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1/14 WILLOW MAGAZIN

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Leipzig  DER LEITUNGSKONGRESS 2014 IN TEXT UND BILD Erfurt  JUGENDPLUS-KONGRESS 2015 WIRD ZUM BASE CAMP Baden  WILLOWS WIRKUNG IN DER LANDESKIRCHE Chicago  WARUM GARY SCHWAMMLEIN DEN RUHESTAND VERSCHIEBT


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Jugendplus-kongress 2015

Wir sind auf dem Weg \ niemand geht allein \ wir sind ein Team \ lassen keinen zurück \ kommen zusammen \ tanken auf \ jeder ist wichtig \ einzigartig \ Wir achten auf uns \ auf Kapazitäten und Kräfte \ entdecken Gaben \ erkennen Grenzen \ denn hier sind wir echt \ hier sind wir sicher \ planen die Routen \ checken Ressourcen \

Der Kongress für junge Leitende und Mitarbeitende in Jugendarbeit und Gemeinde. Mit internationalen Sprechern, bewegendem Lobpreis, Inspiration und Ideen, wertvollen Begegnungen und persönlicher Lebensorientierung. Sei dabei!

Er ist mit uns unterwegs \ glaubt an uns \ fordert uns heraus \ rechnet mit uns \ schreibt mit uns die große Geschichte \ und die vielen kleinen \ real \ überall \ wir brauchen es \ genau hier \ und überall sonst \ ein Basislager \ Rückzugsort \ Stützpunkt – BASE CAMP

Infos & Anmeldung: www.willowcreek.de

20. – 22. März 2015 \ Messe Erfurt \ #JPK15


EDITORIAL Es ist noch nicht lange her, da hörte ich in einem Gottesdienst, wie der Gastprediger im Vorstellungs-Interview danach gefragt wurde, was ihn so richtig ins Staunen gebracht habe. Er erzählte, wie er als angehender Theologe bei einem Gemeindepraktikum regelmäßig um Veränderung in der dortigen Gemeinde gebetet habe. Aber nichts geschah. Die Arbeit blieb mühsam. Die Strukturen verkrustet. Am Ende des Praktikums schleuderte er vor Enttäuschung seine Tasche zu Boden und rief: Gott, warum bewegst du hier nichts?!

beinharte Manager verließ seinen hochdotierten Job in einem weltweiten Konzern und baute die internationale Arbeit der Willow Creek Association auf – ausgelöst durch eine Predigt von Bill Hybels. Oder die Geschichte der Begegnung eines Foto­grafen jetzt beim Leitungskongress in Leipzig, die für ihn zur persönlichen Lebenswende wurde. Oder der Vortrag der KIVA-Gründerin Jessica Jackley beim Leitungskongress in Karlsruhe, der den Geschäftsführer eines Berliner Kinderheims zu einer entscheidenden Idee inspirierte.

Sechs Jahre später, er war längst fort, hörte er, dass in genau dieser Kirchengemeinde ein regelrechter Aufbruch stattgefunden habe. Der Grund? Der Ältestenkreis hatte an einer Willow-Veranstaltung teilgenommen. Und das hatte etwas in Bewegung gesetzt: Pfarrer und Älteste wurden durch diese Erfahrung grundlegend verändert, fingen Feuer – in ihrem Glauben, für ihre Aufgaben.

Die meisten Erzählungen, die durch die 20-jährige Kongressgeschichte von Willow Creek in Deutschland und der Schweiz geschrieben wurden, kennen wir gar nicht. Das ändert aber nichts an den Spuren, die sie im Land hinterlassen haben.

Veränderung. Darum geht es bei jedem Willow-Kongress. Um diese Momente, in denen Gott einem inmitten von Tausenden auf die Schulter tippt. Und so anrührt, dass kein Zweifel besteht: Hier redet Gott selbst. Er stärkt Glauben. Korrigiert Verhalten. Verändert Sichtweisen. Reißt Horizonte auf. Macht Mut. Mit jedem Einzelnen hat Gott seine Geschichte. Und die vielen kleinen passen alle zu der einen großen Geschichte – der Geschichte Gottes, die er mit dieser Welt schreibt. Die Artikel in diesem Magazin beschreiben einen kleinen Ausschnitt daraus: Die Geschichte von Gary Schwammlein etwa. Der

Der Leitungskongress 2014 liegt hinter uns – der JugendplusKongress im März 2015 in Erfurt kommt in Sichtweite. Auch dort sollen wieder Geschichten angestoßen und weitergeschrieben werden. Lassen Sie sich persönlich darauf ein! Oder motivieren Sie auch andere in Ihrem Umfeld, Ihrer Gemeinde zur Teilnahme! Damit weiterhin Veränderung geschieht. In unserem Land. In unseren Gemeinden. Bei uns selbst.

Ihr Gotthard Westhoff Redaktionsleitung

INHALT KONGRESSE netzwerk RESSOURCEN TRAINING

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DER INTERNATIONALE WILLOW-KONGRESS 2014

Bericht aus Leipzig in Text und Bild / Social Media / Statistik / Mitschnitte

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(M)EIN NEUER CHEF

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WILLOW SHOP

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PROFESSOR GRAPH

Wenn Jesus plötzlich ans Ruder tritt: Ein ganz persönlicher Kongress-Rückblick Wertvolle Impulse für Sie und Ihre Gemeinde Ausgerechnet: „Kongress-Kosten“

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LEITUNGSKONGRESS MIT LANGZEITWIRKUNG

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ORTSGEMEINDE IST DIE HOFFNUNG DER WELT, WENN …

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Die Bibel zur besten Sendezeit

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Willows Wirkung in der Badischen Landeskirche

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Mut zu klaren Grenzen

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Impressum

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Termine

Das „Elisabethstift“ in Berlin hat Willow-Impulse konsequent umgesetzt oder: Warum Gary Schwammlein seinen Ruhestand verschoben hat Der Filmproduzent Mark Burnett über seine TV-Serie „Die Bibel“ Ein Zwischenbericht von Kirchenrat Hans-Martin Steffe

Der Coach und Therapeut Henry Cloud über gesunde Grenzen in Organisationen Mit Informationen zur Unterstützung des Willow Magazins Leiten aus der Stille / Leadership Summit / Gesunde Grenze setzen editorial 3


K1 LK14 Rückblick 1/6

Der internationale Willow-Kongress „Zwischenland“ gibt Gemeinden Impulse aus USA, England, Deutschland, Indien und der Schweiz

Vier 32-Tonner haben die Halle 1 der Leipziger Messe mit Bühnen-, Licht- und Tontechnik bestückt. 60 Technik-Mitarbeiter haben 35 Kilometer Kabel verlegt, drei Kilometer Leichtmetalltrassen unter die Decke montiert und die Halle mit 4.500 Quadratmeter schwarzem Stoff ausgehängt, ein 400-köpfiges internationales Mitarbeiter-Team hat vor und hinter den Kulissen gewuselt. Jetzt zählen knapp 8.000 Menschen, Teilnehmer und Mitarbeiter, die letzten Sekunden des Kongress-Countdowns runter. „Willow ist nicht USA, nicht Megachurch“, erklären danach die deutschen Konferenz-Gastgeber, die Willow-Vorsitzenden Ulrich Eggers, Stefan Pahl und Geschäftsführer Karl-Heinz Zimmer zur Begrüßung: „Sondern Willow will ins Licht rücken, was Gemeinden weltweit hilft.“ Mehr noch: „Neue Hoffnung für das vermitteln, was wir brauchen für die Zukunft der Kirche, angesichts einer komplizierten ‚Zwischenland’Situation, in der vieles Geplante noch nicht erreicht ist. Dazu will Willow als Plattform für Gemeindearbeit Hilfe bieten.“ Auch bei diesem Leitungskongress im Februar 2014 in Leipzig.

Testfrage Gottesdienst: Predigt, Musik und Gemeinschaft, die verändert Natürlich gibt die Konferenz Anstöße aus der Willow-Gemeinde in South Barrington. Bill Hybels, Gründer und Leitungspastor, nimmt die besondere Bedeutung des Gottesdienstes unter die Lupe. Er erzählt von einem Ehepaar, das vor der Scheidung stand – aber im Gottesdienst Gottes Stimme der Versöhnung gehört hat. „Und sie sind heute noch verheiratet“, folgert Hybels: wegen eines Gottesdienstes! Die Frage ist: Wo wird in der Gemeinde Leben berührt? Hybels identifiziert drei Bereiche: in der Predigt, durch die Musik und in der Gemeinschaft. Also, lautet die Frage an Pastoren: Kenne ich in meiner Predigt den Punkt, an dem Gott besonders wirken, bewegen kann? Dann könnte ein Gebet mitten in der Predigt so lauten: „Gott, du hast mir die Worte gegeben, jetzt wirke auch darin, zu deiner Ehre!“ 4 kongresse


Bill Hybels

Von Musik werden Menschen dann berührt, wenn leidenschaftliche Menschen leidenschaftlich singen von einem leidenschaftlichen Gott. Die Prüf-Frage dazu: Wenn du nur noch ein einziges Lied in der Gemeinde singen könntest, welches wäre das? Schließlich die Gemeinschaft: „Kümmern sich Menschen umeinander? Bauen sie liebevolle Gemeinschaften untereinander? Haben sie einander im Blick, wenn jemand Hilfe braucht? Laden sie einander ein?“, umreißt Hybels einige Kernfragen.

Frische Impulse aus England: Surfen in der „Pick- & Mix-Kultur“ Wie navigiert man im Landeskirchen-Umfeld zwischen Tradition und Innovation? Phil Potter, Leiter für missionarischen Gemeindeaufbau in der Anglikanischen Kirche, gibt wichtige Anstöße für das Gemeindeleben in der aktuellen „Pick- & Mix-Kultur“: Anders als früher, gibt es heute sonntags nicht nur Kirche und Kneipe, sondern unzählige Möglichkeiten, 500 Fernsehkanäle und massenhaft musikalische Stilrichtungen. Immer mehr Menschen waren noch nie in einer Kirche (in England fast 40%), Kirchen-Traditionen sind unverständlich, immer weniger kennen sich überhaupt in Glaubensfragen aus. Kirche in diesem Umfeld muss eine „von Mission geformte Gemeinde“ bilden: dort anknüpfen, wo die Menschen leben; an ihren natür­lichen Interessen; sie muss Menschen ein Zuhause bieten, Vertrauen schaffen und daraus neu Gemeinde entstehen lassen. Dabei gleicht Gemeinde nach Potters Worten heute einem „Surfbrett“, auf dem man durch die sich ständig ändernden Wellen surft. Die neuen „FreshX“-Gruppen, die in den letzten Jahren in England (und auch in Deutschland) gestartet sind, beginnen alle sehr klein, funktionieren sehr einfach, haben einen Schlüssel, nämlich Begeisterung, fassen schnell Fuß und überwinden alle Barrieren und Grenzen.

Starke Frauen: Mit dem Herzen Jesu für die Welt Ihr Auftritt war einer der Höhepunkte der Konferenz, nicht nur wegen ihres berührenden Vortrags: Lange sah es so aus, als könnte Pranitha Timothy gar nicht aus Indien nach Leipzig kommen. Jörg Ahlbrecht, Mitarbeiter von Willow Deutschland, schreibt über die dramatische Entwicklung: „Pranitha bekommt kein Visum, heißt es sechs Tage vor dem Kongress. Unser Team fängt an zu rotieren. Wir schalten alle Personen ein, die uns einfallen. Wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben. Parallel arbeiten wir daran, den Vortrag von Pranitha per DVD einzuspielen, mit deutschen Untertiteln. 72 Stunden später: Alle Versuche, Pranitha nach Deutschland zu bekommen, sind gescheitert. Die erste Version des untertitelten Videos liegt zur Korrektur vor. Die Sache scheint abgehakt. Aber weitere 48 Stunden später – es ist Mittwochmorgen, der Tag vor dem Kongress – bekommen wir die Nachricht, dass es am Abend zuvor eine Sondersitzung im Auswärtigen Amt gegeben hat. Einziges Thema: Pranitha Timothy. Ergebnis: Sie erhält den Status eines offiziellen Staatsgastes (!) der Bundesrepublik Deutschland. Dadurch werden indische VisaBeschränkungen umgangen. Innerhalb weniger Stunden sitzt sie im Flieger. In ihrem Pass steht: ‚Nationales Interesse am Aufenthalt. Unter anderem Teilnahme am Willow Creek Leitungskongress’. Als die junge Frau mit der (nach einem Tumor) fragilen Stimme wenig später auf der Bühne steht und erzählt, wie sie mit Gottes Hilfe in Indien Sklaven befreit, weht etwas von der Realität des Reiches Gottes durch den Raum, das Pranitha Timothy niemanden kalt lässt.“

Phil Potter

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Die Musiker und Band um Sänger Matt Lundgren (3. v. l.) führten die knapp 8.000 Teilnehmer in Leipzig in die Anbetung.

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Kunst beim Kongress: Worte persönlicher Schuld und des Versagens werden auf eine Scheibe geschrieben –und später fortgewischt. Vergeben!


Heather Larson

Zuvor hatte Heather Larson die Bühne der Leipziger Messe erklommen. Sie ist seit 16 Jahren leitende Mitarbeiterin bei Willow Creek, ihr Herz schlägt für den Arbeits­ bereich „Compassion & Justice“ mit einem Jahresbudget von 20 Millionen Dollar. Eigentlich wollte sie nie in einer Kirche arbeiten, „lieber in einer internationalen Organisation, die Einfluss nimmt …“ Nach dem College landet sie erst beim amerikanischen Roten Kreuz, um bei einem Einsatz nach einer Taifun-Katastrophe in Florida zu begreifen: Ich möchte ein Teil des Wachstums und des Aufstehens der Kirche zu Hause und rund um die Welt sein, um Menschen die Liebe und das Licht Christi in die Dunkelheit zu bringen. „Barmherzigkeit ist ein Kernwert einer Gemeinde“, der auf alle Bereiche einwirkt und die Art zu leben verändert. Darum: „Gemeinde braucht das Herz Jesu für die Welt.“

Theologie für Kopf und Herz: Mut zu „Glaube 2“ Seit Jahren spricht der Greifswalder Theologe Michael Herbst bei Willow-Kongressen Kopf und Herz gleichermaßen an. In Leipzig, sagt er, „kann man studieren, was Kerzen und Gebete verändern können“, und erinnert an den Herbst 1989, als Christen Mut aus Glauben hatten. „Ein Wunder biblischen Ausmaßes“, hat Christian Führer, langjähriger Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, das genannt. „Allerdings“, gibt Herbst zu bedenken, „kann man in Leipzig auch studieren, wie eine Kirche des ganzen Volkes an den Rand gedrängt wird: 84 % der Bevöl­ kerung findet es ganz normal, zu keiner Kirche zu gehören“. Wer nun „Kirche mit Zukunft bauen und leben will“, umreißt der Theologe in einem fulminanten Referat, muss den Mut haben zu „Glauben 2“: außerhalb der „Komfortzone“, im ungewissen „Zwischenland“. Was das heißt? Herbst skizziert den „Glauben 2“, der abhängig von Gott auch ohne Pfarrer, Hauptamtliche und feste Strukturen Gemeinde lebt. Er baut Beziehungen auf und probiert unkonventionell Neues aus, jenseits bekannter Wege. Christen leben Gemeinschaft, die ein gutes Zeugnis des erbarmenden, liebevollen Vaters ist. „Aber Achtung!“, sagt Herbst: „Wenn wir beten um Gottes Leitung in die Zukunft – könnte es sein, dass er antwortet!“ Aber immer gilt: „Jesus ist bei euch – und lässt euch nicht im Stich!“

Das Gleichnis des Geigenbauers

Auch wir Die Bestnote von den Teilnehmern bekommt in Leipzig der Münchener Geigenbaumeister Martin Schleske. In seinem seelsorgerlichen Referat Christen haben verknüpft er den Geigenbau mit Gedanken und Erfahrungen des Christkeine besseren seins; von „Menschen in den Händen des Meisters“. An seiner Werkbank Fasern, aber spricht der Geigenbauer vom Stechen einer Cello-Wölbung, dem Schärfen des Stecheisens – und einem persönlichen Gleichnis: vom abgestumpften einen Meister, Herzen. der sie zum Mit einem stumpfen Herzen (im Gemeindedienst) zu leben, ist anstrenKlingen bringt. gend. Ein stumpfes Herz verliert das Gefühl fürs Leben, es empfängt nichts mehr. Im Zusammenleben von Menschen bedeutet das: Zumutungen hinterlassen ihre Spuren, sorgen für Abstumpfungen. „Das ist dann dramatisch, wenn wir uns nicht mehr schärfen lassen.“ Eine stumpfe Scharte zeichnet das Holz: Alles im Leben trägt das hässliche Zeichen der Scharte (Undankbarkeit, Unversöhnlichkeit), anfangs mikroskopisch klein, später deutlich erkennbar. Abstumpfen gehört zum Leben. Aber manche Menschen lassen sich schärfen, andere nicht. Dieses Schärfen geschieht in „heilsamen Momenten der betenden Stille vor Gott“. Schleske fährt fort: Wir können stumpf werden. Aber Gott will nicht, dass wir uns und andere selbst entwerten. Sondern, aus Sicht des fürsorg­ lichen Gottes, gilt: „Wenn uns unsere überfeine Seele anzuklagen droht, können wir die Flucht nach vorn antreten – in die Arme Gottes.“ Damit Leben und Dienst vollkommen „klingen“. Vollkommen, nicht perfekt! Alle Menschen haben einen schiefen „Drehwuchs“. Es gibt kein perfektes Leben, so wie kein Holz nur gerade Fasern hat. Schleske endet: „Auch wir Christen haben keine besseren Fasern, aber einen Meister, der sie zum Klingen bringt.“

Martin Schleske

Michael Herbst


Gottfried Locher

Lektionen aus der Geschichte, Seelsorge für „Samstag“

John Ortberg

Nur wenig schlechter benotet als Schleske: Pastor John Ortberg, von Bill Hybels als „Hochkaräter“ in seiner Predigt- und Lehrzeit bei Willow eingeführt, skizziert das Leben Jesu und erklärt: „Er hat die Weltgeschichte geprägt wie kein anderer!“ Nur ein paar Beispiele: Das Kreuz ist das bekannteste Symbol weltweit; der Geburtstag Jesu der meistgefeierte Geburtstag. Schon früh in der Christenheit haben Kirchen Waisen- oder Krankenhäuser gegründet. In der Arbeit von Rotem Kreuz, Compassion oder World Vision zeigt sich die Gnade Jesu. Klöster und Kirchen haben Bibliotheken, Schulen und Universitäten gebaut. Der Gedanke der ameri­ kanischen Unabhängigkeitserklärung, dass alle die gleichen Rechte haben, ist aus Galater 3,28 entlehnt: „der erste Gleichheitsgedanke der Menschheitsgeschichte“. Persönlich fragt Ortberg am Ende: Wer ist dieser Mann für dich? Seelsorgerlich der Akzent von Ortbergs zweitem Referat, „für alle, deren Dienst in der Gemeinde nicht einfach ist, enttäuschend, belastend, schmerzhaft, voller unerfüllter Erwartungen“. Im Zentrum der Menschheitsgeschichte stehen drei Tage, führt Ortberg aus: Am Freitag herrschten Sünde und Dunkelheit. Am Sonntag ist der Stein vom Grab weggerollt, der Tod besiegt, voller Freude und Hoffnung. Und Samstag ist der Tag dazwischen: „der Tag, nachdem unser Gebet gesprochen ist – und bevor es beantwortet wird. „Wir leben in einer Samstags-Welt“, sagt Ortberg. Aber Gott handelt am Samstag. „Jesus war in der Hölle, hat Leiden und Tod durchlebt und besiegt – welchen Ort sollte es geben, an dem du ihn nicht antreffen kannst?“ Und am Sonntag „feiern wir“, schließt Ortberg: „Der Tod wurde entthront, Sünde und Schuld hat verloren. Jesus ist auferstanden!“ Die ganze Halle erhebt sich und applaudiert.

Schweizer Spaziergang: Christ und Chef „Wer die Grundsätze geistlicher Leitung beherzigt, der leitet auch sonst in der Welt gut“, sagt Gottfried Locher, Präsident des Schweizer Evangelischen Kirchenbundes, und lädt ein zu einem Gedanken-Spaziergang über die Gemeinsamkeiten von Chef- und Christsein. Lochers Leitsätze: (I) Ein Chef hat einen Kopf, ein Gesicht und ein Profil. Jeder ist einzigartig, Teil der frohen Botschaft. „Und dein Profil wird gebraucht, Jesus möchte es so haben und gebrauchen.“ (II) Die „Regel“ des Benediktiner-Ordens ist eine „gute Vorlage für gute Chefs: Ein Chef ist einer, der weise die Stelle Christi vertritt. Du lernst in der Stille, wie du leitest im Sturm. Erst kommt die Stille, dann das Leiten.“ (III) Wer die Fehleranfälligkeit ins Leben einrechnet, lernt als guter Leiter auch Demut, die zugibt, dass nur Gott allmächtig ist. Außerdem: „Ein guter Chef hat seine Augen für Christus in den anderen. Mut und Demut gehören bei ihm zusammen.“

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Inno 2014: Impulse für Gemeinde für morgen Innovative Ideen und Initiativen zu Gemeinde und Christsein präsentiert das ergänzende „Inno“-Programm. In 6-Minuten-Beiträgen präsentieren die Redner innovative und erprobte Modelle von Gemeinde, von „attraktionalen“ und „missionalen“ Ansätzen über „Social Cafés“ bis zu Ideen für unerreichte Zielgruppen. Tobias Faix, Leiter des Marburger Studienprogramms für Gesellschaftstransformation, betont: „Gott ist der eigentliche Innovator, wir sind nur dabei.“ Der größte Fehler für die Zukunft von Gemeinde wäre, nichts zu tun. Stefan Lingott von der „Novavox“-Bewegung charakterisiert Kennzeichen, die den Aufbruch von Gemeinden prägen: Sie sind andersartig; Betroffene werden Beteiligte; Humor und Lachen sind ausdrücklich erlaubt; es gibt ausreichend Freiraum zum Aktivsein und eine hohe Fehlertoleranz. Und der Gemeindegründer und Geschäftsführer Klaus Motoki Tonn wirbt für ein Miteinander von Gemeinde, Kultur und Kunst: „Ist Gemeinde der kreativste Orte unserer Stadt, im Dialog mit Innovatoren und Kreativen? Was hindert uns daran, als ‚Mover’ und ‚Shaker’ der Stadt zu leben; Kirche in neuen Formen und Farben und an völlig neuen Orten?“

Die Verpflichtung: „Beste Kirche der Welt“ KLaus motoki Tonn

Das Leipziger Finale ist motivierend. „Jesus will Gemeinde bauen und erneuern. Dem gilt seine volle Aufmerksamkeit – immer und überall“, sagt Bill Hybels. Und die Frage an jeden Christen lautet: „Mache ich mit, wenn Jesus mir auf die Schulter tippt und sagt: Ich brauche dich“? Wenn alle knapp 8.000 Christen in Leipzig, Teilnehmer und Mitarbeiter, „Ja“ sagen würden – „was könnte dann passieren?“, fragt Hybels. Und schließt eine herausfordernde Frage an: „Ihr baut in Deutschland die besten Autos der Welt – warum bildet ihr nicht auch die beste Kirche der Welt?“ Damit die Konferenz nicht schnell verpufft, sondern nachhaltige Folgen hat, lädt Hybels ein zu einer „heiligen Aktion“, ein paar Momenten „nur zwischen dir und Gott“. Auf Zettel kann jeder schreiben: Was hat Gott mir in diesen Tagen gesagt? Wie hat er mich berührt? Was habe ich begriffen? Was muss sich ändern? Welche neue Verpflichtung gehe ich ein? Auf großen Tafeln werden die Bekenntniszettel danach festgeheftet und auf die Bühne getragen: ein Bild der Motivation und Ermutigung (Foto unten).

    Jörg Podworny    Thorsten Indra, Claudia Börner www.willowcreek.de/magazin/lk14

Der nächste Leitungskongress steht Anfang 2016 in Hannover an. „Ich werde da sein!“, sagt Hybels. Und sehen, was sich in der Zwischenzeit getan hat.

zum Vormerken

Leitungskongress

2016 11. – 13. Februar

TUi-arena hannover Kongresse 9 kongresse 9


Zahlen, bitte! GROSSE SPENDENBEREITSCHAFT Beim Leitungskongress in Leipzig hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, für den Global Leadership Summit (GLS) zu spenden. Das erstaunliche Ergebnis: € 183.180! Diese Spendensumme wird nun eingesetzt, um den GLS in Ländern durchzuführen, die auf finanzielle Hilfe angewiesen sind.

2013 veranstaltete die Willow Creek Association (WCA) den GLS in über 100 Ländern. Er wurde in 42 Sprachen übersetzt und von 170.000 Personen besucht, die 14.000 Gemeinden repräsentierten und über 90 Denominationen angehörten. Rund 50% der GLS-Teilnehmer weltweit sind Hauptamtliche, die sich die Konferenz finanziell nicht leisten können. In ihren Ländern herrscht oft Armut, Unterdrückung und Feindschaft gegenüber dem Evangelium. Gerade diese Menschen, die unter widrigen Umständen Gemeindearbeit verrichten, möchte die WCA ermutigen und fördern. Dazu wird diese Spende beitragen. Mehr über den Global Leadership Summit: willowcreek.de/magazin/wca

Kongress in Leipzig: Eine statistische Aufteilung … ... nach Geschlecht

54%

... nach Denomination

46%

Evangelische Kirche – davon Ev. Gnadauer Gemeinschaft

... nach Engagement

17% Hauptamtliche

83% ehrenamtliche

7,0 %

Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

15,0 %

Bund Freier evangelischer Gemeinden

11,0 %

Siebenten-Tags-Adventisten

4,0 %

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden

3,6 %

Evangelisch-methodistische Kirche

2,5 %

Freikirchlicher Bund Gemeinde Gottes

2,3 %

Kath. Kirche

1,6 %

Mülheimer Verband

1,2 %

Chrischona Schweiz

1,0 %

Heilsarmee

1,0 %

Mennoniten Sonstige

10 kongresse

43,0 %

1,0 % 12,8 %


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WILLOW + LEITUNGSKONGRESS: ONLINE Willow Creek Deutschland/Schweiz ist immer mehr auch in den sozialen Medien vertreten. Schon während des Leitungskongresses in Leipzig hatten die Kongressbesucher auf diese Weise Zugang zu Fotos, Interviews mit Kongress­sprechern und Beteiligten sowie aktuellen Berichten und Infos rund um die Konferenz. Auch nach dem Kongress bringt Willow Creek Deutschland/Schweiz über diese Medien regelmäßig Interessantes, Wissenswertes und Eindrückliches aus der Arbeit: lesenswerte Berichte, wichtige Neuigkeiten und aktuelle Termine. Folge unseren Profilen auf Facebook, Twitter und Instagram, um einen Blick hinter die Kulissen des Leitungskongresses und in die WillowArbeit zu bekommen!

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Leitungskongress

Eindrücke vom Leitungskongress findest du auf Face­book, Twitter oder Instagram, wenn du den Hashtag #Leitungskongress eingibst.

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Hashtag… … ist die Kombination aus dem Symbol # (Hash) und einem Schlagwort (tag). Damit werden Einträge auf sozialen Netzwerken im Internet kate­gorisiert und verbunden. Verfasst beispielsweise jemand eine Kurznachricht auf Twitter und schreibt: #Leitungskongress dahinter, kann man anschließend alle Beiträge sehen, die ebenfalls mit dem Hashtag #Leitungskongress versehen wurden.


Hier eine Auswahl von Eindrücken, die Kongressteilnehmer live aus Leipzig via Instagram geteilt haben:

Industrie • Handel • Gewerbe Krankenhäuser karitative Einrichtungen

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(M)ein neuer Chef

Wende in Leipzig: Wenn Jesus plötzlich ans Ruder tritt Ein ganz persönlicher Kongress-Rückblick Kirchliche Großveranstaltungen sind mir ein Graus. Auf der Bühne stehen lauter fröhliche Menschen, die mit einer felsenfesten Glaubensgewissheit von Gott singen und sich nicht einmal dafür schämen. Mit klaren Worten, präg­nanten Sätzen und nicht verschwurbelt erzählen sie von Jesus. In mir löst das Unbehagen aus. Ich habe Angst, eingelullt zu werden. Ich will auch nicht von Emotionen über­fahren werden. Also gehe ich auf Distanz, wehre mich. Arme verschränkt, Blick versteinert, bloß nicht er­greifen lassen! Nur diese eine Frage beschäftigt mich: Was zum Geier haben die, was ich nicht habe? Ich bin in Essen aufgewachsen und habe im Weigle-Haus, einem Jugendhaus mit einer stadtweiten missionarischen Jugendarbeit, viel über Jesus gehört. Ich bin auf Freizeiten mitgefahren, habe später selber Jungscharen und Jugend­ gruppen geleitet und vor kleinen und großen Gruppen von Jesus erzählt. Ich habe während meines Studiums immer wieder an Projekten mitgearbeitet, die andere Menschen mit Jesus bekannt machten. Ich bin Mitarbeiter in einer evangelischen Kirchengemeinde, mache mit in der Gemeindebriefredaktion. Und nun sitze ich als Teilnehmer des WillowLeitungskongresses 2014 in Halle 1 der Leipziger Messe und frage mich, was mit denen da oben los ist – und mit mir. Ein unangenehmer Gedanke schießt mir durch den Kopf. „Frank, vielleicht bist du nur christlich sozialisiert.“ Ich mache oft mit, weil ich gerne etwas mache. Ich kann nicht still in der Ecke sitzen. Ich fand es cool, vor vielen Jungs zu stehen und ihnen etwas zu erzählen. Ich fand es cool, Freizeiten

14 KONGRESSE

zu leiten, Events zu organisieren, Programm zu machen. Auch heute mache ich mit. Auch weil ich davon überzeugt bin, dass viele Menschen auf der Suche nach Orientierung sind. Also mache ich Öffentlichkeitsarbeit für die Kirchengemeinde. Und doch sitze ich jetzt in der Leipziger Messehalle 1 und frage mich wieder, was zum Geier die da oben haben – und ich nicht.

Frische Luft Es wird mir zuviel. Ich brauche frische Luft. Raus aus der Halle. Dabei denke ich an einen Jugendpfarrer aus meiner Zeit im Weigle-Haus: Herbert Großarth. Am Vortag habe ich ihn kurz gesehen. „Den müsste ich jetzt treffen“, gärt es auf dem Weg zum Ausgang in mir. Es dauert nicht lang, da gehen wir im Halbdunkel fast aneinander vorbei. Ich tippe ihm auf die Schulter und will ihn möglichst cool mit „Hallo, du alter Sünder“ begrüßen. Dummerweise sind wir schnell beim Thema. Auch wenn wir uns Jahre nicht gesehen haben, merkt er sofort, dass mich etwas schwer beschäftigt. Ich erzähle ihm von meinen Gedanken und davon, dass ich mich eigentlich eher als christlich sozialisiert und lau beschreiben würde. Er fragt zurück: „Glaubst du denn an Jesus?“ Bewegt spreche ich aus, was ich im Grunde schon seit langer Zeit weiß: „Ja, aber ich habe Jesus nicht zum Chef über mein Leben gemacht. Ich glaube, ich habe nie den letzten Schritt gewagt und ihm das Ruder übergeben.“


PROJEKTENTWICKLUNG

Ich bin ein Einzelkämpfer. Wenn mich etwas wirklich interessiert, dann ziehe ich meine Vorstellungen durch – am liebsten allein und mit aller Kraft. Egal, ob es sinnvoll ist oder nicht. Mit dem Kopf durch die Wand, gerne auch durch eine aus Stahlbeton … das kann ich besonders gut. Verletzungen, an mir selbst und anderen nehme ich billigend in Kauf. Ich gefalle mir in meiner Rolle als einsamer Wolf. Mein christliches Engagement funktioniert wie ein moderner Ablasshandel. Mein Deal mit Gott geht so: „Ich mache mit bei dir und du hilfst mir.“

UNTERNEHMEN & SOZIALE EINRICHTUNGEN

Der Deal Jetzt, hier im Halbdunkel der Leipziger Messehalle 1, verstehe ich auf einmal, dass dieser Deal nicht aufgeht. Jesus will keinen Knecht, der für ihn Bibelstunden hält oder Freizeiten und Events organisiert, keinen Knecht, der fromme Öffentlichkeitsarbeit macht. Aber ist ein Chef nicht einer, der genau das alles will? Leistung! Ergebnis! Erfolg! Ich war schließlich 15 Jahre selber Chef und hatte genau diese Ansprüche an mich, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

KIRCHEN & GEMEINDEN

Und nun? Jesus als Chef? Ihm das Ruder in die Hand geben? Ich vertraue eigentlich nur mir selbst. Ich mache auch alles selbst. Dann weiß ich wenigstens, wer der Idiot war, wenn es mal wieder nicht geklappt hat. Zu oft habe ich mich auf andere verlassen und bin auf die Nase gefallen. Und jetzt: Jesus der Chef. Soll ich das Ruder wirklich ihm in die Hand geben und ihm, den ich nicht sehen kann und an den ich doch in den letzten Jahren immer geglaubt habe, die komplette Führung überlassen? Darauf vertrauen, dass er mir einen Weg eröffnet, an den ich nicht einmal im Traum gedacht habe? Kein Deal, kein Gegengeschäft, keine Leistungsvereinbarung? Einfach nur vertrauen? Mir als Einzelkämpfer und Betonkopf fällt das unendlich schwer. Und dann auch noch dazu stehen? Nicht im stillen Kämmerlein. Nein, wie die auf der Bühne aufrecht stehen und bekennen, wer der Herr in meinem Leben sein soll. Ich beginne zu begreifen, was die auf der Bühne haben: Eine echte Beziehung zu Jesus. Nichts Aufgesetztes. Sie sind echt, weil sie ihn erlebt haben und erleben. Ich habe im Untergeschoss der Leipziger Messehalle 1 einen neuen Anfang gemacht. Herbert und ich haben uns getroffen. Miteinander geredet und dann gebetet. Ich, Frank Wiedemeier, habe am 7. Februar 2014 um 13.10 Uhr bewusst wieder bei Jesus festgemacht und ihm das Ruder übergeben. Das war es, was mir so lange gefehlt hat.

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Frank Wiedemeier ist Fotojournalist und wohnt in Korschenbroich

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Die 12 Vorträge vom Leitungskongress in Leipzig sind erhältlich als Video-Download oder Stream – für Handy, Tablet oder PC; als MP3-Download oder auf DVD in Projektions-Qualität per Beamer.

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SCM R. Brockhaus 160 Seiten, Hardcover € 13,95

Neufeld-Verlag 159 Seiten € 12,90

23 – Mit dem Psalm der Psalmen durch den Tag Jörg Ahlbrecht

24 Stunden – Der Tag, der das Leben veränderte Adam Hamilton

Jörg Ahlbrecht lädt zu einem Experiment ein. Dabei wird Psalm 23 fest im Tageslauf verankert; die verschiedenen Momente des Tages werden jeweils verknüpft mit einem Psalmvers. Auf diese Weise lernen Sie, innezuhalten, sich Gottes Gegenwart zu vergewissern und über den Tag in Kontakt mit dem himmlischen Vater zu bleiben. Erleben Sie, was passiert, wenn Gottes Nähe Ihr Leben durchdringt.

Kein Tag in der Geschichte der Menschheit hat mehr Aufsehen erregt als das Leiden und die Kreuzigung von Jesus von Nazareth. Der Autor schildert die dramatischen letzten 24 Stunden im Leben von Jesus so kraftvoll, dass man beim Lesen beginnt, sich mit den Personen dieser Geschichte zu identifizieren. Das Leiden und Sterben von Jesus lässt sich so erstmals oder ganz neu selbst erfahren und tiefer begreifen.

SCM R. Brockhaus 192 Seiten, Hardcover € 14,95

Gerth Medien 288 Seiten, Hardcover € 9,99

Das 10-Sekunden-Prinzip  |  Clare de Graf

Das Abenteuer, nach dem du dich sehnst  |  John Ortberg

Tu als Nächstes einfach das, von dem du ziemlich sicher bist, dass Jesus es möchte! Warte nicht länger als 10 Sekunden! Und wäge nicht erst alle Zweifel, Risiken und Nebenwirkungen ab! Darum geht es in diesem Buch. Der Autor weiß aus eigener Erfahrung: Wer zu lange zögert, entscheidet sich gegen Gottes Auftrag. Das 10-Sekunden-Prinzip hilft, die schnelle Entscheidung für das Richtige zu trainieren.

Ein Mann steigt aus der Sicherheit des Bootes und geht auf dem Wasser. Unmöglich? In diesem Buch steht der Glaubensschritt von Petrus als Einladung an alle, die wie er im Glauben losgehen und mehr von Gottes Gegenwart und Kraft erleben wollen. John Ortberg verspricht, dass unser Ja auf Gottes Einladung eine geistliche Dynamik in Gang setzt, die weit über unsere Vorstellungskraft hinausgeht.

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Buchauszug

Jim Collins: Oben bleiben. Immer. Wir haben das Gefühl, dass sich eine gefährliche Krank­heit in unserer modernen Kultur ausbreitet und jegliche Hoffnung zerstört: die Ansicht, Größe sei eher abhängig von den ­­Umständen, sogar von Glück, als von Handlungen und Disziplin – das, was uns widerfährt, sei mehr von Bedeutung, als das, was wir tun. In Bezug auf Glückspiele mag diese Ansicht plausibel erscheinen. Übernimmt man sie jedoch als Philosophie und überträgt sie auf menschliches Bestreben, bietet sie eine äußerst hinderliche Lebensperspektive, eine Perspektive, von der wir uns nicht vorstellen können, dass man sie jungen Menschen beibringen möchte. Glauben wir wirklich, dass unsere Handlungen kaum etwas zählen, dass diejenigen, die etwas Großartiges zustande bringen, einfach nur Glück hatten, und dass wir in unseren Verhältnissen gefangen sind? Möchten wir eine Gesellschaft oder eine Kultur erschaffen, die uns in dem Glauben bestärkt, wir hätten keine Wahl und seien nicht verantwortlich für unser Verhalten? Unsere Forschungsergebnisse widersprechen dieser Ansicht. Wir begannen unsere Forschungsarbeit unter der Prämisse, dass das meiste, womit wir konfrontiert werden, außerhalb unserer Kontrolle liegt, dass das Leben unsicher ist und die Zukunft unbekannt. Und Glück spielt für jeden eine Rolle, genauso wie Pech. Wenn aber ein Unternehmen zu Größe aufsteigt, während einem anderen Unternehmen unter gleichen Bedingungen und bei einem vergleichbaren Maß an Glück dies nicht gelingt, kann die Hauptursache ­dafür nicht nur mit den Umständen oder mit Glück begrün­det werden. Wenn sich also eine übergreifende Aussage aus den insgesamt sechstausend Jahren Unternehmensgeschichte ergibt, die wir im Verlauf unserer Forschungen untersuchten – Studien zum Vergleich von großen versus guten Unternehmen unter gleichen Bedingungen –, dann ist es diese: Größe liegt nicht in erster Linie an den Umständen. Größe liegt vor allem an bewusster Wahl und Disziplin. Die Faktoren, die bestimmen, ob ein Unternehmen wirklich groß wird – selbst in einer unsicheren Welt –, liegt größtenteils in den Händen der Menschen, die damit zu tun haben. Es kommt weniger darauf an, was mit ihnen geschieht, sondern vielmehr darauf,

was sie tun, und wie gut sie es tun. So können wir Antworten auf die Frage geben, worauf es beim Aufbau einer dauerhaften Spitzenorganisation ankommt. Garantiert dies Erfolg? Nein. Gute Forschungsarbeit trägt zu einem besseren Verständnis bei, aber sie kann keine allumfassende Antwort liefern. Es gibt stets noch etwas zu lernen. Es besteht auch immer die Möglichkeit, dass Ereignisse, die das Spiel beenden, oder nicht zu bändigende Gewalten – Krankheit, Unfall, Erdbeben, finanzielles Desaster, Bürgerkrieg, oder ein anderes von tausend mög­lichen Szenarien – unsere Bemühungen zunichte machen, auch wenn sie noch so stark und diszipliniert sind. Und dennoch müssen wir handeln. Wenn der Moment kommt – wenn wir Angst haben, erschöpft sind, oder in Versuchung geraten – welche Wahl werden wir treffen? Geben wir unsere Wertvorstellungen preis? Geben wir auf? Geben wir uns mit einer durchschnittlichen Leistung zufrieden, weil sich die meisten damit zufrieden geben? Ergeben wir uns dem Druck der momentanen Umstände? Geben wir unsere Träume auf, wenn uns knallharte Fakten um die Ohren fliegen? Den größten Führungspersönlichkeiten, denen wir uns im gesamten Verlauf unserer Forschungsarbeit gewidmet haben, waren Wertvorstellungen ebenso wichtig wie ein Triumph, die Zielsetzung war ihnen ebenso wichtig wie Profit, das Bestreben, einem Zweck zu dienen, ebenso wichtig wie Erfolg. Ihr Antrieb und ihre Ansprüche waren letztlich Teil ihres Wesens und kamen von tief innen. Wir sind nicht gefangen in unseren Verhältnissen. Wir sind nicht gefangen von dem Glück, das wir haben, oder von Ungerechtigkeiten des Lebens. Wir sind nicht gefangen von niederschmetternden Rückschlägen, selbstverschuldeten Fehlern oder vergangenem Erfolg. Wir sind nicht gefangen durch die Anzahl an Stunden eines Tages oder gar die Anzahl der Stunden, die uns in diesem kurzen Leben zur Verfügung stehen. Letzen Endes können wir nur einen kleinen Teil dessen, was uns widerfährt, kontrollieren. Und trotzdem haben wir eine Wahl – die Wahl, groß zu werden.

Oben bleiben. Immer.  |  Jim Collins Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit florieren einige Unternehmen, während andere scheitern. Was machen die Manager erfolgreicher Unternehmen anders? Wie bereiten sie sich vor, um Turbulenzen zu überstehen und sogar für ihren Aufstieg zu nutzen? Dieses bahnbrechende Buch verrät es Ihnen. Damit Ihr Unternehmen auch in schwierigen Zeiten ein Spitzenunternehmen ist. Und bleibt! Campus 381 Seiten, Hardcover € 29,99

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Hinter den Kulissen Neben den unmittelbaren Kongresskosten gibt es weitere große finanzielle Verpflichtungen. Dazu gehören z.B. die Unterstützung der Jugendplus- und Promiseland-Kongresse, die stets einen „Zuschuss“ benötigen. Mit diesen Konferenzen fördern wir gezielt die nächste Generation an Leitern und Mitarbeitern.

Die ersten Seiten dieses Magazins vermitteln mit Fotos und Texten einen lebendigen Eindruck vom Leitungskongress in Leipzig. Diese Doppelseite gibt einen Einblick in die finanziellen Aspekte des Kongresses. Das Gesamtvolumen von € 1,47 Millionen verdeutlicht die Dimension einer derartigen Großveranstaltung. Und die damit verbundene Verantwortung und planerische Herausforderung. Oft wird gefragt, was aus all den Einnahmen wird, wo sie letztlich bleiben. Aus Teilnehmersicht eine verständliche Frage.

Durch das große Interesse an „Leipzig“ wurde auch dieser Leitungskongress kostentechnisch gepackt. Das gibt Schwung für die Planungen der nächsten Kongresse. Im Gießener Willow-Büro laufen die Arbeiten für den Jugendplus-Kongress 2015 bereits auf Hochtouren. Auch erste Schritte für den Leitungskongress 2016 sind unternommen.

Die Zahlen zur Konferenz machen deutlich, womit, aus Veranstaltersicht, auch gerechnet werden muss – den Kosten: Hallenmiete, technische Ausrüstung, Werbung, Reisekosten, Unterbringung, Honorare, Produktion, Versicherungen …

AntEILIGE VerwalTUNGskosten der laufenden Arbeit € 150.000

10%

61% Kongresskosten € 892.000

ZUSCHÜSSE zur Kostendeckung Jugendplus- und PromiselandKongresse 2013 € 128.000

9%

Personalkosten 13 Personen für 12 Monate (Voll- und Teilzeit) € 300.000

20%

69% 18  Professor Graph

Erlöse aus Teilnehmerbeiträgen

31% Erlöse aus Willow-Shop und Fachausstellung


8%

Fachausstellung

Werbung

12% Reisekosten, Unterbringung

2%

16%

3%

Sonstige Honorare

Willow-Shop

15% Technik und Programmgestaltung

18%

Hallenkosten

26% Professor Graph  19


Leitungskongress mit L a n gz e i t

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Der „Elisabethstift“ in Berlin hat Impulse von Willow Creek konsequent umgesetzt

Der Vortrag in Karlsruhe war inspirierend! Beim Leitungskongress 2010 sprach Jessica Jackley, Gründerin der Organisation KIVA, über die Mikrokredite, die sie für Menschen und ihre kleinen Unternehmensprojekte in der Dritten Welt anbietet. Wir waren von der Idee fasziniert und entwickelten die Vision, Ähnliches für Eltern aus dem Kinder- und Jugendhilfebereich anzubieten.

als Reinigungskraft oder im Haushandwerk angeboten, damit Eltern hier in einem geschützten Raum Erfahrungen für den Arbeitsmarkt sammeln können. Aber auf Dauer war unser Angebot an solchen Plätzen einfach zu gering.

Der „Elisabethstift“ ist eins der ältesten Kinderheime Berlins, gegründet 1826 von einer Pfarrfrau, Mitglied im Diakonischen Werk. Bei uns leben rund 150 Kinder im Alter von 0 bis 18 Jahren in ganz unterschiedlichen Wohnformen, unterschiedlich lange und aus unterschiedlichsten Gründen. In den letzten Jahren ist neben der Betreuung und Förderung der Kinder auch die Elternarbeit immer stärker in den Fokus gerückt. Wenn Kinder nach einem Heimaufenthalt wieder zurückkehren zu ihren Eltern, ist es für eine langfristig positive Entwicklung wesentlich, dass sie nicht in „alte Systeme“ zurückkehren, sondern dass auch die Familien einen neuen Blick dafür bekommen haben, wie sie ihr Miteinander gestalten. So werben wir in Beratungsgesprächen und Elternkursen sehr dafür, eine Sicht für die Bedürfnisse der Kinder zu entwickeln. Aber wir stellen auch fest, dass Eltern feste Tagesstrukturen und eine sinnstiftende Beschäftigung oder Arbeit brauchen, um ihren Kindern den nötigen Halt geben zu können.

Diese Gedanken bewegten mich als Leiter des Elisabethstifts, als ich 2010 zum Kongress nach Karlsruhe fuhr. Der Vortrag von Jessica Jackley über KIVA sprach mich direkt und unvermittelt an: Hier bekamen Menschen durch eine kleine Anschubfinanzierung die Möglichkeit, einer Arbeit nachzugehen und sich selbst zu versorgen – eigentlich genau das, was ich mir für die Eltern unserer Kinder auch wünschte!

Das erweist sich deswegen oft als schwierig, weil die Eltern häufig auf dem normalen Arbeitsmarkt nicht leicht zu vermitteln sind. Sie sind es einfach nicht gewohnt, morgens aufzustehen, zur Arbeit zu gehen und verbindlich dabeizubleiben. Sie brauchen besondere Begleitung und Unterstützung. In Einzelfällen haben wir im Elisabethstift Minijobs

Es war mir schnell klar, dass das Prinzip der Mikrokreditvergabe so in Deutschland nicht funktionieren würde. Aber ich hatte das Bild vor Augen, Arbeitsmöglichkeiten anzubieten, bei denen viel Handarbeit nötig ist, die kaum Vorbildungen erfordern und die flexibel, bei Bedarf auch nur stundenweise, umgesetzt werden können.

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Leitungskongress als Inspirationsquelle

Was mich besonders berührt hat: Die Hilfebedürftigen werden hier nicht passiv „beschenkt“, sondern eingeladen, selbst aktiv zu sein. Sie haben und behalten eigenständig die Verantwortung, ob sie die gebotene Chance ergreifen und nutzen. Außerdem faszinierte mich der Gedanke, dass ein persönlicher Bezug zwischen Kreditgeber und Kreditempfänger hergestellt werden konnte. Auch im Elisabethenstift lautet eine Grundüberzeugung, dass wir eine Beziehung zu den Menschen, denen wir begegnen, herstellen wollen, um einander zu verstehen und dann auch zielgerichtet helfen zu können.


i r ku n g

Der Anbau von Biogemüse eignet sich hervorragend dafür – und so entwickelte sich immer mehr die Vision, einen Bauern­ hof in der Nähe unseres Elisabethstifts zu erwerben, in dem wir in Kooperation mit der Agentur für Arbeit solche Jobs anbieten können. Es ging uns dabei nicht nur um Anbau, Pflege und Ernte, sondern auch um den Transport und Ver­ kauf z.B. auf Wochenmärkten oder in einem Hofladen. Das Thema der „gesunden Ernährung“ und eines „umwelt­ bewussten Einkaufs“ spielt in der Arbeit mit den Familien sowieso eine große Rolle und wir versprachen uns bei diesem Angebot zahlreiche Synergieeffekte. Leider blieben unsere Bemühungen, im Umland fündig zu werden, über zwei Jahre erfolglos – aber Gottes Planung hatte schon längst etwas anderes vorbereitet: Die bekannte Jugendfarm Lübars, schon seit „Mauerzeiten“ ein beliebtes Ausflugsziel für Familien in ganz Berlin, wurde öffentlich zur Übernahme ausgeschrieben. Wir haben uns beworben und „wunderbarerweise“ den Zuschlag vor drei anderen Trägern erhalten! Die Jugendfarm bietet viele Möglichkeiten, um unsere Vision optimal umzusetzen: Sie ist bekannt und genießt einen guten Ruf. Es gibt ein Ausflugslokal, eine große Tenne als Veran­ staltungsraum, Ställe und Tiere, Platz für Gewächshäuser, freizeitpädagogische Angebote (Holzwerkstatt, Spinnerei, ein Backofen zum Brotbacken) und es gibt schon jahrelang besondere Events: einen Ostermarkt, gut besuchte Ritterund Ernte-Dank-Feste, Räume für einen Hofladen etc. In dieser Farm steckt ein riesiges Potential – und wir sind begeistert davon, welche Möglichkeiten wir den Familien hier bieten können. Offene Fragen und Bedenken im Vorfeld

Jessica Jackley, KIVA Jessica Jackley hat 2005 die Organisation KIVA mitgegründet. Es war die weltweit erste Internet-Plattform, durch die Einzel­personen anderen Einzelpersonen Mikrokredite zur Verfügung stellen konnten. Bereits ab 25 US-Dollar können Menschen hier Menschen in ärmeren Weltregionen einen Kredit zu sehr günstigen Konditionen geben, damit sie ein eigenes Kleinstunternehmen auf- oder ausbauen können und dadurch auf eigenen Füßen stehen. Seit 2005 wurden über KIVA Kredite von über einer halben Milliarde Dollar an Menschen in 216 Ländern zur Verfügung gestellt.

ließen sich unkompliziert klären, und so haben wir im Januar 2014 die Trägerschaft übernommen. Auch wenn wir nach wie vor Hürden bewältigen müssen, auf Spenden angewiesen und Entscheidungen umkämpft sind: Wir mussten uns entscheiden, ob wir „groß“ denken und planen oder lieber auf „Nummer sicher“ gehen. Und wir haben uns für das Wagnis entschieden. Für das Gottvertrauen.

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Grundhaltung: Wertschätzung Beim Leitungskongress in Leipzig wurde ich erneut ermutigt. Am Beispiel des „Care Centers“ von Willow Creek wurde noch einmal sehr deutlich, wie wichtig es ist, dass Kirche und soziale Verantwortung zusammengehören. Es geht darum, Menschen ganzheitlich und würdevoll zu helfen, sodass sie die Hilfe auch gut annehmen können. Im Elisabethstift ist uns die wertschätzende Haltung jedem Menschen gegenüber immer wichtiger geworden. Wenn ich Eltern und Kindern auf Augenhöhe begegne und mich wirklich für das interessiere, was ihnen wichtig ist, was sie brauchen, um sich entwickeln zu können, dann beschränken sich meine Hilfs- und Förderangebote nicht mehr nur auf Kinderbetreuung und Elternberatung. Sie werden umfassender, ganzheitlich und greifen immer mehr ineinander. Durch den Vortrag des Management-Vordenkers Jim Collins hat Gott mich auch konkret angesprochen: Es gab einige Anfragen an den Elisabethstift, weitere große Projekte zu beginnen. Durch die Denkanstöße beim Kongress habe ich mich jetzt dazu entschieden, das abzulehnen. Ich will mich nicht verzetteln, Ressourcen sparen und – das Wichtigste – das Angefangene auch gut zu Ende bringen.

über die Jahre viele Impulse konkret umsetzen können, obwohl nur ein kleiner Teil meiner 200 Mitarbeitenden überzeugte Christen sind. So hat uns ein Vortrag von Lou Hueneke (der die Willow Creek-Arbeit in Deutschland mit aufgebaut hat, Anmerkung der Redaktion) über Grundwerte und Visionen im Leitungsteam inspiriert, als wir unser Leitbild entwickelt haben. Diese Vision hat auch heute, nach über zehn Jahren, noch Gültigkeit. Auch ein Vortrag von Bill Hybels über den „360°-Leiter“, der auch „nach oben“ leitet, hat unser Leitungsverständnis grundlegend verändert. Die Frage von Hybels 2012, wie lange ein Mitarbeiter tragbar ist, der seine Arbeit nicht „gut“ macht, hat zu klaren Regelungen im Elisabethstift geführt. Ich könnte sehr viele Beispiele nennen – und ermutige die Leser, die wertvollen Impulse der Kongresse nicht nur auf Gemeindearbeit zu beziehen, sondern auch auf den beruflichen Alltag.

Helmut Wegner ist Geschäftsführer des Elisabethstifts

www.elisabethstift-berlin.de

www.kiva.org

Die Leitungskongresse von Willow Creek sind für mich jedes Mal eine Quelle der Inspiration. Nicht nur im Gemeindealltag, besonders auch in meiner Leitungsverantwortung habe ich

Gott ist unfair. Wir bekommen von ihm mehr als wir verdienen. Lassen Sie sich doch beschenken! Der große Christustag am 19.06.2014 in der Mercedes-Benz Arena in Stuttgart ist die Gelegenheit dazu.

Eintritt frei. Reservierung möglich. Alle Infos unter www.christustag.de 22 Netzwerk 22 kongresse 22 TRAINING


Ruhestand versch

Gary Schwammlein, Präsident der Willow Creek Association, hat seinen Ruhestand verschoben. Warum? Es war im Mai 2013. Mein 70. Geburtstag nahte und nach vielen aktiven Jahren in der Leitung der Willow Creek Asso­ciation (WCA) dachte ich, dass es nun an der Zeit wäre, meinen Platz für andere zu räumen. Gut 17 Jahre hatte ich den internationalen Bereich der WCA geleitet und war Gott sehr dankbar, dass er mir diese Aufgabe anvertraut hatte. Meine Frau steckte mitten in der Planung eines großen Festes: Mein Geburtstag und mein Eintritt in den Ruhestand sollten gebührend gefeiert werden. Da ich ursprünglich aus Bayern komme, sollte es ein bayrisches Fest werden: die gesamte Familie in Dirndl oder Lederhosen. Ich freute mich schon sehr darauf. Und dann sprach Bill Hybels mich erneut an. Schon im Januar hatte er mich gefragt, ob ich bereit wäre, die Führung der WCA zu übernehmen. Ich hatte ihm mit einem klaren Nein geantwortet. Meine Pläne waren ja ganz andere! Er meinte: Bete mal darüber! Ich aber wollte nicht und habe auch nicht darüber gebetet. Er fragte mich jede Woche, ob ich es mir überlegt hätte. Meine Antwort war immer wieder: Nein. Kurz darauf war ich auf dem Weg nach Brasilien. Im Flugzeug las ich Andy Stanleys phantastisches Buch „Deep and Wide“. Ein Abschnitt berührte mich besonders. Andy fragte: „Sind wir ecclesia – eine Gemeinschaft von Menschen mit einem gemeinsamen Ziel – oder haben wir uns damit abgefunden, einfach nur Kirche zu sein.“ Im Nachdenken darüber kam mir ein Satz von Bill Hybels in den Sinn, den er vor

vielen Jahre formuliert hatte: „Die Ortsgemeinde ist die Hoffnung der Welt – wenn sie richtig funktioniert.“ Oft wird nur der erste Teil verwendet, aber so entspricht der Satz nicht der Wahrheit. Viele Gemeinden überall auf der Welt sind weit davon entfernt, die Hoffnung der Welt zu sein. Ich bin in so einer Kirche aufgewachsen und habe mich bei der ersten Gelegenheit aus dem Staub gemacht. Solche Kirchen können nicht einmal genug Hoffnung für die eigenen Gemeindeglieder wecken, die jeden Sonntag dort zum Gottesdienst kommen, geschweige denn Hoffnung für die Welt sein! Während ich über die Worte von Andy und Bill nachdachte, tauchte vor meinem inneren Auge auf einmal eine Flut von Bildern auf: Dutzende Gemeinden und Menschen auf der ganzen Welt, die ich persönlich kennengelernt habe und die wahrhaftig die Hoffnung der Welt sind – weil sie einen spürbaren Einfluss auf ihr Umfeld und die Welt haben. In diesem Moment war ich überwältigt von der Schönheit einer Kirche vor Ort, die so ist, wie sie in Gottes Augen sein soll! Ich begann Gott zu bitten, dass er leitungsbegabte Christen auf der ganzen Welt bewegen möge, solche Gemeinden zu bauen. Dabei hörte ich eine klare Stimme, die mir sagte: „Ich will, dass du diese Stelle annimmst.“ Noch kurz vorher war ich wirklich nicht daran interessiert, weiterhin eine Leitungsaufgabe zu übernehmen. Doch jetzt war ich der festen Überzeugung, dass genau das Gottes Wille für mich war! NETZWERK 23


In diesem Moment war ich überwältigt von der Schönheit einer Kirche vor Ort, die so ist, wie sie in Gottes Augen sein soll!

hoben Ich hatte nicht den geringsten Zweifel. Denn das war genau der Grund dafür, dass ich mich vor 17 Jahren aus der Geschäftswelt verabschiedet und meine Arbeit für Willow Creek begonnen hatte: meine Liebe und Leidenschaft für die Ortsgemeinde, die durch ihr Wirken Menschenleben verändern kann. Und diese Liebe ist heute noch genau so stark wie damals – vielleicht sogar noch stärker.

Wenn Kirche Kirche ist Ein Beispiel für eine Kirche, die richtig funktioniert, habe ich in Kalkutta kennengelernt. 2012 suchten wir nach einem Veranstaltungsort für den Global Leadership Summit (GLS) in Indien. Dabei lernte ich die Assembly of God und ihren Pastor Ivan Satyavrata kennen. Auf meine Anfrage reagierte er mit großem Enthusiasmus, denn die Aus- und Weiter­ bildung von geistlichen Leitern sah er als eines der größten Bedürfnisse seines Landes an. Ich war zutiefst dankbar für seine Unterstützung und bewunderte seine Weitsicht. Was mich aber besonders beeindruckte war, ein solches Vorbild einer gut funktionierenden Kirche an einem Ort wie Kalkutta zu finden. Stellen Sie sich vor, Sie leben in einer Stadt, in deren Einzugsgebiet 20 Millionen Menschen leben, von

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denen weniger als 1 % Christen sind. Stellen Sie sich weiter vor, dass Sie Ihren Dienst als eine von nur 250 Kirchen in einem so herausfordernden Umfeld tun! Aber jetzt kommt’s: Die Kirche von Pastor Satyavrata unterhält nicht nur ihr eigenes Gebäude, sondern betreibt in direkter Nachbarschaft auch ein Krankenhaus mit 350 Betten; und eine Schule, in der 3.500 Kindern eine großartige Schulbildung erhalten. Und was mich am meisten beeindruckte: Jeden Tag werden hier 10.000 Kinder mit Essen versorgt. Und das in einer armen Stadt wie Kalkutta! Was wäre die Stadt ohne eine Kirche, die so funktioniert, wie Gott es sich vorgestellt hat? Es gibt viele Gemeinden in der ganzen Welt, die auf einem ähnlichen Niveau arbeiten. Solche Kirchen kennenzulernen, stärkt meine Liebe zu Gott und den Menschen. Ich will alles in meiner Macht Stehende tun, sie dabei zu unter­stützen, dass sie ihre großartige Arbeit noch besser tun können. Diese Gemeinden werden von leidenschaftlichen Menschen geleitet, die unter Gottes Führung solche ­Dinge auf die Beine stellen. Wenn ich Kirchen oder christ­liche Organisationen sehe, denen diese Leidenschaft fehlt, frustriert mich das; ja, es macht mich geradezu wütend. Wir alle wissen, dass Leidenschaft wichtig ist. Sie spielt eine große Rolle: in unseren Beziehungen genauso wie in Organisationen und Gemeinden. Bill Hybels erinnert uns oft daran, dass jeder von uns die Aufgabe hat, den Schwerpunkt in seinem Leben zu entdecken, für den er oder sie Leidenschaft empfindet – die eigene Berufung. Und diesem Schwerpunkt sollen wir uns von ganzem Herzen widmen, so dass unsere Leidenschaft für diesen gottgegebenen Lebensschwerpunkt wie ein brennendes Feuer erhalten bleibt. Ohne Leidenschaft ist unser Leben leer und lang­weilig. Man kann leicht in einen Trott verfallen. Das trifft auch auf unser Engagement in der Gemeinde zu. Das, was einmal wertvoll und aufregend war, wird allmählich zur Routine, grauer Alltag. Das haben wir alle schon einmal erlebt. Doch für diese Hoffnung der Welt – für eine Gemeinde, die gut funktioniert - lohnt es sich, mit ganzer Kraft zu arbeiten. Das ist einer der Gründe, weshalb ich im letzten Sommer die Aufgabe als Präsident der Willow Creek Association angenommen habe.


Leitung – das A und O Ein anderer Grund hat mit Leitung zu tun. Sie wird häufig unterschätzt. Besonders in der Gemeinde. Dabei ist sie äußerst wichtig. Davon war ich immer überzeugt. Aber erst in den letzten Jahren habe ich ihre volle Bedeutung verstanden und diese Überzeugung zum Leitmotiv aller meiner Handlungen gemacht. Es ist die primäre Aufgabe der WCA, die Gabe der Leitung in den Gemeinden zu stärken. Denn diese Gabe macht es möglich, dass alle anderen Gaben zur vollen Entfaltung kommen. Oder, wie Bill Hybels es ausdrückt: „Wenn ein Leitender besser wird, profitieren alle davon.“ Ich stimme diesem Satz voll und ganz zu. Wenn die Leitung großartig ist, können alle anderen Gaben in einer Gemeinde oder Organisation ihr volles Potential erreichen. Gary Haugen, Direktor der International Justice Mission (IJM), sagte einmal: „Wenn du willst, dass dein Leiten etwas zählt, leite in den Dingen, die vor Gott etwas zählen.“ Das ist für mich zum Prüfstein all meines Handeln geworden. Als ich 33 Jahre alt war, arbeitete ich für eine große internationale Firma in Singapur, die mir die Gebietsleitung in einer Region anvertraute, in der mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung lebte. Sie erstreckte sich von Neuseeland und Australien bis nach Indien und China. Niemand hatte mich auf diese Aufgabe vorbereitet und ich wusste nicht wirklich, was ein Leiter eigentlich tun soll. Unter dieser Unsicherheit mussten die Menschen leiden, die unter meiner Leitung standen. Noch heute denke ich mit Schaudern an die Dinge, die ich ihnen damals zugemutet habe. Wenn ich manchmal meine früheren Kollegen treffe und wir über die alten Zeiten sprechen, möchte ich am liebsten im Boden versinken und sagen: „Es tut mir so leid. Ich wusste es einfach nicht besser!“ Aber nicht nur Fehler in der Mitarbeiterführung sind kostspielig. Auch fachliche Fehler können eine Gemeinde oder Organisation teuer zu stehen kommen. Ich erinnere mich an einen Fehler, den ich damals in Singapur beging. Wir arbeiteten an einem großen Vertrag mit China. Und in dem Prozess unterlief mir ein Fehler, der das Unternehmen 10 Millionen Dollar kostete. Damals bestellte mich der Chef meines Chefs zum Rapport ein. Am Ende des Gesprächs sagte er: „Das machen Sie bitte nicht noch einmal!“ Das war alles. Er gab mir eine neue Chance. Er glaubte an mich.

Wenn ich Kirchen oder christliche Organisationen sehe, denen Leidenschaft fehlt, frustriert mich das. Ja, es macht mich geradezu wütend.

Es ist entscheidend, dass die Leitenden in Gemeinden den Heranwachsenden mit Leitungspotenzial gezielt geistliche Leitungsprinzipien vermitteln. Sie müssen spüren, dass man an sie glaubt; dass sie auch Fehler machen dürfen und ermutigt werden, mutig zu leiten.

Die Aufgabe: Kirchen helfen aufzublühen Vor kurzem besuchte ich Da Nang in Vietnam. Die Stadt war im Vietnamkrieg ein wichtiger Luftwaffenstützpunkt der amerikanischen Truppen und musste in dieser Zeit viele Gefechte ertragen. Ich traf mich dort mit Vertretern einer Organisation, die von US-amerikanischen Christen geleitet wird. Sie unterhalten eine Reihe von Kinderheimen und Häusern für alleinstehende schwangere Frauen, stellen die gesundheitliche Versorgung für Kinder mit schweren Herzkrankheiten bereit und statten gelähmte und alte Menschen mit Rollstühlen aus. Ihre Arbeit bewegte mich tief. Am nächsten Tag sah ich aus meinem Hotelfenster über die Stadt, die sich weit vor mir erstreckte. Dabei betete ich und dachte über das am Tag zuvor Gesehene nach. Ein altes deutsches Kirchenlied kam mir in den Sinn und berührte mich stark. Ich suchte es auf Youtube und hörte es immer und immer wieder, fast zwei Stunden lang, während ich meditierte und für die Menschen in Da Nang betete. Ich dachte an all das Leid, die Schmerzen, die diese Stadt in ihrer Geschichte ertragen musste. Und ich bat Gott, uns als WCA einen Weg zu zeigen, wie wir die Kirchen in Vietnam dabei unterstützen können, die Liebe Gottes mit den Menschen in ihrem Land zu teilen. Genau darum geht es in unserer Arbeit: Wir wollen Kirchen auf der ganzen Welt dabei helfen aufzublühen, in Wort und Tat Gottes Liebe an die Menschen in ihrem Umfeld weiterzugeben. Dass die Menschen, die mit ihr in Kontakt kommen, positiv verändert werden. Das ist meine Leidenschaft und meine Berufung. Und das ist es auch wert, meinen Ruhestand zu verschieben. Nach der Rückkehr aus Brasilien musste ich meiner Frau mitteilen, dass aus meiner Ruhestandsfeier vorerst nichts werden würde. Zumindest konnten wir den Einstand in meine neue Aufgabe und meinen 70. Geburtstag gebührend feiern. Die bayrischen Trachten kamen auch dabei gut zur Geltung. Craig Groeschel, Pastor der Lifechurch hat vor kurzem gesagt: „Wenn du noch nicht tot bist, bist du noch nicht fertig, dann hast du noch was zu erledigen.“ Das gilt für mich und für uns alle. Gary Schwammlein ist Präsident der Willow Creek Association. Der gebürtige Coburger lebt in der Nähe von Chicago. www.willowcreek.com

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Bill Hybels: Als ich mich mit der Arbeit von Mark Burnett beschäftigte, wurde mir einmal mehr deutlich: Man muss kein Pastor sein, um in dieser Welt etwas zu bewegen. Jeder kann mit seinem Beruf Menschen zum Nachdenken bringen, einen Unterschied machen. Mark, du hast das verstanden, deshalb haben wir dich zum Leadership Summit eingeladen. Als du den TV-Chefs die Idee der 10-teiligen Serie „Die Bibel“ vorgestellt hast, sagten dir alle, du seist verrückt. Die Widerstände waren enorm. Trotzdem bist du drangeblieben. Warum?

Ein Gespräch zwischen Bill Hybels und dem Filmproduzenten Mark Burnett beim Leadership Summit 2013 in Chicago

Mark Burnett: Viele TV-Chefs lehnten die Idee ab und meinten, „Die Bibel“ zu produzieren würde zu meiner größten beruflichen Fehlentscheidung werden; die Bibel sei zu kontrovers. Sie fragten: Warum setzt du dafür deinen Ruf aufs Spiel? Aber ich wollte „Die Bibel“ ins Fernsehen bringen, weil ich spürte, dass Gott mich dazu berufen hatte. Wir haben uns zum ersten Mal in London getroffen, als einem kleinen Kreis von Leuten bei einem Event ein erster Einblick in die Serie gegeben wurde. Ich erinnere mich, dass du sehr nieder­ geschlagen warst. Ja. Ich wurde von den säkularen Medien angegriffen. Kein Wunder, wenn man „Die Bibel“ ins Fernsehen bringen will! Beim Abschied schautest du mir direkt ins Gesicht und sagtest: „Die Vorschau war sehr eindrücklich. Ich werde dich bei dem Projekt unterstützen. Aber eines muss aufhören: Komm aus deiner Verteidigungshaltung heraus. Hör auf, dich bei den Medien dafür zu entschuldigen, dass du „Die Bibel“ ins TV bringen willst. Geh in die Offensive!“ Das war der Wendepunkt für mich! Es war der beste Rat, den ich bekommen habe: Stehe für das ein, an das du glaubst!

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Ich habe viele Leitungspersonen erlebt, die sich von ungerechtfertigter Kritik haben einschüchtern lassen. Deshalb wollte ich dich ermutigen. Wie erklärst du dir den unglaublichen Erfolg? Über 100 Millionen Menschen haben „Die Bibel“ bereits gesehen.

Über 3.300 Teilnehmer erfolgreich vermittelt!

Es ist das Wirken des Heiligen Geistes. Klar, wir hatten auch ein großartiges Team. Aber das war nicht das Ausschlaggebende. Wir haben einfach viel gebetet, haben uns Zeit genommen, auf Gott zu hören, das zu integrieren. In vielen Ländern sind Menschen auf der Suche nach Hoffnung. Und diese Serie hat vielen Zuschauern Hoffnung vermittelt. Obwohl wir „Die Bibel“ zur besten Sendezeit im US-TV platziert haben – ein enormes Risiko – erzielte die Serie die höchste Einschaltquote im gesamten Jahr 2013. Gleiches hat sich in vielen Ländern wiederholt. Viele sagten anschließend: Es ist so schwer über Jesus zu reden. Aber durch die Bibel-Serie konnten wir sagen: Hey, hast du gestern „Die Bibel“ gesehen? Wie fandest du sie? Die Serie war ein großartiger Anknüpfungspunkt für Gespräche über den Glauben.

Sie sich einen

Wünschen gläubigen

Partner?

Zu deinen Leitungsprinzipien gehört: Wähle zuerst deine Weggefährten, bevor du dich für den Weg entscheidest. Was meinst du damit? Im Atlasgebirge habe ich Menschen getroffen, die in 4.000 Meter Höhe wohnen. Im Winter ist es dort sehr kalt. Also müssen sie ihre gesamte Familie – Kinder, Großeltern, Verwandte samt Eseln und Kamelen - über den Atlas in die Sahara führen, wo es wärmer ist. Wenn es in der Sahara zu heiß wird, begeben sie sich wieder auf den Weg über das Atlasgebirge an einen kühleren Ort. Als ich die Stammesleute dabei filmte, sagte ich: Das ist eine sehr anstrengende Reise, die ihr zweimal im Jahr auf euch nehmt. Ihre Antwort: Ja, die Reise ist beschwerlich. Aber noch beschwerlicher ist es, wenn man sich für die falschen Reise­ gefährten entscheidet. Deshalb: Wähle zuerst deine Weg­ gefährten, bevor du dich für den Weg entscheidest! Das gilt auch für die Teamarbeit. Wir alle wissen, wie produktiv wir sind, wenn wir mit Menschen zu tun haben, die zu unserem Leben etwas beisteuern – und wie ermattend, wenn Menschen uns Energie rauben. Ich habe viele Teams: 400 Angestellte sind bei meiner Produktion „The Voice“ tätig. „Survivor“ hat weitere 400 Leute. Auch „The Apprentice“ hat ein großes Team. 2.000 Mitarbeiter habe ich insgesamt. Ich kann nicht überall zur gleichen Zeit sein. Daher muss ich gute Leitungspersonen befähigen und ihnen Verantwortung übertragen. Niemand kann es sich leisten, Leute an Bord zu halten, die die Energie aus einem Team saugen. Man kann nicht ständig nur interne Probleme lösen – man muss auch Quertreiber aus dem Team entlassen. Das ist nicht immer einfach, gehört aber zur Leitungsaufgabe.

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Du stellst die Teamleitung immer aus einem Kreativen und einen Finanzexperten zusammen. Hört sich nach Konfliktpotenzial an.

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Ja, alle meine Produktionen haben eine Doppelspitze: Einen Producer, der für das Kreative zuständig ist, und einen Finanz- und Logistik-Leiter. Keiner der beiden kann ohne den anderen gewinnen. Gerade im TV-Geschäft geht’s um viel Geld – Fehler sind da sehr teuer. Wenn sich der Kreativ-Chef auch um die Kosten für

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TRAINING 27 11.02.14 15:02


Versicherungen kümmern müsste oder wie die Kameras von A nach B kommen, hat er seinen Kopf nicht frei. Um diese ebenso wichtigen Punkte kümmert sich sein gleichberechtigter Partner. Die Rollen sind dabei klar abgesteckt. Niemand darf dem anderen dazwischenfunken. Das gilt generell. Es ist doch Blödsinn, wenn man sich tolle Leute ins Team holt – der Leiter aber trotzdem deren Job macht. Das ist beleidigend! Ich erlaube es z.B. nicht, dass ein Produzent neben dem Cutter sitzt und ihm sagt, welche Schnitte er machen soll. Der Cutter wurde angeheuert, weil er gut ist – also darf er auch die Entscheidungen treffen. Darf dein Kreativ-Team ohne vorgegebenes Budget neue Ideen erträumen? Wenn mir jemand ohne detailliertes Budget und konkreten Zeitplan eine tolle Showidee „verkaufen“ wollte, würde ich mich fragen, ob ich die richtige Person angestellt habe. Ich will immer von meinem Team wissen: Was kostet es? Wie lange dauert die Produktion? Wann kann gesendet werden? Träume in allen Ehren, aber unsere Branche ist ein ernstes Geschäft! Es ist kein Spiel. Pastoren kennen das aus unzähligen Meetings, in denen ein Brainstorming veranstaltet wird – sei es für den Gottesdienst, ein neues Programm oder die Weiterentwicklung der Gemeinde. Wenn es am Ende heißt: War nur heiße Luft, es fehlt uns die Basis für die Umsetzung, ist das für alle Beteiligten sehr frustrierend. Es ist das Einfachste auf der Welt, Geld zu verschwenden. Die Frage ist stets: Wie bringt man etwas Geniales auf die Leinwand und trifft dabei verantwortungsvolle Entscheidungen? Das gilt auch für Planungsprozesse in Gemeinden. Hätten wir z.B. „Die Bibel“ in Hollywood gedreht, hätte uns das 150 Millionen Dollar gekostet. Wir sind aber nach England und Marokko gegangen, das hat nur 25 Millionen Dollar gekostet. Eine geniale Idee allein www..willowcreek.de/magazin/bibelvox Foto: S. 26: Bill Hybels im Gespräch mit Mark Burnett; S. 28: Mark Bürnett bei den Dreharbeiten zu „Die Bibel“

28 TRAINING

reicht nicht. Ihre Umsetzung muss genauso genial sein – und trotzdem von hoher Qualität. Nur weil man etwas Frommes auf die Leinwand bringt, gibt das niemandem das Recht, es mittelmäßig oder halbgar zu tun. Ich freue mich, dass es immer mehr christliche Filmemacher gibt. Es ist höchste Zeit, dass Christen ihre Filme in gleicher Qualität drehen wie säkulare Leute – und trotzdem die Botschaft dabei nicht kompromittieren.

»Die Bibel« an osterN im deutschen Fernsehen Von der Arche Noah bis zur Auferstehung Jesu – in der zehnstündigen Serie „Die Bibel“ werden die bekanntesten Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament mit atemberaubenden Bildern dargestellt. Für die Verfilmung konnte der Produzent Mark Burnett (u. a. „Survivor“, „The Voice“) den deutschen Filmkomponisten und Oscarpreisträger Hans Zimmer gewinnen. „Die Bibel“ lief bisher erfolgreich in 18 Ländern. In Deutschland zeigt VOX die Serie jeweils 20:15 Uhr am Gründonnerstag (17.4.), Karfreitag (18.4.) und Karsamstag (19.4.). Produzent Mark Burnett über die Produktion: Unsere große kreative Herausforderung lautete: Wie verwandeln wir eine sakrale Erzählung, die Tausende von Jahren umspannt und Hunderte einzelner Geschichten erzählt, in zehn Fernsehstunden? Wir hatten zwei Optionen: entweder in Dutzenden kurzer Zusammenfassungen oder wir erzählen weniger Geschichten, stellen aber eine tiefere, emotionalere Verbindung her. Wir haben uns für die zweite Option entschieden. Das Drehbuch-Autorenteam wurde von vielen Theologen, Beratern und Bibelexperten begleitet. Ihr vereintes Expertenwissen führte zu lebendigen spirituellen und historischen Bildern.


Kreuzfahrten & Reisen 2014

Über

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Reisen und Meer

Neue Horizonte entdecken. Menschen begegnen. Urlaub genießen. Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt.

23. August bis 6. September 2014

Große Sommer Kreuzfahrt im Mittelmeer Auf biblischen Spuren bis ins Heilige Land Schiffsreise in 6 Länder mit MS BERLIN, dem ehemaligen ZDF-Traumschiff - exklusiv gechartert Wort an Bord Dr. h.c. Erwin Teufel Ministerpräsident a.D. des Landes Baden-Württemberg Pfarrer Hanspeter Wolfsberger Leiter des Hauses der Besinnung, Betberg Direktor a.D. der Liebenzeller Mission Pfarrer Ulrich Scheffbuch Hartmut Steeb Generalsekretär der Evang. Allianz Ruth Heil Autorin und Referentin Erwin Damson Geschäftsführer i.R. der Christusbewegung / Lebendige Gemeinde Johannes Gerloff Jerusalem, Nahost-Korrespondent des Christlichen Medienverbundes KEP

Musik an Bord Andreas Volz Sänger und Liedermacher Alexandra Baumbusch Klassische Sängerin Michael Schlierf Pianist und Komponist Bertold Engel Leiter des Bordchores Chorleiter, Komponist, Arrangeur, Pianist und gefragter Spezialist für Gospelmusik Regina Graeber Leiterin des Bordposaunenchors Landesposaunenreferentin in Württemberg Alle Blechbläser sind eingeladen, ihr Instrument mitzubringen.

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GENUA CIVITAVECHIA/ROM VALLETTA/MALTA HERAKLION/KRETA HAIFA/GALILÄA ASHDOD/JERUSALEM LIMASSOL/ZYPERN RHODOS PIRÄUS/ATHEN KANAL VON KORINTH KORCULA/KROATIEN VENEDIG

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29. Juli bis 4. August 2014

Auf der schönen blauen Donau Flusskreuzfahrt durch 4 Länder mit MS ELEGANT LADY - exklusiv gechartert Wort an Bord Dr. Christoph Morgner Präses a.D. des Evang. Gnadauer Gemeinschaftsverbandes Musik an Bord Gerhard Schnitter, Leiter des Bordchores Chorleiter, Komponist, Arrangeur, Pianist, langjähriger musikalischer Leiter beim Hänssler-Verlag und beim ERF

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„Willow“ in der Badischen Landeskirche Ein Zwischenbericht von Hans-Martin Steffe

Seit 12 Jahren „übersetzen“ wir die Prinzipien von Willow Creek in den Alltag der Evangelischen Landeskirche in Baden (EKiBa). Was haben uns diese Jahre gebracht? Wo sind die Grenzen des Transfers? Wo brauchen wir auch zukünftig Impulse von Willow? Das waren die Leitfragen am Runden Tisch „Erfahrungen der Evangelischen Kirche in Baden mit Willow Creek“. Drei Generationen von 15 Theologen und Theologinnen saßen Ende Februar beisammen: Drei Studierende, die im August 2013 mit anderen Kommilitonen am Leadership Summit in der Willow Creek Gemeinde in Chicago teilgenommen hatten; vier von zehn EKiBaTeilnehmenden beim Summit 2002; weitere Kolleginnen und Kollegen, die eine Lenkungsgruppe „Gemeinde missionarisch entwickeln in der EKiBa“ gebildet hatten; und drei Vertreter der Kirchenleitung. „Der Leadership Summit 2001 war ein Glücksfall“, erklärte Landesbischof Dr. Ulrich Fischer. „Er traf auf günstige Vorausset­zungen.“ Die Missionssynode der EKD hatte zwei Jahre zuvor erklärt, dass Mission und Evangelisation zum vorran­gigen Auftrag der Evangelischen Kirche gehören. Bischof Fischer hatte im Auftrag der EKD und der Evangelischen Landeskirche in Baden am Leitungskongress in Chicago teilgenommen. Auf seine Veranlassung fuhren ein Jahr später zehn Pfarrer/innen und Diakon/innen in unterschiedlichen Schlüssel­positionen der Kirche nach Chicago. Sie kamen mit starken Eindrücken zurück, auch mit dem erklärten Willen, Übersetzungsarbeit zu leisten. Die Begeisterung für die gelebte Überzeugung in Willow Creek: „The local church is the hope of the world“ sollte systematisch bedacht und für den eigenen missionarischen Auftrag fruchtbar gemacht werden. Es geht nicht um eine 1:1-Übertragung von Willow in der Landeskirche. Es geht vielmehr darum zu verstehen, was unser Auftrag ist. Und dabei, welche Impulse von Willow uns inspirieren und motivieren können. Ein systematisches Resümee wurde verfasst. Es stellte die Arbeitsfelder fest, bei denen Anregungen von Willow genutzt werden können.

Führungsverantwortung und Leitungsaufgaben. Eingeflossen von Willow sind Anstöße zu „Führungsverantwortung und Leitungsaufgaben wahrnehmen“. Bischof Fischer selbst wurde dadurch angeregt, den badischen Kirchenkompassprozess mit biblischen Leitbildern zu beginnen. Denn sie eröffnen einen Horizont, sie machen Lust zum Aufbrechen, sie lassen sich leiten von den Verheißungen der Bibel. Im Gespräch des Runden Tischs wurde aber auch 30 Netzwerk

festgehalten: wir haben bezüglich des Auftrags „Geistlich Leiten“ noch eine große Aufgabe vor uns. Obwohl „Geistlich Leiten“ in der Grundordnung der Landeskirche thematisiert ist, muss das Prinzip erst noch als Thema der Leitungsorgane auf allen Ebenen entdeckt werden.

Gottesdienste mit Menschen ohne Glaubenshintergrund. Das Resümee hat Impulse aufgenommen wie Gottesdienste für Menschen ohne kirchlichen Hintergrund gestaltet werden: nämlich von diesen Menschen her denken, denen die Formen und Lieder der traditionellen Gottesdienste nicht mehr geläufig sind. Aus Liebe zu ihnen, um ihnen das Evangelium verständlich und die Liebe von Jesus deutlich zu machen, müssen wir uns bemühen alltagsrelevant die großen Taten Gottes zu verkündigen.

Gabenorientiert Mitarbeiten und Gemeinden gabenorientiert entwickeln. Hier besteht ein weiteres Feld, das seither in unserer Landeskirche bearbeitet wird, immer im Wechsel von praktischen Erfahrungen und reflektierter Praxis. Inzwischen ist das Material „Ich bin dabei“ als Heft für Teilnehmende und als Buch für Mitarbeitende erschienen; verfasst von Dr. Silke Obenauer, theologische Referentin der Abteilung Missionarische Dienste in der Landeskirche und Schuldekan Dr. Andreas Obenauer. Der Anstoß von Willow wurde für die deutsche und landeskirchliche Landschaft weiter entwickelt. Willow hat uns eindrücklich erinnert: Die Gaben, die Gott Menschen schenkt, sollen in der Gemeinde aber auch im gesellschaftlichen Leben gelebt werden. Menschen sollen entdecken, wofür sie brennen und mit welchem Engagement sie sich einbringen wollen. Jede und jeder ist begabt und wird von Gott berufen mit seinen Gaben dem Leben an seinem Platz zu dienen und dadurch den Schöpfer und Geber der Gaben zu ehren.

Promiseland die Arbeit mit Kindern in der Willow-Gemeinde hat die Kinder­gottesdienste angeregt. Auf die Bedürfnisse und Lebensumstände der Kinder eingehen und kindgemäß biblische Geschichten entdecken und erspielen. Der Beauftragte für Kindergottesdienst hat sich davon inspirieren lassen. Wahrgenommen haben wir, dass Willow sich auf diesem Gebiet weiterentwickelt hat.


Infos unter

Der ORANGEAnsatz verknüpft Familie und Kindergottesdienst, die Liebe Gottes und die Liebe der Eltern. Bei uns stößt das auf offene Ohren. Die Spiritualität in der Familie ist als Herausforderung angenommen in unserer Kirche, wird auch unabhängig von Willow im Religionspädagogischen Institut thematisiert. In Kooperation mit der Kinderbibelwoche der AMD fließen wichtige Erfahrungen von Willow-Kongressen ein. Ein Mitglied der Studienreisegruppe 2002 schrieb: „Wir haben tolle Transfers geschafft: Promiseland, gabenorientierte Mitarbeit und Gottesdienste für Interessierte sind durch Buchveröffentlichungen deutschlandweit für Landeskirchen nutzbar gemacht worden.“

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Horizonterweiterung

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für Theologiestudierende. Die drei Studierenden, die im letzten Sommer Teil einer Willow-Studienreise für Theologiestudierende waren, unter der Leitung von Prof. Michael Herbst (Universität Greifswald) und Prof. Achim Härtner (Theologische Hochschule Reutlingen), haben uns ihre Entdeckungen bei Willow vorgestellt und ihre Wünsche für unsere Landeskirche und ihre Leitungen vorgetragen. Kirche für andere sein. Vision, Mission und Werte entdecken und entwickeln, das grundlegende Anliegen von Willow, damit handlungs­ leitende Leitbilder entstehen. Glaube und Dienen, missio­ narisch-evangelistischer Auftrag und Diakonie sollen gemeinsam wahrgenommen werden. Wie das in Willow gelebt wird – durch die Kombination von Gemeinde­zen­ trum und Care Center – hat die Studierenden begeistert. Der Runde Tisch „Erfahrungen der Evangelischen Kirche in Baden mit Willow Creek“ hat sie für ihre zukünftigen Dienst als Pfarrer und Pfarrerinnen in der EKiBa ermutigt. In der Evangelischen Landeskirche in Baden sind die Voraussetzungen gegeben, dass Impulse von Willow auch in Zukunft aufgenommen und übersetzt werden, trotz aller Unterschiede beim Taufverständnis. Die Devise von Landesbischof Fischer: „Kapieren nicht kopieren.“ Die WillowKongresse haben dabei weiterhin für viele Verantwort­liche in den Gemeinden der badischen Landeskirche einen wichtigen Platz. Sie ermutigen und inspirieren, geben wichtige Anstöße und fordern heraus, missionarische Kirche Jesu Christi zu sein.  Hans-Martin Steffe ist Kirchenrat und Leiter der Abteilung Missionarische Dienste der Evangelischen Landeskirche in Baden. www.ekiba.de

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Mut zu klaren Grenzen Der Coach und Therapeut Henry Cloud über gesunde Grenzen in Organisationen

Der bekannte Therapeut, Coach und Autor Dr. Henry Cloud wird am 3. und 4. Oktober auf zwei Tageskonferenzen in Deutschland referieren (siehe Seite 35). Im Interview spricht er darüber, welche Schritte ­Leitende unternehmen können, um gute Rahmenbedingungen für ihre Teams zu entwickeln.

Dr. Cloud, Sie haben sich intensiv mit dem Thema „Gesunde Grenzen setzen“ auseinandergesetzt und mehrere Bücher dazu verfasst. Was hat Sie dazu bewegt? Cloud: Beim Grenzensetzen geht es darum, Strukturen zu schaffen, die dazu führen, dass sich etwas gut entwickelt. Grenzen machen deutlich, wofür jemand verantwortlich ist und wofür nicht. In meiner Arbeit als Therapeut und Coach treffe ich immer wieder auf sehr talentierte Menschen, die es nicht schaffen, entscheidende Grenzen zu setzen. Dabei würden sie dadurch in ihrer Entwicklung einen großen Schritt vorankommen oder könnten mit deren Hilfe schwierige Situation verändern. Sicher: Diese Grenzen sind nicht immer einfach zu errichten und sie verlangen proaktives Handeln. Wie kann eine Organisation ihre Teams so entwickeln, dass gesundes Verhalten gefördert und zugleich auch ihre Ziele erreicht werden? Entscheidend ist, dass in den Teams Werte verankert werden, die sich auf das Erreichen der gewünschten Ergebnisse beziehen. Dann müssen Verhaltensweisen definiert werden, die diese Werte hervorbringen und es muss eine Übereinkunft getroffen werden, dass diese Verhaltensweisen auch gemeinsam umgesetzt werden. Aber der Schlüssel ist, diese Werte für die jeweilige Organisation zu definieren. Wenn zum Beispiel ein Krankenhaus als das sicherste einer Stadt bekannt sein will, dann wäre einer dieser Werte beispielsweise Gewissenhaftigkeit, um möglichst keine Fehler zu machen. Passend dazu würden dann die Verhaltensweisen­definiert, die zu diesem Ziel führen sollen. Was man dabei nicht dulden würde, wären gewagte, risikoreiche Verhaltensweisen, weil sie zu Fehlern führen könnten. Auf der anderen Seite: Wenn der Erfolg einer Firma vor allem von Innovationen abhängt, würde dieses Unternehmen keine Verhaltensweisen fördern, die Fehler und Risiken verhindern. Man würde genau entgegen gesetzte Werte anstreben: nämlich den Mut Neues zu wagen, auch wenn dadurch Fehler verursacht werden. Man würde es vielmehr belohnen, wenn Menschen Risiken eingehen. Die Werte müssen also immer genau an das gewünschte Ergebnis geknüpft sein. Um die gewünschten Ergebnisse herbeizuführen, müssen Teams also diesen Werten entsprechend entwickelt werden. 32 Training

Wie wichtig sind gesunde Grenzen für den Leitenden selbst? Je höher jemand in seiner Leitungsposition aufsteigt, desto häufiger leitet er oder sie Menschen an, ohne selbst von anderen geleitet zu werden. Hier wird es kritisch. Denn auf der obersten Leitungsebene sind die Bewahrer der Vision einer Organisation. Sie verkörpern sie. Jeder Leitende muss wissen, dass er immer das erhält, was er oder sie erlaubt oder zulässt. Sie tragen nicht nur für sich selbst Verantwortung, sondern für die gesamte Organisation. Klare Überzeugungen, die auch selbst gelebt werden, sind hier enorm wichtig. Entscheidend ist, dass man als Verantwortungsträger die Verhaltensmuster in der eigenen Organisation „lesen“ kann und bereit ist, einzugreifen, wenn sie der Vision oder Zielsetzung der Organisation oder Gruppe entgegenstehen. Warum? Wenn ein Leitender das unterlässt, entwickelt sich dieses Verhaltensmuster schnell zur DNA der Organisation und wird über kurz oder lang die Vision in Gefahr bringen. Wie kann eine Organisation, der klare Rahmen­bedingungen fehlen, sich wieder auf die entscheidenden Dinge konzentrieren, Ressourcen wieder zielgerichtet einsetzen? Zunächst muss man von den Hauptzielen ableiten können, wie das Team auszusehen hat, das für das Erreichen der Ziele zuständig ist. Als nächstes muss geklärt sein, dass die Rollen und Verantwortlichkeiten jedes Teammitglieds mit dem Erreichen der gewünschten Ergebnisse übereinstimmen. Dann müssen die Tätigkeiten definiert werden, die diese Ergebnisse herbeiführen sollen. Für eine erfolgreiche Neuausrichtung muss diese Analyse mit großer Ehrlichkeit betrieben werden. Dazu gehört auch, dass klar definiert ist: Wer überprüft, inwieweit die vereinbarten Ziele umgesetzt wurden – und ob dabei die vereinbarten Werte bewahrt wurden? Auch das Beschneiden oder Neuverteilen von Mitteln ist in diesem Prozess wichtig. Ich empfehle dazu einen dreistufigen Prozess. Zuerst wird das beschnitten, was zwar einigermaßen gut war, aber wichtige Ressourcen vom Besten abgezweigt hat. Man sollte gezielt die Ressourcen an Zeit, Energie und Finanzen auf die 20% der Aktivitäten verwenden, die die Zukunft verkörpern, die Hauptziele voranbringen


»Jeder muss wissen, dass er erhält, was er bewusst erlaubt oder unbewusst zulässt.« Dr. Henry Cloud

und die Fortschritte erzielen. Man muss bereit sein, das Überkommene mutig abzuschneiden, sich von dem zu trennen, was die Ziele nicht mehr fördert, ja sie direkt oder indirekt behindert. Zweitens muss man das beschneiden, was „krank“ ist und wenig Aussicht auf Besserung hat. Man muss den Mut aufbringen, die weiße Flagge zu schwenken und Dinge loszulassen. Drittens: ehrlich sein mit dem, was bereits tot ist und nur noch den Gestaltungsraum für Neues wegnimmt. Nur weil jemand eine emotionale Bindung an etwas Überkommenes hat, ist das kein Grund, an diesen Dingen festzuhalten.

Wie trifft man Entscheidungen nach biblischen Maßstäben? Lernen Sie in diesem 12-Wochen-Kurs wichtige Prinzipien dazu.

Sind die zwischenmenschlichen Aspekte von Führung genauso wichtig, muss in sie ebenso investiert werden wie in die Umsetzung einer Vision? Und weshalb?

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Ganz einfach: Die Umsetzung einer Vision geschieht immer nur durch Menschen. Sie setzen die große Vision, das große Ziel in vielen kleinen Schritten um, erwecken sie zum Leben. Es ist daher unabdingbar, dass man sich als Leitungsperson für diese Menschen interessiert. Man muss herausfinden, was sie antreibt, wie sie die Ziele umsetzen und wie man sie darin unterstützen kann, dass sie ihre Arbeit noch besser machen können. Das schuldet man ihnen. Die Energie hinter jedem großen Ziel sind immer Menschen. Und es zählt zu den primären Aufgaben von Leitung, dass man diese Energie fruchtbar macht, sodass Menschen sich wirkungsvoll einbringen können. Beim Thema Leitung geht es im Grunde nur darum, die vorhandene Energie – in all ihren Formen – nutzbar zu machen. Das A und O dabei ist, dass klare Grenzen, ein klarer Rahmen definiert worden ist. Nur so weiß jeder, wofür er verantwortlich ist und wofür nicht.

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Das Interview führte Tony Morgan für tonymorganlive.com. Übersetzung: Alexander Schneider.  Dr. Henry Cloud ist Coach und Berater zum Thema Leiterschaft und Organisation sowie Autor zahlreicher Bücher. www.drcloud.com

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Impressum

Ich habe mir das Leben genommen

Geschäftsführung Karl-Heinz Zimmer

Büro Deutschland Wingert 18, 35396 Gießen Tel 0641.98437-0 • Fax 0641.98437-10 Info@willowcreek.de • willowcreek.de Spendenkonto: SKB Bad Homburg Konto 333093, BLZ 500 921 00

ANZEIGEN René Adam • Tel  06471.5094690 Kirchstraße 25, 35799 Merenberg E-Mail: adam@willowcreek.de

Büro Schweiz Theaterstraße 27, 8400 Winterthur Telefon 0041(0)43. 92801919 info@willowcreek.ch • willowcreek.ch Spendenkonto: Berner Kantonalbank Postcheck-Konto 30 106 9 Konto 423.791.769.66

Jesus sagt: „Ich bin gekommen, dass sie das Leben im Überfluss haben.“ Durch die Arbeit von Campus für Christus hab ich das begriffen. Und es mir genommen. Dieses Leben. Karin Krug Die ganze Geschichte lesen Sie unter www.Campus-D.de/leben

Die Arbeit von Campus für Christus wird durch Spenden finanziert. Bitte unterstützen Sie uns unter dem Kennwort: „LEBEN“. IBAN: DE30 5139 0000 0050 1688 08; BIC: VBMHDE5F

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HERAUSGEBER Willow Creek Deutschland e. V.

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REDAKTION Gotthard Westhoff (Leitung), Jörg Podworny, Ulrich Eggers, Karl-Heinz Zimmer Wingert 18, 35396 Gießen Tel  0641.98437-12 • Fax 0641.98437-10 Mail westhoffg@willowcreek.de

GESTALTUNG gobasil GmbH • www.gobasil.com CoverFotografie Thorsten Indra • thorstenindra.de DRUCK westermann druck GmbH Georg-Westermann-Allee 66 D-38104 Braunschweig WILLOW-PARTNER Für Mitglieder im Willow-Netzwerk ist der Bezug des Magazins in der Mitgliedsgebühr enthalten. Adressänderung Bitte direkt an Willow Creek D/CH Adressen siehe oben


TERMINE

Leiten aus der Stille

Tageskonferenz · 14. Juni 2014, 9 – 17 Uhr, Winterthur/CH Menschen mit Leitungsaufgaben neigen dazu, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Sie wollen etwas bewegen. Auch in der Gemeinde. Zugleich spüren sie: Wenn die Arbeit nicht aus der Stille und dem Gebet geboren ist, läuft man Gefahr, nur noch geschäftig zu sein – ohne auf Gottes Führung und Kraft zu vertrauen. Wie diese Balance im Alltag aussehen kann, zeigt die Tageskonferenz auf. Sprecher: Wolfgang Bittner und Hanspeter Wolfsberger Preise:

Anmeldung bis 30. April 2014 CHF 85,– ermäßigt* CHF 100,– regulär

Anmeldung ab 1. Mai 2014 CHF 100,– ermäßigt* CHF 120,– regulär

* ermäßigt für Willow-Partner

Infos & Anmeldung: www.willowcreek.ch

Lernen Sie Willow Creek in Chicago Kennen

Reise zum Leadership-Summit: 9. – 17. August 2014 Willow Creek Deutschland/Schweiz bietet vom 9. – 17. August wieder eine Reise zum Leadership Summit in der Willow-Gemeinde in Chicago an. Auf der jährlich stattfindenden Konferenz vermitteln hochkarätige Sprecher aus Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft auf eindrucksvolle Weise ihr Wissen. Der Summit zählt zu den herausragenden Veranstaltungen für Führungsfragen in den Bereichen Kirche und Non-Profit. Die Teilnehmer der Reisegruppe erhalten auch Einblick hinter die Kulissen der innovativen Gemeinde. Sie lernen deren leitende Mitarbeiter und Arbeitsbereiche aus nächster Nähe kennen und profitieren von Austauschrunden innerhalb der Reisegruppe. SightseeingAngebote stehen ebenfalls auf dem Programm. Die Vorträge und das Reiseprogramm werden ins Deutsche übersetzt. Die Teilnahme am Summit (14. – 15. August) ist auch ohne Reiseprogramm buchbar. Infos & Anmeldung: www.willowcreek.de

Gesunde Grenzen setzen TagesseminarE Mit Henry Cloud 3. Oktober 2014 · 10 – 17 Uhr · Gießen 4. Oktober 2014 · 10 – 17 Uhr · Puschendorf (bei Nürnberg) Besonders im christlichen Umfeld sind viele Menschen bemüht, liebevoll, hilfsbereit und selbstlos zu sein, vergessen dabei aber oft ihre eigenen Grenzen und Begrenzungen. Dies führt häufig zu Überlastung, Unzufriedenheit und Unproduktivität. Deshalb ist die Fähigkeit, klare Grenzen ziehen zu können, entscheidend für einen gesunden, erfolgreichen und ausgewogenen Lebensstil. Eine Grenze ist wie eine persönliche „Grundstücksmarkierung“. Sie kennzeichnet, wofür wir verantwortlich sind und wofür nicht. Die Grenzlinie definiert, wer wir sind und was uns ausmacht. Das hat Auswirkungen auf jeden Lebensbereich: das Mentale, Körperliche, Emotionale, Geistliche. Inhalte: • Eigene gesunde Grenzen entdecken • Umgang mit Menschen, die die Grenzen anderer nicht akzeptieren • Ein Klima von Offenheit und Ehrlichkeit in Beziehung und Dienst schaffen • Menschen helfen, im Rahmen ihrer Grenzen optimal zu leben und zu arbeiten Infos & Anmeldung: www.willowcreek.de TRAINING 35


diesmal auf dem cover: Gary Schwammlein

DER GRUND FÜR MEINEN WECHSEL AUS DER GESCHÄFTSWELT ZU WILLOW VOR 17 JAHREN: MEINE LIEBE UND LEIDENSCHAFT FÜR DIE ORTSGEMEINDE, DIE DURCH IHR WIRKEN MENSCHenLEBEN VERÄNDERN KANN. Gary (Gerhard) Schwammlein wurde 1943 in Coburg geboren. Viele Jahre war er in leitender Position beim internationalen Chemiekonzern „Monsanto“ beschäftigt. 1996 bewegte ihn eine herausfordernde Predigt von Bill Hybels dazu, seine Lebensziele zu überdenken. Die entschei­ dende Frage war: „Welches Vermächtnis möchtest du im Leben hinterlassen?“ Kurz darauf hängte Schwammlein seinen hochdotierten Job an den Nagel, stieg bei Willow Creek ein und baute die internationale Arbeit auf. Heute ist er Präsident der Willow Creek Association.

The local church is the hope of the world

WILLOW MAGAZIN 1/14  

Willow Magazin ist die Informationszeitschrift von Willow Creek D/CH, berichtet über (inter)nationale Gemeindeentwicklungsprozesse und gibt...

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