Issuu on Google+

1/13

WILLOW MAGAZIN K48991

JUGENDPLUS-KONGRESS € 10.000 FÖRDERGELD FÜR PIONIER-AKTIONEN ORANGE LEBEN FAMILIE UND GEMEINDE – GEMEINSAM UND STARK WILLOW NETZWERK WIE MAN PERSÖNLICHKEITEN FÖRDERT LEITUNGSKONGRESS 2014 IM WANDEL GOTTES WEGE FINDEN

USNDPL JUGE SS 2013 RE KONG is

ühr b

e Geb

13 .02.20 n!

ig Günst

28etzt anmelde J


GEMEINSAM TRÄUMEN ...

Ich war damals viel kleiner und hatte viele Träume. Einer dieser Träume war, einmal zur Universität zu gehen. Heute studiere ich Industrietechnik. << Verändere das Leben eines Kindes im Namen Jesu, und du beginnst, die Welt zu verändern.

www.art-factory.info

Darwin Salcedo (19), Kolumbien

WWW.COMPASSION-DE.ORG WWW.COMPASSION.CH


EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, Denken Sie manchmal mit gemischten Gefühlen an die Zukunft Ihrer Gemeinde: Wie wird‘s auf lange Sicht weitergehen? Dann kann die Lektüre dieses Magazins ein wirksames Gegenmittel sein. In den Berichten, Interviews und Porträts zeigen wir, wie die junge Generation am Ball des Glaubens und der Gemeinde bleibt – und sich vielerorts bereits vorbildlich engagiert. Oftmals sogar innovativer und dynamischer als manche etablierten Gemeindekreise. Überzeugend plädiert Kara Powell dafür, dass junge Leute in den Gemeinden endlich vom „Kindertisch“ wegkommen und als vollwertige Gemeindeglieder gesehen werden. Ein Schlüssel für die Zukunft der Gemeinde. Umgesetzt hat das z.B. die Evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen: Dass der dortige CVJM die Jugendarbeit gestaltet, ist eine Untertreibung – sie fördern Persönlichkeiten mit ihrem 3-D-Projekt . Weil sie an die jungen Menschen glauben, an ihre Begabungen, ihren wichtigen Beitrag im Leben, in der Gemeinde. Ähnliches ist Rob Mitchell widerfahren: Als Dreijähriger wird er von seiner Mutter ins Waisenhaus abgeschoben, wird dort verbittert und verroht. Dann investiert nach vielen Jahren jemand in den Jugendlichen mit Versager-Image. Das verändert sein Leben radikal! Wegen seiner eigenen Erfahrung will er darum als Sprecher beim Jugendplus-Kongress den Teilnehmern

Mut machen, sich in junge Leute zu investieren. Und: Der heutige Geschäftsmann stellt zugleich 10.000 Euro an Fördergeldern für fünf Projekte junger Christen zur Verfügung (siehe Seite 10)! Das Fördern der jungen Generation hat kürzlich sogar ein ganzer Verband offiziell zu einem Schwerpunkt erklärt: die Chrischona-Gemeinden Schweiz arbeiten mit dem ORANGE LEBEN-Ansatz mit großer Entschlossenheit darauf hin. Bill Hybels brachte es kürzlich auf den Punkt. In der VisionNight von AXIS, der Arbeit für junge Erwachsene in der Willow-Gemeinde, sagt er: Die zwanziger Jahre gehören für die jungen Erwachsenen zu „den entscheidenden ihres Lebens. Was in dieser Zeit geschieht, bestimmt oft den Kurs ihres gesamten Lebens“. Dieses Magazin ist ein Plädoyer, junge Christen ernst zu nehmen. Sie nicht nur zu pampern, sondern sie in ihren Persönlichkeiten und Begabungen zu fördern.

Ihr Gotthard Westhoff Redaktionsleitung

INHALT KONGRESSE NETZWERK RESSOURCEN TRAINING

4 7 8 10 12 14 17 22 26 28 32 34

WEG VOM KINDERTISCH!

Für eine größere Vision von Kirche

JUGENDPLUS-KONGRESSNEWS

Förderhilfen / Teilnehmer / Die AXIS-Idee

EINE SUCHE NACH HOFFNUNG UND ZUHAUSE Im Gespräch mit dem Unternehmer Rob Mitchell

OPEN-ACTIVE!

Jugendplus Förder-Wettbewerb

WIE MAN PERSÖNLICHKEITEN FÖRDERT

Das 3D-Projekt führt zu neuer Lebendigkeit in der Jugendarbeit

ORANGE LEBEN

S. 14 Die Bilderbuch-Familie gibt es nicht / S. 18 Zwei ist mehr als Eins plus Eins / S. 20 ORANGE-Tageskonferenz und Visionsabende

STUDIENREISEN 2013

ORANGE-Conference Atlanta, USA / Leadership-Summit Chicago, USA

ZWISCHENLAND – IM WANDEL GOTTES WEGE FINDEN

Ein Interview zum Leitungskongress-Thema 2014 mit Bill Hybels und Jeff Manion

PROFESSOR GRAPH: DER VISIONÄR HAT‘S SCHWER

Von bahnbrechenden Visionen und widerlegten Skeptikern

ICH BIN GANZ NORMALER GEMEINDEPFARRER!

Pfarrer Stefan Bürger über seine wachsende Kirchengemeinde in Fulda

WILLOW-SHOP

Wertvolle Impulse für Sie und Ihre Gemeinde

IMPRESSUM EDITORIAL

3


JUGENDPLUS-KONGRESS 2013

FÜR EINE GRÖSSERE VISION VON KIRCHE Der „Jugend“ ihr eigenes Spielfeld zu schaffen, gilt aktuell als der Königsweg in Gemeinden: Während die „Erwachsenen“ ihren Gottesdienst feiern, schläft die Jugend aus und trifft sich später zum Jugendgottesdienst im Gemeindekeller. Die Kirchen probieren es gleich mit zielgruppenaffinen Jugendkirchen. Für Kara Powell vom renommierten Fuller Youth Institute, und Sprecherin beim Jugendplus-Kongress 2013, klingt das gefährlich nach „Kindertisch“.

Väterlicherseits bin ich die älteste von 15 Cousinen. Es gab schon immer zu viele von uns, um bei Familienfesten an einem Tisch zu sitzen, deswegen haben sich meine Großeltern eines Tages eine clevere Lösung einfallen lassen: zwei Tische. Der erste Tisch war für die Erwachsenen. Und der zweite? Das war der Kindertisch. Der Kontrast zwischen den Tischen war krass. Die Erwachsenen aßen im Esszimmer – wir im Fernsehraum. Die Erwachsenen hatten echtes Porzellan – unser Essen lag lieblos auf Papptellern, wenn wir mal Glück hatten auch mal auf Plastiktellern. Am Erwachsenentisch gab es geistreiche Konversation – bei uns flog das Essen. Ganz zu schweigen von den glibbrigen Wackelpuddingschlachten, wenn man uns zu lange unbeaufsichtigt ließ. Eine Party – zwei Tische mit zwei extrem unterschiedliche Erfahrungen.

wenn eine Oma mit im Raum sitzt.“ Manchmal scheint es aber, als seien unsere Gemeinden ins andere Extrem abgerutscht: Weil sie der Jugend etwas bieten wollen, was sie anspricht, haben sie deren Kultur abgesondert von dem Rest der Kirche.

Guckt man heute in unsere Gemeinden, ergibt sich da ein ähnliches Bild. Da gibt es ein Worshipteam für und mit Erwachsenen und eins für die „Jugend“. Nicht selten haben die sogar ihre eigenen Gottesdienste, ihre eigene Gemeinde in der Gemeinde. Ist es für Jugendliche gut auch mal unter sich zu sein? Absolut. Um es mal mit den Worten eines Jugendleiters auszudrücken: „Keiner von den Jugendlichen möchte über Selbstbefriedigung reden,

1. „KIRCHE“ (1.KORINTHER 11-14) Das neutestamentliche Wort für Kirche ist „ekklesia“ von ek und kaleo und bedeutet „gerufen“ oder „die Herausgerufenen“. Die Kirche bloß als Gebäude oder Institution zu sehen, läuft der neutestamentlichen Beschreibung der Kirche vollkommen zuwider. Die Kirche besteht aus den Menschen, die zu ihr gehören. Meine Gemeinde zum Beispiel ist nicht bloß das große Gebäude auf der Lake Avenue. Es

4

KONGRESSE

BILDER VON KIRCHE – UND IHRE FOLGEN Welche Rolle Teenager innerhalb der Kirche spielen, hat auch mit der Art und Weise zu tun, wie wir über die Kirche in ihrer Gesamtheit denken. Einige der bekannten – sogar biblischen – Bilder, mit denen wir die Gemeinde beschreiben, setzen Jugendliche unbeabsichtigterweise zurück an den Kindertisch.


sind die Leute, die sich in dem großen Gebäude auf der Lake Avenue versammeln und dann unter der Woche als Kinder Gottes leben. Was bedeutet das für die Jugendarbeit? Wenn wir von der Kirche bloß als Gebäude denken, degradieren wir die Jugendlichen zu Gästen, die einmal pro Woche vorbeischauen. Und sie sollten am Besten nicht zu viel Unordnung machen, während sie uns besuchen. Wie wäre es mit einem eigenen Kindertisch?

3. DIE FAMILIE GOTTES (1.PETRUS 4,17) Liebevoller ist da die Metapher von der Familie Gottes – ein Bild, das uns von Natur aus anspricht. Was dabei oft verloren geht, ist die Rolle der eigenen Herkunftsfamilie. Welche Rolle spielen Teenagereltern, Stiefeltern und Pflegeeltern für die geistliche Entwicklung in diesem „Familie-Gottes“-Bildnis? Jüngste Studien belegen den enormen Einfluss, den die Eltern auf ihre Kinder haben – im Guten, im Schlechten und im Unangenehmen.

2. DER LEIB CHRISTI (1. KOR. 12,1-31, EPHESER 1,15-22) Das Bild stammt von Paulus: Wir alle funktionieren als ein Teil eines Leibes in unseren einzelnen Gemeinschaften, aber auch in der ganzen Welt. In dieser Metapher hat jeder seinen festen Platz und eine klare Funktion, die er dem Rest des Körpers zur Verfügung stellt. Natürlich möchte ich als Jugendleiterin jungen Leuten ein Gespür für ihre eigene Identität und Wichtigkeit vermitteln. Sie sollen wissen, dass sie Gaben haben, mit denen sie andere positiv beeinflussen können. Die mögliche Gefahr bei dieser Metapher ist, dass der Sinn für Beziehungen abhanden kommt und man die verschiedene „Körperteile“ auf ihre Funktion, ihren praktischen Wert reduziert. Damit geht das Bild an einem Kernbedürfnis von Heranwachsenden vorbei: dem Wunsch, angenommen zu sein und geliebt zu werden.

WARUM NICHT „FAMILIE DER FAMILIEN“? Stimmiger wäre es, von Gemeinde als einer „Familie der Familien“ zu sprechen. Das Bild fängt die geistliche Realität ein, dass alle Nachfolger von Jesus miteinander verwandt sind – als „geistliche Geschwister“. Außerdem berücksichtigt das Bild, dass wir noch in biologischen (oder adoptierten) Eltern-Kind Beziehungen stecken, die Gott in seine Schöpfung bewusst eingewoben hat. So behalten wir inmitten unserer geistlichen Familie unsere biologische. Dr. Dennis Guernsey, ein ehemaliger Kirchenhistoriker am Fuller-Seminar, schreibt dazu: „Ich schlage vor, dass die Kirche sich selbst als Familiensystem betrachtet, das sich nicht etwa aus Individuen, sondern aus Familien KONGRESSE

5


MUSS DIE JUGEND HIN UND WIEDER UNTER SICH SEIN? ABSOLUT. ABER MICH INSPIRIEREN KIRCHEN, DIE ES REALISIEREN, DASS DAS KÖNIGREICH GOTTES MEHR IST ALS GETRENNTE ERWACHSENEN UND KINDERTISCHE. Kara Powell

zusammensetzt. Sogar dort, wo die Herkunftsfamilie nicht als Ganzes Teil der Gemeinde ist, können Gemeindegruppen mit ihren intensiven, primären Beziehungen als ‚Familien’ aufgefasst werden, weil sie ähnlich einer Familie funktionieren. Die Kirche wird gemäß dieser Neudefinition zur ‚Familie der Familien’.“

stücke. Die Jugendlichen hatten die Gelegenheit, ihre Talente zu zeigen, und die Senioren gaben begeisterte „Ooohs“ und „Aaahs“ von sich und lobten die Jugendlichen überschwänglich. So bekamen sie eine Idee davon, wie der Glaube der jungen Menschen ihr kreatives Schaffen beeinflusste.

Der Begriff Familie ist in einer Zeit, in der viele Familien auseinanderdriften, nicht immer nur positiv besetzt. Ich selbst bin ein Scheidungskind und daher sensibel bei Ausdrücken, die Kinder aus Patchwork- oder Scheidungsfamilien abschrecken oder befremden könnten. Deswegen ist der mittlere Satz des Zitates so wichtig: „Gemeindegruppen mit ihren intensiven, primären Beziehungen können als ‚Familien’ aufgefasst werden, weil sie ähnlich einer Familie funktionieren.“

Vor ein paar Wochen habe ich einen Jugendleiter getroffen, dessen Gemeinde junge und ältere Leute ermutigt, mal eine gemischte Kleingruppe zu besuchen, statt immer nur den eigenen altershomogenen Hauskreis. Am besten zu zweit oder zu dritt, damit sie noch einige Leute im eigenen Alter in ihrer Kleingruppe haben. Und es gibt viele andere Gemeinden, die noch größere Sprünge in Richtung der bewussten, generationsübergreifenden Beziehungen machen. Von einer Gemeinde weiß ich, dass sie noch weiter gegangen ist und gleich den Jugendgottesdienst gestrichen hat. Dafür sind die Jugendlichen jetzt sonntags komplett integriert. Sie übernehmen den Begrüßungsdienst; sie sind zur gleichen Anzahl wie die Erwachsenen im Musikteam vertreten; sie geben Zeugnisse im Gottesdienst; sie übernehmen sogar von Zeit zu Zeit Teile der Predigt. Als der Jugendpastor diese Veränderung beschrieben hat, sagte er, dass es nicht nur die Jugendlichen verändert hat, sondern die ganze Gemeinde.

Die Definition erweitert den Begriff um all diejenigen, die die Rolle der Familienmitglieder im Gemeindekontext erfüllen – auch, wenn sie nicht biologisch miteinander verwandt sind. Eine ähnliche Theorie vertritt die Soziologin Diana Garland in dem Buch „Family Ministry“: Sie erkennt die strukturelle Definition der Herkunftsfamilie an, fordert aber auch heraus, über die funktionelle Definition von Familie nachzudenken. Sie umfasse all diejenigen, die den kindlichen Bedürfnissen nach Zugehörigkeit und Unterstützung nachkommen. Auch wenn die Bibel nirgends von „Familie der Familien“ spricht, schätzen wir diese Metapher, weil sie die Vorstellung von Gemeinde an den zentralen Aspekten biblisch ausrichtet: Sie konzentriert sich darauf, dass es die Menschen sind, die Kirche ausmachen; sie weist darauf hin, wie wichtig der Beitrag jedes Einzelnen zum Leib Christi ist; und sie hebt unsere Beziehungen untereinander hervor, die uns zu geistlichen Geschwistern machen.

Muss die Jugend hin und wieder unter sich sein? Absolut. Aber mich inspirieren Kirchen, die realisieren, dass das Königreich Gottes mehr ist als getrennte Erwachsenenund Kindertische. Denn wer weiß: Vielleicht tut eine gewisse „Kindertischatmosphäre“ unter dem Strich auch der ganzen Gemeinde gut. Kara Powell ist Autorin des Buches „Faith Sticks“, das im Frühjahr bei Gerth Medien erscheinen wird. www.fulleryouthinstitute.org

GEMEINDE OHNE KINDERTISCH

Sprecherin auf dem Jugendplus-Kongress in Wetzlar (31.5-2.6.2013)

Meine eigene Gemeinde veranstaltete kürzlich einen sechswöchigen Kurs, der Oberstufenschüler und Senioren zusammenbringen sollte. Inhaltlich ging es um Christus und seine Bedeutung für unsere Kultur. Die wohl eindrucksvollsten Momente waren die, als die Jugendlichen zeigten, wie sie ihre Kultur prägen. Ein Junge brachte seine Gitarre mit und spielte einen Song, den er selbst geschrieben hatte. Eine Jugendliche, die gerne Modedesign studieren möchte, zeigte einige ihrer selbstgemachten Kleidungs-

Fuller Youth Institute

6

KONGRESSE

O W EL L K AR A P EIM ERIN B H C E R IST SP S-

DPLU JUGEN ESS KONGR 2013


NACHRICHTEN

4Wände GmbH Werner-Heisenberg-Straße 3 86156 Augsburg Telefon: 0821/44488-30 Fax: 0821/44488-33

SPENDEN FÜR DEN JUGENDPLUS-KONGRESS

Bankverbindung Willow Creek DEUTSCHLAND • SKB Bad Homburg • Konto: 333093 • BLZ: 50092100

2.000 ANMELDUNGEN Über 2.000 Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Denominationen haben sich bereits zum Kongress angemeldet. Weitere Anmeldungen sind selbstverständlich noch möglich. Sparen kann, wer sich bis 28. Februar anmeldet: bis dahin gilt die günstige Teilnehmergebühr. Sparen können auch alle Teilnehmenden aus dem Willow-Netzwerk. Wenn Ihre Gemeinde noch nicht Teil des Netzwerks ist, sie aber von der günstigen Kongressgebühr profitieren möchten, finden Sie Infos und weitere Vorteile online: willowcreek.de/netzwerk

USND P L JUGE SS 2013 RE KONG bühr

ige Ge

bis

3 2.m2e0ld1en! 28et.0 n a t z

Günst

Info & Anmeldung: www.jugendplus-kongress.de

J

AXIS – WILLOWS NEUE GENERATION

Gemeindezentren Termine für Seminare*

www.4-waende.de

Das Planungsteam arbeitet intensiv daran, dass die Konferenz zu einer prägenden Erfahrung für viele junge Menschen wird. Die Jugendlichen sollen gestärkt und motiviert in ihre Gemeinden und Jugendarbeiten zurückkehren. Daran sind Sie durch Ihre Spende – und ihr Mitbeten beteiligt!

http://www.4-waende.de eMail: info@4-waende.de

aktuelle Seminartermine unter

In der letzten Magazin-Ausgabe baten wir Sie, liebe Leser, um finanzielle Unterstützung für den Jugendplus-Kongress. Daraufhin sind zahlreiche Spenden bei uns eingegangen. Herzlichen Dank für Ihren wichtigen Beitrag! Es war ein erster wichtiger Schritt für die Deckung der erheblichen Kosten, die mit einer solchen Großveranstaltung verbunden sind – für Hallenmiete, Technik, Werbung, Quartiere u.v.m. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa € 500.000,–. Durch Teilnehmerbeiträge, Fachausstellung und BüchertischVerkaufserlöse hoffen wir etwa € 440.000,– abdecken zu können. Die durch Spenden zu schließende Lücke: rund € 60.000,–. Wir wären sehr dankbar, wenn weitere Leser sich durch ihre Spende an der Lückenschließung beteiligen.

kirchliche Einrichtungen

• Konzeption + Planung • Realisierung

zum Festpreis

• Generalunternehmer • Ausbau bis

Schlüsselfertig

• Niedrigenergiestandard •

bundesweit

Shane Farmer war lange Jahre Leiter von AXIS – der Gruppe für junge Leute zwischen 18 und 29 in der Willow-Gemeinde. Beim Jugendplus-Kongress in Wetzlar spricht er über die Hintergründe des ganzheitlichen AXIS-Ansatzes. Ihre Überzeugung: jeder ist von Gott auf einzigartig Weise geschaffen, um sich genauso einzigartig in der Welt einzubringen. Dieser Entdeckungsprozess umfasst bei AXIS: 1. Ein Klima schaffen, in dem das Dazugehören leicht fällt 2. Gemeinsamer Worship und biblische Lehre 3. Geistliche Gemeinschaft

Mehrzweckhallen

4. Einsetzen für soziale Gerechtigkeit, praktische Nächstenliebe, authentische Glaubensvermittlung 5. Das eigene Leben immer mehr Jesus zur Verfügung stellen

Bürogebäude


EINE SUCHE NACH HOFFNUNG UND ZUHAUSE IM GESPRÄCH MIT DEM UNTERNEHMER ROB MITCHELL Ein weiterer Sprecher ist zum Jugendplus-Kongress hinzugekommen: der Unternehmer Rob Mitchell. Seine Lebensgeschichte ist ergreifend und unglaublich zugleich: Mit drei Jahren wird er von seiner Mutter in ein Waisenhaus abgeschoben. Mit 17 wird er als verbitterter und aggressiver Jugendlicher entlassen. Heute ist er Vermögensmanager bei Wells Fargo, verantwortet dort Investitionen von mehreren hundert Millionen Dollar. Außerdem ist er Multimillionär. Aber es ist nicht Geld, was ihn antreibt. Er möchte jungen Menschen, die wie er einen schwierigen Start im Leben hatten und Ablehnung erfahren haben, Hoffnung geben. Mitchell spricht regelmäßig in Schulen, Waisenhäusern und Gefängnissen über seine schmerzhaften Erfahrungen. Beim Jugendplus-Kongress wird er aus seinem Leben erzählen und aufzeigen, wie Jugendliche für andere zu Hoffnungsträgern werden können – und wie das ein Leben radikal verändern kann. Rob Mitchell hat 10.000 Euro als Fördergeld für Projekte der Jugendplus-Kongressbesucher zur Verfügung gestellt, um das sich die Teilnehmer bewerben können (s. S. 10). Im Interview stellen wir Mitchell vor:

ERZÄHLEN SIE UNS VON IHREN ERSTEN LEBENSJAHREN.

ROB MITCHELL: Als ich drei Jahre alt war, verließ mein Vater meine Mutter und mich. Er setzte sich eine Pistole an den Kopf, drückte ab und schoss sich einen Teil des Gehirns weg. Er brachte sich dabei aber nicht um. Die nächsten 26 Jahre verbrachte er geistig umnachtet im Pflegeheim. Er konnte sich zwar Essen in den Mund schieben, hatte aber vergessen, wie man kaut. Er konnte gehen, aber nicht reden. Er war in der Lage sich anzuziehen, wusste aber nicht, wann und wohin man zur Toilette geht. Hinzu kam, dass meine Mutter große emotionale und psychische Probleme hatte. Drei Monate nach dem misslungenen Selbstmordversuch meines Vaters schleppte sie mich von Chicago in einen Vorort zu einem eigenartigen Bau. Ich weinte, aber sie sagte nur, ich solle still sein und mit einem fremden Jungen in einer Ecke mit Bauklötzen spielen. Ich griff nach einem Bauklotz, aber der Junge klaute ihn mir einfach. 8

KONGRESSE

s im Waisenhaus ngen-Schlafraum -Ju ine Kle s de Jahre er Zwölf Bewohn b Mitchell ist vier biss zusammen . Ro Im em ein i be n sit ze zu sehen. alt und ganz links

Ich griff nach einem anderen Klotz, aber auch den klaute er. Hilfesuchend blickte ich nach meiner Mutter. Aber die war fort, hatte mich ohne ein Wort der Erklärung verlassen. Eine fremde Frau sagte: Sie ist nach Chicago zurückgefahren. Wenn es ihr besser geht, wird sie dich holen. Ich erinnere mich, dass ich, tapsig, wie Dreijährige nun mal sind, aufgestanden bin und „NEIN“ geschrien habe. Die Frau sagte: „Hör auf zu heulen oder ich versohle dir den Hintern!“ Ich war völlig verängstigt und konnte nicht aufhören zu weinen. Da packte sie mich und schlug mich so lange, bis der Schmerz ihrer Schläge größer war als der, verlassen worden zu sein. WIE LANGE WAREN SIE IM WAISENHAUS? Bis ich 17 Jahre alt war. Dann wurde ich entlassen, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Ich war voller Zorn. Jugendliche wie ich, die eine dramatische Kindheit hinter sich haben, hatten nie gelernt, Probleme zu lösen. Uns wurde nicht beigebracht, wie man sein Geld zusammenhält. Viele Jugendliche lebten einfach in den Tag hinein. Manchmal waren sie im Gefängnis, bevor sie 21 wurden. Oder tot. Einfach weil sie nie mit ihrer Kindheit klarkamen. WIE WAR DER ALLTAG IN DEN 60ER JAHREN IM WAISENHAUS? Es gab strenge Regeln und große Einsamkeit. Um sieben Uhr läutete die Glocke. Es begann das Rennen in den Waschraum, 60 Kinder drängelten sich dort. Dann zogen wir uns an und stellten uns auf, um zum Frühstück anzutreten. Mittagessen gab es um zwölf Uhr, Abendessen um 17:30 Uhr. Zwischendrin war die Küche abgesperrt. Nicht aus bösem Willen, es gab einfach kein Geld für weiteres Personal, das nachmittags nach dem Rechten sehen konnte. Wenn man hungrig war, ging man in den Waschraum und trank Leitungswasser. Zum Alltag gehörte auch die große Einsamkeit. Wir glaubten, dass unser Leben so schlecht ist, weil wir schlecht sind und es verdienen, so behandelt zu werden. Insgeheim beteten und hofften wir, dass uns irgendjemand rettet. Aber diese Hoffnung wurde viele, viele Male zerstört.


regelmäßig zu spenden. Am Anfang war es für mich nicht leicht, mit Geld richtig umzugehen. Das waren echte Kämpfe. Eigentlich musste ich in allen Lebensbereichen kämpfen, um zu dem zu werden, wozu Gott mich berufen hat.

WIE HABEN SIE ZU CHRISTUS GEFUNDEN? Ich wurde eingeladen, als Rettungsschwimmer auf einer christlichen Freizeit mitzumachen. Ich dachte: Die müssen verrückt sein, einen Kerl wie mich für diesen Job auszusuchen! Die Freizeitmitarbeiter strahlten alle Freude, Frieden und Liebe aus. Ich versuchte das zu relativieren, indem ich mir sagte: Sie haben eben nicht so eine Kindheit gehabt wie ich, da ist so eine positive Ausstrahlung leicht. Aber sie haben mir immer wieder den Glauben nahegebracht. Irgendwann war ich bereit, das Thema an mich heranzulassen. Ich ließ die Frage zu: Habe ich vielleicht etwas versäumt, weil das Bild eines liebenden himmlischen Vaters nicht zu meiner Lebenswirklichkeit passt? SIE WOLLTEN ALSO KEINE WEITERE NEGATIVE ERFAHRUNG MIT EINEM „VATER“ MACHEN? Genau. So geht es vielen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Ich spreche oft in Jugendstrafanstalten und Jugendheimen. Kürzlich war ich im Jugendgefängnis von Santa Barbara. 75 Jungs sind dort inhaftiert. Der Direktor sagte, man könne sie nicht gemeinsam in einem Raum lassen, ohne dass sie anfangen, sich zu prügeln. Zweieinhalb Stunden war ich schließlich mit ihnen zusammen. Als ich sie fragte: „Wer von euch möchte gerne sein wie sein leiblicher Vater?“, da meldete sich niemand. Das ist typisch. Im September 1971 betete ich im Waisenhaus schließlich ein ungewöhnliches Gebet. Ich sagte: „Jesus, wenn es dich gibt und du in meinen Alptraum kommst, mich veränderst und mir meine Sünden vergibst, dann gehöre ich dir. Wenn nicht, bist du ein Betrüger.“ Nicht unbedingt das typische Gebet eines Sünders. Danach hörte ich keine Engel singen und ich rollte nicht in geistlicher Ekstase auf dem Boden. Aber in dem Augenblick wusste ich mit absoluter Sicherheit, dass der Gott des Universums aus dem Himmel herabkam und das Herz eines zornigen, verbitterten Jugendlichen in einem Waisenhaus berührt hatte. Von da an begann er, mein Leben Stück für Stück zu verändern.

Dazu gehörte auch, den Menschen zu vergeben, dich mich verletzt haben. Das habe ich durch Bücher von Corrie ten Boom (die niederländische Christin gründete während der nationalsozialistischen Besetzung der Niederlande eine Untergrundorganisation, mit deren Hilfe zahlreiche Juden vor dem Holocaust gerettet wurden) gelernt. Ich erinnere mich noch, wie ich mitten in diesem Kampf sagte: „Moment mal Gott! Meine Großmutter, der ich vergeben soll, ist tot, mein Vater ist hirntot, meine Mutter ist entweder in der Psychiatrie oder als Obdachlose gestorben. Welchen Unterschied macht es also, ob ich ihnen vergebe oder nicht? Sie werden es doch sowieso nie erfahren!“ UND WAS HAT GOTT IHNEN GEANTWORTET? Gott kann manchmal ziemlich unnachgiebig sein. Ich kam innerlich nicht zur Ruhe. Als ich schließlich all den Menschen vergeben hatte – was sehr schmerzhaft und schwierig war – wurde mir plötzlich klar, dass das nicht meine Peiniger befreite, sondern mich! Ich wurde dadurch frei, zu dem Mann zu werden, den Gott sich vorgestellt hatte. Erst danach konnte ich die Möglichkeiten voll ausschöpfen, die er mir bot. Rob Mitchell ist Finanzberater und Sprecher beim Jugendplus-Kongress in Wetzlar (31. Mai bis 2. Juni 2013) Portrait: Jered Haag

OPEN KONGRESS SPECIAL Ein Gratis-Exemplar der Biografie von Rob Mitchell „Allein weinst du wütender“, die soeben im SCM-Hänssler-Verlag erschienen ist, erhält jeder Jugendplus-Kongressteilnehmer in seinen Teilnehmerunterlagen.

SPULEN WIR VOR: HEUTE SIND SIE ERFOLGREICHER GESCHÄFTSMANN, ALS EINER DER BESTEN FINANZBERATER AMERIKAS AUSGEZEICHNET – UND, SAGEN WIR: FINANZIELL UNABHÄNGIG. Ja, als Multimillionär ist man das wohl. Aber Geld ist für mich nicht das Wichtigste. Meine Frau und ich haben uns vor Jahren schon entschlossen, 20% unseres Einkommens KONGRESSE

9


! n e b r e w e b & Aktiv werden

JUGENDPLUS-KONGRESS FÖRDERT NEUE PROJEKTE – 10.000 EURO PREISGELDER CHRISTLICHER UNTERNEHMER FÖRDERT VIELVERSPRECHENDE INITIATIVEN JUNGER CHRISTEN Ihr seid beim Jugenplus-Kongress 2013 dabei und habt ein laufendes Projekt oder eine neue Idee mit der ihr in eurem Umfeld aktiv etwas Gutes tun wollt? Dann seid ihr richtig beim „OPEN active!“-Förder-Wettbewerb! Fünf Projekte werden dabei mit je € 2.000 Euro unterstützt. Möglich ist die Aktion durch eine Spende des christlichen Unternehmers Rob Mitchell, dessen bewegendes Leben ein Beispiel ist für Veränderung auch in ausweglosen Lebenssituationen (s. Artikel auf Seite 8). Er möchte junge Christen in Deutschland in ihrem Engagement für ihre Nächsten bestärken und fördern. Gemeinsam mit dem SCM Hänssler-Verlag und dem Netzwerk „Jumpers – Jugend mit Perspektive“ startet Willow deshalb den Förder-Wettbewerb „OPEN active!“. Sie will jungen Christen Mut machen, sich stärker für Menschen in ihrer Umgebung zu öffnen und christlich-soziale Projekte anzupacken. Diese Projekte sollen in einer oft egoistisch geprägten Welt beispielhaft Nächstenliebe zeigen; sollen demonstrieren, wie Menschen, die von Gott verändert sind, selbst zur Veränderung beitragen und Licht in die Dunkelkammern der Gesellschaft bringen. Vielleicht könnt ihr in einer Schule in eurer Gegend Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung anbieten. Vielleicht besucht und beschenkt ihr schwerkranke Kinder in einem (Kinder-)Krankenhaus. Vielleicht startet ihr ein Projekt, das Familien berät, die sich verschuldet haben. Oder ihr dreht ein Handy-Video, damit die Kids in eurem Stadtteil die beste Botschaft der Welt direkt aufs Handy bekommen. Macht einen Unterschied! Oder noch besser: Seid selbst dieser Unterschied. Lebt Gottes heilende Liebe mitten in einer verwundeten Welt!

GELD UND BEGLEITUNG Wenn ihr euch für den Jugendplus-Kongress angemeldet habt, könnt ihr ab sofort bis 30. Juni 2013 eure Projekte 10

KONGRESSE

und Ideen auf der Kongress-Webseite einreichen: www. jugendplus-kongress.de. Eine Jury sichtet alle eingegangenen Projekte und wählt die fünf aus, die besonders schlüssig und vielversprechend sind. Neben der finanziellen Unterstützung erhalten die fünf Gewinner (oder Gruppen) auf Wunsch auch eine punktuelle Begleitung durch das Jumpers-Netzwerk, das euch besucht und bei der Umsetzung des Projekts hilft. Zudem wird „Jumpers Radio“ diese und weitere spannende Projektideen bei ERF Medien ab September 2013 vorstellen und ihnen so eine größere Öffentlichkeit verleihen. Wir freuen uns auf eure Ideen und sind gespannt, was Gott durch euch verändern wird! Und selbst, wenn ihr nicht zu den fünf ausgewählten Projekten gehört: Ihr zählt auf jeden Fall zu den Gewinnern! Es ist für jede Gruppe ein großer Gewinn, sich Gedanken darüber zu machen, wie man Gottes Liebe im eigenen Umfeld aktiv weitergeben, Menschen helfen und erreichen kann. Garantiert!

KRÄFTIG DURCHLÜFTEN Der Jugendplus-Kongress 2013 mit dem Motto „Yes, we are open“ stößt die Fenster eurer Jugendarbeit auf, lüftet kräftig durch und eröffnet neue Ein-, Aus- und Durchblicke – für euer persönliches Leben wie für eure Jugendarbeit. Die hochkarätigen Sprecher garantieren wertvolle Inputs, die eurem eigenen Planen, Denken und Beten neue Flügel verleihen werden. Dazu gibt’s praktische TIPPS & TOOLS: damit Aufbruch und Veränderung im eigenen Leben und der eigenen Mitarbeit gelingen kann. Thorsten Riewesell ist Gründer und Geschäftsführer des Netzwerks „Jumpers e.V.“ und gehört zum Vorbereitungskreis des Jugendplus-Kongresses 2013 www.jumpers-netz.de


WIE KÖNNT IHR EUCH BEWERBEN? Ab sofort bis 30. Juni 2013 über die Kongress-Webseite: www.willowcreek.de. Anschließend sichtet die Jury die eingereichten Projekte und berät, welche fünf besonders förderungswürdig sind.

WAS IST ZU BEACHTEN? Bitte sendet eine inhaltliche Projektbeschreibung, aus der die Jury ersehen kann, was ihr vorhabt und verändern möchtet! Auch ein Zeitplan und eine Aufstellung der Gesamtkosten sind wichtig. Sollte euer Projekt ausgewählt werden, erhaltet ihr den Betrag von € 2.000 sowie inhaltliche Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts. Durch einen Bericht am Ende des Projekts belegt ihr den sinnvollen Einsatz der Ressourcen. Das Projekt muss den inhaltlichen Gedanken von „OPEN active!“ aufgreifen: aktiv zu sein im Namen Jesu. Christen verändern vor Ort etwas und geben Gottes Liebe im Alltag weiter, setzen für ihn ein Zeichen der Hoffnung. Besonders freuen wir uns über Projekte, die keine „Eintagsfliegen“, sondern nachhaltig im Leben von Menschen verankert sind.

BEKANNTGABE DER GEWINNER Alle Gewinnerprojekte werden in der Sendung „Jumpers Radio“ am 10. September 2013 (19-21 Uhr) auf www.crosschannel.de bekanntgegeben. Bei ihrer Umsetzung werden diese Projektideen durch einen Mentor aus dem JumpersNetzwerk unterstützt.

DIE JURY Zur Jury gehören: GOTTHARD WESTHOFF Willow Creek Deutschland TORSTEN HEBEL blu:boks Berlin THORSTEN RIEWESELL Jumpers e.V. JASMIN WEISS Leitungskreis Jugendplus Kongress JUTTA KNABE SCM Hänssler

SO KÖNNT IHR VORGEHEN • Setzt euch vor Ort zusammen, betet und überlegt, wie ihr der Liebe Gottes vor Ort ein „Gesicht“ geben könnt! Welche Not prägt euren Stadtteil? Was benötigen und suchen die Menschen am meisten? Wie kann eure Gruppe, eure Gemeinde, euer Verein darauf eine Antwort geben?

• Kommt zum Jugendplus-Kongress und lasst euch von den Sprechern inspirieren und herausfordern! Gerne könnt ihr auch auf dem Kongress am Stand von „Jumpers e.V.“ vorbeikommen und mit den Mitarbeitern ins Gespräch über euer Projekt kommen.

• Was ist euer Ziel und in welchen Schritten wollt ihr es erreichen? Wie sieht euer Zeitplan aus?

• Hört am 10. September 2013 von 19 – 21 Uhr „Jumpers Radio“ auf CrossChannel.de und erfahrt, ob ihr zu den Gewinnerprojekten gehört! Nach der Sendung werden die Gewinner schriftlich informiert.

• Wer kann euch helfen, das Ziel zu erreichen? Mit welchen Partnern (Schulen, Vereinen, Gemeinden …) könnt ihr kooperieren? Wie viele Mitarbeiter sind nötig? • Wie viel Geld benötigt ihr, um das Projekt zu starten und nachhaltig zu gestalten? • Füllt auf www.willowcreek.de das Formular für die Projektbewerbung aus.

• Im WILLOW MAGAZIN und im Magazin „dranNEXT“ (BundesVerlag) berichten wir über interessante Projekte der Aktion „OPEN active!“ und welche Auswirkungen sie hatten. • Bleibt dran und werdet zu Hoffnungsträgern in eurer Umgebung!

KONGRESSE

11


WIE MAN PERSÖNLICHKEITEN FÖRDERT DAS 3D-PROJEKT: WIE EINE KONZEPTIONELLE VERÄNDERUNG DER JUGENDARBEIT ZU NEUER LEBENDIGKEIT FÜHRTE Die Evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen ist eine Gemeinde im ländlichen Siegerland, zu der fünf Ortschaften gehören, in denen vier CVJM die Jugendarbeit gestalten und eine Vielzahl an Kinder- und Jugendgruppen anbieten. Trotz dieser Vielfalt an Gruppen sind die Teilnehmerzahlen stetig zurückgegangen. Darüber hinaus haben die Jugendlichen die Gruppenstunden eher unregelmäßig besucht. Auch die Suche nach neuen Mitarbeitern für diese Gruppen oder Projekte gestaltete sich oft schwierig. Bei der Reflexion dieser Rahmenbedingungen haben wir festgestellt, dass die Teilnehmer in den klassischen Gruppen nur selten selbst an der Gestaltung beteiligt sind. Jugendliche lassen sich in den Gruppen, wie so oft in ihrem Alltag, „berieseln“. Unser Wunsch war, neue Impulse in die bestehende Jugendarbeit zu integrieren, um unseren Glauben am Puls der Zeit zu leben und diesen weiterzugeben – ohne einfach noch eine weitere (und konkurrierende) Jugendgruppen zu eröffnen. WIR ENTWICKELTEN DESHALB FOLGENDE VISION: Jugendliche lassen sich auf ein besonderes Jahr ein. In diesen Monaten können sie sich selbst aktiv ausprobieren und entwickeln. Wir wünschen uns, dass ganz unterschiedliche Jugendliche gemeinsam auf der Suche nach sich selbst, ihrem Glauben, ihren Gaben, Aufgaben und Leidenschaften sind. Wir wünschen uns ein Jahr der Verbindung, in dem Jugendliche aus unterschiedlichen Bildungsschichten, Gruppen und Orten zusammenkommen, wertgeschätzt werden und Entfaltungsspielräume bekommen. Unser Ziel: Wir möchten Persönlichkeiten, Kompetenzen und Frömmigkeit fördern und prägen, Neues zulassen, Jugendliche beteiligen und – wenn möglich – sogar Jugendliche als Mitarbeiter gewinnen. Die Konzeptinhalte haben wir aus verschiedenen Büchern, Trainingsprogrammen und Aktivgruppen entnommen und auf unsere spezielle Situation angepasst. 12

TRAINING

DAS 3-D-PROJEKT Neben der persönlichen Werbung veranstalten wir einen Schnupperabend, an dem wir das Konzept erklären, uns als Mitarbeiter vorstellen und spielerische und spaßige Begegnungspunkte setzen. Unsere Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren. Wir treffen uns alle 14 Tage für rund zwei Stunden. Die Teilnehmer melden sich verbindlich zum 3-D-Projekt an. Mit ca. 20 Teilnehmern und sechs Mitarbeitern gehen wir dann an den Start. 3D ist angesiedelt zwischen einer Jugendgruppe und einer Mitarbeiterschulung, zwischen Mitarbeiter und Teilnehmer sein, zwischen Lernen und Anwenden. 3D ist eine persönlichkeitsbildende Projekt-Jugendgruppe. Sie läuft für ein Jahr und gestaltet sich folgendermaßen: Um 19 Uhr treffen sich alle Mitarbeiter und Teilnehmer, die eine bestimmte Aufgabe für den Abend haben – alle sind vorbereitet. Dann beginnt die erste Phase. Wir starten mit einem Warm-Up-Spiel, um als Gruppe gemeinsam „anzukommen“. Danach folgt ein biblischer Impuls mit gemeinsamem Singen. Diese Phase wird sehr bald an die Teilnehmer übergeben, so dass sie selber Spielleiter und Impulsgeber sind, sich ausprobieren können und selbst von ihrem Glauben erzählen – auch wenn dieser noch in den Anfängen steckt. Nach einer kurzen Pause mit Erfrischungen starten wir in die zweite Phase, in der wir uns einem neuen Thema widmen. Zum Beispiel: „Mein Lebensweg“, „Leben ohne Plan“, „Mobbing“, „Wie erarbeite ich einen biblischen Impuls oder eine „Warm-Up-Zeit?“, „Was glaube ich eigentlich?“. Diese Themen vermitteln wir nicht in einem langen Referat, sondern in rund 25 Minuten so prägnant und lebensnah wie möglich. In der dritten Phase arbeiten die Jugendlichen weiter an ihrem nächsten Projekt, z.B. ein gemeinsames Wochenende, eine Fußball-Länderspiel-Übertragung in den Gemeinderäumen, eine Weihnachtsfeier, ein Abschlussfest, ein Missionseinsatz, ein Jugendgottesdienst oder


oder oder ... Wir beschränken uns stets auf vier bis fünf Projekte, die die Jugendlichen eigenständig erarbeiten. Nach zwei Stunden wird gemeinsam aufgeräumt. Im Anschluss findet eine Mini-Mitarbeitersitzung statt. Als Jugendleiter möchten wir keine Babysitter für Jugendliche sein, sondern sie mit einbeziehen. Deswegen geben wir recht früh die Aufgaben (Verpflegung, Aufbau/ Abbau, Spielleitung, biblischer Impuls, Moderation bzw. Planungsleitung eines Projekts) an sie ab. Wir Mitarbeiter ziehen uns immer mehr zurück und helfen nur noch, wenn es notwendig ist. Beim letzten Projekt, dem Abschlussfest, kommunizieren wir klar und deutlich, dass die Jugendlichen sich z.B. auch um den Schlüssel für das Jugendzentrum kümmern müssen, wenn dieser benötigt wird. Das gezielte Weitergeben von Verantwortung bedeutet für die Mitarbeiter, hier und da Spannungen auszuhalten, wenn mal nicht alles nach Plan verläuft. Aber das ist es wert! Denn das 3-D-Projekt ist eine unschätzbare Talentschmiede, eine wertvolle Persönlichkeitswerkstatt und ein großartiges Beteiligungslabor.

WERTVOLLE ERFAHRUNGEN Mit jeweils 20 neuen Teilnehmern und jeder Menge Leute, die nach jedem abgeschlossenen 3-D-Projekt weiter und neu mitarbeiten oder teilnehmen, stellen wir nach einigen Jahren Praxis immer wieder dankbar fest: Es funktioniert! Wir haben das große Privileg, die Teilnehmer ein Jahr lang reifen und erwachsener werden zu sehen. Die Teilnehmer wünschen sich, dass „3D“ weitergeht. Ein besonderes Highlight ist für mich jedes Mal das Abschlussgespräch, das wir mit allen Teilnehmenden führen. Jeder Teilnehmer bekommt einen Punkt mit auf den Weg, an dem er weiter arbeiten kann. Und dann überschütten wir die betreffende Person mit Lob. Denn wir sehen und erleben tatsächlich sehr viele Dinge, die sie unglaublich gut machen. Im jüngsten „3D-Jahr“ war ein Teilnehmer eine Überraschung, der sich darüber freute, dass wir ihm und der Gruppe mehr zugetraut hatten, als sie sich selbst je zugetraut hätten. Ein besonderes Feedback, auch für mich als Verantwortlichen! Großartig auch, wenn Jugendliche als Ziele formulieren, mal ein richtig guter Mitarbeiter sein zu wollen oder Andachten schreiben zu können, die theologisch fundiert und persönlich berührend sind.

LEBENSLANGES LERNEN Entscheidend für eine zielgerichtete Arbeit mit Jugendlichen ist die regelmäßige Fortbildung. Für mich persönlich gehört dazu der Besuch des Jugendplus-Kongresses. Über Jahre hinweg haben mich diese Kongresse sehr geprägt und motiviert. Sie haben meinen Glauben und meine Art, Jugendarbeit zu denken und zu gestalten, nachhaltig geprägt. Ingo Müller ist Jugendreferent im Kirchenkreis Neunkirchen www.neunkirchen.kirchenkreis-siegen.de 3D steht für Dreidimensionalität bzw. Ganzheitlichkeit: Körper, Geist und Seele; Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Geist; Aktivgruppe: In, Up und Out. www.willowcreek.de/magazin/3d

TRAINING

13


DIE BILDERBUCHFAMILIE GIBT ES NICHT DIE ORANGE-ENTWICKLER IM INTERVIEW

Die ORANGE-Bewegung hat drei Vordenker: Reggie Joiner, den „Vater“ und Kopf von ORANGE; Sue Miller, langjährige Leiterin von Promiseland (der Arbeit mit Kindern in der Willow Creek-Gemeinde); schließlich Carey Nieuwhof, Pastor aus Kanada: Er hat den ORANGEAnsatz in seiner Gemeinde erfolgreich umgesetzt und wird im März in Deutschland bei den ORANGE-Visionsabenden sowie bei der Tageskonferenz in Bettingen/CH sprechen.

UND WIE BIST DU AUF ORANGE GEKOMMEN, REGGIE? REGGIE: Als wir die North Point Community Church gründeten, stand fest: Wir wollen Menschen erreichen, die normalerweise keinen Gottesdienst besuchen. Wir nahmen uns zwei Dinge vor: Einerseits die zeitlosen Inhalte der Bibel allgemeinverständlich zu vermitteln, andererseits strategisch mit Eltern zusammenzuarbeiten, um ihre Kinder positiv zu prägen. Dabei dachten wir intensiv darüber nach, wie eine Gemeinde aussehen sollte, die Eltern dafür gewinnt, in ihre Kinder geistlich zu investieren – unabhängig von ihrem Reifegrad.

WIE WÜRDET IHR ORANGE AUF DEN PUNKT BRINGEN? REGGIE: ORANGE ist die Idee, dass Familie und Gemeinde das Beste erreichen, wenn sie zusammenarbeiten. Diese Partnerschaft ermöglicht mehr, als einer alleine erreichen könnte. CAREY: ORANGE zu denken bedeutet: Gelb steht für die Kirche – das Licht Jesu. Rot, die Farbe der Liebe, steht für die Familie. Wenn man Gelb und Rot mischt, ergib sich etwas Dynamischeres – ORANGE. Wenn wir von ORANGE reden, bedeutet das, dass wir Familien und Gemeindeleitungen ermutigen, bei der geistlichen Erziehung der Kinder zu sammenzuarbeiten, weil man dadurch mehr erreichen kann. SUE: ORANGE ist also eine Strategie, bei der Gemeindeleitende mit Eltern zusammenarbeiten, um gemeinsam ihre Kinder zu Nachfolgern Jesu zu machen.

14

TRAINING

SUE, WAS HAT DICH AN ORANGE SO ANGESPROCHEN, DASS DU DIE ARBEIT VON PROMISELAND DEUTLICH VERÄNDERT HAST? MITTLERWEILE BIST DU JA ZUR ORANGE-GRUPPE GEWECHSELT UND PAT CIMO ENTWICKELT DEN ORANGE-GEDANKEN BEI PROMISELAND WEITER. SUE: Damit kein Missverständnis entsteht: Jede Sekunde, die ich Promiseland geleitet habe, habe ich geliebt. Aber unser Ansatz musste weiterentwickelt werden. Die rund 40 Stunden, die wir pro Jahr mit den Kindern in der Gemeinde haben – die Zeit des Kinderprogramms – reicht als Strategie nicht aus. Das Kinderprogramm ist immer noch wichtig, aber durch den ORANGE-Ansatz kommen die Eltern mit ins Spiel: Sie verbringen ja über 3.000 Stunden pro Jahr mit ihren Kindern.


In dieser Zeit können sie sie auch geistlich prägen. Was könnte also passieren, wenn Eltern und Gemeindeleitung zusammenarbeiten, um auf das geistliche Leben der Kinder Einfluss zu nehmen? Wir arbeiten also jetzt gemeinsam daran, wie die Kinder das, was wir Sonntag für Sonntag in den Kindergottesdiensten verkünden, während der Woche auch leben können. Dabei bezieht ORANGE die Eltern gezielt mit ein. Die Gemeinde muss Eltern in diesem Prozess unterstützen, wo sie nur kann.

CAREY, DU HAST ORANGE IN DEINER GEMEINDE EINGEFÜHRT. HAT ES SICH GELOHNT? CAREY: Absolut. Wenn dir klar ist, dass Eltern den größten Einfluss auf ihre Kinder haben, sie aber nicht der einzige Einfluss sind, den ein Kind braucht, erweitert sich deine Perspek tive als Pastor: Zusammen mit den Leitern der Kinderarbeit zerbrichst du dir nicht nur den Kopf über die eine Stunde Kindergottesdienst am Sonntag, sondern denkst auch darüber nach, wie du den Eltern helfen kannst, mit ihrem Einfluss richtig gut umzugehen. Das verändert, was du am Sonntag machst. Wir haben festgestellt, dass sich dadurch viele Verhaltensmuster in den Familien verändern.

IST ORANGE EINFACH EIN KONZEPT, DAS MAN IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM UNTER „FAMILIENARBEIT“ KENNT? REGGIE: „Familienarbeit“ kann für vieles stehen. Für ORANGE ist entscheidend, dass Familie und Gemeinde an einen Tisch gebracht werden und man einen klaren Weg erarbeitet, wie man gemeinsam den Einfluss auf Kinder und Jugendliche vergrößert und verbessert. ES GIBT SICHER ELTERN, DIE GAR NICHT WOLLEN, DASS SICH DIE GEMEINDE IN DIE ERZIEHUNG IHRER KINDER EINMISCHT. CAREY: Klar, das kommt vor. Immerhin können wir deren Kinder dennoch etwa 40 Stunden im Jahr in der Gemeinde positiv prägen – das ist der „gelbe“ Anteil von Orange. Wirkungsvoller ist es natürlich, wenn die Familie mit an Bord ist. Gemeindeleitungen müssen sich nicht den Druck auferlegen, dass 100% der Familien aufspringen. Jesus sagte: „Der Samen fällt auf unterschiedliche Böden.“ Wir arbeiten also eng mit den Familien zusammen, die ORANGE als hilfreich einstufen; die, die Abstand halten, begleiten wir behutsam.

ERREICHT MAN KIRCHENDISTANZIERTE EBENFALLS MIT ORANGE? CAREY: Auch wenn Gott nicht für jeden wichtig ist, ihre Familie ist in der Regel allen wichtig. So können wir Brücken bauen, indem wir über Kindererziehung reden und entsprechende Angebote machen. Das ist oft ein guter Einstieg in eine Beziehung zu Jesus.

SETZT ORANGE EIN INTAKTES FAMILIENLEBEN VORAUS?

REGGIE: Genau das Gegenteil ist der Fall. Bei ORANGE gehen wir davon aus, dass es die Bilderbuch-Familie nicht gibt. Jede Familie befindet sich in einem unterschiedlichen Stadium, hat eine einzigartige Struktur, Probleme und

TRAINING

15


steht vor Herausforderungen. Das ist überall auf der Welt gleich. In den USA wird nur ein Viertel aller Babys in eine sogenannte traditionelle Familie geboren. Wir müssen also gut überlegen, wie wir das Wort „Familie“ verwenden.

WENN EINE GEMEINDE SICH AUF ORANGE EINLÄSST, WAS HEISST DAS FÜR DIE MITARBEITER IM KINDERUND TEENAGERPROGRAMM? SUE: In der Vergangenheit versuchten die Kindergottesdienstmitarbeiter am Sonntag ein Top-Programm anzubieten. Durch ORANGE investieren sie 80 % ihrer Ressourcen in den Kindergottesdienst und unterstützen mit den übrigen 20 % die Eltern, das am Sonntag Gelernte in den Alltag hineinzutragen. Als Gemeindeleitung oder Pastor trifft man sich regelmäßig mit den Verantwortlichen für den Kinder-, Teenager- und Jugendbereich. Gemeinsam denkt man darüber nach, wie man die Eltern darin unterstützt, die 20 Jahre mit ihren Kindern sinnvoll zu nutzen.

KLINGT NACH NOCH MEHR ARBEIT. WIE ZEITINTENSIV IST ORANGE LETZTLICH? CAREY: Man könnte auch fragen: Wie zeitintensiv ist die Familie? Die Antwort: Sehr zeitintensiv. Aber es lohnt sich! Wenn eine Gesamtstrategie entwickelt worden ist, ist ORANGE nicht zeitintensiver als die Arbeit vorher – man erzielt aber eine viel größere Wirkung. REGGIE: Der ORANGE-Prozess ist so konzipiert, dass er die Art, wie Gemeinden und Familien ohnehin miteinander interagieren, ganz einfach ausweitet und besser nutzt. Deshalb entsteht kaum zusätzlicher Zeitaufwand. Die Zeit

wird strategischer genutzt. Unsere Lehrinhalte sind so konzipiert, dass jede Gemeinde das übernehmen kann, was ihr Zeitbudget und ihre Kreativität zulässt.

GIBT ES EINEN UNTERSCHIED ZWISCHEN GROSSEN UND KLEINEN GEMEINDEN, DIE DEN ORANGE-ANSATZ NUTZEN WOLLEN? CAREY: Nach meiner Erfahrung nein. Ob große oder kleine Gemeinde – Eltern möchten, dass ihre Familien und ihre Kinder sich gut entwickeln. Einen Unterschied gibt es höchstens in der Umsetzung. Große Gemeinden können in der Regel in ihren Angeboten breiter aufgestellt sein. SUE: Alle Eltern wünschen sich einen guten Draht zu ihren Kindern – auch wenn diese längst aus dem Haus sind. Als Leitung einer großen oder kleinen Gemeinde können wir Eltern das Gefühl geben, dass sie dabei nicht alleine sind, indem wir ihnen helfen, ihre Kinder in jeder Entwicklungsphase richtig zu begleiten. Wir sollten alles tun, dass jeder Elternteil – ganz gleich, ob alleinerziehend, geschieden, verwitwet oder verheiratet - diese Unterstützung erhält.

WAS IST DER ERSTE SCHRITT ZUR EINFÜHRUNG VON ORANGE? REGGIE: Man muss begreifen, dass Gemeinde und Familie nicht auf gegenüberliegenden Seiten stehen und die eine Partei einflussreicher als die andere ist. Im nächsten Schritt gilt es zu erkennen, dass der Einfluss der Gemeinde umso größer wird, je besser man mit den Eltern kooperiert. Wir sind fest überzeugt: was zu Hause passiert, ist letztlich wichtiger als das, was in der Gemeinde passiert.

WAS IST EINE HÄUFIGE HÜRDE, WENN MAN DIE LEITUNG EINER GEMEINDE FÜR ORANGE GEWINNEN WILL? REGGIE: Viele meinen, ORANGE sei ein bestimmtes Modell. Tatsächlich sind es aber bestimmte Prinzipien und Werte, die zu jedem Familienarbeits-Ansatz passen. Wir setzen uns sehr dafür ein, dass diese Prinzipien in unterschiedlichen Zusammenhängen einsetzbar sind.

WAS VERÄNDERT SICH BEI EINEM HAUPTAMTLICHEN, WENN ER BEGINNT, ORANGE ZU DENKEN? REGGIE: Wer sich mit ORANGE auseinandersetzt, wird merken, dass die Familie in der Gemeinde bereits einen Lebensrhythmus hat. Er oder sie wird herausfinden müssen, wie er mit diesem Rhythmus und nicht gegen ihn arbeiten kann. Das wird die Arbeit sehr viel leichter machen, wenn sich das Team gemeinsam über die wichtigen Fragen austauscht und mit einer Strategie agiert, die sich die ORANGE-Prinzipien zu eigen macht.

Fotos, S.15 oben: Sue Miller, S.15 unten: Reggie Joiner S.16: Carey Nieuwhof

16

TRAINING


STUDIENREISEN

ORANGE-CONFERENCE 23. – 29. APRIL 2013, ATLANTA/USA Willow Creek Deutschland/Schweiz bietet auch 2013 eine Studienreise zur OrangeConference nach Atlanta an. Beim Orange-Konzept werden zwei Stärken vereint: der Einfluss der Gemeinde (gelb) mit der Liebe der Familie (rot). Dadurch entsteht eine neue Farbe: Orange – oder eine neue Qualität in der Arbeit mit Heranwachsenden. Das erprobte Konzept sieht vor, dass alle Gruppen – von der Krabbelgruppe bis zur Junge-Erwachsenen-Arbeit – enger miteinander verknüpft werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dadurch nicht nur die Gemeindearbeit erfolgreicher wird, sondern auch die Familien maßgeblich gestärkt werden. Die Konferenz vermittelt das Konzept sowie die Umsetzungsschritte – auch für kleine Gemeinden. Zum Reiseprogramm gehören • Teilnahme an der ORANGE-Konferenz • Gottesdienstbesuch in der Northpoint Community Church von Andy Stanley mit anschließender Besichtigungstour • Auswertungsrunden • Shopping- und Sightseeing in Atlanta Info & Anmeldung: www.willowcreek.de Mehr über Orange: www.whatisorange.org

LEADERSHIP-SUMMIT 3. – 11. AUGUST 2013, CHICAGO/USA Willow Creek Deutschland/Schweiz bietet 2013 wieder eine Studienreise zum Leadership Summit in der Willow-Gemeinde in South Barrington bei Chicago an. Auf der jährlich stattfindenden Konferenz vermitteln hochkarätige Sprecher aus Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft auf eindrucksvolle Weise ihr Wissen. Der Summit zählt zu den herausragenden Veranstaltungen für Führungsfragen in den Bereichen Kirche und Non-Profit. Die Teilnehmer der Reisegruppe erhalten auch Einblick hinter die Kulissen der innovativen Willow-Gemeinde. Sie lernen deren leitende Mitarbeiter kennen, können Arbeitsbereiche aus nächster Nähe erleben und profitieren von Austauschrunden der Reisegruppe. Ein Sightseeing-Programm ist ebenfalls Teil der Reise. Vorträge und Reiseprogramm mit deutscher Übersetzung. Leadership Summit (9. – 10. August) auch ohne Reiseprogramm buchbar. Info & Anmeldung: www.willowcreek.de


ORANGE LEBEN:

2 IST MEHR ALS 1 PLUS 1 Die Schweiz als Vorreiter, wie Gemeinde und Familie enger zusammenarbeiten Was schon in früheren Jahren zu beobachten war, wurde in den Gemeinden von Chrischona ab 2005 wieder zu einem Themenschwerpunkt: Viele Jugendliche, die früher regelmäßig an den Kinderprogrammen der Gemeinden teilgenommen hatten, kamen plötzlich nicht mehr zu den Veranstaltungen der Jugend oder jungen Erwachsenen. Viele von ihnen hatten sich im Kindesalter entschlossen, mit Jesus zu leben, kehrten aber irgendwann der Gemeinde und dem Glauben den Rücken. Es musste etwas unternommen werden! Beide waren hier gefragt: Gemeinde und Eltern. Natürlich arbeiten Gemeinden und Eltern oft an demselben Ziel: dass Kinder und Jugendlichen eine persönliche Beziehung zu Gott entwickeln. Allerdings stellten wir fest, dass sich die einzelnen Gemeindegruppen meist nicht mit den Eltern absprachen, und umgekehrt. Auch zwischen den Gemeindegruppen, die die Kinder und Jugendlichen im Laufe der Jahre durchwandern, wurde wenig kommuniziert. Und wir entdeckten: Das geistliche Leben, Bibellesen, Beten, gemeinsamer Austausch, gehört längst nicht in jeder christlichen Familie zum Alltag. Manche jungen Eltern hatten selbst nichts dergleichen erlebt, als sie Kinder waren – wo sollten sie es nun lernen? Während wir diese Mangelsituation an geistlichem Alltagsleben in vielen Familien beobachteten, wurde eine zweite Tatsache immer klarer: Eltern haben einen viel größeren geistlichen Einfluss auf ihre Kinder, als die Gemeinde mit all ihren Angeboten je haben kann.

GLAUBEN ZUHAUSE LEBEN In diese Überlegungen kam 2007 der von Willow Creek organisierte Impulstag „Glaube zuhause leben“ mit Mark Holmen. Er ermutigte seine Zuhörer, wieder neu Rituale einzuüben: ein Gutenachtgebet oder einen Segen am Morgen. Holmen inspirierte dazu, in Gemeinden ElternIMPULSE zu starten, um das geistliche Miteinander in den Familien zu beleben. Der Impulstag hatte Folgen: Seitdem finden halbjährliche, verbandsübergreifende Austauschtreffen statt, um sich gegenseitig zu ermutigen und über bisherige Erfahrungen zu sprechen. Es zeigten sich aber auch Grenzen: Das wertvolle Werkzeug deckt „nur“ ein Alterssegment von null bis zwölf Jahren ab und dreht sich im Wesentlichen um das Einüben von 18

TRAINING

Familienritualen. Mark Holmen machte deutlich, dass in Gemeinden im Bereich Kinder-, Teenager- und Jugendarbeit oft nur in „Abteilungen“ gedacht wird. Ein regelmäßiger Austausch untereinander findet selten statt. Daran wollte die verantwortliche Jugendkommission der Chrischona-Gemeinde Schweiz (ein freikirchlicher Verband von rund 100 Gemeinden) etwas ändern. Sie erarbeitete Entwicklungsübersichten für die Altersspanne von null bis 20plus. Die Themen lauteten: Wo steht ein Kind oder Jugendlicher in welchem Alter? Was kann man entwicklungsbedingt voraussetzen? Was ist vom Glauben her wann als Schwerpunkt zu sehen? u.v.m. Schließlich starteten fünf Gemeinden mit einem Testlauf und berichten seitdem regelmäßig, was sie bei der Glaubensentwicklung in den einzelnen Altersgruppen entdecken. Die Jugendkommission befasste sich auch mit der Frage: Wie können wir die Koordination der einzelnen Gemeindeangebote innerhalb der Gesamtjugendarbeit verbessern – unter der Woche, am Sonntag und auf Freizeiten? Daraus folgte in einer weiteren Gemeinde ein „Pilotprojekt“: Sie etablierte die Praxis, dass sich alle Leiterteams der verschiedenen Altersstufen einmal im Monat am gleichen Abend zur Vorbereitungssitzung treffen. Die Teamleiter kommen eine Stunde früher und besprechen Fragen, die die Gesamtarbeit von null bis 20plus betreffen. Der verantwortliche Jugendpastor sagt: „Es ist für mich die wichtigste Stunde im Monat. Wir sparen viel Energie. Was auf diese Weise durch die Leitung der Gesamtjugendarbeit geschehen kann, ist enorm.“

ORANGE LEBEN WEITET SICH AUS 2011 tauchte in Zusammenarbeit mit Willow Creek Schweiz das Thema ORANGE auf. Es reifte die Überzeugung, dass dieser Ansatz die noch vorhandenen Lücken schließen könnte. Natürlich ist nicht alles neu, was ORANGE LEBEN betont – es wird aber durch eine neue Brille betrachtet. Im April 2012 reisten Mitarbeiter aus drei freikirchlichen Schweizer Verbänden zur ORANGE-Konferenz nach Atlanta. Ihr Auftrag: „Findet heraus, was sich von diesem Ansatz in unserer gesellschaftlichen und gemeindlichen Situation anwenden lässt!“


Das einmütige Reise-Fazit: „Wir möchten die Herzenshaltung, Denkweise und Strategie von ORANGE zu einem unser Hauptthemen machen. Wir können so die Zusammenarbeit von Eltern und Gemeinde deutlich verbessern.“ Beide Initiativen: „Glaube zuhause leben – ElternIMPULSE“ und „Null bis 20plus“ – konnten in ein größeres Bild integriert werden. Unter dem Namen DENKT ORANGE wurde eine verbandsübergreifende Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Strategien koordiniert und Ressourcen bündelt. Dort wird abgesprochen, was die einzelnen Werke und Verbände in der Schweiz für die Umsetzung planen. Ein echter Gewinn für alle Beteiligten! Die Gemeindeverbände sind bewusst selbst dafür verantwortlich, wann, wie und wie viel von ORANGE LEBEN in ihren Reihen umgesetzt wird. DENKT ORANGE stößt auf eine breite Zustimmung. Die weitere Umsetzung wird natürlich unterschiedlich aussehen. Die Umstände sind in jeder Familie und in jeder Gemeinde anders. Wenn die Grundlage von ORANGE LEBEN aber die Herzenshaltung und Denkweise bilden, ist die konkrete Gestaltung zweitrangig. Begreifen muss man allerdings, dass man nur dann ORANGE leben kann, wenn Gelb (die Gemeinde) und Rot (die Familie) sich gemeinsam einbringen. Bei allem, was in der Gemeinde angeboten wird, muss man sich fragen: „Ist das, was wir machen, ORANGE?“ Es ist nicht mehr möglich, als Gemeinde etwas zu entscheiden und dann den Eltern zu sagen: So machen wir’s! Wenn etwas ORANGE werden soll, müssen Gelb und Rot einen Beitrag leisten können – sonst wird das Ergebnis nicht „orange“. Von Eltern kann man „orange“ zu denken nicht einfordern – man muss sie dafür gewinnen. Das ist Aufgabe der Gemeinde: deutlich zu machen, dass man mit ihnen gemeinsam mehr für ihre Kinder tun kann als einer allein.

Im Sommer 2012 wurde DENKT ORANGE in der Verbandsleitung der Chrischona Gemeinden Schweiz thematisiert. Der Leitung wurde klar: Es ist ein Top-Down Thema. In einem Verband – und später in Gemeindeleitungen – muss sorgfältig überlegt werden, wie, wann und durch wen ORANGE thematisiert wird. Der Verband traf anschließend u.a. folgende Entscheidungen: • ORANGE LEBEN soll in unseren Gemeinden ein Schwerpunkt werden. Unser Leitsatz: „Das Licht der Gemeinde und die Liebe der Eltern verbünden sich mit dem gleichen Ziel: Die nächste Generation gemeinsam geistlich zu fördern und zu begleiten.“ • ORANGE wird als eigener Bereich geführt, da er sich nicht nur auf den Bereich Kinder bezieht. • Alle Gemeindeleitungen werden informiert. Die strategischen fünf Werte von ORANGE werden deutlich gemacht. Gemeindeglieder, und damit auch Eltern, sollen im nächsten Schritt in das Denken eingeführt werden. • ORANGE wird an einem Schulungstag thematisiert. • ORANGE LEBEN erhält auf der Verbands-Webseite einen eigenen Bereich. • Gemeinden des Verbandes können auf Anfrage eine Einführung oder Beratung in das Thema erhalten. • Alles Denken muss seinen Niederschlag im Leben finden: Anfang 2013 wird für den ganzen deutschsprachigen Raum ein einheitliches Erscheinungsbild unter dem Stichwort ORANGE LEBEN geschaffen.

Hans Forrer ist Leiter der verbandsübergreifenden Arbeitsgruppe ORANGE LEBEN und des Bereichs „Kinder“ innerhalb der Chrischona Gemeinden Schweiz. Foto: Hans Forrer www.orangeleben.ch

TRAINING

19


TAGESKONFERENZ Familie & Gemeinde – gemeinsam für die nächste Generation 23. März 2013 • Bettingen bei Basel (CH) Eine beunruhigende Beobachtung lässt aufhorchen: Wa rum kehren in Gemeinden viele Heranwachsende dem Glauben den Rücken, sobald sie erwachsen sind? Der ORANGE-Ansatz versucht eine Antwort auf diese Herausforderung zu finden. Das Konzept zeigt in vielen Punkten die bisherigen Ansätze in der Arbeit mit Kindern, Teenagern und Familien aus einem neuen Blickwinkel. Es gibt Gemeinden und Familien hilfreiche Werkzeuge an die Hand, wie sie sich gemeinsam ideal ergänzen und so mehr erreichen können. Beim ORANGE-Konzept werden zwei Stärken vereint: der Einfluss der Gemeinde als Licht Jesu (gelb) mit der Liebe der Familie (rot). Dadurch entsteht eine neue Farbe: orange – oder eine neue Dynamik in der Arbeit mit Heranwachsenden. Das erprobte Konzept sieht vor, dass alle Gruppen – von der Krabbelgruppe bis zur Junge -Erwachsenen-Arbeit – auf einzigartige Weise verknüpft werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dadurch nicht nur die Gemeindearbeit erfolgreicher ist, sondern auch die Familien maßgeblich gestärkt werden. Das Tagesseminar stellt den ORANGE-Ansatz ausführlich vor. Zugleich wird aufgezeigt, wie er in den deutschsprachigen Kontext übertragen werden kann – unabhängig von Gemeindegröße oder Denomination.

TERMIN SA, 23. MÄRZ 2013, 10 –17 UHR Konferenzzentrum St. Chrischona Chrischonarain 200 • 4126 Bettingen / BS www.kpmc.ch

Programm

1

10.00 – 11.15 Uhr • Carey Nieuwhof FÜNF WERTE, DIE FAMILIE UND GEMEINDE VERÄNDERN

2 3

11.45 – 13.00 Uhr • Hans Forrer & Team ERFAHRUNGEN IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM

4

14.15 – 15.30 Uhr • Jeff Brodie FÜR MITARBEITER: ENTSCHEIDENDE FAKTOREN IN DER ARBEIT MIT FAMILIEN

5

16.00 – 16.45 Uhr • Hans Forrer, Chrischona TEAM-ZEIT: ERSTE SCHRITTE AUF DEM WEG „ORANGE“ ZU DENKEN

6

16:45 – 17:00 Uhr • Carey Nieuwhof WAS JETZT NÖTIG IST

14.15 – 15.30 Uhr • Carey Nieuwhof FÜR HAUPTAMTLICHE & GEMEINDELEITUNG: VERÄNDERUNG ERFOLGREICH HERBEIFÜHREN

PREISE ANMELDUNG BIS 28.02.13

AB 01.03.13

CHF 65,– / € 55,– regulär CHF 55,– / € 45,– ermäßigt*

CHF 80,– / € 65,– reg. CHF 65,– / € 55,– erm.*

* ermäßigt für Willow-Partner, Schüler, Studenten, Azubis, Arbeitslose u. Rentner

KIRCHE

FAMILIE

VERPFLEGUNG Getränke sind im Preis inbegriffen. Ein Mittagessen kann optional bei der Online-Anmeldung hinzugebucht werden für CHF 13,50 / € 11,– bis spätestens 8. März 2013.

Referenten JEFF BRODIE ist Pastor für den Bereich „Familie“ in der Connexus-Church sowie für die Gesamtorganisation der Gemeinde zuständig. CAREY NIEUWHOF hat seine Wurzeln in der traditionellen kanadischen Kirche. Das Orange-Konzept hat der Pastor und Autor erfolgreich in seiner Connexus-Church nahe Toronto umgesetzt. 20

TRAINING

Anmeldung Schnell und bequem online: www.willowcreek.de

PROSPEKTE Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage weitere Prospekte für Ihre Gruppe oder Gemeinde zu: DEUTSCHLAND: Tel. 0641.98430 • info@willowcreek.de SCHWEIZ: Tel. 043.9280191 • info@willowcreek.ch


VISIONSABENDE Entdecken Sie den OrangeAnsatz in Ihrer Region TERMINE MO, 18. MÄRZ 2013, 19 – 21.45 UHR Ev.-Freik. Gemeinde Berlin-Schöneberg • Jeff Brodie Apostelkirche Hamburg-Harburg • Carey Nieuwhof DI, 19. MÄRZ 2013, 19 – 21.45 UHR Ev. Luthergemeinde Zwickau • Jeff Brodie Weigle-Haus Essen • Carey Nieuwhof MI, 20. MÄRZ 2013, 19 – 21.45 UHR Freie Christengemeinde Nürnberg • Jeff Brodie Ev. Stadtmission Butzbach • Carey Nieuwhof DO, 21. MÄRZ 2013, 19 – 21.45 UHR EmK Erlöserkirche München • Jeff Brodie ICF-Karlsruhe • Carey Nieuwhof

PREIS

NDER

FÜR KI

RKINDERENZ E KONF HREN

€ 25,– Normalpreis / € 20,– ermäßigt* In der Gebühr sind Getränke und Snacks enthalten. *ermäßigt für Willow-Partner, Schüler, Studenten, Azubis, Arbeitslose u. Rentner

ANMELDUNG Schnell und bequem online: www.willowcreek.de

A BIS 12 J

Aufstehen, den Blick nach vorne richten und vorwärts gehen.

Bill Hybels (USA)

Lisa Bevere (USA)

Leo und Susanna Bigger (CH)

Matt Redman (UK)

Willow Creek Deutschland/Schweiz Connexus Church, Toronto/Kanada Fotos, von oben: Jeff Brodie, Carey Nieuwhof

Infos und Tickets unter www.icf-conferences.com


LEITUNGSKONGRESS 2014

6. – 8.FEBRUAR 2014 LEIPZIGER MESSE

ZWISCHENLAND

IM WANDEL GOTTES WEGE FINDEN JEFF, DU HAST ALS KIND EINE TRAGÖDIE ERLEBT, DIE DAS LEBEN DEINER FAMILIE VÖLLIG VERÄNDERTE.

EIN GESPRÄCH MIT BILL HYBELS UND JEFF MANION

JEFF: Mein Vater war damals Pastor. Als ich in der 7. Klasse war, kam meine Mutter bei einem Autounfall ums Leben. Plötzlich musste sich mein Vater – neben der Leitung der kleinen Gemeinde – allein um fünf Kinder im Alter von zwei Monaten bis 13 Jahren kümmern. Dann heiratete er eine 21-Jährige. Für uns Kinder war sie ein Geschenk Gottes. Aber wenn man sich als 21-Jährige direkt nach dem Studium um fünf Kinder kümmern muss, ist das eine riesige Herausforderung! Zwei Jahren später zogen wir in einen anderen Bundesstaat, weil mein Vater dort eine Pastorenstelle übernahm. Zwischen der 7. und 10. Klasse hatte sich mein Leben also durch einen Tod, eine Heirat und einen Umzug radikal verändert. Aber durch diese schmerzhaften Veränderungen hat Gott etwas in meinem Herzen wachsen lassen: Ich wurde fähig, Menschen zu leiten, die ebenfalls unerwünschte Veränderungen durchmachten; sei es der Verlust eines Ehepartners, einer Firma, eines Traumes. Durch meine Erfahrung kann ich einzelnen Menschen oder einer Gemeinde in die Augen schauen und sagen: „Gott meint es gut mit euch. Haltet durch! Vertraut ihm!“

Kaum ein Vortrag beim Leitungskongress 2012 in Stuttgart hat den Nerv so getroffen, wie „Leben zwischen Aufbruch und Ankunft“ von Jeff Manion. Viele spürten: Das ist genau unsere Situation! Viele unserer Gemeinden, Leitenden und Mitarbeitenden befinden sich in diesem Übergangsstadium, einer Zeit des Umbruchs. „Altes“ wurde verlassen oder verändert, das Neue ist aber noch nicht vollständig sichtbar. Das weckt Ungeduld, bisweilen auch Resignation. Dennoch: Gottes Verheißungen gelten. Er verliert das Ziel nicht aus den Augen, für den Einzelnen nicht, auch nicht für eine Gemeinde oder ein ganzes Land. Der Leitungskongress 2014 vom 6.-8. Februar in Leipzig greift das Thema „Zwischenland – im Wandel Gottes Wege finden“ auf. Er thematisiert Fragen über die Zukunftsfähigkeit der Kirche, zur Leitungsaufgabe in Zeiten der Ungewissheit und zum überzeugenden Vermitteln des Evangeliums in einer sich wandelnden Gesellschaft. Im Gespräch erläutern Jeff Manion und Bill Hybels, wie man bei einschneidenden persönlichen Veränderungen Gottes Wege findet.

22

KONGRESSE

DU HAST DIESEN ZUSTAND ZWISCHEN AUFBRUCH UND ANKUNFT, DAS „ZWISCHENLAND“, ALS ETWAS BESCHRIEBEN, DAS OFT EINHER GEHT MIT GROSSEN VERÄNDERUNGEN. SIE KÖNNEN PLÖTZLICH UND UNERWARTET EINTRETEN ODER LANGSAM UND SCHLEICHEND. JEFF: Die plötzliche Veränderung ist der Anruf in der Nacht: „Es gab einen Unfall”. Oder „Wir müssen dir leider kündigen“. Oder: „Die Gemeindeleitung trifft sich zu einem Misstrauensvotum“. Urplötzlich befindet man sich im Tal der Trauer, im Land der Arbeitslosen, im Zustand des Verstoßenseins. Der schleichende Prozess: Eine Firma geht Quartal für Quartal dem Aus entgegen; man sieht es kommen. Oder das Herz eines Kindes entfernt sich schrittweise von Gott. Oder eine Ehe stirbt langsam vor sich hin, weil einer innerlich schon die Koffer gepackt hat. Ob plötzlich oder schleichend – man befindet sich in einer neuen Realität und hat meistens keine Ahnung, wie man sich in der Umbruchsituation verhalten soll.


DENNOCH SIND ZEITEN DES UMBRUCHS MANCHMAL EIN FRUCHTBARER BODEN. WOFÜR?

WAS TUT MAN GEGEN EINEN BODEN, DER SO FRUCHTBAR FÜR BESCHWERDE IST?

JEFF: Das Konzept vom „Zwischenland“ stammt aus der Bibel. Gott begegnet Mose im brennenden Busch. Er sagt: „Ich bin gekommen, um dich aus Ägypten zu führen in ein schönes, weites Land. Ein Land, in dem Milch und Honig fließen.“ Die Zeit aber, die Mose in der Wüste verbringen wird, erwähnt Gott mit keinem Wort.

JEFF: Die Beschwerde kommt von alleine. Sie zieht bei dir ein und packt ihre Koffer aus. Es braucht viel Disziplin der eigenen Seele, diesen ungebetenen Gast vor die Tür zu setzen. In den Umbruchsituationen unseres Lebens und der Gemeindearbeit versucht sie ständig, uns in Richtung Unzufriedenheit und Bitterkeit zu ziehen. Aber Gott flüstert: „Vertrau mir!“ Ob wir zuversichtlich oder verbittert werden, hängt mit der Entscheidung unseres Herzens zusammen. Ich begegne häufig Hauptamtlichen, die ihren Dienst schon lange gekündigt haben. Sie haben bisher nur versäumt, es ihrem Leitungsgremium mitzuteilen. Ihre Haltung: „Ihr bekommt nur noch meinen Körper, aber nicht mehr meine Seele und mein Herz!“

IMMERHIN 40 JAHRE. JEFF: Weil Gott das Volk disziplinieren musste. Die Zeit hätte auch kürzer ausfallen können. Trotzdem war es eine Zeit, in der er Israel geformt hat: Sie sollten die Stiftshütte bauen, haben die Zehn Gebote und das Gesetz erhalten. Das war wichtig. Aber die Wüste Sinai ist ein schrecklicher Ort. Sie müssen eine zeitlang ohne Wasser und Nahrung auskommen. Ich habe mich gefragt: Warum bringt die Wüste in uns manchmal das Schlechteste und manchmal das Beste hervor? In 4. Mose 11 beschweren sich die Israeliten über das Manna. Wenn meine Berechnungen stimmen, haben sie dieses Zeug zwei Jahre lang gegessen. Es kommt ihnen aus den Ohren raus. Also begannen sie zu meckern. Ich glaube, Gott hat ihnen zugeflüstert: „Vertraut mir!“ Aber durch ihr Meckern haben sie gesagt: „Nein!“ Das „Zwischenland“ kann also ein fruchtbarer Boden für Beschwerde sein. Moses erlebt schließlich einen emotionalen Kollaps und sagt nur noch: „Töte mich, Gott!“ Sein Gebet ist ein Zeichen geistlicher Reife; dadurch beginnt eine ehrliche Auseinandersetzung mit Gott.

BILL: Oft gehen wir fast automatisch von der Enttäuschung zur Beschwerde über. Wie gelingt es, den Zwischenschritt der Beschwerde zu überspringen und direkt zum Vertrauen zu gelangen? JEFF: Bei herben Enttäuschungen, wenn uns der Boden unter den Füßen weggezogen wird, gehen wir meist ohne Zurückhaltung zu Gott und sagen: „Ich bin ganz und gar auf dich angewiesen – ich kann jetzt nur noch dir vertrauen.“ Bei weniger katastrophalen Situationen leisten wir uns oft die Phase des Beschwerens, des Unzufriedenseins. Ich möchte, dass sich meine Reaktionszeit verringert, dass ich schneller vom Reiz zum richtigen Reagieren übergehe; vom Übervorteilt-werden zum Vergeben.

BILL, DU LEITEST SEIT ÜBER 35 JAHREN DIE WILLOW CREEK-GEMEINDE. GAB ES AUCH BEI DIR EINEN PUNKT, IN DEM DU ZWISCHEN AUFBRUCH UND ANKUNFT FESTGESESSEN HAST? BILL: Einen? Mir fällt ein lange Liste an Momenten ein, in denen ich mich bei Gott beschwert habe: „Warum muss ich diese Gruppe von Leuten leiten, die sind schrecklich!“ Jeder langjährige Leiter ist schon von einem Mitarbeiter hintergangen worden. Oder man führt Menschen zu Christus und später treffen sie schreckliche Entscheidungen oder verlassen die Gemeinde. Oder es fehlen für ein wichtiges Bauprojekt plötzlich die Mittel. Nötige Jüngerschaftsprogramme zünden nicht wie erhofft. Wenn man Verantwortung in einer Gemeinde übernimmt, wird wohl jedem irgendwann das Herz gebrochen oder man erlebt eine abgrundtiefe Enttäuschung. JEFF: Als ich Pastor wurde, war mir klar, dass es enttäuschende Tage geben würde. Mit enttäuschenden Jahren habe ich nicht gerechnet. Sicher geht es vielen Hauptamtlichen ähnlich: wenn z.B. der beliebte Jugendpastor eine eigene Gemeinde gründet und viele engagierte Mitarbeiter mitnimmt … BILL: …am besten noch im selben Ort. KONGRESSE

23


„Komischerweise verstehen wir Gebet meist so, dass wir zu Gott sprechen, und wir halten selten inne, um uns zu fragen, ob Gott nicht vielleicht zu uns sprechen möchte.“ Bill Hybels

WAS SAGST DU MENSCHEN, DIE SICH ZWISCHEN BAUM UND BORKE BEFINDEN – IN EINEM ZUSTAND, DER AN IHREN KRÄFTEN ZEHRT? JEFF: Ich versuche deutlich zu machen, dass sie sich in guter Gesellschaft befinden: Auch Mose sagte: „Das ist zu schwer für mich. Ich kann das nicht mehr tragen.“ Anderen ging es ähnlich: David, Elia, Jeremia. Das waren keine geistlichen Leichtgewichte, sie zählten zu den größten Leitungspersonen ihrer Zeit. Und sie sagten Gott: „Ich bin ausgebrannt, kann keinen Schritt weiter.“ BILL: Sogar Jesus ging es so. Er sagte: „Meine Seele ist zu Tode betrübt.“ Mit anderen Worten: “Das bringt mich um.“ JEFF: Diese Glaubenshelden haben ihre Gefühle gespürt – und sie ausgesprochen. David hat seine Gefühle in den Psalmen ausgedrückt. Ich frage Menschen in Wüstenzeiten: „Hast du schon Gott gegenüber ausgesprochen, wie es dir geht?“ Viele reagieren: „Gott weiß doch, wie es mir geht. Warum soll ich es ihm dann noch sagen?“ Der Punkt ist: Ich muss den Schmerz, die Erschöpfung, die Verlassenheit, den Verrat Gott so abgeben. Ihm ehrlich sagen: „Darum habe ich mich nicht beworben. Das bringt mich um.“ Anschließend heißt es, auf Gott zu warten, zu vertrauen, dass er für seine Diener sorgt, ihnen in ihrer Mattheit begegnet. BILL: In Mentoring-Treffen schlage ich den Teilnehmern vor, sich täglich zehn Minuten Zeit zu nehmen, um Erfahrungen, Eindrücke und Gefühle vor Gott zu Papier zu bringen. Oft höre ich: „Du kannst dir das vielleicht leisten, weil Willow so viele Mitarbeiter hat, die deine Arbeit erledigen! Ich habe keine Zeit dafür.“ Meine Antwort: Dann musst du neue Prioritäten setzen! Für einen wirkungsvollen Dienst ist es unerlässlich, dass du deinem Innenleben eine Stimme gibst. Dieser Verarbeitungsprozess ist durch nichts zu ersetzen. IM „ZWISCHENLAND“ GIBT ES KEINEN AUTOMATISMUS. MAN WIRD NICHT ZWANGSLÄUFIG REIFER, ODER? JEFF: Ja, das „Zwischenland“ kann zu geistlichem Leben oder Tod führen. Je mehr jemand sich für Vertrauen entscheidet und sagt: „Gott, ich hasse diese Situation und verstehe nicht, warum gerade ich das erleben muss. Aber ich glaube, dass du mich dennoch liebst und sich deine guten Absichten durchsetzen werden.“ Diese Haltung wirft das

24

KONGRESSE

Meckern achtkantig vor die Tür. Das Meckern will ins Gästezimmer einziehen, muss aber feststellen, dass längst das Vertrauen eingezogen ist. Vertrauen und Meckern können nicht zusammenleben. Einer setzt immer den anderen vor die Tür. BILL, WAS HAST DU IN PHASEN DER UNKLARHEIT GELERNT? BILL: Gerade am Anfang meines Dienstes bin ich in solchen Momenten oft hyperaktiv geworden, habe zu viel Zeit damit verbracht, nach einem Ausweg zu suchen. Wenn ich heute in eine ähnliche Situation komme, sage ich mir: „Das ist jetzt das 15. Mal. Und die 14 Mal vorher hat Gott mein Leben und die Gemeinde auch zusammengehalten. Er sitzt auch jetzt auf dem Thron.“ JEFF: Im 1. Jakobusbrief heißt es: „Wenn in schwierigen Situationen euer Glaube geprüft wird, dann freut euch darüber.“ Das heißt: „Entscheide dich für die Freude.“ Neutralität ist keine Option. ENTSCHEIDEND IST ALSO, DEN WERT DES „ZWISCHENLANDS“ ZU ENTDECKEN. JEFF: Gott lässt genau dort etwas wachsen, weil es nur dort wachsen kann. Der Raum zwischen Ägypten und dem verheißenen Land war für die Israeliten enorm wichtig. Sie haben Ägypten ja nicht als gut organisierte Gruppe von Nachfolgern Gottes verlassen. Sie waren ein widerspenstiger Mob, durch Generationen ägyptischen Götzendienstes indoktriniert. Die waren überhaupt nicht in der Lage, das Gelobte Land einzunehmen und dort Jehova zu verkörpern. Die Wüste war für sie ein Ort der radikalen Glaubensveränderung. Ich frage mich in solchen Momenten: „Was möchte Gott in mir entwickeln oder was möchte er vielleicht sogar retten?“ Nehmen wir einen Chef, der einen Mitarbeiter mit viel Potential hat. Aber dieser ist oft unpünktlich, ungewissenhaft oder behandelt Kunden nicht mit dem nötigen Respekt. Natürlich wird der Chef mit diesem Angestellten etwas härter umgehen, wird Vier-Augen-Gespräche führen und


sagen: „Du hast hier eine Zukunft, aber das muss aufhören!“ Diese Autorität, die wir einem Chef zugestehen, sollten wir auch Gott zugestehen. GOTT IST ALSO NICHT NUR FIXIERT AUF DAS HIER UND JETZT. JEFF: Egal wie eine Situation ausgeht: Gott erzählt mit jedem Leben eine gute Geschichte, auch wenn darin Schmerzvolles enthalten ist. Es bleibt eine gute Geschichte.

Die Fragen stellte Jim Mellado, Leiter der Willow Creek Association. Bill Hybels ist seit mehr 37 Jahren Pastor der Willow Creek Community Church in der Nähe von Chicago, eine der einflussreichsten Gemeinden unserer Zeit. Darüber hinaus fördert er weltweit die Entwicklung von Menschen mit Leitungsaufgaben, damit sie durch ihre Gemeinde ihr Umfeld verändern. www.willowcreek.org Jeff Manion ist seit 25 Jahren Pastor der Ada Bible Church, einer Gemeinde in Michigan. Manions Stärke ist seine seelsorgerliche Art zu predigen. www.adabible.org S. 22: Marc Gilgen, www.pictureth.is S. 25: Michael Thiem / pixelio.de

LEITUNGSKONGRESS 2014 IN LEIPZIG Vom 6. – 8. Februar 2014 findet der nächste Leitungskongress in Leipzig statt. Damit ist Willow Creek mit dieser Veranstaltung zum ersten Mal in Ostdeutschland – eine Region, die laut einer Studie der Universität Chicago zu den atheistischsten Landstrichen weltweit zählt. 2008 bezeichneten sich dort 59,4 Prozent der Befragten als Atheisten. Auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik waren es nur 9,2 Prozent. Ein Faktor, der nicht nur Auswirkungen auf die Arbeit der dortigen Kirchen und Gemeinden hat, sondern auch den Kongress berühren wird. Bisher ist die Arbeit von Willow Creek in den neuen Bundesländern noch nicht in dem Ausmaß bekannt, wie in den alten Bundesländern. „Wir freuen uns sehr, dass führende Leitungspersonen aus Landes- und Freikirchen sowie der Gemeinschaftsbewegen Willow Creek offiziell eingeladen haben, den Leitungskongress 2014 in Leipzig stattfinden zu lassen“, so der Geschäftsführer von Willow Creek Deutschland/Schweiz, Karl-Heinz Zimmer. Die Entscheidung für Leipzig ist aber auch eine Herausforderung: „Einerseits spüren wir den Auftrag, auch dorthin zu gehen, wo Willow noch nicht so oft vertreten war. Andererseits ist es eine enorme wirtschaftliche Herausforderung, weil die Arbeit von Willow Creek in Deutschland und der Schweiz maßgeblich davon lebt, dass ein Kongress die nötigen finanziellen Mittel erbringt, um die Veranstaltung zu finanzieren und darüber hinaus viele weitere Projekte sowie die Gesamtarbeit zu tragen“, so Zimmer. Zahlreiche hochkarätige Sprecher aus Deutschland, den USA, England und der Schweiz konnten wieder für den Leitungskongress gewonnen werden. Alle Informationen rund um den Kongress sowie die Online-Anmeldung stehen auf der Webseite bereit: www.willowcreek.de/leitungskongress

6. – 8. FEBRUAR 2014 LEIPZIGER MESSE + TAGESKONFERENZ UND INNOVATIONSFORUM

Bestellen Sie jetzt den Leitungskongress-Prospekt: info@willowcreek.de · Telefon 0641.98437-0 KONGRESSE

25


DER

26

PROFESSOR GRAPH

VIS


IONÄR

HAT ‘ S SCHWER

„Ein Bild der Zukunft, das Begeisterung und Leidenschaft auslöst“, schreibt Bill Hybels zur Bedeutung des Begriffs „Vision“ in einem seiner Bücher. Im besten Fall springt der Funke also über und eine Vision vereint und motiviert Menschen für ein gemeinsames Ziel. Begeisterung ist natürlich nicht die einzige Reaktion von Zeitgenossen auf visionäres Gedankengut und große Ideen. Dem Visionär begegnen wohl weitaus häufiger Skepsis, Zweifel und Misstrauen. Und das kommt nicht von ungefähr. Noch in den neunziger Jahren erklärte der deutsche Duden „Vision“ mit „Gesichts- oder Sinnestäuschung“ oder „optischer Halluzination“ – kurz: Hirngespinste. Die Bedeutung des Begriffs hat sich im Laufe der Jahre grundlegend verändert. Visionäres Denken und Handeln wird in vielen Kreisen unserer Gesellschaft und Kirchengemeinden sogar gefordert. Werden somit auch die Zweifel weniger, wird die Skepsis kleiner? Nicht jede Vision wird 1:1 Realität und wer mit seinem Bild der Zukunft Begeisterung auslösen möchte, wird immer Gegenwind bekommen. Ermutigend für Visionäre ist jedoch – so zeigt es der Lauf der Geschichte – dass auch die größten Skeptiker selten das letzte Wort haben...

„(...) dass die Vereinigten Staaten in höchstens 20 Jahren kein Öl mehr haben werden, steht fest.“

„Wir mögen den Sound nicht und außerdem ist Gitarrenmusik sowieso am aussterben.“

Anton Zischka in „Ölkrieg“, 1939

Decca Recording Co.‘ begründet die Zurückweisung der Beatles, 1962

„Das Telefon hat zu viele ernsthaft zu bedenkende Mängel für ein Kommunikationsmittel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert für uns.“ Western Union, Interne Kurzinformation, 1876

„Es werden höchstens 5.000 Fahrzeuge gebaut werden. Denn es gibt nicht mehr Chauffeure, um sie zu steuern.“ Gottlieb Daimler

„Pasteurs Theorie von Bazillen ist lächerliche Fiktion“. Pierre Pachet, Professor der Physiologie in Toulouse, 1872

„Wer zur Hölle will Schauspieler reden hören?“. Warner Brothers‘ über Tonfilme, 1927.

„Schwerer als Luft? Flugmaschinen sind unmöglich.“. Lord Kelvin, Präsident der Royal Society, 1895.

„Das Internet wird kein Massenmedium – weil es in seiner Seele keines ist.“ Matthias Horx, Die Welt, 24. März 2001

„Ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer.“ Thomas Watson, Vorsitzender von IBM, 1943

PROFESSOR GRAPH 27


„ICH BIN GANZ NORMALER GEMEINDEPFARRER!“ PFARRER STEFAN BÜRGER ÜBER SEINE WACHSENDE KIRCHENGEMEINDE IN FULDA

RTL, Sat.1 und HR-Fernsehen haben schon berichtet; regionale Zeitungen in ganz Hessen von besonderen Gottesdiensten und dem Erweiterungsbau geschrieben. Gegenstand des Interesses: die evangelische „Kreuzkirche“ in Fulda. Was zeichnet diese Kirchengemeinde mit rund 2.300 Mitgliedern aus? Zeigt sich ein Gemeindeleben, das man landläufig unter lebendiger Gemeindearbeit erwartet: eine Fülle von Hauskreisen, Glaubensgrundkursen, volle Kirchenbänke, Engagement oder Gruppenarbeit? Keine Bange! Kein Leser sollte hier schon gedanklich aussteigen! Eine „perfekte“ Gemeinde, die unerreichbar für andere wäre, sind wir nicht. Seit 14 Jahren arbeite ich in Fulda als Pfarrer in der „Kreuzkirche“. Und zunächst muss ich feststellen, dass ich „ganz normaler“ Gemeindepfarrer bin, Basis-Gemeindearbeit tue, Geburtstagsbesuche, Amtshandlungen, Konfirmandenarbeit und natürlich Gottesdienste gestalte – nicht zu vergessen der Verwaltungsaufwand, der in einem Kleinstadtpfarramt Zeit und manchmal Nerven kostet. Feststellen lässt sich: Der Gottesdienstbesuch ist in den letzten Jahren gestiegen. Wir zählen rund 120 Ehrenamtliche: Kennzeichen, die man bei wachsenden Gemeinden beobachten kann. Wilfried Härle1 hat untersucht, dass bei „Wachstumsgemeinden“ andere Gottesdienstformen, Profilbildung, Beteiligungskirche, sowie äußerlich zuzugsbedingtes Wachstum und ansprechende Gebäude zu beobachten sind.

„NICHT-GESETTLETER“ GOTTESDIENST In der Kreuzkirche zeigt sich das. Dabei hat uns auch die Willow-Creek-Bewegung inspiriert. Mit Gottesdiensten Menschen anzusprechen, die gottesdienstlich nicht „gesettlet“ sind, das versuchen wir in Fulda seit acht Jahren durch den „AAAnderen Gottesdienst“. Von Anfang an kam hier rund die doppelte bis dreifache Anzahl von Gottesdienstbesuchern, überwiegend im Alter von 30 bis 50

28

NETZWERK

Jahren. Durch einen Rückmeldebogen können wir ziemlich genau sagen, dass ein Großteil davon sonst selten bis nie Gottesdienste besucht. Drei „AAA“, das steht für „Ausschlafen – Aufatmen – Aufeinander zugehen“. Um 11 Uhr statt um 10, mit Band- statt Orgelmusik und einem anschließenden Mittagssnack. Die Predigten werden durch eine Computerpräsentation unterstützt. Der AAAndere Gottesdienst wird monatlich gefeiert, in der Regel am 1. Sonntag im Monat, außer in den Ferien. Begabte Mitarbeiter spielen mehrmals im Jahr ein Kurz-Theaterstück, sehr humorvoll und inhaltlich fundiert. Unsere Überzeugung ist: Man sollte die Menschen durch andere Zeiten, Musik, Kreativität und Kinderfreundlichkeit einladen. Denn wenn die Menschen nicht kommen, ist die beste Botschaft nur die Hälfte wert. Inspiriert durch den „Zweiten-Programm-Gottesdienst“, hat die Gemeinde 2012 den „normalen“ Gottesdienst probeweise verändert. Neben dem Orgelspiel finden sich jetzt auch bandbegleitete Lieder, ein paralleler Kindergottesdienst, und zwei Mal im Monat beginnt der Gottesdienst erst um 11 Uhr. Als Extra-Service für kirchlich „Unmusikalische“ erklärt ein laminiertes Gottesdienstprogramm den Besuchern verständlich Sündenbekenntnis, „Kyrie“ und „Gloria“. Kirche wird durch Ehrenamtliche lebendig. Rund 40 Mitarbeiter zählen die Teams rund um den besonderen Gottesdienst. Ich spreche Menschen regelmäßig auf ihre Gaben hin an, will sie begeistern für ihren Dienst. Am 2.


Kreuzk irche Fulda

Advent habe ich allen Mitarbeitern aus dem Gottesdienstteam gedankt. Etwa 20 der Mitarbeiter kamen dabei nach vorn – auf einem roten Teppich, der in der Kirche liegt, in der wir während des Umbaus zu Hause sind. Wie passend!

ACHTFACHE MITGLIEDERZAHL DURCH ZUZUG Die Kreuzkirche in Fulda wurde 1964 für 300 Gemeindemitglieder gebaut. Durch Zuzug zählen wir heute 2.300 Mitglieder. Geprägt hat uns ein Ausdruck von Dr. Peter Böhlemann, dem Leiter des westfälischen Pastoralkollegs: Er spricht von Kerngemeinde und „Fruchtfleischgemeinde“.2 Inspiriert von Willow und anderen, legen wir in der Gemeindeleitung den Blick auf die Menschen, die äußerlich noch distanziert zur Kirche sind, nicht zum Kern gehören. Seit Jahren bietet die Gemeinde einen Lauftreff an. Die sportliche Aktivität schafft Nähe und Gemeinschaft, wichtige Faktoren für lebendige Gemeindearbeit. Menschen können auch mitarbeiten, ohne erst ein bestimmtes Glaubensbekenntnis „herunterzubeten“. Hier haben wir den Grundsatz der „Emmaus-Bewegung“ verinnerlicht: Dazugehören („belong“) kommt in der Regel vor Glauben („believe“) und dem Leben aus dem Glauben heraus („behave“). Obendrein haben wir gelernt, dass es verschiedene Weisen gibt, Glaube, Nachfolge und Kirche zu leben. Die „Beteiligungskirche“ ist dabei ein gutes Bild: „Menschen können sich beteiligen und Verantwortung übernehmen, müssen es aber nicht“ (Reiner Knieling3).

: Konzept-Darstellu

ng Er weiterungsb

au ink l. Gartenanla

PERSÖNLICH: WILLOW-KONGRESSE SIND OASEN Mehrfach habe ich Willow-Leitungskongresse besucht; für mich Oasen der Glaubensstärkung und eine Ermutigung weiterzugehen, auch wenn ich nicht sämtliche Impulse eins zu eins übernehmen kann. Bücher von Bill Hybels, John Ortberg und Gordon McDonald haben mich inspiriert; seit Jahren höre ich als begeisterter Läufer das „Mutig-führen-Audiojournal“ per MP3-Player. Gerade im Umgang mit der wachsenden Zahl an Ehrenamtlichen, für die wir in der Kreuzkirche neue Strukturen brauchten, habe ich von Hybels viele Leitungsimpulse aufgenommen. So hat der Kirchenvorstand überlegt, wie Ehrenamtliche begleitet werden können, wenn der Pfarrer nicht mehr jedem Mitarbeiter persönlich begegnen kann. Hier geistlich und strukturell zu denken, Aufgaben zu delegieren, das ist uns auch mit Hilfe von Willow-Impulsen gelungen. Theologisch orientiere ich mich an dem Leitungsprinzip aus Epheser 4: Christen sollen auch mit Hilfe von Hauptamtlichen zu mündigen Christen werden, damit der Leib Christi aufgebaut wird.4 Dies ist umso wichtiger, als ich kein geborener „Lehrer“ bin und deswegen auch Potential von anderer Seite heranziehen muss. Meine Gaben liegen besonders im Initiieren und Begeistern. Auch seelsorgerlich habe ich gern ein Ohr für die Menschen. Je länger man aber in einer Gemeinde ist, desto intensiver werden auch die seelsorgerlichen Kontakte – und man muss darauf achten, nicht nur Zeitmanagement zu betreiben.

NETZWERK

29

ge


Konzept-Darste

llung des Kirchen

innenraums

Deswegen schätze ich unseren Gebetskreis, in dem intensiv für die Kreuzkirche und die Menschen gebetet wird, mal mit, mal ohne den Pfarrer.

„BIBELTEILEN“ IM KIRCHENVORSTAND Im Kirchenvorstand, dem Leitungsorgan der Gemeinde, lesen wir zu Beginn unserer monatlichen Treffen immer 30 Minuten in der Bibel. Entstanden ist diese Praxis aus einer Mail: In meiner Anfangszeit als Pfarrer schrieb ich an Prof. Michael Herbst und formulierte, Gemeindeleitung dürfe nicht nur Bau- und Finanzfragen bewegen, sondern müsse auch eine spirituelle Dimension haben. Er machte daraufhin den Vorschlag, mit dem „Bibelteilen“ zu beginnen; dies gehört nun seit zwölf Jahren fest an den Anfang jeder Kirchenvorstands-Sitzung, unabhängig von der personellen Zusammensetzung. Dies passt nach unserem Verständnis besser zu uns als eine „Pflicht-Andacht“. Eine wachsende Gemeinde, so hat Härle untersucht, bemüht sich auch um Profilbildung. Hier haben Dr. Peter Böhlemann und Michael Herbst in der Kreuzkirche Gutes in Bewegung gebracht. Eine zweijährige Fortbildung zum „Spirituellen Gemeindemanager“ (SGM) hat mich wohl auch vor einem Burnout bewahrt. Denn ein landeskirchliches Gemeindepfarramt umfasst derart viele Aufgaben, dass man jederzeit prüfen muss, welche „Kür“ noch möglich ist und wo wir auch mal Nein sagen müssen. Der passende geflügelte Satz dazu heißt: „Gute Idee, machen wir auch nicht!“ Ein Leitbild kann hier grenzziehend wirken. 30

NETZWERK

PROFILBILDUNG UND GEISTLICHES MANAGEMENT Im Zuge meiner betriebswirtschaftlich fundierten und geistlich ausrüstenden SGM-Fortbildung hat die Kreuzkirchengemeinde ihr Leitbild einer „Gastfreundlichen Gemeinde“ entwickelt. Zu diesem Zweck haben wir ein Zuzugsgebiet, durch das 800 neue Mitglieder zur Gemeinde kamen, genauer unter die Lupe genommen. Wir besuchten Neuzugezogene, um die Menschen anzusprechen und ihnen ein Gefühl der Zugehörigkeit zu vermitteln. Auch erste Überlegungen zum AAAnderen Gottesdienst fielen in diese Zeit; etliche Ehrenamtliche stammen mittlerweile aus diesem Stadtgebiet. Sich auf ein bestimmtes Segment der Gemeinde zu konzentrieren und eben nicht „die ganze Welt retten“ zu wollen, das ist ein Ergebnis meiner Fortbildung. Andere wichtige Aspekte sind das gezielte Zeitmanagement – „Vom Ich zum Wir“, weg von der „Pfarrherrlichkeit“ – und das regelmäßige Laufen, bis hin zum Marathon. Auch hier wurde der Grundstein bei der Fortbildung gelegt, genauer: im Blick darauf, dass man Zeiten nur für sich braucht. Etwa dreimal die Woche drehe ich jetzt meine Joggingrunde, und entwickle dabei manchmal gute Ideen. Gelegentlich mahnt mein Kirchenvorstand deswegen mit einem Augenzwinkern: „Lauf bloß nicht so viel!“ Da hilft es mir auch, dienstliche Gedanken beim Laufen abzuschütteln, indem ich Musik oder Audio-Artikel der Wochenzeitung „Die Zeit“ höre.


Fenstere

inbau

EIN GEBÄUDE, DAS MENSCHEN ANSPRICHT Ein Aspekt, den Härle bei wachsenden Gemeinden herausstellt, sind die „ausnahmslos ansprechenden Gebäude“ 5. Einige Jahre passte das bei uns nicht. Kirche und Gemeinderäume waren in die Jahre gekommen. Derzeit schafft die Gemeinde aber Abhilfe: Seit Juni 2012 bauen wir einen 200 m² großen, multifunktionalen Anbau. Ein Projekt, das zumindest im Moment einmalig in Hessen ist: Es bedeutet die Verdopplung der Gottesdienst- bzw. Gemeinderaumfläche! Das Projekt fordert uns enorm. Inhaltlich gibt es täglich neue Fragen. Die Gemeinde muss drei Viertel der Kosten von 850.000 Euro selbst aufbringen. Der Förderverein mit Mitgliedsbeiträgen, Spendenaktionen und Öffentlichkeitsarbeit fordern mich manchmal auch über meine Kräfte, denn als Pfarrer bin ich auch in der Öffentlichkeit das Gesicht dieser Gemeinde. Außerdem schließe ich im Juni eine berufsbegleitende zweijährige Ausbildung zum Fundraiser ab.6 Darum empfinde ich es als ein großes Geschenk, dass Menschen sich engagieren, spenden und „Zukunft bauen“ (so der Name für das Erweiterungsbauprojekt). Nicht selten habe ich Gott in meinem Gebetstagebuch in den Ohren gelegen, er möge doch „sein Haus bauen“. Nun geschieht es.

Aber ich freue mich enorm auf den Erweiterungsbau. Denn neben den Gemeinderäumen, die wir dann viel besser nutzen können, wird auch mehr Platz für bis zu 50 Kindergottesdienstkinder im AAAnderen Gottesdienst sein; ebenso für das anschließende Mittagessen, das bisher an Stehtischen mit rund 50 Personen etwas improvisiert wirkte. In alldem bleibt die Kreuzkirchen-Gemeinde ganz normal und unvollkommen. So wie es Reiner Knieling beschreibt: Wichtig ist, loszulassen, was derzeit aus Mangel an Zeit oder wegen fehlender Gaben unter den Mitarbeitern nicht möglich ist8, aber auch dankbar zu sein für das, was Gott bewirkt und schenkt.

Stefan Bürger ist Pfarrer der Ev. Kreuzkirche Fulda-Neuenberg www.kreuzkirche-fulda.de, stefan.buerger@ekkw.de Literatur: »Wie die Kirche wachsen kann und was sie davon abhält«, Peter Böhlemann, 1. Auflage, 2006 »Wachsen gegen den Trend. Analysen von Gemeinden, mit denen es aufwärtsgeht«, Wilfried Härle u. a., 1. Aufl., 2008 »Und sie dreht sich doch! Wie unsere Volkskirche wieder zu einer Kirche für das Volk wird«, Michael Herbst, 2001

Im Neubau der Kirche wird es auch einen Kleinkinderbereich geben. Was in Freikirchen oft gang und gäbe ist, bedeutet für Fulda eine Neuheit: Die Kreuzkirche ist die einzige Landeskirchengemeinde, die sich auf diese Weise besonders um Kinder bis zu drei Jahren kümmert, bevor sie in den Kindergottesdienst gehen können. Noch fehlen der Gemeinde 50% der Kosten für diesen Bereich. Auch das Dach muss außerplanmäßig saniert werden. Ein gutes Signal: Von dem Dach-Defizit in Höhe von 50.000 Euro sind bislang schon 31.000 Euro durch Spenden gedeckt.

BEGABTE UND „VOLLSORTIMENT“ Vor sieben Jahren hat die Gemeinde den Kurs „Mein Potential entdecken“ angeboten. Zwei Teilnehmerinnen waren kurze Zeit später bereit, für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Natürlich wäre es wünschenswert, solch einen Kurs jedes Jahr anzubieten, auch Hauskreise oder Grundkurse - allerdings nicht zu dem Preis, dass man selbst, die Ehrenamtlichen oder die eigene Familie dabei auf der Strecke bleiben. Unsere Profilbildung bedeutet allerdings auch, dass wir als volkskirchliche Gemeinde immer auch „Vollsortimenter“7 bleiben. Profilbildung bedeutet da auch Mehrarbeit.

»Plädoyer für unvollkommene Gemeinden«, Reiner Knieling Heilsame Impulse, 2008. KM-Architekten, Ahnatal

1

Härle u.a., Wachsen gegen den Trend

2

Böhlemann, Peter, 33.

3

Knielang, 14; Kursivdruck, s. dort.

4

Vgl. Herbst, 48ff.

5

Härle, 339.

6

Sehr interessant ist, wie Härle auch Finanzen und Spenden als Faktoren wachsender Gemeinde beschreibt: „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Spenden und Sponsorengelder zu sammeln, und die Einsicht kann bestätigt werden, dass ein Werben in konkreten, zukunftsweisenden Projekten immer wieder die Bereitschaft weckt, zu geben.“ (339)

7

Härle, 305.

8

Vgl. Knieling, 42f. NETZWERK

31


WILLOW SHOP BESTE

WILLO LLEN UNTER W-SH OP.DE ODER TELE

!

0641.9 FONISCH 84370

Die CD enthält: • 15-seitiges Manuskript für vier Sprecher, erstellt nach der biblischen Vorlage. Lesezeit ca. 26 Minuten. • 35 Bilder der Passionsgeschichte im JPEG-Format. • Grafiken für den Veranstaltungshinweis für Gemeindebrief, Flyer, Poster, Internet … • Hinweise für die Durchführung und den Ablauf der Andacht oder des Karfreitagsgottesdienstes.

Willow Creek Deutschland Wingert 18 35396 Gießen Tel. 0641/984370 www.willowcreek.de

© 2009 Willow Medien GmbH. Vervielfältigung nicht gestattet. Alle Rechte vorbehalten. Eine kommerzielle Nutzung ist nicht gestattet. (p) & © 2007 Willow Creek Association. Script adapted from Scripture by Stacy Brewer.

d 1

10.02.2009 12:43:32 Uhr

Willow Medien CD-ROM € 25,00

SCM R. Brockhaus 480 Seiten € 14,95

DIE PASSION IN PORTRÄTS

WER IST WER IN DER BIBEL?

Ausdrucksstarke Bilder und tiefgründige Texte dieser CD eröffnen in Passionsandachten oder dem Karfreitagsgottesdienst eine intensive Begegnung mit den Ereignissen der letzten Tage und Stunden im Leben Jesu. Vom letzten Abendmahl, dem Gebet im Garten Getsemani, dem Verrat, der Begegnung mit Pilatus, der Geißelung, bis hin zur Kreuzigung, lädt jede Szene den Betrachter ein, sich an das zu erinnern, was Jesus um der Menschen Willen auf sich genommen hat.

Dieses Nachschlagewerk bietet umfassende Informationen zu allen Personen der Bibel. Ihr Lebenslauf, ihr Charakter und ihre besonderen Eigenschaften werden prägnant und leicht verständlich zusammengefasst. Eine unerschöpfliche Fundgrube für Predigtvorbereitung, Gruppenarbeit oder das persönliche Bibelstudium – von Abraham bis Zacharias.

Neufeld Verlag 158 Seiten € 14,90

Brunnen Verlag 208 Seiten, mit 16 Seiten Bildteil € 14,99

KLEINER GLAUBE – GROSSER GOTT | N.T. WRIGHT

GOTT IM MILIEU | HANSPETER HEMPELMANN

Inmitten der täglichen Herausforderungen unseres Alltags – und erst recht, wenn es im Leben drunter und drüber geht – fühlt sich unser Glaube oft klein und schwach an. Es fällt uns schwer, Gott zu verstehen, und manchmal haben wir mehr Zweifel als Glauben. Tom Wright erinnert uns in diesem Buch daran, das es nicht auf unsere Fähigkeit ankommt, Gott zu vertrauen, sondern auf den, dem wir vertrauen. Wir brauchen keinen großen Glauben, sondern Glauben an einen großen Gott.

Gott wurde Mensch, er teilte unser „Milieu“, um mit uns zu kommunizieren. Wer heute Menschen erreichen will, sollte sich daran ein Beispiel nehmen. Unsere Gesellschaft besteht aus vielen verschiedenen Milieus, die sich in Ansichten und Wertvorstellungen stark unterscheiden. Aktuelle Sinus-Studien zeigen: Die Kirchen erreichen mit ihren Angeboten allenfalls 2-3 von 10 Milieus. Ein Buch für alle, die gemerkt haben, dass ein traditionelles, kirchliches Einheitsprogramm heute nicht mehr reicht.

Brunnen Verlag 256 Seiten € 9,99

Brunnen Verlag 256 Seiten € 17,99

CHARAKTER GEFRAGT | DR. HENRY CLOUD

JESUS | TIMOTHY KELLER

„Charisma ohne Charakter bringt Chaos” heißt es zu Recht – Stärke und Begabung allein reichen nicht aus. Dr. Henry Cloud nennt die sechs unverzichtbaren Eigenschaften für Menschen in Verantwortung und zeigt, wie man sie bei sich entwickeln und bei anderen fördern kann. Ein Buch für alle, die Integrität, Charakter, Vertrauenswürdigkeit suchen, die Menschen begleiten und fördern und die sich selbst weiter entwickeln wollen.

Was unterscheidet das Christentum von allen anderen Religionen? Wer war Jesus wirklich? Was wollte er? – wer das wissen will, muss die biblischen Evangelien lesen. In „Jesus“ stellt Tim Keller den gekreuzigten König des Markusevangeliums vor – und diesem König ging es nicht um Religion. Ein Buch für alle, die den Jesus, von dem die Evangelien berichten, kennenlernen wollen.

32

RESSOURCEN


BUCHAUSZUG

NANCY BEACH: DIE KUNST, ALS FRAU ZU LEITEN Sie gehörte zum Gründungsteam der Willow Creek Community Church und hatte über 30 Jahre lang leitende Positionen in dieser Gemeinde inne: Nancy Beach. Bei vielen Willow-Kongressen in Deutschland war sie Sprecherin, häufig wies sie auf die besondere Bedeutung der kreativen Künste für eine Gemeinde hin. In ihrem neuen Buch schildert sie nun ihre Geschichte als Leiterin – und macht Frauen Mut, ihre eigene Stimme zu finden. Ich hatte nur wenige weibliche Vorbilder für meine Leitungsaufgaben, daher war ich versucht, den Stil der Männer zu kopieren, mit denen ich eng zusammenarbeitete. Bill Hybels ist ein visionärer Leiter, der mit einer klar formulierten Vision und einem überzeugenden Kommunikationsstil die Fantasie anregt und Leidenschaft weckt. Andere Männer waren hervorragende strategische Leiter, die unseren Blick immer wieder auf das große Ganze gelenkt und langfristig geplant haben; andere waren gute Taktiker, die das „Tagesgeschäft“ der Gemeinde mit einem unglaublichen Blick für Details geleitet und vorangebracht haben. Damals hatte ich noch nicht verstanden, dass jeder Leiter anders geschaffen und ausgestattet ist und dass somit auch der Leitungsstil ganz individuell wird. Tief im Inneren war mir klar, dass ich mich sehr von meinen männlichen Kollegen unterschied – nicht weil ich eine Frau bin, sondern weil Gott mich als Persönlichkeit anders gemacht hat als meine Kollegen. Leitungsstil macht sich nicht am Geschlecht fest. Leiter müssen die Stärke entdecken, die zum tragenden Fundament ihres Leitungsdienstes wird. Diese Charaktereigenschaft oder Begabung bildet den Kern, um den herum andere Fähigkeiten und Talente aufgebaut und weiterentwickelt werden. Mein Leitungsstil würde sicher von manchen als „weiblich“ beschrieben, was in den Anfangsjahren etwas heikel war, da ich ja meinen Weg erst finden musste. Meine Stärke als Leiterin ist das Schaffen von Gemeinschaftsgefühl. Wenn ich ein Team aufbaue, dann liegt mir daran, dass die Mitglieder sich kennenlernen und herzlich, respekt- und liebevoll miteinander umgehen. Sämtliche Aspekte meines Leitungsdienstes orientieren sich an diesem großen Ziel. Als junge und erste Frau im Leitungsteam empfanden meine männlichen Kollegen meinen Leitungsstil als „hegend und pflegend“. Sie haben mich oft aufgezogen mit den „Emotions-und- Wohlfühl-Erfahrungen“, die ich für mein

Team vorbereitete. Die meisten anderen Leiter waren sehr viel mehr aufgabenorientiert, und so manches Mal fiel der dezente Hinweis, dass wir als Team doch wohl mehr erledigen könnten, wenn nicht so viel Wert auf die Gestaltung von Beziehungen gelegt würde. Aber ich wusste, dass ein anderer Stil nicht authentisch wäre. Gemeinschaft ist mein Herzensanliegen! Mit der Zeit stellte sich heraus, dass Gemeinde und Künstler von meinem individuellen Stil profitierten, der sich an meinen Instinkten und der Leidenschaft für Teamaufbau orientierte. Irgendwann erhielt ich im Leitungsteam großes Lob dafür, dass mein Team es bisher am längsten miteinander ausgehalten hatte und dass wir darüber hinaus auch noch gute Arbeit leisteten. Allen Leitern – Frauen wie Männern – möchte ich sagen: Entdecken Sie Ihren ganz individuellen Leitungsstil und leben Sie ihn mit viel Vertrauen und Leidenschaft. Die Gemeinde und unsere Welt brauchen unterschiedliche Leiter und Leiterinnen. Ich freue mich, wenn ein Mann beim Aufbau eines Teams großen Wert auf Gemeinschaft legt oder eine Frau ein besonderes Gespür für Strategie und Vision zeigt. Wenn wir uns an das halten, was Gott in uns als Einzelne hineingelegt hat, werden wir Leitungsdienst weniger als Last empfinden. Kopieren wir hingegen den Stil eines anderen, sind Frust und mangelnde Effektivität quasi vorprogrammiert, auch wenn die andere Person damit erfolgreich und wirkungsvoll ist. Es war nicht leicht, meinen Leitungsstil gegen den damals in der Gemeinde vorherrschenden Stil durchzusetzen, aber ich bin froh, dass ich nicht dem Versuch erlegen bin, eine weibliche Version von Bill Hybels zu werden. Ich musste einfach ich selbst sein.

Michelle Kim

DIE KUNST, ALS FRAU ZU LEITEN | NANCY BEACH

Brunnen-Verlag 224 Seiten € 16,99

Humorvoll und praktisch – so erzählt Nancy Beach in diesem autobiografischen Buch ihre Geschichte als Leiterin in der Willow Creek-Gemeinde. Motivierende Höhepunkte hat sie dabei genauso erlebt wie aufreibende Niederlagen. Nicht selten hat sie sich und ihre Arbeit infrage gestellt, weil sie keine weiblichen Vorbilder in leitenden Positionen hatte. Sie macht Frauen Mut, ihre eigene Stimme zu finden und ihre Gaben selbstbewusst in der Gemeinde einzusetzen. Ihre Tipps, wie man z.B. mit Konflikten umgeht oder Arbeit und Familie unter einen Hut bekommt, sind auch für diejenigen hilfreich, die sich in anderen Berufen bewähren müssen.

RESSOURCEN

33


KLEINANZEIGEN

UNTERWEGS MIT DEM REISE-WERK

JUGENDREFERENT/IN GESUCHT

AUSGEARBEITETE STUDIEN-/RUNDREISEPAKETE FÜR ERWACHSENE-CAMPS UND SELBSTVERSORGERHÄUSER FÜR JUGENDGRUPPEN

ZUM NÄCHSTMÖGLICHEN EINSTELLUNGSTERMIN IN DER EV.LUTH. KIRCHENGEMEINDE RENTWEINSDORF

Bei uns finden Sie ein breites Angebot fertig ausgearbeiteter christlicher Themenreisen für Ihre nächste Gemeindefahrt, die Jungen Erwachsenen oder den aktiven Seniorenkreis, komplett mit Busreise oder Sie organisieren die Anreise selber. Für Jugendgruppen halten wir viele tolle Camps und Selbstversorgerhäuser in Nord- und Südeuropa bereit. REISE-WERK Fritz Ludwig Otterbach & Tobias Haupt GbR Frankfurter Str. 20 • 35625 Hüttenberg • Telefon 06441. 9740452 info@reise-werk.de • www.reise-werk.de

Wir sind eine lebendige Diaspora-Kirchengemeinde. Wir wünschen uns eine Persönlichkeit mit Organisationstalent für die Arbeit vor allem mit Jugendlichen/jungen Erwachsenen, Leitung einer sonntäglichen Jugendkirche, Schulung von Mitarbeitern sowie die Arbeit mit den Konfirmanden. Alle Infos unter www.kirche-rentweindrof.de Für weitere Auskünfte stehen gerne zur Verfügung: Pfarrer Hans Körner, Telefon 09531.218 Renate Becker (Vertrauensfrau), Telefon 09531.8655

DIE FEG CUXHAVEN SUCHT

PERSÖNLICHKEITSSCHULUNG

EINEN KINDER- UND JUGENDDIAKON (M/W) – GERNE AUCH BERUFSANFÄNGER –

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG UND SOZIALKOMPETENZ AUSBILDUNG IN SEELSORGE UND BERATUNG

Wenn Sie ein Herz für junge Menschen haben und ihnen dabei helfen wollen, Jesus Christus kennen zu lernen und Freude daran haben, bewährte Angebote für Kinder, Teenager und Jugendliche weiter zu führen und neue aufzubauen, dann sollten wir uns kennenlernen.

Ein Angebot für alle, die ihre Sozialkompetenz für Familie, Ehe, Gemeinde und Beruf stärken und erweitern wollen. Die Seminare bereichern Sie, wenn Sie ermutigende Impulse für Ihren Glauben schätzen, Ihre eigenen Stärken und Ressourcen ausbauen wollen, Weiterbildung in Seelsorge und Beratung suchen.

Alle Infos unter www.feg-cuxhaven.de Pastor Holger Bungenberg Telefon 04721.5003960 holger.bungenberg@feg.de

ICL Institut Sonnenrain 6 • 79585 Steinen Telefon 07627.8885 • info@icl-institut.org • www.icl-institut.org

IMPRESSUM

FEG WUPPERTAL-ELBERFELD BIETET

HERAUSGEBER Willow Creek Deutschland/Schweiz

400€ JOB IM BEREICH KINDER- UND JUGENDARBEIT Sie verfügen über Erfahrung im Bereich der Kinder- und/oder Jugendarbeit? Sie haben Spaß daran, mit Kindern/Teens zu arbeiten und können diese begeistern? Dann sollten wir uns kennenlernen. Zu unserer Gemeinde gehören derzeit knapp 100 Mitglieder, darunter viele Familien mit Kindern oder Teenagern. Vollständige Ausschreibung unter www.feg-elberfeld.de Freie evangelische Gemeinde Wuppertal-Elberfeld Pastor Tobias Radtke • Bergstrafle 40/42, 42105 Wuppertal pastor@feg-elberfeld.de

Büro Deutschland Wingert 18, 35396 Gießen Telefon 0641.98437-0 Telefax 0641.98437-10 Info@willowcreek.de www.willowcreek.de Spendenkonto: SKB Bad Homburg Konto 333093, BLZ 500 921 00

LEHRER/INNEN UND QUEREINSTEIGER FÜR CHRISTLICHE SCHULEN GESUCHT

Büro Schweiz Theaterstraße 27 8400 Winterthur Telefon 0041(0)43. 92801919 Info@willowcreek.ch www.willowcreek.ch Spendenkonto: Berner Kantonalbank Postcheck-Konto 30 106 9 Konto 423.791.769.66

Einige der christlichen Bekenntnisschulen in Deutschland suchen für verschiedene Schulformen per sofort oder zu Beginn des nächsten Schuljahres Lehrer/innen mit Staatsexamen.

GESCHÄFTSFÜHRUNG Karl-Heinz Zimmer

WWW.WIR-SUCHEN-LEHRER.DE

Auch „Quereinsteiger“ mit Hochschulabschluss, der zur Erteilung eines Schulfaches befähigt (z. B. Biologen, Physiker, Germanisten, Sprachwissenschaftler) sind willkommen. Verband Evangelischer Bekenntnisschulen e. V. Jakobsbrunnenstr. 1, 60386 Frankfurt a.M. Telefon 069.42000319 • sekretariat@vebs-online.de

34

ANZEIGEN

REDAKTION Gotthard Westhoff (Leitung), Jörg Podworny, Ulrich Eggers, Karl-Heinz Zimmer Wingert 18, 35396 Gießen Telefon 0641.98437-12 Telefax 0641.98437-10 E-Mail: westhoffg@willowcreek.de

ANZEIGEN René Adam Kirchstraße 25 35799 Merenberg Telefon 06471.5094690 E-Mail: adam@willowcreek.de GESTALTUNG gobasil GmbH www.gobasil.com COVER- & EDITORIALFOTOGRAFIE Michael Frick www.photostudio-frick.de DRUCK Evers-Druck GmbH Ernst-Günter-Albers-Straße 25704 Meldorf ADRESSÄNDERUNG Bitte direkt an Willow Creek Deutschland/Schweiz, Adressen siehe oben Das Magazin wird gegen Spende abgegeben bzw. ist Bestandteil der Partnerschaft mit Willow Creek Deutschland/Schweiz

WWW.WILLOWCREEK.DE


Über 3.300 Teilnehmer erfolgreich vermittelt!

Wünschen Sie sich einen

gläubigen

Partner?

Kraft volles leben

the Presence of God

17. – 20. Mai 2013, Bern Postfinance-arena Pfingstkonferenz mit Bill & Beni Johnson Martin BühlMann

www.vineyard-Konferenz.ch erleBe Gottes Kraft und GeGenwart

Kostenlose Info-Broschüre jetzt anfordern! ordern! n! Christlicher Partnerschafts-Dienst s st Tel. 07231 47 21 64 info@cpdienst.com

Glockwiesenstr. 5 75217 Birkenfeld

www.cpdienst.com Die EFG Erkrath „Treffpunkt Leben“ sucht einen Referenten/eine Referentin im Bereich Kinder der/die sich mit seinen/ihren Gaben und Fähigkeiten im Rahmen einer 50%-Anstellung einbringt und als Teamplayer unsere bisherigen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter verstärkt und ergänzt. Dazu suchen wir eine Person, die: eine Liebe zu Gott und ein Herz für Kinder im Alter zwischen 3 und 12 Jahren hat erfahren ist im Bereich Kinder sensibel für die Belange von Kindern ist initiativ Kinder und Mitarbeiter aufbaut und fördert Was soll er/sie leisten: Beziehungspflege zu den Kindern und Mitarbeitern Mitleitung und Durchführung eines sonntäglichen Kinderprogramms mit ca. 100 Kindern Mitleitung und Durchführung von weiteren Events und Aktionen Mitarbeitergespräche und Begleitung Was kann diese Person erwarten? Vergütung in Anlehnung an Richtliniengehälter des BEFG Ein ehrenamtliches Mitarbeiterteam Mitarbeit in einer wachsenden Gemeinde und einem großen Team von Hauptamtlichen Eine gemeinsam formulierte Arbeitsplatzbeschreibung Fachliche Begleitung und persönliches Coaching Bitte ausschließlich Onlinebewerbungen an: EFG Erkrath „Treffpunkt Leben“ Pastor Timo Pickhardt Heinrich-Hertz-Str. 25, 40699 Erkrath Tel.+49 151 – 41 94 06 96 timo@treffpunkt-leben.com www.treffpunkt-leben.com

mit saMuel Börner (stiftung schleife) mit team special-guest: seth dahl (bethel church, redding) 18. – 20. Mai 2013, Bern Postfinance-arena

Ihre Spende hilft bedürftigen Holocaustüberlebenden in Israel, ihren Lebensabend in Würde zu verbringen.

Der Holocaust hat ihnen alles genommen. Wir können ihnen etwas davon zurückgeben. Jetzt. Aber nicht mehr lange.

Spendenkonto: 40 20 200 . BLZ: 520 604 10 www.icej.de


DIESMAL AUF DEM COVER: ARIANE KAHL-GAERTNER

„ORANGE HILFT AUS DEM GENERATIONS- UND MILIEUDENKEN AUSZUBRECHEN UND NACHFOLGE JESU MIT ALLEN ALTERSTUFEN EINZUÜBEN. ES MOTIVIERT NEU ZU FRAGEN: HERR, WIE KÖNNEN WIR DIE HERANWACHSENDE GENERATION IN DEINEM SINN PRÄGEN? KLASSE, DASS WILLOW DAZU BEITRÄGT, DIESEN ANSATZ IN UNSEREM LAND BEKANNTZUMACHEN.“ Ariane Kahl-Gaertner ist Harfenistin, als Gemeindereferentin ist sie in der EvangelischFreikirchlichen Friedenskirche in Sindelfingen tätig.

THE LOCAL CHURCH IS THE HOPE OF THE WORLD


WILLOW MAGAZIN 1/13