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Ausgabe 01/2011 Jahrgang 01

MELDORF. Standpunkte und mehr...

INTERVIEW.

Im Dialog mit Bürgermeister Reinhard Pissowotzki

winterzeit. ...ist Boßelzeit in Meldorf

WMF-Bürgerbank.

Aktuelles im Fokus

Die WMF wünscht all ihren Lesern und Freunden eine besinnliche Adventszeit und alles Gute zum Weihnachtsfest.


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29.09.2011

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MELDORF. Interview

Im Gespräch mit Bürgermeister Reinhard Pissowotzki

S. 09

Ein Stadtwerk für Meldorf? S. 14 Rückkauf des Stromnetzes?

Meldorfer Bürgerbank ... und wieder eine gute Idee der WMF

S. 17

Boßeln

S. 21

Meldorfer Heimatsport

Vorwort WMF – Wer macht die Fraktionsarbeit? Bericht aus dem Bau- und Umweltausschuß Einkaufszentrum Kampstr. Lust statt Frust Blick über den Tellerrand Lebenserfahrung Stammzellenspende Weihnachtliches Rezept aus dem V Impressum

S. 05 S. 07 S. 13 S. 19 S. 19 S. 22 S. 25 S. 26 S. 26 INHALT. 03

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Foto: Dom-Photo Scholl

Foto: Gisela Herzberg

Liebe Meldorferinnen und liebe Meldorfer! Sie halten gerade die neue Zeitung der Wählergemeinschaft MeldorfFreunde (WMF) in Ihren Händen. Unsere Zeitung heißt MELDORF. (sprich: Meldorf Punkt), denn sie ist von Meldorfern für Meldorfer gemacht und: MELDORF. bringt eine Sache auf den Punkt! Wir wollen Sie in einem neuen, schlanken Format über aktuelle Themen aus Meldorf informieren und Sie mit Geschichten aus der Sportwelt und Ihrer Nachbarschaft unterhalten - und das dreimal im Jahr. Es wird eine Reihe von festen Rubriken geben, wie z.B.: Berichte aus dem Rathaus Als stärkste Fraktion der Meldorfer Stadtvertretung ist die WMF in allen Ausschüssen für die Belange der Meldorfer Bürgerinnen und Bürger engagiert. In dieser Rubrik werden wir aktuelles aus den einzelnen Ausschüssen berichten. Interview mit dem Bürgermeister Wollten Sie den Bürgermeister nicht schon immer einmal etwas gefragt haben? Oder ihn auf einen Missstand in Meldorf aufmerksam machen und mit ihm darüber diskutieren? Wir organisieren einen Termin bei Reinhard Pissowotzki und berichten anschließend über dieses Gespräch!

WMF-Bürgerbank Wir haben die erste Bürgerbank Meldorfs gebaut. Diese magentafarbene Bank stellen wir für Sie an brisanten Stellen Meldorfs auf. Brennpunkte, wo Ihrer Meinung nach etwas verändert werden muss! Die WMF-Bank – mobiler Treffpunkt zum Klönsnack zwischen Bürger, Politik und Verwaltung. Darüber hinaus werden wir regelmäßig die ganz „heißen Eisen“ anfassen: In dieser Ausgabe z.B. das Thema „Stadtwerke Meldorf “. Gibt es einmal gründlicheren politischen Diskussionsbedarf, so werden wir als unabhängige Wählergemeinschaft natürlich „Pro & Contra“ gleichermaßen zu Wort kommen lassen. Markus Pycha wird in jeder Ausgabe von der Meldorfer Sportwelt berichten, wir werden Ihnen bisher verborgene Hobbies bekannter Meldorfer vorstellen und auch das eine oder andere Mal einen Blick über den Tellerrand wagen. Wir hoffen, Ihnen gefällt das neue Angebot im „Meldorfer Blätterwald“ und wünschen Ihnen nun viele spannende Informationen und ein wenig Unterhaltung mit MELDORF. Waldemar Herzberg 1. Vorsitzender der WMF Knut Rudloff 2. Vorsitzender der WMF vorwort. 05

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WMF – Wer macht Fraktionsarbeit? Die WMF-Fraktion trifft sich jeden ersten Montag im Monat und bespricht dann die Entscheidungen, die in den dann folgenden Ausschüssen getroffen werden müssen. Wer arbeitet eigentlich aktiv bei der WMF mit, werden sich einige Meldorfer fragen. Wir sind 7 Stadtvertreter (HansJoachim Horn, Heinz Hell, Dr. Henning Ibs, Wiebke Lüdtke, Jörg Westphal, Bernd Wichelmann und Bürgermeister Reinhard Pissowotzki). Dazu kommen die bürgerlichen Mitglieder in den Ausschüssen. Dies sind Rolf Ackermann, Bernhard Freese, Waldemar Herzberg, Carmen Nagorny und Thomas Krohn. Hinzu kommen die Vorstandsmitglieder Markus Pycha, Jeanette Kühl und Knut Rudloff. Die Leitung einer Fraktionssitzung wird immer schwieriger, da sehr viele Meinungen zu den einzelnen Themen vorhanden sind. Daher sind die Diskussionen manchmal sehr lang und intensiv. Dies zeichnet aber auch eine Wählervereinigung aus. Bei uns hat jeder etwas zu sagen und nicht nur einer. Ein Thema in den letzten Monaten war die Regionalisierung des Stromnetzes, was wir durchaus skeptisch betrachten, da durch die Übernahme der Netze durchaus Risiken eingegangen werden, die wir derzeit noch nicht übersehen können. Nach den Sondierungsgesprächen mit einigen möglichen Partnern und der Wirtschaftlichkeitsprognose sehen wir noch eine Menge Arbeit auf uns zukommen. Aber die schwarze Null (laut H.-W. Roth) sieht aus unserer Sicht rot aus. So sehr ich auch hoffe, dass die Meldorfer Bürger lieber den Strom von einem Meldorfer Stadtwerk erhalten wollen, so glaube ich doch, dass bei dieser Entscheidung der Preis eine Hauptrolle spielen wird. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Schulentwicklung, die durch das TrapezGutachten auf einen richtigen Weg gebracht werden soll. Leider sind im gesamten Entwicklungsprozess einige Kommunikationsprobleme aufgetaucht. So treten immer wieder Verständigungsprobleme auf. Derzeit gibt es keine Förderkulisse vom Bund oder vom Land. Daher werden wir keine großen Veränderungen herbeiführen können, sondern müssen uns zunächst mit den Instandhaltungsarbeiten bei der Grundschule beschäftigen. Die dringend erforderlichen

Arbeiten müssen hier auf den Weg gebracht werden. Falls dann irgendwann wieder von höherer Stelle an S chulentwicklungsprogramme gedacht wird, sollten wir aber im Schulverband schon so weit in unserer Entwicklungsplanung sein, dass wir sofort Anträge stellen können. Darum war das Trapezgutachten richtig und die weitere Diskussion wichtig. Nur sollten wir uns keine Illusionen machen, wie viele Millionen Euro wir ausgeben wollen. Wir haben sie nicht und deshalb wird es auch zunächst keine oder kaum Veränderungen in der Schullandschaft geben. Ein ganz wichtiges Thema haben wir noch mal neu diskutiert. Die Kinder-, und Jugendbeteiligung möchten wir endlich in geordnete Bahnen bringen. Wir erhoffen uns von unserem Vorschlag, der eine Art Jugendparlament vorsieht, mehr Anreize für Kinder und Jugendliche, sich zu beteiligen. Die Stadt will Geld für Projekte zur Verfügung stellen und die Jugendlichen selbst dürfen diese Projekte entwickeln und planen. Die Stadtvertreter reden da nicht rein, sondern bewilligen nur das Geld aus dem Stadtsäckel. Jetzt sind die Schuldirektoren an der Reihe, unsere Idee mit Leben zu füllen. Nach den Ferien sollen mit den Klassensprecherwahlen auch gleich Vertreter für das Jugendparlament gewählt werden. Nicht zuletzt beschäftigen wir uns immer wieder mit dem Thema Touristik. Der neu gegründete Verein „region:meldorf aktiv“ verspricht in dieser Hinsicht einen Aufbruch in neue gemeinsame Wege mit der Region Meldorf. Auch im Kommunalunternehmen Speicherkoog wird intensiv diskutiert, wie es dort weitergehen kann. Doch wie meistens gehen hier die Diskussionen um das liebe Geld. Wir werden das Thema Tourismusentwicklung weiter vorantreiben und hoffen auf die Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden. Sie sehen, es gibt immer etwas zu tun in der WMF. Wir freuen uns über jeden, der mitmachen will. Gerne haben wir Gäste in unserer Runde, auch Sie sind herzlich willkommen. Heinz Hell

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Unser Bürgermeister im Interview Heute mit: Laura Engler

In dieser Rubrik stellt sich unser Bürgermeister den Fragen der Meldorferinnen und Meldorfer. Jeder, der Interesse hat, Reinhard Pissowotzki einmal zu interviewen, kann sich bei der Redaktion um einen Termin bewerben. Heute begleitet Knut Rudloff von MELDORF. Laura Engler (16) zu ihrem Interview mit unserem Bürgermeister. Laura ist Schülerin der Meldorfer Gelehrtenschule und Mitglied der Jugendeinwohnerversammlung. Laura Engler: Was macht und ist ein Bürgermeister? Reinhard Pissowotzki: Ein Bürgermeister ist Vorsitzender der Stadtvertretung und ein Repräsentant der Stadt. Er ist Mitglied in vielen Verbänden und Ausschüssen. Ich bin unter anderem Mitglied im Amtsausschuss, dem Schulverband und dem Stiftungsrat der Stiftung Mensch. Meine Aufgaben sind sehr vielseitig. Ich übernehme die Leitung verschiedener Gremien, führe Gespräche mit der Verwaltung, plane Ein- und Ausgaben und noch vieles mehr. Eine Woche kann da schon mal sehr lang werden. Manchmal bis zu 40 Stunden in der Woche.

Wie wird man Bürgermeister? Reinhard Pissowotzki: Es gibt zwei Arten von Bürgermeistern: Einmal den hauptamtlichen Bürgermeister und den ehrenamtlichen Bürgermeister. In Kommunen mit weniger als 8000 Einwohnern gibt es keinen hauptamtlichen Bürgermeister. Dies ist auch der Grund, warum wir uns dem Amt Mitteldithmarschen angeschlossen haben, da Meldorf ja knapp unter der 8000 Marke mit seinen 7500 Einwohnern liegt. Ein hauptamtlicher Bürgermeister wird von den Bürgern der Stadt direkt gewählt. Der ehrenamtliche Bürgermeister wird von der Stadtvertretung gewählt und muss auch deren Mitglied sein. Ein weiterer Unterschied zwischen haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeister ist, dass der hauptamtliche Bürgermeister Leiter der Stadtverwaltung ist. Meldorf hat jedoch einen Großteil seiner Verwaltungsbereiche an die Amtsverwaltung Mitteldithmarschen abgegeben.

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Seit wann sind Sie Bürgermeister? Und wie lange sind Sie es mindestens noch? Reinhard Pissowotzki: Ich bin jetzt Bürgermeister seit Juli 2008 und bleibe es noch bis zum Ende meiner Amtszeit 2013. Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit als Bürgermeister? Reinhard Pissowotzki: Es ist eine interessante Tätigkeit. Man hat viel mit Menschen zu tun, arbeitet mit ihnen zusammen, kann Projekte und Wünsche umsetzen oder verschiedene Sachen planen. Ein von Ihnen ins Leben gerufenes Projekt ist ja die Jugendeinwohnerversammlung Meldorf. Mit was für einem Ziel haben Sie dieses Projekt ins Leben gerufen? Reinhard Pissowotzki: Bisher fehlte immer der Kontakt zu den Jugendlichen. Es gibt Maßnahmen, da ist die Mitwirkung der Jugendlichen erforderlich. Diese Jugendeinwohnerversammlungen sind ein Versuch, die Jugendlichen mit einzubinden. Schade ist, dass die Teilnahme der Jugendlichen an den Versammlungen schon wieder abbröckelt. Es wird bereits über einen Vorschlag der WMF nachgedacht, daraus

ein Jugendparlament zu gründen, um die Arbeit weiter zu entwickeln. Was macht diese Jugendeinwohnerversammlung, was sind ihre Aufgaben? Reinhard Pissowotzki: Eigene Ideen und Maßnahmen können und sollen umgesetzt werden. Die Mitglieder organisieren etwas für andere Jugendliche. Wie zum Beispiel die Sache mit den Skatern, die immer noch läuft oder die Jugenddisco, die 2009 stattfand. Eine andere Aufgabe wäre auch das Beraten der Stadt. Also die Jugendbeteiligung bei Projekten der Stadt, wie zum Beispiel dem Umzug des Jugendzentrums ins Gemeindehaus. Und wer darf da alles mitmachen? Reinhard Pissowotzki: Mitmachen darf jeder, der aus Meldorf kommt und Lust daran hat, sich zu engagieren. Wer mitmachen möchte, braucht sich einfach nur bei mir zu melden, indem er mir eine E-Mail schreibt. Meine EMail-Adresse ist r.pissowotzki@mitteldithmarschen.de . Man bekommt dann eine Einladung von uns zur nächsten Versammlung und ist dort herzlich willkommen.

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Reinhard Pissowotzki im Interview mit Laura Engler. Fotos: Knut Rudloff

Eines der derzeitigen Projekte der Jugendeinwohnerversammlung ist die Bemalung der Tunnelwände. Was erhoffen Sie sich von dem Projekt, dass Jugendliche die Tunnelwände bemalen? Reinhard Pissowotzki: Ich erhoffe mir, dass die jugendliche Kunst mehr gezeigt und verbreitet wird. Und das Verständnis anderer Jugendlicher gegenüber denen, die mitmachen, geweckt wird. Auch wünsche ich mir, dass die Bilder nicht sofort wieder beschmiert werden. Wir Erwachsenen haben dabei keine konkreten Vorstellungen, was an die Tunnelwände gemalt wird. Die Jugendlichen können ihrer Fantasie freien Lauf lassen und dann Vorschläge machen, über die dann beraten wird. Ein Vorschlag, der mir z.B. sehr gut gefällt, ist ein ausgefallenes Meldorf-Graffiti eines Schülers der Gemeinschaftsschule. Mehr darf ich dazu noch nicht verraten… Herr Bürgermeister, vielen Dank für Ihre Offenheit und das nette Gespräch!

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Bericht aus dem Bauund Umweltausschuss Der Bau- und Umweltausschuss trifft sich 4 – 5 mal im Jahr, bei Bedarf auch öfter. Die Tagesordnung ist im Allgemeinen sehr lang und je nach Diskussionsbedarf auch die Sitzung. Schwer ist auch manchmal zu verstehen, was in den einzelnen Punkten der Tagesordnung gemeint ist. Ein Beispiel: der Tagesordnungspunkt 4 der Sitzung vom 14.02.2011, er lautet: 4) Aufstellung des teilweise vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 16a der Stadt Meldorf für das Gebiet zwischen Grenzweg, Hauptstraße (K26) und Brunnenweg Durchführungsvertrag Gemeint ist hiermit, dass ein Investor hinter der Fa. Binkebank eine Zimmerei errichten will und er verpflichtet sich mit diesem Durchführungsvertrag die Kosten (Bauleitplanung, Erschließung, usw.) zu übernehmen. Der Bau- und Umweltausschuss hat dem natürlich zugestimmt, denn ein weiterer oder eine Vergrößerung eines Gewerbebetriebes ist nur sinnvoll für Meldorf. In der Sitzung vom 19.09.2011 gab es 15 Tagesordnungspunkte, hier die wichtigsten: 1) Der Erlass einer Veränderungssperre am alten Meldorfer Hafen.

Hier bestand der B au au s s c hu s s darauf, dass die Anwohner frühzeitig beteiligt werden. Es hat zwischenzeitlich die erste Anwohnerversammlung stattgefunden. 2) Die Planänderung des Grünstreifens zwischen Hemmweg und Landwirtschaftsmuseum. Aus dem ursprünglich geplanten Parkplatz soll eine Grünanlage werden 3) Die Gemeinde Nindorf plant ein Bebauungsgebiet, dem muss die Stadt Meldorf zustimmen 4) Antrag auf weitere Mittel zur Städtebauförderung 5) Die Durchführung der Städtebauförderung „Östliche Innenstadt“ konnte nicht behandelt werden, weil der Gestaltungskanon nicht vorlag, also wird der Ausbau der Gehstraßen wieder verschoben. 6) Die bauliche Änderung der Gehwegführung in einem Teil der neu gestalteten Süderstraße. Hier muss als erstes geklärt werden, wer für diesen Fehler zuständig ist und wer dann die Umbaukosten trägt. Waldemar Herzberg Bürgerliches Mitglied im Bau- und Umweltausschuss

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Foto: Im Internet entdeckt von Thomas Krohn

Mit oder ohne Stadtwerke: Es besteht keine Gefahr, dass Meldorf „abgeknipst“ wird!

Ein Stadtwerk für Meldorf?

Im Jahr 2013 läuft der Konzessionsvertrag mit der Schleswig-Holstein Netz AG (ehemals Eon) aus und es besteht für die Stadt die Möglichkeit des Rückkaufes des Meldorfer Stromnetzes. Die SPD hat die Vision, dass Meldorf ein solches Stadtwerk haben sollte und der Fraktionsvorsitzende Roth treibt die Diskussion hierzu voran. Zugegeben, als Kommune den Strom zu produzieren und ihn über das eigene Netz an die Meldorfer Bürger zu vertreiben, hat einen gewissen Charme. Energielieferung gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge und sollte eigentlich in kommunaler Hand sein. Sicherlich besteht mit einem eigenen Stadtwerk die Möglichkeit, die Aktivitäten auf Gas und Wärme sowie auf angrenzende Netze und weitere Kunden auszudehnen, aber vor dem Start sind einige Hürden zu überwinden. Seit zweieinhalb Jahren beschäftigen sich die städtischen Gremien mit dem Thema Stadtwerk und hierbei geht es in erster Linie um die Übernahme des Stromnetzes. Viele Beratungs- und Informationsgespräche haben die zuständigen Ausschussmitglieder besucht und ein Arbeitskreis wurde gegründet um sich noch intensiver zu informieren. Theoretisch ist der Rückkauf des Stromnetzes klar geregelt und an sich kein Problem, die Praxis sieht allerdings anders aus, denn der derzeitige Netzbetreiber (Schles-

wig-Holstein Netz AG) möchte das Netz gar nicht verkaufen. Die Erfahrung bei bisherigen Netzrückkäufen hat gezeigt, wie ein Konzern sich wehren kann. Den echten Wert des Netzes kennt nur der jetzige Betreiber und er wird die Nennung erstens verzögern und zweitens viel zu hoch beziffern. Weiterhin wird er nicht ohne weiteres mitteilen, wie hoch das zu erzielende Netzentgelt ist, das Bestandteil des Strompreises ist und vom Verbraucher gezahlt wird. Diese wichtigen Informationen werden erst in langwierigen Verhandlungen und in der Regel vor Gericht entschieden. Für diese Verfahren werden wir Berater und Anwälte beauftragen müssen, deren Tätigkeiten vorsichtig geschätzt nicht unter 150.000,- Euro zu haben sein werden. D.h. zwei für die Kalkulation des Strompreises ganz wichtige Bestandteile wären uns zum Zeitpunkt der Entscheidung für eine Netzübernahme nicht bekannt. Weiterhin kann das Ende des Verfahrens auch das Ergebnis haben, dass man das Netz doch lieber nicht übernehmen sollte. Anwälte und Berater hätten ihr Geld verdient, die Stadtvertreter wären um eine Menge Erfahrung reicher und der Stadthaushalt wäre unnütz belastet. Soweit der Netzbetrieb, für den man natürlich Dienstleistungen eines erfahrenen Partners einkaufen muss, aber wie sieht es mit dem Stromvertrieb an den Kunden aus? Wird er Abnehmer des Mel-

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dorfer Stadtwerkes werden? Niemand weiß das, aber unterstellen wir mal positiv, dass 50% der Meldorfer Haushalte wechseln werden und berücksichtigen wir hierfür einen durchschnittlichen Stromverbrauch pro Haushalt von 4.500 kWh und eine realistische Marge von 0,2 Cent/kWh (Angabe: Stadtwerke Bordesholm), dann ergibt das einen jährlichen Gewinn aus dem Vertrieb von 15.750,- Euro (3.500 Haushalte x 50% x 4.500 x 0,2 :100). Lohnt sich für dieses vergleichbar geringe Ergebnis und bei den nicht bekannten Kosten der Netzübernahme das einzugehende Risiko? Dürfen Kommunalpolitiker einer Stadt, die seit Jahren im Haushalt ein strukturelles Defizit hat und wo eine Besserung nicht in Sicht ist, es eingehen? Zur Erinnerung: Das aktuelle Defizit für 2011 im Verwaltungshaushalt beträgt 1.700.000,- Euro und der Kreditbedarf im Vermögenshaushalt ist gerade auf 850.000,- Euro gestiegen.

In der WMF-Fraktion ist man überzeugt, dieses unternehmerische Risiko nicht eingehen zu wollen. Für uns hat die Gleichung „Eigenes Netz/Stadtwerk = Gewinn“ zu viele Unbekannte. Hans-Joachim Horn

Foto: Im Internet entdeckt von Knut Rudloff

Jedes Wirtschaftsunternehmen wird sich bei diesen Rahmenbedingungen so

ein Wagnis sehr genau überlegen. Aus sachlicher Überzeugung und betriebsw ir ts chaf t lich belegt, kann die E nt s c h e i d u n g also nicht getroffen werden. Es kann allenfalls eine politische Entscheidung sein, die jeder Stadtvertreter vor seinem Wähler zu verantworten hat. Für diese politische Entscheidung bedarf es der Mehrheit in der Stadtvertretung, in der neben der SPD Fraktion Teile der CDU/FDP Fraktion Chancen für das Vorhaben sehen.

Stadtwerke Meldorf: Wenn, dann nur mit einem starken und erfahrenen Partner! MELDORF. 15 WMF_01_Dez_2011.indd 15

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Die Meldorfer Bürger Bank … und wieder eine gute Idee der WMF

Die Wählergemeinschaft Meldorf Freunde (WMF) stellt mit Reinhard Pissowotzki seit der letzten Kommunalwahl den Meldorfer Bürgermeister. Seit Anfang Oktober stellt sie nun auch die erste Meldorfer Bürgerbank auf – nämlich immer dort, wo etwas ver- oder geändert werden muss! Aber der Reihe nach: Vor etwa einem Jahr hatte Nicole Dethmann vom Vorstand der WMF die Idee zu dieser Bank. Eine Bank für alle Meldorfer Bürger sollte es sein. Eine Bank zum Meckern, zum Anregen oder auch zum Loben. Ein mobiler Treffpunkt, der immer da aufgestellt werden soll, wo es etwas zu sagen gibt. An Brennpunkten der Stadt, wo etwas nicht ganz „rund“ läuft. Ein Treffpunkt zum Klönsnack zwischen Bürger, Politik und Verwaltung. Klar war sofort: Die Bank muss „unsere“ Farbe tragen, also pink sein oder wie die Profis sagen „magentafarben“. Ohne lange zu zögern übernahm Bernhard Freese aus unserem Vorstand die „Projektleitung“. Viele fleißige Hände packten mit an und Dank der Meldorfer Sponsoren NORDIA Feinblech GmbH und des Technischen Handels Dieter Martens konnte die Idee in die Tat umgesetzt werden. Anfang Oktober war es nun soweit, die Bank war fertig und wartete darauf, aufgestellt zu werden. Wegen der erneuten Verzögerung bei der Umgestaltung unseres

Fu ß g änge r b e reiches war der erste Standort schnell gewählt: Wa l d e m a r Herzberg und Bernhard Freese bauten die Bank direkt gegenüber unseres Rathauses auf. Keine fünf Minuten stand die Bank und schon wurde sie „besetzt“. Talina Kläden und Mandy Wiebe waren gerade auf ihren Inlinern in der Meldorfer Innenstadt unterwegs. Wie der Zufall es so will, sogar in Sachen Fußgängerzonensanierung! Sie schauten sich nämlich vor dem Rathaus die Musterpflasterungen an. Und genau wie sich die beiden sofort einig über die Variante 2 (das freundliche, aber nicht zu helle Pflaster) waren, so waren sie auch sofort von Meldorfs Bürgerbank begeistert. „Echt ´n tolle Idee, voll die coole Farbe und dazu noch richtig bequem!“ war auch hier ihre einhellige Meinung. Nun dürfen wir gespannt sein, an welchen Brennpunkten Meldorfs Bürgerbank überall noch aufgestellt wird. Sie als Bürger können die zukünftigen Standorte bestimmen! Sagen Sie uns, wo es in dieser Stadt ein Problem gibt, das im Dialog zwischen Politik und Verwaltung gelöst werden muss. Wir kommen mit unserer Bank, machen die Sache publik und helfen, eine Lösung für Sie zu finden. Knut Rudloff, 2. Vorsitzender WMF

Talina Kläden (12) und Mandy Wiebe (12) waren die ersten „BesetzerInnen“ der Meldorfer Bürgerbank. Foto: Waldemar Herzberg MELDORF. 17 WMF_01_Dez_2011.indd 17

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Einkaufszentrum Kampstraße Jetzt ist es endlich eröffnet. Gut sieht es aus. Wer von Osten Meldorf ansteuert blickt auf eine gelungene Gewerbebebauung. Erinnert sich noch jemand an die Hallen und Silos? Es war ein langer Weg bis zur Eröffnung, nach Fertigstellung des Bebauungsplans nahm ich im September 2008 zum ersten Mal an den Gesprächen mit den Investoren teil. Alle Maßnahmen mussten mit dem Einzelhandelsgutachten in Einklang gebracht werden, das klar festlegt, dass im neuen Einkaufzentrum keine Einzelhändler mit Produkten angesiedelt werden dürfen, die die Innenstadtgeschäfte in ihrer Existenz gefährden. Im Frühjahr 2009 war die Sache dann ziemlich festgefahren, denn ohne den Mieter Rossmann, der gemäß Gutachten nicht angesiedelt werden durfte, sahen sich die Investoren außer Stande das Projekt zu realisieren. Ein Ergänzungsgutachten, das neue Entwicklungen berücksichtigt, sollte die Lösung bringen. Dieses Vorgehen löste in den städtischen Ausschüssen und in der Stadtvertretung heftige Diskussionen

Lust statt Frust

Da geben wir alle paar Jahre Stimmen ab bei der Landtagswahl, bei der Bundestagswahl und bei der Europawahl. Abgeordnete ziehen in die Parlamente ein und treffen Entscheidungen, über die in der Presse berichtet wird. Diese unsere Abgeordneten entscheiden in der Regel nach einem Fraktionszwang. Wer diese Fraktionsmeinung bestimmt, wird nicht so recht deutlich. Viele Entscheidungen sind auch nicht nachvollziehbar. Sie beruhen offensichtlich nicht auf Vernunftsentscheidungen, sondern aus irgendwelchen „deals“ hinter den Kulissen. Das Wort von der Politikverdrossenheit macht die Runde. In der Kommunalpolitik ist es anders. Hier hat der „einfache“ Wähler die Möglichkeit, sich einer kommuna-

aus, die bis hin zu persönlichen Angriffen gingen. Manche sahen den Untergang der innerstädtischen Geschäftswelt voraus. Letztlich wurde im Juli 2009 mehrheitlich der Startschuss für die Investoren gegeben. Ich bin heute wie damals der Ansicht, dass dieses Einkaufszentrum gut für Meldorf ist, dass es zusätzliche Kunden in die Stadt bringen wird, die sonst im Kreisverkehr direkt nach Heide oder Büsum abbiegen würden. Wie in der städtebaulichen Rahmenplanung berücksichtigt und im Einzelhandelsgutachten gefordert, wird unsere große Aufgabe für die nächsten Jahre die Anbindung des Einkaufszentrums an die Innenstadt sein. Der Blick vom Einkaufszentrum zum Dom macht neugierig auf das Stadtzentrum, und der Weg durch den bald neu gestalteten Fußgängerbereich dahin, ist ein Katzensprung. Für mich ist das neue Zentrum eine Bereicherung und eine Chance für die innerstädtische Geschäftswelt. Ich glaube uns wird die Anbindung gelingen, denn im Gegensatz zu anderen Städten haben wir kein Einkaufszentrum am Stadtrand, sondern innerhalb der Stadt. Hans-Joachim Horn

len politischen Gruppierung anzuschließen, sich sofort – vielleicht auch nur mit einem für Sie besonders wichtigen Thema – einzubringen, mitzumischen und auf diese Weise ein überschaubares Umfeld zu gestalten, also nicht nur zu meckern, sondern zu machen. Sie sind herzlich eingeladen, dies in der WMF zu tun, eine kommunale politische Gruppierung, die jede Meinung gelten lässt, die also keinen Fraktionszwang kennt. Dr. Henning Ibs

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Foto: Thomas Krohn

Hubertus von Oldenburg beim Abwurf

Winterzeit ist Boßelzeit Spätestens nach dem ersten Frost weiß jeder Boßler, dass die Vorbereitung auf den Januar und den Februar langsam beginnen muss. In Meldorf und den umliegenden Dörfern des Mielebundes versammeln sich nach und nach Boßler aus allen Schichten auf dem Trainingsgelände: Egal, ob jung oder alt, ob groß oder klein - Ziel ist es, die 500 Gramm schwere, mit Blei gefüllte Holzkugel so weit wie möglich zu schleudern und seiner Gemeinde zum Sieg zu verhelfen. In dieser Saison steht für die Meldorfer Boßler ein ganz besonderer Kampf auf dem Terminkalender: Voraussichtlich am 18. Februar kommt es zum Aufeinandertreffen mit der Boßelgruppe Nindorf-Farnewinkel. Man konnte die letzten beiden Jahre jeweils einen knappen Sieg einfahren und nach langer Zeit wirft die Untergruppe Meldorf wieder um eine „goldene Boßel“, die symbolisch für drei Siege in Folge steht. Geworfen wird auf heimischer Bahn, die sich entlang der Koppeln des Reitplatzes zieht. Aber auch der Feldkampf gegen die Nachbarn aus Wolmersdorf ist jedes Jahr eine große Herausforderung. Man konnte schon lange nicht mehr gewinnen und muss sich wundern, dass ein so kleines Dorf eine so hohe Dichte an guten Werfern hat.

Aber auch andere, große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Im Mai 2012 finden die Boßel-Europameisterschaften in Italien statt und die ersten Ausscheidungen und Qualifikationen wurden bereits hinter sich gebracht. Auch hier spielen die Werfer des Mielebundes immer eine große Rolle, wenn es darum geht, die Farben SchleswigHolsteins über die Landesgrenzen hinaus zu vertreten. Nachdem der Sommer eher nur schmale Kost in Sachen Boßeln bietet, wurde in den letzten Wochen schon wieder kräftig geworfen. Es standen die Vereins-, Kreis- und Landesmeisterschaften im Straßenboßeln an und mit Markus Pycha aus Meldorf, Sönke Dreeßen aus Bargenstedt und Ralf Gieseler aus Nindorf stellte der Mielebund wieder einmal die Gewinner. Falls das Interesse an unserem Heimatsport geweckt wurde, kann man sich umfangreich im Internet unter www.mielebund.de informieren. Wer sogar einmal selbst die Kugel in die Hand nehmen möchte, ist herzlich eingeladen, mit der Boßelgruppe Meldorf zu trainieren. Die voraussichtlichen Trainingszeiten sind ab Anfang Dezember immer sonntags um 10.30 Uhr. Markus Pycha 3. Vorsitzender WMF  MELDORF. 21

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Blick über den Tellerrand Die Geschichte vom Weihnachtsmann und der anthropogene Klimawandel…

Mein Sohn wird Anfang Dezember acht und befindet sich in einer schwierigen, wenn auch chancenreichen Situation: Bis vor kurzem glaubte er noch an den Weihnachtsmann, doch nun plagen ihn ernsthafte Zweifel! Der Weihnachtsmann kam jeden Heiligabend zu uns nach Hause, brachte immer einen Teil der gewünschten Geschenke mit. Aus einem goldenen Buch las er Erlebnisse aus dem jungen Leben meines Sohnes vor. Dabei ermahnte er ihn hin und wieder, doch mehr auf die Ansagen seiner Eltern zu hören. Der Weihnachtsmann war also, obwohl ein Schauspieler, für unseren Filius eine absolut reale Erscheinung! Doch nun, durch den aufklärenden Unterricht der Grundschule und Gespräche mit älteren Mitschülern verunsichert, kommen ihm ernsthafte Zweifel an seinem Glauben auf. Das ist gut für ihn, denn nun muss er sich selbst zielgerichtet Informationen über den Weihnachtsmann suchen, um entweder an seinem Glauben festzuhalten oder auch „vom Glauben abzufallen“. Dabei kann er sehr viel für sein ganzes Leben lernen. Ein wenig schwieriger ist die Situation für mich als Vater: Zum einen verliere ich einen Teil meiner Glaubwürdigkeit und zum anderen auch ein „Erziehungsinstrument“. Wie leicht war das doch noch vor ein paar Jahren, als man einfach nur den Weihnachtsmann, quasi als OberAutorität, aus dem Ärmel zaubern konnte und schon gehorchte das liebe Kind. Warum erzähle ich Ihnen nun von meinem Sohn und dem Weihnachtsmann? Weil es durchaus vorstellbar ist, dass auch wir in vielen Themenbereichen wie „kleine Kinder“ behandelt werden! Genauso, wie wir Erwachsene unsere Kinder an den Weihnachtsmann glauben lassen, lassen möglicherweise andere Menschen uns an etwas glauben. Warum das so sein könnte und was wir dagegen unternehmen können, werden Sie gleich erfahren. Doch zunächst einige Beispiele. Es gibt eine ganze Reihe von Ereignissen oder Glaubenssätze, die einen ganz starken Einfluss auf unser persönliches Denken und damit auch auf unser kollektives Verhalten haben. Dazu zählt z.B. der Anschlag vom 11.09.2001, perfekt geplant und durchgeführt von der Terrororganisation „Al-Qaida“. Immer und immer wieder wurden uns die schrecklichen Bilder des Anschlages vor Augen geführt

und tausende Male durch die Medien eingeprägt, wer die Schuld und die Verantwortung dafür trägt. Die „Achse des Bösen“ wurde erfunden und die USA besetzen seitdem ein Land nach dem anderen. Wir alle glauben weiterhin brav an das Schreckgespenst Al-Qaida. Deshalb ist die politische Elite in Berlin auch in der Lage, unsere Bundeswehr in alle Herren Länder zu senden. Doch was wissen wir wirklich über den 11. September? Ein anderes Beispiel ist der feste Glaube daran, dass Erdöl fossilen Ursprunges ist und die Vorkommen weltweit begrenzt und in wenigen Jahren ausgebeutet sind. An diese „Tatsache“ glauben wir, weil sie uns immer und immer wieder erzählt wird. Wir haben es so in der Schule gelernt. Überall steht davon geschrieben, also ist es wahr. Wir glauben daran und wenden ohne aufzumurren einen ganz erheblichen Teil unseres Einkommens für Heizung und Kraftstoffe auf, obwohl die Förderkosten minimal sind und über 90% des Preises von den beteiligten Konzernen und Staaten als Profite oder Steuereinnahmen verbucht werden. Eine ernstzunehmende Theorie russischer Wissenschaftler, die besagt, dass Erdöl permanent neu im Inneren der Erde auf katalytischem Wege aus den dort reichlich vorhandenen Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff gebildet wird, verschweigen die traditionellen Medien. Wissen wir also wirklich, ob Erdöl aus abgestorbenen Meeresorganismen entstanden ist oder glauben wir nur daran, weil es uns immer so erzählt wurde? Ein letztes Beispiel ist die Mär vom „anthropogenen“, also vom menschgemachten Klimawandel. Als „Bernsteinmensch“ habe ich engen Kontakt zu Geologen und Paläontologen der Universität Hamburg. Was meinen Sie, wie genau die mir nachweisen können, dass sich das Klima in den letzten Jahrmillionen sehr, sehr oft und wenn, dann auch meist schlagartig, verändert hat? Es scheint sogar so zu sein, dass es etwas wie eine „Klimastabilität“ nie auf Erden gegeben hat: Ein permanenter Klimawandel scheint der Normalzustand zu sein. Ob nun durch schwankende Sonnenaktivitäten oder warum auch immer, der Mensch war jedenfalls nie daran beteiligt, denn den gab es ja noch gar nicht.

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millionenfach komplexeres Thema, wie der Klimawandel, angeblich genau berechenbar sei, gab Prof. Dürr eine klare Antwort! Keiner weiß und keiner kann berechnen, wie sich derzeit das Klima ändert. Es kann sein, dass sich die Erde in den nächsten Jahrzehnten erwärmt, es kann aber auch sein, dass wir wieder auf eine Eiszeit zusteuern. Kein Wissenschaftler könne das vorausberechnen. Das einzige was wir genau wissen ist, dass alles in Bewegung ist. Auf meine Frage eine überraschend klare Antwort, die so an diesem Abend wohl keiner der Veranstalter erwartet hätte. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich möchte gar nicht behaupten, das eine sei wahr, das andere sei unwahr, denn: Ich weiß es gar nicht! Durch die „Geschichte vom Weihnachtsmann“ sensibilisiert, möchte ich ein klein wenig dazu beitragen, bisherige Glaubenssätze einmal mit neuen Informationen zu füttern. Denn vieles von dem, was wir glauben zu „wissen“, wissen wir gar nicht, sondern wir glauben nur daran, dass wir es wissen. Ich selbst nutze seit einiger Zeit neben unserer guten regionalen Tageszeitung intensiv das Internet als zusätzliche und alternative Informationsquelle. Wenn Sie in „Ihrer“ Suchmaschine einfach mal den Begriff „Klimalüge“ eingeben oder „truth of 9/11“ werden Sie garantiert spannende Stunden vor Ihrem Computer verbringen… Abschließend möchte ich Ihnen eine interessante Internetseite empfehlen, die eine Schnittstelle zwischen konventionellen und alternativen Nachrichtenkanälen bildet: www.net-news-express.de Eine spannende Entdeckungsreise wünscht Ihnen Knut Rudloff Foto: Im Internet entdeckt & adaptiert von Knut Rudloff

Doch heute wird uns aus jeder linken Ecke (wie derweil von der kirchlichen Kanzel) mit dem drohenden Moral-Zeigefinger gesagt, was wir zu tun haben und was nicht, damit wir gute und nachhaltige Klimaschützer werden. Der angenehme (oder beabsichtigte?) Effekt: Glauben erst einmal genug Leute an die Geschichte vom menschgemachten Klimawandel, dann lassen sich hervorragend neue Geschäftsfelder erschließen. Um die große Katastrophe zu verhindern, müssen wir im Dämmerlicht teurer Energiesparlampen dahinfrösteln, unsere Gebäude aufwendigst auf den neuesten energetischen Stand bringen und teure Energie, die aus Lebensmitteln hergestellt wird, einkaufen. Wenn wir dann noch unsere klimaschädliche Flatulenz (umgangssprachlich: Furzerei) einstellen, ja dann kommen wir eventuell als Gutmenschen in den Öko-Himmel! Dass durchaus auch alles ganz anders kommen könnte, wurde uns erst vor ein paar Tagen in Meldorf von kompetenter Seite her mitgeteilt. Pikanterweise auf dem Klimaschutzforum, der Eröffnungsveranstaltung der 7. Meldorfer Klimaschutztage. Und ausgerechnet auch noch durch den prominenten Gastredner und Träger des Alternativen Nobelpreises, Prof. Hans-Peter Dürr. Während seines brillanten Vortrages unter der Überschrift „Neues Denken für eine Welt im Umbruch“ verdeutlichte der Quantenphysiker Prof. Dürr anhand des chaotischen Bewegungsablaufes eines von ihm selbst konstruierten und mitgebrachten „Tripel-Pendels“, dass die Physik bzw. Mathematik eben nicht in der Lage ist, bestimmte chaotische Vorgänge exakt zu berechnen. Auf meine Frage, wenn schon der Bewegungsablauf eines letztendlich doch recht simplen mechanischen Apparates nicht berechenbar sei, wie denn dann überhaupt eine

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Bauunternehmung Peters GmbH

25704 Meldorf, Marner Str. 34 Tel.: 0 48 32 / 82 30 Fax: 85 99

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Markus Pycha bei der Stammzellenspende

Stammzellenspende als Lebenserfahrung Ein kleines Päckchen mit einem übergroßen Wattestäbchen- meine erste Begegnung mit der DKMS, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei. Es folgte ein Wangenabstrich und das Päckchen ging zurück an den Absender. Ich war somit typisiert und Teil der Datei. War ja gar nicht so schwer, etwas Gutes zu tun und Freunde und Bekannte, die schon jahrelang typisiert sind, bestätigten mir, nicht viel von der DKMS zu hören. Doch dann kam es anders. Im Juni dieses Jahres bekam ich Post und einen Anruf: Es gebe mehrere Übereinstimmungen mit einem Patienten und ob ich zu einer Blutabnahme bereit wäre. Natürlich war ich das. Selbst nach einer Blutentnahme sind die Chancen verschwindend gering, als Spender infrage zu kommen. Doch es ging weiter. Es stellte sich tatsächlich heraus, dass ich als Spender geeignet bin. Es wurden mit mir zwei Termine besprochen, einer für die Voruntersuchung, der andere für die eigentliche Entnahme. Beide sollten im August in Hameln stattfinden. Das Ganze kurz mit meinem Chef besprochen, der die Möglichkeit hat, den Verdienstausfall bei der DKMS geltend zu machen. Nun war der sportliche Ehrgeiz geweckt, ich hatte tatsächlich die Chance, ein Leben zu retten und ich wollte schon bei der Voruntersuchung einen guten Eindruck machen. Diverse Untersuchungen wie EKG, Lungenfunktionstest, Ultraschall usw. wurden durchgeführt und ein paar Tage später kam das Ergebnis per Post: Ich war gesund und geeignet. Es sei noch kurz erwähnt, dass die DKMS sich wirklich um alles professionell und aufopfernd kümmert. Man ist in guten Hotels

untergebracht und sämtliche Reisekosten, wie beispielsweise Taxifahrten oder Verpflegung können eingereicht werden. Auch das SanaKlinikum in Hameln versteht sein Handwerk, durchweg nette Ärzte und Schwestern, nichts ist dem Zufall überlassen. Am Morgen der Stammzellenentnahme gab es im Hotel noch ein leichtes Frühstück und ich traf zufällig eine weitere Spenderin. Wir machten uns gemeinsam auf den Weg in die Klinik. Wir betraten das Zimmer und sahen Betten und Dialysegeräte, es waren Fernseher an den Wänden angebracht, um die Zeit des Spendens so angenehm wie möglich zu gestalten, schaute man aus dem Fenster, sah man die Weser. Man fühlte sich nicht unwohl. „Wer zuerst liegt, wird zuerst angeschlossen.“ Die Oberärztin hatte noch nicht zu Ende gesprochen und ich lag schon. Nachdem ich mit dem Dialysegerät verbunden war, startete die Stammzellenentnahme. Es lief gut für mich, mein Blut fand schnell den Weg ins Gerät und zurück. Nach circa drei Stunden war ich durch, man hatte genug Stammzellen abschöpfen können, um „meinem“ Patienten zu helfen. Es gibt immer nur einen Spender für einen Patienten. Am Nachmittag bekam ich einen Anruf der DKMS. Man fragte mich nach meinem Befinden und teilte mir mit, dass sich meine Stammzellen auf dem schnellsten Weg nach Litauen machen. Dort wartet ein leukämiekranker Mann auf die Behandlung. Man sagte mir auch, dass ich noch vor Weihnachten eine Nachricht bekäme, ob die Behandlung anschlägt. Auf jedes Geschenk würde ich verzichten, wenn es so wäre.

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Weihnachtsgans aus dem V Den Rotkohl waschen, Strunk entfernen und fein schneiden. Zwiebeln und Äpfel schälen und in Julienne schneiden. Schmalz in einen Topf geben – er gibt dem Rotkohl Glanz. Zwiebeln anschwitzen, den Rotkohl und Äpfel hinzugeben. Mit Rotwein ablöschen und Wasser auffüllen, bis alles bedeckt ist. Nelken, Zimtstange, Salz, Zucker und Lorbeer hineingeben. Ca. 1,5 Std. garen. Nochmals abschmecken. Der erste Schritt ist geschafft. Die Knödel: Zwiebeln anschwitzen. Paniermehl in eine Schüssel geben und die Zwiebeln mit Butter, Eigelb, Petersilie, Thymian, Salz, Pfeffer und Muskat dazugeben. Mit warmer Milch aufgießen und vermengen. Zu Knödeln formen und in Salzwasser garen. Fertige Knödel schwimmen an der Oberfläche. Die Gans von innen und außen mit Salz und Pfeffer einreiben. Aus angeschwitztem Speck, Zwiebeln, Backobst (Rosinen, Pflaumen, Aprikosen, Cranberrys), warmer Milch und Paniermehl wird die Füllung hergestellt. Alles zu einer Masse vermengen. Ab in die Gans. Beine zusammen binden, Gans in den Bräter legen. Lauch, Zwiebeln mit Schale und Karotten (grob geschnitten) zur Gans geben und mit Wasser auffüllen. Die Innereien dazu. Bei 180°C in den vorgeheizten Ofen geben, ca. 2 bis 2,5 Std. Zwischendurch mit Fond begießen. Am Schluss den Ofen auf 200°C stellen, damit die Gans eine schöne Farbe bekommt. Die Flüssigkeit im Bräter durch ein Sieb passieren und zur Sauce binden.

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Impressum

MELDORF.

Standpunkte und mehr… Herausgeber: Wählergemeinschaft Meldorf Freunde (WMF) c/o Waldemar Herzberg (1. Vorsitzender) Husumer Str. 2, 25704 Meldorf Redaktion: Waldemar Herzberg (V.i.S.d.P.) Thomas Krohn (Titel-Foto) Markus Pycha Knut Rudloff (CvD)

Anzeigen & Produktion: Westformart, Anuschka Horns Große Straße 19, 25797 Wöhrden Tel.: 04839 - 95 34 01 a.horns@westformart.de www.westformart.de Layout: Paul Berndt, www.bueropaul.de Auflage: 4.000 Stück Verteilung: An jeden Meldorfer Haushalt durch Dom-Photo Scholl

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