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Verantwortung, Chancen für einen Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt zu bieten. Die Übernahme aller administrativen Aufgaben für einen integrativen Arbeitsplatz in einem Kleinunternehmen (KMU) durch das Werkheim Uster ist zugleich der Eintritt und die Chance für die erfolgreiche Akquisition eines Arbeitsplatzes im ersten Arbeitsmarkt. Zentrale Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist, dass das soziale Engagement des KMU im Betrieb kommuniziert und von allen als Haltung und Wert getragen wird. Die Gewissheit und Zuverlässigkeit der Job-Coachs, in Krisensituationen ad hoc Vorort zu klären und zu vermitteln, ist garantiert. Dem Betrieb wird zugesichert, dass die Job-Coachs in einem alternierenden, abgesprochenen Turnus eine Kurzvisite absolvieren, damit allfällige Bedürfnisse, Pro-

Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie durch

bleme und, ganz wichtig, auch die Erfolge besprochen

Massnahmen zur Integration in die Gesellschaft. Un-

werden können. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist

ser Angebot soll Menschen mit einer geistigen Behin-

der Kosten-Nutzen-Faktor des Arbeitseinsatzes ein kla-

derung ermöglichen, ein weitgehend normales und

res Ziel und Erfolgsgarant für einen zukünftigen, inte-

sinnerfülltes Leben zu führen.»

grativen Arbeitsplatz. Die Integration in die Gesellschaft mit dem differenzierDass nicht nur die betriebswirtschaftlichen Werte zäh-

ten Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen wird

len, beweist folgende Aussage eines Kadermitgliedes

anhand des Eingliederungsmanagements umgesetzt.

des Migros Verteilbetriebs Neuendorf nach der Eva-

Das Case Management steht als Handlungskonzept

luation des Integrationsprojektes: «Ich bin der Mei-

im Eingliederungsmanagement für grösstmögliche

nung, dass die Menschen mit geistiger Behinderung

Transparenz und Standardisierung der Handlungen im

einen Brückenschlag bei uns vollziehen. Sie fördern

Fallmanagement. Fachübergreifende Zusammenarbeit

unter unseren Mitarbeitern die Sozialkompetenz. Sie

wird im Bereich des Eingliederungsprozesses gefördert.

strahlen Freude und Zufriedenheit aus, das wirkt sich

Gegenüber den Lernenden und Mitarbeitern sind neu-

auch auf unser Betriebsklima positiv aus.»

trale Angebote zu gestalten – ohne Eigeninteressen des Job-Coachs oder des Kostenträgers.

Ziele der Institution Die Leitidee des Werkheim Uster bringt seine Vision

Rudolf Litschi, Bereichsleiter Integration

wie folgt zum Ausdruck: «Wir fördern die Lebensqualität von Menschen mit einer geistigen Behinde-

Weitere Informationen über integrative Ausbildungs-

rung durch ein differenziertes Angebot an Wohn-,

und Arbeitsplätze: www.werkheim-uster.ch/arbeiten

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Integration

Zämehebe 01/2014  
Zämehebe 01/2014  
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