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Wรถlfe

im Ausseerland 21.Februar 2012

Kranabitl Thomas

www.wildfoto.at


Wir schreiben das Jahr 2012. Der heurige Winter zeichnet sich durch enorme Schneemengen und wochenlanger Kälte von über -20 o Celsius aus.

Es ist so kalt, dass der Urin der Hirsche gefriert noch bevor er auf den Boden tropft. Die Jagdhunde müssen in isolierte Körbe um nicht anzufrieren. Es ist so kalt, dass Gamskitze eingefangen, gewärmt und medizinisch versorgt werden müssen.

Kranabitl Thomas

www.wildfoto.at


Da bekanntlich der Wolf die Kälte und Gämsen liebt, habe ich mich fast täglich 12 Stunden lang im Tarnzelt auf die Lauer gelegt. Erfrierungen des 3. Grades wurden in Kauf genommen, aber die Mühen sollten sich bezahlt machen.

Letzten Sonntag war es dann soweit, ein vermutlich jüngeres Wolfsmännchen wechselte im tiefen Schnee über eine Lichtung im Sandlinggebiet bei Altaussee.

Plötzlich entdeckte er ein schwaches Gamskitz, dass er nach kurzer Hatz riss und zu verspeisen begann.

Kranabitl Thomas

www.wildfoto.at


Nach einiger Zeit tauchte ein zweiter, etwas 채lterer Wolf auf und machte ihm seine Beute streitig.

Nach kurzen Gefecht musste der J체ngere die Beute abgeben und ausweichen.

Kranabitl Thomas

www.wildfoto.at


Der j체ngere Wolf tat mir leid und ich holte aus meinen Rucksack eine Jausenwurst heraus, mit der ich ihn f체tterte.

Er bedankte sich noch mit einen Gemeinschaftsfoto und verschwand dann mit seinem Kollegen genau so schnell wie er gekommen war, in den Weiten der Ausseer W채ldern.

Kranabitl Thomas

www.wildfoto.at


Wölfe im Ausseerland