Page 1

Jahresbericht 2010/2011 WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Wissenschaftliche Hochschule Lahr


Inhalt Vorwort

5

I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Selbstverständnis und Hochschulkonzeption

8

Aufbau und Struktur

10

Hochschul- und Forschungskooperationen

12

Wissenschaftliche Nachwuchsförderung

16

Meilensteine

18

Zahlen und Fakten

28

Chronik WHL

32

II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen Lehrstühle 36 Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Marketing 36 Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Finance and Banking 39 Lehrstuhl für Allgemeine BWL/­Personalmanagement und Organisation 42 Lehrstuhl für Allgemeine BWL/­Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Externes Rechnungswesen 45 Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Controlling 48 Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/Versicherungs- und Gesundheitsökonomik 51 Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik mit Schwerpunkt Berufliche Weiterbildung und Bildungsmanagement 58 Forschungseinrichtungen 63 Research Service Center (RSC) 63 Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung – Institut für ökonomische Bildung (ZAWF – IÖB) e. V. 65 FACT-Center – Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V. 68

III Forschung Forschungsansatz und -schwerpunkte

72

Promotion

75

Forschungs- und Drittmittelprojekte

90

Wissenschaftliche Veranstaltungen und Tagungen

112

Vorträge

118

Publikationen

122

IV Lehre Aktuelle Entwicklungen in der Lehre

130

Master-Studiengänge

137

V Die WHL in den Printmedien


Vorwort  ∙ 5

Vorwort Liebe Leserinnen und Leser, es freut mich, Ihnen für die zurückliegenden Jahre 2010

le. Die zusätzlich geschaffenen Professoren- und Mitar-

und 2011 die Entwicklungen und Erfolge an der WHL

beiterstellen gewährleisten auch künftig eine optimale

Wissenschaftliche Hochschule Lahr nun bereits zum

Betreuung unserer Studierenden.

zweiten Mal in Form eines (Zwei-)Jahresberichts präsentieren zu können, den wir im Vergleich zur ersten Ver-

Abschließend möchte ich im Namen des Rektorats allen

sion inhaltlich erweitert haben. So finden Sie neben der

Hochschulangehörigen für Ihren engagierten Einsatz in

Übersicht aktueller Forschungs- und Drittmittelprojekte

den vergangenen Jahren 2010 und 2011 danken. In die-

nun auch eine Liste aller erfolgreich abgeschlossenen Ma-

sen Dank beziehe ich die Mitglieder des Hochschulrats

ster- und Diplom-Arbeiten sowie ein Presseecho aus dem

und -senats sowie des Hochschulbeirats ein, die sich für

Berichtszeitraum.

die Weiterentwicklung unserer Hochschule einsetzen.

Die zurückliegenden beiden Jahre waren geprägt durch

Unser Dank gilt aber auch diesmal wieder den Unterneh-

eine intensive Forschungsarbeit – etliche Projekte wur-

men, Verbänden und anderen Organisationen, die mit ih-

den erfolgreich abgeschlossen – sowie zahlreiche perso-

ren Beiträgen die Weiterentwicklung und den Ausbau der

nelle Neuzugänge, die das wissenschaftliche Profil der

Forschung an unserer Hochschule organisatorisch und

WHL erweitern. Neben der Neubesetzung des vakanten

finanziell unterstützt haben.

Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik wurde zum 1. Oktober 2010 ein neuer Lehrstuhl für Controlling eingerichtet.

Lahr, im März 2012

Mit der ersten WHL-Juniorprofessur für Gesundheitsmanagement am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/Versicherungs- und Gesundheitsökonomik unterstreicht die WHL ihren Anspruch, ein besonderes Augenmerk auf die Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses zu legen. Im zweiten Halbjahr 2011 wurde eine zweite Professur für Finance and Banking ausgeschrieben, um diesen Forschungs- und Lehrschwerpunkt weiter zu stärken.

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer Rektor

Auch in dem vergangenen Jahr haben sich unsere Studierendenzahlen wieder erfreulich entwickelt. Insbesondere in unseren Master-Studiengängen haben wir sehr positive Trends. Dies zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind, den wir auch 2012 fortsetzen wollen. Dabei spielt nicht zuletzt unser im Jahr 2011 erfolgreich akkreditierter neuer MBA in Advanced Management eine wichtige Rol-

Jahresbericht 2010/11


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 7

I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Jahresbericht 2010/11


8 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Selbstverständnis und Hochschulkonzeption

Profil der Hochschule Die WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr versteht sich als eine Wirtschaftsuniversität, die auf berufsbegleitende, postgraduale Studiengänge im Bereich „Wirtschaftswissenschaften“ spezialisiert ist. Unsere profilbildenden Aktivitäten bestehen darin, qualitativ hochwertige wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge anzubieten und auch international sichtbar Forschungsleistungen im Bereich der Wirtschaftswissenschaften hervorzubringen. Dazu werden in denjenigen Bereichen von Lehre und Forschung, die nicht durch die Kompetenzen der WHL-Professoren beziehungsweise Lehrstühle abgedeckt werden können, Kooperationen mit externen Partnern aus dem Hochschulbereich geschlossen. Ergänzt werden diese Kooperationen mit Lehraufträgen sowie Gast- und Honorarprofessuren, die das Angebotsspektrum im Leistungsbe-

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

reich „Lehre“ abrunden. Das Lehrkonzept der WHL, das als Blended-Learning-Ansatz auf den Säulen Fernlehre und Präsenzlehre basiert, wird durch Online-Inhalte ergänzt. Die Studierenden der WHL haben bereits einen Hochschulabschluss (Fachhochschule, Berufsakademie, Universität) oder ein Vordiplom in Wirtschaftswissenschaften und stehen im Beruf. Gerade vor diesem Hintergrund erwarten sie von ihrer Hochschule die systematische Entwicklung eines klaren Bildungsprofils. Neben der Vermittlung fachwissenschaftlicher Kenntnisse werden auch die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Wissensinhalten sowie die Aufbereitung der Inhalte mittels innovativer Lehrmethoden verlangt. Die Studiengänge (Master-Studiengänge) der WHL sind ebenso wie die wissenschaftlichen Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramme daher speziell auf die Bedürf-


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 9

nisse berufstätiger Studierender abgestimmt. Dazu gehört

filbildung in der Forschung die Glaubwürdigkeit und

in erster Linie die Flexibilität des Studienbeginns sowie

Zukunftsträchtigkeit in der postgradualen Lehre, da sich

der Präsenzphasen und der Studienzeit. Eine Einschrei-

erfolgreiche Trends auch in der Gestaltung der Curricula

bung – und damit die Aufnahme eines Studiums – ist an

niederschlagen.

der WHL jederzeit möglich. Die Präsenzseminare werden

Die medialen und organisatorischen Rahmenbedin-

jeweils zwei- bis dreimal pro Jahr angeboten, was die

gungen der Forschung einerseits und der Forschungsöf-

Planbarkeit dieser Phasen für die Studierenden erheb-

fentlichkeit andererseits befinden sich im steten Wandel.

lich erleichtert. Allein der Studiengang „Clinical Research

Vor dem Hintergrund des Bologna-Prozesses besetzt die

Management M. Sc.“ bildet mit seinem festen Starttermin

WHL als Graduate School bereits eine wichtige strate-

zum jeweils 1.10. eines Jahres sowie den nur einmal jähr-

gische Position. Darüber hinaus reagieren wir auf ver-

lich angebotenen Präsenzphasen eine Ausnahme.

schiedene Weise in unserer mittelfristigen Planung auf die Erfordernisse des forschenden Lehrens, z. B. durch die

Die Lerneinheiten werden von renommierten Hochschul-

Internationalisierung der Studieninhalte und der Studi-

lehrern verfasst und speziell für das Fernstudium aufbe-

enorganisation (Beispiel: Summer School) oder durch

reitet. Zu Hause und im eigenen Rhythmus erarbeiten

die Integration von forschungspropädeutischen Lernein-

die Studierenden die Inhalte unserer Studienmaterialien.

heiten in die verschiedenen Studiengänge.

Über die Virtuelle Hochschule, die Lernplattform der WHL, können Studierende zu jeder Zeit und von jedem Ort aus über das Internet mit Dozenten in Kontakt treten. Hier werden Fragen beantwortet, Fachbeispiele besprochen, Präsenzphasen vorbereitet und zahlreiche organisatorische Details abgewickelt. Der in der Virtuellen Hochschule begonnene Dialog zwischen Professoren und Studierenden setzt sich in den Präsenzphasen, in denen der Lernstoff vertieft und angewandt wird, auf dem WHLCampus fort. Ein Semester ist erfolgreich beendet, wenn alle vorgeschriebenen Leistungen erbracht wurden.

Verbindung von Forschung und Lehre

Verbindung von Forschung und Praxis Da die Studierenden der WHL bereits „Praktiker“ sind, stellt sich der Praxistransfer an der WHL generell als wechselseitiger Prozess dar. So geht die Forschung nicht nur über die Lehre in die betriebliche Praxis der Absolventinnen und Absolventen ein. Zugleich bildet die praktische Erfahrung der Studierenden auch einen wichtigen Resonanzboden für die Weiterentwicklung der Forschung. An der Forschung sind die Professoren der WHL, deren wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Mitglieder der angegliederten Forschungszen-

Forschung und Wissenstransfer sind mit der Qualität der

tren beteiligt. Auch die Studierenden werden während

Lehre eng verflochten. Die Forschungsergebnisse fließen

des Studiums und in den Abschlussarbeiten zu eigenen

– dem Gedanken der Einheit von Lehre und Forschung

Forschungsaktivitäten

folgend – unmittelbar in die Lehre ein. „Forschung für

stattfindende Symposien (z. B. AKAD Forum), Vortrags-

die Lehre“ bedeutet an der WHL, dass die Studierenden

reihen, Forschungsgespräche und die Herausgabe zweier

an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen teilhaben

Schriftenreihen („Schriftenreihe der Wissenschaftlichen

und die Lehrinhalte ständig weiterentwickelt werden. Die

Hochschule Lahr“ und „WHL-Diskussionspapiere“) wer-

hohen Standards in der Lehre lassen sich nur dann ein-

den Forschungsergebnisse auch der hochschulexternen

halten, wenn die Lehrenden mit der wissenschaftlichen

Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

angeleitet.

Durch

regelmäßig

Entwicklung Schritt halten und sie selbst vorantreiben. Forschung gehört deshalb zum Selbstverständnis unserer

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat

Hochschule. Die hohen Ansprüche an die wissenschaft-

einen großen Stellenwert an der WHL. Bis zur Erlangung

liche Qualität unserer Arbeit sind für Studierende und

eines eigenen, angestrebten Promotionsrechts ist sicher-

Lehrende gleichermaßen Herausforderung und Ansporn.

gestellt, dass die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mit-

Im Hinblick auf die Verbindung von Forschung und Leh-

arbeiterinnen wie auch Absolventinnen und Absolventen

re verfügt die WHL zudem über einen entscheidenden

der WHL an kooperierenden Universitäten promovieren

Vorteil. Durch die begrenzten Studierendenzahlen und

können. Außerdem werden unsere Nachwuchswissen-

die individuelle Betreuungsform entgeht die WHL der

schaftlerinnen und -wissenschaftler im Rahmen von

andernorts zunehmenden Spannung zwischen Speziali-

regelmäßig stattfindenden Doktorandenseminaren und

sierung der Forschung auf der einen und den auf Mas-

Forschungskolloquien an der WHL intensiv in ihrer For-

se angelegten Standardisierungsprozessen der Lehre auf

schungstätigkeit begleitet.

der anderen Seite. Vielmehr fördert die autonome Pro-

Jahresbericht 2010/11


10 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Aufbau und Struktur

Trägerschaft der Hochschule

koordiniert die Aktivitäten der WHL innerhalb der AKAD-

Die WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ist eine private wissenschaftliche Hochschule. Sie ist durch die Landesregierung Baden-Württemberg staatlich anerkannt und befindet sich zu 100 Prozent in der Trägerschaft der AKAD Wissenschaftliche Hochschule Lahr GmbH mit Sitz in Stuttgart (Abb. 1).

Hochschule Lahr GmbH (Tochtergesellschaft) ist die Akademikergesellschaft

men mit dem Rektor bestellt. Derzeit gibt es sechs Lehrstühle an der WHL, an die weitere Professuren gekoppelt sind. Dem Professorium gehören alle hauptberuflichen Professoren der WHL an. Die Professoren sind in ihrem Fachgebiet für den ordnungs-

Alleinige Gesellschafterin der AKAD Wissenschaftliche AKAD

Gruppe. Er wird von der Gesellschafterin im Einverneh-

für

Erwachsenenfort-

bildung mbH (Muttergesellschaft) mit Sitz in Stuttgart. Hauptgesellschafterin der Muttergesellschaft ist die Cornelsen Verlagsholding GmbH & Co. in Berlin.

Organigramm der WHL

gemäßen Lehr-, Prüfungs- und Forschungsbetrieb sowie für dessen Fortentwicklung verantwortlich. Darüber hinaus gibt es als weitere Organe den Senat und den Hochschulbeirat. Im Senat werden die Angehörigen der Hochschule repräsentiert (Professoren, wissenschaftliches und nicht-wissenschaftliches Personal, Lehrbeauftragte, Studierende), mit der Möglichkeit entsprechender Mitwirkung an den internen Abläufen und der Weiterentwick-

Das zentrale Organ der Trägergesellschaft in der Hoch-

lung der WHL. Aufgaben des Senats sind: Vorschläge zur

schule ist der Hochschulrat. Der Hochschulrat setzt sich

Wahl des Rektors, Beschlussfassungen zur Grundordnung

aus Vertretern der Muttergesellschaft (AKAD. Akademi-

sowie zu Zulassungs-, Studien- und Prüfungsordnungen.

kergesellschaft für Erwachsenenfortbildung mbH), der Hochschulleitung (Rektor und Kanzler) sowie einem ge-

Im Januar 2011 fanden die letzten Senatswahlen statt.

wählten Vertreter der hauptberuflichen Professoren zu-

Neben dem Rektor Herrn Prof. Dr. Martin Reckenfelder-

sammen. Der Hochschulrat ist insbesondere zuständig für

bäumer, wurden zum 6. Senat der WHL folgende Mitglie-

die Verabschiedung und Kontrolle des Budgets sowie für

der gewählt:

Grundsatzentscheidungen mit langfristigen finanziellen Auswirkungen.

als Vertreter der WHL-Professoren:

Das Rektorat der WHL stellt das Bindeglied zwischen der

»» Prof. Dr. Tristan Nguyen »» Prof. Dr. Bernd Remmele »» Prof. Dr. Stephan Schöning

Hochschule und der Trägergesellschaft dar und leitet die Hochschule. Neben dem Rektor gibt es zwei Prorektoren, die für die beiden Leistungsbereiche „Forschung“ und „Lehre“ verantwortlich sind. Der Rektor der WHL leitet die Hochschule und vertritt sie nach außen. Er wird vom Hochschulrat auf Vorschlag des Senats gewählt und bestellt. Der Kanzler ist als Leiter der Hochschulverwaltung für die gesamte Ablauforganisation verantwortlich und WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

als Vertreter der Honorarprofessoren und Lehrbeauftragten:

»» Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Abendschein »» Prof. Dr. Rainer Kirchhoff »» Prof. Dr. Gerd Waschbusch


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 11

Trägergesellschaft

Abb 1: Organigramm

AKAD Wissenschaftliche Hochschule Lahr GmbH WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Rektorat (Hochschulleitung)

Rektor Prorektor für Forschung Prorektor für Lehre Kanzler

Senat

Lehre

Lehrstühle

Prorektor für Lehre

Hochschulrat

Forschung

Verwaltung/Organisation

Prorektor für Forschung

Kanzler

BWL/Controlling Prüfung und Vergabe von Lehraufträgen

BWL/Finance and Banking

Research Service Center

Assistenz, Organisation/DV

BWL/Marketing Prüfungen Vorsitzender des Prüfungsausschusses

BWL/Personalmanagement und ­Organisation

Seminarorganisation / Produktmanagement

Volkswirtschaftslehre/  Versicherungs- und Gesundheitsökonomik Wirtschaftspädagogik

Lernmittelentwicklung

ZAWF – IÖB e. V. Vorstand: Vorstandsvorsitzender stellv. Vorstandsvorsitzender Schatzmeister

FACT-Center e. V. Vorstand: Vorstandsvorsitzender stellv. Vorstandsvorsitzender Schatzmeister

Finanzen/Controlling Personal Kundenberatung/  Studien­service Prüfungsservice Bibliothek

Lehrstuhlsekreteriat

Hausdienste

als Vertreter der Studierenden:

»» die Festlegung und Fortentwicklung von Forschungsschwerpunkten sowie

»» Karin Bucher »» Torsten Schell

»» der Aufbau wissenschaftlicher Kooperationen in Lehre und Forschung im nationalen und internationalen

als Vertreter der wissenschaftlichen bzw. nicht-wissenschaftlichen MitarbeiterInnen:

»» Christina Mainka »» Christa Rothmann-Pritzkat

(bis zu ihrem Ausscheiden

an der WHL am 30. November 2011) Die Amtszeit des Senats dauert vom 1. Februar 2011 bis zum 31. Januar 2013. Der Hochschulbeirat berät die WHL in Fragen der wissenschaftlichen Grundausrichtung der Hochschule. Dazu zählen insbesondere

»» die Neu- und Weiterentwicklung von Studiengän-

Bereich.

Die Mitglieder des Hochschulbeirates sind:

»» Prof. Dr. Gerd Waschbusch, Universität des Saarlandes »» Prof. Dr. Heinz Kussmaul, Universität des Saarlandes »» Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Arnold, FernUniversität in Hagen

»» Prof. Dr. Günther Silberer, Georg-August-Universität Göttingen

»» Prof. Dr. Ute Clement, Universität Kassel »» Prof. Dr. Dieter Beschorner, Universität Ulm

gen sowie darauf aufbauender wissenschaftlicher

Die Amtszeit der Mitglieder beträgt zwei Jahre und endete

Weiterbildungsangebote;

am 31.12.2011.

Jahresbericht 2010/11


12 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Hochschul- und Forschungskooperationen Im Berichtszeitraum hat die WHL vielfältige Anstrengungen unternommen, um ihre Vernetzung in Wissenschaft und Wirtschaft auszubauen und bestehende Kontakte zu intensivieren. Insbesondere im Rahmen von Forschungsprojekten konnte die WHL viele neue Partner gewinnen. Im Folgenden werden für die WHL wichtige Kooperationen skizziert.

Hochschulkooperation mit der HHL – Leipzig Graduate School of Management Seit Herbst 2006 besteht die Möglichkeit für wissenschaftliche Mitarbeiter, Absolventen unserer Hochschule und externe Doktoranden, über die WHL zu promovieren. Hierfür kooperiert die WHL mit der renommierten HHL – Leipzig Graduate School of Management, die ein Promotionsprogramm anbietet, das speziell auf die zeitlichen Bedürfnisse Berufstätiger zugeschnitten ist. Bedingung für die Zulassung zur Promotion ist die Annahme des Promotionsvorhabens durch einen WHL-Professor und die Bestätigung durch das Professorium der WHL. Zudem sind die Zulassungsvoraussetzungen der HHL zu erfüllen. Dazu zählen u. a. der Nachweis über eine mindestens gute Gesamtnote des Studienabschlusses sowie fortgeschritte-

International Summer Schools Für das Pflichtmodul „International Summer School“ im Rahmen des Master-Studiengangs „Management“ konnten in den Jahren 2010 und 2011 internationale Partnerhochschulen aus Deutschland, Polen, Finnland, Italien, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden sowie Mexiko und China gewonnen werden. Zielsetzung der Summer School ist es, Studierende unterschiedlicher Nationalität mit international erfahrenen Dozenten und Praxisvertretern zusammenzubringen, um wechselnde Schwerpunktthemen aus wissenschaftlicher und praxisbezogener Perspektive zu beleuchten. Eine Summer School dauert in der Regel eine bis zwei Wochen. Seminarsprache ist Englisch. Von seiten der WHL werden bis zu 500 Euro der eigentlichen Kurskosten (z. B. Einschreibegebühr/Registration, Kursgebühr/Tuition) erstattet. Studierende des Master-Studiengangs hatten die Wahlmöglichkeit zwischen folgenden International-SummerSchool-Angeboten:

im Jahr 2010:

ne Englischkenntnisse.

»» Wroclaw University of Economics (Breslau, Polen)

Die Betreuung der Promotion vor Ort erfolgt jeweils durch

Themenschwerpunkt: „Business after the Crisis – a

einen Professor der WHL, während die Präsenzveranstal-

Central European Perspective”

tungen des Promotionsstudiums an der HHL in Leipzig

Termin: Juli 2010

stattfinden. Nach erfolgreicher Promotion wird dem Kan-

»» Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt/WFI Ingol-

didaten der Doktorgrad der Wirtschaftswissenschaften „Doktor rerum oeconomicarum“ (Dr. rer. oec.) verliehen. In den Jahren 2010 und 2011 waren insgesamt acht externe Doktoranden und sechs wissenschaftliche Mitarbeiter der WHL in dem Promotionsprogramm eingeschrieben.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

stadt School of Management Themenschwerpunkt: verschiedene Kurse zur Auswahl (z. B. Financial Modeling, IFRS, Human Resources Management) Termin: Juli 2010


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 13

»» Institute for Social Banking (Florenz, Italien) Themenschwerpunkt: „Social Banking“ Termin: Juli 2010

»» Hanken School of Economics (Helsinki, Finnland) Themenschwerpunkt: „Profitable Customer

»» CBL International Buisness School in Dubai (Dubai, VAE) Themenschwerpunkt: „Negotiation Boot Camp: Personal Mastery in the Art of Negotiating” Termin: Oktober 2011

Management“ Termin: August 2010

im Jahr 2011:

»» Institute for Social Banking, Education and Research (Canterbury, Großbritannien) Themenschwerpunkt: „Money rules the world – who rules the money?” Termin: Juli 2011

Hochschulkooperation mit der Albert-LudwigsUniversität Freiburg In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät – hier insbesondere mit dem Zentrum Klinische Studien (ZKS) – der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wurde der Master-Studiengang „Clinical Research Management – Master of Science“ konzipiert. Nach erfolgreicher Akkreditierung durch die Akkreditierungsagentur ACQUIN

»» Business Engineering School La Salle

und staatlicher Genehmigung durch das Ministerium

(Barcelona, Spanien) Themenschwerpunkt: „European Integration and

berg konnte der Studiengang erstmals im Jahr 2007 an-

Management“

für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemgeboten werden. Im Oktober 2010 startete nun bereits die

Termin: Juli 2011

vierte Studiengruppe.

»» Nyenrode Business Universiteit

Führungskräfte im Bereich der klinischen Forschung

(Breukelen, Niederlande) Themenschwerpunkt: „Business Ethics & Sustainabili-

müssen über ausgeprägte Kenntnisse des Prozesses der

ty“ und „New Leadership“

klinischen Forschung verfügen, aber auch in der Lage sein, diesen Prozess innerhalb des jeweiligen Unterneh-

Termin: Juli und August 2011

mens optimal managen zu können. Das Ziel des Studien-

»» Academia Columbus (Playa del Carmen, Mexiko)

gangs besteht deshalb darin, die Studenten optimal auf

Themenschwerpunkt: „Espanol para extranjeros” Termin: Juli 2011

»» Guanghua School of Management, Peking University (Peking, China) Themenschwerpunkt: „Doing Business in China” Termin: Juni 2011

die Übernahme von Führungsaufgaben im Bereich der klinischen Forschung vorzubereiten. Er richtet sich an Führungs- und Führungsnachwuchskräfte in der (forschenden) pharmazeutischen Industrie, speziell Biologen, Chemiker, Pharmazeuten und Mediziner. Der Studiengang ist modular aufgebaut. Er setzt sich aus einem übergreifenden Grundblock sowie den thematischen Blöcken „Clinical Research“ und „Management“ zusammen. Den Studierenden werden im Rahmen des

Jahresbericht 2010/11


14 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Blocks „Clinical Research“ zunächst detaillierte Kennt-

»» Comune di Sant’ Angelo, Vado (Italien)

nisse über den Prozess der klinischen Forschung vermit-

»» German University Cairo, Chair International Manage-

telt. Dies umfasst sowohl die Konzeption als auch die Planung und Durchführung von klinischen Studien unter

ment (Ägypten)

Berücksichtigung aller relevanten staatlichen Auflagen

»» Het Perspectief (Belgien)

und der relevanten internationalen Regulierungen. Die

»» Hochschule Liechtenstein, Institut für Finanzdienstlei-

im Block „Management“ enthaltenen Module vermitteln die Fähigkeit, diesen Forschungsprozess unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimal zu gestalten. Hierzu zählen beispielsweise Instrumente zur Lösung von Problemen der Finanzierung oder auch des Controllings des Forschungsprozesses.

stungen (Liechtenstein)

»» Hungarian Academy of Sciences, Institute for Psychology (Ungarn)

»» International Correspondence Schools Limited (Großbritannien)

»» Kainuu Vocational College Adult Vocational Education Weitere wichtige Kooperationspartner

(Finnland)

Neben den angeführten Hochschulkooperationen konnte

»» Kristiansund Education Centre (Norwegen)

auch die Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftli-

»» Marmara-Universität, Istanbul (deutscher Zweig),

chen Einrichtungen und Hochschulen sowie Bildungsträgern und Institutionen der Wirtschaft auf- bzw. weiter ausgebaut werden. Dies erfolgte beispielsweise im Rahmen der Bearbeitung von geförderten Drittmittelprojekten, der Ausarbeitung von Forschungsanträgen zu nationalen bzw. europäischen Förderprogrammen, der Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen oder der

Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften (Türkei)

»» MERIG − Multidisziplinäres Institut für Europa-Forschung Graz (Österreich)

»» Mount Sinai Research Center, La Providencia, Entre Rios (Argentinien)

Ausarbeitung gemeinsamer Publikationen.

»» Mykolo Romerio Universitetas (Litauen)

Im Folgenden werden die entsprechenden internatio-

»» NTI Nederlands Taleninstituut BV (Niederlande)

nalen und nationalen Kooperationspartner der WHL genannt:

»» Open University, HCM-City (Vietnam) »» Pirkanmaan ammattikorkeakoulu Ltd., Tampere University of Applied Sciences (Finland)

Internationale Kooperationspartner Wissenschaft

»» ANOP – Associação Nacional de Oficinas de Projecto, Desenvolvimento & Educação (Portugal)

»» Austrian Research Institute for Artificial Intelligence (Österreich)

»» Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (Schweiz)

»» Seed (Schweiz) »» Stockholm University, Department of Education & Stockholm Resilience Centre (Schweden)

»» SUPSI-DTI – University of Applied Sciences in Sou-

»» Center for Adult Education Antwerpen-Zuid (Belgien)

thern Switzerland (Schweiz)

»» Center of Psycho-Economic Researches SSSEU at Sara-

»» Tra Vinh University (Vietnam)

tov Science Center RAS (Russland)

»» CEPA joan mir i mir maÓ (Spanien)

»» Training 2000 (Italien) »» TU Delft, Department of Management and Governance (Dr. Stephan G. Lukosch)

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 15

»» Università Cattolica del Sacro Cuore (Italien) »» Universität Liechtenstein, Institut für Finanzdienstleistungen

»» Universität Wien (Prof. Dr. Otto Altenburger) »» University College Cork, Centre for Adult Continuing Education (Irland)

»» University of Budapest, Faculty of Psychology and Education (Ungarn)

»» University of Birmingham, Institute for Education Policy Research (England)

»» Université de Reims Champagne-Ardenne, Laboratoire de Psychologie Appliquée (Frankreich)

»» VUC FYN & Fyns HF Ringen Nyborg (Dänemark) Weitere Partner aus Wirtschaft und Bildung

»» Athens Laboratory of Business Administration, Griechenland

»» Center for Adult Education Antwerpen-Zuid (Belgien) »» CEPA joan mir i mir maÓ (Spanien) »» Cranfield School of Management, Großbritannien »» ESC Toulouse/Toulouse Business School, Frankreich »» Het Perspectief (Belgien) »» INSEAD (Frankreich) »» Kainuu Vocational College Adult Vocational Education (Finnland)

»» Kristiansund Education Centre (Norwegen) »» Training 2000 (Italien) »» VUCFYN & Fyns HF Ringen Nyborg (Dänemark)

Jahresbericht 2010/11


16 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Wissenschaftliche Nachwuchsförderung

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat einen großen Stellenwert an der WHL. Einen wesent-

Mitarbeiter der WHL sowie insgesamt acht WHL-Absolventen/externe Doktoranden in diesem Promotionsprogramm eingeschrieben.

lichen Bestandteil der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung stellt die Promotionsausbildung dar, nicht zuletzt deshalb, da Doktoranden erheblich zu den Forschungsleistungen einer Hochschule beitragen. Bis zur Erlangung eines eigenen Promotionsrechts hat die WHL sichergestellt, dass die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an kooperierenden Universitäten promovieren können (u. a. über die vorherigen Heimatuniversitäten der Professoren).

Qualifizierungsinstrumente Zudem wird die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch verschiedene Qualifizierungsinstrumente (vgl. Abb. 2) unterstützt:

»» Im

Rahmen von regelmäßig stattfindenden Dokto-

randen- und Forschungskolloquien wird der wissenschaftliche Nachwuchs an der WHL intensiv in seiner

Darüber hinaus besteht seit Herbst 2006 für die wissen-

Forschungstätigkeit begleitet. Für alle Promovenden

schaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch

und die wissenschaftlichen Mitglieder der WHL findet

für Absolventinnen und Absolventen der WHL, die Mög-

mehrmals im Jahr ein Promotions- und Forschungs-

lichkeit, über die eigene Hochschule zu promovieren.

kolloquium als ganztägige Blockveranstaltung statt,

Hierfür kooperiert die WHL mit der HHL – Leipzig Gradu-

auch für diejenigen wissenschaftlichen Mitarbeite-

ate School of Management, die ein Promotionsprogramm

rinnen und Mitarbeiter, die von ihren Professoren an

anbietet, das speziell auf die zeitlichen Bedürfnisse Be-

deren vorherigen Heimatuniversitäten promoviert

rufstätiger zugeschnitten ist.

werden. Hier präsentieren auch die Teilnehmerinnen

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie erfolgreiche Studierende der WHL, die am Promotionsprogramm der HHL teilnehmen, werden von den Professoren unserer Hochschule betreut; das Erstgutachten liegt bei der WHL, das Zweitgutachten bei der HHL. Bis Ende des Jahres 2011 waren sechs wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

und Teilnehmer des HHL-Programms den Stand ihrer Qualifikationsarbeiten. Das wissenschaftliche Tagungsprogramm wird durch externe Referenten ergänzt. Gleichzeitig bietet das Promotions- und Forschungskolloquium den Lehrstuhlinhabern und externen Referenten die Möglichkeit, über aktuelle Forschungsvorhaben und Forschungsergebnisse zu referieren.


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 17

Promotionskooperation mit der HHL (Teilnahme am HHLPromotionsprogramm )

monatliches WHL-Promotionsund Forschungskolloquium

wissenschaftliche Nachwuchsförderung Abb. 2: Mögliche Qualifizierungsinstrumente zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Möglichkeit der Mitarbeit in drittmittelgeförderten ­F orschungsprojekten

finanzielle Mittel für (inter-) nationale Tagungs-/Seminarteilnahmen

Perspektivisch für 2012: Besetzung mindestens einer weiteren Juniorprofessur

»» Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbei-

Kontinuierlich strebt die WHL danach, Angebote, Rah-

ter, die nicht im HHL-Programm promovieren, nehmen

menbedingungen und Prozesse zur Förderung des wis-

zusätzlich an Kolloquien derjenigen Universitäten teil,

senschaftlichen Nachwuchses zu verbessern. So wurde

an denen sie zur Promotion eingeschrieben sind.

beispielsweise zum 1. Dezember 2010 Herr Dr. Jörg Lin-

»» Eine weitere Qualifizierungsoption für Nachwuchsforscher und -forscherinnen ist die Mitarbeit in Drittmittelprojekten der WHL, wo Erfahrungen in Projektarbeit und -management vermittelt werden und sich erste

denmeier von der Universität Freiburg als Juniorprofessor für Gesundheitsmanagement berufen. Für 2012 ist die Einrichtung mindestens einer weiteren Juniorprofessur geplant.

wissenschaftliche Publikations- und Vortragsmöglichkeiten zum Themengebiet des Projektes ergeben.

»» Die WHL unterstützt aktiv die Teilnahme von Promovenden an nationalen und internationalen Tagungen und Seminaren. Tagungsteilnahmen der Lehrstuhlmitarbeiterinnen und -mitarbeiter werden vorrangig aus den Lehrstuhlbudgets finanziert. Die Beantragung von Fremdfinanzierungen (z. B. DFG, EU) wird unterstützt und war bereits in der Vergangenheit erfolgreich.

Jahresbericht 2010/11


18 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Meilensteine

Die WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr kann auf die Jahre 2010 und 2011 mit großer Zufriedenheit zurückblicken. Die Anstrengungen in Lehre, Forschung und wissenschaftlicher Weiterbildung haben sich gelohnt. Belege hierfür sind beispielsweise die konstante Zahl an Studierenden an der WHL trotz der globalen Wirtschaftskrise, die auch in der Weiterbildung zu großer Zurückhaltung bei potenziellen Interessenten geführt hat, oder auch die verbesserte Vernetzung bei internationalen Forschungsbeziehungen – siehe hierzu die Ausführungen in den entsprechenden Abschnitten. Im Folgenden werden einige Ereignisse aus den Jahren 2010 und 2011 herausgegriffen, die für die WHL von besonderer Bedeutung waren und zugleich einen Eindruck von der Bandbreite des Wirkens der WHL wiedergeben sollen.

»» Seit dem 1. Oktober 2010 ist Prof. Dr. Michael Klebl Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik mit dem Schwerpunkt Berufliche Weiterbildung und Bildungsmanagement. Vor dem Wechsel an die WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr lehrte er als Juniorprofessor für CSCL (Computer-Supported Collaborative Learning) am Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung an der FernUniversität in Hagen.

»» Seit dem 1. Oktober ist Prof. Dr. Markus Pütz Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine BWL/Controlling an der WHL. Nach einer beruflichen Tätigkeit im Bereich der Analyse und Entwicklung von Fertigungsplanungsund -steuerungssystemen wechselte er an die Bergische Universität Wuppertal (BUW). Dort promovierte er, war zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Rechnergestütztes Controlling und schließlich wis-

Meilensteine 2010

senschaftlicher Assistent. An der Schumpeter School of Business and Economics der BUW wurde ihm die Lehrbefugnis für das Fach „Betriebswirtschaftslehre“ erteilt.

Lehrstuhlneubesetzungen und Berufungen

»» Am 10. September 2010 wurde PD Dr. Rainer Kirch-

Im Lauf des Jahres 2010 konnten nach dem Weggang

hoff zum Honorarprofessor an der WHL ernannt. Nach

von Prof. Dr. Max Göttsche nach Regensburg gleich drei

Medizinstudium und Promotion sowie der Anerken-

vakante Lehrstühle mit in ihren Fachgebieten renom-

nung als Facharzt für Innere Medizin und für Arbeits-

mierten Wissenschaftlern wieder besetzt werden:

medizin war er Leiter eines Zentrums für medizinische

»» Seit dem 1. Juli 2010 ist Prof. Dr. Alexander Fliaster Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine BWL/Personalmanagement und Organisation an der WHL. Er studierte Ingenieurwesen in Moskau, machte eine Ausbildung zum Fachübersetzer aus dem Japanischen und promovierte und habilitierte sich im Fach „ABWL“ an der Universität der Bundeswehr in München. Er hat die Lehrstühle für Personalmanagement und Organisation an der UniBwM und der Universität Bamberg vertreten und lehrt seit Jahren als Gastprofessor u. a. an der Toulouse Business School.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Begutachtung und leitender Arzt eines arbeitsmedizinischen Zentrums. Ab 1995 nahm er nach Erstellung seiner Habilitationsarbeit eine Lehrtätigkeit am Institut für Arbeitsmedizin der Freien Universität in Berlin wahr. 2001 erhielt er die Venia Legendi der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität. Prof. Kirchhoff ist bereits seit 2009 an der WHL als Dozent am Lehrstuhl Volkswirtschaftslehre, Versicherungsund Gesundheitsökonomik tätig.


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 19

Erste Juniorprofessur an der WHL Zum 1. Dezember 2010 wurde Dr. Jörg Lindenmeier

Akademische Tradition wird fortgeführt: Antrittsvorlesungen in 2010

von der Universität Freiburg als Juniorprofessor für Ge-

Gleich zwei Professoren – Prof. Dr. Bernd Remmele und

sundheitsmanagement an die WHL berufen. Der gebür-

Prof. Dr. Rainer M. Kirchhoff – hielten, einer akade-

tige Lahrer hat im Jahre 2004 im Themenbereich „Yield

mischen Tradition folgend, am 16. November 2010 in

Management“ promoviert. Im Februar 2011 habilitierte

öffentlichem und feierlichem Rahmen ihre Antrittsvorle-

er sich an der Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaft-

sungen an der WHL.

lichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Venia Legendi im Fach „Betriebswirtschaftslehre“). Im Rahmen seiner Forschungstätigkeit hat er Aufsätze in referierten wissenschaftlichen Journals veröffentlicht (z. B. Health Services Management Research, Nonprofit Management & Leadership, Zeitschrift für Betriebswirtschaft oder Zeitschrift für öffentliche und gemeinnützige Unternehmen). Jörg Lindenmeier verfügt über eine mehrjährige universitäre Lehrerfahrung und hatte hierbei Lehraufträge u. a. an der Universität Freiburg/Schweiz und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau inne. v. l. n. r. Prof. Kirchhoff, Prof. Reckenfelderbäumer, Prof. Remmele

Nach der Begrüßung durch den Rektor, Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer, legte Prof. Kirchhoff den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern in seinem Vortrag unter dem Titel „Erwerbs- und Berufsunfähigkeit – Risikobewertung im deutschen Versicherungssystem“ dar, dass die Versicherungsbranche durch neue, insbesondere psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depression künftig vor großen finanziellen Herausforderungen steht. Die Globalisierung habe die Risiken für Gesundheitsschäden, die zu einer teilweisen oder völligen Berufs- oder gar Juniorprofessor Jörg Lindenmeier

Erwerbsunfähigkeit führen, signifikant erhöht, so Prof. Kirchhoff. Aus versicherungswirtschaftlicher Sicht gelte es daher, neue Risiken frühzeitig und in allen Lebensbereichen zu erfassen und zu bewerten.

Jahresbericht 2010/11


20 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Prof. Dr. Bernd Remmele gab in seinem Vortrag „Ökonomische Kompetenzstandards für die allgemeinbildenden Schulen“ einen anschaulichen Einblick in seine Forschungstätigkeit vor dem Hintergrund der Entwicklung neuer, kompetenzorientierter und entsprechend messbarer Bildungsstandards, wie sie als Folge des „PISASchocks“ in der Bundesrepublik für alle Schulfächer gefordert und zum Teil bereits umgesetzt worden sind. Nur für das bisher in den schulischen Curricula oft unterbelichtete Fach „Wirtschaft“ gelte dies (noch) nicht, wie Prof. Remmele kritisch anmerkte.

Absolventenfeier 2010 Sie haben zu Hause am Schreibtisch zahlreiche „Vorbereitungsspiele“ vor ihren Abschlussprüfungen bestritten, in den Präsenzseminaren ihren Mitspielern oft einen eleganten (Verbal-)Pass zugespielt und auch die eine oder andere Steilvorlage geliefert, alle Prüfer elegant umdribbelt und schließlich mit ihrer Abschlussarbeit den entscheidenden Treffer zum Sieg im (Prüfungs-)Netz versenkt: die 77 WHL-Absolventen des Jahrgangs 2009/2010, die am 19. Juni 2010 im Rahmen der Abschlussfeier Urkunden und Erinnerungsgeschenke aus den Händen des

Dabei habe gerade diese Domäne bundeseinheitliche

Rektors der WHL, Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer,

Standards dringend nötig. Schließlich sei es in der globa-

in Empfang nehmen konnten. Erstmals waren darunter

lisierten Weltgesellschaft immer wichtiger, ökonomische

auch Absolventen der Studiengänge „MBA in General

Kompetenzen zu vermitteln bzw. zu erwerben. Um dieses

Management“, „Wirtschaftspädagogik - M. A.“ sowie „Cli-

Ziel zu erreichen, muss Prof. Remmele zufolge die auf alle

nical Research Management - M. Sc.“. Angesichts der lau-

Lebensbereiche gerichtete, aber abstrakte Perspektive der

fenden Fußball-WM waren Parallelitäten zwischen dem

Fachwissenschaft mit den konkreten wirtschaftlich rele-

sportlichen und dem hochschulischen Großereignis un-

vanten Lebenssituationen, denen sich Schülerinnen und

übersehbar.

Schüler ausgesetzt sehen oder sehen werden, vermittelt werden. Gemeinsam mit Kollegen von der Universität DuisburgEssen, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dem einstigen WHL-Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Günther Seeber (jetzt Universität Koblenz-Landau) hat Prof. Remmele jüngst einen Schritt in diese Richtung unternommen. Im Auftrag des Gemeinschaftsausschusses der deutschen gewerblichen Wirtschaft entwickelte das Forscherteam ein Kompetenzmodell für die ökonomische Bildung, allgemeine Bildungsstandards sowie Aufgabenbeispiele für den Primarbereich bis zum Abitur, darüber hinaus aber auch kompetenzbasierte Standards für eine grundständige Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern – an der es in Deutschland nach wie vor hapert, so Prof. Remmele.

Die Absolventen 2011 mit den Professoren Reckenfelderbäumer, Remmele, Fliaster, Seeber, Schöning, Nguyen und Abendschein.

Einigen erfolgreichen Mitspielern der Studiengänge wurden besondere Ehrungen zuteil: Als dem Absolventen mit der besten Gesamtnote und damit „Student of the Year“ wurde Herrn Andreas Schwerdtfeger (Finance and Banking, M. A.) durch den Ersten Bürgermeister der Stadt Lahr, Herrn Guido Schöneboom, der Preis der Stadt Lahr übergeben. Der AKADalumni Preis für die beste Abschlussarbeit wurde diesmal gleich zweimal vergeben: an Frau Ilka Sarge (Diplom-Wirtschaftspädagogik) und Herrn Jochen Foshag (Management, M. A.). Der Preis der Wochenzeitung DIE ZEIT für das schnellste Studium ging an Herrn Johannes Baaken (Wirtschaftspädagogik, M. A.).

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 21

Damit erzielte er den letzten, alles entscheidenden Treffer auf dem Weg zum Meister-Buffet, das sich die über 100 Gäste dann auch schmecken ließen. Die anschließende Siegesfeier soll noch bis in die frühen Morgenstunden gedauert haben, sodass wohl manch einer am nächsten Morgen noch nicht wieder ganz fit für das Training gewesen wäre.

Andreas Schwerdtfeger (links) und Prof. Martin Reckenfelderbäumer

Nicht nur beim Sport, sondern bei den meisten Aufgaben und Prozessen in der Wirtschaft spielt die Fähigkeit zur Kooperation eine entscheidende Rolle für den Erfolg von Teams und Organisationen wie auch für das berufliche Fortkommen. Ein neuartiges Instrument zur Förderung der Kooperationsfähigkeit von Führungskräften – die Multimedia-Lernsimulationen – standen im Mittelpunkt

Jochen Foshag

des Festvortrages von Prof. Dr. Alexander Fliaster, seit dem 1. Juli 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine BWL/

Allen erfolgreichen Absolventen der WHL sei an dieser

Personalmanagement und Organisation an der WHL.

Stelle noch einmal ganz herzlich gratuliert und alles Gute für ihren weiteren Lebensweg gewünscht! Und: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Auch im nächsten Jahr wird es natürlich wieder eine Absolventenfeier geben – dann allerdings im fußballfreien Raum.

Erste Absolventin des Studiengangs „Clinical Research Management“ Am 12. April 2010 hatte die erste Absolventin des Studiengangs „Clinical Research Management“ ihren Abschluss in der Tasche. In 30 Monaten absolvierte Frau Melanie Elisabeth Sumner neben ihrem Beruf das FernProf. Fliaster (links) und Prof. Reckenfelderbäumer

studium an der WHL und beendete dieses im Frühjahr erfolgreich mit der Gesamtnote 1,6.

Aus dem Kreis der Studierenden sprach Herr Jochen Foshag, selbst aktiver Fußballer, aber zum Glück nicht bei der WM im Einsatz, ein Schlusswort, das angesichts des vorgetragenen Zahlenmaterials zum Studium an der WHL jeder Fußballdatenbank zur Ehre gereicht hätte.

Jahresbericht 2010/11


22 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Neue Projektbewilligungen

Meilensteine 2011

Das Jahr 2010 war durch zahlreiche Projektabschlüsse geprägt und auch im Hinblick auf Drittmittelbewilligungen erfolgreich. Neben Dienstleistungsaufträgen konnten Fördermittel auf Bundes- sowie EU-Ebene erfolgreich akqui-

Am 13. April 2011 hatte die WHL zu einem Abend mit

riert werden. Hierzu zählen:

»» Projekt „Learning für Security (L4S)“,

Akademische Tradition an einer jungen Hochschule: Antrittsvorlesungen an der WHL in 2011 gemeinsamen Antrittsvorlesungen von Juniorprof. Dr.

gefördert durch

Jörg Lindenmeier, Prof. Dr. Markus Pütz und Prof. Dr. Mi-

die Europäische Kommission im 7. Forschungsrah-

chael Klebl im Themenkreis „Risiko und Entscheidung“

menprogramm – Bereich Security,

geladen. Juniorprof. Lindenmeier betrachtete individu-

Start des Projektes an der WHL: 1. Juli 2010

elle und unter Umständen riskante Entscheidungen zu-

»» Projekt „Ansprüche und Grenzen von ökonomischer

gunsten der alternativen und komplementären Medizin.

Grundbildung“ im Rahmen der Forschungswerkstatt

Prof. Pütz widmete sich auf der Steuerungsebene dem Ri-

„Ökonomische Grundbildung für Erwachsene“,

sikocontrolling in KMUs. Zwischen der organisationalen

Forschungsauftrag des BMBF,

und der individuellen Ebene betrachtete Prof. Klebl das

Start des Auftrages: 15. Dezember 2010

Verhalten von Menschen, wenn in technischen Systemen

»» Projekt „Standards für eine grundständige Lehrerausbildung im Bereich Ökonomie“ mit den Bearbeitern Prof. Dr. Günther Seeber, Prof. Dr. Bernd Remmele und Prof. Dr. Hans-Carl Jongebloed; die Bearbeitung erfolgte in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Retz-

für die Zusammenarbeit Fehlfunktionen auftreten. Im Anschluss an die von den Zuhörern begeistert aufgenommenen Antrittsvorlesungen nutzten die Besucher beim Stehempfang im Foyer der WHL die Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch.

mann, Universität Duisburg-Essen, Werkauftrag der Universität Duisburg-Essen, Start des Auftrages: 1. Juli 2010 Nähere Ausführungen zu den Projekten finden Sie im Abschnitt Forschungs- und Drittmittelprojekte.

WHL blogt Am 01. Juli 2010 ging das neue AKAD-Blog (http://akad. de/blog/) ans Netz. Und die WHL blogt mit; wie in Blogs üblich, zu allen möglichen Themen rund um Fernstudi-

v. l. n. r. Bürgermeister Langensteiner-Schönborn, Prof. Pütz, Juniorprof. Lindenmeier, Prof. Klebl, Prof. Reckenfelderbäumer

um, Wirtschaft, Wissenschaft und (Weiter-)Bildung: über lebenslanges Lernern oder die Genialität des Kapitalismus und dessen Schattenseiten, über Bildungswissenschaft als angewandte Futurologie, den „great educational swindle“ oder das Prinzip „publish or perish“, das heißt, den akademischen Druck zu publizieren. Die breite inhaltliche Palette zeigt: Das AKAD-Blog ist nicht einfach nur ein Marketing-Instrument, sondern, wie jedes gute Blog, offen für (vermeintlich) Abseitiges und Weiterführendes.

Absolventenfeier 2011 Am 2. Juli 2011 ehrte die WHL ihre Absolventen des Jahrgangs 2010/2011. Mit der diesjährigen Absolventenfeier ist ein kleines Jubiläum verbunden – bereits zum zehnten Mal konnte die WHL ihre erfolgreichen Absolventen für ihre Leistungen auszeichnen. 78 Studierende haben ihren Abschluss an der WHL im zurückliegenden Jahr in den Studiengängen „Diplom-Betriebswirtschaftslehre“, „Diplom-Wirtschaftspädagogik“, „Master Finance and

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 23

Banking“, „Master Management“, „Master Wirtschaftspädagogik“, „MBA General Management“ und „Master Clinical Research Management“ erreicht. Nach der Begrüßung ging der Rektor der WHL – Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer – in seiner kurzweiligen Rede humorvoll auf einige Szenen des „typischen“ Studienablaufs ein, bevor die Absolventen des Jahrgangs geehrt wurden. Der schnellste unter ihnen – und damit Preisträger des Preises der WHL und der Wochenzeitung DIE ZEIT – ist Jürgen Dirschnabel aus dem Studiengang „MBA General Management“. Den AKADalumni-Preis

Die Absolventen 2011 mit den Professoren Reckenfelderbäumer, Pütz, Klebl, Remmele, Schöning und Nguyen

für die beste Abschlussarbeit erhielt Dr. Ralf Stützle, der ebenfalls „MBA General Management“ studierte. Die beste Gesamtnote erreichte Christoph Häring aus dem DiplomStudiengang „Betriebswirtschaftslehre“, der damit auch den Preis der Stadt Lahr erhielt. Dozent des Jahres wurde Prof. Dr. Stephan Schöning.

Der 500. WHL-Absolvent Jochen Eberhard, Mitarbeiter der Landesbank BadenWürttemberg, ist 500. Absolvent der Wissenschaftliche Hochschule Lahr (WHL). Ende 2011 hat der 27-Jährige

Diesjähriger Festredner war Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Ar-

den berufsbegleitenden Master-Studiengang „Finance

nold, der zum Thema „Vom Sollen zum Wollen – über

and Banking“ mit der Gesamtnote 1,4 abgeschlossen.

neuere Entwicklungen in der Wirtschaftsethik“ referierte. Prof. Arnold machte in seinem Vortrag deutlich, dass sich eine zeitgemäße Wirtschaftsethik als Fach nur im Rahmen der Wirtschaftswissenschaften sinnvoll institutionalisieren wird. Der Schwerpunkt des Vortrags lag aber auf der Feststellung, dass Wirtschaftsethik als Praxis nur auf der Ebene der Rahmenordnung der Wirtschaft, d. h. durch das Setzen von Anreizen zu in der Summe gesellschaftsförderlichem Handeln, verwirklicht werden kann. In den Schlussworten der Studenten bekannte dann Christoph Häring, auch mal den „Mut zur Lücke“ bei der Klausurvorbereitung gehabt zu haben – ein Rezept, das allerdings nur in Kombination mit dem nötigen Glück bei den gestellten Aufgaben Erfolg verspricht. Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Gäste bei Buffet und Getränken ausgiebig die Möglichkeit zum gemeinsamen Rückblick und weiteren Austausch. Die WHL gratuliert ihren Absolventen noch einmal ganz herzlich und wünscht ihnen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg! Und: Nach dem Studium ist vor dem Studium: Auch im nächsten Jahr wird es natürlich wieder eine Absolventenfeier geben, für die Sie sich durch ein weiteres WHL-Studium (zusätzlich) qualifizieren können.

WHL-Rektor Prof. Martin Reckenfelderbäumer (Zweiter von rechts) und „sein“ 500. Absolvent Jochen Eberhard (Zweiter von links) gemeinsam mit den beiden AKAD-Geschäftsführern Andrea Tegtmeier und Michael Lammersdorf.

Nach seinem Erststudium BWL-Finanzdienstleistungen, das er als Diplom-Betriebswirt abgeschlossen hat, wollte Jochen Eberhard „relativ schnell das Master-Studium anhängen, da ich noch Lust hatte etwas zu lernen“. Für die WHL hat er sich entschieden, da diese „mein Fachgebiet ‚Finance and Banking’ als berufsbegleitenden Studiengang angeboten hat. Zudem hat mir die WHL ein unkompliziertes Studieren aus der Ferne ermöglicht“, so Eberhard zu den Gründen seiner Studienwahl.

Jahresbericht 2010/11


24 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Promotionskolloquium in neuer Form Am 26. Februar 2011 fand das erste WHL-Promotionskolloquium im neuen Format – das heißt: am Wochenende und ganztägig – statt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Forschungsaktivitäten der internen und externen Doktoranden an der WHL zu bündeln und weiter zu verstärken. An dem Kolloquium haben zahlreiche interne und externe Doktoranden mit ihren Betreuern teilgenommen.

bar für ihre weitere Forschungsarbeit. Insbesondere die externen Doktoranden betonten den Vorteil des neuen Formats, das sie wesentlich besser mit ihrer Berufstätigkeit vereinbaren können als monatliche Termine unter der Woche. Auch der Prorektor für Forschung, Prof. Dr. Tristan Nguyen, freut sich über die stärkere Einbindung der externen Doktoranden in den Forschungsbetrieb der WHL und erhofft sich dadurch für die Zukunft einen noch höheren Forschungsoutput.

Den Eröffnungsvortrag mit dem Thema „Interkulturelle Kompetenz im Spannungsfeld zwischen Management und Kommunikation“ hielt als Gast Dr. Wolfgang Glebe, der seit mehreren Jahren als internationaler Projektmanager tätig ist und die Zuhörer in seiner interaktiven Präsentation für die feinen interkulturellen Unterschiede bei Geschäftskontakten z. B. zwischen Deutschen und Franzosen sensibilisierte. Anschließend stellte Robert Weitz sein Dissertationsprojekt „Konzeptskizze zur Entwicklung eines Frühwarnsystems einer Gesamtbanksteuerung unter Berücksichtigung von insolvenzbedrohlichen Tatsachen und Metacontrollingaspekten für deutsche Kreditinstitute“ vor. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, bei dem die Teilnehmer reichlich Zeit zur weiteren Vertiefung und zum persönlichen Meinungsaustausch hatten, wurde das Kolloquium am Nachmittag mit dem Dissertationsprojekt „Optimierung von Organisationen“ von Paul Ilten fortgesetzt. Zum Abschluss präsentierte Jonathan Ben Shlomo sein Research Paper über das Thema „Die Kalkulation eines Reverse Mortgage“, ein aus den USA stammendes, hierzulande noch kaum bekanntes Verfahren, die eigene Immobilie im Alter zu kapitalisieren. Die Teilnehmer des Promotionskolloquiums waren hochzufrieden mit der Veranstaltung und empfanden die Vorträge und die vertiefenden Diskussionen als sehr frucht-

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Die Teilnehmer des Promotionskolloquiums am 26. Februar 2011 an der WHL in Lahr.


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 25

Neue Projekte

Neben den didaktischen Einsatzmöglichkeiten sind es

Das Jahr 2011 war im Hinblick auf neue Projekte sehr erfolgreich. An der WHL gibt es seit diesem Jahr drei neue „Grundtvig-Lernpartnerschaften“, hierunter beispielsweise das Projekt „ISTUS“ sowie eine Internetplattform für Absolventen des Master-Studiengangs „Finance and Banking“ unter XING.

aber vor allem Fragen nach der strategischen Ausrichtung, nach Betriebs- und Geschäftsmodellen und der Qualifizierung des pädagogischen Personals, an deren Beantwortung neben der WHL auch Hochschulen und Träger der beruflichen Bildung aus Finnland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Litauen und der Schweiz arbeiten. Weitere Informationen finden Sie

»» Die Projekte „Grundtvig-Lernpartnerschaften“:

unter

Diese drei Projekte dienen dem Austausch zwischen

http://istusproject.blogspot.com/.

Bildungseinrichtungen in verschiedenen europäischen Ländern. Wir streben hierbei auch (wieder) eine aktive Beteiligung, d. h. insbesondere Teilnahme an den Workshops bei den Partnereinrichtungen, unserer Studierenden an. Es handelt sich um folgende Projekte:

––Game-based Learning for Older Adults

– mit Part-

nern aus Manchester, Leuven, Kopenhagen und ggf. Bologna,

––Digital Classrooms

– mit Partnern aus Barcelona,

Aberdeen, Molde, Kungälv, Kocaeli,

––ISTUS - Institutional Strategies Targeting the Uptake of Social Networking in Adult Education – mit Partnern aus Glasgow, Vilnius, Sant‘Angelo in Vado, Leiden, Manno. Das Projekt „ISTUS“ beschäftigt sich mit sozialen Online-Netzwerken in der Bildung. Vom 3.–5. Oktober 2011 waren deshalb Bildungsmanager aus sechs europäischen Ländern an der WHL zu Gast – zu einem ersten Arbeitstreffen im Rahmen des zweijährigen, von der EU geförderten Projekts. Das Projekt ISTUS beschäftigt sich für die nächsten zwei Jahre mit der Nutzung von „Social Media“ aus der Perspektive des

Teilnehmer des ISTUS-Projekts

»» Projekt XING-Gruppe „WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr – MFB Master Finance and Banking“, Anstelle einer Absolventendatenbank, die kaum ständig auf dem aktuellen Stand gehalten werden kann, hat sich die WHL erstmalig für den Einsatz von Social Media entschieden. Die XING-Gruppe soll als Netzwerk speziell für Absolventen des Master Finance and Banking sowie der finanzwirtschaftlichen Vertiefungsfächer im Master Management an der WHL dienen. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen die Kontakte

Bildungsmanagements:

aus Ihrem Studium bieten: Experten aus anderen Ban-

Wie müssen sich Bildungsanbieter als Organisation

Forum oder bei Stammtischen, und: Sie halten auf die-

entwickeln, um im sozialen Netz erfolgreich zu sein?

ken/Unternehmen, Diskussionen über Fachthemen im se Weise weiterhin den Kontakt zum Lehrstuhl.

Jahresbericht 2010/11


26 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Darüber hinaus haben aktuelle Studierende die Möglich-

Prof. Dr. Michael Klebl wurde in den Projektbeirat des

keit, sich mit ihren Kommilitonen über Tipps und Tricks

Forschungsprojekts „Diffusion von neuen Technologien –

beispielsweise zur Literaturrecherche auszutauschen. Sie finden die Gruppe unter http://www.xing.com/net/mfb.

Veränderungen von Arbeitsaufgaben und Qualifikationsanforderungen im produzierenden Gewerbe“ am Bundesinstitut für Berufsbildung berufen. Arbeitsmarktstudien prognostizieren ein großes ökono-

Die XING-Gruppe für den MFB ist Teil des Engagements

misches Entwicklungspotenzial durch die Verbreitung

der WHL im Bereich „Social Media“: Für die Studieren-

neuer Technologien, wie z.B. Nanotechnologie, erneuer-

den im Fach „Wirtschaftspädagogik“ wurde zusätzlich die soziale Plattform „WPK@WHL Fusion“ gestartet. Nähere Ausführungen zu den Projekten finden Sie im Abschnitt Forschungs- und Drittmittelprojekte.

bare Energien und Biotechnologie. Die Diffusion entsprechender Technologien geht mit einem erhöhten Fachkräftebedarf einher. Aus der Perspektive der Berufspädagogik stellt sich daher die Frage, welchen Beitrag das Berufsbildungssystem leisten kann, um den Diffusionsprozess aktiv zu unterstützen. Im Besonderen ist zu klären, wie man Veränderungen

Berufungen Prof. Dr. Markus Pütz wurde in das Herausgebergremium der im Josef-Eul-Verlag erscheinenden Schriftenreihe „Quantitative Ökonomie“ berufen. Mitglieder dieses Herausgebergremiums sind: Prof. Dr. Eckart Bomsdorf, Universität zu Köln; Prof. Dr. Wim Kösters, RWI Essen; Prof. Dr. Winfried Matthes †, Bergische Universität Wuppertal; Prof. Dr. Mark Trede, Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Prof. Dr. Ansgar Belke, Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Markus Pütz, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr. Die Schriftreihe „Quantitative Ökonomie“ enthält quantitativ ausgerichtete wirtschaftswissenschaftliche Forschungsbeiträge (mit formalanalytischem, synthetischkonstruktivem oder empirischem Forschungsdesign). Die Forschungsbeiträge sind überwiegend Dissertationen und schwerpunktartig angesiedelt in den Bereichen der Statistik und Ökonometrie, der Volkswirtschaftslehre und des Controllings.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

der Qualifikationsbedarfe durch technische Innovationen frühzeitig erkennen und hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Berufsbildungssystem bewerten kann. Da es sich bei diesem Projekt des Bundesinstituts für Berufsbildung um ein grundlegendes, empirisches Forschungsprojekt handelt, das Implikationen für die Berufs- und Curriculumentwicklung haben kann, werden Sozialpartner und ausgewiesene WissenschaftlerInnen über den Projektbeirat eingebunden. Prof. Dr. Michael Klebl unterstützt hier als Experte für die entwickelnde Arbeitsforschung das Projekt insbesondere in methodischen Fragen der Qualifikationsforschung.


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 27

Zum ersten Mal: Das FACT-BankenForum – Personalfachleute diskutierten an der WHL Das FACT-BankenForum 2011 fand zum ersten Mal am 18. November 2011 in Lahr statt und beschäftigte sich mit dem Rahmenthema „Personalmanagement in Kreditinstituten – Der Kampf um die Köpfe“. Teilnehmer aus dem In- und Ausland diskutierten an der WHL ausgewählte Fragestellungen, auf die es angesichts ungünstiger demografischer Entwicklungen, sinkender Attraktivitätswahrnehmung des Bankerberufs, anhaltender Fusions- und Restrukturierungsprozesse im Kreditwesen und gleichzeitig wachsenden Anforderungen an die Qualifikation von Mitarbeitern Antworten zu finden gilt. Ähnliche Veranstaltungen sind im Rahmen des FACT-BankenForums für die folgenden Jahre geplant. Der FACT-Center – Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V. ergänzt und unterstützt die Forschungsaktivitäten der WHL. Ziel des gemeinnützigen Forschungsvereins ist es darüber hinaus, eine erweiterte Plattform für den Gedankenaustausch zwischen Wissenschaftlern und Praktikern zu bilden. Dementsprechend fanden im Oktober und November 2011 außerdem die ersten beiden Vorträge der neuen Veranstaltungsreihe FACT-UnternehmerDialog statt. Martin Bellin, Gründer und Geschäftsführer der BELLIN GmbH referierte zum Thema „Treasury – Die dritte Säule der Finanzwirtschaft“ und Jens Tucheck von der Spitzmüller AG gab den Studierenden der WHL Einblicke in die Technologieförderung in Deutschland.

Jahresbericht 2010/11


28 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Zahlen und Fakten

Die WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr kann auf

600

erfolgreiche Jahre 2010 und 2011 zurückblicken. Sie konnte damit die positive Entwicklung aus den Vorjahren fortführen. Dies spiegelt sich in den Studierendenzahlen,

513

500

503

496

aber auch in der Höhe der Drittmitteleinwerbung im Rahmen öffentlich geförderter nationaler oder europäischer Forschungsprogramme wider.

Entwicklung Studierendenzahlen

400

398 373 325

300

die Anzahl der eingeschriebenen Studierenden anwuchs,

221

200 174

liegt allerdings nicht daran, dass sich weniger Interessenten an der WHL einschreiben, sondern daran, dass in den letzten Jahren an der WHL immer mehr Studiengänge

130

100

bereits in 18 Monaten (drei Leistungssemester) anstatt 24 Monaten (vier Leistungssemester) absolviert werden können.

331

290

In Vergleich zu den Jahren vor 2009, in denen fast stetig setzte sich dieser Trend in 2010 und 2011 nicht fort. Dies

410

375

41

0

13

1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Auch gab es früher nur einen Weiterbildungskurs mit einer Studiendauer von zwölf Monaten, mittlerweile gibt es mehrere Weiterbildungskurse mit lediglich vier Monaten Studiendauer. Insofern ist dieser „Rückgang“ der Ausdruck des Wechsels in der Angebotsstruktur der WHL.

Anzahl der Studierenden differenziert nach Studiengängen und Weiterbildungskursen Wird die Studierendenentwicklung im Hinblick auf die einzelnen Studiengänge bzw. Weiterbildungskurse be-

Zum 31.12.2010 lag die Zahl der eingeschriebenen Studie-

trachtet, so zeigt sich, dass das Interesse vor allem an den

renden bei 503, zum 31.12.2011 bei 496. Nicht in der Gra-

ab 2005 eingeführten Studiengängen – „Master Finance

fik abgebildet sind die zu einem Promotionsstudiengang

and Banking“, „Master Management“, „Master Wirtschaft-

an der WHL immatrikulierten. Dies waren zum 31.12.2011

spädagogik“ und „MBA General Management“ – weiter-

elf Nachwuchswissenschaftler, die sich an der WHL

hin sehr groß ist. Besonders erfolgreich ist hierbei der

zu einem solchen Studiengang eingeschrieben haben.

„MBA General Management“. Mit dem Einführen dieser

Diese Gesamtzahlen sind ein Beleg dafür, dass die WHL

Studiengänge traf die WHL das Weiterbildungsinteresse

auch in den Jahren 2010 und 2011 viele Berufstätige von

der Berufstätigen auf den Punkt genau.

ihrem Studienangebot überzeugen konnte.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 29

600

500

150

MFB + WPF

MBA

DWP

CRM

MOD

DKF

MWP

WCRM

KSM

MMA

WBWL

150

120 110

113

105

400

90

300 63

60

59

62

51

200 38

30

28

100

13

13

7

0 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

0

1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Erläuterung der Abkürzungen: KSM: Kompaktstudium Management DKF: Diplom-Studiengang Betriebswirtschaftslehre (Dipl.-Kfm/Dipl.-Kff.) DWP: Diplom-Studiengang Wirtschaftspädagogik (Dipl.-Wi.-Päd.) MFB + WPF: Master-Studiengang Finance and Banking - M. A. MMA: Master-Studiengang Management - M. A. MWP: Master-Studiengang Wirtschaftspädagogik - M. A. CRM: Master-Studiengang Clinical Research Management M. Sc. MBA: Master-Studiengang MBA General Management MBA WBWL: Weiterbildungskurse BWL (LMOM + LPGM) WCRM:

Weiterbildungskurse CRM (WMG + WRP + WCR)

Entwicklung der Absolventenzahlen differenziert nach Studiengängen und Weiterbildungsmodulen

150

120

MWP

MPF

MMA

MOD

MFB

WCRM

DWP

WBWL

DKF

MBA

KSM

CRM

90

MOD: Einzelmodule 60

Entwicklung Absolventenzahlen (Gesamt) Im Jahr 2010 absolvierten 150 an der WHL Immatrikulierte erfolgreich ein Studium oder einen Weiterbildungs-

30

kurs. Dieser Höchststand wurde im Jahr 2011 zwar nicht erreicht, dennoch beendeten auch in diesem Jahr 113 Absolventen erfolgreich ihr Studium beziehungsweise ihren Weiterbildungskurs. Zurückzuführen ist dies ebenfalls auf

0 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

die Umstellung von Diplom- auf Master Studiengänge mit der reduzierten Studienzeit, sodass es aufgrund der zeitlichen Überschneidung im Jahr 2010 zu einer überproportionalen Absolventenzahl kam.

Erläuterung der Abkürzungen: KSM: Kompaktstudium Management DKF: Diplom-Studiengang Betriebswirtschaftslehre Dipl.-Kfm/Dipl.-Kff. DWP: Diplom-Studiengang Wirtschaftspädagogik Dipl.-Wi.-Päd. MFB: Master-Studiengang Finance and Banking - M. A. MMA: Master-Studiengang Management - M. A.

Jahresbericht 2010/11


30 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

MWP: Master-Studiengang Wirtschaftspädagogik - M. A. CRM: Master-Studiengang Clinical Research Management M. Sc. MBA: Master-Studiengang MBA General Management MBA WBWL: Weiterbildungskurse BWL (LMOM + LPGM) WCRM: Weiterbildungskurse CRM (WMG + WRP + WCR) MOD: Einzelmodule WPF: Propädeutikum für Master Finance and Banking

an der WHL, die im Bereich „Gesundheitsmanagement“ am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/Versicherungsund Gesundheitsökonomik angegliedert ist. Allerdings haben auch Lehrstuhlinhaber den Ruf an anderen Universitäten angenommen. Betroffen sind hierbei der Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Personalmanagement und Organisation sowie der Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkten Rechnungswesen und

Entwicklung des wissenschaftlichen Personals

Wirtschaftsprüfung.

Die WHL verfügt zum Ende des Jahres 2011 über eine Stellenkapazität von 13 Professoren − fünf hauptamt-

Professoren

Wiss. MA

15

15

liche Professoren, sechs Honorarprofessoren sowie eine 13

Professuren ist im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Allerdings ist für das Jahr 2012 die Einstellung drei

571

14 14

Gastprofessur und eine Juniorprofessur. Die Anzahl der 12

13 13

13

12

weiterer Professoren und einer weiteren Juniorprofessur

11

geplant. Die Besetzung der Juniorprofessur soll in dem Bereich „Ökonometrie und Statistik“ erfolgen. Die der

13

10

9

9

Professoren ist für die Bereiche „allgemeine Betriebswirt-

9 8

schaftslehre“ mit dem Schwerpunkt Personalmanage-

8

ment und Organisation, mit dem Schwerpunkt Externes Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung sowie mit dem

6

6

Schwerpunkt Finance and Banking vorgesehen.

5 5

Zum Ende des Jahres 2011 waren die Lehrstühle mit acht wissenschaftlichen Assistenten besetzt. Zudem gab es

3

eine weitere wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen

3 3 2 2

eines Drittmittelprojektes, und zwei weitere wissenschaftliche Mitarbeiter, die am Research Service Center, welches an die WHL angegliedert ist, arbeiten. Die Anzahl der wis-

0

2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

senschaftlichen Mitarbeiter zum Ende des Jahres 2011 ist mit dem Gesamtstand von elf zwar etwas niedriger als in den Vorjahren, aber durch die geplante Einstellung wei-

Berufungen 2010 und 2011:

terer Professuren ist auch hier eine Aufstockung des Per-

Berufungen an die WHL Wissenschaftliche Hochschule

sonals geplant.

Lahr:

In den Jahren 2010 und 2011 hatte die WHL einige personelle Veränderungen zu verzeichnen. Erfreulich waren hierbei unter anderem die Neubesetzung des Lehrstuhls für

»» Prof. Dr. Max Göttsche 1. April 2010: Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Externes Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung an der WHL

Wirtschaftspädagogik mit dem Schwerpunkt Berufliche

»» Prof. Dr. Alexander Fliaster

Weiterbildung und Bildungsmanagement. Ferner die Neu-

1. Juli 2010: Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Personal-

einrichtung des Lehrstuhls für Allgemeine BWL mit dem Schwerpunkt Controlling und die erste Juniorprofessur

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

management und Organisation an der WHL


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 31

»» Honorarprof. Dr. Rainer Kirchhoff 10. September 2010: Honorarprofessor am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, Schwerpunkt Versicherungs- und Gesundheitsökonomik an der WHL

»» Prof. Dr. Michael Klebl

Drittmittelentwicklung Weithin erfolgreich verlief für die WHL die Einwerbung von Drittmitteln im Rahmen nationaler wie auch europäischer Förderprogramme in den Jahren 2010 und 2011. Die Einwerbungen von Forschungsmitteln verteilt sich

1. Oktober 2010: Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik

dabei vor allem auf Projektförderungen durch das Bun-

mit dem Schwerpunkt Berufliche Weiterbildung und

desministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der

Bildungsmanagement

Landesstiftung Baden-Württemberg gGmbH sowie auf

»» Prof. Dr. Markus Pütz 1. Oktober 2010: Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Controlling an der WHL

»» Juniorprof. Dr. Jörg Lindenmeier

EU-Mittel aus dem Lifelong Learning Programme. Die meisten Projektmittelzuwendungen entfielen dabei auf den Forschungsschwerpunkt „Wissensentwicklung und Wissenstransfer“.

1. Dezember 2010: Juniorprofessor für Gesundheitsmanagement am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/ Versicherungs- und Gesundheitsökonomik. Von außen erteilte Rufe an ProfessorInnen der WHL (ne-

Höhe der Drittmittelbewilligung in T€ 600

ben anderen):

»» Prof. Dr. Günther Seeber Ruf angenommen an der Universität Koblenz-Landau,

534 500 478

Abteilung Wirtschaftswissenschaften am Institut für Sozialwissenschaften, Arbeitsbereich „Wirtschaftswis-

400

senschaft und ihre Didaktik“

»» Prof. Dr. Alexander Fliaster Ruf angenommen an der Otto-Friedrich-Universität

300

310

297

Bamberg, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Innovationsmanagement

200

»» Prof. Dr. Max Göttsche

173

Ruf angenommen an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Lehrstuhl für Allge-

100 92

82

meine Betriebswirtschaftslehre, Controlling und Wirtschaftsprüfung 0

20

2003

0

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Jahresbericht 2010/11


32 ∙ I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Chronik WHL

11. Januar 1996

»» Über 200 Studieren-

»» Die WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr wird ins Leben gerufen.

»» staatliche Anerkennung durch das Land

de sind an der WHL

»» Start des DiplomStudiengangs „Wirtschaftspädagogik“

Baden-Württemberg

eingeschrieben.

»» erste Absolventen in den Diplom-Studiengängen

1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 »» Start des Lehrbetriebs im

»» offizielle Eröffnung durch Minister­

BWL-Kompaktstudium

präsident Erwin Teufel

»» An der WHL startet der Lehr­ betrieb im Diplom-Studiengang „Betriebswirtschaftslehre“.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

»» Einrichtung weiterer Lehrstühle

»» Immatrikulation des 300. Studierenden


I WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ∙ 33

»» Durch eine Koopera­ tion mit der HHL Leipzig Graduate School of Management können Absolventen der WHL den Doktorgrad der

»» Der 500. Absolvent

Wirtschaftswissenschaften zum „Doktor rerum

schließt sein Studium

oeconomicarum“ (Dr.

an der WHL erfolg-

rer. oec.) erlangen.

reich mit einem aka-

»» Die Studiengänge „MBA

»» Akkreditierung und

demischen Titel ab.

staat­liche Zulassung des

in General Manage-

»» Akkreditierung und

­Master-Studiengangs

ment“, „Clinical Re-

staatliche Zulassung

­„Finance and Banking“,

search Management

Start des Lehrbetriebs

- M. Sc.“ und

»» Der 100. Absolvent erhält

„Wirtschaftspädagogik M. A.“ starten.

sein Diplom.

des Studiengangs

»» 50 Jahre AKAD »» Die WHL hat über 500 Studierende.

„Master of Business Administration in Advanced Management“

2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 »» Einrichtung des Research Service Center

»» Erstes Drittmittelprojekt

»» Die WHL hat ca. 400 Studierende.

»» Akkreditierung des

bewilligt, ABWF-Gut-

Master-Studiengangs

achten, finanziert aus

„Management“

BMBF/ESF-Mitteln

»» Das erste AKAD Forum ­findet auf dem WHL-­

»» Die Umstellung von Diplom auf Master ist abgeschlossen.

»» Alle fünf MasterStudien­gänge sind

»» erste Juniorprofessur an der WHL

»» erste Absolventin des Studiengangs „Clinical Research Management“

staatlich anerkannt und akkreditiert.

Campus statt.

Jahresbericht 2009


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 35

II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Jahresbericht 2010/11


36 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Lehrstühle

Lehrstuhl für Allgemeine BWL/ Marketing

Profil des Lehrstuhls

Lehrstuhlteam

wobei ein besonderer Akzent auf dem Weiterbildungs-

Lehrstuhlinhaber und Rektor der WHL: Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer

Einen Schwerpunkt der Lehrstuhlarbeit bilden die Bereiche „Dienstleistungsmarketing und -management“, marketing liegt. Daneben stehen Fragen der Verbesserung der Kundenorientierung und insbesondere des Service Managements von Industrieunternehmungen im Mittel-

Wissenschaftliche Mitarbeiter des Lehrstuhls bzw. von Lehrstuhlforschungsprojekten:

punkt. Gerade Letzteres ist in vielen Branchen zum ent-

»» Dipl.-Betriebwirt (BA) Patrick Siegfried, MBA »» Dr. Thomas Wille (bis zum 31. Juli 2011) »» Dipl.-Kfm. Christian Arnold (bis zum 31. Juli 2011)

dung in Forschungsprojekte mit Partnern aus der Praxis

scheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Die Einbinund aus anderen Hochschulen wird durch den Lehrstuhl intensiv genutzt, um zum wechselseitigen Erkenntnisfortschritt beizutragen. Die Tatsache, dass eine derartige Kundenorientierung immer auch unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten zu sehen ist, findet Eingang in die Behandlung von Fragen des Marketing-Controllings und des Prozesskostenmanagements. Die Auseinandersetzung mit dem internen Marketing schließlich ermöglicht es, Ansatzpunkte einer marktorientierten Unternehmensführung auch auf die Beziehungsgeflechte innerhalb der Unternehmung zu übertragen. In den letzten Jahren ist ein Thema in den Mittelpunkt des Interesses von Wirtschaft und Politik gerückt, das ein weiteres Hauptbetätigungsfeld des Lehrstuhls darstellt: die Gründung und der Aufbau von Unternehmungen.

Forschungsschwerpunkte:

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer (Mitte vordere Reihe) mit seinen MitarbeiterInnen v. l. n. r. Christina Mainka, Christian Arnold, Patrick Siegfried und Dr. Thomas Wille

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

»» Dienstleistungsmarketing und -management »» Investitionsgütermarketing »» Marketing-Theorie »» Marketing-Controlling »» Prozesskostenmanagement »» Internes Marketing »» Entrepreneurship


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 37

Forschungskooperationen des Lehrstuhls

»» Universität Bremen, LEMEX – Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship

»» Netzwerk deutschsprachiger Hochschullehrer im Bereich „Dienstleistungsmarketing“

»» Netzwerk „Business-to-Business-Marketing“ »» Technologiefabrik Karlsruhe GmbH Drittmittelprojekt des Lehrstuhls

––Marketing – Zeitschrift für Forschung und Praxis (Marketing ZFP)

––Wirtschaftsinformatik ––Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZFB)

»» Mitglied des Herausgeberbeirats der Reihe „Businessto-Business-Marketing” im Gabler Verlag/DUV

»» im Editorial Review Board der „Zeitschrift für Management“ sowie des „Journal of Business Market Management (JBM)“

„Erfolg durch Dienstleistungen (EDDI) – Angewandtes Service Engineering für KMU“, gefördert durch die Baden-Württemberg Stiftung gGmbH (Laufzeit: 05/2009– 07/2011).

Lehraufträge

»» Prof. Dr. Reckenfelderbäumer lehrt bzw. lehrte u. a. an der Ruhr-Universität Bochum, der European Business School in Oestrich-Winkel und an der PH Ludwigsburg.

Ausrichtung wissenschaftlicher Konferenzen/ Veranstaltungsreihen Abschlusssymposium zum Projekt EDDI – Erfolg durch Dienstleistungen Am 10. März 2011 hat die WHL für das Projekt „EDDI – Erfolg durch Dienstleistungen“ ihr Abschlusssymposium durchgeführt. Dieses Projekt wurde im Rahmen der Initiative „Wissenstransfer Dienstleistungsforschung“ von der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH finanziert. Es hatte

»» Diplom-Betriebswirt (BA) Patrick Siegfried, MBA, hat

das Ziel, Voraussetzungen für die Suche und Implemen-

Lehraufträge an den Hochschulen Offenburg und

tierung von Dienstleistungsangeboten speziell für KMU

Darmstadt jeweils für das Fach „Marketing“ sowie an

in Baden-Württemberg zu schaffen. EDDI wurde von Prof.

der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW)

Dr. Martin Reckenfelderbäumer geleitet und seitens der

Mannheim im Fach „Dienstleistungsmanagement“.

WHL durch Dr. Thomas Wille und Patrick Siegfried koordiniert und bearbeitet. Dabei begleitet die Wissenschaft-

Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften Prof. Dr. Reckenfelderbäumer ist

»» Fachgutachter für die Zeitschriften ––Die Unternehmung ––Zeitschrift für Management ––Industrial Marketing Management ––Journal of Business Market Management ––Jahrbuch Strategisches Kompetenz-Management

liche Hochschule Lahr 17 KMU in einem Zeitraum vom 1 Mai.2009 – 31. Juli 2011. In diesem Zeitraum wurden zahlreiche Seminare, Workshops und Projektmeetings durchgeführt. Das entwickelte und dann auch angewendete Vorgehensmodell zur Dienstleistungsentwicklung hat sich dabei als erfolgreiches Konzept erwiesen: Allein elf Pilotbetriebe konnten konkrete Dienstleistungsvorhaben umsetzen und damit aus diesem Projekt heraus zusätzliche Umsätze generieren.

Jahresbericht 2010/11


38 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Zu dem Abschlusssymposium kamen über 30 geladene

Kontaktdaten:

Gäste aus dem Wirtschaftsministerium, der Baden-

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Württemberg Stiftung gGmbH, den am Projekt beteiligten Transfereinrichtungen, der IHK sowie den beteiligten Pilotbetrieben. Nach der Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Reckenfelderbäumer stellte Frau Dr. Kerstin Bertow die

Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Marketing Hohbergweg 15–17 77933 Lahr

Baden-Württemberg Stiftung und ihre zahlreichen Akti-

Tel.: +49 (0)7821-9238-68 (Lehrstuhlsekretariat)

vitäten vor, zu denen auch die Initiative „Wissenstransfer

Fax: +49 (0)7821-9238-63

Dienstleistungsforschung“ zählt. Im Anschluss daran berichteten Herr Dr. Wille und Herr Siegfried über die wichtigsten Erkenntnisse, die sich im Rahmen des Projektverlaufs ergeben haben. Als besonders wichtig hat sich neben dem schon angesprochenen systematischen Vorgehensmodell eine konsequente Begleitung und Unterstützung der Pilotbetriebe bei ihren Entwicklungsvorhaben erwiesen. Für die am Projekt beteiligten Transferzentren berichtete dann Herr Herbert Hoffmann, Geschäftsführer der Technologiefabrik Karlsruhe, über die Erwartungen an das Projekt und die bei seiner Durchführung gesammelten Erfahrungen. Dabei betonte er die aus seiner Sicht gegebene Notwendigkeit, entsprechende Initiativen weiterzuführen und zu intensivieren. Herr PD Dr. Ludger Schnieder verband sodann die Perspektiven eines Transferzentrums (MITT – Kompetenzzentrum Minimal Invasive Medizin & Technik TübingenTuttlingen e. V.) und eines beteiligten Pilotbetriebs (SMP GmbH), da er eine entsprechende Doppelfunktion ausübt. Für einen weiteren Pilotbetrieb (JATUSO) schilderte Herr Klohr seine Sicht der Dinge und stellte interessierten Zuhörern im Foyer die von seinem Unternehmen entwickelte Leistung auch plastisch dar. Die Veranstaltung endete mit einem gemütlichem Ausklang und anregenden Diskussionen. Das Projektteam ist sich einig darüber, dass dieses Projekt unbedingt Folgeaktivitäten nach sich ziehen sollte, da der Unterstützungsbedarf seitens der KMU nach wie vor immens ist.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 39

Lehrstuhl für Allgemeine BWL/ Finance and Banking

Prof. Stefan Schöning (2. von rechts) mit seinen MitarbeiterInnen v. l. n. r. Elke Goldschmidt, Jan Christian Rutsch und Elena Dajcman

Lehrstuhlteam

Profil des Lehrstuhls

Lehrstuhlinhaber:

Die Aktivitäten des Lehrstuhls sind darauf ausgerichtet,

Prof. Dr. Stephan Schöning

eine anwendungsbezogene Lehre und Forschung an der

Weitere Professuren: Prof. Dr. André Jungmittag, Gastprofessor für Statistik und Ökonometrie

Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis anzubieten. Eckpunkte des Forschungs- und Lehrkonzepts sind die doppelte Verzahnung und die doppelte Integration. Im Rahmen der doppelten Verzahnung wird eine hochwer-

Wissenschaftliche Mitarbeiter des Lehrstuhls:

tige Forschung als Basis für hochwertige aktuelle Leh-

»» Dipl.-Kfm. Jan Christian Rutsch »» Cand. rer. oec. Elena Dajčman (seit dem 1. August 2011) »» Cand. rer. oec. Sandra Kesselring (bis zum 31. Juli 2011)

re gesehen, die wiederum als Grundlage für zukünftige hochwertige Forschung dient. Die doppelte Integration strebt an, einerseits die Lehre und Forschung als Input für die Nutzung bzw. Anwendung in der Praxis zu sehen und andererseits Problemfelder bzw. Herausforderungen der Praxis als Input für anwendungsbezogene, theoriebegleitete Forschung aufzunehmen.

Jahresbericht 2010/11


40 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Aufgrund der Breite und Facettenvielfalt des Forschungsgebiets Finance and Banking werden Kooperationen als

»» diverse Kontakte zur Kreditwirtschaft, insbesondere in Baden-Württemberg

unabdingbar angesehen. Diese bestehen aus

»» WHL-internen Kooperationen zwischen den verschiedenen funktionalen Betriebswirtschaftslehren, ins-

Forschungsprojekte des Lehrstuhls

»» „Fokus Mittelstand“: Publikationsprojekt in Koope-

besondere im gemeinsamen Forschungsschwerpunkt

ration mit Nachwuchswissenschaftlern der Fakultät

FACT

Wirtschaft der Leuphana Universität Lüneburg.

»» hochschulübergreifenden Kooperationen mit anderen Finance-and-Banking-Lehrstühlen,

»» übernationalen Kooperationen, z. B. zur Analyse von Best Practices im Bereich „Bankenstruktur“

»» Kooperationen mit der Unternehmenspraxis (inkl. der Verbände) sowie

»» fächerübergreifenden interdisziplinären Kooperationen (z. B. mit Rechts- und Sozialwissenschaften sowie Wirtschaftspsychologie)

Forschungsschwerpunkte Prof. Dr. Stephan Schöning

»» Strategisches Bankmanagement »» Regulierung von Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten

»» Ertrags- und Risikomanagement von Banken »» Bankmarketing »» Liquiditäts- und Risikomanagement in Unternehmen »» Unternehmensfinanzierung, speziell von KMU

»» „Finanzierung von KMU im Wandel“, Forschungsprojekt im Rahmen des Center for Research in Entrepreneurship, Professions, and Small Business Economics (CREPS) der Leuphana Universität Lüneburg.

»» „Internes und externes Liquiditätsrisikomanagement in Kreditinstituten – Identifizierung, Messung, Steuerung und Kontrolle von Liquiditätsrisiken sowie aufsichtsrechtliche Vorgaben“, Forschungsprojekt in Kooperation mit einem führenden Finanzdienstleister.

»» „Regional differenzierte Untersuchung der kreditwirtschaftlichen Wettbewerbsstrukturen in Deutschland“ (Projektantrag in Vorbereitung)

»» Personalentwicklung in Kreditinstituten unter besonderer Berücksichtigung der Karriereentwicklung von Frauen

»» Controlling in KMU, ein deutsch-türkischer Vergleich (zusammen mit Prof. Dr. Markus Pütz, Prof. Dr. Haluk Sumer, Dr. Cagla Ersen, Marmara-Universität Istanbul)

»» Betriebskostencontrolling in Kreditinstituten (zusammen mit Prof. Dr. Markus Pütz, in Kooperation mit einem kreditwirtschaftlichen Spitzenverband)

Forschungskooperationen des Lehrstuhls

Weitere Details zu den Forschungsschwerpunkten finden

»» Leuphana Universität Lüneburg

Sie hier: http://www.akad.de/Finance-Accounting-Con-

»» Lehrstuhl für Bank- und Finanzwirtschaft

trolling-an.723.0.html

»» Institut für Bank-, Finanz- und Rechnungswesen »» Center for Research on Entrepreneurship, Professions and Small Business Economics

»» Stiftungslehrstuhl für ABWL & Internationales Finanzmanagement/Internationale Kapitalmärkte der ErnstMoritz-Arndt-Universität Greifswald

»» Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissen-

Lehraufträge Prof. Dr. Schöning ist

»» seit Langem als Dozent und Prüfer für die Frankfurt School of Finance and Management in verschiedenen Studiengängen tätig

»» Lehrbeauftragter im Fach „Finanzmanagement“ an der Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissen-

schaften, deutschsprachige Abteilungen, Marmara-

schaften, deutschsprachige Abteilungen, Marmara-

Universität, Istanbul

Universität, Istanbul

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 41

»» Dozent u. a. für die Postbank AG

WHL dienen. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen die Kontakte aus Ihrem Studium bieten: Experten aus ande-

Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften Prof. Dr. Schöning ist

»» Fachgutachter für die Zeitschriften ––Kredit und Kapital ––International Journal of Entrepreneurial Venturing (IJEV)

»» Mitherausgeber des jährlichen Sammelbands „Fokus Mittelstand“ mit Beiträge von Nachwuchswissenschaftlern aus dem Bereich „Wirtschaftswissenschaften“ und angrenzenden Wissenschaften (Wirtschaftsrecht, Wirtschaftspsychologie)

Ausrichtung wissenschaftlicher Konferenzen/ Veranstaltungsreihen Prof. Dr. Schöning ist Mitausrichter

»» der Veranstaltungsreihe „Diskussionsforum Rech-

ren Banken/Unternehmen, Diskussionen über Fachthemen im Forum oder bei Stammtischen und Sie halten auf diese Weise weiterhin den Kontakt zum Lehrstuhl.

Forschungsschwerpunkte Prof. Dr. André Jungmittag

»» Innovation und Wachstum in offenen Volkswirtschaften

»» Direktinvestitionen und Technologiediffusion »» Angewandte Ökonometrie »» Innovations- und Industrieökonomik Kontaktdaten: WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Finance and Banking Hohbergweg 15–17 77933 Lahr

nungslegung und Steuern“, die bereits seit mehreren

Tel.: +49 (0)7821-9238-68 (Lehrstuhlsekretariat)

Jahren in Kooperation mit der IHK Südlicher Ober-

Fax: +49 (0)7821-9238-63

rhein sowie dem FACT-Center − Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V. durchgeführt wird.

»» der Veranstaltungsreihe „FACT-BankenForum“, die in Kooperation mit dem FACT-Center − Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V. veranstaltet wird.

»» der Veranstaltungsreihe „FACT-UnternehmerDialog“, ebenfalls in Kooperation mit dem FACT-Center − Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V.

Alumni-Netzwerk Anstelle einer Absolventendatenbank, die kaum ständig auf dem aktuellen Stand gehalten werden kann, wurde die XING-Gruppe „WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr – MFB Master Finance and Banking“ eingerichtet. Sie finden die Gruppe unter www.xing.com/net/mfb Die Gruppe soll als Netzwerk speziell für Absolventen des Master Finance and Banking sowie der finanzwirtschaftlichen Vertiefungsfächer im Master Management an der

Jahresbericht 2010/11


42 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Lehrstuhl für Allgemeine BWL/ ­Personalmanagement und Organisation

Prof. Dr. Alexander Fliaster (Zweiter von rechts) mit seinen MitarbeiterInnen v. l. n. r. David Pongratz, Alexandra Semrad, Sönke Dohrn, Matthias Holthaus

Lehrstuhlteam

Profil des Lehrstuhls

Lehrstuhlinhaber:

Der Forschungsschwerpunkt des Lehrstuhls liegt an der

Prof. Dr. Alexander Fliaster (bis zum 31. März 2011)

Schnittstelle zwischen den Bereichen „Personalmanage-

Weitere Professuren: Prof. Dr. Stefan Nägele, Honorarprofessur

ment und Organisation“ und „Innovationsmanagement, Wissensmanagement und Krisenmanagement“. Ein besonderes Interesse gilt dabei der Frage, wie Wissensar-

Wissenschaftliche Mitarbeiter des Lehrstuhls bzw. von Lehrstuhlforschungsprojekten:

beiter neue und nützliche Ideen generieren, teilen und

»» Matthias Holthaus, M.A. (bis zum 30. September 2011) »» Dipl.-Kfm. David Pongratz (bis zum 31. März 2011) »» Sönke Dohrn, B. Sc., M. Sc. (bis zum 31. Mai 2011) »» cand. phil. Alexandra Semrad (bis zum 31. März 2011)

Führung diese kreativen Prozesse fördern können. Diese

umsetzen und wie das Personalmanagement und die Forschungsthematik wird sowohl theoretisch als auch empirisch, speziell unter Anwendung der Methoden der sozialen Netzwerkanalyse analysiert. Ein zweiter wichtiger Forschungsbereich des Lehrstuhls ist die Entwicklung von multimediagestützten Managementsimulationen, die sowohl in der akademischen Lehre als auch bei der Weiterbildung von Führungskräften

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 43

in den Unternehmen zum Einsatz kommen. In beiden

Drittmittelprojekt des Lehrstuhls

Bereichen arbeiten wir eng mit internationalen Groß-

„Learning for Security (L4S)“, gefördert aus Mitteln des

unternehmen und dem Mittelstand zusammen. In der Lehre verfolgen wir zum einen das Ziel, den Studierenden theoretisch und empirisch fundiertes Wissen zu vermitteln und diese Wissensvermittlung auch durch

7. EU-Forschungsrahmenprogramms (Bereich Security) der Europäischen Kommission (Laufzeit: Juli 2009–Juni 2011).

neuartige Lehrmethoden wirksamer zu gestalten. Neben dieser „Knowing“-Komponente wird zum anderen auch

Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften

viel Wert auf die Dimension des „Doing“ gelegt, indem die

Prof. Dr. Fliaster ist

Handlungs- und Umsetzungskompetenzen der Studieren-

»» Assoziiertes Mitglied des Centre for Advanced Lear-

den gefördert werden.

ning Technologies (CALT) am INSEAD (Frankreich)

»» Mitglied im Editorial Board des „International Journal Forschungsschwerpunkte:

»» Management von Wissensarbeitern »» Soziale Netzwerke und Sozialkapital »» Wissensprozesse, Kreativität und Innovation »» Internationales Personalmanagement »» Managementsimulationen und ihr Einsatz in der Personalentwicklung

»» Krisenmanagement, Kooperationsmanagement und Change

of Knowledge-Based Organizations“ (IJKBO)

»» Fachgutachter für die Zeitschriften ––Journal of Organizational Behavior ––Knowledge Management Research & Practice“ (official journal of the Operational Research Society),

––Zeitschrift für Organisation ––European Journal of Information Systems ––Asia Pacific Business Review Lehraufträge Prof. Dr. Fliaster hat seit mehreren Jahren Gastprofessuren an der Toulouse Business School (Frankreich) und der

Ausgewählte Forschungskooperationen des Lehrstuhls

Universidad de Alcalá de Henares (Spanien) inne.

»» INSEAD, Frankreich »» ESC Toulouse/Toulouse Business School (Frankreich) »» Università Cattolica del Sacro Cuore (Italien) »» Athens Laboratory of Business Administration (Griechenland)

»» Austrian Research Institute for Artificial Intelligence (Österreich)

»» Cranfield School of Management (Großbritannien) Jahresbericht 2010/11


44 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Informationen zu der weiteren Professur des Lehrstuhls

Kontaktdaten:

Honorarprofessur: Prof. Dr. Stefan Nägele, Rechtsanwalt

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

und Fachanwalt für Arbeitsrecht, Inhaber der Kanzlei für

Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Personalmanagement und

Arbeitsrecht in Stuttgart

Organisation Hohbergweg 15–17

Profil der Professur

77933 Lahr

Diese Honorarprofessur stellt die zivilrechtliche und ins-

Tel.: +49 (0)7821-9238-68 (Lehrstuhlsekretariat)

besondere arbeitsrechtliche Fachkompetenz an der WHL

Fax: +49 (0)7821-9238-63

sicher. Sie dient dazu, die theoretischen Grundlagen der arbeitsrechtlichen Normen zu vermitteln und die Einflüsse des Europäischen Normgebers auf die nationalen Bedingungen aufzuzeigen. Mitbestimmungssysteme, betriebliche Konfliktlösungen und unternehmerische Interessenszenarien gehören zu den Grundlagenkenntnissen des Personalmanagements.

Forschungsschwerpunkte:

»» Haftung von Vorständen und Geschäftsführern »» Arbeitnehmerüberlassung »» Europäisches Arbeitsrecht »» Prozessrecht

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 45

Lehrstuhl für Allgemeine BWL/ ­Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Externes Rechnungswesen

Robert Truse und Prof. Dr. Max Göttsche (rechts)

Lehrstuhlteam

scheidungen) nutzbar aufzubereiten. Dies bedingt neben

Lehrstuhlinhaber:

der Kenntnis der steuergesetzlichen Grundlagen auch

Prof. Dr. Max Göttsche (bis zum 30. September 2010)

Kenntnisse der Investitionsrechnung zur Quantifizierung der Steuerwirkungen.

Weitere Professuren:

»» Prof. Dr. Wolfgang Blumers, Honorarprofessur »» Prof. Dr. Katja Ritter, Honorarprofessur (seit dem 19. Mai 2010)

Wissenschaftliche Mitarbeiter des Lehrstuhls:

»» Dipl.-Kfm. Robert Truse

Das Externe Rechnungswesen dient der Rechenschaftslegung gegenüber den Unternehmensbeteiligten durch Abbildung des Realgeschehens in der Unternehmung. Dabei ist zwischen der nationalen handelsrechtlichen Rechnungslegung und der stärker auf den Kapitalmarkt ausgerichteten internationalen Rechnungslegung zu unterscheiden. Die Rechnungslegung dient zumindest par-

Profil des Lehrstuhls

tiell auch als Grundlage für die Besteuerung von Unter-

Zielsetzung der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre ist es,

nehmen.

entscheidungsverzerrende Steuerwirkungen zu identifizieren und für die Gestaltungsberatung (z. B. Rechtsformwahl, Standortwahl, Investitions- und Finanzierungsent-

Im Rahmen der Lehrveranstaltungen wird vertieft auch das betriebswirtschaftliche Methodenwissen behandelt.

Jahresbericht 2010/11


46 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Forschungsschwerpunkte:

Lehraufträge

»» Steuerwirkungslehre, ökonomische Gesetzesanalyse,

Prof. Dr. Max Göttsche nimmt Lehraufträge an der Uni-

Tax Capitalization (formal-analytisch)

»» IFRS, Value Relevance (empirisch) »» Analyse internationaler Rechnungslegungsstandards (formal-analytisch)

»» Fraud Detection (empirisch) »» Determinanten der Prüferwahl und der Prüferhono-

versität Regensburg und der IREBS Immobilienakademie wahr.

Informationen zu der weiteren Professur des Lehrstuhls Honorarprofessur: Prof. Dr. Wolfgang Blumers, Seniorpartner der Sozietät Blumers & Partners

rare (empirisch)

Profil der Professur Forschungskooperationen des Lehrstuhls

»» Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Prof. Dr. Dr. Christiana Djanani)

»» Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Jürgen Ernstberger)

»» TU Ilmenau (Prof. Dr. Gernot Brähler) »» Universität Wien (Prof. Dr. Otto Altenburger)

Die Professur befasst sich mit dem deutschen Steuerrecht im internationalen Kontext. Die Globalisierung nicht nur der Wirtschaft, sondern auch anderer steuerlich relevanter Bereiche führt in zunehmendem Maß zu Wechselwirkungen mit den Steuerregeln anderer Jurisdiktionen. Auch dann ist der Private zur Steueroptimierung berechtigt und der Unternehmer dazu verpflichtet. Dabei spielen in immer stärkerem Maße übernationale Kollisionsregeln, vor allem diejenigen der OECD, eine Rolle. Ihnen ist im Verhältnis zu den Eigeninteressen jedes beteiligten

Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften

Fiskus zur Durchsetzung zu verhelfen.

Prof. Dr. Göttsche ist

Das deutsche Umwandlungssteuerrecht wird auf Grund-

»» Ad-hoc-Fachgutachter für die Zeitschriften ––Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZfB) ––Omega – The International Journal of Management Science

»» Mitglied der Deutschen Vereinigung für Internationales Steuerrecht im Verband der International Fiscal Association (IFA)

»» Mitglied der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif)

»» Mitglied des Deutschen Vereins für Versicherungswissenschaft

»» Mitglied der European Accounting Association »» Mitglied der Accounting and Finance Association of Australia and New Zealand

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

lage der Fusionsrichtlinie 2005 zwangläufig europäisch. Die deutsche Finanzverwaltung tut sich jedoch äußerst schwer, konform mit den europäischen Steuerregeln zu arbeiten. In noch stärkerem Maße fehlt es an einer Abstimmung mit den Steuerregeln der anderen EU-Mitgliedstaaten. Dem Abbau dieser Mängel gilt die Arbeit dieser Professur.

Forschungsschwerpunkte:

»» Internationales Steuerrecht »» Umwandlungssteuerrecht »» Transaktionsgetriebenes Steuerrecht


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 47

Honorarprofessur: Prof. Dr. Katja Ritter, Wirtschaftsprüfer

Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften

und Steuerberater, Partner der KPMG AG WPG, Niederlas-

Prof. Dr. Ritter ist Mitverfasserin des Beck’schen Bilanz-

sung München

kommentars.

Profil der Professur

Lehraufträge

Die Honorarprofessur für Externes Rechnungswesen und

Prof. Dr. Ritter ist Lehrbeauftragte an der Munich Business

Wirtschaftsprüfung befasst sich mit aktuellen Entwick-

School sowie an der Katholischen Universität Eichstätt-

lungen im Bereich der nationalen und internationalen

Ingolstadt.

Rechnungslegungsvorschriften und in den Kerntätigkeitsbereichen des wirtschaftsprüfenden Berufsstandes. Schwerpunkt der Lehr- und Forschungstätigkeit sind

Kontaktdaten:

gegenwärtig die Neuerungen in der handelsrechtlichen

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Rechnungslegung aufgrund des Bilanzrechtsmodernisie-

Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Betriebswirtschaftliche

rungsgesetzes, ihre praktische Umsetzung sowie die da-

Steuerlehre und Externes Rechnungswesen

durch erreichte Annäherung an internationale Standards

Hohbergweg 15–17

(IFRS).

77933 Lahr

Ein weiterer Schwerpunkt wird bei den aktuellen Kon-

Tel.: +49 (0)7821-9238-69 (Lehrstuhlsekretariat)

vergenzprojekten von IABS und FASB (beispielsweise Ex-

Fax: +49 (0)7821-9238-63

posure Draft für Revenue Recognition) gesetzt. Darüber hinaus stehen aktuelle berufsrechtliche Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Qualitätssicherung und des Risikomanagements bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, im Fokus.

Forschungsschwerpunkte:

»» Weiterentwicklung der handelsrechtlichen Rechnungslegung

»» International Financial Reporting Standards »» Konzernrechnungslegung »» Prüfungswesen »» Qualitätssicherung und Risikomanagement von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Jahresbericht 2010/11


48 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Lehrstuhl für Allgemeine BWL/ Controlling

Lehrstuhlteam Lehrstuhlinhaber: Prof. Dr. Markus Pütz (seit dem 1. Oktober 2010)

Wissenschaftliche Mitarbeiter des Lehrstuhls: Dipl.-Ök. Robert Weitz (bis zum 15. November 2011)

Profil des Lehrstuhls Dem Lehrstuhl liegt ein Controllingverständnis zugrunde, das auf der Koordination der Führungssystemelemente beruht und als Führungsunterstützung auf die Steuerung (i. w. S.) der Aufgaben, Prozesse oder Projekte von Institutionen, insbesondere Unternehmen, ausgerichtet ist. Das Controlling liefert ausgehend vom internen Rechnungswesen im Kern Funktionalitäten zur betriebspolitischen Entscheidungsunterstützung in Form von Informationsversorgung, Prognose, Koordination, Planung, Budgetierung, Entwicklung und Kontrolle bezüglich betrieblicher Prozesse und Potenziale. Der Lehrstuhl befasst sich in Forschung und Lehre mit den Aufgabengebieten des internen Rechnungswesens und des Controllings. In der Lehre steht die Vermittlung

v. r. n. l. Prof. Dr. Markus Pütz mit seinen MitarbeiterInnen Christa Rothmann-Pritzkat und Robert Weitz

von Methoden und deren Anwendung in Instrumenten zur Lösung betriebspolitisch motivierter Aufgaben des internen Rechnungswesens und Controllings mit kurzfristiger oder auch langfristiger Ausrichtung im Vordergrund.

Forschungsschwerpunkte

»» Metacontrolling (Gestaltung von Controllingsystemen) »» Operativ gestütztes strategisches Controlling »» Simulationsgestütztes Controlling »» Internes Rechnungswesen »» Produktionscontrolling »» Gründungs- und Entwicklungscontrolling

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 49

Im Rahmen der genannten Forschungsschwerpunkte be-

Das zweite Teilprojekt ist der Ontologieforschung

teiligt sich der Lehrstuhl insbesondere auch an dem inter-

gewidmet, wobei die Gestaltung des Wissensmanage-

disziplinären Forschungsschwerpunkt „Finance, Accoun-

ments im Bereich der Verifikation und Validitätsfor-

ting, Controlling and Taxation (FACT)“ der WHL.

schung der Erfüllung von Anforderungen bzw. Steuerungszielen von Controllingmethoden im Vordergrund

Forschungskooperationen

»» Universität Duisburg-Essen: Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement (Univ.Prof. Dr. Stephan Zelewski)

»» Bergische Universität Wuppertal:

steht. Das dritte Teilprojekt dient der Softwaresystementwicklung und -integration zur Implementierung der zugrunde liegenden Metacontrollingkonzeption.

»» Operativ gestütztes Controlling (OGSC) – Nutzungsmöglichkeiten bei KMU: Der Controllingansatz des OGSC stellt eine Verknüp-

»» Lehrstuhl für Controlling (Univ.-Prof. Dr. Nils Crasselt)

fung der Controllingebenen operatives und strate-

»» Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Operations

auf die Gestaltung von Erfolgspotenzialen und deren

Research (Univ.-Prof. Dr. Stefan Bock)

Forschungsprojekte des Lehrstuhls

»» Metacontrolling (Gestaltung von Controllingsystemen):

gisches Controlling dar. Das OGSC ist ausgerichtet Einsatz unter Berücksichtigung von erwarteten Nutzungs- und Wirkungsspektren dieser Potenziale. Diese Gestaltungsaufgabe lässt sich für einzelne Unternehmen ausgehend von den jeweiligen Unternehmenszie-

Angesichts der Vielfalt der in der betriebswirtschaft-

len in Form der simulationsgestützten Modellierung

lichen Theorie und Praxis diskutierten Methoden

und Analyse strategiespezifischer Potenzial- und Pro-

und Instrumente für das Controlling einerseits

zessstrukturen mit zugehörigen operativen Nutzungs-

und der branchen- und institutionenspezifischen

bzw. Wirkungsspektren bewältigen.

Controlling¬anforde¬rungen andererseits bildet die zielkonforme systematische Gestaltung von Controllingsystemen ein sehr bedeutendes und zugleich anspruchsvolles Forschungsfeld. In Kooperation mit den Universitäten Bergische Uni-

Sofern für die strategiespezifischen Potenzial- und Prozessstrukturen realitätsnah unternehmenszielkonforme operative Nutzungs- bzw. Wirkungsspektren simuliert werden können, bieten sie sich als Gestaltungsoptionen an. Da die eigenständige Nutzung der

versität Wuppertal und Universität Duisburg-Essen

Simulation in kleinen und mittleren Unternehmen

forscht die WHL im Bereich des Metacontrollings.

(KMU) aufgrund von Budgetrestriktionen eher auf

Aktuell ist ein für 2012 geplanter DFG-Projektantrag

kapitalstarke KMU begrenzt ist, wird in diesem For-

mit folgenden drei Teilprojekten in Vorbereitung: Im

schungsprojekt u. a. ein Beratungskonzept zur OGSC-

ersten Teilprojekt ist eine empirische Untersuchung

Anwendung für KMU entwickelt.

zur Gestaltungspraxis von Controllingsystemen in Deutschland nebst Erfolgsfaktoren- und Schwachstellenanalyse vorgesehen.

Jahresbericht 2010/11


50 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

»» Controlling in KMU, ein deutsch-türkischer Vergleich:

Kontaktdaten

In diesem Forschungsprojekt wird der Status quo

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

einerseits im Bereich der für deutsche und türkische

Lehrstuhl für Allgemeine BWL / Controlling

KMU jeweils verfügbaren Controllingtechniken (Con-

Hohbergweg 15–17

trollingmethoden und -instrumente) und andererseits

77933 Lahr

im Bereich der in den beiden Ländern jeweils in KMU genutzten Controllingtechniken ermittelt. Daran anknüpfend werden Gemeinsamkeiten und länderspezifische Unterschiede analysiert. Anschließend werden die in den betrachteten Ländern zur Implementation der Controllingtechniken verwendeten Ansätze ermittelt und analysiert. Schließlich wird eine Metacontrollingkonzeption für den Einsatz von Controllingtechniken in KMU entwickelt. An dem Forschungsprojekt beteiligt sind seitens der WHL Prof. Dr. Markus Pütz sowie Prof. Dr. Stephan Schöning und auf türkischer Seite Prof. Dr. Haluk Sumer sowie Dr. Cagla Ersen von der Marmara-Universität Istanbul.

Lehraufträge Prof. Dr. Pütz war mehrere Jahre Lehrbeauftragter an der Universität Duisburg-Essen und an der Bergischen Universität Wuppertal.

Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften Prof. Dr. Pütz ist Mitglied

»» im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e. V. (Kommissionen Rechnungswesen und Produktionswirtschaft),

»» der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e. V.,

»» der Gesellschaft für Operations Research (GOR) e. V., »» im FACT-Center – Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V. (stv. Vorsitzender)

»» im Herausgebergremium der Schriftenreihe „Quantitative Ökonomie“, Eul Verlag, sowie

»» im Herausgeberbeirat der Schriftenreihe „International Management Science“.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Tel:. +49 (0)7821-9238-69 (Lehrstuhlsekretariat) Fax: +49 (0)7821-9238-63


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 51

Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/ Versicherungs- und Gesundheitsökonomik

v. r. n. l. Prof. Dr. Tristan Nguyen mit seinen MitarbeiterInnen Karsten Rohlf, Christa Rothmann-Pritzkat, Jonathan Ben Shlomo und Juniorprofessor Dr. Jörg Lindenmeier

Lehrstuhlteam

Profil des Lehrstuhls

Lehrstuhlinhaber und Prorektor für Forschung:

Im Zentrum des Lehrstuhls stehen die Versicherungs-

Prof. Dr. Tristan Nguyen

und Gesundheitsökonomik. Unsere Forschung analysiert

Weitere Professuren:

»» Prof. Dr. André Jungmittag, Gastprofessur »» Prof. Dr. Rainer M. Kirchhoff, Honorarprofessur »» Prof. Dr. Jörg Lindenmeier, Juniorprofessur »» Prof. Dr. Andreas Otte, Honorarprofessur

theoretisch anspruchsvolle und praxisrelevante Aspekte der gesamten Versicherungsbranche und der Gesundheitswirtschaft. Vom Lehrstuhl wird ein weit gefächertes Studienprogramm betreut. Neben den allgemeinen VWL-Modulen in allen Studiengängen der WHL bietet der Lehrstuhl Spezialisierungsmöglichkeiten in den fol-

Wissenschaftliche Mitarbeiter des Lehrstuhls:

genden Bereichen an:

»» Dipl.-WiWi. Karsten Rohlf »» Dipl.-Volkswirt Jonathan Ben Shlomo

»» Insurance Management: Durch das Vertiefungsfach erhalten die Studenten die Möglichkeit, sich schon während des Studiums vertiefte Kenntnisse in den Bereichen „Versicherungsbetriebslehre“, „Rechnungslegung und Besteuerung von Versicherungsunternehmen“, „Finanz- und

Jahresbericht 2010/11


52 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Versicherungsmathematik“, „Versicherungsmedizin“

»» Institute of SocioEconomics, Universität Hamburg

sowie „Versicherungsrecht“ anzueignen. Regelmäßige

»» Lehrstuhl für Finanzmanagement und Banken, HHL

Vorträge externer Spezialisten zu aktuellen Themen verbinden Theorie und Praxis und runden die Ausbildung ab.

»» Health Care Management: Im Bereich „Gesundheitsökonomik/-management“ werden mithilfe des institutionenökonomischen Instrumentariums die Beziehungen der Akteure im Gesundheitswesen analysiert, um daraus geeignete politische Empfehlungen abzuleiten. Dabei stehen v.a. Fragen der nachhaltigen Finanzierung des Systems und der Sicherung und Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung im Vordergrund.

Handelshochschule Leipzig

»» Lehrstuhl für Finanzwissenschaft, FernUniversität Hagen

»» Lehrstuhl für Makroökonomie, HHL Handelshochschule Leipzig

»» Lehrstuhl für Marketing und Gesundheitsmanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

»» Lehrstuhl für Mikroökonomie, HHL Handelshochschule Leipzig

»» Mount Sinai Research Center, La Providencia, Entre Rios (Argentinien)

Forschungsschwerpunkte:

»» Tra Vinh University, Tra Vinh (Vietnam)

»» Arbeits- und Versicherungsmedizin

»» Open University, HCM-City (Vietnam)

»» Demografischer Wandel & Social Security

»» Walter Eucken Institut, Freiburg

»» Gesundheitsökonomische Fragestellungen der

»» Zentralinstitut für Medizinische Begutachtung und

Arzneimittelzulassung

»» Katastrophenrisiken & staatliche Risikoübernahme »» Management von öffentlichen und gemeinwirtschaft-

Arbeitsmedizin, München

»» Zentrum Klinische Studien, Universitätsklinikum Freiburg

lichen Unternehmen

»» Nachfrageverhalten bei medizinischen Produkten

Forschungsprojekte des Lehrstuhls

»» Qualitätsmanagement der medizinischen Versorgung

Rentenversicherung und Bevölkerungsentwicklung:

»» Solvency & Value-based Management

Mit dem Forschungsprojekt sollen anhand von Simulationsrechnungen die Einflüsse des demografischen Wandels sowie die Wechselwirkungen zwischen Pensionssy-

Forschungskooperationen des Lehrstuhls

stem und Anleihe- und Aktienmärkten analysiert werden.

»» Forschungsfond für arbeitsmedizinische und umwelt-

Untersucht wird insgesamt, wie das Pensionssystem die

medizinische Forschung e. V., Berlin

»» Gesundes Kinzigtal GmbH, Haslach »» Institut für allgemeine Wirtschaftsordnung – Abtei-

Verteilung des Vermögens und des Konsums sowie die Sparquote innerhalb der Generationen beeinflusst. Mithilfe der durchgeführten Simulationsrechnungen konnte für eine alternde Bevölkerung ein drastischer Verfall der

lung für Wirtschaftspolitik, Albert-Ludwigs-Universi-

Kapitalmarktrendite gezeigt werden. Die zunehmende

tät Freiburg

Alterung der Bevölkerung führt hier zu massiven Wohl-

»» Institut für Finanzdienstleistungen, Universität Liechtenstein

»» Institut für Versicherungswissenschaft, Universität Ulm

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

fahrtseinbrüchen. Als beste Möglichkeit erweist sich eine Erhöhung des Renteneintrittsalters bei gleichzeitiger Absenkung der Beiträge. Dagegen weisen Beitragserhöhungen als Folge des demografischen Wandels die größten Wohlfahrtsverluste auf.


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 53

Behavioral Finance – neuer Erklärungsansatz für „irrationales“ Anlegerverhalten:

We found serious weaknesses, particularly concerning

In der Finanztheorie setzt sich zunehmend die Erkenntnis

terrorist attacks etc. Even though the concept of copulas

durch, dass beim Verhalten von Anlegern psychologische

is not explicitly mentioned in the directive, there is still

Aspekte eine Rolle spielen. In diesem Forschungsprojekt

a possibility of applying it. It is clear that modeling de-

wurden bestimmte „irrationale“ Verhaltensmuster über-

pendencies with copulas would incur significant costs for

prüft. Außerdem wird getestet, wie die soziodemogra-

smaller companies that might outbalance the resulting

fischen Einflussfaktoren Erfahrung, Bildungsabschluss

more precise picture of the risk situation of the insurer.

und Einkommen das Verhalten von Anlegern beeinflus-

However, incentives for those companies who use copu-

sen. Dazu wurde eine Befragung von 890 Privatanlegern

las, e. g. reduced solvency capital requirements compared

in Deutschland durchgeführt. Self-Attribution Bias, Equi-

to those who do not use them, could push the deploy-

ty Home Bias, Besitztumseffekt, Verankerung, Repräsen-

ment of copulas in risk modeling in general.

tativitätsheuristik und Herdenverhalten werden für deutsche Anleger bestätigt. Unter den soziodemografischen Variablen hat Bildungabschluss die größte Aussagekraft. Ein höheres Bildungsniveau verringert die Wahrscheinlichkeit signifikant, dass eine Person nach Self-Attribution Bias, Verankerung und Repräsentativitätsheuristik handelt.

the recognition of extreme events, e. g. natural disasters,

Kalkulationsmodell für Reverse Mortgage: Reverse-Mortgage-Produkte können je nach Ausgestaltung einen lebenslangen Verbleib in der eigenen Immobilie mit regelmäßigen Rentenzahlungen aus dem Verzehr der Immobilie verbinden. In Zeiten sinkender gesetzlicher Rentenbeiträge aufgrund steigender Lebenserwartung und zurückgehender Geburtenraten kann ein Reverse

Macroprudential Insurance Regulation:

Mortgage einen Beitrag zur privaten kapitalgedeckten

Die bestehende Versicherungsregulierung ist primär mi-

Altersvorsorge leisten. Ziel des Forschungsprojekts ist es,

kroprudenziell auf die institutsbezogene Solvenzsiche-

auf der Grundlage der Lebensversicherungsmathematik

rung von Versicherungen ausgerichtet. Die Notwendig-

ein Kalkulationsmodell zu entwickeln, das eine trans-

keit einer systemorientierten Regulierung wird dagegen

parente Berechnungsgrundlage bietet, die zum einen als

von Assekuranzseite mit dem Argument verneint, dass

Blaupause für die Praxis herangezogen werden kann oder

vom Versicherungsgeschäft kein systemisches Risiko aus-

aber auch für Anleger, die ihre Zusatzrentenmöglichkeit

geht. Entgegen dieses Standpunktes lassen sich aus ei-

bestimmen wollen.

ner normativ-ökonomischen Perspektive sehr wohl Ansatzpunkte zur Rechtfertigung einer systemorientierten Regulierung von Versicherungen ausmachen. Hierbei kommt dem verfolgten Regulierungszweck eine wesentliche Bedeutung zu.

Nachhaltige Management-Vergütung im Finanzsektor: Die derzeit gängige Vergütungspraxis im Finanzsektor ist stark an kurzfristigen Kriterien ausgerichtet. So werden kurzfristige Erfolge belohnt, wohingegen Misserfolge nicht ausreichend sanktioniert werden. Eine solche Ver-

Risk Aggregation with Copulas:

gütungspolitik kann nach Meinung der Bundesregierung

According to the Solvency II directive the Solvency Ca-

sowie der angehörten Sachverständigen dazu verleiten,

pital Requirement (SCR) corresponds to the economic

den langfristigen und nachhaltigen Unternehmenser-

capital needed to limit the probability of ruin to 0.5 %.

folg aus dem Blick zu verlieren, und somit einem ange-

This implies that (re-)insurance undertakings will have

messenen Risikomanagement zuwiderlaufen. Wie die

to identify their overall loss distributions. The standard

vergangene Finanzmarktkrise gezeigt hat, können die

approach of the mentioned Solvency II directive proposes

durch eine verfehlte Vergütungspolitik gesetzten Fehlan-

the use of a correlation matrix for the aggregation of the

reize Risiken nicht nur für die Stabilität einzelner Ban-

single so-called risk modules respectively sub-modules.

ken oder Versicherungsunternehmen, sondern auch für

In our research project, we analyze the method of risk

die gesamte Finanzstabilität ganzer Volkswirtschaften

aggregation via the proposed application of correlations.

begründen. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, durch

Jahresbericht 2010/11


54 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

theoretische Überlegungen sowie durch Auswertung em-

welches Kunden umfasst, denen im Rahmen eines Mo-

pirischer Studien die Anforderungen herauszuarbeiten,

dellprojektes tatsächlich die Möglichkeit eröffnet wurde,

die an ein nachhaltiges Vergütungssystem zu stellen sind.

die betrachtete Serviceinnovation zu adoptieren. Die em-

Ineffizienzen im deutschen Gesundheitssystem – theoretische Ursachen und mögliche Abhilfe: Das deutsche Gesundheitssystem gilt als ineffizient. Erfolgte Reformen oder Reformbemühungen scheiterten oder brachten nicht das gewünschte Ergebnis. Ineffizienzen können beispielsweise durch Informationsasymmetrien mit den Folgen moral hazard und adverse selection entstehen, die das Zusammenspiel von Arzt, Patient und Versicherung beeinflussen. Im Bereich des Pharma-

pirische Analyse soll unter Berücksichtigung von Kausalanalysen durchgeführt werden. Hierbei ist u. a. vorgesehen, eine Gruppenanalyse zwischen den Adoptoren und Nicht-Adoptoren durchzuführen. Die Studienergebnisse sollen zum einen in Handlungsempfehlung für Krankenversicherer zur bedürfnisoptimalen Gestaltung von webbasierten Services münden. Zum anderen sollen die Studienergebnisse auch signifikante Impluse für die Technologieakzeptanzforschung liefern.

marktes entstehen statische Ineffizienzen durch die Monopolstellung patentgeschützter Arzneimittel, während

Drittmittelprojekt des Lehrstuhls

dynamische Ineffizienzen aus zu geringen Forschungsan-

»» 1. Dienstleistungsauftrag durch den Gesundheitsre-

reizen infolge ungenügender Gewinnerwartungen resul-

gion Ortenau (GRO) e. V. in Zusammenarbeit mit der

tieren. Es wird angenommen, dass (indirekte) Subventi-

Gesundes Kinzigtal GmbH mit dem Ziel der Ausar-

onen – etwa im Rahmen der GKV – dazu dienen, sowohl

beitung eines F&E-Antrages im Rahmen des BMBF-

den Zugang zur Versorgung mit innovativen Medikamen-

Wettbewerbs „Gesundheitsregionen der Zukunft“ − 2.

ten wie auch ausreichende Forschungsanreize sicherzu-

Wettbewerbsrunde (Laufzeit: Oktober 2009–Februar

stellen. Um dies zu überprüfen bzw. die „optimale“ Sub-

2010)

vention zu ermitteln, wird ein Modell entwickelt, in dem die Effekte unterschiedlicher Subventionshöhen zweier Staaten auf Wohlstand und Medikamentenqualität analysiert werden können. Anschließend ist geplant, die Modellimplikation für das deutsche Gesundheitssystem empirisch zu ermitteln.

Individuelles Adoptionsverhalten von webbasierten Serviceinnovationen im PKV-Bereich: (Forschungskooperation zwischen der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr und der Allianz Managed Operations & Services, München) Im Rahmen der Forschungskooperation wird untersucht,

»» 2.

„Kurzzeitdozentur an der London School of Eco-

nomics and Political Sciences“, Juli 2011, gefördert durch das Erasmus-Programm zur Dozentenmobilität, Antragsvolumen: ca. 2000 Euro, Status: Antrag genehmigt, Projekt abgeschlossen.

»» 3. „Kurzzeitdozentur an der HCMC Open University, Vietnam“, 12/2011–1/2012, gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), Antragsvolumen: ca. 5000 Euro, Status: Antrag genehmigt, Projekt noch durchzuführen.

»» 4. „Improving Advanced Vocational Education in

welche Faktoren das individuelle Adoptionsverhalten

Vietnam“, 2012–2015, gefördert durch das DAAD-Pro-

von PKV-Kunden im Hinblick auf webbasierte Service-

gramm „Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschu-

Innovationen beeinflussen. Hierbei wird das so genannte

len in Entwicklungsländern“, Antragsvolumen: ca.

Technologie-Akzeptanz-Modell (TAM) um Aspekte der

480000 Euro, Status: Antrag gestellt.

Wahrnehmung der individuelle Privatheit im Internet erweitert. Unter Berücksichtigung des erweiterten und modifizierten TAM-Modells werden mit Hilfe von reflektiv operationalisierten Multi-Item-Messansätzen die berücksichtigten verhaltenswissenschaftlichen Konstrukte gemessen. Die Messung soll auf einem Sample erfolgen,

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 55

Lehraufträge Prof. Dr. Nguyen hatte/hat Lehraufträge an zahlreichen in- und ausländischen Hochschulen, Lehraufträge an inländischen und ausländischen Akademien, u. a.

»» FernUniversität Hagen »» Munich Business School »» Deutsche Aktuarakademie »» European Actuarial Academy »» Universität Liechtenstein »» German University in Cairo »» London School of Economics and Political Sciences

»» Mitglied ––American Economic Association (AEA) ––American Risk and Insurance Association (ARIA) ––Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) ––Deutsche Gesellschaft für Versicherungs- und Finanzmathematik (DGVFM)

––Deutscher Hochschulverband (DHV) ––Deutscher Verein für Versicherungswissenschaft (DVfVW)

––Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) ––Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB)

––Verein für Socialpolitik (VfS) ––Wirtschaftsprüferkammer (WPK)

»» Banking Academy in Hanoi »» University of Economics and Laws in Ho Chi Minh City

»» Open University in Ho Chi Minh City Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften Prof. Dr. Nguyen ist

»» Fachgutachter für die Zeitschriften ––Geneva Papers on Risk and Insurance ––Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaft – Journal of Economics

––Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik – Journal of Economics and Statistics

––Journal of Asset Management ––Journal of Financial Regulation and Compliance ––Journal of Mathematical Finance ––Journal of Risk Management ––Zeitschrift für Betriebswirtschaft – Journal of Business Economics

––Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft

––German Journal of Risk and Insurance gerichtlich bestellter Sachverständiger im Musterverfahren Brähne gegen MLP AG am Oberlandesgericht Karlsruhe.

Ausrichtung wissenschaftlicher Konferenzen/ Veranstaltungsreihen Prof. Dr. Tristan Nguyen ist Organisator des WHL-Symposiums 2011 mit dem Thema „Mensch und Markt – Die ethische Dimension wirtschaftlichen Handelns“, das am Samstag, 2. Juli 2011, im Plenarsaal der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr stattgefunden hat. Die ethische Dimension wirtschaftlichen Handelns ist im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008–2010 zu einem Topthema in der Öffentlichkeit geworden. Während sich die Ökonomie auf eine ausschließlich an Effizienz ausgerichtete Rationalität stützt, sind Fragen der Menschen- und Umweltgerechtigkeit in die Sphäre einer außerökonomischen Ethik verwiesen. Das WHL-Symposium 2011 greift dieses konstitutive Grundproblem einer modernen Wirtschaftsethik auf und diskutiert die Frage: Wie lässt sich die ökonomische Rationalität mit der ethisch-praktischen Vernunft systematisch verbinden? Gleichzeitig zum WHL-Symposium 2011 hat Prof. Dr. Tristan Nguyen einen gleichnamigen Band „Mensch und Markt – Die ethische Dimension wirtschaftlichen Handelns“ herausgegeben, der im renommierten Gabler Verlag erschienen ist und 17 wertvolle Beiträge von führenden deutschen Wissenschaftlern im Bereich „Wirtschafts- und Unternehmensethik“ zusammenfasst.

Jahresbericht 2010/11


56 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Informationen zu den weiteren Professuren des Lehrstuhls

Honorarprofessur: Prof. Dr. Rainer M. Kirchhoff, Facharzt

Gastprofessur: Prof. Dr. André Jungmittag ist Inhaber ei-

für Innere Medizin und Facharzt für Arbeitsmedizin, seit

ner Professur für Volkswirtschaftslehre und Quantitative

2009: Leitung der Abteilung Qualitätsmanagement und

Methoden an der Fachhochschule Frankfurt am Main.

Zertifizierung der Firma Docmanager Munich, München.

Daneben ist er Privatdozent mit der Lehrbefugnis für VWL und Ökonometrie am Lehrstuhl für Makroökonomische

Profil der Professur

Theorie und Politik der Bergischen Universität Wuppertal.

Die Honorarprofessur stellt zum einen eine Verstärkung der medizinischen Grundlagenfächer und zum anderen

Profil der Professur

die Verknüpfung zwischen Medizin und Management an der WHL dar. Mit ihr soll auch der weitere Ausbau des

Mit dieser Gastprofessur wird die Expertise für Statistik

Studienschwerpunkts „Health Care Management“ voran-

und Ökonometrie an der WHL ausgebaut. Die Gastprofes-

getrieben werden.

sur unterstützt dabei insbesondere die Arbeit des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre (sowohl in der Lehre als auch in der Forschung).

Forschungsschwerpunkte:

»» Innovation und Wachstum in offenen Volkswirtschaften

»» Direktinvestitionen und Technologiediffusion »» Angewandte Ökonometrie »» Innovations- und Industrieökonomik Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften Prof. Dr. Jungmittag ist

»» Fachgutachter u. a. für die Zeitschriften ––International Economics and Economic Policy ––Research Policy »» Mitglied ––des Ausschusses für Industrieökonomik des Vereins für Socialpolitik

––des Ausschusses für Außenwirtschaftstheorie und

Forschungsschwerpunkte:

»» Management von Krankenhäusern und Arztpraxen »» Arbeits- und Versicherungsmedizin »» Konzepte des Disease Management Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften Prof. Dr. Rainer Kirchhoff ist

»» Mitglied ––der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin sowie

––der Internationalen Gesellschaft für Arbeits- und Präventivmedizin

Lehraufträge Prof. Dr. Kirchhoff hat/hatte Lehraufträge an der Freien Universität Berlin, der Ain-Shams-Universität Kairo, der Humboldt Universität Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München.

-politik des Vereins für Socialpolitik

Lehraufträge Prof. Dr. Jungmittag hat Lehraufträge an der Bergischen

Juniorprofessur: Prof. Dr. Jörg Lindenmeier, Juniorprofessor für Gesundheitsmanagement an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr.

Universität Wuppertal.

Profil der Professur Im Zentrum dieser Juniorprofessur steht die Erforschung von Fragestellungen des Managements im Gesundheitswesen. Im Rahmen dieser Forschungen werden zusätzlich

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 57

gesundheitsökonomische und gesundheitspolitische As-

lagen des Faches „Humanmedizin“ sowie fachspezifische

pekte berücksichtigt. Darüber hinaus beschäftigt sich die

Inhalte des klinischen Studienwesens, der klinischen For-

Juniorprofessur insbesondere auch mit Fragestellungen

schung und besonderer gesundheitsökonomischer He-

des Managements von gemeinwirtschaftlichen und öf-

rausforderungen in den Segmenten Pharma und Health

fentlichen Unternehmen. Von der Juniorprofessur wird

Care.

der Studiengang „Clinical Research Management“ betreut.

Forschungsschwerpunkte: Forschungsschwerpunkte:

»» Individuelles Verhalten in Gesundheitssystemen »» Organisation der Leistungserstellung auf Gesundheitsmärkten

»» Relevanz sozialer Dilemmata für privatwirtschaftliche, öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen

»» Fragestellungen des Health-Care- und

»» Gesundheitsökonomische Fragestellungen der Arzneimittelzulassung

»» Klinisches Studienwesen/Angewandte Klinische Forschung, Fokus Neurowissenschaften und Hämatologie/Onkologie

»» Funktionelle Bildgebung und therapeutische nuklearmedizinische Verfahren für die Arzneimittelindustrie

Non-Profit-Marketings

Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften

Prof. Dr. Andreas Otte ist im Herausgeberbeirat der Zeit-

Prof. Dr. Lindenmeier ist

schrift Hellenic Journal of Nuclear Medicine sowie Gut-

»» Fachgutachter für die Zeitschriften ––Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZfB) ––Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaft-

achter für diverse medizinische Fachzeitschriften.

liche Unternehmen (ZögU)

––Voluntas ––Tourism Management ––Marketing ZFP

Lehraufträge Prof. Dr. Otte hatte im WS 2009/2010 einen Lehrauftrag für das Mentorium Klinische Studien, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

»» Mitglied im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB)

Lehraufträge

Kontaktdaten: WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/Versicherungs- und

Prof. Dr. Lindenmeier hat Lehraufträge an der Albert-Lud-

Gesundheitsökonomik

wigs-Universität Freiburg.

Hohbergweg 15–17 77933 Lahr

Honorarprofessur: Prof. Dr. Andreas Otte, Facharzt für Nuklearmedizin, zertifizierter Gesundheitsökonom und

Tel.: +49 (0)7821-9238-69 (Lehrstuhlsekretariat) Fax: +49 (0)7821-9238-63

Studiengangsleiter des Master-Studiengangs „Clinical Research Management“ auf seiten der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Profil der Professur Die Honorarprofessur stellt die medizinwissenschaftliche Expertise an der WHL sicher. Sie vermittelt u. a. Grund-

Jahresbericht 2010/11


58 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik mit Schwerpunkt Berufliche Weiterbildung und Bildungsmanagement

Prof. Dr. Michael Klebl (Mitte) mit seinen Mitarbeitern Peter Fluhrer und Prof. Dr. Bernd Remmele (rechts)

Lehrstuhlteam

Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls:

Lehrstuhlinhaber

»» Dr. Franziska Birke

»» Prof. Dr. Michael Klebl (seit dem 1. Oktober 2010) »» Prof. Dr. Günther Seeber (bis zum 30. März 2010, danach Lehraufträge zur Betreuung der Studierenden bis

(bis zum 30. April 2010, danach

Lehraufträge zur Betreuung der Studierenden bis 30. September 2010)

»» Dipl.-Hdl. Peter Fluhrer (seit dem 1. Mai 2011)

30. September 2010)

Profil des Lehrstuhls Weitere Professuren

Die Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls zielen in Un-

»» Prof. Dr. Bernd Remmele, Professor für Ökonomische

ternehmen, Verwaltung und sozialen Arbeitsfeldern auf

Bildung

»» Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Abendschein MSc, Honorarprofessor mit Schwerpunkt Bildungsmanagement

die Entwicklung organisatorischer Strukturen, innovativer technischer Systeme und sozialer Prozesse, die Lernen und Wissenstransfer ermöglichen. Dabei richtet die Arbeit am Lehrstuhl die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung, die den neuen Informations- und Kommunikationstechniken in der Arbeitswelt, für das Lernen und im Alltag zukommt, und gründet daher auf einen tech-

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 59

nikbewussten Ansatz: Dieser betrachtet das komplexe

Forschungsschwerpunkte

Wechselspiel von Technikentwicklung, Organisationsent-

»» Bildungs- und Wissensmanagement »» Entwickelnde Arbeitsforschung »» Lernen und Arbeiten in Gruppen und Netzwerken »» Fernstudienforschung

wicklung und individuellen Lernprozessen. So liegt ein Schwerpunkt der Forschung im Bildungsmanagement bei den Anforderungen, die die Nutzung digitaler Medien für Bildungseinrichtungen und für die Professionalisierung des pädagogischen Personals mit sich bringt. In Entwicklungsprojekten mit Bildungseinrichtungen, die neue Medien für das Lernen einführen, werden hier Fragen der Akzeptanz und organisatorischer Veränderungen,

Forschungskooperationen des Lehrstuhls

»» Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (Dr. Timo Borst)

aber auch der Partizipation untersucht.

»» FernUniversität in Hagen

Neben den klassischen Lernorten der beruflichen Aus-

»» Lehrgebiet Sozialpsychologie (Prof. Dr. Stefan

und Weiterbildung, wie dem Ausbildungsbetrieb, dem Seminarraum oder der individualisierten Fernlehre, liegt ein weiterer Forschungsschwerpunkt auf Wissenserwerb und Wissenstransfer im Kontext von kooperativen Arbeitsprozessen, die von digitalen Mediensystemen unterstützt werden. Hier ermöglichen neue Medien neue Formen der organisationsinternen und der institutionsübergreifenden Zusammenarbeit, gleichzeitig machen neue Techniken diese neuen Formen der Zusammenarbeit

Stürmer)

»» Lehrgebiet Psychologie des Erwachsenenalters (Prof. Dr. Ingrid Josephs)

»» Lehrgebiet Datenverarbeitungstechnik (Prof. Dr. Bernd J. Krämer)

»» Handwerkskammer Freiburg, ZukunftsWerkstatt Handwerk e. V., Freiburg

notwendig. Auch hier stellt sich die Frage, wie sich Teams,

»» Hochschule Fulda (Prof. Dr.-Ing. Annika Wagner)

Organisationseinheiten oder Institutionen als Ganzes

»» Hochschule Esslingen (Prof. Dr.-Ing. Rainer Würslin)

weiterentwickeln – wie bedingt und unterstützt von

»» Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis, Offenburg

Technik eine Gruppe oder ein Netzwerk als Ganzes lernt. In der Lehre am Lehrstuhl steht die Handlungsorientierung im Mittelpunkt, ausgehend von einer tätigkeitsthe-

»» Universität Bielefeld, Lehrstuhl Didaktik der Sozialwissenschaften

oretischen Begründung. Ziel ist, auch im Fernstudium

»» Universität Duisburg-Essen, Institut für Soziologie

Bedingungen und Prozesse des sozialen Lernens erfahr-

»» Universität Koblenz-Landau, Institut für Sozialwissen-

bar zu machen sowie zur verantwortlichen und systema-

schaften, Abteilung Wirtschaftswissenschaft (Prof. Dr.

tischen Gestaltung von Bildungsangeboten und Lehr-/

Günther Seeber)

Lernprozessen zu befähigen. Dabei ist die Integration digitaler Informations- und Kommunikationstechniken in den Lehralltag ebenso selbstverständlich wie die kritische

»» Universität Siegen, Lehrstuhl für Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsdidaktik

Beobachtung aktueller Trends und Innovationen.

Jahresbericht 2010/11


60 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

(Internationale) Forschungskooperationen:

»» Hungarian Academy of Sciences, Institute for Psychology (Ungarn)

»» MERIG − Multidisziplinäres Institut für Europa-For-

»» Scuola Universitaria Professionale della Svizzera Italiana (Schweiz)

»» Pirkanmaan ammattikorkeakoulu Ltd., Tampere University of Applied Sciences (Finland)

schung Graz (Österreich)

»» Seed, Schweiz »» Stockholm University, Department of Education & Stockholm Resilience Centre (Schweden)

»» SUPSI-DTI – University of Applied Sciences in Southern Switzerland (Schweiz)

»» TU Delft, Department of Management and Governance (Dr. Stephan G. Lukosch)

»» University College Cork, Centre for Adult Continuing Education (Irland)

»» University of Budapest, Faculty of Psychology and Education (Ungarn)

»» University of Birmingham, School of Education (England)

»» Université de Reims Champagne-Ardenne, Laboratoire de Psychologie Appliquée (Frankreich)

»» ANOP – Associação Nacional de Oficinas de Projecto, Desenvolvimento & Educação (Portugal)

»» Center for Adult Education Antwerpen-Zuid (Belgien) »» CEPA joan mir i mir maÓ (Spanien)

Drittmittelprojekte des Lehrstuhls

»» „Cities in Balance: Active Cities for all Ages“, Verbundprojekt gefördert im EU-Programm INTERREG IVB North-West Europe, zusammen mit Prof. Dr. Stefan Stürmer, Lehrgebiet Sozialpsychologie und Prof. Dr. Ingrid Josephs, Lehrgebiet Psychologie des Erwachsenenalters, FernUniversität in Hagen; Hauptpartner: Stadt Hagen (Laufzeit: 2008–2011)

»» „MoDA:LD – Model Driven Architecture for Learning Designs”, Verbundprojekt gefördert vom BMBF in der Förderlinie „IngenieurNachwuchs“ 2009 (Informatik) im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Annika Wagner, Hochschule Fulda (Laufzeit: 2009–2012)

»» „SEE A Game – Stimulate European Entrepreneurial Attitudes Game“, gefördert aus EU-Mitteln aus dem Lifelong Learning Programme – Multilateral Project (Grundtvig) (Laufzeit: Oktober 08–September 10)

»» „Evaluation Arbeitsmarktintegrative Gesundheitsförderung“, Evaluationsauftrag durch die Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus – Beschäftigungs-

»» Het Perspectief (Belgien)

pakte für Ältere in den Regionen“ – Programmphase

»» Kainuu Vocational College Adult Vocational Education

Gesundheitsförderung“ (Laufzeit: Oktober 2008–De-

(Finnland)

»» Kristiansund Education Centre (Norwegen)

II des BMAS zum Projekt „Arbeitsmarktintegrative zember 2010)

»» „ACE

– Age Challenges Education“, gefördert aus

»» Training 2000 (Italien)

EU-Mitteln aus dem Lifelong Learning Programme –

»» VUC FYN & Fyns HF Ringen Nyborg (Dänemark)

Grundtvig (Lernpartnerschaft) (Laufzeit: August 2009–

»» International Correspondence Schools Limited (Großbritannien)

»» Mykolo Romerio Universitetas (Litauen) »» Comune di Sant’-Angelo, Vado (Italien) »» NTI Nederlands Taleninstituut BV (Niederlande)

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Juli 2011)

»» „Entrepreneurial Mindsets Among Trainers (EMAT)“, gefördert aus EU-Mitteln aus dem Lifelong Learning Programme – Grundtvig (Lernpartnerschaft) (Laufzeit: August 2009–Juli 2011)


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 61

»» Zuteilung des BMBF-Forschungsauftrages im Rahmen der Forschungswerkstatt „Ökonomische Grundbildung für Erwachsene“, Los Nr. 3: Ansprüche an und Grenzen von ökonomischer Grundbildung, Bearbeitung erfolgt

Informationen zu den weiteren Professuren des Lehrstuhls Professur für Ökonomische Bildung: Prof. Dr. Bernd Remmele

in Kooperation mit Prof. Dr. Günther Seeber, Universität Koblenz-Landau (Laufzeit: Januar–Dezember 2011)

»» „ISTUS – Institutional Strategies Targeting the Uptake of Social Networking in Adult Education”, gefördert aus EU-Mitteln aus dem Lifelong Learning Programme – Grundtvig (Lernpartnerschaft) (Laufzeit: August 2011–Juni 2013)

»» „Digital Classrooms“, gefördert aus EU-Mitteln aus dem Lifelong Learning Programme – Grundtvig (Lernpartnerschaft) (Laufzeit: September 2011–Juni 2013)

»» „Game-based Learning for Older Adults“,

gefördert aus

EU-Mitteln aus dem Lifelong Learning Programme – Grundtvig (Lernpartnerschaft) (Laufzeit: August 2011– Juli 2013)

Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften

Profil der Professur Neben der Unterstützung in der Lehre dient die Professur für Ökonomische Bildung insbesondere der Stärkung des Forschungsprofils im Bereich der ökonomischen Schul- und Erwachsenenbildung. Ein Schwerpunkt der Professur liegt darüber hinaus im Bereich der Weiterbildungsforschung. Entsprechende Aktivitäten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem Research Service Center der WHL.

Forschungsschwerpunkte

»» Wissensstrukturen »» E-Learning »» Ökonomische Kompetenzen »» Entrepreneurship Education »» Gender Governance.

Prof. Dr. Michael Klebl ist

»» Fachgutachter für die Zeitschriften ––Zeitschrift für E-Learning – Lernkultur und Bildungstechnologie

––e-learning and education (eleed) ––MedienPädagogik-Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung

––it – information technology »» Gastherausgeber für BJET – British Journal of Educational Technology (Volume 41, Issue 6), Special Issue: Learning Objects in Progress

»» Mitglied ––der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik, und der Kommission Medienpädagogik

Gutachtertätigkeiten, Funktionen und Mitgliedschaften Prof. Dr. Bernd Remmele ist

»» Fachgutachter ––für das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU für die Bereiche „Science and Society“ und „Marie Curie“

––für das Lifelong Learning Programm im Bereich „Erasmus – Virtual Campuses“

»» Mitglied ––der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung

––der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und deren Sektion „Wirtschaftssoziologie“

––der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e. V. (GMW)

»» Gründungsmitglied von edu-sharing.net e. V. »» Projektbeirat des Forschungsprojekts „Diffusion von neuen Technologien – Veränderungen von Arbeitsaufgaben und Qualifikationsanforderungen im produzierenden Gewerbe“ am Bundesinstitut für Berufsbildung

Jahresbericht 2010/11


62 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Honorarprofessur: Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Abendschein,

Kontaktdaten:

Geschäftsführer der ASB Bildungsgruppe Heidelberg e. V.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Lehrstuhl für Wirtschafspädagogik/Bildungsmanagement

Profil der Professur Die Professur befasst sich insbesondere mit Qualitäts-

Hohbergweg 15–17 77933 Lahr

management in der beruflichen Bildung, ein Aspekt der

Tel.: +49 (0)7821-9238-69 (Lehrstuhlsekretariat)

Wirtschaftspädagogik, der unverändert in den sprich-

Fax: +49 (0)7821-9238-63

wörtlichen „Kinderschuhen“ steckt. Häufig wird Bildung als ein Prozess definiert, der durch die personale Einzigartigkeit der Beteiligten getragen wird und sich als solcher einer Kontrolle bzw. Kontrollierbarkeit entzieht. Bei „Qualitätsmängeln“ wird die Schuld zumeist bei den Lernenden gesucht. Die darin zum Ausdruck kommende asymmetrische Relation zwischen Pädagogen und Lernenden wirkt dabei prägend auf den Bildungsprozess sowie dessen Qualität. Sie aufzulösen ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben der Wirtschaftspädagogik. Des Weiteren stehen Fragestellungen des Bildungsmanagements sowie der Entrepreneurship Education im Vordergrund der Aktivitäten.

Forschungsschwerpunkte:

»» Qualitätsmanagement (insbesondere bei Dienstleistungsunternehmen und bei Bildungseinrichtungen)

»» Bildungsmanagement (Schwerpunkt Aus- und Weiterbildungsmanagement)

»» Entrepreneurship Education

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 63

Forschungseinrichtungen Research Service Center (RSC) Um die Forschungsaktivitäten an der WHL zu unterstützen und auszubauen, wurde im Frühjahr 2004 eine Forschungsstelle an der WHL eingerichtet, auf deren Dienstleistungen alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der WHL zurückgreifen können. Nach internen Umstrukturierungen wurde diese Stelle im Jahr 2005 in Research Service Center (RSC) umbenannt. Das RSC ergänzt und unterstützt nicht nur die wissenschaftliche Arbeit der Hochschule, sondern stellt zugleich ein Forum des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis dar.

Team des RSC

Das Team des RSC v. l. n. r. M. Holthaus M.A., Prof. Dr. T. Nguyen, Prof. Dr. B. Remmele, Dr. M. Bruch

Leitung und Betreuung:

»» Prof. Dr. Tristan Nguyen, Prorektor für Forschung »» Prof. Dr. Bernd Remmele, Professur für Ökonomische Bildung

barkeit für die Praxis. Vor diesem Hintergrund werden Projektvorhaben auch mit Partnern aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor durchgeführt.

Forschungsreferenten:

»» Dr. Martina Schmette (bis zum 31. Dezember 2010) »» Christian Dries, M. A. (bis zum 30. September 2011) »» Dr. Michael Bruch (seit dem 01. August 2011) »» Matthias Holthaus, M.A. (seit dem 01. Oktober 2011)

Arbeitsschwerpunkte

»» Forschungsmanagement (z. B. Analyse von Forschungsprogrammen der EU, des Bundes, der Länder, der DFG und von Stiftungen, Akquise von Drittmitteln, Antragsmanagement)

Profil des RSC

»» Sonderaufgaben des Prorektors für Forschung

Das RSC unterstützt insbesondere die Forschungsaktivi-

»» Aufbau und Ausbau von Forschungskooperationen

täten der Lehrstuhlinhaber der WHL. Es arbeitet grundlagen- und anwendungsorientiert; es wird ein interdiszi-

»» Projektmanagement (z. B. Projektentwicklung und

plinärer und Forschungsansatz verfolgt, in dem vor allem

-konzeption, Bearbeitung von Projekten, Transfermaß-

die Fachdisziplinen „Pädagogik“, „Psychologie“, „Soziolo-

nahmen von Projektergebnissen)

gie“, „Volkswirtschaftslehre“ und „Betriebswirtschaftslehre“ fächerübergreifend zusammenarbeiten. Darüber hinaus knüpft und pflegt das RSC den Kontakt zu anderen Forschungseinrichtungen, u. a. in Kooperationen sowie gemeinsamen Projekten. Für alle Forschungsprojekte gilt die Betonung der Praktikabilität und Verwert-

»» Forschungsstrategieplanung »» Reporting, Aufbereitung und Präsentation der Forschungsarbeit der WHL

»» Konzeption und Organisation von Veranstaltungen »» Organisation des WHL-Promotionskolloquiums Jahresbericht 2010/11


64 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Leistungen des RSC

Weitere Forschungseinrichtungen

Das Leistungsangebot des RSC ist hinsichtlich seiner un-

Neben dem Research Service Center wurden darüber hi-

terschiedlichen Zielgruppen jeweils stärker forschungs-

naus im Kontext der interdisziplinären, lehrstuhlüber-

oder anwendungsorientiert ausgerichtet:

greifenden Forschungsschwerpunkte „Weiterbildung“ so-

»» Leistungsangebot für Forschungs- und

wie „Finanzmanagement und Rechnungswesen“ im Jahr

Wissenschaftseinrichtungen

»» Erarbeitung einschlägiger wissenschaftlicher Studien und Gutachten

»» Koordination und Durchführung von Forschungsprojekten

»» methodische Unterstützung und Beratung bei der Umsetzung empirisch quantitativer wie auch qualitativer Forschungsprojekte; sowohl für Mitarbeiter der WHL wie auch für Studierende an der WHL

2004 auf Initiative einiger Professoren und wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WHL die unabhängigen Forschungszentren ZAWF – Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung e. V. – und FACTCenter – Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V. – gegründet. Das ZAWF war bisher auf den Bereich der Weiterbildungsforschung mit Themen wie Bildungsmanagement, Kompetenzentwicklung, Personal- und Organisationsentwicklung ausgerichtet. Neben diesem bisherigen For-

»» Transfer von Forschungsergebnissen in Form von Pro-

schungsschwerpunkt etablierte sich aufgrund der For-

jektberichten, Fachartikeln und Buchpublikationen

schungstätigkeit der letzten Jahre eine Spezialisierung

»» Durchführung von Tagungen, Kongressen und Seminaren

»» Leistungsangebot für Unternehmen, Weiterbildungsanbieter, intermediäre und öffentliche Einrichtungen

im Bereich der ökonomischen Bildung, sodass angesichts der inhaltlichen Überschneidungen zum ursprünglichen Schwerpunkt (beispielsweise Didaktik, Kompetenzentwicklung) das ZAWF im Herbst 2007 um den Themenbereich der ökonomischen Bildung ergänzt wurde und

»» Koordination und Durchführung von Projekten

seitdem „Zentrum für angewandte Weiterbildungsfor-

»» Erarbeitung von praxistauglichen Konzepten

– IÖB)“ heißt.

»» (wissenschaftliche) Prozessbegleitung bei der Umsetzung neuer Konzepte und Maßnahmen

»» Erstellung praxisorientierter Leitfäden/Broschüren

schung – Institut für ökonomische Bildung e. V. (ZAWF

Durch die Definition dieser Forschungsschwerpunkte hat die WHL ihr wissenschaftliches Profil gestärkt. Außerdem werden auf diese Weise Synergien zwischen den

»» Erstellung von (Markt-)Studien und Gutachten

einzelnen Lehrstühlen geschaffen. Beide Forschungszen-

»» Unterstützung beim Aufbau und Management von

schungskooperationen.

(Bildungs-)Netzwerken

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

tren unterhalten entsprechende und zum Teil enge For-


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 65

Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung – Institut für ökonomische Bildung (ZAWF – IÖB) e. V.

Im Sommer 2004 wurde der „ZAWF – Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung e. V.“ gegründet. Aufgrund der bereits oben beschriebenen inhaltlichen Ausweitungen firmiert der Verein jetzt unter dem Namen „Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung – Institut für ökonomische Bildung e. V. (ZAWF – IÖB)“. Bei dem Verein handelt es sich um ein unabhängiges, privates und gemeinnütziges Forschungs- und Entwicklungszentrum. Das ZAWF – IÖB ist ein enger Kooperationspartner der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr. Der Vorstand des ZAWF – IÖB: Prof. Dr. Seeber, Dr. Schmette, Prof. Dr. Remmele

Vorstand des Vereins:

»» Vorstandsvorsitzender: Prof. Dr. Günther Seeber, Institut für Sozialwissenschaften/Abteilung Wirtschaftswissenschaft, Universität Koblenz-Landau/Campus

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen

Landau

»» stellv. Vorstandsvorsitzender: Prof. Dr. Bernd Remmele, Professur für Ökonomische Bildung

»» Schatzmeisterin: Dr. Martina Schmette (bis 30. September 2011) Seit 1. Oktober 2011

»» Vorstandsvorsitzender: Prof. Dr. Bernd Remmele, Professur für Ökonomische Bildung

»» stellv. Vorstandsvorsitzender: Prof. Dr. Günther Seeber,

v. l. n. r. Sönke Dohrn, B. Sc., M. Sc. (bis zum 31. Oktober 2010), Dr. Dominique Schirmer (bis zum 31. März 2010), Matthias Holthaus, M.A. (bis zum 15. März 2010)

Institut für Sozialwissenschaften/Abteilung Wirtschaftswissenschaft, Universität Koblenz-Landau/ Campus Landau

»» Schatzmeister: Dr. Michael Bruch

Jahresbericht 2010/11


66 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

Profil des ZAWF – IÖB e. V. Unter dem Dach des Vereins werden Ressourcen für die Entwicklung und Durchführung von Forschungsprojekten gebündelt. Die Ergebnisse der Forschungsleistungen werden durch entsprechende Veranstaltungen und Publikationen kommuniziert und liefern so einen Beitrag zur Fortentwicklung der Forschung auf dem Gebiet der Weiterbildung sowie der ökonomischen Bildung. Ziel des Vereins ist es auch, eine erweiterte Plattform

»» Management von Bildungsnetzwerken, Kompetenzentwicklung für Netzwerkakteure, Wissensmanagement in Netzwerkstrukturen etc.

»» Wirtschaftsdidaktik »» neue Formen des Lernens und Wissenserwerbs, ITgestützte Lernangebote (E-Learning) und deren Kombination mit anderen Lernformen/-orten, Erstellung von Schulungs- und Lernmaterialien etc.

für den Gedankenaustausch zwischen Wissenschaftlern

»» Bildungspolitik

und Praktikern zu bilden. Im Rahmen von Expertentref-

»» Qualifikations- und Kompetenzstandards für Qualifi-

fen, Vortragsreihen, Seminarveranstaltungen und durch kontinuierliche Informationsarbeit schafft das ZAWF – IÖB neue Wissensnetzwerke zu den genannten Themen-

kationsnachweise bzw. Bildungs- und Berufsabschlüsse, europäische Bildungspolitik etc.

feldern.

»» Bildungsökonomik

Inhaltlicher Schwerpunkt des ZAWF – IÖB ist einerseits

»» Bildung und Nachhaltigkeit, Weiterbildung als Wirt-

die grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung im Bereich der Weiterbildung. Das Spektrum reicht von

schaftsfaktor, internationale Vergleichsforschung, Umweltbildung etc.

der pädagogischen Analyse und Gestaltung von Weiterbildungsmaßnahmen, über Fragen der Implementierung und Evaluation integrierter Personalentwicklungskonzepte und Maßnahmen der Kompetenzentwicklung bis hin zur Analyse der ökonomischen Bedeutung von Weiterbildung. Zudem geht es ebenso um die Identifizierung neuer, zukunftsorientierter Forschungsfelder innerhalb der Weiterbildungsforschung. Anderseits werden Fragen der ökonomischen Bildung untersucht, z. B. fachspezifische Kompetenzentwicklung, die kategoriale Differenzierung des Fachbereichs, spezifische didaktische Methodik.

Leistungsangebote des ZAWF – IÖB

»» Koordination und Durchführung von Forschungsprojekten

»» Erarbeitung einschlägiger wissenschaftlicher Studien und Gutachten

»» Transfer von Forschungsergebnissen in Form von Projektberichten, Fachartikeln und Buchpublikationen

»» Durchführung von Tagungen, Kongressen und Seminaren

Forschungsschwerpunkte

»» Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklung »» Bildungsbedarfsanalysen, Kompetenzdiagnostik und -entwicklung, Lernkultur, Change Management etc.

»» Bildungsmanagement »» Instrumente und Methoden für Bildungsprozesse, Verfahren der Qualitätssicherung und Evaluation von Bildungsmaßnahmen, Bildungscontrolling, Bildungsmarketing etc.

»» Bildungsnetzwerke

Laufende Drittmittelprojekte

»» Grundtvig: Lernparterschaft „gambola – Game-based learning for older adults“. Prof. Dr. Bernd Remmele, ZAWF – IÖB e. V. (Laufzeit: 02/2011–09/2013).

»» Grundtvig: Lernpartnerschaft „Digital Classroom“. Prof. Dr. Bernd Remmele, ZAWF – IÖB e. V. (Laufzeit: 2011–2013)

»» Grundtvig: Lernpartnerschaft „ISTUS – Institutional Strategies Targeting the Uptake of Social Networking in Adult Education“. Prof. Dr. Bernd Remmele/Prof. Dr. Michael Klebl, ZAWF – IÖB e. V. (Laufzeit: 2011–2013)

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 67

Abgeschlossene Drittmittelprojekte

»» DFG-Projekt „Das aufwändige Geschlecht (DAG)“, das gemeinsam vom ZAWF – IÖB e. V. und dem Institut für Informatik und Gesellschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg bearbeitet wurde (Laufzeit: 08/2007–03/2010). Siehe ausführliche Darstellung im Abschnitt Forschungs- und Drittmittelprojekte.

»» BMBF-Verbundprojekt „Integriertes Kompetenzmanagement (IKM)“, das gemeinsam vom ZAWF – IÖB e. V., der Frankfurt School of Finance & Management (Verbundkoordinator) und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bearbeitet wurde (Laufzeit: 11/2007−11/2010). Siehe ausführliche Darstellung im Abschnitt Forschungs- und Drittmittelprojekte.

»» Werkauftrag von der Universität Duisburg-Essen zur Erarbeitung von „Standards für eine grundständige Lehrerausbildung im Bereich Ökonomie“ mit den Bearbeitern Prof. Dr. Günther Seeber, Prof. Dr. Bernd Remmele und Prof. Dr. Hans-Carl Jongebloed; die Bearbeitung erfolgte in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Retzmann, Universität Duisburg-Essen (Laufzeit: 07–09/2010). Siehe ausführliche Darstellung im Abschnitt Forschungs- und Drittmittelprojekte.

Weitere Informationen zum ZAWF – IÖB e. V. unter: http://www.zawf-ioeb.de

Jahresbericht 2010/11


68 ∙ II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen

FACT-Center – Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V.

angeschlossenen Lehrbeauftragten zu einem Forschungsteam vereint. Ziel ist es, Forschungsleistungen im Bereich der Bank-, Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie des Rechnungswesens und Controllings voranzutreiben und Drittmittelaktivitäten durchzuführen. Potenzielle Adressaten sind Unternehmen aus der Finanzdienstleistungsbranche, Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften, Verbände und Kammern sowie kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Durch die enge Zuv. l. n. r. Jan Christian Rutsch, Stephan Schöning, Markus Pütz

sammenarbeit der Beteiligten soll die integrierte Behandlung von finanzwirtschaftlichen Fragestellungen gewährleistet werden. Die Forschungsergebnisse sollen durch

Das FACT-Center wurde auf Initiative wissenschaftlicher Mitarbeiter der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr im Oktober 2004 als gemeinnütziger Verein ins Leben gerufen. Die Forschungsbereiche „Finance, Accounting, Controlling and Taxation (FACT)” sollen in Form dieses Competence Centers vor allem als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis fungieren.

Veröffentlichungen und Vorträge auf wissenschaftlichen Konferenzen, auf praxisorientierten Tagungen sowie bei Unternehmen verbreitet werden. Veranstaltet und ausgerichtet werden auch eigene Forschungstagungen sowie Veranstaltungen für den Theorie/Praxis-Transfers. Nach den Veränderungen in den Besetzungen der Lehrstühle der WHL, die am FACT-Center beteiligt sind, wurden auch die neu an die WHL berufenen Professoren aktiv an den Forschungsvorhaben des FACT-Centers beteiligt.

Vorstand des Vereins:

»» Vorstandvorsitzender: Prof. Dr. Stephan Schöning »» stellv. Vorstandsvorsitzender: Prof. Dr. Markus Pütz (seit 12.11.2010)

»» Schatzmeister: Dipl.-Kfm. Jan Christian Rutsch Profil des FACT-Centers Mit dem FACT-Center haben sich der Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre/Finance and Banking, der Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre/ Controlling, der Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre/Externes Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung sowie der Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/ Versicherungs- und Gesundheitsökonomik inklusive aller

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Forschungsschwerpunkte

»» Strategisches Bankmanagement »» Regulierung von Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten

»» Ertrags- und Risikomanagement von Banken »» Bankmarketing »» Risikomanagement und -controlling in Unternehmen »» Unternehmensfinanzierung, speziell von KMU »» Gründungs- und Entwicklungscontrolling, speziell von KMU

»» Metacontrolling (Gestaltung von Controllingsystemen) »» Katastrophenrisiken und staatliche Risikoübernahme »» Solvency & Value-based Management »» International Accounting & Decision Usefulness


II Lehrstühle und Forschungseinrichtungen ∙ 69

»» Internationalisierung der Rechnungslegung »» Unternehmensbesteuerung »» Praxis der betrieblichen Steuerlehre Ausrichtung wissenschaftlicher Konferenzen und Veranstaltungsreihen

»» Das FACT-Center ist an der Konzeption und Organisation der Veranstaltungsreihe „Diskussionsforum Rechnungslegung und Steuern“ beteiligt, die in Zusammenarbeit mit der WHL und der IHK Südlicher Oberrhein durchgeführt wird. Im Jahr 2010 wurden zwei Veranstaltungen durchgeführt, die Themen waren „IFRS- statt HGB-Abschluss: Lohnt sich ein Wechsel für KMU noch?“ und „Basel III – Ein neues Schreckgespenst für die Kreditversorgung von Unternehmen“ – weitere Informationen finden Sie hierzu im Abschnitt „Veranstaltungen und Tagungen“.

»» Das FACT-Center ist durch den Vereinsvorsitzenden, Prof. Dr. Stephan Schöning, an der Ausrichtung der

»» „Regional differenzierte Untersuchung der kreditwirtschaftlichen Wettbewerbsstrukturen in Deutschland“ (Projektantrag in Vorbereitung)

»» Personalentwicklung in Kreditinstituten unter besonderer Berücksichtigung der Karriereentwicklung von Frauen (Pof. Dr. Stephan Schöning im Zusammenhang mit der BMBF-Ausschreibung „Offene Hochschule“)

»» Kreditwirtschaftliche Strukturen in Deutschland (Prof. Dr. Stephan Schöning für DZ Bank-Stiftung)

»» Makroprudenzielle Regulierung der Finanzmärkte (Prof. Dr. Tristan Nguyen)

»» Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach IFRS 4 (Prof. Dr. Tristan Nguyen)

»» Controlling in KMU, ein deutsch-türkischer Vergleich (Prof. Dr. Markus Pütz, Prof. Dr. Stephan Schöning, zusammen mit Prof. Dr. Haluk Sumer, Dr. Cagla Ersen, Marmara-Universität Istanbul)

in zweijährigem Turnus stattfindenden Forschungs-

»» Betriebskostencontrolling in Kreditinstituten (Prof. Dr.

tagung des Center for Research in Entrepreneurship,

Markus Pütz, Prof. Dr. Stephan Schöning in Kooperati-

Professions and Small Business Economics (CREPS)

on mit einem kreditwirtschaftlichen Spitzenverband)

der Leuphana Universität Lüneburg beteiligt.

»» Das FACT-Center hat im Jahr 2010 das „FACT-Banken-

Im laufenden Jahr konnten mehrere Kontakte zu Unternehmen in der Region sowie ehemaligen Studierenden

Forum“ ins Leben gerufen. Diese Veranstaltungsreihe

des Master-Studiengangs „Finance and Banking“ herge-

soll jährlich stattfinden, den Auftakt bildete das The-

stellt werden. Auf diese Weise soll das FACT-Center weiter

ma „Finanzmarktkrise – ein Blick nach vorn!“.

als Forschungsnetzwerk ausgebaut werden.

»» Im Jahr 2011 wurde vom FACT-Center erstmals der „FACT-UnternehmerDialog – Hochschule trifft Unternehmen“ veranstaltet. Der FACT-UnternehmerDialog

Weitere Informationen zum FACT-Center e. V. unter: http://www.whl-lahr.de/fact

beschäftigt sich mit den Fragen, die auftreten, wenn Ergebnisse aus der Forschung in die unternehmerische Praxis umgewandelt werden sollen.

Aktuelle/abgeschlossene Projekte

»» „Finanzierung von KMU im Wandel“, Forschungsprojekt im Rahmen des Center for Research in Entrepreneurship, Professions, and Small Business Economics (CREPS) der Leuphana Universität Lüneburg

»» „Internes und externes Liquiditätsrisikomanagement in Kreditinstituten – Identifizierung, Messung, Steuerung und Kontrolle von Liquiditätsrisiken sowie aufsichtsrechtliche Vorgaben“, Forschungsprojekt in Kooperation mit einem führenden Finanzdienstleister Jahresbericht 2010/11


III Forschung ∙ 71

III Forschung

Jahresbericht 2010/11


72 ∙ III Forschung

Forschungsansatz und -schwerpunkte

Zur Profilbildung der WHL leistet die Forschung einen

zept der „Forschung für die Lehre“ auch umgesetzt wird.

wichtigen Beitrag. Sie erfolgt in Ausrichtung auf drei For-

Die anwendungsbezogene Forschung bildet dabei einen

schungsschwerpunkte:

Schwerpunkt. Neben dem systematischen Transfer wis-

»» Wissensentwicklung und Wissenstransfer (WW) »» Health Care Management (HCM) »» Finance, Accounting, Controlling and Taxation (FACT) Die drei Schwerpunkte spiegeln sich in den Studienangeboten wider und zwar mit dem „Wirtschaftspädagogik - M . A.“, dem „Clinical Research Management - M. Sc.“ und dem „Finance and Banking - M. A.“. Darüber hinaus werden die Schwerpunkte auch mit entsprechenden neuen Vertiefungen in den breiter angelegten Studiengängen – Management - M. A., General Management - MBA und Advanced Management - MBA – verbunden und ergänzt. So wird sichergestellt, dass das an der WHL verfolgte Kon-

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

senschaftlicher Erkenntnisse in die Lehre erfolgt ebenso der Transfer in die Praxis. Die Forschung an der WHL erfolgt in der Regel lehrstuhlübergreifend oder auch in Kooperation mit externen Partnern. Unterstützt wird die Forschungstätigkeit der Hochschule zudem durch zwei gemeinnützige Forschungseinrichtungen,

die

durch

wissenschaftliches

Personal der WHL gegründet wurden und zwei der Forschungsschwerpunkte widerspiegeln. Die eingetragenen Vereine „Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung – Institut für ökonomische Bildung e. V.“ (ZAWF – IÖB) und der „FACT-Center – Center for Finance, Accounting, Controlling und Taxation e. V.“ stehen jeweils als


III Forschung ∙ 73

eigenständige Forschungszentren in enger Kooperation

deren die Integration der an der WHL verankerten Wirt-

mit der WHL, sind aber rechtlich und wirtschaftlich hier-

schaftspädagogik. Eine weitere thematische Vertiefung

von losgelöst. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Ver-

liegt in der Konzentration auf kaufmännische und wis-

knüpfung der Leistungsbereiche „Lehre“ und „Forschung“

sensintensive Tätigkeiten mit Blick auf die Unternehmen

in Verbindung mit den Forschungsvereinen der WHL.

und ihre Mitarbeiter als Akteure sowie auf wirtschafts-

Im Folgenden werden die einzelnen Forschungsschwerpunkte vorgestellt:

wissenschaftliche und ökonomische Bildungsangebote/inhalte mit Blick auf die Bildungsinstitutionen. Die Forschung findet auch in dem mit dem Forschungsfeld verbundenen Verein – Zentrum für angewandte Wei-

Forschungsschwerpunkt: Wissensentwicklung und Wissenstransfer (WW) Mit einem klaren Bezug zur Positionierung der WHL als weiterbildende Hochschule im postgradualen Bereich und mit Blick auf die Zusammensetzung und Bildungsaspirationen ihrer Studierendenschaft werden in diesem Forschungsschwerpunkt Fragestellungen zu aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Notwendigkeiten für die Akteure einer Wissensgesellschaft im Umgang mit Wissen erforscht. Diese Akteure sind einmal Individuen, denen die sozioökonomischen Randbedingungen ein lebensbegleitendes Lernen abfordern. Es sind darüber hinaus die Unternehmen als kollektive Akteure, die auf Basis der Entwicklung von mitarbeiterbezogenem und organisationalem Wissen ihre strategischen Erfolgspotenziale sichern müssen. Nicht zuletzt sind es jedoch auch die Bil-

terbildungsforschung – Institut für ökonomische Bildung e. V. (ZAWF-IÖB) – statt. Satzung und Name leiten sich aus der Entwicklungsgeschichte des Forschungsschwerpunktes an der WHL ab, der aus der Zusammenarbeit der Lehrstühle für Wirtschaftspädagogik und Personal und Organisation entstand. Neben der Grundlagenforschung wird auch ein Fokus auf die Anwendungsforschung gesetzt. Zentrale inhaltliche Schwerpunkte sind die Personal- und Organisationsentwicklung, die Kompetenzentwicklung und das Bildungsmanagement. Den Untersuchungsraum bilden in erster Linie Betriebe und Bildungseinrichtungen der beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung. Neben dieser ursprünglichen Zielsetzung hat sich über die Forschungstätigkeit der letzten Jahre eine Spezialisierung im Bereich der ökonomischen Bildung etablieren können.

dungsinstitutionen, die individuellen, betrieblichen und gesellschaftlichen Bildungsbedarf abzudecken haben und die sich – betrachtet man die Organisationen, die staatlich anerkannte Abschlüsse bieten – Reformen unterziehen, die insbesondere ökonomisch motiviert sind. Um Fragestellungen der Entwicklung und des Transfers von Wissen entsprechend der fachlichen Ausrichtung der WHL zu erörtern, konzentrieren sich die Forschungsbemühungen auf einen sozialwissenschaftlichen Zugang zu dem Themenfeld. Dies erlaubt zum einen die weitere Profilbildung in den Wirtschaftswissenschaften und zum an-

Forschungsschwerpunkt: Health Care Management (HCM) Der zweite Schwerpunkt liegt im Bereich „Health Care Management“ mit einer volks- und betriebswirtschaftlichen Profilierung. Im Rahmen der volkswirtschaftlichen Profilierung geht es darum, mithilfe theoriebasierter empirischer Analysen bessere Kenntnisse über die Funktionsweise des deutschen Gesundheitssystems zu gewinnen, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf bestehende Sozialsicherungssysteme im Allgemeinen und Jahresbericht 2010/11


74 ∙ III Forschung

Abb. 3: Struktur der WHL-Leistungsbereiche

Lehre

Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt „Management“

Promotion Management - M. A.

MBA General Management

Clinical Research Man. - M. Sc.

Finance and Banking - M. A.

Wissensentwicklung und Wissenstransfer (WW)

Health Care Management (HCM)

Finance, Accounting, ­Controlling and Taxation (FACT)

Forschung

Wirtschaftspädagogik - M. A.

Infrastruktur

ZAWF – IÖB e. V. LS für Wirtschaftspädagogik LS für Personalm. u. Organisation LS für Marketing Professur für Ökonomische Bildung

auf die Gesundheitsversorgung im Besonderen zu untersuchen und daraus geeignete Lösungsansätze zu erarbeiten. In der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung wird zum einen untersucht, wie sich die Leistungserstellung im Gesundheitswesen einzelwirtschaftlich optimal organisieren lässt. Ein besonderes Augenmerk soll hierbei auf innovativen Ansätzen wie der integrierten Versorgung, der Bildung medizinischer Zentren oder Managed-Care-Konzepten liegen. Hierbei sollen die entwickelten Lösungsalternativen sowohl aus Wirtschaftlichkeits- als auch Qualitätsperspektive evaluiert werden. Zum anderen soll ein weiterer Schwerpunkt auf der Analyse des individuellen Verhaltens in Gesundheitssystemen liegen. Hierbei werden allgemeine Modelle des Gesundheitsverhaltens validiert werden (z. B. Compliance-Verhalten von Patienten). Darüber hinaus sind in diesem Zusammenhang u. a. auch personalwissenschaftliche Fragestellungen (z. B. Wirkung unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle im Krankenhaussektor) und die verhaltenswissenschaftliche Analyse der Effekte von Gesundheitskampagnen (z. B. Förderung des Präventionsverhaltens) von Interesse.

FACT e. V. LS für VWL / Vers.- u. Gesundheitsökonomik LS für Personalm. u. Organisation Juniorprof. f. Gesundheitsmanagement LS für Gesundheitsökonomik (2012)

LS für Finance and Banking I LS für Controlling LS für Externes Rechnungswesen u. Wirtschaftsprüfung LS für VWL/Vers.- u. Gesundheitsökonomie LS für Finance and Banking II (2012)

Forschungsschwerpunkt: Finance, Accounting, Controlling and Taxation (FACT) Der Forschungsschwerpunkt Finance, Accounting, Controlling and Taxation ist mit der Gründung des gleichnamigen Vereins verknüpft (FACT-Center e. V.). Die BWL-Lehrstühle Finance and Banking (früher: Finanzen, Banken, Controlling) und Externes Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung sowie Controlling und der VWLLehrstuhl Versicherungs- und Gesundheitsökonomik repräsentieren dieses Forschungscluster. Im Rahmen dieses quantitativ ausgerichteten Schwerpunktes stehen die interne wert- und risikoorientierte Unternehmenssteuerung sowie die Unternehmenskommunikation mit den Investoren auf Basis finanzieller Daten im Mittelpunkt. Durch die Globalisierung der Kapitalmärkte sind diese Bereiche in hohem Maße zusammengewachsen. Das FACT-Center versucht durch Grundlagen- sowie Anwendungsforschung in den einzelnen Teildisziplinen vor allem die Integration der internen und externen Steuerungs- und Abbildungsregeln des Unternehmensgeschehens wissenschaftlich zu untersuchen. Bisher spiegelt sich die Tätigkeit in Publikationen, anwendungsorientierten Vortragsreihen sowie Teilnahme an Forschungsund Dienstleistungsaufträgen wider. Die Ausgestaltung von Projektvorhaben und die Intensivierung von Forschungskooperationen mit Universitäten im In- und Ausland sind in Arbeit.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 75

Promotion

Promotionsstudiengang Ein wesentlicher Bestandteil der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist die Promotion. Bis die WHL über ein eigenes Promotionsrecht verfügt, promovieren unsere wissenschaftlichen MitarbeiterInnen über kooperierende Universitäten. Dies sind zum einen Hochschulen, an denen die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen ihren Studienabschluss gemacht haben oder an denen die WHLProfessoren zuvor tätig waren. Zum anderen hat die WHL Ende 2006 eine Promotionskooperationsvereinbarung mit der HHL – Leipzig Graduate School of Management abgeschlossen. Das Promotionsprogramm der HHL ist speziell auf die zeitlichen Bedürfnisse Berufstätiger zugeschnitten und somit für unsere wissenschaftlichen MitarbeiterInnen wie auch für die Promovierenden, die nicht an der

und der Nachweis sehr guter englischer Sprachkenntnisse) erfüllt sind, kann ein wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der WHL – wie auch Externe – an diesem dreijährigen Promotionsprogramm teilnehmen. Die Präsenzveranstaltungen des Promotionsstudiums finden in Leipzig statt. Die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der WHL und die externen Doktoranden nehmen nicht nur an den dem HHLPromotionskolloquium und den Summer Schools des Programms teil, sondern zusätzlich auch an dem halbjährlich stattfindenden WHL-Promotionskolloquium. Die Betreuung und Erstbegutachtung erfolgt durch einen WHL-Professor. Die Zweitbegutachtung liegt bei einem Professor der HHL bezeihungsweise einer kooperierenden Universität.

WHL angestellt sind, gut mit ihrer Tätigkeit an der WHL

Nach erfolgreicher Promotion wird der Doktorgrad der

beziehungsweise Berufstätigkeit vereinbar.

Wirtschaftswissenschaften „Doktor rerum oeconomica-

Sofern die Zulassungsvoraussetzungen (u. a. ein wirt-

rum“ (Dr. rer. oec.) verliehen.

schaftswissenschaftliches Diplom oder Master oder ein

Im Folgenden geben wir einen Überblick, mit welchen

vergleichbarer fachnaher Abschlusses mit der Note „gut“

Themen sich unsere Promovierenden im Rahmen ihrer Dissertation beschäftigen.

Jahresbericht 2010/11


76 ∙ III Forschung

Dissertationsvorhaben der ­Promovierenden an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Diplom-Kaufmann Christian Arnold Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Marketing an der WHL

Arbeitstitel

Thema und Zielstellung

Kontextadaptive E-Commerce-Systeme im B2C-Bereich: Die Perspektive der Theorie psychologischer Reaktanz

schaften verfügen, können angepasste Informationen

Betreuer/Gutachter

Informationssysteme, die über kontextadaptive Eigenliefern und automatisiert Entscheidungsprozesse einleiten, indem sie situationsspezifische Bedeutungsinhalte

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer

identifizieren, auswerten und mit persönlichen Daten

Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Marketing an der WHL Wis-

des Anwenders verknüpfen. Solche Systeme können den

senschaftlichen Hochschule Lahr

Anwender adäquat unterstützen und werden in der kor-

Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg

respondieren Literatur regelmäßig positiv beurteilt. Allerdings kann vermutet werden, dass dysfunktionale Effekte

Lehrstuhlinhaber für Marketingmanagement an der HHL –

auftreten, wenn informationstechnologisch gesteuerte

Leipzig Graduate School of Management

und kontextualisierte Interaktionen erstens einen ökonomischen Charakter aufweisen und zweitens im B2C-

Das Projekt wird im Rahmen des Promotionsstudiums an

Bereich einzuordnen sind. Es ist denkbar, dass Konsu-

der Handelshochschule Leipzig (HHL) durchgeführt.

menten sowohl die Verknüpfung von persönlichen Daten mit situationsspezifischen Umfeldvariablen, als auch die angestrebte Entscheidungsdelegation als Einengung ihres Freiheitsspielraums interpretieren und durch geeignet erscheinende Abwehrreaktionen sanktionieren. Solche Verhaltensmuster werden im Rahmen der Theorie der psychologischen Reaktanz diskutiert. Ziel des Forschungsprojektes ist es daher, informationstechnologisch kontextualisierte Interaktionen im B2C-Bereich auf Reaktanzeffekte anhand einer Experimentalreihe zu untersuchen.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 77

Diplom-Volkswirt, Diplom-Betriebswirt Wolfgang Bach Vorstandsmitglied

Arbeitstitel

Thema und Zielstellung

Perspektiven einer Versicherungsregulierung im öffentlichen Interesse.

cherstellung der Stabilität einzelner Finanzinstitute nicht

Zwecke und Ansätze der Regulierung von Versicherungsunternehmen unter besonderer Berücksichtigung von systemischen Risiken Betreuer/Erstgutachter

Prof. Dr. Tristan Nguyen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/Versicherungs- und Gesundheitsökonomik an der WHL Wissenschaftlichen Hochschule Lahr

Die Finanzkrise 2007/2008 hat gezeigt, dass durch die Sizuverlässig

auch die Stabilität des Finanzsystems als

Ganzes gewahrt werden kann. Dies hat die Frage aufgeworfen, ob es einer verstärkten Regulierung von Finanzdienstleistern aus einer systemischen Perspektive bedarf (makroprudenzielle Regulierung). Das Forschungsprojekt greift den Diskurs über die adäquate Regulierungsperspektive mit Bezug auf den Versicherungsbereich auf. Im Unterschied zu den bisher vorliegenden Analysen, die entweder einen normativen oder einen positiven Ansatz verwenden, sollen hier theoretisch-normative und

Zweitgutachter

empirisch-positive Aussagen systematisch miteinander

Prof. Dr. Wilhelm Althammer

verknüpft werden. Ziel ist es, Empfehlungen und Beur-

Sparkassen-Finanzgruppe-Lehrstuhl für Makroökonomie,

teilungen von regulatorischen Maßnahmen herzuleiten,

HHL – Leipzig Graduate School of Management

die dem normativen Ideal (öffentliches Regulierungsin-

Das Forschngsprojekt wird durchgeführt im Rahmen eines Promotionsstudiums an der HHL – Leipzig Graduate

teresse) und den empirischen Gegebenheiten Rechnung tragen.

School of Management.

Jahresbericht 2010/11


78 ∙ III Forschung

Diplom-Handelslehrer Peter Fluhrer Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Wirtschaftspädagogik an der WHL

Arbeitstitel

Selbstständigkeit lernen. Der Einfluss von Lernorten und Lernformen auf dem Weg zur beruflichen Selbstständigkeit. Ein Vergleich zwischen Kulturschaffenden, Handwerkern und frei arbeitenden Ingenieuren in der Region Stuttgart. Betreuer/Gutachter

Prof. Dr. Michael Klebl Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik an der WHL Wissen-

Thema und Zielstellung Deutschland kann zum Gründerland werden. So beurteilt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Anfang 2010 die wirtschaftliche Lage und die Fördermöglichkeiten für Selbstständige. Auch der DIHK-Gründerreport 2011 verzeichnet einen Aufwärtstrend im Gründungsgeschehen. Doch berufliche Selbstständigkeit will gelernt sein. Vor allem, wenn Existenzgründer sich nicht als Unternehmer,

schaftliche Hochschule Lahr

sondern in erster Linie als Künstler, Handwerker oder In-

N. N.

zum selbst gesteuerten, betriebswirtschaftlichen – und

genieure verstehen und der Weg in die Selbstständigkeit damit fachfremden – Lernprozess wird. Hilfestellung bieten regionale Anlaufstellen wie Kammern, Verbände, Finanzinstitute, Technologie-, Kompetenz- und Gründerzentren und die kommunale Wirtschaftsförderung. Welchen Einfluss haben diese Lernorte auf den Lernprozess von GründerInnen? Welche Angebote werden genutzt und welche Lernformen stehen dabei im Vordergrund? Zielstellung der Arbeit ist, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ausgewählten Berufsgruppen in Bezug auf diese Fragen zu identifizieren. Der Einsatz vergleichender (quantitativer und qualitativer) Verfahren in der Berufsbildungsforschung kann – und soll in dieser Arbeit – über eine reine Darstellung hinausführen und die besonderen Bedürfnisse der jeweiligen Branche aufzeigen. Dadurch können Konsequenzen für institutionelle Angebotsgestaltungen und regionale Kooperationsmöglichkeiten abgeleitet werden, um mit Blick auf die GründerInnen zu einer bedarfsorientierten Lernprozessunterstützung beizutragen.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 79

Diplom-Kaufmann Paul Ilten Director Module Operations

Arbeitstitel

Business Process Outsourcing – Ein Markt mit Zukunft?

Thema und Zielstellung Während Outsourcing als Konzept bereits seit Jahrzehnten bekannt ist und in der Praxis vielfach Anwendung gefun-

Betreuer/Gutachter

den hat, steht das sogenannte Business Process Outsour-

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer

cing (BPO) in Deutschland noch vor dem Durchbruch.

Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Marketing an der WHL Wis-

Bei dieser Weiterentwicklung des Outsourcings geht es

senschaftliche Hochschule Lahr

um die Auslagerung von Geschäftsprozessen, nicht um

Prof. Dr. Iris Hausladen Center for IT-based Logistics an der HHL – Leipzig Graduate School of Management Das Projekt wird im Rahmen des Promotionsstudiums an der Handelshochschule Leipzig (HHL) durchgeführt.

die Fremdvergabe oftmals isolierter Funktionen, wie dies beim „klassischen“ Outsourcing der Fall ist. Das Promotionsprojekt „Business Process Outsourcing – Ein Markt mit Zukunft?“ geht der Fragestellung nach, welche Formen der Marktadressierung vielversprechend erscheinen, um diesem Produkt in Deutschland zu Popularität zu verhelfen. Dafür wird in einem ersten Schritt ein unternehmensindividuell anwendbares theoretischkonzeptionelles Modell zur Bedarfsermittlung von BPOLeistungen entwickelt. Basierend auf den sich aus der Bedarfsanalyse ergebenden Ergebnissen sowie aus den Erkenntnissen allgemeiner marketing-theoretischer Ansätze werden Maßnahmen und Methoden abgeleitet, die einen strukturellen Beitrag für BPO-Dienstleister darstellen, um ihr Produkt erfolgreich am Markt platzieren zu können.

Jahresbericht 2010/11


80 ∙ III Forschung

Diplom-Pädagogin Amrit Matthäus Personalreferentin

Arbeitstitel

Digital Affine – Einstellungen im Umgang mit digitalen Informations- und Kommunikationstechniken Betreuer/Gutachter

Prof. Dr. Michael Klebl Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Thema und Zielstellung Mitarbeiter in Unternehmen müssen zunehmend kollaborative, also gemeinsam genutzte, digitale Informations- und Kommunikationsmedien verwenden. Menschen gehen jedoch sehr unterschiedlich mit digitalen Informationen um. Warum nutzt ein Teil eines Teams in Unternehmen digitale Werkzeuge zur Zusammenarbeit, ein anderer Teil aber nicht? Welche Rolle spielen dabei

N. N.

persönliche Einstellungen?

Zweitgutachter

In ihrer Dissertation untersucht Amrit Matthäus, was ge-

Prof. Dr. Martin, Reckenfelderbäumer

nau die Mitarbeiter mit digitalen Medien verbinden, wie

Lehrstuhlinhaber für Allg. BWL, Marketing an der

sie diese bewerten und warum sie sich für oder gegen

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

die Nutzung entscheiden. Nach qualitativen Expertenin-

Eingereicht wird die Promotion an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften an der FernUniversität in Hagen.

terviews führt Frau Matthäus eine umfangsreiche quantitative Erhebung (N = 300) durch, um die Einstellung gegenüber digitalen Informations- und Kommunikationstechniken auf Grundlage des Einstellungskonstrukts der „Theory of Planned Behaviour“ (Ajzen, 1991) zu erklären.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 81

Stefan Modrow, Master of Arts (M. A.) Angestellter im Finanzsektor

Arbeitstitel

Involving the question of utility of the design of structured products in the retail market

There is mounting empirical evidences of behavioral anomalies. The challenge is to explore a technique that compares and measures the investors reasoning patterns in a metrical form.

Betreuer/Gutachter

The psychologist Kahneman und the mathematician

Prof. Dr. Stephan Schöning

Tversky, created the Prospect Theory which measures

Lehrstuhlinhaber für Allg. BWL/Finance and Banking an der

homogenous behavioral patterns through mathematical

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

mod-els. The link between psychology and econometrics

Prof. Dr. Pierfrancesco La Mura Chair of Economics and Information System HHL – Leipzig Graduate School of Management Das Projekt wird im Rahmen des Promotionsstudiums an der Handelshochschule Leipzig (HHL) durchgeführt.

had a long tradition, but moved with the foundation of the modern capital market theory in the background. Equipped with the prevalence to measure behavioral patterns in a metrical form, the door for more research is now wide open for measuring and interpreting the utility of structured investment products for retail investors. No research material has addressed the idea that structured products are designed to activate irrational behavior. This provoking thesis assumes that issuers intentionally make use of behavioral anomalies in their sales

Thema und Zielstellung The privilege of banks to design investment products and the bounded rationality of retail investors encouraged the financial industry to provoke asymmetrical profit- and loss distributions between bank and retail clients.

strategies. The research project examines how investment products are designed and raises issues such as the missing consideration for psychological biases, the problems with the lack of transparency in the design process, and the probably unfair distribution of risk and return. Finally,

The traditional capital market theory portrays the pictures

the question is raised whether there is a relationship be-

of perfect rational inves-tors. However, relevant is how in-

tween the complexity of structured products and utility

vestors really act in financial markets. In the do-main of

divergences between issuers and retail clients.

wealth management a well-known phenomenon exists – clients perceive risk and return based on psychological factors such as past experiences, feelings, opin-ions of social groups. A new theory known as behavioral finance emerged with the intention of correcting the image of rational investors. This new theory tried to ex-plain the behavioral pattern of investors.

Jahresbericht 2010/11


82 ∙ III Forschung

Diplom-Wirtschaftsingenieurin Monika Nörr, Master of Arts (M. A.) Führungsposition bei der IHK

Arbeitstitel

Habitual Entrepreneurs: Sind Mehrfachgründer die erfolgreicheren Unternehmer? Betreuer/Gutachter

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Marketing an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Prof. Dr. Arnis Vilks Lehrstuhl für Mikroökonomie, HHL– Leipzig Graduate School of Management

Thema und Zielstellung Die Promotion beschäftigt sich mit „Habitual Entrepreneurs“, d. h. Unternehmern, die bereits mehr als ein Unternehmen gegründet haben. Das Thema ist von hoher praktischer Relevanz, da 20 – 40 Prozent aller Unternehmensgründer zu den Habitual Entrepreneurs zählen. Besonders betrachtet werden das Human- und Sozialkapital von Habitual Entrepreneurs im Hightech-Bereich. Das Humankapital ist ein bedeutender Erfolgsfaktor, da der Habitual Entrepreneur bei der Unternehmensgründung die dominante Rolle hinsichtlich der Entwicklung des Un-

Das Projekt wird im Rahmen des Promotionsstudiums an

ternehmens spielt. Ein Habitual Entrepreneur wird durch

der Handelshochschule Leipzig (HHL) durchgeführt.

seine

vorhergehende(n)

Unternehmensgründung(en)

bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt haben. Zudem wird er ein soziales Netzwerk aufgebaut haben, das Finanzgeber, Kunden, Forscher und weitere wertvolle Kontakte umfasst. Allerdings kann ein Habitual Entrepreneur auch das „stigma of failure“ tragen, wenn sein vorhergehendes Unternehmen nicht erfolgreich war. Habitual Entrepreneurs sind bisher vorwiegend im englischsprachigen Raum erforscht. Im Rahmen dieser Arbeit wird das dort gewonnene Wissen verwendet, um das Thema auch für Deutschland aufzubereiten. Hierfür werden Interviews mit Habitual Entrepreneurs geführt.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 83

Diplom-Wirtschaftswissenschaftler Karsten Rolff Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der WHL

Arbeitstitel

Ineffizienzen im deutschen Gesundheitssystem – Theoretische Ursachen und mögliche Abhilfe Betreuer/Gutachter

Prof. Dr. Tristan Nguyen Lehrstuhlinhaber für Volkswirtschaftslehre/Versicherungsund Gesundheitsökonomik an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Thema und Zielstellung Das deutsche Gesundheitssystem gilt als ineffizient. Erfolgte Reformen oder Reformbemühungen scheiterten oder brachten nicht das gewünschte Ergebnis. Ineffizienzen können beispielsweise durch Informationsasymmetrien mit den Folgen moral hazard und adverse selection entstehen, die das Zusammenspiel von Arzt, Patient und Versicherung beeinflussen. Im Bereich des Pharmamarktes entstehen statische Ineffizienzen durch die Mo-

Prof. Dr. Arnis Vilks

nopolstellung patentgeschützter Arzneimittel, während

Lehrstuhlinhaber für Mikroökonomie an der HHL – Leipzig

dynamische Ineffizienzen aus zu geringen Forschungsan-

Graduate School of Management

reizen infolge ungenügender Gewinnerwartungen resultieren. Es wird angenommen, dass (indirekte) Subventi-

Das Projekt wird im Rahmen des Promotionsstudiums an der Han-

onen – etwa im Rahmen der GKV – dazu dienen, sowohl

delshochschule Leipzig (HHL) durchgeführt.

den Zugang zur Versorgung mit innovativen Medikamenten wie auch ausreichende Forschungsanreize sicherzustellen. Um dies zu überprüfen bzw. die „optimale“ Subvention zu ermitteln, wird ein Modell entwickelt, in dem die Effekte unterschiedlicher Subventionshöhen zweier Staaten auf Wohlstand und Medikamentenqualität analysiert werden können. Anschließend ist geplant, die Modellimplikation für das deutsche Gesundheitssystem empirisch zu ermitteln.

Jahresbericht 2010/11


84 ∙ III Forschung

Diplom-Kaufmann Jan Christian Rutsch Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Finance and Banking an der WHL

Arbeitstitel

Die Unternehmenssteuerung im Spannungsfeld zwischen Rentabilität und Liquidität – Zur Berücksichtigung von Liquiditätskosten in der Unternehmenssteuerung Betreuer/Gutachter

Prof. Dr. Stephan Schöning Lehrstuhlinhaber für Allg. BWL/Finance and Banking an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Prof. Dr. Bernhard Schwetzler Lehrstuhlinhaber für Finanzmanagement und Banken an der HHL – Leipzig Graduate School of Management Das Projekt wird im Rahmen des Promotionsstudiums an der Handelshochschule Leipzig (HHL) durchgeführt.

Thema und Zielstellung Nicht zuletzt die aktuelle Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass sich für Unternehmen durch illiquide Kapitalmärkte Einschränkungen in der jederzeitigen Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln ergeben. Dies kann letztlich zu Zahlungsunfähigkeit bei den betroffenen Unternehmen führen und somit unter Umständen sogar existenzbedrohend werden. Die Liquiditätssicherung verursacht bei Unternehmen zusätzliche Kosten, die bislang in der Unternehmenskalkulation und -steuerung von untergeordneter Bedeutung sind. Es existieren verschiedene Formen der Liquiditätsreserve, die sich im Hinblick auf den Grad der Absicherung und die Kosten unterscheiden. Die zentrale Frage des Forschungsvorhabens besteht darin herauszufinden, wie die Liquiditätskosten in Unternehmensentscheidungen einbezogen werden können, um z. B. bei Investitionen die tatsächliche Finanzierung des Unternehmens zu berücksichtigen. Das Ziel der Forschungsarbeit ist die Entwicklung eines Modells zur liquiditätsorientierten Unternehmenssteuerung.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 85

Alexander Schüßler, Master of Science (M. Sc.) in Finance, Accounting and Taxes

Arbeitstitel

Behavioral Finance – Eine wissenschaftliche Untersuchung für den deutschen Aktienmarkt Betreuer/Gutachter

Prof. Dr. Tristan Nguyen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/Versicherungs- und Gesundheitsökonomik an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Prof. Dr. Bernhard Schwetzler

Thema und Zielstellung Als Ausgangspunkt wird die klassische Finanztheorie dargestellt und kritisch hinterfragt. In diesem Rahmen werden

Arbitragebeschränkungen

diskutiert. Zudem

wird empirisch beobachtetes Verhalten von Anlegern beschrieben und mithilfe der Erkenntnisse aus der Behavioral Finance erklärt: Dabei wird die Prospect Theory, die Anlegerpräferenzen beschreibt und als Alternative zur Erwartungsnutzentheorie dient, erläutert. Außerdem werden Verhaltensmuster der Behavioral Finance vorge-

Lehrstuhl für Finanzmanagement und Banken an der Han-

stellt, die mit einer empirischen Untersuchung überprüft

delshochschule Leipzig

werden. In der Studie wird zudem untersucht, inwiefern soziodemografische Merkmale das Anlegerverhalten be-

Das Projekt wird im Rahmen des Promotionsstudiums an der Han-

einflussen. Schließlich werden Anomalien, also Rendite-

delshochschule Leipzig (HHL) durchgeführt.

bzw. Preisentwicklungen, die nicht im Einklang mit der Effizienzmarkthypothese stehen, aufgezeigt.

Jahresbericht 2010/11


86 ∙ III Forschung

Diplom-Volkswirt Jonathan Ben Shlomo Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Volkswirtschaftlehre an der WHL

Arbeitstitel

Ein Modell zur Ergründung der individuellen Neigung nach Reverse Mortgage in Deutschland – Eine empirische Analyse Betreuer/Gutachter

Prof. Dr. Tristan Nguyen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/Versicherungs- und Gesundheitsökonomik an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Thema und Zielstellung Die Altersstruktur der Bundesbürger hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Dies belegt der Altersquotient (das Verhältnis von über 65-Jährigen zu 15–64-Jährigen), der stark angestiegen ist und in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird. Während der Altersquotient im Jahr 2000 noch bei ca. 24 Prozent lag, prognostiziert das Statistische Bundesamt bis 2050 einen Anstieg auf 60 Prozent. Dieser demografische Wandel sorgt zum einen für ein sinkendes Erbmotiv aufgrund zurückgehender Geburten-

Prof. Dr. Wolfgang Eggert

raten, zum anderen ist er mit erheblichen Einschnitten

Institut für Finanzwissenschaft an der Albert-Ludwigs-

der umlagefinanzierten gesetzlichen Rente verbunden.

Universität Freiburg

Deshalb sind sich Finanzwissenschaftler einig, dass die private Altersvorsorge eine immer wichtigere Rolle in der

Eingereicht wird die Promotion an der Albert-Ludwigs-Universität

Alterssicherung spielen wird.

Freiburg. Die Idee eines Reverse Mortgage ist, dem Immobilienbesitzer Zahlungen zusätzlich zur Rente im Alter zu ermöglichen, wobei der Wohnungsbesitzer in seiner Immobilie wohnen bleiben kann. Aktuell widme ich mich der Fragestellung, warum sich das Produkt Reverse Mortgage in Deutschland bisher eine eher mäßige Nachfrage erfährt. Dazu entwickle ich aufbauend auf existierenden verhaltenspsychologischen Modellen Konstrukte, die das Nachfrageverhalten nach Reverse Mortgage erklären sollen.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 87

Patrick Siegfried, Master of Business Administration (MBA) Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Marketing an der WHL

Arbeitstitel

Strategische Unternehmensplanung in jungen KMU – Problemfelder und Lösungsansätze Betreuer/Gutachter

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Marketing an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Thema und Zielstellung Die Ziele der vorliegenden Dissertation lagen darin, praxisbezogenes Wissen für junge KMU im Bereich der strategischen Unternehmensplanung zu generieren und ein Konzept für strategische Unternehmensplanung in Form eines umsetzbaren und anwendbaren Konzepts aufzustellen. Daher orientierte sich die Dissertation mit seiner Forschungsmethodik an dem Leitbild der angewandten

Prof. Dr. Torsten Wulf

Forschung und aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung

Professor für Strategic Management and Organization an

auf KMU, da gerade bei jungen KMU die zukünftigen un-

der HHL – Leipzig Graduate School of Management

ternehmerischen Herausforderungen sehr groß sind. Die Struktur der Arbeit lag in der Analyse der theoretischen

Das Projekt wird im Rahmen des Promotionsstudiums an der Han-

Grundlagen und der Betrachtung von vorhandenen Stu-

delshochschule Leipzig (HHL) durchgeführt.

dien. Anschließend wurden 14 ausgewählte junge KMU explorativ befragt. Aus diesem Theorieteil und der empirischen Erhebung wurde ein Konzept von notwendigen strategischen Unternehmensplanungsinstrumenten erstellt. Die Erkenntnistheorie, die Komplexitätstheorie und die Forschungsergebnisse wurden systematisiert und zu einem Handlungskonzept für eine Problemlösung ausgewertet. Die Anwendungen der unterschiedlichen Instrumente sind in 17 multiplen Fallstudien über einen Zweijahreszeitraum auf ihre Praxistauglichkeit hin geprüft worden. Die Evaluationen dieser Fallstudien unterstreicht die Anwendbarkeit der Instrumente in jungen KMU.

Jahresbericht 2010/11


88 ∙ III Forschung

Diplom-Kaufmann Torsten Weber Leitung Business Development

Arbeitstitel

Identifikation und Erklärung von Ansätzen zur Erhöhung der Werbewirkung im Hörgerätemarkt Betreuer/Gutachter

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Marketing an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg Lehrstuhlinhaber für Marketingmanagement an der HHL – Leipzig Graduate School of Management Das Projekt wird im Rahmen des Promotionsstudiums an der Handelshochschule Leipzig (HHL) durchgeführt.

Thema und Zielstellung Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Frage, wie die Werbewirkung bei stigmatisierten Produkten erhöht werden kann. Dies wird am Beispiel des Hörgerätemarktes untersucht. Folgende Fragen werden dabei fokussiert:

»» (1) Welche motivationalen Faktoren verbergen sich hinter der Anschaffung eines Hörgerätes?

»» (2) Welche Unterschiede treten zwischen Individuen auf?

»» (3) Welche Charakteristik soll gewünschte Werbung für Hörgeräte haben? Aufgabe der qualitativen Untersuchung ist die Identifizierung der Treiber zur Steigerung der Werbewirkung im Hörgerätemarkt. Im Mittelpunkt der qualitativen Forschungsarbeit stehen daher Menschen, mit einer leichten Schwerhörigkeit, die bisher noch nicht über Hörgeräte nachgedacht haben. Die Studie soll Motivatoren zur Schaffung von Aufmerksamkeit im Hörgerätemarkt identifizieren und nach Performance-Indikatoren für taktische Werbung im Hörgerätemarkt suchen. Die Fragestellungen basieren auf Forschungsdefiziten im untersuchten Kontext.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 89

Diplom-Kaufmann (FH) Arno Wortmann, Master of Business Administration (MBA) Senior Controller

Arbeitstitel

Das Modell des integrativen Customer Value als Steuerungsgröße des Kundencontrolling im B2B-Bereich Betreuer/Gutachter

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Marketing an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg Lehrstuhlinhaber für Marketingmanagement an der HHL – Leipzig Graduate School of Management Das Projekt wird im Rahmen des Promotionsstudiums an der Handelshochschule Leipzig (HHL) durchgeführt.

Thema und Zielstellung Kundenorientierung wird heute zunehmend als zentrale Management-Herausforderung verstanden. Damit in Verbindung wurde durch eine empirische Untersuchung im Rahmen des Promotionsprojekts festgestellt, dass Unternehmen im B2B-Bereich vor allem ökonomisch nachhaltige Kundenbeziehungen verfolgen. Die Erreichung dieses Ziels sollen durch den Einsatz von Kundencontrolling unterstützt werden. In diesem Zusammenhang soll das Modell des integrativen Customer Value untersucht werden, das sowohl die Perspektive des Anbieters wie auch des Nachfragers berücksichtigt. Darauf aufbauend werden Wirkungszusammenhänge zwischen beiden Sichten analysiert und der Versuch einer Zusammenführung zu einem integrativen Customer Value unternommen. Abschließend werden Möglichkeiten eines integrativen Customer-Value-Managements beleuchtet.

Jahresbericht 2010/11


90 ∙ III Forschung

Forschungs- und Drittmittelprojekte

Neue Forschungs- und Drittmittelprojekte Projekttitel:

„Game-based Learning for Older Adults“ (gambaloa)

findet sich ein weiteres Interesse in der Frage nach intergenerationalem Lernen im Spiel. Die Partner informieren sich wechselseitig über ihre Schwerpunkte in Forschung

Finanzierung: EU-Mittel aus dem Lifelong Learning Pro-

und Lehre und bereiten gemeinsame Publikationen vor.

gramme – Grundtvig (Lernpartnerschaft)

Projektaktivitäten

Laufzeit: August 2011–Juli 2013 Projektleitung: Prof. Dr. Bernd Remmele

Bisher fanden drei Projekttreffen stand. Auf dem Auftakttreffen in Manchester 2011 wurde über die dortige Arbeit

Kurzbeschreibung

informiert und die nächsten Arbeitsschritte wurden prä-

Ziel dieser Grundtvig-Lernpartnerschaft ist die Analyse

zisiert. Im Anschluss wurde u. a. eine Projektblog (http://

der spezifischen Bedeutung von spielbasiertem Lernen

gambaloa.wordpress.com/) eingerichtet, auf dem auch

für ältere Lerner/Spieler. Mit Blick auf die spezifische Ge-

das Projektlogo zu sehen ist. Analog lief das Treffen im

neratio-nenlage, was insbesondere digitale Spiele betrifft,

Frühjahr 2012 in Löwen ab. Für das dritte Treffen im Juni

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 91

Projekttitel:

„Digital Classroom“ Finanzierung: EU-geförderte Grundtvig Lernpartnerschaft Laufzeit: Oktober 2011–Juni 2012 Projektleitung: Dipl.-Hdl. Peter Fluhrer (gemeinsam mit Prof. Dr. Bernd Remmele)

Kurzbeschreibung und Projektziel 2012 in Lahr wurden darüber hinaus die Teil-nehmer an den WHL-eigenen Lernspielen (Tango, OPEX, BOSS) über einen Onlinefrage-bogen um eine Bewertung dieser Methodik gebeten.

Beteiligte Institutionen

»» Manchester Metropolitan University, Großbritanien »» Katholieke Universiteit Leuven, Belgien

Das Projekt „Digital Classroom“ ist eine EU-geförderte Grundtvig-Lernpartnerschaft mit Partnern aus Spanien, Schottland, Norwegen, Schweden und der Türkei. In regelmäßig stattfindenden Workshops werden nach Möglichkeiten der Integration digitaler Medien in Bildungsprozessen (i. e. S. in der Erwachsenenbildung) gesucht und Best-Practice-Erfahrungen ausgetauscht. Ziel ist die Erstellung eines Glossars verschiedener digitaler Medien sowie die Durchführung und Veröffentlichung einer

»» WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr, Deutschland

Studie zum Thema „Integration of Digital Tools in Class-

Kontaktdaten für weitere Informationen

Erwachsenen im Umgang mit digitalen Medien identifi-

Prof. Dr. Bernd Remmele Professor für Ökonomische Bildung WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg 15–17 D-77933 Lahr Tel.: +49 (0) 7821/9238-46

rooms“. Darüber hinaus sollen spezifische Probleme von ziert und Lösungsansätze diskutiert werden.

Beteiligte Institutionen

»» IOC Institut Obert de Catalunya (ES) »» Aberdeen College (UK) »» Molde Voksenopplæringssenter (NO)

Fax: +49 (0) 7821/9238-63

»» Kungälv Vuxenutbildning (SE)

E-Mail: bernd.remmele@whl-lahr.de

»» Karamürsel 100. Yil Technical and Industrial Vocatio-

Weitere Information zu gambaloa finden Sie auf der Webpage: http://gambaloa.wordpress.com

nal High School (TR)

»» ZAWF-IÖB Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung – Institut für ökonomische Bildung e. V. Kontaktdaten für weitere Informationen Dipl.-Hdl. Peter Fluhrer Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg 15–17 D-77933 Lahr Tel. +49 7821 9238-47 Fax +49 7821 9238-63 Email: peter.fluhrer@whl-lahr.de

Jahresbericht 2010/11


92 ∙ III Forschung

Projekttitel:

„Anwendungsorientierte Grundlagenforschung im Kontext einer For-schungswerkstatt ,Ökonomische Grundbildung für Erwachsene‘“ Finanzierung: Dienstleistungsauftrag des Bundesministeriums für Bildung und For-schung (BMBF)

Laufzeit: Dezember 2010−Januar 2012 Projektleitung: Prof. Dr. Bernd Remmele (gemeinsam mit Prof. Dr. Günther Seeber, Universität Koblenz-Landau)

Kurzbeschreibung

Beteiligte Institutionen

Die Forschungswerkstatt „Ökonomische Grundbildung

»» Professur für Ökonomische Bildung – WHL (Prof. Dr.

für Erwachsene“ ist ein vom BMBF gefördertes Projekt, das dazu dient, dieses bisher vernachlässigte Feld zu analy-sieren und Möglichkeiten für ein später mögliches Förderprogramm zu umreißen. Das Projekt gliedert sich in drei Teilprojekte: eine „Anbieteranalyse“ (DIE), eine „Zielgruppenanalyse“ (Prognos) und die theoretischen und praktischen „Möglichkeiten und Grenzen“ von ökonomischer Grundbildung für Erwachsene (WHL, Universität Koblenz-Landau). Die Koordination des Projektes liegt bei der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln (Prof. Weber) und der Verbraucherzentrale NRW.

Projektziel Das Projektziel des von der WHL gemeinsam mit der Universität Koblenz-Landau be-treuten Teilprojektes besteht darin, Bedingungen für ökonomische Grundbildung für Erwachsene zu analysieren; d. h. insbesondere, wie sich überhaupt notwendige Inhalte auf legitime Weise bestimmen lassen. Ein zentrales Problem stellt dabei dar, dass sich die durch die relevanten Anforderungssituationen gegebenen Bildungsbedarfe häufig nicht mit den möglichen Lehr-/Lernprozessen in Einklang bringen lassen, weil sowohl auf subjektiver Seite (Lernfähigkeiten und Lernmotivation) als auch auf objektiver Seite (finanzielle

Bernd Remmele)

»» Institut für Sozialwissenschaften der Universität Koblenz-Landau (Prof. Dr. Günther Seeber)

Publikationen Remmele, B.; Seeber, G.; Speer, S.; Stoller, F.: Ansprüche an und Grenzen von ökonomischer Grundbildung. Forschungsbericht für das BMBF zur anwendungsorientierten Grundlagenforschung im Kontext der Forschungswerkstatt „Ökonomische Grundbildung für Erwachsene“ ,150 S., 2012 - unveröffentlicht.

Vorträge Remmele, B.: Ökonomische Grundbildung für Erwachsene, Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung, Chemnitz 2012.

Kontaktdaten für weitere Informationen Prof. Dr. Bernd Remmele Professor für Ökonomische Bildung WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg 15–17 D-77933 Lahr

und personelle Ressourcen) die Voraussetzungen nicht

Tel.: +49 (0) 7821/9238-46

gegeben sind.

Fax: +49 (0) 7821/9238-63 E-Mail: bernd.remmele@whl-lahr.de

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 93

Projekttitel:

ISTUS – Institutional Strategies Targeting the Uptake of Social Networking in Adult Education Finanzierung: Grundtvig-Lernpartnerschaft im EU-Programm für lebenslanges Lernen

Laufzeit: Oktober 2011–September 2013 Kurzbeschreibung

Vorträge

Das Projekt ISTUS betrachtet die Nutzung von Social Me-

Media Literacy and Uncertain Knowledge: The Case of So-

dia aus der Perspektive des Bildungsmanagements: Wie

cial Media in Education. Inter-national Conference „So-

müssen sich Bildungsanbieter als Organisation entwi-

cial Media: Challenges and Opportunities for Education

ckeln, um im sozialen Netz erfolgreich zu sein? Auf In-

in Modern Society“, Mykolas-Romer-Universität, Vilnius,

itiative des Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik arbeiten

3. Mai 2012.

Hochschulen und Träger der beruflichen Bildung aus Finnland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Li-

Kontaktdaten für weitere Informationen

tauen und der Schweiz an Fragen nach der strategischen

Prof. Dr. Michael Klebl

Ausrichtung, nach Betriebs- und Geschäftsmodellen und

Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik

der Qualifizierung des pädagogischen Personals.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg 15–17

Projektziel Im Projekt werden qualitative Studien in Bildungseinrichtungen der Partnerländer durch-geführt, um mögliche institutionelle Strategien im Umgang mit Social Media durch Krite-rien und Fallbeispiele näher zu beschreiben.

D-77933 Lahr Tel: +49 (0)7821/9238-35 Fax: +49 (0) 7821/9238-63 Email: michael.klebl@whl-lahr.de

Ziel ist ein Report über institutionelle Strategien sowie die Vorbereitung eines multilateralen Projekts zum Thema.

Beteiligte Institutionen

»» Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik – WHL (Prof. Dr. Michael Klebl)

»» Mykolas-Romer-Universität, Vilnius (Litauen) »» Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana, Manno (Schweiz)

»» International Correspondence Schools Limited (ICS), Glasgow (Großbritannien)

»» Comune di Sant‘Angelo, Vado (Italien) »» NTI Nederlands Taleninstituut BV, Leiden (Niederlande)

»» Pirkanmaan ammattikorkeakoulu Oy, Tampereen ammattikorkeakoulu (TAMK), Tampere (Finnland)

Jahresbericht 2010/11


94 ∙ III Forschung

Projekttitel:

„Learning for Security (L4S)” Finanzierung: Mittel aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm

Laufzeit: Juli 2009–Juni 2011 Projektleitung: Prof. Dr. Alexander Fliaster Kurzbeschreibung und Projektziel The purpose of the L4S Knowledge Community is to support/stimulate collaboration towards the final objective of L4S project, namely powerful simulation-based learning experiences addressing the challenges of collaboration dynamics for crisis management. The long-term scope of the L4S Knowledge Community is

»» Universita Cattolica Del Sacro Cuore, Italy »» FVA New Media Design SAS, Italy »» Athens International Airport SA, Greece »» Creuers del Port de Barcelona SA, Spain »» Frequentis AG, Austria »» AKAD Wissenschaftliche Hochschule Lahr GmbH, Germany

to provide the researchers, crisis managers and simulation designers with a comprehensive knowledge repository and a community space which enable them to prepare a

Vorträge

»» Fliaster, A, Angehrn, A.:

learning experience that effectively exploits the simulati-

Addressing the collaborative challenge of trans-

on tools in a way that meets their training needs.

boundary crisis management by learning simulations,

Join the L4S community means:

Votrag auf dem 27th EGOS Colloquium, University of

»» to access the L4S extended Knowledge Base on Colla-

Gothenburg, Sweden, July 6–9, 2011.

boration Dynamics in Crisis Management and Security Topics in Transportation Industries

»» to participate in L4S dissemination activities, meaning co-organisation of conferences, events, workshops etc.

»» to exchange ideas, expertise and know-how about collaboration dynamics and technology-enhanced learning within an accredited pool of experts in this area

»» Angehrn, A., Fliaster, Alexander, Dohrn, S.: Learning Simulations for Crisis Management in the Transportation Sector – The EU-funded L4S Research Project. Invited talk at Professional Training Facts 2011, organized by Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, October 18, 2011.

»» to engage yourself in joint scientific publications

Kontaktdaten für weitere Informationen

»» to create research and business synergies amongst

Prof. Dr. Bernd Remmele

researchers and the industry in crisis management, secure transportation and edutainment fields

Professor für Ökonomische Bildung WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg 15–17

Beteiligte Institutionen

D-77933 Lahr

»» Deloitte Business Solutions SA, Greece »» Österreichische Studiengesellschaft für Kybernetik,

Tel.: +49 (0) 7821/9238-46

Austria

»» Alphalabs SARL, France »» Universität der Bundeswehr München, Germany »» ALBA Graduate Business School, Greece

Fax: +49 (0) 7821/9238-63 E-Mail: bernd.remmele@whl-lahr.de Weitere Informationen zu Learning for Security finden Sie auf der Webpage: http://l4s.fvaweb.eu/site/info.html

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 95

Laufende Forschungs- und Drittmittelprojekte Projekttitel:

„Erfolg durch Dienstleistungen (EDDI) – Angewandtes Service Engineering für KMU“ Finanzierung: Baden-Württemberg Stiftung Laufzeit: Mai 2009–April 2011 Projektleitung: Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer Engineering unterstützen. Durch die Vernetzung mit an-

Kurzbeschreibung

deren Transfereinrichtungen in Baden-Württemberg sol-

Das Forschungsprojekt soll insbesondere auf unterneh-

len von den Projektergebnissen aber auch diese sowie die

mensnahe und produktbegleitende Dienstleistungen und

mit ihnen zusammenarbeitenden KMU profitieren, so-

hier auf kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs) des

dass eine möglichst große Breitenwirkung erreicht wird.

tertiä-ren und sekundären Sektors abzielen. Die Fokussie-

Da die Zusammensetzung der Projektpartner auf der wis-

rung auf KMUs ergibt sich aus dem Umstand, dass diese

senschaftlichen Seite interdisziplinär ist, wird zudem den

die wachsende Bedeutung der Dienstleistungen für die

Anfor-derungen sowohl in ökonomischer als auch in in-

Wettbe-werbsfähigkeit ihres Unternehmens häufig noch

genieurwissenschaftlicher Hinsicht Rechnung getragen.

nicht ausreichend erkannt haben oder entsprechend umsetzen können. Mangelnde Kenntnis oder Defizite in

Projektziel

der Umsetzung von aktuellen, häufig komplexen und

Das Kernziel des Projekts lautet: KMU sollen in die Lage

abstrakten Ergebnissen der Dienstleistungsfor-schung

versetzt werden, ihren Kunden innovative und erfolg-

führen dazu, dass die für die Wettbewerbsfähigkeit so

versprechende dienstleistungsorientierte bzw. -basierte

wichtigen Dienstleistungen nicht oder nicht in der erfor-

Leistungs-angebote in Form produktbegleitender Dienst-

derlichen Qualität angeboten werden.

leistungen oder hybrider Leistungsbündel zu machen. Im

Die Landesstiftung Baden Württemberg gGmbH möchte mit ihrem Programm dazu bei-tragen, diese Lücke, die zwischen den wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Unter-nehmenspraxis klafft, zu schließen. Dazu sollen wissenschaftliche Einrichtungen bereits vorliegende, jedoch zumeist abstrakte/komplexe Erkenntnisse aus der Dienstleistungs-forschung zusammen mit Transferein-

Mittelpunkt steht damit die Schaffung von Wertangeboten, die für die Kunden so attraktiv sind, dass sie dem sie erbringenden Anbieter ein Alleinstellungs-merkmal im Wettbewerb verschaffen. Als Nebenziel sollen KMU befähigt werden, ihre Wertangebote ggf. mithilfe fremdbezogener unternehmensnaher Dienstleistungen zu entwickeln und zu erstellen.

richtungen so aufbereiten, dass diese in KMUs transferiert

In einem ersten Schritt wird der Stand der Dienstlei-

werden können (z. B. als Leitfäden, Schulungsunterlagen,

stungsforschung zum Thema Dienstleistungsentwick-

Workshops). In einem zweiten Schritt sollen die erarbei-

lung/Service

teten Vorgehensweisen in Pilotbetrieben imple-mentiert,

werden die identifizierten Methoden und Instrumente

erprobt sowie evaluiert werden.

überarbeitet, an die Bedürfnisse von KMU angepasst und

Die WHL hat mit der AKAD Hochschule Stuttgart drei Transfereinrichtungen mit einge-bunden, die über langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit und Beratung von KMU verfügen. Diese Transfereinrichtungen sollen mithilfe des in der Projektarbeit gewonnenen Know-hows auch über die Projektlaufzeit hinaus KMU in der Umsetzung der Modelle und Methoden des Service

Engineering

aufbereitet.

Anschließend

zu einer Methodentoolbox zusammengeführt, Dokumentationen erstellt und Transferveranstaltungen geplant. Der dritte Schritt sieht die Umsetzung in die Praxis vor, sowohl bei den Transfereinrichtungen als auch bei den Pilotbetrieben. Im letzten Schritt werden die Ergebnisse aufbereitet und im Rahmen einer Abschlussdokumentation sowie eines Symposiums präsentiert.

Jahresbericht 2010/11


96 ∙ III Forschung

Abb. 4 : Projektphasen Definitionsphase

Phasendauer

6 – 8 Wochen

Anforderungsphase

4 – 6 Wochen

DL-Konzeption

8 – 12 Wochen

DL-Realisierung

6 – 8 Wochen

Markteinführung

8 – 10 Wochen

DL-Ablösung

15 – 20 Wochen nach Markteinführung

Zeitplan

1.11. – 18.12.2009

21.12. – 22.01.2010

25.01. – 2.04.2010

05.04. – 21.05.2010

24.05. – 23.07.2010

zwischen 8.11. und 17.12.2010

Aktivitäten

Interviews Seminar 1

Seminar 2 WS 1

Seminar 3 u. 4 WS 2 und 3

P1

P2

WS 4

Aufgaben

Analyse Ideen Ziele Strategien

Vorstudie Attribute Ressourcen Kompetenzen

Detailstudie DL-Design DL-Prozess Organisation

Umsetzung Simulation Akzeptanz­ prüfung

kontrollierter Markteintritt

Auswertung Leistungs­ bewertung Entscheidung

Service Design Die einzelnen Schritte sehen wie folgt aus:

1. Schritt: Aufbereitung des Standes der Dienstleistungsforschung zum Thema Dienstleistungsentwicklung/Service Engineering: Vorgehensmodelle, Methoden und Instrumente

2. Schritt: Überarbeitung und Anpassung der Instrumente und Zusammenführung zu einer Methodentoolbox nach dem Baukastenprinzip inkl. Dokumentation (Checklisten, Leitfäden etc.) und Planung von Transferveranstaltungen

3. Schritt: Umsetzung in die Praxis

»» Umsetzung bei den Transfereinrichtungen: Informations- und Qualifizierungsveranstaltungen inkl.

Service Management In den einzelnen Phasen ist geplant, mit den Pilotbetrieben Seminare und Workshops durchzuführen. Diese sind aufeinander abgestimmt. Die Seminare vermitteln die Grundlagen der Dienstleistungsforschung und werden mit allen Pilotbetrieben zusammen durchgeführt.

PHASEN 1 und 2 Nov. 09 Seminar 1: 2 h Dienstleistungen und Strategie (Analysen, Zieldefinition, Planung) Jan. 10 Seminar 2: 2 h Projekt der Dienstleistungsentwicklung (Vorgehensmodell, Organisation)

Evaluation

»» Umsetzung bei den Pilotbetrieben: Vorgespräche und Workshops, Implementierung, Erprobung und Evaluation geeigneter Modelle und Methoden

4. Schritt: Aufbereitung der Ergebnisse; gegebenenfalls Modifikation der Methodentoolbox; Abschlussdokumentation zum Ergebnistransfer sowie Abschlusssymposium. Die einzelnen Phasen mit den jeweiligen Zeiträumen, Ak-

PHASEN 3 und 4 März/Apr. 10 Seminar 3: 2 h Dienstleistungsmarketing (Implementierung und Marktangebote) März/Apr. 10 Seminar 4: 2 h Dienstleistungscontrolling (Zielerfüllung, GAP-Analyse, Brenchmarking)

tivitäten und Aufgaben sind in der nachfolgenden Abbil-

Die Interviews, die Workshops und die Projektphase wer-

dung dargestellt.

den mit den Pilotbetrieben individuell durchgeführt.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 97

Zeitbedarf:

Unternehmungsindividuelle ­Aufgaben

Interview: 2 h

Inter- Marketing-Audit view: (Schwerpunkt Angebot) WS1: Analyse der konkreten ­Ausgangslage

Workshop 1: 4 h

WS1: Zielbildung WS1: Strategiebestimmung WS2: Ideensuche für Dienstleistungs­

Workshop 2: 3 h

angebote Workshop 3: 3 h

Werte-Innovationen als Basis für den Markterfolg. Vortrag im Rahmen des 3rd Symposium on the Entrepreneurship-Innovation-Marketing Interface und des 2nd BIEM-Symposium, 11./12. Juni 2009 an der Technischen Universität Cottbus.

»» Wille, Thomas:

WS2: Ideenprüfung und -auswahl

EDDI – Erfolg durch Dienstleistungen – Angewandtes

WS3: Entwicklung eines ­Geschäftsmodells

Service Engineering für KMU. Vortrag im Rahmen der

für Dienst­leistungsangebote

Auftaktveranstaltung zum Programm „Wissenstransfer

WS3: Projektentscheidung und ­Projektplanung Projektphase 1:

P1: Dienstleistungsentwicklung

10 Tage

P2: Markteinführung des Dienst­

Projektphase 2:

leistungsangebotes

10 Tage Workshop 4: 3 h

Vorträge

»» Reckenfelderbäumer, M.; Wille, Th.:

WS4: finale Überprüfung des Geschäftsmodells und der ­Implementierung

Abb. 5: Übersicht Interviews und Workshops

Bis Dezember 2009 sind alle Interviews, das erste gemein-

Dienstleistungsforschung“, 12. November 2009 am Fraunhofer IAO in Stuttgart.

Kontaktdaten für weitere Informationen Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Lehrstuhl für Allgemeine BWL / Schwerpunkt Marketing Hohbergweg 15–17 D-77933 Lahr Tel.: +49 (0)7821/9238-64 Fax: +49 (0) 7821/9238-63 E-Mail: martin.reckenfelderbäumer@whl-lahr.de

same Seminar und teilweise schon Workshops durchgeführt worden.

Beteiligte Institutionen

»» WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr, Lehrstuhl für Allgemeine BWL/Schwer-punkt Marketing, Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer

»» AKAD Hochschule Stuttgart, Leiter Studiengang „Maschinenbau“, Prof. Dr. Christoph Uhrhan

Als Transfereinrichtungen sind beteiligt:

»» Technologiefabrik Karlsruhe GmbH (www.technologiefabrik-ka.de)

»» MITT e. V. − Kompetenzzentrum Minimal Invasive Medizin & Technik Tübingen-Tuttlingen e. V. (www.mittev.de)

»» Technologiezentrum St. Georgen (www.tz.st-georgen.de) Zudem sind insgesamt 17 Pilotbetriebe in dieses Projekt involviert.

Jahresbericht 2010/11


98 ∙ III Forschung

Projekttitel:

„ACE – Age Challenges Education” Finanzierung: EU-Mittel aus dem Lifelong Learning Programme – Grundtvig (Lernpartnerschaft)

Laufzeit: August 2009– Juli 2011 Projektleitung: Prof. Dr. Bernd Remmele Beteiligte Institutionen Kurzbeschreibung Angesichts des demografischen Wandels stellen sich für das Konzept des lebenslangen Lernens durch das zunehmend höhere Alter der Lerner vielfältige Aufgaben. Unter dem Stichwort „Aufrechterhaltung der Beschäftigungsfähigkeit“ muss Weiterbildung bei-spielsweise die spezifischen Bedürfnisse älterer Mitarbeiter aufgreifen und ein altersge-rechtes Arbeiten und Lernen ermöglichen. Dies wiederum erfordert das Wissen um die Besonderheiten der Lern- und Leistungsfähigkeit dieser Zielgruppe. „Was sind ‚ältere Lerner‘?“ und „Welche didaktischen sowie

»» centrum voor volwassenenonderwijs Antwerpen-Zuid (Belgien)

»» MERIG - Multidisziplinäres Institut für Europa-Forschung Graz (Österreich)

»» ANOP – Associação Nacional de Oficinas de Projecto, Desenvolvimento e Educação (Portugal)

»» CEPA joan mir i mir maÓ (Spanien) »» Centre for Adult Continuing Education, University College Cork (Irland)

methodischen Ansätze sind für diese Zielgruppe zu dif-

»» VUC FYN & Fyns HF Ringen Nyborg (Dänemark)

ferenzieren?“, sind Fragestellungen, die im Rahmen des

»» WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Projektes thematisiert werden.

(Deutschland)

Als Lernpartnerschaft zielt das Projekt vorrangig auf den Austausch von Erfahrungen innerhalb des bewusst sehr

Kontaktdaten für weitere Informationen

heterogenen Konsortiums, dessen Mitgliedinstitutionen

Prof. Dr. Bernd Remmele

aus sieben verschiedenen europäischen Ländern stam-

Professor für Ökonomische Bildung

men. Durch Studienbesuche, Workshops und nicht zu-

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

letzt unter Einbeziehung von älteren Mitarbeitern selbst

Hohbergweg 15–17

soll der europäische Austausch stattfinden. Die aus den

D-77933 Lahr

Lern- und Weiterbildungserfahrungen mit Älteren gewonnenen Ergebnisse werden über die Partnerschaft hinaus auch anderen Einrichtungen der Erwachsenenbildung zur Verfügung gestellt. Vom 7.–9. Dezember 2009 fand das Kick-off-Meeting in Antwerpen statt, auf dem sich die Projektpartner kennengelernt haben, die Organisation des Projektes geklärt und die nächsten Arbeitsschritte und Meilensteine abgestimmt wurden. Das Projekt wird von den belgischen Partnern koordiniert.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Tel.: +49 (0) 7821/9238-46 Fax: +49 (0) 7821/9238-63 E-Mail: bernd.remmele@whl-lahr.de Weitere Information zu Age Challenges Education finden Sie auf der Webpage: http://www.AgingChallengesEducation.eu

Projekttitel:


III Forschung ∙ 99

„Entrepreneurial Mindsets Among Trainers“ (EMAT) Finanzierung: EU-Mittel aus dem Lifelong Learning Programme – Grundtvig (Lernpartnerschaft)

ge) erörtert, die in den nachfolgenden Wochen umgesetzt

Laufzeit: August 2009– Juli 2011 Projektleitung: Prof. Dr. Bernd Remmele/Dr. Martina

wurden. Der Pretest wurde in der zweiten Jahreshälfte

Schmette

Ergebnisse auf dem dritten Meeting in Finnland Ende

in den einzelnen Partnerländern durchgeführt und die November 2010 vorgestellt. Darauf aufbauend wurde

Kurzbeschreibung

gemeinsam diskutiert, welcher Überarbeitungsbedarf

Die von der WHL koordinierte Lernpartnerschaft zum The-

für den Fragebogen abzuleiten war. Im weiteren Verlauf

ma „Entrepreneurial Mindsets Among Trainers (EMAT)“

wurden zudem die Planung der Erhebungs- und Auswer-

arbeitet mit Einrichtungen der Erwachsenenbildung aus

tungsphase sowie die Themen des nächsten Projektmee-

Finnland, Norwegen und Belgien zusammen. Im Rahmen

tings in Antwerpen für das Frühjahr 2011 besprochen.

der Lernpartnerschaft wird der Fragestellung nachgegangen, wie sich eine unternehmerische Haltung von Trainern und Dozenten auf ihren Unterricht auswirkt. In diesem Zusammenhang interessiert vor allem, inwiefern es förderlich ist, wenn Dozenten des Fächerspektrums Entrepreneurship (z. B. zur Unternehmensgründung, be-

Termine der Projekttreffen:

»» Projekttreffen: 16.−17. November 2009 auf dem Campus der WHL in Lahr

»» 2. Projekttreffen: 26.–27. April 2010 bei Het Perspectief in Gent (Belgien)

triebswirtschaftliches Grundwissen) über eigene (im wei-

»» 3. Projekttreffen: 29.–30. November 2010 beim Kainuu

testen Sinn) unternehmerische Erfahrungen verfügen.

Vocational College/Adult Vocational Education, Vou-

Vermitteln sie den Lernstoff anders? Nutzen sie andere

katti und Kajaani (Finnland)

Trainings- und Lehrmethoden? Spielt ein „unternehmerischer“ Erfahrungshintergrund eine wichtige Rolle bei

Beteiligte Institutionen

der Besetzung von Trainer- bzw. Dozentenstellen? Alle

»» Het Perspectief (Belgien)

diese Fragestellungen werden im Austausch mit den Pro-

»» Kainuu Vocational College/Adult Vocational Education

jektpartnern diskutiert und im Ländervergleich, unter anderem in Form von sogenannten „Good Practice“-Bei-

(Finnland)

spielen, erarbeitet und der interessierten Öffentlichkeit

»» Kristiansund Education Centre (Norwegen)

zur Verfügung gestellt.

»» WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr (Deutschland)

Projektaktivitäten

Kontaktdaten für weitere Informationen

Bisher fanden drei Projekttreffen stand. Beim Auftakttreffen in Lahr Ende 2009 wurden zusammen mit den Partnereinrichtungen die Zielstellung und die nächsten Arbeitsschritte präzisiert. Bis Frühjahr 2010 wurde an der Entwicklung eines Fragebogens gearbeitet, mit dem Dozenten und Trainer der Erwachsenenbildung zu ihren

Prof. Dr. Bernd Remmele Professor für Ökonomische Bildung WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg 15–17 D-77933 Lahr

unternehmerischen Einstellungen bzw. Erfahrungen so-

Tel.: +49 (0) 7821/9238-46

wie ihren Lehrmethoden befragt werden sollen. Die finale

Fax: +49 (0) 7821/9238-63

Abstimmung des Fragebogens erfolgte auf dem zweiten

E-Mail: bernd.remmele@whl-lahr.de

Projekttreffen in Gent im Frühjahr 2010. Darüber hinaus wurden auf diesem Meeting die Pretest-Durchführung geplant sowie verschiedene Materialien zur Öffentlich-

Weitere Information zu EMAT finden Sie auf der Webpage:

http://ematproject.wordpress.com/

keitsarbeit (z. B. EMAT-Flyer, EMAT-Logo, EMAT-Webpa-

Jahresbericht 2010/11


100 ∙ III Forschung

Abgeschlossene Forschungs- und Drittmittelprojekte Projekttitel: Projekttitel:

„Das aufwändige Geschlecht (DAG)“

Neuantrag „Gesundheitsregion Ortenau“ Finanzierung: Mittel der Deutschen ForschungsgemeinFinanzierung: Dienstleistungsauftrag durch den Gesund-

schaft (DFG) im Rahmen der Einzelförderung (Sachbei-

heitsregion Ortenau (GRO) e. V.

hilfe)

Laufzeit: Oktober 2009– Februar 2010 Projektleitung: Dr. Martina Schmette

Laufzeit: August 2007– März 2010 Projektleitung: Prof. Dr. Bernd Remmele

Kurzbeschreibung

Kurzbeschreibung, Aktivitäten und Ergebnisse

Im Auftrag des Gesundheitsregion Ortenau e. V. hat die

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geför-

WHL auf der Basis eines Honorarvertrages in Zusammen-

derten Projekts „Das aufwändige Geschlecht’“ wurde zwi-

arbeit mit der Gesundes Kinzigtal GmbH erneut an der

schen 2007 und 2010 schwerpunktmäßig an der WHL

Antragstellung der Konzeption für die „Gesundheitsregi-

Wissenschaftliche Hochschule Lahr und an der Albert-

on Ortenau“ mitgewirkt. Der Antrag wurde fristgerecht

Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. durchgeführt.

zum Abgabetermin 25. Februar 2010 eingereicht. Zum Hintergrund des Auftrags: Der Gesundheitsregion Ortenau e. V. hatte Ende März 2009 ihr Realisierungskonzept beim BMBF-Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft“ eingereicht. Im Juni 2009 war die Entscheidung gefallen, dass aus den 20 verbliebenen Regionen des Wettbewerbs vorerst nur zwei − anstatt wie ursprünglich geplant bis zu fünf − Regionen gefördert werden. Da der Wettbewerb somit um eine weitere Runde verlängert wurde, konnten nun alle 18 verbliebenen Regionen ihre Konzepte überarbeiten und im Februar 2010 erneut einreichen. Auf dem Hauptstadtkongress im Mai 2010 wurden die nächsten drei Gewinner-Gesundheitsregionen verkündet, wobei der Gesundheitsregion Ortenau e. V. leider nicht zum Zuge kam.

Beteiligte Institutionen

»» WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr »» Gesundes Kinzigtal GmbH

Ausgehend von der Theorie der Kokonstruktion von Technik und Geschlecht war die Ausgangsthese des Projekts die, dass die Veralltäglichung von E-Learning eine wichtige Rolle bei der geschlechtsspezifischen Identifikation und Selbsteinschätzung in Bezug auf E-Learning als Technik spielt. Entsprechend der Theorie ging das Projektteam davon aus, dass Technik und Geschlecht in einer wechselseitigen Beziehung zueinander stehen und sich in ihrer spezifischen Art erst gemeinsam hervorbringen – also durch Interaktion „gemacht“ werden – und sich demzufolge auch weiter dynamisch gegenseitig beeinflussen. Folglich ist die zentrale Grundannahme dieses Ansatzes, dass sowohl Technik als auch Geschlecht keine feststehenden, einheitlichen Kategorien, sondern veränderbar sind. Innerhalb dieser sich wechselseitig beeinflussenden Diskurse und Praktiken entstehen neue Formen der Kokonstruktion von Technik und Geschlecht, oder – so die These mit Bezug auf E-Learning – alte Formen lösen sich zumindest partiell auf. So ging das Projektteam davon aus, dass die zunehmende

Kontaktdaten für weitere Informationen

und zunehmend notwendige Nutzung von E-Learning

Dr. Michael Bruch

zu einer geschlechtsneutraleren Habitualisierung von

Research Service Center (RSC)

E-Learning (zumindest im Hochschulbereich) führt und

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

dadurch das Thema E-Learning in seiner Eignung zur ge-

Hohbergweg 15–17

schlechtlichen Differenzierung in der sozialen Interakti-

D-77933 Lahr

on und im Selbstbild abnimmt. Es ist durch einen sich

Tel.: +49 (0) 7821/9238-10 Fax: +49 (0) 7821/9238-63 E-Mail: michael.bruch@whl-lahr.de

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

immer stärker verbreitenden Nutzungszwang nicht mehr möglich, sich zwischen Nutzung beziehungsweise NichtNutzung von E-Learning und Informationstechnologien


III Forschung ∙ 101

zu entscheiden und somit sich „ganz klassisch“ als tech-

nutzen, zeigten die vier Hochschulen sich differenziert.

nikfern beziehungsweise technikaffin und folglich als

So ist E-Learning an der Universität Zürich ein fester und

Frau beziehungsweise als Mann zu performen.

akzeptierter Bestandteil der Lehre in allen Fachbereichen.

Der Schwerpunkt der Untersuchung lag auf dem Aspekt der Selbsteinschätzung bzgl. der Nutzungsintensivität der E-Learning-Settings und bzgl. der Nutzungskompetenz der informationstechnologischen Komponenten – im Zusammenhang mit dem Geschlecht und weiteren Faktoren, die das Verhältnis zwischen E-Learning und Informationstechnik gegenüber dem Geschlecht moderieren. Denn derartige Kontrollüberzeugungen wie beispielsweise die selbst eingeschätzte Nutzungskompetenz stellen letztlich einen wesentlichen Faktor für die alltägliche Manifestie-

Sowohl die Studienverwaltung wie die inhaltliche Digitalisierung des Studiums ist hier weit fortgeschritten und meist ohne analoge Alternative. An der HTW Berlin hingegen fehlt eine einheitliche technische Plattform und auch an der Universität Freiburg gibt es eine übergreifende Strategie nur in Ansätzen. Als Fernhochschule bzw. Fernhochschulverbund stellt E-Learning bei der AKAD einen festen Bestandteil aller Studiengänge dar und so wird insbesondere die Studienorganisation zu großen Teilen über eine Lernplattform abgewickelt.

rung von praktischen und subjektiven Geschlechterdiffe-

Die quantitative Analyse beruhte auf einem Sample von

renzierungen dar.

rund 530 Fragebögen. Hier wurde unter anderem nach

Im Rahmen der Untersuchung hatte das Forschungsteam an vier Projektstandorten (neben den AKAD Hochschulen in Deutschland und der Universität Freiburg im Breisgau auch an der HTW Berlin sowie an der Universität Zürich in der Schweiz) eine Analyse der E-Learning-Settings vorgenommen. Das E-Learning-Setting umfasst hierbei sowohl Aufgaben der Studienverwaltung und -organisation wie auch das eigentliche E-Learning, das heißt kommunikative Elemente zur Wissensvermittlung. Ferner entwickelte das Team zur Datenerhebung einen Fragebogen zur „Nutzungsnötigung“ der jeweiligen Settings an den Standorten (der an die Mitverantwortlichen für die Settings an den beteiligten Hochschulen gerichtet war), einen „quantitativen“ Fragebogen für die Studierenden und einen Leitfaden für qualitative Einzelinterviews

der Nutzung von 15 unterschiedlichen Diensten, die die Hoch-schulen im Rahmen von E-Learning anbieten, gefragt. Solche Dienste sind beispielsweise Literaturrecherche und Online-Lehrangebote zum Selbststudium. Hier waren, vereinfacht formuliert, wesentlich größere Differenzen in der Nutzung bzw. Nicht-Nutzung getrennt nach Hochschule festzustellen als getrennt nach Geschlecht. Und zwar bei der Mehrheit der 15 abgefragten Items. Somit kann aus diesen Ergebnissen geschlussfolgert werden, dass die E-Learning-Settings der Hochschulen wesentlich prägender sind als das Geschlecht für die Intensivität der Nutzung der angebotenen Informationstechnologien. Darüber hinaus zeigt die Universität Zürich hier fast durchgehend die höchste Nutzung der angebotenen Dienste aufgrund der fortgeschrittenen digitalen Angebotsstruktur und den fehlenden „Offline-Alternativen“. Darüber

mit den Studierenden.

hinaus zeigten die weiblichen Studierenden sich in der

Mit Blick auf die Vielfältigkeit und Durchdringung der

gebote sogar etwas aktiver als ihre männlichen Kommi-

Studienpraxis mit E-Learning-Elementen sowie der Er-

litonen.

Selbsteinschätzung bei der Nutzung der E-Learning-An-

fordernis für die Studierenden, diese Elemente auch zu

Jahresbericht 2010/11


102 ∙ III Forschung

Ferner wurde mit dem Fragebogen die selbst eingeschätz-

Bei der qualitativen Analyse der Interviewdaten zeigte

te Nutzungskompetenz im Umgang mit dem Computer

sich, was die Position der Studierenden gegenüber E-

erfragt. Dafür bildete das Team 21 Items, die später zu den

Learning betrifft, dass diese häufig eine dem gesamten

drei Variablen Kompetenz Standardsoftware, Kompetenz

Studium gegenüber konsumentenartige Kosten-Nutzen-

Mediengestaltung und Kompetenz Computerbeherr-

Orientierung einnehmen und E-Learning dabei weitge-

schung zusammengefasst wurden und folgende Ergeb-

hend als ein Alltagswerkzeug betrachten, das zur Zeiter-

nisse lieferten: Bei der Kompetenz Standardsoftware gibt

sparnis möglichst zweckdienlich zum Einsatz kommen

es zwischen den Geschlechtern keine nennenswerten Dif-

soll und kommen kann.

ferenzen mehr. Rund 98 % der männlichen Studierenden und rund 96 % ihrer weiblichen Kommilitonen halten sich für (eher) kompetent. Bei der Variable Kompetenz Mediengestaltung halten sich rund 50 % der männlichen Studierenden und nur noch 27 % ihrer weiblichen Kommilitonen für (eher) kompetent. Und bei der Kompetenz Computerbeherrschung halten sich rund 87 % der männlichen Studierenden für (eher) kompetent, aber nur noch rund 66 % ihrer weiblichen Kommilitonen.

Ein wesentlicher Aspekt, der sich im Laufe der Untersuchung aus den Daten ergeben hat, lässt sich daher mit dem Schlagwort „Studieren als Konsum“ umreißen. So war bei den Interviewpersonen eine Haltung auffällig und verbreitet, Studieren als pragmatische und zielorientierte Unternehmung aufzufassen. Konkret heißt das, „unnötigen“ Zeitauf-wand zu vermeiden und Studiengänge und -situationen zu wünschen und anzustreben und auch das gesamte Studium möglichst so zu gestalten,

Wie lassen sich diese Daten/Differenzen nun interpre-

dass die notwendigen Mate-rialien von den Hochschulen

tieren? Solange bei E-Learning bzw. am Computer keine

bzw. den DozentInnen für die Studierenden ausgewählt,

Probleme auftauchen, sind E-Learning-Komponenten, ist

sortiert und möglichst kondensiert zur Verfügung gestellt

der Computer lediglich ein Alltagswerkzeug ohne tech-

werden. Aus Studierendensicht sieht die ideale Studien-

nischen Habitus, das sich nicht mehr zur Geschlechts-

situation entsprechend so aus, dass eine StudentIn das

expression eignet. Sobald die Anwendungen aber nicht

Material für die Studieninhalte von der Hochschule bzw.

mehr zur Gruppe der Standardanwendungen, sondern

den DozentInnen elektronisch oder in Papierform aufbe-

sozusagen zu den „Must Use For Study“ gehören und

reitet erhält und weder selbst recherchieren, noch weitere

somit seltener genutzt werden, oder gegebenenfalls

Beiträge zu den Themen suchen, besorgen oder gar lesen

Probleme auftauchen (und dadurch die Ebene der all-

muss. Für den Zusammenhang ist dieser Aspekt deshalb

täglichen Handhabung verlassen wird), und es um die

relevant, weil für diese pragmatische Haltung E-Learning

Beherrschung dieser Probleme geht, ist das Medium

als nützliches Werkzeug gesehen wird, das zur (alltäg-

E-Learning

Informationstechnologie

lichen) Anwendung geeignet ist. In den analysierten In-

wieder geeignet, als Technik zu fungieren und zur ge-

terviews konnte in dieser ‚Kosten-Nutzen-Orientierung’

schlechtsspezifischen Konstruktion – via technikaffin =

unter Ver-wendung von E-Learning-Settings kein Unter-

Technikkompetenz und technikfern = Technikinkompe-

schied zwischen männlichen und weiblichen Studieren-

tenz – beizutragen.

den ausgemacht werden. Das Thema E-Learning in der

beziehungsweise

Die zwei hier ausgeführten Ergebnisse scheinen also die Ausgangsthese zu bestätigen, dass es durch einen sich

alltäglichen Anwendung war für die Befragten also nicht mehr geeignet, um darüber ihr Geschlecht zu performen.

immer verbreitenden alltäglichen Nutzungszwang nicht

Die Veralltäglichung zeigt sich aber auch in der verbrei-

mehr möglich ist, sich zwischen Nutzung beziehungs-

teten, aber nicht ausschließlichen Einschätzung der Be-

weise Nicht-Nutzung von E-Learning bzw. Informations-

fragten selbst, dass E-Learning (respektive der Computer)

technik zu entscheiden und somit sich als technikfern

ein All-tagswerkzeug darstelle und weitestgehend sei-

beziehungsweise technikaffin und folglich als Frau bezie-

nen Technikhabitus verloren hat. Denn die zunehmende

hungsweise Mann zu performen.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 103

Identifizierung von Computer und Internet als informa-

So lässt sich abschließend festhalten, dass E-Learning

tionstechnische Einheit zeigt, dass hier der Alltag über

durch seine alltägliche Anwendung an Hochschulen sei-

mögliche problematische Differenzierungen, technische

ne geschlechtlich aufladbare Technizität weitgehend ver-

Differenzen – über die Technik selbst – in der Nutzung

loren hat. Daher ist im Rahmen der Theorie der Kokon-

hinweggeht.

struktion von Technik und Geschlecht diese Technologie

Allerdings werden E-Learning bzw. Internet und Computer in der Studie von den Studierenden nicht durchgängig als unproblematisches Alltagswerkzeug gesehen. Vor allem dann, wenn es um die Abhängigkeit von bestimmten Technologien geht. Es geht also nicht mehr um

– die in ihrer alltäglichen Gegenwart und Anwendung als eine solche nicht mehr wahrgenommen wird – nicht mehr geeignet, zur Geschlechtskonstruktion via einer Technikpositionierung des Individuums als technikfern beziehungsweise technikaffin beizutragen.

die mögliche Effizienz und Flexibilität von E-Learning,

Ferner ist feststellen, dass E-Learning zu einer konsumar-

sondern um dessen Unumgänglichkeit. So lässt sich eine

tigen Einstellung bezüglich des Studiums führen kann.

Ambivalenz gegenüber E-Learning in der uneindeutigen

Diese Einstellung wurde von dem Projektteam mit „Stu-

Haltung gegenüber der im E-Learning verwirklichten

dieren als Konsum“ beschrieben. E-Learning kann zur

Sozialität ausmachen. E-Learning wird, am Maßstab des

Qualitätssteigerung des Studiums beitragen, es besteht

Präsenzunterrichts gemessen, sowohl als kommunikati-

aber eben auch die Gefahr, dass der Einsatz von E-Lear-

onsfördernd wie auch als kommunikationshemmend

ning dieser Qualitätssteigerung zuwiderläuft.

wahrgenommen. Allgemein bevorzugt wird von den Studierenden daher überwiegend Blended Learning, also eine Kombination aus Präsenzunterricht und E-Learning. E-Learning soll entsprechend dazu dienen, Nachteile, wie den Zeitaufwand für begleitende Aktivitäten (Sprechstunden, Recherchen etc.), auszugleichen. Gleichzeitig verzichten die Studierenden ungern auf die Vorzüge des Präsenzunterrichts, die aus der persönlichen Begegnung und Betreuung resultieren. Insgesamt beurteilen Studierende, die Erfahrungen mit kollaborativen und partizipativen E-Learning-Anwendungen gemacht haben, diese jedoch überwiegend positiv. So zeigen sich auch insgesamt bei den Studierenden die Bereitschaft und der Wunsch in Hinsicht auf E-Learning, dieses in die (Präsens-)Lehre noch mehr zu integrieren. Auf abstrakterem Niveau zeigt sich die Ambivalenz zwischen Technikoptimismus bzw. Technikpessimismus. So finden sich teilweise auffallend positive bzw. euphorische

Ausführlicher beschrieben wird das Projekt und werden die Ergebnisse bzw. das methodische Vorgehen in der zu dem Projekt publizierten Veröffentlichung: Schirmer, D.; Brüstle, P.; Haubner, D.; Holthaus, M. & Remmele, B.: Studieren als Konsum – Veralltäglichung und Degendering von E-Learning. Verlag Werner Hülsbusch, Boizenburg 2011.

Beteiligte Institutionen Das Projekt war eine Kooperation zwischen

»» dem Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung – Institut für ökonomische Bildung e. V. an der WHL Wissenschaftlichen Hochschule Lahr (Leitung Dr. Bernd Remmele) und

»» dem Institut für Informatik und Gesellschaft der Universität Freiburg i. Br. (Leitung Prof. Dr. Britta Schinzel).

Haltungen zu (Informations-)Technologie. Zwar ist ins-

Zudem waren beteiligt am Fachbereich 4 − Wirtschafts-

gesamt von technikkritischen Einstellungen vergangener

wissenschaften II der HTW Berlin im Bereich der Ange-

Jahrzehnte bezüglich der Computertechnologie wenig

wandten Informatik Prof. Dr. Albrecht Fortenbacher so-

übrig geblieben, aber es zeigen sich nach wie vor Aspekte

wie am Psychologischen Institut der Universität Zürich

des Technikskeptizismus etwa bei der Frage, ob man nicht

PD Dr. Ulf-Dietrich Reips.

zumindest in der Freizeit etwas Besseres, das heißt ohne Computer, tun könne.

Jahresbericht 2010/11


104 ∙ III Forschung

Publikationen

Kontaktdaten für weitere Informationen

»» Holthaus, M.; Brüstle, P.; Haubner, D.; Remmele, B.;

Matthias Holthaus, M.A.

Schirmer, D.: Veralltäglichung und Degendering von

Research Service Center (RSC)

E-Learning – Ergebnisse des Forschungsprojekts „Das

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

aufwändige Geschlecht“, in: Gender – Zeitschrift für

Hohbergweg 15–17

Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Heft 2/2012, Ver-

D-77933 Lahr

lag Barbara Budrich, Leverkusen 2012.

»» Schirmer, D.; Brüstle, P.; Haubner, D.; Holthaus, M.; Remmele, B.: Studieren als Konsum. Veralltäglichung

Tel.: +49 (0)7821/9238-10 Fax: +49 (0)7821/9238-63 E-Mail: matthias.holthaus@whl-lahr.de

und Degendering von E-Learning, Verlag Werner Hülsbusch, Boizenburg 2011.

»» Haubner, D.; Brüstle, P.; Schinzel, B.; Remmele, B.; Schirmer, D.; Holthaus, M.; Reips, U.-D.: E-Learning und Ge-schlechterdifferenzen? Zwischen Selbsteinschätzung, Nutzungsnötigung und Diskurs, in: Apostolopoulos, N.; Hoffmann, H.; Mansmann, V.; Schwill A. (Hrsg.): E-Learning 2009. Lernen im Digitalen Zeitalter, Waxmann, Münster 2009, Seite 41–50. http://www.waxmann-verlag.de/fileadmin/media/ zusatztexte/2199Volltext.pdf

»» Brüstle, P.; Haubner, D.; Holthaus, M.; Remmele, B.; Reips, U.-D.; Schirmer, D.: Doing E-Learning/Doing Gender? Examining the Relationship between Students‘ Gender Concepts and E-learning Technology; 2009. Http://www.informatik.uni-bremen.de/soteg/ gict2009/page/proceedings.html

»» Schirmer, D.; Brüstle, P.; Haubner, D.; Holthaus, M.; Remmele, B.; Schinzel, B.: Learning-by-doing Gender, in: Remenyi, D. (Hrsg.): The Proceedings of the 7th European Conference on e-Learning (ECEL 2008), Academic Publishing Limited, Reading 2008, Seite 431–436.

»» Remmele, B.; Schirmer, D.; Haubner, D.; Brüstle, P.; Holthaus, M.; Schinzel, B.: Undoing Gender in ELearning. In: EERA Eu-ropean Educational Research Association, 2008.

»» Brüstle, P.; Haubner, D.; Holthaus, M.; Remmele, B.; Schinzel, B.; Schirmer, D.: Decreasing Gender Differences in E-Learning? In: New Learning Cultures. Proceedings of EDEN Conference 2008, Lisbon 2008.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Weitere Information zum „aufwändigen Geschlecht“ finden Sie auf der Webpage: http://www.akad.de/?id=264


III Forschung ∙ 105

Projekttitel:

„SEE A Game – Stimulate European Entrepreneurial Attitudes Game” Finanzierung: EU-Mittel aus dem Lifelong Learning Programme – Multilateral Project (Grundtvig)

Laufzeit: Oktober 2008–September 2010 Projektleitung: Prof. Dr. Günther Seeber Kurzbeschreibung:

Beteiligte Institutionen

Gemeinsam mit Partnern aus fünf weiteren europäischen

»» centrum voor volwassenenonderwijs Antwerpen-Zuid

Staaten verfolgt SEE A Game das Ziel, ein Lernspiel für den Bereich „Entrepreneurship Education“ zu entwickeln. Das Projekt hebt hierbei vorrangig auf die Förderung unternehmerischer Haltungen und Motivationen ab. Entsprechend offen versteht das Projekt daher auch die möglichen Anwendungsfelder für unternehmerisches Handeln (als Unternehmer, als Intrapreneur, im sozialen Bereich oder schlicht als generelle Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen). Zentrale Fragestellung ist hierbei, ob sich unternehmerische Einstellungen durch eine spielbasierte Methode adäquat fördern lassen.

Bisherige Aktivitäten Um das weite und zum Teil widersprüchliche Feld von unternehmerischen Kompetenzen abbilden zu können, wurden durch das Konsortium zwei relativ unabhängige Module entwickelt. Eines orientiert sich stärker am Wettbewerbsgedanken, während das andere versucht, die Aufnahme von Kooperationsbeziehungen zu simulieren, ohne dass der eigene Vorteil dabei vergessen werden muss. In einem weiteren Schritt sollen interessierte Dozenten in der Durchführung der Spielmodule geschult werden. Nach einer pädagogisch orientierten Bedarfsanalyse wurden Vorgaben für die beiden Spielmodule entwickelt. Diese liegen zurzeit in englischer Sprache in Pilotform vor.

(Belgien) http://www.cvoAntwerpen.be

»» Training 2000 (Italien) http://www.training2000.it »» Go! onderwijs van de Vlaamse Gemeenschap (Belgien) http://www.g-o.be

»» Vidzeme Lifelong Learning Support Association (Litauen)

»» Kristiansund Education Centre (Norwegen) http://www.kristiansund.no

»» WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr (Deutschland) »» Seed (Schweiz) http://www.seedlearn.org »» SUPSI-DTI

– University of Applied Sciences in Sou-

thern Switzerland (Schweiz) http://www.supsi.ch/

Kontaktdaten für weitere Informationen Prof. Dr. Bernd Remmele Professor für Ökonomische Bildung WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg 15–17 D-77933 Lahr Tel.: +49 (0) 7821/9238-46 Fax: +49 (0) 7821/9238-63 E-Mail: bernd.remmele@whl-lahr.de Weitere Information zu EMAT finden Sie auf der Webpage: http://www.seeagame.eu/

Jahresbericht 2010/11


106 ∙ III Forschung

Projekttitel:

„Integriertes Kompetenzmanagement – Diversity Management als Grundlage für Innovationskompetenz“ Finanzierung: Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Europäischen Sozialfonds (ESF)

Laufzeit: November 2007− November 2010 Projektleitung: Prof. Dr. Joachim Hasebrook Kurzbeschreibung Das Projekt „Diversity Management als Grundlage für Innovationskompetenz” stellt das Teilvorhaben 3 des BMBFVerbundprojektes „Integriertes Kompetenzmanagement“ dar. Ziel des Teilprojektes ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie die aus Diversity resultierenden Innovationspotenziale durch das Management besser erschlossen werden können. Besondere Berücksichtigung finden dabei demografische Faktoren (aging workforce) und die Rolle der Geschlechter (gender mainstreaming): Um den Status quo in den beteiligten Unternehmen definieren zu können, werden vorhandene Ausprägungen von Diversity quantitativ erhoben. Aus dem Status quo werden Maßnahmen abgeleitet, die solche Aspekte von Diversity unterstützen, die direkt innovationsförderlich sind o-der über Veränderungen der Unternehmenskultur positive Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg erwarten lassen (Abb. 6).

»» die Bestimmung innovationsförderlicher Aspekte von Diversity

»» die Erfassung innovationsförderlicher Aspekte von Diversity mit qualitativen und quantitativen Methoden

»» die Messung des Beitrags von Diversity zur Verbesserung von Innovationen

»» die Einbindung von Diversity in das Modell des integrierten Kompetenzmanagements

»» die Ableitung von Empfehlungen für eine innovationsförderliche Gestaltung von Diversity

»» Beitrag zum Leitfaden des Integrierten Kompetenzmanagements (IKM) für die damit in der Praxis befassten Personen Projekteinordnung Diversity ergibt sich aus der Verschiedenheit von Individuen. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Betrachtungswinkel auf Diversity, bspw. unveränderliche bzw. ange-

Dabei werden Generations- und Geschlechterperspekti-

borene Merkmale einer Person wie Geschlecht, Alter und

ven systematisch in die Entwicklung, Verbesserung und

ethnische Zugehörigkeit. Andere Sichten betrachten Ver-

Evaluation von Entscheidungsprozessen eingebunden.

schiedenheit im Kontext der Märkte und Kunden, die die

Die empirischen Daten ermöglichen die Prüfung dessen,

Organisation bedient. Wieder andere Blickwinkel unter-

wie Werte, Kompetenzen und Unternehmenserfolg ver-

suchen Diversity im Sinne von vielfältigen Wissensquel-

bunden sind. Für die Unternehmen erwarten wir eine

len, die es zu nutzen gilt. Diese Blickwinkel zu ordnen und

Verbesserung der Maßnahmen zur Förderung von Chan-

in einen betriebswirtschaftlich sinnvollen und nutzbaren

cengleichheit durch den Nachweis, dass Diversity auch

Rahmen zu überführen soll durch Diversity Management

wirtschaftlich ein wichtiges Management-Ziel ist.

erreicht werden. Dabei gibt es drei Paradigmen, die die

Daraus ergeben sich folgende Ziele für dieses Teilvorhaben:

verschiedenen Blickwinkel berücksichtigen (Abb. 7). Vor diesem theoretischen Hintergrund untersuchen wir, welche

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Diversity-Management-Paradigmen

besonders


III Forschung ∙ 107

strategische Ziele der Unternehmen

Unternehmen (Value-Partner)

Projektpartner

Abb. 6: Schematische Darstellung des Projekts „Diversity Management als Grundlage für Innovationskompetenz“ als Teilvorhaben des IKM-Projekts

Innovationsziele der Unternehmen organisationale Kompetenzen FSFM*

organisationale Kompetenzen Uni OL*

Deka Fondsgesellschaft Joseph-Stiftung zeb

Querschnittskompetenzen ZAWF* 1. Einschätzung Änderungsmessung

Fragebogen: Vielfalt als Innovationsquelle KPI (Kennziffern aus ­Personaldaten)

Feldanalysen Maßnahmen

Frensius Medical Care

Evaluation ROI (Wirtschaftlichkeitsprüfung)

* FSFM: Frankfurt School of Finance & Management Uni OL: Universität Oldenburg ZAWF: Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung

1. Jahr

2. Einschätzung

Fragebogen

2. Jahr

zur Innovationskompetenz eines Unternehmens bei-

die nur im Kontext eines Veränderungsprozesses entlang

tragen. Dabei wird die Anwendung von Diversity in In-

den Entscheidungsebenen einer Organisation als Kompe-

novationsprozessen quantitativ mithilfe eines eigens

tenz und Ressource beobachtet werden können. Beson-

entwickelten Fragebogens entlang den vier Ebenen von

deres Augenmerk liegt hier auf der mittleren Führungs-

Innovationen untersucht – 1) Quellen von Innovation; 2)

schicht, die die strategischen Vorgaben aus der obersten

Förderung von Innovationen; 3) Entwicklung von Inno-

Leitungsebene in Prozesse des Tagesgeschäfts verankern

vation und 4) Verbreitung von Innovation (Abb. 8).

müssen. Diese Übersetzungsarbeit ist für den Innovati-

Analog dazu wird mit einer quantitativen Befragung erhoben, ob Organisationen, die Diversity Management betreiben, innovativ und erfolgreich sind und welchem Paradigma des Diversity Managements die Maßnahmen zugeordnet werden können.

onsprozess von entscheidender Bedeutung, da Innovationen anfänglich heterogene Dispositionen zur Selbstorganisation erfordern und zunehmend organisationale Stabilisierungsfunktionen zur effizienten wirtschaftlichen Ausreifung erfordern (Abb. 9).

Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl Diversity als auch Innovation beobachterabhängige Variablen sind,

Jahresbericht 2010/11


108 ∙ III Forschung

Abb. 7: Diversity Management Paradigmen

Fairness- und Diskriminierungsansatz

Zugangs- und Legitimierungsansatz

Lern- und Effektivitätsansatz

Hypothese

Vielfalt erzeugt Unverständnis und Probleme

Vielfalt ermöglicht verbesserte Kundenbeziehungen und Marktzugang

Vielfalt fördert Bildung von Nischenwissen und Wettbewerbsvorteilen

Zielbild

durch Assimilierung frei von ­Diskriminierung

Varietät der Organisation deckt Varietät des Marktes

die Inklusion des Pluralismus durch die Organisation

Bestimmung

Integration von Minderheiten

Vielfalt deckt den Bedarf interner und externer Kunden

Vielfalt als Teil ganzheitlichen organisationalen Lernens

Realisierung

Beschäftigungs- und Bindungs­ quoten

marktorientierte Dimensionen von Vielfalt identifizieren und Einsatz steuern

systematische Nutzung von (Nischen-)Wissen durch Vernetzung der Vielfalt

ökonomischer Ansatz

bewusstes Ignorieren ökonomischer Aspekte

Market-based View

Resource-based View

Modelle:

 Quoten

 KKA : Kunden- und ­Lieferantenkreisanalyse

 Wettbewerb

Abb. 8: Strukturbild Innovation Intern: Mitarbeiter, Organisation

Extern: Kunden, Markt

stuhl für Unternehmenskultur und Personalführung,

Kundenbedarf und Talente entdecken

Prof. Dr. Erich Barthel (Verbundkoordinator)

»» Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Arbeitsbe-

Innovationsquellen

Mitarbeiter führen und entwickeln

Unterstützung

reich „Weiterbildung und Bildungsmanagement“, Prof.



Kompetenzen

Trends entdecken und ersetzen

Kreativität



Dr. Anke Hanft





offen kommunizieren und entscheiden

von Innovationen:  Entwicklung - Mitarbeiter führen und entwicklen

- Werte und Kultur - Organisation und Regeln - Vielfalt der Mitarbeiter Förderung von Innovationen: - Freiräume für Kreativität schaffen - Kompetenzen entwickeln - Ideen akzeptieren, bewerten und auswählen - Zustimmung und Unterstützung

- Offen kommunizieren und entscheiden - Trends entdecken und setzen - Kundenbedarf und Talente entdecken



»» Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung und Institut für ökonomische Bildung e. V., Prof. Dr. Joachim Hasebrook

Ideen

von Innovationen:  Quellen - Vision und Mission

Beteiligte Institutionen

»» Frankfurt School of Finance and Management, Lehr-

Verbreitung von Innovationen: - informellen Austausch fördern - Seilschaften verhindern - Offene soziale Netzwerke schaffen - Externe in die Kommunikation aktiv einbeziehen

Publikationen

»» Barthel, E.; Hanft, A.; Hasebrook, J. (Hrsg.): Integriertes Kompetenzmanagement. Ein Arbeitsbericht, Waxmann Verlag, Münster 2011.

»» Barthel, E.; Hanft, A.; Hasebrook, J. (Hrsg.): Integriertes Kompetenzmanagement im Spannungsfeld von Innovation und Routine, Waxmann Verlag, Münster 2010.

»» Carduck, C.; Rieser, M.; Dohrn, S.; Schmette, M.; Muckel, P.; Müskens, W.: Realität und Rhetorik von Innovationen in Organisationen – Erkenntnisse aus dem Projekt IKM, in: Jacobsen, H.; Schallock, B. (Hrsg.): Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements, Fraunhofer Verlag, Stuttgart 2010.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 109

Abb. 9: Erkenntnisse aus der Innovationsentwicklung organisational Team/Gruppe

»» Frühe Innovationsphasen

individuell

sind von risikofreundlichen Dispositionen der Selbst­ organisation geprägt.

Flexibilität, Spontanität

»» Späte Innovationsphasen

frühe Phasen

Phase I Ideengenerierung und -bewertung

Phase II Konzepterarbeitung, Produktplanung

Phase IV

Phase III Entwicklung

Prototypenbau, Pilotanwendung/Testing

Phase V Produktion, Markteinführung und -durchdringung

sind zunehmend von zielund ergebnisorientierter Ressourcenallokation geprägt.

Kontrolle, Stabilität, Ordnung

Vorträge

Weitere Informationen zu dem Projekt:

»» Hasebrook, J.; Dohrn, S.: Diversity und Innovation.

Auf der Projektseite des Teilvorhabens 3 Diversity Ma-

Vortrag auf der Fachtagung „Integriertes Kompetenz-

nagement als Grundlage für Innovationskompetenz:

management im Spannungsfeld von Innovation und

http://www.akad.de/Integriertes-

Routine“ am 11. November 2009 in Frankfurt am

Kompetenzmanagement.263.0.html

Main.

»» Hasebrook, J.; Dohrn, S.: Diversity und Innovation.

Und auf der Projektseite des Gesamtprojekts IKM:

http://www.kompetenzkapital.de/

Vortrag auf dem Expertenaustausch zu Diversity und Innovation an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr am 18. Mai 2010 in Lahr.

Kontaktdaten für weitere Informationen Matthias Holthaus M.A. Research Service Center (RSC) WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg 15–17 D-77933 Lahr Tel.: +49 (0) 7821/9238-10 Fax: +49 (0) 7821/9238-63 E-Mail: matthias.holthaus@whl-lahr.de

Jahresbericht 2010/11


110 ∙ III Forschung

Projekttitel:

Evaluation „Arbeitsmarktintegrative Gesundheitsförderung“ Finanzierung: Evaluationsauftrag durch die Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ – Programmphase II des BMAS zum Projekt „Arbeitsmarktintegrative Gesundheitsförderung“

Laufzeit: Oktober 2008–Dezember 2010 Projektleitung: Dr. Martina Schmette Kurzbeschreibung Der Evaluationsauftrag der Kommunalen Arbeitsförde-

gener Ausrichtung“. Die Zielgruppe von AmigA sind in

rung Ortenaukreis (KOA) beinhaltete drei Evaluations-

der Regel Langzeitarbeitslose mit vermittlungsrelevanten

phasen. Evaluationsphase 1 bezog sich auf die Evaluation

ge-sundheitlichen und/oder psychosozialen Einschrän-

des Pro-gramms „Fit mit Fünfzig – Aktiv für die Gesund-

kungen. Mit AmigA wird das Ziel eines beschäftigungs-

heit: Programm Herbst 2008“. Die Evaluationsphase 2

orientierten Fallmanagements mit gesundheitsbezogener

hatte die Evaluation der Gesundheitsmodule im Rahmen

Ausrichtung verfolgt, d. h. mithilfe eines (ganzheitlichen)

der Chancenwerkstatt zum Gegenstand. Die dritte Eva-

Fallmanagements soll die Integrationsfähigkeit und Ge-

luationsphase umfasste das Projekt AmigA Ortenau. Die

sundheit der (Langzeit-)Arbeitslosen mit den genannten

Evaluationsphase 1 wurde im Dezember 2008, die Evalu-

Vermittlungshemmnissen verbessert und somit ihre Ein-

ationsphase 2 im Herbst 2009 und die Evaluationsphase 3

gliederungschance auf dem Arbeitsmarkt (nachhaltig)

im Dezember 2010 abgeschlossen.

erhöht werden.

Evaluationsphase 3: Projekt AmigA Ortenau Im Sommer 2009 wurde mit der dritten Evaluationsphase zum Projekt AmigA Ortenau begonnen. Mit dem Projekt AmigA Ortenau wurden erwerbsfähige arbeitslose Menschen mit vermittlungsrelevanten gesundheitlichen Einschränkungen und Beschäftigte mit arbeitsplatzrelevanten gesundheitlichen Einschränkungen angesprochen, die 50 Jahre und älter sind. Ziel war es, durch den Einsatz eines ganzheitlichen Fallmanagements die Anzahl von nachhaltig in den Arbeitsmarkt eingegliederten Arbeitslosen mit den genannten Vermittlungshemmnissen zu erhöhen und ihre Beschäftigungsfähigkeit und Gesundheit zu verbessern.

Ansatz des Projektes AmigA Bei AmigA handelt es sich um ein Modellprojekt, das bereits in verschiedenen Regionen und Städten zum Einsatz kam bzw. derzeit genutzt wird; erstmalig wurde es im Land Brandenburg eingesetzt. AmigA steht für „Arbeitsförderung mit gesundheitsbezo-

Neben dem ganzheitlichen Fallmanagement sind weitere zentrale Elemente von AmigA die Einbindung von Sozialmedizinern und Psychologen. Sowohl Psychologen als auch Sozialmediziner arbeiten am Fallmanagement, insbesondere der Eingangsdiagnostik, sowie dem Eingliederungsprozess mit. Beide fungieren als Schnittstelle zwischen dem Gesundheits- und Arbeitsbereich und übernehmen dabei die sozialmedizinische bzw. psychologische Einzelfallbearbeitung. Die Rolle von Psychologe und Sozialmediziner geht damit über die Informationsbereitstellung in Form von Auskünften und Entscheidungshilfen für den Fallmanager hinaus, vielmehr übernehmen sie im Prozess von Beratung, Integration und medizinischer Sachaufklärung entsprechende Prozessverantwortung.

Gegenstand des Evaluationsauftrages für AmigA Ortenau Zur Generierung der Datengrundlagen wurde – auf Wunsch des Auftraggebers – auf bereits existierende AmigA-Instrumente, die von der FB + E Forschung, Beratung + Evaluation GmbH in anderen AmigA-Projektzusammenhängen entwickelt worden waren, zurückgegriffen. Im Einzelnen zählten hierzu:

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 111

»» ein T0- und T1-Fragebogen, die von den AmigA-

Kontaktdaten für weitere Informationen

Teilnehmern jeweils bei Eintritt und Ausscheiden der

Matthias Holthaus M.A.

AmigA-Maßnahmen beantwortet werden sollten,

Research Service Center (RSC)

»» ein sozialmedizinisches Datenblatt, auf dem der Sozialmediziner sowie die Psychologin die gesundheitliche Anamnese, Befunde und deren Veränderungen im Zeitverlauf notierten, sowie

»» ein Stammdatenblatt, auf dem neben statistischen, gesundheitlichen und sozialen Basisdaten der AmigA-

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg 15–17 D-77933 Lahr Tel.: +49 (0) 7821/9238-10 Fax: +49 (0) 7821/9238-63 E-Mail: matthias.holthaus@whl-lahr.de

Kunden auch Interventionsmaßnahmen durch die Fallmanager, die sog. Amiga-PAPs, dokumentiert wurden. Neben dem Einsatz der o. g. Instrumente wurden zudem Kurzinterviews sowie jeweils Abschlussgespräche mit dem AmigA-Projektteam (Projektleitung, Psychologin, Sozial-mediziner sowie die zwei AmigA-PAPs) geführt, um ergänzende Erkenntnisse über den Verlauf und die Erfolgsbewertung des Projektes zu bekommen. Die Erkenntnisse aus der Datenauswertung, die mit verschiedenen Instrumenten ermittelt werden konnten, wurden in einem abschließenden Evaluationsbericht zusammengefasst dargestellt.

Beteiligte Institutionen

»» WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr »» FB + E Forschung, Beratung + Evaluation GmbH

Jahresbericht 2010/11


112 ∙ III Forschung

Wissenschaftliche Veranstaltungen und Tagungen Die WHL war auch im Jahr 2010 und 2011 wieder für die Organisation und Durchführung einer Reihe von wissenschaftlichen Veranstaltungen und Tagungen in ihren Räumlichkeiten verantwortlich. Verschiedene Veranstaltungen wurden in Kooperation mit anderen Institutionen realisiert und an der WHL durchgeführt. Zur stärkeren Positionierung in der Region wurden einige Veranstaltungen auch mit Partnern unmittelbar aus der Region durchgeführt.

Symposium „Diversity und Innovation“ 18. Mai 2010 Das Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung – Institut für ökonomische Bildung (ZAWF – IÖB) e. V. führte am 18. Mai 2010 an der WHL einen Expertenworkshop zum Thema „Diversity und Innovation“ durch. In kleiner Runde mit der Möglichkeit zu intensiver Diskussion wurden verschiedene Facetten des Zusammenhangs von Diversity und Innovation beleuchtet. Die Veranstaltung lief im Rahmen des vom ZAWF – IÖB geleiteten Teilvorhabens 3 „Diversity Management als

Diskussionsforum „Rechnungslegung und Steuern“ 18. März 2010 Dipl.-Kfm. Oliver Obermann referierte am 18. März 2010 zum Thema „IFRS- statt HGB-Abschluss: Lohnt sich ein Wechsel für KMU noch?“. Die Veranstaltung wurde vom FACT-Center – Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V. zusammen mit der IHK Südlicher Oberrhein durchgeführt. Der Referent beleuchtete zunächst die nach der Verabschiedung des BilMoG zwischen dem HGB und den IFRS bestehenden Unterschiede in der Rechnungslegung. Anschlie-ßend wurden die Vor- und Nachteile einer Umstellung auf IFRS aus der Sicht von KMU diskutiert. Es ist im nationalen Umfeld sehr stark zu bezweifeln, ob sich die Umstellung allein aus Gründen der Reduzierung der Kapitalkosten lohnt. Ursächlich hierfür sind die hohen Kosten für die Umstellung, wobei auch die laufenden Folgekosten nicht vernachlässigt werden dürfen. Die Umstellung auf die IFRS kommt daher nur für KMU infrage, die nicht nur international agieren, sondern auch Beteiligungen und Kooperationen mit ausländischen Partnern eingehen wollen. Die IFRS for SME stellen grundsätzlich keine vorteilhafte Option für mittelständische Unternehmen dar.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Grundlage für Innovationskompetenz“ des Verbundprojektes „Integriertes Kompetenzmanagement“. Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Bundesmi-nisteriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und lief bis Ende 2010. Diversity Management befasst sich mit der Erfassung des Humankapitals zur Erkenntnisgewinnung und Steuerung über die in der Organisation verfügbare Vielfalt. Zunehmend wird Diversity Management zur Potenzialermittlung und optimierten Nutzung in der Organisation eingesetzt. Das Humankapital wird dabei gezielt zur Komplexitätsbewältigung auf Markt-, Kunden- und Lieferantenseite angewendet und es werden organisationale Strukturen ermittelt, die die Flexibilisierung des Humankapitals zur effektiven Selbstorganisation fördern. Ziel des Teilvorhabens 3 ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie die aus Diversity resultierenden Innovationspotenziale durch das Management besser erschlossen werden können. Um neue Denkanstöße für das Teilvorhaben zu gewinnen, wurden verschiedene Experten nach Lahr eingeladen, die sich mit ähnlichen Fragestellungen des Zusammenhangs von Diversity und Innovation beschäftigen.


III Forschung ∙ 113

Politik trifft Wissenschaft 18. Februar 2011 FDP-Politiker Dieter Kleinmann und Matthias Kappis informierten sich über das Studienkonzept der WHL. Der Abgeordnete und Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landtages von Baden-Württemberg, Dieter Kleinmann, und MatthiTeilnehmer des Symposiums „Diversity und Innovation“

Projekttreffen „Ageing Challenges Education“ 8.–9. November 2010

as Kappis, FDP-Landtagskandidat im Wahlkreis LahrWolfach, haben am 18. Februar 2011 die WHL besucht, um sich vor Ort über bildungs- und hochschulpolitische Themen und die Arbeit der Hochschule zu informieren. Im Gespräch mit dem Rektor der WHL, Prof. Dr. Martin

Am 8. und 9. November 2010 fand an der WHL Wissen-

Reckenfelderbäumer, und weiteren Vertretern des Profes-

schaftliche Hochschule Lahr ein Projekttreffen bzw. Work-

sorenkollegiums wurde die besondere Rolle der WHL im

shop des EU-Projekts „Ageing Challenges Education“ mit

Hochschulsystem des Landes Baden-Württemberg erörtert.

Partnern aus Belgien, Spanien, Portugal, Dänemark und Irland statt.

Die Gäste aus der Politik zeigten sich begeistert von der zukunftsweisenden Struktur und der modernen Ausrich-

Im Rahmen des Workshops wurden nationale Unter-

tung der WHL. Dieter Kleinmann: „Da nach dem Bologna-

schiede in der Beziehung zwischen Bildung und Alterung

Prinzip künftig immer mehr Master-Studiengänge berufs-

untersucht. So war beispielsweise ein Diskussionspunkt:

begleitend absolviert werden, verfügt die WHL hier mit

Welche Gründe gibt es für Rentner, sich auch im fortge-

ihren spezialisierten Aufbaustudiengängen im Bereich

schrittenen Alter weiterhin neue Bildung anzueignen?

der Wirtschaft über ein zukunftsweisendes Angebot.“ Das

Und wo sind hier nationale Unterschiede auszumachen?

Fernstudienkonzept mit kurzen, intensiven Präsenzpha-

Die Daten hierzu wurden mit Fragebögen in den teilneh-

sen stellt aus Sicht der Politiker ein ideales Modell im

menden Ländern erhoben und Teile der Ergebnisse beim

Hinblick auf die Anforderungen berufstätiger Studieren-

Workshop an der WHL diskutiert.

der dar, sodass die WHL nach Ansicht des Bildungspolitikers Kleinmann auch für weitere staatliche Universitäten ein interessanter Kooperationspartner sein sollte. Der bereits gemeinsam mit der Universität Freiburg angebotene Master-Studiengang „Clinical Research Management“ hat hier Pilotcharakter. Dieter Kleinmann sagte spontan zu, sich um einen weiteren Kontakt zu einer Partnerhochschule in Baden-Württemberg zu bemühen.

Jahresbericht 2010/11


114 ∙ III Forschung

Abschlusssymposium „EDDI” 10. Februar 2011 Am 10. März 2011 führte die WHL für das Projekt „EDDI – Erfolg durch Dienstleistungen“ ihr Abschlusssymposium durch. Dieses Projekt wurde im Rahmen der Initiative „Wissenstransfer Dienstleistungsforschung“ von der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH finanziert. Es hatte das Ziel, Voraussetzungen für die Suche und Implementie-rung von Dienstleistungsangeboten speziell für KMU in Baden-Württemberg zu schaffen. EDDI wurde von Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer geleitet und seitens der WHL durch Dr. Thomas Wille und Patrick Siegfried koordiniert und bearbeitet. Dabei begleitete die WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 17 KMU in einem Zeitraum vom 1. Mai 2009 –31. Juli 2011. In diesem Zeitraum wurden zahlreiche Seminare, Workshops und Projektmeetings durchgeführt. Das entwickelte und dann auch angewendete Vorgehensmodell zur Dienstleistungsentwicklung hatte sich dabei als erfolgreiches Konzept erwie-

die Erwartungen an das Projekt und die bei seiner Durchführung gesammelten Erfahrungen. Dabei betonte er die aus seiner Sicht gegebene Notwendigkeit, entsprechende Initiativen weiterzuführen und zu intensivieren. Herr PD Dr. Ludger Schnieder verband sodann die Perspektiven eines Transferzentrums (MITT – Kompetenzzentrum Minimal Invasive Medizin & Technik Tübingen-Tuttlingen e. V.) und eines beteiligten Pilotbetriebs (SMP GmbH), da er eine entsprechende Doppelfunktion ausübt. Für einen weiteren Pilotbetrieb (JATUSO) schilderte Herr Klohr seine Sicht der Dinge und stellte interessierten Zuhörern im Foyer die von seinem Unternehmen entwickelte Leistung auch plastisch dar. Die Veranstaltung endete mit einem gemütlichem Ausklang und anregenden Diskussionen. Das Projektteam ist sich einig darüber, dass dieses Projekt unbedingt Folgeaktivitäten nach sich ziehen sollte, da der Unterstützungsbedarf seitens der KMU nach wie vor immens ist.

sen: Allein elf Pilotbetriebe konnten konkrete Dienstleistungsvorhaben umsetzen und damit aus diesem Projekt heraus zusätzliche Umsätze generieren. Zu dem Abschlusssymposium kamen über 30 geladene Gäste aus dem Wirtschaftsministerium, der BadenWürttemberg Stiftung gGmbH, den am Projekt beteiligten Transfereinrichtungen, der IHK sowie den beteiligten Pilotbetrieben. Nach der Begrüßung durch Herrn Prof. Reckenfelderbäumer stellte Frau Dr. Kerstin Bertow die Baden-Württemberg Stiftung und ihre zahlreichen Aktivitäten vor, zu denen auch die Initiative „Wissenstransfer Dienstleistungsforschung“ zählt. Im Anschluss daran berichteten Herr Dr. Wille und Herr Siegfried über die wichtigsten Erkenntnisse, die sich im Rahmen des Projektverlaufs ergeben hatten. Als besonders wichtig hat sich neben dem schon angesprochenen systematischen Vorgehensmodell eine konsequente Begleitung und Unterstützung der Pilotbetriebe bei ihren Entwicklungsvorhaben erwiesen. Für die am Projekt beteiligten Transferzentren berichtete dann Herr Herbert Hoffmann, Geschäftsführer der Technologiefabrik Karlsruhe, über

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Die Teilnehmer des Symposiums während eines Vortrags von Prof. Martin Reckenfelderbäumer


III Forschung ∙ 115

„Forum Wirtschaftskriminalität“ 22. März 2011

Symposium „Mensch und Markt“ 2. Juli 2011

Am 22. März 2011 fand an der WHL das „Forum Wirt-

Das Symposium „Mensch und Markt“ am 2. Juli 2011

schaftskriminalität“ statt, zu dem das Magazin insideB,

mit Beiträgen von Prof. Dr. Micha-el Schramm, Prof. Dr.

der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) Lahr/Kinzigtal und

Stephan Schöning und Prof. Dr. Dieter Beschorner disku-

die WHL eingeladen hatten. Vor etwa 40 Zuhörern berich-

tierte die Frage „Wie lässt sich die ökonomische Rationa-

teten nach der Eröffnung der Veran-staltung durch den

lität mit der ethisch-praktischen Vernunft systematisch

Rektor der WHL, Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer,

verbinden?“ Zugleich erfolgte mit dem Symposium eine

vier namhafte Referenten aus der Praxis zum Themen-

Würdigung des Lebenswerks von Prof. Dr. Dr. h. c. Volker

feld „Erfolgsfaktor Informationssicherheit – Der Mensch

Arnold.

als Risikopotenzial“. Der Vortrag von Florian Buschbacher (Pricewaterhouse Coopers AG) trug den Titel „Wirtschaftskriminalität erkennen, vorbeugen, bekämpfen“.

Nach der Begrüßung durch den Prorektor für Forschung der WHL – Prof. Dr. Tristan Nguyen – machte Prof. Schramm mit seinem Vortrag zur „Ethik der Finanzmärk-

Die Perspektive der Versicherer vertrat Ulrich Dörges

te – Der virtuelle Kapitalismus und die menschliche Na-

(Chartis Europe S. A.) mit seinem Beitrag „Risk Manage-

tur“ den Auftakt der wissenschaftlichen Vorträge. Seine

ment – Wirtschafts- und Industriespionage“. Nach der

Analyse der Gründe für die letzte Finanzmarktkrise führt

Pause folgte Dipl.-Ing. (FH) Frank Wagner (Merck KGaA)

Schramm zu dem Schluss, dass diese kein Beleg für das

mit „Social Engineering – Einblick in die Werkstatt der

Scheitern des Kapitalismus sei; vielmehr bedürfe es einer

Täuscher“. Den Abschluss bildete schließlich Dr. Achim

hinreichend stabilen Marktordnung, wofür vier Hebel

Lindemann (CMS Hasche Sigle); er referierte zu „Erfolg-

gleichzeitig zu bedienen seien: die informellen Institu-

reiche Aufklärung von Compliance-Verstößen“.

tionen, die formalen Institutionen, die Strukturen wirt-

Die Beiträge zeigten in sehr unterschiedlicher Weise auf, wie leichtfertig in Unternehmen oft mit wertvollen Infor-

schaftlicher Organisationen und die individuellen Selbstbindungen.

mationen umgegangen wird, sie machten aber auch deut-

Anschließend setzte sich Prof. Schöning in seinem Vor-

lich, welche raffinierten Methoden in der Wirtschaftskri-

trag „Ethische Investmentfonds: Ein Modeprodukt?“ mit

minalität inzwischen zum Einsatz kommen. Im Abschluss

den vier wesentlichen Ausprägungen ethischer und öko-

an den offiziellen Teil bestand im lockeren Rahmen die

logischer Investmentfonds auseinander. Er folgert, dass

Möglich-keit zum weiteren Austausch, wovon die Gäste

Anlagen in ethisch-ökologische Fonds vom Kapitalanle-

aus Wirtschaft und Verwaltung regen Gebrauch machten.

ger zunächst eine intensive Beschäftigung mit seinen eigenen Zielen fordere, bevor eine sorgfältige Auswahl des passenden Fonds möglich sei. Die grundsätzliche Frage, wer für Wirtschaftsethik zuständig ist, war Thema des folgenden Vortrags „Ökologie, Ökonomie und Ethik: Eine Gemengelage mit Zukunft?“ von Prof. Beschorner. Er schlussfolgert, dass eine eigene Wissenschaftsdisziplin „Wirtschafts- und Unternehmensethik“ notwendig sei, um die angesprochene Gemengelage, welche unsere Zukunft darstelle, auszudifferenzieren und Lösungswege zu einer ethisch akzeptablen ökono-

Jahresbericht 2010/11


116 ∙ III Forschung

mischen Handlungsweise, die das ökologische System für

Wertschöpfungsnetzwerken zu bewältigen haben, ist ein

die Nachwelt erhält, aufzuzeigen. Im Anschluss an die

leistungsfähiges Controlling als umfassende Steuerungs-

wissenschaftlichen Vorträge hielt der Rektor der WHL –

unter-stützung notwendig. Demgegenüber herrscht je-

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer – die Laudatio auf

doch tendenziell ein Defizit bei der zweckorientierten und

Prof. Arnold und überreichte ihm die ihm gewidmete

wirksamen Ausgestaltung entsprechender Controllingsy-

Festschrift.

steme. Anknüpfend an diese Problemstellung legte Prof. Dr. Markus Pütz zunächst die Ausgangssituation des Controllings bei KMU dar und zeigte Anforderungen an ein für KMU gerechtes Controlling auf. Danach skizzierte er das Metacontrolling (MC) als Disziplin zur effektiven Gestaltung von Controllingsystemen, erläuterte verschiedene Ansätze zur Anwendung des MC in KMU und ging schließlich im Diskussionsforum auf Fragen und Anregungen zum Thema konstruktiv-kritisch ein.

Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Arnold und der Rektor der WHL Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer

FACT-BankenForum – Personalfachleute diskutierten an der WHL 18. November 2011 Das FACT-BankenForum 2011 fand am 18. November 2011 in Lahr statt und beschäftigte sich mit dem Rah-

Diskussionsforum „Rechnungslegung und Steuern“ Freiburg, 4. Oktober 2011 In dem Diskussionsforum der IHK Südlicher Oberrhein, der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr sowie dem FACT-Center – Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V. wurde am 4. Oktober 2011 der Fokus auf eine effektive Gestaltung von Controllingsystemen bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gelegt. Zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit sind KMU vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt. Neben einer konkurrenzfähigen Kalkulation des jeweiligen Leistungsspektrums gilt es hohe Qualitäts-, Liefer- und Servicegrade flexibel bei kundenspezifisch variierenden Anforderungen zu erzielen und gleichzeitig eine möglichst hohe Auslastung der eingesetzten betrieblichen Kapazitäten zu erreichen. Zur Handhabung dieser komplexen Herausforderungen, die KMU zunehmend in

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

menthema „Personalmanagement in Kreditinstituten – Der Kampf um die Köpfe“. Teilnehmer aus dem In- und Ausland diskutierten an der WHL ausgewählte Fragestellungen, auf die es angesichts ungünstiger demografischer Entwicklungen, sinkender Attraktivitätswahrnehmung des Bankerberufs, anhaltender Fusions- und Restrukturierungsprozesse im Kreditwesen und gleichzeitig wachsenden Anforderungen an die Qualifikation von Mitarbeitern Antworten zu finden gilt. Das FACT-Center – Center for Finance, Accounting, Controlling and Taxation e. V. ergänzt und unterstützt die Forschungsaktivitäten der WHL. Ziel des gemeinnützigen Forschungsvereins ist es darüber hinaus, eine erweiterte Plattform für den Gedankenaustausch zwischen Wissenschaftlern und Praktikern zu bilden. Dementsprechend fanden im Oktober und November 2011 außerdem die ersten beiden Vorträge der neuen Veranstaltungsreihe FACT-UnternehmerDialog statt. Martin Bellin, Gründer und Geschäftsführer der BELLIN GmbH referierte zum


III Forschung ∙ 117

Thema „Treasury – Die dritte Säule der Finanzwirtschaft“ und Jens Tucheck von der Spitzmüller AG gab den Studierenden der WHL Einblicke in die Technologieförderung in Deutschland.

Das Forum während eines Vortrags von Prof. Dr. Stefan Kaiser

FACT-UnternehmerDialog – Hochschule trifft Unternehmen 7. November 2011 Wie bereits erwähnt – einen Gastvortrag an der WHL zum Thema „Technologieförderung in Deutschland – Von der Idee bis zur Antragsstellung“ hielt am 7. November 2011 Jens Tucheck von der Spitzmüller AG, die sich als technische Unternehmensberatung sieht. Auf Einladung von Prof. Dr. Stephan Schöning stellte der Referent im Rahmen der Veranstaltung die Möglichkeiten der Technologieförderung in Deutschland vor und beschrieb den Prozess der Durchführung.

Jahresbericht 2010/11


118 ∙ III Forschung

Vorträge Vorträge differenziert nach den Forschungsschwerpunkten

Forschungsschwerpunkt: Finance, Accounting, Controlling and Taxation Nguyen, T.: How to Consider Risk Dependencies in Internal Risk Models?, 29th International Congress of Actuari-

Nguyen, T.: The Heckscher-Ohlin Model – Effects of International Trade Between Two-Factor Economies. HCMC Open University am 15. Dezember 2011. Ho Chi Minh City, Vietnam.

es, vom 7.–12. März 2010, Cape Town/South Africa (mit

Pütz, M.: „Gestaltung des Risikocontrollings von kleinen

Robert D. Molinari).

und mittleren Industrieunternehmen – Nicht nur eine

Nguyen, T.: Altersvorsorge und Geldentwertung. 20. Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten, vom 14.– 16. April 2010, Timmendorfer Strand (mit Karsten Rohlf).

Nguyen, T.: Anforderungen an die interne Risikoberichterstattung bei Versicherungen. 3. MaRisk-Tagung der BDO, am 20. Mai 2010, Frankfurt am Main.

Nguyen, T.: Exposure Draft IFRS 4 „Insurance Contracts” – Eine Analyse des IASB-Entwurfs zur Bilanzierung versicherungstechnischer Rückstellungen nach internationalem Recht. Jahrestagung des Deutschen Vereins für Versicherungswissenschaft am 17. März 2011, Berlin (mit Philipp Molinari).

Nguyen, T.: „Insurance Contracts“ – Eine kritische Analyse aus theoretischer Sicht. Jahrestagung des Deutschen Vereins für Versicherungswissenschaft am 17. März 2011, Berlin (Diskussion zum Beitrag von Otto Altenburger).

Nguyen, Tristan: Ein Kalkulationsmodell für die Berechnung eines Reverse Mortgage. 21. Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten am 15. April 2011, Hamburg (mit Jonathan Ben Shlomo).

Nguyen, T.: Mensch und Markt – Die ethische Dimension wirtschaftlichen Handelns. WHL-Symposium 2011am 2. Juli 2011, Lahr/Schwarzwald (Vorsitz und fachliche Leitung).

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Aufgabe des Metacontrollings“. Antrittsvorlesung an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr am 13. April 2011, Lahr/Schwarzwald.

Pütz, M.: Ansätze zur Gestaltung effektiver Controllingsysteme in KMU. Tagung der IHK Südlicher Oberrhein und des FACT-Center e. V.: „Diskussionsforum Rechnungslegung und Steuern“ am 4. Oktober 2011, Freiburg/Breisgau.

Rutsch, J.: Zur Krise der Verbriefungsmärkte – Theoretische Analyse und Ableitung von Maßnahmen zur Revitalisierung des Marktes für True-Sale-Transaktionen in Deutschland. WHL-Promotionskolloquium am 26. Januar 2010 in Lahr/Schwarzwald.

Rutsch, J.: Die Unternehmenssteuerung im Spannungsfeld zwischen Rentabilität und Liquidität. WHL-Promotionskolloquium am 14. Juli 2010, Lahr/Schwarzwald.

Rutsch, J.: Analyse der Übertragbarkeit moderner Konzepte zur Messung des Liquiditätsrisikos von Banken auf KMU. 2. Forum Mittelstandsforschung „Erfolgsmodell Mittelstand? – Rahmenbedingungen, Strategien, Wertorientierung“. Zusammen mit Prof. Dr. Stephan Schöning am 23. September 2010, Siegen.


III Forschung ∙ 119

Rutsch, J.: Working Capital Management – Mehr als ein

Schöning, St.: Überwachung operationeller Risiken mit

Modethema? Vortrag im Rahmen der Kundenveranstal-

Frühwarnindikatoren. Workshop

tung „Firmenkunden“ der Volksbank Lahr eG. Zusammen

ty – Unternehmensführung und Risikomanagement“

mit Prof. Dr. Stephan Schöning am 9. Februar 2011, Lahr/

des Competence Center for Applied Security Technology

Schwarzwald.

CAST e. V. am 18. Februar 2010, Darmstadt.

„Enterprise

Securi-

Rutsch, J.: Working Capital Management in KMU. Wirt-

Schöning, St.: Technische Wertpapieranalyse: Kaffeesatzle-

schaftsjunioren Ortenau im Rahmen der gemeinsamen

serei oder sinnvolles Instrument? Volksbank Lahr eG am

Arbeitskreissitzung „Unternehmensführung & Existenz-

10. Juni 2010, Lahr.

gründung” und „Wirtschaft, Politik und Bildung” am 21. Februar 2011, Durbach.

Rutsch, J.: Zur Krise auf den Verbriefungsmärkten – Darstellung und kritische Analyse von Asset-Backed Securities (ABS). Wirtschaftsjunioren Ortenau im Rahmen der Arbeitskreissitzung „Unternehmensführung & Existenzgründung” am 16. Mai 2011, Offenburg.

Rutsch, J.: Die Unternehmenssteuerung im Spannungsfeld zwischen Rentabilität und Liquidität – Zur Berücksichtigung von Liquiditätskosten in der Unternehmenssteuerung. WHL-Promotionskolloquium am 24. September 2011, Lahr/Schwarzwald.

Schöning, St.: Empirical Verification of the Applicability of the Concept of Relative Strength by Levy in the Context of a Trading Strategy for DAX Titles. 17. Internationalen Tagung Forecasting Financial Markets Advances for Ex-

Schöning, St.: Technische Wertpapieranalyse: Kaffeesatzleserei oder sinnvolles Instrument? Deutsche Börse, am 25. September 2010, Frankfurt am Main.

Schöning, St.: Basel III – Ein neues Schreckgespenst für die Kreditversorgung von Unternehmen? IHK Diskussionsforum Rechnungslegung und Steuern am 25. November 2010, Lahr.

Schöning, St.: Beschäftigung älterer Mitarbeiter (wieder) im Fokus von Kreditinstituten. 1. Wirtschaftswissenschaftliches Forum Essen „Wirtschaftliche Implikationen des demografischen Wandels“ am 30. September 2011, Essen.

Schöning, St.: Working Capital Management – Mehr als ein Modethema? Volksbank Lahr eG, am 9. Februar 2011, Lahr.

change Rates, Interest Rates and Asset Management, am

Schöning, St.: Ethische Investmentfonds – Ein Modepro-

27. Mai 2010 (zusammen mit J. Derichs), Hannover.

dukt? WHL-Symposium 2011 Mensch und Markt – Die

Schöning, St.: Analyse der Übertragbarkeit moderner Konzepte zur Messung des Liquiditätsrisikos von Banken auf

ethische Dimension wirtschaftlichen Handelns am 2. Juli 2011, Lahr.

KMU. 2. Forum Mittelstandsforschung „Erfolgsmodell

Schöning, St.: Nachhaltige Investmentfonds – Überrendi-

Mittelstand? – Rahmenbedingungen, Strategien, Wert-

ten mit gutem Gewissen?, Volksbank Lahr eG am 20. Sep-

orientierung“ am 23. September 2010 (zusammen mit T.

tember 2011, Lahr.

Hollederer und J. Chr. Rutsch), Siegen.

Jahresbericht 2010/11


120 ∙ III Forschung

Schöning, St.: Ältere Mitarbeiter in Kreditinstituten – Das

Remmele, B.: Die Finanzkrise als Herausforderung für die

verkannte Potenzial. FACT-BankenForum 2011 „Perso-

finanzielle Bildung. Deutsche Gesellschaft für Ökono-

nalmanagement in Kreditinstituten – Der Kampf um die

mische Bildung, 2010, Weingarten.

Köpfe“ am 18. November 2011, Lahr.

Remmele, B.: Stimulateing European Entrepreneurial At-

Schöning, St.: Die Umsetzung von Basel III, CRD 3 und

titudes Game (mit G. Seeber), Deutsche Gesellschaft für

CRD 4 in deutsches Recht – Überblick und Konsequenzen

Ökonomische Bildung, 2010, Weingarten.

für das Meldewesen in Kreditinstituten. Regulatory Banking Day: „Meldewesen 2013“ am 22. November 2011, Frankfurt am Main.

Forschungsschwerpunkt: Health Care Management Rohlf, K.: Die Bedeutung der privaten Krankenversicherung für die Medikamentenqualität. WHL Promotionskolloquium, 24. September 2011, Lahr.

Remmele, B.: Game-Based Education of Entrepreneurial Attitudes? ECGBL – European Conference for Game Based Learning, 2010, Kopenhagen.

Remmele, B.: Ökonomische Kompetenzstandards für die allgemeinbildenden Schulen. Antrittsvorlesung an der WHL Wissenschaftlichen Hochschule Lahr, 2010, Lahr/ Schwarzwald.

Remmele, B.: Game-Based Education of Entrepreneurial

Rohlf, K.: Die Bedeutung der privaten Krankenversiche-

Attitudes? (mit G. Seeber), European Economics Educa-

rung für die Medikamentenqualität, Saarländisches

tion Conference, 2010, Manchester.

Doktoranden- und Habilitandenseminar „GesundheitsManagement und Marketing“ vom 10.–11.Oktober 2011,

Remmele, B.: Standards für die ökonomische Bildung.

Bosen.

Doktorandenkolloquium des Zentrums für ökonomische Bildung Siegen, 2010, Siegen.

Wissensentwicklung und Wissenstransfer: Klebl, M.: Die Bedeutung von Improvisation und Professionalität für die erfolgreiche interdisziplinäre Zusammen-

Remmele, B.: Didactic-methodological adequacy of game based learning for entrepreneurship education? SEE A Game – Launch Conference, 2010, Brüssel.

arbeit (zusammen mit Hackel, Monika). Ad-hoc-Gruppe:

Remmele, B.: Ökonomische Kompetenzen Soziologisches

Improvisation und Professionalität, 35. Kongress der

Forschungskolloquium, Universität der Bundeswehr,

Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 11.–15. Okto-

2010, München.

ber 2010, Frankfurt am Main.

Remmele, B.: Standardizing Economic Competences (mit

Klebl, M.: Trends in der Fortbildung. Tagung des Ver-

G. Seeber), European Economics Education Conference,

gleichsrings der Oberlandesgerichte in der Justizakade-

2010, Manchester.

mie des Landes Nordrhein-Westfalen, vom 30.–31. März 2011, Recklinghausen.

Remmele, B.: Entrepreneurship Education und Arbeitnehmerorientierung in der ökonomischen Bildung. Jah-

Klebl, M.: Was tun wenn’s brennt: Vom Umgang mit Fehl-

restagung der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische

funktionen in kooperativen webbasierten Arbeitsumge-

Bildung, 28. Februar–2. März 2011, Siegen.

bungen. Antrittsvorlesung, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr am 13. April 2011.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 121

Remmele, B.: Standards ökonomischer Bildung an allgemeinbildenden Schulen. Landesausschuss Berufsbildung Baden Württemberg, 2011, Stuttgart.

Remmele, B.: Wie soll man den Markt lehren und lernen? Tagung: „Soziale Gerechtigkeit in der Marktwirtschaft?“ 31. März–2. April 2011 an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Remmele, B.: Sources of Values: Action and Interaction. Konferenz „Values and Purposes in Citizenship, Social and Economics Education” der International Association Citizenship, Social and Economics Education, 28.–30. Juni 2011, Bath.

Remmele, B.: „The meaning of economic psychology for economic education”. „International Research-to-Practice Conference Economic Psychology”, 13.–14. Oktober 2011, Saratov.

Remmele, B.: „Open Educational Resources and Open Degrees“, „Online Educa Berlin“ 30. November–2. Dezember 2011, Berlin.

Weitere Themen: Reckenfelderbäumer, M.: Kundenerwartungen – Kundenwahrnehmung – Kundenzufriedenheit: Aktuelle Herausforderungen für die Praxis. Werbegemeinschaft Lahr, 2010, Lahr/Schwarzwald.

Jahresbericht 2010/11


122 ∙ III Forschung

Publikationen Publikationen differenziert nach den Forschungsschwerpunkten

Forschungsschwerpunkt: Wissensentwicklung und Wissenstransfer

Remmele, B.: Two Peculiarities of Economic Education, in:

Carduck, C.; Rieser, M.; Dohrn, S.; Schmette, M.; Muckel, P.; Müskens, W.: Realität und Rhetorik von Innovationen in

Junge, T.; Klebl, M.; Mengel, S.: Mit Online-Konferenzen

Organisationen – Erkenntnisse aus dem Projekt IKM, in:

narien im Fernstudium, in: Zeitschrift für E Learning, 6

Jacobsen, H.; Schallock, B. (Hrsg.): Innovationsstrategien

(2011) 1, 2011, S. 7–20.

jenseits traditionellen Managements, Stuttgart 2010, S. 340–350.

Dohrn, S.; Hasebrook, J.; Schmette, M.: Diversity und Innovation, in: Barthel, E.; Hanft, A.; Hasebrook, J. (Hrsg.): Integriertes Kompetenzmanagement im Spannungsfeld

Journal of Social Science Education 9/4, 2010, S. 26–44.

zurück ins Klassenzimmer: Synchrone Online-Lernsze-

Lukosch, S.; Klebl, M.; Buttler, T.: Utilizing Verbally Told Stories for Informal Knowledge Management, in: Group Decision and Negotiation, Special Issue, 20, 2011.

Remmele, B.: Wie soll man Geld und Renditeerwartungen

von Innovation und Routine, Münster 2010, S. 109–130.

unterrichten? Die Finanzkrise als Herausforderung für

Remmele, B.; Schick, S.: Kaufkraft – was ist unser Geld

tenz und ökonomische Verbraucherbildung, Schwalbach

wert? In: Unterricht Wirtschaft, 43/3, 2010, S. 10–13.

2011, S. 47–59.

die finanzielle Bildung, in: Retzmann, T.: Finanzkompe-

Retzmann, T.; Seeber, G.; Remmele, B.; Jongebloed, H.-C.:

Krämer, B. J.;Klebl, M.: Open Educational Resources and

Ökonomische Bildung an allgemeinbildenden Schulen:

the Repository Network edu-sharing, in: Third Internatio-

Bildungsstandards – Standards für die Lehrerbildung,

nal Conference on Mobile, Hybrid, and Online Learning,

2010.

2011. eL&mL 2011, Gosier, Guadeloupe, France, February

Klebl, M.; Krämer, B. J.; Zobel, A.: From Content to Practice:

23-28 2011, S. 51–56.

Sharing Educational Practice in Edu-Sharing, in: British

Liebsch, B.: Phänomen Organisationales Lernen. Kompen-

Journal of Educational Technology (BJET), 41 (2010) 6,

dium der Theorien individuellen, sozialen und organisa-

2010; S. 936–951.

tionalen Lernens sowie interorganisationalen Lernens in

Klebl, M.; Krämer, B. J.: Editorial to Special Issue. Learning

Netzwerken, München/Mering 2011.

Objects in Progress, in: British Journal of Educational

Remmele, B.: Degrees for Open Learning? In: elearningpa-

Technology (BJET), 41 (2010) 6, 2010, S. 869–872.

pers 24, 2011, http://www.elearningpapers.eu/en/down-

Klebl, M.: Book Review: Lockyer, Lori et al ed (2009) Hand-

load/file/fid/22289

book of research on learning design and learning objects

Remmele, B.: Intersubjektivität und die Beharrlichkeit

[…], in: British Journal of Educational Technology (BJET),

der Moral in der Wirtschaft, in: Nguyen, T.: Mensch und

41 (2010) 6, 2010, S. 976–977.

Markt – Beiträge zur Wirtschaftsethik. Festschrift für Volker Arnold, Wiesbaden 2011, S. 99–114.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 123

Sloep, P.; Boon, J.; Cornu, B.; Klebl, M.; Lefrère, P.; Naeve, A.; Scott, P.; Tinoca, L.: A European Research Agenda for

Nguyen, T.; Ben Shlomo, J.: Reverse Mortgage und Wohn-

Lifelong Learning, in: International Journal of Technology

en & Finanzierung, 61. Jahrgang, Heft 18, 2010, S. 21–25.

Enhanced Learning (IJTEL), 3 (2011) 2, 2011, S. 204–228.

Klebl, M.; Krämer, B. J.: Distributed Repositories for Educational Content – Part 1: Information Management for Educational Content, in: e-learning and education (eleed), 7 (2011) 1, 2011.

Riester: ein Zukunftsmarkt in Deutschland? In: Immobili-

Nguyen, T.; Kern, J.: Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen nach IFRS und BilMoG, WHL-Schrift Nr. 20, 2010.

Nguyen, T.; Kern, J.: Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen nach IFRS und BilMoG – Teil 1: Bilanzielle Abbildung nach

Klebl, M.; Krämer, B. J.; Zobel, A.; Hupfer, M.; Lukaschik, C.:

IFRS, in: Zeitschrift für Versicherungswesen, Jahrgang 61,

Distributed Repositories for Educational Content – Part

Heft 17, 2010, S. 589–594.

2: Technology, in: e-learning and education (eleed), 7 (2011) 1, 2011.

Nguyen, T.; Kern, J.: Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen nach

Schirmer, D.; Brüstle, P.; Haubner, D.; Holthaus, M.; Remmele, B.: Studieren als Konsum. Veralltäglichung und Degende-

IFRS und BilMoG – Teil 2: Bilanzielle Abbildung nach

ring von E-Learning, Boizenburg 2011.

61, Heft 18, 2010, S. 639–645.

Birke, F.; Remmele, B.: Die ökonomische Seite der Macht.

Nguyen, T.; Kern, J.: Möglichkeiten zur bilanziellen Ausla-

In: Zeitschrift für Didaktik der Gesellschaftswissenschaf-

gerung von Pensionsrückstellungen nach HGB/IFRS, in:

ten 2/2, 2011, S. 106–122.

Der Aktuar, 16. Jahrgang, Heft 3, 2010, S. 114–122.

Forschungsschwerpunkt: Finance, Accounting, Controlling and Taxation

Dependencies, in: The Journal of Risk Management, Vol.

Nguyen, T.; Schüßler, A.: Aktienbewertung auf der Grund-

Pauser, J.; Nguyen, T.: Internationaler Steuerwettbewerb

lage fundamentaler Daten. In: WiSt – Wirtschaftswissen-

um Direktinvestitionen bei überfüllbaren Infrastruktur-

schaftliches Studium, 38. Jahrgang, Ausgabe 3, 2010, S.

gütern, in: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften – Re-

121–127.

view of Economics, 61. Jahrgang, Nr. 1, 2010, S. 83–102.

Nguyen, T.: Introductory Microeconomics. Aachen 2010.

Baur, T.; Schöning, St.: Ansätze zur Überwindung der aktu-

BilMoG, in: Zeitschrift für Versicherungswesen, Jahrgang

Nguyen, T.; Molinari, R. D.: Solvency II – Considering Risk

Nguyen, T.: Nachhaltige Vergütungssysteme für Kreditinstitute und Versicherungen – Umsetzung internationa-

XXI, No. 1, 2010, S. 3–39.

ellen Probleme bei offenen Immobilienfonds, in: Corporate Finance biz, Heft 5, 2010, S. 331–337

ler Vorgaben. In: Versicherungswirtschaft, 65. Jahrgang,

Gades, R.; Marquardt, N.; Schöning, St.: Risikoanalyse für

Heft 18, 2010, S. 1315–1318.

Human Factors, in: RCA Risk, Compliance & Audit, Heft 2, 2010, S. 16–22.

Jahresbericht 2010/11


124 ∙ III Forschung

Molinari, P.; Nguyen, T.: Bewertung von Versicherungs-

Nguyen, T.: Mensch und Markt – Die ethische Dimension

verträgen mit dem Fair Value – Einschätzung künftiger

wirtschaftlichen Handelns, Festschrift für Professor Dr. Dr.

Analysefelder für die Versicherungswissenschaft, in:

h. c. Volker Arnold, Wiesbaden 2011.

Brömmelmeyer, C. et al. (Hrsg.): Einflussfaktoren für die Entscheidung bei Altersvorsorgeprodukten – IFRS – Gesundheitspolitik, Baden-Baden 2010, S. 191–211.

Nguyen, T.; Ben Shlomo, J.: Hat ein Reverse Mortgage mit Wohn-Riester eine Zukunft in Deutschland?, WHL-Diskussionspapier Nr. 30, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

Nguyen, T.; Molinari, R. D.: Solvency II – Considering Risk Dependencies, in: The Journal of Risk Management, Vol. XXI, No. 1, 2010, S. 3–39.

Nguyen, T.; Kern, J.: Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen nach IFRS und BilMoG, WHL-Schrift Nr. 20, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

Pollmann, M.; Schöning, St.: Kreditrisikostresstests in Banken – Anforderungen, Methoden und aktuelle Entwicklungen, in: Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen, Heft 14, 2010, S. 742–746.

Schöning, St.: Family Office, in: DBW Die Betriebswirtschaft, Heft 2, 2010, S. 196–199.

Nguyen, T.: Introductory Macroeconomics, Berlin 2011. Nguyen, T.; Molinari, P.: Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach IFRS – Exposure Draft ED/2010/8, Teil 1: Fulfilment Cashflows als Bewertungsgrundlage, in: Zeitschrift für Versicherungswesen, Jahrgang 62; Heft 1, 2011, S. 19–25.

Nguyen, T.; Molinari, P.: Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach IFRS – Exposure Draft ED/2010/8, Teil 2: Behandlung von bewertungsrelevanten Sonderproblemen, in: Zeitschrift für Versicherungswesen, Jahrgang 62, Heft 2, 2011, S. 65–69.

Nguyen, T.; Rohlf, K.: Steffen Fleßa: Grundzüge der Krankenhausbetriebslehre, in: ZfB – Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Band 81/1, 2011, S. 127–133.

Nguyen, T.; Rohlf, K.: Zeitwertbilanzierung von Finanzinstrumenten bei Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten, in: Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen, 64. Jahrgang, Heft 2, 2011, S. 94–100.

Rutsch, J. C.: Liquiditätserhaltung im Unternehmen : Eine

Schöning, St.; Rutsch, J.: Theoretische Analyse der Krise

Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Folgen

auf den Verbriefungsmärkten und Ableitung von Maß-

der Finanzmarktkrise, in: Schöning, S. et al. (Hrsg.): Klei-

nahmen zur Revitalisierung des Marktes für True-Sale-

ne und mittlere Unternehmen: Finanz-, Wirtschafts- und

Transaktionen in Deutschland, WHL-Schrift Nr. 18, WHL

andere Krisen, Frankfurt am Main 2011, S. 145–162.

Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

Schöning, S.; Richter, J.; Pape, A.: Kleine und mittlere Un-

Wörtche, G.; Nguyen, T.: How did different Investment

ternehmen: Finanz-, Wirtschafts- und andere Krisen,

Strategies perform when applied to an International Port-

Frankfurt am Main 2011.

folio? WHL-Diskussionspapier Nr. 28, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

Schöning, S.: Systematisierung und Analyse der Marktentwicklung von ethisch-ökologischen Fonds, in: S. Schö-

Wörtche, G.; Nguyen, T.: M&A Transactions by Private

ning et al. (Hrsg.): Kleine und mittlere Unternehmen:

Equity and Hedge-Funds – Some Empirical Evidence

Finanz-, Wirtschafts- und andere Krisen, Frankfurt am

for Financial Regulation, WHL-Diskussionspapier Nr. 29,

Main 2011,S. 37–69.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

Wörtche, G.; Nguyen, T.: The Impact of M&A Transactions

Breitenkamp, S.; Schöning, S.: Neue Eigenkapitalanforde-

from Private Equity and Hedge Funds: Empirical Evidence

rungen – Auswirkungen auf Sparkassen. In: Zeitschrift für

from Austria and Switzerland, in: Journal of Financial Re-

das gesamte Kreditwesen, 64 (2011), 2011, S. 229-234.

gulation and Compliance, volume 19, issue: 1, 2011, S. 45–57.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


III Forschung ∙ 125

Lindenmeier, J.; Dietrich, M.: Will this voluntary project be

Nguyen, T.; Ben Shlomo, J.: Struktur und Kalkulation eines

successful? Validation of an instrumental model of volun-

Reverse Mortgage, in: WiSt – Wirtschaftswissenschaft-

teering behavior, in: Nonprofit Management & Leader-

liches Studium, 40. Jahrgang, Heft 8, 2011, S. 407–412.

ship, volume 21, number 4, 2011, S. 399–415.

Nguyen, T.; Grosche, S.: Exposure Draft IFRS 4 zur Bilan-

Nguyen, T.: Bilanzielle Auslagerung der betrieblichen

zierung von Versicherungsverträgen aus aufsichtsrecht-

Altersversorgung nach HGB und IFRS, in: WiSt – Wirt-

licher Perspektive, in: KoR – Zeitschrift für internationale

schaftswissenschaftliches Studium, 40. Jahrgang, Heft 3,

und kapitalmarktorientierte Rechnungslegung, 11. Jahr-

2011, S. 123–129.

gang, Heft 9, 2011, S. 425–431.

Nguyen, T.: Introductory Macroeconomics, Berlin 2011.

Nguyen, T.; Lindenmeier, J.: Individuelles Gesundheitsver-

Nguyen, T. (2011): Mensch und Markt – Die ethische Dimension wirtschaftlichen Handels. Festschrift für Professor Dr. Dr. h.c. Volker Arnold, Wiesbaden.

Nguyen, T.; Molinari, P.: Accounting of Insurance Contracts According to IASB Exposure Draft IFRS 4., WHL-Schrift Nr. 32, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2011.

Nguyen, T.; Schüßler, A.: Behavioral Finance als neuer Erklärungsansatz für „irrationales“ Anlegerverhalten, WHLSchrift Nr. 33, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2011.

halten bei Moral Hazard – Theoretische Grundlagen und der Einsatz mobiler Endgeräte als Lösungsmöglichkeit, WHL-Schrift Nr. 34, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2011.

Nguyen, T; Wörtche, G.: Review of the Performance & Robustness of Several Investment Strategies Applied to an International Equity Portfolio, in: Journal of Asset Management, advanced online publication, 19 May 2011.

Pütz, M.: Projektstandsrechnung, in: Busse von Colbe, W.; Crasselt, N.; Pellens, B. (Hrsg.): Lexikon des Rechnungswesens: Handbuch der Bilanzierung und Prüfung, der Er-

Schöning, S.; Rutsch, J. C.: Finanzierung durch Asset Ba-

lös-, Finanz-, Investitions- und Kostenrechnung, 5. Auf-

cked Commercial Papers, in: WISU– Das Wirtschaftsstudi-

lage, München 2011, S. 607–608.

um, 40. Jahrgang (2011), Heft 4, 2011, S. 523–527.

Pütz, M.: Prozesscontrolling, in: Busse von Colbe, W.; Cras-

Ben Shlomo, J.; Nguyen, T.: Ein Kalkulationsmodell für die

selt, N.; Pellens, B. (Hrsg.): Lexikon des Rechnungswesens:

Berechnung eines Reverse Mortgage, in: Bankarchiv –

Handbuch der Bilanzierung und Prüfung, der Erlös-, Fi-

Journal of Banking and Financial Research, 59. Jahrgang,

nanz-, Investitions- und Kostenrechnung, 5. Auflage,

Heft 7, 2011, S. 460–468.

München 2011, S. 609–610.

Gleißner, W.; Nguyen, T.: Prämienverhandlungen: Zufalls-

Schöning, S.; Hollederer, T./Rutsch, J.: Messung des Liqui-

risiko versus Änderungsrisiko, in: Zeitschrift für Versiche-

ditätsrisikos von Unternehmen mithilfe des Liquidity at

rungswesen, Jahrgang 62, Heft 15–16, 2011, S. 539–543.

Risk-Konzepts, in: Corporate Finance biz, Heft 6, 2. Jahrgang (2011), 2011, S. 369–377.

Lindenmeier, J.; Schleer, Ch.; Pricl, D.: Consumer outrage: Emotional reactions to unethical corporate behavior, fort-

Schöning, S.; Rutsch, J.; Olbrich R.: ABCP: Revitalisierung

hcoming, in: Journal of Business Research, 2011.

der Verbriefungsmärkte? In: BankPraktiker, Heft 9 (2011), 2011, S. 322–327.

Nguyen, T.: A Macroprudential Perspective of Financial Regulation, in: Journal of Financial Regulation and Com-

Vollrath, K.; Schöning, S.: Reducing complexity in repor-

pliance, volume 19, issue: 3, 2011, S. 289–297.

ting financial instruments under IFRS, WHL-Schrift Nr. 28, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2011.

Nguyen, T.; Ben Shlomo, J.: Reverse Mortgage als zusätzliche Säule der privaten Altersvorsorge, in: WISU – Das

Wanka, T.; Schöning, S.: Liquiditätsrisikomessung im Pra-

Wirtschaftsstudium, 40. Jahrgang, Heft 7, 2011, 952–957.

xistest, in: Die Bank, Heft 8, 2011, S. 52–60.

Jahresbericht 2010/11


126 ∙ III Forschung

Ben Shlomo, J.; Nguyen, T.: Nachhaltige Vergütungsregelungen für die Finanzbranche – Eine rechtsökonomische Analyse, in: Journal für Rechtspolitik – Journal for Legal Policy, 19. Jahrgang, Nr. 2, 2011, S. 145–153.

Gleißner, W.; Nguyen, T.: Prämienverhandlungen: Zufallsrisiko versus Änderungsrisiko, in: Zeitschrift für Versicherungswesen, Jahrgang 62, Heft 15–16, S. 539–543.

Nguyen, T.: A Macroprudential Perspective of Financial Regulation, in: Journal of Financial Regulation and Compliance, volume 19, issue: 3, 2011, S. 289–297.

Nguyen, T.; Grosche, S. (2011): Bedeutung der IFRS-Bilanzierung versicherungstechnischer Verpflichtungen für die künftige Versicherungsaufsicht. In: Der Aktuar, 17. Jahrgang, Heft 3: 102-114.

Nguyen, T.; Grosche, S.: Einfluss der IFRS-Bilanzierung von Versicherungsverträgen auf die Solvabilitätsanforderungen nach Solvency II, in: IRZ – Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung, 2011/Heft 12, 2011, S. 525–530.

Nguyen, T.; Grosche, S.: Exposure Draft IFRS 4 zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen aus aufsichtsrechtlicher Perspektive, in: KoR – Zeitschrift für internationale

Forschungsschwerpunkt: Health Care Management Barsch, M.; Otte, A.: The legal standards for the radioactive or non radioactive drug research and approval in Germany and in the European Community after the thalidomide catastrophe, in: Hell J Nucl Med, 13(1), 2010, NN.

Otte, A.: Die Fourier-Transformation und ihre Bedeutung für die biomedizinische Systemtechnik, in: WHL Schrift Nr. 17. WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

Otte, A.: Lebensbilder, BoD, Norderstedt 2010. Otte, A.; Nguyen, T.; Wink, K.: Die großen Arzneimittelkatastrophen der letzten 50 Jahre, in: Baden-Württembergisches Ärzteblatt, 65. Jahrgang, Heft 8, 2010, S. 338–339.

Badek, B.: Ursachen der Immobilienkrise in den USA, mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Tristan Nguyen, WHLSchrift Nr. 25, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

Kastner, F.: Verbriefung lebensversicherungstechnischer Risiken, mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Tristan Nguyen, WHL-Schrift Nr. 24, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

und kapitalmarktorientierte Rechnungslegung, 11. Jahr-

Otte, A.: Die Fourier-Transformation und ihre Bedeutung

gang, Heft 9, 2011, S. 425–431.

für die biomedizinische Systemtechnik, WHL-Schrift Nr.

Nguyen, T.; Molinari, R. D.: Risk Aggregation by Using Co-

17, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

pulas in Internal Models, in: Journal of Mathematical Fi-

Otte, A.; Nguyen, T. (Hrsg.): mit Beiträgen von Siskou, M.;

nance, volume 1, number 3, 2011, S. 50–57.

Lieber, D.;Barsch, M.; Konur, A.; Matzke, O.: Risiken und

Pütz, M.: Metacontrolling im partizipativen Entwicklungscontrolling: Ansätze zur formalsprachlichen Spezi-

Nebenwirkungen von Arzneimitteln, WHL Schrift Nr. 16, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2009.

fikation und simulationsgestützten Modellierung, Wies-

Wink, K./Otte, A. (2010): Klinische Studien richtig darstel-

baden 2012.

len – CONSORT-Statement mit Beispielen, Stuttgart.

Schöning, S.; Rutsch, J. C.; Olbrich, R.: Asset Backed Commercial Papers – Wieder interessant für KMU? In: Finan-

Glaudemans A. W. J. M.; Dierckx, R. A. J. O.; Otte, A.; De Deyn, P. P.: Good Clinical Practice in nuclear medicine:

zierung im Mittelstand, Heft 4 (2011), 2011, S. 3–5.

Drug development and ethical issues, in: Elsinga, P. H.;

Wortmann, A.: Der Entwicklungsstand des Kundencontrolling in der Unternehmenspraxis – Ergebnisse einer empirischen Studie im B2B-Bereich und Herausforderungen der Zukunft, WHL-Schrift Nr. 30, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2012.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

van Waarde, A.; Paans, A. M. J. (Hrsg.): Trends on the role of PET in drug development. World Scientific Books, World Science and Nature Publishing Group, New Jersey, London, Shanghai, Beijing, Singapore, Hong Kong, Taipei/ Chennai, New Delhi 2011.


III Forschung ∙ 127

Mensonides-Harsema, M.; Otte, A.: European regulatory

Blumers, W.; Zillmer, I.-K.: Das neue BMF-Schreiben zur

framework on the use and development of pharmaceu-

Anwendung der DBA auf Personengesellschaften, in: Be-

ticals and radiopharmaceuticals for pediatrics, in: Hell J

triebsBerater, Heft 23, 2010, S. 1375.

Nucl Med 2011, 14(1), 2011, S. 64–70.

Siegfried, P.: Angewandtes Service Engineering für KMU,

Otte, A.; Wink, K.: The rationale of a longer life span and

2010, URL: http://www.grin.com/e-book/152163/ange-

nuclear medicine, in: Hell J Nucl Med 2011, 14(1), 2011,

wandtes-service-engineering-fuer-kmu

S. 6–7.

Reckenfelderbäumer, M.; Wille, T.: Werte-Innovationen als

Otte, A.: The role of PET in drug discovery – neuropsy-

Basis für den Markterfolg – Konzeptionelle Ansatzpunkte

chiatry. In: Elsinga, P. H.; van Waarde, A.; Paans, A. M. J.

vor dem Hintergrund der Lehre von den Unternehmer-

(Hrsg.): Trends on the role of PET in drug development,

funktionen, in: Baier, D.; Gaul, W.; Rese, A.; Würth, R.

World Scientific Books, World Science and Nature Publi-

(Hrsg.): The Entrepreneurship – Innovation – Marketing

shing Group, New Jersey, London, Shanghai, Beijing, Sin-

Interface, 3rd Symposium, volume 12b, Künzelsau 2010,

gapore, Hong Kong, Taipei, Chennai, New Delhi 2011.

S. 213–231.

Otte, A.; Gertler, N.: Der „neue“ § 167 ZPO und seine Aus-

Abendschein, J.; Letter, K.: Qualitätsmanagement – SMART-

wirkungen im Arbeitsrecht, in: Neue Zeitschrift für Ar-

QM für Dienstleister: Crashkurs! Berlin 2011.

beitsrecht, 2010, S. 1377.

Reckenfelderbäumer, M.; Arnold, Ch.: Impulsgeber Infor-

Otte, A.; Gertler, N.: Tarifliche Ausschlussfristen auf dem

matisierung: Zukunftsperspektiven der Dienstleistungs-

Prüfstand des Verfassungsrechts, in: Neue Zeitschrift für

wirtschaft, Diskussionspapier Nr. 35, WHL Wissenschaft-

Arbeitsrecht, 2011, S. 442.

liche Hochschule Lahr 2012.

Otte, A.; Thieme, T.; Beck, A.: Die Wirkung von Strahlen auf Lebewesen, Baden-Württembergisches Ärzteblatt, 66 (8), 2011, S. 430–431.

Weitere Themen: Ilten, P.: Outsourcing-Entscheidungen – Eine Bewertung aus multitheoretischer Sicht, WHL-Schrift Nr. 23, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

Arnold, Ch.: Der Prozess der Risikobewertung durch die Entscheidungsträger während der Anbahnung von Vertriebskooperationen – Generierung einer Gegenstandsverankerten Theorie, WHL-Schrift Nr. 19, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr 2010.

Arnold, Ch.: Kulturgestaltung in strategischen Unternehmensnetzwerken, München 2010.

Barsch, M.; Otte, A. : The legal standards for the radioactive or non radioactive drug research and approval in Germany and in the European Community after the thalidomide catastrophe, in: Hell J Nucl Med 2010, 13(1), 2010, S. 45–51.

Jahresbericht 2010/11


IV Lehre ∙ 129

IV Lehre

Jahresbericht 2010/11


130 ∙ IV Lehre

Aktuelle Entwicklungen in der Lehre

Die WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr hat sich

dargelegten Lehrphilosophie der WHL widerspiegelt: Be-

– entsprechend ihrem Selbstverständnis einer Wirt-

rufstätigen lebenslanges Lernen auf universitärem Niveau zu

schaftsuniversität – auf berufsbegleitende, postgraduale

ermöglichen.

Studiengänge im Bereich „Wirtschaftswissenschaften“ spezialisiert. Die Profilierung innerhalb der Wirtschaftswissenschaften hat einen Fokus im Bereich „Management“ und erfolgt über eine themenorientierte Ausrichtung analog zu den drei Forschungsschwerpunkten der WHL. Die Forschungsfelder „Wissensentwicklung und Wissenstransfer“, „Health Care Management“ sowie „Finance, Accounting, Controlling and Taxation“ bilden die Grundlage für die von der WHL angebotenen Master-Studiengänge mit fachlicher Spezialisierung. Die Verknüpfung von Lehre und Forschung wird dadurch gewährleistet.

Da die Adressaten Berufstätige sind, die bereits ein erstes Hochschulstudium absolviert haben, nimmt der Praxisbezug in den Master-Studiengängen einen hohen Stellenwert ein. Dieser äußert sich beispielsweise darin, dass alle Studiengänge mit der Ausrichtung „stärker anwendungsorientiert“ akkreditiert sind. Zudem ist für alle Studiengänge eine einschlägige Berufspraxis Zulassungsvoraussetzung, die mindestens ein Jahr umfassen sollte. Auch werden Praxisbezüge durch die Studierenden unmittelbar hergestellt, die das Erlernte direkt an ihren praktischen Erfahrungen und Anforderungen im Berufsalltag reflek-

Die Gemeinsamkeit aller WHL-Studiengänge besteht

tieren. Die Master-Studiengänge bieten eine Ausbildung,

in der primären Zielstellung, die sich in der im Leitbild

die ihre Absolventen für Führungspositionen, aber auch

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


IV Lehre ∙ 131

für eine wissenschaftliche Weiterentwicklung qualifiziert. Die Studienprogramme vermitteln dabei Grundlagen eines nachhaltigen und werteorientierten Managements. Für die WHL stellt der Erfolg ihrer Studiengänge die Basis für ihren wirtschaftlichen Erfolg und die Tragfähigkeit des Konzepts einer postgradualen Wirtschaftsuniversität dar. Um diesen Erfolg zu erreichen, ist das Studienangebot für die Zielgruppen möglichst attraktiv zu gestalten und an ihrem jeweiligen Bedarf auszurichten.

Weiter- und Neuentwicklung von Studiengängen MBA in Advanced Management Zu den bisherigen Master-Studiengängen wurde der Weiterbildungsstudiengang „Master of Business Administration (MBA) in Advanced Management“ konzipiert und in Jahr 2011 vom Wissenschaftsrat Baden-Württemberg akkreditiert. Der Studiengang bietet Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge bzw. von Studiengängen mit einem wirtschaftswissenschaftlichen

Um die Adressatengerechtigkeit der Studienangebote

Schwerpunkt neben einer internationalen Perspektive die

(und damit ihre Erfolgschancen) zu erhöhen bzw. zu

Möglichkeit, sich in einem von sechs Spezialgebieten ver-

verbessern, werden die Studiengänge in Kooperation mit

tiefte betriebswirtschaftliche Kompetenzen zu erwerben:

Partnern nicht nur aus der Wissenschaft, sondern auch

»» Accounting, Tax Management and Controlling »» Advanced Human Resources Management »» Advanced Health Care Management »» Advanced Finance Management »» Advanced Marketingmanagement »» Advanced Insurance Management

aus der Praxis entwickelt. Vor der Einführung neuer Studiengänge werden Analysen der relevanten Märkte durchgeführt. Die praktische Relevanz der Inhalte und Themen geplanter Studiengänge wird dabei durch Gespräche mit den Mitgliedern des Hochschulbeirats, insbesondere aber auch durch regelmäßige Gespräche mit den berufstätigen Studierenden der WHL ermittelt. Beide Quellen werden

Im Mittelpunkt steht die Handlungs- und Problemlö-

auch zur kontinuierlichen Qualitätssicherung und -ver-

sungsfähigkeit in komplexen Entscheidungssituationen

besserung der bestehenden Studienangebote genutzt. Die

im Kontext einer immer stärker globalisierten und spezi-

Zufriedenheit der Studierenden wird zusätzlich durch re-

alisierten Geschäftswelt. Die Entwicklung von Problemlö-

gelmäßige Evaluationen der Lehre, sowohl im Bereich der

sungsfähigkeit schließt die Auseinandersetzung mit un-

eingesetzten Fernlernmaterialien als auch im Bereich der

terschiedlichen Akteursrollen ein. Das Studium soll die

Präsenzseminare, erhoben.

Absolventen gleichermaßen zur Übernahme von leiten-

Um die Bedingungen in der Lehre zu verbessern und das Studienangebot noch attraktiver zu gestalten, hat die WHL im Jahre 2010 und 2011 verschiedene Anstrengungen und Aktivitäten unternommen, die im Folgenden vorgestellt werden.

den Aufgaben in unterschiedlichen betrieblichen Funktionsbereichen sowie zur Übernahme von Aufgaben der Unternehmens- und Mitarbeiterführung im Allgemeinen befähigen. Die Studiendauer des „MBA in Advanced Management“ beträgt entweder 18 oder 24 Monate und dementsprechend können 90 bzw. 120 ECTS für den Master-Abschluss erworben werden. Ab 2012 wird dieser Studiengang an der WHL angeboten.

Jahresbericht 2010/11


132 ∙ IV Lehre

Management – Master of Science Im Jahr 2011 wurde mit der konzeptionellen Neuentwicklung des Master-Studiengangs „Management – Master of Arts“ begonnen. Ziel ist es, ab den Jahr 2012 an der WHL den Studiengang „Management – Master of Science“ anbieten zu können. Die Studierenden des Studiengangs „Management – Master of Science“ sollen aus einer thematisch breit angelegten, insbesondere auch internationale Aspekte beinhaltenden Management-Perspektive inner- und zwischenbetriebliche Prozesse und Problemstellungen wirtschaftswissenschaftlich fundiert, insbesondere durch eine

Ausbau der Lehrkapazität Vor dem Hintergrund der Planung neuer Studiengänge und der thematischen Ausrichtung einzelner Studiengänge und ihrer Vertiefungsrichtungen wurden Rahmenbedingungen für die Ausweitung der Lehrkapazität geschaffen. Hierzu zählen:

»» die Einrichtung eines zweiten Lehrstuhls für Allgemeine BWL/Finance and Banking II. Dieser Lehrstuhl wurde in 2011 ausgeschrieben und die Besetzung soll im Jahr 2012 abgeschlossen werden.

»» die Einrichtung einer Juniorprofessur für Ökono-

theoriegeleitete Reflexion und Anwendung einschlägiger

metrie und Statistik. In der Lehre soll die Juniorpro-

ökonomischer Methoden und Instrumente, analysieren

fessur Lehrveranstaltungen in den entsprechenden

und gestalten bzw. bewältigen können. Damit soll einer-

Bereichen der Master-Studiengänge übernehmen und

seits auch hier die Handlungs- und Problemlösungsfähig-

auch die Forschung in diesem Bereich an der WHL

keit in komplexen Entscheidungssituationen im Kontext

voranbringen. Die Ausschreibung und Besetzung der

einer immer stärker globalisierten und spezialisierten

Juniorprofessur ist vorgesehen für das Jahr 2012.

Geschäftswelt gefördert werden. Andererseits soll der Studiengang den Studierenden aber auch den (wirtschafts-) wissenschaftlichen Karriereweg eröffnen. Die Zielgruppe des Studiengangs „Management – Master of Science“ setzt sich aus Absolventen mit einem ersten, an einer Universität, Fachhochschule, Dualen Hochschule oder Berufsakademie erworbenen wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulabschluss oder Akademikern mit nicht-ökonomischem Erststudium, die das dann als Zugangsvoraussetzung geltende „Kompaktstudium Management“ der WHL absolviert haben müssen, zusammen. Diese Akademiker streben den Aufstieg in eine höhere Management-Position oder auch eine (wirtschafts-)wissenschaftliche Karriereentwicklung an.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Mit der Erweiterung des wissenschaftlichen Personals in den oben genannten Fachrichtungen wird dies zugleich auch eine Intensivierung der Forschungsaktivitäten in den relevanten Forschungsschwerpunkten ermöglichen. Auch ist langfristig geplant, die Anzahl der Lehrstühle und Professoren kontinuierlich aufzustocken. So sollen die Forschung sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zusätzlich intensiviert werden, um das angestrebte Ziel eines eigenständigen Promotionsrechts zu erreichen.


IV Lehre ∙ 133

Einsatz des Planspiels OPEX III in der Lehre Neben Fallstudien sind Planspiele in fast allen Studiengängen als Pflichtelemente enthalten. Mit ihnen lässt sich die Übertragung theoretischer Kenntnisse auf praktische Problemstellungen gut trainieren. Im Rahmen der Masterstudiengänge „Management - M. A.“, „Clinicial Research Management - M. Sc.“ und „General Management - MBA“ kommt seit 2009 das Planspiel OPEX III regelmäßig zum Einsatz.

Mit dem Planspiel werden verschiedene Lernziele verfolgt, beispielsweise sollen Einsichten in die Interdependenzen zwischen den betrieblichen Aufgabenbereichen vermittelt werden. Teammitglieder werden daher angeregt, interdisziplinär zu denken, da sich ihre Entscheidungen stets auf mehrere Unternehmensbereiche auswirken. Weiterhin lernen sie, sich auf zielrelevante Entscheidungsgrößen zu konzentrieren, um dadurch effizienter entscheiden zu können. Dabei soll die Nützlichkeit betriebswirtschaftlicher Instrumente (beispiels-

OPEX III ist ein computergestütztes Entscheidungstrai-

weise Finanzplanung, Deckungsbeitragsrechnung) durch

ning, mit dem grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten

intensive Anwendung im Spielverlauf deutlich werden.

des Controllings vermittelt werden können. Mittels des

Auch die Erfahrungen der Arbeit im Team spielen eine

Planspiels werden Hilfen und Anregungen für die Unter-

Rolle. Die Teilnehmer sollen lernen, im Team effektiv zu

nehmensführung gegeben. Hierbei wird anschaulich und

arbeiten und die Teilergebnisse von Teammitgliedern zu

praxisnah vermittelt, wie die Komplexität der Unterneh-

koordinieren.

mensführung durch einen systematischen Prozess auf Basis von bilanziellen und marktorientierten Daten begreifund steuerbar wird.

Das Planspiel findet an der WHL als Blockveranstaltung im Rahmen eines zweitägigen Präsenzseminars statt.

Für alle Spielgruppen ist die Ausgangssituation gleich. Vier bis fünf Studierende bilden ein Team, das ein OPEXUnternehmen führt und die spezifischen Vorstandsaufgaben in den Bereichen „Strategische Planung“, „Finanzielle Zielsetzung“, „Marketing bzw. Absatz“, „Beschaffung“, „Investition“, „Produktion“, „Finanzierung“ und „Rechnungswesen“ übernehmen. Das Team tritt dabei in das schon existierende Unternehmen ein und führt die Geschäfte fort.

Jahresbericht 2010/11


134 ∙ IV Lehre

Bequem von zu Hause: Präsenzseminare im eigenen Wohnzimmer – Intensivierung von OnlineVeranstaltungen Das Online-Seminar, das der Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik seit einigen Jahren anstelle einer Lehrveranstaltung vor Ort erfolgreich durchführt, wurde im Jahr 2011 nochmals modernisiert: Von April bis Juni wurde dafür das Web-Konferenzsystem Adobe Connect genutzt. Die zwölf Studierenden mussten nicht nach Lahr fahren, um sich und den Dozenten zu sehen, sondern nahmen an zwei Online-Terminen mit Headset und Webkamera

Das zweite Online-Treffen dient zum gemeinsamen Feedback, dem inhaltlichen Austausch und der Besprechung des zweiten Arbeitsauftrags: die Konzeption der betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen auf Basis der Bedarfsermittlung. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Quantität und Qualität der eingereichten Portfolioaufgaben übertreffen in vielen Fällen die daran geknüpften Erwartungen. Ein Grund mehr, diesen Weg weiter zu gehen und mit der neuen AKAD-Fernstudiendidaktik den Studierenden weiter entgegenzukommen – im wörtlichen Sinne.

verpflichtend teil. Die Resonanz? Durchweg positiv: kein Urlaubsantrag,

AKAD Campus

keine weite Anreise, nach Feierabend bequem von zu

Nun steht es fest: Im Jahr 2013 wird die Virtuelle Hoch-

Hause aus einloggen und dabei sein. So funktioniert me-

schule vom komplett neu entwickelten AKAD Campus

dienbasiertes Fernstudium heute. Die Qualität der Lehre

abgelöst. Der AKAD Campus wird die Studierenden bei

muss darunter nicht leiden. Im Gegenteil: Sie begrenzt

der Organisation, Planung und Durchführung des Studi-

sich nicht auf acht Stunden Seminar vor Ort, sondern er-

ums mit modernsten Lehrmethoden unterstützen. Durch

öffnet vor, zwischen und nach den Online-Sitzungen im

ein breites Set an innovativen Funktionen für zeitgemäße

Abstand von vier Wochen neue didaktisch-methodische

Fernlehre und kurze Wege, vereinfacht er das Kommu-

Möglichkeiten:

nizieren und Zusammenarbeiten durch soziale Vernet-

Am Anfang steht die verpflichtende Einsendeaufgabe. Die Studierenden müssen zeigen, dass sie den Stoff bereits bearbeitet haben. Im ersten Seminar werden die wesentlichen Inhalte kurz wiederholt, diskutiert und mithilfe einer Fallstudie vertieft. Zwischen den OnlineTerminen führen die Studierenden selbstständig einen Arbeitsauftrag im Kontext der Fallstudie (als Portfolioaufgabe) durch. Konkret: Die Bedarfsermittlung für ein betriebliches Weiterbildungskonzept. In der auf der OnlinePlattform des Lehrstuhls Wirtschaftspädagogik parallel dazu eingerichteten Kursgruppe können sich Studierende und Dozent austauschen und ihre Ausarbeitungen einstellen.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

zung und wird den Studierenden ein gemeinsames kooperierendes Lernen ermöglichen. So beispielsweise mit einer intuitiven Web-2.0-Benutzeroberfläche, mit permanenten Kontaktmöglichkeiten zu den Tutoren und den Betreuern und vielfältigen Möglichkeiten zum aktiven Austausch mit Kommilitonen – so sind die Studierenden niemals allein. Der direkte Draht wird hier ganz großgeschrieben. Zusätzlich werden die Studierenden sich mit dem Studienplan jederzeit einen individuellen Überblick über ihr Studium verschaffen können und ebenso jederzeit ihre Lernmittel benutzen oder ihre persönlichen Termine organisieren können und haben Einsicht in sämtliche Neuigkeiten von Tutoren und Dozenten.


IV Lehre ∙ 135

International Summer School erneut mit einem vielfältigen Angebot Im Studiengang „Management - M. A.“ ist die internationale Summer School für alle Studierenden verpflichtend. Ebenso wird ab 2012 die Summer School verpflichtend für Studierende des Studiengangs „Advanced Management - MBA“. Neben dem fachlichen Thema dienen diese Veranstaltungen nicht zuletzt dem internationalen Austausch und dem Erwerb interkultureller Kompetenzen und Kontakten. Bereits im Jahr 2009 konnten die Studierenden Summer Schools an Universitäten in Kairo (Ägyp-

Auch in den Jahren 2010 und 2011 konnten die Studierenden wieder zu einer Vielzahl von Themen Veranstaltungen besuchen. Die thematischen Schwerpunkte lagen in den Bereichen: „Business after the Crisis“, „Financial Modeling“, „IFRS“, „Human Resources Management“, „Social Banking“, „Profitable Customer Management“, „Money rules the world – who rules the money?“, „European Integration and Management“, „Buisness Ethics & Sustainability“, „New Leadership“, „Español para extranjeros“, „Doing Business in China“ und „Negotiation Boot Camp: Personal Mastery in the Art of Negotiating“.

ten), Bozen (Italien), Riga (Lettland), Tallinn (Estland), Vilnius (Litauen) und Eichstätt-Ingolstadt (Deutschland) besuchen. Im Jahr 2010 und 2011 konnten die Teilnehmer sogar an Veranstaltungen an den folgenden zehn Universitäten/ Buisness Schools bzw. Akademien besuchen: Academia Columbus (Playa del Carmen, Mexiko), Buisness Engineering School La Salle (Barcelona, Spanien), CBL International Dubai Busisness School (Dubai, VAE), Guanghua School of Management, Peking University (Peking, China), Hanken School of Economics (Helsinki, Finnland), Institute for Social Banking (Florenz, Italien), Institute for Social Banking, Education and Research (Canterbury, Großbritannien), Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt/WFI Ingolstadt School of Management, Nyenrode Business Universiteit (Breukelen, Niederlande) und Wroclaw University of Economics (Breslau, Polen).

Jahresbericht 2010/11


Master-Studiengänge ∙ 137

Master-Studiengänge

Jahresbericht 2010/11


138 ∙ Master-Studiengänge

Abschluss

Master of Arts (M. A.) Studienbeginn

Jederzeit

Management Master of Arts

Studiendauer

Regelstudienzeit: 4 Semester Credits

120 ECTS Studiengebühren

612,– € monatlich 14688,– € Gesamtstudiengebühr zzgl. 2400,– € Prüfungsgebühr Kostenlose Betreuungsfrist

Eine kostenlose Verlängerung der Studiendauer um bis zu 24 Monate ist möglich, sodass das Studium je nach individueller Zeit-planung in 24–48 Monaten absolviert werden kann. Geprüfte Qualität

Der Studiengang ist staatlich anerkannt, von ACQUIN akkreditiert und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Mit dem Studiengang „Management“ werden die für Führungspositionen erforderlichen interdisziplinären Kompetenzen vermittelt und zugleich ein weltweit anerkannter universitärer Master-Abschluss erworben. Ein thematisch breit angelegter Ansatz, der das Management als Führungsfunktion in dem Unternehmen in den Mittelpunkt stellt, kennzeichnet dieses berufsbegleitende Studium der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr. Der Aufbaustudiengang ist interdisziplinär ausgerichtet und eröffnet eine Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten. Er knüpft an das Wissen und die Erfahrungen aus Erststudium und Beruf an und bereitet optimal auf leitende Aufgaben vor. Zwei Vertiefungsprofile bieten die Möglichkeit der Spezialisierung: „Kennzahlenorientiertes Management“ und „Personal- und marktorientiertes Management“. Es kann jedoch auch eine individuelle und profilübergreifende Kombination zusammengestellt werden.

ZIELGRUPPEN Der postgraduale Studiengang wendet sich insbesondere an Berufstätige mit erstem wirtschaftswissenschaftlichem Hochschulabschluss. Als nicht-konsekutiver Studiengang steht der „Master Management“ jedoch auch Akademikern mit nicht-ökonomischem Erststudium offen. Als Zugangsvoraussetzung ist in diesem Fall das achtmonatige „Kompaktstudium Management“ der WHL zu absolvieren. Alternativ können Nicht-Ökonomen den Studiengang „MBA“, Dauer 18 Monate, absolvieren.

KOMPETENZEN NACH ABSCHLUSS DES STUDIUMS Internationalität als Grundlage für Führungsaufgaben im globalen Wettbewerb wird an der WHL großgeschrieben – sei es bei der International Summer nr. sungs Zulas 808 136

School oder im Fach „International Management and Economics“. Der Master wird abgerundet durch die Integration wichtiger Schlüsselqualifikationen: Das Studienkonzept zielt darauf ab, Kompetenzen der Handlungs- und Problemlösungsfähigkeit in komplexen Entscheidungssituationen zu entwickeln. Eine

Studiengangsleiter

Prof. Dr. Markus Pütz: „Den Studiengang ,Management – Master of Arts‘ habe ich als Aufbaustudiengang interdisziplinär ausgerichtet, sodass er Ihnen eine unglaubliche Vielfalt an neuen beruflichen Möglichkeiten eröffnet. Und das Beste: Er knüpft an Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen aus Erststudium und Beruf an, bereitet Sie so optimal auf Ihre leitenden Aufgaben vor. Beste Voraussetzungen für eine zukunftssichere Karriere also.“

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Besonderheit der WHL ist das Fach „Philosophische Grundlagen des Managements“.

STUDIENABLAUF Im ersten Leistungssemester findet unter anderem eine Einführung in die philosophischen Grundlagen des Managements und in die Methoden und Instrumente der Forschungs- und Projektarbeit statt. Im zweiten Leistungssemester wird in diesen Bereichen das Wissen der Studierenden vertieft und nehmen diese an der internationalen Summer School teil. Hier tauschen die WHL-Studierenden sich mit Studierenden, Dozenten und Praxisvertretern unterschiedlicher Nationalitäten aus. Abschließend werden im dritten Semester die Module in den Vertiefungsfächern vervollständigt und im letzten Semester im Rahmen der Master-Thesis ein Thema aus den Vertiefungsfächern oder aus dem Fach „International Management and Economics“ gewählt und bearbeitet.


Master-Studiengänge ∙ 139

Finance and Banking Master of Arts Integrierte Märkte, neue Technologien, wachsende Kapitalmarktorientierung, steigende Risiken – die Finanz- und Kreditwirtschaft befindet sich seit Jahren in einem permanenten Wandel. Dieser Wandel macht auch vor den Beschäftigten nicht Halt. Neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Wer richtige Entscheidungen treffen will, muss alle Elemente der modernen Finanzwirtschaft kennen. An die Stelle des klassischen Bankkaufmanns tritt der Hochschulabsolvent mit spezialisierter Ausbildung. Der universitäre Master-Studiengang „Finance and Banking“ ist die richtige Antwort auf diese Herausforderungen. Er bietet die einmalige Chance, einen international anerkannten universitären Hochschulabschluss zu erreichen und dabei in vollem Umfang berufstätig zu bleiben. So kann neben dem Beruf finanzwirtschaftliches Wissen auf höchstem Niveau erworben werden.

ZIELGRUPPEN Der postgraduale Studiengang wendet sich insbesondere an Berufstätige mit erstem wirtschaftswissenschaftlichem Hochschulabschluss, die in der Finanzdienstleistungsbranche und verwandten Bereichen arbeiten, also beispielsweise an Mitarbeiter in Kredit- und Stabsabteilungen, Anlage- und Wertpapierberater, Mitarbeiter von Versicherungen, Mitarbeiter von Immobilienunternehmen und Fachleute in Finanzabteilungen von Unternehmen. Der

Abschluss Master of Arts (M. A.) Studienbeginn Jederzeit Studiendauer Regelstudienzeit: 3 Semester Credits 90 ECTS (mit Propädeutikum Finance and Banking 120 ECTS) Studiengebühren 716,– € monatlich 12888,– € Gesamtstudiengebühr zzgl. 2400,– € Prüfungsgebühr Kostenlose Betreuungsfrist Eine kostenlose Verlängerung der Studiendauer um bis zu 18 Monate ist möglich, sodass das Studium je nach individueller Zeitplanung in 18–36 Monaten absolviert werden kann. Geprüfte Qualität Der Studiengang ist staatlich anerkannt, von ACQUIN akkreditiert und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU ) zugelassen.

Studiengang steht auch Akademikern mit nicht-ökonomischem Erststudium offen. Diese müssen vor Aufnahme des Studiums das achtmonatige „Kompaktstudium Management“ an der WHL absolvieren. Bei fehlenden mathematischen und statistischen Vorkenntnissen ist die Belegung des Propädeutikums „Mathematik und Statistik“ obligatorisch.

nr. sungs Zulas 608 136

KOMPETENZEN NACH ABSCHLUSS DES STUDIUMS Es werden die wesentlichen Elemente des Finanzmanagements eines Unternehmens und das Wesen der Finanzmärkte verstanden. Die Theorie der Kapi-

Studiengangsleiter

talmärkte ist bekannt, Finanzprodukte können bewertet und in der Praxis eingesetzt werden. Im Rahmen des Bankenmanagements lernt man die zentralen

Prof. Dr. Stephan Schöning:

Elemente der Bankbilanzierung und der Bankenregulierung kennen. Neben

„Bankinterne Weiter-

detaillierten Kenntnissen des Risiko- und Rentabilitätsmanagements von Ban-

bildungsmaßnahmen

ken verfügen AbsolventenInnen über umfassende Kenntnisse vor allem im

oder ein Bachelor-Stu-

Bereich des Versicherungsmanagements und der Immobilienwirtschaft und

dium reichen zukünftig

können so das Allfinanzgeschäft beurteilen. Neue Problemstellungen in die-

im Finanzsektor für eine gehobene Füh-

sem Bereich können souverän aufgrund der im Studium erworbenen wissenschaftlichen Kompetenzen gelöst werden.

STUDIENABLAUF Im ersten Leistungssemester werden relevante finanzwirtschaftliche Grundlagen erarbeitet und wichtige Rahmenbedingungen wie „Statistik“ und „English for Financial Services“ vermittelt. Im zweiten Leistungssemester wird sich unter anderen ausführlich mit den Themenbereichen „Finanzprodukte und –dienstleistungen“ sowie „Bankenbilanzierung und -aufsicht“ umfassend beschäftigt. Im Verlauf des dritten Semesters wir die „Master-Arbeit“ angefertigt.

rungsposition nicht mehr aus. Der MasterAbschluss wird immer mehr zur Pflicht. Mit unserem WHL-Studiengang ‚Finance and Banking - Master of Arts’ stellen Sie sich erfolgreich den Anforderungen einer sich rasant entwickelnden Bank- und Finanzindustrie. Zusammen mit unserer bewährten WHL-Studienmethode garantiere ich Ihnen einen zukunftssicheren und karriereorientierten Masterstudiengang, der wirklich einmalig ist.“ Jahresbericht 2010/11


140 ∙ Master-Studiengänge

Abschluss Master of Business Administration (MBA) Ausrichtung Generalistisch

General Management Master of Business Administration (MBA)

Studienbeginn Jederzeit Studiendauer Regelstudienzeit: 3 Semester Credits 90 ECTS Inhalte Breit angelegte betriebswirtschaftliche Grundlagenausbildung, ergänzt durch volkswirtschaftliche und juristische Inhalte sowie Personalmanagement, Marketing, strategisches Management, International Management and Economics.

Fachkompetenz kombiniert mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und Management-Know-how ist gefragter denn je. Akademiker mit MBA-Aufbaustudium verbessern ihre Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt und haben die besten Voraussetzungen für den Weg in die Chefetagen. Der universitäre Weiterbildungsstudiengang der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr ermöglicht Absolventen nicht-wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge, sich in überschaubarer Zeit auf universitärem Niveau weiterzubilden. Je nach Interessenlage und Erststudium kann der Studiengang als generalistische BWL-Ausbildung oder mit einer Vertiefung belegt werden. Der berufsbegleitende Studiengang befähigt zur Übernahme von Führungsaufgaben in national und international tätigen Unternehmen sowie in der öffentlichen Verwaltung.

ZIELGRUPPEN Der postgraduale Studiengang wendet sich an Berufstätige mit einem ersten,

Studiengebühren 696,– € monatlich, 12528,– € Gesamtstudiengebühr, zzgl. 1800,– € Prüfungsgebühr

nicht-wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulabschluss, beispielsweise Inge-

Kostenlose Betreuungsfrist Eine kostenlose Verlängerung der Studiendauer um bis zu 18 Monate ist möglich, sodass das Studium je nach individueller Zeitplanung in 18–36 Monaten absolviert werden kann.

Strategisches Management, Unternehmungs- und Personalführung sowie

Geprüfte Qualität Der Studiengang ist staatlich anerkannt, von ACQUIN akkreditiert und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

lierte und spezialisierte Kenntnisse auf aktuellem wissenschaftlichem Niveau

nieure, Naturwissenschaftler, Geisteswissenschaftler, Juristen oder Mediziner.

KOMPETENZEN NACH ABSCHLUSS DES STUDIUMS Marketing sind zentrale Themen des Studiums. Internationalisierungs- und Globalisierungsprozesse werden aus einzel- und gesamtwirtschaftlicher Sicht analysiert und daraus Konsequenzen für unternehmerisches Handeln abgeleitet. Bei Wahl einer zusätzlichen Vertiefung können in diesem Fachgebiet detailerworben werden.

Studienablauf Im ersten Leistungssemester werden relevante betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen erarbeitet und wichtige volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen vermittelt. Im zweiten Leistungssemester wird sich ausführlicher

nr. sungs Zulas 508 136

mit den Bereichen „Rechnungswesen und Besteuerung“, „Rechtsformenwahl“, „Marktorientiertes Management“ sowie „Personalmanagement und Organisation“ beschäftigt. Fragen der Internationalisierung stehen im dritten Leistungssemester im Blickpunkt. Zudem werden in einem Planspiel die erworbenen theoretischen Kenntnisse auf praxisrelevante Problemstellungen angewendet. Der weitere Verlauf des dritten Semesters richtet sich nach der Wahl der Studiengangsvariante.

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


Master-Studiengänge ∙ 141

General Management mit Vertiefung Master of Business Administration (MBA plus)

Abschluss Master of Business Administration (MBA) Ausrichtung Mit Spezialisierung Studienbeginn Jederzeit Studiendauer Regelstudienzeit: 4 Semester

Inhalte Grundlagenausbildung mit fachlicher Spezialisierung. Wahl aus sechs Vertiefungsrichtungen:

»» Bildungsmanagement »» Insurance Management »» Marketingmanagement »» Controlling »» Health Care Management »» Human Resources Management

Credits 120 ECTS Studiengebühren 612,– € monatlich, 14688,– € Gesamtstudiengebühr, zzgl. 2400,– Prüfungsgebühr Kostenlose Betreuungsfrist Eine kostenlose Verlängerung der Studiendauer um bis zu 24 Monate ist möglich, sodass das Studium je nach individueller Zeitplanung in 24–48 Monaten absolviert werden kann. Geprüfte Qualität Der Studiengang ist staatlich anerkannt, von ACQUIN akkreditiert und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU ) zugelassen.

nr. sungs Zulas 508 136

Studiengangsleiter

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer „Mit dem ‚MBA in General Management’ erhalten Sie berufsbegleitend genau die Kenntnisse, die Sie als Ingenieur, Natur- oder Geisteswissenschaftler mit Führungsverantwortung benötigen. Sie sprechen die Sprache der Kaufleute und können bei Entscheidungen kompetent mitwirken. Mit diesem zweiten Standbein neben Ihrem Erststudium eröffnen sich Ihnen ganz neue Perspektiven für Ihre Karriere.“

Jahresbericht 2010/11


142 ∙ Master-Studiengänge

Studienbeginn Jederzeit Studiendauer Regelstudienzeit: 3 Semester für 90 ECTS bzw. 4 Semester für 120 ECTS Credits 90 ECTS (bei der Wahl von einer Vertiefung) bzw. 120 ECTS (bei der Wahl von 2 Vertiefungen) Studiengebühren Bei 3 Semestern: 621,– € monatlich, 11178,– € Gesamtstudiengebühr, zzgl. 1800,– € Prüfungsgebühr Bei 4 Semestern: 621,– € monatlich, 14904,– € Gesamtstudiengebühr, zzgl. 2400,– € Prüfungsgebühr Kostenlose Betreuungsfrist Bei 3 Semestern: Eine kostenlose Verlängerung der Studiendauer um bis zu 18 Monate ist möglich, sodass das Studium je nach individueller Zeitplanung in 18–36 Monaten absolviert werden kann. Bei 4 Semestern: Eine kostenlose Verlängerung der Studiendauer um bis zu 24 Monate ist möglich, sodass das Studium je nach individueller Zeitplanung in 24–48 Monaten absolviert werden kann. Geprüfte Qualität Der Studiengang ist staatlich anerkannt, von ACQUIN akkreditiert und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Advanced Management mit Vertiefungen Master of Business Administration (MBA) Der Weiterbildungsstudiengang „Master of Business Administration (MBA) in Advanced Management“ bietet Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge bzw. von Studiengängen mit einem wirtschaftswis-senschaftlichen Schwerpunkt neben einer internationalen Perspektive die Möglichkeit, sich in einem Spezialge-biet vertiefte betriebswirtschaftliche Kompetenzen zu erwerben. Im Mittelpunkt steht die Handlungsund Problemlösungsfähigkeit in komplexen Entscheidungssituationen im Kontext einer immer stärker globalisierten und spezialisierten Geschäftswelt. Die Entwicklung von Problemlösungsfähigkeit schließt die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Akteursrollen ein. Das Studium soll die Absolventen gleichermaßen zur Übernahme von leitenden Aufgaben in unterschiedlichen betrieblichen Funktionsbereichen sowie zur Übernahme von Auf-gaben der Unternehmens- und Mitarbeiterführung im Allgemeinen befähigen.

ZIELGRUPPEN Absolventen eines wirtschaftswissenschaftlichen Erststudiums, die ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse sowie ihre internationale Kompetenz im Fernstudium weiterentwickeln wollen.

KOMPETENZEN NACH ABSCHLUSS DES STUDIUMS Die an Dynamik ständig zunehmende internationale Wirtschaft mit ihren fortwährenden Veränderungen und Trendbrüchen fordert Fach- und Führungskräfte, die auf höchstem Niveau entscheiden können. Auf genau diese Aufgaben bereitet der Studiengang „MBA in Advanced Management“ vor. Führungsqualifikationen, internationale Erfahrung, ergänzt um tiefgreifendes Wissen in einer von sechs Vertiefungsrichtungen, runden das Profil ab, dem mit einem Erststudium bereits deutliche Konturen gegeben wurden. So werden die Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt gezielt verbessert und die Basis wird geschaffen für den Aufstieg in höchste Führungspositionen.

nr. sungs Zulas 011 148

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


Master-Studiengänge ∙ 143

Studienablauf Das Fernstudium „MBA in Advanced Management“ umfasst drei inhaltliche Blöcke, die einander systematisch ergänzen. Im Modulbereich „Foundation“ werden die relevanten Führungskompetenzen für die persönliche Weiterentwicklung der kommenden Führungskräfte vermittelt. Wirtschafts- und Unternehmensethik stehen hier ebenso auf dem Programm wie Leadership und ein interaktives Unternehmensplanspiel. Im zweiten Modulbereich „Internationalisation“ kommen betriebs- und volkswirtschaftliche Inhalte zur Sprache, die für das Verständnis grenzüberschreitender und globaler Wirtschaftsprozesse unerlässlich sind. Ebenso findet hier die mehrwöchige internationale Summer School an einer renommierten Partneruniversität (London School of Economics, Peking University) statt. Im dritten Modulbereich kann eine Vertiefung aus sechs Fachbereichen gewählt werden, die praxisrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt. Abschließend wird hier dann die Master-Thesis geschrieben.

Studiengangsleiter

Prof. Dr. Tristan Nguyen: „Mit dem ‚MBA in Advanced Management’ haben wir einen besonderen Studiengang entworfen, mit dem Sie Ihre ökonomischen Kenntnisse aus Ihrem Erststudium gezielt erweitern und systematisch komplettieren. Der in der internationalen Praxis anerkannte Abschluss qualifiziert die Studierenden nachhaltig für Führungspositionen, indem er ihnen neben profunden Führungskompetenzen in den Bereichen ‚Foundation’ und ‚Internationalisation’ das fachliche Know-how in einem Vertiefungsfach ihrer Wahl vermittelt. Die internationale Summer School an den renommierten Partneruniversitäten London School of Economics und Peking University bringt Ihnen wertvolle Erfahrung auf dem internationalen Bankett. So werden Sie zum gefragten Allround-Experten in der Wirtschaft. Mit diesem zweiten Standbein neben Ihrem Erststudium eröffnen sich Ihnen ganz neue Karrierehorizonte.“

Jahresbericht 2010/11


144 ∙ Master-Studiengänge

Abschluss Master of Arts (M. A.) Studienbeginn Jederzeit Studiendauer Regelstudienzeit: 4 Semester Credits 120 ECTS Studiengebühren 612,– € monatlich 14688,– € Gesamtstudiengebühr zzgl. 2400,– € Prüfungsgebühr Kostenlose Betreuungsfrist Eine kostenlose Verlängerung der Studiendauer um bis zu 24 Monate ist möglich, sodass das Studium je nach individueller Zeitplanung in 24–48 Monaten absolviert werden kann. Geprüfte Qualität Der Studiengang ist staatlich anerkannt, von ACQUIN akkreditiert und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Wirtschaftspädagogik Master of Arts In der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung sind seit einigen Jahren umwälzende Reformen in Gang – Stichworte sind Standardisierung der Weiterbildung, Internationalisierung und Modularisierung. Für diese Herausforderungen benötigen Unternehmen und Bildungsinstitutionen professionelle Führungspersönlichkeiten. Der berufsbegleitende Studiengang der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr bietet die hierfür erforderliche Verknüpfung von soliden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen mit pädagogischen Kompetenzen. Die Absolventen sind in der Lage, komplexe Aufgabenund Problemstellungen der beruflichen Bildung mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und Prozesse im Bereich der beruflichen Bildung eigenverantwortlich zu steuern.

ZIELGRUPPEN Zielgruppe im Besonderen sind Wirtschaftswissenschaftler. Aber auch Absolventen nicht-ökonomischer Studiengänge steht der Master-Studiengang offen. Der Studiengang ist interessant für diejenigen, die eine Karriere im betrieblichen Personalwesen oder bei Bildungsträgern anstreben, in der Aus- und Weiterbildung in Betrieben und Verwaltungen tätig sind und eine leitende Position übernehmen wollen, bei Bildungsträgern tätig sind und Führungsaufgaben oder eine Dozententätigkeit übernehmen wollen, oder als freier Dozent oder Berater arbeiten (wollen). Zudem eröffnet der Abschluss in einigen Bundesländern die Möglichkeit eines Quereinstiegs in den Schuldienst an beruf-

nr. sungs Zulas 808 136

lichen Schulen.

KOMPETENZEN NACH ABSCHLUSS DES STUDIUMS Das Studium bereitet auf die Übernahme leitender Aufgaben im Bereich der beruflichen Bildung und Personalarbeit vor. Die Absolventen sind in der Lage, Studiengangsleiter

Bildungsbedarfe zu erheben, didaktische Konzepte auszuarbeiten, Prozesse zu

Prof. Dr. Michael Klebl:

bewerten, Weiterbildungsmaßnahmen und Personalentwicklung zu planen

„Der WHL-Studiengang ‚Master of Arts Wirtschaftspädagogik’ befähigt Sie zur Übernahme leitender Positionen in der beruflichen Bildung und Personalarbeit. Sie sind damit in der Lage, Bildungsprozesse im Spannungsfeld individueller, gesellschaftlicher und betrieblicher Interessen sowohl aus pädagogischer als auch unternehmerischer Perspektive einzuordnen und zu gestalten. Als Bildungsexperte erarbeiten Sie Lösungen für komplexe Entscheidungssituationen für Unternehmen und Bildungsträger. Damit haben Sie die besten Voraussetzungen für eine zukunftssichere Karriere.“

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

und umzusetzen, pädagogisches Personal zu führen, neue Lernformen zu entwickeln und bildungswissenschaftlich in der Forschung zu arbeiten.

STUDIENABLAUF Im ersten Leistungssemester werden unter anderem die wichtigsten Grundlagen in Philosophie, Forschungs- und Projektarbeit sowie in Berufs- und Wirtschaftspädagogik vermittelt. Im zweiten Leistungssemester stehen Fragen des Lehrens und Lernens und der Didaktik in der ökonomischen und beruflichen Bildung im Vordergrund. Im dritten Leistungssemester werden weitere wirtschaftspädagogische Themenfelder wie beispielsweise das Bildungscontrolling und die Evaluation erarbeitet. Abschließend setzen sich im letzten Semester die Studierenden mit den neuesten Ansätzen in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik auseinander und verfassen die Master-Arbeit im Bereich „Wirtschaftspädagogik“ oder in einem der Vertiefungsfächer.


Master-Studiengänge ∙ 145

Clinical Research Management Master of Science in Zusammenarbeit mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Die Anforderungen an die Qualität klinischer Prüfungen steigen und der intensiver werdende Wettbewerb in der pharmazeutischen, medizintechnischen sowie biotechnologischen Industrie und in akademischen Forschungseinrichtungen macht eine stärkere Professionalisierung der dort tätigen klinischen Forscher und Prüfärzte notwendig. Um eine leitende Position in den genannten Industrien oder in akademischen Forschungseinrichtungen einnehmen zu können, benötigt eine Führungskraft daher beides: fundierte Kenntnisse der klinischen Forschung und der ökonomischen Zusammenhänge sowie Management-Techniken. Dies gilt auch für die Qualifikation von Prüfärzten und Studienleitern im Bereich der klinischen Forschung, vor allem im Zusammenhang mit klinischen Studien zur Zulassung von neuen pharmazeutischen bzw. medizintechnischen Produkten.

ZIELGRUPPEN Zielgruppe sind einerseits Führungskräfte und Führungsnachwuchs in der pharmazeutischen Industrie und im klinischen Studienwesen, die noch nicht über Kenntnisse in der klinischen Forschung und im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich verfügen. Der universitäre Studiengang „Clinical Research Management – Master of Science“ der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr in Kooperation mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg vermittelt alle notwendigen Qualifikationen – sowohl im Bereich des klinischen Studienwesens als auch im Bereich „Gesundheitsökonomik und Management“. Mitarbeiter in der klinischen Forschung oder in pharmazeutischen Unternehmen können sich so in überschaubarer Zeit weiterbilden und für leitende Positionen qualifizieren – und dies, ohne ihren Beruf aufzugeben.

Abschluss Master of Science (M. Sc.) Studienbeginn Jährlich im Oktober Studiendauer Regelstudienzeit: 4 Semester Credits 120 ECTS Studiengebühren 696,– € monatlich 16704,– € Gesamtstudiengebühr zzgl. 2400,– € Prüfungsgebühr Kostenlose Betreuungsfrist Eine kostenlose Verlängerung der Studiendauer um bis zu 24 Monate ist möglich. Je nach individueller Zeitplanung kann damit das Studium in 24–48 Monaten absolviert werden. Zusatzqualifikation Clinical Research Physician Der Studiengang ist von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit 480 Fortbildungspunkten (CME) anerkannt. Geprüfte Qualität Der Studiengang ist staatlich anerkannt, von ACQUIN akkreditiert und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Kompetenzen nach Abschluss des Studiums Das Studium befähigt Sie zur Übernahme leitender Aufgaben im Bereich klinischer Forschung. Sie verstehen die Strukturen des Gesundheitswesens und der pharmazeutischen Industrie. Den Prozess der klinischen Forschung ken-

nr. sungs Zulas 408 136

nen Sie von der Konzeption über die Planung bis zur Durchführung detailliert sowie allen relevanten nationalen und internationalen Auflagen. Sie können aus einer General-Management-Perspektive den Prozess der klinischen Forschung theoriegeleitet reflektieren und praktisch gestalten und sind in der Lage, die klinische Forschung innerhalb Ihres Unternehmens unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimal zu managen. Die Instrumente für die Finanzierung und das Controlling des Forschungsprozesses beherrschen Sie, interdisziplinäre und internationale Forscherteams können Sie organisieren und führen. Sie verfügen über Know-how, um für neue Produkte Zielgruppendefinitionen und Marketing-Konzeptionen zu entwickeln, verstehen die Grundzüge der Wirtschafts- und Unternehmensethik und setzen sich mit den ethischen Grundsätzen Ihres Tuns auseinander. Sie verfügen über fachliche Kompetenzen sowie über fachübergreifende Sozial- und Methodenkompetenzen, um in komplexen Entscheidungssituationen Lösungen herbeizuführen.

Jahresbericht 2010/11


146 ∙ Master-Studiengänge

Studienablauf Im ersten Leistungssemester werden volkswirtschaftliche und ethische Grundsatzfragen des Gesundheitswesens umfassend bearbeitet, sowie grundlegende Einblicke in die Prozesse der klinischen Forschung ermöglicht. Im zweiten Leistungssemester werden Themen aus der klinischen Forschung aus anwendungsorientierter Perspektive betrachtet. Im dritten Leistungssemester werden die Management-Themen Personal und Organisation, Marketing, Controlling und Finanzen bearbeitet. Abschließend wird im vierten Semester die MasterThesis zu einem Thema aus dem Bereich „Clinical Research Management“ angefertigt.

Zusatzqualifikation „Clinical Research Physician“ Mediziner, die den Studiengang „Clinical Research Management – Master of Science“ erfolgreich absolvieren, erhalten mit dem Master-Abschluss automatisch auch die Qualifikation „Clinical Research Physician“.

Anerkennung der Landesärztekammer Baden-Württemberg Der Studiengang ist von der Landesärztekammer Baden-Württemberg als ärztliche Fortbildung im klinischen Studienwesen mit 480 Fortbildungspunkten (CME) anerkannt.

Studiengangsleiter

Prof. Dr. Jörg Lindenmeier: „Der mittlerweile über fünf Jahre angebotene Master-Studiengang ‚Clinical Research Management‘ wird von den Studierenden aus Klinik, Universität und Industrie gut angenommen. Insbesondere die Symbiose aus Lerninhalten zur Klinischen Forschung auf der einen Seite und zum Management auf der anderen Seite macht ihn zu einem auf dem Arbeitsmarkt universell einsetzbaren Instrument.“

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


Master-Studiengänge ∙ 147

Jahresbericht 2010/11


V Die WHL in den Printmedien


150 ∙ V Die WHL in den Printmedien

Schwarzwälder Bote – 21. Februar 2011

Badische Zeitung – 10. Juli 2010

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Leipziger Volkszeitung – 8. Oktober 2010


V Die WHL in den Printmedien ∙ 151

Schenefelder Tagblatt – 1. Juni 2011

Schwarzwälder Bote – 25. Juni 2010

Jahresbericht 2010/11


152 ∙ V Die WHL in den Printmedien

Badische Zeitung – 28. Oktober2010

aud!max ING. Ingenieur Ausgabe 7/2011

Badische Zeitung – 26. Januar 2011

Schwarzwälder Bote – 21. Februar 2011

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Hotel- und Gaststättenkurier Ausgabe 2011/2


V Die WHL in den Printmedien ∙ 153

Schwarzwälder Bote – 21. Februar 2011

Jahresbericht 2010/11


154 ∙ V Die WHL in den Printmedien

Badische Zeitung – 22. November 2010

Schwarzwälder Bote – 6. Oktober 2010

Badische Zeitung – 9. November 2010

Badische Zeitung – 7. Juni 2011

WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr


V Die WHL in den Printmedien ∙ 155

Badische Zeitung – 7. Juli 2011

Badische Zeitung – 22. Januar 2011

Jahresbericht 2010/11


Impressum Herausgeber: Rektor Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr – staatlich anerkannt – Hohbergweg 15 –17, 77933 Lahr Telefon +49 7821 9238-50 Telefax +49 7821 9238-63 info@whl-lahr.de www@whl-lahr.de Redaktion: Matthias Holthaus, M.A., Dr. Michael Bruch Trägergesellschaft: AKAD Bildungsgesellschaft mbH Maybachstraße 18 –20, 70469 Stuttgart Telefon +49 71/81495-0 Telefax +49 711/81495-999 Geschäftsführung: Michael Lammersdorf Andrea Tegtmeier Registergericht Stuttgart HRB 2272 UID-Nr.: DE169503446 © AKAD Bildungsgesellschaft mbH, 11/2012

WHL Jahresbericht 2010/11  
WHL Jahresbericht 2010/11  

Jahresbericht 2010/2011 WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Advertisement