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Martin Moser, Robert Sonnleitner | WildUrb

23 TRACKS MIT HUNDETIPPS

F Ü R WIEN

Wien ist auf den Hund gekommen! Für und mit vier Pfoten die Stadt entdecken.

WIEN GEHT GASSI


01. G'scheite Hetzer 02. Lustige Spieler 03. Feine Nasen 04. Gute Schnüffler 05. Wahre Helden 06. Muntere Pfoten 07. Tiefe Seelchen 08. Aktive Naturen 09. Feuchte Felle 10. Helle Köpfchen 11. Alte Gefährten 12. Wilde Schmuser 13. Echte Kerle 14. Brave Biester 15. Agile Geschöpfe 16. Treue Freunde 17. Alpine Kameraden 18. Forsche Naturelle 19. Süsse Streuner 20. Wache Lauscher 21. Verspielte Wesen 22. Reizende Typen 23. Wache Gemüter

INFOS

12 16 20 24 28 34 38 42 46 50 56 60 64 68 72 78 82 86 90 94 100 104 108

SONSTIGES

Impressum Vorwort

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POINTS (ORTE)

P01. Kalte Schnauzen P02. Nasse Racker P03. Enge Kumpanen P04. Smarte Shopper P05. Kluge Schüler

112 128 136 164 168

T01. Hungrige Mäuler T02. Volle Abenteurer T03. Vitale Akteure T04. Flotte Feger T05. Rege Geister T06. Beliebte Stars

132 140 144 150 154 158

GASTBEITRÄGE

Elfriede Ott: 32 Filmstar mal zwei Thomas Schäfer-Elmayer: 54 Gassi im 3/4-Takt Maggie Entenfellner: 76 Auf den Hund gekommen Dieter & Brigitte Chmelar: 98 In Love with Lily Margit Böhmer: 116 So tickt mein Hund Mario Pichler: 118 Gesundheit durch Bewegung Chris Lohner: 120 Wildes Mädel Bunter Hund: So lecker für meinen Feinschmecker 122 Roland Girtler: 126 Der Hund als Gefährte Friederike Range: Die besten Freunde des Menschen 148 Denise Seidl: Tägliche Frischluft

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TRACKS (WEGE)


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LOS GEHT'S MARTIN MOSER

WIEN GEHT GASSI, ein Wanderführer für Hunde in Wien. Mein erster Gedanke: Ein Wanderführer für Wien – Stadtgebiet und nicht allzu weit außerhalb – ist ja an sich schon ein hartes Stück Arbeit, speziell für Hunde wird dieses Werk aber eine Herausforderung. Mein zweiter Gedanke: Endlich wieder mal Zeit für neue Entdecker-Touren.

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Als ich im Herbst 2010 in der Hauptstadt Wien gelandet war, ahnte ich noch nicht, dass mir – als treuer WildUrb – Wanderungen mit Hund in Wien und Umgebung für »WIEN GEHT GASSI« bevorstehen. Zugegeben, ich wandere für mein Leben gern, aber erst seit meinen 900 Kilometer am Jakobsweg im Sommer 2010 liebe ich es, per pedes unterwegs zu sein, die Gegend auf meine Art und Weise zu entdecken, dort schneller zu gehen, wo es mir nicht gefällt, dort innezuhalten, wo es mir gefällt. Wien war für mich nach meinem Umzug zwar kein geographisches Neuland, die Stadt kannte ich aber vorher nur von Wochenend-Besuchen. Ich begann Erkundungstouren in Wien, zu Fuß wohlgemerkt. Eine Community rund um das Gehen in der Stadt war schnell gefunden, WildUrb. Die ersten Monate war ich bei meinen Entdeckungen Alleinunterhalter, erst als Alina und Pirie mit Kopfsprung in mein Leben eingetaucht sind, waren Wegbegleiterinnen


gefunden. Mit Pirie im Schlepptau – meistens jedoch befanden wir uns im Schlepptau – erhielten die Wanderungen eine ganz besondere Würze. Pirie erlebten wir lachend, hechelnd, jaulend, mit eingezogenem Schwanz, spielend und fröhlich. Was gibt es Schöneres, als in ein Hundegesicht zu blicken und ablesen zu können: »Ich hab Spaß.« DAS GESPRÄCHSPORTAL HUND

HundebesitzerInnen kennen das Phänomen: Ihr besucht eine Hundezone, spaziert etwas umher, beobachtet euren Hund beim Beschnüffeln anderer Spielkameraden und kommt mit den jeweiligen Herrchen und Frauchen ins Gespräch. Das Gesprächsportal Hund hat eingeschlagen, Konversationen entstehen, ohne sich vorher überlegen zu müssen, was mit der anderen Person gesprochen werden kann. Und ehe man sich versieht, steht man einer neuen Bekanntschaft gegenüber, oder vielleicht sogar etwas mehr? Jedenfalls funktioniert das Portal Hund auch außerhalb der Hundezone. Vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln konnte sich Pirie den Blicken und Sprüchen zahlloser Menschen kaum noch erwehren. Man gerät mit Menschen in Gespräche, welche ohne Hund wahrscheinlich nie stattgefunden hätten, solche Begegnungen bereichern den Tag. Nicht alle »Leut hom nur fade Augn«, das Gesprächsportal Hund überwindet manche Barrieren und ist stark genug das eine oder andere Eis zu brechen. ALLE KRIEGEN EIN LECKERLI

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Meinen Dankesgruß richte ich vorerst an die beiden unbekannten Hunde, deren Häufchen ich auf unseren Erkundungstouren aus den Ritzen meiner Schuhsohlen rauskratzen durfte. Was wäre ich aber für ein Unmensch, wenn der größte Dank nicht meiner kleinen Freundin Pirie gelten würde. Ohne ihren Entdeckungsdrang wären diese urbigen Wege nie zustande gekommen. In gleichem Maße gebührt ein herzliches Dankeschön meiner Freundin Alina, gemeinsam waren wir auf vielen Wegen unterwegs, haben Wien aus Hunde-Sicht erleben dürfen und möchte mich für ihre Unterstützung herzlich bedanken. Dank spreche ich Robert und seiner Luna aus, es freut mich riesig, dass euch das GehGen infiziert hat. Einen weiteren GEHdanken schicke ich zu WildUrb, zu Doris und Jine, und freue mich schon auf weitere GEHmeinsame Wege. Vergessen sollte man nicht die Begegnungen mit anderen Hunden, Herrchen und Frauchen. Diese waren immer wieder positive Erlebnisse und ich möchte mich im Namen von mir und Pirie für diese Begegnungen bedanken.


WUFF, EINE NACHRICHT VON PIRIE

Immer die gleichen Gassi-Wege finde ich langweilig, ich kenne dann fast schon jeden Stein und Grashalm. Da fehlt mir schnell mal die Herausforderung. Das Erkunden von neuen Wegen macht mir sehr viel Spaß, vor allem wenn die Wege durch Wälder, Wiesen und Gestrüpp führen. Daher erschien aber für mich das Auskundschaften von fremden Wegen im Stadtgebiet anfänglich eher suspekt, mittlerweile macht mir das riesigen Spaß. Man trifft fast immer lustige Spielkameraden, Grünflächen gibt es auf den Wegen auch genug. Wenn ich mich mal so richtig austoben will, finden wir stets einen Bereich in welchem ich so richtig die Sau – äh, den Hund raus lassen kann. Dann lande ich mit meinen BegleiterInnen wieder an Plätzen städtischer Ruhe. Abwechslungsreicher kann ein Ausflug für mich nicht sein. Nicht nur Wien ist auf den Hund gekommen, ich bin auf Wien gekommen.

Martin Moser

ROBERT SONNLEITNER

Sagen wir es offen heraus: Ich gehe nicht gerne. Luna übrigens auch nicht. Tatsächlich, wenn es nach uns ginge, gingen wir nie, sondern verbrächten unsere Tage auf dem Sofa, in der einen Hand die Fernsehfernbedienung, in der anderen die Packung Chips wahlweise Hundekekse. Da sind Luna und ich einer Meinung. Dummerweise neigen sowohl Labradors als auch Sonnleitners dazu, ohne körperliche Betätigung relativ schnell einen Körperumfang zu erreichen, der die Grenzen der Ästhetik sprengt. Folglich drängte uns der Hausverstand… nein, nicht in den Supermarkt, sondern hinaus in die freie Natur. DAS ABENTEUER RUFT

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Und so wie Columbus auf die Planken der Santa Maria stieg, voll Abenteuerlust und gleichzeitigem Bangen vor dem Unbekannten, so stieg ich in meine frisch gekauften Trekking-Schuhe und begab mich in ihnen dorthin, wohin Menschen zuvor noch nie gegangen waren. Beim ersten Mal vermeinte ich sogar den jungfräulichen Hymnenchor aus Star Trek jodeln zu hören, aber da spielte mir vermutlich meine Fantasie einen Streich… Die ersten Schritte waren zögernd, ungelenk. Ich musste mich erst darauf besinnen, dass meine Beine zu mehr zu gebrauchen waren als drei Pedale (Kupplung, Gas


und… äh, was ist das dritte?) durchzudrücken und nach eines langen Arbeitstages Ende auf einen Sitz durchmassiert zu werden, um ihre Durchblutung wieder in Schwung zu bringen. JEDER SCHRITT ERDETE MICH

Luna lief los. Ich folgte ihr. Und siehe da, ich spürte wieder festen Boden unter meinen Füssen. Jeder Schritt, den ich tat, erdete mich, brachte mich zurück – wortwörtlich – auf den Boden der Tatsachen. Nach einer gewissen Zeit liefen meine Beine wie von selbst, und ich begann, mich umzusehen. Ich entdeckte neue Wege; ich entdeckte die Schönheiten, die die Natur zu bieten hatte. Ich ließ mir die Sonne auf meine frisurgetarnte Glatze scheinen, den Regen auf meine vorwitzige Nase tropfen und ich füllte meine feinstaubgereizten Lungen mit atemberaubend frischer Luft. Schritt für Schritt entpuppte sich das Gehen als kontemplativer Vorgang, und ich fand meine innere Ruhe (wenn auch nicht immer den richtigen Weg). Tatsächlich fing ich an, während meiner Touren meinen Kopf abzuschalten und ihn langsam von Ballast zu leeren. Für einen Menschen, der sein Brot damit verdient, kreative Ideen zu Papier zu bringen, eine fast lebensnotwendige Voraussetzung. LUNA KOMMT AUF TOUREN

Aber ich ging ja nicht allein. Luna war auf all meinen Strecken meine mehr oder weniger freiwillige Begleiterin. Und als diese hatte sie es verdient, dass ich mir auch ein wenig Gedanken darüber machte, welche Touren ihr gefallen könnten. Was für den Zweibeiner das eine oder andere Rasthaus war, war für den Vierbeiner die eine oder andere Hundezone oder Bademöglichkeit. Sehens- und Schnüffelswürdigkeiten gingen Hand in Pfote. So entstand unter anderem die Idee für »WIEN GEHT GASSI«; und WildUrb war der ideale Projektpartner. Mittlerweile sind Luna und ich begeisterte Trekker. Ja, sagen wir es offen heraus: Ich gehe gerne. Luna übrigens auch… WIR SAGEN WAU! UND DANKESCHÖN

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Mein Dankeschön gilt an erster Linie Luna, meiner treuen Begleiterin auf all meinen Touren. Sie hat wie keine andere dieses Projekt vorangetrieben… und das im wortwörtlichen Sinne. Denn ohne sie wäre ich unterwegs den Verlockungen so mancher Raststätte noch ausführlicher erlegen als ich es ohnehin tat. So aber hing ich mich auf vielen Weg-


strecken an ihre Leine und ließ mich von ihr an unser Ziel ziehen. Auch meine Frau Manu Sonnleitner-Nitsch trug wesentlich zum Gelingen dieses Buch bei, weil sie mich vorbehaltslos unterstützte, mich auf der einen oder anderen Tour begleitete und die meisten Fotos (die wirklich gut gelungenen) beisteuerte. Dylan und Chiara, meine Kinder, sei gedankt, weil sie ohne größere Proteste akzeptierten, dass ihr Vater immer wieder seinen Indiana-Jones-Hut aufsetzte und stundenlang irgendwo in die und der urbane/n Wildnis (ich weiß, ich weiß, ich übertreibe) verschwand. Zu guter Letzt möchte ich mich bei Martin Moser, meinem kongenialen Co-Autor, und bei Alicia Weyrich, die mich tatkräftig bei Recherche, Text und Tour unterstütze, bedanken. Ach ja, fast hätte ich vergessen: Doris und Jine, ihr seid meine liebsten Sklaventreiberinnen. Also, machen wir uns auf den Weg…

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nEidfieachGefslacnhiiecrheten duensdfeln! 3. Bezirks erschnüf TRACKINFO Streckenwanderung: 3. Bezirk über Hetzgasse, Arenbergpark zur Stadtwildnis Baumgasse Tracklänge: 4,91km Startpunkt: Hintere Zollamtstraße/Hetzgasse 1030 Wien, Hetzgasse 1

Heute haben wir uns den 3. Bezirk vorgenommen und treffen auf unserer Tour auf historische Geschichten. Denn dort wo heute ganz in der Nähe der Hetzgasse Nummer 2 Jagden auf Steuersünder ihren Ausgang finden, stand früher im 18. Jahrhundert das Hetztheater von Wien. Hier beginnen wir unsere Reise, setzen sie zwischen den Flaktürmen des Arenbergpark fort und verarbeiten das Erlebte beim Spielen in der Stadtwildnis Baumgasse.

Koordinaten: 48°12'36.11"N, 16°23'13.25"E Öffis: O,1 > Station Hintere Zollamtstraße (2min. Fußweg zum Ausgangspunkt)

TRACKVERLAUF

Die Hetzgasse gehen Pirie und ich in Richtung S-Bahn-Trasse. Um auf die andere Seite der Bahn zu gelangen, biegen wir bei der Kreuzung links ab und nach wenigen

© Alena Yakusheva - Fotolia.com

TRACK_01

G'SCHEITE HETZER


HISTORISCHES

»Es wird ein ungarischer Stier mit zwei Hunden gehetzt werden« hieß es auf einem Flugzettel vor etwa 250 Jahren. Ein Aufruf zur Tierhetz im hölzernen Amphitheater am Areal der heutigen Hetzgasse 2. Mehr als 3000 Personen konnten sich der Hetze ergötzen, Tiere beim Todeskampf beobachten, gröhlend dem grausigen Schauspiel zugegen sein. Wildschweine, Bären und viele andere Wildtiere wurden zur Hetzjagd getrieben, aggressiv erzogene Hunde versetzten ihnen den Todesstoss. Im Jahr 1796 brannte das Amphitheater vollständig ab, alle untergebrachten Tiere fanden hier ihren Tod. Kaiser Franz II. verbot daraufhin alle weiteren Tierhetzen. Doch die Redewendung »Des is a Hetz« hielt sich hartnäckig bis in die heutige Zeit.

Um das Gebiet der Dietrichgasse 26 und Göllnergasse 20 stand vor über 200 Jahren das Rüdenhaus. Diese rund 300 Hunde wurden zur kaiserlichen Hetzjagd eingesetzt.

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Metern rechts in eine Unterführung. Danach führt uns die weitere Hetz der Unteren Viaduktgasse entlang bis zur Landstraßer Hauptstraße, biegen links ab und nach 50 Meter wieder rechts in die Beatrixgasse. Bevor wir wieder auf die Bahn treffen, gehen wir links in Richtung Haupteingang der Musikuni. Der Weg führt uns nun durch die langgezogene Hundezone am Antonvon-Webern-Platz. Hier kann sich Pirie etwas austoben und ich den sanften Klängen aus dem Hintergrund lauschen. Am anderen Ende der Hundezone queren wir die Neulinggasse. Über die Strohgasse und Dapontegasse landen wir am Arenbergpark, für uns aufgrund der beiden Flaktürme so gut wie unübersehbar. Der Weg führt uns nach links, wir durchqueren eine weitere Hundezone und später rechts vorbei am


DES BEAGLES BÄUCHE – IDEAL ZUM STUDIEREN

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Neben der Hundezone am Anton-WeberPlatz befindet sich heute die Universität für Musik und darstellende Kunst, bis 1996 war hier in den Gemäuern die Veterinärmedizinische Universität untergebracht. Einzelne Gebäude wie der Seziersaal lassen sich bei einem Spaziergang durch das Areal entdecken. Der Umzug in den 21. Bezirk war dringend notwendig, die Uni platzte aus allen Nähten. Auch die Versuchshunde, eine Gruppe von Beagles, siedelten in das neue geräumige und moderne Quartier. An den Beagles lernen die StudentInnen zum Beispiel Bauchorgane zu durchtasten. Wer also heute die Hundezone neben der Musikuni besucht, wird mit Lauten aller Art willkommen geheißen.

zweiten Flakturm, bei welchem wir den Park wieder verlassen. Der weitere Weg führt uns durch die Barmherzigengasse, über die Barichgasse, Messenhausergasse, Apostelgasse bis zur Schwalbengasse und anschließend zur Göllnergasse. Nun befinden wir uns im »Rüdenviertel«. Von der Göllnergasse ist es für uns nicht mehr weit zur Dietrichgasse 26, hier betrachtet Pirie alte Bekannte auf der Hausfassade. Etwas weiter biegen wir rechts ab in die Lechnerstraße, queren die Erdbergstraße und über den Fiaker-Platz zieht es uns auf den Hainburger Weg. Wir »hetzen« zur Schlachthausgasse, folgen dieser rechts und biegen nach etwa 200m links in die Baumgasse ein. Halbrechts erblicken wir den Abschluss dieser Tour, die Stadtwildnis.

Die Stadtwildnis am Ende der Tour ist zwar keine Hundezone, sie kann aber trotzdem von den vierbeinigen Gefährten genau unter die »Nase« genommen werden!


UMGEBUNGSTIPPS Restaurant Vegetasia Tolles taiwanesisch-vegetarisches Restaurant 1030 Wien, Ungargasse 57 Stadtwirt Lang+Lang Beste Wiener Wirtshauskultur 1030 Wien, Untere Viaduktgasse 45 Bai's Mongolisches Grillrestaurant Leckeres vom Buffet wählen & grillen lassen 1030 Wien, Erdbergstraße 53 Duran Sandwiches Fastfood auf Österreichisch ;-) 1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 9 Hundezone 1030 Wien, Kardinal-Nagl-Platz Track online: www.wildurb.at/g1

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iD emitGvisetäletnenschhiönnaeunf äck ! Spielsachen im Gep TRACKINFO Rundwanderung: Heuberggstätten über Wald der jungen WienerInnen Tracklänge: 1,81km Startpunkt: Heuberggstättenstraße 1100 Wien, Heuberggstättenstraße 20 Koordinaten: 48°9'32.22"N, 16°22'08.22"E Öffis: 66A, 67A, 70A > Station Sibeliusstraße (2min. Fußweg zum Ausgangspunkt)

Ich bekomme ein Halsband angelegt. Aha, Herrchen und Frauchen ziehen sich Schuhe an. Diese Zeichen sind eindeutig, wir gehen Gassi. Ich hör ständig nur Heuberggstätten, keine Ahnung was das ist, aber ich lass mich überraschen. Sie werden schon wissen wo wir hingehen. Übrigens, Sie nehmen eine Scheibe mit. Soll das Ding etwa fliegen? TRACKVERLAUF

Die Leine wird mir an der Kreuzung Heuberggstättenstraße, Ecke Herschelgasse abgenommen. Hier beginnt nämlich die Hundeauslaufzone auf der Heuberggstätten. Wir gehen ein kurzes Stück auf einem Asphaltweg an einer Sportanlage vorbei

© AK-DigiArt - Fotolia.com

TRACK_02

LUSTIGE SPIELER


HISTORISCHES

Favoriten kann als wahres Hundeauslaufparadies bezeichnet werden. Neben dem Wienerberg und der Löwygrube befindet sich auch die Heubergstätten im 10. Wiener Gemeindebezirk. Der Name selbst leitet sich von einem früheren Jagdschloss namens Favorita ab, das sich allerdings im 4. Bezirk befand (und dessen Gemäuer teilweise erhalten sind). Die von dort wegführende Straße führte jedoch zu der äußeren Befestigungsanlage Wiens und zum »Favoriten-Thor«. Die Häuser außerhalb des Walls nannte man deshalb Siedlung vor der Favoriten-Linie… oder später einfach Favoriten. Heute ist es der bevölkerungsreichste Bezirk Wiens. Einen Blick wert ist vor allem das sechsteilige Bezirkswappen, in welchem alle Bezirksteile treffend mit einem Symbol zu erkennen sind.

Einen Tag auf der Heuberggstätten wird jeder Hund geniessen. Vor allem wenn der Zweibeiner mit Frisbee & Co. ausgerüstet ist! Einziger Wermutstropfen: Wasser gibt es keines.

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und landen wenige Augenblicke später auf einem Schotterweg. Ich entdecke die ersten Hundefreunde und laufe zügig dorthin, um neue Spielkameraden zu finden. Viel Zeit hab ich aber nicht um neue Bekanntschaften zu machen, Herrchen und Frauchen gehen einfach weiter. Nach wenigen Minuten erreichen wir den Rand einer Wohnsiedlung und biegen hier dann rechts ab. Jetzt verlassen wir wieder die Gstätten und drehen eine Runde auf der Wiese. Wieder zurück bei der Gstätten bleiben meine beiden zweibeinigen Begleiter bei einem Wegweiser stehen, die kennen sich wohl auch nicht aus. Weiter geht es an dem Schild »Wald der jungen WienerInnen« vorbei und folgen links dem Trampelpfad in den Wald hinein. Dichtes Gebüsch zwingt meine beiden Begleiter, sich


FRISBEE – NICHT NUR FÜR DEN ZWEIBEINER EIN GROSSER SPASS

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Auf den großräumigen Flächen der Heuberggstätten gibt es genügend Auslauf für flinke und verspielte Vierbeiner, und wenn ein Ball einmal weit fliegt, dann umso besser. Die Fläche eignet sich auch ideal für begabte Frisbee-SpielerInnen und Hunde, die auf die fliegende Scheibe abfahren. Es sollten jedoch nur hundegerechte, also weichere und bruchsichere Scheiben zum Einsatz kommen. Wie so oft, gibt es Frisbees betreffend auch eine Hundesportart, genannt Discdogging. Herrchen oder Frauchen werfen ein Frisbee, Hund bringt Frisbee zurück, in der einfachsten Variante. Spezielle Würfe, Drehungen, Sprünge und sogar Saltos verleihen der Sportart einen sehr ansehnlichen Charakter.

das eine oder andere Mal etwas zu bücken, ich bin kleiner und kann ganz normal durchlaufen. Wir verlassen das kleine Wäldchen, biegen sofort rechts ab und gehen etwas steil hinauf zur Gstätten. Auf einmal wirft Herrchen die mitgenommene Scheibe einfach weg und … Tatsächlich, sie fliegt wirklich. Ja, nichts wie hinterher. Sie fällt auf den Boden, wau, ist die schnell. Na gut, aufgehoben und schnell zu Herrchen zurückgebracht. Er wirft nochmal, aber ich kann die Scheibe wieder nicht schnappen. Da gehört einiges an Übung dazu. Mittlerweile hab ich auch mitbekommen dass die Scheibe Frisbee heißt, klingt so ähnlich wie mein Name. Nach einiger Zeit wandern wir wieder zurück zum Ausgangspunkt. Aber eins bell ich euch, die Heuberggstätten und den Frisbee merk ich mir.

Östlich der Heuberggstätten befindet sich der Volkspark Laaerberg. Dort gibt es zwar keine Hundezone, einem Spaziergang mit dem Vierbeiner steht aber nichts im Wege.


UMGEBUNGSTIPPS Vienna Dog Shop, Grenzackerstrasse 7/19/11, 1100 Wien Volkspark Laaerberg Hundezone 1100 Wien, Antonsplatz Restaurant Anningerblick 1100 Wien, Dr. Eberle-Gasse 3 Track online: www.wildurb.at/g2

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FEINE NASEN

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Wiedereinmal geht es los! Diesmal in den nördlichsten Teil von Wien. Umgeben von Weintrauben und deren Erzeugnissen, inspiziere ich das interessante Areal mit allen meinen Sinnen. Kaum zu glauben, was es hier alles zu erschnüffeln gibt! TRACKVERLAUF

Tracklänge: 11,21km Startpunkt: Haltestelle Stammersdorf 1210 Wien, Bahnhofsplatz Koordinaten: 48°17'53.58"N, 16°25'14.45"E Öffis: U6 > Floridsdorf Q 30, 31 > Station Stammersdorf

Wir starten an der Haltestelle Stammersdorf und bewegen uns stadtauswärts am Gehsteig neben der Brünnerstraße. Nach etwa 200 Meter wechseln wir zur Parallelgasse der Brünnerstraße, folgen dem Gehweg und queren die Erbpostgasse. Von hier sind es noch 200 Meter bis zum Wolfersgrünweg, biegen links ab und folgen der Schotterstraße 500 Meter bis zu einer Kreuzung mit einem


Am Herrenholz angekommen wandern wir rechts dem Waldrand entlang und entdecken nach etwa 350 Meter einen Trampelpfad, welcher in den Wald hineinführt, Pirie hat ihn schon längst entdeckt. Wir durchqueren den Wald, biegen auf der anderen Seite des Herrenholzes rechts ab und stoßen nach wenigen Minuten auf die Stammersdorfer Kel-

HISTORISCHES

Die Alten Schanzen in Stammersdorf sind seit einigen Jahren ein »Natura-2000-Gebiet«. Das bedeutet, dass der natürliche Lebensraum der hier lebenden Tier- und Pflanzenarten auf Dauer gesichert werden soll. Das Projekt trägt schön Früchte, denn seitdem trifft man wesentlich häufiger auf Ziesel, Hirschkäfer und Co. Unweit von den Alten Schanzen befindet sich das »Herrenholz« – eine der letzten Waldflächen inmitten dem landwirtschaftlich genutzten Areal rund um den Bisamberg. Im 2. Weltkrieg wurde in diesem »Wäldchen« eine Reparaturwerkstätte für Flugzeugmotoren aufgebaut. Gegen Kriegsende kamen noch Luftschutzbunker hinzu. Die Ruinen der Fabrik sowie die meisten Überreste der Bunker wurden 2002 allerdings leider abgerissen.

Um die »Alten Schanzen« wird die Hundenase ihre Freu(n)de haben, denn die Wiesen sind voller Leben. Achtung: Auf den Wegen bleiben, denn es ist ein »Natura-2000-Gebiet«!

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Radwegweiser. Wir biegen rechts ab und erreichen den Wasserbehälter Bisamberg. Wenige Meter nach dem Wasserbehälter erkennen wir auf der linken Seite einen Trampelpfad, welcher uns zu den »Alten Schanzen« führt. Der Weg leitet uns vorbei an den Überresten eines alten Bunkers und kurz danach an eine unscheinbare Kreuzung. Hier folgen wir dem linken Pfad welcher zum Ostende des Herrenholzes führt.


IN DA KELLERGOSSN...

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Stammersdorf liegt am Fuße des Bisambergs, einem bekannten Weinanbaugebiet mit vielen Hohlwegen. Nach einem Streifzug durch die Weingärten, lassen sich in den unzähligen Buschenschenken die gewachsenen Erzeugnisse verkosten. Eine besonderer Hohlweg ist die Stammersdorfer Kellergasse. Ausgehend von der Clessgasse führt die Gasse ansteigend in Richtung Norden, Weinkeller reihen sich aneinander. Im Frühjahr und Herbst wird die Kellergasse zur Fußgängerzone umfunktioniert, Veranstaltungen wie das »Mailüfterl« oder die »Stürmischen Tage« locken stets Mensch und Hund an. An Sommertagen lassen sich auch mit dem Vierbeiner gemütliche Stunden auf den Terrassen mit Blick auf Wien verbringen. »Ausg'steckt is.«

lergasse. Ein kurzes Stück müssen Pirie und ich uns auf der Straße bewegen, ehe wir diese nach rechts in den Kallusweg verlassen. Wer sich den Spaziergang zum Falkenberg ersparen will, folgt einfach weiter der Kellergasse. Am Falkenberg angekommen lässt sich in aller Ruhe auf die Stadt blicken. Weiter geht es die Straße bergab zum Magdalenenhof, der Senderstraße entlang bis zur Stammersdorfer Kellergasse. Nach diversen Heurigenlokalen biegen wir steil nach links oben in den Breitenweg. Anschliessend geht es in die Neusatzgasse, vorbei an Weinkellern hinab zur Clessgasse und queren diese. Vom Kirchenvorplatz führt die Liebleitnergasse zur Stammersdorfer Straße und über den Freiheitsplatz erreichen wir wieder die Haltestelle.

Der Falkenberg ist der höchste Punkt Floridsdorfs. Wer mit Hund und Kind unterwegs ist, findet hier einen netten Waldspielplatz und riesige Wiesen.


UMGEBUNGSTIPPS Magdalenenhof Erlesene Schmankerl von Reinhard Gerer 1210 Wien, Senderstraße 355 Bacchusschenke Stammersdorf Hausmannskost und saisonale Spezialitäten 1210 Wien, Stammersdorfer Straße 73 Weingut Fritsch – Wanderer Eigenbauweine der Spitzenqualität 1210 Wien, Stammersdorfer Straße 76 Wiener Weinlaube Seminare und Verkostungen 1210 Wien, Stammersdorfer Kellergasse 130 Hundeschule Floridsdorf 1210 Wien, Brünnerstraße 317 Track online: www.wildurb.at/g3

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GUTE SCHNÜFFLER

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Unser heutiger, lehrreicher Ausflug führt mich und mein Herrchen in das Kahlenbergerdorf sowie auf den angrenzenden Kahlenberg. Wir geniessen nicht nur die Aussicht, sondern erfahren auch, daß in diesen Wäldern einst auch der erste inoffizielle Polizeihund herumspaziert ist. Ein Streuner und ein tierliebender Polizist wurden zu einem unzertrennlichen Duo und verrichteten – noch bevor man mit der Ausbildung von Polizeihunden begann – den Dienst gemeinsam.

Koordinaten: 48°16'28.74"N, 16°21'20.7"E Öffis: U4 > Station Heiligenstadt Q Regionalbus 239, 241 > Station Kahlenbergerdorf

TRACKVERLAUF

Ausgangspunkt dieses Familienausflugs ist die Straßenkreuzung mitten im Ortszentrum vom Kahlenbergerdorf, wir sind heute zu dritt unterwegs. Das zwei- und vierbei-


HISTORISCHES

Im Frühjahr 1902 spazierte ein Sicherheitswachmann nichtsahnend am Kahlenberg. In seiner Ruhe wurde er von einem herrenlosen Vierbeiner gestört. Besitzer fand sich keiner, so spazierte der Mann mit ihm nach Hause. Auf seinen täglichen Kontrollgängen war von nun an der Hund dabei. Dies wurde anfangs von den Vorgesetzten nur geduldet, sprach sich jedoch schnell herum und bald wurde er zum »Liebling der Wache«. Inoffiziell war dieser Vierbeiner somit der erste österreichische Polizeihund. Das gezielte Training von Hunden für die Polizeiarbeit begann etwa fünf Jahre später. Ein deutscher Schäfer namens »Wolf« war übrigens der erste Hund mit einer solchen Ausbildung und treu verrichtete er seinen Dienst im Wachzimmer Ober-Sievering.

Der Leopoldsberg bietet einen atemberaubenden Blick auf Wien und die Donau. Geniessen oder herumtollen – eine Frage der Kondition – nach dem langen Aufstieg.

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nige Team geht links der Bloschgasse entlang, biegt nach etwa 100 Meter rechts ab und folgt dem Jungherrnsteig bergauf. Anfangs noch eine asphaltierte Straße, wandelt sich der Steig in einen kleinen Stufenpfad, ehe wir am obersten Teil des Steigs eine Wiese erreichen. Über die kleine Kuppe erreichen wir den Friedhof Kahlenbergerdorf. Links am Friedhof vorbei zwischen Weingärten hindurch stoßen wir auf einen Weg, biegen rechts ab und nach wenigen Schritten landen wir auf der asphaltierten Eisernenhandgasse. Bergauf führt uns der weitere Weg, bei einer scharfen Linkskurve leitet uns ein Pfad in den Wald hinein. Nach einigen hundert Metern entdeckt Pirie einen Hundefreund auf der Elisabethwiese, etwas weiter oben befindet sich die Josefinenhütte. Nach kurzem


SPÜRNASEN IM EINSATZ – DIE WIENER POLIZEIHUNDE

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Über 100 Diensthunde sind bei der Wiener Polizei im Einsatz. Neben den bekannten Spürhunden für Suchtmittel und Sprengstoffe gibt es auch ausgebildete Spezialhunde zum Erschnüffeln von Geldscheinen oder Blut. Polizeihunde werden öfter gebraucht als allgemein bekannt. Jährlich bestreiten Mensch und Wuff gemeinsam etwa 30.000 Einsätze. Die Ausbildung zum Polizeihund findet im Ausbildungszentrum in Strebersdorf statt. Ein Jahr dauert die Ausbildung zum Spezialhund, begonnen wird im Alter von sechs Wochen. Mit dem Alter von acht Jahren muss leider schon an die Pensionierung gedacht werden, meist findet sich aber ein schönes Plätzchen für den gut trainierten Polizeihund.

Beschnüffeln und ersten zaghaften Spielversuchen setzen wir unseren Weg fort. Die weitere Strecke bis zum Leopoldsberg verläuft am Fußweg neben der Straße. Angekommen an den Außenmauern der Leopoldskapelle genießen wir von der Rückseite aus den weitreichenden Blick auf Wien und Umgebung. Der Rückweg zum Kahlenbergererdorf beginnt direkt neben dem obersten Aussichtsplatz. Der Nasenweg führt steil bergab, einige Serpentinen später erreichen wir das Ostende des Kahlenbergerdorfs. Von hier aus sind es dann nur mehr einige Meter bis zum Ausgangspunkt. In den angrenzenden Heurigen lassen wir den sonnigen Nachmittag gemütlich ausklingen. Auch Pirie findet einen schattigen Platz im Schanigarten!

Die Renovierung der Josefinenhütte ist endlich abgeschlossen. Ein Abstecher in den Gastgarten mit Blick auf die Elisabethwiese weckt die Lebensgeister von Mensch und Hund.


UMGEBUNGSTIPPS Josefinenhütte Fr-So, ab April erweiterte Öffnungszeiten 1190 Wien, Josefsdorf 47 Heuriger Pospisil Montag Ruhetag 1190 Wien, Bloschgasse 9 Heuriger Sirbu April-Oktober, Sonntag/Feiertag Ruhetag 1190 Wien, Kahlenbergerstraße 210 Heuriger Hirt April-Oktober ab 15 Uhr, Fr/Sa/So ab 12 Uhr 1190 Wien, Eiserne Handgasse 165 Track online: www.wildurb.at/g4

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WAHRE HELDEN

d n u e r F n e t s e b Mit adnemder Seite duarncdheln ! wilde Landschaft w TRACKINFO Rundwanderung: Obere Lobau über Großenzersdorfer Arm und Lobaumuseum Tracklänge: 5,79km Startpunkt: Eßlinger Furt 1220 Wien, Donaustadt Koordinaten: 48°11'59.85"N, 16°31'08.30"E Öffis: U2 > Station Aspernstraße Q 26A > Kirschenallee Q 99B > Auernheimergasse

Die Lobau gehört zu den wildesten Naturplätzen in ganz Wien. Wo vor 200 Jahren Soldaten mit wilden Hunden Wien erobern wollten, bewege ich wilder Urb mich mit meinem WildDog namens Pirie. (Na ja, zugegeben, der »WildDog« ist eher ein »WildschmuseDog«.) Dessen ungeachtet bietet die Lobau viele Möglichkeiten, einen entspannten Spaziergang mit dem vierbeinigen Liebling zu unternehmen. Abseits von den klassischen Wegen rund um Dechantund Panozzalacke bewegen wir uns heute ganz im nördlichen Teil der Oberen Lobau. TRACKVERLAUF

Wir starten am Eingang zur Lobau in Eßling. Nach kurzem Beschnuppern der Um-


Wer die Napoleon-Gedenksteine aufsuchen möchte, folgt weiter der Asphaltstraße und erhält nach etwa 300m zwei Möglichkeiten um zu den beiden Gedenksteinen zu gelangen. Vom Rastplatz mit dem Kreuz aus-

HISTORISCHES

Waren Hunde für die Niederlage Napoleons in der Lobau verantwortlich? Wohl kaum, obwohl die Vierbeiner damals keine Außergewöhnlichkeit waren. Schon früh wurden speziell abgerichtete Hunde im Krieg eingesetzt um Feinde anzufallen oder zumindest zu verschrecken. Auch im alten Rom kämpften nicht nur Gladiatoren, sondern auch Hunde in der Arena. Im Mittelalter verloren Kriegshunde an Bedeutung – bis sie durch die statische Form der Kriegsführung im 18. Jahrhundert – wieder häufiger an die Front geschickt wurden. Damit hatten sich auch ihre Aufgaben gewandelt. Nicht mehr aggressive Verhaltensweisen wurden trainiert und geschätzt, sondern die Tiere wurden hauptsächlich als Sänitäts-, Wach- oder Meldehunde eingesetzt.

Nicht nur das Lobaumuseums hat Interessantes zu bieten, sondern auch das nahegelegene Bibergehege. Hier lassen sich die regen Bautätigkeiten des Bibers gut beobachten.

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gebung, wohlgemerkt nur von Pirie, bewegen wir uns über einen kleinen Holzsteg, gelangen sehr bald zu einer Wegkreuzung und biegen hier links ab. Am Weg entdecken wir einige Plätze zum Verweilen und kurze Abstecher zum Großenzersdorfer Arm zur Linken sind hier auch möglich. Auf dem breiten Schotterweg gehen wir uns so lange, bis diese in die asphaltierte Vorwerkstraße mündet. Ein Wegweiser leitet uns nach rechts Richtung Eßling. Nach wenigen Minuten erreichen wir einen Rastplatz mit großem Kreuz.


DER GRENZLANDWEG – EINE PRÜFUNG FÜR MENSCH UND HUND

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Quer durch die Lobau führt der ÖWW Nr. 7, der ostösterreichische Grenzlandweg. Der 710km lange Weg, ausgehend vom Nebelstein im Waldviertel, führt über Wien und den Neusiedler See bis nach Bad Radkersburg. Die gut markierte Tour ist in Begleitung des eigenen Hundes ein bereicherndes Erlebnis und »schweisst« eng zusammen. Einige Fragen sollte man sich allerdings vor einer solchen Weitwanderung stellen: Schaffe ich es genug Futter und Wasser bis zur nächsten »Tankstelle« mitzuschleppen? Gibt es für die Nacht einen hundefreundlichen Schlafplatz? Habe ich die richtige Ausrüstung dabei? Und ganz wichtig: Immer flexibel bleiben und genug Alternativen einplanen, falls einmal etwas schief geht.

gehend biegen wir zur Rechten auf den Waldweg ab und folgen nun der rot-weißroten Markierung. Ich muss mich immer wieder daran orientiern, doch Pirie scheint sich hier besser auszukennen und findet stets den richtigen Pfad. Nach einigen Abzweigungen und Kurven mündet der Waldweg auf einen Trampelpfad, wir biegen hier links ab und bis zur Kreuzung beim Lobau-Museum wird dieser Pfad der Untergrund unter unseren Schuhen und Pfoten sein. Bei besagter Kreuzung folgen wir dem Wegweiser Eßling nach rechts. Gemeinsam durchschreiten wir Wälder und Felder, ehe uns die Schotterstraße wieder zur Wegkreuzung vom Beginn der Tour zurückführt. Den Weg weiter folgend über den kleinen Holzsteg erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt.

Abseits von Dechant- und Panozzalacke bietet die obere Lobau zwar nicht so viele Bademöglichkeiten, dafür wandert man auf sehr ruhigen Pfaden durch die Landschaft.


UMGEBUNGSTIPPS Restaurant Jade-Wald Chinesische Küche der neuen Generation 1220 Wien, Esslinger Furt 4 Roter Hiasl Traditionsreiche Hausmannskost Biberhaufenweg 228, 1220 Wien Autokino Großenzersdorf 2301 Groß-Enzersdorf, Autokinostraße 2 Lobaumusem 1220 Wien, Lobau 256, Vorwerk 1 Hundbadebereich Neue Donau An der Neuen Donau Buchtipp: Trekking mit Hund, Heiko Kühr ISBN 9783866861435 Track online: www.wildurb.at/g5

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WILLST DU MIT MIR GASSI GEHEN?

MIT BEITRÄGEN VON

DIETER CHMELAR MAGGIE ENTENFELLNER CHRIS LOHNER ELFRIEDE OTT ...

Wer kann bei dieser Frage, nonverbal durch heftiges Schwanzwedeln und flehenden Hundeblick hervorgebracht, schon »Nein« sagen. Zumal eine Ablehnung auch – nun, sagen wir mal so – unangenehme Konsequenzen für den Teppichboden hätte. Also verbindet man das Unaufschiebbare mit dem Angenehmen. Und so macht sich der WildUrb mit seinem besten Freund auf den Weg. Die Stadt, also Wien, ist auf den Hund gekommen. Und umgekehrt. Zu Fuß und zu Pfoten entdecken wir gemeinsam, was die Donaumetropole ihren vierbeinigen Bewohnern zu bieten hat. Und das ist eine ganze Menge. Vom zum Hecheln schönen Stadtweg bis hin zur zum Schwanzwendeln kurzweiligen Hundezone: Dieses Buch bringt Dir die für WildUrb und WildDog amüsantesten Infos, Wege und Plätze. Wau!


WIEN GEHT GASSI