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Seitentaufe

berät Recap Fonds beim Verkauf von Holland Blumen Mark an oberösterreichische I­nvestorengruppe en bei Begebung ihrer Immobilienanleihe +++ Wolf Theiss berät Portfolio ­ Recovery ­ Associates Diskurs erneut unverhältnismäßige Verfahrensverzögerung durch Haft- und Rechtsschutzrichterin EVENT KOLUMNE Albert Birkner Managing Partner CHSH

Das Bail-in-Komplott

Compliance in CEE Lexis Nexis, Novomatic und Taylor Wessing luden zum zwölften Compliance-Netzwerktreffen. Robert Pris­ tauz-Telsnigg, Gottfried Berger und Michael Wadsak diskutierten über Compliance in CEE. Ziel des Events war es, den Gästen durch Erfahrungsberichte aus der Praxis einen Überblick über die Herausforderungen zu geben, die unter anderem

beim CEE-weiten Roll-out von Compliancerichtlinien auftreten können. Sowohl sprachliche Aspekte als auch die Unterschiede der Länder oder innerhalb einzelner Regionen wurden thematisiert. Die Experten sehen die Entwicklung von Compliance in CEE optimistisch und sprechen von einer immer größer werdenden Bedeutung.

NEWS

Vergleichsangebot bei Erste Bank Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und die Erste Bank Österreich haben für 60 Kunden ein Angebot eines teilweisen Ersatzes von Schäden aus der Vermittlung von Beteiligungsverträgen an Schiffs- und Immobilienfonds

durch die Erste Bank erarbeitet. Die Bank bietet ihren Kunden bis zu 30 Prozent der durch diese Investments erlittenen Schäden an. Der VKI rät den betroffenen Kunden, dieses Angebot eines außergerichtlichen Ausgleichs anzunehmen.

NEWS

Herbst Kinsky berät Raiffeisen-Holding Die Wirtschaftskanzlei Herbst Kinsky hat die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien bei ihrem Verkauf von zwölf Prozent der Anteile an der Do & Co AG vertreten. Zehn Prozent der Aktien wurden von der UniCredit Bank AG zur Unterlegung eines Return Equity Swaps mit Do & Co AG erworben. Die restlichen zwei Prozent der Aktien wurden von der Attila Dogudan Privatstiftung übernommen.

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Im Rahmen von Bankensanierungen werden Rufe laut, die eine Gläubigerbeteiligung auch in der Senior-Tranche an der Sanierung von Banken im Rahmen von BadBank-Strukturen verlangen. Aus Sicht der heimischen Rechtslage stehen dem verfassungsrechtliche Bedenken entgegen. Nun hat die EU gehandelt. Ab 2015 soll die Bank Recovery and Resolution Directive (BRRD) in Kraft treten. Darin werden Instrumente zur Bankensanierung zur Verfügung gestellt. Neben ganzer oder teilweiser Unternehmensveräußerung und der Vermögensübertragung auf ein Brückeninstitut unter staatlichem Einfluss bringt die BRRD als zentrales Instrument der Bankensanierung das Bail-in, das Abschreibungen der Eigenkapitalinstrumente bis zur gänzlichen Löschung, die Umwandlung nachrangiger Verbindlichkeiten in Eigenkapital und die Abschreibung oder Umwandlung vorrangiger Verbindlichkeiten vorsieht. Erfahrungen mit dem Bail-in gibt es bereits: Auf Grundlage eines Gesetzes von 2012 entschieden die Niederlande einen teilweisen Forderungsverlust von Aktionären und Nachranggläubigern der SNS Reaal Bank. In Anlehnung an das Bail-in-Regime der BRRD wurden besicherte und erstrangige Gläubiger bedient. a.birkner@derboersianer.com

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DerBörsianer 3. Ausgabe, Q2 2014  

Das Fachmagazin für den österreichischen Kapitalmarkt