Page 18

ADUATZ FRIEDRICH

Pula/Kroatien 1. 7. 1907 – 21. 12. 1994 Voitsberg/Steiermark Maler und Grafiker – Vor 1939 meist expressive Landschaften mit teils kubistischem Einfluss. Ab etwa 1950 bis etwa 1965 Abstraktionen und informelle Malerei, in den 1960-er Jahren entstanden parallel auch die sogenannten „Apartmentbilder“ (kubistische Gebäudeaufrisse). Nach 1970 zumeist Abstraktionen, zwischendurch vereinzelt immer wieder auch gegenständliche Landschafts- und Blumenbilder. Gekennzeichnet von einer sehr kräftigen Farbgebung. In den 1960-er Jahren ab­strakte Radierungen und Lithografien. 1922–1926 Besuch der Lehrerbildungsanstalt in Graz (mit P. R. Oberhuber und R. Pointner), ab 1927 als Lehrer in der Steiermark tätig (zuletzt Lehrer und Direktor in der Hauptschule Voitsberg). Im Zeitraum 1930–1933 Besuch von mehreren Abendkursen an der Grazer Kunstgewerbeschule (W. Gösser, R. E. Jungel und F. Pamberger) und der Steiermärkischen Landeskunstschule (W. Thöny) sowie eines Aquarellkurses bei P. Coelli in Verona. In den 1930-er Jahren im Sommer Malkontakte in Kärnten bei F. Wiegele, R. Kalcher und G. Pevetz. 1933 erstmals Beteiligung im Hagenbund, 1935–1938 dessen Mitglied. Ab 1934 auch Mitglied der Sezession Graz. 1939/40 Einberufung zur Wehrmacht, 1941–1944 Zwangsverpflichtung als Lehrer in Schönstein/Untersteiermark (heute: Sostanj/Slowenien) im Partisanengebiet, danach noch Kriegsdienstleistung in Italien. 1945–1994 Mitglied der Wiener Secession. Werke wurden in zahlreichen Staaten der Welt gezeigt, z. B. Deutschland, Italien, Frankreich, Niederlande, Schweiz, Uruguay, Indien, Südafrika etc. und finden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, u. a. Belvedere, Albertina, Joanneum Graz, Museum der Moderne Salzburg, Neue Galerie der Stadt Linz.

Bärnbach, 1932 Öl / Leinwand, 57 x 75 cm, Privatsammlung

Graz, 1975 Öl / Leinwand, 83 x 113 cm, Privatsammlung

Ehrungen, Preise (Auswahl): 1937 Österreichische Staatspreismedaille in Bronze; 1956 Lissonepreis Mailand; 1968 Goldene Medaille bei der Grafikbiennale in Ancona; 1972 Verleihung des Professorentitels; 1978 Würdigungspreis des Landes Steiermark für bildende Kunst; 1983 Ehrenpräsident der Sezession Graz; 1988 Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark für bildende Kunst. Literatur (Auswahl): Vollmer I; Teichl; AKL I; R. List, Bd. 1; R. Schmidt, Bd. I (A–D); „Die Wiener Secession“ (R. Waissenberger, Verlag Jugend & Volk, Wien 1971); H. Fuchs, 20. Jh., Bd. 1; Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 20. Jh., Bd I, 1993; „Friedrich Aduatz“ (M. Boeckl, P. Chrastek, Verlag Galerie Welz, Salzburg 1997); Katalog: „Hagenbund 1975“; Bestandskatalog der Österreichischen Galerie Wien. Kunst des 20. Jh, Bd. 1, 1993; Katalog: „Künstlerbund Hagen 1993“; „Die ungewisse Hoffnung. Österrei-

Venezianische Abendstimmung, 1965 Öl / Leinwand, 84 x 120 cm, Privatsammlung

chische Malerei und Graphik zwischen 1918 und 1938“ (Hrsg. C. Bertsch, M. Neuwirth, Residenz-Verlag, Salzburg 1993); Katalog: „Aufbrüche. Österreichische Malerei und Plastik der 50er Jahre“, Österreichische Galerie 1994/95; Katalog: „Wien–Paris 2007/08“; Katalog: „Zwischen den Kriegen. Österreichs Künstler 1918–1938“, Leopold Museum 2007/08; Katalog: „Hagenbund Netzwerk 2014/15“.

Festlicher Abend, 1965 Öl / Leinwand, 130,5 x 105 cm, Privatsammlung 17

Wien Museum, Hagenbund und seine Künstler  

Leseprobe „Peter Chrastek, Hagenbund und seine Künstler", Farb- und Schwarzweißabbildungen, gebundene Ausgabe, 344 Seiten, erschienen im Eig...

Wien Museum, Hagenbund und seine Künstler  

Leseprobe „Peter Chrastek, Hagenbund und seine Künstler", Farb- und Schwarzweißabbildungen, gebundene Ausgabe, 344 Seiten, erschienen im Eig...