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Titel Mai /Juni 2013 · 13. Jahrgang · 3,50 €

DANIEL BAHR

Gesundheitswesen enormer Wirtschaftsfaktor

MARIO CZAJA

Cluster Gesundheitswirtschaft unverzichtbar

FRANK WIETHOFF

Berlin Inbegriff für Kreativität

Mit Hauptstadtkalender für Wirtschaft & Politik

ÄSKULAP

AN DER SPREE GESUNDHEITSEXZELLENZ TRIFFT INNOVATION

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Gelenk-Erhalt vor Gelenk-Ersatz

READY TO RUN

Die Ursache für Schmerzen im Knie-Gelenk sind häufig Knorpel-Schäden. Das patentierte ACT-Verfahren (Autologe Chondrocyten Transplantation) stellt - mit körpereigenen Knorpel-Transplantaten – eine biologische Alternative zu Prothesen dar. Über 5.000 Patienten belegen die Erfolgsrate von ca. 80%. Die Knorpel-Ersatz-Therapie von co.don wurde bisher nicht nur erfolgreich im Kniebereich eingesetzt, sondern im Bereich der Hüfte, des Sprung-Gelenks, der Schulter und des Rückens. Fragen Sie uns. Gerne empfehlen wir Ihnen auch erfahrene Ärzte in Berlin.

AG www.codon.de 0800 – 566 77 35 (kostenfreie Info-Line) 2


Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, es gibt ganz wenige Themen, bei denen sich alle Menschen einig sind. Eins heißt Gesundheit. Arthur Schoppenhauer sagte: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Das gilt im Großen wie im Kleinen, für jeden Einzelnen wie für Unternehmen oder gar die Gesellschaft. Das ist auch die Kernaussage dieser BERLINboxx, die sich schwerpunktmäßig mit dem Gesundheitsstandort Berlin beschäftigt. Wir haben verschiedene Facetten dieser Thematik untersucht und dabei bestätigt gefunden, dass Berlin nicht nur die Gesundheitshauptstadt Deutschlands ist, sondern die hier lebenden Menschen in besonderem Maße von den Fortschritten der Medizin profitieren können. Berlin hat alles, was für eine prosperierende Gesundheitswirtschaft und ebenso für eine gute medizinische Versorgung der Bevölkerung erforderlich ist. Das kommt auch in den zahlreichen Interviews zum Ausdruck, die wir unter anderem führten mit Daniel Bahr, Bundesgesundheitsminister, Mario Czaja, Berliner Gesundheitssenator, Prof. Dr. Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Netzwerksprecher von HealthCapital Berlin-Brandenburg oder Dr. Andreas Penk, Geschäftsführer Pfizer Deutschland. Neben dem Titelthema enthält auch diese Ausgabe wieder zahlreiche Beiträge aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei bestätigt sich einmal mehr auf ganz unterschiedliche Art und Weise die Entwicklungsvielfalt in unserer Stadt. Der Bogen spannt sich von der KPMG, einer der renommiertesten Wirtschaftsberatungsgesellschaften, über die Vorstellung neuer interessanter Wohnungsbauprojekte bis zu Themen des Berliner Mittelstandes, der das Rückgrat der hauptstädtischen Wirtschaft verkörpert. Diese Ausgabe hat auch einige Neuerungen. So wird es ab jetzt wieder regelmäßig die Restaurantkritik geben und neu präsentieren wir die BERLINboxx Top 5 aktueller Wirtschaftspublikationen. Abschließend mache ich Sie wie gewohnt auf den Hauptstadtkalender aufmerksam. Er ist Teil unseres bundesweiten Wirtschaftsinformationsdienstes und bietet Ihnen ständig über 400 Business- und Politiktermine.

Foto: Alex Otto

Ich wünsche Ihnen eine ebenso informative wie spannende Lektüre und ein erfolgreiches Networking.

Dr. Angela Wiechula Herausgeberin

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Aus dem Inhalt Editorial Berlin Partner Kolumne

Seite 3 Seite 5

POLITIK Daniel Bahr im Gespräch

Seite 6

Mario Czaja über Berliner Gesundheitswirtschaft Raed Saleh warnt vor Selbstzufriedenheit

Seite 10 Seite 14

TITEL

Seite 16

Prof. Dr. Walter Rosenthal zum Max-Delbrück-Centrum Dr. Andreas Penk, Pfizer Deutschland Christian Kloevenkorn, Gegenbauer Holding co.don AG hilft bei Gelenkschäden Prof. Dr. Günter Stock über Health Capital Andreas Fibig, Bayer HealthCare in Berlin Dr. Frank Steffel, Sport gegen Stress

Seite 28 Seite 30 Seite 32 Seite 34 Seite 36 Seite 38 Seite 44

WIRTSCHAFT Frank Wiethoff, KPMG Regionalvorstand Ost Berlin Capital Club, Faszination Golfsport Club der Entscheider Stiftung Meridian, Estrongo Nachama Preis

Seite 46 Seite 50 Seite 55 Seite 60

Architektur & Bauen Diamona & Harnisch, Kultursponsoring Christmann Unternehmensgruppe

Seite 64 Seite 68

BERLINboxx Bestseller Business Network, Dr. Angela Wiechula

Seite 71 Seite 72

GESELLSCHAFT Gourmetspitzen Termine Impressum Service Zu guter Letzt

Seite 79 Seite 81 Seite 91 Seite 92 Seite 96

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Kolumne Titel Melanie Bähr, Geschäftsführerin der Berlin Partner GmbH

Liebe Leserinnen und Leser, Life Sciences sind in Berlin eine tragende Säule der Wirtschaft. In keiner anderen Region Deutschlands, ja auch in Europa, verbinden sich für die Gesundheitswirtschaft so zahlreiche Standortvorteile wie in der Hauptstadtregion.

Foto: Berlin Partner

Ein fast unerschöpfliches Potenzial an hochqualifizierten Arbeitskräften, allein 35 große Forschungseinrichtungen und mehr als 50 Hochschulen bilden die ausgezeichnete Grundlage für die gut 5.800 Unternehmen im Gesundheitssektor der Region. So entstand hier in den letzten Jahren ein zukunfts- und wachstumsorientiertes Cluster, das immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnt. Mit mehr als 275.000 Beschäftigten arbeitet fast jeder achte Arbeitnehmer in Berlin in der Gesundheitswirtschaft, die mit rund 16 Milliarden Euro Umsatz einen deutlichen Beitrag zur Wertschöpfung in der Region leistet. Mit ihrer aktiven Wirtschaftsförderung für den attraktiven Zukunftsstandort Berlin wirbt Berlin Partner mit verschiedenen Messeauftritten, zum Beispiel auf der Arab Health oder der BIO, der weltweit größten Biotechnologiemesse, die in Chicago stattfindet, um Investoren

und Arbeitskräfte. Gleichfalls vermittelt Berlin Partner Fachkräften Informationen über die hervorragenden Arbeitsmöglichkeiten in der Hauptstadtregion. Auch auf der MEDICA, der weltgrößten Medizinmesse, ist die Hauptstadtregion stets vertreten. So konnten wir allein im letzten Jahr im Cluster Gesundheitswirtschaft bei 22 Unternehmensprojekten mit über 500 geplanten neuen Arbeitsplätzen und einem Investitionsvolumen von ca. 100 Millionen Euro Unterstützung leisten. Von Berlin aus senden „hidden champions“ wie Biotronik oder B.Braun Melsungen mit hoch spezialisierten Techniken und Produkten positive Signale in alle Welt. Global Player wie BASF, Bayer Health Care, Pfizer, Sanofi und Berlin Chemie haben sich für den attraktiven Standort entschieden. Der Bundesgesundheitsminister bescheinigt: „Berlin bietet hervorragende Entwicklungspotenziale“. Berlin Partner bleibt am Puls der Entwicklung und wird diese Chancen nutzen. Denn zum ersten Mal findet im Herbst die Berlin Health Week statt, die ideale Gelegenheit, health care made in Berlin zu präsentieren.

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Politik

Daniel Bahr, Bundesgesundheitsminister

„Das Gesundheitswesen ist mehr als nur Kostenfaktor“

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Politik Über die Gesundheitspolitik der Bundesregierung sprachen wir mit dem Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (37).

Foto: BMG/Dedeke

Herr Minister, in finanziellen Fragen ist beim Gesundheitswesen meist nur von steigenden Kosten die Rede. Welche wirtschaftliche Bedeutung hat das Gesundheitswesen? Es ist unangemessen, wenn man das Gesundheitswesen allein auf den Kostenfaktor reduziert. Das Gesundheitswesen hat einen enormen Stellenwert für die Gesamtwirtschaft mit 4,9 Millionen Menschen, die in diesem Sektor arbeiten. Also jeder neunte Erwerbstätige! Nicht zuletzt der stabilen Situation in der Gesundheitswirtschaft ist es zu verdanken, dass wir gut durch die Krise gekommen sind. Die Branche ist nicht nur ein Jobmotor, sondern auch innovationskräftig und wichtig für den Export. Unternehmen der deutschen Gesundheitswirtschaft nehmen Spitzenpositionen auf dem Weltmarkt ein. Ihre Produkte sind weltweit begehrt und geschätzt, weil sie die medizinische Versorgung verbessern, langwierige Behandlungen abkürzen und die Effizienz im Gesundheitswesen fördern. Jobmotor, Innovation und Export- aus diesem Dreiklang resultieren starke positive Effekte der Gesundheitswirtschaft für die deutsche Gesamtwirtschaft.

Medizinischer Fortschritt kostet Geld, zumal angesichts des demografischen Wandels. Welche Möglichkeiten gibt es, ohne Leistungskürzungen Kosten zu sparen? Es ist richtig, dass aufgrund der demographischen Entwicklung und des medizinisch-technischen Fortschritts die Herausforderung wächst, auch in Zukunft eine hochwertige Versorgung zu finanzieren. Das am besten geeignete Instrument, um die Qualität der

Versorgung weiterhin sicherzustellen und gleichzeitig vorhandene Wirtschaftlichkeitsreserven zu erschließen, ist der Wettbewerb. In der aktuellen Legislaturperiode hat die Bundesregierung mit nachhaltigen Strukturreformen wichtige Weichen gestellt, die den Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) deutlich stärken. Reformen der Finanzierungsstrukturen und des Arzneimittelmarktes haben dazu beigetragen, dass der Ausgabenanstieg in den letzten Jahren moderat verlaufen ist und bereits Effizienzreserven im System realisiert werden konnten. Wichtig für die Gesundheitsversorgung sind Wissenschaft und Forschung. Wie ist hier die Situation in Deutschland? Branchenübergreifend wird wieder deutlich mehr als früher in Forschung und Entwicklung investiert. Die Forschungsund Gesundheitspolitik der amtierenden Bundesregierung hat wichtige Impulse zur Stärkung des Innovationsstandortes Deutschland gesetzt. So liefert zum Beispiel der auch vom Bundesministerium für Gesundheit mitinitiierte „Strategieprozess Medizintechnik“ Anreize für die Verbesserung der Versorgungsqualität und der Patientensicherheit bei medizintechnischen Innovationen. Außerdem setzen wir uns in Brüssel dafür ein, dass weltweit ein einheitliches System zur Identifizierung von Medizinprodukten gilt. Und wie steht es um die Versorgung mit Medikamenten? Mit dem Arzneimittel-Markt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) haben wir Voraussetzungen dafür geschaffen, dass innovative Arzneimittel den Patientinnen und Patienten weiterhin zur Verfügung stehen. Ziel des AMNOG sind faire Preise für Arzneimittel auf Grundlage des tatsächlich belegten Zusatznutzens.

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Politik

Die Erhaltung der Gesundheit liegt nicht nur im persönlichen Interesse, sondern ist auch ein gesellschaftliches Anliegen. Was unternimmt die Bundesregierung in Sachen Prävention? Prävention und Gesundheitsförderung müssen in unserer Gesellschaft einen höheren Stellenwert einnehmen als bisher. Bestimmte Erkrankungen lassen sich durch rechtzeitige Präventionsmaßnahmen hinausschieben oder sogar vermeiden. Mit dem aktuell von uns eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Prävention wollen wir gesundheitsbewusstes Verhalten der Menschen unterstützen. Künftig sollen die Krankenkassen ihre Angebote zur primären Prävention erheblich ausbauen. So sollen sie etwa dreimal so viel wie bisher für Präventionsangebote in Lebenswelten der Versicherten wie Kindergärten, Schulen, Senioreneinrichtungen oder Stadtteilen ausgeben. Damit auch diejenigen erreicht werden, die bislang keine oder wenige Präventionsangebote in Anspruch genommen haben. Wichtig ist auch die betriebliche Gesundheitsförderung. Wie steht es darum? Auch hier sollen die Krankenkassen ihre Ausgaben verdreifachen. Außerdem wollen wir gerade den kleinen und mittleren Unternehmen einen unbürokratischen Zugang zu den Unterstützungsangeboten der Krankenkassen verschaffen. Darüber hinaus beabsichtigen wir, die finanziellen Anreize für Unternehmen und Beschäftigte, die an Projekten der betrieblichen Gesundheitsförderung teilnehmen, auszubauen. Schließlich sollen die Krankenkassen die Möglichkeit erhalten, mit Arbeitgebern Gruppentarife abzuschließen, damit passgenaue Präventionsmaßnahmen für die jeweilige Belegschaft angeboten werden können.

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Wie ist unser Gesundheitswesen auf die rasche Alterung der Gesellschaft vorbereitet? Wenn wir über ältere Menschen sprechen, dann sollten wir uns nicht allein auf die Gesundheitsversorgung oder Pflege konzentrieren. Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung rückt die Frage in den Vordergrund, wie unsere Gesellschaft gesund älter werden kann. Prävention und Gesundheitsförderung spielen also auch hier eine ganz wichtige Rolle. Wir haben deshalb im Gesetz zur Förderung der Prävention das Thema „gesund älter werden“ ausdrücklich als ein von den Krankenkassen zu verfolgendes Gesundheitsziel aufgenommen. Von dem geplanten Ausbau der Präventionsangebote der Krankenkassen sollen auch ältere Versicherte profitieren. Es gibt in diesem Bereich bereits vorbildliche Projekte z. B. im Bereich der Bewegung, Ernährung oder der Sturzprävention. Was ist zu tun, um die wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen kompetent zu betreuen? Pflegebedürftigkeit ist typischerweise ein Altersrisiko. In wenigen Jahrzehnten wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen auf über vier Millionen steigen. Zugleich wird ein großer Anteil von ihnen an Demenz erkrankt sein. Wir stellen uns dieser Herausforderung und sind mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gegangen. So erhalten demenziell erkrankte Menschen seit dem 1. Januar 2013 mehr und bessere Leistungen. Zudem wird die ambulante Versorgung dadurch verbessert, dass jetzt auch Betreuungsleistungen in Anspruch genommen werden können.


Politik

Muss die Pflege nicht generell auf eine breitere Basis gestellt werden? Deshalb können sich Pflegebedürftige mit ihren Angehörigen flexibler als bisher für Zeitkontingente entscheiden, in denen unter anderem die ganz individuell benötigten Betreuungsleistungen durch die Pflegedienste erbracht werden können. Mit Blick auf eine zukunftsfähige pflegerische Versorgung fördern wir ambulant betreute Wohngruppen mit einem monatlichen Zuschlag je Bewohner und haben darüber hinaus ein zeitlich befristetes Initiativprogramm zur Gründung dieser Wohngruppen aufgelegt.

Foto: Bausch und Lomb

Die staatlich geförderte, private Pflegevorsorge wird als zusätzliche kapitalgedeckte Finanzierungssäule dazu beitragen, dass Pflege langfristig finanzierbar bleibt. Darüber hinaus müssen wir auch zukünftig die pflegenden Angehörigen weiter unterstützen und entlasten, um ihre Pflegebereitschaft zu erhalten. Gleichzeitig müssen wir die Attraktivität der pflegerischen Berufe steigern, damit mehr Menschen Interesse an einer Tätigkeit in diesem Bereich haben. (in)

Augentropfenproduktion bei Bausch und Lomb in Berlin-Spandau

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Politik

„Wir brauchen auch in Zukunft das Cluster Gesundheitswirtschaft“

Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales in Berlin

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Politik

Im Gespräch Mario Czaja (37), Senator für Gesundheit und Soziales in Berlin Kaum ein Bereich beeinflusst das Leben jedes Einzelnen so unmittelbar wie die Gesundheitspolitik. Dementsprechend groß ist nicht nur das Interesse der Öffentlichkeit. sondern auch die Verantwortung der betreffenden Entscheidungsträger. Das wurde auch in unserem Gespräch mit Mario Czaja, Berlins Senator für Gesundheit und Soziales, deutlich.

Foto: Senatsverwaltung für Gesundheit & Soziales

Herr Senator, warum haben Sie sich der Gesundheitspolitik verschrieben? Ich möchte einen Beitrag leisten für eine gerechte, bezahlbare, und, wohnortnahe medizinische und pflegerische Gesundheitsversorgung der Berliner Bevölkerung. Dabei ist mir besonders wichtig, Ungleichheiten in der ambulanten Ärzteversorgung aufzulösen. Außerdem geht es mir um die weitere Stärkung der Berliner Gesundheitswirtschaft, die ein wesentlicher Faktor für das hohe Versorgungsniveau in der Stadt ist. Was macht die Stärke des Gesundheitsstandorts Berlin aus? Die Stärken sind vielfältig und reichen von einer einzigartigen Wissenschaftsund Forschungslandschaft über weltbekannte Gesundheitseinrichtungen bis zu einer stetig wachsenden Pharmabranche. Für mich ist aber auch die Historie wichtig. Denken wir nur an die Charité, die lange Zeit weltweit an der Spitze aller Gesundheitseinrichtungen stand und nach gewaltigen gesellschaftlichen Umbrüchen heute Europas größtes Uniklinikum ist. Oder nehmen wir BerlinBuch – seit über 100 Jahren ebenfalls Inbegriff für Gesundheitsforschung und

Gesundheitsversorgung. Solche Wurzeln schaffen eine besondere Identität als Gesundheitsstandort. Das Gesundheitswesen zählt zu Entwicklungsschwerpunkten der Berliner Wirtschaftspolitik. Hat sich diese Clusterbildung bewährt? Eindeutig ja. Berlin ist heute ein weltweit bedeutender Gesundheitsstandort und hat nach wie vor großes Entwicklungspotenzial. Das ist auch das Ergebnis der Ausrichtung der Politik auf diesen Schwerpunkt und der damit verbundenen gezielten Förderung. Mit der Clusterbildung konzentrieren wir uns auf die Idee, die „Stärken zu stärken“ und können die Entwicklungsmöglichkeiten ausschöpfen. Die Alternative hieße Zersplitterung der Kräfte und das wäre langfristig gleichbedeutend mit einer Schwächung der Entwicklungspotenziale des Gesundheitsstandorts Berlin. Ein zentrales Feld Ihrer Politik heißt Gesundheitsprävention. Warum? Vor dem Hintergrund steigender Lebenserwartung nimmt die Bedeutung von gesundheitsfördernden Maßnahmen zu. Wir wissen heute viel über Krankheiten, über ihre Ursachen, ihre Einflüsse und darüber, wie sie sich durch eigenes Verhalten vielleicht sogar vermeiden lassen. Das heißt, für ein langes und gesundes Leben muss möglichst frühzeitig mit der Gesundheitsvorsorge begonnen werden. Was wird konkret getan? Die Maßnahmen sind so vielfältig, dass sich Gesundheitsprävention zu einem eigenen Bereich im Gesundheitswesen entwickelt hat. Er erstreckt sich von Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten über die Früherkennung gesundheitlicher

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Politik

Probleme bis zur Begleitung von Behandlungen. Präventive Maßnahmen gibt es für alle Lebensbereiche, von jung bis alt, in der Schule, über Kurse, die das Berufsleben begleiten, bis zu Angeboten für die Erhaltung der körperlichen und geistigen Fitness im Alter. Welche Funktion hat der „Atlas der Gesundheitsprävention“? Damit wollen wir mehr Klarheit über die inzwischen zahllosen Akteure und Angebote schaffen. In dem Online-Stadtplan kann jeder geeignete Maßnahmen in seinem Wohnumfeld finden. Wir brauchen mehr Transparenz über Präventionsmöglichkeiten, mit denen wir breite Bevölkerungskreise erreichen. Auch Berlin unterliegt dem demografischen Wandel. Was bedeutet das für das Gesundheitswesen? In Berlin wird die Einwohnerzahl bis 2030 nach Prognosen auf 3,75 Millionen Menschen steigen. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels führt das unter anderem dazu, dass der Anteil der älteren Bevölkerungsgruppen steigt; die Zahl der über 80jährigen beispielsweise um etwa 80 Prozent auf rund 268 000. Unter solchen Bedingungen wird Altersmedizin gewissermaßen zur Zukunftsmedizin – mit tiefgreifenden Konsequenzen für Wissenschaft und Forschung, aber auch für Gesundheitsversorgung, Prävention und Industrie. So profitieren vom demographischen Wandel, um nur ein Beispiel zu nennen, Unternehmen aus der Medizintechnik. Der Wachstumsmarkt für technische Assistenzsysteme wird allein in Deutschland auf 87 Milliarden Euro geschätzt. Zum Schluss eine Frage zum „Schaufenster der Gesundheitswirtschaft“.Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Projekt?

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Damit soll die Leistungsfähigkeit der Berliner Gesundheitswirtschaft wie in einem Schaufenster herausgestellt werden, ähnlich der „gläsernen Manufaktur“ von Volkswagen für Dresden als Standort der Automobilindustrie. Wir brauchen einen zentralen Ort, um neueste medizinische Innovationen, Produkte, Gesundheitsprojekte und Versorgungskonzepte präsentieren zu können. Wie in einem Schaufenster soll in einem „vier EtagenModell“ der große Bereich Gesundheit von der Präsentation der Gesundheitswirtschaft in einer Art Showroom über eine Wissenschaftsausstellung bis hin zur interaktiv erlebbaren Geschichte gezeigt werden. Zudem sollen hier Unternehmen, Politik und Bürger ein Forum zum Austausch in verschiedenen Dialogformen geboten werden. Auch sollen Existenzgründer hier bei ihrer Unternehmensgründung Unterstützung finden. Wen wollen Sie damit erreichen? Das Schaufenster wird den Professor aus München, der sich über mögliche Berliner Kooperationspartner informieren will, genauso ansprechen wie ältere Menschen, die auf der Suche nach passenden Pflegekonzepten sind. Wir wollen also die gesamte Breite der Bevölkerung erreichen, vom hochspezialisierten Experten bis zum interessierten Mitbürger. Das klingt gut. Doch wer soll das bezahlen? Das ist in der Tat eine entscheidende Frage, denn die öffentlichen Mittel dafür werden begrenzt sein. Trotzdem bin ich optimistisch. Es gibt bereits großes Interesse von Unternehmen der Medizintechnik und der Pharmazie, darunter Sanofi, Bayer und Pfizer, die sich an dem Projekt beteiligen wollen. (in)


Newsticker

Historische Wachablösung durch die UDG United Digital Group Die UDG United Digital Group führt als größte Internetagentur Deutschlands das diesjährige Internetagentur-Ranking 2013 an und verdrängt erstmals nach zehn Jahren T-Systems Multimedia Solutions von Platz 1. Frank Schmeichel, Business Network Gründer und Geschäftsführer, Mitgründer und Gesellschafter von UDG, zeigt sich stolz. UBS-Deutschlandzentrale dementiert Gerüchte zum Rückzug der Bank aus Berlin Die in Finanzkreisen kursierenden Gerüchte einer Schließung des Berliner Standorts der Schweizer Bank UBS wurden gegenüber BERLINboxx durch die Zentrale in Frankfurt zurückgewiesen. Ogletree Deakins eröffnet Standort in Berlin Die amerikanische Arbeitsrechtskanzlei Ogletree Deakins eröffnet im Dezember in Berlin ihr erstes europäisches Büro. Das Unternehmen ist mit über 40 Standorten eine der renommiertesten Arbeitsrechtkanzleien in den USA. Erster Apple-Store kommt nach Berlin Lange wurde gerätselt, welches Unternehmen in das denkmalgeschützte Haus Wien am Kurfürstendamm zieht. Jetzt wurde das Geheimnis gelüftet: Apple eröffnet im Mai seine elfte deutsche Filiale!

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Politik Interview mit Raed Saleh

„Wir dürfen nicht der Gefahr der Selbstzufriedenheit erliegen“ Er gilt als ein neuer Hoffnungsträger der Berliner Sozialdemokraten und wird manchmal schon als WowereitNachfolger gehandelt. Raed Saleh (35), SPD-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus, schaffte es in kurzer Zeit auf einen höchst einflussreichen Posten, der viel politisches Geschick, Überblick und Verlässlichkeit verlangt – Eigenschaften, die auch im Gespräch mit der BERLINboxx sichtbar wurden. Herr Saleh, Sie haben in letzter Zeit mit ungewöhnlichen Vorschlägen von sich reden gemacht. Was treibt Sie an? Berlin treibt mich an. Ich will dazu beitragen, dass die Stadt ihre Möglichkeiten noch besser nutzt. Wir sind schon weit gekommen, es gibt aber auch noch viel zu tun. Dazu gehört auch Mut, sich von überlebten Gewohnheiten zu trennen und neue Wege zu gehen. War das einer der Gründe für den Vorschlag, den Liegenschaftsfonds aufzulösen? Letztlich, ja. Jan Stöß (SPD-Landeschef – d.R.) und ich haben den Vorschlag gemacht, weil unsere Liegenschaften stärker für die Stadtentwicklung genutzt werden müssen. Der Fonds hat seinen Auftrag erfüllt. Jetzt geht es nicht mehr um Verkaufen mit Gewinnmaximierung. Wir brauchen unsere Grundstücke stattdessen für günstigen Wohnraum, Infrastruktur, Bildungseinrichtungen oder kulturelle Nutzungen. Ein anderer Umgang mit den Liegenschaften steht sinnbildlich für einen anderen Umgang mit der Stadt insgesamt.

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Ein neuer Umgang mit der Stadt – was heißt das? Berlin wächst stark, da können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen im Grunde jeden Bereich optimieren, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Denken Sie an die Wohnsituation. Der öffentliche Wohnungsbestand muss bis 2020 um 70.000 auf insgesamt 340.000 Wohnungen wachsen. Das allein erfordert schon ein neues Denken. Wir müssen die Stadt und ihre Entwicklung viel stärker in ihrer Gesamtheit sehen und die Folgen unseres Handelns konsequent zu Ende denken. Viele Veränderungen bergen auch immer Risiken in sich. Das ist richtig, darf uns aber nicht davon abhalten, Veränderungen umzusetzen. Viel wichtiger ist es, angesichts der sehr positiven Entwicklung unserer Stadt nicht der Gefahr der Selbstzufriedenheit zu erliegen. Gerade in einem so komplexen Gebilde wie einer Metropole stellen sich Erfolge langfristig immer nur im Ergebnis einer stabilen Entwicklung ein. Deshalb ist die Erhaltung der Stabilität eines meiner wichtigsten Ziele. Wie steht es in dem Zusammenhang um den Wirtschaftsstandort Berlin? Hier hat sich sehr viel getan. Die Wirtschaft wächst stabil und im bundesweiten Vergleich holt Berlin auf. Das ist gut, muss aber weiter ausgebaut werden. Die für mich dabei wichtigste Aufgabe ist die permanente Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investoren. Hierzu gehört auch, für mehr Sicherheit, Sau-


Politik

Raed Saleh, SPD-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus von Berlin

Foto: SPD Berlin

berkeit und Freundlichkeit zu sorgen, was viele allerdings oft unterschätzen. Dabei wissen wir, dass Investoren bei sonst ähnlichen Bedingungen sich für sichere, saubere und freundliche Städte entscheiden. Aufsehen erregte auch Ihr Vorschlag, Brennpunktschulen gezielt zu unterstützen. Diese Initiative, die ich gemeinsam mit dem Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky gestartet habe, war in der Tat für viele überraschend. Uns ging es dabei um ein Signal, jedem Kind eine reelle Bildungschance zu eröffnen und die Arbeitsbedingungen für die Lehrer zu verbessern. Noch sind die Einzelheiten nicht geklärt, aber ich denke, dass 2014/15 mindestens 120 Brennpunktschulen je 100.000 Euro zur freien Verfügung erhalten. Ich bin froh, dass der Finanzsenator und die Bildungssenatorin

bereits Zustimmung signalisiert haben. So könnten wir das Gießkannenprinzip durch eine bedarfsorientierte Förderung ersetzen. Stichwort Senat. Wie sieht Ihre Zwischenbilanz der Großen Koalition aus? Die Große Koalition hat sich bewährt. Ihr Erfolgsprinzip heißt Kompromissfähigkeit. Auf dieser Grundlage arbeiten beide Fraktionen und die Senatoren vertrauensvoll zusammen und das Programm des Senats kann Schritt für Schritt umgesetzt werden. Ich bin auch deshalb zufrieden, weil in den meisten Senatsbeschlüssen deutlich die SPD-Handschrift zu sehen ist. Einige Beispiele habe ich schon genannt, stark sozialdemokratisch geprägt sind aber auch die Beschlüsse zur Rekommunalisierung oder zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Themen mit hohem Zukunftswert für die ganze Hauptstadt. (mf)

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Titel

„Gesundheitsstandort Berlin: Das bedeutet Chancen für alle – für die Stadt wie für die Region, für Wachstum und Beschäftigung, für Forschung und Wissenschaft und natürlich besonders auch für die Berlinerinnen und Berliner, die in den Genuss einer exzellenten Gesundheitsversorgung kommen.“ (Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin)

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Foto: BASF

Titel

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Titel

Was hat Berlin, was andere nicht haben? Die Region Berlin-Brandenburg ist international einer der führenden Standorte in den Life-Sciences und der Gesundheitswirtschaft. Die Stärke der Region liegt vor allem in der einzigartigen Forschungs- und Kliniklandschaft sowie in der engen Vernetzung zwischen den Akteuren aus Forschung, Klinik und Industrie. Die zahlreichen Technologieparks und die Netzwerke aus verschiedene Bereichen, insbesondere der Biotechnologie und Medizintechnik, bilden eine hervorragende Infrastruktur für die Überführung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in innovative Gesundheitsprodukte. Der Berliner Gesundheitsmarkt ist auch ein positiver Wirtschaftsfaktor. Im Jahr 2000 lag die Bruttowertschöpfung in der Region noch bei 12,5 Milliarden Euro, 2011 waren es bereits rund 16 Milliarden Euro. Fast jede vierte Stelle in Berlin ist diesem Sektor zuzuordnen. Gegenwärtig sind etwa 274.000 Menschen im engeren Bereich der Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Hinzu kommen nochmals etwa 70.000 Beschäftigte, die administrative und ergänzende Dienstleistungen erbringen.

Die deutsche Hauptstadt bietet ein engmaschiges Netz hochwertiger medizinischer Versorgung aus 72 Kliniken mit über 20.000 vollstationären Betten. Berlin ist heute mit jährlich neun Millionen Besuchern ein weltweit führender Standort für medizinische Kongresse und damit ein Zentrum gesundheitspolitischer Veranstaltungen und Entscheidungen. Darüber hinaus sind hier zahlreiche Verbände und Ausschüsse aus dem Gesundheitsbereich ansässig. Exzellenz und Innovationskraft als Markenzeichen Als „Leuchttürme“ des Gesundheitsstandortes fungieren die Charité als größtes europäisches Universitätsklinikum und das Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin in Berlin-Buch. Die Charité feierte vor kurzem ihr 300-jähriges Bestehen und vereint Spitzenforschung, Lehre und Krankenhausversorgung unter einem Dach. Das Max-Delbrück-Centrum (MDC) in Berlin-Buch verbindet Tradition und Innovationskraft. In dem über 100 Jahre alten Standort wird die Zukunft der Medizin durch das Zusammenspiel von

Berliner

MedizinGeschichte

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1709 Lässt der damalige König von Preußen, Friedrich I., die heutige Charité als Pesthaus errichten als Reaktion auf die grassierende Pestwelle, die Berlin zum Glück nicht erreichte.


Titel exzellenter biomedizinischer Grundlagenforschung, Biotechnologie und klinischer Expertise maßgeblich mitgestaltet. Ferner befindet sich in der Hauptstadt mit dem Unfallkrankenhaus Berlin das erste weitgehend digitalisierte Krankenhaus in Deutschland. Es gibt 50 RehaKliniken, fast 10.000 niedergelassene Ärzte, mehr als 3.400 Apotheken und zahlreiche Alters- und Pflegeeinrichtungen. Außerdem ist Berlin ein bedeutender Absatz- und Testmarkt für neue Therapien und technologische Innovationen und bietet eine optimale Infrastruktur für die Ansiedlung von Unternehmen im Gesundheitsbereich. Diese Mischung aus medizinischer Praxis, Forschung und Wissenschaft macht den Gesundheitsstandort Berlin zur führenden Medizin- und Forschungsregion in Deutschland.

Foto: Charité Berlin

Wir werden älter Die Bevölkerung in Berlin wird Jahr für Jahr älter, während gleichzeitig die Geburtenzahlen sinken. Dieser demographische Wandel bringt neue Herausforderungen für die Gesundheitspolitik mit sich. Durch den wachsenden Anteil älterer Menschen wird Altersmedizin immer stärker auch zur Zukunftsmedizin. Eine Besonderheit Berlins besteht darin, dass die Stadt im Vergleich zu den meisten anderen Standorten in Deutschland in den nächsten Jahren signifikant wachsen

Schon gewusst?

ist die Stadt, in der … die erste Operation unter Narkose in Europa durchgeführt wurde. … die Standards der Sterilisation und Desinfektion entwickelt wurden. …die ersten Prothesen weltweit hergestellt wurden.

1724 Wird das Collegium Medico-Chirurgicum gegründet, die erste Hochschule für Medizin in Berlin.

... heute allein in der Charité doppelt so viele Ärzte wie in Hamburg oder München arbeiten. Zitate Quelle: Eva Brinkschulte und Thomas Knuth: Das medizinische Berlin. Bebra Verlag 2010

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Titel

Beste Rahmenbedingungen für Life-Science-Unternehmen wird. Auch daraus resultieren neue Aufgaben für die Berliner Gesundheitswirtschaft. Es muss sichergestellt werden, dass auch in einem größeren Berlin jeder eine angemessene medizinische Versorgung erhält.

Durchschnittsalter in Jahren Mittelwert Berlin 42,8 unter 38 38 bis unter 42 42 bis unter 46 46 bis unter 48 48 bis unter 50 50 und mehr

Durchschnittsalter der Einwohnerinnen und Einwohner in Berlin am 31. Dezember 2012 nach Ortsteilen in Jahren Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg

Berliner Medizin-Geschichte

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1810

1846-1914

Gründung der Berliner Universität auf Initiative Wilhelm von Humboldts und Einrichtung von vier Universitätskliniken in den Bereichen Medizin, Geburtshilfe, Gemütskranke und Chirurgie.

Errichtung konfessionelle Krankenhäuser, darunter das katholische St. Hedwigs – Krankenhaus, das jüdische Krankenhaus, das Urban Krankenhaus und das RudolphVirchow-Klinikum.


Titel

Forschungsfusion von Charité und MaxDelbrück-Centrum Im November 2012 fand in Berlin ein Großereignis statt, das dem hiesigen Gesundheitsmarkt völlig neue Perspektiven eröffnet: Die Vereinigung der Charité und des Max-Delbrück-Centrums im Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG), eine Körperschaft, in der beide Parteien ihre Selbstständigkeit und Identität behalten. Dafür sollen bis 2018 rund 312 Millionen Euro vom Bund und dem Land Berlin bereit stehen. Klaus Wowereit sieht die Kooperation als Meilenstein für den Standort: „Wir schaffen die Voraussetzungen, dass Berlin als Gesundheitsstandort in die internationale Spitze aufsteigt.“

Schon gewusst?

Foto: Charité Berlin

Anderer Fokus für Brandenburg Im Gegensatz zu Berlin wird in Brandenburg die Bevölkerung in den kommenden Jahren durch den Wegzug von jungen Qualifizierten und der geringen Geburtenrate weiter schrumpfen. Dadurch müssen Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, die die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung insbesondere in den peripheren Gebieten gewährleisten. Dabei stehen die Stärkung der ambulanten Versorgung, die kleinräumigere Bedarfsplanung und die Gewinnung von Fachkräften und ärztli-

Die Charité

hat ca. Mitarbeiter, 13.000 4.700 Geburten pro Jahr

7.000

Operationen monatlich,

700

1880 Wird die erste Universitäts-Frauenklinik errichtet.

Transplantationen pro Jahr.

716. 000

Patienten jährlich.

Quelle: Gesundheitsstandort Berlin-Brandenburg. Themenbroschüre 2012. Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. und IHK Berlin

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Titel

Zentrum der Pharmaindustrie und Medizintechnik chen Nachwuchskräften im Vordergrund. Im Bereich der Innovation setzt Brandenburg vor allem auf die Telemedizin, um die Vernetzung von Hausarzt-Praxen und Krankenhäusern zu verbessern. Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg ist wichtigster Standort für LifeScience-Unternehmen. Hier gibt es rund 280 Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik sowie 200 Biotechnologieund 23 Pharmaunternehmen. In Berlin produzieren und forschen Konzerne wie Bayer Health Care, Pfizer, B. Braun Melsungen, Bausch & Lomb, Biotronik und Sanofi. Außerdem sorgen 25 große Forschungseinrichtungen und Universitäten für neue medizinische Technologien und Produkte. In den über 70 Kliniken gewährleisten neben der Charité vor allem kommunale Krankenhausversorger wie Vivantes oder der privaten Helios-Gruppe medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Inzwischen ist jeder achte Berliner in diesem Sektor tätig und es siedeln sich mittlerweile vermehrt internationale Unternehmen wie das japanische Pharmaunternehmen Takeda Pharma in Berlin an.

„Berlin sagt ja zur Exzellenz. Es ist fast so wie im Sport: Wer Spitzenleistungen haben will, muss Breitensport fördern. Zugleich aber braucht der Breitensport auch die Strahlkraft der Stars, um für talentierten Nachwuchs anziehend zu bleiben. Charité und MDC sind solche Stars, und das gemeinsame Dach hat ebenfalls das Zeug zum Star“ (Prof. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité-Universitätsmedizin Berlin)

Branchengrößen mit Sitz in der Hauptstadtregion: B. Braun Melsungen AG Unternehmen für Pharma- und Medizinbedarf Bayer HealthCare Pharmaceuticals erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt medizinische Produkte, die der Vorsorge, der Diagnose und der Behandlung von Krankheiten dienen

Berliner Medizin-Geschichte

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1891

1933

Wird das Robert-Koch-Institut eröffnet, und mit dem Kaiser und Kaiserin Friedrich-Hospital das erste Kinderkrankenhaus Deutschlands eröffnet.

Nach der Machtübernahme der Faschisten verließen auch viele Mediziner Berlin


Titel

Berlin-Chemie AG Entwicklung neuer Arzneimittel und Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse BIOTRONIK SE & Co. KG Hersteller von medizintechnischen Produkten und Dienstleistungen zur Elektrotherapie des Herzens „Eines der wichtigsten gesundheitspolitischen Anliegen der Brandenburger Landesregierung ist es, eine flächendeckende Gesundheitsversorgung im ganzen Land sicherzustellen. Bedarfsgerecht, langfristig, zugänglich: das sind Eckpunkte dieser Versorgung, heute genauso wie in der Zukunft.“ (Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg)

Foto: Charité Berlin

Carl Zeiss Meditec AG Ein weltweit führender Anbieter von kompletten Systemen zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten, einschließlich Implantaten und Verbrauchsgütern für die Augenchirurgie sowie Marktführer für innovative Visualisierungslösungen in der Mikrochirurgie Eckert & Ziegler AG Die Eckert & Ziegler Gruppe gehört zu den weltweit größten Herstellern für ra-

Schon gewusst?

hat zurzeit

72 Kliniken, 22 Pharmaunternehmen, 150 Medizinunternehmen, 160 Biotechnologieunternehmen und

180.000 Beschäftigte iim Gesundheitswesen davon

1945 Zahlreiche medizinische Einrichtungen wurden im 2. Weltkrieg ganz oder teilweise zerstört.

50.000 in Wissenschaft und Forschung

Ärzte 18.000 Quelle: Gesundheitsstandort Berlin-Brandenburg. Themenbroschüre 2012. Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.

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Titel

Freie und gemeinnützige Träger dioaktive Komponenten für medizinische, wissenschaftliche und messtechnische Zwecke. Das Unternehmen konzentriert sich auf Anwendungen in der Krebstherapie, der industriellen Radiometrie, der nuklearmedizinischen Diagnostik und auf die Entsorgung von schwach bis mittelradioaktiven Abfällen

Verfahren und Informationstechnologie zu innovativen Methoden der Früherkennung

GLYCOTOPE GmbH GLYCOTOPE ist ein weltweit führendes Unternehmen bei der Optimierung der Glykosylierung von Biopharmazeutika

Takeda Pharma GmbH Die Geschäftstätigkeit von Takeda in Deutschland umfasst Administration (Konstanz), Produktion und Logistik (Singen, Oranienburg) sowie Marketing und Verkauf (Berlin) von hochwertigen Arzneimitteln und Medizinprodukten für die Klinik, den niedergelassenen Bereich und Apotheken

Pfizer Deutschland GmbH Erforschung und Entwicklung von innovativen Arzneimitteln

Thermo Fisher Scientific Weltweit führender Partner der Wissenschaft

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH Erforschung der Ursachen von Krankheiten und der Suche nach Ansatzpunkten für deren medikamentöse Behandlung ebenso wie der Arzneimittelentwicklung, der Wirkstoffproduktion und Arzneimittelfertigung bis hin zur Auslieferung und dem Vertrieb von Fertigarzneimitteln in die ganze Welt Siemens AG, Sektor Healthcare Der Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Das Unternehmen kombiniert modernste Labordiagnostik, bildgebende

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2012

Freie und gemeinnützige Träger Die freien und gemeinnützigen Krankenhaus- und Pflegeunternehmen sind die heimlichen Gewinner der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg. Von dem in dieser Region erwirtschafteten jährlichen Gesamtumsatz im Krankenhaus- und Pflegebereich von 7,6 Milliarden Euro liegt ihr Anteil bei knapp drei Milliarden Euro. Zu den bekanntesten gemeinnützigen Pflegeunternehmen zählen in Berlin-Brandenburg die Caritas Altenhilfe gGmbH,

Berliner Medizin-Geschichte

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1961

1968

Mauerbau führt auch zur Spaltung des Berliner Gesundheitswesen.

Fertigstellung des Benjamin-Franklin-Krankenhauses in Steglitz, das Gegenpol zur Charité im Ost-Teil der Stadt sein soll.


Titel

„Der Masterplan, der von beiden Landesregierungen beschlossen wurde und durch ein gemeinsames Clustermanagement gesteuert wird, ist ein tragfähiges Konzept für eine erfolgreiche gemeinsame Gesundheitsregion. Durch die enge Verzahnung von Kliniken und Forschung profitiert die Berliner Bevölkerung in einzigartiger Weise vom medizinischen Fortschritt. Auch die steigende Anzahl der internationalen Gäste beweist die Qualität der Gesundheitsversorgung in unserer Region. Es wird Mut brauchen, alte Strukturen aufzubrechen und innovative Versorgungskonzepte mit technischem Fortschritt zu verbinden.“

Schon gewusst?

Foto: Bausch und Lomb

(Walter Momper, Vorsitzender der Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.:)

die jeweiligen Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die Arbeiter-Wohlfahrt-Organisation (AWO), der Arbeitersamariterbund (ASB), die Volkssolidarität und der evangelische Johannesstift. Diese Unternehmen werden in Zitate: Gesundheitsstandort Berlin-Brandenburg. Themenbroschüre 2012. Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.

Die Zahl der im Gesundheitssektor beschäftigten Erwerbstätigen in der Hauptstadtregion ist von 305 000 (1996)

355.000 (2009)

auf gestiegen.

Seit 1996 wurden mehr als

1982 Das Charité-Hochhaus wird als „Chirurgisch Orientiertes Zentrum“ eröffnet, in dem 20 Prozent der gesamten medizinischen Forschung der DDR durchgeführt wird.

500

Millionen Euro durch Venture Capital (Wagniskapital) und Börsengänge akquiriert. Quelle: Gesundheitsstandort Berlin-Brandenburg. Themenbroschüre 2012. Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.

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Titel

Start-ups auf dem Vormarsch der Öffentlichkeit selten als wirtschaftliche Akteure wahrgenommen, obwohl sie einen entscheidenden Anteil zum Gesamtumsatz des Gesundheitsstandortes Berlin-Brandenburg beitragen. Auf Unternehmerseite wurde die Otto Bock Healthcare GmbH mit dem ntv-Mittelstandspreis „Hidden Champion 2012“ ausgezeichnet. Das mittlerweile in Berlin ansässige Unternehmen stellt Prothesen her und ist weltweit erfolgreich.

Stadt verweilt als der Durchschnittstourist mit 2,3 Tagen. Durch die wechselvolle Geschichte wurde der Gesundheitsstandort Berlin im Gegensatz zu München, Hamburg oder Frankfurt a.M. um Jahre zurückgeworfen, hat sich in den letzten Jahren aber wieder zu Deutschlands Gesundheitsstandort Nr. 1 gemausert. Besonders beliebt ist die Stadt an der Spree mittlerweile bei Patienten aus Russland und den arabischen Staaten.

Auf dem Weg zur „Health Capital“

Cluster Gesundheitswirtschaft BerlinBrandenburg

Der Gesundheitsstandort Berlin gewinnt auch im internationalen Vergleich immer mehr an Bedeutung. Während in Hamburg die Zahl der stationären Auslandspatienten zwischen 2004 und 2009 um 44 Prozent anstieg, konnte Berlin ein Plus um 100 Prozent verzeichnen. Das ist ein Erfolg, aber die Potenziale sind noch viel größer. Besonders beliebt bei Medizintouristen sind die südlichen Länder wie Thailand, Singapur, Indien, Türkei, Ungarn oder Mexiko. Allein nach Thailand reisen jährlich eine Million Medizintouristen. In Berlin sind es zurzeit pro Jahr 3500 internationale Patienten. Diese Zielgruppe ist nicht unwichtig, da der durchschnittliche Patient aus dem Ausland zwischen 5000 und 10.000 Euro in der Stadt lässt und mit 7-14 Tagen Aufenthaltsdauer wesentlich länger in der

Die Stärke der Gesundheitswirtschaft liegt nicht in Berlin oder Brandenburg, sondern in Berlin und Brandenburg! Dazu wurde 2011 im Rahmen einer gezielten Innovationspolitik die gemeinsame Innovationstrategie innoBB auf den Weg gebracht, um beide Länder besser zu vernetzen. Dabei hat die TSB Innovationsagentur Berlin GmbH in Kooperation mit der Berlin Partner GmbH und der ZAB Zukunftsagentur Brandenburg GmbH das Clustermanagement übernommen. Berlin und Brandenburg haben mit innoBB einen engen Schulterschluss vollzogen und sind damit auch auf europäischer Ebene Vorreiter. Eine Präsentation von innoBB hat in Brüssel großen Anklang gefunden. Besonders die Einrichtung länderübergreifender Cluster mit effizi-

Berliner Medizin-Geschichte

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1990

1998

Die Einheit Deutschlands war der Startschuss für den Aufstieg Berlins zu einer der weltweit führenden Gesundheitsmetropolen.

Zusammenschluss der Universitätskliniken zu einer Fakultät mit dem Namen „Universitätsklinikum Charité der HumboldtUniversität zu Berlin“.


Titel

enter Organisation und gemeinsamem Management ist ein großer Erfolg. Mit dieser Zusammenführung untermalt die Region Berlin-Brandenburg ihren Status als international führender Standort in den Life-Sciences und der Gesundheitswirtschaft.

Foto: BASF

Start-ups auf dem Vormarsch Berlin gilt in Europa mittlerweile als das neue „Silicon Valley“, wenn es um Start-ups im Internet-Bereich geht. In der Gesundheitsbranche gilt das auch, obwohl die Einstiegsbedingungen etwas schwieriger sind. Das Gesundheits-Startup braucht neben der Grundvorausetzung des Unternehmergeistes ebenso ein Umfeld mit hervorragender Wissenschaft und vor allem ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten. Deshalb ist es wichtig, dass sich in der Hauptstadt mittlerweile viele Unternehmen aus dem Bereich „Venture Capital“ ansiedeln, die junge Start-ups in der Gründungsphase unterstützen. Neben privaten Fördergesellschaften agieren auch die Stiftung Charité, regional öffentliche Investoren wie die IBB-Beteiligungsgesellschaft oder der Frühphasenfinanzierer HighTech-Gründer-Fonds als Geldgeber. Weitere Unterstützung garantieren die großen Unternehmen wie Biotronik, Otto Bock, Bayer, Pfizer und Berlin-Chemie ,

aber auch zwei Förderbanken. Start-upGründer im medizinischen Bereich brauchen mehr Zeit als Start-ups in anderen Branchen - drei bis zehn Jahre Entwicklungsarbeit! (mf/in)

Schon gewusst? Zwischen 2005 und 2009 erhielt

242

Millionen Euro Forschungsgelder vom Bund.

92

2003 Das Universitätsklinikum Benjamin Franklin fusioniert mit der Fakultät der Charité unter dem Namen „Charité – Berliner Hochschulmedizin“.

Davon flossen Millionen Euro allein in die Charité.

Quelle: Gesundheitsstandort Berlin-Brandenburg. Themenbroschüre 2012. Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.

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Titel Prof. Dr. Walter Rosenthal, Vorstandsvorsitzender Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch

Max-Delbrück-Centrum

Ein Glücksfall für das Land Berlin Gesundheitsforschung ist ein Topthema für die Zukunftsfähigkeit einer Region. Das zeigt Berlin, wo sich Lebenswissenschaften und Gesundheitswirtschaft in einzigartiger Weise etabliert haben. Sinnbild und Wegweiser dieser Entwicklung ist neben der Charité das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, mit dessen Vorstandsvorsitzenden, Prof. Dr. Walter Rosenthal, wir sprachen. Herr Prof. Rosenthal, das MDC liegt auf Platz 14 der 20 weltweit besten Forschungseinrichtungen für Molekularbio-

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logie und Genetik. Womit beschäftigt sich Ihre Einrichtung konkret? Unsere Mission heißt: Biomedizinische Grundlagenforschung, die möglichst rasch in die Anwendung überführt werden soll. Dabei konzentrieren wir uns auf vier Felder: Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Krebs, Neurobiologie und die medizinische Systembiologie. Die Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer bezeichnete das MDC als Glücksfall für die Hauptstadt. Wie beurteilen Sie die Bedeutung des MDC für Berlin?


Titel Berlin-Buch ist seit über hundert Jahren Gesundheitsstandort, um das Jahr 1930 herum kam die Forschung hinzu. Schon in der DDR arbeiteten Grundlagenforscher und Kliniker hier eng zusammen, und das MDC setzt das seit 1992 sehr erfolgreich fort. Außerdem fördern wir von Anfang an die Kooperation ovn Wissenschaft und Wirtschaft und haben zu erfolgreichen Unternehmensgründungen beigetragen. Das alles strahlt weit über Berlin hinaus und erhöht die Anziehungskraft der Stadt. Ein besonderes Ereignis war Ende 2012 die Bekanntgabe der Fusion von Charité und MDC im Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG). Welche Chancen bietet diese neue Partnerschaft? Ich glaube, die Chancen sind so groß, dass wir sie erst nach und nach erfassen werden. Auf jeden Fall ist es eine einmalige Gelegenheit, die Zusammenarbeit zwischen einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und der Universitätsmedizin in der Grundlagen- und klinischen Forschung komplett neu zu strukturieren und neue Infrastruktur aufzubauen.

Foto: Dietmar Gust

Und wie empfinden Sie die Gründung des BIG? Ich vergleiche diese Entwicklung gern mit der deutschen Wiedervereinigung. So etwas gibt es nur einmal im Leben. Auch in der Wissenschaft hat man nur einmal die Chance, an der Einrichtung einer völlig neuen Struktur mitzuwirken. Deshalb freue ich mich, dass wir mit dem BIG wirklich etwas bewegen können. Was wollen Sie bewegen? Ziel ist ein international führendes Institut mit einem ganzheitlichen, systemmedizinischen Forschungsansatz. Wir wollen grundlegende molekulare Ursachen von Krankheiten erforschen, um daraus neue Diagnoseverfahren, Therapien und

vorbeugende Maßnahmen zu entwickeln. Können Sie uns ein Beispiel nennen? Nehmen wir Entzündungsreaktionen, die bei allen großen Volkskrankheiten wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen. Wenn wir die eindämmen können, werden wir wahrscheinlich den Verlauf günstig beeinflussen oder gar stoppen können. Welche Rolle spielt dabei das BIG, für das in den nächsten Jahren 300 Millionen Euro zu Verfügung stehen? Im Kern geht es um den schnellen und gezielten Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und Klinik. MDC und Charité ergänzen sich dafür in idealer Weise – starke Grundlagenforschung hier, ein starker klinischer Partner mit eigener exzellenter Forschung dort. Unter dem gemeinsamen Dach des BIG werden sich die jeweiligen Stärken potenzieren und zusammen die kritische Masse für eine neue Qualität der medizinischen Forschung und Anwendung erhöhen. Es versteht sich von selbst, dass dies den Standort Berlin noch attraktiver macht und bald auch ganz neue Forschungsfragen aufgeworfen werden. (in)

INFO box Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Das MDC ist 1992 auf Empfehlung des Wissenschaftsrates aus drei ehemaligen Zentralinstituten der Akademie der Wissenschaften der DDR in BerlinBuch hervorgegangen. Es ist benannt nach dem Berliner Physiker und Molekularbiologen Max Delbrück. Zusammen mit dem russischen Genetiker Nikolaj Vladimirovich Timoféeff-Ressovsky, der in Berlin-Buch tätig war, gehört Delbrück zu den Mitbegründern der molekularen Genetik.

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Titel Dr. Andreas Penk, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland

Pfizer Deutschland

„Wir wollen die Gesundheitshauptstadt mitgestalten“ Herr Dr. Penk, die Pfizer-Deutschlandzentrale ist seit 2008 in Berlin. Wie beurteilen Sie die Entwicklung Ihres Unternehmens in diesen fünf Jahren? Wir haben uns 2008 bewusst für einen Umzug nach Berlin entschieden. Der Standort hat sich zunehmend zur Gesundheitshauptstadt entwickelt - wir wollten Teil dieser Entwicklung sein und sie mitprägen. Wir wollten die Zusammenarbeit unter anderem mit Kliniken, Forschungsinstitutionen, Universitäten, Krankenkassen, anderen Unternehmen der Gesundheitspolitik und der Ärzteschaft intensivieren. Das ist uns bisher

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gut gelungen. Nach fast fünf Jahren am Potsdamer Platz fühlen wir uns als fester Bestandteil dieser Stadt. Ja, es war die richtige Entscheidung. Was macht für Pfizer den besonderen Wert des Standorts Berlin aus? Für uns als Unternehmen bietet die Stadt ein spannendes internationales Umfeld und ausgezeichnete Forschungseinrichtungen. Wir haben viele Anknüpfungspunkte, um gemeinsame Projekte anzugehen und so auch dazu beizutragen, dass Berlin sein Gesundheitscluster weiter ausbaut. Die Stadt muss aber weiter


Titel

an der Stärkung des Clusters arbeiten, denn sie steht weltweit im Wettbewerb mit anderen Städten und Regionen, die auch auf die Ansiedlung und den Ausbau dieser Zukunftsbranche bauen. Unsere Mitarbeiter profitieren von der Vielfältigkeit der Stadt. Das Kultur- und Freizeitangebot ist beeindruckend und erfindet sich immer wieder neu, die Wohngebiete sind divers und die Stadt international geprägt. Gerade unsere internationalen Kollegen sind von Berlin begeistert und kommen gerne hierher.

Foto: Pfizer

Was muss Ihrer Meinung nach getan werden, damit noch mehr Unternehmen der Privatwirtschaft in die deutsche Hauptstadt kommen, insbesondere aus dem Bereich der Pharmaindustrie? In den letzten Jahren hat sich Berlin weiterentwickelt. Andere Unternehmen haben ebenso wie Pfizer ihren Standort hierher verlagert und suchen die Vernetzung, den Austausch in der Stadt. Von diesem kontinuierlichen Ausbau des Netzwerks profitiert auch Berlin und etabliert sich – auch international – als Gesundheitsstadt. Dennoch darf man sich auf diesen positiven Signalen nicht ausruhen. Um unseren Standort wettbewerbsfähig zu halten, sehen wir durchaus Korrekturbedarf bei den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland. In ihrer Bedeutung für den Gesundheitsstandort Berlin kann die Kooperation von Charité und Max-Delbrück-Centrum kaum überschätzt werden. Welche Bedeutung haben solche Entwicklungen für Pfizer Deutschland? Es ist immer von Vorteil, wenn sich Forschung auf höchstem Niveau vernetzt

und sich dadurch befruchtet. Da auch wir beispielsweise gemeinsam mit der Charité forschen – hier sind besonders die klinischen Studien in der Onkologie zu nennen – profitieren wir von einer derartigen Entwicklung. Die Ballung wissenschaftlicher Spitzenforschung war für uns auch ein Grund nach Berlin zu kommen. Wir sind froh, dass sich dieser Aspekt positiv entwickelt. Welche Bereiche von Pfizer Deutschland befinden sich in Berlin und wo liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit? Von Berlin aus wird das deutsche Humangeschäft von Pfizer gesteuert. Am Standort sind Abteilungen wie Medizin, Klinische Forschung, Personal, Kommunikation oder auch Marketing vertreten. Darüber hinaus ist in Berlin die Europazentrale der Geschäftseinheit Onkologie (Krebsmedikamente) angesiedelt. In der Onkologie liegt auch der Forschungsschwerpunkt unserer Projekte in Berlin. Wir haben die letzten Jahre in der Hauptstadt dazu genutzt, neue Partnerschaften zu knüpfen, bestehende Verbindungen zu intensivieren und uns in die Stadt einzubringen. Dadurch sind fruchtbare Ideen und Kooperationen entstanden. Welche Vision haben Sie vom Gesundheitsstandort Berlin im Jahre 2030? Kann Berlin auch dann noch eine führende Rolle spielen? Berlin hat es selbst in der Hand. Wir haben eine in Deutschland einzigartige Bündelung von Forschung, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Das sollte Berlin nutzen und weiter darauf aufbauen. Dann kann die Stadt viel erreichen. Das Potenzial dazu hat Berlin. (rs)

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Titel Gegenbauer

Eine besondere Dimension der Verantwortung Christian Kloevekorn, Vorstand der Gegenbauer Holding und Sprecher der Geschäftsführung des Health-Care Bereiches

Die Unternehmensgruppe Gegenbauer kooperiert in der Hauptstadtregion mit über 100 Gesundheitseinrichtungen, darunter Vivantes, die DRK-Kliniken Berlin, das Unfallkrankenhaus Marzahn und die Immanuel-Diakonie. Über diese Tätigkeit sprach BERLINboxx mit Christian Kloevekorn, Vorstand der Gegenbauer Holding und Sprecher der Geschäftsführung des Health-Care Bereiches.

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Herr Kloevekorn, Berlin ist einer der weltweit führenden Gesundheitsstandorte. Was zeichnet ihn besonders aus? Berlin und die Hauptstadtregion bieten auf relativ kompakter Fläche hervorragende Bedingungen für einen erfolgreichen Standort. Neben exzellenter Grundlagenforschung an vielen Hochschulen gibt es namhafte klinische bzw. therapeutische Einrichtungen sowie eine gute Vernetzung der Bereiche Wissenschaft, Versorgung und Wirtschaft. Auch


Titel die hiesigen Beschäftigungszahlen in der Gesundheitswirtschaft mit rund 350.000 Menschen sprechen für die besondere Bedeutung dieses Sektors.

Foto: Gegenbauer

Und die Schwachstellen? Anlass zur Sorge ist sicherlich die generelle Unterbewertung professioneller Krankenhaushygiene. In dem Zusammenhang spielt die Ausbreitung nosokomialer, also im Krankenhaus erworbener Infektionen, eine große Rolle. Die offizielle Zahl schwankt erheblich. Entscheidend aber ist, dass durch Prävention und bessere Hygiene mindestens die Hälfte all dieser Fälle vermeidbar wäre. Die Nichtbeachtung der Hygiene angesichts knapper Kassen führt zu hohem volkswirtschaftlichen Schaden und menschlichem Leid. Hier sind deshalb alle Protagonisten in der Pflicht – die Politik mit der Schaffung entsprechender gesetzlicher Grundlagen, aber auch die Gesundheitseinrichtungen, die für einwandfreie Hygiene sorgen müssen. Das gilt natürlich auch für uns als Dienstleister. Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, unsere Partner mit unseren Serviceleistungen bei der Erfüllung dieser Aufgabe zu unterstützen. Wodurch unterscheiden sich die Dienstund Serviceleistungen des Health-CareBereiches im Vergleich zu anderen Tätigkeiten? Es gibt zwei gravierende Unterschiede. Erstens: Krankenhäuser und Kliniken sind hochtechnisierte Gebäude mit allerhöchsten Anforderungen an Verfügbarkeit, Sicherheit und Hygiene. Wenn in einer Verwaltungs- oder Wohnimmobilie der Strom ausfällt, mag das misslich sein, ist aber dennoch für die Nutzer verkraftbar. Anders im Health-Care-Sektor: Viele technische Anlagen im Krankenhaus müssen jederzeit hundertprozentig verfügbar sein, da sie lebenserhaltenden und lebensrettenden Maßnahmen dienen. Das

bedeutet eine ganz andere Dimension von Verantwortung. Zweitens: Die Rolle der menschlichen Komponente. Während Facility Manager in anderen Immobilien weitgehend im Hintergrund agieren, sind unsere Mitarbeiter im Gesundheitswesen weitaus präsenter. Die Tätigkeiten im unmittelbaren Umfeld kranker oder älterer Menschen stellen an die soziale Kompetenz unserer Beschäftigten noch höhere Anforderungen als zum Beispiel in einer Verwaltungsimmobilie. Welchen Herausforderungen müssen sich Dienstleister im Gesundheitsbereich künftig stellen? Die komplexen Anforderungen innerhalb der Gesundheitsbranche erfordern ein hohes Maß an spezifischem Know-how, das es qualitativ wie auch quantitativ auszubauen gilt. Zudem ist der Kostensenkungsdruck auf viele Einrichtungen ungebrochen. Dabei stehen vielfach auch die durch Dienstleister erbrachten Sekundärleistungen sowie deren Kosten auf dem Prüfstand. Doch gerade in einem so komplexen Gefüge wie einem Krankenhaus gilt es, Kostentransparenz zu schaffen. Außerdem stellen uns natürlich die Bevölkerungs- sowie die Wirtschaftsentwicklung vor nicht unerhebliche Herausforderungen im Sinne der Gewinnung qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Und was ist jetzt zu tun? Unsere vorrangigen Aufgaben bestehen darin, die Versorgung des eigenen Unternehmens mit Fach- und Führungskräften sicherzustellen und für unsere Auftraggeber Angebote zu entwickeln, die dem Fachkräftemangel in Pflege und Service gezielt entgegenwirken. Im Rahmen verschiedener Personalentwicklungsprogramme schulen wir daher die fachlichen und sozialen Fähigkeiten unserer Mitarbeiter und ermöglichen vielen damit die persönliche Weiterentwicklung und Qualifizierung. (bwi)

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Titel co.don AG

Erfolgsquote bei über 80 Prozent Innovative Therapie der co.don AG zur Behandlung von Gelenk- und Bandscheibenschäden

Dr. Andreas Baltrusch, Vorstandsvorsitzender der co.don AG

Menschen mit Gelenkschäden hatten oft keine Wahl. Um eine gewisse Zeit wieder einigermaßen beschwerdefrei leben zu können, mussten sie sich eine Prothese einsetzen lassen. Seit kurzem aber gibt es eine Alternative. Die co.don AG aus Teltow bei Berlin hat Therapieansätze entwickelt, die mit der Kraft der eigenen Zellen die Lebensqualität des Patienten verbessern oder sogar ganz wieder herstellen können. Gelenkerhalt vor Gelenkersatz Die Lösung ist genial. Anstelle aufwändiger Operationen mit körperfremden Materialien setzt die co.don AG auf das Prinzip Gelenkerhalt vor Gelenkersatz. Das Unternehmen erhielt als erstes in Deutschland die Herstellungserlaubnis für Knorpelzelltransplantate, die ausschließlich aus körpereigenen Gewebezellen gezüchtet werden. So können für

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jeden Patienten individuell hochwertige biologische Arzneimittel hergestellt werden, die bereits tausendfach erfolgreich zum Einsatz kamen. Das bestätigt Dr. Andreas Baltrusch, Vorstandsvorsitzender der co.don AG: „Mehr als 5.000 Patienten wurden mit unserer Methode bereits im Gelenk- und Bandscheibenbereich behandelt. Das ist jedoch erst der Anfang. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 175.000 Knieprothesen und 200.000 Hüftprothesen eingesetzt. Davon könnten nach Expertenmeinung mit unserem Verfahren bis zu 20 Prozent vermieden werden.“ Die Vorteile Die von co.don entwickelte Methode ist in jeder Hinsicht risikoarm. „Entscheidend ist“, erklärt Dr. Baltrusch, „dass die wachsenden Zellen mit patienteneigenem Serum hergestellt werden, ohne Antibio-


Foto: co.don AG

Titel

tika, Wachstumsfaktoren oder genetische wenden mehr als 100 in UniversitätskliVeränderungen, um eine Immunreaktion niken, Krankenhäusern und Privatpraxen des Körpers zu vermeiden. Unser Verfah- tätige Unfallchirurgen, Orthopäden und ren wird deshalb als streng körpereigen Belegärzte die Methoden der co.don AG oder autolog bezeichnet. Die Vorteile in regelmäßig an. der Anwendung sind ferner die einfache Das Unternehmen OP-Technik, relativ kurze OperationszeiDie co.don AG ist als ten, eine vollständige pharmazeutischer UnIntegration der neuen ternehmer spezialiZellen und die Mögsiert auf die Züchtung lichkeit einer minimalvon Gelenkknorpelinvasiven Anwendund Bandscheibenzelbarkeit. Mit unseren len. Sie ist seit 2001 Methoden lässt sich an der Frankfurter oftmals eine deutliBörse gelistet. Die Beche Schmerzreduktion handlungsmethoden oder sogar dauerhafwerden seit ca. 5 Jahte Beschwerdefreiheit ren im Regelfall von erzielen. Die Gelenkden Gesetzlichen und funktion kann häufig Privaten Krankenverbewahrt oder wiedersicherungen kostenhergestellt werden, ohne dass ein kör- Das Medikament co.don chondrosphere, das von erstattet. Am Firmender co.don AG zur Behandlung von Gelenkknorsitz in Teltow sind perfremdes Ersatzteil pelschäden entwickelt wurde mehr als 50 hochspezum Einsatz kommt.“ zialisierte Mitarbeiter aus den Bereichen Pharmazie, Biologie, Biochemie, Die Ärzte Biophysik und Biotechnik tätig. „Mit der In der Ärzteschaft gewinnt die Methode einzigartigen Reinraumtechnologie, der immer mehr Anhänger. Das zeigte sich Integrierten Isolatortechnologie (IIT®), im April dieses Jahres, als sich auf Ein- sichern wir den hohen Qualitätsstandard ladung von co.don rund 150 Orthopäden unserer Produkte. Dabei handelt es sich aus dem In- und Ausland zum zweiten gewissermaßen um einen Reinraum im Berliner Knorpelsymposium trafen. Reinraum, in dem auch die komplette Die Teilnehmer würdigten die Knorpel- technische Ausrüstung integriert ist“ erzelltransplantation mit körpereigenen läutert Baltrusch. Zellen als schonende Alternative, die erfolgreich bis ins höhere Lebensalter Anfang dieses Jahres hat die co.don AG angewendet werden kann. „Unsere The- einen Antrag auf EU-weite Zulassung für rapie“, freut sich Baltrusch „hat sich im ihr innovatives Gelenkknorpelprodukt Behandlungsspektrum vieler Unfallchi- bei der europäischen Arzneimittelagenrurgen etabliert. Immer mehr Ärzte be- tur EMA in London gestellt. „Mit diesem stätigen, dass bei einer frühzeitigen Be- Schritt“, so Dr. Andreas Baltrusch, „wolhandlung Prothesen oftmals vermieden len wir unsere Marktposition in ganz Euwerden können.“ Allein in Deutschland ropa festigen.“ (in)

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Titel Health Capital

Berliner Gesundheitswirtschaft weiter im Aufwind In den letzten Jahren ist im Gesundheitssektor in Berlin viel passiert. Die Stadt hat sich zur wichtigsten Gesundheitsmetropole in Deutschland entwickelt. Das bestätigt uns Prof. Dr. G. Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen sowie aller deutschen und europäischen Akademien der Wissenschaften und Netzwerksprecher von Health Capital. Herr Prof. Dr. Stock, Berlin ist Deutschlands führende Gesundheitsmetropole. Welche Gründe sehen Sie dafür? Ich sehe vor allem drei Gründe. Erstens gab es bereits vor der Wende sowohl in Ost- als auch in West-Berlin starke Institutionen im lebenswissenschaftlichen Bereich, so dass Berlin nach 1990 über eine reiche Gesundheitslandschaft verfügte. Das ist zweitens einer der Gründe, dass sich nach der Wende weitere Forschungseinrichtungen wie MaxPlanck-Institute oder die Leibniz- und die Helmholtz-Gesellschaft hier in Berlin angesiedelt haben. Drittens zahlt sich jetzt aus, dass Berlin seit den frühen Neunziger Jahren auf innovative Startups in der Gesundheitswirtschaft setzt. Dies alles zusammen verleiht der Gesundheitsbranche in Berlin-Brandenburg einen höchst innovativen Charakter. Worin zeigt sich das konkret? Zum Beispiel daran, dass wir mit dem größten universitären Krankenhaus, der Charité, über einen weltbekannten Leuchtturm verfügen, der nicht nur klinisch, sondern auch wissenschaftlich in vielen Bereichen Weltspitze verkörpert. Und wir haben durch Vivantes eine kom-

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munale Krankenhausstruktur, die nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa ihresgleichen sucht. Das klingt alles sehr positiv. Gibt es auch Schwächen? Natürlich haben wir auch Nachholbedarf. Wir müssen mehr Synergien aus der Verbindung von Vivantes und Charité generieren. Bei der Versorgungsinfrastruktur gibt es momentan einen Investitionsrückstau, der überwunden werden muss, und auch der Anteil von nur 30 Prozent an privaten Investitionen im Gesundheitsbereich ist zu wenig. Berlin muss insgesamt attraktiver werden für ausländische Patienten, hier ist uns beispielsweise München noch weit voraus. Wie bewerten Sie die Patientenversorgung in Berlin? Hier ist Berlin hervorragend positioniert. Die Charité, Vivantes und zahlreiche kirchliche und private Anbieter sichern eine umfassende Versorgung der Patienten in der Stadt. Das riesige gemeinsame Patientenpotenzial bietet beste Voraussetzungen für eine effektive Versorgungsforschung. Seit über 100 Jahren ist Berlin-Buch Inbegriff für einen Gesundheitsstandort. Welche Bedeutung hat Buch heute? Das ist einer der Zukunftsräume der Hauptstadt. Vor allem aufgrund der Konzentration von Gesundheitseinrichtungen. Der Biotech-Park mit dem weltbekannten Max-Delbrück-Centrum oder das HELIOS-Klinikum symbolisieren das Potenzial dieses Standorts. Hier wurde


Titel Prof. Dr. Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen sowie aller deutschen und europäischen Akademien der Wissenschaften und Netzwerksprecher von Health Capital

bereits in der Vergangenheit Großes geleistet und auch für die künftige Entwicklung kann man die Rolle von Berlin-Buch als Gesundheitsstandort nicht genug einschätzen.

Foto: Akademie der Wissenschaften

Sie selbst kommen aus der Industrie und waren u. a. Vorstand der Schering AG. Welche Rolle spielt die Pharmaindustrie in der Stadt? Die Pharmaunternehmen sind heute mehr und mehr Gesundheitsprovider. Sie müssen an Orte mit Nachbardisziplinen gehen, denn Vielfalt setzt sich in Produktivität um. Im Unterschied zu anderen Wirtschaftsbereichen wird in der Berliner Gesundheitswirtschaft nicht nur geforscht. Hier setzt sich auch nach und nach die barrierefreie Wertschöpfungskette durch, an deren Ende die Forschungsergebnisse in neue Medikamente überführt werden. Schlagzeilen machte die Fusion der Charité mit dem Max-Delbrück-Centrum (MDC) im Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG). Warum? Das war ein Großereignis von Seltenheitswert in der medizinischen Wissenschaft und Forschung. In den kommenden Jahren fließen 300 Millionen Euro in das neue Institut, das nicht nur finanziell neue Perspektiven eröffnet. Für mich ist das eine Brücke zwischen Klinik und Forschung. Die neue Verbindung für die Wissenschaft in Berlin wird den Standort insgesamt noch stärker voranbringen als bisher. Jetzt kommt es darauf an, die schier unerschöpflichen Möglichkeiten, die das BIG bietet, tatsächlich zu nutzen. Das Potenzial des BIG hat eine weit über die Stadt hinausreichende Bedeutung und wird die Attraktivität der Gesundheitsmetropole Berlin signifikant steigern. (mf)

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Titel

Andreas Fibig, Mitglied des Bayer HealthCare Executive Committee und Leiter der Division Pharmaceuticals

Bayer HealthCare engagiert am Standort Berlin Der Pharmakonzern konzentriert seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf innovative Behandlungsalternativen für Erkrankungen mit einem hohen medizinischen Bedarf. Über die Bedeutung des Standorts Berlin in diesem Konzept sprachen wir mit Andreas Fibig, Vorstandsvorsitzender der Bayer HealthCare Pharmaceuticals. Herr Fibig, wie beurteilen Sie die Entwicklung Ihres Unternehmens? In den letzten Jahren hat insbesondere unsere Pharma-Pipeline große

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Fortschritte gemacht. Allein die fünf aussichtsreichsten Produkte haben zusammen ein jährliches Spitzenumsatzpotenzial von mehr als 5,5 Milliarden Euro. Hierzu gehören unsere neuen Produkte Xarelto, Eylea und Stivarga. Unser Gerinnungshemmer Xarelto, mit dem seit Markteinführung schätzungsweise bereits mehr als vier Millionen Patienten behandelt wurden, erzielte sehr erfreuliche Umsatzsteigerungen, insbesondere in Deutschland und Frankreich. Und mit Eylea, einem Medikament zur Behandlung der feuchten altersbedingten Maku-


Titel

la-Degeneration, ist Bayer nach Europa in diesem Jahr nun auch in Japan und Australien erfolgreich.

Foto: Bayer Pharma AG

Wo liegen die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte in Berlin? Hier am Standort konzentrieren wir uns auf die Bereiche Onkologie und Gynäkologie. Wie bereits erwähnt, konnten wir im Bereich der Onkologie wichtige Fortschritte erreichen. Der Wirkstoff Stivarga, der bestimmte Signalwege des Tumorwachstums hemmt, wurde im September 2012 von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen und in der EU wurde die Zulassung im Mai 2012 beantragt. Sehr interessant ist auch der Wirkstoff Radium-223-Dichlorid, der bei Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC) und symptomatischen Knochenmetastasen positive Ergebnisse gezeigt hat. Im Dezember 2012 hat Bayer HealthCare bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA und bei der FDA die Zulassung für dieses Medikament beantragt. Die USGesundheitsbehörde hat auch hier eine beschleunigte Prüfung gewährt. Wie steht es um Kooperationen von Bayer HealthCare in Berlin? Die Ergänzung unserer eigenen Kompetenzen durch den Aufbau langfristiger Beziehungen zu innovativen Partnern aus Wissenschaft und Industrie ist ein wesentliches Element unserer Strategie. Wir sind der festen Überzeugung, durch Kombination der Kompetenzen und des Know-hows erfolgreich und nachhaltig zur Verbesserung von Therapien beitragen zu können – wovon unsere Patienten, unsere Partner und wir selbst profitieren. Bayer HealthCare kann bereits auf eine lange Tradition erfolgreicher Partnerschaften rund um den Globus zurückblicken, so auch in Berlin-Brandenburg, wo

wir beispielsweise mit der Charité, dem Max-Planck-Institut für molekulare Gentik oder auch dem Biotech-Unternehmen EPO in Berlin-Buch zusammenarbeiten. Welche Pläne hat Bayer HealthCare Pharmaceuticals in der Hauptstadt? Berlin ist der Sitz unserer globalen Pharmazentrale und einer unserer Hauptforschungsstandorte, an dem über 2000 Mitarbeiter mit Forschung und Entwicklung beschäftigt sind und den wir mit Investitionen im zweistelligen Millionenbereich weiter ausbauen werden. Unsere hiesigen Aktivitäten umspannen die gesamte Wertschöpfungskette – von der Forschung über Entwicklung bis zur Produktion. Auch das Marketing wird von Berlin aus gesteuert. Wir werden von hier aus weiterhin unser weltweites Geschäft mit einem Umsatz von rund 11 Milliarden Euro lenken. Darüber hinaus arbeiten wir an einem Konzept, um jungen Unternehmen aus der Gesundheitsbranche am Standort Berlin – wie auch bereits in San Francisco – günstig Laborflächen zur Verfügung zu stellen. Und Ihre Vision vom Gesundheitsstandort Berlin im Jahre 2030? Berlin kann Biotechnologie-Unternehmen hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Die Dichte an Universitäten und Forschungseinrichtungen, aus deren Umfeld jährlich zahlreiche Gründungen von Biotechunternehmen hervorgehen, ist ebenfalls geradezu einzigartig. Zahlreiche Netzwerke und Organisationen unterstützen zudem die Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Dieses gilt es zu verstärken. Die geplante Verschmelzung der Technologiestiftung Berlin TSB mit der Berlin Partner GmbH ist hierbei ein wichtiger Schritt. (jp)

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Titel Ulf Fink, Senator a.D., Vorstandsvorsitzender, Gesundheitsstadt Berlin e.V.

Gesundheitsstadt Berlin e. V.

Bündelung der Potenziale Berlin verbindet die Stärken der Region mit den vielfältigen Zukunftspotenzialen der Gesundheitsbranche. Ziel muss sein, das Profil Berlins als Zentrum exzellenter Gesundheitsversorgung, innovativer Forschung und medizinischer Entwicklung weiter auszubauen. Exzellenz und Innovationskraft sind die Markenzeichen der in Berlin ansässigen Hochleistungsmedizin. Dafür steht zum Beispiel die Charité, das Deutsche Herzzentrum oder das Unfallkrankenhaus Berlin. Die hohe Dichte exzellenter Kliniken, gesundheitsbezogener Forschungsreinrichtungen und innovativer Unternehmen der Gesundheitsbranche zeichnet die Hauptstadt aus. Hier werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Gesundheitswesen diskutiert und definiert, nirgendwo in Europa finden mehr medizinwissenschaftliche Kongresse und Symposien statt, hier haben Verbände, Kassen und Redaktionen zunehmend ihren Sitz. Diese Nähe von Versorgung, Forschung, Gesundheitswirtschaft und Politik ist der entscheidende Standortvorteil. Charakteristisch ist die Vielfalt kleiner,

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mittlerer und großer Unternehmen im Gesundheitswesen. Im Bereich der Biotechnologie sind mittlerweile rund 200 Unternehmen in Berlin ansässig. Einige der mehr als 250 in Berlin ansässigen Firmen gehören zu den weltweiten Spitzenunternehmen der Medizintechnik. Auch die Pharmazeutische Industrie ist mit Bayer Schering Pharma, Pfizer Pharma GmbH und Berlin-Chemie in Berlin vertreten. Wichtig ist, Synergien wirksam werden zu lassen, so ist der Dialog zwischen Forschung, Medizin und dem gesamten Gesundheitswesen unabdingbar, weil er Grundlage dafür ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in praxistaugliche Lösungen überführt werden können. Auch eine Informationspolitik, über neueste Entwicklungen im Gesundheitswesen sorgt für Austausch und Wissensvorsprung. Der Verein Gesundheitsstadt Berlin bündelt mit seinen inzwischen zahlreichen Mitgliedern das Potenzial der Gesundheitsbranche. Es braucht aber auch eine übergreifende Beachtung und Platzierung dieser für Berlin so wichtigen Thematik in der gesamten Berliner Gesellschaft. Dazu ist die Stiftung Zukunft Berlin das beste Gelenkstück, über das Berlin verfügt.

Foto: Schmidt-Dominé/WISO

Von Ulf Fink


Kolumne

Der neue ärztliche Behandlungsvertrag Von Dr. Bertrand Malmendier

Foto: Malmendier Partners

Am 26.2.2013 ist das sogenannte „Patientenrechtegesetz“ in Kraft getreten. Zum ersten Mal enthält nun das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) spezielle Regelungen für den Behandlungsvertrag zwischen Arzt und Patienten. Das Gesetz gilt auch für andere „Behandler“ wie Heilpraktiker, Physiotherapeuten, medizinische Masseure und Hebammen. Auch nach neuen §§ 630a –h BGB schuldet der Behandler – selbstverständlich – nicht den Behandlungserfolg, sondern nur die fach- und sachgerechte Behandlungstätigkeit (Dienstvertrag). Dabei treffen ihn nach dem neuen Gesetz vielerlei Informationspflichten: Er muss den Patienten jederzeit über Inhalt und Verlauf der Behandlung und über seine gegebenenfalls notwendige Mitwirkung auf dem Laufenden halten; er muss unverzüglich darüber informieren, wenn ein Behandlungsfehler vorkommt und darauf hinweisen, wenn durch die Behandlung voraussichtlich Kosten entstehen, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Schließlich muss der Arzt, wie bisher auch, über mögliche Risiken der Therapie aufklären, um den Patienten in die Lage zu versetzen, verantwortungsvoll über die Aufnahme der Behandlung zu entscheiden. Der zweite Schwerpunkt

der Neuregelung ist die Kodifizierung der schon bisher von den Gerichten gewährten Beweiserleichterungen für Patienten im Falle von Behandlungsfehlern, die dazu führen, dass Arzthaftungsprozesse, anders als oft behauptet, keinesfalls aussichtslos sind. Das neue Gesetz führt nicht zu einer wesentlichen Änderung der Rechtsstellung von Ärzten und Patienten. Das hat ihm den Vorwurf eingetragen, es solle bloß die Verkürzung von Patientenrechten infolge der Rationierung medizinischer Leistungen kaschieren. Trotzdem ist das Gesetz durchaus sinnvoll, denn das ArztPatienten-Verhältnis wird übersichtlicher und die anzuwendenden Rechtsgrundsätze vorhersehbarer. Nicht zu unterschätzen ist auch der Umstand, dass der Argumentationsaufwand der Gerichte zu Gunsten etwa einer Beweiserleichterung für einen geschädigten Patienten verringert wird, was sich im Zweifel zu dessen Gunsten auswirken kann. Nicht geregelt ist nach wie vor der Krankenhausvertrag, in den Behandlungsverträge in aller Regel integriert sind. Hier wird in den nächsten Monaten rechtlich abzuklopfen sein, inwieweit die oftmals komplizierten Regelwerke einer Anpassung an die neue Rechtslage bedürfen.

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Aus der Praxis Berliner Koryphäen Wir haben Mediziner in Krankenhäusern und Praxen gefragt, wie sie die Gesundheitsstadt Berlin beurteilen und vier Vertreter ausgewählt. Sie gehören zu den Tausenden von Ärztinnen und Ärzten, die für eine sehr gute medizinische Betreuung in Berlin sorgen.

Prof Dr. Hetzer, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Deutsches Herzzentrum Berlin in Wedding

Dr. med Martin Karsten, Kinderarzt in Berlin-Wilmersdorf

„Berlin bietet eine optimale und großartige Zusammenstellung medizinischer Einrichtungen. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Bereits vor den Mauerfall gab es sowohl in West- als auch in Ostberlin besondere Einrichtungen, schon die geteilte Stadt war hervorragend aufgestellt. Das deutsche Herzzentrum profitiert vom Standort Wedding durch die zentrale Lage und die Nähe zum Flughafen Tegel. Das Virchow Krankenhaus, zu dem das Herzzentrum gehört, wurde 1906 als damals größtes Krankenhaus in Europa errichtet, weil Wedding ein besonders hohen Zulauf von Arbeitern hatte. Das deutsche Herzzentrum wurde dann 1986 etwas überdimensioniert mit 2500 jährlichen Herzoperationen geplant, was sich heute wiederum auszahlt. International könnte Berlin heute noch wesentlich bedeutsamer sein, wenn der neue Flughafen endlich fertig werden würde. Das ist eindeutig ein Nachteil!“ (mf)

„In einer Großstadt wie Berlin hat man ein unermessliches Potenzial an Patienten und die Expansionsmöglichkeit für Praxen ist optimal gegeben, hier ist alles abgedeckt. Ich habe die Praxis 1990 von meinem Vater übernommen und die Erfahrungen haben gezeigt, dass der Servicegedanke groß geschrieben wird. Insbesondere für die Berufstätigen Patienten ist der Faktor Erreichbarkeit sehr wichtig. Für alle Arztgruppen ist der Standortvorteil in eng besiedelten Bezirken vorteilhaft, denn das bedeutet eine hohe Auslastung für den praktizierenden Arzt. Für mich als Kinderarzt ist Wilmersdorf dahingehend ein optimaler Bezirk. Ich schätze vor allem die enge Anbindung zum Rudolph-Virchow-Klinikum und die kurze und gute Erreichbarkeit für die Patienten. Außerdem finde ich in der Hauptstadt sämtliche Fortbildungsangebote vor. Zusammengefasst ist Berlin ein extrem guter Standort, um als Arzt zu arbeiten.“ (mf)

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Aus der Praxis

Dr. med Roland Berg, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Schwerpunkt Sportmedizin in Berlin-Kladow

Prof. Dr. Thomas Müller, Chefarzt der Klinik für Neurologie, Alexianer St. Joseph GmbH in Berlin-Weissensee

„Der Berliner Standort besitzt aufgrund seiner Heterogenität alles, was ein Gesundheitsstandort braucht. Wichtig ist, dass Einrichtungen verschiedenster Gesundheitsbereiche vor Ort sind. Als Sportmediziner muss ich besonders gut vernetzt sein, um in den verschiedenen sportmedizinischen Bereichen die entsprechende Angebotspalette abdecken zu können. Bei besonders speziellen Verletzungen, muss ich meine Patienten gelegentlich zu Spezialeinrichtungen außerhalb Berlins überweisen. In der Hauptstadt gibt es also auch nicht alles, aber die normalen Gesundheitseinrichtungen sind komplett abgedeckt. Zwei Schwerpunkte der Berliner Sportmedizin sind der Breitensport und der Profisport. Ein für beide Bereiche relevantes Beispiel stellt der Berlin Marathon dar, wo insbesondere die sportinternistische Versorgung und die Leistungsdiagnostik gefragt sind. Im Profisport war ich unter anderem als Mannschaftsarzt beim 1.FC Union Berlin und beim FC Energie Cottbus tätig. Dort hat sich in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen. In den höheren Ligen gibt es mittlerweile keinen einzelnen Mannschaftsarzt mehr, sondern ein komplettes sportärztliches Team.“ (mf)

„Der Großraum Berlin braucht angemessene Strukturen in der medizinischen Versorgung. Dazu gehören einerseits „Dinosaurier“, also Universitätskliniken oder Klinikkonzerne, die bei Akutversorgung und Diagnostik von Erkrankungen das notwendige Potenzial und alle notwendigen Facetten der Spezialisierung vorhalten können. Konkurrenzdruck sorgt hier langfristig für hohe Qualität und Innovation. Beides wird allerdings durch Bürokratie oft reglementiert und somit behindert. Durch seine Größe bietet Berlin auch die Möglichkeit der Spezialisierung für die Behandlung von chronischen Erkrankungen in kleinen, dafür speziell ausgerichteten Strukturen. Diese „Ameisen“ in der Gesundheitsversorgung überzeugen durch hohe Qualität, Innovation bei Fachkompetenz und enger Kooperation mit ambulanten Strukturen. Sie haben den Vorteil einer unbürokratischen, spezifisch auf die Bedürfnisse des Patienten und seiner Familie ausgerichteten Behandlung. Bei chronischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson spielen neben den Universitätskliniken auch ebenso innovativ denkende, kleine Abteilungen eine immer größer werdende Rolle.“ (mf)

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Titel

Auch der Sportpolitiker Dr. Frank Steffel hat einen vollen Terminkalender. Auf Sport will er dennoch nicht verzichten. Mit Joggen hält sich der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete (CDU) fit.

Dem Stress davonlaufen Gastbeitrag des Sportpolitikers Dr. Frank Steffel zum Thema „Gesund durch Sport“

Volle Terminkalender, flexible Arbeitszeiten, ständige Erreichbarkeit: Unser Berufsalltag verlangt uns immer mehr ab. Zeit für Sport und gesunde Ernährung bleibt da leider nur wenig. Eine Entwicklung, die auch Sportvereine erkannt haben und sich darauf einstellen. Training am Nachmittag? Für viele Berufstätige ist das eine Wunschvorstellung. Viele von uns arbeiten bis in die späten Abendstunden. Sport treibt man – wenn überhaupt – meist nur am Wochenende. Stressabbau? Fehlanzeige! Und dass,

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obwohl wissenschaftlich bewiesen ist, dass Sport die Gesundheit positiv beeinflusst. Zum Glück haben viele deutsche Sportvereine diese Entwicklung erkannt und arbeiten dagegen an: mit Trainingsangeboten, die auch Berufstätige mit längeren Arbeitszeiten wahrnehmen können. So sind Laufgruppen, SportTreffs oder das Basketballtraining am Abend keine Seltenheit mehr. Für diesen Einsatz der Vereine bin ich sehr dankbar. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Vereine brauchen ihre


Titel

Zusätzlich zu seinem Amt als Bundestagsabgeordneter engagiert sich Dr. Frank Steffel ehrenamtlich als Präsident des Sportvereins Füchse Berlin Reinickendorf. Das neueste Projekt der Füchse ist der Bau des Vereinsheims. Den Grundstein des Fuchsbaus legte Dr. Frank Steffel zusammen mit dem Reinickendorfer Bezirksbürgermeister Frank Balzer.

Mitglieder – ohne sie würden sie aussterben. Für unsere Gesellschaft hätte das katastrophale Folgen. Denn gerade in den Vereinen lernen unsere Kinder Teamgeist, Disziplin und die Spielregeln unserer Gesellschaft. Davon profitieren wir alle!

Vereinsalltag ab und entlasten Ehrenamtliche steuerlich. Die Bundesregierung stellt für die Realisierung des Gesetzes pro Jahr 110 Millionen Euro bereit. Das ist ein klares Bekenntnis zum Ehrenamt und zu einer lebendigen Vereinskultur in Deutschland!

Was wir zudem nicht vergessen dürfen: Es sind die Ehrenamtlichen, die die Vereinskultur in Deutschland lebendig halten. Sie brauchen unsere Unterstützung. Deshalb habe ich gemeinsam mit meinen Kollegen der Regierungskoalition im Deutschen Bundestag das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts auf den Weg gebracht. Damit bauen wir Bürokratie im

Dr. Frank Steffel (47) ist Mitglied im Finanzausschuss und im Sport- und Ehrenamtsausschuss des Deutschen Bundestages. Darüber hinaus engagiert er sich ehrenamtlich als Präsident im Sportverein Füchse Berlin Reinickendorf. Mehr über das Ehrenamtsgesetz erfahren Sie auf der Homepage: www.frank-steffel.de.

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Wirtschaft

Das Geb채ude der KPMG in Berlin

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Wirtschaft Frank Wiethoff, Regionalvorstand Ost der KPMG

KPMG

„Berlin hat unglaublich viel Kreativität“

Foto: KPMG Berlin

Die KPMG ist ein weltweites Netzwerk von Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen mit rund 152.000 Mitarbeitern in 156 Ländern und 25 Standorten in Deutschland. Über die Ziele des Unternehmens in Berlin sprachen wir mit dem Regionalvorstand Ost, Frank Wiethoff. Herr Wiethoff, seit 1. Januar 2013 sind Sie Regionalvorstand der Region Ost der KPMG. Wie ist Ihr erster Eindruck? Nach den ersten 100 Tagen ausgesprochen positiv! Ich habe mich eingearbeitet und mir einen Überblick zur Situation der KPMG in Berlin und der Region Ost verschafft. Dabei konnte ich feststellen, dass hier hervorragende Arbeit geleistet wird. Das hat mir natürlich den Einstieg erleichtert.

Welche Ziele haben Sie? Mir geht es in erster Linie darum, das Profil der KPMG in der Region weiter zu schärfen. Dafür haben wir Wachstumsbereiche definiert, auf die wir unseren Fokus besonders richten. Für Berlin sind das Kreativwirtschaft, Gesundheitswirtschaft, öffentliche Unternehmen und Verwaltung, Banken und die Immobilienwirtschaft. Hier sehen wir die größten Möglichkeiten, KPMG weiter voranzubringen und zugleich einen Beitrag zur Entwicklung der Region zu leisten. Zu meinen Zielen gehört aber auch der Aufbau eines starken Netzwerks. Das heißt, ich möchte Kontakte zu wichtigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kultur aufbauen beziehungsweise weiter ausbauen.

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Wirtschaft Warum ist die Gesundheitswirtschaft ein Wachstumsbereich der KPMG? Aus zwei Gründen. Erstens verfügen wir über langjährige Erfahrungen in der Branche. Wir sind heute deutschlandweit der Berater für viele Gesundheitsunternehmen, weil wir rechtliche, steuerliche und betriebswirtschaftliche Beratung und Wirtschaftsprüfung aus einer Hand anbieten. Diese Kompetenz wollen wir insbesondere in Berlin ausbauen, weil die Region, und das ist der zweite Grund, Deutschlands führender Gesundheitsstandort ist. Davon profitieren wir und die Region gleichermaßen. Können Sie das konkretisieren? Wir haben einen ganzheitlichen, integrierten Ansatz und beraten dabei große Universitätsklinika genauso wie kleine Pflegeeinrichtungen. Wir sehen uns auch als Impulsgeber für die Branche – seit mehr als sieben Jahren haben wir eine Benchmark Datenbank für Krankenhäuser entwickelt, die wir effizienzsteigernd für den Mandanten zum Einsatz bringen. Wir sind aktiv mit unserer Fachzeitschrift „Gesundheitsbarometer“ zu Trends der Branche am Markt und haben kürzlich eine Studie zum viel diskutierten Thema Qualität und Wirtschaftlichkeit in deutschen Krankenhäusern veröffentlicht. Sie sprachen von Netzwerkarbeit. Warum spielt diese für Sie eine so große Rolle? Ich bin überzeugt, dass gute Vernetzung eine Grundbedingung für erfolgreiche Geschäftspolitik ist. Dafür bietet die Hauptstadt hervorragende Bedingungen. Hier kann ich Verbindungen zu wichtigen Entscheidern in Wirtschaft und Politik knüpfen. Diese sind innovativ, aufstrebend und ebenfalls gut vernetzt, dies ist für die Entwicklung der Stadt Berlin und der gesamten Region von hoher Bedeutung. Welchen Stellenwert hat die Kreativwirtschaft in der Region?

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Die Kreativwirtschaft hat traditionell eine sehr hohe Bedeutung für den Berliner Wirtschaftsstandort. Neben den klassischen Geschäftsfelder Film, TV und Verlage spielt die digitale Wirtschaft zunehmend eine wichtige Rolle. In diesem Bereich entwickelt sich Berlin seit einiger Zeit zu einem Anziehungspunkt für junge Unternehmen und Unternehmer aus der ganzen Welt. Erfreulich ist die Beobachtung, dass auch Risikokapitalgeber diesem Trend zunehmend in die Hauptstadtregion folgen. Wir als KPMG gehen hier neue Wege. So beraten wir in unserem Kompetenzzentrum „KPMG Start-ups“ seit zwei Jahren junge, schnell wachsende Unternehmen ab der Gründung und erschließen uns hierdurch Kundenbereiche, in denen wir zuvor vom Markt noch nicht wahrgenommen wurden. Welche Pläne haben Sie intern? Wir können nur erfolgreich sein, wenn die internen Strukturen den Ansprüchen des Marktes gerecht werden. Wir haben etwa 1.600 Mitarbeiter in der Region Ost und eine meiner Aufgaben ist es, das damit verbundene Potenzial noch besser auszuschöpfen. Dabei gewinnen insbesondere die Persönlichkeit und Individualität jedes Einzelnen zunehmend an Bedeutung. Unsere Mitarbeiter lernen, sich noch besser in die Situation unserer Kunden hinein zu versetzen und zu vernetzen. Es geht darum, unsere Kundenstrategie weiterzuentwickeln. Unsere Kunden sind anspruchsvoll – zu Recht. Ihr Lebensmittelpunkt ist jetzt Berlin. Wie nehmen Sie die Stadt wahr? Mit Berlin bin ich über familiäre Beziehungen schon lange eng verbunden und deshalb freue ich mich, jetzt hier zu sein. Das Leben pulsiert und es gibt unglaublich viel Kreativität. In Berlin kann man gestalten und Neues aufbauen. Berlin scheint grenzenloses Potenzial zu haben. Auch deshalb ziehe ich im Sommer mit meiner Familie ganz nach Berlin. (in)


Wirtschaft

Dr. Franz-Michael Koch, Rechtsanwalt (l.) im Gespräch mit Daniel Bahr, Bundesgesundheitsminister

Kosteneffizienz – das Fremdwort im Gesundheitswesen

Foto: Business Network

Von Dr. Franz-Michael Koch In der personalwirtschaftlichen Praxis in Altenheim- oder Krankenhausträgern wird dem Gesichtspunkt der Kosteneffizienz bei der Erbringung der medizinischen bzw. pflegerischen Hauptleistungen praktisch keine Beachtung geschenkt. Weder in den gesetzlichen Regelungen zur Budgetierung von Krankenhausleistungen noch in jenen zu Pflegesätzen von Pflegeeinrichtungen finden sich Regelungen, die zu einem kosteneffizienten Einsatz von Mitarbeitern verpflichten würden. Das Thema rückt erst dann ins Blickfeld, wenn wirtschaftliche Schwierigkeiten auftreten. Dann werden häufig zuerst Stellenstreichungen geprüft. Besser wäre es jedoch, vorher die Optimierungs- und Einsparmöglichkeiten innerhalb bestehender (tarif-)rechtlicher (Vergütungs-)Systeme zu prüfen. Diese Korrekturmöglichkeiten sind oftmals unbekannt. Korrekturen in der Dienstplanung zum Beispiel können zu Kostenreduzierung von bis zu zehn Prozent der gesamten

Bruttoarbeitgeberpersonalkosten führen und zusätzlich einen patienten- und mitarbeiterorientierten Einsatz ermöglichen. Obwohl bei zahlreichen Gesundheitseinrichtungen ein großer Teil der Arbeitnehmer nachgewiesenermaßen fehlerhaft eingruppiert ist und in Dienstplanprogrammen die hinterlegten Standardeinstellungen häufig nicht korrekt sind, wehren sich Dienstplaner, Personalabteilungsleiter, Geschäftsführer usw. gegen die Beseitigung solcher Fehler. Typische Einwände sind: „Das kann doch nicht sein, die Mitarbeiter verdienen doch schon so wenig“, „Die vorgeschlagene Dienstplanänderung ist nicht umsetzbar“ oder „Wir verfolge ein besonderes Einsatz- und Versorgungskonzept“. Fehler in der Tarifanwendung sind jederzeit korrigierbar – denn ein Arbeitgeber will in der Terminologie des Bundesarbeitsgerichts (BAG) nur das vergüten, was einem Arbeitnehmer auch tatsächlich zusteht (vgl. BAG vom 24.01.2007 – 4 AZR 28/06).

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Wirtschaft Berlin Capital Club

Faszination Golfsport Wer einmal einen Golfball mit vollem Schwung sauber getroffen und mit einem leisen Sausen in Richtung Fähnchen abgeschlagen hat, kommt nur noch schwer davon wieder los. Das werden die meisten Golfspieler bestätigen, wobei fast jeder mit Schnupperkursen begonnen hat. Hier wird Golfleidenschaft geboren und das umso mehr, wenn die Golfplätze besonders attraktiv sind. In den letzten zehn Jahren stieg hierzulande die Anzahl der Golfspieler um 48 Prozent und die Anzahl der Golfanlagen

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um 14 Prozent. Mit über 600.000 Aktiven belegt Deutschland nach England Platz zwei im europaweiten Ranking der größten Golfnationen. Mit einer Zuwachsrate von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist die Region Berlin-Brandenburg dabei gleich hinter Mecklenburg-Vorpommern das am schnellsten wachsende Golfgebiet Deutschlands. Highlights unter den Golfanlagen in Berlin-Brandenburg sind der Berliner Golf & Country Club Motzener See e. V. und der Golfpark Schloss Wilkendorf. Beide Clubs


Wirtschaft gehören ebenso wie der Berlin Capital Club zum internationalen IAC-Netzwerk mit fast 250 Business-, Golf- und Country Clubs weltweit. Berliner Golf & Country Club Motzener See e. V. Der Berliner Golf & Country Club Motzener See e. V. ist ein „Golfjuwel“ direkt vor den Toren Berlins: Auf dem 18-Loch Championship Course sowie dem 9-Loch Executive Course finden neben Profis auch Anfänger und Fortgeschrittene abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten. In diesem Jahr feiert der Golfclub in der märkischen Landschaft sein 20-jähriges Jubiläum und wird um neun weitere Spielbahnen erweitert. Damit gibt es ab Sommer 2013 insgesamt 27 gute Gründe um in Motzen zu spielen. Allesamt entwickelt vom renommierten GolfplatzDesigner, Kurt Rossknecht.

Der Golfpark Schloss Wilkendorf muss mit seinen zwei sehr gepflegten 18-LochPlätzen, dem Sandy Lyle und dem Westside Course sowie einem 6-LochKurzplatz unter den zahlreichen Golfplätzen in der Region Berlin-Brandenburg deutlich hervorgehoben werden. Der Golfpark verfügt zudem über eine erstklassige Golfschule mit einem extrem gut ausgebildeten Golftrainer-Team, das Ihnen die besten Voraussetzungen für Ihr Golftraining bietet. Unter professioneller Anleitung der Pros, die nach Qualitätsstandards der „PGA of Germany“ lehren und unter Einsatz modernster Technik wie dem 2_Kamera-Scope-System, SAM PuttLab und FlightScope erlernen Sie das Golfspiel spielend leicht und werden gezielt an Ihre Bestleistung geführt. Das gesamte Übungsgelände mit Driving Range und Putting Area befindet sich inmitten intakter Natur und bietet daher einen Rahmen vollkommener Ruhe für Firmenveranstaltung oder Anlässe im privaten Kreis – ideale Netzwerkbedingungen in der Hauptstadtregion. (mf) www.golfclubmotzen.de www.golfpark-schloss-wilkendorf.com

Foto: Berlin Capital Club

Die clubeigene Golfakademie hält vom Schnupperkurs über Einzelunterricht bis zum Kurs für die Platzerlaubnis für jeden das richtige Angebot bereit. Die vier erfahrenen Pros haben sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene den passenden Tipp parat, unterstützt durch innovative Trainingstools wie dem Bewegungsanalysesystem SAM putt Lab und der neuen Scope Video-Anlage.

Golfpark Schloss Wilkendorf

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Wirtschaft Berliner Bäder-Betriebe (BBB)

„Im Schwimmbad können Erwachsene noch einmal wie Kinder sein“ Ende April 2013 ging in Berlin eine Ära zu Ende. Nach zwölfjähriger Tätigkeit verließ Dr. Klaus Lipinsky, der bisherige Vorstandsvorsitzende der Berliner BäderBetriebe (BBB), das Unternehmen und wechselt ab Mai 2013 zur PREVENTUS Zukunftsmanagement GbR als Geschäftsführender Gesellschafter. Der 62-Jährige wurde im Wedding geboren und gilt als Berliner Original. Nach dem Studium des Maschinenbaus und anschließender Dissertation an der TU Berlin war Lipinsky unter anderem von 1983 bis 1990 für die Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung in Berlin tätig, ehe er von 1990 bis 1998 U-Bahn-Direktor der Berliner Verkehrsbetriebe wurde. Danach war er für die ETC Transport Consultants GmbH Berlin in der Welt unterwegs, um die Fahrzeuginstandhaltung der Metro in Shanghai zu optimieren oder für die Schweizer Bundesbahn verlorengegangene Güterwagen in Osteuropa aufzuspüren. 2001 folgte dann der etwas überraschende Wechsel zu den eher branchenfremden Bädertrieben: „Schwimmbäder haben zwar keine Räder und Schienen, dafür aber spannende Technik. Und sie haben eine große Bedeutung in der Öffentlichkeit, hier können Erwachsene noch einmal wie Kinder sein“. Der Einstieg bei den Bäder-Betrieben bedeutete die Übernahme einer Herkulesaufgabe. „Die Berliner Bäder-Betriebe waren damals ein darniederliegendes

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Unternehmen mit maroden Schwimmbädern. Meine ersten unausweichlichen Amtshandlungen des Personalabbaus, der Schließung von elf Bädern und der Erhöhung der Eintrittsgelder von drei auf vier Euro stießen bei den Berlinern auf wenig Gegenliebe“, sagt Lipinsky rückblickend. Gemeinsam mit seinem Vorstandspartner Michael Schenk schaffte er es, das Ruder herumzureißen. Ausdruck dessen ist die Tatsache, dass die Eintrittspreise trotz steigender Medien- und Personalkosten durch organisatorische Optimierungen von 2002 bis 2013 konstant gehalten werden konnten. Lipinsky zeigt sich zufrieden mit seiner Arbeit: „Im letzten Jahr konnten wir mit über sechs Millionen Besuchern einen Rekord verzeichnen. Die Schwimmbäder bleiben aber ein Verlustgeschäft, für jede Eintrittskarte von vier Euro zahlt die Stadt noch einmal acht Euro oben drauf.“ Neuer Vorstandsvorsitzender ist ab Mai Ole Bested Hensing, welcher zuvor Chef des Freizeitparks Tropical Islands war. Ihm stehen etwa zehn Millionen Euro im Jahr für Sanierungsarbeiten zur Verfügung. Die Aufgabe für die kommenden Jahre wird in der Attraktivierung der Bäder bei gleichzeitiger Kostenoptimierung liegen. Klaus Lipinsky wird jedenfalls in die Geschichte Berlins als Sanierer von Europas größtem Bäderbetreiber eingehen. Und dass er seinem Ruf als Berliner Original gerecht wird, zeigt seine kulinarische Leidenschaft: „Ich liebe Currywurst!“. (mf)


Wirtschaft INFO box

Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) sind der größte Bäderbetreiber Europas. Sie betreiben 37 Hallenbäder, davon vier Kombibäder, 14 Sommer- und elf Freibäder. Außerdem gehören den Berliner Bäder-Betrieben 22 Saunen, von denen drei verpachtet sind. Im letzten Jahr besuchten etwa 6,1 Millionen Menschen die Einrichtungen.

Foto: Elke A. Jung-Wolff

Dr. Klaus Lipinsky als Vorstandvorsitzender der Berliner Bäder-Betriebe (BBB)

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Wirtschaft Employer Branding

Betriebliche Krankenversicherung bietet viele Vorteile

Von Dr. Bernd Hartmann, Roskos & Meier OHG

Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ist in den vergangenen Jahren immer wieder beschnitten worden, sodass mittlerweile ernstzunehmende Versorgungslücken entstanden sind. Die neue betriebliche Krankenversicherung (bKV) der Allianz schließt diese Versorgungslücken und ist für Arbeitgeber in vielfacher Hinsicht von Vorteil: Die bKV signalisiert Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Angestellten, bindet durch attraktive Zusatzleistungen wertvolle Mitarbeiter und reduziert zudem die krankheitsbedingten Ausfallzeiten. Versorgungslücken schließen Mit sieben optional wählbaren Bausteinen erhalten gesetzlich versicherte Mitarbeiter gezielt dort Leistungen, wo Krankenkassen sparen. So beinhaltet der Vorsorge-Baustein beispielsweise im Rhythmus von 24 Monaten ohne Altersbeschränkung die komplette Erstattung für Hautkrebs- und Glaukom-Screening, die erweiterte Krebsvorsorge sowie internistische Vorsorgeuntersuchungen wie Laborwerte, Belastungs-EKG und das sonografische Check-up der inneren Organe.

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Effektive Mitarbeiterbindung Qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten wird angesichts zunehmenden Fachkräftemangels immer schwieriger. Konzepte wie die bKV machen Arbeitgeber im Rahmen des Employer Branding attraktiver und bieten beiden Seiten eine klassische Win-Win-Situation: So profitieren Mitarbeiter durch eine sofortige Schließung der Versorgungslücken ohne Gesundheitsprüfung, während ihre Familien durch die leistungsstarken Zusatzkrankenversicherungen erheblich besser gestellt werden. Gleichzeitig schrumpft die Zahl der Ausfalltage und steigert dadurch signifikant die Produktivität des Unternehmens. (jp)

INFO box Die Roskos & Meier OHG ist spezialisiert auf die Betreuung des Mittelstandes in allen versicherungsrelevanten Fragestellungen. Im ganzheitlichen Ansatz der Agentur sind Dienstleistungen rund um die Vorsorge ein zentraler Bestandteil der Beratung.


Wirtschaft Frank Schmeichel, Gründer und Geschäftsführer Business Network (l.) und Manfred Gugerel, Representative Officer IAC Berlin Capital Club

BERLINboxx und Berlin Capital Club initiieren Netzwerk für Europa Der Club der Entscheider ist ein auf Europa ausgerichtetes Netzwerk für Wirtschaft und Politik, das Ende 2012 gemeinsam vom Berliner Wirtschaftsmagazin BERLINboxx und dem Berlin Capital Club/IAC initiiert wurde. Er versteht sich als Plattform für Unternehmer, Geschäftsleute und Politiker, die in den europäischen Metropolen nicht nur grenzüberschreitend miteinander kommunizieren, sondern ebenso Geschäftskontakten anbahnen oder ausbauen wollen. Der Club der Entscheider nutzt exklusive Veranstaltungen in einzelnen Häusern der International Associate Clubs, um seine Mitglieder vorzustellen und miteinander zu vernetzen. Europaweit haben die Mitglieder des Clubs der Entscheider

Zugang zu mehr als 30 Businessclubs in Hauptstädten und anderen Metropolen. Gestartet wird mit folgenden Clubs: • Brüssel: Cercle de Lorraine – Club van Lotharingen • London: London Capital Club • Paris: Saint James Paris • Berlin: Berlin Capital Club • Amsterdam: De Industrieele Groote Club • Warschau: Klub Polskiej Rady Biznesu • Madrid: Casino de Madrid • Stockholm: Club Sallskapet

Information Business Network: FS@businessnetwork-berlin.com Berlin Capital Club: office@berlincapitalclub.de

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Wirtschaft unit ZÜRN Werbeagentur

Kunst der Diplomatie Werbeexperte Ralf Zürn auf Erfolgskurs Im Unterschied zu vielen anderen Jungs wollte er keinesfalls Lokomotivführer, Pilot, Fußballer oder Rennfahrer werden. Nein – Ralf Zürn hatte schon früh anderes im Sinn: Diplomat hieß sein Traumberuf. Der waschechte Berliner resümiert: „Ich weiß noch, dass es mich immer faszinierte, wenn Menschen freundlich und respektvoll miteinander umgegangen sind. Deshalb gehört Diplomatie nicht nur in die Politik. Sie hat überall im Leben ihren Platz – auch in der die Zuspitzung liebenden Werbung.“

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Wirtschaft

Lebensphilosophie

Leise Töne, überzeugende Antworten

Aus dieser Begeisterung ist eine Lebensphilosophie geworden, die Ralf Zürn schon sehr viel Erfolg eingebracht hat. Insbesondere als Unternehmer profitiert er von der Fähigkeit, sich auf Menschen einstellen, ihnen zuhören und auf sie zugehen zu können. „Mir ist es wichtig, dass meine Partner, Kunden und Mitarbeiter Vertrauen zu mir haben. Das kann aber nur entstehen, wenn ich ihnen mit Respekt und Achtung begegne und zwar auch dann, wenn man nicht einer Meinung ist. Berechnung und Unehrlichkeit werden früher oder später durchschaut“, ist er sich sicher.

Im Gespräch mit Ralf Zürn wird schnell klar, dass er – passend zu seiner Grundeinstellung – kein Freund marktschreierischer Auftritte ist. Er liebt die leisen Töne, die ohne viel Trara auskommen und überzeugende Antworten auf die Fragen seiner Kunden geben. Das ist nicht alltäglich in einer Branche, in der mehr Schein als Sein sehr oft zum Geschäftsprinzip erhoben wird.

Foto: unit Zürn Werbeagentur GmbH

Balance Von dieser Einstellung lässt sich Zürn seit 15 Jahren bei der Führung seines Unternehmens leiten – und der Erfolg gibt ihm Recht. Die unit ZÜRN Werbeagentur GmbH mit Sitz in Berlin Mitte hat sich erfolgreich am Markt etabliert und gilt nicht nur in Branchenkreisen als ebenso verlässlich wie kreativ und innovativ. Dabei ist Ralf Zürn bestrebt, stets Balance zu halten zwischen seinen Interessen als Geschäftsmann und denen seiner Kunden. „Das ist“, sagt er, „für mich jedoch kein Balanceakt. Es nützt mir nichts, wenn ich auf kurzfristigen Gewinn aus bin. Langfristige Zusammenarbeit, bei der durchaus auch Freundschaften entstehen können, macht mehr Sinn und hat vor allem viel bessere Perspektiven.“ Das wissen die Kunden von unit ZÜRN zu schätzen, die überwiegend aus den Bereichen Immobilien, Handelsmarken, Dienstleistungen, Sport und Politik kommen. Das Spektrum reicht dabei vom Global Player bis hin zu Startups.

Die Mischung macht’s Als Diplomat unter den Werbern sind Ralf Zürn Extreme jedweder Art fremd. Er weiß, dass Beständigkeit im Geschäft langfristig auf der richtigen Mischung aus Erfahrungen und Innovationen, Prinzipientreue und Flexibilität beruht – oder wie er es selber nennt, auf der richtigen Mischung aus Offline und Online. Offline steht bei ihm für das klassische Werbegeschäft. „Das gilt zwar oft als unmodern, ist aber trotzdem bei vielen Werbemaßnahmen nach wie vor unverzichtbar.“ Online dagegen gilt als Inbegriff für die neuen technischen und kommunikativen Möglichkeiten durch Digitalisierung und soziale Netzwerke. „Bei aller Bedeutung, die zum Beispiel dem viralen Marketing zukommt, dürfen wir daraus keinen Selbstzweck machen. Entscheidend ist, dass wir immer die dem Kunden adäquate Werbemaßnahme auswählen, vorstellen und schließlich einsetzen.“ Auch hier also bleibt Ralf Zürn sich treu: Ausgewogenheit statt Effekthascherei, Gefühl für die Kundenbedürfnisse statt kurzsichtige Vorgehensweise. So schließt sich der Kreis. Ralf Zürn und seine Werbeagentur liefern den Beweis. (in)

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Wirtschaft KTF-Berlin GmbH

Reihenweise Großprojekte v.l.n.r.: Bezirksbürgermeister Geisel und Staatssekretär Bunde feierten gemeinsam mit Ralf Friedrich (KTF), Michael Stefanescu (Buddy Bär Berlin) und Frank Neubert (KTF)

Mit Europas größter Technologie-Modernisierung setzte ein bisher in der Öffentlichkeit weitgehend unbekanntes mittelständisches Handwerksunternehmen aus Berlin neue Maßstäbe und konnte sich damit endgültig auf einem zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt etablieren, denn die nächsten Großprojekte sind bereits in Vorbereitung. Anlässlich der Neueröffnung der Unternehmenszentrale in Lichtenberg feierte die KTF-Berlin GmbH zusammen mit hochkarätigen Gästen aus Politik und Wirtschaft das erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte. Die immer schneller werdenden Innovationszyklen im Bereich der Informations-und Kommunikationstechnologie führen zu einer höheren Dynamik bei der IT-Ausstattung im Büro und damit zu einer wachsenden Bedeutung von technischen Neu- und Umrüstungen, den

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so genannten Rollouts. In diesem vielversprechenden Geschäftsbereich kann die KTF-Berlin GmbH bei Großprojekten beachtliche Skaleneffekte erzielen und ist mittlerweile als spezialisierter Dienstleister anerkannt und sehr gefragt. Ein guter Indikator für diese Entwicklung sind die vollen Auftragsbücher des rund 75 Mitarbeiter umfassenden Unternehmens, das im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 9,3 Millionen Euro erreichte: So rüstet das Unternehmen aktuell gerade im Auftrag der Siemens Enterprise Communication GmbH & Co. KG die HDI Gerling Hannover mit ca. 13.000 neuen Internettelefonen aus. Das laufende Projekt wird voraussichtlich im Oktober 2013 abgeschlossen sein. Reihenweise Großprojekte Bei

einem

bereits

abgeschlossenen


Wirtschaft Großprojekt erreichte die KTF-Berlin eine neue Dimension: Im Auftrag der Siemens Enterprise Communication wurden innerhalb von 18 Monaten bis Ende 2012 rund 150.000 Telefone im gesamten Bundesgebiet gegen Geräte der neuesten Generation mit zukunftsträchtiger „Voice

Technik ausstatten – ein weiterer Meilenstein für das auf Rollouts spezialisierte Unternehmen, dessen Leistungsspektrum IT-Technik, Datennetze, TK-Anlagen, Schwachstrom, Sicherheitstechnik sowie Starkstromtechnik umfasst.

KTF-Berlin Mitarbeiter Marco Fröhlich, Monteur für Fernmelde- und Nachrichtenkommunikation

over IP“ (VoIP) Datennetz-Technik ausgetauscht – die größte Technologie-Modernisierung dieser Art in Europa.

Foto: KTF Berlin GmbH

Parallel führte das durch die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Frank Neubert und Ralf Friedrich geleitete Unternehmen eine technische Umrüstung in den bundesweit verteilten Rechenzentren der Bundesagentur für Arbeit durch und installierte eine neue Kommunikationsplattform. Durch eine Zentralisierung der Server und Applikationen reduziert sich die benötigte Kühlleistung für die Bundesagentur für Arbeit in der Größenordnung einer jährlichen Energieersparnis von ca. 15 Gigawatt. Und das nächste gemeinsame Großprojekt ist bereits in der Vorbereitung: Bei einem möglichen weiteren Auftrag würde die KTF-Berlin bundesweit 77.000 Arbeitsplätze der AOK mit neuer VoIP-

Öffentliche Anerkennung Mit der Leistung kommt auch die Anerkennung: Henner Bunde, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, sowie der Bezirksbürgermeister von Lichtenberg, Andreas Geisel, ließen es sich nicht nehmen, zusammen mit der KTF-Berlin und rund 50 geladenen Gästen aus Politik ,Wirtschaft und Gesellschaft die Neueröffnung der aufwendig umgebauten Unternehmenszentrale in Lichtenberg zu feiern. Zusammen mit dem Geschäftsführer der Buddy Bär Berlin GmbH, Michael Stefanescu, und gemeinsam mit den beiden geschäftsführenden KTF Gesellschaftern enthüllten sie dabei auch einen speziell für diesen Anlass hergestellten KTF-Buddy Bären – ein tolles Bildmotiv für die vielen anwesenden Pressevertreter und ein passendes Sinnbild für den Erfolg dieses bemerkenswerten Unternehmens aus Berlin-Lichtenberg. (jp)

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Wirtschaft

Stiftung Meridian

Kenan Kolat erhält „Estrongo Nachama Preis“ Die Berliner Stiftung Meridian vergibt in diesem Jahr erstmalig den „Estrongo Nachama Preis für Toleranz und Zivilcourage“. Aus über 300 eingereichten Vorschlägen ist die Wahl des Kuratoriums, bestehend aus ausgewählten Vertretern aus Medien und Wirtschaft, einstimmig auf den Bundesvorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Kenan Kolat, gefallen. Mit der Auszeichnung wird er für sein unermüdliches Engagement im deutsch-türkischen Dialog sowie den nachhaltigen Einsatz im Kampf gegen Alltagsrassismus gewürdigt. „Herr Kolat tritt vorbildlich für die kulturelle Vielfalt und ein friedliches Miteinander ein, so wie es der Namensgeber unseres Preises getan hat“, erklärt Michael Arndt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Meridian. Der Preis erinnert zudem an den bekannten jüdischen Oberkantor, Estrongo Nachama, der sich zu Lebzeiten aktiv für den interreligiösen Dialog eingesetzt hat. „Unter den Kandidaten befanden sich zahlreiche Menschen, die durch ihr selbstloses Handeln nicht nur außerordentlichen Mut bewiesen, sondern auch gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus gekämpft und sich damit für diskriminierte Minderheiten stark gemacht haben. Sie sind für mich gesellschaftliche Vorbilder, so wie es einst mein Vater war“, so Prof. Dr. Andreas Nachama, Vorsitzender des Kuratori-

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ums und geschäftsführende Direktor der Topographie des Terrors in Berlin sowie Sohn von Estrongo Nachama. „Letztendlich ging es bei unserer Auszeichnung jedoch vor allem darum, eine Person zu ehren, deren Einsatz im Bereich der Toleranz und Zivilcourage beispiellos ist. Aus diesem Grund hat sich die Jury für Kenan Kolat entschieden: Denn trotz mehrfacher persönlicher Anfeindungen und sogar Morddrohungen lässt er sich von seinem politischen und sozialen Engagement nicht abbringen“, begründet Arndt die Entscheidung. Bereits seit vielen Jahren engagiert sich Kolat insbesondere für die Integration im gesellschaftlichen Kontext. Im Hinblick darauf fordert er beispielsweise eine Partizipation, also eine gleichberechtigte Teilhabe und Chancengleichheit von hierzulande lebenden Menschen mit Migrationshintergrund in den Bereichen Bildung, Arbeit und Demokratie. Als Beispiel ist hier unter anderem das Projekt „Zukunftswerkstatt Integration“ zu nennen, das er in Zusammenarbeit mit Berlins Regierendem Bürgermeister, Klaus Wowereit, geleitet hat. Seit fast acht Jahren ist er nun Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, welche die Interessen sowie die rechtliche, soziale und politische Gleichstellung der rund drei Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln hierzulande vertritt. Zuvor war er als Sozialberater bei der In-


Wirtschaft Kenan Kolat, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD)

Foto: TGD

tegrationshilfe sowie unter anderem als Bundesvorsitzender der Türkischen Studierendenvereine in Deutschland tätig. Durch seine Mitgliedschaft und dem Mitwirken im Integrationsbeirat der Bundesregierung und der Deutschen Islamkonferenz sowie durch seine zweijährige Vorstandstätigkeit im Rahmen des Straßensozialarbeit-Projekts „Gangway“ konnte er ebenfalls wichtige Impulse setzen. Für den 53-Jährigen, der die deutsche und türkische Staatsbürgerschaft besitzt, ist der „Estrongo Nachama Preis“ eine ganz besondere Ehre: „In unserer Gesellschaft wird der Bedeutung von Toleranz und Zivilcourage nicht ausreichend Be-

achtung geschenkt. Dabei gehören diese Werte zusammen mit der gegenseitigen Akzeptanz beim Zusammenleben der Menschen mit unterschiedlichem religiösen, nationalen oder kulturellen Hintergrund zu den Grundpfeilern unseres demokratischen Systems“, betont der Preisträger. „Auch auf politischer Ebene wurde diese Relevanz mehrfach vernachlässigt, indem Begriffe wie ´Rassismus´ konsequent vermieden wurden. Ich freue mich daher ganz besonders über diese ehrenvolle Auszeichnung und würde mir wünschen, dahingehend ein Zeichen zu setzen, dass sich politische Entscheidungsträger ihrer zunehmenden Verantwortung stärker bewusst werden.“ (bwi)

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Finanzmarkt Markus Horntrich, Chefredakteur DER AKTIONÄR

Der Aktionär

Pflichtlektüre für jeden Anleger Das Börsenmagazin DER AKTIONÄR ist seit über 16 Jahren Pflichtlektüre für jeden erfolgreichen Anleger – und alle, die es werden wollen. Woche für Woche überzeugt das Magazin mit wertvollen Tipps und konkreten Empfehlungen für den Vermögensaufbau. Von Aktien über Fonds zu Zertifikaten, von Rohstoffen über Devisen bis hin zu CFDs – DER AKTIONÄR deckt mit seiner Berichterstattung sämtliche Möglichkeiten der Geldanlage ab. Hintergrundwissen, Marktanalysen und Musterdepots zeigen jedem Anlegertyp – egal ob spekulativ oder konservativ –, wie man in den aktuellen Marktphasen profitieren kann. Im Interview mit der BERLINBoxx stellt Chefredakteur Markus Horntrich das Magazin vor.

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Foto: Der Auktionär

Finanzmarkt Wie halten Sie die Balance zwischen dem Klassiker Aktie und neueren Anlageformen wie CFDs oder ETFs? Grundsätzlich wollen wir unseren Lesern das gesamte Spektrum des Kapitalmarktes transparent machen. Neben Aktien, die beim AKTIONÄR ganz klar im Vordergrund stehen, gehören natürlich auch Anleihen, Fonds und derivative Produkte wie Optionsscheine, Zertifikate oder CFDs dazu. Abgesehen von konkreten Einschätzungen zu einzelnen Werten versuchen wir zum Beispiel in Einsteigerserien und diversen Specials gerade Börsenneulingen den richtigen Umgang mit Aktien, Anleihen und Derivaten wie CFDs und Zertifikate näherzubringen.

Im April ist wieder die Aktion Depotchamp 2013 beim DAF Deutsches Anleger Fernsehen gestartet. Sie vertreten den AKTIONÄR bei dem Wettstreit um das beste Depot. Welche Strategie fahren Sie in diesem Jahr? DER AKTIONÄR hat aufgrund der kurzen Spielzeit einen tradingorientierten Ansatz. Wir halten nach kurzfristig aussichtsreichen Werten Ausschau. Dabei betreiben wir nicht nur aufgrund der unsicheren Börsenphase ein konsequentes Moneymanagement. Keine Position läuft ohne einen entsprechenden Stopp, der verhindert, dass Einzelwerte mehr als zwei Prozent Verlust bezogen auf das Gesamtdepot verursachen.

DER AKTIONÄR bietet mit Musterdepots Aktien hautnah. Wer managt die Depots und nach welchen Kriterien? Gemanagt werden die Depots im Kreis mehrerer erfahrener Kollegen. Einige Ideen ergeben sich aber auch im großen Kreis im Rahmen der täglichen Redaktionskonferenz. Beim Aktien-Musterdepot setzt DER AKTIONÄR auf Stockpicking. Sprich wir investieren in Aktien, die wir für unterbewertet halten oder in aussichtsreiche Sondersituationen wie Turnaroundwerte und Übernahmekandidaten oder setzen auf Sonderausschüttungen. Dabei achten wir grundsätzlich darauf, dass die Depotwerte starke Fundamentaldaten aufweisen. Aktuell weist das Aktien-Musterdepot ein Plus von mehr als fünf Prozent seit Jahresanfang auf und entwickelt sich somit deutlich besser als der DAX. Beim TSI-Musterdepot gehen wir dagegen strikt nach einem ausgeklügelten Handelssystem basierend auf Relativer Stärke vor. Bei diesem Portfolio setzen wir ausschließlich auf Aktien aus DAX, TecDAX und MDAX, die stabile Trends und ein hohes Momentum aufweisen. Das Plus von mehr als neun Prozent seit Jahresanfang zeugt von der Qualität des Handelsansatzes im TSI-Musterdepot.

Wie sieht die Zukunft vo DER AKTIONÄR aus? Wie gehen Sie mit Tablets, Smartphones & Co. um? Die Wünsche und Bedürfnisse unserer Leser stehen beim AKTIONÄR an erster Stelle. Daher verfolgen wir jede Empfehlung kontinuierlich nach, was künftig noch stärker zum Ausdruck kommen soll. Natürlich gibt es DER AKTIONÄR auch auf Tablet und Smartphone. Mit Apps für iOS und seit neuestem auch für AndroidGeräte decken wir alle wichtigen Plattformen ab. (rs) Börsenpflichtblatt in Frankfurt,

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Markus Horntrich ist langjähriger Finanzjournalist aus Leidenschaft und vertritt den AKTIONÄR bereits seit Jahren bei der Sendung DepotChamp. Seit 2012 ist er Chefredakteur von Deutschland großem Börsenmagazin. Zuvor leitete er das Ressort „Aktien“ beim AKTIONÄR.

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Architektur & Bauen Diamona & Harnisch

Kultursponsoring als Vermarktungsturbo Mit spektakulär in Szene gesetzten Großbaustellen wie dem Checkpoint Charlie in Berlin fiel in den 90er Jahren der Startschuss für ein professionelles Baustellenmarketing in Deutschland. Von Anfang an spielte dabei die Symbiose zwischen Kunst und Immobilienprojekten eine wichtige Rolle. Wohin in Zukunft die Reise gehen wird, zeigt der große Erfolg eines innovativen Kulturprojekts im Zusammenhang mit dem Wohnbauprojekt „K6364“ in Mitte. Die erfolgreiche Vermarktung des Neubauprojekts „K6364“ durch den Projektentwickler Diamona & Harnisch geht nicht nur auf die begehrte Lage am Übergang zwischen der pulsierenden Mitte der Hauptstadt und dem quirligen Szenekiez Prenzlauer Berg zurück, sondern auch auf die Reichweite des hier stattgefundenen und mehrfach ausgezeichneten Kulturprojekts MAP MY STORY – PUBLIC IS THE NEW PRIVATE.

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Pionierprojekt Der Rohbau für die „K6364“ ist seit wenigen Tagen fertiggestellt und schon jetzt sind die insgesamt 46 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit Quadratmeterpreisen von 3.700 bis 7.500 Euro zu 65 Prozent vermarktet. Zum Frühjahr 2013 werden die Bauarbeiten für die zwei modernen Stadthäuser in der Kastanienallee 63/64 abgeschlossen sein und damit ein in der Immobilienbranche in dieser Art wohl einmaliges Projekt zu Ende gehen. Die hier aufgeführte Kunstaktion „ICH BIN KEINER und Das Ende der Privatheit“ spiegelte auf innovative Weise das Innere des Hauses nach außen und ins Internet: Im Innenhof des Gebäudes eröffnete die TRAILER LOUNGE mit „Campingplatzkino“, eine im Kiez und bei Szenegängern sehr populäre und leicht zugängliche Verbindungsstelle zu den Künstlern im Haus. Gleichzeitig setzte das Berliner Logentheater auf soziale Netzwerke mit


Architektur & Bauen

interaktiven Elementen und erreichte damit über das Internet sein Publikum. Auszeichnungen „Wir haben das Objekt dem Berliner Logentheater zur Verfügung gestellt und den Künstlern 300 Tage Zeit gegeben, um die Kastanienallee 63/64 in ein Kunstwerk zu transformieren“, erklärt Alexander Harnisch, Geschäftsführer von Diamona & Harnisch. „Das Kulturprojekt war ein voller Erfolg und wurde von den Medien mit großem Interesse aufgenommen. Zudem wurde das Projekt mehrmals ausgezeichnet und erreichte sowohl auf der CeBIT 2012 als auch bei den 19. Internationalen Sponsoring Awards jeweils eine Platzierung unter den ersten Drei der eigenen Preiskategorie.“

Kultursponsoring als Erfolgsrezept Das Kultursponsoring war ein doppelter Erfolg: Denn selbst in der Hauptstadt sind exklusive Wohneinheiten keine Selbstläufer und brauchen ein komplementäres und schlüssiges Marketingkonzept. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Kommunikation mit Anliegern in der Nachbarschaft und im Stadtteil für Immobilienprojekte immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dem Kulturprojekt ist es vor diesem Hintergrund gelungen, positive und zielgruppenorientierte Aufmerksamkeit zu erzeugen sowie Akzeptanz und eine gemeinsame Identität im Kiez aufzubauen – ein neues Benchmark im Kultursponsoring der Immobilienbranche. (jp)

Foto: Diamona & Harnisch

Dabei wurde die im Rahmen der Zusammenarbeit von Diamona & Harnisch und dem Berliner Logentheater weiterentwickelte App „Map My Story“ beim Code-n 12-Wettbewerb auf der CeBIT in Hannover geehrt und gehörte damit zu den ausgezeichneten Projekten der „jungen Garde der IT“, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung titelte. Knapp zwei Wo-

chen später gehörte das Kunstprojekt bei den Internationalen Sponsoring Awards zu den drei Finalisten in der Kategorie „Kultursponsoring“: Der Wettbewerbsbeitrag wurde durch eine Jury aus mehr als 50 Einreichungen ausgewählt und musste sich bei der feierlichen Preisverleihung im Rahmen des FASPO Sponsoring Summit 2012 nur knapp einem Projekt der Bayer AG geschlagen geben.

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Architektur & Bauen

conwert

Expansionskurs in Deutschland

Anfang des Jahres hat die österreichische conwert Immobilien Invest SE einen Mehrheitsanteil von rund 60 Prozent an der Hamburger KWG Kommunale Wohnen AG übernommen und damit ihr deutsches Portfolio schlagartig vergrößert. Zwischenzeitlich hat der neue Eigentümer seinen Anteil auf über 75 Prozent ausgebaut. Ziel von conwert ist es, zu einem der führenden Wohnbestandshalter in Deutschland zu werden. Dafür war die Übernahme der KWG ein wichtiger Schritt. Auch personell hat sich conwert in ihrem Deutschlandgeschäft verstärkt: Stavros Efremidis, der ehemalige Sprecher des Vorstands der KWG, ist seit dem 20. Februar 2013 als neuer geschäftsführender Direktor von conwert für den deutschen Markt verantwortlich. Stavros Efremidis hat innerhalb weniger Jahre die KWG zu einem der profitabelsten Immobiliengesellschaften Deutschlands aufgebaut. Die Erfolgsgeschichte

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hatte das Interesse von conwert geweckt. Das in Wien ansässige Unternehmen hat mit der im Januar erfolgten Übernahme der KWG ihr bisheriges Deutschlandportfolio um rund 66 Prozent auf knapp 24.500 Wohneinheiten vergrößert. „Mit der Übernahme der KWG haben wir unsere Präsenz in Deutschland entscheidend gestärkt. Darüber hinaus schaffen wir damit die Voraussetzung, um unsere strategische Ausrichtung als langfristiger Bestandsmanager von Wohnimmobilien in unserem Kernmarkt Deutschland weiter voranzutreiben“, so Johannes Meran, Verwaltungsratsvorsitzender von conwert. Als Geschäftsführender Direktor verantwortet Stavros Efremidis nun das operative Geschäft in Deutschland. Seine Aufgabe ist es, conwert als Bestandsmanager im deutschen Immobilienmarkt zügig weiter zu entwickeln. Die Übernahme der KWG bringt für conwert eine Vielzahl von Vorteilen, die es jetzt zu nutzen gilt.


Architektur & Bauen Johannes Meran, MBA - Vorsitzender des Verwaltungsrats conwert Immobilien Invest SE

Foto: Andi Bruckner

So ergänzen sich beispielsweise die Portfolios der beiden Unternehmen ausgezeichnet: Viele der Immobilien befinden sich in denselben Regionen, wenn nicht sogar in der gleichen Stadt. Neben Berlin als boomender Immobilien-Metropole sind dies vor allem die Bundesländer Sachsen, Thüringen und NordrheinWestfalen. Darüber hinaus ergeben sich weitere Schnittmengen, sodass die Erfahrung und Expertise der beiden Unternehmen operativ genutzt werden kann. „Wir sehen große Wertschöpfungspotenziale in der Bewirtschaftung, beim Know-howTransfer und bei der Kombination der beiden Verwaltungsplattformen“, erklärt Efremidis. Auch nach der Übernahme der KWG will conwert in Deutschland weiter auf Einkaufstour gehen. Dabei möchte man gezielt vorgehen und sich auf wenige Kernregionen beschränken. Im Fokus stehen hochwertige Wohnimmobilien in

Städten wie beispielsweise Berlin, Dresden oder auch Leipzig. „Wir planen in diesem Jahr Investitionen in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro, mit denen der Bestand in Deutschland kontinuierlich erweitert werden soll. Zurzeit bieten sich hierzu zahlreiche Möglichkeiten, und ich sehe gute Chancen, in diesem Jahr die Marke von 30.000 Wohneinheiten zu erreichen“, so Meran. Wer in Deutschland wachsen will, muss aber auch die feinen regionalen Unterschiede genauestens berücksichtigen. Hier zeigt sich conwert zuversichtlich, den richtigen Mix mit an den Start zu bringen. „Wir besitzen die notwendige Kombination aus langjähriger Erfahrung, ausgewiesener Wohnimmobilienexpertise und lokalem Know-how, um unsere Dienstleistungen präzise auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort anzupassen – und damit deutschlandweit zu einem der führenden Wohnbestandshalter zu wachsen“, sagt Efremidis.(sr)

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Architektur & Bauen

Christmann Unternehmensgruppe

Wohnen im Gestern und Heute Traditionshaus Wallstraße 84/85 wird saniert Für ihre hochwertigen Sanierungen suchen die Brüder Christmann ausschließlich Gebäude, die sie persönlich ansprechen und eine Geschichte erzählen. Ein Beispiel ist das leerstehende Haus in der Wallstraße 84/85 in Berlin-Mitte, das von der Christmann Unternehmensgruppe nun in neuen Wohnraum verwandelt wird. Mit Blick fürs Detail und Respekt für seine bewegte Vergangenheit entstehen in dem Baudenkmal am Spreekanal Eigentumswohnungen mit gehobenem Standard. Gelebte Historie Das Gebäude in der Wallstraße 84/85 tauchte schon auf Kinoleinwänden rund um den Globus auf. Während der Dreharbeiten für den Film „Cloud Atlas“ wurde das Erdgeschoss für eine Szene mit Hollywood Star Halle Berry zu einem verstaubten Plattenladen umgebaut. Dass die Geschichte des Gebäudes selbst genug Stoff für etliche Filme bietet, war wohl weder den Zuschauern noch den Schaulustigen bei den Dreharbeiten bewusst. 1872 wurde das Traditionshaus als Wohn- und Gewerbehaus für eine Familie Lademann gebaut, im Erdgeschoss der Wallstraße 85 befand sich ihre familien

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eigene Eisenwarenhandlung. Die Eigentümer verkauften schließlich ihr Domizil, mit dem neuen Eigentümer entstanden Mietwohnungen. Im Jahr 2011 nutzte der britische Künstler Alexander Hoda das Erdgeschoss des leerstehenden Gebäudes für seine Skulpturenausstellung „Type 1 Errors“. Altbauten neu erfinden Diese überlieferten Geschehnisse und viele kleine Alltagsgeschichten haben sich in diesen Wänden ereignet. Bei den angrenzenden, fast durchgängig sanierten Häusern der ursprünglich geschlossenen Bebauung der Spree wurden schlechter erhaltene Gebäudeflügel teilweise abgebaut oder durch modernere Prestigebauten ersetzt. So ist die Wallstraße 84/85 das einzige erhaltene Grundstück, das auf seinen 829 Quadratmetern die ursprüngliche Bebauung bis ans Ufer dokumentiert und in der ursprünglichen Form an die kleinen und großen Geschichten seiner Bewohner erinnert. Doch wie vereint man den respektvollen Umgang mit dem Traditionshaus und seinen Geschichten der Vergangenheit mit denen der Zukunft? In liebevoller


Architektur & Bauen Erdgeschoss in der Wallstraße

Foto: Christmann Unternehmensgruppe 

Detailsanierung erhält die Christmann Unternehmensgruppe nicht nur die historische Bausubstanz und die ursprüngliche wasserseitige Fassade aus Klinkerziegeln, sondern auch die gut erhaltene Vorderhausfassade mit ihren Pilastern und Rundbögen. Den künftigen Bewohnern stehen nach der Fertigstellung im Frühjahr 2015 eine hochwertige Innenausstattung und ein Concierge-Service zur Verfügung. Die Immobilie liegt sehr zentral, in Laufnähe gibt es zwei U-Bahnhöfe und die Museumsinsel ist fußläufig zu erreichen. In den drei oberen Etagen der Wallstraße 84/85 entstehen ca. 28 Wohneinheiten mit einer Größe von rund 30 bis 225 Quadratmetern, das Erdgeschoss soll ge-

werblich genutzt werden. Ein spezielles Konzept zur Umsetzung von Energieeffizienz-Standards wird derzeit unter Beachtung des Denkmalschutzes erarbeitet. Sanierung mit Fingerspitzengefühl „Dieses Haus hat schon über 100 Jahre Berliner Luft und Geschichten geatmet. Es hat Persönlichkeit und verdient eine hochwertige und nachhaltige Sanierung mit Fingerspitzengefühl“, so Wulf Christmann, Geschäftsführer der Christmann Unternehmensgruppe. Dank der verantwortungsbewussten Sanierung der Christmann Unternehmensgruppe wird das Gebäude in der Wallstraße vor Verfall geschützt, damit sich hier mindestens noch weitere 100 Jahre neue Geschichten ereignen können. (ka)

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Architektur & Bauen

Minerva

Stilvoll Wohnen am Alexanderplatz

„Mit der Fertigstellung der beiden Segmente Serviced Living und Wohnen haben wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Wiederbelebung des Alexanderplatzes getan. Die Apartments im Boarding House sind optimal für pendelnde Geschäftsleute und insbesondere diejenigen geeignet, die besonderen Wert auf einen gehobenen Lifestyle in der Einrichtung sowie der Bewirtschaftung bei einem Apartmenthaus legen und nicht zuletzt aus diesem Grund in der Hauptstadt tätig sind“, erklärt Holger Rausch, geschäftsführender Gesellschafter von MINERVA und Gesellschafter der Projektgesellschaft Alexander Parkside, zu der auch die IVG Verwaltungs AG und die STRAUSS & CO. Development GmbH gehören. Das Boarding House, mit einer Bruttogeschossfläche von 11.000 Quadratmetern,

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umfasst insgesamt 135 Apartments, die sich auf neun Etagen verteilen. Das Besondere daran sind die hochwertig möblierten „VISIONAPARTMENTS“ der Firma VISIONGROUP. Interessenten können hier zwischen Ein-und Mehrzimmerwohnungen in unterschiedlichen Größen und vier verschiedenen Innendesignvarianten wählen. Neben München ist die Hauptstadt nun der zweite Standort, an dem das Unternehmen sein Konzept umsetzt. Auch das Wohnhaus „Parkside Residence“ bedient gehobene Ansprüche: Die 67 Ein- bis Zweizimmerwohnungen bieten insgesamt 11 verschiedene Wohnungstypen mit drei etagenseitig zugeordneten Designvarianten, die auf die Ausstattung sowie die Farbigkeit der Küchen und Bäder abgestimmt sind und im mittleren und gehobenen Preissegment gemietet werden können. Nicht zuletzt aufgrund der zentralen Lage und der guten Verkehrsanbindung rechnen auch Wilfried Euler, Geschäftsführer des „Parkside Residence“ und Christian Berger, Geschäftsführer von STRAUSS & CO, mit einer schnellen Vermietung der Apartments und Komfortwohnungen im Alexander Parkside. (bwi)

Foto: Minerva

Nach der Fertigstellung des Hotelkomplexes des Alexander Parkside im Mai vergangenen Jahres hat nun auch der Vermietungsstart für das dort integrierte Boarding House und das „Parkside Residence“ an der Otto-Braun-Straße/ Ecke Wadzeckstraße begonnen.


BERLINboxx Bestseller Wilhelm Heineking: „Merkbrück“ Wer wird neue(r) Bundeskanzler(in)? Diese Frage wird in dem Buch nicht beantwortet, so wie es der Titel erahnen lassen könnte. Tatsächlich geht es in dem Werk um die eigentlichen Probleme in der deutschen Politik, die hinter der Fassade des Wahlprogramms zurück fallen. Alles in allem eine gute Vorbereitung auf die kommende Bundeskanzlerwahl. Fazit: Heineking ermutigt zu Reformen und spricht Probleme schonungslos an – wenn das in der Politik immer so wäre, bräuchten wir uns um die Wahl keine Sorgen zu machen. Plassen Verlag. Preis: 14,99 €

Bill Clinton: „Es gibt viel zu tun. Warum wir kluge Politik für eine starke Wirtschaft brauchen.“ Der 42. Ex-Präsident der Vereinigten Staaten wirft einen kritischen Blick auf die aktuelle Regierung Obama. Dabei vertritt er die These, dass die Zukunft Amerikas in der grünen Energie und einer Stärkung des privaten Sektors liegt. Fazit: Empfehlenswert! Plassen Verlag. Preis: 24,90 €

Michael Götschenberg: „Der böse Wullf? Die Geschichte hinter der Geschichte und die Rolle der Medien.“ Vor knapp einem Jahr legte Christian Wulff nicht ganz freiwillig sein Amt als Bundespräsident nieder. Dieses Buch spiegelt nicht die Affäre wieder, sondern blickt hinter die Kulissen von Politik, Medien und Bellevue. Fazit: Kann man lesen, muss man nicht Plassen Verlag. Preis: 19,90 €

John Lanchester: „Kapital“ Very British! Dieses Buch erklärt den weltweiten Finanzmarkt anhand der Protagonisten einer Londoner Straße – vom Straßenfußballer bis zum erfolgreichen Bänker ist alles dabei. Fazit: Unterhaltsam und mal was anderes. Klett-Cotta. Preis: 24,95 €.

Bettina Wulff: „Jenseits des Protokolls.“

Fotos: Plassen, Klett, Riva

Die Ex-Gattin von Ex-Bundespräsident Wulff schildert Ihre Sicht der Dinge. Fazit: Zeitverschwendung. Riva. Preis: 19,99 €

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Business Network

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Foto: Business Network

Dr. Angela Wiechula, Partnerin Business Network Gruppe, Herausgeberin Wirtschaftsmagazin BERLINboxx


Business Network

Netzwerke – Qualität vor Beliebigkeit Von Dr. Angela Wiechula

Networking gewinnt an Bedeutung. Das ist das Phänomen dieser digitalen Ära. Neben dem Hype um XING, Facebook & Co. ist ein Bewusstsein für die Qualität von Netzwerken entstanden. Vor allem ist eine Renaissance zu vermerken, die sich zurückbesinnt auf persönliche Qualitäten der „analogen Kommunikation“. Zwar ist es schön, wenn die Follower meine abgesetzten Botschaften im Netz kommentieren, bewerten oder viral multiplizieren, doch die Nachhaltigkeit von derartigen Kommunikationsvehikeln ist eher beschränkt. Und ein durchgängiges Defizit lässt sich in dieser Welt nicht schönen: Persönlich ist hier gar nichts. Berlin als Hauptstadt der Netzwerke mit über 400 relevanten Business-Events täglich tritt den Beweis an, dass die Entscheider in Wirtschaft und Politik weiter auf die traditionelle Form des Networkings setzen. Ob IHK, VBKI, Berliner Wirtschaftsgespräche, Stiftungs-, Verbands- oder Unternehmensevent – die Hauptstadtnetzwerker können sich fast jeden Abend im Kreis von Gleichgesinnten treffen. Nur auch hier gilt: Stimmt der Output? Ist das Matchmaking gelungen? Habe ich den Kontaktwunsch realisiert oder habe ich nur als Teil des Publikums einem mehr oder weniger interessanten Vortrag gelauscht? Die Optimierung von Networking-Effizienz ist zum Treiber von Akquisitions- und Vertriebsstrategien geworden und wird zunehmend von Unternehmen eingesetzt und verfeinert. Kenntnis zu Events erhal-

ten, Zugangsmöglichkeiten bekommen, im Vorfeld Gesprächspartner identifiziere und intelligent kontaktieren, das ist der Relationship-Circle, der natürlich eine sinnvolle Nachbereitung und kontinuierliche Beziehungspflege beinhalten sollte. Business Network hat seit mehr als fünfzehn Jahren für zahlreiche in- und ausländische Unternehmen ein strukturiertes Featherbedding in der Hauptstadt organisiert. Häufig in enger Zusammenarbeit mit den Strukturen der Berlin Partner GmbH wurden den Unternehmen optimale Bedingungen geschaffen, um für ihre Geschäftsaktivitäten erfolgreich zu agieren. Belastbare Kontakte zu Behörden, Senatsverwaltungen, Bundeministerien, aber auch zu Wirtschaftsplattformen haben dazu beigetragen, dass vernetzte Aktivitäten zu einer hohen Akzeptanz und damit zu Zielerreichung geführt haben. Das reicht von der klassischen Vernetzung im Sinne von Public Affairs bis zur Etablierung von Hauptstadtrepräsentanzen internationaler Konzerne. Jetzt hat Business Network und die BERLINboxx gemeinsam mit den International Associate Clubs den Radius unserer Networking-Aktivitäten über Berlin hinaus auf die europäischen Metropolen Brüssel, London, Paris, Amsterdam, Stockholm, Madrid und Warschau erweitert. So fördern wir Unternehmenskooperationen und bieten ein sinnvolles Tool für internationale Businesskontakte. No limits ist die Devise. Kontakt: info@businessnetwork-berlin.com

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Gesellschaft Zoo und Tierpark Berlin

Feste der Lebensfreude Vogelhauseröffnung im Zoo Berlin Voraussichtlich Ende Mai wird das neue Vogelhaus im Zoo Berlin für die Besucher eröffnet werden. Das Haus verfügt über 5500 überdachte Quadratmeter, drei landschaftlich gestaltete Freiflughallen, in denen der Besucher die Vogelwelt Australiens, Afrikas und Südostasiens bestaunen kann, und 50 Einzelvolieren. Die Baukosten belaufen sich auf 12,5 Millionen Euro. Untergebracht werden ca. 600 Vögel von Kronentauben bis zum Rosa Kakadu. Herzstück der Anlage ist die 410

Besucher entweder auf einem Dschungelpfad am Boden oder aber in Wipfelhöhe den Vögeln ganz nah. Pfingsten in Zoo und Tierpark Berlin In beiden Berliner Tiergärten wird die Tradition der Pfingstfrühkonzerte gepflegt, im Zoo bereits seit über 160 Jahren und auch im Tierpark schon mehr als ein halbes Jahrhundert lang! Natürlich wird auch dieses Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm geboten. Für beinahe jeden Musikgeschmack ist

In Zoo und Tierpark Berlin wird die Tradition der Pfingstfrühkonzerte gepflegt

Quadratmeter große Südostasienhalle mit Wasserfall, subtropischer Feuchtwärme und zahlreichen Grünpflanzen (wie Feigen, Gummibäume, Palmen), die teilweise zwölf Meter hoch sind. Dort ist der

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etwas dabei: von orchestraler Blasmusik über Rock ’n’ Roll und Jazz bis zu brasilianischer Musik. Verschiedene Ensembles und Bands laden zum Verweilen bei den Musikbühnen und in der Gastronomie


Gesellschaft ein. An jedem Tag finden zwei tierische Attraktionen auf der jeweiligen Bühne statt. Das Pfingstkonzert findet im Tierpark auf der Musikbühne am Terrassencafé statt. Im Zoologischen Garten wird das Pfingstkonzert auf der Musikbühne am Zoorestaurant veranstaltet. Nähere Infos zu allen Veranstaltungen unter www.zoo-berlin.de bzw. www. tierpark-berlin.de in der Rubrik Veranstaltungen. Bewegung im Tierpark Am 02. Juni 2013 präsentieren verschiedene Berliner Sportvereine Bewegungsangebote für Menschen ab 50 Jahre im Tierpark Berlin. Interessierte können sich an verschiedenen Stationen Sportangebote ausprobieren, ihre Fitness auf einem Gesundheitspfad austesten und den Tierpark Berlin erkunden. Die Besucher erwartet ein spannendes

Tierparkfest Einer guten Tradition folgend findet auch in diesem Jahr am 01. September 2013 wieder das Tierparkfest zum Ausgang des Sommers im Tierpark Berlin statt. Auf der Freilichtbühne zwischen AlfredBrehm-Haus und Kamelwiese wird ein vielfältiges Programm geboten. Organisiert und geleitetet wird das Fest vom bekannten und beliebten Entertainer Uwe Jensen, der einen bunten Strauß von Künstlern präsentieren kann, unter anderem die City Dancers, Maja Catrin Fritsche, Dorit Gäbler sowie das KinderMusicaltheater Berlin. Ab 15:00 Uhr gibt es dann ein schönes Solo-Konzert von Patrick Lindner. Dr. Blaszkiewitz und die Tierpfleger werden dem Publikum verschiedene Tiere darstellen. Wir würden uns über Ihr zahlreiches Er-

Fotos: Zoo und Tierpark Berlin

Das Pumplori aus Südostasien

Bühnenprogramm und verschiedene „Tierpark-Spiele“ laden zum Mitmachen ein. Es wird keine besondere Gebühr erhoben. Der normale Tierparkeintritt und Freude am Sport reichen aus.

scheinen freuen. Auch für das Tierparkfest wird keine externe Gebühr erhoben, mit dem normalen Tierpark-Eintritt und guter Laune sind Sie uns herzlichen willkommen! (ej)

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Gesellschaft Veranstaltungsort, Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin

Tierpark Berlin

Aus Verantwortung für die Erde Unternehmen mit Ideen für eine bessere Welt präsentieren sich am 12. und 13. Juni 2013 im Tierpark Berlin vor Investoren

Es wird sowohl Gründern als auch mittelständischen Unternehmern die Gelegenheit geboten, sich Finanziers und möglichen Kunden vorzustellen. Dabei werden nicht nur „Clean Tech“-Unternehmen angesprochen, sondern alle Unternehmen, denen ein bewusster Ressourcenumgang wichtig ist und die dabei innovative Verfahren entwickeln und umsetzen. Erstmalig bietet sich hierbei eine branchenübergreifende Plattform für Unternehmen, deren Geschäfte auf Nachhaltigkeits-Kriterien begründet sind.

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Die Mischung aus Startups und Mittelstand ist dabei für alle Beteiligten interessant. Mittelständische Unternehmer/innen geben ihre Erfahrungen an Startups weiter und „entdecken“ ggf. ihr Interesse an einer Beteiligung. Erwartete 400 Teilnehmer aus ganz Europa, Israel, den USA und Kanada nutzen die ungewöhnliche Location des herrschaftlichen Schlosses Friedrichsfelde inmitten eines 160 Hektar großen Landschaftsparks. Der Veranstalter Leonhard Ventures Berlin blickt auf 15 Jahre Erfahrung mit derartigen Matching-Foren zurück; europaweit hat es bisher mehr als 100 Foren mit ca. 9.500 Teilnehmern durchgeführt. (ej) Mehr Informationen unter: www.worldresourceventures.com

Foto: Jean Luc_Wikipedia

Am 12. und 13. Juni 2013 findet im Tierpark Berlin im Schloss Friedrichsfelde ein europaweites Forum für kapital- und kontaktsuchende Unternehmen unter anderem aus Ressourcenmanagement, Umwelttechnologien, Ernährung, Forsten, Landwirtschaft statt. Gemeinsam ist allen ein nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen dieser Erde gemein haben.


Gesellschaft Berlin leuchtet e. V.

Es werde Licht

Foto: PPMG

Mit der Gründung des Vereins „Berlin leuchtet e. V.“ bekommt der bisherige Platzhalter, das „Festival of Lights“, in diesem Jahr Konkurrenz - oder sagen wir mal Unterstützung. Das „Festival of Lights“ war in den letzten Jahren sehr erfolgreich, allein 2012 lockte die bunte Bestrahlung der bekanntesten Berliner Bauwerke über zwei Millionen Gäste an und war für 600.000 zusätzliche Übernachtungen verantwortlich. Das 2004 von der Citystiftung Berlin initiierte Lichterfest erregte international große Aufmerksamkeit. Aufgrund der damit verbundenen Kommerzialisierung hat sich nun im Januar dieses Jahres der Verein „Berlin leuchtet e. V.“ gegründet. Pikant: Die Gründungsmitglieder sind wieder dieselben wie damals 2004 beim „Festival of Lights“. Den Vorstand bilden Thomas Schmalfuß, Geschäftsführer der Potsdamer Platz Management GmbH, und Uwe Timm, welcher als Manager des Europa Centers bekannt ist. Außerdem kommt Carsten Kollmeier dazu, Geschäftsführer der Berlin Highlights. Das Lichtfestspiel „Berlin leuchtet“ soll in diesem Jahr am 4. Oktober starten, also fünf Tage vor dem „Festival of Lights“. Beide Festivals laufen dann zeitgleich nebeneinander und enden gemeinsam am 20. Oktober 2013. Uwe Timm verspricht sich davon eine Rückkehr zur Grundidee des Festivals: „Wir sehen uns in der Tradition des Festes und wollen den Gedanken von 2004, mit bürgerschaftlichem Engagement etwas für diese Stadt zu tun, wieder aufnehmen.“ Geplant sind neben der bekannten Beleuchtung der berühmtesten Sehenswürdigkeiten auch beleuchtete Züge, die durch die Stadt fahren, und eine Videomapping-Tour im Innenhof des Rathauses Wilmersdorf. Beide Festivals haben sich um die diesjährige Beleuchtung des Brandenburger Tors beworben. Mal sehen, wer die Nase vorn hat – Bürgerschaftliches Engagement oder Kommerz. (mf)

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Gesellschaft

2012 – ein Jahrgang voller Überraschungen Von Anne Rotheut und Karl Dörfler

Qualitativ große Enttäuschungen kamen hingegen vom linken Ufer. Während St.

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Julien durchschnittlich sehr gut abschnitt (hier brillierte vor allem Ducru Beaucaillou), zeigte sich große Ernüchterung aus den Anbaugebieten Margaux und St. Estephe mit Ausnahme eines großartigen Palmers! Unter den Premier Grand Cru Classés ragten insbesondere die Châteaux Latour, Haut Brion und Mouton Rothschild heraus. Letzteres beeindruckte mit einem ungewöhnlich feingliedrigen, aparten Wein. Der Jahrgang 2012 präsentiert sich insgesamt dennoch durchschnittlich besser als der 2011er. Er positioniert sich wahrscheinlich auf der Ebene des Jahrgangs 2008. 2012 birgt große Abweichungen von Weingut zu Weingut. Die Qualität des Terroirs, das Alter der Rebstöcke und die Wachsamkeit der Winzer hatte in diesem Jahrgang unnachgiebiges Gewicht. Im Vergleich zu den exorbitanten Preisen für die Jahrgänge 2009 und 2010 sind die Weine des Jahrgangs 2012 zu passablen Preisen zu erwerben. www.weekend-offer.de

Foto: CC wdso

April, April! Nicht nur das Wetter war launisch, als sich vom 8. - 12. April wieder das internationale Weinfachpublikum bei den En Primeur Proben in Bordeaux versammelte. Ebenso wechselhaft waren die Eindrücke von den Weinen des Jahrgangs 2012. Die sensorische Palette reichte von viel grünen Tanninen und wässrigen Weinen bis hin zu eleganten gut balancierten Gaumenschmeichlern. Es war ein mühsames Jahr mit schwierigen Wetterbedingung durch einen extrem heißen, trockenen Sommer und verregnete Herbstmonate. 2012 ist das Jahr des Merlots und die eindeutigen Gewinner des Jahrgangs sind ohne Zweifel die merlotlastigen Weine vom rechten Ufer. Die größten Überraschungen kamen aus St. Emilion und Pomerol. Prächtig präsentierten sich die Châteaux Cheval Blanc, Ausone, Petrus und Le Pin. Neben diesen Giganten verdienen gleichermaßen die Weine von Château Teyssier, Trotanoy, La Fleur Petrus und Eglise Clinet höchsten Respekt.


Gesellschaft

Bild des Hauptbereiches des Restaurants VAU

Waldorf Astoria Berlin

Gourmetspitzen Jenseits von normalen Geschäftsessen wollen wir in den „Gourmetspitzen“ Traditionalisten und Newcomer der Gourmetszene vorstellen, die nicht nur der Stadt, sondern besonders dem Gaumen Impulse geben und schlicht ein Gesamtkunstwerk darstellen.

Foto: Waldorf Astoria

Der Newcomer: Les Solistes by Pierre Gagnaire im Waldorf Astoria Bei adaptierten Restaurantkonzepten von Weltklasse-Köchen ist das so eine Sache. Was Drei-Sterne-Koch Pierre Gagnaire mit Küchenchef Roel Lintermans und Restaurantleiter Vedad Hadziabdic im ersten Stock des im neuen Waldorf Astoria gelegenen Restaurants Les Solistes gezaubert hat, ist mit Sicherheit ein gelungenes Konzept, das das Format hat, Berlin eine weitere Krone der Gastronomie aufzusetzen. Gagnaire, der Gourmet-Tempel u. a. in Paris, London und Hongkong betreibt und weltweit elf Michelin-Sterne auf sich vereint, beschreibt seine Küche als subtil, kreativ und geschmacksbasiert. Seine klassische

französische Küche kommt mit viel Raffinesse und einer gerade richtigen Spur von Exotik: „Hummersalpicon mit Ingwer, gedünsteter mango und Pampelmuse mit Zitronengras. Chantilly Lace“. Wer dabei nicht für einen Moment alles um sich herum vergisst, ist ein Kostverächter. Eingestimmt wird der Gast durch ein Dreierlei Amuse Gueule, das von einer Leichtigkeit und dabei von einer so überraschenden Geschmacksexplosion ist, dass man am liebsten reichlich nachbestellen würde. Drei Michelin-Sterne gibt es heute schon von uns für den Service. Vedad Hadziabdic (Aqua in Wolfsburg, Brandenburger Hof) und sein Team schaffen eine großartige Atmosphäre. (fs) www.waldorfastoriaberlin.com

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Gesellschaft

Dr. Peter Altmaier, Bundesumweltminister (l.), und Markus Voigt, VBKI Präsident

Wie eine Operation am offenen Herzen

Laut Altmaier ist die Energiewende auf bestem Wege, in Deutschland die „größte Innovationswelle der letzten 30 Jahre“ auszulösen. Energiespeichersysteme, Power-to-gas, Kraftwärmekopplungen, Supply-side Management, virtuelle Batterien – innovative Bausteine aus diesen Bereichen hätten das Potenzial, sich zu Exportschlagern zu entwickeln. Die Fragestellung darf nicht heißen: Wohlstand oder Umwelt. Aus Sicht des

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Bundesumweltministers sei Erfolg erst dann gegeben, wenn die Alternative „Wohlstand und Umwelt“ lautet. Die zentrale Aufgabe bestehe darin, den Strompreis aus erneuerbaren Energien marktfähig zu machen. „Jede Entwicklung, die auf Subventionen beruht, führt zu Blasenbildung und am Ende zu einem bösen Erwachen“, sagte Altmaier mit Blick auf die EEG-Umlage. Schon heute seien neue Anlagen kaum noch in das Netz integrierbar. Nicht zuletzt deswegen sei das Gesetz für Erneuerbare Energien reformbedürftig; die künftige Förderung der Anlagen müsse auf die konstante Wettbewerbsfähigkeit des Öko-Stroms gegenüber Strom aus fossilen Energieträgern abzielen. Sebastian Thomas, Leiter Kommunikation VBKI

Foto: Inga Haar Businessfotografie

Als Operation am offenen Herzen der Volkswirtschaft hat Dr. Peter Altmaier die Energiewende schon häufiger beschrieben. Beim Business Breakfast im VBKI am 19. April blieb er bei dem Bild und versprach: Es werde alles getan, um den Patienten möglichst schonend auf ein Leben in neuem energiewirtschaftlichem Umfeld vorzubereiten.


Mai & Juni 2013 Termine Kalenderwoche 18/19 Mittwoch 02.05.2013 09:00 15. Konferenz Erneuerbare Energien „Neue Ideen für das Solarzeitalter“ Bis zum 03. Mai 2013. Ort: Berlin Forum Adlershof, Rudower Chaussee 24 V: Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.leibniz-institut.de 11:00 Friedrich-Ebert-Stiftung: „Wettbewerb, Sicherstellung, Honorierung - Reform der Versorgungsstrukturen und -prozesse im deutschen Gesundheitswesen“ Mit Ministerpräsident a.D. Kurt Beck, der Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks und dem Leiter Gesundheitspolitik beim ver.di-Bundesvorstand Herbert Weisbrod-Frey Ort: Friedrich-Ebert-Stiftung BerlinHaus 2, Hiroshimastraße 28 V: Friedrich-Ebert-Stiftung Anmeldung erforderlich www.fes.de 17:30 Frauenmagazin BRIGITTE im Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel Ort: Maxim-Gorki-Theater, Am Festungsgraben 2 V: BRIGITTE Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.brigitte.de Samstag 04.05.2013

11:00 EU: Die Krise geht weiter oder: Der Versuch, eine Krise zu lösen, ohne etwas verändern zu wollen Die EU zeigt in der Krise ein erschreckendes Gesicht: es geht nur um neoliberale Markt- und Geldintegration ohne politischen Zusammenhalt oder solidarische Regulierung. Krisenbearbeitung beschränkt sich auf Konjunkturprogramme, das Ermöglichen neuer Wachstumszyklen und das Erhalten der Wettbewerbsfähigkeit. Ort: Kottbusser Damm 72 V: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung Anmeldung erforderlich www.boell.de

11:00 Entwicklung der Europäischen Migrationspolitik - 20 Jahre nach der Änderung des Grundrechts auf Asyl Im Mai 1993 wurde das Grundrecht auf Asyl in Deutschland eingeschränkt. Welche Rolle spielte damals die europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik? Unter welchen Bedingungen wird heute Asyl in Deutschland gewährt? Ort: Mehringhof Versammlungssaal, Gneisenaustr. 2a V: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung Anmeldung erforderlich www.boell.de Sonntag 05.05.2013 13:00 Aktuelle Probleme der europäischen Finanz- und Schuldenkrise Bis zum 7. Mai. Seminar für Studierende Ort: Bismarckallee 46/48 V: Europäische Akademie Berlin Anmeldung erforderlich www.eab-berlin.de Montag 06.05.2013 08:00 4. Petersberger Klimadialog Bis zum 07. Mai 2013. Internationale Konferenz mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesumweltminister Peter Altmaier. Ort: Axica, Pariser Platz 3 V: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Nur für geladene Gäste www.bmu.de

19:30 Gentlemen‘s Dinner des Berlin Capital Club Dies ist eine sehr erfreuliche Art der Kontaktpflege bei einem gesetzen 3-Gang Menü inkl. korrespondierender Getränke. Kleidung: Smoking. Ort: Mohrenstr. 30 V: Berlin Capital Club Nur geladene Gäste www.berlincapitalclub.de

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Termine Mai & Juni 2013 Kalenderwoche 19/20 Dienstag 07.05.2013 09:00 3. Sitzung der Gemischten Wirtschaftskommission Deutschland - Algerien Mit dem algerischen Industrieminister Cherif Rahmani und der Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium Anne Ruth Herkes Ort: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Scharnhorststraße 34-37 V: Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e. V. Anmeldung erforderlich www.afrikaverein.de

18:00 “Wider die Dominanz der Exekutive in Europa – das Europäische Parlament muss gestärkt werden!“ Vortragsveranstaltung mit Herta DäublerGmelin, Bundesministerin a.D. Ort: Konferenzraum der SchwarzkopfStiftung, Sophienstraße 28 - 29 V: Schwarzkopf Stiftung Junges Europa Anmeldung erforderlich www.schwarzkopf-stiftung.de 18:30 StiftungsSalon Bereits im 6. Jahr findet der StiftungsSalon im wohlbekannten Rahmen des Berlin Capital Clubs statt. Interessante Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft sind im StiftungsSalon zu Gast. Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstr. 30 V: StiftungsSalon Berlin-Brandenburg Nur geladene Gäste www.StiftungsSalon.de Mittwoch 08.05.2013 09:00 Fachtagung in Kooperation mit BPI und vfa „Fortschritt durch Innovation – Das Beispiel der Personalisierten Medizin“ Mit dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie Henning Fahrenkamp, der Hauptgeschäftsführerin des Verbands der Forschenden Arzneimittelhersteller Birgit Fischer Ort: Haus der Deutschen Wirtschaft, Breite Straße 29 V: Bundesverband Managed Care in Kooperation,Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, Verband Forschender Arzneimittelunternehmen Anmeldung erforderlich www.bmcev.de

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Montag 13.05.2013 08:30 13. Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrats: „Mit Maß und Mut - für eine politische Kultur der Nachhaltigkeit“ Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Direktorin Infrastructure/Regional Management Communications Corporate Citizenship der Deutsche Bank AG Marlehn Thieme Ort: Tempodrom, Möckernstraße 10 V: Rat für Nachhaltige Entwicklung Anmeldung erforderlich www.nachhaltigkeitsrat.de 09:00 Bertelsmann Stiftung: „Gerecht, nachhaltig, effizient - Perspektiven für eine Reform der Krankenversicherung“ Ort: Bertelsmann-Repräsentanz, V: Bertelsmann Stiftung Unter den Linden 1 Anmeldung erforderlich www.bertelsmann-stiftung.de

18:00 „Familienbilder in Europa: was können wir von unseren Nachbarn lernen?“ Zu Gast: Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ort: Europäisches Haus, Unter den Linden 78 V: Schwarzkopf Stiftung Junges Europa Anmeldung erforderlich www.schwarzkopf-stiftung.de Dienstag 14.05.2013 09:00 Jahrestagung Stadtwerke 2013 Rund 40 Unternehmen präsentieren sich Bis zum 16. Mai 2013 auf der StadtwerkeExpo 2013 in Berlin. Ort: InterContinental, Budapester Str. 2 V: Euroforum Deutschland GmbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.stadtwerke-tagung.de 11:00 9. Tag der Luft- und Raumfahrt Berlin-Brandenburg Thema: Luftfahrt ist Zukunft – Regionale Luftfahrtforschung im Fokus Ort: Schönefelder Kreuz, Schmiedestr. 2 V: Zentrum für Luft- und Raumfahrt Anmeldung erforderlich www.zlur.de


Mai & Juni 2013 Termine Kalenderwoche 20 13:30 Jahrestagung Kerntechnik Auf der Tagung vom 14. bis 16. Mai 2013 soll verstärkt über den deutschen Tellerrand hinaus geblickt und die internationale Entwicklung der Kernenergie beleuchtet werden. Ort: Estrel Hotel Berlin, Sonnenallee 225 V: Deutsches Atomforum e.V., Kerntechnische Gesellschaft e.V., INFORUM Verlagsund Verwaltungsgesellschaft mbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.kerntechnik.info 14:00 IHK-Berlin: „Handlungsbedarf für den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und Polen“ Im Mittelpunkt des Symposiums soll erörtert werden, mit welchen Schritten nach der Unterzeichnung der deutsch-polnischen Abkommen zum Eisenbahnverkehr vorangekommen wird. Ort: Tagungszentrum der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40 V: Industrie- und Handelskammer zu Berlin Anmeldung erforderlich www.ihk-berlin.de 19:00 Fortschreibung der Exzellenzinitiative - Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) Unter anderem im Podium: Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender Charité - Universitätsmedizin Berlin. Moderation: Prof. Dr. Jürgen Zöllner, Vorstand Stiftung Charité, Berliner Bildungssenator a.D. Ort: Bank für Sozialwirtschaft, Oranienburger Str. 13 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 19:00 Leitkultur Wettbewerbsfähigkeit? Austeritätspolitik, Innovationen und die soziale Seite Europas Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8 V: Heinrich-Böll-Stiftung e.V. www.boell.de Mittwoch 15.05.2013 09:00 14. Berliner Energietage Bis zum 17. Mai 2013. Die Berliner Energietage bringen jedes Jahr rund 40 Veranstalter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden unter einem Dach zusammen. Ort: Ludwig Erhard Haus, Fasanenstr. 85

V: Agora Energiewende, Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V., Berliner ImpulsE Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.berliner-energietage.de 09:15 Fachkonferenz des Bundesverbands Medizinische Versorgungszentren: „Wo ist mein Arzt? Zur Sicherstellung der Versorgung im ländlichen Raum“ Mit dem hessischen Sozialminister Stefan Grüttner, dem BMVZ-Vorstandsvorsitzenden Dr. Bernd Köppl und der Vorstandsvorsitzenden der KV Thüringen Regina Feldmann Ort: Britische Botschaft, Wilhelmstraße 70-71 V: Bundesverbands Medizinische Versorgungszentren (BMVZ) Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bmvz.de 10:00 10jähriges Jubiläum der Initiative „Grünes Band Europa“ Bis zum 16. Mai 2013. Neben dem gastgebenden deutschen Umweltminister Peter Altmaier werden Regierungsvertreter und maßgebliche Akteure aus den 24 Anrainerstaaten des Grünen Bandes Europa sowie Vertreter der Europäischen Union erwartet. Ort: Stresemannstr. 128 V: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Nur für geladene Gäste www.erlebnisgruenesband.de 10:00 Deutscher Landkreistag: „Bindung und Gewinnung junger Menschen sowie Fach- und Führungskräfte zur Zukunftssicherung von Landkreisen“ Ort: Deutscher Landkreistag, Lennéstraße 11 V: Deutschen Landkreistag und ExperConsult Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.landkreistag.de 10:00 Bundesamt für Naturschutz: „Netzausbau mit der Natur - Lösungen für die Energiewende“ Mit der BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel, dem Leiter Projektinitiierung der TenneT Offshore GmbH Tim Meyerjürgens und dem Leiter Naturschutzpolitik und -koordination beim BUND Magnus J. K. Wessel Ort: Umweltforum Berlin, Pufendorfstraße 11 V: Bundesamt für Naturschutz Anmeldung erforderlich www.bfn.de

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Termine Mai & Juni 2013 Kalenderwoche 20 www.aif-projekt-gmbh.de 16:30 „Der französische Blick auf die Zukunft Europas“ Zu Gast: S. E. Maurice Gourdault-Montagne, Botschafter der Republik Frankreich Ort: Französische Botschaft, Pariser Platz 5 V: Schwarzkopf Stiftung Junges Europa Anmeldung erforderlich www.schwarzkopf-stiftung.de Donnerstag 16.05.2013 08:00 Politisches Frühstück mit Cem Özdemir Zu Gast beim ‚Mittelstandsfrühstück‘ ist Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Grünen. Ort: „Habel am Reichstag“, Luisenstr. 19 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 09:00 Fachtagung des Bundesbildungsministeriums „Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel - Demografietagung im Wissenschaftsjahr 2013“ Bis zum 17. Mai 2013. Mit Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung Ort: bcc Berliner Congress Center, Alexanderstraße 11 V: Bundesministerium für Bildung und Forschung Anmeldung erforderlich www.bmbf.de

09:00 Immobilien Frühstück mit Herr Dr. Huth Thema: „Shoppingquartier Leipziger Platz – Das stellt Berlin auf den Kopf“ mit Dr. Harald G. Huth, Geschäftsführer, HIGH GAIN HOUSE INVESTMENTS GmbH Ort: Mohrenstraße 30 V: Berlin Capital Club Nur geladen Gäste www.berlincapitalclub.de 09:30 20. Innovationstag Mittelstand des Bundeswirtschaftsministeriums mit Philipp Rösler Mehr als 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Kooperationsnetzwerke aus ganz Deutschland präsentieren neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, deren Entwicklung mit Unterstützung des Bundes möglich wurden. Ort: AiF Projekt GmbH, Tschaikowskistraße 45–49 V: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Anmeldung erforderlich

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10:00 16. Internationales WDR Europaforum Eintägige Konferenz europäischer Spitzenpolitiker und Medienexperten im Weltsaal des Auswärtigen Amtes. Ort: Auswärtiges Amt, Werderscher Markt 1 V: Westdeutscher Rundfunk Anmeldung erforderlich www.wdr.de 11.00 Workshop: Schmuggel- und Fälscherware –Alkohol, Medikamente, Zigaretten – Bedrohung für Europas Sicherheit? Die Deutschland-Redaktion des europapolitischen Portals EurActiv lädt ein. Mit Jürgen Storbeck, ehem. Europol Direktor und Michael Jäger, Generalsekretär des Europäischen Steuerzahlerbundes Ort: Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40 Veranstalter: EurActiv.de Anmedlung erforderlich www.euractiv.de 11:00 Demografietagung im Wissenschaftsjahr 2013 Bis zum 17. Mai 2013. Thema: „Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel“. Ort: bcc - Berliner Congress Center, Alexanderstr. 11 V: Bundesministerium für Bildung und Forschung Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.demografietagung.de 12:30 Deutscher Immobilien Kongress 2013 Bis zum 17. Mai 2013. Mit Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Ort: Maritim Hotel proArte, Friedrichstr. 151 V: Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bfw-bund.de 19:00 Berliner Wirtschaftsgespräche: „Die Zukunft der Mobilität in Deutschland“ Unter anderem mit Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Ort: Atrium der Deutschen Kreditbank AG, Taubenstr. 7-9 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net


Mai & Juni 2013 Termine Kalenderwoche 20/21 19:00 Berliner Wirtschaftsgespräche: „Netzwerke stellen sich vor“ Folgende drei Netzwerke werden vorgestellt: AIESEC Berlin, Business and Professional Women (BPW) und Das Demografie-Netzwerk (DDN) Ort: Best Sabel Hochschule, Rolandufer 13 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich www.bwg-ev.net Dienstag 21.05.2013 18:00 Dampferfahrt: Berlin Mittendrin Abendliche Brückenfahrt durch die Berliner City Gäste: Ephraim Gothe, Staatssekretär des Senats für Stadtentwicklung und Umwelt und Michael Kötter, Vice President Real Estate & Development Anschutz Entertainment Group. Ort: Schiffsanleger der Firma Riedel, Willy-Brandt-Straße V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Mittwoch 22.05.2013 12:00 AfB GmbH: Eröffnung des neuen Berliner Standortes Durch die Gründung dieses AfB-Standortes werden zahlreiche Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in Berlin entstehen. Mit Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales Ort: Malzfabrik, Bessemer Str. 2-14 V: AfB gemeinnützige GmbH Anmeldung erforderlich www.afb-group.com

Vortragsveranstaltung mit dem außenpolitischen Korrespondenten im Hauptstadtbüro der ZEIT Jörg Lau Ort: Sophienstraße 28-29 V: Schwarzkopf-Stiftung Anmeldung erforderlich www.schwarzkopf-stiftung.de Montag 27.05.2013 10:00 Internationale Konferenz „Elektromobilität bewegt weltweit“ Bis zum 28. Mai 2013. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wird am Eröffnungstag eine Grundsatzrede zum Thema halten. Ort: bcc am Alexanderplatz, Alexanderstr. 11 V: Gemeinsame Geschäftsstelle Elektromobilität Der Bundesregierung Anmeldung erforderlich www.konferenz-elektromobilitaet.de Berliner Wirtschaftsgespräche: „Befristungen, Zeitarbeit, Transfer – wie gestaltet man fließende Übergänge von Arbeitsverhältnissen?“ Mit Doro Zinke, Vorsitzende des DGB Berlin Brandenburg, Roland Wolf, Leiter der Abteilung Arbeitsrecht, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Ort: Deutsche Schmerzgesellschaft e.V., Alt-Moabit 101 b V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Dienstag 28.05.2013

19:00 Kamingespräch mit Markus Petsch, Geschäftsführer Green Planet Holding Corporation Thema: Permakultur in den Einklang von Ökonomie und Ökologie Ort: Mohrenstr. 30 V: Berlin Capital Club Nur geladene Gäste www.berlincapitalclub.de Donnerstag 23.05.2013 08:30 Mittelstandsfrühstück mit Ramona Pop Zu Gast beim „Mittelstandsfrühstück“ ist Ramona Pop, Fraktionsvorsitzende Bündnis90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus. Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstr. 30 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 18:00 Schwarzkopf-Stiftung: „Islamfeindlichkeit in Deutschland und Europa“

08:00 Europa im Gespräch: Prof. Dr. Fred Breinersdorfer Drehbuchautor und Rechtsanwalt Prof. Dr. Fred Breinersdorfer diskutiert zum Thema: Berlin als europäische Filmmetropole Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstr. 30 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net

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Termine Mai & Juni 2013 Kalenderwoche 22/23 19:00 Märkischer Presse- und Wirtschaftsclub: „Öffentlich versus privat: Wer oder was verhindert den Bildungskollaps?“ Mit dem Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Berlin Dr. Thilo Pahl und dem Vorstandsmitglied des Verbands Deutscher Privatschulen Tim Balzer Anmeldung erforderlich V: Märkischer Presse- und Wirtschaftsclub Ort: Hotel Hilton Berlin, Mohrenstraße 30 www.mpwberlin.de Mittwoch 29.05.2013 08:30 Europa im Gespräch: Volker Rühe Bundesminister der Verteidigung a.D. Thema: Deutsche Außenpolitik im Umbruch – muss Deutschland mehr Führung zeigen? Ort: Berlin Capital Club Mohrenstr. 30 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Donnerstag 30.05.2013

18:00 INFRANEU-Fachforum: „35.000 km Berliner Stromnetz - Sicherheit durch Kompetenz“ Mit Gregor Hampel, Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH Ort: Schmiede, EUREF-Campus, Torgauer Straße 12-15 V: INFRANEU e.V. Anmeldung erforderlich www.infraneu.de 17:30 Zukunft Wirtschaft: Wissenschaft und Wirtschaft - wer fördert wen? Mit Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Prof. Dr. Ronald Pörner, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland e.V., Prof. Dr. Michael Heine, HTW-Präsident. Ort: HTW Berlin, Campus Treskowallee, Audimax, Treskowallee 8 V: Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin Anmeldung erforderlich www.htw-berlin.de Montag 03.06.2013

19:30 Gentlemen‘s Dinner des Berlin Capital Club Dies ist eine sehr erfreuliche Art der Kontaktpflege bei einem gesetzen 3-Gang Menü inkl. korrespondierender

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Getränke. Kleidung: Smoking. Ort: Mohrenstr. 30 V: Berlin Capital Club Nur geladene Gäste www.berlincapitalclub.de 10:00 Deutscher Verbrauchertag 2013 Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und weiteren Spitzenvertretern der Politik. Ort: bcc Berliner Congress Center Alexanderstraße 11 V: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. Anmeldung erforderlich www.vzbv.de 12:00 Business Lunch mit der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft Thema: Aktuelle Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Ort: Atrium der deutschen Kreditbank AG, Taubenstr. 7-9 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. kostenpflichtig Anmeldung erforderlich, www.bwg-ev.net Dienstag 04.06.2013

08:00 Europa im Gespräch: Heinz Dürr Heinz Dürr war von 1980 bis 1990 Vorstandsvorsitzender des AEG-Konzerns, von 1986 bis 1990 Mitglied des Vorstands der Daimler Benz AG und von 1991 bis 1997 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bundesbahn. Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstr. 30 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 10:00 5. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mit Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle Ort: Auswärtiges Amt, Werderscher Markt 1 V: BMELV, BVE und Auswärtiges Amt Anmeldung erforderlich www.bmelv.de


Mai & Juni 2013 Termine Kalenderwoche 23

12.00 Workshop: „Entwicklungspolitik in Krisenzeiten: Welche Rolle spielen Deutschland und Europa?“ Die Deutschland-Redaktion des europapolitischen Portals EurActiv, gemeinsam mit der Bill&Melinda Gates Foundation laden Sie ein Ort: Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40 Veranstalter: EurActiv.de Anmedlung erforderlich www.euractiv.de 18:00 13. Berliner Hoffest des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und Berlin Partner Ort: Berliner Rathaus Nur geladene Gäste 19:00 Sommerfest der RWE AG Ort: Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10 V: RWE AG Nur für geladene Gäste www.rwe.com Mittwoch 05.06.2013 08:00 Kooperationsbörse „Business Contact Forum“ Das Business Contact Forum ist die Plattform für die direkte Geschäftsanbahnung während der Konferenz. Ort: Auswärtiges Amt, Unterwasserstr.10 V: Berlin Partner GmbH Anmeldung erforderlich www.smartcities-apw2013.com 09:00 „Smart Solutions for Urban Challenges“ Wirtschafts- und Technologiekonferenz im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen Berlin 2013 Themenfelder sind Green, Mobile, Safe und Creative City. Ort: Auswärtiges Amt, Unterwasserstr.10 V: Berlin Partner GmbH Anmeldung erforderlich www.smartcities-apw2013.com 10:30 16. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2013 Bis zum 7. Juni 2013. Was erwartet uns nach der Wahl in Sachen Krankenversicherung, bei der Frage der Finanzierung, im Bereich der Pflege sowie in der ambulanten und stationären Versorgung.

Ort: ICC Berlin, Messedamm 22 V: WISO S. E. Consulting GmbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.hauptstadtkongress.de 12:00 50. Geburtstag des WWF Deutschland mit Peter Altmaier Geburtstagsfeier des WWF Deutschland zum Thema ‚50 Jahre WWF - Die Zukunft beginnt heute‘, u.a. mit Bundesumweltminister Peter Altmaier Ort: Kalkscheune, Johannisstraße 2 V: WWF Deutschland Nur für geladene Gäste www.wwf.de 18:00 Hoffest des Bankenverbands Traditionell werden Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und natürlich der Finanzwelt in den Hof des Verbandsgebäudes eingeladen. Ort: Bundesverband deutscher Banken, Burgstraße 28 V: Bundesverband deutscher Banken e.V. Nur für geladene Gäste bankenverband.de 18:30 Parlamentarischer Abend von visitBerlin und Tourismus Dialog Berlin Thema: „Tourismusmetropole Berlin – fit für die Zukunft?“, u.a. mit dem Vorsitzenden des Bundestagstourismusausschusses Klaus Brähmig und dem Leiter der Auslandsvertretung der Deutschen Zentrale für Tourismus in Großbritannien und Irland Klaus Lohmann Ort: Schiffsfahrt durch das Berliner Zentrum V: visitBerlin und Tourismus Dialog Berlin Nur für geladene Gäste www.tourismus-dialog-berlin.de Donnerstag 06.06.2013 08:00 Mittelstandsfrühstück mit Raed Saleh Zu Gast beim Mittelstandsfrühstück der Berliner Wirtschaftsgespräche ist der Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus Raed Saleh. Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstraße 30 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net

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Termine Mai & Juni 2013 Kalenderwoche 23/24 08:00 BWG: „Zukunft der Leiharbeit – Leiharbeit ohne Zukunft?“ Die Veranstaltung soll einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Leiharbeit geben und aufzeigen, welche Flexibilisierungsinstrumente gerade mittelständischen Unternehmen jenseits der Leiharbeit zur Verfügung stehen. Ort: KNAUTHE Rechtsanwälte, Leipziger Platz 10 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net

Montag 10.06.2013 10:00 Strategiegipfel IT & Information Security Bis zum 11. Juni 2013. Der Strategiegipfel IT & Information Security bietet IT Entscheidern die Plattform zum Austausch und Networking mit Kollegen und Experten. Ort: Grand Hotel Esplanade Berlin, Lützowufer 15 V: project networks GmbH Anmeldung erforderlich www.project-networks.com

10:00 Fachtagung „Perspektiven der Forschung zur Kulturellen Bildung“ Bis zum 07. Juni 2013. Mit Staatssekretärin im Bundesbildungsministerium Cornelia Quennet-Thielen. Ort: Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34 V: Bundesministerium für Bildung und Forschung Nur für geladene Gäste www.bmbf.de

10:00 Difu-Fachtagung: „Städtebauliche Verträge und Erschließungsverträge nach der BauGB-Novelle“ Mit dem Richter am Bundesverwaltungsgericht Helmut Petz und Dr. Arno Bunzel vom Difu Ort: Deutsches Institut für Urbanistik, Zimmerstraße 13-15 V: Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.difu.de

15:00 Tag der Deutschen Bauindustrie Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Frank-Walter Steinmeier Ort: Axel-Springer Passage, Markgrafenstraße 19a V: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie Nur für geladene Gäste www.bauindustrie.de 19:00 MEET&GREET Abendempfang im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen Berlin 2013 Smart Cities lautet 2013 das Thema der neunten Asien-Pazifik-Wochen Berlin. Ort: Auswärtiges Amt, Unterwasserstr.10 V: Berlin Partner GmbH Anmeldung erforderlich www.smartcities-apw2013.com Freitag 07.06.2013 08:00 Politisches Frühstück mit Stephan Weil, Ministerpräsident der Landes Niedersachsen Stephan Weil, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen im Gespräch mit Wolfgang Tiefensee, Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V. Ort: Restaurant „Habel am Reichstag“, Luisenstr. 17 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net

Dienstag 11.06.2013 08:30 Bundeskongress Haushalt und Finanzen 2013: „Staatliche Handlungsfähigkeit als individuelle und kooperative Gestaltungsaufgabe“ Der Bundeskongress Haushalt und Finanzen hat sich in den vergangenen fünf Jahren als Plattform für eine breitangelegte Diskussion von Experten aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft fest etabliert. Ort: dbb-forum, Friedrichstraße 169-170 V: Behörden Spiegel Anmeldung erforderlich www.haushalt-modern.de 09:00 Tag der Deutschen Industrie Tag der Deutschen Industrie des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Ort: Tempodrom, Möckernstr. 10 V: Bundesverbands der Deutschen Industrie Nur für geladene Gäste www.bdi.eu

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Mai & Juni 2013 Termine Kalenderwoche 24/25 19:00 BDEW Kongress 2013 Bis zum 12. Juni 2013. Thema: „Märkte und Systeme im Umbruch“, mit Angela Merkel, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, Philipp Rösler, Peter Altmaier. Ort: InterContinental, Budapester Str. 2 V: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bdew.de Mittwoch 12.06.2013 08:00 Politisches Frühstück mit Frank-Walter Steinmeier Zu Gast ist Dr. Frank-Walter Steinmeier, MdB, Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag. Ort: „Habel am Reichstag“, Luisenstr. 19 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net 19:00 Parlamentarischer Abend der RWE AG Parlamentarischer Abend „RWE-Talk“ der RWE AG, u.a. mit den Mitgliedern des Bundestagswirtschaftsausschusses Rolf Hempelmann (SPD), Thomas Bareiß (CDU) und Klaus Breil (FDP) Ort: RWE Repräsentanz Berlin, Friedrichstraße 95 V: RWE AG Berlin Nur für geladene Gäste www.rwe.com Donnerstag 13.06.2013

08.30 Welcome Breakfast des Berlin Capital Club Im Rahmen eines Champagnerfrühstücks laden wir unsere neuen Mitglieder in den Club ein, gleichzeitig bitten wir unsere bereits „cluberfahrenen“ Mitglieder dazu. Nutzen Sie die Möglichkeit bei einem Glas Champagner neue Kontakte zu knüpfen und Ihr Netzwerk zu erweitern. Ort: Mohrenstraße 30 V: Berlin Capital Club Nur für geladene Gäste www.berlincapitalclub.de 19:00 Sommerfest der EnBW AG Ort: EnBW Hauptstadtrepräsentanz, Schiffbauerdamm 1 V: EnBW AG Nur für geladene Gäste www.enbw.com

19:00 Berliner Wirtschaftsgespräche: Spaces and Things - Informatisierung von Stadt und Raum Veranstaltung der Berliner Wirtschaftsgespräche, u.a. mit dem Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg Dr. Hans Hege und der Referentin für Netzpolitik in der Berliner Senatskanzlei Nadine Schüttel Ort: Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, Bebelplatz 2 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Freiatg14.06.2013

08:00 Europa im Gespräch: Heinrich Alt Den Vortrag hält Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit. Thema: „Europäische Jugendgarantie – Beschäftigungssicherung für junge Menschen?“. Ort: Berlin Capital Club, Mohrenstr. 30 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net

18:00 INFRANEU-Clubabend: „Elektromobilität und ÖPNV - mit dem Straßenbahnsimulator durch Berlin“ Mit Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Ort: BVG Straßenbahndepot Lichtenberg, Siegfriedstraße 30-35 V: INFRANEU e.V. Anmeldung erforderlich www.infraneu.de

19.00 Küchenparty im Berlin Capital Club Lernen Sie den Küchenchef Michael Tuschen und sein Team hinter den Kulissen kennen. Ort: Mohrenstraße 30 V: Berlin Capital Club Nur geladene Gäste www.berlincapitalclub.de

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Termine Mai & Juni 2013 Kalenderwoche 25/26 Montag 17.06.2013 09:00 Tagung Dienstleistungen rund ums Wohnen Die Tagung fokussiert die Frage, welches gewinnbringende Potenzial wohnbegleitende Dienstleistungen bereithalten. Ort: Zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt V: BBA - Akademie der Immobilienwirtschaft e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bba-campus.de 17:30 Berliner Steuergespräche: „Mobile Unternehmen – Steuerliche Standortentscheidungen“ Mit dem Leiter Strategische Steuerplanung der Siemens AG Dr. Christian Kaeser, dem Leiter Steuern der Dr. August Oetker KG Mathias Gerner und dem Ökonomen Prof. Jochen Hundsdoerfer Ort: Haus der Deutschen Wirtschaft, Breite Straße 29 V: Berliner Steuergespräche Anmeldung erforderlich www.berlinersteuergespraeche.de Dienstag 18.06.2013 14:00 4. Forum Qualitätskliniken Bis zum 19. Juni 2013. Ort: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10 V: 4QD - Qualitätskliniken.de GmbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.forum-qualitaetskliniken.de 18:00 „Mexiko: Der attraktivste Investitionsstandort für Deutschland in Lateinamerika“ Die Botschaft von Mexiko lädt anschließend zu einem kleinen Empfang ein, der die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen bietet. Ort: Botschaft von Mexiko, Klingelhöferstr. 3 V: Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.bwg-ev.net Mittwoch 19.06.2013 09:00 Fachtagung des Bundesverbands Managed Care Thema: „eHealth - Wie Innovationen die Versorgung verändern“ Ort: Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstraße 35 V: Bundesverbandes Managed Care e.V. Anmeldung erforderlich www.bmcev.de

Montag 24.06.2013 13:00 Deutsches Forum Sicherheitspolitik Bis zum 25. Juni 2013. Die erste Konferenz des Deutschen Forums Sicherheitspolitik steht unter dem Titel „Sicherheitspolitik in Zeiten der Globalisierung – strategische Konsequenzen für Deutschland“. Ort: Schlossanlage Schönhausen, Ossietzkystr. 44/45 V: Bundesakademie für Sicherheitspolitik Anmeldung erforderlich www.deutschesforumsicherheitspolitik.de Dienstag 25.06.2013 20:00 Verleihung des Deutschen Gründerpreises 2013 mit Philipp Rösler Gala von stern, den Sparkassen, dem ZDF und Porsche zur Verleihung des „Deutscher Gründerpreis 2013“ Ort: ZDF im Zollernhof, Unter den Linden 36-38 V: Deutschen Gründerpreise Nur für geladene Gäste www.deutscher-gruenderpreis.de

08:00 Workshop: Ressourceneffizienz als globale Herausforderung: Industrie und Gesellschaft zwischen Chancen, Grenzen und Zielkonflikten Die Deutschland-Redaktion des europapolitischen Portals EurActiv setzt die Veranstaltungsreihe Europäischen Industrie-Dialog Brüssel-Berlin fort. Ort: Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40 V:EurActiv.de Anmeldung erforderlich www.EurActiv.de 18:00 Parlamentarischer Abend des Deutschen Bundeswehrverbands Ort: Schönhauser Allee 59 V: Deutscher Bundeswehrverband Nur für geladene Gäste www.dbwv.de

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Mai & Juni 2013 Termine Kalenderwoche 26 Donnerstag 27.06.2013 Der Tagesspiegel eMobility Summit Bis zum 28. Juni. Mit Bundesumweltminister Peter Altmaier; Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer; Bündnis 90/ Die Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Trittin; Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Daimler-Vorstandchef Dr. Dieter Zetsche und Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie Ort: Askanischer Platz 3 V: Verlag Der Tagesspiegel GmbH Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.emobility-summit.de 09:00 Personalmanagementkongress 2013 Bis zum 28. Juni 2013. Mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Ursula von der Leyen. Ort: Estrel Convention Center, Sonnenallee 225 V: Bundesverband der Personalmanager e.V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.personalmanagementkongress.de

12:00 IX. Innovationskongress der deutschen Hochschulmedizin Bis zum 28.06.2013. Der Innovationskongress der deutschen Hochschulmedizin richtet sich an Entscheider aus der Hochschulmedizin und ihre Partner aus Industrie, Politik und Verwaltung. Ort: Hotel Marriott Berlin, Inge-Beisheim-Platz 1 V: Verband der Universitätsklinika Deutschlands e. V. Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig www.uniklinika.de

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Impressum Verlag und Redaktion: Business Network Marketing und Verlagsgesellschaft mbH BERLINboxx Business Magazin Fasanenstr. 47, 10719 Berlin Tel.: 030 / 88 91 87 94 Fax: 030 / 88 91 87 96 redaktion@berlinboxx.de V.i.S.d.P.: Chefredaktion: Dr. Ingolf Neunübel (in) Herausgeberin: Dr. Angela Wiechula (awi) Verleger: Frank Schmeichel (fs) Gründungsherausgeber: Werner Plötz

Redaktionsleitung: Markus Feller

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 10 / Januar 2012

Redaktion: Elena Jochmann (ej), Jaroslaw Plewinski ( jp), Rebecca Stratmann (rs), Birte Wachsmuth (bw), Bonita Winkelbauer (bwi), Stephan Richter (sr), Marcel Pelzer (mp), Katharina Abejón Pérez (ka)

Grafik, Layout, Illustration: Gesa Giering-Jänsch grafik@ businessnetworkberlin.com Cover Gestaltung: Christian Schneider Druck: Brandenburgische Universitätsdruckerei und Verlagsgesellschaft Potsdam mbH

Erscheinungsweise: alle 2 Monate

IVW-Siegel 4. Quartal 2012

Druckauflage: 11.000

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Bundesverbände Bundespräsidialamt 030 / 20 000 Schloss Bellevue Spreeweg 1, 10557 Berlin, www.bundespraesident.de Bundespräsident Dr. Joachim Gauck Bundeskanzleramt 0180 / 27 20 00 0 Willy-Brandt-Str. 1, 10557 Berlin, www.bundeskanzlerin.de Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) Staatsminister

Staatsminister Bernd Neumann (CDU) Eckart von Klaeden (CDU)

Bundestagsfraktionen Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer (CDU)

Bündnis 90/Die Grünen 030 / 22 75 67 89 www.gruene-bundestag.de

Bundesrat 030 / 18 91 00 -0 /-17 2, Leipziger Str. 3-4, 10117 Berlin, www.bundesrat.de

CDU/CSU 030/ 22 75 55 50 www.cducsu.de

Bundestag Deutscher Bundestag 030 / 22 70 Platz der Republik 1, 11011 Berlin, www.bundestag.de

Die Linke 030 / 22 75 11 70 www.linksfraktion.de FDP 030 / 22 75 23 78 www.fdp-fraktion.de SPD 030 /22 75 71 33 www.spdfraktion.de

Bundesministerien Verkehr, Bau & Stadtentwicklung 030 / 18 30 03 06 0 Invalidenstr. 44, 10115 berlin, www.bmvbs.de Bundesminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) Parlamentarischer Staatssekretär Enak Ferlemann Parlamentarischer Staatssekretär Jan Mücke Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer Beamteter Staatssekretär Rainer Bomba Beamteter Staatssekretär Michael Odenwald

Verteidigung 030 / 18 24 82 40 Stauffenbergstr. 18, 10785 Berlin, www.bmvg.de

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Bundesminister Dr. Thomas de Maizière (CDU) Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Kossendey Parlamentarischer Staatssekretär Christian Schmidt Beamteter Staatssekretär Rüdiger Wolf Beamteter Staatssekretär Stéphane Beemelmans

Wirtschaftliche Zusammenarbeit & Entwicklung 030/ 18 53 50, Stresemannstr. 94, 10963 Berlin, www.bmz.de Bundesminister Dirk Niebel (FDP) Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp Beamteter Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz

Wirtschaft & Technologie 030 / 18 61 50 Scharnhorststr. 34-37, 10115 Berlin, www.bmwi.de Bundesminister Dr. Philipp Rösler (FDP) Parlamentarischer Staatssekretär Peter Hintze Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Otto Parlamentarischer Staatssekretär Ernst Burgbacher Beamteter Staatssekretär Dr. Bernhard Heitzer Beamteter Staatssekretär Stefan Kapferer Beamteter Staatssekretär Anne Ruth Herkes


Bundesministerien Arbeit & Soziales 030 / 18 52 70 Wilhelmstraße 49, 10117 Berlin www.bmas.de Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU) Parlamentarische Staatssekretäre Dr. Ralf Brauksiepe Hans-Joachim Fuchtel Beamtete Staatssekretäre Gerd Hoofe Dr. Annette Niederfranke

Auswärtiges Amt 030 / 18 17 0 Werderscher Markt 1, 10117 Berlin www.auswaertiges-amt.de Bundesminister Dr. Guido Westerwelle (FDP) Staatsminister Michael Link Cornelia Pieper Staatssekretäre Harald Braun Emily Haber

Bildung & Forschung 030 / 18 57 0 Hannoversche Str. 28-30, 10115 Berlin www.bmbf.de Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanker (CDU) Parlamentarische Staatssekretäre Thomas Rachel Dr. Helge Braun Beamtete Staatssekretäre Cornelia Quennet-Thielen Dr. Georg Schütte

Ernährung, Landwirtschaft & Verbraucherschutz 030 / 18 52 90 Wilhelmstr. 54, 10117 Berlin, www.bmelv.de

Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) Parlamentarische Staatssekretäre Dr. Gerd Müller Peter Bleser Beamteter Staatssekretär Dr. Robert Kloos

Familie, Senioren, Frauen & Jugend 030 / 80 55 50 Glinkastr.24 / 10117 Berlin www.bmfsfj.de Bundesministerin Dr. Kristina Schröder (CDU) Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Hermann Kues Beamteter Staatssekretär Lutz Stroppe

Finanzen 030 / 18 68 20 Wilhelmstr. 97, 10117 Berlin www.bundesfinanzministerium.de Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) Parlamentarische Staatssekretäre Steffen Kampeter Hartmut Koschyk Beamtete Staatssekretäre Dr. Hans Bernhard Beus Werner Gatzer Dr. Thomas Steffen

Gesundheit 030 / 18 44 10 Friedrichstr. 108, 10117 Berlin, www.bmg.bund.de

Titel Annette Widmann-Mauz Beamteter Staatssekretär Thomas Ilka

Inneres 030 / 18 68 10 Alt-Moabit 101D, 10559 Berlin, www.bmi.bund.de Bundesminister Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU) Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Christoph Bergner Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Ole Schröder Beamtete Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe Beamteter Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche

Justiz 030 / 18 58 00 Mohrenstr. 37, 10117 Berlin, www.bmj.bund.de Bundesministerin Sabine LeutheusserSchnarrenberger (FDP) Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Max Stadler Beamtete Staatssekretärin Dr. Birgit Grundmann

Umwelt, Naturschutz & Reaktorsicherheit 030 / 18 30 50 Alexanderstr. 128-130, 10117 Berlin www.bmu.de Bundesminister Peter Altmaier (CDU)

Bundesminister Daniel Bahr (FDP)

Parlamentarische Staatssekretärin Katherina Reiche

Parlamentarische Staatssekretärin Ulrike Flach

Parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser

Parlamentarische Staatssekretärin

Beamteter Staatssekretär Jürgen Becker

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Landespolitik Bündnis 90/ Die Grünen 030 / 61 50 05 0, Kommandantenstraße 80, 10117 Berlin www.gruene-berlin.de CDU Landesverband Berlin 030 / 32 69 04 0, Kleiststr. 23 – 26, 10787 Berlin www.cduberlin.de FDP Landesverband Berlin 030 / 27 89 59 0, Dorotheenstr. 56, 10117 Berlin www.fdp-berlin.de Die Linke Landesverband Berlin 030 / 24 00 93 01, Kleine Alexanderstraße 28,

10178 Berlin www.die-linke-berlin.de SPD Landesverband Berlin 030 / 46 92 22 2, KurtSchumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin, www.spd-berlin.de Piratenpartei Berlin 030 / 60 98 22 880 Pflugstraße 9a, 10115 Berlin www.berlin.piratenpartei.de Das Abgeordnetenhaus Berlin 030 / 23 25 23 25 Niederkirchstr. 5, 10117 Berlin

www.berlin.de Bündnis 90/ Die Grünen Fraktion 030 / 23 25 24 00 Fraktion CDU 030 / 23 25 21 15 Fraktion SPD 030 / 23 25 22 22 Fraktion Die Linke 030 / 23 25 25 00 Piratenfraktion 030 / 23 25 26 11

Regierender Bürgermeister/Senatskanzlei Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit 030 / 90 26 0 Berliner Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin, www.berlin.de

Sprecher des Senats Dr. Richard Meng 030 / 90 26 32 00 Chef der Sentaskanzlei Björn Böhning 030 / 90 26 31 00

Bevollmächtigte beim Bund und Europabeauftragte Hella Dunger-Löper 030 / 90 26 36 00 Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten André Schmitz 030 / 90 22 82 00

Berliner Senat Regierender Bürgermeister: Klaus Wowereit (SPD), Kultursenator

Senatsbaudirektorin: Regula Lüscher (SPD)

Senatsverwaltung für Inneres und Sport Senator: Frank Henkel (CDU) Staatssekretäre: Bernd Krömer (CDU) Andreas Statzkowski (CDU)

Senatsverwaltung für Gesundheit & Soziales Senator: Mario Czaja (CDU) Staatssekretäre: Emine Demirbüken-Wegner (CDU) Michael Büge (CDU) Senatsverwaltung für Finanzen Senator: Dr. Ulrich Nußbaum (parteilos) Staatssekretäre: Dr. Margaretha Sudhof (SPD) Klaus Feiler (SPD)

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Senatorin: Sandra Scheeres (SPD) Staatssekretäre: Mark Rackles (SPD) Sigrid Klebba (SPD) Dr. Knut Nevermann (SPD) Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz Senator: Thomas Heilmann (CDU) Staatssekretäre: Sabine Toepfer-Kataw (CDU) Alexander Straßmeir (CDU) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Senator: Michael Müller (SPD) Staatssekretäre: Christian Gaebler (SPD) Ephraim Gothe (SPD)

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Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen Senatorin: Dilek Kolat (SPD) Staatssekretäre: Barbara Loth (SPD) Farhad Dilmaghani (SPD) Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung Senatorin: Cornelia Yzer (CDU) Staatssekretäre: Guido Beermann (CDU) Henner Bunde (CDU)


Landesregierung Brandenburg Landesregierung Brandenburg Staatskanzlei Ministerpräsident: Matthias Platzeck Heinrich-Mann-Allee 107 14473 Potsdam Tel.: 0331 866-12 01 Ministerium der Finanzen Minister: Dr. Helmut Markov Heinrich-Mann-Allee 107 14473 Potsdam Tel.: 0331 / 866-9

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Minister: Holger Rupprecht Heinrich-Mann-Allee 107 14473 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0 Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Minister: Jörg Vogelsänger Henning-von-Tresckow-Str. 2-8 14467 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0 Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Ministerin: Anita Tack Heinrich-Mann-Allee 103 14473 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0

Minister der Justiz Minister: Dr. Volkmar Schauka Heinrich-Mann Allee 107 14473 Potsdam Tel.: 0331 866-0 Ministerium des Innern Minister: Dr. Dietmar Woidke Henning-von-Tresckow-Str. 9/13 14467 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0 Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie Minister: Günter Baaske Heinrich-Mann-Allee 103 14473 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0

Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE) Minister: Ralph Christoffers Heinrich-Mann-Allee 107 14473 Potsdam Tel.: 0331 / 866-0 Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Ministerin: Prof. Dr.-Ing Dr. Sabine Kunst Dortustr. 36 14467 Potsdam Tel.: 0331 86 645-04

Bundesverbände Januar & Februar 2012 Termine AUMA – Ausstellungs- und Messe- Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V. 030 / 24 00 00, Littenstr. 9, 10179 Berlin, www.auma.de

BDA Bund Deutscher Architekten 030 / 27 87 99 0, Köpenicker Str. 48/49, 10179 Berlin, www.bda-architekten.de

Die Familien Unternehmer - ASU 030 / 30 06 50, Tuteur Haus, Charlottenstraße 24, 10117 Berlin, www.familienunternehmer.eu

BDA Bundesv. d. Dt. Arbeitgeberverbände 030 / 20 33 0, Breite Str. 29, 10178 Berlin, www.bda-online.de

Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft - BDWi 030 / 28 88 07 0, Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin, www.bdwi-online.de

Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg Lützowstraße 33 10785 Berlin Telefon: 030 - 26 39 18 0 www.berlinerbuchhandel.de

Bankenverband 030 / 16 63 0, Burgstr. 28, 10178 Berlin, www.bankenverband.de BDEW Bundesv. d. Ener.und Wasserw. e. V. 030 / 30 01 99 0, Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin, www.bdew.de BDI Bundesv. der Deutschen Industrie 030 / 20 28 0, Breite Str. 29, 10178 Berlin, www.bdi-online.de

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Zu guter Letzt

PRÄMIERT

Kompetenzzentrum Spandau Inklusiv

Das Kompetenzzentrum Spandau Inklusiv (KoSI) unterstützt Unternehmen, die Menschen mit Beeinträchtigungen einstellen. Im Rahmen einer individuellen Beratung werden zudem konkrete Lösungsvorschläge entwickelt, die im Ergebnis zu einer tatsächlichen Arbeitsaufnahme und einem langfristigen Verbleib behinderter Menschen im Unternehmen führen. Gemeinsam mit dem Spandauer

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Behindertenbeauftragten wird eine barrierefreie Website entstehen, geleichzeitig werden Unternehmen in Schulungen und Informationsveranstaltungen für die Themen Beschäftigung von Menschen mit Behinderung, Inklusion und Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention sensibilisiert. Projektpartner sind verschiedene Unternehmen des Evangelischen Johannesstifts. (jp)

Foto: SecondPrint Productions

Leichtere Integration ins Arbeitsleben


Zu guter Letzt

BLAMIERT Das Maison de France am Kurfürsten Damm

Foto: Business network

Viele kommen, einer geht: Das „Maison de France“ verlässt den Ku’damm Mon Dieu! Das Instituts Français wird nach über 50 Jahren den Kurfürstendamm verlassen und in das Gebäude der französischen Botschaft am Pariser Platz ziehen – aus Kostengründen. Die Mitarbeiter des Kulturinstituts protestieren gegen die Schließung. Zu Recht, denn es ist schon eine bittere Ironie der Geschichte, dass die City West ausgerechnet während des aktuellen Aufschwungs eine historische Institution verliert, die dem Kudamm auch in schwierigen Zeiten bisher immer treu geblieben und der Ecke zur Uhlandstraße stets das gewisse „Je ne sais quoi“ verliehen hat. Ob nun Waldorf Astoria, BIKINI Haus, No° 195 Kudamm, Haus Cumberland oder Apple Store neben dem Neuen Kranzler Eck: Es gibt viele neue Attraktionen am Kurfürstendamm. Aber das Institut Français samt Cinema Paris wird für lange Zeit eine sehr große Lücke hinterlassen – zurück bleibt nur ein leises au revoir. (jp)

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Vorschau

N채chst Ausgab e Juli/Au e gust 2013

Tourismus, Medien, Kultur, Sport und Entertainment

Freizeitwirtschaft

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Die BERLINboxx erscheint alle zwei Monate in einer Auflage von 11.000 Exemplaren. Hier finden Sie uns unter anderem:

Arbeitsgemeinschaft 13. August e. V., Abgeordnetenhaus, Aigner GendarAlexander Plaza Berlin, Aparthotel an der Spree, Argoneo (früher: Union da & Daniel Dormann, Aspria Berlin GmbH Spa & Sporting Club, bdew, Bunund Wasserwirtschaft e. V., Berlin Brandenburgische Akademie der WissenClub, Berlin Excelsior Hotel, Berlin Marriott Hotel, Berlin Partner , Berliner Pressekonferenz, Berliner Volksbank, Berliner Volksbank eG, BertelsmannGründerzentren, BMW-Konzernrepräsentanz, Borchardt, Börse Berlin-Bredenburgische Spielbanken GmbH & Co. KG, BSR, Bundespressekonferenz, Bundesverband Deutscher Stiftungen e. V., Businessplan-Wettbewerb Berlin werbsbüro in der IBB, City Stiftung Berlin, Cityhotel am Gendarmenmarkt, ImmobilienManagement GmbH, DB Projektbau, DB Projektbau, DB Projektpräsentanz, Deutsche Bank IFC, Deutscher Industrie- und HandelskammerUrbanistik, Deutsch-Israelische Gesellschaft, DIB - Deutsche Informations Young, Europäische Bewegung Deutschland e. V., Friedrich-Naumann-StifBerlin, Grand Hotel Esplanade, Grand Hyatt Berlin, GründerZentrum Panvertretung, Hill & Knowlton, Hotel Ambassador, Hotel Berlin, Berlin, Hotel Hotel InterContinental, Hotel Palace Berlin, Humboldt-Forum Wirtschaft / zu Berlin, ICC Infocounter, IHZ/ Gründerbox M25, IHZ/ Gründerbox S23, Verlag IMV GmbH & Co. KG, index GmbH - Projekt Zukunft, INFRANEU„Initiative ProDialog“, Initiative Top 500 / Deutsche Informationsbörse Wuhlheide / IM GmbH Haus 40, International Club Berlin, InvestitionsGmbh Berlin-Adlershof , Kempinski Hotel Bristol Berlin, Kienbaum Berlin -Stiftung e. V., Landesvertretung Baden-Württemberg, Landesvertretung tretung Bremen, Landesvertretung des Freistaates Bayern, Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern, Landesvertretung Niedersachsen, LandesvertreLandesvertretung Rheinland-Pfalz, Landesvertretung Saarland, LandesAnhalt, Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Landesvertretung genschaftsfonds Berlin, Maritim Hotel, Maritim Hotel Berlin, Wirtschaftsclub e. V., Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis Media.net berlinbrandenburg e. V., Medienboard Berlin-BranNiederländische Botschaft Wirtschaftsabteilung, Olympiastain Berlin, P.O.R.R., Paris Bar, Park Inn Alexanderplatz, Phönix Vitis, Piezka Projektentwicklung, Pleon, Porsche Zentrum BerRandstad, Regierender Bürgermeister von Berlin, Restaurant im Grunewald, SDWBB e. V. c/o Kebe + Schoberth Architekten, Rathaus, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und FrauServices GmbH & Co Kg, Sofitel am Gendarmenmarkt, Stiftung Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, gie Coaching Center GmbH, Tele Columbus GmbH, Tertianum ReResidenz Berlin, TGS Technologie- und Gründerzentrum SpreeThe Ritz Carlton, The Westin Grand Berlin, TOPOS. Paul-LinkeKaufleute und Industrieller, Vereinigung der Unternehmensverdenburg e. V., Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH, VerKommission in Deutschland, VIVALDI, VW AG, WeiberWirtschaft GmbH Arbeitsgemeinschaft 13. August e. V., Abgeordnetenhaus, Akelei e. V., Alexander Plaza Berlin, Aparthotel an der Spree, Investement), Aron Linda & Daniel Dormann, Aspria Berlin Club, bdew, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft burgische Akademie der Wissenschaften, Berlin Capital Club, Berlin Marriott Hotel, Berlin Partner , Berliner Morgenpost, Berliner Volksbank, Berliner Volksbank eG, Bertelsmann-Repräsentanz, BMW-Konzernrepräsentanz, Borchardt, Börse Berlin-Bremen, burgische Spielbanken GmbH & Co. KG, BSR, BundespresseBundestag, Bundesverband Deutscher Stiftungen e. V., BusiBerlin Brandenburg Wettbewerbsbüro in der IBB, City Stiftung Gendarmenmarkt, Commerzbank, core ImmobilienManagement DB Projektbau, DB Projektbau, Degussa-Konzernrepräsentanz, Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Deutsches InDeutsch-Israelische Gesellschaft, DIB - Deutsche Informations Young, Europäische Bewegung Deutschland e. V., FriedrichGesundheitsstadt Berlin, Grand Hotel Esplanade, Grand Hyatt Pankow, Hessische Landesvertretung, Hill & Knowlton, Hotel Berlin, Hotel Citadines, Hotel Hilton, Hotel InterContinental, Humboldt-Forum Wirtschaft /Humboldt-Universität zu Berlin, Gründerbox M25, IHZ/ Gründerbox S23, Immobilien Manager KG, index GmbH - Projekt Zukunft, INFRANEU-Hauptverband e. Initiative Top 500 / Deutsche Informationsbörse AG, InnovatiGmbH Haus 40, International Club Berlin, Investitionsbank, ipal Adlershof , Kempinski Hotel Bristol Berlin, Kienbaum Berlin -Stiftung e. V., Landesvertretung Baden-Württemberg, LandesLandesvertretung Bremen, Landesvertretung des Freistaates Hamburg, Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern, Landessen, Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, Landesvertretung vertretung Saarland, Landesvertretung Sachsen-Anhalt, LandesLandesvertretung Schleswig-Holstein, Liegenschaftsfonds Maritim Hotel Berlin, Märkischer Presse- und Wirtschaftsclub e. Wirtschaftskreis e. V., Mauer Museum, Media.net berlinbrandenBerlin-Brandenburg, Messe Berlin, Niederländische Botschaft Olympiastadion Berlin GmbH, OPEL in Berlin, P.O.R.R., Paris Bar, Phönix Gründerzentrum, Piero de Vitis, Piezka ProjektentwickZentrum Berlin, Radisson SAS Hotel, Randstad, Regierender

Titel

menmarkt, Akelei e. V., Investement), Aron Lindesverband der Energieschaften, Berlin Capital Morgenpost, Berliner Repräsentanz, BIG/TIB men, Botschaften, BranPressehaus, Bundestag, Brandenburg WettbeCommerzbank, core bau, Degussa-Konzernretag, Deutsches Institut für Börse GmbH, Ernst & tung, Gesundheitsstadt kow, Hessische LandesCitadines, Hotel Hilton, H u m b o l d t - Un i v e r s i t ä t Immobilien Manager Hauptverband e. V., AG, Innovationspark bank, ipal GmbH, IZMB GmbH, Konrad -Adenauer Brandenburg, LandesverHamburg, Landesvertretung tung Nordrhein-Westfalen, vertretung SachsenSchleswig-Holstein, LieMärkischer Presse- und e. V., Mauer Museum, denburg, Messe Berlin, dion Berlin GmbH, OPEL Gründerzentrum, Piero de lin, Radisson SAS Hotel, Guy, RS AG, Schlosshotel Senatskanzlei - Berliner en, Siemens Business Wissenschaft und Politik/ Swissôtel Berlin, Technolosidenz Berlin, Tertianum knie, The Regent Berlin, Höfe, VBKI Verein Berliner bände in Berlin und Brantretung der Europäischen eG, WISTA-Management Aigner Gendarmenmarkt, Argoneo (früher: Union GmbH Spa & Sporting e. V., Berlin BrandenBerlin Excelsior Hotel, Pressekonferenz, Berliner BIG/TIB Gründerzentren, Botschaften, Brandenkonferenz, Pressehaus, n e s s p l a n - We t t b e w e r b Berlin, Cityhotel am GmbH, DB Projektbau, Deutsche Bank IFC, stitut für Urbanistik, Börse GmbH, Ernst & Naumann-Stif tung, Berlin, GründerZentrum Ambassador, Hotel Berlin, Hotel Palace Berlin, ICC Infocounter, IHZ/ Verlag IMV GmbH & Co. V., „Initiative ProDialog“, onspark Wuhlheide / IM GmbH, IZMB Gmbh BerlinGmbH, Konrad -Adenauer vertretung Brandenburg, Bayern, Landesvertretung vertretung NiedersachRheinland-Pfalz, Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Berlin, Maritim Hotel, V., Marzahn-Hellersdorfer burg e. V., Medienboard W ir tschaf tsabteilung, Park Inn Alexanderplatz, lung, Pleon, Porsche Bürgermeister von Berlin,

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Titel

Berlin geht baden Durch den Einsatz von Brunnenwasser sparte die BSR im Jahr Kosten in Höhe von ca. 296.000 Euro und reduzierte den Verbrauch von Trinkwasser um ca. 147.000 m³. Diese Menge entspricht 975.300 gefüllten Badewannen. Anders ausgedrückt könnten 2.672 Berlinerinnen und Berliner ein ganzes Jahr lang jeden Tag baden.

www.BSR.de 100


BERLINboxx - Gesundheit - Mai/Juni