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VIG sucht Käufer für bulgarische und österreich ergebnis aller Pensionskassen +++ EU-Kommissi (IORP II) vor +++ Generali mit neuem Einmalerla

NEWS KOLUMNE Günter Geyer Präsident VVO

Helvetia trotzt dem Markt

Chancen und Herausforderungen In den vergangenen Monaten hat die heimische Versicherungswirtschaft wichtige strategische Ziele erreicht, die positiv für die gesamte Branche zu sehen sind: Schon letztes Jahr ist mit der Reform der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge ein großer Schritt gelungen. Die altersabhängige Staffelung der Mindestaktienquote hat dieser Form der Zukunftssicherung neue Attraktivität verliehen. Ich bin zuversichtlich, dass sich auch im Bereich der Einmalerläge die kürzlich beschlossene Senkung der Mindestbindefrist für Versicherungsnehmer über 50 Jahre positiv auf das Kundeninteresse auswirken wird. Die Versicherungswirtschaft, ein wichtiger Investor und Stabilisator auf dem Kapitalmarkt, kann so belebend auf die Aktienmärkte wirken. Wir stehen trotz allem vor weiteren Herausforderungen: Seit langem plädieren wir für eine gesetzliche Verankerung einer Versicherungslösung für Naturgefahren. Unser Vorschlag sieht vor, eine Versicherung gegen Naturgefahren verpflichtend an den Abschluss einer Feuerversicherung zu koppeln. So würde ein Rechtsanspruch für Betroffene geschaffen werden, sie wären keine Bittsteller mehr für Mittel aus den Katastrophenfonds. In Hinblick auf den Klimawandel sehe ich dies als wesentlichen Auftrag und Aufgabe für unsere Branche zur Absicherung heimischer Vermögenswerte. g.geyer@derboersianer.com

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Bei der Österreichtochter der Schweizer Helvetia-Gruppe zeichnete sich mit einem Wachstum von zwölf Prozent auf 105,7 Millionen Euro in der Lebensversicherung ein positives Bild ab: „Wesentliche Treiber des Wachstums in der Lebensversicherung (LV) waren die fondsgebundene LV (+ 59,6 Prozent) sowie das für unsere Größe starke Einmal­erlagsgeschäft mit einem Volumen von 31,5 Millionen Euro“, so Vertriebsvorstand Werner Panhauser. 2014 rechnet der VVO auch in der Gesamtbranche

wieder mit einem Aufschwung im Lebensversicherungsgeschäft, wenn auch nur um 1,5 Prozent. Die Helvetia Versicherungen AG konnte im gleichen Zeitraum ihre Gesamtprämienaufkommen um 6,1 Prozent auf 262,9 Millionen Euro steigern. 2014 will die Helvetia ihr Ziel, unter die Top Ten der österreichischen Versicherer zu kommen, weiter verfolgen. Derzeit dürfte sie auf Platz 13 oder 14 liegen, wobei viele Institute zu Redaktionsschluss ihre Zahlen für 2013 noch nicht veröffentlicht hatten.

NEWS

Infrastruktur-Investitionen Die Vorsorgekassen, die die Gelder der „Abfertigung Neu“ verwalten, würden gern „in die Bresche springen, dort wo Banken sich aus Infrastrukturfinanzierungen wegen neuer Eigenkapitalvorschriften unter Basel III zurückgezogen haben“, sagte Heinz Behacker, Geschäftsführer der VBV-Pensionskasse AG.

Von der Regierung hätte er gern InfrastrukturInvestmentprodukte für Langzeitinvestoren mit Staatsgarantien und attraktiver Rendite. Die zehn Vorsorgekassen, die etwa 6,2 Milliarden Euro verwalten, erhalten monatlich etwa 30 bis 35 Millionen Euro an Zuflüssen, die angelegt werden müssen.

06.04.14 19:32

DerBörsianer 3. Ausgabe, Q2 2014  

Das Fachmagazin für den österreichischen Kapitalmarkt

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