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Mit Hauptstadtkalender für Wirtschaft & Politik

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März /April 2013 · 13. Jahrgang · 3,50 €

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WOLFGANG SCHÄUBLE

Hoffnung auf vereintes Europa

KLAUS WOWEREIT

Berlin steht wieder für Wohlstand

ULRICH KISSING

Wohnungsmarkt unter Spannung

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Foto: © BBB Management GmbH / David Ausserhofer

Dr. meD. Annette Isbruch betreut in buch risikoschwangerschaften

In Buch engagieren sich seit 100 Jahren Mediziner und Forscher gemeinsam für den Wert der Gesundheit. Dr. med. Annette Isbruch ist leitende Oberärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe im HELIOS Klinikum Berlin-Buch. Im angeschlossenen Perinatalzentrum Level 1 behandelt die engagierte Ärztin vor allem Mütter mit Risiko- und Mehrlingsschwangerschaften. Lernen Sie Buch, seine Partner und die einzigartige CampusAtmosphäre kennen, in der die Zukunft der Medizin entsteht. heilen

www.berlin-buch.com


Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, was viele Jahre immer vorhergesagt wurde, scheint nun doch einzutreten: Berlin wächst. Bis 2030 – so mehrere Prognosen – wird es hier bis zu 250.000 Einwohner mehr geben. Eine abstrakte Zahl nur – erst die Tatsache, dass das etwa so viele Menschen sind, als würde ganz Augsburg nach Berlin umziehen, macht die Dimension deutlich. Ein solches Wachstum hat natürlich Auswirkungen auf alle Bereiche unserer Stadt. Welche das im einzelnen sein werden, haben wir in dieser Ausgabe mit kompetenter Hilfe näher beleuchtet. Unsere Fragen beantworteten unter anderem Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung, und Klaus Wowereit, Berlins Regierender Bürgermeister. Eine zentrale Frage jeder Stadtentwicklung ist die Wohnsituation. Genau dieses Thema steht im Mittelpunkt unseres für jede März/April-Ausgabe nun schon traditionellen Sonderteils anlässlich der MIPIM, der weltgrößten Immobilienmesse in Cannes. Das MIPIM-Spezial wird in bewährter Weise mit einer Analyse des Berliner Immobilienmarktes eingeleitet. Danach stellen zahlreiche Unternehmen und Institutionen ihre aktuellen Immobilienprojekte in der Hauptstadt vor. Dabei macht jeder Beitrag auf seine Weise deutlich, dass es der Immobilienwirtschaft in Berlin gut geht. Ein besonderes Highlight dieser Ausgabe ist ein umfangreiches Interview mit dem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, unter anderem mit sehr aufschlussreichen Überlegungen zur Zukunft Europas. Aus der Überfülle weiterer interessanter Beiträge kann ich hier nur noch auf das Interview mit dem Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Günter Stock, hinweisen, mit dem wir über den von ihm moderierten Verschmelzungsprozess von Berlin Partner GmbH und TSB Innovationsagentur Berlin GmbH gesprochen haben. Abschließend mache ich Sie wie gewohnt auf den Hauptstadtkalender aufmerksam. Er ist Teil unseres bundesweiten Wirtschaftsinformationsdienstes (www.berlinboxx.de) und bietet Ihnen ständig über 400 Business- und Politiktermine.

Foto: Alex Otto

Ich wünsche Ihnen eine ebenso informative wie spannende Lektüre und ein erfolgreiches Networking.

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Aus dem Inhalt Editorial Berlin Partner Kolumne

Seite 3 Seite 5

POLITIK Wolfgang Schäuble im Gespräch

Seite 6

Dr. Peter Ramsauer über Stadtentwicklung Klaus Wowereit über Wachstumschancen Berlins

Seite 10 Seite 14

TITEL und erfindet sich wieder neu

Seite 18

MIPIM Spezial

Seite 35

Investitionsboom an der Spree Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2013 Berliner Büromarkt 2012 Genossenschaftsbanken beliebt Wohnungsmarkt unter Spannung Wohnen in historischen Altbauten

Seite 36 Seite 46 Seite 48 Seite 50 Seite 52 Seite 56

WIRTSCHAFT Fusion Berlin Partner und Technologiestiftung Berlin Business mit Seele AQUANET Wassernetzwerk für Berlin Kein Wunsch bleibt unerfüllt im Capital Club Berlin

Seite 60 Seite 62 Seite 66 Seite 68

GESELLSCHAFT Frühjahrs-Highlights in Zoo und Tierpark 2013

Seite 74

Termine Impressum Service Zu guter Letzt

Seite 76 Seite 79 Seite 89 Seite 96

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Kolumne Melanie Bähr, Geschäftsführerin der Berlin Partner GmbH

Liebe Leserinnen und Leser, Smart-City-Projekte sind auf dem Vormarsch. Sie umfassen alle Aspekte des urbanen Lebens – von der Energieversorgung über die Logistik, den Umweltschutz bis hin zur Verkehrssteuerung. Neue Mobilitätskonzepte müssen entworfen und umgesetzt werden. Denn Berlin wächst. Laut einer aktuellen Bevölkerungsprognose des Berliner Senats werden 2030 in der Hauptstadt etwa 3,9 Millionen Menschen leben, 350.000 mehr als heute. Für die Hauptstadt ist das Chance und Herausforderung zugleich.

Foto: Berlin Partner

Smart-City-Projekte werden aber auch mitentscheidend sein für den Erfolg der „Energiewende“. Die ehrgeizigen Ziele des Ausbaus der erneuerbaren Energieformen benötigen einen kontinuierlichen Ausbau der bestehenden Stromnetze und Speicherkapazitäten. Eine zentrale Rolle wird die Elektromobilität spielen. Zur Unterstützung dieser Entwicklung und der Förderung von Innovationsprozessen bedarf es einer intensiven Vernetzung von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Ende 2010 wurde zu diesem Zweck die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO gegründet. Sie wird getragen von Berlin Partner GmbH und TSB Innnovationsagentur GmbH.

Am 3. April 2012 gab die Bundesregierung bekannt, dass Berlin-Brandenburg als eine von vier Regionen ein „Schaufenster Elektromobilität“ wird, das durch eine Vielzahl von Projekten die Elektromobilität erfahrbar und sichtbar machen soll. Dabei gibt es vier Schwerpunkte (Fahren, Laden, Speichern und Vernetzen). Über 70 Projekte sind geplant. Sie reichen vom ÖPNV, dem elektrischen Carsharing für jedermann über Flotten in Unternehmen und Behörden bis hin zum elektrischen Lieferverkehr. Aber auch Elektrofahrräder für Pendler werden im Schaufenster dabei sein. Die verschiedenen Verkehrsangebote sollen künftig mittels einer „Mobilitätskarte“ oder einer Smartphone-App verbraucherfreundlich vernetzt werden. Ein vernetztes Auto bietet ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Verkehrsinfrastruktur – etwa für die optimale Einstellung von Ampelphasen. Die Umsetzung eines intelligenten Mobilitätskonzeptes in Berlin wird ein langer Weg. Doch es lohnt sich, ihn zu gehen.

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Politik

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble

Der Bundesminister für Finanzen Wolfgang Schäuble glaubt an die Zukunft Europas. Davon lässt er sich nicht abbringen, auch wenn ihm sein Kampf gegen Haushaltsdefizite und für Reformen nicht nur Freunde einbringt. Aus dieser Entschlossenheit macht er auch im Gespräch mit der BERLINboxx kein Hehl. Herr Minister, in den vergangenen Monaten ist es ruhiger geworden um den Euro. Ist unsere Währung über den Berg oder ist die Ruhe trügerisch? Es besteht kein Zweifel, dass die Eurozone entscheidende Fortschritte erzielt hat. Die Haushaltsdefizite sinken und die Volkswirtschaften gewinnen durch entschlossene Reformen wieder an Wettbewerbsfähigkeit. Wir haben die Architektur der Wirtschafts- und Währungs-

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union durch strengere Wirtschafts- und Fiskalregeln robuster gemacht, bessere Überwachungs- und Sanktionsmechanismen und für Notfälle mit dem ESM als eine Art Europäischen Währungsfonds ein beeindruckendes Sicherheitsnetz eingerichtet. Die ökonomischen Daten zeigen, dass unsere Strategie Wirkung zeigt und an den Finanzmärkten seit geraumer Zeit durch sinkende Refinanzierungskosten aller Länder honoriert wird. Unter Ökonomen ist mittlerweile die Ansicht verbreitet, dass Europa nach der Krise in einer deutlich besseren Verfassung dastehen wird als andere Industrieländer. Aber auch wenn wir viel erreicht und den richtigen Weg eingeschlagen haben, so dürfen wir doch nicht nachlassen in unseren Reformbemühungen.

Foto: Bundesministerium der Finanzen

„Langfristig wünsche ich mir einen vom Volk gewählten europäischen Präsidenten“


Politik Umstritten sind ESM und Fiskalpakt, für deren Risiken – so Kritiker – am Ende der Steuerzahler haften müsse. Ist diese Sorge begründet? Einerseits kann es in der Gesamtbetrachtung unter Umständen nötig sein, einzelne Banken in Schieflage zu stabilisieren, damit diese nicht die gesamte Volkswirtschaft in eine negative Abwärtsspirale ziehen. Ein funktionierendes Bankensystem ist die Basis einer jeden gesunden Volkswirtschaft. Das ist wie das Strom-, Wasser- oder Autobahnnetz. Andererseits kann dies jedoch Fehlanreize für Banken und deren Investoren schaffen. Die Herausforderung ist es, einen Ordnungsrahmen zu schaffen, in dem auch große Banken unter vorrangiger Kostenbeteiligung der Eigentümer und Gläubiger abgewickelt werden können, ohne dabei das Finanzsystem als Ganzes zu destabilisieren. Der Staat darf nicht mehr erpressbar sein. Dieser Leitgedanke des deutschen Restrukturierungsgesetzes muss auch die europäischen Arbeiten an einem europäischen Bankenrestrukturierungs- und Abwicklungsrecht prägen. Nach wie vor gilt: Auch bei der direkten Bankenrekapitalisierung muss der Antrag dazu vom Staat kommen und die Mitgliedstaaten müssen weiterhin haften. Zudem: Der ESM kann nur die letzte Auffanglinie sein. Nur wenn Eigentümer, Gläubiger, Bankenfonds oder der Mitgliedsstaat nicht in der Lage sind, die Probleme aus eigener Kraft zu meistern, könnte der Mitgliedsstaat beim ESM als letztes Mittel einen Kredit gegen strenge Reformauflagen beantragen. Wenn der Euro überleben soll, muss die Eurozone politisch viel enger zusammenarbeiten als bisher. Was müssen Ihrer Meinung nach die nächsten Schritte in dieser Richtung sein? Die Krise hat in der Tat die Schwachstellen der Währungsunion offenbart. Insbesondere hat sich gezeigt, dass die Überwachung und Koordinierung der nationa-

len Finanz- und Wirtschaftspolitik nicht hinreichend war. Hier haben wir bereits viel getan. Die Regeln zur Eindämmung der Verschuldung wurden durch die Verschärfung des europäischen Stabilitätsund Wachstumspakts gestärkt und durch den Fiskalvertrag solide in den Gesetzen der Mitgliedstaaten verankert. Das sind wichtige Voraussetzungen für das weitere Zusammenwachsen. Wir haben zwar viele europäische Institutionen, aber letztendlich dominieren die Mitgliedstaaten. Langfristig wünsche ich mir eine vom Parlament gewählte europäische Regierung und einen vom Volk gewählten europäischen Präsidenten. Eine solche Wahl würde auch eine europäische Öffentlichkeit schaffen. Zwar wäre dies mit einem Machtverlust für die Mitgliedstaaten verbunden, aber ein starkes Europa braucht starke Institutionen. Auf dem Weg dahin habe ich beispielsweise vorgeschlagen, dass der Währungskommissar ein Veto gegenüber nationalen Haushaltsplänen einlegen kann, wenn gegen die europäischen Vorgaben verstoßen wird. Die Europäische Union erscheint vielen fremd und lebensfern. Was ist zu tun, um Europa den Menschen näherzubringen? Obwohl die europäische Integration für die Bürger bereits Realität und Bestandteil des täglichen Lebens ist, sind vielen Bürgern die europäischen Prozesse unbekannt und das Bewusstsein für die Bedeutung der europäischen Institutionen gering. Die Erläuterung und die Erklärung „Brüssels“ sind und bleiben wichtige Aufgaben für uns alle. Das wird auf vielen Wegen versucht, aber Brüssel bleibt dennoch vielen fremd, da es doch für viele weit weg ist. Ich glaube nicht, dass nicht ausreichend Informations- und Kommunikationsmittel zur Verfügung stehen. Bei der Aufgabe, die Prozesse transparenter zu machen, hat beispielsweise auch das Internet sehr geholfen. Wir müssen die Menschen mit-

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Politik

Impressionen zur Finanzmarktkonferenz 2010 im Bundesministerium der Finanzen, Berlin

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Politik Fortsetzung von Seite 7

Foto: Bundesministerium der Finanzen

nehmen. Ich bin fest davon überzeugt, dass in der heutigen globalisierten Welt die europäischen Staaten nur gemeinsam in der Lage sein werden, ihre Interessen wirksam zu vertreten. Und ich bin genauso fest davon überzeugt, dass die Menschen in Europa das auch wissen. Wie kann Deutschland seiner Verantwortung in der EU gerecht werden, ohne gleichzeitig antideutsche Ressentiments zu fördern? Wenn wir von unseren europäischen Partnern Solidität bei der Haushaltsführung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit anmahnen, müssen wir dies vorleben und mit Verständnis auf die Schwierigkeiten von Anpassungsprozessen reagieren. Auch Deutschland hat im letzten Jahrzehnt schmerzhafte Strukturreformen hinter sich gebracht, von denen die deutsche Wirtschaft heute stark profitiert. Die Krise hat gezeigt, dass wir in der Währungsunion ehrlich miteinander umgehen und Reformnotwendigkeiten offen benennen müssen. Einige Länder haben den Wettbewerbsdruck in der Wirtschafts- und Währungsunion unterschätzt und müssen nun Strukturreformen nachholen und die öffentlichen Haushalte in Ordnung bringen. Der deutsche Steuerzahler ist durch seine Haftung für die Hilfen an die Programmstaaten in hohem Maße solidarisch. Dass für Hilfen aber auch eine Gegenleistung erforderlich ist, müssen wir immer wieder erklären und um Verständnis dafür werben. Wir dürfen aber bei alldem nicht vergessen, dass wir mit allen Maßnahmen, die wir unternehmen, um unsere gemeinsame Währung, den Euro, zu stützen, am Ende uns selbst den größten Gefallen tun. Kommen wir nach Deutschland. Eines der gegenwärtig wichtigsten Themen ist die Neuregelung des Länderfinanzausgleichs bis 2020. Wie ist Ihre Position?

Der Länderfinanzausgleich soll die Eigenständigkeit aller Länder über eine sachgerechte Verteilung aller Einnahmen gewährleisten. Die Neuregelung des Länderfinanzausgleichs ab 2020 ist ein wichtiges Thema, das bereits jetzt in der Diskussion ist und ganz sicher ein Schwerpunkt in der kommenden Legislaturperiode sein wird. Zu dieser komplexen Materie gibt es eine Vielzahl von Überlegungen und Modellen, die geprüft werden müssen. Wesentlich ist, dass einerseits die Eigenverantwortung der einzelnen Länder und andererseits die Solidarität der Länder untereinander zu einem vernünftigen und tragfähigen Ausgleich gebracht werden müssen. Der Bund hat dabei die Interessen aller Länder im Blick; die Aufgabenerfüllung aller Länder muss gewährleistet bleiben. Klar muss aber auch sein, dass es keine zusätzlichen Belastungen des Bundeshaushalts geben darf. Heftig diskutiert wird die finanzielle Unterstützung Berlins. Wie trägt der Bund dazu bei, dass die Stadt ein attraktives Aushängeschild unseres Landes bleibt? Der Bund unterstützt Berlin gegenwärtig in beträchtlichem Umfang; auch die Lasten aus der Hauptstadtfunktion Berlins werden pauschal vom Bund abgegolten. Insgesamt finanziert der Bund schon jetzt 20 Prozent der Einnahmen Berlins und wird auch weiterhin finanzielle Leistungen für Berlin erbringen. Eine komplette Bundesfinanzierung Berlins kommt allerdings keinesfalls in Betracht. Dies sieht auch unsere Verfassung nicht vor und würde auch nicht unserem föderalen System entsprechen. Und wenn Sie die Attraktivität ansprechen, so kann man als Einwohner Berlins doch nun wirklich stolz darauf sein, welche hohe Anziehungskraft Berlin für Menschen aus aller Welt hat. (in)

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Politik

Ein Bayer in Berlin – nicht der einzige, aber einer der prominentesten und einflussreichsten. Das ist Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der sich nicht nur qua seines Amtes für die weitere Stärkung der Hauptstadt einsetzt. Wir sprachen mit ihm über die Herausforderungen moderner Stadtentwicklung.

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Herr Minister, weltweit ist ein starkes Wachstum der Städte im Gange. Wie ist vor diesem Hintergrund unsere nationale Stadtentwicklungspolitik ausgerichtet? Unsere Städte stehen wieder für wirtschaftliche Dynamik, technische, ökologische, soziale und kulturelle Innovationen und Chancen. Über die daraus

Foto: BMVBS

Die Bedingungen für Berlins weitere Entwicklung sind günstig


Politik

Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am Humboldtforum

resultierenden Herausforderungen besteht weitgehender Konsens – es geht um Lebensqualität, leistungsfähige Infrastruktur, wirtschaftliche Prosperität, bezahlbaren Wohnraum, umweltgerechte Mobilität und nicht zuletzt um baukulturelle Aspekte. Der permanente Wandel bietet neue Möglichkeiten für das „Städtische“. Hier setzt unsere Nationale Stadtentwicklungspolitik an, indem sie den gesellschaftlichen Dialog zwischen Bürgerschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, Politik und Verwaltung vertieft. Und mit der Städtebauförderung stärken wir die Innenentwicklung, die Stadtkerne sowie die schützens- und erhaltenswerten Strukturen. Klar ist dabei aber auch, dass Stadt und Land eng zusammengehören: Wir dürfen die Kleinund Mittelstädte in ländlichen, dünn besiedelten Räumen nicht vergessen. Sie sind wichtige wirtschaftliche, soziale

und kulturelle Ankerpunkte für die Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Deshalb habe ich nach meinem Amtsantritt das Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ initiiert. Wie können die Kommunen den wachsenden Ansprüchen der Menschen in den Städten gerecht werden? Der schon seit längerem anhaltende Wandel von einer Industrie- zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft hat in den meisten Städten zu einer neuen ökonomischen Dynamik geführt. Eine leistungsfähige, moderne und sichere Infrastruktur ist hierfür die Basis. Wir müssen geeignete Rahmenbedingungen für die kommunale Wirtschaftsentwicklung schaffen, um die Handlungsfähigkeit der Gewerbetreibenden, Einzelhändler,

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Foto: SPD Berlin

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Politik Fortsetzung von Seite 11

Dienstleister und Immobilieneigentümer zu unterstützen und zu stärken. Genauso müssen wir gemeinsam mit den zuständigen Ländern und Gemeinden für auch künftig bezahlbaren Wohnraum sorgen. Und: Stadtentwicklung ist als integrativer Bestandteil einer umfassenden Energie-, Klima- und Umweltpolitik zu sehen. Gerade in den Städten gibt es erhebliche Energieeinsparpotenziale. Es sind nachhaltige Lösungen gefragt, die über den Beitrag zu Energieeffizienz hinaus zu einer Sicherung und Erhöhung der Lebens- und Umweltqualität für die Bürger beitragen. Ein erfolgreiches Beispiel sind unsere Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung. Wie beurteilen Sie die nationale und internationale Stellung Berlins und wie kann die Stadt insbesondere ihre Rolle als Schaufenster Deutschlands noch besser ausfüllen? Berlin hat als Hauptstadt große Strahlkraft. Die Stadt ist spannend, modern und weltoffen. Berlin ist im Ausland beliebt – das bestätigen Jahr für Jahr viele Millionen Gäste aus dem Ausland. Nach Jahren der Stagnation wächst auch die Berliner Wirtschaft dank der Förderung von Wissenschaft und Zukunftstechnologien wieder. Der Bund hat in den vergangenen Jahren zu diesem Erfolg mit seiner vielfältigen Unterstützung für die Hauptstadt beigetragen. Als Verkehrs- und Bauminister fallen mir hier natürlich die Infrastrukturprojekte für Straße und Schiene, das Parlaments- und Regierungsviertel oder die zahlreichen Städtebauförderungsmaßnahmen in den Wohnvierteln ein. Damit Berlin seine kreative Dynamik bewahren kann, gilt es, eine leistungsfähige Infrastruktur und

umweltfreundliche Mobilität zu sichern. Jüngste Prognosen sagen, dass Berlin in den nächsten Jahren stark wachsen wird. Wie erklären Sie sich das angesichts rückläufiger oder stagnierender Bevölkerungszahlen andernorts? Die jüngste Bevölkerungsprognose des Senats geht ja davon aus, dass in Berlin im Jahr 2030 insgesamt 3,75 Mio. Menschen leben. Berlin wächst also bis dahin um 250.000 Einwohner – das ist eine Großstadt wie Augsburg in meiner bayrischen Heimat. Dafür ist der wirtschaftliche Aufschwung verantwortlich, der dafür sorgt, dass viele Menschen nach Berlin kommen. Die Attraktivität der Stadt, die ja auch auf das Umland ausstrahlt, ist also ungebrochen. Und die Rahmenbedingungen sind weiterhin günstig. Das Desaster um den neuen Flughafen in Schönefeld nagt am Image Berlins. Inwieweit wird davon aus Ihrer Sicht die weitere Entwicklung der Stadt beeinträchtigt? Ich kann den Ärger der Steuerzahler in Sachen Flughafen gut verstehen. Aber: Der fertige Flughafen BER wird ein Erfolg! Berlin wird sicherlich auch in Zukunft bei der Stadtentwicklung auf die gute Position als internationaler Wissensstandort und als Hauptstadt, auf die produktive Wirtschaft, auf die soziale Einheit der Stadt, die Erhaltung lebenswerten Stadtklimas, den effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Gestaltung des demografischen Wandels sowie auf seine einzigartige Kulturlandschaft setzen. Der Bund wird Berlin dabei im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, etwa mit der Städtebauförderung, weiter unterstützen. (jp)

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Politik Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit

„Berlin steht wieder für Wohlstand und Aufstieg“ Berlin ist wieder wer. Deutschlands einzige Weltstadt ist ungeachtet ihrer Probleme beliebt und nun schickt sie sich an, durch neues Wachstum noch mehr Profil zu gewinnen. Nach schweren Niederlagen in jüngster Zeit freut sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit über diese Entwicklung, was auch in unserem Gespräch mit ihm spürbar wurde.

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Politik Herr Wowereit, überall ist von Bevölkerungsrückgang die Rede. Berlin hingegen wächst. Wie bewerten Sie das? Mit Berlin verbindet sich wieder die Hoffnung auf Wohlstand und Aufstieg. Viele kleine und große Erfolgsgeschichten stehen dafür: die Gründerszene in der „Factory“ ebenso wie eine wachsende Zahl an innovativen Unternehmen, die in Berlin Weltmarktprodukte entwickeln und herstellen. Seit Jahren steigt die Zahl der Arbeitsplätze über dem Bundesdurchschnitt. Berlin ist die deutsche Gründerhauptstadt in der Digitalen Wirtschaft. Weltweit genießt die Stadt einen hervorragenden Ruf als pulsierende Kulturmetropole und als „place to be“ für kreative Köpfe und junge Talente. Ich kann nur sagen: Willkommen im wachsenden Berlin!

Foto: SPD Berlin

Ist unsere Stadt auf das Wachstum vorbereitet? Wir sind schon mitten in der Neuorientierung. Anhaltendes Wachstum ist erfreulich, stellt uns aber auch vor einige Herausforderungen. In manchen Stadtteilen wird der Wohnraum knapp und steigen die Mieten besonders stark, mancherorts wird es auch in den Schulen eng werden. Wir stellen uns diesen Herausforderungen. Wir bauen zum Beispiel schon jetzt die Kitas massiv aus. Erstmals seit vielen Jahren werden unsere landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften wieder in nennenswertem Umfang neue Wohnungen bauen oder zukaufen, um damit mietpreisdämpfend zu wirken. Unser Ziel sind 30.000 neue Wohnungen in dieser Legislaturperiode. Hinzu kommen viele Investorenprojekte. Es gibt eine Menge zu tun in den nächsten Jahren, auch an Überzeugungsarbeit. Zum Beispiel bei der Nutzung des ehemaligen Flughafengeländes in Tempelhof? Ich finde es schon zynisch, wenn mache den Wohnungsmangel beklagen, dann aber gegen die Bebauung freier Flächen auf die Barrikaden gehen. Der Senat wird

sich jedenfalls dafür einsetzen, dass am Rand dieser Fläche gebaut werden kann. Und zwar möglichst schnell. Was unternimmt der Senat, um Wohnraum für alle bereitzustellen? Wir wollen eine gute Mischung in der ganzen Stadt. Politisch wird es darum gehen, die Zweckentfremdung einzudämmen und mit gezieltem Neubau Wohnraum im günstigen Preissegment und für breite Schichten der Gesellschaft zu schaffen. Die städtischen Gesellschaften und die Genossenschaften sind dabei besonders gefordert. Aber auch private Investoren haben eine gesellschaftliche Verantwortung, neben hochpreisigen Angeboten auch bezahlbare Wohnungen für Familien zu bauen. Und wir müssen – was größtenteils Bundesrecht ist – den rechtlich zulässigen Mietpreisanstieg enger begrenzen. Ausschlaggebend ist die Infrastruktur. Wie ist hier die Lage? Der Senat hat die Weichen für einige wichtige Infrastrukturprojekte gestellt: den Weiterbau der A 100 in Richtung Treptow und den Bau der Tangentialverbindung Ost (TVO). Die U5 ist im Bau und wird eine zusätzliche innerstädtische Ost-West-Verbindung für Hunderttausende Berlinerinnen und Berliner und ihre Gäste schaffen. Es gibt aber auch Grenzen: Beim Bedarf an Schulräumen kommt mir der Ruf nach großen Neubauten manchmal zu schnell. Erst einmal sollten wir alte leerstehende Schulen wieder eröffnen oder mit kleineren Baumaßnahmen reagieren. Fantasie und Flexibilität sind gefragt. Stichwort Wirtschaft: Von deren Entwicklung wird letztlich alles andere abhängen. Unsere Wirtschaft hat sich in der ganzen Breite dynamisch entwickelt: als Anbieter vielfältiger Dienstleistungen von Gesundheit bis Tourismus, als internationale Kreativ- und Medienmetropole, aber

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Titel

Handeln auf hohem Niveau Als bilaterale Institution vertritt die TD -IHK die Interessen der deutsch-türkischen Wirtschaft. Als Kontakt- und Wissensplattform bieten wir Ihnen ein breites Service- und Leistungsangebot:

Informationen zu aktuellen Entwicklungen und Chancen in der türkischen Wirtschaft

Kontakte zu Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Wirtschaft beider Länder

Wirtschaftskongresse, Delegationsreisen und Networking-Treffen

Branchenspezifische Arbeitskreise und Round-Tables

Hierbei und bei vielem mehr unterstützen Sie unsere mehrsprachigen Mitarbeiter(-innen) gern. Sprechen Sie uns an!

Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer • Leipziger Platz 14 • 10117 Berlin T: +49 (0)30 233 299 50 • F: +49 (0)30 233 299 510 • www.td-ihk.de • info@td-ihk.de

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Politik Fortsetzung von Seite 15

eben auch als Stadt innovativer Unternehmen in der Medizin-, Energie- oder Verkehrstechnik. Wir haben in den letzten Jahren unsere Wirtschaftsförderung auf diese Wachstumsfelder fokussiert. Diese Politik trägt Früchte, wie unter anderem Adlershof, die Europacity am Hauptbahnhof oder die City West rund um den Zoo beweisen. Trotzdem dürfen wir uns nicht zufrieden zurücklehnen. Aktuell führen wir die Technologiestiftung (TSB) mit Berlin Partner zusammen, um die Kräfte weiter zu bündeln. Wir haben ein Musicboard eingerichtet und unterstützen die Gründer und jungen Unternehmen der Digitalen Wirtschaft. Im Steuerungskreis Industrie kümmern wir uns um gute Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche industrielle Entwicklung Berlins. Und wir arbeiten schon jetzt daran, nach dem Ende des Flugbetriebes in Tegel dort ein Zentrum für urbane Technologien zu schaffen. In all diesen Bereichen entstehen die Arbeitsplätze von morgen.

Richten wir den Blick weit voraus. Welche Vision haben Sie von Berlin im Jahr 2030? Ich möchte dazu beitragen, dass Berlin sich als tolerante und weltoffene Metropole weiterentwickelt. Wir erinnern in diesem Jahr an die Zerstörung der blühenden kulturellen Vielfalt Berlins, als den Nazis vor 80 Jahren die Macht übertragen wurde – auch, um uns bewusst zu machen, dass man um ein tolerantes Klima immer wieder ringen muss. Das ist unsere historische Verantwortung, aber auch unsere Verantwortung für die Zukunft. Meine Vision ist die einer toleranten, freien und vielfältigen Metropole, einer wachsenden, veränderungsbereiten und prosperierenden Hauptstadt Berlin in der Mitte Europas. (in)

Foto: Berlin Partner / FritschFoto

Wie wird sich das nationale und international Ansehen der Stadt entwickeln? Weltweit spüre ich schon jetzt große Sympathie und ehrliche Begeisterung für Berlin. Gerade für junge Leute aus aller Welt ist unsere Stadt ein regelrechter Magnet. Die Faszination rührt auch von der jüngeren Geschichte als Mauerstadt her, aber ganz besonders von dem pulsie-

renden Leben, dem Unfertigen und Experimentellen und den kulturellen Leuchttürmen. Berlins Rolle als internationale Metropole lebt davon, dass sie sich diese kulturelle Anziehungskraft als inspirierende Stadt bewahrt und zugleich Treffpunkt für Entscheider aus aller Welt ist. Genau an diesen Qualitäten arbeiten wir, zum Beispiel indem wir die Messe weiter ausbauen, aber auch indem wir mitten in Berlin mit dem Humboldt-Forum an der Stelle des früheren Stadtschlosses Raum für die Begegnung mit den Weltkulturen schaffen.

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Foto: Berlin Partner / FTB-Werbefotografie

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Foto: Berlin.de

lo Die Großstadt

Wie Berlin und die Zahl der Einwohner wuchs

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1701

1737

Am 18.01. lässt sich Kurfürst Friedrich III. in Königsberg zum König Friedrich I. in Preußen krönen. Berlin wird königliche Residenzstadt.

Bis 1737 wird die 1658-83 errichtete Stadtbefestigung abgerissen und durch eine 14,5 Kilometer lange Zoll- („Akzise“-) Mauer ersetzt. Das umgrenzte Gebiet umfasst 1.330 Hektar mit 80.000 Einwohnern. Bis 1841 bleibt diese Fläche nahezu unverändert.


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Die Großstadt lockt. Weltweit zieht es immer mehr Menschen in die Metropole. Über die Hälfte der Weltbevölkerung wohnt in Städten. Diesen Trend hat sich nun auch Berlin angeschlossen. In den nächsten 15 Jahren wird sich die Einwohnerzahl der deutschen Hauptstadt um 250.000 Menschen erhöhen.

1847

1861

Die Einwohnerzahl Berlins einschließlich der angrenzenden Siedlungsgebiete wächst auf über 400.000.

Durch Eingemeindungen mehrerer Vorstädte (Wedding, Gesundbrunnen und Moabit sowie Teile der Feldmarken von Charlottenburg, Schöneberg, Tempelhof und Rixdorf) wächst die Fläche des Berliner Stadtgebietes von 35 auf 59 Quadratkilometer, die Einwohnerzahl steigt auf rund 550.000.

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Einst bedeutungslos, heute pulsierende Metropole Wechselvolle Geschichte Viele Rankings ordnen Berlin auf den hinteren Plätzen ein. Doch das ist vielfach nur ein Teil der Wahrheit. Erstens ist die Stadt auf mehreren Gebieten Spitze und zweitens verfügt sie über ein gewaltiges Potenzial, bestehende Defizite mehr als auszugleichen. Im Gegensatz zu anderen Großstädten gibt es hier beispielsweise zahlreiche zur Bebauung geeignete Flächen, mit denen der aufkommende Wohnungsmangel gestoppt werden kann. Auch die Chancen zur wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung sind dank der vier Universitäten, zehn Fachhochschulen und mehr als 30 außeruniversitären Forschungseinrichtungen ausgezeichnet. Der Sitz der Regierung, die Kreativszene und natürlich die reizvolle Umgebung der Stadt sind ebenfalls Magneten und ziehen immer mehr Menschen in die Hauptstadt. Wie der „Tagesspiegel“ vor kurzem feststellte, können locker eine Million Menschen zusätzlich nach Berlin kommen – ohne das es eng wird. Die Einwohnerzahl in der Stadt an der Spree unterlag oft starken Schwankun-

gen, stieg insgesamt aber kontinuierlich an. In der Zeit der ersten Siedlungen um die Burgen Köpenick und Spandau im 13. Jahrhundert lebten hier schätzungsweise rund 1.000 Menschen. Nach der Vereinigung mit seiner Schwesterstadt Cölln im Jahr 1432 summierte sich die Einwohnerzahl auf rund 8.000 Menschen. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Berlin Residenz der Kurfürsten von Brandenburg, die Einwohnerzahl wuchs auf 15.000. Zahlreiche Kriege, Hungersnöte oder Seuchen im ausklingenden Mittelalter bremsten die Bevölkerungentwicklung. Einwanderung und Industrialisierung Die Einwanderung von Holländern und Friesen, von Glaubensflüchtlingen aus ganz Europa oder die Ansiedlung von jüdischen Familien bescherten der Stadt einen enormen Bevölkerungsschub und gelten heute immer noch als Ausdruck von Berlins Offenheit. 1747 überschritt die Einwohnerzahl in Berlin erstmalig die Grenze von 100.000. Mit der Krönung Friedrichs I. zum König von Preußen 1701 folgte schließlich auch die städtebauliche Gestaltung Berlins durch

1871

1877

1900

Berlin wird Hauptstadt des Deutschen Reiches und hat 826.815 Einwohner in den Stadtgrenzen sowie 105.169 in seinen Vororten.

Mehr als eine Million Einwohner leben in Berlin.

Berlin hat fast 1,9 Millionen Einwohner; unter Einschluss der 23 Vororte leben insgesamt 2,5 Millionen Menschen im unmittelbaren Einzugsbereich der Stadt. Laut einer „WohnungsEnquête“ von 1903 ist Berlin die größte Mietskasernenstadt der Welt: Eine Million Wohnungen, davon 400.000 mit nur einem Raum und weitere 300.000 mit zwei Räumen.

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Berlin in Zahle

die Errichtung zahlreicher Prachtbauten. Ende des 18. Jahrhunderts lebten hier 170.000 Menschen. Berlin war damit die sechstgrößte Stadt in Europa. Der Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert verursachte einen starken Anstieg der Bevölkerung, der mit der Vergrößerung des Stadtgebietes durch die Eingemeindung von Moabit, Wedding und Gesundbrunnen 1861 einherging. Als Berlin 1871 Hauptstadt des Deutschen Reiches wurde, folgte eine enorme Zuwanderungswelle, nach der mehr als 800.000 Menschen hier lebten. Die meisten Zuwanderer stammten aus den landwirtschaftlich geprägten Ostprovinzen des Reiches. Die Stadt sah sich nun in der Pflicht und schuf vor allem im Norden und Osten eine Vielzahl an Mietskasernen. Gleichzeitig entstanden in der Zeit eine Vielzahl von Fabrikanlagen und Siedlungen. 1877 konnte sich Berlin endlich als Millionenstadt bezeichnen. Eine Volkszählung von 1895 ergab die Einwohnerzahl von 1,7 Millionen Menschen und 1914 lebten im gesamten Berliner Ballungsraum etwa 3,7 Millionen Einwohner – fast genauso viele wie in Paris.

1912 Die Einwohnerzahl innerhalb der Stadtgrenzen übersteigt die Zwei-Millionen-Grenze.

Straßen Berlin verfügt über 5.413,1 km öffentliche Straßen, das entspricht der Entfernung von Berlin nach Hyderabad/Pakistan bzw. Yaounde/Kamerun.

Straßen Die kürzeste Straße ist die Eiergasse im Nikolaiviertel (16 Meter), die breiteste Straße die Straße des 17. Juni (75 Meter) und die längste Straße ist das Adlergestell mit 11,9 Kilometern. Das kleinste bebaute Grundstück mit 48 m² liegt in der Oranienstraße 46, Friedrichshain-Kreuzberg.

Zahlen Mit 964 Brücken hat Berlin mehr als Venedig, ist aber auch hundertmal größer. Der Berliner Tiergarten ist größer als Monaco.

U-Bahn Die längste U-Bahnlinie: 31,8 km, Fahrzeit: 59 Min. U7, Rathaus Spandau - Rudow Die kürzeste U-Bahnlinie: 1,4 km, Fahrzeit: 2,5 Min. U55, Brandenburger Tor Hauptbahnhof

Schock, Axel: Absolut Berlin. Das Berlin-Sammelsurium. München: Hirschkäfer 2011.

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Berlinist– eine Dies die Stadt, Überschrift die niemals ist, die immer wird Stadtentwicklung Groß-Berlin entsteht

Neue Prognosen

Die Wirren des I. Weltkrieges ließen diese enorme Zahl erneut schwinden. 1919 lebten nur noch rund 1,9 Millionen Menschen in Berlin. Durch zahlreiche Eingemeindungen und der Bildung Groß-Berlins verdoppelte sich 1920 aber die Einwohnerzahl auf 3,9 Millionen Menschen. Die Stadtfläche Berlins betrug nun 878,1 Quadratkilometer, 13mal mehr als zuvor. Bis zum Jahr 1942 wuchs die Berliner Bevölkerung auf 4,4 Millionen Menschen an. Der II. Weltkrieg und die Teilung Berlins führten zu einem Aderlass bei den Einwohnerzahlen, die 1978 auf den Tiefstand von 3,0 Millionen angekommen war. West-Berlin hatte 2,3 Prozent seiner Bevölkerung verloren, während Ost-Berlin einen Schwund von mehr als elf Prozent hinnehmen musste. In den Folgejahren, vor allem nach dem Fall der Mauer, stieg die gesamte Bevölkerung wieder um 494.000 Einwohner auf etwa 3,5 Millionen Menschen an. Nach amtlicher Zählung lebten im Sommer 2012 in Berlin 3.520.061 Einwohner auf einer Gesamtfläche von 891,8 Quadratmetern.

Im Dezember 2012 stellte die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine Bevölkerungsstudie vor, die einen Anstieg der Einwohnerzahl um 250.000 Menschen bis zum Jahr 2030 vorhersagt. Mit dem Bevölkerungsanstieg einher gehen neue Herausforderungen für Politik und Wirtschaft der Stadt, der solche Veränderungen jedoch nicht neu sind, insbesondere nach mehr als zwanzig Jahren Wiedervereinigung, in denen es darum ging, zwei komplett untnerschiedliche Großstädte wieder zu einer Metropole zu verschmelzen. Das ist alles in allem gut gelungen, sodass auch die neuen Aufgaben bewältigt werden, allen voran die Sicherung des weiteren wirtschaftlichen Aufstiegs und des sozialen Zusammenhalts in der Stadt. Erst Mitte Januar brachte die SPD-Fraktion ein Zukunftspapier mit dem bezeichnenden Titel „Berlin – Stadt des Aufstiegs“ heraus. Fortschritt Stand Berlin hinsichtlich seiner Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 noch immer hinter Städten wie München oder Köln zurück, kommt die Stadt dem Sta-

1920

1945

1948

Am 01.10. „Groß-Berlin-Gesetz“ - sieben umgebende Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke werden nach Berlin eingemeindet und das Stadtgebiet in 20 Bezirke eingeteilt. Einwohnerzahl: 3,8 Millionen. Das Stadtgebiet vergrößert sich auf 878 Quadratkilometer. Berlin wird zur größten Industriestadt des Kontinents und entwickelt sich in den Zwanziger Jahren zur legendären Kulturmetropole.

Teilung Berlins

„Bonatz-Plan” (Umbildung der teilweise zerstörten Stadt)

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Titel

tus einer Hauptstadt von Weltrang Stück für Stück näher. Eine wiedererstarkende Industrie, die Kreativszene und der boomende Tourismus wie auch die zunehmende Bedeutung des Wissenschafts-, Forschungs- und Gesundheitsstandortes Berlin bescheren der Stadt positive Zahlen. Nicht nur Studierende zieht es in Massen hierher, große Unternehmen siedeln sich gleichermaßen an wie andere gegründet werden. Die Unternehmensstandorte werden stetig ausgebaut – Beispiel Adlershof oder Buch. Auf diese Stärken setzt Berlin. Probleme lösen

Foto: cc Jens

Trotz aller Fortschritte gibt es noch viel zu tun. Um gut ausgebildete Fachkräfte zu vermitteln, muss Berlin sich zunächst um seinen eigenen Nachwuchs kümmern. Erste Schritte sind eingeleitet, zum Beispiel Sprachförderungen in Kitas. Die Senatsverwaltung rechnet in seiner Bevölkerungsstudie vor, dass die Zahl der Kinder bis zum Jahr 2030 auf rund 400.000 Kinder steigen wird – 64.000 mehr als heute. Mit dem Blick auf die Überalterung der Bevölkerung ist dies eine gute Nachricht. Dennoch ergeben sich daraus Aufgaben für die Bau- und Bildungspolitik: Neue Schulgebäude und Lehrkräfte müssen her. Aber nicht nur für Schüler müssen gute Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Wussten Sie schon:

Wasserstadt Die Gesamtfläche der Berliner Gewässer beträgt

mit einem Gesamtvolumen von

1957 Am 21. Juni wird in WestBerlin die 100.000ste Wohnung übergeben, die seit 1945 mit öffentlichen Mitteln errichtet worden ist.

das entspricht

Badewannen voll mit Wasser.

Schock, Axel: Absolut Berlin. Das Berlin-Sammelsurium. München: Hirschkäfer 2011.

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Titel

Wachstum Dies ist eine alsÜberschrift Chance und Stadtentwicklungzugleich Herausforderung Bildung beginnt bereits in der Kita. Der Senat plant in den kommenden Jahren die Einrichtung von 19.000 zusätzlichen Plätzen. Wohnungsknappheit Neben mehr Kindern wird es auch mehr ältere Menschen geben. Der Senat muss mehr altersgerechte Wohnungen schaffen, damit auch die ältere Generation ein ihren Bedürfnissen angemessenes Leben führen kann. Zunehmen wird auch der Zuzug ausländischer Bürger, wodurch sich nicht nur der kulturelle Reichtum der Stadt vergrößert, sondern auch neue Impulse für den Wirtschaftsstandort Berlin entstehen. Mit dem Bevölkerungsanstieg verbunden ist eine steigende Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. In den Großstädten im gesamten deutschen Bundesgebiet zeigt sich das gleiche Problem: Es wird enger – im wahrsten Wortsinn. Die Mieten steigen, bei Neuvermietungen gibt es keine Kappungsgrenze und Wohnungen werden mal schnell umfunktioniert in Pensionen für Touristen. Bezahlbaren Wohnraum zu finden ist für junge Familien, Langzeitarbeitslose oder sogenannte Mini-Jobber

derzeit schwer. Für den Senat ist das Thema Wohnen eine zentrale Frage seiner Politik. Dem Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) von 2012 zufolge wird das Angebot in den nächsten drei Jahren angespannt bleiben und sich teilweise noch verschlechtern. Nur im oberen Preissegment ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nahezu ausgeglichen. Nach Einschätzung der von der IBB befragten Wohnungsmarktexperten haben Suchende im unteren Preissegment besonders schlechte Karten. Langfristig werden die Probleme aber auch auf Wohnungssuchende im mittleren Preissegment zukommen. Die Gründe für diese Entwicklung sind ebenfalls in den stetig wachsenden Bevölkerungszahlen zu finden. Die Zahl der Einwohner wächst seit einigen Jahren schneller als die Zahl der Neubauwohnungen. Abhilfe schaffen Berlin muss vorsorgen – und das dauerhaft. Seit Jahren stagniert die Neubauquote, derzeit liegt sie bei rund 3.000 Wohneinheiten im Jahr. Von den in Planung befindlichen Neubauten bewegt

1961

60er Jahre

Bau der Mauer

Errichtung großer Stadtrandsiedlungen bis Ende der siebziger Jahre (Gropiusstadt 1962, Märkisches Viertel und Falkenhagener Feld 1963) Ausbau des Stadtzentrums im Osten um Alexanderplatz und MarxEngels-Platz (z. B. Fernsehturm 1969, Wohnbebauung an der KarlLiebknecht-Straße, Rathauspassagen 1968-1972 und Karl-Marx-Allee 1959-1965).

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Titel sich zudem der Großteil im oberen Preissegment. Benötigt wird aber Wohnraum, der für den Durchschnittsbürger bezahlbar ist. Rund 40 Prozent der Berliner Haushalte verfügt über nicht mehr als 1.300 Euro im Monat, preiswerter Wohnraum ist zur Zeit aber Mangelware. Der Senat arbeitet an einer Lösung. Er will die heftige Preisentwicklung der Nettokaltmiete auf 30 Prozent drosseln – zumindest bei den landeseigenen Wohnungen. „Wir müssen den Mietanstieg für den Bestand begrenzen, soweit wir es können, zumindest mietdämpfend einwirken, wie zum Beispiel über unsere städtischen Wohnungsbaugesellschaften“, so der Berliner Stadtentwicklungsund Umweltsenator Michael Müller (SPD). Die Wohnungsfrage ist ein Kernthema der Politik – über nachfolgende Generationen hinausgehend. Denn mit nicht mehr zu bezahlendem Wohnraum in attraktiven Wohngegenden geht die traditionelle Durchmischung der Einwohner in vielen Kiezen verloren. Dabei wäre es wichtig, dass die Vielfalt der Berliner Bevölkerung und das Nebeneinander der Kulturen weiterhin zu gewährleisten, denn beide Aspekte machen die Stadt attraktiver.

Foto: cc APM Alex

Maßnahmen Maßnahmen zur Lösung des Wohnungsproblems gibt es derzeit viele. Der Senat plant Wohnungsneubauten auf den

1978 Die Bevölkerungszahl von Ost- und Westberlin erreicht zusammen mit 3 Millionen ihren Tiefststand nach 1945, wobei der Rückgang im Osten deutlich höher ausfiel (-11,3 %) als im Westen (-2,3 %).

Wussten Sie schon: ist mit das Stadtgebiet von: Buenos Aires Jakarta New York City Singapur Taipeh Teheran Tokio Washington D.C. Hamburg zweitgrößte Stadt in Deutschland

größer als

203 km2 661,5 km2 214 km2 785,6 km2 271,8 km2 716,9 km2 621,4 km2 177 km2 155,2 km2

Schock, Axel: Absolut Berlin. Das Berlin-Sammelsurium. München: Hirschkäfer 2011.

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Titel

Manchmal Dies ist eine istÜberschrift der Stadtentwicklung Fortschritt eine Schnecke vielen Freiflächen der Hauptstadt. So möchte Müller den Verkauf wertvoller Grundstücke an Auflagen knüpfen. Wer diese kaufen und bebauen will, müsse auch etwas für die Stadt tun, so Müller zu Beginn des Jahres zur Nachrichtenagentur dpa. Empörung rief aber erst kürzlich seine Forderung hervor, Kleingärten und Grünanlagen zugunsten von bezahlbarem Wohnraum aufzugeben. Der betroffene Landesverband der Gartenfreunde verlangt indes eine „intelligente“ Lösung vom Senat. Geplant ist die Schaffung von mindestens 340.000 neuen landeseigenen Wohnungen bis 2020. Beispielsweise sehen die Nachnutzungspläne für das stillgelegte Flughafenareal Tempelhof die Einrichtung eines gemischten Areals aus Wohnen, Arbeit und Freizeit vor. Ein weiteres Problem ist die Zweckentfremdung von Wohneigentum. So geht nun nach dem Bezirk Pankow auch Friedrichshain-Kreuzberg mit einer eigenen Verordnung gegen die Umwandlung von Wohneigentum in Ferienwohnungen vor. Für Berlin fehlt trotzdem eine einheitliche Bestimmung. Ein Gesetz gegen die Umwandlung von Wohnungen in Touristenquartiere ist zwar in Planung, die

Abstimmung mit dem Koalitionspartner CDU ist aber noch im Gange, so Müller kürzlich. Uneinigkeit herrscht zudem auch über die Umsetzung des Gesetzesbeschlusses. Zukünftige Investitionen Als einzige deutsche Weltstadt muss die Hauptstadt vor allem seine Wirtschaftskraft stärken, um dadurch langfristig auch Ansehen und Attraktivität zu erhöhen. Seit 2005 holt Berlin auf – kein anderes Bundesland hat seitdem mehr Jobs geschaffen. In der Wirtschaft konzentriert sich die Stadt vornehmlich auf den Ausbau der Zukunftsfelder Gesundheitswirtschaft, Elektromobilität und Kreativwirtschaft. Zukunftsorte und Entwicklungsflächen sind beispielsweise Adlershof, Buch, Oberschöneweide oder das Dahlemer Technologiezentrum Südwest. Die Nähe zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist in Berlin zukunftsweisend. Neues Beispiel wird in absehbarer Zeit das Flugfeld Tegel sein, das als Standort für Urban Technologies nach Stilllegung des Flugbetriebes genutzt werden soll. Teile der Beuth-Hochschule werden auf das Areal ziehen, ein wichtiger Schritt im Forschungsbereich.

1989

1990/1991

2012

Mauerfall (Einwohner im Osten: 1.279.212/ Einwohner im Westen: rund 2 Millionen)

Am 3. Oktober 1990 wurde Berlin wieder die Hauptstadt Deutschlands. Am 20. Juni 1991 beschloss der Bund, dass Berlin auch Parlaments- und Regierungsitz ist.

Berlin feiert 775. Stadtjubiläum. Die Einwohnerzahl liegt bei 3,6 Millionen.

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Titel

n

Berlin in Zahle

Neben der Debatte um ausreichend bezahlbaren Wohnraum sieht der Stadtentwicklungssenator die Notwendigkeit, auch „öffentliche Neubauten“ zu fördern. Insbesondere könnte dies für die City West gelten, der Müller bereits im Frühjahr 2012 „einen steilen Aufstieg“ prophezeite. Nun veröffentlichten erst kürzlich Berliner Architekten Pläne, die die Neustrukturierung des Quartiers mit Wohnungen, Geschäften und Büros auf einer Fläche von 120.00 Quadratmetern vorsieht. „Wir kennen die Pläne und fänden es gut, das Gebiet neu zu ordnen“, sagte Michael Müller (SPD) dazu zum „Tagesspiegel“. Berlin muss aber auch endlich seine Baustellenverzögerungen in den Griff bekommen. Nachdem die Eröffnung des Berlin-Brandenburger Großflughafens BER nun mittlerweile zum vierten Mal verschoben wurde, ist es notwendig, nach vorn zu schauen, sodass das Projekt Großflughafen mit Erfolg beendet wird. Initiativen braucht die Stadt Auf die wachsende Bevölkerung muss sich auch die Berliner Infrastruktur einstellen. Die Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) kritisiert hierfür den Stadtentwicklungsplan Verkehr, der immer noch von einem sinkenden Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren ausgeht. Neben dem Ausbau des Flughafens Schönefeld gehören die Tangentialverbindung Ost, der Ausbau der Stadtautobahn A 100, die Dresdner Bahn und der Ausbau des S-Bahnnetzes ins Umland zu den wichtigsten Projekten des Senats. Nach Ansicht von Experten ist das Nahverkehrsnetz so gut strukturiert, um so-

Einwohner Mit 3.861 Einwohnern je Quadratmeter ist Berlin die am zweitdichtesten besiedelte Großstadt in Deutschland nach München mit 4.300 Einwohnern m2.

Einwohner Das Durchschnittsalter der Berliner Bevölkerung hat sich seit 1991 von 39 auf 43 Jahre erhöht. Die Lebenserwartung für Frauen liegt bei 82 Jahren, die für Männer bei 77 Jahren. Bei den über 80-jährigen sind die Frauen mit einem Anteil von 71% fast unter sich.

Einwohner Die höchste Ausländerquote hat Mitte mit 28,1 %, die niedrigste Treptow-Köpenick mit 3,2 %.

Einwohner Von den 1,9 privaten Haushalten in Berlin sind 53,4 % Singlewohnungen. In Friedrichshain-Krezuberg drängen sich 12.400 Menschen pro m2, in Treptow-Köpenick nur 1.400.

Schock, Axel: Absolut Berlin. Das Berlin-Sammelsurium. München: Hirschkäfer 2011.

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Titel

Zukunft braucht Veränderung Zukung Berliner Einwohnerzahlen in Millionen

4.500.000 4.000.000 3.500.000 3.000.000 2.500.000 2.000.000 1.500.000 1.000.000 1880

1890

1900

1910

1920

1930

1940

1950

1960

1970

1980

1990

2000

2010

Jahr

Quelle: wikipedia, Einwohnerentwicklung von Berlin

Foto: Tempelhof Projekt GmbH

Das Tempelhofer Feld ist eine der größten innerstädtischen Freiflächen der Welt.

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n

Berlin in Zahle

gar die Zahl von fünf Millionen Menschen täglich bewältigen zu können. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen gewährleisten, dass alle Bahnhöfe bis 2020 barrierefrei zugänglich sind – ein Muss für eine Stadt mit einer zunehmenden Zahl älterer Menschen. Wandel bedeutet Zukunft Berlin befindet sich ständig im Wandel. Die Stadt erfindet sich stetig neu. Daher bringen all die Klagen über peinliche Verzögerungen und Mehrkosten die Stadt nicht voran. Die Außenwirkung der Stadt ist durch die Aussagen der Klagenden fatal: Berlin besitzt den Ruf der Stadt, die niemals fertig wird. Dieser stetige Wandel ist historisch bedingt, aber auch die Berliner Regierung hat ihren Teil dazu beigetragen. Bleibt die Frage, ob die Stadt ihre Chancen nutzt. Mit dem Anstieg der Bevölkerungszahlen steigen auch die Steuermehreinnahmen. Derzeit sieht es zudem danach aus, dass Berlin in den nächsten Jahren keine neuen Schulden anhäufen wird. Daher sollte es heißen: Schluss mit destruktiver Kritik, gefragt sind konstruktive Lösungen. (uh)

Titel

Einkaufen Etwa 7.000 Passanten flanieren in der Stunde über den Kurfürstendamm. Die Verkaufsfläche der 75 größten dort angesiedelten Geschäftshäuser beträgt über 127.000 m2.

Wissen Mit vier Universitäten, vier Kunst- und zehn Fachhochschulen sowie rund 135.000 Studenten ist Berlin Deutschlands größte Universitätsstadt. Dazu kommen noch 130 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Verkehr 32% der Berliner fahren Auto, 29% bewegen sich zu Fuß, 26% mit öffentlichen Verkehrsmitteln und 13% mit dem Fahrrad.

Hunde Etwa 150.000 kläffende Vierbeiner leben in Berlin. Das sind mehr als Einwohner in Potsdam, Neuss, Luzern bzw. Dijon leben. Täglich ergeben sich damit 50 Tonnen Hundekot.

Schock, Axel: Absolut Berlin. Das Berlin-Sammelsurium. München: Hirschkäfer 2011.

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Titel Hans-Werner Franz, Geschäftsführer der VBB Verkehrsverbund BerlinBrandenburg GmbH

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

„Das Angebot ist vielen oft wichtiger als der Preis!“ 32


Titel

Stadtentwicklung beinhaltet Wirtschaftswachstum, Umweltschutz und attraktive Wohnangebote. Welche Rolle der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) dabei spielt, erläuterte uns Hans-Werner Franz, Geschäftsführer der VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH. Herr Franz, welche Stellung hat derzeit der ÖPNV in Berlin? Der ÖPNV ist ein Eckpfeiler der modernen Stadtentwicklungspolitik. In Berlin gehört der ÖPNV mittlerweile wie ein modernes Internettelefon zum Lebensstil. Schauen Sie, in Berlin haben wir 328 Pkw pro tausend Einwohner. Das ist ein „umgekehrter“ Spitzenwert, bundesweit. Das heißt natürlich, dass wir zusammen mit den politischen Entscheidungsträgern dem ÖPNV eine privilegierte Position einräumen müssen: In der Finanzierung, in der Stadtplanung und vor allem in Abgrenzung zum eigenen Auto.

Foto: VBB

Wie ist der Zusammenhang zwischen Standortentwicklung und ÖPNV? Ein gut ausgebauter ÖPNV – auch mit Blick auf die Attraktivität für Fachkräfte – ist ein wesentlicher Standortfaktor. Die Zahl der Berufspendler von und nach Brandenburg steigt stetig. In vielen Reden, nicht nur sonntags, höre ich, dass Busse und Bahnen, überhaupt, der umweltfreundliche Verkehr, Vorrang haben sollen. In der Tagespolitik sehe ich zum Teil eine andere Haltung. Auf den Straßen beobachte ich, dass Busspuren am Rand statt in der Mitte installiert werden, wo sie zugeparkt werden. Oder nehmen Sie das Autoteilen, neudeutsch Carsharing: Einige davon beschränken sich auf die Innenstadtbereiche, wo der ÖPNV bärenstark ist. Man sollte es so steuern, dass gerade Außenbezirke, wo der Bedarf ist, abgedeckt sind. Insgesamt haben wir einen vorbildlichen ÖPNV in der Hauptstadtregion. Wie sind die Bedingungen für den Ausbau des ÖPNV in Berlin?

Der Berliner Landeshaushalt ist endlich. Man kann also keine Wunder erwarten. Es gibt jedoch Stellschrauben, die noch nicht bedient werden. Aber nicht alles kostet sofort Geld. Ein gutes Beispiel ist die Ausschreibung einzelner Regionalstrecken, die Brandenburg und Berlin verbinden: Hier hat der VBB im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg mit den gleichen finanziellen Mitteln einen qualitativ besseren Verkehr bestellen können. Die Gewinner Deutsche Bahn und Ostdeutsche Eisenbahn haben ihre Prozesse optimiert und konnten so einen günstigeren Preis anbieten. Das gesparte Geld bleibt im ÖPNV-System. Dieser Weg muss weiter beschritten werden. Welchen Mehrwert haben die Fahrgäste in der Region vom VBB? Der Verkehrsverbund mit seinen 913 Bus- und 44 Straßenbahnlinien, mit U-, S- und Regional-Bahn, Oberleitungsbussen und Fähren ist mehr als die Summe seiner Teile. Der VBB-Tarif verbindet alle öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin und Brandenburg. Mit nur einem VBB-Ticket können Sie beispielsweise von Lenzen in der nördlichen Prignitz quer durch das VBB-Gebiet bis nach Spremberg in der Lausitz fahren. Die 40 Verkehrsunternehmen im VBB, so unterschiedlich sie in ihrer Größe sind, haben einen wesentlichen Anteil daran, dass dieses System funktioniert. Können Sie das an einem konkreten Beispiel erläutern? Wenn man zum Beispiel nicht weiß, wie man zur Berliner Philharmonie, zu Babelsberg 03 oder sogar nach Stettin kommt und was das kostet, hilft Ihnen

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Titel

die stets aktualisierte VBB-Fahrinfo weiter. Hier werden die Fahrpläne aller Verkehrsunternehmen zusammengeführt. Sie erhalten, dort, wo es schon möglich ist, Informationen in Echtzeit, also hoch aktuelle Fahrpläne. Wir arbeiten intensiv daran, dass dies schon bald flächendeckend für alle Busse und Bahnen möglich sein wird. Es lohnt sich also, sich immer öfter im Netz auf unserer Homepage www.VBB.de umzusehen. Was unternehmen Sie, um Kunden langfristig an sich zu binden? Meine Erfahrung ist: Das Angebot ist wichtiger als der Preis, auch wenn dieser natürlich eine Rolle spielt. Richtig ist, dass Brot und Butter, Benzin oder Energie in der Regel teurer werden. Davon kann sich der ÖPNV nicht frei machen. Nur wenige wissen, dass es seit Verbundbestehen keine Erhöhung über der Inflationsrate gegeben hat und es viele Jahre gab, in denen die Preise stabil geblieben sind. Auf der anderen Seite hat sich aber auch enorm viel getan. Denken Sie an den Nord-Süd-Tunnel in Berlin oder den Ringschluss bei der S-Bahn, große Investitionen für ein besseres Verkehrsangebot. Der Fahrzeugpark der 40 Unternehmen wird stetig dem Bedarf der Fahrgäste angepasst und modernisiert. Barrierefreiheit spielt dabei eine große Rolle. Neue moderne Medien und mobile Anwendungen, wie die iFahrinfo für die Routensuche von unterwegs, machen die Nutzung der Öffentlichen attraktiver. Zum großen Teil haben wir auch auf dynamische Fahrplananzeiger mit Echtzeitinformationen umgestellt. Aber wir müssen noch kundenfreundlicher werden, nicht nur bei der Information, sondern auch in der Bedienqualität.

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Welchen Beitrag leistet der VBB zur Energiewende in Berlin-Brandenburg? Das ist ein wichtiges Thema, leider wird es immer wieder von anderen überlagert. Der ÖPNV, ob Bus oder Bahn, hat ja bei einer gewissen Auslastung der Fahrzeuge einen enormen Umweltvorteil. Bahnen, Busse und Fähren, vereint im VBB, bilden das Rückgrat für den Umweltverbund, also die Summe der Verkehrsmittel, die nicht vom Autobesitz abhängig sind. ÖPNV, Leihsysteme von Auto und Rad, kombiniert mit einer grünen Elektromobilität, da müssen wir hin. Bald wird es so sein, dass man neben Fahrtzeit und -preis für eine Route quer durch Brandenburg und Berlin schon vor Fahrantritt weiß, wie der ökologische Fußabdruck aussieht, den man damit verursacht. Setzt die Politik in Sachen Energiewende die richtigen Impulse? Viele Reisende ärgern sich darüber, dass Sie mit Ihrer Bahnfahrkarte Mineralöl-, Strom- und Mehrwertsteuer bezahlen müssen. Flugreisende zahlen dagegen keine Mineralölsteuer und sind auf Auslandsflügen sogar von der Mehrwertsteuer befreit. Das ist eine Fehlsteuerung der Politik, selbst wenn man die Luftverkehrsabgabe gegenrechnet. Eine Bevorteilung des Luftverkehrs gegenüber dem öffentlichen Verkehr kann ich nicht nachvollziehen. Das ist ein Fehler. Gleiches gilt für die Fernbusse, die seit Neuestem befreit durch Deutschland fahren dürfen: Diese bezahlen keine Maut, wie etwa die Bahnen für die Schienennutzung zahlen müssen. Ich plädiere hier für mehr Vergleichbarkeit, auch für die Kunden. Alles andere verzerrt die einzelnen Verkehrsmärkte. (uh)


MIPIM Spezial

Als „perfekter Platz zum Leben“ präsentiert sich in diesem Jahr der Stand der Hauptstadt auf der MIPIM 2013 in Cannes. Immer mehr Menschen zieht es in die Großstädte. Auch die deutsche Hauptstadt lockt eine stetig wachsende Zahl an Menschen an. Als Kultur- und Medienstadt bietet Berlin aber auch Nährboden für Entwicklung und Produktion mit einem hohen Maß an kreativem Potenzial. In der Großstadt zu wohnen, entfaltet sein eigenes Potenzial.

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MIPIM Spezial

MIPIM Spezial 2013

Von Christian Hunziker

Blick über die Spree von Moabit aus

Damit hatte kaum ein Marktbeobachter gerechnet: 2012 verzeichnete der Berliner Immobilienmarkt eines der höchsten Umsätze der letzten Jahre. Sowohl Investoren als auch Büro- und Einzelhandelsmieter zieht es an die Spree. Am stärksten aber boomt der Markt für Wohnimmobilien. Wir wollen Berliner Wohnungen kaufen! So lautet der Schlachtruf deutscher und ausländischer Investoren. Für 1,5 Milliarden Euro wechselten im Jahr 2012 Berliner Wohnungsportfolios den Eigentümer, wie die internationale Immobilienberatungsgesellschaft Jones Lang LaSalle (JLL) ausgerechnet hat. „Die Stadt steht im Fokus der Investoren wie noch nie“, bestätigt Marc Wiese, Vorstand des Projektentwicklers Sanus AG. Und das Interesse hält an: Laut dem aktuellen Trendbarometer der Ernst & Young Real Estate GmbH ist Berlin bei professionellen Immobilieninvestoren in puncto Wohnen klarer Favorit unter den deutschen Metropolen.

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Für diese Einschätzung gibt es eine Reihe von Gründen. „Es ist eine Kombination aus vergleichsweise günstigen Preisen, steigender Einwohnerzahl, der Verfügbarkeit billigen Geldes, mangelnden Anlagealternativen und der wirtschaftlichen Unsicherheit im Euroraum, die das Berliner Betongold so attraktiv macht“, fasst Holger Rausch, Geschäftsführender Gesellschafter der Minerva Management Beteiligungs GmbH, diese Gründe zusammen. Hinzu kommt nach Ansicht von Rainer Bahr, Geschäftsführender Gesellschafter des Berliner Bauträgers econcept, das hohe Wertsteigerungspotenzial: Berlin genieße „weltweit einen sehr guten Ruf als wirtschaftsstarker Standort mit enormen Nachholeffekten“. Alexander Harnisch, Geschäftsführer des Projektentwicklers Diamona & Harnisch, ist denn auch überzeugt: „Die Suche der Investoren nach krisensicheren Anlageformen geht weiter, wodurch auch mittelfristig weiterhin stabile Wachstumsquoten zu erwarten sind.“


MIPIM Spezial

Starker Zuzug

Foto: Berlin.de FTB

Als krisensicher betrachten Investoren Berliner Wohnungen nicht zuletzt deshalb, weil die Spreemetropole stark vom Zuzug in die Städte profitiert. In den ersten neun Monaten des Jahres 2012 verzeichnete das Statistische Landesamt einen Einwohnerzuwachs um 29.000 oder 0,8 Prozent. Bereits 2011 war die Zahl der Berliner um 41.000 (1,2 Prozent) gestiegen. Der Wohnungsbau hält mit der steigenden Nachfrage bei weitem nicht Schritt. Nur gerade 4.500 Wohneinheiten wurden 2011 fertig gestellt. Und auch wenn die jüngsten Baugenehmigungszahlen den Schluss nahelegen, dass der Neubau allmählich anzieht, klafft doch noch eine erhebliche Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Entsprechend deutlich zurückgegangen ist der Wohnungsleerstand: Laut dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU), dessen Mitglieder 40 Prozent al-

ler Berliner Mietwohnungen verwalten, standen Ende 2011 nur noch 2,6 Prozent aller Wohnungen leer. Die logische Folge: Mieten und Kaufpreise von Wohnungen steigen. Wie aus dem Wohnmarktreport des Wohnungskonzerns GSW und des Beratungsunternehmens CBRE hervorgeht, legten die Mieten, zu denen freie Wohnungen in Inseraten angeboten werden, im Jahr 2012 um 13,8 Prozent zu. Eigentumswohnungen verteuerten sich im selben Zeitraum sogar um 19,9 Prozent. Doch wird die Aufwärtsbewegung anhalten? Alles deute darauf hin, antwortet Holger Rausch von Minerva. Vor allem im unteren und mittleren Segment rechnet er mit einem weiteren Anstieg der Preise, „da hier das derzeitige Niveau noch weiteres Potenzial bietet“. Auch Alexander Harnisch erwartet einen anhaltenden Aufwärtstrend, der sich jedoch im Mietwohnungsbereich abschwächen wird: „Mittelfristig“, argumentiert Harnisch,

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MIPIM Spezial „dürfte sich eine höhere Wohneigentumsquote, die derzeit vor allem durch Neubau geschaffen wird, beruhigend auf die Mietpreise im Wohnungsbestand auswirken.“ Neue Lagen

Boomender Investmentmarkt Nicht nur die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und einzelnen Mehrfamilienhäusern ist groß, sondern auch die nach ganzen Wohnungspaketen. Die börsennotierte GSW AG zum Beispiel kaufte im vergangenen Jahr mehrere tausend Wohnungen, darunter ein Portfolio, das sie selbst 2005 an einen ausländischen Investor veräußert hatte. Und Corestate

Foto: cc Kent Wang

Ohnehin betreffen die starken Preissteigerungen nicht die ganze Stadt, sondern „nur ausgesuchte innerstädtische Lagen“, wie Rainer Bahr von econcept betont. Er beobachtet, „dass die Vielschichtigkeit der Hauptstadt nach wie vor unterschätzt wird“. Nach seiner Wahrnehmung weichen Wohnungsinteressenten und Investoren derzeit in Stadtteile aus, die bisher nicht im Fokus standen – beispielsweise Pankow, Neukölln, Lichtenberg, Schöneberg und Treptow. Dabei, ergänzt Marc Wiese von der Sanus AG, sei jedoch eine „intensive Prüfung“ erforderlich, da es in aufstrebenden Stadtteilen wie Pankow, Moabit und Teilen von Lichtenberg ganz besonders auf die Bewertung der Mikrolage ankomme. Nicht mehr attraktiv ist Wiese zufolge

Prenzlauer Berg: Hier stellt der Experte eine „Übersättigung des Marktes“ fest. Christian Gérôme, Makler und Geschäftsführer der Allgemeinen Immobilien-Börse, ist zudem überzeugt, dass der künftige Flughafen Berlin Brandenburg dem Bezirk Treptow-Köpenick starke Impulse geben wird. Allerdings ist bekanntlich die für letzten Sommer vorgesehene Eröffnung des Airports auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

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MIPIM Spezial Capital, ein Immobilieninvestor mit Sitz in Zug (Schweiz), übernahm 3.000 Berliner Wohnungen ebenfalls von einem ausländischen Investor, der das Paket während der letzten Hochphase des deutschen Immobilienmarkts (2007 bis 2009) gekauft hatte. Solche Deals werden nach Überzeugung von Corestate-Chairman Ralph Winter noch öfter zu sehen sein. Weil viele der damals erworbenen Portfolios heute notleidend seien, böten sich jetzt Investoren mit immobilienwirtschaftlichem und finanztechnischem Knowhow gute Chancen. „Wir kaufen Portfolios, die auf der Intensivstation liegen“, verdeutlicht Winter das Prinzip. Dann würden die Bestände aufgepäppelt und, wieder in einen guten Instandhaltungs- und Vermietungszustand gebracht, an sicherheitsorientierte Investoren weiterveräußert.

Begehrte Hotels Neben Wohnimmobilien steht noch eine andere Anlageklasse im Fokus der Investoren: Hotels. Allein in den ersten Wochen dieses Jahres wechselten drei Hotels an der Spree den Eigentümer: Eine Investmentgesellschaft aus Katar übernahm das Grand Hyatt am Potsdamer Platz, eine Gruppe internationaler Privatinvestoren sicherte sich das nhowHotel am Osthafen, und ein luxemburgischer Immobilienfonds kaufte das Motel One Bellevue. Inländische und ausländische Investoren, erläutert Andreas Erben, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Colliers Hotel GmbH, „verstehen die attraktiven Renditeaussichten der Assetklasse Hotel zunehmend als Beimischung ihrer Immobilienportfolios“. Dass sie besonders gern Berliner Hotels kaufen, hängt mit der Stärke des hauptstädti-

Die österreichische SignaHolding hat das Haus am Wittenbergplatz erworben.

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MIPIM Spezial schen Tourismusgeschäfts zusammen. Im Jahr 2012 zählte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in den Berliner Hotels 24,9 Millionen Übernachtungen, womit das bereits hohe Vorjahresergebnis noch einmal um 11,4 Prozent übertroffen wurde. Entsprechend begehrt bleibt die deutsche Hauptstadt bei Hotelentwicklern und -betreibern: Weitere Vorhaben

dieses für die Transaktionsberater sehr erfreuliche Ergebnis. Verkauft wurden beispielsweise das legendäre KaDeWe, das Quartier 207 mit den Galeries Lafayette in der Friedrichstraße und das Neue Kranzler Eck. Zu Beginn dieses Jahres ging das Verkaufsgeschäft munter weiter; so erwarb zum Beispiel die IVG das Büro- und Einzelhandelsgebäude No 195

Galeries Lafayette. The Big Egg

Mieter suchen Flächen Hotelverkäufe trugen maßgeblich dazu bei, dass das Transaktionsvolumen für gewerblich genutzte Gebäude in Berlin im vergangenen Jahr knapp vier Milliarden Euro erreichte – ein Wert, der fast so hoch war wie im bisherigen Rekordjahr 2007. Mehrere Mega-Deals ermöglichten

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Kudamm von einem Investmentfonds der Freo Group. Begehrt bei den Investoren sind sowohl Büro- als auch Einzelhandelsobjekte. Letztere stehen nicht zuletzt deshalb im Fokus, weil Einzelhändler Berlin als sehr attraktiven Markt einschätzen. „Berlin profitiert von den vielen über das Stadtgebiet verteilten etablierten Einkaufslagen und bedient mit diesen die Ansprüche der unterschiedlichen Zielgruppen“, begründet dies Christoph Scharf, Bereichsleiter Retail-Vermietung bei BNP Paribas Real Estate. Hinzu kommt, dass internationale Filialisten die Hauptstadt

Fotos: FREO

sind in Planung – darunter das mit 582 Zimmern größte Hotel der expandierenden Kette Motel One, das sich im Upper West, einem Neubauprojekt der Strabag Real Estate direkt neben der Gedächtniskirche, einmieten wird.


MIPIM Spezial gern als Testmarkt nutzen. „Kein Einzelhändler von Rang und Namen kann es sich leisten, an diesem Standort nicht präsent zu sein“, erläutert Ronald Steinhagen, Geschäftsführer des Maklerunternehmens Comfort.

der Zehn-Jahres-Schnitt um 18 Prozent übertroffen wurde. Zehn Großabschlüsse über Flächen von mehr als 10.000 Quadratmeter trugen maßgeblich dazu bei.

Weil die Nachfrage der Investoren so groß ist, sind auch die Preise gestiegen:

Ihre Basis hat die hohe Nachfrage nach Büroflächen in der guten wirtschaft-

„Fortgesetzte Aufholbewegung“

Büroflächen des Geschäftshauses N° 195 Kudamm

Top-Bürohäuser bringen nach Angaben von JLL eine Rendite von nur noch 4,80 Prozent, während die Rendite bei Geschäftshäusern in Ia-Lage sogar auf 4,40 Prozent gesunken ist. Trotzdem ist das Interesse der Investoren nach Ansicht von Alexander Kropf, Leiter Büroinvestment bei JLL in Berlin, nachvollziehbar: „Die Bestandsflächen verknappen sich, die Mieten steigen und damit auch die Attraktivität der Investmentstandorte und -objekte in der Spreemetropole.“ Tatsächlich verzeichnete der Bürovermietungsmarkt 2012 ein ungewöhnlich gutes Ergebnis. Einen Umsatz von 544.000 Quadratmetern registrierte JLL, womit

lichen Entwicklung der Stadt. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts BulwienGesa stieg die Zahl der Bürobeschäftigten in Berlin zwischen 2006 und 2012 um 16 Prozent auf 668.000. Und die Investitionsbank Berlin (IBB) erwartet, dass in diesem Jahr die Berliner Wirtschaft trotz der Unsicherheiten im Euroraum um 1,8 Prozent zulegen dürfte. Von einer „fortgesetzten Aufholbewegung“ spricht die IBB; allerdings weist sie auch darauf hin, „dass Berlin nach wie vor durch eine im Bundesvergleich schwächere Einkommens- und Vermögensstruktur der Privathaushalte“ geprägt ist. Gleichwohl: Für professionelle

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MIPIM Spezial

Immobilieninvestoren, sagt Dr. Thomas Herr von der Beratungsgesellschaft Valteq, „sind die Wachstumsraten Berlins und der relativ geringe Büroleerstand interessant“. Nur noch zwischen 5,6 Prozent (laut BNP Paribas Real Estate) und 8,5 Prozent (laut JLL) der hauptstädtischen Büroflächen stehen leer.

jektentwicklern, „neue, auch spekulativ errichtete Flächen in Angriff“ zu nehmen. „Investoren sind mehr denn je gefordert, attraktive, mitarbeiterfreundliche und verkehrstechnisch hervorragend angebundene Büroflächen zu schaffen“, sagt auch Jan Hübler, Senior Executive Tenant Representation bei JLL in Berlin.

Neubau nötig

Das allerdings ist nicht einfach, weil Banken sich bei der Finanzierung von Bürobauten ohne hohe Vorvermietungsquote zurückhalten. Dennoch gibt es zarte Ansätze, dass sich Projektentwickler sogar in Gebiete außerhalb der gewachsenen Bürozentren trauen. Besonders mutig ist die Berliner Moritz-Gruppe: Sie plant in Alt-Hohenschönhausen, etwa sechs Kilometer nordöstlich vom Alexanderplatz, unter dem Namen The Square3 ein gemischt genutztes Viertel mit Wohnungen, Büros, Einzelhandelsflächen, Hotels und Sportangeboten. Wann die Bauarbeiten beginnen werden, steht noch nicht fest – doch Aufsehen erregt das Projekt bereits jetzt: Es ist für den MIPIM-Award in der Kategorie „Zukünftige Projekte“ nominiert worden.

Trotzdem bleibt die Neubautätigkeit gering. Lediglich etwa 150.000 Quadratmeter Bürofläche kommen in diesem Jahr auf den Markt, und davon ist der Großteil bereits vermietet – eigentlich eine paradoxe Sitution, da einerseits Investoren moderne Objekte suchen und andererseits Nutzer zeitgemäße Flächen brauchen. Bei solchen qualitativ hochwertigen Flächen in guten Bürolagen zeichnet sich ein Engpass ab, wie Jan Dohrwardt, Berliner Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate, konstatiert: Nur noch knapp 90.000 Quadratmeter solcher Flächen stehen nach seinen Berechnungen zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Dohrwardt Pro-

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Fotos: Berliner Moritz-Gruppe, Hunziker

Berliner Moritz-Gruppe plant in Alt-Hohenschönhausen ein gemischt genutztes Viertel mit Wohnungen, Büros, Einzelhandelsflächen, Hotels und Sportangeboten: The Square 3 (SQ3)


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INFO box

Christian Hunziker ist freier Journalist in Berlin mit Schwerpunkt Immobilienwirtschaft und schreibt regelmäßig für Tageszeitungen (u. a. Handelsblatt, Tagesspiegel) und Fachzeitschriften (u. a. immobilienmanager, DW Die Wohnungswirtschaft). Außerdem tritt er als Moderator und Referent auf Fachtagungen auf. 2011 wurde er mit dem Deutschen Preis für Immobilienjournalismus ausgezeichnet.

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MIPIM Spezial Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassenund Giroverbands

Deutscher Sparkassen- und Giroverband

Nach der Wahl zum Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands stand für Georg Fahrenschon ein weiterer Wechsel an: vom bayerischen München ins preußische Berlin. Wir sprachen mit dem 45-Jährigen über den sich wandelnden Wohnungsmarkt, die Gefahren der Gentrifizierung und den Sinn staatlicher Regulierungen. Herr Fahrenschon, wie bewerten Sie die Lage auf dem Immobilienmarkt in Deutschland und insbesondere in Berlin?

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Die Nachfrage nach Wohnraum steigt. In Deutschland ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden weiterhin ungebrochen. Nach Umfragen ist Wohneigentum die Vermögensbildungsform Nummer Eins, und immerhin 30 Prozent der Bundesbürger planen, früher oder später eine eigene Immobilie zu erwerben. In Berlin kann man mit einer größeren Nachfrage rechnen. Denn Berlin ist als Stadt attraktiv. Als Metropole lockt Berlin viele Menschen aus aller Welt an, die hier leben wollen oder eine Immobilie als

Foto: Deutscher Sparkassen- und Giroverband

Wohneigentum ist die Nummer eins bei der Vermögensbildung


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Vermögensanlage suchen. Wem Mitte zu teuer ist, für den gibt es eine ganze Reihe von Alternativen. Wie beurteilen Sie die Preisentwicklung von Wohneigentum bundesweit und in Berlin? Bundesweit stellen wir einen soliden Aufwärtstrend bei privaten Immobilien fest, dabei sind die Preise im europäischen Vergleich immer noch günstig. Bisher lässt sich in den deutschen Ballungszentren keine Blasenbildung feststellen, obwohl in einigen Fällen die Immobilienpreise deutlich gestiegen sind. Doch obwohl sich mittlerweile eine Reihe von internationalen Investoren in Berlin engagieren, gehört die Hauptstadt immer noch zu den preislich attraktivsten internationalen Metropolen. Erst wenn sich die Immobilienpreise vom wirtschaftlichen Umfeld abkoppeln würden, müssten wir anfangen, uns Sorgen machen. Das ist hier derzeit nicht der Fall. Dennoch sollte man weiterhin wachsam bleiben. Immer mehr Wohnungen werden gekauft, die Nachfrage nach Wohneigentum ist groß. Ist das ein Reflex auf die Lage an den Finanzmärkten? Sinkende Renditen und die Unsicherheit über die Risiken vieler Anlageformen erhöhen natürlich die Attraktivität der Anlageklasse Immobilie. Doch es gibt auch andere Gründe für den Boom gerade in der Bundeshauptstadt: Die Zahl der privaten Haushalte ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Zusätzlich sind die Ansprüche an die Größe des eigenen Wohnraums gestiegen. Das hat ganz handfeste Auswirkungen auf die Wohnungsnachfrage. Dazu kommt natürlich noch, dass die niedrigen Zinsen die Finanzierung erleichtern. Wer darüber nachdenkt, in die eigenen vier Wände zu

investieren, den unterstützen wir bei seinen Überlegungen. Wie groß ist die Gefahr, dass es wirklich zu einem von vielen befürchteten sozialen Auseinanderdriften in Berlin kommt? Die Lage in Großstädten wie Berlin ist komplizierter geworden: In der Hauptstadt stieg die Zahl der privaten Haushalte in den letzten neun Jahren um sechs Prozent, insgesamt sind in ganz Deutschland anderthalb Millionen Haushalte zusätzlich entstanden. Da muss auch einfach mehr Angebot auf den Markt kommen, damit weitere Verdrängungsprozesse vermieden werden. Ich bezweifele, dass die Wohnungsbaupolitik bisher darauf angemessen reagiert hat. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Es zeigt sich am Immobilienmarkt, dass Deutschland ein attraktiver Standort ist. Außerdem sind die Durchschnittspreise für Wohnimmobilien aus dem Bestand immer noch unter dem Niveau des Jahres 2000. Nach unseren Einschätzungen könnte die Eigentumsquote in Berlin 20 Prozentpunkte höher sein, als sie es derzeit ist. Sollte der Wohnungsmarkt stärker durch die Politik reguliert oder den Kräften des Marktes freien Lauf gelassen werden? Auch die Sparkassen als größter Immobilienvermittler können nur das Wohneigentum vermitteln, das auf dem Markt angeboten wird. Bei Wohnungsknappheit sind deshalb die Kommunen gefragt. Es ist ihre Aufgabe, auf die steigende Nachfrage mit der Ausweisung von Wohnbauland in einer gesunden Mischung aus sozialem und freiem Wohnungsbau − einschließlich familiengerechtem Wohneigentum − zu reagieren und die Knappheit nicht weiter zu vergrößern. (in)

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MIPIM Spezial Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA, übergibt das Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft an Staatssekretär Rainer Bomba vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung

Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA)

Das Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2013 zeigt: Die deutsche Immobilienwirtschaft ist gesund und eine wichtige Stütze der Volkswirtschaft. Die Nachfrage nach Wohn-, Einzelhandelsals auch Büroimmobilien ist weiter gestiegen. Besonders der Wohnungsmarkt steht derzeit im Fokus vieler nationaler und internationaler Investoren. Zugleich belegt das Gutachten einen großen Trend zurück in die Innenstädte – wie in Berlin zu sehen.

das der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) herausgibt, wieder mit Spannung erwartet. Diesmal lautet die Kernaussage: Der Immobilienwirtschaft geht es trotz eingetrübter gesamtwirtschaftlicher Perspektiven gut und eine Blasenbildung ist nicht zu erkennen. Der Wirtschaftskrise in der Eurozone kann sich Deutschland zwar nicht entziehen, dennoch war, ist und bleibt die Immobilienwirtschaft der Stabilitätsanker der deutschen Volkswirtschaft.

Wie jedes Jahr, so wurde auch diesmal das Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft des Rates der Immobilienweisen,

Entscheidender Baustein der Gesamtwirtschaft

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Foto: Mathias Kron

Deutscher Immobilienwirtschaft geht es gut


MIPIM Spezial „Wenn die Immobilienwirtschaft ihr Potenzial nutzt, kann sie Wachstumsmotor und Stabilitätsanker der deutschen Volkswirtschaft bleiben. Bauinvestitionen leisten einen wesentlichen Beitrag für eine starke Binnennachfrage und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren“, kommentiert Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA, die Ergebnisse des Gutachtens. Günstige Rahmenbedingungen und eine stark gestiegene Nachfrage sowohl nach Wohn-, Einzelhandels- als auch Büroimmobilien machten den deutschen Immobilienmarkt 2013 zu einem sicheren Hafen für nationale und internationale Anleger. Vom Stiefkind zum Liebling Seit 2009 sank die Zahl der Neubauwohnungen in Deutschland – dieser ungewöhnliche Trend scheint sich zu ändern. Der Wohnungsmarkt wird für Investoren wieder attraktiv. Vielerorts steigen die Angebotsmieten und Kaufpreise. Bis Oktober 2012 stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 7,4 Prozent auf insgesamt 200.000, was allerdings immer noch zu wenig ist. 2013 könnte der Aufschwung auf dem deutschen Wohnungsmarkt an Breite gewinnen, da vor allem in Ballungsräumen die Nachfrage deutlich größer ist als das Angebot. Trend zur (Berliner) Innenstadt Für das Bundesgebiet zeigt sich, dass die deutschen Immobilienpreise das Niveau der Jahrtausendwende noch nicht wieder erreicht haben – und der Mietpreis insgesamt nur wenig stärker als die Inflation stieg. Deutliche Preissteigerungen sind allenfalls in ausgesuchten Lagen einiger Städte wie Berlin, Hamburg oder München zu beobachten. Seit Jahren stagniert die Anzahl der Wohnungsfertigstellungen in den deutschen Top-5-Städten,

während die Wohnungsnachfrage anzieht. Das Frühjahrsgutachten belegt zudem einen bundesweiten Trend in die Innenstadt: In bestimmten Stadteilen einiger Metropolen hat die Nachfrage nach Wohnraum deutlich zugenommen – mit steigender Tendenz. Die Folge sind Kaufund Mietpreissteigerungen in gefragten Lagen. So sind Miet- und Eigentumswohnungen in den klassischen Berliner Altbauquartieren wie etwa Mitte, Friedrichshain, Kreuzberg, Prenzlauer Berg und zunehmend auch Neukölln verstärkt nachgefragt. Da die Preise und Mieten hier zuletzt sehr stark gestiegen sind, weichen Mieter und Käufer zunehmend auf benachbarte Quartiere aus wie Treptow, Friedrichshagen oder Pankow. Auch die Westquartiere Charlottenburg, Friedenau, Schöneberg und Grunewald stehen wieder stark im Fokus vieler Käufer. Keine Immobilienblase Trotz des teilweise starken Anstiegs der Immobilienpreise sind am gesamten deutschen Immobilienmarkt keine Zeichen für eine Blasenbildung erkennbar. Der Preisanstieg ist durch fundamentale Angebots- und Nachfragefaktoren besonders in nachgefragten Stadtlagen der Ballungszentren und Metropolen wie Berlin gerechtfertigt, die Preisentwicklung ist an die Mietentwicklung gekoppelt. Auch eine eher konservative Immobilienfinanzierung in Deutschland beschränkt die Risiken. Für den Präsidenten des ZIA Dr. Mattner ist klar: „Das Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2013 schafft Transparenz und beugt so einer Immobilienblase vor. Die deutsche Immobilienwirtschaft hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Stützpfeiler der Realwirtschaft entwickelt und wird, wenn die Politik mitspielt, auch weiterhin Jobmotor und Stabilitätsanker bleiben.“ (ej)

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Christian Leska, Managimg Director Office Agency bei Savills

Savills

Berliner Büromarkt 2012 Umsatz so hoch wie nie, Leerstand so niedrig wie seit 1995 nicht mehr

Obwohl der Flächenumsatz am Berliner Büromarkt im Schlussquartal des Jahres 2012 mit knapp 185.000 m² hinter den Werten der drei vorangegangenen Quar-

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tale zurückblieb, fanden im gesamten Jahr 2012 ca. 834.800 m² Bürofläche einen neuen Nutzer – so viel wie nie zuvor. „Zum ersten Mal überhaupt hat der Flächenumsatz die Marke von 800.000 Quadratmetern übertroffen“, unterstreicht Christian Leska, Managing Director und bei Savills verantwortlich für das Bürovermietungsgeschäft in Berlin, die Ausnahmestellung dieses Ergebnisses. Verglichen mit dem Vorjahr fiel der Umsatz um gut 7 Prozent höher aus. Ebenfalls bemerkenswert ist die Entwicklung des Leerstandes: Standen zu Beginn

Foto: savills

Die Fakten: • Büroflächenumsatz von 834.800 m² - neuer Umsatzrekord und +7,2 Prozent gegründet 2011 • Spitzen- und Durchschnittsmiete im Jahresvergleich jeweils leicht im Mi nus: 20,90 EUR/m² (-0,5 Prozent) bzw. 11,96 EUR/m² (-1,5 Prozent) • Leerstandsquote nochmals leicht rück läufig: 5,3 Prozent


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des vergangenen Jahres noch 6,0 Prozent aller existierenden Büroflächen leer, so waren es zum Jahresende nur noch 5,3 Prozent. „Einen ähnlich niedrigen Leerstand wie derzeit hatten wir in der Bundeshauptstadt zuletzt im Jahr 1995“, erläutert Leska. Neben Stuttgart weist Berlin damit die niedrigste Leerstandsrate aller A-Städte* auf. Der absolute Flächenleerstand fiel zum Jahresende knapp unter die Marke von 1 Mio. m2 . Trotz des Rekordflächenumsatzes und des sich verknappenden Flächenangebots zeigt sich beim Mietniveau keine signifikante Veränderung. Sowohl die Spitzenals auch die Durchschnittsmiete wiesen sogar eine leicht negative Tendenz auf.

Die Spitzenmiete stand zum Jahresende bei 20,90 EUR/m² und lag damit 0,5 Prozent unter ihrem Vorjahreswert, die Durchschnittsmiete ging auf 11,96 EUR/ m² zurück (-1,5 Prozent). Diese Entwicklung zeigt, dass Berlin trotz der niedrigen Leerstandsrate von einer Flächenknappheit weit entfernt ist. Der rückläufige Leerstand liegt auch im niedrigen Flächenfertigstellungsvolumen des vergangenen Jahres begründet. Insgesamt kamen lediglich 112.700 m² neue Bürofläche an den Markt. Im laufenden Jahr wird das Fertigstellungsvolumen mit ca. 180.000 m² zwar etwas höher, aber immer noch vergleichsweise moderat ausfallen.

2012 im Vergleich zu 2011

2012

2011

Veränderung

Flächenumsatz (m²)

834.800

778.900

+7,2 %

Leerstandsrate (%)

5,3

6,0

-11,7 %

Spitzenmiete (EUR/m²)

20,90

21,00

-0,5 %

Durchschnittsmiete (EUR/m²)

11,96

12,14

-1,5 %

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Über Savills: Das Unternehmen ist eines der führenden weltweit tätigen Immobiliendienstleister mit Hauptsitz und Börsennotierung in London. Das Unternehmen wurde 1855 gegründet. Savills verfügt heute weltweit über mehr als 500 Büros und Partner mit insgesamt über 23.500 Mitarbeitern. In Deutschland ist Savills mit rund 160 Mitarbeitern in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München mit folgenden Leistungen präsent:

• An- und Verkauf von Immobilien so wie Portfolios • Corporate Finance – Valuation • Vermietung von Büros und Einzel handelsimmobilien • Vermietung und Verkauf von Indus trie- und Logistikimmobilien • Corporate Real Estate Services www.savills.de

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Berliner Volksbank

Genossenschaftsbanken immer beliebter Von Jörg Widhalm Berlin boomt. Immer mehr Menschen kommen in die Stadt und treiben die Nachfrage nach Wohnraum in die Höhe. Über diese Entwicklung und ihre Auswirkung auf den Finanzierungsmarkt sprachen wir mit Jörg Widhalm, Bereichsleitung Zentrale Gewerbliche Kunden der Berliner Volksbank. Herr Widhalm, wie sehen Sie die Entwicklung am Berliner Wohnungsmarkt? Die aktuelle Bevölkerungsprognose des Berliner Senats geht bis zum Jahr 2030 von 250.000 neuen Einwohnern aus, das entspricht einer Zunahme um 7,2 Prozent. Berücksichtigt man den Trend zu immer kleiner werdenden Lebensgemeinschaften, bedeutet das einen Anstieg der

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Haushalte um ca. 150.000. Schon jetzt zeichnen sich Engpässe auf dem Wohnungsmarkt ab. Gerade günstiger Wohnraum wird knapp. Nach Schätzungen des BBU (Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. – d. R.) sind jährlich mindestens 10.000 zusätzliche Wohnungen erforderlich. Die Realität sieht allerdings anders aus: Bis Ende September 2012 konnte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg nur 5.085 Neubaugenehmigungen für Wohnungen in Berlin erfassen. Die Aktivitäten im Segment des Wohnungsneubaus müssten daher noch anziehen, um in Zukunft eine Bedarfsdeckung zu gewährleisten. Dies gilt sowohl für den Mietwohnungsbereich als auch den des Wohnungseigentums.


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Fotos: Volksbank Berlin

Die Zeiten für Investoren, Projektentwickler und Bauträger in Berlin sind also gut. Wie positioniert sich die Berliner Volksbank in diesem Markt? Als Institut im genossenschaftlichen Verbund finanzieren wir im Wohnungssegment Bauträger- und Aufteilermaßnahmen, private Bestandshalter und größere Haus- und Fondsverwaltungen. Durch den konsequenten Erfolg der vergangenen Jahre sind wir heute auch in der Lage, größere Finanzierungen vollständig aus eigener Kraft zu bewältigen. Für das Konsortialgeschäft stehen uns unsere Verbundpartner WL Bank, Münchener Hypothekenbank sowie unser Premiumpartner, die DG HYP, zur Verfügung. Als Regionalbank direkt vor Ort besitzen wir hervorragende Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten und zeichnen uns durch Nähe zum Kunden aus. Genossenschaftlich organisierte Institute erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da sie als beständiger Finanzierungspartner auch in nicht ganz so einfachen Zeiten gelten. Der Berliner Wohnungsmarkt verzeichnet gerade Spitzenpreise, doch wie lange hält dieser Trend noch an? Die Preise für Eigentumswohnungen werden weiter steigen, aber nicht mehr so schnell und sie werden nicht in den Himmel wachsen. Auch der Anstieg bei den Mieten dürfte angesichts des weiterhin geringen Wohnungsneubaus weiter anhalten. Aber vor übersteigerten Renditeerwartungen muss gewarnt werden, denn die Kaufkraft der Berliner Haushalte ist im Vergleich zu den anderen deutschen Großstädten unterdurchschnittlich. Die Einkommen in Berlin sind niedriger und der Anteil an Transferhilfeempfängern ist bundesweit am höchsten.

Droht Berlin angesichts der verstärkten Nachfrage von ausländischen Investoren und des rasanten Preisanstiegs auf dem Wohnungsmarkt eine Immobilienblase? Ich denke, dass die Gefahr einer Blase angesichts des aktuellen und auch zukünftig zu erwartenden Nachfrageüberhangs auf dem Berliner Wohnungsmarkt eher gering ist. Es ist ein Trend zur „ReUrbanisierung“ zu beobachten und vor allem gut ausgebildete, junge Leute zieht es ins hippe Berlin. Eine Überhitzung einzelner Berliner Teilmärkte ist jedoch durchaus möglich. Hier sind Prenzlauer Berg, Teile von Neukölln und Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg zu nennen. Qualität und Lage einer Immobilie werden daher in Zukunft von noch stärkerer Bedeutung sein. Auch eine weiterhin verantwortungsvolle Kreditvergabepraxis der Banken ist wichtig, um den Markt vor einer Immobilienblase zu schützen. Wenn alle Marktteilnehmer vernünftig mit dem Preisanstieg umgehen, droht keinesfalls ein Absturz des Marktes.

Jörg Widhalm, Bereichsleitung Zentrale Gewerbliche Kunden der Berliner Volksbank

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MIPIM Spezial Investitionsbank Berlin

Zeichen am Wohnungsmarkt stehen auf Anspannung Von Ulrich Kissing In den zurückliegenden Jahren sind in Berlin sowohl Wirtschaftsleistung als auch Beschäftigtenzahl stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig hat sich die Anspannung auf dem Berliner Wohnungsmarkt kontinuierlich verstärkt, wozu nicht zuletzt wachsende Zuwandererzahlen beigetragen haben. Nach der aktuellen Einwohnerprognose vom Dezember 2012 wird die Einwohnerzahl Berlins bis 2030 um rund 254.000 (ca. 7%) auf ca. 3.755.000 anwachsen. Dieser Zuwachs entspricht in etwa der Einwohnerzahl eines Berliner Bezirks bzw. Städten wie Kiel oder Aachen. Nach einer ersten Einschätzung der zukünftigen Haushaltsentwicklung durch die

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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (mittlere Variante) wird die Zahl der Haushalte in Berlin von 2011 bis 2020 voraussichtlich um rund 119.000 (ca. 6%) steigen. Von 2020 bis 2025 erhöht sich die Haushaltszahl um weitere rund 23.000 (ca. 1%). Eine Haushaltsprognose wird durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt im Frühjahr 2013 durchgeführt. Damit wird auch die Wohnungsnachfrage weiter erheblich steigen. Bereits jetzt wirkt sich diese kurz- und mittelfristig steigende Wohnungsnachfrage in einer Verringerung des Wohnungsangebots und einem Anstieg der Angebotsmieten


MIPIM Spezial und -preise aus. Innerhalb des Stadtgebiets bestehen jedoch weiterhin große Unterschiede hinsichtlich der Stärke und Dynamik der Nachfrage. Der stärkste Druck liegt auf den zentralen Stadtgebieten. Hier sind Steigerungen der Angebotsmieten und Kaufpreise nun auch in Bereichen wie Kreuzberg und NeuköllnNord festzustellen, die bislang im Windschatten der Entwicklung lagen. Wie aus dem aktuellen IBB Wohnungsmarktbericht 2012 hervor geht, werden Eigentumswohnungen gegenwärtig in erster Linie im Stadtzentrum und in traditionell guten Wohnlagen angeboten. Die Kapitalflucht in Immobilien als vermeintlich sichere Geldanlage und die daraus folgende starke Nachfrage führt zu steigenden Angebotspreisen im Bestand wie im Neubau. Die Angebote konzentrieren sich zudem stärker auf Neubauobjekte und das Luxussegment, was das Preisniveau entsprechend beeinflusst.

Fotos: Invetitionsbank Berlin

Inzwischen lässt die steigende Nachfrage auf dem Mietwohnungsmarkt bei Neuvermietung Erhöhungen der Angebotspreise zu, die zu Zeiten eines entspannten Wohnungsmarktes nicht durchsetzbar waren. Festzustellen ist, dass der Preisauftrieb der Angebotsmiete zunehmend die gesamte Stadt erreicht hat. Die mittlere Angebotsmiete (Median) stieg innerhalb eines Jahres um gut 14% von 6,49 Euro/ m² auf 7,40 Euro/m². Der Mikrozensus 2010 zeigt ein differenzierteres Bild, weil er auf amtlichen Daten einer Befragung basiert und nicht nur Angebotsmieten auswertet. So war der Anstieg der Bestandsmieten in Berlin im Zeitraum von 2002 bis 2010 insgesamt eher moderat. Die Nettokaltmieten stiegen durchschnittlich um ca. 22%, das sind knapp 3% pro Jahr, auf 5,23 Euro/m². Damit liegen sie deutlich unter der mittleren Angebotsmiete. Zwischen den

Bezirken bestehen jedoch große Unterschiede. So weist Pankow mit 29% seit 2002 die höchste Steigerungsrate auf. In Spandau hingegen stiegen die Mieten seit 2002 nur um 16%. Angesichts der zunehmenden Anspannung am Wohnungsmarkt werden jetzt wieder mehr Neubauwohnungen für eine breitere Nachfrageschicht projektiert. Kommunale Wohnungsunternehmen engagieren sich verstärkt im Wohnungsneubau, die öffentliche Hand stellt Flächen und Mittel zur Verfügung, um den Bau von Wohnungen zu befördern. Diese Entwicklung bildet sich auch bereits in den Baugenehmigungen, aber noch nicht in den Fertigstellungen ab: 2011 wurden Baugenehmigungen für rund 5.600 neue Wohnungen erteilt, rund 30 % mehr als im Vorjahr. Zur Deckung der steigenden Nachfrage werden in Berlin in den nächsten Jahren jedoch 10.000 bis 12.000 Wohnungen jährlich benötigt. Alles in allem zeichnet sich der Berliner Wohnungsmarkt durch eine hohe Dynamik aus. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten wie Hamburg oder München die aktuelle mittlere Angebotsmiete in Berlin weiterhin deutlich niedriger liegt.

Ulrich Kissing, Vorsitzender des Vorstands der Investitionsbank Berlin

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MIPIM Spezial Sanus AG

Start für fünf Großprojekte

50.000 Quadratmeter Wohnfläche, 584 Wohnungen und fünf Großbaustellen. Für das Jahr 2013 hat sich die Berliner SANUS AG viel vorgenommen. Noch im Frühjahr dieses Jahres sollen die Bauarbeiten in Friedrichshain, Charlottenburg und Mitte beginnen, nachdem der Projektentwickler 2012 durch den Erwerb hochwertiger Immobilien und Baugrundstücke die Weichen für die Umsetzung neuer Projekte gestellt hat. „Im vergangen Jahr haben wir mit rund 40.000 Quadratmeter Baugrund und zehn Immobilien die höchsten Zukäufe unserer Unternehmensgeschichte getätigt“, verrät Marc Wiese, Vorstand der SANUS AG. „Für 2013 liegt der Fokus nun ganz klar auf dem Bauträgergeschäft.“ Urbanes Lebensgefühl Anfang 2013 fällt der Startschuss für das Wohnquartier „Green Village“ im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Auf dem 6.492

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Quadratmeter großen, ehemaligen Garagengelände in der Rigaer Straße 18/19 realisiert die Sanus AG 142 Eigentumswohnungen mit einer Wohnfläche von rund 12.300 Quadratmetern. Aufgrund seines hohen Anspruchs an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit wird das Wohnensemble den Namen „Green Village“ tragen. „Vor allem in Friedrichshain ist die Nachfrage nach Wohnkonzepten, die sowohl dem urbanen Lebensgefühl als auch dem Zeitgeist in punkto Nachhaltigkeit entsprechen, besonders hoch“, erklärt Marc Wiese, Vorstand der Berliner Sanus AG. „Gleichzeitig bevorzugen die Berliner als Gegengewicht zum hektischen Stadtleben ruhige Wohnlagen wie beispielsweise Alt-Stralau, wo wir mit einem Kooperationspartner ein Wohnensemble mit 107 Eigentumswohnungen realisieren.“ In dem Wohnquartier „Heritage Garden“ zwischen Spree und Rummelsburger Bucht entstehen 10.860 Quadratmeter Wohnfläche verteilt auf vier

Fotos: Sanus AG

„Heritage Garden“ befindet sich in direkter Wasserlage zwischen Spree und Rummelsburger Bucht


MIPIM Spezial

In der Seesener Straße, nicht weit entfernt vom Kurfürstendamm, entstehen 221 hochwertige Wohnungen

Seevillen und fünf Mehrfamilienhäusern, die in eine Parkanlage mit Spiel- und Erholungsflächen eingebettet sind. Bereits vor Baubeginn sind rund 40 Prozent der Wohnungen veräußert. Ungewöhnlicher Charakter Im Herzen Friedrichhains hat die Sanus AG ein bebautes Grundstück in der RichardSorge-Straße 68/Ecke Auerstraße 47 gekauft. Im Zuge der Entwicklung des Geländes ist geplant, den straßenseitigen Altbau grundlegend zu sanieren und durch eine u-förmige Bebauung zu ergänzen. Das bestehende Quergebäude im Hofbereich wird durch einen Neubau ersetzt. Insgesamt plant die Sanus AG auf rund 5.600 Quadratmetern Nutzfläche zirka 44 Wohnungen, drei Gewerbeflächen und eine Tiefgarage zu realisieren. Neben den Investitionen in den Berliner Trendbezirk Friedrichshain-Kreuzberg

agiert die Sanus AG auch in den traditionellen Lagen wie Mitte und Charlottenburg. So entwickelt das Traditionsunternehmen 5.500 Quadratmeter Wohnfläche in der Torstraße 224/228. Das Objekt liegt nahe der Chausseestraße in der historischen „Spandauer Vorstadt“. Geplant ist der Bau von 70 Eigentumswohnungen, drei Gewerbeeinheiten sowie einer Tiefgarage. Eines der größten Projekte allerdings entsteht in Charlottenburg in der Seesener Straße. Nur wenige Gehminuten von der Flaniermeile Kurfürstendamm entfernt, realisiert die Sanus AG 221 hochwertige Wohnungen auf 16.046 Quadratmetern Wohnfläche. Das Besondere an dem Neubauensemble bilden aufwendige Glassysteme, die dem Objekt nicht nur einen außergewöhnlichen Charakter verleihen, sondern auch für das innovative Energiekonzept der Immobilie stehen. (ar)

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Christmann Unternehmensgruppe

Historische Altbauten – mehr als nur ein Zuhause Wie nach einem langem Schlaf wachgeküsst wirken die Altbauten, wenn die von der Christmann Unternehmensgruppe eingeleitete Metamorphose abgeschlossen ist: vernachlässigte und vom Abriss bedrohte Gebäude werden durch detaillierte und oftmals unter den Vorgaben der Denkmalpflege durchgeführte Sanierungsmaßnahmen in neuen Wohnraum verwandelt. Im Mittelpunkt steht dabei Stil und Architektur, aber auch die Einhaltung einer städtebaulichen und sozialen Verantwortung - denn ein Zuhause ist nicht nur ein Ort, sondern auch ein Gefühl. Häuser, die eine Geschichte erzählen „Wir suchen nach Gebäuden mit Persönlichkeit und Individualität“, erklärt Wulf Christmann, Geschäftsführer der Christmann Unternehmensgruppe. „Dabei haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, einmalige Gelegenheiten wahrzunehmen

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und ausschließlich Häuser zu sanieren, die uns auch persönlich ansprechen, die eine Geschichte erzählen“, bestätigt Bert Christmann. Die Unternehmensphilosophie der beiden Brüder geht auf: In den letzten 20 Jahren hat das Familienunternehmen bereits über 30.000 Quadratmeter Altbauwohnfläche und über 280 Eigentumswohnungen detailsaniert. Verantwortung und Nachhaltigkeit Im Fokus stehen dabei Wohnhäuser in 1A Lagen und gewachsenen Kiezen. Deshalb achtet das bereits in der zweiten Generation tätige Unternehmen bei seinen Projekten auf die Wünsche und Anliegen der Bewohner und versteht sich somit nicht nur als Immobilienentwickler, sondern auch als Dienstleister: „Wir bieten den zukünftigen Bewohnern durch verschiedene Finanzierungs- und Übergangsmodelle eine Vielzahl an Möglichkeiten“, erklärt Wulf Christmann.


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Die Alten Meierei in Zehlendorf

Das Palais am Hofgarten ist eines von vielen Referenzobjekten der Christmann Unternehmensgruppe

Fotos: Chrsitmann Unternehmensgruppe

Die städtebauliche und soziale Verantwortung ist beiden Brüdern wichtig. So sind sie aktuell auf der Suche nach einem Partner, der die Trägerschaft für einen Kindergarten in einem ihrer Sanierungsobjekte übernehmen würde. In einem anderen Fall sollen in einem Szenekiez mehrere Erdgeschosswohnungen für Ateliers und Kunstinstallationen zur Verfügung gestellt werden „Wir wollen nicht nur neuen Wohnraum schaffen, sondern auch die Lebensqualität der Bewohner erhöhen und den gesamten Kiez bereichern.“ Dazu gehört auch die Einhaltung des heutigen Energiestandards. „Eine moderne Wärmedämmung ist nicht zuletzt auch ein Beitrag zur Energiewende“, bestätigt Bert Christmann. „Und selbstverständlich bedeutet die verbesserte Energieeffizienz für die Hausbewohner langfristig auch eine substanzielle Kostenersparniss.“

Altbauten neu erfinden Ein weiteres Beispiel für diesen integrierten und interdisziplinären Ansatz von Stadtentwicklung ist die Alte Meierei in Zehlendorf. Die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaute ehemalige Meierei am Rande des Grunewaldes lag rund zwanzig Jahre lang verlassen und wird nun zum Leben erweckt: In dem Denkmalgeschützen Gebäudekomplex entstehen rund um einen Innenhof zwölf sanierte Loftwohnungen und Remisen mit Wohnflächen von 40 bis 144 Quadratmetern. Der gemeinsam nutzbare Innenhof mit Gärten und Terrassen bildet einen Treffpunkt für alle Bewohner und verbreite dadurch das Gefühl einer Wohngemeinschaft. Die Alte Meierei bildet somit einen Kontrapunkt zu der in der Großstadt vorherrschenden Anonymität. „Dieses Projekt steht sinnbildlich für unsere Liebhaberei, die wir mit historischen Altbauten in Berlin betreiben“, erklärt Bert Christmann. (jp)

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Maren Kern, Vorstandsmitglied des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU)

„Ich will, dass es weiter vorangeht mit Berlin“ Seit 1. August 2009 ist Maren Kern Mitglied des Vorstands des Verbandes BerlinBrandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) und dort zuständig für die Beziehungen zu Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Wir sprachen mit der Rechtsanwältin über ihre Tätigkeit, den Verband und die Wohnsituation in Berlin.

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Frau Kern, uns interessiert Ihr beruflicher Entwicklungsweg. Haben Sie auf die jetzige Position hingearbeitet oder spielten auch Zufälle eine Rolle? Ich bin in den letzten 20 Jahren immer in der Wohnungswirtschaft tätig gewesen, und dabei eigentlich immer auch verbandsnah. Nach meinem Studium der Architektur und Rechtswissenschaften in Münster habe ich mir aber natürlich noch nicht vorgestellt, dass ich einmal Vorstandsmitglied beim größten und ältesten wohnungswirtschaftlichen Verband der neuen Bundesländer sein würde. Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt? Bei meinem Amtsantritt 2009 ging ich davon aus, dass mich eine sehr vielfältige Aufgabe erwartete. Dass sie so vielfältig sein würde, wusste ich aber damals noch nicht. Eigentlich findet jeder Megatrend seinen Widerhall auch in der Wohnungswirtschaft. Das macht es sehr spannend.

Foto: BBU

Berlin soll bis 2030 um 250.000 Einwohner wachsen. Was bedeutet das für die Wohnsituation? Berlin braucht mehr Neubau, darauf hat der BBU schon vor drei Jahren als Erster immer wieder hingewiesen. Deshalb ist es gut, dass sich die Politik hier jetzt bewegt und beispielsweise Stadtentwicklungsplan und Stadtentwicklungskonzept Wohnen entwickelt. Angesichts der Länge der Aufgabenliste und der Dynamik der Entwicklungen wünschen wir uns da aber noch mehr Zug. Zurzeit wird eine hitzige Debatte über die Entwicklung der Mieten geführt. Wie ist dazu die Position der BBU? Wir treten für eine Versachlichung dieser Diskussionen ein, für konstruktive Lösungsansätze. Berlin entwickelt sich

endlich so, wie es diese großartige Stadt verdient. Hierauf muss reagiert werden, vor allem mit Investitionen und den passende Rahmenbedingungen. Wir müssen vorangehen und zusehen, dass dabei alle mitkommen können. Wie groß ist aus Ihrer Sicht die Gefahr, dass viele Berliner durch die Entwicklung am Wohnungsmarkt an den Rand der Stadt gedränkt werden? Berlin ist nach wie vor eine durchmischte, vielfältige Stadt, auch in Innenstadtlagen. Damit nimmt es unter den Metropolen eine Sonderrolle ein. Von einem Straßenzug zum nächsten kann sich ein völlig anderes Stadtbild bieten, hat der Kiez einen ganz anderen Charakter. In einigen wenigen Lagen kann von Gentrifizierung im wissenschaftlichen Sinne gesprochen werden. In den weitaus meisten Fällen haben wir es aber mit etwas anderem zu tun, nämlich mit Quartiers- und Bewohnerentwicklung. Wie erleben Sie selbst Berlin als Unternehmerin? Welche Meinung haben Sie zur Frauenquote? Die Wohnungswirtschaft gilt zwar als konservative Branche, hat aber einen hohen Frauenanteil in Führungspositionen. Das macht unsere Branche gerade auch für junge Frauen attraktiv. Was wünschen Sie sich als Berlinerin? Dass es weiter vorangeht. Diese Stadt hat so gute Grundlagen und so viel Potenzial, das gehoben zu werden lohnt. Dazu bedarf es verbindlicher Leitbilder, vor allem aber eines Zusammengehörigkeitsgefühls. Das zu vermitteln, ist in einer Stadt mit so viel Zuzug eine echte Herausforderung, die aber zu leisten ist. Dazu will ich einen Beitrag leisten. (uh)

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Wirtschaft Dr. Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen sowie aller deutschen und europäischen Akademien der Wissenschaften und Netzwerksprecher von HealthCapital Berlin-Brandenburg

Zum Erfolg verpflichtet Hoher Erwartungsdruck an die Verschmelzung von Berlin Partner und TSB Innovationsagentur Berlin

Die Aufgabe ist nicht alltäglich und stellt selbst einen auch auf internationalem Parkett erfahrenen Experten wie Prof. Dr. Günter Stock – Präsident der BerlinBrandenburgischen sowie aller deutschen und europäischen Akademien der Wissenschaften und Netzwerksprecher von HealthCapital Berlin-Brandenburg – vor neue Herausforderungen. Das machte der Moderator dieses Fusionsprozesses auch im Gespräch mit der BERLINboxx deutlich. Herr Professor, die Fusion von Berlin Partner und Innovationsagentur erfreut sich bei Politik und Wirtschaft beson-

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derer Aufmerksamkeit. Warum dieses Interesse? Hier geht es um die weitere Stärkung der Wirtschaft Berlins und der gesamten Hauptstadtregion. Dabei spielten beide Organisationen bisher schon eine wichtige Rolle, aber sie agierten mehr oder weniger nebeneinander. Das wird in Zukunft nicht mehr ausreichen. Wir brauchen eine Wirtschaftsförderung, in der die Kompetenzen von Berlin Partner und Technologiestiftung Berlin (TSB) vereint sind und sich potenzieren. Was heißt das konkret? Die Hauptaufgabe von Berlin Partner


Wirtschaft

ist es, den Wirtschaftsstandort und die politische Hauptstadt Berlin zu profilieren, zu vermarkten und entsprechende Dienstleistungen für Unternehmen anzubieten. Die TSB andererseits ist der zentrale Ansprechpartner für alle Fragen rund um Technologie und Innovationen in Berlin und der gesamten Region. Es ist offensichtlich, dass sich beides ideal ergänzt und folglich zusammen gehört. Weiter getrennt marschieren hieße, wesentliche Potenziale zu verschenken.

und Schritt für Schritt werden die Voraussetzungen für die neue Gesellschaft geschaffen.

Ist die Fusion die Summe aus beidem oder mehr? Ich würde sagen, es ist die Verschmelzung von zwei Kompetenzzentren zu einer völlig neuen Qualität. Hier entsteht etwas, was es so vorher nirgendwo gab.

Sie geben das Stichwort: Wie sind die Mitarbeiter beider Gesellschaften in den Fusionsprozess involviert? Unser Prinzip heißt: absolute Transparenz. Wir sorgen dafür, dass alle Beteiligten mindestens alle vier bis sechs Wochen über den Fortgang der Verschmelzung informiert werden. Das hat dazu geführt, dass die meisten Mitarbeiter die Bildung der neuen Organisation nicht nur beobachten, sondern aktiv unterstützen und sich in die 13 Arbeitsgruppen einbringen, die strategische, finanzielle, betriebliche und rechtliche Fragen des Fusionsprozesses klären.

Foto: Noel Tovia

Also ein echtes Pilotprojekt mit Vorbildcharakter für andere Regionen? Ja, durchaus. Die entstehende neue Gesellschaft für Wirtschafts- und Innovationsförderung wird zum Beispiel als Public Private Partnership (PPP) organisiert sein, die eng mit dem Wirtschaftssenat und den eigenen Netzwerkpartnern zusammenarbeitet. Diese Kombination aus staatlichen und privaten Elementen im Bereich der Wirtschaftsförderung ist in der Tat neu. Ein Novum stellt die Einbindung der Stiftung in die PPP-Organisation dar. Richtig los ging es mit der Fusion im August 2012. Wie ist der Stand heute? Ich bin zufrieden. Nach schwierigem Start – bekanntlich gab es einen Wechsel im Wirtschaftssenat – liegen wir jetzt voll im Zeitplan. Der Durchbruch war das Stakeholder-Treffen mit der Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer am 13. November 2012, als alle Gesellschafter ihr finales Bekenntnis zur Fusion abgaben. Seitdem läuft der Prozess auf Hochtouren

Und wann ist das Ziel erreicht? Wenn alles so weiterläuft, und danach sieht es aus, werden wir spätestens im August dieses Jahres die neue Gesellschaft anmelden können. Das ist immer noch ein sehr ambitionierter Plan, da aber alle mitziehen, bin ich sehr optimistisch, dass wir es schaffen.

Das klingt alles sehr harmonisch und so, als ob alles problemlos läuft. Natürlich gibt es bei solchen Prozessen auch Schwierigkeiten – wer will das bestreiten? Und es gab und gibt auch immer noch Skeptiker, die die Sinnhaftigkeit und Machbarkeit der Fusion anzweifeln. Ich will das nicht bagatellisieren, aber in unserem Fall spielen sie wirklich nur eine untergeordnete Rolle. Glücklicherweise hat sich nicht nur bei Berlin Partner und in der TSB, sondern praktisch in der gesamten Politik und Wirtschaft Berlins die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine fusionierte Wirtschaftsförderung die beste Alternative ist. (in)

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Wirtschaft Dr. Serkan Tavasli, Mitgr端nder der proxcel GmbH

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Wirtschaft

proXcel GmbH

Business mit Seele

Foto: proxcel GmbH

Dr. Serkan Tavasli

Von der ersten Idee bis zur Umsetzung an der Seite des Kunden, immer auf der Suche nach der besten Lösung und volles Vertrauen in die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter – das sind eherne Grundsätze von Dr. Serkan Tavasli, geschäftsführender Gesellschafter der in Berlin und Wolfsburg ansässigen proXcel GmbH. Von herausragender Bedeutung sind für ihn insbesondere die Mitarbeiter, die er nicht nur deklarativ als das wichtigste Kapital eines Unternehmens betrachtet. „Gerade für eine Managementberatung“, so sein Standpunkt, „ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Mitarbeiter die Unternehmensziele mittragen. Das können sie aber nur, wenn sie diese verstanden haben und emotional dahinter stehen. Es genügt nicht mehr, die Kunden mit Prozess- und Methodenwissen von unserer Kompetenz zu überzeugen. Genauso wichtig ist es, Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen, ohne die unternehmerischer Erfolg dauerhaft nicht mehr möglich ist.“ Erfolgsfaktor Interaktionsklima

Als Wirtschaftsingenieur und ausgewiesener Experte für Prozess- und Qualitätsmanagement setzt der 35-jährige Berliner mit türkischen Wurzeln auf die, wie er selbst sagt: „Einheit von Herz und Verstand, um dem Business eine Seele zu geben.“ Der Unternehmensberater und Aufsichtsratsvorsitzende des österreichischen Autozulieferers Eybl Austria GmbH setzt auf individuelle Lösungen und Rundumbetreuung. Anstatt sich auf die Analyse von Schwachstellen und die Verordnung von Gegenmaßnahmen zu beschränken, begleiten Tavasli und seine rund 30 Mitarbeiter die Kunden auf allen Ebenen von der ersten Idee bis zu deren vollständigen Umsetzung. „Wir agieren nicht mit dem Rotstift, sondern zusammen mit den Menschen“, erläutert Tavasli. „Indem wir Betroffene zu Beteiligten machen, die notwendige Veränderungen mittragen, werden die Strukturänderungen angenommen und von jedem Einzelnen im Sinne des Unternehmens umgesetzt. Rationalität allein reicht nicht aus. Der Faktor Mensch steht für uns immer

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Kulturelle Einflüsse Die Betonung emotionaler Elemente im Geschäftsalltag führt Tavasli unter anderem auf seinen multikulturellen Hintergrund zurück. „Die Einflüsse unterschiedlicher Kulturkreise haben mich geprägt und mir geholfen, schon frühzeitig eigene Ideen zu entwickeln. Dabei wollte ich schon immer, dass diese Ideen nicht einfach nur Ideen bleiben, sondern in kreative Businessprojekte münden“, erklärt Tavasli. Verschworenes Team Diese Einstellung teilt er mit dem ITExperten Bülent Jens Erwerle. Beide lernten sich in der ersten Vorlesung ihres Studiums in Berlin kennen und sind seitdem im besten Sinne des Wortes ein verschworenes Team. Sie beschlossen, gemeinsam erfolgreich zu sein und gründeten 2008 in Berlin die proXcel GmbH. „Wir fühlen uns von Anfang an wie Seelenverwandte mit denselben Vorstellungen vom Leben und vom Erfolg. Unternehmerischer Erfolg ist für uns kein Selbstzweck, sondern gleichermaßen die Erfüllung persönlicher Ziele und die Wahrnehmung sozialer Verantwortung. Auf dieser Grundlage haben wir frühzeitig unseren gemeinsamen Businessplan ausgearbeitet“, erinnert sich Tavasli. Die proXcel GmbH hat sich zu einem Erfolgsunternehmen entwickelt, das 2012 erstmals über zwei Millionen Euro Umsatz machte. „Dank unserer überschaubaren Größe und unserer Strategie sind wir sehr flexibel und können optimal auf die

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Bedürfnisse unserer Kunden eingehen“, erklärt Tavasli. „Dabei geben wir unser Prozess- und Methodenwissen als eine unabhängige Systemberatung weiter und begleiten die angestoßenen Prozesse mit einem professionellen Coaching.“ Das Unternehmen ist ebenso im produzierenden Gewerbe (insbesondere Automobilhersteller und -zulieferer) wie im Dienstleistungsbereich aktiv. Auch Kunden aus der öffentlichen Hand werden betreut. Neue Pläne Die erfolgreiche Entwicklung von proXcel GmbH ist für Tavasli der Beweis für die Richtigkeit der Unternehmensstrategie. „Unsere Erfahrungen“, sagt er, „bestätigen, dass Seele im Business kein Hindernis, sondern ein Erfolgsgarant ist. Diese enge Verbindung von Herz und Verstand mag viele verwundern, aber mit dieser Philosophie haben wir proXcel nach vorn gebracht. Und das werden wir auch weiterhin so halten, denn Weiteres ist geplant. Wir haben vor kurzem eine neue Firma gegründet, die „red & white GmbH“ und damit den ersten Baustein einer künftigen Unternehmensgruppe geformt.“ (jp)

Die 2008 in Berlin gegründetete proXcel GmbH hat ihren Firmensitz in der Friedrichstraße

Foto: proxcel GmbH

an erster Stelle, deshalb muss vor allem auch das Interaktionsklima im Unternehmen stimmen und zwar horizontal, zwischen den Mitarbeitern, als auch vertikal, zwischen Geschäftsführung und Belegschaft.“


Kolumne

Stadtentwicklung durch Vertrag Von Dr. Bertrand Malmendier

Foto: Malmendier Partners

Für die Erschließung von Baugebieten und Quartieren oder die Planung von großen Einzelvorhaben spielt das Instrument des städtebaulichen Vertrages eine immer größere Rolle. Wurden früher ausschließlich Begleitfragen einer Baugenehmigung wie die Erschließung, Begrünungsmaßnahmen oder die Übernahme von Folgekosten für Kitas vertraglich geregelt, handeln Bauherren und Behörden zunehmend auch planerische und gestalterische Themen vertraglich aus: Das Oberveraltungsgericht in Berlin hat zuletzt ausdrücklich gebilligt, dass etwa die Größe und Nutzung der Verkaufsfläche eines Einkaufszentrums in einem ergänzenden städtebaulichen Vertrag festgelegt wurde, was so im Bebauungsplan selbst nicht möglich gewesen wäre. Letzteres gilt aktuell auch für das immer öfter geäußerte Ansinnen der Politik in Berlin, für neue Bauvorhaben bestimmte Wohnungszahlen oder Miethöhen verbindlich vorzuschreiben. Der Gesetzgeber hat jetzt den Anwendungsbereich städtebaulicher Verträge erweitert: Schon durch das Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes im Städtebau vom 20.7.2011 wurden ausdrücklich die Themen energetische Sanierung von

Gebäuden und Kraft-Wärme-Koppelung in Stadtquartieren als zulässige Regelungsgegenstände hervorgehoben. Wichtiger noch ist der derzeit im Bundestag beratene Gesetzentwurf zur Stärkung der Innenentwicklung in Städten. Damit sollen die bislang geltenden, einengenden Sondervorschriften für die Übernahme von Erschließungskosten abgeschafft werden; auch für sie gilt künftig nur noch das allgemeine Missbrauchsverbot. Gerade komplexe Vertragswerke werden damit in Zukunft einfacher und – vor allem – rechtssicherer. Denn gerade an der Berechnung und Verteilung der Erschließungskosten sind bisher viele Verträge vor den Gerichten gescheitert. Für Bauherren ist der zu erwartende Aufschwung des städtebaulichen Vertrages eine zweischneidige Sache: Einerseits werden sie sich künftig verstärkt mit allerlei Forderungen der Kommunen als Gegenleistung für die Schaffung von Baurecht konfrontiert sehen. Andererseits können komplexe Vorhaben mit besonderen Anforderungen vertraglich oftmals schneller und flexibler umgesetzt werden, als es mit einem Bebauungsplanverfahren alleine möglich wäre.

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Wirtschaft

AQUANET

Wasser verbindet Netzwerk für Wasserinfrastruktur Berlin-Brandenburg gegründet Berlin hat ein neues Netzwerk: AQUANET – das Netzwerk für Intelligente Wasserinfrastruktursysteme in BerlinBrandenburg. Noch ist es klein, doch bald wird AQUANET in der politischen Landschaft der Hauptstadtregion nicht mehr zu übersehen sein. Besser spät, als nie Das mittelständische Netzwerk erblickte am 10. Januar 2013 im Roten Rathaus das Licht der Welt. Bereits bei der Eröffnung kam die ganze Vielfalt des Themas Wasser in Vorträgen, aber auch im kulturellen Rahmenprogramm zum Ausdruck. Dabei wurde auch die Sinnhaftigkeit der Gründung deutlich. „AQUANET“, sagt Angeli Büttner, Netzwerkmanagerin, „bringt zusammen, was unbedingt – und gerade aktuell immer notwendiger – im Wasserbereich zusammengehört: leistungsfähige, erfahrene Wirtschaft und vorausdenkende Wissenschaft; Know how und wissenschaftliche Excellenz mit Erfahrungen in modernsten Techniken sowie bei der wirtschaftlichen Umsetzung.“

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Starke Basis 35 Firmen und Institute der regionalen Wasserbranche sind die Basis des wachsenden Netzwerkes; darunter Hersteller von Wasseranalysegeräten, Ingenieurbüros und Consulter, Tiefbau- und Pumpentechnikfirmen, Planer von Klärwerken und Biogasanlagen bis hin zu IT-Firmen und Landschaftsplanern. Auf der Wissenschaftsseite sind keine geringeren Partner Mitglied als die TU Berlin mit fünf Instituten und die BeuthHochschule mit zurzeit einem Institut. Der Vizepräsident der TU Berlin, Prof. Dr.Ing. Paul-Uwe Thamsen arbeitet mit seinem Institut für Strömungsdynamik aktiv mit und ist außerdem Vorstandsmitglied des VFW e.V., dem juristischen Träger des Netzwerkes. Ansruchsvolle Ziele Neu ist, dass Wirtschaft und Wissenschaft direkt an einem Tisch Ideen und


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AQUANET Gründungsveranstaltung in Berlin im Januar 2013

Vorstellungen gemeinsam entwickeln und umsetzen. „Dadurch wird AQUANET dazu beitragen“, erklärt Angeli Büttner, „dass Berlin zum Leuchtturm der Urban Water Technologies und Sitz einer leistungsstarken und vorzeigbaren Modellstadt Wasser mit aktuellsten und intelligenten Lösungen wird.“

Foto: AQUANET

Ein weiteres Ziel des Netzwerkes ist es, die Expertise der Firmen in Berlin und Brandenburg zu stärken. Am Standort kann demonstriert werden, wie leistungsfähig die regionale Branche ist, um städtische Probleme zu lösen. Warum das dringend notwendig ist, erklärt Büttner: „Die Firmen aus der Region werden in anderen Bundesländern sowie im Ausland mehr nachgefragt als hier. Dabei sind die Berliner Firmen der Wasserbranche internationale Vorreiter bei intelligenten Lösungen.“ Bisher werden mit dem Thema Wasser in Berlin meist einseitig die Wasserpreise in Verbindung gebracht; doch die Auswahl ist ungleich größer und genau dort setzt das Netzwerk an. Es entwickelt zum Beispiel sogenannte „dezentrale Lösungen“, also Wassermanagement am jeweiligen Ort unabhängig von der Kanalisation. Dazu gehören unter anderem die Nutzung von Regenwasser für Gebäudeküh-

lung, die Energiegewinnung aus Abwasser, Wiedernutzung von Abwässern für Industrie- und Gewerbezwecke. Berlin und die Region zum Leuchtturmstandort der Wasserbranche zu entwickeln und das Thema auch in den Aufbau der „Industriestadt Berlin“ zu integrieren ist erklärtes Ziel nicht nur des Netzwerkes, sondern auch seiner Unterstützer und Förderer wie der Senats- Wirtschaftsverwaltung von Berlin, IHK und TSB Innovationsagentur Berlin. (in)

INFO AQUANET wird aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaft“ (GRW) hälftig mit Bundes- und Landesmitteln gefördert. Um das Wirken des Netzwerks anschaulicher zu machen, ist ein Showroom der Wasserbranche geplant - ein ständiger Ort der Repräsentation, Anschauung und Weiterbildung.

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Berlin Capital Club

Kein Wunsch bleibt unerfüllt

Blick auf den Gendarmenmarkt aus den Räumlichkeiten des Berlin Capital Club

Mit dem Start der Frühjahrssaison können wir uns bereits auf die bevorstehende Open Air-Spielzeit freuen, wenn zum Beispiel wieder das Classic Open Air am Gendarmenmarkt der Stadt an lauen

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Sommerabenden einen besonderen Zauber einhaucht. Service auf höchstem Niveau Ebenfalls am Gendarmenmarkt, einem der schönsten Plätze Europas in der historischen Mitte Berlins, befindet sich der Berlin Capital Club. Dieser exklusive Business Club besticht vor allem durch seine hochkarätigen Events mit Gastsprechern wie Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sowie einer Gastronomie auf Sterneniveau, die auch als Grundpfeiler des Erfolgs des Clubs gelten. Für seine Mitglieder, führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur, bietet der Berlin Capital Club neben einem stilvollen Rah-

Foto: Mat Hennek EMI,Berlin Capital Club

Berlin ist der Hotspot der Kunst- und Kulturszene. Der Eventkalender der Bundeshauptstadt ist voll gespickt mit kulturellen Highlights, die für jeden Geschmack das Richtige bereithalten: von der mannigfaltigen Museumslandschaft, Konzerthäusern, Theatern, Opern bis über internationale Musikfestivals und weltweit etablierte Veranstaltungen wie die Fashion Week und die Berlinale – vielfältiger kann eine Stadt kaum sein.


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men für den Aufbau und die Pflege von Geschäftskontakten in angenehmem Ambiente eine Dienstleistung, die einmalig sein dürfte: Den clubeigenen ConciergeService. Frei nach dem Motto, „Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger“, versucht ein erfahrenes Team auch die ausgefallensten Wünsche zu erfüllen: vom Limousinenservice für die individuelle Stadtrundfahrt, Ballonoder Hubschrauberflüge über Berlin bis hin zu Tickets für Veranstaltungen, für die es eigentlich gar keine Karten mehr gibt. Das Concierge-Team des Berlin Capital Club ist immer nah dran am gesellschaftlichen Geschehen, hat die besten Verbindungen und breit aufgestellte Kooperationspartner im Kultursegment, durch die der Berlin Capital Club seinen Mitgliedern diesen ganz besonderen Service anbieten kann. Weltweites Netzwerk Sie wollen mit einem Geschäftspartner zum eigentlich total ausverkauften Pokalendspiel im Olympiastadion oder Konzert der Berliner Philharmoniker unter Chefdirigent Sir Simon Rattle gehen? Sie träumen davon, beim Wiener Opernball selbst auf dem Parkett zu tanzen, oder die Formel Eins live zu erleben? Der Concierge-Service des Berlin Capital Club kann oft sogar noch in letzter Minute bereits vergriffene Tickets für Kultur- und Sportevents beschaffen, organisiert für die Mitglieder dazu auch gerne Flug und Hotel oder einen Tisch im angesagten Szene-Restaurant, in dem Sie sonst vor Wochen hätten reservieren müssen. Mit der Zugehörigkeit zum globalen IACNetzwerk von zirka 250 Business-, Golfund Country Clubs sowie den bestehenden Kontakten vor Ort ist dies sogar weltweit möglich. (rs)

Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker

www.berlincapitalclub.de

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Stiftung Zukunft Berlin

Forum StadtSpree: Neuartige Form der Entwicklung des Stadtraumes Der Spree-Raum rund um die Jannowitz- und Schillingbrücke hat eine besondere Bedeutung für Berlin. In den letzten Jahren ist dort ein kultureller Ballungsraum mit einer großen Vielfalt an Veranstaltungsformaten, Kreativflächen und Musikgenres entstanden.

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INFO box Stefan Richter (Geschäftsführer GRÜNE LIGA Berlin e.V.)

Über die Stiftung Zukunft Berlin: Ziele

Mit einem Verfahren zur gemeinsamen Entscheidungsvorbereitung sollen die Planungsprozesse an der Spree neu aufgerollt werden. Die Stadtentwicklungsverwaltung und die Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg verpflichten sich, mit dem „Forum StadtSpree“ einen Dialog um die stadtentwicklungspolitischen Potenziale und Aufgaben dieses Gebiets zu führen.

Fotos: RADIALSYSTEM V, Sebastian Bolesch, privat

Stadtentwicklungspotenzial Das gesamte Verfahren wird von den Initiatoren Senator Michael Müller, Bürgermeister Franz Schulz, Bürgermeister Christian Hanke sowie Volker Hassemer für die Stiftung Zukunft Berlin, Jochen Sandig vom Radialsystem und Stefan Richter für die GRÜNE LIGA Berlin e.V. gemeinsam organisiert und verantwortet. Gegenstand und Ziel des Verfahrens ist ausgehend von der Situation vor Ort und im Umfeld die Klärung des Nutzens des Gebiets für die Gesamtstadt Berlin. Im Ergebnis sollen auf der Basis von Argumenten Vorschläge zum weiteren Vorgehen in diesem Raum formuliert werden. Die Ergebnisse der Veranstaltungen finden Sie unter: www.stadtspree.org

Die Stiftung Zukunft Berlin ist ein unabhängiges Forum für bürgerschaftliche Mitverantwortung. Uns geht es um die Zukunft Berlins. Wichtige Entscheidungen für die Stadt wollen wir nicht allein der Politik überlassen. Bürgerinnen und Bürger Berlins treiben mit der Stiftung Themen voran. Sie bringen ihre Erfahrungen, Netzwerke und Ideen im Vorfeld von politischen Entscheidungen und gegenüber der Öffentlichkeit ein. Ohne die Verantwortung der Politik in Frage zu stellen, wollen sie so ihre eigenen Beiträge zur Zukunft Berlins leisten. Arbeitsweise In der Stiftung Zukunft Berlin arbeiten mehr als 200 Berlinerinnen und Berliner in Gruppen mit jeweils fünf bis 15 ehrenamtlichen Mitgliedern. Sie werden durch die Mitarbeiterinnen der Stiftung organisatorisch unterstützt. Die Stiftung bringt Bürgerinnen und Bürger mit Politik und Entscheidungsträgern zusammen, bietet Veranstaltungen zum Meinungsaustausch und Plattformen für Positionen.

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Eine Service-Auswahl der BSR für Berliner Privathaushalte – komprimiert in der kostenfreien App für iPhone, iPad, iPod touch und für Android-Smartphones.

Berliner Stadtreinigung

Im Juni vergangenen Jahres ging die TrenntMap online, ein interaktiver Stadtplan für Müllvermeidung, Abfalltrennung und Recycling. Der TrenntMap wurde nun vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) das Siegel „Werkstatt N“ verliehen.

sere Konzepte für eine saubere Stadt Anerkennung finden, ist für uns Motivation, auch in Zukunft neue nachhaltige Ideen für einen umweltschonenden Umgang mit unseren Ressourcen zu entwickeln und umzusetzen“, freut sich BSR-Vorstandsvorsitzende Vera Gäde-Butzlaff.

Zukunftsweisende Projekte

Konzept für saubere Städte

Der RNE vergibt die Auszeichnung einmal im Jahr an 100 zukunftsweisende Projekte und unterstützt damit Ideen, die den Weg in eine nachhaltige Gesellschaft weisen.

Zudem sind im Online-Shop der BSR verschiedene Medien zum richtigen Umgang mit Abfallprodukten erhältlich, darunter Spiele, Bücher und eine Hörspiel-CD. Eine ideale Ergänzung – nicht nur für Kinder – stellt die Besichtigung eines Betriebs- oder Recyclinghofes der BSR dar. „Kinder frühzeitig für Umweltthemen zu sensibilisieren, liegt uns besonders am Herzen. Wer weiß, wie wichtig der richtige Umgang mit Abfall für Umwelt und Klima ist, geht meist viel bewusster damit um. Viele Berlinerinnen und Berliner geben da mit innovativen und pfiffigen Ideen ein gutes Beispiel. Das zeigt die TrenntMap, auf der eine Fülle von Initiativen und nachhaltige Shops zu finden ist“, so Gäde-Butzlaff. (uh)

Das BSR-Erlebnisprogramm für Vorschulkinder erhielt ebenfalls diese Auszeichnung. Hier lernen Kinder ihre Umwelt kennen, erfahren Wissenswertes über Abfälle und können gleichzeitig ihre sprachlichen Fähigkeiten verbessern. Die Kombination aus Umweltbildung und Erlebnistagen vermittelt Kindern, wie Müll entsteht, wie er verwertet wird und wie Mülltrennung und Müllvermeidung richtig funktioniert. „Dass beide Projekte vom RNE ausgezeichnet wurden und un-

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Fotos: Berliner Stadtreinigung

Qualitätssiegel für nachhaltige Projekte


Weinkolumne

Weinverkostung im Le Petit Felix

Von Anne Rotheut und Karl Dörfler verköstigt mit Sommelier Willi Schlögl

Es ist herrlich, neue Weine zu entdecken, zu verkosten und sich dabei auch von den günstigen Preisen überraschen zu lassen. Le Petit Felix öffnet einen Korken nach dem anderen. Unter den insgesamt 22 Weinen aus dem unteren Preissegment befinden sich namenhafte wie unbekannte Erzeuger aus dem Beaujolais, der Rhone und dem Languedoc.

Der Gigondas Les Souteyrade. Von der Domaine St. Damien ist ein aromatischer Wein mit guter Struktur und Länge. Die Trauben stammen von 45–65 Jahre alten Grenache und Mouvedre Rebstöcken, und seit 2009 produziert Joel Saurel ausschließlich biodynamisch. Ein Gigondas, der qualitativ und preislich überzeugt (Preis: 16,90 Euro). Einzigartiger Charakter

Dynamik und Cremigkeit Die Domaine Cazeneuve aus dem Languedoc präsentiert einen frischen, eleganten Pic Saint Loup Les Calcaires Rouge, einen Wein mit einzigartigem Charakter (Preis: 10,90 Euro). Der Cazeneuve weist sich mit viel Würze, festem reifen Tannin und guter Säure aus. André Leenhardt ist derzeitiger Präsident der Erzeuger des Pic St. Loup. (uh) www.weekend-offer.de, www.champa.de www.bottlespot.de, www.lepetitfelix.de

Foto: CC

Aus dem Beaujolais beeindruckt vor allem der Chardonnay Classic von Paul Brun durch einer perfekten Balance von energischer Mineralität und feiner Cremigkeit – ein kristallklarer Wein mit frischer Zitrusaromatik und guter Säurestruktur. Ein Chardonnay, der Spaß macht (Preis: 9,95 Euro). Paul Brun gilt mit seinen biologisch dynamischen Weinen als der beste Erzeuger der Region.

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Gesellschaft Zoo und Tierpark Berlin

Frühlingserwachen voller Höhepunkte Wenn am 21. März der kalendarische Frühling beginnt, regt sich auch das Frühlingserwachen im Zoologischen Garten und Tierpark Berlin. Attraktive und zuweilen „gefährlich“ spannende Veranstaltungen locken insbesondere im Frühjahr zahlreiche Besucher in beide Einrichtungen. Der Frühling erwacht In Zoo und Tierpark Berlin sind die Vorbereitungen für künftige Veranstaltungen in vollem Gange. So werden beide Einrichtungen „frühlingsfit“ gemacht, in-

Gleichermaßen wird die Veranstaltungssaison in Zoo und Tierpark Berlin eingeläutet. Den Startschuss gibt in diesem Jahr das Osterfest. Am Ostersonntag, dem 30. März, findet am späten Vormittag erneut der traditionelle Osterspaziergang im Tierpark Berlin statt. Ein kreatives Quartett aus Schauspielern und Musikern begleitet die Besucher auf dem etwa einstündigen Spaziergang durch den Park. An verschiedenen Stationen werden frühlingshafte literarische Texte mit Musik dargeboten. Am 1. April, Ostermontag, lädt die Gemeinschaft der Förderer von Tierpark

Ein kreatives Quartett aus Schauspielern und Musikern begleitet die Besucher auf dem Spaziergang durch den Tierpark

dem die Gärten bepflanzt und die Bänke wieder aufgestellt werden. Zur Geltung kommen dürfte die Farbenpracht der Pflanzen besonders gut im Tierpark rund um das Schloss Friedrichsfelde.

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und Zoo Berlin zum Osterbrunch in das Schloss Friedrichsfelde ein. Aber auch im Zoo ist das Angebotsprogramm rund um die Zoo-Bühne ganz auf Ostern und Frühling ausgerichtet.


Gesellschaft

Eintauchen in die Tierwelt Das Zoo-Aquarium Berlin feiert in diesem Jahr sein 100. Jubiläum. Als eines der artenreichsten Aquarien der Welt mit 6.891 Fischen in 573 Arten lädt das Haus nicht nur zum Erleben von Meeres- und Süßwasserbewohnern, Amphibien, Reptilien oder Insekten ein, sondern bietet auch regelmäßig verschiedene Events und Aktionen an. Im Rahmen der Langen Nacht der Museen am 16. März können sich Besucher bei musikalischer Untermalung gewissermaßen durch die Wassertierwelten des Zoo-Aquariums treiben lassen und zum Beispiel auch Zeuge von Haifischfütterungen werden.

und Spinnen erfahren möchte, kann die Infomobile besuchen, die umfassend über verschiedenste Exemplare der Krabbeltiere aufklären. Ganz Mutige dürfte es in die Nähe von Gottesanbeterinnen und Vogelspinnen ziehen, bei denen die M��glichkeit besteht, auf „Tuchfühlung“ zu gehen. Fotoausstellung im Zoo Ein weiteres Highlight startet mit der Foto-Ausstellung „Kidzoo“ ab Ende März im Zoo. Hier präsentiert der japanische Künstler Motofumi Tai Bilder zoologischer Einrichtungen aus aller Welt. Derzeit arbeitet er mit in- und ausländischen Kollegen an japanisch-europäischen Zoound Aquarienprojekten. Hier unter anderem mit Dr. Jürgen Lange, dem früheren Berliner Zoo- und Aquariumdirektor.

Fotos: Zoo und Tierpark Berlin

Flamingos im Zoo

Eine Sonderausstellung widmet sich der Quallenzucht. Hier erfahren Besucher Wissenswertes über den Lebensraum der Tiere und die erfolgreiche Zucht im Zoo-Aquarium. Wer mehr über Insekten

Die Ausstellung findet in der Zeit vom 22. März bis 31. Mai im Zoo-Aquarium Berlin zu den regulären Öffnungszeiten statt. (uh)

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Termine März & April 2013 Kalenderwoche 9/10 Freitag 01.03.2013 10:30 Willy Brandt Lecture Der italienische Staatspräsident, Giorgio Napolitano, wird über die Herausforderungen für die Zukunft Europas sprechen. Thema: Auf dem Weg zu einer Politischen Union: die Herausforderung einer europäischen Führung. Ort: Senatssaal der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6 V: Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung Anmeldung erforderlich www.willy-brandt.de 14:30 Führung im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Dieses Mal wird das Berliner Ministeriumsgebäude besucht, dass das älteste Haus aller Berliner Regierungsbauten sein Eigen nennt, nämlich das ehemalige Invalidenhaus neben der Charité. Ort: Scharnhorststraße 34 - 37 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 15:00 Fachgespräch: Transparenz im Dritten Sektor Ort: Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, Paul-Löbe-Allee 2 V: Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion Anmeldung erforderlich www.gruene-bundestag.de 18:00 Auftakt Regionaldialoge der Mittelstandsinitiative Energiewende Bundesminister Dr. Philipp Rösler, Bundesminister Peter Altmaier, DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann und ZDH-Präsident Otto Kentzler diskutieren in Berlin mit mittelständischen Unternehmern Chancen und Herausforderungen der Energiewende. Ort: Meistersaal, Köthener Straße 38 V: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Nur für geladene Gäste und Mitglieder www.mittelstand-energiewende.de 18:00 Tagung „Fragile Daten“ Bis 02. März 2013. Ort: Schering Stiftung, Unter den Linden 32-34 V: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Anmeldung erforderlich www.bbaw.de

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19:00 Verleihung des Anne-Klein-Frauenpreises 2013 an Lepa Mladenovic Lepa Mladenovic ist Mitbegründerin vieler Organisationen und Netzwerke, darunter der serbischen Friedensorganisation Frauen in Schwarz. Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8 V: Heinrich-Böll-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich www.boell.de 20:00 Ausstellungseröffnung „da! Architektur in und aus Berlin“ Bis 23. März 2013 zeigt die Architektenkammer Berlin mit 64 ausgewählten Arbeiten ihrer Mitglieder ein breites Spektrum zeitgenössischer Architektur, mit Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, und Klaus Meier-Hartmann, Präsident der Architektenkammer Berlin, eröffnen die 14. Jahresausstellung im stilwerk Berlin. Ort: stilwerk Berlin, Kantstraße 17 V: Architektenkammer Berlin www.ak-berlin.de Montag 04.03.2013 14:00 Wohnen III in Berlin Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt ein mit dem Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, dem Staatssekretär für Bauen und Wohnen, Ephraim Gothe, über zentrale Aspekte des Stadtentwicklungsplans Wohnen, der auf dieser Konferenz erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird, zu diskutieren. Ort: zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt V: Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich www.fes.de 18:30 In Zukunft mehr Sicherheit - Gewalt in Berlin Ort: Akademie der Konrad-AdenauerStiftung, Tiergartenstraße 35 V: Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich www.kas.de 19:00 Für mehr Bildung und Integration - Oberstufenzentren nach der Schulstrukturreform Der Abend soll einer Diskussion vorbehalten sein, die neben einem politischen Bekenntnis auch die dringenden Fragen nach Entwicklungswegen, Möglichkeiten und Finanzierung mit in den Blick nimmt. Ort: Handwerkskammer Berlin, Blücherstraße 68


März & April 2013 Termine Kalenderwoche 10 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Dienstag 05.03.2013 18:00 Christian Görtz: Mehr Umsatz durch Marketing-Kooperationen - Die günstigste und schnellste Strategie, um neue Kunden zu gewinnen Ort: Lehmanns Media, Hardenbergstraße 5/ Ecke Knesebeckstraße V: Lehmanns Media, Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 19:30 Politikgespräch mit Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Stadtentwicklung in Berlin – Wohin steuert der Senat? Ort: Sydbank am Potsdamer Platz 1 V: Märkischer Presse- und Wirtschaftsclub e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig für Nichtmitglieder www.mpwberlin.de Mittwoch 06.03.2013

08:30 INFRANEU-Frühstücksgespräch Thema: „Thüringens Beitrag zur Energiewende“ mit Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstraße 30 V: INFRANEU e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.infraneu.de 09:30 18. Kongress Armut und Gesundheit Brücken bauen zwischen Wissen und Handeln – Strategien der Gesundheitsförderung. Bis 07. März. Ort: Technische Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135 V: Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.armut-und-gesundheit.de

12:30 Jahrestagung: Soziale Ungleichheit und demografischer Wandel Bis 08. März 2013. Ort: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Straße des 17. Juni 112 V: Deutsche Gesellschaft für Demographie Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.demographie-online.de 14:00 3. ITB Leisure-Trend-Forum powered by SD Group Wichtigster Indikator für einen gelungenen Urlaub ist der „Wohlfühlfaktor“. Diese Entwicklung wird als zentrales Thema diskutiert. Ort: Messe Berlin, Messedamm 22 V: ITB Berlin & SD Group www.itb-berlin.de 16:00 Baustellenrundfahrt Flughafen BER Willy Brandt Die Tour „Erlebnis BER“ startet von der airportworld, dem ehemaligen Besucherzentrum des Flughafens Berlin Brandenburg. Der Bus fährt quer über die 960 Hektar große Baustelle. Highlight der Tour ist die Vorfahrt auf die zukünftige Abflugebene sowie das Anhalten vor der zukünftigen Airbus 380 Position und vieles mehr! Ort: Ehemalige airportworld bbi V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 17:00 Difu-Dialog: Pendeln und Pedelecs Ort: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Zimmerstraße 13-15 V: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH Anmeldung erforderlich www.difu.de 18:00 Change of Turkey, 2023 Vision of the Turkish Government and Europe Die Veranstaltung dient dazu, den kritischen Dialog zwischen Deutschland und der Türkei fortzuführen und türkisch-europäische Perspektiven auf das kommende Jahrzehnt zu diskutieren. Ort: Akademie der Konrad-AdenauerStiftung, Tiergartenstraße 35 V: Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich www.kas.de

10:00 ITB Berlin Bis 9. März 2013. Ort: Messe Berlin, Messedamm 22 V: Messe Berlin GmbH www.itb-berlin.de

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Termine März & April 2013 Kalenderwoche 10

Alle Termine auf www.berlinboxx.de

18:00 Datensicherheit und informelle Selbstbestimmung in Europa Mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Ort: Europäisches Haus, Unter den Linden 78 V: Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa Anmeldung erforderlich www.schwarzkopf-stiftung.de

10:00 Fachtagung CSR-Management Bis 08. März 2013. Ort: Quadriga Forum, Werderscher Markt 15 V: Deutsche Presseakademie Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.tagung-csr.de

19:00 Neue Anreize für regenerative Energien !? Öffentliche Förderung vs. Wettbewerbsverzerrung Ort: DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Mohrenstraße 58 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 19:00 Sachsen-Anhalt on Stage „Bound For Glory – Eine Reise in die Welt des Blues, Folk und Spiritual“ Ort: Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Luisenstraße 18 V: Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund Nur mit Einladung www.lv.sachsen-anhalt.de 19:00 Europäische Energiepolitik – Grundpfeiler der Wettbewerbsfähigkeit Mit EU-Kommissar Günther Oettinger und dem BASF Vorstandsvorsitzenden Kurt Bock Ort: Landesvertretung Niedersachsen, In den Ministergärten 10 V: Stiftung Marktwirtschaft Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig 20:00 Wachstum - (nicht mehr) über alles? Der Vortrag stellt zwei neue Bücher vor: Niko Paechs „Befreiung vom Überfluss“ und Reinhard Loskes „Wie weiter mit der Wachstumsfrage“ Ort: Mehringhof, Gneisenaustraße 2a V: Heinrich-Böll-Stiftung e. V. www.boell.de Donnerstag 07.03.2013 09:00 60:15:1 Salon - 60 Minutes, 15 People, 1 Group Die DeutschlandGroup versammelt sich einmal in der Woche. Gastgeber: Jürgen Gangl. Ort: Grand Hotel Esplanade Berlin, Lützowufer 15 V: DeutschlandGroup Anmeldung erforderlich www.deutschlandgroup.de

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17:00 1913 TransNational: Osteuropa im Wandel 2013 100 Jahre Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, mit Rita Süssmuth (DGOPräsidentin), BM a. D. und Hans-Dietrich Genscher. Bis 08. März 2013. Ort: Auswärtiges Amt, Unterwasserstraße 10 V: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. Nur mit Einladung und für Mitglieder www.dgo-online.org 18:00 Messen, zählen, bewerten? Allgemein wird unter Qualitätsmanagement die Steuerung von Prozessen und Strukturen in Organisationen verstanden. Durch klare Vorgaben und Normen soll die Qualität von Produkten und Dienstleistungen gesteigert werden. Ort: Bank für Sozialwirtschaft, Oranienburger Straße 13/14 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Freitag 08.03.2013 10:00 42. Symposion für Juristen und Ärzte Thema: Medizin und Recht in Kindheit und Alter. Bis 09. März 2013 Ort: Kaiserin Friedrich-Haus, Robert Koch-Platz 7 V: Kaiserin Friedrich-Stiftung für das ärztliche Fortbildungswesen Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.kaiserin-friedrich-stiftung.de 12:00 Neueröffnung der KTF-Berlin GmbH Unternehmenszentrale Mit Henner Bunde, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Bezirksbürgermeister von Lichtenberg Andreas Geisel und Bezirksstadtrat Dr. Andreas Prüfer Ort: KTF-Berlin GmbH, Josef-Orlopp-Straße 101 V: KTF-Berlin GmbH Nur geladene Gäste Internet: www.ktf-berlin.de


März & April 2013 Termine Alle Termine auf www.berlinboxx.de Montag 11.03.2013 08:30 Internationale Konferenz: TransAtlantic Agenda for Shared Prosperity Ziel der Konferenz ist, eine transatlantische wirtschaftspolitische Agenda zu diskutieren, die für die Wirtschaftspolitik beiderseits des Atlantiks für die kommenden Jahre von Bedeutung sein kann. Ort: Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17 V: Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich www.fes.de 09:30 14. Handelsblatt Jahrestagung: Betriebliche Altersversorgung 2013 Auf der Handelsblatt Jahrestagung wird Gabriel Bernardino, Chair, EIOPA, die Solvabilitäts-Pläne der EU für die EbAV vorstellen und die ersten Ergebnisse der Quantitative Impact Study-Studie präsentieren. Bis 13. März 2013. Ort: Zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt V: Handelsblatt GmbH Anmeldung erforderlich www.handelsblatt-bav.de

Kalenderwoche 11 09:30 Jahresfachtagung: EU-Fonds in deutscher Praxis Eine neue Generation der EU-Förderprogramme wird im Jahr 2014 beginnen. Bis 13. März 2013. Ort: Maritim Hotel, Stauffenbergstraße 26 V: Europäische Akademie für Steuern, Wirtschaft & Recht Anmeldung erforderlich www.euroakad.eu 10:00 Herausforderung für Politik und Verwaltung: Bürgerbeteiligung an Großprojekten der Stadtentwicklung Bis 12. März 2013. Ort: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Zimmerstraße 13-15 V: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH Anmeldung erforderlich www.difu.de 14:00 Hauptstadtkonferenz Elektromobilität 2013 Thema: Das Internationale Schaufenster Berlin-Brandenburg nimmt Fahrt auf Ort: Berliner Rathaus, Rathausstraße 15 V: Berliner Agentur für Elektromobilität eMO Anmeldung erforderlich www.emo-berlin.de

Impressum Verlag und Redaktion: Business Network Marketing und Verlagsgesellschaft mbH BERLINboxx Business Magazin Fasanenstr. 47, 10719 Berlin Tel.: 030 / 88 91 87 94 Fax: 030 / 88 91 87 96 redaktion@berlinboxx.de V.i.S.d.P.: Chefredaktion: Dr. Ingolf Neunübel (in) Herausgeberin: Dr. Angela Wiechula (awi) Verleger: Frank Schmeichel (fs) Gründungsherausgeber: Werner Plötz

Redaktionsleitung: Ulrike Heine (uh)

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 10 / Januar 2012

Redaktion: Elena Jochmann (ej), Jaroslaw Plewinski ( jp), Rebecca Stratmann (rs), Birte Wachsmuth (bw), Bonita Winkelbauer (bwi), Christian Roth (cr), Stephan Richter (sr), Marcel Pelzer (mp)

Grafik, Layout, Illustration: Gesa Giering-Jänsch grafik@ businessnetworkberlin.com Cover Gestaltung: Christian Schneider Druck: Brandenburgische Universitätsdruckerei und Verlagsgesellschaft Potsdam mbH

Erscheinungsweise: alle 2 Monate

IVW-Siegel 4. Quartal 2012

Druckauflage: 11.000

Für Termine und Inhalt übernehmen wir keine Gewähr. Drucklegung: 28.02.2013

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Termine März & April 2013 Kalenderwoche 11 17:00 Fachgespräch der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Immobilienwirtschaft Thema: Wer bezahlt die Makler? U. a. mit dem Vizepräsidenten des Immobilienverbandes Deutschlands Jürgen Michael Schick Ort: Paul-Löbe-Haus, Konrad-Adenauer-Straße 1 V: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Anmeldung erforderlich 19:00 Freies W-Lan für Berlin Ein Internetzugang wird für unser Alltagsgeschehen immer wichtiger. Mit Björn Böhning (SPD) Chef der Senatskanzlei , Dr. Adrian v. Hammerstein, Vorstandsvorsitzender von Kabel Deutschland, und Daniel Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG Ort: Fröbel Haus, Alexanderstraße 9, 10178 Berlin V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 20:15 Buchpremiere: Petra van Laak - Auf eigenen Beinen Ort: Lehmanns Media, Hardenbergstraße 5/ Ecke Knesebeckstraße V: Lehmanns Media GmbH, Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.lehmanns.de Dienstag 12.03.2013 09:00 trendforum 2013 Bereits zum 11. Mal findet das trendforum, das Business-Symposium für Zukunfts- und Innovationsmanagement, statt. Ort: bcc am Alexanderplatz, Alexanderstraße 11 V: Management Forum Starnberg GmbH Anmeldung erforderlich www.trendforum.de 18:00 Jenseits der Krise Wege zu einer nachhaltigen Schulden- und Haushaltspolitik in Europa. Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8 V: Heinrich-Böll-Stiftung e. V. www.boell.de

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18:30 Verein Deutscher Ingenieure zu Infrastruktur-Ausbau Diskussionsveranstaltung zum Thema „Infrastruktur für unsere Zukunft“ u. a. mit Bundesumweltminister Peter Altmaier Ort: dbb-forum, Friedrichstraße 169-170 V: Verband Deutscher Ingenieure (VDI) Anmeldung erforderlich 19:00 Inklusive Schule in Berlin – Was bedeutet das für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern? V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich www.bwg-ev.net 19:30 Festveranstaltung zum 125jährigen Bestehen der Urania Mit einem Grußwort von Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin. Die Festrede wird von Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, gehalten. Ort: An der Urania 17 V: Urania Berlin e. V. Anmeldung erforderlich www.urania.de Mittwoch 13.03.2013 08:00 Politisches Frühstück mit Wolfgang Bosbach, MdB Mit Wolfgang Bosbach, MdB, Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages. Ort: Habel am Reichstag, Luisenstraße 19 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 08:00 Compliance für den Mittelstand Ort: Buse Heberer Fromm, Kurfürstendamm 237 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 09:00 60:15:1 Salon - 60 Minutes, 15 People, 1 Group Gastgeber: Wolfgang Kaldenhoff. Ort: Staatsballett Berlin, Richard-Wagner-Straße 10 V: DeutschlandGroup Anmeldung erforderlich www.deutschlandgroup.de


März & April 2013 Termine Kalenderwoche 11 09:30 Kongress „Erneuerbare Energien 2013“ Unter anderem mit Thomas Rachel, parl. Staatssekretär, Bundesministerium für Bildung und Forschung und Stefan Kapferer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Bis 14. März 2013. Ort: Novotel Berlin Am Tiergarten, Straße des 17. Juni 106-108 V: Management Center of Competence Anmeldung erforderlich www.mcc-seminare.de 18:00 Die EU nach der Krise: Ein gestärktes Europa? Zu Gast: Viviane Reding, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft. Ort: Europäisches Haus, Unter den Linden 78 V: Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa Anmeldung erforderlich www.schwarzkopf-stiftung.de 19:00 Personalisierte Medizin – das Allheilmittel der Zukunft? Ort: Bank für Sozialwirtschaft, Oranienburger Straße 13 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Donnerstag 14.03.2013 09:00 8. Tagung Interne Kommunikation Bis 15. März 2013. Ort: Quadriga Forum, Werderscher Markt 15 V: depak – Presseakademie GmbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.tagung-interne-kommunikation.de 11:15 Workshop von Kommunen für Kommunen: Das aktuelle europäische Beihilferecht in der Praxis Bis 15. März 2013. Ort: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Zimmerstraße 13-15 V: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.difu.de 13:45 Bundeshauptstadt Berlin - Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Seminar für politisch interessierte Bürger. Bis 17. März 2013. Ort: Golden Tulip Hotel Hamburg, Landgrafenstraße 4 V: Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.kas.de

15:00 Managerkreis „Agenda 2010 - Bilanz und Perspektive“ Unter anderem mit Kurt Beck und einer Rede von Gerhard Schröder, Bundeskanzler a. D. „(Mehr) Mut zur Veränderung“. V: Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Ort: Zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt Anmeldung erforderlich www.fes.de 17:30 Exklusive Führung: 100 Jahre Fund der Nofretete - Sonderausstellung Neues Museum Ort: Neues Museum, Bodestraße 1-3 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 18:30 50 Jahre Elysée-Vertrag - Eine spannende Zeitreise Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle im Pariser Elysée-Palast den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag. Ort: Akademie der Konrad-AdenauerStiftung, Tiergartenstraße 35 V: Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich www.kas.de Freitag 15.03.2013 08:30 Mittelstandsfrühstück mit Alexander Jung, Generalbevollmächtigter Berlin Thema: Die Energiewende vor Ort organisieren. Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstraße 30 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 09:00 Praktisches Finanzwissen für Führungskräfte Bis 16. März 2013. Ort: VBKI, Ludwig Erhard Haus, Fasanenstraße 85 V: Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e. V. Anmeldung erforderlich www.vbki.de

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Termine März & April 2013 Kalenderwoche 11/12 11:00 Ecosmart Urban Economy Die regenerative Stadt III Die Tagung lotet das Spannungsfeld zwischen grüner Wirtschaftsförderung, der Suche nach potenten Gewerbesteuerzahlern und Standortbedürfnissen der Unternehmen aus. Ort: Projektraum ExRotaprint „Glaskiste“, Gottschedstraße 4 V: Heinrich-Böll-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.boell.de Montag 18.03.2013 10:30 Aktuelle Aspekte der Reform des kommunalen Haushaltswesens Bis 19. März 2013. Ort: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Zimmerstraße 13-15 V: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.difu.de 18:00 Europa-Forum: Das Europa von Morgen - Die spanische Perspektive Diskussion mit Prof. Iñigo Méndez de Vigo, dem Staatssekretär für die Europäische Union im spanischen Außenministerium. Ort: Akademie der Konrad-AdenauerStiftung, Tiergartenstraße 35 V: Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich www.kas.de 18:00 Die Rolle der Europäischen Zentralbank in der europäischen Schuldenkrise Mit Jörg Asmussen, Vorstandsmitglied der EZB. Ort: Konferenzraum der SchwarzkopfStiftung, Sophienstraße 28/29 V: Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa Anmeldung erforderlich www.schwarzkopf-stiftung.de 19:00 Salon-Gespräch mit Professor Schoeps Thema: Deutsch-Jüdisches Kulturerbe Herausforderung: Bewahren & Verstehen. Zu Gast: Prof. Dr. Julius Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums, Potsdam. Ort: Salon Berlin Geflüster, Ludwigkirchstraße 10 A V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net

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19:00 Berlin 2050: Wie tickt die demographische Entwicklung für die Hauptstadt? Ort: Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55 V: Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich www.kas.de Dienstag 19.03.2013 10:00 Vergaberecht: Aktuelle Entwicklungen Ort: PricewaterhouseCoopers Legal AG, Potsdamer Platz 11 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 10:00 BDEW-Fachkongress Treffpunkt Netze 2013 Im Fokus des Fachkongresses stehen 2013 die Themen Versorgungssicherheit und Systemstabilität. Bis 20. März 2013. Ort: InterContinental Berlin, Budapester Straße 2 V: BDEW Bundesverband der Energieund Wasserwirtschaft e. V. Anmeldung erforderlich www.treffpunkt-netze.de 11:00 Bundeskongress der „Aktion zusammen wachsen” Mit Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer. Bis 20. März 2013 einladen. Ort: Ludwig Erhard Haus, Fasanenstraße 85 V: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Anmeldung erforderlich www.aktion-zusammen-wachsen.de 17:00 Forschung vor Ort: Diodenlaser aus Berlin Ort: Ferdinand-Braun-Institut, LeibnizInstitut für Höchstfrequenztechnik, Gustav-Kirchhoff-Straße 4 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Mittwoch 20.03.2013 09:00 Incentivierung von Mitarbeitern durch variable Vergütungsmodelle Immer mehr Arbeitgeber setzen zur Motivation ihrer Mitarbeiter auf variable Vergütungsbestandteile. Ort: Lindenpartners, Friedrichstraße 95 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net


März & April 2013 Termine Kalenderwoche 12 09:00 9. Deutscher HandelsimmobilienKongress Der „virtuelle Standort“ – Chance oder Wettbewerb für die Immobilie? Bis 21. März 2013. Ort: Grand Hotel Esplanade Berlin, Lützowufer 15 V: Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.managementforum.com

12:00 Bundeskongress Gender-Gesundheit Thema: Herausforderungen und Potentiale geschlechtsspezifischer Gesundheitsversorgung. Bis 22. März 2013. Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/23 V: Bundeskongress für Gender-Gesundheit, Female Resources in Healthcare Anmeldung erforderlich www.female-resources.jimdo.com,

09:00 Stiftungsfrühstück Ziel des Stiftungsfrühstücks ist die Förderung der Stiftungskultur u. a. durch Entwicklung von Netzwerken, stiftungsrelevante Referate, Berichte aus der Praxis etc. Ort: Josef-Orlopp-Straße 32-36 V: StiftungsSalon Berlin-Brandenburg Anmeldung erforderlich www.StiftungsSalon.de

15:00 Tagung IMK Konjunkturforum Finanzmärkte REVISITED Das Konjunkturforum 2013 wird sich den jüngsten Tendenzen auf den Finanzmärkten widmen. Ort: Kirchensaal des Französischen Doms, Eingang Charlottenstraße V: Hans-Böckler-Stiftung Anmeldung erforderlich www.boeckler.de

19:00 Frühjahrsempfang der SPD-Bundestagsfraktion Ort: Reichstagsgebäude, Platz der Republik 1 Nur für geladene Gäste Donnerstag 21.03.2013 10:30 Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit – ein alltagskulturelles Phänomen? Kommunale Handlungsstrategien Bis 22. März 2013. Ort: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Zimmerstraße 13-15 V: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu) Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.difu.de 11:00 9. Hans-Böckler-Forum zum Arbeits- und Sozialrecht Im Mittelpunkt steht das Thema „Entgrenzung der Arbeit - Auswirkungen und Handlungsperspektiven“. Bis 22. März 2013. Ort: InterContinental Berlin, Budapester Straße 2 V: Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit dem Hugo Sinzheimer Institut für Arbeitsrecht Anmeldung erforderlich www.boeckler.de

18:00 Leise und schadstoffarme Flugzeugtriebwerke Thema: Aufgaben und Strategie des Instituts für Luft- und Raumfahrt. Ort: Institut für Luft- und Raumfahrt der Technischen Universität Berlin, Marchstraße 12-14 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich www.bwg-ev.net 18:30 Unternehmensnachfolge, Betriebsübergabe erfolgreich gestalten Ziel der Impuls-Veranstaltung ist, einen Überblick über die Möglichkeiten der Nachfolge und einen Einblick in den Prozess der Unternehmensnachfolge – bzw. eines Unternehmensverkaufs zu geben. Ort: VBKI, Ludwig Erhard Haus, Fasanenstraße 85 V: Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.vbki.de 20:15 Herbert Henzler: Immer am Limit - Der Spitzenmanager von McKinsey erinnert sich Ort: Lehmanns Media, Hardenbergstraße 5/ Ecke Knesebeckstraße V: Lehmanns Media, Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net

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Termine März & April 2013 Kalenderwoche 13/14/15 Montag 25.03.2013 20:00 Egon Bahr: „Das musst du erzählen“ - Erinnerungen an Willy Brandt Zum 100. Geburtstag Willy Brandts Ort: Renaissance Theater Berlin, Knesebeckstraße 100 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Mittwoch 27.03.2013 17:00 Stadtentwicklung Berlins Über 20 Jahre nach der Wiedervereinigung weist die Stadtentwicklung in Berlin immer noch eine hohe Dynamik auf. Aufgaben der Wohnraumschaffung und -sicherung sind gleichermaßen von Bedeutung wie die Sicherung der Stadtteilzentren und der wohnungsnahen Erreichbarkeit. Ort: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Zimmerstraße 13-15 V: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu) Anmeldung erforderlich www.difu.de 18:00 Energienetze – gut geplant? Die Wirtschaftskreise in Marzahn-Hellersdorf (MHWK) und in Lichtenberg (WKHL) wollen der Frage nachgehen, welche konkreten Folgerungen die eingeleitete Energiewende für Unternehmen und für jeden Einzelnen nach sich zieht. Ort: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Wilhelminenhofstraße 75A V: Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.mhwk.de Donnerstag 04.04.2013 17:00 Berlin – Metropole im Wandel der Zeiten Berlin ist Hauptstadt unseres Landes und Schaltstelle politischer Macht, eine Stadt mit einem äußerst lebendigen Kultur, die Kreative aus aller Welt anzieht, und gleichzeitig eine Stadt ganz alltäglicher Lebenswelten. Bis 07. April 2013. Ort: Dorint Airport Hotel Berlin Tegel, Gotthardstraße 96 V: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.freiheit.org

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Dienstag 09.04.2013 09:00 Wirkungsvoll reden – überzeugend argumentieren: Stärkung der sprachlichen und kommunikativen Kompetenz Trainiert wird die Fähigkeit, eigene Anliegen anschaulich, authentisch und argumentationsstark zu präsentieren. Bis 10. April 2013. Ort: Schloss & Gut Liebenberg, Parkweg 1, 16775 Löwenberger Land V: Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.vbki.de 09:00 Frühstücksrunde zum Markenrecht: Das 1x1 der Marke - Professionelle Markenanmeldung und Markenverteidigung Ort: KNAUTHE Rechtsanwälte, Leipziger Platz 10 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 09:30 8. Kongress für Gesundheitsnetzwerker: Vernetzt in die Zukunft Bis 10. April 2013. Ort: Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 58/59 V: Agentur WOK GmbH Anmeldung erforderlich www.gesundheitsnetzwerker.de 13:00 conhIT Business Meetings 2013 Die conhIT ist die wichtigste Fachmesse für Gesundheits-IT in Europa Ort: Messe Berlin, Messedamm 22 V: Enterprise Europe Network Anmeldung erforderlich www.b2match.eu 13:30 Fachkonferenz: Energiewende europäisch denken! Die Konferenz will mit Referentinnen und Referenten aus ganz Europa die Chancen und Hürden einer europäischen Energiewende diskutieren. Bis 10. April 2013. Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8 V: Heinrich-Böll-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich www.boell.de


März & April 2013 Termine Kalenderwoche 15 19:00 Content is King - aber wer bezahlt ihn? Businessmodelle für Contentanbieter im Internet Ort: SANA Hotel, Nürnberger Straße 33/34 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Donnerstag 11.04.2013 09:00 Internationale Konferenz zum globalen Kohlenstoffmarkt Thema: Towards a Global Carbon Market Prospects for Emissions Trading. Bis 12. April 2013. Ort: Scandic Berlin Potsdamer Platz, Gabriele-Tergit-Promenade 19 V: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Anmeldung erforderlich www.ets-conference.org 18:30 3rd Commonwealth Dialogues Mit H. E. Peter Rider, Ambassador of New Zealand. Ort: Châlet Suisse, Clayallee 99 V: British Chamber of Commerce in Germany e. V. Anmeldung erforderlich www.bccg.de 19:00 Die Energiewende und ihre Rückwirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland Ort: DKB Management School, Taubenstraße 7-9 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Freitag 12.04.2013 09:00 Gesundheitsforum des Senats der Wirtschaft und des Clubs der Gesundheitswirtschaft Mit Gesundheitsminister Daniel Bahr Ort: Haus der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40 V: Senat der Wirtschaft Nur für geladene Gäste 18:00 Seminar: Sozialstaat und Soziale Demokratie Bis 14. April 2013. Ort: Zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt V: Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.fes.de

montag 15.04.2013

08:30 INFRANEU-Frühstücksgespräch Thema: Bahn ist Zukunft. Mit Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG und der DB Mobility Logistics AG. Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstraße 30 V: INFRANEU e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.infraneu.de 09:00 8. Euroforum-Jahrestagung: Onkologie 2013 Bis 16. April 2013. Ort: Pullman Berlin Schweizerhof, Budapester Straße 25 V: EUROFORUM Deutschland SE Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.euroforum.de 10:00 Kosten und Folgekosten der technischen und verkehrlichen Infrastruktur bei der Siedlungsentwicklung Seminar. Bis 16. April 2013. Ort: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Zimmerstraße 13–15 V: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.difu.de 10:00 Konferenz zum 20. Jahrestag der Wiener Weltmenschenrechtskonferenz 1993 Thema: Wien+20 - Die Menschenrechte sind - und bleiben - unteilbar! Bis 16. April 2013. Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/23 V: Deutsches Institut für Menschenrechte Anmeldung erforderlich www.institut-fuer-menschenrechte.de 19:00 Märkischer Presseclub mit der Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer Politiktalk des Märkischen Presse- und Wirtschaftsclubs Ort: Hotel Hilton Berlin, Mohrenstraße 30 V: Märkischer Presse- und Wirtschaftsclub Anmeldung erforderlich www.mpwberlin.de

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Termine März & April 2013 Kalenderwoche 16 Dienstag 16.04.2013 16:00 Frühlingsempfang des Senats der Wirtschaft Mit Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel Ort: Berlin Nur für geladene Gäste 19:00 Parlamentarischer Abend von IBM Mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger Ort: Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34 Nur für geladene Gäste Mittwoch 17.04.2013 09:30 Interkulturelles Seminar Korea: „Dos und Don’ts im Umgang mit koreanischen Geschäftspartnern” Korea ist die 15. größte Wirtschaftsmacht der Welt mit einem Bruttoinlandsprodukt von über 1.100 Mrd. US Dollar. Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstraße 30 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 19:00 Kleines Budget-Großer Magnet Der offene Gesprächskreis „Moderne Arbeitswelt – Talente. Potentiale. Wege.“ der Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. lädt zum Thema „Mitarbeiter finden und binden (Employer Branding)“ ein. Ort: SANA Hotel, Nürnberger Straße 33 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 19:00 Empfang zum east forum Berlin 2013 Mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit. Ort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9 V: east forum Berlin Nur für geladene Gäste www.eastforum-berlin.de 20:00 Die Welt zu Gast im Abschiebeknast Das Flughafenverfahren am neuen Berliner Flughafen Ort: Baiz, Christinenstraße 1 V: Heinrich-Böll-Stiftung e. V. Anmeldung erforderlich www.boell.de

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Donnerstag 18.04.2013 08:00 Seminar zum Arbeitsrecht Thema: Unternehmerische Flexibilität unter anderem in Hinblick auf den Beschäftigtendatenschutz und betriebliche Altersversorgung. Ort: PwC PricewaterhouseCoopers Legal AG Rechtsanwaltsgesellschaft, Potsdamer Platz 11 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 08:00 Aufsichtsratsvergütung - Last oder Lust? Diese Veranstaltung behandelt die aktuellen Entwicklungen in der Rechtsprechung und gibt Handlungsempfehlungen für die rechtssichere Vergütung von Mitgliedern von Aufsichtsräten. Ort: KNAUTHE Rechtsanwälte, Leipziger Platz 10 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 08:30 Mittelstandsfrühstück mit Stefan Grützmacher, Vorstandsvorsitzender der GASAG AG Thema: Energie für Berlin - die Zukunft der Energieversorgung der Hauptstadt am Beispiel der GASAG. Ort: Berlin Capital Club Eingang, Mohrenstraße 30 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 09:00 east forum Berlin 2013 des OstAusschusses der Deutschen Wirtschaft und der UniCredit Mit der Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Ycer, dem Vorsitzenden der Eurasian Economic Commission Viktor B. Khrishenko und dem Finanzvorstand von ThyssenKrupp Guido Kerkhoff Ort: Axica Kongresszentrum, Pariser Platz 3 Anmeldung erforderlich 09:30 Bundeskongress „Stadt, Land, Bus“ Im Wahljahr 2013 lädt der bdo am 17. und 18. April zum Bundeskongress der privaten Omnibusunternehmen nach Berlin. Ort: Ellington Hotel Berlin, Nürnberger Straße 50-55 V: Omnibera GmbH Anmeldung erforderlich www.bdo-online.de


März & April 2013 Termine Kalenderwoche 16/17 11:00 Dann lernen wir eben Fremdsprachen! Anspruch und Wirklichkeit der interkulturellen Öffnung deutscher (Kommunal-) Verwaltungen Seminar. Bis 19. April 2013. Ort: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Zimmerstraße 13-15 V: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.difu.de Freitag 19.04.2013 09:00 Unternehmen im Umbruch - Mitarbeiter bei Veränderung mitnehmen Im Workshop geht es darum, wie Führungskräfte ihren Mitarbeitern den Nutzen von Veränderungen deutlich machen können. Bis 20. April 2013. Ort: VBKI, Ludwig Erhard Haus, Fasanenstraße 85 V: Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e. V. Anmeldung erforderlich www.vbki.de 15:30 Baustellenrundfahrt Flughafen BER Willy Brandt Ort: ehemalige airportworld bbi; gegenüber S-Bahnhof Schönefeld V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Samstag 20.04.2013 18:00 Lions Charity Box Gala Ort: Hotel Palace Berlin, Budapester Straße 45 V: Lions Club Berlin-Dorotheenstadt Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.lions-berlin-dorotheenstadt.de Montag 22.04.2013 16:00 1. Finance Meeting Eine der größten Herausforderungen für die Energiewende ist ihre Finanzierung. Daher stehen innovative Finanzierungsformen für Energieprojekte im Fokus des 1. Finance Meeting. Bis 23. April 2013. Ort: Adlon Kempinski, Unter den Linden 77 V: Doebler, Public Relations Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.doebler-pr.de

Mittwoch 24.04.2013 08:00 Politisches Frühstück mit Dr. Harald Schwager, Mitglied des Vorstandes der BASF Gast: Dr. Harald Schwager, Mitglied des Vorstandes der BASF SE, Verantwortlich für die Bereiche Oil & Gas, Construction Chemicals sowie die Region Europa sowie Procurement. Ort: Habel am Reichstag, Luisenstraße 19 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 09:00 Dialog auf Augenhöhe - Professionell die Bedürfnisse von Kunden erkunden Ein Trainingstag mit wertvollen Impulsen für ein tieferes Verständnis von Kunden und potentiellen Kunden. Ort: VBKI, Ludwig Erhard Haus, Fasanenstraße 85 V: Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.vbki.de 09:00 Medientraining – Ihr öffentlicher Auftritt in Radio, Fernsehen, Printmedien Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstraße 30 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 11:00 20. Deutscher Fundraising Kongress Vom 24. bis 26. April 2013. Ort: andel‘s Hotel Berlin, Landsberger Allee 106 V: Deutscher Fundraising Verband e. V. Anmeldung erforderlich , kostenpflichtig www.fundraising-kongress.de 14:00 Deutscher Luftverkehrskongress 2013 Ort: Haus der Deutschen Wirtschaft, Breite Straße 29 V: Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) Anmeldung erforderlich

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Termine März & April 2013 Kalenderwoche 17/18 Donnerstag 25.04.2013 08:00 Girls‘Day und Boys‘Day Girls’Day und Boys’Day sind die beiden bundesweit größten Projekte zur geschlechtersensiblen Berufs- und Lebensplanung. Ort: verschiedene Orte V: Kompetenzzentrum Technik-DiversityChancengleichheit e. V. Anmeldung erforderlich www.girls-day.de, www.boys-day.de 09:00 Führen durch das Wort - Argumentationsführung für Entscheider Dialektik ist die Kunst, Gespräche mit Ergebnis zu führen. Bis 26. April 2013. . Ort: VBKI, Ludwig Erhard Haus, Fasanenstraße 85 V: Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.vbki.de 09:00 Lobbyismus für Netzwerker im Gesundheitswesen Die Konferenz geht der Frage nach, wie Lobbyarbeit gestaltet werden soll, damit sie von Erfolg gekrönt ist. Bis 26. April 2013. Ort: Hotel Berlin, Berlin, Lützowplatz 17 V: EUROFORUM Deutschland SE Anmeldung erforderlich www.euroforum.de

14:30 Tage der Familienunternehmer 2013 mit Bundeskanzlerin Merkel Tage der Familienunternehmer 2013 von Die Familienunternehmer - ASU, u. a. mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Bis 26. April 2013. Ort: Hotel Esplanade, Lützowufer 15 V: DIE FAMILIENUNTERNEHMER - ASU e. V. Nur für geladene Gäste www.familienunternehmer.eu Freitag 26.04.2013 10:00 Ausstellung „Sinnfindung im Erbe Mies“ Architekturfotografie von Werner Blaser. Bis 02. Juni 2013. Ort: Universität der Künste, Hardenbergstraße 32 V: LÖFFLER GmbH www.loeffler.de.com Montag 29.04.2013 18:00 Vortrag “Europa anders denken: Indien“ Zu Gast: Sujatha Singh, Botschafterin der Indischen Republik. Ort: Indische Botschaft, Tiergartenstraße 17 V: Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa Anmeldung erforderlich www.schwarzkopf-stiftung.de

10:00 Arabisch verstehen lernen Bis 26. April 2013. Ort: Zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt V: NUMOV - Nah- und Mittelost-Verein e. V. Anmeldung erforderlich www.numov.de

Immer aktuelle

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www.berlinboxx.de


Bundesverbände Bundespräsidialamt 030 / 20 000 Schloss Bellevue Spreeweg 1, 10557 Berlin, www.bundespraesident.de Bundespräsident Dr. Joachim Gauck Bundeskanzleramt 0180 / 27 20 00 0 Willy-Brandt-Str. 1, 10557 Berlin, www.bundeskanzlerin.de Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) Staatsminister

Staatsminister Bernd Neumann (CDU) Eckart von Klaeden (CDU)

Bundestagsfraktionen Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer (CDU)

Bündnis 90/Die Grünen 030 / 22 75 67 89 www.gruene-bundestag.de

Bundesrat 030 / 18 91 00 -0 /-17 2, Leipziger Str. 3-4, 10117 Berlin, www.bundesrat.de

CDU/CSU 030/ 22 75 55 50 www.cducsu.de

Bundestag Deutscher Bundestag 030 / 22 70 Platz der Republik 1, 11011 Berlin, www.bundestag.de

Die Linke 030 / 22 75 11 70 www.linksfraktion.de FDP 030 / 22 75 23 78 www.fdp-fraktion.de SPD 030 /22 75 71 33 www.spdfraktion.de

Bundesministerien Verkehr, Bau & Stadtentwicklung 030 / 18 30 03 06 0 Invalidenstr. 44, 10115 berlin, www.bmvbs.de Bundesminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) Parlamentarischer Staatssekretär Enak Ferlemann Parlamentarischer Staatssekretär Jan Mücke Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer Beamteter Staatssekretär Rainer Bomba Beamteter Staatssekretär Michael Odenwald

Verteidigung 030 / 18 24 82 40 Stauffenbergstr. 18, 10785 Berlin, www.bmvg.de

Bundesminister Dr. Thomas de Maizière (CDU) Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Kossendey Parlamentarischer Staatssekretär Christian Schmidt Beamteter Staatssekretär Rüdiger Wolf Beamteter Staatssekretär Stéphane Beemelmans

Wirtschaftliche Zusammenarbeit & Entwicklung 030/ 18 53 50, Stresemannstr. 94, 10963 Berlin, www.bmz.de Bundesminister Dirk Niebel (FDP) Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp

Wirtschaft & Technologie 030 / 18 61 50 Scharnhorststr. 34-37, 10115 Berlin, www.bmwi.de Bundesminister Dr. Philipp Rösler (FDP) Parlamentarischer Staatssekretär Peter Hintze Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Otto Parlamentarischer Staatssekretär Ernst Burgbacher Beamteter Staatssekretär Dr. Bernhard Heitzer Beamteter Staatssekretär Stefan Kapferer Beamteter Staatssekretär Anne Ruth Herkes

Beamteter Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz

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Bundesministerien Arbeit & Soziales 030 / 18 52 70 Wilhelmstraße 49, 10117 Berlin www.bmas.de Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU) Parlamentarische Staatssekretäre Dr. Ralf Brauksiepe Hans-Joachim Fuchtel Beamtete Staatssekretäre Gerd Hoofe Dr. Annette Niederfranke

Auswärtiges Amt 030 / 18 17 0 Werderscher Markt 1, 10117 Berlin www.auswaertiges-amt.de Bundesminister Dr. Guido Westerwelle (FDP) Staatsminister Michael Link Cornelia Pieper Staatssekretäre Harald Braun Emily Haber

Bildung & Forschung 030 / 18 57 0 Hannoversche Str. 28-30, 10115 Berlin www.bmbf.de Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanker (CDU) Parlamentarische Staatssekretäre Thomas Rachel Dr. Helge Braun Beamtete Staatssekretäre Cornelia Quennet-Thielen Dr. Georg Schütte

Ernährung, Landwirtschaft & Verbraucherschutz 030 / 18 52 90 Wilhelmstr. 54, 10117 Berlin, www.bmelv.de

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Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) Parlamentarische Staatssekretäre Dr. Gerd Müller Peter Bleser Beamteter Staatssekretär Dr. Robert Kloos

Familie, Senioren, Frauen & Jugend 030 / 80 55 50 Glinkastr.24 / 10117 Berlin www.bmfsfj.de Bundesministerin Dr. Kristina Schröder (CDU) Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Hermann Kues Beamteter Staatssekretär Lutz Stroppe

Finanzen 030 / 18 68 20 Wilhelmstr. 97, 10117 Berlin www.bundesfinanzministerium.de Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) Parlamentarische Staatssekretäre Steffen Kampeter Hartmut Koschyk Beamtete Staatssekretäre Dr. Hans Bernhard Beus Werner Gatzer Dr. Thomas Steffen

Gesundheit 030 / 18 44 10 Friedrichstr. 108, 10117 Berlin, www.bmg.bund.de

Annette Widmann-Mauz Beamteter Staatssekretär Thomas Ilka

Inneres 030 / 18 68 10 Alt-Moabit 101D, 10559 Berlin, www.bmi.bund.de Bundesminister Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU) Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Christoph Bergner Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Ole Schröder Beamtete Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe Beamteter Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche

Justiz 030 / 18 58 00 Mohrenstr. 37, 10117 Berlin, www.bmj.bund.de Bundesministerin Sabine LeutheusserSchnarrenberger (FDP) Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Max Stadler Beamtete Staatssekretärin Dr. Birgit Grundmann

Umwelt, Naturschutz & Reaktorsicherheit 030 / 18 30 50 Alexanderstr. 128-130, 10117 Berlin www.bmu.de Bundesminister Peter Altmaier (CDU)

Bundesminister Daniel Bahr (FDP)

Parlamentarische Staatssekretärin Katherina Reiche

Parlamentarische Staatssekretärin Ulrike Flach

Parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser

Parlamentarische Staatssekretärin

Beamteter Staatssekretär Jürgen Becker


Landespolitik Bündnis 90/ Die Grünen 030 / 61 50 05 0, Kommandantenstraße 80, 10117 Berlin www.gruene-berlin.de CDU Landesverband Berlin 030 / 32 69 04 0, Kleiststr. 23 – 26, 10787 Berlin www.cduberlin.de FDP Landesverband Berlin 030 / 27 89 59 0, Dorotheenstr. 56, 10117 Berlin www.fdp-berlin.de Die Linke Landesverband Berlin 030 / 24 00 93 01, Kleine Alexanderstraße 28,

10178 Berlin www.die-linke-berlin.de SPD Landesverband Berlin 030 / 46 92 22 2, KurtSchumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin, www.spd-berlin.de Piratenpartei Berlin 030 / 60 98 22 880 Pflugstraße 9a, 10115 Berlin www.berlin.piratenpartei.de Das Abgeordnetenhaus Berlin 030 / 23 25 23 25 Niederkirchstr. 5, 10117 Berlin

www.berlin.de Bündnis 90/ Die Grünen Fraktion 030 / 23 25 24 00 Fraktion CDU 030 / 23 25 21 15 Fraktion SPD 030 / 23 25 22 22 Fraktion Die Linke 030 / 23 25 25 00 Piratenfraktion 030 / 23 25 26 11

Regierender Bürgermeister/Senatskanzlei Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit 030 / 90 26 0 Berliner Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin, www.berlin.de

Sprecher des Senats Dr. Richard Meng 030 / 90 26 32 00 Chef der Sentaskanzlei Björn Böhning 030 / 90 26 31 00

Bevollmächtigte beim Bund und Europabeauftragte Hella Dunger-Löper 030 / 90 26 36 00 Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten André Schmitz 030 / 90 22 82 00

Berliner Senat Regierender Bürgermeister: Klaus Wowereit (SPD), Kultursenator

Senatsbaudirektorin: Regula Lüscher (SPD)

Senatsverwaltung für Inneres und Sport Senator: Frank Henkel (CDU) Staatssekretäre: Bernd Krömer (CDU) Andreas Statzkowski (CDU)

Senatsverwaltung für Gesundheit & Soziales Senator: Mario Czaja (CDU) Staatssekretäre: Emine Demirbüken-Wegner (CDU) Michael Büge (CDU) Senatsverwaltung für Finanzen Senator: Dr. Ulrich Nußbaum (parteilos) Staatssekretäre: Dr. Margaretha Sudhof (SPD) Klaus Feiler (SPD)

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Senatorin: Sandra Scheeres (SPD) Staatssekretäre: Mark Rackles (SPD) Sigrid Klebba (SPD) Dr. Knut Nevermann (SPD) Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz Senator: Thomas Heilmann (CDU) Staatssekretäre: Sabine Toepfer-Kataw (CDU) Alexander Straßmeir (CDU) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Senator: Michael Müller (SPD) Staatssekretäre: Christian Gaebler (SPD) Ephraim Gothe (SPD)

Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen Senatorin: Dilek Kolat (SPD) Staatssekretäre: Barbara Loth (SPD) Farhad Dilmaghani (SPD) Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung Senatorin: Cornelia Yzer (CDU) Staatssekretäre: Guido Beermann (CDU) Henner Bunde (CDU)

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Bezirksbürgermeister Bezirksamt CharlottenburgWilmersdorf von Berlin Reinhard Naumann (SPD) Otto-Suhr-Allee 100 10585 Berlin

Bezirksamt Mitte von Berlin Dr. Christian Hanke (SPD) Mathilde-Jacob-Platz 1 10551 Berlin

Bezirksamt Spandau von Berlin Helmut Kleebank (SPD) Carl-Schurz-Str. 2/6 13597 Berlin

Bezirksamt FriedrichshainKreuzberg von Berlin Dr. Franz Schulz (Grüne) Frankfurter Allee 35-37 10247 Berlin

Bezirksamt Neukölln von Berlin Heinz Buschkowsky (SPD) Karl-Marx-Str. 83 12043 Berlin

Bezirksamt SteglitzZehlendorf von Berlin Norbert Kopp (CDU) Kirchstr. 1/3 14163 Berlin

Bezirksamt Lichtenberg von Berlin Andreas Geisel (SPD) Möllendorffstraße 6 10367 Berlin

Bezirksamt Pankow von Berlin Matthias Köhne (SPD) Breite Str. 24a 13187 Berlin

Bezirksamt TempelhofSchöneberg von Berlin Angelika Schöttler (SPD) Rathaus Schöneberg John-F.-Kennedy-Platz 10825 Berlin

Bezirksamt MarzahnHellersdorf von Berlin Stefan Komoß (SPD) Alice-Salomon-Platz 3 12627 Berlin

Bezirksamt Reinickendorf von Berlin Frank Balzer (CDU) Eichborndamm 215-239 13437 Berlin

Bezirksamt TreptowKöpenick von Berlin Oliver Igel (SPD) Rathaus Köpenick Alt-Köpenick 21 12555 Berlin

Bundesorgane Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation (AIK) Prötzeler Chaussee 20 15334 Strausberg Tel.: 03341-58-0 Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Bundeskanzleramt Staatsministerin: Maria Böhmer Willy-Brandt-Str. 1 10557 Berlin Tel.: 18 400-16 40 Bundesagentur für Arbeit: Hauptstadtvertretung Friedrichstr. 39 10969 Berlin Tel.: 55 55 91–20 20 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Straße des 17. Juni 112 10623 Berlin Tel.: 18 401-0 Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen DGZ-Ring 12 13086 Berlin Tel.: 18 70 30-0

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Bundeseisenbahnvermögen Dienststelle Ost Leitung: Ursula Pliete Steglitzer Damm 117 12169 Berlin Tel.: 770 29-0 Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) Schönhauser Allee 120 10437 Berlin Tel.: 2451-10 09 Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) Der Landesbeauftragte für Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt Landesbeauftragter: Dipl.-Ing. Manfred Metzger Soorstr. 84 14050 Berlin Tel.: 306 82-0 Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Präsident: Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel Thielallee 88 / 92 14195 Berlin Tel.: 01888-412-0


Bundesorgane Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH Dienststelle Berlin Geschäftsleiter: Gerd Ehlers Platz der Luftbrücke 2 12101 Berlin Tel.: 690 34-0 BVVG Bodenverwertungs- und –verwaltungs GmbH Geschäftsführer: Dr. Detlev Hammann, Dr. Wilhelm Müller Schönhauser Allee 120 10437 Berlin Tel.: 44 32-0 DB Mobility Logistics AG Caroline-Michaelis-Str. 5-11 10115 Berlin Tel.: 297 58-200 Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes (BStU) der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik Der Beauftragte: Roland Jahn Karl-Liebknecht-Str. 31 /33 10178 Berlin Tel.: 23 24-50 Deutsche Bundesbank Hauptverwaltung Berlin Leibnizstr. 10 10625 Berlin Tel.: 34 75-0 Deutsche Rentenversicherung Bund Präsident: Dr. Herbert Rische Ruhrstr. 2 10709 Berlin Tel.: 865-0 DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e. V. Bachestr. 11

12161 Berlin Tel.: 600 800 200 Einsatzführungskommando der Bundeswehr Werderscher Damm 21-29 Henning-von-Tresckow-Kaserne, 14471 Potsdam Tel.: 03327-50-20 44 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Staatssekretär: Steffen Seibert Dorotheenstr. 84 10117 Berlin Postanschrift: 11044 Tel.: 18 272-0 Physikalisch-Technische Bundesanstalt Institut Berlin Leiter: Prof. Dr. Hans Koch Abbestr. 2-12 10597 Berlin Tel.: 34 81 – 75 82 Robert Koch-Institut Präsident: Prof. Dr. Reinhard Burger Nordufer 20 13353 Berlin Tel.: 187 54-0 Standortkommando Berlin (StOKdo Berlin) Julius-Leber-Kaserne Leiter Abteilung Informationsarbeit: Oberstleutnant Klaus Neumann Kurt-Schumacher-Damm 41 13405 Berlin Tel.: 49 811-1073 Statistisches Bundesamt i-Punkt Berlin Leitung: Claudia Brunner Friedrichstraße 50 10178 Berlin Tel.: 18 644-94 34

Europäische Organisationen Europäische Kommission Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland Europäisches Haus Leiter: Matthias Petschke Unter den Linden 78 10117 Berlin Tel.: 22 80-20-00

Europäisches Patentamt Generaldirektion 1 Dienststelle Berlin Gitschiner Str. 103 10969 Berlin Tel.: 259 01-0

Europäisches Parlament Informationsbüro in Deutschland Leiter: Frank Piplat Unter den Linden 78 10117 Berlin Tel.: 22 80-10 00

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Vertretung der Länder beim Bund Baden-Württemberg Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten: Peter Friedrich Tiergartenstr. 15 10785 Berlin Tel.: 254 56-0

Mecklenburg-Vorpommern Bevollmächtigte beim Bund: Staatssekretärin Angelika Peters In den Ministergärten 3 10117 Berlin Tel.: 20 60 5-6

Brandenburg Bevollmächtigte beim Bund: Staatssekretärin Tina Fischer In den Ministergärten 3 10117 Berlin Tel.: 22 00 22-0

Niedersachsen In den Ministergärten 10 Bevollmächtigte beim Bund: Staatssekretärin Dr. Martina Krogmann 10117 Berlin Tel.: 726 29-15 00

Bremen Bevollmächtigte beim Bund und für Europa: Staatsrätin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt Hiroschimastr. 24 10785 Berlin Tel.: 269 30-0

Nordrhein-Wesfalen Bevollmächtigte: Ministerin Angelica Schwall-Düren Hiroshimastr. 12-16 10785 Berlin Tel.: 275 75-0

Freistaat Bayern Bevollmächtigte beim Bund: Europaministerin Emilia Müller Behrenstr. 21/22 10117 Berlin Tel.: 202 65-500

Rheinland-Pfalz Bevollmächtigte beim Bund und für Europa: Staatsministerin Margit Conrad In den Ministergärten 6 10117 Berlin Postanschrift 11056 Berlin Tel.: 725 29-10 00

Freistaat Sachsen Bevollmächtigter beim Bund: Staatssekretär Erhard Weimann Brüderstr. 11-12 10178 Berlin Tel.: 206 06-0 Freistaat Thüringen Bevollmächtigter beim Bund: Reinhard Stehfest Mohrenstr. 64 10117 Berlin Tel.: 203 45-0 Hamburg Bevollmächtigter beim Bund: Staatsrat Wolfgang Schmidt Jägerstr. 1-3 10117 Berlin Tel.: 205 46-0 Hessen Minister für Bundesangelegenheiten: Bevollmächtigter Michael Boddenberg In den Ministergärten 5 10117 Berlin Tel.: 72 62 00-500

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Saarland Bevollmächtigter beim Bund: MDgt Jürgen Lennartz In den Ministergärten 4 10117 Berlin Tel.: 726 29-00 00 Sachsen-Anhalt Bevollmächtigter beim Bund: Staatssekretär Dr. Michael Schneider Luisenstr. 18 10117 Berlin Tel.: 24 34 58-0 Schleswig-Holstein Bevollmächtigter beim Bund: Staatssekretär Heinz Maurus In den Ministergärten 8 10117 Berlin Tel.: 74 68 47-0


Landesregierung Brandenburg Landesregierung Brandenburg Staatskanzlei Ministerpräsident: Matthias Platzeck Heinrich-Mann-Allee 107 14473 Potsdam Tel.: 0331 866-12 01 Ministerium der Finanzen Minister: Dr. Helmut Markov Heinrich-Mann-Allee 107 14473 Potsdam Tel.: 0331 / 866-9

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Minister: Holger Rupprecht Heinrich-Mann-Allee 107 14473 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0 Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Minister: Jörg Vogelsänger Henning-von-Tresckow-Str. 2-8 14467 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0 Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Ministerin: Anita Tack Heinrich-Mann-Allee 103 14473 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0

Minister der Justiz Minister: Dr. Volkmar Schauka Heinrich-Mann Allee 107 14473 Potsdam Tel.: 0331 866-0 Ministerium des Innern Minister: Dr. Dietmar Woidke Henning-von-Tresckow-Str. 9/13 14467 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0 Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie Minister: Günter Baaske Heinrich-Mann-Allee 103 14473 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0

Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE) Minister: Ralph Christoffers Heinrich-Mann-Allee 107 14473 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0 Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Ministerin: Prof. Dr.-Ing Dr. Sabine Kunst Dortustr. 36 14467 Potsdam Tel.: 0331 86 645-04

Bundesverbände Januar & Februar 2012 Termine AUMA – Ausstellungs- und Messe- Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V. 030 / 24 00 00, Littenstr. 9, 10179 Berlin, www.auma.de

BDA Bund Deutscher Architekten 030 / 27 87 99 0, Köpenicker Str. 48/49, 10179 Berlin, www.bda-architekten.de

Die Familien Unternehmer - ASU 030 / 30 06 50, Tuteur Haus, Charlottenstraße 24, 10117 Berlin, www.familienunternehmer.eu

BDA Bundesv. d. Dt. Arbeitgeberverbände 030 / 20 33 0, Breite Str. 29, 10178 Berlin, www.bda-online.de

Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft - BDWi 030 / 28 88 07 0, Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin, www.bdwi-online.de

Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg Lützowstraße 33 10785 Berlin Telefon: 030 - 26 39 18 0 www.berlinerbuchhandel.de

Bankenverband 030 / 16 63 0, Burgstr. 28, 10178 Berlin, www.bankenverband.de BDEW Bundesv. d. Ener.und Wasserw. e. V. 030 / 30 01 99 0, Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin, www.bdew.de BDI Bundesv. der Deutschen Industrie 030 / 20 28 0, Breite Str. 29, 10178 Berlin, www.bdi-online.de

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Zu guter Letzt

PRÄMIERT

Die City West boomt und wird immer attraktiver

Seit Anfang März finanzieren rund 70 Prozent der Immobilieneigentümer entlang Tauentzienstraße und Kurfürstendamm zusätzliche Einsätze der Berliner Stadtreinigung (BSR) vom Wittenbergplatz bis zur Uhlandstraße – ein von der AG City und BSR entwickeltes Projekt mit Pilotcharakter. Bislang konnten selbst die stark frequentierten Flanier- und Shoppingmeilen nur einmal am Tag gereinigt werden. Hinzu kommt, dass Frei- und Parkflächen in den Bezirken

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aufgrund leerer Kassen selbst in Nachbarschaft von kommerziellen Zentren immer häufiger sich selbst überlassen bleiben. Angesichts dieser Situation ist das Engagement von AG City und der BSR nicht hoch genug einzuschätzen. Diese Initiative ist ein wichtiger Beitrag zur Clean City, die sich immer mehr Unternehmer, Geschäftsleuter, Politiker, Wissenschaftler und Berliner Bürger auf ihre Fahne geschrieben haben. (jp)

Foto: CC titz

Homo oeconomicus, ein engagierter Bürger dieser Stadt


Zu guter Letzt

BLAMIERT Blick von der Luftseite auf das Haupt-Pier des BER

Foto: gmp Architekten, JSK International, Björn Rolle, Flughafen Berlin Brandenburg

Salto Mortale in Potsdam Die Blamage nimmt kein Ende. Nachdem der geplante Großflughafen Berlin-Brandenburg aufgrund eklatanter Baumängel und aus dem Ruder laufender Kosten der Region riesigen Imageschaden zugefügt hat, haben sich gewissermaßen als Krönung nun auch noch die führenden politischen Kräfte beider Länder zerstritten. Anlass ist ein Volksbegehren in Brandenburg, das ein Nachflugverbot von 22 bis sechs Uhr fordert und mittlerweile auch von Ministerpräsident Matthias Platzeck unterstützt wird. Mit dieser Rolle rückwärts begibt sich der Brandenburger Regierungschef und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Berliner Flughafengesellschaft in direkten Gegensatz zum Regierenden Bürgermeister und den meisten verantwortlichen Politikern Berlins. Die Gemengelage ist kompliziert, aber eins dürfte klar sein: Sollten sich die Befürworter eines Nachflugverbotes am Ende durchsetzen, wäre BER am Ende kein Weltairport, sondern lediglich ein besserer Provinzflughafen – und die Blamage perfekt. (jp)

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Vorschau

N채chsten Ausgabe Mai/Juni 2013

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Berlin holt Luft Die BSR hat die Emission von CO2 durch Klimaschutzmaßnahmen in den Bereichen Abfallwirtschaft, Immobilien und Fuhrpark von 2005 bis heute um 120.500 Tonnen pro Jahr reduziert. Das entspricht der Menge an CO2 , die eingespart werden würde, wenn alle rund 3,5 Millionen Berlinerinnen und Berliner für etwa 40 Tage die Luft anhalten und nicht ausatmen würden.

www.BSR.de

So orange ist nur Berlin


BERLINboxx - Stadtentwicklung - März/April