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verboten, das Wahlrecht abgeschafft und die ­Gleichheit von Mann und Frau in der Verfassung aufgehoben. Spätestens 1934 wurde die Reetablierung konservativer Frauen­bilder offizielle Staatspolitik. Wesentliche Errungenschaften der Frauen im Roten Wien wurden von der ständestaatlichen Diktatur und im Nationalsozialismus zunichtegemacht   ; viele Akteurinnen wurden verfolgt, vertrieben oder ermordet. Erst Jahrzehnte später wurden frauenpolitische Themen wieder ähnlich öffentlichkeitswirksam diskutiert wie im sozialdemokratischen Wien der Zwischenkriegszeit  : Feministinnen knüpften sukzessive an die Forderungen, Debatten und Aktivitäten der Frauen im Roten Wien an und noch bis heute sind diese – auch im internationalen Vergleich – wegweisend.

Die Bildstatistiken des Gesellschafts- und Wirtschafts­m useums visualisieren die Lebensverhältnisse von Arbeiterinnen, die Käthe Leichter in ihrer Studie » S o leben wir « untersuchte.  Aus : Käthe Leichter : » S o leben wir … 1320 Industriearbeiterinnen erzählen « , Wien 1932; Kat. Nr. 7.9. —  7 .10.

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Wien Museum Katalog „Das Rote Wien. 1919-1934. Ideen, Debatten, Praxis.“  

Leseprobe Katalog „Das Rote Wien. 1919-1934. Ideen, Debatten, Praxis.“, Farb- und Schwarzweißabbildungen, broschierte Ausgabe, 469 Seiten, e...

Wien Museum Katalog „Das Rote Wien. 1919-1934. Ideen, Debatten, Praxis.“  

Leseprobe Katalog „Das Rote Wien. 1919-1934. Ideen, Debatten, Praxis.“, Farb- und Schwarzweißabbildungen, broschierte Ausgabe, 469 Seiten, e...