Page 1

z채mehebe Magazin Werkheim Uster Ausgabe 1, M채rz 2014, 33. Jahrgang

Ich arbeite... Ich wohne... mittendrin


Ab 1. April wieder täglich geöffnet Apéros für Gruppen bis 30 Personen im Stadtpark. Reservationen unter Telefon 044 943 17 41

Unsere Öffnungszeiten Montag – Freitag 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr Samstag 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr Sonntag 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr Bei schönem Wetter auch längere Öffnungszeiten. Landihalle Quellenstrasse 8610 Uster T 044 943 17 47 www.werkheim-uster.ch


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser Am 26. November 2013 war es endlich soweit: Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat die UNOBehindertenrechtskonvention befürwortet. Damit stösst auch die Schweiz zum Kreis der mittlerweile rund 140 Staaten, die das Übereinkommen der UNO über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert haben. In Artikel 27 wird festgehalten, dass auch Menschen mit Behinderung ein Recht auf Arbeit haben. Auch sie sollen arbeiten können wie alle anderen – und zwar «mittendrin» in der Gesellschaft (sieArtikel 27 der UNO-Behindertenrechtskonvention:

he Auszug nebenan).

«Die Vertragsstaaten anerkennen das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit; dies

Dieser Grundsatz ist für das Werkheim Uster bei der

beinhaltet das Recht auf die Möglichkeit, den Lebens-

Gestaltung des Arbeits- und Ausbildungsangebots für

unterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem

Menschen mit Behinderung wichtig. In dieser Zäme-

offenen, integrativen und für Menschen mit Behinde-

hebe-Ausgabe richten wir den Blick vor allem auf in-

rungen zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsum-

tegrativ ausgestaltete Arbeits- und Ausbildungsplätze

feld frei gewählt oder angenommen wird.»

im Werkheim Uster und lassen die Beteiligten selber zu Wort kommen. So erhalten Sie einen direkten Ein-

UNO-Behindertenrechtskonvention in der Original-

blick in ganz unterschiedliche Arbeitswelten. Haben

fassung und in leichter Sprache:

Sie zum Beispiel gewusst, dass Werkheim-Mitarbei-

http://www.edi.admin.ch/ebgb/00564/00566/05493

tende auch in der IKEA anzutreffen sind? «Ich arbeite…, ich wohne…, mittendrin». Das ist nicht nur für Sie und mich von Bedeutung, sondern auch für Menschen mit Behinderung. Ich wünsche Ihnen dazu spannende Entdeckungen beim Lesen.

Patrick Stark Geschäftsleiter

Editorial

3


einfach Gut zum Druck Seit über 18 Jahren ist Bucherer Druck Wetzikon Ihr Spezialist für individuelle Drucksachen. Von der Visitenkarte bis zur Firmenbroschüre, vom auflagenstarken Offsetdruck bis zur Kleinauflage im Digitaldruck, von der Gestaltung bis zum fertigen Produkt. Was können wir für Sie tun?

Buchgrindelstrasse 9, 8620 Wetzikon Telefon 044 931 40 40, Telefax 044 931 40 41 info@buchererdruck.ch, www.buchererdruck.ch

Menschen stehen bei uns im Mittelpunkt. Immer und überall. Generalagentur Uster, Jean-Jacques Gueissaz Bankstrasse 19, 8610 Uster Telefon 044 905 91 11, Fax 044 905 91 12 E-Mail uster@mobi.ch, www.mobiuster.ch

Metallbau

Doppelböden

Parkett Teppiche Bodenbeläge

Zeltvermietung

Lösung. Leistung. Leidenschaft.

Lenzlinger Söhne AG | 8606 Nänikon/Uster | Tel. 058 944 58 58 | www.lenzlinger.ch


Inhalt Seite 6

Seite 19

Was verstehen Sie unter Integration?

«Werkheim-Mitarbeitende sind freundlich und hilfsbereit»

Seite 9 Optimale Vorbereitung auf berufliche Herausforderungen

Seite 12 Grosser Einsatz bei vielfältigen Aufgaben

Seite 14 Selbständiges Arbeiten im Grossbetrieb erleben

Seite 16 «Als Job-Coach begleite ich sehr individuell»

Seite 17 Praktikumsplatz in der Privatwirtschaft

Seite 22 «Das selbständige Arbeiten in der IKEA gefällt mir»

Seite 24 Unterstützen beim Recyclen

Seite 25 Perspektiven in der Arbeitsintegration

Seite 27 Selbständig in den eigenen vier Wänden

Seite 29 Unsere nächsten Termine Dienstjubiläen

Seite 30 Wunschliste – herzlichen Dank für Ihre Spende!

Bereits beim ersten Griff nach dieser Zämehebe-Ausgabe fällt auf, dass sich der Magazin-Umschlag anders als sonst anfühlt. Der Grund dafür liegt beim Druckverfahren. Neu wird der Umschlag nicht mehr im aufwändigen Siebdruckverfahren durch unsere hauseigene Druckerei gedruckt. Zwar nutzen wir das Verfahren nach wie vor für T-Shirts und Grusskarten, jedoch aufgrund der erfreulichen Auftragslage in der Druckerei nicht mehr für den Druck des Zämehebe.

Impressum Herausgeber Werkheim Uster, Friedhofstrasse 3a, 8610 Uster, 044 943 17 00, info@werkheim-uster.ch, www.werkheim-uster.ch Redaktion, Gestaltung, Administration Personal des Werkheim Uster | Druck Bucherer Druck AG, Wetzikon; CO2-neutral auf FSC-Papier Auflage 4‘200 Exemplare | Erscheinung drei mal jährlich | Jahresabonnement CHF 20.– für drei Ausgaben pro Jahr

5


Was verstehen Sie unter Integration? Mit dieser Fragestellung laden wir Sie herzlich dazu ein, in die Arbeitswelt unserer Lernenden und Mitarbeitenden einzutreten und sich vorzustellen, wie die berufliche Perspektive mit dem Austritt aus der Regel- und Sonderschule für Jugendliche aussehen könnte.

Viele Jugendliche freuen sich auf das Ende der obli-

wenn eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt

gatorischen Schulzeit. In dieser Aufbruchsstimmung

erwartet werden kann, auch wenn diese nicht renten-

treten nicht nur bei den Jugendlichen sondern auch

beeinflussend ist.

bei deren Eltern Gefühle der Unsicherheit auf: «Ist mein Kind den Herausforderungen der Berufsausbil-

Für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung hat die

dung auch tatsächlich gewachsen? Besteht überhaupt

Teilnahme am Erwerbsleben eine sehr hohe Bedeu-

eine Chance für eine berufliche Ausbildung?» Mit der

tung. Das Innehaben einer integrativen Arbeitsstelle

Berufswahl kann zugleich auch der Auszug aus dem

bewirkt ein erhöhter sozialer Status. Es bedeutet Selb-

Elternhaus einhergehen. Die Jugendlichen nehmen

ständigkeit und Unabhängigkeit wie auch Sicherung

eine neue Rolle ein. Die Eltern sind gefordert im Ba-

des Lebensunterhalts. Die Möglichkeit, ein normales

lancieren zwischen Unterstützen und Loslassen. In

Leben zu führen und eine sinnspendende Tätigkeit

dieser sehr anspruchsvollen Zeit wird von den Eltern

auszuüben, ist mehr als Arbeit.

eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und somit grosses Verständnis von institutioneller Seite für die

Politische und gesetzliche Grundlagen

teilweise erlebte «Odyssee» vorausgesetzt.

Die ab 1. Januar 2012 gültige IV-Revision 6a hat das Ziel, im Zeitraum von sechs Jahren circa 17‘000 IV-

Berufliche Perspektiven

Rentenbeziehende mit erfolgsversprechenden Einglie-

Der Prozess der beruflichen Integration von Menschen

derungspotential in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

mit kognitiver Beeinträchtigung nach der Schule in

Somit sollen jährlich rund 2‘800 IV-Rentenbeziehen-

private oder öffentlich-rechtliche Betriebe des allge-

de eingliederungsfähig gemacht werden. Das überge-

meinen Arbeitsmarktes stellt Betroffene, deren Eltern,

ordnete Ziel der Rentenreduktion soll bis in das Jahr

Lehrer und Ausbildungsbetriebe zugleich vor neue

2027 die IV-Rechnung jährlich um 335 Millionen Fran-

Herausforderungen. Die Berufswahl ist eine wesent-

ken entlasten. Mit der operativen Kompetenzübergabe

liche Weichenstellung für die persönliche Zukunft.

vom Bund an den Kanton wird das Ziel verfolgt, dass

Fakt ist, dass mit der Neuregelung des Bundesamtes

Zuständigkeiten und Abläufe eine grösserer Kunden-

für Sozialversicherung für eine zweijährige, erstmalige

nähe und Flexibilisierung der Angebote bieten sowie

berufliche Grundbildung im Status einer IV-Anlehre /

durch eine grössere Bedarfs- und Wirkungsorientie-

praktischen Ausbildung nach INSOS vorerst nur ein

rung eine bessere Qualität und höhere Effizienz er-

Ausbildungsjahr zugesprochen wird. Nur wenn ge-

reicht wird.

gen Ende des ersten Ausbildungsjahres in der Standortbestimmung (lernende Person, IV-Berufsberatung,

Die IV will behindertengerechte Ausbildung fördern

Ausbildungsbetrieb) zum Ausdruck kommt, dass gute

und die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit Behinde-

Aussicht auf eine künftige Erwerbstätigkeit in renten-

rung massgeblich verbessern, indem qualitativ stren-

beeinflussenden Ausmass besteht, kann die Ausbil-

gere Anforderungen an die Ausbildungsstätten gestellt

dung um ein weiteres Jahr verlängert werden. Jedoch

und die IV finanzierten, behinderungsbedingten Mehr-

kann das zweite Jahr auch zugesprochen werden,

kosten an ihrer Wirkung gemessen werden.

6

Integration


Ziele des Eingliederungsmanagement

einen Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt. Für Mitar-

Im Eingliederungsmanagement steht die berufliche,

beitende, die im geschützten Rahmen tätig sind und

soziale und gesundheitliche Integration von Personen

nach einer Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt streben,

im Mittelpunkt. Das Ziel ist die Arbeitsplatzerhaltung,

heisst dies auch das Akquirieren einer Arbeitsstelle

die Wiederherstellung sowie die erstmalige Erreichung

entsprechend den Fähigkeiten des Mitarbeitenden.

der Erwerbsfähigkeit. Erfolgreiches Eingliederungsmanagement muss im Betrieb verankert werden, um

Die beruflichen Möglichkeiten der Jugendlichen sind

langfristig nachhaltig zu wirken.

aufgrund ihrer Beeinträchtigung von Beginn an eingeschränkt, wozu oftmals Vorurteile bestehen. Auch die

Die Integration von Personen in die Erwerbstätigkeit

verschiedenen Interessen vieler beteiligter Personen

bezogen auf Erst- und Reintegration ist als Form der

(Lehrpersonen, Berufsberater, Job-Coach, Unterneh-

(Wieder-)Herstellung von Erwerbsfähigkeit und Ver-

mer, Eltern, etc.) beeinflusst die Eingliederungssitua-

mittlung von Beschäftigung im Eingliederungsma-

tion nicht immer positiv.

nagement konzentriert. Im institutionellen Kontext bedeutet dies für Menschen mit kognitiver Beeinträch-

Ziele des Arbeitgebers (Einsatzort)

tigung, die im ersten Arbeitsmarkt ihre Ausbildung ab-

Für die Unternehmungen, die integrative Ausbildungs-

solvieren, den Erhalt des Ausbildungsplatzes und nach

und Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, steht der Nut-

erfolgreichem Ausbildungsabschluss Vermittlung für

zen im Vordergrund – nebst der gesellschaftspolitischen

Integration

7


Verantwortung, Chancen für einen Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt zu bieten. Die Übernahme aller administrativen Aufgaben für einen integrativen Arbeitsplatz in einem Kleinunternehmen (KMU) durch das Werkheim Uster ist zugleich der Eintritt und die Chance für die erfolgreiche Akquisition eines Arbeitsplatzes im ersten Arbeitsmarkt. Zentrale Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist, dass das soziale Engagement des KMU im Betrieb kommuniziert und von allen als Haltung und Wert getragen wird. Die Gewissheit und Zuverlässigkeit der Job-Coachs, in Krisensituationen ad hoc Vorort zu klären und zu vermitteln, ist garantiert. Dem Betrieb wird zugesichert, dass die Job-Coachs in einem alternierenden, abgesprochenen Turnus eine Kurzvisite absolvieren, damit allfällige Bedürfnisse, Pro-

Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie durch

bleme und, ganz wichtig, auch die Erfolge besprochen

Massnahmen zur Integration in die Gesellschaft. Un-

werden können. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist

ser Angebot soll Menschen mit einer geistigen Behin-

der Kosten-Nutzen-Faktor des Arbeitseinsatzes ein kla-

derung ermöglichen, ein weitgehend normales und

res Ziel und Erfolgsgarant für einen zukünftigen, inte-

sinnerfülltes Leben zu führen.»

grativen Arbeitsplatz. Die Integration in die Gesellschaft mit dem differenzierDass nicht nur die betriebswirtschaftlichen Werte zäh-

ten Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen wird

len, beweist folgende Aussage eines Kadermitgliedes

anhand des Eingliederungsmanagements umgesetzt.

des Migros Verteilbetriebs Neuendorf nach der Eva-

Das Case Management steht als Handlungskonzept

luation des Integrationsprojektes: «Ich bin der Mei-

im Eingliederungsmanagement für grösstmögliche

nung, dass die Menschen mit geistiger Behinderung

Transparenz und Standardisierung der Handlungen im

einen Brückenschlag bei uns vollziehen. Sie fördern

Fallmanagement. Fachübergreifende Zusammenarbeit

unter unseren Mitarbeitern die Sozialkompetenz. Sie

wird im Bereich des Eingliederungsprozesses gefördert.

strahlen Freude und Zufriedenheit aus, das wirkt sich

Gegenüber den Lernenden und Mitarbeitern sind neu-

auch auf unser Betriebsklima positiv aus.»

trale Angebote zu gestalten – ohne Eigeninteressen des Job-Coachs oder des Kostenträgers.

Ziele der Institution Die Leitidee des Werkheim Uster bringt seine Vision

Rudolf Litschi, Bereichsleiter Integration

wie folgt zum Ausdruck: «Wir fördern die Lebensqualität von Menschen mit einer geistigen Behinde-

Weitere Informationen über integrative Ausbildungs-

rung durch ein differenziertes Angebot an Wohn-,

und Arbeitsplätze: www.werkheim-uster.ch/arbeiten

8

Integration


Optimale Vorbereitung auf berufliche Herausforderungen Um jungen Erwachsenen einen optimalen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen, bietet das Werkheim Uster verschiedenen Formen der Ausbildung an. Das «Berufsfindungsjahr» ist ein neues Konzept in diesem Bereich.

Die Vorgaben für die Finanzierung von Ausbildungs-

Mit dem Berufsfindungsjahr, einem Kooperationspro-

plätzen bedeuten für zukünftige Schulabgänger, dass

jekt der Heilpädagogischen Schule Uster und dem

die Berufsreife der Jugendlichen sehr ausgeprägt ent-

Werkheim Uster, wird explizit das Übungsfeld für

wickelt sein muss. Die Eignung allein kann noch kei-

Schulabgänger erweitert. Während einem Jahr wer-

ne Berufsentscheidung bieten; die Motivation und

den drei Praxistage pro Woche in unserer Institution

das Interesse gehören zur Berufswahl dazu. Somit ist

absolviert. In den restlichen zwei Schultagen werden

die Berufswahl als wichtiger Prozess und als Entwick-

die Jugendlichen in der Reflexionsarbeit (Erfahrungen

lungsaufgabe der Jugendlichen innerhalb der Berufs-

und Erlebnisse) unterstützt.

findung zu betrachten. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Ressourcen und Handicaps fordern die

Um den Austausch zwischen Schule, Arbeitsplatz und

Jugendlichen auf zu einem Lösungsfindungsprozess

Eltern zu gewährleisten, wird ein Kontaktheft mit wö-

der eigenen Ich-Identität. Diese Reflexionsfähigkeit

chentlichen Einträgen von allen Beteiligten geführt.

bedingt ein Übungsfeld, das schon in der Volkschule

Zusätzlich werden am Arbeitsplatz in einem Arbeits-

initiiert wird, um möglichst selbständig Lösungsstra-

tagebuch täglich Einträge zu Tätigkeiten sowie eine

tegien zu entwickeln.

Selbst- und Fremdbeurteilung festgehalten.

Lorena Pellico über ihr Berufsfindungsjahr im Werkheim Uster Wie bist du zum Berufsfindungsjahr gekommen? Mein Lehrer Herr Früh hat zusammen mit der Schulleitung das Berufsfindungsjahr vorgeschlagen. Wie bist du ins Berufsfindungsjahr gestartet und welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich finde es schön, dass ich das Berufsfindungsjahr hier machen kann. Ich gebe mir sehr Mühe in der Schule und beim Arbeiten. Auch beim Benehmen gebe ich mir viel Mühe. Ich kann mich gut konzentrieren, auch wenn ich zwischendurch abgelenkt werde.

Berufsfindungsjahr

9


Wie oft und wo gehst du während dem Berufsfindungsjahr zur Schule? Ich gehe zwei Tage pro Woche in die Schule im Schulhaus Schanz in Rüti ZH. Wie ist für dich das Arbeiten mit dem Arbeitstagebuch und mit dem Kontaktheft?

es bei der Arbeit gegangen ist. Auch das Arbeiten

Nina Britt, Klassenlehrerin der Heilpädagogischen Schule Uster (HPSU), über das Berufsfindungsjahr:

mit dem Kontaktheft finde ich gut. Manchmal ist es

Wie erlebten Sie das Entstehen des Berufsfindungs-

schwierig, wenn ich zu wenig Zeit habe, um etwas

jahres zwischen der HPSU und dem Werkheim

hineinzuschreiben.

Uster?

Ich finde das Arbeiten mit dem Arbeitstagebuch gut. Da muss ich schreiben und muss mir überlegen, wie

Mich beeindruckte die prompte Reaktion auf die strenWas sind für dich die Vorteile eines

geren Bedingungen der IV bezüglich Berufsfindung der

Berufsfindungsjahres?

Jugendlichen. Die ehemalige Schulleiterin Frau Schwei-

Zuerst dachte ich, dass drei Tage pro Woche viel sind

ger der Sekundarstufe HPSU und der Bereichsleiter Inte-

zum Arbeiten. Jetzt finde ich es gut, um Erfahrun-

gration Herr Litschi vom Werkheim haben in kürzester

gen zu sammeln. Ich kann schauen, wie es die an-

Zeit ein Berufsfindungskonzept erarbeitet. Beim kon-

deren machen. Das Löten war am Anfang schwierig.

kreten Teil wurde ich als Klassenlehrerin der Berufsfin-

Ich habe mir viel Mühe gegeben und jetzt geht es

dungsklasse ebenfalls miteinbezogen (z.B. Gestaltung

schon ganz gut.

des Kontakthefts und des Arbeitstagebuchs).

Gibt es auch Nachteile im Berufsfindungsjahr?

Welchen Nutzen erhalten Sie als Lehrperson mit

Ich muss am Donnerstag mehr Aufgaben in der Schu-

dem Berufsfindungsjahr?

le machen (Mathe, Deutsch, Englisch, Geometrie und

Die wöchentlichen Arbeitserfahrungen der Jugendli-

manchmal Geografie).

chen, der Austausch mit den Fachpersonen vom Werkheim helfen, die individuellen Förderschwerpunkte der

Wie stellst du dir deine berufliche Zukunft vor? Was möchtest du werden? Ich kann mir gut vorstellen, zwischendurch im Werkheim zu arbeiten. Und ich möchte mal im Migros Verteilzentrum arbeiten.

10

Berufsfindungsjahr

Jugendlichen zu erkennen.


Wo sehen Sie den Nutzen für die Absolventen eines

Wie wird aus Ihrer Sicht in Krisensituationen

Berufsfindungsjahrs?

gehandelt?

Die Jugendlichen können ihre Fach- und Sozialkom-

Eine gute Basis ist der vorgegebene Ablauf im Kon-

petenz stärken. Sie erfahren berufliche Perspektiven.

zept: Standortgespräch, Schnuppern, Auswertungs-

Die Integration in die Berufswelt wird erleichtert.

gespräch. Während des Berufsfindungsjahres finden je nach Bedarf auch immer wieder spontane Gesprä-

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im

che statt. Sie sind sehr hilfreich und schaffen gegen-

Arbeitsalltag im Umgang mit den Schülern mit

seitiges Vertrauen.

dem Fachpersonal des Werkheims Uster? Die Jugendlichen fühlen sich spürbar ernst genom-

Welches ist Ihr persönliches Highlight in der

men. Sie erzählen in der Stammklasse gern von ihren

Zusammenarbeit?

Erfahrungen in der Arbeitswelt und stossen bei den

Wie schon erwähnt, beeindruckt mich der merkbare

jüngeren Kameraden auf reges Interesse.

Schritt des Schülers / der Schülerin in die Selbständigkeit, ins Erwachsensein.

Welche Wirkung hat die Zusammenarbeit der Werkheimmitarbeitenden auf Ihre Schüler und

Was überzeugt Sie in der Zusammenarbeit mit dem

Arbeitskolleginnen?

Werkheim Uster?

Das Auftreten der Jugendlichen wirkt eigenständi-

Ich durfte sehr kompetente, kreative und motivierte

ger und selbstbewusster. Das Kontaktheft (Einträge

Fachpersonen vom Werkheim kennen lernen. Das Kon-

über die Befindlichkeit, Fortschritte, Schwierigkeiten)

zept des Berufsfindungsjahres hält, was es verspricht.

und das Arbeitstagebuch (Buchführung der Tätigkei-

Ich fühle mich also wohl in der Zusammenarbeit!

ten, Selbsteinschätzung) ermöglichen die Transparenz zwischen Jugendlichen, Fachpersonal, Eltern und Be-

Würden Sie anderen Schulen eine Zusammenar-

zugspersonen in der Schule.

beit mit Institutionen wie dem Werkheim Uster empfehlen?

Wo sehen Sie die grösste Herausforderung in der

Ja, sehr!

partnerschaftlichen Zusammenarbeit? Als Klassenlehrperson möchte ich einerseits, dass der

www.werkheim-uster.ch/berufsfindungsjahr

Besonderheit des Schülers / der Schülerin Rechnung getragen wird, andererseits aber auch, dass die Bezugspersonen vom Werkheim mit den Schüler/innen ihre eigenen neuen Erfahrungen machen können.

Berufsfindungsjahr

11


Grosser Einsatz bei vielfältigen Aufgaben Gerhard Büschlen und Marc Siegrist arbeiten beide in der Garteneinsatzgruppe des Werkheim Uster. Sie berichten von ihrer täglichen Arbeit sowie von ausserordentlichen Einsätzen und erzählen, was sie sich für ihre berufliche Zukunft wünschen.

Die Garteneinsatzgruppe des Werkheim Uster ist ein

Marc Siegrist über seinen Beruf:

11-köpfiges Team, das Privatpersonen, industriellen

«Seit bald zwei Jahren arbeite ich im Werkheim. Meine

Betrieben und Liegenschaftsverwaltungen diverse

Ausbildung im Gartenbau / Gartenunterhalt habe ich

Gartendienstleistungen anbietet. Neben Unterhaltsar-

in der Stiftung Brunegg in Hombrechtikon gemacht.

beiten realisiert die Gruppe auch kleinere Gartenbau-

Die Stelle hier im Werkheim Uster ist meine erste Ar-

projekte. Die Arbeitsplätze in der Garteneinsatzgruppe

beitsstelle. Ich arbeite sehr gerne im Gartenbau. Da

zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch den direkten

kann ich richtig zupacken und Energie abbauen! Ich

Kundenkontakt vor Ort soziale Teilhabe ermöglichen.

häcksle auch gerne und fahre gerne mit dem Rasentraktor. Aber ich jäte nicht so gerne, wenn es «gru-

Gerhard Büschlen über seinen Beruf:

siges» Wetter ist. Das Wetter muss schon mitspielen,

«Ich arbeite seit mehr als zwei Jahren in der Garten-

damit die Arbeit Spass macht… Für meine berufliche

einsatzgruppe vom Werkheim. Vorher habe ich im

Zukunft wünsch ich mir, dass ich mehr im Bereich

Wagerenhof in der Gärtnerei gearbeitet und hatte

Gartenbau arbeiten kann. Vielleicht auch mal in der

dort mehr mit Schnittblumen zu tun. Mir gefällt es

freien Wirtschaft.»

aber, dass ich jetzt im Gartenunterhalt arbeiten kann. Ich schneide zum Beispiel gerne Sträucher und mähe gerne den Rasen. Ich wünsche mir, dass ich noch länger hier in der Garteneinsatzgruppe bleiben kann. Mir gefällt es hier.»

12

Garteneinsatzgruppe


Unser Tag startet um 8.00 Uhr im Magazin in Uster. Hier treffen wir uns und dann wird «usgchäset», wer mit wem wo welche Arbeit übernimmt. Wir haben drei Chefs, aber wir sind nicht die ganze Woche mit dem gleichen Chef unterwegs. Das ist abwechslungsreich und lässig! Nach der Besprechung fahren wir meist mit dem Chef zum Arbeitsort, wo er oft mit dem Kunden kurz bespricht, was es zu tun gibt. Und danach wird gearbeitet. Über Mittag gehen wir gemeinsam in einem Restaurant essen. Wir wählen meistens ein Restaurant in der Nähe vom Arbeitsplatz aus. Wenn wir in der Nähe vom Magazin in Uster arbeiten, treffen wir uns am Mittag hier und kaufen dann etwas im Migros zum Essen oder gehen im Werkheim essen. Unsere Aufgaben sind sehr vielfältig: Im Sommer mähen wir den Rasen oder bessern die Stellen nach, wo

uns ist es meist ein «Grüezi» beim Kommen und ein

man mit dem Rasentraktor nicht überall gut mähen

«Adieu» beim Gehen. Aber manchmal bringen uns

kann. In den warmen Monaten jäten wir auch oft.

Kunden etwas zum «Znüni» und dann plaudern wir

Und wir haben verschiedene Gartenbau-Projekte. Im

ein wenig miteinander, wenn wir Pause machen.

Herbst «lauben» wir vor allem und in den Wintermonaten machen wir bei diversen Kunden den Winter-

Ein besonderer Auftrag war das «Trockensteinmauer-

schnitt bei Sträuchern. Für uns ist es kein Problem,

Projekt», das wir letztes Jahr fertig gemacht haben.

dass wir fast jeden Tag an einem anderen Ort arbei-

Diese Arbeit war deshalb besonders, weil wir über

ten – das ist normal für uns. Unsere Arbeiten können

einen längeren Zeitraum daran gearbeitet haben.

wir ziemlich selbständig erledigen. Wir werden von

Normalerweise haben wir kürzere Arbeiten. Und die

unserem Chef angeleitet, aber vor allem bei grösse-

Trockensteinmauer wurde über 20 Meter lang! Dort,

ren Liegenschaften, wo wir regelmässig sind, kann er

wo später die Mauer entstanden ist, war es früher ganz

uns selbständig arbeiten lassen.

wild. Als erstes mussten wir Sträucher und Eisenbahnschwellen aus dem Boden entfernen und alles vorbe-

Es ist ganz unterschiedlich, mit wie vielen Personen

reiten. Die unterste Ebene der Mauer konnten wir dann

wir zusammenarbeiten. Meist sind wir zwei oder drei

selber machen, indem wir unterschiedliche Grössen

Personen. Es kann aber auch sein, dass wir alleine mit

von Steinen zugespitzt und zugehauen haben. Da-

dem Chef unterwegs sind oder dass wir ausnahms-

nach haben wir das Ganze hintermauert, um Stabilität

weise sogar als ganze Gruppe einen Auftrag erledigen.

zu geben. Am Schluss haben wir noch den Rasen neu

Unsere Chefs haben mehr Kundenkontakt als wir. Bei

angesät – und jetzt sieht’s richtig schön aus!

Garteneinsatzgruppe

13


Selbständiges Arbeiten im Grossbetrieb erleben Seit über 10 Jahren besteht eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Migros Verteilbetrieb Neuendorf AG in Volketswil und dem Werkheim Uster. Seit 2003 übernimmt das Werkheim mit einem Team von betreuten Mitarbeitenden Aufgaben vor Ort.

Der Migros Verteilbetrieb Neuendorf AG (MVN) in Volketswil ist verantwortlich für die gesamte TextilLogistik der Migros. Hier werden pro Jahr auf einer Fläche von 65 000 m2 rund 21 Millionen Teile verarbeitet und an Migros-Filialen ausgeliefert. 2003 hat das Werkheim Uster begonnen, mit einer Gruppe von 5 betreuten Mitarbeitenden in den Gebäuden des MVN in Volketswil Aufträge zu erledigen; heute sind es – je nach Arbeitsauslastung – bis zu 20 Personen, die im MVN arbeiten und durch das Werkheim betreut werden.

Christoph Linggi über seinen Arbeitsplatz im Migros Verteilbetrieb: «Ich bin seit 7 Jahren in der Abteilung von der AIMI (Arbeit Integration Migros). Meine Aufgabe ist das Vorkommissionieren. Das Vorkommissionieren ist, dass ich Artikel aus dem Lager heraus nehme und in eine Box lege. Dann lege ich die Box auf ein Palett bis 32 Boxen aufeinander sind und das Palett voll ist. Dann stelle ich das Palett vor den Kettenlift bis vier Palette dort sind. Danach werden die Palette auf den Kettenlift getan. Wenn ich mit dem Vorkommissionieren fertig bin, telefoniere ich mit der Betreuung, die den Prozess macht, und nehme den nächsten Auftrag auf. Das kann

MVN arbeite ich in der Woche 4 ½ Tage, das ist ein

«Schachtel schneiden» oder «Schachtel kleben» sein.

Pensum von 90 %. In dieser Zeit arbeite ich fürs Werkheim. In der AIMI hat es 15 Mitarbeiter. Es kann sein,

Bevor ich in der AIMI gearbeitet habe, bin in ich in

dass wir zu zweit arbeiten oder alleine. Es kann auch

einer Zügelfirma gewesen. In der Firma war ich für

sein, dass ich mit einen oder mehreren vom Migros-

die Umgebung von der Firma und für das Zügeln an-

personal mitarbeite. Die AIMI-Aufgaben sind abwechs-

gestellt. Der Unterschied zwischen der Zügelfirma

lungsreich und es ist sehr schwer zu sagen, was ich

und dem MVN ist, dass die Zügelfirma kein geschütz-

am liebsten mache von unseren Aufgaben, die ich für

ter Arbeitsplatz ist, das heisst, es ist im ersten Arbeits-

den MVN machen kann. Mein Wusch ist, dass ich so

markt, und der MVN-Arbeitsplatz ist ein geschützter

lange wie möglich in der AI (Arbeit Integration) blei-

Arbeitsplatz. In der Zügelfirma hatte ich 4 Tage in der

ben und arbeiten kann und dass die Zusammenarbeit

Woche gearbeitet, das war ein Pensum von 80 %. Im

mit den Partnern und dem Werkheim aufrecht bleibt.»

14

Migros-Einsatzgruppe


Simon Berger über seinen Arbeitsplatz im Migros Verteilbetrieb:

Was macht für dich den Unterschied zwischen der

Wie lange arbeitest du schon im MVN?

Die Selbständigkeit. Ich kann hier selbständiger Arbei-

Schon 10 Jahre.

ten und die Arbeitszeiten sind anders.

Wie bist du zu dieser Stelle gekommen?

Was machst du besonders gerne an deinem

Durchs Werkheim.

Arbeitsplatz?

Arbeit im MVN und der Arbeit im Werkheim?

Die Arbeiten im Migros sind gute Arbeiten. Was hast du vorher beruflich gemacht? Ich habe vorher in der Montagegruppe im Werkheim

Was sind für dich die grössten Herausforderungen

Uster gearbeitet.

an deinem Arbeitsplatz? Es ist eine Herausforderung, wenn die Arbeit in riesi-

Was sind deine Aufgaben an deinem Arbeitsplatz?

gen Batchs kommt. Das ist die Anzahl Artikel, die wir

Palettentransport zum Sorter, Karton schneiden und

verarbeiten, und wenn es grosse Batchs sind, also hö-

kleben. Ich mache die Stock-Kontrolle im 1. und 2.

here Stückzahlen sind, gibt es mehr Arbeit für uns.

Stock im gelben Gebäude des Verteilbetriebs, das heisst, ich muss schauen, dass dort alle leeren Karton-

Was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft?

schachteln fürs Recyceln geschnitten sind.

Gute Zusammenarbeit!

Arbeitest du mit anderen Personen zusammen?

Töne aus Simon Bergers Alltag:

Ja, ich arbeite auch mit anderen zusammen.

www.werkheim-uster.ch/aktuelles

Migros-Einsatzgruppe

15


«Als Job-Coach begleite ich sehr individuell» Jürg Imhof wirkt als Job-Coach als Bindeglied zwischen einer begleiteten Person und deren Bezugsperson in einer Partnerfirma. Seit 15 Jahren ist er für das Werkheim im Einsatz und gestaltet das Job-Coaching seit seiner Einführung im Werkheim mit.

Welche Hauptaufgabe erfüllst du als Job-Coach?

begleiteten Person. Dabei stehe ich im Spannungsfeld,

Die von mir begleiteten Personen arbeiten alle in einer

dass es teilweise Aufklärung über Defizite braucht und

Firma ausserhalb des Werkheim Uster an einem integra-

ich stets abwägen muss, wer wie viele Informationen

tiven Arbeitsplatz im 1. Arbeitsmarkt. Meine Aufgabe ist

benötigt, damit das Zusammenarbeiten gelingt und die

es, in regelmässigen Abständen bei ihnen vorbeizuge-

begleitete Person sich weiterentwickeln kann. Manch-

hen und sie in bestimmten Bereichen zu unterstützen.

mal ist es auch so, dass es in einem Betrieb neben der

Dabei geht es insbesondere um das soziale Verhalten,

Bezugsperson zu viele Helfer gibt, die der begleiten-

das heisst um Fragen wie «Wie geht die Person mit an-

den Person – stets mit guter Absicht – Hilfe anbie-

deren Mitarbeitenden um?» oder «Ist die Person pünkt-

ten oder ihr Anweisungen geben. Dies ist jedoch für

lich und hält die abgemachten Arbeitszeiten ein?». Für

die entsprechende Person meist verwirrend und da-

fachliche Fragen hat jede Person, die von uns begleitet

durch kontraproduktiv. Die grössten Herausforderun-

wird, in der jeweiligen Partnerfirma eine Bezugsperson.

gen ergeben sich jedoch, wenn eine Krisenintervention nötig wird oder wir sogar den Arbeitseinsatz in einer

Wie gestaltet sich der Kontakt zwischen dir und der

Firma abbrechen müssten. Das sind meist keine leich-

begleiteten Person?

ten Situationen, aber bis anhin haben wir diese gut

Es ist sehr individuell, wie oft ich mit einer von mir be-

meistern können.

gleiteten Person Kontakt habe. Meist besuche ich die Person einmal pro Woche oder alle zwei Wochen in der

Was motiviert dich in deiner Funktion als

Firma, in der sie arbeitet. Dazwischen habe ich mit den

Cob-Coach?

Mitarbeitenden telefonischen Kontakt.

Die Arbeit als Job-Coach ist sehr vielfältig. Ich kann von der Planung über die Platzierung bis zur Begleitung bei

Wie unterscheidet sich das Job-Coaching von der

der Entwicklung einer neuen Arbeitsstelle mit dabei

ständigen Begleitung vor Ort?

sein. Ausserdem habe ich Kontakt mit verschiedenen

Als Job-Coach nehme ich Veränderungen bewusster

Akteuren. Neben den Mitarbeitenden und den Verant-

wahr, sodass Fortschritte für mich besser sichtbar sind als

wortlichen in den Partnerfirmen habe ich beispiels-

wenn ich die Person täglich begleiten würde. Gleichzei-

weise auch mit gesetzlichen Vertretungen, Schulen,

tig ist es herausfordernd, dass ich als Job-Coach innert

Berufsberatern oder IV-Stellen Kontakt. Mich motivieren

kurzer Zeit das Befinden der Mitarbeitenden «checken»

die positiven Echos von Firmen oder Aussenstehenden,

muss, um sie oder ihn gezielt unterstützen zu können.

die mit unseren Mitarbeitenden Kontakt haben. Was

Da hilft es mir, dass ich die meisten bereits gut kenne.

mich aber besonders motiviert sind erfolgreiche und nachhaltige Platzierungen. Wir freuen uns sehr darü-

Welches sind die grössten Herausforderungen im

ber, wenn eine Partnerfirma nach einer gewissen Zeit

Spannungsfeld zwischen der vorgesetzten Person

den Aufgabenkatalog einer begleiteten Person steigert

im Einsatzbetrieb und unseren Mitarbeitenden?

oder ihr ein höheres Pensum anbietet. Das zeigt mir,

Häufig ist es notwendig, dass ich der Bezugsperson im

dass das Konzept des Eingliederungsmanagements im

Betrieb Hilfestellung gebe für den Umgang mit einer

Werkheim Uster funktioniert.

16

Job-Coach


Praktikumsplatz in der Privatwirtschaft Eine Ausbildungsmöglichkeit des Werkheim Uster in der Privatwirtschaft ist die dezentral betreute Ausbildung im Logistikbereich im Migros Verteilbetrieb Neuendorf AG in Volketswil. Diese beinhaltet auch ein Praktikum im ersten Arbeitsmarkt.

Im Rahmen der dezentralen Ausbildung absolviert

Was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft?

Aylin Shaipi-Mustafi ein dreimonatiges Praktikum

Mein Traum ist, dass ich als Detailhandelsassistentin

bei der Leuenberger Medizintechnik AG (LMT) in

arbeiten kann, weil ich sehr gerne mit Kunden arbei-

Wallisellen, die Produkte und Dienstleistungen für

te. Ich kann mir auch vorstellen, bei der Firma LMT

Fitness, Rehabilitation und Sport anbietet.

zu arbeiten.

Aylin Shaipi-Mustafi über ihren Praktikumsplatz: Wie lange arbeitest du schon bei der LMT? Seit Januar 2014. Wie bist du zu deiner Praktikumsstelle bei LMT gekommen? Über Rudy Litschi und Jürg Imhof. Was sind deine Aufgaben in deinem Praktikum?

bringen. Ablegen mach ich auch. Ich muss dann Buch-

Yvonne Bosshard, Chief Financial Officer Leuenberger Medizintechnik AG, über die Zusammenarbeit mit dem Werkheim Uster:

haltungskopien und Lieferscheine einordnen und archi-

Wie sind Sie auf das Werkheim Uster aufmerksam

vieren, das heisst, die alten Ordner in eine Schachtel tun.

geworden?

Spedition und Versand, das heisst vorkommissionieren und gleich einpacken, binden und zum Postwagen

Ich kenne das Werkheim Uster durch die ZusammenArbeitest du mit anderen Personen zusammen?

arbeit für Verpackungen von Weihnachtsgeschenken

Wenn ich Hilfe brauche, dann arbeite ich zusammen

schon länger. Jedoch im Zusammenhang mit der

mit jemandem, aber zuerst alleine.

Besetzung einer Stelle habe ich über meine Anfrage beim Verein Insieme den Kontakt zum Werkheim

Was machst du besonders gerne an deinem

Uster bekommen.

Arbeitsplatz? Alles mache ich gerne, weil die Zeit sehr schnell vor-

Wie kamen Sie dazu, Arbeitsplätze für Mitarbeitende

bei geht.

des Werkheim Uster mit Job-Coaching anzubieten? Wir hatten eine Stelle im Versand zu besetzen, wel-

Was sind für dich die grössten Herausforderungen

che in der Vergangenheit von Studentinnen erledigt

bei der Arbeit als Praktikantin?

worden war. Die hohe Fluktuation bewegte uns dazu,

Mein Ziel ist, dass ich mein Praktikum sehr gut ma-

bei der Neubesetzung nach einer Lösung zu suchen,

che und gut abschliesse. Ich wünsche mir, dass sich

von welcher wir ein längerfristiges Engagement er-

die Firma LMT über meinen Abschluss freuen kann.

hoffen konnten.

Dezentral betreute Ausbildung

17


Welchen Nutzen erhalten Sie mit den Tätigkeiten

Wie wird aus Ihrer Sicht in Krisensituationen

und Dienstleistungen unserer Mitarbeitenden und

gehandelt?

dem Personal?

Wir haben einen guten Kontakt mit dem Job-Coach

Wir haben eine engagierte Person, welche unser Back-

und können uns jederzeit an ihn wenden. Eine ernst-

Office in vielen Routinearbeiten entlastet.

hafte Krise gab es bisher nicht.

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im

Welches ist Ihr persönliches Highlight in der

Arbeitsalltag und im Umgang mit den Mitarbeitern

Zusammenarbeit?

des Werkheim Uster?

Die Erfahrung, dass wir mit dem Werkheim Uster einen

So wie mit allen Mitarbeitern. Frau Shaipi-Mustafi ist

sehr flexiblen Partner haben, was den Arbeitseinsatz

sehr zuvorkommend, freundlich und hat sich sehr

betrifft und mit Frau Shaipi-Mustafi einen sehr sym-

schnell gut integriert. Den Support, welchen wir durch

pathische und engagierte Person bekommen haben,

die Kontaktperson erhalten, schätzen wir sehr. Auch

welche wir sehr vielseitig einsetzen können und de-

empfinden wir die klaren Regeln (bei Krankmeldun-

ren Potenzial wir noch lange nicht ausgeschöpft zu

gen etc.) als hilfreich.

haben scheinen.

Welche Wirkung hat die Zusammenarbeit der

Würden Sie anderen KMUs eine Zusammen-

Werkheim Mitarbeitenden auf Ihre Mitarbeiter und

arbeit mit Institutionen wie dem Werkheim Uster

Kunden?

empfehlen?

Keine besondere. Frau Shaipi-Mustafi ist eine gut

Ein klares Ja.

integrierte Mitarbeiterin und macht ihre Arbeit auf Anweisung sehr selbstständig und exakt. Wo sehen Sie die grösste Herausforderung in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit? Wenn, dann im Umgang mit Nähe-Distanz. Das bedeutet, dass Frau Shaipi-Mustafi sehr offen kommuniziert und dabei ist, für bestimmte Situationen noch Lebenserfahrung zu sammeln. Dies erfordert manchmal etwas Zeit und Aufmerksamkeit, um sie wieder zu beruhigen.

18

Dezentral betreute Ausbildung


«Werkheim-Mitarbeitende sind freundlich und hilfsbereit» Die Schneider Umweltservice AG ist Entsorgungsdienstleister für Bau, Gewerbe und Industrie. Das Unternehmen rezykliert wertvolle Stoffe und bereitet diese nachhaltig auf. Werkheim-Mitarbeitende mit Job-Coaching unterstützen die Firma seit 2012.

Tobias Wegmann über seinen Arbeitsplatz bei der Schneider Umweltservice AG: Wie lange arbeitest du schon an deinem jetzigen Arbeitsort? Ich arbeite zirka zwei Jahre schon dort. Wie bist du zu dieser Stelle gekommen? Meine Mutter kannte jemanden bei der Firma Schneider. Die Firma hat mir in Zusammenarbeit mit dem Werkheim Uster die Möglichkeit gegeben, bei der Altstoffsammelstelle zu arbeiten. Jetzt arbeite ich im Kieswerk Volketswil und dort gefällt es mir gut. Was hast du vor deiner heutigen Stelle beruflich gemacht? Ich besuchte die Rafaelschule in Zürich. Von dort bin ich ins Werkheim Uster gegangen und habe meine Lehre als Landschaftsgärtner abgeschlossen.

Was machst du besonders gerne an deinem Arbeitsplatz?

Was sind deine Aufgaben an deinem Arbeitsplatz?

Ich helfe gerne den Lastwagenchauffeuren, das Netz

Ordnung zu halten und dass es sauber auf dem Platz

herunterzunehmen und zusammenzulegen. Es gefällt

ist. Wenn die Brecher-Maschine läuft, muss ich Wert-

mir, den Stapler zu fahren. Ich habe die Staplerprüfung

stoffe sortieren. Das heisst, die mineralischen und

gemacht. Mit dem Lastwagen mitzufahren macht mir

nicht mineralischen Stoffe werden von mir am Förder-

auch Spass. Wenn die Brecher-Maschine läuft, sortie-

band aussortiert. Ich weise alle Lastwagen an, durchs

re ich gerne Wertstoffe aus.

Wasser zu fahren, damit sie gereinigt werden. Alle müssen Leuchtwesten tragen. Wenn die Maschine

Was sind für dich die grössten Herausforderungen

mal nicht läuft, muss ich den Steinstaub wegputzen.

an deinem Arbeitsplatz? Die Lastwagen mit dem Stapler zu entladen und die

Arbeitest du mit anderen Personen zusammen?

Ware zu wägen. Den Platz zu putzen mit dem Stapler

Ich arbeite natürlich mit anderen Menschen zusam-

und mit der Maschine.

men. Zwei arbeiten mit mir bei der Maschine und einer ist im Büro. Dann gibt es noch den Baggerfahrer,

Was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft?

einen Platzchef und einer, der mit dem Pneulader ar-

Ich wünsche mir eigentlich nichts anderes als eine

beitet. Das sind alles meine Arbeitskameraden.

Festanstellung irgendwo in der Privatwirtschaft.

Integrativer Arbeitsplatz

19


Wie ich meine Freizeit verbringe: In meiner Freizeit mache ich die Stadt Dübendorf sauber. Ich sammle PET, Glas und Dosen. Diese Sachen schmeissen die Leute aus dem Auto, weil es für die Abfall ist. Für mich ist es wie Geld. Manchmal mache ich es gerne und manchmal auch nicht. Ich bekomme dafür kein Geld, ich mache es ja gerne. Ich habe es gerne sauber und ordentlich. Manchmal muss ich mit dem Veloanhänger ausrücken, weil die Leute nicht auf den Kalender schauen, wann die Karton- oder Papier-Abfuhr ist. Dann komme ich ins Spiel. Ich sammle ein und entsorge alles korrekt.

Welchen Nutzen erhalten Sie mit den Tätigkeiten und Dienstleistungen unserer Mitarbeitenden? Die Mitarbeiter des Werkheims sind für uns wertvolle Hilfsarbeiter geworden. Zudem leisten Sie einen grossen Beitrag zum allgemeinen Arbeitsklima.

Hansruedi Arter, Bereichsleiter RecyclingCenter Region Zürich bei der Schneider Umweltservice AG, über die Zusammenarbeit mit dem Werkheim Uster: Wie sind Sie auf das Werkheim Uster aufmerksam geworden? Durch eine Gespräch mit einer Arbeitskollegin meiner Frau. Sie hat einen Sohn, der durch das Werkheim Uster betreut wird. Dabei habe ich erfahren, dass das Werkheim Uster verschiedene Projekte mit Aussenarbeitsplätzen anbietet. Wie kamen Sie dazu, Arbeitsplätze für Mitarbeitende des Werkheim Uster mit Job-Coaching anzubieten? Unsere Unternehmung betreibt drei Wertstoffsammelstellen und mehrere Recycling Center. Ich bin der Überzeugung, dass verschiedene Arbeitsplätze mit Mitarbeitenden des Werkheims optimal besetzt werden können. Die Integration dieser Personen ist für unsere Mitarbeiter, aber auch für unsere Kunden eine soziale Bereicherung.

20

Integrativer Arbeitsplatz

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im Arbeitsalltag und im Umgang mit den Mitarbeitern des Werkheim Uster? An unseren Sammelstellen stehen die Werkheim-Mitarbeiter täglich im direkten Kundenkontakt. Dabei können sie ihre Stärken wie Freundlichkeit, gute Kommunikationsfähigkeit und Hilfsbereitschaft voll einbringen. Die Mitarbeiter sind top motiviert und identifizieren sich voll mit unserer Unternehmung. Welche Wirkung hat die Zusammenarbeit der Werkheim-Mitarbeitenden auf Ihre Mitarbeiter und Kunden? Unsere Mitarbeiter zeigen sich fürsorglicher und sie setzen sich aktiv für eine gute Integration und Teambildung ein.


Wo sehen Sie die grösste Herausforderung in der

Was überzeugt Sie an der Zusammenarbeit mit dem

partnerschaftlichen Zusammenarbeit?

Werkheim Uster?

Die grösste Herausforderung ist sicher, dass die rich-

Ich denke es ist das Gesamtpaket, das ein-

tigen Personen für die entsprechenden Arbeitsstellen

fach stimmt; der soziale Aspekt, aber auch der

gefunden werden können. Jeder hat seine Stärken

Kosten-Nutzenvergleich.

und Schwächen… Würden Sie anderen KMUs eine ZusammenWie wird aus Ihrer Sicht

arbeit mit Institutionen wie dem Werkheim Uster

in Krisensituationen gehandelt?

empfehlen?

Durch die Betreuung und Hilfe des Job-Coachs wer-

Auf jeden Fall. Einerseits sind diese Leute eine Berei-

den allfällige Krisensituationen frühzeitig erkannt und

cherung für jeden Betrieb. Zudem denken wir, ist es

entschärft. In unserer Zusammenarbeit hatten wir aber

auch wichtig, der Gesellschaft etwas zurück zu geben.

noch nie auch nur annähernd eine Krisensituation. Welches ist Ihr persönliches Highlight in der Zusammenarbeit? Die vielen positiven Rückmeldungen unserer Kundschaft zeigen mir, dass die Anstellung der Werkheim-Mitarbeitenden an unseren Sammelstellen ein richtiger Entscheid war. Es freut mich, dass wir damit die Möglichkeit schaffen konnten, auch sozial schwächere Personen in den Arbeitsprozess zu integrieren.

Integrativer Arbeitsplatz

21


«Das selbständige Arbeiten in der IKEA gefällt mir» Seit 2013 stellt auch die IKEA in Dietlikon Arbeitsplätze für Werkheim-Mitarbeitende mit Job-Coaching zur Verfügung. Diese sind unter anderem für das Auffüllen von Regalen und für die Montage von Möbeln zuständig.

Dimitrji Jakunin über seinen Arbeitsplatz bei der IKEA:

Arbeitest du mit anderen Personen zusammen?

Wie lange arbeitest du schon bei der IKEA?

arbeiten meistens zusammen.

Ja, ich arbeite mit Joel und Burak zusammen. Wir

Ich bin jetzt schon etwa drei Jahren im Werkheim Uster und seit Juni 2013 in der IKEA.

Was machst du besonders gerne an deinem Arbeitsplatz?

Wie bist du zu dieser Stelle gekommen?

Ich mache an meinem Arbeitsplatz alles gerne.

Zu dieser Stelle bin ich mit Jürg Imhof als Job-Coach gekommen.

Was sind für dich die grössten Herausforderungen an deinem Arbeitsplatz?

Was hast du vor deiner heutigen Stelle beruflich

Für mich ist es eine Herausforderung, immer wieder

gemacht?

eine neue, schwierige Aufgabe zu bekommen.

Ich habe vor dieser Stelle etwa zwei Jahre in der Migros-Einsatzgruppe gearbeitet.

Was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft? Das alles weiterhin gut läuft und dass wir immer

Welchen Unterschied siehst du zwischen der Arbeit

wieder schöne Aufgaben bekommen dürfen. Ich sehe

im Migros Verteilbetrieb und der IKEA?

meine berufliche Zukunft weiterhin in der IKEA.

Das selbständige Arbeiten.

22

Integrativer Arbeitsplatz


Joel Egli über seinen Arbeitsplatz bei der IKEA: Wie lange arbeitest du schon bei der IKEA? Ich arbeite für IKEA seit über einem ganzen Jahr. Wie bist du zu dieser Stelle gekommen? Zu dieser Stelle kam ich, als Rudolf Litschi das Angebot gemacht hat. Was hast du vor deiner heutigen Stelle beruflich gemacht? Bevor ich in der IKEA arbeitete, habe ich in der Mecha-

Burak Celik über seinen Arbeitsplatz bei der IKEA:

nikabteilung vom Werkheim Uster gearbeitet.

Wie lange arbeitest du schon bei der IKEA?

Was sind deine Aufgaben an deinem Arbeitsplatz?

Ich habe im August 2013 angefangen.

Von 6.30 bis 9.00 Uhr arbeite ich beim Auffüllteam und dann noch beim Montierteam. Und am Dienstag und

Wie bist du zu dieser Stelle gekommen?

Donnerstag helfe ich, Pakete zu sortieren, welche die

Vom Werkheim Uster bekommen.

Leute zurückgeben.

Was sind deine Aufgaben an deinem Arbeitsplatz?

Arbeitest du mit anderen Personen zusammen?

Möbelmontage und Auffüllteam.

Ich arbeite mit Burak und Dimitrji zusammen.

Arbeitest du mit anderen Personen zusammen?

Was machst du besonders gerne an deinem

Ja, ich arbeite mit anderen Personen.

Arbeitsplatz? Ich montiere gern.

Was machst du besonders gerne an deinem Arbeitsplatz? Ich montiere gerne Möbel. Auch das selbständige Arbeiten und die Zusammenarbeit im Auffüllteam gefallen mir. Wie erlebst du die Zusammenarbeit mit den IKEA-Mitarbeitern? Hilfsbereit und freundlich. Ich erhalte bei offenen Fragen immer freundlich Auskunft.

Integrativer Arbeitsplatz

23


Unterstützen beim Recyceln Die Mr. Green Recycling-Service GmbH holt bei umweltbewussten Haushalten und Büros diverse Materialien ab und verwertet diese anschliessend. Für den Abholservice und das Wertstoffrecycling bietet das Werkheim Uster Mr. Green seine Dienstleistungen an.

Manuel Braun über seinen Arbeitsplatz bei Mr. Green: Manuel, wie lange arbeitest du schon bei Mr. Green? Ich arbeite seit Januar 2014 bei Mr. Green. Wir arbeiten tageweise dort. Die restliche Zeit bin ich im Migros Verteilbetrieb in Volketswil. Wie bist du zu deiner Stelle bei Mr. Green gekommen? Mein Chef hat mich gefragt und ich habe sofort zugesagt. Das ist mal etwas anderes. Was hast du vor deiner heutigen Stelle beruflich gemacht? Ich arbeite schon seit drei Jahren im Migros Verteilbetrieb. Davor habe ich im Werkheim in der Sieb-

Arbeitest du bei Mr. Green mit anderen Personen

druckerei gearbeitet. Ich habe auch schon bei der IKEA

zusammen?

als Ferienablöse gearbeitet. Ursprünglich habe ich eine

Wir sind jeweils drei bis vier Leute an einem Tisch

Ausbildung in der industriellen Montage gemacht.

zum Sortieren. Für einen Einsatz bei Mr. Green treffen wir uns am morgen früh in Schwerzenbach und

Was sind deine Aufgaben an deinem Arbeitsplatz

fahren um 7.15 Uhr gemeinsam Richtung Adliswil, wo

bei Mr. Green?

Mr. Green ist.

Ich sortiere Sachen zum Recyceln. Es hat einen riesigen Berg mit weissen Abfallsäcken. Diese Säcke wer-

Was machst du besonders gerne an deinem Arbeits-

den von Mr. Green bei Kunden gesammelt und dann

platz bei Mr. Green?

angeliefert. 2000 Säcke sind das! Wir sortieren dann

Bei Mr. Green hat man seine Ruhe. Und die Arbeit bei

jeden Sack nach Plastik, Alu, Metall, Tetra, Pet, Zeitun-

Mr. Green ist eine Abwechslung zur Arbeit im Migros

gen und Karton. Wir tragen Handschuhe und haben

Verteilbetrieb.

ein Sicherheitsmesser, um die Säcke aufzuschneiden. Die sortierten Sachen werfen wir in Mulden und wenn

Was sind für dich die grössten Herausforderungen

die Mulden voll sind, werden sie wieder geleert, damit

an deinem Arbeitsplatz bei Mr. Green?

wir weiterarbeiten können.

«Mängisch lupfts mi schier…» Wir finden halt manchmal schon Sachen in diesen Säcken, die nicht wirklich schön sind. Zum Beispiel Gonfi-Gläser mit verschimmelter Gonfi drin. Aber das geht schon, das ist Einstellungssache.

24

Integrativer Arbeitsplatz


Wie unterscheidet sich für dich die Arbeit im Migros

Welchen Nutzen erhalten Sie mit den Tätigkeiten

Verteilbetrieb und bei Mr. Green?

und Dienstleistungen unserer Mitarbeitenden?

Bei Mr. Green habe ich viel mehr mit Abfallproduk-

Die Mitarbeiter des Werkheims sind sehr engagiert, ha-

ten zu tun. Ein anderer Unterschied ist, dass ich zu

ben eine sehr hohen Identifizierungsgrad und arbeiten

Mr. Green nach Adliswil hingefahren werde. Und dass

speditiv. Mehr können wir eigentlich kaum erwarten...

wir dort selber aussuchen können, wo wir über Mittag essen. Das entscheiden wir gemeinsam in der Grup-

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im Arbeits-

pe. Im Migros Verteilbetrieb essen wir in der Kantine.

alltag und im Umgang mit den Mitarbeitenden des Werkheim Uster?

Was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft?

Speziell die verantwortlichen Personen sind sehr fle-

Ich möchte später irgendwann vielleicht etwas mit

xibel und offen. Wir haben die Möglichkeiten für eine

Möbeln oder mit Maschinen machen. Man sollte ja

Zusammenarbeit ganz grob ausgelotet und wir sind

schon ein wenig bei der Grundausbildung bleiben,

nun daran, die Zusammenarbeit Schritt für Schritt aus-

sonst muss man wieder alles neu lernen.

zubauen. So sehen wir, was gut funktioniert und was noch optimiert werden muss.

Valentin Fisler, Geschäftsführung der Mr. Green Recycling-Service GmbH, über die Zusammenarbeit mit dem Werkheim Uster: Wie ist Mr. Green auf das Werkheim Uster aufmerksam geworden? Durch unsere Partnerschaft mit dem Schneider Umweltservice, welcher schon eine Zusammenarbeit mit dem Werkheim pflegt und uns sehr positiv davon berichtete. Klar, dass wir da hellhörig wurden… Wie kamen Sie dazu, Arbeitsplätze für WerkheimMitarbeitenden anzubieten, die begleitet sind durch einen Job-Coach? Rund um unseren Recycling-Service gibt es sowohl in der Abholung der Wertstoffe als auch bei der Wertstoffsortierung Möglichkeiten, Mitarbeitenden mit Job-Coach eine sinnvolle Tätigkeit anzubieten, die der Umwelt hilft, da das Recycling gefördert und ermöglicht wird, und die andererseits auch Spass macht.

Integrativer Arbeitsplatz

25


Welche Wirkung hat die Zusammenarbeit der

Was überzeugt Sie an der Zusammenarbeit mit dem

Werkheim-Mitarbeitenden auf Ihre Mitarbeiter und

Werkheim Uster?

Kunden?

Die Zusammenarbeit steht für uns nicht zur Debatte.

Es ist noch zu früh, hier ein Statement abzugeben,

Wir haben innert kurzer Zeit eine doch sehr partner-

da die Zusammenarbeit noch recht frisch ist. Klar ist

schaftliche Beziehung entwickelt und können so auf-

aber, dass die Kunden die gesamthafte Positionierung

tretende Probleme zusammen diskutieren und dann

Richtung Nachhaltigkeit schätzen. Neben dem öko-

sicherlich auch lösen.

logischen Nutzen des Recyclings kommt durch das Werkheim Uster sowie auch durch die Zusammenar-

Würden Sie anderen KMUs eine Zusammen-

beit mit dem Jugendsozialwerk Pratteln (unser Partner

arbeit mit Institutionen wie dem Werkheim Uster

in der Region um Basel) auch die soziale Komponen-

empfehlen?

te mehr ins Zentrum.

Kurz und bündig: Ja.

Welches ist Ihr persönliches Highlight in der Zusammenarbeit? Das Highlight sind sicher die Mitarbeiter des Werkheims an sich. Ich bin sicher, dass somit noch viele weitere Highlights auf uns zu kommen.

Perspektiven in der Arbeitsintegration Es ist unbestritten, dass nicht alle Menschen mit

«Eingliederungsmanagement» trägt diesen neuen An-

kognitiver Beeinträchtigung im ersten Arbeitsmarkt

forderungen Rechnung, indem es systematisch die

integriert werden können – die Bedürfnisse sowie der

professionelle Fallbearbeitung mit fragender Organi-

Bedarf sind und bleiben individuell, je nach Persön-

sations- und Personalentwicklung verknüpft.

lichkeit und Fähigkeiten. «Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist Die Arbeitsintegration hat in der Sozialen Arbeit an

sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das

Bedeutung gewonnen. Im Kontext dieser Entwick-

Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die Chance.»

lungen haben sich auch die Anforderungen an Pro-

(Viktor Hugo)

fessionelle der Sozialen Arbeit verändert. Das Konzept

26

Integrativer Arbeitsplatz


Selbständig in den eigenen vier Wänden Das Werkheim steht nicht nur für ein «differenziertes Angebot an Wohn-, Arbeits-, und Ausbildungsplätzen», sondern fördert Lebensqualität und Selbständigkeit. Diese Begriffe verweisen auf grosse Ideengebäude und verheissen viel. Darum lohnt sich eine Überprüfung im Werkheimalltag.

Isabelle (Name geändert) ist eine junge Frau, Anfang zwanzig. Im August beendet sie ihre Ausbildung und hat bereits eine Stelle gefunden. Sie freut sich auf ihren neuen Arbeitsplatz. Zurzeit wohnt sie noch bei ihren Eltern. Isabelle möchte den nächsten wichtigen Entwicklungsschritt machen und von Zuhause ausziehen. Sehr konkret schildert sie ihre Vorstellungen. Am liebsten möchte sie selbständig wohnen. Das heisst für sie allein in einer Wohnung oder vielleicht sogar mit ihrem Freund. Der Ort spielt keine so grosse Rolle. Aber sie hätte vielleicht gern ein Haustier. Das Beispiel von Isabelle ist kein Einzelfall. Vor allem jüngere Menschen haben gelernt, ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen und treten immer selbstbe-

auf dem Zentralgelände an der Friedhofstrasse. Jede

wusster für ihre Anliegen ein. Sind die Motive und

Wohnform hat seine eigenen Vorzüge, jede Wohnform

Themen der Bewerber auch sehr unterschiedlich, ei-

soll bestimmten Bedürfnissen entsprechen.

nigt alle diese Personen der Wunsch nach Selbständigkeit und Individualität. Die eigene Wohnung (durchaus

Besonders beliebt sind dabei neben der «Jugend-

auch als Wohngemeinschaft), der Schlüssel zur eige-

wohngruppe» (W1H1) und der Aussenwohngruppe

nen Haustür und dem Briefkasten. Einen besonde-

für junge Erwachsene (WAIN) die Angebote, bei denen

ren symbolischen Wert hat das Klingelschild mit dem

man eigenem Wohnraum (WABE, WASO, WAWO) so

eigenen Namen. Das bestätigen Personen, wenn sie

selbständig leben kann, wie es eben geht. Das Betreu-

ihre kleine Enttäuschung ausdrücken, wenn zuweilen

ungsteam sorgt dafür, dass man genau die Begleitung

denn doch noch hinter diesem Namen noch «Werk-

bekommt, die man braucht. Stets unter dem Motto:

heim» stehen muss.

«So viel wie möglich, aber nicht mehr als nötig.»

Eine so grosse Bedeutung des eigenen Wohnraums

Kann man Wohnen in der Schule lernen?

überrascht nicht. In der Wohnpsychologie spricht man

Dabei geht es nicht unbedingt darum, dass alle Wohn-

von der Wohnung Erweiterung der eigenen Haut. Für

kompetenzen bereits vollständig vorhanden sein

Institutionen bedeutet dies, dass sie sich noch flexib-

müssen. Inklusion wird zum Alibi-Begriff, wenn In-

ler und nachfrageorientierter präsentieren zu müssen.

stitutionen die eigenen Leistungsansprüche so hoch schrauben, dass sie für viele Menschen nicht mehr

Das Werkheim ist bestrebt, all diesen Bedürfnissen

erfüllbar sind. Inklusion bedeutet doch gerade, dass

nachzukommen. Ob «Einzelwohnung», «Wohnge-

sich die Umgebung den Bedürfnissen anpasst und

meinschaft» oder «Wohngruppe», in der Stadt oder

nicht umgekehrt. Die Anforderungen sollten nicht

Wohnen

27


so hoch sein, dass nur Menschen einziehen dürfen,

Begleitung deutet an, dass es darum geht Personen

die ein Abschlussdiplom der Wohnschule vorweisen

dabei zu unterstützen ihren Alltag zu meistern und sie

können. Wohnen lernt man nicht in der Schule, son-

zu befähigen die bestehenden Kompetenzen zu we-

dern im Leben.

cken und dabei zu helfen, diese zu entwickeln. Konkret bedeutet dies für die Wohnbegleitung im Alltag:

Dafür muss man natürlich fragen, was die Person für

beraten, coachen, informieren, erklären oder einfach

Unterstützungsleistungen braucht, um möglichst selb-

nur ein offenes Ohr für die vielfältigen Themen des

ständig Wohnen zu können. Das kann bedeuten, dass

Alltags zu haben. Dies funktioniert auf einer sehr per-

das Werkheim Uster vielleicht etwas mehr aufwen-

sönlichen und dadurch auch sehr verbindlichen Form.

den muss, aber die Erfahrung zeigt, dass sich dieser

Unterstützend dabei wirkt immer der Wille der beglei-

Aufwand lohnt. Es ist bekannt, dass mehr Autonomie

teten Person, selbständig zu sein. Das bedeutet meis-

und der Abbau von Abhängigkeiten die Lebensquali-

tens nicht mehr als die Dinge, welche wichtig sind,

tät steigern kann.

auch machen zu können.

Vom Betreuer zum Begleiter

Isabelle weiss genau, was ihr wichtig ist. Sie ist davon

Der Anspruch, Abhängigkeiten abzuschaffen, in-

überzeugt, dass sie sie selbständig wohnen kann. Na-

dem Selbständigkeit gezielt gefördert wird, verändert

türlich kann sie dies alles nicht ganz alleine bewerk-

auch das Rollenverständnis des Betreuungsperso-

stelligen, aber mit der Unterstützung vom Werkheim

nals. Schon der Begriff «Betreuung» verliert an Bedeu-

kann sie ihren Zielen näher kommen. Vielleicht klappt

tung und wird vermehrt durch «Begleitung» ersetzt.

es ja sogar mit dem Haustier? Florian Rennpferd, Bereichsleiter Aussenwohnen

Forum «Spannungsfeld Privatsphäre» insieme Zürcher Oberland und das Werkheim Uster laden Sie ein zum gemeinsamen Forum «Spannungsfeld Privatsphäre». Es findet statt am Mittwoch, 21. Mai 2014 um 19.30 Uhr im Saal Seeblick des Werkheim Uster, Friedhofstrasse 3a, 8610 Uster. Mit einem Einführungsreferat eines Ethikers sowie mit einer Podiumsdiskussion mit Bewohnern, Institutionsvertretern und einer Mutter wird die die Thematik vertieft. Anschliessend an die Podiumsdiskussion sind Sie herzlich zu einem Apéro eingeladen. Details und Anmeldung unter: www.werkheim-uster.ch/forum

28

Wohnen


Unsere nächsten Termine 1. April 2014

Eröffnung Stadtparkcafé

Stadtpark Uster

12. & 13. April 2014

Frühlingsmarkt Uster mit Werkheim-Marktstand

Uster

19. April 2014

Ostermarkt mit Werkheim-Marktstand

Robenhausen

21. Mai 2014

Insieme- / Werkheim-Forum

23. Mai 2014 29. Mai bis 1. Juni 2014

«Spannungsfeld Privatsphäre»

Friedhofstrasse 3a

Serenade: Chris Conz Trio

Stadtpark Uster

Special Olympics National Summer Games mit Werkheim-Sportlerinnen und -Sportlern

Bern

3. Juni 2014

Veranstaltungsabend «Dine around»

Restaurant 8610

13. Juni 2014

Serenade: Stadtmusik Uster

Stadtparkcafé Uster

18. Juni 2014

Stadtparkfest

Stadtpark Uster

21. Juni 2014

Werkheimfäscht

Friedhofstrasse 3a

4. Juli 2014

Serenade: Familie Schmidig Muotathal

Stadtparkcafé Uster

14. Juli bis 15. August 2014

Emu Verkaufsladen: Ladenschluss 17.00 Uhr

Emu

19. Juli bis 16. August 2014

Emu Verkaufsladen samstags geschlossen

Emu

21. bis 25. Juli 2014

Betriebsferien & «Ferien ohne Koffer»

21. bis 25. Juli 2014

Sommerferien Emu Verkaufsladen & Gärtnerei

21. Juli bis 10. August 2014

Sommerferien Restaurant 8610

Emu / Gärtnerei

15. August 2014

Serenade: Salvatore Cicero Streichquartett

Stadtparkcafé Uster

23. August 2014

Gentlemen Grand Prix mit Werkheimbeteiligung

Dübendorf

5. September 2014

Serenade: Tipitipitipso, Ulla Schlegelberger

Stadtparkcafé Uster

9. September 2014

Veranstaltungsabend «Tavolata im 8610»

Restaurant 8610

Dienstjubiläen Wir gratulieren unseren Jubilarinnen und Jubilaren und danken ihnen ganz herzlich für ihre langjährige Treue!

5 Jahre

10 Jahre

15 Jahre 20 Jahre 30 Jahre 40 Jahre

Schumacher Elisabeth Kessler Marcel Schiess Marlis Pfaff hauser Therese Bray-Lüthy Jris Linggi Christoph Imhof Jürg Steger Christina Eccher Silvano Willen Philippe Brand Agnes

Personal Bereich Produktion Mitarbeiter Bereich Produktion Personal Bereich Wohnen 2 Personal Bereich Werkstätten Bereichsleiterin Wohnen 1 Mitarbeiter Bereich Integration Personal Bereich Integration Mitarbeiterin Bereich Werkstätten Mitarbeiter Bereich Werkstätten Mitarbeiter Bereich Werkstätten Mitarbeiterin Bereich Werkstätten

01.04.2014 01.05.2014 01.06.5014 01.04.2014 01.05.2014 01.06.2014 08.05.2014 01.05.2014 24.04.2014 16.04.2014 17.04.2014

Termine & Jubiläen

29


Wunschliste – herzlichen Dank für Ihre Spende! Der bestehende finanzielle Rahmen aus Produktions-

Wir freuen uns über jeden Beitrag. Herzlichen Dank

erträgen und staatlichen Beiträgen setzt dem Werk-

für Ihre Unterstützung!

heim Uster gelegentlich enge Grenzen. Wir sind daher

Postcheckkonto 80-85-1 Stiftung Werkheim Uster

auf Spenden angewiesen, um kleinere und grössere

IBAN CH38 0900 0000 8000 0085 1

Wünsche zu ermöglichen und so für die Menschen, die im Werkheim Uster wohnen und arbeiten, einen

Falls ein Wunsch mehrmals erfüllt wird, erlauben wir

Mehrwert zu schaffen, der sonst nicht möglich wäre.

uns, die entsprechende Spende für andere Wünsche

Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei helfen, solche

zugunsten von Menschen mit einer Behinderung

Wünsche zu realisieren.

einzusetzen.

Radio für Aufenthaltsraum Garteneinsatzgruppe

CHF 50.—

Spezialfederkissen für Alterswohngruppe

CHF 70.—

Gruppenrucksack für Ausflüge

CHF 150.—

Sonnenschirm für Garten

CHF 200.—

Gasgrill für Aussenwohngruppe

CHF 350.–

Gesunder Rückenstaubsauger für Reinigungsteam

CHF 600.–

Scherenhubwagen für Druckerei

CHF 1‘500.—

Kantenschleifmaschine für Werkstatt

CHF 2‘000.—

Herzlichen Dank für die eingegangenen Spenden, zum Beispiel für den Crosstrainer, den Badheizstrahler, den Velounterstand oder die Küchenwaage. Vielen Dank auch für das tolle Tandem in Werkheim-Grün, das wir entgegennehmen durften!

30

Wunschliste & Dank


Werkheim Uster – Produktion & Dienstleistung Druck

Emu

Siebdruck | Tampondruck | Print- & Cut-Plotten Textilien | technische Artikel | Blachen | Plakate | diverse Beschriftungen

Verkaufsladen | Geschenke | Spielsachen aus Holz Dekorationsartikel | Grusskarten | Eigenprodukte Alltagsgegenstände

Gärtnerei Mechanik Drehen & Fräsen CNC & manuell Sägen | Gleitschleifen | Nieten | Pressen

Verkaufsladen | selbstgezogene Kräuter & Topfpflanzen Grabschmuck

8610 Montage Einfache bis anspruchsvolle Baugruppen komplette Produkte | Kabelkonfektion | Löten

Restaurant | Bar | Events | Garten | Catering

Stadtparkcafé April bis Oktober Gesund | integrativ | Uster plus | Kultur

Versand & Verpackung

8610 am See

Verpacken | Etikettieren | Abzählen | Abfüllen | Applizieren Mailings

Terrasse | Gaststube | Take out | Events | Bootsvermietung

Holzbearbeitung individuelle Kundengeschenke | Gebrauchs- & Dekorationsartikel | Serien ab 30 Stück

Kontakt

Textilien

Produktion & Dienstleistungen – Offerten & Aufträge Seestrasse 110f | 8610 Uster T 044 575 25 55 | produktion@werkheim-uster.ch

Handgewebte Stoffe | Näharbeiten Tischsets | Tücher für Küche & Bad | Taschen | Etuis

Garteneinsatz Apothekerstrasse 18 | 8610 Uster T 044 943 17 12 | garteneinsatz@werkheim-uster.ch

Feuer ohne Kleinholz | geruchsfrei | ökologisch

Emu Friedhofstrasse 3a | 8610 Uster T 044 943 17 69 | emu@werkheim-uster.ch Online-Shop: www.emu.ch

Produkte Werkstätten Dekorationen | originelle Einzelprodukte | kleine Serien

Gärtnerei Apothekerstrasse 18 | 8610 Uster T 044 943 17 65 | gaertnerei@werkheim-uster.ch

Einsätze vor Ort

8610 Restaurant | Bar | Events | Garten Friedhofstrasse 3a | 8610 Uster | T Reservationen 044 940 8610 T Events 044 943 17 41 | 8610@werkheim-uster.ch

K-Lumet

Flexibel oder stationär | spontan oder regelmässig Stadtparkcafé Landihalle | 8610 Uster | T 043 943 17 47

Garteneinsatz Rasenmähen | Laubrechen | Kleingehölze & Stauden schneiden | Neu- & Umgestaltungen

8610 am See Terrasse | Gaststube | Take out | Events | Bootsvermietung Schifflände | Uferweg 3 | 8610 Uster | T 044 943 17 48 8610amsee@werkheim-uster.ch


Mit uns zum Traumgarten Rasenpflege Profitieren Sie von unserem Rasen-Service: Rasenmähen, Vertikutieren, Düngen, Ansähen und Unkrautbeseitigung. Wir erledigen für Sie die Arbeit.

Bäume & Sträucher Dank unserem Know-How werden Ihre Bäume und Sträucher nach dem Auslichten wieder kräftiger wachsen und resistenter gegen Umwelteinflüsse, Pilze und Parasiten sein.

Unterhaltsarbeiten Wir nehmen Ihnen die lästigen Jät-, Laubrechen- und Bewässerungsarbeiten ab. Gerne erstellen wir Ihnen eine individuelle Offerte und freuen uns über Ihren Auftrag!

Kontakt Garteneinsatz Apothekerstrasse 18 8610 Uster T 044 943 17 12 garteneinsatz@werkheim-uster.ch

Kräuter & Sommerflor Wir bieten Ihnen in unserer Gärtnerei eine grosse Auswahl an selber gezogenen Kräutern – auch Exotisches wie zum Beispiel der Ananassalbei. Ebenfalls finden Sie bei uns dekorativen Sommerflor.

Grabschmuck Ganz nach Ihren individuellen Wünschen kreieren wir Grabgestecke. Unsere Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag 8.30 – 12.00 13.30 – 17.00 Uhr Freitag 8.30 – 12.00 13.30 – 16.30 Uhr Nach Ladenschluss finden Sie auf unserem Verkaufstisch eine Auswahl an Gestecken zum Mitnehmen. Die Bezahlung erfolgt via Einzahlungsschein.

Kontakt Gärtnerei Apothekerstrasse 18 8610 Uster T 044 943 17 65 gaertnerei@werkheim-uster.ch


Zämehebe 01/2014  
Advertisement
Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you