. Die »Beziehungspanne« dieses Paares war eine Bodenschwelle. Sie gehörte zum Lernprozess zum Überwinden von Grenzen, und solche Pannen werden sich nicht vermeiden lassen. Empfindlichkeit, Vertrauen und Risiko sind nicht einfach zu handhaben, und Sie werden auch nicht immer alles richtig machen. Die folgenden Punkte können aber eine Hilfe sein, damit aus Bodenschwellen keine unüberwindlichen Hürden werden: › Training 13


Grenzen überwinden: Häufige Hindernisse in Beziehungen Je besser Sie über diese Hindernisse Bescheid wissen, desto besser werden Sie mit ihnen umgehen können. Die vier folgenden Hindernisse sind ganz typisch für viele Beziehungen. Aber sie müssen kein Hindernis sein, sondern können durchaus unbeschadet überwunden werden.

Nehmen wir an, Sie waren mit Freunden zum Essen. Sie würden sich hinterher gerne mit Ihrem Partner darüber austauschen, wie der Abend war, was Sie erlebt oder auch beobachtet haben. Ihr Partner würde den Tag aber lieber vor dem Fernseher oder Computer ausklingen lassen oder vielleicht auch bei einem Spaziergang. Diese Unterschiede sind kein »Beziehungsproblem«, sondern einfach persönliche Vorlieben. Zwei Menschen mit unterschiedlichen Stilen lernen, sich in einer Beziehung anzupassen.

1. Schlechte Kommunikation Der oder die andere versteht nicht, was mit Ihnen los ist. 4. Charakterangelegenheiten In solch einer Situation hilft es nicht, wenn Sie empfindSie sind oft ernster und nicht mehr nur Bodenschwellen lich darauf reagieren, denn hier gibt es keinen Alleinund können eine Beziehung tatsächlich gefährden. Chaschuldigen. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre rakterschwächen können verändert werden, wenn man Kommunikation! Drücken Sie sich anders aus, vielleicht ehrlich zu ihnen steht, sie wirklich angehen will und sich versteht der andere Sie dann besser. Zum Beispiel: »Ich auch ernsthaft um Veränderung bemüht. Meist wird man hatte mich auf die Präsentation vorbereitet. Ich hatte daran wachsen, und Liebe und Einfühlungsvermögen allerdings Angst, mich lächerlich zu machen.« werden zunehmen. Fragen Sie sofort nach, ob Ihr Gegenüber die     TAGESSEMINAR Bei ernsten Problemen wie Sucht oder groAussage verstanden hat. Dasselbe noch ßen Charakterschwächen wie z. B. Lüge, einmal mit anderen Worten zu sagen, sieht das schon anders aus. Das sind kann zu größerem Verständnis führen. keine Bodenschwellen mehr, sondern eine ernste Bedrohung für die Bezie2. Unabsichtliche Auslöser hung. Sprechen Sie diese Dinge offen Beiläufige und unabsichtliche Worte an! Sagen Sie Ihrem Gegenüber, was oder Taten können bei anderen VerletWeitere Ihnen aufgefallen ist, dass Sie sich Sorgen zungen aus der Vergangenheit hoch brinInfos Seite 3 auf. machen, und dass die Situation so nicht gen. Ist die Beziehung noch neu, kann die 5 bleiben kann. Schützen Sie Ihre Grenzen! Reaktion mit einer vorherigen Beziehung zu Manchmal geht es nicht ohne professionelle Hilfe. tun haben, mit der Ursprungsfamilie oder mit Ihr Herz zu schützen, auch wenn Sie an mehr Offenheit beidem. Besteht die Beziehung schon länger, können Worte arbeiten, ist eine Lebensaufgabe. oder Taten an ungesunde Verhaltensweisen aus der Vergangenheit dieser Beziehung erinnern. In einer Beziehung ist man sich nicht immer nah, manchmal fühlt man sich allein gelassen. Aber geben Sie nicht In solchen Situationen kann einer der Partner wie ein zu schnell auf! Halten Sie durch – auch wenn zeitweise Minenfeld sein. Der eine tritt unabsichtlich auf eine alte die Hoffnung fehlt. Durchhalten bedeutet, man setzt sich Wunde, und der andere explodiert. Es folgen Wut oder intensiv mit Tendenzen und Mustern auseinander. Geben Rückzug. Wenn Sie die Mine sind, geben Sie nicht dem Sie dem anderen, sich selbst und der Beziehung Zeit und anderen die Schuld! Erklären Sie Ihre Reaktion. Sagen Raum und lassen Sie auch Fehler zu! Im Laufe der Zeit Sie, dass das Ihr »persönliches Päckchen« ist, das sie werden Sie Bodenschwellen als normal empfinden und tragen, an dem Sie aber arbeiten wollen. Bitten Sie um nicht länger als entmutigend oder bedrohlich. Gute, langGeduld! lebige Beziehungen kennen immer auch Zeiten, in denen Ist der andere die Mine, halten Sie sich mit eigenen »Exman sich dem anderen fern fühlt, und sich trotzdem entplosionen« zurück. Seien Sie für den anderen da, hören scheidet, aufeinander zu- und das Problem anzugehen. Sie zu, fragen Sie nach, zeigen sie Verständnis und Empathie! Meist wird der oder die andere verstehen, dass es im Grunde kein Beziehungsproblem war. Der Weg ist frei,  Dr. Henry Cloud ist Psychologe, Autor zahlreicher Bücher und und beide können weitergehen.

  Gesu   Gren ndE    Set zen zen

Co-Gastgeber der Radiosendung »New Life Live«. Er besitzt eine

3. Ein Lernprozess Mit der Zeit lernt man, wie eine reife Beziehung gelebt und gestaltet werden kann. Aber selbst Menschen mit viel Erfahrung müssen den anderen erst genauer kennenlernen. Das ist der interessante Teil, denn wir sind vielschichtige und einzigartige Individuen, und dafür können wir Gott dankbar sein.

14 TR AINING

ausgeprägte Fähigkeit, bei komplexen Fragestellungen der Seel­sorge und Persönlichkeitsentwicklung zum eigentlichen Kern vorzudringen und verständliche, alltagstaugliche Antworten zu geben. In der Willow Creek Gemeinde in Chicago gehört er zu den regelmäßigen Gastpredigern. www.drcloud.com / www.newlife.com/broadcasts

Übersetzung: Anje Gerner


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Ich will wachsen! Mentoring als Entwicklungsstrategie für Leitende

Der Leitungskongress in Leipzig liegt ein paar Monate zurück. Aber gern schwelge ich noch in Erinnerungen. Ich bin von Gott verändert worden: entzündet und motiviert. Seit über 20 Jahren weiß ich, wie wertvoll solche starken Kongress-Impulse für meine Entwicklung sind. Jeder profitiert davon, wenn ich als Leitender besser werde. Selbst meine Familie, wenn ich zum Beispiel besser mit meinen Ressourcen und Prioritäten haushalte. Und besonders profitiere ich selbst. Es macht einfach mehr Spaß, mit neuem Mut und neuer Begeisterung zu leiten. Dennoch stoße ich immer wieder an Grenzen. Auf den Kongressen leuchtet alles in schillernden Farben: Man hört von Leitenden, die sich zu beeindruckenden Persönlichkeiten entwickelt haben. Von Gemeinden, die aufblühen und wachsen. Ich hingegen hänge immer wieder an meiner Prägung, meiner Persönlichkeit, den Schwächen meines Charakters. Potential und Gaben sind vorhanden – aber wie kann ich sie weiter entwickeln und als Leitender ganzheitlich wachsen? In der Gemeinde und in meinem Leitungsbereich ist es nicht anders. Hier hänge ich auch an einer entscheidenden Wachstumsfuge: Wo kommen die neuen Leiterinnen und Leiter her, die für das Wachstum einer Gemeinde mit ihren zahlreichen Aufgaben­ bereichen unerlässlich sind? Wer findet sie, begleitet sie, fördert sie, bringt sie zur vollen Entfaltung? 16 KONGRESSE

Langzeitwirkung durch Mentoring Für beide Fragestellungen habe ich eine Antwort gefunden, die denselben Namen trägt: Mentoring. Kein Rezept, das den sofortigen Erfolg beschert, aber ein Mittel mit Langzeitwirkung. Warum Mentoring? Was hat sich dadurch geändert, dass ich einen Mentor habe; dass ich mich selbst gezielt als Mentor in andere investiere? Meine Mentoren haben meine Leitungs­ entwicklung nicht nur angestoßen und begleitet – sie haben bis heute die Erlaubnis und die geistliche Vollmacht, in mein Leben und meine Persönlichkeitsentwicklung hineinzusprechen, kritische Fragen zu stellen und weise Impulse zu geben. Dahinter scheint ein geistliches Prinzip zu stecken. Gott benutzt schon seit Jahrtausenden Frauen und Männer als Mentoren, um der nächsten Generation entscheidende Impulse zu vermitteln. Mose und Josua. Elia und Elisa. Jesus und seine Jünger. Paulus und seine Schüler. Die Liste ist lang. »Gott wider­ steht dem Hochmütigen und schenkt dem Demütigen Gnade«! Wer demütig einräumt: »Ich brauche einen Mentor, einen Begleiter«, der sendet ein starkes Signal. Ein Signal an diejenigen, die er selbst leitet. Ein Signal im Kampf gegen unsere Wurzelsünde, den Stolz. Und ein Signal in die unsichtbare Welt, in der sich entscheidet, wo Gott »widersteht« und wo er Gnade schenkt.

Der Start Aller Anfang ist schwer. Am besten suche ich nach jemandem, der sich in einer ähnlichen Leitungssituation befindet wie ich, etwas älter ist und den ich als hinreichend sympathisch und vertrauenswürdig empfinde. Mentoring ist nicht nur etwas für den jungen Berufseinsteiger. Auch nach vielen Jahren im Dienst brauchen wir eine wohlwollende Stimme von außen, die die richtigen Fragen stellt und Denkmuster durchbricht. Mentoring ist auch nicht nur etwas für Hauptamtliche. Gerade Leitende im Ehrenamt erfahren durch Mentoring ungeahnte Wertschätzung und eine ganz individuelle Schulungsmöglichkeit. Mentoring ist auch ein Schlüssel für die zweite Wachstumsfuge: Neue Leitende finden, fördern und ins Spiel bringen. Meine Vision für Leitende lautet: »Jeder hat einen Mentor und investiert sich selbst als Mentor in die nächste Generation.« Die Nachhaltig­ keit unserer Leitungstätigkeit entscheidet sich nicht an der Anzahl gehaltener Predigten, Sitzungen oder neu gegründeter Projekte. Sie entscheidet sich daran, wie wir uns investiert haben in Menschen. Mentoring ist eine Form der Investition in einen Menschen. Es ist die Aufgabe von Leitenden, neue Leitende hervorzubringen. Bill Hybels behauptet sogar, dass es die wichtigste Aufgabe eines Leitenden ist. Wenn das zutrifft, liegt es an uns heutigen


Mentoring ist nicht nur etwas für den jungen Berufseinsteiger. Auch nach vielen Jahren im Dienst brauchen wir eine wohlwollende Stimme von auSSen, die die richtigen Fragen stellt und Denkmuster durchbricht.

Leitenden, wie sich die künftige Leitungssituation in unseren Gemeinden entwickeln wird. In dem Werk, das ich leite, haben wir deshalb ein Mentoring-Programm ins Leben gerufen. Dort identifizieren wir gezielt junge Menschen mit Leitungspotenzial, laden sie in Mentoring-Gruppen ein und lassen sie dann von den besten uns bekannten Mentorinnen und Mentoren begleiten. Hier wächst die Leitungszukunft für unser Werk heran. Als Verantwortungsträger ist es meine Aufgabe, diesem Bereich meine Priorität, meine Zeit und Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Diese Zeit fordert niemand ein, wie die meisten meiner »Termine« – deshalb muss ich selbst entscheiden, wie und wo ich hier meine Zeit und Energie investiere. Eine Abkürzung zu Nachhaltigkeit und Wachstum von neuen Leiterinnen und Leitern kenne ich nicht.

Die Plattform Wir von Willow Creek Deutschland wünschen uns für die künftige Entwicklung von Gemeinden und christlichen Werken ein nachhaltiges Wachstum neuer Verantwortungsträger. Oft werden wir gefragt, ob wir nicht Mentoren aus unseren Partner­ gemeinden oder dem großen Willow Netz­ werk vermitteln könnten. Gerne verweisen wir dann auf das christliche Mentoringnetzwerk (cMn). Unter einem breiten ökumenischen Dach können hier Mentoren gezielt nach Schwerpunkten und theologischem Hintergrund gesucht werden, in einer weltweit einzigartigen Mentoren-­ Datenbank. Mentoren können auf der Inter­ netseite www.c-mentoring.net unter dem Reiter »Kirche/Verband« angeben, dass sie sich mit dem deutschsprachigen WillowNetzwerk verbunden fühlen und so gezielt

n Stefa

P ahl

identifiziert werden. Mit Lead 222 findet sich dort auch ein Anbieter von Coaching-­ Angeboten für Jugendleiter. Ich persönlich wünsche mir, dass sich auf diese Weise noch viel mehr Christen mit guten Erfahrungen durch Willow-Kongresse auch selbst als Mentorin oder Mentor zur Verfügung stellen. So können wir einander gegenseitig begleiten und ermutigen. Damit die Erfahrungen und Ideen nicht verpuffen, sondern nachhaltig Leiter und Gemeinden verändert werden.

Stefan Pahl ist evangelischer Pfarrer und

2. Vorsitzender von Willow Creek Deutsch-

land. Seit 2005 leitet er mc² (Marburger

Kreis und crossover). Er wohnt bei Hannover. www.c-mentoring.net

KONGRESSE 17


eRTVOLL!

INTENSIV-STUDIENWOCHE in der WILLOW creek community church chicago

Jedes Jahr im Dezember findet in der Willow Creek-Gemeinde in Chicago eine Intensiv-Studienwoche statt. Rund 70 Personen aus aller Welt, die Partner im Willow-Netzwerk sind und Leitungsaufgaben in ihren Gemeinden haben, nehmen daran teil. Zur „deutschen Willow-Delegation“ gehörten Ende 2013 Benjamin Schneider und Michael Mohrmann vom Christus-Treff Marburg. Sie beschreiben ihre Eindrücke:

VORURTEIL UND URTEIL Benjamin Schneider ist beim Christus-Treff Pastor für die Bereiche Musik und Jugend:

»Zu Beginn meiner Reise zerrten mich meine Gedanken in die unterschiedlichsten Richtungen: Zum einen wollte ich unvorein­ genommen sein und jeden neuen Impuls aufnehmen. Zum ande­ ren hatte ich im Theologiestudium gelernt, Dinge kritisch zu beleuchten; wichtige Fragen zu stellen; sich nicht blenden zu lassen. Viele Vorurteile reisten mit: Amerika ist ein anderes Land! Was dort funktioniert, muss nicht automatisch bei uns funktionieren! Amerikaner sind oberflächlich! So groß diese Gemeinde ist, so groß ist wahrscheinlich auch ihr Ego! Bei Willow zählt nur die Quantität der Gottesdienstbesucher, nicht die Qualität ihres Glaubens! Ich musste mich immer wieder selbst ermahnen: Meine Reise war auch eine Chance. Ich würde Gelegenheit haben, hinter die Kulissen einer der einflussreichsten Gemeinden unserer Zeit zu schauen und dabei etwas davon zu entdecken, was sie antreibt. Über­ rascht hat mich dann, wie sehr die bekannte amerikanische 18 Net z werk

Freundlichkeit das Klima bei Willow beherrschte. Mir wurde ein kul­ tureller Spiegel vorgehalten, wie sehr wir Deutschen an dieser Stelle lernen können. Während der Woche erlebten wir zwölf Lei­ tungspersonen hautnah: neben Bill Hybels auch Gordon MacDonald, Scott McKnight und andere. Beeindruckt haben mich aber nicht die Namen, sondern die Inhalte:

• Jeder Leitende – ganz gleich, ob er oder sie im theologischen, technischen oder Personalbereich tätig war – hat mit jeder Faser vermittelt: Jesus ist das Zentrum! Und alles was wir hier tun, soll dazu dienen, dass Menschen diesen Jesus kennenlernen. • Jedem Leitenden war die Vision von Willow kristallklar und er oder sie hatte die Vision in den jeweiligen Verantwortungsbereich auf konkrete Ziele und Unterziele heruntergebrochen. • Durch die Konkretion der großen Vision ist Willow in der Lage, an nahezu jedem beliebigen Zeitpunkt im Jahr innezuhalten und sich zu fragen: Sind wir noch auf Kurs? Man hatte das Gefühl, dass diese große Gemeinde beweglicher und flexibler ist als so manche eingefahrene Ortsgemeinde mit 80 Mitgliedern. • Alle Leitenden, mit denen wir es zu tun hatten, haben mit größter Wertschätzung übereinander geredet. Dieses positive Mit­ einander machte mir schmerzlich bewusst, wie gerne wir Deut­ schen doch Dinge zerreden, kritisieren und uns kaum Zeit nehmen, die guten Dinge zu feiern. • Gordon MacDonald hat mir für den Rest meines Lebens klarge­ macht: Achte auf dich als Leitender – körperlich, mental, emo­ tional und spirituell. Jeder gewinnt, wenn der Leitende besser wird.«


DER MIX MACHT’S Michael Mohrmann ist Büroleiter des Christus-Treff in Marburg und Mitglied im Leitungsteam:

»Ein breites Spektrum stand auf dem Programm: Theologie, Strategie, Gemeindeentwicklung, Leitung und Selbstleitung. Dadurch bekamen wir im Laufe der Woche ein immer besseres Bild von der Kultur, Strategie und Herangehensweise dieser Gemeinde. Beeindruckt hat mich vor allem das Willow Care Center für die sozialdiakonischen Aufgaben: mit viel Liebe zum Detail gestaltet, wirkt es (wie alle Räumlichkeiten) durchdacht und passend zum jeweiligen Arbeitsbereich.

Dienen Sie Gott als Lehrer! Für das Schuljahr 2014/15 suchen wir:

Natürlich ertappte ich mich, alles mit Deutschland und meiner Gemeindesituation zu vergleichen. Aber das führt nicht weiter. Die Kultur dieser Gemeinde ist eine andere. Dennoch: Die Werte und Überzeugungen, ihre Motivation sind durchaus übertragbar. Ansteckend war für mich die Liebe und Hingabe der Leitenden an ihre Gemeinde. Erstaunlich, wie lernbereit die Leitung ist, immer mit einem offenen Ohr für Gott und das, was er mit dieser Gemeinde weiter vorhat. Kein Wunder, dass bei Willow so viel über Gemeinde nachgedacht wird, Erfahrungen reflek­ tiert und neue Ideen umgesetzt werden. Die Freude, etwas zu bewirken, war allen Leitenden deutlich abzuspüren. Dabei wurde ehrlich von Misserfolgen und Rückschlägen berichtet. Ich kenne nur wenige Gemeinden und Bewegungen, die so intensiv darüber nachdenken, wie eine gottgegebene Vision strategisch gut umgesetzt werden kann – in allen Bereichen der Gemeinde. Wohltuend war es, an einem Tag mit Gordon McDonald über persönliches Wachstum und persönliche Reife nachzudenken. Ein seelsorgerlicher Tag, der viele von uns berührt hat.«

Lörrach:

Gymnasium: alle Fächer insbesondere: Deutsch, Kunst, Sport, Französisch, Mathe Mediendesign/Produktdesign (Master) Realschule: alle Fächer, insbesondere: MuM, Hauswirtschaft, Französisch Werkrealschule: MNT

Kandern: Waldshut:

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Alle Standorte:

Freiwilliges soziales Jahr

Weitere Informationen unter: Freie Evangelische Schule Lörrach Tel. 07621/940 948 0 • bewerbung@fesloe.de • www.fesloe.de

emeinde swürdige Baptisteng Wir sind eine lieben sofort einen ab n he suc d un ds im Herzen Ostfrieslan

) Jugenddiakon (m/w endarbeit g Ju d n u re g a n e e fürll-Toder Teilzeitarbeit in Vo

ben wir Gemeinde. Derzeit ha inschaftsorientierte . eis Wir sind eine geme skr de un ie einen großen Fre 170 Mitglieder sow ben: Teenagern Deine Hauptaufga indliche Arbeit mit nierst unsere geme rdi koo d un est leit • Du f. und Jugendlichen. eine Jugendarbeit au endlichen baust Du e und Jug n ind ere me ält Ge n er de t ser Mi un • jungen Menschen zu en ng hu zie Be • Du baust auf. für den im Gemeindeumfeld tlichen Mitarbeiter chst unsere ehrenam coa d un t uls sch • Du inde. Bereich Junge Geme

 ie nächste Intensiv-Studienwoche D findet vom 1.-5. Dezember 2014 in der Willow Creek Community Church statt. Teilnehmen können exklusiv Partner im Willow Netzwerk.

Info und Anmeldung: www.willowcreek.de

w w w. e f g - f i r r e l . d e

iNTENSIV-sTUDIENWOCHE 1.– 5. DEZEMBER 2014 Willow Creek Community Church

ubst. Dein Profil: und lebst, was Du gla von Jesus Christus • Du bist begeistert . bet Sachen Bibel und Ge Nachricht von • Du bist ein Fan in ehende mit der Guten nst ße Au , en lieg An • Dir ist es ein Jesus zu erreichen. t ein Teamplayer. ompetenzen und bis hungen • Du hast Leitungsk hen tragfähige Bezie nsc Me eit, mit jungen . • Du hast die Fähigk ben ge en Orientierung zu bare Ausbildung. zu gestalten und ihn gische oder vergleich olo the te ne eig ge e • Du hast ein sse geweckt? Haben wir Dein Intere rstellung an: rbung mit Gehaltsvo we Be ine Dann sende De Firrel KdöR rchliche Gemeinde Evangelisch-Freiki rel Fir 5 83 26 · 14 e Westerender Straß .bietz@ewetel.net oder an hans-georg 73 (Ingrid Bietz) 16 6 Bei Fragen: 0494

Net z werk 19


Vor zwei Jahren hat

Bill Hybels im Rahmen des

Leadership Summit überraschend

offen darüber gesprochen, wie die Willow-Gemeindeleitung die

Nachfolgeregelung ihres Hauptpastors handhaben wird. Hier spricht der

63-Jährige über den aktuellen Stand

sowie Fragen, die für jede Gemeinde bei einem Pastorenwechsel wichtig sind.

STAFFELWECHSEL BEI WILLOW Bill, jede Gemeinde oder Organisation muss sich früher

oder später Gedanken über die Nachfolgeregelung für ihren Pastor oder ihre Führungsperson machen. Auch die

Willow-Gemeinde steckt gerade in diesem Prozess.

noch eine ganze Menge Energie haben: Eine Gemeinde verlangt ihren Führungspersonen viel mehr ab als früher. Das darf man nicht unterschätzen.

B 

In der Willow-Gemeinde habt ihr bereits vor einigen

Ja – wir befinden uns in einer spannenden Phase. Ich muss das so deutlich sagen: In einer kleinen Gemeinde oder Organisation kann der Pastor oder Chef ohne größere Probleme ausgetauscht werden. Man gefährdet damit nicht gleich die Zukunft der Gemeinde oder Organisation. Aber wenn man eine bestimmte Größe erreicht hat, gibt es immer weniger Personen, die in der Lage sind, sie ordentlich zu führen. Deshalb ist es wichtig, sich sehr früh über die Nachfolgeregelung Gedanken zu machen. Wer stößt diesen Prozess an?

B 

Leider läuft es oft so, dass ein mutiges Vorstandsmitglied aus der Deckung kommt und sagt: »Fred, du wirst bald achtzig – wir sollten über deine Nachfolge sprechen.« Oder ein Pastor spürt, dass er müde wird und den Ältesten sagt: »Ich halte das nicht mehr durch und höre in ein paar Monaten auf.« Zweierlei sollte bedacht werden. Erstens die Amtszeit: Wie lange hat jemand die Gemeinde oder Organisation bereits geleitet? Wenn das 20, 25 Jahre sind, sollte man – auch, wenn alles gut läuft und die Person noch verhältnismäßig jung ist – beginnen, über die Nachfolge zu sprechen. Das schuldet man der Organisation. Zweitens: das Alter und der Gesundheitszustand. Auch wenn viele mit Anfang sechzig

20 TR AINING

Jahren begonnen, über dieses Thema zu sprechen. Wie beginnt man den Prozess?

B 

Mit der Planungsphase. In der sollte man so unemotional wie möglich bei einer Tasse Kaffee miteinander sprechen. Diese Phase kann sechs Monate oder auch zwei Jahre dauern – da gibt’s keinen Stichtag. Man spricht einfach über die Zukunft der Gemeinde oder Organisation. Das Vorstandsmitglied fragt dabei den Pastor nicht: »Fühlst du dich amtsmüde?«, sondern stattdessen: »Du hast die Gemeinde schon recht lange geleitet. Lass uns heute einfach nur über ihre Zukunft sprechen: Wie finden wir gemeinsam heraus, wer in der Zukunft die nächste Etappe anführen soll?« Dieses Gespräch sollte frei von versteckten Agenden sein. Es ist nur der Anfang eines Prozesses. Nach jedem Gespräch wird entschieden, wann das nächste stattfinden soll. So halten wir es auch bei den Treffen, in denen es um meine Nachfolge geht. Wenn mich in den Gesprächen etwas aufgewühlt hat und ich das Gefühl habe, das mit meiner Familie oder einem kompetenten Berater besprechen zu müssen, sage ich offen: »Können wir ein paar Monate warten, bis ich mehr Klarheit habe?«


Das heißt, der Vorstand gibt den Takt an?

B 

Wer die Führung bei der Nachfolgeregelung übernimmt, ist eine wichtige Frage, die man klären muss. Ist es der bisherige Pastor oder der Vorstandsvorsitzende? Es geht ja um mehr als nur die Festlegung eines Abschiedsdatums. Man muss sich einigen, wie viel Einfluss der Vorstand hat, wer entscheidet, welche Person anschließend an Bord kommt, und welche Rolle der leitende Pastor nach seinem Ruhestand einnimmt. Kein Wunder, dass sich diese Planungsphase über mehrere Jahre erstrecken kann. Zur Klärung gehört auch, wo die Suche nach einem Nachfolger beginnt – in den eigenen Reihen oder extern. Und in welcher Zeitspanne das geschehen soll. Wenn dann die geeignete Person gefunden wurde, erfolgt die Staffelübergabe. Und dann wird der »alte Mann« auf die Eisscholle gesetzt und aufs offene Meer hinaus­ befördert. Das ist nun mal der Lauf der Dinge. Das ist die sachliche Seite. Oft sind mit einem möglichen Abschied auch viele Emotionen verbunden.

B 

Jeder kennt vermutlich einen Pastor oder eine Führungs­ persönlichkeit, die den richtigen Zeitpunkt des Absprungs verpasst hat. Warum bleibt eine gute Führungsperson oft zu lange im Amt? Die Standardantwort: Macht und Ego! Meiner Meinung nach ist das selten der Fall. Es hat oft mit seiner oder ihrer Identität zu tun. Wer 30, 40 Jahre eine Organisation oder Gemeinde geleitet hat und sich dem Ende der Amtszeit nähert, kennt nichts anderes als die Leitung dieser Organisation. So jemand stellt sich dann die Frage: »Wer bin ich überhaupt, wenn ich nicht mehr Führungs­ person dieser Organisation bin? Alle meine Freunde sind hier. Ich habe mein Selbstwertgefühl aus den Leistungen der Organisation bezogen. In dem Moment, in dem ich mein Büro verlasse, falle ich in einen Identitätsabgrund.« Wenn man sein Leben lang nichts anderes gemacht hat, als Pastor zu sein und die Lebensuhr langsam abläuft, da kann ich schon verstehen, dass so jemand sagt: »Ich habe keine Ahnung, wer ich bin, wenn ich nicht mehr leiten darf.« Deshalb halten viele zu lange am Amt fest.

Wie geht es dir mit dieser Frage?

B 

Das war richtig schwer. Ich musste tiefer in mein Innerstes schauen als je zuvor. Bevor man sich mit dem Thema Nachfolgeregelung beschäftigt, denkt man: »Wenn ich hier fertig bin, reise ich vielleicht um die Welt.« Oder man kommt auf andere ausgefallene Ideen. Wenn der Termin aber tatsächlich näher rückt, fragt man sich: »Will ich wirklich den Rest meines Lebens reisen? Ein, zwei Wochen sind ja ganz nett. Aber meistens hab ich doch schon nach zwei Wochen Heimweh.« Je näher der Tag des Rücktritts kommt, desto mehr muss man sich fragen: »Was würde mich wirklich befriedigen, wenn Gott mir noch 15, 20 Jahre schenkt?« Zwei Jahre habe ich über diese Frage gebrütet und mir ist klar geworden, dass ich weder herumreisender Kongress-Redner ohne Bodenhaftung, noch Profi-Segler sein will. Rumgammeln will ich auch nicht. Ich will vielmehr einer Gemeinde dabei helfen, das Vor­bild aus Apostelgeschichte 2 zu erreichen. Das wird auf keinen Fall in oder um Chicago sein. Das ist klar. Ich muss auch nicht mehr leitender Pastor sein, sondern einfach Teil eines Teams.

In einigen Gemeindesituationen spielen auch finanzielle

Gründe eine Rolle, dass ein Pastor nicht zurücktreten will. Wie offen sollten der Pastor und der Vorstand darüber sprechen?

B 

Das gehört vermutlich zu den schwierigsten Gesprächen, wenn es um Nachfolgeregelungen geht. In der Geschäftswelt bekommt man einen goldenen Fallschirm. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Vorstand sagt: »Du hast hier viele Jahre Großartiges geleistet. Wir geben dir zum Abschied diese stattliche Summe.« Bei Pas­ toren sieht das anders aus. Da gibt es eine ganze Reihe, die in ihren ersten Jahren schlecht bezahlt wurden und wenig für ihren Ruhestand tun konnten – und auch die Gemeinde sich nicht daran beteiligt hat. Dennoch sind diese Hauptamtlichen mit aufopferungs­ vollem Beispiel vorangegangen. Wenn dann der Ruhestand vor der Tür steht, weiß niemand, wie angemessener Respekt aussieht. Die Bibel klammert dieses Thema nicht aus. In 1. Timotheus 5 steht, dass Gottes Diener doppelte Ehre verdienen. Was das konkret für den Pastor, Vorstand und die Gemeinde bedeutet – das sind interessante Gespräche. Aber sie müssen offen geführt werden.

Sollte der ehemalige Pastor die Gemeinde verlassen oder kann er Teil der Gemeinschaft bleiben?

B  Da gibt es ganz viele Konstellationen. Einige sind der Meinung, dass der Pastor oder die bisherige Führungsperson am Tag der Amtsübergabe die Gemeinde für immer verlassen sollte, um dem Nachfolger den nötigen Freiraum zu geben. Andere sind überzeugt, das ein Jahr Auszeit reicht. Dann kann er oder sie zurückkommen. Viele entscheiden sich für eine Art Emeritus-Status. Das heißt, mit der ehemaligen Leitungsfigur wird für die Zeit nach dem Rücktritt eine klar definierte Rolle in der Gemeinde oder Organisation abgesprochen. Die aber außerhalb von jedweden Leitungsgremien ist. Wir haben beschlossen, dass ich zwölf Monate lang den Sonntagsgottesdiensten fernbleibe. Danach kann ich als ehrenamtlicher Mitarbeiter zurückkommen – vorausgesetzt, ich kehre in die Gegend zurück. Worauf achtete Willow bei der Auswahl des Nachfolgers? Du sprichst oft von vier zentralen Kategorien: Charakter,

Kompetenz, Chemie und die Übereinstimmung der „Kultur“.

B 

Wir suchen nach der vierten Person der Dreieinigkeit.

Und – schon fündig geworden?

B 

Wir haben zunächst die Aufgabenbeschreibung präzise formu­ liert. Er soll begeisternd predigen können, eine erstklassige Führungspersönlichkeit sein, sensibel und zugleich direkt das Thema Finanzen vor der Gemeinde ansprechen können, und mit einem komplexen Mitarbeiterstab klarkommen. Wenn man sich die Liste anschaut, fragt man sich: wie viele Menschen können das erfüllen? Uns wurde klar, dass der Nachfolger ganz anders sein wird als ›› TR AINING 21


sein Vorgänger. Das ist auch in Ordnung. Die entscheidende Frage ist: Besitzt die Person die für uns richtigen Werte?

Vor ein paar Jahren hat ein Redner beim Leadership Summit

In unserem internen Auswahlverfahren – wir schauen zuerst in den eigenen Reihen nach einem Kandidaten – stellen wir uns auch die Frage, ob es klüger ist, die Aufgabenbeschreibung der Person anzupassen als andersherum. Wir haben viele starke Führungskräfte in unseren Reihen, so dass für uns ein guter Prediger sinnvoller ist, als eine weitere Top-Führungsperson. In einer anderen Gemeinde kann das genaue Gegenteil der Fall sein.

haben im neuen Unternehmen keinen Erfolg. Wie denkst

Was ist für dich die wichtigste Eigenschaft, die ein Pastor

haben sollte?

B  Zwei Dinge fallen mir ein. Das erste: Er sollte in seinem geistlichen Leben authentisch sein. Wenn die Gemeinde ihren Pastor anschaut und sich fragt: »Lässt er oder sie sich überhaupt von Gott leiten?« – dann ist das ein Riesenproblem. Egal, ob man eine Führungspersönlichkeit sein will oder nicht – man muss als Nachfolger von Jesus ihm auch im Alltag nachfolgen. Man muss darin wachsen wollen, spirituell lebendig sein. Genauso wichtig ist die Frage, die ich gerade mit meinem möglichen Nachfolger bespreche: »Kann diese Person unsere Gemeinde wirklich lieben?« Auch das muss im Vorfeld völlig klar sein. Es ist doch so: Was Gott auf dieser Welt am wichtigsten ist, sind die Menschen. Deshalb sollte man den zukünftigen Gemeindeleiter fragen: »Ist dir klar, dass diese Menschen Gottes größter Schatz sind? Werden sie dir genauso wichtig sein? Wirst du deine Predigten nach dem Wohlbefinden dieser Menschen ausrichten, die dir anvertraut sind? Wirst du mit ihnen beten und reden? Wirst du auf ihre E-Mails antworten?« In diesem Punkt ist unsere Messlatte sehr hoch. Wenn diese Liebe nicht vorhanden ist, macht es keinen Sinn.

»Uns wurde klar, dass

der Nachfolger ganz anders

sein wird als sein Vorgänger. Das ist auch in Ordnung.

Die entscheidende Frage ist:

Besitzt die Person die für uns richtigen Werte?«

22 TR AINING

über das Risiko gesprochen, »Stars« zu verpflichten. Er

sagte: 70 Prozent dieser externen Top-Führungspersonen

du darüber?

B 

Als erstes würde ich immer nach einem internen Kandidaten schauen. Dabei ist es mir egal, wie gut man einen externen Kandidaten zu kennen meint. Ihr wahres Gesicht zeigt er oder sie erst, wenn die Person ein, zwei Jahre mitgearbeitet hat. Erst dann fallen einem all diese entscheidenden Kleinigkeiten auf. Einige der Kandi­ daten, die wir uns bei Willow vorstellen können, kenne ich persönlich. Wir haben viele Jahre eng zusammengearbeitet. Ich weiß, wer sie sind. Mir ist es viel lieber, jemanden der Gemeinde zu präsentieren, den ich aus eigener Erfahrung kenne, als jemanden, der aus der Entfernung gut zu passen scheint, dann aber doch negative Überraschungen in sich birgt. Sicher: Manchmal stellt die Position so hohe Anforderungen, dass sich kein interner Kandidat finden lässt. Dann muss man natürlich jemanden von außerhalb holen. Ashish Nanda, der von dir erwähnte Sprecher, hat aber folgenden guten Rat: »Schauen Sie genau auf die Umstände, die die Person in ihrem bisherigen Umfeld so erfolgreich gemacht hat.«


Man sollte sich dann ehrlich fragen: »Sind diese Umstände, diese Rahmenbedingungen, bei uns vergleichbar? Passt unser Team genauso gut zu ihm, sodass er oder sie hier genauso gute Arbeit leisten kann?« Wir haben uns bei Willow übrigens für eine risikoreiche Variante entschieden. Wir werden sehr transparent sein, was die Nachfolge angeht. Das habe ich auch den Ältesten gesagt. Es soll nichts im geheimen Kämmerlein ablaufen. Wissen die internen Kandidaten, dass sie zur engeren

Wahl gehören und im Hinblick auf deine Nachfolge beur-

teilt werden?

B 

Wir haben in unserem erweiterten Leitungsteam gesagt: »Wenn ihr mit uns darüber sprechen wollt, ob ihr als Nachfolger in Frage kommt, sprecht mich an.« Einige haben das Angebot wahrgenommen und von denen stehen auch einige zur Disposition. Ich wollte das Signal geben, dass wir offen damit umgehen – und auch niemanden übersehen.

Wie lange dauert der gesamte Prozess – vom ersten

Gespräch bis zu dem Zeitpunkt, wo ihr sagt: Jetzt haben

Gemeindehäuser. Christliche Werke. Wohnprojekte. Mörk.

wir die Lösung.

B  Ich würde mindestens fünf Jahre veranschlagen, eher sogar sieben. Frühzeitig anzufangen ist also wichtig. Wenn jemand 72 Jahre alt ist und die Gesundheit versagt, kann das nur schief gehen – und eine ganze Gemeinde oder Organisation in Gefahr bringen. Ich bin dankbar, dass wir auf Kurs sind. Dennoch: So ein Prozess kann immer auch durch Unvorhergesehenes auseinanderfallen. Es ist also noch zu früh, um schon zu feiern.

Wir unterstützen Kirchengemeinden und christliche Werke im Bauprozess.

Das Interview führte Jim Mellado im Rahmen des monatlich erscheinenden Willow-Creek-Audiojournals.

www.moerk-kirchenbau.de

Rubrik 23


glaubt Europa? Die Europawahl liegt erst ein paar Wochen zurück. Für welche Werte steht die Europäische Union? Ein Streitpunkt ist, dass die Verfassung der EU keinen Gottesbezug hat. Im Grund­ gesetz der Bundesrepublik Deutsch­land zum Beispiel steht gleich im ersten Satz: »Im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen«. Im Verfassungsvertrag der EU dagegen heißt es allgemein: »In dem Bewusstsein des geistig-­reli­giösen und sittlichen Erbes«. Die Präambel zur

Charta der Grundrechte im Teil II fasst die Werte und Ziele der EU zusammen. Die EU bekennt sich zu folgenden Werten: Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören, Pluralismus, Nichtdiskriminierung und Toleranz, Gerech­ tigkeit, Solidarität und Gleichheit von Frauen und Männern.

38 48 11

ISLAND

Wie steht es um den Glauben in der EU? Diese Grafik verschafft einen kleinen Überblick.

73 22 4

IRLAND

ie efähr d Nur ung g in der n ölkeru v e B es r e t, dass Hälfte d n glaub io ­n U n che sschließ nicht au Europäis i e ) b o % 2 w , t ist. (5 ott gibt gemein t einen G t o G e n biblisch indest a lich der b t zu m u la g l e % t  (2 7 ) es Vier e K raf t ll e Ein gut u it ir her e sp eine hö net sich bezeich l e t r ie es ppes V er weiß Ein kna ubig, od lä g t h (2 1%) als nic richtig. nicht so

38 40 20

VEREINIGTES KÖNIGREICH

34 37 27

NIEDERLANDE

43 29 27

BELGIEN Katholische tradition evangelische tradition orthodoxe tradition

44 28 22

LUXEMBURG

ReligiOsitätsranking

muslimische tradition durchmischte tradition

34 27 33

FRANKREICH

% der Bevölkerung die glauben, dass es einen Gott gibt

1. Malta (95%) 2. Türkei (95%)

81 12 6

PORTUGAL

3. Zypern (90%) 4. Rumänien (90%)

59 21 18

SPANIEN

… 16. Deutschland (47%) … Länder in denen der Global Leadership Summit von Willow Creek veranstaltet wird

29. Dänemark (31%) 30. Schweden (23%)

Katholische Tradition

31. Tschechische Rep. (19%)

Evangelische Tradition

32. Estland (16%)

Orthodoxe Tradition

Prozent der Bevölkerung glauben an einen Gott Prozent der Bevölkerung glauben an eine höhere Kraft

Muslimische Tradition 24  PROFESSOR GR APH

48 39 9

SCHWEIZ

Durchmischte Tradition

Prozent der Bevölkerung glauben an nichts Höheres


Von Finnland bis Albanien – Ein Herz für Gesunde GemeindeN Neben dem deutschen Willow-Büro in Gießen gibt es drei weitere europäische Länderbüros: In England, den Niederlanden und in Norwegen.

41 41 16

FINNLAND 32 47 17

NORWEGEN

16 54 26

RUSSLAND

ESTLAND

KIRGISTAN KASACHSTAN

23 53 23 37 49 10

SCHWEDEN

31 49 19

LETTLAND

DÄNEMARK

49 36 12

LITAUEN

WEISSRUSSLAND

80 15

1

POLEN

2013 wurde der GLS bereits in über 100 Ländern veranstaltet, in 42 Sprachen über­ setzt und von 170.000 Personen besucht, die 14.000 verschiedene Gemeinden repräsentieren. Ins Leben gerufen wurde er 1995 auf Anregung von Bill Hybels.

47 25 25

DEUTSCHLAND

Länder in denen der global Leadership summit von Willow Creek veranstaltet wird

% der Bevölkerung »ich glaube an einen gott«

% der Bevölkerung »ich glaube an eine höhere Kraft«

Eine steigende europäische Reichweite hat auch der Global Leadership Summit (GLS). Die Konferenz beginnt im August eines jeden Jahres mit der Live-Veranstaltung auf dem Campus der Willow-Gemeinde bei Chicago. Willow Creek Deutschland orga­ nisiert regelmäßig eine Studienreise zum GLS. In den Folgemonaten wird er dann in einer Mischung aus Video- und Live-Beiträgen in über 100 Ländern der Erde fortgeführt. Die zweitägigen Veranstaltungen sind so konzipiert, dass sie den Teilnehmenden neue Perspektiven, Fähigkeiten und Inspiration für die Veränderung ihrer Gemeinden vermitteln.

UKRAINE

19 50 30

TSCHECHISCHE REPUBLIK

% der Bevölkerung »ich glaube an nichts Höheres«

61 26 11

SLOWAKEI MOLDAWIEN 54 34 8

ÖSTERREICH 44 31 19

UNGARN 37 46 16

SLOWENIEN 90 8

67 25 7

KROATIEN

1

RUMÄNIEN

BOSNIEN/ HERZEGOWINA

SERBIEN

40 40 13

74 16 6

BULGARIEN

ITALIEN MONTENEGRO MAZENONIEN ALBANIEN

95 2

1

TÜRKEI 81 16 3

GRIECHENLAND

95 3

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MALTA

Quellen: http://www.ekhn.de/aktuell/europawahl/welche-werte-hat-europa.html http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europa/70645/religioeser-und-spiritueller-glaube

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ZYPERN

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Ein Flash vom Himmel und die Folgen Wie aus einer sterbenden Gemeinde eine »heilende Gemeinschaft« wurde »Wir haben Wunder erlebt!« Das sagt Christhard Elle, Pastor der Evangelischmethodistischen Kirche in Bremerhaven, immer wieder. Dass seine totgesagte Gemeinde wieder aufblüht und wächst, das ist ein solches Wunder. Was in Bremerhaven passiert ist, hat er idea-Redakteur Klaus Rösler erzählt. Die Gemeinde hat eine bewegte Geschichte. 1850 gegründet, damit eine der ältesten Gemeinden dieser Freikirche in Deutschland, kümmert sie sich anfangs vor allem um Auswanderer in die USA, die auf die Abfahrt ihres Schiffes warten. Die Menschen können in der Methodistengemeinde in Bremerhaven das Handwerkszeug erlernen, das nötig ist, um in der Ferne als Christ zu leben. Doch dann bleiben die Auswanderer aus. Hat die Gemeinde jetzt noch ihre Existenzberechtigung? Mitglieder ziehen fort oder sterben. Die, die bleiben, drehen sich vor allem um sich selbst. Die Gemeinde wird immer kleiner. Die metho26 NE T ZWERK

distische Friedenskirche verfällt. Die Gemeinde fasst 2006 den Beschluss, die Kirche zu verkaufen – aber niemand interessiert sich für das Gebäude in der Innenstadt. Schließlich wird die Kirchenleitung eingeschaltet. Auch sie hat den Eindruck, dass es für die übriggebliebenen zwölf Methodisten im Seniorenalter in Bremerhaven keine Zukunft mehr gibt ...

Elle stutzt, als er bei einer Konferenz den zuständigen Superintendenten der Frei­ kirche, Uwe Onnen (Hamburg), sagen hört: »Wir werden Bremerhaven wohl schließen müssen.« Dieser Satz trifft ihn. Er rührt Schichten in Elle an, von denen er nicht mal weiß, dass es sie bei ihm gibt: »Das war wie ein Flash vom Himmel.« Er ahnt: Hier hat Gott zu mir gesprochen.

Wenn Gott spricht

Er fährt nach Bremerhaven, schaut sich in der Stadt um. Die EmK-Gemeinde besucht er nicht. Doch eine Frage lässt ihm keine Ruhe mehr: Soll ich nach Bremerhaven wechseln? Kann das für ihn der Wille Gottes sein? Er empfindet einen großen inneren Frieden bei dem Gedanken. Er bespricht es mit seiner Frau Karin. Auch sie findet ihr »Ja« zu diesem Abenteuer. Dann sucht er seine Vorgesetzten auf. Die reagieren zuerst verstört. Aber schließlich sendet Bischöfin Rosemarie Wenner (Frankfurt am Main) ihn mit einer halben Stelle nach Bremerhaven. Er bekommt eine Frist von

Christhard Elle hört von der ernsten Situation. Die Arbeit des leitenden Pastors der Gemeinden Hannover und Wunstorf und Referenten für Gemeindeaufbau im Evangelisationswerk der Evangelisch-methodistischen Kirche läuft gut. Wunstorf ist ein Vorzeigeprojekt. In einer Veranstaltungs­ kneipe treffen sich regelmäßig über 70 Besucher zum Gottesdienst. Nach und nach entwickelt sich daraus eine (Kneipen-) Gemeinde.


»Die Lokalpresse berichtet ausführlich über die Aktivitäten der Gemeinde. So melden sich immer wieder Menschen, die mithelfen wollen. Chöre singen. Musiker spielen, Baufachleute unterstützen die Renovierung.«

Über die Einflüsse und Wirkung von Willow sagt Pastor Christhard Elle:

vier Jahren. Sollte sich bis dahin immer noch nichts in Bremerhaven geändert haben, wird die Gemeinde geschlossen. Als Zeichen, dass es Elle mit der Berufung sehr ernst ist, verkauft die Familie ihr Haus in Hannover und zieht im Herbst 2010 um. Als erstes versucht der neue Pastor, eine neue Bleibe für seine Gemeinde zu finden. Denn mit zwölf älteren Leuten sonntags in einer viel zu großen und dringend renovierungsbedürftigen Kirche Gottesdienst zu feiern, das deprimiert. Doch er findet nichts. Zugleich fragt er sich und die Gemeinde: Wofür braucht es eigentlich Methodisten in der 130.000-Einwohner-Stadt? Was kann man hier mit einer Rentnertruppe machen? Dann haben auch noch fast alle Probleme: Ehen sind kaputt, viele sind körperlich oder seelisch krank, ohne Arbeit. Den Bürgern in der Nachbarschaft der Kirchengemeinde geht es ebenso. Viele sind einsam, alleinerziehend, entmutigt. Elle hat eine Idee: Was wäre, wenn gerade diese Menschen durch Gott verändert würden und Heilung erlebten? Wenn Menschen die Methodistengemeinde als »heilende Gemeinschaft für eine gebeutelte Stadt« erleben? Die eigene Schwäche soll zur Stärke und zum Profil der Gemeinde werden. Doch wie kommt man dahin?

»Vieles von dem, was mich in meiner Gemeindearbeit heute prägt, ist zurückzuführen auf den ersten Willow-Kongress 1996 in Hamburg. Das Thema, Kirche für diejenigen zu sein, die noch nicht dazugehören, begleitet mich seitdem. Mehr noch: Es hat sich zu einem persönlichen, klaren Auftrag entwickelt. Als ein Willow-­ Beeinflusster der ersten Stunde nutze ich auch heute noch die Willow-Veranstaltungen als wichtige Inspirations- und Weiterbildungsmöglichkeit.« Willow hat unsere Arbeit in mehrfacher Hinsicht besonders beeinflusst:

i1 Unsere Gemeinde in Bremerhaven lebt wieder, weil sie konsequent ihrem Auftrag folgt – eine heilende Gemeinschaft für eine gebeutelte Stadt zu sein. Alle unsere Ressourcen dienen diesem Auftrag.

i2 Dieser Auftrag ist nicht nur der Gemeinde­ leitung bekannt. Jeder in der Gemeinde kennt den Auftrag, kann ihn begründen und lebt ihn im Alltag.

Gottesdienste im Freien Elle fällt gemeinsam mit seinen Senioren einen verwegenen Beschluss: Wenn die Leute nicht in die Kirche kommen, dann geht die Gemeinde raus zu ihnen. Einmal im Monat soll deshalb der Gottesdienst unter freiem Himmel irgendwo in der Stadt stattfinden. Am 4. Advent 2010 ist es erstmals soweit. Auf dem 11 Meter hohen Drachenberg soll ein Weihnachtsgottesdienst stattfinden. Die Behörden geben grünes Licht. Dieser Gottesdienst wird zu einem tiefgreifenden Einschnitt für Elle und die Gemeinde. »Der liebe Gott hat es so stark schneien lassen, dass ganz Bremerhaven auf dem Drachenberg war, um Schlitten zu fahren«, erinnert er sich. Die Gemeinde stellt auf dem Berg ein mobiles Kreuz auf, die Krippe daneben, zündet ein Feuer an und lädt die Wintersportler ein, mit ihnen gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Über 80 Interessierte lassen sich einladen. Sie setzen sich auf ihre Schlitten und hören zu. »Das war für mich eine Berufungsbestätigung«, sagt Elle. Seitdem ist die Gemeinde einmal im Monat irgendwo in der Stadt anzutreffen: in der Fußgängerzone, auf dem Friedhof, am Weser­deich, im Auswandererhafen. Das Wetter spielt keine Rolle. Immer hat die Gemeinde ihr mobiles Kreuz dabei. › NE T ZWERK 27


DAS ALLES GIBT ES NUR AN DER NORDSEEKÜSTE:

3 Möglichst viele Menschen sollen das Evangelium hören. Weil die Menschen aber eine große Schwellenangst haben, veranstalten wir 10 Gottesdienste pro Jahr im Freien. Hier finden wir die Suchenden tatsächlich. Für uns ist dies eine Übertragung der Willow-Gottesdienste, die in ihrer Form und Sprache auf Menschen ausgerichtet sind, die keinen kirchlichen Hintergrund haben.

4 Bei allen Formfragen denken wir stets darüber nach, ob sie den Menschen, die

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geistlich auf der Suche sind, wirklich helfen oder ob nur wir Gemeindeglieder daran hängen.

i5 Auch die Erkenntnisse aus der REVEALStudie von Willow sind in unsere Konzeption eingeflossen. Nur Teilnehmer einer Veranstaltung zu sein, bringt niemanden auf seinem geistlichen Weg weiter. Eine Gemeinde muss vielmehr Möglichkeiten schaffen, dass Menschen in unterschiedlichem geistlichem Reifegrad Fortschritte im Glauben machen können.

i6 Wir suchen keine Mitarbeiter, die Lücken im Dienstplan füllen. Vielmehr fragen wir jeden in der Gemeinde: Was hat Gott mit dir speziell vor? Das hat auch dazu geführt, dass wir um solch persönliche Berufungen einen neuen Dienst entwickelt haben – weil er zum Gesamtkonzept der Gemeinde passte.

Und auch ein Pkw-Anhänger mit einer knallroten Plane weist Interessenten den Weg. »EmK-Bremerhaven« ist darauf zu lesen, dazu die Gottesdienstzeiten. Und ein Schlagwort: »Die MitGlaubKirche«. Was ist das? Elle erklärt: »Glaube und Kirche so zu leben, dass auch Menschen des 21. Jahrhunderts die Liebe Gottes erfahren und zwar in Worten und Formen, die ihnen vertraut sind. Und jeder darf gleich mitmachen, egal, was und wie viel er mitbringt. Darum MitGlaubKirche!« Die Lokalpresse berichtet ausführlich über die Aktivitäten der Gemeinde. So melden sich immer wieder Menschen, die mithelfen wollen. Chöre singen. Musiker spielen, Baufachleute unterstützen die Renovierung. Und immer wieder wird eingeladen: Obwohl die Gemeinde anfangs nur zwölf Gottesdienstbesucher hat, lässt der Pastor zwischen 1.000 und 5.000 Gemeindebriefe drucken, die in der Stadt verteilt werden. Bei einem der Freiluftgottesdienste fragt eine neue Besucherin das Begrüßungsteam direkt: »Wo kann ich denn hier meine Lasten ablegen?« Es hat sich herumgesprochen, dass man das in dem Gottesdienst nach der Predigt symbolisch tun kann, indem man Steine unter dem Kreuz ablegt. Mit ihr gehen auch viele andere: »Der Strom wollte gar nicht abreißen.« Und bei der anschließenden Abendmahlsfeier wird dem Pastor zum ersten Mal bange, ob das Brot wirklich ausreicht. Denn jeder ist eingeladen. »Wenn Jesus Christus bei der Einsetzungsfeier für das Abendmahl sogar mit seinem späteren Verräter Judas gefeiert hat, gibt es für Methodisten keine Gründe, irgendjemand das Abendmahl zu verweigern, der Jesus Christus begegnen möchte«, erläutert Elle.

Das Motto der Gemeinde – »eine heilende Gemeinschaft für eine gebeutelte Stadt« – ist Wirklichkeit geworden.

wo Himmel und Erde sich berühren 28 Rubrik In den Dünen 2-4 · 27476 Cuxhaven email: info@duenenhof.org


Zeichen des Neuanfangs Auch in die normalen Sonntagsgottesdienste kommen immer wieder neue Besucher. Inzwischen hat sich die Mitgliederzahl mit knapp 60 mehr als vervierfacht. Es kommen mehr als 70 Besucher. Elle freut sich längst, dass der Verkauf der Friedens­ kirche gescheitert ist. Denn jetzt braucht man den Platz. Inzwischen ist das Gotteshaus renoviert worden – auch dank Baufachleuten, die sich aufgrund der Freiluftgottesdienste für die Gemeinde interessierten. Völlig überraschend hat die Gemein­de von einer Dame, die zu einer Nachbar­ gemeinde gehörte, ein Erbe erhalten. Für die 25.000 Euro werden die Fenster renoviert. Neue Stühle wurden bei »ebay« ersteigert, erzählt Elle, »kaum genutzte Stapelstühle aus dem Hilton-Hotel in Bremen, für 14,50 Euro das Stück!« Obwohl die Gemeindemitglieder selber kaum Geld haben, beteiligen sie sich beachtlich an der Renovierung. Schließlich hat die Kirchenleitung den Beschluss aufgehoben, die Friedenskirche zu verkaufen.

Das Gemeindeleben ist aufgeblüht. Dienstags startet um 9 Uhr eine Bibelstunde – mit einem Frühstücksbuffet. Einmal im Monat findet in der Kirche ein Abendmahlsgottesdienst statt: mittendrin ein einfaches Abend­ essen. »Viele Leute sind es nicht mehr gewohnt, miteinander zu essen. Wir bieten ihnen diese Möglichkeit«, so Pastor Elle. Es gibt einen Männer­hauskreis, der sich auf einem Schiff versammelt, auf dem ein Teilnehmer lebt. Manchmal fahren die Männer sogar raus auf die Nordsee. Zusätzlich werden ein Frauenhauskreis, ein Frauenkreis für Ältere sowie ein Treff für Leute ab 50 angeboten. Einmal im Monat treffen sich die Methodisten mit Christen aus der Stadt zum Stadtgebet. Auf dem Plan steht auch ein monatliches Heilungsgebet. Es hat sich herumgesprochen, dass man dort für sich beten lassen kann. Ohne großes Aufheben wird einfach um Gottes Eingreifen in das Leben der Hilfesuchenden gebetet. Manchmal wird Elle bange vor den Erwartungen der Hilfesuchenden. Da schauen Menschen im Rollstuhl vorbei oder eine Frau, die an Krebs erkrankt ist.

Das angedachte Motto der Gemeinde – »eine heilende Gemeinschaft für eine gebeutelte Stadt« – ist Wirklichkeit geworden. Spannend ist, dass die Gemeinde tatsächlich die Besucher erreicht, die Probleme mit sich und dem Leben haben, die dringend Hilfe und Unterstützung brauchen. Sie kommen – und erhalten hier zugleich eine neue »Familie«. Denn so fühlt sich diese Gemeinde an. Für Pastor Elle ist es ein Augenzwinkern Gottes, dass er, der auszog, eine noch »hippere« Gemeinde als die Kneipen­ gemeinde in Wunstorf zu gründen, nun einer so »klassischen« Gemeindearbeit vorsteht. Aber es ist für ihn ein befriedigendes Gefühl zu wissen, dass er an der Stelle ist, an der Gott ihn haben will.

Klaus Rösler ist Redakteur beim Magazin

»idea-Spektrum«, in dem dieser Artikel zuvor

erschienen ist. www.emk-bremerhaven.de

Infos zum Jugendplus-kongress 2015 Auf Einladung von Willow Creek Deutschland haben sich im Frühjahr Jugendleiter aus unterschiedlichen Landes- und Freikirchen und christlichen Werken getroffen. Einen Tag lang wurde intensiv über die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Jugendarbeit in Deutschland diskutiert. Aus den Erkenntnissen dieses Treffens in Frankfurt-Kelsterbach haben sich die Themen für den Jugendplus-Kongress 2015 in Erfurt herausgeschält. Das Leitmotiv der Konferenz lautet: BASE CAMP. Die Tage in Erfurt sollen für die rund 3.500 Nachwuchsleiter und Mitarbeitenden in Jugendarbeit und Gemeinde zu einem Basislager und Stützpunkt werden. Die Teilnehmenden bekommen Möglichkeiten aufzutanken, lernen hilfreiche Ideen für die eigene Arbeit kennen und erhalten Anregungen für die persönliche Lebensorientierung. Fachausstellung Während des Kongresses findet auch eine Fachausstellung statt. Die Teilnehmer können sich dort über Angebote und Dienste verschiedenster Organisationen, Kirchen und Verbände informieren und Kontakte knüpfen. Die Mediadaten für Aussteller sind auf der Kongress-Webseite abrufbar. Trailer, Beamerfolien, Flyer, Gemeindebrief-Anzeigen und vieles mehr: www.jugendplus-kongress.de

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30 KONGRESSE

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Ist der Beruf nur Job zum Broterwerb, in dem man sich anständig verhalten und als Christ möglichst Zeugnis von seinem Glauben ablegen sollte? Oder ist alle Arbeit ein Zeichen unserer Menschenwürde, weil sie das Bild Gottes in uns spiegelt? Tim Keller wendet biblische Weisheiten auf unser Leben an und zeigt, wie mit Integrität, Disziplin, Kreativität und Leidenschaft am Arbeitsplatz unsere Arbeit zur Anbetung Gottes werden kann.

Sie ahnen etwas von der Kraft der Bibel, hätten aber gerne gewusst, was dieses Buch mit Ihrem Alltag zu tun hat? Eugene H. Peterson fordert heraus, die Bibel auf eine andere Art zu lesen – so dass sie ein Text zum Leben und Wachsen wird, nicht nur um Wissen anzuhäufen oder Regeln zu befolgen. Dabei verleiht er der klugen Art eines bedächtigen Lesens, die sich im Laufe von Jahrhunderten entwickelt hat (Lectio Divina), eine neue Form für unsere Zeit.

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KLEINGRUPPEN – GEMEINSAM GEISTLICH WACHSEN HEIKO HÖRNICKE

Wie verliert man seinen Glauben? Warum geht es oft jungen Leuten so? Die Autoren lassen Menschen zu Wort kommen, die sich vom Glauben abgewandt haben, und forschen nach Gründen. Sie stoßen auf Erschütterndes genauso wie auf Unverständliches, auf Herausforderndes wie Bedauernswertes. Auch wenn jeder seine eigene Geschichte hat, lassen sich doch bestimmte Leitmotive ausmachen, die zu einer Abwendung vom Glauben beitragen. Ein erhellendes Buch für Pastoren, Jugendleiter etc.

Kleingruppen bieten optimale Rahmenbedingungen für Gemeinschaft. Sie sind Kreise, in denen Glaube authentisch und gemeinschaftlich gelebt und Leben geteilt wird. In einer solchen Gemeinschaft können Menschen über persönliche Nöte reden, Hilfe erfahren, sich gegenseitig ermutigen und so zu geistlichen Persönlichkeiten heranwachsen. Dieses Arbeitsheft bietet zahlreiche erprobte Tipps zur Rahmengestaltung und Zielsetzung von Kleingruppen und beleuchtet Herausforderungen und Potentiale.

Gerth Medien 416 Seiten € 9,99

SCM R. Brockhaus 224 Seiten € 14,95

DER FALL JESUS – EIN JOURNALIST AUF DER SUCHE NACH DER WAHRHEIT | LEE STROBEL

EHRLICH GLAUBEN – WARUM CHRISTEN SO LEICHT LÜGEN ULRICH EGGERS

Ein Journalist möchte die Wahrheit wissen. Wie verlässlich ist das Neue Testament? Gibt es außerhalb der Bibel Beweise für die Existenz Jesu? Welche Gründe gibt es, tatsächlich an die Auferstehung als historisches Ereignis zu glauben? Zerstreuen wissenschaftliche Argumente nicht jeden Glauben an das Übernatürliche? Anerkannte Beweise. Wissenschaftliche Fakten. Unangenehme Fragen. Lee Strobel nimmt ausgewiesene Experten ins Kreuzverhör. Was ist dran am „Fall Jesus“?

Hier finden sich Impulse für einen ehrlichen Glauben! Denn: Auch Christen lügen! Manchmal bewusst, meistens unbewusst und intuitiv. Unser Mund lügt, unser Schweigen lügt, unsere Fassade lügt, auch unsere Beziehungssysteme und Gemeinden fördern die Unwahrheit. Ulrich Eggers analysiert, warum das so ist und zeigt auf, wie wir unsere frommen Fassaden einreißen können. Seine These: Christen müssen aus der Unfreiheit eines Doppellebens mit Heiligenschein herausfinden.

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Buchauszug

MICHAEL HERBST BEZIEHUNGSWEISE Menschen sind besorgt. Das ist der Anlass für Seel-Sorge. Die Gemeinde und ihre Seel-Sorger kümmern sich um den be-sorgten Menschen. Seelsorge ist darum eine der zentralen Lebensäußerungen der Gemeinde Jesu. Gemeinde übt Seelsorge. Gemeinde ist Seelsorge. Seelsorge braucht Gemeinde. Wenn Kirche seelsorgerlich spricht, spricht sie ihre Muttersprache. Menschen sorgen sich, was aus ihnen werden soll. Sie sorgen sich, wenn sie keine Arbeit mehr bekommen, und sie sorgen sich, wenn sie viel zu viel Arbeit aufgebürdet bekommen. Sie sorgen sich um ihre Gesundheit, um die des Leibes und die der Seele. Sie sorgen sich um ihre Bedeutung: Was bedeutet ihr Leben, wem bedeutet es etwas? Was bedeutet es noch, wenn alles schief zu gehen scheint und Brüche im Leben sichtbar werden? Sie sorgen sich, wenn sie Entscheidungen fällen müssen, dass sie ja nicht einen Fehler machen und ihr eines wertvolles Leben verfehlen. Die skizzierten Zusammenhänge sind den Betern der Psalmen nicht fremd. Es ist eine gefahrvolle Welt, in der sie leben. Es ist ein bedrohtes Dasein, das sie bestehen sollen. In Ps 120 werden einige besonders unerfreuliche Beziehungs-Umstände aufgezählt. Lügner in der engsten Umgeben, Mitmenschen, die den Frieden hassen, friedlose Verhältnisse. In einem gefahrvollen Leben tröstet ein Beter seine Seele mit Blick auf die Hilfe Gottes. Er sagt: »Woher kommt mir Hilfe?« (Ps 121,1) Seelsorge hat mit der Blickrichtung zu tun, die der besorgte Mensch wählt. Er kann sich nicht aussuchen, welche Berge ihm den Weg verstellen, aber er kann sich durchaus entscheiden, wohin er Hilfe suchend schaut. Darum ist Seelsorge auch eine Seh-Schule, die dem Menschen beisteht, wenn er sich fragt, wohin er sich Hilfe suchend in seiner Sorge wenden kann. Seelsorge hilft dem besorgten Menschen nicht zuletzt dadurch, dass sie ihn ermutigt, mit dem Psalm zu sagen: »Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat« (Ps. 121,2). An dieser Stelle geschieht die entscheidende Weichenstellung. Hier kommt es auch zu den wirklichen Auseinandersetzungen. Darum beginnt dieser Entwurf einer evangelischen Seelsorge auch mit der Erinnerung an den Psalm. Der sich sorgende Mensch findet, was er sucht, indem er auf die Hilfe des Herrn hoffen lernt. Er findet die Hilfe nicht in sich selbst. Wir werden noch sehen, dass

diese Aussage sehr zugespitzt ist, und wie die Hilfe »vom Herrn« wiederum zusammenhängt mit persönlichem Bemühen unter Einsatz der eigenen Ressourcen und mit dem Beistand und der Begleitung durch andere. Es gilt sich einzugestehen, dass wir in den wirklich wichtigen Dingen nicht die Kontrolle haben. Wir können vieles tun; aber am Ende des Tages müssen wir uns doch eingestehen: Bei allem, was wir tun können, haben wir nicht die letzte Kontrolle über unser Leben: unsere Gesundheit, die Entscheidungen unserer Kinder, den Lauf der Welt. Es bleibt aber nicht bei diesem Eingeständnis. Bliebe es dabei, so müssten wir jetzt von Schicksal oder Zufall reden. Der Beter redet von Hilfe und von Gott, der als Schöpfer von Himmel und Erde vorgestellt wird. Ich bin überzeugt, dass es für die Seelsorge eine entscheidende Frage ist, ob wir zuerst von uns, unseren Ressourcen, Kompetenzen und Beziehungen reden. Alternativ: ob wir zuerst von unseren Grenzen, Abhängigkeiten und Gefühlen des Ausgeliefertseins reden. Oder ob wir weder das eine noch das andere zuerst sagen, sondern bekennen: »Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat«. Es gibt so etwas wie einen »christlichen Atheismus«, der mitten in der Kirche, mitten in der Theologie, mitten im Herzen von Menschen, die Christen sind, haust. Der »christliche Atheismus« hat vielleicht ein durchaus orthodoxes Bekenntnis, aber er hat aufgehört, mit Gott als dem »Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat«, zu rechnen. Im wirklichen Leben spielt die Erwartung seiner Gegenwart, seines Redens oder gar Eingreifens keine Rolle mehr. Von einer Hilfe »vom Herrn« zu reden, hat aber nur Sinn, wenn es einen Herrn, »der Himmel und Erde gemacht hat«, gibt und wenn dieser Herr zugänglich ist, ja wenn er offenbar bereit ist, sich um den besorgten Menschen und die, die für ihn sorgen, zu kümmern. Anders gesagt: wenn Gott selbst ein seelsorgerlicher Gott ist. Wir werden sehen, dass diese Erwartung in vielen Konzeptionen der Seelsorge abgestorben ist und in einigen auch ausdrücklich verabschiedet wurde.

Beziehungsweise – Grundlagen und Praxisfelder evangelischer Seelsorge | Michael Herbst

SCM R. Brockhaus 700 Seiten € 39

Seelsorge geschieht »beziehungsweise«: als Heilung von Beziehungen, die aus dem Lot geraten sind. Das betrifft das gesamte Ökosystem menschlicher Beziehungen: zum anderen Menschen und zur Welt, zu sich selbst und zu Gott. Der Verfasser verfolgt einen methodenpluralen Ansatz der Seelsorge, der unterschiedliche, auch psychotherapeutische, Perspektiven beachtet und zugleich theologisch formatiert ist, indem immer auch von der Erwartung des dem Menschen entgegenkommenden Gottes ausgegangen wird. Dieser Ansatz wird ausführlich durchbuchstabiert: z.B. für die Seelsorge mit Ehepaaren, im Kinderkrankenhaus, mit jungen Senioren sowie mit an Demenz erkrankten Menschen, mit Menschen in depressiven Episoden und mit Menschen, die Vergebung und Versöhnung suchen. Ressourcen 33


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EINE EMPFEHLUNG

Ein Zeugnis

Prof. Dr. Michael Herbst – Greifswald ist überzeugt von den proChrist-Angeboten, weil sie „pro Christ“ sind

Gerhard Lieb – Stuttgart empfiehlt proChrist

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Sie planen Ihre ganz individuelle PROCHRIST LIVE Veran-staltung. Sie entscheiden: Wie, wo und wann (5-7 Tage im Aktionszeitraum). proChrist e.V. stellt Ihnen eine Menge an hilfreichen Materialien, aus­ gearbeiteten Themen und Gestaltungsvorschlägen zur Verfügung. Sie wählen einen von 150 Rednern aus. Infos u. Anmeldung als Veranstalter für Deutschland, Österreich und die Schweiz: proChrist e.V. ∙ +49 (0) 561. 937 79-0 ∙ www.prochrist.org/veranstalter info@prochrist.de

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IMPRESSUM

Die Lukas-Schule ist eine private evangelische Schule in München. Zur Zeit sind in der Grund- und Mittelschule, in der Realschule und in dem im Aufbau begriffenen Gymnasium ca. 1.000 Schüler. Die Lukas-Schule will Kindern und Jugendlichen vom Wort Gottes her klare Orientierung geben und so ein Fundament legen, von dem aus junge Menschen ihre Umwelt annehmen, bewerten und ihr Leben gestalten können. Gesucht werden für die Lukas-Schulen für das Schuljahr 2014/2015

Konrektor (m/w) Lukas-Realschule Anforderungen: » Sehr gutes fachliches Know-how im pädagogischen Bereich » Ausgeprägte Kompetenzen in den Bereichen Personalführung, Kommunikation und Organisation » Hohes Maß an sozialer Kompetenz, Team- und Konfliktfähigkeit sowie überdurchschnittliches Engagement für die Schule » Eine ausgeprägte christliche Überzeugung als Basis für Gestaltung des eigenen Lebens und zur Förderung des christlichen Profils der Schule Die Mitarbeit an den evangelischen privaten Lukas-Schulen wird wie im Staatsdienst vergütet. Bewerbungen (mit Lebenslauf, Zeugnissen und Beurteilungen sowie geistlichem Werdegang) senden Sie bitte für die Lukas-Realschule bzw. für das Lukas-Gymnasium mit dem Vermerk „Willow“an: sekretariat.rs@lukas-schule.de (Telefon: 089-74007870)

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Termine

Gesunde Grenzen setzen

TagesseminarE Mit Henry Cloud

3. Oktober 2014 · 10 – 17 Uhr · Gießen 4. Oktober 2014 · 10 – 17 Uhr · Puschendorf (bei Nürnberg) Besonders im christlichen Umfeld sind viele Menschen bemüht, liebevoll, hilfsbereit und selbstlos zu sein, vergessen dabei aber oft ihre eigenen Grenzen und Begrenzungen. Dies führt häufig zu Überlastung, Unzufriedenheit und Unproduktivität. Deshalb ist die Fähigkeit, klare Grenzen ziehen zu können, entscheidend für einen gesunden, erfolgreichen und ausgewogenen Lebensstil. Eine Grenze ist wie eine persönliche »Grundstücksmarkierung«. Sie kennzeichnet, wofür wir verantwortlich sind und wofür nicht. Die Grenzlinie definiert, wer wir sind und was uns ausmacht. Das hat Auswirkungen auf jeden Lebensbereich: das Mentale, Körperliche, Emotionale, Geistliche. Inhalte: • Eigene gesunde Grenzen entdecken • Umgang mit Menschen, die die Grenzen anderer nicht akzeptieren • Ein Klima von Offenheit und Ehrlichkeit in Beziehung und Dienst schaffen • Menschen helfen, im Rahmen ihrer Grenzen optimal zu leben und zu arbeiten

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Infos & Anmeldung: www.willowcreek.de

MORGENFORUM MIT BILL HYBELS

8. November 2014 · 10 – 13:30 Uhr · Aarau / CH

Im Morgenforum können Sie Ihre persönlichen und fachlichen Fragen zu Leitungs- und Gemeindethemen an Bill Hybels richten. Brezel- und Kaffeepause inkl. Mit Übersetzung. Preise:

Anmeldung bis 30. Sept. 2014 CHF 100,– Normalpreis CHF 85,– Willow Partner

Anmeldung ab 01. Oktober 2014 CHF 125,– Normalpreis CHF 100,– Willow Partner

Veranstaltungsort: Freie Christengemeinde Aarau Infos & Anmeldung: www.willowcreek.ch

LEITUNGSKONGRESS 2016

11. – 13. Februar 2016 · TUI-Arena Hannover

GUETE MORGE BILL HYBELS!

Der nächste Willow-Leitungskongress findet vom 11. – 13. Februar 2016 in Hannover statt. Hochrangige und erfahrene internationale Sprecher aus Kirche, Bildung und der Geschäftswelt werden zu wichtigen Leitungsthemen rund um das Thema Gemeinde referieren. Mit zahlreichen Leitungspersonen aus Kirchen, Gemeinden und Verbänden führt Willow Creek Deutschland nun Gespräche, um die Themenstellung für den Kongress 2016 zu erörtern und den Kongress gut in die kirchlichen und gemeindlichen Gegebenheiten einzubetten.

TR AINING 35


diesmal auf dem cover: Heather Larson

Als Kind wurde ich oft gefragt, was ich werden will, wenn ich groSS bin. Ein hauptamtlicher Job in der Gemeinde spielte dabei nie eine Rolle. Ich dachte, dass man nur etwas bewegen kann, wenn man in einer dynamischen internationalen Orga­ nisation aktiv ist. Nie hätte ich gedacht, dass die Gemeinde bei globalen Veränderungen eine entscheidende Rolle spielen kann. Aber Gott hat mir gezeigt, dass ich total daneben lag. Heather Larson gehört zum Leitungsteam der Willow Creek Community Church in Chicago. Sie verantwortet den Arbeitsbereich „Compassion & Justice“. Darüber hinaus gehört sie zum PredigtTeam der Gemeinde.

The local church is the hope of the world

WILLOW MAGAZIN 2/14  

Willow Magazin ist die Informationszeitschrift von Willow Creek D/CH, berichtet über (inter)nationale Gemeindeentwicklungsprozesse und gibt...

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