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Stadt Willich - Bürgerbefragung Markt

Stimmen Sie ab! Variante „Markt mit Autoverkehr“

Variante „Markt autofrei“

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Planung für den Markt Es geht um die Gestaltung des Marktplatzes im Stadtteil Willich an der Kirche St. Katharina. Derzeit wirkt dieser Bereich unstrukturiert und besitzt nur eine eingeschränkte Aufenthaltsqualität. Störend wirken vor allem die vielen Poller. Von der einstigen strahlenförmigen Gestaltungskonzeption ist vor Ort kaum noch etwas erkennbar, es sind nur noch geringe Farbunterschiede im Pflaster verblieben. Die Anordnung der Laternen beruht ebenfalls auf dem Strahlenmuster. In Bezug auf Veranstaltungen gibt es funktionale Mängel, so fehlen beim Markt Versorgungspoller und teilweise stören Laternen und weitere Einbauten bei größeren Veranstaltungen. Abbildung 1: Plangebiet und derzeitige Verkehrsführung

In den Jahren 2011 und 2012 wurde eine Gesamtplanung für die Willicher Innenstadt erstellt. Es fanden hierzu Workshops mit interessierten BürgerInnen, AnwohnerInnen und Geschäftsleuten statt. Für den Markt ist das Ergebnis dieses Beteiligungsprozesses eine Neugestaltung ohne

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Autoverkehr. Der Bereich Peterstraße (ab Grabenstraße)/ Markt/ Bahnstraße (bis Burgstraße) soll nach der Planung Fußgängerzone werden. In der Fußgängerzone wird Lieferverkehr und berechtigter Anliegerverkehr (z. B. zum Erreichen von Garagen) weiterhin möglich sein. Ebenso wird der Bürgerbus weiterhin den Markt anfahren. Da aber normaler Autoverkehr nicht mehr zugelassen ist, werden keine Poller mehr zur Abgrenzung einer Fahrgasse benötigt. Abbildung 2: Plangebiet und geplante Verkehrsführung

Begleitende Maßnahmen Damit die Innenstadt weiterhin mit dem Auto gut erreichbar ist, soll der Wegfall der Stellplätze auf den nächstgelegenen Parkplätzen ausgeglichen werden, indem dort zusätzliche Stellplätze geschaffen werden. So sind für den Parkplatz südlich der Kirche (Hülsdonkstraße) 8 zusätzliche Stellplätze und für den Parkplatz Burgstraße ca. 5-7 zusätzliche Stellplätze geplant. Ein neues Parkleitsystem ist ebenfalls geplant.

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Die Erreichbarkeit der Innenstadt und ihrer Parkplätze soll durch Änderungen in der Verkehrsführung verbessert werden. So soll die Einbahnstraßenrichtung in der Bahnstraße zwischen dem Kreisverkehr und der Burgstraße stadteinwärts gedreht werden. Die Einbahnstraßenregelung auf der Domstraße soll ebenfalls gedreht werden. Dann sind aus allen Richtungen Parkplätze in der Innenstadt schnell erreichbar und Durchgangsverkehr wird weiterhin vermieden.

Kosten Wenn mit einer Neugestaltung des Marktes eine deutliche funktionale und gestalterische Verbesserung eintritt, wird diese zu 60% durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Eine Entscheidung hierüber und über die Frage, ob dies unter Beibehaltung des Autoverkehrs möglich ist, wird die Bezirksregierung erst nach Vorlage konkreter Planungen treffen. Zu Kosten einer Umgestaltung gibt es derzeit noch keine exakten Berechnungen. Zunächst soll das Ergebnis eines Gestaltungswettbewerbes abgewartet werden. In den Randbereichen des Platzes könnte ein Erhalt des bestehenden Pflasters oder eine Wiederverwendung möglich sein. Ob dies gestalterisch und kostentechnisch sinnvoll ist, soll im Zuge des Gestaltungswettbewerbes geklärt werden.

Rückblick: 1989 wurde der Markt zusammen mit weiten Teilen der Innenstadt umgestaltet. Flächendeckend wurden die Straßen neu gepflastert. Am Markt wurde ein auf die Kirche zuweisendes Strahlenmuster verlegt. Die Planung war ursprünglich als Fußgängerzone konzipiert, dann wurde doch Autoverkehr zugelassen. Die Fahrbereiche wurden durch Poller abgegrenzt. Die Fahrgasse führte zunächst in Kreisform um die Kirche herum. 2002 wurde die Fahrgasse dann in Richtung Kirche verlegt und es wurden die 10 Stellplätze markiert. Markt vor 1989

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Markt 1990:

Nutzung des Platzes heute: Derzeit dürfen Autos den Markt in Schritttempo in Einbahnstraßenführung befahren. Es ist ein verkehrsberuhigter Bereich (Spielstraße, Schrittgeschwindigkeit) ausgewiesen. 10 Stellplätze befinden sich nördlich der Kirche, 1 Behindertenstellplatz vor der Apotheke und 4 Stellplätze in der Bahnstraße. Donnerstags vormittags während des Wochenmarktes ist der Bereich für den Verkehr gesperrt, die Poller auf dem Markt werden größtenteils herausgenommen, damit die Marktstände Platz haben. Bei Veranstaltungen (z. B. Cityfest) wird der Markt ebenfalls für den Autoverkehr gesperrt. Einmal im Jahr findet das Schützenfest mit der Parade auf dem Markt statt, dann ist dort eine große Tribüne aufgebaut.

Varianten: Für die weitere Gestaltung des Marktes ist die Frage, ob dort künftig Autoverkehr zulässig ist oder nicht, von entscheidender Bedeutung. Bei einem autofreien Markt kann auf die Abgrenzung einer Fahrgasse verzichtet werden und es gibt mehr Platz für Außengastronomie, Spielen und Aufenthalt. Nachfolgend wird je eine Variante mit und ohne Autoverkehr dargestellt und miteinander verglichen. Der Variantenvergleich betrachtet dabei die wesentlichen Unterschiede, die sich mit und ohne Autoverkehr ergeben. Maßnahmen, wie z. B. ein Fußgängerwegweisungssystem, sind bei beiden Varianten möglich. Solche Maßnahmen werden daher nicht explizit betrachtet. Die Variante Markt mit Autoverkehr orientiert sich am Bestand. Die Variante Markt autofrei gibt einen Ausblick darauf, welches Resultat ein vorgesehener Wettbewerb zur Neugestaltung des Marktes liefern könnte.

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Variante „Markt mit Autoverkehr“ Gestaltungsmöglichkeiten: - Poller erforderlich (oder Bordsteine) - wenig Platz für weitere Gestaltungsobjekte - durch verblasstes Pflaster und Parkplätze wenig gestalterische Verbindung zum Kirchengebäude Verkehrssituation: - Verkehrsberuhigter Bereich mit Einbahnstraßenregelung für motorisierten Verkehr - eigentlich keine Bevorrechtigung für motorisierten Verkehr, in der Praxis jedoch Vorherrschaft des Kfz-Verkehrs in der Fahrtrasse zwischen den Pollern - verhältnismäßig viele die Fahrtrasse querende Radfahrer und Fußgänger - vor allem abends Lärmbelästigung durch durchfahrende PKW Stellplatzsituation : - Beibehaltung der Stellplätze wie bisher (10 Stellplätze am Markt, 4 Stellplätze in der Bahnstraße, 2 Behindertenstellplätze) - die Stellplätze sind meistens ausgelastet, häufig wird kein freier Parkplatz gefunden - häufig illegales Parken am Rand Nutzbarkeit des Platzes - Parken, Queren, Aufenthalt - kein freies Bewegen für Kinder möglich wegen Autoverkehr - für Veranstaltungen nur mit Einschränkungen nutzbar - Außengastronomie neben dem Autoverkehr Wochenmarkt - Personalaufwand (Straßensperrung, rein und raus der Poller) - Kabel über Fahrtrasse - Ladenlokale teilweise hinter Marktständen Einschätzung des Einzelhandels - Aussage Werbering ergänzen Schützenfest - störende Laterne in Paradefläche - Poller und Blumenkübel müssen auf dem Markt entfernt werden - Poller in Bahnstraße und Peterstraße Finanzielles - Neugestaltung des Marktes nur förderfähig, wenn damit eine deutliche funktionale und gestalterische Aufwertung erreicht wird. Ob dies unter Beibehaltung des Autoverkehrs möglich ist, wird die Bezirksregierung erst nach Vorlage konkreter Planungen entscheiden..

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Variante „Markt autofrei“ Gestaltungsmöglichkeiten: - keine Poller mehr erforderlich (betrifft Markt, Peterstraße ab Grabenstraße und Bahnstraße ab Burgstraße) - Wasserspiel - mehr Spielgeräte an zentraler Stelle - klar definierte, breite Laufwege Verkehrssituation: - Fußgängerzone - Radfahrer frei - Anlieger mit Berechtigung frei (ggf. Zu- und Abfahrt über Bahnstraße) - Bürgerbus frei, Beibehaltung der Bürgerbushaltestelle auf dem Markt - Lieferverkehr und Taxi zu bestimmten Zeiten frei Stellplatzsituation: - Wegfall von 10 Parkplätzen am Markt und 4 Parkplätzen in der Bahnstraße - Wegfall von je 1 Behindertenstellplatz in Peterstraße und Bahnstraße - Schaffung von 8 zusätzlichen Stellplätzen südlich der Kirche (davon ein Behindertenstellplatz) - Schaffung von 5-7 zusätzlichen Stellplätzen an der Elisabeth-Munse-Straße (davon ein Behindertenstellplatz) Nutzbarkeit des Platzes - klar zugewiesene Nutzungen für einzelne Bereiche (z. B. Aufenthalt, Spielen) - mehr Platz für Außengastronomie - mehr Platz für Sitzmöglichkeiten - mehr Platz für Spielgeräte - bessere Nutzung für Veranstaltungen, da keine Laternen mehr im Weg und Abbau der Poller nicht mehr erforderlich Wochenmarkt - kaum Personalaufwand (keine Poller zu entfernen, keine Straßensperrung) - zusätzliche, unterirdische Versorgungssäulen (bei Neugestaltung) - neue Anordnung der Marktstände (Rundlauf) Einschätzung des Einzelhandels - Aussage Werbering ergänzen Schützenfest - keine störendende Laterne mehr - Pflasterung hat Platzcharakter (Paradefläche) - Demontage Blumenkübel und Spielgeräte Finanzielles - Neugestaltung (inkl. Pflastererneuerung, Wasserspiel, Verbesserung Beleuchtung, etc.) kann zu 60% durch das Land gefördert werden.

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Variante „Markt mit Autoverkehr“ Ansicht aus Osten

eigenes Foto

Ansicht aus Westen

eigenes Foto

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St. Katharina

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zum Domgarten

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Variante „Markt autofrei“ Ansicht aus Osten (Fotoretuschierung)

Ansicht aus Westen (Fotoretuschierung)

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zum Domgarten

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Stand: Mai 2014

beispielhaftes Ergebnis eines Gestaltungswettbewerbes

Variante "Markt autofrei"

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Baum mit Baumbeet

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Stadt Willich

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Stadt Willich 2014 Unterlagen zur Bürgerbefragung Markt

Weitere Informationen: www.stadt-willich.de  Wirtschaft und Verkehr  Innenstadt

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Broschüre zur Bürgerbefragung Markt