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CHF 8.–

JUNI 2015

Das Schaf fhauser Wirtschaftsmagazin

STANDORTATTRAKTIVITÄT

Wie wir alle davon profitieren RICHTIGE STRATEGIE STÄRKT DEN STANDORT ANDREAS GISLER CEO IVF HARTMANN GRUPPE

SESSHAFTER EXPAT VOM CHEMIKER ZUM WEINBAUER

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EDITOR I AL

Das Schaf f hauser Wir tschaf tsmagazin

STA N DORTAT T R A K T I V I TÄT W I E W I R A L L E DAVON PROF I T I ER EN Schaffhausen hat an Attraktivität gewonnen

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Interview mit Andreas Gisler, CEO IVF Hartmann

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Englischer Chemiker wird zum Hobby-Rebbauer

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Der Kanton hat noch Handlungsbedarf

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FOK UST EI L Auf der Suche nach einem neuen Standort

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W I RT SCH A F T SFÖR DERU NG Im Zeichen der Veränderung

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F I R M EN N E WS Globaler Hauptsitz von Oriflame neu in Schaffhausen

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R SE -N E WS Wo Visionen zu Projekten werden

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I T S -N E WS Die Schaffhauser Technologieund Innovationsdrehscheibe

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I VS -N E WS Standortattraktivität für Private, Gewerbe, KMU und Konzerne

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KGV-N E WS Schweizer KMU – bald keine politische Stimme mehr?

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F I NA NZ EN Schweizer Firmen reagieren auf den starken Franken

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PER SÖN L ICH Christoph Schärrer

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I N NOVAT ION Flugsimulator

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K A R R I ER E Beat Stöckli

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L E U T E Schaffhauser Tischmesse und Kontaktbörse vom 5. Juni 2015

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I M VOR Z I M M ER VON … Die gute Fee tanzt gern auf vielen Hochzeiten

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Liebe Leserinnen und Leser Wirtschaft geht uns alle an. Wirtschaft muss uns alle angehen. Denn ökonomisches Handeln bildet die Grundlage gesellschaftlichen Lebens, schafft Wohlstand und damit die Basis für sozialen Ausgleich und Fortschritt. Diese grundlegende Bedeutung der Wirtschaft hat die «Schaffhauser Nachrichten» und die Wirtschaftsförderung des Kantons Schaffhausen bewogen, das neue Schaffhauser Wirtschaftsmagazin «SH Wirtschaft» ins Leben zu rufen, dessen erste Ausgabe Sie nun in Händen halten. «SH Wirtschaft» informiert über das wirtschaftliche Geschehen der Region, bringt Ihnen Unternehmen näher und stellt vor allem die Menschen und Persönlichkeiten des Wirtschaftsstandortes Schaffhausen vor. Kurz: Es ermöglicht Ihnen einen Blick hinter die Fassaden unserer regionalen Wirtschaft. Einen wesentlichen Bestandteil bildet dabei der «Newsletter» der Wirtschaftsförderung, welcher als eigenständiger Teil in das Magazin integriert ist. Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe steht nicht zufällig das Thema Standortattraktivität. Denn die Attraktivität eines Standortes entscheidet wesentlich über das Wohlergehen einer Region und kommt sowohl Unternehmen wie auch der Bevölkerung zugute. Davon profitieren wir alle. Dies verdeutlicht: Die regionale Wirtschaft ist kein anonymes Gebilde. Sie ist von Menschen für Menschen gemacht. Stefan Wabel

Christoph Schärrer

Leitung Verlag «Schaffhauser Nachrichten»

Delegierter für Wirtschaftsförderung des Kantons Schaffhausen

IMPRESSUM ERSCHEINT VIERTELJÄHRLICH, 1. JAHRGANG, AUSGABE NR. 1, JUNI 2015 HERAUSGEBER «SH WIRTSCHAFT» MEIER + CIE AG SCHAFFHAUSEN, VORDERGASSE 58, 8201 SCHAFFHAUSEN REDAKTIONELLE MITARBEIT JÖRG RISER GRAFIK-KONZEPT UND PRODUKTION FR ANZISKA RÜTSCHI TITELBILD SELW YN HOFFMANN HERAUSGEBER «NEWSLETTER» WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG KANTON SCHAFFHAUSEN, HERRENACKER 15, 8200 SCHAFFHAUSEN REDAKTION NINA SCHMID, PETR A ROOST GESTALTUNG UND PRODUKTION BBF COMMUNICATION + DESIGN; TRIX BRUNNER VERLAG VERLAG «SCHAFFHAUSER NACHRICHTEN», STEFAN WABEL ANZEIGENVERKAUF «SCHAFFHAUSER NACHRICHTEN», TELEFON 052 633 31 11, FAX 052 633 34 02, ANZEIGENSERV ICE@SHN.CH ABONNEMENTE JÄHRLICH FR. 28.–, EINZELNUMMER FR. 8.–, TELEFON 052 633 33 66, ABOSERV ICE@SHN.CH. DAS ABONNEMENT IST IN DEN MITGLIEDERBEITR ÄGEN DES K ANTONALEN GEWERBEVERBANDES KGV UND DER IVS INDUSTRIE- & WIRTSCHAFTSV EREINIGUNG REGION SCH AFFH AUSEN SOW IE IM ABONNEMENT DER «SCH AFFH AUSER NACHRICHTEN» ENTH ALTEN. AUFLAGE 25 000 EXPL. DRUCK STAMM+CO, SCHLEITHEIM

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STANDORTAT TR AK TIVITÄT

Schaffhausen hat an Attraktivität gewonnen Der Zuzug neuer Unternehmen in den letzten Jahren beweist es: Die Region Schaffhausen hat nach dem schmerzlichen Arbeitsplatzabbau in den Neunzigerjahren an Attraktivität gewonnen. Davon profitieren auch die alteingesessenen Firmen. TEX T JÖRG R ISER

BILDER SELW Y N HOFFM A NN

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or 25 Jahren hat sich in Schaffhausen wohl kaum jemand eine Firma wie die Firstfriends (Relocation) GmbH von Claudia Frei und Ellen Testi vorstellen können. Denn Frei und Testi kümmern sich – vereinfacht ausgedrückt – um zugezogene ausländische Arbeitnehmer und ihre Familien. Sie erleichtern ihnen das Einleben am neuen Wohnort, sie helfen ihnen, sich zu etablieren. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes «die ersten Freundinnen» der Neuankömmlinge, helfen bei der Wohnungssuche, im Umgang mit Behörden, bei der Anmeldung an Schulen, sie vermitteln wichtige Adressen vom Arzt bis zur Motorfahrzeugkontrolle, sie machen mit dem sozialen und kulturellen Leben vertraut, mit Vereinen, Freizeit- und Sportmöglichkeiten. Sie erklären Zahlungsüberweisungen, erläutern Elektrizitäts- und Wasserrechnungen, begründen Entsorgungsgebühren, und sie schaffen Kontakte. Kurz: Claudia Frei und Ellen Testi erklären den NeuSchaffhausern mit (meist) ausländischen Pässen die Schönheiten, Besonderheiten und Eigenarten des «Schaffhauser Lebens», samt bürokratischem Anhang und Regelwerk. Ein ganzes Paket an Dienstleistungen liefern sie, das von Arbeitgebern für deren Ankömmlinge gebucht wird. Und, so stellt Claudia Frei fest: «Das Geschäft läuft gut.»

KEINE SCHWARZE LISTE MEHR Denn Schaff hausen ist beliebt geworden bei ausländischen Arbeitskräften – Ausdruck der merklich gestiegenen Standortattraktivität. Eine Anekdote belegt das. Als die beiden Frauen 2003 ihr Unternehmen gründeten, war die Region im Ausland a) wenig bis gar nicht bekannt und b), auch als Folge davon, fast gefürchtet. «Bei der Gründung einer Schaffhauser Niederlassung blickten die ausländischen Arbeitnehmer ängstlich auf die schwarze Liste: auf die Namen jener, die umziehen mussten», stellt Claudia Frei fest. Mittlerweile hat sich dies allerdings gründlich geändert. Europa, die Schweiz und insbesondere auch Schaffhausen seien für ausländische Arbeitnehmer beliebte Ziele geworden. Sie müssen nicht mehr umziehen, sie wollen umziehen, «denn viele von ihnen sehen hier grössere Zukunftschancen als in ihrem Heimatland». Und: Es ist keine eng begrenzte und vor allem keine zeitlich arg limitierte Liebe, wie Ellen Testi meint. Mit Ausnahme einiger sehr mobiler Singles neigen Zuzüger, zumal wenn sie Familie haben, zur örtlichen Beständigkeit: Sie kommen, um zu bleiben und sich zu integrieren. Womit womöglich ein stark verbreitetes Schaffhauser Vorurteil versenkt werden sollte.


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CLAUDIA FREI Geschäftsführerin der Firstfriends GmbH

«DAS GESCHÄFT L ÄUFT GUT.»

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ELLEN TESTI Geschäftsführerin der Firstfriends GmbH

«SIE KOMMEN, UM ZU BLEIBEN UND SICH ZU INTEGRIEREN.»

Nicht zuletzt diese Treue zur Wahlheimat macht Ansiedlungen für die Region so wertvoll. Dass dadurch beträchtliche Steuereinnahmen generiert werden, ist nur ein Teil der positiven Auswirkungen (wenngleich natürlich kein geringer). Wer sich längerfristig niederlässt – das gilt für die Firmen selbst wie für deren mitgereiste Arbeitnehmer –, schafft zusätzliche Nachfrage, von der die alteingesessenen Firmen profitieren. Und die «Neuen» schaffen Arbeitsplätze. Zu Beginn bringen die Unternehmen meistens eigene Spezialisten und eine Gründungsoder Stammbelegschaft mit, später allerdings, beim Ausbau der Tätigkeiten, meint Ellen Testi, «stellen sie einheimische Arbeitskräfte ein».

ALTEINGESESSENE PROFITIEREN Von Firmenansiedlungen und auch vom Zuzug ausländischer Arbeitskräfte profitieren zahlreiche Schaffhauser Firmen. Exemplarisch dafür steht ja die Firstfriends GmbH selbst: Ohne die Entwicklung Schaffhausens von der gefürchteten zur beliebten Wahlheimat und zum attraktiven Firmenstandort

gäbe es das Unternehmen gar nicht. Nicht immer sind die positiven Auswirkungen indes derart direkt sichtbar. Allerdings gilt natürlich, was Claudia Frei festgestellt hat: «Ausländer, übrigens aus der ganzen Welt, die ihren Lebensmittelpunkt in Schaffhausen aufgebaut haben, nehmen am hiesigen Leben teil.» Was auch heisst: Sie kaufen ein wie die Einheimischen, sie benötigen Güter und Dienstleistungen wie ein Ur-Schaffhauser, und oft sind sie gar noch ein wenig bis deutlich kaufkräftiger als die Mehrzahl der Einheimischen, denn in der Regel siedeln sich nicht arme Leute an. Das sieht auch Karin Spörli, unter anderem Geschäftsführerin des Kantonalen Gewerbeverbandes, so. «Logisch, profitiert die Region von den Ansiedlungen und den Zuzügern.» Nicht nur für den Staat sei dies positiv, sondern auch für die Wirtschaft und für alle Mitbürger. «Die Leute richten sich ein, sie ernähren sich, sie gehen auswärts essen, sie gehen ins Krafttraining, kurz: Sie konsumieren und kurbeln die Wirtschaft an.»

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«Es wird bei uns bis zu 50 Prozent Englisch gesprochen» Ansiedlungen und der Zuzug ausländischer Arbeitskräfte kurbeln die heimische Wirtschaft an. Das ist für Fachleute unbestritten, wenngleich der positive Effekt vielleicht nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist. Im Restaurant Güterhof in Schaffhausen jedoch ist er hörbar. «Unter der Woche wird bei uns zu 50 ProK ARIN STOLL zent Englisch gesprochen, weil wir Prager. Gastronomie AG an Arbeitstagen viele Geschäftsessen und auch sonst Gäste von ausländischen Firmen haben», stellt Karin Stoll fest, die in der Geschäftsleitung von Verena Pragers Gastronomie tätig ist. Auch in anderen Schaff hauser Gaststätten sind oft fremde Idiome zu vernehmen. Und nicht immer sind es Touristen, die hier speisen und parlieren, sondern Neu-Schaffhauser. Erich Tanner ist Gemeindepräsident von Merishausen. Hier, nicht weit entfernt von der gut erreichbaren International School, haben sich etliche englische Familien niedergelassen. Sie sind herzlich willkommen in der Gemeinde, meint Tanner, und sie sorgten auch für wirtschaftliche Impulse in der Gemeinde. Auch wenn ERICH TANNER es (noch) nicht so sei, «dass MerishauGarage Tanner AG sen deswegen den Steuerfuss senken könnte». Erich Tanner ist auch Gewerbetreibender, er führt die Garage Tanner AG. Und registriert als Unternehmer positive Impulse durch die Zuzüger. Zwar würden sie sich nicht gleich nach der Ankunft auf das heimische Gewerbe stürzen, «aber mit der Zeit gibt es Geschäftsbeziehungen». Die neuen Einwohner, mehrheitlich Familien, bringen Leben ins Dorf. Die englischen Familien, meint der Gemeindepräsident, würden auch ausgezeichnet in die Landschaft passen. Diese erinnert sie offenbar an die alte Heimat – ein Gewinn für beide Seiten. Von der Standortattraktivität und dem damit verbundenen Zuzug von Unternehmen und Mitarbeitern profitiert auch die hiesige Versicherungswirtschaft, die übrigens ein erhebliches volkswirtschaftliches Gewicht repräsentiert. «Die positiven Folgen sind mit jeder Ansiedlung zu spüren», stellt Gerhard Schwyn, der GERHARD SCHWYN scheidende Generalagent der MobiMobiliar-Versicherungen liar-Versicherungen Schaff hausen, fest. Die neuen Firmen benötigen schliesslich Versicherungen in allen Bereichen. Selbstverständlich schlagen dann bei der Branche auch die Schadenleistungen zu Buche, aber willkommene Impulse gibt es allemal. Was auch in Bezug auf die in die Region ziehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zutrifft. Auch sie benötigen schliesslich Versicherungsschutz. W. S . | J . R .

«LOGISCH, PROFITIERT DIE REGION VON DEN ANSIEDLUNGEN UND DEN ZUZÜGERN.» K ARIN SPÖRLI Geschäftsführerin KGV

Bild RENÉ UHLMANN

WICHTIGE IMPULSE Das sind handfeste ökonomische Wirkungen, finanzielle Impulse, welche die gesamte Wirtschaft befruchten. Zusätzlich hat der Einzug der ehemals «Fremden» unverkennbar atmosphärische und womöglich sogar mentalitätsspezifische Auswirkungen. Karin Spörli: «Die Schaffhauserinnen und Schaffhauser erleben, wie andere denken, wie sie sich verhalten, sie lernen andere kulturelle Welten kennen, und das verschafft die Möglichkeit, über den Schaffhauser Tellerrand zu blicken.» Claudia Frei und Ellen Testi haben diese Entwicklung ebenfalls beobachtet. Schaffhausen sei offener geworden, meinen sie. Der Umgang mit «Schaffhausern» aus Indien, Korea, aus England oder den USA, mit denen aus Schweden, Spanien oder Brasilien ist entspannter als früher – sofern es früher überhaupt solche Begegnungen gegeben hat. Und nicht nur die Zuzüger bemühen sich um Integration, auch die Schaffhauser tun dies, reagieren und wollen beitragen zur Harmonie einer bunter und vielfältiger gewordenen regionalen Welt voller neuer Eindrücke. In etlichen Restaurants ist die Speisekarte jetzt auch in Englisch lesbar – undenkbar vor 25 Jahren. Aber damals hat man sich ja auch einiges nicht vorstellen können, was heute Alltag ist

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«Jede Firma, die eine falsche Strategie verfolgt, ist über kurz oder lang weg vom Fenster» Ein attraktiver Standort ist wichtig. Die Unternehmen selbst tragen allerdings mit einer erfolgreichen Strategie dazu bei, ihren Standort attraktiv werden zu lassen. Das sagt Andreas Gisler, CEO der IVF Hartmann Gruppe, Neuhausen am Rheinfall. INTERVIEW JÖRG R ISER BILD SELW Y N HOFFM A NN

Herr Gisler, die IVF Hartmann Gruppe in Neuhausen am Rheinfall vereinigt die Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern mit einer langen lokalen Produktionstradition. Deutet die starke Verwurzelung mit der Region auf einen attraktiven Standort hin? Andreas Gisler: Es entspricht grundsätzlich einer Herausforderung für jedes Unternehmen, seinen Standort attraktiv zu machen. Damit das gelingt, sind viele Massnahmen und Überlegungen notwendig. Eine der wichtigsten ist, dass eine Firma die richtige Strategie entwickelt. Die IVF hat sich schon

früh entschieden, sich durch die Leistung am Markt zu differenzieren und nicht nur explizit über den Preis. Wir wollen nicht nur Produkte verkaufen, wir verknüpfen eine Dienstleistung damit, räumen die Produkte zum Beispiel im Vorraum des Operationssaals ein und sorgen dafür, dass stets ausreichende Mengen vorhanden sind, ohne dass jemand eine Bestellung auslösen muss. Der Erfolg der Strategie der Leistungsführerschaft ist für die IVF eine Voraussetzung dafür, dass der Standort Neuhausen am Rheinfall bleibt.


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ANDREAS GISLER CEO der IVF Hartmann Gruppe, Neuhausen.

Mit anderen Worten: Wenn die Strategie nicht funktioniert, nützt auch der beste Standort nichts. So ist es. Wenn die IVF einer falschen Strategie folgt, ist sie eines Tages weg vom Fenster. Dann wäre auch der Standort Neuhausen gefährdet. Die IVF hat rasch erkannt, dass sie die richtigen Leute am richtigen Ort braucht, um ihre Strategie umzusetzen. Da haben wir schnell festgestellt, dass dies in Schaffhausen möglich ist und dass es für viele Fachleute interessant ist, hier zu arbeiten und zu leben. Ein wichtiger interner Faktor ist auch, dass die IVF in Neuhausen richtig investiert hat. Zum Beispiel war es mitentscheidend, auch in die Logistik zu investieren. Sie ist dafür verantwortlich, dass unsere Produkte zum richtigen Zeitpunkt in den richtigen Mengen beim Kunden sind. Zum Teil haben wir eine 24-Stunden-Belieferung. Nun sind Unternehmen allerdings auch mit externen Rahmenbedingungen konfrontiert. Die können sehr wohl unterschiedlich attraktiv sein. Natürlich haben sie einen Einf luss. Dazu zählen zum Beispiel eine vernünftige Steuerbelastung oder ein guter und unkomplizierter Umgang mit den Behörden und die Verfügbarkeit von Fachkräften. Es ist ja auch interessant, nach Schaff hausen zu ziehen, denn hier findet man guten Wohnraum, Kinderkrippen, eine gute Bildungslandschaft mit internationalen Schulen und viele Sportmöglichkeiten. Die Region bietet auch kulturell viel. Es wird überdies einiges für die Zuzüger getan, etwa von der Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schaffhausen IVS. Diese Massnahmen führen dazu, dass die Leute nicht nur ankommen, sondern sich hier auch wohlfühlen und bleiben.

«ES WÄRE UNSINNIG, EINHEIMISCHE TALENTE ZU MISSACHTEN.»

Die IVF beschäftigt indes auch zahlreiche Einheimische, Menschen, die sich offensichtlich seit eh und je hier wohlgefühlt haben. Wenn es irgendwie geht, versuchen wir natürlich, guten einheimischen Arbeitskräften eine Beschäftigung in Schaffhausen zu ermöglichen. Es wäre unsinnig, Schaffhauser Talente zu missachten und dauernd Leute aus dem Ausland zu beschäftigen. Ich lege grossen Wert darauf, so gut es geht, im eigenen Teich zu fischen. Erst wenn er leer ist, weicht man auf den Nachbarteich aus – und dann ist die Standortattraktivität besonders wichtig. Negative exogene Einf lüsse sind nicht zu vermeiden. Denken wir nur an die aktuelle Wechselkurssituation, die manchen Unternehmen schwer zu schaffen macht. Auch der IVF? Hier muss man immer die Nettoeffekte betrachten. Dank dem starken Franken kann im Euroraum

günstiger eingekauft werden. Auf der anderen Seite sind die Schweizer Kunden sehr preisaffin, und sie verlangen, dass der positive Euroeffekt 1:1 weitergegeben wird. In der Summe ist es wichtig eine Firma so aufzustellen, dass die positiven Effekte die negativen überwiegen – das ist allerdings nicht ganz einfach. Die IVF hat den Vorteil, dass sie zwar zum Teil Waren aus dem Euroraum bezieht, über 80 Prozent des Umsatzes jedoch in der Schweiz generiert. Wir sind demnach nicht stark vom Export abhängig. Das ist eine Folge der Hauptstrategie der IVF, zuerst und so gut es geht den Heimmarkt auszubauen. Also stehen Verlagerungen ins Ausland nicht zur Diskussion? Wir versuchen, den Produktionsstandort Schweiz aufrechtzuerhalten, indem wir Güter mit einer hohen Wertschöpfung produzieren, die technisch anspruchsvoll sind, für die hohe regulatorische Anforderungen gelten und ein hohes Qualifikationsniveau der Mitarbeiter notwendig ist. Hier steht eine hohe Qualität der Produkte im Vordergrund. Vereinfacht formuliert: Eine Verlagerung ins Ausland wäre zwar möglich, aber auch relativ kompliziert. Da wir nur in solchen Bereichen produzieren, ist gegenwärtig der Standort Neuhausen nicht nur nicht gefährdet, sondern er wird sogar gefördert. Offensichtlich gelingt das gut. Für das Jahr 2014 hat die IVF Hartmann Gruppe einen Umsatzzuwachs von 6 Prozent und eine Gewinnsteigerung von 2,8 Prozent auf 15,8 Millionen Franken ausweisen können. Geht das so weiter? Im letzten Jahrzehnt hat sich der Wert des Unternehmens, gemessen an der Börsenkapitalisierung, von 50 auf 350 Millionen Franken erhöht, und der Gewinn wurde von 3 auf, wie erwähnt, fast 16 Millionen Franken gesteigert. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil das Unternehmen so die Möglichkeit erhält, aus eigenen Mitteln wieder in die Firma zu investieren. Wenn das Geld dafür verwendet würde, die Büros zu schmücken oder teure Geschäftsautos zu kaufen, hätte der Gewinn keinen Sinn gemacht. Ein höherer Gewinn ermöglicht der IVF, mehr zu investieren, als das mit einem tieferen Gewinn der Fall wäre. Das stärkt unsere Position am Markt und jene des Standortes. Die Herausforderung im laufenden Jahr besteht darin, den Umsatz und das Ergebnis zu übertreffen. Ich werde nun keine Prognose bekannt geben, aber eines ist gewiss: Wir arbeiten entschlossen daran, das Niveau auch 2015 zu halten. Herr Gisler, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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BRIAN STRONG Chemiker

Der englische Chemiker wird zum Hobby-Rebbauer Standortqualität und Schaffhausen? Dafür hat sich der bei Cilag Ltd nördlich von London arbeitende Brian Strong nun wirklich nicht interessiert. «Wie stellen Sie sich das vor ? Ich war 26 Jahre alt. Was interessierte mich da eine Kleinstadt namens Schaffhausen?» Jetzt wohnt er in Hallau und ist sogar zum Hobby-Rebbauer geworden.

TEXT WOLFGANG SCHREIBER BILDER ER IC BÜ HR ER

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 Brian Strong – im Sport ein Engländer, in den Reben ein Hallauer.

ls verkündet wurde, dass Cilag die Produktion der Antibabypille von England nach Schaffhausen verlegen würde, gehörte Brian Strong, der als Chemiker im Londoner Werk arbeitete, zu denen, die ihren Job verloren. Aber das stimmt nicht ganz. «Einigen jungen Chemikern wurde ein Job am neuen Produktionsstandort angeboten», beschreibt Brian Strong seine damalige Situation. Dass der Produktionsstandort in der Schweiz liegt, das weckte das Interesse des Chemikers. «Ich hatte zwei Jahre zuvor in den Dolomiten das Skifahren entdeckt und war von diesem Sport begeistert. In der Schweiz, das war mir klar, würde ich Ski fahren können, möglicherweise jedes Winterwochenende. Das fand ich cool.» Brian Strong hat sich gemeldet, und seine Bewerbung wurde akzeptiert. Mit ihm zogen vier weitere junge Leute in die Schweiz. Ist der junge Chemiker auf den Wechsel in das fremde Land durch die Firma vorbereitet worden? Brian Strong bekam in England keine Kurse, das Leben in der Schweiz betreffend. Aber: Er hatte einen Arbeitsvertrag von der Cilag in der Hand, also von einem ortsansässigen Unternehmen, was einen wesentlichen Unterschied machte gegenüber «normalen» Expats, die von einer ausländischen Firma ins Ausland gesandt werden. Eines noch wusste Brian Strong: In der Schweiz wird er weniger Einkommenssteuern bezahlen müssen als im damaligen England. Und darauf freute er sich. Ein weiterer Standortvorteil Schaffhausens neben der kurzen Distanz zu Skigebieten.

EXAKTER, LANGSAMER Brian Strong erlebte mit dem Wechsel nach Schaffhausen keinen Kulturschock. Das Arbeitsleben hier empfand er schon als unterschiedlich zu jenem in England. In Schaff hausen, stellte er fest, wird exakter gearbeitet, aber deshalb auch langsamer. Brian Strong quartierte sich nach seiner Ankunft im Hotel Park Villa ein. Nach zwei Monaten suchte und fand er eine Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung auf

dem Geissberg. Nun lernte er das Leben in Schaffhausen richtig kennen. Er musste für sich selbst sorgen, musste einkaufen und mit dem Versicherungswesen klarkommen. «Und nirgends wurde damals Englisch gesprochen», stellt Strong fest. In keinem Geschäft, in keinem Laden, auf keiner Behörde. Das hat sich inzwischen geändert. Schaffhausen werde langsam internationaler, stellt er fest.

STANDORTVORTEIL RUGBY Eine besondere Beziehung entstand zu Zürich. «Engländer», sagt er, «können sich im Ausland an alles gewöhnen. Nur im Sport nehmen sie nichts Neues an. Ihrer in England gepflegten Sportart bleiben sie ein Leben lang treu.» Bei Brian Strong war es nicht der Fussball, dem er die Treue hielt. Es war, ist und bleibt für ihn: Rugby. Strong schloss sich deshalb der Rugby-Abteilung des Grasshoppers Club an und spielte dort im Team. Dass auch hierzulande Rugby gespielt wird – inzwischen sogar in Schaffhausen –, kann als Standortvorteil gewertet werden, zumindest aus der Sicht englischer Chemiker. In der Cilag, damals unter Mike Baronian, wurde viel getan, um den Engländern das Leben in Schaff-


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hausen zu erleichtern. Die Arbeitskollegen waren hilfsbereit mit Auskünften. Versicherungsvertreter kamen in die Firma und halfen bei Versicherungsfragen. Ein Engländer, der schon länger in Schaffhausen lebte und arbeitete, gab wichtige Tipps und Hinweise. In der Cilag konnte Brian Strong auch einen Deutschkurs besuchen. In einer Hinsicht, der wichtigsten, war seine Situation speziell, denn kurz vor seiner Abreise hatte er seine zukünftige Frau kennengelernt. Beim Abschiedsfest mit seinen englischen Kollegen, Bekannten und Freunden zog die Gesellschaft «um die Häuser»; dabei lernte er, welch unvorhersehbares Glück, seine Lindsay kennen. Er zog nach Schaffhausen, sie blieb in England. Sie schrieben Briefe und telefonierten miteinander, und in den Ferien flog Brian natürlich zu Lindsay nach England. Nach zwei Jahren «Fernbeziehung» heirateten die beiden, und sie zog sofort mit nach Schaffhausen um in seine Wohnung auf dem Geissberg.

ARBEIT VERBOTEN Für Lindsay Strong begann eine harte Zeit. Ihr, einer jungen Frau, die arbeiten, die unter die Leute kommen wollte, war von Gesetzes wegen das Arbeiten nicht erlaubt. Sie durfte zwar bei ihrem Ehemann leben, aber nicht arbeiten. Erst nach zwei Jahren bekam die junge Frau die Möglichkeit, einen Job anzunehmen. Nach einigen Jahren auf dem Geissberg zog das Paar nach Merishausen. Das Leben in der Landgemeinde hat ihnen so gut gefallen, dass sie nach sieben Jahren ein Haus kaufen wollten. Das

klappte jedoch nicht. Zufällig fanden sie dann aber im Jahr 2008 eine Liegenschaft in Hallau. Und: «Wir sind sehr glücklich hier», sagt Strong. Beide haben Anschluss gefunden und sich integriert. Seine Frau Lindsay, die heute als Buchhalterin in Schaffhausen arbeitet, hat sich bei Hallau-Tourismus als Kassierin engagiert. Er hat, obwohl für den aktiven Feuerwehrdienst zu alt, über die Feuerwehr Anschluss gefunden. Brian Strong hat Freunde und Bekannte gewonnen, die ihn sogar davon überzeugen konnten, Hobby-Rebbauer zu werden. Er besitzt jetzt Reben in Osterfingen, die er selber pflegt. Seine Trauben lässt er in der Rötibergkellerei vinifizieren, und seinen Wein bringt er mit dem Etikett «Römerstrasse» unter die Leute. Noch einen Standortvorteil erwähnt Brian Strong. Als vor fünf Jahren bei der Cilag ein weiterer Stellenabbau stattgefunden hat, ist auch ihm gekündigt worden. War das schlimm für ihn? Nein, sagt Brian Strong, er habe als Chemiker gleich wieder eine Stelle gefunden und arbeite jetzt bei Novartis Pharma in Stein/Aargau. Ein weiter Arbeitsweg? «Überhaupt nicht», meint Brian Strong. Er fährt mit dem Auto von Hallau nach Erzingen und besteigt dort den Zug nach Basel. In Säckingen steigt er aus, geht über die Rheinbrücke und befindet sich schon am Arbeitsort. Eine Sache von Minuten. So hat Schaffhausen den Vorteil, nicht nur nahe bei Zürich zu liegen, sondern auch Basel in Reichweite zu haben

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Der Kanton Schaffhausen hat noch Handlungsbedarf Die Erfolge der Wirtschaftsförderung der letzten Jahre sind unbestritten und beeindruckend – auch was die Bemühungen zur Attraktivierung des Standorts Schaffhausen betrifft. Ein Nachlassen der Anstrengungen steht allerdings deswegen nicht im Aufgabenheft des Regierungsrates. «Wir haben noch Handlungsbedarf», meint Regierungspräsident und Volkswirtschaftsdirektor Ernst Landolt.

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etztlich gründen alle Anstrengungen auf einer Maxime: «Wir wollen weiter wachsen.» Das Bekenntnis dazu findet sich im Legislaturprogramm 2013 bis 2016 des Schaff hauser Regierungsrates genauso wie in den Schwerpunkten der Regierungstätigkeit für das laufende Jahr. Regierungspräsident und Volkswirtschaftsdirektor Ernst Landolt vergisst deshalb nicht, den ehernen Grundsatz zu betonen: «Wir wollen moderat weiterwachsen.» Konkret: Im Jahr 2030 soll die Bevölkerung des Kantons 85 000 bis 90 000 Personen zählen. Die Projektion entspricht einem moderaten jährlichen Bevölkerungswachstum von 0,5 bis 0,9 Prozent. Das ist nun wahrhaftig keine explosive Zunahme, und eine solche Entwicklung wäre weit entfernt von einem «Boom». Aber, und das ist entscheidend: Selbst ein derartiges «sanftes» Wachstum ist angesichts der tiefen Geburtenrate nicht von innen heraus, aus eigener Reproduktion, zu schaffen. Um es zu erreichen, ist eine Zuwanderung unerlässlich. Dazu kommt eine demografische Erschwernis: Der Kanton zählt überdurchschnittlich viele ältere Menschen, der Anteil der Senioren ist hoch (der zweithöchste unter den Schweizer Kantonen). Brutal ausgedrückt: Schaffhausen ist überaltert, weshalb die Regierung auch einen besseren «Bevölkerungsmix» anstrebt und gerne junge zuziehende Familien mit Kindern begrüssen würde. Gratis ist dies nicht zu haben. «Ihnen müssen wir etwas bieten», sagt daher Ernst Landolt.

ETWAS BIETEN Daran messen sich die Anstrengungen. Schaff hausen muss etwas bieten. Etwa gute Arbeitsplätze, gute Wohnungen an guten Lagen, gute Verkehrsanbindungen, ein gutes Steuerklima, ein gutes Bildungswesen, eine gute Infrastruktur, auch Kultur und Sport, Unterhaltungsmöglichkeiten, eine schöne Landschaft, Lebensqualität. Es gehört vieles dazu, was eine Region attraktiv sein lässt. Gute Tagesstrukturen zum Beispiel. Sie ermöglichen bestens ausgebildeten jungen Frauen, trotz Mutterschaft am Arbeitsleben teilzunehmen – gleichermassen ein Gewinn für die Familie wie für eine Region. Tagesstrukturen: Das Thema gehört zu den Bereichen, in denen Schaffhausen bislang (mit Ausnahmen) nicht gerade mit Verve durchgestartet ist. Solche Lücken hat Ernst Landolt im Auge, wenn er feststellt: «Wir haben noch Handlungsbedarf.» Dabei geht es nicht nur darum, noch besser, noch attraktiver zu werden, sondern ebenso sehr, das erreichte Niveau zu verteidigen. Denn die Umstände sind nicht mehr so günstig wie auch schon. Politische Entscheidungen (auch auf nationaler Ebene) haben eine

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fruchtbare Wirtschaftspolitik erschwert, die aufgekommene und teilweise prononcierte Wachstumsskepsis hinterlässt Spuren. In diesem Zusammenhang ist Landolt froh, dass die Schaffhauser Politik, eingeschlossen der Kantonsrat, die Zielsetzungen der Regierung bislang weitgehend unterstützt hat. Sie enthalten zahlreiche Massnahmen. Nennen wir lediglich die Förderung der Regional- und Standortentwicklung (RSE), den Generationenfonds für den Kanton und die Gemeinden oder die Unterstützung des Bundes im Rahmen der Neuen Regionalpolitik zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und zur Förderung der regionalen Entwicklung. Alle Bemühungen sollen, wie es im Legislaturprogramm umschrieben ist, «nachhaltige positive Auswirkungen auf den Kanton und die Gemeinden haben und die Region im Sinne der Standortattraktivität strukturell vorwärtsbringen».

KEIN DIKTAT DER WIRTSCHAFT Gut und schön, indes muss die Frage erlaubt sein, ob hier die Regierung nicht einen allzu grossen Kotau vor der «Wirtschaft» praktiziert, gleichsam alles tut, um deren Bedürfnisse zu befriedigen, derweil andere wesentliche Erfordernisse der Gemeinschaft auf der Strecke bleiben. «Es ist alles eine Frage des Masses», sagt Ernst Landolt. Und er attestiert der Regierung durchaus das richtige Augenmass. «Man kann gute Rahmenbedingungen schaffen, ohne sich deswegen der Wirtschaft unterzuordnen.» Es gibt auch andere, sozusagen existenzielle Werte. Den Schutz der Landschaft etwa. Da und in vielen anderen Bereichen werden der Wirtschaft Grenzen gesetzt. Für den Volkswirtschaftsdirektor entspräche es einem Horrorszenario, wenn Schaffhausen zu einem «Agglomerationsbrei» verkommen würde, wie er andernorts zu beobachten ist. Letztlich würde sich eine solche Entwicklung ja auch negativ auf die Attraktivität der Region auswirken. Ohnehin sind die Zeiten, wie Ernst Landolt betont, merklich härter geworden. Die Ansiedlung neuer Unternehmen harzt, als wirtschaftsfeindlich wahrgenommene politische Entscheidungen der Schweiz werden nicht nur genau registriert, sie führen auch zur Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen.


W I E W I R A L L E DAVON PROF I T I ER EN

«MAN K ANN GUTE R AHMENBEDINGUNGEN SCHAFFEN, OHNE SICH DER WIRTSCHAFT UNTERZUORDNEN.» ERNST LANDOLT Regierungspräsident

«Die Verunsicherung ist offenkundig», hat Landolt festgestellt. Auch ansässige Firmen haben schon ein freundlicheres konjunkturelles Umfeld erlebt. «Wir haben leider eine ganze Reihe von Unternehmen im Kanton, die gegenwärtig zu kämpfen haben», meint Ernst Landolt.

die für die Leistungen des Staates für seine Bürger unerlässlich sind – von Kindergärten bis zur medizinischen Versorgung, vom Strassenbau bis zur Sozialfürsorge, vom Tschuttiplatz bis zum Galgenbucktunnel.

DIE KOSTEN WACHSEN

Er wolle ja nicht jammern, sagt Ernst Landolt, denn «uns geht es ja gut». Wollen Sie trotzdem seine elementare Gleichung zum Thema Standortattraktivität und Wirtschaftswachstum hören? Sie ist so simpel wie einleuchtend: «Wie wir es drehen und wenden – bei den gesellschaftlichen Kosten haben wir Wachstum, und wie!

Umso wichtiger ist es, weiter an der Verbesserung der Standortattraktivität zu arbeiten. Vielleicht ist wieder einmal daran zu erinnern, dass sie kein Selbstzweck, sondern eine Grundlage unseres Wohlstandes und unserer sozialen Errungenschaften ist. Nur eine wirtschaftlich prosperierende Region mit gesunden Unternehmen und Arbeitsplätzen sorgt für Steuereinnahmen,

»

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S TA N D O R TAT T R A K T I V I TÄT

newsletter Wirtschaftsförderung Kanton Schaffhausen

E IN INTE R N ATION A LE R KON Z E R N Z IE HT NACH SCHAFFAUS E N

Auf der Suche nach einem neuen Standort Seit ihrer Gründung konnte die Schaffhauser Wirtschaftsförderung über 450 Firmen im Kanton ansiedeln. Nicht selten erstreckt sich der Ansiedlungsprozess über mehrere Monate oder sogar Jahre. Diese sind geprägt von persönlichen Kontakten, Abklärungen, Verhandlungen und Besichtigungen. Von NINA SCHMID | Bilder BBF, WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG


N E W S L E T T E R

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MONTAG , 13. MAI 2013 E INE FIR ME NDE LEG ATION BESUCHT E R STMALS DIE SCHWE IZ . NE BST SCH AFFH AUS E N WE R DE N DIE K A NTONE ZUG U ND ZÜR ICH BESUCHT.


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S TA N D O R TAT T R A K T I V I TÄT

08.30 U H R BEG RÜS SUNG IN DE R WIRTSCH AF TS ­ FÖR DE RU NG MIT KUR Z E R PR ÄS E N­TATION ZUM STA NDORT

Die Chronologie einer möglichen Firmenansiedlung in Schaffhausen: Erstinformation über Projekt FREITAG, 24. AUGUST 2012 Basierend auf einem persönlichen Kontakt, erfährt die Schaffhauser Wirtschaftsförderung von einem Projekt eines multinationalen Konzerns. Dieses sieht vor, diverse Konzernfunktionen an einem einzigen Standort in Europa zu bündeln. «Dass wir derartige Informationen bereits in einem frühen Stadium erhalten, verdanken wir unserem exzellenten Netzwerk zu Firmenvertretern sowie zu Beratern von ansiedlungsinteressierten Firmen», erklärt Marcus Cajacob. Bereits seit rund 15 Jahren betreut er bei der Schaffhauser Wirtschaftsförderung Unternehmen im Evaluations- und Ansiedlungsprozess. Rund einen Monat nach der ersten Information wird die Wirtschaftsförderung von einem externen Berater des entsprechenden Unternehmens kontaktiert. Wie dieser mitteilt, geht es um rund 50 bis 70 Mitarbeitende. Schaffhausen sei gut im Rennen, nebst anderen Standorten in der Schweiz stehe aber auch Irland in der engeren Auswahl. «Irland ist einer der wesentlichen Konkurrenzstandorte der Schweiz», weiss Wirtschaftsförderer Christoph Schärrer. Weitere seien die Niederlande, ­Luxemburg, England und Singapur.

10.00 UHR BES ICHTIGUNG VON MODE R NE N BÜROR ÄUME N IN TH AY NG E N

Bisherige Firmenansiedlungen stammen aus

15 Staaten

Kontakte zu Behörden und Dienstleistern vor Ort. Der Standortvergleich zeigt ein gemischtes Bild von Schaffhausen. Einerseits wird die Verfügbarkeit von Einfamilienhäusern als schlecht eingestuft, und die Besteuerung von natürlichen Personen ist vergleichsweise hoch. Andererseits weist Schaffhausen markante Vorteile im Bereich der Unternehmenssteuern auf. Ausserdem punktet es mit zahlreichen bestehenden internationalen Unternehmen. «Zufriedene angesiedelte Firmen wie Unilever, John Deere oder Tyco sind die wertvollsten Botschafter für den Wirtschaftsstandort Schaffhausen», so Marcus Cajacob. Unterdessen ist die geplante Zahl der Mitarbeitenden am neuen Standort auf rund hundert gestiegen.

Vergleich der Standorte

Firmendelegation besucht Schaffhausen

M I T T WO C H , 5 . D E Z E M B E R 2 012 Das Projektteam, bestehend aus Firmenvertretern und externen Beratern, stellt detaillierte Daten zu möglichen Standorten in der Schweiz und Irland zusammen. Um die Vorzüge Schaffhausens herauszuarbeiten, liefert die Wirtschaftsförderung Informationen und vermittelt wichtige

MONTAG , 13. MAI 2013 Unternehmensvertreter, begleitet durch Berater, reisen erstmals nach Schaffhausen. Nebst Schaffhausen werden auch Zug und Zürich evaluiert. «Zusammen mit Waadt und Luzern sind dies heute die Schweizer Hauptkonkurrenzstandorte zu Schaffhausen», weiss Marcus Cajacob. Ein


12 .15 UHR MIT TAG ES S E N IM SCHLÖS S LI WÖRTH UND FA HRT ZUM R HE INFALLFE LS E N

11.30 U H R KUR Z E R ABSTECHE R IN DIE INTE R NATIONAL SCHOOL

DIE TOP-5-STANDORTKRITERIEN

Der globale Wettbewerb stellt hohe Anforderungen TIEFE UNTERNEHMENSSTEUER­ BELASTUNG Dabei ist die Gesamtheit der Steuern und Abgaben zu betrachten, welche ein Unternehmen leisten muss. Solange die traditionellen Steuerprivilegien bestehen, ist Schaffhausen im oberen Mittelfeld positioniert. Nach der Unternehmenssteuerreform wird die Konkurrenzfähigkeit vor allem von der Höhe der ordentlichen Gewinnsteuerbelastung und der weiteren Gesetzesentwicklung auf Bundesebene abhängen.

voraus und erfordert signifikante Investitionen. Entsprechend sind langfristige Zusagen und Vereinbarungen von grossem Vorteil. Schaffhausen ist in diesem Bereich im Spitzenfeld, was es den kooperativen politischen Vertretern und den kundenfreundlichen Behörden verdankt. Doch ungünstige Veränderungen der Rechts- und Planungssicherheit auf Bundesebene könnten die Standortattraktivität Schaffhausens überdurchschnittlich beeinträchtigen.

UNTERNEHMERFREUNDLICHES ­U MFELD Wichtige Voraussetzungen dafür sind ein transparentes Gesetzessystem, eine einheitliche Rechtsanwendung, ein schneller Zugang zu Behörden sowie deren entgegenkommende Haltung. Dank seinen kooperativen Behördenvertretern und der übersichtlichen Grösse nimmt Schaffhausen in diesem Bereich einen Spitzenplatz ein. Z ­ udem weist die Bevölkerung ein liberales Stimm- und Wahlverhalten auf.

AUSG E BAUTE IN FR ASTRU K TU R Im Zeitalter zunehmender internationaler Regulierungen im steuerlichen Bereich müssen die steuerliche und die operative Struktur eines Unternehmens immer stärker übereinstimmen. Das entsprechende Business muss also vor Or t ausgeführ t werden, wodurch die Ansprüche an die Infrastruktur am Standort steigen. Hier ist Schaffhausen im oberen Mittelfeld positioniert. Die Anbindung an den Flughafen Kloten und die Autobahnverbindungen sind sehr gut; es fehlt aber noch an einer ausgeprägten Clusterbildung mit entsprechenden Synergien.

RECHTS - UND PL ANUNGSSICHER­ HEIT Die Etablierung eines neuen Unternehmensstandortes setzt umfassende Planung

ZUG A NG ZU M A R BE ITS M A R K T Der gute Zugang zum Arbeitsmarkt zeichnet sich durch die Verfügbarkeit hoch qualifizierter Arbeitskräfte zu annehmbaren Kondi­tionen – wie Kündigungsrecht und Sozialversicherungsbelastungen – aus. Auch dank seiner Lage zwischen Zürich und Deutschland verfügt Schaffhausen über einen attraktiven Arbeitsmarkt. Die Anzahl verfügbarer Kadermitarbeiter mit internationaler Erfahrung ist noch relativ klein, was auch mit der hohen Steuerbelastung für natürliche ­Personen zusammenhängt. Von lic. iur. Martin Busenhart, Certified Tax Expert und Partner bei Walder Wyss Ltd.

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S TA N D O R TAT T R A K T I V I TÄT

BE R N H AR D DUFFNE R , CFO JOH N DE E R E

«Das Wohlfühlklima ist hier ausserordentlich.» Die besten Botschafter für den Standort Schaffhausen sind internationale Unternehmen, die sich hier niedergelassen haben. Eines davon ist der Landtechnik­hersteller John Deere. Auch nach 15 Jahren sind die Verantwortlichen mit der Standortwahl sehr zufrieden – so sehr, dass sie ansiedlungs­-

14.00 UHR BESUCH BE I JOH N DE E R E: CFO BE R N H AR D DUFFNER BERICHTET ÜBER SEINE ERFAHRUNGEN

interessierte Unternehmen persönlich über die Vorzüge Schaffhausens informieren.

«Wir fühlen uns wohl in Schaffhausen», sagt Bernhard Duffner, CFO der John Deere International GmbH. «Und seit wir hier sind, haben sich unsere Geschäfte sehr positiv entwickelt.» Doch Duffner betrachtet den Kanton auch kritisch und kennt seine Schwächen. Es ist wohl ­genau diese Mischung, mit der er regelmässig ansiedlungsinteressierte Unternehmen von Schaffhausen überzeugen kann. Herr Duffner, aufgrund welcher Kriterien hat sich John Deere für Schaff hausen entschieden? Mit ihrer zentralen Lage und den attraktiven steuerlichen Bedingungen war die Schweiz schnell gesetzt. In die engere Auswahl kamen Basel, Zürich und Schaffhausen. Dass Schaffhausen das Rennen gemacht hat, liegt vor allem an den modernen Büroflächen und dem direkten Flughafenanschluss, den vergleichsweise tiefen Kosten und dem sehr hohen Freizeitwert bei gleichzei­ tiger Nähe zur Grossstadt. Ausserdem hat die Wirtschaftsförderung uns umfassend betreut. Ist es hier einfach, Mitarbeitende zu finden? Wir konnten bislang jede Stelle besetzen. Spezifische Fachkräfte müssen wir

zwar oft in umliegenden Ländern suchen. Doch die zentrale Lage und die Lebensqualität von Schaffhausen erleichtern uns die Suche stark. Und wer einmal hier ist, der bleibt in der Regel auch. Als wir im Jahr 2000 nach Schaffhausen kamen, sind 25 unserer Mitarbeitenden mit ihren Familien hierher­ gezogen. Die meisten sind auch heute noch hier. Es gefällt ihnen in Schaffhausen. Denn das Wohlfühlklima ist hier ausserordentlich. Würde John Deere heute wieder nach Schaff hausen kommen? Ja, wenn wir wieder dieselbe kompetente Beratung und Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung erhalten und auch wieder attraktive Büroflächen finden. Momentan gibt es jedoch zwei Punkte, die uns Sorgen machen und über die wir bei einem heutigen Standor tentscheid genauer nachdenken ­würden. Einerseits ist dies die bevorstehende Unternehmenssteuerreform III, wobei die Schweiz aber auch mit etwas höheren Steuersätzen immer noch ­k onkurrenzfähig bleibt. Andererseits macht uns die unklare Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative zu schaffen.

wichtiges Thema des ersten Besuchs in Schaffhausen sind mögliche Büroflächen. Die Anforderungen der Firma sind klar: Sie wollen moderne Büros, welche in maximal fünf Minuten zu Fuss von einem Bahnhof entfernt sind. Die Wirtschaftsförderung besichtigt mit der Firmendelegation vier verfügbare Geschäftsimmobilien. Ausserdem bringt sie den Firmenvertretern die Schaffhauser Altstadt und die Umgebung näher. Eine der präsentierten Immobilien wäre gemäss dem Unternehmen ideal. Jedoch ist diese noch nicht bezugsbereit. Die Wirtschaftsförderung macht sich auf die Suche nach einer Zwischenlösung.

Das Projekt wird konkret DON NE R STAG , 26. S E P TE MBE R 2013 Das Unternehmen interessiert sich eindeutig für Schaffhausen. Gemeinsam mit Steuerberatern, der kantonalen Steuerverwaltung und der Wirtschaftsförderung werden Gespräche zur Unternehmenssteuerbelastung und zu möglichen Förderleistungen des Kantons geführt. Auch die Möglichkeit von Steuererleichterungen kommt zur Sprache. Die Steuerverwaltung und die Wirtschaftsförderung arbeiten eine Leistungsvereinbarung aus. «In


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16.00 UHR TOUR DURCH DAS KLET TG AU MIT BES ICHTIGUNG MÖG LICHE R WOH N S ITUATIONE N

5 Länder

kommen meist in die ­engere Auswahl solchen Vereinbarungen sind sowohl Gegenleistungen des Unternehmens als auch die Laufdauer der Leistungsvereinbarung klar geregelt», führt Christoph Schärrer aus. Und fügt an: «Die Laufzeit beträgt in der Regel übrigens doppelt so viele Jahre wie die Steuer­ erleichterung an sich.» Eine Firma muss also die ­vertraglich geregelten Leistungen wie Mitarbeiterzahlen oder Produktionsvolumen mindestens doppelt so lange erfüllen, wie sie von Steuererleichterungen profitiert hat.

Eine provisorische Immobilie ist gefunden M IT T WOC H , 19. M Ä R Z 2 014 Nach mehreren Monaten intensiver Suche durch die Wirtschaftsför­ derung ist eine Übergangslösung für die Büroräumlichkeiten gefunden. Die Mietvertragsverhandlungen bei beiden Immobilien werden eng durch die Wirtschaftsförderung begleitet. Der Standortentscheid für Schaffhausen ist definitiv gefallen. Nun werden die Verhandlungen zur Leistungsvereinbarung betref fend die Steuererleichterung intensiviert. Die Leistungsverein­ barung wird durch die Rechtsabteilung der Unter­ nehmung detailliert geprüft und schlussendlich vom Regierungsrat genehmigt.

Die Vorzüge Schaffhausens

ü Attraktive Unternehmenssteuern ü Günstige Immobilien ü Vielfältiges Freizeitangebot ü Zentrale Lage ü Internationale Schule ü Moderne Büroflächen ü Intakte Natur ü Lebendige Kultur ü Direkter Flughafenanschluss


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18.00 U H R V E R A BSCH IE DU NG

… UND NACH DER ANSIEDLUNG? Entscheidet sich eine Firma definitiv für den Standort Schaffhausen, ist die Phase der

Der Umzug nach Schaffhausen

Standortvermarktung abgeschlossen. Doch damit

D I E N S TAG , 3 . J U N I 2 014 Anfang Juni erfolgt die Eintragung im Schaffhauser Handelsregister. Bereits im Frühling sind diverse Vorarbeiten für den Umzug erfolgt. So wurden beispielsweise die regionalen und internationalen Medien über den Standortentscheid ­informiert. Zudem wurden jene Mitarbeitenden, welche für den neuen Standort vorgesehen waren, zu einem Besuch nach Schaffhausen eingeladen. In zwei Tagen wurden ihnen und ihren Familien verschiedenste­ Aspekte der Region vorgestellt. «Das waren intensive Tage», erinnert sich Marcus Cajacob. «Unter anderem waren wir in der International School, zeigten den ­Familien die Altstadt und die vielen Freizeitangebote im Kanton, präsentierten mögliche Wohnsituationen und informierten über die Angebote der Relocation-Firmen.» An dieser Tour teilgenommen haben über sechzig ­Personen.

endet die Arbeit der Wirtschaftsförderung noch

Das neu angesiedelte Unternehmen startet erfolgreich. Heute beschäftigt das Unternehmen bereits rund einhundert Mitarbeitende im Kanton. Damit ist es ein wesentlicher Teil der Schaffhauser Wirtschaft und trägt mit seinen Arbeitsplätzen und seinem Steuersubstrat zum wirtschaftlichen Erfolg unseres Kantons bei.

460 Firmen

wurden seit 1997 angesiedelt

lange nicht. Nach der Ansiedlung erhält das Unternehmen weitere Unterstützung in Form von Beratungen, Informationsveranstaltungen oder Kontaktvermittlungen. Von diesen Angeboten können alteingesessene Schaffhauser Firmen übrigens ebenfalls profitieren.

– Regelmässiger Austausch über den Geschäftsverlauf – Unterstützung beim Aufbau weiterer Firmenaktivitäten in Schaffhausen – Anlaufstelle für diverse Kurzauskünfte – Organisation von Firmenbesuchen mit Regierungsvertretern – Kontaktvermittlung zu Behörden und Amtsstellen – Vermittlung verschiedener regionaler Dienstleister in Bereichen wie Personalrekru­tierung, Büroeinrichtung, IT, Treuhand, Versicherungen sowie Hotels und Restaurants – Regelmässige Informationen zu Steuerthemen in Form von Informationsveranstaltungen und Broschüren – Einladung zu jährlichen Annual Manager Events zur Stärkung des Netzwerks von angesiedelten und alteingesessenen Firmen – Empfehlung von Relocation-Agenturen – «Welcome Events» für neue Mitarbeitende mit Informationen zu Wohn- und Freizeitmöglichkeiten in Schaffhausen – Leitfaden für Neuzuzüger mit allen wichtigen Informationen zum Leben in Schaffhausen – Freizeittipps für internationale Mitarbeitende der Unternehmen in Form von E-Lettern und via Facebook – Weitere Dienstleistungen je nach Bedarf


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Im Zeichen der Veränderung Die Schaffhauser Wirtschaftsförderung blickte am Jahresgespräch vom 28. April 2015 auf ein anspruchsvolles und dynamisches Jahr zurück. Die veränderten politischen Rahmenbedingungen reduzierten das Interesse von Unternehmen am Wirtschaftsstandort Schweiz und damit auch an der Region Schaffhausen markant. Auf der anderen Seite stieg die Nachfrage von bereits ansässigen Betrieben nach Beratungsleistungen der Wirtschaftsförderung.

Von PETRA ROOST

Unterstützung ansässiger Firmen Zahlreiche Schaffhauser Unternehmen nutzten 2014 angesichts des schwierigen Umfelds die Dienstleistungen der Wirtschaftsförderung. Denn die Euroschwäche oder Unklarheiten über die Verfügbarkeit von Arbeitskräften führen auch bei den lokalen Unternehmen zur Hinterfragung ihrer Investitions- und Entwicklungspläne. Beratung, Vernetzung und Unterstützung von bereits ansässigen Unternehmen durch die Wirtschaftsförderung werden auch in Zukunft ein wesentliches Element sein, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Arbeitsstandorts Schaffhausen zu sichern.

Neue Schwerpunkte Setzt sich für ein Gleichgewicht von Stadt und Land sowie von Wirtschaft und Lebensqualität ein: der neue Wirtschaftsförderer Christoph Schärrer.

Der zunehmende Standortwettbewerb, der internationale Druck auf die Firmenbesteuerung und vor allem die verschiedenen für die Wirtschaft belastenden politischen Initiativen verunsicherten im vergangenen Jahr die Entscheidungsträger der Unternehmen. Insbesondere die Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative führte zu einer Zäsur: Das Interesse für den Standort Schaffhausen brach abrupt ab. Im Kanton siedelten sich mit zwölf Unternehmen nur noch halb so viele an wie im Vorjahr. Trotzdem ist Wirtschaftsförderer Thomas Holenstein überzeugt: «Wir haben das Ansiedeln nicht verlernt. Im Vergleich zur Schweiz konnten wir unsere hohen Zahlen lange halten. Nun zeigt sich der Rückgang aber auch bei uns.» Schaffhausen weise jedoch mit einem Anteil von 4,4 Prozent an allen Schweizer Ansiedlungen immer noch eine sehr hohe Quote auf.

Den zweiten Teil des Abends bestritt der neue Wirtschaftsförderer Christoph Schärrer. Er zeigte die zukünftige Strategie der Wirtschaftsförderung auf, welche viele bestehende Elemente weiterführt, teilweise anpasst und mit zusätzlichen Massnahmen ergänzt. Neben der Ansiedlungstätigkeit legt Schärrer den Fokus künftig auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU, den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft, den Fachkräftemangel und die wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raums. «Wir setzen uns weiterhin für einen leistungsfähigen Wirtschaftsstandort mit attraktiven Arbeitsplätzen ein. Dies bildet die Grundlage für das übergeordnete Ziel der Standortförderung: viel Lebensqualität im Kanton Schaffhausen», so Schärrer abschliessend.

459 angesiedelte Firmen seit 1997 2673 neue Arbeitsplätze durch Ansiedlungen seit 1997 73,4 Mio. CHF Steuereffekt aller angesiedelten Firmen im Jahr 2013 180 Beratungen von alteingesessenen Firmen und von Jungunternehmern im Jahr 2014

Thomas Holenstein als Wirtschaftsförderer verabschiedet

Schnelle Reaktion zeigt Wirkung Die Schaffhauser Wirtschaftsförderung reagierte im vergangenen Jahr rasch auf die veränderten Rahmenbedingungen. «In Ansiedlungsgesprächen betonen wir verstärkt, dass die Schweiz und Schaffhausen weiterhin ein verlässlicher Standort mit sehr guten Voraussetzungen sind», so Holenstein. Und bereits zeigt sich: Die Bemühungen tragen Früchte, und das Interesse von Unternehmen, welche in Schaffhausen investieren wollen, steigt im Vergleich zu 2014 wieder leicht an. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Steuererträge von angesiedelten Unternehmen. Aufgrund einer einmaligen Situation lagen sie 2013 bei einem Rekordhoch von 73,4 Millionen Franken respektive bei rund 26 Prozent der gesamten Steuereinnahmen des Kantons.

Die Wirtschaftsförderung in Zahlen

Seit ihrer Gründung 1997 stand er an der Spitze der Wirtschaftsförderung: Nach 18 Jahren hat Thomas Holenstein per Ende April 2015 sein Amt nun an Christoph Schärrer übergeben. Am Jahresgespräch vom 28. April verabschiedete Regierungspräsident Ernst

Landolt den abtretenden Wirtschaftsförderer und dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für den Kanton. Mit viel Cleverness, unternehmerischem Engagement und auch einigen frechen Vorstössen habe er viel für den Kanton Schaffhausen erreicht, fasste Landolt zusammen. Thomas Holenstein dankte Ernst Landolt für die fortwährende Unterstützung durch das Volkswirtschaftsdepartement, der Regierung und der gesamten Verwaltung, aber auch den Wirtschaftsverbänden KGV und IVS – und seinem Team, das ihn immer tatkräftig und mit viel Engagement begleitet habe.

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F I R M E N N E W S

Oriflame: Globaler Hauptsitz neu in Schaffhausen Ursprünglich ein schwedisches Unternehmen, arbeitet der Direktvermarkter für Kosmetikprodukte schon seit den 70er-Jahren grösstenteils aus der Schweiz heraus. Nun hat Oriflame seinen globalen Hauptsitz nach Schaffhausen verlegt.

Von NINA SCHMID

Die Produktepalette von Oriflame umfasst Pflege-, Kosmetik- und Wellnessprodukte sowie Parfums. Verkauft werden diese im Direktverkauf über sogenannte Schönheitsberaterinnen und in Onlineshops. Pro Jahr setzt Oriflame so rund 500 Millionen Produkte im Gesamtwert von 1,3 Milliarden Euro um.

Logischer Schritt Obwohl das Unternehmen schwedische Wurzeln hat, ist es schon seit den 70er-Jahren grösstenteils aus der Schweiz heraus tätig. Über die Jahre wurden immer mehr Arbeitsschwerpunkte, Risiken und Managementpositionen in die Schweizer Büros in Schaffhausen und Fribourg verlegt. «Mit der Verlagerung des globalen Hauptsitzes nach Schaffhausen bringen wir die rechtliche mit der operativen Struktur in Einklang», erklärt CFO Gabriel Bennet. Vor rund zwei Jahren hat sich Oriflame mit einer Division in Schaffhausen niedergelassen. Nach einer ersten Phase in provisorischen Büros wurden dann im vergangenen Herbst die Räumlichkeiten in der Überbauung Urbahn am Schaffhauser Bahnhof bezogen. Aktuell beschäftigt Oriflame in Schaffhausen rund zwanzig Mitarbeitende. Doch mit der Verlagerung des Hauptsitzes rechnet Bennet bereits in naher Zukunft mit einem Ausbau der Schaffhauser Belegschaft auf rund fünfzig Personen. Anlässlich der Verlagerung des globalen Hauptsitzes von Luxemburg nach Schaffhausen lud Oriflame Vertreter der hiesigen Wirtschaft und

Oriflame lud Vertreter der Schaffhauser Wirtschaft und Politik in die Räumlichkeiten seines neuen Hauptsitzes ein.

Politik in seine neuen Büros ein. Bei dieser Gelegenheit dankte Bennet der Schaffhauser Wirtschaftsförderung für die professionelle Unterstützung bei der Standortsuche und den Schaffhauser Behörden für die gute Zusammenarbeit. Ein entscheidender Faktor für die Standortwahl sei die Nähe zum Flughafen gewesen. «Ausserdem geniesst Schaffhausen international ein hohes Ansehen und beherbergt bereits andere multinationale Konsumgüterunternehmen», so der CFO. www.oriflame.com

10 Jahre Habel Schweiz Das deutsche Unternehmen bietet in Neuhausen am Rheinfall Softwarelösungen für das papierarme Büro für Schweizer,

Schaffhausen in 83 Sekunden Warum Schaffhausen? Dieser Frage geht der neue Imagefilm der Schaffhauser Wirtschaftsförderung nach. In weniger als eineinhalb Minuten werden die wichtigsten Vorzüge des Kantons aus Sicht von Privatpersonen sowie von Unternehmen aufgezeigt. Der Film wurde gemeinsam mit den Schaffhauser Firmen Eclipse Studios und Luftruum in den Sprachen Deutsch, Englisch und Chinesisch umgesetzt. Mit wenigen Klicks können auch Sie den Film auf Ihrer Firmenwebseite integrieren und Ihren Kunden und Geschäftspartnern unsere attraktive Region präsentieren. www.economy.sh

österreichische und internationale Kunden an. In so gut wie jeder Firma stellt sich irgendwann die Frage, wie wichtige Dokumente sicher aufbewahrt werden können. Die Habel Dokumentenmanagement GmbH bietet Lösungen für die papierlose Archivierung und das Dokumentenmanagement von Unternehmen jeglicher Grössenordnung und Branche. Das Unternehmen wurde 1991 im Süden Deutschlands gegründet. In den ersten Jahren beschäftigte man sich ausschliesslich mit dem deutschen Markt. «Vermehrte Anfragen aus der Schweiz und vor allem der Kundenwunsch, einen Partner vor Ort zu haben, veranlassten uns, eine Niederlassung in der Schweiz zu gründen», berichtet der Geschäftsführer Fritz Habel.

Von NINA SCHMID

Einfache Gründung Bereits vor seiner Selbständigkeit war Fritz Habel für ein Schweizer Unternehmen tätig und hatte dadurch Land und Leute kennengelernt. «Diese Erfahrungen, meine Liebe zur Schweiz und die kompetente Hilfe der Schaffhauser Wirtschaftsförderung machten die Gründung einfach», blickt er heute zurück. In der Schweiz nutzen derzeit rund hundert Firmen die Lösungen von Habel. Beispiele für Kunden aus dem Raum Schaffhausen sind die Rieker AG in Thayngen, die Femron AG in Feuerthalen oder die EPH Electronics AG in Diessenhofen. www.habel.ch


Platz nehmen und loslegen Sie möchten einen modern eingerichteten Arbeitsplatz mit sämtlicher notwendiger Infrastruktur tageweise oder für eine bestimmte Zeit mieten? Seit Anfang Mai 2015 ist dies auch in Schaffhausen möglich – im Pinea Business Center & Coworking Space am Rheinweg. Von NINA SCHMID «Unser Angebot ist ideal für Start-ups oder zugezogene Firmen, die noch keine fixen Räumlichkeiten mieten möchten oder können», erklärt Alexandra Strohm von der Pinea AG. Interessant sind die flexiblen Angebote aber auch für Selbständige oder Pendler mit Home-OfficeLösungen. Denn das Pinea Business Center & Coworking Space ist in vielerlei Hinsicht eine attraktive Alternative zum einsamen Einzelbüro: Nebst einem sozialen Netzwerk finden Sie hier auch eine moderne Infrastruktur mit WLAN, High-Speed-Internet sowie einem zentralen Multifunktionsdrucker.

Bereits acht Firmen eingemietet Ein weiterer Pluspunkt ist der Austausch mit weiteren Firmen und Personen, welche den Coworking Space nutzen. So kann man sich untereinander über Projekte und Ideen austauschen und knüpft vielleicht sogar wichtige künftige Geschäftsbeziehungen. Kurz nach der Eröffnung nutzten bereits mehrere Unternehmen aus verschiedensten Branchen das Angebot.

Fixe und flexible Arbeitsplätze Das Angebot umfasst insgesamt 24 fixe und flexible Arbeitsplätze. Die fixen Arbeitsplätze im Einzel-, Zweier-, Dreier- oder im Grossraumbüro werden unbefristet oder für eine bestimmte Anzahl Monate gemietet. Die flexiblen Arbeitsplätze im Grossraumbüro können für einzelne Tage gebucht werden. Ein fixes Einzelbüro mit Rheinsicht kostet monatlich

Es hat noch Platz: Mieten auch Sie sich einen Arbeitsplatz für einzelne Tage oder mehrere Monate. (Bild zVg)

1150 Franken; ein flexibler Arbeitsplatz im Grossraumbüro ab 38 Franken täglich. Daneben stehen im Gebäude auch für Nichtmieter Sitzungszimmer zur flexiblen Miete zur Verfügung, und ein hauseigenes Bistro lädt zum Lunch oder zu kreativen Pausen ein. www.coworking-sh.ch

Einer der grössten Fans von Schaffhausen Der ehemalige CEO und Verwaltungsratspräsident der Cilag, David B. Bancroft, wird pensioniert. Ausser ein erfolgreicher Geschäftsmann ist der Amerikaner mit Schweizer Pass auch einer der grössten Verfechter des Standorts Schaffhausen. Von THOMAS HOLENSTEIN Kennengelernt habe ich David Bancroft vor ziemlich genau zwanzig Jahren während der Arbeiten am Projekt WERS. Er arbeitete intensiv mit, brachte die Sicht eines US-Konzerns ein und bewies damit schon früh, wie sehr ihm Schaffhausen am Herzen liegt. Dies hat sich über die Jahre nie geändert. Im Gegenteil: Heute ist David Bancroft mit einer Schweizerin verheiratet, besitzt einen Schweizer Pass und nimmt aktiv am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teil.

Ausbau des Cilag-Standorts Als Firmenchef hat sich David Bancroft innerhalb des Johnson & Johnson-Konzerns immer für eine Stärkung des Standorts Schaffhausen eingesetzt. In den Augen vieler Schaffhauser gehört die Cilag einfach hierher und ist dem Standort ohnehin treu. Doch dieses Bild ist leider falsch. Auch alteingesessene Unternehmen überprüfen ihre Standorte laufend – vor allem, wenn sie Teil eines internationalen

Konzerns sind. Es ist David Bancrofts Verdienst, dass die Cilag nicht nur immer noch hier ist, sondern den Standort Schaffhausen über die Jahre deutlich ausbauen konnte. Heute beschäftigt sie rund 1200 Mitarbeitende und hat sich innerhalb des Konzerns zum Biotech-Pionier entwickelt.

Ehrenbotschafter Schaffhausens Zu Ehren von David Bancroft haben sich vor ein paar Wochen viele Wegbegleiter aus Politik und Wirtschaft zu einer Überraschungsfeier zusammengefunden. Anlässlich dieser Feier durfte ich – als eine meiner letzten Amtshandlungen – ihm gemeinsam mit Regierungspräsident Ernst Landolt eine Urkunde als Ehrenbotschafter der Schaffhauser Wirtschaftsförderung überreichen. Diese Geste verdeutlicht die wichtige Rolle, welche David Bancroft seit nunmehr zwei Jahrzehnten für Schaffhausen spielt.

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Wo Visionen zu Projekten werden Seit dem Jahr 2008 gibt es im Kanton Schaffhausen die Möglichkeit, im Rahmen der Regionalund Standortentwicklung (RSE) innovative Projekte durch Kanton und Bund mitfinanzieren zu lassen. Eine zentrale Voraussetzung, um vom sogenannten RSE-Programm zu profitieren, ist ein volkswirtschaftlicher Nutzen für Kanton und Gemeinden. Von der Regional- und Standortentwicklung – kurz: RSE – kann eigentlich jeder Schaffhauser profitieren. Trotzdem ist sie nur wenigen bekannt. Die Idee hinter RSE ist einfach: Vielversprechende Projektideen erhalten finanzielle Unterstützung von Kanton und Bund, wenn sie der Region langfristig etwas nützen. Beispielsweise weil sie zu einem nachhaltigen Wachstum führen, zu einer wirtschaftlichen Diversifikation oder zu einem effizienteren Service public beitragen. Die Finanzierung dieser Projekte erfolgt einerseits auf Basis des kantonalen RSE-Gesetzes und andererseits auf Basis der Neuen Regionalpolitik (NRP) des Bundes.

Geschäftsstelle als Ansprechpartner Ansprechpartner für alle Fragen rund um RSE ist die RSE-Geschäftsstelle. Sie informiert und berät Private, Gemeinden und Organisationen, die eine Projektidee haben oder sich als Projektträger engagieren möchten. Die Geschäftsstelle unterstützt die Projektträger bei der Einreichung ihrer Projekte und arbeitet zusammen mit dem Volkswirtschaftsdepartement Leistungsvereinbarungen zwischen Projektträgern und dem Kanton aus. Zudem kann die RSE-Geschäftsstelle im Auftrag der Projektträger Projektleitungs- und Koordinationsaufgaben übernehmen.

Von NINA SCHMID

Drei Arten von Projekten Eine Besonderheit von RSE-Projekten liegt darin, dass es längst nicht immer um die konkrete Umsetzung eines Projektes geht. «Wir unterscheiden zwischen drei Arten von Projekten», erklärt RSE-Geschäftsstellenleiter Patrick Schenk. «Kreativprojekte stehen ganz am Anfang. Ihr Ziel ist es, innovative Projektideen überhaupt erst zu entwickeln. Die zweite Stufe sind Machbarkeitsprojekte, bei denen es beispielsweise um technische, juristische oder finanzielle Themen geht. Und bei Themenprojekten handelt es sich um Vorhaben, die zur Umsetzung bereit sind und dank einer Anschubfinanzierung über RSE starten können», so Schenk.

Gesamtbudget* der im Jahr 2014 laufenden Projekte 9,9 Mio 18% 55,1 Mio 64%

Bund

Neuausrichtung ab 2016 Seit 2008 unterstützt der Bund im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) kantonale Projekte und Initiativen finanziell. Die Grundlage für diese Kofinanzierung bilden kantonale Umsetzungsprogramme, in denen jeder Kanton Zielsetzungen und Strategien für seine strukturelle Entwicklung erarbeitet. Aktuell erarbeitet die Schaffhauser RSE-Geschäftsstelle ein neues Umsetzungsprogramm für die Phase 2016 bis 2019. Dieses stellt die finanzielle Unterstützung regionaler Projekte durch den Bund für die nächsten Jahre sicher.

Kanton

10,2 Mio 18%

Private

*Die Zahlen beziehen sich jeweils auf die gesamte Laufdauer der einzelnen Projekte. Diese beträgt in der Regel mehrere Jahre.

www.rse.sh

Ohne RSE gäbe es vielleicht kein ... Insgesamt haben bereits 64 Projekte von einer Unterstützung durch RSE profitiert. Drei davon stellen wir kurz vor – stellvertretend für alle weiteren RSE-Projekte. ... Stars in Town Heute lockt das Musikfestival in der Schaffhauser Altstadt jeden Sommer rund 30 000 Gäste aus nah und fern an. Aufgrund seiner überregionalen Ausstrahlung wurde das Projekt während dreier Jahre von RSE unterstützt.

... go tec! go tec! begeistert Kinder und Jugendliche für Technik und soll so dem Fachkräftemangel in technischen Berufen Einhalt gebieten. Die

Initiative der IVS und regionaler Industriebetriebe wird im Rahmen der Regional- und Standortentwicklung unterstützt.

... PREWO Das RSE-Instrument wurde bereits zur Förderung verschiedenster innovativer Projekte im ländlichen Raum eingesetzt. Eines davon ist das Projekt PREWO, aus welchem der Verein Genussregion hervorging. Dieser unterstützt beispielsweise die Renovation der Trotte Osterfingen.


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Die Schaffhauser Technologieund Innovationsdrehscheibe Viele Technologieunternehmen der Region nutzen es regelmässig: das ITS. Der gemeinnützige Verein ist seit über zehn Jahren in den Bereichen Technologievermittlung und Innovationsförderung aktiv und stellt in Schaffhausen eine feste Grösse dar. Das ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen zählt rund 60 Mitglieder- und Gönnerfirmen. Mit seinen Dienstleistungen unterstützt es die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen, indem es ihre Innovations- und Technologiekompetenz fördert und ihnen bei der Lancierung von Technologie- und Kooperationsprojekten hilft. Dabei bildet es immer die Netzwerkplattform und Anlaufstelle und vermittelt zwischen den Umsetzungspartnern.

Hoher Nutzen für regionale KMU Das ITS ist ein Erfolgsmodell. Mit dem steten Ausbau seiner vorwettbewerblichen Dienstleistungen konnte es sich seit seiner Gründung im Jahr 1999 vom Technologiepark zum Technologievermittler und weiter zum umfassenden Innovationsförderer entwickeln.

INNOVATIONSFÖRDERUNG Innovation ist für Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg. Doch oft fehlt es an Wissen und Handwerk für einen erfolgreichen Innovationsprozess. Das ITS und seine Partner unterstützen die Unternehmen bei der Implementierung von Innovationsprozessen und erfolgreichen Innovationen in den Markt.

VERANSTALTUNGEN Das ITS führt regelmässige Veranstaltungen durch – von themenspezifischen Workshops in Kleingruppen über Mitgliederanlässe bis hin zu Grossanlässen mit über hundert Besuchern. Die regelmässig stattfindenden ITS Techno-Apéros und die IVS InnovationspreisVerleihung sind etablierte Termine in der Agenda der Schaffhauser Industrievertreter.

Von ROGER ROTH

Bei sämtlichen ITS-Aktivitäten steht der Nutzen für die Unternehmen der Region Schaffhausen im Vordergrund. Dabei umfassen die Dienstleistungen einerseits lokale Aktivitäten wie Technologieveranstaltungen, die Vermittlung von Kooperationspartnern oder die Unterstützung der Unternehmen bei der Beantragung von Fördermitteln. Andererseits unterstützt das ITS die Schaffhauser KMU aber auch überregional, indem es verschiedene Netzwerke pflegt, Kontakte zu Hochschulen herstellt oder die Entwicklung von Technologieclustern fördert. Aktuell verstärkt das ITS seine Aktivitäten in der Innovationsförderung. Mit verschiedensten Veranstaltungen und Dienstleistungen fördert es die Innovationsfähigkeit von regionalen Unternehmen.

Erreichtes im Jahr 2014 500 Besucher an Veranstaltungen 150 Technologievermittlungen 20 neue Projekte 60 Mitglieder- und Gönnerfirmen

www.its.sh.ch

TECHNOLOGIENETZWERK Eine gute Vernetzung bedeutet Zugang zu Wissen, Technologien, Experten und Partnern. Ein breites Netzwerk bietet also direkte Wettbewerbsvorteile. Das ITS pflegt und erweitert laufend seine weit verzweigten Beziehungen und Netzwerke und macht diese den regionalen Unternehmen zugänglich.

CLUSTERENTWICKLUNG Cluster fördern die Vernetzung von Unternehmen und stärken die Innovationsfähigkeit über die Region hinaus. Das ITS unterstützt die Clusterentwicklung sowie die Vernetzung der Industrie mit bestehenden Clusterinitiativen und ist involviert in die Konzeption und Realisierung von spezifischen Clusterinitiativen.

TECHNOLOGIEVERMITTLUNG Das ITS schaut hin und vermittelt. Durch Firmenbesuche und Gespräche mit der Unternehmensführung identifiziert es konkrete Fragestellungen und Bedürfnisse und betreibt gezieltes Matchmaking zu potenziellen Partnerunternehmen, Hochschulinstituten und kompetenten Intermediären.

PROJEKTE Das ITS initiiert und lanciert regelmässig Innovations-, Kooperations-, Plattform- und Clusterprojekte. Dazu gehören sowohl bereits etablierte Projekte wie RhyTech, IPI oder der IVS Innovationspreis als auch neue Projekte wie «Nachhaltige Energieversorgung und -nutzung» oder die schweizweite Plattform «Swiss Materials».


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Standortattraktivität für Private, Gewerbe, KMU und Konzerne Standortattraktivität ist ein oft und gerne zitierter Begriff. Aber jede Interessengruppe hat eigene Vorstellungen davon, was «attraktiv» ist. Man sollte sich von der Vorstellung lösen, dass Schaffhausen ein homogener Ort ist, wo die Standortattraktivität überall gleich ist.

DR. ROBERT SALA Vizepräsident der IVS Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schaffhausen

Die Attraktivität eines Standortes setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, die in ihrer Summe zu einer subjektiven Wahrnehmung führen. Hier unterscheiden sich die Ansprüche der unterschiedlichen Akteure teilweise deutlich. Dabei ist die Standortattraktivität aber nicht fix und gottgegeben. Vielmehr verändern sich die Anforderungen laufend und sind immer in Bezug zum Wettbewerb zu sehen. Da sich auch andere Regionen und Länder entwickeln, dürfen wir uns nicht mit dem Erreichten begnügen, sondern sollten uns ständig hinterfragen und verbessern.

Alle profitieren Die IVS setzt sich dafür ein, dass Schaffhausen ein attraktiver Standort für Unternehmen ist und bleibt. Davon profitiert nicht zuletzt die Schaffhauser Bevölkerung. Denn starke, erfolgreiche Unternehmen generieren auf verschiedenste Arten Wertschöpfung in der Region, was letztlich auch die Lebensqualität positiv beeinflusst. Nur ertragsstarke Unternehmen können einen Teil der Gewinne reinvestieren und sich weiterentwickeln. Indem sie das tun, schaffen sie attraktive und sichere Arbeitsplätze. Somit hat auch der Bürger vor Ort ein grosses Interesse daran, dass Unternehmen gute Rahmenbedingungen vorfinden und sich mehr Firmen ansiedeln, als Firmen schliessen oder abwandern. So schliesst sich der Kreis, und es gilt, die für

Wollen wir eigentlich alle das Gleiche? Natürlich haben Firmen und Private nicht die genau gleichen Ansprüche an einen Standort. Doch in vielen Punkten gibt es Überschneidungen. Hier die wichtigsten Standortfaktoren für grössere, international ausgerichtete Unternehmen und für Privatpersonen im Überblick: • • • • • •

Qualifizierte Arbeitskräfte Liberales Arbeitsrecht Verkehrsinfrastruktur Attraktive Unternehmenssteuern Marktnähe Lebensqualität

• • • • •

Verfügbarkeit und Sicherheit von Arbeitsplätzen Verkehrsinfrastruktur und Erschliessung Steuern respektive Lebenshaltungskosten Attraktive und zahlbare Immobilien Lebensqualität, Sicherheit, Freizeit

Von DR. ROBERT SALA

Unternehmen wichtigen Standortfaktoren konstant zu optimieren, ohne dabei für Bürger und Familien unzumutbare Konzessionen zu machen.

Unternehmen kommen und gehen Dabei gilt es immer, ein sinnvolles Mass zu halten. Denn unkontrolliertes Wachstum würde zwangsläufig zur Verschlechterung einzelner Standortfaktoren führen und wäre nicht nachhaltig. Auch in der Natur ist nicht der Stillstand das angestrebte Ziel, sondern das Gleichgewicht. Kennzeichnend für ein Gleichgewicht ist, dass Hin- und Rückreaktion – oder Auf- und Abbau – gleichzeitig existieren und sich in etwa kompensieren. Dadurch entsteht ein als Gleichgewicht wahrgenommener Zustand, welcher in keiner Art und Weise mit Stillstand oder Rückgang verwechselt werden darf. Genau gleich funktioniert die Wirtschaftswelt: Unternehmen verschwinden, ziehen weg oder sind nicht mehr wettbewerbsfähig und scheitern. Um dies zu kompensieren und Wohlstand sowie Arbeitsplätze in unserer Region zu sichern, müssen wir für neue Unternehmen attraktiv sein und diese überzeugen, sich hier anzusiedeln. Dabei dürfen es auch mal etwas mehr Ansiedlungen sein. Denn die Wirtschaft erlebt erfahrungsgemäss immer wieder Krisen und Strukturwandel.

Unternehmen kommen und gehen Heute ist die Lebensqualität nicht mehr nur für Private, sondern auch für Unternehmen ein zentraler Ansiedlungsfaktor. Dies zeigt deutlich, dass wir heute andere Verhältnisse als zur Frühzeit der Industrialisierung haben. Nicht mehr rauchende Kamine, kostenlos nutzbare und belastbare Natur, lasche Gesetze und rechtlose Arbeitskräfte sind für moderne Unternehmen gefragt, sondern Lebensqualität, gute Infrastruktur und Verkehrsanbindungen, Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeitender sowie sichere und verlässliche Strukturen bei Politik, Gesetzen und Steuern. Sie sehen: Moderne und erfolgreiche Unternehmen suchen zunehmend dieselben Standortqualitäten wie Privatpersonen. Unterstützen Sie deshalb die Bestrebungen von IVS und Wirtschaftsförderung, unsere Region auch in Zukunft für Unternehmen und Unternehmer attraktiv zu halten. Denn dann ist sie es mit grosser Sicherheit auch für uns als Bürger und Familien! Industrie- & WirtschaftsVereinigung Schaffhausen Die Wirtschaftskammer der Region www.ivs.ch

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Schweizer KMU – bald keine politische Stimme mehr? Das Schweizer Parlament ist ein Milizparlament, in der Theorie. In der Praxis üben nur noch wenige Parlamentarier ihr Mandat im Nebenamt aus. Es gibt immer mehr Berufspolitiker. Doch durch die Professionalisierung entfernen sie sich vom Volk, dem sie eigentlich verpflichtet sind. Von BARBARA MÜLLER-BUCHSER

Verantwortlich für die schleichende Professionalisierung sind unter anderem die wachsende Vielfalt und die Komplexität der Materie. Nur mit enormem Aufwand kann man in diesem Wust an komplizierten Sachdossiers den Überblick behalten. So lassen sich ziviler Beruf und politische Karriere immer schwieriger unter einen Hut bringen. Berufstätige, die sich 30 bis 35 Prozent für die Politik freinehmen können, gibt es wenige, Angestellte werden häufig nicht freigestellt. Unternehmer und Unternehmerinnen können sich das politische Engagement vielleicht noch einrichten – allerdings nur mit enormem persönlichem Einsatz.

Anliegen im Parlament vertreten «Gewerbefremde Politfunktionäre» haben leider oft kein Verständnis für die Bedürfnisse und Herausforderungen in Gewerbetrieben und KMU. Für unsere Unternehmen wäre es aber zentral, dass unsere Anliegen im Parlament wahrgenommen und auch vertreten werden. Welche Auswirkungen haben neue Gesetze auf Unternehmertum und Wirtschaft? Welche Gesetze sind überhaupt sinnvoll und umsetzbar? Was beschert uns die immense Papierflut? Und wo drückt der Schuh bei den Unternehmen sonst noch? Frankenstärke und gesetzliche Überregulierung sowie die drohende Einführung zweier neuer Bundessteuern – Erbschaftssteuer und Billag-Mediensteuer – sind nur einige der Baustellen, die hier genannt werden sollen. Wir Unternehmerinnen und Unternehmer wissen um die Problematik der mangelnden Repräsentation in Parlamenten, sind jedoch im Alltag derart gefordert, dass wir unsere Ressourcen oftmals anders einsetzen bzw. einteilen müssen. Dennoch sollten wir uns auch in einem immer schwieriger werdenden Umfeld das Bewusstsein

Hotline gegen Bürokratie Seine Mitglieder unterstützt der KGV auch im Kampf gegen die allgegenwärtige Bürokratie. Über unsere bestehende Hotline 052 632 40 40 können die Mitglieder uns laufend Input geben, wenn sie der Meinung sind, dass sie bei der Ausübung ihrer Tätigkeit und im Umgang mit Amtsstellen und Behörden unter einem unnötigen bürokratischen Aufwand leiden oder sich ungerecht behandelt fühlen.

Auch im Bundeshaus sind immer weniger KMU-Vertreter anzutreffen.

dafür bewahren, wie wichtig es ist, dass unsere Stimme im Parlament gehört wird. Denn wenn wir nicht selbst bestimmen, werden wir von anderen bestimmt.

Stellen Sie sich zur Wahl! 2015 und 2016 stehen kantonale und eidgenössische Wahlen an. Unternehmerinnen und Unternehmer tun in jedem Fall gut daran zu überlegen, wer von den Kandidierenden wirklich ihre Interessen wahrnimmt, und diese dann auch konsequent zu wählen. An dieser Stelle möchten wir Sie aber auch dazu ermutigen, sich selbst aktiv für ein Mandat zur Verfügung zu stellen, um die Anliegen der Unternehmerschaft zu vertreten. Selbstverständlich wird der KGV seine Mitglieder bei den Wahlen nach Kräften unterstützen. Als zusätzliche Unterstützung kann der Kantonale Gewerbeverband eine Lücke schliessen respektive eine Brücke bauen. Der KGV ist nahe an der Politik und am Gewerbe. Er ist somit Garant dafür, dass die drängendsten Anliegen von Unternehmern und Gewerbetreibenden bei den verantwortlichen Stellen platziert und entsprechende Lösungen überprüft und umgesetzt werden. Auf regionaler Ebene versuchen wir ebenso, auf Aktualitäten einzugehen und darauf Einfluss zu nehmen. Bei diesen und anderen Aktivitäten arbeitet der KGV eng mit den verantwortlichen Stellen zusammen. Kantonaler Gewerbeverband Schaffhausen Dachverband der Schaffhauser KMU www.gewerbe-sh.ch

BARBARA MÜLLERBUCHSER Präsidentin des Kantonalen Gewerbeverbandes Schaffhausen

«Wenn wir nicht selbst bestimmen, werden wir von anderen bestimmt.»

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Schweizer Firmen reagieren auf den starken Franken Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dabei helfen beispielsweise Internationalisierung, Innovationen oder Kooperationen mit anderen Firmen.

Um bei der aktuellen Frankenstärke gut positioniert zu bleiben, setzen viele Firmen auf einen ganzen Mix an Massnahmen.

Von RALPH RÜEGG

Die Treue zum einheimischen Standort wird seit dem Nationalbankentscheid, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, auf eine harte Probe gestellt. Inzwischen plant jede fünfte Schweizer Industriefirma, gewisse Aktivitäten ins Ausland zu verlagern. Was bisher eher von Grosskonzernen praktiziert wurde, erreicht mittlerweile auch die kleinen und mittleren Unternehmen. Laut einer Umfrage von Swissmechanic planen nur noch 80 Prozent der Mitgliedsfirmen, ihr Geschäft vollumfänglich aus der Schweiz heraus zu führen. 2009 – nach Ausbruch der Finanzund Wirtschaftskrise – waren es noch 94 Prozent der Befragten.

Effizienz im Vordergrund

Daten: Credit Suisse AG

Wie ist dieses Ergebnis einzuordnen? Pessimisten erwarten Betriebsschliessungen und den damit einhergehenden Verlust vieler Arbeitsplätze. Ganz so düster sieht es für die Firmen aber generell nicht aus. Natürlich müssen die anfallenden Kostenblöcke kritisch durchleuchtet werden und der Effizienzgedanke noch mehr in den Vordergrund rücken. Zu prüfende Möglichkeiten wären zudem die Erschliessung neuer Absatzmärkte, auch ausserhalb Europas, die Steigerung der

Innovationen durch das Beschreiten neuer Wege und Märkte sowie das Nutzen von bisher unbeachteten Chancen. Auch die Prüfung von firmenübergreifenden Zusammenschlüssen, um die Position bei Kunden und Lieferanten zu stärken, wäre ein Weg. Lohnsenkungen oder eine Erhöhung der Arbeitszeit sind ebenfalls Reaktionen, zu denen beispielsweise der Industriekonzern Georg Fischer gegriffen hat. Die Anforderungen durch die Frankenstärke sind herausfordernd und beinhalten schmerzhafte Anpassungsprozesse für Firmen und ihre Angestellten, aber die Unternehmen könnten auch gestärkt aus dieser Situation der «Europarität» hervorgehen und das Image des Qualitätssiegels «Made in Switzerland» einmal mehr bestätigen. Ralph Rüegg Leiter der Geschäftsstelle und Mitglied der Direktion Bank Coop AG

Schaffhauser Unternehmen

Börsentitel/ Muttergesellschaft

Währung

Kurs 52 Wochen 29.5.2015 Tief Hoch

Performance KGV seit 1.1.2015 2015

Dividenden- ISIN Rendite

ABB AG AGCO International GmbH Alcon Grieshaber AG Ashland Industries Europe GmbH BB Biotech AG Cabot International GmbH Cilag AG Citrix Systems International GmbH Curtiss-Wright Antriebstechnik GmbH DSM Composite Resins AG FARO Swiss Manufacturing GmbH Garmin Georg Fischer AG Groupon International GmbH IVF Hartmann AG IWC Schaffhausen John Deere International GmbH Kennametal Europe GmbH Lupin GmbH Medtronic Merck & Cie Oriflame Cosmetics Pentair Global Phoenix Mecano AG Stratec Biomedical TE Connectivity Ltd. Tektronix Terex Global GmbH Trapeze Systems Tyco International Unilever Wal-Mart Holdings International Ltd Xylem

ABB LTD N AGCO CORP. NOVARTIS N ASHLAND INC BB BIOTECH N CABOT CORP. JOHNSON & JOHNSON CITRIX SYSTEMS, INC. CURTISS-WRIGHT CORP. DSM KON FARO TECHNOLOGIES, INC. GARMIN LTD. FISCHER N GROUPON, INC. - CLASS A IVF HARTMANN N RICHEMONT N DEERE & CO. KENNAMETAL INC. LUPIN LIMITED MEDTRONIC PLC MERCK KGAA O.N. ORIFLAME COSMETICS S.A. PENTAIR PLC. ORDINARY SHARE PHOENIX I STRATEC BIOMEDICAL EO TE CONNECTIVITY LTD. N DANAHER CORP. TEREX CORP. CONSTELLATION SOFTWARE TYCO INTERNATIONAL PLC UNILEVER DR WAL-MART STORES, INC. XYLEM INC. COMMON STOCK NEW

CHF USD CHF USD CHF USD USD USD USD EUR USD USD CHF USD CHF CHF USD USD INR USD EUR USD USD CHF EUR USD USD USD CAD USD EUR USD USD

20.56 50.78 96.5 127.4 294 41.47 100.14 65.01 72.09 53.99 43.63 45.48 711.5 6.38 149.8 81.2 93.68 36.06 1802.9 76.32 97.37 7.46 64.03 463 46.26 69 86.32 24.73 509 40.36 38.83 74.27 36.57

-0.05 12.35 4.49 6.38 28.95 -5.45 -4.24 1.9 2.12 6.62 -30.39 -13.91 13.52 -22.76 10.96 -8.56 5.89 0.75 26.26 5.71 24.16 10.85 -3.6 0.65 -0.31 9.09 0.71 -11.3 52.23 -7.98 18.96 -13.52 -3.94

2.68 0.95 2.69 1.22 3.95 2.12 3 0 0.72 3.06 0 4.49 2.39 0 1.47 1.97 2.56 2 0.22 1.6 1.03 15.15 2 3.24 1.53 1.91 0.63 0.97 0.95 2.03 3.11 2.64 1.54

16.3 41.56 76.05 95.21 143.3425 39.41 95.1 56.47 60.6 42.4 38.75 44.57 492.99 5.46 113 68.8 78.88 27.63 913.1 58.32 61.05 6.41 59.09 381.75 34.95 51.03 70.12 22.005 241.3 38.15 28.75 72.61 31.8

21.71 57.464 102.7 132.38 345.8078 60.87 109.49 72.89 77.57 54.94 65.63 62.05 734.5 8.43 155 94.7 94.88 48.6 2114.9 79.5 111.85 12.87 79.2 580.5 53.1 73.73 90.25 42.53 528.47 46.64 42.75 90.97 40

19.48 13.84 23.37 50.36 2.27 17.88 17.91 48.16 19.97 68 25.97 28.07 15.8 -63.8 22.8 21.18 12.82 20.03 33.67 24.46 36.58 0 20.26 21.3 27.15 15.2 23.91 12.55 93.07 25.38 21.34 14.88 19.15

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PERSÖNLICH

CHRISTOPH SCHÄRRER Funktion Delegierter für Wirtschaftsförderung des Kantons Schaffhausen Zivilstand ledig, aber in festen Händen Hobbys Fussball, Ski fahren, Freundschaften pflegen, der Rhein Lieblings-App FIS-App mit aktuellen Skiresultaten Aktuelle Lektüre «Warum Nationen scheitern – Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut» Zum Thema Standortattraktivität Ziel ist ein Gleichgewicht zwischen Lebensqualität und volkswirtschaftlicher Leistungsfähigkeit BILD WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG SH

«Ich möchte der Region Schaffhausen etwas zurückgeben» Vielleicht lässt sich ja auch ein Produkt erfolgreich vermarkten, wenn es der Vermarkter nicht von Herzen liebt. Aber mit Liebe geht es zweifellos besser. Und das erst recht, wenn das Produkt eine Region, die Region Schaffhausen, ist. J . R . | Seit Mai ist Christoph Schärrer als Nachfolger von Thomas Holenstein Leiter der Wirtschaftsförderung. Ein «Einheimischer», 1979 geboren, in Neuhausen am Rheinfall aufgewachsen, die hiesigen Schulen besucht. Und eigentlich ist charakteristisch, was er als seine grosse Motivation dafür bezeichnet, zum Wohle des Kantons tätig zu sein: «Ich möchte der Region Schaffhausen etwas zurückgeben.»

Etwas zurückgeben. Der Rucksack, um die Worte in Taten umzusetzen, ist hervorragend gefüllt. Nur einige wenige Stationen aus seinem Lebenslauf: Ökonomiestudium, Weiterbildung zum eidgenössisch diplomierten Wirtschaftsprüfer, im In- und Ausland tätig für die Unternehmensberatung Kienbaum, dann für PricewaterhouseCoopers, ab 2011 dann Projektleiter bei der Generis AG im Bereich Ansiedlungen und Bestandespflege. Der Mann, wiewohl noch jung an Jahren, hat viel von der Wirtschaft und viel von der Welt gesehen und viel von beiden gelernt. Und doch seine Wurzeln nicht verloren, im Gegenteil. Die Mitgliedschaft in der FDP illustriert die Verbundenheit des heute in Schaffhausen wohnhaften Christoph Schärrer zur Heimat vielleicht noch nicht ausreichend, aber es kommt ja noch einiges dazu. 18 Jahre lang spielte er bei der Spielvereinigung Fussball, seit einiger Zeit ist er beim VFC Neuhausen aktiv. Mehrheitlich als Innenverteidiger in der Seniorenmannschaft, was im Gegensatz zur neuen Position bei der Wirtschaftsförderung nicht

unbedingt die ideale zu sein scheint. Aber, so sagt er: «Als ich Fussball zu spielen begann, war ich eher klein gewachsen. Und die Kleinen stellte man halt in die Verteidigung.» Er schwimmt, bestreitet Triathlonwettkämpfe, er wandert, er fährt Ski; lassen wir die Aufzählung damit bewenden. Christoph Schärrer ist offensichtlich ein ausgesprochener Bewegungsmensch. Aber er ist auch Stubenmeister der Stiftung der Schaffhauser Gesellschaften und Zünfte, reisefreudig, aber auch gerne zu Hause. Der neue «Wirtschaftsförderer» vereinigt, was mancher Schaffhauser womöglich als Gegensätze empfindet: Weltoffenheit und Heimatliebe, Neugier auf das Neue und Liebe zu Traditionen. Er kann gut reden, aber auch gut zuhören. Und angesichts dieser harmonisch vereinigten Polarität im Wesen von Christoph Schärrer kann auch die Aussage nicht erstaunen, er werde sich – neben vielem anderen – auch für einen Ausgleich zwischen Stadt und Land einsetzen, denn «die Wirtschaftsförderung ist für alle da». Eines allerdings wird er nicht tun: Er wird die Region nicht besser darstellen, als sie ist. «Lügen darf man nicht», sagt er, auf die Vermarktung der Region angesprochen, «man muss authentisch sein und die Fakten präsentieren, die gegeben sind.» Neben den Stärken also auch die Schwächen. Das dürfte ihm gut gelingen. Er wolle auch als Leiter der Wirtschaftsförderung bleiben, wie er sei, verspricht Christoph Schärrer. Und das heisst dann auch, neben vielem anderen, begeistert von Schaffhausen.

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I N N O VAT I O N

Der Traum vom Fliegen wird im Mühlental wahr Pilot zu sein – das ist ein weitverbreiteter Herzenswunsch. Im Schaffhauser Mühlental wird nun der Traum vom Fliegen wahr – virtuell. Hier entsteht ein Flugsimulator – in beispielhafter Zusammenarbeit mit den Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik der Höheren Fachschule Schaffhausen, HFS. TEX T JÖRG R ISER

BILDER BRU NO BÜ H R ER

A

m Anfang steht die Begeisterung. «Seit ich mich erinnern kann, begeisterten mich die Technik und die Aviatik», meint Gerhard Gubler. Und, klar: «Ich wollte Pilot werden.» Gerhard Gubler hat einst mit der Segelflugzeug-Lizenz begonnen. Beruflich wurde er zum IT-Spezialisten. Ende des letzten Jahres machte er sich selbständig und gründete – mit dem Domizil an der Mühlentalstrasse 185 – die Firma Gubler Simulator- und IT-Service.

Wie gut, dass Gubler Rudolf Burgstaller getroffen hat. Auch er ist von Leidenschaft für die Aviatik erfüllt, und dies sogar noch «praxisnäher» als Gubler. Der Schaffhauser ist Elektroingenieur HF mit Spezialisierung in der Luftfahrt, arbeitete unter anderem bei der Swissair, fliegt – natürlich – Motorflugzeuge und ist als Inhaber der Firma Beltec.Aero GmbH, Schaffhausen, auch «Aviation Consultant». Und: Rudolf Burgstaller, der Luftfahrtspezialist, ist überdies Experte der Höheren Fachschule Schaffhausen, HFS,

Fachrichtung Elektrotechnik. Das ist in diesem Fall besonders bedeutsam, denn Studenten der Höheren Fachschule sind an diesem ungewöhnlichen Projekt im Mühlental ebenfalls beteiligt. Dort entsteht ein Flugsimulator. Wenn er fertig ist, wird hier das unvergleichliche Gefühl des Fliegens für Interessenten erfahrbar werden. Auf sicherem Grund und Boden, aber dennoch verblüffend wirklichkeitsgetreu. Die Kunden, auch absolute Laien, werden dann eine MD-80 (McDonnell Douglas; früher bekannt als DC 9) durch blauen Himmel und düstere Wolken steuern, waghalsige Landungen vollbringen und abenteuerliche Kurven fliegen können. Denn der Eigentümer des Flugsimulators, Gerhard Gubler, will den Flugsimulator vor allem den Schulen als Ausbildungs- und Demonstrations-


FLUGSIMUL ATOR

 Ein Dschungel von

Schaltern und Kabeln: Gerhard Gubler im künftigen Flugsimulator.

 Rudolf Burgstaller vor dem MD80-Cockpit: Die Begeisterung für die Technik wecken.

objekt und der Öffentlichkeit sowie Firmen für Incentives und Events zur Verfügung stellen. Neben der Illusion und dem Vergnügen, ein Flugzeug steuern zu können, verfolgen Gubler und Burgstaller allerdings noch ein weiteres, weiter gehendes Ziel. «Wir wollen Begeisterung für die Technik wecken», stellt Rudolf Burgstaller fest, und nichts habe wohl ein grösseres Begeisterungspotenzial als ein Flugsimulator. Und: Die Herausforderungen bei der Aus- und Weiterbildung in technischen Bereichen lägen jeweils in der Verfügbarkeit von technischem Anschauungsmaterial mit hoher Substanz und Begeisterungspotenzial. Das ist beim Flugsimulator gegeben, auch wenn er nicht die neuste Entwicklung der Luftfahrt repräsentiert. Weitere Schnittmengen sind in den Aktivitäten des Ferienpasses «Fliegen über den Rheinfall» (Segelfluggruppe Schaffhausen SGS) und zum «go tec!»Labor zu finden. In der Werkstatt im Mühlental steht nämlich ein Cockpit der erwähnten MD-80, das von der Swiss Aviation Training (früher Swissair Training Center) in Kloten gekauft worden ist. Es entspricht dem Simulator des Unternehmens, der 2012 abgebaut wurde. Dass hier nicht die neuste Version eines Simulators steht, ist für Rudolf Burgstaller von Vorteil. Die dreissigjährige Technik sei gerade aus der Sicht von Aus- und Weiterbildungen gegenüber modernen, PC-basierten Simulatoren vorzuziehen:

Sie ist nämlich stark elektrotechnisch, elektromechanisch und mechanisch ausgerichtet. «Diese Technik ist sichtbar und gut verständlich», stellt Burgstaller fest, «man versteht sie schon rein optisch und haptisch.» Das im Mühlental aufgebockte Cockpit erscheint, besonders für Laien, mit seinen unzähligen Schaltern und durcheinanderquellenden Kabelsträngen schon jetzt eindrucksvoll, obwohl hier gleichsam erst ein Rohbau steht. Die eigentlichen Arbeiten zur Simulation müssen erst noch umgesetzt werden. Dabei helfen im Rahmen einer Diplomarbeit drei von Rudolf Burgstaller betreute Studenten der Höheren Fachschule, HFS. Der Auf bau wurde dabei in verschiedene Teilprojekte gegliedert; bei einem soll zum Beispiel die Grundkonstruktion um das Cockpit herum für eine Motion-Plattform gestaltet werden, bei einem anderen gilt es, sämtliche Steuerungselemente im Cockpit wieder zum Leben zu erwecken, beim dritten um das Sichtsystem zur Darstellung des Fluges mit Projektoren. Mit dem Projekt «WingScout», dem Bau eines Schaffhauser Flugsimulators, soll nicht nur die technische Fachkompetenz geweckt, erkannt und gefördert werden. Rudolf Burgstaller erhofft sich auch eine Signalwirkung für die Schaffhauser Berufsbildungslandschaft. «Damit hat die Höhere Fachschule Schaffhausen, HFS, auch die Möglichkeit, ihre regionale Anziehungskraft zu stärken», betont Burgstaller. Gerhard Gubler erwartet, dass die wesentlichsten Arbeiten bis Ende Jahr erledigt werden können. 2016 soll die Feinarbeit erfolgen. Und dann soll die Begeisterung aus der Werkstatt im Mühlental überspringen, auf dass möglichst oft das Kommando gegeben werden kann: «Anschnallen bitte!

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«Auch das kleine Schnellboot hat Vorteile» Seit dem 1. Februar dieses Jahres ist Beat Stöckli Direktor der Ersparniskasse Schaffhausen. Der Start ist geglückt, was nicht sonderlich erstaunt. Als Schaffhauser kennt er die hiesigen Verhältnisse bestens, als Jurist und Bankfachmann auch das Metier. Aber die Herausforderungen sind enorm.

Die Übergabe der Bankleitung von Dieter Sommer an ihn, Beat Stöckli, den 41-jährigen Schaff hauser, habe «sehr gut funktioniert», sei sogar deutlich schneller gegangen als geplant, kann der neue Direktor der Ersparniskasse feststellen. Und: Das Geschäftsjahr ist bislang ebenfalls gut gelaufen. «Es wird wohl ein gutes Jahr werden.» J.R. |

Beat Stöckli hat sich offensichtlich wunderbar in der neuen Funktion eingelebt, und weil die Zahlen – zumindest bis jetzt – ebenfalls zu stimmen scheinen, wirkt er ganz entspannt. Selbstverständlich ist das jedoch nicht, nicht einmal bei der gut gebetteten und hervorragend in der Region positionierten Ersparniskasse. Ja, man könnte sogar sagen, Beat Stöckli habe den Sprung an die operative Spitze des Instituts in einer Zeit gewagt, die für die Banken nicht übler sein könnte. Der Finanzplatz Schweiz wird attackiert, das Bankgeheimnis erodiert, internationaler Steuerstreit verdüstert den Horizont, der Wettbewerb ist sehr intensiv, die Banken haben regulatorische Eingriffe in einem nie gesehenen Ausmass und gewaltige juristische Herausforderungen zu bestehen, und ausgerechnet mit Stöcklis Amtsantritt hat die Schweizerische Nationalbank auch noch die Stützung des Wechselkurses aufgegeben. Das alles ist ein bisschen viel aufs Mal. Aber, sagt Stöckli: «Die 1817 gegründete Ersparniskasse ist die älteste Schaffhauser Bank und hat schon etliche schwierige Zeiten überlebt – darunter zwei Weltkriege. Wir werden auch den aktuellen Stürmen trotzen.» Dass Beat Stöckli, der an der Universität St. Gallen Recht studierte, Schaff hauser ist und hier aufgewachsen ist, wird ihm helfen. Er kennt die Verhältnisse in- und auswendig. Er ist, was heute so wichtig ist, hervorragend «vernetzt». Und er kennt das Metier wahrlich so gut wie Schaffhausen: 17 Jahre war er bei Wegelin/Notenstein tätig, zuletzt als Chief Operating Officer des Geschäftsfeldes Privatkunden Schweiz und als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung von Notenstein. Und: Stöckli ist der Mann, der erfolgreich die Schaffhauser Niederlassung von Wegelin/Notenstein aufgebaut und für ihren «Durchbruch» gesorgt hat. Das qualifiziert. Man könnte jetzt fragen, weshalb er überhaupt zur

BEAT STÖCKLI Direktor der Ersparniskasse Schaffhausen

Ersparniskasse gewechselt ist – aber irgendwie erscheint das nur folgerichtig. Ein Schaffhauser an der Spitze der Ur-Schaff hauser Bank, die ohnedies keine «normale» Vergangenheit hat. Sie entstand aus dem Schoss der «Hülfsgesellschaft», sie ist noch heute eng mit ihr verbunden (ein Teil des Reingewinns f liesst an die karitative Gesellschaft), und der gemeinnützige Gedanke ist noch immer in der Bank verankert, worüber sich Beat Stöckli besonders freut. Und, nicht gering zu gewichten: Bei der Ersparniskasse ist alles «vor Ort», wie der neue Direktor anmerkt. Der Geschäftssitz, die Spezialisten, die Kunden. «Das führt zu kurzen Wegen und schnellen Entscheidungen.» Und, vor allem: zu individuellen, auf den einzelnen Kunden zugeschnittenen Lösungen. Natürlich, meint Stöckli, hätten die grossen Institute, die «Supertanker», gegenüber den kleineren gewisse Vorteile. Aber auch die «kleineren Schnellboote» hätten gegenüber den Grossen Vorteile, die Wendigkeit zum Beispiel, die Verbundenheit mit den Kunden, die Verankerung in der Region. Überhaupt ist Beat Stöckli überzeugt, dass der persönliche Kontakt gerade im Zeitalter der Digitalisierung wieder wichtiger wird. Das Gespräch von Mensch zu Mensch, «intime» und nicht standardisierte Beratung, das sind Qualitäten, die nicht verschwinden werden. Dazu gehört, dass «Allrounder» in der Bankenwelt wieder zunehmend gefragt sind. Man will nicht zu siebzehn Spezialisten rennen (müssen), um ein Problem zu lösen, man will einen Ansprechpartner. Beat Stöckli hat sich sehr gefreut, beruflich wieder in seiner Heimat tätig sein zu können. Die Herausforderungen mögen gross sein, aber das atmosphärische Umfeld stimmt. Er ist gut aufgenommen worden in der Ersparniskasse, die aktuellen Zahlen sind zufriedenstellend, und sein Optimismus ist, natürlich, ungebrochen: «Wir wollen weiter wachsen», sagt der bekennende Naturfan. Vorstellungen, wie dies zu bewerkstelligen ist, sind selbstverständlich vorhanden. Aber man muss ja nicht alles sofort an die grosse Glocke hängen. Die alte Tante am Münsterplatz mit dem jungen Chef wird schon noch von sich hören lassen.

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LEUTE

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S t a h l g i e s s e r e i M ü h l e n t a l , 5 . J u n i 2 015

9. Schaffhauser Tischmesse und Kontaktbörse

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BILDER BRUNO BÜHRER

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1 Die Tischmesse 2 Hansjörg Diller Clientis BS Bank 3 Sibylle Meier, Anita Rüedi (v.l.) Hallau Tourismus 4 Wendel Oberlin, Eduard Joos (v.l.) Verein Pro Dampfer

5 Barbara Wägli Sales Experts 6 Daniel Ciapponi Rheinfall-Gastronomie 7 Philippe Brühlmann, Nikolaus Bättig (v.l.) Gemeinde Thayngen und Helena Eggli DONAG 8 Karin Wüthrich CasaShui 9 Wolkenmenschen MTF 10 Franziska Furrer, Alexandra Springer (v.l.) Zollkreisdirektion 11 Stadtpräsident Peter Neukomm 12 Joachim Wirth, Udo Hany (v.l.) MunotModulus 13 Petra Roost, Marcus Cajacob und Trix Brunner (v.l.) Wirtschaftsförderung

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CAROLINE VOGELSANGER Assistentin Bankleitung, Marketingleiterin, gute Fee

BILD RENÉ UHLMANN

Aber: Eine «Vorzimmerdame» ist Caroline Vogelsanger nicht. Natürlich, als Assistentin der Bankleitung erledigt sie (auch) die traditionellen Aufgaben, wirkt als Chefsekretärin, bereitet die Sitzungen der GL-Mitglieder oder des Verwaltungsrates vor, und selbstverständlich ist sie auch das Bindeglied zwischen dem obersten Leitungsgremium und den Angestellten der Bank und ein wenig das Herz von Raiffeisen Schaff hausen. Ein grosses und vielseitiges Herz. «Ich bin auch für den Einsatz der Putzfrauen sowie der Praktikanten zuständig», sagt sie.

Die gute Fee tanzt gern auf vielen Hochzeiten Caroline Vogelsanger ist bei der Raiffeisenbank Schaffhausen weit mehr als eine klassische Vorzimmerdame, eher so etwas wie eine «gute Fee» – in vieler Hinsicht. J . R . | Sie residiert nah dem Himmel, im obersten Geschoss der Liegenschaft Bahnhofstrasse 30 in Schaff hausen, wo sich der Hauptsitz von Raiffeisen Schaff hausen befindet und auch Daniel Brüschweiler, der Vorsitzende der Bankleitung, sein Büro hat. Für zahlreiche Besucherinnen und Besucher ist sie, natürlich, die Wegbereiterin zum operativen Chef. Aber längst nicht für alle. Bei Raiffeisen Schaffhausen agiert der CEO nicht «nur» als oberster Stratege und Entscheidungsinstanz, sondern auch als Kundenberater – da vor allem kommen dann die Kontakte ohne Umweg über das «Vorzimmer» zustande. Ohnehin sagt Vogelsanger: «Mein Chef ist sehr offen und unkompliziert, sehr direkt und umgänglich.» Ein Umgang, den die Bank ja auch mit den Kunden pflegen will und den Caroline Vogelsanger perfekt verkörpert.

Sorgen des Chefs, Sorgen des Personals – sie bekommt sie (wenigstens zum Teil) zu hören. Probleme und Problemchen finden schnell den Weg in ihr Büro, von allen Seiten strömen sie ihr zu. Ihre Funktion, ganz klar, entspricht jener der «guten Fee», aber damit ist noch längst nicht alles gesagt. Caroline Vogelsanger ist zum Beispiel auch zuständig für das Marketing oder die Organisation der Anlässe der Bank. Und die geruhsamen Zeiten – sollte es sie je gegeben haben – sind auch bei einem kleineren Institut wie Raiffeisen Schaffhausen längst vorbei. Die Organisation der Generalversammlung zu stemmen, entspricht einem veritablen Kraftakt – aber zumindest da ist die Bank ein wenig auch selber schuld, weil die Kombination von GV und Zirkusbesuch einen Riesenandrang von Genossenschaftern bewirkt. Längst sind es auch nicht mehr zwei oder drei Veranstaltungen, die jährlich zu organisieren sind. Es sind inzwischen ungleich mehr. «Wenn ein Anlass beendet ist, kommt schon der nächste», sagt Caroline Vogelsanger, die so auch zur Eventmanagerin geworden ist. Die Gestaltung von Werbematerial, Informationsbroschüren oder Inseraten übernimmt sie, die gelernte Schriftsetzerin, oft gleich selbst. «So habe ich noch einen Zeh im alten Beruf.» Ein ganzer Fuss hingegen steckt im Bereich Sponsoring. 200 bis 300 Gesuche um Unterstützung landen jährlich auf ihrem Schreibtisch, sie prüft sie, beurteilt sie und legt sie dann dem Chef zur Entscheidung vor. Die Betriebsamkeit von Caroline Vogelsanger ist von einem klaren Grundsatz bestimmt. «Ich versuche, meinem Chef möglichst den Rücken freizuhalten», sagt sie, und das scheint beidseits eine fruchtbare Kooperation zu sein. Denn: «Er lässt mich machen.» «Sie sei», sagt die in Löhningen wohnhafte Caroline Vogelsanger, (privat) «ein Festlatschi.» Sie liebt den Tanz auf vielen Hochzeiten, er ist ihr, privat wie beruflich, keine Qual, sondern ein Vergnügen. Es scheint, als habe sie ihre Bestimmung gefunden.


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SHWirtschaft Juni 2015  

Wirtschaftsmagazin des Kantons Schaffhausen

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