Heliane Wiesauer-Reiterer kann als „Universalkünstlerin" bezeichnet werden - das zeigt ein Blick auf die enorme Bandbreite ihrer Arbeiten in den unterschiedlichsten Techniken.
Fragmentierung, Gliederung, Teilung und Reduktion auf den Kern erweisen sich als durchgängige Charakteristika, ihr geht es um Verdichtungen, um das wesenhafte Sein.
Heliane Wiesauer-Reiterer ist eine der wenigen Malerinnen der „Neuen Wilden" ab den späten 1970er Jahren, sie ist eine Reduktionistin, ohne dem Neo Geo der 1990er Jahre anzuge-hören, eine Materialkünstlerin, ohne der Arte Povera allzu nahe zu kommen, eine Spurensucherin, die in dem gefundenen Material, im gefundenen Objekt individuelle Qualitäten erkennt und herausarbeitet. Stein fungiert bei ihr nicht nur als Arbeits-material, sondern als ein Gegenüber im Schaffensprozess.
Als eine der bedeutenden Künstlerinnen ihrer Generation ermöglicht uns Heliane Wiesauer-Reiterer Bilderfahrungen von seltenem Tiefgang und insistierender Eindringlichkeit.