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Marilén Pol “Die Wahlen sollten dazu dienen, voranzukommen - egal wer regiert ” Marilén Pol ist derzeit Geschäftsführerin des Hotels Isla Mallorca, Mitinhaberin des Restaurants Wasabi und Präsidentin der Hotelvereinigung auf Mallorca. Als prominente Frau in der Tourismuspolitik der Inseln, hat sich Márilen Pol durch ihren konstanten Kampf in Leben und Beruf hervorgetan. Nach ihren ersten Monaten als Vorsitzende des Hotelverbandes von Mallorca beurteilt sie in diesem Portal die voraussichtliche Auslastung auf den Balearen, die Auswirkungen der Streiks der Fluglotsen und der Position der AENA, und sie untersucht die wichtigsten Erfolge und Fehlleistungen in der Tourismuspolitik der Balearenregierung. Sie sagt: „Das Wahlergebnis sollte der Verbesserung und dem Fortschritt dienen, egal wer regiert“.

“El consumo de fruta, verdura y vino reducen el riesgo cardiovascular”

Álvaro Merino Otermin es actualmente el Director del Departamento de Cardiología de la Clínica Rotger y doctor en Medicina por la Universidad de Navarra. Médico por vocación, está especializado en la cardiología intervencionista. “En estos últimos años, el avance de las tecnologías pueden disminuir las muertes por infarto. Lo más importante es la prevención de la enfermedad que se consigue con unos hábitos de vida saludables, una buena alimentación y ejercicio físico regular; además de evitar los factores de riesgo como son la hipertensión arterial, la diabetes y el tabaco.

Text: María Pineda Lázaro Bilder: Manuel Malvar Tombo


Was sind die wichtigsten Ziele, die Sie für dieses Jahr haben? Einen Verband zu schaffen, der sich weniger auf seine Präsidentschaft konzentriert, sondern in dem sich alle Hotels vertreten fühlen, unabhängig von ihrer Größe und mit einen hohen unternehmerischen Engagement.

gleich zu 2010 voraus. Seit Tunesien und Ägypten in eine politische Instabilität gerutscht sind, erwägt der Kunde, dass Mallorca eine Urlaubsalternative ist. Daher wird erwartet, dass einige der Gäste, die wir in diesem Sommer erwarten, „ geborgte Kunden“ sein werden.

Wie ist die Prognose für Ostern und den Sommer? Ostern ist dieses Jahr sehr spät, was zu dem Schluss führt, dass die Auslastungen gut sein werden. In Bezug auf den Sommer, d.h. Juni bis Oktober, sind die Prognosen ebenfalls gut. Das Problem für die Hotelunternehmen ist, dass ein Teil der Reservierungen während der Phase der Frühbuchung erfolgt ist, das heißt mit Rabatten von 5% bis 20%. Auch die Verträge mit Reiseveranstaltern wurden bereits zu dem Zeitpunkt des „Buchungsbooms“ unterzeichnet, was bedeutet, dass wir unsere Produkte nach wie vor zu nicht angemessenen Preisen verkaufen, was weder der aktuellen Situation noch der entsprechenden Qualität entspricht.

DAS HOTELANGEBOT VON PALMA

Es ist wichtig, dass der Verband eine Referenz in der Unternehmenswelt ist“ Teilen Sie die Prognosen der Regierung, die daraufhin weisen, dass in dieser Saison rund 10.000 Arbeitsplätze in der Tourismusbranche geschaffen werden? In der Hochsaison wird die Anstellung wie üblich sein, weil wir den Personalbestand zu 100% auslasten können, aber es ist möglich, - wenn sich die Prognosen bestätigen -, dass wir in der Zeit vom Anfang und Ende der Saison eventuell ungewöhnliche Auslastungen haben. Allerdings arbeitet das Ministerium mit Zahlen für die gesamte Tourismusbranche, in der sich auch andere Sektoren wie Transport, Handel, Gastronomie und andere befinden.

Wie ist die Lage des Hotelbestands von Palma? Die Hotel-Infrastruktur in der Stadt ist sehr gut. 75% der Hotels sind 4-Sterne-Häuser, die permanent erneuert wurden. Wir haben auch eine bedeutende Vielfalt in der Art der Hotels, wie Boutique Hotels, individuelle Hotels, Hotelketten, u.a. Zweifelsohne glaube ich, dass wir ein sehr konkurrenzfähiges Produkt anbieten. Sie sprechen von Palma als einer Stadt, die mehr aus sich machen sollte. Wie ist Ihre Vision für die Zukunft? Palma ist eine etwas „verschlafene“ Stadt; andere europäische Städte haben sich aus touristischer Sicht weiter entwickelt, wir aber nicht. In unserem Fall sind wir eine Ergänzung zum großartigen Sonne und Strand-Produkt, doch wir dürfen nicht vergessen, dass die Stadt für eine Verlängerung der Saison und für eine Saisonunabhängigkeit von wesentlicher Bedeutung ist. Wie geht es mit dem Kongresspalast voran? Das Kongresszentrum wird eine sehr wichtige Infrastruktur für unsere Stadt darstellen. Es scheint, dass es im März nächsten Jahres fertig sein wird und ich hoffe, dass die vorgesehene Frist eingehalten wird. Und ich denke, dass es absolut wichtig ist, im Vorfeld festzulegen, wer es verwalten wird, denn eine Vermarktung ist für den Erfolg unerlässlich.

In wie weit betrifft uns die Erholung des englischen und deutschen Marktes? Ohne Zweifel mit einer Verbesserung in der Beschäftigungsrate und wie wir hoffen auch in den touristischen Ausgaben.

Und die Reform der Playa de Palma? Die Reform der Playa de Palma ist eine einzigartige Chance für Mallorca mit der wir verantwortungsbewusst umgehen müssen. Die Transformation dieses touristischen Areals kann als Beispiel dienen, wie eine solche Herausforderung in Angriff zu nehmen ist, die in anderen touristischen Gegenden in Spanien ebenfalls notwendig ist. Da wartet man darauf, zu sehen, wie wir das hier tun werden, um diese Erfahrung in anderen Orten zu wiederholen.

Wie sind die Perspektiven für den spanischen Markt?

POLITIK UND TOURISTISCHE ENTWICKLUNG

DIE QUELLMÄRKTE

Die Aussichten für den spanischen Markt sind aufgrund der wirtschaftlichen Situation in unserem Land sehr unsicher. Wie beeinflussen die Krisen in Ägypten und in Libyen die mallorquinischen Hotelunternehmen? Noch bevor die Konflikte in Nordafrika entstanden sind, sagten die Prognosen eine bessere Auslastung im Ver-

Wie wirkt sich das politische Hin und Her auf die Projekte der touristischen Umwandlung aus? Das politische Hin und Her ist für nichts und niemanden gut. Der Tourismus ist ein Pakt des Staates und muss es auch sein, solange er das nicht ist, wird es sehr schwierig sein, in dem Tempo voranzukommen, den der Markt uns vorgibt.


Denn wir sollten nicht vergessen, dass die Konkurrenz nicht schläft, die Kunden immer anspruchsvoller werden und sich immer mehr darüber im Klaren sind, was sie wollen. Wenn wir ihnen das nicht bieten, suchen sie sich ein anderes Reiseziel. In wie weit haben Ihrer Meinung nach die Wahlen im Mai einen Einfluss? Sie sollten zu einer Verbesserung und zu einem Fortschritt führen ... egal wer regiert. „Die Aussichten für den spanischen Markt sind höchst unsicher“ DIE BALEAREN AUF DER ITB IN BERLIN Können Sie eine Einschätzung des Images der Balearen auf der ITB in Berlin geben? Der Stand, den wir auf der ITB präsentiert haben, war der gleiche wie bereits auf der Fitur Messe, allerdings in reduzierter Größe. Deshalb hat er vielleicht nicht das Image repräsentiert, das wir als ein führendes Reiseziel im Urlaubstourismus haben sollten. Als wir durch die Messe gingen, fiel uns auf wie spektakulär andere Stände gestaltet waren und wir in Design und Raum und folglich im Wert unter den Schlusslichtern der meisten Destinationen waren. Wie sieht die Promotionskampagne der Regierung in diesem Jahr aus? Politik und Strategie der Regierung in Promotionsdingen sind traditionell ausgerichtet - mit Workshops, Ausstellungen, Werbeanzeigen, etc. Wir meinen, dass die Promotion durch eine Entwicklung neuer Strategien innovativer gestaltet werden müsste und vor allem das gestärkt werden sollte, was uns stärker mit den Kunden verbindet. Wo sehen Sie die größten Erfolge bzw. Misserfolge? Ein großer Erfolg war die Teilnahme an produktspezialisierten Messen und nicht nur an den großen TourismusMessen. Allerdings, und das war ein Fehler, ist eine reine Anwesenheit auf den Messen nicht immer ausreichend, und man fragt sich, ob es manchmal ist nicht besser ist, gar nicht anwesend zu sein, als unter prekären Bedingungen (mit kleinen Ständen, schlecht ausgerüstet, ungelerntem Personal, etc). Wenn wir von Erfolgen sprechen, würde ich sagen, dass die Private Public Partnership Politik aufgrund der Durchführung von Kampagnen mit Reiseveranstaltern und privaten Agenten richtig ist. Was Fehler betrifft, so folgen meiner Meinung nach diese Kampagnen weder einer globalen Politik, noch eine Verbindlichkeit oder Eroberung der Märkte, auch fördern sie nicht ausreichend konkrete Produkte für die Saisonunabhängigkeit. Im Allgemeinen

werden Vereinbarungen improvisiert und nicht in einen Aktionsplan integriert. Wurde eine private Beteiligung gefördert? Der Stillstand in den Produkte-Clubs hat dazu geführt, dass eine private Beteiligung bei der Entwicklung von Werbestrategien gleich null war und es deshalb nicht zu einem Transfer von Know-how zwischen der Verwaltung und privaten Unternehmen gekommen ist, was zu einer obsoleten Förderpolitik in vielen Bereichen geführt hat, und sich an die Realität des Kunden des 21. Jahrhunderts kaum angepasst wurde. War es ein Fehler, nicht das Image von Rafael Nadal zu nutzen? Ein weiterer großer Fehler ist, dass der Werbespot mit Rafael Nadal nicht richtig genutzt wurde, um die Balearen als eine großartige Stätte des Sports zu positionieren. Wahrscheinlich hat auch in anderen Bereichen das schlechte Management der Verwaltung erneut dazu geführt, dass die Bemühung des Sportlers, den Wert seiner Heimat zu stärken, in einer Schublade gelandet ist. STREIKS UND DAS IMAGE DER BALEAREN Zunächst war der Streik der Fluglotsen und rief die AENA zu einem Streik auf. In wie weit schädigen wie diese Maßnahmen dem Image der Balearen? Das Problem sind nicht die Balearen, sondern das Image von Spanien als Reiseziel, in dem die Balearen natürlich einen sehr wichtigen Teil ausmachen und darüber hinaus von solchen Situationen aufgrund ihrer Insellage ganz besonders getroffen werden. Der wilde Streik der Fluglotsen war beispiellos, so außergewöhnlich, dass das Image des Landes noch lange brauchen wird, um sich zu erholen, denn es ist völlig unverständlich, dass 2.000 Menschen ein ganzes Land lahm legen. Deshalb sollten die Promotionskampagnen darauf abzielen, das Vertrauen ins das Reiseziel Spanien wieder herzustellen, indem gezeigt wird, dass wir ein Land sind, das die Interessen der Allgemeinheit über das Einzelinteresse einer bestimmten Gruppe stellt. Seitens der FEHN wurde gegenüber den Gewerkschaften und der AENA an die Verantwortung appelliert. Wie werden Ihrer Einschätzung nach die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Inseln sein? Jetzt über die wirtschaftlichen Auswirkungen zu sprechen wäre sehr voreilig und leichtfertig, doch es könnte zu unabsehbaren Schäden kommen, wenn wir nicht nur die Stornierungen, sondern die nicht getätigten Reservierungen in Betracht ziehen. Daher wird das alle spanischen Unternehmen Chancen kosten, die davon betroffen sein werden.


Marilen Pol  

Marilén Pol, Präsidentin des Hotelverbandes FEHM

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